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Das beste Fernglas

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[Entwurf] Fernglas Test: Img Bearbeitet
Sven Kloevekorn

Sven Kloevekorn

begeistert sich seit VC-20-Zeiten für alles, was mit Chips und Platinen zu tun hat. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Technikjournalist mit den Schwerpunkten PCs, Notebooks und mobile Gadgets. Nach einem Intermezzo bei AndroidNext schreibt er derzeit unter anderem für Notebookcheck und arbeitet außerdem als freier Fotograf.

Wir haben insgesamt 26 Ferngläser verschiedener Preisklassen getestet. Das beste Fernglas ist für uns das Athlon Midas 8×42 ED. Es verbindet sehr hohe Lichtstärke mit einem sehr weiten Sehfeld, hat die anderen optischen Eigenschaften aber trotzdem gut im Griff. Klarheit, Auflösung und Schärfe gehören zu den besten im Test. Abgerundet wird das Paket durch die anstandslose Handhabung, Robustheit und Verarbeitung.

Update 27. November 2019

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor aktuell.

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18. Juli 2019

Mit dem Conquest HD 8×42, dem Terra ED 8×32 und dem kleinen Victory Pocket 8×25 haben wir drei Nachzügler von Zeiss neu in den Test aufgenommen. Trotz guter optischer Leistungen hat es keines davon in die Empfehlungen geschafft, was auch mit dem nicht so guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu tun hat.

Ferngläser erfüllen zuverlässig unser Bedürfnis, die Grenzen unseres Sehapparats zu überwinden und Fernes ganz nah heranzuholen. Wenn man schon nicht fliegen kann.

Es gibt ganze Berufszweige von Seeleuten über Feuerwehrleute bis zu Förstern oder Vogelforschern, die ohne Fernglas gar nicht denkbar wären. Und auch der Tester konnte sich der Faszination, die von einem guten Fernglas ausgeht, nicht entziehen. Einigen Besuchern, die nicht ganz freiwillig zu Mittestern gemacht wurden, ging es da ganz ähnlich – Ferngläser haben viele nicht auf dem Zettel – was sie oft zu einem guten Geschenk macht.

Kurzum: Ein ordentliches Fernglas gehört eigentlich in jeden Haushalt. Man sollte aber nicht zu knauserig an die Sache herangehen und sich vor dem Kauf gut informieren. Da jedes Auge anders ist, kann ein eigener Blick in die Röhren auch nicht schaden. Wer das beherzigt, bekommt in der Regel einen langjährigen Begleiter, der auch nicht so schnell vom technischen Fortschritt ins Abseits gedrängt wird. Teilweise sind noch Jahrzehnte alte geerbte Binokulare im Einsatz, die ihre kundigen Besitzer nicht gegen ein neues Glas eintauschen würden.

Wir haben 26 Ferngläser mit Preisen von spottbilligen 30 bis saftigen 900 Euro getestet. 25 sind aktuell noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen für jeden Geldbeutel.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Athlon Midas 8x42 ED Binoculars

Test [Entwurf] Fernglas: Athlon Midas 8 x 42 ED Binoculars
Der Testsieger überzeugt bei Weitem nicht nur mit seinem extrem klaren Bild und ist dafür wirklich nicht teuer.

Das Athlon Midas 8×42 war zum Testzeitpunkt beim Hersteller für weniger als 400 Euro erhältlich, kann aber problemlos mit 600-Euro-Ferngläsern mithalten. Es hat die von uns generell bevorzugte 8-fach-Vergrößerung und ist auch deswegen sehr lichtstark. Hinzu kommen eine ausgezeichnete Klarheit, Schärfe und vor allem eines der breitesten Sehfelder im Test. Ergonomie und Qualitätsanmutung spielen ganz vorne mit.

Gut & günstig

Omegon Talron HD 10x42

Test [Entwurf] Fernglas: Omegon Talron HD 10x42
Wer zugunsten von viel Vergrößerung auf Übersicht verzichten kann und nicht so viel ausgeben möchte, ist hier richtig.

Freunde kleinster Details mit beschränktem Budget sollten sich unbedingt das Omegon Talron HD 10×42 ansehen. Seinen sehr günstigen Preis sieht man dem wertigen, wenn auch schlichten Fernglas gar nicht an. In Sachen Handhabung und Abbildungsleistung gibt es so wenig zu meckern, dass man sich zum zweiten Mal wundert.

Das beste Kompakte

Zeiss Terra ED 8x25

Test Fernglas: Zeiss Terra ED 8x25
Das kleine Zeiss hat zwar keine Kappen und etwas fummelige Einstellräder, in Sachen Abbildungsleistung bleiben aber keine Wünsche offen.

Das kompakte Terra ED 8×25 von Traditionshersteller Zeiss gehört bei gutem Licht zur Spitzengruppe bei der Bildqualität. Ergonomisch gibt es auch nur wenige Einschränkungen. Deshalb und wegen des maßvollen Preises ist es unsere Empfehlung bei den Taschenferngläsern.

Kompakt & günstig

Kowa SV 8x25 DCF

Test [Entwurf] Fernglas: Kowa SV 8x25 DCF
Klein, leicht, gute Optik und extrem günstiger Preis: Wer sparen will, ist hier richtig.

