Das beste Fitness-Armband

Fitness-Armbänder im Test: Größenvergleich
  • Test Fitnesstracker – Testsieger: Garmin Vivosmart HR
  • Test Fitnesstracker – Testsieger Garmin Vivosmart HR

Das beste Fitness-Armband ist für uns zur Zeit der Garmin Vivosmart HR – aber es kommt sehr darauf an, für welche Aktivität oder Sportart Sie einen Fitnesstracker benutzen wollen. Wir haben die Kandidaten von Garmin, Fitbit, Jawbone und Co. laufend, radelnd und schwimmend getestet und sagen Ihnen, welches Armband hält, was er verspricht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Garmin Vivosmart HR

Test: Fitnesstracker – Testsieger Garmin Vivosmart HR
Der Vivosmart HR überzeugt und mit präzisen Messungen und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.

Unser Testsieger Garmin Vivosmart HR zeichnet sich durch die höchste Vielseitigkeit beim Training und die durchdachten Zusatzfunktionen aus, die sogar eine Smartwatch ersetzen können. Außerdem ist es solide verarbeitet und kann problemlos beim Duschen oder Schwimmen getragen werden.

Die Akkukapazität ist zwar nicht die beste im Testfeld, aber aufgrund der Funktionen, die geboten werden, lässt ich das verschmerzen. Wer einem Allrounder mit futuristischem Design nicht abgeneigt ist, der bekommt mit dem Vivosmart den für uns momentan besten Fitnesstracker.

Schön, aber fehlerhaft: Fitbit Charge HR

Test Fitnesstracker: Fitbit Charge HR
Das schön gestaltete Band leidet unter schwacher Akkulaufzeit und einem nicht wasserfesten Gehäuse.

Das Fitbit Charge HR ist ein durchaus gutes Fitnessarmband, das aber trotzdem mit ein paar Schwächen zu kämpfen hat. Es ist dünn, wirkt elegant und hat einen OLED-Display, der alle wichtigen Daten auf Knopfdruck anzeigt. Auch Smart-Features wie Weckzeiten, Anrufannahme und das Abspielen von Musik sind mit dabei.

Leider ist das Fitbite Charge nicht wasserfest und lediglich gegen Spritzwasser geschützt. Außerdem hält der Akku nur ein paar Tage. Trotz allem ist es ein gutes Fitnessarmband für alle, die keinen Wassersport betreiben.

Armbanduhr trifft Fitnesstracker: Withings Activité Pop

Test Fitnesstracker: Withings Activité Pop
Die Withings Activité Pop ist ideal für alle, die einen dezenten Tracker suchen.

Mit der Withings Activite Pop bekommen Sie einen etwas anderen Schrittzähler – eigentlich sieht er aus wie eine Armbanduhr. Unauffällig und doch funktional tut die Pop was sie soll – doch auch nicht mehr. Auf Smart-Funktionen muss hier leider verzichtet werden und es kann auch nur über das Smartphone eine Weckzeit eingestellt werden.

Im Gegensatz zur Fitbite ist sie aber wasserfest und ihr Band kann individuell ausgetauscht werden. Wenn Sie einfach nur Ihre Lauf- und Schlafaktivitäten auswerten wollen, dann könnte die Pop eine gute Alternative sein.

Präziser Fitnesstrainer: Moov Now

Test Fitnesstracker: Moov Now
Workout statt Schrittzähler: Der Moov Now geht eigene Wege und überzeugt mit präzisen Sensoren.
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von 7 Lesern gekauft

Außergewöhnlich in fast allen Dingen ist das Moov Now Fitnessarmband. Angefangen beim eher unkonventionellen Design, bis hin zur Ausstattung. Es misst keine Schritte, optimiert Ihr Training aber mit verschiedenen einstellbaren Sportarten. Auch im Schwimmbad kann es getragen werden und sogar die geschwommenen Bahnen werden problemlos registriert.

Smartphone-Funktionen und ein Wecker fehlen leider ganz. Doch wenn Sie Wert darauf legen, dass eine ganz bestimmte Sportart und ihr individuelles Workout optimiert werden, dann ist das Moov Now eine Überlegung wert.

