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Das beste Mittelklasse-Smartphone

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Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Wir haben ingesamt 27 Smartphones für unter 500 Euro getestet. Das beste ist für uns zur Zeit das Google Pixel 3a. Das günstigste Smartphone des Suchmaschinengiganten aus der Kooperation mit HTC bringt eine hervorragende Fotoabteilung mit und kann dank perfektem Energiemanagement lange Zeit durchhalten.

Update 25. Juli 2019

Wir haben das Xiaomi MI 9 getestet und zu unseren Empfehlungen hinzugefügt. Auch das Sony Xperia 10 Plus gesellte sich zu den Testkandidaten.

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4. Juni 2019

Das Google Pixel 3a ist unser neuer Favorit, das Motorola One Vision kommt mit Full-Size-Display und das Sony Xperia 10 kann HiRes-Audio abspielen.

15. Mai 2019

Demnächst gehen folgende Tests online: das Google Pixel 3a, das Xiaomi MI 9 und das neue Zenfone von Asus.

11. April 2019

Mit dem S90 von Doogee haben wir nun das erste Smartphone aus der sogenannten ruggadized Klasse in unsere Liste aufgenommen. Es ist nun unsere Empfehlung für alle, die beruflich oder auch privat ein Smartphone mit Nehmerqualitäten benötigen.

8. Februar 2019

Huawei zeigt mit dem Mate20 lite einen Vorboten zum Flaggschiff, das Blackberry KEY2 LE bringt die bekannte Blackberry-Tastatur in die Mittelklasse und das HTC U12 life soll an den Erfolg des großen Namensvetters anknüpfen.

1. Oktober 2018

Wir haben weitere sieben Smartphones aus der attraktiven Mittelklasse in unseren Test aufgenommen. Es gibt einige neue Empfehlungen, an der Spitze ändert sich dagegen nichts.

2. März 2018

Wir haben unseren Test um sieben aktuelle Smartphones der Mittelklasse erweitert und neben neuen Empfehlungen auch einen neuen Testsieger gefunden: Das Nokia 8 konnte uns mit leichtem Abstand zur Konkurrenz überzeugen.

Seitens der Ausstattung können die meisten Mittelklasse-Smartphones der Premium-Klasse Paroli bieten, ja, sie sogar locker übertreffen – oder haben Sie schon mal ein iPhone mit der Möglichkeit einer zweiten SIM-Karte gesehen? Auch das Thema Speichererweiterung wird im Premium-Sektor peinlichst vermieden, damit sich neben dem 32-Gigabyte-Modell auch mit stattem Aufschlag die Version mit 64 oder 128 Gigabyte verkaufen lässt.

Das Entsperren per Fingerprint-Sensor, die Kommunikation per NFC sowie die USB Typ-C-Schnittstelle und die damit verbundene QuickCharge-Kompatibilität gehören aktuell in der Mittelklasse mit nur wenigen Ausnahmen zum Standard.

Wir haben 27 Smartphones für rund 500 Euro getestet, 24 sind derzeit noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Google Pixel 3a

Mit dem Pixel 3a hat Google nun auch ein Smartphone für den Einstiegsbereich. Auf den ersten Blick sieht es nach Standardkost aus, das kommt hauptsächlich vom klassischen Display und der Beschränkung auf nur eine Hauptkamera. Das Volks-Pixel hat allerdings einiges zu bieten, unter anderem auch eine hervorragende Fotoabteilung.

Das Schnellste

Xiaomi MI 9

Test Mittelklasse-Smartphone: Xiaomi MI 9
Beim MI 9 hat Xiaomi richtig rangeklotzt, innen werkelt mit dem Snapdragon 855 einer der schnellsten Prozessoren, der findet sich sonst nur in Premium-Modellen.

Mit dem MI 9 rollt Xiaomi ein weiteres Mal die gesamte etablierte Konkurrenz auf. Dem MI 9 hat man sogar den aktuellsten Prozessor spendiert, der aktuell auf dem Markt ist – und normalerweise mindestens eine Preisklasse höher eingesetzt wird. Die Fotoleistungen des Xiaomi Smartphones sind ebenfalls hervorragend, allerdings ist der Speicher zugunsten einer DUAL-SIM-Funktion nicht erweiterbar und für das Modell mit 128 Gigabyte statt der 64 Gigabyte unseres Testmusters wird’s nochmal etwas teurer.

Preistipp

Motorola One Vision

Test Mittelklasse-Smartphone: Motorola One Vision
Motorola überspringt die Notch und liefert ein Full-Size-Display à la Galaxy, nur viel günstiger.

Das Motorola One Vision ist aktuell das günstigste Smartphone mit Full-Size-Display – keine schnöde Notch, sondern lediglich eine kleine Umrandung um die Frontkamera stört das Bild, und das nur minimal. Darüberhinaus empfiehlt sich das Motorola mit schnellem Chipsatz, schlanker AndroidOne-Installation sowie ausdauerndem Akku.

Sicherheitstipp

BlackBerry KEY2 LE

Mit dem Blackberry KEY2 LE gibt Hersteller Alcatel in Zusammenarbeit mit der kanadischen Softwareschmiede nunmehr auch der Mittelklasse ein Smartphone mit dem Schwerpunkt Datensicherheit. Da das KEY2 LE auch mit anderen Qualitäten überzeugen kann, ist es mehr als ein Firmen-Smartphone und daher auch für den privaten Einsatz interessant.

Outdoor-Tipp

Doogee S90

Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Das Doogee S90 gibt sich robust, wasserdicht und lässt sich zudem mit Zusatzmodulen leicht erweitern.

