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Das beste Babyphone

last updateZuletzt aktualisiert:
Babyphone Test: Babyphones Alle
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Das beste Babyphone ist für uns das Philips Avent SCD713/26. Es ist sehr gut ausgestattet, dank Akkus in Kind- und Elternteil sehr flexibel einsetzbar und hat eine hohe Reichweite. Dank DECT-Übertragung bietet es dazu eine Tonqualität, die es mit einem Festnetztelefon aufnehmen kann. Da können die meisten Konkurrenten nicht mithalten.

Update 4. Juni 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte überprüft.

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1. Februar 2019

Wir haben zehn neue Modelle getestet, davon fünf mit Video-Übertragung. Mit dem Philips Avent SCD713/26 haben wir nicht nur einen neuen Testsieger, sondern mit dem Philips Avent SCD735/26, dem Reer Rigi Digital und dem HelloBaby HB24 auch eine komplett veränderte Empfehlungsriege.

25. Oktober 2018

Wir haben die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

19. Januar 2018

Einige von uns getestete Modelle sind nicht mehr verfügbar. Wir haben den Test entsprechend aktualisiert.

Wer Kinder bekommt, denkt meistens auch sofort daran, sich ein Babyfon zu besorgen. Dabei braucht nicht jeder ein Babyfon. In einer Wohnung reicht es meist, einfach die Tür halb offen zu lassen, um das Baby nicht zu überhören. Bei größeren Wohnungen ergibt ein Babyfon schon mehr Sinn – und erst Recht, wenn mehrere Stockwerke ins Spiel kommen.

Das richtige Modell zu finden ist eine echte Herausforderung: Verschiedene Techniken, verschiedene Arten der Stromzufuhr, verschiedene Funkstandards, verschiedene Ausstattungen – kein Wunder, wenn man da nicht mehr weiter weiß.

Damit Sie mehr Durchblick bekommen, haben wir 24 Modelle für Sie getestet, davon sind aktuell noch 18 lieferbar. In unserer Auswahl haben wir die verschiedensten Techniken und Ausstattungen berücksichtigt. Preislich lagen die getesteten Babyfone zwischen sehr günstigen 20 und gesalzenen 150 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Philips Avent SCD713/26

Babyphone Test: Image
Solide Verarbeitung, hohe Reichweite und tolle Übertragungsqualität: Hier stimmt das Gesamtpaket.

Das Philips Avent SCD713/26 hat sich den Testsieg vor allem dank seiner hervorragenden Sprachqualität und seiner beachtlichen Reichweite verdient. Aber auch die restlichen Funktionen stimmen: Bei Bedarf kann man die Baby-Station auch mit Batterien nutzen, die Navigation durch die Menüs geht gut von der Hand und die Verarbeitung lässt nichts zu wünschen übrig.

Wenn Geld egal ist

Philips Avent SCD735/26

Test Babyphone: Philips Avent SCD735/26
Die aufgebohrte Version des Testsiegers bietet zusätzliche Funktionen – für einen happigen Preis.

Jede Menge zusätzlicher Funktionen wie eine Sternenhimmelprojektion, Schlaflieder und Vibrationsalarm bietet das Philips Avent SCD735/26. Man erkennt klar die Gemeinsamkeiten mit unserem Testsieger, dem Avent SCD713/26, allerdings gibt es beim 735er-Modell nochmal eine Fülle netter Zusatzfunktionen obendrauf. Ansonsten verfügt das Gerät über die gleichen Stärken, die uns schon beim Favoriten gefallen haben. Günstig ist es aber nicht.

Gut & günstig

Reer Rigi Digital

Wer ein einfaches, gutes Babyfon zum kleinen Preis sucht, für den ist das Reer Rigi Digital genau das Richtige. Dank der in beide Endgeräte integrierten Batteriefächer kann man das Babyfon auch ohne permanente Verbindung zur Steckdose betreiben. Abgerundet wird das Babyfon durch ein niedliches Nachtlicht.

Video-Empfehlung

HelloBaby HB24

Test Babyphone: HelloBaby HB24
Bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis bei den Video-Babyfonen.

