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Das beste Laufband

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Laufband Test: Laufband
Arnold Zimprich

Arnold Zimprich

ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Wir haben 4 sehr unterschiedliche Laufbänder getestet – vom günstigen, schnell aufstellbaren und leichten 200-Euro-Band bis hin zum 1.500 Euro teuren Luxustrainer, wie man ihn in der Regel eher im Fitnessstudio findet. Das beste Laufband ist für uns das Reebok Jet 300S. Doch auch andere Laufbänder konnten im Test überzeugen.

Laufbänder haben eine treue Fangemeinde, schließlich ermöglichen sie ein witterungsunabhängiges, sicheres Lauftraining bei trockenen Verhältnissen. Eingefleischte Freiluft-Läufer mögen sie zwar belächeln, ihr Nutzen ist jedoch unumstritten. Schließlich schnürt nicht jeder gerne bei miesem Wetter, im Winter oder bei Wind die Laufschuhe, von Gefahren im Winter (Glatteis) ganz zu schweigen.

Ein Laufband ist auf der anderen Seite eine gewisse Investition – die Preisspanne bei Laufbändern ist gewaltig. Auf Amazon findet man von 200 bis über 12.000 Euro (!) alle möglichen Laufbänder, vom günstigen Heim-Laufband bis zum vollausgestatteten Highend-Band mit 21,5 Zoll großem LC-Touchscreen und umfangreichen Smart-Funktionen ist alles dabei.

Um die Auswahl zum einen einigermaßen repräsentativ zu halten und vor allem Laufbänder zu testen, die man im weitesten Sinne auch zu Hause nutzen kann, haben wir mit dem Newgen Medicals LF203 Mini ein günstiges Laufband in der 200-Euro-Klasse, mit dem 600 Euro teuren Fitifito FT500 ein etwas besser ausgestattetes, moderneres Band und mit dem rund 1.000 Euro kostenden Reebok Jet 300 ein bereits mit einer großen Programmauswahl punktendes Modell getestet.

Das mit rund 1.500 Euro zu Buche schlagende Horizon Fitness Omega Z, ein elegant designtes, ebenfalls umfassend mit Trainingsprogrammen ausgestattetes Laufband, rundete das Testfeld nach oben ab. Spannend war für uns zu ergründen, wie leicht es die einzelnen Hersteller den Nutzern machen, mit den Geräten zu interagieren und sozusagen einen Kaltstart hinzulegen – hier tun sich große Unterschiede auf.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Reebok Jet 300

Laufband Test: Reebok Jet 300
Einfach bedienbares Laufband mit großer Programmmauswahl und mehreren Betriebsmodi, Lautsprecher und Neigungsverstellung.

Das Reebok Jet 300 empfängt Läufer mit einem großen, übersichtlichen und vergleichsweise leicht bedienbaren Steuerpult. Nach kurzer Beschäftigung mit der Anleitung sind auch Laien in der Lage, das Laufband umfassend zu bedienen. Zwar verfügt es über keine Bluetooth-Schnittstelle und kann nicht via App bedient und konfiguriert werden, Wem das egal ist, der bekommt jedoch für rund 1.000 Euro ein Laufband, das auch anspruchsvolle Läufer für Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte auf Trab halten dürfte.

Gut & günstig

Newgen Medicals LF 203

Laufband Test: Newgen Medicals Lf 203
Etwas antiquiert wirkendes, aber funktionales Laufband für Gelegenheitsläufer. Sehr klein und vergleichsweise leicht.

Das Newgen Medicals LF 203 ist der Winzling unter den Testlaufbändern und bietet speziell Lauf-Einsteigern die Möglichkeit, bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h zu trainieren. Damit definiert sich auch gleichzeitig die Zielgruppe des Bands, denn Vielläufer, Halbprofis und Profis bietet es schlichtweg zu wenig Abwechslung. Dafür ist es mit rund 22 Kilogramm das leichteste Band im Test, lässt sich sehr klein zusammenklappen und auch in kleineren Winkeln – z. B. neben dem Schrank oder unter dem Bett – verstauen. Mit etwa 200 Euro ist es zudem unschlagbar günstig.

