Das beste Gaming-Headset

Gaming-Headset Test: Alle Testkandidaten
  • Gaming-Headset Test: Testsieger Beyerdynamic MMX 300

Das beste Gaming-Headset ist das Beyerdynamic MMX 300 der zweiten Generation. Durch die Integration von professionell abgestimmten, hochwertigen Komponenten erreicht das Headset fast schon Studio-Niveau. Dabei vergisst der Hersteller aber nicht Gamer-spezifische Ausstattungsmerkmale. Leider hat all das seinen Preis.

Die richtige Klangkulisse in Spielen liefert entweder ein mehrteiliges Lautsprechersystem oder ein anständiges Gaming-Headset. Letztere sind weitaus erschwinglicher und handeln Ihnen auch keinen Ärger mit den Nachbarn ein, wenn zu später Stunde noch gezockt wird. Außerdem besitzen sie auch ein Mikrofon, um sich mit den Teamkollegen auszutauschen.

Es gibt tausende Modelle auf dem Markt, da der Gaming-Sektor insgesamt gerade boomt. Wir haben uns aus dem riesigen Angebot zwölf Gaming-Headsets herausgepickt und getestet. Wir haben bewusst die ganze Preisspanne gewählt, weil wir wissen wollten, wie groß die Unterschiede sind. Günstige Headsets sind schon für 15 Euro zu haben, das teuerste in unserem Test kostet 300 Euro. So viel schon mal vorweg: mehr Geld auszugeben, lohnt sich.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Beyerdynamic MMX 300

Test Gaming-Headset: Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)
Hervorragender Klang, hochwertige Verarbeitung und toller Tragekomfort zeichnen das Gaming-Headset aus Deutschland aus.

Das Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation) ist für uns das aktuell beste Gaming-Headset, denn bei diesem Modell befinden sich Verarbeitung und Klang auf einem durchweg hohen Niveau. Vor allem in Sachen Audioeigenschaften hat es die Konkurrenz schwer, diesem Premium-Headset das Wasser zu reichen.

Das MMX 300 lässt sich auch an Spielekonsolen oder Mobilgeräten einsetzen und liefert auf allen Plattformen tollen Sound. Auch beim Tragekomfort und beim Lieferumfang kann der Hersteller punkten. Es gibt nur ein Manko: Das Gaming-Headset ist das teuerste Modell im Test.

Dass es sein volles Potenzial nur entfalten kann, wenn auch die Zuspieler, respektive Quellen über eine hochwertige Klangverarbeitung verfügen, gilt hingegen für alle Headsets – nur merkt man das bei so einem guten Modell noch deutlicher.

Preis-Leistungs-Tipp: Roccat Khan Pro

Test Gaming-Headset: Roccat Khan Pro
Das einzige Hi-Res-Headset im Test überzeugt mit tollem Klang und einem sehr guten Mikrofon.

Das Roccat Khan Pro ist das einzige Gaming-Headset in diesem Test, dass die »Hi-Res Audio«-Zertifizierung trägt. Dieses Siegel stellt sicher, dass das Headset auch für die Wiedergabe von hochauflösendem Tonmaterial geeignet ist. Nur die wenigsten Spiele bieten allerdings einen solchen Klang an.

Trotzdem: Der Klang kann überzeugen, auch wenn er nicht das Volumen des Testsiegers erreicht. Auch die Verarbeitung und der Tragekomfort stimmen, denn es ist mit 230 Gramm das leichteste Gaming-Headset im Test – hier entsteht auch nach Stunden kein unangenehmer Druck. Begeistert waren wir auch vom Mikrofon: Die Sprache wird fast schon auf dem Niveau eines freistehenden Kondensatormikrofons übertragen. Schön finden wir auch, dass sich das Headset dank des mitgelieferten Klinkenadapters an vielen Plattformen einsetzen lässt.

Noch günstiger: HyperX Cloud Revolver

Test Gaming-Headset: HyperX Cloud Revolver
Das HyperX-Headset punktet mit gutem Klang und luftigem Tragekomfort. Abstriche müssen allerdings beim Mikrofon gemacht werden.

Weitaus weniger Geld kostet das HyperX Cloud Revolver. Vor allem dank satter Bässe kann dieses Gaming-Headset mit einem kräftigen Klang in Spielen überzeugen. Hinzu kommt ein sehr angenehmer, fast schon luftiger Tragekomfort. Das liegt an der halboffenen Bauweise, die den Gamer nicht komplett von der Außenwelt abschottet und Nebengeräusche hörbar zulässt. Das hat Vor- und Nachteile, die jeder Spieler für sich abwägen muss.

Dank mitgeliefertem Kabel und Adapter lässt sich das Headset auch flexibel an anderen Geräten wie Konsolen, Smartphones oder Tablets betreiben. Und wer das Mikrofon nicht braucht, kann es komplett abnehmen. Apropos: Bei Sprachübertragungen kann uns dieses Modell nicht komplett überzeugen, der Klang ist für den Preis aber erste Sahne.

Kabellos: Logitech G933 Artemis Spectrum

Test Gaming-Headset: Logitech G933 Artemis Spectrum
Das einzige Wireless-Headset im Test setzt in Sachen flexibler Handhabung noch einen drauf und bietet tollen Raumklang.

Das einzige drahtlose Gaming-Headset in diesem Test ist das Logitech G933 Artemis Spectrum. Am PC kann das Gerät mit einem tollen Raumklang überzeugen. Der kabellose Betrieb funktioniert auch an Spielekonsolen oder am TV, dann allerdings nur in Stereo – aber auch hier liefert das G933 gut ab.

Der Ausstattungs- und Leistungsumfang ist üppig: An den Ohrmuscheln befinden sich viele Tasten, die sich größtenteils auch frei belegen lassen und über die man das Wireless-Headset komplett steuern kann. Die vielen Bedienelemente können einen aber auch überfordern.

Clever: Der Akku ist austauschbar und der kleine USB-Dongle für den Drahtlos-Betrieb lässt sich im Headset verstauen. Noch cleverer: Während des Zockens kann man beispielsweise auch das Smartphone zusätzlich anstöpseln und somit eingehende Anrufe annehmen und Gespräche führen. Natürlich ohne, dass es die Teamkollegen im Chat mitbekommen.

Basswunder: Razer Tiamat 2.2 V2

Test Gaming-Headset: Razer Tiamat 2.2 V2
Freunde von kräftigen Bässen dürften ihre helle Freude mit dem Razer-Headset haben.

Beim Razer Tiamat 2.2 V2 sind in jeder Ohrmuschel zwei Lautsprecher verbaut, die einen überdurchschnittlich starken Bass erzeugen. Tatsächlich bietet das Headset krasse Tiefen, die jedoch nicht gerade fein abgestimmt sind – alles wummert quasi nur. Dabei gehen leider auch einige Höhen und Mitten verloren. Bei Verarbeitung und Tragekomfort muss sich der Hersteller aber nichts vorwerfen lassen.

