Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Aufmacher2
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Letztes Update: 8.10.2021

Das beste Hoverboard

Wir haben 9 Hoverboards getestet. Das beste für die meisten, die keine Unsummen ausgeben möchten, ist das Smartway GPX-01. Es fährt sich einfach und sicher, ist auf seinen 6,5 Zoll großen Reifen flott unterwegs und punktet durch eine lange Akkulaufzeit ohne Leistungsverlust. Wer etwas mit größeren Rädern sucht, findet im Bluewheel HX510 SUV und im Robway W3 zwei interessante Alternativen. Qualitativ noch besser, aber auch teurer: Das Wheelheels Alpha Mini erwies sich im Test als Langstrecken-Meister, das Alpha Offroad hat den stärksten Akku.

Jochen Wieloch
begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­s­elektronik. Der Germanist ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.
Letztes Update: 8. Oktober 2021

Nach Akku-Problemen im ersten Testdurchgang haben wir das Wheelheels Alpha Mini erneut gefahren. Jetzt erhält es ebenso eine Empfehlung wie das Wheelheels Alpha Offroad, das wir nun ebenfalls auf dem Prüfstand hatten.

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Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Die Elektromobilität boomt. Neben E-Bikes und E-Scootern erfreuen sich auch Hoverboards großer Beliebtheit, speziell bei Kindern und Jugendlichen. Ein gutes Gleichgewichtsgefühl ist Voraussetzung, um die zweirädrigen Fahrzeuge ohne Lenkstange sicher vorwärts zu bewegen.

Wir haben ingesamt 9 Hoverboards zu Preisen zwischen 150 und 300 Euro getestet. In unserem Test erklären wir Ihnen auch, worauf Sie beim Kauf und beim Fahren achten müssen und wo Sie ein Hoverboards überhaupt nutzen dürfen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Smartway GPX-01

Test Hoverboard: Smartway GPX-01
Fahrverhalten, Akkuleistung, Handling – das Smartway GPX-01 hat überall die Nase mit vorne und bietet für uns das beste Hoverboard-Komplettpaket.

Das Smartway GPX-01 ist ein Hoverboard ohne nennenswerte Schwäche: Der Akku hält länger als bei den anderen Hoverboards in unserem Test, das Fahrverhalten ist sicher, aber trotzdem agil, und mit einem Gewicht von 10 Kilogramm lässt sich das E-Board noch vergleichsweise einfach transportieren. Insgesamt ist hoher Fahrspaß garantiert!

Für Langstrecken

Wheelheels Alpha Mini

Test [Duplicated]  Hoverboard: Wheelheels Alpha Mini
Stabile Alu-Konstruktion, tolle Fahreigenschaften und gute Reichweite: Das Wheelheels Alpha Mini erfüllt höchste Ansprüche.

Dank seiner stabilen Aluminium-Konstruktion ohne Mittelgelenk ermöglicht das Wheelheels Alpha Mini hohen Fahrkomfort. Der starke Akku erlaubt es, in einer Stunde mehr als 6 Kilometer zurückzulegen. Über die App kann man wichtige Fahrparameter anpassen. Auch Regen und Feuchtigkeit sollen dem 9,5 Kilo schweren Flitzer nichts anhaben können.

Der beste Akku

Wheelheels Alpha Offroad

Test [Duplicated]  Hoverboard: Wheelheels Alpha Offroad
Das Wheelheels Alpha Offroad protzt mit extrem viel Akku-Kapazität. Hinzu kommen eine massive Alu-Karosserie und große 10-Zoll-Luftreifen.

Längeren Fahrspaß als das Wheelheels Alpha Offroad bietet kein anderes Hoverboard in diesem Testfeld. Denn der Lithium-Ionen-Akku leistet satte 5.8 Ah. Außerdem besticht das Gefährt durch große 10-Zoll-Luftreifen, eine massive Karosserie aus Aluminium und gute Fahreigenschaften. Wer will, kann mit diesem Modell auch gerne mal abseits der befestigten Piste unterwegs sein.

Robuster Offroader

Bluewheel HX510 SUV

Hoverboard Test: Bluewheel Hx510 Suv
Mit seinen 8,5 Zoll großen Geländereifen bietet das leistungsstarke Bluewheel HX510 SUV auf- und abseits asphaltierter Wege hohen Fahrkomfort und eine exzellente Verarbeitung.

Ob auf asphaltiertem Weg, auf Rasen oder Schotter: Das Bluewheel HX510 SUV lässt sich auf breiten, 8,5 Zoll großen Geländereifen vorzüglich bewegen und begeistert durch ein tolles Kurvenverhalten. Es ermöglicht eine präzise Steuerung, einen sicheren Stand und eine Bedienung per App. Über die gesamte Akku-Nutzungsdauer bricht die Leistung nicht ein.

Entspannter Flitzer

Robway W3

Hoverboard Test: Robway W3
Mit 800 Watt und 10 Zoll großen Reifen ist man auf dem Robway W3 dynamisch und sicher unterwegs. Per App lässt sich das Fahrverhalten anpassen.

Entspanntes und sicheres Dahingleiten ermöglicht das Robway W3 mit seinen 10 Zoll großen Vollgummireifen. Die beiden insgesamt 800 Watt starken Motoren haben zudem genügend Leistung, um den ein oder anderen Kilometer zurückzulegen. Über die App kann man aus drei Fahrmodi auswählen sowie das Lenkverhalten und die Dynamit der Beschleunigung an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFür LangstreckenDer beste AkkuRobuster OffroaderEntspannter Flitzer
Smartway GPX-01 Wheelheels Alpha Mini Wheelheels Alpha Offroad Bluewheel HX510 SUV Robway W3 Robway W1 Soflow Flowpad 1.0 RCB ‎Z1+ Robway W2
Test Hoverboard: Smartway GPX-01Test [Duplicated]  Hoverboard: Wheelheels Alpha MiniTest [Duplicated]  Hoverboard: Wheelheels Alpha OffroadHoverboard Test: Bluewheel Hx510 SuvHoverboard Test: Robway W3Test Hoverboard: Robway W1Hoverboard Test: Hoverboard August2021 SoflowHoverboard Test: Rcb Z1 PlusHoverboard Test: Robway W2
Pro
  • Hoher Fahr­komfort
  • Einfaches Aufsteigen
  • Dynamisches Fahr­verhalten
  • Volle Leistung über gesamte Test­strecke
  • Tragetasche
  • Gute Akku-Nutzungs­dauer
  • Sehr robust verarbeitet
  • Aluminium­rahmen
  • Sicherer Stand
  • Gute Fahr­eigenschaften
  • Zusatzfeatures per App
  • Wasserresistent
  • Starker Akku, lange Fahr­zeit
  • Sehr robust verarbeitet
  • Aluminium­rahmen
  • Sicherer Stand
  • Gute Fahr­eigenschaften
  • Zusatzfeatures per App
  • Wasserresistent
  • Hoher Fahr­komfort
  • Einfaches Aufsteigen
  • Sehr robust verarbeitet
  • Volle Leistung über komplette Akku-Nutzungs­dauer
  • Aluminium-Chassis
  • Zusatzfeatures per App
  • Hoher Fahr­komfort
  • Einfaches Aufsteigen
  • Zusatzfeatures per App
  • Tragetasche
  • Akku liefert konstante Leistung
  • Lenkt gut
  • Zusatzfeatures per App
  • Tragetasche
  • Sehr gutes Kurven­verhalten
  • Wendig
  • Preiswert
  • Solides Fahr­verhalten
  • Guter Stand
  • Einfaches Aufsteigen
  • Zusatzfeatures per App
  • Tragetasche
Contra
  • Keine Verbindung mit App möglich
  • Teuer
  • Sehr teuer
  • Recht kurze Akku­laufzeit
  • Leistung nicht über komplette Akku­dauer konstant
  • Recht unruhige Fahr­weise
  • Unruhige Fahr­weise
  • Akku verliert nach rund 15 Minuten spürbar an Leistung
  • Sehr kurze Akku­laufzeit
  • Felgen werden sehr heiß
  • Reifen stinken
  • Träges Kurven­verhalten
  • Niedrige Geschwindig­keit
Bester Preis
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Motorleistung600 Watt500 Watt700 Wattk.A.800 Watt700 Watt200 Watt700 Watt700 Watt
Akku36 Volt, 4.0 Ah4.0 Ah5.8 Ah25,2 V, 4.0 Ah36 Volt, 4.0 Ah36 Volt, 144 Wh24 Volt, 4.4 Ah72 Wh36 Volt, 72 Wh
Restkapazität nach einer StundeAkku nicht leer, Restkapazität nicht ermittelbar28 %52 %0 %21 %4 %Minimale Restkapazität0 %0 %
Gewicht10 kg9,5 kg11 kg12,65 kg12 kg11 kg10 kg7,8 kg11 kg
Maße59 x 19 x 18 cm60 x 23 x 25 cm62 x 25,8 x 26,9 cm66,2 x 21,4 x 24,1 cm66 x 28 x 30 cm59 x 19 x 18 cm59,5 x 18,5 x 18 cmk.A.59 X 23 X 21 cm
Reifengröße6,5 Zoll6,5 Zoll10 Zoll8,5 Zoll10 Zoll6,5 Zoll6 Zoll6,5 Zoll8 Zoll
Musik per Bluetoothjaneinneinjajajaneinjaja
App-Featuresjajajajajajaneinneinja
LED-Beleuchtungjajajajajajaneinjaja

