Laminiergerät Test: Laminiergerät Aufmacher Copyright: alho007 / Adobe Stock
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Das beste Laminiergerät

Wir haben 10 Laminiergeräte getestet. Überraschenderweise konnte sich das Bonsen L3101 EU an die Spitze des Testfeldes setzen. Es überzeugt sowohl in Sachen Laminiergeschwindigkeit als auch durch ein sehr gutes Laminierergebnis. Wer ein zuverlässiges Laminiergerät für den Heimgebrauch sucht, ist mit dem Bonsen-Modell gut beraten.

Steffen Haubner
Steffen Haubner
schreibt seit mehr als 20 Jahren über Technik – bevorzugt über solche, die den Alltag erleichtert oder Spaß macht, im Idealfall beides zusammen. Er hat mehrere Bücher über Windows, iOS, Android, Fotografieren mit dem Handy und einiges mehr verfasst. Seine Beiträge erscheinen in Tageszeitungen und Magazinen wie Kölner Stadt-Anzeiger, Stuttgarter Zeitung und Computer Bild.
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Die Einsatzmöglichkeiten für ein Laminiergerät sind vielfältiger als man zunächst denkt. Als erstes kommen einem wahrscheinlich Speisekarten für ein Restaurant in den Sinn. Doch auch im privaten Bereich kann sich das Überziehen von Fotos, Dokumenten, Kinderzeichnungen oder Kochrezepten als praktisch erweisen und sogar richtig Spaß machen. Jedenfalls dann, wenn einem üble Chemiegerüche oder ewig lange Aufwärmzeiten diesen nicht verderben. Und natürlich sollte die Vorlage beim Laminieren nicht beschädigt werden.

Darüber hinaus gibt es aber noch einige andere Fragen, die man sich vor dem Kauf stellen und beantworten sollte. Möchte man ein Laminiergerät mit Heiß- oder Kaltlaminierung? Welche Extras sind sinnvoll und auf welche kann man auch verzichten? Und: Wie viel sind Sie bereit auszugeben? Die am Markt erhältlichen Laminiergeräte unterscheiden sich nämlich teilweise dramatisch im Preis. Schon unter 20 Euro wird man fündig, wer will, kann aber auch das Zehnfache ausgeben. Ob sich diese Investition dann lohnt, steht auf einem anderen Blatt.

In unserem Test mussten wir allerdings feststellen, dass selbst 20-Euro-Modelle ihr Geld manchmal nicht wert sind. Andererseits muss billig nicht gleich schlecht sein. Damit Sie direkt zum richtigen Produkt greifen, haben wir 10 Laminiergeräte auf Herz und Nieren getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Bonsen L3101 EU

Test Laminiergerät: BONSEN Laminiergerät 4 in 1
Ein echter Allrounder, der kaum etwas zu wünschen übrig lässt und schon für kleines Geld zu haben ist.

Das Bonsen L3101 EU ist unser Überraschungssieger. Überraschend deshalb, weil es im niedrigsten Preissegment angesiedelt ist und optisch erst einmal nicht viel hermacht. Dafür ist alles drin und dran, was man braucht und noch ein bisschen mehr. Die Aufheizanzeige ist zwar nicht sehr präzise, reicht jedoch aus um ungefähr zu wissen, wie lange man noch warten muss. Ein Feature, das wir bei einigen hochpreisigen Mitbewerbern schmerzlich vermisst haben.

Auch gut

Peach PL750

Test Laminiergerät: Peach PL750
Wenn's mal wieder schnell gehen muss: Das Laminiergerät von Peach macht Tempo und liefert überzeugende Ergebnisse.

Das Peach PL750 hat uns mit seinem Tempo beeindruckt. Ruckzuck aufgeheizt, flutschen die Folien nur so durch. Da der PL750 noch dazu sehr kompakt ist und gut verstaut werden kann, ist es perfekt für alle, die immer mal wieder etwas zu laminieren haben und dabei nicht viel Zeit vergeuden wollen.

Das Schnellste

Fellowes Saturn 3i

Test Laminiergerät: Fellowes Saturn 3i
Für Viellaminierer und kleinere Unternehmen die erste Wahl.

Das Fellowes Saturn 3i ist unsere Nummer eins, wenn es um A3-Formate geht. Klar, dass es dafür auch etwas größer und teurer ausfällt. Dafür laminiert es deutlich schneller als die günstigeren Mitbewerber und macht auch in Büros und kleineren Unternehmen eine gute Figur.

Günstiger A3-Laminierer

Olympia A 330

Test Laminiergerät: Olympia A 330
Wer nach einem erschwinglichen A3-fähigen Laminiergerät sucht, ist mit diesem Modell gut beraten.

A3 zum kleinen Preis: Das Olympia A330 bietet solide Technik. An Design und Verarbeitung wurde dafür etwas gespart. Wer ab und zu mal etwas laminieren will oder muss und dabei unterschiedlichste Folienformate verwenden will, macht hier nichts falsch.

