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Das beste günstige Tablet

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günstige Tablet Test: Huawei Samsung
Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.

Das beste günstige Tablet ist die 2019er-Ausgabe des Samsung Galaxy Tab A. Es überzeugt mit guter Leistung, aktueller Software und toller Verarbeitung. Das Huawei Tab M5 Lite liefert allerdings eine fast gleichwertige Alternative mit anderen Schwerpunkten.

Update 18. April 2019

Wir haben das neue Samsung Galaxy Tab A 10.1, das Huawei MediaPad M5 Lite und zwei neue Tablets von Lenovo getestet. Der neue Testsieger ist das 2019 erschienene Samsung Galaxy Tab A 10.1, eine tolle Alternative stellt das Huawei MediaPad M5 Lite dar.

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18. Februar 2019

Samsung hat zwei neue Tablets vorgestellt. Neben dem neuen Mittelklasse-Gerät Galaxy Tab S5e erhält auch unser Testsieger eine Neuauflage: Das Galaxy Tab A 10.1 (2019) hat einen 10,1 Zoll großen TFT-Bildschirm mit einer Auflösung von 1920×1200 Pixeln, Bluetooth 5.0, USB-C, einen erweiterbaren Speicher von 32 Gigabyte und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die WiFi-Version soll zum Start 210 Euro kosten, für die Variante mit LTE-Unterstützung werden 270 Euro fällig. Dabei handelt es sich um Herstellerangaben, die tatsächlichen Handelspreise dürften somit etwas niedriger liegen.

 

Das Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2019) wird, ebenso wie das Samsung Galaxy Tab S5e, ab 5. April 2019 in Deutschland erhältlich sein. Wir werden beide Tablets so schnell wie möglich testen.

27. September 2018

Wir hatten das Samsung Galaxy Tab A 10.5 im Test. Obwohl es ein veritables Upgrade zum Tab A 10.1 darstellt, verhindert der hohe Preis derzeit noch eine Empfehlung als das beste günstige Tablet.

1. August 2018

Samsung hat die neue Version des Galaxy Tab A 10.5 vorgestellt. Es wird ab 24. August für 329 Euro erhältlich sein. Wir werden es so schnell wie möglich testen. Bis dahin, lieber abwarten!

10. April 2018

Vom erhofften Nachfolger des Samsung Galaxy Tab A ist noch nichts zu sehen. Doch mit dem Huawei MediaPad M3 Lite 10 ist eine hochinteressante Alternative auf dem Markt. Wir haben es im Test gegen das Galaxy Tab A antreten lassen.

11. Oktober 2017

Samsung hat zwar bereits den Nachfolger für das Galaxy Tab A angekündigt, doch ob und wann das Galaxy Tab A (2017) in Deutschland verfügbar sein wird, ist noch völlig offen. Mit dem Lenovo Tab4 10 Plus und dem Amazon Fire HD 10 2017 gibt es aber zwei neue interessante Alternativen.

27. September 2017

Samsung hat einen Nachfolger für das Galaxy Tab A angekündigt. Wir sehen uns das sobald wie möglich an.

In Zeiten, in denen große Smartphones mit Bildschirmdiagonalen jenseits der 5-Zoll-Grenze immer mehr zur Normalität werden, kann man sich fragen, wozu man überhaupt noch ein Tablet braucht – denn Videos, Fotos und Texte kommen auf Smartphones mittlerweile ebenfalls gut zur Geltung.

Aber beim Surfen und Spielen bieten moderne Tablets mit 10-Zoll-Displays Vorteile, stellen sie Webseiten doch so dar, wie man es vom Computer her kennt. Tablets haben damit als Zweitgerät zum Smartphone nach wie vor eine Daseinsberechtigung. Hinzu kommt, dass es sich mit Apps wie Microsoft Office in Kombination mit einer kabellosen Tastatur schon auf vergleichsweise schwachen Geräten erstaunlich produktiv arbeiten lässt.

