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Das beste Mittelklasse-Smartphone

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Mittelklasse-Smartphone Test: Smartphone
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, Heimkino, HIFI.DE, Digital Home und d-pixx.

Wir haben 31 Smartphones der mittleren Preisklasse bis 400 Euro getestet. Das beste ist für uns zur Zeit das LG G8S ThinQ, denn hier hat der Hersteller das Preis-Leistungs-Verhältnis extrem ausgereizt. Herausgekommen ist ein Smartphone, das überwiegend Stärken und kaum Schwächen zeigt und zu diesem Preis einfach unschlagbar ist.

Update 10. September 2020

Vier neue Smartphones haben wir in den Test aufgenommen. Von Sony das  Xperia 10 II, das Poco F2 Pro. OnePlus schickte mit dem Nord eine Art Einstiegsmodell und Google das kompakte Pixel 4A. An unseren Empfehlungen ändert das jedoch nichts.

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26. Juni 2020

Vier neue Mittelklasse-Smartphones ergänzen unseren Test, zwei davon konnten eine Empfehlung ergattern. Das LG G8S ThinQ ist unser neuer Top-Favorit, aber auch das Huawei P40 Lite 5G bekommt eine Empfehlung. Außerdem hat Oppo mit dem Reno2 nachgelegt, und das Realme 6 Pro ist eines der ersten Smartphones der recht neuen Marke auf dem deutschen Markt.

13. März 2020

Bereits nach wenigen Wochen gibt es hier jetzt schon wieder ein Update: Das Reno2 Z von Oppo ist noch ganz neu auf dem Markt und erhält von uns aus dem Stand eine Empfehlung.

17. Januar 2020

Das Xiaomi Mi 9T und das Nokia 7.2 ergänzen unser Testfeld.

25. Juli 2019

Wir haben das Xiaomi Mi 9 getestet und zu unseren Empfehlungen hinzugefügt. Auch das Sony Xperia 10 Plus gesellte sich zu den Testkandidaten.

4. Juni 2019

Das Google Pixel 3a ist unser neuer Favorit, das Motorola One Vision kommt mit Full-Size-Display und das Sony Xperia 10 kann HiRes-Audio abspielen.

15. Mai 2019

Demnächst gehen folgende Tests online: das Google Pixel 3a, das Xiaomi MI 9 und das neue Zenfone von Asus.

11. April 2019

Mit dem S90 von Doogee haben wir nun das erste Smartphone aus der sogenannten ruggadized Klasse in unsere Liste aufgenommen. Es ist nun unsere Empfehlung für alle, die beruflich oder auch privat ein Smartphone mit Nehmerqualitäten benötigen.

8. Februar 2019

Huawei zeigt mit dem Mate20 lite einen Vorboten zum Flaggschiff, das Blackberry KEY2 LE bringt die bekannte Blackberry-Tastatur in die Mittelklasse und das HTC U12 life soll an den Erfolg des großen Namensvetters anknüpfen.

1. Oktober 2018

Wir haben weitere sieben Smartphones aus der attraktiven Mittelklasse in unseren Test aufgenommen. Es gibt einige neue Empfehlungen, an der Spitze ändert sich dagegen nichts.

2. März 2018

Wir haben unseren Test um sieben aktuelle Smartphones der Mittelklasse erweitert und neben neuen Empfehlungen auch einen neuen Testsieger gefunden: Das Nokia 8 konnte uns mit leichtem Abstand zur Konkurrenz überzeugen.

Die mittlere Preisklasse wird bei Smartphones immer beliebter. Denn seitens der Ausstattung können die meisten Mittelklasse-Smartphones der Premium-Klasse Paroli bieten, ja, sie sogar locker übertreffen – oder haben Sie schon mal ein iPhone mit der Möglichkeit einer zweiten SIM-Karte gesehen? Auch das Thema Speichererweiterung wird im Premium-Sektor peinlichst vermieden, damit sich neben dem 32-Gigabyte-Modell auch mit stattem Aufschlag die Version mit 64 oder 128 Gigabyte verkaufen lässt.

Das Entsperren per Fingerprint-Sensor, die Kommunikation per NFC sowie die USB Typ-C-Schnittstelle und die damit verbundene QuickCharge-Kompatibilität gehören aktuell in der Mittelklasse mit nur wenigen Ausnahmen zum Standard.

Wir haben insgesamt 31 Mittelklasse-Smartphones getestet, 20 sind derzeit noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

LG G8S ThinQ

Test Mittelklasse-Smartphone: LG G8S ThinQ
Das LG G8S ThinQ ist ein Premium-Smartphone zum Schnäppchenpreis.

Statt dem Trend zu folgen, den Preis der Premium-Smartphones in vierstellige Bereiche anzuheben, konzentriert man sich bei LG aufs Wesentliche. Im LG G8S ThinQ gibt es viele Premium-Features für ein erschwingliches Budget. Allen voran die hervorragende Fotoabteilung, die auch unter schwierigen Bedingungen für ausgesprochen gute Fotos sorgt. Darüberhinaus hat LG dem Smartphone einen der schnelleren Chipsätze spendiert, die Rechenleistung des LG G8S ThinQ reicht auch fürs Spielchen zwischendurch.

Die Alternative zu Google

Huawei P40 Lite 5G

Test Mittelklasse-Smartphone: Huawei P40 Lite 5G
Huawei hat sich beim P40 Lite 5G von den Google Diensten verabschiedet, und bietet erstmals eine eigene App-Plattform an.

Auch wenn Huawei beim P40 Lite 5G besonderen Wert auf lange Laufzeit und extrem kurze Ladezeit gelegt zu haben scheint, es das längst nicht alles. Beim P40 Lite 5G wird zum ersten Mal auf die allgegenwärtigen Google-Dienste verzichtet. Alternativ ist der Zugriff auf die stetig wachsende Huawei AppGalerie installiert. Auch die Fotos, die man mit dem Huawei schießen kann, können sich sehen lassen und die Rechenleistung ist in Ordnung, und dürfte einige Zeit keinen Wunsch nach mehr aufkommen lassen.

Designtipp

Oppo Reno2 Z

Test Mittelklasse-Smartphone: Oppo Reno2 Z
Oppo landet sein erstes Smartphone mit Full-Size-Display und ausfahrbarer Kamera auf dem Deutschen Markt.

Ausfahrbare Selfie-Kamera, Full-Size-Display und großzügige Ausstattung – damit soll das Oppo Reno2 Z auf dem europäischen Markt punkten. Das Gerät bringt neben der pfiffigen Kameralösung und dem großen Display auch ein markantes Design ins Rennen, was sich bis zum Betriebssystem durchzieht. Mit ColorOS hat Oppo ein besonderes Android auf dem Reno 2Z eingerichtet, was zumindest außergewöhnlich ist. Außerdem ist das schöne Stück mit Headset, dickem Schnelllade-Netzteil und Cover für die Rückseite überaus großzügig ausgestattet.

Preistipp

Motorola One Vision

Test Mittelklasse-Smartphone: Motorola One Vision
Motorola überspringt die Notch und liefert ein Full-Size-Display à la Galaxy, nur viel günstiger.

Das Motorola One Vision ist aktuell das günstigste Smartphone mit Punch-Hole-Display – keine schnöde Notch, sondern lediglich eine kleine Umrandung um die Frontkamera stört das Bild, und das nur minimal. Darüberhinaus empfiehlt sich das Motorola mit schnellem Chipsatz, schlanker Android-One-Installation sowie ausdauerndem Akku.

Outdoor-Tipp

Doogee S90

Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Das Doogee S90 gibt sich robust, wasserdicht und lässt sich zudem mit Zusatzmodulen leicht erweitern.

