Das beste Navigationsgerät

Das beste mobile Navigationsgerät für die meisten ist das TomTom 5200. Seine verlässliche Routenführung, ausgezeichnete Staumeldungen, zahlreiche Extras sowie kostenlose Karten-Updates sichern ihm den ersten Platz. Dicht auf den Fersen sind ihm die Garmin-Modelle DriveSmart 61 und DriveAssist 51. Positiv überrascht hat uns das Junsun D100 – hier gibt’s ein riesiges Display sowie tolle Ausstattung zum absoluten Schnäppchenpreis.

Update 18. Mai 2018

Wir haben weitere Navis getestet und zusammen mit unseren bisherigen Testkandidaten erneut unter die Lupe genommen. Überrascht hat uns ein Navi, das weder von TomTom noch von Garmin kommt.

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14. Mai 2017

Unser neuer Favorit ist das TomTom 6200/5200, das aktuelle Spitzengerät des niederländischen Herstellers und der Nachfolger unserer bisherigen Empfehlung. Die exzellente Routenführung und die erstklassigen Verkehrsinfos hat TomTom unverändert gelassen – daran gibt es auch kaum etwas zu verbessern. Neu ist die Freisprechfunktion, die Untersützung der Smartphone-Sprachassistenten Siri und Google Now sowie die nützliche Option, Karten-Updates per WLAN direkt aufs Navi zu laden. TomTom hat aber auch weitere neue Navis im Programm, ebenso Garmin. Mehr dazu unter „Alternativen“.

23. September 2016

TomTom hat mit dem 6200/5200, dem 620/520 sowie dem 62/52 neue Versionen unserer bisherigen Empfehlungen vorgestellt. Praktisch: Diese bieten nun WLAN, um Karten-Updates direkt drahtlos auf das Navigationsgerät zu übertragen – ohne lästiges Verkabeln mit dem Computer. Außerdem können Anwender mit den neuen Navis die Sprachassistenten auf ihrem Smartphone steuern. Per Freisprecheinrichtung geben Nutzer über das Navi während der Fahrt Kommandos an Apple Siri, Google Now oder Microsoft Cortana. Auf Wunsch liest es auch empfangene Textnachrichten vor. Allerdings sind die neuen Modelle noch nicht verfügbar, sie sollen im Laufe des Herbsts in den Handel kommen. Sobald das der Fall ist, werden wir sie uns genau anschauen und diesen Artikel aktualisieren. Bis dahin gilt: Die aktuelle Serie von TomTom ist das Beste, was der Markt derzeit zu bieten hat.

19. April 2016

Der Artikel wurde durch Informationen über die aktuellen Verkehrsinformationen von TomTom und die neue TomTom Go Mobile App ergänzt.

Unter dem Boom der Smartphones leiden die früher so populären Navigationsgeräte fürs Auto. Schließlich eignet sich auch ein Mobiltelefon, um sich komfortabel von A nach B lotsen zu lassen. So ging der Absatz von portablen und fest eingebauten Navis im vergangenen Jahr laut Home Electronics Markt Index Deutschland (HEMIX) um satte 21,4 Prozent zurück.

Mit Becker, Falk und Navigon sind inzwischen gleich mehrere namhafte Hersteller vom Markt verschwunden, TomTom und Garmin schneiden sich mittlerweile die größten Stücke vom Navi-Kuchen ab, hinzu kommen einige neue kleinere Anbieter.

In unserem Test haben wir insgesamt acht Kandidaten mit Preisen zwischen 65 und 280 Euro gegeneinander antreten lassen. Wer auf Schnickschnack und aktuelle Verkehrsinformationen verzichten kann, findet auch im preiswerten Segment gute Alternativen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

TomTom Go 5200

Test Navigationsgerät: TomTom Go 5200
Preislich völlig in Ordnung bietet das Go 5200 alles, was ein Navi heute braucht.

Saubere Routenführung, störungsfreier GPS-Empfang und kostenlose Karten-Updates – diese Vorteile bietet das TomTom Go 5200 oder alternativ das TomTom Go 6200, das mit einem etwas größerem Bildschirm ausgestattet ist.Von den Mitbewerbern hebt sich das TomTom vor allem durch aktuelle und zuverlässige Verkehrsmeldungen ab. Hier ist das Go 5200 mit seinem Live-Traffic das Maß aller Dinge.

Gute Anweisungen

Garmin DriveSmart 61

Test Navigationsgerät: Garmin DriveSmart 61
Die hilfreichen Fahranweisungen und die lebensechte Darstellung auf dem Display beherrscht Garmin schon immer gut.

Das Garmin DriveSmart 61 verfügt ebenfalls über kostenlose Karten-Updates für Europa. Die Staumeldungen empfängt es über DAB+, was kostenlos und ohne Mobilfunkverbindung funktioniert – anders als bei TomTom. Ein Leckerbissen ist der optisch ansprechende Fahrspurassistent.

Mit Kamera

Garmin DriveAssist 51

Test Navigationsgerät: Garmin DriveAssist 51
Die integrierte Kamera nutzt das Garmin für Zusatzfunktionen wie einen Fahrspurassistent, zusätzlich kommt sie als Dashcam zum Einsatz.

Ein weiteres empfehlenswertes Gerät von Garmin ist das DriveAssist 51. Als Besonderheit verfügt es über eine rückseitige Kamera, wodurch es auch als Dashcam genutzt werden kann. Ob man das braucht, ist Geschmacksache. Der Fahrspurassistent ist da schon sinnvoller.

Großes Schnäppchen

Junsun D100

Test Navigationsgerät: Junsun D100
Für gerade mal knapp 70 Euro ist das Junsun sehr gut ausgestattet, der Bildschirm fällt mit 7 Zoll riesig aus.

Für diesen Preis kann man fast nichts falsch machen: Das 7 Zoll große Junsun D100 ähnelt einem Android-Tablet, bietet eine vernünftige Navigation, spielt Musik und Videos ab und kommuniziert per Bluetooth sogar mit dem Smartphone.

