Test: Das beste Laptop - Testsieger: Dell XPS 13

Testsieger: Dell XPS 13 9360

Viel Leistung in einem handlichen Gehäuse, tolle Akkulaufzeit und ein erstklassiges Display – das Dell XPS 13 9360 ist für uns zur Zeit das beste Notebook für die meisten Menschen. Es bietet einen modernen Prozessor, eine schnelle SSD mit 256 Gigabyte Speicher und ein brillantes QHD-Display. Es ist aber auch in anderen Varianten erhältlich, mit der Version mit Full-HD-Display kann man rund 200 Euro sparen.

Anschlüsse

Zwar konzentriert sich auch Dell auf USB als Standardschnittstelle und nutzt einen USB Typ C Stecker mit Thunderbolt 3 beispielsweise als Monitorausgang, es ist aber weiterhin ein Stromanschluss, ein SD-Kartenleser und auch ein 3,5mm-Klinkenstecker für Lautsprecher und Kopfhörer vorhanden. Ein zweiter USB-3.0-Port ist auf der rechten Notebookseite neben dem Kartenleser zu finden.

Wer noch mehr Anschlüsse braucht, sollte sich das Lenovo Thinkpad T460s ansehen, es bietet zusätzlich einen Smartcard-Leser, Mini-Displayport, HDMI und einen Netzwerkanschluss. Letzterer fehlt vielen schmalen Notebooks schon aus Platzgründen, ist dank schneller WLAN-Technologien aber auch nicht mehr unbedingt nötig, weshalb wir seine Abwesenheit beim Dell XPS 13 nicht schlimm finden.

Hochauflösender Bildschirm

Ein Trend setzt sich durch: Auch kleine Notebooks bekommen immer höhere Auflösungen spendiert. Das Asus Zenbook UX305CA-FB055T löst ebenso wie das Dell XPS 13 9360 mit 3.200 x 1.800 Bildpunkten bei 13 Zoll Bildschirmdiagonale auf, was traumhafte Pixeldichten und extrem scharfe Bilder ergibt.

Dell schafft es dabei, den Bildschirmrahmen sehr schmal zu halten, so dass das XPS 13 viel handlicher wirkt als andere 13-Zoll-Notebooks – ohne an Komfort einzubüßen.

Alle Notebooks dieser Klasse setzen auf IPS-Bildschirme, was für eine bessere Farbwiedergabe im Vergleich zu den günstigeren TN-Panels sowie für stabilere Blickwinkel ohne Farbverfälschungen sorgt.

Der Bildschirm des Dell XPS 13 verfügt zudem über Touch-Fähigkeiten, so dass das Notebook nicht nur klassisch per Trackpad sondern auch wie vom Tablet gewohnt direkt am Bildschirm bedient werden kann. Bei einem Notebook ist das zwar keine für den Alltag zwingend nötige Fähigkeit, viele finden einen TouchScreen aber praktischer als etwa die TouchBar des MacBook Pro – aber das ist Geschmacksache.

Der Touchscreen des XPS 13 lässt sich zuverlässig nutzen, was auch an den stabilen Displayscharnieren liegt, die ein Nachfedern des Bildschirms bei der Touchbedienung verhindern.

Leistung

Intel nennt die aktuelle Core-i-Generation »Kaby Lake« und spendiert den CPUs unter anderem moderne Videofähigkeiten und 4K-Ausgabe per HDMI. So lassen sich hochauflösende Videos im unter anderen von UHD-Blu-rays genutzten H.265-Format mit minimaler Prozessorlast abspielen. Vorteil: Der Akku wird bei der Videowiedergabe deutlich weniger beansprucht, das Notebook wird weniger heiß und der Lüfter muss weniger arbeiten.

Generell überfordern auch anspruchsvollere Heimarbeiten wie das Bearbeiten von Fotosammlungen den Prozessor ebenso wenig wie umfangreiche Tabellen. Wird gleichzeitig mit den CPU-Rechenkernen auch die integrierte Grafikeinheit stark beansprucht, wird das Dell XPS 13 allerdings spürbar – wenn auch nicht störend – warm und der Lüfter arbeitet etwas lauter.

Doch die beste CPU nützt nichts, wenn der Massenspeicher den Flaschenhals darstellt und eine langsame Festplatte mit der Datenflut des Betriebssystems kämpft. Dell setzt daher, ebenso wie Asus, Apple und Lenovo, auf eine schnelle SSD.

Im Falle der von uns ausgewählten Konfiguration des Dell XPS 13 9360 stehen 256 Gigabyte SSD-Speicher zur Verfügung. Dabei handelt es sich um ein platzsparendes M.2-Modell von Toshiba, das nicht von der SATA-Schnittstelle limitiert sondern per PCIe angebunden ist. So erreicht das Laufwerk Lesegeschwindigkeiten von mehr als 1.200 Megabyte pro Sekunde.

Mobilität und Haptik

Das Dell XPS 13 in der aktuellen Version 9360 ist eines der kleinsten 13-Zoll-Notebooks, was vor allem dem sehr schmalen Displayrahmen geschuldet ist. Auf Tastenkomfort muss trotzdem niemand verzichten, die Tasten haben einen spürbaren Hub und sind auch für Vielschreiber nicht zu klein. Praktisch ist die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. Auch das große Touchpad arbeitet zuverlässig und bietet ein gutes Feedback.