Fans von Video-Babyfonen empfehlen wir das HelloBaby HB24. Die Bildqualität liegt etwas über jener der Konkurrenzmodelle und das Kugelgelenk im Kamerafuß erlaubt eine hohe Flexibilität beim Aufstellen oder Montieren an der Wand. Außerdem verbindet es sich merklich schneller mit der Kamera als andere Geräte.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istGut & günstigVideo-Empfehlung
Modell Philips Avent SCD713/26 Philips Avent SCD735/26 Reer Rigi Digital HelloBaby HB24 Hartig + Helling MBF 8181 Philips Avent SCD630/26 Philips Avent SCD501/00 Philips Avent SCD503/26 GHB VB603 NUK Eco Control Audio 500 Cosansys VB601 KYG VB605 Motorola MBP 8 Audioline Watch & Care V130 Beurer BY 84 Babyphone NUK Eco Control DECT 267 LCD NUK Easy Control 200 AngelCare AC 423-D
Babyphone Test: ImageTest Babyphone: Philips Avent SCD735/26Test Babyphone: reer Rigi DigitalTest Babyphone: HelloBaby HB24Test Ratgeber Schlafen: Ab ins Bettchen!: Hartig + Helling 40014 Digitales BabyRuf GerätTest Babyphone: Philips Avent SCD630/26Test Babyphone: Philips Avent SCD501/00Babyphone Test: Philips SCD503/26Test Babyphone: GHB VB601Test Babyphone: NUK Eco Control 500Test Babyphone: Cosansys VB601Test Babyphone: KYG VB605Test Babyphone: Motorola MBP 8Test Babyfon: Audioline Watch & Care V130Test Babyphone: Beurer BY 84 BabyphoneTest Babyfon: NUK Eco Control DECT 267 LCDTest Babyphone: NUK Easy Control 200Test Babyfon: AngelCare AC 423-D
Pro
  • Hervorragende Gesprächsqualität
  • Hohe Reichweite
  • Mit Batterien oder Netzteil nutzbar
  • Nachtlicht und Schlaflieder
  • Hervorragende Gesprächsqualität
  • Hohe Reichweite
  • Mit Batterien oder Netzteil nutzbar
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Solide Reichweite
  • Mit Batterien oder Netzteil nutzbar
  • Integriertes Nachtlicht
  • Einheiten verbinden sehr schnell
  • Kann Schlaflieder abspielen
  • Sehr gute Ausstattung
  • Guter Preis
  • Schneller Wechsel zwischen Infrarot und Kabel
  • Sehr gute Tonwiedergabe
  • Sehr gut verarbeitet
  • Hohe Reichweite
  • LEDs zeigen Lautstärkepegel
  • Großes Display
  • Gute Verarbeitung
  • Akku beiliegend und entnehmbar
  • Ordentliche Sprachqualität
  • Integrierter Akku im Elterngerät
  • Günstig
  • Kompakte Maße
  • Günstig
  • Keine leeren Akkus möglich
  • Videoüberwachung möglich
  • Einfache Handhabung
  • Emojis als netter Gag
  • Schöne Optik
  • Tonwiedergabe ist in Ordnung
  • Sehr hübsches Design
  • Mittlerweile ein Klassiker
Contra
  • Großes Gehäuse
  • Großes Gehäuse
  • Sehr teuer
  • Batteriefach ist verschraubt
  • Nur ein USB-Netzteil
  • Nur zwei Empfindlichkeitsstufen
  • Wenig Einstellungsmöglichkeiten
  • Nur zwei Empfindlichkeitsstufen
  • Menü nur in Englisch
  • Zwei unterschiedliche Netzteile für Eltern- und Kindgerät
  • Geringe Reichweite
  • Zu teuer
  • Keine Temperaturübertragung auf das Babyfon
  • Kein Akku-Betrieb möglich
  • Akkus im Elterngerät werden nicht aufgeladen
  • Kein Gegensprechen
  • Eco-Modus nicht einstellbar
  • Fest verlötetes Netzteil
  • Akkus im Elterngerät werden nicht aufgeladen
  • Baby-Gerät nur mit Steckdose nutzbar
  • Fummelige Menüsteuerung
  • Nur drei Empfindlichkeitsstufen
  • Mäßige Reichweite
  • Plötzliche Empfangsabbrüche bei Entfernung
  • Sehr langsames Umschalten in Vox-Modus
  • Baby-Gerät nur mit Steckdose nutzbar
  • Fummelige Menüsteuerung
  • Nur drei Empfindlichkeitsstufen
  • Gelegentliche Farbstiche im Video
  • Baby-Gerät nur mit Steckdose nutzbar
  • Fummelige Menüsteuerung
  • Nur drei Empfindlichkeitsstufen
  • Zu leise
  • Eher zur Festinstallation gedacht
  • Geringe Reichweite
  • Sehr teuer
  • Wenig Ausstattung
  • Viele Tasten
  • Keine intuitive Bedienung
  • Wenig Ausstattung
  • Zu teuer
  • Probleme bei der Reichweite
  • Unübersichtliche Tasten beim Elterngerät
Bester Preis
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Was Sie wissen müssen

Babyfone lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Babyfone ganz ohne Akku für den rein stationären Betrieb, die teilmobile Variante mit einem Akku im Elternteil und einem verkabelten Babyteil, sowie komplette mobile Geräte, bei denen sowohl das Gerät für die Eltern als auch der Sender beim Baby über einen Akku verfügen.

Die Doppel-Akku-Variante ist vor allem dann praktisch, wenn man unterwegs ist. Zum einen muss man dann kein Netzteil mitnehmen, zum anderen ist man auf keine Steckdose angewiesen. Der Nachteil: Man muss immer darauf achten, dass die Akkus geladen sind. Denn wenn der Akkustand zur Neige geht, geben manche Babyfone einen Warnton von sich – und können das Baby womöglich aufwecken.

Wenn der Akku zur Neige geht, schlagen manche Modelle Alarm – und wecken womöglich das Baby

Zuhause stellt sich das Problem nicht, da kann die Sendeeinheit beim Baby immer am Strom betrieben werden. Daher finden wir Babyfone, bei denen beide Geräte mit Akkus ausgerüstet sind am praktischsten.

Was ist mit Video-Babyfonen?

Inzwischen gibt es immer mehr Babyfone mit Videoübertragung. Was auf den ersten Blick wie eine tolle Idee aussieht, entpuppt sich in der Praxis als nur begrenzt sinnvoll.

Zum einen ist die Qualität des Videos in der Regel schlecht – denn meistens ist es im Kinderzimmer, wenn das Baby schläft, eher dunkel. Video-Babyfone setzen daher auf Infrarot, um auch im Dunkeln ein Bild zeigen zu können. So kann man sein Kind auch bei völliger Dunkelheit einigermaßen erkennen.

Abgesehen davon ist es nicht immer einfach, die Babykamera so aufzustellen, dass sie tatsächlich das Innere des Babybettchens im Blick hat. In der Regel ist dazu eine Wandmontage nötig. Zusätzlich muss ein Kabel verlegt werden. Das Aufstellen eines rein akkustisches Babyfon ist viel einfacher.

Das gilt auch für die Handhabung des Elternteils: Man muss schon sehr genau hinsehen, um auf dem kleinen Bildschirm etwas erkennen zu können. Viel praktischer ist da die akustische Information, die einem auch aus ein paar Metern Entfernung sehr gut vermittelt, ob es dem Baby gut geht oder nicht.

Video-Babyfone bieten im Alltag wenig Mehrwert

Video-Babyfone sind aus unserer Sicht daher eher eine Spielerei, die im Alltag wenig Mehrwert bietet. Aufgrund ihrer wachsenden Beliebtheit haben wir aber auch Modelle mit Video-Übertragung in den Test aufgenommen, zumal sie inzwischen auch schon recht günstig zu haben sind.

