Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk 08
test
Aktuell veröffentlicht: 1.10.2021

Das beste Hauswasserwerk

Wir haben 8 Hauswasserwerke getestet. Das beste ist für uns das Hecht 3331. Es arbeitet nicht zu laut, saugt zuverlässig an und stellt reichlich Wasser zur Verfügung. Fast ebenso gut und aus stabilen Materialien ist das Metabo HWW 4000/25 G. Deutlich schwächer, aber leiser und effektiver ist das Kärcher BP 3 Home.

Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.
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Wer einen Garten besitzt, muss regelmäßig wässern – daran kommt bei dem immer wärmer werdenden Klima keiner mehr vorbei. Am besten sollte man dafür kein Leitungs- oder Trinkwasser verwenden, denn Wasser ist ein wichtiger und teurer Rohstoff, mit dem man sorgsam umgehen sollte.

Als Alternativen stehen Brunnen und Regenwasserauffangsysteme zur Verfügung. Bei kleinen Gärten kann das gesammelte Wasser auch mit der Gießkanne verteilt werden, bei größeren Gärten wird das jedoch zu aufwändig, und wer seinen Rasen richtig wässern möchte, kommt an einer Bewässerung mittels einer Pumpe nicht vorbei.

Den größten Anteil an Pumpen machen dabei die sogenannten Hauswasserwerke aus, auch wenn ihr Name eigentlich veraltet ist und kaum mehr der eigentlichen Nutzung entspricht.

Wir haben 8 Hauswasserwerke getestet. Drei davon können wir empfehlen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Hecht 3331

Test Hauswasserwerk: Hecht 3331
Das Hauswasserwerk Hecht 3331 ist nicht perfekt, aber eine tolle Kombination aus Leistung, Stromverbrauch und Lautstärke.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt, dennoch bietet das Hauswasserwerk Hecht 3331 ein tolles Gesamtpaket. Es gehört zu den wenigen Hauswasserwerken im Test, das tatsächlich selbst ansaugen, bietet genug Leistung, um auch zwei Rasensprenger zu versorgen, und ist dennoch nicht übertrieben laut. Einen integrierten Vorfilter und ein eingebautes Rückschlagventil gibt es ebenso.

Auch gut

Metabo HWW 4000/25 G

Test Hauswasserwerk: Metabo HWW 4000/25 G
Wenn Leistung gefordert wird und das Hauswasserwerk dazu noch echt robust sein sollte, ist das Metabo HWW 4000/25 G die beste Wahl.

Robuste Technik hat ihr Gewicht, und das zeigt das Hauswasserwerk Metabo HWW 4000/25 G deutlich. Hier steht ganz offensichtlich die Haltbarkeit im Vordergrund, aber auch die Leistung kommt nicht zu kurz. Auch wenn die technischen Herstellerangaben der Hauswasserwerke etwas anderes sagen, Metabo lieferte im Test den größten Wasserdurchfluss.

Sparsam und leise

Kärcher BP 3 Home

Test Hauswasserwerk: Kärcher BP 3 Home
Es darf auch mal etwas weniger sein? Das Hauswasserwerk Kärcher BP 3 Home bringt etwas weniger Leistung als andere, ist dafür aber auch leiser und teils deutlich sparsamer.

Gerade mal 800 Watt Leistungsaufnahme wird für das Kärcher BP 3 Home Hauswasserwerk angegeben. Tatsächlich waren es im Test aber sogar nur 556 Watt. Natürlich reduziert das auch die Fördermenge. Im Verhältnis zur Leistungsaufnahme bietet der Kärcher damit aber trotzdem das beste Leistungsverhältnis und bleibt obendrein am leisesten.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutSparsam und leise
Hecht 3331 Metabo HWW 4000/25 G Kärcher BP 3 Home Scheppach HWW1300 Gardena Classic 3000/4 eco Einhell GC-WW 8042 ECO T.I.P. HWA 3000 INOX Güde HWW 1000E
Test Hauswasserwerk: Hecht 3331Test Hauswasserwerk: Metabo HWW 4000/25 GTest Hauswasserwerk: Kärcher BP 3 HomeTest Hauswasserwerk: Scheppach HWW1300Test Hauswasserwerk: Gardena Classic 3000/4 ecoTest Hauswasserwerk: Einhell GC-WW 8042 ECOTest Hauswasserwerk: T.I.P. HWA 3000 INOXTest Hauswasserwerk: Güde HWW 1000E
Pro
  • Integriertem Filter
  • Rückschlagventil
  • Selbst ansaugend
  • Hohe Pumpen­leistung
  • Gute Materialwahl
  • Rückschlagventil
  • Leise
  • Hohe Förder­menge
  • Geringer Strom­verbrauch
  • Sehr leise
  • Messinggewinde
  • Messinggewinde
  • Hohe Förder­menge
  • Selbst ansaugend
  • Geringer Strom­verbrauch
  • Gute Verarbeitung
  • Hohe Förder­menge
  • Messing- und Edel­stahl­gewinde
  • Angenehme Laut­stärke
  • Geringer Strom­verbrauch
  • Leise
  • Gute Förder­leistung
Contra
  • Mäßiges Strom-Leistungs-Verhältnis
  • Kein Überhitzungs­schutz
  • Mäßiges Strom-Leistungs-Verhältnis
  • Nicht selbst ansaugend
  • Nicht selbst ansaugend
  • Geringe Förder­menge
  • Mäßiges Strom-Leistungs-Verhältnis
  • Recht laut
  • Kein Überhitzungs­schutz
  • Kunststoffgewinde
  • Kein Schalter
  • Nicht selbst ansaugend
  • Anschlussgehäuse mit Griff wackelt
  • Nicht selbst ansaugend
  • Kein Überhitzungs­schutz
  • Nicht selbst ansaugend
  • Schlechte Verarbeitungs­qualität
Bester Preis
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Maße500 x 270 x 610 mm485 x 275 x 585 mm450 x 270 x 550 mm440 x 280 x 580 mm450 x 290 x 620 mm587 x 335 x 580 mm355 x 180 x 420 mm460 x 270 x520 mm
Kabellänge1,3 m1,7 m1,2 m1 m1,5 m1,6 m1,5 m1,3 m
Gewicht15,4 kg17,3 kg11,1 kg15,4 kg14,1 kg14,1 kg6,8 kg10,9 kg
Lautstärke (gemessen)72 dB70,3 dB64 dB77 dB72 dB70 dB67,5 dB71 dB
Leistungsaufnahme1100 W1100 W800 W1300 W650 W800 W550 W1000 W
Fördermenge4600 l/h4000 l/h3000 l/min5400 l/h2800 l/h4200 l/min2800 l/h3500 l/h
Förderhöhe45 m46 m36 m50 m40 m43 m42 m44 m
Saughöhe8 m8 m7 m8 m8 m8 m9 m7 m
Tankvolumen24 l24 l19 l24 l24 l20 l-19 l
Leistungsaufnahme (gemessen)979 W1050 W556 W1012 W605 W783 W586 W693 W
Wasserdurchfluss (gemessen)25,3 l/min26,3 l/min21,5 l/min25,5 l/min22,3 l/min25,3 l/min21,3 l/min22,8 l/min
Verbrauch je m³ (gemessen)0,64 kWh/m³0,67 kWh/m³0,43 kWh/m³kWh/m³0,45 kWh/m³0,52 kWh/m³0,46 kWh/m³0,51 kWh/m³
selbst ansaugend (getestet)janeinneinjaneinneinneinnein

Hauswasserwerke: Was ist das und wer braucht das?

