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Das beste Fahrrad-Navi

last updateZuletzt aktualisiert:
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge Explore Lifestyle (c) Garmin Deutschland Gmbh
Florian Glott

Florian Glott

ist gebürtiger Allgäuer und beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit Mountainbikes und Outdoorausrüstung. Am liebsten ist er in den Bergen und im Wald unterwegs und sucht ständig neue Herausforderungen. Er testet Sport- und Outdoor-Produkte unter anderem für das Bergzeit-Magazin

Das beste Navigationsgerät für das Fahrrad ist für uns das Garmin Edge Explore. Es bietet alles, was man für die Navigation braucht und ist intuitiv zu bedienen. Die Befestigung geht schnell und ist sehr stabil. Als gelungene Alternative empfehlen wir das Sigma ROX 12.0 sowie für den schmaleren Geldbeutel das Teasi One 4.

Update 22. Juli 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte überprüft.

Radreisen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Neben den klassischen Trekking-Touren sind auch immer häufiger Bikepacker anzutreffen, die mit wenig Gepäck auf dem Mountainbike im Gelände unterwegs sind.

Um auf den rechten Weg zu bleiben ist da die Navigation essentiell. Wer nicht Unmengen an Kartenmaterial einpacken möchte, für den ist ein Navigationsgerät der wichtigste Begleiter. Gegenüber dem Smartphone haben sie große Vorteile wie einfachere Bedienbarkeit, Wasserfestigkeit und Robustheit.

Wir haben insgesamt zehn Navis und GPS-Radcomputer unter die Lupe und auf den Lenker genommen. Hier sind unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Garmin Edge Explore

Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin Edge Explore
Mit dem Edge Explore bekommt man ein vollwertiges Navi, das sicher am Lenker sitzt und sich intuitiv bedienen lässt.

Das Garmin Edge Explore bietet zu einem fairen Preis ein vollwertiges Navigationsgerät. Es ist schnell am Lenker befestigt und verrutscht während der Fahrt nicht, selbst wenn es einmal holpriger wird. Es ist sehr intuitiv zu bedienen und das Display stets gut ablesbar. Auch die Akkulaufzeit mit über 12 Stunden, je nach Displayeinstellung, ist mehr als ausreichend. Die Routen können einfach mit dem Gerät selbst erstellt werden. Entweder durch setzen einzelner Markierungen oder durch eine Adresseingabe, wodurch das Gerät eine Route selbst erstellt. Das Laden von GPX-Daten auf das Gerät ist ebenfalls schnell und problemlos möglich. Die stets einfache Bedingung und Ablesbarkeit bringt dem Edge Explore den Testsieg.

Auch gut

Tahuna Teasi One 4

Test Fahrrad-Navigationsgerät: Tahuna Teasi One 4
Das Teasi One 4 bietet viel Zubehör für wenig Geld. Neben dem Navi ist sind auch Herzfrequenzsensor und Schutzfolien enthalten.

Das Teasi One 4 ist ein echter Preisknüller, denn im Lieferumfang sind zusätzlich zum Gerät selbst ein Herzfrequenzgurt sowie zusätzliche Schutzfolien enthalten. Das Navi ist das am leichtesten zu bedienende Gerät im Test. Touren am Gerät erstellen, Zielnavigation oder das Auf- und Abspielen von GPX-Daten mittels der kostenlosen Software sind ein Kinderspiel und erfordern keinerlei Vorkenntnisse. Das spiegelnde Display, die nicht ausgereifte Lenkerbefestigung sowie die im Vergleich kürzeste Akkulaufzeit kosten dem Teasi One 4 aber leider den Testsieg.

Wenn Geld egal ist

Sigma ROX 12.0 Sport

Fahrrad-Navigationsgerät Test: 61+surpezml. Sl1229
Hier hat man die Wahl zwischen der Bedienung per Touchdisplay und Tasten. Das ROX 12.0 überzeugt mit einfacher Bedienung.

