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Das beste Grafiktablett

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Grafiktablett Test: Wacom Intuos Pro M
Sven Kloevekorn

Sven Kloevekorn

begeistert sich seit VC-20-Zeiten für alles, was mit Chips und Platinen zu tun hat. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Technikjournalist mit den Schwerpunkten PCs, Notebooks und mobile Gadgets. Nach einem Intermezzo bei AndroidNext schreibt er derzeit unter anderem für Notebookcheck und arbeitet außerdem als freier Fotograf.

Wir haben 10 Grafiktabletts und 8 Stift-Displays getestet. Das beste Grafiktablett ohne Display ist für uns das Wacom Intuos Pro M: Es verbindet eine hohe Qualität und Vielseitigkeit mit den genauesten Eingaben und wird im Gegensatz zu den meisten anderen Grafiktabletts im Test auch professionellen Ansprüchen gerecht. Wer keine so hohen Erwartungen hat, kann mit unseren beiden Preistipps viel Geld sparen. Bei den Stift-Displays ist das Huion Kamvas Pro 16 unser Favorit. Seine größte Stärke liegt in der gelungenen Ergonomie und sein Stylus gehört ebenso wie der Farbumfang zu den besten im Test.

Update 24. April 2020

Wir haben sechs neue Stift-Displays getestet und den Test in zwei Abschnitte aufgeteilt – für Grafiktabletts mit und ohne Display.

Malen, Zeichnen, Retuschieren und Schreiben gehören zu den ältesten und wichtigsten Kulturtechniken überhaupt. Früher bedienten wir uns dazu althergebrachter, analoger Mittel und griffen zu Papier, Leinwand, Stift und Pinsel. Die Digitalisierung hebt die Gestaltungsmöglichkeiten mit diesen Techniken auf ein neues Level, verlangt aber auch nach neuen Schnittstellen zwischen analoger und digitaler Welt.

Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, geht es dabei stets darum, Werkzeuge zu entwickeln, die sich möglichst auf die althergebrachte Methode intuitiv und ergonomisch nutzen lassen und keine lange Eingewöhnungsphase benötigen.

Wer einmal ernsthaft versucht hat, mit einer Maus oder einem Joystick etwas zu malen, zu retuschieren oder freizustellen, sieht sich recht schnell entnervt nach einer anderen Lösung um. Hier kommen Grafiktabletts ins Spiel: Mit ihrem drucksensitiven digitalen Zeichenstift kann man ähnlich intuitiv arbeiten wie auf Papier.

Grafiktabletts gibt es schon seit vielen Jahren, sodass man nicht erst seit heute auch im günstigeren Bereich mehr als brauchbare Lösungen vorfindet. Neuerdings werden sogenannte Stift-Displays immer beliebter, die letztlich nichts anderes sind als ein Grafiktablett mit eingebautem Display.

Wir haben uns für unseren Test 10 populäre Grafiktabletts aus dem unteren und mittleren Preisbereich und 8 Stift-Display auf Herz und Nieren getestet. Da es sich bei den beiden Geräteklassen um gänzlich unterschiedliche Konzepte handelt, macht es keinen Sinn, sie direkt miteinander zu vergleichen. Daher haben wir sowohl für Grafiktabletts ohne Display als auch für Stift-Displays jeweils eigene Favoriten und Empfehlungen gekürt.

Das beste Grafiktablett

Grafiktabletts ohne Bildschirm sind deutlich günstiger und leichter als Modelle mit Display. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit lässt sich mit ihnen ebenso exakt arbeiten wie mit Grafikmonitoren.

Ein Nachteil vieler Modelle mit Display ist die größere Eingabeverzögerung, bei Tabletts ist die in der Regel gar nicht oder kaum spürbar. Funk-Tabletts können zudem auch kabellos genutzt werden, während Grafikmonitore immer an mindestens einer Strippe hängen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Wacom Intuos Pro M

Grafiktablett Test: Wacom Intuos Pro M
Der solide Testsieger zeigt kaum Schwächen, Treiber und Stylus sind der Konkurrenz voraus.

Die Mittelklasse des Platzhirschs Wacom stellt mit dem wertigen und stabilen Bluetooth-Tablett Intuos Pro M das teuerste Zeichenbrett in unserem Test. Dafür kommen hier aber auch (semi-) professionelle Nutzer auf ihre Kosten. Der sehr funktionsreiche und ausgereifte Treiber sucht im Testfeld ebenso seinesgleichen wie der Stylus, mit dem sich der gewünschte Druck besonders präzise »zu Papier« bringen lässt. Neun Tasten und ein praktisches Touch-Rad runden die gelungene Vorstellung ab.

