Das beste Multimedia-Notebook

Das beste Multimedia-Notebook ist zur Zeit das Acer Aspire 5. Es überzeugt mit aktueller, rechenstarker Technik und ist sogar fürs Gaming geeignet. Außerdem punktet es mit einer hochwertigen und kompakten Bauweise. Das ganze gibt es zu einem vernünftigen Preis von rund 1.000 Euro.

Update 26. Januar 2018

Unsere neue Empfehlung ist das Acer Aspire 5.

Ein Multimedia-Notebook ist für Sie das Richtige, wenn Sie unterschiedliche Anforderungen an Ihr Notebook stellen: Multimedia-Inhalte wiedergeben und bearbeiten, Office-Anwendungen produktiv nutzen, schnelles und flüssiges Surfen im Internet und teilweise sogar Gaming in ansehnlichen Details – und das alles für einen vernünftigen Preis. Multimedia-Notebooks sind also echte Allrounder die preislich im Rahmen bleiben: schon ab 750 Euro bekommt man gute Modelle.

Wir haben uns durch das schier gigantische Angebot an Multimedia-Laptops gekämpft und uns die interessantesten Modelle für Sie näher angesehen.

Im Vergleich zu teureren Top-Modellen darf man aber nicht erwarten, dass sie alles perfekt machen. Wer noch mehr Leistung will, muss bereit sein, mehr Geld auszugeben. Unsere Empfehlungen hierzu finden Sie in unserem Bericht »Das beste Laptop«. Und für spezielle Anwendungen wie das Spielen aufwendiger PC-Games gibt es spezielle Gaming-Notebooks, für die wir ebenfalls Empfehlungen haben.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Acer Aspire 5

Test Multimedia-Notebook: Acer Aspire 5
Das Acer Aspire 5 bietet ein hohes Leistungsniveau und ein tolles IPS-Display.

Das Acer Aspire 5 erfüllt alle Anforderungen, die man an ein aktuelles Multimedia-Notebook stellt. Es liefert genug Leistung für alle gängigen Anwendungen und eignet sich gleichermaßen als Office-Maschine, Kreativ-Arbeitsplatz und Gaming-Spaß.

Das blickwinkelstabile IPS-Display bietet eine hohe Helligkeit und gute Kontrastwerte. In Kombination mit dem matten Bildschirm kann man mit dem Notebook also auch gut im Freien oder unterwegs arbeiten. Abseits von extrem anspruchsvollem Gaming dürfte die Leistung des Allrounders locker für die nächsten Jahre genügen, zumal sich das Laptop problemlos aufrüsten lässt, was wiederum Raum für weitere Leistungsreserven eröffnet.

AMD-Alternative

Acer Swift 3

Test Multimedia-Notebook: Acer Swift 3
Die brandneue APU von AMD sorgt für hohe Multithreading- und Gaming-Performance.

Ebenfalls von Acer kommt eine preiswertere Alternative. Das Acer Swift 3 kostet mit aktuell rund 700 Euro deutlich weniger als sein großer Bruder, bringt dafür aber eine topaktuelle APU (Accelerated Processing Unit) von AMD mit: Das Notebook ist mit dem AMD Ryzen 5 2500U ausgestattet, der nicht nur beim Multitasking tolle Leistungswerte bietet. Auch die integrierte Grafiklösung in Form der Radeon RX Vega 8 ist nicht von schlechten Eltern. Im direkten Vergleich mit unserem Favoriten fällt die Grafikleistung aber doch etwas geringer aus, außerdem muss man kürzere Akkulaufzeiten und einen etwas zu dunklen Bildschirm in Kauf nehmen.

Auch gut

Asus VivoBook 15

Test Multimedia-Notebook: Asus VivoBook 15
Das günstige Notebook bietet eine gute Leistung, erhitzt sich aber recht stark.

In der selben Preisklasse liegt das Asus Vivobook 15. Der verbaute Quad-Core-Prozessor der achten Core-Generation von Intel bietet eine hohe Leistung, hinzu kommt eine dedizierte Grafiklösung von Nvidia. Für den produktiven Alltag stehen damit genügend Leistungsreserven zur Verfügung, auch wenn die etwas knapper ausfallen als bei den beiden vorangegangenen Modellen. Und leider bietet das Vivobook 15 nur eine relativ lahme Festplatte (HDD) als Systemspeicher und auch die Akkulaufzeiten fallen recht kurz aus.