Das Sigma ROX 12.0 ist eine echte Alternative zum Garmin. Das ROX 12.0 ist relativ einfach zu bedienen und bietet mehrere Möglichkeiten der Befestigung am Bike. Das Display ist gut ablesbar und Touren lassen sich ebenfalls am Gerät erstellen. Das Gerät kann wahlweise über das Touchdisplay oder über Tasten bedient werden. Das teuerste Gerät im Test ist etwas zu klobig und die Akkulaufzeit liegt im Mittelfeld.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutWenn Geld egal ist
Modell Garmin Edge Explore Tahuna Teasi One 4 Sigma ROX 12.0 Sport Garmin eTrex Touch 25 Garmin eTrex Touch 35 Falk TIGER evo Blaupunkt BikePilot2+ Teasi One classic Wahoo Elemnt Bolt Polar V650
Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin Edge ExploreTest Fahrrad-Navigationsgerät: Tahuna Teasi One 4Fahrrad-Navigationsgerät Test: 61+surpezml. Sl1229Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin eTrex Touch 25Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin eTrex Touch 35Fahrrad-Navigationsgerät Test: ImageTest Fahrrad-Navigationsgerät: Blaupunkt BikePilot2+Test Fahrrad-Navigationsgerät: Teasi One classicTest Fahrrad-Navigationsgerät: Wahoo Element BoltTest Fahrrad-Navigationsgerät: Polar V650
Pro
  • Gut ablesbares Display
  • Sehr einfache Bedienung
  • Einfache Bedienung
  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Einfache Bedienung
  • Kostenlose Auswertungs-Software
  • Einfache Bedienung
  • Gute Ablesbarkeit
  • Integrierter Kompass
  • Wie eTrex Touch 2
  • Barometrischer Höhenmesser
  • ANT+ und Bluetooth-Schnittstelle
  • Preis
  • Einfache Bedienung
  • Preis
  • Einfache Bedienung
  • Preis
  • Einfache Bedienung
  • Leicht
  • Aerodynamisch
  • Gute Ablesbarkeit
  • Gute Halterung
  • Kostenlose Auswertesoftware
Contra
  • Spiegelndes Display
  • Wacklige Halterung
  • Preis
  • Wirkt recht klobig
  • Recht dick
  • Wirkt recht klobig
  • Wie eTrex Touch 25
  • Langsames Display
  • Wacklige Halterung
  • Schwer
  • Langsames Display
  • Wacklige Halterung
  • Schwer
  • Rechengeschwindigkeit
  • Wacklige Halterung
  • Kleines Display
  • Umständliche Bedienung in allen Bereichen
  • Langsames Display
  • Schlechte Navigation
Bester Preis
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Welches Navi für welchen Einsatz?

Auch unter den Navigationsgeräten gibt es nicht die eierlegende Wollmilchsau. Jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile. Wird ein leicht zu bedienendes vollwertiges Navi gesucht? Ein einfacher GPS-Radcomputer? Oder ein Gerät mit dem man auch seine Sensoren am Rad und Körper koppeln kann und bei dem der Preis keine Rolle spielt? Für jeden Einsatzzweck gibt es das passende Navi.

Ein echtes Navigationsgerät ist ein Gerät, mit dem Touren direkt auf dem Gerät selbst aber auch am PC erstellt werden können oder durch eine Zieleingabe/Adresse das Gerät die Route berechnet und bei dem die gefahrene Strecke mit all ihren Details gespeichert wird und später ausgewertet werden kann. Das ist besonders für Radreisende, Bikepacker oder all jene von Interesse, die viel unterwegs sind und ihre Route selber planen möchten. Für die sollten die Geräte vor allem leicht zu bedienen sein und ein gut ablesbares Display besitzen.

Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00678
Nur echte Navis bieten eine genaue Routenführung.

GPS-Fahrradcomputer sind Geräte, auf denen ein am PC erstellter oder im Internet heruntergeladener GPX-Track aufgespielt werden kann, um die Tour im Anschluss nachzufahren. Eine echte Navigation ist mit ihnen nicht möglich. Diese Geräte sind zum Beispiel für Radrennfahrer interessant und sollten eher klein, leicht und ebenfalls leicht zu bedienen sein.

Integrierter Akku oder Batterien?

Die Frage, ob ein integrierter Akku oder Batterien besser sind, lässt sich mit einem klarem »kommt drauf an« beantworten. Auch hier gibt es Vor- und Nachteile je nach Einsatzzweck und Vorlieben des Anwenders. Wer ein schlankes Gerät sucht und nach jeder Tour Zugang zu einer Steckdose hat, für den ist ein Gerät mit fest integriertem Akku vorteilhaft. Die Laufzeit moderner Geräte ist heutzutage für die meisten Touren ausreichend.