Früher wurde das Brauchwasser im Haus noch aus einem Brunnen bezogen. Da gab es statt einem Wasserhahn am Spülbecken dann eine kleine Schwengelpumpe. Mit der Zeit wurden die Schwengelpumpen durch elektrische Pumpen ersetzt, die sich später sogar selbstständig an- und ausschalteten – und das bezeichnete man passend als Hauswasserwerk.

Auch heute werden Hauswasserwerke noch in Regionen ohne direkte Trinkwasserversorgung zur Hausversorgung genutzt, größtenteils stehen sie heute aber im Garten und fördern Wasser aus Brunnen und Regenwasserzisternen.

Wie funktioniert ein Hauswasserwerk?

Wie jede Pumpe zieht auch das Hauswasserwerk Wasser aus einem Vorratsspeicher und gibt es druckvoll weiter. Der ausschlaggebende Punkt ist, dass die Pumpe nur bei Bedarf anspringt. Wird kein Wasser benötigt, schaltet sich die Pumpe ab. Die technische Umsetzung kann durch einen Druckschalter erfolgen, der die Pumpe bei einem niedrigen Wasserdruck ein- und bei einem höheren wieder ausschaltet. Alternativ kann auch ein Strömungswächter zum Einsatz kommen. Der registriert die Wasserentnahme und schaltet bei Bedarf die Pumpe ein. Strömt kein Wasser mehr durch die Leitung, wird die Pumpe wieder deaktiviert.

Braucht ein Hauswasserwerk einen Kessel?

Nein. Um ein Hauswasserwerk zu sein, bedarf es keines Kessels – er ist aber äußerst praktisch. Ohne Kessel schaltet sich die Pumpe bei jedem kleinen Wasserbedarf ein und anschließend wieder aus. Wird sehr wenig Wasser entnommen, kann das zum dauerhaften, unkontrollierten Ein- und Ausschalten führen. Ein minimaler Druckverlust durch undichte Stellen oder ein nicht sicher arbeitendes Rückschlagventil kann dafür schon ausreichend sein.

Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Tip Hwa30000inox 06
Ein Kessel reduziert die Schaltzyklen, ist aber nicht zwingend nötig.

Dagegen hilft ein Kessel. Denn darin befindet sich ein große Gummiblase, in die das Wasser zur Speicherung fließt. Da sich Wasser nicht komprimieren lässt, würde der Behälter das Wasser nur aufnehmen und das Wasser würde im Kessel ungenutzt stehen bleiben. Es sei denn, die Pumpe steht höher als die Entnahmestelle, dann könnte es auch wieder herauslaufen, dann aber drucklos vor sich hin plätschern.

Um einen höheren Wasserdruck zu erreichen, wird der Raum im Kessel (nicht in der Blase) mit Druckluft gefüllt, meist mit etwa 1,5 bar. Jetzt muss das Wasser schon mit mehr als 1,5 bar in die Blase gepresst werden, kommt aber auch mit diesem Druck wieder heraus. Je mehr Wasser nun in den Kessel gepresst wird, desto höher steigt auch der Luftdruck zwischen Blase und Kessel und mit demselben Druck schießt das Wasser wieder aus der Blase.

Das ermöglicht es (theoretisch), das Wasser bis zum letzten Tropfen mit Druck abzugeben und schafft gleichzeitig einen kleinen Speicher der den Druck im System langsamer abfallen lässt. Die Folge: Die Pumpe springt nicht mehr bei jeder kleinen Wasserentnahme an.

Wie arbeitet der Druckschalter?

Es gibt verschiedene technische Umsetzungen aber grundlegend registriert der Druckschalter den Druck im System und schaltet die Pumpe bei der Unterschreitung des voreingestellten Drucks ein und beim Erreichen des gewünschten Drucks wieder aus. In den meisten Fällen liegt dieser Bereich zwischen 1,5 bar Einschaltdruck und 3 bar Differenzdruck. Warum Differenz- und nicht Maximaldruck? Weil sich der Maximaldruck nicht direkt einstellen lässt.

Der Maximal­druck lässt sich nicht direkt einstellen

Die meisten Druckschalter besitzen zum Einstellen zwei Schrauben oder Muttern, die sich auf Gewindebolzen verstellen lassen. Die große Schraube regelt dabei den Einschaltdruck und die kleine Schraube die Differenz zum Ausschaltdruck. Man stellt also nicht 1,5 bar Einschaltdruck und 3 bar Ausschaltdruck ein, sondern 1,5 bar Einschaltdruck und einen Ausschaltdruck, der um 1,5 bar über den Einschaltdruck liegt. Wird der Einschaltdruck erhöht oder abgesenkt, wird proportional dazu auch der Ausschaltdruck verschoben.

Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk 09
Zwei Verstellmöglichkeiten stellen den Einschaltdruck und den Abstand zum Ausschaltdruck ein.

Der richtige Druck im Kessel

Ohne einen Vordruck – de, Luftdruck zwischen Blase und Kessel – würde sich die Blase auf Kesselgröße ausdehnen und das darin enthaltene Wasser nicht selbstständig wieder aus dem Kessel kommen. Der Vordruck darf aber auch nicht zu hoch und vor allem nicht höher als der eingestellte Minimaldruck sein. In dem Fall würde der Vordruck das komplette Wasser aus dem Kessel drücken, ehe die Pumpe wieder anspringt. In dem Moment wäre lediglich in den Leitungen noch Wasser, und ehe die Pumpe richtig in Fahrt kommt, gibt es einen Totpunkt ohne Druck.

Um das zu vermeiden, aber gleichzeitig einen ausreichend großen Vordruck zu haben, sollte der etwa 90 Prozent des Einschaltdrucks betragen – bei einem Einschaltdruck von 1,5 bar demnach maximal 1,4 bar. Etwas weniger schadet dagegen nicht, zu wenig strapaziert aber die Blase, die mehr Platz zum Ausdehnen hat.