Mit nur 1,3 Kilogramm fällt das Notebook unterwegs kaum auf, die handlichen Ausmaße sorgen zudem für weitere Mobilität. Trotzdem ist das Dell XPS 13 ausreichend stabil gebaut um auch auf den Beinen statt auf einem Tisch genutzt werden zu können – hier stoßen Kombigeräte wie das Microsoft Surface mit seinem Display-Dock als labberiger Tastatur an ihre Grenzen.

Akkulaufzeit

Das Dell XPS 13 9360 glänzte im Test mit beeindruckenden Laufzeiten von fast neun Stunden beim Schauen von Videos über WLAN. Üblicherweise liegt die Laufzeit von Geräten mit derart hochauflösenden Bildschirmen deutlich unter diesen Werten, da die Displays mehr Energie benötigen als beispielsweise Modelle mit Full HD. Selbst das Asus Zenbook kommt trotz des energiesparenden Core-m auf zwar immer noch gute aber eben doch spürbar geringere 7 Stunden.

Werden bevorzugt hochauflösende H.265-Videos geschaut, ist der Laufzeit-Unterschied sogar noch deutlich größer: Muss bei älteren CPUs (und dazu gehört auch der Skylake-Prozessor des MacBook Pro) noch der Prozessor die ganze Arbeit unter voller Last alleine schultern, übernimmt das beim Core i7-7500U des Dell XPS stromsparend die Videoengine.

Einen ganzen Arbeitstag ohne Nachladen des Akkus überstehen – mit dem Dell XPS 13 9360 ist das tatsächlich kein Problem.

Schwächen?

Die Rechenleistung hat einen Haken: Gegenüber dem auf maximales Energiesparen getrimmten Core-m-Prozessor im Asus Zenbook nimmt der Core i5 des Dell XPS mehr als doppelt so viel Energie auf. Energie, die in Form von Abwärme auch wieder aus dem Gehäuse transportiert werden muss. Während das Zenbook komplett lautlos arbeitet, ist bei anhaltender Last der Lüfter des XPS 13 leise zu hören. Nicht störend, in ruhigen Umgebungen aber wahrnehmbar. Zudem erwärmt sich das Gehäuse des Notebooks unter Last zumindest ein wenig.

Dell XPS 13 im Testspiegel

Das Dell XPS 13 9390 ist noch sehr neu auf dem Markt, entsprechend wenige Tests finden sich bislang zu diesem Gerät. Die Kollegen von Curved haben sich mit dem Dell auf die Straßen Hamburgs gewagt und zeigen sich fast wunschlos glücklich:

»Die Verarbeitung ist tadellos, das Notebook ist klein und handlich, hat ein sehr überzeugendes Display und technisch ordentlich was drauf. Bauteile wie RAM, SSD und Akku lassen sich austauschen.«

Kritik hat Curved am spiegelnden Display und dem unter Last lauten Lüfter zu äußern. Im Vergleich zum neuen MacBook Pro kritisiert Curved Apple:

»Während wir im Dell XPS 13 den aktuellen Intel-Kaby-Lake-Prozessor haben, müssen wir beim MacBook Pro für einen i7 aus der letzten Generation (Skylake) 360 Euro Aufpreis zahlen. In der Standardkonfiguration des MacBook Pro steckt ein Intel Core i5-6360U. Auch beim Display geht der Punkt an den XPS 13 – zumindest in unserer Ausstattung mit QHD+ (3200 x 1800 Pixel, 276 ppi) und Touch-Funktion.«

Notebookcheck hingegen kritisiert die geringen Änderungen zum Vorgängermodell des XPS 13 9630:

»Käufer, die bereit sind für das Kaby Lake XPS 13 etwas mehr zu zahlen, erhalten eine etwas schnellere Leistung und längere Akkulaufzeit. Ansonsten bringt das auslaufende Skylake XPS 13 fast die gleiche Erfahrung für weniger Geld.«

Angesichts der 4K-Tauglichkeit des neuen XPS und der stark gestiegenen Akkulaufzeit ist das neue Modell sicherlich keine schlechte Wahl, zumindest wenn diese Punkte im Alltag gefragt sind. So schreibt Notebookcheck über die Laufzeit:

»Die Akkulaufzeiten dieses Kaby-Lake-Systems sind mit knapp über 8,5 Stunden unter realistischen WLAN-Bedingungen unglaublich lang. Im Idle-Betrieb mit minimaler Helligkeit hält das Gerät über 17 Stunden durch. Daher können User mit konservativeren Energie-Einstellungen viel längere Akkulaufzeiten herausholen als unsere aufgezeichnete WLAN-Laufzeit.«

Auch für das englischsprachige Magazin PCWorld ist das neue XPS 13 nur ein kleines Update, findet das bei dem Erfolg des Vorgängers aber keine schlechte Strategie.

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Dell XPS 13 9360 Preisvergleich

Kommentare

7 Kommentare zu "Das beste Laptop für die meisten"

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Warum zeigt ihr dieses tolle Notebook, mit so einem abstoßenden Bildschirmphoto? Es zeigt eine Windowsverseuchung an. Bei Dell kann man auch Notebook mit Linux vorinstalliert bestellen.

😂😂🙈

Wurd die Seite von einem 14Jährigen gehackt?

DAS BESTE LAPTOP , ja GG

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