Das beste günstige Office-Notebook

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Test günstige Office-Notebook: Lenovo IdeaPad 320s

Das beste günstige Office-Notebook für unter 500 Euro ist das Lenovo IdeaPad 320S. Es vereint hohe Mobilität mit ordentlicher Leistung und einer tollen Verarbeitung. Angesichts des fairen Preises sind die wenigen Nachteile des 14-Zöllers leicht verschmerzbar.

Update 25. Juli 2018

Das Lenovo IdeaPad 320S bleibt unser Favorit. Mit dem HP 250 G6, dem Trekstor Primebook C13 und dem Chuwi Lapbook Air 14,1 gibt es aber neue, empfehlenswerte Alternativen bei den günstigen Office-Notebooks.

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20. Dezember 2017

Wir haben den Artikel komplett aktualisiert. Unser neuer Favorit ist das Lenovo IdeaPad 320S für gerade mal 400 Euro. Außerdem gibt es neue, interessante Alternativen.

Ein günstiges Office-Notebook muss natürlich nicht die neueste Technik beherbergen oder optisch auf dem allerneuesten Stand sein. Doch es sollte genau das können, wofür es auch gebraucht wird: Office-Anwendungen. Also Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen und alles, was man im Büro sonst noch brauchen kann.

Wir haben uns sechs Modelle bis 500 Euro angesehen. Jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile, aber wer nicht viel ausgeben will, muss immer Abstriche machen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Lenovo IdeaPad 320S

Test günstige Office-Notebook: Lenovo IdeaPad 320s
Das Lenovo-Notebook kann mit guter Verarbeitung, langer Akkulaufzeit und guter Rechenleistung punkten.

Das Lenovo IdeaPad 320S ist für uns das aktuell beste Office-Notebook bis 500 Euro. Es bietet nicht nur genug Leistung für den nicht allzu aufwendigen Alltag, sondern ist obendrein auch noch stabil und hochwertig verarbeitet. Hier dürfen wir von einem wahrlich schicken Arbeitsgerät sprechen.

Aufgrund des kompakten Formats und des geringen Gewichts eignet sich das IdeaPad auch problemlos als ständiger Begleiter für unterwegs. Außerdem stimmen Akkulaufzeit und Anschlussvielfalt – nur arbeitet die integrierte HDD lahmer als eine SSD, bietet dafür aber auch um einiges mehr Speicherplatz. Auch das Display ist nicht sehr blickwinkelstabil. Solche Schwächen lassen sich aber im Hinblick auf den günstigen Preis durchaus verschmerzen.

Upgrade

HP 250 G6

Test günstige Office-Notebook: HP 250 G6
Das Modell von HP bietet einen großen Bildschirm, eine lange Akkulaufzeit sowie eine flotte SSD - Letztere lassen sich sogar tauschen.

Wer einen größeren Bildschirm will und dafür auch etwas mehr Geld ausgeben kann, für den ist das HP 250 G6 eine interessante Alternative. Außerdem bietet das System mehr Arbeitsspeicher, eine flotte SSD und damit auch einen reaktionsschnelleren Betrieb als beim Favoriten. Der Flash-Speicher ist außerdem auch noch ausreichend bemessen. Die Akkulaufzeit ist zwar etwas geringer als beim Lenovo, aber immer noch überdurchschnittlich.

Dafür wiegt das HP-Notebook um einiges mehr, bietet einen nur mäßigen Bildschirm und auch nur eine 1-Jahres-Garantie. Der Preis ist mit aktuell rund 359 Euro aber nur unwesentlich teurer.

Gut & günstig

Trekstor Primebook C13

Test günstige Office-Notebook: Trekstor Primebook C13
Beim Trekstor lässt sich der Touchscreen umklappen, außerdem ist es sehr leicht und kompakt, ohne dabei teuer zu sein.

Das Besondere beim Trekstor Primebook C13: Der Bildschirm ist nicht nur berührungsempfindlich, sondern lässt sich auch komplett umklappen, um das Notebook als Tablet zu nutzen. Dennoch ist das Gerät sehr leicht und auch schlank und damit gut transportabel. Ab Werk ist ein M.2-Schacht frei, um schnell und einfach eine zusätzliche SSD nachzurüsten.

Denn ab Werk stehen nur knappe 64 Gigabyte Speicher zur Verfügung, abzüglich des Betriebssystems bleibt da nicht mehr allzu viel übrig. Außerdem müssen Sie hier noch ein stark spiegelndes Display und eine mäßige Akkulaufzeit in Kauf nehmen.