Gegen eindringendes Wasser sind schon viele Smartphones geschützt, das Doogee S90 auch, es kann aber noch mehr. So steckt es dank dem umlaufenden Stoßschutz auch mal einen Sturz relativ unbeschadet weg. Außerdem wird es direkt mit Zweitakku ausgeliefert, der einfach nur hinten angedockt werden muss. Außer dem Zusatzakku lassen sich aber auch Tools, wie eine Infrarotkamera an die selbe Kontaktleiste andocken. Das S90 ist genau das richtige Smartphone für den härteren Einsatz, ob beruflich oder privat.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerDie Alternative zu GoogleDesigntippPreistippOutdoor-Tipp
ModellLG G8S ThinQHuawei P40 Lite 5GOppo Reno2 ZMotorola One VisionDoogee S90Google Pixel 4aOnePlus NordPoco F2 ProGoogle Pixel 3aXiaomi Mi 9Oppo Reno2Sony Xperia 10 IIrealme 6 proBlackBerry KEY2 LENokia 8Sony Xperia 10HTC U12 lifeSamsung Galaxy A6+Nokia 7.2Nokia 6.1
Test Mittelklasse-Smartphone: LG G8S ThinQTest Mittelklasse-Smartphone: Huawei P40 Lite 5GTest Mittelklasse-Smartphone: Oppo Reno2 ZTest Mittelklasse-Smartphone: Motorola One VisionMittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4aTest Mittelklasse-Smartphone: OnePlus NordTest Mittelklasse-Smartphone: Poco F2 ProTest Mittelklasse-Smartphone: Google Pixel 3aTest Mittelklasse-Smartphone: Xiaomi Mi 9Test Mittelklasse-Smartphone: Oppo Reno2Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10 IITest Mittelklasse-Smartphone: realme 6 proTest Mittelklasse-Smartphone: BlackBerry KEY2 LETest Mittelklasse-Smartphone: Nokia 8Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10Test Mittelklasse-Smartphone: HTC U12 lifeTest Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A6+Test Mittelklasse-Smartphone: Noika 7.2Test Mittelklasse-Smartphone: Nokia 6.1
Pro
  • Hervorragendes Display
  • Aktueller, schneller Chipsatz
  • Sehr gute Foto-Abteilung
  • Umfassende Ausstattung
  • Hervorragendes Display
  • Gute Fotos
  • Sehr gutes Energiemanagement mit langer Laufzeit und sehr kurzer Ladezeit
  • Einzigartiges Design mit echtem Full-Size-Display
  • Umfassende Ausstattung
  • Modernes Full-Size-Display
  • Aktuelles, schlankes Betriebssystem
  • Sehr gutes Display
  • Hardcase und Zusatz-Akku im Lieferumfang
  • Sehr gute Fotoqualität
  • Hohe Displayauflösung
  • Kompaktes Gerät
  • Hervorragendes Display
  • Gute Speicherausstattung
  • Sehr leistungsfähgiger Chipsatz
  • Hardware-Beschleunigung fürs Gaming
  • Enorm ausdauernder Akku
  • Sehr gute Fotoabteilung
  • Hervorragendes Display
  • Enorm schnell
  • Sehr gutes Display
  • Aktueller, schneller Chipsatz
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Satte Speicherausstattung
  • Hervorragendes Display
  • Ausdauernder Akku
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Sehr gutes Display
  • Enorm kurze Ladezeit
  • Inklusive DTEK-Unterstützung zur Datensicherheit
  • Hohe Pixeldichte
  • Mit patentierter Tastatur
  • Sehr leistungsfähig
  • Gutes Display
  • Aktuelles, schlankes Betriebssystem
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Wahlweise Dual-SIM oder Speichererweiterung
  • DSEE HX- und LDAC-Audio-Codecs werden unterstützt
  • Großes, helles Display
  • Eigenständiges Design
  • Relativ günstig
  • Schmaler Display-Rand
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Dual-SIM und Speicherweiterung
  • Mit Android One schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Gute Ausstattung
  • Mit Android One schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Headset im Lieferumfang
  • Günstig
Contra
  • Ladetechnik nur mittelmäßig
  • Ohne Google PlayStore
  • Mittelmäßige Fotoqualität
  • Schwacher Prozessor
  • Rückseite teilweise kratzanfällig
  • Veralteter Chipsatz
  • Fotoleistung hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck
  • Wenig Speicher, nicht erweiterbar
  • Fotoleistung hat deutliche Schwächen
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Fotos nur mittelmäßig
  • Veralteter Chipsatz
  • Schwache Fotoleistungen
  • Ohne Headset
  • Recht kleines Display
  • Mittelmäßige Kamera
  • Akkulaufzeit ist nur mittelmäßig
  • Fotoqualität und Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Veralteter Chipsatz
  • Schwache Fotoleistung
  • Veraltete Micro-USB-Schnittstelle, daher keine Schnelllade-Option
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Unbrauchbare Lowlight-Aufnahmen
Bester Preis

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Was zeichnet Mittelklasse-Smartphones aus?

Immer wieder sorgt die recht kurze Akkulaufzeit von Premium-Smartphones für ärgerliche Kommentare seitens der Besitzer. Damit allerdings eine möglichst lange Akkulaufzeit erreicht werden kann, bedarf es eines Akkus mit entsprechender Kapazität. Daraus resultiert aber wiederum eine entsprechende Größe.

Große Akkus finden allerdings in den meisten Schmalhänsen der Premium-Klasse keinen Platz. Das sieht bei der Mittelklasse anders aus, wo niemand unbedingt »das dünnste« in der Hand halten will. Deshalb haben Mittelklasse-Smartphones oft eine bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys.

Oft bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys

Mittlerweile hat allerdings auch die Akkutechnik selbst einen Schub in Richtung Miniaturisierung erfahren, sodass die Schmalhänse aus der Premium-Klasse noch schmaler werden können und die Mittelklasse selbst mit fettem Akku alles andere als fettleibig wirkt.

So haben wir getestet

Um vergleichbare Messergebnisse zu erzielen, haben wir die Smartphones mit einem Testvideo in Full-HD gefüttert und es Nonstop laufen lassen. Um das Smartphone besonders zu fordern, ließen wir zudem gleichzeitig das WLAN eingeschaltet. Auch die Aufladezeit der Smartphones haben wir dokumentiert, um einen praxisnahen Wert der Dauer zu bekommen, die man abwarten muss, um sein Smartphone wieder vollständig nutzen zu können.

Die WLAN-Reichweite wurde unter Realbedingungen getestet. Dazu muss man wissen, dass ein Vergleich nur zwischen zeitnah gemeinsam getesteten Geräten möglich ist, da die Funkübertragung von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist – sogar die Wetterlage hat starken Einfluss darauf.

Immer häufiger ersetzt das Smartphone die Kompaktkamera – auf jeden Fall für mehr oder weniger alltägliche Schnappschüsse. Darauf haben sich die Hersteller eingestellt. In der Königsdisziplin mussten die Smartphones also zeigen, wie gut ihre Kamera funktioniert. Hierzu haben wir Testfotos unter vergleichbaren Beleuchtungsbedingungen geschossen, unter anderem auch bei Lowlight um 30 Lux und unter komplexen Tageslichtbedingungen.

In den letzten Tests haben wir zudem Fotos unter extremen Lichtbedingungen gemacht, was neben der Hardware aus Optik und Bildsensor auch deren Ansteuerung sowie die Bildverarbeitung ziemlich ins Schwitzen bringe kann.

