Powerline-Set Test: Powerline Adapter
test
Letztes Update: 30.7.2021

Das beste Powerline-Set

Wir haben 18 Powerline-Sets getestet. Das beste ist für uns das Devolos dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit – wenn auch nur mit knappem Vorsprung. Den Ausschlag bit vor allem sein komfortables Einrichtungs-Tool. Das FritzPowerline 1260E WLAN Set von AVM ist bei der Performance allerdings fast genauso gut.

Michael Seemann
interessiert sich für alle Geräte, die man in seinem Heimnetz sinnvoll einsetzen kann. Geweckt wurde sein spezielles Interesse für die Heimvernetzung schon 2004, als er die erste Fritzbox mit integrierter Internettelefonie zu Gesicht bekam. Michael schreibt und testet unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PCgo und Connect.
Letztes Update: 30. Juli 2021

Wir haben zwölf weitere Powerline-Sets getestet, drei davon haben es in unsere Empfehlungen geschafft: das TP-Link TL-WPA1300P Kit als günstiges WLAN-Powerline-Set, außerdem das Devolo Magic 2 LAN Starter Kit und das TP-Link TL-PA7019P Kit als Powerline-Sets ohne integriertes WLAN.

5. Februar 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

5. August 2020

Wir haben das Devolo Magic 1 WiFi Mini Starter Kit getestet. In unserer Empfehlungen hat es das vergleichsweise günstige Set aber nicht geschafft.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Wer bei sich zu Hause überall guten WLAN-Empfang hat, darf sich glücklich schätzen. Denn in vielen Haushalten reicht das WLAN des Routers meist nicht in alle Räume oder Bereiche, in denen man die drahtlose Online-Anbindung gerne nutzen möchte. Ein (zu) schwaches Funksignal wird dann zum Problem, wenn das Webradio in der Küche immer wieder aussetzt oder der Online-Live-Stream ständig in die schlechtere Auflösung wechselt. Nervig!

Bei einem WLAN-Powerline-Set wird die Verbindungsstrecke zwischen Adapter und Router nicht über WLAN, sondern per Powerline über die heimische Stromverkabelung hergestellt. Hierzu wird der erste Powerline-Adapter des Sets in eine Wandsteckdose beim Router gesteckt und mit diesem über ein mitgeliefertes LAN-Kabel verbunden.

Der zweite Powerline-Adapter des Sets, der auch oft als »Extender« bezeichnet wird, hat einen WLAN-Access-Point integriert. Den Extender steckt man ebenfalls in eine freie Steckdose und zwar möglichst in den Raum, in dem man den drahtlosen Internetzugang benötigt.

Der Extender spannt ein WLAN auf, mit dem sich WLAN-Clients verbinden können. So erhalten die Geräte über die Stromverkabelung und den ersten Powerline-Adapter die Verbindung zum Router und damit ins Heimnetz. Praktisch: Der Extender lässt sich einfach an einer anderen Steckdose im Haushalt einsetzen, wenn er dort gerade mehr gebraucht wird.

Wer hingegen nur einen LAN-Anschluss via Powerline verlegen möchte und am entfernten Adapter kein WLAN benötigt, kann auf ein meist kostengünstigeres Powerline-Kit ohne integriertes WLAN zurückgreifen. Auch von diesen Powerline-Kits, die in der Regel aus zwei baugleichen Powerline-Adaptern bestehen, haben wir einige Exemplare getestet, deren Produktname wir zur besseren Unterscheidung mit der Erweiterung »(ohne Wifi)« ergänzt haben.

Natürlich kann auch ein WLAN-Repeater versetzt werden, doch dauert es hier meist etwas länger, bis die WLAN-Verbindung zum Router wieder hergestellt ist – sofern denn überhaupt eine WLAN-Verbindung zum Router möglich ist. Denn der Weg über das Stromkabel ist ja vor allem dann interessant, wenn die WLAN-Verbindung zum Router durch Wände oder Geschossdecken zu stark gedämpft wird.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit
Devolos WLAN-Powerline-Set bietet eine tolle Ausstattung und überzeugende Performance bei relativ geringem Stromverbrauch.

Bei den WLAN-Powerline-Sets macht ebenfalls ein Produkt das Rennen, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Trotzdem sind wir der Ansicht, dass Devolos dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit nach wie vor das beste WLAN-Powerline-Set ist – auch wenn die Entscheidung recht knapp ausgefallen ist. Devolos Starter Kit ist hervorragend ausgestattet, liefert überzeugende Datenraten an allen Teststrecken, bietet eine große Anzahl nützlicher Funktionen und lässt sich dennoch, Dank komfortabler App oder über das Tool »Cockpit«, sehr gut konfigurieren und managen.

Auch gut

AVM FritzPowerline 1260E Set

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM FritzPowerline 1260E Set
Fast genauso gut wie der Testsieger ist das AVM-Set. Besonders empfehlenswert ist es für alle Nutzer einer AVM Fritzbox, da es die komfortablen Mesh-Funktionen des AVM-Routers unterstützt.

Das relativ neue AVM FritzPowerline 1260E WLAN Set ist unserem Testsieger von Devolo in der Hardware-Ausstattung, der Performance und der Funktionalität nahezu ebenbürtig. Letztendlich liegt es an Kleinigkeiten wie Garantiedauer oder Anzahl der Durchschleifsteckdosen, die AVM den ein oder anderen Punkt kosten. Trotzdem ist das AVMs 1260E-Set unsere Empfehlung für alle Besitzer einer Mesh-fähigen Fritzbox, denn auch das FritzPowerline 1260E WLAN Set bietet nach einem Firmware-Update Mesh-Funktionalität – und harmoniert entsprechend gut mit der Fritzbox.

Stärkstes WLAN-Powerline-Kit

Devolo Magic 2 WiFi next Starter Kit

Test Powerline-Set: Devolo Magic 2 WiFi next
Das komfortabel bedienbare Devolo Magic 2 WiFi next erzielt im Test die schnellsten Datenraten über (W)LAN-Powerline-Verbindungen - dafür ist der Preis auch relativ hoch.

Etwas mehr als für unseren Testsieger muss man für Devolos neues Magic 2 WiFi next auf den Tisch legen. Und ein Koppeln mit »älteren« HomePlug-AV-Adaptern ist auch nicht möglich. Dafür überzeugt Devolos neues WLAN-Powerline-Set mit den bisher schnellsten Übertragungsraten im Stromnetz und einigen interessanten funktionalen Weiterentwicklungen, die bei HomePlug-AV-Geräten nicht mehr zu erwarten sind. Es ist unsere Empfehlung für Powerline-Neueinsteiger, die bei der Geschwindigkeit keine Kompromisse machen möchten.

Günstige Alternative

TP-Link TL-WPA1300P Kit alias TL-WPA8631P Kit

Test  Powerline-Set: TP-Link TL-WPA1300P Kit
Mit Abstrichen bei Dokumentation, Updates und Sicherheit ist das ansonsten gut ausgestattete und günstige WLAN-Powerline-Kit von TP-Link durchaus empfehlenswert.

Das TP-Link TL-WPA1300P Kit baut ebenso wie unsere Empfehlungen von Devolo und AVM ein durchsatzstarkes, 4K-fähiges Powerline-WLAN-Netz auf, bietet wie Devolo zwei Durchschleifsteckdosen und sogar einen dritten Gigabit-LAN-Port am Extender. Für den verhältnismäßig günstigsten Preis muss man allerdings Abstriche in Kauf nehmen, wie zum Beispiel beim Bedienungskomfort oder auch bei der beschnittenen WLAN-Frequenzunterstützung im 5-GHz-Band.

Schnellstes Kit ohne WLAN

Devolo Magic 2 LAN Starter Kit

Test  Powerline-Set: Devolo Magic 2 LAN Starter Kit
Devolos Magic 2 LAN Starter Kit wiederum ist das schnellste und komfortabelste Powerline-Kit ohne WLAN, das sich sogar via (Android-) App steuern lässt.

Wer kein WLAN am entfernten Powerline-Adapter benötigt, bekommt mit Devolos Magic 2 LAN Starter Kit das schnellste, am besten ausgestattete Powerline-Kit aus unserem Testfeld. Zudem bietet Devolo mit seiner Magic-Reihe als derzeit einziger Hersteller Powerline-Adapter mit eigenem Webmenü, die sich auch per Smartphone-App bedienen lassen. Bei der Konkurrenz funktioniert die App-Steuerung nur in Verbindung mit einem WLAN-Extender.

Preisbrecher ohne WLAN

TP-Link TL-PA7019P Kit

Test  Powerline-Set: TP-Link TL-PA7019P Kit
Das TL-PA7019 ist ein erstaunlich günstiges WLAN-loses Powerline-Kit mit überzeugenden Datenraten und 4K-Tauglichkeit.

