Fleischthermometer Test: Fleischthermometer Aufmacher.
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Veröffentlicht: 6.5.2021

Das beste Fleisch­thermometer

Wir haben 13 Fleisch- und Grillthermometer getestet. Das beste für die meisten ist das Weber Smart Grilling Hub. Es bietet schlichtes, zeitloses Design, präzise Messwerte und eine sehr gute App, die das Zubereiten von Grillrezepten zum Kinderspiel machen. Aber Kochen mit App ist nicht jedermanns Sache, daher haben wir noch weitere Empfehlungen.

Yves Boss
war Autor einer Kolumne und einer Reihe Gute-Nacht-Geschichten für die Zeitschrift Eltern. Er testet mit großer Leidenschaft Produkte für Kinder und Jugendliche. Als Vater von zwei Söhnen im Alter von ein und elf Jahren interessiert er sich außerdem für alles, was den Alltag in der Familie erleichtert.

Möchte man ein perfektes Stück Fleisch zubereiten, kommt es entscheidend auf die richtige Garzeit an. Am besten geht das mit einem Fleischthermometer – egal, ob im Ofen oder auf dem Grill. So weiß man, wann das Fleisch die optimale Kerntemperatur erreicht hat, und zwar unabhängig von Art und Größe des Fleischstücks.

Digitale Fleischthermometer besitzen meist einen Alarm, der anschlägt, wenn der gewünschte Punkt erreicht ist. Dafür müssen die Temperaturfühler während des gesamten Bratvorgangs im Fleisch bleiben. Sie werden in der Regel über hitzebeständige Kabeln mit der Bedieneinheit verbunden. Neuerdings gibt es aber auch kabellose Temperatursonden, die die Messdaten per Bluetooth oder gar WLAN mit dem Bratenthermometer verbinden.

Wir haben 13 digitale Fleischthermometer getestet, vom günstigen Klappthermometer für nichtmal zehn Euro bis hin zum WLAN- und App-fähigen Luxusmodell für rund 300 Euro – da ist für jeden das Richtige dabei.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Weber 3202 Smart Grilling Hub

Test Fleischthermometer: Weber  Smart Grilling Hub
Sieht gut aus, arbeitet präzise und schont dank aufladbarem Akku die Umwelt: Das einzige Gerät im Test, das ohne Batterien auskommt.

Das Weber Smart Grilling Hub ist ein digitales Grillthermometer mit App-Unterstützung. Es wird mit zwei Temperatursonden geliefert, eine für das Gargut, eine weitere misst die Temperatur in Grill oder Ofen. Beide liefern genaue Messwerte, weitere Temperaturfühler können bei Bedarf zusätzlich erworben werden. Die Weber Connect App unterstützt schrittweise bei der Zubereitung einer großen Zahl von Rezepten. Die muss man nicht nutzen, wer seine Kerntemperaturen kennt, kann sie einfach einstellen. Allerdings: Ohne App geht bei diesem Grillthermometer gar nichts.

Auch gut

Inkbird BBQ Go IBT 2X

Test Fleischthermometer: Inkbird BBQ Go IBT 2X
Überzeugt mit schneller Koppelung und leicht zu bedienender App.

Klein, leicht und platzsparend ist das Inkbird BBQ Go IBT 2X. Auch dieses Modell lässt sich schnell und problemlos per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln. Es besitzt ein gut ablesbares Display und die zwei Kabelsonden lassen sich praktisch am Gerät aufwickeln. Auch hier gibt es eine Smartphone-App für die Wahl der richtigen Kerntemperatur. Auf Rezepte muss man hier aber verzichten.

Wenn Geld egal ist

Meater Block

Test Fleischthermometer: Meater Block
Der Meater Block ist hochwertig verarbeitet ein liefert präzise Messwerte. Die Aufbewahrungsbox ist ein echter Hingucker.

Der edle Meater Block ist nicht nur ein absoluter Hingucker, auch technisch bietet der Meater einiges: Mit vier kabellosen Messfühlern lassen sich mehrere Fleischstücke gleichzeitig überwachen. Der aus Holz gefertigte Block verfügt über ein OLED-Display mit Touch-Steuerung und lässt sich entweder über eine App oder über das Touch-Display bedienen. Die Temperatursonden sind allerdings recht dick und hinterlassen Löcher im Gargut. Und der aufgerufene Preis von knapp 300 Euro ist nichts für schwache Nerven.

Einfach und gut

ThermoPro TP-17

Test Fleischthermometer: ThermoPro TP-17
Der ThermoPro kommt ohne Smartphone-Koppelung und App-Schnickschnack aus.

Wer mit App-Gedöns in der Küche nichts zu tun haben will, sondern einfach nur ein solides Fleischthermometer sucht, liegt beim ThermoPro TP-17 richtig: Kerntemperatur einstellen, Temperaturfühler einstechen – fertig. Wer mag, bekommt über Voreinstellungen Unterstützung bei der Wahl der richtigen Kerntemperatur. Gut gefällt uns auch das große, beleuchtete Display und dank Magneten an der Rückseite hält es auch am Herd.

Gut & günstig

Nixiukol XB-022

Test Fleischthermometer: Nixiukol XB-022
Wer es puristisch mag und ohne App auskommt, ist mit dem Nixiukol gut beraten. Die Verarbeitung ist hochwertig.

