Das beste Mittelklasse-Smartphone

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Das beste Mittelklasse-Smartphone für unter 500 Euro ist zur Zeit das Nokia 8. Das finnische Unternehmen konzentriert sich neben der nostalgischen Wiederauferstehung der populären 31xx Nokia-Handys auch wieder auf den Smartphone-Markt. Das Nokia 8 macht die Technik aus dem Premium-Segment einer breiteren Masse zugänglich, ohne große Kompromisse einzugehen. So gehörte das Nokia 8 zu den ersten Smartphones, für die es ein Update auf Android 8 Oreo gab.

Update 1. Oktober 2018

Wir haben weitere sieben Smartphones aus der attraktiven Mittelklasse in unseren Test aufgenommen. Es gibt einige neue Empfehlungen, an der Spitze ändert sich dagegen nichts.

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2. März 2018

Wir haben unseren Test um sieben aktuelle Smartphones der Mittelklasse erweitert und neben neuen Empfehlungen auch einen neuen Testsieger gefunden: Das Nokia 8 konnte uns mit leichtem Abstand zur Konkurrenz überzeugen.

Seitens der Ausstattung können die meisten Mittelklasse-Smartphones der Premium-Klasse Paroli bieten, ja, sie sogar locker übertreffen – oder haben Sie schon mal ein iPhone mit der Möglichkeit einer zweiten SIM-Karte gesehen? Auch das Thema Speichererweiterung wird im Premium-Sektor peinlichst vermieden, damit sich neben dem 32-Gigabyte-Modell auch mit stattem Aufschlag die Version mit 64 oder 128 Gigabyte verkaufen lässt.

Wie haben wieder sieben Geräte nachgereicht: Mit dem Asus Zenfone 5 ZE620KL einen Vertreter aus der aktuellen Zenfone-Reihe, mit dem bq Aquaris X2 Pro und dem Aquaris X2 gleich zwei Geräte von dem in Spanien ansässigen Unternehmen. Außerdem gab es mit dem Nokia 7 Plus und dem kleineren Nokia 6.1 ebenfalls zwei Geräte von HMD, die – soviel schon mal vorab – nicht ganz an das Nokia 8 herankommen. Das Samsung Galaxy A6+ und das TP-Link Neffos N1 runden unser Testfeld ab.

Das Entsperren per Fingerprint-Sensor, die Kommunikation per NFC sowie die USB Typ-C-Schnittstelle und die damit verbundene QuickCharge-Kompatibilität gehören aktuell in der Mittelklasse mit nur wenigen Ausnahmen zum Standard. Das Nokia 8 gehört nicht zu den Ausnahmen und bleibt damit unser Favorit.

Auch das letzte Update enthielt sieben Geräte: Darunter befanden sich gleich zwei Modelle von Asus, das Zenfone 4 Max ZC554KL und das Zenfone 4 ZE554kKL, die trotz der Ähnlichkeit in der Typenbezeichnung kaum unterschiedlicher sein könnten. Außerdem war mit dem Elephone S8 mit extravagantem 6″-Display ein Direktimport aus China dabei. Von der Huawei-Firmengruppe standen uns mit dem Honor 9 und dem Huawei Mate10 Lite ebenfals zwei Kandidaten zur Verfügung und schließlich waren noch das Mittelklasse-Smartphone von Alcatel unter dem BlackBerry Motion Label sowie das Nokia 8 als Debut einer alten Marke unter neuer Flagge mit dabei.

Offenbar haben die Geräte in der Mittelklasse eine sehr lange Halbwertzeit und solange die Geräte aus unseren Tests noch verfügbar sind, listen wir die auch weiterhin auf. Aus dem noch weiter zurückliegenden Test finden Sie also auch noch das Asus Zenfone 3 (ZE552KL), von Huawei das Huawei P10 Lite und von Lenovo, dem aktuellen Lizenzinhaber der Marke Motorola, das Lenovo Moto Z Play, außerdem das Samsung Galaxy A5 in der 2017 Ausführung sowie das Sony Xperia X Compact.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Das Nokia 8 von Lizenzinhaber HMD Global führt unsere aktuelle Bestenliste mit leichtem Abstand an. Ausgestattet mit aktueller Prozessortechnik, einem sehr guten Display und nicht zuletzt dem neusten Android Betriebssystem, macht man hier nichts falsch. Auch das Design und die hohe Fertigungsqualität werden Sie begeistern.

Das Honor 9 aus dem Hause Huawei setzt Design-Akzente: Die Rückseite ist aus durchsichtigem, hochwertigen Kunststoff und gibt die Sicht auf einen wellenförmig geschwungenen Body frei. Mit seinem 5,1 Zoll großen Display ist es zudem das kompakteste Smartphone im Test. Es trägt auch in der Hemdtasche kaum auf, ist aber trotzdem mit modernster Technik ausgestattet.

Fotospezialist

Asus ZenFone 5 (ZE620KL)

Test Mittelklasse-Smartphone: Asus ZenFone 5 (ZE620KL)
Das ZenFone 6 kommt mit Notch-Display und macht wie sein Vorgänger sehr gute Fotos.

Das Asus ZenFone 5 ZE620KL löst unseren ehemaligen Fotospezialisten in der Mittelklasse ab. Das ist aber nicht schlimm, die Lorbeeren bleiben ja in der Familie. Große Familienähnlichkeiten sind dann auch tatsächlich beim Fotografieren zu erkennen: Auch das ZenFone 5 verfügt über differenzierte Einstellungsmöglichkeiten und gleichzeitig über eine effizient funktionierende Automatik. Die Qualität der Fotos spricht für sich.

