Das beste Gaming-Laptop

Das beste Gaming-Notebook ist das Alienware 15 R3. Es stellt alle aktuellen Spiele in höchsten Details dar, punktet mit guter Verarbeitung und hat sogar noch Leistungsreserven für 4K-Monitore in Petto. Dank vielfältiger Anschlüsse ist es zudem zukunftssicher.

Wer professionelles Gaming zum Hobby hat, der kommt um ein extra Gaming-Laptop nicht herum. Vor allem was die Grafik anbelangt sind normale Laptops nicht in der Lage die aktuellsten Spiele in höchster Auflösung ruckelfrei und flüssig wiederzugeben. Die Hersteller wissen das und haben ihr Sortiment dementsprechend ausgebaut. Gaming-Laptops gibt es mittlerweile einige auf dem Markt.

Wir haben uns vier Modelle namhafter Hersteller angesehen. Was den Preis angeht wird dem ein oder anderen sicher kurz der Atem wegbleiben – zwischen 2.000 und 3.000 Euro muss man auf den Tisch legen. Echte Gamer sind dazu aber bereit und bekommen das beste, was die Hersteller gerade zu bieten haben.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Dell Alienware 15 R3-7062

Test Gaming-Laptop: Dell Alienware 15 R3-7062
Zukunftssicher: Mit dem Alienware sind Sie für die nächsten Jahre auf der sicheren Seite. Enorme Leistungsreserven garantieren flüssiges Spielen auch der zukünftigen Spielegenerationen.

Der Markt für hochwertige Gaming-Laptops ist dicht besiedelt. Dennoch kann uns das Alienware 15 R3 überzeugen: Das 15-Zoll-Flaggschiff punktet mit einem tollen Gehäuse und Leistungsreserven, die auch die kommenden Spiele-Generationen stemmen werden. Hinzu kommen sinnvolle Extras wie die Unterstützung von Nvidia G-Sync, Thunderbolt 3 und HDMI 2.0.

Lediglich die Abstriche beim Display und die hohe Wärme- und Lärmentwicklung trüben den sehr guten Gesamteindruck ein wenig.

All-in: MSI GT73VR 7RF Titan Pro

Wer keinerlei Abstriche bei den Komponenten machen will, findet im MSI-Modell sein Gaming-Nirvana.

Das MSI GT73VR7RF Titan Pro ist das Gaming-Laptop schlechthin – doch das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Es ist nochmal knapp etwas teurer als unser Favorit, doch dafür bekommt man auch einiges mehr an Leistung. Verbaut wurde unter anderem die Geforce GTX 1080 – die derzeit schnellste Mobil-Grafikkarte.

32 Gigabyte Arbeitsspeicher sind ab Werk auch schon dabei, unseren Testsieger muss man aufrüsten, wenn man mehr haben möchte. Wer den Top-Gaming-Laptop will, kommt am MSI nicht vorbei.

Wuchtige Alternative: ASUS ROG G752VS

Test Gaming-Notebook 2017: ASUS ROG G752VS
Das Asus-Notebook bietet vergleichbare Leistung und punktet bei den Extras. Es ist aber vergleichsweise klobig.

Was bei unserem Testsieger etwas negativ auffiel ist beim ASUS ROG G752VS der Pluspunkt: Das Display. Es ist blickwinkelstabil und schaltet schnell um. Leider wirkt das Notebook im Ganzen eher wuchtig und für ein Gaming-Laptop ist die Akkulaufzeit zu kurz.

Gegen einen mobilen Gebrauch spricht außerdem das hohe Gewicht. Wer allerdings eine Alternative für zu Hause sucht, bekommt hier trotz allem ein gutes Gerät.

Günstiger Allrounder: Acer Aspire V15 Nitro

Test Gaming-Notebook 2017: Acer Aspire V15 Nitro
Mobiler, günstiger und genug Dampf für FullHD-Gaming: Acer bietet mit dem Aspire V15 Nitro eine interessante Alternative.

