Fahrradschloss Test: Alle Fahrradschloesser
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Letztes Update: 19.3.2021

Das beste Fahrradschloss

Wir haben 96 Fahrradschlösser in fünf Kategorien getestet. Das beste Panzerkabelschloss für die meisten ist das Abus Ivera Steel-O-Flex 7200. Es ist zwar nicht so aufbruchsicher wie ein Bügelschloss, aber viel praktischer in der Handhabung. Wer ein Maximum an Sicherheit will, für den ist das Bügelschloss Granit X-Plus 540 von Abus die beste Wahl. Auch Faltschlösser können sehr aufbruchsicher sein, das beste ist das Abus Bordo 6000. Wer sich für ein Kettenschloss entscheidet, ist beim Hiplok Gold gut aufgehoben. Unter den Schlössern mit Alarmfunktion können wir das Olympia S 200 sowie das smarte I Lock It GPS empfehlen.

Lars Schönewerk
ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er unter anderem Smart-Home- und Haushaltsgeräte und alles für die männliche Gesichtshaarpflege.
Letztes Update: 19. März 2021

Wir haben 21 weitere Schlösser getestet. Mit dem I Lock It GPS hat uns erstmals ein Smart Lock für Fahrräder überzeugt. Es ist zwar nicht günstig, dafür aber ausgereift und deshalb eine neue Empfehlung.

28. August 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

30. April 2020

Wir haben 24 neue Fahrradschlösser getestet. Unser neuer Favorit bei den Kettenschlössern ist das Hiplok Gold. Außerdem haben wir mit dem Hiplok Z-Lok, dem Hiplok DX, dem Trelock FS 460 Cops Long und dem Kohlburg Alcatraz einige neue Empfehlungen.

10. April 2019

Wir haben sieben smarte und alarmgesicherte Schlösser getestet und als neue Kategorie hinzugefügt. Die smarten Fahrradschlösser konnten uns allesamt nicht überzeugen, eine Empfehlung ist aber das alarmgesicherte Schloss Olympia S 200.

12. Oktober 2018

Wir haben das Litelok Gold Wearable getestet. Das Schloss ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Mangels einer geeigneteren Kategorie haben wir es zu den Faltschlössern gesteckt. An unseren Empfehlungen ändert sich dadurch aber nichts.

Weitere Updates

Für unseren Test haben wir 96 Fahrradschlösser mit Seitenschneider, Stahlsäge und Bolzenschneider malträtiert. Die meisten von ihnen ließen sich mehr oder weniger einfach knacken.

Gegen alle Bügelschlösser im Test, einige sehr dicke und schwere Kettenschlösser und die besten Faltschlösser konnten wir mit unseren Werkzeugen aber nichts ausrichten – zumindest nicht innerhalb von drei Minuten. Fahrradschlösser, die innerhalb dieser Zeit nicht zu knacken sind, gelten als sicher. Denn mit genügend Zeit und Aufwand kann man letztlich jedes Schloss aufbrechen – doch für Fahrraddiebe muss es schnell gehen.

Unsere bevorzugte Bauweise sind leichte Panzerkabelschlösser, die nur mit einer Kombination aus Seiten- und Bolzenschneider zu öffnen sind. Bügel- und Faltschlösser sind zwar noch aufbruchssicherer, im Alltag aber nicht immer praktisch. Unknackbare Kettenschlösser sind fürs Fahrrad in der Regel zu schwer, leichte dagegen problemlos zu öffnen.

Fahrradschloss Test: Fahrradschlösser Gruppenfoto Pile
Ganz schön viel Eisen: Die 42 Fahrradschlösser aus der ersten Testrunde bringen zusammen über 50 Kilo auf die Waage.

Smarte Fahrradschlösser klingen verlockend, aber der Teufel steckt im Detail: Sie benötigen als Stromversorgung einen Akku, der geladen werden will, und die Verbindung zum Handy klappt nicht immer zuverlässig, da ist ein klassischer Verschlussmechanismus mit Schlüssel oder Zahlenkombination oft praktischer. Fahrradschlösser, die zusätzlich mit einem Bewegungsalarm ausgestattet sind, bieten zusätzliche Sicherheit, aber auch hier kommt es auf die Umsetzung an.

Was macht ein gutes Fahrradschloss aus?

Dass besonders enthusiastische Pedalisten zum Teil mehrere Kilogramm schwere Stahlbügel durch die Gegend bugsieren, geschieht nicht ohne guten Grund, denn als Faustregel lässt sich festhalten: Umso schwerer ein Schloss ist, desto mehr hält es aus. Abgesehen davon geht es aber auch um die Sicherheit des Schließmechanismus. Auch hier gibt es große Unterschiede.

Mit Fingerspitzengefühl und roher Gewalt

Um ein Schloss zu öffnen, gibt es für Diebe prinzipiell zwei Möglichkeiten: rohe Gewalt oder Köpfchen und Fingerspitzengefühl. Das gewaltlose Öffnen des Schließmechanismus von Schlössern ist auch unter dem Namen »lock picking« bekannt und erfordert entsprechende Kenntnisse, Spezialwerkzeug und vor allem: viel Übung.

Fahrradschlösser werden in aller Regel entweder durch Pins oder Scheibenzylinder verriegelt. Erst wenn die Stifte oder Scheiben von einem passenden Schlüssel in die richtige Position gedreht werden, kann der Sperrbalken rein- oder rausgeschoben werden. Lockpicker können Pins und Scheiben statt mit dem Schlüssel auch mithilfe ihrer Werkzeuge in die richtigen Positionen bewegen. Um ihnen das zu erschweren, haben hochwertige Schlösser oft zusätzliche, falsche Aussparungen oder andere kleine Gemeinheiten in petto.

Lock­picking spielt bei Fahrrad­­dieb­stählen kaum eine Rolle

In der Praxis spielt das Lockpicking bei Fahrraddiebstählen kaum eine Rolle. Der Grund dafür ist zum Einen, dass die Schließmechanismen immer sicherer werden. Zum Anderen hat jeder Schließmechanismus andere Schwachstellen. Ein kompetenter Dieb müsste die Stadt also ständig auf der Suche nach bestimmten Fahrradschlössern durchstreifen, von denen er weiß, dass er sie öffnen kann – und dann muss auch noch ein wertvolles Fahrrad daran hängen.

 Fahrradschloss Test: Werkzeug
Tatwerkzeuge: Seiten- und Bolzenschneider sind die am häufigsten benutzten Hilfsmittel bei Fahrraddiebstählen, seltener kommen auch Sägen zum Einsatz.

Die meisten Schlösser lassen sich sehr viel einfacher und schneller gewaltsam öffnen. Je nach Material und Dicke des Fahrradschlosses kann man ihm mithilfe von Bohrern, Brecheisen, Sägen, Hämmern, Schweißbrennern, Seiten- oder Bolzenschneidern auf den Laib rücken. Spätestens bei einem Winkelschleifer, umgangssprachlich »Flex« genannt, kapituliert am Ende auch das massivste Schloss.

Solche Vorhaben kosten aber Zeit und ziehen die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich – beides Dinge, die Fahrraddiebe gewöhnlich lieber vermeiden. Die häufigsten Methoden sind deshalb die Seiten- und Bolzenschneider, mit denen Kabel und Stahl einfach durchgeknipst werden.

Die oft erzählte Variante, ein Schloss mithilfe eines Eissprays zu vereisen und dann mit einem gezielten Hammerschlag zerbersten zu lassen, gehört dagegen eher ins Reich der Urban Myths: Tests zeigen, dass man dazu sehr viel Eisspray und sehr viele sehr kräftige Hammerschläge braucht.Schlüssel, Zahlen oder App?

Ob Sie ihr Fahrrad lieber per Zahlenkombination oder einem herkömmlichen Schlüssel öffnen möchten, ist in erster Linie Geschmacksache. Trotzdem gibt es einige Vor- und Nachteile der beiden Methoden, die es zu bedenken gilt.

Schlüssel können anders als Zahlen nicht erraten werden und es kann Ihnen auch niemand heimlich über die Schulter gucken. Solange Sie Ihren Schlüssel bei sich haben, können sie sich relativ sicher sein, dass kein Mensch in Ihrer Abwesenheit das Schloss öffnen kann. Zumindest die Schlüssel der besseren Modelle sind häufig sogar mit einer kleinen LED-Lampe ausgestattet, damit man auch im Dunklen gut aufschließen kann.

Auf der anderen Seite kann man Schlüssel verlieren. Sie können auch verbiegen oder – noch schlimmer – im Schloss abbrechen. Durch das Schlüsselloch können außerdem Schmutz und Wasser in den Schließzylinder gelangen, den man obendrein noch drehen können muss. Das kann im Dauereinsatz zum Haken oder Klemmen führen. Um der Witterung zu trotzen, sollte ein Schloss deshalb immer eine Verriegelung für das Schlüsselloch haben – leider ist das nicht immer der Fall.

 Fahrradschloss Test: Fahrradschlosser Zahlen
Wie viele Schlüssel dürfen’s denn sein? Ob man sich lieber auf Metall oder auf Ziffern verlässt, ist in erster Linie eine Geschmacksfrage.

Die Verriegelungen gibt es übrigens in zwei verschiedenen Varianten: Die häufigste ist ein Schieber, mit dem man die Öffnung für den Schlüssel per Hand auf- und zumacht. Bequemer sind automatische Verriegelungen, die beim Einstecken des Schlüssels von selbst aufgehen. Die findet man aber nur bei teureren Modellen.

Wir finden Zahlen­schlösser praktischer – aber die Wahl ist letztlich Geschmack­sache

Mit Zahlenschlössern hat man diese Probleme nicht. Zwar kann sich auch zwischen den Zahlenwalzen Schmutz ansammeln, ein vollständiges Blockieren ist aber unwahrscheinlicher. Blöd ist nur, wenn man das Schloss eine Weile lang nicht benutzt und die Nummer vergisst – wo man die Ersatzschlüssel wiederfinden könnte, stellt einen eine verlorene Kombination vor Probleme. Zwar kann man sein Glück mit reinem Ausprobieren versuchen, aber selbst mit den üblichen vier Zahlenwalzen gibt es schon zehntausend mögliche Codes.

Oft wird eingewendet, dass Zahlenschlösser leichter knackbar sind. Tatsächlich kann man bei günstigen Modellen mit viel Fingerspitzengefühl die Kombination herausfinden. In der Praxis spielt das aber keine Rolle. Kein ernsthafter Fahrraddieb wird versuchen, die Kombination eines Fahrradschlosses zu knacken, das dauert einfach viel zu lange. Daher finden wir Zahlenschlösser grundsätzlich praktischer.

Bei den meisten Zahlenschlössern kann – und sollte – man die Kombination übrigens ändern. Das klappt aber nur, wenn das Schloss schon geöffnet ist. Fast alle Hersteller liefern ihre Zahlenschlösser mit einer Reihe von Nullen als Kombination aus, also zum Beispiel 0000 bei einem vierstelligen Schloss. Eine Ausnahme bildet die Firma Onguard, die standardmäßig die Kombination 0005 nutzt.

 Fahrradschloss Test: Fahrradschlosser Zahlen
Zahlenschlösser haben meist vier oder fünf Walzen. Nach dem Auspacken sollte man als allererstes die Kombination ändern.

Relativ neu im Reigen sind elektronische Lösungen in Form von Fernbedienungen oder Smartphone-Apps. Einige von ihnen versprechen, dass sich das Schloss automatisch öffnet und schließt, wenn man sich nähert oder entfernt. Außerdem lassen sich schnell und einfach virtuelle Zweitschlüssel anfertigen.

Aber Batterien und Akkus sind irgendwann leer, und wenn dem Smartphone der Saft ausgeht, bekommt man sein Schloss unter Umständen nicht mehr auf. Die Batterien in Fernbedienungen halten zwar länger als Smartphone-Akkus, sind aber teurer als Schlüssel aus Metall und bieten keinen echten Mehrwert.

Die wichtigsten Fragen

Welches Fahrradschloss ist am sichersten?

Bügelschlösser gelten als die sicherste Bauform von Fahrradschlössern. Sie lassen sich mit normalen Werkzeugen kaum öffnen, denn dazu müsste man in der Regel etwa zwei bis vier Zentimeter Stahl durchtrennen. Dafür haben sie einen Nachteil: Ihre geringe Länge.

Welches Fahrradschloss für ein Kinderfahrrad?

Wirklich sichere Schlösser wiegen zu viel für ein Kinderfahrrad. Empfehlenswert ist deshalb ein kurzes Panzerkabelschloss oder die Kombination aus einem leichten Kettenschloss und einem klassischen Spiralkabelschloss. Um beides zu öffnen, benötigt man mindestens zwei verschiedene Werkzeuge.

Woraus besteht ein Fahrradschloss?

So gut wie alle Fahrradschlösser bestehen aus Stahl in einem Gehäuse oder einer Ummantelung aus Kunststoff, seltener wird statt Stahl auch Kupfer oder eine Legierung daraus eingesetzt.

Wieviel wiegt ein Fahrradschloss?

Je nach Bauform, Länge und Material unterscheidet sich das Gewicht von Fahrradschlössern sehr stark. Ein Panzerkabelschloss mit 700 Gramm kann bereits guten Schutz bieten. Bügelschlösser liegen meist in einem Bereich zwischen einem und zwei Kilogramm. Kettenschlösser können schnell drei Kilogramm und mehr wiegen.

Wie teuer ist ein Fahrradschloss?

Als Faustregel gilt, dass ein Schloss mindestens zehn Prozent des Kaufpreises des Fahrrads kosten sollte, das es schützt. Das ist allerdings nur ein grober Anhaltspunkt. Manche Schlosstypen sind generell teurer als andere, deshalb aber nicht zwingend sicherer. Aspekte wie Design, Zusatzfunktionen und Markenname beeinflussen die Preise ebenfalls.

Wie lang sollte ein Fahrradschloss sein?

Als typische Größe für Fahrradschlösser hat sich eine Länge von 85 Zentimetern bewährt. 60 Zentimeter sind jedoch für Kinder meist leichter zu handhaben und reichen für die Größe von Kinderfahrrädern in der Regel auch aus. Zu lange Fahrradschlösser sind hingegen oft zu groß, zu schwer oder nicht ausreichend sicher.

Tipps zur Vorsorge

Selbst das beste Schloss kann keine hundertprozentige Sicherheit garantieren. Als Gütekriterium gilt, dass ein Schloss unter Laborbedingungen drei Minuten lang Angriffe überstehen können muss. Das hat der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) in seinen Normen festgelegt. Trotzdem können Sie noch mehr tun, als ein teures Schloss zu kaufen und zu hoffen, dass niemand schafft, es zu knacken. Sie können das Risiko eines Diebstahls enorm minimieren, wenn Sie einige Dinge beachten:

  • Immer abschließen: Lassen sie Ihr Fahrrad niemals ungesichert herumstehen, auch nicht nur mal kurz.
  • Immer anschließen: Das beste Schloss nutzt nichts, wenn man es mitsamt dem Fahrrad einfach wegtragen und in einen Transporter werfen kann. Schließen Sie es deshalb immer an einem feststehenden, unbeweglichen Gegenstand fest, der so hoch ist, dass man es nicht einfach darüberheben kann. Achten Sie auch darauf, dass der Gegenstand stabil ist – schließen Sie Ihr Fahrrad an ein dünnes Geländer oder einen Maschendrahtzaun an, knipst der Dieb nämlich einfach die durch.
  • Immer umschauen: Nach Möglichkeit sollte Ihr Fahrrad so sichtbar wie nur irgendwie möglich sein. Belebte Plätze und Einkaufsstraßen eignen sich besser als halbdunkle Seitengassen, in denen ein Dieb viel Zeit hat, um unbeobachtet sein Werkzeug auszupacken. Nicht so leicht zu finden, aber praktisch, ist eine erhöhte Position. Zum Einen kann der Angreifer keine Werkzeuge am Boden abstützen, was besonders bei Bolzenschneidern hilft, zum Anderen ist er so besser sichtbar.
  • Durch und durch: Achten Sie darauf, dass das Schloss immer durch den Rahmen und nach Möglichkeit noch eins der Räder geht. Besonders die Vorderräder lassen sich nämlich leicht abmontieren und der Rest des Fahrrads mitnehmen. Schlaufenkabel sind zwar nicht besonders wehrhaft, geben als Ergänzung zu einem richtigen Schloss aber zumindest ein wenig Schutz.
  • Doppelt hält besser: Wenn Sie ihr Fahrrad über Nacht draußen stehen lassen, sichern Sie es am besten mit zwei verschiedenen Schlosstypen. Diebe spezialisieren sich oft nur auf einen davon und schleppen für den anderen kein geeignetes Werkzeug mit sich herum. Aufgrund des Gewichts guter Schlösser ist dieser Tipp vielleicht weniger für unterwegs geeignet, hilft aber beim allabendlichen Parken im Hinterhof.

So haben wir getestet

Alle Fahrradschlösser im Test mussten Aufbruchsversuche mit einem Seitenschneider, einer Handstahlsäge und einem Bolzenschneider über sich ergehen lassen. Auf einen Test mit einem Akku-Winkelschneider haben wir bewusst verzichtet, denn einerseits hat gegen eine »Flex« ohnehin kein Fahrradschloss eine Chance, zum Anderen macht die beim Durchtrennen von Metall so viel Lärm, dass dieses Werkzeug in der Praxis kaum eine Rolle spielen dürfte.

Unsere Wahl fiel auf einen Bolzenschneider, der mit 61 Zentimetern Länge gerade noch klein genug ist, dass er noch in einen großen Rucksack passen würde, einen 25 Zentimeter großen Seitenschneider für Pianodraht und zwei verschiedene Handmetallsägen. Wir haben bei jedem Versuch die Zeit gestoppt und nach drei Minuten abgebrochen.

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Fahrradschloss Test: Werkzeuge Seitenschneider
Fahrradschloss Test: Werkzeuge Metallsäge
Fahrradschloss Test: Werkzeuge Bolzenschneider

Bei den Schlössern, die unseren Versuchen trotzen konnten und als potenzielle Testsieger in Frage kamen, wollten wir es aber noch ein bisschen genauer wissen und haben die Experten eines Lockpicking-Vereins nach ihrer Meinung gefragt.

Außerdem haben wir uns Verarbeitung und Ausstattung angesehen, denn zwischen den Schlössern gibt es teils erhebliche Qualitätsunterschiede. Zudem interessierten uns Handhabung und Gewicht, weil wir überzeugt sind, dass das sicherste Schloss nicht zum alltäglichen Gebrauch taugt, wenn es zu schwer oder zu unhandlich ist.

Kabelschlösser

Kabelschlösser sind besonders an Kinderfahrrädern häufig zu sehen. Dabei handelt es sich um geflochtene Stahlseile in einer Ummantelung, meistens aus Gummi.

Sie sind leicht und flexibel, verdienen den Namen »Schloss« aber oft nur bedingt – »Wegfahrsperre« wäre eigentlich treffender, denn mit einem Seitenschneider sind sie binnen Sekunden durchtrennt. Für den ganz schnellen Besuch im Tante-Emma-Laden mag es reichen und den Betrunkenen auf dem Heimweg kann es auch vom Gelegenheitsklau abhalten, echte Sicherheit gegen Fahrraddiebe darf man aber nicht davon erwarten.

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Fahrradschloss Test: Kabelschlösser Gruppenbild
Fahrradschloss Test: Fahrradschloss Kabelschlösser Gruppenfoto
Fahrradschloss Test: Kabelschlösser Gruppenfoto

Deutlich besser machen es Panzerkabelschlösser, bei denen das Stahlseil zusätzlich mit Stahlhülsen ummantelt ist. Im Vergleich zu dicken Bügel- oder Kettenschlössern halten sie zwar weniger aus, in der Praxis reicht das aber meistens schon. Denn um sich durch die verschiedenen Schichten von Textil, Stahlhülsen und Stahlseil zu schneiden, braucht man ziemlich viel Zeit – und vor allem mehrere Werkzeuge.

Der größte Vorteil von Panzerkabelschlössern ist ihr viel geringeres Gewicht und das selbst bei Längen, mit denen man noch bequem sein Fahrrad an etwas anschließen kann. Ein solches Schloss kann man problemlos durch den Rahmen und einen Laternenpfahl legen. Das macht sie zu sehr alltagstauglichen Allroundern.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Bestes Kabelschloss

Abus Ivera Steel-O-Flex 7200

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivera Steel-O-Flex 7200
Das Panzerkabelschloss ist ein ernstzunehmender Widersacher, nur mit viel Mühe zu öffnen und trotz seiner Länge relativ leicht.

Das Abus Ivera Steel-O-Flex 7200 ist ein zäher Gegner für jeden, der sich vorher nicht gründlich im Baumarkt eingedeckt hat: Mit nur einem Werkzeug kriegt man es partout nicht klein. Es ist zwar nicht unfehlbar, macht aber soviel Mühe, dass es kaum ein Dieb damit aufnehmen wird. Dabei ist es relativ leicht, sehr flexibel in der Handhabung und kostet nicht die Welt.

Gut für Motorräder

Contec PowerLoc

Test besten Fahrradschlösser: Contec PowerLoc
Das dicke Panzerkabelschloss ist hervorragend verarbeitet und löblich ausgestattet, aber nicht gerade kompakt.

Wer motorisiert unterwegs ist, für den ist das Contec PowerLoc eine gute Alternative. Seine Verarbeitung ist vorbildlich und das Schloss bietet ordentlich Widerstand. Es ist aber wesentlich größer und deutlich schwerer als der Konkurrent von Abus und damit nicht wirklich für Fahrräder geeignet.

Wenns schnell gehen muss

Hiplok Z-Lok

Fahrradschloss Test: Hiplok Z Lok
Das Z-Lok hält nicht viel fest, eignet sich als kurzzeitige Sicherung aber vor allem für Sportradler.