Für alle, die wissen, was sie tun, aber auf einen Alarm bei Erreichen der Kerntemperatur nicht verzichten wollen, ist das kompakte Nixiukol XB-022 eine gute Wahl. Es bietet im Gegensatz zu den meisten Klapp-Thermometern nämlich zusätzlich einen Anschluss für eine Kabelsonde. Die Klapp-Sonde misst schnell und genau, so kann man zuverlässig die Temperatur an verschiedenen Stellen des Garguts überprüfen. Dank des großen LCDs und der hellen Hintergrundbeleuchtung lässt es sich außerdem super ablesen. Und obendrein ist es noch richtig günstig.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutWenn Geld egal istEinfach und gutGut & günstig
Weber 3202 Smart Grilling Hub Inkbird BBQ Go IBT 2X Meater Block ThermoPro TP-17 Nixiukol XB-022 Meater Plus Uzone MS036 Habor CP063A Govee H5055 Doqaus DQCP001AB1 Habor HBCP093AB Bonsenkitchen ST8730R Habor CP022A
Test Fleischthermometer: Weber  Smart Grilling HubTest Fleischthermometer: Inkbird BBQ Go IBT 2XTest Fleischthermometer: Meater BlockTest Fleischthermometer: ThermoPro TP-17Test Fleischthermometer: Nixiukol XB-022Test Fleischthermometer: Meater PlusTest Fleischthermometer: Uzone MS036Test Fleischthermometer: Habor 063 Digital Meat ThermometerTest Fleischthermometer: Govee H5055Test Fleischthermometer: Doqaus BBQ ThermometerTest Fleischthermometer: Habor HBCP093ABTest Fleischthermometer: Bonsenkitchen ST8730RTest Fleischthermometer: Habor CP022A
Pro
  • App sehr leicht zu benutzen
  • Schrittweises Kochen der Rezepte
  • Mit Akku
  • Timer korrigiert nach Garungsgrad
  • App lässt sich sehr einfach bedienen
  • Gehäuse dient als Aufnahme für die Sonden
  • Sehr schnelle Koppelung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Kabellose Messfühler
  • Einfache Einrichtung
  • Gute Verarbeitung
  • Präzise Messwerte
  • Großes beleuchtetes Display
  • Auch als Timer verwendbar
  • Magnetisch
  • Mit fester Sonde und Kabelsonde
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gute Handhabung
  • Ersatzbatterie mit dabei
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Drahtlos
  • Tolle App
  • App lässt sich einfach bedienen
  • Vier Messfühler
  • Großes Display
  • Mit Beleuchtung
  • Großes Display
  • Günstiger Preis
  • Großes Display
  • Gute Verarbeitung,
  • LC-Display richtet sich automatisch aus
  • Leicht
  • Präzise Messergebnisse
  • Leicht
Contra
  • Detaillierte Angaben nur in der App
  • Nicht magnetisch
  • Kabel verheddern sich leicht
  • Hoher Preis
  • Aufnahme für die Temperaturfühler verkratzt leicht
  • Temperaturfühler sehr dick und schwer zu entfernen
  • Schiebeschalter an der Rückseite ist sehr klein
  • Magnet hält nicht besonders gut
  • Nur für dickere Fleischstücke
  • Display nur in englischer Sprache
  • Schriller Alarmton
  • Handbuch nur englisch
  • Sehr lauter Alarmton
  • App überladen und unübersichtlich
  • Kein guter Halt per Magnet
  • Klappert
  • Keine Kabelsonde
  • Vergleichsweise langsame Messgeschwindigkeit
  • Wirkt billig
  • Kleines LC-Display
  • Billige Knöpfe
  • Keine Beleuchtung
  • Wirkt billig
  • Kleines LC-Display
  • Keine Beleuchtung
Bester Preis
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ArtDigitalthermometerDigitalthermometerFunkthermometer (50 Meter)DigitalthermometerDigitalthermometerFunkthermometer (50 Meter)DigitalthermometerDigitalthermometerDigitalthermometerDigitalthermometerDigitalthermometerDigitalthermometerDigitalthermometer
Temperaturbereich (Grad Celsius)-30 – 3000 – 2500 – 2750 – 300-50 – 3000 – 2750 – 380-10 – 3000 – 300-50 – 300-50 – 300-50 – 300-50 – 300
Länge des Temperatursonde13 cm13 cm13 cm16 cm11 cm13 cm11 cm16,5 cm12 cm11 cm14 cm24,5 cm17,8 cm
Anzahl der Sonden2242114221111

Grillthermometer: Das sollten Sie beim Kauf wissen

Das Grillen von Würsten ist nicht besonders schwer, bei großen Fleischstücken wird die Sache schwieriger. Ein paar Minuten zu lang auf dem Grill oder im Ofen und schon ist das teure dry-aged Porterhouse-Steak unwiderruflich ruiniert. Mithilfe eines Fleisch- oder Grillthermometers, das während des Bratens die Kerntemperatur des Fleisches überwacht, kann man solche ärgerlichen Pannen vermeiden.

Denn die optimale Garstufe zu treffen ist schwieriger, als man denkt. Geübte Köche können den Gargrad von Kurzgebratenem zwar anhand der Konsistenz per Fingerdruck einschätzen, bei großen Fleischstücken greifen aber auch Profis auf Fleischthermometer zurück.

Ansonsten bleibt nur der Griff zum Messer, um mit einem Schnitt den Gargrad zu prüfen. Doch dann tritt Flüssigkeit aus und das Fleisch wird trocken. Ein Fleischthermometer erzeugt nur eine minimale »Verletzung« des Fleischs und der Koch hat die volle Temperaturkontrolle.

Fleischthermometer Test: Fleischthermometer
Im Test wurde ein Roastbeef mit zahlreichen Messfühlern traktiert.

Doch woher soll man wissen, welche Kerntemperatur für welches Stück Fisch, Fleisch oder Huhn die richtige ist? Antworten liefern nicht nur Rezeptbücher oder eine schnelle Google-Suche, auch Apps von Fleischthermometern helfen Anfängern weiter.

Analog oder digital?

Klassische, analoge Fleischthermometer sind meist einfach gehalten und beschränken sich auf die Anzeige der Temperatur mittels einer Nadel. Analoge Fleischthermometer messen in der Regel weniger genau als digitale Modelle.

Bei analogen Braten- oder Fleischthermometern ist der Messfühler ein Bimetall-Thermometer, das durch eine Achse in der Temperatursonde mit der Anzeige verbunden ist. Diese rein mechanischen Modelle bestehen aus hitzebeständigem Glas und rostfreiem Edelstahl und verbleiben während der gesamten Garzeit im Ofen. Daher ist die Temperatur oft nicht gut ablesbar.

Digitale Thermometer verfügen über einen Temperatursensor, der elektrische Signale erzeugt, die über eine digitale Anzeige abgelesen werden. Sie messen meist wesentlich präziser und schneller als ihre analogen Pendants. Da digitale Thermometer nicht hitzefest sind, werden die Temperaturfühler entweder über hitzebeständige Kabel oder drahtlos per Bluetooth oder WLAN mit einer Bedieneinheit verbunden, die außerhalb des Garraums bleibt.

Digitale Geräte messen schneller und präziser

Daneben gibt es auch digitale Grillthermometer, die nur von Zeit zu Zeit zur Kontrolle ins Gargut gestochen werden, um die Temperatur zu ermitteln. Sie werden meist als Klappthermometer angeboten und sind schon für wenig Geld zu haben. Auf einen Alarm bei Erreichen einer voreingestellten Kerntemperatur muss man bei diesen Modellen aber meist verzichten.

Ein Funkthermometer erlaubt im Gegensatz zu digitalen oder analogen Thermometern, sich vom Ofen oder Grill zu entfernen und weiterhin die Temperatur zu überwachen. Je nach Modell variiert die Reichweite, sie kann bis zu 100 Meter betragen. Als Übertragungsstandard werden entweder Bluetooth oder WLAN eingesetzt. Die Überwachung erfolgt dann mit Hilfe einer App übers Smartphone.

