Das beste Laptop für die meisten

Das beste Laptop für die meisten Menschen bleibt das Dell XPS 9360 – in der neuesten Version. Mit seinen 13 Zoll und einem verblüffend schmalen Bildschirmrahmen ist es nicht nur angenehm klein, leicht und dünn, dank schneller SSD und Intel-i7-Prozessor der aktuellen Baureihe bietet es auch viel Performance und eine tolle Akkulaufzeit.

Update 21. September 2017

Wir haben uns die aktuellen Modelle angesehen. Unser Testsieger bleibt das Dell XPS 13, jetzt mit dem aktuellen Prozessor. Auch die Alternativen haben wir auf die neusten Modelle aktualisiert.

Aktuelle Notebooks sind genau die universellen mobilen Geräte, von denen jeder Notebookbesitzer schon vor Jahren geträumt hat. Dank hoher Leistung, hochauflösender Displays und gleichzeitig immer weiter steigender Akkulaufzeit bei geringem Gewicht, gibt es endlich wirklich mobile Geräte, die so gut wie jeder Anforderung gewachsen sind.

Das hat zwar seinen Preis, doch für alle, die ein Laptop auch zum Arbeiten benutzen, lohnt sich die Anschaffung. Wir haben uns vier aktuelle Modelle genauer angesehen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Dell XPS 13 9360

Test Laptop für meisten: Dell XPS 13 9360
Ein rundherum gelungenes Laptop, mit dem man dank langer Akkulaufzeit auch mobil viel Freude hat.

Das Gesamtpaket beschert wieder einmal dem Dell XP 13 9360 den Testsieg. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich nicht allzu viel geändert, was aber nichts negatives bedeutet. Der Hersteller hat den Prozessor auf die siebte Intel-Generation aktualisiert, die noch etwas flotter arbeitet und somit mehr als genug Leistung für den produktiven Alltag bietet. Neu ist die Farbvariante Rosé-Gold, was vor allem weiblichen Käufern gefallen dürfte.

Die Akkulaufzeit des XPS 13 bleibt weiterhin hoch und reicht locker für einen kompletten Arbeitstag. Es ist hochwertig verarbeitet und vermittelt einen edlen Eindruck. Kurz: Das Dell XPS 13 ist ein rundum gelungenes Notebook. Das Upgrade zum Vorgänger fällt zwar gering aus, aber das ist völlig in Ordnung, denn auch das war schon sehr gut. Wer das Vorgänger-Modell mit dem Skylake-Prozessor günstig bekommt und Geld sparen will, kann auch hier ohne Bedenken zugreifen.

Günstiger: Asus Zenbook UX330UA-FB162T

Test Laptop für meisten: Asus Zenbook UX330UA-FB162T
Flach, hochauflösend, ausdauernd und etwas günstiger. Moderne Anschlüsse wären toll gewesen.

Ein Stück günstiger als unser Favorit ist das Asus Zenbook UX330UA. Es hat ebenfalls einen QHD-Display und eine großzügig bemessene SSD. Der Prozessor ist der gleiche wie beim Dell XPS 13, weshalb für genügend Rechenpower gesorgt ist. Tatsächlich ist der Arbeitsspeicher beim Zenbook doppelt so groß wie beim Testsieger. Doch der Akku ist schwächer und der integrierte HDMI-Anschluss liegt nicht in der Version 2.0 vor. Das bedeutet, dass 4K-Filme nur mit stotternden 30 Hertz über externe Monitore flimmern.

Business-Alternative: Lenovo Thinkpad X1 Carbon

Test Laptop für meisten: Lenovo Thinkpad T460s
Hochwertig verarbeitetes und flottes Notebook mit guter Laufzeit.

Das Lenovo Thinkpad X1 Carbon ist zwar eher auf den Business-Bereich ausgelegt, aber durch die umfassende Überarbeitung des Gehäuses kann das Gerät zu seinen Konkurrenten auch optisch aufschließen. Die üppige Ausstattung umfasst sogar zweimal Thunderbolt 3 neben HDMI und regulären USB-Anschlüssen. Sogar ein WWAN-Modul ist integriert, um darin eine SIM-Karte einzulegen und sich über einen mobilen Datentarif mit dem Internet verbinden zu können.

Die verbaute Hardware entspricht quasi den oben aufgeführten Alternativen, weshalb das Thinkpad auch im produktiven Alltag nicht schlapp macht.

