Mittelklasse-Smartphone Test: Smartphone Foto: freestocks / Unsplash
test
Letztes Update: 6.5.2021

Das beste Mittelklasse-Smartphone

Wir haben 34 Smartphones der mittleren Preisklasse bis 500 Euro getestet. Das beste ist für uns zur Zeit das Motorola Moto G100, denn hier hat der Hersteller das Preis-Leistungs-Verhältnis extrem ausgereizt und noch praktisches Zubehör beigelegt. Es zeigt kaum Schwächen und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, Heimkino, HIFI.DE, Digital Home und d-pixx.
Letztes Update: 6. Mai 2021

Das Motorola Moto G100 löst das LG G8S ThinQ in der Spitzenposition ab. LG hat die Produktion von Smartphones eingestellt, sodass unser ehemaliger Favorit auch nicht mehr erhältlich ist.

Das Oppo Find X3 Lite ist ebenfalls neu hinzugekommen, allerdings noch zu teuer für eine Empfehlung.

12. April 2021

LG hat angekündigt, sich aus dem Smartphone-Geschäft zurückzuziehen. Wir werden diesen Testbericht daher demnächst überarbeiten.

2. Februar 2021

OnePlus hat den Preis des Nord N10 gesenkt, damit verdrängt es das Motorola One Vision vom Platz des Preistipps.

13. Januar 2021

Das OnePlus Nord N10 ist neu hinzugekommen und schrammt knapp an einer Empfehlung vorbei.

10. September 2020

Vier neue Smartphones haben wir in den Test aufgenommen. Von Sony das Xperia 10 II, das Poco F2 Pro. OnePlus schickte mit dem Nord eine Art Einstiegsmodell und Google das kompakte Pixel 4A. An unseren Empfehlungen ändert das jedoch nichts.

26. Juni 2020

Vier neue Mittelklasse-Smartphones ergänzen unseren Test, zwei davon konnten eine Empfehlung ergattern. Das LG G8S ThinQ ist unser neuer Top-Favorit, aber auch das Huawei P40 Lite 5G bekommt eine Empfehlung. Außerdem hat Oppo mit dem Reno2 nachgelegt, und das Realme 6 Pro ist eines der ersten Smartphones der recht neuen Marke auf dem deutschen Markt.

13. März 2020

Bereits nach wenigen Wochen gibt es hier jetzt schon wieder ein Update: Das Reno2 Z von Oppo ist noch ganz neu auf dem Markt und erhält von uns aus dem Stand eine Empfehlung.

17. Januar 2020

Das Xiaomi Mi 9T und das Nokia 7.2 ergänzen unser Testfeld.

25. Juli 2019

Wir haben das Xiaomi Mi 9 getestet und zu unseren Empfehlungen hinzugefügt. Auch das Sony Xperia 10 Plus gesellte sich zu den Testkandidaten.

4. Juni 2019

Das Google Pixel 3a ist unser neuer Favorit, das Motorola One Vision kommt mit Full-Size-Display und das Sony Xperia 10 kann HiRes-Audio abspielen.

15. Mai 2019

Demnächst gehen folgende Tests online: das Google Pixel 3a, das Xiaomi MI 9 und das neue Zenfone von Asus.

11. April 2019

Mit dem S90 von Doogee haben wir nun das erste Smartphone aus der sogenannten ruggadized Klasse in unsere Liste aufgenommen. Es ist nun unsere Empfehlung für alle, die beruflich oder auch privat ein Smartphone mit Nehmerqualitäten benötigen.

8. Februar 2019

Huawei zeigt mit dem Mate20 lite einen Vorboten zum Flaggschiff, das Blackberry KEY2 LE bringt die bekannte Blackberry-Tastatur in die Mittelklasse und das HTC U12 life soll an den Erfolg des großen Namensvetters anknüpfen.

1. Oktober 2018

Wir haben weitere sieben Smartphones aus der attraktiven Mittelklasse in unseren Test aufgenommen. Es gibt einige neue Empfehlungen, an der Spitze ändert sich dagegen nichts.

2. März 2018

Wir haben unseren Test um sieben aktuelle Smartphones der Mittelklasse erweitert und neben neuen Empfehlungen auch einen neuen Testsieger gefunden: Das Nokia 8 konnte uns mit leichtem Abstand zur Konkurrenz überzeugen.

Weitere Updates

Die mittlere Preisklasse wird bei Smartphones immer beliebter. Denn seitens der Ausstattung können die meisten Mittelklasse-Smartphones der Premium-Klasse Paroli bieten, ja, sie sogar locker übertreffen – oder haben Sie schon mal ein iPhone mit der Möglichkeit einer zweiten SIM-Karte gesehen? Auch das Thema Speichererweiterung wird im Premium-Sektor peinlichst vermieden, damit sich neben dem 128-Gigabyte-Modell auch die Version mit 256 oder 512 Gigabyte verkaufen lässt, mit sattem Aufschlag versteht sich.

Das Entsperren per Fingerprint-Sensor, die Kommunikation per NFC sowie die USB Typ-C-Schnittstelle und die damit verbundene QuickCharge-Kompatibilität gehören aktuell in der Mittelklasse mit nur wenigen Ausnahmen zum Standard.

Wir haben insgesamt 34 Mittelklasse-Smartphones getestet, 20 sind derzeit noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Motorola Moto G100

Test  Mittelklasse-Smartphone: Motorola Moto G100
Das Moto G100 kommt mit stattlichem 6,7-Zoll Display und gleich zwei Selfie-Kameras.

Das Motorola Moto G100 ist in erster Linie ein hervorragend ausgestattetes, leistungsfähiges Smartphone. Mit dem Moto lässt sich sehr gut fotografieren und an der Akkulaufzeit gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Das Moto G100 bietet aber noch mehr: Aktuell legt Motorola ein »Ready For«-Dock2 und USB-C-HDMI-Kabel bei, was die Möglichkeiten des Smartphones erheblich erweitert.

Die Alternative zu Google

Huawei P40 Lite 5G

Test  Mittelklasse-Smartphone: Huawei P40 Lite 5G
Huawei hat sich beim P40 Lite 5G von den Google Diensten verabschiedet, und bietet erstmals eine eigene App-Plattform an.

Auch wenn Huawei beim P40 Lite 5G besonderen Wert auf lange Laufzeit und extrem kurze Ladezeit gelegt zu haben scheint, ist das längst nicht alles. Beim P40 Lite 5G wird zum ersten Mal auf die allgegenwärtigen Google-Dienste verzichtet. Alternativ ist der Zugriff auf die stetig wachsende Huawei AppGallery installiert. Auch die Fotos, die man mit dem Huawei schießen kann, können sich sehen lassen und die Rechenleistung ist in Ordnung, und dürfte einige Zeit keinen Wunsch nach mehr aufkommen lassen.

Designtipp

Oppo Reno2 Z

Test  Mittelklasse-Smartphone: Oppo Reno2 Z
Oppo landet sein erstes Smartphone mit Full-Size-Display und ausfahrbarer Kamera auf dem deutschen Markt.

Ausfahrbare Selfie-Kamera, Full-Size-Display und großzügige Ausstattung – damit soll das Oppo Reno2 Z auf dem europäischen Markt punkten. Das Gerät bringt neben der pfiffigen Kameralösung und dem großen Display auch ein markantes Design ins Rennen, was sich bis zum Betriebssystem durchzieht. Mit ColorOS hat Oppo ein besonderes Android auf dem Reno 2Z eingerichtet, was zumindest außergewöhnlich ist. Außerdem ist das schöne Stück mit Headset, dickem Schnelllade-Netzteil und Cover für die Rückseite überaus großzügig ausgestattet.

Preistipp

OnePlus Nord N10

Test  Mittelklasse-Smartphone: OnePlus N10
Im Nord N10 von OnePlus gibt es solide Leistung zum günstigen Preis.

Das OnePlus Nord N10 ist aktuell eines der günstigsten Komplettpakete, bei dem man nur wenige Abstriche machen muss. Die fotografischen Qualitäten kann der versierte Nutzer mit dem Profimodus ziemlich weit ausreizen. Allerdings führen die Voreinstellungen meistens schon zu sehr guten Ergebnissen. Dank Hybrid-Kartenslot lässt sich der eingebaute Speicher aufstocken, außerdem ist das Nord N10 mit dem 5G-Netz kompatibel.

Outdoor-Tipp

Doogee S90

Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Das Doogee S90 gibt sich robust, wasserdicht und lässt sich zudem mit Zusatzmodulen leicht erweitern.