Was macht ein gutes Grillthermometer aus?

Gute Fleischthermometer lassen sich leicht ablesen, intuitiv bedienen und liefern präzise und schnelle Messergebnisse. Ihre Messfühler sollten bis 300 Grad hitzebeständig und mindestens 10 Zentimeter lang sein. Außerdem sind sie mit einer Alarmfunktion und einem Timer ausgestattet und weisen mit einem Signalton darauf hin, wenn die optimale Kerntemperatur erreicht ist. Sie sollten sich außerdem gut reinigen lassen.

Fleischthermometer Test: Fleischthermometer
Unsere Empfehlung Nixiukol XB-022 und der Testsieger Weber Smart Grilling Hub.

Nicht unbedingt nötig, aber für viele ein nützliches Extra sind Voreinstellungen der Kerntemperatur nach Fleischsorte und gewünschtem Gargrad. Einige Modelle messen neben der Temperatur im Inneren auch die Temperatur im Grill oder Ofen. Dafür wird ein Metallclip mitgeliefert, den man in den Grillrost klemmen kann, um daran einen Temperaturfühler zu befestigen. So kann man die Temperatur genau da messen, wo das Gargut liegt.

Viele Hersteller bieten zusätzlich zum Grillthermometer eine passende App an. Das Gerät wird dann via WLAN oder Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt, sodass man auf dem Smartphone die Temperatur ablesen kann und bei Erreichen der Kerntemperatur benachrichtigt wird. Einige Apps, wie etwa die von Meater oder Weber, gehen noch einen Schritt weiter und berechnen anhand von eingestellter Kerntemperatur und Temperaturverlauf dynamisch die Zeit bis zum Erreichen der Kerntemperatur. Das ist praktisch, denn so weiß man, wann man sich um die Beilagen kümmern muss.

So haben wir getestet

Wir haben für diesen Test 13 Fleisch- und Grillthermometer ausgewählt und ausführlich getestet. Dabei haben wir uns auf digitale Modelle beschränkt, denn die liefern genauere und schnellere Messergebnisse und sind leichter abzulesen.

Fleischthermometer Test: Fleischthermometer Gruppenfoto
Alle Modelle aus unserem Testlauf 04/2021.

Zunächst haben wir die Genauigkeit und die Geschwindigkeit der Temperaturmessung mit einem Präzisionsthermometer überprüft. Große Unterschiede konnten wir hier nicht feststellen, die Abweichung zu unserem Referenz-Thermometer betrug nie mehr als +/- 1 Grad Celsius. Günstige Modelle messen genauso gut wie erheblich teurere Fleischthermometer.

Außerdem haben wir die Verarbeitungsqualität, die Bedienung und die Ablesbarkeit der Displays bewertet und bei entsprechenden Modellen die dazugehörigen Smartphone-Apps überprüft. Für die abschließende Bewertung spielte auch der Preis eine wichtige Rolle.

Fleischthermometer Test: Weber 3202 Smart Grilling Hub

Testsieger: Weber Smart Grilling Hub

Weber verspricht mit dem Smart Grilling Hub, jeden gewöhnlichen Grill in einen smarten Grill zu verwandeln. Über die App »Weber Connect« kann man die Kerntemperatur überwachen und das Fleisch nach Wunsch auf den Punkt garen. So gelingt auch Laien die Zubereitung des perfekten Premium-Steaks.

Testsieger

Weber 3202 Smart Grilling Hub

Test Fleischthermometer: Weber  Smart Grilling Hub
Sieht gut aus, arbeitet präzise und schont dank aufladbarem Akku die Umwelt: Das einzige Gerät im Test, das ohne Batterien auskommt.

Die kleine schwarze Box wirkt auf den ersten Blick hochwertig. Das Gerät verfügt über ein großes Display mit LED-Anzeige, Anschlussmöglichkeiten für vier Temperaturfühler und einen Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus. Im Lieferumfang finden sich eine Kabelsonde für die Fleischtemperatur, ein Fühler samt Befestigungsclip für die Umgebungstemperatur, ein Ladekabel und eine Bedienungsanleitung. Bei Bedarf können weitere Fleischtemperaturfühler und Messfühler für die Grillkammer nachgekauft werden.

Als erstes versuchten wir, die Box an eine metallische Oberfläche zu heften. Das funktionierte schon mal super: Der Smart Grilling Hub bleibt dank eines integrierten Magneten am Grill haften. Kleine gummierte Füße sorgen für ausreichend Standsicherheit auf nichtmetallischen Oberflächen. Das Gerät ist nach IPX4-Standard spritzwassergeschützt und hält Temperaturen bis 65 Grad Celsius stand.

Vor dem ersten Einsatz muss der Hub zum Aufladen des Akkus an ein handelsübliches USB-Ladegerät angeschlossen werden. Da das Gerät per Bluetooth oder WLAN über die kostenlose, für iOS und Android erhältliche App gesteuert wird, muss man die zunächst auf dem Smartphone installieren. Anschließend aktiviert man Bluetooth und startet die App auf dem Smartphone. Die Verbindung zum Hub wird schnell hergestellt und in der App angezeigt.

Mit Bluetooth und WLAN

Praktisch: Die optionale Einbindung ins WLAN erlaubt es, die Reichweite deutlich zu erhöhen. Einfach auf »WLAN verbinden« tippen und die Login-Daten des Heim-Netzes eingeben. Über WLAN können auch mehrere Smartphones mit dem Smart Grilling Hub verbunden werden, allerdings erst nach der Kopplung über Bluetooth. Alle Geräte erhalten dann Benachrichtigungen und Updates während des gesamten Grillvorgangs.

Wird einer der Temperaturfühler oder das Ladekabel ins Gerät gesteckt, schaltet es sich automatisch ein. Sollte ein Firmware-Update erforderlich sein, erhält man eine Aufforderung die Aktualisierungen durchzuführen. Danach installiert das Gerät automatisch die Updates für Firmware und Software. Das hat in unserem Test etwa 20 Minuten gedauert. Allerdings ist das offenbar nur bei der Ersteinrichtung der Fall, künftige Updates sollten deutlich schneller installiert werden. Das Gerät koppelt sich anschließend sofort und ohne Probleme mit der App.

Weber weist auf seiner Website daraufhin, dass die Kompatibilität mit Smartphones von Huawei und Xiaomi nicht gewährleistet werden kann.