Auch die Rechenleistung kam auf den Prüfstand, genau genommen gleich auf zwei: Mit den Benchmarks von Antutu, LDS-3D-Bench und AI-Benchmark durften die Testgeräte ihre Rechenpower unter Beweis stellen. Die Ergebnisse sind hier ebenso dokumentiert wie die Testfotos.

Unser Favorit: LG G8S ThinQ

Zwar war das G8S ThinQ ursprünglich als Flaggschiff gedacht, doch nach kurzer Zeit wurde das Handy eher als Mittelklasse eingestuft und der Preis nach unten hin korrigiert – und darüber sind wir sehr froh! Mit dem G8S ThinQ hat LG nämlich einen echten Coup unter den Mittelklasse-Smartphones gelandet. Die Technik, die hinter dem Display des G8S ThinQs werkelt, war bis vor kurzem noch ausschließlich in einem Premium-Smartphone anzutreffen. Bei vielen Details hat man auf Bewährtes gesetzt und konnte wohl auch deshalb den Preis im Zaum halten.

Testsieger

LG G8S ThinQ

Test Mittelklasse-Smartphone: LG G8S ThinQ
Das LG G8S ThinQ ist ein Premium-Smartphone zum Schnäppchenpreis.

So verfügt das LG G8S ThinQ nicht nur über einen Kopfhöreranschluss, sogar ein Headset gehört zum Lieferumfang, und das ist beileibe kein Billigprodukt. Es zeugt von sehr guter Qualität, sowohl beim Telefonieren als auch beim Musikhören. Außerdem ist man auch bezüglich des Fingerprint-Sensors keinem der aktuellen Trends gefolgt, und hat diesen ergonomisch vorteilhaft einfach mitten auf der Rückseite platziert. Er hat gebührlichem Abstand zu den drei Kameras, die sich darüber horizontal aufreihen.

Top-Ausstattung

Der Speicher ist mit bis zu 2 Terabyte erweiterbar

Das G8S ThinQ verfügt über 128 Gigabyte internen Speicher, der lässt sich dank Hybrid-Kartenslot sogar um maximal 2 Terabyte erweitern.

Befeuert wird das G8S von einem Snapdragon-855-Chipsatz, der bis vor kurzem noch ausschließlich in der Premium-Klasse zu finden war. Die sechs Gigabyte Arbeitsspeicher sind dagegen selbst in der Mittelklasse fast schon Standard. Im Betrieb läuft das Smartphone durch diese Kombi zu in dieser Klasse außergewöhnlicher Höchstleistung auf, was unsere Benchmarkmessungen eindrucksvoll belegen.

Das macht sich natürlich auch im Alltagsbetrieb bemerkbar, auch wenn auf unserem Testmodell noch Android 9 als aktuelles Betriebssystem installiert ist, läuft das in allen Lebenslagen absolut flüssig. Ganz besonders gut gefielen uns die vielen Voreinstellungen für die Bildschirmdarstellung, die für Videos, Spiele und andere Inhalte zur Wahl stehen. Ab Herbst soll es ein Update des Betriebssystems auf Android 10 geben, dann auch mit der LG-eigenen UX-9-Oberfläche.

Für die nötige Power sorgt der eingebaute Akku mit einer Kapazität von gut 3.500 mAh, ein Kompromiss aus möglichst schlanker Bauweise und hoher Kapazität. Eine Ladung hält nach unseren Messungen zwar fast 17 Stunden, andere reichen aber mittlerweile über 20 Stunden. Auch beim Ladegerät sind Sparmaßnahmen spürbar; eine Ladung dauert fast zwei Stunden, trotz QuickCharge. Schuld daran ist das mitgelieferte Ladegerät, was etwas schwach auf der Brust ist und nicht genug Leistung für eine schnellere Aufladung liefern kann.

Kameras

Die Selfie- oder Frontkamera des G8S mit ihren acht Megapixeln wird von einem sogenannten Tiefensensor unterstützt, dieser sorgt zum Beispiel dafür, dass Ihre Selfies ein schönes Bokeh erhalten. Das Smartphone lässt sich darüber aber auch bedienen; per »Air Motion« lässt sich durch verschiedene Gesten das Abspielen von Musik oder Videos steuern.

Die drei Rückkameras sind für unterschiedliche Brennweiten zuständig; das normale Objektiv mit 12 Megapixel-Sensor eignet sich zudem mit einer Blende von F1.8 besonders für Lowlight-Aufnahmen. Ergänzt wird das Trio von einer Kamera mit Weitwinkel und einer weiteren mit Tele-Objektiv.

Die Kameras meistern selbst schwierige Lichtsituationen

Zusammen mit der Bildverarbeitung schaffen es die Kameras selbst aus schwierigen Lichtsituationen optimale Ergebnisse herauszuholen.

Unsere Lowlight-Aufnahmen vom Ruhr-Museum bei Nacht und die extreme Gegenlichtaufnahme meistert das LG G8S jedenfalls hervorragend. Im Lowlight-Betrieb lässt sich mit der Aktivierung des HDR-Modus oft sogar noch mehr Dynamik herausholen.

Kaum Rauschen, viele Details

Bei Lowlight-Aufnahmen geraten sämtliche Smartphones, wie nicht anders erwartet, an ihre Grenzen. Hier geht jeder Hersteller einen anderen Kompromiss ein: Das durch die notwendige Verstärkung entstehende Bildrauschen versucht man in der Bildverarbeitung durch entsprechende Glättungsmaßnahmen zu »verbessern« – was zwangsläufig dazu führt, dass viele Bilddetails gleich mit geglättet werden.

Das G8S liegt hier ebenfalls auf hohem Niveau: Es ist kaum Rauschen zu erkennen, dennoch sind viele, auch sehr feine Details gut zu unterscheiden. Nur die Sättigung, besonders von Blau, geht leicht zurück, das schaffen aber auch nur wenige Konkurrenten besser.

Gibt es Nachteile?

Das schwächliche Ladegerät ist tatsächlich nicht mehr zeitgemäß, ist beim Blick auf den Preis des G8S und der übrigen Ausstattung aber zu verschmerzen. Außerdem sollte LG schleunigst das Betriebssystem aktualisieren, bei der Konkurrenz ist das nämlich längst passiert.

LG G8S ThinQ im Testspiegel

Das LG G8S ThinQ hat auch einige Tester-Kollegen von seinen Qualitäten überzeugen können. Hier haben wir einen Überblick über die aktuellen Tests.

Beim Test von Connect erhält das LG aufgrund der sehr guten Kameras und des hervorragenden Displays die Note sehr gut mit 431 von 500 Punkten, bzw. 86,2 Prozent:

»Mit dieser starken Vorstellung ohne echte Schwächen sichert sich das LGG8S ThinQ nicht nur einen Top-Fünf-Platz in der Bestenliste von connect und überflügelt dabei ganz nebenbei die hochgelobten Topmodelle von Oneplus, Xiaomi und Honor, sondern verdient sich in Kombination mit dem relativ günstigen Preis auch eine richtig dicke Empfehlung. Man darf also getrost festhalten: LG is back!«

In der Ausgabe 6/2020 des Magazins Digital Photo wurden insgesamt acht Smartphones getestet und dort erhielt das LG G8S sogar eine besondere Auszeichnung für die Fotoqualitäten. Mit einer Kamerawertung von »sehr gut« (77%) und 4,5 von 5 Sternen teilt es den ersten Platz mit dem Samsung Galaxy S20 Ultra 5G und dem Huawei Mate 30 Pro:

»Betrachtet man die Testwerte des LG G8S, stechen einem mehrere Werte ins Auge. Zum einen fällt der Wert in der Rubrik Zoom deutlich zurück. Das liegt an der geringen Auflösung des 2-fach-Tele-Objektivs von nur 12 MP. Auffällig ist aber auch, dass das LG ansonsten in allen Bereichen voll überzeugen kann … Die Kameras bieten einen großen Dynamikumfang, Bildrauschen ist praktisch nicht vorhanden. ….«

Alternativen

Das LG G8S ThinQ ist ein fantastisches Telefon und für den Preis, fast schon konkurrenzlos. Doch jeder hat eigene Präferenzen, ob es nun das Design ist, ob man ein Outdoor-Handy möchte oder ob man unbedingt ein 5G-fähiges Smartphone braucht. Unsere anderen Empfehlungen sind ebenfalls einen Blick wert.