Schlank & edel

Dell Inspiron 15 7570

Test Multimedia-Notebook: Dell Inspiron 15 7570
Das Dell-Notebook ist das dünnste sowie edelste im Test. Die Akkulaufzeit ist allerdings mies.

Das Dell Inspiron 15 7570 ist unserem Favoriten nicht ganz unähnlich und damit meinen wir nicht nur den Preis von knapp 1.000 Euro: Auch dieses Gerät bietet eine Intel-Core-CPU, eine dedizierte Nvidia-Grafik sowie eine SSD und HDD – allerdings sind die Komponenten um eine Leistungsstufe niedriger als bei unserem Favoriten. Dennoch kann sich das Dell-Notebook ebenfalls gut im Alltag behaupten. Vor allem aber ist es deutlich dünner und leichter als unser Favorit und damit zweifellos schicker. Die schwammigen Tasten, das spiegelnde Display und die geringe Akkulaufzeit trüben das positive Gesamtbild allerdings ein wenig.

Vergleichstabelle

Unser FavoritAMD-AlternativeAuch gutSchlank & edel
Modell Acer Aspire 5 Acer Swift 3 Asus VivoBook 15 Dell Inspiron 15 7570 HP Pavilion 15 Acer Aspire F15 F5 573g 53v1 Lenovo ThinkPad E570
Test Multimedia-Notebook: Acer Aspire 5Test Multimedia-Notebook: Acer Swift 3Test Multimedia-Notebook: Asus VivoBook 15Test Multimedia-Notebook: Dell Inspiron 15 7570Test Multimedia-Notebook: HP Pavilion 15Test Multimedia-Notebook: Lenovo ThinkPad E570
Pro
  • Hohe Rechenleistung
  • Tolles, entspiegeltes Display
  • Hoher Blickwinkel
  • Lange Akkulaufzeiten
  • Optisches Laufwerk
  • Hohe Multithreading-Leistung
  • Edles Gehäuse
  • Niedrige Betriebstemperaturen
  • Fingerabdrucksensor
  • Hoher Blickwinkel
  • Günstiger Preis
  • Günstiger Preis
  • Gute Rechenleistung
  • Hoher Blickwinkel
  • Geringes Gewicht
  • Edles, schlankes Gehäuse
  • Gute Rechenleistung
  • Hoher Blickwinkel
  • Gute Rechenleistung
  • Knackige Tastatur
  • Optisches Laufwerk
  • Schnell genug für Anwendungen
  • Begrenzt spieletauglich
  • Farbechtes, mattes Full-HD-Display
  • Gute Verarbeitung
  • Aufrüstbar
  • Lange Akkulaufzeit
  • Gute Verarbeitung
  • Ab Werk verbaute SSD-Karte
Contra
  • Schwammige Tastatur
  • Hörbare Lüfter unter Last
  • Kein Thunderbolt 3
  • Niedrige Akkulaufzeit
  • Kaum Aufrüstbar
  • Spiegelndes Display
  • Nur HDD
  • Schwammige Tastatur
  • Hohe Betriebstemperaturen
  • Mäßige Akkulaufzeit
  • Schwammige Tastatur
  • Verspiegeltes Display
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Mittelmäßiges Display
  • Nur SSD
  • Mittelmäßige Akkulaufzeit
  • Display eher dunkel
  • Ohne Betriebssytem
  • Kleinerer Grafikspeicher als Favorit
Bester Preis
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Was muss ein Multimedia-Notebook können?

Ein gutes Multimedia-Notebook ist für uns ein echter Allrounder mit guter Leistung für die meisten Anforderungen – und sollte gleichzeitig nicht mehr als 1.000 Euro kosten.

In dieser Preisklasse liefern aktuelle Intel-CPUs schon seit der 2015 erschienenen Skylake-Generation genug Rechenleistung, um alle typischen Anwendungen wie Bildbearbeitung, das Abspielen von Full-HD-Videos, Office-Arbeiten und schnelles Surfen im Internet problemlos bewältigen zu können. Sogar viele aktuelle Games können sie in ansehnlichen (sprich mittleren) Details flüssig in Szene setzen.

High-End-Gaming erwarten wir in dieser Preisklasse aber nicht. Wer aktuelle Spiele in höchsten Details zocken will, muss nach wie vor wesentlich mehr Geld investieren.

