Laufrad Test: Laufrad Fahrspass
test
Letztes Update: 16.4.2021

Das beste Laufrad

Wir haben 33 Laufräder getestet. Das beste für die meisten ist das Puky LR M. Puky liefert hier einen Klassiker auf zwei Rädern, der voll und ganz überzeugt und wirklich Spaß macht. Alle Bauteile wie Rahmen, Lenker und Räder, sind von hoher Qualität und sehr gut verarbeitet. Auch die Montage läuft schnell und unkompliziert. Und das alles gibt es zu einem wirklich günstigen Preis. Schicker sind allerdings modernere Modelle aus Alu und Holz – die kosten aber ein Vielfaches.

Sebastian Schulke
lebt mit seiner Familie in München und hat zwei Kinder. Er ist seit über 20 Jahren als rasender Reporter unterwegs - für Magazine und Zeitungen wie NZZ, Zeit, Abendzeitung, Süddeutsche Zeitung, Eltern Family, Himbeer oder BISS. In der "Wolkenkratzer Werkstatt" macht er zudem "Kinderbücher für Erwachsene".
Letztes Update: 16. April 2021

Wir haben den fünf neue Modelle getestet. Das Geuther Laufrad ist eine neue Empfehlung und  ersetzt das Pinolino Jojo, das wir jetzt unter „Außerdem getestet“ listen.

16. Februar 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

2. Juli 2020

Wir haben sieben neue Laufräder getestet. Eine neue Empfehlung ist das Puky LR Light.

26. Juni 2019

Wir haben 14 weitere Laufräder getestet. Unser neuer Favorit ist das Puky LR M, aber auch das Woom1 und das Veloretti Mini wissen zu gefallen.

1. Januar 1970

Wir haben fünf neue Laufräder getestet. Darunter auch zwei Modelle aus Holz. Eines davon, das Geuther Laufrad, ist eine neue Empfehlung.

Weitere Updates

Die große, weite Welt entdecken – das wollen nicht nur Erwachsene, sondern gerade auch Kinder. Sie rennen und springen herum, sind neugierig und kaum zu bremsen. Für Entdeckungsreisen dieser Art eignen sich besonders gut Laufräder. Damit können Kinder schon ab zwei Jahren munter drauflos fahren, ohne dass Mama oder Papa neben ihnen stehen und sie festhalten müssen. Das macht Spaß und schmeckt nach großer Freiheit.

Ob diese Freiheit wirklich gut schmeckt, hängt allerdings von vielen verschiedenen Faktoren ab. Das fängt schon beim Transportmittel an – in diesem Fall beim Laufrad. Wir wollten wissen, wie sicher, stabil und rasant die kleinen Zweiräder sind – und auf welchem Laufrad sich Entdeckungsreisen besonders lohnen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Puky LR M

Laufrad Test: 3195pexbnfl
Dieses Laufrad hält, was es verspricht: tolle Verarbeitung, unkaputtbar und viel Fahrspaß. Und der Preis stimmt auch noch.

Das Puky LR M ist äußerst robust, sehr gut verarbeitet und ein treuer Begleiter. Auch optisch überzeugt der Klassiker, der auf unnötige Spielereien am Rahmen oder beim Zubehör verzichtet. Der Fahrspaß steht hier ganz klar im Vordergrund. Das LR M hat keine Bremse, ist für Kinder ab zwei Jahren, die zum ersten Mal auf einem Laufrad sitzen, aber bestens geeignet. Durch die lange Sattelstütze und die verstellbare Höhe des Lenkers könne Nachwuchsrennfahrer auf dem Puky recht lange Vollgas geben. Die Reifen aus Vollgummi bieten zwar nicht so viel Fahrkomfort wie luftgefüllte Reifen, garantieren aber, dass man sich nicht über Plattfüße ärgern muss.

Wenn Geld egal ist

Woom 1

Laufrad Test: Woom1
Das Laufrad sieht cool aus – und ist es auch! Rahmen und Komponenten sehr gut verarbeitet.

Das Woom 1 ist von seiner Geometrie her genau auf die Bedürfnisse kleiner Kinder abgestimmt und sorgt mit besten Komponenten, einem sehr leichten Rahmen, einer speziellen Hinterradbremse und einem recht breiten Lenker für viel Fahrspaß. Laut Woom ist es bereits für kleine Rennfahrer ab 1,5 Jahren geeignet. Nur der Preis ist recht hoch.

Auch gut

Puky LR Light

Test  Laufrad: Puky LR Light
Das Puky ist leicht, schnell und sehr sportlich.

Das Puky LR Light ist schon allein optisch ein echter Hit. Die sportliche Rahmengeometrie, die Gabel, Luftreifen und Speichen: Das Laufrad kommt wie ein Mini-Mountainbike daher. Auch bei unseren kleinen Testpiloten kam das LR Light sehr gut an – optisch wie fahrtechnisch sorgte es für strahlende Gesichter. Aber auch dieses Alu-Laufrad ist leider nicht gerade günstig.

Gut & günstig

Kettler Speedy

Test Laufrad: Kettler Speedy
Für vorsichtige Kinder eher nicht geeignet, aber als Übergang zum Fahrrad eine gute Idee.

Wenn Sie lieber weniger ausgeben möchten, ist das Kettler Speedy das richtige Laufrad für Sie. Es wird ziemlich schnell und macht Kindern, die das mögen, großen Spaß. Wenn Ihr Nachwuchs eher vorsichtig ist, sollten Sie lieber ein anderes Laufrad wählen. Leider ist der Sattel nicht besonders bequem. Geeignet ist es vor allem für Kinder, die den Übergang vom Lauf- zum Fahrrad vollziehen wollen.

Tolles Holzrad

Geuther Laufrad

Test  Laufrad: Geuther Laufrad
Das Zweirad lässt sich auch zum Dreirad umbauen.

