Fieber­thermometer Test: Fieberthermometer Aufmacher
test
Letzte Aktualisierung:

Das beste Fieber­thermometer

Wir haben 38 Fieberthermometer getestet. Die besten für Kinder sind das Braun ThermoScan 7 und das NUK Flash Baby Infrarot-Thermometer. Das Ohrthermometer von Braun ist zwar nicht ganz billig, überzeugt aber durch hohe Messgenauigkeit und einfache Handhabung – und darauf kommt es an, wenn man Kindern Fieber messen will. Das Stirnthermometer von NUK misst ebenso genau, kann aber zusätzlich auch Objekt- und Raumtemperatur messen.

Doreen Menz
Doreen Menz
testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte, sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen. Die studierte Germanistin redigiert außerdem einen Großteil der Testberichte von AllesBeste.
Claire Schulte-Wieschen
Claire Schulte-Wieschen
ist studierte Anglistin und Medienwissenschaftlerin. Bei AllesBeste ist sie unter anderem zuständig für die Bereiche Haushalts- und Küchengeräte sowie Beauty & Pflege.
Letztes Update: 18. Mai 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

5. November 2021

Wir haben sieben neue Fieberthermometer getestet. Unsere bisherigen Empfehlungen werden durch das KKmier AOJ-20M ergänzt.

8. Oktober 2020

Wir haben sechs neue Fieberthermometer getestet. Diesmal haben wir uns nur auf kontaktlose Geräte konzentriert. Eine neue günstige Empfehlung ist das CocoBear AET-R1B1.

25. Oktober 2019

Wir haben fünf weitere Fieberthermometer getestet – eine neue Empfehlung war allerdings nicht dabei. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor aktuell.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Wer Kinder hat, braucht ein zuverlässiges Fieberthermometer, denn Kinder werden nun mal oft krank. Doch die Auswahl fällt den meisten Eltern schwer, schließlich gibt es Thermometer in den verschiedensten Ausführungen: analog oder digital, Kontakt oder Infrarot, für die Messung an Stirn, Ohr oder Schläfe, berührungsfrei oder nicht. Wir sagen Ihnen, was Sie wissen müssen.

Wir haben insgesamt 38 Fieberthermometer für Sie getestet, davon sind aktuell noch 20 lieferbar. Davon können viele Thermometer sowohl im Ohr wie auch an der Stirn messen, einige nur an der Stirn und andere nur im Ohr. Außerdem haben wir auch normale Kontaktfieberthermometer getestet. Viele Thermometer können zusätzlich die Oberflächentemperatur von Objekten und Flüssigkeiten messen, einige außerdem auch die Raumtemperatur.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Braun ThermoScan 7

Test Fieber­thermometer: Braun ThermoScan 7
Misst sehr präzise, ist einfach zu handhaben und dank altersabhängiger Messung für die ganze Familie verwendbar.

Das Braun ThermoScan 7 misst schnell, sicher und ist einfach in der Handhabung. Dank der altersabhängigen Messung kann man schnell und unkompliziert ablesen, ob die gemessene Temperatur im grünen, gelben oder roten Fieberbereich liegt.

Auch gut

NUK Baby Thermometer Flash

Test  Fieberthermometer: NUK Baby Thermometer Flash
Ein kleines und sehr vielseitiges Stirnthermometer – nicht nur für Babys geeignet.

Das NUK Flash ist für uns eines der besten Thermometer, weil es nicht nur schnell, unkompliziert und zuverlässig Fieber misst, sondern auf Wunsch auch noch die Raumtemperatur im Auge behält. Zusätzlich kann man die Temperatur von Milch oder Brei messen. Außerdem war es das kleinste und handlichste Fieberthermometer im Test. All das bekommt man beim NUK zu einem sehr guten Preis.

Allrounder

KKmier AOJ-20M

Test Fieber­thermometer: KKmier
Stirn-, Ohr- und Objektmessungen plus viele Zusatzfunktionen hat dieses Fieberthermometer zu bieten.

Mit dem KKmier AOJ-20M kann man Stirn-, Ohr- und Objektmessungen vornehmen. Auch eine Fiebermessung nach Altersstufen ist hier möglich. Die Messwerte werden mit wechselnder Hintergrundbeleuchtung dargestellt, sodass man das Ergebnis auf den ersten Blick einschätzen kann. Die Bedienung ist leicht, zudem lassen sich Messwerte abspeichern. Zu alldem bekommt man auch noch einen praktischen Aufbewahrungsbeutel dazu.

Wenn Geld egal ist

Withings Thermo

Fieber­thermometer Test: 51akh156f7l. Ac Sl1500
Das Thermometer misst zuverlässig die Stirntemperatur, braucht aber einen technikliebenden Benutzer – für andere ist es zu aufwendig zu bedienen.

Wenn Sie nicht nur ein Fieberthermometer, sondern auch ein schönes Gadget haben wollen, ist das Withings Thermo eine gute Wahl – sofern Sie bereit sind, so viel Geld für ein Fieberthermometer auszugeben. Das smarte Geräte speichert alle Messergebnisse für jedes Familienmitglied automatisch in eine App auf dem Smartphone, so hat man sie immer dabei, zum Beispiel wenn man zum Arzt geht. Bei Kindern wird die Fieberschwelle altersabhängig angezeigt.

Gut & günstig

CocoBear IDOIT Stirnthermometer

Test  Fieber­thermometer: CocoBear Stirnthermometer
Die Ein-Knopf-Bedienung könnte nicht einfacher sein. Außerdem ist die Messung kontaktlos und genau.

Das CocoBear IDOIT Stirnthermometer ist sehr einfach gestrickt und tut genau, was es soll: exakt und schnell Fieber messen. Und das sogar kontaktlos! Gerade in Jahren wie 2020 ist so ein Fieberthermometer sehr praktisch. Außerdem finden wir den Preis super. Auch die nötigen Batterien sind im Lieferumfang enthalten. Man benötigt hier AAA-Batterien.