Gegen eindringendes Wasser sind schon viele Smartphones geschützt, das Doogee S90 auch, es kann aber noch mehr. So steckt es dank dem umlaufenden Stoßschutz auch mal einen Sturz relativ unbeschadet weg. Außerdem wird es direkt mit Zweitakku ausgeliefert, der einfach nur hinten angedockt werden muss. Außer dem Zusatzakku lassen sich aber auch Tools, wie eine Infrarotkamera an die selbe Kontaktleiste andocken. Das S90 ist genau das richtige Smartphone für den härteren Einsatz, ob beruflich oder privat.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerDie Alternative zu GoogleDesigntippPreistippOutdoor-Tipp
Motorola Moto G100 Huawei P40 Lite 5G Oppo Reno2 Z OnePlus Nord N10 Doogee S90 Oppo Find X3 Lite Google Pixel 4a OnePlus Nord Poco F2 Pro Google Pixel 3a Xiaomi Mi 9 Oppo Reno2 Sony Xperia 10 II realme 6 pro BlackBerry KEY2 LE Nokia 8 Sony Xperia 10 Samsung Galaxy A6+ Nokia 7.2 Nokia 6.1
Test  Mittelklasse-Smartphone: Motorola Moto G100Test  Mittelklasse-Smartphone: Huawei P40 Lite 5GTest  Mittelklasse-Smartphone: Oppo Reno2 ZTest  Mittelklasse-Smartphone: OnePlus N10Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90Test  Mittelklasse-Smartphone: Oppo Find X3 LiteMittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4aTest  Mittelklasse-Smartphone: OnePlus NordTest  Mittelklasse-Smartphone: Poco F2 ProTest Mittelklasse-Smartphone: Google Pixel 3aTest Mittelklasse-Smartphone: Xiaomi Mi 9Test  Mittelklasse-Smartphone: Oppo Reno2Test  Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10 IITest  Mittelklasse-Smartphone: realme 6 proTest  Mittelklasse-Smartphone: BlackBerry KEY2 LETest  Mittelklasse-Smartphone: Nokia 8Test  Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10Test  Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A6+Test Mittelklasse-Smartphone: Noika 7.2Test  Mittelklasse-Smartphone: Nokia 6.1
Pro
  • Sehr gutes Display mit hoher Bildwiederholrate
  • Sehr gute Fotos
  • Inklusive „Ready For“-Dock2 und USB-C-HDMI-Kabel
  • Hervorragendes Display
  • Gute Fotos
  • Sehr gutes Energie­management mit langer Laufzeit und sehr kurzer Ladezeit
  • Einzigartiges Design mit echtem Full-Size-Display
  • Umfassende Ausstattung
  • Sehr gutes Display mit hoher Bild­wiederhol­rate
  • Gute Foto­abteilung
  • Sehr gutes Display
  • Hardcase und Zusatz-Akku im Lieferumfang
  • Sehr gutes Display
  • Lange Akkulaufzeit, kurze Ladezeit
  • Umfassender Liefer­umfang
  • Sehr gute Fotoqualität
  • Hohe Displayauflösung
  • Kompaktes Gerät
  • Hervorragendes Display
  • Gute Speicherausstattung
  • Sehr leistungsfähgiger Chipsatz
  • Hardware-Beschleunigung fürs Gaming
  • Enorm ausdauernder Akku
  • Sehr gute Fotoabteilung
  • Hervorragendes Display
  • Enorm schnell
  • Sehr gutes Display
  • Aktueller, schneller Chipsatz
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Satte Speicherausstattung
  • Hervorragendes Display
  • Ausdauernder Akku
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Sehr gutes Display
  • Enorm kurze Ladezeit
  • Inklusive DTEK-Unterstützung zur Datensicherheit
  • Hohe Pixeldichte
  • Mit patentierter Tastatur
  • Sehr leistungsfähig
  • Gutes Display
  • Aktuelles, schlankes Betriebssystem
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Wahlweise Dual-SIM oder Speichererweiterung
  • DSEE HX- und LDAC-Audio-Codecs werden unterstützt
  • Schmaler Display-Rand
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Dual-SIM und Speicherweiterung
  • Mit Android One schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Gute Ausstattung
  • Mit Android One schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Headset im Lieferumfang
  • Günstig
Contra
  • Ohne Google PlayStore
  • Mittelmäßige Foto­qualität
  • Knappe Akku-Ausdauer
  • Rückseite teilweise kratzanfällig
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Veralteter Chipsatz
  • Fotoleistung hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck
  • Wenig Speicher, nicht erweiterbar
  • Fotoleistung hat deutliche Schwächen
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Fotos nur mittelmäßig
  • Veralteter Chipsatz
  • Schwache Fotoleistungen
  • Ohne Headset
  • Recht kleines Display
  • Mittelmäßige Kamera
  • Akkulaufzeit ist nur mittelmäßig
  • Fotoqualität und Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Veraltete Micro-USB-Schnittstelle, daher keine Schnelllade-Option
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Unbrauchbare Lowlight-Aufnahmen
Bester Preis
  Produktdetails einblenden
Display6,7 Zoll
2520 x 1080 Pixel (409 ppi)
6,5 Zoll LTPS
2.400 x 1.080 Pixel (405 ppi)
6,5 Zoll
2340 x 1080 (394 ppi)
6,49 Zoll IPS
2340 x 1080 Pixel (405 ppi)
6,18 Zoll
2246 x 1080 (403ppi)
6,4 Zoll IPS
2.400 x 1.080 Pixel (411 ppi)
5,8 Zoll
2340 x 1080 Pixel (443 ppi)
6,44 Zoll
2400 x 1080 Pixel (408 ppi)
6,67 Zoll
2.400 x 1.080 Pixel (394 ppi)
5,6 Zoll
2220 x 1080 (440 ppi)
6,39 Zoll Amoled
2340 x 1080 (403 ppi)
6,5 Zoll
2.400 x 1.080 Pixel (401 ppi)
6 Zoll
2520 x 1080 Pixel (457 ppi)
6,5 Zoll
2.400 x 1.080 Pixel (405ppi)
4,5 Zoll
1.620 x 1.080 (434 ppi)
5,3 Zoll
2560 x 1440 (554 ppi)
6,0 Zoll
2520 x 1080 (457 ppi)
6"
2.220 x 1.080 (408 ppi)
6,3 Zoll
2.280 x 1.080 (400 ppi)
5,5"
1.920 x 1.080 (401 ppi)
Speicher128 GB / bis 512 GB (Hybrid-Slot)128 GB / bis 2 TB128 GB / bis 256 GB128 GB / bis 512 GB (Hybrid-Slot)128 GB / bis 256 GB (Hybrid)128 GB / –128 GB nicht erweiterbar256 GB nicht erweiterbar128 GB nicht erweiterbar64 GB nicht erweiterbar64 GB nicht erweiterbar256 GB / bis 2 TB128 GB / 1 TB (Hybrid-Slot)128 GB / bis 256 GB64 GB erweiterbar64 GB erweiterbar64 GB erweiterbar (Hybrid-Slot)32 GB / bis 256 GB (echtes Dual-SIM))64 GB / 128 GB32 GB / bis 128 GB (Hybrid)
Kameras16 MP, 8 MP Ultra-Weitwinkel / 64 MP (F1.7), 16 MP Ultra-Weitwinkel/Makro (F2.2), 2 MP Tiefensensor
(F2.4)
16MP WW( f/2.0) / 64MP (f/1.8) WW, 8MP (f/2.4) Ultra-WW, 2MP (f/2.4) Macro, 2MP (f/2.4) Tiefensensor16 MP (F1.7) / 48 MP (F2.2), 8 MP (F2.4) (Ultra-Weitwinkel) 2 MP (Tele) (F2.4), 2 MP (Portrait) (F2.4) 16 MP (F2.0) /64 MP WW (F1.8), 8 MP Ultra-Weitwinkel (F2.25), 2 MP Makro (F2.4), 2 MP Monochrom (F2.4)8 MP (F2.0) / 16 MP+8 MP (F2.0)32 MP (F2.4) / 64 MP (F1.7), 8 MP Ultra-Weitwinkel (F2.2), 2 MP Macro (F2.4), 2 MP SW (F2.4)8 MP (F2.0 ) / 12 MP (F1.7)32 MP (2.45) / 48 MP WW (F1.75), 8 MP Ultra-Weitwinkel (F2.25), 2 MP Makro (F2.4)20 MP Pop-up-Frontkamera / 64 MP Weitwinkel (F1.9), 13 MP Ultra-Weitwinkel (F2.4), 5 MP Makro (F2.2), 2 MP Tiefensensor (F2.4)8 MP / 12 MP20 MP / 48 MP (F 1.75), 12 MP (Tele f 2.2), 16 MP (WW)16 MP (f/2.0) / 48 MP, 13 MP, 8 MP, 2 MP (f/2.2, f/2.4, f/1.7)8 MP (F2.0) / 12 MP (F2.0), 8 MP (F2.0), 8 MP (F2.2)16 MP WW (f/2.0), 8 MP UltraWW (f/2.2) /64 MP (f/2.4), 8 MP (f/1.8), 2 MP (f/2.3)8 MP / 13MP + 5MP (F2.2)13 MP / 13 MP, 13 MP8 MP (F2.0) / 13 MP, 5 MP24 MP (F1.9) / 16 MP (F1.7) WW, 5 MP (F1.9) Tele20 MP (F2.2) / 48 MP (F 1.6), 8 MP (UltraWW F 2.4), 5 MP (Tiefensensor)8 MP / 16 MP
BetriebssystemAndroid 11Android 10
EMUI 10.1.1
Android 9
Color OS 6.1
Android 10
Oxygen OS 10.5.8
Android 8.1.0Android 11
ColorOS 11.1
Android 10Android 10, Oxygen OS 10.5.6Android 10, MUI 12.0.2Android 9.0Android 9.0
MIUI 10.2
Android 10
ColorOS V7
Android 10Android 10
realme UI V1.0 (ColorOS V7)
Android 8.1.0Android 8.1.0Android 9.0Android 8.0.0
Experience 9.0
Android 9.0 Pie
Android One
AndroidOne 8.1.0
Prozessor / RAMSnapdragon 870 OctaCore bei 3,2 GHz / 8 GBKirin 820 5G OctaCore bei 2,36 GHzMediaTek Helio MT6779 P90 OctaCore bei 2,2 GHz / 8 GBSnapdragon 690 OctaCore bei 2,0 GHz / 6 GBHelio P60 OctaCore bis 2.0 GHz / 6 GBSnapdragon 765G OctaCore bei 2,4 GHz / 8 GBSnapdragon 730G OctaCore bei 2,2 GHz / 6 GBSnapdragon 765G OctaCore bis 2,4 GHz / 12 GBKryo 585 OctaCore bis 2,84 GHz / 6 GBSnapdragon 670 Octa-Core bei 2,0 GHz / 4 GBSnapdragon 855 Octa-Core bei 2,8 GHz / 6 GBSnapdragon 730 OctaCore bei 2,2 GHz / 8 GBSnapdragon 665 OctaCore bis 2,0 GHz / 4 GBHelio G90T OctaCore bei 2,05 GHz / 8 GBSnapdragon 636 OctaCore bei 1,8 GHz / 4 GBSnapdragon 835 Octa-Core bei 4 x 3,5 GHz, 4 x 1,8 GHz / 4 GBSnapdragon 630 Octa-Core bei 2,2 GHz / 3 GBSnapdragon 450 OctaCore bei 1,8 GHz, 3 GBSnapdragon 660 OctaCore bei 2,2 GHz / 4 GB, 6 GBSnapdragon 630 OctaCore bei 1,8 GHz, 3 GB
Akku5.000 mAh nicht wechselbar4.000 mAh nicht wechselbar4.000 mAh nicht wechselbar4.300 mAh nicht wechselbar5.050 mAh nicht wechselbar4.300 mAh nicht wechselbar3140 mAh nicht wechselbar4100 mAh nicht wechselbar4600 mAh nicht wechselbar3.000 mAh nicht wechselbar3.300 mAh nicht wechselbar4.000 mAh nicht wechselbar3600 mAh nicht wechselbar4.300 mAh nicht wechselbar3.000 mAh nicht wechselbar3.090 mAh nicht wechselbar2.870 mAh nicht wechselbar3.500 mAh nicht wechselbar3.500 mAh nicht wechselbar3.000 mAh nicht wechselbar
Akkulaufzeit23:00 Stunden (Video-Test)23:00 Stunden (Video-Test)21:15 Stunden (Video-Test)16:45 Stunden17:30 Stunden (Video-Test)23:00 Stunden (Video-Test)18:30 Stunden (Video-Test)18:30 Stunden (Video-Test)30:00 Stunden (Video-Test)15:00 Stunden (Video-Test)16:30 Stunden (Video-Test)25:00 Stunden (Video-Test)25:00 Stunden (Video-Test)23:00 Stunden (Video-Test)12:00 Stunden (Video-Test)10:15 Stunden (Video-Test)10:45 Stunden (Video-Test)21:00 Stunden10:30 Stunden13:45 Stunden
Ladezeit1:29 Stunden1:00 Stunde1:25 Stunden0:35 Stundeca. 1:30 Stundenca. 1:00 Stunde1:29 Stunden1:32 Stunden1:35 Stunden2:30 Stunden1:00 StundeK. A.1:45 StundenK. A.2:25 Stunden1:46 Stunden1:55 Stunden
LieferumfangLadegerät, USB-C, Backcover aus SilikonLadegerät, USB-C, HeadsetLadegerät, Headset, BackcoverLadegerätLadegerät, Headset-Adapter, USB Typ-A Adapter, Display-Schutzfolie, Zusatz-Akku (5.000 mAh) HardcaseLadegerät, USB-C, Headset, Silikon-BackcoverLadegerät, USB-C Ladekabel, Adapter USB-A/USB-CLadegerät, USB-C Ladekabel, Silikon-BackcoverLadegerät, USB-C Ladekabel, Silikon-BackcoverLadegerät, USB-Adapter, Headset (Klinke, 3 Paar Passstücke)Ladegerät, USB-Headset-Adapter, Silikon-BackcoverLadegerät, USB-C, Headset, Silikon-BackcoverLadegerät, USB-C Ladekabel, HeadsetLadegerät, USB-C Kabel, Silikon-BackcoverLadegerät, HeadsetLadegerät, HeadsetLadegerät, Headset (Klinke, 3 Paar Passstücke)Ladegerät, HeadsetUSB Type-C-Kabel, Ladegerät, HeadsetLadegerät, Headset
BesonderheitenDual-SIM Hybrid, IP52, lieferbar in Iridescent Ocean (türkis), Iridescent Sky (grau) und bald in Slate GreyDual-SIM Hybrid, lieferbar in Space Silver, Crush Green und Midnight BlackDual-SIM plus microSD-Karte, erhältlich in Schwarz und WeißSchutzklasse IP68, stoßfest, modular erweiterbar mit Zusatzakku, IR-Kamera etc.Dual-SIMPopup-Kamera, DualSIMerhältlich in Schwarz und Weißerhältlich in Piano Schwarz, Ozean Blau, Lavendel LilaDualSIM, HybridDualSIM, Hybrid-SlotDualSIM + microSDmit Hardkey-Tastatur, Dual Nano-SIM erhältlich in Schwarz, Champagner, Rot-erhältlich in Schwarz, Silber, Blau, PinkAnthrazit, Türkis, Eis
Abmessungen168 x 74 x 10 mm162,3 x 75 x 8,6 mm161,8 x 75,8 x 8,7 mm163 x 74.7 x 8.95 mm168,5 x 80,7 x 14,1 mm159 x 73,4 x 7,9 mm144 x 69,4 x 8,2 mm158,3 x 73,3 x 8,2 mm163,3 x 75,4 x 8,9 mm152 x 70 x 8,2 mm158 x 75 x 8,2 mm160 x 74,3 x 9,5 mm157 x 69 x 8,2 mm162,1 x 74,8 x 9,6 mm150 x 71,8 x 8,4 mm151,5 x 73,7 x 7,9 mm156 x 68 x 8,4 mm160 x 75,7 x 7,9 mm160 x 75,2 x 8,25 mm149 x 76 x 8,2 mm
Gewicht207 g189 g198 g191 g300 g172 g144 g187 g221 g147 g174 g189 g153 g191 g156 g157 g162 g191 g180 g158 g

Was zeichnet Mittelklasse-Smartphones aus?