Das Hiplok Z-Lok ist das Schloss der Wahl, wenn es mal ganz schnell gehen muss. Das Konzept eines stahlverstärkten Kabelbinders ist ungewöhnlich, erfüllt seinen Zweck aber tadellos. Mit gerade einmal 20 Gramm wird das Leichtgewicht vor allem Sportlern gefallen, die möglichst wenig Ballast dabei haben wollen. Seitenschneider werden dem Z-Lok aber gefährlich, weshalb man sich nie allzu weit von seinem Fahrrad entfernen sollte.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Bestes KabelschlossGut für MotorräderWenns schnell gehen muss
Abus Ivera Steel-O-Flex 7200 Contec PowerLoc Hiplok Z-Lok Hiplok Z-Lok Combo Nean Panzerschloss Onguard Rottweiler Master Lock Python 8418EURD Dansi Panzergliederschloss Nean Fahrradschloss für Kinder Bigo Kabelschloss Blusmart Kabelschloss Burg-Wächter Spiralseilschloss 1345 Kryptonite KryptoFlex 410 Looped Cables Everest Fitness Abus Cobra 10/200 Winzwon Fahrradschloss DreiWasser Fahrradschloss Powcan Fahrradschloss
Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivera Steel-O-Flex 7200Test besten Fahrradschlösser: Contec PowerLocFahrradschloss Test: Hiplok Z LokTest  Fahrradschloss: Hiplok Z-Lok ComboTest besten Fahrradschlösser: Nean PanzerschlossTest besten Fahrradschlösser: Onguard RottweilerFahrradschloss Test: Master Lock 8418eurdTest  Fahrradschloss: Dansi PanzergliederschlossTest  Fahrradschloss: Nean Fahrradschloss für KinderTest besten Fahrradschlösser: Bigo KabelschlossTest besten Fahrradschlösser: Blusmart KabelschlossTest besten Fahrradschlösser: Burg Wächter SeilschlossTest besten Fahrradschlösser: Kryptonite KryptoFlex Looped CablesTest besten Fahrradschlösser: Everest FitnessTest besten Fahrradschlösser: Abus Cobra 10/200Fahrradschloss Test: Winzwon FahrradschlossTest  Fahrradschloss: DreiWasser FahrradschlossTest  Fahrradschloss: Powcan Fahrradschloss
Pro
  • Gut verarbeitet
  • Relativ Leicht
  • Flexibel
  • Mehrere Werkzeuge nötig
  • Gut verarbeitet
  • Guter Staubschutz
  • Vorbildlich ausgestattet
  • Recht lang
  • Gut gegen Bolzenschneider
  • Klein
  • Leicht
  • Relativ günstig
  • Klein
  • Leicht
  • Relativ günstig
  • Relativ leicht
  • Guter Staubschutz
  • Gute Ausstattung
  • Recht lang
  • Gut gegen Bolzenschneider
  • Erstaunlich robust
  • Großzügige Maximal­länge
  • Länge flexibel einstellbar
  • Sehr günstig
  • Staubschutz
  • Leicht
  • Günstig
  • Relativ günstig
  • Ausstattung ist okay
  • Relativ günstig
  • Ausstattung ist okay
  • Günstig
  • Ordentliche Ausstattung
  • In mehreren Farben erhältlich
  • Relativ stabil
  • Verschiedene Längen erhältlich
  • Relativ stabil
  • Verschiedene Längen erhältlich
  • Beleuchtete Walze
  • Staubschutz
  • Klein
  • Leicht
  • Günstig
  • Große Gesamtlänge
Contra
  • Nicht vollständig bruchsicher
  • Kein Staubschutz
  • Dürftige Ausstattung
  • Sperrig
  • Relativ schwer
  • Keine Chance gegen Seitenschneider
  • Geringe Länge
  • Keine Chance gegen Seitenschneider
  • Geringe Länge
  • Deutlich teurer als die Variante mit Schlüssel
  • Nicht bruchsicher
  • Kein Staubschutz
  • Mäßige Ausstattung
  • Sperrig
  • Schwer
  • Klobiges Verschlussteil
  • Kein Staubschutz
  • Mittelmäßige Verarbeitung
  • Keine Chance gegen Seitenschneider
  • Leicht zu öffnen
  • Leicht zu öffnen
  • Leicht zu öffnen
  • Kein Staubschutz
  • Leicht zu öffnen
  • Leicht zu öffnen
  • Leicht zu öffnen
  • Kabel besteht zum größten Teil aus Gummi­ummantelung
  • Nicht bruchsicher
  • Riecht nach Chemie
  • Schlechte Verarbeitung
  • Kabel besteht zum größten Teil aus Gummi­ummantelung
  • Leicht zu öffnen
  • Nervige Handhabung
  • Lässt sich innerhalb von Sekunden mühelos aufschneiden
Bester Preis
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TypPanzerkabelschlossPanzerkabelschlossCafé-SchlossCafé-SchlossPanzerkabelschlossPanzerkabelschlossKabelschlossPanzerkabelschlossKabelschlossKabelschlossKabelschlossKabelschlossSchlaufenkabelSchlaufenkabelSchlaufenkabelKabelschlossKabelschlossKabelschloss/Café-Schloss
MaterialStahl, Kunstfaser, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, Kunstfaser, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, Kupfer, KunststoffStahl, Kupfer, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, KunststoffStahl, Kunststoff
AufbauStahlseil in 22mm-Stahlhülsen mit TextilmantelStahlseil in 20mm- bzw. 25mm-Stahlhülsen mit KunststoffmantelStahlband in KunststoffmantelStahlband in KunststoffmantelStahlseil in 20mm-Stahlhülsen mit TextilmantelStahlseil in 30mm-Stahlhülsen mit KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in 18mm-Stahlhülsen mit KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in KunststoffmantelStahlseil in Kunststoffmantel
VerriegelungSchlüsselSchlüsselSchlüsselDreistelliger ZahlencodeSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselVierstelliger ZahlencodeFünstelliger ZahlencodeFünstelliger ZahlencodeSchlüsselKeineKeineKeineVierstelliger ZahlencodeSchlüsselVierstelliger Zahlencode
StaubschutzNicht vorhandenAutomatisch (doppelseitig)Nicht vorhandenEntfälltNicht vorhandenAutomatisch (doppelseitig)Nicht vorhandenManuelle KlappeEntfälltEntfälltEntfälltNicht vorhandenEntfälltEntfälltEntfälltEntfälltManueller SchieberEntfällt
Länge85 cm/110 cm100 cm/120 cm43 cm40 cm100 cm110 cm180 cm85 cm65 cm180 cm180 cm80 cm/150 cm76 cm/120 cm/220 cm/900 cm200 cm200 cm/500 cm/1000 cm125 cm180 cm180 cm
Gewicht700 g/960 g1065 g/1725g70 g20 g820 g2780 g380 g504 g220 g400 g400 g245 g/280 g100 g/320 g/520 g/1840 g410 g430 g/950 g/1730 g348 g354 g98 g
AusstattungSchloss, 2 SchlüsselSchloss, 5 Schlüssel (einer davon mit LED)SchlossSchloss, SchlüsselSchloss, 2 SchlüsselSchloss, 5 Schlüssel (einer davon mit LED)Schloss, 2 SchlüsselSchloss, 2 SchlüsselSchlossSchloss, HalterungSchloss, HalterungSchloss, 2 Schlüssel (einer davon mit LED), HalterungSchlaufenkabelSchlaufenkabelSchlaufenkabelSchloss, HalterungSchloss, Halterung, 2 SchlüsselSchloss
Sicherheitsstufe7/157/10 bzw. 8/10 (je nach Modell)Keine AngabeKeine AngabeKeine Angabe57/1005/10Keine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine Angabe
Aufbruchtest SeitenschneiderNur in Kombination mit Bolzenschneider zu öffnenKeine ChanceSofort offenSofort offenIn 3 Minuten nicht zu öffnenKeine ChanceIn 3 Minuten nicht zu öffnen, aber stark beschädigtNur in Kombination mit Bolzenschneider zu öffnenOffen nach 12 SekundenOffen nach 25 SekundenOffen nach 23 SekundenOffen nach 35 SekundenOffen nach 45 SekundenOffen nach 42 SekundenOffen nach 35 SekundenOffen nach 48 SekundenOffen nach 42 SekundenSofort offen
Aufbruchtest BolzenschneiderNur in Kombination mit Seitenschneider zu öffnenKeine Chance, zu großIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenOffen nach 115 SekundenKeine Chance, zu großIn 3 Minuten nicht zu öffnenNur in Kombination mit Seitenschneider zu öffnenOffen nach 75 SekundenOffen nach 67 SekundenOffen nach 71 SekundenOffen nach 30 SekundenOffen nach 57 SekundenOffen nach 56 SekundenOffen nach 17 SekundenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenNicht geeignet (Kabel zu dünn)
Aufbruchtest SägeIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 40 Sekunden offenIn 52 Sekunden offenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnen, aber stark beschädigtOffen nach 160 Sekunden

Fahrradschloss Test: Abus Ivera Steel O Flex

Das beste Kabelschloss: Abus Ivera Steel-O-Flex 7200

Das Panzerkabelschloss Abus Ivera Steel-O-Flex 7200 ist für uns für die meisten Fahrradfahrer ganz klar die beste Wahl. Wir konnten es zwar knacken, der dazu nötige Aufwand war aber beachtlich. Noch dazu ist es leicht und sehr flexibel in der Handhabung.

Bestes Kabelschloss

Abus Ivera Steel-O-Flex 7200

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivera Steel-O-Flex 7200
Das Panzerkabelschloss ist ein ernstzunehmender Widersacher, nur mit viel Mühe zu öffnen und trotz seiner Länge relativ leicht.

In den eingeplanten drei Minuten waren wir noch nichtmal so weit, dass wir den Seitenschneider am Stahlkabel ansetzen konnten. Am Ende haben wir letztendlich unsere gesamte Werkzeugpalette gebraucht, um das Schloss zu durchtrennen.

Um das Innenleben freizulegen, mussten wir zunächst einmal durch das Textil kommen. Unter dem Textil kam eine Art Gummischlauch zum Vorschein. Darunter stießen auf Stahlhülsen, um festzustellen, dass man daran dauernd abrutscht. Längs zu schneiden ging auch nicht, weil die einzelnen Glieder überlappen und man mit der Spitze des Seitenschneiders nicht dazwischen kommt. Wären wir nur mit einem Seitenschneider bewaffnet auf Diebestour gewesen, wäre uns das Ganze spätestens an dieser Stelle zu blöd gewesen und wir hätten uns einfach ein anderes Fahrrad vorgenommen.

Nur mit Messer, Seiten­schneider und Bolzen­schneider zu öffnen

Mit dem Bolzenschneider konnten wir die Stahlhülsen zerquetschen, darunter kam schlussendlich das Stahlkabel zum Vorschein, das man mit viel Gefummel dann wiederum mit dem Seitenschneider durchtrennen konnte. Aber auch da war es nicht einfach mit einem Schnitt getan, denn das ganze Kabel aufs Mal ließ sich nicht durchtrennen. Nur mit kleinen Strängen von wenigen Fasern und häufigem Nachsetzen kamen wir voran, bis das Ivera nach langer Gegenwehr letztendlich durchschnitten war.

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Fahrradschloss Test: Abus Ivera Steel O Flex
Das Durchschneiden des Textilmantels mit dem Seitenschneider ist mühsam.
Fahrradschloss Test: Abus Ivera Steel O Flex
Unter der Kunstfaser befindet sich noch ein Gummischlauch.
Fahrradschloss Test: Abus Ivera Steel O Flex
Die Stahlmanschetten bekommt man nur mit einem Bolzenschneider geknackt.
Fahrradschloss Test: Abus Ivera Steel O Flex
Erst dann kann man das Stahlkabel im Inneren erkennen.
Fahrradschloss Test: Abus Ivera Steel O Flex
Nach langem Kampf haben wir das Ivera besiegt. Einfach war das nicht.

Wir haben es anschließend auch nochmal an einer anderen Stelle mit der Metallsäge probiert. Die erwies sich als sehr gutes Mittel, um dem störrischen Textil Herr zu werden. Das war es aber auch schon wieder, denn an den Stahlgliedern zeigte sich das Ivera auch nach einer Minute Sägen absolut unbeeindruckt von unseren Handwerkskünsten. Es hatte nur ein paar kleinere Kratzer, das war’s.

Auch wenn wir das Ivera Steel-O-Flex schlussendlich kleinkriegten, dauerte es deutlich länger als drei Minuten und war nur mit Messer, Seitenschneider und Bolzenschneider zu schaffen. Damit ist es für uns in der Praxis aufbruchssicher.

Kein Staubschutz am Schlüsselloch

Die Ausstattung des schwarz-blau gestreiften Panzerkabelschlosses ist leider etwas mager; es liegen nur zwei Schlüssel bei und keiner der beiden hat eine LED. Unschön finden wir auch, dass das Ivera Steel-O-Flex 7200 keinen Staubschutz hat – selbst die billigsten Schlösser von No-Name-Herstellern verfügen meist mindestens über einen manuellen Schieber. Eine Halterung gibt es nur gegen Aufpreis mit dem Namenszusatz »+RBU«, aber die braucht man bei einem flexiblen Schloss wie dem Ivera auch nicht unbedingt.

Den Testsieg bekommt das Ivera Steel-O-Flex 7200, weil es im Gegensatz zu allen anderen aufbruchssicheren Schlössern im Test sehr leicht und gut zu handhaben ist. Es ist zwar nicht ganz so flexibel wie ein Ketten- oder Kabelschloss, kommt dem aber sehr nah. Außerdem ist es lang genug, dass man sein Fahrrad überall ansperren kann. Auch bei der Verarbeitung leistet es sich keine Schnitzer und der Preis gefällt uns obendrein: Rund 30 Euro sind angesichts der tollen Leistung alles andere als viel.

Abus Ivera Steel-O-Flex 720 im Testspiegel

Die Stiftung Warentest hatte das Ivera 7200 ebenfalls schon im Test und hat eine Gesamtnote von 3,8 vergeben (Test 04/2013). Das ist erstmal ernüchternd, klingt aber schlechter als es tatsächlich ist, weil das Ivera damit noch immer die zweitbeste Bewertung der Panzerkabelschlösser bekommen hat und auch bauformübergreifend zu den Top 10 im Testfeld gehörte.

Kritisiert wurde vor allem die Aufbruchssicherheit, was bedeutet, dass die Tester das Steel-O-Flex offenbar in unter 3 Minuten öffnen konnten. Wir können uns nicht vorstellen, wie das zu bewerkstelligen sein soll. Leider macht die Stiftung Warentest hierzu keine genaueren Angaben.

Gelobt wurden die Handhabung mit einer soliden 2,2, die gute Haltbarkeit mit einer Bewertung von 1,5 und die äußerst geringe Schadstoffbelastung, bei der das Ivera sogar die Bestnote von 1,0 ergattern konnte.

Alternativen

Das Abus Ivera Steel-O-Flex 7200 ist ein sehr guter Allrounder, doch es gibt auch noch andere Modelle, die die individuellen Ansprüche unter Umständen besser erfüllen können. Die folgenden Alternativen sind empfehlenswert.

Gut für Motorräder: Contec PowerLoc

Falls Sie auf der Suche nach einem geeigneten Schloss für Ihr Motorrad sind, ist das PowerLoc von Contec eine gute Alternative. Das Panzerkabelschloss ist etwas größer und schwerer, womit es für die meisten Fahrradfahrer zu unhandlich sein dürfte. In Sachen Sicherheit ist das PowerLoc dafür aber noch eine Nasenlänge voraus.

Gut für Motorräder

Contec PowerLoc

Test besten Fahrradschlösser: Contec PowerLoc
Das dicke Panzerkabelschloss ist hervorragend verarbeitet und löblich ausgestattet, aber nicht gerade kompakt.

Das liegt allem voran an den enormen Abmessungen des Schlosses, denn die Stahlmanschetten haben je nach Ausführung einen Durchmesser von mindestens zwei Zentimetern und sind damit zu breit, um zwischen die Klemmen eines Bolzenschneiders zu passen. Da man sie aber ohne den Riesenquetscher nicht aufkriegt, kommt man nicht an das Stahlkabel im Inneren. Somit wird auch der Seitenschneider auf die Plätze verwiesen. Man könnte sie zwar aufsägen, dazu muss man aber ordentlich Zeit mitbringen – zu viel für einen Diebstahl in der Öffentlichkeit.

Das Problem, dass sich aus den stattlichen Abmessungen ergibt, liegt auf der Hand: Das Schloss ist zum Einen ziemlich schwer und zum Anderen relativ unflexibel und damit schwierig zu verstauen. Die große Länge, die aufgrund der Möglichkeit, das Schloss beispielsweise um einen Laternenpfahl legen zu können, eigentlich zu den positiven Eigenschaften gehört, wird da schnell zum Nachteil.

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Fahrradschloss Test: Contec Powerloc
Das Contec PowerLoc ist fast so dick wie der Rahmen des Fahrrads.
Fahrradschloss Test: Contec Powerloc
Nobel: Das PowerLoc verfügt über einen doppelseitigen Staubschutz.

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen: Die mattschwarze Ummantelung aus Kunststoff ist wasserabweisend und sieht gut aus, der Schlüssel hakt nicht. Das Schlüsselloch hat eine doppelseitige, automatische Verriegelung für den Staubschutz. Man kann somit nicht vergessen ihn wieder zu verschließen und braucht sich trotzdem keine Gedanken machen, dass Schmutz in das Schloss gelangen könnte.

Vorbildliche Ausstattung und Verarbeitung

Wir wissen zwar nicht, ob man wirklich so viele Schlüssel braucht, aber das PowerLoc hat davon gleich fünf im Gepäck – mehr als stattlich! Einer davon ist mit einer weiß leuchtenden LED ausgestattet, die einem im Dunklen das Finden des Schlüssellochs erleichtert. Da darf sich Abus ruhig mal anschauen, wie andere Hersteller das machen.

Was allerdings auch hier fehlt, ist eine Halterung. Andererseits wüssten wir aber ohnehin nicht, wo man sie anbringen könnte, denn das Schloss wäre dafür in jedem Fall zu ausladend.

Für die meisten Fahrradfahrer dürfte das Contec PowerLoc zwar zu groß, zu unhandlich und zu schwer sein, für E-Bikes, S-Pedelecs oder Mopeds ist es aber eine sehr gute Alternative.

Wenn’s schnell gehen muss: Hiplok Z-Lok

Das Hiplok Z-Lok ist für »Nur mal schnell«-Situationen konzipiert, also jene Momente, in denen man sich nur sehr kurz und nicht weit von seinem Fahrrad entfernt. Genau genommen ist es kein Kabelschloss, ähnelt diesen aber sowohl im grundsätzlichen Aufbau als auch bei den Schwachpunkten.

Wenns schnell gehen muss

Hiplok Z-Lok

Fahrradschloss Test: Hiplok Z Lok
Das Z-Lok hält nicht viel fest, eignet sich als kurzzeitige Sicherung aber vor allem für Sportradler.

Am besten lässt sich das Z-Lok als metallverstärkter Kabelbinder beschreiben. Innen verläuft eine bandartige Schiene, die außen von Kunststoff ummantelt ist. Man steckt das eine Ende in die Lasche am anderen Ende und zurrt es fest, das war’s. Der Schlüssel – lediglich einer liegt bei – ist viel mehr eine zweidornige Klammer als ein richtiger Schlüssel. Für den angedachten Einsatzzweck reicht das aber auch schon aus, denn als sogenanntes »Café Lock« will es überhaupt kein hochgerüstetes Bollwerk sein.

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Fahrradschloss Test: Hiplok Z Lok Combo
Das Z-Lok ist sehr kurz, nimmt dafür aber auch kaum Platz weg.
Fahrradschloss Test: Hiplok Z Lok Combo
Mit dem Bolzenschneider kamen wir es nicht durch, dafür ist es zu dünn und zu flexibel.
Fahrradschloss Test: Hiplok Z Lok Combo
Mit der Säge ging es gut, war aber ziemlich laut. Die beste Waffe gegen das Z-Lok ist der Seitenschneider.
Fahrradschloss Test: Hiplok Z Lok Combo
Der Schlüssel ist mehr eine zweidornige Klammer als ein richtiger Schlüssel.

Die Verarbeitungsqualität ist sehr hoch und die Anwendung komfortabel. Weil das Material recht elastisch ist, hatten wir mit dem Bolzenschneider starke Probleme. Zerquetschen? Keine Chance! Anders sieht es mit der Metallsäge aus: Wir konnten das Schloss in unter 90 Sekunden zersägen. Das war allerdings so laut, dass es in der näheren Umgebung kaum zu überhören war – und weiter sollte man sich ohnehin nicht entfernen, wenn man nur das Z-Lok zur Sicherung seines Fahrrads benutzt. Der Seitenschneider war entsprechend unserer Erwartungen das wirksamste Mittel, hier reichte ein schneller Schnitt und das Z-Lok fiel zu Boden. Wir hatten die Befürchtung, man könne den Verschluss mit zwei kleinen Nägeln oder Schraubendrehern überlisten, können aber Entwarnung geben: Wir konnten es mit beiden Hilfsmitteln nicht öffnen.

Als Allround-Schloss taugt das Hiplok Z-Lok überhaupt nichts, das ist aber eben auch nicht seine Aufgabe. Für den schnellen Gang zum Bäcker ist es durchaus in Ordnung. Damit eignet es sich de facto allerdings nur für Sport-Radler, die wenig möglichst Gewicht mit sich führen wollen und in dem Wissen aus dem Haus gehen, dass sie ihr Fahrrad ohnehin nirgends lange anschließen werden. Möchte man damit etwa einkaufen, zur Arbeit fahren oder Arzttermine wahrnehmen, ist eine deutlich wehrhaftere Sicherung nötig als das Z-Lok bieten kann. Abgesehen von der Länge erfüllt es trotzdem alles, was ein typisches Kabelschloss ausmacht, ist aber komfortabler in der Handhabung.

Außerdem getestet

Hiplok Z-Lok Combo

Hiplok Z-Lok Combo unterscheidet sich nur marginal vom normalen Z-Lok ohne »Combo« im Namen. Der Zusatz bezieht sich auf den Verschluss, denn statt mit einem Schlüssels wird die Combo-Variante mithilfe von drei Zahlenrädchen geöffnet. Diese sind, wie auch die auf ihr aufgedruckten Nummern, recht klein, weshalb Menschen mit einer ausgeprägten Sehschwäche Probleme beim Eingeben des Codes bekommen könnten. Gegenüber dem normalen Z-Lok ist das Z-Lok Combo etwas größer, sowohl in der Länge als auch in der Breite.

Was den Schutzfaktor und den Einsatzzweck angeht, macht es praktisch keinen Unterschied, ob man Schlüssel oder Zahlen bevorzugt. Lediglich zum Durchsägen braucht man aufgrund der breiteren Bauweise einige Sekunden länger, die lassen sich aber vernachlässigen. Beim Preis lassen sich allerdings deutliche Unterschiede ausmachen, denn zum Preis eines einzigen Z-Lok Combo bekommt man alternativ auch einen Doppelpack der normalen Version.

Nean Panzerschloss

Die Textilummantelung des Nean Panzerschlosses ist nicht wie beim Abus Ivera befestigt, sondern lässt sich ein Stück weit bewegen. Das erleichtert den Zugriff, weil man sich nicht erst mit Messer oder Säge hindurcharbeiten muss. Lediglich den äußeren Gummischlauch muss man durchschneiden, das geht aber recht schnell.

Schon mit einem Seitenschneider kommt man relativ schnell ziemlich weit. Man kann die Stahlmanschetten anschneiden und dann aufbiegen. Das erfordert allerdings recht viel Feinarbeit und konnte zumindest erfolgreich verhindern, dass wir es innerhalb der angesetzten drei Minuten erledigen konnten. Hat man dann aber erst einmal geschafft, das Stahlseil freizulegen, ist es nur noch eine Sache von wenigen Sekunden und die Metallfasern sind durchtrennt.

Mit dem Bolzenschneider haben wir das Nean Panzerschloss schneller kleingekriegt. Die Stahlhülle zu durchbrechen war damit kein Problem, das Stahlseil im Inneren brauchte hingegen eine ordentliche Behandlung aus Drehen und Rütteln, bis es durch war.

Gegen unsere Säge konnte sich das Schloss gut behaupten und wir schafften trotz einiger Anstrengung nicht, ihm innerhalb von drei Minuten nennenswerte Schäden zuzufügen.

Ausgestattet ist das Schloss übrigens mit zwei Schlüsseln ohne LED. Einen Staubschutz hat es nicht. Damit bleibt zusammengefasst ein sehr günstiges, mittelmäßiges Panzerkabelschloss mit schlechter Ausstattung.

Onguard Rottweiler

Das Design des Onguard Rottweiler ist, wie bei Onguard üblich, in schwarz-gelb gehalten und sieht damit schon recht warnend aus. Der lackartig glänzende Gummischlauch umfasst sehr breite Stahlmanschetten, die mit drei Zentimetern Durchmesser zu dick sind, um sie mit dem Bolzenschneider zerquetschen zu können. Auch der Rest des Schlosses ist einfach nur groß und klobig. Das macht das Schloss noch ein ganzes Stück unflexibler als das Contec PowerLoc und nicht nur beim riesigen Gehäuse des Verschlussteils fragt man sich, ob das wirklich nötig ist. Auch das Kabel selbst ist sehr unflexibel und das elegante, doppelte Zusammenrollen, wie es auf den Produktfotos zu sehen ist, ist eine reine Wunschvorstellung ohne jeden Realitätsbezug.

Immerhin ist die Ausstattung ordentlich, denn das Rottweiler hat einen doppelseitigen, automatischen Staubschutz und satte fünf Schlüssel. Einen davon ziert eine LED.

Das Schloss ist kein kompletter Reinfall, aber gegenüber dem Contec PowerLoc kürzer, schwerer, starrer und allgemein unhandlicher. Das macht den Konkurrenten praktisch in allen Bereichen überlegen.

Master Lock Python 8418EURD

Das MasterLock Python 8418EURD ist auf Flexibilität ausgelegt: Der clevere Aufbau erinnert an eine Schlange und gibt die Möglichkeit, das maximal 1,80 Meter lange Kabelschloss auf eine handlichere Länge zurechtzuziehen. Für den dann entstehenden Kabelüberschuss und für den Transport hat es zudem ein Klettband zur Fixierung. Das 8418EURD ist 8 Millimeter dick, optional bekommt man es als 8417EURD oder 8728EURD auch mit 5 bzw. 10 Millimetern Durchmesser.

Allzu viel sollte man von einem Kabelschloss natürlich nicht erwarten, denn Seitenschneider werden ihnen immer gefährlich. Umso beeindruckter waren wir, als wir es nicht in drei Minuten kleinbekamen. Es war stark ramponiert und hätte sicher keine weitere Minute standgehalten, aber dennoch: Das Stahlkabel war tatsächlich zäh genug, um unsere Zeitvorgabe zu überstehen. Damit war es eines der stabilsten Kabelschlösser im Test, die keine Stahlmanschetten haben. Wir sind zufrieden.

Dansi Panzergliederschloss

Das Dansi Panzergliederschloss gewährt etwas Wahlfreiheit, denn es ist in den Größen 18 x 850 Millimeter, 20 x 1000 Millimeter und 24 x 120 Millimeter erhältlich. Wir hatten die kleinste Variante im Test, würden Interessierten aber dringend eine der größeren Versionen ans Herz legen. Der Grund dafür ist unser Bolzenschneider, mit dem wir die Manschetten mühelos zerdrücken konnten – mit einem höheren Durchmesser hätten wir es vermutlich nicht zwischen die Schneideblätter bekommen. So war tatsächlich das Stahlseil im Inneren der härtere Gegner.

Die Schlüssel haben Plastikkappen und der Staubschutz wird durch eine manuelle Klappe realisiert. Mehr Komfort ist nicht drin, für den angezeigten Preis aber auch nicht zu erwarten – das Schloss ist ohnehin schon ein Schnäppchen. Weil wir es aufbrechen konnten und weil der verwendete Kunststoff nicht so wirkt, als würde er jahrelang durchhalten, möchten wir es nicht empfehlen. Als Alternative zu einem Extrem-Billig-Kabelschloss wie z. B. dem Winzwon steht es aber hervorragend da: Es ist viel sicherer und kostet obendrein noch weniger. Würde an einem Fahrradschloss nicht im wahrsten Sinn des Wortes zu viel Wertvolles dranhängen, wäre das Dansi vielleicht sogar unser Preistipp geworden.