Sparsamen Freunden von besonders kleinen und leichten Binokularen legen wir das Kowa SV 8×25 DCF ans Herz. Im optischen Bereich gibt es sich gegenüber erheblich teureren 8×25-Modellen nur kleinere Blößen und auch die Handhabung gefällt.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGut & günstigDas beste KompakteKompakt & günstig
Modell Athlon Midas 8x42 ED Binoculars Omegon Talron HD 10x42 Zeiss Terra ED 8x25 Kowa SV 8x25 DCF Eschenbach Arena D+ 10x50 Olympus 10x42 PRO Zeiss Terra ED 10x42 Bresser Pirsch ED 10x42 Fujinon KF 8x42 H Levenhuk Karma PRO 10x50 Canon Binocular 8 x 25 IS Vixen Atrek II 8x32 Vixen New Apex 8x24 DCF AccuBuddy Binocular 12x26 Leica Ultravid 8x20 DDoptics EDX Fieldstar 8x30 Kowa BD 8x25 Eschenbach sektor D 8x42 compact+ Minox BV 8x44 Vixen Foresta II ED 8x42 Zeiss Terra ED 8x32 Levenhuk Sherman PRO 10x50 Bresser Corvette 8x42 Zeiss Conquest HD 8x42 Zeiss Victory Pocket 8x25
Test [Entwurf] Fernglas: Athlon Midas 8 x 42 ED BinocularsTest [Entwurf] Fernglas: Omegon Talron HD 10x42Test Fernglas: Zeiss Terra ED 8x25Test [Entwurf] Fernglas: Kowa SV 8x25 DCFTest [Entwurf] Fernglas: Eschenbach Arena D+ 10x50Test [Entwurf] Fernglas: Olympus 10x42 PROTest [Entwurf] Fernglas: Zeiss Terra ED 10x42Test [Entwurf] Fernglas: Bresser Pirsch ED 10x42Test [Entwurf] Fernglas: Fujinon KF 8x42 HTest [Entwurf] Fernglas: Levenhuk Karma Pro 10x50Test [Entwurf] Fernglas: Canon Binocular 8 x 25 ISTest [Entwurf] Fernglas: Vixen Atrek II 8x32Test [Entwurf] Fernglas: Vixen New Apex 8x24 DCFTest [Entwurf] Fernglas: AccuBuddy Binocular 12x26Test [Entwurf] Fernglas: Leica Ultravid 8x20[Entwurf] Fernglas Test: Ddoptics Fernglas Edx 8x30 FieldstarTest [Entwurf] Fernglas: Kowa BD 8x25Test [Entwurf] Fernglas: Eschenbach sektor D 8x42 compact+Test [Entwurf] Fernglas: Minox BV 8x44[Entwurf] Fernglas Test: Vixen Foresta Ii Ed 8x42Test Fernglas: Zeiss Terra ED 8x32Test [Entwurf] Fernglas: Levenhuk Sherman Pro 10x50Test [Entwurf] Fernglas: Bresser Corvette 8x42Test Fernglas: Zeiss Conquest HD 8x42Test Fernglas: Zeiss Victory Pocket 8x25
Pro
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Große Klarheit und Schärfe
  • Robust
  • Sehr gute Handhabung
  • Sehr großes Sehfeld
  • Sehr günstig
  • Gute Ergonomie
  • Gute Klarheit, Schärfe & Auflösung
  • Viel Zubehör, sehr gute Tasche
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Recht weites Sehfeld
  • Hervorragende optische Eigenschaften
  • Hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis
  • Sehr gute bis gute Ergonomie
  • Gute Optik ohne Probleme
  • Recht günstig
  • Sehr gute Ergonomie
  • Gute Auflösung & Detailkontrast
  • Gute Ergonomie
  • Sehr gute Abbildungsleistung
  • Weites Sehfeld
  • Gute Handhabbarkeit
  • Hervorragende Abbildungsleistung
  • Sehr gute zentrale Auflösung
  • Sehr guter Detailkontrast
  • Schöne Tasche, viel Zubehör
  • Fast völlig frei von Verzeichnung
  • Annehmbares Preis-Leistungsverhältnis
  • Recht günstig
  • ordentliche Handhabung
  • Brauchbare Lichtstärke
  • Gute bis sehr gute Optik
  • Bildstabilisierer (Batterie)
  • Porro
  • Gute Ergonomie
  • Fast frei von Verzeichnung
  • Sehr gute Abbildungsqualität
  • Sehr gute Ergonomie
  • Extrem günstig
  • Ergonomie OK
  • 12x
  • Extrem leicht und kompakt
  • Ausgezeichnete Abbildungsqualität
  • Großes Sehfeld für Format
  • Hochwertige Retro-Leder-Tasche
  • Weitestes Sehfeld im Test
  • Sehr gute Klarheit
  • Gute Ergonomie
  • Wirkt hochwertig und Solide
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Sehr gute Handhabung
  • Hervorragende optische Eigenschaften
  • Sehr gute Handhabung
  • Durchgehend scharf
  • Tasche & Zubehör top
  • Höchste Lichtstärke im Test
  • Sehr gute Handhabung
  • Gute Klarheit
  • Gute Ergonomie
  • Zentral sehr klar und sehr gute Auflösung
  • Großes Sehfeld
  • Gute Ergonomie
  • Durchgehend sehr scharf
  • Dämmerungsgeeignet
  • Kaum Farbsäume
  • Gute bis sehr gute optische Eigenschaften
  • Weitestes Sehfeld bei 8x25
Contra
  • Leicht reduzierte Randauflösung
  • Starke Verzeichnung
  • Zubehör und Tasche nur mittelmäßig
  • Relativ schwer
  • Schmales Sichtfeld
  • Farbsäume mittelmäßig kontrolliert
  • Sehr lichtschwach
  • Keine Kappen
  • Fokusrad etwas fummelig
  • Wenig Zubehör
  • Sehr lichtschwach
  • Nur 2 Kappen ohne alles
  • Nichtige Tasche, kaum Zubehör
  • Sehr kleines Sehfeld
  • Zentralfokussierung zu leichtgängig
  • Ausgeprägte Farbsäume
  • Starke Verzeichnung
  • Teuer
  • Farbsäume nicht optimal kontrolliert
  • Schlechte Tasche
  • Tasche und Zubehör mittelmäßig
  • Leicht anfällig für Abschattungen
  • Unpraktische Dioptrienanpassung
  • Fokusrad zu schwergängig
  • Augenmuscheln zu leichtgängig
  • Optisch oft nur mittelmäßig
  • Sehr kleines Sehfeld
  • Augenmuscheln nicht verstellfest
  • Leichte Neigung zu Abschattungen
  • Optisch nur mittelmäßig
  • Großes Volumen
  • Kein Wasserschutz
  • Keine Brillenträgerokulare
  • Sehr lichtschwach
  • Optisch teilweise nur mittelmäßig
  • Sehr lichtschwach
  • Kleines Sehfeld
  • Starke Verzeichnung
  • Schmales Zubehör
  • Schlechte Abbildungsqualität
  • Überaus lichtschwach
  • Kein Brillenträgerokular
  • Färbung
  • Sehr teuer
  • Sehr lichtschwach
  • Leichte ergonomische Schwächen
  • Dezente Randunschärfe
  • Zu teuer
  • Sichtbare Verzeichnung am Bildrand
  • Sehr lichtschwach
  • Wenig Zubehör
  • Leichte Neigung zu Abschattungen
  • Starke Verzeichnung
  • Produktionsfehler im linken Tubus
  • Optisch nur mittelmäßig
  • Ausgeprägte Abschattungen
  • Unser Testexemplar hatte optische Fehler und war offenbar defekt
  • Leichte Probleme mit Abschattungen
  • Verzeichnung, Randschärfe und Farbsäume nicht ganz optimal
  • Unser Testexemplar hatte optische Fehler und war offenbar defekt
  • Unser Testexemplar hatte optische Fehler und war offenbar defekt
  • Sehr teuer
  • Große Probleme mit Abschattungen
  • Keine Kappen (dafür Hardcase)
  • Ergonomie Fokusrad und Augenmuschel suboptimal
  • Fummelige Dioptrienkorrektur
  • Mageres Zubehör
  • Sehr lichtschwach
Bester Preis
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Wichtige Eigenschaften von Ferngläsern

Ein Fernglas ist ein binokulares (zweiäugiges) Fernrohr zum Mitnehmen, das räumliches Sehen in der Ferne mit einem vergrößerten Bild ermöglicht. Gebräuchliche Vergrößerungsfaktoren sind 7- bis 10-fach. Handelsübliche »Normal«-Ferngläser wiegen zumeist zwischen 200 und 1.000 Gramm. Die vordere Linsengruppe inklusive Frontlinse wird als Objektiv bezeichnet, während die Linsen am Auge Okular genannt werden.

