Das beste günstige Smartphone

last updateZuletzt aktualisiert:
Günstige Smartphones im Test: Sieben neue Modelle

Das beste günstige Smartphone ist für uns immer noch das Huawei P8 Lite (2017). Es kann in sämtlichen Disziplinen überzeugen: Leistungsfähige Hardware gespickt mit praxisgerechter Ausstattung wie einer guten Kamera und nicht zuletzt verpackt in ein hochwertiges Finish. Da fragt man sich, warum man eigentlich mehr für ein Handy ausgeben sollte.

Update 7. September 2018

Wir hatten 7 neue Modelle im Test und können das Huawei Y7 (2018), das Alcatel 5 und das Nokia 1 empfehlen. Außerdem neu mit dabei sind das TP Link Neffos C7, das Letv Le 2 X526, das Alcatel 3v und das Huawei Y5 2018. Testsieger bleibt aber das Huawei P8 lite (2017).

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
8. Dezember 2017

Wir haben fünf neue Smartphone-Modelle getestet, vier davon sind neue Empfehlungen: Das Xiaomi Mi A1, das Moto G5S Plus, das Asus ZenFone 4 Max und das Fantec Boogy. Unser Top-Favorit bleibt aber das Huawei P8 lite.

Im Sektor für günstige Smartphones ist viel Bewegung. Es sind jüngst nicht nur Nachfolgemodelle bereits bekannter Modelle auf den Markt gekommen, auch der ein oder andere hierzulande neue Hersteller wagt sich auf den Smartphone-Markt, und mit Nokia mischt eine altbekannte Marke wieder fleißig mit.

Wir haben sieben neue Modelle getestet, allerdings sind fast alle vorangegangenen Geräte immer noch verfügbar, mitunter zu stark gesunkenen Preisen. Besonders spannend: unsere beiden Favoriten, das Huawei P8 lite (2017) und das Xiaomi Mi A1 haben keinen Deut ihrer Platzierung an die Neuzugänge abgeben müssen. Alle anderen aus den ersten Testzyklen finden Sie auch weiterhin in der Tabelle und auch in der Auflistung am Ende des Testberichts unter »Außerdem getestet«.

Bezeichnend ist, dass sämtliche neuen Geräte schon für deutlich unter 200 Euro zu haben sind; wir haben jetzt nur noch Smartphones unter 200 Euro in diesem Test.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Huawei P8 lite (2017)

Test günstige Smartphone: Huawei P8 lite (2017)
Bei den günstigen Smartphones liegt es mit toller Verarbeitung und gutem Gesamtpaket vorne.

Das Huawei P8 lite (2017) ist für uns nach wie vor das beste Smartphone, das zum Preis von unter 200 Euro zu haben ist. Es ist zwar nicht perfekt, doch die wenigen Kompromisse, die seinem niedrigen Preis geschuldet sind, sind für die meisten gut zu verschmerzen. Akku, Verarbeitung und Design können sich sehen lassen und wem 16 Gigabyte Speicher nicht reichen, der kann mit einer micro-SD-Karte preiswert aufrüsten. Mit dem Huawei P8 lite bekommt man nach wie vor sehr viel Smartphone für wenig Geld.

Auch gut

Xiaomi Mi A1

Test günstige Smartphone: Xiaomi Mi A1
Das Xiaomi Mi A1 liegt mit unserem Favoriten gleichauf, setzt nur andere Schwerpunkte. Unbedingt auf die Global Version achten!

Das Xiaomi Mi A1 ist der erste chinesische Direktimport, der es in unsere Redaktion geschafft hat. Das Unibody-Gehäuse aus Alu ist von bestechender Qualität, dasselbe kann man von den inneren Werten sagen. Die Benchmarks liegen auf gleichem Niveau wie bei unserem Favoriten, punkten kann das China-Phone mit 64 Gigabyte internem Speicher und einer USB-C Schnittstelle.

Knapp dahinter

Huawei Y7 2018

Test günstige Smartphone: Huawei Y7 2018
Das aktuelle Y7 aus 2018 liegt in fast allen Daten leicht hinter den beiden Favoriten, auch im Startpreis. Der dürfte in nächster Zeit aber noch sinken.

Das Huawei Y7 2018 ist zwar nicht der dedizierte Nachfolger unseres Favoriten, entstammt allerdings der aktuellen Generation Y, die schon vom Start weg für unter 200 Euro angeboten wird. Aktuell liegt es damit sogar noch über unserem Favoriten. Wenn der Preis aber nachgibt, was zumeist nach wenigen Monaten der Fall sein wird, ist es eine gute Alternative.

Innovatives Display

Alcatel 5

Test günstige Smartphone: Alcatel 5
Das Alcatel 5 hat ein fast rahmenloses Display, und verfügt auch sonst über Features, die sonst erst eine Klasse höher anzutreffen sind.

Der Chinesische Hersteller TCL hat außer der Blackberry-Hardware auch die Smartphones von Alcatel unter Vertrag. Das Alcatel 5 hat ein fast randloses Display, lediglich an der Oberkante hat man Platz für den Lautsprecher, sage und schreibe zwei Kameras, sowie zwei Sensoren gelassen. Wie bei den teuren Vorbildern lässt sich die Menüleiste bei Bedarf unten einblenden.

Preistipp

Nokia 1

Test günstige Smartphone: Nokia 1
Mit dem Nokia 1 hat Markeninhaber HMD alte Tugenden von Nokia wiederentdeckt. Das günstige Smartphone gibt sich sehr bedienungsfreundlich.

Mit dem Nokia 1 deckt das finnische Unternehmen HMD auch die Einstiegsklasse ab. Dabei weckt das Nokia 1 allein aufgrund seines schlichten Designs Erinnerungen an die ruhmreiche Handy-Ära. Allerdings ist das Nokia 1 sehr praktisch ausgestattet: Der Rückdeckel lässt sich abnehmen und somit auch der Akku auswechseln; als Betriebssystem ist das besonders ressourcenschonende Android go installiert.