Mindestens 8 Gigabyte Arbeitsspeicher sind sinnvoll

Für gute Multimedia-Leistung sollten außerdem mindestens acht Gigabyte Arbeitsspeicher ebenso wie ein scharfes Full-HD-Display an Bord sein. Bis auf unseren Favoriten handelt es sich stets um 15,6 Zoll große Notebooks, da es in dieser Klasse das breiteste Angebot gibt.

Kleineren und damit mobileren Geräten fehlt es oft an Grafikleistung. Dasselbe gilt für 2-in-1-Convertibles, die Laptops und Tablets vereinen. Der Fokus legen wir hier daher auf klassische Allround-Notebooks mit ordentlichen Multimedia-Fähigkeiten zum guten Preis.

Acer Aspire 5

Unser Favorit: Acer Aspire 5 A517-51G-80L

Unsere aktuelle Empfehlung ist das Acer Aspire 5 in der kryptischen Konfiguration A517-51G-80L. Es bietet eine sehr gute Systemleistung für Multimedia- und Spieleanwendungen, punktet mit einer tadellosen Verarbeitung, einem großen, farbintensiven IPS-Display und praxistauglicher Akkulaufzeit.

Unser Favorit

Acer Aspire 5

Test Multimedia-Notebook: Acer Aspire 5
Das Acer Aspire 5 bietet ein hohes Leistungsniveau und ein tolles IPS-Display.

Das 17,3-Zoll große Full-HD-Display bringt Spiele und Filme gut zur Geltung und eine flotte Intel-Core-i7-CPU sorgt im Zusammenspiel mit dem acht Gigabyte großen DDR4-Arbeitsspeicher für stets gute Multitasking-Leistung. Dank der verbauten Nvidia Geforce MX150 lässt sich der Acer-Allrounder auch als spieletauglich bezeichnen.

Klar, mit rund 1000 Euro ist das Acer Aspire 5 nicht gerade ein Schnäppchen. Dafür ist aber auch gleich Windows 10 Home in der 64-Bit-Variante ab Werk schon auf der recht großen SSD installiert. Zusätzlich steht auch noch eine ein Terabyte große HDD bereit, um größere Datensammlungen und Programme aufzunehmen.

Flott und Gaming-tauglich

Herzstück des Acer Aspire 5 ist der Intel Core i7-8550U, der mit bis zu 4,0 Gigahertz getaktet ist. Der Vierkerner basiert auf Intels Kaby-Lake-Architektur und bietet für den Windows-Alltag eine mehr als ausreichende Leistung. Das U im Produktnamen zeichnet die CPU übrigens als besonders stromsparend aus.

Weder im Office-Betrieb, noch beim Surfen oder der Arbeit in Programmen wie Photoshop oder Lightroom geht die Performance des Aspire 5 spürbar in die Knie. Die RAM-Ausstattung ist mit acht Gigabyte Kapazität für alle gängigen Anwendungen absolut ausreichend.

Für Spiele mit hoher Grafikanforderung nicht geeignet

Wer sich die Zeit gelegentlich mit einem guten Spiel vertreiben will, für den ist das Acer Aspire 5 ebenfalls eine gute Wahl. Das Notebook bietet in Form einer Nvidia Geforce MX150 eine nach wie vor veritable Grafikkarte.

Das liegt vor allem daran, dass Acer dem Grafikchip einen zwei Gigabyte großen GDDR5-Speicher zur Seite stellt. In der Praxis bringt das Acer-Notebook viele Spiele aus den letzten Jahren ruckelfrei mit mittleren bis hohen Details in Full-HD auf den Bildschirm.

Lediglich bei neueren Grafikkrachern wie Wolfenstein 2: The New Colossus oder Assassin’s Creed Origins müssen einige Details heruntergeschraubt werden, um eine flüssige Bildrate zu erhalten. Für diesen Preis sind die Gaming-Fähigkeiten des Acer-Notebooks aber absolut konkurrenzfähig.

Dank schnellem WLAN-ac kommen zudem auch hochauflösende Streams ruckelfrei auf dem Full-HD-Display an. Alternativ geht es mit dem normal großen LAN-Anschluss auch kabelgebunden ins Internet. In Kombination mit den Stereo-Lautsprechern ist das Acer-Notebook also durchaus auch als Netflix-Maschine brauchbar. Allerdings empfehlen wir dennoch den Einsatz von Kopfhörern, da der Klang aus den Speakern nur mittelmäßig ist. Wer nicht streamen will, kann natürlich auch Filme vom integrierten DVD-Brenner abspielen.