Nean Fahrradschloss für Kinder

Beim Nean Fahrradschloss für Kinder bekommt man genau das, was man erwartet – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Kabelschloss hat vier Zahlenwalzen, die kindgerecht in verschiedenen Farben gehalten sind: Grün, Blau, Rot und Rosa. Dies sind auch gleichzeitig die Farben, in denen das Schloss selbst erhältlich ist, außerdem steht noch eine schwarze Variante bereit.

Das Stahlseil nimmt rund die Hälfte des Durchmessers ein, die andere besteht aus Gummiummantelung. Das Schloss ist nicht besonders lang und sehr leicht, was Kindern die Handhabung erleichtert. Typisch für Kabelschlösser kann man es innerhalb von Sekunden mit einem Seitenschneider aufknipsen, gegen Bolzenschneider und Metallsägen hält es länger durch.

Für ein Kinderfahrradschloss ist das Nean-Modell vollkommen in Ordnung. Besonders viel Schutz kann man von dieser Bauform aber allgemein nicht erwarten, da bildet auch dieses Schloss keine Ausnahme.

Bigo Kabelschloss

Das Bigo Kabelschloss ist ein typisches Spiralkabelschloss in mattschwarz, wie man sie seit Jahren kennt. Als Verschluss dient eine fünfstellige Code-Walze, womit 100.000 verschiedene Kombinationen möglich sind. Das Schloss ist schon recht günstig zu haben und bringt gleich noch eine Halterung mit.

Wie für Kabelschlösser üblich, ist es ziemlich leicht, obwohl es mit einer Länge von 1,80 Metern zu den längsten Fahrradschlössern überhaupt gehört.

Leider ist es, wie ebenfalls für Kabelschlösser üblich, eine reine Mitnahmesperre und höchstens für Kinderfahrräder interessant, bei denen ein ernstzunehmendes Schloss aufgrund des höheren Gewichts nicht in Frage kommt. Wirklichen Schutz darf man hier einfach nicht erwarten, denn mit dem Seitenschneider ist das dünne Kabel innerhalb von Sekunden durchgeknipst. Das geht so schnell, dass wir uns gar nicht mal mehr die Mühe gemacht haben, die Säge auszuprobieren – den extra Aufwand würde sich einfach niemand machen.

Blusmart Kabelschloss

Das Blusmart Kabelschloss ist vollständig baugleich mit dem Bigo Kabelschloss, kostet aber etwas mehr und ist dadurch schon von vorne herein nicht konkurrenzfähig.

Lediglich die Produktbeschreibung hat einen höheren Unterhaltungswert, denn wenn der Hersteller schreibt »Die 5 Stellige Zahlenkombination ermöglicht Ihnen 10.000 tausend mögliche Code Varianten«, fragen wir uns, ob er das Funktionsprinzip seines eigenen Produkts begriffen hat. Weiter verspricht er, das Schloss sei »resistent gegen Sägen, Bolzenschneider und Rost«. Seitenschneider hat Blusmart dabei bestimmt nur vergessen. Ein Schelm, wer Böses denkt!

Burg-Wächter Spiralseilschloss 1345

Das Burg Wächter Spiralseilschloss 1345 gibt es in mehreren Farben, was modebewusste Radler und Kinder bestimmt freuen dürfte. Es kommt mit einer Halterung und zwei Schlüsseln, wovon einer mit einer LED bestückt ist. Das ist angesichts des sehr günstigen Preises lobenswert.

Leider ist an dem ohnehin schon nicht sonderlich beeindruckend wirkenden Schloss nicht sehr viel dran – oder besser gesagt: drin. Das Stahlseil nimmt nämlich gerade mal ein Drittel des Durchmessers ein, die anderen zwei Drittel sind Kunststoffmantel. Entsprechend schnell kann man das Kabel mit dem Seitenschneider durchknipsen – ein Schnitt und das Ding ist sofort offen. Das ist selbst für ein Kabelschloss ziemlich mickrig.

Mit dem Bolzenschneider dauerte es nur unwesentlich länger und nach gut 20 Sekunden hatten wir das Schloss ein zweites Mal durchtrennt. Das lag aber auch eher daran, dass ein Bolzenschneider unhandlicher ist als ein Seitenschneider, nicht daran, dass das Schloss besser gewappnet gewesen wäre.

Schutz sieht anders aus. Aufgrund der erhältlichen Farbpalette ist es vielleicht noch für Kinder interessant, aber selbst dann würden wir eher zu einem der beiden kleinen Abus-Kettenschlösser greifen. Die widerstehen immerhin Seitenschneidern, haben noch die stabile Textilhülle für sich und es gibt sie obendrein in noch mehr verschiedenen Farben.

Kryptonite KryptoFlex 410 Looped Cables

Streng genommen laufen Schlaufenkabel außer Konkurrenz, weil es sich dabei nicht wirklich um Fahrradschlösser im eigentlichen Sinn handelt – dazu fehlt ihnen der »Schloss«-Teil. Viel mehr sind sie zusätzliche Sicherungskabel für Laufkomponenten, wie vor allem Räder. Sie sind also dazu gedacht, ein richtiges Schloss zu ergänzen und werden entsprechend häufig im Set mit Bügelschlössern verkauft, um dem Problem ihrer typisch geringen Größe zu begegnen.

Das beste Schlaufenkabel unter den drei von uns getesteten waren die Kryptonite Kryptoflex Loop Cables. Bautypisch für Stahlkabel kann man sie natürlich recht schnell durchtrennen, das dauert aber länger als erwartet – deutlich länger als beispielsweise beim Burg Wächter Spiralseilschloss.

Mit dem Seitenschneider konnten wir nicht auf einmal das gesamte Stahlseil durchschneiden, sondern mussten uns, wie schon beim Abus Ivera 7200, immer wieder einzelne Faserstränge vornehmen und mehrmals nachsetzen. Insgesamt haben wir 45 Sekunden gebraucht, was für ein Stahlkabel kein schlechter Wert ist.

Auch gegenüber dem Bolzenschneider gab sich das Kabel relativ resistent. Unsere bewährte Vorgehensweise, einmal mit Kraft reinzuschneiden und das Kabel dann gegeneinander zu zwirbeln, funktionierte bei den Looped Cables nicht so gut wie gewohnt und wir mussten das Spiel einige Male wiederholen, bis das Kabel nach etwa einer Minute durchtrennt war.

Wir weisen noch einmal explizit darauf hin, dass man mit solchen Kabeln nicht das Fahrrad selbst abschließen sollte! Für den angedachten Einsatzzweck sind die Kryptoflex Looped Cables aber gar nicht mal so schlecht.

Everest Fitness

Allzu viel lässt sich über das Schlaufenkabel Everest Fitness nun eigentlich gar nicht mehr sagen, weil es sich kaum von den Kryptonite Looped Cables unterscheidet. Die Gegenwehr des Everest-Kabels war nur unwesentlich niedriger als die des Kryptonite-Pendands und dessen Zerstörung benötigte ähnliche Zeiten.

Da die beiden Konkurrenten preislich ähnlich liegen, kann man die Wahl fast vollständig vom Geschmack abhängig machen: Das Kryptonite-Modell ist grau-orange, das Everest-Kabel hingegen schwarz-rot. Oder man entscheidet sich aufgrund der Länge, denn das Everest Fitness gibt es nur in der Einheitsgröße von zwei Metern. Bei Kryptonite hat man da etwas mehr Auswahl.

Abus Cobra 10/200

Deutlich schlechter als die beiden Konkurrenzmodelle hat das Abus Cobra abgeschnitten. Wir waren angesichts des dünnen Stahlseils schon sehr überrascht, dass auf dem Kabel wirklich das Logo desselben Herstellers prangt, der sich sonst in Sachen Qualität kaum Schwächen erlaubt hat.

Mit dem Seitenschneider haben wir 35 Sekunden gebraucht, mit dem Bolzenschneider sogar nur 17 Sekunden. Das mag zum Einen daran liegen, dass das Stahlseil selbst ein ganzes Stück dünner ist als bei Everest und Kryptonite, zum Anderen befindet sich im Inneren des Stahlkabels auch noch ein Strang aus Textil, der überhaupt nichts aushält. Wir haben wirklich keine Ahnung, was sich Abus dabei gedacht hat.

Äußerlich ähnelte unsere Version des Abus-Kabels dem Everest-Modell wie ein Ei dem anderen: Beide waren zwei Meter lang und schwarz-rot, Abus bietet aber auch noch andere Größen an. Unser Ratschlag bleibt trotzdem: Wenn Sie ein Schlaufenkabel brauchen, nehmen Sie lieber eins der anderen beiden.

Winzwon Fahrradschloss

Das Winzwon Fahrradschloss beleuchtet auf Knopfdruck seine vier Zahlenwalzen in blauer Farbe, ansonsten ist es ein ziemlich durchschnittliches Spiralkabelschloss. Es besteht zu etwa einem Drittel aus Stahlseil, der Rest ist Gummi – so ähnlich haben wir es zuletzt auch schon beim DreiWasser-Schloss gesehen. Zersägen konnten wir es innerhalb von drei Minuten nicht, der Seitenschneider war aber erfolgreich wie eh und je. Gegen Diebe hilft der dicke Gummimantel somit nicht, bei der Handhabung stört er aber. Es gibt bessere Schlösser – auch bessere Spiralkabelschlösser.

DreiWasser Fahrradschloss

Das DreiWasser Fahrradschloss ist zwölf Millimeter dick. So ein Durchmesser reicht normalerweise schon fast für ein Panzerkabelschloss, das DreiWasser hat aber keine Stahlmanschetten im Inneren. Stattdessen gibt es nur ein gewöhnliches Stahlseil und jede Menge Gummi – das Schloss ist ein Blender und besteht zu rund zwei Dritteln aus Ummantelung. Was das für unsere Aufbruchversuche bedeutet, kann man sich denken: Wir konnten es sowohl mit der Säge als auch mit dem Seitenschneider öffnen, lediglich der Bolzenschneider tat sich mit dem knautschigen Material etwas schwer – aber der ist für Stahlkabel ohnehin nicht wirklich geeignet.

Die geringe Aufbruchssicherheit einmal bei Seite gelassen, hinterließ das DreiWasser auch qualitativ einen sehr schlechten Eindruck. Es riecht penetrant und äußerst unangenehm nach Chemie, was auch nach mehreren Tagen offenen Herumliegens noch so blieb. Das aufgedruckte Logo löste sich bereits während des Praxistests, obwohl das Schloss zu keiner Zeit Witterung ausgesetzt war. Die zwei leichten, billig wirkenden Schlüssel mit großzügigem Plastikanteil runden den schauderhaften Eindruck ab. Selbst für ein günstiges No-Name-Kabelschloss ist das DreiWasser-Modell eine Zumutung.

Powcan Fahrradschloss

Dass das Powcan Fahrradschloss als solches verkauft wird, ist schon ziemlich frech. Das Kabel erinnert nicht nur optisch, sondern auch bei Größe und Widerstand an das eines Telefonhörers. Genau genommen haben Telefone sogar dickere Strippen. Der Verschlussteil mit fünf Zahlenwalzen ist so weit ganz okay, hier unterscheidet sich das Schloss nicht nennenswert von anderen günstigen Vertretern. Anders sieht es beim Stahlkabel aus: Mit einem einzigen schnellen Schnitt des Seitenschneiders hat man es sofort durch, einschließlich des Ansetzens des Werkzeugs brauchten wir etwa zwei Sekunden.

Zersägen kann man es auch – hier ist die labbrige Dehnbarkeit von Vorteil, weil das Kabel mit der Säge mitschwingt, wenn man es nicht genügend spannt. Aus demselben Grund muss man aber auch gesteigerte Aufmerksamkeit beim Anschließen aufbringen, denn schnell rutscht einem das Ende des Ringelkabels aus der Hand und zieht sich wieder zusammen.

Somit ist das Powcan-Schloss bestenfalls als Gepäckschloss zu gebrauchen. Als Fahrradschloss, als das es angepriesen wird, fällt es in jeder Hinsicht rettungslos durch.

 Fahrradschloss Test: Hiplok Dx Bügelschloss

Bügelschlösser

Experten sind sich einig: Bügelschlösser sind am sichersten. Und das hat sich auch in unserem Test bestätigt.

Sie bestehen aus einem U-förmigen Stahlbügel, dessen offene Enden in den Verschlussriegel gesteckt werden. Am dicken Stahl kapitulieren selbst Bolzenschneider. Um noch sicherer zu gehen, ist das Schloss im besten Fall außerdem doppelt verriegelt. Das bedeutet, dass beide Enden einzeln abgesperrt sind und ein Dieb den Bügel nicht nur einmal, sondern gleich zweimal durchtrennen müsste.

Experten sind sich einig: Bügel­­schlösser sind am sichersten

Allerdings sind Bügelschlösser nicht nur relativ schwer, sondern auch sperrig. Im Alltag ist es daher nicht immer leicht, das Rad mit einem Bügelschloss anzusperren, zumal der Durchmesser der meisten Bügelschlösser zu klein für die meisten Laternenpfähle ist. Geländer und Zäune sind ebenfalls keine gute Wahl, da sie selbst oft einfach zu durchtrennen sind. Am besten zum Ansperren geeignet sind da noch die Pfosten von Verkehrsschildern.

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Fahrradschloss Test: Bügelschlösser Gruppenbild
Fahrradschloss Test: Fahrradschloss Bügelschlösser Gruppenfoto
Fahrradschloss Test: Bügelschlösser Gruppenfoto

Zum Verstauen werden fast alle Bügelschlösser zusammen mit einer Aufhängung geliefert, mit der man das Schloss am Rahmen des Fahrrads befestigen kann.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Bestes Bügelschloss

Abus Granit X-Plus 540

Test besten Fahrradschlösser: Abus Granit X-Plus 540
Hier beißt man auf Granit: Das Schloss ist mit gängigen Mitteln nicht zu überwinden.

Wer ohne Wenn und Aber auf Nummer sicher gehen will, greift zu massivem Stahl und sichert sein Fahrrad mit dem Bügelschloss Abus Granit X-Plus 540. Am Bügel beißt sich jeder Bolzenschneider die Zähne aus und die besondere Schließmechanik der X-Plus-Schlösser ist bei Lockpickern als praktisch unbezwingbar berüchtigt. Der 30 Zentimeter lange Bügel der großen Version ist außerdem groß genug, dass man ihn noch um einen Laternenpfahl legen kann.

Auch gut

Hiplok DX

Fahrradschloss Test: Hiplok Dx
Ein rundum gelungenes Schloss mit Top-Verarbeitung, hervorragender Handhabung und pfiffiger Transportklammer zu einem überdurchschnittlichen Preis.

Das Hiplok DX ist ein hervorragend verarbeitetes, sehr robustes Bügelschloss, das uns wegen seiner guten Handhabung gefällt. Ein Alleinstellungsmerkmal ist eine Halteklammer, die man z. B. in Hosenbund oder -tasche schieben kann, um das Schloss bequem zu transportieren. Eine dicke Gummiklappe über dem Schlüsselloch verhindert das Eindringen von Staub und Wasser.

Gut & günstig

Nean Bügelschloss

Test besten Fahrradschlösser: Nean Bügelschloss
Das günstige Schloss hat einen angenehm langen und dicken Bügel.

Nean liefert ein Bügelschloss ab, das zwar niemanden vom Hocker reißen wird, aber mit einem dicken, großen Bügel aufwartet, mit dem man das Fahrrad auch noch gut an etwas anschließen kann. Es ist nicht fehlerfrei, erfüllt aber seinen Zweck und ist schon für einen Preis zu haben, für den man bei Abus kaum mehr als eine Kette Büroklammern bekommen würde.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Bestes BügelschlossAuch gutGut & günstig
Abus Granit X-Plus 540 Hiplok DX Nean Bügelschloss Abus Granit 460 Onguard Brute STD LK8001 Trelock BS 650 ZB 401 Master Lock 8195EURDPRO Abus Captain 3400 Abus Facilo 32/150HB230 Kryptonite New York Lock 3000 Via Velo Bügelschloss mit Kabel Dinoka YS U Lock Kryptonite New-U Evolution Standard Büchel Sekura KB 305 Onguard Bulldog Combo STD 8010C Trelock BS 450 Master Lock 8238EURDPRO Billconch Fingerprint Bike U-Lock
Test besten Fahrradschlösser: Abus Granit X-Plus 540Fahrradschloss Test: Hiplok DxTest besten Fahrradschlösser: Nean BügelschlossTest besten Fahrradschlösser: Abus Granit 460Test  Fahrradschloss: Onguard Brute LK8001Test besten Fahrradschlösser: Trelock BS 650/108-230 ZB 401Test besten Fahrradschlösser: Master Lock 8195EURDPROTest  Fahrradschloss: Abus Buffo 61887Fahrradschloss Test: Abus FaciloTest besten Fahrradschlösser: Kryptonite New York Lock 3000Test  Fahrradschloss: Via Velo Bügelschloss mit KabelTest  Fahrradschloss: Dinoka BügelschlossTest besten Fahrradschlösser: Kryptonite Evolution Series 4 StandardTest besten Fahrradschlösser: Büchel Sekura KB 305Test besten Fahrradschlösser: Onguard Combo STD 8010CTest besten Fahrradschlösser: Trelock BS 450/108-230Test besten Fahrradschlösser: Master Lock 8238EURDPROTest  Fahrradschloss: Billconch Fingerprint Bike U-Lock
Pro
  • Extrem robust
  • Wahlweise langer Bügel
  • Ordentliche Ausstattung
  • Automatischer Staub­schutz
  • Sehr sicher gegen Picking
  • Sehr stabil
  • Sehr gute Hand­habung
  • Hervorragend verarbeitet
  • Exzellenter Staub- und Wasser­schutz
  • Praktische Transport­klammer
  • Günstig
  • Stabil
  • Langer, dicker Bügel
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Wahlweise langer Bügel
  • Sehr robust
  • Sehr sicher
  • Guter Preis
  • Einschüchternde Optik
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Wahlweise langer Bügel
  • Bequem aufzuschließen
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Angenehme Vinyl-Ober­fläche
  • Langer Bügel
  • Staubschutz
  • Preiswert
  • Langer Bügel
  • Hartes Material
  • Staubschutz
  • Guter Preis
  • Langer Bügel
  • Hartes Material
  • Guter Preis
  • Stabil
  • Gute Verarbeitung
  • Dicker Bügel
  • Vorbildliche Ausstattung
  • Staubschutz
  • Staubschutz
  • Inklusive Schlaufen­kabel
  • Relativ günstig
  • Wahlweise langer Bügel
  • Inklusive Schlaufen­kabel
  • Relativ günstig
  • Stabil
  • Gute Verarbeitung
  • Vorbildliche Ausstattung
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Günstig
  • Bequem aufzuschließen
  • Ordentliche Ausstattung
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Günstig
  • Wahlweise langer Bügel
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Dicker, langer Bügel
  • Staubschutz
  • Ordentliche Verarbeitung
  • Robust
Contra
  • Relativ schwer
  • Teuer
  • Relativ kurzer Bügel
  • Überdurchschnittlich teuer
  • Vierkantbügel suboptimal
  • Mittelmäßige Ausstattung
  • Kein Staubschutz
  • Mittelmäßige Ausstattung
  • Schwer
  • Mittelmäßige Ausstattung
  • Bügel ragt unten aus dem Gehäuse
  • Mäßige Schlüssel
  • Testmuster war aufgrund der Verpackung beschädigt
  • Mäßige Schlüssel
  • Kein Staubschutz
  • Klemmt offenbar nach kurzer Zeit
  • Schwer
  • Relativ teuer
  • Lack zerkratzt leicht
  • Kein Staubschutz
  • Relativ teuer
  • Sehr klein
  • Verarbeitungsqualität teilweise mäßig
  • Recht klein
  • Sieht billig aus
  • Sieht billig aus
  • Teuer
  • Katastrophale App
  • Fingerabdruck lässt sich nicht speichern
  • Öffnet bei jedem Finger, deshalb de facto nutzlos
  • Nur einseitig verriegelt
Bester Preis
  Produktdetails einblenden
TypBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschloss + SchlaufenkabelBügelschloss + SchlaufenkabelBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschlossBügelschloss
MaterialGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffZinklegierung, Stahl, Kunststoff
Aufbau13 mm Vierkant-Parabolbügel14mm-Rundbügel16mm-Vierkantbügel12mm-Parabolbügel16mm-Rundbügel16mm-Rundbügel13mm-Rundbügel12mm-Rundbügel12mm-Rundbügel16mm-Rundbügel14mm-Rundbügel + Stahlseil in Kunststoffmantel14mm-Rundbügel + Stahlseil in Kunststoffmantel14mm-Rundbügel14mm-Vierkantbügel13mm-Rundbügel15mm-Rundbügel16mm-Achtkantbügel15mm-Rundbügel
VerriegelungSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüssel, doppelt verriegeltVierstelliger Zahlencode, doppelt verriegeltSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüsselSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüsselSchlüsselSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüssel, doppelt verriegeltVierstelliger Zahlencode, doppelt verriegeltSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüssel, doppelt verriegeltSchlüssel, Fingerabdruck
StaubschutzAutomatisch (doppelseitig)Manuelle Gummiklappe mit StöpselManueller SchieberNicht vorhandenAutomatisch (doppelseitig)Manueller SchieberManueller SchieberAutomatisch (einseitig)Nicht vorhandenManueller SchieberManueller SchieberNicht vorhandenManueller SchieberManueller SchieberEntfälltManueller SchieberManueller SchieberKunststoffdeckel über Schlüsselloch und USB-Port
Größe230/300mm x 109mm x 35mm220mm x 127mm x 36mm330mm x 167mm x 40mm230/300mm x 108mm x 35mm267mm x 198mm x 50mm140/230/300mm x 108mm x 30mm340mm x 174mm x 40mm230mm x 170mm x 46mm290mm x 170mm x 46mm279mm x 178mm x 51mm250mm x 169mm x 45mm300mm x 160mm x 37mm
(Größe L)
290mm x 167mm x 32mm245mm x 180mm x 38mm230mm x 115mm x 40mm230/300mm x 108mm x 33mm340mm x 170mm x 40mm220mm x 148mm x 30mm
Gewicht1.450 g/1.656 g1.100 g1.210 g1.100 g/1.250 g1.632 g1085 g/1310 g/1480 g1.420 g1.056 g948 g2020 g960 g (Schloss) +
370 g (Kabel)
1.120 g (Schloss) +
290 g (Kabel)
1.450 g1.100 g1.250 g935 g/1.090 g1.040 g1.156 g
AusstattungSchloss, 2 Schlüssel (1 davon mit LED), HalterungSchloss, 3 SchlüsselSchloss, 2 Schlüssel, HalterungSchloss, 2 Schlüssel, HalterungSchloss, 5 Schlüssel (einer davon mit LED), HalterungSchloss, 2 Schlüssel, HalterungSchloss, 2 Schlüssel, HalterungSchloss, 2x Schlüssel, HalterungSchloss, 2x Schlüssel, HalterungSchloss, 3 Schlüssel (1 davon mit LED), HalterungSchloss, 2 Schlüssel, Halterung, SchlaufenkabelSchloss, 2 Schlüssel, Halterung, SchlaufenkabelSchloss, 3 Schlüssel (1 davon mit LED), HalterungSchloss, 2 Schlüssel, HalterungSchloss, HalterungSchloss, 2 Schlüssel (einer davon mit LED), HalterungSchloss, 3 Schlüssel, HalterungSchloss, 2x Schlüssel, Schlaufenkabel, Micro-USB-Kabel, AAA-Akku, Anleitung
Sicherheitsstufe15/155/5B (7/8)9/1597/1006/610/157/87/159/10Keine AngabeKeine Angabe8/104/563/1004/615/15K. A.
Aufbruchtest SeitenschneiderNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignet
.
Nicht geeignetNicht geeignetNicht geeignet
Aufbruchtest BolzenschneiderKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine Chance
.
Keine ChanceKeine ChanceKeine Chance
Aufbruchtest SägeIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnen
Fahrradschloss Test: Abus Granit X Plus
Der Bügel des Abus Granit X-Plus 540 in der großen Version ist mit 30 Zentimetern angenehm lang.

Das beste Bügelschloss: Abus Granit X-Plus 540

Bügelschlösser gelten allgemein als die stabilste Bauform und mit dem Abus Granit X-Plus 540 erhält man das stabilste von allen. Seinem Eliteschloss hat Abus eine Halterung und einen Staubschutz spendiert, der das Schlüsselloch nach dem Herausziehen des Schlüssels automatisch verschließt. Davon liegen zwei bei, einer davon hat eine LED.

Bestes Bügelschloss

Abus Granit X-Plus 540

Test besten Fahrradschlösser: Abus Granit X-Plus 540
Hier beißt man auf Granit: Das Schloss ist mit gängigen Mitteln nicht zu überwinden.

Der Markenname Granit steht für Schlösser aus besonders stabilem Stahl und nachdem wir uns an einigen der damit betitelten Produkte zu schaffen gemacht haben, können wir sagen, dass Abus damit nicht übertreibt.

Zwar bekommt man den Bolzenschneider weit genug geöffnet, um die Stahlstrebe des Granit X-Plus 540 dazwischen zu versenken, zudrücken kann man ihn dann aber nicht mehr. Selbst wenn man das Werkzeug auf dem Boden abstützt und sich mit vollem Körpergewicht auf den Hebelarm lehnt, bleibt am Metall nichtmal ein Kratzer zurück.