Um den Kesseldruck zu kontrollieren und gegebenenfalls zu korrigieren, ist es wichtig, dass das System wasserseitig drucklos und auch geöffnet ist. Jeglicher Druck verfälscht das Messergebnis am Kessel. Daher ist es sinnvoll, den Druck immer dann zu prüfen, wenn man das Hauswasserwerk im Frühjahr im Betrieb nimmt oder den Druck ablässt, um den Vorfilter zu reinigen.

Einige Hersteller geben einen teils deutlich höheren Kesselvordruck als Einschaltdruck an. Warum?

Der Frage bin ich nachgegangen und habe einen Hersteller, der das ebenso handhabt, direkt gefragt. Die Antwort ist verblüffend. Offenbar wurde sich bisher nicht damit auseinandergesetzt:

Sehr geehrter Herr Düring,

vielen Dank für Ihre Nachricht.
Sie haben natürlich vollkommen Recht, der Vordruck muss zwingend niedriger sein, wie der Einschaltdruck. Sie Können den Vordruck, jedoch selber senken. Hier zu schauen Sie unter dem Punkt Wartung und Reinigung, dort wird beschrieben, wie der Druck abgelassen/gesenkt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen / with best regards / Cordialement

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Der erste Blick sollte bei einem Hauswasserwerk natürlich den technischen Daten gelten. Schließlich muss die Pumpe den eigenen Anforderungen genügen, und entscheidend hierfür ist die Fördermenge. Ein kleiner Rasensprenger oder die Handbrause benötigen weniger Wasser und begnügen sich daher auch mit einem kleinen, sparsamen Hauswasserwerk. Anders sieht es wieder bei großen Rasensprengern aus und wenn vielleicht sogar zwei oder mehr angeschlossen werden sollen.

Leider sind die Angaben zur Fördermenge nur bedingt hilfreich. Sie beziehen sich nämlich auf das maximal Mögliche ohne jeglichen Gegendruck. Das heißt, nur wenn die Pumpe auf Wasserhöhe steht und am Wasserauslass nicht mal ein Schlauch angeschlossen wird, werden diese Werte erreicht.

Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk 06
Die Angabe der Fördermenge bezieht sich immer auf optimale Bedingungen. Bereits wenn ein ½-Zoll-Schlauch angeschlossen wird, reduziert sich diese erheblich.

Ich selbst nutze eine Gartenpumpe von Einhell, für die eine Fördermenge von 4.600 l/h angegeben wird. Aufgrund der Ansaughöhe und verbauten Installation wurden davon am Wasserhahn aber lediglich noch 21,1 l/min beziehungsweise 1.266 l/h gemessen. In unserem Rasensprenger-Test haben wir dazu ermittelt, dass diese im Schnitt 15 l/min verbrauchen. Mein eigentlich recht großes Hauswasserwerk wäre mit zwei solcher Rasensprenger demnach schon überfordert und würde die angegebenen Bewässerungsleistungen nicht mehr erreichen.

Dennoch kann die angegebene Fördermenge zumindest als Richtwert angenommen werden. Die schwächsten Hauswasserwerke im Test geben Werte von 2.800 l/h an, die stärkeren 5.400 l/h. Ansonsten fällt lediglich das T.I.P. Hauswasserwerk HWA 3000 INOX positiv auf, zu dem tatsächlich Fördermengen bei unterschiedlichen Förderhöhen angegeben sind. Aber auch das sind nur theoretische Werte ohne einen angeschlossenen Gartenschlauch.

Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Einhell Gcww8042eco 06
Ein Gehäuse aus Kunststoff rostet nicht und reduziert die Geräuschentwicklung. Die Anschlussgewinde sollten aber dennoch massiv sein.

Wenige Watt sind nicht immer sparsam

Wer denkt, dass ein Hauswasserwerk mit einer geringeren Leistungsaufnahme sparsamer ist, der irrt sich. Denn weniger Leistung heißt in den meisten Fällen nur weniger Wasser. Das bedeutet, für dieselbe Menge Wasser muss die Pumpe länger laufen, was am Ende die geringere Leistungsaufnahme wieder irrelevant macht.

Man kann aber bereits im Vorfeld ausrechnen, wie das Verhältnis zwischen Leistungsaufnahme und Wasserabgabe aussieht. Dazu wird die Fördermenge durch die Leistungsaufnahme geteilt und man erhält eine Fördermenge je Watt. Allerdings sind das nur theoretische Werte, die sich auf die Herstellerangaben beziehen. In der Praxis kann das ganz anders aussehen, denn hier arbeiten die Pumpen mit einem Druck, der durch dünnere Leitungen, einen Wasserhahn oder den Rasensprenger entsteht. Ist die Pumpe nicht in der Lage, den geforderten Druck bereitzustellen, sinkt die Fördermenge drastisch.

Aus welchem Material sollten Kessel und Pumpe sein?

Edelstahl rostet nicht und ist daher die beste Wahl? Falsch. Dazu muss man sich überlegen, wo das Hauswasserwerk später stehen soll und welche Teile tatsächlich mit Wasser in Berührung kommen. Das trifft beispielsweise nicht auf das Kesselgehäuse zu. Lediglich der Anschlussflansch berührt das Wasser, der Kessel selbst ist durch die Gummiblase geschützt.

Edelstahl ist nicht automatisch besser

So lange ich Hauswasserwerke nutze – das sind schon einige Jahre – ist mir noch nie ein Kessel verrostet, eher gibt die Pumpe selbst altersbedingt den Geist auf. Der gefährliche Knickpunkt ist der Flansch am Kessel. Ist der aus Edelstahl oder Kunststoff, hat das ganz klar einen Vorteil.

Auch ein Pumpengehäuse aus Edelstahl ist nicht automatisch besser. Denn das ist meist sehr dünnwandig und dadurch lauter. Kunststoff ist da in der entsprechenden Stärke klar im Vorteil. Allerdings sollten dann auch die Anschlussgewinde sicher eingefasst sein. Gewinde aus Kunststoff sind unvorteilhaft.

Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Scheppach Hww1300 08
Edelstahl sieht toll aus, ist bei einem Hauswasserwerk aber nicht immer sinnvoll oder besser.

Welche Extras sind wichtig?

Einige Hauswasserwerke bringen gleich einen Vorfilter und ein fest eingebautes Rückschlagventil mit. Beides ist ganz klar wichtig, und gegen ein Rückschlagventil ist auch sicher nichts einzuwenden. Der Vorfilter ist dagegen mit Vorsicht zu genießen: In einigen Fällen ist der sehr klein und auch nicht fein genug. Hier sollte man dazu tendieren, einen externen Vorfilter zu installieren. Der bietet eine größere Filterfläche und damit auch bei größerer Verschmutzung noch einen besseren Wasserdurchlass.