Hilfreiche App mit vielen Rezepten

Die App ist übersichtlich aufgebaut. Zuerst wählt man eine Fleischkategorie aus (Fisch, Lamm, Fleisch, Geflügel, Rind oder Schwein). Ist nicht die passende dabei, kann eine eigene Zieltemperatur definiert werden. Anschließend wählt man den Cut aus. Hier bietet der Hersteller viele Möglichkeiten: Ribeye? Lammkeule? Ganze Ente? Selbstverständlich können zu jedem Grillprogramm auch passende Garstufen wie rare oder well-done gewählt werden.

Dabei fiel allerdings auf, dass die Temperaturangaben für einige Rindfleischgerichte falsch waren. So zeigt die App für medium rare bei einer Rinderlende 44 Grad Celsius Kerntemperatur an – anstatt eines Schlemmerschmauses erwartet einen da eher ein Blutbad. Auf Rückfrage erklärte der Hersteller, dass es sich um Fehler handelt, die beim nächsten App-Update behoben werden sollen.

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Anschließend wählt man die Dicke des Fleischs aus und steckt die Spitze des Temperaturfühlers mittig ins Fleisch, um die korrekte Kerntemperatur messen zu können. Und dann kann’s losgehen.

Auf dem Smartphone erhält man Push-Nachrichten, mit Anweisungen, was als Nächstes gemacht werden muss: Fleisch würzen, wenden oder vom Grill herunternehmen. So kann der optimale Zeitpunkt nicht verpasst werden. Auf dem Display des Hubs selbst wird während des kompletten Grillvorgangs die verbleibende Zeit angezeigt.

Die Kabel der Temperaturfühler sind gegen Hitze geschützt. Sie werden allerdings sehr heiß, daher sollte man sie nur mit Ofenhandschuhen anfassen. Das Wenden des Garguts fällt aufgrund der Kabelsonden etwas hakelig aus und benötigt etwas Geschick, um sich nicht an den heißen Kabeln zu verbrennen – das gilt allerdings für alle Fleischtemperatur mit Kabelsonden.

Das Gerät lieferte in unserem Test gute Ergebnisse. Das Fleisch war auf den Punkt gegart, die App funktionierte hervorragend und führte uns schrittweise durch den Garvorgang.

Nachteile?

Eine Bedienung ohne App ist nicht möglich, aber das ist bei einem Gerät, das »Smart Grilling Hub« heißt auch nicht zu erwarten. Wer mit einem Smartphone in der Küche nichts anfangen kann, muss zu einem anderen Modell greifen.

Wie bei allen Grillthermometern mit Kabelsonden muss man bei Wenden des Garguts vorsichtig agieren, um Kabelsalat zu vermeiden und sich nicht zu verbrennen.

Fazit

Mit dem Weber Smart Grilling Hub wird das Grillen, Braten und Smoken auch für Anfänger zum Kinderspiel. Das Gerät ist mit allen Grills kompatibel und kann natürlich auch für Elektroöfen eingesetzt werden. Bei großen Fleischstücken lässt sich die Zubereitung sicher und zuverlässig überwachen. Möchte man teure Steaks oder Braten servieren, ist das Gerät ein hervorragender digitaler Helfer am Grill.

Weber Smart Grilling Hub im Testspiegel

Für den Weber Smart Grilling Hub gibt es bislang keine weiteren seriösen Testberichte. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Der Weber Smart Grilling Hub macht seine Sache gut, aber nicht jeder möchte ein Grillthermometer mit App-Unterstützung – und nicht jeder will so viel ausgeben. Daher haben wir für Sie noch weitere Grillthermometer, die im Test ebenfalls gut abgeschnitten haben.

Auch gut: Inkbird BBQ Go IBT-2X

Das Inkbird ist wie unser Favorit von Weber ein digitales Grillthermometer mit App-Unterstützung. Es arbeitet genau, liefert genaue Messwerte und überzeugt mit einer schlichten App, die beweist, wie einfach die Benutzung eines digitalen Fleischthermometers sein kann.

Auch gut

Inkbird BBQ Go IBT 2X

Test Fleischthermometer: Inkbird BBQ Go IBT 2X
Überzeugt mit schneller Koppelung und leicht zu bedienender App.

Das Gehäuse ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt und fungiert gleichzeitig als Kabelaufwicklung für die beiden Kabelsonden. Die beiden Messfühler sind farblich leider nicht separat gekennzeichnet, sorgten aber im Test für präzise Messergebnisse. Auf dem großen Display kann die Temperatur der Messfühler gut in großen roten Ziffern abgelesen werden.

Durch doppeltes Antippen des Power-Knopfs kann die Anzeige bei Bedarf gedreht werden. Die Gebrauchsanweisung ist leider nur auf Englisch verfügbar, aber mit leicht verständlichen Abbildungen versehen. Im Test gelang uns das Koppeln mit dem Smartphone innerhalb weniger Sekunden.

Dank der kostenlosen App »BBQ Go« kann das Gerät schnell und problemlos mittels Bluetooth mit einem Tablet oder Smartphone gekoppelt werden. Die deutschsprachige App ist aufgeräumt, übersichtlich und simpel. Ein paar kleinere Übersetzungsfehler lassen sich verschmerzen.

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Die maximale Bluetooth-Reichweite gibt der Hersteller mit 50 Metern an, was ziemlich optimistisch ist. Bemängeln müssen wir auch, dass die Sensorkabel etwas störrisch sind und es keine Magneten gibt, um das Gerät an metallischen Oberflächen anzubringen. Außerdem mussten wir uns erst die für den Betrieb benötigten AAA-Batterien besorgen, die fehlen im Lieferumfang.

Dennoch: Das Inkbird BBQ Go IBT 2X tut, was es soll, bietet eine komfortable App-Unterstützung und kostet deutlich weniger als unser Favorit von Weber.

Wenn Geld egal ist: Meater Block

Das absolute Luxusmodell unter den Grillthermometern ist der Meater Block. Das Gerät sieht nicht nur toll aus, innendrin steckt auch eine Menge smarter Technik. Und mit den kabellosen Messfühlern gehört Kabelgewirr der Vergangenheit an. Das muss an sich aber auch leisten können und wollen.

Wenn Geld egal ist

Meater Block

Test Fleischthermometer: Meater Block
Der Meater Block ist hochwertig verarbeitet ein liefert präzise Messwerte. Die Aufbewahrungsbox ist ein echter Hingucker.

