Mittelklasse-Smartphone Test: Mittelklasse Smartphone Aufmacher Copyright: leungchopan / Adobe Stock
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Das beste Mittelklasse-Smartphone

Wir haben 48 Smartphones der mittleren Preisklasse bis 500 Euro getestet. Das beste ist für uns derzeit das Google Pixel 6a. Es genügt sowohl optisch als auch haptisch höchsten Ansprüchen, die Fotoabteilung und die Ausstattung können sich für den aufgerufenen Preis ebenfalls sehen lassen.

Thomas Johannsen
Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, av-magazin.de, Heimkino, HIFI.DE und d-pixx.
Letztes Update: 14. Oktober 2022

Wir haben das Honor 70 getestet, an den Empfehlungen ändert sich aber nichts.

12. August 2022

Wir haben vier neue Smartphones der Mittelklasse getestet: das neue Google Pixel 6a, das Realme GT NEO 3T und das Sony Xperia 10 IV. Mit dem Nothing Phone (1) kommt zudem ein neuer Player ins Spiel.

Das Google Pixel 6a ersetzt das Vivo V21 5G als bestes Smartphone in der Mittelklasse. Das Nothing Phone (1) verdrängt mit guten Leistungen und extravagentem Design das Huawei P40 Lite 5G vom zweiten Platz. Auch das Doogee S90 musste seinen Platz unter den Empfehlungen räumen und ist ab sofort unter „Außerdem getestet“ zu finden.

13. April 2022

Das Frühjahr 2022 hat die Preise ordentlich durchgewirbelt, unser ehemaliger Preistipp, das OnePlus Nord N10, ist kaum noch verfügbar und wenn dann zu einem höheren Preis als beim Test. Beim Samsung Galaxy A52 hat sich der Preis genau in die andere Richtung entwickelt, sodass dieses Smartphone jetzt unser Preistipp ist.

8. April 2022

Wir haben mit dem Gigaset GS5, dem Motorola moto g200 und dem Xiaomi Redmi Note 11 Pro drei neue Testkandidaten ins Rennen geschickt.

Das Gigaset GS5 liefert ebenfalls in Richtung Nachhaltigkeit und löst das Fairphone 3+ in dieser Empfehlung ab. Es lässt sich zwar nicht vom Kunden selbst reparieren, wird aber in Deutschland produziert, verfügt über einen Wechselakku und es wird unnötige Verpackung vermieden.

29. Oktober 2021

Mit dem Vivo V21 5G und dem OnePlus Nord 2 5G haben wir zwei neue Smartphones getestet, das Vivo V21 ersetzt das Moto G100 als neuer Favorit.

1. Juli 2021

Wir haben vier weitere Smartphones getestet. Das Fairphone 3+ löst als eines der nachhaltigsten Smartphones das Oppo Reno2 Z in unseren Empfehlungen ab. Allerdings nicht als Design-Stück, sondern in der neu geschaffenen Empfehlung als nachhaltigstes Smartphone.

6. Mai 2021

Das Motorola Moto G100 löst das LG G8S ThinQ in der Spitzenposition ab. LG hat die Produktion von Smartphones eingestellt, sodass unser ehemaliger Favorit auch nicht mehr erhältlich ist.

Das Oppo Find X3 Lite ist ebenfalls neu hinzugekommen, allerdings noch zu teuer für eine Empfehlung.

12. April 2021

LG hat angekündigt, sich aus dem Smartphone-Geschäft zurückzuziehen. Wir werden diesen Testbericht daher demnächst überarbeiten.

2. Februar 2021

OnePlus hat den Preis des Nord N10 gesenkt, damit verdrängt es das Motorola One Vision vom Platz des Preistipps.

13. Januar 2021

Das OnePlus Nord N10 ist neu hinzugekommen und schrammt knapp an einer Empfehlung vorbei.

10. September 2020

Vier neue Smartphones haben wir in den Test aufgenommen. Von Sony das Xperia 10 II, das Poco F2 Pro. OnePlus schickte mit dem Nord eine Art Einstiegsmodell und Google das kompakte Pixel 4A. An unseren Empfehlungen ändert das jedoch nichts.

26. Juni 2020

Vier neue Mittelklasse-Smartphones ergänzen unseren Test, zwei davon konnten eine Empfehlung ergattern. Das LG G8S ThinQ ist unser neuer Top-Favorit, aber auch das Huawei P40 Lite 5G bekommt eine Empfehlung. Außerdem hat Oppo mit dem Reno2 nachgelegt, und das Realme 6 Pro ist eines der ersten Smartphones der recht neuen Marke auf dem deutschen Markt.

13. März 2020

Bereits nach wenigen Wochen gibt es hier jetzt schon wieder ein Update: Das Reno2 Z von Oppo ist noch ganz neu auf dem Markt und erhält von uns aus dem Stand eine Empfehlung.

17. Januar 2020

Das Xiaomi Mi 9T und das Nokia 7.2 ergänzen unser Testfeld.

25. Juli 2019

Wir haben das Xiaomi Mi 9 getestet und zu unseren Empfehlungen hinzugefügt. Auch das Sony Xperia 10 Plus gesellte sich zu den Testkandidaten.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Die mittlere Preisklasse wird bei Smartphones immer beliebter. Denn seitens der Ausstattung können die meisten Mittelklasse-Smartphones der Premium-Klasse Paroli bieten, ja, sie sogar locker übertreffen – oder haben Sie schon mal ein iPhone mit der Möglichkeit einer zweiten SIM-Karte gesehen? Auch das Thema Speichererweiterung wird im Premium-Sektor peinlichst vermieden, damit sich neben dem 128-Gigabyte-Modell auch die Version mit 256 oder 512 Gigabyte verkaufen lässt, mit sattem Aufschlag versteht sich.

Das Entsperren per Fingerprint-Sensor, die Kommunikation per NFC sowie die USB Typ-C-Schnittstelle und die damit verbundene QuickCharge-Kompatibilität gehören aktuell in der Mittelklasse mit nur wenigen Ausnahmen zum Standard.

Wir haben insgesamt 48 Mittelklasse-Smartphones getestet, 29 sind derzeit noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Google Pixel 6a

Test Mittelklasse-Smartphone: Google Pixel 6a
Das Google Pixel 6a ist exzellent verarbeitet und sehr gut ausgestattet.

Mit dem Pixel 6a hat Google wieder ein ausgesprochen stimmiges Smartphone in der Mittelklasse platziert. Das neue Pixel 6a verfügt über ein hervorragendes, hochauflösendes Display sowie eine Fotoabteilung, die für sehr gute Ergebnisse sorgt. An der Entwicklung des eingesetzten Tensor-Prozessors hat Google selbst mitgewirkt, er sorgt für stabile Leistung und ist gleichzeitig energieeffizient.

Auch gut

Nothing Phone (1)

Test Mittelklasse-Smartphone: Nothing Phone (1)
Das erste Smartphone von Nothing kommt im schicken Klarsichtgehäuse daher.

Das Auffälligste am Nothing Phone (1) ist wohl das Design. Das Gehäuse erinnert in der Designsprache an die der ersten iPhones und ist dazu noch durchsichtig. Das eröffnet einen interessanten Blick auf die Technik darunter, sodass man auf der Rückseite schön die Vorrichtung fürs induktive Laden erkennt. Ein potenter Akku ist ebenfalls eingebaut, die sehr gute Fotoabteilung rundet die Ausstattung ab.

Nachhaltig

Gigaset GS5

Test Mittelklasse-Smartphone: Gigaset GS5
Dem GS5 merkt man an, dass Gigaset zusehends auf Nachhaltigkeit setzt. Es ist trotzdem leistungsfähig und recht günstig.

Gigaset setzt weiter auf weitestgehend heimische Produktion. Das gilt auch für das aktuelle GS5, das trotz Produktion in Deutschland noch erschwinglich geblieben ist. Die Nachhaltigkeit geht jedoch noch weiter, ganz entgegen dem aktuellen Trend kann man beim Gigaset bei Bedarf den Akku wechseln. Ebenso wie Apple und mittlerweile auch Samsung verzichtet man hier zudem darauf, direkt ein Ladenetzteil beizulegen. Hier kann jedes Standard-USB-Netzteil eingesetzt werden, das GS5 lädt aber auch drahtlos auf der Qi-Matte – oder man bestellt das Netzteil direkt mit.

Gut & günstig

Samsung Galaxy A52

Test  Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A52
Das Samsung Galaxy A52 ist für den Preis sehr gut ausgestattet, es ist sowohl mit als auch ohne 5G erhältlich.

Das Samsung Galaxy A52 bringt Features wie einen Hybrid-Kartenslot zum Upgrade des internen Speichers, sowie die Zertifizierung nach Schutzklasse IP67 mit. Das Display ist hervorragend und die Fotos, die sich mit dem Smartphone machen lassen, können sich ebenfalls sehen lassen. Kurz gesagt: alles Eigenschaften, wie sie in der Mittelklasse durchaus üblich sind, allerdings selten geballt in einem Gerät und noch seltener zum Preis von deutlich unter 300 Euro.

Vergleichstabelle

TestsiegerGoogle Pixel 6a
Auch gutNothing Phone (1)
NachhaltigGigaset GS5
Gut & günstigSamsung Galaxy A52
Honor 70
Sony Xperia 10 IV
Realme GT NEO 3T
Motorola moto g200
Xiaomi Redmi Note 11 Pro
OnePlus Nord 2 5G
Vivo V21 5G
Sony Xperia 10 III
OnePlus Nord CE 5G
Motorola moto g100
OnePlus Nord N10
Huawei P40 Lite 5G
Fairphone 3+
Oppo Find X3 Lite
OnePlus Nord
Poco F2 Pro
Google Pixel 4a
Google Pixel 3a
Doogee S90
Sony Xperia 10 II
realme 6 pro
Sony Xperia 10
Samsung Galaxy A6+
Nokia 8
Nokia 7.2
Test Mittelklasse-Smartphone: Google Pixel 6a
  • Sehr gutes Display
  • Sehr gute Fotoabteilung
  • Schlankes, flüssiges Android
  • Nach IP67 gegen eindringendes Wasser geschützt
  • Knappe Speicherausstattung
Test Mittelklasse-Smartphone: Nothing Phone (1)
  • Sehr gutes Display
  • Extravagantes Design
  • Qi-ladefähig
  • Sehr gute Fotoabteilung
  • Keine Speichererweiterung möglich
Test Mittelklasse-Smartphone: Gigaset GS5
  • Sehr gutes Display
  • Gute Fotoabteilung
  • Qi ladefähig
  • Akku wechselbar
  • Etwas knappe Akku-Ausdauer
Test  Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A52
  • Sehr gutes Display mit hoher Bild­wiederhol­rate
  • Lange Akkulaufzeit
  • Notruf-Funktion
  • Knappe Leistung
Test Mittelklasse-Smartphone: Honor 70
  • Sehr gutes Display
  • Gute Fotoqualität
  • Leistungsfähiger Chipsatz
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Keine Schutzklasse
Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10 IV
  • Hochauflösendes Display
  • Lange Akkulaufzeit
  • Nach IP68 wasserdicht
  • Lange Ladezeit
Test Mittelklasse-Smartphone: Realme GT NEO 3T
  • Gutes Display
  • Sehr leistungsfähiger Chipsatz
  • Lange Laufzeit
  • Kurze Ladezeit
Test Mittelklasse-Smartphone: Motorola Moto G200
  • Sehr gute Fotoqualität
  • Sehr gutes Display
  • Viel Ausdauer
  • Leistungsfähige Hardware
Test Mittelklasse-Smartphone: Xiaomi Redmi Note 11 Pro
  • Sehr gutes Display
  • Gute Ausstattung
  • Knappe Akkulaufzeit
Test Mittelklasse-Smartphone: OnePlus Nord 2 5G
  • Sehr gutes Display
  • Leistungsfähige Hardware
  • Lange Akkulaufzeit
  • Große Speicherversion recht teuer
Test Mittelklasse-Smartphone: Vivo V21 5G
  • Sehr gutes Display
  • Sehr gute Fotoabteilung
  • Headset gehört zum Liefer­umfang
  • Keine IP-Zertifizierung
Test  Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10 III
  • Sehr gutes Display
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Fotos nur mittelmäßig
Test  Mittelklasse-Smartphone: OnePlus Nord CE 5G
  • Gute Fotoabteilung
  • Sehr gutes Display mit hoher Bild­wiederhol­rate
  • Umfangreiche Ausstattung
Test  Mittelklasse-Smartphone: Motorola Moto G100
  • Sehr gutes Display mit hoher Bildwiederholrate
  • Sehr gute Fotos
  • Inklusive „Ready For“-Dock2 und USB-C-HDMI-Kabel
Test  Mittelklasse-Smartphone: OnePlus N10
  • Sehr gutes Display mit hoher Bild­wiederhol­rate
  • Gute Foto­abteilung
  • Knappe Akku-Ausdauer
Test  Mittelklasse-Smartphone: Huawei P40 Lite 5G
  • Hervorragendes Display
  • Gute Fotos
  • Sehr gutes Energie­management mit langer Laufzeit und sehr kurzer Ladezeit
  • Ohne Google PlayStore
Test  Mittelklasse-Smartphone: Fairphone  3+
  • Sehr gute Fotos
  • Wechselbarer Akku
  • Verpackung ohne Kunst­stoff
  • Knappe Akku-Ausdauer
Test  Mittelklasse-Smartphone: Oppo Find X3 Lite
  • Sehr gutes Display
  • Lange Akkulaufzeit, kurze Ladezeit
  • Umfassender Liefer­umfang
  • Speicher nicht erweiterbar
Test  Mittelklasse-Smartphone: OnePlus Nord
  • Hervorragendes Display
  • Gute Speicherausstattung
  • Fotoleistung hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck
Test  Mittelklasse-Smartphone: Poco F2 Pro
  • Sehr leistungsfähgiger Chipsatz
  • Hardware-Beschleunigung fürs Gaming
  • Enorm ausdauernder Akku
  • Wenig Speicher, nicht erweiterbar
  • Fotoleistung hat deutliche Schwächen
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel4a
  • Sehr gute Fotoqualität
  • Hohe Displayauflösung
  • Kompaktes Gerät
  • Veralteter Chipsatz
Test Mittelklasse-Smartphone: Google Pixel 3a
  • Sehr gute Fotoabteilung
  • Hervorragendes Display
  • Speicher nicht erweiterbar
Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
  • Sehr gutes Display
  • Hardcase und Zusatz-Akku im Lieferumfang
  • Rückseite teilweise kratzanfällig
Test  Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10 II
  • Hervorragendes Display
  • Ausdauernder Akku
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Veralteter Chipsatz
  • Schwache Fotoleistungen
Test  Mittelklasse-Smartphone: realme 6 pro
  • Sehr gutes Display
  • Enorm kurze Ladezeit
  • Ohne Headset
Test  Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Wahlweise Dual-SIM oder Speichererweiterung
  • DSEE HX- und LDAC-Audio-Codecs werden unterstützt
  • Fotoqualität und Akkulaufzeit nur mittelmäßig
Test  Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A6+
  • Schmaler Display-Rand
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Dual-SIM und Speicherweiterung
  • Veraltete Micro-USB-Schnittstelle, daher keine Schnelllade-Option
Test  Mittelklasse-Smartphone: Nokia 8
  • Sehr leistungsfähig
  • Gutes Display
  • Aktuelles, schlankes Betriebssystem
  • Akkulaufzeit ist nur mittelmäßig
Test Mittelklasse-Smartphone: Noika 7.2
  • Mit Android One schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Gute Ausstattung
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
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Alles, was man braucht: Mittelklasse-Smartphones im Test

