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Das beste Kamerastativ für Einsteiger

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Kamerastativ für Einsteiger Test: Kamerastativ
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er unter anderem Smart-Home- und Haushaltsgeräte und alles für die männliche Gesichtshaarpflege.

Wir haben 25 Kamerastative für Einsteiger getestet. Das beste für die meisten ist das Manfrotto Element Traveller Carbon BIG, das mit sehr solidem Stand, einer beachtlichen Höhe, einer vorbildlichen Verarbeitung und einer komfortablen Handhabung überzeugt. Es ist zwar nicht ganz günstig, von ganz billigen Modellen können wir aber nur abraten.

Update 3. Dezember 2020

Wir haben neun weitere Stative getestet. Unsere neuen Empfehlungen sind das Benro TMA37AL und Benro TSL08AN00.

Ein Stativ ist für Fotografen in vielen Situationen unumgänglich. Mit einem guten Stativ hat die Kamera eine feste und stabile Position. So entstehen keine Wackelbilder und man kann haargenau kleine Nuancen am Bild verändern.

Es gibt viele verschiedene Arten von Stativen, die wir im Abschnitt unter unserer Vergleichstabelle besprechen. Im diesen Test haben wir uns auf Einsteigermodelle von 20 bis 150 Euro beschränkt.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Manfrotto Element Traveller Kit Carbon BIG

Kamerastativ Test: Image
Rundum gelungen: Das Element Traveller Kit macht nicht nur auf Reisen eine gute Figur.

Wer seine Kamera auf das Manfrotto Element Traveller Kit Carbon BIG schraubt, kann sich entspannen, denn Umkippen wird das Stativ bestimmt nicht. Das Modell steht wie eine Eins und erlaubt in der hier getesteten »Big«-Variante mit einer Maximalhöhe von satten 164 Zentimetern eine hohe Flexibilität. Trotzdem bleibt das Gewicht im Rahmen.

Stabiler Hüne

Benro TMA37AL

Test Kamerastativ für Einsteiger: Benro TMA37AL
Für hochgewachsene Fotografen und luftige Perspektiven ist das TMA37AL hervorragend. Globetrotter sollten davon aber absehen.

Möchte man einen kompromisslos stabilen Stand bei einer großen Arbeitshöhe, ist das Benro TMA37AL besonders attraktiv. Mit Beinen so dick wie Fahrradrahmen und einem Gewicht jenseits der zwei Kilogramm ist es nicht die erste Wahl für reisende Fotografen, im stationären Einsatz hat es dafür so gut wie keine Mängel. Ein Wermutstropfen für Einsteiger ist lediglich, dass in der Standardausführung kein Kopf mitgeliefert wird.

Für Reiselustige

Rollei Compact Traveler No. 1 Carbon

Das Rollei Compact Traveler No. 1 Carbon ist ein kleines Schmuckstück. Obwohl es sehr leicht ist und schon fast ein wenig grazil wirkt, bietet es einen sicheren und stabilen Stand. Während sich das Stativ mit einer Höhe von 140 Zentimetern in der Mitte ansiedelt, ist es zusammenklappt so kompakt wie kaum ein anderes. Wer oft mit der Kamera unterwegs ist, wird das Modell lieben.

Beweglich

K&F Concept TM2515T

Kamerastativ Test: K&F Concept TM2515T
Der Yogameister unter den Stativen: Dank beweglicher Mittelachse lassen sich ungewöhnliche Perspektiven einnehmen.

Das K&F Concept TM2515T ist eine gute Wahl, wenn man es gerne beweglich hat: Weil das Stativ einen schönen Spagat erlaubt und die Mittelsäule auf Wunsch auch noch quer fixiert werden kann, kommt man mit wenig Aufwand an Perspektiven, die sonst teils nicht einmal Tischstative zulassen. Fast alles ist auf irgendeine Art schraub,- klapp,- kipp- oder neigbar, trotzdem steht das TM2515T stabil. Die praktische Monopod-Funktion gibt es natürlich auch hier.

Gut & günstig

Benro TSL08AN00

Test Kamerastativ für Einsteiger: Benro TSL08AN00
Nicht billig, sondern günstig: Das TSL08AN00 ist ein hervorragendes Stativ für erstaunlich wenig Geld.

Das Benro TSL08AN00 ist ein schönes, schlankes Allround-Stativ, das abgesehen vom Packmaß auch für Einsätze unterwegs sehr gut geeignet ist. Die Handhabung überzeugt auf ganzer Linie und trotz der Aluminiumausführung bringt es nur knapp über 1,2 Kilogramm auf die Waage. Auch der Preis ist gemessen am Gegenwert fair. Auf die Möglichkeit, das Stativ als Einbein zu nutzen, muss man allerdings verzichten.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerStabiler HüneFür ReiselustigeBeweglichGut & günstig
ModellManfrotto Element Traveller Kit Carbon BIGBenro TMA37ALRollei Compact Traveler No. 1 CarbonK&F Concept TM2515TBenro TSL08AN00Vanguard Veo 2s 265ABManfrotto Element Mii AluminiumBenro SystemGo Plus FGP18AManfrotto Befree AdvancedRollei Allrounder CarbonCullmann Rondo 430TM RB6.5AmazonBasics WT-C6615Neewer SAB264ESDDI TP-35Bosch Professional BT 150Hama Action 165 3DCullmann Alpha 2200TackLife MLT01Fotopro DIGI-3400AmazonBasics WT3540Hama Star 61
Kamerastativ Test: ImageTest Kamerastativ für Einsteiger: Benro TMA37ALTest Kamerastativ: Rollei Compact Traveler No. 1 CarbonKamerastativ Test: K&F Concept TM2515TTest Kamerastativ für Einsteiger: Benro TSL08AN00Test Kamerastativ für Einsteiger: Vanguard Alta Pro 2+ 265ABKamerastativ für Einsteiger Test: Manfrotto Element Mii Mobile Bt Alu Red Mkelmii4rmb Bh No AccessoriesTest Kamerastativ für Einsteiger: Benro SystemGo Plus FGP18aTest Kamerastativ für Einsteiger: Manfrotto Befree AdvancedTest Kamerastativ: Rollei Allrounder CarbonTest Kamerastativ für Einsteiger: Cullmann Rondo 430TM RB6.5Test Kamerastativ für Einsteiger: AmazonBasics WT-C6615Test Kamerastativ für Einsteiger: Neewer 10089015Test Kamerastativ: ESDDI TP-35Test Kamerastativ: Bosch Professional BT 150Test Kamerastativ: Hama Action 165 3DTest Kamerastativ: AmazonBasics WT3540Kamerastativ für Einsteiger Test: Tacklife Mlt01Test Kamerastativ: Fotopro DIGI-3400Test Kamerastativ: AmazonBasics WT3540Test Kamerastativ: Hama Star 61
Pro
  • Sehr stabiler Stand
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Komfortable Handhabung
  • Flexibel verstellbar
  • Zwei Wasserwaagen
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Extrem stabiler Stand
  • Gewaltige Arbeitshöhe
  • Hohe Nutzlast
  • Stabiler Stand
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Komfortable Handhabung
  • Fairer Preis
  • Geringes Packmaß
  • Leicht
  • Stabiler Stand
  • Komfortable Bedienung
  • Sehr flexibel verstellbar
  • Kugelkopf
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr stabiler Stand
  • Hübsches Design
  • Kugelkopf
  • Sehr stabiler Stand
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Komfortable Handhabung
  • Sehr flexibel verstellbar
  • Ermöglicht extrem niedrige Perspektiven
  • Gute Material- und Verarbeitungsqualität
  • Stabiler Stand
  • Tadellose Handhabung
  • Kompaktes Packmaß
  • Zwei Wasserwaagen
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Stabiler Stand
  • Hohe Materialqualität
  • Gute Bedienbarkeit
  • Standfest
  • Stabiler Stand
  • Kugelkopf
  • Ordentliche Verarbeitung
  • Stabiler Stand
  • Kugelkopf
  • Monopod-Funktion
  • Ordentliche Verarbeitung
  • Kugelkopf
  • Günstig
  • Funktional
  • Ausreichend stabil
  • Brauchbar stabil
  • Verarbeitung ist in Ordnung
  • 2 Wasserwaagen
  • Brauchbar stabil
  • Preislich im Rahmen
  • Brauchbare Verarbeitung
  • Schaumstoffummantelte Schenkel
  • Günstig
  • 2 Wasserwaagen
  • Günstig
  • Leicht
  • Kleines Packmaß
  • Sehr leicht
  • Inklusive Fernbedienung
  • Günstig
  • 2 Wasserwaagen
  • Günstig
  • 2 Wasserwaagen
  • Günstig
Contra
  • Nicht ganz günstig
  • Relativ schwer
  • Großes Packmaß
  • Kein Kopf im Lieferumfang enthalten
  • Nicht ganz günstig
  • Nur eine Wasserwaage
  • Nur eine Wasserwaage
  • Nur eine Wasserwaage
  • Nicht als Einbeinstativ nutzbar
  • Nicht ganz günstig
  • Nicht ganz günstig
  • Nur eine Wasserwaage
  • Keine Monopod-Funktion
  • Kein Kopf im Lieferumfang enthalten
  • Keine Wasserwaage
  • Relativ schwer (Aluminium-Version)
  • Nur eine Wasserwaage
  • Verarbeitung noch nicht perfekt
  • Nur eine Wasserwaage
  • Etwas störrische Klemmverschlüsse
  • Nur eine Wasserwaage
  • Keine Winkelskala
  • Suboptimale Haptik der Gummioberflächen
  • Material und Verarbeitung verbesserungswürdig
  • Stellenweise etwas unkomfortable Bedienung
  • Neigungswiderstand etwas zu hoch
  • Viel Kunststoff
  • Kein Zubehör
  • Nur eine Wasserwaage
  • Viel Kunststoff
  • Wenig stabil
  • Knackende Kunststoffteile
  • Sehr klein
  • Instabil
  • Jede Menge Kunststoff
  • Schlechte Verarbeitung
  • Klapprig
  • Instabil
  • Schlecht ausbalanciert
  • Jede Menge Kunststoff
  • Miserable Verarbeitung
  • Schwergängige Verschlüsse
  • Instabil
  • Jede Menge Kunststoff
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Was Sie über Stative wissen müssen

