Das beste Kochtopf-Set

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Kochtopfset: 8 Sets im großen Test
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Die beste Kochtopf-Set aus Edelstahl ist für uns das WMF Function 4. Das ungewöhnlich designte Topf-Set überzeugt durch eine tolle, praxisnahe Ergonomie: Tropfende, klappernde Deckel gehören der Vergangenheit an, ein Sieb zum Abgießen von Nudeln oder Reis ebenfalls. Die Töpfe werden in Deutschland gefertigt – dafür ist ihr Preis mehr als angemessen.

Update 27. Februar 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der einzelnen Produkte überprüft.

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29. November 2018

Wir haben weitere sechs Kochtopf-Sets in der Küche ausprobiert. WMF Gourmet Plus und Fissler Profi Collection überzeugen durch exakte Verarbeitung und durch schwere Qualität, speziell Fissler. Deik und Elo Platin sind das ganze Gegenteil: Dünnes, zu leichtes Material, teils unebene Topfböden. Silit Alicante und WMF Intension sind ebenfalls günstig, die Qualität fällt einen Tick besser aus. Von WMF Gourmet Plus oder Fissler Profi Collection sind jedoch auch sie meilenweit entfernt.

Der Markt für Kochtopf-Sets ist groß und Auswahl hat man genug. Wir haben uns nach eingehender Beschäftigung für 14 Topf-Sets entschieden, die den Markt gut widerspiegeln. Ein Topf scheint für viele Menschen einfach nur ein Gefäß zu sein, in dem Lebensmittel gekocht werden – doch es gibt mehr Unterschiede als man glaubt und das betrifft vor allem die Handhabung und die Materialqualität.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

WMF Function 4

Test Kochtopf-Set: WMF Function 4
Sehr gute Verarbeitung und in Deutschland gefertigt – und das alles für einen angemessenen Preis.

Mit dem WMF Function 4 Kochtopf-Set bekommt man echte deutsche Wertarbeit. Die Töpfe sind sehr gut verarbeitet und stehen dank ihres Gewichts stabil und sicher auf dem Herd. Die Griffe werden während des Kochvorganges nicht heiß und lassen sich problemlos anfassen. Außerdem überzeugt das WMF-Set mit einem ausgefallenen Design, das zwar nicht jedermanns Geschmack treffen wird, aber durchaus praktisch ist. Dank der Silikonlippe am Deckel hat man vier Schließ- bzw. Ablaufpositionen zur Verfügung.

Klassische Form

WMF Gourmet Plus 5-teilig

Wer auf Silikon und rote Ergonomie-Experimente verzichten möchte und einfach solide, langlebige Töpfe nach klassischen Standards sucht, wird bei Gourmet Plus fündig. WMF setzt hier auf klassische Formen, sogar auf Glas wird verzichtet. So können wir zwar nicht beim Kochen zuschauen, doch aufgrund der Druckausgleichsbohrung klappern die Deckel nicht.

Etwas luxuriöser mutet das Fissler-Intensa-Set an. Den Deckel muss man hier praktischerweise nicht mehr auf der Arbeitsplatte ablegen, sondern kann ihn an den Topf einhängen, was für einige die Platzprobleme in der Küche löst. Außerdem lassen sich alle Töpfe ineinander stapeln und so platzsparend verstauen – nochmal ein Pluspunkt, wenn Sie eine kleine Küche haben. Einen Nachteil gibt es allerdings: Für das Intensa-Kochtopfset wird relativ viel Geld fällig – und der größte Topf fasst gerade einmal 3,5 Liter.

Fissler ohne Kunststoff & Glas

Fissler Profi Collection

Kochtopf-Set Test: Fissler Original Profi Collection 4 Tlg Mit Servierpfanne
Fissler kommt mit klassischem Henkel und größeren Töpfen, die backofengeeignet, weil komplett aus Metall sind.

Wie ihre Schwester Intensa bürgt die Profi Collection von Fissler für schwere Qualität, hier allerdings in einem klassischen Design ganz ohne Kunststoffhenkel. Die Töpfe sind insgesamt größer als beim Intensa-Set und nochmals deutlich gewichtiger als bei Gourmet Plus. Wer schwere Qualitätstöpfe sucht, ist hier richtig.

Gut & günstig

Silit Toskana

Für einen unschlagbar günstigen Preis bekommt man dagegen das Silit Toskana-Kochtopf-Set – und dabei macht es trotzdem einen richtig guten Job: Der Topfboden wird von allen getesteten Töpfen am gleichmäßigsten heiß und die Deckel sitzen ziemlich plan auf dem Topf. Leider sind die Griffe überhaupt nicht ergonomisch geformt und sind sogar etwas scharfkantig. Außerdem werden sie beim Kochen ziemlich heiß. Wer kein Problem damit hat, einen Kochlappen in die Hand zu nehmen, bekommt hiermit aber ein gutes und günstiges Kochtopf-Set.

Preis & Leistung

Schulte-Ufer Nimm-4-Set Wega

Test Kochtopf Set: Schulte-Ufer Nimm-4-Set Wega
Solides Set – nur leider tropfen und klappern die Deckel.

Wer sich für das Schulte-Ufer-Nimm-4-Set Wega entscheidet, bekommt ein solides, klassisches Topf-Set. Eine Kasserolle ist nicht dabei, aber die Wärmeverteilung am Topfboden war eine der besten im Testfeld. Leider klappern und tropfen die Deckel beim Kochen. Doch wer damit kein Problem hat, kann guten Gewissens zu Schulte-Ufer greifen.