Eine Wassereinfüll­öffnung ist wichtig

Wichtig ist auf jeden Fall eine Wassereinfüllöffnung und/oder eine Entlüftungsöffnung. Denn vor der Inbetriebnahme muss die Pumpe immer mit Wasser gefüllt werden. Das gilt auch für selbst ansaugende Pumpen, deren tatsächlich Ansaugleistung beschränkt ist. Dauert es zu lange, bis sie das Wasser angesaugt hat, läuft die Pumpe trocken und wird heiß.

Nicht unbedingt notwendig, aber praktisch ist eine Ablassschraube. Muss das Hauswasserwerk im Winter abgebaut werden, erleichtert sie das Entleeren, was zum Frostschutz nötig ist. Ebenfalls praktisch, aber nicht unbedingt notwendig ist ein Tragegriff. Hauswasserwerke werden nur selten viel transportiert, daher sollte ein vorhandener Tragegriff nicht das ausschlaggebende Kaufkriterium sein.

Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 02

Testsieger: Hecht 3331

Manchmal ist es die Liebe auf den zweiten Blick, die einen dann auch kleine Fehler vergessen lässt. Schließlich zählt das Gesamtpaket, und mitunter muss man genau abwägen, welche Punkte wirklich wichtig sind. Beim Hecht 3331 stimmen das Gesamtpaket und vor allem die Leistung.

Testsieger

Hecht 3331

Test Hauswasserwerk: Hecht 3331
Das Hauswasserwerk Hecht 3331 ist nicht perfekt, aber eine tolle Kombination aus Leistung, Stromverbrauch und Lautstärke.

Wir müssen zugeben, beim »ersten Eindruck« konnte das Hauswasserwerk von Hecht nicht wirklich punkten und zählte auch nicht zu den Favoriten.

Das fing bereits beim Öffnen des Kartons an, wo sofort einige Rostpunkte ins Auge stachen. Dazu kam dann die Kunststoffhalterung, die den Kessel nicht richtig umschließt, leicht kippelnde Füße, eine Schlauchverbindung zwischen Kessel und Pumpe, die doch etwas weit hervorsteht. Und warum hat der Kessel einen Vordruck von 2,2 bar?

Alles in allem kein guter Einstieg, aber hinterfragt man die Rostspuren, könnte es sein, dass das Hauswasserwerk vor der Auslieferung getestet wurde und sich ein paar übrig gebliebene Wassertropfen verteilt haben. Denn es betraf nur das Kunststoffgehäuse und die Gewindeanschlüsse, die selbst gar nicht rosten können.

Guter Material-Mix

Edelstahl klingt toll, macht bei einem Hauswasserwerk aber nur bedingt Sinn. Kunststoff rostet ebenso nicht, sorgt am Pumpengehäuse aber für eine deutlich geringere Geräuschkulisse und ist hier die bessere Wahl, zumal sich das dünne Edelstahlblech leicht verbiegt und nicht die gleiche Passform bietet.

Nachteilig am Kunststoff sind jedoch die mechanische Abnutzung und das leichte Brechen feinerer Kanten, wie beispielsweise am Gewinde. Das kann umgangen werden, indem Gewindemuffen aus Edelstahl oder Messing eingesetzt werden. So ist es bei dem Hauswasserwerk von Hecht der Fall.

An der Pumpe ist somit alles perfekt gegen Rost geschützt und ein Panzerschlauch sorgt für eine stabile Verbindung zum Speicherkessel, der ordentliche 24 Liter fasst. Hier wurde der Rostschutz nicht ganz so groß geschrieben und den Kessel ziert ein Flansch aus verzinktem Stahl. Dafür wurde eine standardisierte Baugruppe zum Anschluss des Manometers und des Druckschalters genutzt. Im Bedarfsfall können daher Flansch und auch die Baugruppe einfach ausgetauscht werden.

Technisch super ausgestattet

Alle Hauswasserwerke sind wie das Hecht 3331 mit einem Manometer und einem Druckschalter ausgestattet. Das ist also nichts besonderes. Nicht alle besitzen allerdings einen bereits integrierten Vorfilter und auch noch ein Rückschlagventil. Hier kann Hecht trumpfen. Zusätzlich gibt es einen Tragegriff und sogar eine Kabelaufwicklung. Das bietet kein anderes Hauswasserwerk.

Was es allerdings nicht gibt, ist ein Überhitzungsschutz für den Motor. Das ist dafür bei einigen anderen Geräten vorhanden. Man darf diesen aber nicht mit einem Trockenlaufschutz verwechseln. Der Motor wird nur heiß, wenn er blockiert oder die Pumpe trocken läuft. Meldet sich im zweiten Fall der Überhitzungsschutz, ist es für die Pumpe meist schon zu spät. In der Zeit ist das Pumpenrad wahrscheinlich bereits heiß gelaufen und deformiert.

1 von 5
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 08
Kein anderes Hauswasserwerk bietet eine Kabelaufwicklung.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 03
Standard ist dagegen der Druckverteiler, der somit leicht ausgetauscht werden kann.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 04
Dieser dient gleichzeitig der Entleerung im Herbst.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 10
Nicht ganz so schön ist der weit abstehende Schlauchanschluss.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 09
Warum gibt der Hersteller einen solch hohen Kesseldruck vor?

Sehr gute Pumpenleistung

Selbst ansaugend? Was bedeutet das? So ganz genau geben das Hersteller der Hauswasserwerke nicht an, erwarten allerdings, dass die Pumpe vor dem Einschalten mit Wasser gefüllt wird. Da das bei allen Hauswasserwerken gemacht werden muss, entscheiden wir ab diesem Punkt, ob das Hauswasserwerk selbst ansaugend arbeitet.

Zum Füllen kann einfach der Deckel des Vorfilters abgenommen und reichlich Wasser eingefüllt werden. Reichlich, weil sich dabei trotz Rückschlagventil auch der Saugschlauch mit Wasser füllt. Deckel wieder drauf, einschalten und das Hecht Hauswasserwerk nimmt sein Arbeit auf. Eventuell enthaltene Luft im Saugschlauch wird einfach durchgewunken und das Wasser trotzdem gefördert. Im Test werden solche Hauswasserwerke als selbst ansaugend ausgezeichnet.