Mit dem BlackBerry Motion gibt Hersteller Alcatel in Zusammenarbeit mit der kanadischen Softwareschmiede nunmehr auch der Mittelklasse ein Smartphone mit dem Schwerpunkt Datensicherheit. Da das BlackBerry auch mit anderen Qualitäten überzeugen kann, ist es mehr als ein Firmen-Smartphone und daher auch für den privaten Einsatz interessant.

Das neffos N1 vom Netzwerkspezialisten TP-Link bietet solide Technik im schönen Gehäuse zu günstigen Konditionen. Zwar bewegt sich die Akkulaufzeit eher im Mittelfeld, dafür ist es blitzschnell wieder aufgeladen und mach obendrein selbst bei Dämmerlicht ordentliche Fotos.

Vergleichstabelle

Unser FavoritKompakt & stylischFotospezialistSicherheits-TippPreistipp
Modell Nokia 8 Honor 9 Asus ZenFone 5 (ZE620KL) BlackBerry Motion TP-Link Neffos N1 Elephone S8 Samsung Galaxy A6+ bq Aquaris X2 Pro bq Aquaris X2 Nokia 7 Plus Nokia 6.1 Huawei Mate10 lite Asus ZenFone 4 (ZE554KL) Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL) Asus Zenfone 3 (ZE552KL) Samsung Galaxy A5 (2017) Sony Xperia X Compact Lenovo Moto Z Play Huawei P10 lite
Test Mittelklasse-Smartphone: Nokia 8Test Mittelklasse-Smartphone: Honor 9Test Mittelklasse-Smartphone: Asus ZenFone 5 (ZE620KL)Test Mittelklasse-Smartphone: Blackberry MotionTest Mittelklasse-Smartphone: TP-Link Neffos N1Test Mittelklasse-Smartphone: Elephone S8Test Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A6+Test Mittelklasse-Smartphone: bq Aquaris X2 ProTest Mittelklasse-Smartphone: bq Aquaris X2Test Mittelklasse-Smartphone: Nokia 7 PlusTest Mittelklasse-Smartphone: Nokia 6.1Test Mittelklasse-Smartphone: Asus ZenFone 4 (ZE554KL)Test Mittelklasse-Smartphone: Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL)Test Mittelklasse-Smartphone: Asus Zenfone 3 (ZE552KL)Test Mittelklasse-Smartphone: Samsung Galaxy A5 (2017)Test Mittelklasse-Smartphone: Sony Xperia X CompactTest Mittelklasse-Smartphone: Lenovo Moto Z PlayTest Mittelklasse-Smartphone: Huawei P10 lite
Pro
  • Sehr leistungsfähig
  • Gutes Display
  • Aktuelles, schlankes Betriebssystem
  • Chipsatz aus der Premium-Klasse
  • Kompaktes, leistungsstarkes Gerät
  • Schönes Design
  • Gute Kamera
  • schmaler Display-Rand mit Notch
  • sehr gute Fotoqualität
  • Inklusive DTEK Unterstützung zur Datensicherheit
  • Unibody-Gehäuse aus Metall
  • Rückkameras sind bündig eingelassen
  • gute Fotos bei Lowlight
  • Schnelle Aufladung
  • Sehr gutes, großes Display
  • Üppige Ausstattung
  • Meistens günstiger Preis
  • schmaler Display-Rand
  • enorme Akkulaufzeit
  • Dual-SIM und Speicherweiterung
  • mit AndroidOne schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • gute Verarbeitung
  • gute Lowlight-Fotos
  • mit AndroidOne schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • gute Lowlight-Fotos
  • mit AndroidOne schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • gute Fotos
  • modernes Full-Size Display
  • lange Akkulaufzeit
  • mit AndroidOne schlankes, aktuelles Betriebssystem
  • Headset im Lieferumfang
  • günstig
  • Headset im Lieferumfang
  • Gute Fotoqualität mit zusätzlicher Weitwinkel-Kamera
  • Lange Akkulaufzeit
  • Kurze Ladezeit
  • Großer Akku mit enormer Laufzeit
  • Drei Karten-Slots
  • Weitwinkelkamera
  • Günstiger Preis
  • Tolle Fertigungsqualität und üppige Ausstattung
  • Wasserfest und lange Akkulaufzeit
  • Auslösetaste für Kamera-Feeling
  • Kann mit Moto Mods flexibel umfunktioniert werden
  • Gute Qualität und schönes Design
Contra
  • Akkulaufzeit ist nur mittelmäßig
  • Kein Headset im Lieferumfang
  • Betriebssystem nicht aktuell
  • benötigt trotz QuickCharge zwei Stunden zum vollständigen Aufladen
  • Mittelmäßige Kamera
  • Nicht sehr leistungsstark
  • Betriebssystem veraltet, kein Update in Sicht
  • Unkonventionelle Bedienung
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Lange Lieferzeit
  • veraltete microUSB-Schnittstelle, daher keine Schnelllade-Option
  • kein Headset im Lieferumfang
  • trotz QuickCharge lange Ladezeit
  • kein Headset im Lieferumfang
  • schwache Akkulaufzeit
  • trotz QuickCharge lange Ladezeit
  • teurer als der Favorit
  • unbrauchbare Lowlight-Aufnahmen
  • Nicht mit NFC kompatibel
  • Mittelmäßige Fotoqualität
  • microUSB Anschluss
  • Leistung nur mittelmäßig
  • Schwächen bei Lowlight-Fotografie
  • geringe Display-Auflösung
  • Kein NFC zum schnellen Bluetooth-Pairing vorhanden
  • Kleinerer Bildschirm, für große Hände unter Umständen schwierig zu bedienen
  • kompatker Akku mit geringerer Kapazität
  • Etwas klobig und Anschlusskontakte sind sichtbar
  • Abgespeckte Ausstattung und nur Micro-B USB-Anschluss
Bester Preis
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So haben wir getestet

Immer wieder sorgt die recht kurze Akkulaufzeit von Premium-Smartphones für ärgerliche Kommentare seitens der Besitzer. Damit allerdings eine möglichst lange Akkulaufzeit erreicht werden kann, bedarf es eines Akkus mit entsprechender Kapazität. Daraus resultiert aber wiederum eine entsprechende Größe.