Gut & günstig

XP-Pen Deco 3

Test Grafiktablett: XP-Pen Deco 3
Ein großes und flaches Tablett mit Funk und runder Ausstattung zum schmalen Preis.

von 13 Lesern gekauft

Mit dem Deco 3 steuert XP-Pen ein relativ günstiges und flaches Vollformat-Tablet mit seidiger Oberfläche bei, das dank proprietärem Funk auch kabellos Anschluss findet und sich so auch wunderbar auf dem Schoß nutzen lässt. Die sechs frei belegbaren Tasten werden durch ein mechanisches Einstellrad mit toller Haptik ergänzt. Der griffige, insgesamt gelungene Digitizer kann in einen Stifthalter gestellt werden. Ein Lob verdient auch der große Druckbereich der Stiftspitze.

Für Einsteiger

Huion Inspiroy H640P

Test Grafiktablett: Huion Huion Inspiroy H640P
Trotz kleinerer Schwächen überzeugt das kompakte H640P mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das kompakte und ordentlich verarbeitete Huion Inspiroy H640P war zum Testzeitpunkt schon für unter 50 Euro zu haben und macht nicht nur für den geringen Preis einen guten Job. Es kommt mit einer glatten Oberfläche, sechs Tasten und einem Stiftständer daher und bringt sinnvolles Zubehör mit. Der Stylus hinterlässt einen sehr guten Eindruck und der übersichtliche Treiber verfügt über alle nötigen Funktionen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGut & günstigFür Einsteiger
ModellWacom Intuos Pro MXP-Pen Deco 3Huion Inspiroy H640PGaomon M10K 2018Gaomon S620Huion HS610Huion Inspiroy H950PWacom Intuos BT SXP-Pen G430SXP-Pen Star G640
Grafiktablett Test: Wacom Intuos Pro MTest Grafiktablett: XP-Pen Deco 3Test Grafiktablett: Huion Huion Inspiroy H640PTest Grafiktablett: Gaomon M10K 2018Test Grafiktablett: Gaomon S620Grafiktablett Test: Huion Hs610Grafiktablett Test: Huion Inspiroy H950pTest Grafiktablett: Wacom Intuos BT STest Grafiktablett: XP-Pen G430STest Grafiktablett: XP-Pen Star G640
Pro
  • Stabil und sehr gut verarbeitet
  • Konkurrenzloser Treiber
  • Genaueste Druck-Dosierung im Test
  • Bluetooth ohne Lags
  • Umfangreiche Touch-Funktionen
  • Samtige Oberfläche
  • Funk (proprietär)
  • Mechanisches Einstellrad
  • Sehr gute Druckdosierung/-einstellung
  • Schöner Stiftständer
  • Klein, leicht, kompakt
  • Sechs Tasten (nicht nur vier)
  • Stiftständer
  • 18 Ersatzspitzen
  • Zwei USB-Adapter im Lieferumfang
  • Größe Zeichenfläche im Test
  • Viele Tasten
  • Touch-Rad
  • Sauber verarbeitet
  • Handlich und kompakt
  • Zwei USB-Adapter im Lieferumfang
  • Griffiger, mitteldicker Stift
  • Viele Tasten + Touch-Rad
  • Große Zeichenfläche
  • Zwei USB-Adapter im Lieferumfang
  • Stiftständer
  • Zwei USB-Adapter im Lieferumfang
  • Stiftständer
  • Ergonomischer, griffiger Stylus
  • Bluetooth ohne Lags
  • Großer Druck-Spielraum
  • Solide und sehr gut verarbeitet
  • Funktionsreicher Treiber
  • Kommt mit zwei Corel-Programmen
  • Klein, leicht, kompakt
  • Sehr günstig
  • Stabil
  • Sehr gute Druckdosierung/-einstellung
  • 10 Ersatzspitzen
  • Klein, leicht, kompakt
  • Sehr günstig
  • Stabil
  • Sehr gute Druckdosierung/-einstellung
  • 20 Ersatzspitzen
Contra
  • Im Vergleich teuer
  • Relativ schwer
  • Rasante Abnutzung der Stiftspitzen
  • On/Off-Button wackelig
  • Stifttasten mit mäßigem Feedback
  • Treiber mit verpfuschter Oberfläche
  • Stylus könnte etwas mehr Druck-Spielraum haben
  • Tasten sitzen nicht ganz fest
  • Stiftständer suboptimal
  • Stylus mit wenig Druck-Spielraum
  • Gibt bei Druck nach
  • Relativ dick
  • Stylus mit wenig Druck-Spielraum
  • Tasten oben/unten
  • Nicht ganz sauber verarbeitet
  • Zeichnen etc. etwas laut
  • Biegt sich schnell durch
  • Stylus könnte etwas mehr Druck-Spielraum haben
  • Stiftständer suboptimal
  • Stiftständer suboptimal
  • Tasten sitzen nicht ganz fest
  • Durchbiegen bei mittlerem Druck
  • Stylus könnte etwas mehr Druck-Spielraum haben
  • Nur vier Funktionstasten
  • Tasten oben/unten
  • Tasten versenkt
  • Kein Zubehör außer Stylus
  • Nur drei Ersatzspitzen
  • Winzige Zeichenfläche
  • Keine Tasten
  • Treiber mit verpfuschter Oberfläche
  • Wirkt so billig, wie es ist
  • Sehr kleine Zeichenfläche
  • Keine Tasten
  • Treiber mit verpfuschter Oberfläche
  • Wirkt so billig, wie es ist
Bester Preis
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Grafiktablett Test: Wacom Intuos Pro M 01

