E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Fischer Viator6.0i
test
Letztes Update: 26.11.2021

Das beste E-Bike

Wir haben 15 E-Bikes getestet. Das beste für die meisten Radler ist das Fischer Viator 6.0i. Es hat einen starken Motor mit 90 Newtonmetern, bietet hohen Fahrspaß und große Reichweiten, ist bereits voll ausgestattet und dafür erstaunlich erschwinglich.

Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 26. November 2021

Wir haben zwei neue E-Bikes getestet. Das faltbare Gocycle G4 ist ebenso eine Empfehlung wie das C.B.T. Italia UB77, das die Motorleistung an die Herzfrequenz anpassen kann. Das Giant E+ 2 GTS ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

18. Juni 2021

Mit dem BZEN Milano haben wir eine neue Empfehlung. Das E-Bike ist mit 15,8 Kilo schön leicht und sieht stylisch aus, weil der Akku im Rahmen versteckt ist. Das Cube Touring Hybrid Pro 500 rutscht damit aus den Empfehlungen und ist ab sofort unter „Außerdem getestet“ zu finden.

9. April 2021

Mit dem Cowboy 3 haben wir ein neues E-Bike getestet, das ohne Smartphone-App nur ein ganz normales Velo darstellt. Für eine Empfehlung hat es nicht gereicht.

24. Juli 2020

Wir haben vier zusätzliche E-Bikes getestet. Mit dem Fischer Viator 6.0i hat ein neues Rad unseren Spitzenplatz erobert. Mit Einschränkungen können wir das Sushi Maki M2 empfehlen. Aber auch das BZEN Amsterdam und das Coboc Seven Kallio Comfort sind interessante Räder.

15. Mai 2020

Mit dem Cube Touring Hybrid Pro 500  haben wir ein zusätzliches E-Bike getestet, das sich in allen Disziplinen sehr wacker geschlagen hat und damit eine weitere Empfehlung ist.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Die E-Bike-Branche boomt. Im vergangenen Jahr wurde mit Elektrofahrrädern ein neuer Absatzrekord erzielt. Nach Angaben des Online-Portals Statista wurden 1,95 Millionen E-Bikes verkauft, im Jahr zuvor lag die Zahl noch bei 1,4 Millionen. Seit 2009 nehmen E-Bike-Verkäufe Jahr für Jahr zu. Damals fanden die ersten Räder mit Tretunterstützung erst 150.000 Käufer.

Der Markt für E-Bikes ist entsprechend groß und unübersichtlich, das Produktportfolio ist riesig. Unterschiedliche Modelle konkurrieren mit unterschiedlichen Antriebskonzepten. Wir haben zunächst 15 E-Bikes für Sie getestet, weitere Modelle folgen demnächst. In unserem Test erklären wir Ihnen auch, worauf Sie beim Kauf achten müssen und wie Sie das beste Rad für sich finden.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Fischer Viator 6.0i

E-Bike Test: Fischer Viator 6.0i
Tolle Ausstattung, sehr gute Fahrleistung, große Reichweite und attraktiver Preis: Beim Fischer Viator 6.0i stimmt das Gesamtpaket.

Ein perfektes E-Bike muss keine Unsummen kosten: Mit dem Fischer Viator 6.0i erwirbt man ein attraktives Gesamtpaket zum fairen Preis: Die Fahrleistungen sind exzellent, der Akku hält bis zu 120 Kilometer durch und ab Werk gehören unter anderem ein gefederter Sattel, Lenkervorbau, Gepäckträger und eine Federgabel zur Ausstattung.

Für Gelände und mehr

Cube Reaction Hybrid Pro 500

E-Bike Test: Cube Reaction Hybrid Pro 500
Das Cube-Bike entwickelt im Gelände ordentlich Kraft, ist aber auch im Alltag ein perfekter Begleiter.

Kraftvoller Motor, 75 Newtonmeter Leistung, extrem robuster Rahmen: Das Cube Reaction Hybrid Pro 500 bringt im Gelände unheimlich viel Spaß, weil es seinen Besitzer sicher und leichtfüßig durch Terrain bringt, an das man sich als Laie mit einem klassischen Mountainbike nie herangewagt hätte. Aber auch auf Feldwegen, Asphalt und in der Stadt macht das Pedelec eine sehr gute Figur.

Zum Falten

Gocycle G4

E-Bike Test: Gocycle G4 19
Faltbar, stylisch und erstaunlich agil: Das Gocycle G4 ist der perfekte Begleiter für Auto und Bahn.

Ausgeklügelter Faltmechanismus, super Verarbeitung, tolles Fahrverhalten und gute Beschleunigung – das Gocycle G4 ist ein hervorragendes Falt-E-Bike, das sowohl im Kofferraum als auch in der Stadtwohnung problemlos verstaut werden kann. Nach wenigen Handgriffen ist es fahrbereit und erlaubt auch Großgewachsenen, entspannt Platz zu nehmen und zu radeln.

Für Sportler

C.B.T. Italia UB77

E-Bike Test: Ebikes November2021 Cbt Itali Ub77 Klein
Das sportliche C.B.T Italia UB77 passt die Tretunterstützung bei Bedarf an die Herzfrequenz an und ist außerdem super leicht.

Das extrem leichte C.B.T. Italia UB77 punktet mit einem innovativen Konzept: Wer will, kann per mitgeliefertem Fitness-Tracker und App festlegen, ab welcher Herzfrequenz die Tretunterstützung einsetzt. Das sportliche Rad fährt sich komfortabel und zeigt alle wichtigen Werte über ein großes Display an. Mit gerade mal 13,2 Kilogramm zählt das Velo zu den leichtesten E-Bikes auf dem Markt.

Angenehm leicht

BZEN Milano

E-Bike Test: Ebike Test Juni2021 Bzen Milano Klein
Das BZEN Milano wiegt keine 16 Kilo, hat den Akku unsichtbar im Rahmen integriert und bietet ordentliche Fahrleistungen.

Wer ein leichtes, aber trotzdem vollwertiges und schickes E-Bike sucht, findet im 15,8 Kilo leichten BZEN Milano ein interessantes Modell. Der Akku steckt unsichtbar im Rahmen, der Hinterrad-Nabenmotor fällt ebenfalls fast nicht auf, und die Fahrleistungen des Pedelecs mit 45 Newtonmetern können sich durchaus sehen lassen. Auch die Verarbeitung des Alu-Rads mit Carbon-Gabel liegt auf hohem Niveau.

Gut & günstig

Sushi Maki M2

E-Bike Test: Sushi Maki M2
Ein E-Bike für 1.000 Euro: Das Sushi Maki M2 macht's möglich und erleichtert das Radeln in der Stadt.

Kaum teurer als ein herkömmliches Fahrrad ist das Sushi Maki M2. Es ist mit 15 Kilo angenehm leicht und spendiert dem Radler zumindest im Stadtverkehr immer eine Brise Rückenwind. Der Akku lässt sich aufgrund seiner Größe und seines geringen Gewichts überall mit hinnehmen und fungiert dann für Smartphone und Co. als Powerbank.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritFür Gelände und mehrZum FaltenFür SportlerAngenehm leichtGut & günstig
Fischer Viator 6.0i Cube Reaction Hybrid Pro 500 Gocycle G4 C.B.T. Italia UB77 BZEN Milano Sushi Maki M2 Fischer ETH 1861.1 Giant E+ 2 GTS Cube Touring Hybrid Pro 500 Coboc Seven Kallio Comfort BZEN Amsterdam Coboc Seven Montreal Cowboy 3
E-Bike Test: Fischer Viator 6.0iE-Bike Test: Cube Reaction Hybrid Pro 500E-Bike Test: Gocycle G4 19E-Bike Test: Ebikes November2021 Cbt Itali Ub77 KleinE-Bike Test: Ebike Test Juni2021 Bzen Milano KleinE-Bike Test: Sushi Maki M2E-Bike Test: Fischer ETH 1861.1E-Bike Test: Giant E+ 2 GTSE-Bike Test: E Bike Test Cube Touring Hybrid ProE-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Coboc Seven Kallio Comfort KleinE-Bike Test: Ebike Test Juli2020bzen Amsterdam KleinE-Bike Test: ImageE-Bike Test: Ebike April2021 Cowboy3
Pro
  • Sehr kraftvoller Motor
  • Sehr gut Ausstattung
  • Angenehmes Fahrverhalten
  • Hohe Akkukapazität
  • Robuste Verarbeitung
  • Sehr kraftvoller Motor
  • Perfekt für Gelände und Straße
  • Angenehmes Fahrverhalten
  • Robuste Verarbeitung
  • Faltbar
  • Hochwertig verarbeitet
  • Durchdachtes Konzept
  • Auch für große Fahrer geeignet
  • Gute Tretunterstützung
  • Sehr leicht
  • Hochwertig verarbeitet
  • Großes Display
  • Tretunterstützung bei Bedarf abhängig von Herzfrequenz
  • Leicht
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Ordentlicher Fahrkomfort
  • Nicht als E-Bike zu erkennen
  • Zwei Akku-Varianten erhältlich
  • Sehr preiswert
  • Sehr leicht
  • Akku dient auch als Powerbank
  • Einfache Bedienung
  • Sehr kraftvoller Motor
  • Leistungsstarker Akku
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Attraktiver Preis
  • Sehr kraftvoller Motor
  • Hohe Akkukapazität
  • Komfortabler Lenker
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr komfortables Fahrverhalten
  • Einfache Bedienung
  • Gute Verarbeitung
  • Ordentlich ausgestattet
  • Leicht
  • Sehr komfortables Radfahren
  • Dynamischer Antrieb
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr leicht
  • Automatik
  • Riemenantrieb
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr leicht
  • Akku nicht sichtbar
  • Ordentliche Beschleunigung
  • Antriebstechnik im Rahmen
  • Sehr leicht
  • Automatik
  • Riemenantrieb
  • GPS integriert
Contra
  • Relativ schwer
  • Relativ schwer
  • Wird ohne Schutzbleche und Ständer ausgeliefert
  • Kein eigenes Display, App und Smartphone erforderlich
  • Zubehör wie Ständer, Licht und Gepäckträger müssen separat erworben werden
  • Motor recht schwach
  • App nur auf Italienisch
  • Sehr teuer
  • Zubehör wie Ständer, Schutzbleche und Gepäckträger müssen separat erworben werden
  • Farbe Rot nur gegen Aufpreis
  • Akku fest verbaut
  • Unbequeme Sitzposition
  • Recht geringe Reichweite
  • Geringe Reichweite
  • Motor recht schwach
  • Schutzbleche, Ständer und Gepäckträger fehlen
  • Display schlecht ablesbar
  • Relativ schwer
  • Kette springt öfter raus
  • Schaltung muss vom Fachmann korrekt eingestellt werden
  • Relativ schwer
  • Relativ schwer
  • Teuer
  • Kein Display, nur LEDs und App
  • Lauter Motor
  • Primär für den Stadtbetrieb geeignet (Übersetzung zu klein)
  • Akku fest verbaut
  • Keine Federung
  • Kein Display, voller Funktionsumfang nur per Smartphone nutzbar
  • Akku fest verbaut
  • Eingeschränkter Fahrkomfort, Reifen bei Nässe problematisch
  • Teuer
  • Smartphone zur E-Bike-Nutzung Voraussetzung
  • Kein Ständer
  • Durchwachsener Fahrkomfort
  • Schwache Motorleistung
Bester Preis
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RahmengrößeRahmenhöhe 50 und 55 cm27.5: 16", 18" // 29: 17", 19", 21", 23"eine Standardgrößefünf Größen von 49 bis 58Medium (54 cm; von 165-180 cm)
Large (57 cm; von 175 - 195 cm)
50, 55, 60 cm2 Rahmenhöhen (50/55 cm)SM, M, L, XL50, 54, 58, 62 cmS: 155 bis 170 cm Körpergröße
M: 164 bis 180 cm Körpergröße
L: ab 174 cm Körpergröße
eine Rahmengröße für 160 bis 180 cmS: bis 173 cm Körpergröße
M: 172 cm bis 186 cm Körpergröße
L: ab 185 cm Körpergröße
von 1,70 bis 1,95 m geeignet
SchaltungKette, 10-GangKette, 10-GangMechanischer Twist Shift, 3 GängeKette, 9-GangKette, 9-GangAutomatikKette, 9-GangKette, 9-GangShimano Deore 10-Gang-KettenschaltungShimano Deore XT 10-fachAutomatik (Motorsteuerungssystem mit Torque-Sensor)Kette, 7-GangAutomatik
Antrieb250 Watt250 Watt250 Watt250 Watt250 Watt200 Watt250 Watt250 Watt250 Watt250 W / 500 W Leistungsspitze250 Watt250 Watt250 Watt
Newtonmeter907520 bis 702545k.A.808050 (65 beim Modell 2020)k.A.42k.A.30
Akkukapazität504 Wh400 Wh300 Wh378 Wh252 Wh oder 360 Wh125 Wh557 Wh496 Wh500 Wh380 Wh252 Wh, optional 380 Wh352 Wh360 Wh
Reichweite50 bis 120 km50 bis 150 kmmax. 65 kmmax. 100 km35 bis 90 kmmax. 40 km50 bis 160 km50 bis 170 km45 bis 145 km75 bis 110 kmmax. 70 km70 bis 100 kmmax. 70 km
Bremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremsehydr. Scheibenbremse
DisplayjajaSmartphone erforderlichjaja (Akkustand und Fahrmodus)jajajajaSmartphone erforderlichja (Akkustand und Fahrmodus)Smartphone erforderlichSmartphone erforderlich
Gewicht26 Kilo23,6 Kilo17,6 Kilo13,2 Kilo15,8 Kilo15 Kilo26 Kilo24,9 Kilo23,2 Kilo17,5 kg13,75 Kilo15,9 Kilo16,9 Kilo

E-Bike, Pedelec und S-Pedelec

Die Begriffe E-Bike und Pedelec beschreiben dasselbe Fortbewegungsmittel. Pedelec steht als Abkürzung für Pedal Electric Cycle. Dabei handelt es sich um ein Fahrrad mit Elektromotor, der erst dann seine unterstützende Wirkung entfaltet, wenn man in die Pedale tritt. Ohne eigene Kraftanstrengung bewegt sich ein E-Bike bzw. Pedelec also nicht vorwärts. Das Fahrgefühl ist mit einer permanenten gehörigen Portion Rückenwind zu vergleichen.

