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Das beste günstige Tablet

Wir haben 29 günstige Tablets für rund 200 Euro getestet. Das Beste für die meisten Menschen ist das Realme Pad. Das erste Tablet der Chinesen überzeugt mit toller Verarbeitung, sehr guten Lautsprechern und langer Laufzeit. Die Konkurrenz von Lenovo auch nicht zu verachten, während der bisherige Budget-König Samsung  etwas strauchelt.

Boris Hofferbert
Boris Hofferbert
beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.
Letztes Update: 13. Mai 2022

Wir haben vier weitere günstige Tablets getestet. Unser neuer Favorit ist das Realme Pad, da man vor allem in der großen Version mit 128 Gigabyte deutlich mehr fürs Geld als bei der Konkurrenz bekommt. Auch das Lenovo Tab M10 Plus und das Samsung Galaxy Tab A8 sind neue Empfehlungen.

Die Tablets Samsung Galaxy Tab A7, Lenovo Tab P11 und Samsung Galaxy Tab S6 Lite sind nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

1. Juli 2021

Wir haben insgesamt acht neue Tablets getestet. An unserer Empfehlung für das Samsung Galaxy Tab A7 hat sich nichts geändert, da das Tablet immer noch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Mit dem Samsung Galaxy Tab S6 Lite, der 2021er-Version des Amazon Fire HD 10 Plus sowie dem Lenovo Tab P11 haben wir aber gleich drei neue Empfehlungen. Auch einige andere Neuzugänge wie das Lenovo Chromebook Duet bieten interessante Lösungen. Unsere bisherigen Empfehlungen Huawei MediaPad M5 Lite, Amazon Fire HD 10 und Lenovo Smart Yoga Tab sind nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

25. November 2020

Wir haben das Samsung Galaxy Tab A7 getestet. Es ist seinem Vorgänger in praktisch allen Disziplinen überlegen und damit unser neuer Testsieger bei den günstigen Tablets.

5. Oktober 2020

Das neue Samsung Galaxy Tab A7 ist seit kurzem erhältlich. Wir werden es demnächst testen.

2. Juli 2020

Wir haben die beiden 8-Zoll-Tablets Amazon Fire HD 8 und Amazon Fire HD 8 Plus getestet. Für Amazon-Fans sind die kleineren Fire-HDs interessant, an unserem Empfehlungen ändert sich nichts.

30. April 2020

Wir hatten sechs neue Tablets im Test. Das Amazon Fire HD 10 (2019) ersetzt seinen direkten Vorgänger als Empfehlung. Mit dem Lenovo Yoga Smart Tab gibt es einen interessanten Neuzugang für Fans von Video- und Musik-Streaming. Freunde kompakter Geräte müssen leider nach wie vor mit großen Abstrichen leben.

18. April 2019

Wir haben das neue Samsung Galaxy Tab A 10.1, das Huawei MediaPad M5 Lite und zwei neue Tablets von Lenovo getestet. Der neue Testsieger ist das 2019 erschienene Samsung Galaxy Tab A 10.1, eine tolle Alternative stellt das Huawei MediaPad M5 Lite dar.

18. Februar 2019

Samsung hat zwei neue Tablets vorgestellt. Neben dem neuen Mittelklasse-Gerät Galaxy Tab S5e erhält auch unser Testsieger eine Neuauflage: Das Galaxy Tab A 10.1 (2019) hat einen 10,1 Zoll großen TFT-Bildschirm mit einer Auflösung von 1920×1200 Pixeln, Bluetooth 5.0, USB-C, einen erweiterbaren Speicher von 32 Gigabyte und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die WiFi-Version soll zum Start 210 Euro kosten, für die Variante mit LTE-Unterstützung werden 270 Euro fällig. Dabei handelt es sich um Herstellerangaben, die tatsächlichen Handelspreise dürften somit etwas niedriger liegen.

 

Das Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2019) wird, ebenso wie das Samsung Galaxy Tab S5e, ab 5. April 2019 in Deutschland erhältlich sein. Wir werden beide Tablets so schnell wie möglich testen.

27. September 2018

Wir hatten das Samsung Galaxy Tab A 10.5 im Test. Obwohl es ein veritables Upgrade zum Tab A 10.1 darstellt, verhindert der hohe Preis derzeit noch eine Empfehlung als das beste günstige Tablet.

10. April 2018

Vom erhofften Nachfolger des Samsung Galaxy Tab A ist noch nichts zu sehen. Doch mit dem Huawei MediaPad M3 Lite 10 ist eine hochinteressante Alternative auf dem Markt. Wir haben es im Test gegen das Galaxy Tab A antreten lassen.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

In Zeiten, in denen große Smartphones mit Bildschirmdiagonalen jenseits der 5-Zoll-Grenze immer mehr zur Normalität werden, kann man sich fragen, wozu man überhaupt noch ein Tablet braucht – denn Videos, Fotos und Texte kommen auf Smartphones mittlerweile ebenfalls gut zur Geltung.

Aber beim Surfen und Spielen bieten moderne Tablets mit 10-Zoll-Displays Vorteile, stellen sie Webseiten doch so dar, wie man es vom Computer her kennt. Tablets haben damit als Zweitgerät zum Smartphone nach wie vor eine Daseinsberechtigung. Hinzu kommt, dass es sich mit Apps wie Microsoft Office in Kombination mit einer kabellosen Tastatur schon auf vergleichsweise schwachen Geräten erstaunlich produktiv arbeiten lässt.

Doch für ein Zweitgerät will kaum jemand viel Geld ausgeben, daher sind günstige Tablets besonders interessant. Allerdings bekommt man das günstigste iPad schon ab 350 Euro, und das ist unser aktueller Preistipp bei den Premium-Tablets. Ein »günstiges Tablet« sollte daher für uns höchstens um die 200 Euro kosten.

Selbst in dieser Preisklasse gibt es einige interessante Angebote, bei denen man nur noch wenige Kompromisse eingehen muss.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Realme Pad

Test günstige Tablet: Realme Pad
Super verarbeitet, viel Speicher und satter Klang: Das Realme Pad macht vieles richtig.

Das Realme Pad bietet eine hervorragende Verarbeitung, lange Akkulaufzeit, tolle Lautsprecher und viel Speicherplatz für vergleichsweise kleines Geld. Damit ist die Tablet-Premiere des chinesischen Herstellers für uns aktuell das beste günstige Tablet. Es eignet sich vor allem für die Filmwiedergabe oder als Surf-Tablet. Beim Gaming müssen hingegen aufgrund des eher gemütlich agierenden Hauptprozessors ein paar Abstriche hingenommen werden – das ist in der Preisklasse aber nach wie vor normal.

Auch gut

Lenovo Tab M10 Plus (3rd Gen)

Test günstige Tablet: Lenovo Tab M10+ (3rd Gen)
Das Lenovo Tab M10+ ist in der dritten Generation ausgereift und überzeugt als Media-Tablet.

Lenovo liefert mit dem Tab M10 Plus in der dritten Generation eine absolut solide Performance ab. Das Tablet ist in vielen Aspekten ebenbürtig mit unserem Favoriten, darunter unter anderem die ausdauernde Akkuleistung, das gute Display und die feine Verarbeitung. Bei den Updates hing unser Testmodell trotz Android 12 den Alternativen aber hinterher, außerdem bietet Realme bei der Speicherausstattung mehr fürs Geld. Dennoch: Wer ein günstiges Tablet sucht, macht mit dem Lenovo-Modell wenig falsch.

