Laufband Test: Laufband Copyright: Andrea Piacquadio / Pexels
test
Letztes Update: 1.10.2021

Das beste Laufband

Wir haben 6 Laufbänder getestet. Das beste ist das Sportstech F31. Es bietet viele Funktionen zu einem wirklich fairen Preis! Außerdem gibt es eine App, mit der man das Laufband koppeln kann. Darüber hinaus kann man es sehr einfach verstauen.

Arnold Zimprich
ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.
Letztes Update: 1. Oktober 2021

Wir haben zwei weitere Laufbänder getestet. Unser neuer Testsieger ist das Sportstech F31. Auch das Sportstech F37 konnte sich einen Platz in den Empfehlungen sichern. Das Reebok Jet 300 ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Laufbänder haben eine treue Fangemeinde, schließlich ermöglichen sie witterungsunabhängiges, sicheres Lauftraining bei trockenen Verhältnissen. Eingefleischte Freiluft-Läufer mögen sie zwar belächeln, ihr Nutzen ist jedoch unumstritten. Schließlich schnürt nicht jeder gerne bei miesem Wetter, im Winter oder bei Wind die Laufschuhe, von Gefahren im Winter (Glatteis) ganz zu schweigen.

Ein Laufband stellt auf der anderen Seite eine gewisse Investition dar – die Preisspanne bei Laufbändern ist gewaltig. Auf Amazon findet man von 200 bis über 12.000 Euro (!) alle möglichen Modelle, vom günstigen Heim-Laufband bis zum vollausgestatteten Highend-Band mit 21,5 Zoll großem LC-Touchscreen und umfangreichen Smart-Funktionen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Sportstech F31

Test  Laufband: Sportstech F31
Viel Ausstattung für einen fairen Preis, vergleichsweise leicht und kompakt. App-Kompatibilität, dadurch individuelle Trainingsgestaltung möglich.

Für einen fairen Preis von 500 Euro bietet das Sportstech F31 alles, was sich Hobbyläufer wünschen: ausreichend Trainingsprogramme, sodass einem nicht langweilig wird, die Möglichkeit, via Smartphone Musik abzuspielen und das Laufband mit Fitness-Apps (Kinomap) zu koppeln sowie kleine Maße. Das ist ein großer Vorteil, wenn man keinen Hobbykeller hat und das Laufband verstauen möchte. Zwar werden große Läufer die etwas kleine Lauffläche bemängeln, für Gelegenheits-Trainings reicht das F31 jedoch vollends aus.

Allrounder

Sportstech F37

Test  Laufband: Sportstech F 37
Deckt ein breites Spektrum an Läufertypen ab und überzeugt mit großer Lauffläche. App-Kompatibilität, dadurch individuelle Trainingsgestaltung möglich.

Das Sportstech F37 ist der große Bruder des F31 und richtet sich an Läuferinnen und Läufer, die auf eine etwas größere Lauffläche Wert legen. Wie beim Horizon Fitness und beim Reebok kann man mit dem F37 richtig Gas geben und bis zu 20 km/h schnell laufen – es richtet sich somit auch an (Halb-)Profis, die kontinuierlich an ihren Bestzeiten feilen wollen. Außerdem kann das Laufband durch eine tolle Laufruhe überzeugen und ist für Personen bis 150 Kilogramm Gewicht geeignet.

Kompakt & günstig

Newgen Medicals LF 203

Laufband Test: Newgen Medicals Lf 203
Etwas antiquiert wirkendes, aber funktionales Laufband für Gelegenheitsläufer. Sehr klein und vergleichsweise leicht.

Das Newgen Medicals LF 203 ist der Winzling unter den Testlaufbändern und bietet speziell Lauf-Einsteigern die Möglichkeit, bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h zu trainieren. Damit definiert sich auch gleichzeitig die Zielgruppe des Bands, denn Vielläufer, Halbprofis und Profis bietet es schlichtweg zu wenig Abwechslung. Dafür ist es mit rund 22 Kilogramm das leichteste Band im Test, lässt sich sehr klein zusammenklappen und auch in kleineren Winkeln – z. B. neben dem Schrank oder unter dem Bett – verstauen. Mit etwa 200 Euro ist es zudem unschlagbar günstig.

Smart & edel

Horizon Fitness Omega Z

Test Laufband: Horizon Fitness Omega Z
Technisch umfassend ausgestattetes, vielseitig programmierbares Laufband mit Smartfunktionen auch für anspruchsvollere Läufer.

