Das beste Fahrradschloss

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Fahrradschloss Test: Alle Fahrradschloesser

Das beste Fahrradschloss für die meisten ist das Abus Ivera Steel-O-Flex 7200. Es ist zwar nicht ganz so aufbruchsicher wie ein Bügelschloss, aber viel praktischer in der Handhabung. Wer das Maximum an Sicherheit will, für den ist das Bügelschloss Granit X-Plus 540 von Abus die beste Wahl. Bei Bügelschlössern geht es aber fast genauso sicher auch wesentlich günstiger, zum Beispiel mit dem Modell von Nean. Auch Faltschlösser können sehr aufbruchsicher sein, das beste ist hier für uns das Abus Bordo 6000. Von normalen Kettenschlössern raten wir ab: Sie sind entweder leicht zu knacken – oder viel zu schwer.

Update 12. Oktober 2018

Wir haben das Litelock Gold Wearable getestet. Das Schloss ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Mangels einer geeigneteren Kategorie haben wir es zu den Faltschlössern gesteckt. An unseren Empfehlungen ändert sich dadurch aber nichts.

Für unseren Test haben wir 42 Fahrradschlösser von 17 Herstellern mit Seitenschneider, Stahlsäge und Bolzenschneider malträtiert. Die meisten von ihnen ließen sich mehr oder weniger einfach knacken.

Gegen alle Bügelschlösser im Test, einige sehr dicke und schwere Kettenschlösser und die besten Faltschlösser konnten wir mit unseren Werkzeugen dagegen nichts ausrichten – zumindest nicht innerhalb von drei Minuten. Fahrradschlösser, die innerhalb dieser Zeit nicht zu knacken sind, gelten als sicher, denn mit genügend Zeit lässt sich letztlich jedes Schloss aufbrechen, doch viel Zeit haben Fahrraddiebe eben nicht.

Unser Top-Favorit ist ein leichtes Panzerkabelschloss, das nur in Kombination mit Seiten- und Bolzenschneider zu öffnen ist. Bügel- und Faltschlösser sind zwar noch aufbruchsicherer, im Alltag aber nicht immer praktisch und unknackbare Kettenschlösser sind fürs Fahrrad einfach zu schwer.

Am Ende schnitt in allen vier Kategorien jeweils ein Fahrradschloss von Abus am besten ab. Allerdings gibt es teilweise deutlich günstigere Alternativen, die nur unwesentlich schlechter sind. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Abus Ivera Steel-O-Flex 7200

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivera Steel-O-Flex 7200
Das Panzerkabelschloss ist ein ernstzunehmender Widersacher, nur mit viel Mühe zu öffnen und trotz seiner Länge relativ leicht.

Das Abus Ivera Steel-O-Flex 7200 ist ein zäher Gegner für jeden, der sich vorher nicht gründlich im Baumarkt eingedeckt hat: Mit nur einem Werkzeug kriegt man es partout nicht klein. Es ist zwar nicht unfehlbar, macht aber soviel Mühe, dass es kaum ein Dieb damit aufnehmen wird. Dabei ist es relativ leicht, sehr flexibel in der Handhabung und kostet nicht die Welt. Damit ist das Abus Ivera Steel-O-Flex für uns ganz klar die beste Wahl für die meisten Fahrradfahrer.

Gut für Motorräder

Contec PowerLoc

Test besten Fahrradschlösser: Contec PowerLoc
Das dicke Panzerkabelschloss ist hervorragend verarbeitet und löblich ausgestattet, aber nicht gerade kompakt.

Wer motorisiert unterwegs ist, für den ist das Contec PowerLoc eine gute Alternative. Seine Verarbeitung ist vorbildlich und das Schloss bietet ordentlich Widerstand. Es ist aber wesentlich größer und deutlich schwerer als unser Top-Favorit und damit nicht wirklich für Fahrräder geeignet.

Top-Sicherheit

Abus Granit X-Plus 540

Test besten Fahrradschlösser: Abus Granit X-Plus 540
Hier beißt man auf Granit: Das Schloss ist mit gängigen Mitteln nicht zu überwinden.

Wer ohne Wenn und Aber auf Nummer sicher gehen will, greift zu massivem Stahl und sichert sein Fahrrad mit dem Bügelschloss Abus Granit X-Plus 540. Am Bügel beißt sich jeder Bolzenschneider die Zähne aus und die besondere Schließmechanik der X-Plus-Schlösser ist bei Lockpickern als praktisch unbezwingbar berüchtigt. Der 30 Zentimeter lange Bügel der großen Version ist außerdem groß genug, dass man ihn noch um einen Laternenpfahl legen kann.

Gut & Günstig

Nean Bügelschloss

Test besten Fahrradschlösser: Nean Bügelschloss
Das günstige Schloss hat einen angenehm langen und dicken Bügel.

von 18 Lesern gekauft

Wesentlich günstiger und ebenfalls gegen jeden gewaltsamen Aufbruchversuch gefeit ist das Nean Bügelschloss. Mit seinem dicken, großen Bügel kann man das Fahrrad noch gut anschließen. Das Schloss ist zwar nicht fehlerfrei, erfüllt aber seinen Zweck und ist schon für einen Preis zu haben, für den man bei Abus kaum mehr als eine Kette Büroklammern bekommen würde.

Bestes Faltschloss

Abus Bordo 6000

Test besten Fahrradschlösser: Abus Bordo 6000
Das Abus Bordo ist ein Klassiker und ein Musterbeispiel eines Faltschlosses. Es ist stabil verarbeitet, extrem hart und deutlich günstiger als der große Bruder mit X Plus.

Faltschlösser sind schön kompakt, haben aber generell den Ruf, nicht besonders sicher zu sein. Das Abus Bordo 6000 zeigt, dass es auch anders geht. Wo die meisten Faltschlösser in unserem Test gegen den Bolzenschneider keine Chance hatten, blieb das Bordo 6000 dank sehr guter Verarbeitung und der extremen Härte des verwendeten Stahls absolut standhaft gegen unsere Attacken.

Bestes Kettenschloss

Abus Ivy 9100

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivy 9100
Groß, schwer, hart und sicher: Das Ivy 9100 ist einfach nur gewaltig. Mit normalen Werkzeugen hat man gegen dieses Monstrum keine Chance.

Das Abus Ivy 9100 ist ein Koloss. Unter seinem Textilmantel verbirgt sich eine massive Stahlkette, mit der man Schiffe ankern könnte. Hätte das Schloss ein Gesicht, hätte es über unseren kläglichen Bolzenschneider nur hämisch gelacht. Der Schließmechanismus ist ebenfalls ausgefuchst und widerstand Picking-Versuchen souverän. Fürs Anketten zuhause ist das Abus Ivy 9100 eine gute Wahl, nur mitnehmen möchte man es nicht, denn dazu ist es einfach zu schwer.

Fahrradschloss Test: Fahrradschlösser Gruppenfoto Pile
Ganz schön viel Eisen: Die 42 getesteten Fahrradschlösser bringen zusammen über 50 Kilo auf die Waage.

Vergleichstabellen

Kabelschlösser

Kabelschlösser sind besonders an Kinderfahrrädern häufig zu sehen. Dabei handelt es sich um geflochtene Stahlseile in einer Ummantelung, meistens aus Gummi.

Sie sind leicht und flexibel, verdienen den Namen »Schloss« aber oft nur bedingt – »Wegfahrsperre« wäre eigentlich treffender, denn mit einem Seitenschneider sind sie binnen Sekunden durchtrennt. Für den ganz schnellen Besuch im Tante Emma-Laden mag es reichen und den Betrunkenen auf dem Heimweg kann es auch vom Gelegenheitsklau abhalten, echte Sicherheit gegen Fahrraddiebe darf man aber nicht davon erwarten.

Fahrradschloss Test: Kabelschlösser Gruppenfoto
Oben: Spiralschlösser von Burg Wächter, Blusmart und Bigo und Schlaufenkabel von Everest, Abus und Kryptonite. Unten: Panzerkabelschlösser von Abus, Contec, Onguard und Nean.

Deutlich besser machen es Panzerkabelschlösser, bei denen das Stahlseil zusätzlich mit Stahlhülsen ummantelt ist. Im Vergleich zu dicken Bügel- oder Kettenschlössern halten sie zwar weniger aus, in der Praxis reicht das aber meistens schon. Denn um sich durch die verschiedenen Schichten von Textil, Stahlhülsen und Stahlseil zu schneiden, braucht man ziemlich viel Zeit – und vor allem mehrere Werkzeuge.

Der größte Vorteil von Panzerkabelschlössern ist ihr viel geringeres Gewicht und das selbst bei Längen, mit denen man noch bequem sein Fahrrad an etwas anschließen kann. Ein solches Schloss kann man problemlos durch den Rahmen und einen Laternenpfahl legen. Das macht sie sehr alltagstauglichen Allroundern.

 

Unser FavoritGut für Motorräder
Modell Abus Ivera Steel-O-Flex 7200 Contec PowerLoc Nean Panzerschloss Onguard Rottweiler Bigo Kabelschloss Blusmart Kabelschloss Burg Wächter Spiralseilschloss 1345 Kryptonite KryptoFlex 410 Looped Cables Everest Fitness Abus Cobra 10/200
Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivera Steel-O-Flex 7200Test besten Fahrradschlösser: Contec PowerLocTest besten Fahrradschlösser: Nean PanzerschlossTest besten Fahrradschlösser: Onguard RottweilerTest besten Fahrradschlösser: Bigo KabelschlossTest besten Fahrradschlösser: Blusmart KabelschlossTest besten Fahrradschlösser: Burg Wächter SeilschlossTest besten Fahrradschlösser: Kryptonite KryptoFlex Looped CablesTest besten Fahrradschlösser: Everest FitnessTest besten Fahrradschlösser: Abus Cobra 10/200
Pro
  • Gut verarbeitet
  • Relativ Leicht
  • Flexibel
  • Mehrere Werkzeuge nötig
  • Gut verarbeitet
  • Guter Staubschutz
  • Vorbildlich ausgestattet
  • Recht lang
  • Gut gegen Bolzenschneider
  • Relativ günstig
  • Relativ leicht
  • Guter Staubschutz
  • Gute Ausstattung
  • Recht lang
  • Gut gegen Bolzenschneider
  • Relativ günstig
  • Ausstattung ist okay
  • Relativ günstig
  • Ausstattung ist okay
  • Günstig
  • Ordentliche Ausstattung
  • In mehreren Farben erhältlich
  • Relativ stabil
  • Verschiedene Längen erhältlich
  • Relativ stabil
  • Verschiedene Längen erhältlich
Contra
  • Nicht vollständig bruchsicher
  • Kein Staubschutz
  • Dürftige Ausstattung
  • Sperrig
  • Relativ schwer
  • Nicht bruchsicher
  • Kein Staubschutz
  • Mäßige Ausstattung
  • Sperrig
  • Schwer
  • Klobiger Verschlussteil
  • Mit Seitenschneider und Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Seitenschneider und Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Seitenschneider und Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Seitenschneider und Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Seitenschneider und Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Seitenschneider und Bolzenschneider leicht zu öffnen
Bester Preis

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Bügelschlösser

Experten sind sich einig: Bügelschlösser sind am sichersten. Und das hat sich auch in unserem Test bestätigt.

Fahrradschloss Test: Bügelschlösser Gruppenfoto
Bügelschlösser: Oben von Onguard, Kryptonite, Abus, Büchel und Rehkittz. Unten: Master Lock, Kryptonite, nochmal Master Lock, Nean und Trelock.

Bügelschlösser bestehen aus einem U-förmigen Stahlbügel, dessen offene Enden in den Verschlussriegel gesteckt werden. Am dicken Stahl kapitulieren selbst Bolzenschneider. Um noch sicherer zu gehen, ist das Schloss im besten Fall außerdem doppelt verriegelt. Das bedeutet, dass beide Enden einzeln abgesperrt sind und ein Dieb den Bügel nicht nur einmal, sondern gleich zweimal durchtrennen müsste.

Experten sind sich einig: Bügel­schlösser sind am sichersten

Allerdings sind Bügelschlösser nicht nur relativ schwer, sondern auch sperrig. Im Alltag ist es daher nicht immer leicht, das Rad mit einem Bügelschloss anzusperren, zumal der Durchmesser der meisten Bügelschlösser zu klein für die meisten Laternenpfähle ist. Geländer und Zäune sind ebenfalls keine gute Wahl, da sie selbst oft einfach zu durchtrennen sind. Am besten zum Ansperren geeignet sind da noch die Pfosten von Verkehrsschildern.

