Das beste Mittelklasse-Smartphone

  • Test: Mittelklasse-Smartphone – Testsieger Asus Zenfone 3 (ZE552KL)
  • Test: Mittelklasse-Smartphone – Testsieger Asus Zenfone 3 (ZE552KL)

Das beste Mittelklasse-Smartphone ist zur Zeit das Zenfone 3 von Asus. Asus hat hier geklotzt und nicht gekleckert, das gilt sowohl für die Ausstattung als auch für die vorzügliche Fertigungsqualität. Das Potenzial der Foto-Abteilung ist groß, und lässt sich mithilfe der umfangreichen Software gut ausschöpfen. Die ZenUI Bedienoberfläche ist nahtlos ins installierte Android 7.0 integriert und bietet guten Bedienkomfort.

Seitens der Ausstattung können die meisten Mittelklasse-Smartphones der Premium-Klasse Paroli bieten, ja, sie sogar locker übertreffen – oder haben Sie schon mal ein iPhone mit der Möglichkeit einer zweiten SIM-Karte gesehen? Und auch das Samsung Galaxy S8 wird wohl nicht über eine Speichererweiterung verfügen.

Aus dem breit gefächerten Angebot haben wir uns insgesamt fünf Modelle näher angesehen: Das Asus Zenfone 3 (ZE552KL), von Huawei das Huawei P10 Lite und von Lenovo, dem aktuellen Lizenzinhaber der Marke Motorola, das Lenovo Moto Z Play, zu dem ich fairerweise erwähnen muss, dass hier schon ein Nachfolger in der Pipeline steht, um den wir uns dann ebenfalls kümmern werden. Zudem stand uns das Samsung Galaxy A5 in der 2017 Ausführung sowie das Sony Xperia X Compact zur Verfügung.

Die Mittelklasse macht den Flaggschiffen zunehmend Konkurrenz

Viele Leser werden unseren vormaligen Favoriten OnePlus vermissen, was schlicht daran liegt, dass das OnePlus 3T mittlerweile nicht mehr produziert wird. Auch hier steht ein Nachfolger vor der Tür, der jedoch wohl in einer ganz anderen Liga spielen wird, auch das werden wir natürlich zeitnah testen.

Marken wie Xiaomi, LeEco, Doogee und andere China-Smartphones haben wir natürlich ebenfalls im Blick, denn auch hier scheint sich etwas zu tun; die Bezugsquellen nähern sich Europa, was für Service- und Garantie-Leistungen nicht ganz unerheblich ist, und die Sprachauswahl geht mitunter über Englisch und traditionelles Chinesisch hinaus. Auch hier werden wir dranbleiben, und gegebenenfalls einen gesonderten Test nachliefern.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit: Asus Zenfone 3 (ZE552KL)

Test Mittelklasse-Smartphone: Asus Zenfone 3 (ZE552KL)
Nicht nur äußerlich, sondern auch im Inneren stimmt hier alles.

Das Asus Zenfone 3 (ZE552KL) überzeugt nicht nur im direkten Vergleich zu den anderen Testkandidaten sondern ist ein rundum gutes Smarpthone zum verblüffend niedrigen Preis. Das hervorragende Finish, gepaart mit üppiger Ausstattung und reichlich Performance ist zu diesem Preis kaum zu schlagen. Auch das Design macht so manchem Premium-Gerät durchaus Konkurrenz. Mit dem schicken Glasrücken knüpft das Zenfone zusammen mit anderen Smartphones an die Design-Vorlage des iPhone 4 an, der viele User nachtrauern. Außerdem ist es einfacher und günstiger das beschädigte Glas auszutauschen als den kompletten Alu-Body mancher anderer Smartphones, wenn dieser mit zu vielen Macken und Kratzern unansehnlich geworden ist.

Ausdauernder: Samsung Galaxy A5 (2017)

Test Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A5 (2017)
Das Samsung gibt sich mit 20 Stunden Betriebszeit ebenfalls sehr ausdauernd, es ist außerdem binnen 1 ½ Stunden aufgeladen.

