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Das beste Powerline-Set

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Powerline-Set Test: Powerline Adapter
Michael Seemann

Michael Seemann

interessiert sich für alle Geräte, die man in seinem Heimnetz sinnvoll einsetzen kann. Geweckt wurde sein spezielles Interesse für die Heimvernetzung schon 2004, als er die erste Fritzbox mit integrierter Internettelefonie zu Gesicht bekam. Michael schreibt und testet unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PCgo und Connect.

Wir haben 5 Powerline-Sets getestet. Das beste ist für uns das Devolos dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit – wenn auch nur mit knappem Vorsprung. Den Ausschlag bit vor allem sein komfortables Einrichtungs-Tool. Das FritzPowerline 1260E WLAN Set von AVM ist bei der Performance allerdings fast genauso gut.

Wer bei sich zu Hause überall guten WLAN-Empfang hat, darf sich glücklich schätzen. Denn in vielen Haushalten reicht das WLAN des Routers meist nicht in alle Räume oder Bereiche, in denen man die drahtlose Online-Anbindung gerne nutzen möchte. Ein (zu) schwaches Funksignal wird dann zum Problem, wenn das Webradio in der Küche immer wieder aussetzt oder der Online-Live-Stream ständig in die schlechtere Auflösung wechselt. Nervig!

Bei einem WLAN-Powerline-Set wird die Verbindungsstrecke zwischen Adapter und Router nicht über WLAN, sondern per Powerline über die heimische Stromverkabelung hergestellt. Hierzu wird der erste Powerline-Adapter des Sets in eine Wandsteckdose beim Router gesteckt und mit diesem über ein mitgeliefertes LAN-Kabel verbunden.

Der zweite Powerline-Adapter des Sets, der auch oft als »Extender« bezeichnet wird, hat einen WLAN-Access-Point integriert. Den Extender steckt man ebenfalls in eine freie Wandsteckdose und zwar möglichst in den Raum, in dem man den drahtlosen Internetzugang benötigt.

Der Extender spannt ein WLAN auf, mit dem sich WLAN-Clients verbinden können. So erhalten die Geräte über die Stromverkabelung und den ersten Powerline-Adapter die Verbindung zum Router und damit ins Heimnetz. Praktisch: Der Extender lässt sich einfach an einer anderen Steckdose im Haushalt einsetzen, wenn er dort gerade mehr gebraucht wird.

Natürlich kann auch ein WLAN-Repeater versetzt werden, doch dauert es hier meist etwas länger, bis die WLAN-Verbindung zum Router wieder hergestellt ist – sofern denn überhaupt eine WLAN-Verbindung zum Router möglich ist. Denn der Weg über das Stromkabel ist ja vor allem dann interessant, wenn die WLAN-Verbindung zum Router durch Wände oder Geschossdecken zu stark gedämpft wird.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit
Devolos WLAN-Powerline-Set bietet die beste Ausstattung und überzeugt mit seiner Performance und relativ geringem Stromverbrauch.

Bei den WLAN-Powerline-Sets macht ebenfalls ein Produkt das Rennen, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Trotzdem sind wir der Ansicht, dass Devolos dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit nach wie vor das beste WLAN-Powerline-Set ist – auch wenn die Entscheidung recht knapp ausgefallen ist. Devolos Starter Kit ist hervorragend ausgestattet, liefert überzeugende Datenraten an allen Teststrecken, bietet eine große Anzahl nützlicher Funktionen und lässt sich dennoch, Dank komfortabler App oder über das Tool »Cockpit«, sehr gut konfigurieren und managen.

Auch gut

AVM FritzPowerline 1260E Set

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM FritzPowerline 1260E Set
Fast genauso gut wie der Testsieger ist das AVM-Set. Besonders empfehlenswert ist es für Fritzbox-Nutzer, da es AVMs neue Mesh-Funktion unterstützt.

Das relativ neue AVM FritzPowerline 1260E WLAN Set ist unserem Testsieger von Devolo in der Hardware-Ausstattung, der Performance und der Funktionalität nahezu ebenbürtig. Letztendlich liegt es an Kleinigkeiten wie Garantiedauer oder Anzahl der Durchschleifsteckdosen, die AVM den ein oder anderen Punkt kosten. Trotzdem ist das AVMs 1260E-Set unsere Empfehlung für alle Besitzer einer Mesh-fähigen Fritzbox, denn auch das FritzPowerline 1260E WLAN Set bietet nach einem Firmware-Update Mesh-Funktionaliät – und harmoniert entsprechend gut mit der Fritzbox.