Wer bei der Installation einer WLAN-losen Powerline-Verbindung sparen möchte, dabei aber trotzdem nicht auf 4K-Videostreams verzichten möchte, sollte sich TP-Links TL-PA7019P Kit näher ansehen. Auf diverse Komfortfunktion oder automatisierte Firmware-Updates, wie sie beispielsweise AVM- oder Devolo-Kits bieten, muss man bei diesem Powerline-Adapterpaar allerdings verzichten.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutStärkstes WLAN-Powerline-KitGünstige AlternativeSchnellstes Kit ohne WLANPreisbrecher ohne WLAN
Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit AVM FritzPowerline 1260E Set Devolo Magic 2 WiFi next Starter Kit TP-Link TL-WPA1300P Kit alias TL-WPA8631P Kit Devolo Magic 2 LAN Starter Kit TP-Link TL-PA7019P Kit AVM FritzPowerline 1240E WLAN Set TP-Link TL-WPA7617 Kit Devolo Magic 1 WiFi Mini Starter Kit TP-Link TL-WPA7517 Kit AVM FritzPowerline 540E WLAN Set TP-Link TL-WPA4220 Kit AVM FritzPowerline 1220E TP-Link TL-PA8030P Kit TP-Link TL-PA4010P Kit Devolo dLAN 550 duo+ Starter Kit
Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter KitTest WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM FritzPowerline 1260E SetTest Powerline-Set: Devolo Magic 2 WiFi nextTest  Powerline-Set: TP-Link TL-WPA1300P KitTest  Powerline-Set: Devolo Magic 2 LAN Starter KitTest  Powerline-Set: TP-Link TL-PA7019P KitTest  Powerline-Set: AVM FritzPowerline 1240E WLAN SetTest  Powerline-Set: TP-Link TL-WPA7617 KitTest Powerline-Set: Devolo Magic 1 WiFi Mini Starter KitTest  Powerline-Set: TP-Link TL-WPA7517 KitTest  Powerline-Set: AVM FritzPowerline 540E WLAN SetTest  Powerline-Set: TP-Link TL-WPA4220 KitTest  Powerline-Set: AVM FritzPowerline 1220ETest  Powerline-Set: TP-Link TL-PA8030P KitTest  Powerline-Set: TP-Link TL-PA4010P Kit (ohne Wifi)Test  Powerline-Set: Devolo dLAN 550 duo+ Starter Kit
Pro
  • Gute Nettoraten, 4K-fähig
  • Durchschleifsteckdosen an Adapter und Extender
  • 2 LAN-Ports am Extender
  • Gute App, gutes Powerline-Tool
  • Gute Übertragungsraten, 4K-fähig
  • Gutes Powerline-Tool, App-taugliches Webmenü
  • 2 LAN-Ports am Adapter
  • Ausgezeichnete Übertragungsraten, 4K-fähig
  • Durchschleifsteckdosen an Adapter und Extender
  • 2 LAN-Ports am Extender
  • Gute App, gutes Powerline-Tool
  • Gute Übertragungsraten, 4K-fähig
  • Adapter und Extender mit Durchschleifsteckdose
  • 3xGbE-Ports am Extender
  • Relativ günstig
  • Ausgezeichnete Übertragungsraten, 4K-fähig
  • Beide Adapter mit Durchschleifsteckdose
  • Vorbildliche Dokumentation
  • Zugriff auch per App (Android) und Webmenü
  • Gute Übertragungsraten, 4K-fähig
  • Beide Adapter mit Durchschleifsteckdose
  • Sehr günstig
  • Gute Nettoraten, 4k-fähig
  • Gutes Powerline-Tool, App-taugliches Webmenü
  • Vorbildliche Dokumentation
  • Gute Nettoraten, 4K-fähig
  • Relativ günstig
  • Günstiges Kit für Powerline-Einsteiger mit aktuellem G.hn-Standard
  • 2K-fähig
  • WPA3-Verschlüsselung
  • Energieeffizient
  • Gute Nettoraten, 4K-fähig
  • Relativ günstig
  • Gutes Powerline-Tool, App-taugliches Webmenü
  • Vorbildliche Dokumentation
  • Geringer Stromverbrauch
  • Günstig, geringer Stromverbrauch
  • Bedingt 2K-fähig (LAN, nicht WLAN)
  • Beide Adapter mit Durchschleifsteckdose
  • 2xGbE-Ports je Adapter
  • 4K-fähig
  • Vorbildliche Dokumentation
  • Beide Adapter mit Durchschleifsteckdose
  • 3xGbE-Ports je Adapter
  • 4K-fähig
  • Günstig, geringer Stromverbrauch
  • 2K-fähig
  • Beide Adapter mit Durchschleifsteckdose
  • Beide Adapter mit Durchschleifsteckdose
  • 2xFE-Ports je Adapter
  • Vorbildliche Dokumentation
Contra
  • Keine CEE 7/7-Stecker (bspw. nicht in Frankreich, Polen etc. verwendbar)
  • Keine Durchschleifsteckdose am Extender
  • Nur 2 Jahre Garantie (ungewöhnlich für AVM)
  • Relativ teuer
  • G.hn-Standard nicht kompatibel zu HomePlug AV2
  • Keine CEE-7/7-Stecker
  • Eingeschränktes 5-GHz-WLAN
  • Umständliches FW-Update
  • Nervige Aktualisierungen im tpPLC-Tool (Windows)
  • Handbuch englischsprachig
  • Kein SSL-Webmenü-Zugriff
  • Kein WLAN integriert
  • Nicht ganz günstig
  • Keine CEE-7/7-Stecker
  • Kein WLAN integriert
  • Kein Handbuch
  • Umständliches FW-Update
  • Nervige Aktualisierungen im tpPLC-Tool (Windows)
  • Nur Singleband-WLAN
  • Keine Durchschleifsteckdosen
  • Nur 2 Jahre Garantie
  • Eingeschränktes 5-GHz-WLAN
  • Keine Steckdose am Extender
  • Umständliches FW-Update
  • Nervige Aktualisierungen im tpPLC-Tool (Windows)
  • Extender wird sehr warm
  • Nur Singleband-WLAN
  • 100-Mbit/s-Switch im Extender beschränkt Nettotransfer
  • G.hn-Standard nicht kompatibel zu HomePlug AV2
  • Adapter keine CEE 7/7-Stecker
  • Eingeschränktes 5-GHz-WLAN
  • Keine Durchschleifsteckdosen
  • Umständliches FW-Update
  • Nervige Aktualisierungen im tpPLC-Tool (Windows)
  • Extender wird sehr warm
  • Nur Singleband-WLAN
  • Keine Durchschleifsteckdosen
  • 100-Mbit/s-Ports beschränken Nettotransfer
  • Geringe Nettoraten, nicht 2K-fähig
  • Nur 2 Jahre Garantie
  • Nur Singleband-WLAN
  • Keine Durchschleifsteckdosen
  • 100-Mbit/s-Ports beschränken Nettotransfer
  • Geringe Nettoraten, nur Cat5-LAN-Kabel beigelegt
  • Pairing-Taste am Extender und Wifi-Clone nicht funktionsfähig
  • Kein WLAN integriert
  • Nicht ganz günstig
  • Nur 2 Jahre Garantie
  • Kein WLAN integriert
  • Handbuch englischspr.
  • Mäßige Übertragungsraten über schlechtere Verbindungstrecke
  • Umständliches FW-Update
  • Nervige Aktualisierungen im tpPLC-Tool (Windows)
  • Kein WLAN integriert
  • 100-Mbit/s-Ports beschränken Nettotransfer
  • Umständliches FW-Update
  • Geringe Nettoraten
  • Cat5-LAN-Kabel beigelegt
  • Kein WLAN integriert
  • 100-Mbit/s-Ports beschränken Nettotransfer
  • Geringe Nettoraten
  • Kein Hybridstecker nach CEE 7/7
Bester Preis
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Powerline-StandardHomePlug AV2HomePlug AV2G.hnHomePlug AV2G.hnHomePlug AV2HomePlug AV2 (MIMO)HomePlug AV2G.hnHomePlug AV2HomePlug AVHomePlug AVHomePlug AV2HomePlug AV2HomePlug AVHomePlug AV2
Powerline-Linkrate1200 Mbit/s1200 Mbit/s2400 Mbit/s1300 Mbit/s2400 Mbit/s1000 Mbit/s1200 Mbit/s1000 Mbit/s1200 Mbit/s1000 Mbit/s500 Mbit/s600 Mbit/s1200 Mbit/s1300 Mbit/s600 Mbit/s500 Mbit/s
WLAN im Extender2x2-Dualband (2,4 / 5 GHz)2x2-Dualband (2,4 / 5 GHz)2x2-Dualband (2,4 / 5 GHz)2x2-Dualband (2,4 / 5 GHz)kein WLANkein WLAN2x2-Singleband (2,4 GHz)2x2-Dualband (2,4 / 5 GHz)2x2-Singleband (2,4 GHz)2x2- / 1x1-Dualband (lt. Hersteller)2x2-Singleband (2,4 GHz)2x2-Singleband (2,4 GHz)kein WLANkein WLANkein WLANkein WLAN
WLAN-Linkrate300 / 867 Mbit/s400 / 867 Mbit/s300 / 867 Mbit/s300 / 867 Mbit/s (Wifi 4/5)kein WLANkein WLAN300 Mbit/s (Wifi 4)300 / 867 Mbit/s (Wifi 4/5)300 Mbit/s (Wifi 4)300 / 433 Mbit/s (Wifi 4/5, lt. Herst.)300 Mbit/s (Wifi 4)300 Mbit/s (Wifi 4)kein WLANkein WLANkein WLANkein WLAN
LAN-Anschlüsse1xGigabit-Ethernet (GbE) am Adapter, 2xGbE am Extender2xGbE am Adapter, 1xGBbE am Extender1xGigabit-Ethernet (GbE) am Adapter, 2xGbE am Extender1xGbE am Adapter, 3xGbE am Extender1xGbE je Adapter1xGbE je Adapter1xGbE am Adapter, 1xGbE am Extender1xGbE am Adapter, 1xGbE am Extender (links)1xGbE am Adapter, 1xFE (100Mbit/s) am Extender1xGbE am Adapter, 1xGbE am Extender (links)1xFE am Adapter, 2xFE am Extender1xFE am Adapter, 2xFE (100Mbit/s) am Extender2xGbE je Adapter3xGbE je Adapter1xFE (Fast Ethernet) je Adapter2xFE (Fast Ethernet) je Adapter
Weg 0 (netto max.)460 Mbit/s425 Mbit/s590 Mbit/s470 Mbit/s580 Mbit/s340 Mbit/s450 Mbit/s330 Mbit/s94 Mbit/s330 Mbit/s95 Mbit/s95 Mbit/s350 Mbit/s450 Mbit/s95 Mbit/s95 Mbit/s
Weg 1 / 2 / 3 (netto)310 / 165 / 70 Mbit/s305 / 140 / 75 Mbit/s420 / 210 / 100270 / 160 / 65 Mbit/s415 / 190 / 105 Mbit/s270 / 130 / 100 Mbit/s280 / 160 / 80 Mbit/s260 / 140 / 95 Mbit/s94 / 94 / 73 Mbit/s255 / 140 / 100 Mbit/s94 / 65 / 50 Mbit/s94 / 60 / 40 Mbit/s270 / 130 / 75 Mbit/s290 / 150 / 60 Mbit/s94 / 76 / 70 Mbit/s95 / 70 / 55 Mbit/s
Video 2K / 4K (Weg2)flüssig / flüssigflüssig / flüssigflüssig / flüssigflüssig / flüssigflüssig / flüssigflüssig / flüssigflüssig / flüssigflüssig / flüssigflüssig / leichtes Ruckelnflüssig / flüssigleichtes / starkes Ruckelnflüssig (LAN) / starkes Ruckelnflüssig / flüssigflüssig / flüssigflüssig / starkes Ruckelnleichtes / starkes Ruckeln
LeistungsaufnahmeAdapter: 2,2 Watt
Extender: 5,1 Watt (WLAN an)
Adapter: 2,7 Watt
Extender: 5,4 Watt (WLAN an)
Adapter: 1,9 Watt
Extender: 6,1 Watt (WLAN an)
Adapter: 2,2 Watt
Extender: 5,1 Watt (WLAN an)
Adapter: 1,8 WattAdapter: 2,3 WattAdapter: 2,3 Watt
Extender: 3,8 Watt (WLAN an)
Adapter: 2,4 Watt
Extender: 4,9 Watt (WLAN an)
Adapter: 2,0 Watt
Extender: 2,8 Watt (WLAN an)
Adapter: 2,3 Watt
Extender: 4,9 Watt (WLAN an)
Adapter: 1,6 Watt
Extender: 3,0 Watt (WLAN an)
Adapter: 1,8 Watt
Extender: 3,4 Watt (WLAN an)
Adapter: 2,5 WattAdapter: 2,7 WattAdapter: 1,8 WattAdapter: 1,9 Watt
AbmessungenAdapter: 6,6 x 13,0 x 4,2 cm
Extender: 7,6 x 15,2 x 4,2 cm
Adapter: 5,9 x 13,2 x 4,1 cm
Extender: 6,7 x 13,2 x 3,2 cm
Adapter: 6,6 x 13,0 x 4,2 cm
Extender: 7,6 x 15,2 x 4,2 cm
Adapter: 7,2 x 13,1 x 4,2 cm
Extender: 7,5 x 15,2 x 4,2 cm
Adapter: 6,6 x 13,0 x 4,2 cmAdapter: 5,8 x 9,5 x 4,2 cmAdapter: 6,7 x 11,4 x 2,7 cm
Extender: 6,7 x 11,4 x 2,7 cm
Adapter: 5,8 x 9,5 x 4,2 cm
Extender: 7 x 12,5 x 3,5 cm
Adapter: 6,6 x 13,0 x 4,2 cm
Extender: 6,8 x 6,8 x 4,1 cm
Adapter: 5,2 x 6,5 x 2,9 cm
Extender: 7 x 12,5 x 3,5 cm
Adapter: 5,8 x 7,8 x 2,6 cm
Extender: 6,7 x 11,4 x 2,7 cm
Adapter: 5,2 x 6,5 x 2,9 cm
Extender: 5,4 x 9,4 x 4,0 cm
Adapter: 5,9 x 13,2 x 4,1 cmAdapter: 7,2 x 13,1 x 4,2 cmAdapter: 5,8 x 9,5 x 4,2 cmAdapter: 6,6 x 13,0 x 4,2 cm

Was Sie über Powerline-Sets wissen sollten

Powerline-Sets sind eine sehr komfortable Lösung. Doch Vorsicht: Die Leistungsfähigkeit einer Powerline-Verbindung hängt sehr stark von der heimischen Strominstallation ab. Wie gut die Verbindung zwischen der Wandsteckdose am Router und der entfernten Steckdose am Client ist, lässt sich nicht vorhersagen. Man muss es ausprobieren.

