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Das beste Kochtopf-Set

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Kochtopf-Set Test: Kochtopfset Alle
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 24 Kochtopf-Sets aus Edelstahl getestet. Das beste ist für uns das WMF-Set Gourmet Plus. Das klassisch designte Topfset überzeugt durch seine schwere Qualität ohne Schnickschnack wie Glas oder Kunststoff.

Update 11. Dezember 2020

Wir haben zwei weitere Sets sowie drei einzelne Töpfe einem Test unterzogen. Ikea schickte uns Oumbärlig und die vier Teile schafften gleich eine Preis-Leistungs-Empfehlung. Vom günstigen Ikea Annons raten wir hingegen ab. All-Clad aus den USA war mit drei großen Töpfen dabei: von 7,6 bis 11,4 Litern. Die schwere Qualität begeisterte, dennoch entdecken wir bei allen ein konstruktionsbedingtes Manko.

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17. Januar 2020

Wir haben weitere sechs Kochtopf-Sets in der Küche ausprobiert. Tefals Ingenio bricht das klassische Konzept auf und bietet Töpfe ohne Henkel an – mit einem Ansteck-Griff – und sichert sich die neue Empfehlung. WMF Diadem Plus leidet unter seinen heißen Griffen, Silit Alicante unter seinem klappernden Deckel. Karcher Mia, Elo Skyline und Amazon Basics leisten sich eine geringe, nicht empfehlenswerte Qualität.

29. November 2018

Wir haben weitere sechs Kochtopf-Sets in der Küche ausprobiert. WMF Gourmet Plus und Fissler Profi Collection überzeugen durch exakte Verarbeitung und durch schwere Qualität, speziell Fissler. Deik und Elo Platin sind das ganze Gegenteil: Dünnes, zu leichtes Material, teils unebene Topfböden. Silit Alicante und WMF Intension sind ebenfalls günstig, die Qualität fällt einen Tick besser aus. Von WMF Gourmet Plus oder Fissler Profi Collection sind jedoch auch sie meilenweit entfernt.

Der Markt für Kochtopf-Sets ist groß und Auswahl hat man genug. Wir haben uns nach eingehender Beschäftigung für 24 Topfsets entschieden, die den Markt gut widerspiegeln, 21 davon sind derzeit noch erhältlich. Ein Topf scheint für viele Menschen einfach nur ein Gefäß zu sein, in dem Lebensmittel gekocht werden – doch es gibt mehr Unterschiede als man glaubt und das betrifft vor allem die Handhabung und die Materialqualität.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

WMF Gourmet Plus

Wer einfach solide, langlebige Töpfe nach klassischen Standards sucht, wird bei Gourmet Plus fündig. WMF setzt hier auf klassische Formen, sogar auf Glas wird verzichtet. So können wir zwar nicht beim Kochen zuschauen, doch aufgrund der Druckausgleichsbohrung klappern die Deckel nicht.

Starke Ergonomie

WMF Function 4

Test Kochtopf-Set: WMF Function 4
Sehr gute Verarbeitung und in Deutschland gefertigt – und das alles für einen angemessenen Preis.

Mit dem WMF Function 4 Kochtopf-Set bekommt man echte deutsche Wertarbeit. Die Töpfe sind sehr gut verarbeitet und stehen dank ihres Gewichts stabil und sicher auf dem Herd. Die Griffe werden während des Kochvorganges nicht heiß und lassen sich problemlos anfassen. Außerdem überzeugt das WMF-Set mit einem ausgefallenen Design, das zwar nicht jedermanns Geschmack treffen wird, aber durchaus praktisch ist. Dank der Silikonlippe am Deckel hat man vier Schließ- bzw. Ablaufpositionen zur Verfügung.

Wenn Geld egal ist

Fissler Intensa

Etwas luxuriöser mutet das Fissler-Intensa-Set an. Den Deckel muss man hier praktischerweise nicht mehr auf der Arbeitsplatte ablegen, sondern kann ihn an den Topf einhängen, was für einige die Platzprobleme in der Küche löst. Außerdem lassen sich alle Töpfe ineinander stapeln und so platzsparend verstauen – nochmal ein Pluspunkt, wenn Sie eine kleine Küche haben. Einen Nachteil gibt es allerdings: Für das Intensa-Kochtopfset wird relativ viel Geld fällig – und der größte Topf fasst gerade einmal 3,5 Liter.

Preis-Leistungs-Tipp

Schulte-Ufer Set1046 Maxi Wega

Wer sich für das Schulte-Ufer Maxi Wega entscheidet, bekommt ein solides, klassisches Topfset. Eine Kasserolle ist nicht dabei, aber die Wärmeverteilung am Topfboden war eine der besten im Testfeld. Leider klappern und tropfen die Deckel beim Kochen. Doch wer damit kein Problem hat, kann guten Gewissens zu Schulte-Ufer greifen.

Funktional

Ikea Oumbärlig 7-tlg.

Test Kochtopf-Set: Ikea OUMBÄRLIG 7-tlg.
Das Set ist funktional, mit guter Ergonomie und überzeugt mit kühlen, soliden Henkeln.