Tretunterstützung bis maximal 25 km/h

Der Gesetzgeber legt den rechtlichen Rahmen für ein E-Bike fest. Die Motorunterstützung darf nur bis 25 Stundenkilometer aktiv sein, bei höheren Geschwindigkeiten muss sich diese abschalten. Eine Anfahr- bzw. Schiebehilfe darf lediglich bis 6 km/h unterstützend eingreifen.

E-Bike Test: E Bike
Die Elektromotoren sind mal auffälliger, mal unauffälliger gestaltet.

Ein Pedelec darf jeder fahren, es erfordert weder Zulassung oder Versicherung noch einen Führerschein und auch eine Helmpflicht besteht nicht (wir raten dennoch dringend zu einem Fahrradhelm). Überall, wo man mit einem klassischen Fahrrad fahren darf, sind auch E-Bikes erlaubt.

S-Pedelecs sind die schnellen E-Bike-Varianten – das »S« steht schließlich für »Speed«. Maximal 45 Stundenkilometer sind erlaubt, der Motor leistet im Gegensatz zum Pedelec mehr als 250 Watt. Da es sich rechtlich nicht mehr um ein Fahrrad handelt, werden Zulassung, Führerschein (ab Klasse AM, bis 2013 Klasse M), Versicherungsschutz und Nummernschild benötigt. Zudem besteht eine Helmpflicht. Innerorts haben S-Pedelecs auf Fahrradwegen nichts zu suchen.

Welche E-Bike-Typen gibt es?

Nahezu jede Gattung, die es für klassische Fahrräder gibt, ist inzwischen auch als E-Bike erhältlich. Sie haben also die Qual der Wahl und müssen sich vor der Anschaffung erst mal mit der Frage beschäftigen, was Sie mit Ihrem Pedelec vorhaben.

Citybikes sind, wie es der Name schon verrät, primär für den Stadtverkehr konzipiert. Das fängt an bei der Bereifung und macht sich in einer komfortablen Sitzhaltung mit guter Umsicht im Verkehr und einem einfachen Einstieg bemerkbar. Wer ständig an roten Ampeln anhalten muss, will schließlich schneller vom Rad runter als ein Sportler, der lange Strecken am Stück zurücklegen kann. Auch stabile Gepäckträger und die Möglichkeit, einen Korb zum Einkaufen zu befestigen, zeichnen Citybikes aus.

Trekkingräder haben ein breites Einsatzspektrum

Trekkingräder erweitern das Arbeitsumfeld eines Citybikes. Sie sind prinzipiell auch sehr komfortabel, erlauben jedoch durch ihre robuste Bauweise und kräftigere Reifen mit Profil auch problemlos einen Abstecher über einen Feld- oder Waldweg. Federungen am Sattel oder am Lenker gehören teilweise zur Grundausstattung eines Trekkingrads.

E-Bike Test: E-Bike Mountain-Bike
Mountainbikes mit E-Antrieb eröffnen auch Nicht-Athleten tolle Berg-Erlebnisse.

Mountainbikes sind ebenfalls als E-Bikes zu haben. Sie sind für wilde Ausritte über Stock und Stein konzipiert und haben kraftvolle Motoren, um auch starke Anstiege zu bewältigen. Als Hardtails bezeichnet man Mountainbikes, die über keine hintere Federung verfügen, sondern lediglich mit einem gefederten Vorderrad ausgestattet sind. Sie sind günstiger als die voll gefederten Modelle (Fullys).

Natürlich sind auch Rennräder als E-Bike erhältlich. Bei vielen überzeugten Rennrad-Sportlern sind diese Bikes zwar verpönt, aber nicht so leistungsfähige Radler haben beispielsweise so die Chance, auch in einer ambitionierten Gruppe zu Trainingszwecken und für ein schönes Gemeinschaftserlebnis mitzufahren.

Unterschiedliche Motorenkonzepte

Bei E-Bikes unterscheidet man Mittelmotor, Hinterrad- und Vorderradnabenmotor. In der Regel ist der Mittelmotor am ehesten zu empfehlen. Er sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung durch eine tiefe Position mittig am Tretlager. Das Fahrgefühl ist sehr entspannt und entspricht dadurch am ehesten dem Fahren eines klassischen Fahrrads ohne Tretunterstützung.

Mittelmotoren bieten das beste Fahrverhalten

Ein Mittelmotor ermöglicht sehr sportliches Fahren. Kurze Kabelwege erweisen sich als Vorteil, weil so die Störanfälligkeit auf ein Minimum reduziert wird. E-Bikes mit Mittelmotor sind meistens etwas teurer, weil eine spezielle Rahmenkonstruktion erforderlich ist. Kette, Kettenblatt und Ritzel sind höheren Belastungen ausgesetzt. Wir favorisieren den Mittelmotor als Antriebskonzept.

E-Bike Test: E Bike 1
Der Motor in der Nabe ist unauffälliger und leiser als ein Mittelmotor.

Beim Hinterrad- und Vorderradnabenmotor muss man mit Einbußen beim Fahrkomfort rechnen. Entweder ist das Rad hecklastig oder der vorne angebrachte Motor kann das Lenkverhalten negativ beeinflussen, die Gabel wird stärker belastet. Auf rutschigem Boden ist sogar ein Durchdrehen des Vorderrades möglich. Ein Motor an der Hinterachse ist in der Regel angenehm leise und ermöglicht eine direkte Kraftübertragung für ein dynamisches Fahren. Ebenfalls ist eine Energierückgewinnung möglich.

Der Akku

Bei älteren und einfachen E-Bikes befindet sich der Akku im Bereich des Gepäckträgers. Das sieht recht antiquiert aus. Optisch schöner sind Lösungen, bei denen der Akku teilweise oder sogar komplett in den Rahmen integriert ist. In wenigen Fällen ist der Akku fest verbaut. Das hat gleich mehrere Nachteile. Das Fahrrad muss in der Garage oder an einer Außensteckdose geladen werden, da sich der Akku nicht mit ins Haus nehmen lässt. Wer gerne sehr große Strecken zurücklegt, hat mitunter einen Ersatzakku dabei. Das geht nicht, wenn dieser nicht austauschbar ist. Bei Akku-Defekten muss das komplette Rad in die Werkstatt oder gar eingeschickt werden.

Je größer die Akku-Kapazität, desto besser, weil dadurch die Reichweite des E-Bikes zunimmt. Üblich sind Kapazitäten zwischen 250 und 600 Wattstunden (Wh). Das Laden dauert zwischen 2 und 5 Stunden.

Den Akku aufzuladen dauert zwischen 2 und 5 Stunden

Wieviele Kilometer sich mit einer Akkuladung zurücklegen lassen, hängt von ganz vielen Faktoren ab, pauschale Angaben sind deshalb schwierig und mit Vorsicht zu genießen. Entscheidend ist, in welchem Modus man fährt. E-Bikes bieten in der Regel unterschiedliche Unterstützungsstufen: Turbo- und Sport-Modi sind hilfreich bei steilen Anstiegen und im Gelände, in der Ebene reicht normalerweise ein Standard-Modus, während man bergab die Tretunterstützung ausschalten oder einen Eco-Modus wählen kann.

E-Bike Test:Akku
Ein starker Akku für die Berge ist nicht gerade unauffällig.

Ebenfalls hängt die Reichweite vom Gewicht des Fahrers, der Beschaffenheit der Strecke und den Windverhältnissen ab. Wer im Stadtverkehr häufig anfahren muss beansprucht den Akku stärker als jemand, der kontinuierlich über eine Landstraße gleitet.

Bosch hat im Internet einen nützlichen Reichweiten-Assistenten eingerichtet. Hier kann man ganz verschiedene Parameter wie Gewicht, Geschwindigkeit, Fahrmodus, Trittfrequenz, Fahrbahnbeschaffenheit etc. eingeben und erhält dann eine schnelle Übersicht, wie viele Kilometer mit welcher Einstellung ungefähr drin sind – ein nettes Feature, um zu sehen, welche Auswirkungen bestimmte Faktoren auf die Kilometerzahl haben.

E-Bike Test: Bosch
Wie weit kommt man mit dem E-Bike unter bestimmten Voraussetzungen? Bosch gibt auf seiner Homepage die Antworten.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Ein E-Bike sollten Sie unbedingt persönlich Probe fahren. Neben objektiven Kaufkriterien gibt es nämlich auch subjektive. Sitzen Sie bequem? Benötigen Sie einen anderen Lenker? Ergibt ein gefederter Sattel Sinn? Fachhändler konfigurieren Ihnen Ihr Fahrrad auf ihre individuellen Vorlieben hin. Auch die optimale Rahmengröße können Sie so ausprobieren.

Motorkonzept und Akku haben wir bereits thematisiert. Ein wichtiges Thema ist auch, wie leistungsstark der Motor ist. Werfen Sie hierzu zur ersten Orientierung einen Blick auf die Newtonmeter-Angabe. Die Bosch-Antriebssysteme gehören zu den besten am Markt. Sie liefern je nach Motor zwischen 40 und 75 Newtonmeter. Bei 40 Newtonmetern ist die Tretunterstützung gering. In sehr hügeliger Landschaft bringt ein E-Bike erst ab 60 Newtonmetern Spaß. Bei starken Anstiegen bleiben Sie dann ganz entspannt, im »Turbo«-Modus genießen Sie einen extremen Vorschub. Fahren Sie verschiedene Motoren um herauszufinden, welche Charakteristik Ihnen am besten gefällt.

Für Arbeitnehmer, Selbstständige und Unternehmer kann sich das Leasen eines E-Bikes lohnen. Die Besteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung wurde von 1 % auf 0,5 % reduziert. Informieren Sie sich über die steuerlichen Möglichkeiten!

Ein anderes Thema ist die Art der Gangschaltung. Hierbei konkurrieren Naben- und Kettenschaltungen. Speziell wenn Sie sich für ein Pedelec mit dem von uns bevorzugten Mittelmotor interessieren, entscheidet die verwendete Schaltung über die effektiv nutzbare Antriebskraft. Ein E-Bike mit Nabenschaltung entfaltet bis auf wenige Ausnahmen am Berg nie die Wucht einer Tretunterstützung mit Kettenschaltung. Bauartbedingt kann erst eine Kettenschaltung das volle Leistungsvermögen des Motors freigeben. Wichtig: Da hier große Kräfte auftreten, müssen Ritzel und Kette entsprechend stark dimensioniert sein. Im bergigen Gelände ist eine Kettenschaltung deshalb die erste Wahl, in der Stadt kann hingegen eine Nabenschaltung vollkommen genügen. Probieren Sie es vor dem Kauf aus!

Wichtig ist nicht nur die Beschleunigung, sondern auch das Bremsverhalten. Unterziehen Sie die Bremsen deshalb einem Test. Sind sie ausreichend dimensioniert? Wir bevorzugen Scheibenbremsen mit entsprechend hoher Bremskraft.

Nützlich ist ein im Dunkeln beleuchtetes Display, auf dem man nicht nur den gewählten Fahrmodus sieht, sondern auch die verbleibende Restkapazität des Akkus (in Prozent oder als Restangabe in Kilometern), gefahrene Gesamtkilometer und Tageskilometer. Bei vielen E-Bikes lässt sich das Licht auch über die Display-Einheit einschalten. Mittlerweile sparen sich erste Hersteller eigene Bordcomputer ein. Stattdessen muss man sich eine App auf seinem Smartphone installieren und kann das per Halterung am Lenkrad als Bordcomputer einsetzen, um die eben aufgeführten Parameter abzurufen. Wir halten nicht viel von dieser Lösung. Schließlich ist man darauf angewiesen, immer das Smartphone dabei zu haben. Geht dem der Saft aus, guckt man in die Röhre.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Fischer Viator6.0i Totale

Testsieger: Fischer Viator 6.0i

Im Gegensatz zu unserer bisherigen Nummer eins, dem Fischer ETH 1861.1, hinterlässt das neue Fischer Viator 6.0i einen deutlich moderneren und frischeren Eindruck. Der Akku ist jetzt im Rahmen integriert, und der Motor leistet nun nicht mehr 80 Newtonmeter, was schon richtig viel war, sondern stolze 90 Newtonmeter. Man erhält mit dem E-Bike für rund 2.300 Euro ein äußerst attraktives Gesamtpaket.

Unser Favorit

Fischer Viator 6.0i

E-Bike Test: Fischer Viator 6.0i
Tolle Ausstattung, sehr gute Fahrleistung, große Reichweite und attraktiver Preis: Beim Fischer Viator 6.0i stimmt das Gesamtpaket.

Erhältlich ist das Viator 6.0i als Herren- und Damenmodell in jeweils zwei Größen (Damen: Rahmenhöhe 44 und 49 Zentimeter, Herren 50 und 55 Zentimeter). Zusatzkosten fallen beim Kauf des Viator in der Regel keine an, denn zur Komplettausstattung gehören ab Werk Sattelfederstütze, Schutzbleche, Gepäckträger, Lenkervorbau, Beleuchtung und ein Abus-Rahmenschloss.

Für wen sich das Viator eignet

Beim Fischer Viator 6.0i handelt es sich um einen echten Allrounder. Kurze Einkaufstrips sind genauso wie Fahrten zur Arbeit in der Stadt oder längere Trekking-Touren möglich. Die Continental-Reifen rollen auf glatter Asphaltdecke angenehm leise, bieten aber auch auf unebenen Pisten noch ausreichend Grip.

Auf Komfort getrimmt

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Fischer Viator6.0i Licht
Die Beleuchtung wird am Lenker eingeschaltet.

