Fahrrad-Navi Test: Fahrrad Navi Copyright: mmphoto / Adobe Stock
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Letzte Aktualisierung:

Das beste Fahrrad-Navi

Wir haben 23 Navigationsgeräte fürs Fahrrad getestet. Das beste Fahrrad-Navi ist für uns das Garmin Edge Explore. Es bietet alles, was man für die Navigation braucht und ist intuitiv zu bedienen. Die Befestigung geht schnell und ist sehr stabil. Wer nicht auf’s Geld schauen muss, sollte zum Garmin Edge 1040 Solar greifen. Für Sportler sind das Garmin Edge 530 oder das Wahoo Elemnt Roam interessant.

Florian Glott
Florian Glott
ist gebürtiger Allgäuer und beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit Mountainbikes und Outdoor-Ausrüstung. Am liebsten ist er in den Bergen und im Wald unterwegs und sucht ständig neue Herausforderungen. Er testet Sport- und Outdoor-Produkte unter anderem für das Bergzeit-Magazin.
Letztes Update: 19. August 2022

Wir haben das Garmin Edge 1040 Solar getestet. Es hat uns mit viel Leistung und langer Akkulaufzeit überzeugt und ist daher eine neue Empfehlung. Das Garmin Edge 1030 Plus wurde aus den Alternativen verdrängt und ist ab sofort unter „Außerdem getestet“ zu finden.

14. April 2022

Wir haben drei neue Fahrrad-Navis von Wahoo und Sigma getestet. Der Sigma ROX 11.1 EVO und der Sigma ROX 2.0 sind kleinere GPS-Radcomputer mit einfacher Navigation. Der Wahoo Elemnt Roam hingegen ist ein nahezu vollwertiges Navigationsgerät und hat im Test überzeugt, was ihm einen Platz unter unseren Empfehlungen eingebracht hat.

Das bisher empfohlene Tahuna Teasi One4 ist leider nicht mehr erhältlich, wir haben es deshalb aus unserem Testbericht entfernt.

20. August 2021

Wir haben zwei neue Fahrrad-Navis getestet: das Mio Cyclo Discover Connect und das Garmin Edge 1030 Plus. Dabei haben wir mit dem Edge 1030 Plus eine neue Empfehlung für ambitionierte Biker gefunden, für die der Preis nur eine untergeordnete Rolle spielt. Unsere ehemalige Empfehlung Sigma Sport ROX 12.0 ist nicht mehr erhältlich und wurde aus dem Artikel entfernt.

31. März 2021

Wir haben drei weitere Fahrrad-Navis getestet. Zum einen das vollwertige Navigationsgerät TwoNav Trail 2 Bike, zum anderen mit dem Garmin Edge 530 und dem Garmin Edge 130 Plus zwei GPS-Radcomputer. Alle Geräte haben Vor-und Nachteile und sprechen jeweils einen bestimmten Kundenkreis an. Mit dem Garmin Edge 530 haben wir eine neue Empfehlung hinzugefügt.

20. März 2020

Wir haben zwei weitere Fahrad-Navis von Ciclosport unter die Lupe genommen. Einmal das Ciclosport Navic 400, ein vollwertiges Navigationsgerät, sowie den Ciclosport HAC 1.2+ Smartnavic Radcomputer. Beide Geräte haben Ihre Vorteile, zu einer neuen Empfehlung von uns hat es jedoch nicht gereicht.

Weitere Updates
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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Radreisen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Neben den klassischen Trekking-Touren sind auch immer häufiger Bikepacker anzutreffen, die mit wenig Gepäck auf dem Mountainbike im Gelände unterwegs sind.

Um auf den rechten Weg zu bleiben, ist da die Navigation essentiell. Wer nicht Unmengen an Kartenmaterial einpacken möchte, für den ist ein Navigationsgerät der wichtigste Begleiter. Gegenüber dem Smartphone haben sie große Vorteile wie einfachere Bedienbarkeit, Wasserfestigkeit und Robustheit.

Wir haben insgesamt 23 Fahrrad-Navis unter die Lupe und auf den Lenker genommen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Garmin Edge Explore

Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin Edge Explore
Mit dem Edge Explore bekommt man ein vollwertiges Navi, das sicher am Lenker sitzt und sich intuitiv bedienen lässt.

Das beste Fahrrad-Navi für die meisten ist für uns das Garmin Edge Explore, denn hier bekommt man ein vollwertiges Navigationsgerät zu einem fairen Preis. Es ist schnell am Lenker befestigt und verrutscht während der Fahrt nicht, selbst wenn es einmal holpriger wird. Es ist sehr intuitiv zu bedienen und das Display ist stets gut ablesbar. Auch die Akkulaufzeit mit über zwölf Stunden, je nach Displayeinstellung, ist mehr als ausreichend.

Die Routen können einfach auf dem Navi erstellt werden, entweder durch Setzen einzelner Markierungen oder durch eine Adresseingabe, wodurch das Gerät eine Route selbst erstellt. Das Laden von GPX-Daten auf das Navi ist ebenfalls schnell und problemlos möglich. Die stets einfache Bedingung und Ablesbarkeit zu einem guten Preis bringt dem Edge Explore den Testsieg.

Wenn Geld egal ist

Garmin Edge 1040 Solar

Test Fahrrad-Navi: Garmin Edge 1040 Solar
Das Edge 1040 Solar bietet viel Leistung und eine lange Akkulaufzeit dank Solartechnik, ist aber etwas komplizierter zu bedienen und teuer.

Das Garmin Edge 1040 Solar ist zwar das beste Fahrrad-Navi im Test, wenn es um Leistung geht, es ist aber etwas komplizierter in der Bedienung und der Preis wird sicherlich den ein oder anderen Biker erschrecken, was der Grund für den verlorenen Testsieg ist. Dennoch bietet das Edge 1040 Solar eine erstaunliche Akkuleistung von mindestens 45 Stunden dank der Solarladung unterwegs, wie auch eine enorme Vielzahl an nützlichen Funktionen und Analysetools, wodurch es zum perfekten Trainingsbegleiter wird.

Eine gute Verarbeitung, ein sehr umfangreicher Lieferumfang und nützliche Dinge wie eine ANT+-Schnittstelle runden das Gesamtpaket ab. Wer sich das Edge 1040 Solar leisten möchte, wird sicherlich Spaß daran haben.

Klein, aber oho

Garmin Edge 530

Test  Fahrrad-Navi: Garmin Edge 530
Mit dem Garmin Edge 530 bekommt man nicht nur ein fast vollwertiges Navi, sondern auch einen hervorragenden Trainingsbegleiter.

Das Garmin Edge 530 ist ein kleines, aber fast schon vollwertiges Navi mit nützlichen Zusatzfunktionen. Neben den üblichen Informationen wie Höhe oder Geschwindigkeit gibt es beispielsweise Grit- und Flow-Werte, außerdem lassen sich Herz- oder Trittsensoren koppeln. So werden vor allem Mountainbiker und Rennradfahrer, die ihr Können verbessern möchten, mit dem Gerät angesprochen. Lediglich die Bedienung ist etwas umständlich – für Radreisende gibt es noch bessere Alternativen.

Guter Trainingsbegleiter

Wahoo Elemnt Roam

Test Fahrrad-Navi: Wahoo  Element Roam
Der Wahoo Elemnt Roam ist ein perfekter Trainingsbegleiter mit guter Navigation.

Das Wahoo Elemnt Roam ist das Top-Modell von Wahoo und hat uns im Test vor allem als perfekter Trainingsbegleiter überzeugt. Aber das Roam kann nicht nur mit diversen Sensoren gekoppelt werden und sämtliche Tourendaten aufzeichnen, sondern ist auch ein nahezu vollwertiges Navigationsgerät. Nicht nur aufgespielte Routen können nachgefahren werden, sondern es können auch am Gerät oder mit der entsprechenden App Einzelziele ausgewählt werden. Das Roam bringt einen sicher ans Ziel, und das nicht nur wegen seines hervorragend ablesbaren Displays. Für das Radreisen über mehrere Tage ist es jedoch weniger geeignet, nicht zuletzt wegen des recht kleinen Speichers.