Die schicke Basisstation aus Bambusholz mit Touchscreen-OLED-Display enthält Steckplätze für vier kabellose Messfühler, die per Bluetooth mit der Station verbunden werden. Die Bedienung erfolgt wahlweise über eine Smartphone-App oder direkt über das Touch-Display. Die Bedienelemente auf dem Display sowie die Anzeige der Werte sind für unseren Geschmack etwas klein geraten. Auf Touch-Eingaben reagiert das Display aber zuverlässig.

Dass der Hersteller großen Wert auf die Verarbeitungsqualität gelegt hat, merkt man sofort. Die schwere Basisstation fühlt sich dank des sauber verarbeiteten Holzes glatt und hochwertig an. Ein eingebauter Lautsprecher gibt zusätzlich akustische Signale. Das Batteriefach wird mittels vier kleiner Magnete sicher an seinem Platz gehalten und lässt sich leicht abnehmen – sehr schön. Ein massiver Standfuß aus poliertem Stahl sorgt für gute Standfestigkeit.

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Fleischthermometer Test: Meater Osc Mt Mb01 Block
Das MEATER Block ist aus hochwertigem Bambusholz gefertigt. Über das eingebaute OLED-Display lässt sich das Gerät im Standalone-Modus per Touchscreen (ohne App) komfortabel bedienen.
Fleischthermometer Test: Meater Osc Mt Mb01 Block
In der App kann jedem Fühler ein separates Setup zugewiesen werden.
Fleischthermometer Test: Meater Osc Mt Mb01 Block
Jeder der vier Messfühler trägt an seinem Kopfende eine eigene kleine Nummer.
Fleischthermometer Test: Meater Osc Mt Mb01 Block
Im Lieferumfang finden sich außerdem vier Metallfähnchen, die zusätzlich an die Messfühler gesteckt werden können.

Die vier kabellosen Bluetooth-Messfühler aus Edelstahl werden im Meater Block in vier Stunden aufgeladen. Der Hersteller verspricht mit voller Akkuladung eine Laufzeit von mindestens 24 Stunden. Sie eignen sich für Pfanne, Smoker, Grill oder den Backofen, für den Betrieb in der Mikrowelle sind sie nicht geeignet.

Jede Messsonde verfügt über zwei Temperaturfühler, einen für das Innere des Garguts, einer für die Ofentemperatur. Der Außenfühler ist für Temperaturen bis 275 Grad Celsius ausgelegt. Bei höheren Temperaturen kann es sein, dass der Fühler den Betrieb verweigert oder falsche Messwerte anzeigt. Wird die Temperatur überschritten, gibt die App einen Signalton ab. Der Innenfühler für die Kerntemperatur arbeitet bis zu einer Temperatur von 100 Grad Celsius. Eine Markierung in Form einer kleinen Rille zeigt an, wie weit der Sensor in das Fleisch hineingestochen werden muss – und zwar ziemlich weit. Das funktioniert in der Regel nur, wenn man den Fühler nicht senkrecht von oben ins Fleisch sticht, sondern seitlich.

Am Kopf jedes Messfühlers befindet sich eine kleine Zahl, um die einzelnen Fühler unterscheiden zu können. Außerdem befinden sich kleine, ebenfalls mit Zahlen versehende Metallfähnchen im Lieferumfang, mit denen die Messfühler deutlich sichtbar gekennzeichnet werden können.

Mit einer Länge von 13 Zentimetern und einem Durchmesser von sechs Millimetern fallen die Temperatursonden aufgrund ihres elektronischen Innenlebens deutlich länger und dicker aus als die Kabelsonden anderer Grillthermometer – mit teils unschönen Begleiterscheinungen, aber dazu gleich mehr.

Die Station kann entweder mit vier AA-Batterien betrieben oder mittels eines Micro-USB-Anschlusses mit Strom versorgt werden. Die Messfühler sollen mit einer AAA-Batterie bis zu einhundertmal wieder aufgeladen werden können. Bei längeren Garvorgängen empfiehlt Meater die Nutzung des USB-Anschlusses zur Stromversorgung.

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Fleischthermometer Test: Meater Osc Mt Mb01 Block
Leider verkratzt die Aufnahme der Messfühler sehr schnell.
Fleischthermometer Test: Meater Osc Mt Mb01 Block
Ein massiver, polierter Ständer aus Edelstahl kann ausgeklappt werden und sorgt für Standfestigkeit.
Fleischthermometer Test: Meater Osc Mt Mb01 Block
Über den Micro-USB Anschluss kann das Gerät auch alternativ mit Strom betrieben werden.
Fleischthermometer Test: Meater Osc Mt Mb01 Block
Vier AA-Batterien oder Akkus versorgen das Gerät mit Strom.

Nach Einschalten der Basisstation wählt man auf dem Display zwischen WLAN-Betrieb (über die App) und Standalone (ohne App). Im Standalone-Modus können die gewünschten Vorgaben über den Touchscreen eingegeben werden. Während des Garvorgangs zeigt das kleine Display leider weder die Temperatur noch die Restzeit an. Es gibt lediglich einen Balken, der grafisch über den Fortschritt des Garvorgangs informiert.

Für jeden der Fühler kann ein eigenes Setup gestartet werden. Zuerst wählt man die Fleischsorte und dann den Cut. Kurz vor Erreichen der Kerntemperatur ertönt über den eingebauten Lautsprecher ein akustisches Signal und der Meater zeigt im Display »Almost there« an.

Will man den Meater über die Smartphone-App steuern, muss man ihn zuerst einmalig mit dem heimischen WLAN verbinden. Nach dem Anmelden im heimischen Netzwerk stellt die Basisstation bei jeder Benutzung selbstständig eine Verbindung mit dem WLAN her.

Für das Setup der App ist leider eine Anmeldung bei der Meater-Cloud obligatorisch: Ob man will oder nicht, für dieses Fleischthermometer muss man tatsächlich einen Internet-Account einrichten! Und dann wird man nach dem ersten Grillvorgang auch noch ungefragt per E-Mail aufgefordert, den Grillvorgang zu bewerten und mit anderen Nutzern zu teilen. Bei aller Liebe für digitale Technik, das geht uns definitiv zu weit.

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Fleischthermometer Test: Meater 3
Die vier Messfühler werden in der App aufgelistet. Für jeden kann ein separates Setup gewählt werden.
Fleischthermometer Test: Meater 4
Die App ist praktisch selbsterklärend.
Fleischthermometer Test: Meater 2
Das Lendensteak liegt in der Pfanne. Die Umgebungstemperatur ist noch zu niedrig, um angezeigt zu werden.
Fleischthermometer Test: Meater
Sehr schön: Der Temperaturverlauf kann auch als Diagramm dargestellt werden.

