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Das beste mobile Klimagerät

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mobile Klimagerät Test: Klimagerät Korona
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Wir haben 8 mobile Klimageräte getestet. Generell halten wir den Nutzen von Monoblock-Modellen für beschränkt. Wenn Sie trotzdem eines möchten, weil sie sonst gar keine andere Möglichkeit haben, für kühlere Luft zu sorgen, ist die Argo Orion Plus unsere Top-Empfehlung. Sie ist sehr gut verarbeitet, bietet eine gute Kühlleistung, und wer möchte, kann damit auch heizen.

Update 18. September 2020

Wir haben den De’Longhi Pinguino PAC EX100 Silent getestet. Für eine Empfehlung hat es aber nicht gereicht.

Wenn die Sommerhitze in der Wohnung steht, das Blut gefühlt kurz vor dem Siedepunkt köchelt und man sich nur noch nach erlösender Abkühlung sehnt, bieten Klimaanlagen Linderung. Doch eine fest installierte Klimaanlage ist eine große Anschaffung, die viel Aufwand bedeutet und viel Geld verschlingt. Denn dabei werden nicht nur bauliche Veränderungen notwendig, die Installation muss auch durch Fachleute erfolgen und ist entsprechend teuer.

Eine günstigere und bequemere Möglichkeit sind mobile Klimageräte, auch Monoblock-Geräte genannt. Im Gegensatz zu fest installierten Geräten, die aus einer Innen- und einer Außeneinheit bestehen, ist hier die gesamte Technik in einem Gehäuse verbaut. Die heiße Abluft wird über einen Schlauch aus dem Fenster geblasen. Das ist alles andere als optimal, denn dadurch dringt immer mehr oder weniger stark Außenluft in den zu kühlenden Raum.

Wir haben 8 solcher Klimageräte getestet und haben eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute ist, dass es unter den getesteten Modellen keinen einzigen Totalausfall gab – alle haben ihre Aufgabe zufriedenstellend erledigt, wirklich schlecht war keines davon. Die schlechte Nachricht ist, dass wir den Nutzen der gesamten Bauform für relativ begrenzt halten. Dafür können die Hersteller nichts, das hat vielmehr mit Physik zu tun. Die Kompromisse, die man mit einem mobilen Klimagerät zwangsläufig eingeht, rechtfertigen einen Einsatz unseres Erachtens nur, wenn andere Lösungen partout nicht in Frage kommen.

Unterschiede zwischen den Modellen betreffen neben der Kühlleistung auch die Lautstärke und natürlich die Ausstattung. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Argo Orion Plus

Test Klimagerät: Argo Orion Plus
Ein rundum gelungenes Klimagerät, das sich keine größeren Schwächen erlaubt.

Die Argo Orion Plus tut sich weniger durch außergewöhnliche Features hervor, sondern durch konsistente Qualität. Das Gerät kommt zusammen mit einer Fernbedienung samt Digitalanzeige, außerdem kann es heizen – mehr Schnickschnack gibt es nicht. Was es aber gibt, kann sich sehen lassen: Die Kühlleistung ist sehr gut, der Geräuschpegel erfreulich niedrig und auch die Verarbeitung stimmt. Auch preislich bleibt die Orion Plus im Rahmen.

Auch gut

Sichler NX-9766

Test Klimagerät: Sichler NX-9766
Dank WLAN-Anbindung lässt sich die NX-9766 per App oder Sprachasssistent steuern.

Die Sichler NX-9766 erreichte in unserem Test zwar nicht ganz so gute Messwerte wie der Testsieger, braucht sich aber keineswegs zu verstecken. Beim Gehäusedesign hat der Hersteller einige Kleinigkeiten berücksichtigt, sodass sie etwas praktischer zu handhaben ist als mancher Konkurrent. Darüber hinaus bietet sie eine WLAN-Anbindung, was ihr erlaubt, per App oder Sprachassistent gesteuert zu werden. Heizen kann das Klimagerät von Sichler ebenfalls – wer darauf keinen Wert legt, kann alternativ zum ebenfalls getesteten und etwas günstigeren Schwestermodell greifen.

Platzsparend

Korona Iceberg 9.0

Test Klimagerät: Korona Iceberg 9.0
In kleinen Räumen mit wenig Stellfläche fühlt sich die Korona Iceberg 9.0 am wohlsten.

