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Digital Radio Test: Digitalradio Stationaer
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Digital Radio Test: 10 Dab Radios Mobil

Das beste Digitalradio für unterwegs

Auch wenn es unterwegs zunehmend das Smartphone mit installiertem Streaming-Account ist, was für Unterhaltung sorgt, so ist es nach wie vor der Mix aus Unterhaltung und Information, der die Position des Radios sichert. Damit Sie auch unterwegs weder auf Informationen noch auf Musik verzichten müssen, sollte das Radio in erster Linie buchstäblich tragbar sein. Geringes Gewicht plus ein Griff, Henkel oder andere Tragevorrichtungen sind also Pflicht. Darüberhinaus sollte das Gehäuse unempfindlich gegen Kratzer und kleinere Stöße sein.

Noch ein wichtiges Kriterium ist natürlich die Unabhängigkeit von der Steckdose – Akku- oder Batteriebetrieb sind daher zwingend notwendig. Bei den meisten Geräten hat man die Fernbedienung eingespart, die braucht man unterwegs nicht unbedingt. Wir haben hier 10 Geräte für Sie getestet, die bei allen Unterschieden eines gemeinsam haben: Sie können sämtlich DAB+ empfangen und werden von Akkus oder Batterien versorgt.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Lenco PDR-050

Test Digital Radio: Lenco PDR-050
Das Lenco PDR-050 bietet für den Preis eine tolle Ausstattung, sehr guten Empfang und echten Stereo-Klang.

Das Lenco PDR-050 ist ein Henkelmann in klassischem Sinne, aber mit modernen Qualitäten. Das hochkant ausgelegte Radio ist rundum mit Leder vor Kratzern und anderem Ungemach geschützt, der stabil befestigte Tragriemen ist aus dem gleichen Material. Versorgt wird das Radio von einem eingebauten Akku, der mit dem beiliegenden Steckernetzteil aufgeladen wird. Trotz der schmalen Bauweise sorgen zwei Lautsprecher hinter dem Schutzgitter für Stereo-Klang.

Wenn Geld egal ist

Pure Evoke H4

Mit dem Pure Evoke H4 zieht man auf jeden Fall bewundernde Blicke auf sich, denn das tragbare Pure protzt förmlich mit den edlen Materialien, aus denen es gefertigt ist. Das geht soweit, dass Sie die Auswahl aus zwei verschieden Furnieren oder schwarz beziehungsweise weiß haben. Der Griffbügel ist aus mattem Aluminium und dient dem integrierten Wecker gleichzeitig als Schlummer-Taste.

Preistipp

Technisat Viola 2

Test Digital Radio: Technisat Viola 2
Das Viola 2 von TechniSat ist eines der günstigsten Digitalradios – das perfekte Gerät für Einsteiger und Sparfüchse.

Mit dem Viola 2 bietet TechniSat eines der günstigsten tragbaren DAB+-Radios mit erwachsener Ausstattung. Das Viola 2 lässt sich recht bequem in einer Hand tragen, sodass man noch nicht einmal einen Griff benötigt. Empfangstechnisch ist das Gerät dagegen voll auf der Höhe der Zeit, die Versorgung wird von vier Akkus oder Batterien im AA Format übernommen, anders als andere Hersteller gibt es im Viola keinen Umschalter. Die Bedienung ist denkbar einfach, der Klang der Größe angemessen gut.

Mit CD

Panasonic RX-D70BT

Gerade noch tragbar ist das Panasonic RX-D70BT – es ist das größte und mit knapp 2,5 Kilo (inklusive Batterien) eines der schwersten Geräte in unserer mobilen Abteilung. Dafür ist aber auch ein CD-Laufwerk eingebaut, sodass Sie unterwegs sogar CDs hören können. Auch die beiden Lautsprecher, die für ordentlichen Stereoklang sorgen, tragen zum Gewicht bei. Dank des soliden, klappbaren Tragegriffs ist der Transport des Multitalents aber kein Problem.