Hoverboard: Steuern per Gewichtsverlagerung

Bei Hoverboards handelt es sich um selbstbalancierende E-Boards ohne Lenkstange, auf denen man sich stehend vorwärts bewegt. Benutzt werden auch die Bezeichnungen Self-balancing-Board oder Balance-Board.

Eine spezielle elektronische Antriebsregelung sorgt dafür, dass sich ein Hoverboard eigenständig im Gleichgewicht hält. Gefahren und gesteuert wird das Gefährt über Gewichtsverlagerung und die Fußstellung des Fahrers. Die Bewegungssensorik, ein Gyroskop, übernimmt die Stabilisierung.

Helm und Protektoren sind Pflicht

Während man beispielsweise bei einem E-Scooter auch als Anfänger aufsteigt und gleich losfahren kann, ist beim Hoverboard erst mal üben angesagt. Bei uns hat es ungefähr einen Nachmittag gedauert, bis wir mit dem Prinzip eines Hoverboards vertraut waren und uns halbwegs sicher fortbewegen konnten. Gefahren werden kann sowohl nach vorne als auch nach hinten.

Hoverboard Test: Hoverboard August2021 Gewichtsverlagerung
Speziell Anfänger sollten mit einem Hoverboard sehr vorsichtig sein, Stürze sind schnell passiert.

Wichtig: Gerade Anfänger sollten unbedingt mit Helm und Schutzprotektoren an Knien und Ellbogen fahren. Bei Stürzen mit dem Hoverboard drohen erhebliche Verletzungen wie Knochenbrüche, blaue Flecken und ausgeschlagene Zähne. Deshalb ist Vorsicht geboten! Durch die fehlende Lenkstange sind Hoverboards eine sehr instabile Angelegenheit.

Wo darf man ein Hoverboard nutzen?

Während sich E-Scooter-Fahrer im öffentlichen Verkehr weitgehend frei bewegen dürfen, haben Hoverboard-Piloten fast keine Rechte. Der Spaß endet eigentlich an der Garagenausfahrt. Der ADAC weist darauf hin, dass Hoverboards nur im »abgegrenzten nichtöffentlichen Verkehr« bewegt werden dürfen – also auf der Terrasse, in der Einfahrt oder im Garten.

Als Begründung heißt es: »Fortbewegungsmittel, die ,bauartbedingt‘, also ohne eigene körperliche Anstrengung, schneller als 6 km/h fahren können, benötigen einen Sitz, einen Lenker, Bremsen, Beleuchtung und einen Spiegel. All das haben Hoverboards und E-Skateboards nicht, sie sind aber schneller als 6 km/h. Deshalb sind öffentliche Wege und Straßen für sie tabu.«

Das schränkt das Einsatzgebiet von Hoverboards massiv ein. Gerade Kinder und Jugendliche sind mit den Spaßgefährten trotzdem häufig auf Bürgersteigen und Radwegen unterwegs. Das ist nachvollziehbar, weil die Gefährte mit maximal 15 bis 18 Stundenkilometern viel zu schnell für das heimische Terrain sind. Verboten ist der Einsatz im öffentlichen Raum dennoch.

Eigentlich braucht man einen Führerschein

Kurios: Nach Angaben des ADAC brauchen Hoverboard-Fahrer eigentlich einen Führerschein. Allerdings habe sich der Gesetzgeber nicht um die kleinen Gefährte gekümmert, als die aktuellen Führerschein-Fahrzeugklassen festgelegt worden seien.

»Rein theoretisch könnten die Boards unter die Kraftrad-Klassen AM, A1, A2, A, aber auch unter die Pkw-Klasse B fallen«, schreibt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club. Wer mit einem Hoverboard ohne entsprechende Führerscheinklasse auf der Straße unterwegs sei, mache sich folglich streng genommen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis strafbar. Allerdings dürfen Hoverboards ja ohnehin nur im privaten Bereich genutzt werden.

Hoverboard Test: Hoverboard August2021 Fahrverbot
Hoverboards dürfen nur im abgegrenzten, nicht-öffentlichen Raum benutzt werden. Die Spaßmobile haben keine Straßenzulassung. (Foto: HUK-COBURG)

Wie sieht es mit der Versicherung aus?

Besitzer eines Hoverboards sollten unbedingt abklären, ob ihre private Haftpflichtversicherung für mögliche Sach- und Personenschäden aufkommt, die mit dem Hoverboard entstehen.

Falls dies der Fall ist, werden nur Schäden übernommen, die beim Fahren auf dem Privatgrundstück entstehen. Dies ist ein weiterer wichtiger Grund, den öffentlichen Bereich zu vermeiden. Kommt es hier zu einem Unfall, haftet man in der Regel für den selbstverursachten Schaden. Denn die Privathaftpflichtversicherung kommt für solche Schäden nicht auf. Und eine KFZ-Versicherung ist wegen der fehlenden Zulassung nicht möglich.

So fährt man ein Hoverboard

Nach dem Einschalten stabilisiert sich ein Hoverboard von alleine. Das Aufsteigen muss man trotzdem üben. Am Anfang ist es hilfreich, sich an einer anderen Person oder einem Geländer abzustützen.

Durch Gewichtsverlagerung nach vorne fährt das Hoverboard los. Je nach Intensität kann man die Geschwindigkeit erhöhen oder verringern. Ebenso ist es möglich, mit dem Hoverboard rückwärts zu fahren.

Neigt man sich nach rechts oder links, lassen sich auch Kurven fahren.

Bluetooth für Musik und Setup-Funktionen

Fast alle Hoverboards aus unserem Testfeld verfügen über eine Bluetooth-Funktion. So lässt sich nicht nur Musik vom Smartphone auf integrierte Lautsprecher übertragen. Viele Hersteller bieten eigene Apps an.

Hoverboard Test: Hoverboard August2021 Stehend
Hoverboards stabilisieren sich zwar von alleine, das Aufsteigen ist am Anfang jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.

Mit diesen kann man die Höchstgeschwindigkeit festlegen (bis zu 20 km/h) und einen Fahrmodus auswählen (Anfänger, Fortgeschrittener, Experte). Dadurch wird das Hoverboard mehr oder weniger stabilisiert, es fährt sich agiler oder gemächlicher.