Vergleichstabelle

TestsiegerGute AnweisungenMit KameraGroßes Schnäppchen
Modell TomTom Go 5200 Garmin DriveSmart 61 Garmin DriveAssist 51 Junsun D100 TomTom Go 620 Tom Tom VIA 62 TomTom Start 62 Blaupunkt TravelPilot 53² CE LMU
Test Navigationsgerät: TomTom Go 5200Test Navigationsgerät: Garmin DriveSmart 61Test Navigationsgerät: Garmin DriveAssist 51Test Navigationsgerät: Junsun D100Test Navigationsgerät: TomTom Go 620Test Navigationsgerät: Tom Tom VIA 62Test Navigationsgerät: TomTom Start 62Test Navigationsgerät: Blaupunkt TravelPilot 53² CE LMU
Pro
  • Aktuelle und zuverlässige Verkehrsmeldungen
  • Radarwarn-Service
  • Sehr gute Steuerung
  • Tolle Routendarstellungen
  • Hilfreiche Ansagen
  • Fahrspurassistent
  • Fahrspurassistent
  • rückseitige Kamera
  • Dashcam-Funktion
  • Kollisionswarner
  • Sehr großes Display
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Günstig
  • Um ein ganzes Stück günstiger als der Testsieger
  • Sehr günstig und für Fahrten im eigenen Land völlig ausreichend
  • Europakarte mit lebenslangen kostenlosen Updates
  • Günstig
  • Sehr preiswert
  • Fahrspurassistent
  • Für einfache Navigation völlig ausreichend
Contra
  • Funktionen bei der Koppelung mit dem Smartphone könnten noch ausgebaut werden
  • TomTom liefert bessere Verkehrsmeldungen
  • Verkehrsinformationen sind nicht so präzise
  • Display spiegelt recht stark
  • Verkehrsinformationen sind nicht so präzise
  • Keine eingebaute SIM-Karte vorhanden
  • Keine Updates per WLAN und keine Verbindung zu Siri oder Google Now
  • Keine zusätzlichen Extras
  • Keine zusätzlichen Extras
Bester Preis
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Mobile Navis sind immer noch sinnvoll

Klassische Auto-Navigationsgeräte, die man mit einer Saugnapfhalterung an der Windschutzscheibe befestigt und mit Strom aus dem Zigarettenanzünder versorgt, haben es mittlerweile schwer auf dem Markt. Zum einen gehören fest integrierte Navigationssysteme selbst bei Autos der Mittelklasse inzwischen zum guten Ton, zum anderen nutzen immer mehr Menschen das Smartphone als Navi.

Smartphones lösen Navis zunehmend ab

Dank kostenloser Navi-Apps wie Google Maps, Here WeGo oder Apple Maps sind Smartphones inzwischen eine hervorragende Alternative zum vollwertigen Navi. Immer öfter bieten diese Apps sogar die Möglichkeit, Kartenmaterial herunterzuladen und dieses ohne Internetverbindung zu nutzen. Am besten hat das Here WeGo gelöst, wo man Straßenkarten für einzelne Länder herunterladen kann. Etwas umständlicher ist es bei Google Maps, denn die App bietet nur kleinere Kartenabschnitte als Download an.

Mit Apple Maps kann der Nutzer gar kein Kartenmaterial herunterladen. Das spart zwar Speicherplatz auf dem Handy, aber außerhalb Europas guckt man in die Röhre, will man nicht horrende Gebühren fürs Daten-Roaming in Kauf nehmen. Doch inzwischen haben viele auch eine Datenflatrate fürs Ausland – und innerhalb der EU sind Gebühren fürs Daten-Roaming inzwischen abgeschafft werden.

Wer lieber auf die Kompetenz der bekannten Navi-Hersteller wie TomTom oder Garmin setzt, findet entsprechende Navigations-Apps auch von diesen Anbietern fürs Smartphone, egal ob für Android, iOS oder Windows Phone.

Welches Navi hat die beste Routenführung?

Die Frage, ob einen die fest installierten Navigationssysteme der Autohersteller, Navi-Apps auf dem Smartphone oder eigenständige Navis von TomTom, Garmin oder anderen Herstellern am besten und schnellsten ans Ziel bringen, ist nicht einfach zu beantworten, denn selbst die Ergebnisse aufwändigster Tests lassen sich nicht verallgemeinern. Dazu ändert sich die Verkehrslage zu schnell. Bleibt man an einer Ampel hängen und blockiert daraufhin ein LKW die Kreuzung, kann das die Fahrzeit drastisch beeinflussen. Und wenn sich ein Stau bildet, können die ersten Fahrer auf der Ausweichroute noch Glück haben und schnell vorankommen, während ein paar Minuten später die selbe Ausweicheroute ebenfalls verstopft ist – weil alle Navis ihre Fahrer über diese Route lotsen.

Nur geringe Unterschiede in der Qualität der Routenführung

Stiftung Warentest hat in einem aufwändigen Test die kostenlosen Navigations-Apps Google Maps, Apple Maps und Here WeGo gegen die Apps von TomTom und Navigon sowie die eigenständigen Navis TomTom Go 5200 und Garmin DriveSmart 50LMT-D antreten lassen (Test 03/2017). Das Test-Team legte dabei insgesamt 16.000 Kilometer zurück. Der Unterschied zwischen der kürzesten Gesamtfahrzeit und der längsten betrug gerade mal 4 Prozent.

Die Unterschiede in der Qualität der Routenführung sind also gering. Nur wegen einer besseren Navigation muss sich niemand ein anderes Navi zulegen – die kostenlosen Apps tun es da genauso.

Unterschiede gibt es aber sehr wohl im Bedienkomfort, bei der Routenansage und der Qualität des Kartenmaterials. Hier kommt es vor allem darauf an, wie aktuell die Karten sind: Mit einem Navi, dessen Karten man seit Jahren nicht aktualisiert hat, wird die Routenführung zum Glücksspiel.

Wozu ein eigenständiges Navi?

Trotz der großen Konkurrenz durch Smartphones gibt es immer noch gute Argumente für ein eigenständiges Navigationsgerät.

Zum einen ist das gesamte Kartenmaterial bereits lokal im Gerät gespeichert, man benötigt zur Navigation also keine Datenverbindung ins Internet und muss auch vorher nichts herunterladen. So hat das TomTom Go 5200 bereits Straßenkarten für ganz Europa vorinstalliert. Nur wer auch für den Rest der Welt Karten benötigt, muss sie herunterladen und installieren – das geht aber mit dem neuen TomTom-Navi einfach wie nie (dazu später mehr).

Größter Vorteil: Man braucht keine Internetverbindung

Im einmaligen Kaufpreis ist bereits alles enthalten, was man benötigt: Das Navigationsgerät selbst, das Stromkabel für den Zigarettenanzünder, Updates für das Kartenmaterial, eine Halterung für die Windschutzscheibe – und teilweise sogar ein Staumelder mit den aktuellsten Verkehrsinfos, der im Ernstfall Alternativrouten vorschlägt.

Ein weiteres Argument für ein eigenständiges Navigationsgerät ist die Bedienung. Ein Navi ist nur für eine einzige Aufgabe konzipiert, das erleichtert die Benutzerführung. Vielen Menschen geht die Bedienung eines Navis leichter von der Hand als die Bedienung einer Karten-App auf einem Smartphone.

Um die Benutzung so einfach wie möglich zu gestalten, haben die Navi-Hersteller in den letzten Jahren ein paar Schritte zurück gemacht und den Funktionsumfang und damit die Komplexität ihrer Navigationsgeräte reduziert. Fernsehen via DVB-T(2), Musik hören, Videos anschauen – all das kann man mit den meisten modernen Navis nicht mehr oder nur noch in sehr begrenztem Umfang. Und das ist auch gut so.