Große Akkus finden allerdings in den meisten Schmalhänsen der Premium-Klasse keinen Platz. Das sieht bei der Mittelklasse anders aus, wo niemand unbedingt »das dünnste« in der Hand halten will. Deshalb haben Mittelklasse-Smartphones oft eine bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys.

Mittelklasse-Smartphones oft eine bessere Akkulaufzeit als Premium-Handys

Mittlerweile hat allerdings auch die Akkutechnik selbst einen Schub in Richtung Miniaturisierung erfahren, sodass die Schmalhänse aus der Premium-Klasse noch schmaler werden können und die Mittelklasse selbst mit fettem Akku alles andere als fettleibig wirkt. Das Asus Zenfone 4 Max ZC554KL kann hier als gutes Beispiel dienen, mit seinem 5.000 mAh starken Akku trägt es nicht mehr auf als die Konkurrenz, hält aber länger.

Um vergleichbare Messergebnisse zu erzielen, haben wir die Smartphones mit einem Testvideo in FullHD gefüttert und es Nonstop laufen lassen. Um das Smartphone besonders zu fordern, ließen wir zudem gleichzeitig das WLAN eingeschaltet. Auch die Aufladezeit der Smartphones haben wir dokumentiert, um einen praxisnahen Wert der Dauer zu bekommen, die man warten muss, um sein Smartphone wieder vollständig nutzen zu können.

Bessere Akkulaufzeit als bei Premium-Smartphones

Die WLAN-Reichweite wurde unter Realbedingungen getestet. Dazu muss man wissen, dass ein Vergleich nur zwischen zeitnah gemeinsam getesteten Geräten möglich ist, da die Funkübertragung von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist – sogar schlechtes Wetter kann sie negativ beeinflussen.

Immer häufiger ersetzt das Smartphone die Kompaktkamera – auf jeden Fall bei mehr oder weniger alltäglichen Schnappschüssen. Darauf haben sich die Hersteller eingestellt. In der Königsdisziplin mussten die Smartphones also zeigen, wie gut ihre Kamera funktioniert. Hierzu haben wir Testfotos unter vergleichbaren Beleuchtungsbedingungen geschossen, unter anderem auch bei Lowlight um 30 Lux und unter komplexen Tageslichtbedingungen.

Auch die Rechenleistung kam auf den Prüfstand, genau genommen gleich auf zwei: Mit den Benchmarks von Antutu und CF-Bench durften die Testgeräte ihre Rechenpower unter Beweis stellen, die Ergebnisse sind hier ebenso dokumentiert wie die Testfotos.

Unser Favorit: HMD Nokia 8

Das Nokia 8 war bis zum jetzigen Zeitpunkt das Topmodell, das HMD Global unter der ehrwürdigen Marke Nokia auf den Markt gebracht hat. Auf dem aktuellen World Mobile Congress (WMC) wurden nun weitere Modelle vorgestellt, die sowohl oberhalb des Nokia 8 als auch darunter eingestuft werden.

Das Nokia 8 ist somit in den Bereich der Mittelklasse-Smartphones gerutscht, doch vor diesem Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass im Inneren aktuelle Prozessortechnik schlummert und ein hochauflösendes Display verbaut wurde. Beides markiert in unserem Test die Spitze. Außerdem hat das Smartphone jüngst ein Update auf Android 8 erhalten, was nicht nur sehr schön mit der Typenbezeichnung harmoniert, sondern dem Nokia auch einige zusätzliche Features beschert hat.

Das Nokia 8 steckt im schönen Unibody-Gehäuse, das es in den Farbvarianten Polished Blue, Tempered Blue, Steel und Polished Copper gibt. Das an allen Kanten abgerundete Display passt sich beinah nahtlos in das Alugehäuse ein, lediglich Antennen, die oben und unten eingepasst sind, setzen sich etwas ab, da sie nicht »in Wagenfarbe« lackiert sind, was manche Kollegen tatsächlich zu stören scheint.

Top-Ausstattung

Der auch in aktuellen Premium-Smartphones noch weit verbreitete Smapdragon 835 tut auch im Nokia 8 seinen Dienst. Flankiert wird er zwar nur von 4 Gigabyte RAM, was allerdings der Leistungsfähigkeit des Smartphones keinen Abbruch tut: Beim Antutu-Benchmark überschreitet das Nokia gar die 200.000er-Marke!

64 Gigabyte Speicher schon in der Grund­ausstattung

Obwohl der interne Speicher mit 64 Gigabyte schon recht ordentlich ausgestattet ist, lässt er sich immer noch mit einer entsprechenden microSD-Karte aufrüsten – ob man das braucht, muss jeder selbst wissen. Wenn nicht, kann stattdessen eine zweite SIM-Karte eingesetzt und das Nokia dann als kombiniertes Privat- und Firmen-Smartphone genutzt werden.