Die Alternative zu Google

Huawei P40 Lite 5G

Test Mittelklasse-Smartphone: Huawei P40 Lite 5G
Huawei hat sich beim P40 Lite 5G von den Google Diensten verabschiedet, und bietet erstmals eine eigene App-Plattform an.

Das Huawei P40 Lite 5G ist gewissermaßen eine Premiere, es kommt ganz ohne die sonst vorinstallierten Google-Dienste aus, angefangen beim sonst stets implementierten Play Store. Alternativ ist die AppGalerie von Huawei verlinkt, die zwar bislang noch vergleichsweise mager bestückt ist, dennoch mangelt es dem P40 Lite 5G erstmal an nichts.

Die Abwendung von den Google-Diensten ist möglicherweise auf den schon einige Zeit schwelenden Streit zwischen Huawei und dem Google-Konzern. Eine komplette Abnabelung Huaweis vom Android-Betriebssystem seitens Google, wie schon häufig kolportiert, scheint wohl so ohne weiteres nicht möglich zu sein. Einmal abgesehen davon, dass es ohnehin nur eine Frage der Zeit ist, bis ein Ersatz für Android auf dem Plan steht.

Doch die alternative Software-Ausstattung ist nicht der einzige Grund für unsere Empfehlung des P40 Lite 5G. Mit seiner winzigen, kaum sichtbaren Frontkamera hat das Smartphone sehr viel Display mit besonders wenig Rand zu bieten. Diese Technik mit der Kamera auf der kleinen Insel nennt man bei Huawei Punch-FullView-Display. Das Display ist außerdem von hervorragender Qualität und mittlerweile klassenüblicher Auflösung und Pixeldichte von über 400 ppi.

Der hauseigene Kirin 820 Chipsatz ist ein Garant für solide Leistung bei hoher Energie-Effizienz, er wird dabei von sechs Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt. Mit Android 10 ist das aktuellste Betriebssystem installiert, bei der Oberfläche setzt Huawei wie immer auf das hauseigene EMUI, diesmal in der Version 10.1.1.

Für die notwendige Energie sorgt der fest eingebaute Akku mit 4.000 mAh Kapazität, die in unserem Test-Prozedere immerhin für 23 Stunden reichte. Danach ist das P40 Lite 5G binnen einer knappen Stunde wieder voll aufgeladen, mit dem Netzteil aus dem Lieferumfang, versteht sich.

Das Huawei P40 Lite 5G verfügt über insgesamt vier Kameras auf der Rückseite. Neben dem Weitwinkel mit 64 Megapixel-Sensor steht ein Ultraweitwinkel sowie ein Macro zur Verfügung, beide mit jeweils zwei Megapixeln. Der Tiefensensor mit ebenfalls zwei Megapixeln Auflösung macht das Quartett voll.

Das gute Zusammenspiel der Kameras mit der Bildverarbeitung macht sich einmal mehr beim Fotografieren bei extremen Lichtverhältnissen bemerkbar. Bei extremem Gegenlicht gibt es sowohl in den sehr hellen wie in den sehr dunklen Bereichen noch eine gute Durchzeichnung, die Belichtung macht einen sehr guten Kompromiss.

Bei der Nachtaufnahme des spärlich aber signifikant erleuchteten Ruhr Museums holt die Kamera des P40 Lite 5G einiges aus der Aufnahme heraus, lediglich die Leuchtschrift wird erst nach Zuschalten des Nacht-Modus lesbar. Der Nacht-Modus kann übrigens direkt im ständig eingeblendeten Hauptmenü ausgewählt werden.

Unter einfacheren Lichtverhältnissen und Studiobedingungen gibt es dann erwartungsgemäß ebenfalls keine Überraschungen. Einen kleinen Ausreißer erlaubt sich die Bildsoftware des P40 Lite 5G ausgerechnet bei ausreichend Licht; die künstliche Schärfe sorgt für gut sichtbare Doppelkonturen. Bei Lowlight-Aufnahmen gibt es dagegen nichts am Bild auszusetzen. Mit normaler Automatik gibt es einen kleinen Rotstich, während der Nacht-Modus für einen perfekten Weißabgleich sorgt, und noch weniger Rauschen sichtbar macht. Dafür sind feinere Details herausgearbeitet.

Das P40 Lite 5G ist tatsächlich mehr als eine interessante Alternative im ansonsten von Google komplett dominierten Smartphone-Markt. Wer nicht auf den Play Store verzichten mag, kann sich auf dem Umweg über den Browser trotzdem die meisten Apps aus dem Store herunterladen, Probleme mit der Kompatibilität gibt es keine.

Designtipp

Oppo Reno2 Z

Test Mittelklasse-Smartphone: Oppo Reno2 Z
Oppo landet sein erstes Smartphone mit Full-Size-Display und ausfahrbarer Kamera auf dem Deutschen Markt.

Mit dem Oppo Reno2 Z kommt ein weiteres Smartphone von der gleichen Produktionsstätte wie OnePlus – diesmal nicht als OEM, sondern unter eigener Marke. Das Reno2 Z zielt hauptsächlich auf designorientierte Kunden, aber nicht nur. Oppo setzt auf ein echtes Full-Size-Display, hierzu wird die Selfie-Kamera bei Bedarf ausgefahren. Das machen andere zwar auch schon so, nur gibt es das beim Oppo zum schmalen Budget, ohne dass auf Anhieb an anderer Stelle Sparmaßnahmen erkennbar sind.

Hersteller Oppo ist hierzulande längst kein Unbekannter mehr, schließlich werden die Geräte seit Jahren über wechselnde Kanäle importiert. Außerdem produziert man schon lange für andere Marken bezahlbare Smartphones. Beim Reno2 Z hat Oppo jetzt ganz tief in die Trickkiste gegriffen, ohne unser Budget dabei allzu sehr zu strapazieren. Das Reno2 Z gibt es in Weiß und in Schwarz, die Rückseite unseres Testmodells ist schwarz, wobei sich die Umrandungen außen und um die Kameras leuchtend blau absetzen, ist also auch auf der Rückseite ein echter Eyecatcher.

Die ausfahrbare Selfie Kamera kennen wir zwar schon vom Xiaomi Mi 9T, welches sogar preislich auf dem gleichen Niveau liegt, allerdings bekommt man beim Oppo derzeit darüberhinaus auch in anderen Bereichen etwas mehr geboten. Allein beim Lieferumfang zeigt man sich beim Reno2 Z etwas großzügiger, als beim Xiaomi, so liegt dem Oppo neben dem soliden Backcover ein Headset bei, ein sehr guter Nachbau von Apples Ear Pods mit Kabel. Außerdem lässt sich der ohnehin mit 128 Gigabyte recht üppige interne Speicher mit einer microSD-Karte weiter aufstocken. Dank des Dreifach-Slots geht das sogar gleichzeitig mit zwei SIM-Karten.

Auch beim Oppo benötigt die Selfiekamera natürlich zusätzliche Energie, zur Sicherheit war man deshalb bei der Akkukapazität von 4000 mAh sehr großzügig. Immerhin reicht der vollgeladene Akku in unserem Test für eine Betriebsdauer von über 21 Stunden, und war anschließend dank des großen Netzteils und Dash-Schnelllade-Technik in Windeseile wieder voll aufgeladen.