Für Apple-Fans: Apple MacBook Pro 13

Ein tolles, ausdauerndes Laptop für den Alltag, das bei fordernden Aufgaben allerdings laut rauscht - inklusive Performance-Einbußen aufgrund aufgestauter Hitze.

Das MacBook Pro ohne Touchbar erhält ebenfalls einen aktuellen Prozessor von Intel. Für den Alltag mag sich das schicke, hochwertig verarbeitete MacBook Pro durchaus eignen, doch werden die Aufgaben etwas anspruchsvoller, dann geht dem Gerät recht schnell die Puste aus, während der einzelne (!) Lüfter nervig laut zu Rauschen beginnt.

Keine Neuerungen gibt es bei den Anschlüssen, denn Apple setzt weiterhin ausschließlich auf zweimal Thunderbolt 3 – ein Adapter für andere Geräte ist quasi Pflicht. Immerhin hat sich die Akkulaufzeit im Vergleich zu den Vorgängermodellen verbessert und kann zur hier aufgeführten Konkurrenz aufholen.

Vergleichstabelle

TestsiegerGünstigerBusiness-AlternativeFür Apple-Fans
Modell Dell XPS 13 9360 Asus Zenbook UX330UA-FB162T Lenovo Thinkpad X1 Carbon Apple MacBook Pro 13
Test Laptop für meisten: Dell XPS 13 9360Test Laptop für meisten: Asus Zenbook UX330UA-FB162TTest Laptop für meisten: Lenovo Thinkpad T460s
Pro
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Tolles QHD-Display
  • Touchscreen
  • Hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • Mattes QHD-Display
  • Großer Arbeitsspeicher
  • Günstiger als der Testsieger
  • Viele Anschlüsse
  • Robustes und leichtes Kohlefaser-Gehäuse
  • WWAN-Modul
  • Hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Gute Performance für den Alltag
  • Hochauflösendes Display
Contra
  • Ziemlich teuer
  • Spiegelndes Display
  • Kein Touchscreen
  • Etwas größer und schwerer als der Testsieger
  • Ziemlich teuer
  • Durchschnittliche Akkulaufzeit
  • Überfordert von fordernden Aufgaben
  • Lauter, nerviger Lüfter unter Last
  • Ausschließlich zweimal Thunderbolt 3
Bester Preis
Technische Daten  

Nicht schneller aber sparsamer

Die neuen Intel-Prozessoren mit dem Codenamen Kaby Lake haben zwar nur wenig an Rechenleistung zugelegt, dafür arbeiten sie sehr effizient. Neuerdings unterstützen sie auch UHD-Videoformate ohne dabei viel Last zu erzeugen und Strom zu verbrauchen. Maximal 15 Watt nehmen die gängigen Chips mit dem U-Anhängsel im Namen auf – unter voller Last. Wird beispielsweise nur ein hochauflösendes Video geschaut, ist es sogar deutlich weniger.

Derart sparsame Chips benötigen weder eine aufwändige Kühlung noch überdimensionale Akkus, was die Gehäusegrößen schrumpfen lässt. Ganz lautlos klappt das im Gegensatz zu den schwächeren Core-m-Prozessoren allerdings nicht, in den meisten Nutzungssituationen ist aber auch bei den schicken, flachen aktuellen Notebooks nichts zu hören.

Display ist wichtiger als Prozessor

SSD-Speicher gehören in jedes neue Notebook, wird das Betriebssystem stattdessen von einer Festplatte gestartet, fühlt sich nicht nur der Systemstart sondern so gut wie jede Arbeit am Notebook zäh an – wer den Unterschied einmal kennengelernt hat, wird auf eine SSD nie mehr verzichten wollen.

Große Sprünge bei der Rechenleistung sind bei den Prozessoren auch in den kommenden Jahren nicht zu erwarten. Deshalb ist bei einer Neuanschaffung zur Zeit die Qualität des Display das wichtigste Kriterium ist, wenn man langfristig Spaß mit dem Gerät haben will. Handliche Ultrabooks mit 13 Zoll Displaydiagonale sollten mindestens mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auflösen, noch brillanter erscheint das Bild aber auf Notebooks mit ultrahochauflösenden QHD-Displays mit 3.200 x 1.800 Bildpunkten. Dank der Displayskalierung von Windows 10 sind dabei auch keine winzigen Icons und Schriften mehr zu befürchten.