Verarbeitung und Ausstattung

Acer packt das 17,3-Zoll-Notebook in ein sauber verarbeitetes Chassis. Zwar setzt der Hersteller dabei primär auf Kunststoff statt auf edles Aluminium, dennoch fühlt sich das rund 2,8 Kilogramm schwere Gerät wertig an. Vor allem die stabile, mit Alu verstärkte Tastaturplatte gefällt und lässt auf lange Zuverlässigkeit hoffen. Schade nur, dass sich Fingerabdrücke deutlich auf den Flächen des Notebooks abzeichnen. Ein Reinigungstuch sollte also idealerweise immer mit ins Gepäck.

Der Bildschirm ist eines der Highlights des Acer Aspire 5: Er ist nicht nur größer als der der meisten anderen Modelle, sondern kann auch dank eines IPS-Panels mit stabilen Blickwinkeln, einer guten Farbtreue und hohen Kontrastwerten punkten. Außerdem ist die Displayfläche entspiegelt und erlaubt zusammen mit der hohen Helligkeit problemlos das Arbeiten im Freien.

Schnittstellen
Die Schnittstellen des Acer.

Das Gehäuse beherbergt ein optisches Laufwerk in Form eines DVD-Brenners sowie eine Reihe von Anschlüssen, darunter auch ein zukunftssicherer USB-C-Port. Hinzu kommen ein SD-Speicherkartenleser, ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss und HDMI. Bei den USB-Anschlüssen verbaut der Hersteller nur einen regulären (Typ-A) USB-3.0-Anschluss, ergänzt wird er durch zwei veraltete USB-2.0-Buchsen. Sie erfüllen ihren Zweck, übertragen Daten aber nun mal langsamer als der neuere Standard.

In der von uns empfohlenen Modellvariante A517-51G-80L kommt das Notebook mit einer 256 Gigabyte großen M.2-SSD von Micron, auf die der Hersteller auch das Betriebssystem installiert hat. Der Flash-Speicher erlaubt flottes Arbeiten dank kurzer Ladezeiten. Außerdem ist das Gerät mit einer ein Terabyte großen, klassischen Festplatte (HDD) ausgestattet. Diese bietet ordentliche, wenn auch nicht überragende Schreib- und Lesegeschwindigkeiten im Bereich von knapp 100 Megabyte pro Sekunde.

Wartungsklappen
Die Wartungsklappen des Acer.

Über zwei Wartungsklappen können die Käufer des Acer-Notebooks wahlweise die eingebaute, 2,5 Zoll große HDD gegen eine gleichgroße SSD tauschen oder den Arbeitsspeicher wechseln. Letzterer bemisst sich nur auf ein einzelnes Modul, weshalb der RAM im etwas langsameren Single-Channel-Modus läuft. Besser wäre es gewesen, zweimal vier Gigabyte zu verbauen, da der dadurch nutzbare Dual-Channel-Modus die Datenübertragung pro Takt verdoppelt. In der Praxis macht sich das allerdings nicht allzu oft negativ bemerkbar.

Zukunftssichere Aussstattung

In Sachen Akkulaufzeit können wir dem Acer Apsire 5 ebenfalls ein gutes Zeugnis ausstellen. Die beworbenen sieben Stunden sind zwar nur unter optimalen Laborbedingungen zu erreichen, im Office- und Webbetrieb sind aber je nach Helligkeit Arbeitszeiten von guten sechs Stunden drin – in dieser Leistungsklasse ein guter Wert.

Für die nötige Kühlung der Hardware kommt ein einzelner Lüfter zum Einsatz, der bei geringer Auslastung kaum zu hören ist. Unter Last dreht er aber hörbar auf, allerdings ist das bei fast allen Notebooks mit Lüftern der Fall. Viel wichtiger ist nämlich, wie effektiv die Kühlung arbeitet: Beim Aspire 5 erhitzen sich die CPU und GPU auf 90 respektive 85 Grad Celsius, dafür findet aber immer noch kein Heruntertakten der Komponenten statt (sogenanntes Thermal Throtteling). Die Leistung des Notebooks ist also auch unter Last jederzeit stabil abrufbar.

Damit taugt das Multimedia-Notebook durchaus auch als klassische Office-Maschine, was in der Geräteklasse alles andere als selbstverständlich ist. Auch das Touchpad überzeugt im Praxistest. Die Mausbedienung geht gut von der Hand, unter Windows 10 werden zudem die neuen Multitouch-Gesten sauber unterstützt.

