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Fahrradschloss Test: Alle Fahrradschloesser
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er unter anderem Smart-Home- und Haushaltsgeräte und alles für die männliche Gesichtshaarpflege.

 Fahrradschloss Test: Kohlburg Alcatraz Kettenschloss

Kettenschlösser

Sehr beliebt sind bei vielen Fahrradfahrern Kettenschlösser. Es gibt sie in unterschiedlichen Längen und durch die vielen Glieder sind sie flexibel genug, damit man immer irgendwas findet, woran man sein Fahrrad anschließen kann.

Aber Kettenschlösser sind längst nicht so sicher, wie viele denken. Es kommt hier entscheidend auf den Durchmesser der Kettenglieder an. Bis zu einem Durchmesser von fünf bis sechs Milllimetern durchtrennt ein Bolzenschneider selbst Ketten aus gehärtetem Stahl mühelos. Doch je dicker die Kettenglieder sind, desto schwerer ist die Kette. Im Test zeigte sich: Leichte Kettenschlösser sind schnell durchtrennt und sichere sind fürs Fahrrad viel zu schwer.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Bestes Kettenschloss

Hiplok Gold

Test Fahrradschloss: Hiplok Gold
Hochwertig, hart und ziemlich praktisch: Das Hiplok Gold kann während der Fahrt wie ein Gürtel um die Hüfte getragen werden.

Wer vor Kettenschlössern einen Bogen macht, weil er ihren Transport umständlich findet, ist beim Hiplok Gold gut aufgehoben. Wie der Name es schon erahnen lässt, kann man sich das Schloss während der Fahrt kann man es sich elegant um die Hüfte legen. Im Inneren befindet sich eine sehr stabile Kette aus äußerst hartem Stahl, gegen die wir mit unseren Werkzeugen nichts ausrichten konnten. Leider spiegelt sich die hohe Qualität auch in einem entsprechend hohen Preis wider.

Auch gut

Abus Ivy 9100

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivy 9100
Groß, schwer, hart und sicher: Das Ivy 9100 ist einfach nur gewaltig. Mit normalen Werkzeugen hat man gegen dieses Monstrum keine Chance.

Keine Preise gefunden.

Das Abus Ivy 9100 ist ein Koloss. Unter seinem Textilmantel verbirgt sich eine massive Stahlkette, mit der man Schiffe ankern könnte. Hätte das Schloss ein Gesicht, hätte es über unseren kläglichen Bolzenschneider nur hämisch gelacht. Der Schließmechanismus ist ebenfalls ausgefuchst und widerstand Picking-Versuchen souverän. Fürs Anketten zuhause ist das Abus Ivy 9100 eine gute Wahl, nur mitnehmen möchte man es nicht, denn dazu ist es einfach zu schwer.

Zur stationären Sicherung

Kohlburg Alcatraz

Test Fahrradschloss: Kohlburg Alcatraz
Das Alcatraz ist ein Monstrum mit klaren Prioritäten: Aufbruchsicherheit ist alles, Mobilität spielt keine Rolle.