Für Samsung-Fans

Samsung Galaxy Tab A8

Test günstige Tablet: Samsung Galaxy Tab A8
Das Galaxy Tab A8 ist zwar ein weniger großer Wurf als die Vorgänger, aber immer noch gut.

Das Samsung Galaxy Tab A8 ist ein grundsolides Tablet, das vor allem bei Fans der Galaxy-Smartphones und anderer Samsung-Hardware überzeugen dürfte. Es bietet eine ausgereifte Software, eine lange Akkulaufzeit, gute Lautsprecher und ein ordentliches Display. Hinzu kommt, dass Samsung Updates für vier Jahre verspricht. Dass es nicht ganz zur Empfehlung genügt, liegt an den im Vergleich zum direkten Vorgänger kaum vorhandenen Upgrades sowie den diversen Performance-Mängeln, die uns im Alltag mit dem Samsung-Tablet begegnen.

Für Amazon-Fans

Amazon Fire HD 10 Plus (2021)

Test  günstige Tablet: Amazon Fire HD 10 Plus
Das Fire HD 10 Plus ist ein tolles Media-Tablet mit starkem Fokus auf das Angebot von Amazon.

Das Amazon Fire HD 10 Plus (2021) ist vor allem dann eine hochinteressante Alternative, wenn es um die Medienwiedergabe geht. In der aktuellen Version bietet das Tablet mehr Arbeitsspeicher und lässt sich drahtlos aufladen. Allerdings muss man sich hier mit den Service-Angeboten von Amazon arrangieren und (zumindest ab Werk) auf Google-Dienste wie den Google Play Store verzichten. Dem deutlich kleineren Angebot an Apps steht die perfekte Integration von Amazon Alexa sowie die Diensten wie Prime Video, Audible und mehr gegenüber. Hinzu kommt eine sehr gute Hardware, die im Vergleich zum Vorgänger sinnvoll aufgewertet wurde.

Vergleichstabelle

Unser FavoritRealme Pad
Auch gutLenovo Tab M10 Plus (3rd Gen)
Für Samsung-FansSamsung Galaxy Tab A8
Für Amazon-FansAmazon Fire HD 10 Plus (2021)
Lenovo Chromebook Duet
Samsung Galaxy Tab S6 Lite
Huawei MatePad Wi-Fi 6
Amazon Fire HD 10 (2021)
Lenovo Tab P11
Samsung Galaxy Tab A7
Amazon Fire HD 8 Plus (2020)
Amazon Fire HD 8 (2020)
Lenovo Yoga Smart Tab
Samsung Galaxy Tab A7 Lite
Teclast M40
Amazon Fire 7
Test günstige Tablet: Realme Pad
  • Schickes Alu-Gehäuse
  • Sehr gute Lautsprecher
  • Lange Akkulaufzeit
  • Großer interner Speicher
  • Keine Bloatware
  • Für aufwendige Spiele zu langsam
  • Ältere Android-Version
Test günstige Tablet: Lenovo Tab M10+ (3rd Gen)
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr gute Lautsprecher
  • Lange Akkulaufzeit
  • Android 12
  • Für aufwendige Spiele zu langsam
  • Veralteter Sicherheitsstand trotz Update-Garantie
Test günstige Tablet: Samsung Galaxy Tab A8
  • Gute Verarbeitung
  • Helles Display
  • Gute Integration in Samsung-Dienste
  • Vier Jahre Updates
  • Einsteigermodell mit wenig Speicher
  • Wenig Fortschritt zum Tab A7
  • Schwache Alltagsperformance
Test  günstige Tablet: Amazon Fire HD 10 Plus
  • Tolles Display und gute Lautsprecher
  • Ordentliches Alltagstempo
  • Sehr gute Alexa-Integration
  • Drahtloses Aufladen
  • Ab Werk ohne Play Store
  • Amazon-Dienste sehr im Vordergrund
Test  günstige Tablet: Lenovo Chromebook Duet
  • Vielseitig dank ChromeOS
  • Tastatur und Hülle inklusive
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gute Alltagsleistung
  • Android-Integration nicht ganz perfekt
  • Gelegentliche Ruckler und Hakler
Test  günstige Tablet: Samsung Galaxy Tab S6 Lite
  • Ordentliche Performance
  • S Pen im Liefer­umfang
  • Gute Lautsprecher
  • DeX-Modus
  • Im DeX-Modus teils etwas träge
Test  günstige Tablet: Huawei MatePad Wi-Fi 6
  • Super Verarbeitung
  • Viele Software-Funktionen
  • Gutes Display und Lautsprecher
  • Flotte Arbeits­leistung
  • Ohne Play Store fehlen viele Apps
  • Netflix und Co. nur in SD-Qualität
Test  günstige Tablet: Amazon Fire HD 10 (2021)
  • Tolles Display und gute Lautsprecher
  • Ordentliches Alltagstempo
  • Sehr gute Alexa-Integration
  • Nur 3 GB Arbeitsspeicher
  • Kein Play Store
Test  günstige Tablet: Lenovo Tab P11
  • Tolle Verarbeitung
  • Sehr gute Lautsprecher
  • Fast pures Android
  • Lange Akkulaufzeit
  • Display dürfte heller sein
  • Desktop-Modus nicht ganz ausgereift
Test  günstige Tablet: Samsung Galaxy Tab A7
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Ordentliches Display
  • Sehr gute Akku­laufzeit
  • Für 3D-Spiele zu langsam
  • Schwaches Netzteil
Test  günstige Tablet: Amazon Fire HD 8 Plus (2020)
  • Gute Amazon-Integration
  • Helles Display
  • Lange Akkulaufzeit
  • Kabellos Aufladen
  • Kein Google Play Store
  • Werbung bei günstigeren Modellen
  • Langsamer Browser
Test  günstige Tablet: Amazon Fire HD 8 (2020)
  • Gute Amazon-Integration
  • Helles Display
  • Lange Akkulaufzeit
  • Kein Google Play Store
  • Werbung bei günstigeren Modellen
  • Nur 2 GB Arbeitsspeicher
  • Langsamer Browser
Test  günstige Tablet: Lenovo Yoga Smart Tab
  • Innovatives Design
  • Tolle Verarbeitung
  • Starke Lautsprecher
  • Langsamer Prozessor
  • Display etwas zu dunkel
Test günstige Tablet: Samsung Galaxy Tab A7 Lite
  • Klein, kompakt und gut verarbeitet
  • Lange Akkulaufzeit
  • Pixeliges Display
  • Teils sehr langsam
Test  günstige Tablet: Teclast M40
  • Beeindruckende Grundausstattung
  • Fast pures Android
  • Dual-LTE-Funk
  • Veralteter Sicherheitsstand
  • Gelegentliche Hakler und Abstürze
  • Display sehr dunkel
Test  günstige Tablet: Amazon  Fire HD 7
  • Günstig
  • Gute Amazon-Integration
  • Langsam
  • Wenig Arbeitsspeicher
  • Schwaches Display
  • Micro-USB-Anschluss
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Günstige Tablets: Android oder Windows?