Fürs Auto

Albrecht DR 54

Das Albrecht DR 54 soll das Autoradio um DAB+-Empfang ergänzen, schließlich werden auch noch viele aktuelle Autos verkauft, die keinen DAB+-Empfang haben. Das DR 54 kann ganz unterschiedlich am Armaturenbrett oder der Frontscheibe befestigt werden, die Übertragung zum Autoradio erfolgt wahlweise drahtlos über einen freien UKW-Kanal oder per Audiokabel, sofern das Autoradio über eine entsprechende AUX-Buchse verfügt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istPreistippMit CDFürs Auto
ModellLenco PDR-050Pure Evoke H4Technisat Viola 2Panasonic RX-D70BTAlbrecht DR 54Sangean DPR-42Sangean DPR-76Sangean DPR-64Pure StreamRPure StreamR Splash
Test Digital Radio: Lenco PDR-050Test Digital Radio: Pure Evoke H4Test Digital Radio: Technisat Viola 2Test Digitalradio: Panasonic RX-D70BTTest Digital Radio: Albrecht DR 54Test Digital Radio: Sangean DPR-42Test Digital Radio: Sangean DPR-76Test Digital Radio: Sangean DPR-64Digitalradio Test: Bildschirmfoto 2020 03 20 Um 12.17.04Digitalradio Test: Bildschirmfoto 2020 03 20 Um 12.17.37
Pro
  • Sehr guter Stereo-Klang
  • Akku fest eingebaut
  • Bluetooth inklusive
  • Sehr guter Klang
  • Tolles Design
  • Sehr guter Empfang
  • Klein und leicht
  • Einfache Bedienung
  • Günstiger Preis
  • Sehr guter Stereo-Klang
  • CD-Laufwerk inklusive
  • Klein und vielseitig im Auto zu befestigen
  • Übertragung wahlweise drahtlos oder mit Kabel
  • Sehr guter Klang
  • Gute Ausstattung
  • Guter Klang
  • Integrierte Stoßkanten
  • Kleines, handliches Gerät
  • Sehr guter Empfang
  • Einfache Bedienung
  • Guter Klang
  • Interner Akku
  • Guter Klang
  • Wasserdicht
  • Interner Akku
Contra
  • Proprietärer Akku muss separat gekauft werden
  • Mit 2,5 Kilo recht schwer
  • Etwas hoher Preis
  • Ohne Bluetooth
  • Ohne Bluetooth
  • Sehr teuer
Bester Preis
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Digital Radio Test: Lenco Pdr 050

Testsieger: Lenco PDR-050

Ganz eindeutig für den mobilen Einsatz ist das Lenco PDR-050 konstruiert, schließlich lässt auch das Kürzel PDR, also Portable Digital Radio, darauf schließen, wo das Haupteinsatzgebiet für das Gerät liegt.

Unser Testmuster war mit schwarzem Leder bezogen, das Lenco PDR-050 gibt es aber auch in den Ausführungen Blau, Rot und Taupe, einem hellen Braunton. Das Radio ist erstaunlich leicht und das obwohl der Akku fest eingebaut ist und mit auf die Waage drückt, beziehungsweise am Henkel zieht.

Testsieger

Lenco PDR-050

Test Digital Radio: Lenco PDR-050
Das Lenco PDR-050 bietet für den Preis eine tolle Ausstattung, sehr guten Empfang und echten Stereo-Klang.

Ausstattung und Bedienung

Dank des eingebauten Akkus müssen Sie beim Kauf also nicht an die sonst zusätzlich notwendigen Batterien oder Akkus denken. Folgerichtig liegt dem Lenco dann auch ein Steckernetzteil sowie ein passendes USB-Ladekabel bei, sollten Sie dies mal zuhause liegen gelassen haben, macht das auch nichts.

Mittlerweile sind diese USB-Ladegeräte und -Kabel sehr weit verbreitet, sodass Sie die 1800 mAh Akkukapazität notfalls auch unterwegs aufladen können. Das dauert allerdings, da hier noch der alte microUSB-Anschluss eingesetzt wird, der ja bekanntlich nicht zum Schnellladen geeignet ist.

Außerdem befinden sich ein Audiokabel sowie eine Fernbedienung im Scheckkartenformat im Lieferumfang. Letztere hat außer den Tasten, die sich auch am Gerät befinden zusätzlich zehn Nummerntasten – zum Speichern und Abrufen der Favoriten.