Je nach App kann man die aktuelle Geschwindigkeit, die gefahrenen Gesamtkilometer, den Akkustand und die zurückgelegte Route ablesen. An den Hoverboards selbst sind in der Regel keine Einstellungen möglich, alle Setups erfolgen über das Smartphone. So kann man auch LEDs am Hoverboard aktivieren und die Farben verändern.

Hoverboard Test: Wheelheels Offroad Alpha
Mit größeren Rädern ist man entspannter und souveräner unterwegs.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Für jedes Hoverboard gibt es in der Regel eine Angabe für das Mindest- und das Maximalgewicht des Fahrers. Diese Vorgaben sollte man einhalten, damit das Hoverboard sich optimal stabilisiert und nicht überlastet ist.

Wie E-Scooter rollen Hoverboards auch auf unterschiedlichen Reifengrößen. Die gängigen Größen sind 6, 6,5, 8,5 und 10 Zoll, 4,5 Zoll kleine Reifen sind eher die Ausnahme. Größere Reifen federn Bodenunebenheiten normalerweise besser weg, ermöglichen ein ruhigeres und souveräneres Dahingleiten. Diese erhöhen natürlich das Gewicht des Hoverboards. Auch dieser Aspekt sollte berücksichtigt werden. Die Gewichtsspanne reicht von etwa 8 bis 16 Kilo.

Unterschiede gibt es zudem beim Reifenprofil und der Reifenbreite. So genannte Offroad-Hoverboards sind auf grobstolligeren Geländereifen unterwegs, die auch mal auf Rasen oder Erde noch vernünftigen Grip bieten.

Hoverboard Test: Hoverboard August2021 Offroad
Je mehr Power der Akku hat, desto höher ist der Fahrspaß.

Ein wichtiges Thema spielt natürlich die Akkuleistung. In der Vergangenheit fielen Hoverboards in den Medien immer wieder mal durch überhitzte und explodierte Akkus auf. Dieses Problem sollten die Hersteller mittlerweile im Griff haben. Empfehlenswert sind Lithium-Ionen-Akkus. Diese verfügen in der Regel über 36 Volt und unterscheiden sich in der Anzahl der Milliamperestunden.

Die Ladezeit der Akkus liegt zwischen zwei und fünf Stunden. Wie hoch die Reichweite mit einem Akku ist bzw. wie lange man fahren kann, hängt von vielen Faktoren wie dem gewählten Fahrmodus, dem Gewicht des Fahrers, dem Streckenbelag, der Steigung und äußeren Bedingungen wie Wind und Temperaturen ab.

Im unserem Test waren wir von den Akkulaufzeiten der Hoverboards fast durchweg enttäuscht. Die von vielen Herstellern versprochene Laufzeit von bis zu drei Stunden schaffte kein Hoverboard, oft war der Fahrspaß schon nach weniger als einer Stunde beendet. Das ist ernüchternd, wenn man sieht, welche Leistungen Akkus in E-Bikes und E-Scootern bringen können. Allerdings müssen diese in Hoverboards auch deutlich kompakter gebaut werden.

Angetrieben werden Hoverboards durch zwei Motoren für jeden Reifen. Hier liegt die Leistung normalerweise bei 200 bis 400 Watt pro Motor. Wir empfehlen mindestens 300 Watt, damit ausreichend Fahrspaß aufkommt und auch kleinere Steigungen nicht sofort zum unüberwindbaren Hindernis werden.

Wer will, kann sein Hoverboard mit einem entsprechenden Upgrade-Kit in ein Kart verwandeln. Umbausätze machen aus dem Hoverboard ein Elektro-Gokart auf drei Rädern mit Sitz und Griffen. Hier muss man vor dem Kauf unbedingt klären, ob das eigene Hoverboard kompatibel ist.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Smartway Gpx01

Testsieger: Smartway GPX-01

Das Smartway GPX-01 ist für uns das beste Hoverboard. Es vereint hervorragende Fahrleitungen mit langer Akkulaufzeit und beweist, dass auch ein Hoverboard mit kleineren Rädern überzeugen kann.

Testsieger

Smartway GPX-01

Test Hoverboard: Smartway GPX-01
Fahrverhalten, Akkuleistung, Handling – das Smartway GPX-01 hat überall die Nase mit vorne und bietet für uns das beste Hoverboard-Komplettpaket.

Das GPX-01 wiegt 10 Kilo, ist damit also leichter als die Fahrzeuge mit 10-Zoll-Reifen und zudem recht kompakt. Mit 59 x 19 x 18 Zentimetern benötigt es im Kofferraum kaum Platz und kann auch in den meisten Sporttaschen transportiert werden. Eine Tragetasche gehört übrigens zum Lieferumfang.

Das Smartway rollt auf 6,5 Zoll großen Vollgummireifen. Während bei den Felgen Metall zum Einsatz kommt, besteht der Rest überwiegend aus Kunststoff. Die Verarbeitungsqualität ist jedoch gut, uns sind beispielsweise keine scharfen Kanten aufgefallen, an denen man sich verletzen könnte. Zur Auswahl stehen insgesamt 12 verschiedene Farben, darunter sind auch echte Hingucker wie Gold und Violett.

Frontscheinwerfer und Schlüssel

Abweichungen gibt es bei der Ausstattung zwischen unserem Testmuster und den Beschreibungen des GPX-01 im Anleitungsheft und im Internet. So soll das E-Board über Frontscheinwerfer verfügen. Bei unserem Exemplar befinden sich hier lediglich zwei Kunststoffabdeckungen. Möglicherweise haben wir eine sehr frühe Version erhalten.

In der Bedienungsanleitung wird zudem eine Fernbedienung aufgeführt, um das Hoverboard einzuschalten. Diese hat bei uns gefehlt. Probleme gab es zudem mit der App – dazu gleich mehr.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Smartway Gpx01 Detail
Die Ladebuchse sitzt an der Rückseite direkt neben dem silbernen Ein-/Ausschalter.

Motor und Akku

Für den Vortrieb sorgen zwei jeweils 300 starke Motoren, insgesamt leistet das GPX-01 also 600 Watt. Der fest verbaute Akku mit 36 Volt verfügt über 4.0 Ah. Er wird über eine Buchse an der Hoverboard-Rückseite geladen.

Die Ladezeit des Lithium-Ionen-Akkus beträgt zwei bis drei Stunden. Praktisch: Bereits nach 30 Minuten hat der Akku wieder 80 Prozent seiner maximalen Kapazität erreicht.

Mindestens 20, maximal 120 Kilo

Damit sich das Hoverboard selbst stabilisiert und die Elektronik richtig arbeiten kann, müssen die Fahrer mindestens 20 Kilogramm schwer sein. Mit mehr als 120 Kilo sollte man das Gefährt nicht belasten.

Zur Ausstattung des GPX-01 gehört ein Lautsprecher, der sich zur Musikwiedergabe per Bluetooth mit Smartphones oder Tablets verbindet. Auf dem Board befindet sich mittig eine kleine, grüne Akkuladestandsanzeige.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Smartway Gpx01 App
Tacho, Akkustandsanzeige, Modus-Wahl, Routentracking – diese Optionen bietet die App Smartway-Berlin. Unser Hoverboard konnte sich mit dieser jedoch nicht verbinden.

Die Smartway-App

Dem Hoverboard liegt extra eine zusätzliche Kurzanleitung bei, die sich der für iOS und Android erhältlichen App Smartway-Berlin widmet. Über die App kann man die Geschwindigkeit, den Batteriestatus und die zurückgelegte Strecke ablesen, außerdem Beschleunigung und Lenkgeschwindigkeit anpassen.

Außerdem kann man zwischen den Fahrmodi »Primär«, »Normal« und »Fortschrittlich« wählen. Darüber hinaus besteht offenbar die Möglichkeit, die gefahrene Route aufzuzeichnen und nachträglich auf einer Karte darzustellen.