Vergleichstabelle

Unser FavoritKlassische FormPremiumFissler ohne Kunststoff & GlasGut & günstigPreis & Leistung
Modell WMF Function 4 WMF Gourmet Plus 5-teilig Fissler Intensa Fissler Profi Collection Silit Toskana Schulte-Ufer Nimm-4-Set Wega WMF Provence Plus WMF Intension BEKA 12370904 Kochtopf-Set 5-teilig Rösle Elegance 13120 Deik Topfset 5-teilig Silit Alicante Elo Platin
Test Kochtopf-Set: WMF Function 4Test Kochtopf-Set: WMF Gourmet Plus 5-teiligTest Kochtopf-Set: Fissler IntensaKochtopf-Set Test: Fissler Original Profi Collection 4 Tlg Mit ServierpfanneTest Kochtopf Set: Silit ToskanaTest Kochtopf Set: Schulte-Ufer Nimm-4-Set WegaTest Kochtopf-Set: WMF Provence PlusTest Kochtopf-Set: WMF IntensionTest Kochtopf-Set: BEKA 12370904 Kochtopf-Set 5-teiligTest Kochtopf-Set: Rösle Elegance 13120Test Kochtopf-Set: Deik Topfset 5-teiligTest Kochtopf-Set: Silit AlicanteTest Kochtopf-Set: Elo Platin
Pro
  • Schwer und robust gefertigt, tolle Verarbeitung
  • Verwindungsfest, mittelschwer
  • Alle Topfböden sind plan
  • Deckel klappern beim Kochen nicht (Druck entweicht)
  • Tolle Handhabung und gut für kleine Küchen
  • Sehr schwere Qualität
  • Fünf Lötstellen pro Griff
  • Dicke Sandwichböden
  • Sehr günstiger Preis für ein Set
  • Solides Set mit ergonomischen Henkeln
  • Günstiger als Favorit
  • Sehr günstig
  • Leicht aber verwindungsfest
  • U-Form des Griffes
  • Günstiges Set
  • Guter Preis für ein 10-teiliges Set
  • Sehr günstig
  • Fünf Teile
  • 6 l Topf
  • Sehr günstig
  • Extrem günstig
  • Fünf Teile
Contra
  • Wasser kocht erst relativ spät, weil die Töpfe langsamer heiß werden
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
  • Teuer und der größte Topf ist relativ klein
  • 5,5 Liter Topf nicht ganz plan
  • Deckel bei 5,5 Liter Topf kippelt
  • Deckel klappern bei kochendem Wasser
  • Henkel sind nicht ergonomisch und werden sehr heiß
  • Deckel klappern und tropfen bei höchster Stufe
  • Leider unebener Topfboden
  • Minderwertig:
  • Böden nicht 100% plan
  • Dünner Sandwichboden
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
  • Mattes Edelstahl wird schnell braun; Dampf kann während dem Kochen Richtung Henkel entweichen
  • Pfanne ist von schlechter Qualität und der Deckel des großen Topfes tropft und vibriert stark
  • Teilw. Böden nicht plan
  • Dünner Sandwichboden
  • Nicht verwindungsfest
  • Klappernde Deckel
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
  • Teilw. Böden nicht plan
  • Dünner Sandwichboden
  • Nicht verwindungsfest
  • Klappernde Deckel
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
  • Teilw. Böden nicht plan
  • Dünner Sandwichboden
  • Nicht verwindungsfest
  • Deutlich klappernde Deckel
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
Bester Preis
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Welche Topfgrößen braucht man?

Wer viel und gerne kocht, braucht eine kleine Ansammlung an verschiedenen Töpfen. Die Allround-Töpfe unserer Tage bestehen allesamt aus poliertem Edelstahl. Aluminium ist auf dem Rückmarsch, zumal Tests diesen Töpfen oft nur befriedigende Noten geben.

Edelstahl­töpfe eignen sich für alle Herd­arten

Edelstahltöpfe haben einen mehr oder minder dicken Sandwich-Topfboden. In diesem befindet sich ein ferromagnetisches Material für die Induktion, oft in Kombination mit anderen Materialien, die Wärme speichern und sie besonders schnell aufnehmen und verteilen.

Fast alle Töpfe auf dem Markt kann man für Gas, Elektroplatten, Glaskeramik (Ceran) und Induktionskochfelder gleichermaßen verwenden. Besitzt man einen Herd, der per Induktion heizt, sollte man aber trotzdem gezielt auf die Angabe achten. Alle Sets in diesem Test eignen sich ausnahmslos auch für Induktion.

In puncto Reinigung sind Edelstahltöpfe sehr pflegeleicht. Was bei beschichteten Pfannen ein No-Go ist, das ist bei Töpfen Standard: da kann man auch mal mit dem Stahlschwamm ran. Alle Töpfe aus Edelstahl sind außerdem auch spülmaschinengeeignet.

Für das Kochen ohne Familie reichen meistens 1,5-, 2- und 3-Liter Töpfe. Sobald Gäste kommen oder vier oder mehr Familienmitglieder mitessen, braucht es unbedingt noch einen großen 5- oder besser noch 6-Liter Topf.

