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Das beste Gaming-Headset

last updateZuletzt aktualisiert:
Gaming-Headset Test: Plantronics Rig 700hd (5)
Nele Wobker

Nele Wobker

ist freie Autorin und Vollblut-Gamerin. Sie beschäftigt sich mit sämtlichen Themen aus dem Bereich Videospiele und hält sich vorzugsweise auf ihrem Crosstrainer fit. Auch anderen körperlichen Ertüchtigungen ist sie nicht abgeneigt. Außerdem braut sie ihren eigenen Met und Bier.

Wir haben 31 Gaming-Headsets getestet. Unser Favorit ist das Plantronics RIG 700 HD, das mit einem Preis von circa 130 Euro verhältnismäßig günstig ausfällt. Aber auch für Spieler mit dickeren und schmaleren Geldbeuteln haben wir gute Empfehlungen.

Update 11. Oktober 2019

Wir haben 8 neue Gaming-Headsets getestet und unser neuer Favorit ist das Plantronics RIG 700 HD.

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31. Juli 2019

Wir haben uns das neue Logitech G Pro X angesehen. Unser Favorit bleibt aber das Beyerdynamic MMX 300.

28. März 2019

Wir haben 14 neue Geräte getestet. Testsieger bleibt das Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation), dafür haben wir aber vier neue Empfehlungen: das HyperX Cloud Alpha, das Sharkoon Skiller SGH3, das Roccat Renga Boost und das Razer Nari Ultimate!

19. Oktober 2018

Wir haben unsere Empfehlungen überarbeitet und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

Die richtige Klangkulisse in Spielen liefert entweder ein mehrteiliges Lautsprechersystem oder ein anständiges Gaming-Headset. Letztere sind weitaus erschwinglicher und handeln euch auch keinen Ärger mit den Nachbarn ein, wenn zu später Stunde noch gezockt wird. Zudem besitzen sie auch ein Mikrofon, um sich mit den Teamkollegen auszutauschen.

Es gibt tausende Modelle auf dem Markt, da der Gaming-Sektor insgesamt gerade boomt. Wir haben uns aus dem riesigen Angebot einige Gaming-Headsets herausgepickt und getestet. Dabei wurde bewusst die komplette Preisspanne gewählt, weil wir wissen wollten, wie groß die Unterschiede sind. Günstige Headsets sind teilweise schon für 15 Euro zu haben, das teuerste in unserem Test kostet rund 300 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Plantronics RIG 700 HD

Gaming-Headset Test: Rig 700hd
Das RIG 700 HD bietet guten Klang für einen super Preis. Außerdem ist das Tragegefühl sehr angenehm.

Unser Favorit überzeugt mit einem fantastischen Tragegefühl und einem ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis. Das RIG 700 HD lässt sich wahlweise drahtlos verwenden und bietet Surroundsound sowie Einstellungsmöglichkeiten am Ohrhörer. Der Klang überzeugt mit ausgewogenen Tönen und ist bei dem angepeilten Preis angemessen. Darüber hinaus lässt sich das Mikrofon abnehmen und die Akkulaufzeit kann mit circa zwölf Stunden punkten. Mehr Geld muss man für ein gutes Headset wirklich nicht ausgeben.

Alternative für PC-Spieler

HyperX Cloud Alpha S

Test Gaming-Headset: HyperX Cloud Alpha S
Mit dem Cloud Alpha S verbessert HyperX sein solides Allround-Headset. Die Suround-Steuerung über USB funktioniert allerdings nur an PCs.

Das HyperX Cloud Alpha S überzeugt mit seinen Bassreflexöffnungen, die sich in verschiedenen Stufen einstellen lassen. Dadurch wird das Druckgefühl auf den Ohren reduziert und der Klang lässt sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Während sich das Headset selbst auch über einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss verbinden lässt, kann die Kabelfernbedienung nur über USB angeschlossen werden. Die simuliert zudem 7.1-Surroundsound, der zwar räumlich ist, Hintergrundgeräusche aber etwas künstlich wirken lässt. Alles in allem bietet das Cloud Alpha S dennoch einen sehr guten Preis für die gebotene Klangqualität.

Gut & Günstig

Trust GXT 414 Zamak Premium

Test Gaming-Headset: Trust GXT 414 Zamak Premium
Guter Klang muss nicht teuer sein, wenn auf Bedienelemente an der Ohrmuscheln und lange Kabel verzichtet wird.

Für den aufgerufenen Preis bietet das Trust GXT 414 Zamak Premium einen vergleichsweise vollen und satten Sound. Beim Komfort muss man auch nichts einbüßen, denn das Headset sitzt weich auf dem Kopf. Die Größenverstellung ist allerdings etwas hakelig und die Ohrmuscheln lassen sich nicht drehen. Außerdem ist das Kabel sehr kurz, was man je nach Verwendung aber durchaus verschmerzen kann. Zudem gibt es davon gleich zwei, eins mit und eins ohne Kabelfernbedienung. Über die lassen sich auch mobile Geräte wie Smartphones und Tablets steuern.

Wenn Geld keine Rolle spielt

Beyerdynamic MMX 300

Test Gaming-Headset: Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)
Hervorragender Klang, hochwertige Verarbeitung und toller Tragekomfort zeichnen das Gaming-Headset aus Deutschland aus.