Im Test mit dabei sind zwei Porro-Ferngläser und eine große Mehrheit von 20 Gläsern mit sogenannten Dachkant-Prismen. Die Porro-Bauweise ermöglicht größere Objektivabstände, die den Stereoeffekt verbessern und so besonders plastisches Sehen ermöglichen. Im Gegensatz zu den bei Porro zueinander versetzten Okularen und Objektiven ermöglichen die heute vorherrschenden Dachkant-Prismen eine gerade, kompaktere Bauweise.

Arten von Ferngläsern

Kompakt- oder Taschenferngläser dienen üblicherweise Amateurzwecken. Ihr geringes Gewicht macht sie zu idealen Reisebegleitern, jedoch häufig zu Lasten der Leistungsfähigkeit. Das beste Beispiel im Test für diese Kategorie ist wohl das wirklich kompakte und leichte Leica Ultravid 8×20, bei dem die optische Qualität allerdings sehr gut ausfällt. Gleichwohl bleibt der bauartbedingte Makel der ausgeprägten Lichtschwäche.

Theater- oder Museumsferngläser müssen nicht so lichtstark sein, brauchen also keine großen Objektive. Außerdem kommt der Lichtstärke hier entgegen, dass zumeist ein Vergrößerungsfaktor rund um 5 ausreicht bzw. mehr sogar zu viel ist. Der kleinste Vergrößerungsfaktor der Gläser im Test liegt bei 8.

Test Ferngläser: Universalfernglas im Einsatz
Universalfernglas im Einsatz.

Universalferngläser sind die klassischen Feldstecher, die beim Militär, bei der Jagd oder anderen Beobachtungen eingesetzt werden. Ihr Gewicht liegt vielleicht zwischen 500 Gramm und 1.000 Gramm, wobei das Gewicht für ein bequemes Tragen am Gürtel nicht über über 500 Gramm liegen sollte. Typische Vergrößerungen sind 8- und 10-fach und gängige Objektivdurchmesser 42 und 50 Millimeter.

Wir testen mit Universal- und Kompaktferngläsern die beiden häufigsten Varianten

Unter die Kategorie Großferngläser fallen fest installierte oder meist mit Stativ eingesetzte Ferngläser, wie man sie von touristischen Aussichtspunkten her kennt. Auch bei der Grenzsicherung, dem Militär oder in der Astronomie eingesetzte oder auf Fahrzeugen installierte Sichtgeräte fallen darunter.

Spezialferngläser

Nautic- oder Binocom-Ferngläser sind speziell für den nautischen Bedarf und den Wassersport optimiert. Bei diesen Geräten wird Eindringen von Wasser meistens durch eine Nitrogengasfüllung verhindert. Sie sind besonders druckresistent und verfügen oft über angepasste (Glas-)Oberflächen.

Nachtferngläser sind auf den Einsatz in geringer Umgebungshelligkeit optimiert und haben eine hohe Lichtstärke. In der Regel sind hier große Objektivdurchmesser und Vergrößerungsfaktoren von nicht mehr als 8 anzutreffen.

Ferngläser oder (ebenfalls häufig) Nachtfernrohre mit Restlichtverstärker verstärken geringste Licht- oder Wärmequellen auf elektronischem Wege bis zum Vieltausendfachen. Einige Geräte ergänzen dies noch durch ein zusätzliches Infrarotlicht.

Zoom-Ferngläser verfügen über eine variable Vergrößerung, was in der Regel mit einigen optischen Nachteilen wie zum Beispiel geringerer Lichtstärke einhergeht. Außerdem geht das aufwändigere Linsensystem aufs Gewicht.

Gewicht

Kompaktferngläser mit einem üblichen Gewicht von weniger als 300 Gramm finden oft schon in der Hosentasche Platz. Das Gewicht eines Universalfernglases sollte für bequemes Tragen, etwa am Gürtel, nicht über 500 Grammn liegen – für alles darüber sollte bei längeren Ausflügen eine Tragetasche verfügbar oder ein Platz im Rucksack reserviert sein.

In unserem Test sind Ferngläsern von 220 bis 980 Gramm vertreten. Bei den Größenunterschieden sieht es ähnlich aus. Wenn ein Binokular schwerer ist als ein anderes mit etwa der gleichen Größe, muss das nicht nur ein Nachteil sein. Mehr Linsen wiegen mehr, sind aber oft auch ein Zeichen für ein aufwändigeres optisches System. Solide Metallausführungen gibt es auch nicht ohne Gewichtszuschlag. Außerdem lassen sich größere und schwerere Ferngläser leichter ruhig halten als sehr kleine bzw. leichte.

Vergrößerung und Objektivdurchmesser

Die beiden wichtigsten Werte eines Fernglases geben die grundsätzliche Leistungsfähigkeit an. Die Kennzeichnung 10×50 bedeutet beispielsweise, dass eine zehnfache Vergrößerung und ein Objektivdurchmesser von 50 Millimeter vorliegen. Diese Zahlen allein sagen jedoch noch wenig über die generelle Qualität eines Fernglases aus. Sie beziehen sich zunächst einmal auf Brennweite und Größe der Linsen, aus denen sich Basiswerte für Dämmerungszahl und Lichtstärke sowie die Größe der Austrittspupille berechnen lassen.

Austrittspupille

Die Austrittspupille ist für das Dämmerungs- und Nachtsehen von entscheidender Bedeutung. Sie bezeichnet den Durchmesser des Lichtaustritts am Okular und kann einfach dadurch berechnet werden, dass man den Objektivdurchmesser durch die Vergrößerung teilt. So hat ein Fernglas mit 10×50 eine Austrittspupille von 5 Millimetern. Grundsätzlich ermöglichen größere Objektivdurchmesser und geringere Vergrößerungen eine größere Austrittspupille.

Bei Tageslicht weist die menschliche Augenpupille nur einen Durchmesser von zwei bis drei Millimetern auf, sodass ein Teil des Lichts etwa einer Austrittspupille von 5 Millimetern nicht ins Auge eintreten kann. Bei gutem Licht ist also mit einem großen und schweren Fernglas gegenüber einem Taschenfernglas mit einer Austrittspupille von 3,1 Millimetern (8×25) zunächst einmal nicht viel gewonnen.

Lichtstärke und Dämmerungszahl

Die Lichtstärke gibt die rechnerische Helligkeit des Fernglases ohne Berücksichtigung der Qualität der verwendeten Gläser und Prismen und deren Vergütungen an. Sie kann bei einem 7×50-Glas so berechnet werden: Lichtstärke = ( 50/7)² = 51.

Die Dämmerungszahl berechnet sich ebenfalls aus der Vergrößerung und dem Objektivdurchmesser. Genauer es handelt sich um die Quadratwurzel aus dem Produkt von Vergrößerung und Objektivdurchmesser. Auch hier gilt: Je größer der Wert ist, desto besser. Dämmerungszahl = Quadratwurzel (7 x 50) = 18,7.

Fernglas Test: Universal-Ferngläser
Universal-Ferngläser können wegen ihrer größeren Objektive mehr Licht einfangen. Ein hoher Vergrößerungsfaktor wirkt dem entgegen.

Bei der Transmission handelt es sich um den Wert der Lichtdurchlässigkeit der eingesetzten Linsen und Gläser. Früher war das ein wichtigerer Faktor, weil noch mehr Linsen schlechterer Qualität verwendet wurden. Natürlicher Gegner der Transmission sind Reflexionen an den Linsenoberflächen.