Vor allem aber bleibt ein Navi in der Regel fest im Auto installiert. Teilen sich mehrere Fahrer einen Wagen, können alle das Navi nutzen. Und weil es deswegen immer am Strom angeschlossen ist, muss man sich keine Sorgen um den Ladestand des Akkus machen. Das eigene Smartphone gibt man hingegen nur ungern aus der Hand.

So haben wir getestet

Eine wichtige Rolle bei unserem Test haben die Bedienung, die Handhabung, der Funktionsumfang und auch die Verarbeitung der Navis gespielt. Wie einfach lässt sich das gewünschte Ziel eingeben, wie schnell wird die beste Route ermittelt und wie gut lässt sich das Display ablesen? All diese Faktoren haben wir natürlich berücksichtigt.

Der zweite entscheidende Punkt ist natürlich die Zielführung: Wie zuverlässig und schnell lotst das Navi seinen Besitzer an die gewünschte Destination? Sinnvoll testen können wir das allerdings nur, ohne die aktuelle Verkehrslage zu berücksichtigen. Aussagekräftige Tests, die die Verkehrslage berücksichtigen, sind, wie gesagt, auch mit hohen Aufwand praktisch nicht durchführbar.

Sechs unserer getesteten Navis: Links das Garmin DriveAssist 51 LMT-S, darunter Blaupunkt TravelPilot 53² CE LMU. In der Mitte das TomTom Start und das Junsun D100. Rechts TomTom Go und Garmin Drive 51 LMT-S. (nicht auf dem Bild: Garmin DriveSmart 61 und TomTom VIA)
Sechs unserer getesteten Navis: Links das Garmin DriveAssist 51 LMT-S, darunter Blaupunkt TravelPilot 53² CE LMU. In der Mitte das TomTom Start und das Junsun D100. Rechts TomTom Go und Garmin Drive 51 LMT-S. (nicht auf dem Bild: Garmin DriveSmart 61 und TomTom VIA)

Wir sind mit den Navis nacheinander, um uns auf ein Gerät intensiv konzentrieren zu können, drei unterschiedliche Routen abgefahren. Zwei führten in die Stadt, eine aufs Land. Dabei hat sich gezeigt: Alle Geräte haben uns zuverlässig und auf dem schnellsten Weg ans Ziel gebracht. Natürlich gab es kleinere Abweichungen bei der Routenführung – mal wurde eine Straße früher, mal eine später abgebogen, um auf die nächste Zielstraße zu gelangen. Dies brachte jedoch weder zeitliche Vor- noch Nachteile. Gravierende Unterschiede kristallisierten sich hingegen bei den Verkehrsmeldungen heraus. Hier sind die Markengeräte spitze.

Unser Favorit: TomTom Go 5200

Das beste Navi ist für uns das aktuelle Flaggschiff von TomTom, das TomTom Go 5200. Es kommt mit einem 5 Zoll großen kapazitiven Touchscreen, wie man ihn auch bei Smartphones findet. Dieser arbeitet sehr genau und erkennt auch Multitouch-Gesten. Günstigere Navis setzen in der Regel auf resistive Bildschirme, die auf Druck reagieren und weitaus weniger exakt zu bedienen sind.

Testsieger

TomTom Go 5200

Test Navigationsgerät: TomTom Go 5200
Preislich völlig in Ordnung bietet das Go 5200 alles, was ein Navi heute braucht.

Das Modell gibt es als TomTom Go 6200 auch mit 6-Zoll-Display (bei allen TomTom-Modellen gibt die erste Zahl die Bildschirmgröße in Zoll an). Wer ein größeres Navi an der Windschutzscheibe bevorzugt, ist damit besser bedient. Von Funktionsumfang und Bedienung her sind Go 5200 und Go 6200 identisch. Alle Aussagen zum 5200 in diesem Artikel treffen also auch auf das 6200 zu.

Befestigt wird unser Testsieger wie alle anderen Modelle per Saugnapf an der Windschutzscheibe. Das Kugelgelenk rastet sauber ein und sitzt schön fest, so lässt sich der Bildschirm problemlos an die gewünschte Stelle biegen, ohne dass er anschließend in der eingestellten Position verrutscht. Der Saugnapf wird per Drehmechanismus an der Scheibe montiert und auch wieder gelöst, das ist ein wenig umständlicher als über einen Bügelverschluss.

Ganz Europa vorinstallliert

Beim TomTom Go 5200 ist Kartenmaterial für Europa vorinstalliert, den Rest der Welt mit mehr als 150 Länden gibt es als Gratis-Download (nur einige Teile von Süd- und Mittelamerika sowie große Teile von Asien sind ausgenommen). Früher waren Aktualisierungen des Kartenmaterials kostenpflichtig, aber das können sich die Anbieter in Zeiten von kostenlosen Google Maps & Co. nicht mehr erlauben. Wie alle hier vorgestellten Navigationsgeräte gewährt TomTom unbegrenzte, kostenlose Updates für das Kartenmaterial, solange das Gerät im Einsatz ist.

Beste Routenberechnung dank aktueller Verkehrsinfos

Die Navigationsgeräte von TomTom bieten eine sehr gute Routenberechnung, die zusammen mit den präzisen, aktuellen Verkehrsinformationen in den meisten Fällen tatsächlich die schnellste Strecke wählt – und zwar auch dann, wenn sich während der Fahrt die Verkehrssituation ändert und etwa ein neuer Stau auftaucht.

In dieser Kombination sticht TomTom sogar die sündteuren Navigationssysteme der Premium-Autohersteller aus. Nicht umsonst sind die Niederländer schon seit Jahren Marktführer in Europa.

Besser als sündteure Premium-Navis

Wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat, bietet TomTom auch im Vergleich zu Navi-Apps für Android und iOS die besten Routen (Test 03/2017). Die Unterschiede bei der Routenführung sind zwar insgesamt gering, aber TomTom hatte im Test die Nase vorn, vor allem in Zusammenspielt mit dem Live-Dienst, durch den das Navi stets mit aktuellen Verkehrsinfos versorgt wird, so dass das Gerät darauf reagieren kann – Stauumfahrung ist hier das Stichwort.

Das TomTom Go 5200 bezieht diese Live-Dienste über eine eingebaute SIM-Karte samt Mobilfunkmodem. Wie ein Smartphone geht das Navi damit über das Handy-Netz online, um aktuelle Informationen zur Verkehrslage zu erhalten – TomTom Traffic heißt die Funktion. In insgesamt 23 Ländern Europas weiß TomTom so immer genau, was auf den Straßen aktuell lost ist. Entsprechend kann das Navi etwa mit Alternativrouten zur Stauumfahrung reagieren. Alle Go-Modelle der 1000er-Reihe bieten eine integrierte SIM-Karte und damit TomTom Traffic im In- und Ausland.