Das Gaming-Headset lässt sich auch unterwegs einsetzen, da es neben den klassischen 3,5-Millimeter-Klinkenanschlüssen auch über einen vierpoligen Stecker verfügt. Über die Kabelfernbedienung ist auch die Kontrolle der Lautstärke und die Mikrofonstummschaltung möglich. Beim Mikrofon gibt es bis auf ein leichtes Hintergrundrauschen nichts zu bemängeln.

Vergleichstabelle

TestsiegerPreis-Leistungs-TippNoch günstigerKabellosBasswunder
Modell Beyerdynamic MMX 300 Roccat Khan Pro HyperX Cloud Revolver Logitech G933 Artemis Spectrum Razer Tiamat 2.2 V2 HyperX Cloud II Logitech G430 Sharkoon Skiller SGH1 DLAND Gaming-Headset EasySMX Gaming-Headset PC ArkarTech Gaming-Headset Sades SA-810
Test Gaming-Headset: Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)Test Gaming-Headset: Roccat Khan ProTest Gaming-Headset: HyperX Cloud RevolverTest Gaming-Headset: Logitech G933 Artemis SpectrumTest Gaming-Headset: Razer Tiamat 2.2 V2Test Gaming-Headset: HyperX Cloud IITest Gaming-Headset: Logitech G430Test Gaming-Headset: Sharkoon Skiller SGH1Test Gaming-Headset: DLAND Gaming-HeadsetTest Gaming-Headset: PC ArkarTech Gaming-HeadsetTest Gaming-Headset: Sades SA-810
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gemütlicher Tragekomfort
  • Flexibel einsetzbar
  • Hi-Res-Audio-Zertifizierung
  • Guter Klang
  • Tolles Mikrofon
  • Flexibel einsetzbar
  • Angenehmer, luftiger Tragekomfort
  • Guter Klang
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Flexibel einsetzbar
  • Überaus flexibel einsetzbar
  • Toller, virtueller 7.1-Raumklang
  • Cleveres Design
  • RGB-Beleuchtung
  • Satter, voluminöser Bass
  • Sochwertig verarbeitet
  • Flexibel einsetzbar
  • Toller, satter Klang
  • Hoher Tragekomfort
  • Üppiger Lieferumfang
  • Flexibel einsetzbar
  • 7.1-Raumklang via USB
  • Toller 7.1-Raumklang
  • Angenehmer, luftiger Tragekomfort
  • Abnehmbare Ohrpolster
  • Flexibel einsetzbar
  • Üppiger Lieferumfang
  • Geringes Gewicht
  • Flexibel einsetzbar
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Solider Klang
  • Günstiger Preis
  • Beleuchtung
  • Solider, kräftiger Klang
  • Beleuchtung
  • Solider, kräftiger Klang
  • Akzeptabler Klang
  • Flexibel einsetzbar
Contra
  • Kein ummanteltes Kabel
  • Mikrofon nicht abnehmbar
  • Kunstlederpolster führen zum Schwitzen
  • Wenige Bedienelemente
  • Mikrofon mit Grundrauschen
  • Mettalbügel überträgt hörbar Schwingungen
  • Mit Bedienelementen überfrachtet
  • Wuchtig
  • Bass nicht differenziert
  • Schwache Höhen und Mitten
  • Mikrofon mit Grundrauschen
  • Keine Bedienelemente bei Einsatz an Spielekonsolen oder Mobilgeräten
  • Maximallautstärke etwas gering
  • Mikrofon mit Grundrauschen
  • Raumklang nur über zusätzliche Software
  • Mikrofon mit dumpfer Sprachübertragung
  • Klang etwas gedämpft
  • Mikrofon mit schwankender Lautstärke
  • Mittelmäßig verarbeitet
  • Nur eingeschränkt auf anderen Plattformen einsetzbar
  • Strammer Sitz
  • Mikrofon recht hohl
  • Nur eingeschränkt auf anderen Plattformen einsetzbar
  • Mittelmäßig verarbeitet
  • Strammer Sitz
  • Mikrofon recht hohl
  • Nur eingeschränkt auf anderen Plattformen einsetzbar
  • Mittelmäßig verarbeitet
  • Mikrofon mit schwankender Lautstärke
  • Mittelmäßig verarbeitet
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Wir haben alle zwölf Gaming-Headsets gleich getestet: Als Hardware kam stets der weit verbreitete »Realtek High Definition«-Onboard-Soundchip auf der Hauptplatine Asus Crosshair VI Hero zum Einsatz. Um die Geräte auf Spieletauglichkeit zu prüfen, haben wir uns mit Teamkollegen via Discord zum Sprach-Chat verbunden und den Shooter »Battlefield 1« im Multiplayer gespielt. Zwischen all den Explosionen, Fahrzeuggeräuschen und abfeuernden Waffen mussten sich die Gaming-Headsets beweisen.

Gaming-Headset Test: Alle Testkandidaten
Alle 12 Gaming-Headsets im Test.

Anschließend folgte eine Partie »Witcher 3: The Wild Hunt«, ein Action-Rollenspiel mit vielen Dialogen. Der Vollständigkeit halber haben wir uns auch noch auf Blu-ray einige Szenen der ersten Staffel »Game of Thrones« angesehen und darauf »Hotel California« von den »Eagles« angehört, denn dieser Song kann mit einer unglaublich breiten Klang-Facette aufwarten.

Alle Gaming-Headsets wurden ohne Voreinstellungen getestet, sprich es wurden keine speziellen Profile aktiviert oder Justierungen in Equalizern vorgenommen.

Worauf es bei Gaming-Headsets ankommt

Beim Klang ist es ähnlich wie bei der Kunst: Während die einen einen Kopfhörer lieben, können ihn andere ihn nicht ausstehen. Wenn irgendwie möglich, sollten Sie daher das favorisierte Gaming-Headset vor dem Kauf ausprobieren, beispielsweise im Elektronikmarkt oder auf Messen. Generell lässt sich aber feststellen, dass Headsets für Spieler meistens über einen ausgeprägten Bass verfügen und sich eher auf die Mitten fokussieren.

Bei guten Headsets kommt es auch auf die Qualität der Audio-Quelle an

Auf diese Weise wirken Explosionen wuchtiger und Stimmen lassen sich besser wahrnehmen. Wem die Einstellungen nicht gefallen, der kann immer noch Hand anlegen, indem er im Equalizer in der Treiber- oder Drittanbieter-Software seine Feinjustierung vornimmt.

Wichtig ist allerdings auch: Wenn selbst das teuerste Headset nur fehlerhafte oder schlechte Klänge von sich gibt, liegt das wohl an Ihrer Audio-Hardware. So gut wie immer werden in PCs sogenannte Onboard-Soundchips eingesetzt, die nicht unbedingt die hochwertigsten sind und durchaus Quellen für Störsignale sein können, wenn die Hauptplatine nicht korrekt verbaut wurde.