Wer sich schon länger mit Fotografie beschäftigt, weiß, dass »das beste« Stativ eine ziemlich subjektive Angelegenheit ist. Welches sich am besten eignet, hängt immer auch vom angedachten Einsatzzweck ab. So finden sich schwere, aber extrem stabile Stative häufig an ebenfalls schweren Vollformatkameras, was zwar der Traglast und einem soliden Stand zugute kommt, sich im Reisegepäck aber doch als recht unhandlich erweist. Ebenfalls unhandlich wird ein Stativ, wenn es auch für große Fotografen hoch genug sein soll. Abhilfe schaffen dann nur ausgeklügelte Klappmechanismen, um ein Stativ für den Transport so platzsparend wie möglich zusammenzufalten.

Es kommt auf den Einsatzzweck an

Man muss somit immer in irgendeiner Hinsicht Kompromisse eingehen – auch in Hinsicht des Preises. Überlegen Sie vor dem Kauf, was sie mit Ihrem Stativ tun wollen, wie oft sie es außer Haus mitnehmen werden, wie schnell Sie es einsatzbereit bekommen müssen und was es kosten darf.

Denn wie so oft, ist der Preisfaktor auch hier zentral. Wollen Sie ein starkes, aber mobiles Modell? Das wird nicht billig. Wollen Sie ein starkes, aber günstiges Modell? Das wird nicht leicht zu transportieren. Wollen Sie ein mobiles und günstiges Modell? Dann sollte Ihre Kamera lieber nicht zu viel wiegen und sicherheitshalber auch nicht aus dem schützenden Händen gelassen werden.

Kamerastativ für Einsteiger

Das Material

Um das Gewicht zu senken und die Stabilität zu erhöhen, fertigen viele Hersteller ihre Produkte inzwischen aus Kohlefaser, auch als Carbon bekannt. Das ist besonders für Reisestative von Vorteil, da ein geringes Gewicht hier besonders wichtig ist. Der Unterschied zwischen einem Carbon- und Aluminiumstativ liegt bei einer typischen Größe zwar nur bei etwa 300 bis 400 Gramm, das entspricht aber immerhin einer Ersparnis von rund 20 bis 25 Prozent – eine echte Erleichterung, gerade wenn man es den ganzen Tag mit sich herumträgt. Der einzige Wermutstropfen ist einmal mehr der Preis, denn Carbon-Modelle sind deutlich teurer als ihre Aluminium-Pendants.

Alu, Carbon oder Holz?

Wer Stabilität ohne Kompromisse möchte, greift zu Holz. Das hält nicht nur eine enorme Traglast aus, es ist auch hervorragend gegen Schwingungen und Wackler gewappnet. Entsprechende Stative sind aber nicht nur verhältnismäßig selten und relativ teuer, sie sind auch unflexibel und sehr schwer. Im Einsteigersektor sind solche Modelle kaum anzutreffen, weshalb wir sie in diesem Test nicht weiter behandeln.

Der Verschluss

An den ausziehbaren Beinen der Stative kommen zwei Verschlusstypen zum Einsatz: Entweder zum Klemmen oder zum Schrauben. Was man bevorzugt, ist in erster Linie Geschmackssache, denn beide Varianten halten grundsätzlich gleich gut. Uns ging das Öffnen der Schraubverschlüsse etwas schneller von der Hand, der Zeitvorteil hielt sich aber in überschaubaren Grenzen.

Schraubverschlüsse sind in der Handhabung angenehmer

Auffällig ist, dass Klemmverschlüsse fast nur bei günstigen Modellen vorkommen, während der Großteil der hochpreisigeren Modelle auf die Schraubvariante setzt. Ein Vorteil dieser Bauart ist ihre höhere Langlebigkeit, denn Klemmverschlüsse brechen gerne mal ab. Vor allem aber bieten die meisten Stative mit Schraubverschlüssen die Möglichkeit, sie zu einem Monopod, also einem Einbein umzubauen. Klemmverschlüsse sind dazu konstruktionsbedingt nicht geeignet.

Kugelkopf oder 3-Wege-Neiger?

»Was man nicht im Kopf hat, das hat man in den Beinen« sagt der Volksmund. Für Kamerastative gilt das nicht. Nicht nur ein stabiler Stand muss gewährleistet sein, auch in der oberen Etage soll alles problemlos vonstatten gehen. Die Kamera muss sich gut in den gewünschten Winkel neigen lassen, dort aber dann bombenfest fixierbar sein.

 Kamerastativ für Einsteiger Test: Kugelkopf
Kugelköpfe, wie hier am Benro TSL08AN00, ermöglichen eine schnelle und flexible Ausrichtung der Kamera.

Im Fotobereich haben sich zwei Standardtypen etabliert, nämlich Kugelköpfe und der sogenannte Drei-Wege-Neiger. Drei-Wege-Neiger sind anhand von drei Achsen sehr genau einstellbar und eignen sich besonders für Makro-Aufnahmen und Situationen, in der ein schnelles Ausrichten der Kamera von geringerer Bedeutung ist. Denn schneller geht es in der Regel mit einem Kugelkopf, bei dem die Aufnahme auf einer Kugel sitzt und sich frei in alle Richtungen bewegen lässt. Die exakte Fixierung erfordert dann allerdings etwas mehr Übung. Auf Kugelköpfen befindet sich außerdem meist eine Skala zum genauen Ablesen des Drehwinkels, was vor allem für Panorama-Aufnahmen hilfreich ist.