Ikea Oumbärlig 7-tlg. bringt drei Töpfe und eine 28-cm-Pfanne mit. Obgleich am Material gespart wurde (dünnwandig, sehr leicht), ist die Verarbeitung hinreichend solide. Die Henkel sind straff vernietet und werden nicht heiß. Stapelbar und mit Gießkante: Ikea legt den Fokus auf Funktionalität.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritStarke ErgonomieWenn Geld egal istPreis-Leistungs-TippFunktional
ModellWMF Gourmet PlusWMF Function 4Fissler IntensaSchulte-Ufer Set1046 Maxi WegaIkea Oumbärlig 7-tlg.Tefal IngenioAll-Clad 4508 Topf Edelstahl 7,6 LAll-Clad 4512 Fleisch und Gemüsetopf 11,4 LAll-Clad 4500 Holländischer Topf 5,2 LFissler Original-Profi CollectionWMF Diadem PlusSilit AlicanteSilit ToskanaWMF Provence PlusBEKA 12370904Rösle Elegance 13120Elo PlatinElo SkylineKarcher MiaAmazon Basics Kochgeschirr-SetIkea Annons 5-tlg.
Test Kochtopf-Set: WMF Gourmet Plus 5-teiligTest Kochtopf-Set: WMF Function 4Test [Duplicated] Kochtopf-Set: Fissler Intensa 5-tlg.Kochtopf-Set Test: Set Maxi Wega WebTest Kochtopf-Set: Ikea OUMBÄRLIG 7-tlg.Test [Duplicated] Kochtopf-Set: Tefal Ingenio 2-tlg.Test Kochtopf-Set: All-Clad Fantasie-Set allesbeste Fantasie-SetTest Kochtopf-Set: All-Clad 4512 Fleisch und Gemüsetopf 11,4 LTest Kochtopf-Set: All-Clad 4500 Holländischer Topf 5,2 LKochtopf-Set Test: Fissler Original Profi Collection 4 Tlg Mit ServierpfanneTest [Duplicated] Kochtopf-Set: WMF Diadem PlusTest [Duplicated] Kochtopf-Set: Silit Pisa 4-tlg.Test Kochtopf Set: Silit ToskanaTest Kochtopf-Set: WMF Provence PlusTest Kochtopf-Set: BEKA 12370904 Kochtopf-Set 5-teiligTest Kochtopf-Set: Rösle Elegance 13120Test Kochtopf-Set: Elo PlatinTest [Duplicated] Kochtopf-Set: Elo SkylineTest [Duplicated] Kochtopf-Set: Karcher Mia 5-tlg.Test [Duplicated] Kochtopf-Set: Amazon Basics Kochgeschirr-SetTest Kochtopf-Set: Ikea ANNONS 5-tlg.
Pro
  • Verwindungsfest
  • Mittelschwer
  • Alle Topfböden sind plan
  • Deckel klappern beim Kochen nicht (Druck entweicht)
  • Schwer und robust
  • Tolle Verarbeitung
  • Tolle Handhabung
  • Gut für kleine Küchen
  • Solide
  • Ergonomische Henkeln
  • Henkel solide genietet
  • Deckel klappern nicht
  • Griffe bleiben kühl
  • Wasser kocht schnell
  • Gießkante
  • Stapelbar
  • Stabile, kompakte Töpfe
  • 100 Prozent stapelbar
  • Liter-Skala
  • Gießkante
  • Schwer und robust
  • Tolle Verarbeitung
  • Deckel klappert nicht
  • Gießkante
  • Schwer und robust
  • Tolle Verarbeitung
  • Gießkante
  • Schwer und robust
  • Tolle Verarbeitung
  • Deckel klappert nicht
  • Gießkante
  • Sehr schwere Qualität
  • Fünf Lötstellen pro Griff
  • Dicke Sandwichböden
  • Stabile Töpfe
  • Gießkante
  • Deckel klappern nicht (keine Druckbohrung)
  • Stabile Töpfe
  • Gießkante
  • Stapelbar
  • Sehr günstiger Preis für ein Set
  • Günstiger als Favorit
  • Günstiges Set
  • Guter Preis für ein zehnteiliges Set
  • Extrem günstig
  • Fünf Teile
  • Gießkante
  • Stapelbar
  • Liter-Skala
  • Gießkante
  • Stapelbar
  • Henkel kühl
  • Töpfe angemessen stabil
  • Henkel gut befestigt
  • Extrem günstig
  • Deckel klappern nicht
  • Griffe bleiben ausgesprochen kühl
  • Wasser kocht schnell
Contra
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
  • Wasser kocht erst relativ spät, weil die Töpfe langsamer heiß werden
  • Teuer
  • Größter Topf ist relativ klein
  • Deckel klappern
  • Tropfen bei höchster Stufe
  • Dünnwandig
  • Nur spezielle Ingenio-Deckel harmonieren mit Ansteckgriff
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
  • Wasser kocht erst relativ spät, weil die Töpfe langsamer heiß werden
  • Nicht stapelbar
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
  • Wasser kocht erst relativ spät, weil die Töpfe langsamer heiß werden
  • Nicht stapelbar
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
  • Wasser kocht erst relativ spät, weil die Töpfe langsamer heiß werden
  • Nicht stapelbar
  • 5,5-Liter-Topf nicht ganz plan
  • Deckel bei 5,5-Liter-Topf kippelt
  • Deckel klappern bei kochendem Wasser
  • Nicht stapelbar
  • Dampfkontakt Henkel
  • Dünne Henkel
  • Dampfkontakt Henkel
  • Dünne Henkel
  • Deckel klappert
  • Henkel sind nicht ergonomisch
  • Henkel werden sehr heiß
  • Leider unebener Topfboden
  • Matter Edelstahl wird schnell braun
  • Dampf kann während dem Kochen Richtung Henkel entweichen
  • Pfanne ist von schlechter Qualität und der Deckel des großen Topfes tropft und vibriert stark
  • Teilw. Böden nicht plan
  • Dünner Sandwichboden
  • Nicht verwindungsfest
  • Deutlich klappernde Deckel
  • Hohe Griffe: Dampfkontakt
  • Boden nicht plan
  • Töpfe verziehen
  • Dünner Sandwich-Boden
  • Deckel klappert stark
  • Boden nicht plan
  • Töpfe verziehen
  • Dünner Sandwich-Boden
  • Deckel mit sehr viel Spiel
  • Dampfkontakt am Henkel
  • Henkel wackelig
  • Keine Gießkante
  • Nicht stapelbar
  • Henkel wackelig
  • Nicht Geschirrspüler tauglich wegen Beschichtung
  • Kleine Töpfe
  • Dünnwandig, biegsam
  • Nicht lange haltbar
  • Stiele wackeln
  • Töpfe zu klein
  • Nicht stapelbar
Bester Preis
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Welche Topfgrößen braucht man?

