Das beste Sounddeck bis (fast) 500 Euro

Test Soundbar und Soundbase: Testsieger Nubert nuPro AS-250
  • Test: Soundbase bis (fast) 500 Euro – Testsieger Nubert nuPro AS-250

Das beste Sounddeck zum moderaten Preis um 500 Euro ist die nuPro AS-250 von Nubert – auch wenn sie die Preisgrenze von 500 Euro etwas sprengt. Doch die nuPro AS-250 ist jeden Cent wert, denn was die schwäbischen Lautsprecher-Spezialisten da unter den Fernseher gestellt haben, setzt klanglich wie bei der Verarbeitung Maßstäbe.

Update 18. Juli 2016

Die Unwetterschäden beim schwäbischen Audio-Spezialisten Nubert  sind offenbar behoben, und auch unsere Sounddeck Empfehlung ist wieder lieferbar. Der Dauerbrenner nuPro AS-250 ist zumindest beim Hersteller wieder verfügbar.

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28. Mai 2016

Der nuPro AS-250 in weiß ist auf der Webseite des Herstellers vorbestellbar, voraussichtliches Lieferdatum ist Anfang Juli, die Wartezeit versüßt Nubert mit einer Rabatt-Aktion.

1. April 2016

Wegen der hohen Nachfrage hat Nubert Lieferschwierigkeiten mit dem nuPro AS-250. Der Hersteller weist auf seiner Webseite darauf hin, dass das Sounddeck daher für „eine längere Zeit“ nicht lieferbar sein wird.

Flachbildschirme stehen meistens nach wie vor auf ihrem angestammten Platz auf einem Sideboard oder einer ähnlichen Vorrichtung. Diese Stellfläche lässt sich  prima nutzen, um mit Hilfe eines Sounddecks den dünnen Ton der schmalen Fernseher aufzupeppen.

Sounddeck statt Soundbar

Im Gegensatz zur Soundbar, die unterhalb des Flachbildschirms an der Wand befestigt, oder, rank und schlank wie sie ist, davor platziert wird, kann der Fernseher dank ihrer größeren Gehäusetiefe direkt auf das Sounddeck gestellt werden.

Da ein Sounddeck – auch Soundbase oder Soundplate genannt – über mehr Gehäusevolumen und größere Lautsprecher-Chassis als eine klassische Soundbar verfügt, kann man mit ihnen meist sogar den Subwoofer einsparen. Auf Wunsch lassen sich Sounddecks dennoch oft zusätzlich mit einem Basswürfel erweitern.

Bei einigen dieser Soundsysteme ist allerdings Vorsicht geboten: Wenn die Soundbase nach dem Downfire-Prinzip die tiefen Töne nach unten abstrahlt, kann das dazu führen, dass das Sideboard oder Fernsehmöbel unter Umständen unkontrolliert mitschwingt.

Das kann sich durchaus positiv auf den Klang auswirken, andererseits aber auch zu schwammigem, unkontrollierbarem Tiefbassgrummeln führen. Konstruktionen, die wie unser Favorit, die nuPro AS-250 von Nubert, den Bass zur Seite abstrahlen, haben dieses Problem, ebenso wie nach hinten abstrahlende Tieftöner, nicht.

Testsieger: Nubert nuPro AS-250

Die Ausstattung mit Anschlüssen ist bei der nuPro AS-250 eher minimalistisch geraten: Cinch, elektrisch und optisch digital, sowie USB müssen als Schnittstellen reichen – vorerst, denn zur Erweiterung mit HDMI- oder WLAN-Konnektivität gibt es entsprechende Adapter, die zusätzlich mit 60 Euro für den Speaka HDMI-Cinch-Audio-Konverter, bzw. 80 Euro für den LinTech AirLino WLAN-Adapter zu Buche schlagen.

Wer sein Smartphone via Bluetooth mit dem Klangwunder verbandeln will, sollte sich zudem den Bluetooth-Empfänger LinTech blueLino 4G für knapp 70 Euro zulegen. So kann man sich das Sounddeck nach den individuellen Vorstellungen und Erfordernissen zusammenstellen und ausbauen. Sämtliche Adapter und Konverter sind ebenfalls bei Nubert erhältlich.