Doch für ein Zweitgerät will kaum jemand viel Geld ausgeben, daher sind günstige Tablets besonders interessant. Allerdings ist unsere aktuelle Empfehlung des besten Tablets – das iPad – inzwischen bereits ab 320 Euro zu haben, »günstig« heißt daher für uns »um die 200 Euro«.

Doch selbst in dieser Preisklasse gibt es einige interessante Angebote, bei denen man nur noch wenige Kompromisse eingehen muss. Hier sind unsere Empfehlungen:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2019)

Das überarbeitete Samsung Galaxy Tab A 2019 überzeugt mit ordentlicher Ausstattung und hervorragender Verarbeitung. Das Display ist hell und scharf, die Akkulaufzeit nicht überragend aber ordentlich und die Leistung für die meisten Anwendungen ausreichend. In Kombination mit einem aktuellen Android samt angenehm sinnvollen Anpassungen stimmt das Gesamtpaket. Denn was Samsung mit dem Galaxy Tab A in dieser Preisklasse liefert, ist durchaus beeindruckend – trotz einiger Schwächen im Detail. Wie es sich gehört, gibt es mit der optionalen LTE-Variante eine der günstigsten Möglichkeiten, auch unterwegs mit einem Tablet zu surfen.

Auch gut

Huawei MediaPad M5 Lite

Test günstige Tablet: Huawei MediaPad M5 Lite
Huawei liefert ein gutes Tablet ohne große Schwächen - ein knapper zweiter Platz.

Eine fast ebenso gute Alternative zu unserem Testsieger ist das Huawei MediaPad M5 Lite. Es ist vergleichbar gut verarbeitet, liegt von der Leistung her fast gleichauf und punktet mit einer noch besseren Akkulaufzeit. Mit einem Fingerabdrucksensor und besseren Lautsprechern kann sich Huawei sogar von Samsung absetzen. Nuancen wie die nicht ganz so rund wirkende Benutzerführung und die im Vergleich zum Testsieger ältere Android-Version kosten ihm den Testsieg – die Entscheidung ist allerdings denkbar knapp.