Allerdings wollen wir betonen, dass wir keines der Geräte uneingeschränkt empfehlen können und ein reines Audio-Gerät immer vorziehen würden. Auch unsere Video-Empfehlung richtet sich damit nur an diejenigen, die unbedingt ein Video-Babyfon haben wollen. Unentschlossenen raten wir hingegen ganz klar zu einem reinen Audio-Gerät.

Atemüberwachung: Braucht man das?

Es gibt auch Babyfone, die die Atmung des Babys überwachen. Sie sollen den plötzlichen Kindstod verhindern, bei dem Säuglinge einfach aufhören zu atmen – eine Horrorvorstellung für alle Eltern. Bekannt sind die Bewegungsmelder von Angelcare, aber auch Audioline bietet mit dem Babysense 5 plus Baby Care 18 ein solches System an.

Die Atem- und Bewegungsüberwachung funktioniert über ein oder zwei Sensormatten, die unter das Baby gelegt werden und die Bewegungen und die Atmung des Babys registrieren. Bewegt es sich nicht und setzt die Atmung aus, schlagen sie Alarm.

Die Meinungen dazu, wie sinnvoll solche Geräte sind, gehen weit auseinander. Denn der plötzliche Kindstod oder SIDS (sudden infant death syndrome) ist sehr selten. Selbst wenn der Ernstfall eintritt und das Gerät Alarm schlägt, stellt sich die Frage, ob man darauf überhaupt angemessen reagieren kann. Andererseits gibt es auch Berichte, dass das Baby schon allein durch den Alarm erschrickt und dadurch wieder zu atmen beginnt.

Nur bei Risikofaktoren ist eine Atemüberwachung empfehlenswert

Andererseits führen Geräte zur Bewegungs- und Atemüberwachung häufig zu Fehlalarmen. Oft springt der Alarm an, wenn Sie ihr Baby aus dem Bettchen holen, um es zu beruhigen – und vergessen haben, den Alarm zu deaktivieren. Das kann die Nerven schnell strapazieren.

Keine Frage: Es gibt Risikofaktoren, bei denen eine solche Überwachung sinnvoll sein kann. Um das Risiko für einen plötzlichen Kindstod zu senken, empfehlen die meisten Experten allerdings zuerst verschiedene Vorsichtsmaßnahmen wie eine nicht zu hohe Raumtemperatur, Schlafen in Rückenlage und den Verzicht von Kissen und Nestchen im Babybett.

Die Entscheidung, ob Sie auf Nummer sicher gehen und ein Gerät zur Atemkontrolle anschaffen sollen, können wir Ihnen nicht abnehmen. Am besten sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt darüber.

Babyfon-Apps fürs Smartphone

Inzwischen gibt es unzählige Babyfon-Apps fürs Smartphone – und die sind natürlich viel günstiger. Kann man sich ein Babyfon damit sparen?

Leider nein. Zum einen braucht man immer ein zweites Smartphone, das beim Baby liegt. Im Gegensatz zu einem Babyfon funkt das Smartphone außerdem ständig zum nächsten Mobilfunkmast, die Strahlungsbelastung ist also höher. Alternativ kann man beim Baby auch ein Tablet benutzen, das man mit dem WLAN verbindet.

Der Vorteil der App-Lösung: Man ist nicht auf die beschränkte Funkreichweite des Babyfons angewiesen, sondern wird überall benachrichtigt, wo das Smartphone eine Internetverbindung hat. Bricht die Verbindung ab, wird man darüber in den meisten Fällen aber nicht benachrichtigt. Auch sonst sind Smartphone-Apps längst nicht so zuverlässig wie richtige Babyfone.

Babyfon-Apps sind daher bestenfalls eine Notlösung. Wenn man unterwegs ist und kein Babyfon dabei hat, sind sie ein Segen, als Dauerlösung zuhause sind sie aber nicht zu empfehlen.

Reichweite und Elektrosmog

Unsere Testmuster nutzen drei unterschiedliche Frequenzbänder für die Datenübertragung:

  • 860 bis 870 MHz: Hier sind hohe Reichweiten bei geringer Sendeleistung möglich.
  • 1.880 bis 1.900 MHz: Für gleiche Reichweiten wie im niedrigeren Band braucht es in diesem Netz, das auch die DECT-Schnurlos-Telefone nutzen, eine höhere Sendeleistung. Dafür ist die Übertragungsqualität hörbar besser.
  • 2.400 MHz (2,4 GHz): Dieser Funkstandard bietet genug Bandbreite für die Video-Übertragung, hat aber weniger Reichweite.

Gravierende Unterschiede in der Reichweite gab es in unserem Test allerdings nur zwischen Geräten mit 2,4 GHz und den anderen beiden Frequenzbereichen: 2,4-GHz-Babyfone reichen oft nicht über mehrere Etagen, vor allem, wenn Betondecken dazwischenliegen.

Sämtliche Hersteller bemühen sich, die Strahlenbelastung für den Säugling so gering wie möglich zu halten: Keines der Geräte ist auf Dauer im Sendebetrieb, ein Funksignal wird erst gesendet, wenn das Baby ein Geräusch von sich gibt. Ist wieder Ruhe, schaltet sich die Verbindung wieder ab. Daher bekommen Eltern auch nicht unbedingt den ersten kleinen Muckser mit, weil der Sender dann erst eingeschaltet wird und die Übertragung beginnt.

Die Reichweite eines Babyfons ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf – gleichzeitig soll das Kind aber auch nicht zu starker Strahlung ausgesetzt werden. Alle Hersteller schlagen hier einen vorsichtigen Weg ein und bieten eine möglichst geringe dauerhafte Sendeleistung.

Das bedeutet auf der anderen Seite aber auch: Egal, welches Gerät wir ausprobiert haben, keines bietet einen wirklich stabilen Empfang über das Nachbargrundstück hinaus. Das Watch & Care V130 stellte im Test sogar schon dort nur eine unzureichende Verbindung her.

Strahlenbelastung wird so gering wie möglich gehalten

Das finden wir aber auch gut und richtig so. Ein Babyfon sollte dem Baby auf keinen Fall schaden – und auch kein Freibrief dafür sein, das Baby über eine größere Entfernung allein zu lassen. Schließlich wollen Sie ja auch schnell bei Ihrem Kind sein, wenn es Sie braucht.

