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Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht

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Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Erstausstattung Aufmacher
Andrea Zschocher

Andrea Zschocher

ist freie Journalistin, Buchautorin und Bloggerin. Sie schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und Familie.de. Ihre Bücher unterstützen Familien in anspruchsvollen Zeiten. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit drei Kindern.

Mit der Erstausstattung ihres Babys sind erste Eltern schnell überfordert. Der Markt ist riesig und die werdenden Eltern haben oft keinen blassen Schimmer, was ein Neugeborenes wirklich braucht. Die Folge: Sie kaufen viel zu viel und geben unnütz Geld für Dinge aus, die dann kaum benutzt werden. Dabei braucht ein Neugeborenes viel weniger als man denkt.

Update 3. Juni 2020

Wir haben den Ratgeber überarbeitet und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

Der Nestbautrieb gepaart mit den unzähligen Angeboten, die werdenden Eltern gemacht werden, sind tückisch. Zwar gibt es wissenschaftlich keinen Beweis dafür, dass es gegen Ende der Schwangerschaft wirklich so etwas wie einen Nestbautrieb gibt, doch bei vielen Schwangeren kann man ihn untrüglich beobachten.

Viele Mütter wollen schon früh eine möglichst perfekte Umgebung für ihr Kind schaffen. Und das ist auch gut so, denn manch ein Baby kommt deutlich vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt. Und in den ersten Wochen nach der Geburt ist kaum Zeit und viele Mütter sind dann auch noch nicht fit genug, um Besorgungen zu machen. Es ist also sinnvoll, schon alles vorher zu besorgen. Die Frage ist nur: was?

Was kaufen – und was nicht?

Es ist nicht einfach, sich in dem Überangebot an Babyprodukten zurecht zu finden. Die Industrie hat Eltern längst als lukrative Zielgruppe ausgemacht und bietet so manches an, was niemand braucht.

Erstausstattung Einkaufs-Checkliste
Unsere Einkaufs-Checkliste.

Deshalb haben wir hier die wichtigsten Anschaffungen, die man für das erste Baby an Erstausstattung idealerweise zu Hause haben sollte, zusammengestellt. Außerdem gibt es Tipps, worauf man bei den Anschaffungen achten sollte.

Damit Sie bei den vielen Produkten nicht den Überblick verlieren, haben wir eine Einkaufs-Checkliste für Sie erstellt, die Sie als PDF-Datei herunterladen können. Einfach auf den Button oder das Bild klicken und die verknüpfte Datei speichern:

Einkaufsliste herunterladen

Wenn man das erste Baby bekommt, braucht man auch unzählige, kleine Artikel, bei denen es relativ egal ist, welche man nimmt – zumindest für den Anfang. Aber es kostet irrsinnig viel Zeit, sie alle einzeln auszusuchen.

Deshalb haben wir Ihnen für diese Produkte einen Einkaufskorb bei Amazon mit einer Auswahl an empfehlenswerten Produkten zusammengestellt. So können Sie alle Artikel mit zwei Klicks in Ihren Amazon-Einkaufskorb befördern – und dort natürlich noch aussuchen, was Sie brauchen und was nicht, bevor Sie den Kauf abschließen. Mehr dazu im Abschnitt Wickeln und Pflegen.

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Erstausstatung

Ein Platz zum Schlafen

Babys schlafen in den ersten Wochen zwischen 14 und 18 Stunden pro Tag. Deshalb braucht das Neugeborene natürlich einen Platz, an dem es schlummern kann. Experten empfehlen, dass Babys nachts im gleichen Zimmer wie die Eltern schlafen sollten, aber im eigenen Bett.

Deshalb entscheiden sich viele Eltern für die ersten Monate für ein Beistellbett, für das sich nach dem Produktnamen des Erfinders auch der Name Babybay eingebürgert hat.

Dieses Bettchen wird nur an drei Seiten von Gitterstäben begrenzt. Es ist höhenverstellbar und kann direkt am Bett der Eltern angebracht werden. Das ist nachts sehr praktisch zum Stillen.

Der Nachteil des Babybays ist, dass die Babys ihm schon nach etwa 6 Monaten entwachsen. Auf längere Sicht kann ein richtiges Babybett daher die bessere Wahl sein.

Eine Alternative ist das Babybay Maxi. Das kann, wenn es nicht mehr als Beistellbettchen benötigt wird umgebaut werden und laut Hersteller im Kinderzimmer als Hochstuhl, Schreibtisch, Laufstuhl oder eigenständiges Kinderbett genutzt werden. An diesem Möbelstück haben Sie also wirklich lange Zeit Freude.

Sollten Sie in einem Boxspringbett schlafen, kann Ihr Nachwuchs auch in einem Babybay für Boxspringbetten schlafen. Dies ist das neuste Produkt der Babybay-Familie um wirklich alle Bettvariante abzudecken. So ist sichergestellt, dass Ihr Neugeborenes sicher in Ihrer Nähe schläft. Das ist besonders für die Mütter praktisch, die ihr Kind stillen möchten. Nach dem nächtlichen Stillen in Seitenlage, kann der Nachwuchs wieder ins Beistellbett geschoben werden und alle können im besten Fall ohne große Unterbrechungen weiter schlafen.

Lange nutzbar: Ein Gitterbett

Ein Babygitterbett kann man bis zum Alter von zirka drei bis vier Jahren nutzen. Bei vielen Modellen ist eine Gitterseite abnehmbar, sodass man das Bett – vorausgesetzt, es ist genug Platz im Schlafzimmer vorhanden – am Anfang auch als Beistellbett nutzen kann.

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Gitterbett
Im Gitterbett können Babys und Kleinkinder schlafen, bis sie etwa 3 Jahre alt sind.

Dabei sollte man darauf achten, dass die Gitterstäbe mindestens 4,5 und höchsten 6,5 Zentimeter auseinander sind, damit der Kopf des Kindes nicht eingeklemmt wird. Zudem ist es günstig, wenn das Bett höhenverstellbar ist. Dann kommt man rückenschonender zum Kind, solange es noch sehr klein ist.