Gegen eindringendes Wasser sind schon viele Smartphones geschützt, das Doogee S90 auch, es kann aber noch mehr. So steckt es dank dem umlaufenden Stoßschutz auch mal einen Sturz relativ unbeschadet weg. Außerdem wird es direkt mit Zweitakku ausgeliefert, der einfach nur hinten angedockt werden muss. Außer dem Zusatzakku lassen sich aber auch Tools, wie eine Infrarotkamera an die selbe Kontaktleiste andocken. Das S90 ist genau das richtige Smartphone für den härteren Einsatz, ob beruflich oder privat.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerDas SchnellstePreistippSicherheitstippOutdoor-Tipp
ModellGoogle Pixel 3aXiaomi MI 9Motorola One VisionBlackBerry KEY2 LEDoogee S90Nokia 8Sony Xperia 10 PlusSony Xperia 10Huawei Mate20 liteHTC U12 lifeSamsung Galaxy A6+bq Aquaris X2 Probq Aquaris X2Nokia 7 PlusNokia 6.1Asus ZenFone 4 (ZE554KL)Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL)Asus Zenfone 3 (ZE552KL)Honor 9Samsung Galaxy A5 (2017)Sony Xperia X CompactLenovo Moto Z PlayHuawei P10 liteBlackBerry Motion
Test Mittelklasse-Smartphone: Google Pixel 3aTest Mittelklasse-Smartphone: Xiaomi MI 9Test Mittelklasse-Smartphone: Motorola One VisionTest Mittelklasse-Smartphone: BlackBerry KEY2 LEMittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90Test Mittelklasse-Smartphone: Nokia 8Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia 10Test Mittelklasse-Smartphone: Huawei Mate20 liteTest Mittelklasse-Smartphone: HTC U12 lifeTest Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A6+Test Mittelklasse-Smartphone: bq Aquaris X2 ProTest Mittelklasse-Smartphone: bq Aquaris X2Test Mittelklasse-Smartphone: Nokia 7 PlusTest Mittelklasse-Smartphone: Nokia 6.1Test Mittelklasse-Smartphone: Asus ZenFone 4 (ZE554KL)Test Mittelklasse-Smartphone: Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL)Mittelklasse-Smartphone Test: Asus Zenfone 3 Ze552klTest Mittelklasse-Smartphone: Honor 9Test Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A5 (2017)Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia X CompactTest Mittelklasse-Smartphone: Lenovo Moto Z PlayTest Mittelklasse-Smartphone: Huawei P10 liteTest Mittelklasse-Smartphone: Blackberry Motion
Pro
  • Sehr gute Fotoabteilung
  • Hervorragendes Display
  • Enorm schnell
  • Sehr gutes Display
  • Aktueller, schneller Chipsatz
  • Modernes Full-Size-Display
  • Aktuelles, schlankes Betriebssystem
  • Lange Akkulaufzeit
  • Inklusive DTEK-Unterstützung zur Datensicherheit
  • Hohe Pixeldichte
  • Mit patentierter Tastatur
  • Sehr gutes Display
  • Hardcase und Zusatz-Akku im Lieferumfang
  • Sehr leistungsfähig
  • Gutes Display
  • Aktuelles, schlankes Betriebssystem
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Speichererweiterung plus Dual-SIM möglich
  • DSEE HX- und LDAC-Audio-Codecs werden unterstützt
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Wahlweise Dual-SIM oder Speichererweiterung
  • DSEE HX- und LDAC-Audio-Codecs werden unterstützt
  • Sehr gutes Display
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr gute Ausstattung
  • Großes, helles Display
  • Eigenständiges Design
  • Relativ günstig
  • Schmaler Display-Rand
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Dual-SIM und Speicherweiterung
  • Mit AndroidOne schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Lowlight-Fotos
  • Mit Android One schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Gute Lowlight-Fotos
  • Mit Android One schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Gute Fotos
  • Modernes Full-Size-Display
  • Lange Akkulaufzeit
  • Mit Android One schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Headset im Lieferumfang
  • günstig
  • Gute Fotoqualität mit zusätzlicher Weitwinkelkamera
  • Lange Akkulaufzeit
  • Kurze Ladezeit
  • Großer Akku mit enormer Laufzeit
  • Drei Karten-Slots
  • Weitwinkelkamera
  • Günstiger Preis
  • Tolle Fertigungsqualität
  • Üppige Ausstattung
  • Kompaktes, leistungsstarkes Gerät
  • Schönes Design
  • Gute Kamera
  • Wasserfest und lange Akkulaufzeit
  • Auslösetaste für Kamera-Feeling
  • Kann mit Moto Mods flexibel umfunktioniert werden
  • Gute Qualität und schönes Design
  • Inklusive DTEK Unterstützung zur Datensicherheit
Contra
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Recht kleines Display
  • Mittelmäßige Kamera
  • Rückseite teilweise kratzanfällig
  • Akkulaufzeit ist nur mittelmäßig
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Fotoqualität und Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Leistung nicht ganz ausgereizt
  • Veralteter Chipsatz
  • Schwache Fotoleistung
  • Veraltete Micro-USB-Schnittstelle, daher keine Schnelllade-Option
  • Kein Headset im Lieferumfang
  • Trotz QuickCharge lange Ladezeit
  • Kein Headset im Lieferumfang
  • Schwache Akkulaufzeit
  • Trotz QuickCharge lange Ladezeit
  • Teurer als der Favorit
  • Unbrauchbare Lowlight-Aufnahmen
  • Leistung nur mittelmäßig
  • Schwächen bei Lowlight-Fotografie
  • Geringe Display-Auflösung
  • Kein NFC zum schnellen Bluetooth-Pairing vorhanden
  • Kein Headset im Lieferumfang
  • Betriebssystem nicht aktuell
  • Kleinerer Bildschirm, für große Hände unter Umständen schwierig zu bedienen
  • Kompakter Akku mit geringerer Kapazität
  • Etwas klobig
  • Anschlusskontakte sind sichtbar
  • Abgespeckte Ausstattung
  • Nur Micro-USB
  • Mittelmäßige Kamera
  • Nicht sehr leistungsstark
Bester Preis

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Was zeichnet Mittelklasse-Smartphones aus?

Immer wieder sorgt die recht kurze Akkulaufzeit von Premium-Smartphones für ärgerliche Kommentare seitens der Besitzer. Damit allerdings eine möglichst lange Akkulaufzeit erreicht werden kann, bedarf es eines Akkus mit entsprechender Kapazität. Daraus resultiert aber wiederum eine entsprechende Größe.

Große Akkus finden allerdings in den meisten Schmalhänsen der Premium-Klasse keinen Platz. Das sieht bei der Mittelklasse anders aus, wo niemand unbedingt »das dünnste« in der Hand halten will. Deshalb haben Mittelklasse-Smartphones oft eine bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys.