Bei keinem Babyfon müssen Sie Angst haben, dass Sie versehentlich außer Reichweite kommen. Meist gibt das Elterngerät ein optisches oder akustisches Signal zur Reichweitenwarnung ab, sobald man den Sendebereich verlässt.

Das funktioniert allerdings nur, wenn der Eco-Modus, über den fast alle Babyfone verfügen, nicht aktiviert ist. Denn zur Reichweitenkontrolle senden Babyfone in regelmäßigen Abständen ein kurzes Funksignal. Im Eco-Modus geschieht das nicht. Das bedeutet weniger Strahlungsbelastung fürs Baby auf Kosten des Komforts der Reichweitenwarnung.

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt 24 Babyfone ausgewählt und unter die Lupe genommen. Unter den getesteten Modellen gibt es alle drei Optionen bezüglich mobilen Betriebs sowie verschiedene Ausstattungsvarianten von der reinen Tonüberwachung bis hin zur kompletten Bild- und Tonübertragung inklusive Atmungssensor.

Ein wichtiges Kriterium für die Praxistauglichkeit ist die Reichweite. Die haben wir unter Realbedingungen in einer Wohnumgebung getestet. Denn dort gibt es neben Mauern, Wänden und Böden auch viele Störeinflüsse wie die DECT-Telefonanlage und WLAN, die die Reichweite mitunter stark beeinflussen.

Babyfones im Test: Alle Testgeräte
Die Testgeräte der ersten Runde im Überblick.

Ein wichtiges Austattungsmerkmal war für uns ein justierbarer Schwellenwert, ab dem der Alarm bzw. die Übertragung am Sender eingeschaltet wird. Schließlich wollen Sie nicht bei jedem lauteren Atemgeräusch Ihres Babys hochschrecken, aber genauso wenig möchten Sie, dass sich das Baby erst in Rage schreien muss, bis das Babyfon anschlägt. Sie wollen die Ansprechschwelle des Babyfones also einstellen können.

Bei den manchen Geräten ist dieser Schwellwert festgelegt, bei anderen lässt sich die Einschaltschwelle in unterschiedlich vielen Stufen einstellen, und wieder andere Geräte verfügen über eine stufenlose Einstellung.

Viele Geräte mit unterschiedlicher Ausstattung

Hier ist durchaus etwas Experimentierfreude angesagt. Wenn das Kind unruhig schläft, beispielsweise wenn die Zähne kommen, oder wenn die Bettwäsche sehr laut raschelt, kann man den Schwellwert getrost höher einstellen.

Zu guter Letzt war uns natürlich eine einfache Inbetriebnahme und Bedienung wichtig.

Geräte, die ausschließlich für den stationären Betrieb konzipiert sind, also bei denen sowohl Sender als auch Empfänger nur über die Steckdose betrieben werden können, gibt es kaum noch. Wir hatten davon nur das Motorola MBP8 zum Test.

Geräte mit einem Sender, der nur per Steckdose funktioniert, gibt es häufiger. Von ihnen hatten wir eine ganze Reihe im Test.

Wer – aus welchen Gründen auch immer – auf eine Steckdose im Baby-Schlafzimmer verzichten will oder muss, sollte nach einem Gerät Ausschau halten, bei dem zumindest neben dem Netz- auch reiner Akkubetrieb möglich ist. Wir haben das in der Vergleichstabelle bei den technischen Daten vermerkt.

 Babyphone Test: Philips Avent SCD713/26

Testsieger: Philips Avent SCD713/26

Das Philips Avent SCD713/26 hat uns am besten gefallen, weil es nicht nur alles bietet, was wir von einem Babyfon erwarten, sondern auch noch alles sehr gut macht.

Auf technischer Seite setzt das Gerät die Vorteile, die DECT gegenüber dem häufiger genutzten 2,4-GHz-Funk bietet, konsequent um. Die Tonqualität gehört zur besten im Test und kann tatsächlich mit der eines schnurlosen Telefons mithalten. Ausufernde Debatten wird zwar niemand über ein Babyfon führen, möglich wäre das aber. Selbst auf größere Entfernung kam der Klang durchgehend klar und sauber an. Vox- bzw. Eco-Modus funktionierten dabei tadellos. Philips nennt den Vox-Modus »Eco-Max-Modus«: Hier ist das DECT-Signal der Babyeinheit ausgeschaltet, solange das Baby kein Geräusch von sich gibt.

Testsieger

Philips Avent SCD713/26

Babyphone Test: Image
Solide Verarbeitung, hohe Reichweite und tolle Übertragungsqualität: Hier stimmt das Gesamtpaket.

In Sachen Reichweite kann sich das SCD713/26 ebenfalls ganz vorne anstellen. Wir konnten keine Verbindungsabbrüche herbeiführen, weil das Haus schlichtweg nicht groß genug war, um sich so weit zu entfernen. Vier Stockwerke Altbau mit jeder Menge Wände, Decken und zahlreichen WLAN-Sendern dazwischen packte das Babyfon ohne Murren. Um tatsächlich genügend Distanz aufzubauen, müsste man schon das Grundstück verlassen. Das schafften in der zweiten Testrunde sonst nur das Philips Avent SCD735/26 und das Avent SCD503/26 – nicht aber das Videomodell Avent SCD630/26.

Nimmt man das Gerät das erste Mal aus der Verpackung, fallen einem neben den beiden Empfängern samt zugehöriger Netzteile auch zwei Akku-Batterien des Typs AA (Mignonzelle) in die Hände. Die sind für die Elterneinheit gedacht, haben eine Kapazität von 1.300 Milliamperestunden und lassen sich im Gerät aufladen. Man kann sie also dauerhaft drin lassen.

Super finden wir, dass sich nicht nur die Elterneinheit, sondern auch die Baby-Station mit Batterien und somit auch fern der Steckdose betreiben lassen. Dazu werden vier Mignonzellen benötigt, die allerdings nicht beiliegen und separat dazu gekauft werden müssen.