Immer wieder sorgt die recht kurze Akkulaufzeit von Premium-Smartphones für ärgerliche Kommentare seitens der Besitzer. Damit allerdings eine möglichst lange Akkulaufzeit erreicht werden kann, bedarf es eines Akkus mit entsprechender Kapazität. Daraus resultiert aber wiederum eine entsprechende Größe.

Große Akkus finden allerdings in den meisten Schmalhänsen der Premium-Klasse keinen Platz. Das sieht bei der Mittelklasse anders aus, wo niemand unbedingt »das dünnste« in der Hand halten will. Deshalb haben Mittelklasse-Smartphones oft eine bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys.

Oft bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys

Mittlerweile hat allerdings auch die Akkutechnik selbst einen Schub in Richtung Miniaturisierung erfahren, sodass die Schmalhänse aus der Premium-Klasse noch schmaler werden können und die Mittelklasse selbst mit fettem Akku alles andere als fettleibig wirkt.

Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a

Unser Favorit: Google Pixel 6a

Seit der Internetgigant Google sich vor einiger Zeit die komplette Smartphone-Produktion von HTC einverleibt hat, werden dort fleißig weiter Smartphones entwickelt und produziert. Das Google Pixel 6a ist das günstigste aus der aktuellen Reihe, zu der außerdem noch das Pixel 6 und das Pixel 6 Pro gehören.

Testsieger
Google Pixel 6a
Test Mittelklasse-Smartphone: Google Pixel 6a
Das Google Pixel 6a ist exzellent verarbeitet und sehr gut ausgestattet.

Google hat bislang jedem neuen Pixel mit der markanten Einfassung der Rückkameras ein unverwechselbares Designelement mit auf den Weg gegeben. Auch die Kameratechnik weicht erheblich von der der Konkurrenz ab, weil sowohl die Sensor-Auflösung als auch die schiere Anzahl der Kameras selbst ungewöhnlich niedrig ist. Bei der aktuellen 6er-Reihe ist man sogar noch einen Schritt weitergegangen; das Pixel 6a ist mit einem Prozessor namens Tensor ausgestattet, der von Google selbst entwickelt worden sein soll, was so abwegig gar nicht ist…

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Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a Front
Das Pixel 6a gehört zu den kompakteren Smartphones.
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a Back
Googles Pixel Smartphones waren stets auch auf der Rückseite als solche zu erkennen.
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a Sim
Hier gibt es kein Speicher-Upgrade, lediglich zwei SIM-Karten passen rein.
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a Kompl
Zum Lieferumfang gehört außer dem USB-C-Ladekabel noch ein USB-A-Adapter.

Auf jeden Fall sorgt der Prozessor-Neuling zusammen mit der schlanken Android-Installation für flüssiges Arbeiten. Er ist obendrein so sparsam ausgelegt, dass wir unser Testvideo gut 25 Stunden laufen lassen konnten. Anschließend wird es jedoch eng, denn ein Netzteil zum Laden sucht man im Lieferumfang vergebens.

Nachhaltiges Lademanagement

Erdrutschartig nehmen sich die Hersteller zunehmend Apple und Samsung zum Vorbild und verzichten darauf, ein Ladegerät beizulegen. Das Pixel 6a lässt sich aber mit jedem beliebigen USB-Ladenetzteil aufladen. Ein Kabel sowie ein Adapter für USB-A liegen bei. Theoretisch ist das Pixel sogar schnellladefähig, sofern das angeschlossene Netzteil entsprechend Leistung liefert. Wir schließen das Google-Smartphone kurzerhand an ein vorliegendes Netzteil mit 33 Watt Leistung an und können den Ladevorgang nach gut einer Stunde abschließen.

Die eigentliche Ladeelektronik ist mittlerweile so intelligent, dass das Smartphone sich problemlos an beinahe jeder USB-Stromquelle aufladen lässt. Wir erinnern uns mit Schrecken an Zeiten, in denen das iPhone sich ausschließlich mit Zubehör aus dem Apple-Store aufladen ließ.

Das Pixel ist dagegen nicht wählerisch, verzichtet aber auch darauf, beim aktuellen Schnelllade-Rennen mitzulaufen, welches Oppo, OnePlus, Poco und Co. mit ihren 60-, 80- oder gar 150 Watt Netzteilen eröffnet haben. Beim Pixel wird der Akku nicht ganz so schnell, dafür aber schonender geladen. Das verlängert seine Lebensdauer und schont am Ende Ihre Geldbörse.

Kameras

Wie bereits angedeutet, betreibt das Pixel 6a mit nur zwei Rückkameras echtes Understatement. Sie decken zwei verschiedene Brennweiten ab, eine ist für den Weitwinkel und eine für den Ultraweitwinkel zuständig. Auch die Sensorbestückung ist mit jeweils 12 Megapixeln unüblich niedrig.

Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a Screenshot
Beim Pixel 6a funktioniert der Portrait-Modus mit beiden Brennweiten, Sie können das Portrait also auch mit etwas Abstand fotografieren und bekommen trotzdem ein Bokeh.

Das schadet aber nichts, entsprechend groß können nämlich die einzelnen Pixel sein, womit sie auch entsprechend viel Licht einfangen können.

Die Kameras meistern selbst schwierige Lichtsituationen

Wenige, dafür aber große Pixel sind eine gute Voraussetzung, auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu einem guten Ergebnis zu kommen. Den Rest erledigt im Zweifel eine ausgeklügelte Bildverarbeitung.

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Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a Outdoorlowlight Auto
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a Outdoorlowlight Hdr
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a Outdoorlowlight Nachtmod
Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel6a Geli

Zu den schwierigen Lichtverhältnissen in unseren Tests gehört einmal die nächtliche Aufnahme am Ruhrmuseum in Essen, außerdem eine Aufnahme direkt in die strahlende Nachmittagssonne. Mit dem Pixel 6a können Sie in beiden Fällen richtig gute Fotos schießen, und zwar ohne aufwendige Einstellungen vornehmen zu müssen.

Bei Aufnahmen unter Studiobedingungen liefert das Pixel bei Lowlight natürliche, gesättigte Farben und nur wenig Rauschanteil ab. Bei ausreichend Licht liegt die Belichtung auf dem Punkt und die Kantenschärfung, die mitunter für Doppelkonturen sorgt, wird nur sehr moderat eingesetzt, wenn überhaupt.

Portrait-Modus mit Zoom

Das Google Pixel 6a hat auf der Rückseite zwei Kameras, eine mit längerer, eine mit kürzerer Brennweite. Interessanterweise funktioniert der Portrait-Modus mit beiden Brennweiten. Egal also, ob Sie nah vor dem Motiv stehen oder in einiger Entfernung; wenn Sie den Portrait-Modus eingeschaltet haben, erhalten Sie stets ein schönes Bokeh.

Das Google Pixel 6a kann auf ganzer Linie überzeugen, die Qualität der Fotos ist hervorragend, selbst die Frontkamera hat eine sehr gute Hard- und Software-Ausstattung. Die Laufzeit ist für die verwendete Akkugröße sehr gut, selbst der Lieferumfang ist, gemessen am allgemeinen Trend, so viel wie möglich wegzulassen recht ordentlich. Am meisten Spaß macht aber die wirklich hervorragende Verarbeitung und der Wiedererkennungswert beim Design.

Nachteile?

Das Google Pixel 6a hat eigentlich nur wenige Nachteile, so verzichtet Google auf induktives Laden, was aber in der Mittelklasse ohnehin noch nicht weit verbreitet ist. Ärgerlicher ist da schon die Beschränkung auf knappe 128 GB internem Speicher, zumal sich der nicht aufrüsten lässt.

Google Pixel 6a im Testspiegel

Das Google Pixel 6a konnte auch in anderen Tests überzeugen. Hier haben wir einen Überblick über die aktuellen Ergebnisse.

Beim Test auf Computerbild.de erhält das Pixel 6a mit der Note 1,8 eine »gute« Bewertung. Besonders mit der Fotoqualität und den kompakten Abmessungen konnte das Pixel 6a die Tester überzeugen.

»Dem Pixel 6a fehlen zwar Extras wie induktives Laden oder eine Tele-Linse – doch es hat alles, was die aktuelle Pixel-6-Serie spannend macht: pures Android, intelligente Software und eine exzellente Kamera, vor allem bei wenig Licht. Erstmals ist auch das a-Modell wasserdicht. Wer kein großes Display braucht und ein günstiges Pixel sucht, liegt mit dem 6a richtig.«

Im Juli 2022 erhielt das Pixel von Chip.de mit der Note 1,4 ein »sehr gutes« Testergebnis. Vor allem das Display und die Leistung waren für das Testergebnis ausschlaggebend:

»Das Google Pixel 6a macht in unserem Test eine gute Figur: Der Formfaktor ist handschmeichelnd kompakt und das OLED-Display liefert starke Ergebnisse auf High-End-Niveau. Die Akkulaufzeit ist, dank energieeffizientem Prozessor, sehr gut – wenn auch die Ladezeit etwas kürzer ausfallen dürfte. Die Performance liegt auf dem gleichen Oberklasse-Level wie beim Google Pixel 6 Pro, und das schlanke Kamera-Setup knipst sehr gute Fotos. Das alles macht das Pixel 6a zu einem tollen Handy der Mittelklasse, aber bereits für rund 50 Euro mehr bekommen Sie das deutlich besser platzierte Google Pixel 6. Das 6a müsste erst einmal viel günstiger werden, damit sich ein Kauf lohnt.«

Alternativen

Das Google Pixel 6a ist ein tolles Telefon. Allerdings hat jeder eigene Präferenzen, ob es nun das Design ist, oder man doch unbedingt ein potentes Ladenetzteil gleich dabei haben möchte. Unsere anderen Empfehlungen sind ebenfalls einen Blick wert.