Erstaunlich günstig kommt man mit dem Acer Aspire V15 Nitro an ein Gaming-Laptop. Es kostest nur die Hälfte des Preises unseres Testsiegers und bringt so gut wie alle aktuellen Spiele ruckelfrei auf den Display. Auf Extras wie G-Sync oder 120 Hertz kann man zu diesem Preis nicht hoffen und auch die Verarbeitung ist nicht mit dem Alienware 15 R3 zu vergleichen. Trotzdem ist die Preis-Leistung nicht zu schlagen.

Zukunftssicherer ist man aber auf jeden Fall mit unserem Favoriten – es ist fraglich, ob der Acer die Spiele der kommenden Jahre noch genauso gut wiedergeben kann.

Vergleichstabelle

TestsiegerAll-inWuchtige AlternativeGünstiger Allrounder
Modell Dell Alienware 15 R3-7062 MSI GT73VR 7RF Titan Pro ASUS ROG G752VS Acer Aspire V15 Nitro
Test Gaming-Laptop: Dell Alienware 15 R3-7062Test Gaming-Notebook 2017: ASUS ROG G752VSTest Gaming-Notebook 2017: Acer Aspire V15 Nitro
Pro
  • Sehr edles Design
  • Zukunftssicher
  • Tolle Grafikleistung
  • Schnellste Grafikkarte die es zur Zeit gibt
  • Von allem nur das Beste
  • Gutes Display
  • Viel Leistung
  • Viele Anschlüsse
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Für aktuelle Spiele ausreichend
Contra
  • Nur 12 Monate Garantie
  • Relativ schwer
  • Sehr teuer
  • Sehr geringe Akkulaufzeit
  • Schwer und damit nicht wirklich mobil
  • Für Spiele der neuen Generation eventuell nicht mehr ausreichend
  • Vergleichsweise sehr günstig
Bester Preis
Technische Daten  

Mobiles Gaming

Zocken am PC kann man schon lange nicht mehr nur mit den dicken Desktop-Rechnern. Wer bereit ist, entsprechend zu investieren, hat eine riesige Auswahl an Gaming-tauglichen Notebooks, aus denen er wählen kann. Dabei spielt die Wahl der richtigen Komponenten eine noch viel größere Rolle, als es im klassischen PC-Tower der Fall ist.

Aufrüsten ist bei Notebooks kaum möglich

Denn: Lassen sich am Desktop wichtige Elemente wie Grafikkarte oder Mainboard bei Bedarf tauschen, sieht es bei Notebooks mit dem Aufrüsten eher mau aus. Macht aber nichts! Die aktuelle Generation an Gaming-Notebooks bietet genug Leistungsreserven, auch in den kommenden Jahren noch Spiele mit hohen oder sogar den höchsten Grafik-Einstellugnen ruckelfrei darzustellen.

Gaming-Laptops befreien Top-Spiele wie Overwatch, Dawn of War III oder Battlefield 1 von ihren Schreibtischfesseln. Wer auch mal auf dem Sofa, im Garten oder natürlich auf LAN-Partys oder gar E-Sport-Turnieren spielen will, findet hier die perfekte Lösung.

Grafikleistung: Pascal macht den Unterschied

Vor allem die Kombination aus Prozessor und verbauter Grafikkarte spielt im Gaming-Sektor eine entscheidende Rolle. Hier sind vor allem Intel und Nvidia die Platzhirsche. Intels aktuelle Core-i5- und Core-i7-CPUs der Kaby-Lake-Generation bilden eine solide Basis dafür, aktuelle Top-Titel mit ordentlicher Geschwindigkeit auf den Bildschirm zu hieven.

Entscheidender für die »Gaming-Währung« Bilder-pro-Sekunde oder auch »FPS« (Frames per second) ist aber nach wie vor die Grafikkarte. Wer hier das Maximum herausholen will, kommt nicht um die aktuelle Grafikkarten-Generation aus dem Hause Nvidia herum. Die auf der so genannten Pascal-Architektur basierenden Karten der Geforce GTX 10-Serie sind im Moment nicht nur am Desktop, sondern auch in Notebooks beinahe konkurrenzlos.