Smart & edel

Horizon Fitness Omega Z

Test Laufband: Horizon Fitness Omega Z
Technisch umfassend ausgestattetes, vielseitig programmierbares Laufband mit Smartfunktionen auch für anspruchsvollere Läufer.

Das Horizon Fitness Omega Z ist mit rund 1.500 Euro das teuerste Band im Test – und bietet auch entsprechend viel. Neigungsverstellung, eine Vielzahl zum Teil konfigurierbarer Programme, ein tolles Design. Was die Bedienung angeht, bedarf es jedoch etwas Geduld. Technikfreaks werden ihre helle Freude haben – Nutzer, die eher an »Plug&Play« interessiert sind, werden ein wenig Zeit benötigen, um sich in die Unterfunktionen des Laufbands einzufinden. Trotzdem Empfehlung? Wir haben uns für ein »Ja!« entschieden, denn das Horizon Fitness Omega Z bietet die im Testvergleich am umfangreichsten individualisierbaren Trainingsprogramme.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGut & günstigSmart & edel
ModellReebok Jet 300Newgen Medicals LF 203Horizon Fitness Omega ZFitifito ST500
Laufband Test: Reebok Jet 300Laufband Test: Newgen Medicals Lf 203Test Laufband: Horizon Fitness Omega ZTest Laufband: Fitifito Fitifito ST500 Exquisite Professional Treadmill with Touchscreen
Pro
  • Großer Funktionsumfang
  • Größte Lauffläche im Test
  • Eingebaute Lautsprecher
  • Höchste Geschwindigkeit im Testfeld
  • Neigungsverstellung
  • Vergleichsweise leicht
  • Einfache Handhabung
  • Platzsparend zusammenklappbar
  • Günstiger Preis
  • Tolles Design
  • Per Bluetooth mit App koppelbar
  • Hoher Grad an Individualisierbarkeit
  • Neigungsverstellung
  • Platzsparend zusammenklappbar
  • "Tablet"-Modus fürs Walken
  • Fernbedienung
  • Bluetooth-Schnittstelle und eingebaute Lautsprecher
  • Neigungsverstellung
Contra
  • Keine Bluetooth-Schnittstelle
  • Keine App-Kompatibilität, keine Smart-Funktionen
  • Klobig und schwer – nur zu zweit auspackbar
  • Nur drei Trainingsprogramme
  • Keine Neigungsverstellung
  • Geringe Trainingsgeschwindigkeit
  • Kleine Lauffläche
  • Simple Verarbeitung
  • Komplizierte, wenig intuitive Bedienung
  • Klobig und schwer – nur zu zweit auspackbar
  • Mangelhafte Bedienungsanleitung
  • Empfohlene App nur auf Chinesisch
  • Keine vorinstallierten Trainingsprogramme
  • On-Off-Schalter schlecht erreichbar
Bester Preis

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Was Sie über Laufbänder wissen sollten

Grundsätzlich richten sich Laufbänder an eine breite Läufer- und Käuferschicht. Lediglich eingefleischte Natur-Trainierer werden wenig begeistert sein in Kellerräumen oder Wohnzimmern vor sich hin zu hecheln – und dabei nicht einen Meter vom Fleck zu kommen. In unserem Fall waren wir jedoch positiv überrascht, wie schnell man als bisher ausschließlich im Freien trainierender Läufer von einem Laufband »angefixt« ist. Es macht Spaß, die Funktionstiefe der Geräte auszuloten und sich vom Laufband beim Training an der Hand nehmen zu lassen. Sich ein Stück weit der Maschine »auszuliefern« und nach einem erfolgreichen 45 Minuten-Training ausgepowert vom Band zu steigen, hat durchaus seinen Reiz. Für routinierte Fitnessstudio-Besucher gibt es da sowieso keine Diskussion.

Laufband Test: Laufband

Eines ist jedoch zu beachten: Während Anfänger mit allen getesteten Laufbändern trainieren können, wird es Fortgeschrittenen auf dem Fitifito (max. 15 km/h) und erst recht auf dem Newgen Medicals (max. 8 bzw. 10 km/h) schon nach wenigen Trainingseinheiten schlichtweg zu langsam. Will man regelmäßig mit einem Schnitt von 4:30 min/km und schneller trainieren, kommen in unserem Testfeld nur Reebok und Horizon Fitness in Frage.