Vergleichstabelle

Unser FavoritAuch gutKnapp dahinterInnovatives DisplayPreistipp
Modell Huawei P8 lite (2017) Xiaomi Mi A1 Huawei Y7 2018 Alcatel 5 Nokia 1 TP Link Neffos C7 Letv Le 2 X526 Alcatel 3v Huawei Y5 2018 Motorola Moto G5S Plus Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL) Fantec Boogy Motorola Moto G5S Wiko UFeel prime Moto G5 Asus ZenFone 3 Laser Lenovo K6 Gigaset GS 160
Test günstige Smartphone: Huawei P8 lite (2017)Test günstige Smartphone: Xiaomi Mi A1Test günstige Smartphone: Huawei Y7 2018Test günstige Smartphone: Alcatel 5Test günstige Smartphone: Nokia 1Test günstige Smartphone: TP Link Neffos C7Test günstige Smartphone: LeTV Le 2 X526Test günstige Smartphone: Alcatel 3vTest günstige Smartphone: Huawei Y5 2018Test günstige Smartphone: Motorola Moto G5S PlusTest günstige Smartphone: Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL)Test günstige Smartphone: Fantec BoogyTest günstige Smartphone: Motorola Moto G5STest günstige Smartphone: Wiko UFeel primeTest günstige Smartphone: Moto G5Test günstige Smartphone: Asus Zenfon 3 Laser (ZC551KL)Test günstige Smartphone: Lenovo K6Test günstige Smartphone: Gigaset GS 160
Pro
  • Vergleichsweise gute Kamera
  • NFC integriert
  • Satter Speicher von 64 GB
  • USB-C-Schnittstelle
  • Fasst zwei SIM-Karten plus Speichererweiterung
  • Günstige Display/Rahmen-Relation
  • Fast randloses Display
  • USB Typ-C-Buchse mit Schnellladefunktion
  • Hybrid-Kartenslot
  • Wechselbarer Akku
  • Handliches Design
  • Einfache Handhabung
  • Sauber verarbeitet
  • Günstig
  • USB Typ-C-Schnittstelle
  • Schnellladefähig mit entsprechendem Netzteil im Lieferumfang
  • FullHD Display
  • Großes, hochauflösendes Display
  • 3 Kartenslots, für Dual-SIM plus Speichererweiterung
  • Android 8.1 installiert
  • Lange Akkulaufzeit
  • Mit NFC kompatibel
  • Doppelkamera mit Tiefenschärfe-Sensor
  • Enorme Akkulaufzeit
  • zwei SIM-Karten und microSD-Karte möglich
  • Dual-SIM und microSD-Schächte
  • Inklusive Headset
  • Wechselbarer Akku
  • Schönes, solides Unibody-Gehäuse
  • Lange Akkulaufzeit
  • Premium-Design und ausreichend Speicher ab Werk
  • Wechselbarer Akku
  • Gute Akkulaufzeit
  • Günstig
  • Viel Bildschirm
  • Gute Akkulaufzeit
  • Gute Leistungsdaten und Alu-Body
  • Das günstigste Gerät im Testfeld
  • Wechselbarer Akku
Contra
  • Knapp bemessener Speicher, aber mit microSD erweiterbar
  • Kein NFC
  • Akku nicht wechselbar
  • Recht geringe Display-Auflösung
  • Kein NFC
  • Akku nicht wechselbar
  • Leistung nur mittelmäßig
  • Aktuell kein Update auf Android 8
  • Akku nicht wechselbar
  • Kein Dual-SIM
  • Mittelmäßige Leistung
  • Schwache Fotoabteilung
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Akku nicht wechselbar
  • Kein 2,5- oder 3D-Display
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Akku nicht wechselbar
  • Schwache Akkulaufzeit unter 8 Stunden
  • Nur mittelmäßige Leistung
  • Akku nicht wechselbar
  • Nur mittelmäßige Leistung
  • Nicht schnellladefähig
  • Akku nicht wechselbar
  • Kein USB-C
  • Akku nicht wechselbar
  • Chipsatz veraltet
  • Kein USB-C
  • Akku nicht wechselbar
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Knappe Speicherausstattung
  • Akku nicht wechselbar
  • Akku nicht wechselbar
  • Speicher kann nicht erweitert werden
  • Akku nicht wechselbar
  • Mäßige Rechenleistung
  • Mäßige Kamera
  • Akku nicht wechselbar
  • Lange Akku-Ladezeit
  • Akku nicht wechselbar
  • Schwaches Display und deutlich geringere Leistung
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

  Technische Daten anzeigen

So haben wir getestet

Unser aktuelles Testfeld besteht aus sieben Geräten mit einem Startpreis von knapp unter 100 Euro bis deutlich unter 200 Euro. Neben den bekannten Größen wie dem Y5 2018 und dem Y7 2018 von Huawei sowie dem Alcatel 5 und dem 3v, haben wir auch das besonders günstige Nokia 1 untersucht. Ebenfalls schon einige Zeit am Markt sind die Smartphones von Netzwerkspezialisten TP-Link; hier hatten wir das Neffos C7 zum Test. Darüber hinaus hatten wir das Importgerät Letv Le 2 X526, das uns direkt aus China zugeschickt wurde, aber auch über Amazon und einige Importeure bezogen werden kann.

 günstige Smartphone Test: Sieben Guenstige Smartphones2
Die Neuen: Huawei Y5 2018, Huawei Y7 2018, Alcatel 3v, Alcatel 5, TP-Link Neffos C7, Letv Le 2 X526 und schließlich das Nokia 1.

Die zuvor getesteten Smartphones zum Preis um die 200 Euro haben, wie gesagt, deutlich im Preis nachgelassen, sofern sie noch verfügbar sind, und wer nicht die allerneueste Technik braucht, ist hier sicher gut bedient. Von Asus war das Zenfone 4 Max ZC554KL mit dabei, außerdem gleich zwei aus dem Hause Motorola bzw. dem Markeninhaber Lenovo, das Moto G5S und das Moto G5s Plus. Als Exoten hatten wir das Xiaomi Mi A1 dabei, sowie das besonders preiswerte Fantec Boogy.

Günstiges Smartphones im Test: Testsieger Huawei P8 lite.
Die vorherigen Testkandidaten: Asus Zenfone 4 Max, Moto G5S, Moto G5S Plus, Xiaomi Mi A1 und Fantec Boogy.

Den Anfang machte das Zenfone 3 Laser von Asus, das ebenfalls sehr günstige Gigaset GS 160 und zwei Smartphones aus dem Hause Lenovo, das Lenovo K6 und das Motorola Moto G5, sowie das UFeel prime von Wiko.

Smartphones bis 200 Euro im Test: Alle Testkandidaten
Das bisherige Testfeld: Asus Zenfone 3 Laser, Wika UFeel prime, Gigaset GS 160, Lenovo K6, Huawei P8 Lite (2017) und Motorola Moto G5.

Mehr noch als ausreichend Rechenleistung wünschen sich die meisten bei ihrem Smartphone eine möglichst lange Akkulaufzeit. Wir haben die Smartphones mit einem Testvideo in FullHD gefüttert und es nonstop laufen gelassen. Um das Smartphone besonders zu fordern, ließen wir zudem gleichzeitig das WLAN eingeschaltet.