Schnellstes HomePlug-AV-Set
Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: TP-Link TL-WPA9610 Kit
Wem Geschwindigkeit über alles geht, der wird mit TP-Links 2000er Kit glücklich. Derzeit leider noch ohne Durchschleifsteckdose.

Das TL-WPA9610 Kit von TP-Link unterstützt als einziges WLAN-Powerline-Set in unserem Test Linkraten bis zu 2.000 Mbit/s und erzielt damit auch die schnellsten Datenraten über alle praxisrelevanten Teststrecken. Wem es allein um Geschwindigkeit geht, der kann hier getrost zugreifen. Zumal auch die Bedienung und Wartung des Sets per App oder PC-Tool gut funktioniert. Nur sollten im Haushalt freie Wandsteckdosen vorhanden sein, denn beide Adapter des TP-Link-Sets kommen leider ohne Durchschleifsteckdosen.

Schnellstes Powerline-Set

Devolo Magic 2 WiFi Starter Kit

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Devolo Magic 2 WiFi Starter Kit
Devolo Magic 2 WiFi erreicht mit seinem neuen Powerline-Standard G.hn die schnellsten Übertragungsraten – doch der Preis für das Set ist aktuell noch relativ hoch.

Deutlich mehr als für unseren Testsieger muss man für Devolos neues Magic 2 WiFi Starter Kit auf den Ladentisch legen. Und ein Koppeln mit »älteren« HomePlug-AV-Adaptern ist auch nicht möglich. Dafür überzeugt Devolos neues WLAN-Powerline-Set mit den bisher schnellsten Übertragungsraten im Stromnetz und einigen interessanten funktionalen Weiterentwicklungen, die bei HomePlug-AV-Geräten nicht mehr zu erwarten sind. Es ist unsere Empfehlung für Powerline-Neueinsteiger mit dem nötigen Kleingeld.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutSchnellstes HomePlug-AV-SetSchnellstes Powerline-Set
ModellDevolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter KitAVM FritzPowerline 1260E SetTP-Link TL-WPA9610 KitDevolo Magic 2 WiFi Starter KitNetgear PLW1000-100PES Set
Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter KitTest WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM FritzPowerline 1260E SetTest WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: TP-Link TL-WPA9610 KitTest besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Devolo Magic 2 WiFi Starter KitTest WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear PLW1000-100PES Set
Pro
  • Sehr gute Übertragungsraten
  • 4K-fähig
  • Durchschleifsteckdosen an Adapter und Extender
  • 2 LAN-Ports am Extender
  • Gute App/Powerline-Tool
  • Sehr gute Übertragungsraten
  • 4K-fähig
  • Durchschleifsteckdose am Powerline-Adapter
  • Gutes Powerline-Tool, App-taugliches Webmenü
  • 2 LAN-Ports am Router-Adapter
  • Schnellstes HomePlug-AV2-Adapter-Set
  • 4K-fähig
  • 2 LAN-Ports am Router-Adapter
  • Gute Smartphone-App/Powerline-Tool
  • Beste Übertragungsraten aller Powerline-Sets
  • 4K-fähig
  • Durchschleifsteckdosen an Adapter und Extender
  • 2 LAN-Ports am Extender
  • Gute Übertragungsraten
  • 2K-fähig
  • Flexible, externe WLAN-Antennen
  • Günstiger Preis
Contra
  • Nur 2 Jahre Garantie (ungewöhnlich für AVM)
  • Keine Durchschleifsteckdosen
  • relativ teuer
  • neuer G.hn-Standard nicht kompatibel zu HomePlug AV2
  • Keine Durchschleifsteckdosen
  • WLAN nur mit 1x1-MIMO
  • Keine App/Kein Powerline-Tool
Bester Preis
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Was Sie über Powerline-Sets wissen sollten

Powerline-Sets sind eine sehr komfortable Lösung. Doch Vorsicht: Die Leistungsfähigkeit einer Powerline-Verbindung hängt sehr stark von der heimischen Strominstallation ab. Wie gut die Verbindung zwischen der Wandsteckdose am Router und der entfernten Wandsteckdose am Client ist, lässt sich nicht vorhersagen. Man muss es ausprobieren.

Inzwischen hält (fast) jeder Hersteller ein entsprechendes Windows-Tool oder eine Smartphone-App bereit, das einem die Bruttoübertragungsrate zwischen den beiden Powerline-Adaptern anzeigt. Als Bruttowert ist die Linkrate einer Netzwerkverbindung jedoch nicht sehr aussagekräftig, wie weiter vorne im Text bereits angesprochen.