Zusatzkosten entstehen dadurch nicht – auch nicht im Ausland. Wer oft jenseits der Grenze unterwegs ist, wird diese Funktion zu schätzen wissen. In Ländern wie den USA und Australien funktioniert die Internetverbindung aber wegen des anderen Mobilfunkstandards nicht. Welche Länder TomTom Traffic im Einzelnen abdeckt, erfahren Sie hier.

In einigen Foren und Kundenbewertungen wird behauptet, dass die Navis von TomTom Verkehrsinformationen nur in einem begrenzten Radius von 70 Kilometern anzeigen und somit bei Routen über die Autobahn nutzlos wären.

Wir haben diesbezüglich bei TomTom nachgefragt. Laut Aussage des Herstellers gibt es bei der Berechnung der Routen keinen festen »Traffic-Horizont«, innerhalb dessen aktuelle Verkehrsinformationen verwertet werden. In der Regel werden Verkehrsmeldungen im Umkreis von 120 Kilometern bei der Routenplanung und der Berechnung der voraussichtlichen Ankunftszeit berücksichtigt, je nach Art der Strecke kann es aber auch mehr sein.

Auch die Art der Verkehrsstörung wird dabei berücksichtigt: Handelt es sich um eine Vollsperrung, wächst der Stau oder löst er sich bereits auf? All das geht in die Routenplanung und die Berechnung der aktuellen Ankunftszeit ein. Die aktuellen Verkehrsinformationen werden dabei alle zwei Minuten aktualisiert.

Entscheidend ist also weniger die Entfernung zu einer eventuellen Verkehrsbehinderung, sondern die Zeit, die benötigt wird, bis sie erreicht wird zusammen mit der Wahrscheinlichkeit, dass sich die Behinderung bis zum Erreichen wieder aufgelöst hat.

Das TomTom Go 5200 liefert eine ansprechende Ansicht und berücksichtigt umfassende Verkehrsinformationen.

Blitzerwarnung

TomTom Traffic bietet zudem einen Radarwarn-Service, der auf stationäre Radarfallen hinweist – ebenfalls mit lebenslangen Aktualisierungen. Der ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Denn die Rechtslage bezüglich Radar- oder Blitzwarnern ist in Deutschland und einigen anderen Ländern noch nicht abschließend geklärt.

Die Blitzerwarnung von Navigationsgeräten ist eine gesetzliche Grauzone.

Ein Navi mit einer entsprechenden Funktion ist nicht verboten. Wer allerdings von der Polizei bei der Nutzung der Radarwarn-Funktion während der Fahrt erwischt wird, kann mit einem Bußgeld belegt werden. Die Ordnungshüter dürfen das Gerät zudem beschlagnahmen, was in der Praxis jedoch selten passiert. Wegen der ungewissen und je nach Land unterschiedlichen Regelung weist TomTom darauf hin, dass Autofahrer den Service auf eigenes Risiko nutzen.

An dieser Stelle weisen wir daher ebenfalls nur darauf hin: Das TomTom Go 5200 bietet eine Option zur Blitzerwarnung an. Ob und wie man diese nutzt, ist die Entscheidung des Anwenders – inklusive der möglichen Konsequenzen bei einer Polizeikontrolle.

Gelungenes Bedienkonzept

Seit 2014 nutzt TomTom für alle seine Geräte eine Software, die auf dem Smartphone-Betriebssystem Android basiert. Das hat am Anfang zwar Ärger verursacht, weil die Software einfach noch nicht ausgereift war, inzwischen sind aber nicht nur Fehler ausgebügelt worden, sondern viele neue Funktionen hinzugekommen.

Bei der Adresseingabe hat sich TomTom von Google Maps & Co. inspirieren lassen: Anders als früher und anders als bei vielen Konkurrenten fragt TomTom Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Stadt nicht einzeln ab, sondern man tippt einfach alles in eine Zeile. Das gilt auch für Sonderziele (POI = Point of Interest) wie »Supermarkt« oder »Bankautomat«. Schon nach Eingabe weniger Buchstaben erscheinen die verfügbaren Adressen, die man dann einfach mit einem Fingertipp auswählt. Bei POIs kann man in der Umgebung des aktuellen Standorts oder – falls man bereits unterwegs ist bzw. schon eine Route geplant hat – entlang der Strecke suchen. Letzteres ist extrem praktisch, wenn man beispielsweise dringend eine Tankstelle braucht.

Eine Sprachsuche, die sich auf Wunsch auch mit einem Sprachbefehl starten lässt, ist ebenfalls vorhanden. Mit der neuen Generätegeneration hat TomTom offensichtlich kräftig an der Qualität dieser Funktion gearbeitet, denn diese war in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten. So verstanden die älteren Modelle nicht immer, was der Fahrer gesagt hat – das mussten wir damals auch im Selbsttest feststellen. Gerade Straßen mit ihren vielen Eigennamen sind für eine automatische Spracherkennung eine große Herausforderung. Kommt dann der Lärm des fahrenden Autos hinzu, wird es noch schwieriger. Die Trefferquote des TomTom Go 5200 scheint aber nun besser zu sein.

Sprachassistenten von Google und Apple nutzen

Aber in Sachen Sprachsteuerung geht der Hersteller jetzt noch einen Schritt weiter: Nutzer können das Navi auf Wunsch mit einem Android-Smartphone oder iPhone koppeln und über die Verbindung die smarten Assistenten Google Now oder Siri nutzen. Mit dem Sprachbefehl »Telefon aktivieren« startet das Go 6200 den Assistent auf dem Handy, der daraufhin den Worten des Fahrers lauscht. So lässt sich etwa das Wetter abfragen oder eine Adresse herausfinden. Die Antwort teilen Google Now und Siri über die Lautsprecher des Navis mit.

Die Koppelung mit dem Smartphone geht aber noch weiter: Das Go 6200 liest auf Wunsch eingehende SMS und WhatsApp-Nachrichten vor. Mit drei vorgefertigten Textbausteinen, die beispielsweise die voraussichtliche Ankunftszeit enthalten, kann man dem Absender schnell antworten, ohne die Hände vom Steuer und den Blick von der Straße zu nehmen. Leider lassen sich die Fertig-Antworten nicht anpassen.

Steuerung erinnert ans Smartphone

Ansonsten ist die Bedienung des TomTom Go 5200 – wie bei allen neuen TomTom-Navis – sehr einfach und übersichtlich. In den Karten kann man mit zwei Fingern hinein- und hinauszoomen, wie man das von Smartphones kennt. Das Hauptmenü bietet die wichtigsten Funktionen auf einen Blick, die Reihenfolge der Elemente ist anpassbar.