Auch vom Smartphone lässt sich Musik auf das Lenco PDR-050 übertragen, drahtlos per Bluetooth oder wenn das nicht geht, kann man auch das mitgelieferte Audiokabel an die Kopfhörer-Buchse des Smartphones anschließen. Der AUX-Eingang des Lenco ist auf der Rückseite. Für die Bluetooth-Verbindung wird die Mode-Taste einfach so oft gedrückt, bis BT-Connection im Display erscheint, das Radio ist also sofort zur Kopplung bereit.

Hörtest

Auch wenn man wegen der kompakten Bauweise und des geringen Gewichts keine Klangwunder erwarten sollte, gehört das Lenco PDR-050 immer noch zu den tragbaren Digitalradios, die alles, was klanglich möglich ist, aus dem kleinen Gerät herauskitzeln. Unterstützt wird das Ganze von den beiden Lautsprechern, die selbst auf dem engen Raum ganz passablen Stereosound ermöglichen.

An der Rückseite sorgt zudem eine Passivmembran für Unterstützung im Tieftonbereich. Der Sound ist damit recht voluminös, wenngleich man Partylautstärke vermeiden sollte, es sei den, es handelt sich um eine Party für wenig Leute, auf engem Raum. Die Sprachverständlichkeit ist ebenfalls gut, so bleibt man auch unterwegs immer gut informiert.

Nachteile?

Gravierende Nachteile konnten wir am Lenco PDR-050 nicht ausmachen.

Lenco PDR-050 im Testspiegel

Viele Testberichte gibt es vom Lenco noch nicht, einen haben wir dennoch gefunden:

Dirk Weyel, Chefredakteur des Magazins Digital Home, und DER Spezialist in Sachen Digital Radio, hat das Lenco in der Ausgabe 3/2018 getestet und ihm die Note 1,3 in der Mittelklasse verliehen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis befand er für »sehr gut«:

»Das Lenco PDR-050 bietet digitalen Radioempfang zu Hause und unterwegs. Hierbei überzeugt es mit sehr gutem Empfang, rund sechs Stunden Akkuleistung und zusätzlicher Anschlussmöglichkeit eines Smartphones via Bluetooth oder Miniklinkenverbindung.«

Alternativen

Wenn Geld egal ist

Pure Evoke H4

Das Pure Evoke H4 überzeugt hauptsächlich mit seinem außergewöhnlichen Design und der hohen Verarbeitungsqualität. Unser Testmuster ist in Eiche laminiert, darüberhinaus gibt es das Evoke noch mit Wallnuss-Oberfläche, beziehungsweise mit schwarzer oder weißer Oberfläche. In Schwarz oder Weiß kostet das Evoke H4 gerade mal die Hälfte von den beiden Holz-Versionen.

Auf jeden Fall ist das Pure Evoke H4 ein Blickfang, denn auch wenn es sich bei den Holzoberflächen nicht um Echtholzfurnier handelt, so sind sie doch bestechend gut gemacht. Passend dazu ist der Griffbügel aus mattem Aluminium gefertigt. Der hat übrigens eine zweite Funktion, im Weckerbetrieb lässt sich der Alarm kurzerhand mit einer simplen Berührung des Griffs abschalten. Standesgemäß hat das Evoke H4 kein schnödes Monochrom-Display, sondern ein farbiges mit hoher Auflösung, so ist man mit dem Menü nicht auf zwei knappe Zeilen angewiesen, was die Bedienung zusätzlich erleichtert.

Beim Auspacken und dem ersten Einschalten wurden wir übrigens etwas enttäuscht: Mit knapp 200 Euro gehört das Pure Evoke H4 in der Holzversion nicht gerade zu den günstigsten Radios, auch die schwarze, beziehungsweise weiße Variante ist alles andere als ein Schnäppchen. Trotzdem erachtet es der Hersteller nicht für notwendig, einen Akkupack beizulegen. Den müssen Sie, wenn Sie das Evoke H4 tatsächlich unterwegs nutzen wollen, extra dazu kaufen.

Zwar legen die meisten Hersteller keine Batterien oder Akkus bei, dort handelt es sich allerdings um Standard-Ware, beim Pure Evoke H4 passt dagegen nur der proprietäre Akku ins entsprechende Fach – und der schlägt mit knapp 50 Euro im Original nochmal kräftig zu buche. Das Steckernetzteil, was auch zum Laden gedacht ist, liegt natürlich bei, also bestellt man den Akku am besten direkt mit oder lässt das Radio einfach zu Hause.