Die Dämmerungszahl ist besser an die menschliche Wahrnehmung angepasst als die Lichtstärke

Um sie zu verringern, kommen sogenannte Vergütungen zum Einsatz. Dabei handelt es ich sich um technologisch aufwändige Beschichtungen, die neben der Lichtdurchlässigkeit auch andere optische Eigenschaften verbessern. So kann ein Fernglas mit gut vergüteten Linsen auf eine bessere Lichtstärke kommen als ein schlechter vergütetes Exemplar mit gleichen Eckdaten.

Aus den oft fantasievollen Marketing-Bezeichnungen der Hersteller für ihre Vergütungen lässt sich deren Qualität leider nicht ableiten. Hier ist gegebenenfalls zusätzliche Recherche erforderlich. Als Faustregel kann man sagen, dass die Vergütungen höherpreisiger Gläser renommierter Optik-Hersteller wie zum Beispiel Zeiss eher besser sind, während man bei einem 30-Euro-Fernglas schon froh sein kann, wenn es überhaupt irgendwie vergütet ist. Ist von einer Vollvergütung die Rede, sollten alle Oberflächen aller Linsen vergütet sein. Das ist heutzutage die Regel.

Eine Rolle spielt auch die Bauart und Qualität der Spiegel-Prismen, die dafür erforderlich sind, das Bild aufrecht zu stellen und bei Porro-Gläsern mit ihren weit auseinander stehenden Objektiven auch den Strahlengang umzuleiten.

Sehfeld (oder auch Sichtfeld)

Das Sehfeld bezeichnet die sichtbare Breite auf 1.000 Meter Entfernung. Die Angabe 120 Meter/1000 Meter bedeutet also, dass der Beobachter in einem Kilometer Entfernung ein Sehfeld mit dem Durchmesser von 120 Metern sieht. Je höher die Vergrößerung eines Gerätes ist, desto schmaler ist grundsätzlich das Sehfeld. Manchmal wird das Sehfeld auch in Winkelgrad angegeben. Wenn man diesen Wert mit 17,45 multipliziert, hat man den Meter-Wert. Ein Sehfeld von 120 Metern könnte also auch die Winkelgrad-Angabe von 6,88° haben.

Ein breiteres Sehfeld hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil des besseren Überblicks, der erhöht nämlich den Sehkomfort. Um es zu vergrößern, werden bei einigen Gläsern sogenannte Weiwinkelokulare verbaut. Einem solchen verdankt etwa auch das tolle DDoptics EDX Fieldstar 8×30 sein besonders weites Sichtfeld. Da in der Optik nichts ohne Preis zu haben ist, bringen diese Weitwinkelokulare aber auch immer Nachteile wie etwa eine stärkere Verzeichnung oder zunehmende Randunschärfe mit sich.

Ein besonders großes Sehfeld erfordert optische Kompromisse

Zudem kann es bei weitwinkeligen Ferngläsern eher zu den auch »Kidney Beans« genannten Abschattungen im Gesichtsfeld kommen, wenn man mit der Pupille zu nahe am Okular ist oder sich die Pupille nicht genau in der optischen Achse des Okulars befindet. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn man mit den Augen im Gesichtsfeld »wandert«. Da die Augenpupille bei abnehmendem Licht größer wird, kann hier ein gewisser Toleranzbereich entstehen, sodass das Strahlenbündel auch dann noch vollständig in die Augenpupille eintreten kann, wenn man im Okular nach oben, unten oder zur Seite schaut.

Pupillen-Distanz

Bei der Pupillendistanz handelt es sich um den Abstand zwischen den beiden Okularen. Dieser lässt sich durch ein oder mehrere Knickgelenk(e) eines Fernglases verändern. Bei Kompaktferngläsern ist dieser jedoch manchmal für einige Nutzer zu klein, was im Test nicht vorgekommen ist.

Fernglas Test: Kompaktferngläser
Kompakt-Ferngläser.

Abbildungsfehler bei Ferngläsern

Bei einem Fernglas handelt es sich etwa im Vergleich zu einem Zoomobjektiv aus dem Fotobereich um ein relativ einfach aufgebautes optisches System. Wie alle Optiken weisen auch Binokulare sogenannte Abbildungsfehler auf.

Gerade bei günstigeren Optiken kann man an kontrastreichen Objektkanten oft Farbfehler oder auch Farbsäume beobachten, die auch als chromatische Aberration bezeichnet werden.

Das Auge sieht nur in einem sehr engen Winkelbereich wirklich scharf, der viel kleiner als das Gesichtsfeld des Okulars ist. Gleichwohl ist auch die Randschärfe eines Fernglases nicht ganz unwichtig. Ist sie verringert, liegt ebenfalls ein Abbildungsfehler vor.

Ganz ohne Abbildungsfehler geht es nicht

Koma ist ein Phänomen, bei dem Lichtbündel von punktförmigen Lichtquellen wie etwa Sternen asymmetrisch abgebildet werden, was vor allem am Rand des Gesichtsfeldes sichtbar ist. Sterne haben dann zum Beispiel eine Art Schweif, wirken diffus und lassen sich nicht scharfstellen. Unsere Stichproben haben keine größeren Koma-Probleme aufgezeigt, sodass wir diesen besonders in der Astronomie wichtigen Abbildungsfehler nicht weiter berücksichtigt haben.

Ein weiterer wichtiger Abbildungsfehler ist die sogenannte Verzeichnung, die zumeist einen tonnen- oder kissenförmigen Charakter hat und gerade Linien besonders am Bildrand entsprechend »verbiegt«. Bei den Ferngläsern konnten wir nur die zweite Variante beobachten, für die besonders die weitwinkeligen Binokulare anfällig sind.

So haben wir getestet

Wir haben uns Dutzende von Ferngläsern in einem Preisbereich von 30 bis über 600 Euro angesehen und 26 aktuelle Modelle für unseren Test ausgewählt, 25 sind derzeit noch erhältlich. Dabei haben wir sowohl renommierte Marken als auch weniger bekannte, aber vielversprechende Hersteller berücksichtigt.

Im Rahmen des Tests haben wir die Gläser auf zahlreiche optische, ergonomische und qualitative Kriterien hin untersucht und eine interne Bewertungstabelle mit verschiedenen Gewichtungen erstellt. Hier gehen wir kurz auf einige bewertungsrelevante Eigenschaften ein.

Fernglas Test: Panorama
Das Süd-Panorama bietet über den Tag fast alles, was man für die Beurteilung der optischen Qualität benötigt.

Ein von Fotoobjektiven bekannter Bildstabilisierer (»Image Stabilizer«, kurz »IS«) ist nur in einem der 22 Test-Ferngläser verbaut. Das Canon 8X25 IS Binocular lässt sich aufgrund seines Vergrößerungsfaktors auch so recht ruhig halten, hält man aber die Taste für die batteriegetriebene Stabilisierung gedrückt, wirkt das Bild annähernd wie festgenagelt. Richtig Sinn macht so eine Konstruktion erst bei noch stärkerer Vergrößerung.