Gitterbetten gibt es in den Standardgrößen 120×60 Zentimeter und 140×70 Zentimeter. Erstere haben den Vorteil, dass sie oft zum Beistellbett umbaubar sind und auch in kleinere Kinderzimmer passen. Zudem bietet der beliebte Schwede Ikea Kinderbettzubehör wie Matratzen, Spannbettlaken oder Bettwäsche nur in dieser Größe an.

Die größeren Gitterbetten kann man dafür länger nutzen und meist zum Juniorbett mit der Größe 70×140 umbauen, indem man die Gitterstäbe an den Seiten einfach entfernt.

Ein Himmel ist Geschmackssache, aber er sorgt vielleicht dafür, dass sich das Kind nicht so verloren fühlt. Sobald das Baby danach greifen kann, sollte man den Himmel aus Sicherheitsgründen aber ohnehin entfernen.

Neugeborene lieben Begrenzungen, weil sie die aus dem Mutterleib kennen, da waren sie schließlich ständig umhüllt und gehalten. Es kann daher, gerade in der Anfangszeit, eine gute Idee sein, das recht groß wirkende Kinderbett zu begrenzen. Wenn Sie ein Stillkissen Zuhause haben, bietet es sich an, dass auch zur Begrenzung zu benutzen. Legen Sie es aber nicht zu fest ums Kind, denn Neugeborene drücken gern ihre kleinen Nasen in Stoff und könnten ersticken.

Auf ein Nestchen, also eine Umrandung aus Stoff sollte man dagegen anfangs verzichten. Darin kann sich das Baby eventuell verfangen und dann im Schlaf ersticken. Auch ExpertInnen raten davon ab.

Alternativen für Tagsüber

Erstausstattung: Babywiege
Niedlich, aber nur für kurze Zeit nutzbar.

Stubenwagen und Babywiegen werden oft benutzt, um das Baby tagsüber schlafen zu legen. Sie sind fast schon ein Inbegriff des Babyglücks – zwingend benötigt man sie aber nicht. So schön sie auch sind, sie werden leider schon nach wenigen Monaten zu klein. Viele Babybetten kann man aber auch mit Rädern versehen und so ebenfalls tagsüber ins Wohn- oder Kinderzimmer schieben. In den ersten Monaten kann das Baby tagsüber auch im Oberteil des Kinderwagens schlafen – was sich auch auf Reisen anbietet.

Baby Erstausstattung: Krabbeldecke
Eine Krabbeldecke ist eine sinnvolle Anschaffung.

Solange sich die Kleinen noch nicht drehen können, können sie auf eine Krabbeldecke gelegt werden oder einfach auf dem Boden. Dort können sie nicht herunterfallen, strampeln üben und neue Bewegungserfahrungen machen. Eine nicht zu kleine Krabbeldecke ist deshalb eine lohnende Anschaffung, ebenso wie ein Deckchen, mit dem man das Baby im Kinderwagen oder wenn es auf seiner Krabbeldecke eingeschlafen ist, zudecken kann.

Babywippe

Eine sinnvolle Anschaffung kann auch eine Babywippe sein. Sie hat den Vorteil, dass man sie überall mit hinnehmen kann, sei es ins Bad oder in den Keller und das Baby dann dort nicht auf den vielleicht zu kalten Boden legen muss. Wippen hat zudem auf viele Babys eine beruhigende Wirkung. Und sie eignet sich auch zum Füttern von Babys, die noch nicht alleine sitzen können.

Erstausstattung: Baby-Wippe
Babys lieben es, geschaukelt zu werden.

Neuerdings kommen auch immer mehr elektrische Babywippen auf den Markt, die das Baby automatisch schaukeln. Wir haben sowohl Babywippen als auch elektrische Babyschaukeln getestet. Experten sehen die Babywippe kritisch, denn sie kann die motorische Entwicklung beeinträchtigen, da viele Babys dann eher bequem werden, weil ihnen der Anreiz fehlt, sich durch eigene Anstrengung und Bewegung in eine andere Lage zu bringen. Zudem schadet es dem Rücken, wenn die Kinder darin nicht ganz flach liegen. Man sollte das Baby deshalb erst mit drei bis sechs Monaten in eine Wippe legen und nicht zu lange am Stück. Babys sollten niemals in der Wippe zum Einschlafen gebracht werden.

Doch wer ein Baby hat, das eher unruhig ist, wird den Segen einer Babywippe schnell schätzen lernen. Eine Wippe ist für Eltern auch dann eine Entlastung, wenn der Nachwuchs kurz sicher abgelegt werden soll. Mit Gurten gehalten und auf und ab wippend sorgt das«Sitzliegen« in der Wippe meist für gute Laune.

Matratze

Je nachdem für welche Schlafgelegenheit man sich entscheidet, braucht man dazu eine passende Matratze. Matratzen für Babys sollten nicht zu weich sein, denn sonst kann das Baby mit dem Kopf einsinken – der Luftaustausch wird so erschwert. Auch Luftkanäle im Matratzenkern bieten da keinen Vorteil.

Unterschiedlich harte Liegezonen ergeben für Babys ebenfalls keinen Sinn, denn die Wirbelsäule ist noch gerade und muss nicht gestützt werden. Sie dürfen weder zu hart noch zu weich liegen, weil sonst ein Erstickungstod drohen kann. Achten Sie bei Kauf darauf, dass Sie eine Babymatratze kaufen.

Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Matratze möglichst keine Schadstoffe enthält. Der letzte Ökotest von Kindermatratzen hat allerdings ergeben, dass die meisten Hersteller ihre Verantwortung diesbezüglich ernst nehmen: Alle 15 getesteten Matratzen schnitten in dem Bereich mit »sehr gut« oder »gut« ab. Allerdings wurden Sicherheitsmängel beim Härtegrad der Matratzen festgestellt.

Für die Matratze fürs Babybett benötigt man natürlich noch mindestens zwei Bettlaken und zwei wasserabweisende Unterlagen, wenn die Windel nachts doch mal auslaufen sollte. Wenn der Außenbezug der Babymatratze waschbar und trocknergeeignet ist, ist ist das im Fall des Falles ein echter Vorteil.