Die ausfahrende Selfie-Kamera ist mit 16 Megapixeln schon sehr gut bestückt und verfügt über ausreichend Weitwinkel, sodass Selfies auch mit mehreren Personen meistens ohne Armverlängerung funktioniert. Die Vier Hauptkameras 48 MP, 8 MP (Ultraweitwinkel) und je 2 MP für den Telebereich und für den Portraitmodus ebenfalls über reichlich kreatives Potential. Die Hauptkamera überzeugt sowohl bei normalen aber auch bei extremen Lichtsituationen mit guten bis sehr guten Ergebnissen.

Installiert ist Android in der aktuellen 9. Version, allerdings nutzt Oppo beim Reno2 Z die hauseigene Oberfläche ColorOS. Außer einigen kosmetischen Eigenarten, die das Smartphone noch mehr zum Hingucker machen, gibt es einige interessante Features, wie beispielsweise die aus der Seite herausziehbare Leiste, mit einer individuellen Auswahl von Apps zum schnellen Start.

Als Gesamtpaket ist das Reno2 Z viel mehr als ein Smartphone für Designverliebte, weil Ausstattung und Leistung eben nicht hinter dem Design auf der Strecke bleiben.

Preistipp

Motorola One Vision

Test Mittelklasse-Smartphone: Motorola One Vision
Motorola überspringt die Notch und liefert ein Full-Size-Display à la Galaxy, nur viel günstiger.

Mit dem Motorola One Vision hat der Hersteller das von Samsungs Galaxy S10 inspirierte Punch-Hole-Display in erschwingliche Regionen geholt. Die berühmte Notch, ob jetzt breit oder in schlanker Tropfenform, hat man dabei einfach übersprungen.

Natürlich ist eine solch günstige Display-to-Frame-Ratio, also Display-zu-Rahmen-Verhältnis, nicht per se das wichtigste Feature eines Smartphones, es macht das One Vision aber erstmal zum Hingucker und außerdem offensichtlich zum Technologieträger. Das soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Auflösung des Displays sich mit 432 ppi durchaus im Rahmen hält.

Das Motorola One Vision hat allerdings noch mehr zu bieten, zum Beispiel einen Akku, der eher unsichtbar, dafür aber sehr effizient arbeitet. Unser Testvideo lief weit über 16 Stunden nonstop bei mittlerer Display-Helligkeit – das schaffen andere nur mit noch mehr Akkukapazität und daraus resultierendem größeren Gehäuse.

Beim Speicher weit voraus

Mit 128 Gigabyte internem Speicher ist das One Vision der Konkurrenz weit voraus, zumal es per Hybrid-Slot sogar weiter aufgerüstet werden kann. Da gibt es dann reichlich Platz für Videos und Fotos.

Auch bei der Kamera kann das One Vision von Motorola überzeugen. Es schlägt sich bei Gegenlicht ebenso gut wie unser Favorit.

Mit dem One Vision verfolgt Motorola weiterhin die Strategie, ein schlankes und stets aktuelles Betriebssystem zu nutzen, das mit dem Android One auch auf dem Motorola One Vision installiert ist. Kurzum: ein leistungsfähiges Smartphone mit schlankem Betriebssystem und enormer Akkulaufzeit, das auch noch unverschämt gut aussieht.

Outdoor-Tipp

Doogee S90

Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Das Doogee S90 gibt sich robust, wasserdicht und lässt sich zudem mit Zusatzmodulen leicht erweitern.

Das Doogee S90 ist für den harten Outdoor-Einsatz gedacht, neben der Schutzklasse IP68, die Dichtigkeit gegen Wasser und Staub zertifiziert, ist es außerdem mit einem Rundum-Aufprallschutz versehen. Außer diesen und einigen weiteren Maßnahmen handelt es sich beim Doogee S90 um ein Smartphone mit dem Preis angemessener Hardware-Ausstattung. So gibt es auf der Rückseite zwei Kameras, eine mit Weitwinkel- und eine mit Normal-Objektiv. Der interne Speicher lässt sich zudem um bis zu 256 Gigabyte erweitern, alternativ kann man aber auch eine zweite SIM-Karte in den Hybrid-Slot stecken.

Der Prozessor kommt von Mediatek, gehört dort zur neusten Generation und wird von sechs Gigabyte RAM unterstützt. Auch unsere Benchmark-Messungen zeigen, dass das Smartphone technisch auf der Höhe der Zeit ist. Einzig das fehlende Headset ließe sich bemängeln, dafür gibt es aber reichlich anderes Zubehör.

Neben dem Huckepack-Akku, der mit 5.000 Milliamperestunden ähnlich potent ist wie der eingebaute Akku, liegt das obligatorische Ladegerät nebst Kabel dabei – außerdem hat Doogee nicht an Adaptern gespart, um den USB Typ-C-Anschluss mit gängigen USB-Buchsen kompatibel zu machen und dort auch ein normales Headset anschließen zu können. Das Ganze findet im großzügig bemessenen Hardcase genug Platz, dort lassen sich außerdem das optionale Nachtsichtkamera-, das Walkie-Talkie- oder das Gaming-Modul unterbringen.

Geschützt, aber anfällig für Kratzer

Das Doogee S90 ist mit einem Rundumschutz weitgehend gegen mechanische Beschädigungen geschützt. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Rückseite aus einer lackierten Alu-Titanlegierung für unser Empfinden etwas zu kratzempfindlich ist: Das Ablegen auf die Steine für unsere Outdoor-Aufnahme brachte dem Smartphone direkt ein paar Kratzer am Rahmen der Kontaktleiste ein. Das ist zwar nicht schlimm, sieht aber auf Dauer nicht gut aus und wäre sicher bei entsprechender Materialwahl zu vermeiden.

Seitens der Software ist das Doogee S90 mit Android 8.1 ebenfalls ziemlich aktuell ausgestattet. Die Apps, die sich alle in der sogenannten ToolBag befinden, erweisen sich teilweise gerade für Heim- und Handwerker als recht nützlich, wie die Wasserwaage, der Winkelmesser oder das virtuelle Lot. Andere, wie das Barometer oder die Lupe, die sich die Kamera zunutze macht, sind Geschmackssache. Alle haben sie eines gemeinsam: Sie greifen sich die ohnehin integrierten Sensoren zurück.

Alles in allem gehört das Doogee S90 eher nicht zu den rugged Smartphones, die veraltete Technik in Stoßdämpfer packen, sondern hier kommt aktuelle Technik zum Einsatz. Zum Lieferumfang gehört praktisches Zubehör, das man zusätzlich brauchen könnte. Das gibt es optional – dafür ist der Preis sehr fair.

Außerdem getestet

Auf dem Markt gibt es noch weitere interessante Modelle, die wir hier vorstellen, unter anderem auch ehemalige Testsieger und Empfehlungen. Solange diese Geräte noch verfügbar sind, werden wir sie hier auch aufführen. Die technischen Daten und Teile unserer Testergebnisse finden Sie in der Tabelle.

Google Pixel 4a

Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a

Keine Preise gefunden.

Das Google Pixel 4a ist nach dem Pixel 3a das zweite Smartphone, welches in der preislich attraktiven Mittelklasse platziert ist. Es kommt im Herbst 2020 auf den Markt. Man legt offenbar viel Wert auf Mobilität, wofür nicht zuletzt die vergleichsweise kompakten Abmessungen sprechen. Entsprechend klein ist das Display, das mit der Diagonalen deutlich unter 6 Zoll liegt, was aber andererseits wieder eine sehr hohe Pixeldichte ergibt. Auch die Akkulaufzeit kann sich mit über 18 Stunden Dauervideo durchaus sehen lassen.