Der Sattel ist weich und bequem, die gefederte Sattelstütze nimmt Schläge effektiv auf. An der vorderen Federgabel werkelt ebenfalls ein Dämpfer. Front- und Rücklicht werden über den Bordcomputer eingeschaltet. Die Front-LED liefert 70 Lux und leuchtet die Straße gut aus. Der Ständer bietet einen sicheren Stand, als stabil für den täglichen Einkauf erweist sich im Test der Gepäckträger. Der ist schön robust und sehr alltagstauglich.

Pluspunkte sammelt das Fischer-Rad durch den Lenkervorbau. So etwas findet man in dieser Preisklasse eher selten. Vorteil: Die Lenkstange kann nicht nur in der Höhe, sondern auch im Kippwinkel verstellt werden. Dadurch wird verhindert, dass sich der Fahrer unangenehm krümmen muss.

Akku und Motor

Als Motor hat das Fischer-Bike den Brose Drive S Mittelmotor mit bärenstarken 90 Newtonmetern verbaut. Dieser ist angenehm leise und hat in der höchsten der vier Unterstützungsstufen richtig viel Kraft. Beim Anfahren in einem kleinen Gang schiebt das Velo ordentlich nach vorne, steile Anstiege werden ohne Anstrengung nahezu pulverisiert. Selbst mit 25 km/h ist die Übersetzung im höchsten Gang so ausgelegt, dass man noch mit einer angenehmen Trittfrequenz strampeln kann.

Die 10-Gang-Kettenschaltung arbeitet zuverlässig. Auch die hydraulischen Scheibenbremsen von Shimano verzögern zur vollsten Zufriedenheit. Mit 26 Kilo ist das Viator 6.0i kein Leichtgewicht. Die Masse macht sich jedoch nur bemerkbar, wenn man das Rad beispielsweise in den Keller tragen will. Rein beim Fahren hinterlässt das Fischer einen sehr agilen und wendigen Eindruck.

Akku mit 504 Wattstunden

Der 36 Volt starke Akku leistet 504 Wattstunden. Im höchsten Fahrmodus sind so bis etwa 50 Kilometer drin. Geht man mit den Ressourcen schonender um und setzt etwas mehr auf die Kraft der eigenen Beine, lassen sich Strecken mit einer Distanz von bis zu 120 Kilometern zurücklegen.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Fischer Viator6.0i Akku
Der Akku ist im Rahmen integriert und wird abgeschlossen.

Zum Laden kann der Akku im Fahrrad verbleiben, er lässt sich jedoch auch Herausnehmen (ein Schloss schützt ihn vor Langfingern), um ihn über Nacht in den eigenen vier Wänden zu betanken. Das dauert etwa fünf Stunden.

Bordcomputer

Der kompakte Bordcomputer lässt sich intuitiv über vier Tasten und eine Art Mini-Joystick bedienen. Im gut ablesbaren Display sieht man den gewählten Modus, die Akku-Restkapazität, die Rest-Reichweite in Kilometern, die Gesamtstrecke und die Kilometer des aktuellen Trips. Außerdem gibt das Display darüber Auskunft, wie viel Watt der Fahrer an Eigenleistung aufbringt. Das Licht lässt sich bequem über eine eigene Taste ein- und ausschalten.

Der Bordcomputer verfügt über eine USB-Buchse, um das Smartphone während der Fahrt mit frischer Energie zu versorgen. Darüber hinaus lässt sich das Rad per Bluetooth mit der »Fischer E-Connect«-App koppeln. Dann kann man unter anderem kostenfrei auf Europas Fahrradwegen navigieren sowie Strecken aufzeichnen und speichern.

Der Bordcomputer ist auch als Powerbank nutzbar

Um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie weit man in welchem Fahrmodus mit einer Akkuladung ungefähr kommt, hat der Hersteller einen Reichweiten-Assistenten im Internet eingerichtet. Hier gibt man sämtliche Parameter wie Gewicht, Geschwindigkeit, Bodenbeschaffenheit, Wind und Tretmodus ein und erhält dann eine Prognose, wie viele Kilometer man schaffen kann.

E-Bike Test: Unbenannt
Wie weit kommt man mit einer Akkuladung? Fischer bietet dazu im Netz einen praktischen Assistenten an.

Qualitativ macht das E-Bike in graphit-metallic-matt einen sehr robusten Eindruck. Hier wackelt oder klappert nichts. Probleme mit der Kette, die beim ETH 1861.1 immer mal raussprang, scheinen behoben. Während unserer Testkilometer traten diesbezüglich keine Probleme auf.

Für den fairen Preis von rund 2.300 Euro bietet das Fischer Viator 6.0i derzeit mit das beste Gesamtpaket: sehr gute Ausstattung, ordentliche Verarbeitung, agiles Fahrverhalten und hohe Akkukapazität.

Fischer Viator 6.0i im Testspiegel

Das Magazin Elektro Rad (1/2020) hat das Fischer Viator 6.0i ebenfalls getestet und mit »Sehr gut« bewertet. Gelobt werden der leise und dynamische Antrieb, die hochwertigen Komponenten, die griffige Bereifung und die gut dämpfende Federgabel. Als einziges Manko wird aufgeführt, dass der Schlüssel am Rahmenschloss verbleibt.

Im Fazit heißt es:

»Fischer Viator 6.0 – alles richtig gemacht! Super Motor, passende Komponenten, überzeugende Fahrleistungen, sportive, zum Rad passende Sitzposition. Für uns eine Empfehlung wert!«

Alternativen

An Alternativen zum Fischer Viator 6.0i mangelt es nicht. Egal ob fürs Gelände oder den täglichen Einsatz, mit den Modellen von Cube, Giant, BZEN und Sushi stellen wir Ihnen interessante E-Bikes für unterschiedliche Einsatzzwecke und Geldbeutel vor.

Wer für jede Situation gewappnet sein will – egal ob im schweren Gelände oder auf einer entspannten Tour auf der Landstraße – wird mit dem Cube Reaction Hybrid Pro 500 glücklich. Das Preis-Leistungsverhältnis ist top, die Verarbeitung hochwertig und der Antrieb sorgt für unvergessliche Drehmomente.

Fürs Gelände und mehr: Cube Reaction Hybrid Pro 500

Auf den ersten Blick sieht das Cube Reaction Hybrid Pro 500 so aus, als könnte man damit nur im Gelände glücklich werden. Dem ist aber nicht so. Das Mountainbike ist viel alltagstauglicher als man denken könnte. Dafür muss man unter Umständen kleinere Modifikationen vornehmen.

Für Gelände und mehr

Cube Reaction Hybrid Pro 500

E-Bike Test: Cube Reaction Hybrid Pro 500
Das Cube-Bike entwickelt im Gelände ordentlich Kraft, ist aber auch im Alltag ein perfekter Begleiter.

Ab Werk wird das Reaction Hybrid Pro 500 ohne Schutzbleche und Gepäckträger ausgeliefert. Die haben wir bei unserem Modell gegen geringen Aufpreis nachrüsten lassen. Die Alltagstauglichkeit nimmt dadurch enorm zu. Zusätzliche Extras sind eine Sattelfederung und ein Lenkervorbau, damit sich der Lenker optimal an die eigene Körpergröße anpassen lässt. Das sind jedoch alles nur kleine Modifikationen, die man an jedem Pedelec vornehmen kann, möglicherweise sogar sollte, die jedoch am Grundcharakter des Rads nichts verändern.

E-Bike Test: 20190810
Das Cube Reaction Hybrid Pro ist für das Gelände konzipiert. Mit nachgerüsteten Schutzblechen, Ständer und Lenkervorbau ist es absolut alltagstauglich.

Das Cube-Rad ist in unterschiedlichen Rahmengrößen erhältlich (27.5: 16″, 18″ // 29: 17″, 19″, 21″, 23″). Die Schwalbe-Reifen sehen zwar recht grobstollig aus und bieten im Gelände perfekten Grip, eignen sich jedoch auch wunderbar auf glattem Asphalt, da sie leise abrollen und bei jeder Witterungsbedingung optimalen Halt gewährleisten.

Der Akku ist teilintegriert

Der Akku ist im Rahmen teilintegriert. Er verschwindet nicht ganz, wirkt jedoch nicht so klobig wie beispielsweise beim Testsieger von Fischer. Geladen wird er wahlweise im Rad durch eine kleine Zugangsbuchse oder im Haus. Eine LED-Anzeige auf dem Akku verrät, wie es um die Restkapazität bestellt ist. Mit seinen 400 Wattstunden liefert er ausreichend Energie. Im kraftvollsten Modus hält er bis zu 50 Kilometer durch, wer auf eine dezente Tretunterstützung setzt kommt bis zu 150 Kilometer weit.

E-Bike Test: 20190810
Der Akku lässt sich zum Laden entnehmen oder im Rahmen betanken.

Einziges Manko des Cube: Mit einem Gewicht von 23,6 Kilo ist es recht schwer, so wie die meisten E-Bikes. Beim Fahren ist das kein Problem. Lediglich wenn man das Rad täglich in den Keller schleppen muss, spürt man die zusätzlichen Kilo gegenüber einem Mountainbike ohne Motor und Akku.

Der Antrieb ist eine wahre Freude

Angetrieben wird der Gelände-Flitzer von der Bosch Drive Unit Performance CX. Satte 75 Newtonmeter stehen hier im »Turbo«-Modus bereit. Die Eigenleistung des Radlers wird um bis zu 300 Prozent verstärkt. Wir lieben diesen Antrieb! Bei jedem Tritt in die Pedale bekommt man ein Grinsen ins Gesicht. Steigungen, die man früher gemieden hat, steuert man jetzt mit Absicht an. Denn Hügel werden einfach pulverisiert. Mit einem normalen Fahrrad war das Ziehen eines 40 Kilo schweren Berner Sennenhundes im 15 Kilo schweren Anhänger eine Qual, speziell das Anfahren. Jetzt ist man blitzschnell auf Reisegeschwindigkeit und merkt den mitreisenden Vierbeiner kaum. Die fünfjährige Tochter fällt als Leichtgewicht überhaupt nicht auf.

Das Zusammenspiel mit der 10-Gang-Kettenschaltung von Shimano gelingt sehr harmonisch und ist fein abgestimmt. Die Scheibenbremsen packen ordentlich zu und bringen das Zweirad schnell zum Stehen.

E-Bike Test: 20190810
Sie packen ordentlich zu: hydraulische Scheibenbremsen von Shimano.

Mit dem Cube Reaction Hybrid Pro 500 hat man ein Rad, das maximale Flexibilität ermöglicht. Man fährt mit ihm genauso bequem zum Bäcker oder in die Stadt wie mit der Familie auf dem Rad- oder Feldweg oder im Gelände. Hier zeigt das Pedelec seine Nehmerqualitäten. Harte Schläge und Löcher steckt es durch die Federgabel an der Front locker weg, hat man auch den Sattel gefedert, steigert das den Fahrkomfort enorm. Zur Erinnerung: Wir reden hier von einem E-Bike in der 2.000-Euro-Klasse.

Profis abseits befestigter Pisten werden jetzt die fehlende Vollfederung bemängeln. In Extremsituationen mag man die vermissen, aber für 95 Prozent der Durchschnittsnutzer sind die Geländeeigenschaften absolut ausreichend und bemerkenswert.

E-Bike Test: 20190810
Gut gefedert an der Vordergabel kommt man bequem durch den Wald.

Äußerst funktional ist der kleine Bordcomputer Bosch Purion, der im Dunkeln auch beleuchtet ist. Die simple Bedienung erfolgt über lediglich drei Tasten. Im Display erfährt man alles über Ladezustand, Geschwindigkeit, Fahrmodus, Reichweite, Trip- und Gesamtdistanz. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist die Ablesbarkeit gut. Per Knopfdruck wählt man eine der fünf Unterstützungsstufen aus. Während man mit dem Daumen navigiert, kann die Hand am Lenkrad bleiben.

E-Bike Test: 20190810
Mehr braucht man nicht: Der kleine Bosch-Bordcomputer ist übersichtlich und funktional.

Wer für jede Situation gewappnet sein will – egal ob im schweren Gelände oder auf einer entspannten Tour auf der Landstraße – wird mit dem Cube Reaction Hybrid Pro 500 glücklich. Das Preis-Leistungsverhältnis ist top, die Verarbeitung hochwertig und der Antrieb sorgt für unvergessliche Drehmomente.

Zum Falten: Gocycle G4

E-Bikes sind mittlerweile so populär, dass viele ihr praktisches Velo gerne auch mit in den Urlaub oder auf dem Weg zur Arbeit in den Zug für die so genannte letzte Meile mitnehmen möchten. Das funktioniert natürlich auch mit klassischen E-Bikes. Besonders komfortabel hierfür sind jedoch faltbare E-Bikes wie das Gocycle G4. So genügt auch ein vergleichsweise kleiner Kofferraum, um das Zweirad zu verstauen. Und in engen Stadtwohnungen ohne Keller findet sich für das E-Bike fast immer ein geeignetes Plätzchen.

Zum Falten

Gocycle G4

E-Bike Test: Gocycle G4 19
Faltbar, stylisch und erstaunlich agil: Das Gocycle G4 ist der perfekte Begleiter für Auto und Bahn.

Das G4 wiegt 17,1 Kilo und ist lediglich in einer Rahmenhöhe erhältlich. Unsere Sorge, dass man sich mit einer Körpergröße von 1,88 Meter beim Fahren mit den Knien die Ohren zuhalten kann, ist glücklicherweise absolut unbegründet. Die höhenverstellbare Sattelstütze (der Inbus reist unter dem Sattel mit) bietet so viel Spiel, dass man auch mit knapp zwei Metern ganz entspannt mit bequemer Beinhaltung radeln kann. Das ist der erste Pluspunkt. Der Sattel ist zudem komfortabel und angenehm weich. Auswählen kann man beim G4 zwischen den Farben Weiß, Mattschwarz und Blau.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Gocycle G4
Schicke Felgen, ansprechende Optik, auf Wunsch hohe Sitzposition: Das Gocycle G4 hat viele Stärken.

