Das beste Fitness-Armband

Fitness-Armbänder im Test: Größenvergleich
  • Test Fitnesstracker – Testsieger: Garmin Vivosmart HR
  • Test Fitnesstracker – Testsieger Garmin Vivosmart HR

Das beste Fitness-Armband ist für uns zur Zeit der Garmin Vivosmart HR – aber es kommt sehr darauf an, für welche Aktivität oder Sportart Sie einen Fitnesstracker benutzen wollen. Wir haben die Kandidaten von Garmin, Fitbit, Jawbone und Co. laufend, radelnd und schwimmend getestet und sagen Ihnen, welches Armband hält, was er verspricht.

Selbst der größte Sportmuffel weiß: Bewegung tut gut. Im immer währenden Kampf gegen den inneren Schweinehund helfen Fitness-Armbänder: Sie messen die sportliche Aktivität im Alltag und motivieren mit Hinweisen und ausführlichen Auswertungen zu sportlichen Leistungen – so zumindest die Theorie.

Wir haben verschiedene Schrittzähler mit Preisen zwischen 20 und 140 Euro über mehrere Wochen ausführlich getestet und dabei nicht nur viel geschwitzt, sondern auch herausgefunden, was die Fitness-Armbänder im sportlichen Alltag drauf haben.

Fitness-Armbänder im Vergleich: Das Testfeld

Wir haben insgesamt sieben Fitnesstracker unter die Lupe genommen, von denen sechs als ganz klassische Alltags-Begleiter funktionieren: Den Garmin Vivosmart HR, die Withings Activité Pop, den Loop 2 von Polar, den Jawbone Up 3, das Fitbit Charge HR und das Xiaomi Mi Band 1S. Der ebenfalls getestete Moov Now fällt ein wenig aus der Reihe, weil er statt einer fortlaufenden Aktivitätsaufzeichnung eher auf gezielte Trainings-Sitzungen inklusive Coaching per App setzt.

Getestet haben wir nur Modelle ohne GPS-Modul, denn Fitness-Armbänder mit GPS sind noch einmal ein gutes Stück teurer. Sie sind letztlich nur für wenige Sportarten wie Fahrradfahren interessant – und teilweise kann das Smartphone diese Funktion ergänzen.

Neben ausgedehnten Walking-Touren mussten sich die Aktivitäts-Tracker im Test auch bei Disziplinen wie Jogging, Radfahren und – so sie es denn mitmachen – Schwimmen unter Beweis stellen.

Wir bewerteten dabei die Genauigkeit der Messungen ebenso wie die Bedienung der Armbänder, die zugehörigen Smartphone-Apps und die erweiterten Funktionen. Wenn ein Fitness-Armband etwa nebenbei Smartwatch-Funktionen übernimmt oder durch einen besonders ausdauernden Akku überzeugt, weisen wir im Test darauf hin.

Was Fitness-Armbänder leisten – und was nicht

Praktisch alle Sport-Armbänder in unserem Test haben zwei wesentliche Punkte gemein: Sie zählen über eine Reihe von Sensoren die gehend oder auch laufend zurückgelegten Schritte und kalkulieren dabei die verbrannten Kalorien sowie die aktiven Minuten pro Tag. Sie sind letztlich also vor allem Schrittzähler. Eine Ausnahme ist der Moove Now, der aber ebenfalls eine Aktivitätenübersicht bietet – mehr dazu im Einzeltest.

Einige Modelle gehen noch etwas weiter und messen beispielsweise, wie viele Stockwerke man gelaufen ist oder die Pulsfrequenz in Ruhe- sowie in Trainingsphasen. Aus diesen Messungen sowie den vom Benutzer festgelegten Daten wie Größe, Alter und Gewicht ermitteln die Apps die sportliche Leistung.

Alle Tracker bieten die Option, Tages- oder Wochenziele zu definieren und helfen mit motivierenden Hinweisen dabei, die Ziele auch zu erreichen.