Auch die Aufladezeit der Smartphones haben wir dokumentiert, um einen praxisnahen Wert darüber zu bekommen, wie lange man warten muss, um sein Smartphone wieder vollständig nutzen zu können. Die WLAN-Reichweite wurde unter Realbedingungen getestet. Hierbei muss man wissen, dass ein Vergleich nur zwischen zeitnah gemeinsam getesteten Geräten möglich ist, da die Funkübertragung von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist – sogar das Wetter hat positiven wie negativen Einfluss auf die Ausbreitung von Funkwellen.

Als Königsdisziplin mussten die Smartphones zeigen, was sie übers Objektiv auf den Sensor bringen, wie gut also ihre Kamera ist. Schließlich ersetzt das Smartphone für die meisten inzwischen die Fotokamera. Wie gut eignen sich also die eingebauten Kameras für den einen oder anderen Schnappschuss, oder sogar mehr? Hierzu haben wir Testfotos unter vergleichbaren Lichtbedingungen geschossen.

Premium-Ausstattung bei günstigen Geräten

Wie bei Autos wird auch bei Smartphones Ausstattung und Technik mit der Zeit von den teuren Flaggschiff-Modellen zu den günstigen Angeboten durchgereicht – allerdings in deutlich kürzeren Zeitabständen. Daher beherrschen dieses Jahr bereits schon sehr günstige Smartphones Funktionen die letztes Jahr nur weitaus teureren Geräten vorbehalten waren.

Nur noch wenige Modelle haben einen wechselbaren Akku

So gehört ein Fingerprint-Sensor mittlerweile bei den günstigen Smartphones ebenso zum Standard wie ein solides Unibody-Gehäuse. Auch die Auflösung von Display und Kamera steht der weitaus teurerer Smartphones kaum mehr nach. Dagegen sind es meist eher unsichtbare, aber wichtige Details, an denen gespart wird – wie Speicher, Prozessoren oder Akkukapazität.

 günstige Smartphone Test: Sieben Einsteiger Back
Rückseiten aus Metall, Polycarbonat in matt oder hochglänzend sind bei den sieben neuen Einsteiger-Smartphones gleichmäßig verteilt. Fingerprint-Sensoren fehlen lediglich beim Huawei Y5 2018 und beim Nokia 1. Von links: Huawei Y5 2018, Huawei Y7 2018, Alcatel 3v, Alcatel 5, TP-Link Neffos C7, Letv Le 2 X526 und schließlich das Nokia 1.

Andererseits versuchen gerade die Hersteller günstiger Smartphones mit Funktionen zu punkten, die in der Spitzenklasse kaum und bei den Premium-Geräten gar nicht anzutreffen sind. Aktuell haben wir zumindest zwei Smartphones im Test, die mit einem Wechsel-Akku ausgestattet sind – leider eine auch in dieser Gattung aussterbende Spezies.

Durchgängig findet sich in den Testgeräten ein Slot zur Speichererweiterung sowie einer für eine zweite SIM-Karte, auch wenn der mitunter als Hybrid ausgelegt ist: Bei diesen Smartphones muss man sich entweder für eine Speicheraufrüstung oder für die zweite SIM-Karte entscheiden, beides zusammen geht nicht. Ausnahmen bilden hier die Modelle Alcatel 3v, die beiden Huawei Y7 und 5 2018, das ZenFone 4 Max, das alte Moto G5, und schließlich die beiden günstigsten Fantec Boogy sowie das Gigaset GS 160.

Dual-Sim – für wen lohnt sich die zweite SIM-Karte?

Seitdem der endgültige Fall der Roaming-Gebühren im europäischen Ausland durchgesetzt ist, bleiben nur noch wenige Szenarien, für die sich eine zweite SIM-Karte lohnt. Einer davon sind längere Aufenthalte im außereuropäischen Ausland. Ein zweiter ist die Trennung von geschäftlicher und privater Nutzung auf ein und demselben Smartphone. Das bringt zusätzlichen Bedienkomfort, doch für die meisten ist eine zweite SIM-Karte im Handy weder wünschenswert noch notwendig.

Möglicherweise sind die Hersteller deshalb dazu übergegangen, sogenannte Hybrid-Slots einzusetzen. Diese nehmen wahlweise eine zweite SIM-Karte oder aber eine microSD zur Speichererweiterung auf. Beides gleichzeitig ist bei diesen Smartphones nicht mehr möglich.

Test günstige Smartphone: Huawei P8 lite

Testsieger: Huawei P8 Lite

Von allen getesteten Smartphones hat das Huawei P8 Lite am meisten überzeugt – dicht gefolgt vom Xiaomi Mi A1 und dem Motorola Moto G5s Plus.

Unser Favorit

Huawei P8 lite (2017)

Test günstige Smartphone: Huawei P8 lite (2017)
Bei den günstigen Smartphones liegt es mit toller Verarbeitung und gutem Gesamtpaket vorne.

Das schicke, chinesische Smartphone macht auf Anhieb optisch und auch haptisch eine gute Figur und ist exzellent verarbeitet: Das Displayglas und die ebenfalls aus hartem Glas bestehende Rückseite sind akkurat in den Rahmen eingefasst. Sogar die Kanten sind elegant abgerundet.

Hybrid-Slot: Entweder zweite SIM-Karte oder Speicher­erweiterung

Die Wahl von Glas als Abdeckung für die Rückseite kann man allerdings auch zwiespältig sehen. Zwar neigt der Alu-Body, der die meisten anderen Smartphones umgibt, schnell zum Zerkratzen, allerdings reißt oder splittert er nicht, wie es der Glasrücken bei einem unglücklichen Sturz zweifelsohne tut. Andererseits lässt er sich im Falle eines Falles leichter und kostengünstiger ersetzen.

Auf der gläsernen Rückseite findet sich der Fingerprint-Sensor. Er kann bequem mit dem Zeigefinger der Telefonhand erreicht werden. Im Lieferumfang ist neben dem obligatorischen Headset auch das großzügig dimensionierte Netzteil enthalten.

Die richtige Wahl

Die SIM- und Speicherkarte, bzw. die beiden SIM-Karten werden, wie bei allen Smartphones ohne abnehmbaren Rückdeckel, seitlich auf einem Einschub befestigt und eingesetzt. Beim Huawei P8 Lite ist das ein Kombi-Einschub, das heißt, man kann entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM- und eine Speicherkarte einlegen. Da das Huawei mit 16 Gigabyte internem Speicher eher mäßig bestückt ist, empfiehlt es sich, statt der zweiten SIM-Karte den Speicher zu erweitern. Bei den Modellen Alcatel 3v, und den beiden Huawei Y7 und Y5 2018 kommt man gar nicht erst in die Verlegenheit.

Wer auf eine zweite SIM-Karte plus reichlich Speicher angewiesen ist, sollte über das Moto G5 nachdenken, hier kann man beides parallel nutzen und bekommt noch einen wechselbaren Akku obendrein (mehr dazu unter »Alternativen«).

