Ratgeber: Das müssen Sie beim TV-Kauf wissen

Fernseher Kaufberatung

Wer sich auf die Suche nach einem neuen Fernseher macht, wird schnell mit viel undurchsichtigem Technik-Kauderwelsch konfrontiert. Wir bringen Licht ins Dunkel und erklären die wichtigsten Begriffe einfach und verständlich.

Fernseherhersteller überschwemmen den Markt ständig mit neuen Technologien und Produkten. Nicht alles davon ist wirklich nützlich und bringt einen echten Vorteil.

Es kann sogar passieren, dass sich hinter einem glanzvollen neuen Wort ein alter Hut verbirgt, den die Werbefachleute gern nochmal verkaufen möchten. Und oft verwenden verschiedene Hersteller für ein und dieselbe Technik unterschiedliche Marketing-Begriffe und machen es dem Kunden so noch schwerer, sich Durchblick zu verschaffen.

Falsch wäre es jedoch, generell alles Neue abzulehnen. Es gibt wichtige Innovationen, an denen man nicht vorbei gehen sollte. Da kommt es auf den richtigen Zeitpunkt für den Fernseher-Kauf an.

Wir erklären Ihnen die wichtigsten Fachbegriffe und Buchstabenkürzel und sagen Ihnen, welche Technik-Innovationen Ihnen wirklich etwas bringen.

Alles rund ums Bild

Fernseher Kaufberatung: Bildtechniken

LCD, OLED, Plasma: Welche Technik sticht?

Bei Fernsehern gibt es derzeit zwei aktuelle Techniken zur Herstellung von Bildschirmen: LCD und OLED.

Plasma existiert nur noch am Rande, da die hohen Produktionskosten den Mehrwert gegenüber den LCDs für die Hersteller nicht mehr rechtfertigen. Gegenüber LCD-Bildschirmen hat Plasma zwar immer noch gewisse Qualitätsvorteile, doch die LCDs holen stetig auf. Gegenüber OLED hätte Plasma, abgesehen vom Preis, dagegen das Nachsehen.

Im Vergleich zwischen LCD und OLED schneidet keine der beiden Techniken in der Summe mit einem echten Plus ab. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, die den früheren Abwägungen zwischen LCD und Plasma ähneln. Die OLED-Technologie ist aber noch jünger und immer noch verhältnismäßig teuer, während es Fernseher mit LCD-Bildschirmen schon sehr günstig gibt. Die wichtigsten Unterschiede:

OLED

Das Kürzel OLED steht für Organic Light Emitting Diode, ist also eine organische Leuchtdiode.

Ein OLED-Bildschirm besteht aus Bildpunkten, die selbst leuchten und daher keine zusätzliche Lichtquelle benötigen. So kann jeder einzelne Bildpunkt in der Helligkeit völlig unabhängig von einem anderen gesteuert werden. Während der eine Bildpunkt maximal hell leuchtet, kann schon der direkt neben ihm scharf abgegrenzt völlig schwarz sein. So sind selbst innerhalb hoch aufgelöster, fein strukturierter Motive enorm hohe Kontraste möglich.

Weiterer Vorteil: Soll ein Bildpunkt dunkel sein, kann man ihn quasi komplett „ausschalten“ – er ist sofort rabenschwarz und leuchtet auch, anders als bei Plasma, nicht nach. Angenehm: Alle neuen OLEDs sind in den grundlegenden Leistungen Hersteller-unabhängig vergleichbar – eine weniger leistungsstarke, günstigere Einstiegsklasse gibt es hier (noch) nicht.

LCD

Bei LCD– bzw. Flüssigkristallbildschirmen besteht das Display aus Bildpunkten mit einzelnen Zellen, in denen sich Flüssigkristall befindet. Hinter dem Flüssigkristallschirm sitzen LED-Lampen, die den Schirm durchleuchten. Je nach Anordnung der Kristalle in den einzelnen Zellen wird der Bildpunkt dunkler oder heller, weil die Zelle das LED-Licht entweder blockiert oder hindurch lässt.

Das LED-Licht kann aber niemals nur eine einzelne Zelle durchleuchten, sondern „erwischt“ stets einen gesamten Zellenverbund. Die Crux dabei: Die LCD-Zellen sind nicht in der Lage, das LED-Licht völlig zu blockieren – es schimmert selbst in dunkelster Stellung noch etwas davon hindurch. Daher bleibt ein eigentlich schwarzer Bildpunkt, der neben einem leuchtenden liegt, leicht aufgehellt. Das Ergebnis ist eine nicht optimale Schwarzdarstellung.

Wegen dieses prinzipbedingten Nachteils gibt es bei LCD-Bildschirmen unterschiedliche LED-Lichttechniken, um die Streuung des Hintergrundlichts, auch Backlight genannt, einzudämmen.

Die einfachste ist das Globale Dimming des Lichts: Ist der gesamte Bildinhalt vorwiegend dunkel, fahren auch alle LEDs herunter. Helle Lichtpunkte verlieren dabei allerdings an Leuchtstärke.

Die bessere Lösung ist es, wenn gezielt nur ein Teil der LED-Lampen abdunkelt wird. Das nennt man dann Local Dimming. Erreichen kann man das auf verschiedene Arten.