Die Korona Iceberg 9.0 ist für kleinere Räume vorgesehen. Es handelt sich um ein kompaktes Modell, was in beengten Verhältnissen von Vorteil ist. Auch wirkt ihr Design optisch weniger füllig, wodurch sich das Gerät leichter in eine vorhandene Wohnumgebung einfügen lässt. Leistungstechnisch stellt die Iceberg 9.0 zwar keine Rekorde auf und sie könnte auch etwas leiser sein, gemessen an der Größe gelingt ihr aber beachtliches.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutPlatzsparend
ModellArgo Orion PlusSichler NX-9766Korona Iceberg 9.0Remko RKL 495 DCSichler NX-9765Argo Milo PlusHome Deluxe Mokli XLDe'Longhi Pinguino PAC EX100 Silent
Test Klimagerät: Argo Orion PlusTest Klimagerät: Sichler NX-9766Test Klimagerät: Korona Iceberg 9.0Test Klimagerät: Remko DC RKL 495Klimagerät Test: Sichler Nx 9765Test Klimagerät: Argo Milo PlusTest Klimagerät: Home Deluxe Mokli XLTest mobile Klimagerät: De'Longhi Pinguino PAC EX100 Silent
Pro
  • Gute Kühlleistung
  • Gute Verarbeitung
  • Relativ leise
  • Gute Fernbedienung
  • Heizfunktion
  • Solide Kühlleistung
  • Praktisches Design
  • Heizfunktion
  • WLAN-Anbindung
  • Kompakte Bauweise
  • Verhältnismäßig leicht
  • Hervorragende Kühlleistung
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Raumeinheit ist sehr leise
  • Keine Plane notwendig
  • Solide Kühlleistung
  • Praktisches Design
  • WLAN-Anbindung
  • Solide Kühlleistung
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Fernbedienung
  • WLAN-Anbindung
  • Ausführliche Anleitung ...
  • Günstig
  • Kompakte Bauweise
  • Heizfunktion
Contra
  • Schwer
  • Relativ laut
  • Unübersichtliche App
  • Lautstärke und Kühlgeschwindigkeit könnten etwas besser sein
  • Sehr teuer
  • Sehr schwer
  • Klobige Außeneinheit
  • Geräusche der Außeneinheit könnten Nachbarn stören
  • Lautstärke könnte besser sein
  • Unübersichtliche App
  • ... die leider in Teilen fehlerhaft ist
  • Relativ groß
  • Miserable App
  • Schwer
  • Hohe Betriebslautstärke
  • Schlechte Fernbedienung
Bester Preis
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Kühle Frische – und was dahinter steckt

Wenn man mit dem Gedanken spielt, sich ein Klimagerät anzuschaffen, ist es sinnvoll, einige Dinge zu wissen. Damit es Ihnen nach dem Kauf nicht kalt den Rücken herunter läuft, haben wir einige der wichtigsten Aspekte für Sie zusammengetragen.

Wie funktioniert ein Klimagerät?

Klimaanlagen jeglicher Art gehören zu den sogenannten Kraftwärmemaschinen, die Temperatur von einem Ort an einen anderen bewegen. So gut wie jeder hat bereits eine Kraftwärmemaschine zuhause stehen – der gute alte Kühlschrank macht nichts anderes.

Im Inneren eines Klimageräts befindet sich ein Kühlmittel, das in einem Kreislauf immer wieder durch dieselben Stationen gepumpt wird. Durch einen Wärmetauscher geht Wärme in der Umgebung – das heißt in diesem Fall im Zimmer – in das Kühlmittel über. Dabei kühlt sich die Raumluft ab.

 mobile Klimagerät Test: Klimagerät Korona

Anschließend gelangt das Kühlmittel zum Kompressor, der es unter Druck verdichtet, wodurch sich dessen Temperatur erhöht. Das nun sehr heiße Kühlmittel gibt seine Wärmeenergie nun wieder an Luft ab, die über einen Abluftschlauch aus dem Zimmer befördert wird. Das Kühlmittel erreicht dann im gasförmigen Zustand den Kondensator, wo der Druck wieder abfällt. Das Kühlmittel wird dadurch wieder flüssig und sehr kalt. Anschließend beginnt der Kreislauf von neuem.

Das Kühlmittel durchläuft einen Kreislauf und ändert den Aggregatzustand

Sogenannte Split-Anlagen, die mit einem Innenmodul und einem Außenmodul arbeiten, sind deutlich effizienter als Monoblocks mit Abluftschlauch, weil die Wärme außerhalb des Gebäudes abgegeben werden kann. Monoblocks haben in dieser Hinsicht gleich doppeltes Nachsehen: Zum einen sind die Kunststoffschläuche nicht isoliert und werden sehr warm, die Hitze hat beim Abtransport also noch einen Moment Zeit, um Wärmeenergie an die gerade erst abgekühlte Luft abzugeben. Zum anderen entsteht beim Herausblasen von Luft aus einem Raum Unterdruck, wodurch neue Luft ins Zimmer strömt, um diesen auszugleichen. Woher diese kommt, kann man sich denken – von draußen, bevorzugt durch das geklappte Fenster.

Eine nicht zu unterschätzende Rolle beim Betrieb einer Klimaanlage spielt die Luftfeuchtigkeit. Warme Luft kann deutlich mehr Wasser aufnehmen als kalte, und kühlt man Luft ab, muss die darin gebundene Flüssigkeit woanders hin: Es entsteht Kondenswasser.

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Argo Orion Plus
Beim Abkühlen der Luft sammelt sich Kondenswasser in den Tanks von Klimageräten, das regelmäßig abgelassen werden muss. Für diesen Zweck legen die meisten Hersteller einen Drainageschlauch bei.

Alle Klimageräte besitzen einen Tank für das anfallende Kondenswasser, der regelmäßig geleert werden muss. Die Menge an Wasser, die dabei zurückbleibt, ist größer als die meisten erwarten würden – nach etwa zehn bis zwölf Stunden Betrieb konnten wir bis zu einem Liter aus den Geräten ablassen. Die Entfeuchtungsmodi, die alle Testmodelle anboten, sammeln noch viel mehr Wasser – dann muss ein Tank mehrmals am Tag geleert werden.