Testsieger: Wacom Intuos Pro M

Das beste Grafiktablett im Test ist das Wacom Intuos Pro M. Es verfügt über eine große Zeichenfläche, ist robust, sehr gut verarbeitet und bringt den mit Abstand funktionsreichsten und ausgereiftesten Treiber mit. Anschluss findet es sowohl über USB Typ-C als auch Bluetooth und bietet so viel Bewegungsfreiheit vor dem Bildschirm. Die 8.192 Druckstufen des hochwertigen Stylus lassen sich feiner dosiert »zu Papier« bringen als bei jedem anderen Gerät im Test.

Testsieger

Wacom Intuos Pro M

Grafiktablett Test: Wacom Intuos Pro M
Der solide Testsieger zeigt kaum Schwächen, Treiber und Stylus sind der Konkurrenz voraus.

Obwohl es ebenso wie einige andere Grafiktabletts im Test nur acht Millimeter dünn ist, vermittelt das komplett druckresistente Wacom Intuos Pro M aufgrund seiner Aluminiumrückseite eine überlegene Solidität. Dazu passt, dass es sich nur in engen Grenzen verwinden lässt und dabei weder ächzt noch knarzt.

Die seitlichen Tasten (On/Off, Touch On/Off) sind aus Metall und sitzen nicht ganz wackelfrei im Gehäuse. Überstehende Kanten oder unregelmäßige Spaltmaße sind beim Intuos Pro M kein Thema. Ein Nachteil der soliden Bauweise ist das relativ hohe Gewicht von rund 700 Gramm.

Oberflächen und Zeichenfläche

Die 332 Quadratzentimeter aktive Fläche des Wacom-Tabletts weist ein 3-zu-2-Seitenverhältnis auf. Damit landet es im Testfeld flächenmäßig nur auf dem vierten Platz. Gleichwohl haben wir uns bei der Arbeit in Photoshop gegenüber den Grafiktabletts mit größerer Zeichenfläche nicht eingeschränkt gefühlt. Die aufgedruckten Eckmarkierungen der nutzbaren Fläche grenzen diese exakt ein, was keine Selbstverständlichkeit ist.

Wacom bietet insgesamt drei verschiedene Oberflächen an

Vorinstalliert ist eine eher glatte Oberfläche mit wenig Feedback, die gerne Fingerabdrücke zeigt. Dass die Intuos-Pro-Serie sich auch an (semi-)professionelle Nutzer richtet, wird unter anderem dadurch deutlich, dass Wacom insgesamt drei Oberflächen zum Austauschen anbietet, die als »Smooth«, »Standard« und »Rough« bezeichnet werden und jeweils für unter 40 Euro zu haben sind. Muster der Oberflächen sind im Lieferumfang enthalten.

Grafiktablett Test: Wacom Intuos Pro M

Stylus: Wacom Intuos Pro M kommt mit Pro Pen 2

Der mitgelieferte Stylus gehört zu den dickeren im Test, ist auch einzeln erhältlich und hört auf den Namen Wacom Pro Pen 2. Wacom hat auch noch andere Stifte im Angebot, die mit der Intuos-Pro-Serie zusammenarbeiten. Eine Gummibeschichtung im Griffbereich sorgt für sicheren Halt. Wer mag, kann zwischen Spitze und Stift verschiedenfarbige, mitgelieferte Metallringe einschrauben. Das hilft, um mehrere Pens mit unterschiedlichen Einstellungen zu unterscheiden. Das obere Ende des Stifts bildet eine druckempfindliche Radiergummispitze, die sich auch mit anderen Funktionen belegen lässt.