Im Notebook-Bereich sind vor allem die Mobile-Versionen der GTX 1060 und GTX 1070 der Stand der Dinge. Die günstigere Geforce GTX 1060 bietet genug Leistung, um so gut wie alle aktuellen Spiele in FullHD-Auflösung und mit vollen Details ruckelfrei darzustellen. Die GTX 1070 bietet im direkten Vergleich noch einmal rund 15 bis 20 Prozent mehr Leistung. Das ist vor allem im Hinblick auf die nächsten Jahre interessant: Künftige Games werden höhere Anforderungen an die Grafikkarte stellen.

Grafikkarten von Nvidia sind das Nonplusultra

Die Wahrscheinlichkeit, dass die GTX 1070 auch 2018 und darüber hinaus genug Leistung für die FullHD-Auflösung aktueller Gaming-Notebooks hat, ist hoch. Wer das Nonplusultra in Sachen mobiler Grafikleistung sucht, muss zu einem Notebook mit dem mobilen Topmodell GTX 1080 greifen. Entsprechend ausgestattete Notebooks liegen aber oft im Preissegment jenseits der 3.000 Euro-Marke.

Übrigens: Wer sich für die Technologie interessiert, erhält mit einem aktuellen Pascal-Notebook auch genug Grafikleistung für das Gaming mit VR-Brille. Sowohl unser Testsieger als auch die Alternativen bieten genug Ressourcen, um via HTC Vive oder Oculus Rift in virtuelle Welten einzutauchen.

Generell gilt, dass nicht nur Spiele von der enormen Leistung profitieren. Gewissermaßen nebenbei stemmen Top-Notebooks wie unser Testsieger auch anspruchsvolle Anwendungen wie beispielsweise Videoschnitt mit Bravour. Wer ein hochgezüchtetes Gaming-Notebook kauft, erhält also auch eine mobile Workstation oder sogar einen vollwertigen Desktop-Ersatz.

Unser Favorit: Alienware 15 R3

Im großen Dschungel der Gaming-Notebooks das beste Modell auszuwählen, fiel uns nicht leicht. Freilich wird kaum ein Bereich des Computer-Marktes so kontrovers diskutiert wie alles, was mit Gaming zu tun hat. Nach intensiven Diskussionen haben wir uns für das Alienware 15 R3 in der Top-Ausstattung mit Intel Core i7 und Nvidia Geforce GTX 1070 entschieden.

Testsieger: Dell Alienware 15 R3-7062

Test Gaming-Laptop: Dell Alienware 15 R3-7062
Zukunftssicher: Mit dem Alienware sind Sie für die nächsten Jahre auf der sicheren Seite. Enorme Leistungsreserven garantieren flüssiges Spielen auch der zukünftigen Spielegenerationen.

Zum durchaus stolzen Preis von rund 2.500 Euro erhalten Gamer hier eine herausragende Leistung, ein sehr gut verarbeitetes Gehäuse und eine zukunftssichere Ausstattung.

Höchstleistung auf allen Ebenen

In der bestmöglichen Konfiguration bietet das Notebook der Dell-Marke Alienware alles, was ein modernes Gaming-Gerät benötigt. Das beginnt schon beim Prozessor: Der in der Top-Version verbaute Intel Core i7-7700HQ bearbeitet dank Intel Hyper-Threading bis zu acht Prozesse parallel, wovon mittlerweile immer mehr Spiele profitieren.

Auch mit externem 4K-Monitor ist Gaming problemlos möglich

Im Zusammenspiel mit der verbauten Nvidia GeForce GTX 1070 hievt das Alienware 15 R3 praktisch alle aktuellen Top-Games in vollen Details über die magische 60-FPS-Grenze. Doch das ist noch nicht alles: Selbst in der aktuellen Königsdisziplin, nämlich dem Gaming auf einem externen 4K-Bildschirm kommt das Alienware-Notebook nur selten an seine Grenzen. Wer konstant auf einem UHD-Schirm spielen und trotzdem mobil sein will, sollte allerdings dennoch an ein Modell mit GTX 1080 denken.