Vergleichstabelle

TestsiegerSchön, aber fehlerhaftArmbanduhr trifft FitnesstrackerPräziser Fitnesstrainer
Modell Garmin Vivosmart HR Fitbit Charge HR Withings Activité Pop Moov Now Jawbone UP 3 Polar Loop 2 Xiaomi Mi Band 1S
Test: Fitnesstracker – Testsieger Garmin Vivosmart HRTest Fitnesstracker: Fitbit Charge HRTest Fitnesstracker: Withings Activité PopTest Fitnesstracker: Moov NowTest Fitnesstracker: Jawbone UP 3Test Fitnesstracker: Polar Loop 2Test Fitnesstracker: Xiaomi Mi Band 1S
Pro
  • Vielseitigkeit und gute Zusatzfunktionen; wasserfest
  • OLED-Display, elegant und Smart-Features
  • Unauffälliges Design, wasserfest und individualisierbar
  • Wasserfest und eigenwillig konzipiert; spezielle Sportarten wählbar
  • Die Jawbone-App arbeitet perfekt mit anderen Diensten zusammen
  • Sehr leicht, LED-Display und wasserfest
  • Sehr günstig und liefert gute Aufzeichnungen
Contra
  • Akku könnte besser sein; Design nicht für jeden gut
  • Schwacher Akku und nicht wasserfest
  • Keine Smart-Funktionen und wenig Zusatzfunktionen
  • Keine Smartphone-Funktionen und kein Wecker
  • Kein dauerhafter Pulsmesser, kein Display
  • Muss zurechtgeschnitten werden, was den Wiederverkauf erschwert
  • Wirkt optisch sehr bieder
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Selbst der größte Sportmuffel weiß: Bewegung tut gut. Im immer währenden Kampf gegen den inneren Schweinehund helfen Fitness-Armbänder: Sie messen die sportliche Aktivität im Alltag und motivieren mit Hinweisen und ausführlichen Auswertungen zu sportlichen Leistungen – so zumindest die Theorie.

Wir haben verschiedene Schrittzähler mit Preisen zwischen 20 und 140 Euro über mehrere Wochen ausführlich getestet und dabei nicht nur viel geschwitzt, sondern auch herausgefunden, was die Fitness-Armbänder im sportlichen Alltag drauf haben.

Fitness-Armbänder im Vergleich: Das Testfeld

Wir haben insgesamt sieben Fitnesstracker unter die Lupe genommen, von denen sechs als ganz klassische Alltags-Begleiter funktionieren: Den Garmin Vivosmart HR, die Withings Activité Pop, den Loop 2 von Polar, den Jawbone Up 3, das Fitbit Charge HR und das Xiaomi Mi Band 1S. Der ebenfalls getestete Moov Now fällt ein wenig aus der Reihe, weil er statt einer fortlaufenden Aktivitätsaufzeichnung eher auf gezielte Trainings-Sitzungen inklusive Coaching per App setzt.

Getestet haben wir nur Modelle ohne GPS-Modul, denn Fitness-Armbänder mit GPS sind noch einmal ein gutes Stück teurer. Sie sind letztlich nur für wenige Sportarten wie Fahrradfahren interessant – und teilweise kann das Smartphone diese Funktion ergänzen.

Neben ausgedehnten Walking-Touren mussten sich die Aktivitäts-Tracker im Test auch bei Disziplinen wie Jogging, Radfahren und – so sie es denn mitmachen – Schwimmen unter Beweis stellen.

Wir bewerteten dabei die Genauigkeit der Messungen ebenso wie die Bedienung der Armbänder, die zugehörigen Smartphone-Apps und die erweiterten Funktionen. Wenn ein Fitness-Armband etwa nebenbei Smartwatch-Funktionen übernimmt oder durch einen besonders ausdauernden Akku überzeugt, weisen wir im Test darauf hin.

Was Fitness-Armbänder leisten – und was nicht

Praktisch alle Sport-Armbänder in unserem Test haben zwei wesentliche Punkte gemein: Sie zählen über eine Reihe von Sensoren die gehend oder auch laufend zurückgelegten Schritte und kalkulieren dabei die verbrannten Kalorien sowie die aktiven Minuten pro Tag. Sie sind letztlich also vor allem Schrittzähler. Eine Ausnahme ist der Moove Now, der aber ebenfalls eine Aktivitätenübersicht bietet – mehr dazu im Einzeltest.

In erster Linie sind Fitness-Armbänder Schrittmesser – doch es gibt auch Zusatzfunktionen

Einige Modelle gehen noch etwas weiter und messen beispielsweise, wie viele Stockwerke man gelaufen ist oder die Pulsfrequenz in Ruhe- sowie in Trainingsphasen. Aus diesen Messungen sowie den vom Benutzer festgelegten Daten wie Größe, Alter und Gewicht ermitteln die Apps die sportliche Leistung.

Alle Tracker bieten die Option, Tages- oder Wochenziele zu definieren und helfen mit motivierenden Hinweisen dabei, die Ziele auch zu erreichen.

Schlafmessung

Auch die Aufzeichnung der Schlafqualität bieten alle Fitnessarmbänder an. Dabei messen die Tracker sowohl die Leicht- als auch die Tiefschlafphasen anhand der nächtlichen Bewegungen des Trägers und liefern entsprechende Auswertungen. Einige Modelle ziehen zusätzlich die Pulsmessung mit in Betracht.