Immer wieder sorgt die recht kurze Akkulaufzeit von Premium-Smartphones für ärgerliche Kommentare seitens der Besitzer. Damit allerdings eine möglichst lange Akkulaufzeit erreicht werden kann, bedarf es eines Akkus mit entsprechender Kapazität. Daraus resultiert aber wiederum eine entsprechende Größe.

Große Akkus finden allerdings in den meisten Schmalhänsen der Premium-Klasse keinen Platz. Das sieht bei der Mittelklasse anders aus, wo niemand unbedingt »das dünnste« in der Hand halten will. Deshalb haben Mittelklasse-Smartphones oft eine bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys.

Oft bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys

Mittlerweile hat allerdings auch die Akkutechnik selbst einen Schub in Richtung Miniaturisierung erfahren, sodass die Schmalhänse aus der Premium-Klasse noch schmaler werden können und die Mittelklasse selbst mit fettem Akku alles andere als fettleibig wirkt.

So haben wir getestet

Um vergleichbare Messergebnisse zu erzielen, haben wir die Smartphones mit einem Testvideo in FullHD gefüttert und es Nonstop laufen lassen. Um das Smartphone besonders zu fordern, ließen wir zudem gleichzeitig das WLAN eingeschaltet. Auch die Aufladezeit der Smartphones haben wir dokumentiert, um einen praxisnahen Wert der Dauer zu bekommen, die man abwarten muss, um sein Smartphone wieder vollständig nutzen zu können.

Die WLAN-Reichweite wurde unter Realbedingungen getestet. Dazu muss man wissen, dass ein Vergleich nur zwischen zeitnah gemeinsam getesteten Geräten möglich ist, da die Funkübertragung von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist – sogar die Wetterlage hat starken Einfluss darauf.

1 von 14
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Motorola
Mittelklasse-Smartphone Test: Lg Huawei Oppo Realme
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z
Mittelklasse-Smartphone Test: Mi9t Nokia72
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Pixe3a Xperiax10
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Pixe3a Xperiax10 Back
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90 Front
Mittelklasse-Smartphone Test: Drei Mittelklasse Back
Mittelklasse-Smartphone Test: Drei Mittelklasse2
Mittelklasse-Smartphone Test: Sieben Mittelklasse Smartphones
Mittelklasse-Smartphone Test: Sieben Mittelklasse Smartphones Back
Mittelklasse-Smartphones im Test: Testsieger Nokia 8.
Mittelklasse-Smartphones im Test: Testsieger Nokia 8.
Mittelklasse-Smartphones im Test: Testsieger Nokia 8.

Immer häufiger ersetzt das Smartphone die Kompaktkamera – auf jeden Fall für mehr oder weniger alltägliche Schnappschüsse. Darauf haben sich die Hersteller eingestellt. In der Königsdisziplin mussten die Smartphones also zeigen, wie gut ihre Kamera funktioniert. Hierzu haben wir Testfotos unter vergleichbaren Beleuchtungs­bedingungen geschossen, unter anderem auch bei Lowlight um 30 Lux und unter komplexen Tageslichtbedingungen.

In den letzten Tests haben wir zudem Fotos unter extremen Lichtbedingungen gemacht, was neben der Hardware aus Optik und Bildsensor auch deren Ansteuerung sowie die Bildverarbeitung ziemlich ins Schwitzen bringe kann.

Auch die Rechenleistung kam auf den Prüfstand, genau genommen gleich auf zwei: Mit den Benchmarks von Antutu, LDS-3D-Bench und AI-Benchmark durften die Testgeräte ihre Rechenpower unter Beweis stellen. Die Ergebnisse sind hier ebenso dokumentiert wie die Testfotos.

Unser Favorit: Motorola Moto G100

Wer sich das Motorola Moto G100 aktuell bestellt, bekommt einen riesigen Karton geliefert. Darin befinden sich neben dem erwarteten Smartphone zwei weitere Verpackungen. Eine enthält das sogenannte »Ready For«-Dock2, eine weitere ein Adapterkabel von USB-C auf HDMI. Damit kann das Moto viel mehr als ein einfaches Smartphone, Erinnerungen an die DeX-Lösung von Samsung werden wach.

Testsieger

Motorola Moto G100

Test  Mittelklasse-Smartphone: Motorola Moto G100
Das Moto G100 kommt mit stattlichem 6,7-Zoll Display und gleich zwei Selfie-Kameras.

Aber wir sind ja bei Motorola: Auch das Moto G100 lässt sich mit Hilfe des Adapterkabels an einen größeren Bildschirm anschließen, darüberhinaus kann via Bluetooth sogar eine Tastatur und eine Maus angeschlossen werden, und fertig ist der Arbeitsplatz. Unterdessen darf das Smartphone selbst ganz entspannt im Dock stecken, quasi als Zentrale.

1 von 6
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola G100
Markantestes Merkmal des Moto G100 sind wohl die beiden Kameras im Display, eine davon mit Ultra-Weitwinkel-Optik für Gruppen-Selfies.
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola G100 Back
Drei Kameras auf der Rückseite: Eine davon arbeitet als Tiefensensor, die vierte Öffnung ist eher als Design-Element einzustufen und hat keinerlei Funktion.
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola G100 Anschluesse
USB-C ist selbstverständlich, die Buchse für das Headset daneben eher nicht mehr.
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola G100 Tasten
Der Fingerabdrucksensor ist im Ein-/ Ausschalter an der Seite integriert.
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola G100 Sim
Dank Hybrid-Slot passen wahlweise zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine Speichererweiterung rein.
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola G100 Komplett
Das Silikon-Case gehört zum Lieferumfang, ebenso wie Ladekabel und Netzteil.

Für Entspannung des Benutzers sorgt dann womöglich der Tausch von Maus und Tastatur gegen einen Bluetooth-Controller. Damit wird das Motorola Moto G100 zum Traum eines jeden Zockers. Leistung dafür ist übrigens genug vorhanden, unsere Messergebnisse mit den Benchmarks ergaben Rechenleistungen die an ein Premium-Smartphone erinnern.

Top-Ausstattung

Das Moto G100 verfügt zwar nur über 128 Gigabyte internen Speicher, der lässt sich dank Hybrid-Kartenslot aber leicht erweitern. Laut Spezifikationen sollen bis zu einem Terabyte drin sein, wir haben sparsam gedacht und uns mit 512 Gigabyte begnügt, was natürlich dicke reicht. Alternativ zur Speichererweiterung kann man natürlich auch eine zweite SIM-Karte einsetzen. Das macht unter Umständen gerade dann Sinn, wenn das Moto sowohl beruflich als auch privat genutzt wird.

1 von 2
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Readyfor2
Zum Lieferumfang gehören das "Ready For“-Dock2 und ein USB-C-HDMI-Adapterkabel.
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Readyfor1
Das Smartphone kann in dem Dock aufgeladen werden, dank Dreh-Arm kann man es aber auch als Mini-Fernseher benutzen.

Für die hervorragenden Rechenleistungen zeichnet mit dem Snapdragon 870 ein relativ neuer Chipsatz verantwortlich. Unterstützt wird dieser von acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Im Betrieb läuft das Smartphone durch diese Kombi zu außergewöhnlicher Höchstleistung auf, nicht nur in dieser Preisklasse.

Der Speicher ist mit bis zu 512 Gigabyte erweiterbar

Auch im Alltagsbetrieb, als normales Smartphone ohne Erweiterungsset, läuft das Moto G100 mit Android 11 als aktuell installiertes Betriebssystem absolut flüssig. Daran hat sicher auch das sehr gute Display seinen Anteil, das sich zudem von den standardmäßigen 60 Hertz auf 90 Hertz Bildwechselrate umstellen lässt.

Für die nötige Power sorgt der eingebaute Akku mit satten 5.000 mAh. Eine Ladung hält nach unseren Messungen zwar fast 20 Stunden, bei der Kapazität hatten wir eigentlich mit mehr gerechnet, dennoch ist das in Ordnung. Um den großen Akku wieder auf 100 Prozent aufzuladen, benötigt das mitgelieferte Ladenetzteil trotz QuickCharge fast zwei Stunden. Für eine schnellere Ladung wäre ein größeres Ladegerät notwendig, aber bei Motorola konnte man sich offenbar nicht zu einem der riesigen 65-Watt-Klötze durchringen, wie sie beispielsweise Oppo beilegt.

Kameras

Das Moto G100 verfügt gleich über zwei Selfie-Kameras, die aus jeweils einem Punchhole im Display lugen. Eine davon eignet sich wegen der Ultra-Weitwinkel-Brennweite hervorragend, wenn man ein Selfie zusammen mit einer ganzen Gruppe schießen oder eben viel Hintergrund dabei haben möchte.

 Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Motog100 Screenshot
Im Portrait-Modus lässt sich der Bokeh-Effekt mit einem Schieberegler einstellen, bei unserem Test waren die Änderungen allerdings nicht sehr groß.

Die drei Rückkameras sind für unterschiedliche Brennweiten zuständig: Das normale Objektiv mit 64 Megapixel-Sensor eignet sich zudem mit einer Blende von F1.7 besonders für Lowlight-Aufnahmen. Außerdem findet sich noch eine Kamera mit 16 Megapixeln, die Ultra-Weitwinkel-Brennweite und /Makro-Funktion verbindet. Dann gibt es nur noch den Tiefensensor mit 2 Megapixeln, die vierte »Kamera« ist wahrscheinlich nur ein Designelement.

Die Kameras meistern selbst schwierige Lichtsituationen

Zusammen mit der Bildverarbeitung schaffen es die drei Kameras selbst aus schwierigen Lichtsituationen optimale Ergebnisse herauszuholen.

1 von 3
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Motog100 Outdoor Lowlight
Motorola Moto G100: Blitz und HDR-Modus sind abgeschaltet, die Atmosphäre wird gut wiedergegeben. Bei der Leuchtschrift stößt die Kamera aber an ihre Grenzen.
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Motog100 Outdoor Lowlight Hdr
Motorola Moto G100: Im HDR-Modus werden zielsicher die Feinheiten wie die Leuchtschrift herausgearbeitet, das Bild wird insgesamt nicht aufgehellt und behält so die authentische Atmosphäre bei. Der HDR-Modus erfordert aber eine ruhige Hand oder eine Auflage fürs Smartphone.
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Motog100 Geli
Motorola Moto G100: Die hochstehende Sonne wird klar umrissen wiedergegeben. Der Vordergrund ist zwar recht dunkel, dennoch sind die Strukturen und die Farben noch gut zu erkennen.

Unsere Lowlight-Aufnahmen vom Ruhr-Museum bei Nacht und die extreme Gegenlichtaufnahme meistert das Moto G100 jedenfalls hervorragend. Im Lowlight-Betrieb lässt sich mit der Aktivierung des HDR-Modus oft sogar noch mehr Dynamik herausholen, ohne dass das Bild unnatürlich aufgehellt wird.

Bei Lowlight-Aufnahmen geraten sämtliche Smartphones, wie nicht anders erwartet, an ihre Grenzen. Hier geht jeder Hersteller einen anderen Kompromiss ein:

Kaum Rauschen, satte Farben

Das durch die notwendige Verstärkung entstehende Bildrauschen versucht man in der Bildverarbeitung durch entsprechende Glättungsmaßnahmen zu »verbessern« – was zwangsläufig dazu führt, dass viele Bilddetails gleich mit geglättet werden. Das Moto G100 erzeugt kaum Bildrauschen und zeigt alle Farben mit guter Sättigung.

1 von 2
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Motog100 Portrait
Der Portrait-Modus schafft ein schönes Bokeh, wie so oft funktioniert der Zoom im Portrait-Modus nicht.
Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Motog100 Portrait
Im Portrait-Modus erscheint ein Schieber im Display. Er soll den Grad des Bokehs einstellen, beim Test zeigte er allerdings wenig Wirkung.

Auch im Portrait-Modus liefert das Moto ein tolles Ergebnis mit natürlichem Bokeh. Zwar lässt sich die Stärke des Bokehs mit einem Schieber, der im Display erscheint, einstellen, eine Betätigung zeigte aber kaum Wirkung – ein Manko, das sich womöglich beim nächsten Update beheben lässt. Angesichts des guten Ergebnisses auch ohne Einstellmöglichkeiten ist das auch kein echtes Problem.

Das Moto G100 ist zwar nicht ganz billig, aber ein rundum gelungenes Smartphone und vor allem mit dem Zubehör jeden Cent wert ist.

Nachteile?