Avantgarde: Nothing Phone (1)

Nichts bleibt, wie es war – das könnte auch das Motto von Carl Pei sein, seines Zeichens Mitgründer von OnePlus. Vielleicht hat es ihn zumindest zum Namen seines neuen Babys inspiriert. Das Nothing Phone (1) ist schon der zweite Wurf der Firma mit dem nichtssagenden Namen, wir haben auch die True Wireless In-Ears der gleichen Marke im Test gehabt.

Auch gut
Nothing Phone (1)
Test Mittelklasse-Smartphone: Nothing Phone (1)
Das erste Smartphone von Nothing kommt im schicken Klarsichtgehäuse daher.

Nachdem besagter Herr Pei die Marke OnePlus und deren Rechte an den BBK-Konzern veräußert hatte, war ihm wohl danach, seine Vorstellungen von einem Smartphone mit einer neuen Marke umzusetzen. Wer bislang noch kein Nothing-Produkt kennt, wird in der Tat beim Nothing Phone (1) zweimal hinschauen, denn ein Smartphone in Klarsichtgehäuse hat es bislang so noch nicht gegeben.

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Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1
Das Nothing Phone (1) hat ein extravagantes Design und ist technisch auf dem neusten Stand.
Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1 Sim
Zwei SIM-Karten passen rein, der Speicher kann nicht aufgestockt werden.
Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1 Back
Besonders auf der Rückseite gibt das transparente Gehäuse den Blick auf das Innenleben frei; das große sichtbare Element ist das Gegenstück fürs induktive Laden.
Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1 Komplett
Beim Lieferumfang beschränkt man sich maximal auf ein USB-Ladekabel.

Das übrige Design dürfte so manche Smartphone-Besitzer an die ersten Generationen des iPhones erinnern – eine klar definierte Mischung aus geraden Kanten und abgerundeten Ecken. Mit dem Design kann das Phone (1) also schon mal punkten.

Anders als bei manch anderen Design-Ikonen, die eben nur damit überzeugen und aus technischer Sicht eher uninteressant sind, hat der Hersteller das Phone (1) sorgsam mit ausgewählten Zutaten gespickt. Der Snapdragon 778G+ sorgt für den Antrieb des aktuellen Android-12-Betriebssystems. Aufgesetzt ist mit Nothing OS 1.0.0 eine neue Oberfläche, die beim Phone (1) nicht nur hübsch aussieht, sondern das System auch schlank und damit schnell macht.

Für die notwendige Energie sorgt der fest eingebaute Akku mit 4.500 mAh Kapazität, in unserem Testprozedere hielt der immerhin 25 Stunden durch. Da auch das Nothing Phone außer einem USB-Ladekabel kein weiteres Zubehör mitführt, muss man ein bereits vorhandenes Netzteil zum Aufladen nutzen oder sich eines anschaffen.

Unser eigeschaltetes 33-Watt-Netzteil lädt das Smartphone in etwas über einer Stunde wieder voll. Ein größeres dürfte entsprechend schneller laden, denn das Phone (1) ist schnellladefähig. Wer die Rückseite genau in Augenschein nimmt, entdeckt jedoch auch, dass dort eine Qi-Ladefläche zu erkennen ist. Das Nothing können Sie also getrost auf eine möglicherweise bereits vorhandene Induktions-Ladefläche legen.

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Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1 Outdoorlowlight Auto
Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1 Outdoorlowlight Nachtmodus
Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1 Geli

Das Phone (1) verfügt nur über zwei Rückkameras, beide haben je 50 Megapixel Auflösung, die eine deckt den Weitwinkel, die zweite den Ultraweitwinkel ab.

Das gute Zusammenspiel der Kameras mit der Bildverarbeitung macht sich einmal mehr beim Fotografieren bei extremen Lichtverhältnissen bemerkbar. Bei extremem Gegenlicht gibt es sowohl in den sehr hellen wie in den sehr dunklen Bereichen noch eine gute Durchzeichnung, die Belichtung macht einen sehr guten Kompromiss.

Bei der Nachtaufnahme des spärlich, aber signifikant erleuchteten Ruhr Museums holt die Kamera des Phone (1) im Automatikbetrieb schon vieles aus der Aufnahme heraus, lediglich die Leuchtschrift wird erst nach Zuschalten des Nachtmodus lesbar, das Bild wird insgesamt heller.

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Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1 Hell
Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1lx
Mittelklasse-Smartphone Test: Nothing Phone1 Portrait2

Bei guten Lichtverhältnissen wird das Motiv perfekt belichtet, nur die Kantenschärfung trägt einen Tick zu dick auf. Bei wenig Licht stimmt der Weißabgleich nicht mehr so ganz, das Bild bekommt einen leichten Rotstich.

Dem Nothing Phone (1) könnte gelingen, was dem OnePlus vor einigen Jahren bereits gelungen ist; es unterscheidet sich optisch deutlich vom Mainstream, womit sich gerade Individualisten angesprochen fühlen. Außerdem können sich hier, wie ehemals beim OnePlus die inneren Werte ebenfalls sehen lassen. Gemessen daran und am Preis ist das Nothing Phone eine echte Alternative zu den üblichen Verdächtigen.

Nachhaltig im Betrieb: Gigaset GS5

Bei Gigaset hat man die Zeichen der Zeit schon recht früh erkannt, sodass die Entwicklung und Produktion von DECT-Telefonen und Smartphones aller Art komplett in Deutschland erfolgt. Auch das Gigaset GS5 macht da keine Ausnahme, hier ist man dem Ziel einer nachhaltigen Produktion und vor allen Dingen eines nachhaltigen Betriebes nochmal deutlich näher gekommen.

Nachhaltig
Gigaset GS5
Test Mittelklasse-Smartphone: Gigaset GS5
Dem GS5 merkt man an, dass Gigaset zusehends auf Nachhaltigkeit setzt. Es ist trotzdem leistungsfähig und recht günstig.

Längst enthalten die Verpackungen von Gigaset Produkten so wenig Kunststoff wie nötig, auch beim GS5 kommt hauptsächlich Papier bzw. Pappe als Verpackungsmaterial zum Einsatz. Außerdem konnte das Volumen deutlich verringert werden, da man hier, sie schon bei Apple und Samsung darauf verzichtet, standardmäßig ein Ladenetzteil beizulegen. In den meisten Haushalten dürfte es ohnehin mittlerweile eine ganze Sammlung von USB-Ladegeräten geben. Wenn nicht, kann man bei Gigaset direkt eines mitbestellen – es gibt insgesamt drei Ausführungen, die das Mittelklasse-Smartphone mehr oder weniger schnell aufladen. Die Ladezeiten variieren zwischen einer und zwei Stunden, je nach Kapazität des Laders.

Wechselakku und drahtloses Laden

Das Gigaset GS5 lädt aber auch drahtlos per Induktion. Da hier der weit verbreitete Qi-Standard verwendet wird – sofern Sie also schon über ein entsprechendes Ladepad verfügen, einige Autos haben das standardmäßig eingebaut – benötigen Sie eigentlich auch gar kein USB-Ladenetzteil. Damit das Smartphone auch nach jahrelangem Betrieb nicht wegen eines schlappen Akkus entsorgt oder teuer repariert werden muss, lässt dieser sich beim GS5 einfach auswechseln. Dazu kann man einfach den Rückdeckel abnehmen.

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Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5
Auch das GS5 wird von Gigaset in Deutschland hergestellt, oder zumindest zusammengebaut. Das sorgt für kurze Lieferwege.
Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5 Back
Die Rückseite ist zwar hochglänzend, trotzdem ist die Oberfläche ziemlich beständig gegen Kratzer.
Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5 Offen
Zeit zum Öffnen – nicht nur der Akku kann beim GS5 gewechselt werden, unter dem Deckel ist auch Platz für eine Speichererweiterung und zwei SIM-Karten, die gleichzeitig genutzt werden können.
Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5 Komplett
Zum Lieferumfang gehört nur ein USB-C-Kabel, ein Ladenetzteil kann optional erworben werden, es geht aber auch jedes andere USB-Ladegerät.

Gigaset ist es trotz abnehmbarem Deckel gelungen, einen Fingerprint-Sensor, die Qi-Ladefläche und sogar das NFC-Feld in den abnehmbaren Deckel zu integrieren. Außerdem kommt man so außer an den Akku auch an die Kartenslots dran, das GS5 hat genug Steckplätze für zwei SIM-Karten plus einer microSD-Karte zur Speichererweiterung.

Wer noch mehr selbst Hand anlegen möchte, sollte über das Fairphone 3+ nachdenken, welches wir weiter unten getestet haben. Dort wird sogar das Werkzeug für kleinere Reparaturen oder Upgrades direkt mitgeliefert. Allerdings macht dieses Konzept der Laien-Reparatur das Fairphone deutlich teurer.

Am Gigaset sind zwar auch Reparaturen möglich, das lässt man jedoch besser vom Service-Techniker machen, und dafür muss das Smartphone im Falle eines Falles noch nicht einmal weit reisen. Bis es allerdings soweit kommt, leistet das Mittelklasse-Smartphone auf ganzer Linie treue Dienste.

Der Chipsatz, der zum Einsatz kommt, arbeitet klassenüblich schnell und vor allem zuverlässig. Unterstützt wird der Mediatek Helio G85 von vier Gigabyte Arbeitsspeicher, was bei unseren Benchmark-Messungen zu akzeptablen Ergebnissen führt.

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Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5 Outdoorlowlight
Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5 Outdoorlowlight Nachtmodus
Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5 Geli
Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5 Hell
Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5lx

Das GS5 ist mit zwei Rückkameras ausgerüstet, die Hauptkamera verfügt über einen Sensor mit 48 Megapixeln und ist mit einem Weitwinkelobjektiv versehen. Die zweite Kamera hat ein Ultraweitwinkel-Objektiv und kommt mit acht Megapixeln aus, sie ist außerdem für Makro-Aufnahmen geeignet. Bei Aufnahmen unter normalen Lichtverhältnissen gibt es eine natürliche Farbdarstellung und nur eine moderate Kantenschärfung. Bei weniger Licht fällt positiv auf, dass der Rauschteppich sich in Grenzen hält und die Farben sehr lange ihre Sättigung behalten.

Mittelklasse-Smartphone Test: Gigaset Gs5 Portrait
Der Portrait-Modus schafft automatisch ein schönes Bokeh, die Intensität lässt sich hier normalerweise stufenlos einstellen, bei unserem Testmodell gab es dagegen keinerlei sichtbare Unterschiede.

Selbstredend verfügt das Gigaset GS5 auch über einen Portrait-Modus, der Portraits mit gezielt eingesetzter Unschärfe – dem sogenannten Bokeh – vom Hintergrund absetzt. Das Ergebnis sieht sehr natürlich aus, außerdem lässt sich die Intensität der Unschärfe zusätzlich einstellen. Allerdings gab es bei unserem Testmuster an dieser Stelle offenbar einen Bug, denn die verschiedenen Einstellungen hinterließen keine sichtbaren Unterschiede. Ein Fall fürs nächste Software-Update.

Sie bekommen mit dem Gigaset GS5 ein typisches Mittelklasse-Smartphone, mit dem einen, aber wesentlichen Unterschied zu den meisten Konkurrenten, dass sie sehr wahrscheinlich viel länger was davon haben werden, für diesen Benefit ist es noch nicht einmal teurer als andere.

Gut und günstig: Samsung Galaxy A52

Das Samsung Galaxy A52 war schon einige Zeit mit stabilem Preis von deutlich über 300 Euro auf dem Markt, was dem Smartphone lange die Empfehlung als Preistipp verwehrte. Nachdem der Preis jetzt allerdings dauerhaft deutlich unter die 300-Euro-Schwelle gesunken ist, sieht es anders aus.

Gut & günstig
Samsung Galaxy A52
Test  Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A52
Das Samsung Galaxy A52 ist für den Preis sehr gut ausgestattet, es ist sowohl mit als auch ohne 5G erhältlich.

Das Galaxy A52 sieht nicht nur schön aus, es ist auch für ein Smartphone in der Mittelklasse hervorragend verarbeitet. Es handelt sich zudem um ein solides und leistungsfähiges Mittelklasse-Smartphone mit hervorragendem Display und viel Speicherplatz. Der kann per microSD-Karte sogar aufgestockt werden. Es ist außerdem nach IP67 gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt, darf also auch schon mal kurz untertauchen. Eine Eigenschaft, die in dieser Preisklasse noch nicht allzu weit verbreitet ist. Das Smartphone gibt es in den Farben Blau, Schwarz, Weiß und Violett. Eine 5G-Variante kostet meistens etwa 80 Euro mehr, wird aber nicht so häufig angeboten. Das lässt sich jedoch angesichts des aktuellen Netzausbaus hierzulande gut verschmerzen.