Zum Verstauen werden fast alle Bügelschlösser zusammen mit einer Aufhängung geliefert, mit der man das Schloss am Rahmen des Fahrrads befestigen kann.

 

Top-SicherheitGut & Günstig
Modell Abus Granit X-Plus 540 Nean Bügelschloss Abus Granit 460 Trelock BS 650 ZB 401 Master Lock 8195EURDPRO Kryptonite New York Lock 3000 Kryptonite New-U Evolution Standard Rehkittz CL888 Büchel Sekura KB 305 Onguard Bulldog Combo STD 8010C Trelock BS 450 Master Lock 8238EURDPRO
Test besten Fahrradschlösser: Abus Granit X-Plus 540Test besten Fahrradschlösser: Nean BügelschlossTest besten Fahrradschlösser: Abus Granit 460Test besten Fahrradschlösser: Trelock BS 650/108-230 ZB 401Test besten Fahrradschlösser: Master Lock 8195EURDPROTest besten Fahrradschlösser: Kryptonite New York Lock 3000Test besten Fahrradschlösser: Kryptonite Evolution Series 4 StandardFahrradschlösser Test: Rehkittz Cl888 ProduktfotoTest besten Fahrradschlösser: Büchel Sekura KB 305Test besten Fahrradschlösser: Onguard Combo STD 8010CTest besten Fahrradschlösser: Trelock BS 450/108-230Test besten Fahrradschlösser: Master Lock 8238EURDPRO
Pro
  • Extrem robust
  • Wahlweise langer Bügel
  • Ordentliche Ausstattung
  • Automatischer Staubschutz
  • Sehr sicher gegen Picking
  • Günstig
  • Stabil
  • Langer, dicker Bügel
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Wahlweise langer Bügel
  • Stabil
  • Wahlweise langer Bügel
  • Bequem aufzuschließen
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Angenehme Vinyl-Oberfläche
  • Langer Bügel
  • Staubschutz
  • Preiswert
  • Stabil
  • Gute Verarbeitung
  • Dicker Bügel
  • Vorbildliche Ausstattung
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Gute Verarbeitung
  • Vorbildliche Ausstattung
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Günstig
  • Ordentlich gegen Picking gewappnet
  • Stabil
  • Günstig
  • Bequem aufzuschließen
  • Ordentliche Ausstattung
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Günstig
  • Zahlencode mit fünf Stellen
  • Wahlweise langer Bügel
  • Staubschutz
  • Stabil
  • Dicker, langer Bügel
  • Staubschutz
Contra
  • Relativ schwer
  • Teuer
  • Vierkantbügel suboptimal
  • Mittelmäßige Ausstattung
  • Kein Staubschutz
  • Mittelmäßige Ausstattung
  • Mittelmäßige Ausstattung
  • Bügel ragt unten aus dem Gehäuse
  • Schwer
  • Relativ teuer
  • Relativ teuer
  • Sehr klein
  • Obskurer Hersteller & Bewertungen
  • Sehr klein
  • Verarbeitungsqualität teilweise mäßig
  • Recht klein
  • Sieht billig aus
  • Sieht billig aus
  • Teuer
Bester Preis
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Faltschlösser

Ähnlich schwer wie die Geschwister mit Bügel, aber kompakter und einfacher zu verstauen, sind Faltschlösser. Wie Bügelschlösser bestehen sie aus dickem Stahl, haben aber bewegliche Gelenke, an denen man sie zusammenklappen kann. Das macht das Handling aber nicht gerade leichter, weshalb sie bei vielen Fahrradfahrern unbeliebt sind.

Fahrradschloss Test: Faltschlösser Gruppenfotos
Faltschlösser: Oben von Trelock, Master Lock und Sportastisch, unten von Kryptonite, Abus, Axa und Wheel Up.

Außerdem sind die Scharniere an den Faltstellen oft Schwachpunkte, manche lassen sich mit einem Brecheisen aufhebeln. Zudem kommt es sehr auf den verwendeten Stahl an. Vor allem günstigere Faltschlösser konnten wir im Test mit dem Bolzenschneider im Nu durchtrennen, bei anderen hatte der Bolzenschneider keine Chance.

 

Bestes Faltschloss
Modell Abus Bordo 6000 Abus Bordo Granit X-Plus 6500 Trelock FS 500 Toro Litelok Gold Wearable Kryptonite Keeper 810 Axa Toucan Trelock FS 300 Trigo ZT Wheel Up Hamburg Master Lock Hexilock 8260 Trelock FS 200 Two Go Sportastisch Fold & Hold
Test besten Fahrradschlösser: Abus Bordo 6000Test besten Fahrradschlösser: Abus Bordo Granit X Plus 6500/85Test besten Fahrradschlösser: Trelock FS 500 ToroTest Fahrradschloss: Litelok Gold WearableTest besten Fahrradschlösser: Kryptonite Keeper 810Test besten Fahrradschlösser: Axa ToucanTest besten Fahrradschlösser: Trelock FS 300/85 Trigo ZTTest besten Fahrradschlösser: Wheel Up HamburgTest besten Fahrradschlösser: Master Lock Hexilock 8260Test besten Fahrradschlösser: Trelock FS 200 Two GoTest besten Fahrradschlösser: Sportastisch Fold & Hold
Pro
  • Gut verarbeitet
  • Hartes Material
  • Kompakt
  • Tasche mit Halterung
  • Sehr sicher gegen Picking
  • Gut verarbeitet
  • Hartes Material
  • Kompakt
  • Tasche mit Halterung
  • Extrem sicher gegen Picking
  • Gut verarbeitet
  • Hartes Material
  • Kompakt
  • Tasche mit Halterung
  • Staubschutz
  • Widerstandsfähig
  • Nicht zu schwer
  • Gut verarbeitet
  • Hartes Material
  • Tasche mit Halterung
  • Staubschutz
  • Gute Länge
  • Hartes Material
  • Tasche mit Halterung
  • Staubschutz
  • Kompakt
  • Leicht
  • Zähes Material
  • Tasche mit Halterung
  • Automatischer Staubschutz
  • Kompakt
  • Leicht
  • Leicht
  • Tasche mit Halterung
  • Automatischer Staubschutz
  • Leicht
  • Tasche mit Halterung
  • Leicht
Contra
  • Kein Staubschutz
  • Kein Staubschutz
  • Teuer
  • Relativ schwer
  • Teuer
  • Relativ schwer
  • Kein Staubschutz
  • Teuer
  • Etwas unhandlich
  • Anfällig für Picking
  • Unhandlich
  • Schlüssel hakt
  • Nicht ganz so kompakt
  • Nicht bruchsicher
  • Recht kurz
  • Mäßiges Material
  • Plastikdeckel fiel von selbst ab
  • Schwaches Material
  • Anfällige Scharniere
  • Schwaches Material
  • Anfällige Scharniere
  • Schwaches Material
  • Anfällige Scharniere
Bester Preis
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Kettenschlösser

Sehr beliebt sind bei vielen Fahrradfahrern Kettenschlösser. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen und durch die vielen Glieder sind sie flexibel genug, damit man immer irgendwas findet, woran man sein Fahrrad anschließen kann.

Fahrradschloss Test: Kettenschlösser Gruppenfotos
Kettenschlösser: Oben von Abus, Kryptonite, Axa, Sportastisch und Nean, unten von Abus, Kohlburg, Axa und nochmal Abus.

Leichte Ketten­schlösser sind schnell durch­trennt, sichere sind viel zu schwer

Aber Kettenschlösser sind längst nicht so sicher, wie viele denken. Es kommt hier entscheidend auf den Durchmesser der Kettenglieder an. Bis zu einem Durchmesser von fünf bis sechs Milllimetern durchtrennt ein Bolzenschneider selbst Ketten aus gehärtetem Stahl mühelos. Doch je dicker die Kettenglieder sind, desto schwerer ist die Kette. Im Test zeigte sich: Leichte Kettenschlösser sind schnell durchtrennt und sichere sind fürs Fahrrad viel zu schwer.

 

Bestes Kettenschloss
Modell Abus Ivy 9100 Abus Granit City Chain X-Plus 1060 Axa Cherto Compact Neo Kryptonite Evolution 4 Abus Web 1500 Nean Kettenschloss Abus Tresor 1385 Kohlburg Amsterdam Axa Linq City Sportastisch Heavy Lock
Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivy 9100Test besten Fahrradschlösser: Abus City Chain X Plus 1060Test besten Fahrradschlösser: Axa Cherto Compact NeoTest besten Fahrradschlösser: Kryptonite Evolution 4Test besten Fahrradschlösser: Abus Web 1500Test besten Fahrradschlösser: Nean KettenschlossTest besten Fahrradschlösser: Abus Tresor 1385Test besten Fahrradschlösser: Kohlburg AmsterdamTest besten Fahrradschlösser: Axa Linq CityTest besten Fahrradschlösser: Sportastisch Heavy Lock
Pro
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Gut gegen Picking gewappnet
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Gut gegen Picking gewappnet
  • Ordentliche Ausstattung
  • Automatischer Staubschutz
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Extrem hart
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Gute Ausstattung
  • Ordentliche Ausstattung
  • Leicht
  • Günstig
  • In vielen Farben erhältlich
  • Relativ leicht
  • Günstig
  • Zahlencode mit fünf Stellen
  • In vielen Farben erhältlich
  • Sieht schick aus
  • Relativ leicht
  • Relativ leicht
  • Zahlencode mit fünf Stellen
Contra
  • Enorm schwer
  • Kein Staubschutz
  • Mäßige Ausstattung
  • Enorm schwer
  • Klobiger Verschlussteil
  • Teuer
  • Schwer
  • Mäßige Ausstattung
  • Stellenweise mäßig verarbeitet Schloss hakt manchmal
  • Schwer
  • Unhandlicher Stecker
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Kleine Version ist zu kurz
  • Mäßige Ausstattung
  • Kein Staubschutz
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Plastik anfällig auf Kälte
  • Kein Staubschutz
  • Relativ teuer
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Bauform ist ein Sicherheitsrisiko
  • Kein Staubschutz
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Stecker ist ein Sicherheitsrisiko
  • Kein Staubschutz
  • Mäßige Ausstattung
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
Bester Preis
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Was macht ein gutes Fahrradschloss aus?

Dass besonders enthusiastische Pedalisten zum Teil mehrere Kilogramm schwere Stahlbügel durch die Gegend bugsieren, geschieht nicht ohne guten Grund, denn als Faustregel lässt sich festhalten: Umso schwerer ein Schloss ist, desto mehr hält es aus. Abgesehen davon geht es aber auch um die Sicherheit des Schließmechanismus. Auch hier gibt es große Unterschiede.

Mit Fingerspitzengefühl und roher Gewalt

Um ein Schloss zu öffnen, gibt es für Diebe prinzipiell zwei Möglichkeiten: rohe Gewalt oder Köpfchen und Fingerspitzengefühl. Das gewaltlose Öffnen des Schließmechanismus von Schlössern ist auch unter dem Namen »lock picking« bekannt und erfordert entsprechende Kenntnisse, Spezialwerkzeug und vor allem: viel Übung.

Fahrradschlösser werden in aller Regel entweder durch Pins oder Scheibenzylinder verriegelt. Erst wenn die Stifte oder Scheiben von einem passenden Schlüssel in die richtige Position gedreht werden, kann der Sperrbalken rein- oder rausgeschoben werden. Lockpicker können Pins und Scheiben statt mit dem Schlüssel auch mithilfe ihrer Werkzeuge in die richtigen Positionen bewegen. Um ihnen das zu erschweren, haben hochwertige Schlösser oft zusätzliche, falsche Aussparungen oder andere kleine Gemeinheiten in petto.

Lock­picking spielt bei Fahrrad­dieb­stählen kaum eine Rolle

In der Praxis spielt das Lockpicking bei Fahrraddiebstählen kaum eine Rolle. Der Grund dafür ist zum einen, dass die Schließmechanismen immer sicherer werden. Zum anderen hat jeder Schließmechanismus andere Schwachstellen. Ein kompetenter Dieb müsste die Stadt also ständig auf der Suche nach bestimmten Fahrradschlössern durchstreifen, von denen er weiß, dass er sie öffnen kann – und dann muss auch noch ein wertvolles Fahrrad daran hängen.