Zwar ist das Pure nur für mono ausgelegt, der eine Lautsprecher hat aber eine gute Grundlage für sehr guten Klang. Das Gehäuse ist solide und schwer genug, dass es im Normalfall nicht zum Dröhnen neigt.

Wer einen hervorragend verarbeiteten Hingucker sein Eigen nennen möchte, der obendrein noch gut klingt, sollte sich das Evoke H4 unbedingt anhören und auf gar keinen Fall vergessen, den dazugehörigen Pure Akku Chargepak F1 gleich mitzubestellen.

Preistipp

Technisat Viola 2

Test Digital Radio: Technisat Viola 2
Das Viola 2 von TechniSat ist eines der günstigsten Digitalradios – das perfekte Gerät für Einsteiger und Sparfüchse.

Das Viola 2 von TechniSat ist eines der kleinsten Digitalradios in unserem Test, Zeitgenossen mit größeren Händen könne es locker mit einer Hand halten, ein Tragegriff schien dadurch überflüssig. Wer über zierliche Hände verfügt, packt das Viola 2 besser in eine Tasche, da das Gerät nicht mit einer Stoßkante versehen ist, anders als das Sangean DPR-76 das sogar noch etwas größer ist, aber auch deutlich teurer.

Der Empfang von DAB+ und analogem UKW-Radio sind die Stärken des Viola 2, weitere Quellen finden keine Anschluss, es gibt weder eine AUX-Buchse noch ist Bluetooth eingebaut. Dafür ist das Gerät auch ausgesprochen günstig. Die Grundlage des Viola 2 scheint so gut zu sein, dass TechniSat zwei weitere Varianten aufgelegt hat: einmal das Viola 2 C, mit Farb-Display und Speicherplätze statt des monochromen Zweizeilers und einmal die Stereo-Version Viola 2 S, der man einen zweiten Lautsprecher spendiert hat.

Für alle Violas gilt, dass sie über hervorragende Empfangseigenschaften verfügen, Speicherplätze gibt es allerdings nicht. Das Bedienfeld des Viola 2 ist auch einigermaßen überschaubar: Ganze fünf Tasten und der Multifunktionsknopf zum Scrollen und für die Lautstärke müssen reichen. Das Display unterstützt bei den Grundeinstellungen und der Senderwahl, wer ausführlichere Informationen und das Senderlogo sehen möchte, muss etwa 15 Euro mehr für das Viola 2 C ausgeben und erhält dann außerdem die Möglichkeit, einige Favoriten abzuspeichern.

Das Akkufach des Viola 2 fasst vier Akkus oder Batterien der Größe AA, einen Umschalter gibt es nicht, da die Akkus sich auch nicht im Gerät aufladen lassen. Auf der Rückseite gibt es aber einen Kopfhörer-Anschluss, in der Bahn oder als Beifahrer im Auto ist damit individueller Musikgenuss garantiert. Auch über den eingebauten Lautsprecher kann sich das Viola 2 durchaus hören lassen, zwar darf man auch hier keine Wunder erwarten, aber zumindest ist die Sprachverständlichkeit gut und auch Musik kann sich durchaus hören lassen.

Das Viola 2 ist was für Einsteiger in die Welt des digitalen Radio-Empfangs oder für Sparfüchse, die gar nicht mehr wollen, als einfach nur unterwegs informiert zu sein und Musik zu hören.

Mit CD

Panasonic RX-D70BT

Im Vergleich zur Konkurrenz ist das Panasonic RX-D70BT ein echter Bolide, dessen knapp zweieinhalb Kilo Betriebsgewicht sich aber dank des Bügels gut bewältigen lassen. Eigentlich ist er auch weniger dazu gedacht, immer mit herumgetragen zu werden. Man nimmt ihn mit, stellt ihn ab und hat seine Musik immer dabei.

Im Falle des RX-D70BT ist das schon eine ganze Musikanlage, denn außer den üblichen Verdächtigen wie DAB+, UKW und Bluetooth, nimmt der RX-D70BT es auch mit CDs auf, das entsprechende Laufwerk ist von oben zugänglich.

Das Display ist zwar nur einfarbig, aber ziemlich groß und entsprechend informativ. Darunter ist ein riesiges Tastenfeld, die meisten davon sind allerdings Zifferntasten, zum Speichern und Abrufen der Favoriten, beziehungsweise zur direkten Eingabe der Tracks auf der CD.