Oft bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys

Mittlerweile hat allerdings auch die Akkutechnik selbst einen Schub in Richtung Miniaturisierung erfahren, sodass die Schmalhänse aus der Premium-Klasse noch schmaler werden können und die Mittelklasse selbst mit fettem Akku alles andere als fettleibig wirkt. Das Asus Zenfone 4 Max ZC554KL kann hier als gutes Beispiel dienen: Mit seinem 5.000 mAh starken Akku trägt es nicht mehr auf als die Konkurrenz, hält aber länger. Das Motorola One Vision hat gar einen deutlich kleineren Akku, hält aber fast ebenso lang, und ist obendrein noch in Rekordzeit wieder aufgeladen.

So haben wir getestet

Um vergleichbare Messergebnisse zu erzielen, haben wir die Smartphones mit einem Testvideo in Full-HD gefüttert und es Nonstop laufen lassen. Um das Smartphone besonders zu fordern, ließen wir zudem gleichzeitig das WLAN eingeschaltet. Auch die Aufladezeit der Smartphones haben wir dokumentiert, um einen praxisnahen Wert der Dauer zu bekommen, die man abwarten muss, um sein Smartphone wieder vollständig nutzen zu können.

Die WLAN-Reichweite wurde unter Realbedingungen getestet. Dazu muss man wissen, dass ein Vergleich nur zwischen zeitnah gemeinsam getesteten Geräten möglich ist, da die Funkübertragung von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist – sogar schlechtes Wetter kann sie negativ beeinflussen.

Immer häufiger ersetzt das Smartphone die Kompaktkamera – auf jeden Fall für mehr oder weniger alltägliche Schnappschüsse. Darauf haben sich die Hersteller eingestellt. In der Königsdisziplin mussten die Smartphones also zeigen, wie gut ihre Kamera funktioniert. Hierzu haben wir Testfotos unter vergleichbaren Beleuchtungsbedingungen geschossen, unter anderem auch bei Lowlight um 30 Lux und unter komplexen Tageslichtbedingungen.

In den letzten Tests haben wir zudem Fotos unter extremen Lichtbedingungen gemacht, was neben der Hardware aus Optik und Bildsensor auch deren Ansteuerung sowie die Bildverarbeitung ziemlich ins Schwitzen bringe kann.

Auch die Rechenleistung kam auf den Prüfstand, genau genommen gleich auf zwei: Mit den Benchmarks von Antutu und CF-Bench durften die Testgeräte ihre Rechenpower unter Beweis stellen. Die Ergebnisse sind hier ebenso dokumentiert wie die Testfotos.

 Mittelklasse-Smartphone Test: Google Pixel3a Front

Unser Favorit: Google Pixel 3a

Dem Google Pixel 3a gelingt es nahezu problemlos, das Mate20 lite vom Thron zu verdrängen. Das hat seinen Grund einmal darin, dass das Huawei technisch doch nicht mehr ganz up to date war, andererseits das Pixel 3a enorm von den teuren Geschwistern profitiert.

Testsieger

Google Pixel 3a

Weil Google nun mal keine eigene Entwicklungsabteilung für Smartphones hat, geschweige denn eine komplette Fabrik, haben die Amerikaner kurzerhand beim Hersteller HTC investiert, der nunmehr die Smartphones für Google produziert.

Das Display des Google Pixel 3a ist allerdings eher klassisch gehalten, also mit rundum gut sichtbarem Rand. Dabei hat das Pixel schon seit einigen Generationen den Fingerprint-Sensor auf die Rückseite verlegt, Platz für ein größeres aktives Display wäre also. Der Chipsatz ist relativ neu und entsprechend leistungsfähig, in den Benchmarks bleibt es dennoch leicht hinter denen des Nokia 8.

Dass das Pixel 3a auch von hinten gut zu identifizieren ist, verdankt es der geteilten Rückansicht, mit einer gläsernen Oberfläche im oberen Teil rund um die Kamera und der matten Oberfläche rund um den Fingerprint-Sensor. Sie haben richtig gelesen: Ganz gegen den allgemeinen Trend verfügt das Pixel 3a lediglich über eine einzige Hauptkamera. Der Zoom arbeitet digital und kostet im Telebereich entsprechend Auflösung.

Auf der Habenseite steht dem allerdings ein ausgeklügeltes Zusammenspiel aus Optik, Kamera und Bildverarbeitung gegenüber, welches selbst in schwierigen Beleuchtungssituationen noch für hervorragende Fotos sorgt.

Top-Ausstattung

Mit dem Snapdragon 670 kommt ein Prozessor mit acht Kernen und 2,0 GHz im Pixel 3a zum Einsatz. Der ist zwar nicht ganz so leistungsfähig wie der Snapdragon 835, der beispielsweise im Nokia 8 Verwendung findet, allerdings ist er nah dran und obendrein etwas sparsamer. Beim Antutu-Benchmark überschreitet das Nokia damit gar die 200.000er-Marke, während beim Pixel 3a bei etwa 160.000 Schluss ist – womit es trotzdem in dieser Klasse auf Platz zwei liegt.

 64 Gigabyte Speicher in der Grund­ausstattung, nicht erweiterbar

Das Pixel 3a verfügt über 64 Gigabyte internen Speicher. Wie bei Google üblich, ist der leider nicht aufzurüsten. Google setzt da bekanntlich auf die eigene Cloud-Lösung, in den doppelten Slot passt daher nur eine zweite SIM-Karte.

Im Pixel 3a steckt ein Akku mit einer Kapazität von 3.000 mAh, das ist mittlerweile Mindeststandard. Standard ist es indes nicht, dass das Smartphone damit bis zu 15 Stunden nach unserem Testprozedere durchhält. Darüber liegen nur Geräte, die über mehr Akku-Kapazität verfügen.

Kameravergleich

Das Pixel 3a verfügt, anders als die meisten anderen Smartphones dieser Klasse, über nur eine einzige Rückkamera. Darüber hinaus verfügt diese nur über eine Auflösung von 12 Megapixeln. Der Trick liegt einfach in der Größe der einzelnen Pixel, denn während sich bei der Konkurrenz 20 und mehr Megapixel auf einem winzigen Sensor drängen, dürfen die 12 Megapixel auf dem Sensor des Pixel 3a schlicht größer sein, um dann mehr Licht einfangen zu können.