Die effektivste Methode: Einzelne LED-Lampen sitzen direkt hinter dem Schirm (Direct LED). Jeweils mehrere davon sind in Quadraten zusammengefasst (Cluster). Diese Quadrate lassen sich unabhängig voneinander steuern, sodass etwa oben links im Bild die LEDs aus sein können, in der Mitte dagegen strahlend hell. Je mehr solche Quadrate eingebaut wurden, desto besser wird die Kontrastdarstellung im Bild. Allerdings: Kein Raster ist derzeit so fein, dass es die satte Schwarzdarstellung von OLED erzielt. Dennoch ist es das einzige Prinzip, das es mit OLED aufnehmen kann. Allerdings ist diese Art des Local Dimming aufwendig und daher die teuerste LCD-TV-Variante.

Andere Local-Dimming-Varianten arbeiten mit Edge-LED. Hier sitzen die LED-Lampen am Rand des Schirms. Mit geschicktem Dimmen dieser wenigen Lampen und einer gut angepassten Schaltung der LCD-Zellen werden inzwischen auch hiermit gute Ergebnisse erreicht – zu wesentlich günstigeren Preisen. So ausgefeilt wie „echtes“ Local Dimming ist Edge-LED allerdings nicht.

Schwierig für den Verbraucher: Die Hersteller benennen die Techniken, die sie verwenden, häufig nicht klar, sondern verstecken sie hinter Marketingnamen. Samsung nennt die Local-Dimming-Variante unter anderem Supreme UHD Dimming, die mit Edge-LEDs nur „UHD Dimming“. Philips nennt das eine Micro Dimming Premium und das andere Micro Dimming Pro. Der Panasonic-Code lautet: Local Dimming Ultra vs. Local Dimming.

Da ist Verwirrung vorprogrammiert und wohl auch gewollt. Weiterer Schwierigkeitsgrad: Wie viele Cluster bei Direct-LED eingebaut sind, verraten die Hersteller ebenfalls nur ungern. Zuweilen sind es jedoch recht wenige, sodass der Effekt dann nur begrenzt ausfällt. Manche TV-Geräte verwenden sogar Direct-LED und dimmen dennoch nur global.

Quantum Dots

Unter den Marketing-Begriffen SUHD und ULED bieten Samsung (SUHD) und  Hisense (ULED) die neue Quantum-Dot-Technologie an, die zu deutlichen Bildqualitätsverbesserungen führen kann.

Es handelt sich dabei letztlich ebenfalls um LCD-TVs. Die sogenannten Quantum Dots sind zusätzliche, kristallartige Bausteine, die als Nano-Partikel gerade mal ein Tausendstel einer Haarbreite klein sind. In Fernseher integriert, können sie die Wellenlänge und damit die Farbe von Licht verändern. Sie nähern das Backlight der LCD-TVs noch mehr der Sonnenlichtqualität an, sodass eine reinere, bessere Farbdarstellung mit vergrößertem Farbraum und höherer Helligkeit auf dem Schirm möglich wird.

Hier OLED und LCD im direkten Vergleich bei den grundlegenden Unterschieden der Bildwirkung. Je hochwertiger das Prinzip, desto geringer fallen die Unterschiede aus.

LCD OLED
Schwarz Je nach Backlight-Technik sehr guter oder geringer Schwarzwert, aber immer geringer als OLED. Tiefste Schwarzdarstellung.
Helligkeit Vor allem bei hellen Bildern höhere Helligkeit als OLED. Allerdings große Unterschiede zwischen LCD-Modellen. Gute Helligkeit, aber geringer als bei hochwertigen LCDs.
Kontrast Je nach Backlight-Technik mehr oder weniger hohe Hell-Dunkel-Kontraste. Während bei OLED die hervorragende Schwarzdarstellung den Kontrast fördert, ist es bei hochwertigen LCDs die sehr hohe Helligkeit. Bildpunktgenaue Helligkeitsdarstellung. Hell-Dunkel-Kontraste sind scharf abgegrenzt, was die Kontrastwirkung zusammen mit hervorragender Schwarzwiedergabe erhöht.
Farbraum UHD-LCDs erreichen den erweiterten Farbraum DCI P3. Allerdings gilt das nur für hochwertige LCDs, vor allem mit dem Logo UHD Premium. UHD-OLEDs erreichen den erweiterten Farbraum DCI P3, was bei allen neuen Modellen der Fall ist.
HDR UHD-LCDs stellen HDR dar. Das gilt auch für viele günstigere Modelle. Sie können dabei aber einen relativ geringen Schwarzwert und eine relativ geringe Helligkeit haben. Beides mindert die HDR-Wirkung. Die neuen UHD-OLEDs stellen HDR dar.
Blickwinkel Das Licht strahlt vor allem nach vorne ab. Blickt man von der Seite oder von oben aufs Bild, verliert es an Farbe und Kontrast. Das Maß der Blickwinkelabhängigkeit variiert zwischen den Modellreihen. OLED ist völlig blickwinkelunabhängig. Selbst sehr schräg von der Seite betrachtet bleibt das Bild farb- und kontraststark.
Ultra HD Premium Nur die hochwertigsten LCD-Displays schaffen die Spezifikationen dieses Qualitäts-Logos. OLEDs können den Spezifikationen entsprechen, aber nicht alle OLEDs besitzen das Logo.