Vergleichstabelle

Unser FavoritUpgradeGut & günstig
Modell Lenovo IdeaPad 320S HP 250 G6 Trekstor Primebook C13 Chuwi Lapbook Air 14,1 Acer Swift 1 Asus F541NA
Test günstige Office-Notebook: Lenovo IdeaPad 320sTest günstige Office-Notebook: HP 250 G6Test günstige Office-Notebook: Trekstor Primebook C13Test günstige Office-Notebook: Chuwi Lapbook Air 14,1Test günstige Office-Notebook: Acer Swift 1Test günstige Office-Notebook: Asus F541NA
Pro
  • Hochwertiges Aluminium-Gehäuse
  • Geringes Gewicht
  • Kompakte Abmessungen
  • Überdurchschnittliche Akkulaufzeit
  • Schnelle SSD
  • Lange Akkulaufzeit
  • Wechselbarer Akku
  • Niedriges Betriebsgeräusch unter Last
  • Gut zu reinigen und aufzurüsten
  • Sehr leicht und kompakt
  • Einfache Nachrüstung von M.2-SSD
  • Umklappbares Display
  • Touchscreen (ideal für Tablet-Modus)
  • Passive Kühlung
  • Edles Aluminium-Gehäuse
  • Leicht und kompakt
  • Passive Kühlung
  • Zusätzlicher, freier M.2-Steckplatz
  • Edles Aluminium-Gehäuse
  • Sehr leicht und kompakt
  • Passive Kühlung
  • Tolle Eingabegeräte
  • Niedriges Betriebsgeräusch unter Last
  • Helles Display
  • DVD-Brenner
Contra
  • Nur HDD verbaut
  • Blickwinkelinstabiles Display
  • Kaum aufrüstbar
  • Mäßiges Display
  • Kein USB Typ-C
  • Nur 12 Monate Garantie
  • Mäßige Akkulaufzeit
  • Wenig Datenspeicher ab Werk
  • Spiegelndes Display
  • Mäßige Rechenleistung
  • Mäßige Eingabegeräte
  • Nur englisches Tastatur-Layout
  • Kein USB Typ-C
  • Nur 12 Monate Garantie
  • Kaum aufrüstbar
  • Mäßige Akkulaufzeit
  • Mäßige Rechenleistung
  • Nur HDD verbaut
  • Grobe Auflösung (wegen Displaygröße)
  • Mäßige Akkulaufzeit
  • Kein USB Typ-C
  • Nur n-WLAN
Bester Preis
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Gute Leistung auch bei günstigen Notebooks

Die Suche nach einem klassischen Office-Notebook zum fairen Preis ist schwierig: In der Preisklasse bis 500 Euro tummeln sich hunderte Modelle verschiedenster Konfigurationen – doch welche davon taugen wirklich was?

Auch bei einem günstigen Notebook sollten wichtige Punkte wie die Verarbeitung, die Alltagsleistung und die Mobilität ein Niveau erreichen, das die tägliche Nutzung nicht zur Qual macht. Denn auch wer sein Laptop »nur« für das Verfassen von E-Mails, Word-Dokumenten und Surfen im Internet verwendet, darf Ansprüche an das Gerät stellen.

Erfreulicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen man bei günstigen Notebooks starke Abstriche bei der Verarbeitung oder der Leistung machen musste. Unser Favorit arbeitet nicht nur flott, er steckt auch in einem schlanken und stabilen Gehäuse und ist für den mobilen Einsatz gerüstet. Das Gleiche gilt auch für unsere alternativen Empfehlungen. Mit der richtigen Kombination aus modernen Prozessoren und brauchbaren Komponenten ermöglichen aktuelle Notebooks auch zum kleinen Preis angenehmes Arbeiten.

Das muss ein Office-Notebook können

Bei klassischen Office-Notebooks im Preissegment unter 500 Euro darf man natürlich keine Luxus-Leistung erwarten. Zu diesem Preis muss man es verschmerzen, dass das Gerät bei der Bearbeitung komplexer Photoshop-Dateien ins Schwitzen kommt oder vor aktuellen Spielen kapituliert. Auch auf gestochen scharfe Displays oder auf Extras wie einen Touchscreen muss man in dieser Preisklasse verzichten.