Die nuPro AS-250 setzt eher auf klassische Anschlussmöglichkeiten, die es ermöglichen, die üblichen Stereoboxen im Fernseh- oder Wohnraum komplett einzusparen: ein AUX-Eingang ist ebenso vorhanden, wie zwei digitale Audio-Eingänge. Außer mit dem Fernseher kann so auch direkt ein weiterer Zuspieler, wie Blu-ray-, CD-Player oder Sat- bzw. Kabel-Receiver mit dem Sounddeck verbunden werden.

Das Umschalten der Eingänge erfolgt mit der Fernbedienung der nuPro. Auf dem gut ablesbaren Display an der Frontseite wird der aktive Eingang angezeigt. So kann der Blu-ray-Player Audio-CDs und Konzert-DVDs in HiFi-Qualität abspielen, ohne dass der Fernseher eingeschaltet werden muss. Auch der Sat- oder Kabel-Receiver bringt die Radio-Sender direkt auf das Sounddeck.

Über die Fernbedienung können neben der Eingangswahl auch die umfangreichen Klangeinstellungen vorgenommen werden, mit der die nuPro optimal auf den Raum abgestimmt wird. Und wenn’s mal leise sein muss, ist das Sounddeck auf Tastendruck auch schnell stumm gestellt.

Hörprobe

Der hinsichtlich der Schnittstellen eher puristische Auftritt der nuPro AS-250 hat den Vorteil, dass sich die Entwickler voll und ganz auf die Klangoptimierung konzentrieren konnten. In der Tat hört man das dem Sound-Riegel schon nach den ersten Takten an: knochentrocken und voluminös kommt der Bass – ja woher nur?, einen Subwoofer haben wir im Karton nicht gefunden!

Den braucht die Nubert Base auch nicht. Die beiden seitlich angebrachten Tiefton-Chassis mit Bassreflex-Unterstützung leisten ganze Arbeit und befreien uns nebenbei von einem weiteren Möbelstück.

Passender Subwoofer

Nubert nuPro AW-350
Test: Soundbase bis (fast) 500 Euro: Nubert nuPro AW-350
Den optionalen Subwoofer brauchen Sie nur, wenn Sie ein riesiges Wohnzimmer haben.

Wer mag, kann die nuPro AS-250 trotzdem mit einem passenden Sub erweitern, das ist aber nur nötig, wenn das Wohnzimmer so riesig ist, dass die beiden eingebauten Chassis an ihre Grenzen stoßen.

Das ist bei uns nicht der Fall, weshalb uns die AS-250 rundum glücklich macht. Sie hat nämlich weit mehr drauf, als einfach nur knallharten trockenen Blockbuster-Tiefbass rauszuhauen, feine Musik zählt ebenfalls zu ihren Spezialitäten. Hier brilliert sie mit einer sagenhaften Auflösungsfähigkeit und einem Detailreichtum, den man von einem Sounddeck nicht erwartet – und vom Fernseher schon gar nicht.

Klanglich stellt das kompakte Nubert-Sounddeck auch wesentlich größere – und wesentlich teurere – Konkurrenten in den Schatten. Deshalb drücken wir bei der Preisgrenze gern auch ein Auge zu: der ausgezeichnete Klang der AS-250 ist den höheren Preis locker wert.

Nubert nuPro AS-250 im Test – was sagen die Anderen?

Die Nubert nuPro AS-250 konnte trotz der kurzen Zeit, die sie auf dem Markt ist, reichlich Auszeichnungen von der Fachpresse einheimsen, die sich vor allem von der Klangqualität der Nubert-Box fast geschlossen begeistert zeigt.

Im Vergleichstest von Video landet die Nubert dann in ihrer Preisklasse auch auf dem Siegertreppchen (Ausgabe 7/2015). Im Einzeltest bekommt die nuPro As-250 ein „sehr gut“ und ein „überragend“ für Preis-Leistung:

„.Das Sounddeck klingt ausgewogen und äußert stimmig. Auch im Surround-Modus konnte das Deck überzeugen. […] Weniger gefallen hat die kleine Fernbedienung, die nicht ganz so gut verarbeitet war und leicht klappert.“

Heimkino lobt das tief reichende Bassfundament und den hohe Detailreichtum der Nubert-Box (Ausgabe 1-2/2015):