Obwohl es sich beim Philips Avent SCD713/26 um ein Audio-Babyfon handelt, hat das Elterngerät ein Display. Das ist weit kleiner als die gängiger Video-Babyfone und lediglich in Schwarz-Weiß, aber es muss ja auch kein Bild übertragen werden. Stattdessen dient der kleine Bildschirm zur Anzeige des Menüs.

Das Menü ist keine Komfortoase, aber immer noch deutlich angenehmer zu bedienen als das der meisten Video-Kollegen. Es erklärt sich, auch ohne einen Blick in die Anleitung zu werfen, praktisch von selbst: Neben Einstellung von Sprache, Uhrzeit und Mikrofonempfindlichkeit lässt sich auch das im Baby-Gerät integrierte Nachtlicht steuern oder ein Schlaflied abspielen.

An der Baby-Einheit lassen sich die beiden letztgenannten Funktionen ebenfalls aktivieren, hier aber durch einen Druck auf die entsprechende Taste. Davon hat das Gerät sieben Stück, die alle durch Piktogramme klar gekennzeichnet sind und einen sehr guten Druckpunkt aufweisen. Aus der Rückseite des Geräts lugt der Bommel mit dem Thermometer heraus.

Nachteile?

Viel gibt es am Philips Avent SCD713/26 nicht zu bemängeln. Etwas ungünstig ist die klobige, runde Form des ohnehin schon recht großen Gehäuses, die es schwer macht, das Elterngerät mal kurz in die Tasche zu stecken.

Auch wenn es mal auf Reisen geht, was dank der Möglichkeit, auch die Baby-Einheit mit Batterien zu betreiben, problemlos machbar ist, nimmt das Gerät relativ viel Platz im Koffer weg.

Die Navigation durch die Menüs könnte intuitiver von der Hand gehen, allerdings ist das Meckern auf verhältnismäßig hohem Niveau – bei der Konkurrenz klappt das nämlich meist noch schlechter.

Das Philips Avent SCR713/26 bietet viel und bleibt preislich im Rahmen. Damit liefert es für uns das beste Gesamtpaket aller getesteten Babyfone und ist daher unsere Top-Empfehlung für die meisten.

Alternativen

Sollten Sie sich mehr Funktionen, einen günstigeren Preis oder Videoübertragung wünschen, sind andere Modelle eine bessere Wahl. Hier sind unsere Alternativen:

Wenn Geld egal ist

Philips Avent SCD735/26

Test Babyphone: Philips Avent SCD735/26
Die aufgebohrte Version des Testsiegers bietet zusätzliche Funktionen – für einen happigen Preis.

Wer vom Testsieger so begeistert ist, dass er davon einfach nicht genug bekommen kann, hat Grund zur Freude, denn das Philips Avent SCD735/26 ist fast das gleiche Gerät, nur deutlich aufgebohrt. Alles, was wir am 713er-Modell mochten, gibt es auch hier, doch das SCD735 gibt sich damit noch lange nicht zufrieden und legt noch einmal eine ordentliche Schippe drauf.

Ein praktisches Feature fällt schon beim ersten Kontakt mit dem Babyfon auf, denn als einziges Modell im Test nutzt es ein Lade-Dock, wie man es von schnurlosen Telefonen kennt. Das ist nicht nur bequem, sondern senkt auch die Beanspruchung des Ladesteckers.

Darüber hinaus ist das Avent SCD735/26 mit einem Vibrationsalarm ausgestattet, der unter anderem dann in Aktion tritt, wenn man den sogenannten Weinalarm aktiviert. Der kontrolliert natürlich nicht, ob sich Alkoholika im Kinderbett verstecken, sondern soll Schluchzen von anderen Geräuschen unterscheiden können.

Im Test klappte das durchwachsen: Während das Babyfon bei Männerstimmen normales Sprechen von imitiertem Weinen sehr präzise unterscheiden konnte, lösten Frauenstimmen den Alarm auch mehrfach durch normales Sprechen aus. Wir denken, dass das Feature im Dauergebrauch eher nerven als helfen wird.

Natürlich kann das Philips Avent SCD735/26 auf Wunsch Schlaflieder abspielen und auch ein Nachtlicht ist mit von der Partie. Einzigartig ist hingegen der Sternenhimmel, der wortwörtlich einen Hingucker abgibt: Durch eine Linse an der Oberseite der Baby-Station wirft das Gerät eine Projektion verschiedenfarbiger Formen an die Zimmerdecke – wirklich hübsch!

Alle drei Funktionen lassen sich sowohl an der Eltern- als auch an der Baby-Einheit aktivieren, auf Wunsch lassen sich außerdem separate Timer für jede der drei Funktionen stellen.

Das Display am Elterngerät ist etwas größer als das des Avent SCD713/26, für die Bedienung spielt das aber keine Rolle. Außerdem hat es zusätzliche Tasten für die Funktionen, die der kleinen Schwester fehlen. Die Größe der Elterneinheiten ist identisch.

Das Philips Avent SCD735/26 gefällt uns, doch stellt sich die Frage, ob die Bonus-Funktionen den happigen Aufpreis wert sind. Als Babyfon erfüllt es seine Aufgabe genauso gut wie der Testsieger – aber eben nicht besser. Der Mehrwert ergibt sich vor allem aus dem leicht erhöhten Bedienkomfort des Lade-Docks und der Unterhaltung, den der Projektor zweifelsohne bietet. Wer das Geld locker hat, kann bedenkenlos zugreifen.

Gut & günstig

Reer Rigi Digital

Das Reer Rigi Digital macht sich mit seinem niedlichen Vogel-Logo nicht nur gut auf dem Nachttisch. Beide Einheiten können mit Batterien bestückt und so auch jenseits der Steckdose betrieben werden, was besonders auf Reisen praktisch ist. Gefüttert werden die Geräte mit jeweils drei AAA-Zellen, drei davon liegen als wiederaufladbare Akkus bereits bei.