Das beste Laufrad aus Holz ist für uns das von Geuther. Es lässt sich sogar in zwei Gefährte verwandeln – ein klassisches Laufrad mit zwei Rädern sowie in ein Dreirad. Dafür braucht es nur ein paar Handgriffe. Sehr praktisch für die ganz kleinen Rennfahrer, die sich langsam ans Zweirad herantasten möchten. Durch seine hochwertige Verarbeitung ist der Verwandlungskünstler ein sehr solider und robuster Gefährte, mit dem man viel und lange Spaß hat.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istAuch gutGut & günstigTolles Holzrad
Puky LR M Woom 1 Puky LR Light Kettler Speedy Geuther Laufrad Pinolino Jojo Lionelo Bart Air Leg & Go Balance Bike Kokua Like a Bike Jumper Veloretti Mini Puky LR Ride Specialized Hotwalk Kinderkraft Runner Stars Rebel Kidz Air Classic Kokua Like a Bike White Spoky Puky LR 1 Mini Balance Bike Hauck Toys Alu Rider 12 Bandits & Angels Starter B'twin Run Ride 520 Cruiser Smoby Solini Bikestar Sport Scool Pedex Race Light Bikestar Classic Hudora 4Wheely Chicco Red Bullet Radio Flyer Glide & Go Lionelo Arie Hadwin Laufrad Hudora Laufrad Pinolino Vespa Wanda Milly Mally Dragon Bammax Balance Bike
Laufrad Test: 3195pexbnflLaufrad Test: Woom1Test  Laufrad: Puky LR LightTest Laufrad: Kettler SpeedyTest  Laufrad: Geuther LaufradTest: Laufrad – Testsieger Pinolino JojoTest  Laufrad: Lionelo Bart AirTest  Laufrad: Leg & Go Balance BikeTest  Laufrad: Kokua LikeaBike JumperLaufrad Test: Veloretti MiniTest  Laufrad: Puky LR RideLaufrad Test: Specialized HotwalkTest Laufrad: Kinderkraft Runner StarsTest  Laufrad: Rebel Kidz Air ClassicTest  Laufrad: Kokua Like a Bike white SpokyTest  Laufrad: Puky LR 1Laufrad Test: Mini Balance BikeLaufrad Test: Hauck Alu Rider 12Test  Laufrad: Bandits & Angels  StarterLaufrad Test: Btwin Run Ride 520 CruiserTest Laufrad: Smoby LaufradTest  Laufrad: Bikestar SportLaufrad Test: Bildschirmfoto 2020 06 30 Um 12.32.39Test  Laufrad: Bikestar ClassicTest  Laufrad: Hudora 4WheelyTest  Laufrad: Chicco Red BulletTest  Laufrad: Radio Flyer Glide & GoTest  Laufrad: Lionelo ArieTest  Laufrad: Hadwin LaufradTest  Laufrad: Hudora LaufradTest  Laufrad: Pinolino Vespa WandaTest  Laufrad: Milly Mally DragonTest  Laufrad: Bammax Balance Bike
Pro
  • Hochwertiger Rahmen
  • Super Fahrverhalten
  • Lange einsetzbar
  • Sehr solide und robust
  • Leichte Montage
  • Spezielle V-Bremse
  • Bremshebel auch für ganz Kleine geeignet
  • Cooles Design
  • Sehr leichter Aufbau
  • Tolle Optik
  • Toller Rahmen
  • Tolle Verarbeitung
  • Mit Ständer
  • Für geschwindigkeits­liebende Kinder ein riesiger Spaß
  • Guter Übergang zum Fahrrad
  • Coole Optik
  • Sehr robust
  • Einfacher Aufbau
  • Mitwachsend
  • Lange einsetzbar
  • Tolle Qualität
  • Super Design
  • Gute Verarbeitung
  • Guter Preis
  • Sehr hoch­wertiges Material
  • Sehr hoch­wertige Verarbeitung
  • Sehr gutes Design
  • Lange mitwachsend
  • Mit die beste Verarbeitung im Test
  • Schicker MTB-Look
  • Sehr robust und stabil
  • Super Räder, Achsen und Naben
  • Schöner Rahmen
  • Tolles Design
  • Gute Räder
  • Mit Korb als Extra
  • Tolle Verarbeitung
  • Hochwertige Materialien
  • Vielseitig einsetzbar
  • Schnelle Montage
  • Verfügt über eine Federung
  • Lange mitwachsend
  • Toll verarbeitet
  • Massive und coole Optik
  • Leicht
  • Schönes Design
  • Mit Klingel und Tasche
  • Hochwertiger Rahmen
  • Sattel und Griffe aus Leder
  • Robuste Reifen
  • Tolle Optik
  • Angenehmes Fahr­gefühl
  • Tolle Optik
  • Mit Ledersattel
  • Gut verarbeitet
  • Schnell aufgebaut
  • Gut verarbeitet
  • Schnell aufgebaut
  • Baugleich mit Puky LR1
  • Lenker mit Trage­griff
  • Schnellspanner am Sattel und Lenker
  • Integriertes Schutz­blech hinten
  • Gutes Handling
  • Kompakte Optik
  • Mit Fahrrad­korb
  • Robuster Rahmen
  • Mit Radständer
  • Für kleinere, zarte Kinder gedacht
  • Niedriger Einstieg
  • Gute Reifen
  • Gute Optik
  • Sehr leicht
  • Einfache Montage
  • Cooler Rahmen
  • Sehr solide
  • Sehr robust
  • Für junge und unsichere Kinder geeignet
  • Sehr leicht
  • Coole Optik
  • Sattelrohr mit Schnellspanner
  • Robuster Rahmen
  • Viel Zubehör
  • Schaut recht sportlich aus
  • Rahmen robust
  • Verpackung sehr klein und handlich
  • Tolle Optik
  • Leichtgewicht
  • Sehr leicht
  • Sehr klein
Contra
  • Etwas schwer
  • Vollgummireifen
  • Lenker sehr breit – kann kleinen Testpiloten Schwierig­keiten bereiten
  • Hoher Preis
  • Hoher Preis
  • Unbequemer Sattel
  • Lenkradius sehr groß
  • Nicht gerade leicht
  • Lenkradius recht groß
  • Kein Leichtgewicht
  • Sehr teuer!
  • Sattel sehr nah am Hinter­reifen
  • Teuer
  • Etwas kompliziert im Aufbau
  • Schwer
  • Nur für größere Kinder geeignet
  • Hoher Preis
  • Relativ schwer
  • Aufbau könnte einfacher sein
  • Teuer
  • Sehr schwer
  • Nur für größere Kinder geeignet
  • Sehr teuer
  • Luftreifen gehen schneller kaputt
  • Sehr schwer
  • Sehr schwer
  • Teuer
  • Verarbeitung überzeugt nicht
  • Montageanleitung sehr reduziert und verwirrend
  • Viel Plastik
  • Bremse mit innovativem Patent, für kleine Hände jedoch schwierig zu bedienen
  • Komplizierte Montage
  • Klebrige Griffe
  • Nicht lange verwendbar, da für größere Kinder eher nicht mehr geeignet
  • Bremshebel für kleine Kinder zu groß
  • Rahmen zerkratzt sehr schnell
  • Plastikreifen
  • Plastikfelgen
  • Vorderachse nicht so hoch­wertig
  • Sehr schwer – ein echter Brocken
  • Montage umständlich
  • Nicht in der Höhe verstellbar
  • Viel Plastik
  • Montage umständlich
  • Lenkervorbau wackelig
  • Sehr viel Plastik
  • Sehr leicht
  • Wirkt zerbrechlich
  • Schlechte Verarbeitung
  • Schlechte Montage­anleitung
  • Sehr viel Plastik
  • Nicht sehr hoch­wertige Verarbeitung
  • Bauanleitung unverständlich
  • Keine gute Verarbeitung
  • Keine guten Materialien
  • Sehr viel Plastik
  • Komplizierte und
  • umständliche Montage
  • Schlaufen an den Lenker­griffen stören
  • Schwerer und breiter Rahmen
  • Höhe eher für kleinere Kinder
  • Empfindliche Oberfläche
  • Schlechte Verschraubungen
  • Schlechte Verarbeitung
  • Sehr viel Plastik
  • Sehr wackelig
  • Viel Plastik
  • Nur für ganz Kleine geeignet – wenn überhaupt
Bester Preis
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MaterialStahlAluAluStahlHolzHolzAluHolzAluStahlAluAluHolzStahlHolzStahlStahlAluStahlStahlStahlStahl/AluAluStahlStahl/KunststoffMetallStahlStahlStahlStahlHolzStahlStahl
Gewicht3,5 kg3,1 kg3,6 kg3,3 kg5,5 kg4,6 kg3,8 kg3,3 kg3,4 kg4,2 kg4,1 kg4,2 kg3,2 kg5 kg3,6 kg5,2 kg4,83,4 kg3 kg3,5 kg2,6 kg4,8 kg1,9 kg4,4 kg3,1 kg2,7 kg2,8 kg3,7 kg3,3 kg4,0 kg4,6 kg2,6 kg1,8 kg
Empfohlenes Alterab 2 Jahrenab 1,5 Jahrenab 3 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 1,5 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 3 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 3 Jahrenab 3 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 2 Jahrenab 3 Jahrenab 2 Jahrenab 2,5 Jahrenab 3 Jahrenab 1 Jahrab 3 Jahrenab 3 Jahrenab 2 Jahrenab 10 Monaten
Sattelhöhe29 - 40 cm26 - 37 cm35 - 48 cmk.A.29 - 41 cmk.A.35 - 43 cmk.A.32 - 38 cm36 - 44 cm39 - 48 cm31 - 44 cm37 - 44 cm32 - 40 cm33 - 42 cmk.A.35 - 43 cm31 - 42 cm30 - 4433 - 40 cmk.A.33 - 40 cmk.A.30 - 37 cm24 cmk.A.36 - 48 cm30 - 42 cm36,5 - 41 cm37 - 46 cm28 - 36 cm36 - 42 cmk.A.
SonstigesStoßfeste PulverbeschichtungGedichtete Innenlager--Lässt sich zum Dreirad umbauen.Lustige Aufkleber-Lässt sich in drei verschiedene Modelle umbauen.-Korb als Extra separat erhältlich--Mit Klingel und Lenkertasche-Mit Ledersattel---Korb als Extra separat erhältlich--------viel Zubehör: Tragegurt, Lenkertasche, Klingel-----

Vorbereitung aufs Fahrradfahren

Laufräder sind für Kleinkinder ein erster kleiner Schritt in die Eigen- und Selbstständigkeit. Denn die Kleinen sitzen nicht mehr im Kinderwagen oder laufen an der Hand von Mama und Papa, sondern begeben sich auf kleine Entdeckungsreisen – natürlich im Blickfeld der Eltern. Sie erfahren damit eine ganz neue Art und Weise der Fortbewegung. Dabei lernen die Kids nicht nur Geschwindigkeiten einzuschätzen, sondern vor allem auch die Koordination von Armen und Beinen. Vor allem aber wird der Gleichgewichtssinn durch das Laufrad geschult.

 Laufrad Test: Laufrad Fahrspass
Ein Laufrad bringt richtig Spaß und trainiert das Gleichgewicht fürs Fahrrad fahren.

Das ist auch der Grund, warum Laufräder Kinder so gut auf das Fahrradfahren vorbereiten. Lernten Kinder früher noch auf Fahrrädern mit Stützrädern äußerst prekär auf zwei Rädern zu balancieren, machen sie diese Erfahrung heute viel einfacher und sicherer mit dem Laufrad, das im Englischen daher auch Balance Bike genannt wird. Der Umstieg aufs Fahrrad ist für geübte Laufrad-Fahrer keine große Sache: Einfach draufsetzen und losradeln – ganz ohne Stützräder.

Die wichtigsten Fragen

Warum ein Laufrad kaufen?

Es gibt wohl keine bessere Methode, das Fahrradfahren zu lernen. Denn die Kinder bekommen so auf ganz spielerische Art und Weise den dreh für das Gleichgewicht raus. Schon nach ein paar Laufrad-Touren rollen sie einem auf und davon.

Darf mein Kind mit dem Laufrad auf der Straße fahren?

Ein Laufrad wird genauso wie Bobbycars oder Dreiräder als Spielzeug angesehen – sie sind keine Fahrzeuge im Sinn der Straßenverkehrsordnung. Kinder bis zum Alter von acht Jahren dürfen nur als Fußgänger am Straßenverkehr teilnehmen. Und so dürfen sich Kinder mit ihrem Laufrad nur auf dem Gehweg oder auf privatem Grund und Boden bewegen.

