Das beste günstige Smartphone

Smartphones bis 200 Euro im Test

Das beste günstige Smartphone ist das Huawei P8 Lite (2017). Es kann in sämtlichen Disziplinen überzeugen: Leistungsfähige Hardware, gespickt mit reichhaltiger Ausstattung, wie einer guten Kamera und nicht zuletzt verpackt in ein hochwertiges Finish. Da fragt man sich, warum man eigentlich mehr für ein Handy ausgeben sollte.

Update 8. September 2017

Auf der IFA sind einige interessante neue Modelle vorgestellt worden. Wir werden sie demnächst testen.

Das Angebot günstiger Smartphones bis rund 200 Euro ist riesig. Wir haben lange recherchiert, schließlich sechs Modelle ausgewählt, die uns besonders interessant erschienen und sie ausgiebig für Sie unter die Lupe genommen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: Huawei P8 lite

Test günstige Smartphone: Huawei P8 lite
Bei den günstigen Smartphones liegt es mit toller Verarbeitung und gutem Gesamtpaket vorne.

Das Huawei P8 (2017) ist für uns aktuell das beste Smartphone, das man zum Preis um 200 Euro haben kann. Es ist zwar nicht perfekt, doch die wenigen Kompromisse, die dem niedrigen Preis geschuldet sind, sind gut zu verschmerzen. Akku, Verarbeitung und Design können sich sehen lassen und wem 16 Gigabyte Speicher nicht reichen, der kann mit einer micro-SD-Karte aufrüsten.

Speicher satt: Wiko UFeel prime

Test günstige Smartphone: Wiko UFeel prime
Das Wiko ist das zweite im Test mit 32 Gigabyte Speicher, außerdem sind 4 Gigabyte RAM eingebaut.

Ein rundum solides Gerät mit ausreichend Speicher und guter Verarbeitung. Wer keine Speichererweiterung will und wem 16 Gigabyte zu wenig sind, der hat beim Wiko UFeel Prime schon ab Werk 32 Gigabyte eingebaut. Das Design erinnert an Premium-Smartphones und genau wie bei diesen ist auch hier der Akku nicht auswechselbar.

Großes Display: Asus Zenfone 3 Laser

Test günstige Smartphone: Asus Zenfon 3 Laser (ZC551KL)
Das ZenFone hat das größte Display im Test, bei nur minimal größerem Gehäuse.

Beim Asus Zenfone 3 Laser bekommt man mehr Bildschirm als bei unserem Favoriten und muss noch nicht einmal größere Maße in Kauf nehmen, da lediglich der Rand schmaler ist. Auch hier gibt es 32 Gigabyte Speicher schon standardmäßig außerdem kann sich die Akkulaufzeit sehen lassen. Lediglich die lange Ladezeit von knapp 4 Stunden trübt den guten Eindruck etwas.

Zwei Steckplätze: Moto G5

Test günstige Smartphone: Moto G5
Das Moto G sich in der fünften Ausgabe kaum gegen die Konkurrenz behaupten – das war schon mal anders.

In der fünften Generation hinkt das Moto G5 der Konkurrenz etwas hinterher. Es macht alles gut, aber nichts überragend. Das gilt auch für die Akkulaufzeit. Dafür kommt es mit zwei Steckplätzen: So können sowohl eine zweite SIM, als auch eine Speichererweiterung gleichzeitig verwendet werden.