Was das Alienware 15 R3 angeht, lehnen wir uns ein wenig aus dem Fenster und behaupten, dass es auch in den nächsten Jahren noch genug Dampf für neue Grafik-Hammer bieten wird. Das gilt erst recht, wenn ohnehin hauptsächlich auf dem internen Display gezockt wird. Das löst nämlich »nur« in FullHD auf, was eine GTX 1070 so gut wie nie ins Schwitzen bringt.

Apropos Display: Hier geht Alienware einen interessanten Weg und bietet seinen Kunden zwei Optionen. So gibt es das 15 R3 wahlweise mit einem blickwinkelstabilen IPS-Display oder einem klassischen TN-Panel. Der Clou: Das TN-Panel arbeitet mit 120 Hertz doppelt so schnell wie die IPS-Version. Die kurzen Umschaltzeiten kommen vor allem in schnellen Shootern wie Overwatch oder Counter-Strike zur Entfaltung, in denen Millisekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Die IPS-Version punktet hingegen mit etwas kräftigeren Farben und deutlich stabileren Kontrasten bei seitlicher Betrachtung. Unserer Meinung nach lohnt sich der Griff zur 120er-Variante vor allem dann, wenn Shooter oder andere Action-Games präferiert werden.

Beide Display-Varianten unterstützen Nvidias G-Sync-Technologie. Die sorgt dafür, dass die Bildwiederholrate des Bildschirms mit der aktuellen Framerate im Spiel synchronisiert wird. In der Praxis sorgt dies vor allem bei Frameraten unter 60 FPS für ein deutlich flüssigeres Spielerlebnis ohne störendes »Tearing«.

Für ein Gaming-Notebook bringt G-Sync in der Praxis tatsächlich große Vorteile. Das gilt vor allem im Hinblick auf künftige Spiele, die nicht mehr problemlos mit mehr als 60 FPS laufen. Mehr über die Effekte von G-Sync erfahren Sie im Test unseres besten Gaming-Monitors.

Bei Vollauslastung sinkt die Akkulaufzeit rapide

Auch die sonstigen Komponenten des Alienware 15 R3 können überzeugen. So sorgt das verbaute WLAN-Modul für hohe Übertragungsraten, alternativ können Online-Gamer auch über die Gigabyte-Ethernet-Schnittstelle zocken. Je nach Konfiguration kommt das Alienware-Notebook zudem mit einer flotten 256-Gigabyte großen NVMe-SSD, die mit hohen Transferraten für kurze Boot-Zeiten sorgt.

Große Spiele landen auf Wunsch auf einer 2,5-Zoll großen HDD mit 1 Terabyte Kapazität. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann das Alienware-Notebook vergleichsweise einfach per m.2-SSD aufrüsten. Auch der DDR4-Arbeitsspeicher lässt sich bei Bedarf durch den Austausch der beiden Riegel von 16 auf 32 Gigabyte erweitern.

G-Sync sorgt dafür, dass Spiele deutlich flüssiger laufen.

Eher unspektakulär, aber in der Kategorie auch nicht ungewöhnlich, ist die Akkulaufzeit. Wer nicht zockt, kann das Alienware-Notebook rund fünf bis sechs Stunden ohne Netzteil nutzen. Unter Volllast ist hingegen nach weniger als zwei Stunden Schluss. Das reicht für eine entspannte Runde Overwatch nach Feierabend, für längere Gaming-Sessions ist das Netzteil aber Pflicht.