Ein weiterer Nachteil von Monoblock-Klimageräten ist ihre relativ hohe Lautstärke. Im Gegensatz zu effizienteren Split-Geräten muss man Monoblocks meist auf hoher Leistung laufen lassen, um eine gute Kühlleistung zu erreichen. Und dann sind sie deutlich hörbar. Im Schlafzimmer möchte man so ein Gerät nicht stehen haben.

Umweltbedenken

Eine große Sorge von Umweltschützern galt lange Zeit den in Klimaanlagen verwendeten Kühlmitteln, die üblicherweise aus der chemischen Gruppe der Fluorkohlenwasserstoffe stammten und sowohl das Potenzial hatten, die Ozonschicht nachhaltig zu zerstören, als auch in Hinsicht auf den Treibhauseffekt mehr als pikant waren. Nach einigen Änderungen der Gesetzeslage sieht es heute deutlich besser aus, denn die Verwendung klimaschädlicher Kühlmittel ist inzwischen verboten.

Die Verwendung klimaschädlicher Kühlmittel ist verboten

Zentral ist dabei das Treibhausgaspotential, englisch »global warming potential« oder kurz »GWP« genannt. Die Kennzahl gibt an, welches Erwärmungspotenzial ein Gas im Vergleich zu Kohlenstoffdioxid, kurz CO2, hat. Seit dem ersten Januar 2020 sind in mobilen Klimageräten nur noch Kältemittel erlaubt, die ein GWP von 150 nicht überschreiten, was bedeutet, dass das Treibhauspotenzial eines Kilos der entsprechenden Chemikalien das von 150 Kilogramm CO2 nicht übersteigen darf.

Als beliebtestes Kühlmittel hat sich seither Propan etabliert, das unter der Bezeichnung R290 firmiert. Dieses hat ein GWP von lediglich 3,3, außerdem ist die zulässige Menge begrenzt: Mobile Klimageräte dürfen nicht mehr als 304 Gramm davon enthalten, sonst ist ihr Verkauf nicht mehr erlaubt. In den meisten von uns getesteten Modellen lag die Menge deutlich unter diesem Wert.

Stromverbrauch und -kosten

Angesichts des Elefanten im Raum wird es wohl niemanden sonderlich überraschen, aber wir schreiben es trotzdem noch einmal: Klimageräte sind auch wegen ihres hohen Stromverbrauchs alles andere als klimafreundlich. Und selbst wenn man sich mit regenerativer Energie eingedeckt und sein grünes Gewissen beruhigt hat, flattert irgendwann die Stromrechnung ins Haus – und die kann unerwartet hoch ausfallen, wenn man sich den Luxus einer klimatisierten Wohnung leistet.

Die Stromrechnung kann unerwartet hoch ausfallen

Eine Beispielrechnung: Die Bundesnetzagentur gab für das Jahr 2019 einen Strompreis von 30,85 Cent pro Kilowattstunde an. Setzt man den Verbrauch eines Klimageräts bei 770 Watt an, was ein typischer Wert für kleinere Modelle ist, kostet eine Stunde Abkühlung bereits 23,75 Cent. Lässt man das Gerät über den Sommer jeden Tag für zehn Stunden laufen – hier gehen wir für die Rechnung von 90 Tagen aus – kommt man auf eine Summe von 213,80 Euro. Bei längeren Nutzungsdauern oder leistungsfähigeren Modellen – stärkere Geräte schlucken auch gerne mal über 1.000 Watt – erhöht sich der Betrag entsprechend.

Luft nach oben – die Sache mit den Fenstern

Abseits von Umweltbedenken haben wir Zweifel am praktischen Nutzen mobiler Monoblock-Klimageräte. Besonders die Abluftschläuche sind ein ewiger Stein im Schuh.

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Sichler
Die dicken Kunststoffschläuche sind keine Zierde, für den Betrieb aber zwingend notwendig.

Einen guten Teil trägt die Form deutscher Fenster dazu bei. Während im englischsprachigen Kulturraum Schiebefenster die am weitesten verbreitete Fenstervariante darstellen, bevorzugen deutsche Bauherren meist Drehkippfenster. Diese sind aus vielen Gründen praktisch, allerdings nicht für den Betrieb eines Klimageräts, denn die häufig mitgelieferten Abdeckleisten passen nur in Schiebefenster. Abhilfe schaffen deshalb Planen, die an die Fensterrahmen geklebt werden und den Wärmeaustausch zwischen Raum- und Außenluft mindern sollen. Diese Lösung ist gegenüber dem Schiebe-Pendant von Nachteil, da so ein Klimasegel weniger abhält und gekippte Fenster zudem größere Durchlassflächen bieten.

Drehkippfenster machen Probleme

Darauf, dass die aufgeklebten Planen nicht gerade ein Hingucker sind, wollen wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen, sie führen aber zu einem weiteren Problem: Sie nehmen dem »Mobil«-Teil im Begriff »mobile Klimaanlage« den Wind gehörig aus den Segeln. Eine Werbelüge ist das nicht – die gesamte Technik steckt in einem Gehäuse, die Geräte haben üblicherweise Rollen für den leichteren Transport innerhalb der Wohnung, und meistens ist das Gewicht noch so niedrig, dass man sie auch mal eine Treppe hoch- oder runterzutragen kann, ohne sich dabei gleich den Rücken zu zerren.