Ab welchem Alter können Kinder mit dem Laufrad starten?

Das Einstiegsalter für das Laufrad hängt von der individuellen Entwicklung des Kindes ab. Die kleinsten Laufräder können größentechnisch schon ab zwei Jahren gefahren werden. Manche sogar ab einem Jahr. Doch davon ist eher abzuraten, da die Kinder vor ihrer ersten Laufrad-Tour bereits gut gehen können sollten. Ein Laufrad ist keine Gehhilfe.

Ein Laufrad bereitet Kinder bestens aufs Fahrrad­fahren vor

Genauso wie später beim Fahrrad fahren, ist es auch beim Laufrad wichtig, dass Kinder – anders als auf unseren Testfotos – einen Helm tragen. Denn auch beim Fahren mit einem Laufrad ist ein Unfall nicht ausgeschlossen.

Außerdem sollten Kinder laut Ärzten und Experten nicht zu früh auf ein Laufrad steigen. Zwei Jahre ist ein gutes Alter, je nach Entwicklungsstand des Kindes. Denn bevor die Kleinen auf zwei Rädern losrollen, sollten sie bereits gut eigenständig gehen können. Außerdem sollte das Laufrad nicht zu oft benutzt werden. Eine gute Mischung aus Gehen und Laufradfahren ist wichtig, da sonst die Gefahr besteht, dass sich das Fußgewölbe bei ausbleibender Beanspruchung nicht entsprechend entwickelt.

Bitte lassen Sie Ihr Kind nur mit einem Laufrad fahren, wenn es einen Helm trägt. Auch mit einem Laufrad können die Kleinen stürzen – und dann schützt ein Helm den Kopf.

Einige Laufräder sind eher für ganz junge und kleine Fahrer geeignet als andere. Die verfügen dann »nur« über die wichtigsten Basics – soll heißen: Diese Laufräder brauchen keine Extras wie Bremsen oder Klingel. Das hat den einfachen Grund, dass Kinder mit zwei Jahren noch so kleine Hände haben, dass sie nicht gleichzeitig den Lenker greifen und klingeln oder bremsen können. Da ist es wichtig, dass Mama und Papa ihren Nachwuchs am Anfang noch begleiten, zur Seite stehen und Hilfestellungen geben.

Einblick in Verkehrsregeln

Mit dem Laufrad bekommen Kinder auch recht früh einen ersten Einblick in und Eindruck von Verkehrsregeln und lernen, auf Geh- und Radwegen den Gegenverkehr sowie Ein- und Ausfahrten zu beachten.

 Laufrad Test: Laufrad Fahrspass
Mit einem Laufrad bekommen die Kinder schon mal einen Vorgeschmack auf das Fahrgefühl mit Fahrrad.

Wenn dann das Fahrrad an der Reihe ist, sind die meisten Kinder schon mit den Regeln des Straßenverkehrs vertraut und wissen, worauf sie aufpassen müssen.

Dabei ist aller Anfang schwer. Auch das Fahren mit dem Laufrad muss erst gelernt werden. Seien Sie nachsichtig und geduldig mit Ihrem Kind, wenn es nicht sofort klappt. Kinder sind ausdauernder als wir Eltern glauben. Lassen Sie die Kleinen nur machen und immer wieder probieren, irgendwann klappt es.

So haben wir getestet

Der Markt an Laufrädern ist sehr groß und unübersichtlich. Es gibt Modelle für absolute Anfänger, für Könner und Fortgeschrittene, für den Einsatz im Gelände oder in der Stadt. Manche sind ziemlich schwere Brocken, andere wiederum echte Leichtgewichte. Das ist weniger für die Kinder wichtig, als viel mehr für die Eltern. Denn gerade zu Beginn der ersten Laufrad-Touren kommt es oft vor, dass die kleinen Rennpiloten bereits nach ein paar Metern absteigen und erstmal nicht mehr fahren wollen. Und dann müssen Mama oder Papa anpacken und das kleine Zweirad tragen. Da ist man froh über jedes Leichtgewicht.

 Laufrad Test: Laufrad Test
Zwei unserer kleinen Tester bei der Arbeit.

Die kleinen Bikes kommen mit Luftreifen, Plastik- oder Vollgummireifen. Die Rahmen gibt es aus Stahl, Alu oder Holz gefertigt. Die Auswahl ist einfach riesig. Und so haben wir ausgiebig getestet. Dabei haben wir zum einen auf die Verarbeitung und Qualität der Laufräder geachtet, wie schwer oder leicht die Montage ist, was die einzelnen Modelle auf die Waage bringen, was sie für eine Bereifung haben und wie sie sich in Bezug auf Sattel- und Lenkerhöhe einstellen lassen. Schließlich ist es eine große Erleichterung, wenn man für kleine Reparaturen oder Montageschritte am Laufrad nicht gleich einen ganzen Werkzeugkasten braucht.

Feinheiten und Details waren uns ebenso wichtig – und natürlich auch ein paar kleine Testpiloten verschiedener Altersklassen, die einige Runden auf den Laufrädern gefahren sind.

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Laufrad Test: P1230522
Laufrad Test: P1220192
Laufrad Test: Alle Laufräder im Test-Update

Auf einem Testparcours mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten (Kies, Asphalt und Pflasterung) haben unsere Testpiloten schließlich Gas gegeben. Dabei haben wir beobachtet, wie sie die jeweiligen Laufräder annehmen und wie angesagt die einzelnen Modelle sind. Neben Laufleistung, Fahrverhalten und Handling spielte auch die Strapazierfähigkeit der Komponenten wie Sattelstütze, Bremsen oder Lenker und die des Rahmens eine Rolle, ob diese schnell Kratzer aufweisen oder Verschleißspuren bekommen.

Pluspunkte konnte es für kleine Details und Ideen geben, die den Kindern Freude machen, wie hochwertige Verzierungen oder Aufkleber auf dem Rahmen, ein kleiner Korb für den Lenker oder andere besondere Extras.

 Laufrad Test: Puky

Testsieger: Puky LR M

Auch wenn das Puky LR M eigentlich ein Einsteigermodell für Jungen und Mädchen ist, kam der rote Flitzer bei unseren kleinen und großen Testpiloten durchweg bestens an. Warum? Der Klassiker von Puky sorgt für klare Verhältnisse. Das fängt bereits bei der Montage an, die sehr schnell und unkompliziert verläuft.

Schon beim Zusammenbau hat man ein gutes Gefühl, da die Befestigungen an der Sattelstütze und am Lenker durchdacht und hochwertig sind. Es gibt keine unnötigen, scharfen Kanten, keine windigen Verschraubungen und vor allem keinen überflüssigen Schnickschnack. Das Puky ist genau das, was es ist – ein Laufrad! Etwas anderes braucht es nicht und will es auch nicht sein.

Testsieger

Puky LR M

Laufrad Test: 3195pexbnfl
Dieses Laufrad hält, was es verspricht: tolle Verarbeitung, unkaputtbar und viel Fahrspaß. Und der Preis stimmt auch noch.

Beim Puky-Bike lassen sich Sattel- und Lenkerhöhe problemlos verändern. Durch die hochwertige Verarbeitung sind solche kleinen Montageschritte sehr einfach und schnell umsetzbar. Ein Innensechskantschlüssel für Lenker und Sattel sowie ein Schraubenschlüssel für die Achsen an Vorder- und Hinterreifen genügen, um entsprechend arbeiten zu können. Sehr angenehm!

Außerdem brauchen die Befestigungen beim Puky keine billigen Plastikschutzkappen, die vor scharfen Kanten und Schrauben schützen. Beim Puky sind die Schrauben am Lenker und Sattel jeweils abgerundet. Das Sattelrohr hat einen Spielraum von 15 Zentimetern. Somit können Kinder sehr lange auf dem Puky LR M fahren und Spaß haben.

Jede Menge Fahr­komfort trotz Voll­gummi­reifen

Auch die Vollgummireifen mit Kunststofffelgen und breiten Kunststoffspeichen überzeugen. Einerseits sorgen sie dafür, dass das Laufrad nicht allzu schwer wird, andererseits können die Reifen in der Vollgummivariante keinen Platten bekommen. Sie beeinträchtigen die Fahrdynamik nicht allzu sehr, kommen mit jedem Untergrund klar und halten zuverlässig Bodenkontakt. Das verleiht dem Testsieger jede Menge Fahrkomfort. Luftreifen gibt es bei diesem Modell leider nicht. Die findet man nur beim größeren Schwestermodell Puky LR 1, das allerdings sehr schwer ist.

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Laufrad Test: Puky4
Ein Klassiker in Bestform.
Laufrad Test: Puky6
Breites, stabiles Trittbrett.
Laufrad Test: Puky7
Die Befestigung an der Sattelstütze ist hochwertig und mit Schnellspanner ausgestattet.
Laufrad Test: Puky3
Die Felgen bestehen aus Kunststoff, sind aber stabil und robust.