Wenn das Licht schwindet, schwächeln die meisten

Zusammen mit der Bildverarbeitung ist es Google – oder viel mehr HTC – jetzt tatsächlich gelungen, dem Pixel 3a mit ausreichend großen Bildpunkten hervorragende Lowlight-Fotos abzutrotzen.

Geht es um knallharte Gegenlichtaufnahmen, schlägt sich die Kamera des Pixel 3a sehr gut. Das Gegenlicht ist klar umrissen, die dunklen Partien haben genug Durchzeichnung und auch die Farbdarstellung bleibt jederzeit natürlich, was für eine gute Belichtung auch unter Extrembedingungen spricht. Auch die Fotoabteilung des Xiaomi MI 9 lässt sich von extremem Gegenlicht kaum beeindrucken; man setzt hier auf leichte Überbelichtung; das führt im Vordergrund zu etwas übersättigten Farben, die Sonne (als Quelle des Gegenlichts) ist dennoch nur mäßig überstrahlt, so dass die Konturen noch sehr klar abgegrenzt sind.

Super bei Gegenlicht

Bei den älteren Geräten sieht das nicht immer ganz so gut aus, wobei das geänderte Motiv nur eine geringe Rolle spielt, da die Lichtverhältnisse vergleichbar geblieben sind. Gerade das Asus ZenFone 5 versucht, auch den Vordergrund ausreichend zu belichten, was beispielsweise am Himmel zu einer deutlichen Überbelichtung führt – mit der Folge, dass dieser tatsächlich überstrahlt. One Vision von Motorola schlägt sich bei Gegenlicht übrigens ebenso gut wie unser Favorit.

Das neffos N1 schafft einen guten Kompromiss: Die Sonne im Gegenlicht wird sehr konturiert abgelichtet, während der Vordergrund zwar dunkel ist, aber keinesfalls absäuft. Unterdessen versucht das Blackberry noch irgendwie das Blau des Himmels herauszuarbeiten – notfalls gibt es eben statt des weichen Übergangs gut sichtbare, klar abgegrenzte Stufen. Die unterschiedlichen Farbabstimmungen fallen nur im Direktvergleich auf und Probleme mit der Schärfe und Detailauflösung waren bei keinem Testkandidaten auffällig.

Unter Laborbedingungen mit klar definierten Lichtquellen – eben nicht von vorn – sieht es da bei den meisten schon besser aus. Auch hier fällt unser Favorit positiv auf, indem das Google Pixel 3a weder zu stark noch zu schwach belichtet, sondern korrekt, und so eine farbechtes, kontraststarkes Foto liefert, welches auch nicht durch künstliche Kantenschärfe aufgepeppt werden muss. Mit dem Xiaomi MI 9 lassen sich bei ausreichend Licht ebenso gute Ergebnisse erzielen. Beim Motorola One Vision ist der Einsatz der digitalen Schärfefilter deutlich an den Doppelkonturen mancher Kanten zu erkennen. Richtig krass macht das das Huawei Mate10 Lite, was wir allerdings auch schon vom P10 Lite kennen. Das führt an den Kanten der Motive zu sogenannten Überschwingern, die dann aussehen wie eine zweite Kante.

Die beiden Asus Smartphones erlauben sich keine solchen Schnitzer und selbst das Elephone schärft nur moderat nach. Das ZenFone 5 erscheint auf den ersten Blick recht dunkel, also knapp belichtet, liefert aber auch ein kontrastreiches, sattes Ergebnis, während beispielsweise das neffos N1 es mit der Belichtung so gut meint, dass das Ergebnis schon etwas blass wirkt.

Bei den Lowlight-Aufnahmen geraten sämtliche Smartphones, wie nicht anders erwartet, an ihre Grenzen. Hier geht jeder Hersteller einen anderen Kompromiss ein: Das durch die notwendige Verstärkung entstehende Bildrauschen versucht man in der Bildverarbeitung durch entsprechende Glättungsmaßnahmen zu »verbessern« – was zwangsläufig dazu führt, dass viele Bilddetails gleich mit geglättet werden.

Kaum Rauschen, viele Details

Das Google Pixel 3a setzt hier neue Maßstäbe: Es ist kaum Rauschen zu erkennen, dennoch sind viele, auch sehr feine Details gut zu unterscheiden. Obendrein bleibt die Sättigung in allen Farben gleichmäßig, ohne dass Blau zu Grau wird, wie bei vielen Konkurrenten. Beim Xiaomi MI 9 wird die Farbe der Tasse sogar noch etwas authentischer wiedergegeben. Das Nokia 8 liegt in dieser Disziplin auf dem zweiten Platz. Auch wenn wir seinerzeit die Außenaufnahmen bei Dunkelheit noch nicht gemacht haben, so sprechen doch die 30-Lux-Aufnahmen unter Laborbedingungen eine eindeutige Sprache. Das Bild ist zwar nicht ganz so hell wie bei vielen Konkurrenten – es ist ja ohnehin Dämmerung – und es wird auch nicht allzu sehr am Verstärkungsfaktor gedreht. Die Folge davon ist, dass nur wenig Rauschen entsteht, was dann auch wiederum nicht so extrem glattgebügelt werden muss.

Auch das ZenFone 5 kann hier wieder überzeugen, anders als das Max, bei dem sämtliche Konturen nahezu glattgebügelt werden. Neben dem neffos N1 bekommen auch beide bq Aquarius-Smartphones und das Nokia 7 Plus sowie das Elephone S8 noch einen akzeptablen Kompromiss hin. Alle anderen schießen aus vollen Rohren: Viel Verstärkung, starkes Rauschen, reichlich Glättung, wenig Details und verschwommene Konturen.

Gibt es Nachteile?

Der größte Nachteil dürfte der begrenzte Speicher sein, den das Pixel 3a zur Verfügung stellt. Hier müsste man bei mehr Bedarf auf die Cloud zurückgreifen – mit den bekannten Risiken bezüglich des Datenschutzes. Andererseits reicht es sicher auch, wenn man in regelmäßigen Abständen einfach die Fotos auf dem PC oder einem NAS sichert.