Für Amazon-Fans

Amazon Fire HD 10

Das Amazon Fire HD 10 (2017) ist dank hochauflösendem Display und mehr Arbeitsspeicher ebenfalls eine ernstzunehmende Alternative in Sachen günstige Tablets – vor allem, da es im Rahmen von Amazon-Angeboten häufig reduziert ist. Allerdings muss man sich hier mit den Service-Angeboten von Amazon arrangieren und (zumindest ab Werk) auf Google-Dienste wie Googles Play Store verzichten, wodurch man nur auf ein wesentlich kleineres App-Angebot zugreifen kann. Im Gegenzug ist Amazons digitale Assistentin Alexa mittlerweile standardmäßig an Bord. Dient das Tablet primär zum Surfen für die Filmwiedergabe, ist das aber keine große Einschränkung.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutFür Amazon-Fans
Modell Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2019) Huawei MediaPad M5 Lite Amazon Fire HD 10 Samsung Galaxy Tab A 10.5 (2018) Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016) Huawei MediaPad M3 Lite 10 Lenovo Tab P10 Lenovo Smart Tab M10 Lenovo Tab4 10 Plus
günstige Tablet Test: Samsung Galaxy Tab A 2019Test günstige Tablet: Huawei MediaPad M5 LiteTest günstige Tablet: Amazon Fire HD 10Test günstige Tablet: Samsung Galaxy Tab A 10.5Test günstige Tablet: Samsung Galaxy Tab A (2016)Test günstige Tablet: Huawei MediaPad M3 Lite 10günstige Tablet Test: Lenovo Tab P10Test günstige Tablet: Lenovo Smart Tab M10Test günstige Tablet: Lenovo Tab4 10 Plus
Pro
  • Wertiges, leichtes Gehäuse
  • Sehr gutes Display
  • Insgesamt ordentliches Tempo
  • Android 9 mit Samsung One-UI
  • Wertiges, leichtes Gehäuse
  • Gutes Display
  • Insgesamt ordentliches Tempo
  • Fingerabdruck-Sensor
  • Für Amazon-Begeisterte das richtige Tablet
  • Gutes Display
  • Reagiert schnell
  • Gute Akkulaufzeit
  • Tolles Display
  • gute Lautsprecher
  • sehr gute Akkulaufzeit
  • Gute Display-Auflösung
  • Tolle Akkulaufzeit
  • Sehr günstiger Preis
  • Ordentliche Leistung
  • Gutes Design
  • Helles, kontrastreiches Display
  • Gute Akkulaufzeit
  • Fingerbadrucksensor
  • Gute Verarbeitung
  • Fingerabdruck-Sensor
  • Aufgeräumtes Android
  • Alexa-Hub mit gutem Sound
  • Pures Android
  • Edles Design
  • Ordentliche Leistung
Contra
  • Kein Fingerabdruck-Sensor
  • Ungünstig platzierte Lautsprecher
  • Nur 2 GB Arbeitsspeicher
  • Ältere Android-Version
  • Etwas quäkende Lautsprecher
  • Google Play Store nur über Umwege
  • Werbung bei günstigeren Modellen
  • Nicht viel schneller als das Tab A 10.1
  • Veraltete Software
  • Knapp bemessener interner Speicher
  • Kunststoffgehäuse
  • Schwache Performance
  • Veraltete Software
  • Für Spieler nicht geeignet
  • Schwache Performance
  • Schlechter Sound
  • Veraltetes Android schon zum Start
  • Alexa-Integration nicht optimal
  • Kein Fingerabdruck-Sensor
  • Veraltete Software ohne Updates
Bester Preis
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Günstige Tablets: Android oder Windows?

Im Segment der günstigen Tablets für unter 300 Euro finden sich seit geraumer Zeit neben diversen Android-Tablets auch immer mehr Geräte mit Windows 10. Denn Microsoft hat sein aktuelles Betriebssystem für den Einsatz auf Tablets optimiert. Gleichzeitig erlauben Windows-10-Tablets auch die Ausführung klassischer Windows-Programme. Das lohnt sich aber nur, wenn neben dem Touchscreen auch Maus und Tastatur verwendet werden.

Android-Tablets sind benutzer­freundlicher

Beim Google-Betriebssystem Android hingegen ist alles auf die Fingerbedienung ausgelegt. Einen Medienbruch wie bei Windows gibt es nicht. Zudem bietet der Google Play Store eine gigantische Auswahl an Apps, während die Tablet-Anwendungen im Windows Store nach wie vor eher überschaubar sind. Wer ein günstiges Tablet zum Surfen, Spielen und zur Wiedergabe von Videos sucht, liegt bei einem Android-Tablet wie unserem Testsieger von Samsung richtig.

Ein weiterer Pluspunkt von Android gegenüber Windows ist der geringe Wartungsaufwand. Windows-Tablets müssen genauso wie PCs regelmäßig für Updates neu gestartet werden, brauchen einen laufenden Virenschutz und neigen dazu, nach vielen Installationen langsamer zu werden.

Das alles fällt bei Android-Tablets nahezu vollständig weg. Als unkomplizierte »Immer an«-Geräte überzeugen die günstigen Androiden daher nach wie vor mehr als ihre Windows-Pendants.