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Mittelklasse-Smartphone Test: Samsung Galaxya52
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Mittelklasse-Smartphone Test: Samsung Galaxya52 Sim
Mittelklasse-Smartphone Test: Samsung Galaxya52 Komplett

Beim Display lässt sich die Bildrate von 60 auf 90 Bildwechsel pro Sekunde erhöhen. Das Scrollen wird dadurch besonders flüssig und auch einige Online Games profitieren vom schnellen Bildwechsel. Allerdings belastet das auch den Akku. Immerhin reicht der bei der höheren Bildwechselfrequenz von 90 Hertz für über 20 Stunden Video-Dauerbetrieb. Für eine komplette Aufladung benötigt das Galaxy A52 mit dem schlanken mitgelieferten Ladenetzteil recht lange eineinhalb Stunden.

Notruf-Funktion integriert

Als besonderes Feature gibt es eine integrierte Notruf-Funktion, die nicht nur für Senioren interessant sein dürfte. Die Funktionstaste kann so eingestellt werden, dass sie, drei- oder viermal hintereinander gedrückt, einen Notruf absetzt. Dieser wird umgehend an vorher festgelegte Kontakte weitergeleitet. Optional kann man sogar die aktuellen Standortdaten, ein Foto oder Sprachnachrichten an die Kontakte senden.

Die Fotoabteilung ist klassenüblich gut, leistet aber keine Wunder. Bei genug Licht macht das Galaxy gute Fotos, bei wenig Licht ist aber noch deutlich Luft nach oben, was die Fotos mit einem gut sichtbaren Rauschteppich quittieren.

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Mittelklasse-Smartphone Test: Samsung Galaxy A52 Outdoor Lowlight
Mittelklasse-Smartphone Test: Samsung Galaxy A52 Geli
Mittelklasse-Smartphone Test: Samsung Galaxy A52 Hell
Mittelklasse-Smartphone Test: Samsung Galaxy A52lx

Samsung hat mit dem Galaxy A52 einen schönen Allrounder auf den Markt gebracht, einige Features sind zwar nicht komplett ausgereizt, beim aktuellen Preis aber gut zu verschmerzen. Immerhin gibt es die Möglichkeit, den internen Speicher per microSD-Karte aufzurüsten und die leichten Schwächen beim Fotografieren lassen sich per Software-Update deutlich vermindern.

Außerdem getestet

Honor 70

Das Honor 70 liegt preislich am oberen Rand der Mittelklasse, entsprechend hoch sind dann auch die Erwartungen an das Smartphone der ehemaligen Huawei-Marke. Ausstattungsseitig gibt man sich daher auch ziemlich großzügig, denn neben dem üblichen Ladekabel liegt hier sogar noch ein Ladenetzteil bei. Der Hersteller lässt sich an dieser Stelle nicht lumpen und packt gleich einen dicken Brummer mit 66 Watt Ausgangsleistung ein, der das Smartphone in einer knappen Stunde von null auf hundert Prozent auflädt. Dabei hat man bereits nach wenigen Minuten Ladezeit schon Energie für mehrere Betriebsstunden.

Das erscheint allerdings auch nötig, denn eine ganze Ladung hält bei unserem Videotest knapp 16 Stunden durch. Das ist gerade einmal Mittelmaß. Die Fotoabteilung kann dagegen durchweg überzeugen, selbst unter komplexen Lichtbedingungen gemachte Fotos können überzeugen. Das hochwertige Display mit einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz und der verwendete Chipsatz sind auf dem aktuellen Stand der Technik und sorgen für flüssiges Arbeiten.

Das Honor 70 liegt, wie gesagt, am oberen Ende der Preisskala in der Mittelklasse. Die Leistungen entsperechen zwar den Erwartungen, allerdings bieten andere zum ähnlichen Preispunkt eine bessere Ausstattung. So ist das Honor nicht nach einer Schutzklasse zertifiziert, außerdem hält mittlerweile das kabellose Laden des Akkus selbst in der Mittelklasse Einzug. Für den gegenwärtig aufgerufenen Preispunkt ist die Konkurrenz des Honor 70 schlicht zu groß, das kann sich jedoch ändern, wenn der normale Preisverfall einsetzt.

Motorola moto g200

Das Motorola moto g200 ist preislich eher an der Obergrenze in der Mittelklasse angesiedelt. Allerdings hat der Hersteller auch an keiner Stelle gespart, sodass der Preis durchaus gerechtfertigt ist. Außerdem stellt sich wie immer die Frage, wie lange der Preis auf diesem Niveau stabil bleibt.

Auf jede Fall bekommen Sie ein hervorragendes Display für Ihr Geld, denn immerhin liefert das moto g200 eine bislang unerreichte Bildwiederholrate von 144 Hz. Das sorgt zwar in vielen Anwendungen für ein flüssiges Bild, kostet allerdings auch Akku. Dank künstlicher Intelligenz lässt sich der Bildwechsel auch automatisch an die jeweilige Anwendung anpassen, dann liegt die Rate zwischen 60 und 144 Hz. Bei unserem Akkutest ließen wir es indes darauf ankommen, und das moto in höchster Bildrate laufen. Selbst dann hält der Akku mit über 23 Stunden Dauerbetrieb noch erstaunlich lange durch. Zum Laden liegt ein fettes Ladenetzteil bei, sodass das Motorola binnen einer Stunde wieder voll geladen ist.

Neben Display und Akku verfügt das moto g200 außerdem über einen leistungsfähigen wie sparsamen Chipsatz, wie besagter Akkutest und unsere Benchmark-Messungen bestätigen. Installiert ist Android 11, wie bei den meisten aktuellen Konkurrenten auch. Die spezielle Moto-App hilft mit vielen Beispielen und Volltextunterstützung bei der individuellen Einrichtung, zu der auch eine Optimierung für Online-Games gehört.

Abgerundet wird das Smartphone von einer überaus griffigen Fotoabteilung, die bei den meisten Motiven sehr gute Ergebnisse liefert. Wo es nicht so gut passt, gibt es schnell erreichbare Presets, wie zum Beispiel den Nachtmodus, der insbesondere in manchen Mischlichtsituationen zusätzlich für Dynamik sorgt.

Insbesondere im Portrait-Modus weiß das moto g200 auf Anhieb zu überzeugen – das Bokeh, also die Unschärfe rund ums Motiv, sieht besonders natürlich aus. Zudem kann man die Intensität mit einem Schieber im Menü stufenlos einstellen, was übrigens nicht nur bei Portraits funktioniert, sondern auch bei anderen Motiven, die sich gut vor dem Hintergrund absetzen.

Einen Wermutstropfen hat das moto g200 dann aber doch – es gibt lediglich eine Variante mit 128 Gigabyte internem Speicher, der sich zudem nicht per microSD-Karte aufrüsten lässt, es passen nur zwei SIM-Karten in den Einschub.

Wer damit zurecht kommt, erhält mit dem moto g200 ein tolles Mittelklasse-Smartphone, mit sehr guten Fotoeigenschaften. Darüber hinaus eignet es sich auch hervorragend für das eine oder andere Spielchen.

Vivo V21 5G

Das Vivo V21 5G ist schlank gebaut, die Rückseite ist fein satiniert und schimmert dezent in blauvioletten Farbtönen, je nach Lichteinfall. Auch die vielzitierten inneren Werte konnten uns überzeugen.

Allen voran steht das hochwertige OLED-Display, das neben der guten Auflösung mit natürlichen Farben aus einem großen Blickwinkel sowie tollen Schwarzwerten aufwartet. Das nur 7,4 Millimeter schlanke Vivo V21 liegt dank der satinierten Rückseite sehr gut in der Hand und lässt sich auch gut einhändig bedienen.

Für eine einmalige User-Experience wurde das Betriebssystem Android 11 beim Vivo V21 5G mit dem hauseigenen Funtouch OS aufgebrezelt.

Neben der Schutzhülle für die Rückseite liegt dem Vivo V21 5G ein Headset bei, sowie ein entsprechendes Adapterkabel, denn eine Buchse fürs Headset gibt es hier nicht. Mit dem Adapter kann das Headset – und übrigens auch jedes andere – über die USB-C Buchse angeschlossen werden.

Die drei Rückkameras sind für unterschiedliche Brennweiten zuständig: Die mit einem Weitwinkelobjektiv bestückte Hauptkamera verfügt über satte 64 Megapixel. Mit acht Megapixeln ist die Ultraweitwinkel-Kamera bestückt, und insgesamt zwei Megapixel reichen für die dritte Kamera mit Makro-Funktion.

Zusammen mit der Bildverarbeitung schaffen es die drei Kameras selbst aus schwierigen Lichtsituationen optimale Ergebnisse herauszuholen, wie das V21 5G bei unseren Tests eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Unsere Lowlight-Aufnahmen vom Ruhr-Museum bei Nacht und die extreme Gegenlichtaufnahme meistert das V21 5G hervorragend. Bei der Nachtaufnahme vom Ruhr-Museum ist es tatsächlich der Nachtmodus, der unsere Meinung nach zum besten Ergebnis führt.

Bei den Aufnahmen unter Studiobedingungen liefert das V21 unter Lowlight-Bedingungen vielleicht einen Tick zu viel Farbsättigung, davon abgesehen ist das Ergebnis aber frei von sichtbarem Rauschen und zeigt zudem reichlich Detailtreue.

Neben dem eigentlichen Portrait-Modus bietet das Vivo V21 5G eine Funktion mit unterschiedlichen Blendenmodi. Hier lässt sich die Intensität der Tiefenschärfe stufenlos zwischen Minimum und Maximum einstellen, womit sich die Fotografie mit Bokeh nicht auf Portrait beschränkt.

Das Vivo V21 5G kann auf ganzer Linie überzeugen, die Fotoqualitäten sind hervorragend, selbst die Frontkamera hat eine sehr gute Hard- und Software-Ausstattung. Die Laufzeit ist trotz durchschnittlicher Akkugröße enorm und der Lieferumfang lässt kaum Wünsche offen. Der Preis ist dennoch erstaunlich moderat ausgefallen.

OnePlus Nord 2 5G

Das OnePlus Nord 2 5G ist der Nachfolger des OnePlus Nord, außer der Unterstützung des 5G-Netzstandards gibt es natürlich einige weitere technische Neuerungen. Die interessanteste ist der neue Chipsatz, der hier Verwendung findet.

Das Nord 2 gibt es in zwei Speichervarianten, eine mit 128 GB internem und 8 GB Arbeitsspeicher sowie eine mit 256 GB internem und 12 GB Arbeitsspeicher. Man sollte sich vor dem Kauf über den eigenen Speicherbedarf im Klaren sein, da keines der Geräte aufgerüstet werden kann.

Das OnePlus Nord 2 5G zeigte bei unserem Geschwindigkeitstest eine hervorragende Performance, die zusammen mit der hohen Bildwechselfrequenz von bis zu 90 Hz für einen flüssigen Ablauf auch anspruchsvoller Apps sorgt.

Auch die lange Akkulaufzeit (ca. 25 Stunden in unserem Test) und die dank des dicken Netzteils kurze Ladezeit findet man in dieser Preisklasse nicht so oft. Dagegen fallen die Fotoleistungen dann doch leicht ab.

Die Aufnahmen unter kniffligen Lichtbedingungen meistert das OnePlus Nord 2 5G zwar gut, aber eben auch nur klassenüblich. Ausgerechnet unter idealen Lichtbedingungen fehlt es in unserem Testfoto generell an Farbsättigung, die Fotos sind schlicht zu blass. Im Portrait-Modus gibt es dagegen nichts auszusetzen, lediglich, dass der Zoom in dieser Einstellung nicht funktioniert. Das tut er aber bei den wenigsten Mittelklasse-Smartphones.

Alle, die ein leistungsfähiges Smartphone suchen, werden beim OnePlus Nord 2 5G sicher fündig, vorausgesetzt, das Budget darf ein wenig höher sein, vor allem für die Version mit 256 GB Speicher.

Motorola moto g100

Wer sich das Motorola Moto G100 aktuell bestellt, bekommt einen riesigen Karton geliefert. Darin befinden sich neben dem erwarteten Smartphone zwei weitere Verpackungen. Eine enthält das sogenannte »Ready For«-Dock2, eine weitere ein Adapterkabel von USB-C auf HDMI. Damit kann das Moto viel mehr als ein einfaches Mittelklasse-Smartphone.