Vergleichstabelle

TestsiegerBonsen L3101 EU
Auch gutPeach PL750
Das SchnellsteFellowes Saturn 3i
Günstiger A3-LaminiererOlympia A 330
Fellowes Venus A3
Olympia A 230 Plus
Leitz 73680089
Hama 00050560
Genie LA 200
Pavo 8038718 Premium Florida
Test Laminiergerät: BONSEN Laminiergerät 4 in 1
  • Laminiert sehr schnell
  • Folienstärke einstellbar
  • Kaltlaminierung
  • Papierschneider und Eckenrunder enthalten
  • Auch in A3 erhältlich
  • Recht groß und unhandlich
  • Kein akustisches Signal, wenn bereit
  • Mangelhafte Bedienungsanleitung
Test Laminiergerät: Peach PL750
  • Sehr schnell
  • Zuverlässig gute Ergebnisse
  • Günstig
  • Sehr kompakt
  • Gute Verarbeitung
  • Folienstärke nicht einstellbar
  • Keine Kaltlaminierung
  • Kein A3-Modell
Test Laminiergerät: Fellowes Saturn 3i
  • A3-Modell
  • Folienstärke einstellbar
  • Kaltlaminierung
  • Extrem schnell
  • Sehr groß
  • Vergleichsweise teuer
Test Laminiergerät: Olympia A 330
  • A3-Modell
  • Zuverlässig gute Ergebnisse
  • Schont dank spezieller Technik das Laminierobjekt
  • Verarbeitung mittelmäßig
  • Einschubfach ohne Formatanzeige
Test Laminiergerät: Fellowes Venus A3
  • A3-Modell
  • Sehr gute Ergebnisse
  • Automatische Erkennung der Folienstärke
  • Tracker-Sensor reduziert Staugefahr
  • Unfassbar schnell
  • Teuer
  • Groß und schwer
  • Sehr laut
Test Laminiergerät: Olympia  A 230 Plus
  • Meist gute Laminierergebnisse
  • Leise
  • Kaum wahrnehmbarer Geruch
  • Verarbeitung mittelmäßig
  • Einschubfach ohne Formatanzeige
  • Kein A3-Modell
Test Laminiergerät: Leitz 73680089
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Kompakt
  • Ansprechende Optik
  • Folienstärke einstellbar
  • In unterschiedlichen Farben erhältlich
  • Starker Geruch
  • Erzeugt Wellen - selbst mit den Originalfolien
  • Keine Kaltlaminierung
  • Kein A3-Modell
Test Laminiergerät: Hama 00050560
  • Einfach zu bedienen
  • Sehr kompakt
  • Gute Ausstattung
  • Günstig
  • Starker Geruch
  • Unbefriedigende Laminierergebnisse
Test Laminiergerät: Genie LA 200
  • Einfach zu bedienen
  • Sehr kompakt
  • Günstig
  • Starker Geruch
  • Unbefriedigende Laminierergebnisse
Test Laminiergerät: Pavo 8038718 Premium Florida
  • Günstig
  • Gute Verarbeitung
  • Unbefriedigende Laminierergebnisse
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Papier sicher verpackt: Laminiergeräte im Test

Laminiergeräte sind so eine Produktkategorie, die man zunächst einmal bestimmten Berufsgruppen zuordnet. In der Gastronomie, in der Veranstaltungsbranche oder im Kindergarten, wo man die Werke der Kleinen für die Nachwelt konserviert, hat man stets Verwendung für Laminierer, die in der Regel auch nicht die Welt kosten. Aber sobald man mal einen zuhause hat, merkt man plötzlich, wie viele sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten es auch im Alltag für ein Laminiergerät gibt: Die Lieblingsrezepte wasserdicht machen, kurz vor der Reise ein paar haltbare Adressanhänger fürs Gepäck herstellen, kreative Kollagen veredeln – die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt.

Wichtig ist dabei neben dem Arbeitstempo und der einfachen Bedienbarkeit des Laminiergerätes auch die Sicherheit der zu laminierenden Dokumente. Schließlich will man diese haltbarer machen und nicht zu Ziehharmonikas zusammenfalten, wie es tatsächliche einige Laminiergeräte in unserem Test ganz gerne mal machen. Auch sollten die Geräte nicht allzu sehr nach Chemie müffeln, möglichst leise ihren Dienst verrichten, nicht zu heiß werden und gut verstaubar sein.

Ein Anti­blockier­system sollten nicht nur Autos haben, sondern auch Laminier­geräte

Ein Antiblockiersystem, kurz ABS, sollten nicht nur Autos haben, sondern auch Laminiergeräte. Dabei geht es darum, im Inneren gestauchte Objekte freizugeben, indem die Walzen auseinander bewegt werden. Alle unsere Empfehlungen haben einen solchen Notschalter an der Rück- oder Oberseite. Am besten ist es natürlich, die Laminiergeräte arbeiten so zuverlässig, dass das gar nicht nötig ist. Aber auch mit Fehlbedienung durch die Nutzer muss man immer rechnen.

Die gefüllten Laminiertaschen sollte man immer möglichst gerade einführen, für das Laminieren von Gegenständen wie etwa Pflanzen oder flachen Objekten sind die von uns getesteten Bürolaminierer nicht geeignet. Kollagen und Kartons sollten nicht zu dick auftragen, da eine Verstopfung sonst vorprogrammiert ist. Heft- oder Büroklammern dürfen grundsätzlich nicht laminiert werden, da sie die im Inneren arbeitenden Walzen beschädigen oder steckenbleiben können. Zudem sollten Sie natürlich nur explizit als solche ausgewiesene Laminerfolientaschen verwenden. Diese sind immer mit der verschweißten Kante zuerst einzuführen.

Kalt oder heiß?

Auch gilt es sich zu entscheiden, ob man Heiß- oder Kaltlaminierung bevorzugt. Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile und welches für den eigenen Bedarf besser geeignet ist, hängt davon ab, welche Ansprüche man an die Laminierung hat.