So haben wir getestet

Wir haben lange recherchiert und uns die 25 interessantesten Stative aus dem Einsteigersegment besorgt. Im Test haben wir zunächst einmal auf das Offensichtliche geachtet: Verarbeitung, Größe und Handhabung.

Wir haben jedes Stativ mit zwei Spiegelreflexkameras von Canon getestet, mit denen wir in der Redaktion die Fotos für AllesBeste aufnehmen. Außerdem haben wir eine DJI Osmo Action aufgeschraubt, eine Action-Cam, die wir hier getestet hatten.

Weitgehend ignoriert haben wir die Möglichkeit, ein Smartphone einzuspannen: Erstens bringt kaum ein Kamerastativ das notwendige Aufnahmestück mit und zweitens nehmen wir an, dass nur wenige Fotografen jemals darauf zurückgreifen werden. Zwar haben die Kameras in Mobiltelefonen im Lauf der vergangenen Jahre bei der Bildqualität deutlich zugelegt, eine richtige Kamera schlagen sie aber immer noch nicht. Außerdem sind Smartphones auf Schnappschüsse aus der Hand ausgelegt und kaum ein Nutzer setzt sich mit manuellen Einstellungen, ISO-Werten oder Belichtungszeiten auseinander – gerade letztere stellt aber einen der wichtigsten Gründe für den Griff zu einem Stativ dar.

A und O war dabei zu jeder Zeit die Stabilität. Gerät ein Stativ nämlich beim kleinsten Lufthauch ins Wackeln oder Schwingen, erfüllt es seinen Zweck nicht und wir könnten auch gleich darauf verzichten und aus der freien Hand fotografieren.

Da die meisten Fotografen nicht nur im heimischen Atelier arbeiten, sondern die weite, farbenfrohe Welt ablichten wollen, hat uns auch interessiert, wie mobil die Stative sind. Neben einem geringen Gewicht spielen hier auch die Packmaße, also die Maße im zusammengelegten Zustand, eine entscheidende Rolle.

Kamerastativ für Einsteiger Test: Manfrotto Element Traveller

Testsieger: Manfrotto Element Traveller Kit Carbon BIG

Absolut stabiler Stand, hohe Mobilität und hervorragende Verarbeitung, eine tolle Haptik und das ganze garniert mit einem schlichten, aber edlen Äußeren – das Manfrotto Element Traveller Kit Carbon weckt Freude. Offiziell wird es als Reisestativ verkauft. Das trifft auch zu, immerhin bringt es mit einem Gewicht von rund 1,3 Kilogramm und einem Packmaß von 42 Zentimetern Länge hervorragende Voraussetzungen mit, um mitgenommen zu werden. Aber auch zuhause weiß das Stativ zu überzeugen.

Testsieger

Manfrotto Element Traveller Kit Carbon BIG

Kamerastativ Test: Image
Rundum gelungen: Das Element Traveller Kit macht nicht nur auf Reisen eine gute Figur.

Würde das Element Traveller Kit nicht diesen Namen tragen, hätte Manfrotto es auch als Allrounder verkaufen können – wirft man einen Blick in Richtung des Konkurrenten Rollei, ähnelt das Stativ in vielerlei Hinsicht eher dessen »Allrounder«-Modell: dem »Compact Traveller«. Das mag auch an der Ausführung liegen, denn wir hatten die »Big«-Variante mit 164 Zentimetern maximaler Arbeitshöhe im Test. Wer nicht so hoch hinaus will, kann alternativ auch zur »Small«-Variante greifen, die es immerhin noch auf 143 Zentimeter bringt. Wir nehmen an, dass sich die beiden Varianten qualitativ nicht weiter unterscheiden, da wir aber nunmal die große Version hatten, beziehen wir uns im Folgenden auch auf genau diese.

Das Stativ gibt es übrigens auch in einer Aluminium-Ausführung, auch hier stehen eine große und eine kleine Variante zur Verfügung. Die Aluminium-Version ist ihrer Natur gemäß schwerer, aber auch günstiger zu haben. Wer unsere »Allrounder«-Einschätzung teilt und das Stativ nur gelegentlich transportieren möchte, kann somit ein sehr gutes Stativ bekommen und dabei gegenüber der Kohlefaser-Version Geld sparen.

Der Testsieger ist ein echter Allrounder

Doch zurück zu unserem großen Carbon-Stativ: Äußerlich ist es fast komplett nachtschwarz, lediglich die Inbus-Schrauben an den Schenkeln glänzen metallisch und die Wasserwaagen am Kopf sind klassisch gelbgrün. Damit macht das Element Traveller Kit Carbon einen erwachsenen, regelrecht edlen Eindruck. Auch die Verarbeitung steht dem in nichts nach: Alles ist genau da, wo es hingehört: Nichts klappert, knarzt, wackelt oder blockiert – es sei denn, man möchte Letzteres.

Alle Verschlüsse sind hochwertig und halten die beweglichen Teile souverän am gewünschten Platz. Genauer gesagt sind das jeweils vier Schraubverschlüsse pro Bein, die sich schnell und bequem mit einer Hand öffnen und schließen lassen. Das ist im Einzelnen je eine Metallschnalle, deren Einrastmechanismus ein sehr gutes Verhältnis zwischen Widerstand und Leichtgängigkeit aufweist, sowie drei Stellschrauben, die außen mit einer griffsicheren und angenehm weichen Gummischicht ummantelt sind. Lediglich das geriffelte Drehrad zum Verstellen der Mittelsäule besteht aus Kunststoff, gibt sich aber in Sachen Stabilität und Verarbeitung keine Blöße.

Die Kamera findet Platz auf der stabilen, metallenen Aufnahmeplatte, die wiederum auf einem Kugelkopf sitzt. Der ist schön beweglich, lässt sich mit einer einfachen, kurzen Drehung an der zugehörigen Schraube aber auch in Sekundenbruchteilen festziehen. Sehr gut gefallen hat uns auch die Skala für den Winkelgrad. So eine findet sich zwar auch an anderen Modellen mit Kugelkopf, die am Manfrotto Element Traveller Kit Carbon ist aber feiner aufgefächert, sodass man sofort präzise auf 5 Grad Neigung genau arbeiten kann.

Für hohe Genauigkeit sorgen darüber hinaus zwei Wasserwaagen, von denen sich eine oben, direkt neben der Aufnahmeplatte und somit unmittelbar vor der Kamera befindet, die zweite ist in das Schraubrädchen zum Lösen bzw. Feststellen besagter Aufnahmeplatte eingelassen und von der Seite aus sichtbar. Kippt man den Kamerakopf, um hochkant zu fotografieren, wird sie nach oben gedreht – adieu Schieflage!

Zwei Wasserwaagen sind äußerst praktisch

Das Stativ selbst steht jederzeit bombensicher auf seinen Beinen. Auch mit ausgefahrener Mittelsäule zittert da überhaupt nichts. Möchte man es mit auf Reisen nehmen, geht das, wie bereits erwähnt, auch ziemlich gut. Im Lieferumfang befindet sich auch gleich eine geeignete Tasche, die recht dick gefüttert ist und gelegentliche Stöße gut dämpfen dürfte – das haben wir allerdings nicht ausprobiert und würden es vermutlich auch kaum übers Herz bringen, absichtlich Gewalt gegen unser schönes Stativ auszuüben.

Nachteile?

Wer oft und gerne bodennah fotografiert, könnte enttäuscht sein: Dadurch, dass die Mittelsäule nicht kippbar ist, bleibt immer mindestens deren Höhe übrig, auch wenn man die Stativbeine vollständig in den Spagat klappt. Dieser Umstand lässt sich konstruktionsbedingt nicht auflösen oder umgehen. Sollten Sie gesteigerten Wert darauf legen, müssen wir leider von einem Kauf abraten und empfehlen stattdessen das Vanguard Veo 2s 265AB oder das K&F Concept TM2515T.