Auch der etwas eingeschränkte Brennweitenbereich der Rückkamera mag ein Nachteil sein, allerdings ist die Konkurrenz da auch nicht so viel weiter. Einige Wettbewerber nutzen die zweite Kamera ohnehin nur dazu, um ein schönes Bokeh bei Portrait-Aufnahmen realisieren zu können

Google Pixel 3a im Testspiegel

Das Mate20 lite hat auch einige Tester-Kollegen von seinen Qualitäten überzeugen können. Hier haben wir einen Überblick über die aktuellen Tests.

In der Computer Bild erhält das Pixel 3a aufgrund der hervorragenden Fotoleistungen und der guten Akkulaufzeit die Note 2,5:

»Mit der Pixel-3a-Serie bringt Google endlich wieder günstige Handys mit purem Android, guter Technik und toller Kamera. Und sogar der Akku im Pixel 3a XL überzeugt mit Ausdauer. Ein wichtiger Kaufgrund ist auch die Drei-Jahre-Update-Garantie für das System, um etwaige Sicherheitslücken schließen zu können. Tipp: Wer es etwas handlicher mag, greift einfach zum kleineren Pixel 3a mit identischer Technik.«

Auf Heise Online erhielt das Pixel im Mai 2019 zusammen mit der baugleichen XL-Version ebenfalls viel Lob für die Akkuleistung und den Nachtsichtmodus der Kamera:

»Zudem kauft man ein Pixel eigentlich wegen der direkten Software-Unterstützung durch Google und den flinkesten Updates unter den Android-Smartphones – und das bieten das preiswerte Pixel 3a und 3a XL genauso wie die teureren Geschwister. Google garantiert 3 Jahre lang Software-Updates. Das schafft Verhältnisse wie man sie sonst nur vom iPhone kennt.«

Alternativen

Mit dem Xiaomi MI 9 haben wir quasi einen zweiten Favoriten am Start. Der Chinesische Hersteller schöpft hier aus dem Vollen und stattet das Gerät mit dem aktuellsten Snapdragon 855 Chipsatz aus, der findet sich sonst erst eine Preisklasse darüber. Allerdings zählt das nicht alleine, denn um den recht günstigen Preispunkt halten zu können, gibt es beim Xiaomi hier und da einige Abstriche, sodass es zwar zu unserem Favoriten aufschließen kann, nur eben andere Schwerpunkte setzt.

Das Schnellste

Xiaomi MI 9

Test Mittelklasse-Smartphone: Xiaomi MI 9
Beim MI 9 hat Xiaomi richtig rangeklotzt, innen werkelt mit dem Snapdragon 855 einer der schnellsten Prozessoren, der findet sich sonst nur in Premium-Modellen.

So muss man sich beim Kauf des Xiaomi MI 9 sofort für eine der beiden verfügbaren Speichervarianten entscheiden. Eine Nachrüstung ist nicht möglich, da der Kartenschacht zwar zwei SIM-Karten aufnehmen kann, aber keine Speicherkarte: Es ist eben kein Hybrid-Schacht.

Auch ein Headset ist beim MI 9 nicht im Lieferumfang enthalten, was nicht nur an der eingesparten Buchse für’s Headset liegt. Hier hat man wohlweislich einen Adapter für ein normales Headset beigelegt, sodass man dieses dann direkt an die USB-Buchse vom Typ-C anschließen kann. Wer gern direkt ein passendes Headset guter Qualität mitbestellen möchte, liegt bei den Mi In-Ear Pro HD aus gleichem Hause richtig. Es funktioniert aber auch jedes andere Headset und natürlich alle möglichen Bluetooth-Varianten.

 

Ebenfalls zum Lieferumfang gehört eine Klarsicht-Hülle aus Silikon, die die empfindliche Rückseite des Smartphones vor Kratzern schützt und trotzdem einen Blick auf das schöne Design erlaubt. Innen sieht es erstmal nach Standard-Ausstattung aus – ausgenommen der besagte Chipsatz und der dazugehörige Arbeitsspeicher mit beachtlichen 6 Gigabyte. Der 3300 Milliampere starke Akku ist keinesfalls ungewöhnlich: Ungewöhnlich ist nur seine Ausdauer – über 16 Stunden spielte das Xiaomi MI 9 unser Test-Video ab, bevor es nach der Steckdose verlangte. Nach knappen eineinhalb Stunden war der Akku dann schon wieder komplett geladen.

Auch die Bildqualität der Fotos, die man mit den insgesamt drei Hauptkameras schießen kann, ist durchweg beachtlich. Bei Lowlight, Gegenlicht und anderen schwierigen Lichtverhältnissen spielt das MI 9 ganz oben mit. Lediglich unser neu hinzugekommenes Life-Motiv, die Ablichtung des Ruhr-Museums bei Dunkelheit, wiesen das Xiaomi in die Schranken. Hier kann es mit unserem aktuellen Favoriten nicht mehr mithalten.

Das ändert aber nichts daran, dass Xiaomi mit dem MI 9 ein ganz großer Wurf gelungen ist, hier bekommen Sie ein Spitzen-Smartphone mit leichten Einschränkungen fast zum Schnäppchenpreis.

Preistipp

Motorola One Vision

Test Mittelklasse-Smartphone: Motorola One Vision
Motorola überspringt die Notch und liefert ein Full-Size-Display à la Galaxy, nur viel günstiger.

Mit dem Motorola One Vision hat der Hersteller das von Samsungs Galaxy S10 inspirierte Full-Size-Display in erschwingliche Regionen geholt. Die berühmte Notch, ob jetzt breit oder in schlanker Tropfenform, hat man dabei einfach übersprungen.

Natürlich ist eine solch günstige Display-to-Frame-Ratio, also Display-zu-Rahmen-Verhältnis, nicht per se das wichtigste Feature eines Smartphones, es macht das One Vision aber erstmal zum Hingucker und außerdem offensichtlich zum Technologieträger. Das soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Auflösung des Displays sich mit 432 ppi durchaus im Rahmen hält.