Wer viel und gerne kocht, braucht eine kleine Ansammlung an verschiedenen Töpfen. Die Allround-Töpfe unserer Tage bestehen allesamt aus poliertem Edelstahl. Aluminium ist auf dem Rückmarsch, zumal Tests diesen Töpfen oft nur befriedigende Noten geben.

Edelstahl­töpfe eignen sich für alle Herd­arten

Edelstahltöpfe haben einen mehr oder minder dicken Sandwich-Topfboden. In diesem befindet sich ein ferromagnetisches Material für die Induktion, oft in Kombination mit anderen Materialien, die Wärme speichern und sie besonders schnell aufnehmen und verteilen.

Fast alle Töpfe auf dem Markt kann man für Gas, Elektroplatten, Glaskeramik (Ceran) und Induktionskochfelder gleichermaßen verwenden. Besitzt man einen Herd, der per Induktion heizt, sollte man aber trotzdem gezielt auf die Angabe achten. Alle Sets in diesem Test eignen sich ausnahmslos auch für Induktion.

In puncto Reinigung sind Edelstahltöpfe sehr pflegeleicht. Was bei beschichteten Pfannen ein No-Go ist, das ist bei Töpfen Standard: da kann man auch mal mit dem Stahlschwamm ran. Alle Töpfe aus Edelstahl sind außerdem auch spülmaschinengeeignet.

Für das Kochen ohne Familie reichen meistens 1,5-, 2- und 3-Liter-Töpfe. Sobald Gäste kommen oder vier oder mehr Familienmitglieder mitessen, braucht es unbedingt noch einen großen 5- oder besser noch 6-Liter-Topf.

 Kochtopf-Set Test: Kochtopfset U Alle
Im Test: Ein Liter kaltes Wasser – wo kocht es am Schnellsten?

Wenn das Frikassee oder der Eintopf für 15 Personen angerührt werden muss, müssen es allerdings auch schon mal 10 Liter oder mehr sein, etwa mit dem WMF Gemüsetopf Ø 28 cm, der ganze 14 Liter fasst. Darin können auch Gläser oder Saftflaschen eingekocht und damit sterilisiert und haltbar gemacht werden.

Derart große Töpfe sind allerdings fast nie in Kochtopf-Sets enthalten. Hier ist der größte Topf meist 5 Liter groß, manchmal auch 6.

So haben wir getestet

Wir haben alle verfügbaren Testberichte recherchiert, unzählige Kundenbewertungen gelesen und Fachleute befragt. Schließlich haben wir insgesamt 24 Topf-Sets getestet, von denen nun noch 21 verfügbar sind.

Die meisten Sets kommen mit vier oder fünf Töpfen. Einige Sets haben auch eine Stielkasserolle mit Deckel. Die Preisspanne bei Kochtopf-Sets ist groß. Wir waren sehr gespannt, ob wir Qualitätsunterschiede feststellen können und das teuerste Set auch das beste ist.

Um es vorwegzunehmen: Kochen kann man mit jedem Topf, doch die Qualitätsunterschiede hinsichtlich der Materialstärke und der Topfböden sind sehr groß. Von den ganz günstigen Sets raten wir – bis auf eine Ausnahme – ab.

Unser Test bestand aus einem praktischen und einem wertenden Teil. Für die Praxis haben wir jeweils den größten und den kleinsten Topf aus jedem Set herangezogen. Die Stielkasserolle, sofern vorhanden oder der Milchtopf blieben außen vor.

Kochtest: 1 Liter kaltes Wasser zum Kochen bringen, mit Deckel
Kochtest: Einen Liter kaltes Wasser zum Kochen bringen, mit Deckel.