Schaukelstuhl

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht: SchaukelstuhlEine große Hilfe für Eltern ist der gute alte Schaukelstuhl. Denn anfangs haben alle Kinder Probleme mit dem Einschlafen und irgendwann fallen einem vom vielen Herumtragen und Wiegen fast die Arme ab. Dabei genießen viele Babys und Kleinkinder es genauso, wenn man sie im Schaukelstuhl auf dem Schoß oder im Arm hat. Und für Mama und Papa ist das eine willkommene, entspannende Abwechslung.

Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf auf eine Schaukelstuhl mit hoher Lehne, damit Sie Ihren Kopf anlehnen können. Eine gute Wahl ist zum Beispiel der Poäng Schaukelstuhl von Ikea. Eine fast identische Bauform und einen ähnlichen Preis hat das Modell von Songmics.

Absolutes Muss: Schlafsäcke

Baby Erstaustattung: Schlafsack
Statt Decke: Ein Schlafsack ist für Neugeborene unverzichtbar.

Decken und Kissen sind wie das Nestchen überflüssig, sie können für das Baby sogar gefährlich sein. Was man aber braucht, ist mindestens ein, besser zwei Schlafsäcke für Neugeborene. Vor allem wenn man keinen Trockner hat, benötigt man mehrere Exemplare, denn manche Babys spucken viel und dann wird der Kragen regelmäßig nass und riecht schnell sehr unangenehm nach Milch.

In vielen Krankenhäusern bekommt man außerdem schon zur Geburt einen Neugeborenen-Schlafsack geschenkt. Wer sich erkundigt, ob das in der Klinik seiner Wahl der Fall ist, hat am Ende nicht zu viele Schlafsäcke.

Achtung: Der Schlafsack sollte nicht auf Zuwachs gekauft werden. Er darf also nicht zu groß sein, sonst könnte das Baby im Schlaf am Halsausschnitt hineinrutschen und zu wenig Luft bekommen.

Unseren Test der besten Babyschlafsäcke finden Sie hier.

Moltontücher und Mullwindeln

Babys brauchen keine Kissen, auch wenn das oft anders suggeriert wird. Was aber wichtig ist, eine saugfähige Unterlage, sodass die Matratze vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Erstausstattung: Mullwindeln
Mullwindeln kann man nie zu viel haben. Sie sind vielseitig verwendbar.

Auch im Kinderwagen eignet sich das saugfähige Moltontuch als Unterlage – oder auf der Wickelkommode, wenn man dort einen Stoffbezug hat und diesen nicht ständig waschen will. Moltontücher kann man außerdem an warmen Tagen als leichtes Deckchen verwenden oder unterwegs als Wickelunterlage. Sogar Pucken kann man sein Baby damit. Alternativ können auch extra Pucktücher oder Pucksäcke helfen, auf ihnen sind meist Druckknöpfe angebracht, die das Pucken, was viele Babys lieben, zu erleichtern.

Unverzichtbar sind auch sechs bis acht Mullwindeln, auch Spucktücher genannt. Sie sind etwas dünner und weicher als Moltontücher und weniger saugfähig.

Mullwindeln kann man nicht nur als Spucktuch wenn das Kind Bäuerchen macht benutzen, sondern auch als Unterlage, als Latz, am Kinderwagen oder im Auto als Sonnenschutz, als Sichtschutz beim Stillen und später dann als Kuscheltuch.

Neben weißen Mullwindeln gibt es inzwischen auch zahlreiche mit bunten Aufdrucken und in verschiedenen Farben.

Die Preisunterschiede bei diesen Tüchern sind groß: Schlichte, weiße Exemplar erhält man bereits ab einem Euro pro Stück, manch bedrucktes Tuch kostet 7,50 Euro. Nach welchen Kriterien soll man also auswählen?

Wichtig ist, zum einen auf die Größe zu achten: 85×85 Zentimeter große Tücher sind vielseitiger verwendbar als welche, die nur 70×70 Zentimeter groß sind. Es gibt aber auch 120×120 Zentimeter große Exemplare, die sich besonders als Sichtschutz beim Stillen bewehren.

Zum anderen sollte man schauen, dass die Tücher schadstofffrei sind – also zumindest nach Öko-Tex Standard 100 geprüft sind – und möglichst auch bei 60 Grad gewaschen werden können. Das ist beispielsweise bei den bunt gemusterten Tüchern von Aden & Anais, Zollner oder Grünspecht der Fall.

 Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Babyphone Philips Avent

Babyphone

Vor allem, wenn man in einem Haus mit mehreren Etagen wohnt oder die Wohnung weitläufig ist, benötigt man ein Babyphone, um den Schlaf des Kindes zu überwachen. Es ist auch dann nützlich, wenn man beispielsweise auf einer Party ist und das Kind im Nebenraum schläft. Auch auf Reisen kann ein Babyphone sehr hilfreich sein.

Alternativ zum herkömmlichen Babyphone gibt es inzwischen auch verschiedene Apps fürs Smartphone. Sie machen ein Babyphone entbehrlich, wenn man zwei Smartphones hat, von denen eines beim Kind bleibt und das andere angerufen wird, wenn es Geräusche im Schlafzimmer des Kindes gibt. Allerdings bedeutet das in der Praxis, dass eins der Smartphone in Babynähe dauerhaft auf Empfang ist, was gerade in Bezug auf Handystrahlung Erstlingseltern oft verunsichert. Die Apps sind auch nicht so zuverlässig wie klassische Babyphones und daher eher eine Notlösung.

Alles, was Sie zum Thema Babyphone wissen müssen, lesen Sie in unserem ausführlichen Praxistest, in dem wir eine ganze Reihe Babyphones unter die Lupe genommen haben.

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Wickeln

Wickeln und Pflegen

Neben dem Bett braucht man vor allem einen Platz zum Wickeln. Am besten ist meist ein Wickelbrett oder eine Wickelkommode mit Auflage.