Vergleichstabelle

TestsiegerBraun ThermoScan 7
Auch gutNUK Baby Thermometer Flash
AllrounderKKmier AOJ-20M
Wenn Geld egal istWithings Thermo
Gut & günstigCocoBear IDOIT Stirnthermometer
Reer 9840
medisana TM A79
Domotherm Rapid
iHealth PT3
Newgen Medicals IRT-50.mini
Braun ThermoScan 5
Braun ThermoScan 3
femometer DET-306
Beurer FT 85
BGS 6006
Medisana FTN Fieberthermometer
Truelife Care Q7
Beurer FT 90
Sanitas SFT 65
Braun NTF 3000
Test Fieber­thermometer: Braun ThermoScan 7
  • Altersabhängige Temperaturanzeige
  • Vorgewärmte Messspitze
  • Sehr gute Messergebnisse
  • Wertig
  • Schutzkappen müssen verwendet werden, das produziert Müll
  • Teuer
Test  Fieberthermometer: NUK Baby Thermometer Flash
  • Ohne Berührung
  • Einfache Messung
  • Viele Funktionen
  • Sehr genaue Messung
  • Wertig
  • Batteriefach ist schwer zu öffnen
  • Manchmal nicht sehr intuitiv
  • Teuer
Test Fieber­thermometer: KKmier
  • Aufbewahrungsbeutel
  • Kontaktlos
  • Messung nach Altersgruppen
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Gute Messergebnisse
Fieber­thermometer Test: 51akh156f7l. Ac Sl1500
  • Optisch ein Hingucker
  • Für Technik-Fans das richtige
  • Misst sehr genau
  • Wertig
  • Nur sinnvoll mit Thermo-App
  • Viel Technik nötig für einfaches Fiebermessen
  • Teuer
Test  Fieber­thermometer: CocoBear Stirnthermometer
  • Kontaktlos
  • Einfache Bedienung
  • Sehr gute Messergebnisse
  • Guter Preis
  • Keine Batterien im Lieferumfang
  • Keine Zusatzfunktionen
Test Fieberthermometer: reer 9840
  • Günstig
  • Kompakt
  • Einfache Handhabung
  • Wertig
  • Keine Zusatzfunktionen
Test Fieber­thermometer: medisana TM A79
  • Kontaktlos
  • Gute Messergebnisse
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Bedienung teils nicht ganz intuitiv
Test  Fieber­thermometer: Domotherm Rapid
  • Günstig
  • Kompakt
  • Einfache Handhabung
  • Wertig
  • Keine Zusatzfunktionen
Test Fieber­thermometer: iHealth
  • Hübsches Design
  • Einfache Bedienung
  • Gute Messergebnisse
  • Kontaktlos
  • Anleitung nicht auf Deutsch
  • Nur Stirnmessung
  • Keine Zusatzfunktionen
Test Fieber­thermometer: Newgen Medicals IRT-50.mini
  • Stirn- und Ohrmessung
  • Gute Messergebnisse
  • Einfache Bedienung
  • Anleitung etwas umständlich
  • Liegt nicht ganz so gut in der Hand
Test  Fieber­thermometer: Braun ThermoScan 5
  • Vorgewärmte Messspitze
  • Sehr gute Messergebisse
  • Wertig
  • Schutzkappen müssen verwendet werden, das produziert Müll
  • Teuer
Test  besten Fieberthermometer: Braun ThermoScan 3
  • Gute Messergebnisse
  • Wertig
  • Nur die letzte Messung wird gespeichert
  • Keine Altersabhängige Messung möglich
Test Fieber­thermometer: femometer
  • Kontaktlos
  • Gute Messergebnisse
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Piept nicht bei Ende der Messung
  • Tasten etwas klapprig
Test  Fieber­thermometer: Beurer FT 85
  • Kontaktlos
  • Modernes Design
  • Messung dauert vergleichsweise lange
Test  Fieber­thermometer: BGS 6006
  • Kontaktlos
  • Einfache Bedienung
  • Sehr gute Messergebnisse
  • Teuer
Test  Fieberthermometer: Medisana FTN Fieberthermometer
  • Nimmt Referenzwerte als Vergleich
  • Sehr genaue Stirnmessung
  • Messung etwas schwierig, da Piepton nicht ausgeht
  • Teuer
Test  Fieber­thermometer: Truelife Care Q7
  • Kontaktlos
  • Einfache Bedienung
  • Keine Batterien im Lieferumfang
  • Teuer
Test  Fieber­thermometer: Beurer FT90
  • Messung geht in Ordnung
  • Kontaktlos
  • Modernes Design
  • Gebrauchsanweisung ist nötig
  • Messung dauert vergleichsweise lange
  • Teuer
Test  Fieberthermometer: Sanitas SFT 65
  • Guter Preis
  • Alle Messungen nur befriedigend
  • Bedienung wenig intuitiv
Test  Fieberthermometer: Braun No-Touch
  • Lichtpunkt zeigt an, wo gemessen wird
  • Messungen schwanken sehr
  • Nur Stirnmessung möglich
  • Teuer
Produktdetails einblenden

Stirn- oder Ohrmessung: Was ist besser?

Noch vor wenigen Jahren hatte man bei der Wahl eines Fieberthermometers keine große Auswahl. Jeder hatte ein einfaches Quecksilberthermometer aus Glas zuhause.

Heute sind sie so gut wie ausgestorben. Das hat mehrere Gründe: Zum Einen ist das Ablesen der Temperatur auf einem analogen Thermometer nicht ganz einfach, zum anderen ist Glas im Umgang mit kleinen Kindern nicht ungefährlich, vor allem wenn es eine hochgiftige Substanz wie Quecksilber enthält. In der EU ist der Verkauf von Messgeräten mit Quecksilberfüllung daher seit 2009 verboten.

Fieber­thermometer Test: Digitales Fieberthermometer
Digitale Kontakt-Fieberthermometer messen präzise und fehlerfrei – und kosten nicht viel.

Klassische analoge Fieberthermometer aus Glas gibt es trotzdem auch heute noch zu kaufen, sie enthalten aber eine andere Messflüssigkeit.

Bei digitalen Fieberthermometern wird die Temperatur über einen Sensor erfasst, der sich in der Spitze des Thermometers befindet. Die Leitfähigkeit im Sensor verändert sich, sobald sich die Temperatur ändert. Diese Veränderung wird auf dem Display als Temperaturwert angezeigt.

Diese sogenannten Kontakt-Thermometer messen sehr genau und man bekommt sie schon für ein paar Euro im Drogeriemarkt oder online. Mehr als 10 Euro muss man dafür nicht ausgeben.

Digitale Thermometer sind zwar genauer, brauchen aber länger

Doch die meisten Kinder lassen sich ab einem gewissen Alter nur unter größtem Protest oder gar nicht rektal messen. Und auch Babys will man nicht ständig erst umständlich ausziehen, wenn man mal eben wissen will, ob beim Steppke schon wieder eine Erkältung im Anmarsch ist.

Vor allem aber dauert die Messung mit analogen und digitalen Kontakt-Fieberthermometern relativ lange. Und selbst ein bis zwei Minuten Stillhalten kann für Kind und Eltern beim Fiebermessen ein Kraftakt sein.

Gerade für Kinder sind Infrarot-Fieberthermometer daher ein echter Segen. Sie messen die Körpertemperatur innerhalb von Sekunden und provozieren kein Geschrei – genau das, was Eltern wollen.