Rechts neben der Karte blendet das Navi während der Fahrt dauerhaft eine Infoleiste ein. Dort sieht der Nutzer den Streckenverlauf in linearer Form und Parkplätze, Tankstellen, Blitzer sowie Verkehrsstörungen werden nach Entfernung sortiert mit einem Icon angezeigt. Bei Staus und Baustellen sieht man anhand der Farbe und einer entsprechenden Einblendung, wie kurz oder lang die Verzögerung dadurch wird. Außerdem gibt es hier Informationen über die verbleibende Entfernung, Fahrzeit, Geschwindigkeit, Uhrzeit und Ankunftszeit.

Diese Infoleiste bietet also einen echten Mehrwert über die reine Kartenansicht hinaus. Der Fahrer weiß, wann ihn welche Hindernisse oder möglicherweise interessanten Sonderziele entlang der Strecke erwarten. TomTom macht auf diese Weise vorausschauendes Fahren noch einfacher.

Wieder mit Freisprecheinrichtung

Das TomTom Go 5200 hat nun auch wieder eine Freisprecheinrichtung. In den direkten Vorgängermodellen fehlte diese – das sorgte für reichlich Kritik. Nun lässt sich das Navi wieder mit dem Smartphone verbinden und man kann über die eingebauten Lautsprecher und das Mikrofon freihändig telefonieren. Perfekt scheint die Tonqualität laut einiger Tests nicht zu sein, aber sie geht in Ordnung. Die bessere Lösung ist es ohnehin, zum Freisprechen die Lautsprecher des Autoradios und nicht das Navigationsgerät zu nutzen – vor allem für Vieltelefonierer.

Drahtlose Komfort-Funktionen

Auch abseits der Nutzung im Auto hat sich TomTom Mühe gegeben, die Verwendung seiner Navis noch bequemer zu machen. So bietet der Hersteller etwa den Online-Dienst TomTom MyDrive, mit dem sich Routen ganz bequem zu Hause am PC oder über die Gratis-App auf dem Smartphone planen und auf das Navi übertragen lassen. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man Zwischenstopps an verschiedenen Zielen machen möchte. Das selbe gilt für eigene POIs, die die Datenbank nicht kennt. Die Übermittlung geschieht dank der Mobilfunkverbindung drahtlos und halbautomatisch.

Apropos drahtlose Übermittlung: Hier hat sich TomTom ebenfalls für die aktuellen Modelle eine neue Funktion ausgedacht – für viele Nutzer wohl eine der praktischsten überhaupt. Das TomTom Go 5200 lässt sich nun per WLAN mit dem Internet verbinden und lädt auf diesem Wege Karten- und Software-Updates herunter, wenn denn welche bereitstehen. Vorher musste man das Navi erst per USB-Kabel mit dem Computer verbinden, dort die Updates herunterladen und übertragen. Das geht zwar immer noch, aber das Ganze jetzt drahtlos zu erledigen, ist ungemein nützlich und bequem.

TomTom Go im Testspiegel

Seit jeher steht die komplette TomTom Go-Reihe bei den Navi-Testern hoch im Kurs. Nahezu überall erringen sie Top-Platzierungen und gute Noten in den Vergleichstests und Bestenlisten.

Im Test der Stiftung Warentest (03/2017) bei dem das TomTom Go 5200 gegen Navi-Apps und ein Navi von Garmin antreten musste, ging unser Favorit als Testsieger vom Platz. Laut Aussage der Tester bietet das Gerät die beste Navigation und die besten Fahrempfehlungen:

»Beste Gesamt­note im Test. Beste Navi-Funktion und beste Ansagen der Fahr­emp­feh­lungen. […] Hat Mobil­funk­empfang über einge­baute Sim-Karte, Daten­ver­brauch europaweit kostenlos. Eigener Live-Dienst. Blitzerwarnungen sind inklusive.«

Als reines Navigationsgerät scheinen die TomTom-Modelle der Go-Reihe also über die meisten Zweifel erhaben. Damit meistern sie die wichtigste Aufgabe mit Bravour. Doch wie sieht es mit den zusätzlichen Funktionen der aktuellen Generation aus?

Die Vorgänger mussten noch harsche Kritik wegen der hakeligen Sprachsteuerung einstecken, die oft nicht verstand, was der Nutzer gesagt hatte. Laut der Experten von Pocketnavigation ist die Sprachsteuerung aber inzwischen sogar die einfachste Methode, das Go 6200 bzw. 5200 zu steuern:

»Auf das Aktivierungswort ‚Hallo TomTom‘ reagiert die Sprachsteuerung zwar nur träge, allerdings sehr zuverlässig. Gleiches gilt für Eingaben, etwa um eine Einstellung vorzunehmen oder um nach einem Ziel für die Navigation zu suchen. Auch während der Fahrt kann per Sprachsteuerung etwa nach einer alternativen Route, einem neuen Ziel oder einem Parkplatz gesucht, zwischen der 2D- und 3D-Ansicht gewechselt, in der Karte gezoomt und die Helligkeit und Lautstärke verstellt werden.«

Die Tester von Navigation-professionell.de sind der gleichen Meinung: Go 5200 und 6200 bieten eine Sprachsteuerung, »die man in der Praxis gerne einsetzt«, so das Fazit. Die Experten haben zudem festgestellt, dass die neuen Modelle bei der Routenberechnung wesentlich schneller arbeiten als ihre Vorgänger – dank eines neuen Prozessors:

»Die deutlich höhere Systemgeschwindigkeit äußert sich auch beim Berechnen von Strecken. So braucht der GO 5100 für eine 400 km Strecke durch Deutschland immerhin 52 Sekunden, beim GO 5200 sind es sagenhafte 9 Sekunden! Beim Berechnen von Alternativrouten wird der Unterschied noch deutlicher: 90 Sekunden beim GO 5100, 25 Sekunden beim GO 5200.«

Die Smartphone-Funktionen mussten in diversen Tests ebenfalls beweisen, ob sie mehr als eine nette Spielerei sind und wirklich etwas taugen. So schreiben die Kollegen von Connect über die Unterstützung von Siri und Google Now:

»Das klappte im Test in nicht zu lauter Umgebung ausgesprochen gut und bietet einen echten Mehrwert.

Im Test von Pocketnavigation kam es jedoch immer wieder zu Problemen mit einer unterbrechungsfreien Verbindung zum Smartphone.

»Auch während der Nutzung kam es nicht selten zu Aussetzern bei der Übertragung von Nachrichten oder aber die Sprachassistenten beendeten sich ohne erkennbaren Grund, was zum Ausfall der Sprachsteuerung des Navis führte.«

Die Tester hoffen, dass TomTom diese Probleme mit künftigen Software-Updates in den Griff bekommt, denn die neuen Konnektivitätsfunktionen würden einen nützlichen Mehrwert bieten.