Zusammenfassung

  • LCD und OLED können gleichwertige Bildqualität liefern, allerdings mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen
  • Derzeit sind die Qualitätsunterschiede zwischen OLED-Modellen deutlich geringer als zwischen LCD-Modellen
  • Modellauswahl und Anzahl der Preisklassen sind bei LCD deutlich größer als bei OLED

UHD: Die Zukunft wird schärfer

Ultra High Definition, kurz UHD, definiert die Anzahl von Bildpunkten, mit der Bilder auf dem Fernseher dargestellt werden. Je mehr Bildpunkte, desto detailreicher und schärfer die Aufnahmen. Bei UHD sind es 3840 x 2160 Bildpunkte und damit viermal mehr als mit Full HD (1920 x 1080 Bildpunkte).

UHD ist keine kurzweilige Modeerscheinung, sondern der künftige Standard. Entsprechende Blu-ray-Filme gibt es schon, genauso wie das internetbasierte Video on Demand mit ersten, wenn auch noch wenigen Angeboten (Netflix, Amazon).

Auch der Abo-TV-Sender Sky sendet bereits zumindest zwei Sport-TV-Sender in UHD. Wann die öffentlich-rechtlichen und die werbefinanzierten Privatsender aufspringen, ist noch offen. Das dürfte nach unserer Einschätzung aber mindestens ein Jahr dauern, bei den öffentlich-rechtlichen Sendern wohl länger.

Die Bezeichnung UHD sagt lediglich etwas über die Bildpunktzahl aus. Das heißt noch nicht, dass das TV-Gerät auch „gut“ ist. Auch hier können sämtliche Schwächen auftreten, die man von Full-HD-Modellen kennt.

Der richtige Sitzabstand

Ob die hohe UHD-Auflösung für Sie wirklich mehr Detailtreue bringt, hängt von einigen Faktoren ab: der Größe des Bildschirms, den Sitzabstand zum Fernseher – und nicht zuletzt Ihrer eigenen Sehschärfe.

Denn die Detailwahrnehmung des Auges hängt direkt vom Betrachtungsabstand und der Größe des Fernsehers ab. Zur Veranschaulichung: Ein Papagei auf der Hand zeigt ganz deutlich sein feines Gefieder, die einzelnen Härchen und wunderbare Farbnuancen. Sitzt derselbe Vogel weiter weg auf einem Baum, ist das Auge nicht mehr in der Lage, die Details „aufzulösen“: Das Gefieder wirkt flächig, die Farben verschwimmen.

Um den Unterschied zwischen UHD-Auflösung und einem normalen HD-Bild etwa bei einem 40-Zoll-Fernseher optimal wahrnehmen zu können, muss man 74 Zentimeter vom Bildschirm entfernt sitzen, normale Sehkraft vorausgesetzt. Guckt man nicht allein, ist das kaum realisierbar.

Ob für Film, Fernsehen oder auch für Fotos: Wir empfehlen 50 Zoll Bildschirmdiagonale als Minimum für UHD. Darunter macht die höhere Auflösung wenig Sinn.

Doch was ist der optimale Sitzabstand für HD- oder UHD-Fernseher?

Für Full HD gibt es als Faustformel für den Sitzabstand: „Bilddiagonale in cm x 1,5“. Bei UHD gilt der Faktor von rund 0,74, was in etwa den oben genannten Zahlen entspricht. Nur: Wer will schon nur einen Meter vor einem 50-Zoll-Fernseher sitzen? Oder 1,3 Meter vor einem riesigen 65-Zoller? Mit anderen Worten: Der auf den wahrnehmungseigenschaften des Auges basierende, errechnete optimale Sitzabstand entspricht kaum dem im TV-Alltag realisierbaren.

Wohl deshalb sagt zum optimalen Sitzabstand jeder Ratgeber etwas anderes. Die einen empfehlen als optimalen Sitzabstand für einen 55-Zoll UHD-Fernseher 109 cm Sitzabstand, die anderen zwischen 94 und 113 cm, der nächste genau 159 cm und wieder ein anderer zwischen 280 und 420 cm.

Auf diese Empfehlungen können Sie also ein gutes Stück weit pfeifen. Außerdem werden Sie auch auf einem UHD-Fernseher oft lediglich HD-Material gucken, vielleicht sogar den einen oder anderen Sender in Standard-Auflösung. Auch wenn UHD-Fernseher diese Quellen auf UHD hochrechnen – zaubern können sie auch nicht und Sie wollen nicht jedes Mal die Couch verschieben, wenn Sie einen Sender wechseln. Sie müssen in der Praxis also ohnehin einen Kompromiss finden.

Lassen Sie sich also nicht verwirren: der richtige Sitzabstand zum Fernseher ist ganz einfach der, bei dem Sie sich wohl fühlen und Schärfevorteile noch erkennen können. Kino-Enthusiasten kleben gern so nah vor einem riesigen Schirm, dass er das gesamte Blickfeld füllt, andere finden es angenehmer, einen Film gucken zu können, ohne dabei ständig den Kopf bewegen zu müssen.

Die richtige Bildschirmgröße und der richtige Sitzabstand ist wie bei Vielem eins: Geschmackssache.

Zusammenfassung

  • UHD wird TV- und Heimkino-Standard
  • Empfehlung Mindest-TV-Größe für UHD: 50 Zoll

HDR: Mehr Kontrast

HDR (High Dynamic Range) bringt einen enormen Kontrastumfang, der trotz tiefem Schwarz und strahlendem Weiß natürlich wirkt. Es entsteht ein deutlich größerer Raumeindruck, die Bilder wirken plastischer. Zum anderen liefert HDR zusätzliche Helligkeitsabstufungen, die weitere Details ins Bild zaubern. Auch dadurch wirken die Motive plastischer und realistischer.