Inzwischen hält (fast) jeder Hersteller ein entsprechendes Windows-Tool oder eine Smartphone-App bereit, das einem die Bruttoübertragungsrate zwischen den beiden Powerline-Adaptern anzeigt. Als Bruttowert ist die Linkrate einer Netzwerkverbindung jedoch nicht sehr aussagekräftig, wie weiter vorne im Text bereits angesprochen.

Vor allem in Altbauten mit entsprechend alter Stromverkabelung kann die Übertragungsleistung erheblich geringer sein als über neue, sauber verlegte Strominstallationen. Auch der Betrieb der Adapter in Mehrfachsteckdosen, insbesondere in solchen mit Überspannungsschutz, sollte unbedingt vermieden werden. Vorübergehende Schwankungen in der Übertragungsrate können außerdem durch manche Stromverbraucher, wie etwa eingeschaltete Energiesparlampen oder Elektromotoren (Staubsauger, Bohrmaschinen etc.) ausgelöst werden.

Powerline-Set Test: Powerline Adapter
Dieser WLAN-Extender des Herstellers Devolo hat eine Durchschleifsteckdose integriert, so dass er auch an einer bereits belegten Wandsteckdose verwendet werden kann.

Aktuelle Powerline-Adapter protzen auf der Verpackung mit Linkraten von 1000, 1.200 oder gar 2400 Mbit/s. In unseren Tests zeigt sich jedoch, dass die maximale (Nutz- oder Netto-) Datenrate einer Powerline-Verbindung bei maximal etwa einem Drittel der auf der Verpackung beworbenen Brutto- oder Linkrate liegt – und auch das nur unter wenig realistischen Idealbedingungen.

Wer die Powerline-Sets in der Praxis einsetzt, um damit Zimmerwände oder gar Geschossdecken zu überbrücken, wird in der Regel keine Idealbedingungen vorfinden und Datenraten, wie Sie sie unter der Messwertangabe »Weg 0 (netto max.)« in der Vergleichstabelle finden, wohl niemals erreichen. In einem Durchschnittshaushalt sollten Sie deshalb eher mit Datenraten zwischen 100 und 250 Mbit/s rechnen. Manche Geräte sind zudem nur mit Fast Ethernet LAN-Ports (FE-Ports) ausgestattet, so dass die Nettoübertragungsrate solcher Adapter-Kits von Haus aus nicht höher als 95 Mbit/s sein kann. Um schnellere Datenraten zu erzielen, müssen die Powerline-Adapter mit Gigabit Ethernet LAN-Ports (GbE-Ports) ausgerüstet sein.

Linkraten von 200-500 Mbit/s sind nicht mehr zeitgemäß

Ältere HomePlug-AV-Adaper mit Linkraten von 500 oder gar 200 Mbit/s können wir inzwischen nicht mehr empfehlen, da sie den moderneren HomePlug-AV2-Geräten (1.200 Mbit/s) verbindungstechnisch klar unterlegen sind. Aus diesem Grund haben wir vornehmlich Powerline-Sets getestet, die mit HomePlug AV2 (oder dem etwas neueren G.hn-Standard) ausgestattet sind.

Damit Sie einen VDSL-Anschluss mit 50 Mbit/s im Downstream ohne Einbußen über die Powerline-Verbindung weiterreichen können, sollte die Linkrate im Powerline-Tool des Herstellers mindestens 150 Mbit/s anzeigen und zwar in Downstream-Richtung vom Powerline-Adapter am Router zum Powerline-Extender hin. Wir haben bei unserem Geschwindigkeitstests deshalb auch die gemessene Übertragungsrate in Downstream-Richtung als maßgeblichen Wert für einen per Powerline eingebundenen Client (PC, Notebook, Smartphone, Tablet…) angesehen.

Obwohl Devolo auch weiterhin HomePlug-AV(2)-Produkte unter der Bezeichnung »dLAN« im Angebot hat, setzt der Hersteller bei seinen neuesten Powerline-Geräten mit der Bezeichnung »Magic« auf einen neuen Übertragungsstandard namens G.hn, der nicht nur höhere Übertragungsraten bietet, sondern auch neue Leistungsmerkmale wie zum Beispiel die vollautomatische Powerline-Verschlüsselung implementiert. Doch es gibt auch Nachteile.

Dämpfer für die WLAN-Verbindung

Was ist der Grund für die eingeschränkte Reichweite beim WLAN – und warum ist das in jedem Haushalt anders? Die Hauptursache liegt in der Dämpfung des WLAN-Signals. Befinden sich keine Hindernisse zwischen WLAN-Router und Client, sprich Notebook, Smartphone, Tablet oder Webradio, lassen sich damit Strecken über 100 Meter und mehr überbrücken. Denn das WLAN-Signal wird durch Luftmoleküle nur relativ schwach gedämpft. Aber wer hat schon von überall im Haus eine freie Sichtverbindung zum Router?

Das WLAN-Signal wird durch Wände und Möbel gedämpft

Im häuslichen Bereich wird die Reichweite des WLANs vor allem durch bauliche Hindernisse in der Übertragungsstrecke beeinträchtigt. Das sind in erster Linie Mauern und Wände, Böden und Decken, aber auch Schränke, Regale, Heizkörper und andere (meist massive) Einrichtungsgegenstände.

All diese Hindernisse führen in der Summe dazu, dass das Signal des Routers an bestimmten Standorten in der Wohnung einfach zu schwach ist. Eine stabile Verbindung zum WLAN-Router ist dort nicht mehr möglich – oder die Übertragungsrate ist für bestimmte Anwendungen, wie etwa die Videoübertragungen, zu gering. Denn mit zunehmender Dämpfung des WLAN-Signals nimmt auch die physikalisch mögliche Übertragungsrate – die Übertragungsgeschwindigkeit – zwischen Router und Empfangsgerät ab.

Möglichkeiten zur WLAN-Verbesserung

Für einen guten WLAN-Empfang kommt es nicht nur auf die baulichen Gegebenheiten an, sondern auch ganz entscheidend auf den Standort des Routers. Ist er irgendwo am Boden in einem Schrank zwischen vielen Kabeln versteckt, wird das Signal nicht so weit reichen, wie wenn er frei auf einem Schrank steht. Daher sollten Sie als allererstes mit Ihrem bisherigen Router experimentieren, ob Sie ihn nicht an einer besseren Stelle installieren können.

Denn die beste Lösung, WLAN-Empfangsprobleme zu beheben, ist es, den Router so aufzustellen, dass sein Funknetz die ganze Wohnung oder das ganze Haus abdeckt. Wenn das bei Ihnen irgendwie möglich ist, tun Sie das! Selbst wenn Sie dazu ein wenig umbauen oder ein Netzwerkkabel verlegen müssen: Am Ende werden Sie mit dieser Lösung die wenigsten Probleme haben. Denn mehr Geräte bedeuten auch immer mehr Fehlerquellen.

 Powerline-Set Test: Powerline Adapter Devolo
Ein Powerline-Adapter (oder Extender) sollte grundsätzlich direkt in eine Wandsteckdose gesteckt werden und möglichst nicht in eine Verteilersteckdose.

Die zweitbeste, wenn auch meist wenig praktikable Lösung ist es, Netzwerkkabel durchs Haus zu ziehen und schlecht versorgte Bereiche des Haushalts mit einer direkten Kabelverbindung zum Router zu verbinden. Hier kann man dann entweder Clients direkt per Kabel anschließen (etwa Fernseher oder PC) oder eine WLAN-Basisstation (Access Point) anschließen, die ein eigenes WLAN-Netz aufspannt.

Doch eine nachträgliche Installation von Netzwerkkabeln und -anschlüssen erfordert ein gewisses handwerkliches Geschick und ist auch nicht immer möglich – zumal in Mietverhältnissen der Haus- oder Wohnungseigentümer zustimmen muss, wenn größere Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich sind.

Eine einfachere Lösung für WLAN-Schwäche versprechen Geräte, mit denen man den WLAN-Empfang im Haushalt auch ohne Bohren, Schlitzen und Kabelziehen verbessern kann. Es gibt dafür drei unterschiedliche Techniken, entsprechend unterscheidet man folgende Geräteklassen:

  • WLAN-Repeater
  • WLAN-Powerline-Sets
  • WLAN-Mesh-Systeme

Ein WLAN-Repeater wird etwa auf halber Strecke zwischen Heimnetz-Router und entfernten WLAN-Clients angebracht – dort wo noch guter Empfang herrscht – und verstärkt das WLAN-Signal des Routers.

Ein WLAN-Powerline-Set besteht aus zwei Powerline-Adaptern, die eine Datenverbindung zwischen Router und entferntem Client über die im Haushalt verlegten Stromkabel herstellen (daher der Name Powerline). Der entfernte Powerline-Adapter hat eine WLAN-Basisstation (Access Point) integriert, der ein WLAN-Netz aussendet.

Ein WLAN-Mesh-System besteht aus mindestens zwei, bei Bedarf aber auch mehreren Mesh-Stationen, die über WLAN-Funk miteinander verbunden sind. Jede Mesh-Station dient gleichzeitig als Zugangspunkt (Access Point) für alle WLAN-fähigen Geräte in dessen Funkreichweite. Eine der Mesh-Stationen wird als Router eingerichtet und stellt die Verbindung ins Internet her. Er besitzt somit auch spezielle Zusatzfunktionen eines Routers, die WLAN-Repeater oder WLAN-Powerline-Sets nicht bieten. Dazu zählen beispielsweise Webseitenfilter (Kindersicherung), Firewall, Bandbreitenmanagement (Quality of Service oder QoS), Smart-Home-Funktionen oder ein komfortabler Fernzugriff.

Eine Pauschallösung gibt es nicht

Welche Lösung sich am besten für Ihren Haushalt eignet, hängt immer von den individuellen, baulichen Gegebenheiten vor Ort ab und von den eigenen Anforderungen, die man an die Geräte stellt. Wir können daher keine pauschale Empfehlung abgeben, welche von den drei Geräteklassen die beste Lösung für Sie zu Hause ist.

Alle drei Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Grundsätzlich gilt: Wenn es in einer Wohnung nur darum geht, den WLAN-Empfang in ein oder zwei weiteren Räumen zu verbessern, ist der Einsatz eines WLAN-Repeaters die kostengünstigste Lösung. Es kann aber durchaus sein, dass eine unserer Empfehlungen in der Kategorie WLAN-Repeater in Ihrem Haushalt nicht zum gewünschten Erfolg führt. Dann müssen Sie auf eine unserer Empfehlungen aus den etwas teureren Geräteklassen der WLAN-Powerline-Sets oder WLAN-Mesh-Systeme ausweichen.

Steckerformen für den Auslandseinsatz: Devolo liefert seine Powerline-Produkte für Deutschland vorwiegend mit dem Stecker-Typ F (Schuko-Stecker) aus, der allerdings nicht für Wandsteckdosen des Typs E (französisches System) geeignet ist, wie man sie beispielsweise in Frankreich oder auch in Polen vorfindet. Andere Hersteller, darunter auch AVM oder TP-Link, setzen in deren Powerline-Produkten so genannte Hybrid-Stecker nach der CEE-7/7-Norm ein, die sowohl in deutsche (Typ F) als auch französische (oder polnische) Wandsteckdosen (Typ E) passen. Dieses Detail könnte für den Grenzgänger, der sein Powerline-Kit eventuell auch im europäischen Ausland betreiben möchte, durchaus interessant sein.

Powerline-Set Test: Powerline Adapter
Powerline-Set Test: Powerline-Adapter Devolo.