Im Segment der günstigen Tablets für um die 200 Euro finden sich seit geraumer Zeit neben diversen Android-Tablets auch immer mehr Geräte mit Windows 11, denn Microsoft hat sein aktuelles Betriebssystem für den Einsatz auf Tablets optimiert. Gleichzeitig erlauben Windows-11-Tablets auch die Ausführung klassischer Windows-Programme. Das lohnt sich aber nur, wenn neben dem Touchscreen auch Maus und Tastatur verwendet werden.

Android-Tablets sind benutzer­­freundlicher

Beim Google-Betriebssystem Android hingegen ist alles auf die Fingerbedienung ausgelegt. Einen Medienbruch wie bei Windows gibt es nicht. Zudem bietet der Google Play Store eine gigantische Auswahl an Apps, während die Tablet-Anwendungen im Windows Store nach wie vor eher überschaubar sind. Wer ein günstiges Tablet zum Surfen, Spielen und zur Wiedergabe von Videos sucht, liegt bei einem Android-Tablet wie unserem Testsieger richtig.

Ein weiterer Pluspunkt von Android gegenüber Windows ist der geringe Wartungsaufwand. Windows-Tablets müssen genauso wie PCs regelmäßig für Updates neu gestartet werden, brauchen einen laufenden Virenschutz und neigen dazu, nach vielen Installationen langsamer zu werden.

Das alles fällt bei Android-Tablets nahezu vollständig weg. Als unkomplizierte »Immer an«-Geräte überzeugen die günstigen Androiden daher nach wie vor mehr als ihre Windows-Pendants. Die Kehrseite: Viele Hersteller versorgen vor allem günstige Androiden nicht besonders lange mit Updates. Oft ist bereits nach drei bis vier Jahren Schluss – hier ist Windows wiederum im Vorteil.

 Test: Realme Pad Hand
Das Realme Pad liegt mit seinem leichten Gehäuse toll in der Hand – hier im optionalen Schwarz-Weiß-Lesemodus.

Testsieger: Realme Pad

Das beste günstige Tablet für die meisten Menschen ist aus unserer Sicht das Realme Pad. Das erste Tablet des chinesischen Herstellers kombiniert eine ordentliche Leistung, viel Speicherplatz und eine tolle Verarbeitung mit einem guten Display und einer aufgeräumten Android-Oberfläche.

Unser Favorit
Realme Pad
Test günstige Tablet: Realme Pad
Super verarbeitet, viel Speicher und satter Klang: Das Realme Pad macht vieles richtig.

Für einen geringen Preis von zum Testzeitpunkt deutlich unter 250 Euro liefert die getestete Variante mit 128 Gigabyte internen Speicherplatz sowie 6 Gigabyte Arbeitsspeicher ein in der Preisklasse konkurrenzlos gutes Paket. Wer mit weniger Speicher auskommt, kann beim Modell mit 64 Gigabyte und 4 Gigabyte Ram sogar nochmals sparen – unserer Meinung nach lohnt sich der Aufpreis allerdings.

Scharfes Display, Alu-Gehäuse und satter Klang

Mit weniger als 7 Millimetern Dicke und einem Gewicht von rund 440 Gramm liegt das Realme Pad angenehm in der Hand. Der gute Eindruck wird durch die die sehr gute Verarbeitung des Aluminium-Gehäuses untermauert, bei dem nichts knarzt oder knattert.

Das Display misst 10,4 Zoll (26,4 Zentimeter) und löst mit 2.000 x 1.200 Bildpunkten scharf auf. Blickwinkelstabilität und maximale Helligkeit liegen dabei auf einem sehr guten Niveau, die Farbtreue ist aufgrund eines leichten Blaustichs allerdings nicht ganz so toll. Für Netflix und Co. ist das Tablet unserer Meinung nach dennoch sehr gut geeignet, da es dank offizieller Widevine-L1-Zertifizierung auch HD-Inhalte abspielen darf. Untermauert wird dieser Anspruch durch die vier verbauten Lautsprecher, die für ein Tablet dieser Größen- und Preisklasse einen erstaunlich satten Klang erzeugen.

1 von 5
Test: Realme Pad
Die Android-Oberfläche orientiert sich fast komplett am Google-Standard.
Test: Realme Pad
Das Gehäuse des Realme Pad ist wertig gefertigt.
Test: Realme Pad
Die Kamera reicht wie bei fast allen Tablets bestenfalls für Schnappschüsse oder Dokumenten-Scans.
Test: Realme Pad
Die vier Lautsprecher sind ein Highlight des Tablets.
Test: Realme Pad
Auch ein Klinkenanschluss ist noch vorhanden.

Brauchbare Leistung und fast pures Android

Herzstück des ersten Realme-Tablets ist ein Mediatek-G80-Prozessor. Dessen Leistung ist für einfache Apps und 2D-Spiele mehr als ausreichend, bei anspruchsvolleren Titeln wie Genshin Impact oder Elder Scrolls: Blades kommt er aber ins Schwitzen und verlangt für ruckelfreies Gameplay heruntergeschraubte Details. Im Surf- und Medienalltag schlägt sich das Realme Pad allerdings sehr gut und liegt in der Preisklasse absolut in der Norm.

Im Vergleich zu seinen Smartphones hält sich Realme bei den Anpassungen der Android-Oberfläche eher zurück. Das vorinstallierte Android ist bis auf einige kosmetische Anpassungen unverändert. Während das noch unter Geschmackssache zu verbuchen ist, fällt der weitgehende Verzicht auf vorinstallierte Apps positiv auf.

Sehr gut ist die Akkuleistung, die problemlos 12 bis 13 Stunden ununterbrochene Video-Wiedergabe ermöglicht, außerdem verliert das Realme Pad im Standby-Modus nur sehr wenig Energie.

Nachteile?

Rein hardwareseitig leistet sich das Realme Pad in der Praxis wenige echte Schwächen, die in seiner Preisklasse nicht entschuldbar wären. Neben der nicht unbedingt berauschenden Leistung ist der leichte Blaustich im Display störend – hier wäre eine softwareseitige Anpassung wünschenswert gewesen.

Die größte Unsicherheit ist der Software-Support durch Realme. Der Hersteller sorgte kurz nach dem Europastart seines ersten Tablets mit der Aussage für Aufsehen, keine neuen Android-Versionen für das Gerät veröffentlichen zu wollen. Nach viel Kritik ruderte Realme aber zurück und versprach, zumindest Android 12 für das Pad zu bringen, wenn auch erst im dritten Quartal 2022. Wichtiger ist jedoch die Aussage, dass das Tablet für mindestens drei Jahre mit den wichtigen Android-Sicherheitsupdates versorgt werden soll. Das geht zwar auch in der Preisklasse besser (Samsung liefert für seine günstigen Modelle immerhin vier Jahre Updates), ist aber besser als viele Konkurrenten. Man kann nur hoffen, dass Realme sein Vesprechen auch einlöst. Immerhin: Zum Testzeitpunkt hing Realme lediglich einen Monat hinter dem aktuellsten Android-Patch hinterher und war damit im Konkurrenzfeld tatsächlich das aktuellste Tablet.