Für all das erhält der TV entsprechende Bildinformationen. Das ist der wichtige Unterschied zu anderen Kontrasttechniken, bei denen der TV die Werte errechnet, was zu Ungenauigkeiten und Überbetonungen führen kann und das Bild oft flächig und unnatürlich erscheinen lässt.

Unterm Strich bringt HDR damit eine mindestens gleichwertige Verbesserung der Bildqualität als die viel stärker beworbene UHD-Auflösung. HDR ist also absolut empfehlenswert. Aber im Gegensatz zu UHD kommen HDR-fähige Geräte erst jetzt langsam auf den Markt.

Anders als bei UHD spielt die Größe des Bildschirms eine geringe Rolle, denn das menschliche Auge nimmt Kontrastunterschiede auch bei kleinen Schirmen und größerem Sichtabstand wahr.

Bislang können nur wenige aktuelle UHD-Fernseher HDR-Daten verarbeiten und wiedergeben. Möchte man in den vollen Genuss der neuen, sich zunehmend durchsetzenden Technik kommen, sollte man auf das Logo UHD Premium achten und entsprechend mehr investieren. Ist der Fernseher damit ausgezeichnet, entspricht er allen Anforderungen. Weitere, recht technische Begriffe, die HDR-Fähigkeit bescheinigen, sind HDR 10 oder Dolby Vision.

Möchte man nicht so viel Geld ausgeben, sollte man noch ein bis zwei Jahre warten – oder man muss erst einmal bewusst auf dieses Feature verzichten.

Wichtig: Auch HDR-fähige TVs können HDMI-Eingänge besitzen, die nicht HDR-tauglich sind. Nur Eingänge der Generation HDMI 2.0a sind voll HDR-geeignet.

Zusammenfassung

  • HDR bringt enormen, natürlich wirkenden Kontrast
  • Nicht alle UHD-TVs beherrschen HDR

Erweiterter Farbraum: Mehr Farbe

Wir sind es gewohnt, Farben in aller Pracht und allen Nuancen zu sehen. Und bei TV-Schirmen mit guter Farbdarstellung hat man nicht unbedingt den Eindruck, dass etwas fehlen könnte.

Tatsächlich ist es so, dass TV-Bildschirme nicht einmal annähernd das darstellen können, was das menschliche Auge in natura sieht. Doch wenn man den direkten Vergleich anstellt, fällt das sofort auf.

In der Natur nehmen wir Farben bei normalem Licht kräftig und leuchtend wahr. Das liegt unter anderem daran, dass das Auge auch extrem satte Farben erkennt. Ob reines Rot, Blau oder Grün, das Auge sieht sogar die intensivsten Ausprägungen noch. Diese Extremausprägungen bilden die äußersten Eckpunkte, zwischen denen sich der komplette, für das Auge wahrnehmbare Farbraum mit all seinen Farbschattierungen erstreckt.

Mit UHD kommt nun ein Standard, der den bisherigen Spielraum der TV-Bildschirme vergrößert. Ziel ist es, den Farbraum mit der Bezeichnung „BT. 2020“ wiedergeben zu können.

Doch das schaffen selbst die neuesten TV-Schirme mit High-End-Technik noch nicht. Im Gegenteil: Viele UHD-TVs versuchen es nicht einmal, sondern arbeiten mit dem bisherigen kleinen Farbraum weiter, der „BT. 709“ heißt.

Hersteller, die mehr erreichen möchten, müssen noch großen und kostspieligen Aufwand betreiben. Sie erreichen dabei lediglich einen Zwischenschritt, bei dem man allerdings schon eine Qualitätsverbesserung bestaunen darf. Dieser Zwischenschritt landet bei dem ebenfalls standardisierten Farbraum „DCI-P 3“, und davon wiederum erreichen LCDs bei angemessenem Kosten-Nutzen-Rahmen etwa 90 Prozent.

Genau diesen „erweiterten“ Farbraum akzeptiert die „UHD Alliance“ als Minimum-Farbraum für das Logo UHD Premium. Mit anderen Worten: Wer einen TV mit diesem Siegel kauft, erhält einen Schirm, der mehr Farben darstellt als alle anderen TV-Geräte zuvor. Und wie bei HDR ist auch hier der Sitzabstand nicht maßgeblich für die Wahrnehmung der Qualität.

Wie bei aller TV-Ausstattung gilt allerdings: Die ausgewiesene Fähigkeit heißt noch nicht unbedingt, dass der TV diese auch korrekt nutzt. Farbabweichungen, typisch vor allem bei dunklen und hellen Bildern, können vorkommen. Jedoch investieren die Hersteller in diese Fernsehgeräte so viel Know-How und Geld, dass die Wahrscheinlichkeit für Ausrutscher deutlich geringer ist als bei einfacheren UHD-TVs.

Zusammenfassung

  • Erweiterter Farbraum sorgt für bessere Farbdarstellung
  • Nur in Kombination mit UHD erhältlich
  • Nicht alle UHD-TVs beherrschen die Technik

HFR: Mehr Bilder

Schon mal was vom Stroboskopeffekt gehört? Wenn in der Disko ein grelles Licht schnell an und ausgeht, wirken die Bewegungen der Tanzenden ruckartig, weil man nur im Hellen einen Teil der Bewegung sieht. Je schneller das Licht an- und ausgeht, desto mehr sieht man von der Bewegung, und es ruckelt weniger. Flackert das Licht schließlich so schnell, dass die Dunkelphasen gar nicht mehr wahrgenommen werden, wirkt die Bewegung vollends flüssig.