Infrarot-Fieberthermometer

Infrarot-Fieberthermometer messen die vom Körper abgestrahlte Infrarotstrahlung. Sie wird durch eine Linse auf den Sensor des Thermometers übertragen und in einen Temperaturwert umgerechnet, der auf dem Display erscheint.

Fieber­thermometer Test: Nuk Fieberthermometer
Kontaktloses Fiebermessen ist weniger genau, aber vor allem für die schnelle Messung bei Kindern ein Segen.

Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Kontakt-Thermometern liegt darin, dass bereits nach wenigen Sekunden ein Messergebnis feststeht und Kinder nicht lange mit dem Fiebermessen behelligt werden müssen.

Infrarot-Thermometer messen inzwischen ebenfalls sehr genau

Inzwischen können Infrarot-Thermometer prinzipiell ähnlich genau wie analoge oder digitale Kontakt-Fieberthermometer messen. Grundsätzlich ist die Messung im Po aber immer noch am zuverlässigsten, weil hier eben im Körperinneren gemessen wird. So kommt man nicht nur der Körperkerntemperatur am nächsten, hier kann der Messwert auch am wenigsten durch Störeinflüsse verfälscht werden.

Mit einem Infrarot-Thermometer misst man dagegen entweder an der Stirn oder im Ohr. Während die rektale Messung also sehr präzise die Körpertemperatur wiedergibt, kann die Temperatur der Stirn oder auch im Ohr falsche Ergebnisse liefern, etwa wenn man gerade aus der Kälte kommt oder sich das Kind unter der Bettdecke vergraben hatte.

Wenn das Kind hohes Fieber hat und man es wirklich ganz genau wissen will, gibt es zur rektale Messung im Po mit einem Kontakt-Fieberthermometer daher immer noch keine Alternative. Daher sollte jeder auch ein einfaches, digitales Thermometer für die rektale Fiebermessung im Haus haben.

Doch in vielen Fällen reicht die Ohr- oder Stirnmessung mit einem Infrarot-Thermometer erstmal völlig aus. Schließlich will man oft einfach nur feststellen, ob das Kind Fieber hat oder ob sich die Temperatur verändert hat. Dazu muss man sein Kind nicht immer mit der rektalen Messung quälen.

Bei den Infrarot-Thermometern gibt es zwei verschiedene Messmethoden: an der Stirn oder im Ohr. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Unterschiedliche Fieberschwellen

Beachten muss man natürlich, dass an allen Messstellen, egal ob Stirn, Ohr, Mund, Achsel oder Po, unterschiedliche Temperaturen gemessen werden. Entsprechend ist auch die Fieberschwelle je nach Körperstelle eine andere. Wird rektal gemessen, spricht man ab einer Temperatur von 38,0°C von Fieber. Im Ohr liegt die Schwelle bei 37,7°C, unter der Achsel und im Mund bei 37,2°C und an der Stirn bei 37,4°C.

An unterschiedlichen Körperstellen erhält man unterschiedliche Messwerte

Die gute Nachricht: Die unterschiedlichen Temperaturen müssen Sie sich nicht merken. Die meisten Infrarotthermometer für die Messung an der Stirn oder im Ohr zeigen an, ob Fieber gemessen wurde oder nicht. Die meisten benutzen dafür einen Farbcode: grün heißt »Alles in Ordnung«, orange »erhöhte Temperatur« und rot »Fieber«. Bei manchen Thermometern kann man auch das Alter des Patienten angeben, dann werden die Fieberschwellen entsprechend angepasst.

Die Fieberschwelle liegt bei Babys mit 38,5°C etwas höher als bei Erwachsenen. Hat Ihr Baby Fieber, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen!

Aber aufgepasst: Bei Babys und Kleinkindern liegt die Fieberschwelle höher als bei Erwachsenen! Babys haben eine normale Körpertemperatur zwischen 36,5°C und 37,5°C. Zwischen 37,6°C bis 38,5°C bedeuten erhöhte Temperatur und ab 38,5°C spricht man beim Baby von Fieber. Vor allem bei Neugeborenen und wenige Monate alten Babys sollten Sie ab einer Temperatur von 38,5°C auf jeden Fall den Arzt aufsuchen, denn Fieber kann für Babys schnell gefährlich werden. Wenn Sie unsicher sind, gilt gerade bei Babys: Lieber einmal öfter zum Arzt!

Ohrmessung

In Kinderarztpraxen wird seit längerem ab einem Alter von zwei Jahren das Fieber nur noch im Ohr gemessen. Zum einen, weil es schnell geht und für alle Beteiligten am unkompliziertesten ist, zum anderen, weil die Messgenauigkeit heutzutage den herkömmlichen Thermometern kaum mehr nachsteht.

Bei der Messung im Ohr ist es allerdings wichtig, dass man immer beide Ohren misst und den höheren Wert nimmt, denn der ist ausschlaggebend.

Fieber­thermometer Test: Ohr Thermometer
Korrektes Fiebermessen im Ohr erfordert etwas Übung.

Ganz einfach ist die Ohrmessung allerdings nicht. Man muss mit dem Sensor genau auf das Trommelfell zielen. Dafür muss das Ohr erst in die richtige Position gezogen werden, um den gebogenen Hörkanal zu strecken. Bei Kleinkindern muss man dabei anders ziehen als bei älteren Kindern und Erwachsenen.

Trifft man nicht das Trommelfell sondern die Wand des Ohrkanals, wird eine rund 1 Grad zu niedrige Temperatur angezeigt. Auch viel Ohrschmalz kann das Messergebnis verfälschen. Und bei Mittelohrentzündung sollte man gar keine Ohrmessung durchführen.

Vor allem aber weckt man ein schlafendes Kind mit einer Ohrmessung mit ziemlicher Sicherheit auf.

Hinzu kommt die Hygiene: Durch den Kontakt mit Haut und Ohrschmalz können Krankheitserreger übertragen werden. Bei einigen Ohrthermometern muss man daher für jede Messung eine Schutzkappe aufsetzen, die man anschließend entsorgt. Das ist umständlich und verursacht Kosten – und Müll.

Stirnmessung

Stirnthermometer sind noch nicht so etabliert wie Ohrthermometer, aber auf dem Vormarsch. Der Grund: Kinder und Babys empfinden die Messung im Ohr meist nicht als besonders angenehm – mit dem Stirnthermometer fährt man einfach die Stirn entlang und hat in Sekunden ein Ergebnis.

Manche Thermometer funktionieren sogar kontaktlos, sodass selbst dem schlafenden Kind problemlos Fieber gemessen werden kann. Nicht zu vergessen ist die Hygiene. Denn beim kontaktlosen Messen können über das Thermometer auch keine Krankheitserreger übertragen werden.

Fieber­thermometer Test: Nuk Fieberthermometer 2
An der Stirn kann man je nach Modell kontaktlos oder mit Auflegen messen.