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Fahrradschloss Test: Abus Granit X Plus
Das Premium-Produkt hat sogar einen Staubschutz, den wir bei Abus oft vermisst haben.
Fahrradschloss Test: Abus Granit X Plus
Auch eine Halterung hat Abus zur Abwechslung mal beigelegt.
Fahrradschloss Test: Abus Granit X Plus
Unser Bolzenschneider beeindruckte das Schloss wenig.
Fahrradschloss Test: Abus Granit X Plus
Mit der Säge sah es auch nicht besser aus: Nach der Gummiummantelung war Schluss.

Dasselbe Spiel in Grün wiederholte sich mit der Metallsäge. Den schwarz-grauen Kunststoffmantel kriegt man natürlich problemlos durchgesägt, danach schafft man es aber nicht einmal mehr, auch nur einen Kratzer ins Metall zu schneiden.

Überlegener Schließ­mechanismus

Allerdings konnten wir auch alle anderen Bügelschlösser nicht mit dem Bolzenschneider öffnen, wozu dann also mehr Geld ausgeben? Die Antwort liegt im Schließmechanismus. Mit X-Plus bezeichnet Abus eine Verriegelung, die praktisch unüberwindbar ist. Es gibt bislang keine Werkzeuge, mit denen man X-Plus-Schlösser zerstörungsfrei öffnen kann, wie ein Lockpicker erklärte.

Ob einem das den Aufpreis wert ist, muss freilich jeder selbst entscheiden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, ist mit dem Abus Granit X-Plus 540 auf jeden Fall gut beraten.

Abus Granit X-Plus 540 im Testspiegel

Stiftung Warentest hat das Granit XPlus 540 mit der Note 1,6 als sehr gut bewertet. Damit deckt sich die Begeisterung für dieses Schloss mit unserer Erfahrung an diesem Modell. Am besten schnitt auch hier die Aufbruchssicherheit ab – sie wurde sogar mit 1,2 bewertet. Nur die Handhabung bekam ein befriedigendes Ergebnis von 2,7.

Alternativen

Wem die Schlösser des Marktführers Abus nicht zusagen, kann auch zu denen anderer Hersteller greifen. Generell sind Bügelschlösser sehr sicher und auch ein günstigeres Modell widersteht normalen Handwerkzeugen. Sie unterscheiden sich aber bei Größe, Handhabung und Look. Hier sind unsere alternativen Empfehlungen.

Auch gut: Hiplok DX

Hersteller Hiplok mangelt es offenbar nicht an kreativen Ideen, um dem leidigen Transportproblem der meisten Fahrradschlösser zu begegnen. Das Hiplok DX bildet da keine Ausnahme. Die Spezialität ist in diesem Fall eine Art Halteklammer, die man sich in den Hosenbund oder die Gesäßtasche steckt, wo sie das immerhin 1,1 Kilogramm schwere Bügelschloss erstaunlich verlässlich festhält.

Auch gut

Hiplok DX

Fahrradschloss Test: Hiplok Dx
Ein rundum gelungenes Schloss mit Top-Verarbeitung, hervorragender Handhabung und pfiffiger Transportklammer zu einem überdurchschnittlichen Preis.

Wie alle Schlosshersteller hat auch Hiplok einen buchstäblich stahlharten Gegner in unserem Test: Abus. Dass das nordrhein-westfälische Sicherheitsunternehmen weiß, wie man gute Schlösser herstellt, dürfte niemanden überraschen – und man erkennt es auch an unserem Testbericht. Doch anders als manch ein Mitbewerber hält Hiplok felsenfest dagegen und zieht mit Abus gleich – mindestens. Denn was das Hiplok DX an Verarbeitungsqualität offenbart, ist schlichtweg tadellos. Im Ernst: Wir können wirklich beim besten Willen nichts finden, was wir dem Schloss in Sachen Fertigungsqualität ankreiden könnten, nicht einmal mit Vorsatz.

Erhältlich ist das Hiplok DX in verschiedenen Farben, unser Testmuster war signalorange. Der Bügel ist in jeder Konfiguration schwarz und von einer Art Vinyl bedeckt. Der Korpus ist optisch, abgesehen von der bereits erwähnten markanten Transportklammer, relativ klassisch gestaltet, dank der abgeschrägten Seiten hat es aber dennoch einen gewissen Wiedererkennungswert.

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Fahrradschloss Test: Hiplok Dx Bügelschloss
Dank der praktischen Halteklammer lässt sich das Hiplok DX bequem transportieren.
Fahrradschloss Test: Hiplok Dx Bügelschloss
Der Bügel ist nur mittelgroß.
Fahrradschloss Test: Hiplok Dx Bügelschloss
Das Schlüsselloch wird von einer dicken Gummiklappe geschützt.
Fahrradschloss Test: Hiplok Dx Bügelschloss
Drei Schlüssel liegen bei. Beleuchtet ist keiner davon.
Fahrradschloss Test: Hiplok Dx Bügelschloss
Mit dem Bolzenschneider kamen wir nicht weit.
Fahrradschloss Test: Hiplok Dx Bügelschloss
Auch mit der Metallsäge hatten wir keine Chance.

Unten schützt eine dicke, robuste Gummiklappe mit Innenstöpsel vor dem Eindringen von Wasser und Schmutz in den Schließmechanismus. Sie öffnet somit nicht automatisch, prescht mit ihrer Funktionalität dafür aber mit Leichtigkeit an allen anderen Schlössern im Test vorbei. Die Klappe sieht so dichtend aus, dass wir uns gefragt haben, ob sie nicht nur bei Regen, sondern auch bei einem Tauchgang Wasser abhalten würde – also haben wir es ausprobiert. Tut sie. Ob man so einen starken Wasserschutz überhaupt braucht, sei zwar dahingestellt, bemerkenswert finden wir es aber allemal.

Die praktische Halteklammer lässt sich mit Hilfe von zwei Sechskantschrauben vom Schloss entfernen, sollte man aus irgendeinem Grund darauf Wert legen. Ohne die Klammer fällt aber leider auch die gerade erst liebgewonnene Schutzklappe weg, da diese von der Klammer an Ort und Stelle gehalten wird. Wir haben beides lieber wieder angeschraubt.

Weil Bügelschlösser generell sehr aufbruchsicher sind und wir hier ein außergewöhnlich gutes Exemplar vorliegen haben, fällt unser Praxisbericht ungewöhnlich kurz aus. Und weil wir das Schloss empfehlen, können es sich viele bestimmt schon denken: Man bekommt es nicht auf, egal mit welchem Werkzeug. Unter dem Vinylmantel ist Schluss – keine Dellen, keine Kratzer. Beeindruckend!

Doch zu guter Letzt folgt unweigerlich das große ABER: Das Hiplok DX ist ziemlich teuer und spielt nicht nur qualitativ, sondern auch preislich in Abus‘ Liga. Je nach konkretem Angebot liegt es meistens sogar noch etwas höher als dessen Premium-Modelle – das ist schon eine bittere Pille. Wer keine farblichen Präferenzen hat, ist dabei klar im Vorteil, denn die Preise zwischen den Farbvarianten unterscheiden sich teils drastisch. Wer es bezahlen kann und möchte, dem können wir das Hiplok DX aber wärmstens empfehlen.

Preistipp: Nean Bügelschloss

Wer ein aufbruchssicheres Schloss für wenig Geld sucht, dem empfehlen wir das Bügelschloss von Nean. Es gibt es sowohl mit Schlüssel als auch mit Zahlencode, beide sind gleich günstig. Wir hatten die Variante mit Schlüssel im Test.

Gut & günstig

Nean Bügelschloss

Test besten Fahrradschlösser: Nean Bügelschloss
Das günstige Schloss hat einen angenehm langen und dicken Bügel.

Der Bügel des Nean gehört mit 16 Millimetern Durchmesser zu den dickeren im Test, was das Umklammern mit dem Bolzenschneider ein bißchen schwierig machte. Unverständlich ist, warum der Hersteller ihn in Vierkantform fertigt, denn während wir an runden Bügeln mit ähnlicher Breite abrutschten, waren gerade die Kanten hier Stellen, an denen der Bolzenschneider fassen konnte.

Damit ließ sich der Bügel direkt an den Kanten ein Stück weit eindellen, an Durchtrennen war aber nicht zu denken. Das hatten wir bei einer so dicken Stahlstrebe auch nicht wirklich erwartet, probiert haben wir es natürlich trotzdem.

Das Schloss zu zerstören würde Stunden dauern

Sägen hinterließ einige Kratzer und man könnte das Schloss damit wahrscheinlich auch irgendwann zerstören, aber das wäre eher eine Sache von Stunden als von Minuten, zumal das Nean wie alle anderen Bügelschlösser im Test doppelt verriegelt ist. Man müsste also beide Seiten durchsägen, was dann zusammen auf 3,2 Zentimeter Stahl kommt. Wer dazu die Muskeln und die Geduld hat, könnte wahrscheinlich auch bessere Jobs finden als Fahrräder zu klauen.

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Fahrradschloss Test: Nean Bügelschloss
Durch den großen Bügel passt mehr als nur der Rahmen und das Hinterrad.
Fahrradschloss Test: Nean Bügelschloss
Hinter dem manuellen Schieber für den Staubschutz befindet sich das Schlüsselloch.
Fahrradschloss Test: Nean Bügelschloss
Die Kanten geben Bolzenschneidern erst Halt. Zum Durchschneiden ist der Bügel aber zu dick.
Fahrradschloss Test: Nean Bügelschloss
Man kann den Bügel mit einer Metallsäge durchtrennen, das dauert aber lange und ist sehr anstrengend.

Sowohl der Bügel als auch das Gehäuse sind vollständig gummiert, was Kratzer verhindert und verglichen mit den Plastikgehäusen einiger namhafter Konkurrenten recht wertig wirkt. Damit erinnert das schwarz-graue Schloss ein wenig an unsere Sicherheitsempfehlung aus dem Hause Abus, allerdings ist der Bügel dicker und hat die genannte Vierkantform.

Ebenfalls wie bei Abus kommt das Nean Bügelschloss mit nur zwei Schlüsseln, allerdings ohne LED. Außerdem gibt es auch hier eine Halterung für den Transport.

Darüber hinaus spendiert Nean seinem Bügelschloss einen Staubschutz. Der wird mithilfe eines Schiebers realisiert, der manuell geöffnet und geschlossen werden muss. Er sitzt gut im Gehäuse und klappert nicht. Wir sind zufrieden.

Das Nean Bügelschloss ist nicht perfekt, für den Preis aber durchaus eine attraktive Wahl für Radfahrer, denen Abus und Konsorten einfach zu teuer sind und die auf Dinge wie einen automatischen Staubschutz verzichten können.

Außerdem getestet

Abus Granit 460

Das Abus Granit 460 ist mehr oder minder der kleine Bruder unserer Sicherheitsempfehlung und hat praktisch genauso viel ausgehalten – wir kamen weder mit der Säge noch mit dem Bolzenschneider durch den Bügel. Der ist Granit-typisch extrem hart, genauso lang wie beim Pendant und mit zwölf Millimetern Durchmesser nur geringfügig dünner.

Bei dem Mittelklassemodell muss man wieder einmal auf eine Reihe von Annehmlichkeiten verzichten: Es gibt keinen Staubschutz, keiner der beiden Schlüssel hat eine LED und X-Plus gibt es auch nicht.

Auf der Haben-Seite ist das Granit 460 deutlich billiger und ein ganzes Stück leichter als das Top-Modell. Eine Halterung ist an Bord, so war es auch beim Granit X-Plus 540.

Das Schloss ist sehr gut verarbeitet und schlicht, aber schön anzusehen. Aufgrund des niedrigeren Preises ist es einen Blick wert, sticht aber auch nirgends besonders heraus.

Onguard Brute STD LK8001

Onguard weiß, wie man sich in Szene setzt – das merkt man schon an der Design-Philosophie ihrer Produkte: gelb-schwarz, groß, warnend und möglichst auffällig. Wer den Stil mag, wird sich auch beim Brute STD LK8001 wohlfühlen. Das mehr als 1,6 Kilogramm schwere Bügelschloss trägt seine propagierte Sicherheit plakativ zu Schau. Der Bügel ist doppelt verriegelt und hat eine etwas ungewöhnliche Form, denn er ist etwas kürzer und dafür breiter als vergleichbare Bügelschlösser, praktische Vor- oder Nachteile konnten wir darin aber nicht erkennen. Die Bügelstreben sind mit einem Durchmesser von 16 Millimetern außerdem recht dick – zu dick für unseren Bolzenschneider. Wir bekamen sie nicht zwischen die Schneideblätter. Beim Sägen entstanden kleine, oberflächliche Kratzer, die der Sicherheit des Schlosses nicht im Geringsten gefährlich werden konnten.

Die Schlüssel erwecken nicht gerade den solidesten Eindruck, dafür liegen gleich fünf Stück bei. Einer davon hat eine weiße LED. Außerdem hat das Schloss einen automatischen Staubschutz für das Schlüsselloch.

Trelock BS 650 ZB 401

Am Gehäuse des Trelock BS 650 ZB 401 befinden sich offen zugängliche, sternförmigen Schrauben. Wir haben uns nicht die Mühe gemacht, sie herauszudrehen, weil wir kein passendes Werkzeug hatten. Wir gehen erst recht nicht davon aus, dass ein Dieb da besser ausgerüstet wäre.

Der Bügel hat einen Durchmesser von 16 Millimetern und gehört somit zu den dickeren. In Sachen Gewicht liegt das Schloss im oberen Mittelfeld der Bauform.

Zwei Schlüssel mit einer schicken, goldenen Innengravur liegen bei, keiner davon hat eine LED. Für den Staubschutz gibt es einen manuell zu bedienenden Schieber. Das Aufschließen ist etwas angenehmer als bei vielen anderen Modellen, weil eine Schlüsseldrehung um 90 Grad anstatt der üblichen 180 Grad bereits ausreicht, um das Schloss zu öffnen.

Mit unseren Werkzeugen hatten wir keine Chance gegen das Schloss. Weder mit der Säge, noch mit dem Bolzenschneider konnten wir etwas ausrichten. Positiv aufgefallen ist uns, dass der Bügel tatsächlich so gut wie komplett aus Metall besteht und die Gummierung im Verhältnis dazu ziemlich dünn ist.

Master Lock 8195EURDPRO

Der Bügel des 8195EURDPRO läuft durch das gesamte Gehäuse und ragt unten wieder ein bißchen heraus. Wir wissen nicht, ob das das Schloss stabiler macht, aber zumindest fällt es auf. Das in anthrazit gehaltene Vinyl bedeckt die gesamte Oberfläche, was dem Schloss eine angenehme Haptik verleiht und dafür sorgt, dass das 8195-Modell wertiger wirkt als das teurere 8238.

Master Lock selbst gibt seiner Kreation eine Sicherheitseinstufung von 10 bei 15 möglichen Stufen. Warum es nicht die volle Zahl erreicht, wissen wir nicht, aber am Bügel liegt vermutlich nicht – der ist sehr hart und widerstand sowohl Bolzenschneider als auch Säge ohne Probleme. Wir haben interessehalber auch mal das Gehäuse selbst angesägt, konnten aber auch da nichts finden, mit dem wir das Schloss hätten öffnen können.

Im Gepäck hat das 8195 vier unbeleuchtete Schlüssel, die nicht im Schloss haken und nach einer Drehung von 180 Grad den Bügel freigeben. Für den Staubschutz sorgt ein manueller Schieber. Wir waren recht zufrieden mit dem Schloss.

Abus Captain 3400

Das Abus Captain 3400 fällt im Kanon der Bügelschlösser optisch vor allem durch seinen geschwungenen Verschlussriegel auf. Der Bügel aus gehärtetem Stahl ist relativ lang, was eine für ein Bügelschloss gute Flexibilität beim Anschließen erlaubt. In vieler Hinsicht ist das Schloss mit dem Granit 460 vergleichbar, hat im Gegensatz dazu aber einen automatischen Staubschutz vor dem Schlüsselloch. Geöffnet wird das Captain 3400 per Schlüssel, zwei Stück liegen bei.

Unsere Aufbruchversuche konnten dem Schloss nichts anhaben, gleich unter der Ummantelung war Schluss. Besonders unserer Metallsäge widersetzte sich das Schloss vorbildlich – hier konnten wir nicht einmal einen Kratzer hinterlassen. Damit reiht sich das Captain 3400 in die Vielzahl solider Bügelschlösser ein und kann gerade in Hinblick auf den Kaufpreis eine gute Wahl sein, bietet aber keine Überraschungen oder gar außergewöhnliche Features. Tadel gibt es unsererseits lediglich für die Verpackung: Die Schlüssel unseres Testmusters waren so eng mit einem Kabelbinder an das Schloss geschnürt, dass dieser einen dauerhaft bleibenden Abdruck in der Ummantelung hinterlassen hat – bei einem nagelneuen Schloss ein Dämpfer.

Abus Facilo 32/150HB230

Das Facilo 32/150HB230 ist zu einem für Abus sehr günstigen Preis zu haben, auf Luxusausstattung braucht man dementsprechend nicht zu hoffen. Zwei unbeleuchtete Schlüssel mit einem für unseren Geschmack zu hohen Kunststoffanteil liegen bei und auf einen Staubschutz muss man verzichten.

Der Bügel ist angenehm lang. Wir konnten ihn mit dem Bolzenschneider minimal eindrücken, das Schloss aber nicht im Entferntesten damit öffnen. Die Metallsäge hinterließ überhaupt keine Spuren jenseits der Gummiummantelung.

An und für sich wäre das Facilo damit als Kandidat für unsere Preisempfehlung in Frage gekommen, aber wir hatten Bedenken: Im Netz tummeln sich zahlreiche Rezensionen, die darüber klagen, dass das Schloss schon nach wenigen Monaten Nutzung klemmt. Wir können das zum Testzeitpunkt weder bestätigen noch widerlegen, hierzu ist erst ein Langzeittest notwendig.

Kryptonite New York Lock 3000

Das Kryptonite New York Lock 3000 ist das schwerste Bügelschloss im Test, obwohl es nicht zu den längsten gehört. Dafür wirkt es mit seinem 16 Millimeter dicken Rundbügel schön wuchtig und stabil. Säge und Bolzenschneider hatten dagegen keine Chance, zumal man letzteren wieder einmal nicht weit genug öffnen kann, um überhaupt den Bügel umfassen zu können. Und weil der rund ist, rutscht man beim Versuch auch noch ständig ab.

Für sein Geld erhält man neben dem Schloss selbst eine Halterung und drei Schlüssel, wovon einer eine blaue LED trägt. Außerdem hat das New York Lock einen manuellen Schieber für den Staubschutz.

Alles in allem wirkt das Bügelschloss solide, wir bevorzugen aber aufgrund des niedrigeren Gewichts, des besseren Staubschutzes und des längeren Bügels das etwa gleich teure Abus Granit X-Plus 540.

Via Velo Bügelschloss mit Kabel

Das Via Velo wird im Set mit einem Schlaufenkabel verkauft. Damit reagiert der Hersteller auf das typische Problem von Bügelschlössern, dass ihr Umfang ziemlich klein ist. Das Stahlkabel ist mit großzügigen 1,80 Metern lang genug, um die Räder mit einzubinden. Qualitativ haben wir an dem Kabel nichts zu bemängeln.

Um den Rahmen an einem Objekt anzuschließen, sollte man aber nach wie vor unbedingt den Bügel benutzen. Der hat maximale Innenabstände von 19,5 Zentimetern längs und 11,5 Zentimetern quer, das Schloss hat somit mittlere Maße. Bügel und Verschlussteil sind mit rutschfestem, anthrazitfarbenem Vinyl bezogen, was dem Schloss eine angenehme Haptik verleiht. In der Mitte des Verschlussteils wird es von einem rundumlaufenden, drehbaren Ring unterbrochen, der mit seinem silbernen Billig-Kunststoff-Look dem ansonsten guten Eindruck einen leichten Dämpfer verpasst. Funktional ist er aber sinnvoll, denn es handelt es sich dabei um den Staubschutz für das Schlüsselloch.

Aufgrund des relativ günstigen Preises kann man sich das Vio Velo ruhig einmal ansehen. Es ist nichts besonderes – weder besonders super, noch besonders schlecht. Es ist eben ein solides Standard-Bügelschloss zu einem fairen Preis.

Dinoka YS U Lock

Auch das Dinoka YS U Lock kommt zusammen mit einem Schlaufenkabel. Es ist durchgehend schwarz und oben mit Vinyl verkleidet, die freigelassenen Stellen an den Seiten glänzen in Lack. Damit sieht das Bügelschloss von Dinoka an sich recht schick aus, Pedanten dürften aber schnell zu viel bekommen, denn die Verkleidung ist nicht ganz symmetrisch – manchen ist sowas herzlich egal, andere treibt der Anblick zur Weißglut. Darüber hinaus ist der Lack sehr empfindlich und zerkratzt schnell.

Als Fahrradsicherung ist es in Ordnung. Leider hat es keinen Staubschutz, dafür ist ein Schlaufenkabel dabei. Das ist für eine Dreingabe erstaunlich solide – stabiler als das Abus Cobra –, für unseren Geschmack aber etwas zu kurz geraten. Der Bügel unserer Variante – wir hatten die L-Version – ist aber zum Glück angenehm lang.

Dem Schloss liegen zwei unbeleuchtete Schlüssel und eine Halterung bei. Einen Staubschutz hat es nicht.

Insgesamt hinterlässt das Dinoka YS U Lock einen gespaltenen Eindruck. Vor allem aufgrund des leicht zerkratzenden Lacks können wir es nicht empfehlen. Selbst zu dem verhältnismäßig günstigen Preis gibt es bessere Vertreter.

Kryptonite New-U Evolution Standard

Das Kryptonite New-U Evolution Standard ist eine überarbeitete Version des schon länger erhältlichen Evolution Series 4 Standard. Viel hat sich seitdem nicht geändert und beide sind sowohl optisch als auch in Sachen Ausstattung zum Verwechseln ähnlich. Das neue Modell hat dem alten allerdings ein reduziertes Gewicht voraus.

Gegenüber dem New York Lock 3000 ist der Bügel zwei Millimeter dünner und man kann ihn, anders als beim gelben Brüderchen, von unten durch Öffnungen im Gehäuse sehen. Wir halten das für eine seltsame Design-Entscheidung, weil es keine Vorteile bringt und potenziell das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit erleichtert. Außerdem könnte es eine Schwachstelle für Picking bieten – das haben wir allerdings nicht prüfen lassen und ist nur eine Mutmaßung.

In Sachen Ausstattung gilt dasselbe wie für das New York Lock 3000: Eine Halterung und drei Schlüssel, einer davon mit blauer LED, und ein manueller Schieber für den Staubschutz.

Das Fazit fällt ebenfalls ähnlich aus: Das Schloss ist solide, aber schlechter als die Konkurrenz im gleichen Preisbereich.

Büchel Sekura KB 305

Das Büchel Sekura KB 305 ist nur unwesentlich größer als das Rehkittz CL888, was sowohl die Länge als auch die Breite betrifft. Zum Verschluss setzt es auf Schlüssel statt auf Zahlen. Davon hat es zwei an Bord, keiner davon hat eine LED.

Die Schlüssel greifen recht gut und öffnen schon nach einer Drehung von 90 Grad. Das Schlüsselloch ist relativ weit im Schloss versenkt, der Metallkanal dorthin schien leider mäßig verarbeitet zu sein und hatte bei unserem Modell leichte Fransen an den Kanten. Wenn man im Dunklen zu viel daran rumstochert, ist es gut möglich, dass man ihn weiter beschädigen könnte.

Der Staubschutz in Form eines manuellen Schiebers wirkte ebenfalls billig und wackelte. Wir schätzen, dass er, wenn er schon direkt nach dem Auspacken soviel Spiel hat, bei täglicher Nutzung vermutlich irgendwann von selbst auf- und zugeht.

Säge und Bolzenschneider gegenüber hielt das Schloss aber stand und es ist günstig zu bekommen. Wir empfehlen trotzdem, dem Nean Bügelschloss den Vorzug zu geben oder, wenn man etwas kompakteres möchte, zum Rehkittz zu greifen – es sei denn, man hat es nicht so mit Zahlen.

Onguard Bulldog Combo STD 8010C

Das Onguard Bulldog Combo STD ärgert manche Neukunden, weil die Standardkombination des vierstelligen Zahlenschlosses nicht, wie sonst üblich, 0000, sondern 0005 lautet. Hat man die richtige Kombination eingegeben, muss man erst noch den Schieber neben dem Zahlenfeld betätigen, um den Bügel freizugeben.

Das Schloss ist im typischen, schwarz-gelben Onguard-Look gehalten und mittelgroß. Damit sollte es noch möglich sein, ein Fahrrad an einem Straßenschild anzuschließen, für eine Laterne ist der Bügel aber zu kurz. Der hat an der Oberseite eine gelbe Plastikhaube, die wie ein Griff aussieht, aber außer für das Aussehen keinen weiteren Nutzen hat. Ob man das mag, ist eine Geschmacksfrage.

Lässt man die Ästhetik einmal außer Acht, weiß das Bulldog durchaus zu gefallen. Der Bügel ist mit 13 Millimetern Durchmesser zwar nicht besonders dick, aber sehr hart. Wir konnten ihm mit der Säge nicht einmal einen Kratzer zufügen und mit dem Bolzenschneider kamen wir auch nicht weit.