Aus diesem Grund ist auch das MacBook Air, das wir lange als bestes Laptop für die meisten favorisiert haben, nicht mehr empfehlenswert. Mit dem MacBook Air hatte Apple seinerzeit die Sparte der kleinen, leichten Laptops begründet und dem schwächelnden Notebook-Markt damit neues Leben eingehaucht. Die Windows-Welt hatte dem lange nichts entgegenzusetzen. Weder preislich noch von Leistung und Verarbeitungsqualität her konnte dem MacBook Air über Jahre hinweg niemand das Wasser reichen. Das hat sich in den letzten Jahren gründlich geändert.

Apple hat endlich nachgebessert

Während die Windows-Pendants technisch immer weiter aufgeholt haben, hat Apple seine Laptops die letzten Jahre sträflich vernachlässigt. Nicht nur das MacBook Air, auch das MacBook Pro wurde jahrelang kaum oder gar nicht aktualisiert. Das hat sich glücklicherweise wieder geändert, vor allem bei der Akkulaufzeit des neuen Macbook Pro hat Apple kräftig nachgebessert. Schön und bitter nötig war auch das Update auf die aktuelle Intel-CPU-Architektur. An die nach wie vor recht hohen Preise muss man sich aber gewöhnen.

Dass Apple beim MacBook Pro voll und ganz auf USB-C setzt und sämtliche anderen Anschlüsse gestrichen hat, hat dagegen für die Kalifornier Tradition: Apple war immer sehr mutig darin, alte Technologie-Zöpfe abzuschneiden. Viele dürften damit weniger Probleme haben, als der laute Aufschrei der Technik-Presse vermuten lassen würde, denn in Zeiten drahtloser Kommunikation nutzen die meisten die Anschlüsse ohnehin nur selten oder gar nicht.

Apple musste beim Macbook viel Kritik einstecken

Die größte Kritik beim ersten MacBook Pro kam auch von Apples Stamm-Kundschaft. Denn das MacBook Pro mag ein würdiger Nachfolger des MacBook Air oder des MacBooks sein, für professionelle Anwender war es aber einfach nicht »Pro« genug: Ihnen fehlen nicht nur andere Anschlüsse, sie hätten auch gern mehr Power und vor allem mehr Arbeitsspeicher unter der Haube – egal zu welchem Preis.

Für weniger anspruchsvolle Nutzer ist das MacBook Pro dagegen für das, was es bietet, recht teuer. Da bekommt man inzwischen in der Windows-Welt mehr Leistung zum kleineren Preis.

So bietet Dell mit dem XPS 13 ein adäquates und deutlich günstigeres Windows-Pendant zum MacBook an, das von Jahr zu Jahr besser wird. Aber auch Asus hat mit dem Zenbook ein tolles Ultrabook im Programm und Lenovo bedient mit dem Thinkpad X1 weiterhin sehr erfolgreich den Business-Markt.

Unser aktueller Testsieger ist das Dell XPS 13 9360 mit Intel Core i7-7500U mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher, einer SSD mit 256 Gigabyte Speicher und einem QHD-Display.

Test: Das beste Laptop - Testsieger: Dell XPS 13

Testsieger: Dell XPS 13 9360

Viel Leistung in einem handlichen Gehäuse, tolle Akkulaufzeit und ein erstklassiges Display – das Dell XPS 13 9360 ist für uns zur Zeit das beste Notebook für die meisten Menschen. Es bietet einen modernen Prozessor, eine schnelle SSD mit 256 Gigabyte Speicher und ein brillantes QHD-Display. Es ist aber auch in anderen Varianten erhältlich – die Version mit FullHD-Display ist ganze 200 Euro günstiger.

Testsieger: Dell XPS 13 9360

Test Laptop für meisten: Dell XPS 13 9360
Ein rundherum gelungenes Laptop, mit dem man dank langer Akkulaufzeit auch mobil viel Freude hat.

Anschlüsse

Zwar konzentriert sich auch Dell auf USB als Standardschnittstelle und nutzt einen USB-Typ-C-Stecker mit Thunderbolt 3 beispielsweise als Monitorausgang, es ist aber weiterhin ein Stromanschluss, ein SD-Kartenleser und auch ein 3,5-mm-Klinkenstecker für Lautsprecher und Kopfhörer vorhanden. Ein zweiter USB-3.0-Port ist auf der rechten Notebookseite neben dem Kartenleser zu finden.