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Sichler
Problem Kippfenster: Die in Deutschland beliebteste Fensterform ist nicht optimal für Monoblocks geeignet.

Die Krux ist viel mehr die Plane, die jedes Mal abgezogen, mit neuen Klebeflächen bestückt und bündig ans andere Fenster angebracht werden will – es sei denn, man besorgt sich gleich mehrere davon, klebt an jedes einzelne Fenster eine eigene und legt den Traum vom schöneren Wohnen endgültig zu den Akten. Vom Gedanken, mal kurz den Raum zu wechseln und das Klimagerät mitzunehmen, sollte man sich daher trennen – den Aufwand wird sich im Alltag niemand zumuten.

Ein weiteres Problem, das sich aus den Fenstern ergibt, ist das Verlegen des Abluftschlauchs. Schiebefenster werden meist von unten geöffnet, die Abluft gelangt somit in mittlerer Raumhöhe nach außen. Drehkippfenster haben die Öffnung hingegen oben, der Schlauch muss dementsprechend fast bis zur Zimmerdecke reichen. Die einzige Möglichkeit ist dann, das Fenster auf Öffnungsstellung zu kippen, was wiederum für mehr offene Fläche sorgt. Dies gilt es bei der Aufstellung von mobilen Klimageräten zu bedenken, zumal diese nicht plan an der Wand stehen sollten und für sich schon eine nicht zu unterschätzende Stellfläche beanspruchen.

So haben wir getestet

Wir haben alle Testmodelle nacheinander unter den gleichen Bedingungen im selben Raum getestet, die Größe betrug etwa 29,7 Quadratmeter bei einer Deckenhöhe von 2,50 Metern. Zu Beginn hatte dieser stets eine Temperatur von 25 Grad Celsius. Als Zieltemperatur wurde die niedrigste Einstellung gewählt, diese betrug bei fast allen getesteten Geräten 16 Grad Celsius, lediglich bei der De’Longhi Pinguino PAC EX100 Silent war bereits bei 18 Grad Schluss.

Jedes Gerät lief in mehreren Testläufen über Zeiträume von jeweils vier bis sieben Stunden. Die Läufe abgebrochen haben wir erst, wenn die Temperatur im Raum über mindestens zwei Stunden nicht mehr weiter sank. In Abständen von genau einer Stunde haben wir das Zimmer betreten und die Temperatur der Raumluft gemessen. Außerdem haben wir mit professionellen Messgeräten den Stromverbrauch sowie die Lautstärke bei einem Meter Entfernung bestimmt.

Darüber hinaus haben wir die Verarbeitung der Geräte begutachtet, die Handhabung überprüft sowie eventuell vorhandene Eigenheiten und Sonderfunktionen unter die Lupe genommen. Wir haben alle Fernbedienungen ausprobiert und – falls verfügbar – die zugehörigen Apps getestet.

Weil nicht alle Geräte für dieselbe Raumgröße ausgelegt sind, weisen wir an dieser Stelle explizit darauf hin, dass die Kühlgeschwindigkeit in Ihrer Wohnung anders ausfallen kann und gerade die kleineren Klimageräte unter Umständen zu wenig Leistung haben, wenn Sie sie in einem großen Raum betreiben. Die Werte sind somit eher als Anhaltspunkte zu verstehen, wie sich die Geräte im direkten Vergleich unter den gleichen Bedingungen schlagen konnten.

 Test: Klimagerät Argo Orion Plus

Testsieger: Argo Orion Plus

Die Argo Orion Plus hat uns sehr gut gefallen – nicht, weil sie besonders außergewöhnliche Fähigkeiten bietet, sondern weil sie so gut wie keine Fehler hat. Das ist selten, denn als Produkttester suchen wir buchstäblich danach, bei der Orion Plus konnten wir aber keine nennenswerten finden.

Testsieger

Argo Orion Plus

Test Klimagerät: Argo Orion Plus
Ein rundum gelungenes Klimagerät, das sich keine größeren Schwächen erlaubt.

Das Gerät ist mittelgroß und bis auf einige schwarze Elemente schneeweiß. Gegenüber der Milo Plus aus demselben Hause ist sie weniger rundlich und deutlich niedriger gebaut, wodurch sie nicht so klobig wirkt. Der Luftauslass befindet sich oben und ist im ausgeschalteten Zustand durch eine Klappe verdeckt, die sich beim Anschalten automatisch öffnet. Ebenfalls an der Oberseite, hinter der Klappe befindet sich das Bedienfeld, das optisch recht schlicht gestaltet ist und sich so schön in das Gehäuse einfügt.

An der Rückseite dienen zwei Kabel und ein Steckfeld als Aufbewahrungshilfe für das Stromkabel, was den mobilen Aspekt des Klimageräts unterstreicht. Man kann es zwar als Nebensächlichkeit ansehen, und vermutlich werden die meisten Menschen ihre Monoblocks bei Weitem nicht so häufig von Ort zu Ort bewegen wie wir während unseres Tests, sobald man die schweren Apparate aber wirklich einmal transportieren möchte, ist man froh über das kleine Komfort-Feature.

