Das beste Multitool

Test: Multitool – Testsieger Dremel 4200

Das beste Multitool ist der Dremel 4200. Die Technik des Erfinders der Multitools hat sich seit Jahren bewährt, ebenso das überaus reichhaltige Zubehör sowie die robuste Konstruktion. Der Dremel kann schleifen, polieren, schneiden, bohren und vieles anderes mehr – alles eine Frage des aufgesetzten Werkzeugs.

Für knifflige Aufträge an beinah unzugänglichen Orten ist ein Multitool mit seiner Vielzahl verschiedener Werkzeuge die erste Wahl. Aufgrund der Größe und der enormen Wandlungsfähigkeit mit den vielen verfügbaren Aufsätzen eignet sich so ein Multitool vor allem für filigranes Arbeiten, weniger dagegen für großflächige Projekte.

Mit dem Dremel fing alles an, der amerikanische Werkzeugspezialist hat als erstes ein Multifunktionswerkzeug auf Basis eines handlichen Oszillation-Antriebs auf den Markt gebracht. Obwohl die wesentlichen Patente längst abgelaufen sind und andere Hersteller ähnliche Produkte auf den Markt gebracht haben, profitiert der original Dremel immer noch vom vorhandenen Knowhow und seinem guten Namen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Dremel 4200

Test: Multitool – Testsieger Dremel 4200
Alles was man braucht in einem Set – mit dem Dremel Multitool sind auch schwierige Arbeiten kein Problem.

Der Dremel 4200 überzeugt mit der vielseitigsten Ausstattung im Set und der hochwertigen Verarbeitung. Außerdem lässt sich der Dremel auch mit weiterem Dremel-Zubehör kombinieren. Auch die einfache, sichere Bedienung sprechen für den Dremel.

Der Spezialist: Proxxon 28515

Test Multitool: Proxxon 28515
Kleiner, handlicher aber mit weniger Leistung – das Multitool von Proxxon.

Wenn Sie Kleinstarbeiten wie Gravierungen machen wollen, dann ist der Proxxon 28515 vielleicht der richtige für Sie. Er hat nicht die Power des Dremel und ist deshalb auch nicht mit Aufsätzen für schwierigere Arbeiten ausgestattet. Dafür ist er filigraner und kann noch fummeligere Arbeiten als der Dremel ausführen.

Stationärer Einsatz: Ryobi EHT150V

Test Multitool: Ryobi EHT150V
Am Ryobi ist die flexible Welle direkt fest montiert.

Der Ryobi EHT 150V ist für handliche Gegenstände, beispielsweise aus dem Modellbau, gut geeignet. Er ist stationär in eine Halterung einzuhängen und ähnlich leistungsstark wie der Dremel. Dafür ist er aber um einiges günstiger, was aber auch beinhaltet, dass man nicht die Robustheit des Testsiegers erwarten darf.

Für Arbeiten außerhalb des Modellbaus ist er eher weniger geeignet. Da ist der Dremel die bessere Wahl.

Preistipp: Einhell TH-MG 135 E

Test Multitool: Einhell TH-MG 135 E
Das Einhell Multitool mit Teleskop-Stativ und Flexibler Welle im Lieferumfang.

Wer mit weniger Leistung und mittelmäßiger Verarbeitung kein Problem hat, für den ist das Set TH-MG 135 E von Einhell eine preisgünstige Alternative zu unserem Testsieger. Einfache bis mittelmäßige Aufgaben lassen sich mit dem Einhell auch problemlos meistern.

Für den schmalen Geldbeutel können wir es empfehlen.

Vergleichstabelle

TestsiegerDer SpezialistStationärer EinsatzPreistipp
Modell Dremel 4200 Proxxon 28515 Ryobi EHT150V Einhell TH-MG 135 E
Test: Multitool – Testsieger Dremel 4200Test Multitool: Proxxon 28515Test Multitool: Ryobi EHT150VTest Multitool: Einhell TH-MG 135 E
Pro
  • Auch für schwierigere Arbeiten geeignet
  • Viel Ausstattung
  • Klein und handlich
  • Für kleinere Gegenstände geeignet
  • In Halterung einsetzbar
  • Sehr günstig
  • Gute Ausstattung für den Preis
Contra
  • Vergleichsweise teuer
  • Weniger Leistung als unser Favorit
  • Nicht so robust wie der Dremel
  • Verarbeitung eher mittelmäßig
Bester Preis
Technische Daten  

Multifunktionswerkzeuge – drehen oder schwingen

Das technische Prinzip ist dabei so simpel wie effektiv: bei einem Multitool vom Schlag des Dremel handelt es sich schlicht um einen Elektromotor im handlichen axialen Gehäuse, der mit variabler Drehzahl ausgestattet ist. Damit wird eine Spindel angetrieben, die wiederum mit den unterschiedlichsten Werkzeugen bestückt werden kann: zum Bohren Fräsen, Schleifen, Polieren und Gravieren.