Das Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation) ist vergleichsweise teuer, bei diesem Modell befinden sich Verarbeitung und Klang aber auch auf einem durchweg hohen Niveau. Vor allem in Sachen Audioeigenschaften hat es die Konkurrenz schwer, diesem Premium-Headset das Wasser zu reichen. Das MMX 300 lässt sich auch an Spielekonsolen oder Mobilgeräten einsetzen und liefert auf allen Plattformen tollen Sound. Auch beim Tragekomfort und beim Lieferumfang kann der Hersteller punkten. Es gibt nur ein Manko: Das Gaming-Headset ist das teuerste Modell im Test.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAlternative für PC-SpielerGut & GünstigWenn Geld keine Rolle spielt
Modell Plantronics RIG 700 HD HyperX Cloud Alpha S Trust GXT 414 Zamak Premium Beyerdynamic MMX 300 Corsair HS35 Stereo Gaming-Headset Corsair Virtuoso RGB Wireless SE Asus TUF H7 Wireless Asus ROG Delta Trust GXT 444 Wayman Pro Sharkoon Skiller SGH3 Roccat Renga Boost HyperX Cloud Alpha Razer Nari Ultimate Logitech PRO X Lioncast LX30 Corsair Void Pro RGB Logitech G332 Logitech G432 Steelseries Arctis Pro Asus ROG Strix Fusion Wireless Roccat Khan Pro HyperX Cloud Revolver Logitech G933 Artemis Spectrum Razer Tiamat 2.2 V2 HyperX Cloud II Logitech G430 Sharkoon Skiller SGH1 DLAND Gaming-Headset PC ArkarTech Gaming-Headset Sades SA-810
Gaming-Headset Test: Rig 700hdTest Gaming-Headset: HyperX Cloud Alpha STest Gaming-Headset: Trust GXT 414 Zamak PremiumTest Gaming-Headset: Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)Test Gaming-Headset: Corsair HS35 Stereo Gaming-HeadsetTest Gaming-Headset: Corsair Virtuoso RGB Wireless SETest Gaming-Headset: Asus TUF H7 WirelessTest Gaming-Headset: Asus ROG DeltaTest Gaming-Headset: Trust GXT 444 Wayman ProTest Gaming-Headset: Sharkoon Skiller SGH3Test Gaming-Headset: Roccat Renga BoostTest Gaming-Headset: HyperX Cloud AlphaTest Gaming-Headset: Razer Nari UltimateTest Gaming-Headset: Logitech PRO XGaming-Headset Test: Lioncastlx30Test Gaming-Headset: Corsair Void Pro RGBTest Gaming-Headset: Logitech G332Test Gaming-Headset: Logitech G432Test Gaming-Headset: Steelseries Arctis ProTest Gaming-Headset: Asus ROG Strix Fusion WirelessTest Gaming-Headset: Roccat Khan ProTest Gaming-Headset: HyperX Cloud RevolverTest Gaming-Headset: Logitech G933 Artemis SpectrumTest Gaming-Headset: Razer Tiamat 2.2 V2Test Gaming-Headset: HyperX Cloud IITest Gaming-Headset: Logitech G430Test Gaming-Headset: Sharkoon Skiller SGH1Test Gaming-Headset: DLAND Gaming-HeadsetTest Gaming-Headset: PC ArkarTech Gaming-HeadsetTest Gaming-Headset: Sades SA-810
Pro
  • Funkempfänger kann auch optisch verbunden werden
  • Sehr guter Tragekomfort
  • Kein Druckgefühl auf den Ohren
  • Sehr leicht
  • Öffnungen an Kopfhörer für Bassregulierung
  • Gute Klangqualität
  • Sehr bequem zu tragen
  • Sitzt weich und gut
  • Voller und satter Sound
  • Sehr flexibler Kopfbügel
  • Hervorragender Klang
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gemütlicher Tragekomfort
  • Flexibel einsetzbar
  • Sehr günstig
  • Leicht
  • Viele Extras im Lieferumfang
  • Kabellos
  • Ohrmuscheln um 180° drehbar
  • Ausgefallenes Design
  • Hoher Tragekomfort
  • Besonders große Ohrmuscheln
  • Kabellos
  • Solider Klang
  • USB Typ C Mobile Gaming
  • Ausgefallenes Design
  • Hochwertige Materialien
  • Ohrmuscheln drehbar
  • On/Off und Lautstärkeregler am Kabel zu bedienen
  • Inklusive USB-Soundkarte
  • Hoher Tragekomfort
  • Hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • Günstiger Preis
  • Geringes Gewicht
  • Günstiger Preis
  • Multi-Plattform-kompatibel
  • Solider, kräftiger Klang
  • Offene Bauweise
  • Ausbalancierter Klang
  • Hoher Tragekomfort
  • Hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • Drahtlosanbindung
  • Hoher Tragekomfort
  • Hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • Toller Raumklang
  • Vibrationstechnik
  • Inklusive USB-Soundkarte
  • Hoher Tragekomfort
  • Hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • Ausgewogener Klang
  • Virtueller 7.1-Raumklang
  • Hoher Tragekomfort
  • Günstiger Preis
  • Beleuchtung
  • Stabile Wireless-Anbindung
  • Hoher Tragekomfort
  • Virtueller 7.1-Raumklang
  • Hochwertige Materialien
  • Hoher Tragekomfort
  • Virtueller 7.1-Raumklang über USB
  • Geringes Gewicht
  • Günstiger Preis
  • Hochwertige Materialien
  • Hoher Tragekomfort
  • Geringes Gewicht
  • Hoher Tragekomfort
  • Ausbalancierter Sound
  • Getrennte Lautstärkeregelung von Chat und Spiel
  • Stabile Wireless-Anbindung
  • Hoher Tragekomfort
  • Ausbalancierter Sound
  • Hi-Res-Audio-Zertifizierung
  • Guter Klang
  • Tolles Mikrofon
  • Flexibel einsetzbar
  • Angenehmer, luftiger Tragekomfort
  • Guter Klang
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Flexibel einsetzbar
  • Überaus flexibel einsetzbar
  • Toller, virtueller 7.1-Raumklang
  • Cleveres Design
  • RGB-Beleuchtung
  • Satter, voluminöser Bass
  • Sochwertig verarbeitet
  • Flexibel einsetzbar
  • Toller, satter Klang
  • Hoher Tragekomfort
  • Üppiger Lieferumfang
  • Flexibel einsetzbar
  • 7.1-Raumklang via USB
  • Toller 7.1-Raumklang
  • Angenehmer, luftiger Tragekomfort
  • Abnehmbare Ohrpolster
  • Flexibel einsetzbar
  • Üppiger Lieferumfang
  • Geringes Gewicht
  • Flexibel einsetzbar
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Solider Klang
  • Günstiger Preis
  • Beleuchtung
  • Solider, kräftiger Klang
  • Akzeptabler Klang
  • Flexibel einsetzbar
Contra
  • Ohrmuscheln nicht drehbar
  • Kein stufenlose Größeneinstellung
  • Mittelmäßige Abschirmung gegen Außengeräusche
  • Hintergrundgeräusche wirken etwas künstlich
  • Ohrmuscheln nicht drehbar
  • Nicht für Konsolenspieler geeignet
  • Kein Lautstärkeregler an Ohrmuschel
  • Minderwertige Größenverstellung
  • Sehr kurze Kabel
  • Kein ummanteltes Kabel
  • Mikrofon nicht abnehmbar
  • Billige Materialien
  • Schlechter Sound
  • Ohrmuscheln nicht drehbar
  • Leise
  • Teuer
  • Erzeugen Druckgefühl auf den Ohren
  • Ohrmuscheln nicht drehbar
  • Größe nicht verstellbar
  • Nur an USB anschließbar
  • Schwache Bässe
  • Billige Materialien
  • Relativ teuer
  • Stellenweise dumpfer Ton
  • Dünner Metallbügel zum Größenverstellen
  • Schwächelt etwas in den Höhen
  • Mittelmäßiges Mikrofon
  • Mitten gehen etwas unter
  • Wirkt nicht allzu hochwertig
  • Schwächelt etwas in den Höhen
  • Nur eingeschränkt an Mobilgeräten einsetzbar (Ohm)
  • Kleine Bedienelemente
  • Zu basslastig
  • Hohes Gewicht
  • Sitzt etwas zu fest auf dem Kopf
  • Hoher Preis
  • Schwächelt in den Mitten
  • Nicht allzu hochwertige Verarbeitung
  • Schwächelt in den Höhen
  • Umschaltung zu 7.1-Sound nur per Software
  • Hoher Preis
  • Hall bei der Sprachübertragung
  • Hall bei der Sprachübertragung
  • Relativ geringer Leistungsumfang
  • Hoher Preis
  • Ungenaue Touch-Steuerung
  • Hoher Preis
  • Kunstlederpolster führen zum Schwitzen
  • Wenige Bedienelemente
  • Mikrofon mit Grundrauschen
  • Mettalbügel überträgt hörbar Schwingungen
  • Mit Bedienelementen überfrachtet
  • Wuchtig
  • Bass nicht differenziert
  • Schwache Höhen und Mitten
  • Mikrofon mit Grundrauschen
  • Keine Bedienelemente bei Einsatz an Spielekonsolen oder Mobilgeräten
  • Maximallautstärke etwas gering
  • Mikrofon mit Grundrauschen
  • Raumklang nur über zusätzliche Software
  • Mikrofon mit dumpfer Sprachübertragung
  • Klang etwas gedämpft
  • Mikrofon mit schwankender Lautstärke
  • Mittelmäßig verarbeitet
  • Nur eingeschränkt auf anderen Plattformen einsetzbar
  • Strammer Sitz
  • Mikrofon recht hohl
  • Nur eingeschränkt auf anderen Plattformen einsetzbar
  • Mittelmäßig verarbeitet
  • Mikrofon mit schwankender Lautstärke
  • Mittelmäßig verarbeitet
Bester Preis
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Worauf es bei Gaming-Headsets ankommt

Beim Klang ist es ähnlich wie bei der Kunst: Während die einen einen Kopfhörer lieben, können ihn andere ihn nicht ausstehen. Wenn irgendwie möglich, sollte man daher das favorisierte Gaming-Headset vor dem Kauf ausprobieren, beispielsweise im Elektronikmarkt oder auf Messen. Bei einigen Herstellern darf auch kostenlos zurückgeschickt werden, wenn das Headset doch nicht die gewünschten Ergebnisse liefert.

Generell lässt sich aber feststellen, dass Headsets für Spieler meistens über einen ausgeprägten Bass verfügen und sich eher auf die Mitten fokussieren.

Bei guten Headsets kommt es auch auf die Qualität der Audio-Quelle an

Auf diese Weise wirken Explosionen wuchtiger und Stimmen lassen sich besser wahrnehmen. Wem die Einstellungen nicht gefallen, der kann immer noch Hand anlegen, indem er im Equalizer in der Treiber- oder Drittanbieter-Software seine Feinjustierung vornimmt.

Wichtig ist allerdings auch: Wenn selbst das teuerste Headset nur fehlerhafte oder schlechte Klänge von sich gibt, könnte dies unter Umständen auch an der Audio-Hardware des Computers liegen. So gut wie immer werden in PCs sogenannte Onboard-Soundchips eingesetzt, die nicht unbedingt die hochwertigsten sind und durchaus Quellen für Störsignale sein können, wenn die Hauptplatine nicht korrekt verbaut wurde. Im Zweifelsfall lohnt sich also ein Blick unter die Haube.Gaming-Headset Test: Beyerdynamic Mmx300

Bei teureren Mainboards sind die Soundlösungen mittlerweile recht annehmbar. Das Nonplusultra sind extra Soundkarten, egal ob intern oder extern.