Die Förderleistung ist top

Hecht gibt für sein Hauswasserwerk eine Fördermenge von 4.600 l/h die Stunde an, was im Test der zweithöchste Wert ist. Dennoch erreicht es nicht den zweitbesten gemessenen Durchflusswert. Die Unterschiede sind allerdings marginal. Das Hecht-Hauswasserwerk brachte es auf 25,3 l/min, das Metabo HWW 4000/25 G kam auf 26,3 l/min und das Scheppach HWW1300 auf 25,5 l/min. Allerdings brauchten die zwei anderen auch über 1.000 Watt dafür, während dem Hecht knapp 980 Watt dafür reichten. Das macht es etwas sparsamer.

Die Lautstärke bleibt dabei mit 72 Dezibel im Rahmen. Es gibt im Test durchaus leisere Hauswasserwerke, aber auch lautere.

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Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 11
72 dB ist kein Bestwert, aber in Ordnung.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 12
Die erreichte Durchflussmenge von 25,3 l/min ist dagegen ein top Ergebnis.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 13
Und das bei einem Stromverbrauch von unter 1000 Watt.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Hecht 14
Allerdings könnte der Ausschaltdruck etwas höher eingestellt werden.

Nachteile?

Echte Nachteile hat das Hauswasserwerk Hecht 3331 nicht, man sollte es allerdings etwas optimieren.

Der Hersteller gibt einen Kesselvordruck von 1,8 bis 2 bar an und liefert das Hauswasserwerk sogar mit einem Vordruck von 2,2 bar aus. Der eingestellte Einschaltdruck liegt mit 1,5 bar deutlich unter dem Kesselvordruck, der bis zum letzten Tropfen diese 2,2 bar zur Verfügung stellt. Erst wenn die Luftblase das gesamte Wasser aus dem Kessel gedrückt hat, fällt der Druck in der Pumpe schlagartig auf 0 bar und die Pumpe springt an. Das ergibt einen kurzen »Totpunkt«, an dem gar kein Wasserdruck zur Verfügung steht.

Warum Hecht das macht, ist nicht nachvollziehbar, und aktuell warten wir noch auf eine Erklärung seitens eines anderen Herstellers, der das ebenso handhabt. Einfacher wäre es, den Kesselvordruck auf 1,4 bar (0,1 bar unter Einschaltdruck) zu setzen. Damit schaltet die Pumpe bereits wieder ein, wenn noch etwas Wasser im Kessel ist. Einen kurzzeitigen Druckeinbruch gibt es somit nicht mehr

Hecht 3331 im Testspiegel

Über das Hauswasserwerk Hecht 3331 gibt es aktuell keine aussagekräftigen Testberichte. Sollten wir welche finden, werden wir sie hier für Sie nachreichen.

Alternativen

Nicht jedem kommt es beim Hauswasserwerk auf viel Leistung an. Daher haben wir auch Alternativen mit anderen Vorzügen im Angebot.

Auch gut: Metabo HWW 4000/25 G

Das Hauswasserwerk Metabo HWW 4000/25 G ist das einzige im Test mit einem Guss-Pumpengehäuse. Macht das bei einem reichlichen Kontakt mit Wasser wirklich Sinn? Vermutlich schon, denn wer kennt sie nicht, die alten, gusseisernen Heizkörper? Diese haben Jahrzehnte überlebt. Dazu bringt Guss Masse mit, was die Geräusche reduziert.

Auch gut

Metabo HWW 4000/25 G

Test Hauswasserwerk: Metabo HWW 4000/25 G
Wenn Leistung gefordert wird und das Hauswasserwerk dazu noch echt robust sein sollte, ist das Metabo HWW 4000/25 G die beste Wahl.

Mit über 17 Kilogramm ist das Metabo-Hauswasserwerk das schwerste im Test, was gefühlt nicht nur am gusseisernen Pumpengehäuse liegt. Auch der Kessel mit seiner matten Lackierung wirkt massiver und schwerer. Insgesamt ist alles etwas stabiler aber auch kompakter.

Keine Designelemente, keine herumhängenden Kabel, abstehende Manometer und Druckschalter, und selbst der Schlauch, der den Kessel mit der Pumpe verbindet ist passgenau. Hier stehen einfach nur die Funktion und vor allem die lange Haltbarkeit im Fokus.

Auf diese sollte man auch hoffen, denn auch Kesselflansch, Manometer und Druckschalter bilden eine Einheit. Geht da mal etwas kaputt, gibt es selbst für versierte Heimwerker kaum eine Chance zu improvisieren. Aber anders als bei vielen anderen Hauswasserwerken ist hier nicht zu erwarten, dass der Kesselflansch irgendwann rostet. Der ist nämlich aus Kunststoff und kann gar nicht rosten.

Aber Metabo legt auch viel Wert auf Pflege, was sich am Gewinde der Einfüllöffnung zeigt. Dichtungen und Gewinde sollten im Sanitärbereich immer geschmiert werden. Das reduziert den Verschleiß am Gewinde, schont die Dichtungen und die Verschraubung lässt sich leichter wieder lösen. Bei einigen Hauswasserwerken war der Deckel des Vorfilters kaum zu lösen, weil er trocken eingeschraubt wurde.

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Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 01
Schwer und in der matten Farbe wirkt das Metabo HWW 4000/25 G wie ein Gerät aus dem Militärbereich.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 06
Alles ist kompakt gebaut und wirkt robust.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 08
Auch unter der Abdeckung befindet sich eine kompakte Baugruppe.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 03
Selbst der kleine Panzerschlauch ist absolut passgenau.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 04
Die Gewinde wurden zum leichteren Öffnen und zum Schutz geschmiert.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 09
Nur das Kunststoff-Rückschlagventil wirkt dagegen fast schon billig.

Selbst ansaugend ist das Metabo HWW 4000/25 G Hauswasserwerk nicht. Zumindest musste das Pumpengehäuse dreimal mit Wasser gefüllt werden, ehe es selbstständig das Wasser durch die Sauggarnitur gezogen hat. Sofern es fest installiert wird, und davon sollte man in der Gewichtsklasse ausgehen, kann man damit sicher leben.

Belohnt wird man dafür mit einer angenehmen Laufruhe und dem größten gemessenen Wasserdurchfluss im Test. Kein Hauswasserwerk im Test pumpte mehr Wasser durch den Schlauch und erreichte dabei immer noch einen ordentlichen Druck.

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Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 10
Mit 70 dB zählt das Hauswasserwerk zu den leisen Geräten.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 11
Auch im Dauerbetrieb steht noch genügend Druck zur Verfügung.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 12
Dafür benötigt es auch über 1.000 Watt.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Metabo Hww40025g 13
26,3 l/min – das beste Ergebnis im Test.