Wichtiger ist, dass die Basis stimmt. So legen wir bei der Auswahl Wert auf ein ordentliches Arbeitstempo im produktiven Windows-Alltag: Word, Excel und Co. sowie Surfen im Internet müssen reibungslos funktionieren. Auch eine gute Verarbeitung, eine vernünftige Tastatur und ein Display, das im Idealfall auch draußen nutzbar ist, wünschen wir uns.

Das Gleiche gilt für Mobilität: Viele günstige Notebooks sind vergleichsweise groß und schwer, außerdem sparen die Hersteller gerne an der Akkulaufzeit. Aber viele wollen ihre Mails und Dokumente auch abseits der Steckdose bearbeiten. Kann ein Notebook mit langer Akkulaufzeit glänzen, ist das ein Pluspunkt.

Test günstige Office-Notebook: Lenovo IdeaPad 320s

Unser Favorit: Lenovo IdeaPad 320S

Das Lenovo IdeaPad 320S überzeugt mit bürotauglicher Performance, respektabler Akkulaufzeit und hochwertiger Verarbeitung – und das alles zu einem sehr erschwinglichen Preis.

Unser Favorit

Lenovo IdeaPad 320S

Test günstige Office-Notebook: Lenovo IdeaPad 320s
Das Lenovo-Notebook kann mit guter Verarbeitung, langer Akkulaufzeit und guter Rechenleistung punkten.

Wir hatten das Lenovo IdeaPad in der Modellvariante »80X400B1GE« im Test. Diese umfasst eine ein Terabyte große Festplatte (HDD), die somit mehr als genug Speicherplatz bietet. Als Prozessor kommt der Intel Pentium 4415U zum Einsatz, der zwar nur mit zwei Kernen arbeitet, dank Hyperthreading aber vier Threads bewältigt.

Die maximale Taktrate beläuft sich auf 2,3 Gigahertz. Es stehen außerdem vier Gigabyte DDR4-Arbeitsspeicher zur Verfügung. Dank seines nur 14 Zoll großen Bildschirms und des geringen Gewichts ist es überaus kompakt und damit sehr transportabel.

Verarbeitung und Akkulaufzeit

Zum Preis von knapp 400 Euro ist das Lenovo IdeaPad 320S überraschend hochwertig verarbeitet. Es hat keinen Aluminium-Unibody, lediglich die Oberseite des Deckels besteht aus Aluminium. Fürs restliche Gehäuse setzt der Hersteller auf Kunststoff. Das ist glücklicherweise nicht von der billigsten Sorte und fast durchweg sauber verarbeitet. Nur bei genauerem Hinsehen fallen einige kleine Spaltmaße auf.

Gute Verarbeitung und über­­durch­­schnittliche Akkuleistung

Wer viel auf Reisen ist oder auch innerhalb des Unternehmens an verschiedenen Stellen mit einem Notebook arbeiten muss, der kann beim Lenovo IdeaPad 320S aufatmen: Das Gewicht beläuft sich lediglich auf 1,69 Kilogramm, es ist also angenehm leicht.

Doch nicht nur das Gewicht, sondern auch die Akkulaufzeit ist für Vielreisende wichtig. Hier kann das IdeaPad ebenfalls punkten, denn das Gerät lässt sich abseits von Steckdosen überdurchschnittlich lang betreiben. Lenovo selbst verspricht, dass der 30 Wattstunden starke Akku bis zu 12 Stunden durchhält. Dieser Wert ist allerdings nicht praxisnah. In unseren Tests messen wir »nur« sieben Stunden, bei Dauer-Surfen per WLAN – für ein Notebook dieser Preisklasse ist das eine sehr gute Laufzeit.

Ausreichend Power

Beim Prozessor des Lenovo IdeaPad 320S handelt es sich um den Intel Pentium 4415U aus der Kaby-Lake-Generation. Das U in der Modellbezeichnung steht für »Ultra-Low Power« und zeichnet besonders sparsame CPUs aus, die ihre hohe Effizienz vor allem durch zurückhaltende Taktraten erreichen – hier sind es 2,3 Gigahertz, einen automatischen Turbo-Takt gibt es nicht.