Wer eine Waschmaschine im Bad hat, kann sich auch eine Wickelauflage für die Waschmaschine zulegen, denn in der Nähe von fließend Wasser zu wickeln ist praktisch – aber nur, wenn das Bad groß genug ist.

Es gibt ganze Kommoden, in denen gleich noch die Babykleidung und Windeln verstaut werden können. Das ist praktisch, denn dann hat man alles griffbereit. Allerdings dürfen Sie Ihr Baby auf einer Wickelkommode nie allein liegen lassen, eine Hand muss immer am Kind sein. Schließlich kann man nie wissen, wann sich der Nachwuchs zum ersten Mal dreht.

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Wickelkommode
In der Wickelkommode lassen sich auch Kleidungsstücke verstauen.

Wer wenig Platz hat, ist mit einem Wickelbrett, das an der Wand angebracht und bei Bedarf ausgeklappt wird, vielleicht besser beraten. Außerdem gibt es solche, die man auf der Waschmaschine oder auf der Badewanne befestigen kann.

Als Wickelauflagen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann schlicht ein oder mehrere alte, weiche Handtücher unterlegen, eine mit abwaschbarer Folie bezogene, keilförmige Schaumstoffunterlage wählen oder eine wattierte Wickelunterlage mit Stoffbezug. Es gibt Wickelauflagen, die über die gesamte Breite gehen und schmalere Wickelauflagen, neben denen auf dem Wickelbrett noch Platz für Kleidung oder Pflegeprodukte ist – richtig, Sie haben die Qual der Wahl.

Wer sich für eine Variante aus Stoff entscheidet, sollte immer noch etwas unters Kind legen. Denn sonst werden Sie sehr viel Zeit mit dem Auswaschen kleinerer und größerer Unfälle verbringen. Babys entleeren Darm und Blase recht unberechenbar. Alternativ können Sie auch gleich mehrere Bezüge anschaffen.

In Drogeriemärkten und online gibt es auch Einwegwickelunterlagen. Die eignen sich vor allem auch für unterwegs oder wenn Sie auf Schaumstoffunterlagen wickeln.

Geruchsdicht

Korbell M250DS

Test Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht: Korbell M250DS

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Außerdem benötigt man einen Windeleimer mit Deckel und Mülltüten, die dazu passen. Windeleimersysteme mit speziellen Nachfüllkassetten wie der Windeltwister sind fragwürdig: Sie verursachen sehr viel Müll und die Kassetten mit den Tüten kosten ein Vermögen.

Unser Favorit ist der Korbell M250DS – aber im Prinzip tut es jeder gut schließende Plastikeimer. Mehr dazu erfahren Sie in unseren ausführlichen Test zu Windeleimern.

Ein Heizstrahler über der Wickelkommode ist kein Muss, vor allem nicht für Kinder, die mitten im Sommer auf die Welt kommen. Er ist aber nicht nur für Winterbabys sehr angenehm. Man kann das Kind damit auch mal länger nackt strampeln lassen oder auch mal ausgiebig nach dem Baden massieren und muss dazu nicht immer den ganzen Raum aufheizen. Welchen wir am besten finden, lesen Sie in unserem Test zu Wickeltisch-Heizstrahlern.

Windeln und Pflege

Windeln der Größe 1 sollte man schon vor der Geburt besorgen.
Windeln der Größe 1 sollte man schon vor der Geburt besorgen.

Zur Pflege des Babys braucht man am Anfang ziemlich wenig: Eine Packung Feuchttücher oder alternativ Zellstofftücher, Einmalwaschlappen oder Mullwaschlappen und eine Schüssel für Wasser – alles andere ist eigentlich überflüssig. Mullwaschlappen kann man auch dazu verwenden, den Po nach dem Säubern abzutrocknen, damit das Baby nicht wund wird.

Aber natürlich braucht man Windeln. Und zwar eine ganze Menge davon. Für den Anfang reicht aber erstmal eine Packung Wegwerfwindeln der kleinsten Größe. Wer will, kann auch Stoffwindeln verwenden. Sie machen viel Arbeit und die Studien sind nach wie vor nicht klar über die Ökobilanz von Stoffwindeln.

Welche Windel für Ihr Kind die beste ist, müssen Sie ausprobieren. Daher sollten Sie am Anfang auf jeden Fall erstmal kein Windelabo abschließen. Pampers sind zwar am beliebtesten, aber auch recht preisintensiv. Die wesentlich günstigeren Windeln vom Discounter oder Drogeriemarkt sind nicht unbedingt schlechter. Wir haben Windeln getestet, unser Favorit waren die Lupilu Soft & Dry von Lidl. Hier geht’s zu unserem ausführlichen Windel-Test. Aber wie gesagt: Probieren Sie aus, welche Windel bei Ihrem Baby am besten funktioniert. Es muss nicht immer die teure Markenwindel sein.

An Babykosmetik reicht eine Wundschutzcreme und vielleicht noch ein Babyöl für Massagen oder zur Reinigung, wenn man mit Wasser allein mal etwas Klebendes nicht abbekommt. Mehr Babykosmetik ist am Anfang unnötig. Es reicht, das Kind mit Wasser zu waschen. Zur Körperpflege brauchen Sie außerdem eine Baby-Nagelschere.

Baden

Auf eine Babybadewanne dagegen kann man am Anfang verzichten. Man kann das Baby zunächst im Waschbecken, in der Duschwanne oder in einem ganz normalen Eimer waschen – oder mit ihm zusammen in die große Badewanne steigen. Aber Vorsicht: Die Wassertemperatur muss beim gemeinsamen Bad natürlich auf das Baby abgestimmt sein (37 Grad). Bis man gelernt hat, welche Temperatur die richtige ist, ist daher ein Badethermometer eine sinnvolle Anschaffung.

badethermometer
Ein Badethermometer sollte man auf jeden Fall haben.

Wenn das Baby etwas größer ist, kann eine Babybadewanne sinnvoll sein, damit man nicht immer die ganze Wanne volllaufen lassen muss. Es gibt aber auch Badewannenverkleinerer wie den Babydam. Kapuzenhandtücher sind nice to have, normale Handtücher tun es aber auch.