Stimmt also der Zuspieler, dann ist auch das Ergebnis besser. Vor allem mit teuren Gaming-Headsets hört man hier deutliche Unterschiede. Im Umkehrschluss bedeutete das aber auch, dass PC-SpielerInnen gegebenenfalls einige Zeit aufwenden müssen, um all dies zu prüfen. Wer also keine Lust verspürt, sich erst stundenlang mit der Hardware im eigenen PC zu beschäftigen, fährt vielleicht besser mit einem weniger teuren Headset, welches dafür weniger fordernd in den Eistellungen und Komponenten ist.

Raumklang

Für das richtige Mittendrin-Gefühl sorgt erst ein täuschend echter Raumklang. Wenn der Gegner um die Ecke kommt, hört man seine Schritte aus der entsprechenden Richtung und hat so die Chance, entsprechend zu reagieren. Während externe Lautsprechersysteme hierfür mehrere Boxen brauchen und teilweise dennoch eher mittelprächtige Ergebnisse liefern, setzen die Hersteller bei Gaming-Headsets lediglich auf Stereo-Lautsprecher. Doch wie kommt dann der Surroundsound zustande?

Genau hier springt der virtuelle Raumklang in die Bresche: Hierbei werden die Schallwellen unterschiedlich modelliert, sodass das menschliche Gehirn ein räumliches Klangbild wahrnimmt – und das klappt in der Praxis sogar ziemlich gut. Allerdings setzt virtueller Raumklang eine entsprechende Software voraus, die entweder im Treiber oder im USB-Soundchip des Headsets vorhanden ist oder über den Zuspieler eingeleitet wird.

Wieder andere Hersteller nehmen sich die externen Lautsprechersysteme zum Vorbild und verbauen mehrere Lautsprecher in die Ohrmuscheln. Durch eine bestimmte Anordnung der Lautsprecher in gewissen Winkeln soll ein »echter« Raumklang entstehen. Doch da in den Ohrmuscheln der Platz begrenzt ist, handelt es sich meistens um recht kleine, nicht allzu kräftige Lautsprecher, worunter die Klangqualität leidet. Außerdem sind die kleinen Boxen nicht allzu weit voneinander entfernt angeordnet, weshalb es nur beschränkt möglich ist, echten Raumklang zu erzeugen.

Analog oder digital?

Bei den Anschlüssen von Gaming-Headsets hat man häufig die Wahl zwischen einem analogen oder einem digitalen Anschluss. Analog bedeutet, dass die Kopfhörer über einen herkömmlichen 3,5 Millimeter Klinkenanschluss verfügen, den Sie dann an die entsprechende Gegenstelle der Audioquelle anstecken. Hier muss also der PC (oder die Spielekonsole, das Smartphone oder das Tablet) die Klangveredelung übernehmen. Das bietet sich vor allem an, wenn man eine hochwertige Audiolösung besitzt, wie weiter oben bereits erwähnt.

Gaming Headset Test
Hier die Unterschiede bei den Klinkensteckern: Oben sind zwei dreipolige Stecker für den Anschluss an den PC zu sehen, darunter befindet sich eine vierpolige Klinke, die auch Mikrofonsignale übertragen kann.

Ein digitales Headset bringt seine eigene Klangverarbeitung mit, weshalb man diese Versionen über USB anschließen muss, da hier ein Datenaustausch mit dem System erfolgt. Die digitale Klangverarbeitung hört auf den Namen DSP (Digital Sound Processing) und bietet häufig – aber nicht immer – einen besseren Klang als herkömmliche Onboard-Soundchips, außerdem oft zuschaltbaren Raumklang und verschiedene Klangprofile für Filme, Musik oder bestimmte Spiele-Genres.

Bei vielen Gaming-Headsets muss man sich davon aber nicht einschränken lassen, denn mittlerweile lassen sich viele Headsets analog oder digital betreiben, so dass man die DSP-Einheit bei Bedarf dazwischen schalten kann. So hat man größtmögliche Flexibilität.

Frequenzgang, Impedanz und Co.

Der Frequenzgang gibt den effektiven Bereich an, in dem das Headset einen klaren, gleichmäßigen Klang liefert. Die meisten Geräte decken einen Bereich von 20 bis 20.000 Hertz ab, was den vom Menschen hörbaren Frequenzen entspricht. Manche Geräte decken aber auch einen größeren Frequenzgang ab. Denn obwohl diese Frequenzen nicht hörbar sind, sind sie teilweise spürbar – was wiederum Auswirkungen auf die Wahrnehmung haben kann.

Die Impedanz wird in Ohm angegeben und beschreibt den Nennwiderstand der Gaming-Headsets. Je geringer dieser Wert ist, desto weniger Leistung ist notwendig, um den Lautsprechern Klänge zu entlocken – dafür klingen sie aber auch deutlich detailärmer. Geräte mit höheren Impedanzen klingen lauter und detailreicher, benötigen ab einem bestimmten Wert aber auch eine Kopfhörerverstärkung.

So haben wir getestet

Als Hardware kam stets der weit verbreitete »Realtek High Definition«-Onboard-Soundchip auf der Hauptplatine Asus Crosshair VI Hero zum Einsatz. Um die Geräte auf Spieletauglichkeit zu prüfen, haben wir uns mit Teamkollegen via Discord zum Sprach-Chat verbunden und den Shooter »Battlefield 1« im Multiplayer gespielt. Zwischen all den Explosionen, Fahrzeuggeräuschen und abfeuernden Waffen mussten sich die Gaming-Headsets beweisen.

Anschließend folgte eine Partie »Witcher 3: The Wild Hunt«, ein Action-Rollenspiel mit vielen Dialogen und auf der PlayStation 4 Uncharted 4. Der Vollständigkeit halber haben wir uns auch noch auf Blu-ray einige Szenen »Batman: The Dark Knight« angesehen und darauf »Hotel California« von den »Eagles« angehört, denn dieser Song kann mit einer unglaublich breiten Klang-Facette aufwarten. Außerdem wurden Metalbands, bei denen der Bass signifikant für den Klanggenuss ist, konsumiert.

Alle Gaming-Headsets wurden ohne Voreinstellungen getestet, sprich es wurden keine speziellen Profile aktiviert oder Justierungen in Equalizern vorgenommen.

 Gaming-Headset Test: Plantronics Rig 700hd (1)

Testsieger: Plantronics RIG 700 HD

Das beste Gaming-Headset für die meisten Gamer ist das Plantronics RIG 700 HD. Für circa 130 Euro wird ein guter Klang geboten und wer nicht extrem viel Geld investieren möchte, ist hier gut aufgehoben. Der Tragekomfort ist sehr gut und kann sich mit teureren Kopfhörern problemlos messen. Zudem ist der Einsatz an Konsolen und PCs möglich. Dabei findet sogar ein optischer Audioausgang Anschluss an den Funkempfänger unseres Favoriten.

Unser Favorit

Plantronics RIG 700 HD

Gaming-Headset Test: Rig 700hd
Das RIG 700 HD bietet guten Klang für einen super Preis. Außerdem ist das Tragegefühl sehr angenehm.

In den letzten Jahren hat sich der kalifornische Hersteller auch im Gaming-Bereich einen Namen gemacht. Die Auswahl erreichte dabei jeden Geldbeutel und das RIG 700 HD ist nun das Ergebnis der Bemühungen, die Technik der Oberklasse in einen niedrigeren Preisbereich zu bringen.

Gelungene Weiterentwicklung

Die Erfahrung im Bau von Headsets und die immer größer werdende Spezialisierung zeigt sich nicht zuletzt darin, dass die RIG-700-Reihe in verschiedenen Varianten für XBox (RIG 700 RX), Playstation (RIG 700 HS) und PC (RIG 700 HD) angeboten wird. Die technische Basis bleibt dabei allerdings gleich, sodass die hier besprochene Bewertung für alle Modelle gültig ist.

 Gaming-Headset Test: Plantronics Rig 700hd (2)
Alle Bedienelemente sind an der linken Ohrmuschel bequem zu erreichen.