Der Pentium-Prozessor ist mit zwei Rechenkernen ausgestattet, doch dank der Integration von Hyperthreading bewältigt die CPU vier Threads, weil die Technik jedem Kern ein virtuelles Pendant zur Seite stellt. In Kombination mit den Architekturverbesserungen von Kaby Lake und der stabilen Taktfrequenz erreicht der Rechenchip fast die Leistung von teureren Core-i3-Prozessoren. Das bedeutet, dass stets genug Leistung für den Computer-Alltag vorhanden ist.

Der Arbeitsspeicher ist mit vier Gigabyte DDR4 zwar nicht üppig bemessen, aber für ein Office-Notebook ausreichend. Nur die integrierte Festplatte führt dazu, dass sich das Lenovo-Notebook ab und an die ein oder andere Denkpause gönnt. Das liegt daran, dass der Schreib- und Lesekopf erst die korrekten Daten auf den rotierenden Magnetscheiben abrufen muss. Bei einer SSD greift das Betriebssystem hingegen direkt auf den Flash-Speicher zu und ist deshalb um einiges flotter.

Zwar keine SSD aber trotzdem ausreichend Leistung

Außerdem ist eine HDD aufgrund der mechanischen, sich bewegenden Kleinteile nicht so robust wie eine SSD, die lediglich aus einer Platine mit fest verlöteten Speicherbausteinen besteht. Doch Flash-Speicher sind um einiges teurer, weshalb oft nur kleine Kapazitäten zum Einsatz kommen. Die hier verbaute HDD bietet dagegen satte 1000 Gigabyte Speicher – über 900 Gigabyte stehen ab Werk zur freien Verfügung. Wer viele Daten hat, muss sich beim IdeaPad 320S in dieser Ausstattungsvariante kaum Gedanken über Platzprobleme machen.

Wer hingegen auf dem Notebook auch etwas spielen oder komplexe Multimediaaufgaben erledigen möchte, den müssen wir an dieser Stelle enttäuschen. Die integrierte Grafiklösung Intel Graphics HD 610 ist dafür einfach zu schwach. Immerhin beherrscht sie aktuelle Codecs wie HEVC (H.265) und den Kopierschutz HDCP in der Version 2.2 – das ist beispielsweise wichtig bei der Wiedergabe von 4K-Inhalten. Videos gucken ist damit kein Problem, Videos bearbeiten oder anspruchsvolle Computer-Games zocken sollte man mit dem IdeaPad aber nicht.

Die Kühlung der Komponenten im Inneren des Lenovo IdeaPad übernimmt ein einzelner Lüfter, der bei geringer Rechenlast kaum zu hören ist. Selbst unter starker Auslastung rauscht der Lüfter nur wenig stärker – sehr schön! Das Gehäuse wird dabei zwar spürbar wärmer, aber nicht wirklich heiß, so lässt sich das Gerät jederzeit auch auf dem Schoß benutzen.

Ebenfalls nicht selbstverständlich und daher erfreulich ist die Unterstützung für WLAN-Netze im neuesten ac-Standard. Auch wer sein drahtloses Netzwerk auf das störungsresistente 5-GHz-Band umgestellt hat, kommt mit dem Lenovo IdeaPad 320S also problemlos online.

Display – nicht ganz perfekt

Das 14-Zoll-Display des Lenovo IdeaPad 320S löst klassentypisch mit 1.366 x 768 Bildpunkten auf (WXGA). Es ist damit nicht so gestochen scharf wie teurere Full-HD-Modelle. Für die Arbeit mit Office und dem Surfen respektive Recherchieren im Internet genügt die Auflösung aber allemal.

Lenovo hat dem IdeaPad einen matten Bildschirm spendiert, sodass starke Spiegelungen ausbleiben. Selbst im Sonnenlicht lassen sich die Inhalte auf dem Bildschirm noch erkennen. Davon abgesehen bekleckert sich der Bildschirm allerdings nicht mit Ruhm. So ist das Bild auch auf maximaler Helligkeit vergleichsweise dunkel, außerdem fallen die Kontraste stark ab, sobald man seitlich auf den Screen schaut – hier macht sich das eingesetzte TN-Panel deutlich bemerkbar.

Trotzdem empfinden wir die Arbeit mit dem Bildschirm als angenehm. Heimkino-Tauglichkeit darf man in dieser Preisklasse ohnehin nicht erwarten, für das gelegentliche Streaming taugt das Display des Lenovo-Modells aber durchaus.