Vor allem in Altbauten mit alter Stromverkabelung kommt es oft zu Problemen mit Powerline-Installationen, aber auch in Mehrfamilienhäusern kann die Verbindung wackelig sein. Denn manche Stromverbraucher, wie etwa Mikrowellen oder Staubsauger, stören die Datenübertragung übers Stromkabel. So kann es passieren, dass Sie meistens eine tolle Übertragungsgeschwindigkeit über Powerline haben, aber wenn der Nachbar staubsaugt oder die Mikrowelle einschaltet, geht auf einmal nichts mehr.

Powerline-Set Test: Powerline Adapter
Leitungssegmente können je nach Hersteller bis zu 300 Meter lang sein.

Aktuelle Powerline-Adapter nach dem HomePlug-AV2-Standard protzen auf der Verpackung mit Linkraten von 1.200 Mbit/s. In unseren Tests zeigt sich jedoch, dass die maximale (Nutz- oder Netto-) Datenrate einer Powerline-Verbindung bei knapp 400 Mbit/s liegt (also 1/3 von 1200 Mbit/s) und auch das nur unter wenig realistischen Idealbedingungen.

Wer die Powerline-Sets in der Praxis einsetzt, um damit Mauern oder Geschossdecken zu überbrücken, wird diese Datenraten niemals erreichen. In einem Durchschnittshaushalt sollte man bestenfalls mit Datenraten zwischen 100 und 250 Mbit/s rechnen, sofern man halbwegs moderne Geräte mit HomePlug-AV-2 und 1.200er-Linkrate einsetzt.

Linkraten von 200-500 Mbit/s sind nicht mehr zeitgemäß

Ältere HomePlug-AV-Adaper mit Linkraten von 500 oder gar 200 Mbit/s können wir inzwischen nicht mehr empfehlen, da sie den moderneren HomePlug-AV2-Geräten (1.200 Mbit/s) verbindungstechnisch klar unterlegen sind. Aus diesem Grund haben wir auch nur WLAN-Powerline-Sets getestet, die mit HomePlug AV2 ausgestattet sind – und deren Extender Dualband-WLAN mit 2,4 und 5 GHz unterstützt.

Damit Sie einen VDSL-Anschluss mit 50 Mbit/s im Downstream ohne Einbußen über die Powerline-Verbindung weiterreichen können, sollte die Linkrate im Powerline-Tool des Herstellers mindestens 150 Mbit/s anzeigen und zwar in Richtung Powerline-Adapter am Router zum Powerline-Extender.

Obwohl Devolo auch weiterhin HomePlug-AV(2)-Produkte unter der Bezeichnung »dLAN« im Angebot hat, setzt der Hersteller bei seinen neuesten Powerline-Geräten mit der Bezeichnung »Magic« auf einen neuen Übertragungsstandard namens G.hn, der nicht nur für höhere Übertragungsraten, sondern auch für eine bessere Implementierung neuer Leistungsmerkmale wie zum Beispiel die vollautomatische Powerline-Verschlüsselung. Doch es gibt auch Nachteile.

Dämpfer für die WLAN-Verbindung

Was ist der Grund für die eingeschränkte Reichweite beim WLAN – und warum ist das in jedem Haushalt anders? Die Hauptursache liegt in der Dämpfung des WLAN-Signals. Befinden sich keine Hindernisse zwischen WLAN-Router und Client, sprich Notebook, Smartphone, Tablet oder Webradio, lassen sich damit Strecken über 100 Meter und mehr überbrücken. Denn das WLAN-Signal wird durch Luftmoleküle nur relativ schwach gedämpft. Aber wer hat schon von überall im Haus eine freie Sichtverbindung zum Router?

Das WLAN-Signal wird durch Wände und Möbel gedämpft

Im häuslichen Bereich wird die Reichweite des WLANs vor allem durch bauliche Hindernisse in der Übertragungsstrecke beeinträchtigt. Das sind in erster Linie Mauern und Wände, Böden und Decken, aber auch Schränke, Regale, Heizkörper und andere (meist massive) Einrichtungsgegenstände.