Auch Plantronics verabschiedet sich von den drehbaren Mikrofonen, die man zum Stummschalten einfach nach oben klappen konnte. Dafür kann man es jetzt an und abstecken, damit es nicht mehr im Weg ist, falls man einmal nicht im Sprachchat unterwegs ist. Die Mute-Taste findet sich an der Unterseite der linken Ohrmuschel und ein kleiner Piep-Ton signalisiert, dass das Mikrofon abgeschaltet wurde.

Wandert der Finger an der Rückseite der Ohrmuschel nach oben, findet er das angenehm schwergängige Lautstärkerad. Das lässt sich präzise einstellen und dreht sich nicht gleich, wenn man mal aus Versehen dagegen kommt. Der Ein- und Ausschalter ist direkt darüber angeordnet und ganz oben ist ein Regler, der entweder den Sprachchat oder die Spielgeräusche in den Vordergrund holt, je nachdem, was gerade gewünscht ist.

 Gaming-Headset Test: Plantronics Rig 700hd (4)
Das Zubehör ist praktisch und bietet auch ein optisches Audiokabel.

In der schicken, umweltfreundlichen und an Eierkartons erinnernden Schachtel liegen auch die Zubehörkabel und der Funkempfänger. Letzterer kann ganz klassisch in den USB-Port gesteckt werden und findet die Verbindung zum Headset auf Knopfdruck problemlos. Über ein mitgeliefertes MicroUSB-Kabel lässt sich das Headset aufladen und hält daraufhin bis zu zwölf Stunden im Dauerbetrieb durch, was sich auch in unserem Test bestätigte. Ein kleines Highlight ist zudem das optische Kabel, das sich für die digitale Übertragung von Audiosignalen an den Funkempfänger anstecken lässt.

Technik und Verarbeitung

Für guten Sound sorgen im Plantronics RIG 700 HD zwei 40 Millimeter große Bassreflexrohre. Der Frequenzgang ist mit 20 bis 20.000 Hertz zwar nur Standard, doch die niedrige Impedanz von nur 32 Ohm sorgt für klaren Klang, auch wenn schwache Quellen das Headset betreiben. Die Ohrpolster sind aus einem Gewebemix gefertigt, der an Leder erinnert, sich aber wie Schaumstoff anfühlt. Dadurch liegen die Ohrmuscheln sehr weich am Kopf und man fängt darunter nicht allzu schnell an zu schwitzen.

Generell ist die Verarbeitung hochwertig, die eingesetzten Materialien wirken aber nicht sehr teuer. Es dominiert Kunststoff an allen Ecken und Enden, der aber zum geringen Gewicht beiträgt. Immerhin muss auch der Akku die ganze Zeit auf dem Kopf getragen werden, da wäre Metall wohl zu schwer geworden. Die Verstellmöglichkeiten des Bügels sind ebenfalls stark reduziert. An jeder Seite des RIG 700 HD gibt es drei Einfassungen, in die man die Ohrmuscheln einrasten kann, um die Größe zu verstellen. Diese Technik bietet nicht viel Spielraum und ist alles andere als stufenlos, funktioniert aber erstaunlich gut. So finden große wie kleine Köpfe problemlos die passende Einstellung, die sich jedoch leider nicht variieren lässt, während das Headset getragen wird.

 Gaming-Headset Test: Plantronics Rig 700hd (3)
Die Größe lässt sich nur mit drei festen Punkten einstellen.

Der Tragekomfort ist weich und angenehm und auch bei größeren Köpfen oder Brillenträgern drückt nichts. Wie bereits erwähnt, lässt der Überzug einen gewissen Luftaustausch zu, sodass Gamer keine heißen Ohren bekommen. Die Außengeräuschdämpfung ist dank geschlossener Bauweise ebenfalls gut und auf RGB-Elemente verzichtet Plantronics komplett.

Klang-Test

In der wichtigsten Disziplin leistet sich unser Favorit keine Blöße. Das Klangbild ist sehr ausgeglichen und bringt tiefe, mittlere und hohe Töne gut zur Geltung. In Spielen klingen vor allem Schussgeräusche satt und kraftvoll, aber auch ruhige Szenen werden mit vielen Details und klaren Hintergrundgeräuschen wiedergegeben.

Musikliebhaber kommen ebenfalls auf ihre Kosten, da auch anspruchsvolle Stücke in ihrer vollen Bandbreite abgespielt werden. Die feine Differenzierung der unterschiedlichen Frequenzen lässt dabei kein Detail untergehen. So macht Audiowiedergabe Spaß. Hier zeigt sich, dass nicht viel Geld nötig ist, um einen guten Sound genießen zu können.

Mikrofon-Test

Neben dem Klang muss ein Gaming-Headset auch noch in einer anderen Disziplin überzeugen, nämlich bei der Sprachübertragung mit dem eingebauten Mikrofon. Beim Plantronics RIG 700 HD ist das Mikrofon so ausgerichtet, dass es vor allem die Sprache des Trägers aufnimmt. Auf einen Schaumstoff als Windschutz um das Mikro herum wird zwar verzichtet, dieser ist beim Zocken aber auch nicht unbedingt nötig.

Wie bereits erwähnt, kann das Mikrofon nicht nach oben und unten geklappt werden, sondern wird als extra Bauteil an das Headset gesteckt. Der Arm ist aber dennoch flexibel und lässt sich dadurch in der idealen Entfernung zum Mund ausrichten. Die Sprache wird klar und deutlich übertragen und auch ein Grundrauschen können wir nicht feststellen.

Plantronics RIG 700 HD im Testspiegel

Das Plantronics RIG 700 HD ist noch nicht ganz auf dem Markt, konnte aber auch andere Tester bereits vorab überzeugen. So zeigen sich zum Beispiel die österreichischen Kollegen von Gamers.at (09/2019) begeistert von der verzögerungsfreien Übertragung:

Wer ein kabelloses Gaming-Headset mit guter Leistung und angemessenem Preis sucht wird, beim RIG 700HD fündig. Das geringe Gewicht und die lagfreie Übertagung sind aus meiner Sicht ein Alleinstellungsmerkmal. Auch nach vielen Stunden des Zockens merkt man kaum, das man ein Headset auf dem Kopf hat. Erst nach einiger Zeit wird einem erst bewusst, welche Dinge man mit anderen kabellosen Geräten eigentlich erst viel zu spät gehört hat.

Und auch der Klang konnte den Tester Alexander Weng überzeugen:

Der Sound ist sehr klar, hat schöne Höhen und einen wunderbar ausbalancierten Mittelbereich. Lediglich der Bass könnte etwas intensiver sein, wobei Explosionen deswegen nicht an Kraft verlieren.

Die englischsprachige Seite pcinvasion.com (09/2019) zeigt sich beim Spielen mit dem RIG 700 HD begeistert:

In Apex Legends lies sich die Richtung aus der Gegner kommen jederzeit genau bestimmen. Man kann klar die Richtung erkenn, aus der jemand gelaufen kommt und ob derjenige über oder unter die ist sowie die Entfernung desselben. Insgesamt ist die Klangqualität beeindruckend robust. Es wird kein tiefer Bass ausgegeben, aber die mittleren und hohen Töne sind klar und sauber. Das heißt aber nicht, dass der Bass nicht kraftvoll ist.

Alternativen

Das Plantronics RIG 700 HD ist unser klarer Favorit. Wem das Design nicht zusagt oder kleine Details stören, für den gibt es auch empfehlenswerte Alternativen.

Alternative für PC-Spieler

HyperX Cloud Alpha S

Test Gaming-Headset: HyperX Cloud Alpha S
Mit dem Cloud Alpha S verbessert HyperX sein solides Allround-Headset. Die Suround-Steuerung über USB funktioniert allerdings nur an PCs.

Das HyperX Cloud Alpha S ist eine Alternative im ähnlichen Preissegment wie unser Favorit. Der Nachfolger des Cloud Alpha behält das verbaute Zweikammersystem bei den Audiotreibern bei und unterbindet damit Verzerrungen ohne dabei das Klangbild zu vernachlässigen.

Entgegen dem Trend, dass Gaming-Headsets vor allem auf einen wuchtigen Bass setzen, setzt HyperX hier auf eine deutlich ausgewogenere Wiedergabe. Das Zweikammersystem trennt dabei tiefe Frequenzen bis unter 600 Hertz von Mitten- und Hochtönen. Das sorgt in der Praxis tatsächlich dafür, dass der Bass zwar satt ankommt, aber die anderen Klänge nicht übertönt. Der Klang ist so gut ausbalanciert, dass er sich auch problemlos für Musik und Filme eignet. Nur bei den Höhen fehlt uns der letzte Schliff.