Schwächen

Das Acer Aspire 5 ist ein beinahe rundum gelungener Multimedia-Allrounder, der sich kaum Kritik gefallen lassen muss. Ein paar Schwächen hat er aber dennoch. So fällt unter anderem der Druckpunkt der Vollformat-Tastatur (inklusive Nummernblock) ziemlich schwammig aus, auf eine Hintergrundbeleuchtung der Tasten muss man komplett verzichten.

Außerdem fehlt uns ein zukunftssicherer Thunderbolt-3-Anschluss, der nicht nur blitzschnelle Datenübertragungen ermöglicht, sondern auch Videosignale übertragen oder die Stromversorgung respektive die Akkuaufladung übernehmen könnte. Ein separater Stromanschluss wäre dann nicht nötig gewesen und man hätte Platz gehabt, um andere Schnittstellen, wie (Mini-)Displayport oder mehr USB-Buchsen zu verbauen.

Als etwas störend dürften manche Nutzer den unter Last recht lauten Lüfter empfinden; bei geringer Belastung ist dieser aber kaum zu hören. Für Gamer könnte sich indes die verbaute Grafikkarte als Kaufhindernis entpuppen: Die Spiele-Performance der Geforce 150MX ist, wie bereits erwähnt, ordentlich und für den produktiven und kreativen Alltag definitiv ausreichend. Allzu viele Reserven für künftige Top-Games bietet das Acer-Notebook allerdings nicht. Wer plant, auch künftige Spiele zocken zu können, sollte gegebenenfalls nach einem Notebook Ausschau halten, das mindestens mit einer Geforce GTX 1060 oder höher ausgestattet ist.

Acer Aspire 5 A517-51G-80L im Testspiegel

Die Notebook-Experten von Notebookcheck (10/2017) haben das Acer Aspire 5 A517-51G-80L ausführlich auf Herz und Nieren getestet. Tester Sebastian Bade ist vor allem von der Leistung des Acer-Notebooks angetan:

»Das Acer Aspire 5 A517-51G ist ein Multimedia-Notebook, welches für die alltäglichen Arbeiten sehr gut geeignet ist. Mit dem Einzug der 8. Generation der Intel Core-Serie konnte die Prozessorleistung deutlich gesteigert werden. Der Intel Core i7-8550U hat genügend Leistungsreserven, um auch in naher Zukunft nicht zum alten Eisen zu gehören. […] Zudem bietet das Acer Aspire 5 A517-51G mit der Nvidia GeForce MX150 eine Einsteigergrafikkarte, mit der viele Spiele gut wiedergegeben werden können.«

Auch die restliche Ausstattung wird deutlich hervorgehoben. Hier heißt es:

»Der 8-GB-DDR4-RAM ist für die meisten Einsatzzwecke ausreichend, wenngleich ein Upgrade auf maximal 20 GB kein Problem darstellt. Für ein flüssiges System sorgt auch die Kombination aus SSD und HDD.«

Lobende Worte gibt es auch für den Bildschirm:

»Das IPS-Display rundet das relativ gute Gesamtpaket ab und überzeugt vor allem mit einer hohen Leuchtkraft.«

Kritik muss das Aspire 5 allerdings auch einstecken. Die gibt es für die Eingabegeräte und das Netzteil:

»Etwas unterdimensioniert könnte man die Leistung des Netzteiles beschreiben, denn ein Entladen des Akkus bei Volllast sollte nicht passieren. Ebenso hinterlassen die Eingabegeräte einen zwiespältigen Eindruck. Das Touchpad verrichtet hingegen einen guten Job, wenngleich der Schreibkomfort der Tastatur etwas leidet.«

Notebookcheck bewertet das Acer Aspire 5 mit einer guten Gesamtnote von 85 Prozent.