Auf Nummer sicher geht man mit Kaltlaminierung. Dabei werden zwei auf der Innenseite mit Spezialkleber beschichtete Folien fest aneinandergepresst, um das zu laminierende Objekt einzuschließen. Der Vorteil ist, dass das Laminiergut nicht hitzebeständig sein muss und man es bei Bedarf wieder von der schützende Hülle befreien kann. Deshalb eignet sich die Kaltlaminierung besonders für Dokumente aus Thermopapier wie etwa Kassenbons, Kontoauszüge oder Fahrausweise. Der große Nachteil einer Kalt-Laminierung ist allerdings, dass die selbstklebenden Folien nie so fest versiegelt werden, wie es beim Heißlaminieren möglich ist. Kaltlaminieren bietet also keinen hundertprozentigen Schutz vor Flüssigkeiten und anderen Umwelteinflüssen.

Kalt­laminierung erlaubt es, das laminierte Objekt bei Bedarf wieder von der schützende Hülle zu befreien

Eine Heißlaminierung hingegen ist für die Ewigkeit – im Guten wie im Schlechten. So sind nur heißlaminierte Vorlagen wirklich effektiv gegen Außeneinflüsse wie Nässe geschützt. Beim Heißlaminieren werden zudem eventuell vorhandene Keime zuverlässig abgetötet. Mitgliedsausweise oder Fotoabzüge sollte man daher eher heiß laminieren. Die nicht kopierbare Urkunde ist wiederum in einer Kaltlaminierfolie oder einem Bilderrahmen besser aufgehoben, da man sie aus diesen wieder befreien kann.

Eine Heißlaminierung wiederum ist immer irreversibel. Die Folie lässt sich später nicht mehr entfernen, ohne dass das Dokument dabei zerstört wird. Außerdem kann man die laminierten Dokumente hinterher noch zuschneiden, also zum Beispiel mehrere kleinere Visitenkarten oder auf einem einzelnen Blatt ausgedruckte Gepäckanhänger in eine A4-Folie einschweißen und hinterher voneinander trennen. Auch zum Basteln sollte man ein Heißlaminiergerät verwenden, da man dann unter anderem Formen ausschneiden kann, ohne dass sie auseinanderfallen.

Wir konzentrieren uns in diesem Test auf die Heißlaminierung, werten es aber als klaren Pluspunkt, wenn ein Laminiergerät beides kann. Ebenfalls gut ist, wenn sich die Folienstärke einstellen lässt, um auch bei dickeren Folien ein gutes Laminierergebnis zu gewährleisten. Die gängigen sind 80, 100 und 125 Mikrometer (Mikron), abgekürzt mic oder auch μm. Kann ein Laminiergerät die Temperatur nicht der Folienstärke anpassen, besteht die Gefahr, dass entweder zu heiß oder zu kalt laminiert wird. Ersteres führt zu einem Wellen oder gar Ansengen der Folie, letzteres zu einer nicht wirklich dauerhaften Laminierung, durch die dann beispielsweise Feuchtigkeit eindringen kann.

Ein großer Nachteil der Heißlaminierung ist, dass sie die Büroluft oder schlimmer noch die Luft in der Kindertagesstätte, wo die Werke der Jüngsten für die Nachwelt konserviert werden sollen, ziemlich beeinträchtigen kann. Zudem werden manche Laminiergeräte im Dauerbetrieb recht heiß. Unserer Erfahrung nach gilt: je kompakter, desto eher heizt sich das Gehäuse auf. In den meisten Bedienungsanleitungen findet sich daher der Hinweis, dass man Mensch und Maschine in bestimmten Intervallen eine kleine Pause gönnen sollte. Bei einigen Laminieren wurden zudem Warnhinweise angebracht, die vor einer möglichen Überhitzung warnen.

Wozu und womit laminieren?

Laminierte Dokumente bieten einige Vorzüge: Sie sind haltbarer und können weiter bearbeitet werden – beispielsweise indem man sie locht, zerschneidet oder mit Markern beschriftet. Letzteres bietet sich etwa für Kalender an, die man mit wasserlöslichen Stiften beschreiben und und bei Bedarf wieder abwischen kann. Flyer für die Öffentlichkeitsarbeit oder Visitenkarten können mit einer Laminierung veredelt und gleichzeitig widerstandsfähiger gemacht werden. Und schließlich bringt eine Laminierung auch Grafiken oder Fotos besser zu Geltung.

Die maximale Taschengröße ist A3

Um den gewünschten Effekt zu erzielen, kann man zu matten oder glänzenden Folien greifen. Je nach erforderlicher Haltbarkeit sind Laminiertaschen in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Daher ist es hilfreich, wenn sich diese Stärken am Laminiergerät einstellen lassen, da eine dickere Folie natürlich auch höhere Temperaturen erfordert. Die maximale Taschengröße bei handelsüblichen Laminierern ist A3, bei den meisten Laminiergeräten für den Hausgebrauch ist allerdings bei A4 Schluss. Es ist in der Praxis ungemein hilfreich, wenn die unterschiedlichen Formate vorne am Einschub aufgedruckt sind. So weiß man, in welchem Bereich man das zu laminierende Objekt einführen muss.

Laminiergerät Test: Bonsen Neu

Testsieger: Bonsen L3101 EU

Unser Testsieger war für uns in mehrfacher Hinsicht eine echte Überraschung. Denn das Bonsen L3101 EU gehört zu den preislich am unteren Ende angesiedelten Modellen. Dennoch setzte es sich praktisch in allen Disziplinen an die Spitze.