von 13 Lesern gekauft

Wer noch mehr Widerstand möchte und sein Fahrrad immer wieder am selben Platz abstellt, kann noch eine Liga höher gehen und es dem Super-Schwergewicht Kohlburg Alcatraz anvertrauen. Mit seinen fast sieben Kilogramm und großzügigen Maßen ist es nicht zum Transport gedacht, sondern explizit zur Sicherung an einzelnen Orten, wie etwas dem Fahrradkeller oder dem Innenhof konzipiert.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Bestes KettenschlossAuch gutZur stationären Sicherung
ModellHiplok GoldAbus Ivy 9100Kohlburg AlcatrazHiplok OriginalAbus Granit City Chain X-Plus 1060Axa Cherto Compact NeoKryptonite Keeper 785Kryptonite Evolution 4Abus Web 1500Nean KettenschlossAbus Tresor 1385Abus Catena 685/75Nean KettenschlossLoxmeer FahrradschlossGipfelsport FahrradschlossBify KettenschlossKohlburg AmsterdamAxa Linq CityBurg-Wächter 580 90Sportastisch Heavy Lock
Test Fahrradschloss: Hiplok GoldTest besten Fahrradschlösser: Abus Ivy 9100Test Fahrradschloss: Kohlburg AlcatrazFahrradschloss Test: Hiplok Original SbTest besten Fahrradschlösser: Abus City Chain X Plus 1060Test besten Fahrradschlösser: Axa Cherto Compact NeoTest Fahrradschloss: Kryptonite Keeper 785Test besten Fahrradschlösser: Kryptonite Evolution 4Test besten Fahrradschlösser: Abus Web 1500Test besten Fahrradschlösser: Nean KettenschlossTest besten Fahrradschlösser: Abus Tresor 1385Test Fahrradschloss: Abus Catena 685/75Test Fahrradschloss: Nean KettenschlossTest Fahrradschloss: Loxmeer FahrradschlossTest Fahrradschloss: Gipfelsport FahrradschlossTest Fahrradschloss: Bify KettenschlossTest besten Fahrradschlösser: Kohlburg AmsterdamTest besten Fahrradschlösser: Axa Linq CityTest Fahrradschloss: Burg-Wächter 39020Test besten Fahrradschlösser: Sportastisch Heavy Lock
Pro
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Clevere Transportlösung
  • Für ein gutes Kettenschloss noch relativ leicht
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Gut gegen Picking gewappnet
  • Extrem sicher
  • Großzügige Länge
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Clevere Transportlösung
  • Für ein gutes Kettenschloss noch relativ leicht
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Gut gegen Picking gewappnet
  • Ordentliche Ausstattung
  • Automatischer Staubschutz
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Extrem hart
  • Hielt im Test stand
  • Nicht allzu schwer
  • Nicht mit Gewalt zu öffnen
  • Ordentliche Ausstattung
  • Leicht
  • Günstig
  • In vielen Farben erhältlich
  • Relativ leicht
  • Günstig
  • Zahlencode mit fünf Stellen
  • In vielen Farben erhältlich
  • Leicht
  • Günstig
  • Leicht
  • Für das Gewicht relativ solide
  • Hält einer Säge stand
  • Günstig
  • Leicht
  • Günstig
  • Leicht
  • Günstig
  • Leicht
  • Sieht schick aus
  • Relativ leicht
  • Relativ günstig
  • Staubschutz
  • Relativ leicht
  • Zahlencode mit fünf Stellen
Contra
  • Relativ teuer
  • Kein Staubschutz
  • Schwer
  • Kein Staubschutz
  • Mäßige Ausstattung
  • Extrem schwer
  • Relativ teuer
  • Kein Staubschutz
  • Schwer
  • Klobiger Verschlussteil
  • Teuer
  • Schwer
  • Mäßige Ausstattung
  • Stellenweise mäßig verarbeitet
  • Schloss hakt manchmal
  • Schlechte Handhabung
  • Schlechte Verarbeitung
  • Schwer
  • Unhandlicher Stecker
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Kleine Version ist zu kurz
  • Mäßige Ausstattung
  • Kein Staubschutz
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Plastik anfällig auf Kälte
  • Kein Staubschutz
  • Relativ teuer
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Bauform ist ein Sicherheitsrisiko
  • Kein Staubschutz
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
  • Stecker ist ein Sicherheitsrisiko
  • Kein Staubschutz
  • Mäßige Ausstattung
  • Leicht zu öffnen
  • Furchtbare Schlüsselführung
  • Mit Bolzenschneider leicht zu öffnen
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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 Fahrradschloss Test: Hiplok Gold Kettenschloss

Das beste Kettenschloss: Hiplok Gold

Das Hiplok Gold ist ein interessantes Exemplar. Es verfolgt, ähnlich wie das Litelok Wearable, den Ansatz, zum Transport als Gürtel getragen werden zu können. Im Gegensatz zur Konkurrenz handelt es sich beim Hiplok Gold allerdings um ein Kettenschloss – mit allen Vor- und Nachteilen dieser Bauweise.

Bestes Kettenschloss

Hiplok Gold

Test Fahrradschloss: Hiplok Gold
Hochwertig, hart und ziemlich praktisch: Das Hiplok Gold kann während der Fahrt wie ein Gürtel um die Hüfte getragen werden.

Äußerlich erinnert das Hiplok Gold an einen Sicherheitsgurt im Auto. Der Textilmantel ist aus wasserabweisender, relativ harter Kunstfaser, wie man sie bei vielen Fahrradschlössern und eben den besagten Gurten sieht. Anders als das Hiplok Original nutzt er keine Klettfläche, was wir in der Praxis angenehmer fanden und im Dauergebrauch auch weniger anfällig für Verschmutzung sein dürfte.

Auch der Verschlussteil erinnert stark an einen Auto-Gurt. Er ist auch ähnlich groß. Anders als beim optischen Ebenbild wird das Hiplok Gold aber nicht verschlossen, indem man einen flachen Stecker in die Seite schiebt. Stattdessen greift es dazu auf das althergebrachte Konzept eines Vorhängeschlosses zurück, deren Bügel durch die Kettenglieder geschoben werden.

Dieser hat einen Durchmesser von 12 Millimetern, die Kettenglieder kommen auf 10 Millimeter. Ein gewisses Gewicht bleibt dabei natürlich nicht aus. Dieses liegt beim Hiplok Gold bei 2,2 Kilogramm bei einer Länge von 85 Zentimetern, was für ein Kettenschloss noch in einem sehr guten Rahmen liegt.