Dasselbe geschieht bei Film und Fernsehen. Film- und Studiokameras schießen lauter einzelne Fotos, davon jedoch in kurzer Zeit so viele, dass flüssige Bewegungen entstehen – zumindest fast. Wer im Kino genau hinschaut, erkennt bei Kameraschwenks und bei Bewegungen der Schauspieler Ruckeln. Kein Wunder, denn fürs Kino werden lediglich 24 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet. Bei der Projektion im Kino wird jedes Bild mittels einer Umlaufblende kurz unterbrochen und zwei mal projiziert, so dass eine Bildwechselrate von 48 Bildern pro Sekunde entsteht. Im Fernsehen sind es dagegen 50 Halbbilder (bei SD und 1080i) oder 50 Vollbilder (bei 720p) pro Sekunde.

Hinter dem Begriff High Frame Rate (HFR) verbirgt sich der Ansatz, statt nur 24 Bilder 48 oder 60 Bilder pro Sekunde aufzunehmen. „Der Hobbit“ etwa wurde mit 48 gedreht. Damit wirken Blockbuster sowohl im Kino wie auch auf TV-Schirmen schärfer und flüssiger.

Doch HFR stößt nicht nur auf Zustimmung. Für viele Zuschauer und Filmemacher wirkt diese Bildwechselrate ungewohnt, viele bevorzugen den bisherigen „Film-Look“.

Gut möglich, dass es eine Zeit der Gewöhnung braucht, ob und bis sich HFR durchsetzt. Das Beispiel zeigt, dass auch Geschmacksfragen eine Rolle dabei spielen, ob sich eine Technik durchsetzt.

Zusammenfassung

  • Höhere Bildraten bringen flüssige Bewegungen und Schärfe
  • Sowohl im Kino als auch auf dem Fernseher gut erkennbar
  • Der typische „Film-Look“ geht verloren

HEVC: Codec für UHD

Bei der digitalen TV-Übertragung werden Video- und Audiosignale in digitale Daten übersetzt und versendet. Dabei sollen die anfallenden Datenmengen so klein wie möglich gehalten werden. Hierfür sind ausgefeilte Datenreduktionsverfahren zuständig. Sie haben die Aufgabe, die Datenmenge so raffiniert zu verringern, dass sich trotz gestutzter übertragener Menge die wahrnehmbare Bild- und Tonqualität nicht vermindert.

Programmierer feilen dabei stetig an Verbesserungen, denn sobald ein besseres Bildformat mit mehr Bildpunkten, Farben und Kontrasten den Markt erobern will, erhöhen sich auch die anfallenden Datenmengen. Das war beim Wechsel von Standard- zu HD der Fall, nun wiederholt sich das auf dem Weg zu UHD.

Der neue Datenreduktions-Codec für UHD heißt HEVC für „High Efficiency Video Coding“, oder auch H.265. Empfangs- und Abspielgeräte, die HEVC verstehen, beherrschen auch HD und die Standard-Bildauflösung. Umgekehrt ist das nicht der Fall.

Auf den Codec muss beim Kauf eines Geräts in der Regel nicht geachtet werden. Jedes beherrscht „sein“ Verfahren.

Eine Ausnahme sind allerdings Empfänger fürs Antennenfernsehen DVB-T2 HD: Will man ohne zusätzlichen TV-Receiver das neue Antennenfernsehen empfangen, muss der TV HEVC beherrschen, denn in diesem Fall braucht man den Codec nicht für UHD, sondern für Full HD mit geringster Datenmenge. Daher sollte man den Verkäufer speziell nach H.265 für DVB-T fragen, oder nach DVB-T2 HD.

Zusammenfassung

  • Video-Codec zur digitalen Übertragung von UHD-Bildern
  • Auch nötig für DVT-T2 HD ohne extra Receiver

UHD Premium: Qualitätsgarant

In unserem Ratgeber haben wir immer wieder auf das Logo UHD Premium hingewiesen. Mit gutem Grund. Der Zusammenschluss UHD Alliance hat Richtlinien für Ausstattungskriterien verabschiedet, welche TV-Geräte und Blu-ray-Spieler einhalten müssen, um den UHD-Standard bestmöglich umzusetzen. Sind diese Kriterien erfüllt, darf ein Hersteller das Logo UHD Premium für sein Gerät verwenden.

Damit ist das Logo eine wichtige Orientierung für den Käufer, wenn er höchste Qualität möchte. Es lohnt sich also, dieses Logo zu beachten. Allerdings: Zumindest TVs müssen dafür an die Grenzen des derzeit Machbaren gehen. Daher tragen nur kostspieligere Fernseher das Logo.