Da wir in unserem Test keine Möglichkeit haben, die Genauigkeit der Schlafphasenmessung zu überprüfen, spielt das Feature bei der Bewertung eine eher untergeordnete Rolle. Im Groben liefern die einzelnen Fitness-Armbänder aber vergleichbare Messergebnisse, auch wenn zwischenzeitliche Wachphasen nicht immer korrekt ermittelt werden. Wir betrachten die Schlafmessung eher als nettes Gimmick mit begrenzter Aussagekraft.

Einschränkungen ohne GPS

Für das Tracking von Sportarten wie Radfahren oder der präzisen Auswertung von zurückgelegten Schritten eignet sich keines der Geräte in unserem Testfeld. Hier bedarf es eines Fitness-Armbands mit integriertem GPS-Modul. Entsprechende Geräte sind allerdings erst ab mindestens 150 Euro zu haben. Immerhin erlauben es manche Anbieter, via App und Smartphone-GPS entsprechende Aufzeichnungen anzufertigen und in das eigene Fitnessprofil zu integrieren.

Apropos App: Alle Fitness-Armbänder verlangen nach der Einrichtung eines Benutzerkontos und der Installation einer App auf dem Smartphone oder Tablet. In den Profilen werden die aufgezeichneten Fitnessdaten gespeichert und Fortschritte beim Training ausgewertet. Während einige Apps sich dabei auf das Wesentliche konzentrieren, bieten andere wie die von Jawbone umfangreiche Fitnesstipps oder Extrafunktionen wie Ernährungstagebücher.

Der Datenaustausch erfolgt bei allen Armbändern via Bluetooth, wobei mindestens Version 4.0 auf dem Smartphone Pflicht ist. Dauerhaft verbunden sein müssen die Bänder aber nicht, da sie ihre Daten auch abseits des Smartphones aufzeichnen – so kann das Handy auf der Jogging-Runde zuhause gelassen werden.

Noch ein Hinweis für Windows Phone-Nutzer: Während passende Apps für Android und das iPhone für alle Fitness-Armbänder im Vergleichstest zu finden sind, bedienen lediglich Garmin und Fitbit auch die kleine aber treue Fangemeinde der Windows Phone-Benutzer. Wer mit einem Lumia-Smartphone unterwegs ist, muss sich also bei der Wahl eines Fitnesstrackers einschränken.

Relativ präzise Messungen

Erfreulich: In der Basis-Disziplin »Schritte zählen« leistet sich keins der getesteten Geräte grobe Schnitzer. Man sollte aber darauf achten, die Bänder nicht am »dominanten« Arm zu tragen, da Alltagsaufgaben wie Zähneputzen oder Hausarbeiten sonst schnell das Schrittekonto nach oben schrauben. Rechtshänder sollten das Band also links tragen, Linkshänder rechts.

Alle getesteten Armbänder waren sehr präzise beim Zählen der Schritte

In unseren Tests sind wir unter anderem mehrmals eine Teststrecke von ca. 3 Kilometern mit den Schrittzählern abgegangen und haben die gemessenen Schritte sowohl untereinander als auch mit dem sehr präzisen internen Schrittzähler des Google Nexus 6P verglichen. Auf dieser Strecke sind wir rund 4.200 Schritte gelaufen, was auch alle Tracker mit einem Spielraum von +/- 100 Schritten bestätigten.

Ebenso zuverlässig erkannten die Fitness-Armbänder den Wechsel vom Gehen ins Jogging-Tempo, was in einem entsprechend angepassten Kalorienverbrauch resultiert.

Die Sensoren der getesteten Armbänder arbeiten also durch die Bank auf einem guten Leistungsniveau. Dennoch sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass jeder Schrittzähler gewissen Messungenauigkeiten unterliegt. Beim Simultantest von mehreren Armbändern kam es über den ganzen Tag hinweg zuweilen zu Unterschieden von bis zu 400 gemessenen Schritten. Die Armbänder liefern also weniger eine »schrittgenaue« Messung als vielmehr einen generellen Richtwert für die täglichen Aktivitäten.

Große Unterschiede bei Konzept und Bedienung

So ähnlich die verschiedenen Aktivitäten sind, die die Fitness-Armbänder aufzeichnen, so unterschiedlich präsentiert sich die technische Umsetzung der Geräte.

Zwar kommen alle getesteten Fitnesstracker als Arm- oder Fußband, doch damit hören die Gemeinsamkeiten schon auf. So bieten einige Modelle ein Display mit unterschiedlichen Funktionen, während sich andere als »pures« Armband oder – im Falle der Withings Activité Pop – sogar als klassische, analoge Armbanduhr präsentieren.