Edle Verarbeitung, viele Anschlüsse

Alienware setzt bei seiner aktuellen Produktreihe auf hochwertige Aluminium-Gehäuse. Tatsächlich mutet das 15 R3 schon beim ersten Kontakt überaus edel an. Ob Gehäuserahmen, Display-Scharniere oder Eingabegeräte, alles wirkt stabil und wie aus einem Guss. Die Kehrseite: Mit einem Gewicht von über 3 Kilogramm ist das Gaming-Notebook alles andere als ein Leichtgewicht. Im Vergleich zu vielen anderen Gaming-Notebooks wirkt die Optik des Alienware-Vertreters aber erfreulich seriös.

Tastatur und Trackpads von Laptops sind traditionell Geschmacksache. Unserer Meinung nach macht das Alienware 15 R3 hier aber fast alles richtig. Die Tasten bieten einen angenehmen Druckpunkt und ermöglichen nicht nur bei schnellen Games, sondern auch beim Schreiben längerer Texte eine angenehme Steuerung.

Zukunftssichere Anschlüsse und edles Design

Gaming-typisch hat Alienware links neben das Keyboard eine Reihe von Makro-Tasten verpackt, über die per Software komplexe Manöver in Spielen ausgelöst werden können. Auch das Trackpad überzeugt mit einer angenehmen Haptik, ordentlicher Präzision und sauberem Druckpunkt der Tasten. Wer abseits von Shootern ohne Maus arbeiten will, wird hier durchaus glücklich.

Das Gehäuse punktet aber nicht nur bei seiner Verarbeitung, auch in Sachen Anschlüssen erfüllt es aktuelle Standards. So verbaut Alienware neben zwei klassischen USB-3-Ports auch einen USB-C-Anschluss, der den zukunftssicheren Thunderbolt-3-Standard unterstützt. Ebenfalls dabei ist ein HDMI-2.0-Anschluss, der auch 4K-Monitore ansprechen kann. Alternativ dazu können externe Displays per Mini-Displayport oder über den angesprochenen Thunderbolt-3-Anschluss angesteuert werden.

Ebenfalls mit an Bord ist ein Anschluss für den Alienware Graphics Amplifier. Die rund 300 Euro teure externe Box bietet die Option, eine externe Grafikkarte an das Notebook anzuschließen, um bei Bedarf noch mehr Leistung herauszuholen. Angesichts der Leistung der GTX 1070 dürfte es aber noch einige Zeit dauern, bis diese Option benötigt wird. Da auch aktuelle Desktop-Grafikkarten wie die Nvidia Geforce GTX 1080 Ti in der Box laufen, könnte sie sich aber langfristig gesehen zumindest für den Desktop-Einsatz lohnen. Wer die Mehrkosten nicht scheut, bekommt so ein Stück Zukunftssicherheit.

Alienware-typisch bieten alle Teile des 15 R3 eine eigene Beleuchtung. Neben der Tastatur lässt sich dabei auch das Trackpad oder die seitlichen Anschlüsse illuminieren. Was wie ein Gimmick wirkt, kann beim Zocken (oder auch Arbeiten) in dunklen Umgebungen wirklich helfen. Wer die Beleuchtung nicht mag, kann sie über die komfortable Software AlienFX anpassen oder auch komplett deaktivieren.

Schwächen

Trotz Top-Ausstattung ist das Alienware 15 R3 nicht perfekt. Das beginnt beim Display: Dass sich die Kunden zwischen IPS- und TN-Panel entscheiden müssen, ist dabei nicht das größte Problem. Schlimmer finden wir, dass beide Varianten in Sachen Farbechtheit zwar gute, aber bei weitem keine optimalen Ergebnisse liefern. Wer auf seinem Notebook neben der Zockerei beispielsweise noch farbechte Bildbearbeitung durchführen will, muss sich woanders umschauen.

Auch das Gewicht dürfte manchem Zocker missfallen. Gaming-Notebooks sind unter anderem aufgrund ihrer Kühlung schwerer als ihre nicht-spieletauglichen Verwandten. Mit rund 3,5 Kilogramm (plus Netzteil) ist das 15 R3 allerdings ein echter Brocken – selbst einige 17-Zöller bringen nicht so viel Gewicht auf die Waage.