Bei teureren Mainboards sind die Soundlösungen mittlerweile recht annehmbar. Das Nonplusultra sind extra Soundkarten, egal ob intern oder extern.

Stimmt also der Zuspieler, dann ist auch das Ergebnis besser. Vor allem mit teuren Gaming-Headsets hört man hier deutliche Unterschiede.

Raumklang

Für das richtige Mittendrin-Gefühl sorgt erst ein täuschend echter Raumklang.Wenn der Gegner um die Ecke kommt, hört man seine Schritte aus der entsprechenden Richtung und hat so die Chance, entsprechend zu reagieren. Während externe Lautsprechersysteme hierfür mehrere Boxen brauchen, setzen die Hersteller bei Gaming-Headsets lediglich auf Stereo-Lautsprecher. Doch wie kommt dann der Surround-Sound zustande?

Genau hier springt der virtuelle Raumklang in die Bresche: Hierbei werden die Schallwellen unterschiedlich modelliert, sodass das menschliche Gehirn ein räumliches Klangbild wahrnimmt – und das klappt in der Praxis sogar ziemlich gut. Allerdings setzt virtueller Raumklang eine entsprechende Software voraus, die entweder im Treiber oder im USB-Soundchip des Headsets vorhanden ist oder über den Zuspieler eingeleitet wird.

Wieder andere Hersteller nehmen sich die externen Lautsprechersysteme zum Vorbild und verbauen mehrere Lautsprecher in die Ohrmuscheln. Durch eine bestimmte Anordnung der Lautsprecher in gewissen Winkeln soll ein »echter« Raumklang entstehen. Doch da in den Ohrmuscheln der Platz begrenzt ist, handelt es sich meistens um recht kleine, nicht allzu kräftige Lautsprecher, worunter die Klangqualität leidet. Außerdem sind die kleinen Boxen nicht allzu weit voneinander entfernt angeordnet, weshalb es nur beschränkt möglich ist, echten Raumklang zu erzeugen.

Analog oder digital?

Bei den Anschlüssen von Gaming-Headsets haben Sie häufig die Wahl zwischen einem analogen oder einem digitalen Anschluss. Analog bedeutet, dass die Kopfhörer über einen herkömmlichen 3,5 Millimeter Klinkenanschluss verfügen, den Sie dann an die entsprechende Gegenstelle der Audioquelle anstecken. Hier muss also der PC (oder die Spielekonsole, das Smartphone oder das Tablet) die Klangveredelung übernehmen. Das bietet sich vor allem an, wenn Sie eine hochwertige Audiolösung besitzen, wie weiter oben bereits erwähnt.

Gaming Headset Test
Hier die Unterschiede bei den Klinkenstecker: Oben sind zwei dreipolige Stecker für den Anschluss an den PC zu sehen, darunter befindet sich eine vierpolige Klinke, die auch Mikrofonsignale übertragen kann.

Ein digitales Headset bringt seine eigene Klangverarbeitung mit, weshalb Sie diese Versionen über USB anschließen müssen, da hier ein Datenaustausch mit dem System erfolgt. Die digitale Klangverarbeitung hört auf den Namen DSP (Digital Sound Processing) und bietet häufig – aber nicht immer – einen besseren Klang als herkömmliche Onboard-Soundchips, außerdem oft zuschaltbaren Raumklang und verschiedene Klangprofile für Filme, Musik oder bestimmte Spiele-Genres.

Bei vielen Gaming-Headsets müssen Sie sich davon aber nicht einschränken lassen, denn mittlerweile lassen sich viele Headsets analog oder digital betreiben, so dass man die DSP-Einheit bei Bedarf dazwischen schalten kann. So hat man größtmögliche Flexibilität.

Frequenzgang, Impedanz und Co.

Der Frequenzgang gibt den effektiven Bereich an, in dem das Headset einen klaren, gleichmäßigen Klang liefert. Die meisten Geräte decken einen Bereich von 20 bis 20.000 Hertz ab, was den vom Menschen hörbaren Frequenzen entspricht. Manche Geräte decken aber auch einen größeren Frequenzgang ab. Denn obwohl diese Frequenzen nicht hörbar sind, sind sie teilweise spürbar – was wiederum Auswirkungen auf die Wahrnehmung haben kann.

Die Impedanz wird in Ohm angegeben und beschreibt den Nennwiderstand der Gaming-Headsets. Je geringer dieser Wert ist, desto weniger Leistung ist notwendig, um den Lautsprechern Klänge zu entlocken – dafür klingen sie aber auch deutlich detailärmer. Geräte mit höheren Impedanzen klingen lauter und detailreicher, benötigen ab einem bestimmten Wert aber auch eine Kopfhörerverstärkung.

Gaming-Headset Test: Testsieger Beyerdynamic MMX300

Unser Favorit: Beyerdynamic MMX 300

Das beste Gaming-Headset ist das Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation), das mit einer durchweg hohen Klangqualität und einem bequemen Tragekomfort begeistern kann. Dabei vergisst der Hersteller nicht die Gaming-spezifischen Funktionen und ermöglicht auch den Einsatz an Konsolen und Mobilgeräten. Und auch wenn der Preis für ein Gaming-Headset hoch ist – das Headset von Beyerdynamic ist unserer Meinung nach jeden Cent wert.

Testsieger: Beyerdynamic MMX 300

Test Gaming-Headset: Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)
Hervorragender Klang, hochwertige Verarbeitung und toller Tragekomfort zeichnen das Gaming-Headset aus Deutschland aus.

Dass das Headset an Modelle für Piloten erinnert, kommt nicht von ungefähr: Beyerdynamic stellt auch Headsets für Piloten her und kann hier auf jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken. Außerdem entwickelt und fertigt der Hersteller aus Heilbronn in Deutschland.

Gelungene Neuauflage eines Geheimtipps

Dem Produktnamen lässt sich bereits entnehmen, dass es sich beim Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation) um eine Nachfolgerversion handelt. Der Vorgänger war bereits bei Enthusiasten beliebt und ein Geheimtipp bei audiophilen Gamern.

Deshalb hat der Hersteller aus Heilbronn bei der Neuauflage nur Detailarbeit geleistet: Das Headset ist leichter geworden und das Anschlusskabel lässt sich nun komplett abstecken – ideal, wenn das Kabel klemmt und man mit aufgesetztem Headset aufsteht. Denn dann reißt es einem nicht das komplette Gerät vom Kopf, sondern es löst sich nur der Stecker. Und auch wenn Ersatz fällig wird, kann man sich einfach ein neues Kabel besorgen anstatt ein komplett neues Headset kaufen zu müssen.