All diese Hindernisse führen in der Summe dazu, dass das Signal des Routers an bestimmten Standorten in der Wohnung einfach zu schwach ist. Eine stabile Verbindung zum WLAN-Router ist dort nicht mehr möglich – oder die Übertragungsrate ist für bestimmte Anwendungen, wie etwa die Videoübertragungen, zu gering. Denn mit zunehmender Dämpfung des WLAN-Signals nimmt auch die physikalisch mögliche Übertragungsrate – die Übertragungsgeschwindigkeit – zwischen Router und Empfangsgerät ab.

Möglichkeiten zur WLAN-Verbesserung

Für einen guten WLAN-Empfang kommt es nicht nur auf die baulichen Gegebenheiten an, sondern auch ganz entscheidend auf den Standort des Routers. Ist er irgendwo am Boden in einem Schrank zwischen vielen Kabeln versteckt, wird das Signal nicht so weit reichen, wie wenn er frei auf einem Schrank steht. Daher sollten Sie als allererstes mit Ihrem bisherigen Router experimentieren, ob Sie ihn nicht an einer besseren Stelle installieren können.

Denn die beste Lösung, WLAN-Empfangsprobleme zu beheben, ist es, den Router so aufzustellen, dass sein Funknetz die ganze Wohnung oder das ganze Haus abdeckt. Wenn das bei Ihnen irgendwie möglich ist, tun Sie das! Selbst wenn Sie dazu ein wenig umbauen oder ein Netzwerkkabel verlegen müssen: Am Ende werden Sie mit dieser Lösung die wenigsten Probleme haben. Denn mehr Geräte bedeuten auch immer mehr Fehlerquellen.

Powerline-Set Test: Powerline Adapter
Es sollten keine Steckdosen gewählt werden, die in der nähe von großen elektronischen Geräten sind.

Die zweitbeste, wenn auch meist wenig praktikable Lösung ist es, Netzwerkkabel durchs Haus zu ziehen und schlecht versorgte Bereiche des Haushalts mit einer direkten Kabelverbindung zum Router zu verbinden. Hier kann man dann entweder Clients direkt per Kabel anschließen (etwa Fernseher oder PC) oder eine WLAN-Basisstation (Access Point) anschließen, die ein eigenes WLAN-Netz aufspannt.

Doch eine nachträgliche Installation von Netzwerkkabeln und -anschlüssen erfordert ein gewisses handwerkliches Geschick und ist auch nicht immer möglich – zumal in Mietverhältnissen der Haus- oder Wohnungseigentümer zustimmen muss, wenn größere Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich sind.

Eine einfachere Lösung für WLAN-Schwäche versprechen Geräte, mit denen man den WLAN-Empfang im Haushalt auch ohne Bohren, Schlitzen und Kabelziehen verbessern kann. Es gibt dafür drei unterschiedliche Techniken, entsprechend unterscheidet man folgende Geräteklassen:

  • WLAN-Repeater
  • WLAN-Powerline-Sets
  • WLAN-Mesh-Systeme

Ein WLAN-Repeater wird etwa auf halber Strecke zwischen Heimnetz-Router und entfernten WLAN-Clients angebracht – dort wo noch guter Empfang herrscht – und verstärkt das WLAN-Signal des Routers.

Ein WLAN-Powerline-Set besteht aus zwei Powerline-Adaptern, die eine Datenverbindung zwischen Router und entferntem Client über die im Haushalt verlegten Stromkabel herstellen (daher der Name Powerline). Der entfernte Powerline-Adapter hat eine WLAN-Basisstation (Access Point) integriert, der ein WLAN-Netz aussendet.

Ein WLAN-Mesh-System besteht aus mindestens zwei, bei Bedarf aber auch mehreren Mesh-Stationen, die über WLAN-Funk miteinander verbunden sind. Jede Mesh-Station dient gleichzeitig als Zugangspunkt (Access Point) für alle WLAN-fähigen Geräte in dessen Funkreichweite. Eine der Mesh-Stationen wird als Router eingerichtet und stellt die Verbindung ins Internet her. Er besitzt somit auch spezielle Zusatzfunktionen eines Routers, die WLAN-Repeater oder WLAN-Powerline-Sets nicht bieten. Dazu zählen beispielsweise Webseitenfilter (Kindersicherung), Firewall, Bandbreitenmanagement (Quality of Service oder QoS), Smart-Home-Funktionen oder ein komfortabler Fernzugriff.

Eine Pauschallösung gibt es nicht

Welche Lösung sich am besten für Ihren Haushalt eignet, hängt immer von den individuellen, baulichen Gegebenheiten vor Ort ab und von den eigenen Anforderungen, die man an die Geräte stellt. Wir können daher keine pauschale Empfehlung abgeben, welche von den drei Geräteklassen die beste Lösung für Sie zu Hause ist.