Um schnell mal eben zu prüfen, ob das Kind Fieber hat oder sich die Temperatur geändert hat, ist die Stirnmessung daher aus unserer Sicht am sinnvollsten – wohlgemerkt aber nur als Ergänzung zur genauen rektalen Kontrollmessung mit einem Kontakt-Thermometer. Doch die ist bei der Ohrmessung ebenfalls nötig.

Allerdings ist bei der Stirnmessung die Fehleranfälligkeit am größten. Lag das Kind mit der Stirn auf dem Kissen oder direkt unter eine Lampe, zeigt das Thermometer eine viel zu hohe Temperatur an.

Wenn Ihnen die gemessenen Werte merkwürdig vorkommen, also bitte erstmal nicht erschrecken, sondern die Messung ein paar Minuten später wiederholen – oder gleich mit dem Kontaktthermometer rektal nachmessen.

Mittlerweile gibt es auch Kombigeräte, mit denen sowohl Stirn-, als auch Ohrmessungen möglich sind. Doch abwechselnd mal das Ohr, mal die Stirn zu messen, ist wenig sinnvoll, denn es werden jedes Mal leicht unterschiedliche Messwerte herauskommen. Das verwirrt mehr als weiterzuhelfen.

 Fieber­thermometer Test: 71+ioe9njgl. Ac Sl1500

Testsieger: Braun ThermoScan 7

Das Braun ThermoScan 7 ist einfach und selbsterklärend in der Handhabung. Mit diesem Fieberthermometer ist allerdings lediglich eine Ohrmessung möglich. Doch eines hat uns besonders gut gefallen – die altersabhängige Messung.

Die Beurteilung, ob ein Kind Fieber hat oder nicht, ist nämlich vom Alter abhängig. Eine Temperatur, die bei einem dreijährigen Kind nur erhöht ist, kann bei einem vier Wochen alten Baby bereits Fieber bedeuten.

Testsieger
Braun ThermoScan 7
Test Fieber­thermometer: Braun ThermoScan 7
Misst sehr präzise, ist einfach zu handhaben und dank altersabhängiger Messung für die ganze Familie verwendbar.

Das ThermoScan 7 verfügt über eine Taste, mit der man zwischen drei Altersgruppen wählen kann: 0 bis 3 Monate, 3 bis 36 Monate und 36+ Monate.

Aber auch sonst gefällt uns das ThermoScan 7: Um das Trommelfell nicht zu verletzen, ist der Thermometer-Messkopf so geformt, dass er nicht zu weit in den Gehörgang eingeführt werden kann. Außerdem wird die Messspitze vorgewärmt, wodurch ungenaue Messungen vermieden werden.

Weil über die Ohrmessung Krankheitskeime übertragen werden können, benötigt man für die Messung mit dem ThermoScan 7 allerdings Schutzkappen. Einundzwanzig sind im Lieferumfang enthalten, weitere Schutzkappen kann man für wenig Geld nachkaufen. Ein 100er-Pack kostet 10,50 Euro. Die Schutzkappen und das Fieberthermometer passen in die mitgelieferte Aufbewahrungsbox, so hat man alles gut und sicher verstaut.

Nachteile?

Der Nachteil ist, dass man Schutzkappen benötigt, die nach einiger Zeit eventuell nachgekauft werden müssen. Außerdem produziert das Müll.

Braun ThermoScan 7 im Testspiegel

Auch die Kollegen waren von unserem Favoriten angetan. Das Braun ThermoScan 7 erhielt 2015 bei ÖKO-Test die Note »sehr gut«.

Alternativen

Es gibt auch noch einige andere Modelle auf dem Markt, die ebenfalls gut sind und andere Schwerpunkte setzen, die für manche vielleicht interessanter sind. Im Folgenden stellen wir unsere weiteren Empfehlungen vor.

Auch empfehlenswert: NUK Baby Thermometer Flash

Das NUK Baby Thermometer Flash hat uns überzeugt. Es misst nicht nur sehr genau, sondern bietet genau die richtige Mischung aus Funktionsfülle und einfacher Bedienung. Gemessen wird ohne Berührung mit einem geringen Abstand zur Stirn an einem Punkt. Am besten misst man in der Mitte der Stirn, kurz über den Augenbrauen.

Auch gut
NUK Baby Thermometer Flash
Test  Fieberthermometer: NUK Baby Thermometer Flash
Ein kleines und sehr vielseitiges Stirnthermometer – nicht nur für Babys geeignet.

Die Handhabung ist sehr einfach. Es gibt lediglich zwei Knöpfe: Einen zum Anschalten und einen für die Messung. Das Fieberthermometer wird an die Stirn gehalten und der Scan-Knopf kurz gedrückt. Nach fünf bis sieben Sekunden ertönen zwei kurze Pieptöne, die anzeigen, dass die Messung abgeschlossen ist.

In unserem Test wurde die Temperatur allerdings auch immer schon kurz nach dem Betätigen der Scan-Taste richtig angezeigt, so dass man sich das Warten eigentlich sparen kann.

1 von 5
Das NUK Baby Thermometer.
Die AN-Taste beim NUK.
Die SCAN-Taste zum Messen der Temperatur.
Unten links sieht man einen Kopf als Symbol für den Strinmodus.
Die vorangegangene Messung wird als kleinere Zahl über der aktuellen Messung angezeigt.

Bei schlafenden Kindern ist es natürlich nicht besonders vorteilhaft, wenn das Gerät nach dem Messen piepst, schließlich will man das Kind nicht wecken. Doch das Piepsen ist sehr leise – außerdem kann man es abschalten. Jedenfalls, wenn man mal weiß, wie es geht.

Denn die nur zwei Bedienknöpfe sind gleichzeitig der einzige Nachteil dieses Thermometers: Der Wechsel von Einstellungen ist nicht gerade intuitiv, dafür sollte man die Gebrauchsanweisung zur Hand haben. Die ist allerdings sehr verständlich geschrieben und auch auf Deutsch vorhanden. Hat man es einmal gelesen, fällt die Bedienung beim nächsten Mal nicht mehr schwer.

Will man wissen, welche Temperatur das Kind bei der letzten Messung hatte, drückt man einfach die Ein/Aus-Taste. Durch wiederholtes Drücken können die letzten 25 Messwerte angezeigt werden – einfacher geht’s nicht.

Einfache Bedienung und viele Funktionen

Ist der Stirnmess-Modus eingestellt, erscheint die jeweils letzte Messung über der aktuell gemessenen Temperatur und man hat sofort einen Vergleich.

Nach einer Minute schaltet das Fieberthermometer automatisch auf die Anzeige der Raumtemperatur um. So kann man sich ein eigenes Thermometer für die Raumtemperatur sparen. Ganz ausgeschaltet wird das Thermometer bei Bedarf durch langes Drücken des Ein/Aus-Schalters.