Wir schreiben »offenbar«, weil wir die App nicht testen konnten. Denn unser Smartphone Samsung Galaxy Note 10+ ging im Test lediglich eine Audio-Bluetooth-Verbindung mit dem GPX-01 ein. Die App konnte das Hoverboard nicht finden, und auch über die Bluetooth-Einstellungen war das Modell nicht auffindbar. Möglicherweise liegt dies ebenfalls daran, dass unser Testmuster noch aus einer sehr frühen Serie stammt.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Smartway Gpx01 Vorne
Das Smartway liegt trotz seiner kompakten Maße beinahe so sicher wie ein Brett auf der Fahrbahn.

Fahrverhalten

Das Aufsteigen auf das Smartway-Board gelingt ohne Probleme, wenn man zwischen dem rechten und dem linken Fuß nicht allzu viel Zeit vergehen lässt. Dann bewegt sich das GPX-01 nur minimal nach vorne bzw. hinten oder steht im besten Fall ganz ruhig auf der Stelle.

Auch als Anfänger kann man die leichten Bewegungen durch dezente Körperverlagerungen gut ausgleichen. Neigt man sich leicht nach vorne, nimmt das Hoverboard gleich Fahrt auf. Die gummierte Oberfläche bietet den Füßen einen sicheren Halt. Lehnt man sich etwas zurück, bremst das Hoverboard ab. Relativ schnell entwickelt man ein Gefühl für das Handling, wenn man sich mit der Thematik Hoverboard generell schon vertraut gemacht hat.

Guter Grip, dynamischer Antritt

Das GPX-01 fährt flott, die angegebene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 15 km/h. Wahrscheinlich blieben wir etwas darunter, das ist eine Frage der Technik. Mit dem Hoverboard sind wir sehr agil unterwegs, es ist recht wendig, antrittsschnell und lässt sich perfekt steuern.

Die Auto-Balance-Technik arbeitet einwandfrei. Man hat nie das Gefühl, dass es gleich gefährlich werden könnte. Die Gummireifen bieten eine gute Bodenhaftung, die Felgen werden nur mäßig warm. Klar, Hoverboards mit größeren Reifen haben einen noch einen etwas besseren Fahrkomfort, bügeln Unebenheiten noch besser weg. Trotzdem sind wir mit der diesbezüglichen Performance des GPX-01 sehr zufrieden. Es ruckelt und holpert nicht, sondern rollt sauber und gleichmäßig.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Smartway Gpx01 Rad
Die 6,5 Zoll großen Gummireifen ermöglichen guten Grip.

Ein sehr positiver Aspekt ist der Akku. Dieser schneidet am besten in unserem Testfeld ab. Wir fahren 60 Minuten am Stück ohne Leistungsverlust. Nach einer Stunde ist das Hoverboard exakt so dynamisch unterwegs wie zu Beginn.

Selbst nach unserer Testrunde können wir immer noch mit identischer Leistung weiterfahren, der Akku hat noch Saft. Bei wie viel Prozent er steht, können wir nicht ablesen, da sich die App nicht verbindet. Natürlich wissen wir auch nicht, auf welcher Intensitätsstufe die Antriebskraft in der Smartway-Berlin-App steht. Aber: Sollte die Intensität hoch sein, hätte der Akku sehr lange durchgehalten. Andererseits würde bei einem niedrigen Level kein Wunsch nach mehr Leistung aufkeimen.

Fazit

Beim Smartway GPX-01 stimmt das Komplettpaket aus Leistung, Fahrverhalten, Akku-Reichweite und Verarbeitung. Dieses Hoverboard bietet viel zum fairen Preis. Wir gehen davon aus, dass die App-Problematik nur bei unserem Modell besteht. Mit etwas Feintuning durch die Applikation macht das Fahrzeug mit Sicherheit noch einen Tick mehr Spaß.

Smartway GPX-01 im Testspiegel

Noch hat kein anderes seriöses Medium das Smartway GPX-01 getestet. Sobald ein Test vorliegt, werden wir das Ergebnis hier nachreichen.

Alternativen

Mit den Hoverboards Bluewheel HX510 SUV und dem Robway W3 haben wir zwei Modelle mit größeren Reifen als interessante Alternativen getestet, die sich sowohl für längere Strecken als auch für Ausflüge ins unwegsame Gelände eignen. Das Wheelheels Alpha Mini erwies sich im Test als Strecken-Rekordhalter, das Alpha Offroad hat den stärksten Akku an Bord.

Alu-Akrobat: Wheelheels Alpha Mini

Das Wheelheels Alpha Mini ist mit knapp 300 Euro in der gehobeneren Preisklasse angesiedelt. Wer aber auf exzellente Verarbeitung und hohen Fahrspaß Wert legt, wird mit diesem Modell glücklich.

Für Langstrecken

Wheelheels Alpha Mini

Test [Duplicated]  Hoverboard: Wheelheels Alpha Mini
Stabile Alu-Konstruktion, tolle Fahreigenschaften und gute Reichweite: Das Wheelheels Alpha Mini erfüllt höchste Ansprüche.

Das kompakte Hoverboard, erhältlich in Schwarz, Weiß, Gelb, Blau und Rot, kommt aus deutscher Produktion. Laut Hersteller ist es das erste wasserresistente Hoverboard (Schutzart IP54) – hochwertige Dichtungen sowie eine schmutz- und wasserabweisende Oberfläche sollen das Fahren auch bei Regenwetter ermöglichen. Die Röhrenkarosserie besteht aus 3 Millimeter starkem Aluminium.

 Hoverboard Test: Hoverboards Oktober2021 Wheelheels Alpha Mini
Das wendige Alpha Mini kommt ohne Mittelgelenk aus.

Eine Besonderheit fällt sofort auf: Das Alpha Mini verzichtet auf ein Mittelgelenk. Der hochwertige Aluminiumkorpus ist aus einem Stück gefertigt, wodurch das kleine Gefährt extrem verwindungssteif und stabil ist. Wheelheels arbeitet ausschließlich mit Drucksensoren. Geeignet ist das 9,5 Kilo leichte Hoverboard für Kinder ab einem Gewicht von 20 Kilogramm. Es hat zwei Motoren mit jeweils 250 Watt integriert, der Akku leistet 4.0 Ah. Mit 6,5 Zoll fallen die Gummireifen eher kompakt aus. Das trifft auch auf das gesamte Hoverboard zu, das mit den Abmaßen 60 x 23 x 25 Zentimeter zu den schlankeren Gefährten zählt. Als maximale Reichweite gibt Wheelheels 15 Kilometer an.

An der Front und auf der Rückseite befinden sich einstellbare LEDs. Der Hersteller verspricht eine unkomplizierte Versorgung mit Ersatzteilen. Als Zubehör ist ein Schnelllader erhältlich. Damit soll sich das Alpha Mini in weniger als einer Stunde wieder voll aufladen lassen, ansonsten muss man rund drei Stunden einplanen.

 Hoverboard Test: Hoverboards Oktober2021 Wheelheels Alpha Mini Detail
Sicherer Stand, stabile Aluminiumkonstruktion: Das Wheelheels-Hoverboard bietet auch Anfängern hohen Fahrspaß.

In der für iOS und Android erhältlichen App kann man unter anderem die Beleuchtung einschalten und individuell anpassen, die Höchstgeschwindigkeit festlegen sowie die Lenkempfindlichkeit definieren. Die App zeigt darüber hinaus die aktuelle Geschwindigkeit und die Akku-Restkapazität sowie die Laufzeit an.

 Hoverboard Test: Hoverboards Oktober2021 Wheelheels Alpha Mini App
Anzeige der Fahrdaten sowie Anpassung der Lenkempfindlichkeit und des Lichterspektakels: In der »Alpha«-App von Wheelheels lässt sich einiges ablesen und modifizieren.

Nachdem der Akku unseres Alpha Mini im ersten Testdurchgang nur eine maximale Kapazität von 42 Prozent erreicht hatte, ist dieses Problem beim neuerlichen Test behoben. Die App zeigt eine Akku-Kapazität von 100 Prozent an. Unsere Probefahrt führen wir mit maximaler Performance durch. Das zerrt natürlich am Akku, beschert aber auch den meisten Fahrspaß.