Wenn das Frikassee oder der Eintopf für 15 Personen angerührt werden muss, müssen es allerdings auch schon mal 10 Liter oder mehr sein, etwa mit dem WMF Gemüsetopf Ø 28 cm, der ganze 14 Liter fasst. Darin können auch Gläser oder Saftflaschen eingekocht und damit sterilisiert und haltbar gemacht werden.

Derart große Töpfe sind allerdings fast nie in Kochtopf-Sets enthalten. Hier ist der größte Topf meist 5 Liter groß, manchmal auch 6.

So haben wir getestet

Wir haben alle verfügbaren Testberichte recherchiert, unzählige Kundenbewertungen gelesen und Fachleute befragt. Schließlich haben wir uns acht Topf-Sets bestellt, die uns am interessantesten erschienen. Im Update 11/2018 kamen weitere sechs Sets hinzu, darunter wieder WMF und Fissler.

Die meisten Sets kommen mit vier oder fünf Töpfen, die Ausnahme ist das Rösle Set mit 10 Teilen. Einige Sets haben auch eine Stielkasserolle mit Deckel.

Die Preisspanne bei Kochtopf-Sets ist groß. In unserem Testfeld kostete das günstigste Set 60 Euro, das teuerste 450 Euro. Wir waren sehr gespannt, ob wir Qualitätsunterschiede feststellen können und das teuerste Set auch das beste ist.

Um es vorwegzunehmen: Kochen kann man mit jedem Topf, doch die Qualitätsunterschiede hinsichtlich der Materialstärke und der Topfböden sind sehr groß. Von den ganz günstigen Sets würden wir daher abraten.

Die Sets mit Angabe der Teile und der nutzbaren Liter:

Unser Test bestand aus einem praktischen und einem wertenden Teil. Für die Praxis haben wir jeweils den größten und den kleinsten Topf aus jedem Set herangezogen. Die Stielkasserolle, sofern vorhanden oder der Milchtopf (Rösle Set) blieben außen vor.

Kochtest: 1 Liter kaltes Wasser zum Kochen bringen, mit Deckel
Kochtest: Einen Liter kaltes Wasser zum Kochen bringen, mit Deckel.

Wir haben einen Liter kaltes Wasser zum Aufkochen gebracht und die Zeit gemessen. Ausgeführt haben wir das auf einem Induktionskochfeld mit höchster Stufe. Im Anschluss haben wir die Wärmeverteilung auf dem Topfboden mit der Wärmebildkamera analysiert.

Außerdem haben wir auf Ergonomie und Komfort geachtet: Klappern die Deckel beim Kochen auf höchster Stufe? Tropft Flüssigkeit seitlich heraus? Wie warm oder heiß werden die Griffe? Wie bequem können sie angefasst werden und wie lässt sich der beladene Topf führen? Gibt es Gießöffnungen oder Tropfkanten?

Im Vergleich haben wir die Stabilität und die Wertigkeit der Töpfe beurteilt. Sind der Boden und der Deckel plan? Liegt der Deckel gleichmäßig auf und wie viel Spiel hat er?

WMF Function 4
Unsere Empfehlung: WMF Function 4.

Testsieger: WMF Function 4

Das Kochtopf-Set WMF Function 4 hat uns überzeugt. Stabilität und Wertigkeit sind auf höchstem Niveau, das Produkt wird in Deutschland gefertigt. Die Ergonomie der Griffe ist die beste unter allen Töpfen, da der Topf einhändig geführt werden kann.

Unser Favorit

WMF Function 4

Test Kochtopf-Set: WMF Function 4
Sehr gute Verarbeitung und in Deutschland gefertigt – und das alles für einen angemessenen Preis.

Die rote Silikon-Lippe der Deckel wirkt auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, verleiht den Töpfen aber auch ein schickes Aussehen. Vor allem aber verhindert sie nicht nur das Klappern oder das Wegrutschen der Deckel, sie bietet auch vier Schließ- bzw. Ablaufpositionen.

Stabilität und Wertigkeit

WMF Function 4: Der 5 Liter Topf
WMF Function 4: Der 5 Liter Topf.

Gut gefallen hat uns auch das hohe Gewicht der Töpfe. Denn die alte Gleichung, nach der schwere Töpfe am besten sind, ging auch in unserem Test auf. Fissler (2,74 bzw. 2.6 Kilogramm, Fissler Intensa bzw. Profi Collection), WMF Function 4 (2,57 Kilogramm) und Schulte-Ufer (2,33 Kilogramm) bringen am meisten auf die Waage. Hier ist jeweils der größte Topf mit Deckel gemeint. Eben diese drei Sets erhielten in unserem Test auch die volle Punktzahl bei Stabilität und Wertigkeit.

Rösle 13120 Elegance: Pfannen und Stielkasserolle sind aber minderwertiger Schrott
Rösle Elegance: Keine überzeugende Qualität.

Der WMF Provence Plus kippelte ganz leicht auf dem Spiegel, der Boden ist also nicht vollständig plan. Das selbe mussten wir beim 5-Liter-Topf von Rösle feststellen. Bei Induktion ist ein nicht ganz ebener Boden zwar kein Problem, denn hier heizt der Topf selbst. Bei Ceran jedoch geht Energie und am Ende auch Zeit verloren, wenn der Topf keinen vollen Kontakt zur heißen Platte hat.