Vergleichstabelle

Unser FavoritSpeicher sattGroßes DisplayZwei Steckplätze
Modell Huawei P8 lite Wiko UFeel prime Asus Zenfone 3 Laser Moto G5 Lenovo K6 Gigaset GS 160
Test günstige Smartphone: Huawei P8 liteTest günstige Smartphone: Wiko UFeel primeTest günstige Smartphone: Asus Zenfon 3 Laser (ZC551KL)Test günstige Smartphone: Moto G5Test günstige Smartphone: Lenovo K6Test günstige Smartphone: Gigaset GS 160
Pro
  • Vergleichsweise gute Kamera, NFC integriert
  • Premium-Design und ausreichend Speicher ab Werk
  • Viel Bildschirm und eine lange Akkulaufzeit
  • Akku lässt sich auswechseln und läuft lange; günstiger als Testsieger
  • Gute Leistungsdaten und Alu-Body
  • Das günstigste Gerät im Testfeld
Contra
  • Knapp bemessener Speicher (16 GB) aber mit micro-SD erweiterbar
  • Der Akku ist nich auswechselbar
  • Lange Akku-Ladezeit von knapp 4 Stunden
  • Rechenleistung und Kamera sind schlechter als beim Testsieger
  • Akku leider auch nicht austauschbar
  • Schwaches Display und deutlich geringer Leistung
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Aus der Vielzahl günstiger Smartphones zum Preis um die 200 Euro haben wir die interessantesten neuen Modelle ausgewählt: Neben dem P8 Lite (2017) von Huawei hatten wir das Zenfone 3 Laser aus der etwas unübersichtlichen Zenfone-Reihe von Asus, das besonders günstige Gigaset GS 160 und zwei Smartphones aus dem Hause Lenovo im Test, das Lenovo K6 und das Motorola Moto G5. Abgerundet wird das Testfeld vom UFeel prime von Wiko, einer jungen Marke aus Frankreich.

Smartphones bis 200 Euro im Test: Alle Testkandidaten
Die Testkandidaten: Asus Zenfone 3 Laser, Wika UFeel prime, Gigaset GS 160, Lenovo K6, Huawei P8 Lite (2017) und Motorola Moto G5.

Mehr noch als ausreichend Rechenleistung wünschen sich die meisten bei ihrem Smartphone eine möglichst lange Akkulaufzeit. Wir haben die Smartphones mit einem Testvideo in FullHD gefüttert und es Nonstop laufen gelassen. Um das Smartphone besonders zu fordern, ließen wir zudem gleichzeitig das WLAN eingeschaltet.

Auch die Aufladezeit der Smartphones haben wir dokumentiert, um einen praxisnahen Wert darüber zu bekommen, wie lange man warten muss, um sein Smartphone wieder vollständig nutzen zu können. Die WLAN-Reichweite wurde unter Realbedingungen getestet. Hierbei muss man wissen, dass ein Vergleich nur zwischen zeitnah gemeinsam getesteten Geräten möglich ist, da die Funkübertragung von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist – sogar schlechtes Wetter kann sie negativ beeinflussen.

Als Königsdisziplin mussten die Smartphones zeigen, was sie übers Objektiv auf den Sensor bringen, wie gut also ihre Kamera ist. Schließlich ersetzt das Smartphone für die meisten inzwischen die Fotokamera. Wie gut eignen sich also die eingebauten Kameras für den einen oder anderen Schnappschuss, oder sogar mehr? Hierzu haben wir Testfotos unter vergleichbaren Licht-Bedingungen geschossen.

Premium-Ausstattung bei günstigen Geräten

Wie bei Autos wird auch bei Smartphones Ausstattung und Technik mit der Zeit von den teuren Flaggschiff-Modellen zu den günstigen Angeboten durchgereicht – allerdings in deutlich kürzeren Zeitabständen. Daher beherrschen dieses Jahr bereits schon sehr günstige Smartphones Funktionen die letztes Jahr nur weitaus teureren Geräten vorbehalten waren.

Nur noch wenige Modelle haben einen wechselbaren Akku

So gehört ein Fingerprint-Sensor mittlerweile bei den günstigen Smartphones ebenso zum Standard wie ein solides Unibody-Gehäuse. Auch die Auflösung von Display und Kamera steht der weitaus teurerer Smartphones kaum mehr nach. Dagegen sind es meist eher unsichtbare, aber wichtige Details, an denen gespart wird – wie Speicher, Prozessoren oder Akkukapazität.

