Test günstige Tablets: Testsieger Samsung Galaxy Tab A

Testsieger: Samsung Galaxy Tab A

Unter den preisgünstigen Tablets hatte das Samsung Galaxy Tab A (2016) immer einen gewissen Sonderstatus: So bot das 2015 erstmals erschienene Tablet eine gute Leistung, eine ordentliche Verarbeitung und eine ausgereifte Software zum fairen Preis. Trotzdem hat es in unseren Tablet-Tests bislang nie für den Sieg gereicht. Der Grund dafür war das schwammige Display mit einer nicht mehr zeitgemäßen Auflösung von nur 1.024 x 768 Bildpunkten.

Hell und schnell

Mit der im Sommer erschienenen zweiten Auflage des Galaxy Tab A hat Samsung dieses Manko behoben: Die neue Version des Tablets bringt 1.920 x 1.200 Pixel auf dem von 9,7 auf 10,1 Zoll (25,65 Zentimeter) gewachsenen Bildschirm unter.

Damit ist der Touch-Screen der neuen Ausgabe nun endlich so gestochen scharf, wie sich das heute für ein Tablet gehört: Die Pixeldichte beträgt sehr gute 224 ppi (Pixel pro Zoll). Zum Vergleich: Apples iPad Air 2 bietet mit seinem marketingträchtigen »Retina-Display« rund 264 ppi, das Vorgängermodell des Tab A musste hingegen mit enttäuschenden 132 ppi Vorlieb nehmen. Im Alltag stören mit dem neuen Galaxy Tab A also keine sichtbaren Bildpunkte mehr.

Aber das Display überzeugt nicht nur mit seiner hohen Auflösung, es ist auch sehr hell und bietet eine gute, ausgewogene Farbwiedergabe. Zwar kann der Bildschirm nicht ganz mit teuren High-End-Tablets wie dem Samsung Galaxy Tab S2 mithalten, in dieser Preisklasse kennen wir aber zur Zeit nichts besseres.

Auffällig: Der Bildschirm des neuen Galaxy Tab A hat ein Seitenverhältnis von 16:10, was bei Filmen und Spielen ein Vorteil ist. Der Vorgänger setzte auf das auch vom iPad verwendete 4:3-Format. Die zeigt bei Filmen mehr schwarze Balken, wird aber von vielen beim Lesen von Webseiten, Ebooks und anderen Texten als angenehmer empfunden. Welches Format man besser findet, ist abgesehen davon Geschmacksache.

An der Leistung hat Samsung ebenfalls geschraubt. In der 2016er Version des Samsung Galaxy Tab A verrichtet ein Exynos-Prozessor seinen Dienst, dessen acht Kerne mit bis zu 1,6 GHz takten. In Kombination mit dem ordentlichen Grafikchip lässt sich das Galaxy Tab A damit in praktisch jeder Situation flott und ohne Ruckler bedienen. Auch die meisten Spiele aus dem Google Play Store laufen problemlos auf dem Tablet. Lediglich bei aufwändigen 3D-Titeln müssen einige grafische Details herunter geregelt werden, um ein ruckelfreies Gaming zu erreichen.

Älteres Android, grandioser Akku

Auf dem Samsung Galaxy Tab A läuft die Android-Version 6.0.1. »Marshmallow«. Die Koreaner haben Galaxy-typisch einige grafische und funktionale Änderungen am Grundsystem vorgenommen, die aber überschaubar ausfallen. Einige vorinstallierte Apps wie die Office-Suite von Microsoft lassen sich leider nicht deinstallieren.

Im Gegenzug aber bietet das Tab A über Samsungs bewährte »Multi-Window«-Funktion die Möglichkeit, zwei Apps parallel darzustellen. Das ist auch gut so, denn das kann Android erst ab der aktuellen Version Android 7. Erfahrungsgemäß stehen die Chancen für ein Update des Samsung Galaxy Tab A auf Android 7 eher schlecht – denn die Koreaner aktualisieren erfahrungsgemäß nur ihre teuren Geräte.

Schade: Von den 16 Gigabyte an internem Speicher lassen sich direkt ab Werk nur rund 10,5 Gigabyte nutzen. Beim Kauf des Galaxy Tab A sollte man also am besten gleich eine passende microSD-Karte für Fotos, Videos und Musik mitbestellen.

Einen fantastischen Job leistet der Akku des Samsung-Tablets. Im typischen Surf- und Videobetrieb hält das Tablet problemlos zwölf Stunden oder sogar noch länger durch. Selbst unter Volllast geht dem Galaxy Tab A erst nach rund sieben Stunden die Puste aus – selbst wesentlich teurere Tablets können da oft nicht mithalten.

Mit dem deutlich verbesserten und etwas größeren Bildschirm hat das Samsung Galaxy Tab A allerdings auch ein wenig an Gewicht zugelegt, rund 75 Gramm mehr bringt die 2016er Version auf die Waage. Mit 8,2 Millimetern es ist auch einen Hauch dicker als der Erstling, der noch 7,5 Millimeter maß.