Die Gesprächsqualität geht ebenso in Ordnung wie die Reichweite und auch wenn beide nicht ganz das hohe Niveau der Philips-Vorlage erreichen, erledigt das Rigi Digital seine Aufgaben mehr als zufriedenstellend. Klar: Ab einer gewissen Entfernung klang die Übertragung zwar ihrer technischen Natur gemäß ein wenig nach Blechdose, vollständige Verbindungsabbrüche konnten wir innerhalb des Hauses aber nicht feststellen. Für die meisten Einsatzorte sollte das Gebotene mehr als ausreichen.

Natürlich kommt auch das Reer Rigi Digital nicht ohne Schwächen aus. Zum Einlegen der Batterien muss man erst eine Schraube lösen. Andere Hersteller lösen das ebenso kindersicher aber deutlich elternfreundlich.

Warum dem Babyfon zwar zwei Micro-USB-Kabel zur Stromversorgung beiliegen, aber nur ein Netzteil, ist unverständlich. Möchte man nicht immer wieder umstecken, muss man erst ein zweites Netzteil dazu kaufen.

So gut wie unser Testsieger ist das Reer Rigi Digital  nicht, dafür kostet es aber auch nur ein Drittel. Und seine Grundfunktionen erledigt es tadellos. Was will man mehr?

Video-Empfehlung

HelloBaby HB24

Test Babyphone: HelloBaby HB24
Bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis bei den Video-Babyfonen.

Babyfone mit Videoübertragung sehen wir eher kritisch, wie wir bereits beschrieben haben. Wer auf Video trotzdem nicht verzichten will, findet im HelloBaby HB24 ein solides und bezahlbares Babyfon.

Das Rennen um die Empfehlung war knapp, denn in Sachen Bildqualität unterscheiden sich die getesteten Geräte nur unwesentlich. Vor allem bei Nacht im Infrarotbetrieb sieht man kaum einen Unterschied zwischen den Geräten. Bei Tageslicht wirkte das Bild des HelloBaby aber ein bißchen kontrastreicher und schärfer als das der Konkurrenten, alles in allem aber nicht so viel besser, als dass es die Entscheidung ausgemacht hätte.

Merkbar angenehmer war aber der Bildfluss. Das HB24 scheint mehr Einzelbilder zu übertragen als die vergleichbaren China-Modelle mit VB60-Produktbezeichnungen.

Dieser Umstand änderte sich, sobald wir uns der Grenze der Funkreichweite näherten. Zuerst begann die Zahl der Bilder drastisch zu sinken, nochmal fünf bis zehn Meter weiter verlor das Babyfon dann vollständig das Signal. Das war allerdings bei den anderen Video-Babyfonen genauso und das HB24 liegt damit im Mittelfeld.

Begeistert waren wir von der Geschwindigkeit, in der das HB24 hochfährt und sich mit der Kamera verbindet. Wo andere Modelle zunächst eine Animation zeigen und anschließend noch mehrere Sekunden benötigen, bis die Verbindung steht, ist das HelloBaby in kürzester Zeit einsatzbereit.

Das HelloBaby HB24 nutzt eine andere Menüoberfläche als die VB60-Geräte. Sie ist übersichtlicher und leichter zu navigieren, bietet aber nur zwei anstatt drei Empfindlichkeitseinstellungen für den Vox-Modus. Das ist etwas mager. Die Erkennung selbst funktioniert recht gut, wir hätten uns trotzdem präzisere Einstellungsmöglichkeiten gewünscht.

Auf Wunsch spielt das Babyfon Schlaflieder ab, insgesamt acht davon stehen zur Auswahl. Ein Nachtlicht sucht man hingegen vergeblich, aber damit befindet sich das HB24 in guter Gesellschaft, denn außer dem Philips Avent SCD630/26 besitzt keines der getesteten Video-Babyfone eine Leuchte.

Für die Stromzufuhr des Elterngeräts ist der integrierte Akku zuständig, mit Wechselbatterien braucht man somit nicht zu hantieren. Die Baby-Einheit muss, wie bei Video-Modellen üblich, an die Steckdose.

Außerdem getestet

Hartig + Helling MBF 8181

Das Hartig + Helling MBF 8181 war für eine Weile unser Favorit, konnte sich damals aber nur knapp gegen die Konkurrenz durchsetzen. Der Testsieg war zu einem großen Teil unserer Präferenz geschuldet, dass man ein Babyfon komplett netzunabhängig betreiben können sollte. Seit dem Update ist das aber keine Besonderheit mehr.

Trotz allem ist das Gerät noch immer ein ansprechendes Babyfon mit einem guten Funktionsumfang. Integriert sind unter anderem ein Nachtlicht, eine Gegensprechfunktion und ein Vibrationsalarm. Außerdem gibt es einen Temperatursensor.

Reichweite und Tonqualität sind solide, aber nicht rekordverdächtig. Einen Nachteil bildet die fummelige und wenig intuitive Einstellung der Mikrofonempfindlichkeit.

Findet man das MBF 8181 zu einem guten Preis, kann man in jedem Fall zuschlagen.

Philips Avent SCD630/26

Aufgrund der guten Leistungen der Avent-Reihe hatten wir im Vorfeld des Tests erwartet, dass sich das Philips Avent SCD630/26 mit Leichtigkeit die Krone der Video-Babyfone aufsetzen würde. Umso überraschter waren wir, als wir in der Praxis feststellen mussten, dass das Gerät trotz seines sündhaft hohen Preises kaum mehr bietet als die Modelle aus Fernost.

Doch zunächst zum Positiven: Die Verarbeitung ist gewohnt solide, das Display am Elternteil ist schön groß und der Elternempfänger besitzt einen integrierten Akku. Darüber hinaus geht die Navigation durch die Menüs um Einiges leichter von der Hand als bei den anderen Video-Babyfonen.