Nun macht ein kleines Display noch kein günstiges Smartphone, deshalb sieht man dem Pixel 4A schnell auch einige der notwendigen Sparmaßnahmen an. Auf der Rückseite fristet nur eine einzige Kamera ihr Dasein, das schränkt zwar die mögliche Brennweite bei gleichbleibend hoher Auflösung ein, nicht aber die Bildqualität insgesamt, wie unsere Probeaufnahmen deutlich zeigen.

Das Google Pixel 4A gibt es ausschließlich in schwarz und nur in einer Variante mit 128 Gigabyte internem Speicher. Leider passt zudem lediglich eine einzige Nano-SIM-Karte in den Slot, Dual-SIM oder sogar eine Speichererweiterung per microSD-Karte sind nicht vorgesehen. Gerade angesichts der ausgesprochen guten Fotoleistung erscheint der eingebaute Speicher etwas dürftig, allerdings geht Google wohl davon aus, dass man die Schnappschüsse ohnehin in die Google Cloud lädt.

Installiert ist natürlich Android 10 in Reinform, wobei sämtliche Google-Dienste bereits vorinstalliert sind. Das System läuft recht flüssig, obwohl der eingesetzte Chipsatz nicht mehr ganz so aktuell ist, dafür hat man dem Prozessor immerhin sechs Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite gestellt. Die von uns gemessenen Leistungen sind standesgemäß, aber auch nicht mehr. Im Alltag fällt das erst auf, wenn mehrere Prozesse gleichzeitig laufen oder aufwendige Apps den Prozessor in die Knie zwingen. Bei manchen Games ruckelt es dann schon sichtbar oder es kommt zu kurzen Unterbrechungen.

Die Fotoleistungen sind trotz nur einer einzigen Hauptkamera hervorragend, die Ausstattung ist gerade noch standesgemäß. Wer ein kompaktes Smartphone sucht, das zuverlässig seinen Dienst tut und darüberhinaus mit außergewöhnlichen fotografischen Qualitäten ausgestattet ist, liegt beim Google Pixel 4A richtig.

Nach dem Motto »back to the roots« scheint das OnePlus Nord orientiert zu sein. Zumindest vom Preis her stimmt das wohl, denn die ehemals als Konkurrenz zu den Flaggschiffmodellen der etablierten Hersteller eingeführten Geräte sind nun ihrerseits in höhere Preisregionen entschwunden. Das Nord soll nun die Mittelklasse entsprechend aufmischen, allerdings ist hier wie dort auch die Konkurrenz größer geworden.

Das OnePlus Nord gibt es in zwei Varianten: Einmal mit 128 Gigabyte internem Speicher und 8 Gigabyte RAM, sowie einmal mit satten 256 Gigabyte internem Speicher und 12 Gigabyte RAM. Letztere stellte unser Testgerät. Der Preisunterschied zwischen den beiden Varianten beträgt etwa 100 Euro. Außer der Speicherausstattung gibt es keine weiteren Unterschiede. Das betrifft auch den Karten-Slot: Hier lassen sich zwar bis zu zwei SIM-Karten einstecken, eine Speichererweiterung in Form einer microSD-Karte ist dagegen nicht möglich – damit könnte das Nord mit nur 128 Gigabyte Speicherkapazität schnell an seine Grenzen stoßen. Unser Testmodell dagegen ist mit 256 Gigabyte gut ausgestattet.

Die Kameraausstattung ist bei beiden Nord-Varianten die gleiche und sorgt für ein durchwachsenes Ergebnis. Während bei komplexen Motiven, wie unserer Outdoor Nachtaufnahme und der Gegenlicht-Aufnahme, die Kameras ihre Sache ausgesprochen gut machen, sind es eher die Standard-Lichtsituationen, wo es noch reichlich Luft nach oben gibt.

Darüberhinaus handelt es sich beim OnePlus Nord um ein sehr leistungsfähiges Smartphone, was neben dem schnellen Chipsatz auch der großzügigen Ausstattung mit Arbeitsspeicher (RAM) geschuldet ist. Unterfüttert wird diese Leistung von einem ausdauernden Akku, der nach seinen mehr als 18 Stunden Video-Dauerlauf dank des riesigen Ladenetzteils schon binnen einer Stunde wieder komplett aufgeladen ist.

Besonderes Augenmerk hat der Hersteller zudem auf das Display gelegt. Die Auflösung des kontrastreichen AMOLED-Displays liegt zwar mit knapp über 400 ppi im üblichen Rahmen, dafür lässt sich die Bildwechselfrequenz von 60 auf 90 Bildern pro Sekunde umstellen. Dadurch werden die meisten Inhalte deutlich flüssiger dargestellt, was sich insbesondere beim schnellen Scrollen positiv bemerkbar macht.

Wer Wert auf ein sehr gutes Display legt und sich mit dem vorhandenen Speicher begnügt, ist mit dem OnePlus Nord sicher gut bedient. Wir empfehlen allerdings die Version mit 256 Gigabyte Speicher, da ja eine Erweiterung nicht möglich ist. Auch sollte der Hersteller die Bildverarbeitung in einem der nächsten Firmware-Updates verbessern, das Potential wäre nämlich vorhanden.

Das Poco F2 Pro kommt aus der gleichen Fertigung wie die Xiaomi- bzw. Mi-Smartphones, was einmal am mitgelieferten Netzteil und schließlich auch an der Bedienoberfläche zu erkennen ist. Auch auf dem Poco ist nämlich die aktuelle MIUI-Oberfläche installiert, wenngleich angeblich für das Poco Smartphone leicht modifiziert. Die Intention des Herstellers ist klar und vor allem keine neue – will man eine Marke im hochpreisigen Segment etablieren, hat es sich offensichtlich bewährt, die günstigeren Produkte unter einer Subbrand zu vermarkten. So ähnlich macht es schließlich auch Huawei mit der Untermarke Honor vor.

Insbesondere bei der Leistungsmessung wird die Kernkompetenz des Poco F2 Pro deutlich. Laut unseren Messungen schlägt es hier sogar unseren aktuellen Favoriten, wenn auch knapp. Allerdings bietet das F2 Pro dadurch reichlich Reserven für das ein oder andere Online-Spielchen, Latenzen können hier allenfalls vom schwachen Netz kommen, nicht aber vom Smartphone. Nicht umsonst gibt es in den Einstellungen ein Untermenü mit »Speziellen Funktionen«, hier findet sich unter anderem auch der sogenannte Game Turbo zur Beschleunigung ausgewählter Spiele. Dadurch werden natürlich auch Energiesparmaßnahmen, die sonst aktiv sind, kurzerhand ignoriert. Bei einer Akkulaufzeit von gut 30 Stunden mit unserem Testviedeo stellt das für gewöhnlich aber kein größeres Problem dar.

Schwierig wird es erst beim Fotografieren. Zwar hat das Poco insgesamt vier Kameras, die sich im Rondell auf der Rückseite tummeln, beim Fotografieren werden die Sparmaßnahmen aber direkt offensichtlich. Sämtliche Aufnahmen mit zu wenig Licht zeigen deutlich sichtbares Rauschen, während bei normaler Ausleuchtung ein Hang zur Überbelichtung festzustellen ist. Außerdem produziert die Kamera oder die Bildverarbeitungs-Software unschöne Artefakte. Eine genauere Beschreibung finden Sie direkt unter den jeweiligen Fotos. Die Selfie-Kamera wird bei Bedarf mit viel Tamtam ausgefahren.