Für mehrtägige Touren sind Batterien am besten

Die getesteten Geräte fielen hier nicht negativ auf und ja nach Einstellungen, wie z.B. bei der Bildschirmhelligkeit, hielt jedes Gerät über sieben Stunden. Wer über mehrere Tage unterwegs sein möchte, müsste zusätzlich eine Powerbank in den Rucksack packen, um unabhängig zu bleiben.

Wer jedoch mehrere Tage fernab der Zivilisation unterwegs sein will, für den ist es einfacher, wiederaufladbare Batterien mitzunehmen.

So haben wir getestet

Wir haben uns alle Fahrrad-Navis angsehen, die zur Zeit auf dem Markt sind und uns die zehn interessantesten Modelle für den Test besorgt. Zunächst haben wir uns die Navis selbst und den Lieferumfang angesehen. Ist das Gerät gut verarbeitet und spritzwassergeschützt? Ist alles enthalten, was zum Befestigen am Bike und zum Navigieren benötigt wird? Um es gleich vorwegzunehmen: Hier fiel uns kein Gerät negativ auf. Alle waren mit dem Nötigsten ausgestattet und gut verarbeitet.

Anschließend haben wir beurteilt, wie einfach die Montage am Bike ist und ob das Navi auch bei einer holprigen Abfahrt an Ort und Stelle oder gar am Lenker bleibt. Dazu sind wir mit einem Mountainbike einen verblockten Trail abgefahren und haben die Vorher- und Nachher-Position der Geräte am Lenker geprüft.

Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00746
Sieben unserer zehn getesteten Fahrrad-Navis.

Am wichtigsten war uns jedoch, dass das Navi einfach zu bedienen ist, denn schließlich will man aufs Bike und die Tour starten und nicht ewig in der Bedienungsanleitung oder in Internetforen lesen wie eine Tour erstellt und geladen werden kann. Daher haben wir uns genau angesehen, wie einfach die Routenplanung von zuhause oder unterwegs ist und wie bedienerfreundlich das Gerät während der Fahrt am Lenker ist.

Testsieger: Garmin Edge Explore

Die Firma Garmin ist wohl der Inbegriff der Outdoor-Navigationsgeräte und so ist es nicht überraschend, dass uns ein Garmin am meisten überzeugt hat. Der Testsieg geht an das Garmin Edge Explore.

Testsieger

Garmin Edge Explore

Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin Edge Explore
Mit dem Edge Explore bekommt man ein vollwertiges Navi, das sicher am Lenker sitzt und sich intuitiv bedienen lässt.

Neben dem 115 Gramm leichten und mit einem großen 3-Zoll-Display ausgestatteten Navi sind zwei Lenkerhalterungen mit Gummiunterlage sowie genügend unterschiedlich lange Spanngummis zur Lenkermontage im Lieferumfang enthalten. Ein USB-Ladekabel sowie eine Handschlaufe runden das Gesamtpaket ab.

Die Montage der Halterung am Lenker ist intuitiv und geht schnell vonstatten. Zunächst den Halter mit der Gummiunterlage an die gewünschte Position halten und einen je nach Lenkerbreite kurzen oder langen Gummi in zwei der vier Haltenasen legen. Den Gummiring anschließend mit etwas Spannung um den Lenker herum in die beiden übrigen Nasen einlegen, fertig. Das Gerät wird dann mittels Bajonettverschluss in der Halterung fixiert.

Einfache Montage, fester Sitz

Die Lenkerposition nach den Abfahrtstests war nahezu unverändert und auch die Ablesbarkeit des Displays war während der Abfahrt gut. Das Gerät wackelte kaum, was an der niedrigen Montagehöhe liegen dürfte. Bei Dauerregen können wir uns aber vorstellen, dass durch die Abnahme der Reibung der Gummiunterlage das Gerät etwas verrutschen könnte.

Bedienung

Garmin war eine einfache Bedienung des Edge Explore besonders wichtig und das spürt man, wenn man das Gerät zum ersten Mal startet.

Am Gerät sind neben der Powertaste noch eine Rundentaste sowie eine Start/Stop Taste zur Routenaufzeichnung an der Unterseite angebracht. Nach dem Einschalten sticht einem gleich der sehr übersichtlich gehaltene Startbildschirm in die Augen. Mit dem großen Button gelangt man in die Aktivität, die zwei darunter befindlichen Buttons sind für die Navigation zuständig.