Realme Pad im Testspiegel

Die Tablet-Premiere von Realme stößt insgesamt auf ein positives Tester-Echo. So vergibt Notebookcheck im ausführlichen Test des Realme Pad insgesamt 83 Prozent. Florian Schmitt lobt dabei vor allem die guten Lautsprecher, die Verarbeitung und den üppigen Speicher. Kritik gibt es hingegen am Blaustich im Display und dem eher trägen microSD-Slot. Im Fazit heißt es entsprechend:

»Das realme Pad ist eine durchaus interessante Ergänzung für den Markt der Mittelklasse-Tablets: Wer sich schon immer ein günstiges Pad mit wenig Gewicht und Metallgehäuse gewünscht hat, der sollte sich das Tablet auf jeden Fall mal anschauen.«

Im Test des Realme Pad bei ChinaHandys.net erreicht das Tablet den Status des Preis-Leistungs-Tipps. Auch hier sind es vor allem die Lautsprecher, die das Tablet mit dem ordentlichen Display und der HD-Zertifizierung zur guten Netflix- und Prime-Video-Basis machen. Auch die lange Akkulaufzeit überzeugt Tester Erik Zürrlein, der sich allerdings auch mehr Leistung sowie bessere Anpassungen der Tablet-Oberfläche wünscht. Im Fazit heißt es:

»Das Realme Pad ist ein solides Tablet, das sich für Entertainment gut nutzen lässt. Ein Highlight sind definitiv die vier Lautsprecher. Die Rechenleistung reicht für die allgemeine Nutzung aus, ist aber auch nicht besser als bei der Konkurrenz. Gut ist auch die Akkulaufzeit und die allgemeine Ausstattung. Allerdings ist es etwas enttäuschend, dass »Realme UI for Pad« nichts mit der von Smartphones bekannten Realme UI zu tun hat, sondern bloß Stock-Android mit wenigen Erweiterungen ist. Für einen Preis von 180€ liefert das Tablet ein gutes Gesamtpaket ab. […]

Was das Realme Pad als Alleinstellungsmerkmal mitbringt, ist der namhafte Hersteller im Hintergrund und daher wahrscheinlich ein besserer Update-Support. Zudem erlaubt das Realme Pad mit Widevine L1, Netflix und Amazon Prime in voller Auflösung anzuschauen.«

Bei Computer Bild wird das Realme Pad unter dem Aspekt des iPad-Konkurrenten getestet, was allerdings des mittlerweile gesunkenen Preises nicht mehr so ganz passt. Natürlich kommt das Realme-Tablet nicht an Apples Allrounder heran, dennoch kann es sich recht gut behaupten. Trotz der Testnote von »nur« »befriedigend (2,5)« fällt das CoBi-Fazit recht zufrieden aus:

»Diese Premiere ist geglückt: Das Realme Pad ist zwar nicht so gut wie Apples iPad 10.2, leistete sich im Test aber keine riesigen Schwächen: Es ist toll verarbeitet, die Ausstattung ist fast vollständig, die Bildqualität okay und die Akkulaufzeit lang. Klar, es ist nicht das schnellste Tablet und die Kameras liefern auch keine 1A-Fotos – und -Videos.«

Alternativen

Wer nach günstigen Tablets für weniger als 250 Euro sucht, wird von einem riesigen Angebot erschlagen. Doch darunter sind viele Modelle, die im Alltag nicht überzeugen. Unser Tipp: Lassen Sie die Finger von extrem günstigen No-Name-Tablets, damit werden Sie keine Freude haben. Die interessantesten Alternativen zu unserem aktuellen Testsieger haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Fast ebenbürtig: Lenovo Tab M10 Plus (3rd Gen.)

In seiner dritten Generation des Lenovo Tab M10 Plus ein echter Budget-Allrounder geworden, der in vielen Punkten mit unserer Empfehlung mithalten kann. So bietet es ein ähnlich gutes Display, viel Speicherplatz, eine fast pure Android-Erfahrung (sogar auf dem Stand von Android 12) und kräftige Lautsprecher, die vor allem bei der Film- und Musikwiedergabe überzeugen.

Auch gut
Lenovo Tab M10 Plus (3rd Gen)
Test günstige Tablet: Lenovo Tab M10+ (3rd Gen)
Das Lenovo Tab M10+ ist in der dritten Generation ausgereift und überzeugt als Media-Tablet.

Auch bei der Leistung liegen das Realme Pad und das Lenovo Tab M10 Plus der dritten Generation wenig. Das wundert nicht, verbaut Lenovo doch den gleichen Mediatek-Prozessor. Der ist zwar nicht der flotteste, reicht aber für einfache Apps und die wichtige Medienwiedergabe absolut aus. Lenovo-typisch liegt auch die Verarbeitung auf einem Top-Niveau, die sich nicht vor teureren Tablets verstecken muss.

1 von 5
Test: Lenovo Tab M10rdgen
Auch Lenovo ändert das Basis-Android nur dezent.
Test: Lenovo Tab M10rdgen
Mit dem Realme Pad teilt sich das Lenov Tab M10 (3rd Gen.) die sehr gute Verarbeitung.
Test: Lenovo Tab M10rdgen
Der Kopfhöreranschluss des Lenovo Tab M10.
Test: Lenovo Tab M10rdgen
Die Lautsprecher können auch bei Lenovo überzeugen.
Test: Lenovo Tab M10rdgen
Die Lautstärketasten des Lenovo Tab M10.

Insgesamt ist das Lenovo Tab M10 Plus (3rd Gen) also ein absolut brauchbares Tablet, das in seiner Preisklasse viel richtig macht. Dass es nicht ganz zur Top-Empfehlung reicht, liegt in erster Linie an Kleinigkeiten. So hinkt der Android-Sicherheitspatch zum Testzeiptunkt fast ein halbes Jahr hinterher, obwohl Lenovo drei Jahre Updates für das Gerät verspricht. Letztlich bekommt man bei Realme zum Testzeitpunkt für weniger Geld mehr internen Speicher und 6 statt 4 GB RAM, was im Android-Alltag spürbare Vorteile bringt. Zu einem guten Kurst ist das Lenovo Tab M10 Plus aber dennoch ein sehr gutes Medien-Tablet und damit eine Alternative für alle, die ein günstiges Tablet suchen.

Samsung-Alternative: Samsung Galaxy Tab A8

Das Samsung Galaxy Tab A8 ist in seiner Preisklasse immer noch ein sehr ordentliches Tablet. Im Vergleich zu den kontinuierlich besser gewordenen Vorgängern hat uns das neue Modell aber etwas enttäuscht. So ist das um 0,1 Zoll gewachsene Display weniger scharf als beim Galaxy Tab A7, leuchtet dafür aber ein wenig heller. Dafür wirken Farben und Kontraste etwas mauer, was ein sichtbarer Rückschritt ist. Auch arbeitet der neue Prozessor, ein Unisoc Tiger T618, in der Praxis je nach Anwendungsszenario etwas langsamer als der Snapdragon im Tab A7.

Für Samsung-Fans
Samsung Galaxy Tab A8
Test günstige Tablet: Samsung Galaxy Tab A8
Das Galaxy Tab A8 ist zwar ein weniger großer Wurf als die Vorgänger, aber immer noch gut.