WMF Gourmet Plus hat ebenfalls schwere Töpfe, die sind mit 1,7 Kilogramm aber deutlich leichter als beim Testsieger und den Fissler-Töpfen. Das vglw. hohe Gewicht findet sich auch hier in der Stabilität wieder.

Bei Rösle war der Deckelrand nicht plan. Die Deckel kippeln also auf dem Topf.

BEKA 12370904 Royal: brauchbare, ordentliche Qualität
BEKA 12370904 Royal: Ordentliche Qualität.

Unser Testsieger hat diese Probleme nicht. Die Oberfläche aus poliertem Cromargan Edelstahl ist sehr glatt und wirkt fast wie verchromt. Das ist bei den anderen hochwertigen Sets ebenfalls so, inklusive Tefals Jamie Oliver Töpfen.

Bei Beka, Silit und Rösle sind die Oberflächen dagegen stumpf, denn sie sind gebürstet und nicht poliert. Das könnte auf Dauer zu Verfärbungen führen. Auf der anderen Seite wird ein Stahlschwamm auf der gebürsteten Fläche kaum Spuren hinterlassen, auf der polierten hingegen schon.

Ergonomie und Gewicht

WMFs Function 4 5-Liter-Topf wiegt mit Deckel 2,57 Kilogramm, also etwas überdurchschnittlich. Negativ fiel uns das Gewicht in der Handhabung nicht auf, die breiten Griffe mit der Mulde für den Halt der Finger gleichen das locker wieder aus.

Andere 5-6 Liter Töpfe im Test wiegen lediglich knapp über zwei Kilogramm. Beka und Tefal (nicht mehr verfügbar) schaffen mit diesem Gewicht sogar einen ebenen Boden, der nicht kippelt. Tefal bietet mit diesem geringen Gewicht (2,03 Kilogramm) mit sechs Litern sogar das größte Volumen. Für uns gilt jedoch die Prämisse: Lieber 500 Gramm mehr heben, dafür aber eine hervorragende Qualität, die auch noch Made in Germany ist.

Die Töpfe des WMF Function 4 Sets sind mit einer echten Gießmulde bestückt. Lediglich bei Fissler gibt es sonst noch eine. Damit können Flüssigkeiten, zum Beispiel eine Sauce oder ein Fond, zielgenau auf dem Teller portioniert werden.

Die Deckel des Function 4 haben auf der Oberseite Markierungen für die drei Gießöffnungen und die Stellung »geschlossen«. Nudeln oder Reis können mit zwei verschiedenen Siebgrößen direkt aus dem Topf abgegossen werden. Den Durchschlag können Sie sich sparen, durch das Silikon wird der metallische Außenring ausreichend isoliert.

Gieß­öffnungen erleichtern die Hand­habung

Einen ähnlichen Abgießmodus – aber ohne Sieb – bietet Fisslers Intensa. Die Deckelposition »offen« gibt einen schmalen Spalt frei, durch den ein Fond oder eine Sauce exakt abfließen kann. Die anderen Topfsets haben zwar alle einen umlaufenden Gießrand, jedoch nicht den Komfort von Intensa oder Function 4.

Im Topfinneren des Function 4 befindet sich eine Liter-Skala für Flüssigkeiten, das können die anderen aber auch. Die platzsparende Stapelung des Testsiegers ist ganz brauchbar, aber nicht so gut wie bei Fisslers Intensa: Der 2,0- und der 3,5-Liter-Topf lassen sich bei WMF nämlich nicht ineinander stellen. Bei Fissler funktioniert das aufgrund der nach unten dünner werdenden Töpfe perfekt.

WMF Provence Plus: unter dem Deckel-Griff wird sich Schmutz sammeln
WMF Provence Plus: Unter dem Griff des Deckels sammelt sich gern Schmutz.

Eine typische Topf-Schwachstelle ist Wasser und Schmutz unter dem Henkel des Deckels (Elo Platin, WMF Provence Plus). Unser Favorit vermeidet das durch die Befestigung des Griffes mit zwei Schrauben. Fissler hat das Problem auch nicht, hier gibt es weder Glas im Deckel (Intensa/Profi Collection) noch einen oben sitzenden Griff (Intensa).

Optik und Design

Der Testsieger WMF Function 4 fällt mit seinen markanten roten Umrandungen stilistisch aus der Reihe. Die Silikonlippe ist auffällig und wird bei der nächsten Essenseinladung ganz sicher zum Gesprächsthema, wenn Sie mit solchen Töpfen bedienen. Allerdings dürfte das eigenwillige Design nicht jedem zusagen. Wenn Sie dazu gehören, sehen Sie sich unsere alternativen Empfehlungen an.

WMF Function 4, teilgestapelt
WMF Function 4, teilgestapelt.

Die Töpfe von Beka , Elo, WMF (Intension, Gourmet Plus), Deik und Silit haben eine klassischere, aber auch etwas langweiligere Form.

WMF Gourmet Plus: 5er Set der der oberen Qualitätsklasse
WMF Gourmet Plus: 5er Set der oberen Qualitätsklasse.

Der zweite Stilausbrecher in unserem Test ist das Set von Fissler. Die breiten, muschelartigen Griffe sowie sie Deckel-Griffe sind ein Blickfang – aber vermutlich ebenfalls nicht jedermanns Geschmacksache.

Fissler intensa: unübliche aber sehr praktische, durchdachte Form der Griffe
Fissler Intensa: unübliche aber sehr praktische, durchdachte Form der Griffe.