Vergleichstabelle

TestsiegerGarmin Edge Explore
Wenn Geld egal istGarmin Edge 1040 Solar
Klein, aber ohoGarmin Edge 530
Guter TrainingsbegleiterWahoo Elemnt Roam
Garmin Edge 1030 Plus
TwoNav Trail 2 Bike
Garmin Edge 130 Plus
Garmin eTrex Touch 25
Garmin eTrex Touch 35
Ciclosport Navic 400
Wahoo Elemnt Bolt
Sigma ROX 11.1 EVO
Ciclosport HAC 1.2+
Mio Cyclo Discover Connect
Sigma ROX 2.0
Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin Edge Explore
  • Gut ablesbares Display
  • Sehr einfache Bedienung
Test Fahrrad-Navi: Garmin Edge 1040 Solar
  • Lange Akkulaufzeit
  • Viele Funktionen
  • Gute Verarbeitung
  • Hoher Preis
  • Kompliziert
Test  Fahrrad-Navi: Garmin Edge 530
  • Gute Halterung
  • Nützliche Funktionen
  • Teuer
  • Umständliche Bedienung
Test Fahrrad-Navi: Wahoo  Element Roam
  • Gut ablesbares Display
  • Einfache Bedienung
  • Teuer
  • Kleiner Speicher
Test  Fahrrad-Navi: Garmin Edge 1030 Plus
  • Gut ablesbares Display
  • Lange Akkulaufzeit
  • Viele Zusatz­funktionen
  • Einfache Bedienung
  • Hoher Preis
Test  Fahrrad-Navi: TwoNav Trail 2 Bike
  • Gute Bedienung bei der Fahrt
  • Schwer
  • Klobig
  • Wacklige Halterung
Test  Fahrrad-Navi: Garmin Edge 130 Plus
  • Leicht
  • Gut ablesbares Display
  • Kleines Display
  • Smartphone notwendig
Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin  eTrex Touch 25
  • Einfache Bedienung
  • Gute Ablesbarkeit
  • Integrierter Kompass
  • Recht dick
  • Wirkt recht klobig
Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin eTrex Touch 35
  • Wie eTrex Touch 2
  • Barometrischer Höhen­messer
  • ANT+- und Bluetooth-Schnittstelle
  • Recht dick
  • Wirkt recht klobig
Test  Fahrrad-Navi: Ciclosport Navic 400
  • Einfach zu bedienen
  • Gute Halterung
  • Großes Display
  • Schwache Rechen­leistung
  • Schwergängige Tasten
Test Fahrrad-Navigationsgerät: Wahoo  Element Bolt
  • Leicht
  • Aerodynamisch
  • Gute Ablesbarkeit
  • Kleines Display
Test Fahrrad-Navi: Sigma ROX 11.1 EVO
  • Günstig
  • Einfache Bedienung
  • Gute Ablesbarkeit
  • Keine Karte
  • Langsame Navigation
Test  Fahrrad-Navi: Ciclosport HAC 1.2+
  • Gute Halterung
  • Umfangreiches Zubehör
  • Kleines Display
  • Smartphone notwendig
Test  Fahrrad-Navi: Mio Cyclo Discover Connect
  • Gute Navigation
  • Spiegelndes Display
  • Langsames Touchdisplay
Test Fahrrad-Navi: Sigma  ROX 2.0
  • Günstig
  • Einfache Bedienung
  • Gute Ablesbarkeit
  • Smartphone notwendig
  • Keine externen Sensoren koppelbar
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Immer auf Kurs: Fahrrad-Navis im Test

Auch unter den Navigationsgeräten gibt es nicht die eierlegende Wollmilchsau. Jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile. Wird ein leicht zu bedienendes vollwertiges Navi gesucht? Ein einfacher GPS-Fahrradcomputer? Oder ein Gerät, mit dem man auch seine Sensoren am Fahrrad und Körper koppeln kann und bei dem der Preis keine Rolle spielt? Für jeden Einsatzzweck gibt es das passende Fahrrad-Navi.

Ein echtes Navigationsgerät ist ein Gerät, mit dem Touren direkt auf dem Gerät selbst, aber auch am PC erstellt werden können. Durch die Zieleingabe/Adresse berechnen Fahrrad-Navis die Route und speichern die gefahrene Strecke mit allen Details, sodass der Fahrer im Nachhinein alles auswerten kann. Das ist besonders für Radreisende, Bikepacker oder all jene von Interesse, die viel unterwegs sind und ihre Route selber planen möchten. Für die sollten Fahrrad-Navis vor allem leicht zu bedienen sein und ein gut ablesbares Display besitzen.

Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00678
Nur echte Navis bieten eine genaue Routenführung.

GPS-Fahrradcomputer sind Geräte, auf denen ein am PC erstellter oder im Internet heruntergeladener GPX-Track aufgespielt werden kann, um die Tour im Anschluss nachzufahren. Eine echte Navigation mittels Kartenmaterials ist mit ihnen nicht möglich. Diese Geräte sind zum Beispiel für Radrennfahrer interessant und sollten eher klein, leicht und ebenfalls leicht zu bedienen sein.

Integrierter Akku oder Batterien?

Die Frage, ob ein integrierter Akku oder Batterien besser sind, lässt sich mit einem klarem »kommt drauf an« beantworten. Auch hier gibt es Vor- und Nachteile je nach Einsatzzweck und Vorlieben des Anwenders. Wer ein schlankes Gerät sucht und nach jeder Tour Zugang zu einer Steckdose hat, für den ist ein Gerät mit fest integriertem Akku vorteilhaft. Die Laufzeit moderner Geräte ist heutzutage für die meisten Touren ausreichend.

Für mehrtägige Touren sind Batterien am besten

Die getesteten Geräte fielen hier nicht negativ auf und je nach Einstellungen, wie z. B. bei der Bildschirmhelligkeit, hielt jedes Gerät über sieben Stunden. Wer längere Touren mit dem Fahrrad plant und über mehrere Tage unterwegs sein möchte, müsste zusätzlich eine Powerbank in den Rucksack packen, um unabhängig zu bleiben.

Wer jedoch mehrere Tage fernab der Zivilisation unterwegs sein will, für den ist es einfacher, wiederaufladbare Batterien mitzunehmen.

Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00664

Testsieger: Garmin Edge Explore

Die Firma Garmin ist wohl der Inbegriff der Outdoor-Navigationsgeräte, und so ist es nicht überraschend, dass uns ein Modell Garmin auch bei den Fahrrad-Navis am meisten überzeugt hat. Der Testsieg geht an das Garmin Edge Explore.

Testsieger
Garmin Edge Explore
Test Fahrrad-Navigationsgerät: Garmin Edge Explore
Mit dem Edge Explore bekommt man ein vollwertiges Navi, das sicher am Lenker sitzt und sich intuitiv bedienen lässt.

Neben dem 115 Gramm leichten und mit einem großen 3-Zoll-Display ausgestatteten Fahrrad-Navi sind zwei Lenkerhalterungen mit Gummiunterlage sowie genügend unterschiedlich lange Spanngummis zur Lenkermontage im Lieferumfang enthalten. Ein USB-Ladekabel sowie eine Handschlaufe runden das Gesamtpaket ab.

Die Montage der Halterung am Lenker ist intuitiv und geht schnell vonstatten. Zunächst den Halter mit der Gummiunterlage an die gewünschte Position halten und einen je nach Lenkerbreite kurzen oder langen Gummi in zwei der vier Haltenasen legen, den Gummiring anschließend mit etwas Spannung um den Lenker herum in die beiden übrigen Nasen einlegen, fertig. Das Gerät wird dann mittels Bajonettverschluss in der Halterung fixiert.

Einfache Montage, fester Sitz

Die Lenkerposition nach den Abfahrtstests war nahezu unverändert und auch die Ablesbarkeit des Displays war während der Abfahrt gut. Das Gerät wackelte kaum, was an der niedrigen Montagehöhe liegen dürfte. Bei Dauerregen können wir uns aber vorstellen, dass durch die Abnahme der Reibung der Gummiunterlage das Gerät etwas verrutschen könnte. Für den Dauereinsatz ist daher gegebenenfalls eine fest installierte Halterung für das Fahrrad-Navi eine gute Idee.

Bedienung

Garmin war eine einfache Bedienung des Edge Explore besonders wichtig und das spürt man, wenn man das Gerät zum ersten Mal startet.