Einen wesentlich besseren Eindruck macht hingegen die Freisprechfunktion, weil vor allem das eingebaute Mikrofon eine bessere Arbeit zu leisten scheint als in den Vorgängermodellen von TomTom:

»[…] das Gespräch ist von der Gegenseite auch bei schnellerer Fahrt und lauteren Hintergrundgeräuschen noch gut zu verstehen. Die auf dem Smartphone befindlichen Kontakte können nur teilweise über Listen der letzten Anrufer und häufig gewählter Kontakte auf dem Navi eingesehen werden.«

Die Experten von Navigation-professionell.de schreiben hingegen, dass die Sprachqualität »in Ordnung sei«. Sie bemängeln jedoch, dass es keine Option zum getrennten Regeln der Lautstärke für Navi-Ansagen bzw. Telefonate gibt.

TomTom Go Mobile fürs Smartphone

Natürlich bietet TomTom auch Navi-Apps für Smartphones mit Android oder iOS an. Das Programm ist in den App Stores von Google und Apple grundsätzlich kostenlos zu haben. Es kommt mit 75 »Freikilometern« im Monat. Das heißt: Der Nutzer darf jeden Monat Routen mit bis zu 75 Kilometer Gesamtlänge kostenlos abrufen. Reicht das nicht aus, muss man ein Abo abschließen. Das kostet 20 Euro im Jahr oder 45 Euro für drei Jahre.

Egal ob mit oder ohne kostenpflichtigem Abo: Man kann Kartenmaterial zu fast allen Ländern der Welt gratis herunterladen, auch der Echtzeit-Verkehrsservice TomTom Traffic ist immer dabei.

Im Test der Stiftung Warentest (03/2017) war TomTom Go Mobile die beste Navi-App im Test. Sie schnitt besser ab als Google Maps, Apple Maps, Here WeGo und die App von Navigon. Selbst ein echtes Navigationsgerät von Garmin bewerteten die Tester schlechter als die TomTom-App. Lediglich das TomTom Go 5200 war noch besser.

Alternativen

Weltmarktführer und größter Konkurrent von TomTom ist der US-Hersteller Garmin. Mit dem Garmin DriveSmart ist eine empfehlenswerte und sogar etwas günstigere Alternative zu den Spitzenmodellen von TomTom erhältlich, die es mit 5 oder 6 Zoll großem Display gibt (DriveSmart 51 oder 61). Aber auch ein No-Name-Modell können wir als Alternative anbieten.

Gute Anweisungen

Garmin DriveSmart 61

Test Navigationsgerät: Garmin DriveSmart 61
Die hilfreichen Fahranweisungen und die lebensechte Darstellung auf dem Display beherrscht Garmin schon immer gut.

Das Garmin DriveSmart 61 kommt ebenfalls mit kostenlosen Karten-Updates für ganz Europa – wie bei TomTom sind das 45 Länder. Für weitere Länderkarten muss der Nutzer jedoch zahlen. Allerdings: Wie bei TomTom ist inzwischen auch mit der ganzen neuen Garmin-Modellreihe die Aktualisierung des Materials bequem per WLAN möglich.

Zudem gibt es einen Traffic-Service. Anders als TomTom empfängt das Gerät die Staumeldungen allerdings über DAB+, eine aufgebohrte Variante des Standards für digitales Radio. Das funktioniert kostenlos ohne Mobilfunkverbindung und ohne Smartphone. Um zusätzliche Verkehrsinfos zu empfangen oder für Fahrten in Regionen ohne DAB+-Empfang bietet Garmin die Möglichkeit, das Navi mit dem Smartphone zu koppeln. Das geht dann wiederum zu Lasten des eigenen Handy-Vertrages.

Die Verkehrsinformationen sind allerdings nicht so präzise wie die von TomTom. Garmin bezieht seine Daten vom Anbieter Here, der auch die Navi-App Here WeGo anbietet. Wie Pocketnavigation im Test des Garmin DriveSmart schreibt, können »die Here-Verkehrsmeldungen nicht ganz mit den Stauinformationen von TomTom mithalten.«

Der große Vorteil von Garmin gegenüber der Konkurrenz ist schon seit Langem die gekonnte Darstellung der Route und der Fahranweisungen auf dem Display. Kreuzungen und Autobahnabfahrten werden nahezu fotorealistisch angezeigt und mit einem extrem hilfreichen Fahrspurassistenten unterlegt. »Photo Real Junction View« nennt Garmin diese Funktion.

Hinzu kommen die so genannten »Garmin Real Directions«: Statt bloß Straßennamen anzusagen, weist die Stimme aus dem Navi an, »nach der Tankstelle links« zu fahren. Das ist oft viel einfacher, als verzweifelt mit Adleraugen nach den Schildern an Kreuzungen und Querstraßen zu suchen.

Darüber hinaus bietet Garmin in seinen Spitzen- und Mittelklasse-Navis schon immer eine Freisprechfunktion an. Dank Smartphone Link lassen sich die Geräte zudem mit dem Handy koppeln und so werden Nachrichten vom Mobiltelefon direkt auf dem Navi-Bildschirm angezeigt. Die Sprachassistenten Siri und Google Now lassen sich allerdings nicht über das Navigationsgerät starten und steuern.

Mit Kamera

Garmin DriveAssist 51

Test Navigationsgerät: Garmin DriveAssist 51
Die integrierte Kamera nutzt das Garmin für Zusatzfunktionen wie einen Fahrspurassistent, zusätzlich kommt sie als Dashcam zum Einsatz.

Mit dem DriveAssist 51 hat Garmin zudem ein Navi mit rückseitiger Kamera im Sortiment. Dieses Modell gibt es lediglich mit 5-Zoll-Display – und bis auf die Kamera und die daraus resultierenden Funktionen gleicht es dem DriveSmart.

So bietet es eine Funktion namens »Real Vision« bei der das Bild der Kamera kurz vor Ende der Fahrt auf dem Bildschirm eingeblendet und das Ziel mit einer kleinen Flagge markiert wird. Mehr als eine nette Spielerei scheint das aber nicht zu sein.

Auf den ersten Blick sinnvoller mutet der Fahrspurassistent an: Die Kamera behält die Fahrbahnmarkierungen im Auge und warnt den Fahrer, wenn er diese berührt oder überfährt. Allerdings merken die Experten von Pocketnavigation zu Recht an, dass er in der Praxis zu häufig Fehlwarnungen auslöst, wenn die Kamera nicht präzise genug ausgerichtet ist. Daher ist diese Funktion ab Werk deaktiviert. Zusätzlich warnt die Kamera, wenn man zu dicht auf das voraus fahrende Auto auffährt. Aber ob ein Kollisionswarner ohne selbständigen Bremsvorgang des Fahrzeugs überhaupt sinnvoll ist?