Koch-Test

Wie schnell bringt der größte Topf im Set jeweils 1 Liter 17-Grad-Kaltwasser zum Sieden? Das haben wir in einem eigenen Schritt getestet.

Auf dem Induktionskochfeld auf höchster Stufe (P) benötigte das WMF Function 4 mit 182 Sekunden relativ lange. Das günstig Tefal-Modell (nicht mehr verfügbar) war am schnellsten und benötigte nur 155 Sekunden, Beka war mit 165 Sekunden ebenfalls sehr schnell. Fissler Profi Collection benötigte 183 Sekunden – kein Wunder, er hat den wahrscheinlich dicksten Topfboden im Test, der 5,5-Liter-Topf wiegt 2,6 kg. WMF Gourmet Plus ist mit 168 Sekunden dabei.

Schwere Töpfe werden langsamer heiß, halten die Hitze aber länger

Zwar sprechen wir von maximal 35 Sekunden Differenz zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Kochvorgang (Tefal versus Fissler Intensa), was zunächst vernachlässigbar klingt. Doch bei 5 Litern Kaltwasser erhöht sich die Zeitdifferenz entsprechend linear und liegt dann bei rund 3 Minuten.

Das wollten wir prüfen und haben den schnellsten Kocher (Tefal Jamie Oliver, nicht mehr verfügbar) neben den Testsieger von WMF (Function 4) gestellt. Die fünf Liter kochten nach 700 Sekunden (11:40 Minuten) im Tefal, aber erst nach 860 Sekunden (14:20 Minuten) im WMF – 2:40 Minuten länger. Beim Kochtest mit den jeweils kleinsten Töpfen waren die Ergebnisse ähnlich.

Der Grund für die längere Zeit bis zum Kochen: Schwere Töpfe brauchen länger, bis sie heiß werden. Allerdings halten sie die Hitze dann auch länger. Der Nachteil von leichteren Töpfen ist dagegen, dass sie keine so gleichmäßige Wärmeverteilung liefern.

Wärmeverteilung

Den Kochtest haben wir mit der Wärmebildkamera begleitet. Sobald der Siedepunkt erreicht wurde, haben wir die Kochstufe auf ein leichtes Köcheln ohne Deckel reduziert. In diesem Zustand entstanden die Wärmebildfotos der Töpfe.

Der WMF Function 4 hat zu 50 Prozent einen gleichmäßig erhitzten Boden, wobei zwischen wärmster und kühlster Stelle 9 Grad Differenz liegen. Das können Silit, Schulte-Ufer und Beka besser, sie erreichen zirka 75 Prozent. Bei Silit liegt lediglich ein Grad zwischen warm und heiß, bei Schulte-Ufer sind es zwei Grad.

Im Alltag machen sich die Unterschiede in der Wärmeverteilung allerdings kaum bemerkbar – vor allem nicht bei Töpfen (bei Pfannen ist eine möglichst gleichmäßige Hitzeverteilung in der Praxis wichtiger). Und da uns die beiden Topf-Sets mit der gleichmäßigsten Wärmeverteilung hinsichtlich Ergonomie und Verarbeitungsqualität nicht überzeugt haben, ist das WMF Function 4 Set unterm Strich die bessere Wahl.

Weil die hier aufgezeigte Wärmeverteilung für die Praxis kaum relevant ist, haben wir im Update 11/2018 auf einen solchen Test verzichtet.

Abwärme bei den Griffen

Bei der Erwärmung der Griffe nach 5 Minuten Kochzeit auf höchster Stufe glänzt unser Favorit mit seinen Hohlkammergriffen mit 26 bzw. 27 Grad (Deckelgriff). Das Testumfeld von Fissler bis Beka ist in dieser Disziplin zwar auch nicht unbedingt deutlich schlechter – Fissler kommt mit 25 bzw. 28 Grad weg, Schulte-Ufer mit 30 bzw. 20 Grad.

Allerdings haben wir das bei einer Befüllung des 5-Liter-Topfes mit nur einem Liter gemessen. Steigt der Pegel, so steigt auch die Temperatur an den Henkeln. So erreicht der 5-Liter-Topf von Tefal (nicht mehr verfügbar) bei voller Beladung im Kochzustand oben am Henkel 45 Grad. Unser Testsieger schiebt selbst da noch mit 28 Grad eine ruhige Kugel.

Fissler Intensa als auch WMF Function 4 können über eine Gießöffnung abgekippt werden. Dazu müssen die Daumen den Deckel halten. Das klappt in beiden Fällen ohne Topflappen: Bei Fissler schützen die beiden Kunststoffgriffe des Deckels, bei WMF hält die Silikonlippe die Temperatur des metallischen Deckelrings unten. Letzterer erhitzte sich bei voller Beladung im 5-Liter-Kochtest auf 38 bis 40 Grad, was auszuhalten ist.

Tefal E85712 Jamie Oliver: Griffe könnten heiß werden
Tefal E85712 Jamie Oliver– Sehr ungünstig: Trotz Luftloch kann Dampf seitlich entweichen und den Griff auf 70 Grad aufheizen.