Am Gerät sind neben der Powertaste noch eine Rundentaste sowie eine Start/Stop-Taste zur Routenaufzeichnung an der Unterseite angebracht. Nach dem Einschalten sticht einem gleich der sehr übersichtlich gehaltene Startbildschirm ins Auge. Mit dem großen Button gelangt man in die Aktivität, die zwei darunter befindlichen Buttons sind für die Navigation zuständig.

Im unteren Teil befinden sich noch die Einstellungen, in denen etwa verschiedene Profile wie Wandern oder Mountainbiken geladen werden können, sowie die Connect IQ App-Taste. Hiermit können zum Beispiel mit Komoot selbst erstellte GPX-Tracks drahtlos auf das Edge Explore geladen werden.

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Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00664
Im Lieferumfang des Garmin Edge Explore ist alles nötige zur Montage am Lenker enthalten.
Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00666
Der Halter wird einfach und schnell mit dem mitgelieferten Gumibändern am Lenker fixiert.
Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00671
Das Edge Explore wird mittels Bajonettverschluss in den Halter eingedreht
Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00678
Selbst bei holpriger Fahrt bleibt das Garmin Edge Explore an Ort und Stelle.
Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00748
Das Edge Explore liegt gut in der Hand und alle nötigen Informationen sind gut ablesbar.
Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00751
Routen lassen sich durch setzen einzelner Wegpunkte direkt auf dem Edge Explore selbst erstellen.
Fahrrad-Navigationsgerät Test: Dsc00933
Die Routen- bzw. Rundenaufzeichnung kann mit den beiden Tasten am unteren Rand des Edge Explore gesteuert werden.

Aber auch ohne App oder Software können aus dem Internet geladene GPX-Daten auf das Navi gespielt werden. Hierzu wird einfach der Ordner /Garmin/NewFiles am PC geöffnet und der Track dort abgelegt. Über den »Strecken«-Button können diese dann am Fahrrad-Navi geladen werden. Über den »Zieleingabe«-Button kann eine Zieladresse direkt eingegeben werden. Das Gerät erstellt anschließend die zu fahrende Route.

Auf der Karte selbst kann durch Setzen einzelner Punkte eine Strecke auch ohne App und PC selbst geplant und gespeichert werden. Somit kann spontan eine Route während einer Reise geplant oder umgestellt werden. Alles in allem ist die gesamte Navigation mit dem Gerät sehr intuitiv und einfach gehalten und auch für einen Navigationsgeräte-Neuling problemlos möglich.

Während der Fahrt können durch eine Wischbewegung am Bildschirm verschiedene Infos zur Strecke wie ein Höhenprofil abgerufen werden. Dabei bleibt das Display stets gut ablesbar, sogar bei direkt einstrahlender Sonne, wo andere Geräte bereits wie ein Spiegel wirken. Obendrein besteht noch die Möglichkeit, verschiedene Sensoren wie ein Herzfrequenzmesser mit dem Navi zu koppeln.

Das Garmin Edge Explore ist nach IPX7 wasserfest, was bedeutet, dass es auch zeitweiliges Untertauchen in Wasser übersteht. Gegen Kratzer und Schläge hilft eine Schutzhülle. Vom Dritthersteller Tusita gibt es für das Garmin Edge Explore Modelle in verschiedenen Farben sowie passende Panzerglasfolien.

Garmin Edge Explore im Testspiegel

89 von 100 möglichen Punkten sowie die Note »sehr gut« erreichte das Edge Explore im Test des MountainBIKE-Magazins (12/2018):

»Biker, die ein intuitiv bedienbares Navi zur erfolgreichen Trail-Suche wünschen und weniger Wert auf Trainingsfunktionen legen, finden im Explore den perfekten Begleiter. Sein jederzeit gut ablesbares Display, stabile Konnektivität und der günstige Preis machen ihn zur ersten Wahl für Tourenbiker.«

Auch die Kollegen von Navigation-Professionell.de zeigten sich nach dem Test des Garmin Edge Explore überzeugt. Im Fazit heißt es:

»Das Garmin Edge Explore bietet vielen Radfahrerinnen und Radfahrern einen überschaubaren Funktionsumfang zu einem vernünftigen Preis. Das grundsolide Explore erweist sich als ein zuverlässiger Begleiter auf kurzen oder langen Radtouren. Besonders hervorzuheben sind das Navigieren mit Strecken, die Smartphone-Konnektivität, die Kompatibilität zu Garmin Connect IQ, das Installieren von kostenlosen OSM-Karten und das gute Display.«

Im Test der Website Pocketnavigation.de kommt das Edge Explore ebenfalls gut weg, auch wenn den Testern ein paar Funktionen fehlen:

»Garmins neuer Edge Explore hat wirklich das Zeug zum Volks-Rad-Navi. Sein großes, brillantes Display begeistert auf Anhieb, die Navigation mit übertragenen Strecken funktioniert zuverlässig, die Karten sind detailreich und aktuell, der Akku hält ausreichend lange durch. Das Garmin Edge Explore bleibt jedoch, vor allem durch den fehlenden barometrischen Höhenmesser sowie den Verzicht auf einen elektronischen Kompass, ein Einsteigergerät.«

Ein wenig Kritik gibt es auch im Test des c’t-Magazins (07/2019):

»… Rennradsportler vermissen eventuell die direkte Unterstützung von Strava-Segmenten und Leistungssensoren. Leider kann man … nicht ab Werk beliebige Routen drahtlos per Smartphone als GPX-Datei aufs Gerät beamen. Insgesamt fallen die Einschränkungen … aber kaum ins Gewicht.«

Alternativen

Wer ein Fahrrad-Navi mit etwas mehr Zusatzfunktionen – zum Beispiel für Sportler – sucht und bereit ist, dafür mehr Geld auszugeben, sollte sich auf jeden Fall unsere Alternativen ansehen.

Wenn Geld egal ist: Garmin Edge 1040 Solar

Das Garmin Edge 1040 Solar ist das Topmodell der Edge-Reihe, weshalb wir es uns natürlich genau ansehen mussten. Es besitzt viele tolle und nützliche Funktionen, hat aber hier und da seine kleinen und eine etwas größere Schwäche, wodurch es unseren Testsieger nicht entthronen konnte. Eine neue Empfehlung ist das Edge 1040 Solar aber allemal.

Wenn Geld egal ist
Garmin Edge 1040 Solar
Test Fahrrad-Navi: Garmin Edge 1040 Solar
Das Edge 1040 Solar bietet viel Leistung und eine lange Akkulaufzeit dank Solartechnik, ist aber etwas komplizierter zu bedienen und teuer.

Der Lieferumfang lässt zunächst keine Wünsche offen. Neben dem Navi selbst sind noch allerlei Halterungen fürs Fahrrad wie die Standard-, MTB- und Aero-Halterung mit dem notwendigen Montagezubehör und Ersatzteilen enthalten. Ein USB-Ladekabel, eine kurze Anleitung und ein Befestigungsband sind natürlich ebenfalls enthalten. Gefallen hat uns, dass zusätzlich noch eine schwarze Silikonschutzhülle enthalten war, welche das High-End-Navi schützen soll.

Auch die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen. Am Navi selbst sowie am Zubehör gibt es rein gar nichts zu meckern. Sogar eher im Gegenteil: Besonders gut hat uns gefallen, dass das Garmin Quarter Mount – so heißt die Halterung – am Navi nicht wie bisher aus Kunststoff, sondern aus Metall gefertigt wurde, wodurch eine Schwachstelle behoben wurde. Bei einem Sturz nimmt im Zweifel jetzt die Halterung Schaden – und garantiert nicht das Gerät an dieser Stelle.

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Fahrrad-Navi Test: Dsc04671
Das Garmin Edge 1040 Solar Navigationsgerät ist das Topmodell der Edge-Reihe.
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Der Lieferumfang lässt keine Wünsche offen.
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Schönes und sinnvolles Detail, die Halterung des Navis ist aus Metall gefertigt.
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Auch der Standard-Halter hält das Navi sicher in Position.
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Die Aero- und MTB-Halterung bieten die beste Befestigungsmöglichkeit.
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Das Edge 1040 Solar ist rank und schlank und trägt nicht zu dick auf.
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Wie bei Garmin üblich befinden sich die Start/Stop-Taste sowie die Runden-Taste auf der Unterseite.