Navi und Dashcam in einem: das Garmin DriveAssist 51.

Als klassische Dashcam kommt die integrierte Kamera ebenfalls zum Einsatz: Sie filmt fortlaufenden das Geschehen vor der Motorhaube und speichert die Aufnahmen als einminütige Videos auf der Speicherkarte. Ist diese voll, werden ältere Videos gelöscht. Kommt es zu einem Vorfall (starkes Bremsen, Kollision) wird das aktuelle Video dauerhaft gespeichert, so dass es später beispielsweise zur Rekonstruktion eines Unfalls dient.

Großes Schnäppchen

Junsun D100

Test Navigationsgerät: Junsun D100
Für gerade mal knapp 70 Euro ist das Junsun sehr gut ausgestattet, der Bildschirm fällt mit 7 Zoll riesig aus.

An ein kleines Tablet erinnert das 7 Zoll große Junsun D100. Der Knaller: Das Riesen-Navi gibt es für knapp 70 Euro, wer auf Bluetooth verzichten kann, spart sogar noch einmal rund 5 Euro. Der Schwanenhals aus Kunststoff lässt sich über zwei Schrauben arretierern. Damit hält das Gerät seine Position nicht so bombenfest wie die Spitzenmodelle, für den niedrigen Preis ist das aber in Ordnung. Mitgeliefert wird ein Sonnenschutz, um auch bei starker Sonneneinstrahlung die Routeninformation gut erkennen zu können.

Das Junsun D100 hat ein riesiges, 7 Zoll großes Display, das bei Sonne allerdings recht stark spiegelt.

Nach dem Starten des Junsun glaubt man zunächst, einen Tablet-PC in der Hand zu halten. Navigation ist hier nur ein Thema von vielen. So sorgen bunte Kacheln mit den Bezeichnungen »Video«, »Musik« und »Multimedia« für Unterhaltung an Bord. Als Betriebssystem werkelt Android im Hintergrund, der acht Gigabyte große interne Speicher (größtenteils ist dieser belegt durch das Kartenmaterial von 45 europäischen Ländern) lässt sich mit MicroSD-Karten erweitern. Zum Funktionsumfang gehören ferner Spielereien wie ein Einheitenumrechner, ein Rechner für den Kraftstoffverbrauch oder die Möglichkeit, sich an beliebigen Orten die Zeiten für den Sonnenauf- und -untergang mitteilen zu lassen.

In Verbindung mit einem Smartphone fungiert das Navi als Freisprechanlage. Für Telefonate reicht das, beim Musik-Streaming stößt das D100 klanglich jedoch an seine Grenzen. Pfiffig ist die Option, Sprachansagen des Navigationsgeräts über eine nicht belegte UKW-Frequenz des Autoradios wiederzugeben.

Das Navi erlaubt eine direkte Adresseingabe und eine umfangreiche Suche nach Sonderzielen. Die große Tastatur erleichtert das Handling. Zudem lassen sich unterschiedliche Routenoptionen einstellen, etwa ob man Mautstraßen meiden oder die Autobahn bevorzugen möchte. Routenplanung und -berechnung sind zügig abgeschlossen. Die Grafik ist recht einfach, aber aussagekräftig. Außerdem lassen sich diverse Parameter wie Ankunftszeit, gefahrene Geschwindigkeit und Kraftstoffverbrauch (Genauigkeit unter Vorbehalt) ablesen.

Kleine Schwächen: Das große Display spiegelt recht stark, ein Mal fror das Gerät im Test ein und musste neu gestartet werden. Ein Trauerspiel ist die Anleitung mit katastrophaler deutscher Übersetzung. Ansonsten ist das Junsun D100 ob seiner umfangreichen Ausstattung und der guten Navigation aber ein empfehlenswertes Modell zum unschlagbaren Preis, das natürlich mit der Gesamtperformance und der langjährigen Erfahrung deutlich teurerer Markenhersteller nicht ganz mithalten kann.

Außerdem getestet

Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Navigationsgeräte von TomTom und Blaupunkt, die bezüglich der reinen Navigation keine größeren Schwächen aufweisen, aber schlechter ausgestattet sind.

TomTom Go 620

Wer nur selten ins Ausland fährt und dort nicht auf aktuelle Verkehrsinfos angewiesen ist, sollte einen Blick auf das TomTom Go 620 werfen, das es als Go 520 ebenfalls in einem 5-Zoll-Display gibt. Der einzige Unterschied zur 1000er-Serie: Die Geräte der 100er Serie haben keine eingebaute SIM-Karte, sondern verbinden sich per Bluetooth mit dem Smartphone und gehen darüber online. So kommt man auch mit diesen Navis in den Genuss aktueller Verkehrsinfos.

Das ist zwar nicht ganz so komfortabel wie die eingebaute SIM-Karte, aber dafür sind die Navis erheblich günstiger. Natürlich braucht man dafür ein Smartphone mit Datentarif – und den haben die meisten nur fürs Inland.

Auch wenn dann das Surfen kostenfrei ist, zerrt das Navi am Inklusiv-Volumen des Smartphone-Tarifs. Abgesehen davon unterscheiden sich das TomTom Go 620 und 6200 und TomTom Go 520 und 5200 nicht voneinander.

Tom Tom VIA 62

Die neu aufgelegte VIA-Serie von TomTom – als VIA 62 mit 6-Zoll- und als VIA 52 mit 5-Zoll-Display – schließt als Mittelklasse die Lücke zwischen der Go- und der Start-Serie (s. unten). Der Hersteller lässt im VIA die meisten Features weg, die mit der neuen Go-Serie eingeführt wurden. Es gibt also keine Updates per WLAN, keine Verbindung zu Siri und Google Now und kein Vorlesen von SMS.

Allerdings: Per Bluetooth lassen sich Smartphone und Navi koppeln, so das Freisprechen und Verkehrsinfos über das Mobilfunknetz trotzdem zur Verfügung stehen. Dafür muss der Nutzer jedoch auf einen resistiven Touchscreen und damit auf bequemes Wischen und Multitouch verzichten. Denn das Display des VIA 62 ist kapazitiv und reagiert damit auf Druck und nicht auf bloße Berührung.

Weitere Unterschiede zu den großen Brüdern: Enthalten sind lediglich Karten für Europa, die Halterung ist fix am Navi befestigt (das Ladekabel steckt man direkt ins Gehäuse) und Updates für Radarkameras gibt es nur drei Monate lang.

TomTom Start 62

Noch günstiger als mit dem VIA geht es mit den Start-Modellen. Bei der einfachsten Modellreihe von TomTom muss man vollständig auf aktuelle Verkehrsinformationen verzichten. Stattdessen unterstützen die Geräte das gute alte TMC (Traffic Message Channel), das über analoge Radiofrequenzen kostenfrei empfangbar ist. TMC bietet zwar keineswegs so exakte Verkehrsinfos wie die eigenen Lösungen der Navi-Bauer, aber als kostenlose Alternative ist es brauchbar.