Damit sie nicht alle Artikel selbst zusammensuchen müssen, haben wir eine Auswahl an Pflegeartikeln inklusive einfacher, weißer Molton-Tücher und Mullwindeln für Sie zusammengestellt. Einfach auf den Button klicken, anschließend können Sie alle Produkte zu Ihrem Amazon-Einkaufskorb hinzufügen. Dinge, die Sie nicht brauchen, können Sie natürlich aus dem Einkaufskorb löschen – oder auf Ihre Merkliste setzen:

Alle Baby-Pflegeprodukte in den Einkaufskorb

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Füttern

Stillen und Füttern

Wer sein Baby stillt, braucht sehr wenig dazu. Viele Frauen finden ein Stillkissen nützlich, denn es ermöglicht nacken- bzw. schulterschonendes Stillen. Es kann in der späten Schwangerschaft bereits gute Dienste leisten, um eine angenehme Schlafposition zu finden und später auch als Wegrollschutz fürs Baby dienen.

Mit Stillkissen stillt es sich bequemer.
Mit Stillkissen stillt es sich bequemer.

Dann braucht man unbedingt Stilleinlagen und mindestens zwei gut sitzende Still-BHs. Letztere sollte man allerdings erst am Ende der Schwangerschaft kaufen, sie müssen bis zu zwei Größen größer als die normale Körbchengröße sein. Am besten man lässt sich im Laden oder von einer Hebamme beraten. Stilleinlagen sind oft ein Einmalprodukt, inzwischen gibt es aber auch waschbare Varianten, die immer wieder benutzt werden können und so dauerhaft den Geldbeutel und die Umwelt schonen. Es gibt Stilleinlagen aus Stoff oder Plastik (z.B. von Lilypadz oder Theraline), wir raten zur anschmiegsam-weichen Variante aus Stoff. Die Plastikversion kann, gerade bei entzündeten Brustwarzen für einen unangenehmen Kälteschock sorgen.

Spezielle Stilloberteile benötigt man eigentlich nicht. Alles, was nicht zu eng ist und sich gut hochschieben oder weit runterziehen beziehungsweise aufknöpfen lässt, ist geeignet, also beispielsweise weite Blusen oder tief ausgeschnittene Shirts. Wer verhindern möchte, dass der eigene Bauch entblößt wird, oder das Baby beim hektischen mit den Armen rudern den Oberkörper freilegt, kann aber zu Stillhemdchen greifen. So bleiben Sie angezogen und Ihr Baby kommt an die Brust trotzdem gut ran und kann trinken.

Da das Stillen am Anfang oft ziemlich schmerzende Brustwarzen hinterlässt, empfiehlt es sich eine Tube Lanolin-Salbe (z.B. von Lansinoh oder Medela) vorrätig zu haben. Ihr Vorteil: Man muss sie vor dem Stillen nicht entfernen. Es kann außerdem helfen, Kompressen auf die schmerzenden Brustwarzen aufzulegen.

Für den Milcheinschuss und die ersten Wochen können neben dem Hausfrauentrick Nummer 1 – Kohlblätter – auch Brustkissen für Erleichterung sorgen. Sie können kühlen und wärmen gleichzeitig und helfen so dabei, die Spannung aus der schmerzenden Brust zu nehmen.

Außerdem sollte man ein Fläschchen und einen Sauger der Größe 1 der S besorgen, falls man mit abgepumpter Milch oder Säuglingsersatznahrung zufüttern möchte.

Eine Milchpumpe kann man sich bei Bedarf, etwa wenn auch mal der Papa das Fläschchen geben soll, anschaffen. Sie wird auch von Hebammen oder Apotheken verliehen, die Kosten übernimmt in der Regel die Krankenkasse.

Für nicht stillende Mütter

Wenn man nicht stillen will oder kann, benötigt man vier bis sechs Fläschchen von je 250 Millilitern, dazu drei Milchsauger der Größe 1 bzw. S und einen Teesauger, außerdem eine Flaschenbürste.

Erstausstattung: Fläschchen-Set
Fläschchen und Sauger gibt es auch im Set, zum Beispiel von Avent, aber auch anderen Herstellern.

Ein Dampf-Sterilisiergerät ist sehr praktisch. Fläschchen können aber auch einfach in einem großen Topf mit Wasser ausgekocht werden. Wenn Sie sich für ein eigenes Gerät dafür entscheiden, lesen Sie unseren ausführlichen Testbericht zu Sterilisiergeräten.

Außerdem ist ein Fläschchen- bzw. Gläschenwärmer zu empfehlen. Auch hier gilt, dass man die Flaschen auch im­ Wasserbad erwärmen kann. Wer sich das Leben aber erleichtern möchte, wirft einen Blick in unseren Test der besten Fläschchenwärmer.

Dazu braucht man natürlich ein Paket Säuglingsanfangsnahrung, auch Pre-Milch genannt. Weitere Tipps zum Füttern und Stillen finden Sie in unserem Artikel, der sich neben der ersten Zeit auch der Beikosteinführung widmet.

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Kinderwagen

Unterwegs

Zu den teuersten Anschaffungen gehört der Kinderwagen, bei dem man auch an einen Sonnen- und Regenschutz denken muss. Für einen angesagten Marken-Kinderwagen kann man schnell mehr als tausend Euro hinlegen, aber es gibt auch günstige Modelle für unter 200 Euro.

Kombikinderwagen haben den Vorteil, dass man sie länger nutzen kann. Sie werden mit zwei Aufsätzen geliefert: Einer festen Babyschale oder weicheren Babytragetasche, in denen der Säugling liegend transportiert werden kann und einem Sportwagensitz, in dem das größere Kind wahlweise liegen oder sitzen kann.

Wenn das Baby aus der Babytragetasche heraus gewachsen ist, was in der Regel mit sechs bis neun Monaten der Fall ist, steckt man den Sportwagenaufsatz auf den Kinderwagen. So kann man den Kombikinderwagen meist nutzen, bis das Kind ungefähr drei Jahre alt ist. Welche gut sind, steht in unserem Testbericht.

