Das beste Gaming-Notebook

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Test: Multimedia-Notebook – Testsieger Acer Aspire V Nitro VN7-571G

Das beste Gaming-Notebook unter 1.300 Euro ist Acers Aspire V Nitro Black Edition. Der 15-Zoller kombiniert eine starke Spiele-Performance mit viel Speicherplatz auf zwei Festsplatten und ein attraktives Gehäuse mit einem matten, hellen und kontrastreichen IPS-Display.

Update 21. Oktober 2015

ARCHIVIERT: Unser favorisiertes Modell ist aktuell nicht mehr verfügbar. Wir werden in Kürze eine neue Empfehlung veröffentlichen.

Für ein Gaming-Laptop kann man viel Geld ausgeben. Geräte mit den stärksten im Markt verfügbaren Grafikkarten und den schnellsten Intel-Prozessoren kosten zwischen 1.800 und 2.500 Euro.

Wir meinen, den Preis eines gebrauchten Kleinwagens muss Niemand auf den Tisch legen, der einfach nur ein solides Spiele-Notebook sucht, das die Titel der kommenden Jahre gut darstellen kann. Deshalb haben wir uns für unseren Test eine Preisgrenze von 1.300 Euro gesetzt.

Ein Notebook für Computerspiel-Freaks muss leistungsstark genug sein, um aktuelle Gaming-Hits in mittleren bis hohen Auflösungen flüssig auf den Bildschirm zu zaubern. Dazu bedarf es wenigstens einer starken Mittelklasse-Grafikkarte.

Darüber hinaus sollte ein gutes Gaming-Laptop ein ansprechendes, robustes Gehäuse haben und über gute, stabile Eingabegeräte verfügen. Das Display sollte entspiegelt sein und Full-HD-Auflösung bieten. Touchpanels haben für Spieler dagegen keine Bedeutung.

Unverzichtbar: eine gute Grafikkarte

Für gute Gaming-Performance kommt es vor allem – aber nicht nur – auf eine schnelle Grafikkarte an. Nach wie vor gibt es nur zwei Anbieter von eigenständigen Grafikkarten: Nvidia und AMD. Während die meisten Modelle von AMD im unteren und mittleren Preissegment angesiedelt sind, hat Nvidia in der gehobenen Mittelklasse und in der Oberklasse die Nase vorn.

Angesichts der angepeilten Preisklasse erscheint uns die Nvidia GTX 860M derzeit als beste Wahl für ein noch erschwingliches Gaming-Notebook. Mit der AMD Radeon R9 M290X gibt es zwar im Prinzip ein stärkeres AMD-Pendant. Diese potente Grafiklösung wird aber nur in den Laptops GX60 bzw. GX70 von MSI angeboten. Mit 850 bis 1.150 Euro sind diese Modelle sogar noch günstiger als unser Favorit. Doch die als Prozessor verbaute AMD-Plattform A10-5750M ist Intel-Prozessoren der Oberklasse hoffnungslos unterlegen.

Eine stärkere Grafikkarte aber ein schlechterer Prozessor – das nützt dem Spieler gar nichts: Die vergleichsweise schwache CPU bremst eine Vielzahl von Spielen aus. Hinzu kommen qualitative Nachteile der beiden MSI-Modelle, wie schlechte Eingabegeräte und hohe Lautstärke im Betrieb.

Der Sprung auf die leistungsstärkeren Nvidia-Grafikkarten GTX 880M oder GTX 965M bzw. 980M lohnt sich unseres Erachtens nur für passionierte Spieler, die auf das letzte Quäntchen Performance achten und dafür einen beachtlichen Mehrpreis zahlen wollen.

Unser Favorit: Acer Aspire V Nitro Black Edition

Acer bietet sein Aspire V Nitro Black Edition VN7-591G in verschiedensten Konfigurationen mit Preisen zwischen 850 und 1.600 Euro an. Die Unterschiede der verschiedenen Modelle liegen vor allem in der Leistung bzw. Größe von Prozessor, Festplatte und Arbeitsspeicher sowie der Displayauflösung.

Die Core i5-Modelle mit konventioneller Festplatte sind deutlich günstiger als die die Luxus-Konfiguration mit Core i7 4710HQ, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 2 Terabyte HDD + 256 Gigabyte SSD und Ultra-HD-Panel (3.840 x 2.160 Bildpunkte). Die GeForce GTX 860M Grafikkarte gibt es dagegen bei allen Modellen.

Wir empfehlen die Variante VN7-591G-757V. Sie bietet den schnellen Core i7-Prozessor und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, beides wichtig für gute Spiele-Performance. Außerdem kommt dieses Modell mit einer Hybridfestplatte bestehend aus 256 Gigabyte SSD und 1 Terabyte HDD, was für die meisten völlig ausreichend sein sollte.

Statt Ultra-HD-Display ist es mit einem Full-HD-Bildschirm ausgestattet. Der ist zwar nicht ganz so knackscharf wie das Ultra-HD-Pendant, aber für die Spiele-Performance ist auch das wiederum ein Vorteil, weil die geringere Auflösung die Grafikkarte schont.