Viel Leistung und lange Laufzeit

Das Huawei P8 Lite bietet eine leistungsfähige Kombination aus Hard- und Software, wie sie nur selten bei Android-Smartphones zu finden ist, vor allem nicht bei günstigen. Im P8 Lite werkelt immerhin ein Octa-Core Prozessor, der vier seiner acht Kerne auf über 2 Gigahertz beschleunigen kann. Wie die meisten Prozessoren mit acht Kernen wird der Rechenknecht von satten 3 Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt.

Starker Akku und flüssige Bedienung

Mit dieser Hardware wird die aktuellste Android-Version angetrieben, aufgesetzt ist die hauseigene Benutzeroberfläche EMUI 5.0. Das Huawei läuft damit schön flüssig und reagiert unverzüglich auf Eingaben per Touch-Gesten. Auch die Benchmarks Antutu (57177) und CF-Bench (91312 nativ, 23992 Java) bestätigen das gute Zusammenspiel zwischen Hard- und Software.

Auch die Akkulaufzeit kann sich mehr als sehen lassen. Unser FullHD-Testvideo lief über 13 Stunden, bevor der Akku leer war. Anschließend benötigte er etwas über 3 Stunden, bis er wieder zu 100 Prozent aufgeladen war – gleichauf mit den anderen Testgeräten. Einzig das K6 von Lenovo war schneller aufgeladen (2,5 Stunden). Das Xiaomi hält ähnlich lange, ist jedoch schon binnen 1:45 Stunden wieder voll aufgeladen, das P8 Lite benötigt glatt doppelt so lange. Die kurze Ladezeit gilt übrigens für alle neuen Testteilnehmer, außer dem Fantec Boogy. Hier haben die Hersteller also gut nachgerüstet, so dass das P8 Lite sich deutlich geschlagen geben muss.

Die Ausstattung des Huawei wird von einem NFC-Chip abgerundet. Damit wird das Bluetooth-Pairing mit vielen Peripheriegeräten deutlich erleichtert. Das Huawei war bislang das einzige im Testfeld mit dieser Eigenschaft und hatte damit auch hier die Nase vorn. Bei den neuen Testmustern verfügen immerhin beide Motorola-Smartphones ebenfalls über den NFC-Komfort, an dieser Stelle muss dann wiederum das Xiaomi passen.

Kameravergleich

An der Qualität der Kamera trennt sich bei Smartphones nach wie vor die Spreu vom Weizen. Hier gibt es noch große Unterschiede zwischen teuren Flaggschiff-Modellen und günstigen Handys – aber auch hier werden sie immer kleiner.

Moderne Smartphones können das Manko ihrer winzigen Objektive und Sensoren mittlerweile ganz geschickt kompensieren, zumindest bei guten Lichtverhältnissen. Eng wird es, wenn wenig Licht vorhanden ist. Auch Motive mit dynamischen Lichtverhältnissen – also mit sehr hellen und sehr dunklen Bildpartien – sind oft eine Herausforderung.

Bei wenig Licht zeigen die Kameras ihre Schwächen

Wir haben daher neben einem perfekt ausgeleuchteten Motiv auch eine Lowlight-Variante desselben abgelichtet, und sind mit den Smartphones auch draußen auf Motivsuche gegangen – mit durchaus gemischtem Erfolg.

Bei Tageslicht liefern fast alle Kameras gute Ergebnisse. Das Huawei P8 lite kippt farblich zwar ein wenig ins Grüne, doch das fällt bei dem grauen Test-Hintergrund stärker ins Auge als bei natürlicheren Motiven.

Von den sieben neuen Smartphones fällt einzig das Alcatel 3v positiv auf, alle anderen haben trotz ausreichender Beleuchtung mit mehr oder weniger leichtem Rauschen zu kämpfen, oder mit dessen Unterdrückung.

Beim Fotografieren hilft das Huawei bei normaler Ausleuchtung des Motivs mit einer Schärfung der Kanten nach, was sich in sogenannten »Überschwingern« an geraden Kanten zeigt. Die Belichtung gelingt dem Smartphone jedoch realistisch.

Das Xiaomi setzt noch mal eines obendrauf und liefert ein korrekt belichtetes Bild ohne die sichtbare Kantenschärfung, bei Tageslicht macht es daher meist die besseren Fotos, was übrigens auch für das Moto G5S Plus zutrifft.

Bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Mischlicht oder wenig Licht arbeiten die Algorithmen mehr oder weniger zuverlässig. So führt die Anhebung der ISO auf 1000 während unserer Lowlight-Aufnahme zwar zu einem leichten Rauschteppich, der ist aber zu verschmerzen, da es dem Foto weder an Detailtreue noch an Farbsättigung mangelt.

Hier muss sich das Xiaomi deutlich geschlagen geben, das Rauschen ist so stark, dass es keine klaren Details mehr gibt, auch die Farben entsprechen kaum noch dem Original. Das Y7 2018 kann hier ebenfalls nicht mithalten, nach wie vor sticht aber noch das Moto G5S positiv heraus.

Beim Außenmotiv bildet das Huawei P8 Lite (2017) die Szenerie sehr realistisch ab, die Xiaomi hatte wegen der späteren Jahreszeit mit extrem viel Gegenlicht zu kämpfen und dies bravourös gemeistert. der Himmel strahlt nur mäßig aufgehellt, so dass die Zweige am rechte Bildrand komplett abgebildet werden. Die große Birke im Hintergrund ist übrigens der städtischen Motorsäge zum Opfer gefallen, und nicht einem pfiffigen Feature der Kamera. 😉

Ab sofort (September 2018) gibt es ein neues Ourtdoor-Motiv, nach Möglichkeit aber auch immer mit direktem Gegenlicht, damit die Kameras in den Smartphomnes was zu tun haben.

Fazit des Kamera-Vergleichstests: Das Huawei P8 Lite (2017) überzeugt mit guten Ergebnissen in allen Lichtsituationen, während die Konkurrenten sich unter schwierigen Bedingungen teilweise grobe Schnitzer leisten. Mit einigem Abstand folgt das Moto G5 vor den anderen Testkandidaten.

Nachteile?

Das Huawei P8 lite (2017) leistet sich so gut wie keine Schwäche. Als Nachteil könnte sich höchstens die Ausführung des Dual-SIM-Slots als Hybrid erweisen, da der Speicher des Huawei mit 16 Gigabyte etwas knapp bemessen ist. Wer mehr Speicher benötigt findet im Xiaomi ein extrem großzügig ausgestattetes Smartphone – allerdings mit anderen Einschränkungen.

Auch die Ausführung der Geräterückseite in Glas wird nicht jedermanns Geschmack treffen, anderen wiederum gefällt genau dies, denn sie macht das Huawei zweifellos besonders schick.