Das Velo rollt auf 20 Zoll großen Rädern, die Materialien und die Verarbeitung sind exzellent. Die Gabel und der Mittelrahmen bestehen aus Karbonfaser, zudem kommen punktuell Aluminium und Magnesium zum Einsatz. Gebremst wird vorne und hinten mit hydraulischen Scheibenbremsen. Weil das Gocycle auf offene Ketten, Zahnräder, Ritzel und Öl verzichtet und die gesamte Technik vor den Augen des Radlers verborgen ist, kann man das E-Bike sogar bequem im Anzug oder Kleid fahren und zusammenfalten. Die Gefahr, sich schmutzig zu machen, ist gleich null.

Rahmenkurven für eine stylische Optik

Hatten Falträder bisher ein eher angestaubtes Rentner-Image, so wirkt das G4 optisch frisch und stylisch. Die Rahmenkurven sehen nicht nur gut aus, sondern lassen das Rad beim Transport auch angenehm in der Hand liegen. Scharfe Kanten sucht man hier vergeblich.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Gocycle G4 Hinterrad
Dank hydraulischer Scheibenbremsen kommt das Faltrad sicher zum Stehen.

Der Lenker ist stabil und verwindungssteif. Die Dreigang-Nabenschaltung lässt sich per Drehsystem einfach und präzise handhaben, und die Bremsen packen sicher und wohl dosiert zu. Auf ein Display verzichtet das G4, alle wichtigen Informationen liefert eine App per Smartphone. Hierüber nimmt man auch die Einstellungen vor. Eine optische Hilfestellung etwa über den gewählten Fahrmodus bieten zusätzlich rote LEDs im Lenker – die sind jedoch nur eine Notlösung, die App ist auf jeden Fall die erste Wahl.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Gocycle G4 Lenker
Auf ein Display muss man verzichten, kleine LEDs liefern Basisinformationen.

Über einen in den Lenker integrierten USB-Anschluss lassen sich Smartphones aufladen, wenn das Fahrrad selbst nicht in Gebrauch ist. Für unterwegs ist das ein nettes Feature, um dem schlappen Handy-Akku wieder auf die Beine zu helfen.

Motor steckt in der Karbon­faser­gabel

Der Vorderradnabenmotor mit Traktionskontrolle und einer Leistung von 250 Watt ist in der Karbonfasergabel verbaut. Er stellt ein maximales Drehmoment von 70 Newtonmetern bereit.

Herausnehmbar ist der 300 Wh starke Lithium-Ionen-Akku mit 8,1 Ah und 36 Volt. Dieser sitzt im Aluminiumrahmen und ist innerhalb von 3,5 Stunden wieder komplett geladen. Bei schonender Fahrweise ist eine Reichweite von bis zu 65 Kilometern möglich.

Einen sehr sicheren Stand ermöglicht der Doppelständer, der das G4 wie ein Motorrad aufbockt. Ein optischer Leckerbissen sind die hellen LED-Leuchten. Diese springen an, sobald man die Pedale nur sachte berührt.

Ein Gepäckträger ist separat erhältlich. Ebenso bietet Gocycle spezielle Lenker- und Transporttaschen an, um beispielsweise auch ohne Rucksack einen Einkauf zu erledigen.

Die spannende Frage: Wie simpel lässt sich das G4 zusammenfalten, oder ist dies ein ähnliches Geduldspiel wie das Verstauen eines Wurfszelts? Glücklicherweise nicht: Selbst ohne Bedienungsanleitung ist es im ersten Anlauf nur eine Sache von Sekunden, bis das E-Bike auf die kompakten Maße von 88 x 39 x 61,5 Zentimetern zusammenschrumpft (mit eingeklapptem Ständer und eingeklappten Faltpedalen).

Zunächst wird der Lenker abgeklappt, anschließend faltet man den Rahmen in der Mitte zusammen. Dies gelingt mühelos, indem jeweils zwei Arretierbügel gelöst werden. Damit das Rad nicht mehr ungewollt auseinanderklappt, werden die Rahmenteile durch einen Gummiriemen arretiert. Jetzt klappt man noch die Pedale um, und schon ist das G4 transportfertig! Entweder schiebt man es am Sattel vor sich her. Oder man nimmt diesen ab und verstaut ihn platzsparend am Rahmen, um das Paket noch kompakter zu gestalten. Gocycle hat eine praktische Transporttasche im Portfolio.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Gocycle G4 Gefaltet
Innerhalb weniger Sekunden ist das G4 zusammengefaltet. Die Pedale kann man noch abklappen, den Lenker ebenfalls abnehmen und verstauen.

Noch besser würde uns das G4 gefallen, wenn man auf die Benutzung eines Smartphones verzichten könnte. So ist man leider auch hier auf den mittlerweile alltäglichen Begleiter und die kostenlos für iOS und Android erhältliche »GocycleConnect«-App angewiesen. Nach dem Anlegen eines Benutzerkontos verbindet sich das Rad per Bluetooth mit der Applikation. Das gelingt zuverlässig.

Über die App hat man Zugriff auf die Fahrmodi, kann die Pedalkraft individuell einstellen, außerdem die verbrannten Kalorien, die Durchschnittsgeschwindigkeit und gefahrene Distanzen ablesen. Darüber hinaus erhält man Infos zur Restkapazität des Akkus. Die Anwendung ist recht übersichtlich gestaltet und selbsterklärend zu bedienen.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Gocycle G4 App
Die »GocycleConnect«-App übernimmt die Aufgabe des Bordcomputers.

Die Fahrleistungen des G4 sind überraschend gut. Im »City«-Modus und im ersten Gang beschleunigt das Rad sehr schwungvoll, hier liegt gleich das volle Drehmoment an. Die Dynamik ist spürbar. Gerade steile Steigungen schafft man so spielend. In höheren Gängen schiebt das E-Bike nicht mehr ganz so druckvoll an, die Unterstützung ist dennoch gut.

Der gesamte Rahmen erweist sich als sehr verwindungssteif und stabil. Positiv fallen die Reifen auf, diese fahren sich sehr komfortabel und weich und bieten einen exzellenten Grip. Für ein sicheres Handling sorgt eine spezielle Silica-Mischung.

Obwohl das Gocycle lediglich auf 20 Zoll großen Rädern unterwegs ist, stimmen Sitz- und Lenkkomfort. Ideal ist es für Städtetrips geeignet, aber auch Überlandfahrten sind kein Problem. Natürlich fährt sich ein größeres E-Bike souveräner, ausgedehnte Ausflüge gelingen hier entspannter. Aber Beschleunigungs- und Fahrverhalten des G4 sind insgesamt erstaunlich gut.

Für 3.700 Euro ist das Gocycle G4 natürlich kein Schnäppchen. Es punktet aber durch einen sehr ausgefeilten und praktikablen Faltmechanismus, sehr hochwertige Verarbeitung, guten Fahrkomfort und ordentliche Beschleunigung. Für ein faltbares E-Bike stimmt das Gesamtpaket auf ganzer Linie.

Für Sportler: C.B.T. Italia UB77

Das C.B.T. Italia UB77 ist kein E-Bike für die breite Masse, es richtet sich eher an eine sportliche Klientel, die beim Radeln gerne mal den Puls im Blick hat. Für 4.445 Euro ist es zudem kein preiswertes Velo. Allerdings ist das Konzept des E-Bikes interessant, und auch die Verarbeitung sowie das niedrige Gewicht dürften so manchen begeisterten Radfahrer neugierig machen.

Für Sportler

C.B.T. Italia UB77

E-Bike Test: Ebikes November2021 Cbt Itali Ub77 Klein
Das sportliche C.B.T Italia UB77 passt die Tretunterstützung bei Bedarf an die Herzfrequenz an und ist außerdem super leicht.

Schon auf den ersten Blick wird deutlich: Das UB77 ist sehr sportlich konzipiert, Rahmen und Reifen gehen fast schon ein wenig in Richtung Rennrad. Allerdings, so viel sei schon verraten: Es fährt sich deutlich komfortabler und muss im Gegensatz zu einer reinen Rennmaschine nicht ausschließlich über glatten Asphalt bewegt werden. Der italienische Hersteller selbst charakterisiert das UB77 als Stadtrad.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Cbt Itali Ub77
Sportliche Silhouette: das UB77 von C.B.T. Italia.

Das komplette Rad wiegt gerade mal 13,2 Kilo, für ein E-Bike ist das extrem wenig. Der hausgemachte Carbonrahmen bringt federleichte 900 Gramm auf die Waage. Auch die mattschwarze Lackierung mit den graphischen Elementen in British Racing Green weiß zu gefallen.

Erhältlich ist der Flitzer in fünf Rahmengrößen zwischen 49 und 58, so muss man beim Kauf keine Kompromisse eingehen und findet garantiert das Modell, das optimal zur eigenen Körpergröße passt. Ab Werk wird das Rad standardmäßig ohne Gepäckträger ausgeliefert, dieser kann wie bei unserem Testmodell allerdings separat dazu erworben werden. Eine praktische Tasche mit schnellem Befestigungsmechanismus über eine Schiene ist ebenfalls ein empfehlenswertes Extra. Leider verzichtet C.B.T. Italia auf einen Ständer – dieses Accessoire fehlt auf jeden Fall, wenn man das E-Bike regelmäßig nicht nur für Trainingsfahrten ohne Zwischenstopp nutzen möchte. Für eine gesetzeskonforme Straßenzulassung muss man zudem noch Licht nachrüsten.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Cbt Itali Ub77 Tasche
Praktische Extras: Gepäckträger und Tasche für unterwegs.

Ein 378 Wh starker Akku ist unsichtbar in den Rahmen integriert. Dieser wird lediglich im Unterrohr etwas voluminöser, ansonsten gefällt das UB77 mit Monocoque-Rahmen durch seine grazile Anmutung. Die hydraulischen Scheibenbremsen sowie die 9-Gang-Kettenschaltung stammen von Markenhersteller Shimano. Der 250 Watt starke Motor ist im Hinterrad zwischen der Kassette und der Bremsscheibe versteckt. Und der Akku lässt sich leicht entnehmen und an jeder beliebigen Steckdose laden.

Der Sattel des UB77 ist sportlich schmal geschnitten, aber trotzdem komfortabel und damit auch langstreckentauglich. Schade, ein Schnellspanner zur flexiblen Anpassung der Sitzhöhe fehlt, wäre aber für mehr als 4.000 Euro durchaus zu erwarten gewesen. Praktisch: Durch den Lenkervorbau lässt sich dieser in der Höhe und im Neigungswinkel auf die individuellen Vorlieben hin verstellen.

Großes Farbdisplay übernimmt Aufgabe als Cockpit

Angenehm groß fällt das farbige Display mit einer Diagonalen von etwas mehr als acht Zentimeter aus. Eingeschaltet wird es über eine im linken Lenkerbereich montierte kleine Steuereinheit. Über zwei Taster kann man durch den Bildschirm navigieren und zwischen den fünf Unterstützungsmodi wechseln. Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Cbt Itali Ub77 Display (2)
Das Display ist groß und informativ, blendet aber stark.

Das Display entpuppt sich als sehr auskunftsfreudig. Hier sieht man sofort, welche Unterstützungsstufe gewählt ist und mit wie viel Watt man aktuell in die Pedale tritt. Zudem verrät das kleine Cockpit die aktuelle Geschwindigkeit, die Gesamtkilometer und die Länge des Tagstrips, die Höchst- und die Durchschnittsgeschwindigkeit und die Restkapazität des Akkus. Auch im Sonnenlicht ist das Display bei frontaler Draufsicht gut ablesbar, von der Seite spiegelt es jedoch stark.

Die 30-mm-Reifen sind weitgehend profillos. Am wohlsten fühlen sich diese auf Asphalt, aber auch eine Fahrt über einen Wald- oder Feldweg machen sie mit. Bei Schotter, Geröll oder matschigem Untergrund ist dann aber relativ schnell Schluss, hier bieten die Pneus einfach kaum noch Halt.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Cbt Itali Ub77 Bedienung
Über eine separate Schaltereinheit steuert man das E-Bike.

Bedingt durch das geringe Gewicht lässt sich das UB77 auch ohne eingeschalteten Motor wie ein herkömmliches Rad fahren. Die Bremsen packen gut zu und lassen sich angenehm dosieren, der Rahmen ist steif, auf Beton bieten die Räder einen ordentlichen Federungskomfort. Nervig: Das Display vibriert auf unebenem Untergrund.

Je nachdem, wie viel Tretunterstützung man sich wünscht, wählt man eine der fünf Stufen. Im Vergleich mit den meisten anderen E-Bikes aus unserem Testfeld ist die Schubkraft des C.B.T. Italia eher als dezent einzustufen. Schließlich liefert der Motor gerade mal ein maximales Drehmoment von 25 Newtonmetern. In der Ebene profitiert man dennoch von einer schönen Brise Rückenwind, auch bei Steigungen wird einem die Strampelei erleichtert, wenn hier jetzt auch keine spielerisch leichten Husarenritte möglich sind.

E-Bike Test: Ebikes November2021 Cbt Itali Ub77 Akku
Der Akku ist dezent im Unterrohr versteckt.

Überhaupt wünscht man sich bei höherem Tempo um die 25 km/h eine andere Übersetzung, die Trittfrequenz ist in diesem Bereich bald zu hoch. Im Stadtverkehr ist von diesem Problem jedoch kaum etwas zu spüren.

Fitness-Tracker und App für die Pulsüberwachung

Kommen wir zum besonderen Clou des UB77: Für Android-Geräte steht die Gratis-App »CBT E-Bike« zum Download bereit, eine iOS-Variante soll noch folgen. So koppelt man das Smartphone mit dem Rad. Außerdem muss man dieses mit dem mitgelieferten Fitness-Tracker HR per Bluetooth verbinden (andere Fitness-Uhren sollen sich irgendwann ebenfalls eignen, noch ist dies nicht der Fall).

E-Bike Test: Ebikes November2021 Cbt Itali Ub77 App
Gibt es bisher leider nur auf Italienisch: die App, über die man festlegt, ab welcher Herzfrequenz der Motor mit anschiebt.