Auch was das Displays angeht, ist man beim Nokia auf der sicheren Seite: Die 5,5 Zoll sind mit 2.560 x 1.440 Pixeln gefüllt, was einer Pixeldichte von etwa 554 ppi entspricht. Das Display ist zumindest an den Längsseiten bis nah an den Rand aktiv, wodurch der 5,5-Zöller immer noch recht schmal bleibt und mit größeren Händen gut auch einhändig bedient werden kann.

Energieschub

Seitens der Leistungsfähigkeit der Prozessor-/RAM-Kombination ist das Nokia 8 also schon ausgereizt, allerdings hat das auch seinen Preis, denn mit knapp 3.000 mAh liegt der Akku eher im unteren Kapazitätsbereich, was das Nokia dann auch mit einer Laufzeit für unser Testvideo von etwas über zehn Stunden quittiert.

Die Konkurrenzmodelle verfügen allesamt über größere Akkus und damit einhergehend längere Laufzeiten – fast, denn ausgerechnet der Bolide von Elephone erreicht mit seinen 4.000 mAh noch nicht einmal die 10-Stunden-Marke. Insofern ist das Nokia also ganz gut im Rennen und holt beim Nachladen dann wieder so richtig auf: Nach 1:45 Stunden ist es wieder voll aufgeladen. Nur das Honor 9 ist sogar noch zehn Minuten schneller wieder einsatzbereit.

Ton: Fast ohne Überraschungen

Das Nokia 8 ist ein Smartphone – entsprechend ist auch die Ausrichtung des Lautsprechers gehalten. Niemand will hier mit einer Stereoanlage konkurrieren und somit wird auf einen zweiten Lautsprecher bewusst verzichtet. Der Klangqualität beim Telefonieren schadet das in keiner Weise, weder beim Hören noch beim Sprechen und egal, ob man das Headset aus dem Lieferumfang eingestöpselt hat oder nicht.

Zum Musikhören reicht das Headset in den meisten Fällen aus, Klangenthusiasten werden sich allerdings über die richtige Kopfhörerbuchse am Nokia 8 freuen. Dort lässt sich ohne Weiteres ein hochwertigerer Kopfhörer oder ein besseres Headset anschließen.

Wer einen Audio-Streaming-Dienst wie Tidal, Deezer oder ähnliches mit dem Smartphone nutzen möchte, darf sich freuen, denn dank des Updates auf Android 8 profitiert das Nokia vom dort implementierten Audio-Codec LDAC. Der macht die Bluetooth-Übertragung von hochauflösender Musik überhaupt erst möglich. Da neben dem Erfinder Sony immer mehr Hersteller diesen Codec ebenfalls nutzen, steht der komfortablen Drahtlosübertragung hochwertiger Musik kaum noch was im Wege.

Kameravergleich

Das Nokia 8 verfügt, wie die meisten anderen auch, über eine doppelte Rückkamera. Dort, wo andere die zweite Kamera für einen erweiterten Weitwinkel nutzen, wird sie beim Nokia für künstlerische Schwarzweiß-Fotografie genutzt.

Wenn das Licht schwindet, schwächeln alle

Dennoch bleibt genügend Potenzial, um anschließend am Style herumzufeilen. Auch die klassischen, manuellen Einflussmöglichkeiten auf Weißabgleich und Belichtung machen die Kompaktkamera – zumindest bei guten Lichtverhältnissen – überflüssig.

Bei den Aufnahmen in freier Wildbahn können nicht alle der Neulinge überzeugen: Gerade das ZenFone 5 versucht auch den Vordergrund ausreichend zu belichten, was beispielsweise am Himmel zu einer deutlichen Überbelichtung führt, mit der Folge, dass dieser tatsächlich überstrahlt. Das neffos schafft einen guten Kompromiss: Die Sonne im Gegenlicht wird sehr konturiert abgelichtet, während der Vordergrund zwar dunkel ist, aber keinesfalls absäuft. Unterdessen versucht das BlackBerry noch irgendwie das Blau des Himmels herauszuarbeiten – notfalls gibt es eben statt des weichen Übergangs gut sichtbare, klar abgegrenzte Stufen. Die unterschiedlichen Farbabstimmungen fallen nur im Direktvergleich auf und Probleme mit der Schärfe und Detailauflösung waren bei keinem Testkandidaten auffällig.

Unter Laborbedingungen mit klar definierten Lichtquellen – eben nicht von vorn – sieht es da schon besser aus. Hier fällt allerdings die Kantenschärfung auf, die sogar unser Favorit vornimmt. Richtig krass macht das aber das Huawei Mate10 Lite, was wir allerdings auch schon vom P10 Lite kennen. Das führt an den Kanten der Motive zu sogenannten Überschwingern, die dann aussehen wie eine zweite Kante. Die beiden Asus Smartphones erlauben sich keine solchen Schnitzer, selbst das Elephone schärft nur moderat nach. Das ZenFone 5 erscheint auf den ersten Blick recht dunkel, also knapp belichtet, allerdings liefert es auch ein kontrastreiches, sattes Ergebnis, während beispielsweise das neffos N1 es mizt der Belichtung so gut meint, dass das Ergebnis schon etwas blass wirkt.

Bei den Lowlight-Aufnahmen geraten sämtliche Smartphones, wie nicht anders erwartet, an ihre Grenzen. Hier geht jeder Hersteller einen anderen Kompromiss ein: Das durch die notwendige Verstärkung entstehende Bildrauschen versucht man in der Bildverarbeitung durch entsprechende Glättungsmaßnahmen zu »verbessern« – was zwangsläufig dazu führt, dass viele Bilddetails gleich mitgeglättet werden. Gerade hier trifft nun wiederum unser Favorit einen guten Kompromiss: Das Bild ist zwar nicht ganz so hell wie bei vielen Konkurrenten – aber es ist ja ohnehin Dämmerung – es wird also auch nicht allzu sehr am Verstärkungsfaktor gedreht. Die Folge davon ist, dass nur wenig Rauschen entsteht, was dann auch wiederum nicht so extrem glattgebügelt werden muss.