Das Panasonic RX-D70BT baut mit gut 20 Zentimetern recht tief, das ist einerseits dem CD-Laufwerk geschuldet und außerdem dem riesigen Batteriefach, in dem ganze sechs große Monozellen Platz finden. Da hinten kein Platz mehr für Anschlüsse ist, hat man die Kopfhörer-Buchse, den USB-Anschluss und den analogen Eingang kurzerhand nach vorn verlegt, das ist auch viel praktischer.

Im RX-D70BT sorgen zwei Lautsprecher für eine breite Stereobasis. Jeweils eine Bassreflexöffnung auf der Rückseite sorgt für Unterstützung im Bassbereich. Zu große Pegel sollte man dem Panasonic RX-D70BT jedoch nicht abverlangen, sonst kommt es schnell zu Klangverfärbungen.

Wer außer umfassenden Radio-Empfang und Bluetooth-Streaming unterwegs gern auch mal eine CD hören will, ist mit dem Panasonic RX-D70BT gut bedient, zumal das Gerät für seine umfassenden Möglichkeiten erstaunlich günstig ist.

Fürs Auto

Albrecht DR 54

Das Albrecht DR 54 ergänzt jedes Autoradio mit DAB+-Empfang, der Hersteller bietet sogar zwei Möglichkeiten an, welche das  Radio-Signal zum Autoradio übertragen. Einmal ganz schlicht über das mitgelieferte Audio-Kabel, sofern das Autoradio über eine entsprechende AUX-Buchse verfügt.

Eleganter ist dagegen die drahtlose Übertragung, das spart dann zumindest eines der sonst notwendige Kabel. Auf die Wurfantenne oder das Antennenkabel kann man nämlich ebenso wenig verzichten, wie auf die Stromversorgung. Diese erfolgt einfach über eine USB-Buchse, worüber die meisten neueren Autos schon verfügen. Alternativ lässt sich auch der Zigarettenanzünder nutzen, der entsprechende Adapter gehört zum Lieferumfang.

Bei der drahtlosen Übertragung nutzt das DR 54 nicht etwa das Bluetooth-Protokoll, damit könnte eventuell die Freisprechanlage kollidieren. Albrecht hat sich auf eine viel simplere Art der Drahtlosübertragung besonnen: Der DR 54 verfügt über einen kleinen FM-Sender, sodass es quasi einen eigenen Sendeplatz für die DAB+-Programme gibt. Der Bluetooth-Kanal bleibt damit, sofern er vorhanden ist, beispielsweise für die Freisprechanlage frei.

Das DR 54 selbst kann direkt auf dem Armaturenbrett, an der Scheibe oder woanders am Interieur befestigt werden, die passenden Montageteile gehören zum Lieferumfang, ebenso wie alle notwendigen Stecker, Kabel und Adapter.

Es gibt keine einfachere und auch keine günstigere Möglichkeit, Ihr Autoradio digitaltauglich zu machen, das DR 54 bringt alles mit, was zur Montage und zum Betrieb notwendig ist und die Übertragung per UKW-Sender lässt Spielraum für eine nach wie vor funktionierende Freisprecheinrichtung.

Außerdem getestet

Das Sangean DPR-42 ist das größte einer ganzen Reihe ähnlicher Digitalradios des Herstellers. Die Kanten sind abgerundet und das Gehäuse ist aus strapazierfähigem Material. Wem übrigens die Goldsplitter im Design nicht zusagen – es gibt auch anderen Farbvarianten. Das DPR-42 ist außerdem das größte von drei recht ähnlichen Digitalradios von Sangean, die wir zum Test hatten. Es ist von allen dreien zudem am besten ausgestattet: Es hat beispielsweise ein großes Farbdisplay und wartet mit fünf Speichertasten für die Favoriten auf. Außer DAB+ und UKW kann auch das Smartphone als Quelle dienen und zwar ganz komfortabel via Bluetooth.

Außerdem hat das DPR-42 eine doppelte Weckfunktion, ich kann mit nur wenigen Schritten zwei unterschiedliche Weckzeiten eingeben und diese getrennt aktivieren, beispielsweise für wochentags oder das Wochenende, wenn man gern mal länger ausschläft.