Pluspunkte gibt es für den sogenannten Bananensattel. Er ist vorne hochgezogen und sorgt dafür, dass die kleinen Rennfahrer nicht herunterrutschen und dass sie ihren Schwung behalten, da dieser direkt auf das Laufrad übertragen wird. Wenn dann die Kinder schon etwas schneller unterwegs sind, können sie ihre Füsse bequem auf das Trittbrett stellen. Das wirkt sich auch günstig auf den Schwerpunkt aus und erhöht die Fahrsicherheit. Der Lenker hat keine Begrenzung und lässt sich somit komplett herumdrehen. So bleibt er bei einem möglichen Sturz flach auf dem Boden liegen – das mindert die Verletzungsgefahr.

Nachteile?

Nachteile gibt es eigentlich nicht. Wenn überhaupt, könnte man sagen, dass die 3,5 Kilogramm gegenüber moderneren Laufrad-Konkurrenten etwas zu viel sind. Im Vergleich zu allen Laufrädern im Test liegt das Puky LR M gewichtstechnisch ziemlich genau in der Mitte, gehört aber zu den kleineren Modellen und bringt für die Größe relativ viel auf die Waage. Leichtere Modelle werden allerdings entweder mit viel Plastik und sparsamer Verarbeitung zum Leichtgewicht – oder sind aus Alu und dann sehr teuer.

Puky LR M im Testspiegel

Momentan liegen leider keine aktuellen Tests zum Puky LR M vor. Sobald welche erscheinen, werden wir sie hier für Sie nachtragen.

Alternativen

Das Puky LR M ist ein Klassiker unter den Laufrädern und überragt aufgrund seines Gesamtpakets alle anderen Konkurrenten hier im Test. Qualität, Verarbeitung, Handhabung, Fahrspaß und Preis sind einfach eine Wucht. Allerdings gibt es auch sehr gute Alternativen.

Mit Handbremse: Woom 1

Das Woom 1 ist ein Laufrad, das nicht nur cool aussieht, sondern sich auch cool fahren lässt. Gerade für absolute Anfänger sorgen der hochwertige Rahmen samt seiner angepassten Geometrie sowie die tollen Komponenten für einen perfekten Einstieg.

Wenn Geld egal ist

Woom 1

Laufrad Test: Woom1
Das Laufrad sieht cool aus – und ist es auch! Rahmen und Komponenten sehr gut verarbeitet.

Das Woom 1 ist eines der wenigen Laufräder, die mit einer Bremse ausgestattet sind. Zwar kann man ein Laufrad auch prima mit den Füßen bremsen, als Vorbereitung zum Fahrradfahren ist eine Handbremse aber auch bei Laufrädern sinnvoll – dann müssen sich die Kleinen beim Umstieg aufs Fahrrad nämlich nur noch aufs Treten konzentrieren und nicht auch noch gleichzeitig lernen, die Bremse zu bedienen.

 

 Laufrad Test: Woom In Aktion
Prüfender Blick eines unserer Tester.

Die Bremse bereitet aufs Fahrradfahren vor

Der Bremshebel des Woom 1 ist speziell auf die kleinen Hände und Bedürfnisse der jungen Laufradpiloten angepasst. Er kommt bereits mit geringer Kraft zur Wirkung. Für die gute Bremswirkung ist allerdings auch die V-Bremse im Miniformat verantwortlich, die jedem großen Mountainbiker, Rennradler oder Tourenfahrer bestens bekannt sein dürfte. Fahrraduntypisch sitzt sie unter dem Rahmengestellt. Das hat den Vorteil, das sich neugierige kleine Finger nicht so schnell einklemmen.

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Laufrad Test: Woom
Ein cooler Flitzer: Das Design des Woom 1 ist sportlich gehalten.
Laufrad Test: Woom2
Zwischen Gabel und Rahmen befindet sich ein Lenkeinschlagsbegrenzer.
Laufrad Test: Woom3
Außerdem gibt es eine V-Bremse, die aufs Fahrradfahren vorbereitet.
Laufrad Test: Woom4
Rahmen, Bremse, Räder – das Woom 1 ist überall hochwertig ausgestattet.

Der Einstieg beim Woom 1 ist sehr niedrig gehalten, damit bereits die Kleinsten eine Runde auf dem Flitzer drehen können. Zudem verhalten sich der Steuersatz – also die Lenkung – als auch die Räder extrem geschmeidig. So lässt sich das Woom 1 ohne großen Aufwand bewegen. Das kam auch bei unseren Testpiloten gut an.

Der einzige Nachteil an diesem Flitzer ist der hohe Preis. Doch dafür bekommt man von der österreichischen Edelschmiede ein echtes Top-Laufrad geliefert. Denn das Woom 1 ist ein Laufrad, das komplett auf die Bedürfnisse der kleinen Kids ausgelegt ist.

Hochwertiger Alu-Flitzer: Puky LR Light

Das Puky LR Light ist schon allein optisch ein echter Hit. Die sportliche Rahmengeometrie, die Gabel, Luftreifen und Speichen – das Laufrad kommt wie ein Mini-Mountainbike daher. Am liebsten würde man sich als Mama oder Papa selbst auf das kleine Zweirad setzen und losrasen.

Auch gut

Puky LR Light

Test  Laufrad: Puky LR Light
Das Puky ist leicht, schnell und sehr sportlich.

Auch bei unseren kleinen Testpiloten kam das LR Light sehr gut an – optisch wie fahrtechnisch. Fangen wir mit den Luftreifen an: Sie geben dem Laufrad eine Menge Fahrkomfort und sorgen für Spaß bei jeder Tour, ob nun in der Stadt auf Asphalt oder Kopfsteinpflaster, im Park auf Kieswegen oder Rasenflächen, bei Spielplätzen auf Sand und sogar im Wald, wenn es über Stock und Steine geht. Das Puky hält die Spur und ist durch nichts zu bremsen.

Wenn dann allerdings dem jungen Rennpiloten mal die Puste ausgehen sollte, können Mama oder Papa das Rad gut tragen. Mit 3,6 Kilogramm gehört es für diese Größe zu den Leichtgewichten. Dafür sorgen Rahmen, Gabel und Naben, die aus Alu gefertigt sind. Der Name ist bei diesem Puky hier also Programm. Und so kommen Eltern oder auch Großeltern nicht ins Schwitzen, wenn der Nachwuchs mal eine Fahrpause einlegen möchte.

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Laufrad Test: P1220178
Klein und fein – das Trittbrett vom LR Light.
Laufrad Test: P1220179
Sportlich und schwungvoll wie ein Mini-Mountainbike.
Laufrad Test: P1220180
Hohe Qualität: Felgen, Speichen und Luftbereifung.
Laufrad Test: P1220181
Gut und effektiv: Schutzpolster für die Kleinen am Lenker.
Laufrad Test: P1220184
Hochwertige Verarbeitung an der Sattelstütze.
Laufrad Test: P1220187
Das LR Light kommt mit Ständer daher.
Laufrad Test: P1220191
Tragegriff für das Laufrad.

Mit den leichtesten Laufrädern in diesem Test kann es das LR Light zwar nicht aufnehmen, doch das braucht es auch nicht. Denn zu viel Gewichtsersparnis bedeutet oft auch einen Qualitätsverlust. Und da punktet das Puky auf der gesamten Linie. Die Verarbeitung ist vom Lenker über den Rahmen bis hin zur letzten Speiche einfach super.

Neben den sehr hochwertigen Verschraubungen am Steuersatz, an den Achsen und bei der Sattelstütze sind auch die Kunststoff-Sicherheitsgriffe am Lenker toll verarbeitet. Gleiches gilt für das sehr kleine Trittbrett für die Füße zwischen Lenker und Sattel, das ebenfalls aus Kunststoff besteht. Auch der schmale Sattel selbst ist einfach von hoher Qualität – das garantiert viel und lange Spaß mit dem Laufrad.

Sattel und Lenker sind zudem in der Höhe verstellbar. Die schwungvolle und leicht gestreckte Rahmengeometrie ermöglicht einen recht niedrigen Einstieg für Kinder ab drei Jahren.

Doch es gibt auch Minuspunkte. So ist das Puky LR Light mit knapp 150 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Allerdings: Die Qualität, Funktionalität und das Design dieses kleinen und langlebigen Flitzers dürfte sich auszahlen. Wer noch ein paar Euro drauflegt, bekommt das LR Light auch mit Bremse – eine V-Brake. Noch ein kleines Manko: Der Tragegriff am Sattel ist etwas klein und schmal ausgefallen und rutscht einem recht schnell aus der Hand.

Ein dickes Plus gibt es dagegen für die Montage: Ohne großen Verpackungsmüll steht das Puky LR Light mit zwei Handgriffen einsatzbereit vor einem. Perfekt! Und noch ein kleiner Tipp: Wer noch etwas mehr Gewicht einsparen möchte, kann den Ständer abschrauben.

Schnell montiert: Kettler Speedy

Das beste Laufrad für wenig Geld ist für uns das Kettler Speedy. Es macht seinem Namen alle Ehre, denn es läuft sehr gut, die Kleinen bekommen ordentlich Schwung.