Manfrotto Element Traveller Kit Carbon im Testspiegel

Nicht nur bei uns hat das Manfrotto Element Traveller Kit Carbon den Testsieg abgeräumt, auch das Digitalphoto-Magazin (07/2019) hat ihm den Titel gegeben. Die Kollegen vergaben 4,5 von 5 möglichen Sternen und schlussfolgerten:

»Die Verarbeitung ist gut und die Bedienung problemlos: Die Drehverschlüsse lassen sich bequem verstellen. Dank integriertem Einbeinstativ lässt sich das Element schnell umbauen. Auch Spikes sind vorhanden. Die Stabilität geht in Anbetracht des Gewichts voll in Ordnung. Folglich ist das Manfrotto unser Testsieger zum sehr guten Preis.«

Tim Herpers von CanonFoto (02/2018) vergibt die Wertung »sehr gut« und schreibt:

»Dennoch erzielt das neue Manfrotto-Element- Stativ in unserem Kurztest ein sehr gutes Testurteil. Das liegt an der guten Verarbeitung und der problemlosen Bedienung. Die Drehverschlüsse lassen sich bequem verstellen. Zudem kommt die Ausstattung des Stativs nicht zu kurz: Dank integriertem Einbeinstativ lässt sich das Element schnell umbauen. Schade, dass dem Dreibeiner für bodennahe Aufnahmen keine Makrosäule beiliegt. Die Stabilität geht in Anbetracht des geringen Gewichts voll in Ordnung. Alles in allem kann man mit dem Stativ nicht viel verkehrt machen. Das große Element- Carbon-Kit erhält von uns eine klare Kaufempfehlung als leichtes und günstiges Stativ.«

Alternativen

Das Manfrotto Element Traveller Carbon ist ein schöner Allrounder für Reisen und den alltäglichen Einsatz. Wenn Sie andere Ansprüche haben, etwa noch bessere Mobilität oder einen günstigeren Preis, können wir Ihnen die folgenden Alternativen empfehlen.

Stabiler Hüne

Benro TMA37AL

Test Kamerastativ für Einsteiger: Benro TMA37AL
Für hochgewachsene Fotografen und luftige Perspektiven ist das TMA37AL hervorragend. Globetrotter sollten davon aber absehen.

Wer sein Stativ nicht mit auf Reisen nimmt und das Hauptaugenmerk nicht auf Packmaß und Gewicht legt, findet im Benro TMA37AL ein sehr gutes, wenn auch etwas bulliges Exemplar. Für das Opfern der Mobilität bekommt man einen ordentlichen Gegenwert: Das Stativ steht absolut stabil und ist gleichzeitig dasjenige mit der großzügigsten Arbeitshöhe im Test – 179 Zentimeter sollten auch großgewachsenen Fotografen genügen.

Angesichts der dicken Beine und der tadellosen Verarbeitung hatten wir von Anfang an ein beruhigtes Gefühl beim Anbringen unserer Kamera. Bei voll ausgezogenen Beinen ragt das Stativ nicht nur imposant in die Höhe, auch die Stellfläche ist beachtlich. Der einzige Grund für ein Umfallen wäre hier ein unachtsamer Fotograf, der über die stattlichen Aluminiumstelzen stolpert, der Stand ist nämlich bombenfest. Verlängert bzw. verkürzt werden diese mit Hilfe von Schraubverschlüssen, was schnelle und komfortable Anpassungen ermöglicht.

Die Beine verfügen überdies über jeweils einen massiven Verschluss, der dank sinnvoll weit herausstehender Griffflächen gut zu bedienen ist. Ein dicker, blau abgesetzter Stellring kümmert sich um die Arretierung der Mittelsäule. Auch er hat zwei Flügel, die einen guten Griff gewährleisten.

Um zu prüfen, ob das Stativ eben steht, verfügt es über eine Wasserwaage direkt oberhalb eines der Gelenke. Dabei handelt es sich um die einzige, denn einen Wermutstropfen muss der geneigte Hobby-Fotograf leider schlucken, wenn er sich für das TMA37AL entscheidet: Im Gegensatz zu den meisten anderen Stativen in unserem Test wird es ganz und gar ohne Kopf geliefert.

Wer ohnehin nichts von den mitgelieferten Exemplaren hält und sich ganz individuell seinen Wunchkopf aussuchen möchte, wird sich nicht an diesem Umstand stören oder ihn sogar begrüßen, wer lieber ein fix und fertig einsatzbereites Stativ auspacken möchte, könnte darüber aber sehr enttäuscht sein, zumal das Modell bereits im Auslieferungszustand zu den kostspieligeren Vertretern im Testfeld gehört. Zusammen mit der Extra-Ausgabe für den Kopf muss man also verhältnismäßig tief in die Tasche greifen. Passend sind alle Köpfe für Gewindeschrauben der Größe 3/8 Zoll.

Allen Studio-Fotografen, die nicht auf jeden Cent achten müssen und nicht planen, das Stativ mit auf Reisen zu nehmen, können wir das Benro TMA37AL wärmstens empfehlen. Bewegungsfreudigere Zeitgenossen könnten sich aber schnell am großen Packmaß und dem relativ hohen Gewicht stören.

Für Reiselustige

Rollei Compact Traveler No. 1 Carbon

Beim ersten Aufbau des Rollei Compact Traveller No. 1 Carbon fühlt man sich ein wenig wie ein Speerwerfer, denn die Beine sind nicht nur lang und grazil, sondern auch hart und stabil, gleichzeitig ist das Stativ mit rund einem Kilogramm sehr leicht.

Das Design ist Rollei-typisch in Schwarz und Anthrazit gehalten, das an einigen Stellen durch blank glänzendes Rot aufgebrochen wird. Es erinnert an das Rollei Allrounder, ist gegenüber der größeren Schwester aber deutlich dünner und filigraner, und auch unser Favorit von Manfrotto wirkt im direkten Vergleich regelrecht bullig. Die Mittelsäule ist kaum dicker als der Daumen eines Erwachsenen und die Segmente der Beine laufen nach unten hin noch schmaler zu.

Erst klein und dann doch so groß!

Trotzdem wirkt das Traveller No. 1 alles andere als instabil. Die Verarbeitung ist hervorragend und auf Kunststoff verzichtet das Stativ auch so gut wie vollständig. Das gilt für die Beine genauso wie für den schmalen Kugelkopf, dessen Fixierungsrädchen aufgeraut sind und von denen eines eine Wasserwaage beherbergt. Die eignet sich somit nur für Hochkant-Aufnahmen wirklich, leider ist es die einzige am Stativ. Hier können wir Rolleis Entscheidung nicht nachvollziehen, denn auch wenn wir durchaus erkennen, dass eine möglichst leichte und kompakte Erscheinung das zentrale Ziel der Bemühungen war, geht die fehlende Wasserwaage besonders beim häufiger genutzten Querformat doch merklich zulasten des praktischen Nutzens.

Für Panorama-Aufnahmen bietet der Kopf eine gut abgestufte Skala, die allerdings sehr klein geraten ist. Wer Probleme hat, winzige Schrift zu entziffern, könnte hier Schwierigkeiten beim Ablesen bekommen.

Unterm Strich ist das Rollei Compact Traveller No. 1 Carbon genau das, was der Name verspricht – optimiert darauf, der beste Begleiter auf Reisen zu sein. Für den Einsatz zuhause taugt es zwar auch, aber es ist nunmal dafür geschaffen, die weite Welt zu sehen – und für einen vorwiegend stationären Einsatz sind andere Modelle mitunter besser geeignet.

Beweglich

K&F Concept TM2515T

Kamerastativ Test: K&F Concept TM2515T
Der Yogameister unter den Stativen: Dank beweglicher Mittelachse lassen sich ungewöhnliche Perspektiven einnehmen.

Für seine Höhe besitzt das K&F Concept TM2515T einen recht breiten Stand. Das ist auch zu begrüßen, denn das Stativ steht sehr sicher. Der Clou ist aber nicht nur das normale, aufrechte Stehen, sondern die schon fast akrobatisch anmutenden Verrenkungen, die damit möglich sind.