Mit einem Gewicht von nur 310 Gramm ist das HyperX Cloud Alpha S ein wahres Leichtgewicht. In Kombination mit den hochwertig verarbeiteten Materialien sitzt es selbst nach Stunden noch überaus angenehm auf dem Kopf. Und obwohl es sich um eine geschlossene Bauweise handelt, können wir nicht über heiße Ohren klagen. Das recht kurze Kabel kommt mit einem 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, wodurch das Headset sehr flexibel eingesetzt werden kann. Die Kabelfernbedienung und der simulierte 7.1-Surroundsound sind aber nur über einen USB-Adapter verfügbar. Der wird von Konsolen und Smartphones allerdings nicht erkannt, weshalb sich das Cloud Alpha S eher für PC-Spieler eignet.

Sehr gut hat uns außerdem die in drei Stufen einstellbare Bassreflexöffnung gefallen. Damit lässt sich der Druck, der durch die geschlossenen Ohrmuscheln entweicht, einstellen. Das beeinflusst wiederum den Bass und lässt diesen stärker bzw. schwächer wirken. Spieler mit druckempfindlichen Ohren werden dadurch auch etwas entlastet.

Der flexible Mikrofonarm lässt sich auch komplett abnehmen, eine Abdeckung für den Klinkenanschluss vermissen wir allerdings. In Sachen Sprachqualität gibt es kaum etwas zu meckern, an die Qualität eines Studiomikrofons kommt aber auch das Cloud Alpha nicht heran. Im Lieferumfang befindet sich noch eine Transporttasche aus Stoff, das war es dann aber auch schon. Wem unser Favorit nicht ganz zusagt und wer hauptsächlich am PC zocken möchte, der kann getrost zum HyperX Cloud Alpha S greifen.

Gut & Günstig

Trust GXT 414 Zamak Premium

Test Gaming-Headset: Trust GXT 414 Zamak Premium
Guter Klang muss nicht teuer sein, wenn auf Bedienelemente an der Ohrmuscheln und lange Kabel verzichtet wird.

Guter Sound muss nicht teuer sein, das zeigt mit einem Preis von circa 75 Euro das Trust GXT 414 Zamak Premium und bietet einen satten und ausgewogenen Klang für den schmalen Geldbeutel. Die hochwertigen Materialien sitzen bequem am Kopf, die Größenverstellung ist allerdings recht schwergängig und die Ohrmuscheln lassen sich nicht verdrehen. Dennoch kann das GXT 414 auch über einen langen Zeitraum getragen werden, ohne dass die Ohren schwitzen oder der Bügel drückt. Für den günstigen Preis muss man aber auf Bedienelemente am Kopfhörer verzichten.

Wie so viele Hersteller setzt auch Trust auf einen simulierten 7.1-Raumklang, der es Spielern ermöglichen soll, Gegner noch besser zu orten. Das klappt in Shootern auch sehr gut und besonders Hintergrundgeräusche kommen super zur Geltung. Sprache wirkt allerdings etwas schwach.

Die mitgelieferten Kabel fallen leider recht kurz aus. Dass aber überhaupt so viel Zubehör dabei ist, ist dennoch erstaunlich. Ein abnehmbares Mikrofon gehört ebenso zum Lieferumfang, wie verschiedene 3,5-Millimeter-Klinkenkabel, die mit Kabelfernbedienung für Smartphones, ohne Kabelfernbedienung und gesplittetem Mikrofon- und Kopfhörerstecker daher kommen – alles in allem ein gutes Gesamtpaket mit einem wirklich überzeugenden Preis.

Wenn Geld keine Rolle spielt

Beyerdynamic MMX 300

Test Gaming-Headset: Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)
Hervorragender Klang, hochwertige Verarbeitung und toller Tragekomfort zeichnen das Gaming-Headset aus Deutschland aus.

Das Beyerdynamic MMX 300 gehört zu den Headsets der Superlative, was allerdings auch für den Preis gilt. Der liegt bei knapp 300 Euro, wofür es aber auch eine hochwertige Verarbeitung und ein perfekt abgestimmtest Klangbild gibt. Die mitgelieferten Kabel können abgenommen werden und über eine Kabelfernbedienung lassen sich die Lautstärke regeln und das Mikrofon stumm schalten. Mit seinem weit verbreiteten 3,5-mm-Klinkenstecker passt das Headset außerdem an alle Geräte, die diesen Anschluss unterstützen.

Mit einem Frequenzgang von 5 bis 35.000 Hertz deckt das Beyerdynamic den größten hörbaren Bereich unter den von uns getesteten Headsets ab. Dank einer geringen Impedanz von nur 32 Ohm können auch schwächere Geräte wie Smartphones das MMX 300 problemlos mit Audioinhalten versorgen. Aber nicht nur die Technik ist fein, auch der Tragekomfort kann durch die detaillierte Rasterung der Haltebügel individuell angepasst werden. Die Polster der Ohrmuscheln sind zudem so weich, das auch Brillenträger und Leute mit großen Köpfen keine Probleme beim dauerhaften Tragen des Headsets bekommen.

Bei all der guten Abstimmung muss aber auch die Quelle der Geräusche eine entsprechende Qualität liefern. Egal ob Konsole, Smartphone, Tablet oder PC, wenn der ausgegeben Sound nur mittelmäßig ist, nützt auch das teuerste Headset nichts. Ganz im Gegenteil: eine niedrige Klangqualität fällt hier nur noch mehr auf. Wer bereit ist knapp 300 Euro für das Beyerdynamic MMX 300 auszugeben, der sollte vorher erst seine Hardware betrachten und im Zweifel zu unserem Favoriten greifen, dem Plantronics RIG 700 HD.

Außerdem getestet

Corsair HS35 Stereo Gaming-Headset

Extrem preiswert, für Gamer aber leider völlig ungeeignet ist das Corsair HS35. Direkt bemerkbar macht sich das billig klackende Hartplastik an den Außenseiten der Ohrmuscheln, die sich außerdem nicht drehen lassen. Die Kopfhörer sind zwar angenehm leicht, doch auch die Tonqualität ist ein Leichtgewicht. Dialoge klingen brummig, der Bass ist sehr schwach und insgesamt ist das Kabel-Headset zu leise.

Corsair Virtuoso RGB Wireless SE

Außen »Ui«, innen »Pfui«? Das Corsair-Modell mit dem vielversprechenden Namen »Virtuoso RGB Wireless SE« wird in einer edlen Verpackung geliefert. Außerdem ist ein hochwertiges Aufbewahrungstäschchen in Wildlederoptik gratis mit dabei. Bei einem Preis von rund 200 Euro ist das »Gratis« natürlich relativ … Obwohl sich die Ohrmuscheln des kabellosen Gaming-Headsets um 180 Grad drehen lassen, passen sie sich nicht gut dem Kopf an und erzeugen einen »Luftballoneffekt«. Der Lautstärkeregler befindet sich an dem Ohrhörer auf der rechten Seite – was zwar kein Problem darstellt, aber durchaus ungewohnt ist. Tonal überzeugt das Virtuoso RGB Wireless SE leider auch nicht bei diesem hohen Preis. Die Töne klingen weniger räumlich und Videosequenzen sind etwas dumpf. Toll hören sich hingegen Schussgeräusche und Explosionen an. Wirklich nervtötend ist jedoch das laute Piepen, welches man bei jedem Lauter- und Leisermachen anhören muss.

Asus TUF H7 Wireless

»Interessant« ist wohl das Erste, was Betrachtern zum Design des kabellosen Asus TUF H7 einfällt. Für manch einen mag der Metallbogen, der über dem Kopf ragt, vielleicht erstmal seltsam anmuten und auch die verhältnismäßig großen Ohrmuscheln fallen auf. Gerade diese besondere Optik sorgt jedoch für einen besonderen Tragekomfort. Händische Verstellungen sind nicht nötig, da sich die Größe des Headsets über dehnbare Elemente automatisch an den Kopf anpasst. Dass die Ohrmuscheln sich nicht drehen lassen, stört hierbei nicht. Ein unauffälliges aber durchaus positives Detail ist, dass das Lautstärkerad am Ohrhörer einen leichten Widerstand aufweist. Dadurch verstellt es sich nicht direkt selbst, wenn Spielende ihren Kopf mal irgendwo anlehnen oder wenn die Katze spontan auf die Schultern springt.