Das Moto G100 lässt sich mit Hilfe des Adapterkabels an einen größeren Bildschirm anschließen, darüberhinaus kann via Bluetooth sogar eine Tastatur und eine Maus angeschlossen werden, und fertig ist der Arbeitsplatz. Unterdessen darf das Smartphone selbst ganz entspannt im Dock stecken, quasi als Zentrale.

Für Entspannung des Benutzers sorgt dann womöglich der Tausch von Maus und Tastatur gegen einen Bluetooth-Controller. Damit wird das Motorola Moto G100 zum Traum eines jeden Zockers. Leistung dafür ist übrigens genug vorhanden, unsere Messergebnisse mit den Benchmarks ergaben Rechenleistungen die an ein Premium-Smartphone erinnern.

Das Moto G100 verfügt zwar nur über 128 Gigabyte internen Speicher, der lässt sich dank Hybrid-Kartenslot aber leicht erweitern. Alternativ zur Speichererweiterung kann man natürlich auch eine zweite SIM-Karte einsetzen. Das macht unter Umständen gerade dann Sinn, wenn das Moto sowohl beruflich als auch privat genutzt wird.

Auch im Alltagsbetrieb, als normales Smartphone ohne Erweiterungsset, läuft das Moto G100 mit Android 11 als aktuell installiertes Betriebssystem absolut flüssig. Das sehr gute Display lässt sich von den standardmäßigen 60 Hertz auf 90 Hertz Bildwechselrate umstellen.

Für die nötige Power sorgt der eingebaute Akku mit satten 5.000 mAh. Eine Ladung hält nach unseren Messungen zwar fast 20 Stunden, bei der Kapazität hatten wir eigentlich mit mehr gerechnet, dennoch ist das in Ordnung. Um den großen Akku wieder auf 100 Prozent aufzuladen, benötigt das mitgelieferte Ladenetzteil trotz QuickCharge fast zwei Stunden. Für eine schnellere Ladung wäre ein größeres Ladegerät notwendig.

Das Moto G100 verfügt gleich über zwei Selfie-Kameras, die aus jeweils einem Punchhole im Display lugen. Eine davon eignet sich wegen der Ultra-Weitwinkel-Brennweite hervorragend, wenn man ein Selfie zusammen mit einer ganzen Gruppe schießen oder eben viel Hintergrund dabei haben möchte.

Die drei Rückkameras sind für unterschiedliche Brennweiten zuständig: Das normale Objektiv mit 64 Megapixel-Sensor eignet sich zudem mit einer Blende von F1.7 besonders für Lowlight-Aufnahmen. Außerdem findet sich noch eine Kamera mit 16 Megapixeln, die Ultra-Weitwinkel-Brennweite und /Makro-Funktion verbindet. Dann gibt es nur noch den Tiefensensor mit 2 Megapixeln, die vierte »Kamera« ist wahrscheinlich nur ein Designelement.

Unsere Lowlight-Aufnahmen vom Ruhr-Museum bei Nacht und die extreme Gegenlichtaufnahme meistert das Moto G100 jedenfalls hervorragend. Im Lowlight-Betrieb lässt sich mit der Aktivierung des HDR-Modus oft sogar noch mehr Dynamik herausholen, ohne dass das Bild unnatürlich aufgehellt wird.

Das Moto G100 ist zwar nicht ganz billig, lässt sich jedoch mit dem Zubehör vielseitiger nutzen als die meisten anderen Mittelklasse-Smartphones.

Realme GT NEO 3T

Beim Realme GT NEO 3T ist der Name Programm, jedenfalls wenn man das Kürzel »GT« mit Autorennen in Verbindung bringt. Die Rückseite ist bei unserem Testmuster zwar gelb, es gibt sie aber auch in anderen Farben. Egal in welcher Farbe, immer ist die Fläche mit kleinen Karos designt – wie ein Flagge beim Autorennen.

Im Inneren werkelt dann auch ein Prozessor, der ebenfalls nicht zu den langsamen in dieser Klasse zählt. Laut unseren drei Benchmark-Messungen liegt das GT NEO 3T in dieser Preisklasse leistungsmäßig mit an oberster Stelle. Anders als mittlerweile viele Konkurrenten, wird beim NEO 3T die Tankstelle – also das Ladegerät – direkt mitgeliefert. Mit seinen üppigen 80 Watt Leistung sorgt es dann auch mit einer guten halben Stunde Ladezeit für einen recht kurzen Boxenstopp.

Mit den Kameras lassen sich zudem sehr gute Zielfotos schießen, solange es nicht zu dunkel wird. Sollte das der Fall sein, kann man immer noch den Nachtmodus-Turbo zünden und erhält umgehend bessere Ergebnisse.

Der eingesetzte Snapdragon 870 sorgt zusammen mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher für starke Spurts, immerhin benötigt das GT NEO 3T nur lächerliche 20 Sekunden für den Start.

Wer gern ein schnelles und gleichzeitig ausdauerndes Smartphone sein eigen nennen möchte, sollte das GT NEO 3T näher in Betracht ziehen. Es zeigt sogar mit dem Gehäuse-Design, dass es für einen smarten, schnellen Lifestyle steht.

Sony Xperia 10 IV

Das Sony Xperia 10 IV gehört mit seinem 6-Zoll Display zu den kompakteren Smartphones. Es liegt entsprechend gut in der Hand, lässt sich leicht nur einhändig bedienen, und hat dennoch einen kräftigen Akku mit einer Kapazität von 5.000 mAh verbaut.

Dieser reichte in unserem Test aus, um das Testvideo locker 30 Stunden abzuspielen. Zum anschließenden Aufladen ist man allerdings auf ein bereits vorhandenes USB-Ladegerät angewiesen, die Smartphones von Sony werden mittlerweile ebenfalls ohne ausgeliefert. Dem Xperia 10 IV liegt nicht mal ein Ladekabel bei, dafür ist das schön verarbeitete Gehäuse immerhin nach IP68 sogar bei zeitweiligem Untertauchen gegen eindringendes Wasser geschützt.

Das Display profitiert sehr von der geringen Diagonalen; es hat dadurch eine besonders hohe Auflösung. Diese Qualität setzt sich leider nicht bis zur Fotoabteilung fort. Die drei Rückkameras liefern zwar für gewöhnlich eine gute Bildqualität ab, sobald im Dunkeln fotografiert wird, stößt das System sichtbar an seine Grenzen. Um das Bildrauschen weitestgehend zu unterdrücken, setzt man beim Xperia auf Glättungsfilter. Diese bügeln allerdings auch wichtige Details in den Bildern rigoros glatt.

Das Xperia 10 IV ist ein gutes Smartphone, wenn man Wert auf kompakte Abmessungen legt und zudem etwas wasserdichtes benötigt. Auch die enorm lange Akkulaufzeit dürfte ihre Fans finden.

Huawei P40 Lite 5G

Das Huawei P40 Lite 5G kommt ganz ohne vorinstallierte Google-Dienste aus, angefangen beim sonst stets implementierten Play Store. Alternativ ist die AppGallery von Huawei verlinkt, die zwar bislang noch vergleichsweise mager bestückt ist, dennoch mangelt es dem P40 Lite 5G erstmal an nichts.

Das P40 Lite 5G hat mit seiner winzigen, kaum sichtbaren Frontkamera sehr viel Display mit besonders wenig Rand zu bieten. Diese Technik mit der Kamera auf der kleinen Insel nennt man bei Huawei Punch-FullView-Display. Das Display ist außerdem von hervorragender Qualität und mittlerweile klassenüblicher Auflösung und Pixeldichte von über 400 ppi.

Der hauseigene Kirin 820 Chipsatz ist ein Garant für solide Leistung bei hoher Energie-Effizienz, er wird dabei von sechs Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt. Beim Testgerät war Android 10 als das aktuellste Betriebssystem installiert, bei der Oberfläche setzt Huawei wie immer auf das hauseigene EMUI, diesmal in der Version 10.1.1.

Für die notwendige Energie sorgt der fest eingebaute Akku mit 4.000 mAh Kapazität, die in unserem Test-Prozedere immerhin für 23 Stunden reichte. Danach ist das P40 Lite 5G binnen einer knappen Stunde wieder voll aufgeladen, mit dem Netzteil aus dem Lieferumfang, versteht sich.

Das Huawei P40 Lite 5G verfügt über insgesamt vier Kameras auf der Rückseite. Neben dem Weitwinkel mit 64 Megapixel-Sensor steht ein Ultraweitwinkel sowie ein Macro zur Verfügung, beide mit jeweils zwei Megapixeln. Der Tiefensensor mit ebenfalls zwei Megapixeln Auflösung macht das Quartett voll.

Das gute Zusammenspiel der Kameras mit der Bildverarbeitung macht sich einmal mehr beim Fotografieren bei extremen Lichtverhältnissen bemerkbar. Sowohl bei Aufnahmen mit extremem Gegenlicht, als auch in nächtlicher Mischlicht-Situation gibt es nichts auszusetzen.

Einen kleinen Ausreißer erlaubt sich die Bildsoftware des P40 Lite 5G ausgerechnet bei ausreichend Licht; die künstliche Schärfe sorgt für gut sichtbare Doppelkonturen. Bei Lowlight-Aufnahmen gibt es dagegen nichts am Bild auszusetzen. Mit normaler Automatik gibt es einen kleinen Rotstich, während der Nacht-Modus für einen perfekten Weißabgleich sorgt, und noch weniger Rauschen sichtbar macht. Dafür sind feinere Details herausgearbeitet.

Das P40 Lite 5G ist tatsächlich mehr als eine interessante Alternative im ansonsten von Google komplett dominierten Smartphone-Markt. Wer nicht auf den Play Store verzichten mag, kann sich auf dem Umweg über den Browser trotzdem die meisten Apps aus dem Store herunterladen, Probleme mit der Kompatibilität gibt es keine.

Sony Xperia 10 III

Das Sony Xperia 10 III läuft, wie sich unschwer erkennen lässt, bereits in der dritten Generation. Wieder hat es gegenüber der Vorgänger-Generation leichte Veränderungen gegeben. Vorsichtige Modellpflege könnte man es einerseits nennen, andererseits täte ein bisschen mehr Mut zu einem größeren Schritt der Marke und speziell dem Xperia 10 sicherlich gut.

So scheint auch das Xperia 10 III der Konkurrenz wieder nur hinterherzulaufen. Daran ändert auch das sehr gute Display nichts, welches nach bekannter Sony-Tradition nach wie vor auf eine Notch oder ähnliche Spielereien verzichtet. So kann der verwendete Chipsatz gerade so eben mit der Rechengeschwindigkeit der Konkurrenz mithalten. Auch die Fotoabteilung ist zwar gegenüber dem Vorgänger leicht verbessert, muss sich aber gerade bei der Lowlight-Fotografie den meisten Konkurrenten geschlagen geben.

Im Portrait-Modus hat man bei Sony allerdings den Bogen raus. Hier schafft man es, selbst dann ein Bokeh – also einen unscharfen Hintergrund vor dem scharfen Motiv – zu generieren, wenn es sich nicht um ausgesprochene Portrait-Fotografie handelt. Das Xperia 10 III ist in der Lage, jedes Motiv vor einen unscharfen Hintergrund zu stellen.

Auf der Haben-Seite stehen beim Xperia 10 III eindeutig das sehr gute Display und die enorme Ausdauer des Akkus. Der hielt im Dauerbetrieb mit unserem Testvideo locker 30 Stunden durch.

OnePlus Nord CE 5G

Das OnePlus Nord CE 5G siedelt sich unterhalb der Spitzenmodelle an. Es ist quasi ein Upgrade des Nord N10. Das Nord CE ist etwas jünger und macht vieles besser, kostet dafür aber auch etwas mehr.

Auch das Nord CE verfügt über ein sehr gutes Display, welches wahlweise eine Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz zulässt. Damit scrollt es sich noch flüssiger durch die Apps, und auch Gaming-Freunde wird das freuen. Da bekanntlich der Akku unter der hohen Bildwechselfrequenz leidet, hat OnePlus hier deutlich nachgelegt. Mit einer Laufzeit von über 21 Stunden in unserem Videotest liefert das Nord CE satte fünf Stunden mehr Spielspaß als das N10.

Die Kameras sind die gleichen, die Bildverarbeitung, die dahintersteckt wurde allerdings offensichtlich verbessert. Die Anpassung der Belichtung an die jeweilige Motivsituation ist beim Nord CE deutlich treffsicherer, auch der Portrait-Modus profitiert von verbesserten Algorithmen. Allerdings gibt es auch hier Mittelklasse-Smartphones, die das noch besser können.

Insgesamt ist das Nord CE 5G dank des aktuelleren Chipsatzes, der verwendet wird, leistungsmäßig wieder höher angesiedelt und liegt in Augenhöhe zum Nord. Das gilt allerdings auch für den Preis.