Testsieger
Bonsen L3101 EU
Test Laminiergerät: BONSEN Laminiergerät 4 in 1
Ein echter Allrounder, der kaum etwas zu wünschen übrig lässt und schon für kleines Geld zu haben ist.

So ist der Lieferumfang vergleichsweise üppig: Ein Eckenrunder, ein Papierschneider und 50 Laminierbeutel der Größe A4 sind mit an Bord. Eine etwas zu schmal geratene schmale Halterung, die an der Rückseite angesteckt werden kann, soll die aus dem Ausgabeschacht geschobenen verschweißten Dokumente auffangen. Dazu gibt es eine Bedienungsanleitung, die allerdings mehr schlecht als recht übersetzt und somit wenig hilfreich ist.

Die vom Hersteller angegebene Aufwärmzeit ist ziemlich akkurat: Gut 3 bis maximal 4:20 Minuten dauerte es, bis wir loslegen konnten. Dabei entstand so gut wie kein wahrnehmbarer Geruch und das Gehäuse blieb auch im Dauerbetrieb relativ kühl. Das dürfte mit der Baugröße zusammenhängen, die mit 41,5 x 11,4 x 7,5 Zentimetern sehr groß ausfällt. Kompaktheit ist eben doch nicht alles. Vorne am Gerät hat der Laminierer von Bonsen einen An/Aus-Schalter – keine Selbstverständlichkeit bei den günstigen Laminiergeräten.

Die Folienstärke ist wie bei allen von uns gut bewerteten Laminiergeräten in drei Stufen einstellbar. 80, 125 und 150 Mikrometer (mic) stehen zur Auswahl. Das Laminiergerät von Bonsen kann also auch relativ starke Folien verarbeiten. Auch Kaltlaminierung beherrscht er.

Die Grundeinstellungen erfolgen über einen Leuchtring an der Oberseite, der zugleich ungefähr anzeigt, wie lange man noch warten muss. Ist er ganz gefüllt, kann man loslegen. So etwas findet sich sonst nur an recht teuren Laminiergeräten. Ein akustisches Signal fehlt dagegen, was wir in Anbetracht der visuellen Anzeige für verschmerzbar halten. Im Gegensatz beispielsweise zum Leitz-Laminierer befinden sich alle Steuerungselemente in leicht erreichbarer Position. Man muss also nicht über das Gerät hinweggreifen, um an der Rückseite nach Schaltern zu fummeln.

Laminiergerät Test: Bonsen L3101
Die besten Laminier-Ergebnisse erzielten wir mit dem Laminiergerät von Bonsen.

Verblüfft hat uns dann aber vor allem die Arbeitsgeschwindigkeit: Gerade einmal 50 Sekunden braucht das Bonsen, um ein Dokument in eine DIN-A4-Folie einzuschweißen. Für A6 brauchte es sogar nur 30 Sekunden. Dabei wurden die laminierten Fotos allerdings recht heiß.

Laut Hersteller arbeiten im Inneren zwei Heizwalzen. Das erklärt die durchweg ausgezeichneten Resultate, die wir erzielt haben. Alle unsere Vorlagen wurden gleichmäßig eingezogen und bläschenfrei und ohne Wellung laminiert. Auch bei 40 Seiten direkt hintereinander schafften wir es nicht, ein unbrauchbares oder auch nur mangelhaftes Resultat zu produzieren. Auch an der Haltbarkeit haben wir nichts auszusetzen: Unabhängig vom Format lassen sich die Folien zerschneiden, kleben perfekt an den Rändern und überstehen auch längere Tauchgänge, ohne dass Wasser eindringt.

Hier sollten Sie allerdings berücksichtigen, dass bei der Haltbarkeit sicherlich auch die Qualität der verwendeten Laminierfolien, insbesondere des Klebers eine Rolle spielt. Angaben zur Langzeitkonservierung wie etwa über das etwaige Vergilben der Folien können wir natürlich nicht machen, da hierzu ein Langzeittest nötig wäre, was nicht Teil des Tests war, da wir lediglich die Laminiergeräte selbst getestet und bewertet haben.

Nachteile?

Tatsächlich fanden wir den Laminierer von Bonsen nahezu perfekt für den Hausgebrauch. Auch die durchweg sehr gute Verarbeitung passt hier ins Bild. Allerdings ist das Laminiergerät auch ziemlich groß. Da die wenigsten Anwender ein Laminiergerät jeden Tag brauchen dürften, ist das platzsparende Verstauen natürlich kein ganz unwesentliches Thema. Wünschenswert wäre zudem ein akustisches Signal nach dem Aufwärmvorgang.

Negativ fiel uns aber vor allem die Bedienungsanleitung auf. Die wurde offensichtlich mit einem schlechten Übersetzungsprogramm eingedeutscht und sorgt mehr für unfreiwillige Komik als eine echte Hilfe bei der Benutzung zu sein. Auch wenn die Bedienung eigentlich selbsterklärend ist: Da hat der Hersteller definitiv am falschen Ende gespart!

Für größere Formate gibt es ein in Ausstattung und Bauweise weitgehend gleiches A3-Modell, das mit rund 30 Euro nur unwesentlich teurer ist als die A4-Variante. Naturgemäß fällt hier das ohnehin große Gehäuse noch voluminöser aus, weshalb sich die Anschaffung nur rentiert, wenn man das Gerät regelmäßig braucht.