Grafiktablett Test: Wacom Intuos Pro M 03
Wacom Intuos Pro M: Stylus und Zubehör.

Nicht so gut haben uns die beiden Tasten am Stift gefallen, die etwas Spiel und einen nicht besonders knackigen Druckpunkt aufweisen – hier hätten wir uns etwas mehr Feedback gewünscht. Erheblich wichtiger ist uns jedoch die überlegene Dosierbarkeit des Drucks, die kein anderer Stylus im Test erreicht. Bei keinem anderen Stift muss man so hart aufdrücken, um die höchsten Druckstufen auszulösen, was für mehr Spielraum sorgt.

Der Wacom Pro Pen 2 ist nicht perfekt, aber der beste Stylus im Test

Selbstverständlich lässt sich der erforderliche Druck für die höchsten Druckstufen im Treiber einstellen. Dabei kann man sowohl auf einen Regler als auch auf eine Druck-Output-Kurve mit drei Anfassern zurückgreifen, die eine besonders detaillierte Justierung zulässt.

Als einziges Grafiktablett im Test verfügt das Intuos Pro über eine Neigungserkennung mit 60 Stufen und einstellbarer Empfindlichkeit, die in einigen einschlägigen Programmen z. B. für das intuitive Zeichnen von Schattierungen oder das realitätsgetreue Schraffieren von Flächen verwendet werden kann.

Untergebracht wird der Stylus in einem schweren, rutschfesten Stiftständer, in dem auch die zehn mitgelieferten Stiftspitzen (6 x normal, 4 x Filz) sowie das Stiftspitzen-Werkzeug untergebracht sind.

Tasten und Touch-Rad

Die neun Tasten des Intuos-Zeichenbretts sitzen fest im Gehäuse und schließen bündig mit der Tablett-Oberfläche ab. Leicht erhabene Keys mit größerem Hub wären uns eher entgegengekommen, aber das ist Gewöhnungssache. Dafür sind die zwei mittleren Tasten jeder Vierergruppe mit ertastbaren Markierungen versehen, die den Blindbetrieb spürbar erleichtern.

Grafiktablett Test: Wacom Intuos Pro M 02
ExpressKeys und Touch-Rad des Wacom Intuos Pro M.

Gut hat uns auch das multifunktionale Touch-Rad, in dessen Mitte die neunte Taste sitzt, gefallen. Von der Haptik und intuitiven Bedienung her ziehen wir allerdings das mechanisch arbeitende Pendant des Preis-Leistungs-Siegers XP-Pen Deco 3 vor, in dessen Abschnitt wir näher auf die Verwendungsmöglichkeiten eingehen.

Treiber

Man merkt deutlich, dass in den Treibern des Platzhirsches Wacom erheblich mehr Arbeit und Erfahrung steckt als in denen sämtlicher Konkurrenten.

Neben dem eigentlichen Treiber dient ein Wacom Desktop Center genanntes Programm als Hub für die gegebenenfalls verschiedenen angeschlossenen Wacom-Geräte und deren Einstellungen. Einzelheiten können den Screenshots unter diesem Absatz entnommen werden. Als einziger Treiber im Test zeigt der des Testsiegers in seinem Taskleisten-Symbol den aktuellen Ladestand des Tablett-Akkus an.

Der Wacom-Treiber des Intuos Pro sticht die Konkurrenz aus

Im Kopfbereich des Treibers wählt man zunächst das einzustellende Tablett, dann das Werkzeug, das angepasst werden soll, und schließlich noch die Anwendung, in der die Einstellungen greifen sollen. Kompatible Programme, die auf dem System installiert sind, erkennt der Treiber im Idealfall automatisch und trägt diese in die Anwendungsliste ein.

Das Intuos Pro lässt sich nicht nur mit dem Stylus verwenden, sondern kann alternativ auch als überdimensionales Touchpad, wie man es von Laptops kennt, verwendet werden. Dafür stehen im Treiber in der Touch-Sektion zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten für Standardgesten oder individuelle Gesten mit bis zu fünf Fingern zur Verfügung. Die Touch-Funktion lässt sich über einen eigenen, physischen Schalter an der Seite des Tablets an- oder abschalten.