Tatsächlich gönnt sich Samsungs OneUI, die Android 12 umfangreich verändert, im Benutzeralltag gelegentliche kurze Pausen, etwa beim Wechsel vom Hoch- ins Querformat. Das kam beim Vorgänger seltener vor. Für 3D-Spiele und High-End-Apps reicht die Prozessor-Leistung ohnehin nur mit heruntergeschraubten Details bzw. etwas Geduld, einfachere Spiele und Apps funktionieren aber tadellos.

1 von 4
Test: Samsung Galaxy Tab A8
Samsung setzt auf die bewährte OneUI, die Android um viele Funktionen und vorinstallierte Apps erweitert.
Test: Samsung Galaxy Tab A8
Die stabile Rückseite des Samsung Galaxy Tab A8.
Test: Samsung Galaxy Tab A8
Das Display ist heller als beim Vorägner, aber nicht ganz so scharf.
Test: Samsung Galaxy Tab A8
Klanglich konnte das Samsung-Tablet nicht ganz so überzeugen wie Realme und Lenovo, schlecht klingt es aber nicht.

Der interne Speicher unseres Testmodells ist mit immer noch 32 Gigabyte zudem knapp bemessen und schreit geradezu nach einer Erweiterung via SD-Karte. Auch die 3 Gigabyte Arbeitsspeicher sind in der Preisklasse nicht mehr ganz zeitgemäß. Samsung bietet das Tab A8 aber auch mit 64 und 128 Gigabyte Speicherplatz sowie 4 Gigabyte RAM an – der Aufpreis für diese Versionen dürfte sich auf jeden Fall lohnen.

Wenig Fortschritt im Vergleich zum Tab A7

Der kaum vorhandene technische Fortschritt gegenüber dem Vorgänger ist schade, liefert Samsung doch ansonsten das gewohnt gute Paket aus durchdachter Software mit vergleichsweise langen Updates (die Koreaner wollen ihr Einsteiger-Tablet vier Jahre pflegen), toller Verarbeitung, guten Lautsprechern und langer Akkulaufzeit. Wer andere Samsung-Geräte besitzt, etwa Fernseher oder Galaxy-Smartphones, profitiert zudem von einer guten Integration in das Ökosystem.

Grundsätzlich ist das Samsung Galaxy Tab A8 ein gutes Tablet, mit dem vor allem Samsung-Fans nicht viel falsch machen. Seinen Ruf als Budget-König kann die Tab-A-Serie aber diesmal angesichts der nicht immer nicht mehr halten, da Realme bei der Speicherausstattung und der Alltagsleistung insgesamt mehr bietet.

Für Amazon-Fans: Amazon Fire HD 10 Plus (2021)

Amazon hat seinen hauseigenen Android-Tablets in der mittlerweile elften Generation ein kleines Facelift und ein RAM-Upgrade gegönnt. Das Amazon Fire HD 10 Plus wiegt mit 465 Gramm immerhin 40 Gramm weniger als der 2019er Vorgänger und bietet zusätzlich ein stabileres Gehäuse. Im Zusammenspiel mit der gummierten Rückseite liegt das Amazon-Tablet überaus gut in der Hand und fühlt sich wertig an.

Für Amazon-Fans
Amazon Fire HD 10 Plus (2021)
Test  günstige Tablet: Amazon Fire HD 10 Plus
Das Fire HD 10 Plus ist ein tolles Media-Tablet mit starkem Fokus auf das Angebot von Amazon.

Das Display löst nach wie vor in FullHD auf und überzeugt mit guten Farben, hoher Helligkeit und ordentlichen Betrachtungswinkeln. Da zudem die Lautsprecher einen sehr satten Klang erzeugen, eignet sich das Fire HD 10 Plus hervorragend als Streaming-Tablet für Amazon Video, Netflix und Co.

Play Store nur über Umwege

Der im Vergleich zum Vorgängermodell von zwei auf vier Gigabyte gewachsene Arbeitsspeicher macht sich im Alltag durch deutlich schnellere Wechsel zwischen geöffneten Apps bemerkbar. Überhaupt wirkt das Arbeitstempo des Fire HD 10 trotz gleichbleibender Prozessorleistung angenehm rund.

1 von 7
günstige Tablet Test: Amazon Fire Hd Plus
Die Startseite des Fire HD 10 Plus zeigt den Amazon-Fokus deutlich.
günstige Tablet Test: Amazon Fire Hd Plus Show Mode 2
Das zeltförmige Ladedock von Anker lädt das Tablet drahtlos auf.
günstige Tablet Test: Amazon Fire Hd Plus Show Mode
Liegt das Fire HD 10 im Dock, wechselt es automatisch in den Alexa-zentrierten Show-Modus.
günstige Tablet Test: Amazon Fire Hd Plus Back
Die gummierte Rückseite des Plus-Modells sorgt für eine gute Haptik.
günstige Tablet Test: Amazon Fire Hd Plus Hoch
Dank des reduzierten Gewichts liegt das Fire HD 10 Plus angenehmer in der Hand als seine Vorgänger.
günstige Tablet Test: Amazon Fire Hd Plus Quer
Der Silk-Browser stellt Webseiten mittlerweile sauber dar.
günstige Tablet Test: Amazon Fire Hd Plus Tastatur
Per optionalem Tastatur-Cover wird das Fire HD 10 Plus zum Produktivgerät.

Wenig Neues gibt es bei der Software: Das Fire HD 10 Plus läuft mit Amazons eigener Android-Entwicklung Fire OS, die komplett auf den Google Play Store verzichtet. Stattdessen kommen Apps aus dem Amazon App Store, der seinem Google-Pendant bei der Auswahl und Aktualität hinterherhinkt. Immerhin ist es möglich, den Play Store mit wenigen Klicks auf dem Amazon-Tablet zu installieren, dennoch bleibt das eine Bastellösung. Möglicherweise verbessert die angekündigte Integration des Amazon-Android-Stores in das kommende Microsoft-System Windows 11 die Situation, das ist aber derzeit nur Spekulation.

Amazon-Fans werden hingegen sofort glücklich mit dem Fire HD 10 Plus. Ob Kindle-Bücher, Amazon Music, Prime Video oder Audile-Hörbücher, sämtliche Medienangeboten des Online-Kaufhauses sind perfekt in die Bedienoberfläche des Fire HD 10 verwoben. Gleiches gilt natürlich für die Sprachassistentin Alexa, die auf Zuruf Fragen beantwortet oder auch Alexa-fähige Smart-Home-Geräte steuert. Für letztere bietet das Amazon-Tablet auch einen jederzeit zugänglichen Bereich, was es als Steuerzentrale im vernetzten Zuhause prädestiniert – vorausgesetzt, die Geräte sprechen mit Alexa.

Perfekte Alexa-Integration

Die Plus-Variante des Fire HD 10 bietet außerdem die Möglichkeit des kabellosen Aufladens über den QI-Standard. Amazon verkauft gemeinsam mit Anker ein passendes Ladedock. Wird das Tablet auf dieses aufgelegt, wechselt es in den (auch manuell zuschaltbaren) Show-Modus und agiert wie ein Echo-Show-Smartspeaker mit Alexa-Sprachsteuerung. Hier werden Alexa-Anfragen und Skills visualisiert, was für die Nutzer ein Mehrwert sein kann. Funktional ist das Ladedock gelungen, es braucht allerdings durch die Zeltform auch einiges an Platz.