Wer noch mehr Anschlüsse braucht, sollte sich das Lenovo Thinkpad X1 Carbon ansehen, es bietet einen zusätzlich Thunderbolt-3-Anschluss, HDMI und einen Netzwerkanschluss. Letzterer fehlt vielen schmalen Notebooks schon aus Platzgründen. Das ist dank schneller WLAN-Technologien aber auch nicht mehr unbedingt nötig, weshalb wir seine Abwesenheit beim Dell XPS 13 nicht schlimm finden.

Hochauflösender Bildschirm

Ein Trend setzt sich durch: Auch kleine Notebooks bekommen immer höhere Auflösungen spendiert. Das Asus Zenbook UX330UA löst ebenso wie das Dell XPS 13 9360 mit 3.200 x 1.800 Bildpunkten bei 13 Zoll Bildschirmdiagonale auf. Das ergibt eine traumhafte Pixeldichte und extrem scharfe Bilder.

Dell schafft es dabei, den Bildschirmrahmen sehr schmal zu halten, so dass das XPS 13 viel handlicher wirkt als andere 13-Zoll-Notebooks – ohne an Komfort einzubüßen.

Alle Notebooks dieser Klasse setzen auf IPS-Bildschirme, was für eine bessere Farbwiedergabe im Vergleich zu den günstigeren TN-Panels sowie für stabilere Blickwinkel ohne Farbverfälschungen sorgt.

Toller Bildschirm mit Touch-Funktion

Der Bildschirm des Dell XPS 13 verfügt zudem über Touch-Fähigkeiten, so dass das Notebook nicht nur klassisch per Trackpad sondern auch, wie vom Tablet gewohnt, direkt am Bildschirm bedient werden kann. Bei einem Notebook ist das zwar keine für den Alltag zwingend nötige Fähigkeit, viele finden einen Touchscreen aber praktischer als etwa die TouchBar des MacBook Pro – aber das ist Geschmacksache.

Der Touchscreen des XPS 13 lässt sich zuverlässig nutzen, was auch an den stabilen Displayscharnieren liegt, die ein Nachfedern des Bildschirms bei der Touchbedienung verhindern.

Leistung

Intel nennt die aktuelle Core-i-Generation Kaby Lake und spendiert den CPUs unter anderem moderne Videofähigkeiten und 4K-Ausgabe per HDMI. So lassen sich hochauflösende Videos im unter anderen von UHD-Blu-rays genutzten H.265-Format mit minimaler Prozessorlast abspielen. Vorteil: Der Akku wird bei der Videowiedergabe deutlich weniger beansprucht, das Notebook wird weniger heiß und der Lüfter muss weniger arbeiten.

Generell überfordern auch anspruchsvollere Heimarbeiten wie das Bearbeiten von Fotosammlungen den Prozessor ebenso wenig wie umfangreiche Tabellen. Wird gleichzeitig mit den CPU-Rechenkernen auch die integrierte Grafikeinheit stark beansprucht, wird das Dell XPS 13 allerdings spürbar – wenn auch nicht störend – warm und der Lüfter arbeitet etwas lauter.

Doch die beste CPU nützt nichts, wenn der Massenspeicher den Flaschenhals darstellt und eine langsame Festplatte mit der Datenflut des Betriebssystems kämpft. Dell setzt daher, ebenso wie Asus, Apple und Lenovo, auf eine schnelle SSD.

Im Falle der von uns ausgewählten Konfiguration des Dell XPS 13 9360 stehen 256 Gigabyte SSD-Speicher zur Verfügung. Dabei handelt es sich um platzsparende M.2-Modelle von Toshiba oder SK Hynix, die nicht von der SATA-Schnittstelle limitiert, sondern per PCIe angebunden sind. So erreichen die Laufwerke Lesegeschwindigkeiten von mehr als 1.600 Megabyte pro Sekunde.

Mobilität und Haptik

Das Dell XPS 13 in der aktuellen Version 9360 ist eines der kleinsten 13-Zoll-Notebooks, was vor allem dem sehr schmalen Displayrahmen geschuldet ist. Auf Tastenkomfort muss trotzdem niemand verzichten, die Tasten haben einen spürbaren Hub und sind auch für Vielschreiber nicht zu klein. Praktisch ist die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. Auch das große Touchpad arbeitet zuverlässig und bietet ein gutes Feedback.