Trelock BS 450

Das Trelock BS 450 bildet die Mittelklasse des Herstellers und ist der günstigere, weniger wehrhafte kleine Bruder des BS 650. Letzterer ist aber ein ganzes Stück hübscher, denn das BS 450 macht mit seiner billig wirkenden Plastikfassade einen eher schrottigen Eindruck.

Der stimmt zum Glück nicht ganz und das Schloss ist durchaus stabil genug. Wir bekamen es nicht durch, schafften es aber immerhin, einige deutliche Dellen in den Stahlbügel zu drücken. Damit stellt es eher eine Ausnahme dar – bei den meisten Konkurrenten haben wir nicht einmal das geschafft. Aufsägen konnten wir es aber nicht.

Master Lock 8238EURDPRO

Abgesehen vom dickeren Bügel wissen wir nicht, warum das 8238EURDPRO mit 15 von 15 Punkten in Master Locks hauseigener Einschätzung soviel sicherer sein soll als das nur halb so teure 8195EURDPRO – zumal letzteres besser verarbeitet wirkt. Mit dem silbernen Plastikgehäuse und dem schwarzen Bügel erinnert das Schloss optisch an das Trelock BS 450, es wiegt auch ähnlich viel und der Bügel ist nur einen Millimeter dicker.

Beigelegt sind eine Halterung und drei LED-lose Schlüssel, also einer weniger als beim 8238. Für den Staubschutz ist ein manueller Schieber zuständig – so weit alles beim alten.

Der Achtkantbügel widerstand unseren Angriffen problemlos, was uns nicht sonderlich überraschte.

Unterm Strich ist das 8238EURDPRO ein sehr solides, aber unspektakuläres Bügelschloss mit einem zweckmäßigen Äußeren, das aufgrund des hohen Preises kaum jemanden hinter dem Ofen vorlocken wird, weil man für das Geld auch die deutlich interessanteren Top-Modelle anderer Hersteller bekommt.

Billconch Fingerprint Bike U-Lock

Das Billconch Fingerprint Bike U-Lock ist ein Paradebeispiel dafür, dass smarte Technik nur so gut ist wie ihre Software. Das Schloss selbst ist gut verarbeitet und liegt schwer und massiv in der Hand, ist allerdings nur einseitig verriegelt – eine Seltenheit. Zwei kunstvoll verzierte Schlüssel liegen bei, allerdings sollen diese nur als Backup dienen, denn das Alleinstellungsmerkmal des Bügelschlosses ist sein Fingerabdruck-Scanner. Sich nie wieder Sorgen um die Schlüssel machen zu müssen klingt schon toll – zu toll, um wahr zu sein. Denn alle guten Eindrücke, die wir beim ersten Begutachten des Schlosses gesammelt hatten, verflogen sofort, als wir es einrichten wollten.

Der Grund dafür ist die App, die wohl ohne zu übertreiben als ungenügend, miserabel und schlichtweg nicht funktional bezeichnet werden darf. Um Datenschutz Besorgte würden das Stück windigen Programmcode spätestens nach dem ersten Öffnen schon wieder von ihrem Smartphone befördern, denn ohne die Zugriffsberechtigungen auf Standort und Mediathek zu erteilen kommt man nicht weit – nicht, dass diese für den Betrieb des Schlosses tatsächlich in irgendeiner Weise nötig wären. Erst mit der Zustimmung landen die persönlichen Daten in China und der Nutzer in der Auswahl der Bluetooth-Geräte in der Umgebung, wo sich auch das Billconch-Schloss findet.

Anschließend sollte man seinen Fingerabdruck speichern können, um fortan schlüssellos auf Radtouren gehen zu können – kann man aber nicht. Die Einrichtung lässt sich nicht abschließen, das Schloss öffnet sich somit auch weiterhin bei jedem Kontakt zu einem Finger, egal welcher und egal zu welcher Person er gehört.

 Fahrradschloss Test: Trelock Fs 460 Cops

Faltschlösser

Ähnlich schwer wie die Geschwister mit Bügel, aber kompakter und einfacher zu verstauen sind Faltschlösser. Wie Bügelschlösser bestehen sie aus dickem Stahl, haben aber bewegliche Gelenke, an denen man sie zusammenklappen kann. Das macht das Handling aber nicht gerade leichter, weshalb sie bei vielen Fahrradfahrern unbeliebt sind.

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Fahrradschloss Test: Faltschlösser Gruppenbild
Fahrradschloss Test: Fahrradschloss Faltschlöser Gruppenfoto
Fahrradschloss Test: Faltschlösser Gruppenfotos

Außerdem sind die Scharniere an den Faltstellen oft Schwachpunkte, manche lassen sich mit einem Brecheisen aufhebeln. Zudem kommt es sehr auf den verwendeten Stahl an. Vor allem günstigere Faltschlösser konnten wir im Test mit dem Bolzenschneider im Nu durchtrennen, bei anderen hatte der Bolzenschneider keine Chance.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Bestes Faltschloss

Abus Bordo 6000

Test besten Fahrradschlösser: Abus Bordo 6000
Das Abus Bordo ist ein Klassiker und ein Musterbeispiel eines Faltschlosses. Es ist stabil verarbeitet, extrem hart und deutlich günstiger als der große Bruder mit X Plus.

Faltschlösser sind schön kompakt, haben aber generell den Ruf, nicht besonders sicher zu sein. Das Abus Bordo 6000 zeigt, dass es auch anders geht. Wo die meisten Faltschlösser in unserem Test gegen den Bolzenschneider keine Chance hatten, blieb das Bordo 6000 dank sehr guter Verarbeitung und der extremen Härte des verwendeten Stahls absolut standhaft gegen unsere Attacken.

Auch gut

Trelock FS 460 Cops Long

Test  Fahrradschloss: Trelock FS 460 Cops Long
Gut verarbeitet und sehr stabil: Das FS 460 Cops Long ist eine exzellente Alternative zum Abus Bordo.

Der Herausforderer hört auf den Namen Trelock FS 460 Cops Long und ist dem Abus Bordo 6000 sehr ähnlich. Er ist genauso aufbruchsicher, sieht fast genauso aus und bietet eine vergleichbare Sicherheit. Auf besondere Alleinstellungsmerkmale verzichtet das Schloss, was aber nicht schlecht ist – die Kopie ist in jeder Hinsicht gelungen und kann es ohne jede Probleme mit dem Champion aufnehmen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Bestes FaltschlossAuch gut
Abus Bordo 6000 Trelock FS 460 Cops Long Abus Bordo Granit X-Plus 6500 Trelock FS 500 Toro Litelok Gold Wearable Kohlburg Wien Dinoka Faltschloss Kryptonite Keeper 810 Axa Toucan Jaggson XXL-Schloss Trelock FS 300 Trigo ZT Zündapp AA01001 Kohlburg Innsbruck Wheel Up Hamburg Fischer Safety Sunshine Smile Faltschloss LC-dolida FRS-001 Ulikey Fahrrad- & Motorrad-Faltschloss Toptrek TTON01 Toptrek U0111 Trelock FS 200 Two Go
Test besten Fahrradschlösser: Abus Bordo 6000Test  Fahrradschloss: Trelock FS 460 Cops LongTest besten Fahrradschlösser: Abus Bordo Granit X Plus 6500/85Test besten Fahrradschlösser: Trelock FS 500 ToroTest  Fahrradschloss: Litelok Gold WearableTest  Fahrradschloss: Kohlburg WienTest  Fahrradschloss: Dinoka FaltschlossTest besten Fahrradschlösser: Kryptonite Keeper 810Test besten Fahrradschlösser: Axa ToucanTest  Fahrradschloss: Jaggson XXL-SchlossTest besten Fahrradschlösser: Trelock FS 300/85 Trigo ZTTest  Fahrradschloss: Zündapp FaltschlossTest  Fahrradschloss: Kohlburg InnsbruckTest besten Fahrradschlösser: Wheel Up HamburgTest  Fahrradschloss: Fischer SafetyTest  Fahrradschloss: Sunshine Smile FaltschlossFahrradschloss Test: Lc Dolida Frs 001Test  Fahrradschloss: Ulikey Fahrrad- & Motorrad-FaltschlossTest  Fahrradschloss: Toptrek TTON01Test  Fahrradschloss: Toptrek U0111Test besten Fahrradschlösser: Trelock FS 200 Two Go
Pro
  • Gut verarbeitet
  • Hartes Material
  • Kompakt
  • Tasche mit Halterung
  • Sehr sicher gegen Picking
  • Sehr stabil
  • Tadellos verarbeitet
  • Großzügige Länge
  • Staubschutz
  • Gut verarbeitet
  • Hartes Material
  • Kompakt
  • Tasche mit Halterung
  • Extrem sicher gegen Picking
  • Gut verarbeitet
  • Hartes Material
  • Kompakt
  • Tasche mit Halterung
  • Staubschutz
  • Widerstandsfähig
  • Nicht zu schwer
  • Gute Tasche
  • Kompakte Maße
  • Staubschutz
  • Aufbruchssicher
  • Hielt im Test (gerade so) stand
  • Kompakte Maße
  • Staubschutz
  • Gut verarbeitet
  • Hartes Material
  • Tasche mit Halterung
  • Staubschutz
  • Gute Länge
  • Hartes Material
  • Tasche mit Halterung
  • Staubschutz
  • Widerstand unseren Aufbruch­versuchen
  • Kompakt
  • Leicht
  • Zähes Material
  • Tasche mit Halterung
  • Staubschutz
  • Staubschutz ...
  • Gute Handhabung
  • Staubschutz
  • Kompakt
  • Leicht
  • Leicht
  • Staubschutz
  • Staubschutz
  • In mehreren Farben erhältlich
  • Günstig
  • Flexiblere Hand­habung als bei anderen Falt­schlössern
  • Staubschutz
  • Beleuchteter Schlüssel
  • Leicht
  • Günstig
  • Leicht
  • Günstig
  • Leicht
  • Staubschutz
Contra
  • Kein Staubschutz
  • Relativ schwer
  • Nicht gerade günstig
  • Kein Staubschutz
  • Teuer
  • Relativ schwer
  • Teuer
  • Relativ schwer
  • Kein Staubschutz
  • Teuer
  • Geringe Länge
  • Schlechte Hand­habung
  • Gelenke haben Spiel (klappern)
  • Etwas unhandlich
  • Anfällig für Picking
  • Unhandlich
  • Schlüssel hakt
  • Nicht ganz so kompakt
  • Billige Optik und Haptik
  • Nicht bruchsicher
  • ... der sich immer wieder verkantet
  • Geringe Materialqualität
  • Nicht bruchsicher
  • Nicht bruchsicher
  • Nicht bruchsicher
  • Recht kurz
  • Mäßiges Material
  • Plastikdeckel fiel von selbst ab
  • Kein Staubschutz
  • Nicht bruchsicher
  • Nicht bruchsicher
  • Nicht bruchsicher
  • Kein Staubschutz
  • Nicht bruchsicher
  • Nicht bruchsicher
  • Kein Staubschutz
  • Nicht bruchsicher
  • Kein Staubschutz
  • Schwaches Material
  • Anfällige Scharniere
Bester Preis
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TypFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossVerstärktes TextilschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschlossFaltschloss
MaterialGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffStahl, PolymerGehärteter Stahl, KunststoffLegierter StahlGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffLegierter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffZinklegierung, Stahl, KunststoffGehärteter StahlLegierter Stahl, KunststoffGehärteter Stahl, KunststoffLegierter Stahl, KunststoffLegierter StahlStahlGehärteter Stahl, Kunststoff
Aufbau5mm-Faltglieder7mm-Faltglieder5,5mm-FaltgliederFaltgliederBiegbarer Boa-Flexicore-Körper7mm-FaltgliederFaltgliederLange 8mm-Stahlglieder mit Ösen in TextilmantelFaltglieder7mm-FaltgliederFaltgliederFaltglieder6mm-Faltglieder3mm-FaltgliederFaltgliederFaltglieder5mm-FaltgliederFaltglieder5mm-FaltgliederFaltgliederFaltglieder
VerriegelungSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselZahlen (vierstellig)SchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüssel
StaubschutzNicht vorhandenManueller SchieberNicht vorhandenManueller SchieberNicht vorhandenManueller SchieberAutomatisch (zweiseitig)Manueller SchieberAutomatisch (einseitig)Nicht zutreffendAutomatisch (einseitig)Automatisch (doppelseitig)Automatisch (zweiseitig)Nicht vorhandenAutomatisch (zweiseitig)Automatisch (doppelseitig)Nicht vorhandenAutomatisch (doppelseitig)Nicht vorhandenNicht vorhandenAutomatisch (einseitig)
Länge75 cm/90 cm/120 cm100 cm85 cm/110 cm90 cm85 cm89 cm70 cm100 cm80 cm/120 cm86 cm85 cm85 cm89 cm58,5 cm85 cm80 cm78 cm (85 cm mit Verschluss)78 cm94 cm85 cm85 cm
Gewicht1.030 g/1.100 g/1.400 g1.300 g1.580 g/2.140 g1.500 g1.310 g/1.400 g/1.460 g1.020 g700 g1.380 g1.210 g/1.520 g904 g750 g776 g670 g540 g810 g610 g566 g768 g700 g650 g700 g
AusstattungSchloss, Tasche, 2 Schlüssel (1 davon mit LED)Schloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 Schlüssel (1 davon mit LED)Schloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, 3 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, TascheSchloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, 3 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, Tasche, 3 SchlüsselSchloss, Tasche, 3 Schlüssel (1 mit LED)Schloss, Tasche, 2 SchlüsselSchloss, Montageklammer, 2 SchlüsselSchloss, Tasche, 2 Schlüssel
Sicherheitsstufe10/154/615/155/6Keine AngabeKeine AngabeKeine Angabe5/109/1515/?3/6Keine AngabeKeine AngabeKeine Angabe8/9Keine Angabe8/12Keine Angabe7/?Keine Angabe2/6
Aufbruchtest SeitenschneiderNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetIn 3 Minuten nicht zu öffnenNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignet
Aufbruchtest BolzenschneiderKleine Dellen, nicht zu öffnenKleine Dellen, nicht zu öffnenKeine ChanceKleine Dellen, nicht zu öffnenKeine ChanceDeutliche Schrammen, nicht zu öffnenDeutliche Schrammen, nicht zu öffnenEinige Kratzer, nicht zu öffnenDeutliche Schrammen, nicht zu öffnenStark beschädigt, Ablauf der Zeitvorgabe kurz vor dem ÖffnenOffen nach 112 SekundenOffen nach 138 SekundenOffen nach 50 SekundenOffen nach 95 SekundenOffen nach 110 SekundenOffen nach 92 SekundenOffen nach 48 SekundenOffen nach 20 SekundenOffen nach 100 SekundenOffen nach 60 SekundenOffen nach 40 Sekunden
Aufbruchtest SägeKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnen, aber schwer beschädigtIn 3 Minuten nicht zu öffnen, aber schwer beschädigtOffen nach 160 SekundenOffen nach 140 SekundenOffen nach 130 Sekunden
Fahrradschloss Test: Abus Bordo
Unsere Faltschloss-Empfehlung: Das Abus Bordo 6000.

Das beste Faltschloss: Abus Bordo 6000

Faltschlösser gelten allgemein als anfällig, weil die Gelenke einen Schwachpunkt darstellen. Das ist aber nicht bei allen so. Beim Abus Bordo 6000 liegen die einzelnen Glieder beispielsweise so nah beieinander, dass man mit dem Bolzenschneider nicht direkt an die Scharniere kommt.

Bestes Faltschloss

Abus Bordo 6000

Test besten Fahrradschlösser: Abus Bordo 6000
Das Abus Bordo ist ein Klassiker und ein Musterbeispiel eines Faltschlosses. Es ist stabil verarbeitet, extrem hart und deutlich günstiger als der große Bruder mit X Plus.

Das Bordo ist ein Klassiker und kann als Blaupause für Faltschlösser gesehen werden. Abus hat das Modell im Lauf der Jahre aber immer weiter verbessert.

Wir hatten das Modell mit der Nummer 6000 im Test. Den Versuch, das Schloss an den Scharnieren aufzubrechen, haben wir recht schnell wieder aufgegeben. Selbst mit enormen Kraftaufwand bewegte sich da einfach nichts.

Nur ein paar Dellen davon­getragen

Die flachen Glieder von Faltschlössern haben einen deutlich geringeren Durchmesser als die Stahlstreben von Bügelschlössern, daher hatten wir uns gute Chancen ausgerechnet, dass Bordo mit dem Bolzenschneider zu bezwingen. Schnell haben wir dann allerdings festgestellt, dass der Stahl dermaßen hart ist, dass wir ihm nur ein paar Dellen zufügen konnten. Selbst als wir das Schloss vom Fahrrad nahmen, um das Werkzeug am Boden abstützen zu können, was in der Realität so niemals möglich sein sollte, kamen wir nicht weiter.

Auch mit der Stahlsäge hatten wir trotz äußerster Anstrengung nicht viel Erfolg. Hätten wir es darauf ankommen lassen, hätten wir vermutlich eher das Sägeblatt durchgescheuert als das Bordo zersägt. Letztendlich haben wir kapituliert und das Schloss vorerst in Ruhe gelassen.

1 von 4
Fahrradschloss Test: Abus Bordo
Nervig: Das Schloss hat keinen Staubschutz.
Fahrradschloss Test: Abus Bordo
Mit dem Bolzenschneider konnten wir soviel Kraft aufwenden, wie wir wollten ...
Fahrradschloss Test: Abus Bordo
... wir konnten nicht viel gegen das Bordo ausrichten.
Fahrradschloss Test: Abus Bordo
Auch Sägen brachte nichts außer Muskelkater.

Wir haben das Bordo 6000 anschließend noch zum Lockpicking-Verein gebracht. Mit intelligenten Methoden ließ sich das Schloss zwar öffnen, das dauerte aber stattliche 25 Minuten – und das, obwohl sich der Lockpicker sehr gut mit mit den Schlössern auskannte.

Wie bei Abus üblich kommt das Bordo mit nur zwei Schlüsseln ohne LED. Auch einen Staubschutz sucht man vergeblich. Immerhin hat die Aufbewahrungstasche Schlaufen, um sie am Fahrrad zu befestigen, womit sie einer Halterung entspricht.

Die Premium-Variante ist teurer – und schwerer

Das Abus Bordo gibt es auch noch in einer Premium-Variante als Bordo Granit X-Plus, das wir ebenfalls getestet haben. Wir waren aber der Ansicht, dass das Quäntchen mehr Sicherheit das höhere Gewicht bei geringerer Länge nicht wert ist – ganz zu schweigen vom Preis, denn der Premium-Aufschlag ist beachtlich.

Am Ende bekommt man beide Schlösser nicht auf, deshalb haben wir dem normalen Bordo ohne X-Plus den Vorrang gegeben. Und um es ganz platt zu sagen: Ob Premium oder normal, wer ein gutes Faltschloss will, will im Endeffekt ein Bordo. Keiner der Konkurrenten schafft es, damit gleichzuziehen.

Abus Bordo 6000 im Testspiegel

Die Stiftung Warentest hat das Bordo zweimal getestet, einmal in der Variante mit 90 Zentimetern (2013) und einmal mit 120 Zentimetern (2015). Leider sind beide Artikel nicht mehr zugänglich und das Schloss aus der Datenbank verschwunden. Trotz ähnlicher Eigenschaften wurden die beiden Versionen unterschiedlich bewertet. Da wir nicht auf die Testberichte zugreifen können, wissen wir nicht, wie die Diskrepanz entstanden ist.

Das Fachmagazin Mountainbike (01/2020) hat das Bordo 6000 ebenfalls getestet und vergibt 70 von 100 Punkten (»gut«) mit dem Prädikat »Kauftipp«:

»Mit top Handhabung glänzt das Bordo nicht nur durch die hochwertige, sichere Halterung. Auch Öffnen und Schließen gelingt schnell. Eine Aufbruchmethode war schnell erfolgreich, eine zweite erst nach einiger Zeit. Leicht!«

Alternativen

Leider konnten uns die meisten Faltschlösser nicht zu hundert Prozent überzeugen – meistens sind sie nicht stabil genug. Trotzdem gibt es hier und da Modelle, die dem Abus Bordo nahekommen. Bei diesen lohnt es sich, Preise zu vergleichen – die Alternativen sind unserem Favoriten sehr ähnlich. Um billige Faltschlösser sollte man hingegen einen großen Bogen machen.

Auch gut: Trelock FS 460 Cops Long

Das Trelock FS 460 Cops Long ist deshalb »long«, weil es mit 100 Zentimetern mehr Umfang hat als durchschnittliche Faltschlösser. Trotzdem hat es nur sechs Faltglieder, die somit entsprechend lang sind – rund 23 Zentimeter nimmt das Schloss in der Höhe ein.

Auch gut

Trelock FS 460 Cops Long

Test  Fahrradschloss: Trelock FS 460 Cops Long
Gut verarbeitet und sehr stabil: Das FS 460 Cops Long ist eine exzellente Alternative zum Abus Bordo.

Das Gewicht liegt, gemessen an der Länge, nur knapp über dem des Abus Bordo. Die einzelnen Faltglieder sind sieben Millimeter dick und somit etwas breiter als die des Platzhirsches. Das FS 460 liegt angenehm schwer in der Hand, Haptik und Verarbeitung lassen keinen Grund zur Klage. Gerade im direkten Vergleich zu anderen, billigeren Faltschlössern merkt man, wie hochwertig es ist. Außen sind die Faltglieder mit einer dünnen, aber robusten Gummischicht umgeben, um Kratzern im Lack vorzubeugen. Das Schlüsselloch wird von einem manuellen Schieber geschützt.

1 von 5
Fahrradschloss Test: Trelock Fs 460 Cops
Wie der Name schon sagt, ist das Trelock FS 460 Cops Long länger als die meisten Konkurrenten.
Fahrradschloss Test: Trelock Fs 460 Cops
Ein manueller Schieber schützt das Schloss vor Staub.
Fahrradschloss Test: Trelock Fs 460 Cops
Zwei unbeleuchtete Schlüssel liegen bei.
Fahrradschloss Test: Trelock Fs 460 Cops
Unsere Attacke mit dem Bolzenschneider überstand das FS 460 Cops Long souverän.
Fahrradschloss Test: Trelock Fs 460 Cops
Der Kunststoff ist stark eingedrückt, am Stahl konnten wir aber nur wenig ausrichten.

Zum Transport wandert das Schloss in die beiliegende Halterung bzw. Tasche, wo es von einem sehr stramm sitzenden, dicken Gummiband in seiner Position gehalten wird. Das funktioniert zuverlässig, ist aber nicht unbedingt praktisch – das haben wir bei manchen Konkurrenten schon eleganter gesehen.

Mit unserem Bolzenschneider haben wir ordentlich auf dem FS 460 Cops herumgeknautscht, dabei aber kaum Schaden angerichtet. Dieses Ergebnis teilt es sich mit nur sehr wenigen Faltschlössern. Lediglich Abus Bordo 6000 und Bordo Granit X-Plus 6500 sowie das Trelock FS 500 Toro konnten sich ähnlich gut behaupten. Für die Metallsäge ist das Material zu hart, damit kamen wir nicht weit.

Wer sich für das Abus Bordo interessiert, sollte auf jeden Fall einen Blick auf das Trelock FS 460 Cops Long werfen. Es erfüllt alles, was das Abus auch kann, sieht ähnlich aus und ist alles in allem ein perfekter Nachahmer. Hätten wir die Wahl zwischen den beiden Schlössern, wäre deshalb ausschließlich der Preis entscheidend. Bei der Qualität liegen beide gleichauf.

Außerdem getestet

Abus Bordo Granit X-Plus 6500

Das Abus Bordo Granit X-Plus 6500 ist die Premium-Variante unserer Faltschloss-Empfehlung. Die Glieder sind einen halben Millimeter dicker als beim Bordo 6000, wodurch es selbst in der kleinen Ausführung trotz geringerer Länge schwerer ist.

Es dürfte kaum überraschen, dass wir das Schloss nicht knacken konnten, nachdem wir schon die Standardvariante nicht bezwingen konnten. Einem Picking-Test haben wir es nicht unterzogen. Aufgrund der X-Plus-Technik kann man aber davon ausgehen, dass man es nicht ohne weiteres aufbekommt.

Empfohlen haben wir das Bordo Granit X-Plus 6500 nur aufgrund des Gewichts und des höheren Preises nicht. Was Sicherheit und Verarbeitungsqualität angeht, haben wir absolut nichts daran auszusetzen.

Trelock FS 500 Toro

Das Trelock FS 500 Toro hat von seinem Hersteller einen Sicherheitswert von fünf Punkten bekommen. Die Skala geht nur bis sechs, Trelock sieht das FS 500 somit als eins seiner sichersten Produkte an. Und wir geben ihnen Recht.

Die Verarbeitung ist sehr gut und im Gegensatz zu den billigeren Modellen hat man beim Toro mit wirklich stabilem, sehr hartem Stahl zu tun. Dafür bringt es gegenüber dem FS 200 Two Go aber auch mal eben locker das Doppelte auf die Waage.