Das Display könnte besser sein

Einen positiveren Eindruck hinterlässt die Tastatur im Insel- oder Chiclet-Design – das bedeutet, dass die Tasten freistehen. Der Druckpunkt der Tasten ist angenehm knackig, was in einer eher günstigen Preisklasse nicht immer der Fall ist. Beim Touchpads muss man doch etwas stärker drücken, wenn ein Mausklick ausgelöst werden soll. Geht es aber um Präzision, dann lässt sich hier nichts Negatives feststellen, da das Clickpad stets zuverlässig unserem Finger folgt.

Natürlich kann es nicht mit Edel-Notebooks mithalten, die Bedienung von Windows 10 klappt in der Praxis aber besser als es bei vielen anderen Modellen dieser Preisklasse der Fall ist.

Nachteile

Ein Notebook, das allen Ansprüchen gerecht wird, gibt es in dieser Preisklasse einfach nicht. Das gilt auch für das Lenovo IdeaPad 320S: So fällt die CPU-Leistung des Pentium 4415U, wie bereits erwähnt, gegen Alternativen mit Intel Core i3 oder Core i5 zurück.

Das merken alle, die zur Entspannung eine Runde zocken wollen, was aber auch an der schwachen, integrierten Grafiklösung liegt. Auch mit heruntergeschalteten Details laufen ältere 3D-Spiele bestenfalls ruckelig. Wer dennoch auf dem IdeaPad 320S spielen möchte, sollte vor allem Klassiker von Seiten wie GOG.com oder Spiele aus dem Windows-Store in Betracht ziehen, die das Notebook nicht überfordern.

Wer sein IdeaPad erweitern möchte, hat erstmal was zu basteln: Zwar lässt sich die komplette Bodenplatte über die Schrauben lösen, um beispielsweise den Arbeitsspeicher oder die Festplatte zu wechseln. Doch die Platte selbst ist zusätzlich noch im Gehäuse eingehakt – sachtes Ziehen bringt hier nichts und bei steigendem Kraftaufwand steigt auch die Gefahr, das Notebook zu beschädigen.

Vorsicht beim Basteln

Wer sich aber viel Zeit nimmt und die Bodenplatte geduldig und vorsichtig abmontiert, kann die vorhin erwähnten Komponenten aufrüsten. Da diese Form der Demontage aber nicht vom Hersteller vorgesehen ist, ist auch der Garantieanspruch danach hinfällig.

Davon abgesehen halten sich unsere Kritikpunkte in Grenzen. So ist das Display nicht allzu blickwinkelstabil und kann auch bei Helligkeit nicht mit teureren Modellen mithalten. Nicht unerwähnt bleiben soll die Integration eines USB-Anschlusses im modernen Typ-C-Format: Wer eine externe Festplatte mit USB-C-Anschluss am IdeaPad 320S betreiben möchte, muss nicht mehr auf einen Adapter zurückgreifen. Etwas fragwürdig ist hingegen die Entscheidung, einen der beiden regulären USB-Anschlüsse nach dem alten USB-2.0-Standard zu fertigen. Für schnelle externe Festplatten oder USB-Sticks bietet das IdeaPad damit nur einen Port.

Apropos »extern«: Wie viele aktuelle Notebooks verzichtet auch Lenovo beim IdeaPad 320S auf ein eingebautes DVD-Laufwerk. Wer Office & Co. von einer CD oder DVD installieren möchte, muss beim Kauf ein externes DVD-Laufwerk einplanen.

Lenovo IdeaPad 320S im Testspiegel

Auch die Experten von Notebookcheck (10/2017) haben das Lenovo IdeaPad 320S ausführlich auf Herz und Nieren getestet. Tester Mike Wobker zeigt sich ebenfalls von der hochwertigen Verarbeitung und der Leistung begeistert:

»Lenovo liefert mit dem IdeaPad 320S ein brauchbares Gerät für einfache Aufgaben. Design und Ausstattung richten sich an praktisch orientierte Anwender, die bei wenig Leistung nicht auf Qualität verzichten wollen. Für einen ähnlichen oder auch höheren Kaufpreis haben wir schon deutlich schlechtere Notebooks gesehen.«

Gelobt werden auch die Tastatur und das Display, allerdings hatten die Kollegen ein Modell mit blickwinkelstabilem und farbintensivem IPS-Panel im Test. Deutlich Kritik findet Notebookcheck hingegen für die stark eingeschränkten Aufrüstmöglichkeiten:

»Vor allem die Tastatur und das Display haben uns, subjektiv betrachtet, gut gefallen. Der Umstand, dass sich das Gehäuse nicht öffnen lässt, ohne dass unerfahrene Anwender dabei das Gerät beschädigen, stört uns hingegen sehr. Den Lüfter zu reinigen oder die Festplatte zu tauschen, wird dadurch verhindert und beschneidet die Möglichkeiten des Anwenders.«

Alles in allem erreicht das Lenovo-Notebook eine gute Gesamtwertung von 80 Prozent.