Das kostet natürlich, und vergleicht man die Förderleistung mit der gleichzeitigen Leistungsaufnahme von über 1.000 Watt, bietet die Metabo hier ein nicht ganz so gutes Ergebnis. Als Vergleich: Für 1.000 Liter Wasser benötigt die Metabo 0,67 kWh (im Versuchsaufbau). Das Hauswasserwerk Kärcher BP 3 Home benötigt für die gleiche Menge zwar etwas länger, begnügt sich aber mit 0,43 kWh (bestes Ergebnis). Das sind immerhin rund 7 Cent je geförderten Kubikmeter Wasser weniger. Aber 1.000 Liter Wasser muss man auch erst mal verteilen.

Geht es um Leistung, Stabilität und Haltbarkeit, setzt das Metabo HWW 4000/25 G hier ganz klar den Maßstab. Allerdings kostet das auf Dauer mehr Strom, und auch die erste Inbetriebnahme ist mit etwas mehr Zeitaufwand verbunden.

Sparsam & leise: Kärcher BP 3 Home

Das »kleine Schwarze« passt nicht in den Garten? Doch genau da gehört es hin. Am besten in den Schrebergarten, wo nicht ganz so viel Wasser benötigt wird, der Strom teuer ist und die Nachbarn sich über zu viel Lärm beschweren. Hier kann das Hauswasserwerk Kärcher BP 3 Home seine Vorteile ausspielen.

Sparsam und leise

Kärcher BP 3 Home

Test Hauswasserwerk: Kärcher BP 3 Home
Es darf auch mal etwas weniger sein? Das Hauswasserwerk Kärcher BP 3 Home bringt etwas weniger Leistung als andere, ist dafür aber auch leiser und teils deutlich sparsamer.

Auf den ersten Blick sieht das Kärcher BP 3 Home wie ein Hauswasserwerk von vielen aus. Es gibt einen Kessel, obendrauf die Pumpe und am Kesselflansch die übliche Baugruppe mit Ablassschraube, Manometer und Druckschalter. Positiv: Alles ist offen und aus Teilen gebaut, die sich jederzeit ausbauen und ersetzen lassen.

Sieht man etwas genauer hin, fallen allerdings doch ein paar besondere Details auf. Bis auf ein leichtes Kippeln gibt es absolut nichts an der Qualität auszusetzen. Der Lack ist gut, das Kabel zum Motor wurde fixiert und die Kunststoffteile am Motor sind erstklassig verarbeitet.

Positiv sticht ebenfalls ins Auge, dass der Kesselflansch aus Edelstahl ist. Wenn meine bisherigen Hauswasserwerke Probleme mit Rost hatten, dann war es dieser Flansch. Beim Kärcher BP 3 Home kann zumindest das ausgeschlossen werden. Aber auch die Pumpe aus Kunststoff wird nicht rosten. Und damit die Gewinde trotzdem stabil sind, wurden Gewindebuchsen aus Messing eingesetzt. Alles richtig gemacht!

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Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Kaercher Bp3home 01
Das Kärcher BP 3 Home ist schlicht und fällt nicht sonderlich auf.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Kaercher Bp3home 02
Standardteile, wie sie an zig anderen Hauswasserwerken genutzt werden.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Kaercher Bp3home 06
Wie es sich gehört, wurden Gewindebuchsen aus Messing eingesetzt.
Hauswasserwerk Test: Test Hauswasserwerk Kaercher Bp3home 07
Der kurz verlegte Panzerschlauch fällt auch nicht aus der Reihe.
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Der Kesselflansch aus Edelstahl ist dagegen schon etwas besonderes.

Das Hauswasserwerk von Kärcher ist in allen Punkten etwas kleiner als die Konkurrenten im Test. Der Kessel fasst nur 19 Liter, es ist teils deutlich leichter, die maximale Saughöhe beträgt nur 7 Meter, die Förderhöhe nur 36 Meter und auch die Fördermenge fällt mit angegebenen 3.600 l/h etwas geringer aus.

Aber das macht erst mal gar nichts. Denn mit der geringeren Leistung verbraucht es auch weniger Strom. Kärcher selbst gibt 800 Watt an. In unserem Testaufbau sind sogar nur 556 Watt gewesen. Kombiniert man den sehr geringen Verbrauch mit der etwas geringeren Durchflussmenge von 21,5 l/min, ergibt sich die höchste Effizienz im Test. Als würde man mit dem Auto im höchsten Gang dahinschleichen. Alles dauert zwar etwas länger, man spart aber trotzdem dabei. Und leiser ist es obendrein auch noch.

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Zusätzlich gibt es ein Rückschlagventil aus Kunststoff – lieber weglassen!
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Stille-Rekord! Kein Hauswasserwerk war leiser.
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Die Wassermenge an der Zapfstelle ist dagegen nicht rekordverdächtig.
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Dafür ist das Kärcher BP 3 Home sehr sparsam.

Wie einem Auto, fehlt dem Hauswasserwerk Kärcher BP 3 Home in dieser Fahrweise allerdings auch der Anzug. Das macht sich vor allem bei der ersten Inbetriebnahme bemerkbar. Etliche Male muss immer wieder Wasser in die Pumpe gegeben werden, bis sich durch mehrmaliges An- und Ausschalten der Saugschlauch endlich mit Wasser füllt und die Pumpe nicht mehr gegen die großen Luftblasen kämpfen muss.

Dann läuft es gut und auch angenehm leise. Der maximal eingestellte Druck ist mit 2,8 bar zwar etwas geringer als bei manch anderem Hauswasserwerk, aber für den Rasensprenger ist das mehr als ausreichend. Von meinem deutlich größeren Hauswasserwerk kommen durch die feste Installation mit längeren Rohren auch nur noch 21,1 l/min am Wasserhahn an. Und das reicht immer noch für zwei Gardena-Versenkregner.

Das Kärcher BP 3 Home strotzt nicht vor Leistung und schafft es daher auch nicht, das Wasser selbst anzusaugen. Dafür ist es das leiseste und auch das sparsamste Hauswasserwerk im aktuellen Test.

Außerdem getestet

Scheppach HWW1300

Das Hauswasserwerk Scheppach HWW1300 ist unserem Testsieger von Hecht optisch und technisch sehr ähnlich. Es gibt ebenso einen integrierten Vorfilter mit Rückschlagventil und vor allem reichlich Leistung – so viel, dass man beim Ansaugen beobachten kann, wie sich trotz Luft in der Sauggarnitur die Wassersäule stetig anhebt.

Den Sieg hat sie nur verpasst, weil sie lauter ist, für eine fast identische Förderleistung mehr Strom benötigt und etwas ungünstig aufgebaut ist. Der Motor mit Pumpe sitzt weit vorne und die Pumpe verliert leicht das Gleichgewicht.

Nicht ganz so erfreulich war der zu niedrig eingestellte Abschaltdruck. 5 bar sollen möglich und 3 bar eingestellt sein. Bei knapp 2,7 bar ging sie aber bereits aus. Das sorgte dann auch dafür, dass sich die Pumpe im laufenden Betrieb immer mal abschaltete und so keinen dauerhaft konstanten Druck lieferte.