Mit nur 1,3 Kilogramm fällt das Notebook unterwegs kaum auf, die handlichen Ausmaße sorgen zudem für weitere Mobilität. Trotzdem ist das Dell XPS 13 ausreichend stabil gebaut um auch auf den Beinen statt auf einem Tisch genutzt werden zu können – hier stoßen Kombigeräte wie das Microsoft Surface mit seinem Display-Dock als labberiger Tastatur an ihre Grenzen.

Akkulaufzeit

Das Dell XPS 13 9360 ist mit einem üppig bemessenen Akku ausgestattet, der neue Bestwerte aufstellt. Bei simplen Textarbeiten und Internet-Browsing und einer Bildschirmhelligkeit von 40 Prozent hält das Gerät satte 15 Stunden durch! Üblicherweise liegt die Laufzeit von Geräten mit derart hochauflösenden Bildschirmen deutlich unter diesen Werten, da die Displays mehr Energie benötigen als beispielsweise Modelle mit Full-HD.

Die Akkulaufzeit ist nicht zu schlagen

Selbst wenn die Aufgaben fordernder werden, muss sich die Akkuleistung nicht verstecken: Werden viele Aufgaben wie das Spielen von weniger aufwendigen Titeln, einfache Fotobearbeitung, Video-Chats und Webbrowsing kombiniert, hält das XPS 13 immer noch knapp fünf Stunden durch. Gründe hierfür liegen beim cleveren Powermanagement des Prozessors und dem 60 Wattstunden großen Akku.

Einen ganzen Arbeitstag ohne Nachladen des Akkus überstehen – mit dem Dell XPS 13 9360 ist das also tatsächlich kein Problem.

Schwächen?

Es gibt tatsächlich nicht viel, was man dem Dell XPS 13 vorwerfen könnte. Einen Punkt gibt es allerdings: Das schicke Display wirkt aufgrund der spiegelnden Oberfläche edel, jedoch stören die Lichtreflexionen. In sehr heller Umgebung geht es sogar so weit, dass ein produktives Arbeiten nur schwer möglich ist.

Und wer den Touchscreen ausgiebig mit seinen Fingern bedient, der muss hässliche und deutlich sichtbare Fingerabdrücke und Schlieren in Kauf nehmen. Ein Mikrofasertuch sollte also mit in die Laptop-Tasche wandern.

Dell XPS 13 im Testspiegel

Auch die Kollegen anderer Publikationen kann unser Testsieger Dell XPS 13 9360 begeistern. Stellenweise werden aber auch die doch geringen Veränderungen gegenüber den Vorgängermodellen kritisiert. PC-Magazin (04/2017) hingegen zeigt sich aber restlos begeistert:

»Das Dell XPS 13 beeindruckt mit Eleganz und einer langen Akku-Laufzeit von fast 10 Stunden. Auch das Display überzeugt bei Kontrast und sticht mit besonders hoher Helligkeit hervor.«

Das Dell XPS 13 9360 findet auch Anklang im Test von Connect (04/2017) und landete zum Test-Zeitpunkt ebenfalls auf der Pole Position:

»Das letztjährige XPS 13 war bereits ein hervorragendes Ultrabook. Mit der neuen Version 9360 setzt Dell aber noch eins drauf. In fast allen Testkategorien liefert das Gerät eine überzeugende Vorstellung. Im Zusammenspiel mit dem fabelhaften Display und der außergewöhnlichen Ausdauer ergibt sich so ein Gesamtpaket, das verdient die Führung in der connect-Bestenliste übernimmt.«

Für ZDNet (02/2017) ist das Dell XPS 13 9360 allerdings etwas zu schwer:

»Dell liefert mit dem XPS 13 ein solides Arbeitsgerät, das zwar etwas schwerer ist als Mitbewerbermodelle, dafür aber mit einem sehr leistungsstarken 60-Wh-Akku aufwartet. Mit einer NVMe-SSD und den neuesten Kaby-Lake-CPUs hat es alles an Bord, was man von einem modernen Laptop erwarten kann. Vorbildlich sind die Konfigurationsoptionen, die sogar einen hochauflösenden Touchscreen bieten.«