Das Horizon Fitness Omega Z ist mit rund 1.500 Euro das teuerste Band im Test – und bietet auch entsprechend viel. Neigungsverstellung, eine Vielzahl zum Teil konfigurierbarer Programme, ein tolles Design. Was die Bedienung angeht, bedarf es jedoch etwas Geduld. Technikfreaks werden ihre helle Freude haben – Nutzer, die eher an »Plug&Play« interessiert sind, werden ein wenig Zeit benötigen, um sich in die Unterfunktionen des Laufbands einzufinden. Trotzdem Empfehlung? Wir haben uns für ein »Ja!« entschieden, denn das Horizon Fitness Omega Z bietet die im Testvergleich am umfangreichsten individualisierbaren Trainingsprogramme.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAllrounderKompakt & günstigSmart & edel
Sportstech F31 Sportstech F37 Newgen Medicals LF 203 Horizon Fitness Omega Z Reebok Jet 300 Fitifito ST500
Test  Laufband: Sportstech F31Test  Laufband: Sportstech F 37Laufband Test: Newgen Medicals Lf 203Test Laufband: Horizon Fitness Omega ZLaufband Test: Reebok Jet 300Test Laufband: Fitifito Fitifito ST500 Exquisite Professional Treadmill with Touchscreen
Pro
  • Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis im Test
  • 12+1 Trainings­programme
  • App-Kompatibilität
  • Vergleichsweise leicht
  • Auch für Singles gut bedien- und verräumbar
  • Neigungs­verstellung
  • Große Lauf­fläche
  • Training bis 20 km/h möglich
  • Hohe Lauf­ruhe
  • Neigungs­verstellung
  • App-Kompatibilität
  • Vergleichsweise leicht
  • Einfache Hand­habung
  • Platzsparend zusammen­klapp­bar
  • Günstiger Preis
  • Tolles Design
  • Per Bluetooth mit App koppelbar
  • Hoher Grad an Individualisierbarkeit
  • Neigungs­verstellung
  • Großer Funktions­umfang
  • Größte Lauf­fläche im Test
  • Eingebaute Lautsprecher
  • Neigungs­verstellung
  • Platzsparend zusammen­klapp­bar
  • "Tablet"-Modus fürs Walken
  • Fernbedienung
  • Bluetooth-Schnitt­stelle und eingebaute Laut­sprecher
  • Neigungsverstellung
Contra
  • Für große Läufer evtl. etwas zu kleine Lauf­fläche
  • Relativ schwer
  • Nur drei Trainings­programme
  • Keine Neigungs­verstellung
  • Geringe Trainings­geschwindigkeit
  • Kleine Lauf­fläche
  • Keine Smart-Funktionen
  • Komplizierte, wenig intuitive Bedienung
  • Klobig und schwer – nur zu zweit auspackbar
  • Mangelhafte Bedienungs­anleitung
  • Empfohlene App nur auf Chinesisch
  • Keine Bluetooth-Schnitt­stelle
  • Keine App-Kompatibilität, keine Smart-Funktionen
  • Klobig und schwer – nur zu zweit auspack- und manövrierbar
  • Keine vorinstallierten Trainings­programme
  • On-Off-Schalter schlecht erreichbar
Bester Preis
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Gewicht (Firmenangabe, ohne Verp.)537722938741
Display5,5" LCD-Display7,5" LCD-DisplayEinfaches LCD-DisplayLED-TouchscreenGroßes LED-DisplayLED-Touchscreen
BedienungDruckknöpfe, kein TouchscreenDruckknöpfe, kein TouchscreenDruckknöpfeKapazitiver TouchscreenDruckknöpfeKapazitiver Touchscreen, Fernbedienung
Abmessung der Lauffläche in cm120 x 42130 x 5096 x 36140 x 53150 x 51125 x 50
Abmessungen in cm aufgestellt (L x B x H)155 x 72,5 x 128172 x 83 x 138125 x 60 x 120183 x 89 x 144192 x 86 x 144147 x 76 x 113
Abmessungen in cm zusammengeklappt (L x B x H)99 x 73 x 13,5112 x 83 x 149125 x 25 x 60103 x 89 x 169125 x 86 x 163154 x 76 x 13
Maximale Geschwindigkeit16 km/h20 km/h10 km/h20 km/h20 km/h15 km/h
Maximales Nutzergewicht (kg)120150150160 kg140120
Konnektivität/KoppelbarkeitBluetooth, USB, MP3Bluetooth, USB, MP3keineApp-Kompatibilität (Bluetooth)Musik via USB abspielbar (integrierte 5W-Lautsprecher)Musik (via Bluetooth) abspielbar (integrierte 5W-Lautsprecher)
PulsmessungJa (Griffe und Bluetooh)Ja (Griffe und Bluetooh)NeinJa (Griffe)Ja (Griffe)Ja (Fernbedienung)
NeigungsverstellungJa, bis 15%Ja, bis 15%NeinJaJaNein

Was Sie über Laufbänder wissen sollten

Grundsätzlich richten sich Laufbänder an eine breite Läufer- und Käuferschicht. Lediglich eingefleischte Natur-Trainierer werden wenig begeistert sein in Kellerräumen oder Wohnzimmern vor sich hin zu hecheln – und dabei nicht einen Meter vom Fleck zu kommen. In unserem Fall waren wir jedoch positiv überrascht, wie schnell man als bisher ausschließlich im Freien trainierender Läufer von einem Laufband »angefixt« ist. Es macht Spaß, die Funktionstiefe der Geräte auszuloten und sich vom Laufband beim Training an der Hand nehmen zu lassen. Sich ein Stück weit der Maschine »auszuliefern« und nach einem erfolgreichen 45 Minuten-Training ausgepowert vom Band zu steigen, hat durchaus seinen Reiz. Für routinierte Fitnessstudio-Besucher gibt es da sowieso keine Diskussion.

Laufband Test: Laufband

Eines ist jedoch zu beachten: Während Anfänger mit allen getesteten Laufbändern trainieren können, wird es Fortgeschrittenen auf dem Fitifito (max. 15 km/h) und erst recht auf dem Newgen Medicals (max. 8 bzw. 10 km/h) schon nach wenigen Trainingseinheiten schlichtweg zu langsam. Will man regelmäßig mit einem Schnitt von 4:30 min/km und schneller trainieren, kommen in unserem Testfeld nur Reebok und Horizon Fitness in Frage.

