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Das beste Chromebook

last updateZuletzt aktualisiert:
Chromebooks im Test: Acer Chromebook 13 CB713, Chuwi Lapbook Air, Acer Chromebook 11 CB5, Medion S2015 - nicht im Bild: HP Chromebook 14 G5, Dell Chromebook 13 UK
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Das beste Chromebook für die meisten ist für uns das Chromebook 13 von Acer. Es kommt in einem hochwertigen Gehäuse mit Aluminium-Finish daher und hat nützliche Anschlüsse wie USB Type-C und Kartenleser. Der Bildschirm ist heller als bei den Konkurrenten und er löst mit 3K höher auf. Die Tastatur eignet sich mit ihrem Schreibfeedback für Vielschreiber, außerdem ist sie beleuchtet. Je nach Wunsch und Geldbeutel kann man den 13,5 Zoller mit einem Pentium aber auch mit einem (teureren) Core i5 erwerben. Zudem gibt es eine Variante mit Touch-Bildschirm.

Chromebooks haben sich in den vergangenen Jahren von einer belächelten Nische zu einer selbstbewussten Geräteklasse entwickelt. Wer ein preiswertes Notebook für einfache Produktivität, Unterhaltung und Surfen im Internet sucht, muss nicht zwangsläufig beim Windows-Betriebssystem hängenbleiben. Ein Chromebook ist oftmals die günstigere, sicherere und für den Alltag bessere Alternative.

Die meisten sind schon mehr in der Cloud unterwegs, als sie denken. Sie nutzen Outlook online, speichern Dateien, Dokumente und Tabellen in Google Docs und nutzen die Online-Version einer Steuer-Software. Dann ist der Schritt zum Chromebook gar nicht mehr weit.

Ob Sie mit einem Chromebook zufrieden sein werden, hängt aber sehr stark von Ihren Ansprüchen an die Computernutzung ab. Sind Sie ein kreativer Content-Macher, der die beste Software – etwa Adobe oder Autodesk – nutzt, sind Chromebooks eine schlechte Wahl. Sind Sie ein Gamer, der die volle Vielfalt aller Games spielen möchte, sind Chromebooks ebenso unattraktiv.

Chromebooks sind ideal für alle, die überwiegend online arbeiten

Sind Sie aber auf der Suche nach einem Rechner, mit dem Sie überwiegend online arbeiten wollen, der immer funktioniert, und wollen sich keine Sorgen um Sicherheits-Software und aktuelle Treiber machen, dann sind Chromebooks eine sehr gute Wahl. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein unerfahrener Nutzer den Computer unbrauchbar macht, tendiert zudem gegen null. Deshalb sind Chromebooks auch für Computer-Einsteiger und ältere Menschen ideal.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Acer Chromebook 13 CB713-1W-P1EB

Test Chromebook: Acer Chromebook 13 CB713-1W-P1EB
Edles Gehäuse, viele Anschlüsse und ein heller 3K-Bildschirm im 4:3-Format.

Das Acer Chromebook 13 CB713 hat ein edles, stabiles Aluminiumgehäuse und einen leistungsstarken Intel Core i5 Prozessor. Die siebenstündige Akkulaufzeit kann sich sehen lassen und das Display kann optional auch mit Touchscreen erworben werden. Dank USB Type-C-Anschluss kann man mit entsprechenden Adaptern DisplayPort-, HDMI-, DVI- und VGA-Monitore verbinden. Viel Freude bereitet der vergleichsweise helle Bildschirm mit der 3K-Auflösung von 2.256 x 1.504 Pixeln.

Außerdem hat das Chromebook 13 einen Bildschirm im 4:3-Format. Das ist zum Schreiben von Mails oder dem Bearbeiten von Text sehr angenehm. Die anderen Chromebooks haben Breitbildanzeigen, die eher für Filme und Serien denn für produktives Arbeiten taugen.

Preis-Leistungstipp

Medion S2015

Das Medion Chromebook S2015 kommt infrage, wenn es auf jeden Euro ankommt und für einen günstigen Preis so mancher Nachteil hingenommen wird. Nur knapp 190 Euro kostet dieser 11,6 Zoller.

Das Gerät ist vergleichsweise leistungsschwach (Qualcomm, ARM-Chip), hat dafür aber eine Laufzeit von knapp 8 Stunden. Der Bildschirm ist nicht sonderlich hell, dafür aber entspiegelt. Ein mattes Display – das haben nicht einmal unser Testsieger von Acer oder das Lapbook Air 14.1.

Nicht verschweigen wollen wir die Nachteile: Das Medion wirkt in seinem Plastik-Look mit den runden Ecken wie ein Spielzeug, die Tastatur ist klapprig und das Display ist von minderer Qualität als bei den Konkurrenten.