In der App, die bisher leider nur auf Italienisch zur Verfügung steht, kann man selbst definieren, ab welcher Herzfrequenz die Motorunterstützung mit welcher Intensität eingreifen soll. Bevor man also gefühlt ein Sauerstoffzelt benötigt, greift dem Radler rechtzeitig der Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern unter die Arme. Das Feature funktioniert einwandfrei – einige halten es wahrscheinlich für eine überflüssige Spielerei, andere für ein smartes Extra, um effektiv bis zu einem bestimmten Pulsbereich zu radeln, ohne in den roten Bereich zu gelangen.

Noch ein Wort zum Akku: Wer nicht permanent mit der höchsten Motorstufe unterwegs ist, kann unter optimalen Bedingungen bis zu 100 Kilometer mit einer Akkuladung zurücklegen. Das ist ein ordentlicher Wert, der den meisten für eine Arbeitswoche mit dem Rad reichen dürfte.

Insgesamt gefallen uns die Fahreigenschaften des C.B.T. Italia UB77 auf halbwegs ebenem Untergrund sehr gut. Das Rad ist super leicht und kann damit mühelos mit einer Hand getragen werden. Innovativ ist das Konzept, die Intensität der Tretunterstützung automatisiert vom eigenen Puls abhängig zu machen. Der Motor ist allerdings kein Kraftpaket und deshalb eher für das flachere Land ohne nennenswerte Steigungen konzipiert. Leider ist das UB77 alles andere als preiswert.

Schön leicht: BZEN Milano

Leicht, schick und hochwertig verarbeitet: Das BZEN Milano mit 9-Gang-Kettenschaltung vereint viele positive Eigenschaften und ist damit eine Empfehlung für alle, die sich überwiegend im städtischen Umfeld aufhalten oder auch mal zu kürzeren Trips über Land aufbrechen.

Angenehm leicht

BZEN Milano

E-Bike Test: Ebike Test Juni2021 Bzen Milano Klein
Das BZEN Milano wiegt keine 16 Kilo, hat den Akku unsichtbar im Rahmen integriert und bietet ordentliche Fahrleistungen.

Das E-Bike der noch recht jungen belgischen Firma BZEN wiegt nur 15,8 Kilo und lässt sich somit auch problemlos mal eine Treppe herauftragen. Selbst wenn der Akku schlapp machen sollte, kann man das Pedelec mit Aluminiumrahmen beinahe wie ein herkömmliches Fahrrad fortbewegen.

Für ein solches hält man das Milano auch. Denn der Akku ist unsichtbar im Rahmen untergebracht, und auch der Hinterrad-Nabenmotor von Bafang fällt nicht auf. Erhältlich ist das Rad mit Carbon-Gabel in den Farben Rot und Schwarz. Das stylische und frische Rot kostet leider 95 Euro Aufpreis. Etwas schade, dass man zusätzlich zum Grundpreis von 2.890 Euro auch noch 25 Euro für Schutzbleche, einen Zehner für den Ständer und 45 Euro für den Gepäckträger draufzahlen muss.

 E-Bike Test: Ebike Test Juni2021 Bzen Milano
Speziell in Rot sieht das BZEN Milano super spritzig aus. Leider wird für diese Farbgebung ein Aufpreis von 95 Euro fällig.

Verarbeitung und Materialien des motorisierten Zweirads machen einen exzellenten Eindruck. Der Rahmen ist trotz seines geringen Gewichts sehr verwindungssteif, dieser ist in den Größen Medium (54 cm) für Personen zwischen 165 und 180 Zentimeter sowie in Large (57 cm) für Radler von 175 bis 195 Zentimeter zu haben. Wir empfehlen für Großgewachsene einen zusätzlichen Lenkervorbau für eine entspanntere Sitzposition. Die Werksversion ist für unseren Geschmack viel zu niedrig, die gekrümmte Haltung bereitet wenig Freude und ist gerade auf längeren Strecken ein echter Schwachpunkt.

Zwei Akkuvarianten zur Auswahl

Der Sattel ist recht schmal und sportlich geschnitten. Wer hier auf maximalen Komfort steht, sollte diesen austauschen. Die Sattelstütze eliminiert die schlimmsten Bodenunebenheiten. Ein Schnellverschluss für spontane Höhenanpassungen wäre in dieser Preisklasse wünschenswert.

 E-Bike Test: Ebike Test Juni2021 Bzen Milano Sattel
Der Sattel des Milano ist schmal geschnitten, der Sitzkomfort ist durchschnittlich.

Der Nabenmotor leistet 250 Watt und 45 Newtonmeter. Beim Akku hat man die Wahl zwischen einem Modell mit 7 Ah und 252 Wh und einem 10-Ah-Modell mit 360 Wh. Der Aufpreis beträgt 195 Euro, BZEN verspricht 50 Prozent mehr Reichweite. Diese liegt mit dem Standardakku je nach Art der Tretunterstützung und des Streckenprofils bei 35 bis 75 Kilometer, bis zu 90 Kilometer sind mit dem stärkeren Energiepack möglich. Für eine komplette Ladung benötigt man rund 3 Stunden.

Auf ein klassisches Display verzichten die Belgier leider. Stattdessen kommt eine kleine Kontrolleinheit mit blauen LEDs zum Einsatz, die bei direkter Sonneneinstrahlung nicht immer optimal zu erkennen sind. Die blauen Lichter signalisieren die aktuell gewählte Motorunterstützung (5 Stufen verfügbar) sowie den Ladezustand der Batterie. Die Bedienung ist an Einfachheit nicht zu überbieten. Über einen Knopf schaltet man das Pedelec ein, die beiden anderen dienen zum Verändern der Tretunterstützung. Außerdem kann man von hier aus die Beleuchtung zum Leben erwecken. Das Rücklicht aktiviert sich automatisch bei Einbruch der Dunkelheit.

 E-Bike Test: Ebike Test Juni2021 Bzen Milano Display
Über die kleine Kontrolleinheit mit blauen LEDs kann man die gewählte Stufe der Tretunterstützung und die Restkapazität des Akkus ablesen.

Insgesamt sind die Fahrleistungen des Milano sehr ausgewogen und überzeugend. Die Continental-Reifen rollen leise und bieten guten Grip, die 9-Gang-Kettenschaltung von Shimano (alternativ kann man eine Variante mit Carbonrienem nehmen) lässt sich präzise schalten und liefert auch bei 25 km/h – dann endet die Tretunterstützung des Motors – noch eine passable Übersetzung, um nicht wie ein Irrer in die dank Sandpapierauflage sehr griffigen Pedale treten zu müssen, damit zusätzlicher Vortrieb entsteht.

Dynamische Beschleunigung

Die Lenkung reagiert präzise, das gesamte Rad erweist sich als stabil und ist auch in Kurven angenehm zu handeln. Der 45-Newtonmeter-Nabenmotor ist kein Raketenantrieb, hilft aber dabei, das BZEN recht dynamisch zu beschleunigen. Im Stadtverkehr und in der Ebene benötigt man nicht unbedingt mehr Motor-Power. Für ausgedehnte Radtouren mit extremen Steigungen ist dieses Pedelec ohnehin nicht primär konzipiert.

 E-Bike Test: Ebike Test Juni2021 Bzen Milano Hinterrad
Die Scheibenbremsen von Shimano bringen das Milano sicher zum Stehen.

Die beiden Scheibenbremsen von Shimano lassen sich gut dosieren und packen bei Bedarf ordentlich zu. Obwohl dem Milano eine gefederte Vordergabel fehlt, fährt es sich nicht überaus hart, sondern recht komfortabel.

Uns gefällt nicht nur die Optik des BZEN Milano mit versteckten Kabeln und Akku im Rahmen. Das geringe Gewicht des Pedelecs ist ein echtes Pfund, und die Fahrleistungen sind gut. Mit erforderlichem Zubehör wie Ständer, Schutzblechen und Gepäckträger ist das rote Milano zum Preis von 3.065 Euro allerdings kein Schnäppchen – wer den stärkeren Akku nimmt, landet sogar bei stolzen 3.260 Euro.

Gut und günstig: Sushi Maki M2

Ein E-Bike für 1.000 Euro? Geht das? Ja, es funktioniert, wenn auch mit Einschränkungen. Das Sushi Maki M2 kostet gerade mal 999 Euro und richtet sich speziell an eine jüngere Zielgruppe im städtischen Umfeld. Hinter dem Münchner Start-Up Sushi Bikes stecken übrigens TV-Moderator Joko Winterscheidt und Geschäftspartner Andreas Weinzierl.

Gut & günstig

Sushi Maki M2

E-Bike Test: Sushi Maki M2
Ein E-Bike für 1.000 Euro: Das Sushi Maki M2 macht's möglich und erleichtert das Radeln in der Stadt.

An so ein 999-Euro-E-Bike darf man logischerweise nicht dieselben Anforderungen stellen wie an ein doppelt so teures Rad mit elektrischer Trethilfe. So muss man bei der Ausstattung die ersten Abstriche hinnehmen: Es fehlen Schutzbleche, Gepäckträger und leider auch ein Ständer. Alles lässt sich jedoch nachrüsten, entweder mit Zubehör von Sushi oder mit Standard-Komponenten.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Sushi Makim2
Mit gerade mal 15 Kilo ist das Sushi Maki M2 ein echtes Leichtgewicht. Einen Ständer muss man separat erwerben.

Das schwarze Maki M2 hat einen Rahmen aus Aluminium und eine Gabel aus Stahl. Auf eine Federung, sei es an der Gabel oder am Sattel, wurde in dieser Preisklasse wenig überraschend verzichtet. Der Sattel ist recht schmal und hart – kürzere Strecken sind kein Problem, erst auf längeren Touren, für die das Sushi ohnehin nicht konzipiert ist, spürt man sein Gesäß. Die Sitzposition konnte uns nicht überzeugen. Wenn man knapp 1,90 Meter groß ist, sitzt man recht stark nach vorne gebeugt auf dem Velo, ein wenig mehr Komfort wäre wünschenswert.

Für lange Touren ist das Maki nicht konzipiert

Vorder- und Rücklicht sind nicht in den Rahmen integriert, sondern lediglich angesteckt. Die braunen Reifen und die braunen Lenkergriffe sind optisch echte Hingucker.Die gute Nachricht: Das Maki M2 wird nicht in einer Standardgröße geliefert, sondern ist in den Rahmenhöhen 50, 55 und 60 Zentimeter erhältlich. Beim Hochheben des E-Bikes fällt sofort auf, dass das Sushi ein absolutes Leichtgewicht ist. Mit gerade mal 15 Kilo kann man es notfalls auch mit in die zweite Etage der Stadtwohnung hochnehmen.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Sushi Makim2 Akku
Der 800 Gramm leichte Akku lässt sich schnell entfernen und dient dann als Powerbank.

Der Akku ist kaum größer als eine Getränkedose und wie eine Trinkflasche auf dem unteren Holm angebracht. Mit gerade mal 125 Wattstunden ist er kein Kraftpaket. Allerdings bietet er ein pfiffiges Feature: Im Rucksack mitgenommen fungiert er als Powerbank, um beispielsweise im Café das Smartphone zu laden. Es ist für knapp 200 Euro ein zweiter Akku erhältlich, der sich aufgrund des ebenfalls geringen Gewichts von gerade mal 800 Gramm leicht transportieren lässt. Die Ladedauer liegt bei etwa 3,5 Stunden.

Der Antrieb ist eher gemächlich

Der optisch kaum wahrnehmbare Antrieb ist mit 200 Watt nicht gerade überdimensioniert. Auf eine Schaltung verzichtet das Sushi-Bike. Drei Tretstufen stehen zur Verfügung, die sich über ein kleines Bedienfeld am Lenker einstellen lassen. Hier wird über fünf Balken auch die Akku-Restkapazität angezeigt. Die Ablesbarkeit ist leider richtig schlecht. Selbst wenn die Sonne nicht scheint, kann man nur mit Mühe erkennen, welches Feld rot hinterleuchtet ist.

Der Fahrkomfort des Maki M2 ist ob der fehlenden Federung bestenfalls mittelmäßig. Die schicken 28-Zoll-Hohlkammerfelgen geben jede Bodenunebenheit weitgehend ungefiltert an den Fahrer weiter. Feldwege scheiden damit aus, auf glattem Asphalt fühlt sich das Sushi am wohlsten.

In der Stadt kommt man entspannt ans Ziel

Hier spürt man dann auch – zumindest bei Stufe 3 – dass sich ein fleißiger Helfer an Bord befindet. Beim Anfahren in der Ebene schiebt das Maki M2 recht flott nach vorne. Die Tretunterstützung ist hilfreich, aber natürlich nicht mit der Dynamik unserer anderen E-Bike-Empfehlungen zu vergleichen. Bei starken und vor allem längeren Steigungen geht dem Sushi merklich die Puste aus, in der Stadt kommt man hingegen entspannt ans Ziel. Für höhere Geschwindigkeiten jenseits der rund 22 km/h ist das Rad jedoch nicht gedacht, weil dann aufgrund der fehlenden Gangschaltung die fixe Übersetzung eine enorm hohe Trittfrequenz erfordert. Im Unterstützungslevel 3 hielt der Akku bei uns etwa 30 Kilometer durch. Wer die Modi wechselt, kann bis zu 50 Kilometer schaffen.

Als Bremsen kommen mechanische Scheibenbremsen zum Einsatz. Die reichen vollkommen aus, packen aber erwartungsgemäß nicht ganz so brutal zu wie die Bremsen bei teureren E-Bikes.

Für seinen Preis von gerade mal 999 Euro ist das Sushi Maki M2 eine Empfehlung. Es ist sehr leicht, gut verarbeitet und bietet im Stadtverkehr eine deutliche Erleichterung. Lücken in der Ausstattungsliste, wie Ständer und Gepäckträger, sind dem Preis geschuldet. Für lange Überlandtouren reichen Motorleistung und Akku nicht aus, auf städtischem Terrain ist das Sushi hingegen eine interessante Lösung.