Neu ist auch die Kabelfernbedienung, mit der man die Lautstärke über ein Drehrad regeln und das Mikrofon über einen Schiebeschalter stummschalten kann. Das Kabel misst 1,2 Meter und endet in einem vierpoligen, 3,5-Millimeter-Klinkenstecker. Damit lässt sich das MMX 300 an Tablets oder Smartphones anstecken und das Mikrofon des Headsets für Telefon- oder Videogespräche nutzen. Über eine Taste an der Kabelfernbedienung lassen sich Telefongespräche auf Knopfdruck annehmen und beenden.

Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation): Über die Kabelfernbedienung lässt sich die Lauststärke regeln, das Mikrofon stummschalten und Telefongespräche annehmen.

Mit im Lieferumfang befindet sich ein Verlängerungskabel mit einer Länge von 1,5 Metern, das in zwei dreipoligen 3,5-Millimeter-Klinkensteckern endet. Hierbei handelt es sich um den analogen Anschluss an den PC, bei dem Mikrofon und Sound voneinander getrennt angesteuert werden. Ein 6,5-Millimeter-Klinkenadapter ist ebenfalls mit von der Partie, um das Headset auch an Hifi-Anlagen anstöpseln zu können. Außerdem liefert der Hersteller noch eine Hartschalentransportbox mit.

 

Technik und Verarbeitung

Verbaut sind zwei 40 Millimeter große Neodym-Treiber, der Frequenzgang ist mit 5 bis 35.000 Hertz ausgesprochen hoch. Die Impedanz beträgt 32 Ohm, schließlich sollen auch Smartphones das Headset betreiben können. Die Ohrpolster sind mit Mikrofaser überzogen, was zwar Staub anzieht, aber der Träger fängt darunter nicht allzu schnell an, zu schwitzen.

Generell ist die Verarbeitung des Beyerdynamic MMX 300 durchweg hochwertig: Die Haltegabeln am Bügel sind aus Aluminium, die Ohrmuscheln aus mattem Kunststoff gefertigt. Der Bügel lässt sich mit einer feinen Rasterung beidseitig unabhängig an verschiedene Kopfgrößen anpassen.

Der Tagekomfort ist weich und angenehm und drückt auch bei größeren Köpfen oder bei Brillenträgern drückt nichts. Wie bereits erwähnt lässt der Mikrofaserüberzug einen gewissen Luftaustausch zu, sodass der Gamer keine heißen Ohren bekommt. Die Außengeräuschdämpfung ist dank geschlossener Bauweise gut, an die Dämpfung einer aktiven Geräuschunterdrückung kommt aber auch das teure MMX 300 nicht heran.

Beyerdynamic MMX 300 Ohrmuschel
Die Verarbeitung des Beyerdynamic MMX 300 ist durchweg hochwertig.

Die Anschlusskabel sind dick und stabil und verheddern sich kaum. Zu dem Preis hätten wir allerdings ummantelte Kabel gewünscht, die sind noch robuster und langlebiger. In Sachen Beleuchtung oder weiterer Technik gibt es nicht viel zu berichten: Beyerdynamic verzichtet auf LEDs am MMX 300. Eine Treiber-Installation ist nicht notwendig, da es sich um ein analoges Gaming-Headset handelt.

Klang-Test

In der wichtigsten Disziplin, dem Klang, leistet sich unser Testsieger keine Blöße. Im Gegenteil, er definiert die neue Referenz in Sachen Gaming-Headsets: Denn die eher warme Abstimmung des Klangbildes befindet sich fast auf dem Niveau eines Studioreferenz-Kopfhörers – kein Wunder, denn der MMX 300 ist fast baugleich zu dem Profi-Modell Beyerdynamic DT 770 M, das gerne von Toningenieuren benutzt wird.

Der Bass dringt fein differenziert in die Ohren, ohne dabei feine Klangdetails zu übertönen oder bei hohen Pegeln zu übersteuern. Dabei ist es egal, ob wir zocken, einen Film schauen oder einfach nur Musik hören, der Sound ist stets astrein.

Damit die MMX 300 ihr volles Potenzial entfalten können, muss allerdings auch der Medienzuspieler entsprechend gute Leistung bringen. Am Smartphone ist der Ton des Gaming-Headsets tatsächlich etwas dünner.

Mikrofon-Test

Neben dem Klang muss ein Gaming-Headset auch noch in einer anderen Disziplin überzeugen, nämlich bei der Sprachübertragung mit dem eingebauten Mikrofon. Beim Beyerdynamic MMX 300 handelt es sich hierbei um ein Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik – es ist also darauf ausgerichtet, hauptsächlich den Schall aus der Sprachrichtung des Trägers aufzufangen. Das soll unerwünschte Nebengeräusche verhindern. Ein recht dicker, schwarzer Schaumstoff um das Mikrofon herum dient als Windschutz.

Gaming-Headset Test: Testsieger Beyerdynamic MMX 300 Mikro
Beyerdynamic MMX 300: Das Mikrofon besitzt einen Poppschutz aus Schaumstoff.

Der Mikrofonarm lässt sich komplett nach oben oder unten klappen. Der Arm selbst ist sehr flexibel, sodass man ihn nach den eigenen Wünschen zurechtbiegen kann. Er bleibt dabei gut in Position und federt nicht zurück – sehr schön! Komplett abnehmen lässt sich das Mikrofon allerdings nicht, was wir etwas schade finden.

Die Sprache wird klar und deutlich übertragen, ein Grundrauschen können wir nicht feststellen. Allerdings bemerken wir, dass der Pegel etwas niedrig ist – hier genügt es aber, die Mikrofonverstärkung zu aktivieren und um einige Prozentpunkte anzuheben. Zisch- oder Popplaute fängt der Windschutz effektiv ab. Studioaufnahmequalität darf man aber natürlich nicht erwarten – das Beyerdynamic MMX 300 ist und bleibt ein Gaming-Headset.