Vergleichstabelle
TestsiegerPreis-Leistungstipp
Modell Acer Chromebook 13 CB713-1W-P1EB Medion S2015 Acer Chromebook 11 CB5-132T-C4LB HP Chromebook 14 G5 (3VK05EA#ABD) Dell Chromebook 13 UK (7310-9132)
Test Chromebook: Acer Chromebook 13 CB713-1W-P1EBTest Chromebook: Medion S2015Test Chromebook: Acer Chromebook 11 CB5-132T-C4LBTest Chromebook: HP Chromebook 14 G5 (3VK05EA#ABD)Test Chromebook: Dell Chromebook 13 UK (7310-9132)
Pro
  • Hochwertiges Alu-Gehäuse
  • Leistungsklassen bis Core i5
  • Viele Anschlüsse inkl. Type-C
  • 3K-Auflösung & helles Display
  • Gute Tastatur mit Beleuchtung
  • Lautlos, ohne Lüfter
  • Gutes, großes Touchpad
  • Bildschirm entspiegelt
  • Lange Laufzeit
  • Lautlos, ohne Lüfter
  • 360° Convertible
  • Bildschirm mit Full-HD-Auflösung
  • Beleuchtete Tastatur
  • Touchpanel
  • USB-C-Ladeanschluss
  • Hochwertiges Alu-Gehäuse
  • Mehr Leistung als Pentium
  • Entspiegelter Bildschirm mit Full-HD-Auflösung
  • Gute Tastatur mit Beleuchtung
  • Attraktiver Preis
Contra
  • Höherer Preis
  • Nur HD-Auflösung (1366x768)
  • Kein Type-C USB
  • Langsame ARM-Leistungsklasse
  • Klapprige Tastatur
  • Plastik-Optik und Haptik
  • Nur HD-Auflösung (1366x768)
  • Kein Type-C USB
  • Nur Celeron-Leistungsklasse
  • Vergleichsweise dunkles Display
  • Tastatur mit geringem Feedback
  • Veraltete Celeron-Leistungsklasse (2016)
  • Kunststoffgehäuse, nicht verwindungsfest
  • Kein HDMI, auch nicht via Type-C
  • Klapperige Tastatur
  • Ein Jahr Garantie
  • Kein Type-C USB
  • Englisches Tastenlayout (UK)
  • Wenig lokaler Speicher
  • Ein Jahr Garantie
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

  Technische Daten anzeigen
Chromebooks im Test: Acer Chromebook 13 CB713, Chuwi Lapbook Air, Acer Chromebook 11 CB5, Medion S2015 - nicht im Bild: HP Chromebook 14 G5, Dell Chromebook 13 UK
Chromebooks im Test: Acer Chromebook 13 CB713, Chuwi Lapbook Air, Acer Chromebook 11 CB5, Medion S2015 – nicht im Bild: HP Chromebook 14 G5, Dell Chromebook 13 UK.

Wozu ein Chromebook?

Chromebooks sind Laptops oder Convertible PCs mit Touchscreen, die mit dem Betriebssystem Google Chrome OS, einer Linux-Distribution, ausgerüstet sind. Technisch gesehen sind Chromebooks identisch mit jedem Windows-Laptop auf dem Markt, sie haben also dieselben Prozessoren, Grafikkarten, Chipsätze und Arbeitsspeicherbestückungen.

Da Chromebooks tendenziell im unteren Preisbereich angeboten werden, gehört die Hardware eben auch dieser Einsteigerklasse an. Typischerweise sind derzeit Intels Celeron, Pentium- oder Core i3 Prozessoren verbaut. Core i5 oder besser sind die Ausnahme bei einigen wenigen Premium-Chromebooks.

Chromebook - Präsentationen bearbeiten, direkt im Chrome-Browser
Präsentationen bearbeiten – direkt im Chrome-Browser.

Was können Chromebooks?

Anders als bei einem klassischen Notebook laufen Anwendungsprogramme zum überwiegenden Teil als Applikation im Chrome-Browser. Daten und Einstellungen werden in der Regel nicht lokal, sondern in der Google-Cloud gespeichert und online zur Verfügung gestellt.

Konkret bedeutet das: Sie können sich an einem x-beliebigen Chromebook mit ihrem Google-Account anmelden und schon haben Sie Ihre Dateien, Ihre Browser-Lesezeichen und Ihre Passwörter zur Verfügung. Das Gerät ist also schnell austauschbar und Sie erleiden keinerlei Datenverlust, wenn Sie es mal verlieren sollten.