Testsieger: Samsung Galaxy Tab A (2019)

Das Samsung Galaxy Tab A (2019) ist seit seiner Premiere im Jahr 2015 ein Erfolgsgarant. Das gilt auch für die 2019 erschienene Neuauflage. Das Galaxy Tab A (2019) überrascht mit einem komplett überarbeiteten und überaus hochwertigem Alu-Gehäuse und einer aktuellen Android-Version. Auch das Display und die Alltags-Leistung liegen nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Testsieger

Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2019)

Tolles Display, edles Gehäuse

Beim Auspacken des aktuellen Samsung Galaxy Tab A  kommt es zu einem in dieser Preisklasse unerwarteten Wow-Effekt: Samsung hat das Gehäusedesign nämlich komplett überarbeitet. Anstelle des Kunststoff-Chassis steckt das Tablet dieses Mal in einem hochwertigen Metallgehäuse. Das fühlt sich nicht nur edel an, sondern fällt mit rund 469 Gramm auch erfreulich leicht aus.

Aufgeladen wird das Galaxy Tab A (2019) via USB-C-2.0-Buchse, auch auf einen Kopfhöreranschluss muss man nicht verzichten. Das runderneuerte Galaxy Tab A ist zudem kompakter als der direkte Vorgänger.

Leider hat Samsung aber zusammen mit der eingesparten Größe den Fingerabdruck-Sensor wegrationalisert. Der war zwar beim 2016er-Modell nicht der zuverlässigste, ein kompletter Verzicht ist dennoch schade. Immerhin lässt sich das Tablet durch doppeltes Antippen wechseln, die seitlich untergebrachten Knöpfe müssen dazu nicht genutzt werden.

Voll überzeugen kann hingegen das Display mit seiner Diagonalen von 10,1 Zoll (25,65 Zentimeter). Es löst erneut mit 1.920 x 1.200 Bildpunkten im 16:10-Format auf, wovon vor allem Videos profitieren. E-Books, Webseiten und andere Textinhalte kommen hingegen auf einem 4:3-Tablet etwas besser zur Geltung, wie es beispielsweise Apple mit seiner iPad-Serie liefert.

Dass sich Samsung mit Displays auskennt, zeigt sich beim Galaxy Tab A (2019) schon in den ersten Minuten. Der Bildschirm erstrahlt selbst bei mittlerer Helligkeit angenehm hell, liefert satte Farben und sehr gute Blickwinkel. Die Auflösung ist scharf genug, dass einzelne Pixel nicht mehr auffallen und Texte angenehm lesbar sind.

Insgesamt liefert das Samsung Galaxy Tab A (2019) eine sehr gute Kombination aus Verarbeitungs- und Display-Qualität, die sich nicht vor wesentlich teureren Geräten zu verstecken braucht.

Frisches Android, ordentliche Performance

Das Samsung Galaxy Tab A (2019) ist das erste Samsung-Tablet, das mit der neuen One UI erscheint. Auf Basis von Android 9 »Pie« liefert es in der Praxis tatsächlich eine recht runde Benutzererfahrung.

So bieten beispielsweise die Einstellungen nach wie vor viele Möglichkeiten zur Anpassung der Benutzeroberfläche, wirken dabei aber deutlich aufgeräumter als bei früheren Versionen. Samsung-typisch finden sich eine Menge vorinstallierter Apps auf dem Tablet, darunter die Office-Suite von Microsoft sowie Samsung-Alternativen zu Google-Diensten wie der Browser Samsung Internet. Anders als in der Vergangenheit erlaubt Samsung aber bei praktisch allen vorinstallierten Apps die komplette Deinstallation.

Mit rund 23 von 32 Gigabyte nutzbarem Speicherplatz liegt Samsung im Tablet-Bereich im guten Mittelfeld. Fotos, Videos und andere große Dateien lassen sich zudem komfortabel auf eine microSD-Karte auslagern, die bis zu 512 Gigabyte fassen darf.

Auch wirkt die gesamte Bedienung des Tablets flüssig und wird nur selten von Haklern unterbrochen. Das passiert vor allem beim Wechsel zwischen mehreren geöffneten Apps. Die Ursache ist der lediglich 2 Gigabyte knappe Arbeitsspeicher im Galaxy Tab A (2019). Das führt in der Praxis dazu, dass Apps vor allem beim Multitasking öfter nachladen müssen. Der Parallelbetrieb im Splitscreen ist aber in der Regel problemlos möglich.