Hiervon gibt es beim Alpha Mini jede Menge. Mit dem massiv verarbeiteten Hoverboard kommen wir schnell gut zurecht. Die Fußstellung ist durch zwei Gummiauflagen vorgegeben. Wir stehen dadurch sehr stabil und genießen perfekten Halt. Das Fahrverhalten ist top, die Gewichtsverlagerung gelingt problemlos, das Lenkverhalten ist klasse, und auch die Beschleunigung überzeugt. Durch Bremsvorgänge soll sich der Akku wieder minimal laden. Wheelheels kombiniert nach eigener Angabe die »Auto-Balancing-Technologie« mit der »Wake-up-Funktion« – dadurch ist das Fahrzeug immer in ausgerichteter Position und lässt sich durch das Antippen mit dem Fuß aktivieren.

 Hoverboard Test: Hoverboards Oktober2021 Wheelheels Alpha Mini Seite
Langstreckenläufer: In einer Stunde sind wir mit dem Alpha Mini mehr als 6 Kilometer weit gefahren.

Nach exakt einer Stunde haben wir mit dem Alpha Mini 6,4 Kilometer zurückgelegt. Das ist der Bestwert in diesem Testfeld. Der Akku hat noch eine Restkapazität von 28 Prozent. Ließ sich das Hoverboard die gesamte Fahrdauer über mit maximaler Leistung ohne Beschleunigungsdefizit vorwärtsbewegen, so bricht die Performance jetzt spürbar ein. Die restliche Akku-Power reicht zumindest für einen Erwachsenen mit knapp 80 Kilo nicht mehr aus, um das Hoverboard effektiv zu nutzen – es fehlt an Schub. Reduziert man die Höchstgeschwindigkeit, sind insgesamt deutlich längere Fahrzeiten möglich.

Verarbeitung, Fahr- und Akkuleistung sowie Reichweite überzeugen beim Wheelheels Alpha Mini. Wer die Anschaffungskosten von 300 Euro nicht scheut, erhält ein sehr gutes Hoverboard ohne nennenswerte Schwäche.

Robuster Offroader: Bluewheel HX510 SUV

Schon beim ersten Blick sieht man: Das Bluewheel HX510 SUV ist ein extrem robustes Hoverboard mit dicken Reifen, das nicht nur über Asphalt bewegt werden muss. Auch unebener Untergrund, Steine oder Rasen machen dem Gefährt nichts aus.

Robuster Offroader

Bluewheel HX510 SUV

Hoverboard Test: Bluewheel Hx510 Suv
Mit seinen 8,5 Zoll großen Geländereifen bietet das leistungsstarke Bluewheel HX510 SUV auf- und abseits asphaltierter Wege hohen Fahrkomfort und eine exzellente Verarbeitung.

Eine Berührung der seitlichen Schutzbleche, und man merkt sofort: Das HX510 SUV ist sehr hochwertig verarbeitet, stabil und verwindungssteif. Denn das Chassis besteht aus stabilem Aluminium. Qualitativ ist das Hoverboard damit allen anderen Kandidaten aus diesem Testfeld überlegen. Erhältlich ist das kleine Offroad-Monster in den Farben Schwarz, Weiß, Blau und Rot.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Bluewheel Seite
Wuchtige Reifen für das Gelände sind das Markenzeichen des Bluewheel HX510SUV.

Die 8,5 Zoll großen Reifen mit breiter Lauffläche sind gut profiliert. Klasse: Bei den Felgen kommt ebenfalls Aluminium zum Einsatz, was sich nicht nur positiv auf die Festigkeit auswirkt, sondern auch richtig gut aussieht. Durch seine bullige Optik und die stabile Bauweise erinnert das Hoverboard als einziges im Test nicht an ein Spielzeug, sondern an ein seriöses und ausgereiftes Fortbewegungsmittel. Mit knapp 13 Kilo ist das Bluewheel allerdings kein Leichtgewicht. Ein hilfreiches Accessoire ist möglicherweise die separat erhältliche, rund 35 Euro teure Tragetasche mit Rollen.

Die beiden Trittflächen verfügen über eine schön strukturierte und gummierte Oberfläche für einen perfekten Stand. Auch bei Nässe und Schmutz hat man so auf dem Board noch einen guten Grip.

Der integrierte Lithium-Ionen-Akku leistet 25,2 V und 4.0 Ah (100,8 Wh), die Ladezeit beträgt drei Stunden. Dazu wird das mitgelieferte Ladegerät hinten links in die Ladebuchse eingesteckt. Zur Leistung der beiden verbauten Motoren macht der Hersteller leider keine Angaben.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Bluewheel Rad
Auch auf Rasen kann man sich mit diesem Hoverboard fortbewegen.

Die maximal erreichbare Geschwindigkeit liegt bei 16 Stundenkilometern. Personen, die mit dem Hoverboard fahren, sollten mehr als 15 Kilo wiegen und nicht schwerer als 120 Kilogramm sein. Zwei Scheinwerfer leuchten den Weg aus. Über die für iOS und Android erhältliche Gyroor-App kann man die Farbe zusätzlicher LEDs frei anpassen.

Die Smartphone-App ist die Steuerzentrale des HX510 SUV, das virtuelle Cockpit. Über diese kann man den Self-Balancing-Modus ein- und ausschalten, zwischen dem Fortgeschrittenen- und dem Anfängermodus wählen und eine Geschwindigkeitsbeschränkung einrichten. Außerdem führt die Anwendung bei Bedarf eine Fehleranalyse durch, um das komplette System zu checken.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Bluewheel App
Über die Gyroor-App kann man unter anderem die Geschwindigkeit und die Restkapazität des Akkus ablesen, eine Fehleranalyse durchführen und die Beleuchtung anpassen.

In der App sieht man zudem den Ladestand des Akkus und die aktuelle Geschwindigkeit. Die Applikation ist übersichtlich gestaltet, die Bedienung absolut intuitiv. Über die Bluetooth-Verbindung lässt sich Musik direkt über Lautsprecher im Hoverboard abspielen.

Das HX510 SUV macht auch blutigen Anfängern das Aufsteigen einfach. Es bleibt genügen Zeit, um beide Füße zu platzieren, ohne dass sich das Hoverboard sofort unkontrolliert in Bewegung setzt.

Die Fahreigenschaften sind ausgezeichnet. Das Bluewheel beschleunigt gut, mit etwas Übung sind Geschwindigkeiten jenseits der 10 km/h problemlos möglich. Die Steuerung ist sehr direkt ausgelegt, dadurch sind schön enge Kurven möglich. Auf diese Weise lässt sich das Hoverboard auch nutzen, wenn nur eine vergleichsweise kleine Fläche zur Verfügung steht. Probefahrten auf der Terrasse waren ohne Einschränkungen möglich, natürlich mit gedrosseltem Tempo.

Die dicken Reifen laufen ruhig und schlucken Steinchen und Unebenheiten souverän weg. Das HX510 SUV bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Auch auf Rasen oder Schotter fühlt sich dieses Hoverboard zu Hause. Die Kraft reicht aus, um auf weicherem Untergrund vorwärts zu kommen.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Bluewheel Oben
Perfekter Stand: Auf dem Bluewheel kommt man auch bei leichter Nässe nicht so schnell ins Rutschen.

Positiv: Über die gesamte Fahrdauer steht die identische Antriebskraft zur Verfügung, die Performance bricht nicht ein. Mit maximal eingestelltem Speed war der Akku allerdings nach 50 Minuten leer. Damit endet der Fahrspaß relativ schnell. Wenn man das Tempo drosselt, dürfte die Nutzungsdauer ohne Aufladen auf deutlich mehr als eine Stunde ansteigen.