Mit einem Chromebook kann man auch offline arbeiten

Die Kehrseite der Medaille: man braucht in der Regel eine Internetverbindung. Aber wer Mails & Dokumente bei Google hat (Gmail & Google Drive), kann mit dem Chromebook auch offline arbeiten. Dafür muss lediglich die Chrome-Erweiterung »Google Docs Offline« installiert werden.

Welche Vorteile haben Chromebooks gegenüber Windows?

Ein großer Vorteil von Chromebooks ist: Es gibt keine Viren. Von langjährigen Chromebook-Nutzern hört man, dass sie diesbezüglich nie Probleme haben.

Updates für das Betriebssystem Chrome OS werden unauffällig im Hintergrund installiert, dann als Uhr in der Systemleiste angezeigt. Beim nächsten Neustart wird das Chromebook automatisch aktualisiert, ohne dass der Neustart auch nur eine Sekunde länger dauert.

Chromebooks fahren außerdem sehr schnell hoch, sogar wenn das Gerät vollständig ausgeschaltet ist. Der Grund – Chrome OS ist in erster Linie ein Browser. Es gibt nicht dutzende von lokal laufenden Hintergrundprogrammen, die bei einem Neustart erst in den Arbeitsspeicher geladen werden müssten. Während Windows-Computer mit den Jahren immer langsamer hochfahren – wegen der vielen Hintergrundprogramme, Treiber und der zugestopften Registry-Datei – fährt ein Chromebook auch noch nach Jahren in der gleichen Geschwindigkeit hoch wie am ersten Tag.

Freunde und Fremde können sich als Gast einloggen und kommen nicht an Ihren persönlichen Google-Account oder an Ihre Daten heran.

Chromebook - Tabellen bearbeiten, direkt im Chrome-Browser
Google Docs – Ihre zentrale Dateiablage in der Cloud.

Die neueren Chromebooks unterstützen Android Apps, die sich dann auf dem Gerät nutzen lassen. Allerdings hängt das auch davon ab, ob die App den großen Bildschirm und die Nicht-Smartphone-Eingabegeräte unterstützt. Diverse Android Apps für Smarthome-Lösungen liefen auf unseren Test-Chromebooks nicht (»Ihre Hardware wird nicht unterstützt«).

Chromebooks sind genügsam, benötigen keine starken Prozessoren und kommen mit einem Minimum an lokalem Speicher aus. Solche Hardware ist entsprechend günstig, zumal Sie sich auch die Lizenz für Microsoft-Windows sparen.

Da alles in der Cloud gespeichert wird, sind System-Backups unnötig. Dennoch empfehlen wir, wichtige Dateien lokal oder auf einem alternativen Cloud-Server zu speichern. Dies sichert den, wenn auch unwahrscheinlichen Fall ab, dass auch mal ein Google-Server abstürzen könnte.

Welche Nachteile haben Chromebooks?

Chromebooks funktionieren nur, wenn Sie sich über Ihr persönliches Google-Konto anmelden können, über das Ihre Daten und Einstellungen synchronisiert werden. Sie brauchen also erst einmal eine Internetverbindung – zumindest für die Anmeldung. Sind sie bereits angemeldet, können Sie auch lokal an Ihren Google Docs und Sheets arbeiten.

Kann ich Office-Dokumente öffnen?

Da man auf Chromebooks keine Windows-Programme installieren kann, befürchten viele, dass sie ihre Datenbestände mit unzähligen Microsoft-Office-Dokumenten, nicht mehr öffnen und bearbeiten können.

Office 365 - Alle Microsoft-Werkzeuge gibt es auch in der Browser-Variante
Office 365 – Alle Microsoft-Werkzeuge gibt es auch in der Browser-Variante

In dieser Hinsicht können wir Entwarnung geben. Chrome OS kann Office-Dateien bearbeiten. Zudem gibt es inzwischen zahlreiche Online-Tools, mit denen Word, Excel oder PowerPoint im Webbrowser verwendet werden können. Andere Dateien, wie etwa Photoshop-Bilddateien, können Sie ebenfalls über eine Photoshop-Version für den Browser bearbeiten.

Chrome OS kann Office Dateien bearbeiten

Dies gilt inzwischen für die meisten Mainstream-Dateiformate. Die Softwarehersteller haben auf Chrome OS reagiert und bieten entsprechende Online-Lösungen an. Zu allererst ist hier Microsofts Office 365 zu nennen. Das gesamte Office-365-Abo ist darauf ausgelegt, dass es keine lokalen Installationen mehr gibt.

Wenn Sie allerdings professionelle Software benutzen, Nischenprodukte oder Computerspiele für den PC, sind Sie nach wie vor auf Windows oder Mac OS angewiesen.