Andererseits versuchen gerade die Hersteller günstiger Smartphones mit Funktionen zu punkten, die in der Spitzenklasse kaum und bei den Premium-Geräten gar nicht anzutreffen sind. Aktuell haben wir zumindest zwei Smartphones im Test, die mit einem Wechsel-Akku ausgestattet sind – leider eine auch in dieser Gattung aussterbende Spezies.

Durchgängig findet sich in den Testgeräten ein Slot zur Speichererweiterung sowie einer für eine zweite SIM-Karte, auch wenn der mitunter als Hybrid ausgelegt ist: Bei diesen Smartphones muss man sich entweder für eine Speicheraufrüstung oder für die zweite SIM-Karte entscheiden, beides zusammen geht nicht.

Dual-Sim – für wen lohnt sich die zweite SIM-Karte?

Seitdem der endgültige Fall der Roaming-Gebühren im europäischen Ausland für Juni 2017 beschlossene Sache ist, bleiben nur noch wenige Szenarien, für die sich eine zweite SIM-Karte lohnt. Einer davon sind längere Aufenthalte im außereuropäischen Ausland. Ein zweiter ist die Trennung von geschäftlicher und privater Nutzung auf ein und demselben Smartphone. Das bringt zusätzlichen Bedienkomfort, doch für die meisten ist eine zweite SIM-Karte im Handy weder wünschenswert noch notwendig.

Möglicherweise sind die Hersteller deshalb dazu übergegangen, sogenannte Hybrid-Slots einzusetzen. Diese nehmen wahlweise eine zweite SIM-Karte oder aber eine microSD zur Speichererweiterung auf. Beides gleichzeitig ist bei diesen Smartphones nicht mehr möglich.

Test günstige Smartphone: Huawei P8 lite

Testsieger: Huawei P8 Lite

Von allen getesteten Smartphones hat das Huawei P8 Lite am meisten überzeugt – und zwar mit großem Abstand.

Unser Favorit: Huawei P8 lite

Test günstige Smartphone: Huawei P8 lite
Bei den günstigen Smartphones liegt es mit toller Verarbeitung und gutem Gesamtpaket vorne.

Das schicke, chinesische Smartphone macht auf Anhieb optisch und auch haptisch eine gute Figur und ist exzellent verarbeitet: Das Displayglas und die ebenfalls aus hartem Glas bestehende Rückseite sind akkurat in den Rahmen eingefasst. Sogar die Kanten sind elegant abgerundet.

Hybrid-Slot: Entweder zweite SIM-Karte oder Speichererweiterung

Die Wahl von Glas als Abdeckung für die Rückseite kann man allerdings auch zwiespältig sehen. Zwar neigt der Alu-Body, der die meisten anderen Smartphones umgibt, schnell zum Zerkratzen, allerdings reißt oder splittert er nicht, wie es der Glasrücken bei einem unglücklichen Sturz zweifelsohne tut. Andererseits lässt er sich im Falle eines Falles leichter und kostengünstiger ersetzen.

Auf der gläsernen Rückseite findet sich der Fingerprint-Sensor. Er kann bequem mit dem Zeigefinger der Telefon-Hand erreicht werden. Im Lieferumfang ist neben dem obligatorischen Headset auch das großzügig dimensionierte Netzteil enthalten.

Die richtige Wahl

Die SIM- und Speicherkarte, bzw. die beiden SIM-Karten werden, wie bei allen Smartphones ohne abnehmbaren Rückdeckel, seitlich auf einem Einschub befestigt und eingesetzt. Beim Huawei P8 Lite ist das ein Kombi-Einschub, das heißt, man kann entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM- und eine Speicherkarte einlegen. Da das Huawei mit 16 Gigabyte internem Speicher eher mäßig bestückt ist, empfiehlt es sich, statt der zweiten SIM-Karte den Speicher zu erweitern.

Wer auf eine zweite SIM-Karte plus reichlich Speicher angewiesen ist, sollte über das Moto G5 nachdenken, hier kann man beides parallel nutzen und bekommt noch einen wechselbaren Akku obendrein (mehr dazu unter »Alternativen«).