Auch das englischs Magazin Laptopmedia (11/2017) hatte das Acer Aspire 5 in der gleichen Ausstattung im Test. Die Tester haben eindeutige Worte für das Notebook:

»Der beste 17,3-Zoll-Multimedia-Laptop seiner Klasse. Punkt. Es mag vielleicht hier und da ein paar Ungereimtheiten geben – wir beziehen uns hier auf das zu flexible Innere, den Deckel und das hakelige Touchpad – aber es bietet dennoch ein außergewöhnliches Multimedia-Erlebnis und eine ziemlich leistungsstarke Hardware für den aufgerufenen Preis.«

So kann das Gerät nicht nur bei der Leistung, sondern auch mit dem Display begeistern:

»Der Core i7-8550U (oder der Core i5-8250U, wenn Sie sich für das Basismodell entscheiden), zusammen mit der Geforce MX150, bilden ein gutes Team für leichtes Gaming, besonders im Bereich des kompetitiven Gamings. Erwarten Sie jedoch keine hohen Bildraten bei höheren Auflösungen.«

»Apropos Auflösung: Nicht vergessen zu erwähnen dürfen wir das überraschend gute Display des Aspire 5 (17 Zoll). Laptops im gleichen Segment neigen dazu, entweder ein TN-Panel oder ein Budget-IPS-Panel zu integrieren, aber diesmal verwendete Acer ein High-End-Panel von LG, das auch beim Lenovo Legion Y920 eingesetzt wird, das allerdings doppelt so viel kostet.«

Insgesamt bekommt das Acer-Notebook eine eindeutige Kaufempfehlung und die Auszeichnung »Editor’s choice«.

Alternativen

Der Markt an Multimedia-Notebooks ist ziemlich groß. Wir haben für Sie vier spannende Alternativen zu unserem Favoriten herausgepickt.

AMD-Alternative

Acer Swift 3

Test Multimedia-Notebook: Acer Swift 3
Die brandneue APU von AMD sorgt für hohe Multithreading- und Gaming-Performance.

Das Acer Swift 3 kostet aber mit rund 700 Euro deutlich weniger als sein großer Bruder. Trotzdem ist seine Ausstattung ein kleines Highlight, denn als Prozessor verfügt das Swift 3 über einen brandneuen Chip namens AMD Ryzen 5 2500U. Dabei handelt es sich um eine sogenannte APU (Accelerated Processing Unit), die in einem Chip vier CPU-Kerne mit acht leistungsfähigen Grafikkernen (Graphics Compute Units) vom Typ Radeon RX Vega 8 vereint.

Das ermöglicht hohe Leistung beim Multithreading, also wenn Berechnungen auf mehrere CPU-Kerne verteilt werden – da hat selbst die CPU in unserem Favoriten, der Intel Core i7-8550U, das Nachsehen. Die leistungsstarke Radeon-Grafik lässt so ziemlich alle Intel-Graphics-HD-Modelle hinter sich, selbst Einsteiger-Notebook-Grafikchips wie die Nvidia Geforce 940MX müssen sich geschlagen geben. So gut wie eine Nvidia Geforce MX150 ist Vega 8 aber nicht – erstere steckt beispielsweise in unserem Favoriten. Trotz der guten Leistungswerte bleibt die APU selbst unter Last auch noch vergleichsweise kühl.

Dank seines Metallgehäuses und der sauberen Verarbeitung ist das Acer Swift 3 sogar noch etwas edler als unser Favorit. Die Anschlüsse entsprechen dem Acer Aspire 5, Tunderbolt 3 ist also auch hier nicht an Bord. Zusätzlich spendiert der Hersteller dem Swift 3 allerdings eine Tastaturbeleuchtung und einen Fingerabdrucksensor, der sichere Anmeldungen ermöglicht. Aufschrauben lässt sich das Notebook ebenfalls recht einfach, allerdings können Sie dann nur eine weitere M.2-Steckkarte nachrüsten oder das Innenleben reinigen. Der RAM ist fest montiert und lässt keine Veränderungen zu, arbeitet aber im flotteren Dual-Channel-Modus.

Schade finden wir allerdings, dass die Akkulaufzeit recht mager ausfällt (gute fünf Stunden beim WLAN-Surfen) und dass das IPS-Display zu dunkel und die Farbwiedergabe nur mittelmäßig ist. Zusätzlich reflektiert die verspiegelte Oberfläche helles Licht, weshalb sich das Swift 3 nur eingeschränkt für den Außeneinsatz eignet. Zudem ist es für ein 15,6 Zoll großes Notebook mit 2,6 Kilogramm vergleichsweise schwer. Wer diese Negativpunkte verschmerzen kann und beispielsweise viel mit externen Monitoren arbeitet, der erhält ein leistungsfähiges Notebook für einen tollen Preis.

Auch gut

Asus VivoBook 15

Test Multimedia-Notebook: Asus VivoBook 15
Das günstige Notebook bietet eine gute Leistung, erhitzt sich aber recht stark.