Sind Laufbänder für zu Hause geeignet?

Ob ein Band für zu Hause geeignet ist oder nicht, ist einerseits vom zur Verfügung stehenden Raum, andererseits von der Zahl an Personen, die beim Auspacken/Manövrieren behilflich sein können und nicht zuletzt von der eigenen Körperkraft abhängig. Denn Laufbänder bringen ganz schön was auf die Waage.

Für kleinere Räume, Einzimmerwohnungen und die Nutzung in höher gelegenen Stockwerken ist im Grunde nur das Newgen Medicals und eventuell noch das Fitifito geeignet. Mit dem Newgen Medicals werden auch schwächere bzw. kleiner gebaute Personen gut umgehen können, das Fitifito ist zwar schwerer, bewegt sich aber immer noch in einem bewältigbaren Rahmen.

Nicht jedes Laufband passt ins Wohnzimmer

Um das rund 90 Kilo schwere Reebok und das nahezu ebenso schwere Horizon Fitness zu manövrieren, die noch dazu klobig sind, muss man allein beim Auspacken schon zu zweit sein, wenn man nicht gerade zu den Arnold Schwarzeneggers dieser Welt zählt oder Beschädigungen in Kauf nehmen will. Auch sind diese beiden Bänder so schwer, dass sich eine Nutzung in höher gelegenen Stockwerken nur dann anbietet, wenn man mehrere Personen zum Tragen zur Verfügung hat – oder einen geräumigen Aufzug. Sie nehmen zudem deutlich mehr Platz weg als die »Kleinen«.

Vor dem Kauf sollte man also sorgfältig überlegen, wohin man das Band stellen will. Im Test blieb uns beispielsweise aufgrund der Größe der Laufbänder von Reebok, Horizon Fitness und Fitifito nichts anderes übrig, als diese in einer Garage zu testen, was sicher keine gute Dauerlösung ist.

Wie trainiert man mit Laufbändern?

Einfach aus dem Bauch raus Laufen gehen und gut ist? Die meisten Hobbyläufer machen genau das – und das kann man auch mit allen getesteten Laufbändern. Also nichts wie eine bestimmte Streckenlänge und Geschwindigkeit voreinstellen und schon kann’s losgehen! Wer hingegen gezielt trainieren will, sei es um Fett abzubauen oder endlich die zwei oder gar eineinhalb Stunden beim Halbmarathon zu knacken, sollte nach Trainingsplan bzw. System trainieren.

Zeitlich abgestimmte Sprinteinlagen, Variationen bei der Streckenlänge und Geschwindigkeit bzw. strategisch aufgebaute Intervalltrainings sind, wenn man auf eine bestimmte Zielzeit hin trainiert, das A und O  – ohne jetzt an dieser Stelle tiefer in die Trainingsmaterie, die eine Wissenschaft für sich ist, einsteigen zu wollen. Intervalltrainings lassen sich mit dem Reebok Jet 300 und dem Horizon Fitness Omega Z unproblematisch umsetzen, denn sie bieten entweder die Möglichkeit, Trainingsprogramme komplett selbst zu entwerfen oder auf Basis vorkonfigurierter Trainingsprogramme zu trainieren.

Trainingsprogramme machen Spaß und helfen beim Fortschritt

Doch Achtung: Wie so oft im Sport ist auch hier der »Suchtfaktor« groß. Wer sich nicht sicher ist, ob das gewählte Programm vielleicht ein bisschen zu viel ist, tut gut daran, einen Experten zu Rate zu ziehen. Auch sollten über 35-Jährige, die noch nie oder nur selten Ausdauersport betrieben haben, einen medizinischen Checkup machen, bevor sie loslegen – in der Regel zahlen gesetzliche Krankenkassen solche Checkups ab einem Lebensalter von 35 Jahren alle zwei Jahre. Ansonsten gilt die alte Läufer-Faustregel: Lieber langsam gestartet und langsam intensiviert als zu schnell gestartet und eine Verletzung bzw. ein Übertraining riskiert!

Laufband Test: Fitifito, Reebok, Horizon
Drei der vier Laufbänder aus der 2020er-Testrunde.