Testsieger: Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit

Es wird enger bei den empfehlenswerten WLAN-Powerline-Sets: Die Unterschiede in Preis, Leistung und Ausstattung werden immer geringer. Nicht zuletzt Devolo dürfte es zu verdanken sein, dass die Konkurrenz inzwischen dazugelernt hat und ihre Geräte auf ein erfreulich hohes Niveau angehoben haben. Das ist gut für den Anwender.

Dass das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit für uns auch weiterhin das beste WLAN-Powerline-Set ist, liegt daran, dass es sich in keiner unsere Testdisziplinen einen Patzer erlaubte.

Testsieger

Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit
Devolos WLAN-Powerline-Set bietet eine tolle Ausstattung und überzeugende Performance bei relativ geringem Stromverbrauch.

Setup und Steuerung

Bereits beim Einstecken der Adapter von Devolos 1200er Starter Kit wird so mancher erleichtert feststellen, dass er sich für das richtige WLAN-Powerline-Set entschieden hat. Denn Adapter und Extender sind mit einer Durchschleifsteckdose ausgestattet. Da freie Wandsteckdosen in nahezu allen Haushalten Mangelware sind – ganz besonders an den Stellen, an denen sowieso schon mehrere Geräte am Strom ziehen, wird die Installation schnell zum Problem. Vor allem, weil man meist gerade an diesen Stellen auch noch den Powerline-Adapter anstecken möchte. Denn steckt man den Adapter gemeinsam mit anderen Verbrauchern in eine Verteilerdose, setzt das die Übertragungsrate der Powerline-Verbindung erheblich herab.

Dank Durchschleif­steckdose kann man auch noch andere Geräte an derselben Steckdose betreiben

Die verschlüsselte Kopplung der beiden Adapter im Stromnetz läuft per Knopfdruck am Gehäuse oder über das komfortable Cockpit-Tool an Notebook oder PC. Dieses zeigt auch die aktuelle Verbindungsgeschwindigkeit (Linkrate) zwischen den Adaptern im Stromnetz an. Außerdem lassen sich mit dem Cockpit auch aktuelle Firmware-Updates komfortabel per Knopfdruck auf die Adapter aufspielen. Der gesamte Vorgang – sprich, Update-Check, Download und Aufspielen der Firmware auf den jeweiligen Adapter – läuft vollautomatisch ab.

Sehr gelungen ist auch die Bedienung des Devolo-Sets über die »my devolo«-App am Smartphone. Diese zeigt übrigens auch verbundene Powerline-Adapter anderer Hersteller an, oft sogar mit passendem Produktfoto. Ebenfalls über die App kann auch die Weboberfläche des Extenders aufgerufen werden. Da das Webmenü im responsive Design vorliegt, lässt es sich im Browser des Smartphones ebenso gut bedienen wie im Browser des PCs.

Übertragungsleistung und Stromverbrauch

Über alle unsere Teststrecken innerhalb eines Haushalts erzielten wir mit Devolos dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit sehr gute (Netto-) Datenraten. Selbst ungünstige Strecken in unserem Test überbrückt Devolos Adapterpaar noch mit knapp 150 Mbit/s. In unserem Videostream-Test konnten wir Videos in hoher Auflösung (in 2K- und sogar 4K-Qualität) ohne Unterbrechungen oder Aussetzer auf einen am Extender angeschlossenen (LAN- oder WLAN-) Client übertragen.

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WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
Das Cockpit-Tool zeigt die Linkraten zwischen den Adaptern an ...
WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
... und ermöglicht den Zugriff auf die übersichtliche Weboberfläche des Extenders.
WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
Dort kann unter anderem nach neuen Firmware-Updates gesucht werden.
WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
Der Access Point im Extender unterstützt bei 5 GHz alle in Deutschland zulässigen Kanäle.
WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
Mit WiFi Clone übernimmt man die WLAN-Konfiguration seines Routers per Knopfdruck auf den Extender.

Der Stromverbrauch des mit dem Router verbundenen Adapters liegt zwischen 2,2 Watt (kein Datentransfer) und etwa 3,7 Watt (mit Datentransfer). Der WLAN-Extender zieht gut 5 Watt – wenn man WLAN über die integrierte Zeitplanung abschaltet nur noch knappe 4 Watt.

Funktionalität und Ausstattung

Wie bereits erwähnt, besitzt Devolos WLAN-Powerline-Set eigentlich alle Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, die man sich von einem Produkt dieser Geräteklasse wünschen kann. Das WLAN des Extenders ist bereits verschlüsselt, kann aber per WiFi-Clone-Funktion die WLAN-Einstellungen des Heimnetzrouters übernehmen. Der WLAN-Knopf am Gehäuse des Extenders dient zum manuellen Ein- und Ausschalten des Extender-WLANs, kann aber auch zum Einbinden neuer Clients per WPS-Funktion genutzt werden.

Neben der WLAN-Zeitsteuerung gibt es auch einen WLAN-Gastzugang, eine Kindersicherung zur zeitlichen Zugangsbegrenzung bestimmter Clients und einen WLAN-Filter, wenn man den Zugriff bestimmter Clients grundsätzlich sperren möchte. Dann allerdings muss die WPS-Funktion abgeschaltet werden.

Natürlich muss man diese Funktionen nicht alle nutzen. Die meisten Anwender werden einmal das WLAN des Extenders im Webmenü anpassen und anschließend nur noch über die komfortable »my devolo«-App auf ihr WLAN-Powerline-Adapter-Set zugreifen.

Praktisch ist übrigens auch, dass der Extender mit einem zweiten Gigabit-LAN-Port ausgestattet ist, was die Einbindung eines zusätzlichen LAN-Clients ermöglicht.

Außerdem stattet Devolo sein Powerline-Set auch nach wie vor mit aktuellen Firmware-Updates aus, so dass der Access Point im Extender inzwischen auch WPA3 unterstützt und zusammen mit weiteren dLAN 1200+ WiFi Extendern als Mesh-System funktioniert.

Nachteile?

Das Webmenü des Devolo-Extenders ist zwar sehr übersichtlich gestaltet, enthält jedoch keine richtige Online-Hilfe, die für manche Einstellungsmöglichkeiten durchaus hilfreich wäre. Im Zweifelsfall muss man somit das ausgezeichnete PDF-Handbuch des Herstellers zu Rate ziehen. Das war allerdings der einzige Nachteil, den wir gefunden haben.

Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit im Testspiegel

Den großen Leserdauertest des PC Magazins (7/2017) schließt das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit mit der Bestbewertung 1,0 ab. Demnach würden alle Lesertester das Produkt ohne Einschränkung weiterempfehlen.

»Dieses Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Mit dem Traumergebnis von 1,00 beendet das Devolo dLAN-Kit seinen Dauertest. Die Geschwindigkeit wird im Detail noch einen Hauch besser bewertet als die Zuverlässigkeit. Die Weiterempfehlungsquote beträgt glatte 100 Prozent.«

Ebenfalls eine sehr gute Bewertung, nämlich 88 von 100 Punkten, gibt es von PCgo (9/2016).

»Devolo holt sich mit flotten Übertragungsraten, guter Ausstattung und komfortabler (App-)Bedienung den Testsieg.«

Umso erstaunlicher finden wir, dass die Kollegen der Computer Bild (02/2018) in ihrem Vergleichstest nur ein »befriedigend« für Devolos Starter Kit vergeben. Der Grund liegt wohl darin, dass die Tester damit auf den krassen Unterschied zwischen der auf der Verpackung angegebenen Linkrate (1200 Mbit/s) und den in der Praxis tatsächlich erreichbaren Datenraten (meist unter 200 Mbit/s) hinweisen wollten. Und da ist etwas Wahres dran: Denn das Protzen mit unrealistischen Linkraten betrifft eigentlich alle Hersteller von Powerline- und WLAN-Produkten. Die falschen Geschwindigkeitsangaben führen zu völlig unrealistischen Erwartungen beim Käufer, der sich dann im Nachhinein gelinde gesagt »auf den Arm genommen« fühlt. Im Test selbst bekam unser Testsieger aber auch von Computer Bild ein wohlwollendes Urteil:

»Der Devolo-Adapter ist der einzige Testkandidat, der im n-Standard auf 2,4 sowie auf 5 Gigahertz funkt und außerdem noch ein ac-WLAN aufbauen kann, wenn auch mit etwas gebremstem Tempo. Spitze: der dLAN 1200 ac+ übertrug Daten auf der Stromleitung mit bis zu 447 Mbps – ein bis zu diesem Test nicht erreichter Spitzenwert.«

Die Stiftung Warentest (8/2018) gibt dem System ebenfalls nur eine 3,3 (»befriedigend«) und attestiert eine durchgehend durchschnittliche Leistung ohne besondere Höhe- oder Tiefpunkte.

Die Tester von Chip (05/2015) sprechen dem Devolo Starter Kit nur gute Noten aus, einziger Kritikpunkt ist die etwas magere Ausstattung.

»Beide Powerline-Adapter des Devolo dLAN 1200+ Starter Kits überzeugen im Test mit hohen und konstanten Datenraten. Während sich die integrierten Steckdosen als praktisch erweisen, missfällt die magere Ausstattung: Pro Adapter steht Ihnen nur ein LAN-Port zur Verfügung.«

Alternativen

Vom Preis her liegen unsere alternativen Empfehlungen relativ nahe beim Testsieger. Allerdings kann es durchaus Sinn machen, sich dennoch für eine der folgenden Produkte zu entscheiden.

Gute Alternative: AVM FritzPowerline 1260E WLAN Set

Auch AVMs FritzPowerline 1260E WLAN Set überträgt im Stromkabel mit 1.200 Mbit/s (brutto) und ist mit einem 2×2-Dualband-Access-Point ausgestattet. Bei unseren Testmessungen über verschiedene Stromstrecken eines Haushalts schneidet das AVM-Set etwas schlechter als Devolo ab. Trotzdem gibt es auch hier keine Probleme beim Streamen hochauflösender Videos. Selbst ein 4K-Video, dessen Datenrate zeitweise bis auf 90 Mbit/s ansteigen kann, streamt das 1260E flüssig vom Router über das Stromnetz zum abspielenden Client.

Auch gut

AVM FritzPowerline 1260E Set

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM FritzPowerline 1260E Set
Fast genauso gut wie der Testsieger ist das AVM-Set. Besonders empfehlenswert ist es für alle Nutzer einer AVM Fritzbox, da es die komfortablen Mesh-Funktionen des AVM-Routers unterstützt.

Auch an der Funktionalität des AVM-Sets gibt es nichts zu meckern. Der Extender lässt sich übrigens auch als reiner WLAN-Repeater betreiben, was jedoch eher ein Gimmick ist, denn dann könnte man sich auch gleich den deutlich günstigeren FritzWLAN Repeater 1160 kaufen.

Die übersichtliche und selbstverständlich ebenfalls Smartphone-taugliche Weboberfläche des 1260E-Extenders besitzt sogar eine Online-Hilfe – so wie man das von AVM gewohnt ist. Ungewohnt ist hingegen, dass AVM für sein WLAN-Powerline-Set »nur« 2 Jahre Garantie gibt. Das ist zwar Meckern auf hohem Niveau, aber trotzdem ein bisschen schade und auch nicht verständlich, weshalb AVM dann auf seine WLAN-Repeater fünf Jahre gibt.

Gut, dass der mit dem Router verbundene Powerline-Adapter des AVM-Sets eine Durchschleifsteckdose besitzt, denn in der Nähe des Routers gibt es eigentlich nie freie Wandsteckdosen. Dass der Extender keine besitzt, ist da nicht ganz so problematisch.

Ebenfalls gut: Der Powerline-Adapter des Sets hat einen zweiten Gigabit-Port. So stellt er den LAN-Port, den er durch seine Verbindung mit dem Router blockiert, gleich wieder für einen andere LAN-Client zur Verfügung.

