Das beste Gaming-Headset

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Gaming-Headset Test: Beyerdynamic Mmx300
Friedrich Stiemer

Friedrich Stiemer

ist passionierter Gamer und interessiert sich für IT-Hardware jeder Art. Er testet Notebooks genauso gern wie Smartphones und Tablets oder Peripherie-Geräte und schreibt darüber unter anderem für Print- und Online-Medien wie PC Welt, Computerwoche und Digitale Welt.

Das beste Gaming-Headset ist das Beyerdynamic MMX 300 der zweiten Generation. Durch die Integration von professionell abgestimmten, hochwertigen Komponenten erreicht das Headset fast schon Studioniveau. Dabei vergisst der Hersteller aber nicht Gamer-spezifische Ausstattungsmerkmale. Leider hat all das seinen Preis.

Update 28. März 2019

Wir haben 14 neue Geräte angeschaut und getestet. Testsieger bleibt das Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation), dafür haben wir aber vier neue Empfehlungen: das HyperX Cloud Alpha, das Sharkoon Skiller SGH3, das Roccat Renga Boost und das Razer Nari Ultimate!

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19. Oktober 2018

Wir haben unsere Empfehlungen überarbeitet und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

Die richtige Klangkulisse in Spielen liefert entweder ein mehrteiliges Lautsprechersystem oder ein anständiges Gaming-Headset. Letztere sind weitaus erschwinglicher und handeln Ihnen auch keinen Ärger mit den Nachbarn ein, wenn zu später Stunde noch gezockt wird. Außerdem besitzen sie auch ein Mikrofon, um sich mit den Teamkollegen auszutauschen.

Es gibt tausende Modelle auf dem Markt, da der Gaming-Sektor insgesamt gerade boomt. Wir haben uns aus dem riesigen Angebot 21 Gaming-Headsets herausgepickt und getestet. Wir haben bewusst die ganze Preisspanne gewählt, weil wir wissen wollten, wie groß die Unterschiede sind. Günstige Headsets sind schon für 15 Euro zu haben, das teuerste in unserem Test kostet 300 Euro. So viel schon mal vorweg: mehr Geld auszugeben, lohnt sich.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Beyerdynamic MMX 300

Test Gaming-Headset: Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)
Hervorragender Klang, hochwertige Verarbeitung und toller Tragekomfort zeichnen das Gaming-Headset aus Deutschland aus.

Das Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation) ist für uns das aktuell beste Gaming-Headset, denn bei diesem Modell befinden sich Verarbeitung und Klang auf einem durchweg hohen Niveau. Vor allem in Sachen Audioeigenschaften hat es die Konkurrenz schwer, diesem Premium-Headset das Wasser zu reichen. Das MMX 300 lässt sich auch an Spielekonsolen oder Mobilgeräten einsetzen und liefert auf allen Plattformen tollen Sound. Auch beim Tragekomfort und beim Lieferumfang kann der Hersteller punkten. Es gibt nur ein Manko: Das Gaming-Headset ist das teuerste Modell im Test. Dass es sein volles Potenzial nur entfalten kann, wenn auch die Zuspieler, respektive Quellen über eine hochwertige Klangverarbeitung verfügen, gilt hingegen für alle Headsets – nur merkt man das bei so einem guten Modell noch deutlicher.

Toller Allrounder

HyperX Cloud Alpha

Das HyperX Cloud Alpha ist ein wahres Allround-Talent mit hohem Tragekomfort und einem ausbalancierten Klang dank überarbeitetem Audiotreiber-Design. Auch der Tragekomfort und die Haptik des Gaming-Headsets sind auf sehr hohem Niveau. Tatsächlich lässt das Modell nur wenig Raum für Kritik. Beispielsweise schwächelt es etwas in den Höhen und aufgrund des benötigten Widerstandes ist die Lautstärke an den meisten Mobilgeräten etwas zu niedrig. Alles in allem bleibt es aber eine tolle Alternative zum Testsieger.

Preis-Leistungstipp

Sharkoon Skiller SGH3

Test Gaming-Headset: Sharkoon Skiller SGH3
Das SGH3 überzeugt mit einer üppigen Ausstattung, einer tadellosen Verarbeitung und einem kräftigen Sound für Gamer.

In Sachen Preis-Leistung kann man dem Sharkoon Skiller SGH3 kaum etwas vormachen. Es bietet zum recht günstigen Preispunkt einen prallen Lieferumfang, eine hochwertige Materialwahl und eine tadellose Verarbeitung. Hinzu kommen ein überaus hoher Tragekomfort und eine gute Abschirmung vor Nebengeräuschen. Außerdem liefert Sharkoon sogar noch eine USB-Soundkarte mit virtuellem 7.1-Raumklang und mehreren vordefinierten Klangprofilen, die sich auf Knopfdruck durchwechseln lassen. Etwas kritisieren müssen wir jedoch die nur mittelmäßigen Höhen.

Noch günstiger

Roccat Renga Boost

Eines der leichtesten Gaming-Headsets in diesem Test ist das Roccat Renga Boost – außerdem ist es auch noch ziemlich günstig. Zusätzlich verstärkt die offene Bauweise den luftigen Eindruck, Außengeräusche werden jedoch kaum abgeschirmt. Trotz allem ist der Klang recht solide, nur die Mitten hätten etwas mehr Fokus vertragen können. Etwas enttäuscht sind wir vom Mikrofon, das recht leise ist und Hintergrundgeräusche nur mittelmäßig reduziert. Außerdem sorgt die Leichtbauweise dafür, dass das komplette Headset nicht allzu hochwertig wirkt.

Drahtloses Technikwunder

Razer Nari Ultimate

Test Gaming-Headset: Razer Nari Ultimate
Ein vibrierendes Wireless-Headset mit beeindruckendem Raumklang und jeder Menge weiteren Features.

Das Razer Nari Ultimate ist vollgestopft mit Technik: Es überträgt den Klang kabellos, die Ohrmuscheln vibrieren passend zum Sound und mit einer neuen Raumklang-Technik soll ein richtiges 360-Grad-Feeling möglich sein. Hinzu kommen mit Kühlgel gefüllte Ohrpolster, getrennte Lautstärkeregelung von Chat- und Game-Sound sowie eine RGB-Beleuchtung. Jedoch kann die Vibration nicht immer überzeugen. Außerdem ist das Headset ziemlich schwer und bei der Klangwiedergabe zu basslastig. Auch die zu klein geratenen Bedienelemente an den Ohrmuscheln machen eine Blindbedienung fast unmöglich. Der hohe Preis ist im Hinblick auf die vielen Techniken und Features zwar hoch, aber verständlich.