Das Logo garantiert die folgenden wichtigen Punkte bei TVs:

  • Bildschirm hat UHD-Bildpunktzahl
  • TV beherrscht HDR 10
  • Bildschirm zeigt mindestens über 90 Prozent des erweiterten Farbraums DCI P3
  • Bildschirm hält Mindestwerte bezüglich dunkler Schwarzdarstellung und Helligkeit ein
  • TV kann über HDMI UHD- und HDR-Bildsignale entgegennehmen
  • TV kann via Internet UHD- und HDR-Bildsignale entgegennehmen
  • UHD-TV-Empfang ist gesichert

Für Blu-ray-Player ist folgendes wichtig:

  • Player gibt UHD-Bildpunktzahl aus
  • Player gibt HDR 10 aus
  • Player gibt einen erweiterten Farbraum bis BT.2020 aus

Zusammenfassung

  • Das Logo garantiert, das TVs und Blu-ray-Player Mindestleistungen für UHD und HDR einhalten
  • Wichtiges Kriterium für Kaufentscheidung
  • Nur hochwertige und teurere Fernseher haben das Logo

Curved: Was bringt’s?

Vor allem Samsung gehörte zu den TV-Anbietern, die versucht haben, mit gebogenen Schirmen Kunden zu faszinieren und für sich zu gewinnen. Viele scheinbar objektive Fakten sollten für den Schwung sprechen.

Bei genauer Betrachtung sind viele dieser Behauptungen jedoch lediglich geschicktes Marketing: Curved bringt keine Bildqualitätsverbesserungen, sondern ist allenfalls Geschmackssache. Wer viel Sport schaut – mit fliegenden Bällen und häufigen Kameraschwenks – dürfte sogar zu dem Schluss kommen, dass die Achterbahnfahrt der Motive störend wirkt.

Problematisch ist auch, dass gebogene Bildschirme wie eine Parabolantenne Lichtquellen im Raum einfangen, die sich darin spiegeln. Reicht es bei einem flachen Bildschirm oft, ihn ein paar Zentimeter zu drehen, um die spiegelnde Stehlampe zu eliminieren, sind da bei einem gebogenen Bildschirm kleinere Umbauten erforderlich.

Daher nimmt der Hype um gebogene Schirme auch schon wieder ab, vermutlich wird es ab 2017 schon keine Neuen mehr geben. Dennoch seien an dieser Stelle zwei Vorteile von Curved Bildschirmen erwähnt, die auf unserem persönlichen Eindruck beruhen und die sich mit den Erfahrungen zahlreicher anderer Testredakteure decken:

  • Ab einer Schirmgröße von 65 Zoll entsteht durch die Rundung ein „immersiver“ Effekt, der den Betrachter stärker ins Geschehen auf dem Bildschirm einbezieht – allerdings nur bei geringem Betrachtungsabstand. Bei kleineren Modellen entsteht dieser Effekt nicht oder zu wenig.
  • Die Biegung wirkt elegant und ausgefallen. Als Designer-Möbel kann ein dünner Curved-Schirm daher punkten.

Zusammenfassung

  • Keine Qualitätsverbesserung
  • Ab 65 Zoll immersiver Effekt
  • Bei Sportsendungen oder Filmen mit vielen Kameraschwenks eher störend

Kein Empfang – kein Fernsehen

Fernseher Kaufberatung: Empfangstechniken

Twin-Tuner: Doppelt Fernsehen

Wer gleichzeitig eine Sendung aufnehmen und auf einem anderen Sender eine andere ansehen will, braucht einen Twin Tuner. Damit stehen pro Empfangsweg zwei Empfänger zur Verfügung.

So kann man auch zwei Sendungen gleichzeitig aufnehmen. Und wer in Werbepausen gerne zappt, kann sogar ein zusätzliches Bild einblenden: Mit dem einen Bild zappt man durch die Sender, mit dem anderen beobachtet man, wann die Werbepause vorbei ist.

Bei manchen Fernsehern mit Streaming-Modus kann man auch ein Programm auf dem TV anschauen und ein anderes per WLAN aufs Tablet, Smartphone oder einen Zweitfernseher übertragen, sofern der entsprechend ausgestattet ist.

Es gibt externe TV-Receiver, die inzwischen sogar noch mehr als zwei Empfangsteile bieten. Entsprechend erhöhen sich, abhängig von der Gesamtausstattung, die oben beschriebenen Möglichkeiten.

Nicht zu verwechseln ist der Twin-Empfang mit dem von Herstellern ebenfalls verwendeten Begriff Triple-Tuner. Er bedeutet, dass jeweils ein Empfänger für jeden Empfangsweg bereit steht (Satellit, Kabel, Antenne). Dies ist aber inzwischen üblich.

Zusammenfassung

  • Zwei Programme zeitgleich ansehen oder aufnehmen
  • Komfort-Ausstattung
  • Triple-Tuner ist weniger als Twin-Tuner

DVB-T2: HD über Antenne

DVB-T ist das Kürzel für digitales Antennenfernsehen (Digital Video Broadcasting – Terrestrial). Das Interessante dabei: Wie früher kann man damit ganz einfach über die Hausantenne das Fernsehprogramm einfangen. Durch die digitale Übertragung ist die Bildqualität allerdings deutlich besser geworden.

Grundsätzlich ist Antennenfernsehen also empfehlenswert, zumal keine Anschlusskosten anfallen. Zu empfangen ist es in den meisten Regionen Deutschlands. Nachteile gibt es aber auch: Über die Hausantenne werden deutlich weniger Sender übertragen als via Satellit oder Kabel. Außerdem wird es hier kein UHD geben.

In Deutschland wurde Ende Mai 2016 die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD gestartet, die voraussichtlich im Lauf des Jahres 2017 abgeschlossen wird. Damit werden dann alle Sender in HD übertragen.