Langer Rede, kurzer Sinn – wir konnten das Schloss mit dem Bolzenschneider eindellen, aber nicht knacken. Damit ist es nicht nur optisch nah am Abus Bordo, sondern bietet auch einen ähnlich starken Widerstand.

Somit wäre es ein nennenswerter Konkurrent, ist aber ein ganzes Stück teurer als das Abus-Modell. Die Ausstattung umfasst eine Tasche und zwei Schlüssel ohne LED, wodurch das Toro mit dem Bordo gleichzieht. Lediglich den Staubschutz hat es dem Abus-Kollegen voraus. Ob der den satten Aufpreis wert ist, muss jeder für sich entscheiden – wir finden, er ist es nicht.

Litelok Gold Wearable

Das Litelok Gold Wearable bildet eine Ausnahme, denn streng genommen handelt es sich dabei nicht um ein Faltschloss. Es besteht aus einer vom Hersteller patentierten Kombination aus Stahl und Polymer und ist dadurch biegsam. Vielleicht wäre der Begriff »Biegeschloss« angebracht. Mangels einer geeigneten Kategorie haben wir das Litelok jedenfalls zu den Faltschlössern gesteckt.

Der »Wearable«-Teil unterscheidet das Schloss vom normalen Litelok Gold durch seine Form, denn der Gedanke dahinter ist, dass man das Schloss wie einen Gürtel tragen kann, wenn man es gerade nicht braucht. In der Praxis funktioniert das leider mehr schlecht als recht, weil das Schloss im geschlossenen Zustand einen recht stabilen Kreis bildet und dadurch immer irgendwo übersteht, wenn man es trägt.

Beim Schließen braucht es manchmal etwas Überzeugungsarbeit, weil das Schloss permanent zurück in seine gestreckte Ausgangsposition drückt, die Schnalle aber nur zugeht, wenn man beide Teile gerade ineinander steckt. Im Test war dazu immer ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit nötig, denn wer unachtsam ist, schiebt schnell zumindest ein bißchen schräg. Wir finden die Idee mit dem Einsatz als Gürtel zwar originell, aber leider nicht wirklich nützlich – eine normale Halterung würde hier mehr helfen.

Im Inneren erinnert das Litelok an Kabelschlösser: Unter dem zähen Textilmantel reihen sich Stahlseile nebeneinander, die jeweils in einem Gummischlauch stecken. Es überrascht somit nicht, dass dieselben Werkzeuge, die schon gegen die Kabelkollegen erfolgreich waren, auch am Litelok den größten Schaden hinterlassen haben. Im Klartest bedeutet das, dass Metallsägen und Seitenschneider deutlich höhere Chancen gegen ein Litelok haben als ein Bolzenschneider.

Wirklich gut klappt es aber auch damit nicht und das Litelok widerstand unseren Angriffen ziemlich souverän. Man würde es mit Säge oder Seitenschneider sicher irgendwann geknackt kriegen, aber bestimmt nicht in drei Minuten.

Unterm Strich ist das Litelok Gold Wearable ein angenehm leichtes, stabiles Fahrradschloss und vor allem ein echter Hingucker. Als alltäglicher Nutzgegenstand verliert es gegen den Großteil der Konkurrenz aber in Hinsicht auf Transportierbarkeit und vor allem beim Preis, denn das Litelok war mit Abstand das teuerste Modell im gesamten Test. Wer keine Geldsorgen hat und dem Reiz des Außergewöhnlichen partout nicht widerstehen kann, kann aber zugreifen.

Kohlburg Wien

Das Kohlburg Wien wirkt kompakter als viele seiner Konkurrenten. Um auf seine Gesamtlänge von 89 Zentimetern zu kommen, sorgen acht Faltglieder mit einem Durchmesser von 7 Millimetern. Schön fanden wir die verschließbare Tasche, die sich sehr angenehm handhaben lässt – unter allen getesteten Faltschlössern hat das Wien eine der besten. Gegen Schmutz und Wasser gibt es einen manuellen Schieber.

Der Stahl ist sehr hart und wir konnten das Kohlburg Wien nicht verbiegen, geschweige denn knacken. Mit dem Bolzenschneider konnten wir die Streben bis etwa zur Hälfte eindrücken, mehr war nicht drin und auch weiteres Herumhebeln brachte uns nicht weiter. Wie bei allen robusten Faltschlössern geht das allerdings mit einem gewissen Gewicht einher – immerhin ein gutes Kilo wiegt das Wien – und somit mehr, als man angesichts seiner Maße annehmen könnte.

Insgesamt sind wir zufrieden mit dem Kohlburg Wien. Einzig der Preis lässt uns etwas zweifeln, denn der liegt auf demselben Niveau wie der anderer Top-Modelle, die wir in einem direkten Vergleich trotz der zweifelsohne soliden Leistung des Schlosses vorziehen würden. Sollte es mal im Angebot sein, kann man aber ruhigen Gewissens zuschlagen.

Dinoka Faltschloss

Das Dinoka Faltschloss war für einige Überraschungen gut, denn trotz eines Gewichts von nur rund 700 Gramm konnten wir es nicht in drei Minuten öffnen. Zwar konnten wir es ansägen und die Auswirkungen unseres Bolzenschneider waren nicht zu übersehen, in der geplanten Zeit hat es aber nicht gereicht. Der Grund: Das Gewicht verteilt sich auf nur 70 Zentimeter Länge, was erstens deutlich kürzer ist als vergleichbare Modelle und uns zweitens daran hinderte, den Bolzenschneider auf dem Boden abzustellen.

Das Schloss ist sehr kompakt gebaut und nutzt fünf Faltglieder sowie einen automatischen Staubschutz für das Schlüsselloch. Der Verschluss gefiel uns leider nicht allzu gut, denn dazu muss das äußerste Faltglied von der Seite in einen deutlich sichtbaren, offenen Spalt geschoben werden. Somit muss man beim Anschließen des Fahrrads aufpassen, denn wenn man es verkehrt herum durch die Speichen schiebt, liegt die Öffnung auf der falschen Seite und man kann das Schloss nicht mehr schließen. Außerdem fiel uns auf, dass die Gelenke leicht Spiel haben und das Schloss deshalb klappert, wenn es nicht gerade in der mitgelieferten Transporthülle steckt.

Alles in allem ist das Faltschloss von Dinoka zwar keine Top-Empfehlung wert, hebt sich aber in Sachen Robustheit positiv von den anderen Falt-Billigheimern ab.

Kryptonite Keeper 810

Das Kryptonite Keeper 810 erinnert mit seiner Textilummantelung an ein Kettenschloss und auch darunter sieht es nicht viel anders aus, denn anstatt Scharnieren sind längere Stahlstreben mit Metallösen miteinander verbunden. Kryptonite verkauft es aber als Faltschloss, also spielen wir mit und behandeln es als solches.

Unserem Bolzenschneider widersetzte sich das Keeper 810 erfolgreich, die Stahlglieder waren einfach zu hart und zu dick, um sie zu durchtrennen. Besser sah es mit der Säge aus, die wir am Übergang zwischen Strebe und Öse besonders gut ansetzen konnten, ohne wegzurutschen. Das Material selbst ist aber sehr hart und das Sägen mühsam. In den angelegten drei Minuten kamen wir nicht besonders weit.

Anders sieht es leider bei der Sicherheit gegen Picking aus. Unsere Experten haben das Schloss mehrmals ohne Probleme geöffnet und dafür Zeiten zwischen 1:39 und 2:43 gebraucht. Wie sie erklärt haben, sind die Schließzylinder von Kryptonite weder besonders komplex noch variantenreich. Einer der Lockpicker bezeichnete sie deshalb leicht spöttisch als »Briefkastenschlösser«.

Axa Toucan

Das Axa Toucan, das laut Hersteller »eigens für hippe Citybikes entwickelt« wurde, gehört zu denjenigen Faltschlössern, die unseren Attacken erfolgreich widerstehen konnten. Zwar konnten wir es mit dem Bolzenschneider stark einbeulen, es tatsächlich zu knacken schafften wir aber nicht.

Das Schloss ist angenehm lang und hat einen automatischen Staubschutz, die Faltglieder finden in den zwei ausladenden Klappschenkeln Platz. Leider ist es dadurch recht groß und die Handhabung unterdurchschnittlich.

Weil der Verschlussmechanismus in der überdimensionierten Hülle steckt, muss man, um sein hippes Citybike anzuschließen, die gesamte Hälfte durch die Fahrradspeichen fummeln – oder wie Axa es formulieren würde: »Zu einem gewöhnlichen Fahrrad passt kein trendiges Schloss.« Dazu kommt das von Axa gewohnte Hakeln des Schlüssels beim Aufschließen.

Unterm Strich ist das Axa Toucan stabil, aber für den Einsatz im Alltag zu sperrig.

Jaggson XXL-Schloss

Auf dem Jaggson XXL-Schloss ist nicht »Jaggson« aufgedruckt, sondern »Tonyon«. Nach kurzer Recherche haben wir herausgefunden, dass das Schloss aus China stammt, normalerweise die Modellnummer TY3876 trägt und auch unter anderen Marken vertrieben wird. Optik und Haptik sind nicht gerade vielversprechend: Das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff, der bei unserem frisch bestellten Testmuster schon einige Abnutzungsspuren hatte – offenbar war es wohl doch nicht so neu wie angegeben.

Der Verschluss geschieht über vier Zahlenwalzen, der orangene Knopf, der auffällig aus der Seite ragt, dient zum Ändern der Kombination. Außerdem bringt das Schloss eine Halterung aus Hartplastik und Gummi mit, die nicht sonderlich hochwertig wirkt, aber ihren Zweck erfüllt.

Im Praxistest überraschte uns das Jaggson XXL-Schloss jedoch mit einer erstaunlichen Resistenz gegen unseren Bolzenschneider – abseits der üblichen Marken-Platzhirsche eine kaum gesehene Qualität! Sägen konnten wir es zwar, es war aber sehr anstrengend und dauerte zu lang. Klar: In der gegebenen Zeit konnten wir es stärker malträtieren als die Top-Modelle von Abus und Trelock und hätten es sicher auch irgendwann aufbekommen. Für ein No-Name-Faltschloss ist es aber dennoch ein respektables Ergebnis.

Trelock FS 300 Trigo ZT

Das Trelock FS 300 Trigo ZT bildet das Mittelklassemodell der Trelock-Faltschlösser und gleicht optisch seinem Schwestermodell FS 200. Was das Material angeht, hält es aber ein ganzes Stück mehr aus. Zersägen war schon nicht mehr innerhalb des Zeitrahmens von drei Minuten möglich.

Mit dem Bolzenschneider ließ es sich knacken, das dauerte aber immerhin knapp zwei Minuten. Bemerkenswert daran war, dass wir die Glieder schon nach einer halben Minute fast durch hatten, das Metall aber zusammengedrückt zäh und etwas nachgiebig war – man hatte das Gefühl, man würde auf sehr hartem Gummi herumknautschen. Die Glieder nach dem Schnitt zu durchbrechen war auch nicht möglich, weil sich das Material einfach bog.

Die Lösung war letztendlich die Methode, mit der wir die Kabelschlösser mit dem Seitenschneider bearbeitet hatten, nämlich kleine Schnitte zu machen, immer wieder nachzusetzen und das Schloss dazwischen immer wieder an der Schnittkante ineinanderzudrehen. Das klappte, war aber ziemlich anstrengend.

Zündapp AA01001

Das Zündapp AA01001 ist nicht das schlechteste Faltschloss, das wir bisher getestet haben, sicher ist es aber nicht. Etwas mehr als zwei Minuten haben wir gebraucht, um eine der Metallstreben mit dem Bolzenschneider zu durchtrennen, an die Gelenke kamen wir aber immerhin nicht ran. Unsere Säge konnte ihm gut zusetzen, in den veranschlagten drei Minuten schafften wir es allerdings zu nur rund einem Viertel des Stahls. Dennoch: Das reicht nicht.

Abgesehen von der ungenügenden Aufbruchsicherheit macht dem Zündapp-Faltschloss vor allem die geringe Materialqualität zu schaffen: Die zwei Schlüssel sind mit billigem Hartplastik besetzt, unbeleuchtet und in ihrer Ausführung bestenfalls zweckmäßig. Ähnliches gilt für die inflexible Halterung. Darüber hinaus verkantet sich der automatische Staubschutz beim Herausziehen des Schlüssels gerne, bleibt dann schräg stehen und somit offen. So erfüllt er seinen Zweck nicht und nervt nur.

Kohlburg Innsbruck

Leider nicht so gut wie beim Schwestermodell Wien sah es beim Kohlburg Innsbruck aus, das wir in 50 Sekunden mit dem Bolzenschneider öffnen konnten. Spätestens beim Sägetest bekamen wir auch einen verdacht warum: Die sechs Millimeter starken Streben bestehen aus einer überdurchschnittlich dicken Kunststoffschicht, der erwartungsgemäß kaum Widerstand bietet. Immerhin ist der Stahl hart genug, damit wir unser Ziel von drei Minuten verfehlten.

Empfehlen können wir das Schloss dementsprechend nicht, ganz ohne Lob wollen wir uns aber dennoch nicht davon verabschieden: Das Schlüsselloch hat nicht nur einen automatischen Staubschutz, es sitzt zudem auf einem Knopf, der im offenen Zustand heraussteht. Zum Verschließen reicht es dann, den Knopf wieder zurück in die Einrastung zu drücken, was der Handhabung zugutekommt. Wir begrüßen das Konzept sehr würden seine Anwendung in Zukunft gerne bei noch mehr Modellen sehen.

Wheel Up Hamburg

Was wir unter dem Namen »Fozela Faltschloss« bestellt hatten, kam als Modell Hamburg der Firma Wheel Up bei uns an. Optisch hat sich unser Schloss nicht von der Produktabbildung unterschieden. Schon hier hatten wir den Eindruck, dass es sich dabei um billige White-Label-Schaufelware aus China handelt.

Zusammengerollt ergibt das Schloss eine Art Türmchen und ist dadurch extrem kompakt, besonders schwer ist es auch nicht. Angesichts der dünnen Glieder waren wir fest überzeugt, dass wir das Ding innerhalb von Sekunden mit dem Bolzenschneider knacken könnten.

In der Praxis hat sich das Wheel Up Hamburg aber als erstaunlich zäh erwiesen. An die Scharniere kommt man schlecht ran und bei Versuchen, es aufzuhebeln, biegt sich das Schloss an den Gelenken mit, bricht aber nicht. Mit einiger Anstrengung ging es mit dem Bolzenschneider dann doch innerhalb von gut eineinhalb Minuten, aber den schnellen, butterweichen Schnitt, den wir erwartet hatten, bekamen wir nicht. Mit der Säge ging es auch, dauerte aber zu lange.

Eine Empfehlung können wir nicht aussprechen, sind aber in jedem Fall angenehm überrascht von dem widerspenstigen Zwerg.

Fischer Safety

So safe, wie man es sich wünschen würde, ist das Fischer Safety leider nicht. Wir konnten es in unter zwei Minuten öffnen und auch zersägen, letzteres allerdings nicht in den geplanten drei Minuten. Leider ist einmal öfter der Stahl zu weich. Außerdem haben die Scharniere zu viel Spiel, wenn auch nicht genug, um für unsere Aufbruchversuche von Interesse zu sein.

Auf der Haben-Seite kann das Fischer Safety mit einem automatischen Staubschutz, einem hakelfreien, knackigen Schließmechanismus und einer sehr guten Transporthalterung punkten, aus der man das Schloss mit einem einfachen Knopfdruck entnehmen kann, ohne gleich die gesamte Tasche zu öffnen. Das gefiel uns gut. Nicht so gut gefiel uns, dass die äußerste Strebe seitlich in den Verschluss geführt wird, was die Handhabung unnötig erschwert.

Sunshine Smile Faltschloss

Ein typisches Merkmal, an dem man unsichere Faltschlösser sofort erkennt, ist ein zu geringes Gewicht. Beim Sunshine Smile Faltschloss hatten wir daher schon bei ersten Anfassen einen Verdacht, was im Test auf uns zukommen würde. Ganz so schlimm war es dann zwar nicht, von einem Kauf würden wir trotzdem abraten.

Zunächst das Positive: Das Schloss ist sehr günstig zu haben und wartet dennoch mit einem automatischen Staubschutz auf – in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich. Man hat die Wahl zwischen den drei Farben Blau, Rot und Schwarz, und weil alle Streben beweglich sind – auch die äußeren – lässt es sich etwas komfortabler durch die Speichen legen als Faltschlösser mit einem festen Außenglied. Die Glieder haben etwas Spiel, sind aber nicht so labbrig, dass man den Gelenken gefährlich werden kann.

Schlechter sieht es aber beim schwachen Material aus: Mit der Säge kamen wir in drei Minuten zwar nur etwa zur Hälfte durch eine Strebe, zersägen lässt sich das Schloss aber durchaus. Noch schneller geht es allerdings mit einem Bolzenschneider: Ein beherzter Schnitt reichte, und das Metall war zusammengedrückt, noch etwas Nachhelfen mit den bloßen Händen und das Sunshine Smile ging zu Boden. Da nutzt auch der gute Preis nichts.

LC-dolida FRS-001

Das LC-dolida FRS-001 ist ein White-Label-Schloss, das es mit anderem Aufdruck auf von einer Reihe anderer Hersteller gibt. Es ist als Türmchen aufgerollt, vergleichbar mit dem Fozela Faltschloss alias WheelUp Hamburg aus einer früheren Testrunde. Es kommt auf eine Gesamtlänge von 78 Zentimetern ohne bzw. 85 Zentimetern mit Verschluss. Mitgeliefert wird eine Halterung aus Hartplastik, die sich leider als ziemlich fummelig in der Handhabung herausstellte und uns im Alltag sicherlich schon nach kurzer Zeit in den Wahnsinn treiben würde.

Weil die Faltglieder sehr kurz sind, gestaltet sich die Handhabung ähnlich wie bei einem Kettenschloss, man kann also deutlich flexibler damit umgehen. Das letzte Glied, das in den Verschluss gesteckt wird, ist zur besseren Erkennbarkeit farblich markiert. Die Gelenke des Schlosses sind nicht ohne weiteres zugänglich, was aufgrund des schlechten Materials aber kaum einen Unterschied macht, da das Material weich und gleichzeitig spröde ist – ein Festmahl für den Bolzenschneider, mit dem wir das Schloss in 48 Sekunden aufgeschnitten haben. Auch mit der Säge kamen wir gut voran. Hier kam dem FRS-001 seine Flexibilität zugute: Weil das Schloss dabei hin- und herschwang, dauerte es länger als erwartet. Wirklich abwehren konnte es unsere Attacke aber nicht.

Ulikey Fahrrad- & Motorrad-Faltschloss

Wie in einer früheren Testrunde das Fozela Faltschloss, trug auch unser als Ulikey Fahrrad- & Motorrad-Faltschloss bestelltes Modell das Branding »WheelUp«. Hinter der Marke steckt ein chinesischer Hersteller mit dem weit weniger griffigen Namen »Hangzhou Lunxin Sports Goods Co., Ltd.«. Gemeinsam haben die beiden Schlösser augenscheinlich nicht viel: Das Fozela war ein kompaktes Türmchen, das Ulikey-Schloss hingegen ist ein klassisches Faltschloss von 78 Zentimetern Länge. Es kommt mit einer für diese Bauart typischen Hülle, zum Anbringen ans Fahrrad liegen Kabelbinder bei – nicht unbedingt die schönste Befestigungsvariante, aber zweckdienlich.

Ungewöhnlich ist am Ulikey lediglich der Schließzylinder: Er ist tief ins Gehäuse eingelassen und sitzt nicht mittig, sondern leicht zur Seite versetzt. Wir bezweifeln, dass das gegen Diebstahl schützt, und es stört auch nicht, es fällt aber auf. Drei Schlüssel liegen bei, wovon einer eine blaue LED zwecks Aufschließen bei schummriger Beleuchtung trägt. Zudem hat das Schloss einen automatischen Staubschutz.

Schon beim erst Begutachten des Schlosses stellten wir fest, dass die Faltglieder recht dick ummantelt sind und der Stahlkern weit weniger hergibt – und so war es auch. Mit dem Bolzenschneider haben wir das Schloss in 20 Sekunden zerstört. Trotz des günstigen Preises sehen wir keinen Grund für einen Kauf.

Toptrek TTON01

Dass es das Toptrek TTON01 mit einer Länge von 94 Zentimetern auf nur 700 Gramm bringt, sollte schon zu Denken geben. Wir hätten gerne gesehen, dass sich unsere Erwartungen diesbezüglich als falsch herausstellen, das war uns aber nicht vergönnt. Tatsächlich ist das Schloss sogar noch schlimmer.

Wo man die fehlende Aufbruchssicherheit noch auf das minderwertige Material zurückführen kann, verstehen wir einige Design-Entscheidungen überhaupt nicht – etwa die klaffende Öffnung, die den mickrigen Verschlussbolzen aufnimmt und die auch im geschlossenen Zustand völlig offen liegt. Das ist nicht nur ein massives Sicherheitsrisiko, sondern auch gleichzeitig eine regelrechte Einladung für Schmutz und Wasser, die sich von dort aus spielend einfach im gesamten Verschluss ausbreiten können. Ein Glück im Unglück: Dadurch vermisst man auch den fehlenden Staubschutz nicht.

Toptrek U0111

Eins muss man dem Toptrek U0111 lassen: Durch die ovale Form hat es einen hohen Wiedererkennungswert. Dass die leichte Rundung bedeutet, dass für die gleiche Länge mehr Material benötigt, ohne dabei die Stabilität zu erhöhen, kann man dabei ignorieren, denn mit 650 Gramm hat das Schloss ohnehin viel zu wenig Masse, und weil es problemlos mit dem Bolzenschneider aufgeknipst werden kann, muss man selbst die dann nicht mehr mitnehmen.

Aber nicht nur das knautschweiche Material, das sich im Nu per Bolzenschneider oder Metallsäge zerstören lässt, fällt im Test durch, auch die Handhabung mit ihrer schlechten Schlüsselführung weiß zu entgeistern. Wir raten entschieden von diesem Schloss ab!

Trelock FS 200 Two Go

Das Trelock FS 200 Two Go ist zwar das billigste Faltschloss des Herstellers, kostet aber gar nicht mal wenig. Trotzdem taugt es überhaupt nichts. Das Schloss ist so leicht, dass es glatt aus Holz sein könnte. Das würde sogar einiges erklären.

Wie schon beim Master Lock ist zwischen den Scharnieren zu viel Platz und auch die Glieder könnte selbst ein Achtjähriger zerteilen, wenn er nur einen Bolzenschneider hat.

Zersägen kann man es ebenfalls, wir waren in etwa zwei Minuten damit fertig. Wer sich aber mal so richtig stark fühlen will, kann das Werkzeug auch einfach gleich komplett weglassen und das Two Go mit bloßen Händen zerbrechen – und das ist leider keine Metapher. Scharniere und Material sind dermaßen schrottig, dass wir das Schloss buchstäblich per Hand zerreißen konnten.

 Fahrradschloss Test: Kohlburg Alcatraz Kettenschloss

Kettenschlösser

Sehr beliebt sind bei vielen Fahrradfahrern Kettenschlösser. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen und durch die vielen Glieder sind sie flexibel genug, damit man immer irgendwas findet, woran man sein Fahrrad anschließen kann.

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Fahrradschloss Test: Kettenschlösser Gruppenbild
Fahrradschloss Test: Fahrradschloss Kettenschlösser Gruppenfoto
Fahrradschloss Test: Kettenschlösser Gruppenfotos

Aber Kettenschlösser sind längst nicht so sicher, wie viele denken. Es kommt hier entscheidend auf den Durchmesser der Kettenglieder an. Bis zu einem Durchmesser von fünf bis sechs Milllimetern durchtrennt ein Bolzenschneider selbst Ketten aus gehärtetem Stahl mühelos. Doch je dicker die Kettenglieder sind, desto schwerer ist die Kette. Im Test zeigte sich: Leichte Kettenschlösser sind schnell durchtrennt und sichere sind fürs Fahrrad viel zu schwer.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Bestes Kettenschloss

Hiplok Gold

Test  Fahrradschloss: Hiplok Gold
Hochwertig, hart und ziemlich praktisch: Das Hiplok Gold kann während der Fahrt wie ein Gürtel um die Hüfte getragen werden.

Wer vor Kettenschlössern einen Bogen macht, weil er ihren Transport umständlich findet, ist beim Hiplok Gold gut aufgehoben. Wie der Name es schon erahnen lässt, kann man sich das Schloss während der Fahrt kann man es sich elegant um die Hüfte legen. Im Inneren befindet sich eine sehr stabile Kette aus äußerst hartem Stahl, gegen die wir mit unseren Werkzeugen nichts ausrichten konnten. Leider spiegelt sich die hohe Qualität auch in einem entsprechend hohen Preis wider.

Auch gut

Abus Ivy 9100

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivy 9100
Groß, schwer, hart und sicher: Das Ivy 9100 ist einfach nur gewaltig. Mit normalen Werkzeugen hat man gegen dieses Monstrum keine Chance.