Bonsen Laminiergerät L3101 EU im Testspiegel

Bislang gibt es noch keine weiteren seriösen Tests vom Bonsen L3101.0 Stiftung Warentest hat bislang noch keine Laminiergeräte getestet, ebenso wenig wie die einschlägigen Fachmagazine. Lediglich die amerikanische Webseite Popular Mechanics schreibt über die A3-Variante:

»Dieses Gerät arbeitet schneller als viele andere Beutelmodelle – ideal, wenn Sie mehrere Dokumente zu verarbeiten haben.«

Sollte neue Testberichte erscheinen, werden wir diese hier zeitnah nachtragen.

Alternativen

Das Laminiergerät von Bonsen liefert eigentlich so ziemlich alles, was man sich wünschen kann. Wer aber beispielsweise ein handlicheres Modell sucht oder einfach sehen will, welche Laminiergeräte sonst noch empfehlenswert sind, sollte sich auf jeden Fall die folgenden Laminiergeräte ansehen.

Auch gut: Peach PL750

Um es ganz deutlich zu sagen: Das Peach PL750 ist kein Profi-Gerät, sondern eine gute Lösung für den gelegentlichen Gebrauch. Die Verarbeitung ist für den Preis absolut okay, die Bauweise erfreulich kompakt. So lässt sich der Peach-Laminierer leicht verstauen und ist schnell wieder einsatzbereit.

Auch gut
Peach PL750
Test Laminiergerät: Peach PL750
Wenn's mal wieder schnell gehen muss: Das Laminiergerät von Peach macht Tempo und liefert überzeugende Ergebnisse.

Es gibt einen Ein-Aus-Schalter, die Folienstärke lässt sich aber nicht einstellen. Letzteres verschaffe einen Tempovorteil, wirbt der Hersteller originellerweise. So kann man ein Defizit auch als Vorteil vermarkten. In diesem Fall aber nicht ganz zu unrecht, wie sich später noch zeigen wird.

Kaltlaminierung ist nicht möglich. Immerhin gibt es eine Stauentriegelung, falls sich die Folie mal im Laminiergerät verhakt. Das geschieht laut Nutzer-Reviews im Internet hin und wieder, konnte von uns im Test aber nicht reproduziert werden – weder mit den mitgelieferten zehn Folien, noch mit unseren Referenzprodukten. Die Bedienung ist denkbar unkompliziert: Schaltet man das Gerät ein, wärmt es automatisch auf. Dabei entsteht kaum Geruch, das Gehäuse wird moderat heiß. Dafür ist das Peach PL750 in einer Rekordzeit von etwas mehr als zwei Minuten einsatzbereit. Dann erlischt das rote Lämpchen und das grüne geht an – mehr Hinweise gibt es leider nicht.

Sehr positive überrascht hat uns die Arbeitsgeschwindigkeit. Die A4-Folie flitzt mit rekordverdächtigen 42 Sekunden durch, die A6-Folie gar in 24 Sekunden. Wow! Solche Top-Werte erreichen sonst nur teure Profigeräte. Wenn Sie beispielsweise für eine Bürgerinitiativ Hunderte von Flyern oder für sich und Ihre Kollegen sehr viele Visitenkarten laminieren wollen, ist der Peach-Laminierer definitiv die richtige Wahl.

Die Qualität der Laminierung ist dafür aber leider nur mittelmäßig. Vor allem bei längeren Einsätzen zeigen sich leichte Wellungen, Bläschen und dezente Flecken, vor allem an den Rändern. Insbesondere, wenn man die Folien hinterher noch zuschneidet, ist das jedoch akzeptabel. Mit den Resultaten des Testsiegers kann das PL750 damit aber nicht mithalten.

Laminiergerät Test: Peach
Keine perfekten, aber doch sehr brauchbare Ergebnisse lieferte das Peach PL750.

Des Weiteren hat uns gut gefallen, dass das Peach PL 750 ein mit 1,40 Metern sehr langes Netzkabel besitzt. Andere Hersteller sparen hier, was für ein Gerät, das man unter anderem für kreative Tätigkeiten braucht, sehr ärgerlich ist. Mit zu kurzem Kabel hat man einfach weniger Optionen das Laminiergerät zu platzieren oder mal eben an einen anderen Ort zu stellen. Die knappe, aber gute Bedienungsanleitung macht ebenfalls einen guten Eindruck.

Ob das rasante Tempo tatsächlich neben der Zeitersparnis auch bis zu 75 Prozent Energie spart, wie der Hersteller verspricht, konnten wir nicht überprüfen. Aber es leuchtet ein, dass ein Gerät, das kürzer im Einsatz ist, auch sparsamer ist. Auch von Peach gibt es ein A3-Laminiergerät. Beim Peach PBP420 wurde sogar der Cutter direkt hinten am Laminiergerät angebracht. Ob das in der Praxis wirklich Vorteile bringt, hängt natürlich von der Art der Anwendung ab.

Für den Heimgebrauch sollte in den meisten Fällen das Peach PL750 ausreichend sein. Es arbeitet ausgesprochen schnell und lässt sich, wenn nötig, auch gut verstauen. Auch die Laminierqualität ist in Ordnung.

Das Schnellste: Fellowes Saturn 3i

Für den Hausgebrauch ist das Fellowes Saturn 3i mit seinen Monstermaßen – 13.97 x 43.66 x 10.48 Zentimeter – eher nicht geeignet! Mit knapp 80 Euro bewegt es sich auch preislich bereits in den oberen Regionen. Ganz klar: Wir befinden uns hier bereits im Profibereich. Das zeigt sich in der rundum soliden Verarbeitung.

Das Schnellste
Fellowes Saturn 3i
Test Laminiergerät: Fellowes Saturn 3i
Für Viellaminierer und kleinere Unternehmen die erste Wahl.