Das Samsung Galaxy A5 der aktuellen Generation kann auf eine nachhaltige Entwicklung zurückgreifen, schließlich gibts es die A-Klasse schon seit 2015. Das 2017-er Modell kann mit einem besonderen Gehäusedesign aufwarten, es ist nach Schutzklasse IP68 zertifiziert, damit kann man es sogar über einen längeren Zeitraum bis zu einem halben Meter tief eintauchen. Außerdem überzeugt es mit der zweitbesten Akkulaufzeit im Test: Sage und schreibe 20 Stunden am Stück spielte es unser Testvideo in Dauerschleife ab. Anschließend ist es nach nur 90 Minuten wieder voll aufgeladen, so schnell wie kein anderes Smartphone im Test.

Kompakter: Sony Xperia X Compact

Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia X Compact
Das kleine Sony X Compact gibt sich fotogen, mit separater Auslöse-Taste.

Kompakt, leicht und mit einer gewissen Affinität zum Fotografieren – damit wird die Strategie, die Sony mit dem Xperia X Compact verfolgt in wenigen Worten zusammengefasst. Sony stattet die meisten seiner Smartphones mit einer separaten Taste als Fotoauslöser aus, so dass das Handling beim Fotografieren stark an Kompaktkameras angelehnt ist – mit einem ergonomischen Vorteil gegenüber den anderen Konstruktionen. Aufgrund seiner kompaktem Abmessungen kann es zudem gut in der Hemdtasche getragen werden und ist somit stets griffbereit, ob nun zum Fotografieren oder zum Telefonieren. Ein Manko muss man dafür allerdings in Kauf nehmen, der Akku kann nicht besonders groß sein und hält daher auch nicht so lange, wie beispielsweise beim Testsieger.

Vergleichstabelle

Unser FavoritAusdauernderKompakter
Modell Asus Zenfone 3 (ZE552KL) Samsung Galaxy A5 (2017) Sony Xperia X Compact Lenovo Moto Z Play Huawei P10 lite
Test Mittelklasse-Smartphone: Asus Zenfone 3 (ZE552KL)Test Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A5 (2017)Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia X CompactTest Mittelklasse-Smartphone: Lenovo Moto Z PlayTest Mittelklasse-Smartphone: Huawei P10 lite
Pro
  • Tolle Fertigungsqualität und üppige Ausstattung
  • Wasserfest und lange Akkulaufzeit
  • Auslösetaste für Kamera-Feeling
  • Kann mit Moto Mods flexibel umfunktioniert werden
  • Gute Qualität und schönes Design
Contra
  • Kein NFC zum schnellen Bluetooth-Pairing vorhanden
  • Kleinerer Bildschirm, für große Hände unter Umständen schwierig zu bedienen
  • kompatker Akku mit geringerer Kapazität
  • Etwas klobig und Anschlusskontakte sind sichtbar
  • Abgespeckte Ausstattung und nur Micro-B USB-Anschluss
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Immer wieder sorgt die recht kurze Akkulaufzeit von Premium-Smartphones für ärgerliche Kommentare seitens der Besitzer. Damit allerdings eine möglichst lange Akkulaufzeit erreicht werden kann, bedarf es eines Akkus mit entsprechender Kapazität. Daraus resultiert aber wiederum eine entsprechende Größe. Große Akkus finden allerdings in den meisten Schmalhänsen der Premium-Klasse keinen Platz – das sieht bei der Mittelklasse nders aus, wo niemand unbedingt »das dünnste« in der Hand halten will. Deshalb haben Mittelklasse-Smartphones oft eine bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys.

Um vergleichbare Messergebnisse zu erzielen, haben wir die Smartphones mit einem Testvideo in FullHD gefüttert und es Nonstop laufen gelassen. Um das Smartphone besonders zu fordern, ließen wir zudem gleichzeitig das WLAN eingeschaltet. Auch die Aufladezeit der Smartphones haben wir dokumentiert, um einen praxisnahen Wert darüber zu bekommen, wie lange man warten muss, um sein Smartphone wieder vollständig nutzen zu können.

Bessere Akkulaufzeit als bei Premium-Smartphones

Die WLAN-Reichweite wurde unter Realbedingungen getestet. Hierbei muss man wissen, dass ein Vergleich nur zwischen zeitnah gemeinsam getesteten Geräten möglich ist, da die Funkübertragung von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist – sogar schlechtes Wetter kann sie negativ beeinflussen.