Bei unseren Test-Messungen hat das NUK die Temperatur sehr genau ermittelt. Zwischen den Messwerten lag höchstens eine Differenz von 0,1 Grad. Damit zählte es zu den genauesten Thermometern im Test.

Wird eine Temperatur von über 37,5 Grad gemessen, ertönen ein langer und drei kurze aufeinanderfolgende Pieptöne, die erhöhte Temperatur oder Fieber anzeigen.

Eine Funktion für die Ohrmessung hat das NUK Thermometer nicht. Doch wir finden, wer beim Messen der Stirntemperatur so genau ist, braucht das auch nicht.

Zur Messung von Oberflächentemperaturen wie zum Beispiel Babynahrung oder Milch muss in einen anderen Modus geschalten werden. Dafür muss man die Ein/Aus-Taste gedrückt halten und einmal die Scan-Taste drücken. Es erscheint das entsprechende Symbol für die Oberflächenmessung. Mit der selben Aktion wechselt man wieder zurück in den Stirnmodus.

Getestet haben wir die Messgenauigkeit anhand von heißem Wasser. Der Referenzwert wurde mit einem präzisen Kontakt-Thermometer ermittelt.

Beim NUK lag die Abweichung im Schnitt 2,2 Grad zu niedrig. Alle anderen getesteten Stirnthermometer, die Oberflächentemperaturen messen konnten, hatten bei diesem Test wesentlich größere Probleme, die Abweichungen vom Referenzwert lagen teilweise mehr als fünf Grad zu niedrig.

Das ist erstaunlich, denn bei der Körpertemperatur liegt die Messgenauigkeit im Bereich von Zehntel-Grad. Andererseits ist es auch für Babynahrung unerheblich, ob sie zwei Grad wärmer oder kälter ist. Bei mehr als 5 Grad Abweichung wird es aber problematisch. Diese Thermometer wollten wir nicht empfehlen.

Der größte Nachteil des NUK Stirnthermometers ist, dass man zum Verändern von Voreinstellungen das kleine Handbuch befragen muss. Das Messen und Nachsehen der letzten Messwerte geht dafür aber umso einfacher.

Das Batteriefach ist nur zu öffnen, wenn man mit Hilfe einer Büroklammer die Entriegelung entsperrt. Auch das muss man erstmal wissen, wir haben uns im Test zunächst fast die Finger gebrochen. Doch ein gut verschlossenes Batteriefach ist bei einem Gerät, das man in der Nähe von Babys verwendet, letztlich eine gute Sache, denn die kriegen es garantiert nicht auf.

Eingesetzt wird allerdings eine Knopfbatterie (CR2032). Eine AA-Batterie wäre uns lieber gewesen, denn die würde länger halten. Aber dafür ist das Fieberthermometer auch besonders klein und handlich und auch mit der Knopfbatterie gibt der Hersteller eine Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren an.

Allrounder: KKmier AOJ-20M

Das KKmier AOJ-20M hat eine Menge zu bieten: Stirn-, Ohr- und Objektmessung, je nach Messwert wechselnde Hintergrundbeleuchtung und eine altersabhängige Messung. Zudem kommt das Fieberthermometer in einem praktischen Aufbewahrungsbeutel.

Allrounder
KKmier AOJ-20M
Test Fieber­thermometer: KKmier
Stirn-, Ohr- und Objektmessungen plus viele Zusatzfunktionen hat dieses Fieberthermometer zu bieten.

Das Fieberthermometer ist in Weiß und Mintgrün gestaltet. Auf der Vorderseite befindet sich ein Display, darüber die Taste für die Temperaturmessung. Unter dem Display sind drei Personen-Symbole angebracht, die für die Altersstufen 0 bis 6, 6 bis 12 und 12+ Jahre stehen. Darunter finden sich noch zwei weitere Tasten: die Menü-Taste und eine Taste, die mit einem kleinen Männchen-Symbol versehen ist. Dabei handelt es sich um die »Altersstufentaste«.

Auf der Rückseite findet sich das Batteriefach, die beiden benötigen AAA-Batterien sind im Lieferumfang enthalten, genauso wie ein praktischer, grauer Aufbewahrungsbeutel. Die Gebrauchsanleitung ist mehrsprachig, gut verständlich und gibt genaue Infos zu den einzelnen Messmethoden und ab welchen Messwerten man von einer erhöhten Temperaturen oder Fieber sprechen kann.

1 von 4
Fieber­thermometer Test: Fieberthermometer Kkmier Aoj 20m
Das Fieberthermometer von KKmier hat eine ganze Reihe an Funktionen zu bieten.
Fieber­thermometer Test: Fieberthermometer Kkmier Aoj 20m
Man kann neben Objekt- auch Stirn- und Ohrmessungen durchführen.
Fieber­thermometer Test: Fieberthermometer Kkmier Aoj 20m
Auch eine altersabhängige Messung ist möglich, dann leuchtet das Licht bei der ausgewählten Altersgruppe.
Fieber­thermometer Test: Fieberthermometer Kkmier Aoj 20m
Mit dabei ist auch ein praktischer Aufbewahrungsbeutel.

Eingeschaltet wird das Fieberthermometer über die Temperatur-Taste, mit der Modus-Taste lässt sich dann auswählen, ob man eine Stirn- oder eine Objektmessung vornehmen möchte. Nimmt man die Abdeckung ab, schaltet das KKmier automatisch in den Modus für die Ohrmessung. In welchem Modus man sich gerade befindet, wird auch mit einem kleinen Symbol im Display angegeben.

Darüber hinaus lässt sich auch die altersabhängige Temperaturmessung einstellen, hierfür muss nur die Altersstufentaste gedrückt werden. Dann leuchtet ein kleines, grünes Licht bei dem Symbol unter dem Display, das ausgewählt wurde. Hält man die Taste länger gedrückt, kann man auch zwischen Celsius und Fahrenheit wechseln.

Das AOJ-20M piept, wenn es mit der Messung fertig ist. Die Messergebnisse im Test waren mit höchstens 0,2 Grad Abweichung bei der Stirnmessung gut. Die Daten werden gut ablesbar auf dem Display dargestellt, zusätzlich wechselt je nach Temperatur die Hintergrundbeleuchtung von grün über gelb nach rot.

Bis zu 40 Messwerte können abgespeichert werden. Um die aufzurufen, muss man nur die Modus-Taste etwas länger gedrückt halten. Mit der Temperatur-Taste kann man durch die verschiedenen Werte klicken. Bei Nichtbenutzung schaltet sich das Fieberthermometer nach 13 Sekunden selbstständig aus.

Das KKmier AOJ-20M hat für einen fairen Preis viel zu bieten, misst gut und ist insgesamt auch einfach und verständlich in der Bedienung.