Der Ein-Aus-Schalter befindet sich auf der Rückseite, die Folienstärke wird über Tasten an der Vorderseite eingestellt. Hier steht auch Kaltlaminierung als Option zur Verfügung. Aber auch auf die Heißlaminierung muss man nicht lange warten: 50 Sekunden dauert es, bis die Temperatur für die maximale Folienstärke erreicht ist. Danach flutscht die A4-Vorlage in 64 Sekunden durch das Laminiergerät. Dabei ist ein leichtes Klackern im Inneren zu vernehmen, das wir jedoch nicht als störend empfunden haben. Sobald es einsatzbereit ist – und das ist es wie gesagt sehr schnell – macht es uns darauf durch ein doppeltes, deutlich vernehmliches Piepen aufmerksam. Eine gute Sache, da diese Funktion ebenfalls dabei hilft, Zeit und Energie zu sparen.

Maximal 125 Micron sagt der Hersteller, wir waren so frei und haben es mit 150 Micron in A3 (matt) probiert – gar kein Problem für das Saturn 3i! Unsere mit zwei Drucken auf etwas dickerem Papier bestückte matte Laminiertasche wurde problemlos und flott eingezogen. Mit kaum störendem Geruch, fast unhörbar und ohne merklich heiß zu werden förderte das Saturn i3 dann ein tadelloses Ergebnis ohne Wellen, Bläschen oder Flecken zutage. Beim Einschub auf der Vorderseite gibt es Markierungen für unterschiedliche Formate, mit denen der Fellowes-Laminierer ebenfalls keine Probleme hatte. Das Tempo, die ausgezeichnete Verarbeitung und die Vielseitigkeit des Saturn-Laminiergeräts machen ihn zu unserer Top-Empfehlung für mittlere bis größere Büros.

Laminiergerät Test: Fellowes Saturn
Top bei A3: Hier haben wir Schwarz-Weiß-Drucke auf dickem Papier in eine matte A3-Tasche eingeschweißt.

Zwei Dinge haben wir dann aber doch zu bemängeln. Ist das Laminiergerät länger eingeschaltet, breitet sich ein deutlich wahrnehmbarer Geruch aus. Der ist zwar nicht so intensiv, dass es wirklich unangenehm wird, Lüften ist dennoch von Zeit zu Zeit angesagt. Und dann ist da noch die bereits erwähnte Größe, die durch die ovale Bauform nicht besser wird. Durch dieses sieht das Fellowes Saturn 3i zwar recht schick aus, beansprucht aber noch mehr Platz. Immerhin wird damit verhindert, dass Dokumente auf dem Gehäuse abgelegt werden, was man aus Sicherheitsgründen grundsätzlich bei keinem Laminiergerät tun sollte. Positiv ist wiederum, dass der Hersteller die ausgezeichnete Idee hatte, vorne am Gerät eine als Griff fungierende Vertiefung anzubringen. Damit lässt sich das insgesamt nicht sehr schwere Laminiergerät bequem umstellen.

Günstiger A3-Laminierer: Olympia A 330

Sie möchten auch in A3 laminieren können, aber nicht so viel Geld ausgeben? Dann können wir Ihnen das Olympia A 330 empfehlen. Wie die ebenfalls von uns getestete A4-Variante liefert es sehr ordentliche Resultate bis zu 330 Millimeter Laminierbreite und in 80 bis 125 Micron Stärke.

Günstiger A3-Laminierer
Olympia A 330
Test Laminiergerät: Olympia A 330
Wer nach einem erschwinglichen A3-fähigen Laminiergerät sucht, ist mit diesem Modell gut beraten.

Letztere ist am Laminiergerät nicht einstellbar, sodass eine Temperatur für alle Folienstärken herhalten muss. Das macht sich bei dünneren Folien in leichten, aber akzeptablen Wellen bemerkbar. Am Ein-Aus-Schalter wird zugleich festgelegt, ob man heiß oder kalt laminieren möchte. Vor Überhitzung schützt eine automatische Abschaltung.

Laut Herstellerangaben ist das A 330 in ca. drei bis fünf Minuten aufgewärmt. Im Test dauerte es dreieinhalb Minuten, bis wir loslegen konnten. Die Laminiergeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 250 Millimeter pro Minute an, im Test brauchte das Laminiergeräte von Olympia etwa eineinhalb Minuten zum Verschweißen einer A4-Tasche, manchmal auch etwas weniger. Kein olympischer Rekord, aber für den Preis absolut in Ordnung.

Laminiergerät Test: Img
Nicht schön, aber mit sehr guten Resultaten: das Olympia A 330.

Dem Preis angemessen ist auch die Verarbeitung. Sie wirkt etwas billig und das Netzkabel fällt mit 1,20 Meter Länge etwas kurz aus. Auch auf Formatmarkierungen am Einführschlitz muss man bei diesem Laminiergerät verzichten. Dafür gibt es einen ABS-Schalter, je eine LED-Lampe für den Betrieb (rot) und eine für das Ready-Signal (grün). Ist das Gerät bereit zum Laminieren, lässt es zudem ein dezentes Klicken hören. Im Betrieb macht sich ein deutlicher Geruch bemerkbar und das Gehäuse heizt sich ziemlich stark auf. Ein Aufdruck auf der Oberseite warnt davor.

Laminiergerät Test: Olympia Beispiel
Selbst beim Härtetest mit einer zerknitterten Zeitungsseite lieferte das A 330 zufriedenstellende Resultate. Komplett ausgebügelt wurden die Knicke beim Laminieren allerdings nicht.