Besondere Stärke zeigt das Asus TUF H7 in Arealen mit viel Hall, sprich in Höhlen, Verliesen und großen Räumen im Spiel. Wer sich akustisch jedoch komplett von der realen Außenwelt abschotten möchte, wird mit den Kopfhörern nicht zufrieden sein. Außerdem stellt sich nach einiger Zeit des Tragens ein leichter »Luftballoneffekt« ein, was bedeutet, dass ein unangenehmes Druckgefühl unterhalb der Ohren in Nähe der Lymphknoten entsteht, als hätte man Luftballons mit dem Mund aufgeblasen.

Ebenfalls mit einem besonderen Aussehen will Asus bei dem ROG Delta hervorstechen. Die dreieckigen Ohrmuscheln leuchten per Knopfdruck in allen Farben des Regenbogens und werden direkt mit einem Paar Wechselpolstern in einem alternativen Material geliefert. Jedoch gestaltet sich der Polsterwechsel als recht fummelig, obwohl die Ohrhörer drehbar sind. In den Asus ROG ist viel Metall verbaut, was einen hochwertigen Eindruck hinterlässt und dennoch nicht unnötig beschwert. Obwohl dieses kabelgebundene Modell wesentlich teurer als das Asus TUF H7 ist, sind die ausgegebenen Töne weniger atmosphärisch und der Bass vergleichsweise schwach auf der Brust. Designfans zahlen hier also unnötig drauf.

Trust GXT 444 Wayman Pro

In Relation zum Preis etwas minderwertig wirkend, kommt das Trust GXT 444 Wayman Pro Gaming-Headset daher. Mit fest installiertem Mikrofon und Hartplastikohrschalen, die sich zwar nach innen und außen kippen, aber nicht drehen lassen, muten diese Kopfhörer etwas billig an. Die Bügelgröße wird über dünne, gakelige Drähte verstellt, die dabei auch noch ziemlich schwergängig sind. Die Tonergebnisse sind zwar solide, jedoch nicht in den höheren Anforderungssegmenten von Gamern einzuordnen. Besonders Schussgeräusche und Explosionen sind nur wenig glaubwürdig. Die Abschirmung von der Außenwelt befindet sich im mittleren Bereich, was je nach Vorliebe und Verwendung vollkommen in Ordnung ist. Positiv hervorzuheben ist die gut erreichbare Kabelfernbedienung mit On/Off-Knopf und Lautstärkeregler.

Sharkoon Skiller SGH3

In Sachen Preis-Leistung kann man dem Sharkoon Skiller SGH3 kaum etwas vormachen. Es bietet zum recht günstigen Preispunkt einen prallen Lieferumfang, eine hochwertige Materialwahl und eine tadellose Verarbeitung. Hinzu kommen ein überaus hoher Tragekomfort und eine gute Abschirmung vor Nebengeräuschen. Außerdem liefert Sharkoon sogar noch eine USB-Soundkarte mit virtuellem 7.1-Raumklang und mehreren vordefinierten Klangprofilen, die sich auf Knopfdruck durchwechseln lassen. Etwas kritisieren müssen wir jedoch die nur mittelmäßigen Höhen.

Eines der leichtesten Gaming-Headsets in diesem Test ist das Roccat Renga Boost – außerdem ist es auch noch ziemlich günstig. Zusätzlich verstärkt die offene Bauweise den luftigen Eindruck, Außengeräusche werden jedoch kaum abgeschirmt. Trotz allem ist der Klang recht solide, nur die Mitten hätten etwas mehr Fokus vertragen können. Etwas enttäuscht sind wir vom Mikrofon, das recht leise ist und Hintergrundgeräusche nur mittelmäßig reduziert. Außerdem sorgt die Leichtbauweise dafür, dass das komplette Headset nicht allzu hochwertig wirkt.

Das HyperX Cloud Alpha ist ein wahres Allround-Talent mit hohem Tragekomfort und einem ausbalancierten Klang dank überarbeitetem Audiotreiber-Design. Auch der Tragekomfort und die Haptik des Gaming-Headsets sind auf sehr hohem Niveau. Tatsächlich lässt das Modell nur wenig Raum für Kritik. Beispielsweise schwächelt es etwas in den Höhen und aufgrund des benötigten Widerstandes ist die Lautstärke an den meisten Mobilgeräten etwas zu niedrig. Alles in allem bleibt es aber eine gute Alternative.

Das Razer Nari Ultimate ist vollgestopft mit Technik: Es überträgt den Klang kabellos, die Ohrmuscheln vibrieren passend zum Sound und mit einer neuen Raumklang-Technik soll ein richtiges 360-Grad-Feeling möglich sein. Hinzu kommen mit Kühlgel gefüllte Ohrpolster, getrennte Lautstärkeregelung von Chat- und Game-Sound sowie eine RGB-Beleuchtung. Jedoch kann die Vibration nicht immer überzeugen. Außerdem ist das Headset ziemlich schwer und bei der Klangwiedergabe zu basslastig. Auch die zu klein geratenen Bedienelemente an den Ohrmuscheln machen eine Blindbedienung fast unmöglich. Der hohe Preis ist im Hinblick auf die vielen Techniken und Features zwar hoch, aber verständlich.

Für circa 130 Euro bekommt man das Logitech G PRO X mit sehr viel Zubehör. Das Gaming-Headset wurde mit E-Sportlern zusammen entwickelt und passt sich an alle Bedürfnisse an. Ein zwei Meter langes Kabel für PC-Spieler kommt mit Lautstärkeregler und Stummschalter für das Mikrofon. Ein zweites Kabel ist 1,5 Meter lang und eignet sich besonders für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Beide Kabel haben einen kombinierten 3,5-mm-Klinkenstecker, der sich mit einem Adapter auch an getrennte Mikrofon- und Kopfhörerports anschließen lässt. Obendrauf kommen eine USB-Soundkarte, ein zweites Paar Ohrpolster, ein abnehmbares Mikrofon und eine Transporttasche.

Während der Klang auch ohne Software ausgezeichnet ist, kann die G-Hub-Software nochmals mehr aus dem Gaming-Headset herausholen. Dabei kann man auch das Mikrofon genau einstellen und verschiedene Profile für verschiedene Spiele speichern. Auf Dauer fehlte es uns etwas an Bass und der Tragekomfort ist hoch, führt aber auch bei kleineren Köpfen irgendwann zu einem deutlichen Druckgefühl. Das Kunstleder der Ohrmuscheln fühlt sich im ersten Moment ebenfalls sehr gut an, wird aber schnell zu warm. Wenn man sich daran nicht stört, dann ist das Logitech G PRO X sein Geld auf jeden Fall wert. Alle anderen greifen aber lieber zu unserem Favoriten.

Das Lioncast LX30 hat einiges zu bieten und das zum kleinen Preis von rund 40 Euro. Denn es glänzt nicht nur mit sauber und hochwertig verarbeiteten Materialien, sondern auch mit einem üppigen Leistungsumfang. So kommt der Nutzer zum Beispiel in den Genuss einer RGB-Beleuchtung, welche über die kostenlose Software steuerbar ist. Und auch der gebotene Klang über die 50-Millimeter-Treiber ist für diese Preisklasse recht gut und ausgewogen. Wenn auch die Mitten etwas stärker sein könnten, sind die Höhen dafür sehr ausgeprägt und der Bass kräftig. Hinzu kommt ein virtueller 7.1-Surround-Sound, der uns auf dem Schlachtfeld nicht im Stich lässt und Gegner leicht aufspüren lässt. Auch nach langen Zockersessions sitzt das Headset mit seinen Kunstleder-Ohrpolstern angenehm auf dem Kopf. Im Voice-Chat kann dann das abnehmbare Mikrofon mit einer nahezu rauschfreien Übertragung punkten.