Leider lag die Bildqualität des Philips-Videofons nicht über jener der anderen Modelle im Test und die Sprachqualität kam nicht einmal in die Nähe der hauseigenen Geräte ohne Videoübertragung. Das wäre alles noch zu verkraften, nicht aber die bescheidene Reichweite: Wir verloren das Signal deutlich früher als mit irgendeinem anderen getesteten Babyfon. Um genauer zu sein, fehlte dem SCD630/26 ein gesamtes Stockwerk bis zum Mittelfeld. Das äußerste sich nicht, wie bei anderen Modellen, zunächst in einer unflüssigen Darstellung oder verzerrten Stimmen, sondern gleich im vollständigen Streiken der Übertragung.

Wer über die nötigen finanziellen Mittel, aber kein großes Haus verfügt, erhält mit dem Philips Avent SCD630/26 ein solides, aber nicht tolles Video-Babyfon, das kaum zu begeistern weiß.

Philips Avent SCD501/00

Das Philips Avent SCD501/00 ist ein Vorgänger des SCD503/26 und teilt viele von dessen Eigenschaften. Zum Beispiel läuft es ausschließlich im Netzbetrieb. In vielen Situationen muss das zwar nicht stören, unterwegs ist ein Akkubetrieb aber ausgesprochen sinnvoll. Außerdem lässt sich beim SCD501/00 die Sensibilität des Mikrofons nicht einstellen.

Glänzen kann das SCD501/00 dagegen einmal mehr mit guter Tonwiedergabe. Es funkt Avent-typisch im DECT-Frequenzband und zeigt auch bei der Reichweite keinen nennenswerten Unterschied zu den Schwestermodellen. Auch bezüglich der sehr guten Verarbeitung gibt sich das Modell keine Blöße. Das Nachtlicht wird mit einer Taste oben auf dem Sender ein- und wieder ausgeschaltet, dazu wird es sanft gedimmt – sehr schön.

Einen groben Schnitzer leistet sich das SCD501/00 allerdings bei der Stromzufuhr, denn selbst wenn man statt normaler Batterien Akkus einsetzt, werden sie nicht vom Gerät aufgeladen – eine Standardfunktion, die sonst fast alle Geräte im Test beherrschten.

Philips Avent SCD503/26

Konsequente Puristen könnten am Philips Avent SCD503/26 Gefallen finden, denn das Babyfon bietet nur das allernötigste. Der Vorteil: Man spart sich lästiges Herumwühlen in irgendwelchen Menüs auf der Suche nach bestimmten Einstellungen – es gibt nämlich keine. Die Empfindlichkeit des Vox- bzw. Eco-Modus ist festgelegt und auch sonst hat das Gerät keinerlei Zusatzfunktionen, an denen man Änderungen vornehmen könnte. Und wir meinen wirklich überhaupt keine.

Das SCD503/26 war das einzige Babyfon der zweiten Testrunde, das auf eine Gegensprechfunktion verzichtet. Von zusätzlichem Schnickschnack darf man dementsprechend nur träumen. Auch der Lieferumfang schlägt in dieselbe Kerbe, denn das 503er-Modell kommt – ebenfalls als einziges Gerät im Test – ohne Batterien bzw. Akkus für den Betrieb der Elterneinheit. Akkus können aber, wie schon beim SCD501/00, ohnehin nicht im Gerät aufgeladen werden.

Die Baby-Einheit ist mit seinem dünnen Kabel derweil fest mit dem Gerät verlötet, im Fall eines Kabelbruchs ist das ganze Babyfon somit sofort reif für den Elektroschrott.

Immerhin hat uns die LED-Anzeige am Elterngerät gefallen, die Schwankungen der Lautstärke im Kinderzimmer visuell darstellt und ein unserer Ansicht nach deutlich nützlicheres sichtbares Feedback gibt als Video-Babyfone.

Unterm Strich ist das Philips Avent SCD503/26 zwar kein Totalausfall, für das Gebotene aber schlichtweg viel zu teuer und durch einige frechen Eigenheiten belastet.

Im Rennen um unsere Video-Empfehlung stand das GHB VB603 in direkter Konkurrenz zum HelloBaby HB24. Sie sind sich in vielerlei Hinsicht ähnlich, nützen aber verschiedene Menüoberflächen.

Die geringen Unterschiede finden sich neben der anderen Gehäuseform in minimal niedrigeren Kontrastwerten und einer minimal ruckligeren Video-Wiedergabe. Nachts verschwinden auch das, denn die Aufnahmen der Infrarot-Kamera weisen keine sichtbaren Qualitätsunterschiede auf.

Da das GHB VB603 darüber hinaus etwas teurer als das HB24 ist, ziehen wir das HelloBaby HB24 vor, auch wenn diese Entscheidung sehr knapp ausgefallen ist.

NUK Eco Control Audio 500

Dem NUK Eco Audio Control 500 lag als einzigem Modell im Update ein entnehmbares Akku-Pack für die Elterneinheit bei. Die Baby-Einheit muss für den Betrieb an der Steckdose bleiben. An der Verarbeitung gab es nichts zu meckern und die Tasten weisen einen schön knackigen Druckpunkt auf.

Die Sprachqualität ist in Ordnung und das Hintergrundrauschen war angenehm gering. Die Reichweite lag im Mittelfeld. Nähert man sich ihrer Grenze, leidet die Tonqualität erst massiv, dann folgt der Abbruch der Verbindung.

Der Vox-Modus funktionierte gut, das Ein- und Ausschalten desselben aber leider nicht. Auch das Regulieren der Empfindlichkeit gestaltete sich wenig intuitiv und erforderte erst einen Blick in die Anleitung. Das Elterngerät lässt sich mangels Clip weder aufrecht hinstellen, noch am Gürtel befestigen.

Das Cosansys VB601 nutzt dieselbe Menüoberfläche wie die anderen getesteten Fernost-Video-Babyfone und bietet somit die gleichen Einstellungsmöglichkeiten. Die Bauform erinnert leicht an eine Rakete und nutzt ein Hochkant-Display, was zum restlichen, eigenwilligen Design passt, gemessen an den Bildschirmen der anderen Babyfone aber etwas klein ausfällt. Die Verarbeitung ist ausreichend gut, die Qualität der Markenkonkurrenz erreicht sie aber nicht, was angesichts des günstigen Preises aber auch kaum überrascht.