Das Einrichten des Navis und das Verbinden des Geräts mit dem Smartphone mittels der Garmin Connect App geht problemlos und schnell. Gefahrene Touren lassen sich so im Detail nachvollziehen, was für den versierten Biker immer ein wichtiger Punkt ist. Das Übertragen von geplanten GPX-Tracks ist Garmin typisch problemlos. So ist es möglich, eine Route mit z. B. Komoot auf dem Smartphone zu planen und sofort auf das Edge 1040 Solar zu übertragen.

Die Bedienung des Fahrrad-Navis ist unserer Ansicht nach nicht mehr ganz so einfach wie mit der alten Benutzeroberfläche und erfordert etwas mehr Zeit und Kennenlernen mit dem Gerät. Hat man die Zeit aber investiert, kommt man gut zurecht und einzelne Menüpunkte lassen sich sogar selbst anordnen.

Auf dem Bike schlägt sich das Navi recht gut. Besonders ist uns die schnelle Routenberechnung unter der Fahrt aufgefallen. Diese ist durch einen Trick besonders flott. Nur sind die errechneten Alternativen, sollte man mal vom Kurs kommen, teilweise unsinnig und man sollte darauf nicht blind vertrauen. Sonst gibt es bei der Navigation nichts auszusetzen.

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Fahrrad-Navi Test: Dsc04655
Die Navigation ist im 3,5 Zoll großen Display gut abzulesen.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04654
Ein extra Menü bietet einen guten Überblick über die Solarladung.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04662
Das Gerät lässt sich mit einem Smartphone koppeln und bietet nicht nur die Wetterdaten auf einen Blick.
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Schönes Detail, Steilheiten der Tour werden farblich kodiert angezeigt.
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Auch ein Kompass darf natürlich nicht fehlen.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04658
Das neue Menüdesign erfordert etwas mehr Einarbeitung.
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Nach etwas Eingewöhnungszeit kann man jedoch gut mit dem Navi arbeiten und findet sich im Menü zurecht.

Das Edge 1040 Solar verfügt natürlich über eine ANT+-Schnittstelle, wodurch das Navi zu deinem vollwertigen Trainingspartner wird, auch dank vieler Trainings-, Planungs- und Analysefunktionen. Zudem bietet das Gerät Sicherheits- und Trackingfunktionen wie z. B. eine Notfallhilfe oder einem Alarm.

Ein besonderer Punkt beim Edge 1040 Solar ist natürlich die Solarladung. Im unteren- und oberen Abschnitt des 3,5 Zoll großen Displays sind die Solarflächen gut zu erkennen, aber auch über die gesamte Anzeige wird das Sonnenlicht in elektrischen Strom umgewandelt. Der Vorteil ist, dass dadurch die Akkulaufzeit nochmals um mindestens zehn Stunden gegenüber der 1040-Variante ohne Solarladung verlängert werden kann – je nach genauer Geräteeinstellung sogar länger.

Der Nachteil an dieser Variante ist, dass das Display dunkler und aufgrund Spiegelungen teilweise schlecht ablesbar ist, je nach Sonneneinstrahlung. Während der Fahrt kann der Fahrer die Daten der Solarladung ablesen. Dieses Feature funktioniert recht gut und auch bei teilweise bedecktem Himmel nutzt das 1040 Solar noch die ankommenden Photonen. Im Übrigen kann man so den Akku auch wieder etwas aufladen, sollte man das Navi während einer Pause in die Sonne legen.

Alles in allem ist das Garmin Edge 1040 Solar ein gut funktionierendes Fahrrad-Navi mit toller Akkulaufzeit und einer enormen Anzahl an Funktionen. Der große Haken an dem Gerät ist jedoch der stolze Preis, der jeden abschreckt, der eigentlich nur ein einfaches Navigationsgerät wie unseren Testsieger möchte. Biker, die aber einen vollwertigen Trainingspartner suchen, Bikepacker, für die die Akkulaufzeit das wichtigste ist, sowie Technik-Junkies werden mit dem Garmin Edge 1040 Solar voll auf ihre Kosten kommen.

Klein, aber oho: Garmin Edge 530

Der Garmin Edge 530 ist ein nahezu perfekter Trainingsbegleiter, der einem sagt, wo es lang geht, und das auch noch mit einem 2,6 Zoll großen Farbdisplay.

Klein, aber oho
Garmin Edge 530
Test  Fahrrad-Navi: Garmin Edge 530
Mit dem Garmin Edge 530 bekommt man nicht nur ein fast vollwertiges Navi, sondern auch einen hervorragenden Trainingsbegleiter.

Zunächst beinhaltet der Lieferumfang des Einzelgerätes neben einer Bedienungsanleitung, einem USB-Ladekabel und einem Befestigungsband auch noch diverse Halter. Neben zwei Standardhaltern, die mit Gummibändern am Lenker fixiert werden können, ist auch noch der Garmin Aero-Halter enthalten. Dieser ist schnell am Fahrrad montiert und passt dank zweier Gummi-Spacer an jeden Lenker. Für eine nicht dauerhafte Lösung können die Standardhalter verwendet werden. Egal, welchen man letztlich verwendet, das 76 Gramm schwere Fahrrad-Navi bleibt auch bei ruppigen Abfahrten in Position.

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Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Das kleine Garmin Edge 530 führt einen sicher ans Ziel.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Für die Bedienung des Navis stehen insgesamt sieben Tasten zur Verfügung.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Dank des Aero-Halters sitzt das Gerät immer an Ort und Stelle.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Das Edge 530 wird einfach in den Halter hineingedreht.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Das Garmin Edge 530 kommt mit ordentlich Zubehör.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Der Aero-Halter ist bereits im Lieferumfang mit inbegriffen.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Ersatzgummiringe sind schon enthalten, sollte mal einer reißen.

Neben der Navigation können diverse Sensoren für die Tritt- oder Herzfrequenz mit dem Edge 530 gekoppelt werden, wodurch das Fahrrad-Navi zum ernsthaften Trainingspartner wird.

Die Navigation findet hauptsächlich durch aufgespielte Tracks statt, die zuvor am PC erstellt worden sind. Diese können anschließend mit der Garmin Connect App an das Gerät gesendet werden und nachgefahren werden. Zudem besteht die Möglichkeit, einen Punkt auf der Karte am Gerät selbst auszuwählen, welcher dann angefahren werden kann. Hier berechnet das Fahrrad-Navi eigenständig die Route.

Da das Edge 530 ausschließlich mit insgesamt sieben Tasten bedient werden kann, ist dies etwas umständlich – aber schön, dass einem die Möglichkeit gegeben ist. Die Navigation funktioniert wie bei Garmin gewohnt anstandslos, und die Abbiegehinweise erscheinen auch bei zügiger Fahrt rechtzeitig. Dabei ist das Display immer gut ablesbar, nur bei ungünstigem Lichteinfall beginnt es zu spiegeln.

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Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Während der Fahrt kann das Navi viele Informationen anzeigen.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Eine Funktion ist z. B. der Kompass.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Das Menü ist logisch aufgebaut.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Auch zu einzelnen Punkten kann navigiert werden.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Über die Garmin Connect App können GPX-Tracks aufgespielt werden.
Fahrrad-Navi Test: Garmin Edge 530
Die Climb-Funktion ist durchaus nützlich.

Neben der Navigation kann sich der Fahrer auch die üblichen Informationen, wie Geschwindigkeit oder die Höhe, anzeigen lassen. Dass das Navi vor allem für Rennradfahrer und Mountainbiker entwickelt wurde, sieht man an ein paar weiteren Features. So kann sich der Biker mit der Downhill-Analyse Grit- und Flow-Werte berechnen lassen. Beim Grit wird anhand von GPS-, Höhen- und anderen Daten die Schwierigkeit der Tour eingestuft, der Flow gibt an, wie flüssig der Fahrstil bei Bergabfahrten ist. Somit kann der Fahrer sein Können beurteilen lassen und verbessern. Schön ist auch, dass die Möglichkeit besteht, sich anzeigen zu lassen, wie lang der verbleibende Anstieg und die Steigung noch ist. Somit kann man einschätzen, welche Anstrengungen einen erwarten. All diese und weitere Funktionen helfen einem, auf Kurs zu bleiben, und lassen sich nachträglich ansehen.