Das Motorola One Vision hat allerdings noch mehr zu bieten, zum Beispiel einen Akku, der eher unsichtbar, dafür aber sehr effizient arbeitet. Unser Testvideo lief weit über 16 Stunden nonstop bei mittlerer Display-Helligkeit – das schaffen andere nur mit noch mehr Akkukapazität und daraus resultierendem größeren Gehäuse.

Beim Speicher weit voraus

Mit 128 Gigabyte internem Speicher ist das One Vision der Konkurrenz weit voraus, zumal es per Hybrid-Slot sogar weiter aufgerüstet werden kann. Da gibt es dann reichlich Platz für Videos und Fotos.

Mit dem One Vision verfolgt Motorola weiterhin die Strategie, ein schlankes und stets aktuelles Betriebssystem zu nutzen, das mit dem AndroidOne auch auf dem Motorola One Vision installiert ist. Kurzum: ein leistungsfähiges Smartphone mit schlankem Betriebssystem und enormer Akkulaufzeit, das auch noch unverschämt gut aussieht.

Sicherheitstipp

BlackBerry KEY2 LE

Die Rückseite des Blackberry KEY2 LE wird weder von Glas noch von Metall beherrscht – ganz businesslike und vor allem so, wie man es von BlackBerry kennt, gibt es eine rutschfeste, strapazierfähige Soft-Touch-Oberfläche, auf der unübersehbar das Logo des kanadischen Herstellers prangt. Beim KEY2 LE findet sich vorne zudem die typische Blackberry-Tastatur.

Außer der Tastatur – bzw. der Lizenz dazu – steuert das Unternehmen auch das Betriebssystem bei, wobei es sich um ein modifiziertes Android handelt. Hauptbestandteil ist ein Tool namens DTEK, mit dessen Hilfe der Besitzer das Smartphone ohne umfangreiche IT-Kenntnisse von möglichen Sicherheitsrisiken befreien kann. Zumindest ist das der Plan und dank der eingängigen Ampel-Oberfläche kann man mit Unterstützung der Volltexthilfe zumindest stark dazu beitragen, dass sein Blackberry gegen die meisten Angriffe gefeit ist.

Das erfordert anscheinend immer einige Entwicklungsarbeit, denn anders ist es kaum zu erklären, dass auch im Innern des KEY2 LE zum großen Teil nicht mehr ganz taufrische Prozessortechnik arbeitet. Man könnte allerdings auch von bewährter Hardware sprechen, denn zumindest seitens der Schnittstellen ist das Blackberry up to date, was sich in der Typ-C-Buchse ebenso niederschlägt wie in der NFC-Unterstützung bei Bluetooth-Verbindungen.

Seitens der Kamera wird es dann aber wieder hausbacken. Sie reicht für Schnappschüsse bei ausreichendem Licht, mehr kann man nicht verlangen. Wer die schon klassische Tastatur mag und wem die Sicherheit am Herzen liegt, für den ist das BlackBerry ein solides und vor allem sicheres Smartphone.

Outdoor-Tipp

Doogee S90

Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Das Doogee S90 gibt sich robust, wasserdicht und lässt sich zudem mit Zusatzmodulen leicht erweitern.

Das Doogee S90 ist für den harten Outdoor-Einsatz gedacht, neben der Schutzklasse IP68, die Dichtigkeit gegen Wasser und Staub zertifiziert, ist es außerdem mit einem Rundum-Aufprallschutz versehen. Außer diesen und einigen weiteren Maßnahmen handelt es sich beim Doogee S90 um ein Smartphone mit dem Preis angemessener Hardware-Ausstattung. So gibt es auf der Rückseite zwei Kameras, eine mit Weitwinkel- und eine mit Normal-Objektiv. Der interne Speicher lässt sich zudem um bis zu 256 Gigabyte erweitern, alternativ kann man aber auch eine zweite SIM-Karte in den Hybrid-Slot stecken.

Der Prozessor kommt von Mediatek, gehört dort zur neusten Generation und wird von sechs Gigabyte RAM unterstützt. Auch unsere Benchmark-Messungen zeigen, dass das Smartphone technisch auf der Höhe der Zeit ist. Einzig das fehlende Headset ließe sich bemängeln, dafür gibt es aber reichlich anderes Zubehör.

Neben dem Huckepack-Akku, der mit 5.000 Milliamperestunden ähnlich potent ist wie der eingebaute Akku, liegt das obligatorische Ladegerät nebst Kabel dabei – außerdem hat Doogee nicht an Adaptern gespart, um den USB Typ-C-Anschluss mit gängigen USB-Buchsen kompatibel zu machen und dort auch ein normales Headset anschließen zu können. Das Ganze findet im großzügig bemessenen Hardcase genug Platz, dort lassen sich außerdem das optionale Nachtsichtkamera-, das Walkie-Talkie- oder das Gaming-Modul unterbringen.

Geschützt, aber anfällig für Kratzer

Das Doogee S90 ist mit einem Rundumschutz weitgehend gegen mechanische Beschädigungen geschützt. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Rückseite aus einer lackierten Alu-Titanlegierung für unser Empfinden etwas zu kratzempfindlich ist: Das Ablegen auf die Steine für unsere Outdoor-Aufnahme brachte dem Smartphone direkt ein paar Kratzer am Rahmen der Kontaktleiste ein. Das ist zwar nicht schlimm, sieht aber auf Dauer nicht gut aus und wäre sicher bei entsprechender Materialwahl zu vermeiden.

Seitens der Software ist das Doogee S90 mit Android 8.1 ebenfalls ziemlich aktuell ausgestattet. Die Apps, die sich alle in der sogenannten ToolBag befinden, erweisen sich teilweise gerade für Heim- und Handwerker als recht nützlich, wie die Wasserwaage, der Winkelmesser oder das virtuelle Lot. Andere, wie das Barometer oder die Lupe, die sich die Kamera zunutze macht, sind Geschmackssache. Alle haben sie eines gemeinsam: Sie greifen sich die ohnehin integrierten Sensoren zurück.

Alles in allem gehört das Doogee S90 eher nicht zu den rugged Smartphones, die veraltete Technik in Stoßdämpfer packen, sondern hier kommt aktuelle Technik zum Einsatz. Zum Lieferumfang gehört praktisches Zubehör, das man zusätzlich brauchen könnte. Das gibt es optional – dafür ist der Preis sehr fair.