Der knapp bemessene Arbeitsspeicher trübt das ansonsten sehr gute Gesamtbild – hier hat Samsung am falschen Ende gespart. Das ist schade, liefert der überarbeitete Exynos-7904-Chipsatz davon abgesehen doch eine überaus brauchbare Leistung. Die meisten Spiele und Apps laufen flüssig auf dem Samsung Galaxy Tab A (2019). Wer nicht exzessiv zwischen Apps wechselt, dürfte mit der Performance des Samsung Galaxy Tab A (2019) in den meisten Situationen vollends zufrieden sein.

Das gilt auch für die Akkulaufzeit: In unseren Tests mit mittlerer Helligkeit ging der Batterie erst nach rund 13 Stunden die Puste aus.

Optional mit LTE

Wie bei praktisch all seinen Tablets bietet Samsung auch die Galaxy Tab A (2019)  LTE-Version an. Mit einer SIM-Karte kann damit auch unterwegs gesurft werden.

Rund 50 Euro mehr will Samsung für die LTE-Option haben, ein sehr moderater Preisaufschlag. Wer viel unterwegs ist und nicht immer nach offenen WLAN-Netzen Ausschau halten will, für den ist ein LTE-Modell ein wahrer Segen. Alle, die ohnehin primär auf dem heimischen Sofa surfen oder bei Bedarf mit WLAN, können sich den Aufpreis allerdings sparen.

Beide Modelle bieten Unterstützung für schnelles WLAN im AC-Standard und moderne 5 GHz-Netze – zudem ist Bluetooth in der zeitgemäßen Revision 5.0 an Bord.

Schwächen?

Das Samsung Galaxy Tab A (2019) ist ein gutes, aber bei weitem kein perfektes Tablet. Dass Samsung beim Arbeitsspeicher und Fingerabdrucksensor gespart hat, wirkt 2019 nicht zeitgemäß und dürfte Samsung-Fans sauer aufstoßen.

Dasselbe gilt für für die merkwürdige Positionierung der ansonsten gar nicht so schlecht klingenden Stereo-Lautsprecher. Hält man das Tablet für Videos quer, liegen sie an der rechten bzw. linken Seite, was den Stereo-Effekt zunichte macht – für ordentlichen Filmsound sind Kopfhörer daher die bessere Wahl. Daran ändert auch das marketingträchtige Dolby-Atmos-Logo nichts.

Samsung Galaxy Tab A (2019) im Testspiegel

Aktuell gibt es noch keine ausführlichen Tests des Samsung Galaxy Tab A (2019). Diverse frühe Hands-on-Berichte, etwa bei den Kollegen von Netzwelt, Computer Bild oder Android Pit, bestätigen dem Tablet aber positive Eigenschaften in Bezug auf Verarbeitung und Leistung.

Alternativen

Wer nach Tablets für weniger als 250 Euro sucht, wird von einem riesigen Angebot erschlagen. Doch darunter sind viele Modelle, die im Alltag nicht überzeugen. Unser Tipp: Lassen Sie die Finger von extrem günstigen No-Name-Tablets, damit werden Sie keine Freude haben. Die interessantesten Alternativen zum Samsung Galaxy Tab A (2019) haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Auch gut

Huawei MediaPad M5 Lite

Test günstige Tablet: Huawei MediaPad M5 Lite
Huawei liefert ein gutes Tablet ohne große Schwächen - ein knapper zweiter Platz.

Unsere Top-Alternative kommt aus China. Das Huawei MediaPad M5 Lite liegt sowohl preisliche wie leistungstechnisch fast gleichauf mit unserm Samsung-Favoriten. In einigen Disziplinen übertrumpft es das Tab A (2019) sogar: So bietet Huawei einen Fingerabdrucksensor, die vier Lautsprecher klingen in der Praxis deutlich runder und Multitasking ist dank insgesamt 3 Gigabyte RAM ebenfalls etwas effizienter. Das Gehäuse ist ebenfalls aus Metall, wirkt allerdings nicht ganz so hochwertig und stabil wie das Samsung.