Leistungsfetischisten und Gelegenheitszocker werden mit dem Poco F2 Pro ihre Freude haben, zumal sich auch der Preis in Grenzen hält. Die Fotoleistungen sind aber selbst für diesen Preis zu schwach. Erschwerend kommt die sparsame Speicherausstattung hinzu, zumal sich der Speicher nicht per microSD-Karte aufstocken lässt.

Mittelklasse-Smartphone Test: Poco F2pro Portrait Ausschnitt
Auch das Poco F2 Pro hat im Portrait-Modus keinen Zoom, der Bildausschnitt wird also durch den Abstand zum Motiv gewählt oder anschließend per Software ausgeschnitten. Interessanter nebeneffekt; hält man das Smartphone quer, wird das Portrait im Seitenverhältnis 1:1 geschossen, wir haben dann einen 3:2 Ausschnitt erstellt.

Mit dem Pixel 3a hat Google nun auch ein Smartphone für den Einstiegsbereich. Auf den ersten Blick sieht es nach Standardkost aus, das kommt hauptsächlich vom klassischen Display und der Beschränkung auf nur eine Hauptkamera. Das Volks-Pixel hat allerdings einiges zu bieten, unter anderem auch eine hervorragende Fotoabteilung. Das Display des Google Pixel 3a ist allerdings eher klassisch gehalten, also mit rundum gut sichtbarem Rand. Ganz gegen den allgemeinen Trend verfügt das Pixel 3a lediglich über eine einzige Hauptkamera. Der Zoom arbeitet digital und kostet im Telebereich entsprechend Auflösung.

Auf der Habenseite steht dem allerdings ein ausgeklügeltes Zusammenspiel aus Optik, Kamera und Bildverarbeitung gegenüber, welches selbst in schwierigen Beleuchtungssituationen noch für hervorragende Fotos sorgt.

Geht es um knallharte Gegenlichtaufnahmen, schlägt sich die Kamera des Pixel 3a sehr gut. Das Gegenlicht ist klar umrissen, die dunklen Partien haben genug Durchzeichnung und auch die Farbdarstellung bleibt jederzeit natürlich, was für eine gute Belichtung auch unter Extrembedingungen spricht. Bei den älteren Geräten sieht das nicht immer ganz so gut aus, wobei das geänderte Motiv nur eine geringe Rolle spielt, da die Lichtverhältnisse vergleichbar geblieben sind.

Auch unter Laborbedingungen mit klar definierten Lichtquellen – eben nicht von vorn – belichtet das Google Pixel 3a weder zu stark noch zu schwach. Es liefert ein farbechtes, kontraststarkes Foto, welches auch nicht durch künstliche Kantenschärfe aufgepeppt werden muss.

Schon beim Kauf des Xiaomi Mi 9 muss man sich für eine der beiden verfügbaren Speichervarianten entscheiden. Eine Nachrüstung ist nicht möglich, da der Kartenschacht zwar zwei SIM-Karten aufnehmen kann, aber keine Speicherkarte: Es ist eben kein Hybrid-Schacht. Der 3300 Milliampere starke Akku ist keinesfalls ungewöhnlich: Ungewöhnlich ist nur seine Ausdauer – über 16 Stunden spielte das Xiaomi Mi 9 unser Test-Video ab, bevor es nach der Steckdose verlangte. Nach knappen eineinhalb Stunden war der Akku dann schon wieder komplett geladen.

Auch die Bildqualität der Fotos, die man mit den insgesamt drei Hauptkameras schießen kann, ist durchweg beachtlich. Bei Lowlight, Gegenlicht und anderen schwierigen Lichtverhältnissen spielt das Mi 9 ganz oben mit. Lediglich unser neu hinzugekommenes Life-Motiv, die Ablichtung des Ruhr-Museums bei Dunkelheit, wiesen das Xiaomi in die Schranken.

Mit dem Mi 9 ist Xiaomi unterm Strich ein ganz großer Wurf gelungen ist, hier bekommt man ein Spitzen-Smartphone mit leichten Einschränkungen fast zum Schnäppchenpreis.

Das Oppo Reno2, ohne »Z« ist unserem Design-Favoriten ziemlich ähnlich, auch hier fährt die Frontkamera bei Bedarf oben aus dem Gehäuse. Allerdings nicht wie ein Periskop, sondern sie wird einseitig aus dem Gehäuse geschwenkt. Das hinterlässt erstmal einen solideren Eindruck, was sich allerdings im Dauereinsatz erst bestätigen muss. Der Chipsatz, der im Reno2 zum Einsatz kommt ist nun ein Snapdragon-Prozessor statt dem Mediatek-SoC des Reno2 Z. Die Spezifikationen sind jedoch ähnlich, außerdem werden beide Prozessoren jeweils von acht Gigabyte Arbeitsspeicher flankiert. Die Kameraausstattung des Reno2 ist etwas besser, jedenfalls was die Kameras auf der Rückseite betrifft. Dennoch sind die Ergebnisse ähnlich.

Das Oppo Reno2 ist aktuell noch deutlich teurer als das Reno2 Z, kann sich aber außer mit der schwenkbaren Frontkamera kaum davon absetzen. Wem die Kameratechnik des Reno2 Z zu fragil erscheint, und wer dennoch nicht auf ein komplettes Fullsize-Display verzichten möchte, sollte sich einige Zeit gedulden, denn auch der Preis des Reno2 wird erfahrungsgemäß bald nachlassen. Aktuell ist es definitiv noch zu teuer.

Das Sony Xperia 10 II kann vor allem mit einem hervorragenden Display und seiner üppigen Ausstattung punkten. Das Display verfügt mit 457 ppi über eine hohe Pixeldichte, einen tollen Kontrast und liefert gerade beim Schauen von Filmen eine hervorragende Farbtreue. Der interne Speicher fällt mit 128 Gigabyte zwar recht knapp aus, kann dafür aber leicht mit einer microSD-Karte aufgestockt werden. Wer mit dem vorhandenen Speicher zurecht kommt, kann alternativ auch eine zweite SIM-Karte in den Hybrid-Slot stecken.

Trotz der schlanken Abmessungen des Xperia 10 II reicht die Kapazität des eigesetzten Akkus immerhin für 25 Stunden Video im Dauerbetrieb. Zum Aufladen benötigt das Smartphone wegen des kleinen Ladenetzteiles dann allerdings auch geschlagene zweieinhalb Stunden. Zum Lieferumfang gehört beim Sony auch ein Headset, die passende Buchse gibt es ebenfalls noch. Auch die seitlich angebrachte Kombitaste zum Ein-/Ausschalten und mit Fingerprint-Sensor gehört bei allen aktuellen Sony Smartphones zum Standard.

Auf die sonst ebenfalls übliche Foto-Taste verzichtet man beim Xperia 10 II, allerdings kommen die Fotoleistungen auch kaum an die teureren Geschwister heran, geschweige denn an die der Konkurrenz.

Der etwas betagte Chipsatz lässt das Sony Xperia 10 II bei leistungshungrigen Anwendungen schnell an seine Grenzen stoßen. Die Fotoleistungen haben ebenfalls Verbeserungspotential. Seitens der Ausstattung und der Akkulaufzeit gibt es beim Sony dagegen kaum etwas zu bemängeln, dasselbe gilt fürs Display.

Mittelklasse-Smartphone Test: Sony Xperia10ii Portrait
Beim Xperia 10 II lässt sich ein Bokeh-Modus einschalten, der nicht nur bei Portraits zum Tragen kommt, mit einem Schieber im Display lassen sich die Schärfeebenen geringfügig gegeneinander verschieben, bei dem kleinen Bildschirm hat man aber wenig Kontrolle über das Endergebnis.