Äußerlich setzt das TM2515T auf bulliges, schwarzes Metall mit rot glänzenden Akzenten. Der Kopf wirkt im Vergleich zu denen der anderen Stative im Test noch größer und schon fast etwas klobig, aber nicht hässlich. Grund dafür ist das extra Stück Bewegungsfreiheit, dass das Stativ auszeichnet: Die Aufnahme des Kugelkopfes, also der Teil, in dem die bewegliche Kugel steckt, sitzt ihrerseits auf einer dreh- und kippbaren Kugel.

Die kippbare Säule kennen wir schon vom Vanguard Veo 2s 265AB, hier ist sie allerdings nochmal etwas anders konstruiert und ermöglicht beispielsweise 360-Grad-Schwenks – wer sich schon immer mal gefragt hat, wie »Looping Louie« die Welt sieht, hat mit dem K&F-Stativ nun eine gute Möglichkeit, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Leider fehlt es am üppigen Kopf an einer Wasserwaage für die Hochkant-Fotografie, was hier, anders als beim Reisestativ von Rollei, nicht mit Rationalisierungsmaßnahmen erklärt werden kann, denn für Reisen eignet sich das Stativ nur bedingt. Mit über 1,6 Kilogramm ist es das schwerste Modell im Test, obwohl die maximale Arbeitshöhe mit gerade einmal 134 Zentimetern doch etwas mager ausfällt und das Packmaß diese überschaubare Höhe nicht wirklich widerspiegelt.

Wer eher stationär fotografiert und gerne mit ungewöhnlichen Perspektiven spielt, kann aber mit gutem Gewissen zugreifen. Die Verarbeitung ist sehr gut und die knickbare Mittelsäule verspricht viel Raum zur kreativen Entfaltung. Da der Preis auch im angenehmen Bereich liegt, macht man damit nicht viel falsch.

Gut & günstig

Benro TSL08AN00

Test Kamerastativ für Einsteiger: Benro TSL08AN00
Nicht billig, sondern günstig: Das TSL08AN00 ist ein hervorragendes Stativ für erstaunlich wenig Geld.

Möchte man nicht allzu viel Geld ausgeben, aber trotzdem ein sehr gutes Stativ haben, ist das Benro TSL08AN00 mehr als nur einen Blick wert – und das nicht nur, weil es schön aussieht, was es zweifellos tut. Neben dem hübschen Design überzeugte uns auch fast alles weitere: Die Verarbeitungsqualität ist einwandfrei, das Stativ steht wie eine Eins und dank seiner guten Verschlüsse ist es in wenigen Sekunden einsatzbereit. Der Eindruck ist durchweg hochwertig.

Im Gegensatz zum bulligen Bruder TMA37AL erkennt man beim TSL08AN00 auf dem ersten Blick an, dass der Fokus darauf lag, ein leichtes Stativ zu erschaffen, das sich problemlos transportieren lässt, auch wenn es der Hersteller nicht explizit als Reisestativ anpreist – wir vermuten, dass das nicht ganz kleine Packmaß von doch immerhin 51 Zentimetern etwas damit zu tun hat.

Die Beine haben aber einen eher geringen Durchmesser und wirken dementsprechend grazil, was ihrer Stabilität zum Glück jedoch keinen Abbruch tut. Leichtes Rütteln federn sie erstaunlich gut ab, bieten ansonsten aber einen sehr guten Widerstand gegen Außeneinwirkung. Möchte man das Stativ zusätzlich stabilisieren, wartet ein Haken für Gewichte auf seinen Einsatz. Gemein haben die Benro-Stative das geschmackvolle Design, welches die schwarzen Körper mit metallisch-blau glänzenden Elementen kombiniert.

Das TSL08AN00 wird zusammen mit einem Kugelkopf geliefert, der wie das Stativ selbst einen schlanken Aufbau aufweist und mit einer Schnellwechselplatte versehen ist. Die Bedienelemente für die Arretierung sind gummiert und sehr angenehm in der Handhabung. Eine Winkelskala ist aufgedruckt, umfasst im Vergleich zu manch einem Konkurrenten aber nur relativ grobe Abstufungen.

Auf eine Wasserwaage verzichtet der Kopf leider vollständig, lediglich am Stativ-Korpus kann man eine einzelne entdecken. Direkt darüber befindet sich eine gummierte Arretierungsschraube für die Mittelsäule, die sich dank großzügig herausgezogener Griffflügel einwandfrei bedienen lässt.

Die für das Ausziehen bzw. Fixieren der Beine zuständigen Schraubverschlüsse sind, anders als vielen anderen Modellen im Testfeld, nicht gummiert, sondern erstrahlen in blauem Aluminium. Aufgrund ihrer gerillten Oberfläche lassen sie sich dennoch im Handumdrehen bedienen – das kann man durchaus wörtlich verstehen. Das Stativ ist dementsprechend schnell einsatzbereit, wenn man es erst einmal aus der Tasche geholt hat. Letztere liegt bei, ist aus einem wasserabweisenden Material gefertigt und mit einer dicken, stabilen Schnur versehen. Farblich ist sie in Blau und Schwarz gehalten und somit stilistisch an die Optik des Stativs angelehnt.

Alles in allem haben wir wenig zu bemängeln: Abgesehen von der vermissten zweiten Wasserwaage und der Tatsache, dass sich das TSL08AN00 nicht zu einem Einbeinstativ umbauen lässt, sind wir rundum zufrieden. Auch der Preis geht für das Gebotene absolut in Ordnung.

Außerdem getestet

Das Vanguard Veo 2s 265AB ist zwar eines der teuersten Modelle im Test, kann aber trotzdem begeistern: Das Aluminium-Stativ mit Kugelkopf ist solide verarbeitet, steht ebenfalls sehr stabil, lässt sich gut verstauen und auch sein Gewicht ist trotz seiner Größe noch in Ordnung. Die Handhabung lässt kaum Wünsche offen. Abgerundet wird das Paket durch praktisches Zubehör.

Äußerlich gibt das sich das Veo 2s 265 AB gegenüber dem vollständig nachtschwarzen Modell von Manfrotto etwas freundlicher: Zur Akzentuierung des Designs bekommt man hier mehr metallisches Grau zu Gesicht und das zurückhaltend eingesetzte Gelb am Kopf fügt sich gut darin ein. Die Einstellrädchen sind auch beim Veo gummiert, für besseren Grip sind sie außerdem zusätzlich aufgeraut. Gummi findet sich auch am Griff wieder, der eines der drei Beine umschließt. Insgesamt gibt einem die Haptik das Gefühl, das Stativ stets sicher zu halten – sehr schön!

Der Rest des Kopfes unterscheidet sich nur marginal von dem des Testsiegers, allerdings ist die Skala für den Winkelgrad etwas gröber, dafür aber größer beschriftet – aufgedruckte Zahlen gibt es hier nur alle 45 Grad. Die Abstufung der Maßstriche ist zwar die gleiche, nämlich immer fünf Grad, es fällt aber ungleich schwerer, den exakten Winkel abzulesen.

Außerdem konnten wir, wenn wir den Stativkopf zur Seite neigten, kreisrunde Schleifspuren an der Kugel erkennen. Das stört in der Praxis zwar nicht und man sieht es normalerweise auch nicht, wenn man nicht gerade hochkant fotografiert, es ist aber eine unschöne Kleinigkeit, die es beim Manfrotto Element nicht gibt. Hochkant-Fotos scheinen aber ohnehin nicht unbedingt das Steckenpferd des Veo 2s zu sein, denn die zuständige zweite Wasserwaage, die wir unter anderem bei Manfrotto und Sawake gesehen haben, fehlt beim Vanguard-Stativ.