Im unteren Teil befinden sich noch die Einstellungen, in denen etwa verschiedene Profile wie Wandern oder Mountainbiken geladen werden können sowie die Connect IQ App-Taste. Hiermit können zum Beispiel mit Komoot selbst erstellte GPX-Tracks drahtlos auf das Edge Explore geladen werden.

Aber auch ohne App oder Software können aus dem Internet geladene GPX-Daten auf das Navi gespielt werden. Hierzu wird einfach der Ordner /Garmin/NewFiles am PC geöffnet und der Track dort abgelegt. Über den »Strecken«-Button können diese dann am Navi geladen werden. Über den »Zieleingabe«-Button kann eine Zieladresse direkt eingegeben werden. Das Gerät erstellt anschließend die zu fahrende Route.

Auf der Karte selbst kann durch Setzen einzelner Punkte eine Strecke auch ohne App und PC selbst geplant und gespeichert werden. Somit kann spontan eine Route während einer Reise geplant oder umgestellt werden. Alles in allem ist die gesamte Navigation mit dem Gerät sehr intuitiv und einfach gehalten und auch für einen Navigationsgeräte-Neuling problemlos möglich.

Während der Fahrt können durch eine Wischbewegung am Bildschirm verschiedene Infos zur Strecke wie ein Höhenprofil abgerufen werden. Dabei bleibt das Display stets gut ablesbar, sogar bei direkt einstrahlender Sonne, wo andere Geräte bereits wie ein Spiegel wirken. Obendrein besteht noch die Möglichkeit, verschiedene Sensoren wie ein Herzfrequenzmesser mit dem Navi zu koppeln.

Garmin Edge Explore im Testspiegel

Bislang gibt es keinen Tests zum Garmin Edge Explore. Sobald welche erscheinen, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Wer eine günstigere Alternative zu unserem Testsieger oder ein Navi mit etwas mehr Zusatzfunktionen sucht, für den sind unsere Alternativen unter Umständen die bessere Wahl.

Auch gut

Tahuna Teasi One 4

Test Fahrrad-Navigationsgerät: Tahuna Teasi One 4
Das Teasi One 4 bietet viel Zubehör für wenig Geld. Neben dem Navi ist sind auch Herzfrequenzsensor und Schutzfolien enthalten.

Das Teasi One 4 wird besonders die Sparfüchse ansprechen, denn es bietet für einen ähnlichen Preis wie das Garmin Edge Explore einen umfangreicheren Lieferumfang. So sind neben der Haltevorrichtung und einem USB-Ladekabel auch noch ein Ladegerät, zusätzliche Schutzfolien sowie ein Brustgurt für die Herzfrequenzmessung enthalten. Wer das nicht braucht, kann das Gerät auch für deutlich unter 200 Euro erwerben.

Die Montage des Gerätehalters ist recht einfach. Das beiliegende Moosgummiband wird an der Stelle um den Lenker geklebt, an welcher der Halter später angebracht werden soll. Der Halter selbst wird dann mit den mitgelieferten, wiederverwendbaren Kabelbinder am Lenker fixiert.

Allerdings ist die Auflagefläche des Halters am Lenker winzig und der gesamte Halter baut recht hoch, was letztlich zu einem starken Wackeln und einem ständigen Verrutschen des Gerätes bei unseren Abfahrtstests führte. Damit ist das Navi eher für Fahrten auf befestigten Wegen geeignet. Die Ablesbarkeit des Displays unter der Fahrt bei Sonnenschein ist ebenfalls nicht so gut wie bei unserem Testsieger da das Display recht stark spiegelt. Abhilfe schaffen hier matte Displayschutzfolien.

Die Bedienung des Teasi One 4 ist einfach und das Startdisplay übersichtlich gehalten. Über die Buttons an den Displayecken können die Geräteeinstellungen vorgenommen werden, sowie unter verschiedenen Fahrerprofilen gewählt werden.

Die Navigation mit dem Gerät ist sehr einfach. Über die verschiedenen Buttons kann entweder am Gerät selbst problemlos eine Route erstellt werden, aber auch eine direkte Ziel- bzw. Adresseingabe ist möglich durch Antippen des entsprechenden Buttons. Selbst erstellte oder aus dem Internet geladenen GPX-Tracks können direkt in dem entsprechenden Geräteordner \BikeNav\ImportedTrips abgelegt werden.