Der Adapter für den Schlauch ist auf Geräteseite rund und wird angeschraubt, was wir bei der Installation etwas angenehmer fanden als die Lösungen einiger anderer Modelle, bei denen der Adapter von der Seite her in die Fassung geschoben wird. Und auch bei den Verschlüssen für das Kondenswasser führte sich der positive Eindruck fort: Über den Gummistopfen, die alle Klimageräte zum Abdichten der Auslässe nutzen, liegen zudem noch Schraubverschlüsse. Das Risiko, dass Wasser aufgrund eines nicht richtig eingesetzten Stopfens austritt, liegt praktisch bei Null.

Positiv haben wir aber nicht nur das Äußere, sondern auch die Messwerte aufgenommen. Vor allem in der ersten Stunde kühlte die Orion Plus von allen getesteten Monoblocks am besten, lediglich das Split-Gerät von Remko konnte hier noch bessere Werte vorweisen. Danach wurde es gemächlicher – so weit, so normal.

Angesichts der Leistung der Orion Plus mag es nicht verwundern, aber die schnelle Abkühlung wird durch einen höheren Stromverbrauch bezahlt. In Aktion schluckte das Gerät durchgehend über 1.000 Watt. Wer möchte, kann mit dem Gerät auch heizen, wenn die Tage wieder kälter werden. Belüften und Entfeuchten gehören ohnehin zum guten Ton, das kann die Orion Plus selbstverständlich auch.

Niedrige Betriebslautstärke

Trotz der sehr guten Kühlgeschwindigkeit war auch der Geräuschpegel unter Last der beste aller Monoblocks: Auf einen Meter Entfernung lag er bei 61,5 Dezibel und damit sogar noch unter der Herstellerangabe von 64 Dezibel – Argo hat sein Wort somit nicht nur gehalten, sondern sogar übertroffen.

Neben den üblichen Zubehörteilen, wie Abluftschlauch und Adaptern, liegt der Orion Plus auch eine Fernbedienung bei. Das Display darauf ist ähnlich dimensioniert wie das am Gerät selbst und somit eher klein, aber vollkommen ausreichend. Was das Design betrifft, wirkt sie etwas altbacken, damit befindet sie sich aber in guter Gesellschaft, denn futuristische Eingabehilfen hatte auch sonst keiner der Testkandidaten im Gepäck.

Das Display wird hintergrundbeleuchtet, sobald man eine Taste darauf drückt, von denen es hier einige gibt – selbst bei der Tastenanzahl setzt sich die Orion Plus an die Spitze. Dass man die Betriebsmodi trotzdem durchroullieren muss, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen, anstatt eine Direktwahl zu ermöglichen, ist so ziemlich das einzige Haar in der Suppe, das wir finden konnten.

Unterm Strich sind wir sehr zufrieden mit der Argo Orion Plus und ihren guten Gesamtwerten. Wer ohne WLAN und App-Steuerung leben kann und vor allem ein leises Klimagerät mit einer guten Kühlleistung möchte, findet hiermit ein exzellentes Exemplar.

Argo Orion Plus im Testspiegel

Leider hat noch kein anderes Medium die Argo Orion Plus getestet. Wenn wir Testberichte finden, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Die Argo Orion Plus ist unser Favorit, aber es gibt noch andere Modelle, die einige Vorzüge für sich verbuchen konnten. Wenn Sie vom hohen Stromverbrauch abgeschreckt sind, sich eine WLAN-Anbindung wünschen oder nur einen kleinen Raum mit wenig freier Fläche kühlen wollen, sind unsere Alternativen womöglich besser für Sie geeignet.

Auch gut

Sichler NX-9766

Test Klimagerät: Sichler NX-9766
Dank WLAN-Anbindung lässt sich die NX-9766 per App oder Sprachasssistent steuern.

Auch wenn sich die Sichler NX-9766 optisch recht nüchtern präsentiert, gefiel uns ihr Design mit am besten. Das hatte allerdings weniger ästhetische Gründe, sondern vor allem praktische: Durch den Luftauslass an der Vorderseite kommt die Belüftungsfunktion besser zur Geltung, die Einbuchtungen an der Seite erlauben einen sicheren Griff und an der Rückseite befindet sich eine Vorrichtung zum Aufwickeln des Kabels samt Halterung für den Stecker. Außerdem befindet sich der Auslass für die heiße Ablauf recht weit oben und somit näher am Fenster, was dem bereits beschriebenen Klappfensterproblem etwas entgegenwirkt.

Das Bedienpanel ist aufgeräumt und pragmatisch. Wie fast alle Klimageräte nutzt auch die NX-9766 Soft-Touch-Tasten, die hier in einer Zeile aufgereiht sind. In der Mitte prangt eine Digitalanzeige, der aktive Modus wird durch jeweils einzelne LEDs angezeigt. Was wir nicht ganz verstehen, ist, warum an einer eigenen Taste für die WLAN-Funktion gespart wurde. Um das Klimagerät ins heimische Netzwerk aufzunehmen, muss man es ausschalten und die »Speed«-Taste für einige Sekunden gedrückt halten. Das steht zwar in der beiliegenden Anleitung auch beschrieben, es ist aber nicht sonderlich intuitiv.

Apropos WLAN: Auf Feature-Seite ist die Sichler NX-9766 recht gut ausgestattet. Zum einen kann sie heizen, zum anderen ist da noch die App. Die heißt bei Sichler »Elesion« und ist eine Multi-App für verschiedene netzwerkfähige Geräte. Eine Offenbarung ist das Stück Software nicht gerade: Das Menü ist überfrachtet, es gibt einige Übersetzungsfehler, und die Kopplung gestaltete sich fummelig.