„Bereits beim ersten Hören verblüfft die enorme Bassfülle. Problemlos sorgt das nuPro-AS250 für ein volles und vor allem erstaunlich tief reichendes Fundament. Dabei erspart uns das DSP-bearbeitete Signal künstlich aufgeblähte und schwammige Basseffekte. Druckvoll und präzise füllt das Sounddeck auch größere Räume mit kontrolliertem Tiefton. Bei intensiverem Hören entdeckt man feinere Details der Klangcharakteristik.“

Die Kollegen von AreaDVD attestieren dem Nubert Sounddeck einen Spitzenklang sowie die gewohnt hochwertige Verarbeitung, und erklären sie gar zur Preisklassen-Referenz. Das Fazit von Carsten Rampacher:

„Aktives TV-Lautsprecher-Board auf schwäbische Art – Nuberts nuPro AS-250 ist erfrischend anders. HDMI und Bluetooth gibt es nur optional, Spitzen-Klang und moderner USB-DAC sind hingegen serienmäßig. Kraftvoll, präzise und kultiviert legt das nuPro AS-250 Stereoboard los und legt sich eiskalt selbst mit kleineren Stereoanlagen an.“

„Kritik auf hohem Niveau“ gibt es von AreaDVD dagegen für die etwas „klobigen Schutzgitter“ und die Verarbeitung der Fernbedienung. Da müssen wir ihm Recht geben: die Fernbedienung fühlt sich leider nicht so wertig an, wie wir das bei diesem Sounddeck erwarten würden.

Das Magazin i-fidelity beurteilt die Tonqualität mit „überragend“. In der Gesamtnote erreicht die Nubert nuPro AS-250 hier ein „sehr gut“ sowie die Auszeichnung „Preistipp“:

„Das nuPro AS-250 positioniert sich eindeutig im Feld der modernen TV-Sounddecks: Falls eine diffuse Surround-Illusion und moderne Vollausstattung verlangt werden, ist das Nubert-Angebot nicht die erste Wahl. Sollte aber die maximal natürliche Klangwiedergabe im Anforderungsprofil an vorderster Stelle stehen, führt der Weg direkt zum nuPro AS-250. Es ist eine Frage der Prioritäten: Wenn HiFi, dann Nubert.“

Auch das AV-Magazin ordnet unseren Favoriten mit einem „überragenden“ Preis-Leistungsverhältnis in die Spitzenklasse ein. Was die Klangqualität angeht, zeigt sich Tester Philipp Schäfer geradezu begeistert:

„Dass das nuPro-System besser klingt, als die originalen TV-Lautsprecher, ist selbstverständlich. Dass diese kompakte Audiobasis uns aber in akustischer Hinsicht vom Hocker haut, hätten wir nicht erwartet. Die Stereobasis AS-250 überrascht bereits während der ersten Hörminuten mit einem ungemein breitbandigen und tonal perfekt ausbalanciertem Klang. Selbst der Nachrichtensprecher tönt trotz seiner schmalbandigen Stimme auf einmal vollkommen authentisch. […] Beim Zappen durch die Programme begeistert das schwäbische Sounddeck dann zunehmend mit seinem dynamischen und agilen Klang, der sich besonders bei Spielfilmen und hochwertigen TV-Serien bemerkbar macht.“

Und im Fazit heißt es:

„Noch nie haben wir bei AV-Magazin eine TV-Lautsprecherbasis gehört, die mit solch einer Kraft, Authentizität und perfekt abgestimmter Tonalität aufspielt. Bedenkt man, wie viele Funktionen und Möglichkeiten das nuPro-Sounddeck dem Nutzer bietet, so kann man auch das Preis-Leistungsverhältnis als überragend bezeichnen.“

Im Vergleichstest der Audiovision sticht die Nubert Base mit exquisiter Verarbeitung aus insgesamt neun Sounddecks hervor und bekommt auch für den Klang nur beste Noten (Heft 1/2015):

„Im Hörtest begeistert der unaufdringliche Charakter, auch in Sachen Tiefgang und Dynamik bleiben keine Wünsche offen.“

Selbst das Fazit von Audio Video Foto Bild ist eindeutig:

„Wer beim Klang keine Kompromisse eingehen will, stellt sein TV-Gerät auf das Nubert-Sounddeck nuPro AS-250: Der satte Bass ist ebenso ein Genuss wie die fein aufgelösten Mitten und die luftigen und brillanten Höhen. Die Ausstattung ist allerdings etwas mager, so fehlen HDMI und Bluetooth.“

Alternativen: Was gibt es sonst noch?

