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Das beste Multi­funktions­werkzeug

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Multifunktionswerkzeug Test: Multifunktionswerkzeuge Aufmacher
Marc Hüffer

Marc Hüffer

ist Produktdesigner und Ladenausstatter und arbeitet ständig mit Werkzeug aller Art. Für AllesBeste testet er Profi- und Heimwerker­-Tools.

Wir haben 12 Multifunktionswerkzeuge getestet. Das beste Modell für die meisten Heimwerker ist die Fein Multimaster FMM 350 QS. Die Maschine ist robust, angenehm in der Handhabung und mit vielen Werkzeugen kompatibel. Wer eine Maschine mit Akku bevorzugt, liegt beim Fein Multitalent AFMT 12 QSL richtig. Preisbewussten Gelegenheitsnutzern empfehlen wir die Einhell TE-MG 300 EQ.

Trennen, raspeln, schleifen, schaben, polieren – Multifunktionswerkzeuge sind flexible Problemlöser. Wenn man Säge, Schleifgerät und Co. gerade nicht zur Hand hat oder nur einige Kleinigkeiten ausbessern möchte, sind sie das Werkzeug der Wahl für Heim- und Handwerker.

Auf dem Markt finden sich zahlreiche Modelle, die um einen Platz in der Werkstatt werben. Welches davon man wählen sollte, hängt auch von den eigenen Vorlieben und Vorhaben ab, aber natürlich gibt es auch grundlegende Qualitätsunterschiede, die für jeden Nutzertyp gleichermaßen gelten – selbst wenn die Maschine nur hin und wieder zum Einsatz kommt.

Wir haben 12 Modelle getestet und die besten Empfehlungen herausgepickt. Darunter waren fünf Modelle mit Akkubetrieb und sieben mit Netzanschluss. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Fein MultiMaster FMM 350 QSL

Multifunktionswerkzeug Test: Fein Fmm 350 Qsl
Hochwertig verarbeitet, angenehm zu bedienen und mit vielen Werkzeugen kompatibel – die MultiMaster FMM 350 QSL ist ein exzellentes Multifunktionswerkzeug.

Der Fein Multimaster FMM 350 QSL ist eine äußerst hochwertige Maschine, die auch fortgeschrittenen Ansprüchen genügt. Hochwertiges Material und sorgfältige Verarbeitung gewährleisten Robustheit, der handliche Aufbau und die geringe Vibration sorgen für ermüdungsfreies Arbeiten und dank der StarlockPlus-Aufnahme hat man eine reiche Palette kompatiblen Werkzeugs zur Verfügung.

Auch gut

Makita TM3010C

Die Top-Alternative zum Fein-Oszillierer ist die Makita TM3010C. Auch sie ist robust und vibrationsarm, zudem war sie die leiseste Maschine im gesamten Testfeld. Mit einer StarlockPlus-Aufnahme kann sie zwar nicht dienen, sie versteht sich aber ebenfalls mit einer Vielzahl von Werkzeugen. Leider ist das Gerät weder leicht noch besonders günstig.

Das Beste mit Akku

Fein MultiTalent AFMT 12 QSL

Multifunktionswerkzeug Test: Fein Multitalent Afmt 12 Qsl
Hohe Qualität trifft auf Akku-Technik: Die Fein MultiTalent AFMT 12 QSL ist die erste Wahl für kabellose Oszillierer.

Das Fein Multitalent AFMT 12 QSL hat ähnliche Vorzüge wie unser verkabelter Favorit. Auch hier bekommt man eine gute Verarbeitung, vibrationsarmes Arbeiten, tolle Ergonomie und die StarlockPlus-Werkzeugaufnahme. Wer dem Akku den Vorzug gegenüber dem Kabel gibt, erhält mit dem Multitalent ein exzellentes Multifunktionswerkzeug.

Gut & günstig

Einhell TE-MG 300 EQ

Multifunktionswerkzeug Test: Einhell Te Mg 300 Eq
Die kantige Maschine wird enorm laut, doch das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis der günstigen Maschine spricht für sich.