Sind Laufbänder für zu Hause geeignet?

Ob ein Band für zu Hause geeignet ist oder nicht, ist einerseits vom zur Verfügung stehenden Raum, andererseits von der Zahl an Personen, die beim Auspacken/Manövrieren behilflich sein können und nicht zuletzt von der eigenen Körperkraft abhängig. Denn Laufbänder bringen ganz schön was auf die Waage.

Für kleinere Räume, Einzimmerwohnungen und die Nutzung in höher gelegenen Stockwerken ist im Grunde nur das Newgen Medicals und eventuell noch das Fitifito geeignet. Mit dem Newgen Medicals werden auch schwächere bzw. kleiner gebaute Personen gut umgehen können, das Fitifito ist zwar schwerer, bewegt sich aber immer noch in einem bewältigbaren Rahmen.

Nicht jedes Lauf­band passt ins Wohn­zimmer

Um das rund 90 Kilo schwere Reebok und das nahezu ebenso schwere Horizon Fitness zu manövrieren, die noch dazu klobig sind, muss man allein beim Auspacken schon zu zweit sein, wenn man nicht gerade zu den Arnold Schwarzeneggers dieser Welt zählt oder Beschädigungen in Kauf nehmen will. Auch sind diese beiden Bänder so schwer, dass sich eine Nutzung in höher gelegenen Stockwerken nur dann anbietet, wenn man mehrere Personen zum Tragen zur Verfügung hat – oder einen geräumigen Aufzug. Sie nehmen zudem deutlich mehr Platz weg als die »Kleinen«.

Vor dem Kauf sollte man also sorgfältig überlegen, wohin man das Band stellen will. Im Test blieb uns beispielsweise aufgrund der Größe der Laufbänder von Reebok, Horizon Fitness und Fitifito nichts anderes übrig, als diese in einer Garage zu testen, was sicher keine gute Dauerlösung ist.

Wie trainiert man mit Laufbändern?

Einfach aus dem Bauch raus Laufen gehen und gut ist? Die meisten Hobbyläufer machen genau das – und das kann man auch mit allen getesteten Laufbändern. Also nichts wie eine bestimmte Streckenlänge und Geschwindigkeit voreinstellen und schon kann’s losgehen! Wer hingegen gezielt trainieren will, sei es um Fett abzubauen oder endlich die zwei oder gar eineinhalb Stunden beim Halbmarathon zu knacken, sollte nach Trainingsplan bzw. System trainieren.

Zeitlich abgestimmte Sprinteinlagen, Variationen bei der Streckenlänge und Geschwindigkeit bzw. strategisch aufgebaute Intervalltrainings sind, wenn man auf eine bestimmte Zielzeit hin trainiert, das A und O – ohne jetzt an dieser Stelle tiefer in die Trainingsmaterie, die eine Wissenschaft für sich ist, einsteigen zu wollen. Intervalltrainings lassen sich mit dem Reebok Jet 300 und dem Horizon Fitness Omega Z unproblematisch umsetzen, denn sie bieten entweder die Möglichkeit, Trainingsprogramme komplett selbst zu entwerfen oder auf Basis vorkonfigurierter Trainingsprogramme zu trainieren.

Trainings­programme machen Spaß und helfen beim Fortschritt

Doch Achtung: Wie so oft im Sport ist auch hier der »Suchtfaktor« groß. Wer sich nicht sicher ist, ob das gewählte Programm vielleicht ein bisschen zu viel ist, tut gut daran, einen Experten zu Rate zu ziehen. Auch sollten über 35-Jährige, die noch nie oder nur selten Ausdauersport betrieben haben, einen medizinischen Checkup machen, bevor sie loslegen – in der Regel zahlen gesetzliche Krankenkassen solche Checkups ab einem Lebensalter von 35 Jahren alle zwei Jahre. Ansonsten gilt die alte Läufer-Faustregel: Lieber langsam gestartet und langsam intensiviert als zu schnell gestartet und eine Verletzung bzw. ein Übertraining riskiert!

 Laufband Test: F31 003
Das Sportstech F31 bietet ein breites Angebot an Trainingsprogrammen – und lässt sich auch alleine noch ganz gut manövrieren.

Testsieger: Sportstech F31

Beim F31 hat Sportstech sehr viel richtig gemacht – in allererster Linie die Preisgestaltung. Kein anderes Test-Laufband bietet so viel Trainingstechnik für einen so günstigen Preis. Für einen geringen Preis von aktuell (09/2021) nicht einmal 550 Euro bietet es mehr als zwölf verschiedene Trainingsmodi, die Einsteiger als auch Fortgeschrittene ansprechen. Die Steigung des Geräts lässt sich bis 15 Prozent einstellen und so auch anstrengendere Bergauf-Läufe simulieren.

Testsieger

Sportstech F31

Test  Laufband: Sportstech F31
Viel Ausstattung für einen fairen Preis, vergleichsweise leicht und kompakt. App-Kompatibilität, dadurch individuelle Trainingsgestaltung möglich.

Verschiedene Intervalltrainings lassen keine Langeweile aufkommen, dazu bietet das F31 auch Programme, mit denen man den Weihnachtsspeck loswerden kann. Wer gerne nach Herzfrequenz trainiert, kann den mitgelieferten Pulsgurt mit dem Laufband koppeln und Trainingsprogramme absolvieren. Damit ist das Laufband auch für Sportler interessant, die auf ein bestimmtes Ziel hin trainieren – sei es der erste Halbmarathon, sei es die neue Bestzeit beim 5-km-Lauf.