Wir haben einen Liter kaltes Wasser zum Aufkochen gebracht und die Zeit gemessen. Ausgeführt haben wir das auf einem Induktionskochfeld mit höchster Stufe. Den Kochtest haben wir mit der Wärmebildkamera begleitet. Sobald der Siedepunkt erreicht wurde, haben wir die Kochstufe auf ein leichtes Köcheln ohne Deckel reduziert. In diesem Zustand entstanden die Wärmebildfotos der Töpfe.

Außerdem haben wir auf Ergonomie und Komfort geachtet: Klappern die Deckel beim Kochen auf höchster Stufe? Tropft Flüssigkeit seitlich heraus? Wie warm oder heiß werden die Griffe? Wie bequem können sie angefasst werden und wie lässt sich der beladene Topf führen? Gibt es Gießöffnungen oder Tropfkanten?

Im Vergleich haben wir die Stabilität und die Wertigkeit der Töpfe beurteilt. Sind der Boden und der Deckel plan? Liegt der Deckel gleichmäßig auf und wie viel Spiel hat er?

 Kochtopf-Set Test: Kochtopfset Upd112018 Wmfgourmetplus

Testsieger: WMF-Set Gourmet Plus

Das WMF-Set Gourmet Plus ist der Prototyp für klassische Formen, Materialien und Funktionen. Hier werden keine Ergonomie-Experimente gewagt: An Töpfen und Deckeln befindet sich kein einziges Stück Kunststoff. Töpfe und Deckel sind farblich schlicht und noch nicht einmal auf Hochglanz poliert. Die Deckel haben kein Glas, dafür aber eine kleine Bohrung, durch die der Druck beim Kochen entweichen kann. Folglich klappern die Deckel beim Kochen auch nicht.

Unser Favorit

WMF Gourmet Plus

Die Fertigungsqualität ist exzellent: Die schweren Töpfe haben einen dicken Sandwichboden, auch mit Kraft können wir die Topfränder kein Stück verbiegen. Alle Topfböden sind vollkommen plan, keine Selbstverständlichkeit, wenn wir uns das restliche Testfeld einmal ansehen.

Die Deckel sitzen allesamt – ohne zu kippeln – auf ihren Töpfen, auch das ist selten. Die Griffe haben eine schöne breite U-Form, hier können auch große Hände sicher zufassen. Ein schwerer, gefüllter Topf liegt sicher in den Händen. Das WMF Gourmet Plus ist bei der Disziplin, einen Liter Wasser zu kochen, mit 168 Sekunden dabei.

WMF hat bei Gourmet Plus das klassische Dampf-Entweichlöchlein (Druckausgleich) in den Deckel eingebaut. Das kann das Abdampfen auf die Griffe meistens verhindern, auch das lästige Klappern des Deckels wird so vermieden. Durch weiter unten angebrachte Henkel wären diese Schwachstellen vermeidbar, jedoch würde die Nähe zum Topfboden wiederum ein starkes Aufheizen der Henkel begünstigen. Hier hat sich der Hersteller für das kleinere Übel, den Dampf, entschieden.

Nachteile

Die Henkel sind sehr hoch angebracht, entweichender Dampf könnte mit den Händen in Kontakt kommen. Allerdings ist das Risiko minimal, schließlich entweicht der Druck durch die kleine Bohrung im Deckel.

WMF Gourmet Plus im Testspiegel

Im Test von Stiftung Warentest (01/2009) kam das WMF Gourmet Plus auf Platz 8 (Gut, 2,3). Die Tester kritisierten das längere Aufheizen, loben aber die lange Warmhaltezeit und die Ergonomie.

Alternativen

Der Testsieger hat uns zwar am meisten überzeugt, aber auch andere Modelle für den großen und kleinen Geldbeutel haben ihre Vorteile. Wir stellen im Folgenden unsere weiteren Empfehlungen vor.

Starke Ergonomie

WMF Function 4

Test Kochtopf-Set: WMF Function 4
Sehr gute Verarbeitung und in Deutschland gefertigt – und das alles für einen angemessenen Preis.

Das Topfset WMF Function 4 bietet Stabilität und Wertigkeit auf höchstem Niveau, das Produkt wird in Deutschland gefertigt. Die Ergonomie der Griffe ist die beste unter allen Töpfen, da der Topf einhändig geführt werden kann.

WMF Function 4: Kocherlebnis ohne Klapperei
WMF Function 4: Die große Gummilippe sorgt für ein Kocherlebnis ohne Klapperei.

Die rote Silikonlippe der Deckel wirkt auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, verleiht den Töpfen aber auch ein schickes Aussehen. Vor allem aber verhindert sie nicht nur das Klappern oder das Wegrutschen der Deckel, sie bietet auch vier Schließ- bzw. Ablaufpositionen. Die Deckel des Function 4 haben auf der Oberseite Markierungen für die drei Gießöffnungen und die Stellung »geschlossen«. Nudeln oder Reis können mit zwei verschiedenen Siebgrößen direkt aus dem Topf abgegossen werden. Den Durchschlag können Sie sich sparen, durch das Silikon wird der metallische Außenring ausreichend isoliert.

Gut gefallen hat uns das hohe Gewicht der Töpfe. Denn die alte Gleichung, nach der schwere Töpfe am besten sind, ging auch in unserem Test auf. Das vergleichsweise hohe Gewicht findet sich hier in der Stabilität wieder. Die Oberfläche aus poliertem Cromargan Edelstahl ist sehr glatt und wirkt fast wie verchromt.