Die Einhell TE-MG 300 EQ ist für Gelegenheitsnutzer empfehlenswert. Sie ist handlich, leicht und kostet nicht die Welt. Für lange Arbeitseinsätze eignet sie sich aufgrund ihrer hohen Betriebslautstärke und der starken Vibrationen nur bedingt, als günstiger Problemlöser reicht sie für kleinere Arbeiten aber vollkommen aus.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutDas Beste mit AkkuGut & günstig
ModellFein MultiMaster FMM 350 QSLMakita TM3010CFein MultiTalent AFMT 12 QSLEinhell TE-MG 300 EQEinhell VarritoBosch AdvancedMulti 18Worx WX678Makita DTM51Bosch PMF 350 CESDewalt DWE315Galax Pro TD-9525K1Workpro W123005A
Multifunktionswerkzeug Test: Fein Fmm 350 QslTest Multifunktionswerkzeug: Makita TM3010CX4JMultifunktionswerkzeug Test: Fein Multitalent Afmt 12 QslMultifunktionswerkzeug Test: Einhell Te Mg 300 EqMultifunktionswerkzeug Test: Einhell VarritoMultifunktionswerkzeug Test: Bosch Advanced Multi 18Test Multifunktionswerkzeug: Worx WX678Multifunktionswerkzeug Test: Makita Dtm51Test Multifunktionswerkzeug: Bosch PMF 350 CESMultifunktionswerkzeug Test: Dewalt Dwe315Multifunktionswerkzeug Test: Galax Pro Td 9525k1Multifunktionswerkzeug Test: Workpro W123005a
Pro
  • Einigermaßen leise
  • Handlich
  • Wenig Vibration
  • Hochwertige Verarbeitung und Materialien
  • Langes, robustes Kabel
  • StarlockPlus-Aufnahme
  • Leiseste Maschine im Testfeld
  • Wenig Vibration
  • Robustes Gehäuse & Kabel
  • Hochwertige Materialien
  • Mit fast allen Werkzeugen kompatibel
  • Einigermaßen leise
  • Kaum Vibrationen
  • Sehr handlich, tolle Ergonomie
  • Stabiler Koffer
  • StarlockPlus-Aufnahme
  • Relativ einfacher Werkzeugwechsel
  • Magnetring in der Werkzeugaufnahme
  • Aufnahme für breite Werkzeugpalette
  • Gut funktionierende Staubabsaugung
  • Stabiler Koffer
  • Kompakte Bauweise
  • Leicht
  • Handlich, klein und leicht
  • Liegt gut in der Hand
  • Gutes Akkusystem bei Einhell, viele Akkus stehen zur Auswahl
  • Proaktives Batteriemanagement bei Akkus und Ladegerät
  • Vibrationen nur in Maßen
  • Zweiter Handgriff liegt bei
  • Ladeanzeige
  • Starlock-Aufnahme
  • Saubere Verarbeitung und gute Materialien
  • Handlich und leicht
  • LED-Beleuchtung
  • Extrem niedrige Schwingfrequenz möglich
  • Verschiedene Werkzeugarten nutzbar
  • Viel Power
  • Einigermaßen leise
  • Ruhiges, präzises Getriebe
  • Stabiler Systainer-Koffer
  • Viel Zubehör und Werkzeuge
  • Integrierte LED-Beleuchtung
  • Sehr guter Spannhebel zum Werkzeugwechsel
  • Zweiter Handgriff nutzbar
  • Mitgelieferte Staubabsaugung
  • Koffer
  • Tolle Verarbeitung
  • Integrierte LED-Beleuchtung
  • Verschiedene Aufnahmen möglich
  • Tiefenanschlag und Schnittführung
  • Robuste Materialien
  • Koffer
  • Höchste Schwingfrequenz im Test
  • Möglichkeit für zweiten Handgriff
  • Wirkt robust
  • Handlich, klein und leicht
  • Liegt gut in der Hand
Contra
  • Gehäuse offenbar an manchen Stellen hohl
  • Gehäuse wird hinten breiter
  • Hohes Gewicht
  • Wenig Softgrip-Fläche
  • Wird nach längerer Benutzung sehr warm (nach ca. 15 min Dauerbetrieb)
  • Unerträglich laut
  • Kantiges Gehäuse, deshalb teilweise unangenehm zum halten
  • Starke Vibrationen
  • Starke Vibration
  • Sehr laut
  • Akku sitzt wie ein Fremdkörper am Ende der Maschine
  • Wackelige Verbindung zwischen Gerät und Akku
  • Nur Starlock-Werkzeuge
  • Etwas zu lang
  • Laut
  • Schalter sehr ungünstig positioniert
  • Starke Vibration
  • Keine Ladeanzeige
  • Umständliches Spannsystem
  • Viel zu schwer
  • Mit Akku sehr lang
  • Akku sitzt wie ein Fremdkörper an der Maschine
  • Nicht austariert und somit noch schwerer zu halten
  • Laut
  • Ausschließlich Starlock-Werkzeuge verwendbar
  • Geringe Bandbreite einstellbarer Frequenzen
  • Lang und groß
  • Starke Vibration
  • Platzraubender Spannmechanismus
  • Lässt sich nur auf höchster Stufe feststellen
  • Ausschließlich Starlock-Werkzeuge
  • Geringe Bandbreite einstellbarer Frequenzen
  • Lang und groß
  • Hohe Vibrationen beim Arbeiten
  • Sehr laut
  • Nur eine Art von Werkzeugen verwendbar
  • Werkzeugaufnahme macht keinen langlebigen Eindruck
  • Starke Vibration
  • Sehr laut
  • Unsaubere Geschwindigkeitseinstellung
  • Sehr umständliche Werkzeugaufnahme
Bester Preis
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Wissenswertes über Multifunktionswerkzeuge

Wenn von Multifunktionswerkzeugen die Rede ist, können zwei Dinge gemeint sein: Zum einen werden damit Präzisions-Rotationswerkzeuge wie etwa die von Dremel bezeichnet, die vor allem beim Modellbau und zum Gravieren eingesetzt werden. Sie werden auch gern als Multitool bezeichnet.

Andererseits bezeichnet man auch Oszillationswerkzeuge als Multifunktionswerkzeug, bei denen das aufgesteckte Werkzeug in schnelle Schwingungen versetzt wird – und das enorm schnell: Rund 20.000 Schwingungen erzeugen die meisten Oszillierer pro Minute.

Diese Geräte eignen sich vor allem zum Sägen und Schleifen, aber auch zu vielen anderen Anwendungen. Dazu steht ihnen ein großes Arsenal an Spezialwerkzeugen zur Verfügung.

Multifunktionswerkzeug Test: Multifunktionswerkzeug Makita Action
Multifunktionswerkzeuge mit Oszillationstechnik versetzen das aufgesteckt Werkzeug in schnelle Schwingungen.

Wozu ein Multifunktionswerkzeug?

Die Oszillationstechnik bietet gegenüber dem klassischen Sägen mit der Kreissäge einige Vorteile. Durch die schnellen Bewegungen mit sehr kleiner Amplitude werden stabile Materialien getrennt, flexible schwingen hingegen einfach mit, ohne dass sie dabei beschädigt werden. Das erste Elektrowerkzeug, das auf Oszillation setzte, war deshalb eine Säge zur Entfernung von Gipsverbänden – während die harte Gipsmasse geschnitten werden kann, bleibt die empfindliche Haut darunter unverletzt. Genauso verhält es sich auch mit Werkstoffen.

Handliche Helfer für viele Vorhaben

Neben dem schonenden Trennen haben Multifunktionswerkzeuge natürlich noch den namensgebenden »Multifunktions-Teil«. Mit den handlichen Helfern lassen sich in kürzester Zeit eine Menge Kleinigkeiten richten, für die man sonst gleich mehrere größere Spezialmaschinen bräuchte, mit denen man dann in manchen Situationen immer noch schlechter dran ist – etwa weil man damit aufgrund ihrer Maße nicht in schmale Bereiche kommt. Auch das bündige Trennen von Überständen auf ebenen Flächen gelingt mit einem Multifunktionswerkzeug so einfach wie mit keinem anderen Elektrowerkzeug.