Das Display ist ähnlich hell und scharf wie das vom Samsung Galaxy Tab A (2019). Im direkten Vergleich wirken Farben beim Huawei aber nicht ganz so strahlend, außerdem ist die Blickwinkelstabilität minimal geringer als bei Samsung – das sieht man aber nur im Direktvergleich.

Interessant für Netflix-Nutzer: Anders als das Galaxy Tab A  hat das Huawei MediaPad M5 Lite die offizielle Zertifizierung für die HD-Wiedergabe von Netflix. In unseren Tests mit mehreren HD-tauglichen Produktionen konnten wir aber auch mit mehreren Betrachtern keine signifikanten Unterschiede bei der Netflix-Wiedergabequalität feststellen – lediglich der Sound ist beim Huawei deutlich besser.

Softwareseitig bietet Huawei ähnlich wie Samsung eine große Anzahl an Anpassungsmöglichkeiten. Die EMUI getaufte Oberfläche ab Werk erinnert eher an Apples iOS, lässt sie sich aber über die Optionen haarklein auf die persönlichen Vorlieben zurechtbiegen. Das Huawei MediaPad M5 Lite ist zum Testzeitpunkt noch mit Android 8 bestückt, bietet aber immerhin wie das Samsung einen Sicherheitspatch auf Stand März 2019.

Leider belegt das Betriebssystem stolze zehn der 32 Gigabyte Speicher, sodass vergleichsweise wenig Platz für Apps und Medien übrig bleibt – zumindest ohne SD-Karte. Insgesamt wirkt Samsungs neue One UI aufgeräumter als ihr Huawei-Pendant – das ist aber auch ein Stück weit Geschmackssache.

Angetrieben wird das Huawei-Tablet vom hausintern entwickelten Kirin-659-Chipsatz. Der liefert in der Praxis eine passable Leistung, schafft es aber nicht ganz, die Tablet-Nutzung ohne Ruckler zu gewährleisten. In Benchmarks wie Geekbench 4 oder Antutu 7 liegt er dementsprechend leicht hinter dem Exynos-Äquivalent im Galaxy Tab A (2019). Trotzdem: Alles in allem liefert auch Huawei eine sehr ordentliche Leistung, die abseits von High-End-Tablets für die meisten Nutzer ausreichen dürfte.

Die Entscheidung zwischen Samsung Galaxy Tab A (2019) und Huawei MediaPad M5 fiel uns nicht leicht – beide Tablets sind in ihrer Preisregion absolut empfehlenswert. Wer auf kräftigen Sound steht, liegt bei Huawei richtig, Samsung hat hingegen beim Display und der Performance leicht die Nase vorn. Letztlich dürfte natürlich noch die Bedienoberfläche eine Rolle spielen – hier entscheidet letztlich die eigene Präferenz.  

Für Amazon-Fans

Amazon Fire HD 10

Seit einigen Jahren bietet Amazon mit der Fire-HD-Serie eigene Android-Tablets an. Die 2017er-Ausgabe des Amazon Fire HD 10 hinterlässt im Test immer noch einen mehr als ordentlichen Eindruck. Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund, dass Amazon mittlerweile deutlich weniger Geld für sein Zehn-Zoll-Tablet verlangt als zum Verkaufsstart.

Amazon hat im Vergleich zum Vorgängermodell nicht nur an der Performance geschraubt, sondern auch das Display endlich konkurrenzfähig gemacht. Es löst nun mit 1.920 x 1.200 Pixeln auf und stellt Videos, Webseiten und Fotos gestochen scharf und farbecht dar. In Kombination mit den kräftigen Stereo-Lautsprechern ist das Fire HD 10 damit ein fähiges Medientablet.