Schlafmessung

Auch die Aufzeichnung der Schlafqualität bieten alle Fitnessarmbänder an. Dabei messen die Tracker sowohl die Leicht- als auch die Tiefschlafphasen anhand der nächtlichen Bewegungen des Trägers und liefern entsprechende Auswertungen. Einige Modelle ziehen zusätzlich die Pulsmessung mit in Betracht.

Da wir in unserem Test keine Möglichkeit haben, die Genauigkeit der Schlafphasenmessung zu überprüfen, spielt das Feature bei der Bewertung eine eher untergeordnete Rolle. Im Groben liefern die einzelnen Fitness-Armbänder aber vergleichbare Messergebnisse, auch wenn zwischenzeitliche Wachphasen nicht immer korrekt ermittelt werden. Wir betrachten die Schlafmessung eher als nettes Gimmick mit begrenzter Aussagekraft.

Einschränkungen ohne GPS

Für das Tracking von Sportarten wie Radfahren oder der präzisen Auswertung von zurückgelegten Schritten eignet sich keines der Geräte in unserem Testfeld. Hier bedarf es eines Fitness-Armbands mit integriertem GPS-Modul. Entsprechende Geräte sind allerdings erst ab mindestens 150 Euro zu haben. Immerhin erlauben es manche Anbieter, via App und Smartphone-GPS entsprechende Aufzeichnungen anzufertigen und in das eigene Fitnessprofil zu integrieren.

Apropos App: Alle Fitness-Armbänder verlangen nach der Einrichtung eines Benutzerkontos und der Installation einer App auf dem Smartphone oder Tablet. In den Profilen werden die aufgezeichneten Fitnessdaten gespeichert und Fortschritte beim Training ausgewertet. Während einige Apps sich dabei auf das Wesentliche konzentrieren, bieten andere wie die von Jawbone umfangreiche Fitnesstipps oder Extrafunktionen wie Ernährungstagebücher.

Der Datenaustausch erfolgt bei allen Armbändern via Bluetooth, wobei mindestens Version 4.0 auf dem Smartphone Pflicht ist. Dauerhaft verbunden sein müssen die Bänder aber nicht, da sie ihre Daten auch abseits des Smartphones aufzeichnen – so kann das Handy auf der Jogging-Runde zuhause gelassen werden.

Noch ein Hinweis für Windows Phone-Nutzer: Während passende Apps für Android und das iPhone für alle Fitness-Armbänder im Vergleichstest zu finden sind, bedienen lediglich Garmin und Fitbit auch die kleine aber treue Fangemeinde der Windows Phone-Benutzer. Wer mit einem Lumia-Smartphone unterwegs ist, muss sich also bei der Wahl eines Fitnesstrackers einschränken.

Relativ präzise Messungen

Erfreulich: In der Basis-Disziplin »Schritte zählen« leistet sich keins der getesteten Geräte grobe Schnitzer. Man sollte aber darauf achten, die Bänder nicht am »dominanten« Arm zu tragen, da Alltagsaufgaben wie Zähneputzen oder Hausarbeiten sonst schnell das Schrittekonto nach oben schrauben. Rechtshänder sollten das Band also links tragen, Linkshänder rechts.

In unseren Tests sind wir unter anderem mehrmals eine Teststrecke von ca. 3 Kilometern mit den Schrittzählern abgegangen und haben die gemessenen Schritte sowohl untereinander als auch mit dem sehr präzisen internen Schrittzähler des Google Nexus 6P verglichen. Auf dieser Strecke sind wir rund 4.200 Schritte gelaufen, was auch alle Tracker mit einem Spielraum von +/- 100 Schritten bestätigten.

Ebenso zuverlässig erkannten die Fitness-Armbänder den Wechsel vom Gehen ins Jogging-Tempo, was in einem entsprechend angepassten Kalorienverbrauch resultiert.