Beim Packmaß gewinnt das Veo 2s um einen Zentimeter gegen unseren Favoriten, außerdem kommt es deutlich weiter runter. Möglich macht das die klappbare Mittelsäule, die auch auf halber Drehung fixiert werden kann. Das Stativ sieht mit seinen weit von sich gestreckten Beinen zwar aus, als wäre es in einem Cartoon von einem Bus überrollt worden, kommt dafür aber extrem nah an den Boden. Wer also häufig aus sehr niedrigen Perspektiven heraus fotografiert, fährt mit dem Veo vermutlich besser als mit dem Manfrotto Element Traveller.

Anders sieht es leider beim Gewicht aus: Bei einer maximalen Arbeitshöhe von 150 Zentimetern wiegt das Aluminium-Stativ knapp unter 1.600 Gramm und somit ein gutes Stück mehr als der größere Carbon-Konkurrent.

Ansonsten schenken sich beide Stative nicht sonderlich viel. Beide stehen extrem sicher, kosten ähnlich viel, können fast das gleiche und sehen sich auch relativ ähnlich. Wem Bodennähe wichtiger ist als Hochkant-Fotografie und wer das höhere Gewicht verschmerzen kann, macht mit dem Vanguard Veo 2s 265AB absolut keinen Fehler.

Manfrotto Element Mii Aluminium

Das Manfrotto Element Mii macht Freude: Material und Verarbeitungsqualität lassen keinen Anlass zur Kritik, die Bedienung geht einwandfrei von der Hand. Der mitgelieferte Kugelkopf ist mit einer Winkelskala versehen und besitzt gleich zwei Wasserwaagen, je eine in horizontaler und vertikaler Ausführung – die Kamera richtig auszurichten wird damit zum Kinderspiel.

Obwohl die maximale Arbeitshöhe von 160 Zentimetern überdurchschnittlich ist, beträgt die Länge im zusammengeklappten Zustand nur kompakte 42,5 Zentimeter. Damit wäre es prädestiniert für mobile Einsätze, das Gewicht von gut eineinhalb Kilogramm unserer Aluminium-Version passt jedoch nicht ganz dazu. Möchte man es dennoch mitnehmen, liegt eine Tasche bei, und sollte es einmal regnen, lässt sich das Stativ immer noch präzise handhaben, denn alle relevanten Stellen sind gummiert – einschließlich des Griffbereichs, der bei vielen anderen Modellen stattdessen mit Schaumstoff bedeckt ist.

Das Design ist Geschmackssache: Das bunte Muster, welches das Element Mii ziert, ist zwar nicht komplett im Farbtopf gelandet, erweckt aber einen deutlich verspielteren Eindruck als das uniforme und seriöse, vielleicht aber auch langweiligere Schwarz, das den Großteil der Fotostative dominiert.

Auszusetzen haben wir am Manfrotto Element Mii an sich so gut wie gar nichts, denn außer dem Umstand, dass es sich nicht zum Monopod umbauen lässt, hat es praktisch keine nennenswerten Fehler. Aufgrund des aufgerufenen Preises scheitert es lediglich an der Konkurrenz – besonders aus eigenem Hause, denn unser Favorit, das Manfrotto Element Traveller Kit Carbon, bietet für vergleichbar viel Geld noch einen Tick mehr.

Benro SystemGo Plus FGP18A

Das Benro SystemGo Plus FGP18a siedelt sich zwischen den beiden anderen in Update 12/2020 getesteten Stativen des Herstellers an – das betrifft von der maximalen Arbeitshöhe über das Packmaß und die mögliche Nutzlast bis im zum Gewicht fast alle Rahmenaspekte. Optisch sieht man dem FGP18a seine Verwandtschaft sofort an – Schwarz und Blau sind auch hier die Farben der Wahl.

Wie das TMA37AL, kommt auch das FGP18a ohne Kopf daher, innerhalb unseres Testfeldes gehört es somit mit einigem Abstand zu den teuersten Modellen. Eine angemessene Materialgüte und Verarbeitungsqualität darf man da erwarten – und wird nicht enttäuscht. Wir haben diesbezüglich nichts einzuwenden. Was den stabilen Stand betrifft, schlägt das Stativ in dieselbe Kerbe wie das TSL08AN00, das wir nicht ohne Grund empfehlen – und so haben wir auch hier keinen Anlass zur Beschwerde.

Eine herausstechende Besonderheit zeigt das SystemGo Plus FGP18a, wenn man sich an der Mittelsäule zu schaffen macht: Sie ist beweglich und ermöglicht somit eine enorme Flexibilität beim Ausrichten der Kamera. Ähnlich wie beim K&F Concept TM2515T lässt sie sich querstellen bzw. auf Wunsch sogar noch weiter zur Seite bis ganz runter kippen. Dann hängt die Kamera zwar kopfüber, man kann mit ihr aber direkt über dem Boden fotografieren – bei vollständig eingefahrenen Beinen wäre theoretisch noch mehr drin, würde nicht die Kamera bereits auf dem Untergrund aufliegen. Selbstverständlich lässt sich die Vorrichtung aber auch in jeder Position dazwischen arretieren. Ein sehr exakte Winkelskala und ein auf die Mittelsäule gedruckte Längeneinteilung in Zoll ermöglichen dabei eine enorme Präzision.

Leider lässt sich das Stativ, ebenso wie die beiden hier getesteten Benro-Geschwister, nicht zum Monopod umbauen. Wer damit kein Problem hat, bereit ist, den nicht gerade knappen Aufpreis gegenüber dem bereits erwähnten K&F Concept TM2515T zu zahlen und sich eine großzügigere Arbeitshöhe wünscht, wird das Benro SystemGo Plus FGP18a bestimmt mögen.

Manfrotto Befree Advanced

Am Manfrotto Befree Advanced fiel uns als allererstes dessen hohe Materialqualität auf. Kunststoff findet man hier nur wenig, und selbst die wenigen Teile, die nicht aus Metall bestehen, wirken sehr stabil. Das gilt sogar für die Klemmverschlüsse an den Stativbeinen, die sonst eine typische Schwachstelle darstellen. Direkt aus der Packung weisen diese genau den richtigen Punkt zwischen Leichtgängigkeit und Widerstand auf, mit Hilfe eines Inbus-Schlüssels lässt sich dieser aber auch für jeden Verschluss individuell verändern. Auch alle anderen Scharniere und Gelenke sind gut gelungen.

In der oberen Etage ziert ein Kugelkopf das schlanke Reisestativ, der gut funktioniert und ebenso gut verarbeitet wirkt, für unseren Geschmack aber etwas zu spartanisch ausfällt – es gibt keine Skala für den Winkel und eine Wasserwaage fehlt dem Stativ ohnehin gleich komplett. Auf der Plus-Seite steht der Verschluss für die Aufnahmeplatte, die einen sehr schnellen Wechsel erlaubt – gut für Ungeduldige, die gerne zwischen Kameras und Stativen tauschen.

Standfestigkeit war schon bei den zuvor getesteten Modellen des Herstellers nie ein Problem, hier bildet auch das Befree Advanced keine Ausnahme. Problematischer ist viel mehr das Gewicht: Exakt 1.600 Gramm zeigte das Ziffernblatt auf der Waage, womit das Stativ zwar nicht absurd schwer ist, aber über dem liegt, was die meisten anderen Testkandidaten wogen – gerade für ein Reisestativ nicht optimal. Wir hatten allerdings die Aluminium-Version im Test, die Carbon-Variante fällt erwartungsgemäß leichter aus.

Alles in allem hat uns das Manfrotto Befree Advanced sehr gut gefallen, schrammt aufgrund einiger weniger Kleinigkeiten aber dennoch knapp an einer Empfehlung vorbei.

Rollei Allrounder Carbon

Der Rollei Allrounder, hier in der Carbon-Variante, soll namensgetreu ein Stativ für alle Lebenslagen sein und verfolgt diesen Anspruch auch mit einer guten Liste angenehmer Eigenschaften. Kunststoff findet man abseits einiger Drehschrauben und dem Schaumstoffpolster an den Griffen praktisch gar nicht, der beliebte Kugelkopf ist mit von der Partie und alle beweglichen Teile sind geschmeidig bzw. starr, wenn sie es sollen. Die Kugel des Kugelkopfes ist sogar etwas größer, was eine präzisere Ausrichtung erlaubt.