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Kinderwagen
Einen Kombikinderwagen kann man dank verschiedener Aufsätze lange nutzen.

Allerdings wechseln viele Eltern schon früher zum Buggy, weil der leichter und handlicher ist und meist auch kleiner zusammengeklappt werden kann.

Von Vorteil ist es, wenn man die Aufsätze so auf dem Fahrgestell montieren kann, dass das Kind wahlweise zum Schiebenden oder von ihm weg schauen kann. Gerade für Kinder unter zwei Jahren ist es sehr wichtig, dass sie sich rückversichern können, dass Mama oder Papa noch da sind. Deshalb sollten sie zum Schiebenden schauen. Ältere Kinder wollen dagegen gern mehr von der Umgebung sehen.

Auch zu Buggys haben wir Empfehlungen und weitere Ratschläge in unserem Testbericht.

Sinnvolles Wagenzubehör

Viele Hersteller bieten mittlerweile auch die Möglichkeit, mit Hilfe von Adaptern auch die Babyschale fürs Auto direkt auf dem Wagenuntersatz zu befestigen. Das ist sehr praktisch, wenn man viel mit dem Auto unterwegs ist. Dann muss man das schlafende Kind beispielsweise zum Einkaufen nicht wecken, sondern kann es schlafend umherschieben.

Für den Wagen braucht man noch eine Decke oder einen Fußsack, je nach Jahreszeit. Als Decke kann man aber auch ein normales 80×80 Zentimeter großes Kopfkissen benutzen. Allerdings sollten Sie dies nur außerhalb des Autos nutzen! Schnallen Sie niemals Ihr Baby mit Jacke oder Decke unter den Gurten an. Sie können etwas über die Gurte legen, wenn es im Winter zu kalt ist, aber die Gurte müssen straff sitzen um Ihren Nachwuchs im Falle eines Unfalls halten zu können. Da können eine dicke Winterjacke oder eine Decke lebensbedrohlich werden.

Tragetuch oder Tragehilfe

Manche Eltern verzichten ganz auf den Kinderwagen und tragen ihr Baby nur in einem Tragetuch bzw. in einer Tragehilfe herum. Für die meisten Eltern empfiehlt sich aber die Anschaffung von beidem.

Ruckeli Basic Slim

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Ruckeli Basic Slim

Keine Preise gefunden.

Tragetücher sind vor allem für Neugeborene oft die bessere Wahl, aber nicht jeder kommt mit ihnen zurecht und das richtige Binden muss geübt werden.

Wer sich für eine Tragehilfe entscheidet, sollte darauf achten, dass das Kind darin in jedem Fall einen runden Rücken hat und dass die Beinchen angehockt sind. Es sollte beim Tragen auch immer zum Tragenden schauen, nie nach vorne. Wir haben Tragehilfen getestet, unser Favorit ist die Ruckeli Basic Slim.

Soll das Baby im Winter viel getragen werden, kann die Anschaffung einer Tragejacke günstig sein, damit man nicht so friert.

Babyschale fürs Auto

Eine Babyschale fürs Auto ist für die meisten Eltern ebenfalls unverzichtbar, denn sie ist gesetzlich vorgeschrieben: Babys dürfen nur in zugelassenen Babyschalen im Auto transportiert werden.

Daher macht der Kauf einer Babyschale auch dann Sinn, wenn man selbst kein Auto hat. Denn auch wenn man nur ab und zu mit dem Taxi fährt, muss man in den allermeisten Fällen selbst eine Babyschale für das Kind mitbringen. Taxis mit Babyschale gibt es nur in seltenen Ausnahmefällen. Und: Man braucht sie schon vor der Geburt – denn wie soll man das frisch gebackene Baby sonst aus dem Krankenhaus nach Hause bringen?

Babyschalen sind meist für Kinder bis 13 Kilogramm zugelassen und werden immer entgegen der Fahrtrichtung montiert.

In unserem Test für Babyschalen finden Sie neben dem Testsieger, der Britax Römer Babysafe, auch Hinweise zur richtigen Handhabung dieses wichtigen Accessoires.

Wickeltasche

Wer keine Kinder hat, kann sich oft nicht vorstellen, was man alles dabei haben muss, wenn man mit Baby unterwegs ist. Daher sollte man am besten gleich eine Wickeltasche mit dem nötigsten zusammenstellen.

Neben Windeln, Feuchttüchern, einem Ersatzbody und einer Wickelunterlage sollten für Mütter, die nicht stillen, auch ein Milchfläschchen und eine Thermoskanne reinpassen. Aber es muss keine gesonderte Wickeltasche sein. Eine große Hand- oder Einkaufstasche reicht völlig.

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Kinderkleidung

Kleidung

Etwas zum Anziehen braucht das Neugeborene natürlich auch – und da macht das Shoppen besonders viel Spaß!

Allerdings sollte man zwei Sachen bedenken, bevor man sich dem Kaufrausch hingibt: Babys wachsen am Anfang fast wöchentlich aus ihren Kleidern heraus – und man bekommt erfahrungsgemäß viele Anziehsachen zur Geburt geschenkt. Außerdem ist noch manches Baby bei der Geburt deutlich kleiner oder größer gewesen, als ursprünglich angenommen Deshalb: Nicht zu viel Babykleidung in der kleinsten Größe kaufen.

Außerdem ist nicht die Optik das Wichtigste bei Babykleidung, sondern die Funktionalität! Ein Babykleidungsstück kann noch so niedlich aussehen, wenn es unpraktisch zum Anziehen ist oder sich das Baby darin nicht wohlfühlt, wird man daran keine Freude haben.

Woran man funktionale Babykleidung erkennt

Man sollte darauf achten, dass die Kleidungsstücke hinten keine Knöpfe haben. Das ist nicht nur für die Babys unbequem, weil sie dann ständig auf den Knöpfen liegen, sondern auch total unpraktisch, denn beim Anziehen muss man dann das Baby immer auf den Bauch oder auf die Seite drehen und das mögen die meisten Neugeborenen überhaupt nicht.