Gut & günstig

Kettler Speedy

Test Laufrad: Kettler Speedy
Für vorsichtige Kinder eher nicht geeignet, aber als Übergang zum Fahrrad eine gute Idee.

Das Laufrad ist für Kinder bis 5 Jahre geeignet und bis 50 Kilogramm belastbar. Die Vollgummireifen laufen sehr leicht, haben bei Nässe aber keinen so guten Grip wie Luftkammerreifen, was zur Folge hat, dass die Reifen bei Regenwetter auch schnell mal wegrutschen.

Der Kettler Speedy.
Das Kettler Speedy – einfacher Aufbau.

Die Montage verläuft schnell und unkompliziert. Mit der klaren und guten Anleitung hat man das Kettler-Laufrad im Handumdrehen aufgebaut. Die hochwertigen Bauteile sorgen zusätzlich für ein gutes Gefühl bei den Eltern, die sich trotz eines möglichen »Geschwindigkeitsrausches« keine Sorgen um ihr Kind zu machen brauchen.

Der Sattel ist eine Schwachstelle

Einer unserer Testpiloten bemängelte, dass der Sattel unbequem sei. Das liegt vermutlich daran, dass die Sitzfläche etwas groß geraten ist, die Kinder diese nicht voll ausnutzen können und dadurch auf dem Sattel etwas hin und her rutschen.

Das Speedy ist nicht nur für Rennpiloten ein echter Hit, sondern auch für Eltern, die nicht viel Geld ausgeben können oder wollen.

Verwandlungskünstler:  Geuther Laufrad

Bei dem Geuther Laufrad aus Holz zählen vor allem die konstruktiven Werte. Optisch ist es ein »ganz normales« Zweirad für die Kleinen. Wer will, kann jedoch daraus auch ein Dreirad für die ganz Kleinen machen. Ein kleiner Verwandlungskünstler also. Mit ein paar Handgriffen lässt sich das recht schnell und einfach realisieren. Zwei Inbusschlüssel liegen dazu bereit und sind für alle Montageteile anwendbar – also für die Sitzstange, die Reifen und den Sattel sowie die Achsen. Das ist sehr praktisch und angenehm für Vater und Mutter.

Tolles Holzrad

Geuther Laufrad

Test  Laufrad: Geuther Laufrad
Das Zweirad lässt sich auch zum Dreirad umbauen.

Aber auch für den Nachwuchs ist das sehr praktisch. Wem das Laufrad mit zwei Rädern noch etwas zu wild und wackelig ist, der dreht seine ersten Runden einfach auf dem Dreirad und tastet sich so langsam ans Zweirad beziehungsweise Laufrad heran.

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Laufrad Test: P1230542
Das Geuther als klassisches Zweirad
Laufrad Test: P1230543
Schönes Detail: Eine orangene, ründliche Holzscheibe als "Beleuchtung".
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Sattel ist verstellbar.
Laufrad Test: P1230545
Die Lenkung vorne am Steuersatz hat nur wenig Spiel.
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Robust und stabil: das Laufrad.
Laufrad Test: P1230549
Mit ein paar Handgriffen zum Dreirad verwandelt.
Laufrad Test: P1230551
Vorne ein Rad, hinten zwei Räder - das macht drei!

Vorne an der breiten Lenkerstange aus Holz ist eine orange Scheibe angebracht, die wie ein Licht ausschaut. Schönes Detail! Der rote Sattel ist lang, schmal und breit, in seiner Höhe gut verstellbar. Die breiten Felgen aus hochwertigem Kunststoff sind stabil und sicher. Die Luftreifen sorgen für ein gutes Fahrgefühl, lassen sich über Autoventile aufpumpen. Der Rahmen ist aus Birken-Multiplex-Holz. Alles sehr rund, stimmig und hochwertig verarbeitet.

Hält die Spur – auch im Gelände

Das macht sich dann auch im Einsatz bemerkbar. Ob nun als Zweirad oder Dreirad das Geuther überzeugt auf Asphalt, Kies und im Gelände, nimmt selbst im Wald kleine Wurzeln problemlos in Angriff. Die Reifen bieten einen entsprechenden Fahrkomfort, halte auch bei Regen und Nässe die Spur.

Einziger Nachteil: Die Lenkung bietet wenig Spielraum, lässt sich nicht sehr weit nach rechts oder links bewegen, nur um jeweils 30 Grad – ein typisches Manko bei Holzmodellen. Dadurch ist der Wendekreis sehr groß. Das sorgt zwar für ein recht sicheres und stabiles Fahrverhalten auf der Geraden. Denn: Die kleinen Nachwuchsfahrer können nicht so stark einschlagen und damit nicht so schnell über den Lenker fliegen. Sobald es jedoch etwas kurviger und enger wird, stößt das Geuther Laufrad besonders im Gelände, abseits der urbanen Asphaltpisten, schnell an seine Grenzen. Das mindert den Fahrspaß mit der Zeit und dem fahrerischen Können. Schade auch, dass man vorne am Lenker keinen Platz für eine Klingel hat.

Dennoch ist das Laufrad von Geuther ein sehr solides, robustes und sicheres Gefährt. Perfekt für den Nachwuchs, um ins Rollen zu kommen und langsam zu einem kleinen Rennfahrer zu werden. Ein tolles Holzrad auf zwei oder drei Rädern – wie eine kleine Zaubertüte! Die zauberhafte Verwandlung ist dabei alles andere als kompliziert, benötigt wie gesagt nur wenige Handgriffe.

Außerdem getestet

Pinolino Jojo

Das Jojo von Pinolino ist ebenfalls aus Holz und ein guter Gefährte. Allerdings können Laufräder aus Holz recht schwer sein. So bringt das Jojo stattliche 4,8 Kilo auf die Waage. Das spüren nicht nur die Kleinen beim Aufheben des Fahrrads, sondern auch Mami und Papi, die das Laufrad bei längeren Ausflügen schnell mal schleppen müssen, wenn der Nachwuchs keine Lust mehr hat.

Der Aufbau des Jojo geht schnell und problemlos vonstatten. Der Sattel des Jojo ist sechsfach höhenverstellbar: Von einer sehr niedrigen Einstiegshöhe als Chopper bei 28 Zentimetern geht es auf 30 und 32 Zentimeter hoch. Diese niedrige Höhe wird möglich, weil der Rahmen komplett gedreht werden kann. Dadurch müssen Kleinkinder nicht sofort lernen, ihr Bein über das Rad zu schwingen, sondern können zunächst ganz unkompliziert das Aufsteigen üben.

Wenn dann der Umbau zum Laufrad ansteht, sind die Kleinen mit ihrem Rad schon vertraut. Als Laufrad lässt sich der Sattel auf 39, 41 und schließlich 43 Zentimeter hochstellen. Der Abstand zum Untergrund wird somit stetig erhöht, sodass das Laufrad mit den Kindern mitwächst. Durch das Verstellen vom Chopper zum Laufrad wird gewährleistet, dass sich der Winkel proportional zu den Kinderbeinen verändert. Der Lenker ist zwar nicht in der Höhe verstellbar, das fällt aber weniger ins Gewicht, weil sich eben die Sitzhöhe verändern lässt.

Ansonsten ist das Jojo schon allein durch sein robustes Holz ein sehr solides und zuverlässiges Laufrad. Es hat ein gutes Handling und überzeugt durch seine hochwertige Verarbeitung. Es gibt Sticker in Flammenoptik und zarte Schmetterlinge, die aufgeklebt werden können. Außerdem kann auch ein Reflektorbild angebracht werden.

Lionelo Bart Air

Das Lionel Bart Air kommt sehr sportlich und schnittig über den Asphalt gerollt. Der Rahmen schaut sehr cool aus. Mit seinen breiten und auslaufenden Alu-Rohren und dem futuristischen Look zieht er die Blicke auf sich. Zudem ist der Rahmen mit einer Magnesiumlegierung überzogen. Das sorgt dafür, dass die Oberfläche sehr robust ist. Die relativ breiten Luftreifen machen das Laufrad zu einem Mountainbike im Kleinformat, das es eigentlich in unsere Empfehlungen geschafft hätte. Leider ist es jedoch derzeit nicht verfügbar.

Der Aufbau beansprucht recht wenig Zeit. Das kleine Bike wird fast fertig zusammengebaut geliefert. Nur noch der Steuersatz sowie der Sattel müssen eingesetzt und befestigt werden. Dazu noch etwas Luft in die Reifen. Fertig! Schon kann es losgehen.

Steuersatz, Rahmen und Laufräder überzeugen durch ihre hochwertige Verarbeitung. Plastik ist hier ein Fremdwort. Die Griffe am Lenker sind aus einem angenehmen Gummi-Material und schützen bei einem Sturz die kleinen Hände der Rennfahrer.

Jeweils sechs Doppelspeichen am Hinter- und Vorderreifen geben dem geländetauglichen Flitzer eine besondere Optik. Dazu zwei kleine Ausbuchtungen auf Höhe des imaginären Tretlagers, als kleine Fußablage, die allerdings etwas klein ausgefallen sind. Gerade bei Regen und Nässe rutschten unsere Testpiloten recht schnell mit ihren Füßen ab.