Bevor man sich aufs Fahrrad schwingt, kann man sich das Schloss namensgetreu um die Hüfte legen. Das klappt sehr gut und erhöht den Komfort merklich. Auf die Länge des Schlosses ist man dabei nicht begrenzt, die Gürtelbefestigung ist davon unabhängig und durch einfaches Festziehen bzw. Lockern in der Größe verstellbar. Hier muss man sich also auch ohne Model-Maße keine Sorgen machen.

Die Verarbeitung ist durchgehend auf sehr hohem Niveau. Es gibt keine Fransen, Schweißnähte, überstehende Teile oder hakende Schlüssel. Mit unseren Werkzeugen konnten wir überhaupt nichts erreichen – unser Testmuster sieht immer noch so gut wie nagelneu aus. Niemand würde denken, dass wir versucht haben, es mit aller uns zur Verfügung stehenden Gewalt zu öffnen.

Hiplok Gold im Testspiegel

Die Kollegen der Stiftung Warentest (7/2017) haben das Hiplok Gold ebenfalls getestet und kommen zu einem eher ernüchternden Ergebnis von gerade einmal »befriedigend« sowie der Endnote 3,5. Das Problem ist aber nicht fehlende Aufbruchssicherheit – diese wurde mit einer Note von 1,7 als »gut« bewertet. Die Noten für Handhabung (3,9 – »ausreichend«), Haltbarkeit (4,0 – »ausreichend«) und Schadstoffe (4,2 – »ausreichend«) waren ausschlaggebend für das schlechte Ergebnis.

Zur Benotung der Handhabung sei allerdings gesagt, dass der Stiftung Warentest die Handhabung der meisten getesteten Fahrradschlösser nicht richtig gefiel und obendrein ein hohes Gewicht zusätzlich zu Abwertungen führte – was bei einem Kettenschloss für einen nennenswerten Widerstand aber nun einmal unverzichtbar ist. Kein Kettenschloss schnitt besser als 3,7 ab.

Da wir in aller Regel keine Labortests durchführen, können wir die Schadstoffbelastung selbst nicht beurteilen. Ähnlich sieht es mit der Haltbarkeit aus. Die Kollegen schrieben dazu:

»Nach Korrosionsprüfung rostet Schloss an Nieten und im Einsteckbereich des Schlüssels.«

Wir werden keine Korrosionsprüfung durchführen, dafür aber einen Langzeittest. Sollte sich der Vorwurf in der Praxis bewahrheiten, werden wir darüber berichten und dem Hiplok Gold den Titel gegebenenfalls wieder aberkennen.

Alternativen

Für alle, denen das Hiplok Gold zu teuer ist oder die sich aufgrund der Testergebnisse der Stiftung Warentest unsicher sind, gibt es zum Glück eine große Auswahl von Konkurrenten am Markt. Eine sehr gute Alternative ist unser ehemaliger Favorit Abus Ivy 9100, das etwas schwerer und unhandlicher ist, aber vergleichbaren Schutz bietet. Außerdem haben wir mit dem Kohlburg Alcatraz eine noch schwerere Empfehlung, die sich aber nur zur stationären Sicherung eignet. Von leichteren Kettenschlössern raten wir aufgrund ihrer geringen Aufbruchssicherheit nach wie vor entschieden ab.

Auch gut

Abus Ivy 9100

Test besten Fahrradschlösser: Abus Ivy 9100
Groß, schwer, hart und sicher: Das Ivy 9100 ist einfach nur gewaltig. Mit normalen Werkzeugen hat man gegen dieses Monstrum keine Chance.

Keine Preise gefunden.

Wer sich sich ein Abus Ivy 9100 zulegt, meint Sicherheit ernst. Sehr ernst, denn das Schloss ist wuchtig und schwer – zu schwer für die meisten Fahrradfahrer. Dafür ist das Ding aber auch sehr sicher.

Die Außenhaut des Ivy bildet ein schwarz-roter Kunstfasermantel, der wasserabweisend ist und sehr wertig wirkt. Es handelt sich dabei augenscheinlich um das gleiche Material, das Abus auch beim Ivera Steel-O-Flex einsetzt. Entsprechend störrisch gibt sich das Textil auch hier.

Große, massive und schwere Kettenglieder

Hat man das durchgeschnitten, kommt eine Kette zum Vorschein, die Ehrfurcht vermittelt: Die massiven Kettenglieder sind riesig und schimmern in goldener Farbe – jeder Gangsta Rapper wäre stolz darauf.

Mit dem Bolzenschneider war überhaupt nichts zu machen, die Glieder haben nicht einmal eine Kerbe davongetragen. Auch mit der Säge hatten wir nicht die geringste Chance.

Wir haben das Schloss anschließend auch noch den Lockpickern vorgestellt. Obwohl es keine X-Plus-Mechanik hat, erwies sich das Ivy 9100 erstaunlich resistent gegen Picking.