Immer häufiger ersetzt das Smartphone die Kompaktkamera – auf jeden Fall bei mehr oder weniger alltäglichen Schnappschüssen. Darauf haben sich die Hersteller eingestellt. In der Königsdisziplin mussten die Smartphones also zeigen, wie gut ihre Kamera funktioniert. Hierzu haben wir Testfotos unter vergleichbaren Beleuchtungsbedingungen geschossen, unter anderem auch bei Lowlight um 50 Lux, und unter komplexen Tageslichtbedingungen.

Auch die Rechenleistung kam auf den Prüfstand, genau genommen gleich auf zwei; mit den Benchmarks von Antutu und CF-Bench durften die Testgeräte ihre Rechenpower unter Beweis stellen, die Ergebnisse sind hier ebenso dokumentiert, wie die Testfotos.

 

Test: Mittelklasse-Smartphone – Testsieger Asus Zenfone 3 (ZE552KL)

Unser Favorit: Asus Zenfone 3

Das Zenfone 3, ohne jegliche Zusätze wie Max oder Laser, gibt es in zwei Ausführungen; das ZE552KL aus unserem Test und das ZE520KL. Hauptunterschied ist die Größe des Displays. Während unser Testmodell über ein 5,5-Zoll Display verfügt, beschränkt sich das kleinere ZE520KL auf 5,2 Zoll. Der Prozessor ist der gleiche, nur der Arbeitsspeicher des kleineren Bruders kommt mit 3 Gigabyte aus. Die Akku-Kapazität fällt ebenfalls mit 2650 mAh gegenüber 3000 mAh geringer aus – der Preis im Übrigen ebenfalls.

Unser Favorit: Asus Zenfone 3 (ZE552KL)

Test Mittelklasse-Smartphone: Asus Zenfone 3 (ZE552KL)
Nicht nur äußerlich, sondern auch im Inneren stimmt hier alles.

Wie alle unsere Testgeräte verfügt auch das Zenfone über einen Glasrücken. Einzig beim Moto Play wird dieser von einer magnetischen Abdeckung geschützt. Bei den üblichen Nachteilen, wie Kratzern oder gar Rissen, sowie rutschige Halteflächen, birgt das Glas auch einige Vorteile gegenüber dem sonst gemeinhin üblichen Unibody aus Alu oder anderem Metall: Die vielen Antennen, die mittlerweile in den Smartphones funken, werden von Metall weitaus mehr abgeschirmt als von Glas, der Hersteller muss also viel weniger Gehirnschmalz investieren, um noch akzeptable Funk-Reichweiten zu erreichen.

Top Ausstattung

Auch die Kratz-Anfälligleit relativiert sich beim Blick auf so manchen, etwas betagten iPhone-Rücken. Wo beim Branchen-Primus und seinen Mitstreitern ein aufwändiger Gehäusewechsel ansteht oder schlicht das Tolerieren unschöner Kratzer, lässt sich das Glas unseres Favoriten viel einfacher und kostengünstiger auswechseln. Damit sieht das Mittelklasse-Smartphone ganz schnell wieder premium aus.

64 Gigabyte Speicher schon in der Grundausstattung

Beide Glasscheiben sind beim Asus zu den Kanten und Ecken hin leicht abgerundet und in einen fein gefrästen Metallrahmen eingefasst. Innen werkelt ein schneller Prozessor, dessen acht Kerne mit jeweils bis zu 2 GHz getaktet werden. Unterstützt wird er mit satten 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, entsprechend flüssig laufen die Anwendungen. Auch die Benchmarks (63341 Antutu, 53983 CF-Bench) lassen keine Zweifel an der Performance des Asus aufkommen.

So richtig tief hat man beim Zenfone allerdings in die Speicherkiste gegriffen – satte 64 Gigabyte gehören zur Grundausstattung. Als wär das noch nicht genug, darf der KombiSlot noch eine microSD-Karte aufnehmen, die bis zu 2 Terabyte schwer ist – nicht, dass solche Kaliber bereits verfügbar wären, aber es ist schon beruhigend, dass man sich um Speichererweiterung in absehbarer Zeit keine Sorgen machen muss.

Wer mit den 64 Gigabyte gut zurecht kommt, darf den KombiSlot wahlweise auch mit einer zweiten SIM-Karte ausrüsten, diese ist dann im Nano-Format, während für die Hauptkarte das micro-Format vorgesehen ist. Mit einem entsprechenden Adapter kann natürlich auch hier eine Nano-Karte eingesetzt werden.