Wir finden es vorteilhaft, wenn es vorne und hinten Kappen gibt, am liebsten welche, die sich am Fernglas befestigen lassen und/oder Ösen für eigene Lösungen.

Das wichtigste Bedienelement bei jedem Fernglas ist natürlich das Einstellrad für die Zentralfokussierung. Dazu muss man wissen, dass die 10-fach-Gläser im Test grundsätzlich mehr Anpassungen brauchen, wenn man von der Nähe in die Ferne schwenkt. Das liegt daran, dass die sogenannte Tiefenschärfe bei stärkerer Vergrößerung geringer ist. Wir haben uns Erreichbarkeit, Lauf und Übersetzung der Fokusräder angesehen.

Normale Fehlsichtigkeit ohne stärkere Hornhautverkrümmung oder andere Besonderheiten lässt sich an einem Fernglas mithilfe der Zentralfokussierung ausgleichen. Für Menschen, deren rechtes und linkes Auge unterschiedliche Fehlsichtigkeiten aufweisen, verfügen die meisten Binokulare über eine Dioptrienkorrektur. Wir haben uns die Ergonomie der jeweiligen Lösungen angesehen.

Diese befinden sich überwiegend direkt am rechten Okular, wo sie unserer Erfahrung nach auch am besten aufgehoben sind. Um sie zu verwenden, schließt man das rechte Auge, visiert ein nahes Objekt an und stellt dann mit dem zentralen Fokusrad scharf. Sodann schließt man das linke und öffnet das rechte Auge, um nach einer kurzen Erholungspause mit der Dioptrienkorrektur das Bild für das rechte Auge ebenfalls scharf zu stellen.

Mäßige Sehschwäche kann vom Fernglas ausgeglichen werden

Der Brennpunkt gibt an, wie weit das Auge vom Okular entfernt sein muss. Der Abstand kann normalerweise durch justierbare Augenmuscheln – häufig aus Gummi oder besser aus Naturkautschuk – angepasst werden. Für Brillenträger mit stärkeren Gläsern sollte der Brennpunkt dieser sogenannten »Brillenträger-Okulare« möglichst weit hinten liegen. Hier kommt es auch darauf an, ob die Augenmuscheln beim Verstellen einen angenehmen Widerstand haben und vor allem, ob sie durch Andrücken an Gesicht oder Brille wieder ins Gehäuse geschoben werden.

Größere Augenmuscheln schirmen Umgebungslicht besser ab, sodass die Universalferngläser hier im Vorteil sind.

Beim Wasserschutz gibt es große Unterschiede, für uns war es vor allem wichtig, ob das Fernglas unter normalen Umständen wetterfest ist. Das trifft auf fast alle Kandidaten zu. Wer mit dauerhaften, harten Wettereinsätzen oder gar Unterwassersituationen rechnet, sollte sich auf jeden Fall die Herstellerwebseiten ansehen.

Ein Stativanschluss ist den meisten Nutzern wahrscheinlich eher egal, schadet aber auch nicht und hat z. B. bei Sternenbeobachtungen durchaus seinen Sinn. Bei den Gläsern im Test ist er ggf. mit einer Abdeckschraube versehen.

Eine mehr oder weniger schöne bzw. brauchbare Tasche liegt jedem Fernglas im Test bei. Weiteres Zubehör, das wir oft angetroffen haben, besteht zum Beispiel aus Abdeckkappen, Trageriemen, ausführlichen oder nicht so ausführlichen Bedienungsanleitungen, Garantieunterlagen und Mikrofasertüchern. Umfang und Qualität des Zubehörs haben wir auch ein wenig mit in die Bewertung einfließen lassen.

Auf die Punkte Lichtstärke, Dämmerungszahl und Austrittspupille sind wir schon eingegangen. Wir haben hier die rechnerischen Werte berücksichtigt. Weitere (subjektiv) wichtige Kriterien sind natürlich Auflösung, Schärfe, Klarheit und Deatilkontrast. Außerdem haben wir überprüft und bewertet, ob und in welcher Stärke die oben angeschnittenen Abbildungsfehler vorliegen.

Testsieger: Athlon Midas 8 x 42 ED

Das beste Universalfernglas ist das Athlon Midas 8×42 ED. Es ist robust, sauber verarbeitet, lässt sich prima handhaben und bietet eine sehr gute Abblidungsleistung mit dem zweitgrößten Sehfeld im Test. Neben der hohen Qualität hat uns beim Midas vor allem das ausgezeichnete Preis-Leistungsverhältnis überzeugt.

Testsieger

Athlon Midas 8x42 ED Binoculars

Test [Entwurf] Fernglas: Athlon Midas 8 x 42 ED Binoculars
Der Testsieger überzeugt bei Weitem nicht nur mit seinem extrem klaren Bild und ist dafür wirklich nicht teuer.

Athlon ist ein renommierter US-amerikanischer Optikhersteller, der neben Ferngläsern auch Zielfernrohre, Gewehrvisire und Entfernungsmesser herstellt. Auf alle seine Produkte gewährt der Hersteller eine weltweite, lebenslange Garantie. Im Produktsortiment von Athlon rangiert das in China produzierte Midas im mittleren bis oberen Bereich. Auf der deutschen Shop-Seite von Athlon war das 8×42-Glas zum Testzeitpunkt für 394 Euro zu bekommen.

Haptik, Verarbeitung, Ergonomie

Schon von der Haptik her vermittelt das sehr gut, wenn auch nicht ganz perfekt verarbeitete Universalfernglas einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck. Das laut Hersteller stoßfeste Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung ist mit dem Edelgas Argon gefüllt, mit einer teilweise texturierten, griffigen Gummiarmierung versehen und liegt ausgezeichnet in der Hand. Einen perfekten Widerstand weist für unseren Geschmack das Mittelgelenk auf. Mit 708 Gramm gehört das Athlon zu den schwereren 8×42-Gläsern.

Wie bei fast allen Ferngläsern im Test gibt es rechts und links Befestigungsmöglichkeiten bzw. Ösen für Trageriemen, die übrigens einen überaus stabilen Eindruck machen. Die mitgelieferten Kappen bestehen aus dickem Gummi und wirken so, als ob sie empfindliche Linsen nicht nur vor Stößen schützen, sondern auch das Eindringen von Wasser und Staub verhindern können. Während die beiden Okular-Kappen miteinander verbunden sind und Ösen etwa für die Befestigung von Schnüren bereithalten, gibt es bei den Objektivabdeckungen keine Ösen. Dafür lassen sich diese mithilfe von Ringen am unteren Ende des Binokulars befestigen.

Auch das Rad für die Zentralfokussierung gefällt uns bestens: Es ist griffig und so breit, dass man es mit Zeige- und Mittelfinger gleichzeitig drehen kann und es verfügt über einen perfekt abgestimmten Widerstand sowie einen butterweichen Lauf und eine angenehme Übersetzung. Uns ist die Fokussierung mit dem Midas stets sicher und intuitiv gelungen.