Das Lenovo IdeaPad 320S war auch bei den Kollegen von CHIP im Test (10/2017), allerdings mit IPS-Panel und 128-Gigabyte-SSD anstelle einer HDD. Auch Tester Thorsten Nowag lobt die tolle Verarbeitung des Geräts:

»Die Verarbeitung des Lenovo Ideapad 320S-14IKB, ist angenehm hochwertig und auch die Eingabegeräte, allen voran das Touchpad, sind Lenovo typisch auf sehr gutem Niveau. Ein klitzekleines Manko bleibt – mit der etwas rutschigen Tastenoberfläche.«

Doch auch die Rechenleistung des Pentium-Prozessors kann die Kollegen überzeugen und setzt sogar neue Bestwerte:

»Bei einem Prozessor-Takt von bis zu 2,3 GHz setzt der Lenovo-Laptop nicht nur einen Bestwert im CHIP-Testverfahren, sondern sorgt auch für potente Performance bei alltäglichen Office-Aufgaben, Web-Browsing und anspruchslosen Spielen.«

Nur bei komplexeren Aufgaben kommt das Notebook schnell an seine Grenzen:

»Bild- und Videobearbeitung dürften allerdings zu einem Geduldsspiel werden, wenn sie denn überhaupt möglich sind. Das liegt an den überschaubaren 4 GByte Arbeitsspeicher, die allein durch Windows 10 schon gut ausgelastet werden.«

Die Wertung bei CHIP für das Lenovo IdeaPad 320S beträgt gute 79,5 Prozent, die Preis-Leistung wird als »gut« bewertet.

Alternativen

Wie bereits erwähnt, ist die Auswahl an günstigen Office-Allroundern gigantisch. Aber für uns kommen nur zwei Notebooks als Alternativen zu unserem Favoriten in Frage.

Upgrade

HP 250 G6

Test günstige Office-Notebook: HP 250 G6
Das Modell von HP bietet einen großen Bildschirm, eine lange Akkulaufzeit sowie eine flotte SSD - Letztere lassen sich sogar tauschen.

Das HP 250 G6 ist unsere erste Alternative und unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich. Das Notebook bietet einen größeren Bildschirm mit höherer Auflösung (Full-HD), was eine schärfere Darstellung erlaubt. Außerdem besitzt das Gerät doppelt so viel Arbeitsspeicher und verzichtet komplett auf eine lahme HDD.

Stattdessen verbaut HP eine flotte SSD mit einer recht großzügigen Kapazität von 256 Gigabyte. Da passen locker die wichtigsten Programme nebst Betriebssystem drauf. Des Weiteren arbeitet das Gerät stets leise und erhitzt sich auch nicht allzu stark, selbst bei anhaltender Auslastung.

Die Rechenpower genügt vollkommen fürs Büro oder das Surfen im Internet, zu mehr reicht es aber nicht. Die Akkulaufzeit ist mit rund 6,5 Stunden und trotz des größeren Bildschirms nur etwas geringer als beim Lenovo – sehr gut!

Außerdem lässt sich der Akku auch tauschen, was bei Notebooks mittlerweile kein Standard mehr ist. Generell lassen sich recht viele Komponenten austauschen, allerdings muss hierfür der komplette Unterboden entfernt werden.

Kompromisse müssen Sie allerdings beim Bildschirm eingehen, der mit einem vergleichsweise schwachen Kontrast und einer geringen Helligkeit aufwartet. Als Panel setzt HP auf die günstige TN-Technik, die sich als recht blickwinkelinstabil erweist. Immerhin ist die Fläche matt und spiegelt nicht.

In hellen Umgebungen müsste der Screen allerdings heller sein, um trotz allem gut ablesbar zu bleiben. Mit einem Gewicht von zwei Kilogramm ist das Notebook auch noch spürbar schwerer als die anderen Modelle.