Halbprofis und alle, denen 16 km/h zu langsam sind, werden mit dem Laufband unterfordert sein, denn mehr als diese 16 Kilometer pro Stunde sind mit diesem Modell nicht drin. Zudem hat das F31 eine relativ kleine Lauffläche – mit 120 x 42 Zentimetern gehört das F31 zu den kleineren Modellen im Test und ist nichts für große Personen. Unser Tester mit 1,86 Metern kam mit dem Laufband (noch) gut zurecht, allerdings muss man sich als größerer Läufer etwas mehr konzentrieren als zum Beispiel beim Reebok Jet 300.

1 von 5
Laufband Test: F31 2
Die Bedienung des Sportstech F31 ist vergleichsweise einfach und lässt sich schnell erlernen.
Laufband Test: F31 4
Das Laufband hat ein Selbstschmier-System, der Schmierstoff kann bei Bedarf nachgefüllt werden.
Laufband Test: F31 5
Wie viele andere Laufbänder verfügt auch das F31 über Puls-Sensoren an den Griffen.
Laufband Test: F31 (1)
Plug&Play: Die Energieversorgung läuft über einen klassischen Netzstecker.
Laufband Test: F31 (4)
Die 120 x 42 cm große Lauffläche reicht für die meisten Einsatzszenarien aus.

Beim Test hat uns zunächst einmal die Verstaufunktion des F31 gefallen. Im Gegensatz zum Reebok und zum Horizon Fitness ist das Sportstech F31 klein und (relativ) leicht. Um die beiden erstgenannten zu manövrieren, braucht es fast schon zwangsläufig eine zweite Person, die einem hilft. Das F31 lässt sich, mit seinen 53 Kilo Eigengewicht hingegen, auch alleine hinter den Schrank räumen – zumal es wie seine großen Geschwister über Transportrollen verfügt.

Praktisch ist die Smartphone- bzw. Tablet-Halterung. Lädt man sich bspw. die (kostenpflichtige) Kinomap-App herunter, lassen sich verschiedene Trainingsszenarien streamen – stellt man das Laufband zu Hause vor dem Fernseher auf, wird das Trainieren zum multimedialen Erlebnis und man kann die virtuellen Strecken im Großformat entlangflitzen!

Gut gefallen hat uns auch die geringe Geräuschentwicklung. Zwar steht das Laufband durch sein geringes Gewicht nicht so satt auf dem Boden wie bspw. das Reebok Jet 300, dafür tut das »aktive 6-Zonen-Dämpfungssystem«, wie es von Sportstech genannt wird, was es soll. Man muss schon ausgesprochener Grobmotoriker sein, damit sich die Mitbewohner über zu viel Lärm beschweren, wenn man mit dem F31 trainiert! Kurzum: Wer ein einfach handhabbares, aber sehr vielseitiges Laufband für das Training zwischendurch sucht, ist mit dem günstigen Sportstech F31 optimal beraten.

Sportstech F31 im Testspiegel

Bisher gibt es noch keine weiteren Praxistests zu unserem Favoriten. Sobald sich das ändert, werden wir die Ergebnisse hier nachtragen.

Alternativen

Zwar hat uns das Sportstech F31 im Test am meisten überzeugt, es bieten sich jedoch durchaus Alternativen für andere Einsatzszenarien und läuferische Vorlieben an.

Standfest und vielseitig: Sportstech F37

Wie seinen kleinen Bruder F31 haben wir auch das Sportstech F37 im Rahmen eines Testupdates unter die Laufsohlen genommen – es trat als direkter Konkurrent zum Reebok Jet 300 an. Der Unterschied: Das F37 hat eine kleinere Lauffläche als das Reebok. Es ist dafür nicht ganz so klobig, die 130 x 50 Zentimeter messende Lauffläche dürfte trotzdem in den meisten Einsatzszenarien ausreichen. Zudem fällt schnell das angenehme Dämpfungssystem auf, auf dem F37 läuft es sich samtweich. Auch hier setzt Sportstech auf sein 6-Zonen-System.

Allrounder

Sportstech F37

Test  Laufband: Sportstech F 37
Deckt ein breites Spektrum an Läufertypen ab und überzeugt mit großer Lauffläche. App-Kompatibilität, dadurch individuelle Trainingsgestaltung möglich.

Im Gegensatz zum F31 bezeichnet Sportstech das F37 bewusst als »Profi-Laufband«. Das liegt primär daran, dass der eingebaute Motor, der eine Spitzenleistung von 7PS bringt, das Laufband auf bis zu 20 km/h beschleunigen kann. Damit kann man auch auf Spitzenleistungen trainieren. Trotzdem ist das Laufband mit weniger als 75 dB (Herstellerangabe!) angenehm leise.

Was im Unterschied zu anderen Modellen auffällt, ist die Standfestigkeit. Mit 77 Kilogramm Nettogewicht steht das F31 bombenfest und lässt sich auch bei Sprints nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Nachteil: Etwas schwächere Personen werden das Gerät zwar zusammenklappen können, es anschließend hinter den Schrank zu wuchten, wird jedoch schwierig. Doch auch hier finden sich Rollen, die das Manövrieren etwas vereinfachen.