Wenn Geld egal ist: Withings Thermo

Das Withings Thermo ist genau das Richtige für echte Gadget-Freunde. Damit misst man Fieber so cool wie Dr. Leonard »Pille« McCoy mit dem Tricorder auf Raumschiff Enterprise.

Wenn Geld egal ist
Withings Thermo
Fieber­thermometer Test: 51akh156f7l. Ac Sl1500
Das Thermometer misst zuverlässig die Stirntemperatur, braucht aber einen technikliebenden Benutzer – für andere ist es zu aufwendig zu bedienen.

Das schicke weiße Gerät kommt ganz ohne LC-Display aus. Stattdessen werden die nötigen Infos über versteckte LEDs angezeigt, die man in der Realität wesentlich besser erkennt als auf unseren Fotos.

Das Withings Thermo misst ebenso zuverlässig und berührungslos wie unser Favorit die Stirntemperatur. Auch bei ihm betrug die maximale Abweichung zwischen Messwerten 0,1 Grad. Mit einem Vibrieren gibt es zu erkennen, dass die Messung beendet ist und zeigt den Messwert über LEDs an.

Volles Potenzial erst mit App

Wirklich Sinn macht das Withings Thermo aber erst, wenn man es mit der Thermo-App fürs Smartphone verbindet, die es sowohl fürs iPhone als auch für Android-Handys gibt. Für die Einrichtung muss man sich registrieren und das Thermo mit dem hauseigenen WLAN verbinden. Die App führt einen Schritt für Schritt mit klaren Anweisungen zum Ziel.

Über die App kann man anschließend beliebig viele Nutzerprofile anlegen und verwalten. Nach einer Messung werden auf dem Withings Thermo anschließend die Namen der Familienmitglieder angezeigt. So kann man die Messung mit ein paar Wischern und einem Klick auf dem Fieberthermometer dem richtigen »Patienten« zuweisen.

Auf der App werden die Fiebermesswerte anschließend übersichtlich gespeichert. Hier kann man auch Notizen hinzufügen, aus einer Liste Symptome auswählen und Medikamentengaben notieren. So hat man alle wichtigen Daten immer zur Hand, was vor allem beim Arztbesucht praktisch sein kann.

Außerdem kann die App mit anderen Apps auf dem Smartphone synchronisiert werden. Beispielsweise können die Daten vom Withings in Apples Health-App übertragen werden.

1 von 10
Withings Thermo im Test
Withings Thermo im Test
Withings Thermo im Test
Withings Thermo im Test
Withings Thermo im Test
Withings Thermo im Test
Withings Thermo im Test
Withings Thermo im Test
Withings Thermo im Test
Withings Thermo im Test

Wem das nach Technik-Overkill für so etwas einfaches wie Fiebermessen klingt, für den ist das Withings Thermo sicher nichts. Tatsächlich ist das Thermo weniger flexibel als andere Thermometer, es kann weder Ohrmessungen durchführen noch die Temperatur von Flüssigkeiten messen.

Das Withings Thermo war mit knapp 100 Euro zudem das mit Abstand das teuerste Gerät im Test. Aber dafür ist es auch zweifellos das schickste und modernste Fieberthermometer, das man zur Zeit kaufen kann.

Preis-Tipp: CocoBear IDOIT Stirnthermometer

Das CocoBear IDOIT Stirnthermometer sieht aus wie eine kleine, weiße Pistole – viele kontaktlose Geräte haben diese Optik. Das ermöglicht vor allem eine einfache Handhabung. Auch die Bedienung gestaltet sich sehr unkompliziert. Man muss nur den »Abzug« drücken und schon geht die Messung los – und das sehr genau! Wir haben in unserem Test nur eine Abweichung von 0,1 Grad festgestellt.

Gut & günstig
CocoBear IDOIT Stirnthermometer
Test  Fieber­thermometer: CocoBear Stirnthermometer
Die Ein-Knopf-Bedienung könnte nicht einfacher sein. Außerdem ist die Messung kontaktlos und genau.

Auf andere Funktionen wie Raumtemperatur- oder Objektmessung wird hier verzichtet, dafür ist das Gerät auch richtig günstig. Der Hersteller liefert auch die nötigen AAA-Batterien gleich mit.

Das Display in Schwarz-Weiß ist gut ablesbar und besitzt eine Batterieanzeige. Die Anleitung ist leider nur auf Englisch verfügbar. Wenn man das Fieberthermometer abschalten möchte, drückt man den Hebel fünf Sekunden lang. Alternativ schaltet es sich nach einer Minute automatisch ab. Bei einer Temperatur von weniger als 32 Grad erscheint die Meldung »Lo«, begleitet von zwei Pieptönen. Bei Temperaturen über 37,8 Grad ertönen sechs Piepser, bei über 42,2 Grad erscheint die Meldung »Hi«, begleitet von zwei Tönen.

Günstig und ohne Spielereien

Das CocoBear kann 32 Messungen speichern – will man sie abrufen, muss man den An-Schalter vier Sekunden gedrückt halten und kann sich dann durch die Messungen klicken.

Insgesamt ist das CocoBear IDOIT Stirnthermometer ein einfaches, aber zuverlässiges Fieberthermometer, das kontaktlose Messung zu einem fairen Preis ermöglicht.

Außerdem getestet

Reer 9840

Das Reer 9840 kann ordentlich punkten: Preis, Schnelligkeit, Handhabung und Verarbeitung stimmen – ein kleines, feines Thermometer für wenig Anspruch bei der Fiebermessung. Da die Messgenauigkeit bei Ohrenthermometern aber höher ist, vergeben wir hier keine Empfehlung. Für den kleinen Geldbeutel und ein kurzes Feedback ist das Fieberthermometer aber nicht schlecht.

medisana TM A79

Ein weiteres Fieberthermometer in »Pistolenform« für die kontaktlose Messung ist das medisana TM A79. Die mitgelieferten Batterien werden in das Fach unter dem Handgriff eingesetzt. Die Temperatur-Taste am Griff ist leicht zu bedienen, an der Seite finden sich drei weitere Tasten: Set, Memo und Mode. Mit ihnen kann man zwischen Objekt- und Körpermessung wechseln, gespeicherte Messwerte aufrufen, die Alarmtemperatur einstellen oder von Celsius auf Fahrenheit wechseln. Die genaue Bedienung der einzelnen Tasten erschließt sich allerdings nicht sofort.

Die Messergebnisse sind gut und werden auf dem Display gut ablesbar dargestellt. Zusätzlich wechselt je nach gemessener Temperatur die Hintergrundbeleuchtung die Farbe: grün für normale, gelb für erhöhte Temperatur und rot für Fieber. So kann man die Ergebnisse gleich richtig einschätzen.