Eine der wichtigsten Aufgaben eines Pen-Tablett-Treibers ist die Belegung der oft Express-Keys genannten Tablett-Tasten sowie der beiden Tasten am Stift. Die Möglichkeiten, die der Treiber hier bietet, sind nahezu unerschöpflich – eine detaillierte Beschreibung würde den Rahmen dieses Tests sprengen.

Intuos Pro M Paper Edition

Beim Intuos Pro in den Größen M (Testgerät) oder L, kann man sich alternativ für die sogenannte Paper Edition entscheiden, für die mindestens 100 Euro mehr fällig werden. Sie kann auch nachträglich als Zubehör erworben werden. Im Lieferumfang ist ein Paper-Clip enthalten, der dazu dient, ein beliebiges Blatt Papier auf der Zeichenfläche zu fixieren, auf dem dann Mithilfe des zusätzlich mitgelieferten, kugelschreiberartigen Wacom Finetip Pen mit eigenen Stifthalter und Ersatzspitzen gezeichnet werden kann.

Eine Erweiterung des Treibers sorgt dafür, dass das Gezeichnete direkt digitalisiert, gespeichert und später mithilfe der Inkspace-App von Wacom auf einen Computer, ein Tablet oder ein Smartphone übertragen werden kann. Die App läuft unter Windows, Mac-OS, iOS und Android. Einen Überblick über die zahlreichen Inkspace-Funktionen kann man sich hier verschaffen.

Nachteile?

Neben den schon erwähnten Kleinigkeiten gibt es einen Hauptkritikpunkt, von dem in zahlreichen Kunden-Bewertungen berichtet wird. So sollen sich schon die normalen Stiftspitzen des Pro Pen 2 enorm schnell abnutzen, noch schlechter sieht es offenbar mit den Spitzen des Wacom Finetipp Pen (Paper Edition) aus.

Die Ersatzspitzen lässt Wacom sich teuer bezahlen: Hier werden für ein Einfachst-Plastikteil mit einem Herstellungspreis, der den Bruchteil eines Cents betragen dürfte, bis zu zwei Euro pro Stück fällig. Ob es günstigere passende Spitzen von Drittherstellern gibt, haben wir nicht geprüft, da deren Gebrauch zu einem Garantieverlust führen kann.

Das ist aber schon der einzige Kritikpunkt, den wir an diesem Grafiktablett haben. Das Wacom Intuos Pro M ist damit ein rundherum gelungenes Grafiktablett, bei dem keine Wünsche offen bleiben. Zwar gibt es auch deutlich günstigere Modelle, bei denen muss man aber einige Abstriche hinnehmen. Der Preis ist zwar nicht günstig, für die Leistung aber mehr als angemessen.

Wacom Intuos Pro M im Testspiegel

Mitte 2018 hatte artomo das Intuos Pro M im Test. Die Beurteilung fällt durchweg positiv aus. Gelobt werden neben dem Aussehen und der hohen Mobilität des Tabletts auch die großen Tasten, die professionelle Empfindlichkeit sowie die Gesamtergonomie.

DPReview ist eine weltweit bekannte und respektierte amerikanische Seite, die sich schwerpunktmäßig mit Digitalkameras und digitaler Fotografie beschäftigt. Dort wird das Intuos Pro als »Worklow-Boosting-Machine« bezeichnet. Durch seine anpassbaren Funktionen spreche es eine große Bandbreite an Nutzern an. Besonders angetan ist DPReview von dem präzisen Stylus, dem geringen Gewicht und der exzellenten Zusammenarbeit mit Adobe Photoshop.

Alternativen

Wenn Sie nicht so viel ausgeben möchten, haben wir noch zwei günstigere Empfehlungen für Sie. Eine davon ist vor allem etwas für Einsteiger, die das Arbeiten mit einem Grafiktablett erst einmal ausprobieren möchten.

Gut & günstig

XP-Pen Deco 3

Test Grafiktablett: XP-Pen Deco 3
Ein großes und flaches Tablett mit Funk und runder Ausstattung zum schmalen Preis.

von 13 Lesern gekauft

Mit seiner Stärke von nur 8 Millimetern wirkt das große und angenehm leichte XP-Pen Deco 3 schon fast filigran. Es lässt sich bereits mit mäßigem Krafteinsatz ein kleines Stück weit verwinden und gab bei unseren Versuchen dezente Geräusche von sich, ohne dabei einen unsoliden Eindruck zu hinterlassen. Hält man es wie ein Rechtshänder und drückt es im Bereich der unteren linken Ecke mit Zeigefinger und Daumen zusammen, bekommt man einen leisen Knacklaut zu hören, alle anderen Stellen und insbesondere die eigentliche Zeichenfläche erweisen sich hingegen als druckresistent.