Verarbeitung, Materialien, Fahr- und Kurvenverhalten des Bluewheel HX510 SUV sind ausgezeichnet, die Fahrzeit ist wie bei fast allen von uns getesteten Hoverboards überschaubar. Abgesehen davon ist dieses Modell jedoch eine uneingeschränkte Empfehlung.

Entspannter Flitzer: Robway W3

Weniger fürs Gelände, dafür aber perfekt für befestigte Untergründe ist das Robway W3 geeignet. Das Hoverboard ist in 14 unterschiedlichen Farben erhältlich und paart hohe Laufruhe mit flottem Antritt.

Entspannter Flitzer

Robway W3

Hoverboard Test: Robway W3
Mit 800 Watt und 10 Zoll großen Reifen ist man auf dem Robway W3 dynamisch und sicher unterwegs. Per App lässt sich das Fahrverhalten anpassen.

Garant für die guten Fahreigenschaften sind die 10 Zoll großen Vollgummireifen. Mit einem Gewicht von 12 Kilogramm ist das W3 kein Fliegengewicht, das man mal so eben über weitere Strecken trägt. Die mitgelieferte Tragetasche erleichtert den Transport jedoch ungemein.

Im Gegensatz zum Bluewheel kommt bei diesem Robway-Modell überwiegend Kunststoff zum Einsatz. Anfänger sollten aufpassen: Nach ersten Fahrversuchen, die mit einem abrupten Absprung enden, kann das W3 schon mal umkippen. Hässliche Kratzer erinnern dann sofort daran, dass man noch nicht perfekt ist.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Robway W3
Die Felgen bestehen aus Kunststoff, ansonsten verbaut Robway beim 12 Kilogramm schweren W3 viel Kunststoff.

Die Reifen haben klassische Ventile und lassen sich somit jederzeit aufpumpen. Zumindest die Felgen sind aus Metall gefertigt. Für die Beleuchtung sorgen zwei LED-Scheinwerfer sowie zwei Leuchtbänder über den Radläufen. Das Lichterspektakel ist fest vorgegeben und kann nicht über die für iOS und Android erhältliche Robway-App angepasst werden.

Ansonsten stehen hierüber diverse Settings parat. So lässt sich die maximale Geschwindigkeit (6 bis 18 km/h) definieren, die Antriebskraft (50 bis 100 Prozent) sowie die Lenkempfindlichkeit festlegen, mit der das E-Board reagiert. Die Applikation zeigt zudem die aktuelle Geschwindigkeit und die zurückgelegte Distanz an. Mit »Advanced«, »Intermediate« und »Primary« stehen außerdem drei Fahrmodi zur Verfügung. Bei Bedarf führt die App auch eine detaillierte Fehleranalyse durch.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Robway W3 App
Die Robway-App dient zum Auswählen des Fahrmodus, kennt die Restkapazität des Akkus und ermöglicht das Festlegen von Fahrparametern.

Die beiden Motoren liefern zusammen 800 Watt. Damit ist das W3 zumindest vom Papier her das leistungsstärkste Hoverboard in unserem Testfeld. Der Lithium-Ionen-Akku stammt von Samsung und kommt auf 36 Volt sowie 4.0 Ah und 144 Wh. Das Laden dauert zwei bis drei Stunden.

Robways W3 schultert Fahrer bis zu einem Gewicht von 120 Kilo. Das Mindestgewicht fällt mit 40 Kilo recht hoch aus, zumindest für kleinere Kinder ist dieses Hoverboard damit nicht geeignet. Die Steigfähigkeit liegt bei maximal 15 Grad. An Bord sind Lautsprecher mit Bluetooth-Schnittstelle zum Streamen von Smartphone oder Tablet verbaut.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Robway W3 Oben
Griffige Standflächen ermöglichen eine sichere Fahrt.

Auch das W3 balanciert sich selbst aus. Aufsteigen ist damit relativ problemlos möglich. Steht man, genießt man eine griffig-gummierte Fläche und eine clevere Elektronik, die das W3 im Gleichgewicht hält. Um sich flott vorwärts oder rückwärts zu bewegen, ist wie bei allen anderen Hoverboards etwas Übung und Mut erforderlich, um sich nach vorne oder hinten zu lehnen.

Wer sich traut, genießt mit dem W3 hohe Fahrleistungen. Wir haben im Test maximale Antriebskraft und die maximal mögliche Höchstgeschwindigkeit ausgewählt. Das Robway rollt sehr souverän und gleitet angenehm über den Asphalt. Die großen 10-Zoll-Reifen sind ein riesiger Vorteil, weil sie schön dämpfen und Schläge sowie Ruckler lediglich stark reduziert an die Füße des Fahrers weitergeben.

Das Kurvenverhalten ist gut, bauartbedingt reagiert das W3 aber nicht ganz so flott und präzise wie kompaktere E-Boards. Für längere Strecken – wären sie denn im Straßenverkehr erlaubt – wäre das Robway ob der großen Reifen und der entspannten Fahrweise das perfekte Hoverboard.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Robway W3 Rad
Die 10 Zoll großen Vollgummireifen bieten hohen Abrollkomfort.

Mit voller Leistung haben wir dem W3 wie allen anderen Hoverboards im Test einiges abverlangt. Bis zu einer Restkapazität von 50 Prozent war das Zweirad schnell und auf konstantem Niveau unterwegs. Nach etwa 35 Minuten konnten wir eine erste spürbare Leistungsabnahme feststellen.

25 Prozent Restakku führten dazu, dass sich das Robway fast nur noch rückwärts fahren ließ, vorwärts klappte dies wenn überhaupt nur noch im Schneckentempo. Nach einer Stunde und dem Ende unseres Dauerbetriebs hatte der Akku zwar noch 21 Prozent, die Reserve eignete sich aber kaum noch zum vernünftigen Fahren. Unsere Fahrstrecke betrug laut App rund 4,5 Kilometer – mehr Reichweite ist in der Praxis kaum drin. Wer längere Fahrstrecken absolvieren will, sollte auf jeden Fall die Antriebskraft reduzieren.

Insgesamt überzeugt das Robway W3 durch seine souveräne und sichere Fahrweise, die sich auch für Anfänger eignet. Die Akkuleistung ist, gemessen an den Mitbewerbern, ordentlich, auch wenn wir uns hier noch mehr Ausdauer wünschen würden.

Akku-Gigant: Wheelheels Alpha Offroad

Mehr Akkuleistung als das Wheelheels Alpha Offroad bietet dem Hersteller zufolge momentan kein anderes Hoverboard: Mit 5.8 Ah fällt dieser sehr üppig aus. 10-Zoll-Reifen und ein massives Aluminiumgehäuse sind zusätzliche positive Eigenschaften des Spaßgeräts.

Der beste Akku

Wheelheels Alpha Offroad

Test [Duplicated]  Hoverboard: Wheelheels Alpha Offroad
Das Wheelheels Alpha Offroad protzt mit extrem viel Akku-Kapazität. Hinzu kommen eine massive Alu-Karosserie und große 10-Zoll-Luftreifen.

Schon beim Auspacken wird deutlich: Das Alpha Offroad ist ein Fahrzeug, das nicht nur auf befestigten Pisten zu Hause ist. Die großen Luftreifen dürften sich auch auf Rasen oder Schotter wohlfühlen. Ähnlich wie das Alpha Mini ist auch dieses Hoverboard exzellent verarbeitet. Ein Mittelgelenk entfällt, dafür setzt der deutsche Hersteller auf eine stabile Bauweise bestehend aus einer festen Röhrenkarosserie aus eloxiertem Aluminium mit einer Dicke von 3 Millimeter.

 Hoverboard Test: Hoverboards Oktober2021 Wheelheels Alpha Offroad
Monströs: Das Wheelheels Alpha Offroad rollt auf 10 Zoll großen Reifen und kommt auch auf unebenem Untergrund zurecht.