Vergleichstabelle

TestsiegerToller AllrounderPreis-LeistungstippNoch günstigerDrahtloses Technikwunder
Modell Beyerdynamic MMX 300 HyperX Cloud Alpha Sharkoon Skiller SGH3 Roccat Renga Boost Razer Nari Ultimate Lioncast LX30 Corsair Void Pro RGB Logitech G332 Logitech G432 Steelseries Arctis Pro Asus ROG Strix Fusion Wireless Roccat Khan Pro HyperX Cloud Revolver Logitech G933 Artemis Spectrum Razer Tiamat 2.2 V2 HyperX Cloud II Logitech G430 Sharkoon Skiller SGH1 DLAND Gaming-Headset PC ArkarTech Gaming-Headset Sades SA-810
Test Gaming-Headset: Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)Test Gaming-Headset: HyperX Cloud AlphaTest Gaming-Headset: Sharkoon Skiller SGH3Test Gaming-Headset: Roccat Renga BoostTest Gaming-Headset: Razer Nari UltimateGaming-Headset Test: Lioncastlx30Test Gaming-Headset: Corsair Void Pro RGBTest Gaming-Headset: Logitech G332Test Gaming-Headset: Logitech G432Test Gaming-Headset: Steelseries Arctis ProTest Gaming-Headset: Asus ROG Strix Fusion WirelessTest Gaming-Headset: Roccat Khan ProTest Gaming-Headset: HyperX Cloud RevolverTest Gaming-Headset: Logitech G933 Artemis SpectrumTest Gaming-Headset: Razer Tiamat 2.2 V2Test Gaming-Headset: HyperX Cloud IITest Gaming-Headset: Logitech G430Test Gaming-Headset: Sharkoon Skiller SGH1Test Gaming-Headset: DLAND Gaming-HeadsetTest Gaming-Headset: PC ArkarTech Gaming-HeadsetTest Gaming-Headset: Sades SA-810
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gemütlicher Tragekomfort
  • Flexibel einsetzbar
  • Ausbalancierter Klang
  • Hoher Tragekomfort
  • Hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • Inklusive USB-Soundkarte
  • Hoher Tragekomfort
  • Hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • Günstiger Preis
  • Geringes Gewicht
  • Günstiger Preis
  • Multi-Plattform-kompatibel
  • Solider, kräftiger Klang
  • Offene Bauweise
  • Drahtlosanbindung
  • Hoher Tragekomfort
  • Hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • Toller Raumklang
  • Vibrationstechnik
  • Virtueller 7.1-Raumklang
  • Hoher Tragekomfort
  • Günstiger Preis
  • Beleuchtung
  • Stabile Wireless-Anbindung
  • Hoher Tragekomfort
  • Virtueller 7.1-Raumklang
  • Hochwertige Materialien
  • Hoher Tragekomfort
  • Virtueller 7.1-Raumklang über USB
  • Geringes Gewicht
  • Günstiger Preis
  • Hochwertige Materialien
  • Hoher Tragekomfort
  • Geringes Gewicht
  • Hoher Tragekomfort
  • Ausbalancierter Sound
  • Getrennte Lautstärkeregelung von Chat und Spiel
  • Stabile Wireless-Anbindung
  • Hoher Tragekomfort
  • Ausbalancierter Sound
  • Hi-Res-Audio-Zertifizierung
  • Guter Klang
  • Tolles Mikrofon
  • Flexibel einsetzbar
  • Angenehmer, luftiger Tragekomfort
  • Guter Klang
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Flexibel einsetzbar
  • Überaus flexibel einsetzbar
  • Toller, virtueller 7.1-Raumklang
  • Cleveres Design
  • RGB-Beleuchtung
  • Satter, voluminöser Bass
  • Sochwertig verarbeitet
  • Flexibel einsetzbar
  • Toller, satter Klang
  • Hoher Tragekomfort
  • Üppiger Lieferumfang
  • Flexibel einsetzbar
  • 7.1-Raumklang via USB
  • Toller 7.1-Raumklang
  • Angenehmer, luftiger Tragekomfort
  • Abnehmbare Ohrpolster
  • Flexibel einsetzbar
  • Üppiger Lieferumfang
  • Geringes Gewicht
  • Flexibel einsetzbar
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Solider Klang
  • Günstiger Preis
  • Beleuchtung
  • Solider, kräftiger Klang
  • Akzeptabler Klang
  • Flexibel einsetzbar
Contra
  • Kein ummanteltes Kabel
  • Mikrofon nicht abnehmbar
  • Schwächelt etwas in den Höhen
  • Nur eingeschränkt an Mobilgeräten einsetzbar (Ohm)
  • Schwächelt etwas in den Höhen
  • Mittelmäßiges Mikrofon
  • Mitten gehen etwas unter
  • Wirkt nicht allzu hochwertig
  • Kleine Bedienelemente
  • Zu basslastig
  • Hohes Gewicht
  • Schwächelt in den Mitten
  • Nicht allzu hochwertige Verarbeitung
  • Schwächelt in den Höhen
  • Umschaltung zu 7.1-Sound nur per Software
  • Hoher Preis
  • Hall bei der Sprachübertragung
  • Hall bei der Sprachübertragung
  • Relativ geringer Leistungsumfang
  • Hoher Preis
  • Ungenaue Touch-Steuerung
  • Hoher Preis
  • Kunstlederpolster führen zum Schwitzen
  • Wenige Bedienelemente
  • Mikrofon mit Grundrauschen
  • Mettalbügel überträgt hörbar Schwingungen
  • Mit Bedienelementen überfrachtet
  • Wuchtig
  • Bass nicht differenziert
  • Schwache Höhen und Mitten
  • Mikrofon mit Grundrauschen
  • Keine Bedienelemente bei Einsatz an Spielekonsolen oder Mobilgeräten
  • Maximallautstärke etwas gering
  • Mikrofon mit Grundrauschen
  • Raumklang nur über zusätzliche Software
  • Mikrofon mit dumpfer Sprachübertragung
  • Klang etwas gedämpft
  • Mikrofon mit schwankender Lautstärke
  • Mittelmäßig verarbeitet
  • Nur eingeschränkt auf anderen Plattformen einsetzbar
  • Strammer Sitz
  • Mikrofon recht hohl
  • Nur eingeschränkt auf anderen Plattformen einsetzbar
  • Mittelmäßig verarbeitet
  • Mikrofon mit schwankender Lautstärke
  • Mittelmäßig verarbeitet
Bester Preis
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Worauf es bei Gaming-Headsets ankommt

Beim Klang ist es ähnlich wie bei der Kunst: Während die einen einen Kopfhörer lieben, können ihn andere ihn nicht ausstehen. Wenn irgendwie möglich, sollten Sie daher das favorisierte Gaming-Headset vor dem Kauf ausprobieren, beispielsweise im Elektronikmarkt oder auf Messen. Generell lässt sich aber feststellen, dass Headsets für Spieler meistens über einen ausgeprägten Bass verfügen und sich eher auf die Mitten fokussieren.

Bei guten Headsets kommt es auch auf die Qualität der Audio-Quelle an

Auf diese Weise wirken Explosionen wuchtiger und Stimmen lassen sich besser wahrnehmen. Wem die Einstellungen nicht gefallen, der kann immer noch Hand anlegen, indem er im Equalizer in der Treiber- oder Drittanbieter-Software seine Feinjustierung vornimmt.

Wichtig ist allerdings auch: Wenn selbst das teuerste Headset nur fehlerhafte oder schlechte Klänge von sich gibt, liegt das wohl an Ihrer Audio-Hardware. So gut wie immer werden in PCs sogenannte Onboard-Soundchips eingesetzt, die nicht unbedingt die hochwertigsten sind und durchaus Quellen für Störsignale sein können, wenn die Hauptplatine nicht korrekt verbaut wurde.Gaming-Headset Test: Beyerdynamic Mmx300

Bei teureren Mainboards sind die Soundlösungen mittlerweile recht annehmbar. Das Nonplusultra sind extra Soundkarten, egal ob intern oder extern.

Stimmt also der Zuspieler, dann ist auch das Ergebnis besser. Vor allem mit teuren Gaming-Headsets hört man hier deutliche Unterschiede.

Raumklang

Für das richtige Mittendrin-Gefühl sorgt erst ein täuschend echter Raumklang.Wenn der Gegner um die Ecke kommt, hört man seine Schritte aus der entsprechenden Richtung und hat so die Chance, entsprechend zu reagieren. Während externe Lautsprechersysteme hierfür mehrere Boxen brauchen, setzen die Hersteller bei Gaming-Headsets lediglich auf Stereo-Lautsprecher. Doch wie kommt dann der Surround-Sound zustande?