Radsportler, die ihr Können bei zugleich gut funktionierender Navigation wirklich messen lassen wollen, werden mit dem Garmin Edge 530 definitiv glücklich werden. Für Radreisende oder Bikepacker, die mehrere Tage unterwegs sind, gibt es bessere Alternativen.

Guter Trainingsbegleiter: Wahoo Elemnt Roam

Das Wahoo Elemnt Roam ist das Top-Modell von Wahoo und legt im Vergleich zum bereits getesteten Wahoo Elemnt Bolt in sämtlichen Bereichen noch eine Schippe nach. Das Roam ist ein nahezu vollwertiges Navigationsgerät und nicht nur ein einfacher GPS-Fahrradcomputer.

Guter Trainingsbegleiter
Wahoo Elemnt Roam
Test Fahrrad-Navi: Wahoo  Element Roam
Der Wahoo Elemnt Roam ist ein perfekter Trainingsbegleiter mit guter Navigation.

Im Lieferumfang ist alles enthalten, was man benötigt. So lässt sich neben einem USB-Kabel, einem einfachen Halter und Kabelbinder zur Montage am Fahrrad auch eine kurze Anleitung sowie die praktische Aero-Halterung finden. Gerade diese lässt sich schnell und einfach am Lenker befestigen und hält das Roam auch bei ruppiger Fahrt sicher in Position. Die Verarbeitung des Navis ist ausgezeichnet und alles sieht durchwegs hochwertig aus.

Bevor es auf die Straße oder den Trail geht, muss das Roam zunächst eingerichtet werden. Dazu muss zunächst die entsprechende Wahoo App auf dem Smartphone installiert werden. Anschließend kann der im Display des Roam abgebildete QR-Code eingescannt werden. Das restliche Einrichten der Grundeinheiten oder das Verknüpfen zu Portalen wie Komoot oder Strava gestaltet sich problemlos.

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Fahrrad-Navi Test: Dsc04058 1
Das Wahoo Elemnt Roam kann mit den üblichen Portalen wie Komoot oder Strava verbunden werden.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04084
Im Lieferumfang ist alles enthalten, was man zum Betrieb benötigt.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04069
Das Wahoo Elemnt Roam wird einfach in den Halter hineingedreht.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04068
Die Aero-Halterung hält das Roam immer fest am Lenker.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04063
Im Menü können diverse Grundeinstellungen wie die Beleuchtung durchgenommen werden.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04086
Routen lassen sich zum Beispiel per App planen und dann einfach auf das Roam per Bluetooth übertragen.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04087
Die zu fahrende Route wird auf dem immer gut ablesbaren Display mittels schwarzer Pfeile angezeigt.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04061
Durch die großen und leicht bedienbaren Tasten kann auch während der Fahrt gut durch die unterschiedlichen Seiten durchgeschaltet werden.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04064
Durch die zwei seitlichen Tasten kann der Zoom eingestellt werden.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04091
Auch lässt sich am Roam selbst ein Ziel per Fadenkreuz markieren, um sich dorthin navigieren zu lassen. Einfacher geht dies jedoch per App.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04094
Die Navigation selbst ist gut und alle notwendigen Informationen werden im 2,7 Zoll großen Farbdisplay angezeigt.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04095
Kommt man von der Route ab, wird man akustisch und optisch gewarnt.
Fahrrad-Navi Test: Dsc04073
Nach der Fahrt kann in der App alle Daten der Tour nochmals eingesehen werden.

Bereits geplante GPX-Tracks können entweder via App auf das Roam geladen werden oder klassisch über einen Computer per USB-Kabel. Der Track kann dann am Navi geöffnet werden und nachgeradelt werden. Hier ist für die Navigation kein Smartphone erforderlich. Die Navigation ist sehr gut und Abbiegehinweise werden rechtzeitig signalisiert. Verfährt man sich dennoch mal, wird dies akustisch und optisch signalisiert und das Roam sucht sich den besten Weg zurück auf den Track.

Sollte man auf Tour spontan einen anderen Punkt anfahren wollen, dann kann dieser entweder am Navi selbst über ein Fadenkreuz mittels der Tasten anvisiert werden, einfacher geht dies jedoch erneut über die App. Hier können einzelne Punkte auch gezielt gesucht werden und auf das Fahrrad-Navi übertragen werden. Das Roam führt anschließend wieder sicher zum gewünschten Ziel.

Besonders hat uns das Display gefallen. Anders als beim Elemnt Bolt ist das 2,7 Zoll große Display nicht nur schwarz-weiß, sondern verfügt über farbliche Elemente und egal bei welchem Lichteinfall, das Display war stets sehr gut ablesbar.

Damit das Roam zu einem vollständigen Trainingspartner wird, lassen sich externe Sensoren wie Trittfrequenz oder Pulsmesser mit dem Navi koppeln, um zu Hause die Tour genau analysieren zu können.

Letztlich ist das Wahoo Elemnt Roam ein tolles Fahrrad-Navi für das tägliche Training von ambitionierten Rennradfahrern und Mountainbikern. Es macht genau das, wofür es gedacht ist – und das ohne besondere Schwächen. Wer aber ein vollständiges Navi für ausgedehntes Radreisen sucht, wird mit einem anderen Fahrrad-Navi glücklicher. Denn der mit 2 Gigabyte eher kleine Speicher lässt nur begrenzt Kartenmaterial auf dem Roam zu.

Außerdem getestet

Garmin Edge 1030 Plus

Wer ein Top-Navigationsgerät und Trainingspartner sucht, wird mit dem Garmin Edge 1030 Plus fündig – solange der Preis nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Im Lieferumfang ist neben einem USB-Kabel und einer Kurzanleitung alles für die Montage am Lenker enthalten. Schön dabei ist, dass nicht nur ein paar Gummiringe zur Befestigung vorhanden sind, sondern diese in ausreichender Stückzahl beiliegen, sollte mal einer verloren gehen. Der Halter ist schnell montiert und hält das Fahrrad-Navi in Position. Wird jedoch eine fixe Montage am Lenker erwünscht, kann die optionale Aero-Halterung von Garmin verwenden.

Die Bedienung des Edge 1030 Plus ist sehr einfach und das Einrichten des Navis intuitiv. Das Aufspielen von GPX-Tracks ist kabellos durch die Garmin Connect App oder klassisch mit einem USB-Kabel möglich. Somit ist das Gerät schnell einsatzbereit, und die geplante Tour kann gestartet und abgefahren werden. Auch eine Navigation über eine Adresseingabe ist natürlich möglich.

Das Edge verfügt aber über weitaus mehr Funktionen als nur die reine Navigation. Es lassen sich dank der ANT+-Schnittstelle externe Sensoren mit dem Gerät koppeln, wodurch das Edge 1030 zum täglichen Trainingspartner wird. Auch können damit ganze Trainingspläne erstellt werden. Nach einer Tour oder Trainingseinheit kann der Fahrer jedes Detail im Nachhinein ansehen und erhält Informationen über zum Beispiel die Durchschnittsgeschwindigkeit, den erwarteten Schweißverlust oder sogar die Airtime. All diese zusätzlichen Features erfordern aber etwas mehr Einarbeitung.

Die Navigation des Edge 1030 Plus funktioniert hervorragend, Abbiegehinweise werden rechtzeitig akustisch und visuell angezeigt. Dabei ist der Ton auch im Straßenverkehr gut zu hören. Beim Verlassen der Route wird schnell eine Alternative berechnet und angezeigt. Teilweise hat der Biker die Wahl zwischen mehreren Optionen. Ein einfaches und nerviges »Bitte Wenden« erhält man hier kaum noch.

Das 3,5 Zoll große Display ist das bisher beste im Test. Es ist aus allen Winkeln und bei jeden Lichtverhältnissen gut ablesbar und reagiert auch mit langen Handschuhen sehr gut.

Ein weiteres Highlight ist der Akku. Je nach Geräteeinstellung soll dieser laut Garmin bis zu 24 Stunden halten. Während unserer Tests konnten wir dies nicht ausgiebig testen, geht man aber von einer linearen Abnahme des Ladezustandes aus, kommt das gut hin. Somit ist auch der Akku der beste im Test.