Weiter geht es mit den besten Augenmuscheln im Test. Der Abstand zum Okular wird hier wie bei den meisten Konkurrenten durch Drehen eingestellt. An drei Positionen (kleiner, mittlerer, größter Abstand) rasten die Augenmuscheln ein, sind aber generell immun dagegen, vom Druck des Gesichts oder der Brille wieder ins Gehäuse geschoben zu werden.

Direkt unter dem rechten Okular befindet sich der mit einem Rändelprofil versehene Ring für die Dioptrienkorrektur. Die Balance zwischen zu hohem Widerstand und zu leichter Verstellbarkeit hat Athlon aus unserer Sicht sehr gut hinbekommen.

Optische Eigenschaften

Wie oben erwähnt, bringt das Athlon ein sehr breites Sehfeld von 144 auf 1000 Meter mit. Die anderen 8×42 Gläser im Test kommen auf 142, 131, 119 und 101 Meter (Herstellerangaben). Ganz ohne Nebenwirkungen bleibt dieser weite Winkel freilich nicht: Am weniger wichtigen äußeren Rand des Sichtfelds ist eine maßvolle Unschärfe zu beobachten, außerdem kommt es gerade in Randbereichen zu deutlichen kissenförmigen Verzeichnungen, sodass Architekturfreunde sich besser nach einer Alternative wie dem weitestgehend verzeichnungsfreien Fujinon KF 8x42H umsehen sollten.

Chromatische Abberationen werden nicht immer vollständig unterdrückt, sind aber dank des hochwertigen ED-Glases insgesamt gut unter Kontrolle. Koma ist auch am Bildrand nur schwach ausgeprägt.

Neben der hohen rechnerischen Lichtstärke, durch die das Glas auch bei dunklem Wetter und in der Dämmerung verwendet werden kann, zeichnet sich das Athlon Midas vor allem durch seine große Klarheit und besonders im zentralen Sichtfeld durch eine hervorragende Auflösung und Schärfe aus. Auch in Sachen Detailkontrast ist der Kandidat den meisten Mitbewerbern im Test überlegen. Da es bei hellem Wetter etwas anfällig für Abschattungen ist, bedarf es einer kurzen Eingewöhnung, um es richtig zu halten.

Zubehör

Hier kommt Athlon über den Standard nicht hinaus, was im Hinblick auf das sehr gute Preis-Leistungverhältnis aber zu verkraften ist. Die Tasche ist etwas funktionsarm, macht aber ansonsten einen ganz ordentlichen und stabilen Eindruck. Darüber hinaus finden sich im Karton nur noch ein Trageriemen mit Athlon-Schriftzug und eine Kurzanleitung mit Pflegehinweisen.

Alternativen

Gut & günstig

Omegon Talron HD 10x42

Test [Entwurf] Fernglas: Omegon Talron HD 10x42
Wer zugunsten von viel Vergrößerung auf Übersicht verzichten kann und nicht so viel ausgeben möchte, ist hier richtig.

10×42-Gläser haben eher kleine Sehfelder, die 106 Meter des Omegon Talron HD 10×42 stellen da keine Ausnahme dar und bieten nicht viel Übersicht. Dafür gibt es eine 10-fache Vergrößerung bei immerhin noch mittelmäßiger Lichtstärke. Wer also etwa bei der Naturbeobachtung besonders nahe ran will und ruhige Hände mitbringt, sollte sich das Talron schon wegen seines hervorragenden Preis-Leistungsverhältnisses auf jeden Fall näher ansehen.

Für zum Testzeitpunkt sehr günstige 144 Euro bekommt man hier ein mit 720 Gramm für diese Klasse eher schweres Universal-Binokular mit Dachkantprisma, das sich weder in optischer noch in ergonomischer Hinsicht vor seiner zum Teil erheblich teureren Konkurrrenz verstecken muss. Obwohl das mattschwarz gummierte Glas grundsätzlich sehr schlicht daherkommt, setzen das riesige silberne Fokusrad sowie die beiden ebenfalls silbernen Ringe unter den Okularen einen kräftigen optischen Akzent.

Das bestens erreichbare, griffige Fokusrad bietet einen perfekten Widerstand und einen angenehm weichen Lauf. Etwas zu schwergängig finden wir hingegen die rechtsseitige Dioptrienkorrektur, und auch die Augenmuscheln kommen etwas hakelig daher, verstellsicher sind sie aber. Die Toleranz gegen Abschattungen ist sehr hoch und abgesehen vom leicht suboptimalen Detailkontrast gibt es an Auflösung und Schärfe nichts auszusetzen. Ganz so klar und frei von Verzeichnung und Farbsäumen wie das mehr als dreimal so teure Zeiss Terra ED 10×42 ist das Omegon Talron dann allerdings doch nicht.

Das beste Kompakte

Zeiss Terra ED 8x25

Test Fernglas: Zeiss Terra ED 8x25
Das kleine Zeiss hat zwar keine Kappen und etwas fummelige Einstellräder, in Sachen Abbildungsleistung bleiben aber keine Wünsche offen.

Das kleine Zeiss Terra ED 8×45 kommt in den Farben Grau und Schwarz daher. Auffällig sind beiden blauen Ringe an den Okularen und das Zeiss-Logo unter dem zentralen Fokusrad. Alles in allem macht das im mittleren Preisbereich angesiedelte Terra ED zwar keinen professionellen, aber durchaus einen hochwertigen Eindruck.

Gespart hat Zeiss am Zubehör. Im Karton finden sich neben einem Hardcase (Geschmackssache, guter Schutz) nur noch eine Schnellstartanleitung, ein Trageriemen sowie ein großes Mikrofasertuch. Kappen sind gar nicht im Lieferumfang enthalten und im Hardcase auch nicht von Nutzen – außerhalb aber schon.

Ergonomisch kann das Terra ED punkten. Das Fokusrad ist problemlos erreichbar, hier hätten wir uns allerdings einen etwas größeren Durchmesser und einen geschmeidigeren Lauf gewünscht. Die Augenmuscheln lassen sich komfortabel herausdrehen und können in voll ausgefahrener Position eingerastet werden, was unabsichtliches Verstellen zumindest bei Nicht-Brillenträgern verhindert.

Nicht so gut finden wir die Position der Dioptrienkorrektur, die sich am Steg zwischen den beiden Tuben gegenüber dem Fokusrad befindet, sodass die Korrektur etwas fummeligen geraten kann. Wird das Fernglas nur von einer Person genutzt, spielt das aber keine Rolle.

Neben der guten Ergonomie haben uns auch die optischen Eigenschaften voll überzeugt. Mit Abschattungen hatten wir weniger Probleme als bei den meisten anderen Gläsern im Test. Trotz eines für 8×25-Ferngläser weiten Sehfelds von 119 Metern präsentiert sich ein kontrastreiches, durchgehend scharfes Bild von großer Klarheit. Farbsäume sind sehr gut kontrolliert, und die Verzeichnung hält sich selbst am äußersten Bildrand in engsten Grenzen.

Aufgrund der kompakten Bauform mit dem kleinen Objektivdurchmesser ist die errechnete Lichtstärke sehr gering, was bereits in der Dämmerung zu deutlichen Beeinträchtigungen führt. Für Tageslichtsituationen reicht die Austrittspupille von 3,1 Millimetern aber in der Regel aus.