1 von 8
Laufband Test: F37 (2)
Wie sein kleiner Bruder F31 besticht das F37 durch eine einfache Bedienung.
Laufband Test: F37 (4)
Das Bedienpult ist übersichtlich...
Laufband Test: F37 5
...und das Display lässt sich gut ablesen.
Laufband Test: F37 2
Direkt bei Sportstech kostet das F37 über tausend Euro. Im Netz ist schon für weniger zu haben.
Laufband Test: F37 6
Wie alle Laufbänder im Test hat auch das F37 eine "Not-Aus"-Funktion (rotes Kordelband).
Laufband Test: F37 7
Das F37 verfügt über Lautsprecher und sogar eine Ventilationsfunktion, die jedoch mehr Deko als nützlich ist.
Laufband Test: F37 8
Auch hier sind die obligatorischen Pulssensoren an Bord.
Laufband Test: F37 (1)
Das nachfüllbare Selbstschmiersystem ist aich hier vorhanden.

Was die Konnektivität angeht, sticht das Sportstech das Reebok aus. Das Laufband verfügt über eine Tablet- bzw. Smartphonehalterung. Lädt man sich die Kinomap-App herunter, sind den Trainingsszenarien (fast) keine Grenzen gesetzt. Wer mit Pulsgurt trainieren möchte, kann auch diesen per Bluetooth mit dem Laufband pairen. Anders als beim F31 ist er hier jedoch nicht im Lieferumfang enthalten. Die Bedienung des F37 gestaltet sich wenig kryptisch. Schnell hat man sich in die Bedienoberfläche eingearbeitet, die Bedienung geht deutlich intuitiver vonstatten als z. B. beim Horizon Fitness.

Für den Preis von unter 1.000 Euro (Stand: 09/2021) bietet das Sportstech F37 deutlich mehr als die Test-interne Konkurrenz in Form des Reebok Jet 300. Anders als das deutlich teurere Horizon Fitness lässt es sich zudem einfacher bedienen. Gut gefallen hat uns bei Sportstech auch die Möglichkeit, Aufbau- und Trainingsvideos auf Youtube anzuschauen und Anleitungen von der Website des Herstellers herunterzuladen. Hier hat jemand mitgedacht!

Preistipp: Newgen Medicals LF 203

Huch, ist das schön leicht! Das Newgen Medicals LF 203 wiegt mit ca. 22 Kilogramm nur einen Bruchteil der Konkurrenz. Es lässt sich somit relativ einfach auf- und abbauen und mit zusammengeklappt 125 x 25 x 60 Zentimetern auch leicht verstauen. Sogar neben dem Schrank oder hinter dem Bett hat das Gerät zur Not Platz, vor allem kann man es auch alleine aus der Verpackung holen und aufstellen.

Kompakt & günstig

Newgen Medicals LF 203

Laufband Test: Newgen Medicals Lf 203
Etwas antiquiert wirkendes, aber funktionales Laufband für Gelegenheitsläufer. Sehr klein und vergleichsweise leicht.

Was das Design angeht, scheint das Gerät in den späten 80er oder frühen 90er Jahren stehengeblieben zu sein. Teleshopping lässt grüßen! Das simple LC-Display lässt sich jedoch gut ablesen – und außerdem muss »Old School« ja nicht unbedingt schlecht sein. Der Hersteller Newgen Medicals kombiniert einen simplen Stahlrahmen mit einem griffigen, aber recht kleinen Laufband und einem gummiummantelten Griffbügel. Die Displaybox ist recht kompakt, erinnert an Omas Blutdruckmessgerät und lässt sich beim Zusammenfalten einklappen.

1 von 5
Laufband Test: Newgen Medical (1)
Das Design des Newgen Medicals ist irgendwo zwischen den 80er- und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu verorten.
Laufband Test: Newgen Medical (2)
Die Lauffläche ist klein, reicht aber zur Not aus.
Laufband Test: Newgen Medical (3)
Auch hier ist die Bedienung des Einschaltknopfs einfach.
Laufband Test: Newgen Medical (5)
Stahlgestänge und Plastikknopf: Die Konstruktion des Geräts ist robust.
Laufband Test: Newgen Medical (6)
Die Anzeige des Display ist gut ablesbar, aber simpel.

Das Laufband bietet eine Basisausstattung für Gelegenheitsläufer, die weniger auf umfangreiche, ausgefeilte Trainingsprogramme Wert legen, sondern sich mit gelegentlichen Trainings zufrieden geben. Die drei zehnminütigen Trainingsprogramme bieten eine Kombination aus unterschiedlich abgestuften Geschwindigkeitsintervallen. Daneben kann man auch eine Geschwindigkeit wählen und einfach drauflos laufen – diese kann während des Laufens per Knopfdruck verändert werden. Das Display informiert dabei über verbrannte Kalorien und die zurückgelegte Strecke.

Ein klares Manko ist die Maximalgeschwindigkeit von 10 km/h (in den Programm-Modi wird sogar nur auf maximal 8 km/h beschleunigt). Das ist zumindest für ehrgeizigere Läufer schlichtweg zu wenig. Aber der Hersteller wendet sich auch gar nicht an diese Klientel, sondern eher an Nutzer, die das Laufband »mal eben schnell aufbauen« und gelegentlich den Hüftspeck bearbeiten wollen. Für Dauer-Trainierer und Variations-Fans ist es zu simpel gestrickt, da wird einem schnell langweilig.