Auch bei bei der Bedienung gehen die einzelnen Hersteller unterschiedliche Wege. Während Garmin beim Vivosmart HR einen Touchscreen verbaut, über den viele Funktionen des Armbands und des verbundenen Smartphones gesteuert werden können, bieten andere Fitness-Armbänder »nur« einen Knopf zum Umschalten der Anzeige oder verzichten gänzlich auf die manuelle Bedienung ohne App.

Konzeptionell haben die Armbänder wenig gemeinsam

Einen weiteren großen Unterschied gibt es bei der Energieversorgung. Fünf der sieben getesteten Armbänder setzen auf einen integrierten Akku, der nach einigen Tagen der Nutzung nach einer Aufladung verlangt. Leider verwenden alle Firmen dabei eigene, proprietäre Kabel, anstatt auf ein klassisches microUSB-Kabel zu setzen.

Der Moov Now und die Withings Activité Pop gehen einen anderen Weg und setzen anstelle eines Akkus auf gewöhnliche Knopfzellen, die erst nach mehreren Monaten getauscht werden müssen – die runde Form der Fitness-Armbänder liefert ein echtes Komfort-Plus, das allerdings zu Lasten der Umwelt geht.

Test Fitnesstracker – Testsieger: Garmin Vivosmart HR

Testsieger: Garmin Vivosmart HR

Insgesamt konnte uns der Garmin Vivosmart HR in unserem Test am meisten überzeugen. Er ist funktional den anderen Fitness-Armbändern im Vergleichstest überlegen und punktet dabei mit einer guten Messleistung ebenso wie mit ausgeklügelten Smartwatch-Funktionen.

Testsieger: Garmin Vivosmart HR

Test: Fitnesstracker – Testsieger Garmin Vivosmart HR
Der Vivosmart HR überzeugt und mit präzisen Messungen und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.

Mit seinem gebogenem Touchscreen und dem beleuchteten Touch-Display wirkt das Sport-Armband von Garmin schon auf den ersten Blick eher futuristisch als dezent. Das Gehäuse ist stabil verarbeitet und lässt sich auch beim Schwimmen, Duschen und sogar tauchen in bis zu 50 Meter Wassertiefe tragen. Zwar zeichnet der Vivosmart HR beim Schwimmen keine Daten auf, dennoch empfinden wir ein derart robustes Gehäuse als Pluspunkt.

Der positive Eindruck setzt sich bei der Benutzung fort: Der Vivosmart HR misst nicht nur überaus zuverlässig Aktivitäten wie Gehen, Laufen und Treppensteigen, er zeigt auch umfangreiche Meldungen vom Smartphone an: eingehende Anrufe, neue Nachrichten per Mail oder WhatsApp und Co., alles kann auf dem Touchscreen gelesen werden. Der Vivosmart HR bietet damit von allen getesteten Fitness-Armbändern die meisten Smartwatch-Funktionen.

Durch ein Firmware-Update wurde der Vivosmart HR außerdem um die überaus praktische Funktion erweitert, die Musik am Smartphone zu steuern. Das funktioniert sowohl mit lokalen Musikdateien als auch mit Streaming-Apps wie Spotify oder Google Play Music oder den Hörbüchern von Audible.

Auch das multifunktionale Touch-Display überzeugt: Per Wischbewegung navigieren wir zwischen den einzelnen Menüpunkten und fragen die aktuellen Leistungsdaten ab. Das Display kann zudem im Hoch- oder Querformat angesteuert werden und überzeugt durch gute Ablesbarkeit auch bei Sonneneinstrahlung.

Am wichtigsten ist aber natürlich die Kerndisziplin, nämlich die Aktivitätsmessung. Hier leistet Garmin einen hervorragenden Job.

Nicht nur gehört der Schrittzähler zu einem der genauesten im Test, auch die Umsetzung der Trainingsziele ist interessant umgesetzt: Der Vivosmart HR legt bei der ersten Einrichtung ein empfohlenes Schrittziel fest und zeigt jederzeit an, wie viele Schritte noch zum Erreichen des Ziels fehlen. Wird das Tagesziel erreicht, legt das Band am nächsten Tag ein paar Schritte drauf, schafft es der Nutzer mehrere Tage nicht, wird das Ziel automatisch nach unten korrigiert – das ist durchdacht und wirkt motivierend.