Auch das ZenFone 5 kann hier wieder überzeugen, anders als das Max, bei dem sämtliche Konturen nahezu glattgebügelt werden. Neben dem neffos N1 bekommen auch beide bq Aquarius-Smartphones und das Nokia 7 Plus sowie das Elephone S8 noch einen akzeptablen Kompromiss hin, alle anderen schießen aus vollen Rohren: Viel Verstärkung, starkes Rauschen, reichlich Glättung, wenig Details und verschwommene Konturen.

Gibt es Nachteile?

Seitens der Akkulaufzeit ist beim Nokia 8 durchaus noch Luft nach oben. Die Kantenschärfung bei den Fotoaufnahmen lässt sich sehr wahrscheinlich durch ein entsprechendes Software-Update auf Normalmaß zurechtstutzen. Somit kommt als weiterer möglicher Nachteil allenfalls noch der Hybrid-Slot in Frage, der verhindert, dass man sich zwischen zweiter SIM-Karte oder Speichererweiterung entscheiden muss. Das ist allerdings angesichts der üppigen Ausstattung mit 64 Gigabyte aber eher ein Luxusproblem.

Nokia 8 im Testspiegel

Das Nokia 8 hat auch einige Tester-Kollegen von seinen Qualitäten überzeugen können. Hier haben wir einen Überblick über die aktuellen Tests:

Im Vergleichstest der Connect (3/2018) erreichte das Nokia zwar nur Platz 5 von 11 Geräten, musste sich allerdings auch gegen weit teurere Konkurrenz wie das Google Pixel 2 durchsetzten.

In der Chip (1/2018) erhielt das Nokia aufgrund seiner flotten Performance, der guten Verarbeitung sowie des extrem hellen und kontrastreichen Displays und nicht zuletzt für die überzeugenden Kameras die Note »sehr gut« (1,4).

Die PC Welt (1/2018) beurteilte das Nokia ebenfalls »gut« (1,68) und bezeichnete es in der Preis-Leistung als »preiswert«:

»Das Display ist extrem scharf und blickwinkelstabil. […] Dank der Qualcomm-Snapdragon-835-CPU beeindruckt das Gerät nicht nur in den Benchmarks mit den höchsten Punktzahlen, sondern zeigt auch in der Praxis eine hohe Performance. … Die Bildqualität ist unter optimalen Bedingungen gut. Bei Mischlicht jedoch – etwa in Innenräumen – fängt die Doppelkamera Details wenig präzise ein. Auch die Schärfe der Aufnahmen enttäuscht.«

Die Kollegen von Notebookcheck (12/2017) haben sich das Nokia 8 ebenfalls genau angesehen und waren ebenfalls begeistert.

»Das Nokia 8 punktet mit seinem erstklassig verarbeiteten Aluminiumgehäuse und einem sehr hellen 5,3-Zoll-QHD-Display. Weitere Sympathien heimst es durch seinen High-end-SoC Qualcomm Snapdragon 835 ein, der zusammen mit 4 GB RAM und dem rasanten Pixelbeschleuniger Adreno 540 jederzeit für ein rasantes Betriebstempo sorgt. Dazu kommen lange Akkulaufzeiten, schnelles Aufladen via Quick Charge 3.0 – und mit dem »Bothie« sogar ein echtes Alleinstellungsmerkmal: Die 13-MP-Kamera des Nokia 8 kann Fotos und Videos gleichzeitig mit seiner Web- und Hauptkamera in einer Art Split-Screen-Modus aufnehmen und macht damit quasi ein doppeltes Selfie.«

Ebenfalls nur lobende Worte kommen von den Testern der Computer Bild (08/2017).

»Mit dem Nokia 8 hauen die Finnen mit der Faust auf den Tisch. Design, Display, Leistung und Kamera überzeugen. Der Preis ist für die gebotene Leistung attraktiv, die innovative Kamera mit doppelter 4K-Aufnahme eine tolle Überraschung.«

Golem (08/2017) lobt vor allem Leistungsfähigkeit und Verarbeitung des Nokia 8:

»Das Nokia 8 gefällt uns sowohl vom Design als auch von der technischen Ausstattung her. Das Smartphone ist dank des Snapdragon 835 leistungsfähig, hat genügend eingebauten Speicher, einen hochauflösenden Bildschirm und eine gute Kamera. Die Verarbeitung ist bis auf die zu kratzempfindliche Rückseite der lackierten Modelle sehr gut, das Smartphone liegt mit einer Displaygröße von 5,3 Zoll zudem gut in der Hand. […] Lobenswert sind auch die Auslieferung mit purem Android und die schnelle Einspielung von Googles Sicherheitspatches.«

Alternativen

Da das Nokia 8 sicher nicht bei allen so gut ankommt und es zudem auch seinen Preis hat, haben wir hier noch einige Alternativen aufgeführt, die entweder günstiger sind oder die wenigen Schwachpunkte nicht teilen.

Das Honor 9 kommt aus dem Hause Huawei, allerdings von der Tochtermarke Honor. Sowohl die Produkte als auch die Vertriebswege unterscheiden sich teilweise erheblich: Unter anderem werden die Honor-Smartphones etwas preisaggressiver und überwiegend online gehandelt.