Leistung satt

Die Arbeitsgeschwindigkeit hängt hauptsächlich vom eingesetzten Prozessor und der RAM-Ausstattung ab, wobei das Zenfone mit seinem recht frischen OctaCore Prozessor mit 2 GHz-Taktung schon über eine gute Grundausstattung verfügt. Unterstützt wird der Rechner mit 4 Gigabyte RAM, was schon mehr als standesgemäß ist, und im Asus so gut harmoniert, dass unser Testsieger mit guten Benchmarks punkten kann: Mit Antutu erreicht das Asus sehr gute 63341 Zähler, der Quervergleich mit CF-Bench bringt ebenfalls hervorragende 53983 Punkte.

Das Asus Zenfone 3 gehört zudem zu den Schnellstartern, innerhalb kurzer 25 Sekunden ist das Smartphone hochgefahren und bereit zur Eingabe, das ist zumindest in unserem Testfeld Rekord.

Beim alltäglichen Gebrauch macht sich das zudem durch flüssigen Betrieb, selbst bei mehreren aktiven Apps, und einer unverzüglichen Reaktion auf jedgliche Eingaben bemerkbar. Für zügiges Aufladen des Akkus verfügt das Zenfone einerseits über eine USB Typ-C-Schnittstelle, die den Stecker aufnimmt, egal wie herum der eingesteckt wird, und andererseits über eine Schnellladefunktion. Die USB Typ-C Buchse erlaubt nämlich einen höheren Ladestrom als herkömmliche USB-Schnittstellen. Damit ist der Akku binnen zwei Stunden wieder voll einsatzbereit.

Ton könnte besser sein

Über den eingebauten Lautsprecher hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens, auch wenn die Werbung ihm außerordentliche Klangeigenschaften zuspricht. Der ist, ebenso wie das eingebaute Mikrofon, zum Telefonieren da, und das machen beide sehr gut. Da das Zenfone jedoch zumindest laut Spezifikationen in der Lage sein soll, hochauflösende Audio-Formate zu verarbeiten, interessierte uns auch der Kopfhörer-Ausgang, der ja, außer zum Telefonieren per Headset, auch zum Musikhören geeignet sein sollte.

Das gilt umso mehr, als das Zenfone 3 Hi-Res Audio zertifiziert ist und somit zumindest in der Lage sein sollte, hochauflösende Musikdateien abzuspielen. Nun ist der Klang, der sich mit einem guten Kopfhörer dem Zenfone entlocken lässt, nicht gerade atemberaubend. Dennoch hat man sich bei Asus offenbar nicht zu irgendwelchen Effekt-Haschereien, wie besonders knalligen Bässen oder anderen Modeströmungen, hinreißen lassen.

Das Zenfone ist eher neutral bis hell abgestimmt, bringt eine gute Prise Detailreichtum zu Gehör und verfügt über einen ausreichend potenten Kopfhörer-Ausgang, der jeden gängigen Kopfhörer antreibt.

Kameravergleich

Mehr Weitwinkel als die Kamera des Zenfone, bietet in unserem Test nur die des Sony. Die Belichtungsautomatik und die Bildverarbeitung arbeiten unspektakulär und sorgen für ein realitätsnahes Ergebnis. Da wird nichts nachgeschärft, und auch die Farben werden naturgetreu wiedergegeben.

Wenn das Licht schwindet, schwächeln alle

Es bleibt genügend Potenzial, um anschließend am Style herumzufeilen. Auch die umfangreichen manuellen Einflussmöglichkeiten machen die Kompaktkamera, zumindest bei guten Lichtverhältnissen, überflüssig.

Bei den Aufnahmen in freier Wildbahn können im Grunde alle fünf Testgeräte überzeugen, auffallend ist hier der enorme Weitwinkel der Sony-Kamera, und die gute Durchzeichnung heller Bildanteile bei der Kamera des Huawei-Gerätes. Die unterschiedlichen Farbabstimmungen fallen nur im Direktvergleich auf, und Probleme mit der Schärfe und Detailauflösung waren bei keinem Testkandidaten auffällig.