Multifunktionswerkzeug Test: Multifunktionswekzeug Fein Action
Multifunktionswerkzeuge helfen bei verschiedensten Aufgaben, wie beispielsweise hier beim Abspachteln von Kleberückständen.

Wie hoch die Bandbreite möglicher Arbeiten mit einem Multifunktionswerkzeug ist, hängt von den kompatiblen Werkzeugen ab, die man sein Eigen nennt. Es gibt Trennscheiben für verschiedene Materialien, Spachtel, Schleifschuhe – die Auswahl ist umfangreich. Ein Hauptaugenmerk gilt jedoch immer dem Zauberwort »kompatibel«, denn nicht alle Werkzeuge sind mit allen Maschinen kombinierbar.

Die Werkzeugaufnahme

Dass nicht jedes Werkzeug mit jeder Maschine genutzt werden kann, ist zum Teil Absicht: Zum Einen werden die Werkzeugaufnahmen, genau wie die Maschinen selbst, im Lauf der Zeit immer weiter verbessert, zum Anderen müssen Sägeblätter und Co. bei unterschiedlichen Arbeiten auch unterschiedlich viel aushalten.

Multifunktionswerkzeug Test: Multifunktionswerkzeug Makita Action 2
Für Oszillierer gibt es mannigfaltiges Werkzeug – doch nicht jedes passt zu jeder Maschine.

Die am weitesten verbreitete Werkzeugaufnahme bei Oszillierern ist die Universalaufnahme, auch »Oscillating Interface System« oder kurz »OIS« genannt. Man erkennt sie sehr einfach an den ringförmig angeordneten kleinen Pins an der Aufnahme und den dazu passenden Aussparungen in den Werkzeugen.

Starlock-Werkzeug­­aufnahmen sind abwärts­kompatibel

Seit einigen Jahren steht allerdings noch ein weiterer Stern am Heimwerkerhimmel: Das Starlock-System. Es wurde von den Herstellern Bosch und Fein in Gemeinschaftsarbeit entwickelt und gewährleistet aufgrund des hochgezogenen, sternartig gezackten Kranzes eine deutlich stabilere Verbindung. Heute setzen alle neueren Multifunktionswerkzeuge der beiden Marken auf diese Aufnahme, doch allein sind sie damit nicht: Auch andere Hersteller haben die Vorteile des Systems erkannt und nutzen es für ihre Maschinen oder sind zumindest damit kompatibel.

Multifunktionswerkzeug Test: Verschiedenen Varianten Starlock Werkzeugaufnahmesystems
Werkzeuge für verschiedene Aufnahmesysteme: Links für Starlock, Mitte für StarlockPlus, rechts für die Universalaufnahme. Typisch für die StarLock-Systeme ist die charakteristische, sternförmige Wölbung.

Vom Starlock-System gibt es neben der Standardausführung noch zwei weitere Varianten: StarlockPlus und StarlockMax. Sie sind für stärkere Leistungsklassen konzipiert und bei den üblichen Geräten für Privatanwender eher selten zu finden. Damit nicht versehentlich die falschen Werkzeuge in eine Maschine gespannt werden, sind die Aussparungen so gewählt, dass die Aufnahmen abwärtskompatibel sind. So passen Starlock- und StarlockPlus-Werkzeuge zwar in eine StarlockMax-Aufnahme, nicht aber umgekehrt. Ebenso ist es unmöglich, ein StarlockPlus-Werkzeug in eine normale Starlock-Aufnahme zu spannen – die Pins in der Aufnahme durchkreuzen derartige Pläne.

So haben wir getestet

Wir haben uns 12 Multifunktionswerkzeuge besorgt und zunächst die Äußerlichkeiten begutachtet. Wir haben auf die verwendeten Materialien und deren Verarbeitung geachtet und die Ergonomie der Maschinen festgestellt. Außerdem haben wir alle Geräte gewogen und ihre Maße genommen – sowohl die der Oszillierer selbst als auch die Längen der jeweiligen Stromkabel.

Da der Bedienkomfort und die Auswahl der verwendbaren Werkzeuge unmittelbar mit der Werkzeugaufnahme zusammenhängen, galt dieser ein besonderes Augenmerk. Um die Ergebnisse nicht zu verzerren, haben wir alle praktischen Tests sowohl mit den beiliegenden Werkzeugen als auch mit Standardwerkzeugen der immer gleichen Sorte und desselben Herstellers durchgeführt. Darüber hinaus haben wir auf die Vibrationen geachtet und die Betriebslautstärke gemessen.

Multifunktionswerkzeug Test: Multifunktionswerkzeug Gruppenfoto
Alle elf Maschinen aus der ersten Testrunde.

Im praktischen Test mussten sich alle getesteten Multifunktionswerkzeuge in mehreren Disziplinen beweisen. Zuerst haben wir eine vier Zentimeter dicke Eichenholzplatte gesägt, womit einige Modelle bereits größere Probleme hatten. Anschließend machten wir Tauchschnitte in 19 Millimeter dickes Schichtholz (Multiplex).

Um zu überprüfen, wie gut die Geräte mit Metall zurecht kamen, haben wir ein Edelstahlrohr mit einem Millimeter Wandstärke geschnitten – solche Rohre werden gewöhnlich unter Anderem für Wasserleitungen verwendet. Das gleiche wiederholten wir noch einmal mit einem vier Millimeter dicken Messingprofil. Spätestens hier trennte sich die Spreu vom Weizen. Den letzten Schritt unseres Metall-Triathlons bildete eine Sandwichplatte aus Aluminium, die zwischen einem einen Millimeter dicken und einem 1,5 Millimeter dicken Aluminiumblech eine in Wabenstruktur geordneten Verbund von Aluminiumdrähten beinhaltete.