Der Preis für das Moto G100 ist aktuell noch recht hoch. Zum Lieferumfang gehören allerdings auch »Ready For«-Dock2 und ein USB-C-HDMI-Adapterkabel. Ohne dieses Zubehör und damit günstiger ist das Smartphone aktuell (noch) nicht zu haben. Die Einstellmöglichkeit des Bokeh im Portrait-Modus könnte mehr Wirkung zeigen, das ließe sich aber sicher per Update beheben, der Portrait-Modus ist dadurch allerdings kaum beeinträchtigt.

Motorola Moto G 100 im Testspiegel

Das Moto G100 hat auch einige Tester-Kollegen von seinen Qualitäten überzeugen können. Hier haben wir einen Überblick über die aktuellen Tests.

Beim Test in der Computer Bild erhält das Motorola aufgrund der sehr guten Gaming-Performance die »gute« Note 2,3:

»Das Motorola Moto G100 ist vor allem ein Gerät für Gamer. Das zeigt sich deutlich in der Ausstattung und bei der Leistung. In diesem Bereich schneidet es sehr gut ab. Störend ist die lange Ladezeit, die dafür sorgt, dass die recht lange Laufzeit etwas in den Hintergrund rückt. Draußen ist die geringe Helligkeit ein zusätzliches Problem. Die verbauten Kameras sind ordentlich, weisen aber in einigen Punkten deutliche Schwächen auf. Wer ein Smartphone vorwiegend fürs Zocken sucht, den dürfte das jedoch wenig stören.«

Im der April 2021 erhielt das Moto von Chip.de mit der Note 1,6 ebenfalls ein »gutes« Testergebnis. Auch hier war es vor allem die Leistung und dazu die Akkulaufzeit:

»Im Test überzeugt das Motorola Moto G100 mit einer exzellenten Leistung, einem ausdauernden Akku und mit einem individuellen Softwarefeature. Die Ausstattung ist solide, lässt aber einige Oberklasse-Standards vermissen, etwa eine vollwertige Staub- und Wasserschutz-Zertifizierung. Dafür bietet das Moto G100 noch einen Speicherkartenslot und einen Klinkenanschluss für kabelgebundene Kopfhörer. Auch der Lieferumfang spricht klar für das Motorola Moto G100, denn es liegt ein passendes USB-C-auf-HDMI-Kabel und eine USB-C-Dockingstation bei. Die Fotoqualität geht in Ordnung, lässt aber bei Schwachlicht zu Wünschen übrig.«

Alternativen

Das Moto G100 ist ein tolles Telefon und seinen Preis wert. Doch jeder hat eigene Präferenzen, ob es nun das Design ist, ob man ein Outdoor-Handy möchte oder ob man unbedingt ein 5G-fähiges Smartphone braucht. Unsere anderen Empfehlungen sind ebenfalls einen Blick wert.

Eigener App-Store: Huawei P40 Lite 5G

Das Huawei P40 Lite 5G ist gewissermaßen eine Premiere, es kommt ganz ohne die sonst vorinstallierten Google-Dienste aus, angefangen beim sonst stets implementierten Play Store. Alternativ ist die AppGallery von Huawei verlinkt, die zwar bislang noch vergleichsweise mager bestückt ist, dennoch mangelt es dem P40 Lite 5G erstmal an nichts.

Die Alternative zu Google

Huawei P40 Lite 5G

Test  Mittelklasse-Smartphone: Huawei P40 Lite 5G
Huawei hat sich beim P40 Lite 5G von den Google Diensten verabschiedet, und bietet erstmals eine eigene App-Plattform an.

Die Abwendung von den Google-Diensten ist möglicherweise auf den schon einige Zeit schwelenden Streit zwischen Huawei und dem Google-Konzern. Eine komplette Abnabelung Huaweis vom Android-Betriebssystem seitens Google, wie schon häufig kolportiert, scheint wohl so ohne weiteres nicht möglich zu sein. Einmal abgesehen davon, dass es ohnehin nur eine Frage der Zeit ist, bis ein Ersatz für Android auf dem Plan steht.

1 von 5
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40lite5g
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40lite5g Selfiecam
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40lite5g Back
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40lite5g Fingerprint
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40lite5g Komplett

Doch die alternative Software-Ausstattung ist nicht der einzige Grund für unsere Empfehlung des P40 Lite 5G. Mit seiner winzigen, kaum sichtbaren Frontkamera hat das Smartphone sehr viel Display mit besonders wenig Rand zu bieten. Diese Technik mit der Kamera auf der kleinen Insel nennt man bei Huawei Punch-FullView-Display. Das Display ist außerdem von hervorragender Qualität und mittlerweile klassenüblicher Auflösung und Pixeldichte von über 400 ppi.

Der hauseigene Kirin 820 Chipsatz ist ein Garant für solide Leistung bei hoher Energie-Effizienz, er wird dabei von sechs Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt. Mit Android 10 ist das aktuellste Betriebssystem installiert, bei der Oberfläche setzt Huawei wie immer auf das hauseigene EMUI, diesmal in der Version 10.1.1.

Für die notwendige Energie sorgt der fest eingebaute Akku mit 4.000 mAh Kapazität, die in unserem Test-Prozedere immerhin für 23 Stunden reichte. Danach ist das P40 Lite 5G binnen einer knappen Stunde wieder voll aufgeladen, mit dem Netzteil aus dem Lieferumfang, versteht sich.

1 von 3
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40lite Outdoor Lowlight
Huawei P40 Lite 5G: Mit der automatischen Belichtung wird die Stimmung gut wiedergegeben, wenngleich die Leuchtschrift nicht zu entziffern ist.
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40lite Outdoor Lowlight Nacht
Huawei P40 Lite 5G: Im zuschaltbaren Nacht-Modus werden die einzelnen Buchstaben der Leuchtschrift herausgearbeitet, ohne dass durch übermäßiges Aufhellen der Szene der Gesamteindruck verfälscht wird.
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40lite Geli
Huawei P40 Lite 5G: Die Sonne im Gegenlicht wird sehr konturiert abgebildet, der Vordergrund wird zumindest soweit aufgehellt, dass neben den Konturen auch die Farben stimmig sind.

Das Huawei P40 Lite 5G verfügt über insgesamt vier Kameras auf der Rückseite. Neben dem Weitwinkel mit 64 Megapixel-Sensor steht ein Ultraweitwinkel sowie ein Macro zur Verfügung, beide mit jeweils zwei Megapixeln. Der Tiefensensor mit ebenfalls zwei Megapixeln Auflösung macht das Quartett voll.

Das gute Zusammenspiel der Kameras mit der Bildverarbeitung macht sich einmal mehr beim Fotografieren bei extremen Lichtverhältnissen bemerkbar. Bei extremem Gegenlicht gibt es sowohl in den sehr hellen wie in den sehr dunklen Bereichen noch eine gute Durchzeichnung, die Belichtung macht einen sehr guten Kompromiss.

Bei der Nachtaufnahme des spärlich aber signifikant erleuchteten Ruhr Museums holt die Kamera des P40 Lite 5G einiges aus der Aufnahme heraus, lediglich die Leuchtschrift wird erst nach Zuschalten des Nacht-Modus lesbar. Der Nacht-Modus kann übrigens direkt im ständig eingeblendeten Hauptmenü ausgewählt werden.

1 von 3
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40lite Hell
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40litelx
Mittelklasse-Smartphone Test: Huawei P40litelx Nacht

Unter einfacheren Lichtverhältnissen und Studiobedingungen gibt es dann erwartungsgemäß ebenfalls keine Überraschungen. Einen kleinen Ausreißer erlaubt sich die Bildsoftware des P40 Lite 5G ausgerechnet bei ausreichend Licht; die künstliche Schärfe sorgt für gut sichtbare Doppelkonturen. Bei Lowlight-Aufnahmen gibt es dagegen nichts am Bild auszusetzen. Mit normaler Automatik gibt es einen kleinen Rotstich, während der Nacht-Modus für einen perfekten Weißabgleich sorgt, und noch weniger Rauschen sichtbar macht. Dafür sind feinere Details herausgearbeitet.

Das P40 Lite 5G ist tatsächlich mehr als eine interessante Alternative im ansonsten von Google komplett dominierten Smartphone-Markt. Wer nicht auf den Play Store verzichten mag, kann sich auf dem Umweg über den Browser trotzdem die meisten Apps aus dem Store herunterladen, Probleme mit der Kompatibilität gibt es keine.

Mit Popup-Kamera: Oppo Reno2 Z

Mit dem Oppo Reno2 Z kommt ein weiteres Smartphone von der gleichen Produktionsstätte wie OnePlus – diesmal nicht als OEM, sondern unter eigener Marke. Das Reno2 Z zielt hauptsächlich auf designorientierte Kunden, aber nicht nur. Oppo setzt auf ein echtes Full-Size-Display, hierzu wird die Selfie-Kamera bei Bedarf ausgefahren. Das machen andere zwar auch schon so, nur gibt es das beim Oppo zum schmalen Budget, ohne dass auf Anhieb an anderer Stelle Sparmaßnahmen erkennbar sind.

Designtipp

Oppo Reno2 Z

Test  Mittelklasse-Smartphone: Oppo Reno2 Z
Oppo landet sein erstes Smartphone mit Full-Size-Display und ausfahrbarer Kamera auf dem deutschen Markt.

Hersteller Oppo ist hierzulande längst kein Unbekannter mehr, schließlich werden die Geräte seit Jahren über wechselnde Kanäle importiert. Außerdem produziert man schon lange für andere Marken bezahlbare Smartphones. Beim Reno2 Z hat Oppo jetzt ganz tief in die Trickkiste gegriffen, ohne unser Budget dabei allzu sehr zu strapazieren. Das Reno2 Z gibt es in Weiß und in Schwarz, die Rückseite unseres Testmodells ist schwarz, wobei sich die Umrandungen außen und um die Kameras leuchtend blau absetzen, ist also auch auf der Rückseite ein echter Eyecatcher.

1 von 5
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Komplett
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Back
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Anschluss
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Slot1
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Selfie

Die ausfahrbare Selfie Kamera kennen wir zwar schon vom Xiaomi Mi 9T, welches sogar preislich auf dem gleichen Niveau liegt, allerdings bekommt man beim Oppo derzeit darüberhinaus auch in anderen Bereichen etwas mehr geboten. Allein beim Lieferumfang zeigt man sich beim Reno2 Z etwas großzügiger, als beim Xiaomi, so liegt dem Oppo neben dem soliden Backcover ein Headset bei, ein sehr guter Nachbau von Apples Ear Pods mit Kabel. Außerdem lässt sich der ohnehin mit 128 Gigabyte recht üppige interne Speicher mit einer microSD-Karte weiter aufstocken. Dank des Dreifach-Slots geht das sogar gleichzeitig mit zwei SIM-Karten.

Auch beim Oppo benötigt die Selfiekamera natürlich zusätzliche Energie, zur Sicherheit war man deshalb bei der Akkukapazität von 4000 mAh sehr großzügig. Immerhin reicht der vollgeladene Akku in unserem Test für eine Betriebsdauer von über 21 Stunden, und war anschließend dank des großen Netzteils und Dash-Schnelllade-Technik in Windeseile wieder voll aufgeladen.

1 von 5
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Outdoor Lowlight
Oppo Reno2 Z: Selbst ohne HDR-Unterstützung ist die Belichtung eigentlich schon etwas zu viel des Guten. Die Leuchtschrift auf dem Ruhrmuseum ist dann auch nicht zu entziffern.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Outdoor Lowlight Hdr
Oppo Reno2 Z: Mit aktiviertem HDR wirkt das Foto viel authentischer, dennoch lassen sich die Leuchtbuchstaben auch jetzt nicht entziffern.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Outdoor Gegenlicht
Oppo Reno2 Z: Da geht was – selbst mitten in die strahlende Sonne fotografiert, ist diese sehr klar umrissen, und trotzdem behält der Baum im Vordergrund seine Farbe weitgehend bei, und "säuft" nicht schwarz in schwarz ab.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Hell
Oppo Reno2 Z: Hervorragende Belichtung mit natürlichen Farben, die leichte Kantenschärfung sieht man erst bei der Vergrößerung.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2z Lowlight
Oppo Reno2 Z: Dank der knappen Belichtung etwas dunkel. Nahezu rauschfreies Bild, dafür zeigen andere mehr Details, und das blaue Dekor der großen Kanne könnte etwas mehr Sättigung vertragen.

Die ausfahrende Selfie-Kamera ist mit 16 Megapixeln schon sehr gut bestückt und verfügt über ausreichend Weitwinkel, sodass Selfies auch mit mehreren Personen meistens ohne Armverlängerung funktioniert. Die Vier Hauptkameras 48 MP, 8 MP (Ultraweitwinkel) und je 2 MP für den Telebereich und für den Portraitmodus ebenfalls über reichlich kreatives Potential. Die Hauptkamera überzeugt sowohl bei normalen aber auch bei extremen Lichtsituationen mit guten bis sehr guten Ergebnissen.