Wie schon das Ivera Steel-O-Flex 7200 ist auch das Ivy 9100 spartanisch ausgestattet: Es hat zwei Schlüssel, wieder ohne LED, und das war’s auch schon. Eine Halterung ist bei Kettenschlössern zugegeben ohnehin kein Standard und für ein Kaliber wie das Ivy 9100 bräuchte man ohnehin eher Satteltaschen … Warum bei einem solchen Schloss aber ebenfalls kein Staubschutz verbaut ist, geht uns einfach nicht in den Kopf.

Eine gute Wahl für Freunde eindrucksvoller Stahlmassen

Zusammenfassend bleibt das Abus Ivy 9100 aber trotz allem eine gute Wahl für Freunde eindrucksvoller Stahlmassen. Das Schloss ist praktisch nicht zu knacken und liegt preislich deutlich unter dem Sicherheitsflaggschiff Abus Granit City Chain X-Plus 1060, das neben der fetten Kette auch noch X-Plus mitbringt, dafür aber in der Handhabung den Kürzeren zieht.

Zur stationären Sicherung

Kohlburg Alcatraz

Test Fahrradschloss: Kohlburg Alcatraz
Das Alcatraz ist ein Monstrum mit klaren Prioritäten: Aufbruchsicherheit ist alles, Mobilität spielt keine Rolle.

von 13 Lesern gekauft

Als wir dem Abus Ivy 9100 Gigantismus bescheinigten, dachte man sich beim Kohlburg vermutlich »Nicht so schnell!«, denn mit dem Alcatraz hat der Hersteller ein Kettenschloss im Rennen, gegen das selbst das Schwergewicht von Abus zierlich wirkt.

Das Alcatraz besteht zum größten Teil aus einer 140 Zentimeter langen, sehr dicken Kette aus gehärtetem Stahl. Ein Glied hat stolze 13 Millimeter Durchmesser – pro Seite. Eines der beiden Enden mündet in einem ebenso dicken Stahlring, durch den das andere Ende gezogen und dann durch den Verschlussteil gesichert, der für sich schon stabiler aussieht als sonst so manches komplettes Fahrradschloss. Er erinnert an ein Bügelschloss, ist aber kleiner. Der Verschlussbügel selbst ist 14 Millimeter breit und somit auch genauso dick, wie man es von reinen Bügelschlössern kennt.

Es mag kaum überraschen, dass wir mit unseren Werkzeugen überhaupt keine Chance hatten, das Alcatraz zu zerstören, zumal das Material so dick ist, dass wir den Bolzenschneider kaum noch ansetzen konnten. Kohlburg gibt dem Alcatraz in seiner hauseigenen Sicherheitsbewertung den Maximalwert und noch zusätzlich Zucker obendrauf – 10+ von 10 möglichen Punkten. Noch fettere Schlösser werden wir in naher Zukunft also wahrscheinlich nicht mehr sehen. Wir wüssten auch nicht, wer die dann noch freiwillig hochheben würde.

Eines sollte angesichts dieses gewaltigen Schlosses klar sein, Hersteller Kohlburg weist aber auch noch einmal explizit darauf hin: Das Alcatraz ist mit einem Gewicht von 6,4 Kilogramm viel zu schwer, um es beim Fahrradfahren mit sich herumzuschleppen. Es wäre auch zu groß. Stattdessen soll es dafür sorgen, dass das Fahrrad, einmal dort abgestellt, an einem festen Ort bleibt. Vor allem schlecht einsehbare Hinterhöfe und Fahrradkeller von Mehrparteienhäusern sind angedachte Einsatzorte.

Für diesen Zweck ist das Kohlburg Alcatraz dann aber auch perfekt geeignet. Hier muss allerdings jeder selbst entscheiden, ob er wirklich so ein Bollwerk benötigt, das hängt letztendlich von der Wohnsituation und dem individuellen Sicherheitsgefühl ab. Für die meisten Menschen reicht es eine Nummer kleiner. Wer es aber auf ein Riesenschloss abgesehen hat, liegt beim Kohlburg Alcatraz genau richtig.

Außerdem getestet

Dem Hiplok Original sieht man seine Verwandtschaft zum Hiplok Gold auf den ersten Blick an – und der ist, wie schon beim Schwestermodell, sehr wohlwollend. Wie die Gold-Variante, lässt sich auch das Original wie ein Gürtel um die Hüfte tragen, der Riemen dafür ist hier aber mit einer Klettfläche bestückt. Unser Testmuster war in hellem Grau gehalten, diese Variation nennt Hiplok »Superbright«, das soll für bessere Sichtbarkeit im Verkehr sorgen und gibt es auch beim Hiplok Gold. Das klassische Schwarz steht aber selbstredend ebenfalls zur Auswahl.