Das Honor 9 hinterlässt allerdings kaum den Eindruck, es stamme aus der Smartphone-Grabbelkiste. Vergleicht man es mit dem Huawei Mate10 Lite, was in etwa zum gleichen Preis gehandelt wird, so kommt das Honor eindeutig besser weg. Es ist zwar etwas kleiner, was allerdings auch von Vorteil sein kann, ist aber seitens der Hardware spürbar besser ausgestattet als das Huawei.

Der Prozessor arbeitet standesgemäß mit acht Kernen, die mit 2,4 bzw. 1,8 GHz getaktet werden. Das Honor ist damit übrigens leistungsfähiger als sein Bruder von Huawei, was auch die Leistungstests belegen. Hinzu kommt der üppige, 64 Gigabyte große Speicher, der zur Grundausstattung gehört und bei Bedarf mit einer microSD-Karte weiter aufgestockt werden kann – es sei denn, man bevorzugt eine zweite SIM-Karte. Da das Honor einen Hybrid-Slot hat, geht nicht beides gleichzeitig.

Die beiden Kameras auf der Rückseite teilen sich in eine RGB-Kamera für Farbaufnahmen und eine für künstlerische Schwarzweiß-Aufnahmen auf. Die Farbkamera macht ihre Arbeit bei ausreichend Licht sehr gut, knickt allerdings bei Dämmerlicht recht schnell ein und bringt verrauschte Bilder aufs Display.

Als kompakter, potenter Begleiter macht sich das Honor allerdings sehr gut.

Fotospezialist

Asus ZenFone 5 (ZE620KL)

Test Mittelklasse-Smartphone: Asus ZenFone 5 (ZE620KL)
Das ZenFone 6 kommt mit Notch-Display und macht wie sein Vorgänger sehr gute Fotos.

Das ZenFone 5 ZE620KL kommt ebenfalls ohne Unibody daher, die Rückseite ist wie das Display mit einer Scheibe aus Polycarbonat versehen. Damit die Rückseite nicht nur langweilig vor sich hin glänzt, hat man darunter eine feine geschliffene Schicht geklebt. Diese sorgt nun für ein unverwechselbares Design und außerdem dafür, dass weder Fingerabdrücke noch kleine Risse sofort ins Auge fallen.

Das Display des neuen ZenFones ist auf über sechs Zoll angewachsen und ragt oben bis weit in die Ecken. In der Mitte gibt es die unvermeidliche Notch und auch unten nur einen sehr schmalen Rand. Asus verspricht damit eine Display-Body-Ratio von gut 90% zugunsten des Displays. Da rechts und links neben der Notch ohnehin nur Statusbenachrichtigungen aufblinken, lässt sich der obere Rand in den Einstellungen auch kurzerhand begradigen.

Der Fingerprint-Sensor ist aus Platzgründen auf die Rückseite gewandert und sitzt dort mittig in gebührendem Abstand zu den beiden Kameras, die in einer Ecke angebracht sind.

Die 64 Gigabyte interner Speicher sind nach wie vor standesgemäß und lassen sich mit bis zu 400 GB über einen Hybrid-Kartenschacht aufstocken, der wahlweise eben eine microSD-Karte oder eine zweite SIM-Karte aufnimmt.

Der Octa-Core-Prozessor ist zwar auch ein Snapdragon mit überdurchschnittlicher Leistung, die ist aber zu einem Teil der großzügigen Ausstattung mit Arbeitsspeicher zu verdanken – immerhin protzt das Asus gleich mit 6 Gigabyte RAM. Als Energiegrundlage wird ein 3.300 mAh Akku eingesetzt. Unser Testvideo läuft damit allerdings keine 14 Stunden – das ist eindeutig weniger als noch beim ZenFone 4 ZE554KL – und auch am Ladegerät wurde wohl gespart, denn das ZenFone 5 benötigt locker zwei Stunden zur vollständigen Aufladung.

Das ZenFone 5 ZE620KL macht sich besonders gut als Kameraersatz, außer der per se schon guten Bildqualität bietet das Smartphone teilweise semi professionelle Eingriffs- und Kontrollmöglichkeiten in die Bildqualität.

Die Rückseite des BlackBerry Motion wird weder von Glas noch von Metall beherrscht – ganz businesslike und vor allem so, wie man es von BlackBerry kennt, gibt es eine rutschfeste, strapazierfähige Soft-Touch-Oberfläche, auf der unübersehbar das Logo des kanadischen Herstellers prangt.

So ganz stimmt das allerdings nicht mehr, denn Blackberry steuert nur noch das Betriebssystem bei, wobei es sich um ein modifiziertes Android handelt. Hauptbestandteil ist ein Tool namens DTEK, mit dessen Hilfe der Besitzer das Smartphone ohne umfangreiche IT-Kenntnisse von möglichen Sicherheitsrisiken befreien kann. Zumindest ist das der Plan und dank der eingängigen Ampel-Oberfläche kann man mit Unterstützung der Volltexthilfe zumindest stark dazu beitragen, dass sein Blackberry gegen die meisten Angriffe gefeit ist.

Das erfordert anscheinend immer einige Entwicklungsarbeit, denn anders ist es kaum zu erklären, dass im Innern des Motion zum großen Teil nicht mehr ganz taufrische Prozessortechnik arbeitet. Man könnte allerdings auch von bewährter Hardware sprechen, denn zumindest seitens der Schnittstellen ist das BlackBerry Motion up to date, was sich in der Typ-C-Buchse ebenso niederschlägt wie in der NFC-Unterstützung bei Bluetooth-Verbindungen.

Seitens der Kamera wird es dann aber wieder hausbacken. Sie reicht für Schnappschüsse bei ausreichendem Licht, mehr kann man nicht verlangen. Wem die Sicherheit am Herzen liegt, für den ist das BlackBerry ein solides und vor allem sicheres Smartphone.