Huawei P8 Lite im Testspiegel

Das Huawei P8 Lite schneidet in vielen Testberichten sehr gut ab. Hier ist eine Auswahl der wichtigsten Meinungen. Der Test von Connect lobt:

»Solide Verarbeitung, elegantes Gehäuse, aktuelles Android 7, brillantes und enorm helles 5,2-Zoll-Display, gute Performance, ordentliche 12-Megapixel-Kamera.«

Auch CHIP stuft das Huawei positiv ein, hauptsächlich die gute Performance sowie das Display bescheren dem Huawei über 79 Prozent in der Chip-Bewertung und ein »Sehr Gut« bei Preis-Leistung:

»Die 2017er-Version des Mittelklasse-Smartphones beweist im Test eine gute Gesamtleistung fürs Geld. Vor allem dank der ordentlichen Performance und des feinen Outfits ist das P8 Lite (2017) einen Blick wert.«

Bemängelt wird von CHIP hingegen die knappe Akkulaufzeit und die Kamera. Beides können wir aufgrund unseres Tests nicht recht nachvollziehen, insbesondere bei der Akkulaufzeit schnitt das Huawei bei uns gut ab, aber auch die Kamera hat sich bei problematischen Lichtverhältnissen von der Konkurrenz abgesetzt.

Das finden auch die Tester des Computermagazin c’t: Sie loben die gute Akkulaufzeit und die neutralen Farben der Kamera bei Tageslicht.

Auch im Test von Computer Bild wird lediglich kritisiert, dass das Smartphone nicht wasserdicht und der Akku nicht auszuwechseln ist. Deshalb erhält das Huawei die Note 2,35:

»Mit dem rundum erneuerten P8 Lite in der 2017er-Version macht Huawei nichts falsch. Design, Verarbeitung und Hardware bieten ein homogenes Paket, das sich vor der Mittelklasse-Konkurrenz nicht verstecken muss.«

Im Test von AndroidPit wird die lange Akkulaufzeit ebenso gelobt wie das gelungene Design. Die EMUI-Oberfläche von Huawei kommt dagegen nicht gut an. Zwar wird die weitgehende Anlehnung ans Original-Android gelobt, doch weiter heißt es:

»Im Alltag spürt man aber, dass Huawei leider die Optimierungen vernachlässigt hat. Das Resultat: immer wieder unnötige Wartezeiten, gewisse Bugs und insgesamt fühlt sich die Software einfach nicht flüssig an. Vor allem wenn der Speicher an seine Grenzen kommt, geht die Performance in den Keller.«

Auch dies konnten wir im Test nicht nachvollziehen. Bei uns lief das P8 Lite (2017) in allen Lebenslagen glatt und rund.

ComputerBase titelt »So geht Smartphone für wenig Geld« und zieht als Fazit:

»Huawei zeigt mit dem P8 Lite 2017, dass ein gutes Smartphone nicht viel Geld kosten muss. Für 239 Euro (UVP) bietet Huawei ein gutes Gesamtpaket, dessen kleinere Kritikpunkte nicht den insgesamt positiven Eindruck beeinflussen.«

Auch von Notebookcheck gibt es eine Kaufempfehlung:

»Ein rundum gelungenes Update seines Mittelklasse-Smartphones stellt Huawei mit dem P8 lite (2017) vor. Es hat sich gelohnt, den ungewöhnlichen Weg zu gehen und das eigentlich schon fast in Vergessenheit geratene Smartphone mit besserem Bildschirm, guter Akkulaufzeit und einem deutlichen Leistungszuwachs neu aufzulegen.«

Alternativen

Für die meisten, die ein gutes Smartphone für rund 200 Euro suchen, ist das Huawei P8 Lite aus unserer Sicht zur Zeit immer noch die beste Wahl. Wenn Sie andere Präferenzen haben, kommen aber auch andere Kandidaten in Frage.

Auch gut

Xiaomi Mi A1

Test günstige Smartphone: Xiaomi Mi A1
Das Xiaomi Mi A1 liegt mit unserem Favoriten gleichauf, setzt nur andere Schwerpunkte. Unbedingt auf die Global Version achten!

Das Xiaomi Mi A1 kommt, wie unser Favorit, aus China, allerdings verfügt der Hersteller bei weitem nicht über die gleiche Infrastruktur in Europa wie Huawei seit einigen Jahren. Unser Testmuster wurde uns dementsprechend auch vom Importeur Gearbest zur Verfügung gestellt.

Die fehlende Präsenz von Xiaomi in Europa bedeutet, dass man im Support-Fall keinen Ansprechpartner hat, den man in die Pflicht nehmen könnte. Und auch beim Kauf gibt es Fallstricke: Zwar sind die Smartphones von Xiaomi inzwischen teilweise auch bei Amazon erhältlich, allerdings meist zu deutlich höheren Preisen. Kauft man bei einem Importeur, kommt man zunächst günstiger weg, es kann aber passieren, dass dann noch ein Einfuhrzoll von rund 20 Prozent des Warenwertes fällig wird. Lesen Sie also die AGBs unbedingt vor dem kaufentscheidenden Klick genau durch!

Auch bei den angegebenen Spezifikationen ist höchste Aufmerksamkeit gefordert, das Xiaomi Mi A1 gibt es nämlich in mehreren Varianten. Wir bekamen ausdrücklich die Global Version zugeschickt, denn die unterstützt den hierzulande weit verbreiteten LTE Kanal 20, die anderen nicht.

Wenn die Version stimmt, bekommt man mit dem Xiaomi Mi A1 ein überzeugendes Smartphone im sauber verarbeiteten Unibody-Gehäuse aus Aluminium. Drinnen steckt zum größten Teil aktuellste Technik, wenn auch nicht aus den oberen Regalen. Der Chipsatz ist ähnlich leistungsfähig wie der unseres Favoriten. Er wird mit 2 GHz getaktet und großzügig von 4 Gigabyte RAM flankiert.

Das Mi A1 ist zudem das einzige Testgerät in dieser Preisklasse, das über satte 64 Gigabyte internen Speicher verfügt, der zudem sogar noch per microSD aufgestockt werden kann. Dank des Kombi-Slots hat man dann allerdings die Wahl, ob es nicht doch lieber die zweite SIM-Karte sein soll, was angesichts der üppigen Speicherausstattung wohl eher ein Luxusproblem ist. Auch bezüglich der Schnittstelle gibt sich das Xiaomi mit der einzigen USB Typ-C Buchse als Vorreiter in diesem Testfeld.