Statt der 10-Millimeter-Glieder der goldenen Schwester kommt das Original »nur« auf 8 Millimeter, gefertigt als Vierkantkette. Das macht aber kaum einen Unterschied, denn das Material ist so hart, dass wir mit dem Bolzenschneider ohnehin nur ein bisschen auf der Oberfläche herumkratzen konnten. Deshalb haben wir trotz des schlankeren Stahls überhaupt keine Bedenken beim Hiplok Original. Die Gold-Version hat uns lediglich aufgrund des angenehmeren Gurtes noch eine Spur besser gefallen, empfehlen könnten wir aber auch das Original.

Abus Granit City Chain X-Plus 1060

Das Abus Granit City Chain X-Plus 1060 ist eins der teuersten Schlösser im Test und hat, genau wie das Bügelschloss Granit X-Plus 540, die höchstmögliche Einstufung in Abus‘ hauseigener Sicherheitsbewertung. Ähnlich wie beim Ivy 9100 schlummert im Inneren eine dicke, massive Stahlkette, die man weder mit der Säge, noch mit dem Bolzenschneider aufbekommt. Anders als beim Schwestermodell ist die allerdings nicht golden und in Sechskant- statt Vierkantweise gegossen.

Die Kette macht das Schloss erwartungsgemäß schwer – egal, für welche Länge man sich entscheidet, denn die City Chain gibt es in vier Varianten zwischen 85 Zentimetern und 170 Zentimetern. Damit kann man sein Fahrrad auch mal an einem Baum oder gleich einem kleineren Wald anschließen. Da schon der Verschlussteil klobig und sperrig ausfällt, ist das Schloss selbst in der kürzesten Version ohnehin kaum für Fahrräder geeignet.

Wie der Name schon verrät, verfügt das Schloss über die X-Plus-Mechanik und weil es sich um Premium-Modell handelt, gibt es sogar einen Staubschutz und eine LED an einem der beiden Schlüssel.

Verglichen mit dem Ivy 9100 aus demselben Hause, finden wir das Abus Granit City Chain X-Plus 1060 schlichtweg zu teuer, zumal es in Sachen Handhabung den Kürzeren zieht.

Axa Cherto Compact Neo

Das Axa Cherto Compact Neo ist entgegen seines Namens gar nicht so kompakt, sondern spielt in Sachen dicker Ketten in derselben Liga wie die Schwergewichte von Abus und Kryptonite. Dafür ist es auch extrem widerspenstig.

Der Textilmantel hielt einiges aus, war aber beim Aufsägen nicht strohig, wie es bei den Abus-Schlössern der Fall war, sondern flockte auf, wodurch die Säge immer wieder hängenblieb. Die Kette darunter ist ein stabiles Monstrum, allerdings nicht ganz so gut verarbeitet wie die der Konkurrenten: Es waren unsaubere, deutlich überstehende Schweißstellen zu sehen.

Mit der Säge kamen wir nicht weit, der Stahl war zu hart. Mit dem Bolzenschneider konnten wir lediglich eine ganz kleine Mulde ins Metall quetschen, dann funkte es plötzlich. Der Bolzenschneider hatte sich am Cherto Compact Neo die Zähne ausgebissen – er war eingedellt und ein Stück war des Schneideblatts war abgebrochen. Chapeau!

Fast hätte das Schloss das Zeug zum Titel des besten Kettenschlosses gehabt, aber die allgemeine Verarbeitung hat das verhindert: Abseits der angesprochenen Schweißnähte taugt der Schließmechanismus nicht richtig. Generell haben wir bei allen Axa-Schlössern im Test festgestellt, dass die Schlüssel oft haken und die Handhabung unzufriedenstellend ausfällt – da bildet auch das Cherto Compact Neo keine Ausnahme. Hier klemmte außerdem auch noch der manuelle Schieber für den Staubschutz.

Das Axa Cherto Compact Neo leidet somit einmal mehr an den typischen Axa-Problemen. Wenn der Hersteller es schaffen sollte, die irgendwann auszuräumen, hat Abus einen ernstzunehmenden Konkurrenten. Die Stabilität wäre jedenfalls da.

Kryptonite Keeper 785

Das Kryptonite Keeper 785 hat in unserem Test standgehalten, gefallen hat es uns aber trotzdem nicht. Das Schloss leistet sich einfach zu viele kleine Makel, die sich in der Summe läppern. Diese reichen von unschönen Verarbeitungsmängeln bis zu der hakeligen Schlüsselführung, aufgrund derer sich unmöglich erfühlen lässt, ob der Schlüssel vollständig im Schloss steckt – drehen lässt er sich nämlich trotzdem, öffnet das Schloss aber nicht. Die Schlüssel wirken überdies sehr simpel, sodass der Mechanismus einem erfahrenen Lockpicker keine größeren Probleme bereiten sollte.

Voll und ganz miserabel ist das Keeper 785 nicht, zugegeben. Die nervige Handhabung sorgt aber aufgrund der vielen Momente, in denen man sich fragt »Warum nur?« für zu viel Frust.