Daher auch unser Tipp: Wer nicht viel Platz hat und nur ab und zu bei moderaten Geschwindigkeiten trainiert, ist beim Newgen Medicals LF203 gut aufgehoben. Alle anderen sollten hingegen etwas mehr Geld in die Hand nehmen – es lohnt sich.

Smart: Horizon Fitness Omega Z

Das Horizon Fitness Omega Z kommt edel und geradezu »abgehoben« aus der Verpackung – oder besser gesagt von der Palette, denn wie das Reebok ist auch das Horizon mit seinen knapp 100 Kilogramm ein Schwergewicht und wird – zumindest bei uns – per Spedition angeliefert. Ganz in Schwarz-Weiß gehalten, erinnert das Gerät mit seiner raffinierten Kombination aus scharfen Kanten und geschickt platzierten Rundungen an ein Apple-Produkt. Eine Schande, so etwas nicht in eine schicke Umgebung, sondern zu Testzwecken in die Garage zu stellen!

Smart & edel

Horizon Fitness Omega Z

Test Laufband: Horizon Fitness Omega Z
Technisch umfassend ausgestattetes, vielseitig programmierbares Laufband mit Smartfunktionen auch für anspruchsvollere Läufer.

Es gibt jedoch sofort einen zentralen Kritikpunkt: Die Bedienung erschließt sich nicht von selbst und die mitgelieferte Anleitung ist gelinde gesagt mangelhaft. Im Gegensatz zum Reebok, das man zur Not auch ohne Anleitung nutzen könnte, entzieht sich das Horizon einer Bedienung a la »Plug&Play«. Ganz ohne Bedienungsanleitung wäre man aufgrund des wenig aussagekräftigen und ebenso wenig selbsterklärenden Displays komplett aufgeschmissen.

Die mitgelieferte Anleitung besteht (zumindest in unserem Fall) aus ein paar zusammengehefteten DIN A4-Blättern in Schwarz-Weiß, ist darüber hinaus wenig einladend gestaltet und ebenso wenig informativ. Sie ist, zumindest für so ein kompliziertes Produkt, schlichtweg zu kurz und undetailliert. Erster Gedanke: Hoffentlich legt Horizon Fitness seinem Omega Z »normalerweise« eine umfassendere, besser strukturierte Bedienungsanleitung bei – alles andere wird diesem hochtechnischen Band nicht gerecht!

1 von 9
Laufband Test: Horizon (13)
Im Vergleich zur "Konkurrenz" ist das Design des Horizon Fitness futuristisch.
Laufband Test: Horizon (1)
Höhenverstellbare Füße erleichtern den Aufbau.
Laufband Test: Horizon (4)
Das eigentliche Laufband ist etwas kleiner als beim Reebok, aber ähnlich gut gedämpft und griffig.
Laufband Test: Horizon (5)
Auch hier wird der Puls direkt an den Griffen gemessen.
Laufband Test: Horizon (6)
Ein freundliches "Go!" lädt zum Loslegen ein.
Laufband Test: Horizon (7)
Wie beim Reebok sind auch hier mehrere Nutzer konfigurierbar.
Laufband Test: Horizon (8)
Programm 4 ist nur eines von vielen Trainingsmöglichkeiten.
Laufband Test: Horizon (9)
Bei hochwertigen Laufbändern wie dem Horizon Fitness Omega Z ist eine Neigungsverstellung selbstverständlich.
Laufband Test: Horizon (11)
Das Display lässt sich im Vergleich mit am besten ablesen.

Wir bekamen durch die labbrige Anleitung den Eindruck, dass das Laufband gar nicht für den Endverbraucher, sondern primär für die Nutzung in Fitnessstudios gedacht ist, wo Trainerinnen und Trainer gezielt geschult werden, um Studiobesucher anschließend in diese einzuweisen. Hat man sich ein wenig eingelesen, erschließen sich einige der umfangreichen Trainingsmöglichkeiten und zahlreichen anwählbaren Programme jedoch mit der Zeit und man bekommt Gefallen am 1.500-Euro-Band. Die Trainingsprogramme im Modus P3 (»Intervalle«) und P4 (»Leistung«) sind herausfordernd, das Display gut ablesbar, das Band lässt sich zudem von zwei Nutzerprofilen aus steuern. Wer will, kann wie bei den anderen Bändern im P6 auch eine bestimmte Strecke vorgeben lassen, um diese ohne große Variationen herunterzuspulen.

Weniger gefallen hat uns wiederum, dass wir uns zwar eigens für den Modus P1 (»Pulszug«) und P5 (»Herzfrequenz«) einen Herzfrequenzgurt gekauft haben (dieser befindet sich nicht im Lieferumfang), denn in der Anleitung ist die Rede davon, das man zumindest für P1 einen kabellosen Herzfrequenzgurt tragen muss. Den konnten wir am Ende jedoch gar nicht koppeln und nutzen, da die Anleitung nicht ausreichend erklärt, ob der Gurt nun mit direkt dem Laufband oder dem Smartphone (dazu unten mehr) gekoppelt werden muss. Wir versetzten uns dabei in die Position eines »Dummy-Anwenders«, der nicht gerne lange herumtüftelt.