So haben wir getestet

Alle Laufbänder wurden während einer mehrmonatigen Testperiode umfassend getestet. Im Test wurde insbesondere aus folgende Punkte geachtet: Wie einfach lässt sich das Laufband auspacken, aufstellen und verstauen? Wie leicht fällt die Bedienung? Welche Programmauswahl bietet das Laufband? Lässt es sich mit dem Smartphone oder anderen Geräten koppeln? Schnell stellte sich heraus, welche Bedienoberfläche die beste Nutzerfreundlichkeit aufwies – und wo das »Hineindenken« schwerer fiel.

Laufband Test: Reebok (9)

Testsieger: Reebok Jet 300

Willkommen auf dem Raumschiff Enterprise! Das Reebok Jet 300 empfängt Läuferinnen und Läufer mit einem Bedienpult, an dem sich auch Mr. Spock wohlfühlen würde. Eine Vielzahl von Tasten, ein riesiges Display, ein futuristisches und zugleich anachronistisch wirkendes Design – das Reebok Jet 300 bietet schon auf den ersten Blick eine Menge Funktionen, scheint aber auch von der Zeit eingeholt worden zu sein. Understatement ist hier fehl am Platz, Reebok verfolgt eher einen »in your face«-Ansatz.

Testsieger

Reebok Jet 300

Laufband Test: Reebok Jet 300
Einfach bedienbares Laufband mit großer Programmmauswahl und mehreren Betriebsmodi, Lautsprecher und Neigungsverstellung.

Bei keinem anderen Laufband im Test ist die Bedienung der durchaus vielfältigen Trainingsprogramme jedoch derart einfach. Viele der einfacheren Funktionen wie Geschwindigkeits- und Zeiteinstellung erschließen sich von selbst. Dabei ist das fast 90 Kilogramm schwere Band für einige Überraschungen gut. Das Handy oder der MP3-Player können per Kabel (voll old school!) oder USB mit dem Band verbunden und Musik abgespielt werden, Bluetooth ist jedoch Fehlanzeige. Das Jet 300 wurde ganz offensichtlich vor der Smart-Home-Ära entwickelt. Sogar ein Ventilationssystem ist an Bord, das aufgrund seiner eher schwachbrüstigen Leistung in unseren Augen allerdings eher in die Kategorie »unsinniger Schnickschnack« fällt.

Die aufwändige technische Aufmachung ist ein erster Hinweis darauf, dass es dieses Laufband faustdick unter dem Display hat. Wer einfach drauflos laufen will – voilà, nur zu! Über die Start und die Speed-Steuertaste (in der Anleitung »Manuelles Programm« gennant) kann man ohne viel Federlesen starten und so lange und schnell trainieren, wie man möchte. Mit der Speed-Taste lässt sich die Geschwindigkeit während dem Laufen anpassen, reicht es einem mit dem Laufen, wird schnell »Stop« gedrückt. 24 einfach ansteuerbare Trainingsprogramme laden darüber hinaus zum Intervalltraining in den verschiedensten Intensitätsstufen ein. Allein mit diesen Trainingsprogrammen werden einige Läufer schon ausreichend ausgelastet sein!

Darüber hinaus lassen sich auch noch benutzerdefinierte Programme einrichten. Läufer, die auf ein bestimmtes Ziel hin trainieren, können drei verschiedene Programme konfigurieren, bei deren Intervallen die Geschwindigkeit und Steigung variiert. Daneben bietet das Laufband noch die Option, gezielt das Körperfett zum Schmelzen zu bringen. Ein Effekt, den wir in der Kürze der Testzeit allerdings nicht gezielt unter die Lupe nehmen konnten…

Die Entscheidung, das Reebok Jet 300 zum Testsieger zu küren, ist uns nicht ganz leicht gefallen – es ist wie so oft eine Frage der Philosophie. Zählt man sich zu den Digital Natives, wird einem das Reebok Jet 300 unter Umständen mit seiner »analogen« Bedienweise langweilen oder schlichtweg nicht »fancy« genug sein, um einen Anglizismus zu bemühen. Im Unterschied zum Horizon Fitness Omega Z ist es jedoch deutlich einfacher bedienbar, da die Unterfunktionen nicht so versteckt liegen. Wie bereits erwähnt ist das Reebok-Laufband kein Leichtgewicht und braucht viel Platz – dafür haben Laufbegeisterte ausreichend Abwechslung. So schnell wird einem auf dem Reebok Jet 300 jedenfalls garantiert nicht langweilig!