Allerdings kann man auch bei Xiaomi nicht zaubern: In der Fotoabteilung liegt es gleichauf mit den meisten Konkurrenten und muss sich bei Lowlight-Aufnahmen unserem Favoriten geschlagen geben. Auch der NFC-Chip, der viele Bluetooth-Verbindungen komfortabler macht, fehlt und ein Headset gehört ebenfalls nicht zum Lieferumfang.

Eindeutig punkten kann das Xiaomi dann wieder mit dem installierten Betriebssystem. Hier setzt man mit AndroidOne auf das entsprechende Android-Projekt, das Nutzern eine Update-Garantie von zwei Jahren gibt. Auf dem Xiaomi ist daher ein schnelles, schlankes und auch sicheres Betriebssystem installiert, frei von Eigengewächsen und Bloatware des Herstellers.

Wer experimentierfreudig ist und sich bezüglich des mangelnden Hardware-Supports nicht allzu viele Gedanken macht, für den ist das Xiaomi Mi A1 eine echte Alternative zu unserem Favoriten.

Knapp dahinter

Huawei Y7 2018

Test günstige Smartphone: Huawei Y7 2018
Das aktuelle Y7 aus 2018 liegt in fast allen Daten leicht hinter den beiden Favoriten, auch im Startpreis. Der dürfte in nächster Zeit aber noch sinken.

Das Huawei Y7 2018 ist in der Huawei-Modellpolitik zwar unterhalb der P-Linie angesiedelt, kostet aber aktuell sogar noch etwas mehr als unser Favorit. Das dürfte sich allerdings in den nächsten Monaten umkehren. Was sich dagegen nicht umkehrt, ist, dass Sie mit dem Y7 2018 ein günstiges Smartphone erhalten, dass schon auf aktuelle Displaytechnik setzt, mit möglichst wenig Rahmen, auch wenn die reine Auflösung allerdings weit hinter unserem Favoriten zurückbleibt.

Dafür kann das Y7 2018 mit ebenso schöner wie pflegeleichter Rückseite aus Polycarbonat glänzen, und zwar dank der Glas-Optik im Wortsinn. Zwar muss man die des öfteren von Fingerabdrücken befreien, gerade hinsichtlich des Fingerprint-Sensors, aber immerhin gibt es kaum Kratzer, die aus einem Metallbody nicht zu entfernen sind.

Mit dem Chipsatz, der im Innern werkelt, zieht das Y7 2018 leistungsmäßig leicht am P8 Lite 2017 vorbei. Ausstattungsseitig legt es andere Schwerpunkte: Auf NFC wird verzichtet, dafür ist der Hybrid-Schacht für die Karten einem echten Dreifach-Schacht gewichen. Das Y7 2018 kann also zwei SIM-Karten aufnehmen und muss trotzdem nicht auf eine Speichererweiterung per microSD-Karte verzichten. Das ist bei den dürftigen 16 GB, die eingebaut sind, auch sinnvoll.

Wer auf die zweite SIM-Karte angewiesen ist, sollte das Y7 2018 in die nähere Auswahl nehmen, wer diese nicht benötigt, ist aktuell mit unserem Favoriten besser bedient – schon weil der sogar noch günstiger ist.

Innovatives Display

Alcatel 5

Test günstige Smartphone: Alcatel 5
Das Alcatel 5 hat ein fast rahmenloses Display, und verfügt auch sonst über Features, die sonst erst eine Klasse höher anzutreffen sind.

Geschickt gemacht ist die Rückseite des Alcatel 5: Die Fläche, die wie gebürsteter Edelstahl anmutet, ist tatsächlich aus leichtem Kunststoff gefertigt. Der Deckel lässt sich aber trotzdem nicht abnehmen. Vorn dominiert die aktive Displayfläche das Geschehen – wenn auch nicht sofort ersichtlich, denn wie mitunter bei der teureren Konkurrenz, lässt sich die Navigationsleiste am unteren Rand bei Bedarf ein- und ausblenden. Oben ist der Rand dafür recht breit geraten, schließlich finden sich darin neben dem Lautsprecher noch allerlei Sensoren und gleich zwei Kameras.

Eine Kamera verfügt über einen ausgeprägten Weitwinkel, falls man ein Gruppen-Selfie machen möchte. Dabei hat sie sogar eine Automatikfunktion, die vom normalen Objektiv auf das weitwinkelige umschaltet, sobald sie mehr als ein Gesicht erkennt. Braucht man sie nicht, kann man die Automatik aber auch abschalten. Zwar wird es nirgends publiziert, aber Alcatel nutzt eine leicht angepasste Android-Oberfläche: Besonders der unscheinbare Punkt auf dem Display hat es uns angetan; tippt man ihn an, zeigt das Display eine ganze Menge nützlicher Shortcuts, und er lässt sich völlig frei auf dem Bildschirm verschieben.

Die Display-Auflösung ist mit einer Pixeldichte von gut 400 ppi sehr gut, vor allem in der angezeigten Preisklasse. Abstriche muss man dafür bei der Leistung machen, denn laut den Benchmarks bewegt sich selbige eher im Mittelfeld. Ebenfalls durchschnittlich ist die Akkulaufzeit: In unserem Test hielt der Akku gut 13 Stunden durch und war dank der Schellladefähigkeit der USB Typ-C-Schnittstelle in weniger als zwei Stunden aufgeladen.

Das Alcatel 5 ist dank des modernen Display-Designs und der Bedienoberfläche eher was für Individualisten, die sich zudem über aktuellste Technik in Form der USB Typ-C-Schnittstelle und pfiffige fotografische Fähigkeiten freuen.

Preistipp

Nokia 1

Test günstige Smartphone: Nokia 1
Mit dem Nokia 1 hat Markeninhaber HMD alte Tugenden von Nokia wiederentdeckt. Das günstige Smartphone gibt sich sehr bedienungsfreundlich.

Beim Nokia 1 wird einem sogleich nostalgisch zumute, zumindest, wenn man sich noch an die Nokia Handys erinnert. Das Nokia 1 ist zwar kein klassisches Handy, hat aber recht geringe Abmessungen. Dadurch und aufgrund der Bauform liegt es entsprechend gut in der Hand. Der Deckel lässt sich mit wenig Aufwand abnehmen, darunter befindet der wechselbare Akku sowie zwei Kartenslots – einer für die SIM-Karte und einer zur Speichererweiterung per microSD-Karte. Die tut auch Not, denn das Nokia ist mit nur 8 GB internem Speicher ausgestattet.

Das reicht zwar für die meisten Anwendungen, sobald Sie aber das eine oder andere Foto geschossen haben, ist der Speicher schnell voll. Fotos sollte man allerdings nur bei gutem Wetter draußen machen, sobald das Licht nachlässt, oder eine komplexe Lichtsituation auftritt. Mit Zwie- oder Gegenlicht ist die Kamera komplett überfordert und bekommt keine ansehnlichen Fotos mehr hin.