Im Gegensatz dazu sollten Multifunktionswerkzeuge erwähnt werden, die das Werkzeug nicht in Drehungen sondern in Schwingungen versetzen, diese Maschinen nennt man daher oszillierende Multifunktionswerkzeuge. Die Werkzeug-Aufsätze beschränken sich dort weitestgehend auf Schleif-, Schab-, Polier- sowie Schneid- und Säge-Arbeiten, aufgrund der Schwingbewegungen und der besonderen Formgebung der Werkzeuge sind diese besonders für schwer zugängliche Schneide- und Schleifarbeiten geeignet.

Ob drehen oder schwingen – eigentlich funktioniert beides gut

So kommt ein oszillierender Dreieckschleifer bis in die Ecken, um beispielsweise Reste von Farbe oder Teppichkleber abzuschaben. Mit den Schneide-Aufsätzen können zudem teilmontierte Gipskarton-Platten auf Maß geschnitten werden, oder Nägel, Schrauben und andere Befestigungsmittel wandnah gekürzt werden. Dies lässt sich allerdings auch mit einem rotierenden Multifunktionswerkzeug wie dem Dremel, mit Trennscheibe bewerkstelligen.

Test: Multitool – Testsieger Dremel 4200

Testsieger: Dremel 4200

Verarbeitung und Zubehör

Der robuste Koffer des Dremel 4200 Sets ist prall gefüllt mit Zubehör. Neben dem Dremel 4200 mit EZ Change – dem Zubehör-Schnellwechselsystem für Multifunktionswerkzeuge – enthält das Set vier Vorsatzgeräte: Balkenführungsvorsatz, Kreis- und Parallelschneider, Modellierungstisch und Komfortschutz. Neben diesen Vorsatzgeräten sind weitere 75 Dremel Originalzubehörteile wie diverse Schleif, Schneid und Polier-Aufsätze in unterschiedlichen Ausführungen im Lieferumfang enthalten.

Testsieger: Dremel 4200

Test: Multitool – Testsieger Dremel 4200
Alles was man braucht in einem Set – mit dem Dremel Multitool sind auch schwierige Arbeiten kein Problem.

Maschine und Zubehör sind systematisch im Koffer untergebracht, so dass oft ein kurzer Blick genügt, die Aufsätze für die unterschiedlichen Aufgaben zu finden. Dann muss man sich nur die gewünschte Stärke, Größe oder Oberfläche des Schleif- oder Polier-Aufsatzes auswählen.

Umfangreich ausgestattet und gut verarbeitet

Besagter EZ-Change sorgt für schnellen und vor allem werkzeuglosen Wechsel des Aufsatzes, kurze Umrüstzeiten bedeuten auch hier flexibles und schnelles Arbeiten. Die Vorsätze werden einfach aufgeschraubt und gegebenenfalls mit einer Schraube in ihrer Position gesichert. Auch hierfür ist ein passendes Werkzeug im Koffer enthalten.

Der 4200 selbst liegt dank Softgrip-Beschichtung sehr gut in der Hand, die Werkzeugaufnahme sowie die Bedienelemente, wie Einschalter und Drehzahleinstellung sind ergonomisch günstig angebracht.

Schön ist, dass das Rad zur Einstellung der Drehzahl nicht irgendwelche imaginären Einstellstufen anzeigt, sondern die tatsächlich ausgewählte Drehzahl – das erlaubt praxisgerechtes Arbeiten.

Für die Nachhaltigkeit dieser Maschine spricht, dass sich die Kohlen des Motors leicht wechseln lassen; das geht so leicht wie der Austausch einer Glassicherung bei anderen Geräten, der passende Schraubendreher dazu befindet sich ebenfalls im Lieferumfang.