Eine mitunter gefährliche Überraschung erlebten wir bei Beka. Das Jamie Oliver Topfset von Tefal (nicht mehr verfügbar) hat leider Design über Funktion gestellt. Die Henkel sind etwas höher als der Topfrand. Das sieht schick aus, sorgt aber für verbrannte Finger: Sollte Dampf genau neben dem Henkel unter dem Topfrand austreten, wie in unserem Test auch prompt passierte, so bedampft dieser den Henkel und heizt ihn auf 78 Grad auf. Das tut weh.

Beka, Deik, Silit AlicanteWMF Intension/Gourmet PlusElo Platin aber auch Fissler Profi Collection machen einen ähnlichen Fehler: Die Henkel sind sehr weit oben angebracht, austretender, heißer Dampf könnte direkt eine Hand erwischen. Vorsicht und vielleicht auch Handschuhe sind beim Kochen nach wie vor angebracht, zumal sich dieses Phänomen durch fast alle Marken zieht. Tritt der Dampf an anderer Stelle aus, muss das nicht passieren, aber es kann eben sein.

WMF bei Gourmet Plus hat als einziger Hersteller das klassische Dampf-Entweichlöchlein (Druckausgleich) in den Deckel eingebaut. Das kann das Abdampfen auf die Griffe meistens verhindern, auch das lästige Klappern des Deckels wird so vermieden. Durch weiter unten angebrachte Henkel wären diese Schwachstellen vermeidbar, jedoch würde die Nähe zum Topfboden wiederum ein starkes Aufheizen der Henkel begünstigen. Hier hat sich der Hersteller für das kleinere Übel, den Dampf, entschieden.

WMF Function 4 Set im Testspiegel

Im Test von Stiftung Warentest kam das WMF Function 4 Set auf Platz drei. Testsieger wurde hier das Set Fissler Intensa (1/2017).

Die Ausgießfunktionen wurden von Stiftung Warentest gelobt, bei der Temperatur an den Griffen vergeben die Warentester allerdings eine schlechte Note, was wir aufgrund unseres Tests nicht nachvollziehen können.

Die Temperaturverteilung am Boden war im Test von Stiftung Warentest nicht die beste – aber auch bei weitem nicht schlecht. Ein Ergebnis, das sich mit unserem Test deckt.

Wir geben dennoch dem WMF Function 4 den Vorzug, denn die Unterschiede fallen im Alltag kaum ins Gewicht – und das WMF Function 4 kostet nur beinahe die Hälfte dessen, was man fürs Fissler hinlegen muss.

Alternativen

Wie ein echter Luxus mutet es an, wenn man nicht mehr nach einem Platz zum Ablegen des Deckels suchen muss. Bei Fissler Intensa wird er einfach in den Seitengriff eingehängt. Das funktioniert reibungslos und das Kondenswasser tropft direkt in den Topf zurück, die breite Randkrempe macht es möglich.

Obendrein hat sich Fissler durch eine spezielle Wölbung eine Abkipp- und eine geschlossene Position des Deckels ausgedacht. Anders als bei WMF Function 4 ist die eher unscheinbar und ohne Silikonrand gelöst.

Eine feine Sache ist die Stapelbarkeit der fünf Fissler-Töpfe. Sie passen nämlich alle ineinander, inklusive der Kasserolle. So platzsparend kann kein anderes Set aus dem Test verstaut werden.

Die breite Randkrempe verhindert ein Klappern des Deckels, Tropfen beim Kochvorgang findet bei höchster Kochstufe trotzdem moderat statt.

Dieser Kochluxus kostet jedoch viel Geld, 360 bis 430 Euro werden fürs Fissler Intensa fällig. Nachteile gibt es dennoch: Der größte Topf im Set fasst nur 3,5 Liter. Bei Schulte-Ufer und WMF Function 4 bzw. Gourmet Plus passen 5 Liter Suppe hinein.

Wer das ergonomische Experiment bzw. Kunststoff an den Töpfen nicht möchte – wohl aber die schwere Qualität – für den ist die Fissler Profi Collection zu einem ähnlichen Preis eine sehr gute Alternative.

Klassische Form

WMF Gourmet Plus 5-teilig

Das WMF-Set Gourmet Plus ergänzt den WMF-Favoriten durch klassische Formen, Materialien und Funktionen. Hier werden keine Ergonomie-Experimente gewagt: An Töpfen und Deckeln befindet sich kein einziges Stück Kunststoff. Töpfe und Deckel sind farblich schlicht und noch nicht einmal auf Hochglanz poliert. Die Deckel haben kein Glas, dafür aber eine kleine Bohrung, durch die der Druck beim Kochen entweichen kann. Folglich klappern die Deckel beim Kochen auch nicht.

Die Fertigungsqualität ist genauso beim Favoriten: Die schweren Töpfe haben einen dicken Sandwichboden, auch mit Kraft können wir die Topfränder kein Stück verbiegen. Alle Topfböden sind vollkommen plan, keine Selbstverständlichkeit, wenn wir uns das restliche Testfeld einmal ansehen.

Die Deckel sitzen allesamt – ohne zu kippeln – auf ihren Töpfen, auch das ist selten. Die Griffe haben eine schöne breite U-Form, hier können auch große Hände sicher zufassen. Ein schwerer, gefühlter Topf liegt sicher in den Händen.

Einziges Manko: Die Henkel sind sehr hoch angebracht, entweichender Dampf könnte mit den Händen in Kontakt kommen. Allerdings ist das Risiko minimal, schließlich entweicht der Druck durch die kleine Bohrung im Deckel.