Außerdem getestet

Auf dem Markt gibt es noch weitere interessante Modelle, die wir hier vorstellen, unter anderem auch ehemalige Testsieger und Empfehlungen. Solange diese Geräte noch verfügbar sind, werden wir sie hier auch aufführen. Die technischen Daten und Teile unserer Testergebnisse finden Sie in der Tabelle.

Das Nokia 8 von Lizenzinhaber HMD Global ist immer noch eines der schnellsten Smartphones in dieser Preisklasse. Ausgestattet mit recht aktueller Prozessortechnik, einem sehr guten Display und nicht zuletzt einem recht aktuellen Android-Betriebssystem, macht man hier nichts falsch. Auch das Design und die hohe Fertigungsqualität können begeistern.

Zwar haben wir hier noch kein randloses Display, wodurch das 5,3-Zoll Display in einem nicht gerade kompakten Gehäuse steckt, dahinter arbeitet aber modernere und vor allem leistungsfähigere Prozessortechnik als in unserem derzeitigen Favoriten.

Kein Wunder, hat es das Nokia 8 vor seinem Auftritt in der Mittelklasse sogar für einige Zeit in der Premium-Klasse ausgehalten. Davon zeugt nach wie vor die sehr gute Fotoleistung, wenn nur wenig Licht zur Verfügung steht, denn gerade in der Lowlight-Fotografie setzt das Nokia nach wie vor Maßstäbe.

Zudem ist es auch noch recht gut ausgestattet: Es liegt immerhin ein Headset bei, was in der Premium-Klasse und auch hier längst nicht immer der Fall ist.

 

Nur bezüglich der Akkulaufzeit hinkt das Nokia hinter der Konkurrenz zurück: Gut 10 Stunden Video-Spielzeit sind einfach zu wenig, dabei ist die Kapazität des eingesetzten Akkus eigentlich gar nicht einmal so mager.

Wer ein hochperformantes Smartphone im klassischen Unibody aus Aluminium sucht, wird beim Nokia 8 nach wie vor fündig, auch wenn es noch seinen Preis hat.

Das Sony Xperia 10 Plus ist erstmal kaum mehr als ein Xperia 10 mit größerem Display, einem größeren Akku und demzufolge auch einer etwas verbesserten Akkulaufzeit, die aber trotzdem kaum mit der Konkurrenz mithalten kann. Allerdings hat man das etwas größere Gehäuse auch anders zu nutzen gewusst: So gibt es jetzt keinen Hybrid-Schacht mehr, der entweder zwei SIM-Karten oder aber eine SIM- und eine Speicherkarte fasst, sondern im Xperia 10 Plus finden sowohl zwei SIM-Karten als auch eine Speichererweiterung Platz – und zwar gleichzeitig.

Auch hier gibt es statt Vollformat-Display die klassische Variante mit breitem Rahmen und einen seitlich angebrachten Fingerprint-Sensor. Außerdem finden sich auch im großen Xperia 10 Plus wieder so nützliche Features wie NFC-Unterstützung sowie eine üppig ausgestattete Audio-Abteilung, welche die hochauflösenden Audio-Codecs DSEE HX und LDAC bei Bluetooth-Übertragung unterstützt.

Das Sony Xperia 10 ist Sonys Vernunftmodell mit bewährter Technik zum moderaten Preis – soweit die Theorie. In der Praxis gibt es am Xperia 10 zwar einige Highlights, wie den schmale Fingerprint-Sensor an der Seite – Samsungs Galaxy S10e lässt grüßen – außerdem wäre da noch die mit 450 ppi recht hohe Display-Auflösung zu nennen.

Andererseits nutzt man den Platz, den das Verlagern des Sensor ergibt, zu wenig, um das aktive Display dem Trend folgend mit einem möglichst schmalen Rahmen einzufassen. Das Design des Displays ist daher eher klassisch zu nennen. Beim Ton schlägt man dann wieder zu, immerhin werden die hochauflösenden Audio-Codecs DSEE HX und LDAC unterstützt.

Auf der Soll-Seite steht ausgerechnet die Fotoqualität. Es scheint wie eine Ironie des Schicksals zu sein: Sämtliche Konkurrenten mit ausgewiesen herausragenden fotografischen Fähigkeiten brüsten sich mit Kamera- und Sensorentechnik von Sony, doch ausgerechnet Sony selbst bekommt es offensichtlich nicht hin, auch nur annähernd zu gleichen Ergebnissen zu kommen.

Das Xperia 10 ist ein Smartphone für Freunde des klassischen Display-Formats und des audiophilen Streamings, daher ist der interne Speicher dank eines Hybrid-Slots mit einer microSD-Karte erweiterbar.

Mit dem Mate20 Lite hat Huawei eine Lite-Version seines Flaggschiffes in die Budget-Klasse geholt – mit sehr gutem Display mit schmalem Rand, ausdauerndem Akku und zwei Doppelkameras.

Da das Ganze auch noch in einem schicken, rundum verglasten Gehäuse steckt, kann man die leichten Einbußen des nicht mehr ganz so frischen Chipsatzes gut verschmerzen. Allerdings wird das Unternehmen Huawei wegen des Handelkriegs zwischen den USA und der Volksrepublik China aktuell gerade nicht mehr von Google unterstützt, sodass momentan keine Android-Updates zur Verfügung gestellt werden.

Das Mate20 Lite ist natürlich trotzdem ein hervorragendes und vor allem sehr günstiges Smartphone, was sich dadurch relativiert, dass auch die Hardware langsam in die Jahre gekommen ist.

Das HTC U12 Life erinnert zwar zumindest dem Namen nach an das sehr gute U12, welches wir unter den Premium-Smartphones gelistet haben – das war es aber eigentlich auch schon. Zwar kommt ein großes, helles Display zum Einsatz, das hat aber nach alter Bauweise einen recht breiten Rand und macht das ganze Smartphone unnötig groß. Akkulaufzeit und Foto-Qualitäten bewegen sich ebenso am unteren Rand. Dafür ist das HTC aber recht günstig zu haben, wodurch es dann schon wieder an Attraktivität gewinnt.