WMFs Function 4 5-Liter-Topf wiegt mit Deckel 2,57 Kilogramm, also etwas überdurchschnittlich. Negativ fiel uns das Gewicht in der Handhabung nicht auf, die breiten Griffe mit der Mulde für den Halt der Finger gleichen das locker wieder aus.

Wenn Geld egal ist

Fissler Intensa

Wie ein echter Luxus mutet es an, wenn man nicht mehr nach einem Platz zum Ablegen des Deckels suchen muss. Bei Fissler Intensa wird er einfach in den Seitengriff eingehängt. Das funktioniert reibungslos und das Kondenswasser tropft direkt in den Topf zurück, die breite Randkrempe macht es möglich.

Obendrein hat sich Fissler durch eine spezielle Wölbung eine Abkipp- und eine geschlossene Position des Deckels ausgedacht. Anders als bei WMF Function 4 ist die eher unscheinbar und ohne Silikonrand gelöst.

Eine feine Sache ist die Stapelbarkeit der fünf Fissler-Töpfe. Sie passen nämlich alle ineinander, inklusive der Kasserolle. So platzsparend kann kein anderes Topfset aus dem Test verstaut werden.

Die breite Randkrempe verhindert ein Klappern des Deckels, Tropfen beim Kochvorgang findet bei höchster Kochstufe trotzdem moderat statt.

Dieser Kochluxus kostet jedoch viel Geld, 360 bis 430 Euro werden fürs Fissler Intensa fällig. Nachteile gibt es dennoch: Der größte Topf im Set fasst nur 3,5 Liter. Bei Schulte-Ufer und WMF Function 4 bzw. Gourmet Plus passen 5 Liter Suppe hinein.

Wer das ergonomische Experiment bzw. Kunststoff an den Töpfen nicht möchte – wohl aber die schwere Qualität – für den ist die Fissler Profi Collection zu einem ähnlichen Preis eine sehr gute Alternative.

Preis-Leistungs-Tipp

Schulte-Ufer Set1046 Maxi Wega

Das Schulte-Ufer Maxi-Set Wega 5-tlg. Set 1046 bietet sehr hochwertige, solide Töpfe. Wir hatten seinerzeit das 4-teilige Schulte-Ufer Nimm-4-Set Wega ohne Stielkasserolle im Test, selbiges wird aber nicht mehr angeboten. Da es sich um dieselbe Bauart handelt empfehlen wir jetzt das 5-teilige Set.

Die Henkel sind klassisch rund aber leider etwas schmal. Ein schwerer, großer Topf drückt unangenehm in die Finger. Lobenswert ist die gleichmäßige Wärmeverteilung im Topfboden. Nur drei Grad Differenz haben wir gemessen.

Die größte Schwachstelle sind die tropfenden und klappernden Deckel in der höchsten Kochstufe. Es gibt keine Ausgleichsbohrung, durch die der Druck entweichen könnte.

Wir empfehlen Schulte-Ufer Maxi-Set Wega 5-tlg. allen, die eine gute, langlebige Qualität erwerben möchten, ohne dabei allzu tief in die Geldbörse zu greifen. Das Schulte-Ufer Set bietet viel Topf für wenig Geld.

Schwachstelle des Schulte-Ufer sind die stark tropfenden, klappernden Deckel im Kochvorgang bei höchster Stufe.

Funktional

Ikea Oumbärlig 7-tlg.

Test Kochtopf-Set: Ikea OUMBÄRLIG 7-tlg.
Das Set ist funktional, mit guter Ergonomie und überzeugt mit kühlen, soliden Henkeln.

Oumbärlig von Ikea ist ein 7-teiliges Set, wobei die beiden Deckel mitgezählt werden. Das Set besteht aus einer Bratpfanne (28 cm), zwei Kochtöpfen (5/3L) und einer Stielkasserolle mit Deckel (2L).

Die Verarbeitung ist hochwertig, das bemerken wir an den solide genieteten Henkeln (nicht nur gelötet) und dem planen Topfboden. Der Deckel hat viel Spiel sowie eine kleine Ausgleichsbohrung, weshalb er nicht klappert.

 Kochtopf-Set Test: Kochtopfset Update122020 Ikeaoumbrlig
Brauchbare Qualität, teilw. sehr gut verarbeitet!

Das Edelstahl hingegen ist dünnwandig und auf seitlichen Druck hin gibt das Chassis des Topfes nach. Ganz so schlimm wie im günstigen Ikea Annons 5-tlg. ist es nicht, doch langlebig und hochwertig sieht anders aus. Der größte Topf mit fünf Litern wiegt lediglich 1,18 Kilogramm: ein deutlicher Hinweis auf die dünnen Materialstärken. Der Hersteller spricht von Edelstahl mit einer Zwischenschicht Aluminium. Im Topfboden muss dann auch noch ferromagnetisches Edelstahl enthalten sein, schließlich funktioniert der Topf auch auf Induktion.

Trotz der geringen Masse braucht der 5-Liter-Topf 2:35 Minuten, bis ein Liter kaltes Wasser kocht. Oumbärlig scheint also vergleichsweise etwas langsam zu sein, worauf es unterm Strich aber nicht ankommt.