Genau hier springt der virtuelle Raumklang in die Bresche: Hierbei werden die Schallwellen unterschiedlich modelliert, sodass das menschliche Gehirn ein räumliches Klangbild wahrnimmt – und das klappt in der Praxis sogar ziemlich gut. Allerdings setzt virtueller Raumklang eine entsprechende Software voraus, die entweder im Treiber oder im USB-Soundchip des Headsets vorhanden ist oder über den Zuspieler eingeleitet wird.

Wieder andere Hersteller nehmen sich die externen Lautsprechersysteme zum Vorbild und verbauen mehrere Lautsprecher in die Ohrmuscheln. Durch eine bestimmte Anordnung der Lautsprecher in gewissen Winkeln soll ein »echter« Raumklang entstehen. Doch da in den Ohrmuscheln der Platz begrenzt ist, handelt es sich meistens um recht kleine, nicht allzu kräftige Lautsprecher, worunter die Klangqualität leidet. Außerdem sind die kleinen Boxen nicht allzu weit voneinander entfernt angeordnet, weshalb es nur beschränkt möglich ist, echten Raumklang zu erzeugen.

Analog oder digital?

Bei den Anschlüssen von Gaming-Headsets haben Sie häufig die Wahl zwischen einem analogen oder einem digitalen Anschluss. Analog bedeutet, dass die Kopfhörer über einen herkömmlichen 3,5 Millimeter Klinkenanschluss verfügen, den Sie dann an die entsprechende Gegenstelle der Audioquelle anstecken. Hier muss also der PC (oder die Spielekonsole, das Smartphone oder das Tablet) die Klangveredelung übernehmen. Das bietet sich vor allem an, wenn Sie eine hochwertige Audiolösung besitzen, wie weiter oben bereits erwähnt.

Gaming Headset Test
Hier die Unterschiede bei den Klinkensteckern: Oben sind zwei dreipolige Stecker für den Anschluss an den PC zu sehen, darunter befindet sich eine vierpolige Klinke, die auch Mikrofonsignale übertragen kann.

Ein digitales Headset bringt seine eigene Klangverarbeitung mit, weshalb Sie diese Versionen über USB anschließen müssen, da hier ein Datenaustausch mit dem System erfolgt. Die digitale Klangverarbeitung hört auf den Namen DSP (Digital Sound Processing) und bietet häufig – aber nicht immer – einen besseren Klang als herkömmliche Onboard-Soundchips, außerdem oft zuschaltbaren Raumklang und verschiedene Klangprofile für Filme, Musik oder bestimmte Spiele-Genres.

Bei vielen Gaming-Headsets müssen Sie sich davon aber nicht einschränken lassen, denn mittlerweile lassen sich viele Headsets analog oder digital betreiben, so dass man die DSP-Einheit bei Bedarf dazwischen schalten kann. So hat man größtmögliche Flexibilität.

Frequenzgang, Impedanz und Co.

Der Frequenzgang gibt den effektiven Bereich an, in dem das Headset einen klaren, gleichmäßigen Klang liefert. Die meisten Geräte decken einen Bereich von 20 bis 20.000 Hertz ab, was den vom Menschen hörbaren Frequenzen entspricht. Manche Geräte decken aber auch einen größeren Frequenzgang ab. Denn obwohl diese Frequenzen nicht hörbar sind, sind sie teilweise spürbar – was wiederum Auswirkungen auf die Wahrnehmung haben kann.

Die Impedanz wird in Ohm angegeben und beschreibt den Nennwiderstand der Gaming-Headsets. Je geringer dieser Wert ist, desto weniger Leistung ist notwendig, um den Lautsprechern Klänge zu entlocken – dafür klingen sie aber auch deutlich detailärmer. Geräte mit höheren Impedanzen klingen lauter und detailreicher, benötigen ab einem bestimmten Wert aber auch eine Kopfhörerverstärkung.

So haben wir getestet

Wir haben alle zwölf Gaming-Headsets gleich getestet: Als Hardware kam stets der weit verbreitete »Realtek High Definition«-Onboard-Soundchip auf der Hauptplatine Asus Crosshair VI Hero zum Einsatz. Um die Geräte auf Spieletauglichkeit zu prüfen, haben wir uns mit Teamkollegen via Discord zum Sprach-Chat verbunden und den Shooter »Battlefield 1« im Multiplayer gespielt. Zwischen all den Explosionen, Fahrzeuggeräuschen und abfeuernden Waffen mussten sich die Gaming-Headsets beweisen.

Gaming-Headset Test: Alle Testkandidaten
Alle Gaming-Headsets aus unserer ersten Testrunde.

Anschließend folgte eine Partie »Witcher 3: The Wild Hunt«, ein Action-Rollenspiel mit vielen Dialogen. Der Vollständigkeit halber haben wir uns auch noch auf Blu-ray einige Szenen der ersten Staffel »Game of Thrones« angesehen und darauf »Hotel California« von den »Eagles« angehört, denn dieser Song kann mit einer unglaublich breiten Klang-Facette aufwarten.

Alle Gaming-Headsets wurden ohne Voreinstellungen getestet, sprich es wurden keine speziellen Profile aktiviert oder Justierungen in Equalizern vorgenommen.

Gaming-Headset Test: Testsieger Beyerdynamic MMX300

Testsieger: Beyerdynamic MMX 300

Das beste Gaming-Headset ist und bleibt das Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation), das mit einer durchweg hohen Klangqualität und einem bequemen Tragekomfort begeistern kann. Dabei vergisst der Hersteller nicht die Gaming-spezifischen Funktionen und ermöglicht auch den Einsatz an Konsolen und Mobilgeräten. Und auch wenn der Preis für ein Gaming-Headset hoch ist – das Headset von Beyerdynamic ist unserer Meinung nach jeden Cent wert.

Testsieger

Beyerdynamic MMX 300

Test Gaming-Headset: Beyerdynamic MMX 300 (2. Generation)
Hervorragender Klang, hochwertige Verarbeitung und toller Tragekomfort zeichnen das Gaming-Headset aus Deutschland aus.

Dass das Headset an Modelle für Piloten erinnert, kommt nicht von ungefähr: Beyerdynamic stellt auch Headsets für Piloten her und kann hier auf jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken. Außerdem entwickelt und fertigt der Hersteller aus Heilbronn in Deutschland.

Gelungene Neuauflage eines Geheimtipps

Dem Produktnamen lässt sich bereits entnehmen, dass es sich beim Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation) um eine Nachfolgerversion handelt. Der Vorgänger war bereits bei Enthusiasten beliebt und ein Geheimtipp bei audiophilen Gamern.

Deshalb hat der Hersteller aus Heilbronn bei der Neuauflage nur Detailarbeit geleistet: Das Headset ist leichter geworden und das Anschlusskabel lässt sich nun komplett abstecken – ideal, wenn das Kabel klemmt und man mit aufgesetztem Headset aufsteht. Denn dann reißt es einem nicht das komplette Gerät vom Kopf, sondern es löst sich nur der Stecker. Und auch wenn Ersatz fällig wird, kann man sich einfach ein neues Kabel besorgen anstatt ein komplett neues Headset kaufen zu müssen.

Gaming-Headset Test: Beyerdynamic Mmx300
Klingt nicht nur gut, sondern sieht auch Klasse aus: Unser Testsieger Beyerdynamic MMX300.

Neu ist auch die Kabelfernbedienung, mit der man die Lautstärke über ein Drehrad regeln und das Mikrofon über einen Schiebeschalter stummschalten kann. Das Kabel misst 1,2 Meter und endet in einem vierpoligen, 3,5-Millimeter-Klinkenstecker. Damit lässt sich das MMX 300 an Tablets oder Smartphones anstecken und das Mikrofon des Headsets für Telefon- oder Videogespräche nutzen. Über eine Taste an der Kabelfernbedienung lassen sich Telefongespräche auf Knopfdruck annehmen und beenden.