Wer auf detaillierte Verkehrsinformationen verzichten kann, findet im TomTomStart 52 eine preiswerte Lösung.

Die Start-Modelle sind mit Kartenmaterial für ganz Europa ausgestattet – inklusive lebenslangen Karten-Updates. Die 4,3 sowie 5 und 6 Zoll großen Touch-Displays des Start 42, Start 52 und Start 62 nutzen wie die VIA-Reihe eine kapazitive Technik. Zudem sind Halterung und Navi ebenfalls fest verbunden.

Auf alle anderen Zusatzfunktonen wie Freisprecheinrichtung, WLAN, Kopplung mit den Smartphone-Assistenten und sogar die Zusammenarbeit mit TomTom MyDrive muss der Nutzer verzichten. Dafür ist die Start-Serie entsprechend günstig.

Blaupunkt TravelPilot 53² CE LMU

Blaupunkt kann nicht nur Autoradios, sondern auch Navis bauen. Beim TravelPilot 53² CE LMU handelt es sich ebenfalls um ein sehr günstiges Gerät. Erhältlich ist der Cockpit-Assistent wahlweise mit einem 5 oder 7 Zoll großen Display und Europa oder nur Zentraleuropa im Kartenspeicher. Die von uns getestete Variante (5 Zoll, Zentraleuropa) kostet gerade einmal 65 Euro.

Die Route ist schnell berechnet, im Display zeigt das Blaupunkt bei Bedarf diverse Zusatzinformationen an. Der Funktionsumfang ist recht überschaubar, dazu gehören unter anderem ein Taschenrechner und eine Fahrtenübersicht.

Sehr preiswert und für alle zu empfehlen, die außer der reinen Navigation nichts benötigen: das TravelPilot 53² CE LMU von Blaupunkt.

Vorinstalliert ist das Kartenmaterial von 24 europäischen Ländern. Unterwegs freut man sich über den Geschwindigkeits- sowie den Fahrspurassistenten. Einige Amazon-Kunden kritisieren Qualitätsprobleme nach relativ kurzer Zeit, dazu sollen unter anderem Wackler beim Ladekabel und Totalausfälle zählen.

Kommentare

27 Kommentare zu "Das beste Navigationsgerät"

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Peter
Peter
Das im Beitrag erwähnte Navigon gibts leider wegen Aufkauf der Firma von Garmin schon lange nicht mehr. Garmin hat Navigon aufgekauft und dann nicht mehr hergestellt, um diesen Konkurenten zu beseitigen. Garmin antwortet zumindest bei mir auch nicht auf Kundenfragen, mit TomTom habe ich auf Grund der vielen negativen Bewertungen vom kauf abgesehen. Leider bekommen diese hier vorgestellten Spitzenmodelle bei Amazon von weniger als 50 % der Bewertungen 5 Punkte und es gibt so einschneidende schlechte Bewertungen in Masse, dass ich hier kein Spitzenmodell erkennen kann. Ich verstehe auch nicht dass man diese Modelle hier als Spitze bezeichnet, besser wäre… Mehr... »
Kurt Gluth
Kurt Gluth
Habe eben ein ‚repariertes‘ TOMTOM VIA 52 zurückbekommen. Grund für die Einsendung: Massenhaft Abstürze, dauernde automatische Neustarts, wenn’s mal wieder einen Hänger erkannt hatte. I.d.R. dauerte es zuletzt teilweise fast eine halbe Stunde, in der ich auch selbst immer wieder mal neu starten musste, bis das Ding mal fehlerfrei hochlief und seine Bluetooth-Verbindung aufgebaut hatte (nur da bin ich dann auch teilweise schon am Ziel – schade, oder???) Tja, jetzt bekam ich diesen Haufen elektronischen Sondermüll zurück – und jetzt kann sich’s überhaupt nicht mehr mit dem Handy verbinden. Ich weiß nicht, wer diese Scheißdinger so toll bewertet. Ich kann… Mehr... »
Karl-Heinz Geschermann

Kann ich wählen zwischen Straße oder Autobahn

inu
inu

Den Funktionsumfang von Navis zu reduzieren, ist nicht nur absolut nicht gut so, sondern eine versteckte Preiserhöhung. Mit dem Funktionsumfang bei Navigationsgeräten verhält es sich exakt genauso wie mit dem Hubraum bei Autos: dieser ist durch nichts zu ersetzen – außer durch ein Mehr. Zur werten Beachtung.

Peter Chudoba

Nix geht über Becker

oli
oli

Becker ist leider Insolvent. Kein Update mehr möglich

Kurt Zimmermann

TomTom taugt nichts.. Nicht zu empfehlen.

Kurt Gluth
Kurt Gluth

Kann ich nur dick unterstreichen!

Jkh Jkh

Tomto ist das schlechteste was auf dem Markt ist

Peter Popp

ich habe „meine Frau“, zuverlässig seit 47 Jahren …. rechts ist immer links eh klar

Martin Pee

TomTom war mal gut, stimmt…..aber schon lange nicht mehr fuehrend in Sachen Navigation….kann dann weg.

Roland Hens

Kann jetzt nix über Tomtom sagen, aber mit meinem 10Jahre alten Falk bin ich bisher bestens zufrieden, fehlen zwar die ganzen Updates, aber die Zielführung schlägt so manches moderneres Teil

Roland Mösl

MapFactor Navigator auf meinen 78 EUR Doogee X5 MAX pro erledigt alles bestens.

Krzysiek Szancer

Wer daran glaubt wir seelig,wer nich,kommt direkt in den Himmel

Hans Sluka

Ich nutze schon länger das GO 5100 und bin sehr zufrieden damit. Nur das GO 930 hat mich einmal in Bulgarien in der Nacht auf eine (vermutlich ehemalige Straße) geführt, die wie ein ausgetrocknetes Flussbett mit riesengroßen Steinen war. Ich bin für 7 km eineinhalb Stunden gefahren und habe tausend Ängste ausgestanden. Mitten in der Einsamkeit und das um 2 Uhr früh.

Heiko Karl

Huar! Ich habe das Teil und es ist grottenschlecht. Würde es nie wieder kaufen. Es braucht allein 5 min. zum hoch fahren, mieses touchunempfindliches Display, schlechte Software dazu…usw usw…

ED2000
ED2000

Garmin nüvi 2599 LMT-D hat nach dem Kauf einwandfrei funktioniert. Nach dem
1. Update verliert Garmin nach kurzer Zeit die Satelliten und findet sie auch nicht
mehr. Daher nicht mehr zu gebrauchen.