 Kochtopf-Set Test: Kochtopfset Update122020 Ikeaoumb„rlig
Wärmebild: Der Griff bleibt kühl.

Worauf es ankommt, das ist Praxistauglichkeit und die kann Oumbärlig ganz prima: Die breiten, seitlichen Henkel werden höchstens 30 Grad warm, der Henkel am Deckel bis 35 Grad. Dadurch können wir meistens ohne Handschutz arbeiten.

Die Töpfe sind stapelbar und sie besitzen durchweg eine Gießkante zum tropffreien Ausgießen. Auch bei der Pfanne ist das so. Zur Erleichterung der Aufbewahrung besitzen die Stiele von Kasserolle und Pfanne eine große Bohrung für Haken.

Oumbärlig ist eine gute Wahl für Sparfüchse in Ein- oder Zwei-Personen-Haushalten, die nicht täglich kochen. Wer seine Töpfe jeden Tag zur Hand nimmt, der sollte auf schwerere, stabilere Töpfe setzen und ggf. auf eine anfällige, beschichtete Pfanne verzichten.

Außerdem getestet

Wir hatten so manches andere Topfset in der Redaktion, einige können wir aus qualitativen Gründen aber nicht empfehlen. Dank hoher Fertigungsstandards ist an der Optik zwar oft nichts auszusetzen, auch ein günstiger Topf schaut heutzutage nicht schlecht aus. Die Hersteller sparen aber beim Material und lassen dünne Seitenwände und viel zu dünne Sandwich-Böden anfertigen. Wahrscheinlich wird auch minderwertiger Stahl verbaut. Dadurch sind die Töpfe zwar leicht, aber eben nicht verwindungsfest. Sehr oft sind die Topfböden nicht zu 100 Prozent plan.

Oder aber die Töpfe sind gut gebaut, aber extrem teuer, wie es bei All-Clad der Fall ist.

All-Clad 4508 Topf Edelstahl 7,6 L

Die drei All-Clad-Töpfe im Test sind nicht nur von Seiten ihres Gewichts Schwergewichte. 2,3, 2,5 und 3 Kilogramm, je nach Fassungsvermögen, sind ordentliche Brummer. Preislich sind Sie mit um die 300 Euro pro Topf definitiv die Oberklasse. All-Clad wird deshalb auch nicht als Set verkauft, getestet haben wir sie für diesen Test trotzdem, da wir wissen wollten, ob sich der hohe Preis lohnt. Tatsächlich sind Sets in dieser Preisklasse wenig sinnvoll: Wer sich solch einen Topf kauft, der weiß genau welche Größe und Beschaffenheit die anderen Töpfe in seiner Küchen haben sollen und kauft kein Set, bei dem eine Kasserolle dabei ist, die er nicht braucht.

Das schlichte Design verzichtet auf jeden Schnörkel, lediglich die Henkel wurden ergonomisch für die Finger geformt und mit dem Logo versehen. Der schlichte Deckel aus Edelstahl hat kein Glas-Sichtfenster und auch keine Ausgleichsbohrung. Aus diesem Grund klappert der Deckel auch mal – allerdings nur beim 11-Liter-Gemüsetopf All-Clad 4512.

Der dickwandige Topf ist vollkommen steif, diese Qualität ist für ein ganzes Leben gemacht. Der dicke Topfboden besteht aus drei Lagen: Edelstahl, reines Aluminium bzw. Aluminiumlegierung und ferromagnetischer Edelstahl, damit es auch mit dem Induktionsherd funktioniert.

 Kochtopf-Set Test: Kochtopfset Update122020 Allclad Fleisch7
All-Clad: Griffe werden durch Dampfkontakt sehr heiß.

Unsere drei Töpfe nehmen sich bei Material und Qualität nichts. Sie alle haben eine deutliche Gießkante. Allerdings haben sie alle auch denselben Schwachpunkt: Die Griffe sind so hoch angebracht, dass entweichender Dampf sie auf 55 oder auch 72 Grad erhitzt. Ob das passiert und wie heiß die Griffe werden, ist dem Zufall überlassen. Je nach Lage des Deckels – der viel Spiel hat – entweicht der Dampf mal hier, mal dort. Selten passiert es aber nicht. Schade, denn ohne Dampfkontakt wurden die Henkel gerade mal 26 bis 31 Grad warm. Der Henkel am Deckel wird 39 bis 45 Grad warm, das kann man noch ohne Handschuhe anfassen.

Auf Grund des hohen Preises ist All-Clad etwas für Spezialisten, die viel bzw. beruflich kochen und genau wissen, wie ihr Topf beschaffen sein soll.

Der All-Clad 4508 Topf 7,6 Liter ist der Allrounder. Sein Fassungsvermögen toppt sämtliche anderen Töpfe im Test. Noch viel mehr passt in den All-Clad 4512 Fleisch und Gemüsetopf 11,4 Liter, hier passen auch die größten Kochknochen rein. Der All-Clad 4500 Holländische Topf ist mit 5,2 Litern kleiner als die erstgenannten, doch er passt als rundlicher Suppentopf perfekt auf den Tisch.