Man muss aber auch sagen: Der Abschaltdruck kann eingestellt werden, und für mich wäre das auch kein Problem. Als Kunde erwartet man jedoch, dass eine Korrektur nicht nötig ist. Ich gehe aber stark davon aus, dass es sich um eine Ausnahme handelt und der angegebene Abschaltdruck von drei bar sonst auch eingestellt ist. Es handelt sich schließlich nur um eine Einstellung und um kein technisches Problem. Daher ist das Scheppach HWW1300 absolut empfehlenswert.

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Gardena Classic 3000/4 eco

Wir gestehen, wir haben etwas mehr vom Gardena Classic 3000/4 eco erwartet. Nicht von der Leistung und der Qualität – die stimmen absolut – sondern vom »eco«. Ja, das Gardena-Hauswasserwerk auf jeden Fall sparsam und gehört zu den Sparsamsten im Test. Kärcher ist da aber noch ein Ticken besser und trägt keine Eco-Bezeichnung.

Dafür bietet Gardena eine etwas bessere Durchflussmenge, ohne deutlich mehr zu verbrauchen. Und die Lautstärke passt auch dazu. Was uns allerdings nicht gefällt, ist der gesamte Aufbau, der aus speziellen Kunststoffteilen besteht. Geht irgendetwas kaputt, ist man gezwungen einen Reparaturdienst zu beauftragen oder Ersatzteile von Gardena zu beziehen – und das, obwohl ein Hauswasserwerk eigentlich recht simpel aufgebaut ist.

Interessant ist der Eco-Drehschalter, auch wenn wir darin keinen großen Nutzen sehen. Dieser regelt den Ausschaltdruck von 3,2 auf 2,2 bar herunter und soll dadurch bis zu 15 Prozent Energie einsparen. Das bringt jedoch nur etwas, wenn die Pumpe häufig anspringt. Im laufenden Betrieb hat die Regulierung keinen Einfluss auf den Energieverbrauch.

Hinzu kommt, dass sich mit einem geringeren Druck auch die Menge des gespeicherten Wassers verringert, wodurch die Pumpe wiederum öfter anspringt. Ob da von der Energieeinsparung noch viel übrig bleibt? Betrachtet man den Drehschalter einfach als Druckregulierung und vergisst das Eco, ist er auf jeden Fall praktisch.

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Einhell GC-WW 8042 ECO

Das Einhell GC-WW 8042 Eco gefällt einfach. Da sind so einige Details, die besser als bei anderen umgesetzt sind, wie beispielsweise die kleinen ansteckbaren Gummifüße, das Schauglas im Pumpengehäuse oder der Kesselflansch aus Kunststoff.

Auch die gemessene Durchflussmenge spielt mit 25,3 l/min ganz oben mit. Trotzdem reicht die Pumpenleistung kurioserweise nicht aus, um das Wasser im Saugrohr selbstständig anzusaugen. Satte fünfmal muss die Einfüllöffnung aufgeschraubt und Wasser nachgefüllt werden, ehe die Pumpe endlich von alleine das Wasser fördert.

Dafür ist der Verbrauch wieder etwas besser und pegelt sich zwischen dem sparsamen Kärcher BP 3 Home und dem kräftigen Metabo HWW 4000/25 G ein. Als Eco würden wir das allerdings nicht bezeichnen. Von den acht getesteten Hauswasserwerken sind vier sparsamer.

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T.I.P. HWA 3000 INOX

Nein, ein Hauswasserwerk benötigt nicht unbedingt einen Speicherkessel. Es geht auch ohne, wie das T.I.P. HWA 3000 INOX beweist. Rein theoretisch könnte man sogar bei allen hier getesteten Hauswasserwerken den Kessel mit einem Blindstopfen verschließen. Je nach Druckschalter könnte das jedoch dazu führen, das sich das Hauswasserwerk selbstständig dauerhaft ein- und ausschaltet.

Beim T.I.P. ist das nicht so und das kleine Hauswasserwerk hat durchaus noch weitere Vorzüge. Ohne Kessel ist es deutlich kleiner, leichter, besser zu transportieren und obendrein auch sparsam und leise. Allerdings liegt die Förderleistung noch einmal ein Stück unter dem sparsamen Kärcher.

Was dagegen nicht so gut gefällt, ist der gesamte Aufbau. Die Einheit mit Druckschalter und Rückschlagventil wird oben auf den Druckanschluss geschraubt und steht als Säule hoch. Kommt daran noch der Gartenschlauch, entsteht eine sehr ungünstige Hebelwirkung, die Pumpe könnte kippen und die Verschraubung abbrechen.

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Güde HWW 1000E

Vor Jahren war ich auch der Meinung, dass es nichts besseres gibt, als ein Hauswasserwerk aus Edelstahl und das Güde HWW 1000E wäre durchaus in die engere Wahl gekommen. Heute sehe ich das anders und vor allem praktischer. Was bringt ein Kessel aus Edelstahl, der eigentlich gar nicht mit dem Wasser in Berührung kommt? Nichts, außer dass Edelstahl teurer ist und daher meist an der Materialstärke gespart wird.

Insgesamt hat man beim Hauswasserwerk von Güde den Eindruck, dass an allen Ecken und vor allem der Qualitätskontrolle gespart wurde. Da gibt es einen fetten Grat am Kesselflansch, die Füße sind schief und wurden zwei Schrauben am Flansch so schief reingedreht, dass sie völlig ohne Funktion gar nicht am Flansch anliegen. Offenbar ließen sie sich durch das verkantete Gewinde schon vorher nicht mehr bewegen.

Da fällt es leider kaum noch ins Gewicht, dass die Pumpe eigentlich recht respektable Werte liefert. Leistungstechnisch kann sie sich mit der im Gardena Classic 3000/4 eco messen und ist sogar minimal sparsamer als das Eco-Modell von Einhell.

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So haben wir getestet

Bei einem Hauswasserwerk stehen sicher die technischen Daten beziehungsweise steht die Leistung im Vordergrund. Dennoch spielt auch die Qualität eine große Rolle. Schließlich möchte man sich nicht jedes Jahr ein neues Hauswasserwerk kaufen. Ein Langzeittest für alle Hauswasserwerke ist allerdings nicht möglich, und so beschränken wir uns auf den visuellen Eindruck. Wie ist die Verarbeitung? Wie stabil sind die Füße? Sind die Anschlussgewinde gut?