Domotherm Rapid

Das Thermometer Rapid von Domotherm macht einen wertigen Eindruck und die Bedienung könnte nicht einfacher sein – es gibt ja nur einen Knopf! Die jeweils letzte Messung wird gespeichert und kurz vor der erneuten Messung angezeigt. Eine Messung dauert etwa eine halbe Minute, die Messwerte sind relativ konstant. Abweichungen belaufen sich auf 0,2 Grad.

iHealth PT3

Schlicht, weiß und modern kommt das iHealth PT3 daher. Als einzige Taste befindet sich ein Button mit Temperatur-Symbol in der Mitte. Gemessen wird kontaktlos an der Stirn, andere Messungen sind nicht möglich. Auch weitere Zusatzfunktionen wie das Umstellen auf Fahrenheit oder das Abspeichern von Messwerten gibt es hier nicht. Die Anleitung ist mehrsprachig verfügbar, Deutsch ist aber leider nicht dabei.

Durch die schlanke Form liegt das Fieberthermometer gut in der Hand. Zum Starten der Messung muss nur der einzige Knopf gedrückt werden, bei Beendigung vibriert das PT3 kurz. Auf dem Display werden die Zahlen schön hell und groß dargestellt. Alles in allem ist die Bedienung sehr einfach und intuitiv.

Newgen Medicals IRT-50.mini

Das Newgen Medicals IRT-50.mini ist wie der Name schon sagt ein besonders kleines Fieberthermometer, mit dem die Temperatur sowohl an der Stirn als auch im Ohr gemessen werden kann. Hierfür muss nur die Abdeckung abgenommen oder aufgesteckt werden, das Thermometer stellt sich automatisch auf die richtige Messmethode ein. Die Messergebnisse sind gut und werden je nach Temperatur mit wechselnder Beleuchtung auf dem Display angezeigt. 50 Messwerte werden automatisch gespeichert.

Die Gebrauchsanleitung kommt in fünf kleinen Anleitungen in Faltform, das ist etwas umständlich. Durch die kleine, rundliche Form liegt das Fieberthermometer auch nicht so gut in der Hand wie die länglichen Modelle oder die Geräte in »Pistolenform«. Allerdings verfügt das Newgen Medicals über eine blaue Gummiumrandung, dadurch liegt es etwas rutschfester in der Hand.

Braun ThermoScan 5

Das Braun Thermoscan 5 ist ein gut verarbeitetes Gerät, das konstante Messwerte liefert und auch Objekt- bzw. Flüssigkeitsmessung gut und zuverlässig beherrscht. An sich ist es aber ein Ohrthermometer, für das man für jede neue Benutzung eine Einweg-Plastikkappe aufsetzen muss. Das ist zwar sehr hygienisch, aber nicht sehr umweltfreundlich. Es liegt gut in der Hand, allerdings wird es von seinem großen Bruder geschlagen, da es genauso viel kostet und zusätzlich die altersabhängige Messung beherrscht.

Braun ThermoScan 3

Wer einfach nur Fiebermessen will und auf jegliche Extras gut verzichten kann, sollte sich das ThermoScan 3 von Braun ansehen. Der Vor(vor)gänger unseres Favoriten ist um einiges günstiger als das ThermoScan 7 und erzielt in punkto Messgenauigkeit dieselben guten Ergebnisse. Allerdings kann das ThermoScan 3 auch keine altersabhängige Messung und speichert nur die letzte Messung, anstatt der letzten neun beim ThermoScan 7. Wer die letzten Messergebnisse miteinander vergleichen will, sollte also lieber in unseren Testsieger investieren. Ansonsten ist das ThermoScan 3 eine gute, preiswerte Alternative. Aber auch bei ihm braucht man für jede Messung eine Schutzkappe.

femometer DET-306

Ein weiteres Modell für die kontaktlose Messung ist das femometer DET-306. Mit ihm kann man Objekt- oder Körpermessungen durchführen. Das Display zeigt viele Informationen an: Die Beleuchtung wechselt je nach Messwert, zusätzlich gibt es entweder einen glücklichen oder einen traurigen Smiley. Außerdem werden Datum und Uhrzeit angezeigt. Für Messergebnisse stehen insgesamt zehn Speicherplätze zu Verfügung.

Die Messergebnisse sind gut, allerdings piept das Fieberthermometer nicht, wenn es mit der Messung fertig ist. Das sollte es laut Anleitung aber tun. Zudem sind die Tasten ein wenig klapprig.

Beurer FT 85

Das Beurer FT 85 ist ein schickes, kontaktloses Gerät, das Stirn-, Raum- und Objektmessungen vornehmen kann. Die Messung dauert einen Moment länger als bei anderen Geräten, das ist aber zu verschmerzen. Erst ertönt ein Piepton, bei der fertigen Messung zwei Töne nach etwa zwei Sekunden. Das Fieberthermometer ist schön modern designt und auch der Preis kann sich sehen lassen. Leider waren unsere Messungen nicht immer ganz zuverlässig – es gab hin und wieder kleine Ausrutscher, weshalb wir von einer Empfehlung absehen.

BGS 6006

Das BGS 6006 ist ein kontaktloses Fieberthermometer im Pistolenformat. Es misst sehr genau und kann 32 Messungen speichern. Sowohl Stirn- als auch Objektmessungen sind damit möglich. Das Gehäuse wirkt zwar an sich solide, aber dennoch billig verarbeitet, daher finden wir den Preis zu hoch. Bei diesem Modell werden auch Batterien mitgeliefert – selbst bei baugleichen Geräten war das oft nicht der Fall. Wenn eine Messung bei Nacht oder wenig Licht gemacht werden soll, gibt es die Möglichkeit, das Display zu beleuchten. Der zu hoch angesetzte Preis spricht dem Gerät leider eine Empfehlung ab. Dafür müsste es mehr bieten. Das Truelife Care Q7 ist günstiger und baugleich, wird dafür aber ohne Batterien geliefert.

Medisana FTN Fieberthermometer

Das Medisana FTN war das einzige im Testfeld, dass die Temperaturanzeige an der Stirn als Referenzwert für Messungen in Mund, Achsel oder Po versteht. Das heißt, dass man sich vor der Messung entscheiden muss, welche Einstellung man haben möchte, und das Gerät rechnet die gemessene Stirntemperatur auf eine der drei Stellen um. Eigentlich wäre das ganz praktisch, ist aber nicht so einfach einzustellen. Man misst an der Stirn so lange, bis der Piepton langsamer wird und gleichmäßig piept. Eigentlich weiß man aber gar nicht genau, wann man aufhören muss zu messen, da das Fieberthermometer ständig mehr oder weniger piept. Gemessen hat es aber an der Stirn sehr genau.