Wickelbodys lassen sich einfach anziehen.
Wickelbodys lassen sich einfach anziehen.

Babys fangen auch oft an zu weinen, wenn man ihnen etwas über den Kopf zieht. Deshalb sind gerade für die ganz Kleinen Wickelbodys sehr viel praktischer als solche, die man über den Kopf zieht. Das gleiche gilt auch für andere Oberteile. Bei Oberteilen, die über den Kopf gezogen werden müssen, sollte der Halsausschnitt durch Druckknöpfe auf der Schulter erweiterbar sein oder einen sogenannten amerikanischen Ausschnitt haben, um das Anziehen zu erleichtern. Der ist viel größer als ein normaler Ausschnitt.

Hosen sollten für die ganz Kleinen einen weichen, breiten, elastischen Bund haben, damit am Bauch nichts drückt. Babys atmen in den Bauch und wenn die Kleidung da zu eng ist, kann das die Atmung behindern.

Babysocken, die über dem Knöchel kein Gummi eingearbeitet haben, werden innerhalb kürzester Zeit runtergestrampelt, hier können Sie mit Sock on, einer kleinen Haltevorrichtung für Socken entgegenwirken. Dieses Produkt wirkt auf den ersten Blick überflüssig, aber spätestens wenn Sie zum 20. Mal am Tag die Minisöckchen Ihres Nachwuchs suchen, weil sie wieder weggestrampelt wurden, werden Sie froh über diese Erfindung sein.

Bei Jacken oder Outdoor-Overalls sollte man darauf achten, dass die Reißverschlüsse oben mit einem Kinnschutz versehen sind. Sehr praktisch sind Exemplare, deren Ärmel sich umklappen lassen: Sie machen Handschuhe überflüssig.

Bei Overalls erleichtert es das Anziehen sehr, wenn der Reißverschluss nicht im Schritt endet, sondern noch weiter bis an einen Fuß geht.

Grundsätzlich gilt: Kordeln und Bänder haben an Babykleidung nichts verloren. Kinder können sich damit strangulieren.

Welche Materialien fürs Baby?

Sachen aus Wolle sind schön und gut, aber wenn man ein Spuckbaby hat, wird man damit nicht viel Freude haben. Denn wenn man Wollsachen oft wäscht, werden sie schnell unansehnlich. Zudem können sie häufig nur von Hand gewaschen werden und das ist sehr zeitaufwändig und Zeit ist etwas, wovon frischgebackene Eltern immer zu wenig haben.

Praktischer sind Kleidungsstücke, die man mindestens mit 40, besser mit 60 Grad waschen kann, und das bedeutet meist 100 Prozent Baumwolle. Manche Flecken, beispielsweise von ausgelaufenen Windeln oder von den ersten Beikostversuchen, bekommt man nur bei hohen Waschtemperaturen raus.

Natürlich wollen alle Eltern hübsche Kleidung für Ihre Kinder. Es gibt ja auch so unendlich viele tolle, fröhliche, bunte Kinderkleidung. Aber da Babys gerade aus den ersten Größen nach wenigen Wochen heraus gewachsen sind, sollten Sie überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, hier nur ganz vereinzelt neue Kleidung zu kaufen und in der Masse auf Secondhandkleidung zu setzen. Die ist oft ebenfalls wie neu, weil sie nur wenige Male getragen wurde, bevor sie nicht mehr passte.

 Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Kleidung

Wieviel von welcher Kleidung kaufen?

Sinnvoll sind fünf bis acht Bodys in Größe 56 oder 62, je nach Jahreszeit mit langem oder kurzem Arm. Bodys sind sozusagen die Unterwäsche von Babys. Kleinere Größen benötigt man nur für Frühchen.

Dazu sollte man fünf bis acht Strampler in Größe 56 oder 62, ebenso viele Baumwollshirts und zwei dünne Baumwolljäckchen haben. Alternativ kann man sich auch für Kombinationen aus Hose – für die ganz Kleinen sind welche mit Füßen praktisch – und Oberteilen (Nickipullover, Jäcken etc.) entscheiden.

Strampler sind zwar praktisch, weil nichts am Bauch drückt und das Kind mit einem Kleidungsstück angezogen ist; außerdem kann man sich bei Stramplern mit Fuß häufig die Babysöckchen sparen, die eh ständig abgestrampelt werden und verlorengehen. Allerdings werden Strampler schneller zu klein als wenn man eine Hose und ein Oberteil kombiniert. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass sich der Strampler im Schritt öffnen lässt – so kann man das Baby viel einfacher wickeln, ohne jedes Mal den gesamten Strampler ausziehen zu müssen.

Außerdem benötigt man zwei bis drei Schlafanzüge. Sie sollten sich ebenfalls im Schritt öffnen lassen. Gerade nachts gibt es beim Wickeln nichts Nervigeres, als wenn man das Kind umständlich ausziehen muss und damit aufweckt.

Diese Liste zeigt wohlgemerkt den durchschnittlichen Verbrauch eines Babys, das nicht häufig spuckt. Speihkinder, also Babys die ihre Nahrung schwallartig wieder aufstoßen, brauchen auch mal fünf Bodys an einem Tag. Hier kommen Eltern dann schnell an die Grenzen ihrer sorgfältigen Planung. Für den Anfang ist unsere Auflistung eine gute Orientierung. Stellen Sie fest, dass Ihr Kind zum Speihen neigt, werden Sie innerhalb von Tagen weitere Kleidung nachkaufen. Dabei können wir nur empfehlen, sich auf Secondhand-Plattformen umzuschauen, weil dort oft jede Menge fast nie getragener Kleidungsstücke für Babys angeboten werden.

Kleidung für unterwegs

Notwendig ist zudem eine Ausfahrgarnitur. Im Sommer reicht ein dünnes Jäckchen. Für Winterbabys bietet sich ein Overall aus Fleece, Wolle oder gefüttert wie ein Schneeanzug an. Der muss allerdings keinesfalls wasserdicht sein, das Baby liegt ja noch nicht im Schnee!