Immerhin: Hat man das Setup abgeschlossen, kann man die Temperaturfühler auf dem Smartphone über die Meater-App im Blick behalten und sich den Temperaturverlauf sogar auf Diagrammen ansehen. Die intuitive, deutschsprachige App leistet gute Unterstützung und führt durch den gesamten Garprozess. Die wichtigsten Fleischsorten und Garstufen stehen in der App zur Auswahl und können bei Bedarf individuell angepasst werden.

Die Überwachung der Fleischzubereitung funktionierte während des Tests sehr präzise. Mit dem Garergebnis waren wir zufrieden, die Zubereitung unseres Roastbeefs gelang wie gewünscht. Allerdings zeigt sich am Ende des Bratvorgangs, dass die schicken Bluetooth-Fühler auch ihre Tücken haben: Wir bekamen sie nämlich fast nicht mehr aus unserem schönen Roastbeef heraus. Das liegt einerseits daran, dass sie sehr dick sind und bis zur Markierung tief im Fleisch stecken müssen, sonst spielen die Messwerte verrückt. Andererseits sind die Enden der Messfühler so glatt, dass man sie mit einem dicken Ofenhandschuh kaum zu fassen kriegt. Das ging sogar mit unserem silikon-gummierten Handschuhen mehr schlecht als recht. Da würden wir uns einen griffigen Haken oder eine Öse für eine Fleischgabel wünschen.

Fleischthermometer Test: Fleischthermometer
Unser Roast Beef ist auf den Punkt gegart – aber der Meater-Messfühler hinterlässt ein unschönes Loch.

Der zweite Nachteil der dicken Bluetooth-Sonden zeigte sich beim Aufschneiden des Fleisches: Sie hinterlassen unschöne Löcher im Fleisch. Diesen ästhetischen Fauxpas kann man zwar umgehen, indem man die Messfühler in Schnittrichtung einführt und nicht quer dazu, ein zwiespältiges Gefühl bleibt dennoch.

Was uns auch nicht gefällt: Die Meater-Messfühler können bislang nicht einzeln nachgekauft werden. Sollte einer der Messfühler verloren oder kaputt gehen, schaut man in die Röhre. Das gilt auch, wenn irgendwann die Akkus in den Messfühlern ihren Geist aufgeben.

In unserem Test schlug sich der Meater Block unter dem Strich dennoch gut. Die tadellose Verarbeitung des schicken Geräts beeindruckt ebenso wie die smarte Technik der schicken kabellosen Temperaturfühler. Die von der App ermittelte geschätzte Kochzeit funktionierte einwandfrei und die Bedienung macht Spaß.

Der Meater Block ist ein echtes Luxus-Fleischthermometer für Fans digitaler Gadgets, die dafür auch gern über die eine oder andere Schwäche hinwegsehen. Der Preis ist allerdings happig. Wer nicht so viel ausgeben will, kann zum deutlich günstigeren Meater Plus greifen, der mit nur einem kabellosen Bluetooth-Messfühler kommt. Für den Sonntagsbraten reicht das allemal.

Einfach und gut: ThermoPro TP-17

Wer nicht so gern mit dem Smartphone in der Küche hantiert und ein einfaches, digitales Fleischthermometer für die Küche sucht, ist mit dem TP-17 von ThermoPro bestens bedient. Dank der leichten Bedienung und der integrierten Küchenuhr mit Timer ist das Gerät der perfekte Helfer in der Küche.

Einfach und gut

ThermoPro TP-17

Test Fleischthermometer: ThermoPro TP-17
Der ThermoPro kommt ohne Smartphone-Koppelung und App-Schnickschnack aus.

Schon der Ersteindruck des ThermoPro TP-17 gefällt: Die Verarbeitung des silberschwarzen Gehäuses und der Sonden aus Edelstahl wirkt hochwertig. Das große Display ist mit einer blauen Hintergrundbeleuchtung ausgestattet und lässt sich sehr gut ablesen.

Das Gerät verfügt über einen ausklappbaren Ständer, mit dem das ThermoPro auf der Arbeitsplatte der Küche aufgestellt werden kann. Alternativ kann es dank einer Öse auch an der Wand aufgehängt werden. Darüber hinaus ist das ThermoPro mit Magneten ausgestattet, sodass es an metallischen Oberflächen wie der Front des Backofens befestigt werden kann.

Zwei Temperaturen können schnell und einfach entweder aus vorprogrammierten Einstellungen gewählt oder individuell eingestellt werden. Die Bedienung über die vier Tasten ist so einfach, dass man dafür nicht einmal ins kleine Handbuch schauen muss. Die gewünschte Fleischart (Rind, Kalb, Huhn, Fisch) wählt man über kleine Piktogramme aus, gibt man dann noch den gewünschten Gargrad an, wird automatisch die richtige Temperatur vorgegeben. Wer seine Kerntemperaturen kennt, gibt sie einfach direkt ein.

Wird die eingestellte Temperatur erreicht, signalisiert das Gerät das mit einem elektronischen, lauten Piepton. Alternativ kann das Gerät auch als Timer verwendet werden, mit Zeitspannen zwischen einer Minute und 24 Stunden. Der vom Hersteller angegebene Temperaturbereich liegt zwischen 0 und 300 Grad Celsius.

Das ThermoPro TP-17 verfügt über zwei hochwertige Kabelsonden, die an der rechten Seite des Gerätes eingesteckt werden. Die beiden 16,5 Zentimeter langen Temperatursonden sind aus Edelstahl gefertigt und mit einem 1 Meter langen hitzefestem Kabel ausgestattet. So kann man zwei Kerntemperaturen unabhängig voneinander bequem über das Display überwachen. Die Sonden sind spitz und dünn und lassen sich leicht ins Fleisch einstechen, der strukturierte Griff erleichtert das Herausziehen der heißen Sonden nach dem Grillen.

Dass das Gerät mit AAA-Batterien betrieben wird, ist für manche vielleicht ein Manko, aber man kann selbstverständlich auch AAA-Akkus einsetzen.

Messunterschiede zwischen den beiden Sonden, wie sie in einigen Kundenrezensionen berichtet wurden, konnten wir nicht feststellen. Im Gegenteil: In unserem Test lieferte das ThermoPro TP-17 sehr präzise Messergebnisse. Und auch sonst lässt das Fleischthermometer keine Wünsche offen, denn auch der Preis stimmt.

Gut und günstig: Nixiukol XB-022

Das Nixiukol XB-022 sieht aus wie ein normales Klappthermometer, hat aber noch einen Trick auf Lager: Es verfügt nämlich über einen Anschluss für eine Kabelsonde. Man kann es also sowohl für das manuelle Nachmessen verwenden, als auch kontinuierlich einen Garvorgang überwachen.