Wer auf Google (zumindest ab Werk) verzichten kann und ein ausdauerndes, leistungsfähiges und vergleichsweise günstiges Medien-Tablet sucht, liegt beim Fire HD 10 Plus richtig – eine gewisse Amazon-Affinität sollte aber gegebenen sein.

Außerdem getestet

Samsung Galaxy Tab S6 Lite

Das Samsung Galaxy Tab S6 Lite ist zwar schon etwas älter, aber dennoch in einigen Punkten ein Leistungs-Upgrade zu unseren Favoriten. Das gilt beispielsweise für die Leistung des Exynos-Prozessors, der auch modernere Android-Spiele teils flüssiger auf den Bildschirm bringt, als die günstigeren Modelle. Auch liefert Samsung hier mit dem sehr guten Eingabestift S-Pen ein tolles Werkzeug für digitale Notizen mit. Damit und dem zuschaltbaren DeX-Modus, der die Android-Oberfläche in einen klassischen PC-Desktop verfrachtet, wird das Tab S6 Lite beinahe schon zu einer guten Laptop-Alternative.

1 von 7
günstige Tablet Test: Galaxy Tab S6 Lite Front
günstige Tablet Test: Galaxy Tab S6 Lite Back
günstige Tablet Test: Galaxy Tab S6 Lite Dex
günstige Tablet Test: Galaxy Tab S6 Lite Hoch
günstige Tablet Test: Galaxy Tab S6 Lite Quer
günstige Tablet Test: Galaxy Tab S6 Lite S Pen Magnet
günstige Tablet Test: Galaxy Tab S6 Lite S Pen

Damit ist das Tab S6 Lite aus technischer Sicht deutlich über dem Galaxy Tab A8 einzuordnen, ohne aber ganz die Leistung der teureren Samsung-Modelle zu erreichen. Wer es zu einem guten Preis findet und mit dem nicht mehr ganz so langem Update-Support leben kann, darf unserer Meinung nach zugreifen.

Lenovo Tab P11

Das Lenovo Tab P11 ist ein absolut solides Tablet für alle, die auf eine möglichst puristische Android-Erfahrung wert legen und zudem planen, das Tablet als einfachen Laptop-Ersatz zu nutzen. Zur sehr guten Verarbeitung gesellen sich ein ordentliches Display und sehr gute Lautsprecher, die das Tab P11 vor allem für die Filmwiedergabe interessant machen. Optional bietet es sogar einen Desktop-Modus, der produktives Arbeiten mit Android möglich macht. So ausgereift wie Samsung DeX funktioniert der allerdings nicht.

1 von 6
günstige Tablet Test: Lenovo Tab P11 2
günstige Tablet Test: Lenovo Tab P11 1
günstige Tablet Test: Lenovo Tab P11 3
günstige Tablet Test: Lenovo Tab P11 4
günstige Tablet Test: Lenovo Tab P11 6
günstige Tablet Test: Lenovo Tab P11 7

Gegenüber dem neueren Lenovo Tab M10 (3rd Gen) muss das Tab P11 noch mit einer älteren Android-Version arbeiten. Sein Alter ist letztlich auch der Grund dafür, dass das Lenovo Tab P11 aus den Top-Empfehlungen fliegt, obwohl es technisch noch durchaus mithalten kann. Lenovo neigt dazu, ältere Modelle nicht allzu lange mit Software-Updates zu versorgen. Da das Tab P11 bereits Anfang 2021 auf den Markt kam, dürfte es hier mit neuen Android-Versionen eng werden. Wenn das bei der persönlichen Kaufentscheidung nicht so wichtig ist, lässt sich hier ein durchaus ordentliches Tablet mit gutem Display, starken Lautsprechern und langer Akkulaufzeit erzielen.

Samsung Galaxy Tab A7 Lite

Das Samsung Galaxy Tab A7 Lite hätte ein echter Gewinn für alle sein können, die ein eher kleineres Tablet bevorzugen. Tatsächlich ist es leicht, kompakt, sehr gut verarbeitet und überaus ausdauernd. Leider erschöpfen sich die wirklich positiven Eigenschaften des Mini-Tablets damit schon beinahe. So ist der verbaute 8,7-Zoll-Bildschirm zwar auf Wunsch sehr hell, dafür aber unerfreulich niedrig aufgelöst und durch die TFT-Technologie weder sonderlich farbecht und blickwinkelstabil. Problematischer ist jedoch die Performance des Geräts. Selbst auf der Benutzeroberfläche zeigen sich immer wieder Ruckler, Apps starten träge und bildlastige Webseiten scrollen nur ruckelig über den Schirm. Auch gönnte sich zumindest unser Testgerät immer mal wieder kleine Pausen, bis es auf Eingaben reagierte – das muss auch in dieser Preisklasse nicht mehr sein. Als einfaches Lesetablet mit angenehmen Formfaktor oder für weniger anspruchsvolle Spiele aus dem Play Store könnte das Samsung Galaxy Tab A7 Lite aufgrund seines niedrigen Preises dennoch genügen.

Lenovo Chromebook Duet

Das Lenovo Chromebook Duet ist eine hochinteressante Tablet-Alternative, die nur knapp an den Top-Empfehlungen vorbeigeschrammt ist. Im Gegensatz zu den anderen Testkandidaten läuft auf dem Chromebook Duet das Google-System Chrome OS. Dieses ist mittlerweile erstaunlich ausgereift, in seinen Grundkonzepten aber in erster Linie Konkurrenz zu Windows, Linux und macOS. Das Chromebook Duet kommt direkt ab Werk mit einem leicht abnehmbaren Tastatur-Cover sowie einer Schutzhülle mit integriertem Aufsteller.

Nicht nur angesichts des niedrigen Preises können sowohl das Tablet selbst als auch das Zubehör mit sehr guter Verarbeitung überraschen. Im Alltag ist das Chromebook Duet mit seinem MediaTek-Helio P60T-Prozessor kein Rennpferd, das um den Chrome-Browser herum entwickelte System erlaubt aber dennoch ein angenehmes Arbeiten.

Das gilt auch für die Android-Apps, die sich dank vollständigem Play Store seit einigen Jahren unter Chrome OS nutzen lassen. Seine Stärken entfaltet der günstige Allrounder aber vor allem mit verbundener Tastatur samt Trackpad-Steuerung. Abgedockt lässt es sich auf dem Tablet-Part immer noch ordentlich, allerdings nicht mehr ganz so intuitiv arbeiten.

Die Kombination aus Chrome-OS-Desktop- und klassischen Android-Apps, die wahlweise im Fenster oder im Vollbild ausgeführt werden, erfordert Eingewöhnungszeit. Auch die Integration von Android-Benachrichtigungen in den Chrome-OS-Bereich ist nicht so gut gelungen wie bei »echten« Android-Tablets. Dennoch: Als Hybride zwischen Laptop und Android-Tablet ist das Lenovo Chromebook Duet eine Überlegung wert, wenn man sich mit der Google-zentrierten Arbeitsweise arrangieren kann. Erwähnenswert: Google verpflichtet Chromebook-Hersteller zu mindestens fünf Jahren Support. Das 2020 erschienene Chromebook Duet wird also noch bis mindestens 2025 aktuelle Softwareupdates erhalten.