Fissler ohne Kunststoff & Glas

Fissler Profi Collection

Kochtopf-Set Test: Fissler Original Profi Collection 4 Tlg Mit Servierpfanne
Fissler kommt mit klassischem Henkel und größeren Töpfen, die backofengeeignet, weil komplett aus Metall sind.

Fisslers Set Profi Collection bringt wie der Intensa eine sehr schwere Qualität auf den Plan. Der große 5,5-Liter-Topf wiegt 2,6 kg – ohne Deckel! Die Böden sind entsprechend dick, beim 5,5-Liter-Topf aber leider nicht hundertprozentig plan, bei den übrigen Töpfen schon.

Fissler macht hier keine ergonomischen Experimente wie beim Intensa: Auf speziell geformte Henkel wird komplett verzichtet, auf Kunststoff sowieso. Darum kann die Profi Collection auch im Backofen verwendet werden.

Das Design wird von breiten Henkel-Muffen dominiert. Das macht die Töpfe gewissermaßen einzigartig. Es ist aber nicht nur Optik, es handelt sich dadurch auch um fünf Lötstellen pro Griff. Bei allen anderen Töpfen in diesem Test sind die Griffe mit höchstens vier Lötpunkten befestigt.

Für den praktischen Einsatz gibt es einen weiteren Vorteil gegenüber Fissler Intensa: In den großen 5,5-Liter-Topf passt einfach mehr hinein. Die Griffe sind leider wieder sehr hoch angebracht, austretender Dampf könnte an die Hände kommen. Die Griffe haben eine schöne breite U-Form für große Männerhände.

Wie bei WMF Gourmet Plus bestehen die Deckel aus Metall, es gibt aber keine Bohrung für den Druckausgleich. Deshalb klappern sie bei wallendem, kochenden Wasser auch. Das ist laut Hersteller so gewollt, denn Topfdeckel mit Druckausgleichsbohrung verschwenden Energie.

Gut & günstig

Silit Toskana

Die fünf Töpfe im Set Silit Toskana sind solide gebaut und vollkommen plan. Sie sind relativ gut stapelbar und haben natürlich auch eine Gießkante. Die Deckel haben zwar ein recht großes Spiel, rutschen aber bei Schräglage nicht heraus.

Beim Kochen ist der Silit mit 170 Sekunden recht fix, dabei tropft er nur moderat. Der Topfboden wird dabei sehr gleichmäßig erhitzt, nur ein Grad Differenz bestand zwischen heißester und wärmster Stelle – Testsieger in dieser Disziplin. Und das bei einem Knallerpreis von gerade mal 100 Euro.

Dass das Set von Silit dennoch nicht unser Favorit ist, liegt vor allem an den dünnen, fast schon scharfkantigen Henkeln, die auch schnell relativ heiß werden. Wem es nichts ausmacht, öfter Topflappen zur Hand zu nehmen, bekommt mit dem Silit Toskana ein sehr gutes fünf-töpfiges Set mit Stielkasserole zum Spitzenpreis.

Preis & Leistung

Schulte-Ufer Nimm-4-Set Wega

Test Kochtopf Set: Schulte-Ufer Nimm-4-Set Wega
Solides Set – nur leider tropfen und klappern die Deckel.

Das Schulte-Ufer Nimm-4-Set Wega bringt zwar keine Stielkasserolle mit, bietet dafür aber sehr hochwertige, solide Töpfe.

Die Henkel sind klassisch rund und drücken sich nicht so scharfkantig in die Finger wie beim Silit-Set. Lobenswert ist auch hier die gleichmäßige Wärmeverteilung im Topfboden. Nur drei Grad Differenz haben wir gemessen.

Schwachstelle des Schulte-Ufer sind die stark tropfenden, klappernden Deckel im Kochvorgang bei höchster Stufe.

Außerdem getestet

Wir hatten so manches andere Topfset in der Redaktion, die folgenden möchten wir aus qualitativen Gründen aber nicht empfehlen. Dank hoher Fertigungsstandards ist an der Optik nichts auszusetzen, auch ein günstiger Topf schaut heutzutage nicht schlecht aus.

Die Hersteller sparen aber beim Material und lassen dünne Seitenwände und viel zu dünne Sandwich-Böden anfertigen. Wahrscheinlich wird auch minderwertiger Stahl verbaut. Dadurch sind die Töpfe zwar leicht, aber eben nicht verwindungsfest. Sehr oft sind die Topfböden nicht 100% plan.

Das im Vergleich zu unserem Favoriten deutlich günstigere WMF-Set Provence Plus mit vier Töpfen und einer Stielkasserolle hat uns im Test nicht überzeugt. Vor allem der unebene Topfboden beim großen 6-Liter-Topf ist ein echter Mangel. Lieber ein paar Euro mehr ausgeben.

Deik Topfset 5-teilig

Das in Relation auf seine fünf Teile günstigste Kochtopf-Set im Update 11/2018 kam von Deik. Die Qualität ist minderwertig: Die Töpfe sind viel zu leicht, nicht resistent gegenüber Verwindungen und die Sandwich-Böden sind zu dünn. Der 2,0 und der 3,0-Liter-Topf haben unebene Böden, 1,5 und 6,0 Liter sind auch nicht ganz plan. Die Deckel klappern deutlich und die Griffe sind auch hier sehr hoch angebracht, sodass sich Hände am seitlich austretenden Dampf verbrennen könnten.