Beyerdynamic MMX 300 im Testspiegel

Fast durchweg kann das Gaming-Headset bei den Kollegen der einschlägigen Fachmedien überzeugen. Wie zum Beispiel bei der PC Games Hardware, wo das Gerät aufgrund seiner guten Resultate sogar als Referenz unter den Stereo-Headsets geführt wird:

»Die Antwort auf die Frage, weshalb das Beyerdynamic MMX 300 unsere Referenz unter den Stereo-Headset war und in zweiter Generation zumindest vorerst auch bleibt, ist also komplex – es gibt eine Vielzahl Faktoren. Aber sie ist im Grunde gut zu vereinfachen: Das MMX 300 Generation 2 ist ganz einfach in den meisten Wertungskriterien deutlich überlegen.«

Es gibt aber auch Schwächen, wie Tester Philipp Reuter ausführt:

»Richtig, es hat keinen USB-Anschluss und benötigt – um die klanglichen Qualitäten auch wirklich auszureizen – eventuell einen guten Zuspieler in Form einer Soundkarte, USB-DAC oder zumindest einem guten Onboard-Sound. Und richtig, out-of-the-box können weder virtueller Surround-Sound, ein Equalizer oder Klangprofile genutzt werden – dazu wäre ebenfalls eine anderweitige Lösung nötig, beispielsweise via Soundkarte oder einer kostenlosen Software wie Razer Surround, Creative Acoustic Engine Light oder, ganz schnöde, via dem optionalen virtuellen Surround, den Sie nun optional in Windows 10 aktivieren können. Und nochmals richtig, bunt leuchten tut das klassisch-schlichte MMX 300 Generation 2 ebenfalls nicht.«

Doch diese Makel können das Gesamtbild nicht trügen, denn der Klang ist der Konkurrenz um Längen voraus, selbst im Hinblick auf den hohen Preis:

» Doch kann das Beyerdynamic MMX 300 Generation 2 dafür bei Komfort, Verarbeitung, dem erstklassigen Sound, dem sehr guten Mikrofon im Vergleich zu anderen Headsets dermaßen viele Punkte einholen, dass es selbst sehr gut ausgestattete und vergleichsweise gut klingende »Gaming-Headsets« in der Gesamtwertung abhängen kann.«

Auch Kollege Marc Sauter von Golem hat sich das MMX 300 (2nd Generation) aufgesetzt – und ist ebenfalls begeistert:

»Der Preis für das MMX 300 ist hoch, es zählt aber zu den besten Stereo-Headsets am Markt. Reine Kopfhörer mit Ansteckmikrofon mögen günstiger sein, sind aber eben kein Komplettpaket. Wir halten das Beyerdynamic für ein hervorragend klingendes Headset mit tadelloser Verarbeitung und sehr gutem Tragekomfort, das den Nutzer über viele Jahre hinweg verlässlich begleitet.«

Doch auch er erinnert daran, dass der Zuspieler nicht allzu schlecht sein darf:

»Um es voll genießen zu können, muss die Soundlösung – intern oder extern – aber einen entsprechenden Kopfhörerverstärker aufweisen.«

Lob erhält das Gaming-Headset auch von Kopfhoerer.de, die damit schließen, dass das Gerät durchaus auch hohen Ansprüchen gerecht wird:

»Der Beyerdynamic MMX 300 ist ein Headset für den Gaming-Dauereinsatz für gehobene Ansprüche. Sein Design ist schlicht und stylisch, seine Verarbeitung vorbildlich robust. Die Kopfhörer-Mikrofon-Kombination überzeugt sowohl mit ihrem optimalen Handling als auch klanglich.«

Nach Meinung des Testers Casten Kaiser ist das Preis-Leistungsverhältnis vollkommen gerechtfertigt:

»Vom ultra-weiten Frequenzgang über eine gute räumliche Auflösung bis hin zur eindrucksvollen Tiefbass-Wiedergabe lässt der MMX 300 in der Praxis schnell seinen Kaufpreis vergessen. Sein Preis/Leistungs-Verhältnis ist daher aufgrund seines Klangs und nicht zuletzt aufgrund seines Lieferumfangs gut.«

Bei Eurogamer kann das MMX 300 (2nd Generation) sogar den Award »Herausragend« abgreifen. Entsprechend deutliche Worte finden sich im Fazit:

»Also ja, auch in der zweiten Iteration verteidigt das MMX 300 seinen Titel als Referenz im Bereich der Spiele-Headsets. Robust verarbeitet, klanglich resolut, dynamisch, ohne Allüren, aber kräftig und mit einiger Brillanz gesegnet, ist der Headset-Oberbegriff hier zur Abwechslung mal kein Signalwort für Audiophile, hier doch dringlichst wegzubleiben. Schön.«

Alternativen

Das Beyerdynamic MMX 300 ist unser klarer Favorit, aber es hat einen gewaltigen Nachteil und das ist sein hoher Preis von 300 Euro. Wer so viel nicht ausgeben will, für den gibt es deutlich günstigere Alternativen.

Preis-Leistungs-Tipp: Roccat Khan Pro

Test Gaming-Headset: Roccat Khan Pro
Das einzige Hi-Res-Headset im Test überzeugt mit tollem Klang und einem sehr guten Mikrofon.

Das analoge Gaming-Headset Roccat Khan Pro ist das einzige Headset im Test, das Hi-Res Audio wiedergeben kann: hochauflösendes Tonmaterial mit 24 Bit Tiefe und einer Abtastrate von 192 Kilohertz.

Doch diesen Vorteil kann das Headset in Games bisher nur selten ausspielen, denn es gibt nur wenige Titel, die so hochaufgelöste Audiodateien besitzen. Denn hochauflösendes Audio-Material braucht viel Speicherplatz, der vor allem auf Smartphones begrenzt ist.

Gaming-Headset Test: Roccat Khan Pro
Die Ohrhörer des Roccat Khan Pro lassen sich komplett eindrehen.

Doch klanglich kann das Roccat auch bei geringer aufgelösten Tonspuren überzeugen. Es kommt zwar nicht an die Dynamik und vor allem nicht ans Volumen des Testsiegers heran, doch die 50-Millimeter-Neodym-Treiber leisten sehr gute Arbeit. Auch in Sachen Surround-Sound gibt es kaum etwas zu meckern, denn eine räumliche Verortung ist auch mit dem Roccat Khan Pro problemlos möglich.

Sehr positiv überrascht waren wir vom Mikrofon: Das überträgt die Sprache unserer Meinung nach sogar noch etwas klarer und natürlicher als der weitaus teurere Testsieger.

Auch der Tragekomfort ist sehr hoch: Es ist das leichteste Gaming-Headset im Test und trägt deshalb kaum auf. Allerding neigt man unter den mit Kunstleder bezogenen Ohrpolster recht schnell zum Schwitzen – eine Eigenschaft, die sich fast alle derart bezogenen Headset-Polster teilen.

Roccat-Beyerdynamic-Vergleich
Das Roccat Khan Pro (rechts) im direkten Vergleich mit dem Testsieger Beyerdynamic MMX 300.

Auch die Verarbeitungsqualität stimmt. Roccat setzt beim Khan Pro bei den richtigen Stellen auf robustes Aluminium, wie zum Beispiel an den drehbaren Gelenken der Ohrmuscheln oder beim Kopfband. Trotzdem wirkt das Headset im Vergleich zum Testsieger nicht ganz so wertig. Immerhin: Die Kabel sind mit Stoff ummantelt, was eine lange Lebensdauer garantiert.

Zu guter Letzt lässt sich das Roccat Khan Pro dank des mitgelieferten Adapters auch an Spielekonsolen oder Mobilgeräten einsetzen.

Noch günstiger: HyperX Cloud Revolver

Test Gaming-Headset: HyperX Cloud Revolver
Das HyperX-Headset punktet mit gutem Klang und luftigem Tragekomfort. Abstriche müssen allerdings beim Mikrofon gemacht werden.