Zu meckern haben wir trotzdem, wenn auch auf sehr hohem Niveau: Die Skala für den Winkelgrad ist arg grob gehalten, es gibt nur eine Wasserwaage und auch einige Kleinigkeiten bei der Verarbeitung fielen uns auf. So kann man an den Rändern der Gummierung an den Schraubverschlüssen winzige Gummi-Härchen abstehen sehen und im Zentrum des Stativs war schon bei der Lieferung eine Haltenase abgebrochen, weshalb die mittlere Metallplatte etwas Spiel hatte und bei Bewegung zart herumklimperte.

Dramatisch war das zwar nicht, weil man das Problem durch beherztes Festziehen einer Schraube leicht beheben konnte, und überhaupt gehen wir in diesem Fall von einem Montagsmodell aus, allerdings war die herausgebrochene Nase doch so klein, dass etwas ähnliches bestimmt auch im Dauereinsatz irgendwann passieren könnte. Beschreien wollen wir es natürlich nicht.

Insgesamt ist das Rollei Allrounder ein sehr angenehmes Stativ, das absolut stabil steht. Abgesehen von den genannten Kleinigkeiten ist es auch wirklich gut verarbeitet. Wie schon gesagt: Wir meckern hier auf sehr hohem Niveau.

Cullmann Rondo 430TM RB6.5

Das Cullmann Rondo 430TM RB6.5 ähnelt dem Benro TSL08AN00 nicht nur aufgrund der metallisch-blauen Bauteile. Auch in der Gesamterscheinung liegen die beiden Stative sehr nah beieinander. Unterschiede werden erst im Detail deutlich. Der größte Nachteil des Rondo gegenüber dem Benro sind die Klemmverschlüsse, denn diese bestehen aus Kunststoff und sitzen für unseren Geschmack stramm, und eine Möglichkeit, diesen Umstand zu regulieren, ist nicht vorgesehen. Im Gegenzug kommt es mit einem etwas besseren Kopf, der sowohl eine feinere Winkelskala aufweist und zum anderen eine Wasserwaage verbaut hat. Diese sitzt allerdings seitlich, sodass sie vor allem beim Fotografieren im Hochkantformat hilft. Am Korpus hat das Rondo dafür gar keine, was im Tauziehen gegen das Benro TSL08AN00 an dieser Stelle einen Patt bedeutet.

An anderer Stelle fallen die Unterschiede deutlicher aus: Die maximale Arbeitshöhe des Cullmann-Stativs von 135 Zentimetern ist unterdurchschnittlich, mit rund 1,3 Kilogramm ist es 100 Gramm schwerer als das Benro-Gegenstück und die Nutzlast beträgt nur drei statt vier Kilogramm. Die Nase vorn hat es bei der Monopod-Funktion, die der Benro-Kandidat im Gegensatz zum Cullmann nicht bietet. Wer darauf auf keinen Fall verzichten oder noch etwas weniger Geld ausgeben möchte als für unsere Preis-Empfehlung, kann mit dem Rondo 430 TM RB6.5 bestimmt seine Freude haben – es ist ein gutes Stativ, besonders für den niedrigen Preis. Im direkten Vergleich würden wir aber das Benro vorziehen.

AmazonBasics WT-C6615

Nachdem das AmazonBasics WT-3540 in unserem Test mit Pauken und Trompeten durchgefallen war, sieht es beim WT-C6615 glücklicherweise besser aus. Qualitativ liegen Welten zwischen den beiden Stativen, was sich allerdings auch im Preis niederschlägt: Zum Testzeitpunkt muss man für das WT-C6615 fast das Dreifache berappen.

Abgesehen vom Markennamen haben die beiden Modelle praktisch gar nichts gemeinsam: Statt eines Drei-Wege-Neigers ziert ein Kugelkopf das Stativ, das nun aus leichtem Carbon statt Aluminium und einem Haufen Plastik besteht. Statt drei Segmente haben die Beine des WT-C6615 fünf, statt Klemm- findet man Schraubverschlüsse vor. Im Gegenzug wurde eine der beiden Wasserwaagen des WT-3540 eingespart: Geblieben ist nur eine am Kopf in horizontaler Ausrichtung. Apropos Kopf: Eine Winkelskala fehlt diesem vollständig. Wer sie benötigt, kann das Amazon-Stativ gleich links liegen lassen oder muss sich nach einem anderen Kopf umsehen, was sich angesichts des Basispreises aber kaum lohnen würde.

Verarbeitung und Bedienung sind in Ordnung, die gummierten Flächen an Verschlüssen und Stellrädern sind aber ein wenig zu weich, worunter die Haptik leidet, und die Schnallen zur Fixierung der Schenkel sind etwas klein geraten, sodass sie sich schlechter greifen lassen als beispielsweise die Äquivalente des Benro TSL08AN00.

Auch wenn das AmazonBasics WT-C6615 kein schlechtes Stativ ist, müssen wir von einer Empfehlung absehen – dafür ist die Konkurrenz einfach zu stark.

Das Neewer SAB264 ist ein günstiges Modell, das nirgends groß aus der Reihe tanzt. Das ist aber gar nichts schlechtes, denn das Preisschild lässt eigentlich ein schrottreifes Billigprodukt erwarten, während die Qualität des SAB264 in Wirklichkeit durchaus in Ordnung geht. Zwar ist die kunststofflastige Aufmachung weder haptisch noch optisch eine Offenbarung, das Stativ steht aber stabil. Die Klemmverschlüsse an den Beinen blockieren nicht ungewünscht und machen auch nicht den Eindruck, bei der nächsten Berührung abzufallen.

Lediglich dem Transportgriff aus Plastik trauen wir nicht so recht, zumal wir uns daran einige Male fast  die Finger eingeklemmt haben. Da die Schenkel des Stativs aber ohnehin mit rutschfestem Schaumstoff versehen sind, kann man ihn auch einfach ignorieren. Der 3-Wege-Neiger ist nichts besonderes, erfüllt aber seinen Zweck. Die Schraubverschlüsse am Neiger sowie an der Mittelsäule könnten sich für unseren Geschmack allerdings etwas komfortabler bedienen lassen.

Unterm Strich würden wir das SAB264 nicht empfehlen, müssen aber auch nicht explizit davon abraten. In seiner Preisklasse ist es ein guter Vertreter, und wer partout nicht das Geld für unseren Preis-Tipp Benro TSL08AN00 hat, kann sich das Modell einmal ansehen. Die Unterschiede sind dennoch offenkundig, und besonders in Hinsicht auf Material und Verarbeitung raten eindeutig dazu, nach Möglichkeit lieber etwas mehr für das Benro auszugeben. Es lohnt sich.

ESDDI ist ein chinesischer Hersteller, der sich auf Foto-Zubehör spezialisiert hat und hierzulande nur über Amazon verkauft. Das Aluminiumstativ TP-35 bildet dabei keine Ausnahme. Für den aufgerufenen Preis ist die Qualität in Ordnung, Höchstleistungen sollte man sich davon aber nicht erwarten. Es steht in brauchbarem Maß stabil, wenn auch nicht immer sicher, allerdings ist der Mittelpfosten, der mithilfe einer mäßig soliden Kunststoffkurbel herausgekurbelt werden kann, eine klare Schwachstelle. Allgemein trifft man wieder einmal auf ziemlich viel Plastik, in Sachen Verarbeitung haben wir aber schon Schlimmeres gesehen.

Etwas störend fanden wir, dass der Widerstand beim Neigen des 3-Wege-Kopfes selbst bei weit geöffneten Fixierschrauben deutlich zu hoch war. Rein im angedachten Sinn als Fotostativ ist das noch zu verkraften, zum Filmen würden wir damit aber nicht raten – nicht einmal ab und zu bei Gelegenheit.