Trotz minimaler Einschränkungen können wir AVMs FritzPowerline 1260E WLAN Set trotzdem allen Haushalten empfehlen, in denen eine halbwegs aktuelle Fritzbox mit Mesh-Untertützung als Heimnetzrouter werkelt. Denn AVMs WLAN-Powerline-Set versteht ebenfalls Mesh und synchronisiert sich zudem auch sehr schön mit einigen anderen Fritzbox-Funktionen wie zum Beispiel Gastnetz, WLAN-Zeitschaltung oder der Fritzbox-Kindersicherung.

Die Eingliederung des FritzPowerline WLAN Sets in das Fritzbox-Mesh gelingt einfach per Knopfdruck. Dabei übernehmen die Extender dann auch die WLAN-Daten der Fritzbox und das Mesh sorgt fortan dafür, dass jeder WLAN-Client immer mit der für ihn günstigsten WLAN-Station verbunden ist. Für unsere Nettoratentests haben wir den Extender jedoch absichtlich nicht ins Mesh unseres Fritzbox-Hauptrouters eingebunden. Nur so können wir sicher steuern, dass sich unser WLAN-Test-Client auch immer mit dem WLAN des Extenders und nicht mit dem des Routers verbindet.

Sehr schnell: Devolo Magic 2 WiFi next Starter Kit

Wer noch keine HomePlug-AV2-Powerline-Adapter zu Hause hat und die schnellstmögliche Übertragungsrate aus seiner Stromverkabelung am LAN- und WLAN-Client heraus holen möchte, kann sich Devolos neues Magic 2 WiFi next ansehen. Im Vergleich zu unserem ebenfalls von Devolo stammenden Testsieger trumpft das Magic 2 System vor allem dann auf, wenn die Anzahl der Heimnetzgeräte ansteigt und die Anzahl der parallel im Stromnetz übertragenen Daten zunimmt. Auch das Setup ist noch einfacher geworden: Nach dem Einstecken synchronisieren und verschlüsseln sich die Magic-2-Adapter automatisch.

Stärkstes WLAN-Powerline-Kit

Devolo Magic 2 WiFi next Starter Kit

Test Powerline-Set: Devolo Magic 2 WiFi next
Das komfortabel bedienbare Devolo Magic 2 WiFi next erzielt im Test die schnellsten Datenraten über (W)LAN-Powerline-Verbindungen - dafür ist der Preis auch relativ hoch.

Während das Devolo-Cockpit-Tool am PC auch mit den Magic-Adaptern problemlos funktioniert, gibt es fürs Smartphone nun eine neue App namens Devolo Home Network, über die man auch sehr komfortabel die aktuellen Linkraten im Stromnetz zwischen den Magic-Adptern ablesen kann. Man muss also nicht erst das Notebook hochfahren oder den PC einschalten. Alternativ können Einstellungen wie gehabt via Cockpit-Tool oder über die Weboberfläche der Adapter am PC-Browser vorgenommen werden. Und damit das nicht jeder Nutzer im Heimnetz kann, sollten Sie auch sofort, ähnlich wie bei der Weboberfläche Ihres Routers, ein entsprechendes Zugangspasswort vergeben. Auf diesen Umstand könnte Devolo einen eventuell noch hinweisen, wenn man sich zum ersten Mal im Webmenü anmeldet.

Die von uns gemessenen Nettoübertragungsraten des Magic-2-Adapterpaares liegen unter Idealbedingungen, wie man unter »Weg 0 (netto max.)« in den »Produktdetails« der Vergleichstabelle angegeben, deutlich über denen der HomePlug-AV(2)-Geräte. Doch auch auf den mehr praxisrelevanten Verbindungsstrecken (Weg 1 / 2/ 3) lieferten die G.hn-Geräte bessere Übertragungsraten als HomePlug AV2-Adapter, sobald wir in unseren Messungen mehrere parallele Datenströme simulieren, wie sie ja inzwischen in vielen Familienhaushalten gang und gäbe sind. Auch beim Energiesparen sind die G.hn-Adapter von Devolo nun noch etwas intelligenter geworden und das WLAN im Extender ist mit Roaming und Band-Steering noch etwas smarter geworden. Doch dafür sind die Devolos Magic-Adapter auch ein gutes Stück teurer als ihre HomePlug-AV2-Vorgänger.

Wer bereits zwei oder mehrere HomePlug-AV2-Adapter besitzt, kann diese zwar parallel zu den Magic-Adaptern betreiben, doch eine direkte Verbindung zwischen G.hn und HomePlug AV(2) funktioniert nicht, denn die beiden Powerline-Standards sind nicht miteinander kompatibel.

Alternative mit gekürztem Wifi: TP-Link TL-WPA1300P Kit

Das TP-Link TL-WPA1300P Kit läuft bei Amazon teilweise unter dem Namen TL-WPA8631P Kit, was nicht nur aus der Sicht eines Kunden durchaus irreführend ist. Ähnlich wie unser Testsieger und AVMs FritzPowerline 1260E WLAN Set handelt es sich dabei um ein HomePlug-AV2-Kit, dessen Extender ebenfalls mit 2×2-Dualband-WLAN ausgestattet ist.

Günstige Alternative

TP-Link TL-WPA1300P Kit alias TL-WPA8631P Kit

Test  Powerline-Set: TP-Link TL-WPA1300P Kit
Mit Abstrichen bei Dokumentation, Updates und Sicherheit ist das ansonsten gut ausgestattete und günstige WLAN-Powerline-Kit von TP-Link durchaus empfehlenswert.

Allerdings bietet TP-Link im Gegensatz zu Devolo oder AVM im 5-GHz-Band nur die eingeschränkte Kanalunterstützung (Kanäle 36 bis 48), sodass man sich diese Funkfrequenz im Zweifelsfall mit benachbarten 5-GHz-WLANs teilen muss. Ein Dualband-Extender von Devolo oder AVM kann bei Bedarf auf die Kanäle 52-64 oder 100 bis 128 (bzw.140) ausweichen. Doch dafür ist das TP-Link Kit (aktuell) auch etwas günstiger.

Interessant: Der TP-Link-Extender besitzt für jedes WLAN-Band eine eigene LED. Wer also aktuell nur das 2,4-GHz-Band im Extender aktiviert hat, kann das auch außen am Extender ablesen – falls man sein Dualband-WLAN überhaupt eingleisig fahren möchte.

Auch kommt TP-Link gleich mit drei GbE-Ports am Extender, der ebenso wie die Devolo-Kits auch über eine Durchschleifsteckdose verfügt. Man muss sich also weder beim Adapter noch beim Extender Gedanken um eine freie Wandsteckdose machen. Auch die Ausstattung mit zwei 2 Meter langen Netzwerkkabeln und die umfassende Funktionalität des Kits (Gast-WLAN, WLAN-Zeitsteuerung, zeitgesteuerter Client-Zugriff…) unter einer übersichtlichen, deutschsprachigen Weboberfläche hat uns gut gefallen, zumal wir auch beim Erstzugriff auf das Webmenü auch gleich zur Vergabe eines Zugangspassworts aufgefordert werden. Gut wäre allerdings noch, wenn man das Webmenü des Extenders nicht nur über http, sondern auch über eine SSL-verschlüsselte https-Verbindung aufrufen könnte.

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Powerline-Set Test: Tp Link Tl Wpa1300p Kit1 Linkrate Max
Selbst unter Idealbedingungen (Weg 0) erreicht die Linkrate des 1300-Mbit/s-Kits nicht viel mehr als 1000 Mbit/s.
Powerline-Set Test: Tp Link Tl Wpa1300p Kit2 Webmenü Status
Das Webmenü aller WLAN-Powerline-Extender von TP-Link gefällt durch ein erfrischend übersichtliches, aufgeräumtes Layout.
Powerline-Set Test: Tp Link Tl Wpa1300p Kit3 Webmenü Ghz Wlan Nur Kanäle 36 48
Leider ist auch dieser TP-Link-Extender im 5-GHz-WLAN nur auf die unteren vier Kanäle 36 bis 48 beschränkt.

Das Windows-Tool tpPLC (siehe auch Info-Kasten bezüglich WinPcap-Treiber) bietet unter anderem mit QoS die Möglichkeit zur Priorisierung von Datenpaketen. Nervig ist allerdings, dass sich die Tooloberfläche etwa alle 15 Sekunden für rund 5 Sekunden aktualisiert und während dieses Zeitraum nicht reagiert. Dieses Verhalten ist uns bei allen TP-Link-Adaptern aufgefallen und kann bei häufiger Nutzung des Tools ziemlich nerven. Auch Firmware-Updates müssen, falls vorhanden, umständlich auf der Hersteller-Homepage gesucht, heruntergeladen, entpackt und dann wieder per tpPLC-Tool installiert werden. Bei Powerline-Kits von AVM oder Devolo bleiben einem derartige Probleme und Ärgernisse erspart – was dann allerdings auch den etwas höheren Kaufpreis erklärt. Auch die Bedienung des TP-Link-Kits über die tpPLC-App ist noch verbesserungswürdig. Hier gefällt uns die Lösung von Devolo deutlich besser.

Die insgesamt guten Nettoübertragungsraten des TL-WPA1300P Kits fallen nur an unserer ungünstigsten Übertragungsstrecke (Weg 3) geringfügig schlechter aus. Erstaunlicherweise lieferte unsere zweite TP-Link-Empfehlung ohne integriertes WLAN sogar deutlich bessere Nettoraten über den (Strom-) Weg 3. Trotzdem halten wir das TL-WPA1300P Kit, insbesondere aufgrund seines deutlich günstigeren Preises von etwa 100 Euro für eine funktionale, gut ausgestattete Alternative zu den WLAN-Powerline-Kits von Devolo oder AVM – allerdings mit den erwähnten Abstrichen im 5GHz-WLAN, bei der Bedienung, Dokumentation oder bei gewissen Sicherheitsfeatures.

Schnellstes Kit ohne WLAN: Devolo Magic 2 LAN Starter Kit

Das Magic 2 LAN Starter Kit von Devolo ist mit knapp 100 Euro unser teuerstes, aber auch leistungsfähigstes Powerline-Kit ohne WLAN-Extender, das im direkten Vergleich mit unseren anderen WLAN-losen Powerline-Kits ganz klar die schnellste LAN-Brücke über das heimische Stromnetzwerk schlägt.

Schnellstes Kit ohne WLAN

Devolo Magic 2 LAN Starter Kit

Test  Powerline-Set: Devolo Magic 2 LAN Starter Kit
Devolos Magic 2 LAN Starter Kit wiederum ist das schnellste und komfortabelste Powerline-Kit ohne WLAN, das sich sogar via (Android-) App steuern lässt.

Wer seinen LAN-Anschluss zu Hause mit maximal möglicher Nettoübertragungsrate über heimische Steckdosen verlegen möchte, kommt an Devolo Magic 2 LAN Starter Kit nur schwer vorbei. Es liefert im Test wie erwartet ähnlich überzeugende Nettodatenraten wie das rund doppelt so teure Devolo Magic 2 Wifi und übertrifft dabei alle anderen Kits – sowohl bei den günstigen als auch bei den eher ungünstigen Verbindungsstrecken. Ebenfalls vorbildlich: Der Stromverbrauch eines Adapters ohne Datentransfer sinkt auf niedrige 1,8 Watt. So sparsam ist kein anderer Powerline-Adapter mit Gigabit-Lan-Port.

Die Einrichtung der verschlüsselten Powerline-Verbindung zwischen den Adaptern im Stromnetz läuft vollautomatisch ab, sobald man die beiden Adapter eingesteckt hat und ist nach etwa drei Minuten abgeschlossen. Wir empfehlen Ihnen dennoch, sich das Cockpit-Tool (Windows oder MacOS) zu installieren, da es uns gleich nach dem Start auf verfügbare Firmware-Updates für die Adapter hinweist, die sich dann auch direkt aus dem Tool heraus per Klick installieren lassen. Ohne dazu irgendwo auf der Hersteller-Homepage herumsuchen zu müssen, wie beispielsweise bei TP-Link.