Deutlich auffälliger tritt das HyperX Cloud Revolver auf. Das für HyperX typische schwarz-rote Design weiß zu gefallen, es wirkt schon auf den ersten Blick wie ein echtes Gaming-Headset.

Bei der Materialwahl setzt der Hersteller unter anderem auf einen mattschwarzen Metallbügel und ein Kopfband, das sich problemlos an jede Kopfgröße anpasst. In Kombination mit der weichen Polsterung und der halboffenen Bauweise lässt sich das Cloud Revolver angenehm leicht, ja fast schon luftig tragen. Auf schwitzige Ohren muss sich der Träger bei diesem Headset auch nach einigen Spielstunden also nicht einstellen, und das trotz Kunstlederüberzug bei der Polsterung.

Gaming-Headset Test: HyperX Cloud Revolver
Das HyperX Cloud Revolver lässt sich ebenfalls flexibel an mehreren Plattformen einsetzen.

Eins ist uns beim Tragen allerdings aufgefallen: Bei der kleinsten Berührung des Metallbügels schwingt das Geräusch in die Ohrmuscheln über. Das passiert in der Praxis zwar nicht allzu häufig, aber wir wollen es an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen.

Die halboffene Bauweise eignet sich nicht zur Abschirmung von Außengeräuschen, für eine totale Abschottung von der Außenwelt ist dieses Modell also nicht geeignet.

Gaming-Headset Test: HyperX Cloud Revolver
Der Metallbügel des HyperX Cloud Revolver überträgt Schwingungen, wenn er berührt wird.

Genau wie die anderen Gaming-Headsets lässt sich auch das HyperX Cloud Revolver auf verschiedenen Plattformen betreiben, dank der Zweiteilung der Anschlüsse und der analogen Anbindung: Vom Headset weg führt ein knapp ein Meter langes Kabel mit vierpoligem Klinkenanschluss, an der zwei Meter langen Verlängerung befindet sich die Kabelfernbedienung.

Über die Fernbedienung regelt man die Lautstärke und schaltet das Mikrofon stumm. Darauf muss man aber leider verzichten, wenn das Cloud Revolver an der Spielekonsole oder dem Smartphone genutzt wird – schade!

Der Mikrofonarm ist sehr flexibel und lässt sich komplett abnehmen. In Sachen Sprachqualität muss das Headset leider Federn lassen: Wir stellen bei der Sprachübertragung ein deutliches Grundrauschen fest und noch dazu starke Schwankungen bei der Lautstärke. Am Ton aus den beiden großen 50-Millimeter-Treibern können wir aber nichts aussetzen – Gamer haben hier kaum etwas zu meckern.

Kabellos: Logitech G933 Artemis Spectrum

Test Gaming-Headset: Logitech G933 Artemis Spectrum
Das einzige Wireless-Headset im Test setzt in Sachen flexibler Handhabung noch einen drauf und bietet tollen Raumklang.

Das Logitech G933 Artemis Spectrum ist das einzige Gaming-Headset im Test, dass seine Signale drahtlos via 2,4-GHz-Funk über einen mitgelieferten USB-Empfänger sendet. Doch der Gamer muss sich nicht darauf beschränken, sondern kann alternativ auch ein USB-Kabel anstecken, das auch den integrierten Akku auflädt – grenzenlosem Hörgenuss steht damit kaum etwas im Weg. Der Clou: Der Akku lässt sich bei Bedarf sogar wechseln und der USB-Dongle in einem kleinen Fach in der Ohrmuschel verstauen. Super!

Da es sich um ein Wireless-Headset handelt, verfrachtet Logitech alle Bedienelemente an die linke Ohrmuschel. Doch dabei beschränkt sich der Hersteller nicht auf die Klassiker wie Mikrofonstummschaltung, Lautstärkeregelung und Einschaltknopf. Hinzu kommen noch drei weitere sogenannte G-Tasten. Die lassen sich beliebig in der Treiber-Software programmieren, um zum Beispiel zwischen verschiedenen Audioprofilen zu wechseln, Lieder weiterzuschalten oder auch um Tastenfolgen in Spielen auszulösen.

Gaming-Headset Test: Logitech G933 Artemis Spectrum
An der linken Ohrmuschel des Logitech G933 Artemis Spectrum befinden sich alle Bedienelemente – das wird schnell unübersichtlich.

An sich eine tolle Sache, doch wir finden die vielen Knöpfe an der Ohrmuschel überfordern im ersten Moment – an der rechten Ohrmuschel befindet sich nämlich kein einziger Knopf. Wer sich allerdings mit der Tastenbelegung anfreunden kann, dem stehen viele Möglichkeiten bei der Bedienung offen, die kaum ein anderes Gaming-Headset bietet.

Das Logitech G933 Artemis Spectrum besteht komplett aus Kunststoff, wirkt dabei aber keineswegs billig. Im Gegenteil, die Haptik kann überzeugen und ist dem Preis angemessen.

In Sachen Flexibilität legt das Headset sogar noch eine Schippe drauf: Logitech liefert mehrere Adapter und Kabel mit, um das Gerät möglichst vielfältig einsetzen zu können. Der Wireless-Betrieb funktioniert mit Hilfe des USB-Steckers auch an Spielekonsolen (aber nicht an der Xbox One), auch wenn sich der Gamer hier mit reinem Stereo-Sound begnügen muss – alternativ lässt es sich auch ganz klassisch per Klinke an den Controller anstecken, gleiches gilt auch für Mobilgeräte. Für diesen Modus liefert Logitech auch ein Kabel mit integrierter Fernbedienung mit, da die Bedienelemente an der Ohrmuschel beim Anschluss via Klinke funktionslos bleiben.

Gaming-Headset Test: HyperX Cloud Revolver
Clever: Im Gaming-Headset selbst lässt sich der USB-Dongle sicher verstauen.

Auch die Kombination aus Wireless-Empfang und Klinke ist möglich: Gezockt wird drahtlos am PC, das Smartphone hängt parallel über das Klinkenkabel am Headset. Eingehende Anrufe lassen sich so annehmen und über das Mikrofon führen, ohne das Headset abnehmen zu müssen.

Zu guter Letzt lässt sich der Drahtlosempfang auch mit Geräten realisieren, die diese Möglichkeit gar nicht anbieten: Stöpselt man den USB-Dongle an und versorgen ihn über einen weiteren USB-Stecker mit Strom, hört man die Audiosignale im Stereomodus ohne Kabel. Das nennen wir ein multifunktionales Gaming-Headset!

Der virtuelle 7.1-Surround-Klang überzeugt auf ganzer Linie, doch auch im Stereo-Modus stellen wir ein wuchtiges, sattes Klangbild fest. Beim nicht abnehmbaren, aber dafür ausfahrbaren Mikrofon geht die Sprachübertragung vollkommen in Ordnung.