Innen sind die Räder durch Schutzbleche in hochwertigem Chrom verblendet. Hebt man das Alpha Offroad an, so wackelt, vibriert oder klappert hier nichts. Dieser elf Kilogramm schwere Brocken ist perfekt wie aus einem Guss gefertigt. Durch seine Größe und sein Gewicht eignet sich das Hoverboard primär für stationäre Einsätze – eine spontane Mitnahme im Bus könnte man schnell bereuen.

Erhältlich ist das Alpha Offroad in Blau, Chrom, Gelb, Rot und Schwarz. Bei den Varianten in Blau, Gelb und Rot bestehen die Schutzbleche aus Kunststoff. Das Gefährt ist ebenfalls wasserresistent (Schutzart IP54) und verfügt über zusätzliche Dichtungen, damit auch Fahrten bei schlechtem Wetter kein Problem darstellen. Belastet werden darf das Board mit maximal 120 Kilogramm, Fahrer sollten mindestens 20 Kilo schwer sein.

 Hoverboard Test: Hoverboards Oktober2021 Wheelheels Alpha Offroad Oben
Sicherer Stand ist auf dem Alpha Offroad gewährleistet.

Für die Fortbewegung sorgen zwei jeweils 350 Watt starke Brushless-Motoren. Der Lithium-Ionen-Akku von Samsung ist nach rund drei Stunden an der Haushaltssteckdose wieder voll geladen. Wer sich das optional erhältliche Schnellladegerät zulegt, kann etwa zwei Stunden beim Laden sparen. Durch die Modulbauweise des Alpha Offroad lassen sich alle wichtigen Komponenten einzeln austauschen.

Nach einer Stunde Fahrzeit wissen wir die Vorzüge des 5.8-Ah-Akkus zu schätzen: Dieser weist immer noch eine Restkapazität von satten 52 Prozent auf. Zurückgelegt haben wir in dieser Zeit exakt 4 Kilometer. Bedingt durch seine Größe und sein Gewicht fährt sich das Alpha Offroad nicht ganz so agil wie das Alpha Mini. Das macht sich einerseits bei der von uns erreichten Höchstgeschwindigkeit bemerkbar (diese liegt laut Hersteller bei 20 km/h, wurde von uns im Test allerdings nicht erzielt), andererseits auch in der Wendigkeit.

 Hoverboard Test: Hoverboards Oktober2021 Wheelheels Alpha Offroad Seite
Federt gut und rollt angenehm weich: Das Alpha Offroad ist auf glattem Asphalt ein entspannter Gleiter.

Durch die großen Reifen rollt das Hoverboard sehr ruhig und souverän und federt Bodenunebenheiten locker weg. Auch im Garten auf Rasen oder auf Waldwegen lässt sich das Alpha Offroad problemlos fahren. Das Aufsteigen ist dank der größeren Höhe etwas schwieriger als beim Alpha Mini, nach etwas Übung aber locker zu meistern. Die Standfestigkeit ist durch die beiden Gummipads hervorragend.

Die App und deren Features sind identisch wie beim Alpha Mini. Auch hier kann man über die Applikation die Beleuchtung des Hoverboards anpassen.

Natürlich ist das Wheelheels Alpha Offroad für knapp 460 Euro ein richtig teures Spielzeug. Größter Pluspunkt ist der starke Akku für langen Fahrspaß, aber auch die Verarbeitung und die Fahrleistung überzeugen. Wer nicht ganz so lange am Stück fahren will, unbefestigtes Terrain meidet und gerne noch etwas agiler unterwegs ist, sollte zum günstigeren Alpha Mini greifen.

Außerdem getestet

Robway W1

Wer sich innerhalb des Robway-Kosmos aufhalten und nicht zum W3 mit 10-Zoll-Rädern greifen möchte, sondern es lieber etwas kleiner bevorzugt, kann auch mal ruhig einen Blick auf das W1 werfen. Dieses ist auf 6,5-Zoll-Reifen unterwegs, wiegt nur 11 Kilogramm und ist in 23 unterschiedlichen Farben und Optiken erhältlich.

Die beiden Motoren leisten zusammen 700 Watt, der Lithium-Ionen-Akku verfügt über 36 Volt und 144 Wattstunden. Ausgestattet ist das Spaßgefährt mit Scheinwerfern und farblich anpassbaren LED-Bändern. Fahrer sollten zwischen 30 und 120 Kilo wiegen. Die Verarbeitung ist solide, bei Robway kommt halt viel Kunststoff zum Einsatz. Was negativ auffällt: Das W1 stinkt anfangs extrem, nach einiger Zeit verflüchtigt sich der unangenehme Geruch jedoch.

Der Stand auf diesem Hoverboard ist in Ordnung, auch das W1 stabilisiert sich nach dem Aufsteigen von alleine. Wenn man beide Füße zügig auf das Board stellt, gelingt dies ohne größere Probleme. Über die App kann man ebenfalls Geschwindigkeit, Akkustand, Temperatur und Gesamtkilometer ablesen, außerdem Höchstgeschwindigkeit, Antriebskraft und Lenkempfindlichkeit auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Musik lässt sich per Bluetooth an die bordeigenen Lautsprecher streamen. Mit einem Android-Smartphone konnten wir problemlos auf die App zugreifen, mit einem iPhone gab es hingegen Probleme.

Was uns gut gefällt: Das W1 hält seine Leistung konstant bei. Nach einer Stunde haben wir eine Restkapazität von 4 Prozent übrig. Das Hoverboard lenkt gut und reagiert je nach Einstellung recht sensibel auf Gewichtsverlagerungen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 15 km/h.

Bedingt durch die kleinen Reifen ist der Fahrkomfort nur mittelmäßig. Jeder kleine Stein, jede Unebenheit auf dem Boden bekommt man als Fahrer zu spüren. Abgesehen davon schlägt sich das Robway W1 jedoch wacker und ist damit eine (kleinere) Alternative zum W3.

Soflow Flowpad 1.0

Wer ein günstiges Hoverboard sucht, auch um zu testen, ob ihm dieser Art der Fortbewegung überhaupt Spaß macht, kann gerne zum Soflow Flowpad 1.0 greifen. Zum Preis von rund 150 Euro macht man hier nicht viel falsch.

Das E-Board wiegt nur 7,5 Kilo und kann daher auch mal problemlos im Kofferraum verstaut werden, um es an eine Stelle zu transportieren, an der Hoverboards erlaubt sind. Die Motorleistung ist mit 200 Watt im unteren Bereich angesiedelt. Beim Lithium-Ionen-Akku setzt Soflow nicht auf eine 36-, sondern auf eine 24-Volt-Version mit 4.4 Ah. Fahrer müssen zwischen 15 und 100 Kilo wiegen. Die Ladedauer des Hoverboards liegt bei 4 bis 5 Stunden.

Die kompakte Größe von 59,5 x 18,5 x 18 Zentimeter hat einen Grund: Das Flowpad 1.0 rollt nur auf 6 Zoll großen Vollgummireifen. So werden fast alle Bodenunebenheiten direkt an die Füße des Fahrers weitergegeben. Das Fahrverhalten ist etwas unruhig. Lehnt man sich zu weit nach vorne, beginnen die Reifen leicht durchzudrehen.

Bezüglich des Kurvenverhaltens und seiner Wendigkeit schneidet das Soflow sehr gut ab. Nach der Ausfahrt aus der Kurve neigt sich das Hoverboard direkt in die Richtung, in die man fahren möchte. Bergab ist gefühlt immer ein leichter Bremsmodus aktiviert, was aus Sicherheitsgründen nicht schlecht ist. Das Aufsteigen auf das Hoverboard gelingt nach kurzer Übungszeit problemlos. Mit maximal 12 km/h in der Spitze gehört das Hoverboard nicht zu den schnellsten, aber der Speed reicht aus.

Nach 25 Minuten merkt man erstmals, dass das Hoverboard langsamer wird. Noch mal 20 Minuten später baut der Akku richtig ab. Nach knapp einer Stunde ist noch ein wenig Restakku vorhanden, um sich gerade so vorwärts zu bewegen.