Weitere Schwachpunkte beim HP 250 G6: Es besitzt zwar recht viele Anschlüsse, auf einen zeitgemäßen USB-Typ-C-Anschluss müssen Käufer allerdings verzichten. Der Hersteller gewährt außerdem noch nur 12 Monate Garantie. Im Vergleich mit den anderen Modellen im Testfeld ist das mindestens eine halb so lange Garantiezeit. Nutzen Sie aber lieber eine größere Bildschirmfläche und wollen ein stets reaktionsschnelles System, dann ist das HP-Notebook die ideale Alternative für Sie.

Gut & günstig

Trekstor Primebook C13

Test günstige Office-Notebook: Trekstor Primebook C13
Beim Trekstor lässt sich der Touchscreen umklappen, außerdem ist es sehr leicht und kompakt, ohne dabei teuer zu sein.

Das Trekstor Primebook C13 ist das einzige Modell in diesem Vergleich, bei dem sich der 13 Zoll große Bildschirm komplett umklappen lässt. Da es sich auch noch um einen Touchscreen handelt, lässt sich das Gerät dann auch als Tablet nutzen. Dennoch fällt das Notebook sehr leicht und auch überaus kompakt aus. So beträgt die Dicke lediglich 1,5 Zentimeter, womit dieses Gerät das dünnste im Vergleich ist.

Wer also viel auf Achse ist, dürfte mit diesem Mobil-PC gut bedient sein. Denn auch die Rechenleistung geht in Ordnung, solange Sie es nicht mit fordernden Anwendungen übertreiben oder gar zocken wollen. Das Modell richtet sich nämlich nur an Office-Nutzer und Internet-Surfer. Für etwas mehr Sicherheit sorgt außerdem der im Touchpad integrierte Fingerabdruckleser, was besonders im Business-Umfeld gern gesehen ist.

Trekstor liefert das Notebook mit einem eMMC-Modul als Datenspeicher aus, das einer herkömmlichen SSD in Sachen Leistung allerdings etwas hinterher hinkt. Die Kapazität des Flash-Speichers beträgt nur magere 64 Gigabyte, abzüglich des vorinstallierten Betriebssystems Windows 10 Home bleibt also nicht mehr viel Platz für andere Programme und Dateien. Dafür gibt es einen freien Einbauschacht für M.2-SSDs unter der Wartungsklappe, der sich nicht allzu umständlich mit einer weiteren Steckkarte mit bis zu 128 Gigabyte Speicher bestücken lässt.

Das Display löst zwar recht hoch auf, spiegelt aber stark, was sich auf die berührungsempfindliche Oberfläche zurückführen lässt. Hinzu kommt auch noch, dass die Helligkeitswerte recht niedrig ausfallen. Besonders in hellen Umgebungen sorgt diese Kombination dann doch dafür, dass sich das Notebook nur eingeschränkt in hellen Umgebungen einsetzen lässt.

Apropos: Das C13 setzt auf eine passive Kühlung, nervige Lüftergeräusche gibt es also nicht. Allerdings kann sich das Gerät an bestimmten Stellen spürbar erhitzen, was vor allem auf nackten Oberschenkeln unangenehm werden kann. Doch nicht nur das: Ist das hohe Temperaturniveau erst einmal erreicht, drosselt sich auch die Leistung der CPU, was sich unmittelbar im Betrieb bemerkbar macht. Erst nachdem sich das Gerät abgekühlt hat, steht wieder die volle Performance zur Verfügung.

Mit einer Akkuladung hält das Trekstor Primebook C13 rund vier Stunden durch. Im Vergleich mit unserem Favoriten ist diese Laufzeit nicht gerade berauschend, bei günstigen Notebooks allerdings auch kaum eine Überraschung. An die verbaute Hardware kommen Sie außerdem nicht so ohne Weiteres heran – schade! Wer sein Notebook aber auch als Tablet nutzen möchte, der bekommt zum geringen Preis von aktuell rund 329 Euro kaum ein besseres Gerät.

Was gibt es sonst noch?

Chuwi Lapbook Air 14,1

Das Chuwi Lapbook Air 14,1 kommt aus China und erinnert stark an die Geräte des Herstellers mit dem angebissenen Apfel. Nur der Preis unterscheidet sich extrem, denn das Lapbook Air ist mit aktuell rund 429 Euro deutlich günstiger – und das trotz Unibody aus hochwertigem Aluminium, der das Gewicht recht niedrig hält. Die Rechenleistung ist für Office-Anwendungen ausreichend, die eingebaute SSD ist aber nicht das schnellste Modell – aber immer noch flotter als eine HDD.