Samsung Galaxy Tab A7

Unser ehemaliger Testsieger Samsung Galaxy Tab A7 ist immer noch erhältlich und in vielen Punkten ähnlich gut wie sein Vorgänger. Mit diesem teilt es sich unter anderem die gute Integration in die Samsung-Welt, das stabile und gut verarbeitete Gehäuse und die lange Laufzeit. Bei der Leistung tun sich die beiden Samsung-Modelle auf vergleichsweise niedrigem Niveau wenig, das Display ist beim 2020er-Modell hingegen sogar ein Stück schärfer.

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Wer Samsung bevorzugt und das Galaxy Tab A7 günstig findet, kann hier also durchaus ein Schnäppchen ohne allzu große Abstriche machen. Dabei sollte man allerdings im Hinterkopf behalten, dass das Support-Ende für das Samsung Galaxy Tab A7 näher liegt als beim neueren Tablet der Koreaner. Unter dem Aspekt der Langlebigkeit ist das Tab A8 daher die bessere Wahl.

Amazon Fire HD 8 (2020)

Amazon hat die 8-Zoll-Version des Fire HD für 2020 gleich doppelt neu aufgelegt. Das Fire HD 8 und das Fire HD 8 Plus unterscheiden sich technisch in zwei Punkten: Das Plus-Modell kann über das mitgelieferte Dock kabellos geladen werden und es bietet drei statt zwei Gigabyte Arbeitsspeicher.

Davon abgesehen handelt es sich hier um eine handlichere Version von des aktuellen Fire HD 10 – mit all dessen Vor- und Nachteilen. Die tiefe Integration in Amazons umfassendes Medien-Ökosystem mit Prime Video, Kindle, Amazon Music und Co. ist für Amazon-Fans ein Pluspunkt, während andere die App-Auswahl aus dem Google Play Store vermissen werden. Das Display der 8-Zoll-Version ist hell, könnte aber für unseren Geschmack schärfer auflösen. Auch der breite Displayrahmen und das relativ dicke Gehäuse wirken nicht allzu modern, angesichts des günstigen Preises ist das aber verschmerzbar.

Amazon Fire HD 8 Plus (2020)

Vor allem die Plus-Version des Fire HD 8 agiert im Alltag flotter als ihre 7-Zoll-Verwandte, als Surf-Tablet macht es aber vor allem durch den bremsenden Amazon-Silk-Browser nicht allzu viel Spaß. Für die meisten Spiele oder als günstiges Video-Tablet taugt das Fire HD 8 aber durchaus. Alexa-Fans freuen sich über die ausgereifte Integration der Sprachassistentin. Generell sind die kleineren Fire-HD-Tablets vor allem als Zusatzgeräte für große Amazon-Fans empfehlenswert – alle anderen sind bei den Alternativen mit echtem Android besser bedient.

Mit dem Samsung Galaxy Tab A 10.5 haben die Koreaner 2018 eine alternative Version ihres Mittelklasse-Tablets veröffentlicht. Vor allem im Vergleich zur 2019er-Ausgabe zeigen sich dabei einige interessante Unterschiede: Das Display ist in der Diagonalen etwas größer, vier statt zwei Lautsprecher überzeugen mit einem besseren Klang. Auch mit an Bord: Drei Gigabyte RAM für besseres Multitasking.

Ist das Galaxy Tab A 10.5 also eigentlich das bessere Tablet? Nein! Der verbaute Chipsatz Qualcomm Snapdragon 450 bringt im Vergleich zu seinem Exynos-Cousin deutlich weniger Leistung, was in häufigen Rucklern resultiert. Hinzu kommt eine veraltete Android-Version auf Basis von Android 8.1 und der alten »Samsung Experience«, die im Vergleich zur One UI etwas veraltet wirkt. Wenn der Preis stimmt, ist das Samsung Galaxy Tab A 10.5 noch in Ordnung, unserer Meinung nach sollten Samsung-Fans aber eher zu einem aktuelleren Tablet greifen.

Amazon Fire HD 10 (2021)

Das Amazon Fire HD 10 ohne zusätzliches »Plus” im Namen kostet rund 30 Euro weniger und kommt erwartungsgemäß mit einigen Abstrichen. Am deutlichsten fällt der von vier auf drei Gigabyte reduzierte Arbeitsspeicher ins Gewicht. Apps laden beim Multitasking etwas früher neu als in der Plus-Version. Auch haptisch wirkt die günstigere Ausgabe nicht ganz so edel, was an der eher glatten statt gummierten Rückseite liegt.

Letztlich hat Amazon die Option zum drahtlosen Aufladen gestrichen, ein Show-Modus für die Alexa-Visualisierung lässt sich aber auch auf dem Non-Plus aktivieren. Die sonstigen Vorzüge wie die lange Akkulaufzeit, das gute Display und die – zumindest für Amazon-Fans – gute Integration von Kindle und Konsorten teilen sich die beiden Tablet-Varianten. Das Fire HD 10 wird häufiger durch Amazon rabattiert und ist dann ein echtes Schnäppchen. Zum Normalpreis rechtfertigt die Plus-Version unserer Meinung nach den Aufpreis gegenüber der einfachen Variante, was vor allem am größeren Arbeitsspeicher liegt.

Huawei MatePad Wi-Fi 6

Das Huawei MatePad Wi-Fi 6 hat eigentlich alles, was ein gutes Tablet braucht: Es ist sehr gut verarbeitet, hält über zwölf Stunden durch, arbeitet dabei flott und bietet ein helles, scharfes Display, das von ordentlichen Lautsprechern flankiert wird. Wäre da nicht die Sache mit den Apps: Seit dem Handelsembargo der USA gegen Huawei müssen die Chinesen auf die Integration von Google-Diensten verzichten – und das fällt hier deutlich mehr ins Gewicht, als etwa beim Amazon Fire HD 10 Plus.

Ob YouTube oder Netflix, Twitter oder Banking-Apps, die Liste an relevanten Programmen, die in der Huawei AppGallery fehlen, ist lang. Zwar gibt sich Huawei Mühe, Alternativen anzubieten oder über das so genannte Sideloading im Web nach manuellen Installationsmethoden zu forschen, rund ist die Benutzererfahrung allerdings nicht. Selbst wenn etwa Netflix aus einer alternativen Quelle auf das MatePad installiert wird, fehlt mangels Zertifizierung die Möglichkeit, HD-Inhalte abzuspielen.

Die AppGallery ist zudem weniger gut kuratiert als Alternative App Stores, immer wieder werden beispielsweise trotz deutscher Benutzeroberfläche Apps auf Chinesisch vorgeschlagen. Da sich der Play Store auf dem MatePad auch nicht so einfach nachrüsten lässt, wie bei Amazon, ist die App-Auswahl tatsächlich ein K.O.-Kriterium für das ansonsten sehr gelungene Huawei-Tablet. Wer hingegen absolut keine Lust auf den Play Store hat und seine Apps am liebsten aus anderen Quellen bezieht, kann das Huawei MatePad Wi-Fi 6 dennoch in Betracht ziehen.