Installiert ist Android in der aktuellen 9. Version, allerdings nutzt Oppo beim Reno2 Z die hauseigene Oberfläche ColorOS. Außer einigen kosmetischen Eigenarten, die das Smartphone noch mehr zum Hingucker machen, gibt es einige interessante Features, wie beispielsweise die aus der Seite herausziehbare Leiste, mit einer individuellen Auswahl von Apps zum schnellen Start.

Als Gesamtpaket ist das Reno2 Z viel mehr als ein Smartphone für Designverliebte, weil Ausstattung und Leistung eben nicht hinter dem Design auf der Strecke bleiben.

Gut und günstig: OnePlus Nord N10

Beim OnePlus Nord N10 handelt es sich um eine leicht abgespeckte Version des OnePlus Nord. Bei gleicher Speicherausstattung liegen die beiden Smartphones preislich etwa 100 Euro auseinander, wobei das teurere Nord keinen Hybrid-Slot hat, also nicht nachgerüstet werden kann. Im Nord N10 lässt sich der interne Speicher dagegen mit einer microSD-Karte um weitere 512 Gigabyte erweitern, was in dem Falle nur auf Kosten einer zweiten SIM-Karte geht. Ein großer Unterschied besteht beim verwendeten Chipsatz des Nord N10: Hier muss man mit spürbar weniger Leistung auskommen als beim großen Bruder.

Preistipp

OnePlus Nord N10

Test  Mittelklasse-Smartphone: OnePlus N10
Im Nord N10 von OnePlus gibt es solide Leistung zum günstigen Preis.

Das Display ist dagegen von ähnlich hoher Qualität. Dafür spricht jedenfalls die Auflösung und zudem die Möglichkeit, zwischen einer Bildrate von 60 und 90 Hertz zu wählen. Letztere sorgt unter anderem für flüssigeres scrollen, kostet aber auch Energie. So kommt das N10 mit einer Ladung keine 17 Stunden hin, zumindest bei unserem Dauervideo bei mittlerer Display-Helligkeit und besagter Wiederholfrequenz von 90 Hertz. Bei geringerer Bildwiederholrate reicht es dann für knapp zwei Stunden länger, was ebenfalls nicht gerade rekordverdächtig ist. Dafür sorgt das fette Ladegerät aus dem Lieferumfang – in weniger als einer Stunde ist der Akku des Smartphones zu hundert Prozent aufgeladen und damit wieder voll einsatzbereit.

1 von 4
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nordn10
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nordn10 Back
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nordn10 Kartenslot
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nordn10 Zubehoer

Jetzt, wo ein Modul mit drei oder mehr Kameras auch bei den günstigsten Smartphones schon zur Standardausstattung gehören, sind die vier Rück-Kameras im Nord N10 ebenfalls keine große Sache mehr. Bei der Qualität hat die Bildverarbeitung allerdings ein Wörtchen mitzureden. Bei unserer Nachtaufnahme vom Ruhrmuseum reicht es zum Beispiel nicht ganz an einige unserer Empfehlungen heran. Zwar ist die Atmosphäre sehr gut getroffen, bei normaler Aufnahmeautomatik ist das Bild aber ziemlich verrauscht. Schaltet man den Nachtmodus ein, wird alles etwas glatter, die Leuchtschrift bleibt aber unleserlich.

1 von 5
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord N10 Outdoor Lowlight
Die Atmosphäre wird ganz gut wiedergegeben, allerdings rauscht das Bild und ist zudem nicht überall scharf.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord N10 Outdoor Lowlight Nachtmodus
Bei aktiviertem Nachtmodus wird das Rauschen fast vollkommen geglättet, in der Leuchtschrift sind die einzelnen Buchstaben erkennbar, lesen kann man sie jedoch nicht.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord N10 Geli
Bei der Gegenlichtaufnahme schlägt sich das Nord N10 redlich, die Sonne wird nur wenig überstrahlt, der Vordergrund wird zwar recht dunkel, ist aber noch gut erkennbar.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord N10 Hell
Bei ausreichender Beleuchtung gibt es keinen Anlass zur Kritik, die künstliche Kantenschärfung arbeitet sehr zurückhaltend.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord N10lx
Bei 30 Lux werden zwar leichtes Rauschen sichtbar, die Sättigung bleibt aber nahezu erhalten, sogar der blaue Dekorstreifen auf der Kanne wird tatsächlich blau abgelichtet.

Bei starkem Gegenlicht belichtet das OnePlus standardmäßig eher etwas knapp, sodass das Gegenlicht nicht den Rest des Fotos komplett überstrahlt. Der Vordergrund ist dann zwar düster, aber immer noch gut erkennbar. Im Pro-Modus, den die Foto-App anbietet, kann man die Belichtung noch differenzierter anpassen, dazu braucht man allerdings Zeit und wahrscheinlich mehrere Versuche. Bei gleichmäßiger Ausleuchtung gibt es kaum etwas zu bemängeln, hier kommt man locker mit den Einstellungen der Automatik hin.

Gute Fotoabteilung mit sehr gutem Portrait-Modus

Wie üblich verfügt das Nord N10 natürlich auch über einen Portrait-Modus, der sehr gut arbeitet, auch wenn dann der Zoom nicht aktiv ist. Im Zweifel muss man dann halt näher ans Motiv dran, damit der Bildausschnitt passt.

 Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord N10 Bokeh1 F4
Das Nord N10 liefert im Portrait-Modus ein sauberes Bokeh, der Zoom funktioniert in diesem Modus allerdings nicht.

Im Grunde hat OnePlus beim Nord N10 an den richtigen Stellen gespart, denn sowohl die Display-Qualität als auch die Foto-Abteilung liegen auf dem Niveau der meisten Konkurrenten. Der Speicher ist zwar mit 128 Gigabyte recht knapp, er lässt sich aber dank des Hybrid-Slots problemlos aufstocken.

OnePlus hat den Preis im Februar 2021 nach unten korrigiert, sodass das Nord N10 jetzt für deutlich unter 300 Euro zu haben ist. Damit ist es unser neuer Preistipp.

Reise- oder Arbeitshandy: Doogee S90

Das Doogee S90 ist für den harten Outdoor-Einsatz gedacht, neben der Schutzklasse IP68, die Dichtigkeit gegen Wasser und Staub zertifiziert, ist es außerdem mit einem Rundum-Aufprallschutz versehen. Außer diesen und einigen weiteren Maßnahmen handelt es sich beim Doogee S90 um ein Smartphone mit dem Preis angemessener Hardware-Ausstattung. So gibt es auf der Rückseite zwei Kameras, eine mit Weitwinkel- und eine mit Normal-Objektiv. Der interne Speicher lässt sich zudem um bis zu 256 Gigabyte erweitern, alternativ kann man aber auch eine zweite SIM-Karte in den Hybrid-Slot stecken.

Outdoor-Tipp

Doogee S90

Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Das Doogee S90 gibt sich robust, wasserdicht und lässt sich zudem mit Zusatzmodulen leicht erweitern.

Der Prozessor kommt von Mediatek, gehört dort zur neusten Generation und wird von sechs Gigabyte RAM unterstützt. Auch unsere Benchmark-Messungen zeigen, dass das Smartphone technisch auf der Höhe der Zeit ist. Einzig das fehlende Headset ließe sich bemängeln, dafür gibt es aber reichlich anderes Zubehör.

1 von 5
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee Einsatz
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90 Toolbag
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90 Back
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90 Akkupack
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90 Zubehoer

Neben dem Huckepack-Akku, der mit 5.000 Milliamperestunden ähnlich potent ist wie der eingebaute Akku, liegt das obligatorische Ladegerät nebst Kabel dabei – außerdem hat Doogee nicht an Adaptern gespart, um den USB Typ-C-Anschluss mit gängigen USB-Buchsen kompatibel zu machen und dort auch ein normales Headset anschließen zu können. Das Ganze findet im großzügig bemessenen Hardcase genug Platz, dort lassen sich außerdem das optionale Nachtsichtkamera-, das Walkie-Talkie- oder das Gaming-Modul unterbringen.

Geschützt, aber anfällig für Kratzer

Das Doogee S90 ist mit einem Rundumschutz weitgehend gegen mechanische Beschädigungen geschützt. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Rückseite aus einer lackierten Alu-Titanlegierung für unser Empfinden etwas zu kratzempfindlich ist: Das Ablegen auf die Steine für unsere Outdoor-Aufnahme brachte dem Smartphone direkt ein paar Kratzer am Rahmen der Kontaktleiste ein. Das ist zwar nicht schlimm, sieht aber auf Dauer nicht gut aus und wäre sicher bei entsprechender Materialwahl zu vermeiden.

1 von 4
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90 Outdoor Lowlight
Doogee S90: Durchaus klassenüblich greifen die Rauschfilter sehr stark ein, viel Strukturen werden einfach geglättet, die Leuchtschrift ist nicht zu entziffern. Insgesamt ist das Bild zu dunkel, zumindest der Himmel sollte ansatzweise noch auszumachen sein.
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90 Outdoor
Doogee S90: Die Gegenlichtsituation meistert das S90 sehr gut. Die Sonne überstrahlt nur leicht und der Vordergrund ist nicht zu dunkel.
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90 Hell
Doogee S90: Eine leichte Überbelichtung lässt die Farben etwas blass erscheinen, ansonsten sind an den Kanten deutliche Anzeichen einer Anhebung der Schärfe zu erkennen.
Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90lx
Doogee S90: Insgesamt geht die Sättigung deutlich zurück, das Rauschen hält sich aber in Grenzen und es sind noch recht viele Details abgebildet.

Seitens der Software ist das Doogee S90 mit Android 8.1 ebenfalls ziemlich aktuell ausgestattet. Die Apps, die sich alle in der sogenannten ToolBag befinden, erweisen sich teilweise gerade für Heim- und Handwerker als recht nützlich, wie die Wasserwaage, der Winkelmesser oder das virtuelle Lot. Andere, wie das Barometer oder die Lupe, die sich die Kamera zunutze macht, sind Geschmackssache. Alle haben sie eines gemeinsam: Sie greifen sich die ohnehin integrierten Sensoren zurück.

Alles in allem gehört das Doogee S90 eher nicht zu den rugged Smartphones, die veraltete Technik in Stoßdämpfer packen, sondern hier kommt aktuelle Technik zum Einsatz. Zum Lieferumfang gehört praktisches Zubehör, das man zusätzlich brauchen könnte. Das gibt es optional – dafür ist der Preis sehr fair.

Außerdem getestet

Oppo Find X3 Lite

Das Oppo Find X3 Lite ist das günstigste der aktuellen X3-Reihe, trotzdem ist es kein Billgheimer. Es verfügt über ein sehr gutes Display, leistungsstarke Hardware und man kann mit Hilfe seiner insgesamt fünf Kameras ordentliche Fotos schießen.

1 von 5
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3 Lite
Das Oppo Find X3 Lite hat ein AMOLED Display und erlaubt eine hohe Bildwechselfrequenz zur flüssigeren Wiedergabe.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3 Lite Back
Eine von den vier Kameras macht künstlerische Schwarzweiß-Fotos.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3 Lite Anschluesse
Neben der USB-C-Buchse gibt es am Oppo nach wie vor eine für das Headset.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3 Lite Sim
Zwei SIM-Karten passen rein, die alternative Aufstockung des Speichers per microSD-Karte dagegen nicht.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3 Lite Komplett
Ein Silikon-Case, das Ladekabel und ein riesiges Ladenetzteil gehören zum Lieferumfang. Das Headset ist auch in dieser Klasse schon beinah Luxus.

Sparmaßnahmen gibt es natürlich auch, die schmerzlichste ist wohl der integrierte Speicher. Das Find X3 Lite gibt es nur in einer Ausführung mit 128 Gigabyte Speicher. Das ist zwar nicht wenig, angesichts der filmerischen Fähigkeiten, über die das Smartphone verfügt, könnte es aber schnell knapp werden.