Reebok Jet 300 im Testspiegel

Bislang gibt es noch keine anderen Testberichte des Reebok Jet 300. Wenn sich das ändert, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Zwar hat uns das Reebok Jet 300 im Test am meisten überzeugt, es bieten sich jedoch durchaus Alternativen für andere Einsatzszenarien und läuferische Vorlieben.

Gut und günstig: Newgen Medicals LF 203

Huch, ist das schön leicht! Das Newgen Medicals LF 203 wiegt mit ca. 22 Kilogramm nur einen Bruchteil der Konkurrenz. Es lässt sich somit relativ einfach auf- und abbauen und mit zusammengeklappt 125 x 25 x 60 Zentimetern auch leicht verstauen. Sogar neben dem Schrank oder hinter dem Bett hat das Gerät zur Not Platz, vor allem kann man es auch alleine aus der Verpackung holen und aufstellen.

Gut & günstig

Newgen Medicals LF 203

Laufband Test: Newgen Medicals Lf 203
Etwas antiquiert wirkendes, aber funktionales Laufband für Gelegenheitsläufer. Sehr klein und vergleichsweise leicht.

Was das Design angeht, scheint das Gerät in den späten 80er/frühen 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stehengeblieben zu sein. Teleshopping lässt grüßen! Das simple LC-Display lässt sich jedoch gut ablesen – und außerdem muss »Old School« ja nicht unbedingt schlecht sein. Der Hersteller kombiniert einen simplen Stahlrahmen mit einem griffigen, aber recht kleinen Laufband und einem gummiummantelten Griffbügel. Die Displaybox ist recht kompakt, erinnert an Omas Blutdruckmessgerät und lässt sich beim Zusammenfalten einklappen.

Das Laufband bietet eine Basisausstattung für Gelegenheitsläufer, die weniger auf umfangreiche, ausgefeilte Trainingsprogramme Wert legen, sondern sich mit gelegentlichen Trainings zufrieden geben. Die drei zehnminütigen Trainingsprogramme bieten eine Kombination aus unterschiedlich abgestuften Geschwindigkeitsintervallen. Daneben kann man auch eine Geschwindigkeit wählen und einfach drauflos laufen – diese kann während des Laufens per Knopfdruck verändert werden. Das Display informiert dabei über verbrannte Kalorien und die zurückgelegte Strecke.

Ein klares Manko ist die Maximalgeschwindigkeit von 10 km/h (in den Programm-Modi wird sogar nur auf maximal 8 km/h beschleunigt). Das ist zumindest für ehrgeizigere Läufer schlichtweg zu wenig. Aber der Hersteller wendet sich auch gar nicht an diese Klientel, sondern eher an Nutzer, die das Laufband »mal eben schnell aufbauen« und gelegentlich den Hüftspeck bearbeiten wollen. Für Dauer-Trainierer und Variations-Fans ist es zu simpel gestrickt, da wird einem schnell langweilig.

Daher auch unser Tipp: Wer nicht viel Platz hat und nur ab und zu bei moderaten Geschwindigkeiten trainiert, ist beim Newgen Medicals LF203 gut aufgehoben. Alle anderen sollten hingegen etwas mehr Geld in die Hand nehmen – es lohnt sich.

Smart und edel: Horizon Fitness Omega Z

Das Horizon Fitness Omega Z kommt edel und geradezu »abgehoben« aus der Verpackung – oder besser gesagt von der Palette, denn wie das Reebok ist auch das Horizon mit seinen knapp 100 Kilogramm ein Schwergewicht und wird – zumindest bei uns – per Spedition angeliefert. Ganz in Schwarz-Weiß gehalten, erinnert das Gerät mit seiner raffinierten Kombination aus scharfen Kanten und geschickt platzierten Rundungen an ein Apple-Produkt. Eine Schande, so etwas nicht in eine schicke Umgebung, sondern zu Testzwecken in die Garage zu stellen!