Office 365 - Arbeit in Word, da geht ein Skype-Chat auf
Office 365 – Arbeit in Word, daneben geht direkt ein Skype-Chat auf.

Gibt es Computerspiele für Chromebooks?

Alle Arten von Browser-Games sind im vollen Umfang auf Chromebooks spielbar. Sie finden diese Spiele einfach über Google im Internet. Die Spiele werden nicht installiert, sondern direkt auf der jeweiligen Website ausgeführt (flashbasiert). Da sie auf den jeweiligen Servern ausgeführt werden – also in der Cloud – belegen sie auf dem lokalen Speicher keinen oder nur sehr wenig Platz.

Qualitativ sind diese Spiele mit Abstand nicht das, was Sie heute von Windows- oder Konsolen-Games kennen. Dies liegt einerseits an der schwachen Hardware von Chromebooks, aber vor allem an der schwachen Web-Schnittstelle, über welche alle Daten des Spiels geschickt werden müssen.

Android-Apps aus dem PlayStore sind ebenfalls ausführbar, sofern Sie mit der PC-Hardware abgestimmt sind. Für Android gibt es Tausende von Spielen, die sie mit einem aktuellen Chromebook auch unter Chrome OS ausführen können.

Windows-Spiele können Sie nicht starten. Zum einen sind Windowsprogramme nun einmal gar nicht installierbar und zum anderen wäre die Hardware in den meisten Fällen auch viel zu schwach bzw. würde der interne Speicher für die Installation gar nicht ausreichen.

Mit dem Chromebook produktiv arbeiten

Chromebooks sind heute leistungsstärker als sie es am Anfang waren. Dies gilt weniger für die Hardware aber mehr für die Software-Umgebung. Chrome OS ist ausgereift und bietet fast ein ganzes Universum an Online-Tools, mit denen Sie Office-Dateien bearbeiten, Filme schauen oder E-Mails schreiben. Google selbst bietet Google Docs (Textverarbeitung) und Google Sheets (Tabellenkalkulation) an.

Chromebook - Tabellen bearbeiten, direkt im Chrome-Browser
Tabellen bearbeiten, direkt im Chrome-Browser.

Chromebooks können ernsthafte Arbeit erledigen, Sie müssen lediglich wissen, wo Sie die Apps hernehmen, die diese Funktionalität liefern. Das Können von Chromebooks umfasst Surfen, Mailing, Chatten, Office-Arbeit wie das Erstellen von Dokumenten, Tabellen und Präsentationen sowie mittelschwere Bildbearbeitung. Mit Hinblick auf die Audio- und Videoproduktion ist Chrome OS eher ungeeignet, das System ist mehr auf Konsum als auf anspruchsvolle Kreativ-Tools und Produktion ausgerichtet.

Erleichternd ist die Tatsache, dass im Web Store einige Offline-Apps verfügbar sind. Das kommt allen zugute, die eben nicht eine ständige Internetverbindung haben, zum Beispiel wenn man viel mit dem Zug oder Flugzeug unterwegs ist. Android Apps werden von den meisten aktuellen Chromebooks unterstützt. Wenn dies der Fall ist, können Sie Apps aus dem Play Store laden.

Drucken mit dem Chromebook

Das Drucken mit einem Chromebook kann, besonders wenn Sie alte USB oder Netzwerkdrucker betreiben, eine kleine Hürde sein. Im Normalfall nutzen Sie einfach Googles Cloud Print, dafür muss der Drucker aber cloud-ready bzw. zumindest an ein Netzwerk angeschlossen sein.

Bei Druckern von HP ist es inzwischen einfacher. Mittels der HP Print App für Chrome, welche Drucken via Internet oder sogar via USB ermöglicht, setzen Sie Ihre Druckaufträge in Gang.

Ab ChromeOS Version 56 unterstützt Google das Erkennen von USB-Druckern. Die Druckererkennung funktioniert über das Common Unix Printing System (CUPS). Allerdings will Google seine Nutzer bevorzugt an den eigenen Cloud-Printing-Dienst binden. Daher ist die Druckererkennung nicht automatisiert und muss zuerst aktiviert werden.

Geben Sie dafür chrome://flags im Browser ein, das öffnet die versteckten Einstellungen. Scrollen Sie nach unten und aktivieren Sie den »Native-CUPS-Chrome-OS«-Schalter. Nach einem Neustart wird das Chromebook den Drucker via USB finden. Dieses Feature sollte mit USB-Druckern aller Hersteller funktionieren.