Die meisten Schlösser lassen sich sehr viel einfacher und schneller gewaltsam öffnen. Je nach Material und Dicke des Fahrradschlosses kann man ihm mithilfe von Bohrern, Brecheisen, Sägen, Hämmern, Schweißbrennern, Seiten- oder Bolzenschneidern auf den Laib rücken. Spätestens bei einem Winkelschleifer, umgangssprachlich »Flex« genannt, kapituliert am Ende auch das massivste Schloss.

Solche Vorhaben kosten aber Zeit und ziehen die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich – beides Dinge, die Fahrraddiebe gewöhnlich lieber vermeiden. Die häufigsten Methoden sind deshalb die Seiten- und Bolzenschneider, mit denen Kabel und Stahl einfach durchgeknipst werden.

Die oft erzählte Variante, ein Schloss mithilfe eines Eissprays zu vereisen und dann mit einem gezielten Hammerschlag zerbersten zu lassen, gehört dagegen eher ins Reich der Urban Myths: Tests zeigen, dass man dazu sehr viel Eisspray und sehr viele sehr kräftige Hammerschläge braucht.

Schlüssel oder Zahlen?

Ob Sie ihr Fahrrad lieber per Zahlenkombination oder einem herkömmlichen Schlüssel öffnen möchten, ist in erster Linie Geschmacksache. Trotzdem gibt es einige Vor- und Nachteile der beiden Methoden, die es zu bedenken gilt.

Schlüssel können anders als Zahlen nicht erraten werden und es kann Ihnen auch niemand heimlich über die Schulter gucken. Solange Sie Ihren Schlüssel bei sich haben, können sie sich relativ sicher sein, dass kein Mensch in Ihrer Abwesenheit das Schloss öffnen kann. Zumindest die Schlüssel der besseren Modelle sind häufig sogar mit einer kleinen LED-Lampe ausgestattet, damit man auch im Dunklen gut aufschließen kann.

Auf der anderen Seite kann man Schlüssel verlieren. Sie können auch verbiegen oder – noch schlimmer – im Schloss abbrechen. Durch das Schlüsselloch können außerdem Schmutz und Wasser in den Schließzylinder gelangen, den man obendrein noch drehen können muss. Das kann im Dauereinsatz zum Haken oder Klemmen führen. Um der Witterung zu trotzen, sollte ein Schloss deshalb immer eine Verriegelung für das Schlüsselloch haben – leider ist das nicht immer der Fall.

Die Verriegelungen gibt es übrigens in zwei verschiedenen Varianten: Die häufigste ist ein Schieber, mit dem man die Öffnung für den Schlüssel per Hand auf- und zumacht. Bequemer sind automatische Verriegelungen, die beim Einstecken des Schlüssels von selbst aufgehen. Die findet man aber nur bei teureren Modellen.

Mit Zahlenschlössern hat man diese Probleme nicht. Zwar kann sich auch zwischen den Zahlenwalzen Schmutz ansammeln, ein vollständiges Blockieren ist aber unwahrscheinlicher. Blöd ist nur, wenn man das Schloss eine Weile lang nicht benutzt und die Nummer vergisst – wo man die Ersatzschlüssel wiederfinden könnte, stellt einen eine verlorene Kombination vor Probleme. Zwar kann man sein Glück mit reinem Ausprobieren versuchen, aber selbst mit den üblichen vier Zahlenwalzen gibt es schon zehntausend mögliche Codes.

Bei den meisten Zahlenschlössern kann – und sollte – man die Kombination übrigens ändern. Das klappt aber nur, wenn das Schloss schon geöffnet ist. Fast alle Hersteller liefern ihre Zahlenschlösser mit einer Reihe von Nullen als Kombination aus, also zum Beispiel 0000 bei einem vierstelligen Schloss. Eine Ausnahme bildet die Firma Onguard, die standardmäßig die Kombination 0005 nutzt.

Tipps zur Vorsorge

Selbst das beste Schloss kann keine hundertprozentige Sicherheit garantieren. Als Gütekriterium gilt, dass ein Schloss unter Laborbedingungen drei Minuten lang Angriffe überstehen können muss. Das hat der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e. V.) in seinen Normen festgelegt. Trotzdem können Sie noch mehr tun, als ein teures Schloss zu kaufen und zu hoffen, dass niemand schafft, es zu knacken. Sie können das Risiko eines Diebstahls enorm minimieren, wenn Sie einige Dinge beachten:

  • Immer abschließen: Lassen sie Ihr Fahrrad niemals ungesichert herumstehen, auch nicht nur mal kurz.
  • Immer anschließen: Das beste Schloss nutzt nichts, wenn man es mitsamt dem Fahrrad einfach wegtragen und in einen Transporter werfen kann. Schließen Sie es deshalb immer an einem feststehenden, unbeweglichen Gegenstand fest, der so hoch ist, dass man es nicht einfach darüberheben kann. Achten Sie auch darauf, dass der Gegenstand stabil ist – schließen Sie Ihr Fahrrad an ein dünnes Geländer oder einen Maschendrahtzaun an, knipst der Dieb nämlich einfach die durch.
  • Immer umschauen: Nach Möglichkeit sollte Ihr Fahrrad so sichtbar wie nur irgendwie möglich sein. Belebte Plätze und Einkaufsstraßen eignen sich besser als halbdunkle Seitengassen, in denen ein Dieb viel Zeit hat, um unbeobachtet sein Werkzeug auszupacken. Nicht so leicht zu finden, aber praktisch, ist eine erhöhte Position. Zum Einen kann der Angreifer keine Werkzeuge am Boden abstützen, was besonders bei Bolzenschneidern hilft, zum Anderen ist er so besser sichtbar.
  • Durch und durch: Achten Sie darauf, dass das Schloss immer durch den Rahmen und nach Möglichkeit noch eins der Räder geht. Besonders die Vorderräder lassen sich nämlich leicht abmontieren und der Rest des Fahrrads mitnehmen. Schlaufenkabel sind zwar nicht besonders wehrhaft, geben als Ergänzung zu einem richtigen Schloss aber zumindest ein wenig Schutz.
  • Doppelt hält besser: Wenn Sie ihr Fahrrad über Nacht draußen stehen lassen, sichern Sie es am besten mit zwei verschiedenen Schlosstypen. Diebe spezialisieren sich oft nur auf einen davon und schleppen für den anderen kein geeignetes Werkzeug mit sich herum. Aufgrund des Gewichts guter Schlösser ist dieser Tipp vielleicht weniger für unterwegs geeignet, hilft aber beim allabendlichen Parken im Hinterhof.

So haben wir getestet

Alle Fahrradschlösser im Test mussten Aufbruchversuche mit einem Seitenschneider, einer Handstahlsäge und einem Bolzenschneider über sich ergehen lassen. Auf einen Test mit einem Akku-Winkelschneider haben wir bewusst verzichtet, denn einerseits hat gegen eine »Flex« ohnehin kein Fahrradschloss eine Chance, zum anderen macht die beim Durchtrennen von Metall so viel Lärm, dass dieses Werkzeug in der Praxis kaum eine Rolle spielen dürfte.

Unsere Wahl fiel auf einen Bolzenschneider, der mit 61 Zentimetern Länge gerade noch klein genug ist, dass er noch in einen großen Rucksack passen würde, einen 25 Zentimeter großen Seitenschneider für Pianodraht und zwei verschiedene Handmetallsägen. Wir haben bei jedem Versuch die Zeit gestoppt und nach drei Minuten abgebrochen.

Bei den Schlössern, die unseren Versuchen trotzen konnten und als potenzielle Testsieger in Frage kamen, wollten wir es aber noch ein bißchen genauer wissen und haben die Experten eines Lockpicking-Vereins nach ihrer Meinung gefragt.

Außerdem haben wir uns Verarbeitung und Ausstattung angesehen, denn zwischen den Schlössern gibt es teils erhebliche Qualitätsunterschiede. Zudem interessierten uns Handhabung und Gewicht, weil wir überzeugt sind, dass das sicherste Schloss nicht zum alltäglichen Gebrauch taugt, wenn es zu schwer oder zu unhandlich ist.

Fahrradschloss Test: Abus Ivera Steel O Flex

Testsieger: Abus Ivera Steel-O-Flex 7200

Das Panzerkabelschloss Abus Ivera Steel-O-Flex 7200 ist für uns für die meisten Fahrradfahrer ganz klar die beste Wahl. Wir konnten es zwar knacken, der dazu nötige Aufwand war aber beachtlich. Noch dazu ist es leicht und sehr flexibel in der Handhabung.

Unser Favorit

Abus Ivera Steel-O-Flex 7200

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivera Steel-O-Flex 7200
Das Panzerkabelschloss ist ein ernstzunehmender Widersacher, nur mit viel Mühe zu öffnen und trotz seiner Länge relativ leicht.

In den eingeplanten drei Minuten waren wir noch nichtmal so weit, dass wir den Seitenschneider am Stahlkabel ansetzen konnten. Am Ende haben wir letztendlich unsere gesamte Werkzeugpalette gebraucht, um das Schloss zu durchtrennen.

Um das Innenleben freizulegen, mussten wir zunächst einmal durch das Textil kommen. Unter dem Textil kam eine Art Gummischlauch zum Vorschein. Darunter stießen auf Stahlhülsen, um festzustellen, dass man daran dauernd abrutscht. Längs zu schneiden ging auch nicht, weil die einzelnen Glieder überlappen und man mit der Spitze des Seitenschneiders nicht dazwischen kommt. Wären wir nur mit einem Seitenschneider bewaffnet auf Diebestour gewesen, wäre uns das Ganze spätestens an dieser Stelle zu blöd gewesen und wir hätten uns einfach ein anderes Fahrrad vorgenommen.

Nur mit Messer, Seiten­schneider und Bolzen­schneider zu öffnen

Mit dem Bolzenschneider konnten wir die Stahlhülsen zerquetschen, darunter kam schlussendlich das Stahlkabel zum Vorschein, das man mit viel Gefummel dann wiederum mit dem Seitenschneider durchtrennen konnte. Aber auch da war es nicht einfach mit einem Schnitt getan, denn das ganze Kabel aufs Mal ließ sich nicht durchtrennen. Nur mit kleinen Strängen von wenigen Fasern und häufigem Nachsetzen kamen wir voran, bis das Ivera nach langer Gegenwehr letztendlich durchschnitten war.

Wir haben es anschließend auch nochmal an einer anderen Stelle mit der Metallsäge probiert. Die erwies sich als sehr gutes Mittel, um dem störrischen Textil Herr zu werden. Das war es aber auch schon wieder, denn an den Stahlgliedern zeigte sich das Ivera auch nach einer Minute Sägen absolut unbeeindruckt von unseren Handwerkskünsten. Es hatte nur ein paar kleinere Kratzer, das war’s.

Auch wenn wir das Ivera Steel-O-Flex schlussendlich kleinkriegten, dauerte es deutlich länger als drei Minuten und war nur mit Messer, Seitenschneider und Bolzenschneider zu schaffen. Damit ist es für uns in der Praxis aufbruchsicher.

Die Ausstattung des schwarz-blau gestreiften Panzerkabelschlosses ist leider etwas mager; es liegen nur zwei Schlüssel bei und keiner der beiden hat eine LED. Unschön finden wir auch, dass das Ivera Steel-O-Flex 7200 keinen Staubschutz hat – selbst die billigsten Schlösser von No-Name-Herstellern verfügen meist mindestens über einen manuellen Schieber. Eine Halterung gibt es nur gegen Aufpreis mit dem Namenszusatz »+RBU«, aber die braucht man bei einem flexiblen Schloss wie dem Ivera auch nicht unbedingt.

Den Testsieg bekommt das Ivera Steel-O-Flex 7200, weil es im Gegensatz zu allen anderen aufbruchsicheren Schlössern im Test sehr leicht und gut zu handhaben ist. Es ist zwar nicht ganz so flexibel wie ein Ketten- oder Kabelschloss, kommt dem aber sehr nah. Außerdem ist es lang genug, dass man sein Fahrrad überall ansperren kann. Auch bei der Verarbeitung leistet es sich keine Schnitzer und der Preis gefällt uns obendrein: Rund 30 Euro sind angesichts der tollen Leistung alles andere als viel.