Durch das kostenlose und selbsterklärende Tahuna-Tool kann ebenfalls eine Route erstellt und auf das Navi übertragen sowie bereits gespeicherte und abgefahrene Touren analysiert werden. Gespeicherte GPX-Tracks lassen sich über den Speicher-Button auf dem Navi öffnen und einfach über »Go« starten.

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt also beim Teasi One 4, wobei das spiegelnde Display und die Halterung Potenzial nach oben haben, um auch Mountainbikefahrer glücklich zu machen.

Wenn Geld egal ist

Sigma ROX 12.0 Sport

Fahrrad-Navigationsgerät Test: 61+surpezml. Sl1229
Hier hat man die Wahl zwischen der Bedienung per Touchdisplay und Tasten. Das ROX 12.0 überzeugt mit einfacher Bedienung.

Sigma kennt man vor allem von Radcomputern. Dass sie auch vollwertige Navis fürs Bike können, zeigt Sigma mit dem ROX 12.0. Allerdings ist auch dieses Gerät zeitgleich ein Radcomputer mit Trainingssystem, was den hohen Preis rechtfertigt.

Im Lieferumfang ist alles enthalten, was zur Befestigung am Lenker benötigt wird. Zudem sind auch eine Aero-Halterung und ein USB Ladekabel im Paket enthalten.

Hat man das ROX 12.0 das erste Mal in der Hand, erinnern nicht nur die Größe, sondern auch die Tasten an ein Smartphone. Die zusätzlichen Tasten unter dem Display und an den Seiten des Navis ermöglichen eine einfache Bedienung auch mit dickeren Handschuhen, machen das Gerät aber sehr klobig.

Die Montage direkt am Lenker mittels Halter und Kabelbinder oder aber auch mit dem mitgelieferten Aero-Halter geht einfach und schnell und hält das Navi beim Abfahrtstest an Ort und Stelle. Das 3 Zoll große Display lässt sich gut ablesen, bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt es im Vergleich zum Garmin Edge Explore jedoch ein wenig mehr.

Die Bedienung des ROX 12.0 ist logisch aufgebaut und nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr verständlich. So sind z.B. die verschieden wählbaren Profile farblich hinterlegt, so weiß man stets, welches eingestellt ist.

Das Laden von GPX-Tracks auf das Gerät geht mit der kostenlosen SIGMA DATA CENTER Software schnell und einfach. Mit ihr ist es dem Biker auch möglich, die gefahrenen Strecken auszuwerten. Zudem lässt sich das ROX 12.0 mit ANT+ Sensoren koppeln, was es insgesamt zu einem treuen Trainingsbegleiter macht.

Die Navigation am Gerät ist sehr durchdacht. So kann entweder durch Adresseingabe das Ziel bestimmt werden, oder eine Route danke der Draw-myRoute-Funktion einfach auf dem Display gezeichnet und abgespeichert werden. Dieses Feature funktioniert ganz gut, ist aber auf dem kleinen Display etwas umständlich. Das Tracken der Strecke kann mit den zwei Tasten rechts und links neben der Home-Taste gestartet sowie gestoppt werden. Auch dieses Gerät hat eine direkte komoot-Anbindung.

Insgesamt ist das Sigma ROX 12.0 dem Garmin Edge Explore nahezu ebenbürtig, mit ein paar kleineren Schwächen wie dem im Vergleich hohen Preis.

Außerdem getestet

Garmin eTrex Touch 25

Das eTrex Touch 25 aus dem Hause Garmin ist zusammen mit dem eTrex Touch 35 das Multitalent unter den getesteten Geräten und es sind die einzigen, die mit wiederaufladbaren Batterien betrieben werden. Die im Lieferumfang enthaltene Lenkerhalterung ist einfach zu montieren und hält das 33 mm starke Gerät während des Abfahrtstests an Ort und Stelle. Das NAvi ist wie das Garmin Edge Explore einfach zu bedienen und eine spezielle Software zum Aufspielen von GPX-Tracks wird nicht benötigt. Sie werden einfach in dem Geräteordner abgelegt.