Media-Streaming und -Wiedergabe

Chromebooks werden primär für den Medienkonsum verwendet. Sie schneiden diesbezüglich gut ab, vor allem wenn sie auch einen Full-HD-Bildschirm mitbringen. Die Celeron-, Pentium- oder Intel Core Prozessoren schaffen eine 1080p-Wiedergabe und streamen FHD-Inhalte ohne Schluckauf. Bei 4K könnten ältere Celeron-Modelle bereits das Handtuch werfen. Da gute Offline-Software für die Videowiedergabe rar ist – und der Speicherplatz ohnehin knapp – eignen sich Chromebooks besser für das Streamen von Medien als für die Offline-Wiedergabe.

Für alle, die Ihre Filme auf dem eingebauten Speicher, USB-Laufwerk oder einer SD-Karte ablegen wollen, existieren Apps wie VLC. Chromebooks sind natürlich auch mit dem Google Chromecast kompatibel. Wir brauchen im Chrome Browser nur einen Button klicken, um einen Chromecast zu starten. Medieninhalte werden sofort auf einem angeschlossenen Fernseher oder Bildschirm angezeigt. Für Chromecast benötigen Sie entweder ein Chromecast USB-Kabel oder einen Miracast Dongle (Funk).

Wer Bildinhalte in 4K auf einem externen Monitor oder TV ausgeben möchte, sollte auf USB Type-C-Ports mit DisplayPort Unterstützung achten (60 Hz) sowie wenigstens auf einen aktuellen Celeron, Pentium oder Core Prozessor. Das HP Chromebook 14 G5 mit dem alten Celeron empfehlen wir in dieser Hinsicht nicht mehr. Filmwiedergabe mit 4K ist zwar möglich, da die meisten Filme mit 24 Frames pro Sekunde laufen, doch es kann häufig ruckeln und Ladezeiten können aufgrund der schwachen CPU zu Frustration führen.

Der HDMI-Port, sofern überhaupt vorhanden, ist üblicherweise HDMI-1.4-konform. Das schließt 4K-Auflösungen mit 60 Hz aus. Native Apps für Netflix oder Hulu gibt es keine. User müssen die Webseite oder die entsprechenden Android Apps nutzen, sofern unterstützt. Gleiches bei Musik-Streaming-Diensten wie Spotify, Pandora, Groove Music etc. YouTube- und Google-Play-Music werden ebenfalls nur auf den entsprechenden Webseiten ausgeführt.

Acer Chromebook 13 CB713: unser Favorit mit Anschlussvielfalt, Laufzeit, hellem, hochauflösendem TFT und beleuchteter Tastatur

Testsieger: Acer Chromebook 13 CB713

Acers Chromebook 13 CB713 hat uns auf ganzer Linie überzeugt. Wir haben die Chromebooks ausschließlich hinsichtlich ihrer Verarbeitung, ihres Bildschirms, ihrer Anschlüsse, ihrer Eingabegeräte und ihrer technischen Komponenten bewertet. Chrome OS blieb bei der Bewertung außen vor, denn das ist bei jedem Modell vollkommen identisch.

Testsieger

Acer Chromebook 13 CB713-1W-P1EB

Test Chromebook: Acer Chromebook 13 CB713-1W-P1EB
Edles Gehäuse, viele Anschlüsse und ein heller 3K-Bildschirm im 4:3-Format.

Chromebooks müssen keine Leistungsboliden sein, doch um 4K-Inhalte heutzutage ruckelfrei zu streamen, würde auch kein Intel Atom-Prozessor genügen. Unser Testgerät ist mit seinem Core i5 bestens aufgestellt.

Acer Chromebook 13 CB713: je nach Wunsch, von Pentium Gold bis i5-8250U
Acer Chromebook 13 CB713: je nach Wunsch, von Pentium Gold bis i5-8250U (Testgerät).

Sie haben also die Wahl: Das Chromebook 13 kann mit Pentium Gold oder mit Core i5 8250U erworben werden, Letzteres ist die Leistungsklasse eines typischen Windows-Notebooks dieser Tage. Das ist teurer und für ein Chromebook überdimensioniert. Wer jedoch für die nächsten Jahre auf der sicheren Seite sein will, hat immerhin die Wahl. Wir empfehlen die preiswerte Pentium Gold-Version, die unseres Erachtens den meisten Nutzern genügen wird.

Mit dem Pentium Gold ist Acers Chromebook 13 (Einsteigerversion) etwas besser aufgestellt als Chuwis Lapbook Air (Celeron 4-Kern), der Leistungsunterschied ist jedoch nicht enorm groß. Die beste Performance im Testfeld bietet Dells Chromebook 13 mit Core i3, das wir aber mangels Verfügbarkeit in Deutschland nicht als Empfehlung gekürt haben.