Zu guter Letzt haben wir eigens dafür vorbereitete Kleberückstände von einer Holzplatte gespachtelt und die Beize eines Stücks Parkettboden entfernt.

Multifunktionswerkzeug Test: Multifunktinswerkzeug Fein Multimaster Fmm 350 Qsl

Testsieger: Fein Multimaster FMM 350 QSL

Unser klarer Favorit stammt von Oszillierer-Pionier Fein und trägt den Namen Multimaster FMM 350 QSL. Das 350 Watt starke, verkabelte Gerät ist äußerst eingängig zu bedienen und eignet sich deshalb auch für Anfänger. Richtig zu schätzen wissen werden es aber vor allem Fortgeschrittene mit einem Augenmerk auf Qualität.

Testsieger

Fein MultiMaster FMM 350 QSL

Multifunktionswerkzeug Test: Fein Fmm 350 Qsl
Hochwertig verarbeitet, angenehm zu bedienen und mit vielen Werkzeugen kompatibel – die MultiMaster FMM 350 QSL ist ein exzellentes Multifunktionswerkzeug.

Ein Grund dafür und ein Highlight der Maschine ist die StarlockPlus-Werkzeugaufnahme. Innerhalb des Testfelds hat Fein damit ein Alleinstellungsmerkmal, denn außer bei der Multimaster FMM 350 QSL findet man das sonst nur noch beim Akku-Modell Multitalent AFMT 12 QSL.

Mehr Werkzeuge dank StarlockPlus-Aufnahme

Wie bereits weiter oben beschrieben, sind Werkzeuge für die StarlockPlus-Aufnahme für leistungsstärkere Maschinen ausgelegt als die normalen Starlock-Varianten ohne Plus. Da alle Starlock-Systeme abwärtskompatibel sind, passen aber auch die normalen Starlock-Werkzeuge in die Plus-Aufnahme – nicht aber umgekehrt. Die Fein Multimaster hat somit eine Bandbreite nutzbarer Werkzeuge, die keine andere Maschine im Test erreichen kann – außer eben die erwähnte Multitalent.

Die Gehäusematerialien sind sehr hochwertig und ebenso gut verarbeitet. Lediglich im vorderen Bereich des Gehäuses klingt das Gerät hohl und wirkt dadurch nicht so massiv, wie man es von anderen Markenmodellen gewohnt ist. Wir vermuten, das hängt mit der Vibrationsdämpfung zusammen – diese funktioniert auch tadellos und beschert uns die geringsten Vibrationen aller getesteten Maschinen.

Gelungene Handhabung mit einer kleinen Schwäche

Generell ist die Handhabung der Multimaster sehr gut gelungen. Sie ist angenehm kurz und auch nicht zu dick – allerdings wird sie nach hinten zu breiter, was uns überhaupt nicht gefiel, weil es in manchen Haltepositionen stört. Der Schalter sitzt mittig auf der Maschine und ist ergonomisch sinnvoll positioniert. Ein fünf Meter langes, flexibles und äußerst robustes Kabel führt der Maschine die notwendige Elektrizität zu.

Die Fein Multimaster FMM 350 QSL wird in einem stabilen, relativ großen Kunststoffkoffer ausgeliefert. Eine gut funktionierende Staubabsauge sowie eine große Auswahl an verschiedenen Werkzeugen sind ebenfalls im Set enthalten.

Im praktischen Test erlaubte sich die Multimaster keinerlei Schwächen. Ob Sägen, Spachteln oder Schleifen – alles kein Problem für das Multifunktionswerkzeug. Besonders von den Tauchschnitten in unsere Schichtholzplatte waren wir begeistert – so mühelos und präzise war sonst keine andere Maschine im Test. Selbst die dicke Eichenplatte, mit der manch andere Modelle massive Schwierigkeiten hatten, war für den Fein-Oszillierer kein Grund zur Aufgabe. Durch unser Messingprofil kämpfte sie sich zwar langsamer, schnitt aber auch das letztendlich klaglos.

Kraftvoll, flexibel und sehr durchdacht

Alles in allem ist die Fein Multimaster FMM 350 QSL ein kraftvolles, flexibles und sehr durchdachtes Werkzeug und hängt die Messlatte für oszillierende Multifunktionswerkzeuge so hoch, dass nur wenige Konkurrenten überhaupt in ihre Nähe kommen. In unserem Testfeld konnte lediglich die Makita TM3010C ähnlich gut behaupten, mit allen anderen Maschinen muss man die einen oder anderen Abstriche hinnehmen.

Nachteile?

Viel haben wir an der Fein Multimaster FMM 350 QSL nicht auszusetzen. Ohne die breiter werdende Form hätte die Maschine noch etwas angenehmer sein können, doch das ist Jammern auf hohem Niveau. Außerdem spielt natürlich der Preis eine Rolle – und die Multimaster ist nicht günstig. Für Gelegenheitsnutzer lohnt sich eine Anschaffung deshalb in den meisten Fällen nicht, für Fortgeschrittene angesichts des hohen Gegenwerts aber ganz klar.

Fein FMM 350 QSL im Testspiegel

Das Heimwerkermagazin Selber machen (10/2017) hat die Fein FMM 350 QSL bereits getestet und sie ebenfalls zum Testsieger gekürt. Die Tester vergaben die Endnote »sehr gut« und 5 von 5 möglichen Sternen. Gelobt wurden unter Anderem die geringe Vibration, die niedrige Arbeitslautstärke, das Gehäuse und der gut organisierte Systainer-Koffer. Negative Kritik gab es lediglich für den relativ hohen Preis der Maschine.

Alternativen

Für alle, die nicht von unserem Favoriten überzeugt sind, sei es aufgrund der Bauform, des Preises oder der Stromzufuhr, haben wir weitere Modelle herausgesucht, die ebenfalls empfehlenswert sind. Für Makita-Fans haben wir mit der TM3010C ein Multifunktionswerkzeug, das der Fein Multimaster kaum nachsteht. Kabellose Freiheit bei ungebrochen hoher Qualität bietet die Fein Multitalent AFMT 12 QSL. Für preisbewusste Gelegenheitsnutzer ist die Einhell TE-MG 300 EQ eine gute Wahl.