Beyerdynamic MMX 300 (2nd Generation): Über die Kabelfernbedienung lässt sich die Lauststärke regeln, das Mikrofon stummschalten und Telefongespräche annehmen.

Mit im Lieferumfang befindet sich ein Verlängerungskabel mit einer Länge von 1,5 Metern, das in zwei dreipoligen 3,5-Millimeter-Klinkensteckern endet. Hierbei handelt es sich um den analogen Anschluss an den PC, bei dem Mikrofon und Sound voneinander getrennt angesteuert werden. Ein 6,5-Millimeter-Klinkenadapter ist ebenfalls mit von der Partie, um das Headset auch an Hifi-Anlagen anstöpseln zu können. Außerdem liefert der Hersteller noch eine Hartschalentransportbox mit.

Technik und Verarbeitung

Verbaut sind zwei 40 Millimeter große Neodym-Treiber, der Frequenzgang ist mit 5 bis 35.000 Hertz ausgesprochen hoch. Die Impedanz beträgt 32 Ohm, schließlich sollen auch Smartphones das Headset betreiben können. Die Ohrpolster sind mit Mikrofaser überzogen, was zwar Staub anzieht, aber der Träger fängt darunter nicht allzu schnell an, zu schwitzen.

Generell ist die Verarbeitung des Beyerdynamic MMX 300 durchweg hochwertig: Die Haltegabeln am Bügel sind aus Aluminium, die Ohrmuscheln aus mattem Kunststoff gefertigt. Der Bügel lässt sich mit einer feinen Rasterung beidseitig unabhängig an verschiedene Kopfgrößen anpassen.

Der Tragekomfort ist weich und angenehm und auch bei größeren Köpfen oder bei Brillenträgern drückt nichts. Wie bereits erwähnt, lässt der Mikrofaserüberzug einen gewissen Luftaustausch zu, sodass der Gamer keine heißen Ohren bekommt. Die Außengeräuschdämpfung ist dank geschlossener Bauweise gut, an die Dämpfung einer aktiven Geräuschunterdrückung kommt aber auch das teure MMX 300 nicht heran.

Beyerdynamic MMX 300 Ohrmuschel
Die Verarbeitung des Beyerdynamic MMX 300 ist durchweg hochwertig.

Die Anschlusskabel sind dick und stabil und verheddern sich kaum. Zu dem Preis hätten wir uns allerdings ummantelte Kabel gewünscht, die sind noch robuster und langlebiger. In Sachen Beleuchtung oder weiterer Technik gibt es nicht viel zu berichten: Beyerdynamic verzichtet auf LEDs am MMX 300. Eine Treiber-Installation ist nicht notwendig, da es sich um ein analoges Gaming-Headset handelt.

Klang-Test

In der wichtigsten Disziplin, dem Klang, leistet sich unser Testsieger keine Blöße. Im Gegenteil, er definiert die neue Referenz in Sachen Gaming-Headsets: Denn die eher warme Abstimmung des Klangbildes befindet sich fast auf dem Niveau eines Studioreferenz-Kopfhörers – kein Wunder, denn der MMX 300 ist fast baugleich zu dem Profi-Modell Beyerdynamic DT 770 M, das gerne von Toningenieuren benutzt wird.

Der Bass dringt fein differenziert in die Ohren, ohne dabei feine Klangdetails zu übertönen oder bei hohen Pegeln zu übersteuern. Dabei ist es egal, ob wir zocken, einen Film schauen oder einfach nur Musik hören, der Sound ist stets astrein.

Damit die MMX 300 ihr volles Potenzial entfalten können, muss allerdings auch der Medienzuspieler entsprechend gute Leistung bringen. Am Smartphone ist der Ton des Gaming-Headsets tatsächlich etwas dünner.

Mikrofon-Test

Neben dem Klang muss ein Gaming-Headset auch noch in einer anderen Disziplin überzeugen, nämlich bei der Sprachübertragung mit dem eingebauten Mikrofon. Beim Beyerdynamic MMX 300 handelt es sich hierbei um ein Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik – es ist also darauf ausgerichtet, hauptsächlich den Schall aus der Sprachrichtung des Trägers aufzufangen. Das soll unerwünschte Nebengeräusche verhindern. Ein recht dicker, schwarzer Schaumstoff um das Mikrofon herum dient als Windschutz.

Gaming-Headset Test: Testsieger Beyerdynamic MMX 300 Mikro
Beyerdynamic MMX 300: Das Mikrofon besitzt einen Poppschutz aus Schaumstoff.

Der Mikrofonarm lässt sich komplett nach oben oder unten klappen. Der Arm selbst ist sehr flexibel, sodass man ihn nach den eigenen Wünschen zurechtbiegen kann. Er bleibt dabei gut in Position und federt nicht zurück – sehr schön! Komplett abnehmen lässt sich das Mikrofon allerdings nicht, was wir etwas schade finden.

Die Sprache wird klar und deutlich übertragen, ein Grundrauschen können wir nicht feststellen. Allerdings bemerken wir, dass der Pegel etwas niedrig ist – hier genügt es aber, die Mikrofonverstärkung zu aktivieren und um einige Prozentpunkte anzuheben. Zisch- oder Popplaute fängt der Windschutz effektiv ab. Studioaufnahmequalität darf man aber natürlich nicht erwarten – das Beyerdynamic MMX 300 ist und bleibt ein Gaming-Headset.

Beyerdynamic MMX 300 im Testspiegel

Fast durchweg kann das Gaming-Headset bei den Kollegen der einschlägigen Fachmedien überzeugen. Wie zum Beispiel bei der PC Games Hardware, wo das Gerät aufgrund seiner guten Resultate sogar als Referenz unter den Stereo-Headsets geführt wird:

»Die Antwort auf die Frage, weshalb das Beyerdynamic MMX 300 unsere Referenz unter den Stereo-Headset war und in zweiter Generation zumindest vorerst auch bleibt, ist also komplex – es gibt eine Vielzahl Faktoren. Aber sie ist im Grunde gut zu vereinfachen: Das MMX 300 Generation 2 ist ganz einfach in den meisten Wertungskriterien deutlich überlegen.«

Es gibt aber auch Schwächen, wie Tester Philipp Reuter ausführt:

»Richtig, es hat keinen USB-Anschluss und benötigt – um die klanglichen Qualitäten auch wirklich auszureizen – eventuell einen guten Zuspieler in Form einer Soundkarte, USB-DAC oder zumindest einem guten Onboard-Sound. Und richtig, out-of-the-box können weder virtueller Surround-Sound, ein Equalizer oder Klangprofile genutzt werden – dazu wäre ebenfalls eine anderweitige Lösung nötig, beispielsweise via Soundkarte oder einer kostenlosen Software wie Razer Surround, Creative Acoustic Engine Light oder, ganz schnöde, via dem optionalen virtuellen Surround, den Sie nun optional in Windows 10 aktivieren können. Und nochmals richtig, bunt leuchten tut das klassisch-schlichte MMX 300 Generation 2 ebenfalls nicht.«

Doch diese Makel können das Gesamtbild nicht trügen, denn der Klang ist der Konkurrenz um Längen voraus, selbst im Hinblick auf den hohen Preis:

» Doch kann das Beyerdynamic MMX 300 Generation 2 dafür bei Komfort, Verarbeitung, dem erstklassigen Sound, dem sehr guten Mikrofon im Vergleich zu anderen Headsets dermaßen viele Punkte einholen, dass es selbst sehr gut ausgestattete und vergleichsweise gut klingende »Gaming-Headsets« in der Gesamtwertung abhängen kann.«

Auch Kollege Marc Sauter von Golem hat sich das MMX 300 (2nd Generation) aufgesetzt – und ist ebenfalls begeistert:

»Der Preis für das MMX 300 ist hoch, es zählt aber zu den besten Stereo-Headsets am Markt. Reine Kopfhörer mit Ansteckmikrofon mögen günstiger sein, sind aber eben kein Komplettpaket. Wir halten das Beyerdynamic für ein hervorragend klingendes Headset mit tadelloser Verarbeitung und sehr gutem Tragekomfort, das den Nutzer über viele Jahre hinweg verlässlich begleitet.«

Doch auch er erinnert daran, dass der Zuspieler nicht allzu schlecht sein darf:

»Um es voll genießen zu können, muss die Soundlösung – intern oder extern – aber einen entsprechenden Kopfhörerverstärker aufweisen.«

Lob erhält das Gaming-Headset auch von Kopfhoerer.de, die damit schließen, dass das Gerät durchaus auch hohen Ansprüchen gerecht wird:

»Der Beyerdynamic MMX 300 ist ein Headset für den Gaming-Dauereinsatz für gehobene Ansprüche. Sein Design ist schlicht und stylisch, seine Verarbeitung vorbildlich robust. Die Kopfhörer-Mikrofon-Kombination überzeugt sowohl mit ihrem optimalen Handling als auch klanglich.«

Nach Meinung des Testers Casten Kaiser ist das Preis-Leistungsverhältnis vollkommen gerechtfertigt:

»Vom ultra-weiten Frequenzgang über eine gute räumliche Auflösung bis hin zur eindrucksvollen Tiefbass-Wiedergabe lässt der MMX 300 in der Praxis schnell seinen Kaufpreis vergessen. Sein Preis/Leistungs-Verhältnis ist daher aufgrund seines Klangs und nicht zuletzt aufgrund seines Lieferumfangs gut.«

Bei Eurogamer kann das MMX 300 (2nd Generation) sogar den Award »Herausragend« abgreifen. Entsprechend deutliche Worte finden sich im Fazit:

»Also ja, auch in der zweiten Iteration verteidigt das MMX 300 seinen Titel als Referenz im Bereich der Spiele-Headsets. Robust verarbeitet, klanglich resolut, dynamisch, ohne Allüren, aber kräftig und mit einiger Brillanz gesegnet, ist der Headset-Oberbegriff hier zur Abwechslung mal kein Signalwort für Audiophile, hier doch dringlichst wegzubleiben. Schön.«

Alternativen

Das Beyerdynamic MMX 300 ist unser klarer Favorit, aber es hat einen gewaltigen Nachteil und das ist sein hoher Preis von 300 Euro. Wer so viel nicht ausgeben will, für den gibt es deutlich günstigere Alternativen.

Toller Allrounder

HyperX Cloud Alpha

Das HyperX Cloud Alpha ist eine empfehlenswerte Alternative zum doch recht teuren Testsieger. Die wohl größte Besonderheit dieses Modells ist das verbaute Zweikammersystem bei den Audiotreibern, das Verzerrungen unterbinden soll, ohne dabei das Klangbild zu vernachlässigen. Entgegen dem Trend, dass Gaming-Headsets vor allem auf einen wuchtigen Bass setzen, setzt HyperX hier auf eine deutlich ausgewogenere Wiedergabe. Das Zweikammernsystem trennt nämlich tiefe Frequenzen bis unter 600 Hertz von Mitten und Hochtönen. Das sorgt in der Praxis tatsächlich dafür, dass der Bass zwar satt ankommt, aber die anderen Klänge nicht übertönt. Der Klang ist so gut ausbalanciert, dass er sich auch problemlos für Musik und Filme eignet. Nur bei den Höhen fehlt uns der letzte Schliff.

Mit einem Gewicht von nur 298 Gramm ist das HyperX Cloud Alpha ein wahres Leichtgewicht. In Kombination mit den hochwertig verarbeiteten Materialien sitzt es selbst nach Stunden noch überaus angenehm auf dem Kopf. Und obwohl es sich um eine geschlossene Bauweise handelt, können wir nicht über heiße Ohren klagen. Das Gaming-Headset lässt sich sehr flexibel einsetzen, beispielsweise auch am Smartphone und an der Spielekonsole. Dabei steht sogar immer die Inline-Fernbedienung bereit, über die sich die Laustärke regeln oder das Mikrofon stummschalten lässt.

Apropos Spracheingabe: Der flexible Mikrofonarm lässt sich auch komplett abnehmen, eine Abdeckung für den Klinkenanschluss vermissen wir allerdings. In Sachen Sprachqualität gibt es kaum etwas zu meckern, an die Qualität eines Studiomikrofons kommt aber auch das Cloud Alpha nicht ran. Mit im üppigen Lieferumfang befindet sich auch eine Kabelverlängerung sowie eine Transporttasche aus Stoff. Wem der Testsieger zu teuer ist und wer ein vielseitig einsetzbares Headset mit einem toll ausbalancierten Klangbild sein Eigen nennen möchte, der kann getrost zum HyperX Cloud Alpha greifen.

Preis-Leistungstipp

Sharkoon Skiller SGH3

Test Gaming-Headset: Sharkoon Skiller SGH3
Das SGH3 überzeugt mit einer üppigen Ausstattung, einer tadellosen Verarbeitung und einem kräftigen Sound für Gamer.

In Sachen Preis-Leistungsverhältnis macht dem Sharkoon Skiller SGH3 so schnell niemand etwas vor. Das Headset wirkt im ersten Moment zwar etwas wuchtig, doch es sitzt sehr bequem auf dem Kopf und das flexible Band passt sich so ziemlich jeder Kopfgröße an. Der flexible Kopfbügel aus Metall in Kombination mit den glänzenden Sharkoon-Logos an den Außenseiten und den dicken, mit Kunstleder überzogenen Polstern sorgen für ein stilsicheres und hochwertiges Auftreten. Auch die Verarbeitung ist trotz des eher niedrigen Preises tadellos. Hinzu kommt, dass es sich hierbei nicht nur um ein analoges Klinken-Headset handelt, sondern der Hersteller auch gleich noch eine USB-Soundkarte mit integriertem 7.1-Surround-Sound mitliefert. Vor allem für PCs oder Notebooks mit schwachen Onboard-Soundchips ist das ein wahrer Segen.

Ab Werk integriert Sharkoon acht Klangprofile sowie drei Raumklang-Modi für Spiele, Musik und Film. In der Praxis lässt der Raumklang durchaus zu, dass wir Gegner verorten können. So ganz perfekt ist das Klangbild zu diesem Preispunkt natürlich nicht, was sich vor allem beim Musikhören bemerkbar macht. Denn stellenweise schwächelt es bei den Höhen. Weitere größere Patzer erlaubt sich das Gaming-Headset jedoch nicht. Der Bass ist schön satt und in den Mitten fehlt es uns an nichts – beides ist fürs Gaming besonders wichtig (getestet wurde mit der USB-Soundkarte).

Das flexible Mikrofon ist vollständig abnehmbar und überträgt Stimmen in einer respektablen Qualität, jedoch immer mit einem hörbaren und ständigen Hintergrundrauschen. Letzteres dürfte sich aber recht gut mit digitalen Verbesserungen beheben lassen. Das Sharkoon Skiller SGH3 ist für den aktuellen Preis fast schon unschlagbar, krasse Negativpunkte können wir tatsächlich nicht finden.