An der Verarbeitung hatten wir ansonsten nichts auszusetzen – lediglich der An/Aus-Button an der Unterseite macht einen etwas wackeligen und unsoliden Eindruck. Die Spaltmaße sind völlig gleichmäßig und von überstehende Kanten kann keine Rede sein. Kurz: Seinen relativ günstigen Preis sieht man dem XP-Pen-Tablett nicht an.

Ein Lob hat auch die seidige Oberfläche der Vorderseite verdient, die sich nicht nur sehr angenehm anfühlt, sondern auch auch für haptisches Feedback sorgt. Gleichwohl nimmt sie kaum Fingerabdrücke an, die sich zudem leicht wieder entfernen lassen. Gebrauchsspuren lassen sich auf Dauer bei keinem Tablett vermeiden.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Tabletts auf dem Markt hat die nutzbare Fläche ebenso wie die meisten PC-Monitore ein Seitenverhältnis von 16:9. Arbeitet man an einem Bildschirm mit einem anderen Seitenverhältnis, kann man im Treiber einstellen, dass die Zeichenfläche entsprechend angepasst wird.

Der Stylus gehört zu den massiveren Exemplaren im Test und verfügt über zwei gut erreichbare, frei belegbare Tasten, die leider minimal Spiel haben und etwas knackigere Druckpunkte vertragen könnten. Dafür ist die Unterseite des Digitizers griffig gummiert. Der wichtigste Pluspunkt des Stifts ist jedoch die feine Dosierbarkeit der 8.192 Druckstufen. Störende Eingabeverzögerungen konnten wir weder mit noch ohne Kabel feststellen.

Nicht zu den Highlights gehört der schlampig übersetzte Treiber, der mit einer Hauptseite auskommen muss, aber gleichwohl alle gebräuchlichen Funktionen mitbringt und immerhin eine alternative Einstellung der Druckempfindlichkeit des Stifts mithilfe einer Druck-Output-Kurve mit drei Anfassern ermöglicht.

In Sachen Tasten ist zu bemängeln, dass es nur sechs Stück sind. Das reicht unserer Erfahrung nach aber z. B. in Photoshop auch für erfahrenere Nutzer aus. Die Tasten selbst sind sowohl für Rechts- als auch Linkshänder mit um 180 Grad gedrehtem Tablett sehr gut zu erreichen, sitzen fest im Gehäuse und bieten dank knackigem Druckpunkt ein überzeugendes haptisches und akustisches Feedback.

Zwei nützliche Besonderheiten heben das XP-Pen Deco 3 von der Masse der Grafiktabletts für unter 100 Euro ab. Zunächst wäre da natürlich die Anbindung über (proprietären) Funk zu nennen, die es ermöglicht, das Gerät weiter entfernt vom Computer zu nutzen und es beispielsweise bei der Arbeit in der Hand zu halten oder auf dem Schoß zu verwenden, ohne mit dem störenden und im Zweifel immer zu kurzen Kabel hantieren zu müssen.

Sobald man den kleinen Dongle in einen freien USB-Port gesteckt hat, wird das Deco 3 als Tablett erkannt und kann sofort zum Beispiel für Windows Ink verwendet werden. Natürlich kann man das Zeichenbrett auch über das mitgelieferte USB-C-Kabel mit dem Computer verbinden, das gleichzeitig zum Laden des Akkus dient. Für volle Funktionalität in Programmen von Drittanbietern ist es jedoch wie bei allen Geräten im Test erforderlich, den Treiber zu installieren.

Ein Highlight des XP-Pen Deco 3 ist das mechanische Einstellrad

Die zweite Besonderheit in Gestalt des roten, mechanischen Einstellrades stellt gleichzeitig das auffälligste optische Merkmal dar. Bei Rechts- und Linkshändern befindet es sich bestens erreichbar in der oberen linken oder unteren rechten Ecke direkt neben den frei belegbaren Keys. Das fein einrastende Rad eignet sich hervorragend, um damit die Größen von Pinselspitzen oder Arbeitsflächen einzustellen oder auch den Zoomfaktor anzupassen, was über herkömmliche Tasten und auch ein kapazitives Touch-Rad nicht so intuitiv gelingt.