Die Tester von Golem (02/2017)hingegen empfehlen sogar, auf den kleineren Prozessor zurückzugreifen:

»Der i5-Prozessor ist unserer Ansicht nach die bessere Wahl, da die i7-Variante nur wenig schneller rechnet und keine Iris-Grafikeinheit aufweist. »

Sauer aufgestoßen ist den Kollegen von Golem die falsche Herstellerangabe bei der Displayhelligkeit:

»Einziger Kritikpunkt – wohlgemerkt mehr am Hersteller als am Gerät selbst – ist die fehlerhafte Angabe der Displayhelligkeit: Dell spricht von bis zu 400 cd/m², wir erreichten mit mehreren Modellen aber nur rund 330 cd/m². Das ist bei einem matten Bildschirm hell genug, dennoch wird hier mehr versprochen als vorhanden. Von diesem kleinen Manko abgesehen halten wir das XPS 13 (9360) für ein exzellentes Ultrabook.«

Alternativen

Auch wenn wir im Test zur Überzeugung gekommen sind, dass das Dell XPS 13 9360 das aktuell beste Notebook für die meisten Personen ist, gibt es natürlich Konkurrenzprodukte, die ebenfalls sehr empfehlenswert sind. Mitunter sind es Detailunterschiede, die aber nicht jeden stören müssen.

Günstiger: Asus Zenbook UX330UA-FB162T

Test Laptop für meisten: Asus Zenbook UX330UA-FB162T
Flach, hochauflösend, ausdauernd und etwas günstiger. Moderne Anschlüsse wären toll gewesen.

Wem über 1800 Euro für ein Laptop zu viel sind, aber nicht auf ein QHD-Display verzichten will, für den ist das Asus Zenbook UX330UA-FB162T eine gute Alternative.

Asus stattet das Zenbook ebenfalls mit einem hervorragenden QHD-Display aus und verbaut eine schnelle 256-Gigabyte-SSD. Außerdem kommt auch der gleiche i7-Prozessor wie bei unserem Testsieger zum Einsatz, weshalb dem Gerät auch bei fordernden Anwendungen nicht allzu schnell die Puste ausgeht. Tatsächlich steht dem System mit 16 GB DDR3 doppelt so viel Arbeitsspeicher zur Verfügung als dem Dell XPS 13 9360. Das Display ist außerdem matt und unempfindlicher gegenüber heller Umgebung, bietet aber keine Touch-Funktionalität.

Allerdings ist das Asus Zenbook etwas schwerer und größer als der Dell-Laptop. Außerdem fällt auf, dass auch der integrierte Akku mit 57 Wattstunden etwas kleiner ist als beim Testsieger und somit weniger ausdauernd abseits von Steckdosen.

Wen diese Kritikpunkte aber nicht stören, der erhält eine gute Alternative zum Testsieger und kann sich sogar noch einige Euro sparen.

Business-Alternative: Lenovo Thinkpad X1 Carbon

Test Laptop für meisten: Lenovo Thinkpad T460s
Hochwertig verarbeitetes und flottes Notebook mit guter Laufzeit.

Für Geschäftsreisende, die auch unterwegs produktiv sein müssen, bietet sich das Lenovo Thinkpad X1 Carbon an. Dank vieler, integrierter Anschlüsse muss man kaum auf Adapter zurückgreifen. Erwähnenswert ist auch der vollwertige Netzwerkanschluss!

Die Notebooks der Thinkpad-X-Serie möchten vor allem robuste und zuverlässige Arbeitstiere sein. Im Gegensatz zu den anderen, hauseigenen Business-Modellen hat sich Lenovo auch bei der Optik und den Materialien für das Laptop-Gehäuse ins Zeug gelegt. Denn wie der Name schon vermuten lässt, kommt ein kohlefaserverstärktes Chassis zum Einsatz, das sich als äußerst widerstandsfähig, aber dennoch leicht erweist. In Sachen Design setzt der Hersteller auf ein schlichtes Äußeres – die beiden oben genannten Laptops kommen hier deutlich edler daher.