Noch günstiger

Roccat Renga Boost

Das Roccat Renga Boost ist eines der aktuellen Gaming-Headsets des Hamburger Herstellers und stellt ein Update des bereits 2016 erschienenen Roccat Renga dar. Es ist aufgrund des Klinkenanschlusses flexibel an vielen Geräten einsetzbar. Außerdem ist es eines der wenigen Headsets in diesem Test, das mit einer offenen Bauweise aufwarten kann. Dadurch bekommen Gamer deutlich mehr von der Außenwelt mit und die Ohren werden parallel angenehm belüftet. Außerdem ist es mit einem Gewicht von nur 210 Gramm sehr leicht und liegt selbst nach stundenlangem Zocken nicht schwer auf dem Kopf. Insgesamt lässt sich der Tragekomfort also definitiv als hoch bezeichnen.

Das federleichte Gewicht sorgt jedoch dafür, dass das Gaming-Headset nicht allzu hochwertig wirkt. Hierfür passt aber wiederum der recht günstige Preis. In Sachen Klang gibt es nur wenig zu bemängeln: Der Bass ist kräftig und selbst die Höhen klingen in Ordnung. Schade ist, dass gerade bei den wichtigen Mitten einige Töne untergehen. Das Mikrofon ist nicht abnehmbar und lässt sich nur hochklappen. Die Sprachübertragung ist allerdings nur Mittelmaß: Die Lautstärke ist recht niedrig und die Unterdrückung der Hintergrundgeräusche klappt nicht allzu gut. Die Stummschaltung des Mikros erfolgt über die Kabelfernbedienung, dort lässt sich auch die Lautstärke regeln. Im Übrigen ist das Anschlusskabel überdurchschnittlich lang.

Wer auf eine offene Bauweise beim Gaming-Headset einfach nicht verzichten will und für wen das geringe Gewicht eine große Rolle spielt, der kommt wohl kaum um das Roccat Renga Boost herum.

Drahtloses Technikwunder

Razer Nari Ultimate

Test Gaming-Headset: Razer Nari Ultimate
Ein vibrierendes Wireless-Headset mit beeindruckendem Raumklang und jeder Menge weiteren Features.

Das Razer Nari Ultimate ist vollgestopft mit Technik: Es überträgt den Klang kabellos im 2,4-GHz-Funknetz, die sogenannte HyperSense-Technik lässt die Ohrmuscheln passend zum Sound in mehreren Stufen vibrieren und der Raumklang THX Spatial sorgt für einen besonders umfassenden Rundumklang. Hinzu kommen gemütliche Ohrpolster, die mit einem kühlenden Gel gefüllt sind, damit Gamer auch nach ausgiebigen Gaming-Sessions nicht ins Schwitzen kommen. Tatsächlich lässt sich der Effekt während der Tests deutlich spüren. Insgesamt ist auch der Tragekomfort nicht von schlechten Eltern, wofür unter anderem auch das selbsteinstellende Kopfband sorgt.

Mit einem Gewicht von rund 430 Gramm macht sich das Gaming-Headset jedoch nach einiger Zeit recht deutlich bemerkbar, aber nicht unbedingt störend. Ein weiteres cleveres Feature ist die getrennte Steuerung von Spiel- und Chat-Audio: Damit lassen sich die Sprachübertragungen der Teamkollegen für eine klarere Kommunikation nach oben schrauben, während der Spielsound an sich auf dem vorherigen Niveau bleibt – ein richtig tolles Feature, auch wenn es nicht ganz neu ist. Mit an Bord ist auch eine (synchronisierbare) RGB-Beleuchtung und jede Menge Bedienelemente an den Ohrmuscheln. Letztere fallen allerdings etwas klein aus und sie sind ziemlich nah beieinander angeordnet, was eine Blindbedienung erschwert.

Die Vibrationstechnik lässt sich stufenlos verstellen oder auch komplett deaktivieren. In der Praxis vibrieren die Ohrmuscheln nicht einfach nur stur, sondern die Intensitäten sind in feine Ebenen unterteilt, was Gamer noch einmal etwas tiefer ins Geschehen eintauchen lässt. Während des Tests ist uns aber mehrmals aufgefallen, dass das korrespondierende Vibrieren nicht immer zu 100 Prozent zur Audiowiedergabe gepasst hat. Wer das alles nicht möchte, der kann das Headset auch einfach als reines Stereo-Headset über Klinke betreiben. Insgesamt liegt der Fokus des Gaming-Headsets deutlich auf den Tiefen – die Mitten und vor allem die Höhen kommen leider stets etwas zu kurz. Der Preis für das Razer Nari Ultimate ist außerdem recht hoch, was im Hinblick auf die gebotene Technik aber verständlich ist.

Außerdem getestet

Das Lioncast LX30 hat einiges zu bieten und das zum kleinen Preis von rund 40 Euro. Denn es glänzt nicht nur mit sauber und hochwertig verarbeiteten Materialien, sondern auch mit einem üppigen Leistungsumfang. So kommt der Nutzer zum Beispiel in den Genuss einer RGB-Beleuchtung, welche über die kostenlose Software steuerbar ist. Und auch der gebotene Klang über die 50-Millimeter-Treiber ist für diese Preisklasse recht gut und ausgewogen. Wenn auch die Mitten etwas stärker sein könnten, sind die Höhen dafür sehr ausgeprägt und der Bass kräftig. Hinzu kommt ein virtueller 7.1-Surround-Sound, der uns auf dem Schlachtfeld nicht im Stich lässt und Gegner leicht aufspüren lässt. Auch nach langen Zockersessions sitzt das Headset mit seinen Kunstleder-Ohrpolstern angenehm auf dem Kopf. Im Voice-Chat kann dann das abnehmbare Mikrofon mit einer nahezu rauschfreien Übertragung punkten.

Corsair Void Pro RGB

Das Corsair Void Pro RGB hat, wie der Name schon vermuten lässt, nicht nur eine recht satte RGB-Beleuchtung zu bieten, sondern auch eine latenzfreie Wireless-Übertragung und einen recht hohen Tragekomfort. Denn das Gaming-Headset sitzt auch nach langem Zocken immer noch angenehm, ohne Druckstellen zu verursachen. Und auch der recht ausgewogene Klang enttäuscht uns nicht, obwohl die Höhen etwas dumpf erklingen. Dennoch eignet sich der zuschaltbare, virtuelle 7.1-Surround-Sound bestens für alle Gefechte. Letzterer sorgt jedoch auch für einen Minuspunkt, da wir den Surround-Sound nur über die Software steuern können und wir keinen Schalter an der Ohrmuschel haben. Und auch bei der Sprachübertragung kann das Corsair Void Pro RGB überzeugen, lediglich der Preis von 120 Euro könnte den ein oder anderen abschrecken.

Die Neuheit aus dem Hause Logitech ist das Logitech G332. Das preiswerte Gaming-Headset ist bereits ab einem schmalen Preis von rund 60 Euro im Handel erhältlich und hat dennoch einiges zu bieten. Nicht nur haptisch anspruchsvolle Materialien, wie den metallenen Kopfbügel und den sauber verarbeiteten Kunststoff, sondern auch die mit Kunstleder überzogenen Ohrpolster. Daher bietet das Logitech G332 einen recht hohen Tragekomfort. Doch auch der Klang des Stereo-Headsets kann punkten, denn der Nutzer kommt in den Genuss von satten Bässen und ausgewogenen Höhen und Mitten. Das Klappmikrofon überträgt die Sprache recht gut, bis auf einen leichten Hall im Hintergrund. An der linken Ohrmuschel befindet sich außerdem noch ein Regler für die Lautstärke. Der Anschluss des Headsets erfolgt über einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker und eine Y-Weiche. Mit diesem Gaming-Headset machen Einstiegsgamer kaum etwas falsch, nur gibt es bereits Modelle von der Konkurrenz mit einem üppigeren Funktionsumfang zum gleichen Preis.