Außerdem getestet

Fischer ETH 1861.1

Ein günstiges und empfehlenswertes E-Bike ist das Fischer ETH 1861.1. Im Gegensatz zum neueren Viator 6.0i ist hier der Akku allerdings auf dem Rahmen aufgesetzt. Erhältlich ist das ETH 1861.1 als Herren- und Damenmodell (ETD 1861.1) jeweils in zwei Größen. Zur Ausstattung gehören ab Werk Sattelfederstütze, Schutzbleche, Gepäckträger, Lenkervorbau, Beleuchtung und ein Abus-Rahmenschloss. Das schont das Budget zusätzlich.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Fischer Eth1861.1
Ein echter Preistipp: das Fischer ETH 1861.1.

Fischer spricht beim ETH 1861.1 von einem »Komfortbike«. Das können wir unterschreiben. Das Trekkingrad ist ein echter Allrounder, auf dem man jederzeit gemütlich unterwegs ist. Der Sattel ist weich und elastisch, bietet guten Halt und lässt einen auch nach vielen Stunden entspannt absteigen. Schläge dringen kaum bis ans Gesäß vor, weil die gefederte Parallelogramm-Sattelstütze auch härtere Schläge effektiv eliminiert.

An der vorderen Federgabel werkelt ebenfalls ein Dämpfer. Front- und Rücklicht werden über den Bordcomputer eingeschaltet. Die Front-LED liefert 70 Lux und leuchtet die Straße gut aus, hinten kommt ein Bremsverzögerungslicht zum Einsatz. Der Ständer bietet einen sicheren Stand, als stabil für den täglichen Einkauf erwies sich im Test der Gepäckträger. Pluspunkte sammelt das Fischer-Rad durch den Lenkervorbau.

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E-Bike Test: 20190810
E-Bike Test: 20190810
E-Bike Test: 20190810

Der 48 Volt starke Akku des Fischer-Fahrrads verfügt über 557 Wattstunden. Je nach Modus sind so zwischen 50 und mindestens 150 Kilometer drin. Die Ladezeit liegt bei fünf Stunden, geladen werden kann der Akku im Rad oder auch in der Wohnung.

Während bei vielen anderen E-Bikes der Energielieferant mittlerweile zumindest teilweise im Rahmen verschwindet, klebt der Fischer-Akku auf dem Querträger. Hier stört er nicht, beeinträchtigt wird lediglich die Optik. Denn sonderlich stylisch sieht das nicht gerade aus.

E-Bike Test: 20190810
Dezent geht anders: Fischer hat den Akku mitten auf das untere Rohr des Rahmens gesetzt.

Beim Motor setzt Fischer auf den so genannten Silent-Drive-Mittelmotor mit satten 80 Newtonmetern. Der Bafang-Mittelmotor verleiht dem Rad ein angenehmes und ausgewogenes Handling. Das Pedelec fährt sich agil, ab der dritten von fünf Tretunterstützungsstufen schiebt das Rad sehr ordentlich nach vorne, im Top-Modus schafft man selbst steile Anstiege, ohne ins Schwitzen zu kommen. Der Motor macht sich akustisch dezent bemerkbar, fällt jedoch nicht unangenehm auf.

Im Test hatten wir lediglich mit einer regelmäßig herausspringenden Kette zu kämpfen. Das scheint kein Einzelfall zu sein, wie auch andere Besitzer des ETH 1861.1 im Internet berichten. Allerdings lässt sich dieses Problem beheben, der Fachhändler muss die Schaltung lediglich korrekt einstellen. Die 9-Gang-Kettenschaltung von Shimano lässt sich, abgesehen von der erwähnten Schwachstelle, sauber durchschalten.

Auch hier gilt: Fischer verzichtet beim Bordcomputer auf optische Spielereien, sondern setzt auf hohe Funktionalität. Das Display ist aus ästhetischen Gesichtsgründen kein Leckerbissen, aber es erfüllt seine Aufgabe voll und ganz. Es stellt gut ablesbar die Restkapazität des Akkus, die aktuelle Stufe der Tretunterstützung, die gefahrene Geschwindigkeit, die Gesamt- und die Tagesdistanz dar. Auch die Durchschnittsgeschwindigkeit und die Restreichweite stehen zur Verfügung.

Die Displaybeleuchtung ist in fünf Stufen anpassbar. Bedient wird alles über fünf Tasten, ohne die linke Hand vom Lenker nehmen zu müssen. Per Daumen schaltet man unter anderem das Licht ein, ändert die Intensität der Tretunterstützung, aktiviert die Schiebehilfe und navigiert durch das Menü.

Der Bordcomputer verfügt über eine USB-Buchse, um das Smartphone während der Fahrt mit frischer Energie zu versorgen. Außerdem hat Fischer an eine Bluetooth-Pulsmesser-Funktion gedacht.

Auch wenn der Rahmen des ETH 1861.1 aus Aluminium gefertigt wurde, so ist das Pedelec alles andere als ein Leichtgewicht: 26 Kilo bringt es inklusive Akku auf die Waage. Nachteilig wirkt sich diese Masse jedoch nur aus, wenn man das Rad beispielsweise immer im Keller unterstellen will. Auf der Straße spielt es – zumindest mit Motor – keine nennenswerte Rolle, ob man einige Kilo mehr oder weniger unter sich hat.

Gebremst wird mit einer hydraulischen Scheibenbremse von Shimano. Der Bremsvorgang lässt sich präzise dosieren, das Fahrrad kommt schnell und sicher zum Stehen, auch auf feuchtem Untergrund.

Für den günstigen Preis von deutlich weniger als 2.000 Euro ist das ETH 1861.1 ein attraktives Angebot.

Giant E+ 2 GTS

Einen perfekten, sehr komfortablen Allrounder für lange Strecken empfehlen wir Ihnen mit dem Giant E+ 2 GTS. Abgesehen vom schweren Gelände ist das Trecking-E-Bike für jeden Untergrund gewappnet. Das Rad ist als Männer- und Frauen-Variante in vier Größen erhältlich.

Bei unserem Modell sind lediglich die Sattelfederung und das hintere Schloss mit der zugehörigen Aufbewahrungstasche Extras, alles andere gehört ab Werk zur Ausstattung.

E-Bike Test: 20190810
Elegante Silhouette: Das Giant E+ 2 GTS in der Damenvariante, beim Männermodell ist die Querstrebe höher montiert.

Unter anderem die Frontfederung, die beispielsweise die Unebenheiten auf Kopfsteinpflaster und Feldwegen effektiv wegbügelt. Oder auch der markante Griff aus Kork und Gummi, der sich sehr angenehm anfasst. Die seitlichen Griffhörner erlauben eine zusätzliche Halteposition und ermöglichen entspanntes Fahren auf langen Strecken.

E-Bike Test: 20190810
Ein Griff zum Verlieben! Auch das Licht kann man einschalten oder den Tretmodus wechseln, ohne die linke Hand vom Lenker nehmen zu müssen.

Der Akku verschwindet vollständig im Rahmen. Er wird eingesetzt und schwenkt dann ins Rad hinein. Aufgeladen wird er entweder im E-Bike oder in der Wohnung. Mit 496 Wattstunden liefert er ordentlich Power – im stärksten Modus sind um die 50 Kilometer drin, wer im »Eco«-Setup unterwegs ist schafft mindestens 150 Kilometer. 80 Prozent des Akkus sind in 2 Stunden und 45 Minuten geladen, für 100 Prozent muss man 5 Stunden einplanen.

E-Bike Test: 20190810
Der hat richtig viel Leistung: Mit knapp 500 Wattstunden sind mit dem Giant ausgiebige Fahrten möglich.

Enorme Fahrleistungen ermöglicht der Mittelmotor von Yamaha. Der stellt ein maximales Drehmoment von 80 Newtonmetern zur Verfügung, wodurch sich das Giant-Rad auch perfekt eignet, um den Nachwuchs oder einen Vierbeiner im Anhänger zu ziehen. Der Antritt im »Sport+«-Modus ist ein Erlebnis. Ein kurzer Tritt in die Pedale, und das Pedelec schießt nach vorne wie von einem Gummiband loskatapultiert. Selbst steilste Steigungen in den Bergen sind so kein Hindernis mehr. Bis zu 350 Prozent der eigenen Pedalkraft werden erreicht, die neun Gänge der Kettenschaltung sind harmonisch abgestimmt.

Bei den Zusatzkomponenten setzt Giant auf Shimano. Die Schalthebel und die hydraulische Scheibenbremse stammen aus der Produktion der Japaner. Auch bei Nässe bremst das E-Bike zuverlässig ab, die Reifen bieten sowohl auf unbefestigtem Untergrund als auch auf glatter Asphaltdecke bei jeder Witterung guten Grip und einen schönen Abrollkomfort. Dass es sich beim Giant um ein E-Bike handelt, hört man. Der Motor verursacht deutliche »Summ«-Geräusche, die wir aber nicht als störend oder unangenehm empfanden.

E-Bike Test: 20190810
Auch beim Trekkingrad kommen hydraulische Scheibenbremsen zum Einsatz.

Mittig auf dem Lenker thront das große Display, das ebenfalls hinterleuchtet ist. Hier erkennt man sofort, ob man im »Eco«-, »Eco+«-, »Normal«-, »Sport«- oder »Sport+«-Modus unterwegs ist. Die Akku-Kapazität wird in Prozent oder in Restkilometern dargestellt. Ferner gehören aktuelle Geschwindigkeit, Gesamtstrecke und Tageskilometer zu den Features.

Praktisch: Auf der Rückseite des Bordcomputers befindet sich eine USB-Buchse, um unterwegs ein Smartphone aufladen zu können.

E-Bike Test: 20190810
Alles im Blick: Das Giant-Display ist auch bei rasanter Fahrt perfekt ablesbar.

Das Giant Explore E+ 2 GTS ist sehr solide verarbeitet, am Rahmen wackelt oder klappert nichts, die Laufruhe ist exzellent. Mit knapp 25 Kilo ist es ebenfalls kein Leichtgewicht. Ein Schiebemodus bis 6 km/h ist verfügbar, der stabile Gepäckträger schultert locker einen Kindersitz oder schwere Einkäufe. Wer ein sehr leistungsstarkes Trekkingrad für lange Strecken sucht, findet im Giant einen zuverlässigen Begleiter.

Cube Touring Hybrid Pro 500

Das Cube Touring Hybrid Pro 500 ist ein gutes E-Bike für jeden Tag und ein angenehmer Begleiter auf dem Weg zur Arbeit, für die Trekking-Tour oder auch mal eine sportliche Runde. Der Fahrkomfort ist gut, das Preis-Leistungs-Verhältnis passt.

In der 2019er Version mit dem Motor Bosch Drive Unit Active Plus leistet das Pedelec maximal 50 Newtonmeter im Turbo-Modus. Damit katapultiert man sich nicht ganz so spielend einen Berg nach oben, die Tretunterstützung ist aber dennoch spürbar vorhanden – und nicht nur in der Ebene profitiert man immer von einem gleichmäßigen Rückenwind.

 E-Bike Test: Bike Test Cube Touring Hybrid Pro Seitenansicht
Maximal alltagstauglich: Das Cube Touring Hybrid Pro 500 bietet viel Komfort sowohl auf langen Strecken als auch bei kurzen Abstechern in die Stadt

Bei der 2020er Version hat Cube einen etwas stärkeren Motor verbaut, der maximal 65 Newtonmeter leistet. Damit ist man ein Stückchen flotter unterwegs. Wem das zu viel Power ist, der kann jederzeit den Fahrmodus reduzieren.

Der Sattel ist gefedert und ermöglicht trotz seiner eher sportlich geschnittenen Silhouette entspanntes Sitzen. Der Akku ist in den Rahmen integriert und wird von einer Kunststoffblende verdeckt. Dabei handelt es sich um keine qualitativ hochwertige Ingenieurskunst, die Lösung ist aber funktional und reicht in dieser Preisklasse vollkommen aus. Insgesamt ist das Velo sehr stabil und massiv gebaut, mit 23,2 Kilo jedoch kein Leichtgewicht. Der robuste Gepäckträger hält mehr als nur einen gut gefüllten Rucksack aus, der Ständer gewährleistet einen sicheren Stand.

 E-Bike Test: Bike Test Cube Touring Hybrid Pro Display
Extrem intuitiv und super zu bedienen: in der Mitte das große Bosch-Display, links in Reichweite des Griffs kann man über zwei Tasten unter anderem den Fahrmodus wechseln.

Die Frontgabel mit einem Federweg von 63 Millimetern bügelt Unebenheiten zuverlässig weg. Das vordere Schutzblech besteht aus Kunststoff, sollte es beim Transport des Alu-Rads im Karton leicht weggedrückt worden sein, muss man es regelmäßig beibiegen, damit es nicht dezent am Vorderrad schleift.

Für den Bedienkomfort verdient sich das Cube Touring Hybrid Pro 500 Bestnoten. Die Bedienung erfolgt sowohl über das große Bosch-Display »Intuvia« als auch über eine kleine zusätzliche Einheit, die in der Nähe des linken Griffs befestigt wird und den Vorteil hat, dass beide Hände auch dann am Lenker bleiben, wenn man ins Menü abtauchen oder den Fahrmodus verändern will. Neben den vier Fahrstufen Turbo, Sport, Tour und Eco hat man hier unter anderem Zugriff auf die Uhrzeit, die aktuelle Geschwindigkeit, die zurückgelegten Kilometer und die Restreichweite, bis der Akku schlapp macht. Ein Knopfdruck genügt und die Front- und Rückbeleuchtung springt an. Die Ablesbarkeit des Bosch-Displays ist auch im Sonnenleicht gut, die Bedienung einfach und sehr intuitiv.

 E-Bike Test: Bike Test Cube Touring Hybrid Pro Bremse
Bringt das Rad sicher zum Stehen: die Bremsanlage von Shimano.