Motivierend aufgebautes Konzept

Auch die dauerhaft aktivierte Pulsmessung des Vivosmart HR funktionierte in unseren Stichproben zuverlässig. Als einziges Fitness-Armband im Test bietet das Garmin-Band über den manuell aktivierbaren »Cardio Modus« außerdem die Möglichkeit, den Kalorienverbrauch bei Ausdaueraktivitäten wie Radfahren anhand der Pulsmessung zu ermitteln. Bei einer 18 Kilometer langen Rad-Testfahrt zeigte der Vivosmart HR nahezu den gleichen Kalorienverbrauch an, den auch die Fahrrad-App Runtastic Roadbike in Kombination mit einem GPS-Sensor ermittelte. So flexibel war kein anderes Fitness-Armband im Test – ein großer Pluspunkt für den Vivosmart HR.

Die aufgezeichneten Daten lassen sich über die Garmin Connect Mobile-App detailliert analysieren. Die App wirkt aufgeräumt und bietet einen schnellen Zugriff auf alle wichtigen Features. Neben einigen Tipps zum Trainings- und Schlafverhalten über »Garmin Insights« bietet die App zwar nur wenige Sonderfeatures, sie erfüllt aber ihren Zweck.

Leider ist es nicht möglich, Rad- und Joggingstrecken per GPS aufzuzeichnen. Dafür lassen sich Funktionen wie der Vibrationswecker oder auch die angezeigten App-Benachrichtigungen umfangreich anpassen.

Der Akku des Garmin Vivosmart HR hielt in unserem Test je nach Trainingsintensität und Display-Helligkeit zwischen sechs und acht Tagen durch, ehe er in die etwas unpraktisch geformte Ladeschale musste. Das ist zwar kein Traumwert, angesichts der gebotenen Leistung aber völlig in Ordnung.

Wer mit dem eher gewöhnungsbedürftigen Design leben kann, bekommt mit dem Garmin Vivosmart HR aus unserer Sicht den derzeit besten Allround-Fitnesstracker.

Alternativen

Schön, aber fehlerhaft: Fitbit Charge HR

Test Fitnesstracker: Fitbit Charge HR
Das schön gestaltete Band leidet unter schwacher Akkulaufzeit und einem nicht wasserfesten Gehäuse.

Rein optisch gelingt dem Fitbit Charge HR mit am besten der Spagat zwischen Funktionalität und Design. Das dünne, aber stabile Kunststoffarmband wirkt elegant und stört nicht am Arm. Das gut ablesbare OLED-Display wechselt auf Knopfdruck zwischen zurückgelegter Strecke, Uhrzeit, Puls, verbrannten Kalorien oder gestiegenen Treppen.

Genau in diesem Punkt zeigt sich aber bereits eine kleine Schwäche des Fitbit-Bands: Im Gegensatz zum Garmin Vivosmart HR registriert der Charge HR im Test auch Fahrten mit Rolltreppen oder Aufzügen als Treppensteigen, was im Alltag zu Ungenauigkeiten führt.

Das »HR« im Namen verrät, dass Fitbit auch an eine Herzfrequenzmessung gedacht hat, die nach unseren Erfahrungen recht genau funktioniert. Das Gleiche gilt auch für die gemessenen Schritte sowie die Unterscheidung zwischen langsamen und schnellen Laufen.

Praktisch: Um Akku zu sparen, kann die Pulsmessung auf Wunsch nur dann durchgeführt werden, wenn das Fitbit Charge HR Aktivitäten registriert. Das funktionierte beim Jogging-Test oft, aber leider nicht immer – wer zuverlässige Auswertungen sucht, sollte die Messung also aktiviert lassen.

Wirklich schade ist, dass Fitbit den Charge HR lediglich gegen Spritzwasser geschützt hat, der Ausflug ins Schwimmbad oder auch unter die Dusche fällt also aus. In Kombination mit der eher mauen Akkulaufzeit von vier bis fünf Tagen ist der Fitbit Charge HR eher weniger für die Langzeitnutzung ausgelegt.

Weniger zu meckern gibt es da an der umfangreichen und gut strukturierten App. Neben den Fitness-Daten lässt sich mit ihr auch ein sehr umfangreiches Ernährungstagebuch führen und man kann darin auch Streckenaktivitäten wie Fahrradfahren aufzeichnen – dabei wird allerdings das GPS-Modul des Smartphones verwendet, da der Fitbit Charge HR selbst keins hat.

An Smartwatch-Features bietet der Charge HR einen Vibrationsalarm bei eingehenden Anrufen und anderen Benachrichtigungen, außerdem lassen sich mehrere unterschiedliche Weckzeiten inklusive Wiederholungen festlegen. Benachrichtigungs-Inhalte werden aber nicht angezeigt, auch die Fernsteuerung von Musik ist nicht möglich.