Nun kommt es aber vor allem auf die Laminierergebnisse an und die waren beim Olympia A 330 durch die Bank ausgezeichnet und ohne Mängel. Da lässt sich verschmerzen, dass das schwarze und bei einem A3-Gerät naturgemäß recht große Gehäuse kein Hingucker ist. Mit einer etwas zerknitterten Zeitungsseite stellten wir den Olympia-Laminierer zudem vor eine besondere Aufgabe. Würde er es schaffen, unsere Vorlage glattzubügeln? Der Versuch förderte ein durchaus brauchbares Ergebnis zutage, auch wenn die Falten sich auch noch im fertig verschweißten Zustand bemerkbar machen. Unser Fazit: Auch mit nicht ganz idealen Laminierobjekten kommt das Laminiergerät gut zurecht.

Außerdem getestet

Leitz 73680089

Das beworbene Starterset des Leitz 73680089 umfasst gerade einmal fünf Laminierfolien und ist damit kaum der Rede wert. Gut gefallen hat uns dagegen das Design des Laminiergeräts, das sehr kompakt und mir gefälliger Optik punktet. Es gibt einen Ein-Aus-Schalter an der Rückseite und die Folienstärke lässt sich in drei Stufen einstellen. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet.

Laminiergerät Test: Leitz Resultat
Beim Laminieren von A4-Folien zeigen sich unschöne Wellen.

Leider wird auch in der niedrigsten Stufe (80 mic) so heiß laminiert, dass dadurch unschöne Wellen entstehen. Weil Leitz eigentlich für Markenqualität bekannt ist, haben wir es auch auch mit Originalfolien des Herstellers versucht – leider ebenfalls mit allenfalls akzeptablem Ergebnis. Das Problem bestand allerdings nur bei A4-Formaten, kleinere Folien wiesen keine Mängel auf. Der zudem auftretende beißende Geruch war letztendlich ausschlaggebend, das das Leitz-Modell es nicht in unsere Empfehlungen schafft.

Olympia A 230 Plus

Der Olympia A230 Plus für Folientaschengrößen bis A4 teilt die Vorzüge seines großen Bruders, des Olympia A 330, aber auch dessen Nachteile. Die Resultate sind ohne größere Mängel, Temporekorde werden ab nicht erzielt. Die Verarbeitung wirkt nicht sehr wertig, aber es gib einen Ein-Aus-Schalter und eine ABS-Taste. Die Folienstärke lässt sich nicht einstellen, dafür beherrscht das A 230 Plus ebenfalls Kaltlaminierung.

Genauer hinschauen sollten Sie beim Lieferumfang. Online ist eine Variante mit Schneidevorrichtung, Eckenrunder und 100 A4-Folien erhältlich. Unserem Testgerät lag nur eine Handvoll Folien unterschiedlicher Größen bei, während auf der Packung rätselhafterweise nur zwei A4-Folien als Starter Kit versprochen wurden. Falls dahinter ein System steckt, hat es sich uns nicht erschlossen.

Fellowes Venus A3

Schon allein die Erscheinung dieses fast sieben Kilo schweren Klotzes ist eine Ansage: Das Fellowes Venus A3 macht keine halben Sachen! Auch nicht beim Preis, da es mit rund 460 Euro mehr als das zehnfache der Mittelklassegeräte kostet. Dafür ist das Venus in 30 bis maximal 60 Sekunden laminierbereit und schafft eine Laminierung in DIN A4 in 14 Sekunden. Die Folienstärke wird automatisch erkannt, bis zu 250 Mikron sind möglich. Folienstaus werden laut Hersteller dank eines Sensors erkannt. Pannen gab es in unserem Test jedoch keine, die Ergebnisse sind top. Störender Geruch trat kaum auf, dafür macht das Laminiergerät einen ziemlichen Radau.

Die Reinigungsanzeige weist darauf hin, wenn das Laminiergerät gereinigt werden muss und nach 30 Minuten Inaktivität schaltet sich das Venus A3 automatisch ab. Nur die Folien muss man auch bei diesem Profigerät noch per Hand einlegen.

Genie LA 200

Mit dem Genie LA 200 hatten wir keinen Spaß – die Fehlerquote ist einfach zu hoch. Da erübrigt es sich auch fast zu erwähnen, dass die Verarbeitung mittelmäßig ist, zumal die grüne Lampe zum Anzeigen der Laminierbereitschaft bei unserem Testgerät defekt war. Interessanterweise ist das LA 200 augenscheinlich baugleich mit dem ebenfalls getesteten Laminiergerät von Hama. Nur der Firmenaufdruck und der Lieferumfang unterscheiden sich. Die Laminierresultate sprechen ebenfalls dafür, dass es sich um das gleiche Gerät handelt. Sie sind bei beiden gleich schlecht.

Laminiergerät Test: Ergebnis Genius
Gar nicht genial: ein Ergebnis, das beim Genie LA 200 leider zu oft vorkommt.

Hama 00050560

Am falschen Ende spart man auch mit dem Laminiergerät von Hama. Daran ändert auch das 4-in-1-Set mit Schneidelineal, Eckenrunder und 20 A4-Folientaschen nicht viel. Das Laminiergeräte ist baugleich mit dem Genie LA 200 und liefert dieselbe, wenig berauschende Laminierqualität.