Abus Ivera Steel-O-Flex 720 im Testspiegel

Die Stiftung Warentest hatte das Ivera 7200 ebenfalls schon im Test und hat eine Gesamtnote von 3,8 vergeben (Test 04/2013). Das ist erstmal ernüchternd, klingt aber schlechter als es tatsächlich ist, weil das Ivera damit noch immer die zweitbeste Bewertung der Panzerkabelschlösser bekommen hat und auch bauformübergreifend zu den Top 10 im Testfeld gehörte.

Kritisiert wurde vor allem die Aufbruchssicherheit, was bedeutet, dass die Tester das Steel-O-Flex offenbar in unter 3 Minuten öffnen konnten. Wir können uns nicht vorstellen, wie das zu bewerkstelligen sein soll. Leider macht die Stiftung Warentest hierzu keine genaueren Angaben.

Gelobt wurden die Handhabung mit einer soliden 2,2, die gute Haltbarkeit mit einer Bewertung von 1,5 und die äußerst geringe Schadstoffbelastung, bei der das Ivera sogar die Bestnote von 1,0 ergattern konnte.

Alternativen

Das Ivera Steel-O-Flex 7200 ist für uns das beste Fahrradschloß für die meisten – aber eben nicht für alle. Hier sind unsere Alternativen für alle, die andere Anforderungen haben.

Gut für Motorräder: Contec PowerLoc

Falls Sie auf der Suche nach einem geeigneten Schloss für Ihr Motorrad sind, ist das PowerLoc von Contec eine gute Alternative.

Das Panzerkabelschloss ist etwas größer und schwerer, womit es für die meisten Fahrradfahrer zu unhandlich sein dürfte. In Sachen Sicherheit ist das PowerLoc dafür aber noch eine Nasenlänge voraus.

Gut für Motorräder

Contec PowerLoc

Test besten Fahrradschlösser: Contec PowerLoc
Das dicke Panzerkabelschloss ist hervorragend verarbeitet und löblich ausgestattet, aber nicht gerade kompakt.

Das liegt allem voran an den enormen Abmessungen des Schlosses, denn die Stahlmanschetten haben je nach Ausführung einen Durchmesser von mindestens zwei Zentimetern und sind damit zu breit, um zwischen die Klemmen eines Bolzenschneiders zu passen. Da man sie aber ohne den Riesenquetscher nicht aufkriegt, kommt man nicht an das Stahlkabel im Inneren. Somit wird auch der Seitenschneider auf die Plätze verwiesen. Man könnte sie zwar aufsägen, dazu muss man aber ordentlich Zeit mitbringen – zu viel für einen Diebstahl in der Öffentlichkeit.

Das Problem, dass sich aus den stattlichen Abmessungen ergibt, liegt auf der Hand: Das Schloss ist zum einen ziemlich schwer und zum anderen relativ unflexibel und damit schwierig zu verstauen. Die große Länge, die aufgrund der Möglichkeit, das Schloss beispielsweise um einen Laternenpfahl legen zu können, eigentlich zu den positiven Eigenschaften gehört, wird da schnell zum Nachteil.

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen: Die mattschwarze Ummantelung aus Kunststoff ist wasserabweisend und sieht gut aus, der Schlüssel hakt nicht. Das Schlüsselloch hat eine doppelseitige, automatische Verriegelung für den Staubschutz. Man kann somit nicht vergessen ihn wieder zu verschließen und braucht sich trotzdem keine Gedanken machen, dass Schmutz in das Schloss gelangen könnte.

Wir wissen zwar nicht, ob man wirklich so viele Schlüssel braucht, aber das PowerLoc hat davon gleich fünf im Gepäck – mehr als stattlich! Einer davon ist mit einer weiß leuchtenden LED ausgestattet, die einem im Dunklen das Finden des Schlüssellochs erleichtert. Da darf sich Abus ruhig mal anschauen, wie andere Hersteller das machen.

Was allerdings auch hier fehlt, ist eine Halterung. Andererseits wüssten wir aber ohnehin nicht, wo man sie anbringen könnte, denn das Schloss wäre dafür in jedem Fall zu ausladend.

Für die meisten Fahrradfahrer dürfte das Contec PowerLoc zwar zu groß, zu unhandlich und zu schwer sein, für eBikes, S-Pedelecs oder Mopeds ist es aber eine sehr gute Alternative.

Das beste Bügelschloss: Abus Granit X-Plus 540

Bügelschlösser gelten allgemein als die stabilste Bauform und mit dem Abus Granit X-Plus 540 erhält man das stabilste von allen. Seinem Eliteschloss hat Abus eine Halterung und einen Staubschutz spendiert, der das Schlüsselloch nach dem Herausziehen des Schlüssels automatisch verschließt. Davon liegen zwei bei, einer davon hat eine LED.

Top-Sicherheit

Abus Granit X-Plus 540

Test besten Fahrradschlösser: Abus Granit X-Plus 540
Hier beißt man auf Granit: Das Schloss ist mit gängigen Mitteln nicht zu überwinden.

Der Markenname Granit steht für Schlösser aus besonders stabilem Stahl und nachdem wir uns an einigen der damit betitelten Produkte zu schaffen gemacht haben, können wir sagen, dass Abus damit nicht übertreibt.

Zwar bekommt man den Bolzenschneider weit genug geöffnet, um die Stahlstrebe des Granit X-Plus 540 dazwischen zu versenken, zudrücken kann man ihn dann aber nicht mehr. Selbst wenn man das Werkzeug auf dem Boden abstützt und sich mit vollem Körpergewicht auf den Hebelarm lehnt, bleibt am Metall nichtmal ein Kratzer zurück.

Dasselbe Spiel in Grün wiederholte sich mit der Metallsäge. Den schwarz-grauen Kunststoffmantel kriegt man natürlich problemlos durchgesägt, danach schafft man es aber nicht einmal mehr, auch nur einen Kratzer ins Metall zu schneiden.

Allerdings konnten wir auch alle anderen Bügelschlösser nicht mit dem Bolzenschneider öffnen, wozu dann also mehr Geld ausgeben? Die Antwort liegt im Schließmechanismus. Mit X-Plus bezeichnet Abus eine Verriegelung, die praktisch unüberwindbar ist. Es gibt bislang keine Werkzeuge, mit denen man X-Plus-Schlösser zerstörungsfrei öffnen kann, wie ein Lockpicker erklärte.

Ob einem das den Aufpreis wert ist, muss freilich jeder selbst entscheiden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, ist mit dem Abus Granit X-Plus 540 auf jeden Fall gut beraten.

Günstiger: Nean Bügelschloss

Wer ein aufbruchsicheres Schloss für wenig Geld sucht, dem empfehlen wir das Bügelschloss von Nean. Es gibt es sowohl mit Schlüssel als auch mit Zahlencode, beide sind gleich günstig. Wir hatten die Variante mit Schlüssel im Test.

Gut & Günstig

Nean Bügelschloss

Test besten Fahrradschlösser: Nean Bügelschloss
Das günstige Schloss hat einen angenehm langen und dicken Bügel.

von 18 Lesern gekauft

Der Bügel des Nean gehört mit 16 Millimetern Durchmesser zu den dickeren im Test, was das Umklammern mit dem Bolzenschneider ein bißchen schwierig machte. Unverständlich ist, warum der Hersteller ihn in Vierkantform fertigt, denn während wir an runden Bügeln mit ähnlicher Breite abrutschten, waren gerade die Kanten hier Stellen, an denen der Bolzenschneider fassen konnte.

Damit ließ sich der Bügel direkt an den Kanten ein Stück weit eindellen, an Durchtrennen war aber nicht zu denken. Das hatten wir bei einer so dicken Stahlstrebe auch nicht wirklich erwartet, probiert haben wir es natürlich trotzdem.

Sägen hinterließ einige Kratzer und man könnte das Schloss damit wahrscheinlich auch irgendwann zerstören, aber das wäre eher eine Sache von Stunden als von Minuten, zumal das Nean wie alle anderen Bügelschlösser im Test doppelt verriegelt ist. Man müsste also beide Seiten durchsägen, was dann zusammen auf 3,2 Zentimeter Stahl kommt. Wer dazu die Muskeln und die Geduld hat, könnte wahrscheinlich auch bessere Jobs finden als Fahrräder zu klauen.

Sowohl der Bügel als auch das Gehäuse sind vollständig gummiert, was Kratzer verhindert und verglichen mit den Plastikgehäusen einiger namhafter Konkurrenten recht wertig wirkt. Damit erinnert das schwarz-graue Schloss ein wenig an unsere Sicherheitsempfehlung aus dem Hause Abus, allerdings ist der Bügel dicker und hat die genannte Vierkantform.

Ebenfalls wie bei Abus kommt das Nean Bügelschloss mit nur zwei Schlüsseln, allerdings ohne LED. Außerdem gibt es auch hier eine Halterung für den Transport.

Darüber hinaus spendiert Nean seinem Bügelschloss einen Staubschutz. Der wird mithilfe eines Schiebers realisiert, der manuell geöffnet und geschlossen werden muss. Er sitzt gut im Gehäuse und klappert nicht. Wir sind zufrieden.

Das Nean Bügelschloss ist nicht perfekt, für den Preis aber durchaus eine attraktive Wahl für Radfahrer, denen Abus und Konsorten einfach zu teuer sind und die auf Dinge wie einen automatischen Staubschutz verzichten können.

Das beste Faltschloss: Abus Bordo 6000

Faltschlösser gelten allgemein als anfällig, weil die Gelenke einen Schwachpunkt darstellen. Das ist aber nicht bei allen so. Beim Abus Bordo 6000 liegen die einzelnen Glieder beispielsweise so nah beieinander, dass man mit dem Bolzenschneider nicht direkt an die Scharniere kommt.

Bestes Faltschloss

Abus Bordo 6000

Test besten Fahrradschlösser: Abus Bordo 6000
Das Abus Bordo ist ein Klassiker und ein Musterbeispiel eines Faltschlosses. Es ist stabil verarbeitet, extrem hart und deutlich günstiger als der große Bruder mit X Plus.

Das Bordo ist ein Klassiker und kann als Blaupause für Faltschlösser gesehen werden. Abus hat das Modell im Lauf der Jahre aber immer weiter verbessert.

Wir hatten das Modell mit der Nummer 6000 im Test. Den Versuch, das Schloss an den Scharnieren aufzubrechen, haben wir recht schnell wieder aufgegeben. Selbst mit enormen Kraftaufwand bewegte sich da einfach nichts.

Die flachen Glieder von Faltschlössern haben einen deutlich geringeren Durchmesser als die Stahlstreben von Bügelschlössern, daher hatten wir uns gute Chancen ausgerechnet, dass Bordo mit dem Bolzenschneider zu bezwingen. Schnell haben wir dann allerdings festgestellt, dass der Stahl dermaßen hart ist, dass wir ihm nur ein paar Dellen zufügen konnten. Selbst als wir das Schloss vom Fahrrad nahmen, um das Werkzeug am Boden abstützen zu können, was in der Realität so niemals möglich sein sollte, kamen wir nicht weiter.

Auch mit der Stahlsäge hatten wir trotz äußerster Anstrengung nicht viel Erfolg. Hätten wir es darauf ankommen lassen, hätten wir vermutlich eher das Sägeblatt durchgescheuert als das Bordo zersägt. Letztendlich haben wir kapituliert und das Schloss vorerst in Ruhe gelassen.

Wir haben das Bordo 6000 anschließend noch zum Lockpicking-Verein gebracht. Mit intelligenten Methoden ließ sich das Schloss zwar öffnen, das dauerte aber stattliche 25 Minuten – und das, obwohl sich der Lockpicker sehr gut mit mit den Schlössern auskannte.

Wie bei Abus üblich kommt das Bordo mit nur zwei Schlüsseln ohne LED. Auch einen Staubschutz sucht man vergeblich. Immerhin hat die Aufbewahrungstasche Schlaufen, um sie am Fahrrad zu befestigen, womit sie einer Halterung entspricht.

Das Abus Bordo gibt es auch noch in einer Premium-Variante als Bordo Granit X-Plus, das wir ebenfalls getestet haben. Wir waren aber der Ansicht, dass das Quäntchen mehr Sicherheit das höhere Gewicht bei geringerer Länge nicht wert ist – ganz zu schweigen vom Preis, denn der Premium-Aufschlag ist beachtlich.