Beim Gehäuse setzt Samsung auf Kunststoff statt auf Aluminium. Designpreise gewinnt das Samsung Galaxy Tab A damit nicht – aber es liegt dennoch angenehm in der Hand und ist solide verarbeitet. Wer viel Wert auf gutes Design legt, muss sich ohnehin in teureren Gefilden umsehen, beispielsweise bei unserem besten Android-Tablet, dem Samsung Galaxy Tab S2.

Optional mit LTE

LTE-Version

Samsung Galaxy Tab A LTE
Test günstige Tablet 2016: Samsung Galaxy Tab A LTE
Wer unterwegs surfen möchte, kann das Galaxy Tab A mit LTE-Modul bestellen.

Samsung bietet das Galaxy Tab A auch als LTE-Version an. Mit einer SIM-Karte kann damit auch unterwegs gesurft werden.

Rund 60 Euro mehr will Samsung für die LTE-Option haben, ein sehr moderater Preisaufschlag. Wer viel unterwegs ist und nicht immer nach offenen WLAN-Netzen Ausschau halten will, für den ist ein LTE-Model ein wahrer Segen. Doch die meisten surfen mit dem Tablet daheim auf dem Sofa, die können sich die 60 Euro sparen.

Beide Modelle bieten Unterstützung für schnelles WLAN im AC-Standard und moderne 5 GHz-Netze – zudem ist Bluetooth in der aktuellen Revision 4.2 an Bord.

Galaxy Tab A im Testspiegel

Die überarbeitete Neuauflage des Samsung Galaxy Tab A kommt nicht nur bei uns gut an. Fast alle Testberichte loben das Samsung-Tablet für seine gute Leistung zum fairen Preis.

Im ausführlichen Test auf Notebookcheck erreicht das Samsung-Tablet ein sehr gutes Ergebnis von 84 Prozent. Tester Manuel Masiero lobt neben dem sehr guten Display auch den ausdauernden Akku des preiswerten Tablets:

»Bei der Akkulaufzeit trumpft das Samsung-Tablet auf. Unter Volllast geht dem Galaxy Tab A 10.1 (2016) erst nach mehr als 7 Stunden die Puste aus, und mit dem Abspielen eines Full-HD-Videos schafft der Akku fast 15 Stunden.«

Als Kritikpunkte sieht Notebookcheck vor allem den knappen internen Speicher und die Stereo-Lautsprecher. Die produzieren zwar einen ordentlichen Klang, tönen bei der Arbeit im Querformat aber lediglich von einer Seite, der Stereo-Effekt geht dadurch verloren. Trotzdem erhält das Samsung Galaxy Tab A von Notebookcheck eine Kaufempfehlung, vor allem die LTE-Version:

»Die LTE-Version des Samsung Galaxy Tab A 10.1 (2016) ist aufgrund ihres niedrigen Preises besonders interessant: Soll es ein möglichst preiswertes 10-Zoll-Tablet mit Android 6, LTE und Full-HD-Display sein, gibt es zum Testzeitpunkt praktisch keine Alternativen. Wer auf LTE verzichten kann, bekommt das Tablet noch einmal rund 50 Euro günstiger.«

In die gleiche Kerbe schlägt auch Ingolf Leschke von Computer Bild. Im Test überzeugt das Samsung Galaxy Tab A vor allem mit dem tollen Display, zudem wird die hohe Arbeitsgeschwindigkeit gelobt:

»Die acht Kerne der CPU rattern mit bis zu 1,6 Gigahertz, der Chip kann auf einen zwei Gigabyte großen Arbeitsspeicher zurückgreifen. So durchlief das Tablet die Tempoprüfungen mit einer durchweg hohen Geschwindigkeit.«

Als eher schwach werden hier die Kameras – für uns ohnehin kein Kaufargument für Tablets – und der knappe Speicher kritisiert. Mit einer für die Preisklasse sehr ordentlichen Note von 2,52 schneidet das Tablet dennoch gut ab. Vor allem die günstige LTE-Version bekommt ein Extralob. Im Fazit heißt es:

»Gegenüber dem Vorgängermodell arbeitet das 2016er Samsung Galaxy Tab A 10.1 schneller und hat ein besseres Display. Obendrein ist das Betriebssystem mit der Version Android 6 auf dem aktuellen Stand. Und diese Kombination ist einzigartig: Tablets mit Android 6 und LTE-Funk gibt es derzeit nicht, schon gar nicht für unter 300 Euro.«

Ein weiterer Test des Samsung Galaxy Tab A findet sich bei Winfuture. Neben der ordentlichen Performance und der tollen Akkulaufzeit kommt auch hier vor allem das überarbeitete Display gut weg. Wie Notebookcheck kritisiert auch Tester Andrzej Tokarski die etwas ungünstige Positionierung der Lautsprecher. Ein Lob gibt es aber auch hier für den sehr fairen Preis.

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Samsung Galaxy Tab A Preisvergleich

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