Viel Leistung und lange Laufzeit

Das Huawei P8 Lite bietet eine leistungsfähige Kombination aus Hard- und Software, wie sie nur selten bei Android-Smartphones zu finden ist, vor allem nicht bei günstigen. Im P8 Lite werkelt immerhin ein Octa-Core Prozessor, der vier seiner acht Kerne auf über 2 Gigahertz beschleunigen kann. Wie die meisten Prozessoren mit acht Kernen wird der Rechenknecht von satten 3 Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt.

Starker Akku und flüssige Bedienung

Mit dieser Hardware wird die aktuellste Android-Version angetrieben, aufgesetzt ist die hauseigene Benutzeroberfläche EMUI 5.0. Das Huawei läuft damit schön flüssig und reagiert unverzüglich auf Eingaben per Touch-Gesten. Auch die Benchmarks Antutu (57177) und CF-Bench (91312 nativ, 23992 Java) bestätigen das gute Zusammenspiel zwischen Hard- und Software.

Auch die Akkulaufzeit kann sich mehr als sehen lassen. Unser FullHD-Testvideo lief über 13 Stunden, bevor der Akku leer war. Anschließend benötigte er etwas über 3 Stunden, bis er wieder zu 100 Prozent aufgeladen war – gleichauf mit den anderen Testgeräten. Einzig das K6 von Lenovo war schneller aufgeladen (2,5 Stunden).

Die Ausstattung des Huawei wird von einem NFC-Chip abgerundet. Damit wird das Bluetooth-Pairing mit vielen Peripheriegeräten deutlich erleichtert. Das Huawei war das einzige im Testfeld mit dieser Eigenschaft und hatte damit auch hier die Nase vorn.

Kameravergleich

An der Qualität der Kamera trennt sich bei Smartphones nach wie vor die Spreu vom Weizen. Hier gibt es noch große Unterschiede zwischen teuren Flaggschiff-Modellen und günstigen Handys – aber auch hier werden sie immer kleiner.

Moderne Smartphones können das Manko ihrer winzigen Objektive und Sensoren mittlerweile ganz geschickt kompensieren, zumindest bei guten Lichtverhältnissen. Eng wird es, wenn wenig Licht vorhanden ist. Auch Motive mit dynamischen Lichtverhältnissen – also mit sehr hellen und sehr dunklen Bildpartien – sind oft eine Herausforderung.

Bei wenig Licht zeigen die Kameras ihre Schwächen

Wir haben daher neben einem perfekt ausgeleuchteten Motiv auch eine Lowlight-Variante desselben abgelichtet, und sind mit den Smartphones auch draußen auf Motivsuche gegangen – mit durchaus gemischtem Erfolg.

Bei Tageslicht liefern fast alle Kameras gute Ergebnisse. Das Huawei P8 lite kippt farblich zwar ein wenig ins Grüne, doch das fällt bei dem grauen Test-Hintergrund stärker ins Auge als bei natürlicheren Motiven.

Beim Fotografieren hilft das Huawei bei normaler Ausleuchtung des Motivs mit einer Schärfung der Kanten nach, was sich in sogenannten »Überschwingern« an geraden Kanten zeigt. Die Belichtung gelingt dem Smartphone jedoch realistisch.

Bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Mischlicht oder wenig Licht arbeiten die Algorithmen zuverlässig. So führt die Anhebung der ISO auf 1000 während unserer Lowlight-Aufnahme zwar zu einem leichten Rauschteppich, der ist aber zu verschmerzen, da es dem Foto weder an Detailtreue noch an Farbsättigung mangelt.

Beim Außenmotiv bildet das Huawei P8 Lite (2017) die Szenerie sehr realistisch ab, während vor allem Moto G5 und Lenovo K6 mit einer warmen Farbwiedergabe ein Sonnenlicht ins Bild schummeln, das an diesem vor-österlichen Tag einfach nicht vorhanden war.

Fazit des Kamera-Vergleichstests: Das Huawei P8 Lite (2017) überzeugt mit guten Ergebnissen in allen Lichtsituationen, während die Konkurrenten sich unter schwierigen Bedingungen teilweise grobe Schnitzer leisten. Mit einigem Abstand folgt das Moto G5 vor den anderen Testkandidaten .