1 von 5
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3lite Outdoor Lowlight
Oppo Find X3 Lite: Die Atmosphäre ist gut getroffen, die Dynamic reicht aber nicht aus, um die Leuchtbuchstaben einzeln sichtbar zu machen.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3lite Outdoor Lowlight Hdr
Oppo Find X3 Lite: Im HDR-Modus ist etwas mehr Differenzierung in den dunklen Bildanteilen zu erkennen, die Leuchtschrift bleibt aber unlesbar.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3lite Geli
Oppo Find X3 Lite: Im Gegenlicht neigt die Sonne leicht zum Überstrahlen, dafür ist der Vordergrund ebenfalls vergleichsweise hell abgelichtet – alles in allem ein guter Kompromiss.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3lite Hell
Oppo Find X3 Lite: Die Belichtung ist korrekt, nur die Farben sind etwas blass.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3litelx
Oppo Find X3 Lite: Bei wenig Licht ist ein leichter Rauschteppich zu erkennen, außerdem erscheint das blaue Dekor auf der großen Kanne einfach nur dunkelgrau.

Auch die 64-Megapixel-Kamera fordert irgendwann ihre Tribut, zumindest wenn man die großen Bilddateien nicht regelmäßig extern sichert. Leider verfügt das Find X3 Lite Smartphone nur über einen Dual-SIM- und keinen Hybrid-Slot, sodass man den Speicher auch nicht mit einer microSD-Karte aufstocken kann.

1 von 2
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3lite Portrait
Der Portrait-Modus funktioniert sehr gut, selbst wenn man sich nicht an den Abstand hält, der im Display eingeblendet wird.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Findx3lite Portrait
Da auch hier der Zoom im Portrait-Modus nicht funktioniert, stellt man den Bildausschnitt mit dem Abstand zum Motiv ein.

Die übrige Ausstattung kann sich dennoch sehen lassen: Neben einem Headset und einem Silikon-Case liegt ein massives Ladegerät bei. Damit kann der Akku des Smartphones innerhalb einer guten halben Stunde komplett aufgeladen werden.

Auch die Ergebnisse der Fotoabteilung können sich sehen lassen, lediglich in schwierigen Mischlichtsituationen reicht die Bildquaität nicht ganz an unseren Favoriten heran.

Das Find X3 Lite besitzt durchaus Charme, ist aber aktuell noch etwas zu teuer, um der Konkurrenz etwas entgegensetzen zu können.

Google Pixel 4a

Das Google Pixel 4a ist nach dem Pixel 3a das zweite Smartphone, welches in der preislich attraktiven Mittelklasse platziert ist. Man legt offenbar viel Wert auf Mobilität, wofür nicht zuletzt die vergleichsweise kompakten Abmessungen sprechen. Entsprechend klein ist das Display, das mit der Diagonalen deutlich unter 6 Zoll liegt, was aber andererseits wieder eine sehr hohe Pixeldichte ergibt. Auch die Akkulaufzeit kann sich mit über 18 Stunden Dauervideo durchaus sehen lassen.

1 von 4
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a Kamera
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a Tasten
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a Sim

Nun macht ein kleines Display noch kein günstiges Smartphone, deshalb sieht man dem Pixel 4A schnell auch einige der notwendigen Sparmaßnahmen an. Auf der Rückseite fristet nur eine einzige Kamera ihr Dasein, das schränkt zwar die mögliche Brennweite bei gleichbleibend hoher Auflösung ein, nicht aber die Bildqualität insgesamt, wie unsere Probeaufnahmen deutlich zeigen.

1 von 5
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a Outdoor Lowlight
Das Google Pixel 4a macht die Kunturen der Leuchtschrift sichtbar, allerdings ist das Bild insgesamt sehr verrauscht.
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a Outdoor Lowlight Nachtsicht
Im Nacht-Modus kann man die Leuchtschrift zwar immer noch nicht lesen, dafür rauscht es jetzt kaum noch und die Drähte der Hochspannungsleitung sind klar zu erkennen.
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a Geli
Die Sonne ist ein wenig überstrahlt, damit auch der Vordergrund noch genug belichtet wird.
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a Hell
Bei normaler Beleuchtung belichtet das Google Pixel 4a korrekt, die Nachschärfung ist kaum wahrzunehmen.
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4alx
Bei geringer Ausleuchtung geht die Sättigung erwartungsgemäß zurück, dennoch ist das Ergebnis hervorragend.

Das Google Pixel 4A gibt es ausschließlich in schwarz und nur in einer Variante mit 128 Gigabyte internem Speicher. Leider passt zudem lediglich eine einzige Nano-SIM-Karte in den Slot, Dual-SIM oder sogar eine Speichererweiterung per microSD-Karte sind nicht vorgesehen. Gerade angesichts der ausgesprochen guten Fotoleistung erscheint der eingebaute Speicher etwas dürftig, allerdings geht Google wohl davon aus, dass man die Schnappschüsse ohnehin in die Google Cloud lädt.

Installiert ist natürlich Android 10 in Reinform, wobei sämtliche Google-Dienste bereits vorinstalliert sind. Das System läuft recht flüssig, obwohl der eingesetzte Chipsatz nicht mehr ganz so aktuell ist, dafür hat man dem Prozessor immerhin sechs Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite gestellt. Die von uns gemessenen Leistungen sind standesgemäß, aber auch nicht mehr. Im Alltag fällt das erst auf, wenn mehrere Prozesse gleichzeitig laufen oder aufwendige Apps den Prozessor in die Knie zwingen. Bei manchen Games ruckelt es dann schon sichtbar oder es kommt zu kurzen Unterbrechungen.

Die Fotoleistungen sind trotz nur einer einzigen Hauptkamera hervorragend, die Ausstattung ist gerade noch standesgemäß. Wer ein kompaktes Smartphone sucht, das zuverlässig seinen Dienst tut und darüberhinaus mit außergewöhnlichen fotografischen Qualitäten ausgestattet ist, liegt beim Google Pixel 4A richtig.

OnePlus Nord

Nach dem Motto »back to the roots« scheint das OnePlus Nord orientiert zu sein. Zumindest vom Preis her stimmt das wohl, denn die ehemals als Konkurrenz zu den Flaggschiffmodellen der etablierten Hersteller eingeführten Geräte sind nun ihrerseits in höhere Preisregionen entschwunden. Das Nord soll nun die Mittelklasse entsprechend aufmischen, allerdings ist hier wie dort die Konkurrenz ebenfalls größer geworden.

1 von 4
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord Kamera
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord Tasten
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord Sim

Das OnePlus Nord gibt es in zwei Varianten: Einmal mit 128 Gigabyte internem Speicher und 8 Gigabyte RAM, sowie einmal mit satten 256 Gigabyte internem Speicher und 12 Gigabyte RAM. Letztere stellte unser Testgerät. Der Preisunterschied zwischen den beiden Varianten beträgt etwa 100 Euro. Außer der Speicherausstattung gibt es keine weiteren Unterschiede. Das betrifft auch den Karten-Slot: Hier lassen sich zwar bis zu zwei SIM-Karten einstecken, eine Speichererweiterung in Form einer microSD-Karte ist dagegen nicht möglich – damit könnte das Nord mit nur 128 Gigabyte Speicherkapazität schnell an seine Grenzen stoßen. Unser Testmodell dagegen ist mit 256 Gigabyte gut ausgestattet.

Die Kameraausstattung ist bei beiden Nord-Varianten die gleiche und sorgt für ein durchwachsenes Ergebnis. Während bei komplexen Motiven, wie unserer Outdoor Nachtaufnahme und der Gegenlicht-Aufnahme, die Kameras ihre Sache ausgesprochen gut machen, sind es eher die Standard-Lichtsituationen, wo es noch reichlich Luft nach oben gibt.

1 von 6
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord Outdoor Lowlight
Das OnePlus Nord beherrscht die komplexe Lowlight-Situation schon im Automatik-Modus sehr gut, zu erkennen an den Konturen der Leuchtschrift und den sichtbaren Drähten der Hochspannungsleitung.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord Outdoor Lowlight Nachtmodus
Im Nachtmodus legt das OnePlus Nord nochmal zu. Die Leuchtreklame lässt sich jetzt entziffern, dafür ist der Himmel tatsächlich sehr blau.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord Geli
Obwohl die Sonne nur leicht überstrahlt, ist im Vordergrund jedes Detail zu erkennen, dazu noch großzügig belichtet.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nord Hell
Bei normaler Ausleuchtung des Motivs belichtet das Nord eindeutig zu hell, insbesondere die Gesichter wirken unnatürlich.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nordlx2
Bei wenig Licht geht die Sättigung deutlich zurück, das blaue Dekor auf der großen Kanne wird als dunkles Grau erkannt und Rauschen ist ebenfalls gut zu erkennen.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Nordlx1
Im Nachtmodus nimmt die Sättigung zu – allerdings auch das Rauschen.

Darüberhinaus handelt es sich beim OnePlus Nord um ein sehr leistungsfähiges Smartphone, was neben dem schnellen Chipsatz auch der großzügigen Ausstattung mit Arbeitsspeicher (RAM) geschuldet ist. Unterfüttert wird diese Leistung von einem ausdauernden Akku, der nach seinen mehr als 18 Stunden Video-Dauerlauf dank des riesigen Ladenetzteils schon binnen einer Stunde wieder komplett aufgeladen ist.

Besonderes Augenmerk hat der Hersteller zudem auf das Display gelegt. Die Auflösung des kontrastreichen AMOLED-Displays liegt zwar mit knapp über 400 ppi im üblichen Rahmen, dafür lässt sich die Bildwechselfrequenz von 60 auf 90 Bildern pro Sekunde umstellen. Dadurch werden die meisten Inhalte deutlich flüssiger dargestellt, was sich insbesondere beim schnellen Scrollen positiv bemerkbar macht.

Wer Wert auf ein sehr gutes Display legt und sich mit dem vorhandenen Speicher begnügt, ist mit dem OnePlus Nord sicher gut bedient. Wir empfehlen allerdings die Version mit 256 Gigabyte Speicher, da ja eine Erweiterung nicht möglich ist. Auch sollte der Hersteller die Bildverarbeitung in einem der nächsten Firmware-Updates verbessern, das Potential wäre nämlich vorhanden.

Poco F2 Pro

Das Poco F2 Pro kommt aus der gleichen Fertigung wie die Xiaomi- bzw. Mi-Smartphones, was einmal am mitgelieferten Netzteil und schließlich auch an der Bedienoberfläche zu erkennen ist. Auch auf dem Poco ist nämlich die aktuelle MIUI-Oberfläche installiert, wenngleich angeblich für das Poco Smartphone leicht modifiziert. Die Intention des Herstellers ist klar und vor allem keine neue – will man eine Marke im hochpreisigen Segment etablieren, hat es sich offensichtlich bewährt, die günstigeren Produkte unter einer Subbrand zu vermarkten. So ähnlich macht es schließlich auch Huawei mit der Untermarke Honor vor.

1 von 4
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro Kameras
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro Tasten
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro Simslot

Insbesondere bei der Leistungsmessung wird die Kernkompetenz des Poco F2 Pro deutlich. Laut unseren Messungen schlägt es hier sogar unseren aktuellen Favoriten, wenn auch knapp. Allerdings bietet das F2 Pro dadurch reichlich Reserven für das ein oder andere Online-Spielchen, Latenzen können hier allenfalls vom schwachen Netz kommen, nicht aber vom Smartphone. Nicht umsonst gibt es in den Einstellungen ein Untermenü mit »Speziellen Funktionen«, hier findet sich unter anderem auch der sogenannte Game Turbo zur Beschleunigung ausgewählter Spiele. Dadurch werden natürlich auch Energiesparmaßnahmen, die sonst aktiv sind, kurzerhand ignoriert. Bei einer Akkulaufzeit von gut 30 Stunden mit unserem Testviedeo stellt das für gewöhnlich aber kein größeres Problem dar.

Schwierig wird es erst beim Fotografieren. Zwar hat das Poco insgesamt vier Kameras, die sich im Rondell auf der Rückseite tummeln, beim Fotografieren werden die Sparmaßnahmen aber direkt offensichtlich. Sämtliche Aufnahmen mit zu wenig Licht zeigen deutlich sichtbares Rauschen, während bei normaler Ausleuchtung ein Hang zur Überbelichtung festzustellen ist. Außerdem produziert die Kamera oder die Bildverarbeitungs-Software unschöne Artefakte. Eine genauere Beschreibung finden Sie direkt unter den jeweiligen Fotos. Die Selfie-Kamera wird bei Bedarf mit viel Tamtam ausgefahren.