Smart & edel

Horizon Fitness Omega Z

Test Laufband: Horizon Fitness Omega Z
Technisch umfassend ausgestattetes, vielseitig programmierbares Laufband mit Smartfunktionen auch für anspruchsvollere Läufer.

Es gibt jedoch sofort einen zentralen Kritikpunkt: Die Bedienung erschließt sich nicht von selbst und die mitgelieferte Anleitung ist gelinde gesagt mangelhaft. Im Gegensatz zum Reebok, das man zur Not auch ohne Anleitung nutzen könnte, entzieht sich das Horizon einer Bedienung a la »Plug&Play«. Ganz ohne Bedienungsanleitung wäre man aufgrund des wenig aussagekräftigen und ebenso wenig selbsterklärenden Displays komplett aufgeschmissen. Die mitgelieferte Anleitung besteht (zumindest in unserem Fall) aus ein paar zusammengehefteten DIN A4-Blättern in Schwarz-Weiß, ist darüber hinaus wenig einladend gestaltet und ebenso wenig informativ. Sie ist, zumindest für so ein kompliziertes Produkt, schlichtweg zu kurz und undetailliert. Erster Gedanke: Hoffentlich legt Horizon Fitness seinem Omega Z »normalerweise« eine umfassendere, besser strukturierte Bedienungsanleitung bei – alles andere wird diesem hochtechnischen Band nicht gerecht!

Wir bekamen durch die labbrige Anleitung den Eindruck, dass das Laufband gar nicht für den Endverbraucher, sondern primär für die Nutzung in Fitnessstudios gedacht ist, wo Trainerinnen und Trainer gezielt geschult werden, um Studiobesucher anschließend in diese einzuweisen. Hat man sich ein wenig eingelesen, erschließen sich einige der umfangreichen Trainingsmöglichkeiten und zahlreichen anwählbaren Programme jedoch mit der Zeit und man bekommt Gefallen am 1.500-Euro-Band. Die Trainingsprogramme im Modus P3 (»Intervalle«) und P4 (»Leistung«) sind herausfordernd, das Display gut ablesbar, das Band lässt sich zudem von zwei Nutzerprofilen aus steuern. Wer will, kann wie bei den anderen Bändern im P6 auch eine bestimmte Strecke vorgeben lassen, um diese ohne große Variationen herunterzuspulen.

Weniger gefallen hat uns wiederum, dass wir uns zwar eigens für den Modus P1 (»Pulszug«) und P5 (»Herzfrequenz«) einen Herzfrequenzgurt gekauft haben (dieser befindet sich nicht im Lieferumfang), denn in der Anleitung ist die Rede davon, das man zumindest für P1 einen kabellosen Herzfrequenzgurt tragen muss. Diesen konnten wir am Ende jedoch gar nicht koppeln und nutzen, da die Anleitung nicht ausreichend erklärt, ob der Gurt nun mit direkt dem Laufband oder dem Smartphone (dazu unten mehr) gekoppelt werden muss. Wir versetzten uns dabei in die Position eines »Dummy-Anwenders«, der nicht gerne lange herumtüftelt.

Was uns zusätzlich irritiert und eine umfassendere Bedienung verhindert hat: Zum Zeitpunkt des Tests ließ sich das Band zwar per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln und die in der Anleitung empfohlene fitDisplay-App herunterladen – diese öffnet jedoch mit einer chinesischen Bedienoberfläche. Erst später – zu spät, um noch in die Testbewertung einzufließen – lernten wir, dass sich das Laufband offensichtlich auch mit anderen Apps, wie der Kinomap-Trainingsapp, verbinden lässt. Warum diese nicht in der »offiziellen« Bedienungsanleitung empfohlen wird, bleibt ungewiss – lediglich ein kleiner Verweis auf die Website ist vorhanden. Wir werden an dieser Stelle nachtragen, wie die Bedienung via Kinomap-App vonstatten ging!

Laufband Test: Fit Display App
Die in der Anleitung empfohlene App begrüßte uns auf Chinesisch. Es gibt aber auch andere Apps, mit denen sich das Laufband nutzen lässt.