Das XP-Pen Deco 3 überzeugt unterm Strich mit guter Leistung zu einem guten Preis und ist daher unser Preis-Leistung-Sieger.

Für Einsteiger

Huion Inspiroy H640P

Test Grafiktablett: Huion Huion Inspiroy H640P
Trotz kleinerer Schwächen überzeugt das kompakte H640P mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Von den besonders günstigen, kompakten Grafiktabletts hat uns das Huion Inspiroy H640P am besten gefallen, weil es eine noch brauchbare Größe der Arbeitsfläche mitbringt und trotz des sehr geringen Preises nichts Entscheidendes verkehrt macht.

Das Tablett eignet sich gleichermaßen für Links- wie Rechtshänder und verfügt außen über ausreichend große Bereiche, um es komfortabel halten zu können. Die Oberfläche ist völlig glatt und bietet kaum Feedback. Wie bei den meisten besonders günstigen Grafiktabletts stimmt die nutzbare Fläche nicht ganz mit den Eck-Markierungen überein. Fingerabdrücke fallen auf, lassen sich aber problemlos wieder entfernen.

Obwohl die ausreichenden sechs Tasten nicht ganz fest sitzen, überzeugen sie bei eher geringem Widerstand mit einem gut spürbaren Druckpunkt und deutlicher akustischer Rückmeldung. Recht komfortabel fällt die Belegung im ansonsten aufs Wesentliche beschränkte Huion-Treiber aus. Leider haben die leicht klapprigen Keys eine Nebenwirkung: Wird das Tablett etwa durch starken Druck auf die Mitte, der beim normalen Arbeiten nicht auftritt, verformt, gibt die Tastenleiste Geräusche von sich.

Daran, dass wir es hier eher mit einem günstigen Grafiktablett zu tun haben, erinnert uns der leichte und rutschige Tischständer mit seinen enthaltenen acht Ersatzspitzen und dem Werkzeug zum Austausch derselben. Aufrecht und sicher stehen mag der ansonsten gelungene Stylus darin nämlich nicht.

Es handelt sich um exakt den gleichen Stift (und Stiftständer) wie bei den anderen Huion-Tabletts im Test. Eine starke Bauweise, mittleres Gewicht, die Gummierung des Griffbereiches sowie zwei Tasten mit knackigen Druckpunkt und sehr gutem Feedback zeichnen dieses Modell aus.

Viel Spielraum bietet die Stiftspitze allerdings nicht, der maximal mögliche Druck fällt zu gering aus. Hier wird deutlich, dass eine große nominelle Zahl an Druckstufen noch lange nicht bedeutet, dass man diese auch vernünftig nutzen kann. Der Treiber-Regler zur Einstellung der Druckempfindlichkeit hat bei diesem Stylus erstaunlich wenig Effekt.

Das Huion H640P bietet für seinen günstigen Preis erstaunlich viel und ist daher uns Tipp für Einsteiger, die ein Grafiktablett erstmal ausprobieren möchten. Wer viel mit fein dosiertem, mittleren Stiftdruck arbeiten möchte, wird allerdings an einer höherwertigen (und teureren) Lösung nicht vorbeikommen.

Außerdem getestet

Die größte nutzbare Fläche im Test bietet das dem Testsieger äußerlich recht ähnliche Gaomon M10K2018. Es gibt reichlich Tasten und ein deaktivierbares Touch-Multifunktionsrad. Leicht und dünn kommt der Stylus daher, der schon bei geringem Druck die höchste Druckstufe auslöst. In der sauberen, auf die Standard-Einstellungen beschränkten Treiberoberfläche lässt sich daran kaum etwas ändern.

In unserem Test gehört das besonders günstige Gaomon S620 zu den mittelgroßen Grafiktabletts. Während die etwas unsaubere Verarbeitung für den Preis nicht ins Gewicht fällt, stört uns an den vier wackeligen Tasten vor allem deren unergonomische Anordnung an der oberen bzw. unteren Seite. Der mitteldicke, gummierte Digitizer ist ergonomisch, gut dosieren lässt sich der Anpressdruck damit aber nicht.

Mit seiner Bauhöhe von 8 Millimetern und 600 Gramm Gewicht ist das relativ ausladende Huion HS610 nicht nur flach und leicht, sondern bringt das beste Verhältnis von nutzbarer Fläche zu Gesamtoberfläche mit. Die recht stark aufgeraute Oberfläche erhöht den Widerstand leicht und ist beim Zeichnen nicht ganz leise, bietet dafür aber ein prima Feedback – Geschmackssache. 13 Tasten plus Touch-Rad lassen keine Wünsche offen, während der Stiftständer aus der untersten Schublade stammt.