Zusätzlich zum Logitech G332 hat der Hersteller noch ein weiteres Gaming-Headset auf den Markt gebracht: Das Logitech G432. Das baugleiche Modell unterscheidet sich optisch vor allem durch die blaue statt rote Farbgebung. Außerdem befindet sich im Lieferumfang ein USB-Adapter für virtuellem 7.1-Surround-Sound am PC oder Mac. Auch das Klangbild mit dem satten Bass und die Sprachübertragung mit einem leichten Hall sind gleich zum G332. Kommt allerdings der USB-Adapter zum Einsatz, kann der Nutzer die kostenlose Software Logitech G Hub verwenden, um den Surroundsound zu aktivieren und auch selbst definierte Klangprofile zu hinterlegen. Somit lässt sich der Klang verfeinern und den eigenen Vorlieben anpassen. Für PC-Gamer lohnt sich daher der Griff zu dieser rund 20 Euro teureren Variante, Konsolenspieler hingegen können diese Klangoptimierung nicht nutzen.

Steelseries Arctis Pro

Das recht hochpreisige Steelseries Arctis Pro kann mit einem üppigen Leistungsumfang punkten. Denn gerade der hohe Tragekomfort fällt uns sehr positiv auf und auch nach langem Tragen ist das Headset immer noch sehr bequem. Den ein oder anderen könnte das flexible Kopfband stören, jedoch ist es in unserem Test auch bei kleinen Köpfen sehr angenehm. Und auch der stimmige Sound im Gameplay und auch beim Musikgenuss kann uns überzeugen. Das ausziehbare Mikrofon ist ebenfalls keine Enttäuschung und überträgt unsere Sprache klar und ohne Hintergrundgeräusche. Ein besonderes Extra stellt die Chat-Mix-Dial-Funktion dar, die ein situationsabhängiges Mischen der Tonspuren zulässt. So kann der Nutzer entscheiden ob nun der Sound des Spiels überwiegen soll, oder der Voice-Chat. Trotz der gebotenen Funktionen, die zahlreich und hochwertig ausfallen, ist der aktuelle Preis von 150 Euro recht hoch angesetzt.

Asus ROG Strix Fusion Wireless

Das Asus ROG Strix Fusion Wireless bietet neben einer stabilen, kabellosen Übertragung auch einen recht hohen Tragekomfort. Dabei überzeugt es mit einem angenehmen Anpressdruck und bequemen Ohrpolstern auf den 50-Millimeter-Treibern. Und auch klanglich kommt der Nutzer nicht zu kurz, denn der Sound ist nicht nur im Gameplay sehr präzise und stimmig, sondern auch beim Musikgenuss. Einen satten Bass, klare Mitten und feine Höhen bringt das Asus ROG Strix Fusion Wireless hervor. Die Sprachübertragung könnte durchaus etwas klarer sein und auch die Lautstärkeregelung dürfte nicht Jedermann gefallen. Letztere befindet sich als Touch-Steuerung auf der linken Ohrmuschel und kann auch nach etwas Übung leicht knifflig sein. Für die Mute-Funktion klappt der Nutzer das Mikrofon hoch, somit ist es auch sauber aufgeräumt. Der recht hohe Preis von 150 Euro ist aufgrund der gebotenen Leistung jedoch gerechtfertigt.

Das Roccat Khan Pro ist das einzige Gaming-Headset in diesem Test, dass die »Hi-Res Audio«-Zertifizierung trägt. Dieses Siegel stellt sicher, dass das Headset auch für die Wiedergabe von hochauflösendem Tonmaterial geeignet ist. Nur die wenigsten Spiele bieten allerdings einen solchen Klang an. Trotzdem: Der Klang kann überzeugen, auch wenn er nicht das Volumen des Testsiegers erreicht. Auch die Verarbeitung und der Tragekomfort stimmen, denn es ist mit 230 Gramm das leichteste Gaming-Headset im Test – hier entsteht auch nach Stunden kein unangenehmer Druck. Begeistert waren wir auch vom Mikrofon: Die Sprache wird fast schon auf dem Niveau eines freistehenden Kondensatormikrofons übertragen. Schön finden wir auch, dass sich das Headset dank des mitgelieferten Klinkenadapters an vielen Plattformen einsetzen lässt.

HyperX Cloud Revolver

Das HyperX Cloud Revolver kann vor allem dank satter Bässe und einem kräftigen Klang in Spielen überzeugen. Hinzu kommt ein sehr angenehmer, fast schon luftiger Tragekomfort. Das liegt an der halboffenen Bauweise, die den Gamer nicht komplett von der Außenwelt abschottet und Nebengeräusche hörbar zulässt. Das hat Vor- und Nachteile, die jeder Spieler für sich abwägen muss. Dank mitgeliefertem Kabel und Adapter lässt sich das Headset auch flexibel an anderen Geräten wie Konsolen, Smartphones oder Tablets betreiben. Und wer das Mikrofon nicht braucht, kann es komplett abnehmen. Apropos: Bei Sprachübertragungen kann uns dieses Modell nicht komplett überzeugen, der Klang ist für den Preis aber erste Sahne.

Logitech G933 Artemis Spectrum

Das drahtlose Gaming-Headset Logitech G933 Artemis Spectrum kann am PC mit einem tollen Raumklang überzeugen. Der kabellose Betrieb funktioniert auch an Spielekonsolen oder am TV, dann allerdings nur in Stereo – aber auch hier liefert das G933 gut ab. Der Ausstattungs- und Leistungsumfang ist üppig: An den Ohrmuscheln befinden sich viele Tasten, die sich größtenteils auch frei belegen lassen und über die man das Wireless-Headset komplett steuern kann. Die vielen Bedienelemente können einen aber auch überfordern. Clever: Der Akku ist austauschbar und der kleine USB-Dongle für den Drahtlos-Betrieb lässt sich im Headset verstauen. Noch cleverer: Während des Zockens kann man beispielsweise auch das Smartphone zusätzlich anstöpseln und somit eingehende Anrufe annehmen und Gespräche führen. Natürlich ohne, dass es die Teamkollegen im Chat mitbekommen.

Beim Razer Tiamat 2.2 V2 sind in jeder Ohrmuschel zwei Lautsprecher verbaut, die einen überdurchschnittlich starken Bass erzeugen. Tatsächlich bietet das Headset krasse Tiefen, die jedoch nicht fein abgestimmt sind – alles wummert eher. Dabei gehen leider auch einige Höhen und Mitten verloren. Bei Verarbeitung und Tragekomfort muss sich der Hersteller aber nichts vorwerfen lassen. Das Gaming-Headset lässt sich auch unterwegs einsetzen, da es neben den klassischen 3,5-Millimeter-Klinkenanschlüssen auch über einen vierpoligen Stecker verfügt. Über die Kabelfernbedienung ist auch die Kontrolle der Lautstärke und die Mikrofonstummschaltung möglich. Beim Mikrofon gibt es bis auf ein leichtes Hintergrundrauschen nichts zu bemängeln.