Das 2,6 Zoll große Display löst unter den vollwertigen Navis im Test mit 160 × 240 Pixel am schlechtesten auf, das Display selbst bleibt aber auch bei direkter Sonneneinstrahlung stets ablesbar. Durch direkte Adresseingabe erstellt das Gerät selbst die Routen, es können aber auch durch Setzen einzelner Punkte selbst Routen am Gerät erstellt werden. Neben Radprofilen können auch Profile wie Bergsteigen oder Geocaching eingestellt werden und mit dem elektronischen Kompass ist das eTrex Touch ein perfekter Begleiter für Bikepacker und Outdoorbegeisterte. Leichte Punktabzüge gibt es für die schlechte Auflösung und das dicke Gehäuse, das vor allem Rennradfahrern nicht gefallen wird.

Garmin eTrex Touch 35

Das eTrex Toch 35 ist wie sein kleiner Bruder eTrex Touch 25 ein Multisporttalent mit vollwertiger Navigation. Optisch wie auch hinsichtlich der Bedienung unterscheiden sich die beiden Geräte nur in der Farbe. Befestigung, Display und Bedienung sind identisch. Nur die inneren Werte unterscheide sich. So können mit dem Touch 35 Sensoren mit ANT+ Schnittstellen gekoppelt werden, was es dann auch zu einem Fitnesstracker macht. Überdies verfügt das Navi über eine Bluetooth-Schnittstelle. Bergsportler werden sich zudem über einen barometrischen Höhenmesser freuen, der noch exakter die Höhe wiedergibt, was das eTrex Touch 35 zu einem hervorragenden Allroundbegleiter macht.

Das Falk TIGER evo ist ein vollwertiges Navigationsgerät mit einem Preis von deutlich unter 200 Euro und kommt mit einem großen 3,5 Zoll Display. Im Lieferumfang ist neben einem USB-Kabel noch wie bei den Teasi-Geräten die 4QuickFix Fahrradhalterung enthalten, die uns nicht wirklich überzeugen konnte, da die Auflagefläche zwischen Halter und Lenker gering ist und hoch baut. So verrutschte auch das über 180 Gramm schwere TIGER evo während der Abfahrt nach unten.

Die Bedienung des Navis ist recht einfach. So kann wie bei einem Autonavi das Ziel direkt eingegeben werden, jedoch ist eine Zieleingabe über eine Postleitzahl nicht möglich. Bereits erstellte Routen können zudem am Gerät selbst verändert werden durch Umsetzen einzelner Wegpunkte. Am einfachsten ist jedoch das Importieren von GPX-Tracks. Diese werden einfach in den Geräteordner »GPXImport« verschoben. Die so importierten Tracks lassen sich dann im Ordner »Übertragene Tracks« am Navi laden, wobei noch ein paar Streckeninformationen eingeblendet werden, fertig. Störend ist das langsam reagierende Touchdisplay, das die Handhabung erschwert. Für den Preis ist das Falk TIGER Evo ordentlich, zur Empfehlung reicht es für uns aber nicht.

Blaupunkt BikePilot2+

Das BikePilot2+ von Blaupunkt ist ein vollwertiges Navigationsgerät mit einem großen 3,5 Zoll Display, wie es auch schon beim Falk TIGER evo verbaut ist. Das sind jedoch nicht die einzigen Gemeinsamkeiten. Vergleicht man das Navi von Blaupunkt mit dem Falk TIGER evo, lassen sich bis auf die Farbelemente keine Unterschiede feststellen. Auch der Lieferumfang und sogar die Verpackung ist identisch. Alles, was wir zum Falk TIGER evo gesagt haben, trifft damit auch aufs Blaupunkt zu.

Das zweite vollwertige Navigationsgerät, das wir von Teasi getestet haben, ist das Teasi One classic, das in gewisser Weiße der Urgroßvater unserer Empfehung Teasi One 4 ist. Im Lieferumfang ist derselbe Halter enthalten mit den gleichen Vor- und Nachteilen. Auch das Navi selbst sieht nahezu identisch aus und die Bedienung der Tahuna-Software ist dieselbe. Die inneren Werte unterscheiden sich jedoch, das merkt man vor allem bei der Rechengeschwindigkeit des One classic. Die Ladezeit von Tracks ist deutlich länger und auch das Touchdisplay wirkt etwas schwerfälliger. Der Preis von knapp über 100 Euro ist jedoch unschlagbar. Wem das langsam arbeitende Gerät nichts ausmacht, der bekommt mit dem One classic ein gutes Einsteigernavi zu einem unschlagbaren Preis – solange es noch verfügbar ist.