Als nervig empfanden wir im Test das Ein- und Ausschalt-Verhalten des Displays. Es aktiviert sich im Bestfall, wenn das Handgelenk gehoben wird, was in der Praxis aber nicht immer funktioniert – hier ist dann Rumfuchteln nötig.

Es sind diese kleinen Inkonsistenzen gepaart mit dem schwachen Akku und dem nicht wasserfesten Gehäuse, die den Fitbit Charge HR für uns nicht zur ersten Wahl machen. Wenn Fitbit die Fehler in einem zukünftigen Modell-Refresh ausmerzt, hat der Charge HR aber durchaus das Zeug zum Testsieger.

Armbanduhr trifft Fitnesstracker: Withings Activité Pop

Test Fitnesstracker: Withings Activité Pop
Die Withings Activité Pop ist ideal für alle, die einen dezenten Tracker suchen.

Auf den ersten Blick würde wohl niemand einen Fitnesstracker hinter der Withings Activité Pop vermuten: Die Pop ist eine klassische, stylish-schlichte Armbanduhr mit analogem Ziffernblatt.

Der zweite, kleinere Zeiger ist der eigentliche Clou der Acitvité Pop: Er zeigt an, wieviel Prozent des vorher in der Smartphone-App festgelegten Schritteziels der Träger bereits erreicht hat. Das funktioniert zuverlässig und ist vor allem für »Streckenläufer« interessant, weil die Messung erst nach einigen Sekunden der Aktivität startet.

Die Withings Activité Pop hält dank Knopfzelle, die per mitgeliefertem Werkzeug getauscht werden kann, laut Hersteller bis zu acht Monate durch.

Das Gehäuse der Uhr selbst ist stabil verarbeitet, Probleme mit dem Saphirglas der Uhr hatten wir trotz intensiver Outdoor-Belastung keine. Da die Acitivité Pop wasserfest ist, kann sie auch beim Duschen oder im Schwimmband problemlos getragen werden.

Bedienelemente oder besondere Smartwatch-Funktionen bietet die Activité Pop dagegen nicht, auch eine Pulsmessung fehlt der Sportuhr. Die Uhrzeit holt sie sich direkt vom Smartphone, über das auch ein Vibrationswecker eingestellt werden kann – mehrere Weckzeiten lassen sich leider nicht einstellen.

Auch der Funktionsumfang der Withings-App ist eher minimalistisch: Mehr als die Auswertungen der Lauf- und Schlafaktivitäten finden sich hier nicht. Die Synchronisation zwischen der Activité Pop und dem Smartphone via Bluetooth dauert zudem mit rund 30 Sekunden ungewöhnlich lange.

Trotz dieser Mankos hat uns die Withings Activité Pop gefallen. Das liegt vor allem am schicken Uhren-Design. Da das mitgelieferte Silikon-Armband problemlos gegen ein alternatives Band aus Leder oder Stoff getauscht werden kann, ist auch eine Individualisierung möglich.

Wer auf der Suche nach einem unauffälligen Fitness-Armband ist und ohnehin gerne Armbanduhren trägt, findet in der Withings Activité Pop eine gute Alternative zum klassischen Schrittzähler.

Präziser Fitnesstrainer: Moov Now

Test Fitnesstracker: Moov Now
Workout statt Schrittzähler: Der Moov Now geht eigene Wege und überzeugt mit präzisen Sensoren.
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von 7 Lesern gekauft

Wie bereits erwähnt tanzt der Moov Now in unserem Testfeld ein wenig aus der Reihe. Das beginnt schon beim Design: Die Basiseinheit des Moov Now ist eine kleine, runde Scheibe, die in einem gelöcherten Gummiarmband Platz findet. Dieses wird je nach Sportart am Hand- oder Fußgelenk getragen. Schön: In der Packung finden sich gleich zwei Bänder, wobei eines etwas länger ausfällt und damit für den Einsatz am Fußgelenk taugt.

Der eigentliche Clou des Moov Now ist das Tracking der Sportarten: Statt banal rund um die Uhr die Schritte zu zählen, lassen sich über die Moov-App verschiedene Workouts starten, wobei neben diversen Lauftrainings auch Schwimmen, Radfahren und ein Intensivtraining mit Liegestützen, Lunges und mehr zur Wahl stehen. Mit dem Smartphone verbunden misst der Moov Now über seinen 3D-Lagesensor die korrekte Ausführung der verschiedenen Traingingseinheiten.

Das funktioniert erstaunlich gut: Beim Joggen oder Walking bekommen wir über die Smartphone-App ein ausführliches Feedback zu Schrittfrequenz und Schrittweite, außerdem warnt der Moov Now zuverlässig, wenn wir beim Laufen zu hart auftreten – das bietet kein anderer Tracker im Test.