Gut & günstig

Nixiukol XB-022

Test Fleischthermometer: Nixiukol XB-022
Wer es puristisch mag und ohne App auskommt, ist mit dem Nixiukol gut beraten. Die Verarbeitung ist hochwertig.

Das Nixiukol XB-022 wird in einem silbernen Beutel mit Zugband geliefert und erinnert optisch ein wenig an ein Taschenmesser. Es ist klein, leicht und gut verstaubar. Im Lieferumfang befinden sich neben der Kabelsonde auch eine Ersatzbatterie vom Typ 2032H, ein kleiner Meat Temperature Guide in englischer Sprache und ein kleines Handbuch auf Deutsch, Englisch und Französisch, leider ohne Abbildungen.

Über das große, beleuchtete LC-Display können die Werte gut abgelesen werden. Bedient wird das Fleischthermometer über drei kleine graue Knöpfe für Licht, Fahrenheit/Grad, Hold/Cal und Alarm. Wird die Kabelsonde angeschlossen, zeigt das Gerät nur deren Messwert an. Möchte man die Temperatur der Klappsonde ablesen, muss man die Kabelsonde abstecken. Das hätte man auch schöner lösen können.

Das Ausklappen der internen Sonde aktiviert das Fleischthermometer. Das Messen der Kerntemperatur gestaltet sich simpel: Einfach die Sonde in das Gargut einstechen und schon wird die Temperatur angezeigt. Kann man das Display nicht gut ablesen, drückt man einfach die Taste »Hold«, dann wird die gemessene Kerntemperatur auf dem Display festgehalten.

Für die Kabelsonde kann eine gewünschte Zieltemperatur über die Taste Alarm-Set eingestellt werden. Wird sie erreicht, signalisiert das Thermometer das durch einen Piepton.

Bei Nichtbenutzung schaltet sich das XB-022 nach einigen Minuten von selbst ab. Der Temperaturbereich liegt laut Hersteller zwischen -50 und 300 Grad Celsius.

Das Nixiukol XB-022 ist ein zuverlässiges, flexibles Küchen-Werkzeug, das tut, was es soll und nicht viel kostet – perfekt für alle, die wissen, was sie tun und gern auf jeglichen Schnickschnack verzichten.

Außerdem getestet

Meater Plus

Das sehr hochwertige verarbeitete Meater Plus ist das kleinere und deutlich günstigere Schwestermodell vom Meater Block. Es kommt mit einem kabellosen DualTemperaturfühler, der gleichzeitig die Kerntemperatur (bis 100 Grad Celsius) als auch die Ofentemperatur (bis 275 Grad Celsius) misst. Der Meater Plus lässt sich ausschließlich über die App steuern. Dank des integrierten Bluetooth-Repeaters erreicht das Gerät eine kabellose Reichweite von 50 Metern, im Gegensatz zu seinem großen Bruder gibt es keinen WLAN-Anschluss. Mittels der leicht verständlichen App kann schrittweise und unter Anleitung Fleisch gegart und optimale Ergebnisse erzielt werden. Ein Algorithmus schätzt die Dauer des Garens und ermittelt Ruhezeiten.

Leider gab es in unserem Test immer wieder Verbindungsabbrüche zum Messfühler. Wie beim Meater Block ist Durchmesser des Fühlers mit sechs Millimetern etwas groß geraten und er lässt sich mit Ofenhandschuhen nur schwer aus dem Fleisch ziehen. Wer auf Kabelwirrwarr im Ofen keine Lust hat, aber nicht so viel Geld ausgeben will wie für den Meater Block, für den ist der Meater Plus eine gute Alternative.

Uzone MS036

Das Uzone MS036 besitzt vier Kabelsonden, die mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet sind und gleichzeitig am Thermometer betrieben werden können. Sie kommen jeweils mit einem Halter, um den die Kabel gewickelt werden können – sehr praktisch, denn das verhindert Verheddern und Verknoten der Kabel.

Weitere Messfühler können getrennt erworben werden, maximal ist die gleichzeitige Überwachung von sechs Messfühlern möglich. Das Gerät ist magnetisch und kann am Ofen oder Grill befestigt werden. Per Bluetooth kann das Gerät mit der App »Digital BBQ« verbunden werden. Die Bedienung über die App geht einfach und problemlos. Die Display schaltet sich nach einigen Minuten von selbst ab, wenn das Gerät nicht mehr verwendet wird.

Für jeden Sensor kann die empfohlene Temperatur von elf voreingestellten Fleischsorten und fünf Garstufen gewählt werden. Zusätzlich können sechs eigene Presets eingerichtet werden. Ist die gewünschte Garstufe erreicht, ertönt ein Alarmsignal. Die Echtzeitüberwachung der Kerntemperatur verfügt auch über ein Temperaturdiagramm.

Habor CP063A

Das Habor CP063A ähnelt von Konzept und Bedienung dem ThermoPro TP-17. Das große LC-Display lässt sich hervorragend ablesen, bedient wird das Gerät weitgehend selbsterklärend über vier Tasten an der Vorderseite (Switch, Plus, Minus und Memory). Mittels kleiner Piktogramme kann aus sieben verschiedenen Fleischsorten gewählt werden. Bei den Garungsgraden kann man zwischen rare, medium und well-done wählen. Man kann aber die gewünschten Temperaturen auch ganz einfach gradgenau über die Plus-/Minustasten eingeben.

Die beiden Kabelsonden aus Edelstahl werden in die rechte Seite des Gehäuses gesteckt und liefern präzise Messergebnisse. Ein unüberhörbares akustische Signal informiert über das Erreichen der Kerntemperatur. Alternativ kann man das Gerät auch als Timer benutzen. Zwei Magnete an der Rückseite halten das Gehäuse fest an metallischen Oberflächen.

Das Habor CP63A gefällt durch sein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und seine Vielseitigkeit als Küchenuhr, allerdings gibt es auch ein paar Mankos: Die Bedienungsanleitung ist nur in englischer Sprache verfügbar, der Piepton ist schrill und mit einer Lautstärke von 85 Dezibel etwas laut geraten. Die beiden kleinen Schiebeschalter auf der Rückseite des Gerätes, mit denen man zwischen den Modi hin und her schalten und das Gerät ausschalten kann, sind etwas fummelig. Alles in allem gefällt uns das ThermoPro TP-17 daher einen Tick besser.