Kompakt & günstig

Kowa SV 8x25 DCF

Test [Entwurf] Fernglas: Kowa SV 8x25 DCF
Klein, leicht, gute Optik und extrem günstiger Preis: Wer sparen will, ist hier richtig.

Sparfüchsen mit einer Vorliebe für kompakte Ferngläser legen wir das kleine und überaus günstige Kowa Sv 8×25 DCF ans Herz. Kappen (ohne Ösen) gibt es nur für die Okulare, wichtiger sind die gute Erreichbarkeit und der angenehme Widerstand der Zentrlfokussierung. Dass man es hier nicht unbedingt mit Leica-Qualität zu tun hat, merkt man an dezenten Knistergeräuschen beim Drehen.

Ansonsten macht die Verarbeitung des schwarz gummierten Minis, das sich dank zweier Gelenke besonders kompakt falten lässt, einen wirklich einwandfreien Eindruck. Die Okulare sind zu leichtgängig und verstellen sich daher bei Druck gerne mal, in ganz ausgefahrener Position sind sie aber arretiert. Wie beim Talron empfinden wir den Widerstand der Dioptrienanpassung als zu hoch – wichtig ist das aber allenfalls bei wechselnden Benutzern. Für Interessenten mit besonders großem Augenabstand könnte es hier etwas knapp werden.

Obwohl es nicht ganz die Auflösung und den Detailkontrast des kleinen Zeiss Terra ED 8×25 mitbringt, ist optisch alles in bester Ordnung. Scharf ist das kleine Fernglas von der Mitte bis zum Rand. Farbsäume an kontrastreichen Kanten sind erstaunlich gut unter Kontrolle, während die Verzeichnung mittelmäßig ausfällt. Wichtig: Für die Dämmerung eignet sich das extrem lichtschwache Glas nicht.

Beim Zubehör hat der Hersteller dann aber doch noch den Rotstift ausgepackt, mit dem kümmerlichen Umfang (siehe Bild) und der überaus schlichten Tasche ist kein Extra-Blumentopf mehr zu gewinnen. Insgesamt handelt es sich beim SC 8×25 DCF um das Binokular mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis im Test – nach dem aus unserer Sicht nur eingeschränkt verwendbaren AccuBuddy.

Außerdem getestet

Eschenbach Arena D+ 10x50

Beim Eschenbach arena D+ 10×50 handelt es sich um ein relativ günstiges 10-fach-Binokular mit sehr guten ergonomischen Eigenschaften und brauchbarer Lichtstärke, dessen klares und scharfes Bild allerdings an Farbsäumen und einer ungewöhnlich starken Verzeichnung leidet. Der Hauptgrund dafür, dass das Glas es nicht auf die vorderen Plätze geschafft hat, liegt an dem mit nur 94 Metern kleinsten Sehfeld im Test.

Das Olympus 10×42 PRO gehört zu den teuersten Ferngläsern im Test und wiegt mit 665 Gramm so viel wie ein tpyisches 10×42-Glas. In Sachen Ergonomie gibt es sich kaum eine Blöße, und auch die Abbildungsleistung inklusive kaum merklicher Verzeichnung gehört zu den besten im Test. Lediglich Farbsäume sind nicht optimal kontrolliert. Im Hinblick auf den hohen Preis haben das übersichtliche Zubehör sowie die sehr schlichte und funktionsarme Tasche einen Tadel verdient.

Zeiss Terra ED 10x42

Ebenso wie das teure Olympus gehört auch das etwas günstigere Zeiss Terra ED 10×42 zu den optisch besten Ferngläsern im Test und liefert hier eine tadellose Leistung ab. Auch an der Handhabung gibt es abgesehen von den zu schwergängigen, dafür aber verstellsicheren Okularen absolut nichts auszusetzen. Aufgrund der starken Vergrößerung bietet das Terra ED ebenso wie alle anderen 10×42-Ferngläser nur eine mittelmäßige Lichtstärke.

Bresser Pirsch ED 10x42

Das Bresser Pirsch ED 10×42 ist insgesamt ein gutes Fernglas, für das Gebotene aber etwas zu teuer. Nur mittelmäßig finden wir die Gesamtergonomie und auch in Sachen Abbildungsleistung gibt es leichte Einschränkungen bei Randauflösung, Farbsäumen und Verzeichnung, während das wichtige Bildzentrum scharf und klar abgebildet wird. Das Zubehör ist umfangreich und die Tasche macht einen sehr guten Eindruck.

Ebenfalls im mittleren Preisbereich ist das Fujinon KF 8x42H angesiedelt. Bei der Lichtstärke profitiert es wie alle 8×42-Binokulare von einer mit maßvoller Vergrößerung gepaarten, großen Objektivöffnung. Als ambitioniert, wenn auch nicht herausragend kann man das breite Sehfeld von 131 Metern bezeichnen. Weniger gut schaut es mit einigen Handhabungsaspekten aus und in Sachen Randauflösung, Detailkontrast und Farbsäume besteht ebenfalls noch etwas Verbesserungspotenzial.

Levenhuk Karma PRO 10x50

Mit dem zweitkleinsten Sehfeld im Test kann das relativ lichtstarke Levenhuk Karma Pro 10×50 schon mal nicht punkten, und auch die Gesamtschärfe erreicht nicht ganz das Niveau der besseren Binokulare im Test. Zudem gibt es Probleme mit Farbsäumen. Für Objektivkappen hat es nicht gereicht, ansonsten geht die magere Ausstattung im Hinblick auf den geringen Preis in Ordnung. Mit der Handhabung hatten wir abgesehen von den suboptimalen Augenmuscheln keine Probleme.

Canon Binocular 8 x 25 IS

Im Canon 8×25 IS ist der einzige Bildstabilisator im Test verbaut, der das Bild wie festgenagelt wirken lässt, aber bei 10-facher Vergrößerung noch mehr Sinn machen würde. Nachteile sind das für ein 8×25-Glas große Volumen und hohe Gewicht (Porro-Bauweise) sowie der fehlende Wasserschutz. Brillenträger-Okulare fehlen. Optisch spielt das lichtschwache Canon vorne mit und ist daher für Menschen mit zittrigen Händen durchaus eine Empfehlung wert.

Das kompakte Vixen Atrek 8×32 hat eine etwas höhere Lichtstärke als die 8×25-Ferngläser und eignet sich aufgrund seiner sehr geringen Verzeichnung für Architekturliebhaber. Randschärfe und Detailkontrast sind OK, aber ausbaufähig. Das Sehfeld deckt sehr gute 131 Meter ab. An der Ergonomie gibt es kaum etwas auszusetzen, aber für das Gebotene ist uns das Glas etwas zu teuer.

Vixen New Apex 8x24 DCF

Abgesehen von einer leichten Randunschärfe und starker Verzeichnung präsentiert das für Tageslicht prädestinierte Vixen New Apex 8×24 DCF eine sehr gute optische Leistung. Auch die Ergonomie gefällt, die klapprig wirkenden Augenmuscheln hätten wir uns aber zumindest verstellfest gewünscht. Die magere Ausstattung mit der billg wirkenden, hässlichen Tasche ist für keine Zusatzpunkte gut. Da gibt’s woanders mehr fürs Geld.