Für uns als »unwissenden« Endanwender bleibt so oder so im Falle des Horizon Fitness Omega Z ein fader Beigeschmack. Man sollte über einen gewissen Forscherdrang verfügen, um die Funktionstiefe des Geräts zu ergründen. Auf dem Serviertablett bekommt man die Funktionen nicht vorgesetzt, das Modell blieb somit im Test deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Trotzdem wollen wir es nicht gänzlich »abwatschen«, wie man in Bayern so schön sagt – es bleibt ganz klar eine Empfehlung für alle Frickler und Smart Training-Fans und der Appell an den Hersteller, an seiner Anleitung zu arbeiten.

Außerdem getestet

Fitifito ST500

Test Laufband: Fitifito Fitifito ST500 Exquisite Professional Treadmill with Touchscreen

Keine Preise gefunden.

Beim immerhin knapp 600 Euro teuren Fitifito ST500 gibt es Licht und Schatten. Schatten deshalb, weil das Mittelklasse-Laufband über keinerlei vorinstallierte Trainingsprogramme verfügt. Das bedeutet, dass man zwar die Geschwindigkeit und selbstverständlich die Trainingszeit variieren kann – das war’s dann aber schon. Schade, denn diese Basisfunktion bietet sogar das deutlich günstigere (und übrigens auch deutlich leichtere) Newgen Medicals.

Laut Hersteller handelt es sich bei den Fitifito ST500 um ein »Walking Pad«. Tatsächlich kann man es im zusammengeklappten »Tablet«-Modus zum Walken verwenden. Und zum Walken benötigt man in der Tat keine Trainingsprogramme. Andererseits vermarktet der Hersteller das Modell selbst als »Laufband« und es bietet eine Geschwindigkeit bis 15km/h und ist damit sehr wohl auch zum Laufen geeignet. Das funktioniert sogar im zusammengeklappten Modus, dann hat man allerding keine Not-Aus-Funktion und das ist gefährlich.

Für ein Laufband gehören vorinstallierte Trainingsprogramme für uns zu den Faktoren, die das Trainieren mit einem Laufband erst so richtig reizvoll machen. Aber das muss nicht bei jedem so sein. Wenn Sie auf Trainingsprogramme verzichten können oder ein Walking Pad suchen, kann das Fitifito ST500 durchaus eine Überlegung wert sein. Allerdings ist der Preis von 600 Euro für ein so eindimensional nutzbares Band aus unserer Sicht zu hoch. 

Das ST500 ist mit einer Fernbedienung ausgestattet, mit der es sich auch im Tablet-Modus steuern lässt, denn das kapazitive Touch-Display bleibt dann nach unten geklappt und wird verdeckt. Die beiden Griffe müssen dann allerdings abmontiert werden. Auch kann mit der Fernbedienung der Puls gemessen werden – was gut funktionierte. Zudem ist das Laufband über Bluetooth mit dem Smartphone koppelbar un dkann über die eingebauten Lautsprecher Musik abspielen.

Im aufgeklappten »Normalmodus« kann das Laufband mit seiner Zwischengröße überzeugen. Es hat unter Umständen auch noch im Wohnzimmer Platz und muss nicht in einen Keller- bzw. Trainingsraum verbannt werden. Mit einem »Grundriss« von 147 x 76 Zentimetern findet es auch in kleineren Räumen Platz, mit 41 Kilogramm lässt es sich zur Not auch alleine verstauen und eignet sich somit auch für etwas schwächere Personen oder Singles.

Trotzdem bleibt am Ende unser dringender Wunsch an Fitifito: Besser Mätzchen wie die Fernbedienung oder die Bluetooth-Lautsprecher weglassen und dafür Trainingsprogramme »einbauen«. Dass dies auch bei kompakten, kleinen Laufbändern geht, beweist Newgen Medicals. An Abwechslung interessierte Läufer werden es zu schätzen wissen.

Wir wollen an dieser Stelle jedoch auch den Hinweis geben, dass man für 50 Euro mehr das Fitifito ST600 erwerben kann, das auch Trainingsprogramme bietet – allerdings dann wieder in etwa in der Gewichtsklasse von Reebok und Horizon Fitness.

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