Das Cube-Rad fährt sich so, wie man es sich wünscht: komfortabel, sicher und souverän. Die Shimano-Scheibenbremsen packen kräftig, aber nicht brutal zu. Der Rahmen ist sehr verwindungssteif, auch auf holperigen Feldwegen behält man jederzeit die Kontrolle über das Zweirad. Die Schwalbe-Reifen sind auf Asphalt laufruhig, ermöglichen aber ebenfalls Abstecher über Feldwege.

Vor allem in der 2019er Version mit maximal 50 Newtonmetern ist das Touring Hybrid Pro 500 ein ideales Rad für ältere Semester, die sich mit viel Respekt dem Thema E-Bike nähern. Es bietet eine deutliche Tretunterstützung, schiebt aber nicht so dynamisch an, dass man davon überfordert sein könnte und Angst vor einem Sturz haben müsste. Für rund 2.000 Euro erhält man ein sehr ausgewogenes Elektrofahrrad ohne echte Schwäche.

Die Verarbeitung mit Aluminiumlegierung überzeugt, Bremsen und Motor sind ausreichend stark dimensioniert, das Fahrverhalten ist absolut unkritisch, der Akku schick im Rahmen integriert und das übersichtliche Display sowie die separate Schaltzentrale ermöglichen ein völlig unproblematisches Handling. Die zehn Gänge lassen sich zudem sauber und ohne Kraftaufwand schalten. Selbst wenn man im Turbo-Modus konstant 25 Kilometer pro Stunde fährt, ist in der Ebene mit einer Akkuladung eine Distanz von 45 bis 50 Kilometer drin. Im Eco-Modus lassen sich bis zu 140 Kilometer ohne Betankung zurücklegen.

Kurzum: Mit dem Cube Touring Hybrid Pro 500 erhält man ein preiswertes E-Bike mit vielen Stärken, das aufgrund moderater Tretunterstützung vor allem für ältere E-Bike-Einsteiger eine sehr gute Wahl ist.

Coboc Seven Kallio Comfort

Zu einem stolzen Preis von knapp 4.300 Euro richtet sich das Coboc Seven Kallio Comfort nicht an die ganz breite Masse. Als bequemer Tiefeinsteiger konzipiert dürfte das E-Bike speziell ältere Radler ansprechen, die komfortabel auf- und absteigen möchten. Ein dickes Plus des schicken Velos: Mit einem Gewicht von 17,5 Kilo fällt es angenehm leicht aus.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Coboc Seven Kallio Comfort
Ästhetische Silhouette: Das Coboc Seven Kallio Comfort fährt sich angenehm entspannt.

Erhältlich ist das Seven Kallio Comfort in drei Größen: in S für 155 bis 170 Zentimeter, in M für 164 bis 180 und in L ab einer Körpergröße von 174 Zentimetern. Wenn man das Zweirad in der attraktiven Farbgebung Diorit Grey – Salmiak Black sieht, hält man es für ein »normales« Fahrrad. Einen Motor und den dazugehörigen Akku sieht man nicht.

Denn Coboc hat den Akku im Unterrohr versteckt. Dieses fällt etwas massiver aus, was aber bei Rädern mit tiefem Einstieg bauartbedingt nicht ungewöhnlich ist. Schließlich muss die Konstruktion verstärkt werden. Wenn man den Motor beim Kallio finden möchte, muss man wiederum einen Blick hinter die Bremsscheibe der Hecknabe werfen.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Coboc Seven Kallio Comfort Licht
Stylisch: In das hintere Schutzblech ist die LED-Beleuchtung integriert.

Die Verarbeitung des Coboc-Bikes ist exzellent. Der Rahmen besteht aus Aluminium, die Federgabel aus Carbon. Die Sitzhaltung ist aufrecht und sehr entspannt, der Sattel mit Federstütze ermöglicht stundenlanges gemütliches Sitzen. Ein Hingucker ist das hinten enganliegende Schutzblech mit integrierter LED-Beleuchtung.

Der elektrische Antrieb leistet 250 Watt, in der Spitze bis zu 500 Watt. Der fest verbaute Akku kommt auf 380 Watt und wird unten am Rahmen über einen Magnetstecker geladen. Das Seven Kallio Comfort verzichtet auf ein Display. Die Bedienung erfolgt über einen einzigen Knopf, der sich über den fünf LEDs im Rahmen befindet. Ein Blick in die Anleitung ist unerlässlich, um herauszufinden, wie man zwischen den Fahrprofilen wechselt und das Licht ein- und ausschaltet. Unterschiedlich leuchtende LEDs verraten, welcher Modus gerade aktiv ist.

Um die volle Funktionsfülle zu nutzen, muss man auf einem Smartphone die Coboc-App installieren. Das mögen jüngere Leute noch cool finden, die ältere Klientel, die das Kallio möglicherweise am ehesten anspricht, dürfte dadurch aber eher abgeschreckt werden. Und auch wir haben wenig Lust dazu, beim Radeln immer ein Smartphone dabei zu haben und dieses per Bluetooth mit dem E-Bike zu koppeln.

Abgesehen davon gibt es am Handling und den Features der App nichts auszusetzen. Im Gegenteil! Per Schieberegler kann man für jeden der beiden Modi »Unterstützungsstufe«, »Anfahrverhalten« und »Zusätzliche Unterstützung« individuell festlegen. Bei der »Unterstützungsstufe« wird das Verhältnis von eigener Leistung zu Motorleistung eingestellt. Über das »Anfahrverhalten« hat man Einfluss auf die Spritzigkeit beim Losradeln. Und die »Zusätzliche Unterstützung« bestimmt die Grundunterstützung des Motors.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Coboc Seven Kallio Comfort App
Auskunftsfreudig: In der Coboc-App kann man das Fahrverhalten anpassen, navigieren und Parameter wie die Akku-Restkapazität ablesen.

Darüber hinaus ist die App sehr auskunftsfreudig. Sie zeigt Ladestand, Strom, Temperatur und Spannung des Akkus an, bei der Navigation zusätzlich die Entfernung zum Ziel, die voraussichtliche Ankunftszeit, die Dauer der Fahrt und die zurückgelegte Strecke. Außerdem wird die verbleibende Reichweite nicht nur in Prozent, sondern auch grafisch auf einer Karte dargestellt, um zu sehen, wie weit man noch kommt.

Im Zusammenspiel mit der leichtgängigen Zehngang-Schaltung von Shimano ermöglicht das Seven Kallio Comfort sehr dynamischen Fahrspaß mit starkem Antritt und kraftvoller Tretunterstützung. Der Motor bringt Freude, und das Coboc rollt weich und dämpft Unebenheiten sehr effektiv. Die Lenkung reagiert präzise, die Scheibenbremsen packen kräftig zu. Einzig die lauten Motorgeräusche sind störend.

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E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Coboc Seven Kallio Comfort Leds
E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Coboc Seven Kallio Comfort Sattel
E-Bike Test: Ebike Test Juli2020 Coboc Seven Kallio Comfort Bremse

Je nach Fahrmodus und Charakteristik der Strecke sind zwischen 60 und 110 Kilometer drin. Das ist ein sehr guter Wert. Das Laden des Akkus dauert gerade mal zwei Stunden. Eine Steckdose vorausgesetzt, ist das Velo nach einer etwas längeren Mittagspause wieder voll einsatzfähig.

Das leichte Coboc Seven Kallio Comfort bietet überzeugende Fahrleistungen und ist insgesamt ein sehr komfortables E-Bike mit guter Reichweite und starkem Motor. Wer weder Akku noch Motor sehen möchte und auf zusätzliche App-Features steht, macht mit dem Tiefeinsteiger alles richtig – das nötige Kleingeld vorausgesetzt.

BZEN Amsterdam

Mit dem Amsterdam hat die noch junge belgische Firma BZEN ein extrem leichtes Damen-E-Bike im Sortiment. Gerade mal 13,75 Kilo bringt der Tiefeinsteiger auf die Waage und lässt sich damit quasi so einfach handhaben wie ein klassisches Fahrrad. Der Transport vom Keller eine Etage höher ins Freie gelingt spielend.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020bzen Amsterdam
Rot ist eine von sechs Farben, in denen das BZEN Amsterdam erhältlich ist.

Dass es sich beim Amsterdam um ein E-Bike handelt, erkennt man nur auf den zweiten, sehr genauen Blick. Der Akku ist unsichtbar im Unterrohr integriert. Lediglich die Ladebuchse oberhalb des Tretlagers verrät, dass hier ein Motor verbaut wurde, der im Hinterrad steckt.

Erhältlich ist das Damenrad in sechs unterschiedlichen Farben. Rot und Weiß sind im normalen Preis für 2.890 Euro inbegriffen, Aluminium, Blau und Schwarz kosten jeweils 95 Euro Aufpreis, für Gold werden zusätzlich 145 Euro fällig. Bei Sattel und Handgriffen kann der Käufer zwischen Schwarz und Braun auswählen. Keine Auswahl gibt es bei der Rahmengröße: BZEN lässt in der eigenen Manufaktur in Schlesien lediglich einen Alu-Rahmen fertigen, der für Radlerinnen mit einer Körpergröße von 160 bis 180 Zentimetern geeignet ist.

 E-Bike Test: Ebike Test Juli2020bzen Amsterdam Ladebuchse
Dezenter Hinweis, dass das Amsterdam ein E-Bike ist: die Ladebuchse oberhalb des Tretlagers.

Aufgrund des extrem tiefen und damit sehr angenehmen Einstiegs eignet sich das Amsterdam auch für männliche Radler älteren Semesters, die ohne Mühe auf- und absteigen wollen. Zu groß dürfen diese allerdings nicht sein.

Die Sitzposition auf dem E-Bike ist sehr aufrecht, der hohe Lenker sorgt ebenfalls dafür, dass man sich nicht verrenken muss. Damit ist die Charakteristik des Amsterdam auch schon definiert: Es eignet sich für entspanntes Dahingleiten, für sportliches Fahren eher weniger, worauf wir gleich noch zu sprechen kommen.

Das leichte Bike ist insgesamt sehr gut verarbeitet, hier klappert und vibriert nichts. Zur Ausstattung gehören Gepäckträger, Schutzbleche, Front- und Rücklicht, Klingel und Ständer. Die vier Metallnieten im Sattel sehen zwar ganz hübsch aus, gehen jedoch zu Lasten des Sitzkomforts. Die Ledergriffe mit schöner Naht sind hochwertig.

Anstatt einer Kette ist das BZEN mit einem Carbon-Riemenantrieb ausgestattet. Dieser arbeitet geräuschlos, zudem muss man sich keine Sorgen machen, dass die Hose schmutzig wird. Der belgische Hersteller bietet optional jedoch auch eine Shimano-9-Gang-Kettenschaltung an.

Radeln mit Riemenantrieb bedeutet, dass man sich um das Wechseln der Gänge nicht selbst kümmern muss. Denn das Amsterdam fährt sich dank Motorsteuerungssystem mit Torque-Sensor wie ein Auto mit Automatikgetriebe. Der Motor leistet maximal 42 Newtonmeter. Regulär wird das Hollandrad mit einem 252 Wattstunden starken Akku ausgeliefert, gegen einen Aufpreis von 195 Euro hat dieser 380 Watt, was etwa 50 Prozent mehr Reichweite bedeutet.

Das Amsterdam verfügt über eine simple Steuereinheit. Über diese schaltet man die Tretunterstützung und das Licht ein und kann aus fünf verschiedenen Unterstützungsstufen wählen. Außerdem informiert eine blaue LED in fünf Bereichen, wie viel Saft der Akku noch hat. Eine Prozentangabe wie bei den meisten anderen E-Bikes liefert diesbezüglich natürlich präzisere Ergebnisse. Die Bedienung ist jedoch sehr intuitiv und gelingt auf Anhieb.

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E-Bike Test: Ebike Test Juli2020bzen Amsterdam Sattel
E-Bike Test: Ebike Test Juli2020bzen Amsterdam Display
E-Bike Test: Ebike Test Juli2020bzen Amsterdam Antrieb

Mit maximal 42 Newtonmetern hat man auf dem Amsterdam logischerweise keinen Raketenantrieb integriert. Im höchsten Modus erleichtert der Motor das Vorwärtskommen jedoch spürbar. In der Ebene und bei leichten Anstiegen ist das Radelgefühl sehr entspannt. Kürzere Strecken zur Arbeit gelingen, ohne dass man verschwitzt ankommt. Bei maximaler Unterstützung hielt der Akku bei uns wie versprochen rund 30 Kilometer durch.

Was uns stört, ist die Tatsache, dass das BZEN-Rad eher zum gemächlichen Bummeln geeignet ist. Bei höheren Geschwindigkeiten ab etwa 20 km/h, die mit einem E-Bike sehr schnell erreicht werden, ist die Übersetzung des Amsterdam nicht mehr ausreichend. Dann muss man wie verrückt treten, um zusätzlichen Vortrieb zu erzeugen. Es fehlt schlichtweg der Widerstand bzw. ein höherer Gang, der vernünftiges Radfahren ermöglicht. In diesem Fall ist es wahrscheinlich sinnvoller, die 9-Gang-Kettenschaltung (ohne Aufpreis) zu wählen.

Abgesehen davon bietet das ungefederte Rad guten Fahr- und Abrollkomfort. Speziell das geringe Gewicht ist ein echtes Pfund. Für den Preis von immerhin 2.890 Euro ist uns das Einsatzgebiet des Amsterdam mit Riemenantrieb jedoch etwas zu klein. Während langsame Stadtfahrten noch problemlos möglich sind, stößt man bei Überlandtouren mit normalem E-Bike-Tempo aufgrund der fehlenden größeren Übersetzung an Grenzen.

Coboc Seven Montreal

Pardon, wir formulieren es mal ein bisschen frech: Das Coboc Seven Montreal ist für Geschäftsleute konzipiert, die gerne zeigen, dass sie per Rad zur Arbeit kommen. Denn das anthrazitfarbene E-Bike im extravaganten Look buhlt schon ein wenig um Aufmerksamkeit, ist technisch jedoch sehr innovativ und ein Wolf im Schafspelz. Allerdings ist es ganz schön teuer.