Auch beim Radfahren macht der Moov Now eine gute Figur: Am Fußgelenk angebracht erkennt er die Trittfrequenz und misst per Smartphone-GPS die gefahrene Strecke.

Auch wenn das Coaching nur zusammen mit dem Smartphone funktioniert, fühlen wir uns stets gut informiert, zumal die App auch Verbesserungsvorschläge macht. Über Trainings-Level wird die eigene Leistung bewertet. Erreicht der Träger ein bestimmtes Leistungssniveau, erhöht der Moove Now die Intensität.

Als einziges Fitness-Armband in unserem Test erkennt der Moov Now zuverlässig die zurückgelegten Bahnen im Schwimmbad. Hierbei wird sogar automatisch zwischen verschiedenen Schwimmstilen unterschieden. Wieder »an Land« bietet die App eine Analyse der Schwimmbewegungen und zeigt die verbrannten Kalorien an.

Wie schon erwähnt verzichtet der Moov Now derzeit auf einen Schrittzähler. Immerhin registriert das Band dennoch Bewegungen, wenn es getragen wird, und zeichnet die Ergebnisse in Form von Aktivitätsminuten auf. Smartphone-Funktionen oder ein Wecker fehlen dem Moov Now dagegen komplett.

Der größte Nachteil dieses unkonventionellen Fitness-Armbands sind allerdings die Smartphone-Apps, die es für verschiedene Sportarten gibt – sie sind nämlich derzeit nicht in deutscher Sprache verfügbar. Sowohl die aufgezeichneten Daten als auch das Sprach-Feedback beim Training werden auf Englisch wiedergegeben. Mittelfristig wollen die Macher die Moov Now-Apps aber auch auf Deutsch anbieten.

Punkten kann der Moov Now dafür bei der Laufzeit: Dank wechselbarer Knopfzelle hält er bis zu sechs Monate durch.

Der Moov Now bedient konzeptionell eher eine Nische im Fitnessarmband-Markt, macht dabei aber fast alles richtig. Die Messung der Bewegungsabläufe ist nicht nur einzigartig, sondern auch beeindruckend genau.

Wer Wert darauf legt, die Abläufe beim Training zu optimieren und kein Problem mit englischem Feedback hat, findet im Moov Now einen tollen Trainingspartner.

Smartwatches – eine andere Lösung

Die getesteten Fitness-Armbänder teilen sich einen Großteil ihrer Vor- und Nachteile. Zur Aufzeichnung von Schritten und anderen Aktivitäten gibt es aber auch andere Lösungen.

Apple Watch

Test Fitnesstracker: Apple Watch
Smartwatches wie die Apple Watch haben integrierte Fitnesstracking-Funktionen.

Die größten »Konkurrenten« von Fitness-Armbändern sind natürlich Smartwatches: Denn von der Apple Watch über die Samsung Gear S2 bis hin zur speziell für sportliche Aktivitäten optimierten Moto 360 Sport liefern fast alle aktuellen Smartwatches ebenfalls Funktionen zur Aktivitätenaufzeichnung.

Bei der Präzision der Aufzeichnung unterscheiden sich Fitness-Armbänder und Smartwatches oft nur wenig, dafür bieten die Uhren neben einem dezenteren Design in der Regel deutlich mehr Möglichkeiten im Hinblick auf Smartphone-Funktionen.

Im Gegenzug leiden fast alle aktuellen Smartwatches unter ihren kurzen Akkulaufzeiten, nur wenige Modelle halten länger als zwei Tage durch. Hinzu kommt, dass die smarten Uhren deutlich teurer sind als reine Fitnessarmbänder – zu teuer aus unserer Sicht, wenn man sie nur fürs Fitness-Tracking benutzt.

Doch die Grenze zwischen Fitness-Armband und Smartwatch verschwimmt ohnehin zunehmend. Das zeigt nicht nur unser Testsieger Garmin Vivosmart HR sondern auch die dedizierten Sport-Tracker mit GPS-Funktion. Modelle wie der Fitbit Surge, Tom Tom Spark Cardio oder die brandneue Garmin Vivoactive HR bieten nicht nur eine genaue Aufzeichnung von zurückgelegten Strecken, sondern zeigen auch immer mehr Informationen von Smartphones an.

Zwar erreichen die Deluxe-Fitness-Armbänder dabei noch nicht das funktionelle Niveau von Apples watchOS bzw. Googles Android Wear, erweitern aber dafür die Basis-Funktionen der getesteten Fitnessbänder deutlich – bei einem entsprechend höheren Preis.

Wer keine Lust darauf hat, sich ein zusätzliches Gerät ums Handgelenk zu schnallen, kann in vielen Fällen auch einfach das Smartphone zur Aktivitätsmessung nutzen.