Beim neffos N1 wagt Hersteller TP-Link keine Experimente, zumindest nicht, was das Design anbelangt. Es gibt ein schlichtes, leicht satiniertes Unibody-Gehäuse aus Aluminium, womit das N1 bei den aktuellen sieben Neulingen allerdings fast schon alleine dasteht, denn beide Nokias und auch das bq X2 sehen zwar nach Metall aus, verwenden aber Kunststoff für die Rückseite.

Das Display ist noch klassische, unspektakulär mit recht breitem Rand versehen, bietet aber mit FullHD-Auflösung und 5,5 Zoll Diagonale eine klassenübliche Pixeldichte. Die Doppelkamera auf der Rückseite ist bündig eingelassen, so das das neffos auch auf dem Rücken liegend nicht kippelt und vor allem keine unschönen Kratzer auf der Linse bekommt. Die Kameras sind übrigens so weit vom Fingerprint-Sensor entfernt, dass man sich auf keinen Fall ins Gehege kommt.

Die beiden Kameras verfügen über die gleiche Auflösung und gleiche Brennweite, eine von beiden macht nur Schwarzweißbilder – Huawei lässt grüßen. Dennoch lassen sich mit der Farbkamera selbst bei wenig Licht noch überzeugende Fotos schießen.

Für die Koordination ist leider noch Android 7 installiert, was allerdings durch die hauseigene Oberfläche NFUI 7.0 deutlich aufgewertet wird. Die USB Typ-C-Schnittstelle ist wieder Stand der Technik und das neffos N1 ist nach fast 14 Stunden Dauerbetrieb in Rekordzeit von nur eineinhalb Stunden wieder komplett aufgeladen.

Letztlich liefert TP-Link mit dem neffos N1 ein unprätentiöses, aber zuverlässiges Smartphone ab, das mit seiner praktischen Ausstattung (sogar ein gutes Headset liegt bei) echten Schnäppchencharakter zeigt.

Außerdem getestet

In dieser Kategorie finden Sie die restlichen von uns getesteten Smartphones, die es aus verschiedenen Gründen nicht zu einer Empfehlung geschafft haben.

Aber auch die »alten« Geräte, die, insofern sie noch verfügbar sind, sind nicht schlecht. Hier könnten Sie möglicherweise ein Schnäppchen schlagen.

Das Elephone S8 ist ein echtes Schnäppchen, wenn man kein Problem mit einem Direktimport aus China und der daraus resultierenden Wartezeit von bis zu einigen Wochen hat. Auch wegen des großen 6-Zoll-Display sticht es aus dem Rest des Testfeldes hervor. Beim Design lassen sich Anleihen beim Honor 9 erkennen und der 10-Kern-Prozessor drückt ordentlich aufs Gas – allerdings fordert der niedrige Preis auch seinen Tribut.

Das Samsung Galaxy A6+ hinterlässt beim Test einen leicht zwiespältigen Eindruck: Das Display ist groß und hat nur einen schmalen Rand, was stark an das S9 und Note 9 erinnert, andererseits gibt es hier noch einen Unibody aus Alu. Die eingesetzte Prozessor-Hardware treibt das Gerät allerdings recht unspektakulär an. Das gleiche gilt übrigens für die Foto-Performance: Im Dunkeln wird alles weichgezeichnet und glattgebügelt. Der Akku hält dafür über 20 Stunden bei unserem Test-Video durch, wegen der alten microUSB-Schnittstelle benötigt er aber zweieinhalb Stunden, bis er wieder voll einsatzfähig ist. Mit dem Galaxy A6+ erhält man viel Samsung-Technik und einigen Abstrichen zum moderaten Preis, solange die Preise der großen Brüder stabil bleiben.

Das spanische Unternehmen bq ist zwar schon seit einiger Zeit auch hierzulande auf dem Markt, kann sich aber nicht so recht ausbreiten. Zu Unrecht, wie das Aquaris X2 Pro beim Test zeigt. Leistungsmäßig liegt das Pro-Modell mit dem Nokia 7 Plus nahezu gleichauf, und beide deutlich hinter unserem aktuellen Favoriten. Das sauber verarbeitete Gehäuse ist mit Glasrücken (der aber wie bei allen eigentlich aus Polycarbonat besteht) versehen, fast nahtlos eingepasst in einen Alu-Rahmen. Installiert ist mit AndroidOne ein schlankes Betriebssystem, bei dem regelmäßige Updates garantiert sind. Das Display ist hervorragend, die Fotos bei Dämmerung gelingen dem Aquaris X2 Pro sehr gut, und die hier noch recht unbekannte Marke garantiert so manchen neugierigen Blick.

Das bq Aquaris X2 ist der günstigere Bruder des Pro. Display und Fotoabteilung sind gleich, die Größe ebenfalls, nur der verwendete Chipsatz ist leistungsmäßig etwas abgespeckt. Die Akkukapazität ist ebenfalls eher mittelprächtig, dafür gibt es eine USB Typ-C-Schnittstelle mit Schnellladefunktion. Dem ist das magere Netzteil allerdings kaum gewachsen, sodass das bq für die vollständige Aufladung gut zwei Stunden benötigt. Ein Headset gehört bei beiden leider nicht zum Lieferumfang.

Das Nokia 8, unser Favorit, hat die Messlatte so hoch gelegt, dass selbst die Geschwister, wie das Nokia 7 Plus, dem kaum gerecht werden können. Zwar gibt es auch hier das prestigeträchtige Zeiss-Logo an der Doppelkamera, dennoch meint man nicht auf die softwareseitige Nachschärfung verzichten zu können. Insgesamt wirkt das 7 Plus billiger als unser Favorit, was es aktuell aber leider nicht ist.