Anders sieht das im Laborversuch aus, wenns um die Ablichtung problematischer Farbkombinationen und Grautönen geht. Hier ist die enorme Kantenschärfung, welche die Huawei vornimmt, auffällig. Das führt an den Kanten der Motive zu sogenannten Überschwingern, die dann aussehen wie eine zweite Kante. Asus und Motorola treffen hier perfekt das Grau des Verlaufshintergrundes, Samsung ist zumindest nah dran, Huawei und Sony tendieren leicht ins Grünliche, letzterer etwas deutlicher.

Bei den Lowlight-Aufnahmen geraten sämtliche Smartphones, wie nicht anders erwartet, an ihre Grenzen. Hier geht jeder Hersteller einen anderen Kompromiss ein, wobei mir persönlich die Leistungen des Huawei und des Moto noch am meisten zusagen. Das durch die notwendige Verstärkung entstehende Bildrauschen versucht man in der Bildverarbeitung durch entsprechende Glättungs-Maßnahmen zu »verbessern« – was zwangsläufig dazu führt, dass viele Bilddetails gleich mit geglättet werden. Zudem handeln sich bis aufs Huawei alle Probanden einen Farbstich ein.

Gibt es Nachteile?

Einen unnötigen Komfortverlust muss man mit dem Zenfone 3 verbuchen: Es besitzt keinen NFC-Chip zum schnellen und unkomplizierten Bluetooth-Pairing. Die nicht beleuchteten Android-Grundtasten stellen ein weiteres Manko in Sachen Bedienerfreundlichkeit dar – das fällt allerdings eher im Dunkeln auf. Wenn Asus sich noch dazu entschließen könnte, die Kamera bündig einzubauen, wäre das ein zusätzlicher Designvorteil, andererseits kommt es so auch eher selten vor, dass man die Linse unbeabsichtigt mit den Fingern abdeckt.

Asus Zenfone 3 im Testspiegel

Das Zenfone 3 hat auch mehrere Kollegen von seinen Qualitäten überzeugen können. Hier haben wir einen Überblick über die aktuellen Tests:

Im Magazin TABLET und SMARTPHONE (01/2017) konnte sich das Zenfone 3 direkt gegen drei Konkurrenten durchsetzen und mit der Wertung 1,3 den Testsieg in der Oberklasse erringen. Das »sehr gute« Preis-/Leistungs-Verhältnis rundet das Ergebnis ab:

»Das ZenFone 3 ist ein echtes Statement, und zwar sowohl in Sachen Leistung als auch vom Design, damit ist es eine echte Alternative zu Samsung, Apple und Co. nicht nur für Musikliebhaber.«

Im SFT Magazin (03/2017) schaffte das Zenfone ebenfalls den Testsieg mit der Note 1,6 und konnte gleich vier Wettbewerber hinter sich lassen. Positiv fielen die gute Performance, die hochwertige Optik und Haptik sowie die Zusatzfeatures wie Fingerprint-Reader auf, negativ schlug auch hier die doch noch reichlich vorinstallierte Bloatware zu buche.

In der Connect (02/2017) erntete das Zenfone ein »sehr gut« mit 441 von 500 möglichen Punkten, einzig die »Vollverglasung« hinterließ hier einen eher zwiespältigen Eindruck:

»Pro: elegantes Gehäuse; feine Materialien; sehr helles IPS-Display; gelungene Benutzeroberfläche; üppige Ausstattung; 16-MP-Kamera schießt gute Bilder in heller Umgebung; sehr gute Ausdauer; Dual-SIM-Funktion; schneller Prozessor; knapp 52 GB interner Speicher; Wechselspeicherslot. Contra: Oberflächen anfällig für Fingerabdrücke; fest verbauter Akku.«

Auf techniktest-online.de konnte das Zenfone 3 im April nicht nur durch Design und Verarbeitung überzeugen, dank guter Akkulaufzeit und dem hervorragendem Display erlangte es die Note 3,8 von 5:

»Asus ist mit dem Zenfone 3 ein gutes Mittelklasse-Smartphone gelungen. Es ist rundum gut verarbeitet und das Design ist ebenfalls gut gelungen. Das sehr helle Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar und die Akkulaufzeit konnte uns in unserem Test ebenfalls überzeugen. Für den UVP-Preis von 369 Euro geht auch die Kamera in Ordnung, auch wenn diese bei schlechten Lichtverhältnissen mit dem Autofokus und der Schärfe etwas Probleme hat. Wer das Asus Zenfone 3 kauft, sollte natürlich darauf achten das es im nicht aus der Hand fällt denn dadurch, dass die Rückseite aus Glas ist, besteht bei diesem Smartphone doppelte Bruchgefahr«

Alternativen

Nobody is perfect, das gilt selbst für das Asus Zenfone 3. Schließlich werden Smartphones mittlerweile mit so vielen unterschiedlichen Aufgaben betraut, dass es kaum verwunderlich ist, dass auch die anderen vier Testteilnehmer über mindestens eine Spezialbegabung verfügen:

Ausdauernder: Samsung Galaxy A5 (2017)

Test Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A5 (2017)
Das Samsung gibt sich mit 20 Stunden Betriebszeit ebenfalls sehr ausdauernd, es ist außerdem binnen 1 ½ Stunden aufgeladen.

Beim neuen Galaxy A5 hängt man bei Samsung sicherheitshalber die Jahreszahl der Markteinführung dran, so kann man den recht erfolgreichen Produktnamen weitestgehend beibehalten und zumindest versuchen, nahtlos an den Erfolg des Vorgängers anzuknüpfen.

Auch das Galaxy hat eine gläserne Rückseite, die allerdings deutlich weiter abgerundet ist als das Front-Display. Dank seiner IP68 Schutzklasse dürfte es sogar bis zu einem halben Meter tief tauchen. Das haben wir zwar nicht ausprobiert, es sollte aber ausreichend geschützt sein, um auch nach einem kräftigen Regenguss nicht den Geist aufzugeben. Trotz dieser Schutzmaßnahmen ist das Gehäuse kaum dicker als das unseres Favoriten.

Anders als dieser ist es jedoch kompakter, da der Bildschirm mit 5,2 Zoll eine Nummer kleiner ist. Dies fällt im Alltagsbetrieb noch nicht besonders ins Gewicht, es sei denn, man möchte trotz zierlicher Hände das Smartphone gerne einhändig bedienen, das geht nämlich mit dem Samsung besser, auch wegen der Rundungen auf der Rückseite. Die Verteilung der obligatorischen Tasten zum Ein-/Aus-Schalten und für die Lautstärke sind auf beide Seiten verteilt, das wiederum ist Geschmacks- und Gewohnheitssache.

Besonders Selfie-freundlich arbeitet auch die Frontkamera mit der gleichen hohen Auflösung wie die rückseitige – nämlich mit üppigen 16 Megapixeln. Man sollte aber vor lauter Pixel-Gläubigkeit keine Wunderdinge erwarten, wie bei allen so üppig bestückten Sensoren geht die schiere Masse der Pixel zu lasten der Pixel-Oberfläche. Diese kann dadurch letztendlich weniger Licht einfangen – was sich dann auch bei den Testaufnahmen zeigt.

Leistungsmäßig braucht sich auch das Samsung-Smartphone nicht zu verstecken, auch wenn der Prozessor nicht ganz so aktuell ist wie bei unserem Favoriten und zudem von weniger RAM unterstützt wird, reichen die Benchmarks in etwa auf Höhe unseres Favoriten. Die Gesamtperformance bei CF-Bench liegt sogar noch etwas drüber (Antutu 58005, CF-Bench 59183). Dennoch neigen einige böse Testsequenzen während des Antutu-Tests sichtbar zu ruckeln, außerdem werkelt Android hier noch in der Version 6.0.

Bei unserem Video-Test beeindruckte das Galaxy A5 mit der zweitbesten Akkulaufzeit von 20 Stunden. WLAN und Bluetooth waren währenddessen ebenfalls aktiviert. Damit hielt das A5 fast dreieinhalb Stunden länger durch als unser Favorit.

Das Samsung Galaxy A5 2017 ist damit für alle eine interessante Alternative, die ihr Handy nicht ständig ans Netz hängen wollen – und die ihr Smartphone gern mit zum Schwimmen nehmen.

Kompakter: Sony Xperia X Compact

Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia X Compact
Das kleine Sony X Compact gibt sich fotogen, mit separater Auslöse-Taste.