Der Hersteller weist auf seinem Verpackungskarton zwar darauf hin, die Soflow-App zu installieren. Wir bezweifeln jedoch, dass sich das Flowpad per Bluetooth mit der Anwendung verbinden kann. Auf unserem Samsung Galaxy Note 10+ tauchte das Hoverboard nicht in den Bluetooth-Einstellungen auf, und auch die App konnte das Zweirad nicht finden.

Für rund 150 Euro erfüllt das Soflow Flowpad 1.0 die Erwartungen und kann als Einsteiger-Board recht bedenkenlos gekauft werden.

RCB ‎Z1+

Das RCB ‎Z1+ gehört mit einem Preis von knapp 190 Euro zu den günstigeren Hoverboards auf dem Markt. Als Hersteller wird bei Amazon Wuyi Chuangxin genannt, was auf chinesische Produktion schließen lässt. Das Hoverboard rollt auf 6,5 Zoll großen Reifen, die beiden Motoren leisten zusammen 700 Watt. Zum Akku gibt es lediglich die Angabe 72 Wattstunden und ansonsten keine näheren Details.

Erhältlich ist das RCB in neun unterschiedlichen Farbgebungen. Der Kunststoff ist sehr anfällig für Kratzer, falls das Gefährt nach dem Absteigen mal auf die Seite fallen sollte. Über die Bluetooth-Verbindung lässt sich Musik abspielen, eine Möglichkeit zur App-Steuerung gibt es nicht, und auch auf die LEDs hat man keinen Einfluss. Der vorgegebene Gewichtsbereich liegt zwischen 20 und 100 Kilo. Mit einem Gewicht von 7,8 Kilo ist das RCB-Hoverboard ein leichtes Hoverboard. Die verbauten Materialien machen nicht den hochwertigsten Eindruck.

Beim Aufsteigen sollte man sich beeilen, damit beide Beine auf dem Board stehen und man nicht stürzt und/oder sich das Hoverboard alleine in Bewegung setzt. Durch den gummierten Untergrund ist ein sicherer Stand möglich. Die Fahrleistungen sind durchwachsen. Kurven lassen sich problemlos nehmen, der Rollkomfort ist mittelprächtig, mitunter ist man etwas holperig unterwegs. Als Einsteiger-Hoverboard in dieser Preisklasse ist das in Ordnung.

Was leider gar nicht geht, ist der Akku. Unter Dauerbelastung hat die Leistung bereits nach 15 Minuten signifikant nachgelassen. Nach 30 Minuten war der Saft dann schon so gut wie leer, fahren unmöglich, weil man zwecks Beschleunigung vom Board geflogen ist, sobald man sich nach vorne gelehnt hat.

Damit können wir das RCB Z1+ ebenfalls nicht empfehlen. Wenn der Fahrspaß schon nach gerade mal einer Viertelstunde weitgehend zu Ende ist, weil der Akku an seine Grenze stößt, ist dieses Hoverboard sein Geld nicht wert.

Robway W2

Das 11 Kilo schwere Robway W2 rollt auf 8 Zoll großen Reifen und hat zwei Motoren mit einer Gesamtleistung von 700 Watt. Für die Beleuchtung sorgen zwei LED-Scheinwerfer und LED-Bänder rechts und links über den Reifen. Der Lithium-Ionen-Akku mit 36 Volt und 72 Wh stammt aus dem Hause Samsung. Erhältlich ist das W2 in diversen Farbvarianten.

Das Aufsteigen gelingt völlig problemlos, das Robway-Hoverboard stabilisiert ausgesprochen gut. Das war es aber auch schon an positiven Nachrichten. Der Akku erweist sich als einzige Katastrophe. Beim Start unserer Testfahrt voll geladen fängt das Gefährt bereits nach 25 Minuten an zu piepen. Die App verrät, dass der Akku gerade mal noch 11 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität aufweist.

Mit dem Fahren ist es jetzt auch vorbei. Erst hat das Board nicht mehr genug Saft, um loszurollen. Wenige Sekunden später lässt es sich sogar nicht mal mehr einschalten. Für ein 220 Euro teures Hoverboard ist eine Fahrzeit von weniger als einer halben Stunde natürlich inakzeptabel. Zurückgelegt haben wir in dieser Zeit 0,5 Meilen, also etwa 800 Meter.

Amazon-Kunden berichten von Laufleistungen von gerade mal 300 Metern oder knapp 20 Minuten, bis der Akku schlapp macht. Bei unserem Modell handelt es sich offenbar um keinen Einzelfall.

Das Kurvenverhalten des Robway W2 ist zudem unterdurchschnittlich, es dreht sich schlecht und fährt sich recht schwerfällig. Die Felgen waren nach der Testfahrt extrem heiß. Achtung, hier besteht Verbrennungsgefahr! Außerdem stinken die Reifen penetrant. Obwohl wir in der App die Höchstgeschwindigkeit aktiviert hatten, bewegte sich das Hoverboard nur langsam vorwärts.

Kurzum: Vom Robway W2 sollte man die Finger lassen, Akkuleistung und Fahrspaß sind dürftig! Möglicherweise sind auch Exemplare mit besserem Akku im Markt verfügbar. Unabhängig davon hat Robway trotzdem ein Qualitätsproblem.

So haben wir getestet

Wir haben jedes einzelne Hoverboard einem Ein-Stunden-Test unterzogen: In dieser Zeit sind wir immer die identische Strecke gefahren, die überwiegend eben ist und zum Schluss eine leichte Steigung aufweist. Ziel war es herauszufinden, über wie viel Akku-Restkapazität die E-Boards noch verfügen. Bei den meisten Hoverboards konnte man einen Prozentwert über eine App ablesen. Falls in der App einstellbar, haben wir immer die höchstmögliche Leistung gewählt.

Hoverboard Test: Hoverboards August2021 Gruppenbild
Unsere getesteten Hoverboards in der Übersicht.

Da bei den meisten Hoverboards die Akkus keine Stunde durchgehalten haben, wurde die Testfahrt entsprechend früher beendet. Anschließend haben wir die Fahrzeuge ein zweites mal voll geladen und separat das Aufsteigen, Anfahren, Abroll- und Kurvenverhalten unter die Lupe genommen.

Zudem haben wir bei den Hoverboards die verwendeten Materialien, deren Verarbeitung, die Reifen sowie die Apps gecheckt.

Die wichtigsten Fragen

Ist es schwierig, ein Hoverboard zu fahren?

Das Fahren eines Hoverboards ist auf jeden Fall schwieriger als das Fahren eines E-Scooters. Dies liegt am fehlenden Lenker und dem instabilen Fahrverhalten. Voraussetzung ist ein gutes Gleichgewichtsgefühl. Einen Nachmittag sollte man mindestens einplanen, um mit einem Hoverboard halbwegs sicher zurechtzukommen.

Darf man mit einem Hoverboard auf öffentlichen Straßen fahren?

Nein, Hoverboards sind im öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen. Sie dürfen lediglich auf Privatgelände wie in der Hofeinfahrt, auf der Terrasse oder im Garten bewegt werden.

Benötigt ein Hoverboard eine spezielle Versicherung?

Wegen der fehlenden Zulassung gibt es für Hoverboards keine KFZ-Versicherung. Die Versicherung, die wahrscheinlich bei Schäden auf Privatgelände aufkommt, ist die private Haftpflichtversicherung. Man sollte jedoch unbedingt abklären, ob die bestehende Haftpflichtversicherung die Hoverboard-Nutzung mit abdeckt.

Besteht für Hoverboards eine Helmpflicht?

Nein, ob man auf dem eigenen Grundstück beim Fahren eines Hoverboards einen Helm trägt oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Aufgrund des nicht unerheblichen Sturzrisikos raten wir jedoch dringend dazu, einen Kopfschutz aufzusetzen.

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