Tefals Ingenio-Serie wagt das Experiment mit Töpfen ohne Henkel. Das spart Platz im Schrank und in der Spülmaschine. Wer sich auf das Konzept das Ansteckgriffs einlässt, bekommt hochwertige Töpfe, die von einem Sortiment aus passenden Deckeln und Pfannen begleitet werden. Da Größe und Gewicht der Töpfe begrenzt sind, eignet sich Ingenio eher für Single- oder Zwei-Personen-Haushalte.

Tefals radikaler Ansatz beim Tefal Ingenio mit Töpfen ohne Henkel wird den klassischen Koch aus dem Konzept bringen. Hantierend mit mehreren Töpfen muss immer erst der Griff umgesteckt werden, bevor der heiße Topf bewegt werden kann.

Doch daran kann man sich gewöhnen und der Lohn sind platzsparend ineinander stapelbare Töpfe. So passt mehr in Schrank und Spülmaschine. Für den Griff gibt es auch Pfannen bis 28 Zentimeter, Kasserollen etc. Alternativ sind auch größere Sets mit Deckeln und Pfannen-Spritzschutz im Angebot.

Standard-Deckel können wegen des Steckgriffes nur schräg aufgesetzt werden bzw. wenn der Griff nicht dran ist. Eine Lösung sind die speziell geformten Glasdeckel des Herstellers. Sie haben die Wahl: Es spricht nichts dagegen, die ggf. passenden Deckel Ihres bisherigen Topf-Sets zu nutzen. Sie müssen dazu allerdings jedes Mal den Griff ausklinken.

Fissler Original-Profi Collection

Fisslers Set Profi Collection bringt wie der Intensa eine sehr schwere Qualität auf den Plan. Der große 5,5-Liter-Topf wiegt 2,6 Kilogramm – ohne Deckel! Die Böden sind entsprechend dick, beim 5,5-Liter-Topf aber leider nicht hundertprozentig plan, bei den übrigen Töpfen schon. Fissler macht hier keine ergonomischen Experimente wie beim Intensa: Auf speziell geformte Henkel wird komplett verzichtet, auf Kunststoff sowieso. Darum kann die Profi Collection auch im Backofen verwendet werden.

Das Design wird von breiten Henkelmuffen dominiert. Das macht die Töpfe gewissermaßen einzigartig. Die Griffe sind leider wieder sehr hoch angebracht, austretender Dampf könnte an die Hände kommen. Die Griffe haben eine schöne breite U-Form für große Männerhände.

Fissler Profi Collection benötigte 183 Sekunden für das Kochen von einem Liter Wasser – kein Wunder, er hat den wahrscheinlich dicksten Topfboden im Test, der 5,5-Liter-Topf wiegt 2,6 Kilogramm.

Die Deckel bestehen aus Metall, es gibt aber keine Bohrung für den Druckausgleich. Deshalb klappern sie bei wallendem, kochenden Wasser auch. Das ist laut Hersteller so gewollt, denn Topfdeckel mit Druckausgleichsbohrung verschwenden Energie.

Die stabilen Töpfe der Diadem-Serie haben eine solide, schwere Qualität. Sie sind verwindungsfest und der große Topf wiegt bereits 2,15 Kilogramm. Zum Vergleich, der ähnlich große Karcher-Topf wiegt nur 1,7 Kilogramm. Die Gießkante gefällt uns ebenso wie die nicht klappernden Deckel. Das ist bemerkenswert, denn sie haben keine Bohrung zum Druckausgleich. Stattdessen haben die Deckel eine Wölbung am Rand. Leider entweicht dadurch der Dampf oft in Richtung Griff, weshalb dieser im Test oft sehr heiß wurde. Die Töpfe sind überhaupt nicht stapelbar, Grund ist ihre bauchige Form. Die dünnen Henkel haben außerdem nicht die beste Ergonomie.

Silit hat seine Fertigung offenbar verbessert, denn Mängel in Form von nicht ganz planen Topfböden gibt es beim aktuellen Alilcante-Set nicht mehr. Die stabilen Töpfe haben eine Gießkante und sie sind stapelbar. Leider sitzen die Henkel ziemlich hoch, Dampfkontakt und damit eine Verbrennung der Finger ist möglich. Die dünnen Henkel sind ergonomisch ungünstig und der Deckel klappert beim Kochen, die Glasdeckel haben keine Ausgleichsbohrung.

Die fünf Töpfe im Set Silit Toskana sind solide gebaut und vollkommen plan. Sie sind relativ gut stapelbar und haben natürlich auch eine Gießkante. Die Deckel haben zwar ein recht großes Spiel, rutschen aber bei Schräglage nicht heraus. Beim Kochen ist der Silit-Topf mit 170 Sekunden recht fix, dabei tropft er nur moderat. Der Topfboden wird dabei sehr gleichmäßig erhitzt, nur ein Grad Differenz bestand zwischen heißester und wärmster Stelle – Testsieger in dieser Disziplin. Und das bei einem Knallerpreis von gerade mal 100 Euro. Dass das Set von Silit dennoch nicht unser Favorit ist, liegt vor allem an den dünnen, fast schon scharfkantigen Henkeln, die auch schnell relativ heiß werden.

Wem es nichts ausmacht, öfter Topflappen zur Hand zu nehmen, bekommt mit dem Silit Toskana ein sehr gutes fünf-töpfiges Set mit Stielkasserolle zum Spitzenpreis.