Sowohl auf Asphalt, Kieswegen und im Gelände fühlt sich das kleine Mountainbike wohl, nimmt jeden Untergrund spielerisch und flexibel. Die Lenkung ist dabei sehr wendig und direkt. Der Lenker lässt sich dabei nicht um 360 Grad drehen, sondern blockiert nach gut 45 Grad – rechts wie links. Das reicht, um vollen Spaß zu haben, egal wie eng, kurvig und schmal der Weg auch ist.

Das Lionel-Laufrad verzichtet dabei auf jeglichen Schnick-Schnack, lässt Taten sprechen. Ein kleines Mountainbike, das sich in der Stadt und im Gelände wohl fühlt.

Leg & Go Balance Bike

Schon die Verpackung vom Leg&Go sorgt für Aufsehen. In einem Pappkarton mit Griff, der so groß ist wie ein mittlerer Reisekoffer, steckt das Laufrad, in seine Einzelteile zerlegt. Diese bestehen aus sehr feinem und geschwungenem Holz, lassen sich über Handschrauben schnell und einfach zusammenbauen. Den mitgelieferten Inbusschlüssel braucht man nur für den Lenker, der mit zwei Schrauben fixiert wird. Das macht die Montage zu einem Kinderspiel.

Doch damit nicht genug. Das leg&go lässt sich auf drei verschiedene Varianten zusammenbauen – als Baby Bike für Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren, als Bouncy Bike (zwei bis drei Jahre) und Balance Bike (1,5 bis fünf Jahre). Dabei werden die geschwungenen Holzteile einfach gedreht und im Handumdrehen entsprechend zusammengeschraubt, verleihen dem Laufrad drei unterschiedliche Geometrien. Wirklich abgefahren!

Die Handschrauben befinden sich vorne bei der Lengstange, unten am Sattel sowie hinten am Hinterrad, verfügen jeweils über Einstellmöglichkeiten. Bei der Balance-Bike-Variante hat man allerdings nicht immer viel Platz für die Hände, um die Schraube gut greifen und festdrehen zu können. Der Sattel kommt dem Hinterreifen auch sehr nahe. Das ist nicht so gut gelöst. Außerdem gibt es für die Füße keine Abstellmöglichkeit, das mindert den Fahrkomfort der kleinen Rennfahrer.

Die Laufräder sind sehr hochwertig verarbeitet, verfügen über gute Felgen, Speichen und Naben. Der Vorderreifen ist größer als der Hinterreifen. So fährt sich das Holz-Laufrad wie ein Shopper, rollt recht gemütlich über Asphalt und Kies, über Stock und Stein. Die Luftreifen machen bei jedem Untergrund und jedem Wetter eine gute Figur. Nachteil: Auch hier geht der Lenkereinschlag, wie beim Geuther, nicht über die 30 Grad hinaus. Dadurch ist das kleine Bike nicht sehr wendig.

Somit ist das Leg&Go ein toller Flitzer, der im Bereich Design, Funktion und Verarbeitung überzeugt und für viel Spaß sorgt – mit knapp 300 Euro jedoch ein sehr, sehr teurer Spaß.

Kokua Like a Bike Jumper

Das Kokua Like a Bike Jumper ist eines der teuersten Laufräder im Test. Doch wie schon beim Woom 1 hat Klasse einfach ihren Preis. Und beim Kokua Jumper bekommt man jede Menge davon: Der Rahmen, die Räder und die gesamten Komponenten sowie die Verarbeitung sind einfach bemerkenswert – ein echtes Mountainbike im Miniformat für die Kleinen! Wer es sich leisten kann und möchte, hat auf jeden Fall sehr viel Spaß mit dem Jumper – auch wenn der Aufbau etwas umständlich ist.

Was am Ende dann allerdings vor einem auf zwei Rädern steht, ist ein geländetaugliches Laufrad, das sich aber auch im Asphaltdschungel pudelwohl fühlt. Mitgeliefert wird eine zweite, acht Zentimeter längere Sattelstange. So wächst das Bike lange mit, was den hohen Preis etwas relativiert. In der Preisklasse hat für uns das Woom 1 allerdings leicht die Nase vorn, denn das ist noch leichter, hat eine Bremse und ist einfacher aufzubauen. Aber wir müssen zugeben: Das Kokua sieht um Welten cooler aus.

Veloretti Mini

Aus Amsterdam kommt das Veloretti Mini. Veloretti ist eine Edelschmiede, die nicht auf Massenware setzt, sondern auf Klasse – für große und für kleine Biker. Auch wenn das Veloretti Mini durch sein relativ hohes Gewicht und seine Rahmengeometrie eher etwas für größere Laufradler ist, überzeugt uns der holländische Drahtesel auf der ganzen Linie. Die Verarbeitung des Rahmens, des Steuersatzes, der Räder und des Sattels ist vom Allerfeinsten. Nur die Griffe wirken mit ihrem Hartplastik etwas billig und fallen aus dem Rahmen.

Optisch spricht das Laufrad vor allem Nostalgie-Fans an. Über der Gabel prangt ein schönes Wappen auf dem Rahmen. Auch die Farbe unseres Testmusters setzt auf dezentes Understatement. Das Veloretti Mini kommt sehr schick daher und fällt auf. Und es wirkt nicht nur robust und stabil, das ist es auch.

Mit seinem Gewicht von 4,2 Kilo gehört das Veloretti Mini allerdings zu den schwereren Laufrädern. Mit einer Sattelhöhe von 36 bis 44 Zentimetern ist es aber auch klar für ältere, bzw. größere Kinder konzipiert, die dieses Gewicht auch stemmen können. Als Erst-Laufrad für junge Einsteiger ist das Veloretti Mini damit nicht geeignet.

Puky LR Ride

Das LR Ride von Puky ist so etwas wie der große Bruder oder die große Schwester vom LR Light – nur das hier noch mehr der Geländeeinsatz im Vordergrund steht. Mit Bremse (V-Brake) und einer kleinen wartungsfreien Elastomer-Hinterradfederung kann man mit ihm problemlos über Stock und Stein fahren und auch kleine Downhills im Park, im Wald oder in den Bergen meistern. Durch die Federung und Bremse bringt das LR Ride ein halbes Kilo mehr auf die Waage – also 4,1 Kilogramm. Der Rahmen ist auch hier aus Alu und überzeugt – genauso wie die Verarbeitung und Qualität vom Sattel über die Luftreifen bis hin zum Lenker mit Sicherheitsgriffen. Alles wirkt sehr hochwertig und vertrauenserweckend.

Leider ist der Preis für das geländetaugliche Puky sehr hoch ausgefallen. Mit knapp 200 Euro muss man tief in seine Geldbörse greifen. Und auch der Tragegriff unterm Sattel ist etwas zu klein und schmal.

Ein dickes Plus gibt es wie beim LR Light zum Abschluss für die Montage: Der Verpackungskarton ist zwar recht groß, dafür zieht man das Laufrad ohne Plastikmüll einfach raus, fixiert den Lenker und saust los. Fertig! Für die Montage ist nur ein Inbus nötig.

Specialized Hotwalk

Das Specialized Hotwalk ist ein echter Brocken – massive Optik und massive Qualität auf zwei kleinen Rädern werden hier vom US-Riesen für Kinder geboten. Man merkt, dass es sich hier um ein Laufrad eines erfahrenen Radbauer handelt: Rahmen, Reifen, Speichen, Felgen, Lenker und Steuersatz – alles ist sehr hochwertig verarbeitet. Auch das Trittbrett, auf dem die Kids bei Talfahrten ihre Füße bequem ablegen können, macht einfach Spaß. Das Hotwalk von Specialized gibt sowohl den kleinen Rennpiloten als auch deren Eltern ein gutes Gefühl. Mit einem Gewicht von über 4 Kilo ist es aber ziemlich schwer und auch der Aufbau ist komplizierter als beim ähnlich teuren Woom 1, dem wir daher den Vorzug geben.

Smoby Solini

Für die ersten Versuche oder für besonders zart gebaute Kinder ist das Smoby Solini gedacht. Der gesamte Aufbau dauert nur zehn Minuten, es kann also sofort losgesaust werden. Die 10-Zoll-Gummiräder rollen schön leise und gleichmäßig. Durch den sehr tiefen Einstieg ist es auch für Kleinkinder problemlos möglich, sich aufs Rad zu schwingen. Das zentrale Trittbrett sorgt dafür, dass müde Kinder auch mal ihre Beine ausruhen können. Es wächst lange mit, die Sitzhöhe ist von 32,5 bis 37,5 Zentimeter verstellbar. Ein weiterer Pluspunkt ist der Ständer, mit dem das Solini jederzeit geparkt werden kann – das bieten nur wenige Laufräder. Für nur wenig Geld mehr erhält man aber unseren Favoriten von Puky, der deutlich besser verarbeitet ist.