Am Ende bekommt man beide Schlösser nicht auf, deshalb haben wir dem normalen Bordo ohne X-Plus den Vorrang gegeben. Und um es ganz platt zu sagen: Ob Premium oder normal, wer ein gutes Faltschloss will, will im Endeffekt ein Bordo. Keiner der Konkurrenten schafft es, damit gleichzuziehen.

Das beste Kettenschloss: Abus Ivy 9100

Wer sich sich ein Abus Ivy 9100 zulegt, meint Sicherheit ernst. Sehr ernst, denn das Schloss ist wuchtig und schwer – viel zu schwer für die meisten Fahrradfahrer. Dafür ist das Ding aber auch sehr sicher.

Bestes Kettenschloss

Abus Ivy 9100

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivy 9100
Groß, schwer, hart und sicher: Das Ivy 9100 ist einfach nur gewaltig. Mit normalen Werkzeugen hat man gegen dieses Monstrum keine Chance.

Die Außenhaut des Ivy bildet ein schwarz-roter Kunstfasermantel, der wasserabweisend ist und sehr wertig wirkt. Es handelt sich dabei augenscheinlich um das gleiche Material, das Abus auch beim Ivera Steel-O-Flex einsetzt. Entsprechend störrisch gibt sich das Textil auch hier.

Hat man das durchgeschnitten, kommt eine Kette zum Vorschein, die Ehrfurcht vermittelt: Die massiven Kettenglieder sind riesig und schimmern in goldener Farbe – jeder Gangsta Rapper wäre stolz darauf.

Mit dem Bolzenschneider war überhaupt nichts zu machen, die Glieder haben nicht einmal eine Kerbe davongetragen. Auch mit der Säge hatten wir nicht die geringste Chance.

Wir haben das Schloss anschließend auch noch den Lockpickern vorgestellt. Obwohl es keine X-Plus-Mechanik hat, erwies sich das Ivy 9100 erstaunlich resistent gegen Picking.

Wie schon das Ivera Steel-O-Flex 7200 ist auch das Ivy 9100 spartanisch ausgestattet: Es hat zwei Schlüssel, wieder ohne LED, und das war’s auch schon. Eine Halterung ist bei Kettenschlössern zugegeben ohnehin kein Standard und für ein Kaliber wie das Ivy 9100 bräuchte man ohnehin eher Satteltaschen… Warum bei einem solchen Schloss aber ebenfalls kein Staubschutz verbaut ist, geht uns einfach nicht in den Kopf.

Zusammenfassend bleibt das Abus Ivy 9100 aber trotz allem eine gute Wahl für Freunde eindrucksvoller Stahlmassen. Das Schloss ist praktisch nicht zu knacken und liegt preislich deutlich unter dem Sicherheitsflaggschiff Abus Granit City Chain X-Plus 1060, das neben der fetten Kette auch noch X-Plus mitbringt, dafür aber in der Handhabung den kürzeren zieht.

Außerdem getestet

Kabelschlösser

Nean Panzerschloss

Test besten Fahrradschlösser: Nean Panzerschloss

Keine Preise gefunden.

Die Textilummantelung des Nean Panzerschlosses ist nicht wie beim Abus Ivera befestigt, sondern lässt sich ein Stück weit bewegen. Das erleichtert den Zugriff, weil man sich nicht erst mit Messer oder Säge hindurcharbeiten muss. Lediglich den äußeren Gummischlauch muss man durchschneiden, das geht aber recht schnell.

Schon mit einem Seitenschneider kommt man relativ schnell ziemlich weit. Man kann die Stahlmanschetten anschneiden und dann aufbiegen. Das erfordert allerdings recht viel Feinarbeit und konnte zumindest erfolgreich verhindern, dass wir es innerhalb der angesetzten drei Minuten erledigen konnten. Hat man dann aber erst einmal geschafft, das Stahlseil freizulegen, ist es nur noch eine Sache von wenigen Sekunden und die Metallfasern sind durchtrennt.

Mit dem Bolzenschneider haben wir das Nean Panzerschloss schneller kleingekriegt. Die Stahlhülle zu durchbrechen war damit kein Problem, das Stahlseil im Inneren brauchte hingegen eine ordentliche Behandlung aus Drehen und Rütteln, bis es durch war.

Gegen unsere Säge konnte sich das Schloss gut behaupten und wir schafften trotz einiger Anstrengung nicht, ihm innerhalb von drei Minuten nennenswerte Schäden zuzufügen.

Ausgestattet ist das Schloss übrigens mit zwei Schlüsseln ohne LED. Einen Staubschutz hat es nicht. Damit bleibt zusammengefasst ein sehr günstiges, mittelmäßiges Panzerkabelschloss mit schlechter Ausstattung.

Das Design des Onguard Rottweiler ist, wie bei Onguard üblich, in schwarz-gelb gehalten und sieht damit schon recht warnend aus. Der lackartig glänzende Gummischlauch umfasst sehr breite Stahlmanschetten, die mit drei Zentimetern Durchmesser zu dick sind, um sie mit dem Bolzenschneider zerquetschen zu können. Auch der Rest des Schlosses ist einfach nur groß und klobig.

Das macht das Schloss noch ein ganzes Stück unflexibler als das Contec PowerLoc und nicht nur beim riesigen Gehäuse des Verschlussteils fragt man sich, ob das wirklich nötig ist. Auch das Kabel selbst ist sehr unflexibel und das elegante, doppelte Zusammenrollen, wie es auf den Produktfotos zu sehen ist, ist eine reine Wunschvorstellung ohne jeden Realitätsbezug.

Immerhin ist die Ausstattung ordentlich, denn das Rottweiler hat einen doppelseitigen, automatischen Staubschutz und satte fünf Schlüssel. Einen davon ziert eine LED.

Das Schloss ist kein kompletter Reinfall, aber gegenüber dem Contec PowerLoc kürzer, schwerer, starrer und allgemein unhandlicher. Das macht den Konkurrenten praktisch in allen Bereichen überlegen.

Das Bigo Kabelschloss ist ein typisches Spiralkabelschloss in mattschwarz, wie man sie seit Jahren kennt. Als Verschluss dient eine fünfstellige Code-Walze, womit 100.000 verschiedene Kombinationen möglich sind. Das Schloss ist schon recht günstig zu haben und bringt gleich noch eine Halterung mit.

Wie für Kabelschlösser üblich, ist es ziemlich leicht, obwohl es mit einer Länge von 1,80 Metern zu den längsten Fahrradschlössern überhaupt gehört.

Leider ist es, wie ebenfalls für Kabelschlösser üblich, eine reine Mitnahmesperre und höchstens für Kinderfahrräder interessant, bei denen ein ernstzunehmendes Schloss aufgrund des höheren Gewichts nicht in Frage kommt. Wirklichen Schutz darf man hier einfach nicht erwarten, denn mit dem Seitenschneider ist das dünne Kabel innerhalb von Sekunden durchgeknipst. Das geht so schnell, dass wir uns gar nicht mal mehr die Mühe gemacht haben, die Säge auszuprobieren – den extra Aufwand würde sich einfach niemand machen.

Blusmart Kabelschloss

Das Blusmart Kabelschloss ist vollständig baugleich mit dem Bigo Kabelschloss, kostet aber etwas mehr und ist dadurch schon von vorne herein nicht konkurrenzfähig.

Lediglich die Produktbeschreibung hat einen höheren Unterhaltungswert, denn wenn der Hersteller schreibt »Die 5 Stellige Zahlenkombination ermöglicht Ihnen 10.000 tausend mögliche Code Varianten«, fragen wir uns, ob er das Funktionsprinzip seines eigenen Produkts begriffen hat. Weiter verspricht er, das Schloss sei »resistent gegen Sägen, Bolzenschneider und Rost«. Seitenschneider hat Blusmart dabei bestimmt nur vergessen. Ein Schelm, wer Böses denkt!

Burg Wächter Spiralseilschloss 1345

Das Burg Wächter Spiralseilschloss 1345 gibt es in mehreren Farben, was modebewusste Radler und Kinder bestimmt freuen dürfte. Es kommt mit einer Halterung und zwei Schlüsseln, wovon einer mit einer LED bestückt ist. Das ist angesichts des sehr günstigen Preises lobenswert.

Leider ist an dem ohnehin schon nicht sonderlich beeindruckend wirkenden Schloss nicht sehr viel dran – oder besser gesagt: drin. Das Stahlseil nimmt nämlich gerade mal ein Drittel des Durchmessers ein, die anderen zwei Drittel sind Kunststoffmantel. Entsprechend schnell kann man das Kabel mit dem Seitenschneider durchknipsen – ein Schnitt und das Ding ist sofort offen. Das ist selbst für ein Kabelschloss ziemlich mickrig.

Mit dem Bolzenschneider dauerte es nur unwesentlich länger und nach gut 20 Sekunden hatten wir das Schloss ein zweites Mal durchtrennt. Das lag aber auch eher daran, dass ein Bolzenschneider unhandlicher ist als ein Seitenschneider, nicht daran, dass das Schloss besser gewappnet gewesen wäre.

Schutz sieht anders aus. Aufgrund der erhältlichen Farbpalette ist es vielleicht noch für Kinder interessant, aber selbst dann würden wir eher zu einem der beiden kleinen Abus-Kettenschlösser greifen. Die widerstehen immerhin Seitenschneidern, haben noch die stabile Textilhülle für sich und es gibt sie obendrein in noch mehr verschiedenen Farben.

Kryptonite KryptoFlex 410 Looped Cables

Test besten Fahrradschlösser: Kryptonite KryptoFlex Looped Cables

Keine Preise gefunden.

Streng genommen laufen Schlaufenkabel außer Konkurrenz, weil es sich dabei nicht wirklich um Fahrradschlösser im eigentlichen Sinn handelt – dazu fehlt ihnen der »Schloss«-Teil. Viel mehr sind sie zusätzliche Sicherungskabel für Laufkomponenten, wie vor allem Räder. Sie sind also dazu gedacht, ein richtiges Schloss zu ergänzen und werden entsprechend häufig im Set mit Bügelschlössern verkauft, um dem Problem ihrer typisch geringen Größe zu begegnen.

Das beste Schlaufenkabel unter den drei von uns getesteten waren die Kryptonite Kryptoflex Loop Cables. Bautypisch für Stahlkabel kann man sie natürlich recht schnell durchtrennen, das dauert aber länger als erwartet – deutlich länger als beispielsweise beim Burg Wächter Spiralseilschloss.

Mit dem Seitenschneider konnten wir nicht auf einmal das gesamte Stahlseil durchschneiden, sondern mussten uns, wie schon beim Abus Ivera 7200, immer wieder einzelne Faserstränge vornehmen und mehrmals nachsetzen. Insgesamt haben wir 45 Sekunden gebraucht, was für ein Stahlkabel kein schlechter Wert ist.

Auch gegenüber dem Bolzenschneider gab sich das Kabel relativ resistent. Unsere bewährte Vorgehensweise, einmal mit Kraft reinzuschneiden und das Kabel dann gegeneinander zu zwirbeln, funktionierte bei den Looped Cables nicht so gut wie gewohnt und wir mussten das Spiel einige Male wiederholen, bis das Kabel nach etwa einer Minute durchtrennt war.

Wir weisen noch einmal explizit darauf hin, dass man mit solchen Kabeln nicht das Fahrrad selbst abschließen sollte! Für den angedachten Einsatzzweck sind die Kryptoflex Looped Cables aber gar nicht mal so schlecht.

Allzu viel lässt sich über das Schlaufenkabel Everest Fitness nun eigentlich gar nicht mehr sagen, weil es sich kaum von den Kryptonite Looped Cables unterscheidet. Die Gegenwehr des Everest-Kabels war nur unwesentlich niedriger als die des Kryptonite-Pendands und dessen Zerstörung benötigte ähnliche Zeiten.

Da die beiden Konkurrenten preislich ähnlich liegen, kann man die Wahl fast vollständig vom Geschmack abhängig machen: Das Kryptonite-Modell ist grau-orange, das Everest-Kabel hingegen schwarz-rot. Oder man entscheidet sich aufgrund der Länge, denn das Everest Fitness gibt es nur in der Einheitsgröße von zwei Metern. Bei Kryptonite hat man da etwas mehr Auswahl.