OnePlus erweitert mit dem Nord CE 5G sukzessive die günstige Nord-Reihe, man muss aber schon sehr genau hinschauen, welches Nord den besten Gegenwert fürs Geld bietet. Die OnePlus-Nomenklatur ist diesbezüglich leider nicht besonders hilfreich. Für uns steht jedoch fest: Sobald das CE 5G sich in die Preisspirale nach unten begibt, hat es durchaus Potential unseren aktuellen Preistipp zu beerben.

Xiaomi Redmi Note 11 Pro

Wie die meisten Smartphones von Xiaomi ist auch das Redmi Note 11 Pro von hervorragender Fertigungsqualität. Das liegt nicht zuletzt am feinen Finish der matt gehaltenen Rückseite, aus der insgesamt vier Kameras und die LED-Leuchte hervorlugen. Damit diese nicht allzu weit hervorstehen, liefert Xiaomi ein Cover aus Silikon mit aus. Das ist klar, sodass man trotz Cover die feien Struktur und Farbe des Gehäuses erkennen kann.

Das Redmi Note 11 Pro gibt es zwar nur in einer 128 Gigabyte Version, diese lässt sich aber problemlos mit einer microSD-Karte aufstocken. Auch das mitgelieferte Ladenetzteil gehört mit 67 W zu der potenten Sorte – das Smartphone ist binnen einer knappen Stunde komplett aufgeladen. Das ist gut so, schließlich ist die Akkulaufzeit mit knapp 17 Stunden nach unserem Videotest nicht wirklich lang. Ohnehin geht es unter der Haube eher hausbacken zu, was schon die mäßigen Leistungsdaten erkennen lassen, die wir mit unseren üblichen Benchmark-Messungen erfassen konnten. Das Note 11 Pro liegt leistungsmäßig im Mittelfeld, mehr aber auch nicht.

Die Fotoleistungen können sich dagegen mehr als sehen lassen, bis auf eine Ausreißer; ausgerechnet unter idealen Bedingungen, also weit entfernt von schwierigen Mischlicht-Situationen, bleibt es hinter unseren Erwartungen zurück. Beleuchten wir unser Setting beispielsweise mit nur 30 Lux, greifen die Rauschfilter des Redmi Note 11 Pro derart stark, dass sämtliche Details direkt mit glatt gebügelt werden. Wird das Motiv hell ausgeleuchtet, setzt das Mittelklasse-Smartphone mit einer leichten Überbelichtung nochmal eines drauf. sodass die Farben eher blass wirken und das gesamte Foto nur wenig Kontrast hat. Das sind allerdings Probleme, die sich sicher mit einem Update lösen lassen, genug Potential hat die Fotoabteilung jedenfalls.

Das wird nicht zuletzt im Portrait-Modus deutlich, in dem das Redmi Note 11 Pro auf Anhieb ein schönes Bokeh erzeugt. Mit einem kleinen Schieber kann man die Intensität der Unschärfe zudem stufenlos nach den eigenen Vorstellungen oder nach der Motivlage anpassen.

Wer auf ein edles Outfit steht, wird am Redmi Note 11 Pro seine Freude haben, besser ist das Standing des Smartphones sicher, wenn die Fotoabteilung per Software-Update verfeinert wird. An der Rechenpower und der Akkulaufzeit lässt sich dagegen nur wenig drehen, da sollte man kompromissbereit sein.

OnePlus Nord N10

Das Display des OnePlus Nord N10 ist von hoher Qualität. Dafür spricht jedenfalls die Auflösung und zudem die Möglichkeit, zwischen einer Bildrate von 60 und 90 Hertz zu wählen. Letztere sorgt unter anderem für flüssigeres Scrollen, kostet aber auch Energie. So kommt das N10 mit einer Ladung keine 17 Stunden hin, zumindest bei unserem Dauervideo bei mittlerer Display-Helligkeit und besagter Wiederholfrequenz von 90 Hertz. Bei geringerer Bildwiederholrate reicht es dann für knapp zwei Stunden länger, was ebenfalls nicht gerade rekordverdächtig ist. Dafür sorgt das fette Ladegerät aus dem Lieferumfang – in weniger als einer Stunde ist der Akku des Smartphones zu hundert Prozent aufgeladen und damit wieder voll einsatzbereit.

Jetzt, wo ein Modul mit drei oder mehr Kameras auch bei den günstigsten Smartphones schon zur Standardausstattung gehören, sind die vier Rück-Kameras im Nord N10 ebenfalls keine große Sache mehr. Bei der Qualität hat die Bildverarbeitung allerdings ein Wörtchen mitzureden. Bei unserer Nachtaufnahme vom Ruhrmuseum reicht es zum Beispiel nicht ganz an einige unserer Empfehlungen heran. Zwar ist die Atmosphäre sehr gut getroffen, bei normaler Aufnahmeautomatik ist das Bild aber ziemlich verrauscht. Schaltet man den Nachtmodus ein, wird alles etwas glatter, die Leuchtschrift bleibt aber unleserlich.

Bei starkem Gegenlicht belichtet das OnePlus standardmäßig eher etwas knapp, sodass das Gegenlicht nicht den Rest des Fotos komplett überstrahlt. Der Vordergrund ist dann zwar düster, aber immer noch gut erkennbar. Im Pro-Modus, den die Foto-App anbietet, kann man die Belichtung noch differenzierter anpassen, dazu braucht man allerdings Zeit und wahrscheinlich mehrere Versuche. Bei gleichmäßiger Ausleuchtung gibt es kaum etwas zu bemängeln, hier kommt man locker mit den Einstellungen der Automatik hin.

Wie üblich verfügt das Nord N10 natürlich auch über einen Portrait-Modus, der sehr gut arbeitet, auch wenn dann der Zoom nicht aktiv ist. Im Zweifel muss man dann halt näher ans Motiv dran, damit der Bildausschnitt passt.

Im Grunde hat OnePlus beim Nord N10 an den richtigen Stellen gespart, denn sowohl die Display-Qualität als auch die Foto-Abteilung liegen auf dem Niveau der meisten Konkurrenten. Der Speicher ist zwar mit 128 Gigabyte recht knapp, er lässt sich aber dank des Hybrid-Slots problemlos aufstocken.

Oppo Find X3 Lite

Das Oppo Find X3 Lite ist das günstigste der aktuellen X3-Reihe, trotzdem ist es kein Billgheimer. Es verfügt über ein sehr gutes Display, leistungsstarke Hardware und man kann mit Hilfe seiner insgesamt fünf Kameras ordentliche Fotos schießen.

Sparmaßnahmen gibt es natürlich auch, die schmerzlichste ist wohl der integrierte Speicher. Das Find X3 Lite gibt es nur in einer Ausführung mit 128 Gigabyte Speicher. Das ist zwar nicht wenig, angesichts der filmerischen Fähigkeiten, über die das S martphone verfügt, könnte es aber schnell knapp werden.

Auch die 64-Megapixel-Kamera fordert irgendwann ihre Tribut, zumindest wenn man die großen Bilddateien nicht regelmäßig extern sichert. Leider verfügt das Find X3 Lite Smartphone nur über einen Dual-SIM- und keinen Hybrid-Slot, sodass man den Speicher auch nicht mit einer microSD-Karte aufstocken kann.

Die übrige Ausstattung kann sich dennoch sehen lassen: Neben einem Headset und einem Silikon-Case liegt ein massives Ladegerät bei. Damit kann der Akku des Smartphones innerhalb einer guten halben Stunde komplett aufgeladen werden.

Auch die Ergebnisse der Fotoabteilung können sich sehen lassen, lediglich in schwierigen Mischlichtsituationen reicht die Bildqualität nicht ganz an unseren Favoriten heran.

Das Find X3 Lite besitzt durchaus Charme, ist aber aktuell noch etwas zu teuer, um der Konkurrenz etwas entgegensetzen zu können.

Doogee S90

Das Doogee S90 ist für den harten Outdoor-Einsatz gedacht, neben der Schutzklasse IP68, die Dichtigkeit gegen Wasser und Staub zertifiziert, ist es außerdem mit einem Rundum-Aufprallschutz versehen. Außer diesen und einigen weiteren Maßnahmen handelt es sich beim Doogee S90 um ein Mittelklasse-Smartphone mit dem Preis angemessener Hardware-Ausstattung. So gibt es auf der Rückseite zwei Kameras, eine mit Weitwinkel- und eine mit Normal-Objektiv. Der interne Speicher lässt sich zudem um bis zu 256 Gigabyte erweitern, alternativ kann man aber auch eine zweite SIM-Karte in den Hybrid-Slot stecken.

Der Prozessor kommt von Mediatek, gehört dort zur neusten Generation und wird von sechs Gigabyte RAM unterstützt. Auch unsere Benchmark-Messungen zeigen, dass das Smartphone technisch auf der Höhe der Zeit ist.

Neben dem Huckepack-Akku, der mit 5.000 Milliamperestunden ähnlich potent ist wie der eingebaute, liegt das obligatorische Ladegerät nebst Kabel dabei – außerdem hat Doogee nicht an Adaptern gespart, um den USB Typ-C-Anschluss mit gängigen USB-Buchsen kompatibel zu machen und dort auch ein normales Headset anschließen zu können. Das Ganze findet im großzügig bemessenen Hardcase genug Platz, dort lassen sich außerdem das optionale Nachtsichtkamera-, das Walkie-Talkie- oder das Gaming-Modul unterbringen.

Das Doogee S90 ist mit einem Rundumschutz weitgehend gegen mechanische Beschädigungen geschützt. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Rückseite aus einer lackierten Alu-Titanlegierung für unser Empfinden etwas zu kratzempfindlich ist: Das Ablegen auf die Steine für unsere Outdoor-Aufnahme brachte dem Mittelklasse-Smartphone direkt ein paar Kratzer am Rahmen der Kontaktleiste ein. Das ist zwar nicht schlimm, sieht aber auf Dauer nicht gut aus und wäre sicher bei entsprechender Materialwahl zu vermeiden.

Seitens der Software ist das Doogee S90 mit Android 8.1 nicht sonderlich aktuell ausgestattet. Die Apps, die sich alle in der sogenannten ToolBag befinden, erweisen sich dagegen gerade für Heim- und Handwerker als recht nützlich, wie die Wasserwaage, der Winkelmesser oder das virtuelle Lot. Andere, wie das Barometer oder die Lupe, die sich die Kamera zunutze macht, sind Geschmackssache. Alle haben sie eines gemeinsam: Sie greifen auf die ohnehin integrierten Sensoren zurück.

Alles in allem gehört das Doogee S90 eher nicht zu den rugged Smartphones, die veraltete Technik in Stoßdämpfer packen, sondern hier kommt aktuelle Technik zum Einsatz. Zum Lieferumfang gehört praktisches Zubehör, das man zusätzlich brauchen könnte. Das gibt es optional – dafür ist der Preis sehr fair.

OnePlus Nord

Nach dem Motto »back to the roots« scheint das OnePlus Nord orientiert zu sein. Zumindest vom Preis her stimmt das wohl, denn die ehemals als Konkurrenz zu den Flaggschiffmodellen der etablierten Hersteller eingeführten Geräte sind nun ihrerseits in höhere Preisregionen entschwunden. Das Nord soll nun die Mittelklasse entsprechend aufmischen, allerdings ist hier wie dort die Konkurrenz ebenfalls größer geworden.

Das OnePlus Nord gibt es in zwei Varianten: Einmal mit 128 Gigabyte internem Speicher und 8 Gigabyte RAM, sowie einmal mit satten 256 Gigabyte internem Speicher und 12 Gigabyte RAM. Letztere stellte unser Testgerät. Der Preisunterschied zwischen den beiden Varianten beträgt etwa 100 Euro. Außer der Speicherausstattung gibt es keine weiteren Unterschiede. Das betrifft auch den Karten-Slot: Hier lassen sich zwar bis zu zwei SIM-Karten einstecken, eine Speichererweiterung in Form einer microSD-Karte ist dagegen nicht möglich – damit könnte das Nord mit nur 128 Gigabyte Speicherkapazität schnell an seine Grenzen stoßen. Unser Testmodell dagegen ist mit 256 Gigabyte gut ausgestattet.

Die Kameraausstattung sorgt für ein durchwachsenes Ergebnis. Während bei komplexen Motiven, wie unserer Outdoor Nachtaufnahme und der Gegenlicht-Aufnahme, die Kameras ihre Sache ausgesprochen gut machen, sind es eher die Standard-Lichtsituationen, wo es noch reichlich Luft nach oben gibt.