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Powerline-Set Test: Devolo Magic Lan1 Linkrate Max
Mit der in Devolos Magic 2 LAN verbauten Powerline-Technik nach dem G.hn-Standard werden uns Linkraten von mehr als 2000 Mbit/s angezeigt.
Powerline-Set Test: Devolo Magic Lan2 Cockpit Fw Update
Devolos Cockpit-Tool zeigt uns automatisch an, wenn ein Firmware-Update des Herstellers vorliegt...
Powerline-Set Test: Devolo Magic Lan3 Cockpit Fw Update2
...und installiert dieses nach unserer Zustimmung auch vollautomatisch. Genau so sollte ein Hersteller von Heimnetzgeräten Produktpflege betreiben.
Powerline-Set Test: Devolo Magic Lan4 App Einschränkung Unter Ios
Während die App-Steuerung der Magic-LAN-Adapter am Android-Smartphone klaglos funktioniert, gibt es mit der iPhone-App leider Probleme (was jedoch sehr wahrscheinlich Apple anzulasten ist).

Devolo bietet mit seiner Magic-LAN-Serie zudem auch die einzigen reinen Powerline-Kits an, die sich auch ohne einen einen vorhandenen WLAN-Extender bequem per Smartphone-App oder über eine Browser-Oberfläche steuern und konfigurieren lassen. Bei anderen Herstellern oder bei den älteren Devolo-dLAN-Produkten klappt die App-Steuerung hingegen nur in Verbindung mit einem WLAN-Extender. Gut: Devolos Home Network App zeigt uns sogar die aktuelle Linkrate (Bruttodatenrate) zwischen den Adaptern im Stromnetz an. Bei den Kits anderer Hersteller muss man hierzu immer erst den PC mit dem installierten Powerline-Tool hochfahren.

Schade ist nur, dass sich die Anzeige der Adapter-Linkrate nur in der Android-Version von Devolos Home Network App aktivieren ließ, jedoch nicht in der gleichnamigen iOS-App (»Für dieses Netzwerk nicht verfügbar«). Tatsächlich funktioniert die Anzeige der Linkrate im iPhone nur, wenn außer den Powerline-Adaptern auch ein Magic-WiFi-Extender im Powerline-Netz eingebunden ist. Sofern dieses Problem nicht mit Apples restriktiver Handhabung von Netzwerk-Apps zusammenhängt, wäre es gut, wenn Devolo hier bald nachbessern könnte, da iPhone-Nutzer sonst wieder auf die Anzeige im Cockpit-Tool umschwenken müssen.

Apropos Cockpit-Tool: Devolo hat den unter Windows benötigten Capture-Treiber so in das Cockpit-Tool integriert, dass dieser nach Deinstallation des Cockpit-Tools auch wieder mit vom System entfernt wird, was bei TP-Link oder AVM leider nicht der Fall ist (siehe auch Hinweis-Kasten). Allerdings sollten Sie auch Cockpit nur auf Windows-Systemen aufspielen, die möglichst keine anderen, auf Capture-Treibern basierten Netzwerk-Tools installiert haben (wie beispielsweise Nmap oder Wireshark).

Preisbrecher ohne WLAN: TP-Link TL-PA7019P Kit

Auch bei TP-Links TL-PA7019P Kit handelt es sich um ein Powerline-Adapter-Paar ohne integriertes WLAN, das man auf den ersten Blick durchaus mit TP-Links nicht ganz so überzeugendem TL-PA4010P Kit verwechseln könnte. Allerdings übertragen die im TL-P7019P eingebauten Powerline-Chips mit einer Linkrate von (bis zu) 1000 Mbit/s und auch die integrierten LAN-Ports sind Gigabit-fähig, so dass man allein schon deshalb auf höhere Nettodatenraten kommen sollte, da der durch einen Fast- Ethernet-Port erzwungene Flaschenhals (siehe TP-Link TL-PA4010 Kit) hier wegfällt.

Preisbrecher ohne WLAN

TP-Link TL-PA7019P Kit

Test  Powerline-Set: TP-Link TL-PA7019P Kit
Das TL-PA7019 ist ein erstaunlich günstiges WLAN-loses Powerline-Kit mit überzeugenden Datenraten und 4K-Tauglichkeit.

Ebenso wie alle anderen Powerline-Kits von TP-Link bauen auch die beiden TL-P7019P Adapter gleich nach dem Einstecken eine Verbindung zueinander auf, denn bei allen TP-Link-Kits ist die Powerline-Verbindung ab Werk unverschlüsselt. Wir raten Ihnen deshalb dringend, die ungesicherte Powerline-Verbindung per Knopfdruck auf die »Pair«-Tasten an der Gehäuseunterseite der beiden Adapter zu verschlüsseln. Ansonsten kann es leicht passieren, dass plötzlich unbekannte Geräte in Ihrem Heimnetz auftauchen, weil auch in der Nachbarwohnung mit unverschlüsselten Powerline-Adaptern hantiert wird.

Für die Anzeige der Linkraten, zur Prüfung der Powerline-Verschlüsselung und für zusätzliche Einstellungsoptionen empfiehlt sich außerdem die Installation des TP-Link-Tools tpPLC. Beachten Sie hierzu auch unseren Hinweis zur Installation des Capture-Treibers WinPcap unter Windows 10. Ebenso wie bei allen anderen TP-Link-Kits müssen wir allerdings auch hier die wenig komfortable Firmware-Update-Funktion und die nervigen Linkraten-Aktualisierungen des Tools bemängeln.

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Powerline-Set Test: Tp Link Tl Pa7019p Tpplc Linkrate Max
Die Linkrate des TL-PA7019P-Kits im tpPLC-Tool (Weg 0) reicht fast bis an die beworbenen 1000 Mbit/s heran.
Powerline-Set Test: Tp Link Tl Pa7019p Tpplc Basiseinstellungen
In den Basiseinstellungen des tpPLC-Tools können Adapter umbenannt oder zurückgesetzt und die LEDs am Gehäuse ausgeschaltet werden.
Powerline-Set Test: Tp Link Tl Pa7019p Tpplc Erweiterte Einstellungen Qos
Die erweiterten Einstellungen bieten die Möglichkeit, bestimmte Datenpakete per Quality of Service priorisieren. Dafür ist die Aktualisierung mit Firmware-Updates nicht mehr zeitgemäß.

Sehr erfreulich ist hingegen die Übertragungsleistung des TL-P7019P-Kits. Über alle vier Teststrecken liefert das TP-Link-Kit gute bis sehr gute Übertragungsleitungen zwischen 100 bis 400 Mbit/s netto. Das Streaming unseres 4K-Testvideos mit sehr hohen Traffic-Raten von bis zu 90 Mbit/s über unsere Teststrecke 2 meistert das TL-PA7019P ohne jegliche Ruckler. Der Stromverbrauch (Leistungsaufnahme) des Kits liegt bei rund 2,4 Watt je Adapter – und zwar unabhängig davon, ob Daten übertragen werden oder nicht, was für ein Powerline-Kit mit Gigabit-Anschluss durchaus noch in Ordnung geht.

Sein aktueller Straßenpreis von unter 50 Euro macht das TL-P7019P-Kit zu unserem Preistipp bei den Powerline-Adapterkits ohne integriertes WLAN.

Außerdem getestet

AVM FritzPowerline 1240E WLAN Set

Im Gegensatz zu unserer etwas teureren AVM-Empfehlung kommt das AVM FritzPowerline 1240E WLAN Set nur mit Singleband-WLAN am Access Point (2×2-Wifi4 mit 300 Mbit/s) und hat leider auch am PLC-Adapter keine Durchschleifsteckdose integriert. Man benötigt also auch in der Nähe des Router-Standorts eine freie Wandsteckdose, was in den meisten Haushalten wohl nur sehr schwer zu realisieren ist.

Von diesen Nachteilen abgesehen bietet das 1240er-Set ähnlich gute Transferraten wie das größere 1260E, kommt mit nahezu identischer Funktionalität im übersichtlichen AVM-Webmenü, komfortablen Updates im FritzPowerline-Tool, einer vorbildlichen Dokumentation und harmoniert dabei ebenfalls sehr gut mit einem bereits vorhandenen Mesh-fähigen Fritzbox-Router.

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Powerline-Set Test: Avm Fritzpowerlinee Wlan Set Fw Update Über Fritzpowerline
Powerline-Set Test: Avm Fritzpowerlinee Wlan Set Linkrate Max
Powerline-Set Test: Avm Fritzpowerlinee Wlan Set Webmenü Übersicht

Doch gibt es natürlich klare Einschränkungen bei der Einbindung von WLAN-Clients, da am 1240E-Extender eben kein zusätzliches 5-GHz-Band verfügbar ist, weshalb wir letztendlich auch keine Empfehlung für dieses Kit aussprechen. Auch scheint der Singleband-Access-Point im 1240E-Extender über Fast Ethernet angebunden zu sein, denn wir erzielen trotz 300 Mbit/s-Linkraten im WLAN (und mehr als 900 Mbit/s Linkrate über Powerline) nur maximal 95 Mbit/s Nettotransfer. Die rund 30 Euro mehr für das (hardware-) technisch besser und vor allem sinnvoller ausgestattete FritzPowerline 1260E WLAN Set sollte man deshalb auf jeden Fall noch drauflegen, wenn man in ein WLAN-Powerline-Set von AVM investieren möchte.

TP-Link TL-WPA7617 Kit

Das TP-Link TL-WPA7617 Kit ist ein vergleichsweise günstiges, 4K-fähiges WLAN-Powerline-Kit mit Dualband-WLAN, bei dem zumindest der Powerline-Adapter über eine Durchschleifsteckdose verfügt, was den störungsfreien Anschluss in der Nähe des Routers erleichtert. Funktionalität und Bedienung sind ähnlich wie die unserer TP-Link-Empfehlung TL-WPA1300P, während die ermittelten Übertragungsraten des TL-WPA7617-Kits sehr ähnlich sind zu denen unserer WLAN-losen Empfehlung TL-PA7019P, was nicht zuletzt daran liegt, dass beide Adapterpaare das Stromnetz mit ähnlichen 1000er-Powerline-Chips überbrücken.

Obwohl das L-WPA7617 Kit mit durchgehend guten Übertragungsraten überzeugen kann, wird dessen vergleichsweise kompaktes Extender-Gehäuse im Praxiseinsatz trotz zahlreicher Lüftungsschlitze recht schnell ziemlich heiß, weshalb wir dem Budget-orientierten Heimvernetzer dann doch eher zu dem zwar etwas teureren, dafür aber besser (passiv) gekühlten und auch etwas besser ausgestatteten TL-WPA1300P raten würden.

Devolo Magic 1 WiFi Mini Starter Kit

Auch in seinem Magic 1 WiFi Mini Starter Kit verwendet Devolo den neuen G.hn-Standard, wodurch das Kit nicht mehr mit Powerline-Komponenten der alten HomePlug-AV-Generation kompatibel ist. Für alle Anwender, die keine älteren Powerline-Geräte (oder die von anderen Herstellern) mit dem Devolo-Kit koppeln möchten, spielt das jedoch keine Rolle. Es lässt sich ebenso wie andere aktuelle Devolo-Kits sehr komfortabel installieren und über die Smartphone-App »Home Network« kontrollieren. Letzteres zeigt beispielsweise übersichtlich die aktuellen Bruttoverbindungsraten (Linkraten) zwischen den Adaptern im Stromnetz an.