Das Display besitzt ein farbintensives IPS-Panel und stellt dank Full-HD-Auflösung Inhalte gestochen scharf dar. Jedoch ist der Bildschirm vergleichsweise dunkel, sogenanntes Screen-Bleeding macht sich ebenfalls bemerkbar.

Einen Lüfter gibt es nicht, denn der Hersteller setzt auf eine passive Kühlung der Komponenten. Ab Werk bietet das Gerät mit 128-GB-SSD-Speicher aber nur gerade so ausreichenden Datenspeicher. Immerhin steht noch ein freier M.2-Einbauschacht zur Verfügung, der den einfachen und schnellen Einbau einer zusätzlichen SSD im Steckkartenformat erlaubt.

Die Akkulaufzeit ist mit knapp sechs Stunden in Ordnung. Die Tastatur ist zwar beleuchtet, aber recht unregelmäßig, hinzu kommt noch ein schwammiger Druckpunkt und auch das Touchpad reagiert oft ungenau. Das wohl größte Manko ist aber das englische Layout der Tastatur. Wer sich daran stört, der kann sich mit Tastaturaufklebern behelfen. Wem eine edle Optik und eine passive Kühlung wichtig sind, ohne dafür allzu viel Geld ausgeben zu müssen, der greift zum Chuwi Lapbook 14,1.

Nur etwas über 500 Euro werden für das Acer Swift 1 fällig. Dafür bekommt man einen Quad-Core-Prozessor (Intel Pentium N4200) und vier Gigabyte Arbeitsspeicher, die für den Büroalltag genug Leistung bieten. Das vollkommen aus Aluminium bestehende Gehäuse des Acer-Notebooks ist makellos verarbeitet und hinterlässt einen edlen Eindruck.

Außerdem war das Swift 1 mit einem Gewicht von nur 1,35 Kilogramm das leichteste Notebook im Test. Und das Beste: Das Gerät arbeitet mit einer passiven Kühlung, sprich ohne Lüfter, und ist damit zu jeder Zeit vollkommen lautlos. Dabei wird das Gehäuse zwar etwas wärmer, aber nie wirklich heiß.

Das hochwertige Chassis hat allerdings einen Nachteil: Eine Aufrüstung der Komponenten ist kaum möglich. Und auch die Akkulaufzeit ist mit rund vier Stunden nur mittelmäßig. Wer das verschmerzen kann und auf ein möglichst edles Design aus ist, für den ist das Acer-Notebook aber eine gute Wahl.

Beim Asus F541NA müssen wir vor allem die gute Tastatur und das Touchpad loben, die beide stets zuverlässig und mit einer guten Schaltcharakteristik punkten. Denn wie bereits erwähnt, werden in dieser Preisklasse die Eingabegeräte oft vernachlässigt, was im Alltag großen Frust bereiten kann.

Beim Betriebsgeräusch hält sich das Asus-Notebook auch unter Last sehr zurück. Die Kombination aus dem recht schwachbrüstigen Zweikerner Intel Celeron N3350 und der einem Terabyte großen HDD sorgen für eine eher geringe Leistung und gemächliche Reaktionszeiten, insbesondere bei hoher Auslastung. Die WXGA-Auflösung wirkt außerdem auf dem großen Bildschirm (15,6 Zoll) recht grob, dafür ist die Helligkeit des Displays ziemlich hoch.

Die Akkulaufzeit ist mit fünf Stunden ebenfalls nur mittelmäßig. Kurios: Es gibt zwar einen modernen USB-Typ-C-Anschluss, ins WLAN geht es aber bestenfalls über den alten n-Standard. Einen DVD-Brenner hat das Asus-Notebook auch noch zu bieten. Wem gute Eingabegeräte ebenso wichtig sind wie die Möglichkeit, optische Medien abzuspielen, für den ist das günstige Asus F541NA eine gute Idee, alle anderen fahren mit unseren Empfehlungen besser.

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Kommentare

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Nika Farra
Nika Farra

In der Preisklasse würde ich mir lieber einen Gebrauchten mit einer SSD kaufen.

Kurt Schmidt
Kurt Schmidt

Lenovo ist echt super !! Smartphone Moto Z bestes Gerät in allen drei Empfangsbereichen (CONNECT).