Deutlich schlechter als die beiden Konkurrenzmodelle hat das Abus Cobra abgeschnitten. Wir waren angesichts des dünnen Stahlseils schon sehr überrascht, dass auf dem Kabel wirklich das Logo desselben Herstellers prangt, der sich sonst in Sachen Qualität kaum Schwächen erlaubt hat.

Mit dem Seitenschneider haben wir 35 Sekunden gebraucht, mit dem Bolzenschneider sogar nur 17 Sekunden. Das mag zum Einen daran liegen, dass das Stahlseil selbst ein ganzes Stück dünner ist als bei Everest und Kryptonite, zum Anderen befindet sich im Inneren des Stahlkabels auch noch ein Strang aus Textil, der überhaupt nichts aushält. Wir haben wirklich keine Ahnung, was sich Abus dabei gedacht hat.

Äußerlich ähnelte unsere Version des Abus-Kabels dem Everest-Modell wie ein Ei dem anderen: Beide waren zwei Meter lang und schwarz-rot, Abus bietet aber auch noch andere Größen an. Unser Ratschlag bleibt trotzdem: Wenn Sie ein Schlaufenkabel brauchen, nehmen Sie lieber eins der anderen beiden.

Bügelschlösser

Das Abus Granit 460 ist mehr oder minder der kleine Bruder unserer Sicherheitsempfehlung und hat praktisch genauso viel ausgehalten – wir kamen weder mit der Säge noch mit dem Bolzenschneider durch den Bügel. Der ist Granit-typisch extrem hart, genauso lang wie beim Pendant und mit zwölf Millimetern Durchmesser nur geringfügig dünner.

Bei dem Mittelklassemodell muss man wieder einmal auf eine Reihe von Annehmlichkeiten verzichten: Es gibt keinen Staubschutz, keiner der beiden Schlüssel hat keine LED und X-Plus gibt es auch nicht.

Auf der Haben-Seite ist das Granit 460 deutlich billiger und ein ganzes Stück leichter als das Top-Modell. Eine Halterung ist an Bord, so war es auch beim Granit X-Plus 540.

Das Schloss ist sehr gut verarbeitet und schlicht, aber schön anzusehen. Aufgrund des niedrigeren Preises ist es einen Blick wert, sticht aber auch nirgends besonders heraus.

Trelock BS 650 ZB 401

Am Gehäuse des Trelock BS 650 ZB 401 befinden sich offen zugängliche, sternförmigen Schrauben. Wir haben uns nicht die Mühe gemacht, sie herauszudrehen, weil wir kein passendes Werkzeug hatten. Wir gehen erst recht nicht davon aus, dass ein Dieb da besser ausgerüstet wäre.

Der Bügel hat einen Durchmesser von 16 Millimetern und gehört somit zu den dickeren. In Sachen Gewicht liegt das Schloss im oberen Mittelfeld der Bauform.

Zwei Schlüssel mit einer schicken, goldenen Innengravur liegen bei, keiner davon hat eine LED. Für den Staubschutz gibt es einen manuell zu bedienenden Schieber. Das Aufschließen ist etwas angenehmer als bei vielen anderen Modellen, weil eine Schlüsseldrehung um 90 Grad anstatt der üblichen 180 Grad bereits ausreicht, um das Schloss zu öffnen.

Mit unseren Werkzeugen hatten wir keine Chance gegen das Schloss. Weder mit der Säge, noch mit dem Bolzenschneider konnten wir etwas ausrichten. Positiv aufgefallen ist uns, dass der Bügel tatsächlich so gut wie komplett aus Metall besteht und die Gummierung im Verhältnis dazu ziemlich dünn ist.

Master Lock 8195EURDPRO

Der Bügel des 8195EURDPRO läuft durch das gesamte Gehäuse und ragt unten wieder ein bißchen heraus. Wir wissen nicht, ob das das Schloss stabiler macht, aber zumindest fällt es auf. Das in anthrazit gehaltene Vinyl bedeckt die gesamte Oberfläche, was dem Schloss eine angenehme Haptik verleiht und dafür sorgt, dass das 8195-Modell wertiger wirkt als das teurere 8238.

Master Lock selbst gibt seiner Kreation eine Sicherheitseinstufung von 10 bei 15 möglichen Stufen. Warum es nicht die volle Zahl erreicht, wissen wir nicht, aber am Bügel liegt vermutlich nicht – der ist sehr hart und widerstand sowohl Bolzenschneider als auch Säge ohne Probleme. Wir haben interessehalber auch mal das Gehäuse selbst angesägt, konnten aber auch da nichts finden, mit dem wir das Schloss hätten öffnen können.

Im Gepäck hat das 8195 vier unbeleuchtete Schlüssel, die nicht im Schloss haken und nach einer Drehung von 180 Grad den Bügel freigeben. Für den Staubschutz sorgt ein manueller Schieber. Wir waren recht zufrieden mit dem Schloss.

Kryptonite New York Lock 3000

Das Kryptonite New York Lock 3000 ist das schwerste Bügelschloss im Test, obwohl es nicht zu den längsten gehört. Dafür wirkt es mit seinem 16 Millimeter dicken Rundbügel schön wuchtig und stabil. Säge und Bolzenschneider hatten dagegen keine Chance, zumal man letzteren wieder einmal nicht weit genug öffnen kann, um überhaupt den Bügel umfassen zu können. Und weil der rund ist, rutscht man beim Versuch auch noch ständig ab.

Für sein Geld erhält man neben dem Schloss selbst eine Halterung und drei Schlüssel, wovon einer eine blaue LED trägt. Außerdem hat das New York Lock einen manuellen Schieber für den Staubschutz.

Alles in allem wirkt das Bügelschloss solide, wir bevorzugen aber aufgrund des niedrigeren Gewichts, des besseren Staubschutzes und des längeren Bügels das etwa gleich teure Abus Granit X-Plus 540.

Kryptonite New-U Evolution Standard

Das Kryptonite New-U Evolution Standard ist eine überarbeitete Version des schon länger erhältlichen Evolution Series 4 Standard. Viel hat sich seitdem nicht geändert und beide sind sowohl optisch als auch in Sachen Ausstattung zum Verwechseln ähnlich. Das neue Modell hat dem alten allerdings ein reduziertes Gewicht voraus.

Gegenüber dem New York Lock 3000 ist der Bügel zwei Millimeter dünner und man kann ihn, anders als beim gelben Brüderchen, von unten durch Öffnungen im Gehäuse sehen. Wir halten das für eine seltsame Design-Entscheidung, weil es keine Vorteile bringt und potenziell das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit erleichtert. Außerdem könnte es eine Schwachstelle für Picking bieten – das haben wir allerdings nicht prüfen lassen und ist nur eine Mutmaßung.

In Sachen Ausstattung gilt dasselbe wie für das New York Lock 3000: Eine Halterung und drei Schlüssel, einer davon mit blauer LED, und ein manueller Schieber für den Staubschutz.

Das Fazit fällt ebenfalls ähnlich aus: Das Schloss ist solide, aber schlechter als die Konkurrenz im gleichen Preisbereich.

Wir waren überrascht vom Rehkittz CL888. Nachdem die Bewertungen auf Amazon offensichtlich gekauft und/oder von Bots geschrieben waren, hatten wir schon eine halbe Katastrophe erwartet, aber wie sich herausstellte, ist das Bügelschloss wirklich gar nicht schlecht.

Der Bügel besteht zur Abwechslung mal nicht aus gehärtetem Stahl, sondern aus einer Zinklegierung. Seiner Härte tut das aber keinen Abbruch. Wir konnten ihn weder zersägen noch zerschneiden.

Das CL888 ist ein Zahlenschloss, wodurch sich das mögliche Zubehör übersichtlich gestaltet. An der Unterseite ist ein Schieber, hinter dem man das Schlüsselloch vermuten könnte, tatsächlich öffnet er aber eine Klappe an der Vorderseite, unter der sich vier Zahlenwalzen verbergen. Oben ist außerdem noch eine Taste, mit der man das Schloss nach der Codeeingabe öffnen kann. Wie sich herausstellte, ist das Schloss erstaunlich picking-sicher und gegen die häufigsten Herangehensweisen ganz gut gewappnet.

Leider ist der Bügel sehr klein – der kleinste im Test. Das macht es unmöglich, ihn um irgendwelche Objekte zu legen. Man kann nur Hinterrad und Rahmen damit zusammenschließen.

Büchel Sekura KB 305

Das Büchel Sekura KB 305 ist nur unwesentlich größer als das Rehkittz CL888, was sowohl die Länge als auch die Breite betrifft. Zum Verschluss setzt es auf Schlüssel statt auf Zahlen. Davon hat es zwei an Bord, keiner davon hat eine LED.

Die Schlüssel greifen recht gut und öffnen schon nach einer Drehung von 90 Grad. Das Schlüsselloch ist relativ weit im Schloss versenkt, der Metallkanal dorthin schien leider mäßig verarbeitet zu sein und hatte bei unserem Modell leichte Fransen an den Kanten. Wenn man im Dunklen zu viel daran rumstochert, ist es gut möglich, dass man ihn weiter beschädigen könnte.

Der Staubschutz in Form eines manuellen Schiebers wirkte ebenfalls billig und wackelte. Wir schätzen, dass er, wenn er schon direkt nach dem Auspacken soviel Spiel hat, bei täglicher Nutzung vermutlich irgendwann von selbst auf- und zugeht.

Säge und Bolzenschneider gegenüber hielt das Schloss aber stand und es ist günstig zu bekommen. Wir empfehlen trotzdem, dem Nean Bügelschloss den Vorzug zu geben oder, wenn man etwas kompakteres möchte, zum Rehkittz zu greifen – es sei denn, man hat es nicht so mit Zahlen.

Onguard Bulldog Combo STD 8010C

Das Onguard Bulldog Combo STD ärgert manche Neukunden, weil die Standardkombination des vierstelligen Zahlenschlosses nicht, wie sonst üblich, 0000, sondern 0005 lautet. Hat man die richtige Kombination eingegeben, muss man erst noch den Schieber neben dem Zahlenfeld betätigen, um den Bügel freizugeben.

Das Schloss ist im typischen, schwarz-gelben Onguard-Look gehalten und mittelgroß. Damit sollte es noch möglich sein, ein Fahrrad an einem Straßenschild anzuschließen, für eine Laterne ist der Bügel aber zu kurz. Der hat an der Oberseite eine gelbe Plastikhaube, die wie ein Griff aussieht, aber außer für das Aussehen keinen weiteren Nutzen hat. Ob man das mag, ist eine Geschmacksfrage.

Lässt man die Ästhetik einmal außer Acht, weiß das Bulldog durchaus zu gefallen. Der Bügel ist mit 13 Millimetern Durchmesser zwar nicht besonders dick, aber sehr hart. Wir konnten ihm mit der Säge nicht einmal einen Kratzer zufügen und mit dem Bolzenschneider kamen wir auch nicht weit.

Das Trelock BS 450 bildet die Mittelklasse des Herstellers und ist der günstigere, weniger wehrhafte kleine Bruder des BS 650. Letzterer ist aber ein ganzes Stück hübscher, denn das BS 450 macht mit seiner billig wirkenden Plastikfassade einen eher schrottigen Eindruck.

Der stimmt zum Glück nicht ganz und das Schloss ist durchaus stabil genug. Wir bekamen es nicht durch, schafften es aber immerhin, einige deutliche Dellen in den Stahlbügel zu drücken. Damit stellt es eher eine Ausnahme dar – bei den meisten Konkurrenten haben wir nicht einmal das geschafft. Aufsägen konnten wir es aber nicht.

Master Lock 8238EURDPRO

Abgesehen vom dickeren Bügel wissen wir nicht, warum das 8238EURDPRO mit 15 von 15 Punkten in Master Locks hauseigener Einschätzung soviel sicherer sein soll als das nur halb so teure 8195EURDPRO – zumal letzteres besser verarbeitet wirkt. Mit dem silbernen Plastikgehäuse und dem schwarzen Bügel erinnert das Schloss optisch an das Trelock BS 450, es wiegt auch ähnlich viel und der Bügel ist nur einen Millimeter dicker.

Beigelegt sind eine Halterung und drei LED-lose Schlüssel, also einem weniger als beim 8238. Für den Staubschutz ist ein manueller Schieber zuständig – so weit alles beim alten.