Ebenfalls an Bord ist Amazons Sprachassistentin Alexa. Wer sich auf das System einlässt, kann per Sprachbefehl nicht nur Inhalte aller Art auf dem Tablet suchen, sondern das Fire HD 10 auch zur Steuerung von Alex-kompatiblen Smart-Home-Geräten nutzen. Das funktioniert in der Praxis gut, wenn man denn mit den Eigenschaften und möglichen Risiken von Alexa leben kann.

Doch das Amazon Fire HD 10 hat auch ganz eindeutige Schattenseiten. Die Wichtigste: Amazon installiert eine komplett eigene Version von Android namens Fire OS auf den Geräten. Die ist vor allem auf die enge Verzahnung der Mediendienste des Online-Riesens getrimmt. So bietet das Fire HD 10 direkten Zugriff auf die eBooks der Kindle-Bibliothek, die Mediendienste Prime Video, Prime Music und Audible – und natürlich das eigene Online-Kaufhaus. Kurzum: Das Fire HD 10 ist vor allem für den Konsum von Amazon-Angeboten konzipiert.

Schwerwiegender ist das Fehlen des Google Play Stores. Android-Apps lassen sich ab Werk nur über den Amazon App Store installieren. Der ist mittlerweile zwar einigermaßen gut gefüllt, hinkt aber in der Auswahl und bei der Aktualität dem Google Play Store hinterher. Oft dauert es deutlich länger, bis ein App-Update im Amazon-Store erscheint – gerade bei Online-Diensten kann das zu Problemen führen.

Zwar gibt es die Möglichkeit, den Google Play Store ohne Garantieverlust auf das Amazon-Tablet zu installieren, aber das ist etwas umständlich. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu finden Sie hier. Einmal eingerichtet, lassen sich auch alternative Browser oder Google-Apps wie YouTube oder der Google Kalender auf dem Fire HD 10 2017 nutzen.

Wer auf Googles Apps verzichten kann oder etwas Mehraufwand für die Installation des Play Store nicht scheut, findet im Amazon Fire HD 10 2017 ein Tablet, das vor allem mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis und sehr guter Hardware punktet.

Außerdem getestet

Samsung Galaxy Tab A 10.5 (2018)

Mit dem Samsung Galaxy Tab A 10.5 haben die Koreaner 2018 eine alternative Version ihres Mittelklasse-Tablets veröffentlicht. Vor allem im Vergleich zur 2019er-Ausgabe zeigen sich dabei einige interessante Unterschiede: Das Display ist in der Diagonalen etwas größer, vier statt zwei Lautsprecher überzeugen mit einem besseren Klang. Auch mit an Bord: Drei Gigabybte RAM für besseres Multitasking.

Ist das Galaxy Tab A 10.5 also eigentlich das bessere Tablet? Nein! Der verbaute  Chipsatz Qualcomm Snapdragon 450 bringt im Vergleich zu seinem Exynos-Cousin deutlich weniger Leistung, was in häufigen Rucklern resultiert. Hinzu kommt eine veraltete Android-Version auf Basis von Android 8.1 und der alten »Samsung Experience«, die im Vergleich zur One UI etwas veraltet wirkt. Wenn der Preis stimmt, ist das Samsung Galaxy Tab A 10.5 ein durchaus interessantes Gerät, unserer Meinung nach sollten Samsung-Fans aber eher zum aktuellen Tablet greifen.

Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016)

Das ältere Samsung Galaxy Tab A von 2016 ist immer noch breit verfügbar und mittlerweile oft für deutlich unter 150 Euro zu haben. Zu diesem Kurs ist es trotz mittlerweile veralteter Android-Oberfläche und dem weniger hochwertigen Gehäuse aus Kunststoff für bestimmte Aufgaben immer noch brauchbar. Die Performance liegt nur knapp unter dem Nachfolger, das Display auf einem ähnlich hohen Niveau. Dennoch: Einen langen Support darf niemand erwarten, der ein drei Jahre altes Günstig-Tablet kauft. Das Tab A (2019) ist daher langfristig die bessere Option.