Bereits kurz nach der Einführung der Xperia Z-Modelle legte Sony immer auch eine kompakte Version auf. Abgespeckt wurde allerdings selten nur seitens der Größe. So auch beim aktuellen Xperia X Compact, welches über eine reichlich abgespeckte Hardware verfügt, zumindest im Vergleich zu den anderen Modellen aus der X-Generation.

Dennoch gibt es zwei Steckenpferde, auf die man bei Sonys Xperia-Smartphones seit langem besonderes Augenmerk hat; zum einen ist es die Foto-Abteiliung, mir ist zumindest kein anderes Smartphone bekannt, welches nach Kompakt-Kamera-Manier mit einer Auslösetaste als Hardkey aufwartet.

Darüber hinaus ist es wohl die Nähe zur Playstation, immerhin lässt sich das Xperia, mit der entsprechenden App ausgestattet, als Leitzentrale für die beliebte Spielkonsole missbrauchen, welche dem Smartphone so eine herausragende 3D-Performance (laut Antutu Benchmark) beschert. Überhaupt macht Sony bei der grafischen Ansteuerung des Displays vieles richtig, so lief das Testvideo (wiederum von Antutu) nirgends so flüssig wie auf dem Xperia X.

Trotz der moderat getakteten Sechskern-CPU gibt das Xperia anständige Leistungsdaten ab, insbesondere die Antutu-Benchmark von 65450 braucht den Vergleich mit den OctaCore-Konkurrenten nicht zu scheuen. Lediglich der CF-Bench-Wert von 33366 liegt deutlich unterhalb der Konkurrenz-Daten.

Die Display-Auflösung von gerade einmal HD (1280 x 720) zeigt dann die deutlichen Unterschiede auf, da ist es kein Wunder, dass die Videoperformance bei einigen Darstellungen so flüssig läuft, schließlich müssen nicht so viel Pixel berechnet werden wie bei der Konkurrenz.

Da auch der Akku zwangsläufig etwas kleiner ist, liegt dessen Laufzeit mit knapp über 10 Stunden am unteren Ende der Probanden. Auch die Ladezeit ist mit 2,5 Stunden nicht mehr Stand der Technik, zumal das Xperia hier das Potenzial der eingebaute USB Typ C-Buchse nur besser ausschöpfen müsste.

Wer ein wirklich kompaktes und gleichzeitig recht robustes Smartphone benötigt, sollte sich das Sony Xperia X Compact näher anschauen, auch wenn zuhause keine Playstation auf Input wartet.

Außerdem getestet

Lenovo Moto Z Play

Mit dem Moto Z Play tritt Lenovo in die gleichen Fusstapfen, in denen jüngst noch LG mit der »Friends«-Reihe unterwegs war. Diverse verfügbare Module statten das Smartphone mit Spezialfunktionen aus. Es gibt bislang schon moto mods, wie die verschieden Module heißen, zum Fotografieren mit einer Optik von Hasselblad, ein Audiopaket vom Spezialisten JBL mitentwickelt und einige andere. Das Moto protzt zudem mit enormer Akkukapazität, die für satte 25 Stunden unseres Testvideos reicht. Wer sein Smartphone besonders vielseitig nutzen möchte, ist mit dem Moto bestens bedient. Ansonsten ist das Galaxy A5 fürs selbe Geld die bessere Wahl.

Huawei P10 lite

Die Lite-Version des Huawei P10 bringt gerade einmal den halben Preis der »Vollversion« auf die Waage, dafür erwartet einen erstmal gewohnte Qualität. Seitens der Ausstattung wurde dann allerdings geschwächelt. Das P10 lite ist das einzige Smartphone im Test, das noch einen herkömmlichen USB Anschluss vom Typ Micro-B hat. Auch die Akkulaufzeit ist mit ca. 10 Stunden zwar okay, aber nicht rekordverdächtig. Seitens der Benchmarks (Antutu 51992, CF-Bench 53544) liegt das Huawei trotz seines mit 2.1 GHz besonders hoch getakteten Prozessors und der üppigen RAM-Ausstattung enttäuschend hintenan. Wenn es unbedingt Huawei sein soll, wäre hier das P8 lite aus der Einstiegsklasse die bessere Empfehlung; mit ähnlichen Eckdaten ist es deutlich günstiger zu haben.

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