Gibt es Nachteile?

Das Huawei P8 lite (2017) leistet sich so gut wie keine Schwäche. Als ein Nachteil könnte sich höchstens die Ausführung des Dual-SIM-Slots als Hybrid erweisen, da der Speicher des Huawei mit 16 Gigabyte etwas knapp bemessen ist. Wer zwei vollwertige SIM-Kartensteckplätze und eine Speichererweiterung benötigt, für den ist das Moto G5 eine gute Alternative – allerdings mit anderen Einschränkungen.

Auch die Ausführung der Geräterückseite in Glas wird nicht jedermanns Geschmack treffen, anderen wiederum gefällt genau dies, denn sie macht das Huawei zweifellos besonders schick.

Huawei P8 Lite im Testspiegel

Trotz seiner kurzen Präsenz am Markt gibt es bereits einige Testergebnisse vom Huawei P8 Lite:

Der Test von Connect lobt:

»Solide Verarbeitung, elegantes Gehäuse, aktuelles Android 7, brillantes und enorm helles 5,2-Zoll-Display, gute Performance, ordentliche 12-Megapixel-Kamera.«

Auch CHIP stuft das Huawei positiv ein, hauptsächlich die gute Performance sowie das Display bescheren dem Huawei über 79 Prozent in der Chip-Bewertung und ein »Sehr Gut« bei Preis-Leistung:

»Die 2017er-Version des Mittelklasse-Smartphones beweist im Test eine gute Gesamtleistung fürs Geld. Vor allem dank der ordentlichen Performance und des feinen Outfits ist das P8 Lite (2017) einen Blick wert.«

Bemängelt wird von CHIP hingegen die knappe Akkulaufzeit und die Kamera. Beides können wir aufgrund unseres Tests nicht recht nachvollziehen, insbesondere bei der Akkulaufzeit schnitt das Huawei bei uns gut ab, aber auch die Kamera hat sich bei problematischen Lichtverhältnissen von der Konkurrenz abgesetzt.

Das finden auch die Tester des Computermagazin c’t: Sie loben die gute Akkulaufzeit und die neutralen Farben der Kamera bei Tageslicht.

Auch im Test von Computer Bild wird lediglich bemängelt, dass das Smartphone nicht wasserdicht und der Akku nicht auszuwechseln ist. Deshalb erhält das Huawei die Note 2,35:

»Mit dem rundum erneuerten P8 Lite in der 2017er-Version macht Huawei nichts falsch. Design, Verarbeitung und Hardware bieten ein homogenes Paket, das sich vor der Mittelklasse-Konkurrenz nicht verstecken muss.«

Im Test von AndroidPit wird die lange Akkulaufzeit ebenso gelobt wie das gelungene Design. Die EMUI-Oberfläche von Huawei kommt dagegen nicht gut an. Zwar wird die weitgehende Anlehnung ans Original-Android gelobt, doch weiter heißt es:

»Im Alltag spürt man aber, dass Huawei leider die Optimierungen vernachlässigt hat. Das Resultat: immer wieder unnötige Wartezeiten, gewisse Bugs und insgesamt fühlt sich die Software einfach nicht flüssig an. Vor allem wenn der Speicher an seine Grenzen kommt, geht die Performance in den Keller.«

Auch dies konnten wir im Test nicht nachvollziehen. Bei uns lief das P8 Lite (2017) in allen Lebenslagen glatt und rund.