Pavo 8038718 Premium Florida

Wie das Modell von Bonsen beweist, können auch günstige Laminiergeräte ihr Geld mehr als wert sein und zufriedenstellende Laminierergebnisse liefern. Leider ist das beim Pavo 8038718 Premium Florida nicht der Fall. Das Laminiergerät produzierte des Öfteren unschön gestauchte Folien in Ziehharmonika-Optik. Das ist extrem ärgerlich – ganz besonders, wenn es sich um unwiederbringliche Originale handelt.

Laminiergerät Test: Ergebnisse Hama
Dieser unschöne Anblick bietet sich beim Pavo 8038718 Premium Florida und einigen anderen günstigen Geräten leider allzu oft. Dafür sind dann auch 30 Euro zu viel.

So haben wir getestet

Zunächst haben wir uns die Verarbeitung der Laminiergeräte sowie den Lieferumfang angeschaut. Dabei wurden auch die Bedienungsanleitungen einer Bewertung unterzogen. Denn ist diese nicht verständlich geschrieben oder schlecht übersetzt, kann das schnell zu großen Problemen führen. Sehr wichtig war uns außerdem das Thema Sicherheit. Vor allem im Hinblick darauf, dass die Laminiergeräte unter anderem beim Basteln mit Kindern zum Einsatz kommen können. Laminiergerät sollten deshalb nicht zu heiß werden, standfest sein und keine unangenehmen Brand- oder Chemiegerüche verbreiten.

Wir haben per Stoppuhr genau gemessen, wie lange ein Laminiergerät für das Aufwärmen braucht. Danach wurde das Laminiertempo gemessen. Den Laminiervorgang haben wir mehrfach mit unterschiedlichen Formaten und Folienstärken wiederholt. Die von uns empfohlenen Laminiergeräte mussten sich zudem noch einem Dauertest unterziehen. Zu lange sollte man Laminiergeräte für den Hausgebrauch aber nicht am Stück verwenden, worauf die jeweilige Bedienungsanleitung auch hinweisen sollte. Wir haben alle Laminiergerät bei geschlossenem Fenster getestet, um die Geruchsbildung und den Geräuschpegel zu überprüfen.

Laminiergerät Test: Alle Geräte Neu
Alle zehn von uns getesteten Laminiergeräte im Überblick.

Da wir den Meinung sind, dass sich jeder die besten und günstigsten Folientasche selbst aussuchen können sollte, ohne an einen bestimmten Hersteller gebunden zu sein, haben wir mit einem No-Name-Produkt getestet. Damit waren einige Laminiergeräte überfordert. Laminiert haben wir die Seiten aus einer Kochzeitschrift und dabei jeweils zwei Seiten in die Folientaschen eingelegt, um zu überprüfen, ob die Seiten gegeneinander verschoben werden.

Bei den von uns empfohlenen Laminiergeräten haben wir auch dickeres Papier bis hin zu dünnem Karton eingelegt und bei A3-Modellen haben wir natürlich auch Laminierungen in diesem Format durchgeführt – mit Folientaschen bis zu 250 Mikron. Das Laminieren von Objekten wie etwa Laub oder Büronadeln haben wir nicht ausprobiert, da dies alle Hersteller aus Sicherheitsgründen explizit ausschließen.

Die wichtigsten Fragen

Welches ist das beste Laminiergerät?

In unserem Test konnte das Bonsen L3101 EUuns auf ganzer Linie überzeugen. Es laminiert schnell und zuverlässig, erlaubt es, die Folienstärke einzustellen und kommt inklusive einem Papierschneider und einem Eckenrunder. Das macht das Bonsen-Modell für uns zur besten Wahl für die Meisten.

Was unterscheidet Heiß- und Kaltlaminierung?

Bei der Kaltlaminierung werden spezielle, mit Kleber beschichtete Folientaschen verwendet. Beim Laminiervorgang werden diese nur zusammengepresst, nicht erhitzt.

Bei der Heißlaminierung sorgt das Aufheizen der Laminierwalzen dafür, dass die beiden Seiten der Laminiertasche um das zu laminierende Dokument fest verschweißt werden.

Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile beim Heiß- und Kaltlaminieren?

Wirklich wasserabweisend konserviert werden Dokumente nur bei Heißlaminierung. Dafür ist der Vorgang irreversibel und sollte nicht mit hitzeempfindlichen Materialien wie etwa Thermopapier erfolgen.

Soll das Ergebnis besonders haltbar sein – etwa bei einem Gepäckanhänger –, sollte man immer kalt laminieren. Handelt es sich um einen Ausweis, den man eventuell später wieder aus der Folie lösen will, ist ebenfalls eine Kaltlaminierung vorzuziehen. Außerdem kommt es beim Kaltlaminieren nicht zu unangenehmen Ausdünstungen.

Braucht man für Heiß- und Kaltlaminieren unterschiedliche Folien?

Ja, auf jeden Fall. Kaltlaminierfolien sollten keinesfalls heiß laminiert werden. Heißlaminierfolien hingegen kleben nicht, wenn sie nicht erhitzt werden.

Muss man bei Laminiergeräten die Folientaschen des Geräteherstellers verwenden?

Naturgemäß empfehlen alle Hersteller, auch ihre Laminierfolien zu verwenden, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Unserer Auffassung nach sollte man jedoch alle handelsüblichen Folien gleichermaßen verwenden können. Wie unser Test gezeigt hat, kommen einige Geräte aber nur unzureichend oder gar nicht mit den von uns verwendeten No-Name-Produkten zurecht. Für uns ein Anlass, diese Geräte nicht in unsere Empfehlungen aufzunehmen.

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 Test: Artboard

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