Truelife Care Q7

Das Truelife Care Q7 ist baugleich zum BGS 6006, wird aber ohne Batterien geliefert und ist etwas billiger – trotzdem finden wir den Preis zu hoch, zumal die Messgenauigkeit hier noch etwas niedriger ist. Mit einer Abweichung von 0,2 Grad finden wir sie aber noch in Ordnung. Das kontaktlose Fieberthermometer speichert ebenfalls 32 Messungen und hat einen Nachtmodus, der das Display beleuchtet. Auch hier können sowohl Stirn- als auch Objektmessungen durchgeführt werden.

Beurer FT 90

Beim Beurer FT90 muss man anfangs auf jeden Fall die Gebrauchsanweisung zu Rate ziehen, kommt dann aber gut zurecht. Die Messung an der Stirn ist mit 0,2 Grad Abweichung noch in Ordnung, aber leider dauert es recht lange, bis ein Messergebnis angezeigt wird. Das können andere Geräte wesentlich schneller.

Sanitas SFT 65

Die Schutzkappen, die man für die ThermoScan-Fieberthermometer von Braun zwingend benutzen muss, kosten zwar nicht viel, produzieren aber Müll. Wer das nicht möchte, für den ist das Sanitas SFT 65 eine interessante, und noch dazu sehr preiswerte, Alternative. Neben dem günstigen Preis hat uns vor allem die einfache Handhabung mit der gut ablesbaren, grün-roten Farbcodierung, die auf Fieber hinweist, überzeugt. Damit eignet sich das Sanitas Multifunktions-Fieberthermometer auch für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen.

Aber das SFT 65 kann man nicht nur für die Fiebermessung nutzen, Oberflächentemperaturen anderer Art lassen sich dadurch ebenfalls erfassen – wie beispielsweise die von Babyfläschchen, Breigläschen und anderen Flüssigkeiten und Gegenständen.

Auf einigen Bewertungsportalen schneidet das Sanitas in Punkto Messgenauigkeit zwar nicht allzu gut ab, wir konnten beim Messen aber keine großen Temperaturschwankungen feststellen. Beim Test zu den Stirnthermometern hatten wir es ebenfalls dabei. Dort schnitt es nicht so gut ab, weil die Messergebnisse der Stirnmessung nicht so gut waren.

Braun NTF 3000

Vom Braun No-Touch waren wir enttäuscht. Es kann außer der Stirntemperatur keine weiteren Messungen vornehmen und leider schwanken hier die Messungen um bis zu 0,5 Grad. Das ist eindeutig zu viel. Schön ist allerdings, dass man durch einen Lichtpunkt angezeigt bekommt, wo man gerade misst und ob man zu viel Abstand hält. Aber das hilft alles nicht, wenn die Messwerte derart erratisch sind.

So haben wir getestet

Wir haben uns im Test nicht nur auf die neuesten und teuersten Produkte konzentriert, sondern auch günstigere und ältere Modelle berücksichtigt. Alle Fieberthermometer wurden auf Messgenauigkeit, Handhabung und Funktionalität geprüft. Außerdem spielte auch die Messgenauigkeit bei Oberflächen- und Raumtemperatur eine Rolle.

1 von 5
Fieber­thermometer Test: Fieberthermometer Alle
Fieber­thermometer Test: Fieberthermometer Gruppenbild
Fieber­thermometer Test: Img
Alle Thermometer aus unserem jüngsten Test (von oben links): Fairywill, iProvén, Amir, KYG, InnooCare, Insonder, Sanitas, Medisana, Innobeta, Wick, Beurer, Rycom, Ecomed, Newgen medicals, Braun, Nokia Thermo und NUK.
Getestete Fieberthermometer aus dem vorangegangenen Test: (von links) iProvén, insonder, Braun ThermoScan 7, Reer SkinTemp 3in1, Innoocare, Braun ThermoScan 3, Sanitas SFT 65.

In mehreren Durchgängen wurden Stirn-, Ohr- und Objektmessungen durchgeführt – soweit die einzelnen Geräte dies konnten – wobei wir für diesen Test besonders auf die Genauigkeit der Ohr- und Stirnmessung Wert gelegt haben. In jedem Durchgang wurden jeweils drei Messungen durchgeführt und daraus der durchschnittliche Messwert und die maximale Temperaturabweichung berechnet.

Bei der Messung der Temperatur von Flüssigkeiten haben wir mit einem hochpräzisen Kontakt-Thermometer einen Referenzwert gemessen und die Abweichung zum Messergebnis ermittelt. Interessant: Bei der Messung der Temperatur von Flüssigkeiten haben alle Thermometer, die dazu in der Lage waren, kein besonders gutes Ergebnis erzielt. Die Abweichungen lagen mindestens zwei Grad unter dem gemessenen Referenzwert, teilweise sogar um mehr als fünf Grad niedriger.

Die wichtigsten Fragen

Klassisches oder elektrisches Fieberthermometer?

Wer einfach nur ein Thermometer zu Hause haben möchte, um im seltenen Falle von Fieber die Lage gut einschätzen zu können, für den reicht wohl ein günstiges, klassisches Thermometer ohne weitere Zusatzfunktionen. Wer jedoch kleine Kinder hat, bei denen öfter und genauer Fieber gemessen werden muss, für den lohnt sich bestimmt eine Mehrinvestition in ein elektrisches Gerät.

Wie viel muss man für ein elektrisches Fieberthermometer ausgeben?

Am genausten messen Geräte, die eine Ohr- oder Stirnmessung ermöglichen. Solche Geräte, die auch was taugen, gibt es ab circa 30 Euro zu kaufen. Unser Testsieger Braun ThermoScan 7 kostet circa 45 Euro.

Welche Arten von Fieberthermometern gibt es?

Mittlerweile gibt es längst nicht mehr nur das klassische manuelle Fieberthermometer, das man sich in den Mund steckt. Viele elektrische Geräte sind erhältlich, die Ohr-, Stirn- und Objektmessungen anbieten. Spätestens seit der Coronakrise sind auch kontaktlose Fieberthermometer auf dem Markt angekommen.

Newsletter abonnieren und gewinnen!

Mit unserem Newsletter sind Sie nicht nur immer auf dem neuesten Stand, Sie haben auch jede Woche die Chance, aktuelle Testgeräte zu gewinnen. Jetzt anmelden!

Kommentare

0 Kommentare

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jeden Sonntag alle Neuigkeiten der Woche per  E-Mail.

 Test: Artboard

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren, senden wir Ihnen einmal pro Woche, kostenlos und jederzeit widerruflich Informationen zu Neuigkeiten und Verlosungen von AllesBeste per E-Mail zu. Mit dem Abonnement erklären Sie sich mit der Analyse und Speicherung Ihres Klick- und Öffnungsverhaltens einverstanden. Ausführliche Hinweise finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.