Was uns zusätzlich irritiert und eine umfassendere Bedienung verhindert hat: Zum Zeitpunkt des Tests ließ sich das Laufband von Horizon zwar per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln und die in der Anleitung empfohlene fitDisplay-App herunterladen – diese öffnet jedoch mit einer chinesischen Bedienoberfläche. Erst später – zu spät, um noch in die Testbewertung einzufließen – lernten wir, dass sich das Laufband offensichtlich auch mit anderen Apps, wie der Kinomap-Trainingsapp, verbinden lässt. Warum diese nicht in der »offiziellen« Bedienungsanleitung empfohlen wird, bleibt ungewiss – lediglich ein kleiner Verweis auf die Website ist vorhanden. Wir werden an dieser Stelle nachtragen, wie die Bedienung via Kinomap-App vonstatten ging!

Laufband Test: Fit Display App
Die in der Anleitung empfohlene App begrüßte uns auf Chinesisch. Es gibt aber auch andere Apps, mit denen sich das Laufband nutzen lässt.

Für uns als »unwissenden« Endanwender bleibt so oder so im Falle des Horizon Fitness Omega Z ein fader Beigeschmack. Man sollte über einen gewissen Forscherdrang verfügen, um die Funktionstiefe des Geräts zu ergründen. Auf dem Serviertablett bekommt man die Funktionen nicht vorgesetzt, das Modell blieb somit im Test deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Trotzdem wollen wir es nicht gänzlich »abwatschen«, wie man in Bayern so schön sagt – es bleibt ganz klar eine Empfehlung für alle Frickler und Smart Training-Fans und der Appell an den Hersteller, an seiner Anleitung zu arbeiten.

Außerdem getestet

Reebok Jet 300

Willkommen auf dem Raumschiff Enterprise! Das Reebok Jet 300 empfängt Läuferinnen und Läufer mit einem Bedienpult, an dem sich auch Mr. Spock wohlfühlen würde. Eine Vielzahl von Tasten, ein riesiges Display, ein futuristisches und zugleich anachronistisch wirkendes Design – das Reebok Jet 300 bietet schon auf den ersten Blick eine Menge Funktionen, scheint aber auch von der Zeit eingeholt worden zu sein. Understatement ist hier fehl am Platz, Reebok verfolgt eher einen »in your face«-Ansatz.

Bei keinem anderen Laufband im Test ist die Bedienung der durchaus vielfältigen Trainingsprogramme derart einfach. Viele der einfacheren Funktionen wie Geschwindigkeits- und Zeiteinstellung erschließen sich von selbst. Dabei ist das fast 90 Kilogramm schwere Band für einige Überraschungen gut. Das Handy oder der MP3-Player können per Kabel (voll old school!) oder USB mit dem Band verbunden und Musik abgespielt werden, Bluetooth ist jedoch Fehlanzeige. Das Jet 300 wurde ganz offensichtlich vor der Smart-Home-Ära entwickelt. Sogar ein Ventilationssystem ist an Bord, das aufgrund seiner eher schwachbrüstigen Leistung in unseren Augen allerdings eher in die Kategorie »unsinniger Schnickschnack« fällt.

Die aufwändige technische Aufmachung ist ein erster Hinweis darauf, dass es dieses Laufband faustdick unter dem Display hat. Wer einfach drauflos laufen will – voilà, nur zu! Über die Start und die Speed-Steuertaste (in der Anleitung »Manuelles Programm« gennant) kann man ohne viel Federlesen starten und so lange und schnell trainieren, wie man möchte. Mit der Speed-Taste lässt sich die Geschwindigkeit während dem Laufen anpassen, reicht es einem mit dem Laufen, wird schnell »Stop« gedrückt. 24 einfach ansteuerbare Trainingsprogramme laden darüber hinaus zum Intervalltraining in den verschiedensten Intensitätsstufen ein. Allein mit diesen Trainingsprogrammen werden einige Läufer schon ausreichend ausgelastet sein!

Darüber hinaus lassen sich auch noch benutzerdefinierte Programme einrichten. Läufer, die auf ein bestimmtes Ziel hin trainieren, können drei verschiedene Programme konfigurieren, bei deren Intervallen die Geschwindigkeit und Steigung variiert. Daneben bietet das Laufband noch die Option, gezielt das Körperfett zum Schmelzen zu bringen. Ein Effekt, den wir in der Kürze der Testzeit allerdings nicht gezielt unter die Lupe nehmen konnten…

Zählt man sich zu den Digital Natives, wird einem das Reebok Jet 300 unter Umständen mit seiner »analogen« Bedienweise langweilen. Im Unterschied zum Horizon Fitness Omega Z ist es jedoch deutlich einfacher bedienbar, da die Unterfunktionen nicht so versteckt liegen. Wie bereits erwähnt ist das Reebok-Laufband kein Leichtgewicht und braucht viel Platz – dafür haben Laufbegeisterte ausreichend Abwechslung. So schnell wird einem auf dem Reebok Jet 300 jedenfalls garantiert nicht langweilig!

Fitifito ST500

Beim immerhin knapp 600 Euro teuren Fitifito ST500 gibt es Licht und Schatten. Schatten deshalb, weil das Mittelklasse-Laufband über keinerlei vorinstallierte Trainingsprogramme verfügt. Das bedeutet, dass man zwar die Geschwindigkeit und selbstverständlich die Trainingszeit variieren kann – das war’s dann aber schon. Schade, denn diese Basisfunktion bietet sogar das deutlich günstigere (und übrigens auch deutlich leichtere) Newgen Medicals.