Die Sensoren der getesteten Armbänder arbeiten also durch die Bank auf einem guten Leistungsniveau. Dennoch sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass jeder Schrittzähler gewissen Messungenauigkeiten unterliegt. Beim Simultantest von mehreren Armbändern kam es über den ganzen Tag hinweg zuweilen zu Unterschieden von bis zu 400 gemessenen Schritten. Die Armbänder liefern also weniger eine »schrittgenaue« Messung als vielmehr einen generellen Richtwert für die täglichen Aktivitäten.

Große Unterschiede bei Konzept und Bedienung

So ähnlich die verschiedenen Aktivitäten sind, die die Fitness-Armbänder aufzeichnen, so unterschiedlich präsentiert sich die technische Umsetzung der Geräte.

Zwar kommen alle getesteten Fitnesstracker als Arm- oder Fußband, doch damit hören die Gemeinsamkeiten schon auf. So bieten einige Modelle ein Display mit unterschiedlichen Funktionen, während sich andere als »pures« Armband oder – im Falle der Withings Activité Pop – sogar als klassische, analoge Armbanduhr präsentieren.

Auch bei bei der Bedienung gehen die einzelnen Hersteller unterschiedliche Wege. Während Garmin beim Vivosmart HR einen Touchscreen verbaut, über den viele Funktionen des Armbands und des verbundenen Smartphones gesteuert werden können, bieten andere Fitness-Armbänder »nur« einen Knopf zum Umschalten der Anzeige oder verzichten gänzlich auf die manuelle Bedienung ohne App.

Einen weiteren großen Unterschied gibt es bei der Energieversorgung. Fünf der sieben getesteten Armbänder setzen auf einen integrierten Akku, der nach einigen Tagen der Nutzung nach einer Aufladung verlangt. Leider verwenden alle Firmen dabei eigene, proprietäre Kabel, anstatt auf ein klassisches microUSB-Kabel zu setzen.

Der Moov Now und die Withings Activité Pop gehen einen anderen Weg und setzen anstelle eines Akkus auf gewöhnliche Knopfzellen, die erst nach mehreren Monaten getauscht werden müssen – die runde Form der Fitness-Armbänder liefert ein echtes Komfort-Plus, das allerdings zu Lasten der Umwelt geht.

  Nächste Seite
Seite 1Fitness-Armbänder im Vergleich: Das Testfeld
Seite 2Testsieger: Garmin Vivosmart HR
Seite 3Tolle Fitness-App: Jawbone UP3
Seite 4Elegant: Fitbit Charge HR
Seite 5Uhren-Look: Withings Activité Pop
Seite 6Mittelklasse: Polar Loop 2
Seite 7Personal Trainer: Moov Now
Seite 8Budget-Klasse: Xiaomi Mi Band 1S
Seite 9Alternativen und Fazit

Kommentare

31 Kommentare zu "Das beste Fitness-Armband"

avatar
Sortiert nach:   neueste | älteste | beste

Claudia ? !

Ich brauch mit GPS :-/

Stefan Skerget

Miband Laufzeit bis zu 5 Tage? Ich lade alle 2-3 Monate!

Und es sind alle Benachrichtigungen ( über eine 2te app ) an. Mehr wie ein Monat ist auch dann definitiv möglich.

Volle Kontrolle. Nein danke

Anja Pfannmüller

Danke

Zoran Kasalo

Frechheit, als ob so ein Scheiß Ding einen Fit machen würde.

Daniel Sam Huszar

Tim Patze

Maggie

Danke! Der testsieger könnts wohl werden 😉

Lisa Schmid

Cool danke, ich schau gleich rein

… solange man beim klopapier abrollen Schritte macht ist das ganze zu ungenau. Genauso misst der Herzfrequenzsensor zu ungenau, und zeichnet meist nicht die Frequenzspitzen auf sondern irgendwann wenn er mal wieder misst.

Nicole Bretmaisser

Jan Larsson

Ich hab den Loop2 schneidet nur Mittel mässig ab,für mich ist der Top,auch mit dem H7 ….dazu, sehr zufrieden .Kommt auf die Anforderung an ,mir reicht er bin kein Hochleistungssportler. ..Jeder muss den richtigen für sich finden .

wpDiscuz