Design und Verarbeitung

Das Chromebook von Acer gehört zu den hochwertigeren Modellen. Das sieht und fühlt man an der Verarbeitung vom ersten Augenblick an. Das Alugehäuse ist solide konstruiert, was man an der Verwindungsfestigkeit von Base und Deckel bemerkt. Die Scharniere halten den Bildschirm fest in seiner Position, es gibt beim Hantieren kein Nachwippen.

Die Tastatur des Acer Chromebooks ist mit einer Tastenbeleuchtung bestückt. Das hilft bei dunklen Arbeitsumgebungen ungemein. Die großen Tasten haben einen deutlichen Druckpunkt und einen festen Anschlag. Das führt zu einem angenehmen, deutlichen Schreibfeedback. An diese Tastatur konnten wir uns sehr schnell gewöhnen.

Acer Chromebook 13 CB713: Tastatur mit großen Tasten und deutlichem Druckpunkt
Acer Chromebook 13 CB713: Tastatur mit großen Tasten und deutlichem Druckpunkt.

Bei den Anschlüssen fährt Acer alles auf, was modern und nötig ist. Das Gerät hat zwei USB Type-C-Anschlüsse. Daneben gibt es noch einen großformatigen Type-A-Anschluss, also den klassischen USB Stecker. Ein HDMI-Port ist zwar nicht vorhanden, dafür unterstützt der Type-C aber DisplayPort. Darüber können Sie 4K-Displays mit 60 Hertz ansteuern. Mit einem Adapterkabel können Sie also Ihre DisplayPort-, HDMI-, DVI- und VGA-Monitore verbinden.

Acer Chromebook 13 CB713: Tastatur mit Beleuchtung
Acer Chromebook 13 CB713: HDMI via Type-C USB – Per Adapter kann ein externer Monitor angeschlossen werden.

Bildschirm

Der Bildschirm des Acer hat uns am besten gefallen, vor allem wegen der sehr guten Helligkeit aber auch wegen der hohen Auflösung von 2.256 × 1.504 Bildpunkten. Der 13,5-Zoller ist für die produktive Arbeit mit dem 3:2 Format besonders gut geeignet. Wir hatten die Acer Chromebook 13 Variante mit Touchscreen im Test. Die Bedienung von Websites mit dem Finger ist hin und wieder nützlich. Ob Sie das wirklich brauchen, müssen Sie selbst entscheiden. Ist die Antwort nein, entscheiden Sie sich einfach für ein Non-Touch-Modell des Acer mit gleicher Auflösung.

Das Acer Chromebook 13 CB713 (links oben) hat den hellsten Bildschirm und ein 4:3 Format. Dell Chromebook 13 UK (rechts oben), Acer Chromebook 11 CB5 (links unten) & HP Chromebook 14 G5 (rechts unten)
Das Acer Chromebook 13 CB713 (links oben) hat den hellsten Bildschirm und ein 4:3 Format. Dell Chromebook 13 UK (rechts oben), Acer Chromebook 11 CB5 (links unten) & HP Chromebook 14 G5 (rechts unten).

Speicher und Akkulaufzeit

Anders als bei Windows-Laptops gibt es bei Chromebooks so gut wie keine Software-Anpassungen durch den Hersteller des Gerätes. Es gibt keine vorinstallierte Antivirensoftware und keine herstellerspezifischen Tools, etwa für Audio, Updates oder Leistung.

Der Massenspeicher ist bei Chromebooks ein eher untergeordnetes Thema, die 64 Gigabyte unseres Acer Chromebook 13 sind da schon fast die Luxusklasse. Der lokale Massenspeicher kann – bei fast allen Chromebooks – nicht erweitert werden, die eMMC-Chips sind fest verlötet.

Der 13,5-Zoller hat einen aktiven Lüfter. Dieser ist meistens inaktiv, dann ist das Gerät lautlos. Sofern wir hochauflösende Inhalte streamen oder Browser-Benchmarks laufen lassen, schaltet sich der Lüfter ein. Doch selbst dann bleibt er angenehm ruhig.

Im Test ermittelten wir eine Akkulaufzeit von sieben Stunden beim Surfen über verschiedene Websites, auch mit multimedialen Inhalten. Zum Aufladen des Akkus benötigt das Acer 1,25 Stunden.

Acer Chromebook 13 CB713 im Testspiegel

Die Kollegen von ZDNet hatten die leistungsstarke Version mit Core i5-8250U und 16 Gigabyte RAM im Test. Sie loben einerseits die Leistung und andererseits die Anschlüsse. Kritik gibt es für den manchmal hörbaren Lüfter. Mit dem Chromebook 13 CB713-1W-50YY bietet Acer ein leistungsfähiges Notebook auf Basis von Chrome OS. Die Performance ist dank der Verwendung eines Core i5-8250U und 16 Gigabyte RAM entsprechend gut. Die Anbindung eines 4K-Monitors gelingt mit 60 Hertz optimal.