Eine ebenfalls gute günstigere Variante ist das Asus Vivobook 15 für aktuell rund 750 Euro. Das Gehäuse ist zwar komplett aus Kunststoff gefertigt, wirkt aber dennoch recht edel. Das Aufschrauben des Gehäuses ist jedoch nicht ohne Garantieverlust möglich – schade! Als Prozessor kommt der aktuelle Vierkerner Intel Core i5-8250U zum Einsatz, der mit Taktraten von 1,6 bis 3,4 Gigahertz arbeitet. Die Leistung ist für den Alltag potent genug. Zur Seite steht der CPU ein einzelnes, acht Gigabyte großes DDR4-Speichermodul, das somit »nur« im Single-Channel-Modus arbeitet.

Bei der Grafik setzt Asus auf die Nvidia Geforce 940MX, die über einen eigenen, zwei Gigabyte großen GDDR5-Speicher verfügen darf. Aktuelle Titel können nur in niedrigen Grafikeinstellungen flüssig gespielt werden, ältere Games lassen sich aber in hohen Details ruckelfrei wiedergeben. In Multimedia-Prozessen kann die Grafiklösung aber eine gute Stütze sein, sofern die Hardwarebeschleunigung unterstützt wird. Das Full-HD-Display besitzt ebenfalls ein blickwinkelstabiles IPS-Panel, das aber etwas zu dunkel ausfällt. Deshalb eignet sich das Vivobook 15 trotz einer entspiegelten Bildfläche nur bedingt für die Nutzung im sonnigen Außenbereich.

Bemängeln müssen wir aber vor allem die starke Hitzeentwicklung der CPU, die auch ein Thermal Throttling und somit einen Leistungsverlust nach sich zieht. Hinzu kommt, dass die Lüfter bei voller Auslastung stark und teilweise auch störend rauschen. Außerdem missfällt uns der schwammige Druckpunkt der Tastatur und die geringe Akkulaufzeit von nur vier anstelle der angepriesenen acht Stunden. Zu guter Letzt bietet das Notebook aber eine Menge Speicherplatz, allerdings nur in Form einer relativ lahmen HDD mit einem Terabyte Speicher – eine SSD steht nicht zur Verfügung, was sich im täglichen Betrieb auch bemerkbar macht.

Wer aber für eine gute Kühlung sorgt, beispielsweise in Form von aktiven Kühlpads mit Lüftern und das Notebook hauptsächlich mit einem separaten Bildschirm nutzt, der kann mit dem Asus Vivobook 15 einen guten Kauf machen.

Schlank & edel

Dell Inspiron 15 7570

Test Multimedia-Notebook: Dell Inspiron 15 7570
Das Dell-Notebook ist das dünnste sowie edelste im Test. Die Akkulaufzeit ist allerdings mies.

Das Dell Inspiron 15 7570 ist in Sachen Ausstattung dem Asus Vivobook 15 recht ähnlich: Auch hier kommt die gleiche, rechenstarke Core-i5-CPU zum Einsatz sowie die gleiche Grafiklösung Nvidia Geforce 940MX. Letzterer steht allerdings die doppelte Menge an Grafikspeicher zur Verfügung, was eine etwas höhere Spiele-Performance ermöglicht. Fürs High-End-Gaming bei maximalen Details reicht es zwar immer noch nicht aber den Alltag überstehen Sie mit dem Dell-Notebook auf jeden Fall.

Um die Temperaturen der CPU steht es beim Inspiron aber besser – im ersten Moment zumindest. Denn obwohl nur 80 Grad Celsius gemessen werden, weigert sich der Prozessor in höhere Boost-Taktraten zu schalten. Hierbei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme des Herstellers, um nicht nur die Lebensdauer des Chips zu verlängern, sondern auch um einen weiteren Temperaturanstieg zu vermeiden. Die Lüfter drehen deutlich hörbar auf.

Das Full-HD-Display arbeitet auch hier wieder mit einem IPS-Panel, das vor allem mit hoher Blickwinkelstabilität punktet. Doch auch die Helligkeit ist recht hoch und die Kontrastwerte sind stark. Nur leider ist der Screen verspiegelt und so kann es zu Reflexionen kommen, die die Nutzung beeinträchtigen können. Die Druckpunkte der Tastatur fallen wieder recht schwammig aus und der ein oder andere Nutzer dürfte sich hier ein etwas knackigeres Feedback wünschen. Die zuschaltbare Hintergrundbeleuchtung der Tasten erlaubt jedoch auch das Tippen bei schlechten Lichtverhältnissen.