Kryptonite Evolution 4

Das Kryptonite Evolution 4 – nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen Bügelschloss – gleicht dem Abus Granit City Chain X-Plus 1060. Der Textilbezug ist augenscheinlich aus dem gleichen Material und die innenliegenden Kettenglieder haben ebenfalls sechs Kanten bei einer Stärke von einem Zentimeter. Bei Kryptonite sind letztere nur etwas kürzer, was erklärt, warum es trotz geringerer Länge ähnlich schwer ist wie das Abus-Modell.

Was richtig nervt, ist der Verschluss, denn der Stecker ist extrem fummelig einzuführen und hakt gerne. Tatsächlich war die Handhabung des Steckers die schlimmste unter allen der gut 40 Schlösser aus der ersten Testrunde. Das ist ein Problem, das wir bei keinem anderen der Kryptonite-Produkte beobachten konnten und katapultiert das Evolution 4 direkt vom Treppchen.

In Sachen Bruchsicherheit hält es stand. Das hatten wir bei so einer dicken Kette auch kaum anders erwartet. Nett ist die bei Kryptonite standardmäßig großzügige Ausstattung von drei Schlüsseln, wovon einer eine LED hat.

Eine Kette wie die im Abus Web 1500 tragen manche Leute um den Hals, denn sie ist winzig und leicht. Hätte Onguard mit seiner Vorliebe für Hunderassen das Schloss benannt, würde es es wahrscheinlich den Namen »Chihuahua« tragen.

Das Web 1500 richtet sich offenbar an Kinder, das nehmen wir aufgrund der geringen Maße und der zur Auswahl stehenden Farbpalette zumindest an. Und selbst die könnten das Schloss knacken. Das geht mit einem Bolzenschneider nämlich sofort und braucht nur einen einzigen Schnitt – wie sonst üblich jeweils eine Seite des eines Kettenglieds zu durchtrennen ist nicht nötig. Das größere Hindernis ist dann tatsächlich das Textil, das aus der Abus-typischen, stabilen Kunstfaser besteht und einigen Herumschnippelns bedarf.

Immerhin hält die Kette einer Säge stand, was wir nicht erwartet hatten. Auch den Seitenschneider hat es überlebt, aber da der generell nicht für Ketten geeignet ist, ist das auch kein besonderes Gütekriterium – das tun alle Kettenschlösser.

Für Kinderfahrräder ist es allemal besser als billige Kabelschlösser, aber sicher ist es nicht und bei der kleineren Version verhindert die sehr überschaubare Länge, dass man ein Fahrrad vernünftig an Gegenstände ketten kann.

Das Nean Kettenschloss gibt es in verschiedenen Farb- und Mustervarianten, deren Druck nicht allzu hochwertig wirkt. Unser Testmodell hatte eine Art Flecktarnmuster – Geschmackssache.

Weil das Schloss zu den leichteren Kettenschlössern gehört, hatte es unseren Werkzeugen entsprechend wenig entgegenzusetzen. Wir konnten es innerhalb von fünf Minuten zersägen, das war für unsere angesetzten Testansprüche aber bekanntlich zu lang.

Indem wir zum Bolzenschneider griffen, konnten wir die Dauer auf zehn Sekunden verkürzen. Einmal mehr war die Textilverkleidung robuster als die Kette, aber nach einer Minute hatten wir auch die mit dem Messer durchgeschnitten.

Wenn man das Schloss regulär öffnen möchte, kann man übrigens auch einfach die richtige Kombination eingeben. Das Schloss hat dafür fünf Zahlenwalzen.

Das Abus Tresor 1385 ist gewissermaßen der große Bruder des Web 1500. Es ist ebenfalls in vielen verschiedenen Farben erhältlich, fällt aber nicht ganz so mickrig aus. Anders als das Web 1500 handelt es sich beim Tresor um ein Zahlenschloss mit vierstelligem Code.

Obwohl das Schloss gut viermal soviel wiegt wie das Web 1500, ist es kaum stabiler. Im Wesentliche gilt alles, was wir zum Web 1500 feststellen konnten, auch für das Tresor 1385: Sägen klappt nicht vernünftig und mit dem Seitenschneider kommt man nicht durch, der Bolzenschneider wirkt aber verheerend auf die Kette. Hier brauchten wir damit allerdings etwas länger – etwa 30 Sekunden für die Kette und 40 Sekunden für den Textilmantel waren nötig, bis das Schloss kaputt war.

Zubehör gibts diesmal überhaupt keins – Kettenschlösser kommen regulär ohnehin ohne Halterung und weil das Tresor 1385 zum Verschluss auf Zahlencodes setzt, erübrigt sich auch die Frage nach den Schlüsseln.

Weil einer unserer Tester so ein Schloss schon lange privat nutzt, wissen wir übrigens, dass das Plastikgehäuse am Verschlussteil im Winter sehr leicht bricht, weil das Material bei Kälte spröde wird.