Auch gut

Makita TM3010C

Der schärfste Konkurrent für die Fein Multimaster kommt von Makita. Auch die TM3010C ist ein sehr hochwertiges Multifunktionswerkzeug, qualitativ wie auch preislich nehmen sich die beiden Maschinen nicht viel. Auf die StarlockPlus-Werkzeugaufnahme muss man allerdings verzichten.

Makita liefert exzellente Marken­qualität

In Sachen Material und Verarbeitung zieht die TM3010C mit unserem Favoriten gleichauf – beide bieten exzellente Markenqualität. Das Gehäuse der Makita ist robust, der Getriebekopf besteht aus Metall und ist mit einer dicken, stabilen Gummierung überzogen. Leider sind an den Haltepositionen nur wenige Softgripflächen vorhanden – das ist Fein bei seinem Gerät besser gelungen. Dafür hat der Kunststoff der Makita eine angenehme und griffige Oberfläche, weshalb der Nachteil nur gering ist.

Motor und Getriebe arbeiten sehr sauber und leise, sogar leiser als bei der Fein. Im Test war die TM3010C diejenige Maschine mit der geringsten Geräuschentwicklung. Ähnliches gilt für die Vibration: Diese hält sich in engen Grenzen und erlaubt so ermüdungsfreies Arbeiten auch dann, wenn es einmal länger dauern sollte.

Wenig Vibration, niedrige Betriebs­­lautstärke

Die stabile Werkzeugaufnahme ist nicht ganz so komfortabel wie bei der Fein, aber alles andere als schlecht. Sie hat einen Spannhebel sowie einen Dorn, welchen man bei jedem Werkzeugwechsel umklappen bzw. herausnehmen muss und wieder einführen muss. Es gibt einfachere Systeme, dafür ist man aber auch sehr frei in der Auswahl der Werkzeuge, die man benutzen kann.

Das Stromkabel misst 4,70 Meter und ist damit nur minimal kürzer als das der Fein – bei dieser Länge fällt der Unterschied ohne direkten Vergleich aber nicht auf. Wie man es von guten Elektrowerkzeugen gewohnt ist, ist die Strippe der Makita flexibel, aber gleichzeitig sehr robust und sollte viele Jahre im Einsatz überstehen.

Wir hatten das Multifunktionswerkzeug von Makita in der Variante TM3010CX4J als Testmuster. In dieser Konfiguration wird Gerät wird in einem Systainer-Koffer zusammen mit sehr viel Zubehör geliefert. Dazu gehört auch eine abnehmbare Staubabsauge.

Im praktischen Test schlug sich die Makita TM3010C fast so gut wie die Fein Multimaster. Das bedeutet, sie meisterte all unsere Prüfungen sehr gut. Lediglich beim Schleifen musste sie hinter unserem Testsieger zurückstehen, wirklich schlecht war ihre Leistung aber auch dort nicht.

Weil beide Maschinen ähnlich hochwertig sind, fiel uns die Entscheidung bei der Wahl des Testsieger außerordentlich schwer. Ausschlaggebend waren letztendlich vor allem die bessere Werkzeugaufnahme und das niedrigere Gewicht der Fein. Dennoch gehört die Makita TM3010C eindeutig zu den Top-Modellen und hat sich unsere Empfehlung redlich verdient.

Das Beste mit Akku

Fein MultiTalent AFMT 12 QSL

Multifunktionswerkzeug Test: Fein Multitalent Afmt 12 Qsl
Hohe Qualität trifft auf Akku-Technik: Die Fein MultiTalent AFMT 12 QSL ist die erste Wahl für kabellose Oszillierer.

Auch wer den kabellosen Betrieb mit Akku bevorzugt, findet bei Fein ein hervorragendes Modell. Die Multitalent AFMT 12 QSL teilt sich einige Eigenschaften mit unserem Testsieger, hat als akkubetriebene Maschine aber auch einige Eigenheiten.

Die Handhabung der Multitalent ist äußerst angenehm und übertrifft selbst die ihrer verkabelten Schwester. Sie ist noch ein bisschen schlanker, vor allem aber geht sie nicht hinten nicht in die Breite, wie es bei der Multimaster der Fall ist. Trotz des Akkus ist sie kaum schwerer – mit dem 3-Ah-Akku beträgt der Unterschied gerade einmal 44 Gramm. Dabei ist das Gerät super austariert und nicht kopf- oder hecklastig.

Ein Grund für das niedrige Gewicht und die schlanke Form mag sein, dass Fein im Gegensatz zur Konkurrenz auf 12-Volt-Akkutechnik setzt. Die anderen Geräte in unserem Test nutzen stattdessen 18 Volt, die WorxWX678 sogar 20 Volt. Die Akkus der Fein haben eine eigene Anzeige für den Ladestand.

Material und Verarbeitungsqualität sind tadellos. Der Getriebekopf ist aus Aluminium gefertigt und zum Schutz mit einer Kunststoffummantelung ausgestattet. Der Schalter ist mittig und ergonomisch sinnvoll an der Oberseite angebracht, der Drehzahlregler befindet sich ebenfalls oben hinter dem Griffstück. Dieses ist im Bereich der Handauflage mit Softgrip-Oberfläche überzogen. Die Maschine verfügt überdies über eine Vibrationsdämpfung, die sehr gut funktioniert und ein längeres Arbeiten ohne Ermüdungserscheinungen erlaubt.

Die Werkzeugaufnahme ist, wie auch beim Kabelmodell, ein StarlockPlus-System. Für den Werkzeugwechsel zeichnet die QuickIN genannte Verschlussmechanik verantwortlich, die ebenfalls wie bei der Kabelschwester funktioniert. Die Bedienung ist somit schnell, einfach und komfortabel.

Die Fein Multitalent AFMT 12 QSL wird in einem stabilen Kunststoffkoffer geliefert.