Die Aufteilung des Speichers ist vorbildlich: Auf der 128 Gigabyte großen SSD ist Windows 10 installiert, die Festplatte mit einem Terabyte Speicher dient als Datengrab. Das Gehäuse verdient ebenfalls Anerkennung: Es besteht komplett aus Aluminium und wirkt dadurch hochwertig und robust. Außerdem ist das Dell Inspiron 15 7570 mit einer Dicke von nur 1,5 Zentimetern sehr dünn. Kritik gibt es aber vor allem für die geringe Akkulaufzeit: Nach etwas über drei Stunden WLAN-Surfen ist schon wieder Schluss mit dem Ausflug ins World Wide Web.

Dennoch: Das Dell Inspiron 15 7570 bietet tolle Leistungswerte und kann mit einer ziemlich hochwertigen Haptik und einem schlanken Format punkten. Nur sollten geneigte Käufer einen nicht allzu ausdauernden Akku in Kauf nehmen, was bei einem so mobilen Gerät allerdings nur schwer verschmerzbar ist.

Was gibt es sonst noch?

HP Pavilion 15

Der HP Pavilion 15 ähnelt unserem Favoriten, aber wer etwas genauer hinsieht, der bemerkt die Unterschiede. Es kommt beispielsweise die gleiche, leistungsfähige Core-i7-CPU von Intel zum Einsatz, nur verrichtet in Sachen Grafikberechnung die schwächere Nvidia Geforce 940MX ihre Dienste. Des Weiteren lässt sich auf nur 256 GB Speicherplatz zurückgreifen, wobei es sich immerhin um eine flotte SSD handelt. Der wohl größte Schwachpunkt dieses Geräts ist der blickwinkelinstabile, blasse und etwas zu dunkle Bildschirm mit TN-Panel.

Acer Aspire F15 F5 573g 53v1

Das Acer Aspire F15 F5 573g 53v1 war unser damaliger Favorit – doch der technische Fortschritt verbannt dieses Gerät auf die hinteren Ränge. So sind wir beim Prozessor schon satte zwei Generationen weiter, weshalb dieses Modell weniger Leistung bietet, dafür aber mehr Strom verbraucht. Auch die Grafikkarte in Form der Nvidia Geforce GTX 950M mit vier Gigabyte VRAM ist nicht mehr die neuste aber mit den Einsteigerlösungen kann sie noch knapp mithalten. Für den Alltag ist die Leistung also insgesamt noch ausreichend. Doch schon damals bemängelten wir das etwas zu dunkle Display mit TN-Panel und die Tatsache, dass das Gerät nur mit einer HDD ausgestattet ist und obendrein noch ohne Betriebssystem ausgeliefert wird. Eine echte Alternative zu unseren neuen Empfehlungen ist das Acer Aspire F15 also nicht.

Lenovo ThinkPad E570

Gegenüber dem Acer Aspire F15 kann das Lenovo ThinkPad E570 vor allem mit einer ab Werk verbauten SSD sowie der etwas neueren CPU-Generation Intel Core i5 7200U punkten – deshalb auch der günstige Preis, da wir uns mittlerweile schon in der achten Core-Generation befinden. Wie beim Acer Aspire F15 verbaut auch Lenovo eine Geforce GTX 950M. Allerdings muss sich das ThinkPad im Vergleich zum Acer mit einem halb so großen Grafikspeicher begnügen. Das führt zu einer noch schlechteren Spieleleistung. Dafür ist das Gerät gut verarbeitet, bietet eine relativ lange Akkulaufzeit und eine immer noch gute Alltagsleistung. Doch es ist vor allem der günstige Preis von knapp 700 Euro, dass das Lenovo-Notebook attraktiv macht.

Kommentare

4 Kommentare zu "Das beste Multimedia-Notebook"

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Jana Muhr

Ohne eine zusätzliche SSD finde ich den Preis zu hoch. Ich verstehe auch die Logik nicht, wenn ich Spielen will, dann kaufe ich mir ein stärkeres Notebook und wenn nicht dann brauche ich die Grafikkarte nicht.

Ich verstehe die Logik auch nicht, wenn ich spielen will, hole ich mir die Playstation 4.

TN Displays sind nicht mehr zeitgemäß (IPS bietet bessere Bildqualität vor allem bei seitlicher Betrachtung )