Für das Geld, das Abus für das Tresor 1385 will, bekommt man deutlich bessere Schlösser. Wir können es deshalb nicht empfehlen.

Abus Catena 685/75

Test Fahrradschloss: Abus Catena 685/75

Keine Preise gefunden.

Das Abus Catena 685/75 hatten wir in der kleinsten, nur 75 Zentimeter langen Version, wie man hinter dem Schrägstrich im Namen erkennen kann. Mit dieser Länge wiegt es 800 Gramm, was erstmal etwas mehr Stabilität erhoffen lässt als vergleichbare Schlösser, die bei gleichem Gewicht meistens auf 90 Zentimeter kommen. Wem das nicht reicht, kann auch zu einer 110 Zentimeter langen und 950 Gramm schweren Variante greifen.

Das Schloss hat einen einseitigen, automatischen Staubschutz für das Schlüsselloch. Die Schlüssel, die in zweifacher Ausführung beiliegen, sind nicht symmetrisch und müssen dementsprechend richtig herum in das Schloss gesteckt werden, was dem Bedienkomfort deutlich schadet. Immerhin öffnet und schließt das Catena dann auch sehr schnell – weniger als eine Vierteldrehung reicht dazu aus.

Der Textilmantel ist Abus-typisch robust, lässt aber am letzten Kettenglied vor dem Verschluss einen freien Zugang, weshalb wir uns zum Knacken des Schlosses nicht weiter damit beschäftigen mussten. Mit dem Bolzenschneider konnten wir es bezwingen, es leistete aber mehr Widerstand als vergleichbare Schlösser. Insgesamt haben wir 1:20 Minuten gebraucht, was allerdings auch mit an der Kürze unserer Catena-Variante lag, denn dadurch konnten wir den Bolzenschneider nicht am Boden abstützen, sondern mussten die nötige Kraft vollständig aus den Armen heraus aufwenden. Bei einem längeren Modell würde es vermutlich schneller gehen. Zersägen konnten wir das Catena nicht.

Moment mal – hatten wir das nicht schon? Das könnte man denken, aber tatsächlich handelt es sich bei diesem Nean Kettenschloss um ein anderes Modell als das altbekannte aus einer früheren Testrunde. Vieles ist ähnlich, wie etwa die Länge von 90 Zentimetern und der Durchmesser der Kettenglieder von sechs Millimetern. Es gibt aber auch Neues zu berichten: Das Schloss hat zugelegt, rund ein Fünftel mehr Gewicht bringt es nun auf die Waage.

Eine positive Überraschung lieferte der Sägetest, denn hier konnte sich das Nean-Schloss gut behaupten. Der Stahl war zu hart – in der Preisklasse ist das keine Selbstverständlichkeit. Gegen unseren Bolzenschneider hatte es aber keine Chance.

Loxmeer Fahrradschloss

Das Loxmeer Fahrradschloss ist ein typischer Vertretung seiner Gattung. Einschließlich des Verschlussteils ist es 90 Zentimeter lang, kommt dabei auf ein Gewicht von 890 Gramm und hat damit ein gutes Stück mehr auf den Rippen als die Konkurrenten von Gipfelsport und Bify. Das Schloss hat einen Verschluss aus Kunststoff, der in diesem Fall fünf Zahlenwalzen trägt. Unter einem Textilmantel befindet sich eine Kette, die leider zu dünn ist, um einem Bolzenschneider standzuhalten.

Empfehlen würden wir es aufgrund der geringen Aufbruchsicherheit nicht. Wer trotzdem einen Kauf in Erwägung zieht, kann alternativ auch einen Blick auf das Nean Kettenschloss werfen, das kaum Unterschiede aufweist und dazu noch etwas günstiger zu haben ist.

Gipfelsport Fahrradschloss

Das Gipfelsport Fahrradschloss ist ein günstiges Kettenschloss der unteren Gewichtsklasse und lieferte im Test keinerlei Überraschungen. Die Kette ist von einem robusten Textil umgeben, geöffnet wird es mit Hilfe von fünf Zahlenwalzen. Wie das für ein Kettenschloss viel zu geringe Gewicht schon vermuten lässt, ist der Stahl zu schmal und mit dem Bolzenschneider schnell zu öffnen – wir haben zwei beherzte Schnitte und circa 20 Sekunden Zeit benötigt. Es zu zersägen dauerte zu lang, klappt grundsätzlich aber ebenfalls.

Die Verarbeitung ist soweit in Ordnung, zumal das Schloss nicht viel kostet. Unterm Strich handelt es sich um ein Standardexemplar in dieser Liga und es ist dafür weder besonders gut noch schlecht. Dass dermaßen leichte Kettenschlösser kaum Gegenwehr leisten, ist ein allgemeines Problem dieser Konstruktion. Nur hilft das leider trotzdem nicht bei Diebstählen.