Corsair Void Pro RGB

Das Corsair Void Pro RGB hat, wie der Name schon vermuten lässt, nicht nur eine recht satte RGB-Beleuchtung zu bieten, sondern auch eine latenzfreie Wireless-Übertragung und einen recht hohen Tragekomfort. Denn das Gaming-Headset sitzt auch nach langem Zocken immer noch angenehm, ohne Druckstellen zu verursachen. Und auch der recht ausgewogene Klang enttäuscht uns nicht, obwohl die Höhen etwas dumpf erklingen. Dennoch eignet sich der zuschaltbare, virtuelle 7.1-Surround-Sound bestens für alle Gefechte. Letzterer sorgt jedoch auch für einen Minuspunkt, da wir den Surround-Sound nur über die Software steuern können und wir keinen Schalter an der Ohrmuschel haben. Und auch bei der Sprachübertragung kann das Corsair Void Pro RGB überzeugen, lediglich der Preis von 120 Euro könnte den ein oder anderen abschrecken.

Die Neuheit aus dem Hause Logitech ist das Logitech G332. Das preiswerte Gaming-Headset ist bereits ab einem schmalen Preis von rund 60 Euro im Handel erhältlich und hat dennoch einiges zu bieten. Nicht nur haptisch anspruchsvolle Materialien, wie den metallenen Kopfbügel und den sauber verarbeiteten Kunststoff, sondern auch die mit Kunstleder überzogenen Ohrpolster. Daher bietet das Logitech G332 einen recht hohen Tragekomfort. Doch auch der Klang des Stereo-Headsets kann punkten, denn der Nutzer kommt in den Genuss von satten Bässen und ausgewogenen Höhen und Mitten. Das Klappmikrofon überträgt die Sprache recht gut, bis auf einen leichten Hall im Hintergrund. An der linken Ohrmuschel befindet sich außerdem noch ein Regler für die Lautstärke. Der Anschluss des Headsets erfolgt über einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker und eine Y-Weiche. Mit diesem Gaming-Headset machen Einstiegsgamer kaum etwas falsch, nur gibt es bereits Modelle von der Konkurrenz mit einem üppigeren Funktionsumfang zum gleichen Preis.

Zusätzlich zum Logitech G332 hat der Hersteller noch ein weiteres Gaming-Headset auf den Markt gebracht: Das Logitech G432. Das baugleiche Modell unterscheidet sich optisch vor allem durch die blaue statt rote Farbgebung. Außerdem befindet sich im Lieferumfang ein USB-Adapter für virtuellem 7.1-Surround-Sound am PC oder Mac. Auch das Klangbild mit dem satten Bass und die Sprachübertragung mit einem leichten Hall sind gleich zum G332. Kommt allerdings der USB-Adapter zum Einsatz, kann der Nutzer die kostenlose Software Logitech G Hub verwenden, um den Surroundsound zu aktivieren und auch selbst definierte Klangprofile zu hinterlegen. Somit lässt sich der Klang verfeinern und den eigenen Vorlieben anpassen. Für PC-Gamer lohnt sich daher der Griff zu dieser rund 20 Euro teureren Variante, Konsolenspieler hingegen können diese Klangoptimierung nicht nutzen.

Steelseries Arctis Pro

Das recht hochpreisige Steelseries Arctis Pro kann mit einem üppigen Leistungsumfang punkten. Denn gerade der hohe Tragekomfort fällt uns sehr positiv auf und auch nach langem Tragen ist das Headset immer noch sehr bequem. Den ein oder anderen könnte das flexible Kopfband stören, jedoch ist es in unserem Test auch bei kleinen Köpfen sehr angenehm. Und auch der stimmige Sound im Gameplay und auch beim Musikgenuss kann uns überzeugen. Das ausziehbare Mikrofon ist ebenfalls keine Enttäuschung und überträgt unsere Sprache klar und ohne Hintergrundgeräusche. Ein besonderes Extra stellt die Chat-Mix-Dial-Funktion dar, die ein situationsabhängiges Mischen der Tonspuren zulässt. So kann der Nutzer entscheiden ob nun der Sound des Spiels überwiegen soll, oder der Voice-Chat. Trotz der gebotenen Funktionen, die zahlreich und hochwertig ausfallen, ist der aktuelle Preis von 150 Euro recht hoch angesetzt.

Asus ROG Strix Fusion Wireless

Das Asus ROG Strix Fusion Wireless bietet neben einer stabilen, kabellosen Übertragung auch einen recht hohen Tragekomfort. Dabei überzeugt es mit einem angenehmen Anpressdruck und bequemen Ohrpolstern auf den 50-Millimeter-Treibern. Und auch klanglich kommt der Nutzer nicht zu kurz, denn der Sound ist nicht nur im Gameplay sehr präzise und stimmig, sondern auch beim Musikgenuss. Einen satten Bass, klare Mitten und feine Höhen bringt das Asus ROG Strix Fusion Wireless hervor. Die Sprachübertragung könnte durchaus etwas klarer sein und auch die Lautstärkeregelung dürfte nicht Jedermann gefallen. Letztere befindet sich als Touch-Steuerung auf der linken Ohrmuschel und kann auch nach etwas Übung leicht knifflig sein. Für die Mute-Funktion klappt der Nutzer das Mikrofon hoch, somit ist es auch sauber aufgeräumt. Der recht hohe Preis von 150 Euro ist aufgrund der gebotenen Leistung jedoch gerechtfertigt.

Das Roccat Khan Pro ist das einzige Gaming-Headset in diesem Test, dass die »Hi-Res Audio«-Zertifizierung trägt. Dieses Siegel stellt sicher, dass das Headset auch für die Wiedergabe von hochauflösendem Tonmaterial geeignet ist. Nur die wenigsten Spiele bieten allerdings einen solchen Klang an. Trotzdem: Der Klang kann überzeugen, auch wenn er nicht das Volumen des Testsiegers erreicht. Auch die Verarbeitung und der Tragekomfort stimmen, denn es ist mit 230 Gramm das leichteste Gaming-Headset im Test – hier entsteht auch nach Stunden kein unangenehmer Druck. Begeistert waren wir auch vom Mikrofon: Die Sprache wird fast schon auf dem Niveau eines freistehenden Kondensatormikrofons übertragen. Schön finden wir auch, dass sich das Headset dank des mitgelieferten Klinkenadapters an vielen Plattformen einsetzen lässt.

HyperX Cloud Revolver

Das HyperX Cloud Revolver kann vor allem dank satter Bässe und einem kräftigen Klang in Spielen überzeugen. Hinzu kommt ein sehr angenehmer, fast schon luftiger Tragekomfort. Das liegt an der halboffenen Bauweise, die den Gamer nicht komplett von der Außenwelt abschottet und Nebengeräusche hörbar zulässt. Das hat Vor- und Nachteile, die jeder Spieler für sich abwägen muss. Dank mitgeliefertem Kabel und Adapter lässt sich das Headset auch flexibel an anderen Geräten wie Konsolen, Smartphones oder Tablets betreiben. Und wer das Mikrofon nicht braucht, kann es komplett abnehmen. Apropos: Bei Sprachübertragungen kann uns dieses Modell nicht komplett überzeugen, der Klang ist für den Preis aber erste Sahne.

Logitech G933 Artemis Spectrum

Das drahtlose Gaming-Headset Logitech G933 Artemis Spectrum kann am PC mit einem tollen Raumklang überzeugen. Der kabellose Betrieb funktioniert auch an Spielekonsolen oder am TV, dann allerdings nur in Stereo – aber auch hier liefert das G933 gut ab. Der Ausstattungs- und Leistungsumfang ist üppig: An den Ohrmuscheln befinden sich viele Tasten, die sich größtenteils auch frei belegen lassen und über die man das Wireless-Headset komplett steuern kann. Die vielen Bedienelemente können einen aber auch überfordern. Clever: Der Akku ist austauschbar und der kleine USB-Dongle für den Drahtlos-Betrieb lässt sich im Headset verstauen. Noch cleverer: Während des Zockens kann man beispielsweise auch das Smartphone zusätzlich anstöpseln und somit eingehende Anrufe annehmen und Gespräche führen. Natürlich ohne, dass es die Teamkollegen im Chat mitbekommen.

Beim Razer Tiamat 2.2 V2 sind in jeder Ohrmuschel zwei Lautsprecher verbaut, die einen überdurchschnittlich starken Bass erzeugen. Tatsächlich bietet das Headset krasse Tiefen, die jedoch nicht fein abgestimmt sind – alles wummert eher. Dabei gehen leider auch einige Höhen und Mitten verloren. Bei Verarbeitung und Tragekomfort muss sich der Hersteller aber nichts vorwerfen lassen. Das Gaming-Headset lässt sich auch unterwegs einsetzen, da es neben den klassischen 3,5-Millimeter-Klinkenanschlüssen auch über einen vierpoligen Stecker verfügt. Über die Kabelfernbedienung ist auch die Kontrolle der Lautstärke und die Mikrofonstummschaltung möglich. Beim Mikrofon gibt es bis auf ein leichtes Hintergrundrauschen nichts zu bemängeln.