Günstige Alternative

Yamaha SRT-1000
Test: Soundbase bis (fast) 500 Euro: Yamaha SRT-1000
Klanglich immer noch gut und dabei flacher, unauffälliger – und günstiger.

Wem knapp 600 Euro für ein Sounddeck zu viel sind, aber auf guten Fernsehton trotzdem nicht verzichten will, findet in der Yamaha SRT-1000 die beste, günstigere Alternative: der japanische Flachmann überzeugt vor allem aber hinsichtlich der Ausstattung, ist aber auch klanglich nicht zu verachten.

Obwohl die SRT-1000 mit knapp acht Zentimetern kaum halb so hoch ist wie die nuPro AS-250, sorgt sie mit einem dutzend Lautsprecher-Chassis selbst für die größten Flachbildschirme für den passenden Sound. Dank ihrer stattlichen Breite von fast 80 Zentimetern finden Fernseher mit einer Diagonalen bis zu 55 Zoll mit der Klangverbesserung auch eine zuverlässige Standfläche.

Die Ausstattung mit Schnittstellen kann sich sehen lassen: Eine HDMI-Schnittstelle gehört ebenso dazu, wie ein integriertes Bluetooth-Modul, so dass die Base für fast alle Eventualitäten gerüstet ist.

Klanglich kann sie freilich nicht ganz mit unserem Favoriten mithalten, auch die Installation ist etwas aufwändiger. Aber dafür ist die Yamaha SRT-1000 eben auch wesentlich preiswerter.

Mit Subwoofer

Philips Fidelio XS1
Test: Soundbase bis (fast) 500 Euro: Philips Fidelio XS1
Kommt mit Subwoofer, stößt aber bei höherer Lautstärke schnell an die Grenzen.

Mit der Fidelio XS1 von Philips empfiehlt sich eine weitere Alternative als klingende Basis für den Flachbildschirm.

Auch hier sind Bluetooth und HDMI-Schnittstellen bereits eingebaut. Die Fidelio ist ebenso schlank und flach wie die Yamaha SRT-1000, verfügt aber über eine massive Bass-Unterstützung in Form eines fast ebenso schlanken Subwoofers, der zudem drahtlos verbunden wird.

Trotz ihrer externen Tiefbass-Unterstützung kann auch die Soundbase von Philips der nuPro AS-250 von Nubert nur bedingt paroli bieten. Bei größeren Pegeln gerät die Kombi hörbar an ihre Grenzen, wo unser Favorit noch reichlich Reserven aufweist.

Fazit

Das Nubert Sounddeck nuPro AS-250 verhilft Ihrem Flachbildschirm zu einer hervorragenden Basis, und zwar in zweierlei Hinsicht: einerseits gibt das knapp 16 Zentimeter hohe Sounddeck ihm sicheren Halt und eine etwas exponierte Position, außerdem ergänzt sie das große Bild mit entsprechend großem Sound.

Besonders gefallen hat mir der unkomplizierte Anschluss; im Zweifel wird sie einfach an die Audio-Ausgänge des Fernsehers angeschlossen, und zwar sowohl analog als auch digital. Wer auf eine Übertragung via HDMI-Schnittstelle besteht, rüstet die Base einfach mit entsprechendem Adapter auf.

Die nuPro AS-250 überzeugt vor allem klanglich aber auch mit ihrer praxisgerechte Ausstattung sowie der akkuraten Verarbeitung. All das kommt zu einem mehr als fairen Preis. Deshalb ist sie für uns das beste Sounddeck für um die 500 Euro, das man zur Zeit kaufen kann.

Erhältlich ist die nuPro AS-250 nur direkt bei Nubert und bei Amazon.

Pro & Kontra

Pro

  • Satter, präziser Sound
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Einfache Installation
  • Kein Subwoofer nötig jedoch optional erweiterbar

Contra

  • Keine HDMI-Schnittstelle
  • Subwoofer nicht über Fernbedienung anpassbar
  • Kein Bluetooth

Nubert nuPro AS-250 Preisvergleich

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  1. Frank Brüning

    Hörte ich viel gutes von 🙂 Gut ist es wenn man TV auf selbiger platzieren kann ……… wegen der Standfläche……

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