ComputerBase titelt »So geht Smartphone für wenig Geld« und zieht als Fazit:

»Huawei zeigt mit dem P8 Lite 2017, dass ein gutes Smartphone nicht viel Geld kosten muss. Für 239 Euro (UVP) bietet Huawei ein gutes Gesamtpaket, dessen kleinere Kritikpunkte nicht den insgesamt positiven Eindruck beeinflussen.«

Auch von Notebookcheck gibt es eine Kaufempfehlung:

»Ein rundum gelungenes Update seines Mittelklasse-Smartphones stellt Huawei mit dem P8 lite (2017) vor. Es hat sich gelohnt, den ungewöhnlichen Weg zu gehen und das eigentlich schon fast in Vergessenheit geratene Smartphone mit besserem Bildschirm, guter Akkulaufzeit und einem deutlichen Leistungszuwachs neu aufzulegen.«

Alternativen

Für die meisten, die ein gutes Smartphone für rund 200 Euro suchen, ist das Huawei P8 Lite aus unserer Sicht zur Zeit die beste Wahl. Wenn Sie andere Präferenzen setzen, kommen aber auch andere Kandidaten in Frage.

Speicher satt: Wiko UFeel prime

Test günstige Smartphone: Wiko UFeel prime
Das Wiko ist das zweite im Test mit 32 Gigabyte Speicher, außerdem sind 4 Gigabyte RAM eingebaut.

Das Wiko UFeel Prime punktet mit solider Rechenpower, reichlich internem Speicher und hochwertiger Verarbeitung.

Sein Design ist zumindest äußerlich an die aktuellen Premium-Smartphones angelehnt, das installierte Android haben die Franzosen mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Wiko UI aufgewertet. Der Akku hält ähnlich lange wie der des Moto, ist aber nicht auswechselbar. Dafür bietet das Wiko ein schönes, abgeschlossenes Gehäuse mit hochwertigem Finish.

Der Octa-Core Prozessor ist zwar nicht höher getaktet als beim Moto, wird aber von 4 Gigabyte RAM unterstützt, statt von 2, was den leichten Leistungsschub bei einigen Anwendungen zumindest teilweise erklärt.

Außerdem hat das Wiko direkt 32 Gigabyte Speicher an Bord, verfügt also über die doppelte Speicherkapazität wie unser Favorit und muss daher nicht zwingend aufgestockt werden. Deshalb kann man hier getrost die zweite SIM-Karte in den Hybrid-Slot schieben, falls man eine braucht. Ein Adapter zum Einsatz einer nano-SIM-Karte liegt bei.

Das WikoUFeel Prime ist unsere Empfehlung für alle, die trotz zweiter SIM-Karte nicht auf ausreichend Speicher und edles Unibody-Design verzichten wollen.

Großes Display: Asus Zenfone 3 Laser

Test günstige Smartphone: Asus Zenfon 3 Laser (ZC551KL)
Das ZenFone hat das größte Display im Test, bei nur minimal größerem Gehäuse.

Wem das Display unseres Favoriten zu klein ist, der wird beim Zenfone 3 Laser mit der Typenbezeichnung ZC551KL fündig. Auf die genaue Typenbezeichnung sollte man achten, da die Nomenklatur der Zenfones nicht wirklich eindeutig ist.

Das Zenfone 3 Laser legt mit 5,5 Zoll noch mal eine Schippe auf die 5,2 Zoll unseres Favoriten drauf. Da Asus lediglich einen schmalen Rand lässt, ist das Smartphone zudem noch nicht einmal viel größer und damit auch noch mit einer Hand zu bedienen.

Die Benchmarks liegen in etwa auf Höher des Moto, einziger Ausreißer ist das CF-Bench Java mit nur 1802 Punkten. Der Akku macht dagegen mit einer Laufzeit von über 12 Stunden in unserem Video-Dauertest eine sehr gute Figur.

Ebenfalls überzeugen kann das Asus Smartphone mit seinen 32 Gigabyte internem Speicher, so ist es auch hier nicht zwingend notwendig, eine microSD-Karte zum Aufstocken einzusetzen, der Platz bleibt dann für eine zweite SIM-Karte frei.

Mit der Ladezeit von knapp über vier Stunden liegt das Asus deutlich hinter den anderen Kandidaten, die sind meist innerhalb von drei bis dreieinhalb Stunden voll aufgeladen. Auch die Kamera liefert nicht in allen Lichtsituationen gute Ergebnisse.