Der Achtkantbügel widerstand unseren Angriffen problemlos, was uns nicht sonderlich überraschte.

Unterm Strich ist das 8238EURDPRO ein sehr solides, aber unspektakuläres Bügelschloss mit einem zweckmäßigen Äußeren, das aufgrund des hohen Preises kaum jemanden hinter dem Ofen vorlocken wird, weil man für das Geld auch die deutlich interessanteren Top-Modelle anderer Hersteller bekommt.

Faltschlösser

Abus Bordo Granit X-Plus 6500

Das Abus Bordo Granit X-Plus 6500 ist die Premium-Variante unserer Faltschloss-Empfehlung. Die Glieder sind einen halben Millimeter dicker als beim Bordo 6000, wodurch es selbst in der kleinen Ausführung trotz geringerer Länge schwerer ist.

Es dürfte kaum überraschen, dass wir das Schloss nicht knacken konnten, nachdem wir schon die Standardvariante nicht bezwingen konnten. Einem Picking-Test haben wir es nicht unterzogen. Aufgrund der X-Plus-Technik kann man aber davon ausgehen, dass man es nicht ohne weiteres aufbekommt.

Empfohlen haben wir das Bordo Granit X-Plus 6500 nur aufgrund des Gewichts und des höheren Preises nicht. Was Sicherheit und Verarbeitungsqualität angeht, haben wir absolut nichts daran auszusetzen.

Trelock FS 500 Toro

Das Trelock FS 500 Toro ist das stärkste Faltschloss des Herstellers und hat von ihm einen Sicherheitswert von fünf Punkten bekommen. Die Skala geht nur bis sechs, Trelock sieht das FS 500 somit als eins seiner sichersten Produkte an. Und wir geben ihnen Recht.

Die Verarbeitung ist sehr gut und im Gegensatz zu den billigeren Modellen hat man beim Toro mit wirklich stabilem, sehr hartem Stahl zu tun. Dafür bringt es gegenüber dem FS 200 Two Go aber auch mal eben locker das Doppelte auf die Waage.

Langer Rede, kurzer Sinn – wir konnten das Schloss mit dem Bolzenschneider eindellen, aber nicht knacken. Damit ist es nicht nur optisch nah am Abus Bordo, sondern bietet auch einen ähnlich starken Widerstand.

Somit wäre es ein nennenswerter Konkurrent, ist aber ein ganzes Stück teurer als das Abus-Modell. Die Ausstattung umfasst eine Tasche und zwei Schlüssel ohne LED, wodurch das Toro mit dem Bordo gleichzieht. Lediglich den Staubschutz hat es dem Abus-Kollegen voraus. Ob der den satten Aufpreis wert ist, muss jeder für sich entscheiden – wir finden, er ist es nicht.

Litelok Gold Wearable

Test Fahrradschloss: Litelok Gold Wearable

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Das Litelok Gold Wearable bildet eine Ausnahme, denn streng genommen handelt es sich dabei nicht um ein Faltschloss. Es besteht aus einer vom Hersteller patentierten Kombination aus Stahl und Polymer und ist dadurch biegsam. Vielleicht wäre der Begriff »Biegeschloss« angebracht. Mangels einer geeigneten Kategorie haben wir das Litelok jedenfalls zu den Faltschlössern gesteckt.

Der »Wearable«-Teil unterscheidet das Schloss vom normalen Litelok Gold durch seine Form, denn der Gedanke dahinter ist, dass man das Schloss wie einen Gürtel tragen kann, wenn man es gerade nicht braucht. In der Praxis funktioniert das leider mehr schlecht als recht, weil das Schloss im geschlossenen Zustand einen recht stabilen Kreis bildet und dadurch immer irgendwo übersteht, wenn man es trägt.

Beim Schließen braucht es manchmal etwas Überzeugungsarbeit, weil das Schloss permanent zurück in seine gestreckte Ausgangsposition drückt, die Schnalle aber nur zugeht, wenn man beide Teile gerade ineinander steckt. Im Test war dazu immer ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit nötig, denn wer unachtsam ist, schiebt schnell zumindest ein bißchen schräg. Wir finden die Idee mit dem Einsatz als Gürtel zwar originell, aber leider nicht wirklich nützlich – eine normale Halterung würde hier mehr helfen.

Im Inneren erinnert das Litelok an Kabelschlösser: Unter dem zähen Textilmantel reihen sich Stahlseile nebeneinander, die jeweils in einem Gummischlauch stecken. Es überrascht somit nicht, dass dieselben Werkzeuge, die schon gegen die Kabelkollegen erfolgreich waren, auch am Litelok den größten Schaden hinterlassen haben. Im Klartest bedeutet das, dass Metallsägen und Seitenschneider deutlich höhere Chancen gegen ein Litelok haben als ein Bolzenschneider.

Wirklich gut klappt es aber auch damit nicht und das Litelok widerstand unseren Angriffen ziemlich souverän. Man würde es mit Säge oder Seitenschneider sicher irgendwann geknackt kriegen, aber bestimmt nicht in drei Minuten.

Unterm Strich ist das Litelok Gold Wearable ein angenehm leichtes, stabiles Fahrradschloss und vor allem ein echter Hingucker. Als alltäglicher Nutzgegenstand verliert es gegen den Großteil der Konkurrenz aber in Hinsicht auf Transportierbarkeit und vor allem beim Preis, denn das Litelok war mit Abstand das teuerste Modell im gesamten Test. Wer keine Geldsorgen hat und dem Reiz des Außergewöhnlichen partout nicht widerstehen kann, kann aber zugreifen.

Kryptonite Keeper 810

Das Kryptonite Keeper 810 erinnert mit seiner Textilummantelung an ein Kettenschloss und auch darunter sieht es nicht viel anders aus, denn anstatt Scharnieren sind längere Stahlstreben mit Metallösen miteinander verbunden. Kryptonite verkauft es aber als Faltschloss, also spielen wir mit und behandeln es als solches.

Unserem Bolzenschneider widersetzte sich das Keeper 810 erfolgreich, die Stahlglieder waren einfach zu hart und zu dick, um sie zu durchtrennen. Besser sah es mit der Säge aus, die wir am Übergang zwischen Strebe und Öse besonders gut ansetzen konnten, ohne wegzurutschen. Das Material selbst ist aber sehr hart und das Sägen mühsam. In den angelegten drei Minuten kamen wir nicht besonders weit.

Anders sieht es leider bei der Sicherheit gegen Picking aus. Unsere Experten haben das Schloss mehrmals ohne Probleme geöffnet und dafür Zeiten zwischen 1:39 und 2:43 gebraucht. Wie sie erklärt haben, sind die Schließzylinder von Kryptonite weder besonders komplex noch variantenreich. Einer der Lockpicker bezeichnete sie deshalb leicht spöttisch als »Briefkastenschlösser«.

Das Axa Toucan, das laut Hersteller »eigens für hippe Citybikes entwickelt« wurde, gehört zu denjenigen Faltschlössern, die unseren Attacken erfolgreich widerstehen konnten. Zwar konnten wir es mit dem Bolzenschneider stark einbeulen, es tatsächlich zu knacken schafften wir aber nicht.

Das Schloss ist angenehm lang und hat einen automatischen Staubschutz, die Faltglieder finden in den zwei ausladenden Klappschenkeln Platz. Leider ist es dadurch recht groß und die Handhabung unterdurchschnittlich.

Weil der Verschlussmechanismus in der überdimensionierten Hülle steckt, muss man, um sein hippes Citybike anzuschließen, die gesamte Hälfte durch die Fahrradspeichen fummeln – oder wie Axa es formulieren würde: »Zu einem gewöhnlichen Fahrrad passt kein trendiges Schloss.« Dazu kommt das von Axa gewohnte Hakeln des Schlüssels beim Aufschließen.

Unterm Strich ist das Axa Toucan stabil, aber für den Einsatz im Alltag zu sperrig.

Was wir unter dem Namen »Fozela Faltschloss« bestellt hatten, kam als Modell Hamburg der Firma Wheel Up bei uns an. Optisch hat sich unser Schloss nicht von der Produktabbildung unterschieden. Schon hier hatten wir den Eindruck, dass es sich dabei um billige White-Label-Schaufelware aus China handelt.

Zusammengerollt ergibt das Schloss eine Art Türmchen und ist dadurch extrem kompakt, besonders schwer ist es auch nicht. Angesichts der dünnen Glieder waren wir fest überzeugt, dass wir das Ding innerhalb von Sekunden mit dem Bolzenschneider knacken könnten.

In der Praxis hat sich das Wheel Up Hamburg aber als erstaunlich zäh erwiesen. An die Scharniere kommt man schlecht ran und bei Versuchen, es aufzuhebeln, biegt sich das Schloss an den Gelenken mit, bricht aber nicht. Mit einiger Anstrengung ging es mit dem Bolzenschneider dann doch innerhalb von gut eineinhalb Minuten, aber den schnellen, butterweichen Schnitt, den wir erwartet hatten, bekamen wir nicht. Mit der Säge ging es auch, dauerte aber zu lange.

Eine Empfehlung können wir nicht aussprechen, sind aber in jedem Fall angenehm überrascht von dem widerspenstigen Zwerg.

Trelock FS 300 Trigo ZT

Das Trelock FS 300 Trigo ZT bildet das Mittelklassemodell der Trelock-Faltschlösser und gleicht optisch seinem Schwestermodell FS 200. Was das Material angeht, hält es aber ein ganzes Stück mehr aus. Zersägen war schon nicht mehr innerhalb des Zeitrahmens von drei Minuten möglich.

Mit dem Bolzenschneider ließ es sich knacken, das dauerte aber immerhin knapp zwei Minuten. Bemerkenswert daran war, dass wir die Glieder schon nach einer halben Minute fast durch hatten, das Metall aber zusammengedrückt zäh und etwas nachgiebig war – man hatte das Gefühl, man würde auf sehr hartem Gummi herumknautschen. Die Glieder nach dem Schnitt zu durchbrechen war auch nicht möglich, weil sich das Material einfach bog.

Die Lösung war letztendlich die Methode, mit der wir die Kabelschlösser mit dem Seitenschneider bearbeitet hatten, nämlich kleine Schnitte zu machen, immer wieder nachzusetzen und das Schloss dazwischen immer wieder an der Schnittkante ineinanderzudrehen. Das klappte, war aber ziemlich anstrengend.

Master Lock Hexilock 8260

Das Master Lock Hexilock 8260 hat einen doppelseitigen, automatischen Staubschutz. Das war aber leider auch schon alles, was wir positives darüber berichten können.

Zwischen den empfindlichen Scharnieren ist üppig viel Platz, sodass man ohne Probleme mit einem Bolzenschneider oder einem Brecheisen dazwischen kommt. Das klappt zwar auch problemlos, ist aber gar nicht nötig, weil das Metall ohnehin schon so butterweich ist, dass man es ohne großen Kraftaufwand durchtrennen kann. Dabei braucht man nichtmal am Gelenk anzusetzen, das klappt auch wunderbar an den Streben.

Mit der Metallsäge kann man es dementsprechend auch recht schnell zersägen. Wir konnten das innerhalb der geplanten drei Minuten erledigen.

Trelock FS 200 Two Go

Das Trelock FS 200 Two Go ist zwar das billigste Faltschloss des Herstellers, kostet aber gar nicht mal wenig. Trotzdem taugt es überhaupt nichts. Das Schloss ist so leicht, dass es glatt aus Holz sein könnte. Das würde sogar einiges erklären.

Wie schon beim Master Lock ist zwischen den Scharnieren zu viel Platz und auch die Glieder könnte selbst ein Achtjähriger zerteilen, wenn er nur einen Bolzenschneider hat.

Zersägen kann man es ebenfalls, wir waren in etwa zwei Minuten damit fertig. Wer sich aber mal so richtig stark fühlen will, kann das Werkzeug auch einfach gleich komplett weglassen und das Two Go mit bloßen Händen zerbrechen – und das ist leider keine Metapher. Scharniere und Material sind dermaßen schrottig, dass wir das Schloss buchstäblich per Hand zerreißen konnten.