Des Weiteren begutachten wir die Ausstattung und Handhabung. Einige bringen bereits Vorfilter und Rückschlagventil mit, andere besitzen dafür eine Ablassschraube. Wichtig ist hierbei auch, wie sich das Hauswasserwerk mit Wasser befüllen lässt und ob es einen Thermoschutz gibt?

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Alle Hauswasserwerke haben im Test dieselbe Sauggarnitur genutzt und mussten das Wasser über einen ½-Zoll-Gartenschlauch wieder abgeben.

Der praktische Test

Ein Brunnen ist zwar vorhanden, der würde aber voraussetzen, dass im Test der Hauswasserwerke jedes mal ein Vorfilter angebaut wird. Um das zu vermeiden, haben wir uns am Poolwasser bedient. Angesaugt wird mit einer handelsüblichen Sauggarnitur mit einem Gewindeanschluss von 1 ½ Zoll (bei Bedarf mit Adapter auf 1 Zoll) und einer Länge von 7 Metern.

Im ersten praktischen Test geht es um die »Selbstansaugung«, die zwar viele Hersteller versprechen, aber selten genau definieren, was das wirklich bedeutet. Vor dem Einschalten sollte die Pumpe immer mit Wasser gefüllt werden, und genau das haben wir getan – und zwar so lange, bis es überläuft. Vorher gilt es allerdings die Sauggarnitur leer laufen zu lassen.

Als »selbst ansaugend« wurde anschließend nur das Hauswasserwerk betitelt, welches es beim ersten Versuch geschafft hat, Druck aufzubauen und kontinuierlich zu arbeiten. Klar, im Vorteil sind natürlich die Pumpen, die so konstruiert sind, dass die Sauggarnitur beim Wasserauffüllen ebenso mit Wasser gefüllt wird. Funktioniert das nicht, hat es die Pumpe schwer, Luft und Wasser gleichzeitig anzusaugen.

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Vor jedem Test wurde die Sauggarnitur geleert und wieder im Pool platziert.
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Das Hauswasserwerk wurde so weit es geht mit Wasser aufgefüllt.
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Der Versuchsaufbau war immer identisch.

Die Fördermenge

Um die erreichte Fördermenge zu ermitteln, könnte man die Pumpe bei voller Leistung ein Regenfass füllen lassen und die dafür benötigte Zeit ermitteln. Damit hätte man aber wieder nur die theoretischen Werte, wie sie auch der Hersteller angibt. Daher haben wir an der Pumpe ein Verteiler mit Schnellkupplung angeschlossen, daran ein Durchflussmengenmesser und einen ½-Zoll-Gartenschlauch, der das Wasser wieder in den Pool leitet. Die so ermittelten Werte liegen deutlich unter denen des Herstellers, spiegeln aber den normalen Gebrauch wider, und die Testbedingungen sind für alle Hauswasserwerke identisch.

Zusätzlich haben wir die Lautstärke des Hauswasserwerkes in einem Meter Entfernung gemessen und den Stromverbrauch von einem Messgerät aufzeichnen lassen. Interessant ist hierbei sicher der Dauerbetrieb und nicht nur die Spitzenbelastung, wenn die Pumpe den höchsten Druck erzeugt. Auffallend: Viele Hauswasserwerke verbrauchen im Dauerlauf deutlich weniger als angegeben.

Der effektive Nutzen

Die Kombination aus den Werten des Stromverbrauchs und der Durchflussmenge zeigt dann, wie sparsam die Hauswasserwerke tatsächlich sind. Dafür könnte man auch die Fördermenge durch die Leistungsaufnahme der vom Hersteller angegebenen Daten teilen, nur weichen die theoretischen Werte nicht unerheblich von der Praxis ab. In der Theorie verbraucht unser Testsieger beispielsweise 1.100 Watt und schafft 4.600 l/h. In der Praxis und mit dem genannten Versuchsaufbau sind es tatsächlich nur 987 Watt und 1518 l/h.

Deswegen sind die Herstellerangaben nicht falsch, sie werden nur unter Idealbedingungen und ohne ein Hindernis am Druckanschluss gemessen. Hier reicht bereits die Reduzierung von 1-Zoll auf einen ½-Zoll-Gartenschlauch aus, um die Fördermenge drastisch zu reduzieren.

Die wichtigsten Fragen

Welches ist das beste Hauswasserwerk?

Das beste Hauswasserwerk ist für uns das Hecht 3331. Es ist zwar nicht das sparsamste und auch nicht das leistungsstärkste, aber es bietet die beste Kombination aus allem und bietet dazu eine gute Qualität.

Warum weichen die Messwerte von Hauswasserwerken so weit von den Herstellerangaben ab?

Die Herstellerangaben geben immer die Maximalwerte vor. Das heißt, die Pumpe steht in Höhe der Wasseroberfläche (Förderhöhe = 0) und die Fördermenge wird direkt am Druckanschluss gemessen. Damit lassen sich die angegebenen Werte theoretisch auch erreichen. In der Praxis sieht das anders aus: Da steht das Hauswasserwerk ein paar Meter über dem Wasserspiegel und muss das geförderte Wasser durch einen 1/2″-Schlauch befördern. Das schränkt die Leistung ein, und unter diesen Vorgaben haben wie die Hauswasserwerke getestet.

Wie stellt man den Kesselvordruck am Hauswasserwerk ein?

Der Kesselvordruck ist wichtig und sollte immer korrekt eingestellt sein. Um ihn zu prüfen und gegebenenfalls zu korrigieren, muss die Pumpe drucklos und auf der Wasserseite offen sein. Also als erstes die Pumpe ausschalten und anschließend den Wasserhahn oder den angeschlossenen Schlauch öffnen und offen lassen, bis kein Wasser mehr fließt. Erst jetzt kann der Kesseldruck geprüft und eingestellt werden.

Welchen Luftdruck benötigt ein Hauswasserwerk?

Der Kesselvordruck sollte etwa 0,1 bar unter dem Einschaltdruck der Pumpe liegen. In den meisten Fällen entspricht das etwa 1,4 bis 1,5 bar. Ein zu hoher Luftdruck minimiert das Fassungsvermögen des Kessels und sorgt für einen kurzen Druckeinbruch, ehe die Pumpe im Gebrauch wieder anspringt. Bei einem zu geringen Vordruck kann sich dagegen die Gummiblase im Kessel zu sehr ausdehnen und wird überstrapaziert.

Braucht man einen Druckkessel im Hauswasserwerk?

Ein Hauswasserwerk muss keinen Druckspeicher besitzen, es ist aber von Vorteil. Der Druckspeicher stellt einen gewissen Wasservorrat zur Verfügung und gleicht den Druck aus. Dadurch können kleinere Wassermengen entnommen werden, ohne dass die Pumpe anspringt. Das schont gerade in der Nacht die Ohren und auch die Pumpe.

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