Darüberhinaus handelt es sich beim OnePlus Nord um ein sehr leistungsfähiges Smartphone, was neben dem schnellen Chipsatz auch der großzügigen Ausstattung mit Arbeitsspeicher (RAM) geschuldet ist. Unterfüttert wird diese Leistung von einem ausdauernden Akku, der nach seinen mehr als 18 Stunden Video-Dauerlauf dank des riesigen Ladenetzteils schon binnen einer Stunde wieder komplett aufgeladen ist.

Besonderes Augenmerk hat der Hersteller zudem auf das Display gelegt. Die Auflösung des kontrastreichen AMOLED-Displays liegt zwar mit knapp über 400 ppi im üblichen Rahmen, dafür lässt sich die Bildwechselfrequenz von 60 auf 90 Bildern pro Sekunde umstellen. Dadurch werden die meisten Inhalte deutlich flüssiger dargestellt, was sich insbesondere beim schnellen Scrollen positiv bemerkbar macht.

Wer Wert auf ein sehr gutes Display legt und sich mit dem vorhandenen Speicher begnügt, ist mit dem OnePlus Nord sicher gut bedient. Wir empfehlen allerdings die Version mit 256 Gigabyte Speicher, da ja eine Erweiterung nicht möglich ist. Auch sollte der Hersteller die Bildverarbeitung in einem der nächsten Firmware-Updates verbessern, das Potential wäre nämlich vorhanden.

Fairphone 3+

Während Apple, Samsung und Co. ihre Smartphones aus ökologischen Gründen ohne Ladenetzteil ausliefern, geht man bei Fairphone gleich einen Schritt weiter und liefert das Smartphone in einer Verpackung aus, die keinen Kunststoff enthält. Das sind indes nicht die einzigen Features, die das Fairphone zu einem der aktuell nachhaltigsten Mittelklasse-Smartphones machen. Beim Fairphone 3+ handelt es sich um ein Upgrade des Fairphone 3, bis auf die Änderung auf Bluetooth 5.0 ist fast alles gleichgeblieben.

Durch den abnehmbaren Rückdeckel kann man beim Fairphone nicht nur den Akku wechseln – es lässt auch weitergehende Reparaturen zu. Der modulare Aufbau und das beiliegende Werkzeug machen das auch dem technischen Laien möglich. Die notwendigen Ersatzteile und gegebenenfalls Video-Anleitungen finden sich hier.

Nach dem Auspacken funktioniert das Fairphone 3+ aber erstmal prächtig, sodass zum Schrauben kein Anlass besteht. Geladen wird entweder mit einem bereits vorhandenen USB-Ladegerät und USB-C-Ladekabel oder man muss sich beide direkt mitbestellen. Das Fairphone Ladegerät kann man neben anderem Zubehör direkt beim Hersteller mitbestellen, sofern man es benötigt. Das Fairphone ist zwar schnelladefähig, das originale Ladegerät benötigt allerdings gut eineinhalb Stunden, um das Gerät aufzuladen. Ein größeres von uns genutztes Ladenetzteil schaffte das in einer guten Stunde.

Danach spielt das Fairphone unser Testvideo immerhin über 16 Stunden Nonstop ab. Ein Blick auf die Spezifikation des Akkus zeigt dann, dass der mit 3.000 mAh nicht gerade zu den ausdauerndsten gehört, dafür kann er bei einem Defekt problemlos gewechselt werden. Bei anderen Smartphones wird das aufwändiger und teurer.

Das installierte Android 10 ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, läuft aber zusammen mit der Hardware angemessen flüssig. Fairphone verzichtet weitgehend auf eine eigene Oberfläche. Da auch der Chipsatz nicht mehr ganz aktuell ist, steht das Fairphone eher im unteren Bereich der Leistungsskala dieser Preisklasse.

Besonders gespannt waren wir auf die Fotoleistungen, die das 3+ mit nur einer Rückkamera bewältigt. Bei unseren Fototerminen meisterte das Fairphone die schweren Hürden unter besonderen Lichtverhältnissen erstaunlich gut.

Zwar werden beim Foto vom Ruhrmuseum bei Nacht die Leuchtbuchstaben nicht eindeutig differenziert, das Fairphone 3+ schafft es aber, die Atmosphäre der Sommernacht sehr gut wiederzugeben und senkt im HDR-Modus nochmal das Rauschen, ohne dass wir auf Detailtreue verzichten müssen.

Bei der Lowlight-Aufnahme vermissen wir allenfalls hier und da ein wenig Farbsättigung. Als ganz besonderen Clou funktioniert der Zoom sogar im Portrait-Modus – man kann also ein schönes Portrait schießen, ohne dem Motiv allzu nah auf die Pelle zu rücken. Obwohl auch das Fairphone hier mit digitalen Tricks arbeitet, kann sich das Bokeh, also das scharfe Portrait vor dem unscharfen Hintergrund, durchaus sehen lassen.

Das Fairphone 3+ ist weder das schnellste, noch das Smartphone mit der besten Fotoabteilung seiner Preisklasse. Man bekommt für den zugegebenermaßen recht hohen Preis jedoch ein Mittelklasse-Smartphone, das selbst nach mehreren Jahren noch klaglos seinen Dienst verrichtet – selbst dann, wenn die günstigere Konkurrenz längst zum Elektroschrott gehört, weil der Akku platt ist oder das Display die bekannte Spider-App zeigt. Das Fairphone 3+ kann an seinem Lebensende übrigens problemlos an den Hersteller zurückgegeben werden.

Poco F2 Pro

Das Poco F2 Pro kommt aus der gleichen Fertigung wie die Xiaomi- bzw. Mi-Smartphones, was einmal am mitgelieferten Netzteil und schließlich auch an der Bedienoberfläche zu erkennen ist. Auch auf dem Poco ist nämlich die aktuelle MIUI-Oberfläche installiert, wenngleich angeblich für das Poco Smartphone leicht modifiziert. Die Intention des Herstellers ist klar und vor allem keine neue – will man eine Marke im hochpreisigen Segment etablieren, hat es sich offensichtlich bewährt, die günstigeren Produkte unter einer Subbrand zu vermarkten. So ähnlich macht es schließlich auch Huawei mit der Untermarke Honor vor.

Insbesondere bei der Leistungsmessung wird die Kernkompetenz des Poco F2 Pro deutlich. Laut unseren Messungen schlägt es hier sogar unseren aktuellen Favoriten, wenn auch knapp. Allerdings bietet das F2 Pro dadurch reichlich Reserven für das ein oder andere Online-Spielchen, Latenzen können hier allenfalls vom schwachen Netz kommen, nicht aber vom Smartphone. Nicht umsonst gibt es in den Einstellungen ein Untermenü mit »Speziellen Funktionen«, hier findet sich unter anderem auch der sogenannte Game Turbo zur Beschleunigung ausgewählter Spiele. Dadurch werden natürlich auch Energiesparmaßnahmen, die sonst aktiv sind, kurzerhand ignoriert. Bei einer Akkulaufzeit von gut 30 Stunden mit unserem Testviedeo stellt das für gewöhnlich aber kein größeres Problem dar.

Schwierig wird es erst beim Fotografieren. Zwar hat das Poco insgesamt vier Kameras, die sich im Rondell auf der Rückseite tummeln, beim Fotografieren werden die Sparmaßnahmen aber direkt offensichtlich. Sämtliche Aufnahmen mit zu wenig Licht zeigen deutlich sichtbares Rauschen, während bei normaler Ausleuchtung ein Hang zur Überbelichtung festzustellen ist. Außerdem produziert die Kamera oder die Bildverarbeitungs-Software unschöne Artefakte. Eine genauere Beschreibung finden Sie direkt unter den jeweiligen Fotos. Die Selfie-Kamera wird bei Bedarf mit viel Tamtam ausgefahren.

Leistungsfetischisten und Gelegenheitszocker werden mit dem Poco F2 Pro ihre Freude haben, zumal sich auch der Preis in Grenzen hält. Die Fotoleistungen sind aber selbst für diesen Preis zu schwach. Erschwerend kommt die sparsame Speicherausstattung hinzu, zumal sich der Speicher nicht per microSD-Karte aufstocken lässt.

Google Pixel 4a

Das Google Pixel 4a ist nach dem Pixel 3a das zweite Smartphone, welches in der preislich attraktiven Mittelklasse platziert ist. Man legt offenbar viel Wert auf Mobilität, wofür nicht zuletzt die vergleichsweise kompakten Abmessungen sprechen. Entsprechend klein ist das Display, das mit der Diagonalen deutlich unter 6 Zoll liegt, was aber andererseits wieder eine sehr hohe Pixeldichte ergibt. Auch die Akkulaufzeit kann sich mit über 18 Stunden Dauervideo durchaus sehen lassen.

Nun macht ein kleines Display noch kein günstiges Smartphone, deshalb sieht man dem Pixel 4A schnell auch einige der notwendigen Sparmaßnahmen an. Auf der Rückseite fristet nur eine einzige Kamera ihr Dasein, das schränkt zwar die mögliche Brennweite bei gleichbleibend hoher Auflösung ein, nicht aber die Bildqualität insgesamt, wie unsere Probeaufnahmen deutlich zeigen.

Das Google Pixel 4A gibt es ausschließlich in schwarz und nur in einer Variante mit 128 Gigabyte internem Speicher. Leider passt zudem lediglich eine einzige Nano-SIM-Karte in den Slot, Dual-SIM oder sogar eine Speichererweiterung per microSD-Karte sind nicht vorgesehen. Gerade angesichts der ausgesprochen guten Fotoleistung erscheint der eingebaute Speicher etwas dürftig, allerdings geht Google wohl davon aus, dass man die Schnappschüsse ohnehin in die Google Cloud lädt.

Installiert ist natürlich Android 10 in Reinform, wobei sämtliche Google-Dienste bereits vorinstalliert sind. Das System läuft recht flüssig, obwohl der eingesetzte Chipsatz nicht mehr ganz so aktuell ist, dafür hat man dem Prozessor immerhin sechs Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite gestellt. Die von uns gemessenen Leistungen sind standesgemäß, aber auch nicht mehr. Im Alltag fällt das erst auf, wenn mehrere Prozesse gleichzeitig laufen oder aufwendige Apps den Prozessor in die Knie zwingen. Bei manchen Games ruckelt es dann schon sichtbar oder es kommt zu kurzen Unterbrechungen.

Die Fotoleistungen sind trotz nur einer einzigen Hauptkamera hervorragend, die Ausstattung ist gerade noch standesgemäß. Wer ein kompaktes Mittelklasse-Smartphone sucht, das zuverlässig seinen Dienst tut und darüberhinaus mit außergewöhnlichen fotografischen Qualitäten ausgestattet ist, liegt beim Google Pixel 4A richtig.

Google Pixel 3a

Mit dem Pixel 3a hat Google nun auch ein Smartphone für den Einstiegsbereich. Auf den ersten Blick sieht es nach Standardkost aus, das kommt hauptsächlich vom klassischen Display und der Beschränkung auf nur eine Hauptkamera. Das Volks-Pixel hat allerdings einiges zu bieten, unter anderem auch eine hervorragende Fotoabteilung. Das Display des Google Pixel 3a ist allerdings eher klassisch gehalten, also mit rundum gut sichtbarem Rand. Ganz gegen den allgemeinen Trend verfügt das Pixel 3a lediglich über eine einzige Hauptkamera. Der Zoom arbeitet digital und kostet im Telebereich entsprechend Auflösung.

Auf der Habenseite steht dem allerdings ein ausgeklügeltes Zusammenspiel aus Optik, Kamera und Bildverarbeitung gegenüber, welches selbst in schwierigen Beleuchtungssituationen noch für hervorragende Fotos sorgt.

Geht es um knallharte Gegenlichtaufnahmen, schlägt sich die Kamera des Pixel 3a sehr gut. Das Gegenlicht ist klar umrissen, die dunklen Partien haben genug Durchzeichnung und auch die Farbdarstellung bleibt jederzeit natürlich, was für eine gute Belichtung auch unter Extrembedingungen spricht. Bei den älteren Geräten sieht das nicht immer ganz so gut aus, wobei das geänderte Motiv nur eine geringe Rolle spielt, da die Lichtverhältnisse vergleichbar geblieben sind.

Auch unter Laborbedingungen mit klar definierten Lichtquellen – eben nicht von vorn – belichtet das Google Pixel 3a weder zu stark noch zu schwach. Es liefert ein farbechtes, kontraststarkes Foto, welches auch nicht durch künstliche Kantenschärfe aufgepeppt werden muss.