Bosch Professional BT 150

Eigentlich verkauft Bosch das BT 150 als Baustativ, wie sie hauptsächlich in der Vermessungstechnik eingesetzt werden. Ohne diesen expliziten Verweis könnte man den Umstand allerdings leicht übersehen, denn mit seinen gummibewehrten Füßen sowie dem Kopf samt 3-Wege-Neiger unterscheidet sich das Modell in der Praxis nicht von einem Fotostativ. Auch die Aufnahmeplatte ist mit einem 1/4-Zoll-Gewinde versehen, wie man es aus der Fotoabteilung eben kennt. Ungewöhnlich ist höchstens, dass das BT 150 komplett ohne Zubehör kommt – nicht einmal eine Tasche gehört zum Lieferumfang. Qualitativ setzt sich das Stativ ins Mittelfeld, was in erster Linie an der gegenüber anderen sehr günstigen Modellen deutlich besseren Verarbeitung liegt. Auch das Gewicht von 1.250 Gramm liegt in einem erwartbaren Bereich.

Der Stand ist solide, aber nicht völlig wackelsicher, weshalb es als Baustativ durchgefallen wäre. Für Fotos ist es ganz okay – nicht mehr und nicht weniger.

Gegenüber dem ebenfalls getesteten Schwestermodell Star 61 ist das Hama Action 165 3D zum Glück merklich hochwertiger. Der etwas höhere Preis macht sich vor allen Dingen bei der Verarbeitung bemerkbar, beschert dem Nutzer aber auch einige nette Komfortfunktionen, wie mit Schaumstoff ummantelte Schenkel für einen besseren Griff. Leider hat das Stativ im Gegensatz zum billigeren Star 61 nur eine Wasserwaage, was wir mit Blick auf den viel stabileren Stand aber noch verschmerzen können. In direkter Konkurrenz mit den ganz günstigen Modellen kann sich das Action 165 3D somit gut behaupten, wirklich empfehlen können wir es aber nicht – dafür ist es alles in allem einfach zu schwachbrüstig.

Cullmann Alpha 2200

Test Kamerastativ: AmazonBasics WT3540

Keine Preise gefunden.

Cullmann ist ein bekannter Hersteller von Fotozubehör, doch das merkt man leider nicht wirklich, wenn man das Alpha 2200 in den Händen hält. Äußerlich unterscheidet es sich mit den wenig beeindruckenden Plastikelementen und der obligatorischen Kurbel zum Anheben der Mittelsäule kaum von all den günstigen China-Stativen auf dem Markt, lediglich die flexiblen Gummifüße weisen auf einen höheren Anspruch hin. Der Stand kann, verglichen mit der Billig-Konkurrenz, als halbwegs stabil bezeichnet werden, gegen die höherpreisigen Modelle hat das Alpha 2200 allerdings nicht den Hauch einer Chance.

Das TackLife MLT01 ist mit 572 Gramm ein absolutes Federgewicht. Da es auch zu den günstigen Modellen gehört, dürfte klar sein, wie das möglich ist – natürlich durch den großzügigen Einsatz von Plastik. Das macht das Stativ weder zu einem Handschmeichler, noch zu einem Hingucker, das Problem des MLT01 liegt aber viel mehr in der Anwendung.

Diese ist leider nicht allzu erfreulich: Die Klemmverschlüsse knackten bei jeder Betätigung gefährlich, die Mittelsäule klemmte während des Tests immer wieder und die Flügelschrauben machten gleich beides. Auf Geschwindigkeit ist das Verschlusssystem sicher nicht ausgelegt – bis alles bereit ist, braucht man schon locker eine Minute, bei klemmenden Komponenten vielleicht auch mal zwei. Zwar steht das MLT01 halbwegs stabil, wenn es einmal steht, aufgrund des geringen Gewichts und des Fehlens eines Ballasthakens bleibt aber doch ein mulmiges Gefühl beim Anbringen der Kamera. Hinzukommt, dass das Stativ keine Wasserwaage besitzt, gerade zu fotografieren wird somit zum Glücksspiel – egal, für welches Bildformat man sich entscheidet.

Das Fotopro DIGI-3400 schickt sich an, besonders Touristen gute Dienste zu leisten, und tatsächlich ist schon die Packung im direkten Vergleich zur Konkurrenz sehr kompakt. Mit 610 Gramm ist es außerdem eines der Leichtgewichte im Test. Baut man das Stativ auf, weiß man aber auch schnell, wie Fotopro das bewerkstelligt hat, denn das Ding ist klein. Sehr klein. Bei einer maximalen Höhe von gerade einmal 125 Zentimetern tut uns schon beim Gedanken an ausgedehnte Foto-Sessions der Rücken weh. Für das leichte Gewicht sorgt neben den winzigen Maßen bestimmt auch das verbaute Aluminium, sofern man es zwischen den ganzen Bauteilen aus billigst wirkendem Kunststoff gerade zufällig mal findet.

Dass das Stativ nicht gerade zur stabilen Sorte gehört, dürfte damit auch klar sein. Und dass man zum ohnehin schon günstigen Preis unter anderem eine Bluetooth-Fernbedienung für den Selbstauslöser bekommt, hilft da auch nichts mehr. Unser Ratschlag: Finger weg!

Das WT3540 von AmazonBasics ist selbst verglichen mit anderen Billigheimern ein besonderer Fall: Während es sich die wenig beeindruckenden Plastikschnallen, die Plastikkurbel, den Plastikarm und den restlichen Plastik-Look mit einigen Konkurrenten teilt, unterbietet das Stativ die Mitbewerber trotzdem nochmal um ein ganzes Stück. Am Mittelpfosten waren nach dem Hochkurbeln deutliche Reste von abgeriebenem Kunststoff zu erkennen, die Stabilität lässt mehr als zu wünschen übrig und unser Testexemplar stand in voll ausgefahrenem Zustand offenbar schief, wie wir an der eingebauten Wasserwaage immer wieder ablesen konnten. Am Boden lag es aber nicht – der war derselbe wie bei allen Anderen. Auch an anderer Stelle aufgestellt besserte sich der Umstand nicht.

Wir können das AmazonBasics-Stativ nicht nur nicht empfehlen, wir müssen sogar davon abraten. Es erfüllt nicht einmal die absoluten Grunderwartungen.

Über das Hama Star 61 haben wir leider nichts gutes zu berichten – und wir meinen leider wirklich überhaupt nichts. Der billige Ersteindruck verschlimmert sich bei genauerer Betrachtung nur noch mehr, denn das Stativ besteht nicht nur überwiegend aus Kunststoff, es ist auch noch grauenhaft verarbeitet: Deutlich sichtbare Gussfehler, Spaltmaße und knarzende Clip-Verschlüsse, die so schwergängig sind, dass wir schon ernsthafte Befürchtungen hatten, dass sie noch während des Tests abbrechen würden. Selbst die mitgelieferte Tasche aus dünnstem Stoff hatte schon direkt beim Auspacken ausgefranste Nähte.

Hama scheint über die Mängel ihres Produkts auch durchaus im Bilde zu sein. So formuliert der Hersteller im Verkaufstext diplomatisch: »für gelegentliche Privataufnahmen, wie z.B. Selbstportraits, Aufnahmen im Garten, bei Geburtstagen oder Familienfesten«. Also bloß nicht zu häufig benutzen, bloß nicht mit rausnehmen, außer vielleicht selten mal zu besonderen Gelegenheiten und dann auch nicht zu weit raus – sonst wird es noch weggeweht!

Stabil ist an diesem Stativ überhaupt nichts. Den Test hat es überlebt, aber wir würden nicht riskieren, damit dauerhaft eine Kamera zu betreiben. Das Risiko, dass die schrottreife Konstruktion plötzlich einfach auseinander fällt, wäre uns zu hoch.

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