Das Bify Kettenschloss ist vollständig baugleich mit dem Gipfelsport, deshalb gibt es nicht viel mehr darüber zu erzählen als das, was wir ebendort schon geschrieben haben. Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Bify etwas teurer als das Gipfelsport und gleichzeitig ist die Farbanzahl geringer – nur sechs statt zehn stehen zur Auswahl. Deshalb sehen wir keinen Grund dafür, sich für das Bify zu entscheiden, wenn man denn überhaupt unbedingt ein Schloss dieser Art und Größe möchte. Es sei denn, man liebt Olivgrün über alles, denn das gibt es nur beim Bify.

Das Kohlburg Amsterdam nutzt einen etwas anderen Ansatz als die sonstigen Schlösser, denn der Verschluss ist nicht fest verbaut. Stattdessen wird die Kette mithilfe eines klassischen Vorhängeschlosses in schick glänzender Chromoptik zusammengehalten, die durch die freiliegenden Glieder an den beiden Enden geführt wird.

Daraus ergeben sich einige Mankos: Zum Einen geht das Knacken schneller, weil man den Textilbezug dazu nicht aufschneiden muss. Zum Anderen hat man dadurch gleich zwei mögliche Angriffspunkte, nämlich erstens die Kette selbst und zweitens den Bügel des Vorhängeschlosses.

Für unseren Bolzenschneider hat das alles aber nur eine untergeordnete Rolle gespielt, weil wir damit beide Stellen ohne größere Probleme öffnen konnten. Der Bügel ist übrigens nicht doppelt verriegelt, was in der Theorie bedeutet, dass man hier nur einen Schnitt braucht und die eine Seite dann einfach wegdrehen kann. Bei uns klemmte der Teil allerdings, verlassen würden wir uns trotzdem nicht darauf.

Das Axa Linq City setzt auf eine Vierkantkette, die direkt in den Verschluss gesteckt wird. Der ist einmal mehr etwas fummelig in der Handhabung und die Entscheidung, auf einen richtigen Stecker zu verzichten, ist ein schnell erkennbares Sicherheitsrisiko, auch wenn die Hersteller-Website darin eine »besonders sichere Verbindung« sieht.

Wir haben uns nicht weiter mit dem Textilbezug befasst, weil wir ihn dank des Aufbaus ohnehin nicht zerschneiden mussten, sondern direkt an dem offen zugänglichen Kettenglied angesetzen konnten, das im Schloss steckte. Genauso haben wir es dann auch gemacht und sind ihm mit dem Bolzenschneider zu Leibe gerückt. Das Glied leistete nur wenig Gegenwehr und eine knappe Minute später war es halbiert. Zersägen konnten wir es aber nicht.

Dem Axa Linq City liegen übrigens zwei Schlüssel bei, keiner davon ist beleuchtet. Einen Staubschutz hat das Schloss nicht.

Dem Burg-Wächter 580 90 wird einmal mehr seine Bauweise zum Verhängnis, denn wie alle leichten Kettenschlösser hält es keinem Bolzenschneider stand. Aber das ist noch nicht alles.

Die Verarbeitung ist in Ordnung, bis man es genauer betrachtet. Dann hakt es nämlich an einigen Unzulänglichkeiten – und »haken« ist dabei das Wort der Stunde. Die Schlüsselführung ist weit unterdurchschnittlich, der Verschlussmechanismus windig und der eigentliche Schließbolzen ziemlich mickrig. In Sachen hakende Schlüssel überholt das Kettenschloss von Burg-Wächter sogar die bereits kritisierten Vertreter von Axa und Kryptonite. Ärgerlich!

Sportastisch Heavy Lock

Test besten Fahrradschlösser: Sportastisch Heavy Lock

Keine Preise gefunden.

Die Verarbeitung des Sportastisch Heavy Lock ist nicht ideal, denn die Kettenglieder haben klar erkennbare Schweißnähte und stehen etwas über. Das macht aber kaum einen Unterschied, weil wir die Kette sowieso mit einem einzigen Schnitt zerteilen konnten. Anschließend mussten wir noch die Textilhülle mit einem Messer aufschneiden. Alles in allem haben wir 24 Sekunden gebraucht, um unser Fahrrad seiner Sicherung zu entledigen.

Man könnte das Schloss auch zersägen, in den geplanten drei Minuten haben wir es allerdings nicht geschafft. In etwa fünf Minuten sollte aber auch das machbar sein.

Das Heavy Lock wird mit einem fünfstelligen Zahlencode geöffnet, Schlüssel gibt es also keine und auch einen Staubschutz braucht das Schloss mangels Schlüsselloch ebenfalls nicht. Sonstiges Zubehör ist auch nicht dabei, das hatten wir bei einem Kettenschloss aber ohnehin nicht erwartet.

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Thomas
Thomas

Und was ist mit dem Ruhr-West-Manufaktur Prämiumschloss????

Oskar Hinze
Oskar Hinze

Sehr ausführlich und informativ, vielen Dank!

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