 Powerline-Set Test: Devolo Magic Wifi Mini Detailfoto2
Die hier in der Devolo-App angezeigten Powerline-Linkraten von bis zu 800 Mbit/s ermöglichen Nettotransfers von gut 250 Mbit/s, doch leider überträgt der integrierte Switch im WiFi-Mini-Extender nur mit maximal 94 Mbit/s netto.

Theoretisch könnten die beiden Magic-1-Adapter über die Stromverbindung Linkraten von bis zu maximal 1200 Mbit/s erzielen, was im Praxiseinsatz einer Nettoübertragungsrate von etwa 350 Mbit/s entsprechen würde – unter Idealbedingungen wohlgemerkt. Da Devolo in den Extender seines Mini-Kits jedoch nur einen Fast-Ethernet-Switch mit 100 Mbit/s verbaut hat, erzielen wir selbst unter besten Voraussetzungen nur maximal 95 Mbit/s zwischen dem LAN-Port des Adapters und dem LAN-Port des Extenders. Da auch der 2×2-Singleband-Access-Point (2,4 GHz) im Extender intern über den 100-Mbit/s-Switch angebunden scheint, konnten wir auch über einen mit 300-Mbit/s-Linkrate angebundene WLAN-Clients keine höheren Nettodatenraten erzielen.

Geht es nur um die Anbindung eines (oder einiger weniger) Clients an eine per Kabel oder WLAN nicht erreichbare Internetanbindung mit maximal 100 Mbit/s im Downstream, dann könnte Magic 1 WiFi eine durchaus interessante und vergleichsweise kostengünstige G.hn-basierte Powerline-Lösung sein. Zumal der WLAN-Extender des Kits mit unter 3 Watt Leistungsaufnahme nur erfreulich wenig Strom verbraucht. Und das Streaming von 4k-Videos aus dem Internet funktioniert auch mit maximal 94 Mbit/s problemlos.

Für Datenübertragungen innerhalb des Heimnetzes kann das technisch bedingte Übertragungslimit durch die zu langsame 100-Mbit/s-Anbindung im Extender hingegen schnell zum lästigen Flaschenhals werden – vor allem dann, wenn die in der Devolo-Home-Network-App angezeigten Brutto-Linkraten eigentlich deutlich höhere Nettoraten ermöglichen würden.

TP-Link TL-WPA7517 Kit

Das TP-Link TL-WPA7517 Kit kommt im Gegensatz zum nur wenig teureren TL-WPA7617 mit einem kleineren Powerline-Adapter, der leider keine Durchschleifsteckdose besitzt, was die Installation in Router-Nähe problematisch macht. Ansonsten waren die Ergebnisse unserer Durchgangsmessungen bei diesen beiden Adapterpaaren nahezu identisch.

Kurioserweise erzielten wir über einen am Extender angebundenen 2×2-WLAN-Client dieselben Übertragungsraten wie am TL-WPA7617-Extender, was uns irgendwie »Spanisch« vorkam. Denn laut TP-Link sollte der TL-WPA7517 bei 5GHz eigentlich nur mit 1×1-WLAN und einer Linkrate von maximal 433 Mbit/s funken. Tatsächlich steckte jedoch auch im TL-WPA7517-Extender ein 2×2-Acces-Point, so dass die beiden Extender trotz unterschiedlicher Beschriftung über dieselben inneren Leistungskomponenten verfügten.

Und so ist es wenig verwunderlich, dass auch das Gehäuse des TL-WPA7517-Extenders bei identischer Hardware-Ausstattung ähnlich heiß wurde, wie das des TL-WPA7617.

AVM FritzPowerline 540E WLAN Set

Das FritzPowerline 540E WLAN Set ist AVMs günstigstes Powerline-WLAN-Kit, das nur 500 Mbit/s Linkrate über die Stromverbindung bereitstellt und über 2,4-GHz-Singleband-WLAN (Wifi 4) im Extender funkt. Deshalb ist das Kit auch nur mit Fast-Ethernet-LAN-Ports ausgestattet, welche die Nettodatenrate für angeschlossene LAN-Clients von Haus aus auf maximal 95 Mbit/s begrenzen. In unserem Praxistest wurde diese Datenrate jedoch gleich zweimal ganz erheblich unterboten.

Dass AVM seinem Extender zwei FE-LAN-Ports spendiert hat und das Kit einen extrem niedrigen Energieverbrauch aufweist, ist da leider nur ein schwacher Trost. Selbst beim Streamen unserer 2K-Videodateien über die dafür vorgesehene Teststrecke (Weg 2) kam es immer wieder zu unschönen Rucklern. Hinzu kommt, dass beide Adapter keine Durchschleifsteckdose besitzen, so dass wir dieses AVM-Kit für den Einsatz in einem modernen Haushalt eher nicht empfehlen können.

TP-Link TL-WPA4220 Kit

TP-Links TL-WPA4220 Kit überträgt laut Verpackung mit 600er-Powerline-Linkraten und bietet einen Extender, dessen Single-Band-WLAN bei 2,4 GHz und einer Linkrate bis maximal 300 Mbit/s funkt. Weder am Adapter noch am Extender findet sich eine Durchschleifsteckdose, was die störungsarme Installation des Kits in einem gewöhnlichen Haushalt mangels freier Wandsteckdosen erschwert.

Auch bei diesem Kit werden die theoretisch möglichen Powerline-Übertragungsraten durch langsame Fast-Ethernet-LAN-Anschlüsse auf maximal 95 Mbit/s Nettodatenrate eingebremst – dafür besitzt der Extender gleich zwei davon. Die beiden 2 Meter langen LAN-Kabel in der Verpackung sind nur mit zwei Doppeladern beschaltet und taugen deshalb generell nur für Fast-Ethernet-Verbindungsraten.

Da die Pair-Taste am Extender nicht funktionierte, mussten wir die Sicherung der Powerline-Verbindung über das tpPLC-Tool vom angeschlossenen PC aus vornehmen. Der WLAN-Access Point im Extender ist immerhin bereits über WPA2 vorverschlüsselt, wenn auch nur über eine 8-stellige Zahlenfolge. Leider funktionierte auch die Wifi-Clone-Funktion nicht, mit der man laut Quickinfo über die Wifi-Taste am Extender komfortabel die WLAN-Verschlüsselung eines vorhandenen Routers übernehmen kann. Bei den anderen, preislich etwas höher angesetzten TP-Link-Extendern in unserem Testfeld hat diese Funktion übrigens sehr gut funktioniert. Am TL-WPA4220-Extender hingegen funktionierte nur das Ein- und Ausschalten des WLANs durch 5-sekündiges Betätigen der Wifi-Taste und das Zurücksetzen über die Reset-Taste. Immerhin.

Trotz geringer Nettoraten gelang es uns, einen 2K-Videostream mit durchschnittlich rund 35 Mbit/s flüssig über unsere Wegstrecke 2 zu übertragen, allerdings nur, wenn der Client per LAN-Kabel (und nicht über WLAN) am Extender hing. Auf unseren beiden eher ungünstigen Verbindungsstrecken (Weg 2 und 3) erzielte das Kit die bis dato schlechteste Übertragungsleistung aller WLAN-Powerline-Kits in unserem Testfeld.

Trotz des recht günstigen Preises können wir dieses WLAN-Powerline-Kit somit definitiv nicht empfehlen.

AVM FritzPowerline 1220E

AVMs WLAN-loses FritzPowerline 1220E Set liegt auf ähnlich hohem Preisniveau wie das Devolo Magic 2 LAN Starter Kit, kommt dafür allerdings mit deutlich schwächeren Nettoübertragungsraten, einer nur 2-jährigen Herstellergarantie und bietet auch keine App- oder Browserbasierte Steuerung wie Devolos Magic-Kit. Immerhin können Fritzbox-Besitzer die Adapter über das Fritzbox-Menü updaten und – etwas versteckt in den Netzwerkeigenschaften des AVM-Routers – auch einige Adapter Einstellungen vornehmen oder sich das Powerline-Übertragungsspektrum als Grafik anzeigen lassen. Wer keine Fritzbox hat, kann dazu natürlich auch das FritzPowerline-Tool nutzen.

Bei der Messung der Übertragungsraten über verschiedenen Teststrecken leistete sich das FritzPowerline 1220E Set – ähnlich wie auch die meisten anderen Kits mit Gigabit-Powerline und Gigabit-LAN – keine Patzer, so dass wir beispielsweise auch breitbandige 4K-Videos mit Traffic-Peaks bis zu 95 Mbit/s flüssig über die dafür vorgesehene Teststrecke übertragen konnten.

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Powerline-Set Test: Avm Fritzpowerlinee Linkrate Max
Powerline-Set Test: Avm Fritzpowerlinee Fritzpowerline Tool3
Powerline-Set Test: Avm Fritzpowerlinee Fw Update Per Fb Menü

Die Dokumentation samt Service und Support sind – von der Garantiedauer einmal abgesehen – ebenso vorbildlich wie bei Devolo. Trotzdem schneidet Devolos schnelles Magic 2 LAN Kit in fast allen anderen Bereichen besser ab und wäre bei einem Budget von 100 Euro die bessere Wahl. Allerdings bietet AVM im Gegensatz zum Devolo-Kit zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse je Adapter, was im Einzelfall eventuell auch kaufentscheidend sein kann.

TP-Link TL-PA8030P Kit

Das TL-PA8030P Kit von TP-Link, das aus zwei Powerline-Adaptern mit je 3 Gigabit-LAN-Ports besteht und nach wie vor im Handel erhältlich ist, wird auf der Herstellerseite von TP-Link nur noch indirekt unter dem Adapter-Kit »TP-PA8033P Kit« geführt, das sich allerdings aus einem 1xGbE-Port- und einem 3xGbE-Port-Adapter zusammensetzt. Erst wenn man die Produktübersicht dieses Adapter-Kits etwas nach unten scrollt, wird in einer Tabelle unter »Verwandte Produkte« auch das TL-PA8030P Kit angezeigt.

Sucht man nach einer aktuellen Firmware für das TL-PA8030P Kit, wird man über »Support / Downloads« fündig, wenn man im Feld »Modellnummer« die Bezeichnung »TL-PA8030P« eintippt. Hier wird uns dann auch eine Firmware angeboten, die allerdings als .rar-Archiv gepackt ist, so dass sich der gewöhnliche Windows-Nutzer dann noch ein entsprechendes Tool zum Entpacken von RAR-Archiven herunterladen darf. Leider stellt sich schließlich heraus, dass sich mit den mühsam zusammengesuchten, heruntergeladenen und entpackten Dateien dann doch kein Update durchführbar war. Schade, dass TP-Link die Produktpflege seiner Powerline-Adapter so vernachlässigt.

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Powerline-Set Test: Tp Link Tl Pa8030p Tpplc Linkrate Max
Powerline-Set Test: Tp Link Tl Pa8030p Tpplc Lan Port Anzeige Port Als Hafen Übersetzt
Powerline-Set Test: Tp Link Tl Pa8030p Produktsupport Unter Tl Pa8033p
Powerline-Set Test: Tp Link Tl Pa8030p Fehlgeschlagenes Fw Update

Ähnlich wie bei AVMs 1220er Set gibt es auch bei den Übertragungsleistungen des TL-PA8030P Kits wenig auszusetzen. Nur auf unserer ungünstigsten Wegstrecke tut sich das Kit etwas schwerer als die anderen Gigabit-fähigen Adapterpaare im Testfeld. Der im Vergleich zu AVMs 1220E Set etwas geringeren Preis und trotz die etwas besser LAN-Port-Ausstattung wird allein schon durch die katastrophale Produktpflege auf der Hersteller-Website wieder zunichte gemacht. Für eine Empfehlung reicht das leider nicht.