Sony Xperia 10 II

Das Sony Xperia 10 II kann vor allem mit einem hervorragenden Display und seiner üppigen Ausstattung punkten. Das Display verfügt mit 457 ppi über eine hohe Pixeldichte, einen tollen Kontrast und liefert gerade beim Schauen von Filmen eine hervorragende Farbtreue. Der interne Speicher fällt mit 128 Gigabyte zwar recht knapp aus, kann dafür aber leicht mit einer microSD-Karte aufgestockt werden. Wer mit dem vorhandenen Speicher zurecht kommt, kann alternativ auch eine zweite SIM-Karte in den Hybrid-Slot stecken.

Trotz der schlanken Abmessungen des Xperia 10 II reicht die Kapazität des eigesetzten Akkus immerhin für 25 Stunden Video im Dauerbetrieb. Zum Aufladen benötigt das Smartphone wegen des kleinen Ladenetzteiles dann allerdings auch geschlagene zweieinhalb Stunden. Zum Lieferumfang gehört beim Sony auch ein Headset, die passende Buchse gibt es ebenfalls noch. Auch die seitlich angebrachte Kombitaste zum Ein-/Ausschalten und mit Fingerprint-Sensor gehört bei allen aktuellen Sony Smartphones zum Standard.

Auf die sonst ebenfalls übliche Foto-Taste verzichtet man beim Xperia 10 II, allerdings kommen die Fotoleistungen auch kaum an die teureren Geschwister heran, geschweige denn an die der Konkurrenz.

Der etwas betagte Chipsatz lässt das Sony Xperia 10 II bei leistungshungrigen Anwendungen schnell an seine Grenzen stoßen. Die Fotoleistungen haben ebenfalls Verbeserungspotential. Seitens der Ausstattung und der Akkulaufzeit gibt es beim Sony dagegen kaum etwas zu bemängeln, dasselbe gilt fürs Display.

realme 6 pro

Mit Realme betritt ein neuer Player den deutschen Markt. Mit einem Schlag versucht die Marke gleich die gesamte Preisrange zwischen 100 und 1000 Euro abzudecken, das Realme 6 Pro ist demzufolge in der Mittelklasse angesiedelt. Ein Blick in die Spezifikationen, vor allem in das Betriebssystem, zeigt allerdings, dass Realme gar nicht so neu ist, denn die auf das Android 10 aufgesetzte Oberfläche namens realme UI V1.0 zeigt eine enge Verwandtschaft zum ColorOS V7 der aktuellen Oppo-Smartphones, war doch Realme ursprünglich eine Submarke von Oppo. Dass hier ebenso wie im Oppo Reno2 Z ein Helio-Chipsatz des Herstellers Mediatek seinen Dienst tut, könnte dagegen Zufall sein.

Allerdings verfügt das Realme 6 Pro über zwei Frontkameras, die nicht hochgefahren oder -geschwenkt werden, sondern als kleine ovale Insel in der linken oberen Ecke des Displays sitzen. Eine davon verfügt über ein Weitwinkel-, die zweite über ein Ultraweitwinkel-Objektiv, damit funktionieren auch Selfies mit größeren Gruppen, beziehungsweise mit sehr kurzen Armen.

Der Fingerabdrucksensor ist beim Realme 6 Pro wie bei Samsung, und mittlerweile einigen anderen Herstellern, am seitlichen Rahmen zu finden, er fungiert außerdem gleichzeitig als Ein/Aus-Taste. Die Fotoqualitäten des Realme 6 Pro sind allenfalls klassenüblich. Besonders bei den Lowlight-Aufnahmen kann es sich nicht von der Konkurrenz absetzen, daran ändert auch der Nacht-Modus nicht viel.

Richtig überzeugen kann das 6 Pro indes mit der Akkulaufzeit von 23 Stunden nach unserem Testprozedere, sowie der exorbitant kurzen Aufladezeit von nur einer Stunde, dafür ist das sehr potente Ladenetzteil aus dem Lieferumfang sicherlich mit verantwortlich.

Sony Xperia 10

Das Sony Xperia 10 ist Sonys Vernunftmodell mit bewährter Technik zum moderaten Preis – soweit die Theorie. In der Praxis gibt es am Xperia 10 zwar einige Highlights, wie den schmale Fingerprint-Sensor an der Seite – Samsungs Galaxy S10e lässt grüßen – außerdem wäre da noch die mit 450 ppi recht hohe Display-Auflösung zu nennen. Andererseits nutzt man den Platz, den das Verlagern des Sensor ergibt, zu wenig, um das aktive Display dem Trend folgend mit einem möglichst schmalen Rahmen einzufassen. Das Design des Displays ist daher eher klassisch zu nennen. Beim Ton schlägt man dann wieder zu, immerhin werden die hochauflösenden Audio-Codecs DSEE HX und LDAC unterstützt.

Auf der Soll-Seite steht ausgerechnet die Fotoqualität. Es scheint wie eine Ironie des Schicksals zu sein: Sämtliche Konkurrenten mit ausgewiesen herausragenden fotografischen Fähigkeiten brüsten sich mit Kamera- und Sensorentechnik von Sony, doch ausgerechnet Sony selbst bekommt es offensichtlich nicht hin, auch nur annähernd zu gleichen Ergebnissen zu kommen.

Das Xperia 10 ist ein Smartphone für Freunde des klassischen Display-Formats und des audiophilen Streamings, daher ist der interne Speicher dank eines Hybrid-Slots mit einer microSD-Karte erweiterbar.

Samsung Galaxy A6+

Das Samsung Galaxy A6+ hinterlässt beim Test einen leicht zwiespältigen Eindruck: Das Display ist groß und hat einen schmalen Rand, was stark an das S9 und Note 9 erinnert, andererseits gibt es hier noch einen Unibody aus Alu. Die eingesetzte Prozessor-Hardware treibt das Gerät recht unspektakulär an. Das gleiche gilt für die Foto-Performance: Im Dunkeln wird alles weichgezeichnet und glattgebügelt.

Der Akku hält dafür über 20 Stunden bei unserem Test-Video durch, aufgrund der alten Micro-USB-Schnittstelle benötigt er aber zweieinhalb Stunden, bis er wieder voll einsatzfähig ist. Mit dem Galaxy A6+ erhält man viel Samsung-Technik mit einigen Abstrichen zum moderaten Preis, solange die Preise der großen Brüder stabil bleiben.

Nokia 8

Das Nokia 8 von Lizenzinhaber HMD Global war lange Zeit eines der schnellsten Mittelklasse-Smartphones. Ausgestattet mit damals recht aktueller Prozessortechnik, einem sehr guten Display und nicht zuletzt einem recht aktuellen Android-Betriebssystem machte man hier nichts falsch. Auch das Design und die hohe Fertigungsqualität konnten begeistern. Zwar haben wir hier noch kein randloses Display, wodurch das 5,3-Zoll-Display in einem nicht gerade kompakten Gehäuse steckt, dahinter arbeitet aber modernere und vor allem leistungsfähigere Prozessortechnik der Konkurrenz.

Kein Wunder, hatte es das Nokia 8 vor seinem Auftritt in der Mittelklasse sogar für einige Zeit in der Premium-Klasse ausgehalten. Davon zeugt nach wie vor die sehr gute Fotoleistung, wenn nur wenig Licht zur Verfügung steht, gerade in der Lowlight-Fotografie.

Zudem ist es auch noch recht gut ausgestattet: Es liegt immerhin ein Headset bei, was in der Premium-Klasse und auch hier längst nicht immer der Fall ist. Nur bezüglich der Akkulaufzeit hinkt das Nokia hinter der Konkurrenz zurück: Gut zehn Stunden Video-Spielzeit sind einfach zu wenig, dabei ist die Kapazität des eingesetzten Akkus eigentlich gar nicht einmal so mager. Da der Zahn der Zeit auch am Nokia 8 genagt hat, ist es heute nicht mehr besonders interessant.

Nokia 7.2

Das Nokia 7.2 kommt ganz in der Firmentradition des aktuellen Namens-Inhabers HMD, der seinen Sitz in Finnland hat, wie ehedem auch Nokia. Das Smartphone ist praxisgerecht ausgestattet und bringt mit der extravaganten Anordnung der Rückkameras etwas Pepp ins Smartphone-Design-Allerlei. Drei Kameras decken drei verschiedene Brennweiten ab, das vierte Auge ist die LED-Leuchte.

Bei wenig Licht stößt das Kamera-Triple allerdings an seine Grenzen. Dasselbe gilt für den Akku, in unserem Test hielt er nur gute 10 Stunden durch, das ist selbst in dieser Preisklasse etwas zu knapp, die sonstige Ausstattung lässt dagegen keine Wünsche offen – ins Kartenslot passen zwei SIM-Karten plus eine Speichererweiterung und zwar gleichzeitig.

Mit dem Nokia 7.2 erhält man ein sehr gut ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone, mit außergewöhnlichem Design und kleinen Schwächen.

So haben wir getestet

Um vergleichbare Messergebnisse zu erzielen, haben wir die Smartphones mit einem Testvideo in FullHD gefüttert und es Nonstop laufen lassen. Um das Smartphone besonders zu fordern, ließen wir zudem gleichzeitig das WLAN eingeschaltet. Auch die Aufladezeit der Mittelklasse-Smartphones haben wir dokumentiert, um einen praxisnahen Wert der Dauer zu bekommen, die man abwarten muss, um sein Smartphone wieder vollständig nutzen zu können.

Die WLAN-Reichweite wurde unter Realbedingungen getestet. Dazu muss man wissen, dass ein Vergleich nur zwischen zeitnah gemeinsam getesteten Geräten möglich ist, da die Funkübertragung von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist – sogar die Wetterlage hat starken Einfluss darauf.

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Mittelklasse-Smartphone Test: Redmi Gigaset Motorola
Mittelklasse-Smartphone Test: Oneplus Fairphone Sony
Mittelklasse-Smartphone Test: Samsung Galaxya52
Mittelklasse-Smartphone Test: Oppo Motorola
Mittelklasse-Smartphone Test: Lg Huawei Oppo Realme
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Mittelklasse-Smartphone Test: Mi9t Nokia72
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Mittelklasse-Smartphone Test: Doogee S90 Front
Mittelklasse-Smartphone Test: Drei Mittelklasse Back
Mittelklasse-Smartphone Test: Drei Mittelklasse2
Mittelklasse-Smartphone Test: Sieben Mittelklasse Smartphones
Mittelklasse-Smartphone Test: Sieben Mittelklasse Smartphones Back
Mittelklasse-Smartphones im Test: Testsieger Nokia 8.
Mittelklasse-Smartphones im Test: Testsieger Nokia 8.
Mittelklasse-Smartphones im Test: Testsieger Nokia 8.

Immer häufiger ersetzt das Smartphone die Kompaktkamera – auf jeden Fall für mehr oder weniger alltägliche Schnappschüsse. Darauf haben sich die Hersteller eingestellt. In der Königsdisziplin mussten die Smartphones also zeigen, wie gut ihre Kamera funktioniert. Hierzu haben wir Testfotos unter vergleichbaren Beleuchtungs­bedingungen geschossen, unter anderem auch bei Lowlight um 30 Lux und unter komplexen Tageslichtbedingungen.

In den letzten Tests haben wir zudem Fotos unter extremen Lichtbedingungen gemacht, was neben der Hardware aus Optik und Bildsensor auch deren Ansteuerung sowie die Bildverarbeitung ziemlich ins Schwitzen bringe kann.

Auch die Rechenleistung kam auf den Prüfstand, genau genommen gleich auf zwei: Mit den Benchmarks von Antutu, LDS-3D-Bench und AI-Benchmark durften die Testgeräte ihre Rechenpower unter Beweis stellen. Die Ergebnisse sind hier ebenso dokumentiert wie die Testfotos.

Die wichtigsten Fragen

Sind mehr Kameras im Smartphone besser?

Teilweise ist es sehr praktisch, wenn ein Handy mehrere Kameras verbaut hat. Die unterschiedlichen Kameras sind in der Regel mit unterschiedlichen Brennweiten ausgestattet und erlauben so das Zoomen ohne Qualitätsverlust.

Was ist eine App?

Eine App ist eine Anwendungssoftware. Der Begriff wird vor allem bei der Software von Smartphones verwendet und bezeichnet die vielen kleinen Programme, die man sich auf das Smartphone laden kann.

Wie viel Hertz sollte ein Smartphone-Bildschirm haben?

Wer auf seinem Smartphone keine graphisch anspruchsvollen Spiele zockt, der kommt mit einer Bildwiederholrate von 60 Hertz bestens zurecht. Ganz nebenbei schont man mit einer geringeren Bildwiederholrate auch den Akku. Wer aber auch auf dem Smartphone bei der Gaming-Qualität keine Kompromisse eingeht, sollte zu einer höheren Bildwiederholrate greifen.

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