Für alle, die möglichst viel Bildschirm für möglichst wenig Geld haben wollen, ist das Zenfone 3 Laser aber eine gute Option.

Zwei Steckplätze: Moto G5

Test günstige Smartphone: Moto G5
Das Moto G sich in der fünften Ausgabe kaum gegen die Konkurrenz behaupten – das war schon mal anders.

Das Moto G5 liegt vom Preis her aktuell ein paar Euro unter dem unseres Favoriten und hat ihm gegenüber sogar einige Vorzüge aufzuweisen.

Der Akku kann aufgrund des abnehmbaren Rückdeckels leicht gewechselt werden. Außerdem gibt es hier keinen Hybrid-Slot, so dass eine zweite SIM-Karte gleichzeitig mit einer Speichererweiterung genutzt werden kann – wichtig für alle, die das brauchen. Auch die Akkulaufzeit von knapp 11 Stunden in unserem Test ist ein guter Wert.

Auf der anderen Seite ist der Rahmen um das Display leicht hochgezogen, was etwas unschön ist und ein Problem beim Reinigen des Bildschirmes bedeuten kann. Und bei der Rechenleistung und der Qualität der Kamera reicht das Moto G5 nicht an unseren Favoriten heran.

Während das Moto G in den ersten Versionen in dieser Preisklasse lange Zeit konkurrenzlos war, haben die Wettbewerber inzwischen aufgeholt – und teilweise überholt.

Für seinen Preis von unter 200 Euro ist das Moto G5 aber immer noch praxisgerecht ausgestattet und für manche Anwender sogar besser geeignet als unser Favorit. Wer auf die Feinheiten nicht so viel Wert legt und lieber weniger ausgibt, liegt mit dem Moto G5 nach wie vor goldrichtig.

Außerdem getestet

Lenovo K6

Das Lenovo K6 ist ein solide gefertigtes Smartphone mit guten Leistungsdaten, einem Unibody-Gehäuse aus Alu und herzeigbarem Finish. Allerdings verfügt es weder über einen abnehmbaren Rückdeckel, noch über sonstige Fähigkeiten, mit denen es sich von den anderen Testkandidaten absetzen könnte.

Der Preis tendiert stark in Richtung 150 Euro, es ist damit unser Preistipp für alle, die auf einen Wechselakku verzichten können.

Gigaset GS 160

Mit dem Gigaset GS 160 wird unser Test preislich nach unten abgerundet. Mit unter 150 Euro ist das Gigaset auf dem ersten Blick als Schnäppchen einzustufen, immerhin mit der Möglichkeit, den Akku zu wechseln und eine zweite SIM-Karte parallel zur Speichererweiterung nutzen zu können.

Ein Headset muss man bei diesem Preis allerdings zusätzlich erwerben, es liegt keins bei. Auch die deutlich geringere Leistung, das schwächere Display und die Akkulaufzeit von knapp neun Stunden rechtfertigen den niedrigeren Preis aus unserer Sicht nicht.

Denn für ein paar Euro mehr hat man die Auswahl zwischen deutlich besseren Geräten.

Kommentare

8 Kommentare zu "Das beste günstige Smartphone"

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Sascha Brunner
Sascha Brunner

Wann wird es denn hier ein Update zu den bei der IFA vorgestellten Geräten geben?
Könnt ihr vielleicht bereits die Geräte nennen, die für euch interessant erscheinen oder im Test sind?

Ich hatte ein CUBOT S600!
Wenn ich nicht ein Huawei P9 geschenkt bekommen hätte, hätte ich es noch, war begeistert, und das für 115 €!

im deutlich unter 200€ Rainking; Xioami redmi note 4 international, Letv Leeco Le 2 X527 (intern.), Lenovo ZUK Z2 4GB . Da können die „ALLERBESTE“n, einpacken.

Zuk Z2, Xiaomi Mi5, Redmi Note 4, One Plus 3T, LeTv 2, Meizu…. Motorola…? Ja klar…

So ein Nosens. Die Messlatte liegt bei echten Dual SIM
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