Laut Hersteller handelt es sich bei den Fitifito ST500 um ein »Walking Pad«. Tatsächlich kann man es im zusammengeklappten »Tablet«-Modus zum Walken verwenden. Und zum Walken benötigt man in der Tat keine Trainingsprogramme. Andererseits vermarktet der Hersteller das Modell selbst als »Laufband« und es bietet eine Geschwindigkeit bis 15km/h und ist damit sehr wohl auch zum Laufen geeignet. Das funktioniert sogar im zusammengeklappten Modus, dann hat man allerding keine Not-Aus-Funktion und das ist gefährlich.

Für ein Laufband gehören vorinstallierte Trainingsprogramme für uns zu den Faktoren, die das Trainieren mit einem Laufband erst so richtig reizvoll machen. Aber das muss nicht bei jedem so sein. Wenn Sie auf Trainingsprogramme verzichten können oder ein Walking Pad suchen, kann das Fitifito ST500 durchaus eine Überlegung wert sein. Allerdings ist der Preis von 600 Euro für ein so eindimensional nutzbares Band aus unserer Sicht zu hoch. 

Das ST500 ist mit einer Fernbedienung ausgestattet, mit der es sich auch im Tablet-Modus steuern lässt, denn das kapazitive Touch-Display bleibt dann nach unten geklappt und wird verdeckt. Die beiden Griffe müssen dann allerdings abmontiert werden. Auch kann mit der Fernbedienung der Puls gemessen werden – was gut funktionierte. Zudem ist das Laufband über Bluetooth mit dem Smartphone koppelbar und kann über die eingebauten Lautsprecher Musik abspielen.

Im aufgeklappten »Normalmodus« kann das Laufband mit seiner Zwischengröße überzeugen. Es hat unter Umständen auch noch im Wohnzimmer Platz und muss nicht in einen Keller- bzw. Trainingsraum verbannt werden. Mit einem »Grundriss« von 147 x 76 Zentimetern findet es auch in kleineren Räumen Platz, mit 41 Kilogramm lässt es sich zur Not auch alleine verstauen und eignet sich somit auch für etwas schwächere Personen oder Singles.

Trotzdem bleibt am Ende unser dringender Wunsch an Fitifito: Besser Mätzchen wie die Fernbedienung oder die Bluetooth-Lautsprecher weglassen und dafür Trainingsprogramme »einbauen«. Dass dies auch bei kompakten, kleinen Laufbändern geht, beweist Newgen Medicals. An Abwechslung interessierte Läufer werden es zu schätzen wissen.

Wir wollen an dieser Stelle jedoch auch den Hinweis geben, dass man für 50 Euro mehr das Fitifito ST600 erwerben kann, das auch Trainingsprogramme bietet – allerdings dann wieder in etwa in der Gewichtsklasse von Reebok und Horizon Fitness.

So haben wir getestet

Alle Laufbänder wurden während einer mehrmonatigen Testperiode umfassend getestet. Im Test wurde insbesondere aus folgende Punkte geachtet: Wie einfach lässt sich das Laufband auspacken, aufstellen und verstauen? Wie leicht fällt die Bedienung? Welche Programmauswahl bietet das Laufband? Lässt es sich mit dem Smartphone oder anderen Geräten koppeln? Schnell stellte sich heraus, welche Bedienoberfläche die beste Nutzerfreundlichkeit aufwies – und wo das »Hineindenken« schwerer fiel.

Laufband Test: Fitifito, Reebok, Horizon
Drei der vier Laufbänder aus der 2020er-Testrunde.

Die wichtigsten Fragen

Welches Laufband ist das beste?

Das beste Laufband für die meisten ist das Sportstech F31. Es bietet viele Funktionen zu einem wirklich fairen Preis. Außerdem gibt es eine App, mit der man das Laufband koppeln kann.

Welche Arten von Laufbändern gibt es?

In Fitnessstudios findet man in der Regel hochwertige Profi-Laufbänder für mehrere Tausend Euro. Zum Training zuhause reichen jedoch günstigere Modelle für ein paar Hundert Euro, dann natürlich mit abgespecktem Funktionsumfang und meist auch etwas kleiner. Wer ohnehin kaum Platz hat, sollte sich nach Mini- oder klappbaren Laufbändern umsehen. Daneben gibt es auch Laufbänder speziell für Senioren oder Schreibtisch-Laufbänder, also mit integriertem Tisch.

Wie schnell kann man auf einem Laufband laufen?

Das kommt natürlich stark auf das Laufband an. Einige kompakte und günstige Modelle schaffen nur 8-10km/h, in der Regel sind aber schon 15-20km/h drin. Viel mehr sollte man aber nicht erwarten, schließlich sind Laufbänder eher für Ausdauertraining als für Sprinttraining gedacht.

Wie trainiert man mit Laufbändern?

Natürlich kann man auf allen Laufbändern einfach drauflos laufen. Wer aber gezielter trainieren möchte, sollte sich die Funktionen und voreingestellten Trainingsprogramme der Laufbänder zunutze machen. Denn zeitlich abgestimmte Sprinteinlagen, Variationen bei der Streckenlänge und Geschwindigkeit bzw. strategisch aufgebaute Intervalltrainings sind, wenn man auf eine bestimmte Zielzeit hin trainiert, das A und O.

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 Test: Artboard

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