Geräuschempfindliche Gamer sollten sich zudem daran gewöhnen, beim Spielen ein Headset zu tragen. Unter Vollast drehen die Lüfter des Alienware-Notebooks sehr stark auf. Das ist zwar in der Geräteklasse nicht ungewöhnlich, soll aber trotzdem nicht unerwähnt bleiben. Generell wird das Notebook unter Volllast recht warm, Abstürze oder Instabilitäten konnten wir aber unter Bios-Version 1.0.9 nicht feststellen.

Kein optisches Laufwerk und nur 12 Monate Garantie

Wer viele Spiele auf DVD im Schrank stehen hat oder gar Blu-ray-Filme auf dem Notebook schauen will, schaut zudem in die Röhre: Wie vielen neueren Notebooks fehlt dem Alienware-Modell ein optisches Laufwerk. Wir empfinden dies in Zeiten von Spiele-Downloads via Steam und Konsorte und günstigen USB-Laufwerken als eher kleines Problem, wissen sollte ma es aber trotzdem.

Ein letzter und nicht unwichtiger Minuspunkt: Dell gewährt für seine Alienware-Sparte standardmäßig nur 12 Monate Garantie. Wer mehr will, muss beim Online-Kauf tiefer in die Tasche greifen – eine Garantieverlängerung auf zwei Jahre kostet über 300 Euro. Allen technischen Vorzügen zum Trotz ist diese Handhabe nicht gerade kundenfreundlich.

Alienware 15 R3 im Testspiegel

Das 15-Zoller Gaming-Topmodell macht nicht nur bei uns einen guten Eindruck. Im sehr ausführlichen Test von Notebookcheck erreicht der Gaming-Bolide gute 86 Prozentpunkte. Ein Hauptgrund dafür ist die gelungene Abstimmung der Komponenten, die für eine sehr gute Gesamtleistung sorgen:

»Dank der ausgewogenen Hardware-Zusammenstellung spielt der 15-Zöller bei den Systemtests ganz oben mit. Neben dem PCMark 7 sieht auch der PCMark 8 das Alienware 15 R3 an der Spitze des Vergleichsfelds. Im Windows-Alltag reagiert das Gerät erfreulich schnell und bootet innerhalb kürzester Zeit. Bei Lade- bzw. Übertragungsvorgängen und Installationen spürt man ebenfalls den Vorteil zu Notebooks mit reiner HDD-Bestückung.«

Auch das als »referenzwürdig« beschriebene Gehäuse des Alienware 15 R3 begeistert Tester Florian Glaser:

»Kein uns bekanntes Gaming-Notebook bietet aktuell ein vergleichbar hochwertiges, stabiles und sauber verarbeitetes Chassis. Hinzu kommen das einzigartige Design, die tollen Eingabegeräte und die vielen Beleuchtungselemente.«

Kritik gibt es für das Display, das in der getesteten 120-Herz-Variante mit einer ungenauen Farbwiedergabe auffällt.

»Das 120-Hz-Display hinterlässt gemischte Gefühle. Während die Reaktionszeit, die Helligkeit und der Kontrast hervorragend ausfallen, sind die Blickwinkel, der Schwarzwert und die Farbgenauigkeit nur zweitklassig. Hier rächt sich die Verwendung eines schnöden TN-Panels.«

Einen weiteren umfangreichen Test des Alienware 15 R3 gibt es bei MobileTechReview. Auch hier schneidet der Gaming-Bolide von Dell sehr gut ab. Im Test werden unter anderem die sehr gute Gaming-Performance, die ordentliche Akkulaufzeit und die tolle Verarbeitung gelobt. Insgesamt zieht Testerin Lisa Gade ein entsprechend positives Fazit:

»Die Laptops von Alienware sind nicht nur optisch erwachsen geworden. Die moderne Optik mit elegantem Aluminium und schwarzen Finish wirkt für ein Gaming-Laptop schon fast hochklassig. Hinzu kommt die tolle Performance: Der Laptop bringt alle (alle!) Spiele mit hohen oder gar Ultra-Grafikeinstellungen auf den Schirm. Und nebenbei ist es bereit für Virtual Reality – wenn das Portmonee mitspielt…«

Alternativen

Im Bereich der High-End-Gaming-Notebooks gibt es eine ganze Reihe von Alternativen. Wir stellen einige interessante Varianten vor.