Auch beim Tragekomfort kann das Headset überzeugen. Dank Meshgitter-Überzug kommt man bei diesem wuchtigen Headset nicht schnell ins Schwitzen und Freunde von RGB-Lichtspielen kommen in den Genuss einer frei programmierbaren Beleuchtung, die allerdings an der Akkulaufzeit zehrt.

Bei der Funkübertragung konnten wir keine Fehler feststellen, der Akku hielt auch fast seine vom Hersteller versprochenen acht Stunden – trotz Beleuchtung.

Basswunder: Razer Tiamat 2.2 V2

Test Gaming-Headset: Razer Tiamat 2.2 V2
Freunde von kräftigen Bässen dürften ihre helle Freude mit dem Razer-Headset haben.

Mit dem Razer Tiamat 2.2 V2 haben wir das einzige Gaming-Headset in diesem Test, das über insgesamt vier Audiotreiber verfügt. Denn der Hersteller verbaut in jeder Ohrmuschel zwei Lautsprecher mit einem überdurchschnittlich großen Durchmesser von jeweils 50 Millimeter. Ziel ist es, einen möglichst starken Bass zu liefern, um Explosionen und andere, Tiefen-intensive Geräusche noch intensiver zu machen.

Das klappt auch, nur übertreibt es der Hersteller an manchen Stellen etwas: Der satte Bass ist allgegenwärtig und übertont stellenweise Höhen und Mitten – nicht gerade ideal im Eifer des Gefechts, vor allem wenn man sich mit den Teamkollegen schnell absprechen will.

Gaming-Headset Test: Razer Tiamat 2.2 V2
Das Razer Tiamat 2.2 V2 besitzt in jeder Ohrmuschel zwei große Audiotreiber für intensiven Bass.

Regeln wir den Bass in der Software aber etwas herunter, entsteht ein ein warmes, intensives Klangerlebnis. Bei zugeschaltetem Raumklang nimmt der Bass von selbst etwas ab, ohne dabei schwach zu wirken. Eine räumliche Ortung ist auch hier problemlos möglich.

Im Lieferumfang befindet sich eine Kabelverlängerung, die in zwei dreipoligen Klinkensteckern endet, um das Razer Tiamat 2.2 V2 an den PC anzuschließen. Direkt vom Headset führt ein Kabel mit vierpoligen Stecker, um das Gaming-Headset auch an anderen Plattformen wie Spielekonsolen oder Mobilgeräte einzusetzen. Über einen Schiebeschalter an der Ohrmuschel lässt sich übrigens der zweite Audiotreiber in den Ohrhörern deaktivieren, wenn der Bass mal zu sehr wummert.

Gaming-Headset Test: Razer Teamat 2.2 V2
Auch das Razer-Headset wird mit einem weiteren Kabel geliefert, um es auch abseits vom PC einsetzen zu können.

Das Design des Razer-Headsets ist recht wuchtig, dennoch lässt es sich angenehm tragen. Hinzu kommt eine durchweg hochwertige Verarbeitung – für den Kopfbügel setzt Razer zum Beispiel auf Metall. Mit einem Gewicht von über 400 Gramm ist es nicht unbedingt ein Leichtgewicht, des Weiteren führen die Kunstlederpolster recht schnell zu heißen Ohren.

Das ausschwenkbare Mikrofon ist hingegen nur Mittelmaß: Die Sprache klingt dumpf und wir stellen ein leichtes Hintergrundrauschen fest.

Was gibt es sonst noch?

HyperX Cloud II

Das HyperX Cloud II ist ein durchweg solides Gaming-Headset, das mit seinen großen 53-Millimeter-Stereolautsprechern einen satten und voluminösen Klang liefert. Auch der Tragekomfort ist sehr hoch. Das Design ähnelt dem unseres Testsiegers von Beyerdynamic. Das HyperX Cloud II lässt sich rein analog mit dem System verbinden oder via USB 2.0, das dank integriertem DSP auch 7.1-Raumklang liefern kann – und das sogar sehr gut. Allerdings fällt uns bei der Surround-Wiedergabe ein leicht schwächerer Bass als im Stereobetrieb auf. Beim Lieferumfang lässt sich der Hersteller nicht lumpen und packt neben einer Nylon-Tasche auch einen Flugzeugadapter und Ersatz-Ohrpolster mit Stoffüberzug mit. Außerdem lässt es sich auch an vielen anderen Plattformen anschließen. Das komplett abnehmbare Mikrofon liefert ebenfalls gut ab. Für den Preis machen Sie kaum etwas falsch.

Logitech G430

Auch das Logitech G430 lässt sich rein analog oder via USB betreiben, bei letzterem dann inklusive 7.1-Surround-Sound. Im Vergleich zum HyperX-Modell wirkt dieses Headset aber in Sachen Design etwas futuristischer. Die Ohrpolster sind mit Stoffgitter überzogen, was für einen angenehmen, luftigen Sitz sorgt. Zudem lassen sie sich für die Reinigung einfach abnehmen. Beim Klang stellen wir fest, dass der Bass etwas zu sehr im Vordergrund steht. Der Raumklang ist aber abgesehen davon ziemlich gut. Nur beim Mikrofon stellen wir ein Hintergrundrauschen fest – ansonsten geht die Übertragung in Ordnung.

Sharkoon Skiller SGH1

Das Sharkoon Skiller SGH1 überraschte uns: Zum einen liefert der Hersteller trotz des günstigen Preises eine Transporttasche und Wechsel-Ohrpolster mit Mikrofaserüberzug mit. Zum anderen lässt es sich auch an Spielekonsolen und an Mobilgeräten anstöpseln. Aufgrund des geringen Gewichts lässt sich das SGH1 angenehm tragen, nur auf kleineren Köpfen mag es nicht so recht sitzen bleiben. Auf eine Raumklang-Umschaltung muss man allerdings verzichten, dafür muss man auf Software-Lösungen ausweichen. Das Klangbild ist im Allgemeinen etwas dumpf. Typisch für Gaming-Headets ist aber auch hier wieder ein kräftiger Bass und ein Fokus auf die Mitten – feine Höhen gehen etwas verloren. Das Mikrofon lässt sich komplett abnehmen und überträgt solide, nur fehlt es hierbei an Details und die Sprache wirkt etwas gedämpft. Dennoch: Im Hinblick auf den günstigen Preis stimmen Leistung und Verarbeitung.

DLAND Gaming-Headset

Das DLAND Gaming-Headset kann beim Design nicht gerade mit edler Haptik punkten. Es kommt ausschließlich Kunststoff zum Einsatz und die Verarbeitung ist nur Mittelmaß. Und erst die Lieferung: Anstatt in einer herkömmlichen Umverpackung aus Pappe wird das Gerät in einem durchsichtigen Plastikbeutel geliefert, in dem sich auch noch eine rein englischsprachige und nicht allzu ausführliche Anleitung befindet.