Govee H5055

Das Govee H5055 bietet Anschlussmöglichkeiten für bis zu sechs Kabelsonden. Die Temperaturfühler sind farblich markiert. Das schwarze Kunststoffgehäuse liegt griffig in der Hand und lässt sich an seinem Stahlbügel aufhängen. Das sehr große Display lässt sich sehr gut ablesen. Ein kleiner, orangefarbener, gummierter Standfuß kann bei Bedarf ausgeklappt werden und verleiht dem Gerät in liegender Position eine größere Stabilität.

Die kostenlose App »Govee Home« ist schnell heruntergeladen und installiert. Über Bluetooth wird das Gerät mit dem Smartphone gekoppelt. Die deutschsprachige App ist allerdings ziemlich unübersichtlich und enthält viel Werbung für weitere Produkte. Der Temperaturverlauf per Diagramm gefällt uns aber gut, die Messwerte sind so genau wie bei anderen Modellen auch. Die Messwerte werden aber nur auf dem Display des Geräts und nicht in der App dargestellt.

Doqaus DQCP001AB1

Das digitale Klappthermometer Doqaus DQCP001AB1 ist solide und einfachzu  bedienen. Es schaltet sich beim Ein- und Ausklappen ein und aus. Über das große LC-Display mit Hintergrundbeleuchtung lassen sich die Temperaturwerte auch im Dunkeln gut ablesen. Die Anzeige dreht sich automatisch je nachdem, wie das Thermometer gehalten wird und ist somit für Links- wie für Rechtshänder gleichermaßen gut zu handhaben. Der Hersteller gibt einen Temperaturbereich von -50 bis 300 Grad Celsius an.

In unserem Test lieferte das Doqaus zuverlässige und präzise Messergebnisse. Seine Edelstahlsonde hat eine Länge von 11,5 Zentimetern und lässt sich problemlos in den Kern größerer Fleischstücke einstechen. Ein Haken sowie ein integrierter Magnet ermöglichen eine bequeme und sichere Befestigung, beziehungsweise Aufbewahrung. Im Gegensatz zum nur wenig teurerem Nixiukol XB-022 fehlt dem Doqaus aber ein Anschluss für eine Kabelsonde.

Habor HBCP093AB

Das Habor HBCP093AB ist ein einfaches Küchenthermometer, mit dem man manuell Kerntemperatur ermitteln kann. Das von einer Knopfzelle mit Strom versorgte Gerät ist in Bezug auf Design und Ausstattung unspektakulären: ein leichtes, schwarzes Gehäuse aus Kunststoff mit einem Edelstahlsensor und einem kleinen unbeleuchteten LC-Display.

Das Thermometer verfügt über vier winzige, orangefarbene Knöpfe für Einschalten, Hold, Minimum/Maximum und Grad/Fahrenheit. Auch hier stimmen die Messwerte, die Messungen sind aber langsam. Das Haber kostet zwar nicht viel, bietet aber auch wenig. Dafür ist es klein und kompakt und passt in jede noch so volle Küchenschublade.

Bonsenkitchen ST8730R

Einen Temperaturbereich von -50 bis 300 Grad deckt das Küchenthermometer Bonsenkitchen ST8730R ab. Das in leuchtendem Orange gehaltene Thermometer liegt angenehm leicht in der Hand. Beim Ablesen des kleinen, unbeleuchteten LC-Displays könnten Menschen mit nicht so guten Augen Schwierigkeiten haben. Es gibt zwei Knöpfe für Ein/Aus und die Auswahl der Temperatureinheit in Celsius oder Fahrenheit, mehr nicht.

Die große Sondenlänge von 24,5 Zentimetern eignet sich für Messungen bei verschiedensten Verwendungszwecken. Eine automatische Abschaltfunktion und eine geringe Reaktionszeit können wir ebenfalls positiv erwähnen.

Habor CP022A

Als wir den Verpackungskarton geöffnet haben und das Habor CPA 022A in den Händen halten, sind wir ernüchtert: billiges, graues Plastik an der Vorderseite, schwarzes an der Rückseite. Die Temperatursonde wird durch einen langen, schwarzen Überzug aus Kunststoff geschützt, der sich mit einem etwas seltsam anmutenden Clip, ähnlich einem Kugelschreiber, an der Kleidung befestigen lässt. Im Karton finden sich neben einer Knopfzelle vom Typ LR44H ein englischsprachiger Food Temperature Guide und eine rudimentäre Gebrauchsanleitung in Form eines Zettels.

Eine falsche Bedienung des Gerätes ist fast nicht möglich: Die zwei kleinen Druckknöpfe (Ein/Aus und Fahrenheit/Celsius) sind praktisch selbsterklärend. Im Habor CPA 022A können keine Temperaturwerte abgespeichert werden und eine Beleuchtung sowie akustische Benachrichtigungen sucht man hier vergeblich.

Die wichtigsten Fragen

Was ist ein Grillthermometer?

Ein Grillthermometer ist ein hilfreiches Zubehör, um die Kerntemperatur von Geflügel, Fisch und Fleisch sowie gegebenenfalls die Temperatur im Grill oder Ofen zu messen. So kann das Gargut punktgenau gegart werden.

Wie wird ein Grillthermometer benutzt?

Ein Grillthermometer besitzt einen Temperaturfühler, der an der dicksten Stelle in die Mitte des Fleischstücks gestochen wird. Je nach Modell kann die Temperaturanzeige analog oder digital sein. Im Gegensatz zu einem Ofenthermometer, das die Temperatur des Ofens ermittelt, wird mit einem Braten- oder Fleischthermometer die Kerntemperatur des Garguts gemessen. Dabei sollte man darauf achten, dass der Fühler nicht auf einem Knochen, Knorpel oder einer Gräte aufsitzt, denn das kann das Messergebnis verfälschen.

Welche Arten von Grillthermometer gibt es?

Vom Grundprinzip sind alle Grillthermometer ähnlich aufgebaut. Während analoge Thermometer mit einem Bimetall-Messfühler ausgestattet sind und die Temperatur mittels einer Nadel anzeigen, verfügen digitale Fleischthermometer über einen elektronischen Temperatursensor, der über eine digitale Anzeige abgelesen wird. Digitale Fleischthermometer messen präziser und schneller als analoge Modelle. Bis auf ihre Edelstahlsonden sind digitale Thermometer meist nicht hitzebeständig. Daher werden die Temperatursonden entweder über hitzebeständige Kabel mit der Bedieneinheit verbunden oder drahtlos per Bluetooth oder WLAN. Analoge Fleischthermometer bestehen aus rostfreiem Stahl und hitzebeständigem Glas und lassen sich leicht reinigen.

Kann ein Grillthermometer auch zum Backen verwendet werden?

Ja, das ist problemlos möglich.

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