Seit der Einführung der Fitnessdienste Apple Health und Google Fit bieten alle iPhones sowie der aktuelle iPod Touch sowie immer mehr Android-Smartphones die Möglichkeit, per Schrittzähler und GPS-Modul sportliche Aktivitäten zu ermitteln.

Vor allem Smartphones mit entsprechenden Sensoren – neben den iPhones also beispielsweise die Galaxy S-Modelle von Samsung oder die Nexus-Serie von Google – zählen Schritte mittlerweile auch ohne zusätzliche Apps überaus präzise, ohne dabei den Akku zu belasten.

Der Nachteil dieser Lösung ist natürlich, dass die Smartphones für genaue Aufzeichnungen konsequent am Körper getragen werden müssen, was gerade beim Joggen oder anderen Cardio-Sportarten nicht immer praktikabel ist.

Außerdem getestet

Jawbone UP 3

Das Jawbone Up3 ist eigentlich kein schlechtes Fitnessarmband. Es misst verteilt am Tag die Herzfrequenz, allerdings gibt es keine dauerhafte Pusmessung, welche aber während eines Trainingslaufes wichtig wäre. Die Aktivitätenerkennung funktioniert gut, leider gibt es kein Display, sodass man seine Tagesleistungen visuell nicht kontrollieren kann.

Über das Telefon-Symbol wird man über Anrufe und Benachrichtigungen des Smartphones informiert. Der Akku hält ca. eine Woche durch, muss dann aber etwas umständlich mit einem Magnetladekabel verbunden werden. Wasserfest ist das Gehäuse des Jawbone leider nicht.

Die Jawbone-App für das Smartphone ist allerdings sehr gut und arbeitet perfekt mit anderen Fitnessdiensten zusammen.

Polar Loop 2

Das Polar Loop 2 Fitnessarmband sorgte schon beim Auspacken für Stirnrunzeln: Statt einer frei einstellbaren Schnalle für die Anpassung an verschiedene Handgelenkumfänge verlangt das Fitness-Armband vom Nutzer, es mit einer Schere zurechtzuschneiden. Das mindert leider den Wiederverkaufswert und mutet nicht besonders professionell an.

Allerdings ist es sehr leicht und im Alltag am Körper kaum zu spüren. Das LED-Display zeigt wahlweise die Anzahl der gelaufenen Schritte, die verbrannten Kalorien, die aktiven Sportminuten oder schlichtweg die Uhrzeit an. Umgeschaltet wird dabei über eine Taste. Zusätzlich ist es auch noch wasserfest bis 20 Meter, zeichnet aber keine Schwimmaktivitäten auf.

Xiaomi Mi Band 1S

Der chinesische Hersteller Xiaomi beweist mit dem Mi Band 1S, dass ein zuverlässiges Fitness-Armband nicht teuer sein muss. Je nach Händler findet man das Armband bereits für unter 20 Euro. Er liefert erfreulich genaue Aufzeichnungen von Walking- und Joggingaktivitäten und sogar eine Pulsmessung, die aber nicht besonders nützlich ist.

Optisch ist das Mi Band 1S eher bieder: Der eigentliche Tracker ist sitzt in einem rund vier Zentimeter langen, runden Metallstück, das einen sehr soliden Eindruck macht. Ein Display oder Bedienelemente gibt es nicht, dafür zeigen drei weiße LEDs auf Wunsch die bislang erreichten Etappenziele auf dem Weg zum täglichen Schrittziel an.

Kommentare

15 Kommentare zu "Das beste Fitness-Armband"

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Fenix 3HR sehr zufrieden mit der Uhr

MiBand ist v. Preis/Leistung grandios.

BodyMedia 4ever!

Im Grunde tun sie alle eins!!!Motivieren zu mehr Bewegung.

Ich hab den Loop2 schneidet nur Mittel mässig ab,für mich ist der Top,auch mit dem H7 ….dazu, sehr zufrieden .Kommt auf die Anforderung an ,mir reicht er bin kein Hochleistungssportler. ..Jeder muss den richtigen für sich finden .

… solange man beim klopapier abrollen Schritte macht ist das ganze zu ungenau. Genauso misst der Herzfrequenzsensor zu ungenau, und zeichnet meist nicht die Frequenzspitzen auf sondern irgendwann wenn er mal wieder misst.

Frechheit, als ob so ein Scheiß Ding einen Fit machen würde.

Volle Kontrolle. Nein danke

Miband Laufzeit bis zu 5 Tage? Ich lade alle 2-3 Monate!

Und es sind alle Benachrichtigungen ( über eine 2te app ) an. Mehr wie ein Monat ist auch dann definitiv möglich.

Stefan Skerget

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