Das Nokia 6.1 ist tatsächlich erheblich günstiger als unser Favorit, aber gegenüber dem 7 Plus nochmal deutlich abgespeckt. Auf der Rückseite gibt es hier nur eine Kamera, die dann auch im Lowlight nur verwaschene Bilder macht. Außerdem gibt es weniger Leistung, weniger Speicher und eine einfachere Verarbeitung. Wer sowieso nicht in der Dämmerung fotografiert, aber ein solides, ausbaufähiges Smartphone für knapp über 200 Euro sucht, wird bei Nokia fündig.

Asus ZenFone 4 (ZE554KL)

Das Asus Zenfone 4 ZE554KL spielt nicht nur preislich in einer höheren Liga als das fast namensgleiche Asus Zenfone 4 Max ZC554KL. Die Rückseite besteht aus hartem Glas, welches im Zweifel weniger anfällig für Kratzer ist als die meisten Unibody-Gehäuse aus Metall. Im Fall einer Beschädigung lässt sich das Glas außerdem recht unkompliziert auswechseln. Auch die Fotoabteilung arbeitet gut, allerdings wurde das Zenfone 4 in der Empfehlung als Fotospezialist vom Zenfone 5 abgelöst.

Mit dem Mate10 Lite hat Huawei eine abgespeckte Variante des Mate10 herausgebracht. Das Display ist fast so groß wie das des Elephone, verfügt allerdings nicht über dessen Pixeldichte. 64 Gigabyte Speicher gehören hier auch zur Standardausstattung, die zudem noch aufgestockt werden kann. Dem Lite liegt sogar ein Headset bei, allerdings findet man auch noch einen microUSB-Anschluss.

Asus ZenFone 4 (ZE554KL)

Die Rückseite des Asus Zenfone 4 ZE554KL besteht aus hartem Glas, was dem Smartphone eine gewisse Wertigkeit verleiht. Allerdings muss sich auch die Technik hinter dem Glas keinesfalls verstecken, denn schon das Zenfone 4 konnte mit Leistungen in der Fotoabteilung überzeugen.

Asus ZenFone 4 Max (ZC554KL)

Groß ist am Asus Zenfone 4 Max ZC554KL eigentlich nur der Akku, ansonsten sprengen weder Display noch Gehäuse den Rahmen dieses Tests. Mit dem Akku kommt das Zenfone dann allerdings auch auf fast 24 Stunden beim Nonstop-Video-Maraton – das ist aktueller Rekord. Außerdem verzichtet Asus beim Max auf den Hybrid-Slot und hat einen Schacht für gleich drei Karten spendiert.

Asus Zenfone 3 (ZE552KL)

Das Asus Zenfone 3 ZE552KL ist unser vormaliger Favorit. Zwar sind an ihm die technischen Entwicklungen nicht spurlos vorbeigegangen, dennoch konnte es sich im Gesamtkonzept gegen die damalige Konkurrenz behaupten. Das hervorragende Finish, gepaart mit üppiger Ausstattung und reichlich Performance, war zum damaligen Preis kaum zu schlagen – und der hat jetzt nochmal deutlich nachgegeben.

Samsung Galaxy A5 (2017)

Das Samsung Galaxy A5 2017 kann auf eine nachhaltige Entwicklung zurückgreifen, schließlich gibts es die A-Klasse schon seit 2015. Das 2017er-Modell kann mit einem besonderen Gehäuse-Design aufwarten: Es ist nach Schutzklasse IP68 zertifiziert. Damit kann man es sogar über einen längeren Zeitraum bis zu einem halben Meter tief eintauchen. Außerdem überzeugte es mit der zweitbesten Akkulaufzeit im Test: Rund 20 Stunden Laufzeit können sich immer noch sehen lassen, zumal es nach kurzen 90 Minuten wieder komplett aufgeladen ist.

Sony Xperia X Compact

Das Sony Xperia X Compact ist trotz seiner Avancen ans Fotografieren und an die Playstation insgesamt nicht mehr recht zeitgemäß. Die Displayauflösung entspricht mit 1.280 x 720 Pixeln gerade mal HD-Anforderungen, FullHD ist Fehlanzeige. Die Akkulaufzeit beträgt zwar gute zehn Stunden, allerdings braucht das kompakte Sony fast drei Stunden, bis es wieder voll aufgeladen ist.

Mit dem Moto Z Play tritt Lenovo in die gleichen Fußstapfen, in denen jüngst noch LG mit der »Friends«-Reihe unterwegs war. Diverse verfügbare Module statten das Smartphone mit Spezialfunktionen aus. Es gibt bislang schon moto mods, wie die verschieden Module heißen, zum Fotografieren mit einer Optik von Hasselblad, ein Audiopaket vom Spezialisten JBL und einige andere. Das Moto protzt zudem mit enormer Akkukapazität.

Die Lite-Version des Huawei P10 bringt gerade einmal den halben Preis der »Vollversion« auf die Waage, dafür erwartet einen erstmal gewohnte Qualität. Seitens der Ausstattung wurde dann allerdings geschwächelt. Schon damals konnten wir auf das günstigere P8 lite aus der Einstiegsklasse verweisen. Das ist mit ähnlichen Eckdaten aber deutlich günstiger zu haben.

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Kommentare

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Helloan
Helloan

Das Xiaomi redmi note ist hier nicht mal erwähnt, dabei killt es alle diese Phones um Längen und kostet weniger als die Hälfte