Kinderkraft Runner Stars

Das Runner Stars von Kinderkraft ist für ein Holzrad sehr leicht, hat ein schickes Design und ist nicht teuer. Die 3,2 Kilogramm können von Dreijährigen bereits gut selbst getragen werden. Der Sitz lässt sich von 37 bis 44 Zentimeter Höhe verstellen und wurde als sehr bequem bewertet. Die Vollgummireifen sorgen für einen leichten Lauf. Das Runner Stars ist robust und schnell zusammengebaut. Außerdem wird es sogar mit Klingel und kleiner Radtasche geliefert – das macht den Kleinen unglaublichen Spaß und fördert das Spielen. Die Klingel hat eine geradezu magische Anziehungskraft auf Kinder, weshalb die Glocke bei den meisten zumindest am Anfang in Dauerbenutzung sein dürfte. Wir waren zufrieden mit dem Laufrad.

Rebel Kidz Air Classic

Das Rebel Kidz Air Classic hat einiges zu bieten. Vor allem optisch sticht es heraus, und das nicht allein durch die Farbe. Besonders der Rahmen ist sehr schön und gut verarbeitet. Wie beim Veloretti Mini ähnelt es hinsichtlich der Bauweise einem richtigen Fahrrad – da fehlen eigentlich nur noch Kette und Pedale. Griffe und Sattel sind aus Leder – das sorgt für einen sehr hohen Fahrkomfort. Allerdings ist dieser Rebell auf zwei Rädern sehr schwer – er bringt das höchste Gewicht in unserem Test auf die Waage. Daher reicht es nicht zur Empfehlung.

Bandits & Angels Starter

Das Bandits & Angels Starter ist ein sehr kompaktes und robustes Laufrad mit besonderen Extras: So ist das Schutzblech am Hinterreifen fest verankert und muss nicht extra montiert werden. Außerdem gibt es zu dem Bike einen kleinen Korb, den die Kinder vorne an den Lenker befestigen und dann Spielsachen, Trinkflasche oder andere wichtige Dinge transportieren können. Rahmen, Räder und Steuersatz sind gut verarbeitet und geschmeidig. Nur die Montageanleitung ist sehr verwirrend und braucht etwas mehr Zeit.

Hauck Toys Alu Rider 12

Der Hauck Alu Rider 12 ist in Deutschland noch gar nicht erhältlich, der Hersteller hat uns das Laufrad aber freundlicherweise schon ausprobieren lassen. Der Tragegriff am Lenker ist eine nette Idee, wenn der kleine Rennfahrer mal eine Verschnaufpause braucht und Mama oder Papa den Flitzer vorübergehend tragen. Auch die Schnellspanner am Steuersatz und an der Sattelstütze sind praktisch und hilfreich. So kann man schnell und ohne Werkzeug Sitz- und Lenkerhöhe verstellen. Der Alu Rider ist allerdings nicht so leicht, wie wir es von einem Alu-Rad erwarten würden und könnte noch etwas besser verarbeitet sein – wie zum Beispiel bei den Rädern, bei denen sich alles um Kunststoff und Gummi dreht.

B'twin Run Ride 520 Cruiser

Das B’twin Run Ride 520 Cruiser ist ein Laufrad vom Outdoor- und Sport-Spezialisten Decathlon. Dabei fällt vor allem der spezielle Bremsgriff vorne am Lenker ins Auge, der mit einem speziellen Patent überzeugen will, das den Kindern das Bremsen erleichtern soll, da er angeblich extra für kleine Kinderhände entwickelt wurde. Bei unseren Testpiloten kam diese »Innovation« nicht so gut an, da sie das Bremsen nicht wirklich vereinfachte. Auch klebten die Griffe am Lenker unangenehm. Ansonsten sind Rahmen und Räder gut. Somit bleibt es unterm Strich ein Laufrad, das nicht völlig überzeugt.

Kokua Like a Bike White Spoky

Das Like a Bike White Spoky von Kokua ist mit über 200 Euro das teuerste Laufrad im Test. Es weiß aber durchaus zu gefallen. Die Luftreifen sind fürs Fahrgefühl sehr angenehm: Sie federn mehr und ahmen das Fahrgefühl des Radfahrens nach. Allerdings sind solche Reifen konstruktionsbedingt auch anfälliger und führten in unserem Test zu einem Platten. Die Sattelhöhe ist von 44 bis 56 Zentimeter verstellbar, was das Laufrad vor allem für größere Kinder interessant macht. Mit einem Gewicht von 3,6 Kilo ist es für ein Holzrad relativ leicht. Wenn es ein Rad aus Holz sein soll, finden wir das Jojo von Pinolino aber praktischer – und das kostet gerade mal ein Viertel.

Hudora 4Wheely

Für Kinder, die gern ein Laufrad nutzen wollen, aber auf zwei Rädern zu wackelig sind, ist das Hudora 4Wheely keine schlechte Idee. Es ist schön leicht und wendig, was hilft, wenn die Kinder noch unsicher sind. Die schön großen Räder halten es auch dann noch stabil, wenn eine Ecke etwas mal turbulenter umkurvt wird. Allerdings kann es nicht allzu lange genutzt werden, da die Sitzhöhe nicht verstellbar ist.

Bikestar Sport

Das Bikestar Sport macht optisch einiges her. Der Rahmen sieht schon sehr dynamisch aus, dazu kommen die sportlichen Luftreifen und ein recht fetziges Design. In der Praxis lässt das Laufrad dann aber leider nach. So ist der Bremshebel für kleine Hände eher ungeeignet und schwer zu greifen. Der Sattel ist klobig und unbequem. Das Bikestar Sport ist somit gerade das geeignete Modell für absolute Anfänger und kleine Laufrad-Neulinge. Auch die Sattelhöhe lässt sich nur um sieben Zentimeter verstellen – das ist im Vergleich zu den anderen Modellen wenig. Außerdem zerkratzt der Rahmen sehr schnell.

Scool Pedex Race Light

Wie der Name schon sagt: Das Pedex Race Light von S’Cool ist ein absolutes Leichtgewicht, bringt gerade einmal 1,9 Kilogramm auf die Waage. Da ist nur das »Laufrad« von Bammax hier in unserem Test leichter, allerdings ist das mehr ein Dreirad für Kleinkinder. Das kleine Zweirad von S’Cool spricht die größeren Kids an, hat kein Trittbrett und schaut bereits wie ein Mini-Mountainbike aus. Der Rahmen ist dabei recht hochwertig, auch die Verschraubungen am Sattel und Steuersatz sind hochwertig, solide und wirken robust. Das kann man leider nur von den Schrauben an der Vorderachse und von den recht harten Gummireifen und Plastikfelgen nicht sagen. Da hat der Hersteller offenbar Gewicht und Qualität einsparen wollen, was dem Gesamtbild des Laufrades allerdings nicht zu Gute kommt.

So kann man mit dem federleichten Flitzer zwar ganz gut loslaufen, der Fahrkomfort ist jedoch nicht sehr hoch. Besonders bei feuchtem oder nassem Untergrund verlieren die Reifen an Bodenhaftung. Und der extreme Leichtbau fühlt sich eher fragil als stabil an. Die Montage ist unkompliziert, ein hochwertiger Inbusschlüssel liegt dabei.

Bikestar Classic

Beim Bikestar Classic Red weiß man sofort, was man in den Händen hält: ein sehr robustes, solides und sicheres Laufrad. Dabei bringt es leider jedoch einige Kilos auf die Waage. Der recht hochwertige Stahlrahmen, die Luftbereifung mit Speichen, die Bremse und der Ständer sorgen für ein Gewicht von 4,4 Kilogramm. So ist man mit diesem Laufrad nicht unbedingt sportlich unterwegs, sondern eher gemütlich, wie ein Easyrider auf seinem nicht motorisierten Gefährt. Durch die kleinen Reifen ist der Fahrkomfort zwar nicht beeinträchtigt, abseits asphaltierter Wege gerät das Classic Red jedoch schnell an seine Grenzen. Im Wald, auf Kieswegen oder in Parks fühlt man sich dementsprechend unwohl auf dem Rad.

Die Montage ist recht umständlich, die Anleitung sehr unübersichtlich. Dazu kleben auf dem Rahmen beim Trittbrett Warning-Aufkleber, die nur schwer zu lesen sind. Das Bremssystem ist nicht sehr effektiv und kommt sehr schwerfällig rüber. Mit Schutzblechen und einem großen Trittbrett für die Füße ist das Bikestar ein solides Schwergewicht auf zwei Rädern.

Puky LR 1

Das Puky LR 1 ist die »erwachsenere« Variante unseres Testsiegers. Auch das LR 1 wird beinahe einsatzbereit geliefert. Innerhalb von fünf Minuten ist es aufgebaut und für die erste Fahrt bereit. Im Gegensatz zum kleineren LR M kommt es mit Luftkammerreifen und einem Ständer. Die Qualität vom Lenker bis zum Hinterreifen spricht für sich – auch die Verschraubungen am Sattel und Steuersatz sind sehr sauber. Das Puky LR 1 war mit 5,2 Kilogramm allerdings das mit Abstand schwerste Laufrad im Test und ist damit gerade für jüngere Kinder nicht einfach zu handhaben.

Mini Balance Bike

Das Mini Balance Bike ist baugleich zum Puky LR 1, kommt aber in anderen Farben und mit MINI-Logo – und kostet dann fast das doppelte. Wie beim Original überzeugt die Verarbeitung, der sehr unkomplizierter Aufbau und ein gutes Handling. Es ist aber fast ebenso schwer – und eben deutlich teurer und damit nur etwas für sehr überzeugte MINI-Fans.