Das Abus Ivy 9100 ist ein Koloss. Unter seinem Textilmantel verbirgt sich eine massive Stahlkette, mit der man Schiffe ankern könnte. Hätte das Schloss ein Gesicht, hätte es über unseren kläglichen Bolzenschneider nur hämisch gelacht. Der Schließmechanismus ist ebenfalls ausgefuchst und widerstand Picking-Versuchen souverän. Fürs Anketten zuhause ist das Abus Ivy 9100 eine gute Wahl, nur mitnehmen möchte man es nicht, denn dazu ist es einfach zu schwer.

Zur stationären Sicherung

Kohlburg Alcatraz

Test  Fahrradschloss: Kohlburg Alcatraz
Das Alcatraz ist ein Monstrum mit klaren Prioritäten: Aufbruchsicherheit ist alles, Mobilität spielt keine Rolle.

Wer noch mehr Widerstand möchte und sein Fahrrad immer wieder am selben Platz abstellt, kann noch eine Liga höher gehen und es dem Super-Schwergewicht Kohlburg Alcatraz anvertrauen. Mit seinen fast sieben Kilogramm und großzügigen Maßen ist es nicht zum Transport gedacht, sondern explizit zur Sicherung an einzelnen Orten, wie etwas dem Fahrradkeller oder dem Innenhof konzipiert.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Bestes KettenschlossAuch gutZur stationären Sicherung
Hiplok Gold Abus Ivy 9100 Kohlburg Alcatraz Hiplok Original Abus Granit City Chain X-Plus 1060 Axa Cherto Compact Neo Kryptonite Keeper 785 Kryptonite Evolution 4 Abus Web 1500 Nean Kettenschloss Abus Tresor 1385 Abus Catena 685/75 Wheels of Amsterdam Fahrradschloss Nean Kettenschloss Loxmeer Fahrradschloss Gipfelsport Fahrradschloss Bify Kettenschloss Burg-Wächter 580 90 Kohlburg Amsterdam Vonsalen Grandozer Zündapp BL-90 Axa Linq City Relaxdays Secure Axa Rigid RCC 120/3,5 DoYourFitness Guardian
Test  Fahrradschloss: Hiplok GoldTest besten Fahrradschlösser: Abus Ivy 9100Test  Fahrradschloss: Kohlburg AlcatrazFahrradschloss Test: Hiplok Original SbTest besten Fahrradschlösser: Abus City Chain X Plus 1060Test besten Fahrradschlösser: Axa Cherto Compact NeoTest  Fahrradschloss: Kryptonite Keeper 785Test besten Fahrradschlösser: Kryptonite Evolution 4Test besten Fahrradschlösser: Abus Web 1500Test besten Fahrradschlösser: Nean KettenschlossTest besten Fahrradschlösser: Abus Tresor 1385Test  Fahrradschloss: Abus Catena 685/75Fahrradschloss Test: Wheels Of Amsterdam KettenschlossTest  Fahrradschloss: Nean KettenschlossTest  Fahrradschloss: Loxmeer FahrradschlossTest  Fahrradschloss: Gipfelsport FahrradschlossTest  Fahrradschloss: Bify KettenschlossTest  Fahrradschloss: Burg-Wächter 39020Test besten Fahrradschlösser: Kohlburg AmsterdamTest  Fahrradschloss: Vonsalen GrandozerTest  Fahrradschloss: Zündapp BL-90Test besten Fahrradschlösser: Axa Linq CityTest  Fahrradschloss: Relaxdays SecureTest  Fahrradschloss: Axa Rigid RCC 120Test  Fahrradschloss: DoYourFitness Guardian
Pro
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Clevere Transport­lösung
  • Für ein gutes Ketten­schloss noch relativ leicht
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Gut gegen Picking gewappnet
  • Extrem sicher
  • Großzügige Länge
  • Staubschutz
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Clevere Transportlösung
  • Für ein gutes Kettenschloss noch relativ leicht
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Gut gegen Picking gewappnet
  • Ordentliche Ausstattung
  • Staubschutz
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Extrem hart
  • Staubschutz
  • Hielt im Test stand
  • Nicht allzu schwer
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Ordentliche Ausstattung
  • Staubschutz
  • Leicht
  • Günstig
  • In vielen Farben erhältlich
  • Staubschutz
  • Relativ leicht
  • Günstig
  • Zahlencode mit fünf Stellen
  • In vielen Farben erhältlich
  • Leicht
  • Staubschutz
  • Ordentliche Verarbeitung
  • Günstig
  • Leicht
  • Für das Gewicht relativ solide
  • Hält einer Säge stand
  • Günstig
  • Leicht
  • Günstig
  • Leicht
  • Günstig
  • Leicht
  • Relativ günstig
  • Staubschutz
  • Sieht schick aus
  • Relativ leicht
  • Zahlenwalze mit LED-Beleuchtung
  • Relativ leicht
  • Staubschutz
  • Lang
  • Leicht
  • Leicht
Contra
  • Relativ teuer
  • Kein Staubschutz
  • Im Langzeittest bildete sich Flugrost
  • Schwer
  • Kein Staubschutz
  • Mäßige Ausstattung
  • Extrem schwer
  • Relativ teuer
  • Kein Staubschutz
  • Schwer
  • Klobiger Verschlussteil
  • Teuer
  • Schwer
  • Mäßige Ausstattung
  • Stellenweise mäßig verarbeitet
  • Schloss hakt manchmal
  • Schlechte Handhabung
  • Schlechte Verarbeitung
  • Kein Staubschutz
  • Schwer
  • Unhandlicher Stecker
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Kleine Version ist zu kurz
  • Mäßige Ausstattung
  • Kein Staubschutz
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Plastik anfällig auf Kälte
  • Kein Staubschutz
  • Relativ teuer
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Leicht zu öffnen
  • Furchtbare Schlüssel­führung
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Bauform ist ein Sicherheits­risiko
  • Kein Staubschutz
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Extrem weiches Material
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Stecker ist ein Sicherheits­risiko
  • Kein Staubschutz
  • Mäßige Ausstattung
  • Staubschutz-Schieber am Testmuster klemmte anfangs aufgrund ungenauer Verarbeitung
  • Seltsame Handhabung
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Sehr dünn
  • Nicht sicher gegen Bolzenschneider und Säge
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Sehr kurz
  • Kein Staubschutz
Bester Preis
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TypKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschlossKettenschloss
MaterialGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Spezialstahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffStahl, Kunstfaser, KunststoffStahl, Kunstfaser, KunststoffStahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffGehärteter Stahl, KunstfaserGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffStahl, StoffGehärteter Stahl, Kunstfaser, KunststoffKupfer, Nylon, ABS-KunststoffStahl, Kunstfaser, KunststoffK. A.
Aufbau10mm-Rundkette in Textilmantel10mm-Vierkantkette in Textilmantel13mm-Rundkette in Textilmantel8mm-Vierkantkette in Textilmantel10mm-Sechskantkette in Textilmantel9mm-Rundkette in Textilmantel7mm-Vierkantkette in Textilmantel10mm-Sechskantkette in Textilmantel4mm-Rundkette in Textilmantel6mm-Rundkette in Textilmantel7mm-Vierkantkette in Textilmantel6mm-Vierkantkette in TextilmantelVierkantkette in Textilmantel6mm-Vierkantkette in TextilmantelRundkette in Textilmantel6mm-Rundkette in Textilmantel6mm-Rundkette in Textilmantel6mm-Vierkantkette in Textilmantel8mm-Vierkantkette in Textilmantel6mm-Vierkantkette in Textilmantel6mm-Rundkette in Textilmantel7mm-Vierkantkette in TextilmantelRundkette in Textilmantel3,5mm-Rundkette in Textilmantel4mm-Rundkette in Textilmantel
VerriegelungSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselSchlüsselFünfstelliger ZahlencodeVierstelliger ZahlencodeSchlüsselFünfstelliger ZahlencodeFünfstelliger ZahlencodeFünfstelliger ZahlencodeFünfstelliger ZahlencodeFünfstelliger ZahlencodeSchlüsselSchlüsselFünfstelliger ZahlencodeVierstelliger ZahlencodeSchlüsselSchlüsselVierstelliger ZahlencodeSchlüssel
StaubschutzNeinNicht vorhandenManueller SchieberNicht vorhandenAutomatisch (doppelseitig)Manueller SchieberNicht vorhandenManueller SchieberAutomatisch (einseitig)EntfälltEntfälltAutomatisch (einseitig)EntfälltEntfälltEntfälltEntfälltEntfälltManueller SchieberNicht vorhandenEntfälltEntfälltNicht vorhandenManueller SchieberEntfälltNicht vorhanden
Länge85 cm85 cm/110 cm/140 cm/170 cm140 cm85 cm85 cm/110 cm/145 cm/170 cm95 cm85 cm90 cm60 cm/110 cm90 cm85 cm75 cm90 cm90 cm90 cm90 cm90 cm90 cm90 cm90 cm75 cm (90 cm mit Verschluss)100 cm80 cm120 cm60 cm
Gewicht2.200 g2.450 g/2.900 g/3.850 g/4.850 g6.400 g1.800 g2.100 g/2.650 g/3.260 g/3.750 g1.950 g1.320 g2.770 g140 g/270 g700 g1.130 g800 g858 g860 g890 g650 g650 g1.000 g1.400 g860 g600 g1.000 g1.196 g322 g214 g
AusstattungSchloss, 3 SchlüsselSchloss, 2 SchlüsselSchloss, 3 SchlüsselSchloss, 3 SchlüsselSchloss, 2 Schlüssel (davon einer mit LED)Schloss, 2 SchlüsselSchloss, 2 SchlüsselSchloss, 3 Schlüssel (einer davon mit LED)Schloss, 2 SchlüsselSchlossSchlossSchloss, 2 SchlüsselSchlossSchlossSchlossSchlossSchlossSchloss, 2 SchlüsselSchloss, 2 SchlüsselSchlossSchloss mit LED-BeleuchtungSchloss, 2 SchlüsselSchloss, 2 SchlüsselSchlossSchloss, 2 Schlüssel
Sicherheitsstufe5/510/1510/104/515/1514/155/108/103/15B (7/8)7/156/15K. A.Keine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine AngabeKeine Angabe7/10K. A.9/15K. A.3/15K. A.
Aufbruchtest SeitenschneiderNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignetNicht geeignet
Aufbruchtest BolzenschneiderKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceKeine ChanceIn 3 Minuten nicht zu öffnenKeine ChanceKette sofort offen, mit Textil nach 27 Sekunden offenKette nach 10 Sekunden offen, mit Textil nach 60 Sekunden offenKette nach 30 Sekunden offen, mit Textil nach 70 Sekunden offenOffen nach 80 SekundenKette in 20 Sekunden offen, mit Textil nach 110 Sekunden offenKette nach 10 Sekunden offen, mit Textil nach 80 Sekunden offenOffen nach 23 SekundenKette nach 20 Sekunden offen, mit Textil nach 85 Sekunden offenKette nach 18 Sekunden offen, mit Textil nach 78 Sekunden offenOffen nach 100 SekundenOffen nach 90 SekundenOffen nach 124 SekundenOffen nach 64 SekundenOffen nach 55 SekundenOffen nach 58 SekundenOffen nach 38 SekundenOffen nach 18 Sekunden
Aufbruchtest SägeIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenIn 3 Minuten nicht zu öffnenNach 3 Minuten zu 90% durchgesägtIn 3 Minuten nicht zu öffnen

 Fahrradschloss Test: Hiplok Gold Kettenschloss

Das beste Kettenschloss: Hiplok Gold

Das Hiplok Gold ist ein interessantes Exemplar. Es verfolgt, ähnlich wie das Litelok Wearable, den Ansatz, zum Transport als Gürtel getragen werden zu können. Im Gegensatz zur Konkurrenz handelt es sich beim Hiplok Gold allerdings um ein Kettenschloss – mit allen Vor- und Nachteilen dieser Bauweise.

Bestes Kettenschloss

Hiplok Gold

Test  Fahrradschloss: Hiplok Gold
Hochwertig, hart und ziemlich praktisch: Das Hiplok Gold kann während der Fahrt wie ein Gürtel um die Hüfte getragen werden.

Äußerlich erinnert das Hiplok Gold an einen Sicherheitsgurt im Auto. Der Textilmantel ist aus wasserabweisender, relativ harter Kunstfaser, wie man sie bei vielen Fahrradschlössern und eben den besagten Gurten sieht. Anders als das Hiplok Original nutzt er keine Klettfläche, was wir in der Praxis angenehmer fanden und im Dauergebrauch auch weniger anfällig für Verschmutzung sein dürfte.

Auch der Verschlussteil erinnert stark an einen Auto-Gurt. Er ist auch ähnlich groß. Anders als beim optischen Ebenbild wird das Hiplok Gold aber nicht verschlossen, indem man einen flachen Stecker in die Seite schiebt. Stattdessen greift es dazu auf das althergebrachte Konzept eines Vorhängeschlosses zurück, deren Bügel durch die Kettenglieder geschoben werden.

Dieser hat einen Durchmesser von 12 Millimetern, die Kettenglieder kommen auf 10 Millimeter. Ein gewisses Gewicht bleibt dabei natürlich nicht aus. Dieses liegt beim Hiplok Gold bei 2,2 Kilogramm bei einer Länge von 85 Zentimetern, was für ein Kettenschloss noch in einem sehr guten Rahmen liegt.

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Fahrradschloss Test: Hiplok Gold Kettenschloss
Zum Transport kann das Hiplok Gold wie ein Gürtel um die Hüfte getragen werden.
Fahrradschloss Test: Hiplok Gold Kettenschloss
Die Länge ist für ein Kettenschloss durchschnittlich.
Fahrradschloss Test: Hiplok Gold Kettenschloss
Der Schlüssel liegen bei. Einen Staubschutz hat das Hiplok Gold nicht.
Fahrradschloss Test: Hiplok Gold Kettenschloss
Als wir das Schloss mit dem Bolzenschneider bearbeiteten ...
Fahrradschloss Test: Hiplok Gold Kettenschloss
... passierte überhaupt nichts.
Fahrradschloss Test: Hiplok Gold Kettenschloss
Auch zersägen kann man das Schloss nicht. Der Stahl ist zu hart.

Bevor man sich aufs Fahrrad schwingt, kann man sich das Schloss namensgetreu um die Hüfte legen. Das klappt sehr gut und erhöht den Komfort merklich. Auf die Länge des Schlosses ist man dabei nicht begrenzt, die Gürtelbefestigung ist davon unabhängig und durch einfaches Festziehen bzw. Lockern in der Größe verstellbar. Hier muss man sich also auch ohne Model-Maße keine Sorgen machen.

Die Verarbeitung ist durchgehend auf sehr hohem Niveau. Es gibt keine Fransen, Schweißnähte, überstehende Teile oder hakende Schlüssel. Mit unseren Werkzeugen konnten wir überhaupt nichts erreichen – unser Testmuster sieht immer noch so gut wie nagelneu aus. Niemand würde denken, dass wir versucht haben, es mit aller uns zur Verfügung stehenden Gewalt zu öffnen.

Hiplok Gold im Testspiegel

Die Kollegen der Stiftung Warentest (7/2017) haben das Hiplok Gold ebenfalls getestet und kommen zu einem eher ernüchternden Ergebnis von gerade einmal »befriedigend« sowie der Endnote 3,5. Das Problem ist aber nicht fehlende Aufbruchssicherheit – diese wurde mit einer Note von 1,7 als »gut« bewertet. Die Noten für Handhabung (3,9 – »ausreichend«), Haltbarkeit (4,0 – »ausreichend«) und Schadstoffe (4,2 – »ausreichend«) waren ausschlaggebend für das schlechte Ergebnis.

Zur Benotung der Handhabung sei allerdings gesagt, dass der Stiftung Warentest die Handhabung der meisten getesteten Fahrradschlösser nicht richtig gefiel und obendrein ein hohes Gewicht zusätzlich zu Abwertungen führte – was bei einem Kettenschloss für einen nennenswerten Widerstand aber nun einmal unverzichtbar ist. Kein Kettenschloss schnitt besser als 3,7 ab.

Da wir in aller Regel keine Labortests durchführen, können wir die Schadstoffbelastung selbst nicht beurteilen. Ähnlich sieht es mit der Haltbarkeit aus. Die Kollegen schrieben dazu:

»Nach Korrosionsprüfung rostet Schloss an Nieten und im Einsteckbereich des Schlüssels.«

Wir haben keine Korrosionsprüfung durchgeführt, dafür aber einen Langzeittest. Nach knapp einem Jahr Dauerstrapazen im Freien bei jedem Wind und Wetter findet sich an zwei Stellen des Schlosses Rost, und zwar am Verschlussbolzen und der äußeren Platte des Schlüssellochs. Auswirkungen auf die Funktion konnten wir jedoch nicht feststellen, beim Öffnen und Schließen des Schlosses gab es keinerlei Probleme.

Alternativen

Für alle, denen das Hiplok Gold zu teuer ist oder die sich aufgrund der Testergebnisse der Stiftung Warentest unsicher sind, gibt es zum Glück eine große Auswahl von Konkurrenten am Markt. Eine sehr gute Alternative ist unser ehemaliger Favorit Abus Ivy 9100, das etwas schwerer und unhandlicher ist, aber vergleichbaren Schutz bietet. Außerdem haben wir mit dem Kohlburg Alcatraz eine noch schwerere Empfehlung, die sich aber nur zur stationären Sicherung eignet. Von leichteren Kettenschlössern raten wir aufgrund ihrer geringen Aufbruchssicherheit nach wie vor entschieden ab.

Auch gut: Abus Ivy 9100

Wer sich sich ein Abus Ivy 9100 zulegt, meint Sicherheit ernst. Sehr ernst, denn das Schloss ist wuchtig und schwer – zu schwer für die meisten Fahrradfahrer. Dafür ist das Ding aber auch sehr sicher.

Auch gut

Abus Ivy 9100

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivy 9100
Groß, schwer, hart und sicher: Das Ivy 9100 ist einfach nur gewaltig. Mit normalen Werkzeugen hat man gegen dieses Monstrum keine Chance.

Die Außenhaut des Ivy bildet ein schwarz-roter Kunstfasermantel, der wasserabweisend ist und sehr wertig wirkt. Es handelt sich dabei augenscheinlich um das gleiche Material, das Abus auch beim Ivera Steel-O-Flex einsetzt. Entsprechend störrisch gibt sich das Textil auch hier.

Große, massive und schwere Kettenglieder

Hat man das durchgeschnitten, kommt eine Kette zum Vorschein, die Ehrfurcht vermittelt: Die massiven Kettenglieder sind riesig und schimmern in goldener Farbe – jeder Gangsta Rapper wäre stolz darauf.

Mit dem Bolzenschneider war überhaupt nichts zu machen, die Glieder haben nicht einmal eine Kerbe davongetragen. Auch mit der Säge hatten wir nicht die geringste Chance.

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Fahrradschloss Test: Abus Ivy
Wie eine Würgeschlange hängt das Ivy vom Fahrrad. Das Schloss ist nicht nur dick, sondern auch lang.
Fahrradschloss Test: Abus Ivy
Der Stecker ist gut einzuführen, hakt nicht und sitzt bombensicher.
Fahrradschloss Test: Abus Ivy
Einen Staubschutz sucht man einmal mehr vergeblich.
Fahrradschloss Test: Abus Ivy
Selbst wenn man den Bolzenschneider am Boden abstützt, kommt man nicht durch die Kettenglieder.
Fahrradschloss Test: Abus Ivy
Wir wollten wissen, wie es im Inneren aussieht und haben den Textilmantel mit einem Messer aufgeschnitten.
Fahrradschloss Test: Abus Ivy
Wir waren beeindruckt von den Kettengliedern, die darunter zum Vorschein kamen.
Fahrradschloss Test: Abus Ivy
Die Kette ist in Vierkantform gefertig, steinhart und sieht mit ihrer goldenen Farbe echt schick aus.
Fahrradschloss Test: Abus Ivy
Auch ohne Textilmantel kamen wir nicht durch die Glieder.

Wir haben das Schloss anschließend auch noch den Lockpickern vorgestellt. Obwohl es keine X-Plus-Mechanik hat, erwies sich das Ivy 9100 erstaunlich resistent gegen Picking.

Wie schon das Ivera Steel-O-Flex 7200 ist auch das Ivy 9100 spartanisch ausgestattet: Es hat zwei Schlüssel, wieder ohne LED, und das war’s auch schon. Eine Halterung ist bei Kettenschlössern zugegeben ohnehin kein Standard und für ein Kaliber wie das Ivy 9100 bräuchte man ohnehin eher Satteltaschen … Warum bei einem solchen Schloss aber ebenfalls kein Staubschutz verbaut ist, geht uns einfach nicht in den Kopf.

Eine gute Wahl für Freunde eindrucksvoller Stahlmassen

Zusammenfassend bleibt das Abus Ivy 9100 aber trotz allem eine gute Wahl für Freunde eindrucksvoller Stahlmassen. Das Schloss ist praktisch nicht zu knacken und liegt preislich deutlich unter dem Sicherheitsflaggschiff Abus Granit City Chain X-Plus 1060, das neben der fetten Kette auch noch X-Plus mitbringt, dafür aber in der Handhabung den Kürzeren zieht.

Zur stationären Sicherung: Kohlburg Alcatraz

Als wir dem Abus Ivy 9100 Gigantismus bescheinigten, dachte man sich beim Kohlburg vermutlich »Nicht so schnell!«, denn mit dem Alcatraz hat der Hersteller ein Kettenschloss im Rennen, gegen das selbst das Schwergewicht von Abus zierlich wirkt.

Zur stationären Sicherung

Kohlburg Alcatraz

Test  Fahrradschloss: Kohlburg Alcatraz
Das Alcatraz ist ein Monstrum mit klaren Prioritäten: Aufbruchsicherheit ist alles, Mobilität spielt keine Rolle.

Das Alcatraz besteht zum größten Teil aus einer 140 Zentimeter langen, sehr dicken Kette aus gehärtetem Stahl. Ein Glied hat stolze 13 Millimeter Durchmesser – pro Seite. Eines der beiden Enden mündet in einem ebenso dicken Stahlring, durch den das andere Ende gezogen und dann durch den Verschlussteil gesichert, der für sich schon stabiler aussieht als sonst so manches komplettes Fahrradschloss. Er erinnert an ein Bügelschloss, ist aber kleiner. Der Verschlussbügel selbst ist 14 Millimeter breit und somit auch genauso dick, wie man es von reinen Bügelschlössern kennt.

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Fahrradschloss Test: Kohlburg Alcatraz Kettenschloss
Das Kohlburg Alcatraz ist nicht nur schwer und dick, sondern auch lang.
Fahrradschloss Test: Kohlburg Alcatraz Kettenschloss
Der Verschluss erinnert an ein Bügelschloss und ist auch genauso widerspenstig.
Fahrradschloss Test: Kohlburg Alcatraz Kettenschloss
Drei Schlüssel gehören zum Lieferumfang.
Fahrradschloss Test: Kohlburg Alcatraz Kettenschloss
Für den Staubschutz sorgt ein manueller Schieber.
Fahrradschloss Test: Kohlburg Alcatraz Kettenschloss
Der Stahlring ist so dick, dass wir ihn fast nicht mehr zwischen die Blätter des Bolzenschneiders bekommen hätten.
Fahrradschloss Test: Kohlburg Alcatraz Kettenschloss
Das gilt genauso für die Kettenglieder.
Fahrradschloss Test: Kohlburg Alcatraz Kettenschloss
Auch die Säge brachte uns nicht weiter.

Es mag kaum überraschen, dass wir mit unseren Werkzeugen überhaupt keine Chance hatten, das Alcatraz zu zerstören, zumal das Material so dick ist, dass wir den Bolzenschneider kaum noch ansetzen konnten. Kohlburg gibt dem Alcatraz in seiner hauseigenen Sicherheitsbewertung den Maximalwert und noch zusätzlich Zucker obendrauf – 10+ von 10 möglichen Punkten. Noch fettere Schlösser werden wir in naher Zukunft also wahrscheinlich nicht mehr sehen. Wir wüssten auch nicht, wer die dann noch freiwillig hochheben würde.

Eines sollte angesichts dieses gewaltigen Schlosses klar sein, Hersteller Kohlburg weist aber auch noch einmal explizit darauf hin: Das Alcatraz ist mit einem Gewicht von 6,4 Kilogramm viel zu schwer, um es beim Fahrradfahren mit sich herumzuschleppen. Es wäre auch zu groß. Stattdessen soll es dafür sorgen, dass das Fahrrad, einmal dort abgestellt, an einem festen Ort bleibt. Vor allem schlecht einsehbare Hinterhöfe und Fahrradkeller von Mehrparteienhäusern sind angedachte Einsatzorte.

Für diesen Zweck ist das Kohlburg Alcatraz dann aber auch perfekt geeignet. Hier muss allerdings jeder selbst entscheiden, ob er wirklich so ein Bollwerk benötigt, das hängt letztendlich von der Wohnsituation und dem individuellen Sicherheitsgefühl ab. Für die meisten Menschen reicht es eine Nummer kleiner. Wer es aber auf ein Riesenschloss abgesehen hat, liegt beim Kohlburg Alcatraz genau richtig.