Die Pluspunkte

Das Gehäuse des Aspire V Nitro ist gerade mal 24 Millimeter hoch. Der matte, schwarze Kunststoff besitzt auf dem Deckel eine Struktur, die Unterseite des Gerätes ist glatt aber leicht gummiert. Beides sorgt für eine prima Griffigkeit in den Händen.

Die sehr hohe Anwendungsleistung kommt durch einen Vierkern-Prozessor der mobilen Königsklasse zustande, dem Intel Core i7 4710HQ. Die 47-Watt-CPU ist den häufig verbauten U-Modellen (Low Voltage 15 Watt, z. B. i7 4510U) haushoch überlegen, speziell wenn viele Programmen nebeneinander laufen.

Die Tastatur eignet sich für längere Schreibarbeiten, kurzer Hub und deutlicher Druckpunkt sorgen für ein angenehmes Feedback. Das kann allerdings Geschmacksache sein, hier gehen die Meinungen anderer Tester auseinander. Die Tasten werden auf Knopfdruck rot hintergrundbeleuchtet, was dem Spieler in dunklen Umgebungen zu Gute kommt. Das Touchpad ist sehr groß und verfügt über einen kurzen Hub und einen klar hör- und fühlbaren Druckpunkt.

Der dickste Pluspunkt kommt zum Schluss: Das matte, helle & kontrastreiche IPS-Display eignet sich für den Büroeinsatz gleichermaßen wie zum Zocken. Word-Dokumente mit knackiger, schwarzer Schrift kommen ebenso gut zur Geltung wie Action-Kracher oder Games. Ein entspiegelter Bildschirm steht nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste von Gamern, weshalb auch die meisten Konkurrenten auf diese Beschaffenheit setzen.

Die 256 Gigabyte SSD-Festplatte sorgt für blitzschnelle System- und Programmstarts. Spieler benötigen nach wie vor viel Speicherplatz für lokale Installationen, weshalb der Hersteller eine Terabyte-Festplatte neben die SSD stellt. Die Kombination von großer SSD und großer magnetischer Festplatte ist eine Besonderheit, speziell in einem 15,6-Zoller mit knappen Abmessungen.

Schwächen

Acer schließt sich dem Trend an und verzichtet beim Aspire V Nitro Black Edition leider auf Wartungsklappen. Das Gehäuse kann jedoch auch vom Laien geöffnet werden: Unter der Bodenplatte befinden sich Akku, Festplatte und SSD-Modul, die einfach getauscht werden können.

Bei der Akkulaufzeit muss sich Acers Gamer anderen Konkurrenten geschlagen geben, die Tester von Laptopmag und Notebookcheck ermittelten in unterschiedlichen Websurf-Tests knapp drei Stunden bis viereinhalb Stunden. Das ist nicht überragend, aber auch kein Dealbreaker.

Acer Aspire V Nitro Black Edition im Test: Was sagen die anderen?

Computer Bild, Laptopmag, Hardwareluxx und Notebookcheck haben das Aspire V Nitro Black Edition unter die Lupe genommen. Dabei hatte Hardwareluxx die teure Version mit dem hochauflösenden 4K-Display im Test, während Computer Bild das günstige Modell 571G mit Core i5 getestet hat.

Mit der Verarbeitung und der Optik waren alle Tester zufrieden. So schreibt Hardwareluxx:

Acer hat mit dem Aspire V15 Nitro Black Edition ein Multimedia-Notebook im Programm, das nicht nur mit seinem überzeugenden Gehäuse, sondern auch mit einer runden Ausstattung [..] auftrumpfen kann. [..] Aber nicht nur die Optik kann gefallen, auch Materialgüte und Verarbeitungsqualität können bei unserem Testmuster überzeugen. Unsaubere Spaltmaße sieht man ebenso wenig wie lieblos verarbeitete Oberflächen.

Im großen Notebook-Test von Computer Bild kam unser Favorit auf den zweiten Platz (Ausgabe 1/2015).

»Das Acer war bei Spielen nicht ganz so rasant wie der Testsieger. Dafür ist es leiser, viel dünner und leichter. Das Display überzeugt mit hoher Bildqualität und nervt nicht mit lästigen Spiegelungen. Auch die Ausdauer ist ordentlich: Knapp dreieinhalb Stunden per Akku waren drin – egal, ob beim Arbeiten oder Videogucken.«

Auseinander gehen die Meinungen bei den Eingabegeräten. Während Notebookcheck die Tastatur als solide und brauchbar lobt, aber das Touchpad kritisiert, missfällt Laptopmag das Feedback der Tastatur:

»Key actuation wasn’t too shabby at 55g, but the keys are stiff and have very shallow travel at 1.25 mm, which is below the acceptable range of 1.5-2 mm.«