Auch Silit Alicante treffen die beschriebenen Qualitätsmängel, allerdings nicht ganz so stark. Komplett resistent gegen Verwindungen sind sie aber nicht. Bei 3,0 und 5,0 Liter ist der Boden nicht ganz plan. Die Töpfe haben keine Liter-Skala und sind sehr leicht, was für den dünnen Sandwichboden spricht. Alle Deckel kippeln deutlich und klappern beim Kochen. Die Henkel sind sehr schmal, große Hände können nicht komplett hineingreifen.

WMF Intension ist ein glanzloses Set, dessen Deckel fast alle kippeln und dessen Böden alle nicht ganz plan sind. Die Töpfe lassen sich marginal verbiegen und haben keine Innen-Skala. Das geringe Gewicht spricht wiederum für einen zu dünnen Sandwichboden. Positiv sind die geräumige U-Form der Griffe sowie die nur leise klappernden Deckel beim Kochvorgang.

Elo bietet für seine fünf Teile ein sehr günstiges Kochtopf-Set an. Das merkt man der Qualität dann aber auch an: Wir können die Rundung der Töpfe verziehen, die Böden sind dünn und der 3,0-Liter-Topf als auch die Kasserolle haben keinen planen Boden. Beim Kochen klappern die Deckel deutlich und beim 5,0-Liter und beim 1-Liter-Topf kippeln die Deckel. Die Ergonomie der Henkel ist an sich gut, jedoch befinden sich diese ziemlich weit oben (Dampfkontakt).

BEKA 12370904 Kochtopf-Set 5-teilig

Das BEKA 12370904 Kochtopf-Set 5-teilig der Serie Royal bietet keine königliche Qualität, dafür aber matte Edelstahl-Oberflächen, die mitunter schnell braun werden. Die Henkel sind rund, doch leider sehr dünn und zu hoch angebracht. Folge: Beim Kochvorgang kann heißer Dampf in Richtung der Henkel austreten, dann besteht Verbrennungsgefahr.

Rösle Elegance 13120

Rösle bietet mit dem Elegance 13120 auf den ersten Blick einen Preis-Leistungshammer für nur 180 Euro an. Bei den 10 Teilen sind neben einer Stielkasserolle sogar ein beschichteter Milchtopf und zwei Pfannen mit dabei. Letztere sind jedoch qualitativ unbrauchbar, zu wackelig sitzen die Griffe an den Pfannen. Es handelt sich um dieselbe Rösle-Pfanne, die im Test »Die beste beschichtete Bratpfanne« ebenfalls negativ auffiel. Beim großen Topf sind Boden und Deckel nicht vollständig eben und der Deckel tropft und vibriert beim Kochvorgang stark. So entpuppt sich der Preishammer letztlich doch als keine gute Investition.

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Kommentare

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pezie
pezie

„Bei der Abwärme an den Griffen war Function 4 ganz vorn dabei, die Ausgießfunktionen wurden [von der Stiftung Warentest] ebenfalls honoriert.“

Nanu? Das Gegenteil ist der Fall: WMF Funktion 4 hat für die Grifftemperatur von der Stiftung Warentest eine schlechte Note kassiert (die zweitschlechteste von fünf möglichen Noten), während die Kochsets auf den Plätzen 1, 2 und 4 in dieser Disziplin sehr gute Note erhielten.

Redaktion
Redaktion

Sie haben recht, die Bewertung der Grifftemperatur durch Stiftung Warentest war nicht richtig wiedergegeben. Wir haben das korrigiert.

Nachvollziehen können wir das schlechte Ergebnis nicht, denn bei uns war die Grifftemperatur gut, wie Sie auch an den Wärmebildern sehen können.

Hans
Hans

Für mich fehlt das Topfset WMF Gourmet Plus, was meiner Meinung die beste Wahl ist.

peter
peter

das set wmf function 4 wäre mir wegen des silikons zu unsicher für „häufig in die spülmaschine“. siehe bewertungen „schmutzfänger“ und „veränderungen des silikons nach geschirrspülmaschine“. prio ist bei mir immer geschirrspülmaschine.
erwähnenswert wäre noch das schweizer set „spring crystal“ für 189,- eur, dicke wandstärke für wärmeübertragung seitlich und innenskala. meine persönliche wahl.
danke

Fritz Gutmann
Fritz Gutmann

Vielen Dank für diesen guten Test. Was m. E: noch ergänzt werden könnte: Der richtige Umgang mit Edelstahltöpfen, bzw. deren Reinigung. Viele Kunden bemängeln Oberflächenveränderungen des Edelstahls selbst bei teureren Produkten, so dass man als Kaufinteressent verunsichert wird. Ich dachte auch, man könnte die Töpfe ohne Konsequenzen einfach in Spülmaschine reinigen, was jedoch zu Verfärbungen führt oder sogar zu Rost führen kann. Deshalb konnte ich mich bisher noch nicht für den Kauf eines Topfsets entscheiden.

Mario Schare
Mario Schare

Am Silikonrand bleibt Wasser bzw. Schmutz in den Zwischenräumen. Auch muss man aufpassen bei längerem kochen, da der Deckel dann heiss wird und man Topflappen zum aufgießen braucht. Zuletzt, Silikon wird je Älter das Material wird, nicht schöner.