All-in: MSI GT73VR 7RF Titan Pro

Wer keinerlei Abstriche bei den Komponenten machen will, findet im MSI-Modell sein Gaming-Nirvana.

Darf es ein bisschen mehr sein? Beziehungsweise: VIEL mehr? Dann könnte das MSI GT73VR 7RF Titan Pro eine Überlegung wert sein. Zum Schnäppchenpreis von knapp 3.200 Euro bietet es in Sachen Gaming-Leistung derzeit eine fast nicht zu schlagende Leistung.

So verbaut MSI mit der Geforce GTX 1080 die derzeit schnellste Mobil-Grafikkarte, die selbst für 4K-Gaming genug Leistung bietet. Der ohnehin schon pfeilschnelle Intel Core i7-7820HK lässt sich dank frei wählbaren Multiplikator zudem übertakten, um noch mehr aus dem System herauszuholen.

Ebenfalls an Bord: 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine SSD-Kombination, die im RAID-0-Verbund arbeitet und damit Übertragungsraten im Gigabyte-Bereich erreicht. Außerdem gibt es ein 120-Hertz-IPS-Display mit G-Sync. Angesichts der sonstigen Ausstattung ist es schon fast verwunderlich, dass MSI im Standardmodell »nur« auf FullHD setzt, langweilt sich die verbaute Grafikkarte in dieser Auflösung doch insgesamt eher. Wer noch einmal rund 500 Euro mehr ausgibt, kann das Titan Pro aber auch mit integriertem 4K-Display erwerben.

Als High-End-Desktop-Ersatz ist das MSI GT73VR 7RF Titan Pro auf jeden Fall eine Überlegung wert. Das hohe Gewicht und das klobige Gehäuse machen es als Unterwegs-Gerät aber eher unattraktiv. Dennoch: Das Gesamtpaket dürfte Anhänger der »Zuviel ist nie genug«-Philosophie beim Kauf von Gaming-Komponenten überzeugen.

Wuchtige Alternative: ASUS ROG G752VS

Test Gaming-Notebook 2017: ASUS ROG G752VS
Das Asus-Notebook bietet vergleichbare Leistung und punktet bei den Extras. Es ist aber vergleichsweise klobig.

In einer ähnlichen Preisregion wie unser Testsieger liegt das ASUS ROG G752VS. In Sachen Leistung liegt es dank identischer Kombination aus Grafikkarte und CPU mit unserem Alienware-Favoriten praktisch gleichauf.

Punkten kann die Asus-Alternative dafür beim Display: Hier gibt es ein blickwinkelstabiles IPS-Display mit G-Sync, das dennoch ab Werk mit schnellen 120 Hertz umschaltet. Auch bei den Anschlüssen legt Asus noch einen drauf – gibt es doch unter anderem vier USB 3.0-Ports.

Warum es trotzdem nicht ganz für die Spitze reicht? Das liegt vor allem am Design: Mit seinem überaus wuchtigen 17-Zoll-Display und einem Gewicht von stolzen 4,5 Kilogramm ist das Asus-Notebook kaum noch mobil zu gebrauchen. Auch die Akkulaufzeit ist mit rund drei Stunden im Nicht-Gaming-Betrieb überaus dürftig. Auch gefällt uns im direkten Vergleich die Tastatur nicht ganz so gut, auch wenn Asus den zusätzlichen Platz für den Einbau eines Ziffernblocks genutzt hat.