Außerdem getestet

Hiplok Original

Dem Hiplok Original sieht man seine Verwandtschaft zum Hiplok Gold auf den ersten Blick an – und der ist, wie schon beim Schwestermodell, sehr wohlwollend. Wie die Gold-Variante, lässt sich auch das Original wie ein Gürtel um die Hüfte tragen, der Riemen dafür ist hier aber mit einer Klettfläche bestückt. Unser Testmuster war in hellem Grau gehalten, diese Variation nennt Hiplok »Superbright«, das soll für bessere Sichtbarkeit im Verkehr sorgen und gibt es auch beim Hiplok Gold. Das klassische Schwarz steht aber selbstredend ebenfalls zur Auswahl.

Statt der 10-Millimeter-Glieder der goldenen Schwester kommt das Original »nur« auf 8 Millimeter, gefertigt als Vierkantkette. Das macht aber kaum einen Unterschied, denn das Material ist so hart, dass wir mit dem Bolzenschneider ohnehin nur ein bisschen auf der Oberfläche herumkratzen konnten. Deshalb haben wir trotz des schlankeren Stahls überhaupt keine Bedenken beim Hiplok Original. Die Gold-Version hat uns lediglich aufgrund des angenehmeren Gurtes noch eine Spur besser gefallen, empfehlen könnten wir aber auch das Original.

Abus Granit City Chain X-Plus 1060

Das Abus Granit City Chain X-Plus 1060 ist eins der teuersten Schlösser im Test und hat, genau wie das Bügelschloss Granit X-Plus 540, die höchstmögliche Einstufung in Abus‘ hauseigener Sicherheitsbewertung. Ähnlich wie beim Ivy 9100 schlummert im Inneren eine dicke, massive Stahlkette, die man weder mit der Säge, noch mit dem Bolzenschneider aufbekommt. Anders als beim Schwestermodell ist die allerdings nicht golden und in Sechskant- statt Vierkantweise gegossen.

Die Kette macht das Schloss erwartungsgemäß schwer – egal, für welche Länge man sich entscheidet, denn die City Chain gibt es in vier Varianten zwischen 85 Zentimetern und 170 Zentimetern. Damit kann man sein Fahrrad auch mal an einem Baum oder gleich einem kleineren Wald anschließen. Da schon der Verschlussteil klobig und sperrig ausfällt, ist das Schloss selbst in der kürzesten Version ohnehin kaum für Fahrräder geeignet.

Wie der Name schon verrät, verfügt das Schloss über die X-Plus-Mechanik und weil es sich um Premium-Modell handelt, gibt es sogar einen Staubschutz und eine LED an einem der beiden Schlüssel.

Verglichen mit dem Ivy 9100 aus demselben Hause, finden wir das Abus Granit City Chain X-Plus 1060 schlichtweg zu teuer, zumal es in Sachen Handhabung den Kürzeren zieht.

Axa Cherto Compact Neo

Das Axa Cherto Compact Neo ist entgegen seines Namens gar nicht so kompakt, sondern spielt in Sachen dicker Ketten in derselben Liga wie die Schwergewichte von Abus und Kryptonite. Dafür ist es auch extrem widerspenstig.

Der Textilmantel hielt einiges aus, war aber beim Aufsägen nicht strohig, wie es bei den Abus-Schlössern der Fall war, sondern flockte auf, wodurch die Säge immer wieder hängenblieb. Die Kette darunter ist ein stabiles Monstrum, allerdings nicht ganz so gut verarbeitet wie die der Konkurrenten: Es waren unsaubere, deutlich überstehende Schweißstellen zu sehen.

Mit der Säge kamen wir nicht weit, der Stahl war zu hart. Mit dem Bolzenschneider konnten wir lediglich eine ganz kleine Mulde ins Metall quetschen, dann funkte es plötzlich. Der Bolzenschneider hatte sich am Cherto Compact Neo die Zähne ausgebissen – er war eingedellt und ein Stück war des Schneideblatts war abgebrochen. Chapeau!

Fast hätte das Schloss das Zeug zum Titel des besten Kettenschlosses gehabt, aber die allgemeine Verarbeitung hat das verhindert: Abseits der angesprochenen Schweißnähte taugt der Schließmechanismus nicht richtig. Generell haben wir bei allen Axa-Schlössern im Test festgestellt, dass die Schlüssel oft haken und die Handhabung unzufriedenstellend ausfällt – da bildet auch das Cherto Compact Neo keine Ausnahme. Hier klemmte außerdem auch noch der manuelle Schieber für den Staubschutz.

Das Axa Cherto Compact Neo leidet somit einmal mehr an den typischen Axa-Problemen. Wenn der Hersteller es schaffen sollte, die irgendwann auszuräumen, hat Abus einen ernstzunehmenden Konkurrenten. Die Stabilität wäre jedenfalls da.

Kryptonite Keeper 785

Das Kryptonite Keeper 785 hat in unserem Test standgehalten, gefallen hat es uns aber trotzdem nicht. Das Schloss leistet sich einfach zu viele kleine Makel, die sich in der Summe läppern. Diese reichen von unschönen Verarbeitungsmängeln bis zu der hakeligen Schlüsselführung, aufgrund derer sich unmöglich erfühlen lässt, ob der Schlüssel vollständig im Schloss steckt – drehen lässt er sich nämlich trotzdem, öffnet das Schloss aber nicht. Die Schlüssel wirken überdies sehr simpel, sodass der Mechanismus einem erfahrenen Lockpicker keine größeren Probleme bereiten sollte.

Voll und ganz miserabel ist das Keeper 785 nicht, zugegeben. Die nervige Handhabung sorgt aber aufgrund der vielen Momente, in denen man sich fragt »Warum nur?« für zu viel Frust.

Kryptonite Evolution 4

Das Kryptonite Evolution 4 – nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen Bügelschloss – gleicht dem Abus Granit City Chain X-Plus 1060. Der Textilbezug ist augenscheinlich aus dem gleichen Material und die innenliegenden Kettenglieder haben ebenfalls sechs Kanten bei einer Stärke von einem Zentimeter. Bei Kryptonite sind letztere nur etwas kürzer, was erklärt, warum es trotz geringerer Länge ähnlich schwer ist wie das Abus-Modell.

Was richtig nervt, ist der Verschluss, denn der Stecker ist extrem fummelig einzuführen und hakt gerne. Tatsächlich war die Handhabung des Steckers die schlimmste unter allen der gut 40 Schlösser aus der ersten Testrunde. Das ist ein Problem, das wir bei keinem anderen der Kryptonite-Produkte beobachten konnten und katapultiert das Evolution 4 direkt vom Treppchen.

In Sachen Bruchsicherheit hält es stand. Das hatten wir bei so einer dicken Kette auch kaum anders erwartet. Nett ist die bei Kryptonite standardmäßig großzügige Ausstattung von drei Schlüsseln, wovon einer eine LED hat.

Abus Web 1500

Eine Kette wie die im Abus Web 1500 tragen manche Leute um den Hals, denn sie ist winzig und leicht. Hätte Onguard mit seiner Vorliebe für Hunderassen das Schloss benannt, würde es es wahrscheinlich den Namen »Chihuahua« tragen.

Das Web 1500 richtet sich offenbar an Kinder, das nehmen wir aufgrund der geringen Maße und der zur Auswahl stehenden Farbpalette zumindest an. Und selbst die könnten das Schloss knacken. Das geht mit einem Bolzenschneider nämlich sofort und braucht nur einen einzigen Schnitt – wie sonst üblich jeweils eine Seite des eines Kettenglieds zu durchtrennen ist nicht nötig. Das größere Hindernis ist dann tatsächlich das Textil, das aus der Abus-typischen, stabilen Kunstfaser besteht und einigen Herumschnippelns bedarf.

Immerhin hält die Kette einer Säge stand, was wir nicht erwartet hatten. Auch den Seitenschneider hat es überlebt, aber da der generell nicht für Ketten geeignet ist, ist das auch kein besonderes Gütekriterium – das tun alle Kettenschlösser.

Für Kinderfahrräder ist es allemal besser als billige Kabelschlösser, aber sicher ist es nicht und bei der kleineren Version verhindert die sehr überschaubare Länge, dass man ein Fahrrad vernünftig an Gegenstände ketten kann.

Nean Kettenschloss

Das Nean Kettenschloss gibt es in verschiedenen Farb- und Mustervarianten, deren Druck nicht allzu hochwertig wirkt. Unser Testmodell hatte eine Art Flecktarnmuster – Geschmackssache.

Weil das Schloss zu den leichteren Kettenschlössern gehört, hatte es unseren Werkzeugen entsprechend wenig entgegenzusetzen. Wir konnten es innerhalb von fünf Minuten zersägen, das war für unsere angesetzten Testansprüche aber bekanntlich zu lang.

Indem wir zum Bolzenschneider griffen, konnten wir die Dauer auf zehn Sekunden verkürzen. Einmal mehr war die Textilverkleidung robuster als die Kette, aber nach einer Minute hatten wir auch die mit dem Messer durchgeschnitten.

Wenn man das Schloss regulär öffnen möchte, kann man übrigens auch einfach die richtige Kombination eingeben. Das Schloss hat dafür fünf Zahlenwalzen.

Abus Tresor 1385

Das Abus Tresor 1385 ist gewissermaßen der große Bruder des Web 1500. Es ist ebenfalls in vielen verschiedenen Farben erhältlich, fällt aber nicht ganz so mickrig aus. Anders als das Web 1500 handelt es sich beim Tresor um ein Zahlenschloss mit vierstelligem Code.

Obwohl das Schloss gut viermal soviel wiegt wie das Web 1500, ist es kaum stabiler. Im Wesentliche gilt alles, was wir zum Web 1500 feststellen konnten, auch für das Tresor 1385: Sägen klappt nicht vernünftig und mit dem Seitenschneider kommt man nicht durch, der Bolzenschneider wirkt aber verheerend auf die Kette. Hier brauchten wir damit allerdings etwas länger – etwa 30 Sekunden für die Kette und 40 Sekunden für den Textilmantel waren nötig, bis das Schloss kaputt war.

Zubehör gibts diesmal überhaupt keins – Kettenschlösser kommen regulär ohnehin ohne Halterung und weil das Tresor 1385 zum Verschluss auf Zahlencodes setzt, erübrigt sich auch die Frage nach den Schlüsseln.

Weil einer unserer Tester so ein Schloss schon lange privat nutzt, wissen wir übrigens, dass das Plastikgehäuse am Verschlussteil im Winter sehr leicht bricht, weil das Material bei Kälte spröde wird.

Für das Geld, das Abus für das Tresor 1385 will, bekommt man deutlich bessere Schlösser. Wir können es deshalb nicht empfehlen.

Abus Catena 685/75

Das Abus Catena 685/75 hatten wir in der kleinsten, nur 75 Zentimeter langen Version, wie man hinter dem Schrägstrich im Namen erkennen kann. Mit dieser Länge wiegt es 800 Gramm, was erstmal etwas mehr Stabilität erhoffen lässt als vergleichbare Schlösser, die bei gleichem Gewicht meistens auf 90 Zentimeter kommen. Wem das nicht reicht, kann auch zu einer 110 Zentimeter langen und 950 Gramm schweren Variante greifen.

Das Schloss hat einen einseitigen, automatischen Staubschutz für das Schlüsselloch. Die Schlüssel, die in zweifacher Ausführung beiliegen, sind nicht symmetrisch und müssen dementsprechend richtig herum in das Schloss gesteckt werden, was dem Bedienkomfort deutlich schadet. Immerhin öffnet und schließt das Catena dann auch sehr schnell – weniger als eine Vierteldrehung reicht dazu aus.

Der Textilmantel ist Abus-typisch robust, lässt aber am letzten Kettenglied vor dem Verschluss einen freien Zugang, weshalb wir uns zum Knacken des Schlosses nicht weiter damit beschäftigen mussten. Mit dem Bolzenschneider konnten wir es bezwingen, es leistete aber mehr Widerstand als vergleichbare Schlösser. Insgesamt haben wir 1:20 Minuten gebraucht, was allerdings auch mit an der Kürze unserer Catena-Variante lag, denn dadurch konnten wir den Bolzenschneider nicht am Boden abstützen, sondern mussten die nötige Kraft vollständig aus den Armen heraus aufwenden. Bei einem längeren Modell würde es vermutlich schneller gehen. Zersägen konnten wir das Catena nicht.

Wheels of Amsterdam Fahrradschloss

Das Wheels of Amsterdam Fahrradschloss ist ein typisches, mittelgroßes Kettenschloss mit fünf Nummernwalzen und einer Gesamtlänge von 90 Zentimetern. Es ist recht ordentlich verarbeitet und bietet ansonsten vertraute Kost. Mit dem Bolzenschneider konnten wir es in weniger als zwei Minuten öffnen, wovon uns der störrische Textilmantel die meiste Zeit kostete. Unsere Sägeversuche steckte es hingegen ohne Probleme weg, wir konnten nicht einmal eine Kerbe in die Vierkantkette ritzen. Aufgrund der geringen Aufbruchsicherheit gegen Bolzenschneider können wir es nicht empfehlen, haben aber ansonsten auch keine weiteren Kritikpunkte. Innerhalb seiner Klasse gehört das Wheels of Amsterdam zu den besseren Vertretern.

Nean Kettenschloss

Moment mal – hatten wir das nicht schon? Das könnte man denken, aber tatsächlich handelt es sich bei diesem Nean Kettenschloss um ein anderes Modell als das altbekannte aus einer früheren Testrunde. Vieles ist ähnlich, wie etwa die Länge von 90 Zentimetern und der Durchmesser der Kettenglieder von sechs Millimetern. Es gibt aber auch Neues zu berichten: Das Schloss hat zugelegt, rund ein Fünftel mehr Gewicht bringt es nun auf die Waage.

Eine positive Überraschung lieferte der Sägetest, denn hier konnte sich das Nean-Schloss gut behaupten. Der Stahl war zu hart – in der Preisklasse ist das keine Selbstverständlichkeit. Gegen unseren Bolzenschneider hatte es aber keine Chance.

Loxmeer Fahrradschloss

Das Loxmeer Fahrradschloss ist ein typischer Vertretung seiner Gattung. Einschließlich des Verschlussteils ist es 90 Zentimeter lang, kommt dabei auf ein Gewicht von 890 Gramm und hat damit ein gutes Stück mehr auf den Rippen als etwa die Konkurrenten von Gipfelsport und Bify. Das Schloss hat einen Verschluss aus Kunststoff, der in diesem Fall fünf Zahlenwalzen trägt. Unter einem Textilmantel befindet sich eine Kette, die leider zu dünn ist, um einem Bolzenschneider standzuhalten.

Empfehlen würden wir es aufgrund der geringen Aufbruchsicherheit nicht. Wer trotzdem einen Kauf in Erwägung zieht, kann alternativ auch einen Blick auf das Nean Kettenschloss werfen, das kaum Unterschiede aufweist und dazu noch etwas günstiger zu haben ist.

Gipfelsport Fahrradschloss

Das Gipfelsport Fahrradschloss ist ein günstiges Kettenschloss der unteren Gewichtsklasse und lieferte im Test keinerlei Überraschungen. Die Kette ist von einem robusten Textil umgeben, geöffnet wird es mit Hilfe von fünf Zahlenwalzen. Wie das für ein Kettenschloss viel zu geringe Gewicht schon vermuten lässt, ist der Stahl zu schmal und mit dem Bolzenschneider schnell zu öffnen – wir haben zwei beherzte Schnitte und circa 20 Sekunden Zeit benötigt. Es zu zersägen dauerte zu lang, klappt grundsätzlich aber ebenfalls.

Die Verarbeitung ist soweit in Ordnung, zumal das Schloss nicht viel kostet. Unterm Strich handelt es sich um ein Standardexemplar in dieser Liga und es ist dafür weder besonders gut noch schlecht. Dass dermaßen leichte Kettenschlösser kaum Gegenwehr leisten, ist ein allgemeines Problem dieser Konstruktion. Nur hilft das leider trotzdem nicht bei Diebstählen.

Bify Kettenschloss

Das Bify Kettenschloss ist vollständig baugleich mit dem Gipfelsport, deshalb gibt es nicht viel mehr darüber zu erzählen als das, was wir ebendort schon geschrieben haben. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Bify etwas teurer als das Gipfelsport und gleichzeitig ist die Farbanzahl geringer – nur sechs statt zehn stehen zur Auswahl. Deshalb sehen wir keinen Grund dafür, sich für das Bify zu entscheiden, wenn man denn überhaupt unbedingt ein Schloss dieser Art und Größe möchte. Es sei denn, man liebt Olivgrün über alles, denn das gibt es nur beim Bify.

Burg-Wächter 580 90

Dem Burg-Wächter 580 90 wird einmal mehr seine Bauweise zum Verhängnis, denn wie alle leichten Kettenschlösser hält es keinem Bolzenschneider stand. Aber das ist noch nicht alles.

Die Verarbeitung ist in Ordnung, bis man es genauer betrachtet. Dann hakt es nämlich an einigen Unzulänglichkeiten – und »haken« ist dabei das Wort der Stunde. Die Schlüsselführung ist weit unterdurchschnittlich, der Verschlussmechanismus windig und der eigentliche Schließbolzen ziemlich mickrig. In Sachen hakende Schlüssel überholt das Kettenschloss von Burg-Wächter sogar die bereits kritisierten Vertreter von Axa und Kryptonite. Ärgerlich!

Kohlburg Amsterdam

Das Kohlburg Amsterdam nutzt einen etwas anderen Ansatz als die sonstigen Schlösser, denn der Verschluss ist nicht fest verbaut. Stattdessen wird die Kette mithilfe eines klassischen Vorhängeschlosses in schick glänzender Chromoptik zusammengehalten, die durch die freiliegenden Glieder an den beiden Enden geführt wird.

Daraus ergeben sich einige Mankos: Zum Einen geht das Knacken schneller, weil man den Textilbezug dazu nicht aufschneiden muss. Zum Anderen hat man dadurch gleich zwei mögliche Angriffspunkte, nämlich erstens die Kette selbst und zweitens den Bügel des Vorhängeschlosses.

Für unseren Bolzenschneider hat das alles aber nur eine untergeordnete Rolle gespielt, weil wir damit beide Stellen ohne größere Probleme öffnen konnten. Der Bügel ist übrigens nicht doppelt verriegelt, was in der Theorie bedeutet, dass man hier nur einen Schnitt braucht und die eine Seite dann einfach wegdrehen kann. Bei uns klemmte der Teil allerdings, verlassen würden wir uns trotzdem nicht darauf.

Vonsalen Grandozer

Beim Vonsalen Grandozer, auch als ++Defense++ bezeichnet, handelt es sich um ein Standardmodell mit fünfstelliger Nummernwalze. Entgegen seines Namens ist es weder allzu groß, noch sonderlich defensiv. Das Kettenschloss mit Vierkantkette ist 90 Zentimeter lang und besteht aus sehr weichem Material – so weich, dass wir es mit dem Bolzenschneider verformen konnten, ohne es gleich zu zerbrechen. Nach rund zwei Minuten hatten wir Kette und Textilmantel aber dennoch durch. Darüber hinaus gibt es wenig zu berichten: Das Grandozer ist ein typisches Exemplar in einem Meer kaum voneinander unterscheidbarer, unsicherer Billig-Kettenschlösser ohne Wiedererkennungswert.

Zündapp BL-90

Die Zahl im Namen des Zündapp BL-90 ist Marketing-Trickserei: 90 Zentimeter lang ist das Schloss nur, wenn man den Verschluss mitrechnet, die Kette selbst ist nur 75 Zentimeter lang – das ist etwas kurz. Ähnlich wie das Winzwon-Fahrradschloss hat es eine LED, die auf Knopfdruck die vier Zahlenwalzen beleuchtet. Der Rest entspricht dem Standard billiger No-Name-Schlösser. Wir brauchten kaum mehr als eine Minute, um es zu öffnen. Dabei war das Textil wieder einmal widerstandsfähiger als die Kette.

Axa Linq City

Das Axa Linq City setzt auf eine Vierkantkette, die direkt in den Verschluss gesteckt wird. Der ist einmal mehr etwas fummelig in der Handhabung und die Entscheidung, auf einen richtigen Stecker zu verzichten, ist ein schnell erkennbares Sicherheitsrisiko, auch wenn die Hersteller-Website darin eine »besonders sichere Verbindung« sieht.

Wir haben uns nicht weiter mit dem Textilbezug befasst, weil wir ihn dank des Aufbaus ohnehin nicht zerschneiden mussten, sondern direkt an dem offen zugänglichen Kettenglied angesetzen konnten, das im Schloss steckte. Genauso haben wir es dann auch gemacht und sind ihm mit dem Bolzenschneider zu Leibe gerückt. Das Glied leistete nur wenig Gegenwehr und eine knappe Minute später war es halbiert. Zersägen konnten wir es aber nicht.

Dem Axa Linq City liegen übrigens zwei Schlüssel bei, keiner davon ist beleuchtet. Einen Staubschutz hat das Schloss nicht.

Relaxdays Secure

Das 100 Zentimeter lange Relaxdays Secure verfügt über einen manuellen Schieber aus Kunststoff für den Staubschutz, an dem sich schon zu Anfang die schlechte Verarbeitung des Schlosses abzeichnete: Aufgrund eines Gussfehlers ließ er sich nicht zurückziehen und wir konnten ihn nur mit Hilfe einer Zange und etwas sanfter Gewalt öffnen. Darunter zeigte sich ein kreisrundes Schlüsselloch, passend für einen Tubularschlüssel – so etwas sieht man bei Fahrradschlössern selten, häufiger sind sie z. B. an Notebook-Schlössern zu finden.

Ungewöhnlich ist auch die Schließmechanik, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Schlössern gibt es zwei Positionen für Offen und Geschlossen. Möchte man es abschließen, dreht man den Schlüssel erst auf die »Geschlossen«-Position, zieht ihn ab und schiebt erst dann den Verschlussbolzen in das Schloss – nicht vorher! Das ist an sich kein Problem, es dürfte aber eine Weile dauern, bis man sich daran gewöhnt.

In Hinsicht auf die Aufbruchsicherheit konnte uns das Schloss nicht beeindrucken. Mit dem Bolzenschneider hatten wir es nach 58 Sekunden offen. Der Säge konnte es sich aber immerhin erfolgreich widersetzen und trug nur Kratzer davon.

Axa Rigid RCC 120/3,5

Axa gibt seinem Kettenschloss Rigid RCC 120 gerade einmal einen Wert von 3/15 im hauseigenen Sicherheitsrating und führt aus, dass es « für das Abschließen Ihres Fahrrads geeignet ist, wenn Sie nur kurz weg sind.« Man kann es also ruhigen Gewissens als »Café Lock« bezeichnen. Aufgrund der dünnen Kette und der verfügbaren Farbpalette hätten wir es eher als Kinderschloss wahrgenommen, wäre da nicht die für ein Kettenschloss beachtliche Länge von satten 120 Zentimetern, die Kindern bei der Handhabung eher im Weg sein dürfte. Für den Verschluss hat das Rigid RCC 120 vier Zahlenwalzen.

Wie zu erwarten war, lässt sich das Rigid RCC 120 mit einem Bolzenschneider schnell knacken. Interessanterweise muss man auch das Textil nicht durchschneiden, wenn man das Werkzeug unmittelbar hinter dem Verschluss ansetzt, denn das letzte Glied liegt weitgehend frei. Mit der Säge schafften wir es in den veranschlagten drei Minuten zu etwa 90 Prozent durch das Metall, mit einer weiteren Minute mehr Zeit hätten wir es durchsägen können – sehr knapp bestanden!

DoYourFitness Guardian

Das DoYourFitness Guardian wird von seinem Hersteller als Kinderfahrradschloss empfohlen. Das passt auch zu unserer Einordnung, denn die Glieder der gerade einmal 60 Zentimeter kurzen Kette sind mit einem Durchmesser von gerade einmal drei Millimeter extrem dünn. Außer im Blau unseres Testmusters ist das Schloss auch noch in Grün, Pink und Schwarz erhältlich. Es kommt mit zwei Schlüsseln, die mir ihrem geringen Gewicht und dem großen Plastikanteil keinen allzu hochwertigen Eindruck erwecken.

Mit dem Bolzenschneider brauchten wir nur 18 Sekunden, um das Schloss zu knacken. Neben der dünnen Kette erleichterten uns die Gummimanschetten nahe des Verschlusses die Arbeit: Weil sie sich einfach zur Seite schieben lassen, braucht man sich nicht mehr mit dem Textilmantel zu befassen.

 Fahrradschloss Test: Fahrradschloss Mit Alarm

Smarte und alarmgesicherte Schlösser

Die Vorteile eines Schlosses mit eingebauter Alarmanlage liegen auf der Hand: Sobald sich jemand daran zu schaffen macht, lenkt die Sirene ungeliebte Aufmerksamkeit auf den Dieb, der dann doch lieber umgehend das Weite sucht. Allerdings wagten sich bisher nur relativ wenige Hersteller an entsprechende Modelle, was sich aber allmählich ändert.

Neuerdings bieten immer mehr Unternehmen auch sogenannte Smart Locks an, die über den Alarm hinaus jede Menge technische Raffinesse versprechen. Sie verbinden sich per Bluetooth oder NFC mit dem Smartphone und können so beispielsweise per App entsperrt werden. Das Potenzial für ein Füllhorn praktischer Funktionen ist hoch, steht und fällt aber mit der Software der Hersteller.