Der Dremel 4200 im Praxistest

Bevor allerdings die Kohlen gewechselt werden müssen, kann ich den Dremel ausgiebig testen.

Der standardmäßig montierte Vorsatz ist lediglich ein Schutz für die Finger und kann für viele Arbeiten montiert bleiben. Andernfalls kann er einfach per Hand abgeschraubt und gegen einen der anderen vier mitgelieferten Vorsätze ausgetauscht werden.

Bei einem Projekt ganz besonderer Art soll der Dremel 4200 seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen: ein Fahrradrahmen soll aufgefrischt werden, dazu wurde er komplett demontiert, auch die Gabel musste aus der Lagerung genommen werden.

Da die Lagerschalen konventionell aufgepresst waren und es teilweise nicht mehr möglich war, sie zu lösen, kam eine Trennscheibe für Metall zum Einsatz. Schnell war die passende Steckachse in der Zubehörbox gefunden, und die passende Trennscheibe aufgesteckt, das funktioniert alles intuitiv und ohne Werkzeuge.

Mit aufgestecktem Funkenschutz und höchster Drehzahl war die Lagerschale aus Alu schnell durchtrennt und zwar ohne den Lagersitz in Mitleidenschaft zu ziehen. Nun liegen Gabel und Rahmen von sämtlichen Anbauteilen befreit vor mir und die oberste Lackschicht kann entfernt werden.

Hierzu stehen diverse Schleifkörper mit unterschiedlicher Körnung und verschiedensten Formen zur Verfügung, dabei arbeitet der Dremel an Stellen am effektivsten, die fürs Schleifen per Hand oder mit normalen Werkzeugen nicht mehr zugänglich sind.

Nach einem schnellen Werkzeugwechsel ging es ans Abschleifen des alten Lackes. Hierzu kann der noch montierte Funkenschutz am Gerät belassen werden, muss er aber nicht. Es kann sinnvoll sein, ihn zu demontieren, wenn es an besonders schwer zugängliche Stellen geht, beispielsweise zwischen den beiden Gabelschäften oder etwa im Tretlagerbereich des Rahmens, zumal wenn es hier wegen zusätzlicher Streben ganz besonders eng zugeht. Hier kann man mit den besonders geformten Korund-Kegeln noch hervorragend arbeiten, wo größere Werkzeuge schon an ihre Grenzen stoßen.

Der Dremel kommt dort hin, wo großes Werkzeug keinen Platz mehr hat

Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Die gut zugänglichen Hauptrohre des Rahmens werden mit großem Gerät oder Schleifklotz abgeschliffen. Für große, gut zugängliche Flächen ist die Arbeit mit den verhältnismäßig kleinen Werkzeugen des Multitools auf Dauer doch zu mühselig.

Das gilt auch für das anschließende Polieren. Wo man mit Hand oder großem Werkzeug nicht mehr drankommt, kommt der Dremel zum Einsatz. Polierscheiben gibt es in unterschiedlichen Größen und auch die sind ruckzuck an die Spindel geschraubt, die dann wiederum werkzeuglos im Futter des Dremel befestigt wird.

Die Drehzahl wird voreingestellt, auch dieses Mal ist die Skala in Klarschrift wieder sehr hilfreich, denn das Rändelrad zeigt ziemlich genau die eingestellte Drehzahl an, und nicht etwa eine simple Skala, die sich nur bedingt mit der eingestellten Drehzahl in Verbindung bringen lässt.

Für eher stationäre Arbeiten ist der Dremel 4200 übrigens ebenfalls hervorragend geeignet, einfach die optional erhältliche flexible Welle anbringen, die Maschine am Haken aufhängen, und schon hat man einen stationär einsetzbaren Dremel.

Was gibt es für Nachteile?

Einziger Nachteil des Dremel 4200 ist aus meiner Sicht allenfalls die Fülle der Einsatzmöglichkeiten und das damit etwas unübersichtliche Zubehör-Sortiment.

Das ist aber natürlich eher ein Luxusproblem, denn die vielfältigen Auf- und Einsatzmöglichkeiten sind durchaus dazu angetan, die handwerkliche Phantasie zu beflügeln – und somit eigentlich kein echter Nachteil.