Ein Babyoverall hält das Kind bei Ausfahrten warm.
Ein Babyoverall hält das Kind bei Ausfahrten warm.

Soll das Baby häufig im Tuch oder in der Tragehilfe getragen werden, ist ein Overall aus Schurwolle am geeignetsten, denn er ist dünn und hält gut warm. Außerdem braucht man zwei Baumwollmützchen, für Winterbabys dazu noch eines aus Wolle. Darüber hinaus zwei bis sechs Paar Babysöckchen, je nach Jahreszeit aus Baumwolle oder Wolle und für Winterbabys zwei Strumpfhosen und eventuell warme Babyschühchen. Ein Paar Fäustlinge für Winterbabys ist ebenfalls sinnvoll und eventuell dünne Baumwollhandschuhe, falls sich das Baby ständig kratzt.

Alles, was Sie brauchen, haben wir in unserer Einkaufscheckliste für Sie zusammengestellt.Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Schnuller

Damit sich das Baby wohlfühlt

Vor allem Babys, die nicht gestillt werden, brauchen häufig einen Schnuller, um ihr Saugbedürfnis zu befriedigen. Eventuell kann man schon vor der Geburt zwei Schnuller in Größe 1 vorrätig haben, am besten verschiedene, weil nicht jedes Kind jeden Schuller akzeptiert. Wer stillt, sollte den Schnuller allerdings erst dann geben, wenn das Stillen gut klappt, damit es nicht zu einer Saugverwirrung kommt.

Es gibt Schnuller aus Silikon oder aus Latex (Naturkautschuk). Latex ist ein Naturprodukt, hat eine gelblich-bräunliche Färbung und riecht häufig nach Gummi. Latex verformt sich leichter und ist elastischer als Silikon, kann sich aber verfärben. Durch Sonneneinstrahlung und häufiges Auskochen wird der Latexsauger außerdem schneller porös. Dafür ist er sehr reißfest und Kinder können ihn mit ihren spitzen Zähnchen nicht so leicht zerbeißen. Zu bedenken ist aber, dass immer mehr Menschen eine Latexallergie entwickeln.

Baby-Erstausstattung: Schnuller
Es gibt unzählige verschiedene Arten von Schnullern. Am Ende entscheidet die Vorliebe Ihres Babys.

Silikon ist durchsichtig und geschmacksneutral und bleibt auch bei hohen Temperaturen formstabil. Das heute verwendete Silikon erreicht in Reiß- und Zugtests nahezu identische Werte wie Latex. Wenn sich ein Riss gebildet hat, reißt Silikon allerdings sehr schnell ein und der Schnuller muss sofort ausgetauscht werden.

Beide Materialien haben also Vor- und Nachteile. Aber machen Sie sich keinen zu großen Kopf darum – meist entscheidet das Baby, welchen Schnuller es akzeptiert und welchen nicht. Hier hilft tatsächlich nur, sich durch diverse Marken durchzuprobieren, bis Sie den Schnuller gefunden haben, der Ihrem Baby zusagt.

Wenn das Kind einen Schnuller akzeptiert, ist eine Schnullerkette für unterwegs praktisch.

schnullerkette
Hilfreich und praktisch: eine Schnullerkette.

Ohne fällt der Schnuller oft auf den Boden oder geht im ungünstigsten Fall verloren. Schnullerketten dienen Babys später auch als jederzeit verfügbares Spielzeug. Allerdings muss man genau schauen, welches Modell man kauft, denn manche Schnuller haben zur Befestigung einen Ring, andere aber nicht.

Aus hygienischen Gründen ist eine Schnullerbox nützlich, in die der Schnuller kommt, wenn er gerade nicht im Mund ist.

Weitere optionale Anschaffungen für Babys Wohlbefinden:

  • Babydecke
  • Spieluhr, die nicht zu laut sein sollte
  • Schmusetuch oder alternativ eine Mulltuch (siehe oben)
  • Greifling/erste Spielzeuge
  • Mobile über der Wickelkommode oder über dem Babybett
  • Spielbogen (ab ca. 8 Wochen einsetzbar bis 6 Monat)
  • evtl. Nachtlicht, das erleichtert das nächtliche Stillen oder Füttern, weil man dann nicht immer das große Licht anmachen muss

Erstausstattung: Was man wirklich fürs Baby braucht Test: Digitales FieberthermometerWenn sich das Baby nicht wohl fühlt

Ein eigenes Fieberthermometer für das Baby darf natürlich in keinem Haushalt mit Kind fehlen. Wir haben die besten Fieberthermometer getestet – hier finden Sie unseren Test.

Babys haben in den ersten Monaten häufig mit Bauchschmerzen zu kämpfen. Hier macht es Sinn, ein Kirsch– oder Traubenkernkissen zu Hause zu haben, das Linderung verschaffen kann. Auch ein Beißring für die ersten Zähne kann hilfreich sein.

Erkältungen sind gerade in der kalten Jahreszeit bei Babys sehr häufig. Eine verstopfte Nase kann das Wohlbefinden des Babys ziemlich beeinträchtigen. Wenn es schlecht schläft und wenig trinkt, weil es keine Luft bekommt, ist ein Nasensauger hilfreich. Was es dabei zu beachten gibt, steht einmal mehr im zugehörigen Testbericht.

Medikamente fürs Baby muss man vor der Geburt nicht besorgen. Man sollte sie sich vom Kinderarzt verschreiben lassen – für Kinder muss man dann auch nichts dazu bezahlen. So stellen viele Kinderärzte bei Impfterminen beispielsweise vorsichtshalber ein Rezept für schmerz- und fiebersenkende Zäpfchen aus. Auch sonst kann Ihnen der Kinderarzt am besten sagen, was Sie an Medikamenten zuhause vorrätig haben sollten.

Die Checkliste

Auch wenn man fürs erste Baby längst nicht alles braucht, was angepriesen wird – man muss eine Menge besorgen. Damit Sie den Überblick bewahren, haben wir Ihnen eine Einkaufs-Checkliste zusammengestellt. Hier noch einmal der Link zum Herunterladen:

Einkaufsliste herunterladen

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