Weitere Testberichte für das Chromebook 13 gibt es aufgrund seiner Neuheit bislang noch nicht, wir werden diese nachreichen, sobald Sie erscheinen.

Alternativen

Preis-Leistungstipp

Medion S2015

Medions S2015 ist ein einfaches Chromebook, das von Seiten Verarbeitung, Optik, Leistung, Bildschirm und der Eingabegeräte lediglich die Note »Ausreichend« von uns erhält. Dennoch ist es uns eine Empfehlung wert, denn es kostet noch nicht einmal die Hälfte des Chuwi Lapbook Air 14.1 und gerade mal 35 Prozent unseres Testsiegers. Bei einem Preis von aktuell knapp 190 Euro kann der ein oder andere Nachteil verziehen werden.

Sie sollten sich allerdings auf ein einfaches Web-Erlebnis einstellen und ihre Nutzung sollte über Surfen im Web, YouTube-Video und Mails nicht hinausgehen. Der Rockchip RK3288 ist ziemlich leistungsschwach, er rechnet ca. 35 Prozent langsamer als der Vierkern-Celeron des Chuwi Lapbook Air.

4K-Videos über einen angeschlossenen HDMI-Monitor sollten nicht auf ihrem Plan stehen. Solche hochauflösenden Filme ruckeln stark, sogar wenn das Medion durch keine andere Anwendung belastet wird. Videountauglich ist das Medion aber nicht, Filme in Full-HD (1080p) spielt das S2015 ohne Ruckler ab.

Medion S2015: der große Vorteil, ein entspiegeltes Display
Medion S2015: der große Vorteil – ein entspiegeltes Display.

Bei alledem ist die Mobilität top: Mit knapp 8 Stunden Laufzeit beim Surfen im Web und leicht reduzierter Helligkeit ist ein ganzer Arbeitstag drin. Das Display ist zwar nicht sonderlich hell, aber immerhin entspiegelt. So können Sie Ihren Medion auch draußen auf der Terrasse einsetzen. Aufgrund der nur moderaten Helligkeit werden Sie aber auch dort ein schattiges Plätzchen aufsuchen müssen.

Der Akku kann entnommen werden, was den Austausch bei einem Defekt ungemein erleichtert. Die übrigen Testgeräte haben allesamt fest verbaute Akkus.

Die Auflösung liegt bei gerade mal 1366×768 Pixeln (HD), was für einen 11,6 Zoller aber noch in Ordnung geht. Auch das Acer Chromebook 11 CB5, ebenfalls ein 11,6 Zoller, hat diese Auflösung. Leider hat das Medion kein blickwinkelstabiles IPS- sondern ein TN-Panel. Es hat also in dieser Beziehung den schlechtesten Bildschirm aller Testgeräte. IPS sorgt dafür, dass wir auch bei seitlicher Betrachtung keine Farbverfälschungen erleben. TN-Panels, mit schlechten seitlichen Blickwinkeln, sind nur noch bei sehr günstigen Notebooks die Norm.

Aufgrund des begrenzten Arbeitsspeichers von lediglich 2 GB sollten Sie lieber nicht 20 Chrome-Tabs gleichzeitig öffnen. Der Speicher ist fest verlötet und kann nicht erweitert werden. Gleiches gilt auch für den kleinen 16-GB-Flash-Speicher auf dem Mainboard.

Bei den Anschlüssen hat Medion lediglich in den alten Standard USB 2.0 investiert, es gibt keinen modernen Type-C Port. Immerhin hat der Hersteller an einen SD-Kartenleser gedacht.

Außerdem getestet

Acer Chromebook 11 CB5-132T-C4LB

Der kleine Bruder des Testsiegers, das Acer Chromebook 11 CB5, richtet sich an alle, die Ihren Laptop-Formfaktor auch gerne mal in ein Tablet umwandeln möchten. Der 11,6 Zoller hat ein 360° Scharnier, der Bildschirm kann also komplett auf die Rückseite geklappt werden. In diesem Zustand ist die Tastatur nicht mehr aktiv und das Gerät kann wie ein »dickes« Tablet verwendet werden. Leider löst der Bildschirm des Chromebook 11 nur in HD auf (1.366 × 768 Pixel). Das ist deutlich weniger als Full-HD oder 3K. Zu den Vorteilen gehört die Lautlosigkeit des Geräts, der Celeron benötigt keinen Lüfter.