Elephone S8

Mittelklasse-Smartphone Test: Elephone S8

Keine Preise gefunden.

Das Elephone S8 ist ein echtes Schnäppchen, wenn man kein Problem mit einem Direktimport aus China und der daraus resultierenden Wartezeit von einigen Wochen hat. Auch wegen des großen 6-Zoll-Displays sticht es aus dem Rest des Testfeldes hervor. Beim Design lassen sich Anleihen zum Honor 9 erkennen und der 10-Kern-Prozessor drückt ordentlich aufs Gas – allerdings fordert der niedrige Preis auch seinen Tribut.

Das Samsung Galaxy A6+ hinterlässt beim Test einen leicht zwiespältigen Eindruck: Das Display ist groß und hat nur einen schmalen Rand, was stark an das S9 und Note 9 erinnert, andererseits gibt es hier noch einen Unibody aus Alu. Die eingesetzte Prozessor-Hardware treibt das Gerät recht unspektakulär an. Das gleiche gilt übrigens für die Foto-Performance: Im Dunkeln wird alles weichgezeichnet und glattgebügelt.

Der Akku hält dafür über 20 Stunden bei unserem Test-Video durch, aufgrund der alten Micro-USB-Schnittstelle benötigt er aber zweieinhalb Stunden, bis er wieder voll einsatzfähig ist. Mit dem Galaxy A6+ erhält man viel Samsung-Technik mit einigen Abstrichen zum moderaten Preis, solange die Preise der großen Brüder stabil bleiben.

Das spanische Unternehmen bq ist zwar schon seit einiger Zeit auch hierzulande auf dem Markt, kann sich aber nicht so recht ausbreiten. Zu Unrecht, wie das Aquaris X2 Pro beim Test zeigt. Leistungsmäßig liegt das Pro-Modell mit dem Nokia 7 Plus nahezu gleichauf und beide deutlich hinter unserem aktuellen Favoriten.

Das sauber verarbeitete Gehäuse ist mit einem »Glasrücken« – der aber wie bei allen eigentlich aus Polycarbonat besteht – versehen, fast nahtlos eingepasst in einen Alu-Rahmen. Installiert ist mit Android One ein schlankes Betriebssystem, bei dem regelmäßige Updates garantiert sind. Das Display ist hervorragend, die Fotos bei Dämmerung gelingen dem Aquaris X2 Pro sehr gut und die hier noch recht unbekannte Marke garantiert so manchen neugierigen Blick.

Das bq Aquaris X2 ist der günstigere Bruder des Pro. Display und Fotoabteilung sind gleich, die Größe ebenfalls, nur der verwendete Chipsatz ist leistungsmäßig etwas abgespeckt. Die Akkukapazität ist ebenfalls eher mittelprächtig, dafür gibt es eine USB Typ-C-Schnittstelle mit Schnellladefunktion. Der ist das magere Netzteil allerdings kaum gewachsen, sodass das bq für die vollständige Aufladung gut zwei Stunden benötigt. Ein Headset gehört bei beiden leider nicht zum Lieferumfang.

Das Nokia 8 hat die Messlatte so hoch gelegt, dass selbst die Geschwister, wie das Nokia 7 Plus, dem kaum gerecht werden können. Zwar gibt es auch hier das prestigeträchtige Zeiss-Logo an der Doppelkamera, dennoch meint man, nicht auf die softwareseitige Nachschärfung verzichten zu können. Insgesamt wirkt das 7 Plus billiger als unser Favorit, was es aktuell aber leider nicht ist.

Das Nokia 6.1 ist tatsächlich erheblich günstiger als unser Favorit, aber gegenüber dem 7 Plus nochmal deutlich abgespeckt. Auf der Rückseite gibt es hier nur eine Kamera, die dann auch im Lowlight nur verwaschene Bilder macht. Außerdem gibt es weniger Leistung, weniger Speicher und eine einfachere Verarbeitung. Wer sowieso nicht in der Dämmerung fotografiert, aber ein solides, ausbaufähiges Smartphone für knapp über 200 Euro sucht, wird bei Nokia fündig.

Asus ZenFone 4 (ZE554KL)

Das Asus Zenfone 4 ZE554KL spielt nicht nur preislich in einer höheren Liga als das fast namensgleiche Asus Zenfone 4 Max ZC554KL. Die Rückseite besteht aus hartem Glas, welches im Zweifel weniger anfällig für Kratzer ist als die meisten Unibody-Gehäuse aus Metall. Im Fall einer Beschädigung lässt sich das Glas außerdem recht unkompliziert auswechseln. Auch die Fotoabteilung arbeitet gut, allerdings wurde das Zenfone 4 in der Empfehlung als Fotospezialist vom Zenfone 5 abgelöst.

Asus ZenFone 4 (ZE554KL)

Die Rückseite des Asus Zenfone 4 ZE554KL besteht aus hartem Glas, was dem Smartphone eine gewisse Wertigkeit verleiht. Allerdings muss sich auch die Technik hinter dem Glas keinesfalls verstecken, denn schon das Zenfone 4 konnte mit Leistungen in der Fotoabteilung überzeugen.

Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL)

Test Mittelklasse-Smartphone: Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL)

Keine Preise gefunden.

Groß ist am Asus Zenfone 4 Max ZC554KL eigentlich nur der Akku, ansonsten sprengen weder Display noch Gehäuse den Rahmen dieses Tests. Mit dem Akku kommt das Zenfone dann allerdings auch auf fast 24 Stunden beim Nonstop-Video-Maraton – das ist aktueller Rekord. Außerdem verzichtet Asus beim Max auf den Hybrid-Slot und hat einen Schacht für gleich drei Karten spendiert.

Asus Zenfone 3 (ZE552KL)

Das Asus Zenfone 3 ZE552KL ist unser vormaliger Favorit. Zwar sind an ihm die technischen Entwicklungen nicht spurlos vorbeigegangen, dennoch konnte es sich im Gesamtkonzept gegen die damalige Konkurrenz behaupten. Das hervorragende Finish, gepaart mit üppiger Ausstattung und reichlich Performance, war zum damaligen Preis kaum zu schlagen – und der hat jetzt nochmal deutlich nachgegeben.

Honor 9