Das HyperX Cloud II ist ein durchweg solides Gaming-Headset, das mit seinen großen 53-Millimeter-Stereolautsprechern einen satten und voluminösen Klang liefert. Auch der Tragekomfort ist sehr hoch. Das Design ähnelt dem unseres Testsiegers von Beyerdynamic. Das HyperX Cloud II lässt sich rein analog mit dem System verbinden oder via USB 2.0, das dank integriertem DSP auch 7.1-Raumklang liefern kann – und das sogar sehr gut. Allerdings fällt uns bei der Surround-Wiedergabe ein leicht schwächerer Bass als im Stereobetrieb auf. Beim Lieferumfang lässt sich der Hersteller nicht lumpen und packt neben einer Nylon-Tasche auch einen Flugzeugadapter und Ersatz-Ohrpolster mit Stoffüberzug mit dazu. Außerdem lässt es sich auch an vielen anderen Plattformen anschließen. Das komplett abnehmbare Mikrofon liefert ebenfalls gut ab. Für den Preis machen Sie kaum etwas falsch.

Auch das Logitech G430 lässt sich rein analog oder via USB betreiben, bei letzterem dann inklusive 7.1-Surround-Sound. Im Vergleich zum HyperX-Modell wirkt dieses Headset aber in Sachen Design etwas futuristischer. Die Ohrpolster sind mit Stoffgitter überzogen, was für einen angenehmen, luftigen Sitz sorgt. Zudem lassen sie sich für die Reinigung einfach abnehmen. Beim Klang stellen wir fest, dass der Bass etwas zu sehr im Vordergrund steht. Der Raumklang ist aber abgesehen davon ziemlich gut. Nur beim Mikrofon stellen wir ein Hintergrundrauschen fest – ansonsten geht die Übertragung in Ordnung.

Sharkoon Skiller SGH1

Das Sharkoon Skiller SGH1 überraschte uns: Zum einen liefert der Hersteller trotz des günstigen Preises eine Transporttasche und Wechsel-Ohrpolster mit Mikrofaserüberzug mit. Zum anderen lässt es sich auch an Spielekonsolen und an Mobilgeräten anstöpseln. Aufgrund des geringen Gewichts lässt sich das SGH1 angenehm tragen, nur auf kleineren Köpfen mag es nicht so recht sitzen bleiben. Auf eine Raumklang-Umschaltung muss man allerdings verzichten, dafür muss man auf Software-Lösungen ausweichen. Das Klangbild ist im Allgemeinen etwas dumpf. Typisch für Gaming-Headets ist aber auch hier wieder ein kräftiger Bass und ein Fokus auf die Mitten – feine Höhen gehen etwas verloren. Das Mikrofon lässt sich komplett abnehmen und überträgt solide, nur fehlt es hierbei an Details und die Sprache wirkt etwas gedämpft. Dennoch: Im Hinblick auf den günstigen Preis stimmen Leistung und Verarbeitung.

DLAND Gaming-Headset

Das DLAND Gaming-Headset kann beim Design nicht gerade mit edler Haptik punkten. Es kommt ausschließlich Kunststoff zum Einsatz und die Verarbeitung ist nur Mittelmaß. Und erst die Lieferung: Anstatt in einer herkömmlichen Umverpackung aus Pappe wird das Gerät in einem durchsichtigen Plastikbeutel geliefert, in dem sich auch noch eine rein englischsprachige und nicht allzu ausführliche Anleitung befindet.

Gaming-Headset Test: DLAND
Kein Witz: So wird das DLAND Gaming-Headset verschickt!

Glücklicherweise liefert das Headset einen annehmbaren Klang, klangliche Höhepunkte darf man zu diesem Preis freilich nicht erwarten. Der Mikrofonarm ist zwar hochklappbar, aber ansonsten komplett unbeweglich. Daher kommt es bei der Sprachübertragung zu merklichen Lautstärkeschwankungen, außerdem sind Zisch- und Popplaute unangenehm hörbar. An anderen Geräten außer dem PC lässt sich das Gerät nicht einsetzen – es sei denn man verzichtet auf das Mikrofon, denn einen vierpoligen Anschluss besitzt das DLAND-Modell nicht. Der Tragekomfort ist ebenfalls bestenfalls annehmbar und längst nicht so komfortabel wie bei den anderen Gaming-Headsets.

PC ArkarTech Gaming-Headset

Das PC ArkarTech Gaming-Headset ist eigentlich das Kotion Each G2000, der unter einer anderen Produktbezeichnung angeboten wird. Das G2000 besitzt eine Beleuchtung via USB und das nicht nur an den Außenseiten der Ohrmuscheln, sondern auch an der Spitze des Mikrofonarms. Der ist aber wiederum nicht flexibel, was in einer leisen und auch sehr dumpfen Sprachübertragung resultiert. Der Tragekomfort ist sehr stramm und nach einiger Zeit unangenehm. Der Klang ist dafür sehr kräftig, neigt aber wiederum bei hoher Lautstärke zum Übersteuern.

Auch beim Sades SA-810 werden wir nicht den Eindruck los, dass es aus der gleichen Produktionsstätte stammt. Im Vergleich zu den anderen günstigen Gaming-Headsets liegt diesem Modell immerhin ein Kabel bei, um es auch an Mobilgeräten oder Spielekonsolen anzuschließen – rein analog via Klinke, versteht sich. Sind die Erwartungen an den Klang nicht allzu hoch, wird man auch nicht enttäuscht. Nur mit der schwankenden Sprachübertragung über das Mikrofon können wir uns nicht anfreunden und auch die Verarbeitungsqualität ist nicht die beste. Uns kommt hier der Begriff »Plastikbomber« in den Sinn. Für Einsteiger oder gelegentliche Gamer ist es aber durchaus geeignet.

40
Kommentare

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Andreas
Andreas

Wenn ich lese alles Beste und sehe dann so eine Auswahl in einem Testbericht. Sehr schlecht.

Ryma
Ryma

Für 300 Euro für das Beyerdynamic MMX 300 Headset hätte ich Wireless erwartet

Andreas
Andreas

Dumm nur das wireless nicht so gut wie Kabel ist.

Simon Waiblinger
Simon Waiblinger

Corsair Void Pro nicht im Test enthalten. Grober Patzer! Stärkster Konkurrent für Logitechs Artemis Headset meiner Meinung nach.

Phillip Ziegler
Phillip Ziegler

Keine Astros?

Sebastian Machthuemer
Sebastian Machthuemer

Astro san nd wiakli vergleichboa mit de se san zwoa vom Namen her bekannt aber sound/klangtechnisch kennans nd mithalten do san kabelheadsets bissl bessa ois wirelessheadsets

Matthias E.
Matthias E.

was ist da los? Schlaganfall?

Andreas Kieweg
Andreas Kieweg

Kein Astro kein Tritton ?

Imer Beluli
Imer Beluli

Wann verlost ihr die Headsets?

Peter Positive
Peter Positive

Sennheiser Stereo Headset plus externes mic ?! Anyone ?

Jan Velten
Jan Velten

Oder einfach Beyerdynamic DT 770 Pro mit separatem Mic. 150 euro billiger. Hervorragend.

Mateusz Tobiasz
Mateusz Tobiasz

Endlich einer der Ahnung hat

Leon Beisse
Leon Beisse

Bis auf das MMX300 war nur Müll dabei

Bernhard Rausch
Bernhard Rausch

Finde diesen Test etwas Oberflächlich!
Was ist mit dem
Roccat Kave XTD 5.1 Digital füpr 160 Euro und mit dem Teufel Cage für ebenfals dem Preis? Finde da eher wenig akzeptanz für diesen test da ein Gamer sich auch gutes Werkzeug kauft sollte die Preisspanne auch vertreten sein.

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Manuel van Heynsbergen
Manuel van Heynsbergen

Und wo ist das Plantronics RIG?

Miken Dren
Miken Dren

schade, kein ROG dabei

Kai Köhler
Kai Köhler

Khan Pro! Ist’n geiles headset