Unsere Aufgaben bewältigte die Multitalent AFMT 12 QSL sehr gut. Erfreulich war auch festzustellen, dass die mitgelieferten Werkzeuge von hoher Qualität und nicht nur ein Werbeargument sind. Selbst unser Edelstahlrohr, das einigen der Werkzeuge der Konkurrenz teils bis zur Unbrauchbarkeit zusetzte, überstand das Sägeblatt von Fein ohne größere Blessuren.

Ein wenig negative Kritik haben wir trotz des sehr überzeugenden Gesamteindrucks aber doch: Nach rund einer Viertelstunde Dauerbetrieb wurde die Maschine ziemlich warm. Für längere Arbeitseinsätze ist das hinderlich und ein Wermutstropfen, der bei einem Profi-Gerät eigentlich nicht sein sollte.

Wer auf der Suche nach einem hochwertigen Multifunktionswerkzeug ist, sollte aber trotz dieses Mankos einen Blick riskieren, denn auch wenn sie keine vollkommene Perfektion erreicht, macht die Fein Multitalent AFMT 12 QSL doch enorm viel richtig und ist deshalb unsere Empfehlung für kabellose Oszillierer.

Gut & günstig

Einhell TE-MG 300 EQ

Multifunktionswerkzeug Test: Einhell Te Mg 300 Eq
Die kantige Maschine wird enorm laut, doch das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis der günstigen Maschine spricht für sich.

Gelegenheitsnutzer, die nicht gleich 200 Euro und mehr ausgeben wollen, müssen trotzdem nicht auf ein Multifunktionswerkzeug verzichten. Die Einhell TE-MG 300 EQ ist ein schönes Exemplar, das zeigt, dass auch kostengünstige Modelle vorzeigbare Ergebnisse abliefern können.

Zugegeben: Ein Dauerläufer ist die Maschine nicht. Sie ist unangenehm laut – am lautesten in unserem Testfeld. Außerdem vibriert sie stark, was schon nach kurzer Zeit ermüdend wirkt. Auch das kantige Gehäuse mit seiner mäßig ergonomischen Bauweise wurde sichtlich nicht für lange Einsätze konzipiert.

Das war es aber auch schon mit Meckern, denn von diesen Mängeln einmal abgesehen, bringt die Einhell auch eine ganze Reihe Vorzüge mit. So ist das Gerät angenehm handlich und besonders an den Griffstellen schön schlank gehalten. Wo es wichtig ist, ist das Gehäuse außerdem mit rutschfesten Gripflächen ausgestattet. Das drei Meter lange Stromkabel kommt zwar nicht auf die großzügigen Längen der Gegenstücke von Makita und Fein, schlägt die der anderen Billigheimer im Test aber problemlos und ist auch qualitativ besser. Der Getriebekopf besteht aus Metallspritzguss.

Der Schalter sitzt, wie bei den meisten Modellen, mittig an der Oberseite, wo er mit dem Daumen von Rechts- und Linkshändern gleichermaßen gut erreicht werden kann. Das Stellrad für die Drehzahl befindet sich am Heck. Wenn man die höchste Stufe einstellt, gibt es ein haptisches Feedback – praktisch!

Das System für den Werkzeugwechsel nennt sich bei Einhell Quick Release. Es funktioniert einfach und reibungslos: Mit einem Spannhebel, der oben am Getriebekopf sitzt, kann man die verschiedenen Werkzeuge mit einem Handgriff ein- und ausspannen. In die Aufnahme passen OIS- und Starlock-Werkzeuge, nicht aber StarlockPlus. Eine simple Kleinigkeit hat uns an der Aufnahme besonders gut gefallen: Einhell hat einen Magnetring eingearbeitet, der verhindert, dass das Werkzeug während des Wechselns herausrutscht.

Die TE-MG 300 EQ wird in einem Plastikkoffer ausgeliefert, wie man sie von vielen Werkzeugen von Einhell kennt. Mit an Bord ist auch etwas Werkzeug sowie eine abnehmbare Staubabsauge, die im Test solide Ergebnisse lieferte.

Im praktischen Test konnte sich die Einhell TE-MG 300 EQ gut behaupten. An Kraft mangelte es gewiss nicht – keins der Materialien, auf die wir mit der Maschine losgingen, bereitete ihr Probleme. Abstriche konnten wir aber bei der Präzision ausmachen: Im Vergleich zu den Ergebnissen der Geräte von Makita und Fein waren die Schnittkanten hier sichtlich unsauberer – die sind allerdings auch etwa dreimal so teuer.

Das mitgelieferte Werkzeug ist schön, aber nicht allzu robust. Beim Schneiden von Metall und insbesondere Edelstahl trug unser Sägeblatt innerhalb kurzer Zeit recht große Schäden davon. Nun kauft man ein Elektrowerkzeug zwar nicht in erster Linie wegen des Zubehörs, etwas mehr Widerstandskraft hätten wir uns dennoch gewünscht, zumal der durchschnittliche Gelegenheitsnutzer in der Regel kein Ersatzwerkzeug parat haben dürfte, wenn er mitten im Arbeitsprozess bemerkt, dass sich sein Sägeblatt gerade verabschiedet.

Am Ende des Tages darf man eben nicht vergessen, in welcher Kostenliga die Einhell TE-MG 300 EQ spielt. Leistung und Ausstattung geben sich keine Blöße und die Handhabung ist insgesamt angenehm. Mit der Konkurrenz in derselben Preisklasse wischt die Maschine den sprichwörtlichen Werkstattboden auf. Dass sie nicht an die Qualität der viel teureren Profi-Maschinen heranreicht, sollte jedem bewusst sein. Aber man braucht auch nicht für jede kleine Schönheitsreparatur ein Luxuswerkzeug, und was die Einhell kann, reicht meistens vollkommen aus.