Nachdem wir diese dann letztendlich hinbekommen hatten, klappte aber alles weitgehend zufriedenstellend. Man kann die App wie eine normale Fernbedienung benutzen oder die Anlage via IFTTT, Alexa oder Google Home in eine Smart-Home-Umgebung einbinden. Die meisten Befehle, wie etwa zum Verändern der Temperatur, wurden gut umgesetzt, das volle Spektrum blieb uns aber verwehrt: Man kann die Schaufelbewegung (»Swing«) nicht per Sprachbefehl kontrollieren und den Modus nicht ändern. In der App selbst geht beides, außerdem hat man dort noch die Timer- und Schedule-Einstellungen zur Verfügung.

Ansonsten kann man die Sichler NX-9766 natürlich auch mit Hilfe der beiliegenden Fernbedienung steuern. Diese hat zwar kein Display, dafür aber separate Tasten für jede Funktion – sehr schön!

Die Kühlgeschwindigkeit lag im oberen Mittelfeld, auch mit den Werten beim Heizen waren wir zufrieden. Die solide Leistung benötigt allerdings auch entsprechend Energie – wir konnten Spitzenwerte von über 1.100 Watt messen. Wer weniger Leistung braucht, weil er nur einen kleineren Raum abkühlen möchte, und auf die Heizfunktion verzichten kann, kann einen Blick auf das ansonsten identische Schwestermodell NX-9765 werfen, das wir ebenfalls getestet haben und das etwas günstiger zu haben ist.

Alles in allem ist die Sichler NX-9766 eine sehr solide Klimaanlage mit einer akzeptablen Netzwerkintegration, die allerdings noch viel Luft nach oben hat. Die Heizfunktion ist ein nettes Feature, Kleinigkeiten wie der Kabelwickel runden den guten Eindruck ab. Nur besonders leise ist das Gerät leider nicht: Wir konnten unter Last Spitzenwerte von 66 Dezibel feststellen.

Platzsparend

Korona Iceberg 9.0

Test Klimagerät: Korona Iceberg 9.0
In kleinen Räumen mit wenig Stellfläche fühlt sich die Korona Iceberg 9.0 am wohlsten.

Wer nur einen kleinen Raum kühlen möchte, liegt bei der Korona Iceberg 9.0 richtig. Sie war zusammen mit der Home Deluxe Mokli XL das kleinste Modell im Test, was vor allem Wohnungen mit wenig freier Stellfläche zugute kommt.

Der Luftauslass befindet sich an der Vorderseite, das Bedienpanel ist an der waagerechten Oberseite untergebracht. Dazu gehört auch eine Digitalanzeige, die im Betrieb die Zieltemperatur anzeigt, im Standby-Modus sieht man stattdessen die aktuelle Raumtemperatur. Die Tasten sind recht flach und haben nur wenig Hub, aber eine brauchbare Haptik. Billig wirken sie nicht – allgemein haben wir an der Verarbeitungsqualität nichts auszusetzen, die Iceberg 9.0 ist ein recht solides Gerät.

An der Rückseite gibt es eine Wickelvorrichtung samt Steckplatz für das Stromkabel, was nützlich ist, wenn man das Klimagerät einmal transportieren möchte. Das ergibt Sinn, denn aufgrund des leichten Gewichts und der für mobile Klimageräte typischen Rollen geht ein Ortswechsel deutlich leichter von statten als bei größeren Modellen. Ähnliche Verstaumöglichkeiten haben wir auch schon bei den beiden Apparaten von Sichler und der Argo Milo Plus gesehen.

Funktional bietet die Iceberg 9.0 ansonsten kaum Überraschungen. WLAN, App-Steuerung oder eine Heizfunktion sucht man vergeblich. Die von einem Klimagerät erwartbaren Standardfunktionen erledigt sie aber tadellos. Ganz so schnell wie die leistungsstärkeren Top-Modelle war sie zwar nicht, angesichts ihrer Größe und der vom Hersteller vorgesehenen Grundfläche von 34 Quadratmetern waren wir mit ihrer Kühlgeschwindigkeit aber äußerst zufrieden.

Etwas kritisch sehen wir die Lautstärke, die das kleine Gerät unter Last entwickelt. Der vom Hersteller angegebene Schalldruckpegel entspricht exakt unseren Messungen, hier wurde also nicht gelogen – nur sind 65 Dezibel immer noch eine so hohe Lärmbelastung, dass man mit einer Iceberg 9.0 auf Hochtouren nicht dauerhaft im selben Raum sein will. Das Schlusslicht bildet sie dabei zwar nicht, belegt aber immerhin den dritten Platz der lautesten Modelle im Test.

Wir empfehlen deshalb die Nutzung des eingebauten Timers, um die Wohnung vorzukühlen, wenn man gerade außer Haus ist, und die Kühlung bei der Rückkehr wieder abzuschalten.