TP-Link TL-PA4010P Kit

TP-Links WLAN-loses Powerline-Adapter-Kit TL-PA4010P ist schon recht lange auf dem Markt und wird inzwischen in der fünften Hardware-Revision (V5) verkauft. Mit einer Powerline-Linkrate von bis zu 600 Mbit/s zählt es zu den langsameren HomePlug-AV-Kits und ist nur mit je einem Fast-Ethernet-LAN-Port pro Adapter ausgestattet, was die Netto-Übertragungsrate des Kits von Haus aus auf maximal 95 Mbit/s beschränkt.

Die Adapter mit Durchschleifsteckdose sind im Auslieferungszustand unverschlüsselt und bauen gleich nach dem Einstecken eine Verbindung zueinander auf, die sie gleich im Anschluss mit Hilfe der Pair-Tasten auf der Gehäuseunterseite verschlüsseln sollten.

Das Tool »tpPLC« für Windows und MacOS, das unter Windows zusätzlich auch den Netzwerktreiber WinPcap 4.1.3 installiert, zeigt die aktuelle Brutto-Verbindungsgeschwindigkeit (Link-Rate) zwischen den beiden Powerline-Adaptern an und informiert außerdem, ob die Powerline-Verbindung verschlüsselt ist. Außerdem können Sie damit Datenpakete per QoS priorisieren, die LEDs am Adapter ab- und anschalten sowie Firmware-Updates durchführen. Letzteres ist jedoch wie bei allen TP-Link-Produkten in unserem Test recht umständlich gelöst, da man hierfür von der Hersteller-Homepage ein gezipptes Archiv herunterladen, entpacken und installieren muss. Einen Firmware-Update-Check mit komfortabler Update-Funktion bietet der Hersteller für seine Powerline-Sparte leider nicht.

Die dem TP-Link-Kit beigelegten LAN-Kabel sind mir knapp 2 Metern zwar erfreulich lang, jedoch nur mit zwei Twisted-Pair-Adern beschaltet (Cat5 und nicht Cat5e), so dass diese Kabel auch an einem Gigabit-Anschluss nur mit langsamer Fast-Ethernet-Rate bis maximal 100 Mbit/s übertragen.

Die Übertragungsraten des Kits im LAN gehen für Videostreams bis etwa 35 Mbit/s (2K-Bluray-Qualität) in Ordnung, bei unserem 4K-Testvideo mit bis zu 90 Mbit/s führte über Teststrecke 2 zu starken Rucklern, was aufgrund der geringen Nettodatenraten allerdings auch zu erwarten war.

Von einem Kauf dieses Kits sollte man besser absehen, da man für nahezu denselben Preis das leistungsstärkere TP-Link TL-PA7019P Kit mit deutlich höheren Übertragungsraten (samt Gigabit-tauglichen Cat5e-Kabeln) erhält.

Devolo dLAN 550 duo+ Starter Kit

In Devolos dLAN 550 duo+ Starter Kit werkelt ähnlich wie in TP-Links TL-PA4010P Kit ein leistungsschwächerer Powerline-Chip, der selbst unter Idealbedingungen nur Linkraten bis etwa 500 Mbit/s (brutto) erzielt. Zudem wird ein angeschlossener LAN-Client auf maximal 95 Mbit/s Nettorate eingebremst, da die LAN-Ports am dLAN 550 duo+ nur Fast-Ethernet unterstützen. Immerhin bietet jeder dLAN-Adapter zwei solcher FE-Ports an, was die Verbindung dann aber trotzdem nicht beschleunigt, da ja auch der erste Adapter immer nur mit einem seiner beiden FE-Ports am Router angeschlossen ist.

Während das Devolo dLAN 550 duo+ Kit über unsere Teststrecke ins Nachbarzimmer (Weg 1) noch die maximal mögliche Fast-Ethernet-Datenrate erzielen konnte, fiel die Übertragungsleistung an unseren etwas längeren und ungünstigeren Übertragungsstrecken (Weg 2 und 3) dann jedoch auf so niedrige Nettodatenraten, dass es bereits beim Streaming hochauflösender 2K-Videos (Blu-ray-Qualität) über Weg 2 zu störenden Rucklern kam. Der erfreulich geringe Energieverbrauch der Adapter mit Durchschleifsteckdose ist da leider nur ein schwacher Trost.

Dokumentation, Setup und Service des dLAN-Kits sind vorbildlich, so wie wir das auch von den anderen Devolo-Produkten gewohnt sind. Auch die Verwaltung des Kits über Devolos komfortable Cockpit-App funktioniert problemlos. Doch aufgrund der zu geringen Nettodatenraten können wir leider keine Empfehlung für das Devolo dLAN 550 duo+ geben.

So haben wir getestet

Die wichtigste Eigenschaft eines WLAN-Verteilers besteht darin, bisher gar nicht oder nur schlecht versorgte Wohnräume möglichst unkompliziert mit einem stabilen und leistungsfähigen Funknetz auszustatten. Deshalb haben wir alle WLAN-Verteiler über verschiedene Verbindungsstrecken innerhalb eines Haushalts getestet. Die Mesh-WLAN-Sets überbrücken die Distanz zum entfernten WLAN-Client über die Funkverbindung.

Für die Messung der Übertragungsraten verwendeten wir anfangs das Tool iperf 2, das sich über eine Java-basierte Benutzeroberfläche namens »Jperf 2.0.2« recht angenehme bedienen ließ, sind aber inzwischen aber auf das etwas leistungsfähigere und auch stabilere iperf 3 umgestiegen, das sich allerdings nur über die Kommandozeile bedienen lässt. Damit können wir die effektive Datenrate (Nettodatenrate) ermitteln, die unsere Testgeräte über eine bestimmte Verbindungsstrecke im Up- und Downstream erzielen können.

Von Linkraten und Datenraten

Wer wissen möchte, wieviel (Nutz-) Daten pro Sekunde von einem Testgerät übertragen werden, muss die (Netto-) Datenrate ermitteln. Nutzdaten sind all die Daten eines Datenpakets, die keine Steuer- oder Protokollinformationen der Netzwerkübertragung selbst enthalten, also beispielsweise Ton, Schrift, Text und Bilder.

Die beeindruckenden Übertragungsgeschwindigkeiten, die auf der Packung von WLAN-Geräten abgedruckt sind, geben dagegen die Brutto-Geschwindigkeit des Geräts an, die auch als Linkrate bezeichnet wird. In die Linkrate fließen auch sämtliche Protokollinformationen ein, die erforderlich sind, um Nutzdaten (z. B. ein Worddokument) überhaupt von A nach B übertragen zu können. Und dieser Anteil ist bei WLAN-Verbindungen extrem hoch.

Neben den Messungen der Datenraten haben wir außerdem praxisnah geprüft, ob die Geräte über eine bestimmte Teststrecke hinweg hochauflösende Videostreams ohne Ruckler übertragen können.

Wichtig war uns zudem, dass sich alle Geräte möglichst unkompliziert einrichten und bedienen lassen. Auch ein Firmware-Update sollte problemlos ablaufen und die Einstellungen in Weboberfläche oder der Smartphone-App sollten verständlich und in deutscher Sprache dokumentiert sein.

Geräte mit integriertem Dualband-WLAN im Vorteil

Die Anzahl der netzwerkfähigen Geräte oder Clients im Haushalt nimmt ständig zu. Vor allem ältere WLAN-Clients senden und empfangen ausschließlich im 2,4-Gigahertz-Band (2,4 GHz) und werden deshalb auch als »Singleband-Clients« bezeichnet.

Fast alle aktuellen WLAN-Router und -Clients können zusätzlich auch im 5-Gigahertz-Band (5 GHz) übertragen, weshalb man sie auch als »Dualband-Geräte« oder als Dualband-fähig bezeichnet. Diese Möglichkeit der erweiterten Funkbandnutzung hat entscheidende Auswirkungen auf die Qualität eines WLAN-Netzwerks.

Denn mit Dualband ausgestattete WLAN-Clients können im Heimnetz auch auf das 5-GHz-Band ausweichen und drängeln sich nicht mit allen Singleband-Clients im ohnehin schon überlasteten 2,4-GHz-Band. Singleband-Geräte sind zwar etwas günstiger, aber gerade wenn es Ihnen auf ein möglichst performantes WLAN ankommt, sollten Sie den geringen Aufpreis nicht scheuen. Es lohnt sich. Trotzdem finden sich in unserem Testfeld auch einige Singleband-Geräte und natürlich auch Powerline-Adapter ohne WLAN, wenn man nur Clients mit LAN-Anschluss einbinden möchte. Allerdings nehmen wir nur bis zu zwei dieser Powerline-Kits ohne WLAN in unsere Empfehlungen auf.

Die wichtigsten Fragen

Wie funktioniert ein Powerline-Adapter?

Bei der Powerline-Technik werden Daten über die Stromleitungen des Hauses übertragen. Dafür benötigt man mindestens zwei Powerline-Adapter, die beide in zwei verschiedenen Wandsteckdosen des Haushalts gesteckt werden und damit eine sogenannte Powerline-Verbindung aufbauen. Der erste Adapter wird in der Regel per LAN-Kabel mit dem Router verbunden, der zweite mit einem oder mehreren Clients. Deshalb werden Powerline-Adapter im Gegensatz zu WLAN-Repeatern fast immer paarweise als sogenanntes Powerline-Kits verkauft.

Wie schnell ist Powerline?

Jede Stromverkabelung in jedem Haushalt hat ihre Eigenheiten, so dass man pauschal leider keine Aussage machen kann, ob die Powerline-Verbindung zwischen Steckdose A im Wohnzimmer und Steckdose B im Büro mit Powerlin-Kit XY eine ausreichend flotte Nettodatenrate liefert. Das wissen Sie erst, wenn Sie die Geräte vor Ort einstecken und ausprobieren. Die Geschwindigkeitsangaben der Hersteller auf den Verpackungen der Geräte werden in der Praxis aber praktisch nie erreicht, man kann bestenfalls mit einem Drittel rechnen.

Kann man mehrere Powerline-Adapter kombinieren?

Ja, man kann auch mehr als zwei Powerline-Adapter im Haushalt verwenden. Voraussetzung ist, dass die Adapter den selben Übertragungsstandard unterstützugen und damit miteinander kompatibel sind. Auf der sicheren Seite sind Sie mit Adaptern desselben Herstellers. Vorsicht bei Devolo: Die etwas älteren dLAN-Adapter (HomePlug AV-Standard) sind nicht mit den neueren Magic-Adaptern (G.hn-Standard) kompatibel.

Kann man Fritz Powerline Adapter mit Devolo Adaptern verbinden?

Die Powerline-Adapter von AVM (FritzPowerline) und Devolos dLAN-Adapter (nicht jedoch die Devolo Magic-Adapter!) sind grundsätzlich miteinander kompatibel, da beide den sogenannten HomePlug-AV-Standard verwenden. Allerdings funktionieren komfortable Firmware-Updates immer nur mit dem Tool des jeweiligen Herstellers, sprich: FritzPowerline-Adapter mit FritzPowerline-Tool, Devolo-dLAN-Adapter mit Cockpit-Tool, und auch die Anzeige der Linkraten zwischen den einzelnen Adpatern verschiedener Hersteller ist in der Regel eingeschränkt. Wir empfehlen deshalb, sich am besten für einen Anbieter zu entscheiden.

Was kostet ein Powerline-Adapter-Kit?

Im Handel finden sich Powerline-Adapter-Kits zwischen 30 und 200 Euro. Wie unser Test zeigt, kann man bereits zwischen 50 und 100 Euro interessante und leistungsfähige Lösungen für das Heimnetz finden. Powerline-Kits, von denen ein Adapter dualbandfähiges WLAN integriert hat (so genannte WLAN-Extender) sind meist entsprechend teurer. Auch Produkte, deren Hersteller ein gewisses Support-Niveau (automatische Firmware-Updates, gute Dokumentation) bieten, kosten oft etwas mehr.

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