Außerdem getestet

Die Einhell Varrito irritierte uns zunächst ein bisschen, denn die Aufnahme des Akkus war bei unserem Testmuster nicht fest mit dem restlichen Gerät verbunden und wackelte. Wir haben es deshalb an der Stelle aufgeschraubt, und tatsächlich ist das offenbar so gewollt, damit sich Vibrationen nicht auf den schweren Akku übertragen. Vertrauenserweckend ist das aber trotzdem nicht. Davon einmal abgesehen, ist die Varrito aber in Ordnung, gerade wenn man den günstigen Preis berücksichtigt. Mit Akku ist das Gerät gut ausbalanciert und ist nicht kopf- oder hecklastig, wird dann aber auch etwas klobig und etwas zu lang.

Das Gehäuse hat an den richtigen Stellen Gripflächen für einen guten Halt. Es besteht komplett aus Kunststoff, der leider ein wenig billig, aber noch okay wirkt. Der Schalter ist mittig angebracht und somit für Links- sowie Rechtshänder bequem zu bedienen. Auch der Werkzeugwechsel gelingt einfach. Er setzt auf einen Dorn, den man je nach eingesetztem Werkzeug rein- oder rausnehmen muss.

Bosch AdvancedMulti 18

Die Bosch AdvancedMulti 18 ist ein sehr schön gelungenes Multifunktionswerkzeug: Es ist relativ handlich, wenn auch etwas zu lang für unseren Geschmack, und sehr gut austariert. Man muss sich also keine Sorgen um Kopf- oder Hecklastigkeit machen. Materialien und Gehäuse machen einen hochwertigen Eindruck, so wie man das von Bosch gewohnt ist. Selbst der Spannhebel für den Werkzeugwechsel ist formschön integriert und sogar mit Softgrip ausgestattet.

Die Werkzeugaufnahme nutzt ein Starlock-System. Damit ist man gut aufgestellt, auf StarlockPlus muss  man aber, wie bei den meisten der hier getesteten Maschinen verzichten – damit kann nur Fein aufwarten. Kann man sich damit arrangieren, weißt die Aufnahme der AdvancedMulti 18 zu gefallen: Das Werkzeug wird einfach nur durch leichten Druck hineingedrückt. Um es wieder zu lösen, betätigt man den gut erreichbaren Hebel und das Werkzeug löst sich von alleine aus der Werkzeugaufnahme. Wir waren begeistert von der Leichtigkeit, mit der das Ganze von der Hand geht.

Die Vibration beim Arbeiten mit der AdvancedMulti 18 hält sich in Grenzen. Wer möchte, kann trotzdem den zweiten Handgriff zur Hilfe nehmen. Dieser liegt der Maschine bei und lässt sich wahlweise links oder rechts einschrauben. Der Akku ist schön im Gerät integriert und wirkt nicht, wie bei anderen Geräten, als Fremdkörper. Dessen Ladestand lässt sich anhand einer LED-Anzeige am Gerät – nicht am Akku – in Erfahrung bringen.

Die Worx WX678 ist ein sehr handliches und leichtes Exemplar. Sie ist sehr gut austariert und somit nicht kopf- oder hecklastig. Durch ihre schmale Bauweise liegt sie gut und sicher in der Hand. Zwei LEDs vorne am Getriebekopf leuchten den Arbeitsbereich aus, was uns sehr gut gefiel. Die Materialien machen einen hochwertigen Eindruck. Der Getriebekopf besteht aus Aluminium. Leider befindet sich der Schalter an einer ungünstigen Stelle, sodass man kann das Gerät nicht einhändig ein- oder ausschalten kann, was nicht so richtig zur ansonsten tadellosen Ergonomie der Maschine passt. Außerdem ist die Werkzeugaufnahme nicht das Gelbe vom Ei: Für einen Werkzeugwechsel muss einen Spannhebel betätigen und danach zu- oder aufschrauben. Mit einem Adapter hat man aber immerhin die Möglichkeit, mehrere Werkzeugarten zu benutzen.

Kritik gibt es von unserer Seite auch für den Akku. Dieser erweckt keinen allzu hochwertigen Eindruck und besitzt auch keine Ladeanzeige. Das ist ärgerlich, weil auch die Maschine selbst keinen Anhaltspunkt dafür liefert. Es ist also schlichtweg unmöglich zu erfahren, wann der Energiespender wieder an die Steckdose muss.

Positiv fiel uns auf, dass man mit der Worx mit sehr niedrigen Schwingfrequenz von 5.000 Schwingungen pro Minute arbeiten kann – bei den meisten anderen Maschinen im Test lag das Minimum höher. Leider vibriert die WX678 bei der Arbeit relativ stark.

Bei der Makita DTM51 merkt man sofort, dass man es mit einem Markenprodukt zu tun hat. Das Gerät wirkt sehr robust, der Kunststoff des Gehäuses Kunststoff hochwertig. Der Getriebekopf besteht aus Aluminium und ist mit einer dicken, stabilen Gummierung ummantelt. Die integrierten Gripflächen sind angenehm weich und griffig. Leider ist die Maschine nicht gerade handlich und dazu noch extrem schwer – mit unserem 5-Ah-Akku waren es deutlich über zwei Kilogramm. Gleichzeitig ist das Gewicht mit dem aufgesetzten Akku nicht richtig austariert und etwas hecklastig. Immerhin kann man sie aufgrund des hohen Gewichts des Akkus bleibt die Maschine sicher senkrecht hinstellen, was durchaus recht praktisch ist.

Die gesamte Werkzeugaufnahme ist sehr stabil gebaut, bietet aber nur mittleren Komfort, da man für den Werkzeugwechsel erst einen Metalldorn entfernen und außerdem einen Spannhebel betätigen muss. Da haben wir schlechteres gesehen – aber eben auch besseres.

Lobenswert hervorzuheben ist die stattliche Power der Makita, außerdem läuft das Getriebe sehr ruhig und sauber. Wer mit der durchwachsenen Handhabung zurechtkommt, kann einen Kauf in Erwägung ziehen. Ohne Vorbehalt empfehlen können wir die Makita DTM51 aber nicht.