1 von 6
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro Outdoor Lowlight
Die ausfahrbare Kamera des Poco F2 Pro kommt bei komplexer Lowlight-Situation sichtbar an ihre Grenzen. Das Foto ist komplett ineinen groben Rauschteppich eingehüllt.
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro Outdoor Lowlight Hdr
Im Nachtmodus wird das Helligkeitsrauschen sogar noch stärker, dafür werden die Leuchtbuchstaben sehr gut herausgearbeitet.
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro Geli
Im Gegenlicht ist der Sensor komplett übersteuert, gut zu erkennen am Nebel, der sich scheinbar über das gesamte Foto erstreckt.
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro Hell
Auch bei normalem Licht ist die Belichtung zu stark. Interessanter Nebeneffekt: Das ekor der großen Kanne ist dunkelgrau statt blau, der rote Dekorstreifen auf der linken Kanne wechselt sogar seine Farbe.
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2prolx
Bei 30 Lux Ausleuchtung gibt es neben der hochgesetztem Sättigung insgesamt ein eher unscharfes Bild.
Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2prolx Hdr
Bei Zuschaltung des Nacht-Modus wird es heller, aber auch das Rauschen nimmt enorm zu.

Leistungsfetischisten und Gelegenheitszocker werden mit dem Poco F2 Pro ihre Freude haben, zumal sich auch der Preis in Grenzen hält. Die Fotoleistungen sind aber selbst für diesen Preis zu schwach. Erschwerend kommt die sparsame Speicherausstattung hinzu, zumal sich der Speicher nicht per microSD-Karte aufstocken lässt.

Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro Portrait Ausschnitt
Auch das Poco F2 Pro hat im Portrait-Modus keinen Zoom, der Bildausschnitt wird also durch den Abstand zum Motiv gewählt oder anschließend per Software ausgeschnitten. Interessanter nebeneffekt; hält man das Smartphone quer, wird das Portrait im Seitenverhältnis 1:1 geschossen, wir haben dann einen 3:2 Ausschnitt erstellt.

Google Pixel 3a

Mit dem Pixel 3a hat Google nun auch ein Smartphone für den Einstiegsbereich. Auf den ersten Blick sieht es nach Standardkost aus, das kommt hauptsächlich vom klassischen Display und der Beschränkung auf nur eine Hauptkamera. Das Volks-Pixel hat allerdings einiges zu bieten, unter anderem auch eine hervorragende Fotoabteilung. Das Display des Google Pixel 3a ist allerdings eher klassisch gehalten, also mit rundum gut sichtbarem Rand. Ganz gegen den allgemeinen Trend verfügt das Pixel 3a lediglich über eine einzige Hauptkamera. Der Zoom arbeitet digital und kostet im Telebereich entsprechend Auflösung.

Auf der Habenseite steht dem allerdings ein ausgeklügeltes Zusammenspiel aus Optik, Kamera und Bildverarbeitung gegenüber, welches selbst in schwierigen Beleuchtungssituationen noch für hervorragende Fotos sorgt.

1 von 3
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel3a Lowlight
Google Pixel 3a: Genial – sowohl die Leuchtschrift des Ruhrmuseums als auch das große Plakat lassen sich entziffern, letzteres allerdings erst nach Vergrößerung des Ausschnittes.
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel3a Lowlight Hdr
Google Pixel 3a: Im HDR Modus wird alles etwas heller, vor allem der Vordergrund. Die Lesbarkeit geht dagegen etwas zurück.
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel3a Outdoor
Google Pixel 3a: Das Gegenlichtmotiv gelingt dem Pixel überzeugend. Die Sonne ist klar abgegrenzt, die Wolken gut differenziert und der Vordergrund ist nicht zu dunkel.

Geht es um knallharte Gegenlichtaufnahmen, schlägt sich die Kamera des Pixel 3a sehr gut. Das Gegenlicht ist klar umrissen, die dunklen Partien haben genug Durchzeichnung und auch die Farbdarstellung bleibt jederzeit natürlich, was für eine gute Belichtung auch unter Extrembedingungen spricht. Bei den älteren Geräten sieht das nicht immer ganz so gut aus, wobei das geänderte Motiv nur eine geringe Rolle spielt, da die Lichtverhältnisse vergleichbar geblieben sind.

Auch unter Laborbedingungen mit klar definierten Lichtquellen – eben nicht von vorn – belichtet das Google Pixel 3a weder zu stark noch zu schwach. Es liefert ein farbechtes, kontraststarkes Foto, welches auch nicht durch künstliche Kantenschärfe aufgepeppt werden muss.

Xiaomi Mi 9

Schon beim Kauf des Xiaomi Mi 9 muss man sich für eine der beiden verfügbaren Speichervarianten entscheiden. Eine Nachrüstung ist nicht möglich, da der Kartenschacht zwar zwei SIM-Karten aufnehmen kann, aber keine Speicherkarte: Es ist eben kein Hybrid-Schacht. Der 3300 Milliampere starke Akku ist keinesfalls ungewöhnlich: Ungewöhnlich ist nur seine Ausdauer – über 16 Stunden spielte das Xiaomi Mi 9 unser Test-Video ab, bevor es nach der Steckdose verlangte. Nach knappen eineinhalb Stunden war der Akku dann schon wieder komplett geladen.

1 von 3
Mittelklasse-Smartphone Test: Xiaomi Mi9 Outdoor Lowlight
Xiaomi MI9: Schon mit der Automatik und ohne besondere Maßnahmen lässt sich auch in den dunklen Bereichen noch Zeichnung erkennen, die Leuchtschrift ist allerdings nicht zu entziffern.
Mittelklasse-Smartphone Test: Xiaomi Mi9 Outdoor Lowlighthdr
Xiaomi MI9: Im HDR-Modus wird das komplette Bild nochmal aufgehellt, so dass man den Strommast im Hintergrund sehen kann, und die Schrift auf dem Plakat erkennt. Zu lesen gibt es da allerdings ebenso wenig, wie in der Leuchtschrift.
Mittelklasse-Smartphone Test: Xiaomi Mi9 Outdoor Gegenlicht
Xiaomi MI9: Das Xiaomi schafft eine durchgängeg helle Belichtung,ohne dass die Sonne zu sehr überstrahlt, ihre Konturen sind noch sehr klar umrissen, allerdings meint die Bildsoftware es mit dem Grün des Rasens etwas zu gut.

Auch die Bildqualität der Fotos, die man mit den insgesamt drei Hauptkameras schießen kann, ist durchweg beachtlich. Bei Lowlight, Gegenlicht und anderen schwierigen Lichtverhältnissen spielt das Mi 9 ganz oben mit. Lediglich unser neu hinzugekommenes Life-Motiv, die Ablichtung des Ruhr-Museums bei Dunkelheit, wiesen das Xiaomi in die Schranken.

Mit dem Mi 9 ist Xiaomi unterm Strich ein ganz großer Wurf gelungen ist, hier bekommt man ein Spitzen-Smartphone mit leichten Einschränkungen fast zum Schnäppchenpreis.

Oppo Reno2

Das Oppo Reno2, ohne »Z« ist unserem Design-Favoriten ziemlich ähnlich, auch hier fährt die Frontkamera bei Bedarf oben aus dem Gehäuse. Allerdings nicht wie ein Periskop, sondern sie wird einseitig aus dem Gehäuse geschwenkt. Das hinterlässt erstmal einen solideren Eindruck, was sich allerdings im Dauereinsatz erst bestätigen muss. Der Chipsatz, der im Reno2 zum Einsatz kommt ist nun ein Snapdragon-Prozessor statt dem Mediatek-SoC des Reno2 Z. Die Spezifikationen sind jedoch ähnlich, außerdem werden beide Prozessoren jeweils von acht Gigabyte Arbeitsspeicher flankiert. Die Kameraausstattung des Reno2 ist etwas besser, jedenfalls was die Kameras auf der Rückseite betrifft. Dennoch sind die Ergebnisse ähnlich.

1 von 4
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2 Outdoor Lowlight
Oppo Reno2: Die Fotoabteilung des Reno2 ist mit der komplexen Lichtsituation etwas überfordert, die Leuchtschrift ist nur als durchgängiger heller Balken abgebildet, die Buchstaben lassen sich nicht unterscheiden.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2 Geli
Oppo Reno2: Um auch den Vordergrund korrekt zu belichten, wird beim Oppo in Kauf genommen, dass die Sonne deutlich überstrahlt.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2 Hell
Oppo Reno2: Unter normalen Lichtverhältnissen gibt es nichts zu bemängeln, außer vielleicht eine etwas starke künstliche Schärfung der Konturen.
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Reno2lx
Oppo Reno2: Bei 30 Lux unter Studiobedingungen lassen sich mit der Kamera des Oppo vorbildliche Fotos machen, selbst die Farbsättigung reicht aus, um den blauen Dekorstreifen auf der großen Kanne sichtbar zu machen.

Das Oppo Reno2 ist aktuell noch deutlich teurer als das Reno2 Z, kann sich aber außer mit der schwenkbaren Frontkamera kaum davon absetzen. Wem die Kameratechnik des Reno2 Z zu fragil erscheint, und wer dennoch nicht auf ein komplettes Fullsize-Display verzichten möchte, sollte sich einige Zeit gedulden, denn auch der Preis des Reno2 wird erfahrungsgemäß bald nachlassen. Aktuell ist es definitiv noch zu teuer.

Sony Xperia 10 II

Das Sony Xperia 10 II kann vor allem mit einem hervorragenden Display und seiner üppigen Ausstattung punkten. Das Display verfügt mit 457 ppi über eine hohe Pixeldichte, einen tollen Kontrast und liefert gerade beim Schauen von Filmen eine hervorragende Farbtreue. Der interne Speicher fällt mit 128 Gigabyte zwar recht knapp aus, kann dafür aber leicht mit einer microSD-Karte aufgestockt werden. Wer mit dem vorhandenen Speicher zurecht kommt, kann alternativ auch eine zweite SIM-Karte in den Hybrid-Slot stecken.

1 von 4
Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii
Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii Kamera
Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii Tasten
Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii Sim

Trotz der schlanken Abmessungen des Xperia 10 II reicht die Kapazität des eigesetzten Akkus immerhin für 25 Stunden Video im Dauerbetrieb. Zum Aufladen benötigt das Smartphone wegen des kleinen Ladenetzteiles dann allerdings auch geschlagene zweieinhalb Stunden. Zum Lieferumfang gehört beim Sony auch ein Headset, die passende Buchse gibt es ebenfalls noch. Auch die seitlich angebrachte Kombitaste zum Ein-/Ausschalten und mit Fingerprint-Sensor gehört bei allen aktuellen Sony Smartphones zum Standard.

Auf die sonst ebenfalls übliche Foto-Taste verzichtet man beim Xperia 10 II, allerdings kommen die Fotoleistungen auch kaum an die teureren Geschwister heran, geschweige denn an die der Konkurrenz.

1 von 5
Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii Outdoor Lowlight
Fast wie gemalt, das Sony Xperia10 II hat bei dieser komplexen Lichtsituation echte Schwierigkeiten. Die Rauschunterdrückung greift derart massiv ein, dass kaum noch Details zu erkennen sind.
Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii Outdoor Lowlight Nachtmodus
Im Nachtmodus wird es kaum besser, lediglich die Leuchtreklame ist etwas besser herausgearbeitet.
Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii Geli
Im Gegenlicht ist die Sonne deutlich überstrahlt, dennoch bleibt der Vordergrund ziemlich dunkel. Hier fehlt es eindeutig an Dynamik.
Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii Hell
Bei normaler Ausleuchtung stimt zwar die Belichtung, die Farben sind dagegen recht blass und die Hautfarben sehen nicht sehr natürlich aus.
Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10iilx
Bei wenig Licht wird die Sättigung hochgefahren, und die Rauschunterdrückung wirkt fast wie ein Kunstfilter bei Photoshop.

Der etwas betagte Chipsatz lässt das Sony Xperia 10 II bei leistungshungrigen Anwendungen schnell an seine Grenzen stoßen. Die Fotoleistungen haben ebenfalls Verbeserungspotential. Seitens der Ausstattung und der Akkulaufzeit gibt es beim Sony dagegen kaum etwas zu bemängeln, dasselbe gilt fürs Display.

Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii Portrait
Beim Xperia 10 II lässt sich ein Bokeh-Modus einschalten, der nicht nur bei Portraits zum Tragen kommt, mit einem Schieber im Display lassen sich die Schärfeebenen geringfügig gegeneinander verschieben, bei dem kleinen Bildschirm hat man aber wenig Kontrolle über das Endergebnis.

realme 6 pro

Mit Realme betritt ein neuer Player den deutschen Markt. Mit einem Schlag versucht die Marke gleich die gesamte Preisrange zwischen 100 und 1000 Euro abzudecken, das Realme 6 Pro ist demzufolge in der Mittelklasse angesiedelt. Ein Blick in die Spezifikationen, vor allem in das Betriebssystem, zeigt allerdings, dass Realme gar nicht so neu ist, denn die auf das Android 10 aufgesetzte Oberfläche namens realme UI V1.0 zeigt eine enge Verwandtschaft zum ColorOS V7 der aktuellen Oppo-Smartphones, war doch Realme ursprünglich eine Submarke von Oppo. Dass hier ebenso wie im Oppo Reno2 Z ein Helio-Chipsatz des Herstellers Mediatek seinen Dienst tut, könnte dagegen Zufall sein.

1 von 4
Mittelklasse-Smartphone Test: Realmepro Outdoor Lowlight
Realme 6 pro: Gut gemeint, das Bild ist insgesamt etwas aufgehellt, allerdings gehen dadurch einige Details verloren, und die Leuchtschrift ist nicht zu entziffern.
Mittelklasse-Smartphone Test: Realmepro Geli
Realme 6 pro: Interessanterweise belichtet das Realme 6 pro fast so wie das Oppo Reno2, der Vordergrund ist hell ausgeleuchtet, nur hier gelingt es besser, die Sonne klar abzugrenzen.
Mittelklasse-Smartphone Test: Realmepro Hell
Realme 6 pro: Sehr gutes Ergebnis unter normalen Lichtbedingungen, auch hier greift die Konturenschärfung etwas zu stark ein.
Mittelklasse-Smartphone Test: Realmeprolx
Realme 6 pro: Hier sind starke Weichzeichner am Werk, die zwar das Rauschen erfolgreich minimieren, aber auch die Detailtreue.

Allerdings verfügt das Realme 6 Pro über zwei Frontkameras, die nicht hochgefahren oder -geschwenkt werden, sondern als kleine ovale Insel in der linken oberen Ecke des Displays sitzen. Eine davon verfügt über ein Weitwinkel-, die zweite über ein Ultraweitwinkel-Objektiv, damit funktionieren auch Selfies mit größeren Gruppen, beziehungsweise mit sehr kurzen Armen.

Der Fingerabdrucksensor ist beim Realme 6 Pro wie bei Samsung, und mittlerweile einigen anderen Herstellern, am seitlichen Rahmen zu finden, er fungiert außerdem gleichzeitig als Ein/Aus-Taste. Die Fotoqualitäten des Realme 6 Pro sind allenfalls klassenüblich. Besonders bei den Lowlight-Aufnahmen kann es sich nicht von der Konkurrenz absetzen, daran ändert auch der Nacht-Modus nicht viel.

Richtig überzeugen kann das 6 Pro indes mit der Akkulaufzeit von 23 Stunden nach unserem Testprozedere, sowie der exorbitant kurzen Aufladezeit von nur einer Stunde, dafür ist das sehr potente Ladenetzteil aus dem Lieferumfang sicherlich mit verantwortlich.

BlackBerry KEY2 LE

Die Rückseite des Blackberry KEY2 LE wird weder von Glas noch von Metall beherrscht – ganz businesslike und vor allem so, wie man es von BlackBerry kennt, gibt es eine rutschfeste, strapazierfähige Soft-Touch-Oberfläche, auf der unübersehbar das Logo des kanadischen Herstellers prangt. Beim KEY2 LE findet sich vorne zudem die typische Blackberry-Tastatur.

Außer der Tastatur – bzw. der Lizenz dazu – steuert das Unternehmen auch das Betriebssystem bei, wobei es sich um ein modifiziertes Android handelt. Hauptbestandteil ist ein Tool namens DTEK, mit dessen Hilfe der Besitzer das Smartphone ohne umfangreiche IT-Kenntnisse von möglichen Sicherheitsrisiken befreien kann. Zumindest ist das der Plan und dank der eingängigen Ampel-Oberfläche kann man mit Unterstützung der Volltexthilfe zumindest stark dazu beitragen, dass sein Blackberry gegen die meisten Angriffe gefeit ist.

1 von 4
Mittelklasse-Smartphone Test: Blackberry Outdoor Nacht
BlackBerry KEY2 LE: Beinah sämtliche Strukturen sind großzügig glattgebügelt. Das gibt zwar so gut wie kein Rauschen, aber eben auch keine Detailtreue.
Mittelklasse-Smartphone Test: Blackberry Outdoor
BlackBerry KEY2 LE: Die Sonne überstrahlt deutlich, außerdem werden Artefakte von der Optik sichtbar. Feine Strukturen, wie die Zweige, bekommen eine rötliche Aura.
Mittelklasse-Smartphone Test: Blackberry Hell
BlackBerry KEY2 LE: Bereits bei ausreichender Beleuchtung setzen Rauschfilter ein, sodass es den Bildern aus dem Blackberry grundsätzlich an Detailreichtum fehlt.
Mittelklasse-Smartphone Test: Blackberry Lowlight
BlackBerry KEY2 LE: Die Software greift so stark ein, dass man sich an den Liquid Glass-Filter von Photoshop erinnert fühlt.

Das erfordert anscheinend immer einige Entwicklungsarbeit, denn anders ist es kaum zu erklären, dass auch im Innern des KEY2 LE zum großen Teil nicht mehr ganz taufrische Prozessortechnik arbeitet. Man könnte allerdings auch von bewährter Hardware sprechen, denn zumindest seitens der Schnittstellen ist das Blackberry up to date, was sich in der Typ-C-Buchse ebenso niederschlägt wie in der NFC-Unterstützung bei Bluetooth-Verbindungen.

Seitens der Kamera wird es dann aber wieder hausbacken. Sie reicht für Schnappschüsse bei ausreichendem Licht, mehr kann man nicht verlangen. Wer die schon klassische Tastatur mag und wem die Sicherheit am Herzen liegt, für den ist das BlackBerry ein solides und vor allem sicheres Smartphone.

Nokia 8

Das Nokia 8 von Lizenzinhaber HMD Global ist immer noch eines der schnellsten Smartphones in dieser Preisklasse. Ausgestattet mit recht aktueller Prozessortechnik, einem sehr guten Display und nicht zuletzt einem recht aktuellen Android-Betriebssystem macht man hier nichts falsch. Auch das Design und die hohe Fertigungsqualität können begeistern. Zwar haben wir hier noch kein randloses Display, wodurch das 5,3-Zoll Display in einem nicht gerade kompakten Gehäuse steckt, dahinter arbeitet aber modernere und vor allem leistungsfähigere Prozessortechnik als in unserem derzeitigen Favoriten.

Kein Wunder, hat es das Nokia 8 vor seinem Auftritt in der Mittelklasse sogar für einige Zeit in der Premium-Klasse ausgehalten. Davon zeugt nach wie vor die sehr gute Fotoleistung, wenn nur wenig Licht zur Verfügung steht, denn gerade in der Lowlight-Fotografie setzt das Nokia nach wie vor Maßstäbe.

Zudem ist es auch noch recht gut ausgestattet: Es liegt immerhin ein Headset bei, was in der Premium-Klasse und auch hier längst nicht immer der Fall ist. Nur bezüglich der Akkulaufzeit hinkt das Nokia hinter der Konkurrenz zurück: Gut zehn Stunden Video-Spielzeit sind einfach zu wenig, dabei ist die Kapazität des eingesetzten Akkus eigentlich gar nicht einmal so mager. Wer ein hochperformantes Smartphone im klassischen Unibody aus Aluminium sucht, wird beim Nokia 8 fündig, auch wenn es seinen Preis hat.

Sony Xperia 10

Das Sony Xperia 10 ist Sonys Vernunftmodell mit bewährter Technik zum moderaten Preis – soweit die Theorie. In der Praxis gibt es am Xperia 10 zwar einige Highlights, wie den schmale Fingerprint-Sensor an der Seite – Samsungs Galaxy S10e lässt grüßen – außerdem wäre da noch die mit 450 ppi recht hohe Display-Auflösung zu nennen. Andererseits nutzt man den Platz, den das Verlagern des Sensor ergibt, zu wenig, um das aktive Display dem Trend folgend mit einem möglichst schmalen Rahmen einzufassen. Das Design des Displays ist daher eher klassisch zu nennen. Beim Ton schlägt man dann wieder zu, immerhin werden die hochauflösenden Audio-Codecs DSEE HX und LDAC unterstützt.

Auf der Soll-Seite steht ausgerechnet die Fotoqualität. Es scheint wie eine Ironie des Schicksals zu sein: Sämtliche Konkurrenten mit ausgewiesen herausragenden fotografischen Fähigkeiten brüsten sich mit Kamera- und Sensorentechnik von Sony, doch ausgerechnet Sony selbst bekommt es offensichtlich nicht hin, auch nur annähernd zu gleichen Ergebnissen zu kommen.

Das Xperia 10 ist ein Smartphone für Freunde des klassischen Display-Formats und des audiophilen Streamings, daher ist der interne Speicher dank eines Hybrid-Slots mit einer microSD-Karte erweiterbar.

Samsung Galaxy A6+

Das Samsung Galaxy A6+ hinterlässt beim Test einen leicht zwiespältigen Eindruck: Das Display ist groß und hat einen schmalen Rand, was stark an das S9 und Note 9 erinnert, andererseits gibt es hier noch einen Unibody aus Alu. Die eingesetzte Prozessor-Hardware treibt das Gerät recht unspektakulär an. Das gleiche gilt für die Foto-Performance: Im Dunkeln wird alles weichgezeichnet und glattgebügelt.

Der Akku hält dafür über 20 Stunden bei unserem Test-Video durch, aufgrund der alten Micro-USB-Schnittstelle benötigt er aber zweieinhalb Stunden, bis er wieder voll einsatzfähig ist. Mit dem Galaxy A6+ erhält man viel Samsung-Technik mit einigen Abstrichen zum moderaten Preis, solange die Preise der großen Brüder stabil bleiben.

Nokia 7.2

Das Nokia 7.2 kommt ganz in der Firmentradition des aktuellen Namens-Inhabers HMD, der seinen Sitz in Finnland hat, wie ehedem auch Nokia. Das Smartphone ist praxisgerecht ausgestattet und bringt mit der extravaganten Anordnung der Rückkameras etwas Pepp ins Smartphone-Design-Allerlei. Drei Kameras decken drei verschiedene Brennweiten ab, das vierte Auge ist die LED-Leuchte.

Bei wenig Licht stößt das Kamera-Triple allerdings an seine Grenzen. Dasselbe gilt für den Akku, in unserem Test hielt er nur gute 10 Stunden durch, das ist selbst in dieser Preisklasse etwas zu knapp, die sonstige Ausstattung lässt dagegen keine Wünsche offen – ins Kartenslot passen zwei SIM-Karten plus eine Speichererweiterung und zwar gleichzeitig.

Mit dem Nokia 7.2 erhält man ein sehr gut ausgestattetes Smartphone, mit außergewöhnlichem Design und kleinen Schwächen.

Nokia 6.1

Das Nokia 6.1 ist tatsächlich erheblich günstiger, aber gegenüber dem 7 Plus nochmal deutlich abgespeckt. Auf der Rückseite gibt es hier nur eine Kamera, die dann auch im Lowlight nur verwaschene Bilder macht. Außerdem gibt es weniger Leistung, weniger Speicher und eine einfachere Verarbeitung. Wer sowieso nicht in der Dämmerung fotografiert, aber ein solides, ausbaufähiges Smartphone für knapp über 200 Euro sucht, wird bei Nokia fündig.

Die wichtigsten Fragen

Sind mehr Kameras im Smartphone besser?

Teilweise ist es sehr praktisch, wenn ein Handy mehrere Kameras verbaut hat. Die unterschiedlichen Kameras sind in der Regel mit unterschiedlichen Brennweiten ausgestattet und erlauben so, das Zoomen ohne Qualitätsverlust.

Was ist eine App?

Eine App ist eine Anwendungssoftware. Der Begriff wird vor allem bei der Software von Smartphones verwendet und bezeichnet die vielen kleinen Programme, die man sich auf das Smartphone laden kann.

Wie viel Hertz sollte ein Smartphone-Bildschirm haben?

Wer auf seinem Smartphone keine graphisch anspruchsvollen Spiele zockt, der kommt mit einer Bildwiederholrate von 60 Hertz bestens zurecht. Ganz nebenbei schont man mit einer geringeren Bildwiederholrate auch den Akku. Wer aber auch auf dem Smartphone bei der Gaming-Qualität keine Kompromisse eingeht, der sollte zu einer höheren Bildwiederholrate greifen.

Kommentare

1 Kommentar