Klanglich kann das DPR-42 mit dem recht großen eingebauten Lautsprecher ebenfalls punkten, außerdem gibt es auch eine Kopfhörer-Buchse. Kleines Manko ist tatsächlich die Größe und das Gewicht des DPR-42. Zwar gibt es unterhalb der Antenne eine handliche Ausbuchtung, die beim Tragen mit einer Hand für etwas mehr Hakt sorgt, wer allerdings eher zierliche Hände hat, bekommt nach einiger Zeit Probleme und wird einen richtigen Griff vermissen.

Das Sangean DPR-76 ist das mittlere der mobilen Sangean-Radios in unserem Test, es hat eine rundumlaufende Kante aus einer stoßfesten Gummierung. Das DPR-76 ist so kompakt, das Sie es bequem in einer Hand tragen können, die Gummierung schützt auch vor dem Abrutschen. Damit während des Transports nichts verstellt wird, hat das DPR-76 auf der Rückseite einen Schalter, der bei Bedarf die Tasten verriegelt und somit vor ungewollter Betätigung schützt. Auch hier kommt ein großes, aussagekräftiges Farbdisplay zum Einsatz und im Batteriefach finden vier Akkus oder Batterien der Größe AA Platz.

Ein entsprechender Umschalter ist ebenfalls vorhanden, steht der auf Akku-Betrieb, können Diese im Gerät aufgeladen werden. Das DPR-76 ist zwar recht klein, aber immer noch etwas größer als das Viola 2 von TechniSat und kostet fast dreimal so viel. Dafür ist es aber deutlich robuster.

Das Sangean DPR-64 ist das kleinste Digital Radio in unserem Test, sieht man einmal von den Zusatzgeräten für’s Autoradio oder die HiFi-Anlage ab, die ja auch keinen eigenen Lautsprecher haben. Das DPR-64 passt nun wirklich komplett in eine Handfläche. Dennoch findet man alles, was zum komfortablen Radiohören dazugehört, sogar fünf Stationstasten sind vorhanden. Auch hier gibt es den Schalter, der die Tasten beim Transport verriegelt. Das Akkufach fasst hier nur zwei Batterien oder Akkus der Größe AA, in den Deckel ist zudem eine kleine Stütze integriert, die dem winzigen DPR-64 zusätzlichen Halt bietet. Soviel Hightech hat natürlich ihren Preis und so geht das DPR-64 für den doppelten Preis über den Ladentisch im Vergleich zu unserem Preistipp.

Das Pure StreamR ist eigentlich ein Bluetooth-Lautsprecher mit eingebauten Radio. Dieses kann neben UKW eben auch DAB+ Empfangen – ein Grund für uns, das StreamR Splash hier mit aufzuführen. Ein weiterer ist das pfiffige Bedienkonzept: Das StreamR ist wie ein zweiteiliges Teleskop konstruiert, ein fester Druck auf die Oberfläche und schon fährt es hoch und schaltet ein. Auch das schmale, einzeilige Display wird dann sichtbar und gibt zumindest rudimentär Auskunft über den Sender oder die Quelle, die gerade angeschlossen ist.

Das fest montierte umlaufende Kabel hat übrigens gleich zwei Funktionen: einerseits ist dort die Antenne für den Radio-Empfang eingebaut, außerdem ist es ein Anschlusskabel für eine analoge Quelle, die per Klinkenstecker an das StreamR angeschlossen werden kann.

Das Pure StreamR Splash ist flacher als das StreamR und außerdem auch nach IP67 wasserdicht. Sie können das Radio also mit unter die Dusche nehmen, die praktische Trageschlaufe eignet sich demzufolge sowohl für’s Handgelenk als auch für die Armaturen im Badezimmer. Die Bedientasten befinden sich alle oben auf dem Gerät und sind als Touch-Flächen ausgelegt. Trotzdem gelingt die Bedienung schon nach kurzer Zeit intuitiv, das einzeilige Display gibt derweil nur rudimentär Auskunft, entweder über den Betriebszustand oder den Sender, der gerade gespielt wird.

Das StreamR Splash ist zwar nicht so teuer wie sein Bruder, ist aber auch kein Schnäppchen. Die wasserdichte Konstruktion und der ziemlich ausdauernde, eingebaute Akku haben ihren Preis. Wer allerdings unbedingt mit seinem Radio baden gehen will, kommt um das StreamR Splash kaum herum.

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