Da der Preis des Asus-Kloppers aber ein gutes Stück unter dem des Alienware-Pendants liegt, ist das Notebook dennoch eine Alternative für alle, die hauptsächlich einen Ersatz für einen Gaming-Tower auf dem Schreibtisch suchen.

Günstiger Allrounder: Acer Aspire V15 Nitro

Test Gaming-Notebook 2017: Acer Aspire V15 Nitro
Mobiler, günstiger und genug Dampf für FullHD-Gaming: Acer bietet mit dem Aspire V15 Nitro eine interessante Alternative.

Flottes, mobiles Gaming für das eher schmalere Budget liefert das Acer Aspire V15 Nitro. In der Variante mit aktuellem Kaby-Lake-Prozessor und der im Vergleich zur Alienware-Ausgabe etwas schwächeren Geforce GTX 1060 wechselt es bereits ab 1.200 Euro den Besitzer. Dafür bekommt man ein Notebook, auf dessen mattem FullHD-IPS-Display praktisch alle aktuellen Spiele ruckelfrei mit hohen Details laufen.

Auf High-End-Extras wie G-Sync oder 120 Hertz muss freilich verzichtet werden. Im Gegenzug ist das Aspire V15 mit einem Gewicht von rund 2,5 Kilogramm deutlich mobiler als die teureren Verwandten. Durch den ausdauernden Akku (rund 7 Stunden Laufzeit) und dem, vor allem bei wenig Last kaum hörbaren Lüfter, taugt es damit auch als mobiler Arbeitsrechner.

Abstriche müssen hingegen außer bei der Gesamtleistung auch bei der Verarbeitung hingenommen werden. Im Vergleich zu unserem Gaming-Notebook-Testsieger wirkt das Gehäuse des günstigen Acer-Vertreters ein wenig klapprig. Trotzdem: Wer nicht plant, auf einem höher auflösenden Monitor zu zocken, bekommt hier ganz schön viel Leistung fürs Geld.

Kommentare

10 Kommentare zu "Das beste Gaming-Laptop"

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Seit einem halben jahr im haus. Läuft richtig gut mit nem 6820 + 1070. sehr zufrieden damit

Was bezahlen die euch für diesen Schrott Artikel? Erstmal die Seite Komplett Blockieren. 》》Boris Hoferbrett《《 Er hats geschrieben.

Ich verkaufe einen Alienware M17x r5 falls jemand Interesse hat

Das ist definitiv nicht das beste Gaming Notebook.
Das Clevo P775 DM3 hat das deutlich bessere Preisleistungsniveau.
Allein durch die Kombination aus I7-6700K und der GTX 1080.

Das Ding hatte ich nur Pixelfehler gehabt. . Hab dann mehr Geld in die Hand genommen und mir ne MSI GT83VR 7RF Titan geholt …. Keine Pixelfehler nix knarzt. .. und geilere Tastatur 😉

Ich find Euren Humor toll. „Enorm hohe Preise“ und „Welches ist seinen Preis wirklich wert“ schreiben, und in selbem Atemzug die völlig überteuerte Ware von Alienware zum Sieger küren. Gefällt mir xD

Ja ich möchte das Hammerteil sehr gerne testen. Mein Lapi ist leider nicht mehr Spiele tauglich. Hat ja auch schon 10Jahre auf dem Buckel.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wirthsches_Gesetz
Alle Spiele werden immer Grafikhungriger.
Aber immerhin dass sich dein Laptop 10 Jahre hält ist schon eine Leistung!

Jensbreitzke
Jensbreitzke

Ja nicht wirklich. Habe mir battelfield 1,Black ops, far cry ,usw.schon gekauft. Die benötigen direkt 11 mein schlapi unterstützt nur direktx 10 .email und Internet läuft gut. Wenn ich lol oder mw3 spiele, muss ich den gamebooster starten, sonst bricht alles zusammen.

Hm…mehr als 1000€ mehr als mein Acer VX15 und dann nur eine bessere Grafikkarte?

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