Auf den ersten Blick sieht man dem Coboc gar nicht an, dass es eine elektrische Trethilfe integriert hat. Denn die komplette Antriebstechnik und der Akku sind im wuchtigen Frontrohr des Alurahmens untergebracht, die Züge wurden innen verlegt. Ergebnis: Das Pedelec ist mit 15,9 Kilo unglaublich leicht, die meisten Mitbewerber bringen rund 10 Kilo mehr auf die Waage. Perfekt also, wenn man das Rad mit ins Bürogebäude nehmen will und hier eine Treppe überwinden muss.

E-Bike Test: 20190807
Akku und Motor sind kaum zu erkennen: Das Coboc Seven Montreal wirkt extravagant und ist für ein E-Bike extrem leicht.

Der Akku kommt auf 352 Wattstunden und ist innerhalb von zwei Stunden wieder komplett geladen. Die magnetische Ladebuchse befindet sich unterhalb der Querstrebe. Coboc nennt keine Details zum maximalen Drehmoment. Einstellmöglichkeiten außer der Siebengangschaltung gibt es leider nicht. Über einen in den Rahmen integrierten Knopf kann man lediglich das Rad und die Beleuchtung einschalten. Ein Fahrmodus, das ist alles.

Der reicht für den innerstädtischen Verkehr und für bis zu 80 Kilometer lange Überlandfahrten ohne extreme Steigungen aber locker aus. Das Coboc beschleunigt nicht brutal, es liefert aber einen ausreichend starken Rückenwind für sehr entspanntes und zügiges Fahren. Der Motor ist deutlich zu hören, nach Schaltvorgängen reagiert der Antrieb mit kurzer Verzögerung und passt sich dann sofort harmonisch auf die veränderte Kurbelbewegung an.

Die nahezu profillosen Reifen bieten auf der Straße einen hohen Abrollkomfort, schon auf Feldwegen lassen sie aber wie das gesamte Rad jeglichen Komfort vermissen. Kleinste Schläge gibt das E-Bike brutal an den Fahrer weiter. Die sehr gestreckte Sitzweise muss man mögen.

Fünf LEDs informieren über den Akkustand, ebenfalls erkennt man hier, ob das Licht eingeschaltet ist. Die Rückleuchte ist stylisch in den Rahmen integriert. Die Schutzbleche schmiegen sich dicht an die 28 Zoll großen Räder an. Für Fahrradtaschen ist eine Aufnahme integriert, ein Gepäckträger fehlt leider.

E-Bike Test: Screenshot 193719 Coboc
Wie schnell ist man unterwegs? Die Coboc-App weiß es!

Den vollen Funktionsumfang des Pedelecs kann man erst über ein Smartpone und die installierte Coboc-App nutzen. Hier kann man die Unterstützungsstufe – die Unterstützung in Relation zur Kraft, die auf das Pedal gegeben wird –, das Anfahrverhalten und die zusätzliche Unterstützung – die zusätzliche konstante Unterstützung unabhängig von der aufs Pedal gegebenen Kraft – einstellen. Zwei Fahrprofile kann man abspeichern. Die App liefert außerdem Informationen zum Ladestand, zur Temperatur und zur Spannung des Akkus. Auf einer Karte kann man sich zum Wunschziel navigieren lassen. Pfiffig: Die App zeigt die verbleibende Reichweite nicht nur in Prozent an, sondern stellt diese auch auf der Karte da. So sieht man auf den ersten Blick, ob man es noch mit Tretunterstützung schafft.

Wer ein extrem leichtes E-Bike primär für die Stadt sucht, der wird mit diesem Pendlerrad glücklich, insofern er mehr als 4.000 Euro investieren möchte. Dem gegenüber stehen ein überschaubarer Fahrkomfort und das fehlende Display. Spannend ist die Frage was passiert, wenn der Akku mal eine Macke hat. Man kann nur hoffen, dass die Coboc-Ingenieure an einen problemlosen Wechsel gedacht haben.

Cowboy 3

Primär für die Stadt und weniger für lange Fahrten über Land ist das Cowboy 3 konzipiert. Das 16,9 Kilogramm leichte E-Bike des belgischen Start-ups Cowboy setzt auf einen coolen Look und will vor allem durch seine Smartphone-Funktionalität junge Leute ansprechen. Fahr- und Bedienkomfort bleiben allerdings auf der Strecke.

 E-Bike Test: Ebike April2021 Cowboy3
16,9 Kilo leicht: Gegenüber dem Vorgänger hat das Cowboy 3 um 900 Gramm zugelegt, was hauptsächlich an den neuen, verbesserten Reifen liegt.

Das Cowboy 3 ist wahlweise in Schwarz oder Mineralgrau zu haben. Ein Ständer gehört nicht zur Ausstattung – für uns absolut unverständlich, der sollte Pflicht sein. Die Zeiten, als man das Rad noch ohne Schutzbleche haben konnte, sind vorbei. Beim Bestellen auf der Cowboy-Homepage wird man mittlerweile darauf hingewiesen, dass das Velo nur noch mit Schutzblechen angeboten wird, was natürlich sinnvoll ist.

Rahmen und Gabel bestehen aus Aluminium und sind dadurch angenehm leicht. So lässt sich das Cowboy problemlos auch mal eine Treppe hochtragen. Die nahezu profillosen Reifen sind pannensicher und mit einer speziellen Pannenschutzschicht überzogen. Für ein ordentliches Bremsverhalten sorgen hydraulische Scheibenbremsen. Statt einer Kette kommt ein wartungsarmer Carbon-Riemenantrieb zum Einsatz, der bis zu 30.000 Kilometer durchhalten soll. Praktisch: Verschmutzte Hosenbeine gehören so der Vergangenheit an.

 E-Bike Test: Ebike April2021 Cowboy3 Antrieb
Carbonriemen statt Kette: Verölte Hosenbeine sind dadurch ausgeschlossen.

Das Cowboy 3 ist lediglich in einer Einheitsgröße für Personen zwischen 1,70 und 1,95 Meter erhältlich. Der Sattel lässt sich auch für Großgewachsene entsprechend nach oben stellen. Das gilt leider nicht für den Lenker. Mit einer Körpergröße von 1,88 Meter empfinden wir die extrem gebeugte Sitzposition auf dem E-Bike als sehr unbequem. Dazu trägt ebenfalls der schmale, relativ harte und nicht gefederte Sattel bei. Allein aus diesen Gründen werden lange Strecken zur Tortur. Umständlich: Um den Sattel nach oben oder unten zu stellen, muss man den Akku entfernen und per Inbus eine Schraube lockern.

Der Akku ist stehend in das hintere Rahmenrohr eingebettet. Das 2,4 Kilogramm schwere Energiebündel wird zum Aufladen an einer Steckdose herausgenommen, der leere Akku mit 360 Wh ist nach rund 3,5 Stunden wieder komplett voll. Der in die Hinterradnabe integrierte 250 Watt starke Motor leistet 30 Newtonmeter. Manuell schalten muss bzw. kann man nicht, darum kümmert sich eine Automatik.

Das eher spartanisch ausgestattete Cowboy 3 verzichtet auf ein Display und ein Bedien-Panel – hier kommen das eigene Smartphone und die Cowboy-App (Android und iOS) ins Spiel. Nach dem Einrichten eines Kontos kann man das Velo entsperren, um damit die Tretunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h zu aktivieren. Während bei uns im Test die Einrichtung auf einem Android-Gerät problemlos klappte, scheiterte das Koppeln per Bluetooth mit einem aktuellen iPhone trotz unzähliger Versuche. Genau deshalb halten wir nichts vom App-Konzept: Einer anderen Person – iPhone-Besitzer – wurde wegen dieser Probleme eine Testfahrt verwehrt.

Wichtig und gut: Beim Cowboy-Vorgänger musste man sein Smartphone in die Hand nehmen, um das Rad zu entsperren. Jetzt gibt es die hilfreiche Funktion »Automatisches Entsperren«. Das Rad erkennt so von alleine, sobald sich das Mobiltelefon in der Nähe befindet. Ist der Akku des Smartphones leer, kann man neuerdings im Notfall über »Manual Unlock« und durch das Entfernen und Wiedereinsetzten des E-Bike-Akkus das Fahrrad startklar machen.

Über die App schaltet man das Licht des Cowboy ein und liest auf dem Smartphone-Display die Akku-Restkapazität, die Restreichweite, die aktuelle Geschwindigkeit sowie die zurückgelegte Strecke und die Fahrzeit ab. Google Maps im Hintergrund eignet sich zum Navigieren. Für 8 Euro im Monat bietet Cowboy eine Diebstahlsicherung an. Wird das Rad von einer fremden Person bewegt, informiert die App seinen Eigentümer sofort per Benachrichtigung und zeigt dank integriertem GPS im Zweirad den aktuellen Standort an.

Mehr ein Gag ist das Feature »Luftqualität«: So weist die App den Fahrer auf die aktuelle Luftqualität hin und ermittelt Strecken in der Umgebung mit der geringsten Feinstaubbelastung. Ebenfalls neu ist die »Unfall-Erkennung«. Sensoren im Rad sollen einen Crash registrieren – gibt der Fahrer nicht innerhalb von 60 Sekunden in der App Entwarnung, dass alles in Ordnung ist, sendet die App automatisch den letzten Standort und eine Warnmeldung an einen ausgewählten Notfallkontakt.

 E-Bike Test: Ebike April2021 Cowboy3 App
Ohne Smartphone und App ist das Cowboy 3 weitgehend nutzlos.

Pfiffig: Das Rücklicht lässt den Hintermann durch Blinken wissen, wenn das Rad langsamer wird. Leider haben die stylischen Leuchten im Rahmen keine Straßenzulassung erhalten, deshalb gehören klassische Anstecklichter als Zubehör dazu.

Kommen wir zu den Fahrleistungen. Der Vorschub von 30 Newtonmetern ist schon sehr überschaubar, wenn man sonst mit 75 Newtonmetern unterwegs und zudem in hügeliger Umgebung zu Hause ist. Zu diesem Modell mit Motor in der Hinterradnabe sollte man wirklich nur greifen, wenn man kürzere Strecken in der Ebene zurücklegen will. Dann spürt man, dass man ein wenig wie von Geisterhand nach vorne gepustet wird. Jenseits der 20 km/h vermisst man sofort eine andere Übersetzung bzw. eine manuelle Schaltung mit höherem Gang. Man muss jetzt mit enormer Trittfrequenz radeln, um das Tempo zu halten oder sogar noch etwas zuzulegen. Das ist nervig und wenig entspannend, genauso wie die unbequeme Haltung und der harte, schmale Sattel. Im Leerlauf ist das Cowboy 3 zudem nicht gerade leise.

Die maximale Reichweite beträgt 70 Kilometer. Das reicht für diese Art von E-Bike locker aus. Mit dem Konzept, über eine App das Rad zu entsperren, das Licht einzuschalten und wichtige Werte abzulesen, können wir uns hingegen überhaupt nicht anfreunden. Beim Radfahren soll das Smartphone gerne mal in der Tasche bleiben. So wird man dazu gezwungen, den mobilen Alleskönner mitzuschleppen. Motorleistung und Fahrkomfort stufen wir darüber hinaus eher als unterdurchschnittlich ein. Für knapp 2.400 Euro (inklusive Schutzbleche) bietet der Markt deutlich bessere und vor allem vollwertige E-Bikes an, bei denen man gar keine oder kaum Kompromisse eingehen muss.

So haben wir getestet

Im Test hatten wir 15 Räder für Stadt, Gelände und Allround-Einsätze zu Preisen zwischen 1.000 und 4.600 Euro. Unsere E-Bikes wurden zu Begleitern im Alltag. Nicht nur auf längeren Strecken haben wir sie getestet, sondern auch bei kürzeren Fahrten in die Stadt oder zum Einkauf. Wichtig war für uns: Wie effektiv ist die Tretunterstützung, wie lange hält der Akku, wie gut oder schlecht ist das Rad verarbeitet, wie ist der Bedienkomfort?

Natürlich spielt auch der Fahrkomfort eine Rolle. Ist der Rahmen verwindungssteif, übersteht man mit dem Rad auch mal einen Feldweg oder ist fester Asphalt die einzige Option? Dinge wie Sattel und Lenker hatten wir natürlich auch im Fokus, allerdings wollen wir diese nicht überbewerten. Denn beim Kauf im Fachgeschäft kann man sich in der Regel gegen geringen Aufpreis einen anderen Sattel montieren lassen, auch eine Sattelfederung kostet nicht die Welt. Lenker lassen sich in der Breite anpassen, individuell verstellen und beispielsweise mit Lenkerhörnchen versehen.

Die wichtigsten Fragen

Benötigt man zum Fahren eines E-Bikes eine spezielle Fahrerlaubnis?

Nein, ein E-Bike darf jeder fahren, es besteht weder eine Führerschein- noch eine Zulassungs- oder Versicherungspflicht. Das Tragen eins Helms ist zwar empfehlenswert, vom Gesetzgeber aber nicht vorgeschrieben.

Wo darf man mit einem E-Bike fahren?

E-Bikes mit einer maximalen Tretunterstützung bis 25 km/h dürfen überall gefahren werden, wo man auch mit einem klassischen Fahrrad unterwegs sein darf. Hierzu zählen unter anderem Radwege, Straßen und Feldwege.

Welche Motorkonzepte werden bei E-Bikes umgesetzt?

Bei E-Bikes werden Mittel-, Hinterrad- und Vorderradnabenmotoren verbaut. Das überzeugendste Konzept stellt der Mittelmotor dar. Er garantiert einen tiefen Schwerpunkt und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. Das Fahrgefühl entspricht am ehesten dem Fahren eines klassischen Fahrrads ohne Tretunterstützung.

Wie viel Newtonmeter sollte der Motor haben?

Wer die Tretunterstützung gerade bei Steigungen wirklich spüren möchte, sollte zu einem Motor mit mindestens 60 Newtonmetern greifen. Schwächere Motoren eignen sich nur für die Ebene. E-Mountainbikes sollten für Anstiege im Gelände mit mindestens 70 Newtonmetern motorisiert sein.

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 Test: Artboard

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