Die Bosch PMF 350 CES macht einen ordentlichen Ersteindruck. Alle Materialien sind sehr schön verarbeitet, nichts wirkt billig. Die Aufnahme mit Spannhebel nimmt Starlock-Werkzeuge auf, nicht aber StarlockPlus – angesichts des Einsatzzwecks dieser Aufnahme und der grünen Farbe der Maschine hat uns das auch nicht überrascht.

Dank gummierter Flächen ist das Gehäuse sehr griffig. Für bessere Übersicht sorgt eine Arbeitsleuchte in Form von zwei LEDs. Das Gerät wird in einem Plastikkoffer geliefert und hat zudem einen zweiten Handgriff, den man wahlweise links oder rechts festschrauben kann. Der Handgriff hat sogar eine Vibrationsdämpfung.

Wir finden die Maschine allerdings ein wenig zu lang und schwer. Zu stark gespart wurde außerdem am Kabel, das mit einer Länge von 2,5 Metern ein wenig kurz geraten ist. Zudem ist das Material des Kabels starr – das kennt man in dieser Ausprägung sonst eigentlich nur von Billiggeräten. Darüber hinaus ist die Bandbreite der einzustellenden Schwingungsfrequenzen sehr klein und umfasst lediglich den Bereich zwischen 15.000 bis 20.000. Andere bieten da wesentlich mehr.

Die Dewalt DWE315 ist eine interessante Maschine, die sich in einigen Aspekten von der Konkurrenz unterscheidet. Die universale Werkzeugaufnahme verfügt über ein Spannhebelsystem, das die mitgelieferten Werkzeuge von Dewalt festhält. Zusätzlich gibt bietet sie die Möglichkeit, mit einer Schraubverbindung weitere Werkzeuge mit anderen Aufnahmen einzuspannen. Somit hat man eine sehr große Bandbreite an verschiedenen Werkzeugen, die man in diesem Gerät benutzen kann – StarlockPlus gehört allerdings nicht dazu.

Die DWE315 war die einzige Maschine in unserem Test, die kein Einstellrad für die Geschwindigkeit besitzt, sondern die Geschwindigkeit per Schalterdruck regelt. Der Schalter ist so dimensioniert, dass man ihn von beiden Seiten drücken kann.

Das Multifunktionswerkzeug hat einen Durchmesser von etwa 6 Zentimetern, ist im Bereich der Einschaltwippe aber leider sehr tief und am Ende des Gerätes extrem schlank, was zu einer gewissen Kopflastigkeit führt. Dadurch, und weil es obendrein relativ lang ist, lässt es sich verhältnismäßig schwer mit einer Hand bedienen, ein anschraubbarer Handgriff liegt aber leider nicht bei. Dass die DWE15 während der Arbeit recht stark vibriert, stört da ganz besonders.

Schön finden wir, dass der Getriebekopf über eine LED-Beleuchtung sowie eine Aufnahme für diverse Führungen und einen Tiefenanschlag verfügt. In unserer Ausführung namens DWE315KT kam die Maschine übrigens in einem soliden Kunststoffkoffer.

Vor unseren Recherchen hatten wir noch nie etwas von der Marke gehört – ein Grund mehr, um die Galax Pro TD-9525K1 ebenfalls zu testen. Das Gehäuse ist nicht besonders gut verarbeitet und wirkt billig, allerdings sind an den richtigen Stellen großzügig Gripflächen eingearbeitet. Der haptische Eindruck ist zufriedenstellend, das Gerät ist im hinteren Griffbereich aber etwas zu breit. Immerhin: Nichts wackelt oder klingt hohl.

Der Werkzeugwechsel gelingt relativ einfach durch das Spannen eines Hebels vorne am Getriebekopf. Leider macht der Mechanismus nicht den Eindruck, als ob man wirklich lange daran Freude haben wird: Das einzuspannende Werkzeug liegt nur auf dünnen, konischen Zapfen auf, welche kreisförmig auf der Werkzeugaufnahme angeordnet sind. Wenn diese Zapfen früher oder später ausgeschlagen sind, wird das Werkzeug wohl nicht mehr fest eingespannt werden können und der Oszillierer wird zum Fall für die Tonne.

Die Maschine ist recht laut und vibriert beim Arbeiten stark. Das nur 1,9 Meter kurze Kabel besteht aus einem starrem, billig wirkendem Material, und auch die Pappschachtel, in der das Gerät ausgeliefert wird, ist keine Grazie.

Die Workpro W123005A ist ein günstiges Modell, dass sich an Gelegenheitsnutzer richtet. Die Maschine ist relativ handlich und an den wichtigsten Stellen ist das Gehäuse mit rutschfesten Gripflächen ausgestattet. Der Schalter ist mittig angebracht, das Einstellrad für die Geschwindigkeit hat eine Rasterung – ob man das mag, ist Geschmacksfrage. Wir mochten es jedenfalls nicht, da man so immer an volle Stufen gebunden ist. Für unsere Bewertung hat das aber ohnehin keine weitere Rolle gespielt, denn es gab noch eine Reihe anderer Kritikpunkte, die deutlich schwerer wiegen.

Bereits die Werkzeugaufnahme ist unpraktisch: Mit einem Inbusschlüssel — für den es wenigstens eine kleine Plastikhalterung hinten am Kabel gibt — schraubt man eine Schraube vorne an der Werkzeugaufnahme heraus, wechselt das Werkzeug, legt eine kleine Beilegscheibe auf das Werkzeug und schraubt das ganze anschließend wieder zusammen. Für häufige Werkzeugwechsel ist die Maschine somit absolut ungeeignet.

Noch unangenehmer sind allerdings die extrem hohe Betriebslautstärke und die starken Vibrationen, die längere Arbeitseinsätze praktisch unmöglich machen.

Die Workpro W123005A wird in einem Pappkarton ausgeliefert. Außerdem liegt noch eine sehr dünne Tasche bei, in die man das Gerät zusammen mit ein paar Zubehörartikeln verstauen kann.

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