AccuBuddy Binocular 12x26

Das AccuBuddy Mini Binocular gehört zu den meistverkauften Ferngläsern und hat das beste Preis-Leistungverhältnis im Test, landet aber zumindest in Sachen Abbildungsqualität souverän auf dem letzten Platz. Brillenträgerokulare fehlen, eine Dioptrienkorrektur ist aber an Bord. Als überwiegend annehmbar stellt sich die Ergonomie dar, in der Dämmerung ist das Billigprodukt aber wegen seiner extrem geringen Lichtstärke überhaupt nicht zu gebrauchen.

Beim Ultravid 8×20 handelt es sich um ein besonders kleines und leichtes Fernglas des deutsche Edelherstellers Leica. Es ist eines der teuersten und lichtschwächsten Gläser im Test und kann von der Handhabung her nicht ganz überzeugen, dafür aber mit seinem 113-Meter-Sehfeld und hervorragender optischer Leistung in allen Disziplinen. Die Retro-Tasche ist hochwertig, ansonsten ist das Zubehör für den Preis zu knapp bemessen.

DDoptics EDX Fieldstar 8x30

Dass das tolle DDoptics EDX Fieldstar 8×32, das vom Format her zwischen allen Stühlen steht, es nicht in die Empfehlungen geschafft hat, ist eher unserem Testschema zu verdanken als mangelnder Qualität des Fernglases. Eines muss man aber feststellen: Selbst für das größte Sehfeld im Test und die insgesamt überzeugende Ergonomie und Abbildungsleistung ist es für knapp 600 Euro zu teuer. Klarheit und zentrale Auflösung gehören zu den besten im Test.

Bei gutem Licht leidet allerdings die Toleranz gegenüber Abschattungen, und mit der rechnerischen Lichtstärke ist es im Hinblick auf den ralativ kleinen Objektivdurchmesser auch nicht zum Besten bestellt. Im Hinblick auf den weiten Winkel ist am Bildrand eine maßvolle Verzeichnung feststellbar.

Eschenbach sektor D 8x42 compact+

Das mittelpreisige Eschenbach Sektor D 8×42 compact+ ist von der Ergonomie her top, leidet aber an der Neigung zu Abschattungen und kann in Sachen Detailkontrast und Chromatische Aberationenen nicht mit den Besten im Test mithalten. Besonders auffällig ist die trotz nicht beonders weitem Sehfeld ausgeprägte kissenförmige Verzeichnung.

Am Kowa BD 8×25 haben wir eigentlich nichts auszusetzen, nur leider ist das unwesentlich teurere Zeiss Terra ED 8×25 insgesamt leicht (!) überlegen. So präsentiert das Zeiss ein etwas weiteres Sichtfeld, hat dafür aber keine Kappen. Das Fokusrad und die Dioptienanapssung finden wir beim BD 8×25 minimal besser, den Ausschlag zugunsten des deutschen Herstellers hat schließlich die etwas größere Klarheit des Zeiss gegeben. Wer das Kowa kauft, macht damit aber absolut nichts verkehrt.

Mit seiner achtfachen Vergrößerung bei einem Objektivdurchmesser von 44 Millimeteren ist das Minox BV rechnerisch das lichtstärkste Fernglas im Test. Wegen des gemäßigten Preises und seiner guten Gesamtergonomie wäre es trotz leichter optischer Schwächen ein Aspirant für einen der vorderen Plätze gewesen. Obwohl wir die Abbildungsqualität hier beurteilen konnten, mussten wir das Binokular aufgrund eines Produktionsfehlers im linken Tubus aus der Wertung nehmen.

Vixen Foresta II ED 8x42

Beim Vixen Foresta II ED 8×42 handelt es sich um ein mittelpreisiges, lichtstarkes Fernglas mit einem sehr großen Sehfeld von 142 Metern, annehmbarem Zubehörumfang und suboptimaler Tasche. Mit der Ergonomie waren wir insgesamt nicht ganz zufrieden, schwerer wiegen aber die Doppelbilder, die vermutlich auf einen Zentrierungsfehler zurückzuführen sind. Auf eine Bewertung der optischen Eigenschaften mussten wir also verzichten und haben das Fernglas aus der Wertung genommen.

Für Zeiss-Verhältnisse recht günstig kommt der Universal-Kompakt-Zwitter Terra ED 8×32 daher, erfordert bei viel Licht zur Vermeidung von Abschattungen aber auch etwas mehr Sorgfalt beim Halten. Auch sonst gibt es kleinere (!) optische Einschränkungen wie etwa eine dezente Randunschärfe und dezente Farbsäume zu vermelden. Punkten kann das Glas mit seiner guten Handhabung und dem recht weiten Sehfeld.

Levenhuk Sherman PRO 10x50

Dank Porro-Bauweise könnte das größte und schwerste Fernglas im Test in Gestalt des Levenhuk Sherman Pro 10×50 mit einem besonders ausgeprägten Stereoeffekt glänzen, aber leider haben uns massive Doppelbilder die Beurteilung der Optik unmöglich gemacht. Schaut man sich die Austrittspupillen aus etwa 30 cm Entfernung an, stehen diese kreuz und quer.

Somit haben wir das immerhin sehr günstige Sherman aus der Wertung genommen. Vorne wäre es aber ohnehin nicht gelandet, denn das nur mühsam erreichbare Fokusrad zieht auch diese Teilwertung in den Keller.

Bresser Corvette 8x42

Wer durch unser Exemplar des Bresser Corvette 8×42 schaut, sieht unabhängig vom Motiv vor allem erst einmal Kidney Beans. Die Abschattungen waren so ausgeprägt und unvermeidlich, dass wir uns eine Beurteilung der optischen Eigenschaften erspart haben. Somit schafft es das Corvette auch nicht in unsere Wertung. Das ist insofern schade, als dass die Handhabung und die rechnerische Lichtstärke sich nicht nur für den sehr geringen Preis absolut sehen lassen können.

Zeiss Conquest HD 8x42

Beim Conquest HD 8×42 aus dem Hause Zeiss werden einem die eigentlich sehr guten ergonomischen und optischen Qualitäten durch eine starke Neigung zu Abschattungen verleidet. Aber auch ohne dieses Manko wäre das wertige Fernglas gerade im Vergleich zum gleichformatigen Testsieger schlicht und ergreifend viel zu teuer.

Zeiss Victory Pocket 8x25

Das schon ziemlich teure Zeiss Victory Pocket 8×25 kann mit seinem außermittigen Gelenk recht kompakt zusammgefaltet werden, die Handhabung lässt aber manchmal etwas zu wünschen übrig. Das Rad für die Zentralfokussierung ist zu klein, die Dioptrienanpassung fummelig und nur mühsam zu verstellen. Optisch macht der mit einem für sein Format sehr weiten Sehfeld gesegnete Winzling das Meiste richtig, im Hinblick auf den hohen Preis bleibt er allerdings in Sachen Randschärfe und Verzeichnung etwas und beim Zubehör erheblich hinter den Erwartungen zurück.

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