Gaming-Headset Test: DLAND
Kein Witz: So wird das DLAND Gaming-Headset verschickt!

Glücklicherweise liefert das Headset einen annehmbaren Klang, klangliche Höhepunkte darf man zu diesem Preis freilich nicht erwarten. Der Mikrofonarm ist zwar hochklappbar, aber ansonsten komplett unbeweglich. Daher kommt es bei der Sprachübertragung zu merklichen Lautstärkeschwankungen, außerdem sind Zisch- und Popplaute unangenehm hörbar. An anderen Geräten außer dem PC lässt sich das Gerät nicht einsetzen – es sei denn man verzichtet auf das Mikrofon, denn einen vierpoligen Anschluss besitzt das DLAND-Modell nicht. Der Tragekomfort ist ebenfalls bestenfalls annehmbar und längst nicht so komfortabel wie bei den anderen Gaming-Headsets.

EasySMX Gaming-Headset

Beim EasySMX Gaming-Headset handelt es sich eigentlich um das Kotion Each G4000, das hier nur leicht verändert unter einem anderen Namen angeboten wird. Es teilt sich fast alle (Un-)Tugenden mit dem DLAND-Headset, auch was Verarbeitung und Klang angeht. Da kommt es nicht von ungefähr, dass wir den Eindruck bekommen, dass dieses Modell aus der gleichen Fabrik kommt. Als extra Feature stattet Kotion Each das G4000 allerdings noch mit einer Beleuchtung auf den Außenseiten aus – dafür muss man neben den Klinkenanschlüssen auch noch den USB-Stecker anschließen, um den nötigen Strom zu liefern.

Gaming-Headset Test: Die günstigen Modelle
Im Vergleich zum Testsieger in der Mitte lassen die günstigsten drei Gaming-Headsets deutlich Federn.

Der Ton ist passabel und stark auf Tiefen und Mitten betont, bei lauten Geräuschen neigt das Headset allerdings zum Übersteuern. Beim Volumen an sich sind wir aber positiv überrascht. Das dürfen wir auch sein, denn der Hersteller verbaut überdurchschnittlich große 50-Millimeter-Treiber. In Sachen Tragekomfort stellen wir außerdem fest, dass das EasySMX ziemlich stramm sitzt, sodass es bereits nach kurzer Zeit zu einem unangenehmen Druckgefühl kommt. Das Mikrofon leistet akzeptable Arbeit, die Sprachübertragung klingt insgesamt aber etwas hohl. Auf den Betrieb am Smartphone oder der Spielekonsole muss man verzichten, sofern auch das Mikrofon zum Einsatz kommen soll.

PC ArkarTech Gaming-Headset

Das PC ArkarTech Gaming-Headset ist wiederum eigentlich das Kotion Each G2000, der kleinere Bruder des G4000 – es wird ebenfalls unter einer anderen Produktbezeichnung angeboten. Genau wie das größere Modell besitzt auch das G2000 eine Beleuchtung via USB und das nicht nur an den Außenseiten der Ohrmuscheln, sondern auch an der Spitze des Mikrofonarms. Der ist aber wiederum nicht flexibel, was in einer leisen und auch sehr dumpfen Sprachübertragung resultiert. Der Tragekomfort ist ähnlich wie beim G4000 sehr stramm und nach einiger Zeit unangenehm. Der Klang ist dafür sehr kräftig, neigt aber wiederum bei hoher Lautstärke zum Übersteuern.

Sades SA-810

Auch beim Sades SA-810 werden wir nicht den Eindruck los, dass es aus der gleichen Produktionsstätte stammt. Im Vergleich zu den anderen günstigen Gaming-Headsets liegt diesem Modell immerhin ein Kabel bei, um es auch an Mobilgeräten oder Spielekonsolen anzuschließen – rein analog via Klinke, versteht sich. Sind die Erwartungen an den Klang nicht allzu hoch, wird man auch nicht enttäuscht. Nur mit der schwankenden Sprachübertragung über das Mikrofon können wir uns nicht anfreunden und auch die Verarbeitungsqualität ist nicht die beste. Uns kommt hier der Begriff »Plastikbomber« in den Sinn. Für Einsteiger oder gelegentliche Gamer ist es aber durchaus geeignet.

Kommentare

33 Kommentare zu "Das beste Gaming-Headset"

avatar

Keine Astros?

Kein Astro kein Tritton ?

Wann verlost ihr die Headsets?

Sennheiser Stereo Headset plus externes mic ?! Anyone ?

Oder einfach Beyerdynamic DT 770 Pro mit separatem Mic. 150 euro billiger. Hervorragend.

Endlich einer der Ahnung hat

Bis auf das MMX300 war nur Müll dabei

Finde diesen Test etwas Oberflächlich!
Was ist mit dem
Roccat Kave XTD 5.1 Digital füpr 160 Euro und mit dem Teufel Cage für ebenfals dem Preis? Finde da eher wenig akzeptanz für diesen test da ein Gamer sich auch gutes Werkzeug kauft sollte die Preisspanne auch vertreten sein.

Und wo ist das Plantronics RIG?

schade, kein ROG dabei

Khan Pro! Ist’n geiles headset

was sagen die leute zum astro a50?

Extrem überteuert. Klanglich und Qualitativ durchschnittlich. Allerdings sehr bequem.

Ein Corsair Void Pro wäre hier aber schon in allen Punkten die bessere Wahl.

G933 soll also gut sein beschissenes Headset einfach

Steven F
Steven F

Kein Teufel in Vergleich?

Euer Vergleich hinkt wenn ihr den Marktführer Astro nicht mit vergleicht.
Aber nun gut ist halt euer Vergleich ‍♂️.
Dann halt kein representativer ‍♂️

Ist halt kein Marktführer. :p

Kannst es aber qualitativ beim HyperX Cloud einstufen. Kostet dafür 5x so viel. Hat aber Wireless.
Oder eben auf einer Stufe mit dem Corsair Void Pro.

Astro lässt sich eben den Namen sehr gut bezahlen. Technisch ist es aber nicht besser als die 0815 Gamer Headsets.

Astro Marktführer? :S

Wer ein Astro mit einem HyperX Cloud vergleicht hat wirklich keine Ahnung von HS

Wollte nur verdeutlichen, was das A50 eigentlich wert ist.
Das das Cloud Klang technisch und Qualitativ etwas besser aufgestellt ist, sollte jeder wissen, der sich mit Headsets/Kopfhörer beschäftigt.

Kabelvarianten sind immer vor zu ziehen, wenn einem der Klang wichtig ist 🙂

Melly Schmitt

Ganz toller Bericht sind ja einige dabei die meine Favoriten sind ich steh auf das Roccat oder Razer 🙂

wpDiscuz