Allerdings: Nach der Umstellung auf DVB-T2 HD kann man mit alten Empfängern kein Antennenfernsehen mehr erhalten. Für den Empfang von DVB-T2 HD muss der Fernseher mit einem Empfangsteil ausgestattet sein, das den HEVC-Codec unterstützt – oder man kombiniert eine externe Empfangsbox für DVB-T2 HD hinzu. Besondere Vorsicht ist bei Full-HD-TVs angesagt: Diese Modelle beherrschen oft nicht die neue Technik – neue UHD-Fernseher dagegen schon.

Aber auch bei den Sendern, die man empfangen kann, gibt es Veränderungen: Die öffentlich-rechtlichen Hauptprogramme sind zwar immer verfügbar, der Empfang von Privatsendern wird nach dem Wechsel von DVB-T zu DVB-T2 HD aber grundsätzlich kostenpflichtig. Das ist bei Satellit und Kabel nicht der Fall, die sind hier in Standard-Auflösung weiterhin kostenlos empfangbar. Wer die Privaten in HD sehen will, muss aber auch hier zahlen.

Zusammenfassung

  • DVB-T2 HD ersetzt DVB-T
  • Full-HD-Empfang ersetzt Standardauflösung
  • Alte Fernseher und DVB-T-Empfänger funktionieren nicht mehr
  • Umstellung erfolgt im Laufe des Jahres 2017

CI-Plus: Wichtig für Pay-TV

Wer Pay-TV empfangen will, braucht entweder einen externen Empfänger (Set-Top-Box) eines Pay-TV-Anbieters  beziehungsweise eine Set-Top-Box oder einen Fernseher mit CI-Plus-Slot, in den man ein Modul einschieben kann.

Das funktioniert ähnlich wie eine SIM-Karte im Handy: so wie die SIM-Karte an einen Mobilfunk-Vertrag gekoppelt ist, ist das CI-Modul an ein Pay-TV-Abo gebunden. Über das Modul wird gegen Bezahlung das verschlüsselte TV-Angebote freischaltet.

Das System aus Schacht und Entschlüsselungsmodul nennt sich Common Interface (CI), CI-Plus ist die aktuelle Version. Es soll nicht nur unerlaubtes „Schwarzsehen“, sondern auch das kriminelle Kopieren neuer Blockbuster und Serien verhindern, die Pay-TV-Anbieter wie Sky übertragen.

In den Standard mit aufgenommen hat man auch Kontrollmöglichkeiten für die Geräte, die das Programm empfangen. So kann man einzelne Funktionen erlauben oder deaktivieren. Besonders spürbar wird das bei TV-Aufnahmen. Die TV-Sender können die für den Privatgebrauch an sich erlaubten Festplattenaufnahmen oder das Vorspringen innerhalb einer Sendung während der Werbung unterbinden.

Die meisten Fernsehgeräte und viele Empfangsboxen verfügen über einen CI-Plus-Schacht. Lediglich günstige Zapping-Receiver verzichten aus Preisgründen darauf.

Manche hochwertige Geräte besitzen zwei Schächte und bieten damit die Möglichkeit, unterschiedliche Pay-Angebote ohne Wechsel des Moduls zu beziehen. Auch das zeitgleiche Entschlüsseln zweier unterschiedlicher Angebote birgt für Aufnahmen oder dem Streamen im Heimnetzwerk Vorteile.

Zusammenfassung

  • System aus Einschubfach und Modul
  • Entschlüsselt Pay-TV-Angebote und schaltet sie frei
  • Kann bestimmte Funkionen des Empfängers deaktivieren

Die neue Art des Fernsehens

Fernseher Kaufberatung: Smart TV

Smart-TV: Ab ins Netz

Der Begriff Smart-TV ist nicht eindeutig definiert. Wenn man das Angebot der Hersteller betrachtet, scheint man sich jedoch auf bestimmte Ausstattungsmerkmale geeinigt zu haben. Demnach haben Smart-TVs:

  • Internetempfang
  • App-Portal für Internet-Services
  • HbbTV-Services der Programmanbieter (Red Button)
  • Vernetzungsmöglichkeiten mit (Mobil-)Geräten zuhause

Welche Ausstattung die Hersteller darüber hinaus noch anbieten, hängt vom Know-How und der Preisklasse ab. Panasonic etwa wandelt Fernseh- in IP-Signale um, sodass man übers heimische WLAN auch in Räumen ohne TV-Anschluss ganz normal fernsehen kann. Das ist unüblich.

Wie die Hersteller ihre smarten Ansätze umsetzen und wie gut bedienbar sie sind, ist ebenfalls nicht einheitlich. So unterscheiden sich bereits die smarten Betriebssysteme, auf denen die Services laufen. Viele nutzen Android TV wie Sony oder Philips, Samsung verwendet das selbst entworfene Tizen, Panasonic baut auf Firefox OS, LG wiederum auf webOS.

Video on Demand: Filme und Fernsehen auf Abruf

Das Internet macht’s möglich: Ein Knopfdruck genügt, und schon sieht man einen Film oder eine TV-Sendung. Vorab kann man aus einer Übersicht auswählen, was einem gefällt. Das ist Video-on-Demand (VoD).

Folgende Internetplattformen gibt es hierfür:

Klassisch ordnet man VoD eher den Online-Videotheken zu. Der Begriff dehnt sich aber vermehrt auf die anderen Angebote aus.