Wie allen getesteten Geräten, liegt auch der Iceberg 9.0 eine Fernbedienung bei. Diese ziert ein Schwarz-Weiß-LCD. Als technisches Gerät ist die Fernbedienung solide, allerdings störte uns, dass es nur eine Modus-Taste gibt, die Funktionen müssen also durch mehrfaches Drücken durchgeskippt werden. Eine Katastrophe ist das nicht, zumal die Bedienung am Klimagerät selbst auch nicht anders funktioniert und selbiges ohnehin nur über drei Modi verfügt, nämlich kühlen, belüften und entfeuchten – trotzdem gibt es auch komfortablere Lösungen.

Etwas unverständlich ist zudem, warum Korona als einziger Hersteller keine Batterien für die Fernbedienung beilegt – eine seltsame Entscheidung. Falls Sie welche mitbestellen wollen: Man braucht zwei handelsübliche Micro-Zellen (Typ AAA).

Trotz dieser kleineren Tadel können wir die Korona Iceberg 9.0 bedenkenlos empfehlen. Wer keine allzu großen Räume kühlen möchte, auf Heizung und WLAN verzichten kann und einfach nur ein gut funktionierendes, hübsch gestaltetes und nicht zu teures Klimagerät möchte, erhält mit der Korona Iceberg 9.0 ein sehr empfehlenswertes Modell.

Außerdem getestet

Mit der Bewertung der Remko RKL 495 DC haben wir uns außerordentlich schwergetan. Eigentlich hatten wir gar nicht vor, das Gerät zu testen, denn zum einen ist es bedeutend teurer als die anderen getesteten Geräte, zum anderen ist es in Split-Bauweise gefertigt. Dadurch hat es einige unfaire Vorteile, die für es sprechen. Da der Hersteller uns aber freundlicherweise ein Testmuster zur Verfügung gestellt hat, wollen wir Ihnen unsere Erkenntnisse nicht vorenthalten.

Weil die RKL 495 DC kein Monoblock ist, ist sie deutlich leiser, kühlt viel effizienter und eine Plane für das Fenster ist auch nicht unbedingt notwendig, dafür muss aber die klobige Außeneinheit einen Platz finden – auf dem Balkon, der Terrasse oder an die Wand geschraubt. Leider ist diese im Gegensatz zur Inneneinheit ziemlich laut. Für die Nachbarn klingt das dann, als würde jemand stundenlang direkt vor ihrem Fenster staubsaugen – keine gute Voraussetzung für ein freundliches Zusammenleben. Bewohnern kleinerer Mietwohnungen in Mehrparteienhäusern raten wir deshalb von Split-Modellen allgemein ab, da bildet auch die RKL 495 DC keine Ausnahme.

Insgesamt hat die Remko RKL 495 DC ihre Aufgabe am besten erledigt, von einer Auszeichnung sehen wir aber vor allem aufgrund des hohen Preises ab. Der rund vierfache Anschaffungspreis gegenüber den anderen getesteten Geräten dürfte den meisten schlichtweg zu hoch sein, und wo die Außeneinheit platziert wird, muss ebenfalls erst einmal geklärt werden. Für finanziell gut situierte Menschen, die sich nicht am Preis stören und über ein eigenes Grundstück verfügen, ist das Gerät eine tolle Wahl, für die meisten anderen ist es nur bedingt geeignet.

Die Sichler NX-9765 unterscheidet sich optisch kaum von ihrem Schwestermodell NX-9766, beide sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Erst ein Blick auf das Bedienfeld legt eine Eigenheit offen: Die NX-9765 kann nicht heizen. Auf dem Datenblatt hat sie darüber hinaus eine geringere Kühlleistung, im Praxistest fiel der Unterschied aber moderater aus als erwartet – die NX-9766 kühlte unseren Raum etwas schneller herunter, die dann gehaltene Temperatur von 20,5 Grad hatten beide gemein. Alle weiteren Aspekte, wie die App oder die Annehmlichkeiten beim Gehäuse-Design, sind bei den beiden Geräten gleich. Man kann die NX-9766 somit als Pro-Version der NX-9765 sehen. Für Menschen, die gesteigerten Wert auf die Heizfunktion legen oder einen etwas größeren Raum kühlen wollen, lohnt sich der Aufpreis für das stärkere Modell, alle anderen können ruhigen Gewissens die günstigere Variante wählen.

Die Argo Milo Plus ist recht hoch gebaut und setzt auf rundliche Formen, der Luftauslass ist an der Oberseite. Als Ventilator eignet sie sich deshalb nur bedingt, der passende Modus steht aber selbstredend zur Verfügung. Im Test kühlte sie eher langsam, dafür aber kontinuierlich und erreichte nach etwa drei Stunden die niedrigste Raumtemperatur von etwas über 20 Grad. Nicht störend, aber auffällig war die Feststellung, dass die Milo Plus die Luft nicht gerade nach oben ausstößt, sondern etwas seitlich nach links – für die Funktion spielt der Umstand aber keine Rolle. Die Betriebslautstärke unter Last lag bei 64,2 Dezibel. Wer möchte, kann mit der Milo Plus auch die Raumluft entfeuchten oder heizen.

Die Verarbeitung ist einwandfrei, hier merkt man, dass Argo zu den renommierten Vertretern der Branche gehört. Auch die Fernbedienung spiegelt das wider: Sie verfügt über ausreichend Tasten und vermeidet so eine Doppelbelegung derselben, außerdem schmückt ein großes, gut ablesbares Schwarz-Weiß-Display die Eingabehilfe. Zudem bietet die Milo Plus eine Anbindung ans heimische WLAN und kann nach der Einrichtung wahlweise per App bedient werden. Leider erreicht diese den Qualitätsstandard des Klimageräts bei Weitem nicht.