Innen sorgt ein Vierkernprozessor für ausreichende Rechenkünste, die aber natürlich nicht an die der teureren Kollegen heranreicht. Da heißt es, ab und zu einige Tasks zu schließen, wenn das Smartphone anfängt, schleppend zu reagieren. Erstaunlich ist, dass das Nokia mit dem jüngsten Android ausgestattet ist, denn gerade hier hätte man eher Sparmaßnahmen erwartet. Die finden auch statt, denn mit Android Go ist ein etwas schlankeres Betriebssystem installiert, was bei der knapp bemessenen Hardware auch sinnvoll erscheint.

Das Nokia 1 ist das ideale Smartphone für all diejenigen, die es zum reinen Telefonieren benötigen, und eher selten fotografieren, surfen etc.. Es ist sehr zuferlässig, kostet nicht viel und ist trotz allem immer noch ein Smartphone, wer mehr will wird aktuell ja sogar bei Nokia fündig.

Außerdem getestet

Das TP Link Neffos C7 ist nicht das erste Smartphone vom Netzwerkspezialisten, aber sicher eines der günstigeren. Auch hier geht beim ersten Blick das Kunststoffgehäuse als Alu-Unibody durch. Dafür, dass es (noch) knapp über 100 Euro kostet, ist es sehr gut ausgestattet und verfügt über ausreichend Leistungsreserven. Selbst die Fotos können sich sehen lassen, wenn es hell genug ist. Die knappen 16 GB Speicher lassen sich leicht per microSD-Karte aufstocken oder alternativ eine zweite SIM-Karte einsetzen.

Als Geheimtipp geht das Letv Le 2 X526 nur auf den ersten Blick durch. Der zweite Chinaimport in unserem Test erfüllt offen gestanden nicht die an ihn gestellten Erwartungen und das nicht nur, weil Xiaomi mit dem Mi A1 so gut vorgelegt hat. Das Display ist definitiv schon älteren Datums, da es völlig eben ist, ohne die Handschmeichler-Rundungen, die aktuell üblich sind. Der zweite Griff in die Mottenkiste betrifft das Betriebssystem: Android 6 ist schon ein paar Tage her, außerdem lässt sich noch nicht einmal die Galerie aktivieren, wenn man nicht das Telefon und die Kontakte für die App freigibt. Auch die schlampige oder nicht vorhandene Übersetzung in vielen Kontextmenüs lässt sich kaum durch den Preis erklären. Andere können das besser.

Groß und mit glänzender Rückseite kommt das Alcatel 3v daher. Das 6-Zoll-Display hat auch eine hervorragende Auflösung, aber dahinter geht es weniger protzig zu. Die Akkulaufzeit ist mit unter acht Stunden geradezu unterirdisch, was umso ärgerlicher ist, wenn man bedenkt, dass das Smartphone fast drei Stunden an die Steckdose muss, um wieder die volle Ladung zur Verfügung zu haben. Wer auf das tolle Display verzichten kann, greift da besser zum Alcatel 5.

Beim Huawei Y5 2018 ist die Rückseite ebenfalls aus Kunststoff und nur der Rahmen aus Metall. Dennoch vermittelt es einen hochwertigen Eindruck. Die Leistung ist laut Benchmark zwar nur mittelmäßig, die Akkulaufzeit dafür jedoch mit 15 Stunden üppig. Auf die USB Typ-C-Schnittstelle muss man aber verzichten, ebenso auf die Schnellladefunktion. Das Y5 2018 ist ein solides Smartphone in klassischem Look und mit hoher Alltagstauglichkeit.

Motorola Moto G5S Plus

Mit dem Moto G5S Plus hat Motorola dem G5 Plus ein Facelift verpasst. Das Display ist etwas größer geworden, ohne jedoch an Auflösung zuzulegen, was bei einer Pixeldichte von gut 400 ppi aber auch nicht wirklich erforderlich ist. Hinzugekommen ist eine Schnellladefunktion mit entsprechendem Ladegerät, die die Ladezeit auf die Hälfte verkürzt. Der Akku selbst ist der gleiche wie im Vorgänger und konnte in unserem Test mit 15 Stunden Video-Dauerbetrieb überzeugen. Mit dem Moto G5S Plus erhält man ein ausgereiftes Smartphone, das deutlich mehr überzeugen kann als der Vorgänger oder auch der kleinere Bruder.

Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL)

Das ZenFone 4 Max ZC554K von Asus macht seinem Namen alle Ehre. Das gilt weniger für das Display – 5,5-Zoll haben die anderen auch fast alle – sondern vielmehr für den riesigen Akku, der im schönen Alu-Gehäuse auf seinen Einsatz wartet. Satte 5.000 mAh reichten bei unserem Video-Test für eine Laufzeit von 25 Stunden! Der Kartenschacht bietet gleich drei Exemplaren Halt: zwei SIM- und einer Speicherkarte. Als schicker Dauerläufer macht das ZenFone 4 Max gerade für alle, die nicht ständig eine Steckdose in der Nähe haben, eine gute Figur.

Das Fantec Boogy ist das aktuelle Flaggschiff des Herstellers, der ganz neu im Smartphone-Geschäft ist. Solide Hausmannskost bekommt man hier für knapp 100 Euro. Es kommt mit wechselbarem Akku und gleich drei Kartenslots. Zwei sind für SIM-Karten im micro-Format vorgesehen, einer fasst eine microSD-Karte zur Aufrüstung des internen Speichers, der mit 16 Gigabyte nicht üppig ausfällt. Mit dem Fantec bekommt man ein solides Smartphone, mit dem man direkt loslegen kann, nicht zuletzt wegen des Headsets im Lieferumfang.

Das Moto G5S ist leider nicht nur kleiner als das Plus-Modell, es ist auch wesentlich dürftiger ausgestattet. Die Qualität der Kamera bleibt weit hinter der des großen Bruders zurück und auch leistungsmäßig liegt es nach wie vor näher am G5 ohne »S«. Positiv bleibt nur zu vermerken, dass es im Vergleich zum Vorgänger nunmehr über ein ansprechendes Unibody-Gehäuse aus Alu verfügt und außerdem von der neuen Ladetechnik profitiert. Dafür lässt sich aber der Akku nun nicht mehr wechseln. Trotz des höheren Preises ist für uns das Moto G5S Plus die bessere Wahl, oder aber unser Favorit Huawei P8 lite (2017).

Das Wiko UFeel Prime ist ein rundum solides Gerät mit ausreichend Speicher und guter Verarbeitung. Wer keine Speichererweiterung will und wem 16 Gigabyte zu wenig sind, für den könnte das Wiko mit 32 Gigabyte Speicher einen Blick wert sein. Das Design erinnert an Premium-Smartphones und genau wie bei diesen ist auch hier der Akku nicht auswechselbar. Die Kamera kommt allerdings bei weitem nicht an die unseres Favoriten Huawei P8 lite heran, das zum selben Preis aus unserer Sicht die bessere Wahl ist.