Online-Videotheken verlangen in dem meisten Fällen pro Bestellung oder als monatliche Flatrate Geld für ihr Angebot. Während Videotheken Kino-Blockbuster und begehrte Serien-Highlights bereit halten, wiederholen die Mediatheken Sendungen der jeweiligen TV-Sender.

Die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender sind mit der Haushaltspauschale abgedeckt. Die Mediatheken der Privatsender finanzieren sich meist über Werbung.

Die Bildqualität ist in der Regel gut und erreicht häufig HD-Auflösung, bei einzelnen Anbietern sogar schon UHD. On-Demand-Filme werden üblicherweise nicht herunter geladen, sondern zeitgleich mit dem Empfang angeschaut („Streaming“). Damit das klappt, sollte die Internetverbindung mindestens eine Bandbreite von 6 Mbit pro Sekunde haben.

Abrufbar sind die Angebote über Smart-TVs, smarte Blu-ray-PlayerSmart-TV-ReceiverStreaming-Boxen wie Fire TV oder Apple TV oder Streaming-Sticks wie Fire TV Stick oder Google Chromecast, aber natürlich auch über Smartphones, Tablets und Computer.

Zusammenfassung

  • Per Internet Wunschprogramm auf Abruf
  • Möglich über Online-Videotheken, Mediatheken, Web-Angebote
  • Kostenpflichtig wie auch kostenfrei

HbbTV und Red Button: Per rotem Knopf ins Internet

Fast schon selbstverständlich wirkt es, dass man bei Smart-TVs während des laufenden Programms ins Internet wechselt, um dort zugehörige Infos aufzurufen oder zur Mediathek des Senders zu wechseln. Das funktioniert mittels Hybrid broadcast broadband TV, kurz HbbTV, welches das Fernsehen mit dem Internet verzahnt, sodass beides auf den Schirm gelangt.

Um zu den HbbTV-Angeboten gelangen zu können, blenden die Programmanbieter kurz einen Hinweis ein, wenn der Smart-TV mit dem Internet verbunden ist. Per rotem Knopf auf der Fernbedienung kann man dann die Internetdienste des Programmanbieters aufrufen.

Das können Mediatheken sein, Programmführer oder auch Videotheken. Die meisten Angebote sind ständig erreichbar. Einzelne werden jedoch auch nur begleitend zum aktuellen Programm angeboten, wie beispielsweise Spielstandanzeigen bei Meisterschaften oder zusätzliche Kameraperspektiven bei Live-Events.

Zusammenfassung

  • Fernsehen und Internet wachsen zusammen
  • Zusätzliche Dienste, die das Fernsehangebot erweitern

Anschlüsse und Sound

Fernseher Kaufberatung: Anschlüsse und Surround Sound

HDMI: Alles in einem Kabel

Das High Definition Multimedia Interface (HDMI) ist die wichtigste digitale Kabelverbindung für Bild und Ton im Heimkino.

Der relativ kleine Anschluss erhält je nach Anforderung des Marktes stetig neue Funktionen, auch er muss für Neuerungen wie HDR oder UHD auf den aktuellen Stand gebracht werden. Aus diesem Grund gibt es immer wieder neue Generationen. Je nach Größe des Sprungs findet der Wechsel in Form einer Hardware-Änderung statt (1.3 auf 2.0), oder als Software-Update (2.0 bis 2.0c).

  • HDMI 1.3 wird nach wie vor für Full-HD-Signale verwendet.
  • HDMI 2.0 ist für UHD-Signale geeignet.
  • HDMI 2.0a integriert zusätzlich zu UHD die HDR-Eignung.
  • HDMI 2.0c soll auch HLG einschließen.

Surround-Sound: Mehr Kanäle

Je mehr Lautsprecher mit jeweils eigenem Surround-Tonsignal, desto größer ist der Raumklangeffekt. Wie viele Kanäle eine Surroundanlage beherrscht, lässt sich vor allem an einer in der Ausstattung beschriebenen Zahlenkombination erkennen, zum Beispiel 5.1.

Die Zahl vor dem Punkt gibt dabei die Anzahl der normalen Surround-Lautsprecher inklusive Center-Lautsprecher unter dem Bildschirm an, die Zahl hinter dem Punkt weist auf den stets einzelnen Subwoofer hin. War lange Zeit 5.1 das Maß der Dinge beim Surround-Sound zuhause, gibt es inzwischen auch 7.1- und 9.1-Systeme.

Das neueste Format ist Dolby Atmos. Hier kommt noch eine weitere Zahl hinzu, da dieses System erstmals Surround von oben mit Deckenlautsprechern einbezieht. Das Maximum ist hier 7.1.4 mit vier Decken-Kanälen. Möglich ist aber auch eine kleinere Kombination 5.1.2 oder 7.1.2

Aufgeweicht werden sämtliche Konzepte, in dem es auch Soundbars mit virtuellen Surround-Kanälen gibt – selbst für Dolby Atmos. Hier entsteht durchaus Raumklang, dieser reicht jedoch kaum an „echtes“ Surround heran.

Die Zahl der möglichen Tonkanäle hängt unmittelbar mit der Fähigkeit zusammen, ohne Klangverlust effizient die anfallende Datenmenge zu reduzieren. Die Vorgehensweise ist mit der Datenreduktion für Bilder vergleichbar (siehe HEVC).

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