Sportastisch Fold & Hold

Test besten Fahrradschlösser: Sportastisch Fold & Hold

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Das Sportastisch Fold & Hold war schon verdächtig leicht für ein Faltschloss und der schlechte Eindruck bestätigte sich. Gegenüber dem Trelock FS 200 waren die Gelenke zwar besser verarbeitet und für den Bolzenschneider zu eng zusammen, die Glieder ließen sich aber auch ganz stressfrei zerstören. Wir haben es uns aber noch einfacher gemacht und einfach direkt am Schloss angesetzt, da ist nämlich soviel Platz, dass man dort problemlos schneiden kann.

Mit der Metallsäge braucht man etwa eine Minute, bis das Schloss den Geist aufgibt. Damit erfüllt es erfüllt letztendlich nur den »Fold«-Teil, was das »Hold« angeht, sollte Sportastisch noch einmal gründlich nachbessern.

Kettenschlösser

Abus Granit City Chain X-Plus 1060

Das Abus Granit City Chain X-Plus 1060 ist eins der teuersten Schlösser im Test und hat, genau wie das Bügelschloss Granit X-Plus 540, die höchstmögliche Einstufung in Abus‘ hauseigener Sicherheitsbewertung. Ähnlich wie beim Ivy 9100 schlummert im Inneren eine dicke, massive Stahlkette, die man weder mit der Säge, noch mit dem Bolzenschneider aufbekommt. Anders als beim Schwestermodell ist die allerdings nicht golden und in Sechskant- statt Vierkantweise gegossen.

Die Kette macht das Schloss erwartungsgemäß schwer – egal, für welche Länge man sich entscheidet, denn die City Chain gibt es in vier Varianten zwischen 85 Zentimetern und 170 Zentimetern. Damit kann man sein Fahrrad auch mal an einem Baum oder gleich einem kleineren Wald anschließen. Da schon der Verschlussteil klobig und sperrig ausfällt, ist das Schloss selbst in der kürzesten Version ohnehin kaum für Fahrräder geeignet.

Wie der Name schon verrät, verfügt das Schloss über die X-Plus-Mechanik und weil es sich um Premium-Modell handelt, gibt es sogar einen Staubschutz und eine LED an einem der beiden Schlüssel.

Verglichen mit dem Ivy 9100 aus demselben Hause, finden wir das Abus Granit City Chain X-Plus 1060 schlichtweg zu teuer, zumal es in Sachen Handhabung den Kürzeren zieht.

Axa Cherto Compact Neo

Das Axa Cherto Compact Neo ist entgegen seines Namens gar nicht so kompakt, sondern spielt in Sachen dicker Ketten in derselben Liga wie die Schwergewichte von Abus und Kryptonite. Dafür ist es auch extrem widerspenstig.

Der Textilmantel hielt einiges aus, war aber beim Aufsägen nicht strohig, wie es bei den Abus-Schlössern der Fall war, sondern flockte auf, wodurch die Säge immer wieder hängenblieb. Die Kette darunter ist ein stabiles Monstrum, allerdings nicht ganz so gut verarbeitet wie die der Konkurrenten: Es waren unsaubere, deutlich überstehende Schweißstellen zu sehen.

Mit der Säge kamen wir nicht weit, der Stahl war zu hart. Mit dem Bolzenschneider konnten wir lediglich eine ganz kleine Mulde ins Metall quetschen, dann funkte es plötzlich. Der Bolzenschneider hatte sich am Cherto Compact Neo die Zähne ausgebissen – er war eingedellt und ein Stück war des Schneideblatts war abgebrochen. Chapeau!

Fast hätte das Schloss das Zeug zum Titel des besten Kettenschlosses gehabt, aber die allgemeine Verarbeitung hat das verhindert: Abseits der angesprochenen Schweißnähte taugt der Schließmechanismus nicht richtig. Generell haben wir bei allen Axa-Schlössern im Test festgestellt, dass die Schlüssel oft haken und die Handhabung unzufriedenstellend ausfällt – da bildet auch das Cherto Compact Neo keine Ausnahme. Hier klemmte außerdem auch noch der manuelle Schieber für den Staubschutz.

Das Axa Cherto Compact Neo leidet somit einmal mehr an den typischen Axa-Problemen. Wenn der Hersteller es schaffen sollte, die irgendwann auszuräumen, hat Abus einen ernstzunehmenden Konkurrenten. Die Stabilität wäre jedenfalls da.

Kryptonite Evolution 4

Das Kryptonite Evolution 4 – nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen Bügelschloss – gleicht dem Abus Granit City Chain X-Plus 1060. Der Textilbezug ist augenscheinlich aus dem gleichen Material und die innenliegenden Kettenglieder haben ebenfalls sechs Kanten bei einer Stärke von einem Zentimeter. Bei Kryptonite sind letztere nur etwas kürzer, was erklärt, warum es trotz geringerer Länge ähnlich schwer ist wie das Abus-Modell.

Was richtig nervt, ist der Verschluss, denn der Stecker ist extrem fummelig einzuführen und hakt gerne. Tatsächlich ist die Handhabung des Steckers die schlimmste unter allen der gut 40 Schlösser im Test. Das ist ein Problem, das wir bei keinem anderen der Kryptonite-Produkte beobachten konnten und katapultiert das Evolution 4 direkt vom Treppchen.

In Sachen Bruchsicherheit hält es stand. Das hatten wir bei so einer dicken Kette auch kaum anders erwartet. Nett ist die bei Kryptonite standardmäßig großzügige Ausstattung von drei Schlüsseln, wovon einer eine LED hat.

Eine Kette wie die im Abus Web 1500 tragen manche Leute um den Hals, denn sie ist winzig und leicht. Hätte Onguard mit seiner Vorliebe für Hunderassen das Schloss benannt, würde es es wahrscheinlich den Namen »Chihuahua« tragen.

Das Web 1500 richtet sich offenbar an Kinder, das nehmen wir aufgrund der geringen Maße und der zur Auswahl stehenden Farbpalette zumindest an. Und selbst die könnten das Schloss knacken. Das geht mit einem Bolzenschneider nämlich sofort und braucht nur einen einzigen Schnitt – wie sonst üblich jeweils eine Seite des eines Kettenglieds zu durchtrennen ist nicht nötig. Das größere Hindernis ist dann tatsächlich das Textil, das aus der Abus-typischen, stabilen Kunstfaser besteht und einigen Herumschnippelns bedarf.

Immerhin hält die Kette einer Säge stand, was wir nicht erwartet hatten. Auch den Seitenschneider hat es überlebt, aber da der generell nicht für Ketten geeignet ist, ist das auch kein besonderes Gütekriterium – das tun alle Kettenschlösser.

Für Kinderfahrräder ist es allemal besser als billige Kabelschlösser, aber sicher ist es nicht und bei der kleineren Version verhindert die sehr überschaubare Länge, dass man ein Fahrrad vernünftig an Gegenstände ketten kann.

Das Nean Kettenschloss gibt es in verschiedenen Farb- und Mustervarianten, deren Druck nicht allzu hochwertig wirkt. Unser Testmodell hatte eine Art Flecktarnmuster – Geschmackssache.

Weil das Schloss zu den leichteren Kettenschlössern gehört, hatte es unseren Werkzeugen entsprechend wenig entgegenzusetzen. Wir konnten es innerhalb von fünf Minuten zersägen, das war für unsere angesetzten Testansprüche aber bekanntlich zu lang.

Indem wir zum Bolzenschneider griffen, konnten wir die Dauer auf zehn Sekunden verkürzen. Einmal mehr war die Textilverkleidung robuster als die Kette, aber nach einer Minute hatten wir auch die mit dem Messer durchgeschnitten.

Wenn man das Schloss regulär öffnen möchte, kann man übrigens auch einfach die richtige Kombination eingeben. Das Schloss hat dafür fünf Zahlenwalzen.

Das Abus Tresor 1385 ist gewissermaßen der große Bruder des Web 1500. Es ist ebenfalls in vielen verschiedenen Farben erhältlich, fällt aber nicht ganz so mickrig aus. Anders als das Web 1500 handelt es sich beim Tresor um ein Zahlenschloss mit vierstelligem Code.

Obwohl das Schloss gut viermal soviel wiegt wie das Web 1500, ist es kaum stabiler. Im Wesentliche gilt alles, was wir zum Web 1500 feststellen konnten, auch für das Tresor 1385: Sägen klappt nicht vernünftig und mit dem Seitenschneider kommt man nicht durch, der Bolzenschneider wirkt aber verheerend auf die Kette. Hier brauchten wir damit allerdings etwas länger – etwa 30 Sekunden für die Kette und 40 Sekunden für den Textilmantel waren nötig, bis das Schloss kaputt war.

Zubehör gibts diesmal überhaupt keins – Kettenschlösser kommen regulär ohnehin ohne Halterung und weil das Tresor 1385 zum Verschluss auf Zahlencodes setzt, erübrigt sich auch die Frage nach den Schlüsseln.

Weil einer unserer Tester so ein Schloss schon lange privat nutzt, wissen wir übrigens, dass das Plastikgehäuse am Verschlussteil im Winter sehr leicht bricht, weil das Material bei Kälte spröde wird.

Für das Geld, das Abus für das Tresor 1385 will, bekommt man deutlich bessere Schlösser. Wir können es deshalb nicht empfehlen.

Kohlburg Amsterdam

Test besten Fahrradschlösser: Kohlburg Amsterdam

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Das Kohlburg Amsterdam nutzt einen etwas anderen Ansatz als die sonstigen Schlösser, denn der Verschluss ist nicht fest verbaut. Stattdessen wird die Kette mithilfe eines klassischen Vorhängeschlosses in schick glänzender Chromoptik zusammengehalten, die durch die freiliegenden Glieder an den beiden Enden geführt wird.

Daraus ergeben sich einige Mankos: Zum einen geht das Knacken schneller, weil man den Textilbezug dazu nicht aufschneiden muss. Zum Anderen hat man dadurch gleich zwei mögliche Angriffspunkte, nämlich erstens die Kette selbst und zweitens den Bügel des Vorhängeschlosses.

Für unseren Bolzenschneider hat das alles aber nur eine untergeordnete Rolle gespielt, weil wir damit beide Stellen ohne größere Probleme öffnen konnten. Der Bügel ist übrigens nicht doppelt verriegelt, was in der Theorie bedeutet, dass man hier nur einen Schnitt braucht und die eine Seite dann einfach wegdrehen kann. Bei uns klemmte der Teil allerdings, verlassen würden wir uns trotzdem nicht darauf.

Das Axa Linq City setzt auf eine Vierkantkette, die direkt in den Verschluss gesteckt wird. Der ist einmal mehr etwas fummelig in der Handhabung und die Entscheidung, auf einen richtigen Stecker zu verzichten, ist ein schnell erkennbares Sicherheitsrisiko, auch wenn die Hersteller-Website darin eine »besonders sichere Verbindung« sieht.

Wir haben uns nicht weiter mit dem Textilbezug befasst, weil wir ihn dank des Aufbaus ohnehin nicht zerschneiden mussten, sondern direkt an dem offen zugänglichen Kettenglied angesetzen konnten, das im Schloss steckte. Genauso haben wir es dann auch gemacht und sind ihm mit dem Bolzenschneider zu Leibe gerückt. Das Glied leistete nur wenig Gegenwehr und eine knappe Minute später war es halbiert. Zersägen konnten wir es aber nicht.

Dem Axa Linq City liegen übrigens zwei Schlüssel bei, keiner davon ist beleuchtet. Einen Staubschutz hat das Schloss nicht.

Sportastisch Heavy Lock

Die Verarbeitung des Sportastisch Heavy Lock ist nicht ideal, denn die Kettenglieder haben klar erkennbare Schweißnähte und stehen etwas über. Das macht aber kaum einen Unterschied, weil wir die Kette sowieso mit einem einzigen Schnitt zerteilen konnten. Anschließend mussten wir noch die Textilhülle mit einem Messer aufschneiden. Alles in allem haben wir 24 Sekunden gebraucht, um unser Fahrrad seiner Sicherung zu entledigen.

Man könnte das Schloss auch zersägen, in den geplanten drei Minuten haben wir es allerdings nicht geschafft. In etwa fünf Minuten sollte aber auch das machbar sein.

Das Heavy Lock wird mit einem fünfstelligen Zahlencode geöffnet, Schlüssel gibt es also keine und auch einen Staubschutz braucht das Schloss mangels Schlüsselloch ebenfalls nicht. Sonstiges Zubehör ist auch nicht dabei, das hatten wir bei einem Kettenschloss aber ohnehin nicht erwartet.

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