Huawei MediaPad M3 Lite 10

Das Huawei MediaPad M3 Lite 10 punktet mit guter Verarbeitung, einer aufgeräumten Oberfläche, einem guten Display und kräftigen Lautsprechern. Leider ist die Software nicht mehr auf dem neuesten Stand und der Prozessor – im Gegensatz zu seinem Nachfolger, dem Tab M5 Lite – für die meisten Anforderungen zu schwach. Als günstiges Multimediatablet für Netflix, Amazon und Co. kann es trotzdem noch taugen, viel mehr ist aber 2019 nicht drin.

Das Lenovo Tab P10 macht einen guten ersten Eindruck: Das Gehäuse mit Front- und Rückseite aus Glas wirkt wertig, die Android-Oberfläche aufgeräumt, bis zu 4 Gigabyte RAM versprechen gute Performance. Leider bleibt davon in der Praxis nicht viel übrig. Das Display ist zwar mit FullHD-Auflösung scharf, aber weder besonders hell noch blickwinkelstabil. Der Sound ist trotz vier Lautsprechern flacher als bei Samsung und Huawei und im Alltag stören Ruckler und Verzögerungen. Dass das Tablet zudem im Februar 2019 auf den Markt kam und das neueste Sicherheits-Update auf November 2018 datiert, ist kein Zeichen für eine brauchbare Update-Politik seitens Lenovo.

Lenovo Smart Tab M10

Beim Lenovo Smart Tab M10 handelt es sich um eine leicht abgespeckte Variante des Tab P10, was eine Empfehlung natürlich noch schwerer macht. Unser Testgerät bietet lediglich 16 Gigabyte internen Speicher und zwei Gigabyte RAM, was sich im Alltag leider auch bemerkbar macht. Der Hingucker beim Smart Tab M10 ist das mitgelieferte Auflade-Dock mit integriertem Lautsprecher. Wird das Tablet in dieses eingesetzt, wandelt es sich von einem Android-Tablet in einen Amazon Alexa Smart Speaker. Die Hoffnung, eine Allrounder-Alternative zu Geräten wie dem Amazon Echo Show zu haben, zerschlägt sich aber in der Praxis. So erfolgt die Verbindung zwischen Tablet und Dock via Bluetooth, was bei der Wiedergabe von Alexa-Befehlen oft zu Fehlern führt. Auch ist die Funktionalität nicht vergleichbar mit dedizierten Alexa-Lautsprechern, beispielsweise fehlt die Möglichkeit, ein anderes Aktivierungswort als »Alexa« festzulegen. Das ist schade, da die Soundqualität des Docks durchaus gut ist. Insgesamt ist das Konzept zu unausgereift, um es zu empfehlen – möglicherweise verbessert sich die Situation in Zukunft per Firmware-Update.

Das Lenovo Tab4 10 Plus war für uns einst eine Alternative in Sachen günstigen Tablets. Obwohl das Lenovo-Tablet immer noch bei vielen Händlern verfügbar ist, hat es diesen Status aber mittlerweile verloren. Trotz immer noch brauchbarer Hardware und guter Verarbeitung liegt dies vor allem an der miserablen Update-Politik. Trotz vorheriger Update-Versprechen hat sich Lenovo dafür entschieden, das Tablet nicht auf Android 8 zu aktualisieren. Wir können im Jahr 2019 niemanden empfehlen, in eine fast drei Jahre alte Android-Version nebst entsprechend niedrigen Sicherheitsstandards zu investieren.

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Kommentare

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Udo Krause
Udo Krause

Ja gebt mir mal zum härtetest

Markus Krammer
Markus Krammer

Bei tablet bleibt sowieso nur Samsung und Apple zur Auswahl