Die Reichweite war okay, die Tonqualität hingegen hätte ruhig etwas besser sein können. Schön ist der integrierte Akku im Elternempfänger, die Baby-Einheit braucht für den Betrieb aber eine Steckdose.

Überrascht waren wir von der Feststellung, dass das Video-Bild nach einem Wechsel zwischen normaler Tages- und Infrarot-Nachtkamera oder dem Umstellen der Bildwiederholungsfrequenz einen Farbstich hatte: Statt einer originalgetreuen Wiedergabe war das Geschehen auf dem Display entweder in Rosarot oder Gelb getaucht. Der Fehler beruhte offenbar auf der Software und ließ sich mehrfach reproduzieren. Nach einem Neustart war alles wieder normal. Uns irritierte daran vor allem, dass der Fehler bei den anderen China-Modellen im Test trotz gleicher Menüs nicht auftrat.

Auch das KYG VB605 unterscheidet sich von seinem Kollegen mit dem »VB«-Kürzel vor allem in der Bauform. Wieder dabei ist das altbekannte Menü, das wir schon bei GHB und Cosansys gesehen hatten. Auch auf technischer Ebene ist das VB605 mit seinen Namensvettern verwandt und liefert sowohl bei der Reichweite als auch in Sachen Bild- und Tonqualität ähnliche Ergebnisse.

Was am KYG VB605 allerdings sehr stört, ist die unfassbar geringe Lautstärke. Wir sind uns nicht sicher, ob das an den Lautsprechern des Elterngeräts oder dem Mikrofon in der Baby-Station lag. Da die abspielbaren Schlaflieder zwar blechern, aber unüberhörbar laut aus dem Plastikgehäuse dudelten, tippen wir aber auf zweiteres. In jedem Fall kratzt das Gerät dadurch an der Grenze zur Unnützbarkeit, denn schon ein Fernseher auf abendlicher Zimmerlautstärke würde das Babyfon problemlos übertönen.

Das Motorola MBP 8 war das einzige Babyfon im Test, das an alte Traditionen aus den Anfängen der Babyfone anknüpft – zumindest teilweise.

Denn früher lief die Kommunikation der Babyfon hauptsächlich über die Stromleitung, respektive die Steckdosen. Daher mussten beide Geräte direkt in die Steckdose eingesteckt werden. Das Motorola MBP 8 ist wie ein Steckernetzteil konstruiert, die Stromversorgung funktioniert daher direkt über die Steckdose.

Auch wenn es optisch an die alten Geräte angeglichen ist – bei der Kommunikation der beiden Geräte läuft alles über Funk.

Beim Motorola ist auch das Elterngerät an eine Streckdose gebunden. Es eignet sich daher eher für eine feste Installation, beispielsweise als dauerhafte Verbindung zwischen Kinder- und Elternschlafzimmer. Der Vorteil: Um den Ladezustand von Akkus muss man sich hier nicht kümmern.

Audioline Watch & Care V130

Auch im Watch & Care V130-Set von Audioline ist im Baby-Sender eine Kamera integriert. Die ist mit dem Mikrofon gekoppelt, sodass gleichzeitig mit dem Ton auch das Bild an den Empfänger übertragen wird.

Zusätzlich gibt es am Elternteil eine Taste, mit der man kurzzeitig die Kamera aktivieren kann, wenn man mal zwischendurch nach dem Rechten sehen will.

Damit das Video überhaupt übertragen werden kann, sendet das V130 im 2,4 GHz-Netz, denn nur hier steht die notwendige Bandbreite zur Verfügung. Leider geht das deutlich zu Lasten der Reichweite. So war im Test etwa von der zweiten Etage, wo die Kamera stand, schon im Keller keine Verbindung mehr möglich.

Anlass für die Videoüberwachung des Säuglings könnte eine Erkrankung sein, die eine ständige Überwachung erfordert. Ansonsten ergibt Video aus unserer Sicht eher wenig Sinn. In besonderen Fällen ist es sinnvoller, eine Überwachung mit Bewegungssensoren zu haben, wie sie etwa das Babysense 5+ Babycare 18 von Audioline bietet.

Beurer BY 84 Babyphone

Das Beurer BY 84 ist ein einfach ausgestattetes Babyfon, das den wahren oder vermeintlichen Gemütszustand des Säuglings mit der Anzeige von Emojis unterstützt.

Nett, aber in unseren Augen nur eine Spielerei.

Das Olympia 40113 wird baugleich auch als Harting + Helling MBF 1213 verkauft und funkt auf dem 2,4 GHz-Band. Dieses Frequenzband ist etwas überdimensioniert, weil das Gerät gar keine Videos oder andere datenintensiven Inhalte überträgt.

Die Nachteile, wie etwa eine gegenüber den DECT-Geräten deutlich geringere Reichweite, bleiben trotzdem.

NUK Eco Control DECT 267 LCD

Das NUK Eco Control DECT 267 LCD vom Silikon-Sauger-Spezialisten macht mit der großen LCD-Anzeige viel her, lässt sich mit seiner Vielzahl an Tasten aber nicht gerade intuitiv bedienen.

Viele Kunden beklagen auch eine unstabile Funkverbindung, was wir allerdings nicht nachvollziehen konnten – möglicherweise kommt das aber häufiger vor.

NUK Easy Control 200

Das kleinere NUK Easy Control 200 ist dagegen nur sehr rudimentär ausgestattet und dafür schlicht zu teuer.

Da gibt es für weitaus weniger Geld bessere Geräte, die Sie sich ansehen können und sollten.

Als Klassiker kann schon das AngelCare AC 423-D gelten, schließlich wird es seit Jahren beinahe unverändert angeboten.

So ist dann auch die zwar farbige, aber ziemlich unübersichtliche LCD-Anzeige des Elterngerätes nicht mehr zeitgemäß.

Auch beim AngelCare gibt es Klagen über Probleme mit der Reichweite, die wir in diesem Falle vollkommen nachvollziehen konnten.

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