Formatmäßig siedelt sich das Huion Inspiroy H950P zwischen den größeren Tabletts und den Kompakt-Modellen im Test an. Es weist rund 25 Prozent weniger Zeichenfläche auf als das große Gaomon M10K 2018. Der gelungene Stift ist identisch mit dem des Huion HS610 und bringt leider auch den gleichen Stiftständer mit, in dem der Stylus nicht aufrecht und fest steht und der gerne mal auf dem Tisch verrutscht. Auf der Habenseite steht ebenso wie beim HS610 eine schon akzeptable Dosierbarkeit des Drucks.

Das für Wacom-Verhältnisse günstige, im Vergleich zu anderen ähnlich kleinen Tabletts aber wiederum teure Intuos BT S hebt sich durch die Möglichkeit ab, es per Bluetooth kabellos mit dem Computer zu verbinden. Im Verhältnis zu dem des Testsiegers ist der Treiber reduziert, bietet aber immer noch mehr Konfigurationsmöglichkeiten als die der anderen Hersteller. Dank großem Druckbereich ist fein dosiertes Zeichnen möglich, auch wenn nominell »nur« 4.096 Druckstufen unterschieden werden können.

Dabei ist ein dünnerer Stylus, dessen Tasten uns besser gefallen als die des Pro Pen 2. Das Zubehör beschränkt sich auf magere drei Ersatzspitzen. Dass es das kleine Wacom nicht in die Empfehlungen geschafft hat, liegt neben dem Preis vor allem daran, dass die Tasten oben bzw. unten platziert sind, was beidhändiges Arbeiten deutlich behindert.

Beim winzigen XP-Pen G430S handelt es sich eher um ein sogenanntes Signature-Pad als um ein echtes Grafiktablett. So billig es optisch auch wirkt, so stabil fühlt es sich doch an. Die Abwesenheit von Tasten schränkt weiter ein, dafür gelingt die Druckdosierung ebenso gut wie beim XP-Pen Deco 3 und nur unwesentlich schlechter als beim bis zu zehnmal so teuren Testsieger. Eher schmal fällt der Treiber aus, bietet aber die sehr nützliche Druck-Output-Kurve mit drei Anfassern. Der dünne Digitizer ist etwas rutschig, sonst aber völlig okay. Nennenswertes Zubehör sollte man für die sehr günstigen Preise nicht erwarten, aber mit Ersatzspitzen geizt XP-Pen generell nicht.

Da es sich beim XP-Pen Star G640S nur um eine größere und minimal teurere Version des G430S handelt, verweisen wir hier auf die Ausführungen im letzten Absatz. Zwei Unterschiede gibt es abgesehen von der Größe aber schon: Die Elektronik ist beim 430er seitlich verbaut, beim 640er oben bzw. unten. Und das größere Modell bringt nicht »nur« 10 Ersatzspitzen mit, sondern gleich 20. Ob die dann auch in jeder Packung liegen, wissen wir nicht.

5
Kommentare

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David Sondermann
David Sondermann

Leider gebt Ihr bei den Tests nicht (immer) an, mit welchen Betriebssystemen (macOS, iOS, Android, Windows 10, Linux etc.) die Geräte kompatibel sind.
Oder habe ich die Angaben übersehen?

Redaktion
Redaktion

Danke für den Hinweis. Wir haben die Angaben nachgetragen.

Julian
Julian

Leider stimmen eure ersten drei Verkäufer Links nicht beim Wacom Intuos Pro M, wird man zum Wacom M weitergeleitet.

Redaktion
Redaktion

Danke für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert!

Cordita van der Mast
Cordita van der Mast

Wehe dem, der bei Huion reklamieren will!!!
Wir haben ein HUION Inspiroy H430P gekauft, bereits nach 2 Monaten hat sich dieses weder mit Tablet, Handy oder PC verbunden. Wir haben es an verschiedenen Geräten und mit verschiedenen Kabeln ausprobiert…NICHTS.
Nach 16 Mails hin und her sind wir keinen Schritt weiter.
Sie wollten ein Video, haben sie bekommen, mehrmals die selben dämlichen Fragen, die eigentlich schon im ersten Anschreiben unsererseits erklärt wurden, nun wollen sie wieder ein Video… Huion kaufen ist Zeit- und Geldverschwendung bei so einem miesen Kundenservice!

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