Der Element Bolt aus dem Hause Wahoo ist kein vollwertiges Navigationsgerät, sondern ein durchdachter GPS-Radcomputer. Mit ihm können lediglich GPX-Tracks via App aufgespielt werden, die anschließend nachgefahren werden können. Dabei können verschiedene Sensoren mit dem Element Bolt gekoppelt werden. Das mit 2,2 Zoll kleinste Display löst nur in schwarz/weiß auf, dabei ist es aber auch bei Sonneneinstrahlung immer gut ablesbar. Die großen Tasten sind auch mit dickeren Handschuhen unter der Fahrt immer hervorragend zu bedienen.

Die Montage des Radcomputers am Lenker ist einfach und mit dem mitgelieferten Halter sehr aerodynamisch, da das Gerät halb in den Halter integriert ist. Der Wahoo Element Bolt GPS-Radcomputer startet die Aufzeichnung beim Losfahren selbst und pausiert bei kurzem Stillstand. Das funktioniert so gut, dass der Winzling auch bei einer normalen Wanderung in der Hosentasche mitgeführt werden kann. Besonders für Rennradfahrer ist der Element Bolt geeignet, um bei Radrennen auf Kurs zu bleiben. Alltagsfahrer werden mit dem kleinen Display dagegen eher nicht glücklich werden.

Der Polar V650 ist ein GPS-Radcomputer der sein Augenmerk eher auf die Fitnessorientierten und Freizeitsportler legt, da verschiedene Sensoren mit dem Gerät gekoppelt werden können. Eine echte Navigation ist mit dem Gerät nicht möglich. Das Beste an dem Gerät ist die im Lieferumfang enthaltene Lenkerhalterung. Sie kann mit den drei beigelegten und unterschiedlich langen Gummibändern am Lenker befestigt werden. Dabei wird der Gummi einmal komplett um den Lenker und dann in den Halter eingelegt. Das V650 wird dann mittels Bajonettverschluss in den Halter gedreht, wobei durch einzelne Rasternasen das Gerät noch ausgerichtet werden kann. Dabei bleib es auch bei holpriger Fahrt stets an Ort und Stelle.

Die Bedienbarkeit des Polar V650 ist leider nicht intuitiv und so muss erst die Polar Flow Software auf einem PC aufgespielt und das Navi anschließend synchronisiert werden. Bevor aber ein GPX-Track geladen werden kann, muss eine 450 x 450 km² große Karte geladen werden. Dabei muss der gewünschte Track in dieser Teilkarte enthalten sein. Will man das Gerät im Urlaub verwenden, muss zwingen ein neues Kartenstück geladen werden, da immer nur eine Teilkarte geladen werden kann. Erst nach Lesen der beilegenden Kurzanleitung sowie in Internetforen wird einem die Bedienung des Gerätes langsam nähergebracht, wenn man sich nicht bereits mit Produkten von Polar auskennt. Danach lässt sich das Gerät jedoch gut bedienen und nutzen. Ein kleines mehr oder wenig nützliches Gimmick bzw. für Notfälle ist die weiße LED an der Vorderseite des Gerätes, wenn man etwas Licht braucht.

Alles in allem finden wir den Polar V650 GPS-Radcomputer in fast allen Bereichen zu umständlich zu bedienen und er ist für einen Freizeitsportler daher nicht zu empfehlen. Fans von Polar werden jedoch mit dem Gerät zufrieden sein.

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Kommentare

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Tatiana Bobrovnik
Tatiana Bobrovnik

Vielen lieben Dank für den ausführlichen und informativen Bericht.

Chris
Chris

Kann mich Fredo nur anschließen, die App Komoot in Verbindung mit dem Smartphone ist unschlagbar gut und preiswert dazu. Warum heuzutage noch ein teures Standalone Navi kaufen? Dazu bringt Komoot zig-fertige Farrad-und Wanderrouten überall auf der Welt mit.

Fredo
Fredo

Anscheinend wurde überhaupt nicht auf die doch sehr nahe liegende Möglichkeit eingegangen, ein bereits vorhandenes Smartphone für die Fahrradnavigation zu nutzen!
Ich nutze mein iPhone mittels einer stabilen, stoßdämpfenden Halterung und jeweils nur einen AirPod in einem Ohr, in Verbindung mit der App Komoot und empfinde diese Kombination als sehr tauglich und funktionell!
Zudem ist sie, bei bereits vorhandener Hardware, unschlagbar preiswert und vielseitig nutzbar!