Mit Realme betritt ein neuer Player den deutschen Markt. Mit einem Schlag versucht die Marke gleich die gesamte Preisrange zwischen 100 und 1000 Euro abzudecken, das Realme 6 Pro ist demzufolge in der Mittelklasse angesiedelt. Ein Blick in die Spezifikationen, vor allem in das Betriebssystem, zeigt allerdings, dass Realme gar nicht so neu ist, denn die auf das Android 10 aufgesetzte Oberfläche namens realme UI V1.0 zeigt eine enge Verwandtschaft zum ColorOS V7 der aktuellen Oppo-Smartphones, war doch Realme ursprünglich eine Submarke von Oppo. Dass hier ebenso wie im Oppo Reno2 Z ein Helio-Chipsatz des Herstellers Mediatek seinen Dienst tut, könnte dagegen Zufall sein.

Allerdings verfügt das Realme 6 Pro über zwei Frontkameras, die nicht hochgefahren oder -geschwenkt werden, sondern als kleine ovale Insel in der linken oberen Ecke des Displays sitzen. Eine davon verfügt über ein Weitwinkel-, die zweite über ein Ultraweitwinkel-Objektiv, damit funktionieren auch Selfies mit größeren Gruppen, beziehungsweise mit sehr kurzen Armen.

Der Fingerabdrucksensor ist beim Realme 6 Pro wie bei Samsung, und mittlerweile einigen anderen Herstellern, am seitlichen Rahmen zu finden, er fungiert außerdem gleichzeitig als Ein/Aus-Taste. Die Fotoqualitäten des Realme 6 Pro sind allenfalls klassenüblich. Besonders bei den Lowlight-Aufnahmen kann es sich nicht von der Konkurrenz absetzen, daran ändert auch der Nacht-Modus nicht viel.

Richtig überzeugen kann das 6 Pro indes mit der Akkulaufzeit von 23 Stunden nach unserem Testprozedere, sowie der exorbitant kurzen Aufladezeit von nur einer Stunde, dafür ist das sehr potente Ladenetzteil aus dem Lieferumfang sicherlich mit verantwortlich.

Die Rückseite des Blackberry KEY2 LE wird weder von Glas noch von Metall beherrscht – ganz businesslike und vor allem so, wie man es von BlackBerry kennt, gibt es eine rutschfeste, strapazierfähige Soft-Touch-Oberfläche, auf der unübersehbar das Logo des kanadischen Herstellers prangt. Beim KEY2 LE findet sich vorne zudem die typische Blackberry-Tastatur.

Außer der Tastatur – bzw. der Lizenz dazu – steuert das Unternehmen auch das Betriebssystem bei, wobei es sich um ein modifiziertes Android handelt. Hauptbestandteil ist ein Tool namens DTEK, mit dessen Hilfe der Besitzer das Smartphone ohne umfangreiche IT-Kenntnisse von möglichen Sicherheitsrisiken befreien kann. Zumindest ist das der Plan und dank der eingängigen Ampel-Oberfläche kann man mit Unterstützung der Volltexthilfe zumindest stark dazu beitragen, dass sein Blackberry gegen die meisten Angriffe gefeit ist.

Das erfordert anscheinend immer einige Entwicklungsarbeit, denn anders ist es kaum zu erklären, dass auch im Innern des KEY2 LE zum großen Teil nicht mehr ganz taufrische Prozessortechnik arbeitet. Man könnte allerdings auch von bewährter Hardware sprechen, denn zumindest seitens der Schnittstellen ist das Blackberry up to date, was sich in der Typ-C-Buchse ebenso niederschlägt wie in der NFC-Unterstützung bei Bluetooth-Verbindungen.

Seitens der Kamera wird es dann aber wieder hausbacken. Sie reicht für Schnappschüsse bei ausreichendem Licht, mehr kann man nicht verlangen. Wer die schon klassische Tastatur mag und wem die Sicherheit am Herzen liegt, für den ist das BlackBerry ein solides und vor allem sicheres Smartphone.

Das Nokia 8 von Lizenzinhaber HMD Global ist immer noch eines der schnellsten Smartphones in dieser Preisklasse. Ausgestattet mit recht aktueller Prozessortechnik, einem sehr guten Display und nicht zuletzt einem recht aktuellen Android-Betriebssystem macht man hier nichts falsch. Auch das Design und die hohe Fertigungsqualität können begeistern. Zwar haben wir hier noch kein randloses Display, wodurch das 5,3-Zoll Display in einem nicht gerade kompakten Gehäuse steckt, dahinter arbeitet aber modernere und vor allem leistungsfähigere Prozessortechnik als in unserem derzeitigen Favoriten.

Kein Wunder, hat es das Nokia 8 vor seinem Auftritt in der Mittelklasse sogar für einige Zeit in der Premium-Klasse ausgehalten. Davon zeugt nach wie vor die sehr gute Fotoleistung, wenn nur wenig Licht zur Verfügung steht, denn gerade in der Lowlight-Fotografie setzt das Nokia nach wie vor Maßstäbe.

Zudem ist es auch noch recht gut ausgestattet: Es liegt immerhin ein Headset bei, was in der Premium-Klasse und auch hier längst nicht immer der Fall ist. Nur bezüglich der Akkulaufzeit hinkt das Nokia hinter der Konkurrenz zurück: Gut zehn Stunden Video-Spielzeit sind einfach zu wenig, dabei ist die Kapazität des eingesetzten Akkus eigentlich gar nicht einmal so mager. Wer ein hochperformantes Smartphone im klassischen Unibody aus Aluminium sucht, wird beim Nokia 8 fündig, auch wenn es seinen Preis hat.

Das Sony Xperia 10 ist Sonys Vernunftmodell mit bewährter Technik zum moderaten Preis – soweit die Theorie. In der Praxis gibt es am Xperia 10 zwar einige Highlights, wie den schmale Fingerprint-Sensor an der Seite – Samsungs Galaxy S10e lässt grüßen – außerdem wäre da noch die mit 450 ppi recht hohe Display-Auflösung zu nennen. Andererseits nutzt man den Platz, den das Verlagern des Sensor ergibt, zu wenig, um das aktive Display dem Trend folgend mit einem möglichst schmalen Rahmen einzufassen. Das Design des Displays ist daher eher klassisch zu nennen. Beim Ton schlägt man dann wieder zu, immerhin werden die hochauflösenden Audio-Codecs DSEE HX und LDAC unterstützt.

Auf der Soll-Seite steht ausgerechnet die Fotoqualität. Es scheint wie eine Ironie des Schicksals zu sein: Sämtliche Konkurrenten mit ausgewiesen herausragenden fotografischen Fähigkeiten brüsten sich mit Kamera- und Sensorentechnik von Sony, doch ausgerechnet Sony selbst bekommt es offensichtlich nicht hin, auch nur annähernd zu gleichen Ergebnissen zu kommen.

Das Xperia 10 ist ein Smartphone für Freunde des klassischen Display-Formats und des audiophilen Streamings, daher ist der interne Speicher dank eines Hybrid-Slots mit einer microSD-Karte erweiterbar.

Das HTC U12 Life erinnert zwar zumindest dem Namen nach an das sehr gute U12, welches wir unter den Premium-Smartphones gelistet haben – das war es aber eigentlich auch schon. Zwar kommt ein großes, helles Display zum Einsatz, das hat aber nach alter Bauweise einen recht breiten Rand und macht das ganze Smartphone unnötig groß. Akkulaufzeit und Foto-Qualitäten bewegen sich ebenso am unteren Rand. Dafür ist das HTC aber recht günstig zu haben, wodurch es dann schon wieder an Attraktivität gewinnt.