Leider ist die Liste der Nachteile lang: Das Chromebook 11 CB5 hat kein Type-C USB und hinsichtlich der Leistungsklasse gibt es keine Alternativen zum Celeron. Das ist beim Testsieger von Acer anders, der kann auch mit anderen Prozessoren bis hin zu Core i5 erworben werden.

Das weiße Kunststoffgehäuse schaut auf den ersten Blick zwar ganz niedlich aus, doch es ist nicht sonderlich verwindungsfest und wirkt billig. Zudem ist die weiße Oberfläche sehr schmutzempfindlich, hier wird häufiges Putzen nötig sein. Hinzu kommt ein vergleichsweise dunkles Display sowie Eingabegeräte mit einem geringen Feedback. Unterm Strich halten wir das weiße Chromebook 11 CB5 nicht für empfehlenswert. Legen Sie lieber 100 Euro drauf und erwerben Sie ein deutlich besser konstruiertes Gerät mit mehr Anschlüssen, wie z.B. unseren Testsieger.

HP Chromebook 14 G5 (3VK05EA#ABD)

Für HPs Chromebook 14 G5 können wir keine Empfehlung aussprechen. Zu den wenigen Vorteilen gehört der Bildschirm mit Full-HD-Auflösung sowie die beleuchtete Tastatur. Dann hört es aber auch schon auf. Wie beim Acer Chromebook 11 CB5 steht den Käufern nur die Celeron-Leistungsklasse zur Verfügung. Es handelt sich um einen veralteten Celeron-Chip von 2016! Das halten wir nicht für sonderlich zukunftssicher. Das Kunststoffgehäuse ist nicht besonders verwindungsfest und das Chromebook bietet weder HDMI noch DisplayPort via Type-C. Hinzu kommt eine klapprige Tastatur, auf der wir nur ungern lange E-Mails tippen möchten.

Dell Chromebook 13 UK (7310-9132)

Test Chromebook: Dell Chromebook 13 UK (7310-9132)

Keine Preise gefunden.

Dells Chromebook 13 wird leider aktuell in Deutschland nicht verkauft. Hin und wieder gibt es aber Shops, welche die UK-Version mit der englischen Tastatur anbieten. Der Preis ist sehr attraktiv, denn die Komponenten sind leistungsstark und das Chassis qualitativ hochwertig. Wir hätten das Dell Chromebook 13 gerne als Alternative zum Testsieger empfohlen, selbst in der UK-Version. Doch mangels Verfügbarkeit mussten wir das Modell in die sonstigen Tests ablegen. Sollte ein Shop es zu einem günstigen Preis um die 400 Euro anbieten, greifen Sie zu, Sie werden es nicht bereuen.

Bei den Vorzügen des Dell Chromebooks ist zuerst der Intel Core i3-5005U zu nennen, er ist mehr als doppelt so schnell wie seine Pentium oder gar Celeron-Kollegen, die Rechenleistung ist also höher als die des Testsiegers in der Pentium Gold 4415U Variante.

Ein weiteres auffälliges Detail ist der 16-GB-Massenspeicher. Es handelt sich nicht um eine minderwertige eMMC, die auf dem Mainboard aufgelötet ist, sondern um eine M.2 SATA (2242) Speicherkarte, die gesteckt ist und sogar getauscht werden könnte. Wenn Ihnen Chrome OS auf Dauer nicht zusagt, dann könnten Sie theoretisch eine größere M.2 SSD einlegen und Windows installieren.

Entspiegelt ist besser: Acer Chromebook 13 CB713 (links), Dell Chromebook 13 UK (rechts, entspiegelt)
Entspiegelt ist besser: Acer Chromebook 13 CB713 (links), Dell Chromebook 13 UK (rechts, entspiegelt).

Sehr gut hat uns das entspiegelte Breitbild gefallen. Es ist mehr auf das Anschauen von Filmen und das Konsumieren von Inhalten ausgerichtet, als der 4:3 Formfaktor des Testsiegers.

Bei den Anschlüssen hat das Dell leider keinen modernen Type-C USB an Bord, dafür aber immerhin einen HDMI-Anschluss (nur 30 Hertz) sowie zwei normalgroße USB-Anschlüsse. Die Laufzeit ist mit achteinhalb Stunden im Test ziemlich gut.

Dells Chromebook 13 ist das leistungsstärkste Gerät in der Runde, wenn wir einmal vom Core i5 des  Testsiegers absehen, den wir für überdimensioniert halten. Mit dem i3 des Dell sind Sie technisch gesehen zukunftssicher als mit Pentium-, Celeron- oder ARM-Chips. Sie sollten Dells Chromebook 13 aber nur in Erwägung ziehen, wenn Ihnen das englische Tastatur-Layout nichts ausmacht.

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