Chicco Red Bullet

Das Chicco Red Bullet ist ein recht leichtes Laufrad und sorgt durch seine sehr kleine Verpackung für einen ersten Überraschungsmoment: Wie soll da ein Laufrad reinpassen? Beim öffnen wird dann jedoch schnell klar, warum das Paket so klein ist. Das Chicco ist fast komplett in seine Einzelteile zerlegt. Die Montage ist dafür zwar recht unkompliziert, teilweise jedoch umständlich. Die Verschraubungen und Befestigungen am Steuersatz und am Sattel sind nicht gerade hochwertig, kommen sehr billig rüber. Zudem wackelt der Steuersatz unterhalb des Lenkers leicht, lässt sich nicht wirklich fest anziehen.

Die Rahmengeometrie ähnelt einem BMX-Bike und ist damit sehr sportlich. Der Lenker sehr breit und ausladend, für kleine Kinder eher ungeeignet. Ein Trittbrett für die Füße hat es nicht. Der Fahrkomfort hält sich durch die recht harten Gummireifen in Grenzen. Die Plastikfelgen sind nicht gerade vertrauenserweckend. Bei Regen verliert das Laufrad schnell an Bodenhaftung. Auf Kies, Rasen und Waldwegen macht das Chicco eine ganz gute Figur.

Pinolino Vespa Wanda

Das Pinolino Vespa Wanda ist dank seines ungewöhnlichen Designs ein echter Hingucker. Leider ist das hübsche Äußere auch schon das größte Plus. Denn neben einer sehr empfindlichen Oberfläche, die beim kleinsten Stoß verkratzt, ist die Höhe nicht besonders attraktiv. Der Sitz lässt sich zwar von 32 auf 36 Zentimeter Höhe verstellen, allerdings sind die Hartgummiräder im Vergleich zu allen anderen Laufrädern sehr viel kleiner – und damit wird das gesamte Laufrad sehr niedrig. Das würde theoretisch für einen Gebrauch durch Zweijährige sprechen, dagegen spricht aber das hohe Gewicht. Die 4,6 Kilogramm Eigengewicht verteilen sich aufgrund des massiven breiten Rahmens so ungünstig, dass sich die Kleinen weh tun, wenn sie damit hinfallen.

Hudora Laufrad

Das Ratzfratz von Hudora zeigt einem beim Öffnen des recht kleinen und handlichen Verpackungskartons (mit Tragegriff) bereits seine Fratze. Hier warten auf einen noch mehr Einzelteile als beim Chicco, die es zusammen zu bauen gilt. Doch die Anleitung ist sehr undeutlich und kompliziert. Das aufgeblasene Werkzeugset mit Schraubschlüsseln und Inbussen ändert daran nichts.

Der Rahmen schaut solide und robust aus. Die Räder und Felgen sind jedoch aus Kunststoff, sind nicht sehr hochwertig. Das gilt leider auch für die Verschraubungen am Lenker und am Sattel. Die Bremse ist schwergängig. Auf Asphalt und im Gelände kommt das Hudora gut zurecht, bei Nässe kommen die Kunststoff-Räder schnell an ihre Grenzen.

Die Handgriffe mit einer sogenannten »Sicherheitsschlaufe« sorgen eher für das Gegenteil, in dem sich unsere Testpiloten bei einem ungewollten Abstieg schnell mit ihren Händen in der Schlaufe verfangen und es zu einer unangenehmen Bruchlandung kommen kann.

Radio Flyer Glide & Go

Mit 2,8 Kilogramm zählt das Radio Flyer Glide & Go zu den Leichtgewichten in unserem Test. Doch genau das ist auch sein Schwachpunkt. Mit viel Plastik wird hier gearbeitet, bei den Reifen, Achsen und Felgen. So verfügt das Laufrad über wenig Fahrkomfort, holpert über den Asphalt und lässt dadurch nur wenig Spaß aufkommen. Optisch ganz nett: Die Sattelstütze ist geriffelt. Mit 12 Zentimetern verfügt das Glide & Go über viel Spielraum bei der Sattelhöhe. Auch der Schnellspanner ist hier sehr praktisch. Die Montage ist aber recht kompliziert und verwirrend. Da bekommt man mit unserem Testsieger mehr fürs gleiche Geld.

Lionelo Arie

Das Laufrad Arie von Lionelo ist die große Schwester vom »Bart Air«. Das sollte man zumindest meinen. Schließlich kommen beide aus der gleichen Laufrad-Schmiede. Viel gemein haben sie jedoch nicht. Während der kleine Bruder durch Design, Funktionalität, Fahrkomfort und hochwertige Verarbeitung überzeugt, humpelt Arie hinterher. Schon allein die Montage ist ein Krampf, durch sehr wenige und unübersichtliche Bilder in der Anleitung. Außerdem sorgen die vorgefetteten Bauteile für schmierige Hände. Unangenehm.

Der Rahmen schaut recht robust aus. Da, wo das Tretlager normalerweise wäre, befindet sich für die Füße eine kleine Abstellfläche aus sehr hartem und glatten Plastik, die auf den Rahmen gesetzt ist. Diese wirkt nicht sehr stabil und robust, lässt bei Regen und Nässe den nötigen Halt vermissen. Auch die Bauteile für die Gabel und den Steuersatz sind aus Plastik. Ebenso die Laufräder, die bei Nässe ins Rutschen geraten. Der Bremshebel ist ebenfalls aus Plastik. Hier wurde zu oft an der falschen Stelle gespart. Das recht umfangreiche Zubehör mit Lenkertasche, Klingel und Tragegurt reißt das nicht raus.

Das Laufrad von Lionelo macht in der Stadt und bei sommerlichem Wetter auf Asphalt zwar eine ganz gute Figur. Die Plastikreifen und nicht sehr hochwertige Verarbeitung mindern das Fahrvergnügen jedoch erheblich.

Hadwin Laufrad

Ein echter Preisknüller ist das Laufrad von Hadwin, das man bereits für 37 Euro erwerben kann. Doch das zahlt sich nicht aus. Der Stahlrahmen kann noch punkten durch seine recht schwungvolle und sportliche Geometrie. Ansonsten bleibt das kleine Zweirad für den Nachwuchs ziemlich blass.

Das fängt bereits beim Öffnen des Verpackungskartons an. Darin befinden sich unglaublich viele, feinsäuberlich in Plastik verpackte Einzelteile, diese muss man nun wie ein Puzzle zusammensetzen. Die Bilder in der Montageanleitung sind dabei wenig hilfreich. Die wenigen Worte dazu, sorgen zusätzlich für Verwirrung. Die Bauteile zur Befestigung der Gabel und des Lenkers bestehen aus Plastik, erwecken nicht gerade ein Gefühl von Stabilität und Sicherheit.

Dazu die pannensicheren Plastikreifen aus EVA-Schaum, die auf nassem Untergrund schnell den Halt verlieren. Auch die Felgen und Speichen sind aus Plastik. Seltsames Detail: Ein Fake-Ventil, als ob man die Reifen aufpumpen könnte. Bei Fahrkomfort und Fahrverhalten kann das Hadwin durch die nicht hochwertigen Komponenten kaum punkten.

Fazit: Ein Laufrad, bei dem an zu vielen Ecken gespart wurde.

Milly Mally Dragon

Nicht viel besser sieht es beim Milly Mally Dragon aus, einem lieblos zusammengestellten Laufrad, das mit viel Plastik und unzureichenden Verschraubungen am Sattel und vorne am Steuersatz jede Menge Minuspunkte sammelt. Mit gerade mal 2,6 Kilo ist es zwar das leichteste Laufrad im Test, doch schon bei der Montage bekommt man ein ungutes Gefühl. Die Verschraubungen sind sehr einfach gehalten, teilweise recht scharfkantig und werden durch dünne Plastikkappen abgedeckt. Die Vollgummireifen sind sehr hart und unkomfortabel beim Fahren. Beim Dragon wurde also leider nicht nur am Gewicht gespart.

Bammax Balance Bike

Das Bammax Balance Bike soll für die ganz, ganz Kleinen sein. Bereits ab zehn Monaten soll man laut Hersteller auf dem Gefährt, das mehr einem Dreirad ähnelt, fahren können. Das ist laut Experten und Ärzten jedoch, wie hier im Test bereits erwähnt, viel zu früh. Und auch sonst kann das Bammax nicht gerade überzeugen. Die Kombination aus einem kleinen Stahlrahmen und vielen Plastikteilen (Räder, Lenker und Vorderachse) ist fragwürdig und nicht hochwertig. Die Montage läuft zwar schnell und einfach. Das kleine Gefährt, das dann vor einem steht, entspricht jedoch nicht dem notwendigen Standard. Somit ist auch der Einsatzbereich eingeschränkt – Asphalt geht, Gelände nicht. Mit zehn Monaten ist man einfach noch nicht im Laufrad-Alter und braucht auch kein Laufrad. Wir können nur empfehlen: Erst sollten die kleinen Rennfahrer richtig laufen lernen, bevor sie auf ein Laufrad steigen.

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