Von diesem Detail einmal abgesehen, ist die Milo Plus aber durchaus ein sehr solides Klimagerät. Aufgrund ihrer Maße und des stattlichen Gewichts ist sie nur eingeschränkt mobil – spätestens beim Transport in ein anderes Stockwerk sollte man sich Hilfe holen. Wer damit kein Problem hat und auf die verhunzte App verzichten kann, macht mit der Argo Milo Plus keinen Fehler.

Die Home Deluxe Mokli XL ist ein sehr günstiges Modell, das den Raum vor allem innerhalb der ersten Stunde recht schnell herunterkühlen, insgesamt aber nicht so niedrige Temperaturen erreichen konnte wie einige andere Modelle. Die Größe der Mokli XL ist vergleichbar mit der Korona Iceberg 9.0, das Gerät gehört also zur platzsparenden Sorte. Auch die Form mit der flachen, quadratischen Oberseite und den abgerundeten Ecken ist ähnlich. Beim restlichen Design geht Home Deluxe hingegen andere Wege: Eine schwarze Vorderseite sieht man bei Klimageräten sonst nur selten, was der Mokli XL einen gewissen eigenen Charme verleiht. In Kombination mit der großen Digitalanzeige fühlten wir uns leicht an einen PC aus den frühen Neunzigern erinnert, als diese noch Turbo-Tasten hatten – und das ist keineswegs abwertend gemeint. Eine Fernbedienung liegt bei, diese ist allerdings äußerst rudimentär gehalten, sehr klein und läuft mit einer Knopfbatterie. Uns konnte sie überhaupt nicht überzeugen – die Fernbedienungen sämtlicher Konkurrenten bieten da weit mehr. Vernetzungsmöglichkeiten, eine App, Sprachsteuerung oder Ähnliches gibt es nicht, dafür ist die Bedienung am Gerät selbsterklärend.

Die Mokli XL kann nicht nur kühlen, sondern auch heizen, entfeuchten und lüften. Da das Gebläse nach vorne hin ausgerichtet ist, kann die Mokli somit als Ventilator herhalten, aufgrund der geringen Bauhöhe ergibt das aber nur im Sitzen wirklich Sinn, sonst gelangt der Wind nur an die Beine. Die Betriebslautstärke unter Spitzenlast lag bei 67,8 Dezibel und somit über dem Geräuschpegel aller anderen getesteten Klimageräte. Die Mokli ist also kein Leisetreter – daran ändert auch der Schlafmodus wenig.

Unterm Strich ist die Mokli XL von Home Deluxe ein brauchbares, aber auch ziemlich lautes Gerät mit einer kaum erwähnenswerten Fernbedienung, das tut, was es soll, und in Hinsicht auf den Preis interessant sein kann. Wer einen Kauf in Betracht zieht, sollte aber Angebote vergleichen, denn die Kosten für das Gerät schwanken mitunter sehr stark.

De'Longhi Pinguino PAC EX100 Silent

Würden wir einen Design-Preis vergeben, hätte die De’Longhi Pinguino PAC EX100 Silent gute Chancen, ihn zu bekommen. Das Gerät sieht wirklich gut aus. Vor allem in modern eingerichtete Wohnungen fügt sich das Gerät mit seiner schicken, seitlich positionierten Digitalanzeige gut ein. Leider wird sie im Standby nicht abgeschaltet. Gerade im Schlafzimmer kann das stören.

Apropos Schlafzimmer: Vom Namen sollte man sich nicht täuschen lassen, denn im Normalbetrieb ist die PAC EX100 Silent gar nicht besonders »silent«. Auf vollen Touren kratzt sie immer wieder an der 64-Dezibel-Marke und ist somit ähnlich laut wie die Konkurrenz. Den Namenszusatz trägt die Maschine wegen ihres speziellen Silent-Modus, der zwar die Lautstärke senkt, gleichzeitig aber auch die Kühlleistung. Und wirklich ruhig ist sie dann immer noch nicht.

Darüber könnte man vielleicht noch hinwegsehen, wenn die Pinguino sonst ein Powerhouse wäre, aber leider ist die Kühlleistung des Monoblocks auch im normalen Modus wenig beeindruckend. Die Spitzenverbrauchswerte lagen lediglich bei rund 560 Watt – selbst die kleineren Modelle in unserem Test konnten das übertreffen. Entsprechend gemächlich geht auch die Temperatur abwärts. Das ist schade, denn das Klimagerät hat ansonsten einige Annehmlichkeiten. Die Verarbeitungsqualität ist gut, die mitgelieferte Variation von Adapterstücken vorbildlich und die Bedienung per Touch-Tasten oder Fernbedienung geht gut von der Hand. Für letztere hat die De’Longhi sogar eine kleine Ablagemulde in der Gehäuseoberseite. Der Druckpunkt der Tasten ist angenehm, auf ein Display verzichtet die Eingabehilfe aber.

Unterm Strich kühlt die De’Longhi Pinguino PAX EX100 einfach zu langsam, um eine Empfehlung zu rechtfertigen – besonders zum aufgerufenen Preis.

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