Das im Vergleich zu unserem Favoriten deutlich günstigere Set Provence Plus mit vier Töpfen und einer Stielkasserolle hat uns im Test nicht überzeugt. Zwar ist die Qualität im Großen und Ganzen WMF-typisch hochwertig, aber vor allem der unebene Topfboden beim großen 6-Liter-Topf ist ein echter Mangel – lieber ein paar Euro mehr ausgeben.

WMF Intension

Test Kochtopf-Set: WMF Intension

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Das WMF Intension ist ein glanzloses Set, dessen Deckel fast alle kippeln und dessen Böden alle nicht ganz plan sind. Die Töpfe lassen sich marginal verbiegen und haben keine Innen-Skala. Das geringe Gewicht spricht wiederum für einen zu dünnen Sandwichboden. Positiv sind die geräumige U-Form der Griffe sowie die nur leise klappernden Deckel beim Kochvorgang und die generell WMF-typisch gute Verarbeitung.

Elo bietet für seine fünf Teile ein sehr günstiges Kochtopf-Set an. Das merkt man der Qualität dann aber auch an: Wir können die Rundung der Töpfe verziehen, die Böden sind dünn und der 3,0-Liter-Topf als auch die Kasserolle haben keinen planen Boden. Beim Kochen klappern die Deckel deutlich und beim 5,0-Liter und beim 1-Liter-Topf kippeln die Deckel. Die Ergonomie der Henkel ist an sich gut, jedoch befinden sich diese ziemlich weit oben (Dampfkontakt).

Das Set BEKA 12370904 der Serie Royal bietet keine königliche Qualität, dafür aber matte Edelstahl-Oberflächen, die mitunter schnell braun werden. Die Henkel sind rund, doch leider sehr dünn und zu hoch angebracht. Folge: Beim Kochvorgang kann heißer Dampf in Richtung der Henkel austreten, dann besteht Verbrennungsgefahr.

Rösle bietet mit dem Elegance 13120 auf den ersten Blick einen Preis-Leistungs-Hammer für nur 180 Euro an. Bei den zehn Teilen sind neben einer Stielkasserolle sogar ein beschichteter Milchtopf und zwei Pfannen mit dabei. Letztere sind jedoch qualitativ unbrauchbar, zu wackelig sitzen die Griffe an den Pfannen. Es handelt sich um dieselbe Rösle-Pfanne, die im Test »Die beste beschichtete Bratpfanne« ebenfalls negativ auffiel. Beim großen Topf sind Boden und Deckel nicht vollständig eben und der Deckel tropft und vibriert beim Kochvorgang stark. So entpuppt sich der Preishammer letztlich doch als keine gute Investition.

Das günstige Set von Karcher besteht aus weniger hochwertigem Edelstahl 18/8, die Wandungen und Böden sind sehr dünn, die Töpfe sehr leicht. Sie sind nicht verwindungsfest. Der Deckel hat sehr viel Spiel und die Henkel haben auf Grund ihrer Höhe oft Dampfkontakt. Positiv sind die Liter-Skalen in jedem Topf, die Gießkante und die kühlen Kunststoffhenkel.

Das Elo-Skyline-Set ist qualitativ ähnlich minderwertig wie das Karcher-Set: dünn, Edelstahl 18/8 und nicht resistent gegen Verwindungen. Der Deckel klappert beim Kochen stark, was das Kochvergnügen doch um einiges mindert. Positiv sind einzig die Gießkante und die Stapelbarkeit.

Ikea ANNONS 5-tlg. macht den Preiskracher – empfehlen wollen wir das kleine Seit aber beim besten Willen nicht. Das liegt weniger am Do-it-Yourself-Modus, hier müssen Henkel und Stiele nämlich selbst angeschraubt werden. Kundenfreundlich ist das nicht, dadurch erreicht der Hersteller aber kleinste Verpackungsgrößen.

Die Töpfe sind nicht nur biegsam, weil dünnwandig, es passt auch wenig rein. Der Kochtopf mit Deckel fasst nur 2,8 Liter. Damit kann bestenfalls ein Single etwas anfangen. Kunststoffhenkel und Stiele sitzen wackelig am Chassis, ein solcher Topf hat ein kurzes Leben.

Ergonomisch hat der 2,8-Liter-Topf aber etwas auf dem Kasten: Der Deckel klappert nicht (Ausgleichsbohrung), die Griffe bleiben ausgesprochen kühl und Wasser kocht schnell (2:03 Minuten). Letzteres ist der geringen Masse geschuldet, der besagte Topf wiegt nur 955 Gramm.

Amazon Basics Kochgeschirr-Set

Das Set von Amazon-Basics macht es günstig, aber die Qualität ist eben auch entsprechend niedrig. Die Aluminium-Töpfe sind sehr leicht und dünnwandig, wenngleich angemessen verwindungsfest. Die Töpfe und Pfannen haben keine Gießkante und die Henkel sind wackelig – die Fixierung mit großen Nieten wirkt aber solide. Das Set ist nicht besonders gut stapelbar. Ein großes Manko ist der Pflegebedarf der Antihaft-Beschichtung bei Pfannen und Töpfen. Sie müssen sorgsam damit umgehen, sie ist nicht spülmaschinengeeignet und sollte hin und wieder mit Öl gepflegt werden.