Alles in allem ist das Garmin Edge 1030 Plus ein herausragendes Fahrrad-Navi, das vor allem ambitionierte Biker und Tourenradler anspricht. Auch Technikbegeisterte kommen mit dem Gerät auf ihre Kosten. Das Edge ist dank des Akkus auch für lange Touren und Radreisen geeignet, wo einfach ein Spitzenmodell in jeglicher Hinsicht gewünscht wird. Dies alles hat jedoch seinen Preis, und wer nur ein einfaches Fahrrad-Navi für die Wochenenden-Tour sucht, sollte lieber zu unserem Testsieger greifen. Wer aber das nötige Geld übrig hat, wird mit dem Garmin Edge 1030 Plus nicht enttäuscht werden.

TwoNav Trail 2 Bike

Das TwoNav Trail 2 Bike ist ein Multitalent unter den hier getesteten Fahrrad-Navis, bei genauem Hinsehen jedoch nicht für jeden geeignet. Zunächst einmal kommt das Fahrrad-Navi mit einem minimalistischen Lieferumfang daher. So sind neben dem Navi selbst noch ein USB-Ladekabel, eine Bedienungsanleitung und ein kleiner Halter enthalten, der mit zwei Gummibändern schnell am Lenker befestigt werden kann. Der Halter selbst ist jedoch nicht hochwertig verarbeitet und besitzt scharfe Kanten. Er hält das Navi bei normaler Fahrt in Position, wird der Weg aber holpriger, dann wackelt das 220 Gramm schwere Navi und verrutscht langsam am Lenker. Hier sollte man unbedingt darüber nachdenken, ob man noch in den TwoNav-Quicklock-Fronthalter investieren will, der deutlich stabiler aussieht.

Das Aufspielen von bereits am PC geplanten GPX-Tracks geht schnell und einfach per Drag-and-Drop, es kann aber auch die TwoNav Link App verwendet werden. Es können auch Touren am Navi direkt geplant werden, dies ist aber nicht ganz so intuitiv wie zum Beispiel beim Garmin Edge Explore. Insgesamt ist das Fahrrad-Navi einfach zu bedienen, aber richtig intuitiv ist es eben nicht. Hier sollte man etwas Zeit übrig haben, um mit dem Gerät vertraut zu werden.

Die Navigation selbst funktioniert recht anstandslos. Der aufgespielte Track ist blau hinterlegt, die gefahrene Strecke wird in Rot nachgezeichnet. Verfährt man sich zum Beispiel, ertönt ein Warnsignal, dass die Strecke verlassen wurde. Das Navi navigiert den Fahrer jedoch nicht zurück zur Route. Nach Beendigung und Speichern der Tour kann der Fahrer nochmals alle Daten abrufen und auf den PC laden. Das 3,7 Zoll große Touch-Display ist dank der automatischen Helligkeitsanpassung während der Fahrt stets gut ablesbar, bei schräg einfallender Sonne neigt es jedoch zum Spiegeln.

Um die Bedienung auch während der Fahrt zu vereinfachen, wurden dem Trail 2 vier große Tasten spendiert, die sich unter dem Display befinden. So kann zum Beispiel dank der Plus- und Minus-Taste in der Karte schnell rein und wieder rausgezoomt werden. Weitere Informationen können einfach durch Drücken der rechten Taste unter der Fahrt eingeholt werden. Zudem ist das Trail 2 noch ein voller Trainingspartner, da diverse Sensoren wie Puls, Trittfrequenz oder ein Sensor zur Leistungsmessung gekoppelt werden können.

Insgesamt ist das TwoNav Trail 2 nicht nur ein Fahrrad-Navi für Radtouren, auch Wanderer können Gefallen daran finden. Aufgrund der Größe und des Gewichts wird der gemeine Rennradfahrer oder Mountainbiker eher nicht glücklich damit werden, der technikbegeisterte Tourenfahrer oder Radreisende kann das Navi aber ernsthaft in Betracht ziehen.

Garmin Edge 130 Plus

Der kleine Garmin Edge 130 Plus ist ein Fahrradcomputer mit GPS, vergleichbar mit dem bereits getesteten CicloSport HAC 1.2+. Der Edge 130 Plus ist nämlich kein eigenständiges Gerät, sondern benötigt die Garmin Connect App für die Navigation.

Neben dem Gerät sind noch eine Bedienungsanleitung, ein USB-Ladekabel, ein Befestigungsband sowie zwei einfache Halter, welche mit Gummibändern am Lenker befestigt werden können, im Lieferumfang. Der Halter ist schnell montiert, für das nur 33 Gramm schwere Navi ausreichend dimensioniert und hält das Edge 130 stets in Position.

Nach der Installation der App und dem Hinzufügen des Radcomputers können bereits geplante GPX-Tracks auf das Gerät übertragen werden. Während der Fahrt erscheinen die Abbiegehinweise im Display rechtzeitig. Dabei ist das Display stets gut ablesbar, auch bei ungünstigem Lichteinfall. Ähnlich wie beim Garmin Edge 530, stehen bei dem kleinen Edge 130 Funktionen wie die Climbpro-Funktion zur Verfügung. Hier besteht die Möglichkeit sich anzeigen zu lassen, wie lang noch der verbleibende Anstieg und die Steigung ist. Auch die üblichen Daten wie gefahrene Kilometer oder Geschwindigkeit kann sich der Fahrer anzeigen lassen. Der Edge 130 Plus lässt sich auch mit diversen Sensoren koppeln, wodurch das kleine Gerät zu einem vollwertigen Trainingsbegleiter wird. Natürlich lässt sich die gefahrene Tour speichern und später analysieren.

Alles in allem ist der kleine Edge 130 Plus ein toller, kleiner Radcomputer mit GPS-Funktion, welcher über nützliche Funktionen verfügt und eine echte Alternative zum Wahoo Elemnt Bolt ist und den CicloSport HAC 1.2+ in den Schatten stellt. Besonders Rennradfahrer oder Mountainbiker werden mit dem Fahrrad-Navi glücklich werden.

Garmin eTrex Touch 25

Das eTrex Touch 25 aus dem Hause Garmin ist zusammen mit dem eTrex Touch 35 das Multitalent unter den getesteten Geräten, und es sind die einzigen, die mit wiederaufladbaren Batterien betrieben werden. Die im Lieferumfang enthaltene Lenkerhalterung ist einfach zu montieren und hält das 33 Millimeter starke Navi während des Abfahrtstests an Ort und Stelle. Das Fahrrad-Navi ist, wie das Garmin Edge Explore, einfach zu bedienen, eine spezielle Software zum Aufspielen von GPX-Tracks wird nicht benötigt. Sie werden einfach in dem Geräteordner abgelegt.

Das 2,6 Zoll große Display löst unter den vollwertigen Navis im Test mit 160 × 240 Pixel am schlechtesten auf, das Display selbst bleibt aber auch bei direkter Sonneneinstrahlung stets ablesbar. Durch direkte Adresseingabe erstellt das Gerät selbst die Routen, es können aber auch durch Setzen einzelner Punkte selbst Routen am Navi erstellt werden. Neben Radprofilen können auch Profile wie Bergsteigen oder Geocaching eingestellt werden und mit dem elektronischen Kompass ist das eTrex Touch ein perfekter Begleiter für Bikepacker und Outdoorbegeisterte. Leichte Punktabzüge gibt es für die schlechte Auflösung und das dicke Gehäuse, das vor allem Rennradfahrern nicht gefallen wird.

Garmin eTrex Touch 35

Das eTrex Touch 35 ist, wie sein kleiner Bruder eTrex Touch 25, ein Multisporttalent mit vollwertiger Navigation. Optisch wie auch hinsichtlich der Bedienung unterscheiden sich die beiden Geräte nur in der Farbe. Befestigung, Display und Bedienung sind identisch. Nur die inneren Werte unterscheide sich. So können mit dem Touch 35 Sensoren mit ANT+-Schnittstellen gekoppelt werden, was es dann auch zu einem Fitnesstracker macht. Überdies verfügt das Fahrrad-Navi über eine Bluetooth-Schnittstelle. Bergsportler werden sich zudem über einen barometrischen Höhenmesser freuen, der noch exakter die Höhe wiedergibt, was das eTrex Touch 35 zu einem hervorragenden Allroundbegleiter macht.