Teclast M40

128 Gigabyte interner Speicher, sechs Gigabyte RAM, Dual-SIM-Funkmodul – was der chinesische Hersteller Teclast mit dem M40 für unter 200 Euro verkauft, klingt auf dem Papier absolut beeindruckend. In der Praxis ist das China-Tablet definitiv kein Flop, aber auch leider nicht so gut, wie die Spezifikationen vermuten lassen. So ist der Touchscreen mit HD-Auflösung zwar angemessen scharf, leuchtet aber vor allem für den Draußeneinsatz bei weitem nicht hell genug. Ein fehlender Lichtsensor macht zudem die manuelle Helligkeitssteuerung nötig. Mit rund fünf bis Stunden fällt die Akkulaufzeit zudem kurz aus.

Der interne Speicher ist zwar groß, dafür aber auch vergleichsweise langsam, sodass Apps teils träge starten. Der verbaute NoName-SoC arbeitet dafür für Preisklasse angemessen flott, für aufwändige Spiele reicht die Leistung aber erwartungsgemäß nicht. Das nahezu unveränderte Android 10 kommt erfreulicherweise ohne viele vorinstallierte Apps aus, hängt aber bei den wichtigen Sicherheitspatches zum Testzeitraum fast ein Dreiviertel Jahr hinterher. Auch trafen wir im Test des M40 auf diverse Fehler, etwa gelegentliche Abstürze der Bedienoberfläche mit anschließendem Neustart oder Abbrüche in der prinzipiell flotten WLAN-Verbindung. Die Mobilfunkoption konnte uns im Test im Telekom- und Telefonica-Netz hingegen überzeugen – allein schon, weil sie in der Preisklasse ein Unikum ist. Insgesamt liefert Teclast zwar viel Tablet fürs Geld, leistet sich aber einige Schnitzer, die eine Empfehlung schwer machen.

Auch Lenovo bietet mit dem Tab M7 ein preisgünstiges kompaktes Tablet mit einer Bilddiagonalen von 7 Zoll an. Leider teilt sich das Gerät eine ganze Reihe von Nachteilen mit seinem entfernten Verwandten aus dem Hause Amazon. Wie das Fire 7 leidet auch das Lenovo Tab M7 unter einem viel zu pixeligen Bildschirm, um als handliches Lesetablet zu überzeugen. Helligkeit und Farbdarstellung gefallen dafür besser als bei Amazon.

Auch leistungstechnisch fällt das Tab M7 deutlich hinter den größeren Vertretern in unserem Tablet-Test zurück. Nicht nur ist der verbaute Mediatek MT8321-Chipsatz nicht der schnellste, auch ist der Arbeitsspeicher mit einem Gigabyte äußerst knapp bemessen. Ruckler und längere Ladezeiten sind damit trotz reduziertem Android-Go-Betriebssystem an der Tagesordnung. Nichts zu meckern gibt es hingegen an der Verarbeitung des Tab M7, die Lenovo-typisch auf hohem Niveau liegt – das gilt erst recht in dieser Preisregion.

Amazon Fire 7

Auch zu seinem niedrigen Einstiegspreis wirkt das Amazon Fire 7 schlicht und ergreifend nicht mehr zeitgemäß. Das Display löst mit 1.024 x 600 Bildpunkten auch auf kompakten sieben Zoll zu niedrig auf, um als E-Book-Reader-Ersatz durchzugehen, die träge Leistung ist selbst innerhalb der Amazon-Dienste störend und auch der verbaute Micro-USB-Anschluss wirkt mittlerweile antiquiert.

Softwareseitig teilt sich das Mini-Tablet die meisten Eigenschaften mit dem größeren und besser ausgestatteten Fire HD 10. Trotz des niedrigen Preises verlangt das Fire 7 für unseren Geschmack zu viel Kompromisse von potenziellen Käufern ab. Bei einem Gerät, das Ende 2019 auf den Markt kam, erwarten wir auch in dieser Preisklasse mehr.

So haben wir getestet

Genau wie bei den hochpreisigen Tablets haben wir auch die günstigen Vertreter vor allem in Alltagsszenarien getestet. Ob als Surf- und Lese-Tablet, bei der Wiedergabe von Streamingdiensten wie Netflix oder Spotify oder auch im Produktiveinsatz mit Office- und Bildbearbeitungs-Apps, die Tablets mussten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

 Test: Günstige Tablets Testfeld
Das Tablet-Testfeld im Mai 2022.

Klassische Benchmarks stehen weniger im Fokus, sind die Zahlen doch gerade im niedrigen Preisbereich nur begrenzt aussagefähig. Stattdessen prüfen wir in der Praxis, ob die Navigation flüssig funktioniert und Apps schnell starten. Auch installieren wir das eine oder andere grafisch aufwändige Spiele auf den Tablets, etwa das 3D-Rollenspiel Genshin Impact, um die 3D-Performance einzuschätzen.

Die wichtigsten Fragen

Was sind die größten Nachteile von günstigeren Tablets?

Gegenüber ihren teureren Verwandten machen günstige Tablets vor allem bei der Leistung Abstriche. Oft sind die Prozessoren, die Grafikeinheit oder auch der interne Speicher deutlich langsamer als bei hochpreisigen Modellen. Wer per Multitasking viel zwischen Apps hin- und herwechselt oder grafisch anspruchsvolle Spiele zocken möchte, wird bei den günstigen Vertretern nicht ganz glücklich. Einfache Aufgaben, wie das Surfen im Web, Kommunikation per Mail und Messenger oder das Betrachten und einfache Bearbeiten von Fotos, bringen hingegen keinen der Testkandidaten ins Schwitzen.

Kann ein Billig-Tablet einen Laptop ersetzen?

Das hängt, wie so oft, davon ab, was genau auf dem Laptop gemacht wird. Als Surf- und E-Mail-Computer taugen einfache Tablets schon lange. Damit das komfortabel funktioniert, sollte idealerweise eine Tastatur und optional auch eine Maus via Bluetooth mit dem Gerät gekoppelt werden. Alle Tablets im Test unterstützen dies, für viele gibt es separate Keyboard-Hüllen als Zubehör. Ab Werk taugt aus unserem Testfeld am ehesten das Lenovo Chromebook Duet als Laptop-Ersatz, kommt es doch gleich mit einer brauchbaren Tastatur und integriertem Trackpad. Ob die benötigten Programme unter Android zur Verfügung stehen, steht indes auf einem anderen Blatt.

Wie steht es um die Update-Versorgung der günstigen Tablets?

Ohne um den heißen Brei herumzureden: Schlecht. Schon teure Geräte werden von den Android-Herstellern gerne nach einigen Jahren vergessen, sodass wichtige Sicherheitsupdates schlichtweg nicht mehr den Weg auf die Tablets finden. Bei den günstigen Modellen ist die Lage oft noch prekärer. Samsung verspricht beim Tab S6 Lite immerhin vier Jahre Updates und Lenovo muss sein Chromebook Duet bis 2025 aktuell halten. Bei den anderen Testkandidaten kann man nur hoffen, dass die Hersteller ihren Update-Pflichten nachkommen.

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