Dremel 4200 im Test: Das sagen die Anderen

Obwohl Multifunktionswerkzeuge von Dremel wie gesagt schon sehr lange auf dem Markt sind, gibt es bislang nur wenige Testberichte, die es zu zitieren lohnt. Die meisten kommen aus der Modellbauecke und schneiden überaus positiv ab.

So wurden die Erwartungen von Tester Dieter Jaufmann bei seinem Test für das Magazin Modell Werft »voll erfüllt« (Heft Nr. 3/2016). Im Fazit heißt es:

»Die gebotene Leistung ist für die üblichen Arbeiten mehr als ausreichend und besonders aufgrund des vibratonsarmen Dauerbetrieb in Verbindung mit der geringen Drehzahl sehr angenehm. Von dem umfangreichen Zubehör wird sicherlich nicht jedes Teil benötigt, doch bieten sich hier unzählige Einsatzmöglichkeiten und machen dieses Modell so vielseitig wie kaum ein anderes.«

In selbst ist der Mann erreichte der Dremel mit satten 5 von 5 Punkten das Ergebnis »sehr gut« (Ausgabe 11 von 10/2014).

Das Magazin Jet Power hatte den Dremel ebenfalls im Test und mahnte ob der hohen Leistung zur Vorsicht bei der Arbeit mit dem Dremel Multitool (Heft 05/2014):

»Von den mitgelieferten Vorsatzgeräten sollte bei jedem Schleifen und Trennen in jedem Fall der Schutzhauben-Vorsatz montiert werden, denn der verhindert, dass Holz- oder Metallspäne unkontrolliert durch die Gegend und ins Gesicht fliegen.«

Alternativen

Der Spezialist: Proxxon 28515

Test Multitool: Proxxon 28515
Kleiner, handlicher aber mit weniger Leistung – das Multitool von Proxxon.

Proxxon verkauft das 28515 Set dezidiert als Modellbauer- und Gravierset, auch hier handelt es sich um eine handliche Maschine mit Drehspindel im Gegensatz zu Multifunktionsgeräten mit oszillierendem Werkzeug-Aufsatz.

Dank des kleineren Motors ist der MICROMOT 50/E sogar noch handlicher als der Dremel. Das hat allerdings seinen Grund: der MICROMOT wird per Netzteil mit nur 12 Volt betrieben, was ihn wie gesagt einerseits kompakter macht, andererseits verfügt er aber nicht über die Leistung des Dremel.

Trennscheiben und anderes schweres Gerät liegen ihm aus diesem Grund nicht so, es gehört daher auch nicht zum Lieferumfang.

Stationärer Einsatz: Ryobi EHT150V

Test Multitool: Ryobi EHT150V
Am Ryobi ist die flexible Welle direkt fest montiert.

Der Ryobi EHT150V ist eigentlich ein stationäres Gerät, die Maschine wird in einen Ständer, der sich im Lieferumfang befindet, eingehängt. Eine flexible Welle befindet sich auf der Motorspindel, an deren Ende können die unterschiedlichen Werkzeuge eingespannt werden.

Der Ryobi EHT150V eignet sich hervorragend für die Bearbeitung handlicher, mobiler Werkstücke. Dank des Netzantriebes ist der Ryobi ähnlich leistungsstark wie der Dremel aber deutlich günstiger.

Allerdings ist der Ryobi weniger robust verarbeitet und für schwerere Arbeiten nicht wirklich geeignet – er ist aber eine gute, preisgünstige Wahl für Modellbauer.

Preistipp: Einhell TH-MG 135 E

Test Multitool: Einhell TH-MG 135 E
Das Einhell Multitool mit Teleskop-Stativ und Flexibler Welle im Lieferumfang.

Auch der Einhell TH-MG 135 E bringt sowohl ein Teleskopstativ als auch eine biegsame Welle mit, er kann damit sowohl mobil als auch stationär eingesetzt werden. Dabei kostet das Einhell-Set deutlich weniger als unser Favorit.

Dafür verfügt das Multitool von Einhell allerdings auch über weniger Leistung, obwohl er ebenfalls direkt am Netz betrieben wird.

Auch das Gehäuse hinterlässt trotz Softgrip-Beschichtung keinen ganz so hochwertigen Eindruck wie unser Favorit von Dremel. Das Einhell-Set ist daher eher eine Alternative für den schmalen Geldbeutel und überschaubare Aufgaben.

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