Aufgrund des Kohlefaser-Gehäuses ist das Lenovo X1 Carbon trotz einer etwas größeren Bildschirmdiagonale von 14 Zoll sogar noch leichter als unser 1,3 Kilogramm schwerer Testsieger von Dell: Es bringt lediglich knapp 1,2 Kilogramm auf die Waage! Bei den Abmessungen reiht es sich zwischen dem Dell XPS 13 9360 und dem Asus Zenbook ein. Wer mit seinem Notebook hauptsächlich arbeitet, wird zudem die hohe Qualität der Eingabegeräte schätzen: Tastatur, Glas-Touchpad und Trackpoint sind erstklassig und übertrumpfen auch die Eingabegeräte unseres Testsiegers. Die üppige Ausstattung wird durch ein sogenanntes WWAN-Modul abgerundet, das SIM-Karten aufnimmt, um auch unterwegs Internet über einen mobilen Datentarif zu nutzen.

Bei der X-Serie ist auch die Akkukapazität im Vergleich zu anderen Modellen sogar gewachsen und beträgt nun 57 Wattstunden, genau wie beim Asus Zenbook. Damit ist die Laufzeit unterwegs ziemlich respektabel und man hat bei aktivierten WLAN und angepasster Bildschirmhelligkeit satte acht Stunden. An die Ausdauer des Testsiegers kann das Lenovo Thinkpad X1 Carbon damit aber nicht anknüpfen.

Für Apple-Fans: Apple MacBook Pro 13

Ein tolles, ausdauerndes Laptop für den Alltag, das bei fordernden Aufgaben allerdings laut rauscht - inklusive Performance-Einbußen aufgrund aufgestauter Hitze.

Auch Apple aktualisiert die CPU im MacBook Pro auf die Kaby-Lake-Generation. Diese eignet sich durchaus auch für fordernde Aufgaben, allerdings erhitzt sich der Chip dabei recht schnell und die Performance sinkt. Außerdem bietet die SSD nur 128 Gigabyte Platz – die drei Konkurrenten in diesem Test bieten mit 256 Gigabyte die doppelte Kapazität. Für den alltäglichen Einsatz ist das Laptop aber durchaus geeignet.

Mit dem Verzicht auf alle Anschlüsse außer USB-C geht Apple mal wieder einen mutigen Schritt voran. Die meisten wird das wenig stören, doch wer oft andere Geräte anschließt braucht Adapter. Am schmerzlichsten ist sicher der Verzicht auf den tollen MagSafe-Stromanschluss, den viele lieb gewonnen haben.

Erfreulich ist auch, dass Apple die Akkulaufzeit des aktuellen MacBook Pro verbessert hat. Mit einem 54,5 Wattstunden großen Akku handelt es sich zwar um die kleinste Kapazität in diesem Vergleich, jedoch kommt es ja auch auf das Zusammenspiel mit dem Betriebssystem (hier MacOS) an. Denn die Laufzeit kann nun endlich wieder an alte Erfolge anschließen, da sie über 11 Stunden beträgt (bei aktiviertem WLAN und angepasster Display-Helligkeit). Bei den etwas älteren Versionen machte das Gerät deutlich schneller schlapp.

Auf die pfiffige Touchbar muss man bei diesem Modell verzichten. Doch leider fehlt somit auch der zweite Lüfter: Nur noch einer sorgt für die nötige Abkühlung des Prozessors, und der dreht auch noch deutlich hörbar auf. Damit geht auch ein gewisser Leistungsverlust einher, weil der Chip zum Eigenschutz seine Performance drosselt. Bei weniger aufwendigen Anwendungen wie dem Surfen im Internet oder Textverarbeitung gibt der Lüfter aber Ruhe.

Wer die Version mit Touchbar sein Eigen nennen möchte, der muss im Vergleich mit dieser MacBook-Variante rund 500 Euro mehr auf den Tisch blättern. Gleichzeitig bekommt der Käufer aber auch einen schnelleren Prozessor, eine verbesserte Grafikeinheit, eine größere SSD und zwei zusätzliche Thunderbolt-Anschlüsse.

Überraschend ist aber die Tatsache, dass das MacBook Pro ohne Touchbar vergleichsweise günstig ist und nicht aus dem Rahmen fällt. Apple-Fans dürfen also getrost zugreifen, sofern die Kritikpunkte zu verschmerzen sind.

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  1. Gerald Kohl
  2. Roland Mösl

    Warum zeigt ihr dieses tolle Notebook, mit so einem abstoßenden Bildschirmphoto? Es zeigt eine Windowsverseuchung an. Bei Dell kann man auch Notebook mit Linux vorinstalliert bestellen.

    Antworten

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