Ciclosport Navic 400

Das Ciclosport Navic 400 ist ein vollwertiges Navigationsgerät mit einem vier Zoll großen Display und liegt preislich um die 200 Euro. Neben dem Navi selbst sind noch ein USB-Ladekabel sowie eine Aero-Mount-Halterung im Lieferumfang enthalten, welche das knapp 180 Gramm schwere Fahrrad-Navi am Lenker halten soll. Die Halterung lässt sich schnell und einfach mittels einer Schraube am Lenker fixieren und hält das Navic 400 unter allen Bedingungen stets in Position.

Die Bedienung des Geräts sowie die Menüführung sind einfach und logisch. Auch das Touch-Display reagiert recht gut beim Tippen. Am Navic 400 kann eine Tour direkt geplant oder ein am PC vorbereitet GPX-Track einfach mittels Drag-and-Drop auf das Fahrrad-Navi aufgespielt werden. Auch das Navigieren mittels Adresseingabe ist möglich. Unterhalb des Displays sowie an der rechten Seite befinden sich weitere Tasten zum Navigieren im Menü oder zum Aufzeichnen der Tour. Die Tasten sind eher schwergängig und müssen mittig gedrückt werden, damit sie überhaupt reagieren.

Insgesamt fällt uns auf, dass das Navi eher langsam ist. So dauert es 70 Sekunden, bis das Fahrrad-Navi überhaupt betriebsbereit ist, und es können weitere Minuten vergehen, bis ein GPS-Signal vorliegt. Auch unter der Fahrt reagiert es eher träge. So ist es nicht selten vorgekommen, dass bei schnellerer Fahrt der Abbiegehinweis – ein gut hörbares akustisches Signal – erst bis zu 100 Meter zu spät ertönte oder das Display beim Durchfahren einer Kurve erst spät die Ansicht drehte. Das Display selbst ist gut ablesbar, bei entsprechender Sonneneinstrahlung aber gerade noch akzeptabel, was das Spiegeln angeht.

Alles in allem ein solides und vollwertiges Fahrrad-Navi für entspannte Touren jedoch mit Nachholbedarf, was die Rechenleistung betrifft.

Wahoo Elemnt Bolt

Der Elemnt Bolt aus dem Hause Wahoo ist kein vollwertiges Navigationsgerät, sondern ein durchdachter GPS-Radcomputer. Mit ihm können lediglich GPX-Tracks via App aufgespielt werden, die anschließend nachgefahren werden können. Dabei können verschiedene Sensoren mit dem Elemnt Bolt gekoppelt werden. Das mit 2,2 Zoll kleinste Display löst nur in Schwarzweiß auf, dabei ist es aber auch bei Sonneneinstrahlung immer gut ablesbar. Die großen Tasten sind auch mit dickeren Handschuhen unter der Fahrt immer hervorragend zu bedienen.

Die Montage des Radcomputers am Lenker ist einfach und der mitgelieferte Halter sehr aerodynamisch, da das Navi halb in den Halter integriert ist. Der Wahoo Elemnt Bolt startet die Aufzeichnung beim Losfahren selbst und pausiert bei kurzem Stillstand. Das funktioniert so gut, dass der Winzling auch bei einer normalen Wanderung in der Hosentasche mitgeführt werden kann. Besonders für Rennradfahrer ist der Elemnt Bolt geeignet, um bei Radrennen auf Kurs zu bleiben. Alltagsfahrer werden mit dem kleinen Display dagegen eher nicht glücklich werden.

Sigma ROX 11.1 EVO

Der Sigma ROX 11.1 EVO ist ein leistungsstarker GPS-Radcomputer mit zusätzlicher, einfacher Track-Navigation.

Im Lieferumfang des ROX 11.1 EVO ist ein USB-C Ladekabel, eine Bedienungsanleitung und ein einfacher Halter zur Montage am Lenker mittels Kabelbinder enthalten. Letztere sind ebenfalls im Lieferumfang zu finden. Die Verarbeitung aller Teile ist sehr gut und auch bei genauem Hinsehen sind keine unschönen Kanten oder Ähnliches zu entdecken. Die Montage des Halters ist unkompliziert und geht schnell vonstatten.

Um den kleinen ROX11.1 einzurichten, ist die Sigma Ride App erforderlich. Einmal auf dem Smartphone installiert, kann der Radcomputer mit dem Smartphone über Bluetooth gekoppelt werden. Das Einrichten ist einfach und der ROX 11.1 ist schnell einsatzbereit.

Die Stärken des ROX 11.1 liegen klar in der Aufzeichnung sämtlicher Tourendaten, dadurch ist er ein hervorragender Trainingsbegleiter. Auch dank der ANT+ Schnittstelle lassen sich externe Sensoren wie Puls- und Trittfrequenzsensoren mit dem Navi koppeln. Sogar das Koppeln einer elektrischen Schaltung sowie eine E-Bike-Integration ist möglich.

Die Navigation beim Sigma ROX 11.1 EVO beschränkt sich auf Track-Navigation einer zuvor aufgespielten Route sowie Abbiegehinweise von komoot. Somit ist das Gerät kein vollwertiges Navigationsgerät. Das Aufspielen vorher geplanter GPX-Tracks ist nur über die Sigma Ride App möglich, danach ist für die Track-Navigation kein Smartphone mehr erforderlich. Nachdem die Fahrrad-Tour gestartet ist, kann sich der Biker durch die unterschiedlichen Anzeigen im 1,77 Zoll großen Farbdisplay durchschalten. Dabei sind die insgesamt fünf Tasten gut zu bedienen.

In der Navigationsanzeige sieht man den Track aus Pfeilen und Strichen, jedoch ohne Kartendetails der Umgebung. Beim Verlassen der Route wird der Biker gewarnt und bekommt den Weg zurück auf die Route angezeigt. Nicht so toll fanden wir, dass die Warnung erst nach ca. 100 bis 150 Metern ertönt, beim Erreichen der Route jedoch sofort angezeigt wird, dass man wieder on Track ist. Liegen Hin- und Rückweg auf derselben Route, kann es sein, dass der ROX 11.1 meldet, dass man jetzt in die falsche Richtung fährt, was schon mal kurz für Verwirrung sorgen kann.

Insgesamt ist der ROX 11.1 EVO von Sigma ein toller Trainingspartner, der hier zumindest keine Wünsche offen lässt und sogar mit einer Track-Navigation ausgestattet ist, die jedoch einige Schwächen besitzt. Wer also eine Alternative zum Wahoo Elemnt Roam oder zum Ciclosport HAC 1.2+ zum täglichen Training sucht, wird mit dem Sigma ROX 11.1 EVO bestimmt glücklich werden.

Ciclosport HAC 1.2+

Das Ciclosport Hac 1.2+ ist zwar kein vollwertiges Navigationsgerät, es lässt sich jedoch mittels Bluetooth mit einem Smartphone verbinden, um die Abbiegehinweise auf das Display zu bekommen. CicloSport bezeichnet das HAC 1.2+ zwar als smarten Navigations- & Fahrradcomputer und Trainingspartner, aber um ehrlich zu sein, sollte man ihn nicht zwingend als GPS-Radcomputer bezeichnen, da er selber nicht GPS-fähig ist. Das übernehmen weiterhin das Smartphone und eine App wie Komoot, welche mit dem HAC 1.2+ gekoppelt werden kann.

Der Lieferumfang ist sehr umfangreich und beinhaltet alles, was man von einem Trainingspartner erwarten darf. Neben dem Fahrradcomputer und einer Lenkerhalterung, die mittels Gummiband am Lenker fixiert wird, sind zudem ein Geschwindigkeitssender, ein Trittfrequenzsender, ein Speichenmagnet, ein Trittfrequenzmagnet, ein Brustgurt zur Herzfrequenzmessung sowie ein QMS-Lenkerhalter im Lieferumfang enthalten. Die Halterung ist schnell am Lenker angebracht und hält den leichten HAC1.2+ sicher in Position. Strom erhält der HAC1.2+, wie auch die ganzen Sensoren, über CR2450- und CR2032-Knopfzellen. In Zeiten von immer kleiner werdenden Akkus wäre dies vielleicht hier eine schönere Lösung gewesen, dennoch verspricht CicloSport beim HAC 1.2+ Laufzeiten zwischen acht und zehn Monaten.