In der fünften Generation hinkt das Moto G5 der Konkurrenz nun doch deutlich hinterher. Es macht alles gut, aber nichts überragend. Das gilt auch für die Akkulaufzeit, die deutlich besser sein könnte. Dafür kommt das Moto G5 mit zwei Steckplätzen, mit denen entweder eine zweite SIM oder eine Speichererweiterung verwendet werden kann. Aber auch das können andere mittlerweile besser, schließlich kommen zwei unserer Empfehlungen mit gleich drei Plätzen. Der Preisunterschied zum Nachfolger Moto G5S ist nicht besonders groß, da greift man im Zweifel lieber zum neueren Modell.

Asus ZenFone 3 Laser

Test günstige Smartphone: Asus Zenfon 3 Laser (ZC551KL)

Keine Preise gefunden.

Beim Asus Zenfone 3 Laser bekommt man mehr Bildschirm als bei unserem Favoriten und muss noch nicht einmal größere Abmessungen in Kauf nehmen, denn das Smartphone ist in der neuen Version nicht gewachsen, der Rand ist lediglich schmaler geworden. Auch hier gibt es 32 Gigabyte Speicher schon standardmäßig ab Werk, außerdem kann sich die Akkulaufzeit sehen lassen. Lediglich die lange Ladezeit von knapp 4 Stunden trübt den guten Eindruck etwas. Mit knapp 300 Euro finden wir es aber deutlich zu teuer, zumal das Zenfone 4 Max kaum mehr kostet.

Das Lenovo K6 ist ein solide gefertigtes Smartphone mit guten Leistungsdaten, einem Unibody-Gehäuse aus Alu und herzeigbarem Finish. Allerdings verfügt es weder über einen abnehmbaren Rückdeckel, einen wechselbaren Akku, noch über sonstige Fähigkeiten, mit denen es sich von den anderen Testkandidaten absetzen könnte. Dafür ist es inzwischen sehr günstig zu bekommen und damit interessant für alle, die sich nicht mit dem Neuankömmling Fantec Boogy anfreunden können.

Mit inzwischen unter 100 Euro wirkt das Gigaset GS 160 auf den ersten Blick wie ein Schnäppchen, immerhin hat man die Möglichkeit, den Akku zu wechseln und eine zweite SIM-Karte parallel zur Speichererweiterung zu nutzen. Ein Headset muss man bei diesem Preis allerdings zusätzlich erwerben. Auch die deutlich geringere Leistung, das schwächere Display und die Akkulaufzeit von knapp neun Stunden rechtfertigen den niedrigeren Preis aus unserer Sicht nicht, denn für ein paar Euro mehr bekommt man deutlich bessere Smartphones.

30
Kommentare

avatar
Gu. Bu.
Gu. Bu.

Kann die VERGLEICHS-TABELLE in den Spalte AKKU-LAUFZEIT mit deN Worten AKKU WECHSELBAR + NICHT WECHSELBAR sowie die Spalte SPEICHER nach dem Wort ERWEITERBAR um den GB-WERT der maximal möglichen SD-Karten-Erweiterbarkeit noch ergänzt werden ?

Redaktion
Redaktion

Danke für den Vorschlag. Wir haben das umgesetzt.

Stefan Höller
Stefan Höller

nokia 6?

Thomas Krenn
Thomas Krenn

Hab mein P8 Lite seit knapp 2 Jahren und schicke es jetzt zum 4 Mal wegen defekten WLAN zur Reparatur

Kai Richter
Kai Richter

Wer nur diese überteuerten Marken kennt, der wirft auch Geld in den Orkus

Fran Kyy
Fran Kyy

Moto G5s☝️………bin mega zufrieden damit gute Ausstattung sehr schnell und hochwertig für weit unter 200€

Manfred Falb
Manfred Falb

Alles Spielzeug, spätestens nach 1 Woche ärgert man sich über solche billig Geräte.

Dominik Rodgers
Dominik Rodgers

Marco Bauer
Marco Bauer

Sicher nicht

Horst Czerny
Horst Czerny

Hatte mein P8Light über 2 Jahre und nie Probleme,habs gegen das Samsung Note 8 ausgewechselt und das ist nun nach 5 Tagen in der Reparatur gelandet weil es anscheinend einen Display schaden hat und mit meiner Freisprecheinrichtung verbindet es s ich auch nicht mehr.

Jan
Jan

Dann ist der Displayschaden ja wohl auch Ihre Schuld, kann jedem Gerät passieren

Simics Gogistyle
Simics Gogistyle

haha Kodak Ektra erledigt sie alle deka core 10 core proz. 3 gb arbeitspeicher . gyroscop+ beachleudigungssensor plus ne geile cam mit 21 mpx usc und nen preiss ab 99€ sprich 130€ in österreich so bitch get out the way 😉

Slart Bartfoss
Slart Bartfoss

Dafuq? Welche Sprache sprichst du hier?

Angel Mejias Cala
Angel Mejias Cala

Von dem Kodak Dingens hab ich gelesen nur 2gb Arbeitsspeicher, irre mich wohl

Thomas Pätzold
Thomas Pätzold

Gibt gleichwertige und günstigere bei Xiaomi

Dirk Meiger
Dirk Meiger

Stimmt.Und sind auch gut.

Lars Ammann
Lars Ammann

Honor 6x???

Hansi Lazarus
Hansi Lazarus

Als Garmin Nutzer gehen Huawei Produkte GAR NICHT!

Markus Prantl
Markus Prantl

Ich habe das Nova und die vivoactive und es arbeiten beide gut zusammen.

Ufuk Berli
Ufuk Berli

Wissen sie es vielleicht welche Smartphones, Kamera mit Sprachsteuerung haben? Diese Funktion ist mir wichtig. Samsung S- und A-Reihe und Iphone haben diese, Samsungs J-Reihe haben sie nicht

Tobi Ok Oo
Tobi Ok Oo

P10 lite 230€.?

Salvatore Corica
Salvatore Corica

Nokia 6 mit Stock Android

Sascha Brunner
Sascha Brunner

Wann wird es denn hier ein Update zu den bei der IFA vorgestellten Geräten geben?
Könnt ihr vielleicht bereits die Geräte nennen, die für euch interessant erscheinen oder im Test sind?

Martin Schrenk
Martin Schrenk

Ich hatte ein CUBOT S600!
Wenn ich nicht ein Huawei P9 geschenkt bekommen hätte, hätte ich es noch, war begeistert, und das für 115 €!