Die Güte der Spiele-Performance wird je nach Anspruch der Tester unterschiedlich bewertet. Für Tester aus der Gamer-Ecke wie etwa Hardwareluxx ist das Acer Nitro Black Edition nur ein Einsteiger-Spielenotebook. Test-Websites mit einem eher breiten Ansatz bescheinigen der Nitro Black Edition dagegen eine hohe Spieletauglichkeit. So urteilt Notebookcheck:

»Ein starker Core i7-Prozessor und eine GeForce GTX 860M Grafikkarte sorgen dafür, dass praktisch jeder aktuelle Titel auf dem Rechner gespielt werden kann.«

Und Laptopmag schreibt:

»The Acer Aspire V15 Nitro Black Edition has a lot going for it. The $1,499 laptop offers solid overall performance and speed with surprisingly loud audio in a handsome, if forgettable, chassis. You’ll also get respectable gaming performance.«

Beim Kühlsystem sind sich wieder alle Tester einig: es erledigt seinen Job vorbildlich. Das Geräusch der Doppel-Lüfter ist angenehm im Leerlauf und erträglich unter Last. So schreibt Sascha Mölk für Notebookcheck:

»Trotz der leistungsfähigen Hardware erwärmt sich das Gerät nicht übermäßig stark und erzeugt auch nicht allzu viel Lärm.«

Insgesamt gefiel den Testern durch die Bank das Konzept von leistungsstarken Komponenten in einem handlichen, gut aussehenden Gehäuse. Das Fazit von Hardwareluxx:

Das Acer hat mit dem Aspire Nitro V 15 Black Edition [..] ein überzeugendes Allround-Notebook im Programm, dessen Gehäuse sicherlich eines der Highlights des Geräts ist. Das 15-Zoll-Chassis sieht nicht nur sehr gut aus, sondern ist auch hochwertig verarbeitet und kann trotz der großflächigen Nutzung von Kunststoff auch haptisch überzeugen.

Mehr Display, weniger Turbo

Lenovo IdeaPad Y50-70

Test: Gaming-Notebook: Lenovo IdeaPad Y50-70
Hat ein UHD-Display, wird aber unter Last schnell heiß und reduziert dann die Leistung.

Keine Preise gefunden.

Alternativen: Was gibt es sonst noch?

Im Bereich bis etwa 1.300 Euro kommt das Lenovo IdeaPad Y50-70 (Herst.-Nr. 59424196) als Alternative zum Aspire Nitro V 15 Black Edition in Frage

Der 15-Zoller arbeitet mit identischer Prozessor-Grafikkarten-Kombination, bringt aber einen kontraststarken Ultra-HD-Bildschirm auf den Schreibtisch. Die Optik ist schnittig und die gebürsteten Aluminiumoberflächen machen durchaus etwas her.

Zwar besitzt es keine echte SSD, die 1-Terabyte-Festplatte wird aber durch einen 8-GB-SSD-Cache unterstützt. Ein signifikanter Vorteil ist das Soundsystem, zwei JBL Lautsprecher und ein Subwoofer sorgen für einen Klang mit Nachdruck.

Insgesamt hat das Lenovo IdeaPad Y50-70 aber einige Schwachpunkt, weshalb es nur die zweite Wahl ist: Starke Erhitzung unter Last, ein billig wirkender Displayrahmen aus Plastik, eingeschränkter Turbo Boost des Prozessors, Leistungsminderung im Akkubetrieb sowie ein spiegelnder Bildschirm gehören dazu.

Mehr Sound, weniger Leistung

Asus ROG GL551JK

Test: Gaming-Notebook: Asus ROG GL551JK
Hat den selben Prozessor wie unser Favorit und sehr gute Lautsprecher, aber keine zweite Festplatte und eine schwächere Grafikkarte.

Keine Preise gefunden.

Wer sich in puncto Leistung mit einer schwächeren Grafikkarte, der GTX 850M, zufrieden gibt, der ist unserer Meinung nach mit dem Asus ROG GL551JK-CN128H (Herst.-Nr. 90NB05T2-M01670) gut beraten.

Der 15-Zoller zieht beim Bildschirm mit unserem Favoriten Aspire Nitro V 15 Black Edition gleich und bringt ebenso einen starken Vierkern-Prozessor nebst 256-GB-SSD mit. Einen zweiten Massenspeicher gibt es beim GL551JK aber nicht. Vorteilhaft ist der gute Lautsprecherklang mit Subwoofer, er bringt Tiefen und Bässe in Games und Musik gut zur Geltung.

Sein Kühlsystem ist wie bei unserem Testsieger über jeden Zweifel erhaben, die Lautstärke unter Last bleibt angemessen und die Turbo-Taktungen des Prozessors werden vollständig ausgefahren. Aber die Grafikkarte kommt wie gesagt nicht an die Leistung unseres Favoriten heran.

Auch die Eingabegeräte sind beim GL551JK nicht frei von Kritik: Die mehrstufig, rot beleuchteten Tasten schneiden im Test noch gut ab, das Clickpad liefert dagegen nur schlechte Präzision. Nachteilig sind auch die knappen Laufzeiten von gut drei Stunden, die noch unter der unseres Favoriten liegen.

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