Das HyperX Cloud II ist ein durchweg solides Gaming-Headset, das mit seinen großen 53-Millimeter-Stereolautsprechern einen satten und voluminösen Klang liefert. Auch der Tragekomfort ist sehr hoch. Das Design ähnelt dem unserer Empfehlung von Beyerdynamic. Das HyperX Cloud II lässt sich rein analog mit dem System verbinden oder via USB 2.0, das dank integriertem DSP auch 7.1-Raumklang liefern kann – und das sogar sehr gut. Allerdings fällt uns bei der Surround-Wiedergabe ein leicht schwächerer Bass als im Stereobetrieb auf. Beim Lieferumfang lässt sich der Hersteller nicht lumpen und packt neben einer Nylon-Tasche auch einen Flugzeugadapter und Ersatz-Ohrpolster mit Stoffüberzug mit dazu. Außerdem lässt es sich auch an vielen anderen Plattformen anschließen. Das komplett abnehmbare Mikrofon liefert ebenfalls gut ab. Für den Preis macht man kaum etwas falsch.

Auch das Logitech G430 lässt sich rein analog oder via USB betreiben, bei letzterem dann inklusive 7.1-Surround-Sound. Im Vergleich zum HyperX-Modell wirkt dieses Headset aber in Sachen Design etwas futuristischer. Die Ohrpolster sind mit Stoffgitter überzogen, was für einen angenehmen, luftigen Sitz sorgt. Zudem lassen sie sich für die Reinigung einfach abnehmen. Beim Klang stellen wir fest, dass der Bass etwas zu sehr im Vordergrund steht. Der Raumklang ist aber abgesehen davon ziemlich gut. Nur beim Mikrofon stellen wir ein Hintergrundrauschen fest – ansonsten geht die Übertragung in Ordnung.

Sharkoon Skiller SGH1

Das Sharkoon Skiller SGH1 überraschte uns: Zum einen liefert der Hersteller trotz des günstigen Preises eine Transporttasche und Wechsel-Ohrpolster mit Mikrofaserüberzug mit. Zum anderen lässt es sich auch an Spielekonsolen und an Mobilgeräten anstöpseln. Aufgrund des geringen Gewichts lässt sich das SGH1 angenehm tragen, nur auf kleineren Köpfen mag es nicht so recht sitzen bleiben. Auf eine Raumklang-Umschaltung muss man allerdings verzichten, dafür muss man auf Software-Lösungen ausweichen. Das Klangbild ist im Allgemeinen etwas dumpf. Typisch für Gaming-Headets ist aber auch hier wieder ein kräftiger Bass und ein Fokus auf die Mitten – feine Höhen gehen etwas verloren. Das Mikrofon lässt sich komplett abnehmen und überträgt solide, nur fehlt es hierbei an Details und die Sprache wirkt etwas gedämpft. Dennoch: Im Hinblick auf den günstigen Preis stimmen Leistung und Verarbeitung.

DLAND Gaming-Headset

Das DLAND Gaming-Headset kann beim Design nicht gerade mit edler Haptik punkten. Es kommt ausschließlich Kunststoff zum Einsatz und die Verarbeitung ist nur Mittelmaß. Und erst die Lieferung: Anstatt in einer herkömmlichen Umverpackung aus Pappe wird das Gerät in einem durchsichtigen Plastikbeutel geliefert, in dem sich auch noch eine rein englischsprachige und nicht allzu ausführliche Anleitung befindet.

Gaming-Headset Test: DLAND
Kein Witz: So wird das DLAND Gaming-Headset verschickt!

Glücklicherweise liefert das Headset einen annehmbaren Klang, Höhepunkte darf man zu diesem Preis aber freilich nicht erwarten. Der Mikrofonarm ist zwar hochklappbar, aber ansonsten komplett unbeweglich. Daher kommt es bei der Sprachübertragung zu merklichen Lautstärkeschwankungen, außerdem sind Zisch- und Popplaute unangenehm hörbar. An anderen Geräten außer dem PC lässt sich das Gerät nicht einsetzen – es sei denn, man verzichtet auf das Mikrofon, denn einen vierpoligen Anschluss besitzt das DLAND-Modell nicht. Der Tragekomfort ist ebenfalls bestenfalls annehmbar und längst nicht so komfortabel wie bei den anderen Gaming-Headsets.

PC ArkarTech Gaming-Headset

Das PC ArkarTech Gaming-Headset ist eigentlich das Kotion Each G2000, das unter einer anderen Produktbezeichnung angeboten wird. Das G2000 besitzt eine Beleuchtung via USB und das nicht nur an den Außenseiten der Ohrmuscheln, sondern auch an der Spitze des Mikrofonarms. Der ist aber wiederum nicht flexibel, was in einer leisen und auch sehr dumpfen Sprachübertragung resultiert. Der Tragekomfort ist sehr stramm und nach einiger Zeit unangenehm. Der Klang ist dafür sehr kräftig, neigt aber wiederum bei hoher Lautstärke zum Übersteuern.

Auch beim Sades SA-810 werden wir nicht den Eindruck los, dass es aus der gleichen Produktionsstätte stammt. Im Vergleich zu den anderen günstigen Gaming-Headsets liegt diesem Modell immerhin ein Kabel bei, um es auch an Mobilgeräten oder Spielekonsolen anzuschließen – rein analog via Klinke, versteht sich. Sind die Erwartungen an den Klang nicht allzu hoch, wird man auch nicht enttäuscht. Mit der schwankenden Sprachübertragung über das Mikrofon können wir uns nicht anfreunden und auch die Verarbeitungsqualität ist nicht die beste. Uns kommt hier der Begriff »Plastikbomber« in den Sinn. Für Einsteiger oder gelegentliche Gamer ist es aber durchaus geeignet.

40
Kommentare

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Andreas
Andreas

Wenn ich lese alles Beste und sehe dann so eine Auswahl in einem Testbericht. Sehr schlecht.

Ryma
Ryma

Für 300 Euro für das Beyerdynamic MMX 300 Headset hätte ich Wireless erwartet

Andreas
Andreas

Dumm nur das wireless nicht so gut wie Kabel ist.

Simon Waiblinger
Simon Waiblinger

Corsair Void Pro nicht im Test enthalten. Grober Patzer! Stärkster Konkurrent für Logitechs Artemis Headset meiner Meinung nach.

Phillip Ziegler
Phillip Ziegler

Keine Astros?

Sebastian Machthuemer
Sebastian Machthuemer

Astro san nd wiakli vergleichboa mit de se san zwoa vom Namen her bekannt aber sound/klangtechnisch kennans nd mithalten do san kabelheadsets bissl bessa ois wirelessheadsets

Matthias E.
Matthias E.

was ist da los? Schlaganfall?

Andreas Kieweg
Andreas Kieweg

Kein Astro kein Tritton ?

Imer Beluli
Imer Beluli

Wann verlost ihr die Headsets?

Peter Positive
Peter Positive

Sennheiser Stereo Headset plus externes mic ?! Anyone ?

Jan Velten
Jan Velten

Oder einfach Beyerdynamic DT 770 Pro mit separatem Mic. 150 euro billiger. Hervorragend.

Mateusz Tobiasz
Mateusz Tobiasz

Endlich einer der Ahnung hat

Leon Beisse
Leon Beisse

Bis auf das MMX300 war nur Müll dabei

Bernhard Rausch
Bernhard Rausch

Finde diesen Test etwas Oberflächlich!
Was ist mit dem
Roccat Kave XTD 5.1 Digital füpr 160 Euro und mit dem Teufel Cage für ebenfals dem Preis? Finde da eher wenig akzeptanz für diesen test da ein Gamer sich auch gutes Werkzeug kauft sollte die Preisspanne auch vertreten sein.

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Manuel van Heynsbergen
Manuel van Heynsbergen

Und wo ist das Plantronics RIG?

Miken Dren
Miken Dren

schade, kein ROG dabei

Kai Köhler
Kai Köhler

Khan Pro! Ist’n geiles headset