Alles in allem ist der HAC 1.2+ ein toller Trainingspartner mit Richtungsweisung das Smartphone, welche aber gut funktioniert.

Mio Cyclo Discover Connect

Das Mio Cyclo Discover Connect ist im Sommer 2021 auf den Markt gekommen. Im Lieferumfang sind neben dem Navi selbst ein USB-Kabel, eine Anleitung und ein kleiner Halter für den Radlenker enthalten. Dieser lässt sich schnell mit den beigefügten Kabelbindern fix am Lenker montieren und hält das Gerät immer in Position, selbst bei einer ruppigen Abfahrt. Optional ist noch ein Aero-Halter für das Cyclo Discover Connect erhältlich.

Das Fahrrad-Navi wirkt ordentlich verarbeitet und hochwertig. Leider hatte jedoch unser Testgerät einen kleinen Pixelfehler, und der beigefügte Aero-Halter weißt ein paar scharfe Kanten auf. Auch sind in deutscher Sprache vereinzelt Rechtschreibfehler zu finden.

Die Bedienung des Gerätes ist einfach und so ist das Navi nach dem Start schnell eingerichtet. Dabei reagiert das 3,5 Zoll große Touch-Display sehr gut. Über den großen, schwarzen Knopf gelangt man wieder zurück ins Hauptmenü. Hier kann eine Tour über verschiedene Portale wie Strava kabellos geladen werden, aber auch das Aufspielen eines geladenen Tracks mittels USB ist möglich. Er kann schnell über den MioShare geladen werden. Auch über die gleichnamige App können Tracks erstellt, übertragen oder angesehen werden.

Die Navigation funktioniert sehr gut, und bei Verlassen einer importierten Route findet das Cyclo Discover Connect sehr schnell eine Alternative. Zudem wird der Fahrer durch ein gut hörbares akustisches Signal auf Abbiegungen vorgewarnt.

Störend ist, dass das Display zum Spiegeln neigt und bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder nicht perfekt eingestelltem Winkel ein Ablesen der Anzeige erschwert wird. Während der Fahrt können neben der Karte auch andere Informationen der Tour, wie zum Beispiel das Höhenprofil angezeigt werden. Reagiert das Display zu Hause, also bei ausgeschalteter Navigation, noch sehr gut, reagiert es während der Navigation erstaunlich träge. Teilweise mussten wir unter der Fahrt drei Mal auf das Display drücken, bis es zur nächsten Anzeige blätterte, oder es dauerte mehrere Sekunden.

Alles in allem ist das Mio Cyclo Discover Connect ein solides Fahrrad-Navi mit ein paar durchaus nervigen Schwächen, jedoch mit guter Navigation. Preislich liegt das Navi im Mittelfeld, was vermutlich bedeutet, dass es das Navi schwer haben wird, sich auf dem Markt zu behaupten. Hier gibt es bessere und günstigere Alternativen.

Sigma ROX 2.0

Der Sigma ROX 2.0 ist eigentlich kein Navigationsgerät. Vielmehr ist er ein kleiner GPS-Radcomputer, der sich mit der Komoot Routenplaner App verbinden lässt – und das zu einem fairen Preis.

Der Lieferumfang beinhaltet alles, was zum Betrieb und Befestigen am Lenker notwendig ist. So kommt der ROX 2.0 mit einer einfachen Befestigung sowie Kabelbinder, einem USB-C Ladekabel und einer kurzen Bedienungsanleitung. Der Radcomputer ist hochwertig verarbeitet und sieht sehr wertig aus. Die Montage am Lenker ist problemlos und schnell.

Zum Einrichten des ROX 2.0 ist die Sigma Ride App erforderlich. Das schöne hierbei ist, dass die Anzeigefelder teilweise selbst konfiguriert werden können, wie zum Beispiel auch die Anzeigenseite für die Navigation. Jedoch ist zum Navigieren ein Smartphone und eine laufende Navigation auf der Komoot App erforderlich. Abbiegehinweise und Entfernungen werden dann per Bluetooth auf das Display des ROX 2.0 übertragen, was auch sehr gut funktioniert. Jedoch muss hier erst der Computer mit der App bzw. dem Smartphone gekoppelt werden, was erfahrene Nutzer wissen könnten, in der Bedienungsanleitung ist dies jedoch nicht ersichtlich. Unerfahrene müssen hier erst etwas recherchieren, um diese Funktion auch nutzen zu können. Sinnvoll ist diese Funktion, wenn man aufgrund des Wetters sein Smartphone lieber im Rucksack verstauen möchte, aber dennoch grob mit Komoot navigieren möchte.

Ansonsten zeichnet der kleine ROX 2.0 die Tourendaten auf, die im Nachhinein mit der Sigma Ride App analysiert oder als GPX-Tracks exportiert werden können. Der Radcomputer verfügt zwar über eine ANT+ Schnittstelle, diese dient jedoch nur zur Kopplung mit einem E-Bike. Externe Sensoren können nicht mit dem Fahrrad-Navi gekoppelt werden.

Letztlich ist der Sigma ROX 2.0 ein einfacher und kostengünstiger GPS-Radcomputer für den gelegentlichen Einsatz oder für Hobbybiker. Er bietet ein paar nützliche Details und bei Bedarf können beim Navigieren mit der komoot App die Abbiegehinweise auf das Display übertragen werden. Ambitionierte Sportler oder Radreisende, die ein vollwertiges Navi suchen, sind mit dem ROX 2.0 jedoch nicht gut beraten.

So haben wir getestet

Wir haben uns alle Fahrrad-Navis angesehen, die zur Zeit auf dem Markt sind und uns die 23 interessantesten Modelle für den Test besorgt. Zunächst haben wir uns die Navis selbst und den Lieferumfang angesehen. Ist das Navi gut verarbeitet und spritzwassergeschützt? Ist alles enthalten, was zum Befestigen am Bike und zum Navigieren benötigt wird? Um es gleich vorwegzunehmen: Hier fiel uns kein Gerät negativ auf. Alle waren mit dem Nötigsten ausgestattet und gut verarbeitet.

Anschließend haben wir beurteilt, wie einfach die Montage am Fahrrad ist und ob das Navi auch bei einer holprigen Abfahrt an Ort und Stelle oder gar am Lenker bleibt. Dazu sind wir mit einem Mountainbike einen verblockten Trail abgefahren und haben die Vorher- und Nachher-Position der Geräte am Lenker geprüft.

Am wichtigsten war uns jedoch, dass das Fahrrad-Navi einfach zu bedienen ist, denn schließlich will man aufs Fahrrad und die Tour starten und nicht ewig in der Bedienungsanleitung oder in Internetforen lesen, wie eine Tour erstellt und geladen werden kann. Daher haben wir uns genau angesehen, wie einfach die Routenplanung von zuhause oder unterwegs ist und wie bedienerfreundlich das Navi während der Fahrt am Lenker ist.

Die wichtigsten Fragen

Was machen Fahrrad-Navis besser als Smartphone-Apps?

Fahrrad-Navigationsgeräte sind für Outdoor-Sportarten konzipiert. Sie besitzen daher Eigenschaften wie Stoßfestigkeit, Wasserdichtigkeit und besser ablesbare Displays und sind so für den Außeneinsatz perfekt geeignet. Auch lassen sich oft Rad-Sensoren mit dem Gerät koppeln.

Was kostet ein gutes Fahrrad-Navi?

Gute und günstige Modelle gehen ab etwas über 100 Euro los, können aber auch schnell mehrere hundert Euro kosten. Wirklich empfehlenswerte Geräte liegen ab etwa 200 Euro.

Fahrradnavi oder GPS-Fahrradcomputer – wo ist der Unterschied?

Mit vollwertigen Navis lassen sich Touren direkt am Gerät planen. Bei GPS-Radcomputern hingegen muss eine vorab am PC oder Handy erstellte Route aufgespielt werden.

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 Test: Artboard

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