Alle drei Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Grundsätzlich gilt: Wenn es in einer Wohnung nur darum geht, den WLAN-Empfang in ein oder zwei weiteren Räumen zu verbessern, ist oft ein einfacher WLAN-Repeater die einfachste Lösung. Es kann aber durchaus sein, dass eine unserer Empfehlungen in der Kategorie WLAN-Repeater in Ihrem Haushalt nicht zum gewünschten Erfolg führt. Dann müssen Sie auf eine unserer Empfehlungen aus den etwas teureren Geräteklassen der WLAN-Powerline-Sets oder WLAN-Mesh-Systeme ausweichen.

So haben wir getestet

Die wichtigste Eigenschaft eines WLAN-Verteilers besteht darin, bisher gar nicht oder nur schlecht versorgte Wohnräume möglichst unkompliziert mit einem stabilen und leistungsfähigen Funknetz auszustatten. Deshalb haben wir alle WLAN-Verteiler über verschiedene Verbindungsstrecken innerhalb eines Haushalts getestet. Die Mesh-WLAN-Sets überbrücken die Distanz zum entfernten WLAN-Client über die Funkverbindung.

Für die Messung der Übertragungsraten verwendeten wir das Tool »Jperf 2.0.2«. Damit lässt sich die effektive Datenrate (Nettodatenrate) ermitteln, die unsere Testgeräte über eine bestimmte Verbindungsstrecke erzielen können.

Von Linkraten und Datenraten

Wer wissen möchte, wieviel (Nutz-) Daten pro Sekunde von einem Testgerät übertragen werden, muss die (Netto-) Datenrate ermitteln. Nutzdaten sind all die Daten eines Datenpakets, die keine Steuer- oder Protokollinformationen der Netzwerkübertragung selbst enthalten, also beispielsweise Ton, Schrift, Text und Bilder.

Die beeindruckenden Übertragungsgeschwindigkeiten, die auf der Packung von WLAN-Geräten abgedruckt sind, geben dagegen die Brutto-Geschwindigkeit des Geräts an, die auch als Linkrate bezeichnet wird. In die Linkrate fließen auch sämtliche Protokollinformationen ein, die erforderlich sind, um Nutzdaten (z. B. ein Worddokument) überhaupt von A nach B übertragen zu können. Und dieser Anteil ist bei WLAN-Verbindungen extrem hoch.

Neben den Messungen der Datenraten haben wir außerdem praxisnah geprüft, ob die Geräte über eine bestimmte Teststrecke hinweg hochauflösende Videostreams ohne Ruckler übertragen können.

Wichtig war uns zudem, dass sich alle Geräte möglichst unkompliziert einrichten und bedienen lassen. Auch ein Firmware-Update sollte problemlos ablaufen und die Einstellungen in Weboberfläche oder der Smartphone-App sollten verständlich und in deutscher Sprache dokumentiert sein.

Nur Geräte mit Dualband im Test

Die Anzahl der netzwerkfähigen Geräte oder Clients im Haushalt nimmt ständig zu. Vor allem ältere WLAN-Clients senden und empfangen ausschließlich im 2,4-Gigahertz-Band und werden deshalb auch als »Singleband-Clients« bezeichnet.

Viele aktuelle WLAN-Router und -Clients können alternativ auch im 5-Gigahertz-Band übertragen, weshalb man sie auch als »Dualband-Geräte« oder als Dualband-fähig bezeichnet. Diese Möglichkeit der erweiterten Funkbandnutzung hat entscheidende Auswirkungen auf die Qualität eines WLAN-Netzwerks.

Denn mit Dualband ausgestattete WLAN-Clients können im Heimnetz auch auf das 5-Gigahertz-Band ausweichen und drängeln sich nicht mit allen Singleband-Clients im ohnehin schon überlasteten 2,4-Gigahertz-Band. Singleband-Geräte sind zwar etwas günstiger, aber gerade wenn es Ihnen auf ein möglichst performantes WLAN ankommt, sollten Sie den geringen Aufpreis nicht scheuen. Es lohnt sich. Deshalb haben wir für unseren Vergleich nur Dualband-fähige Testgeräte ausgewählt.

Powerline-Set Test: Powerline Adapter

Testsieger: Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit

Es wird enger bei den empfehlenswerten WLAN-Powerline-Sets: Die Unterschiede in Preis, Leistung und Ausstattung werden immer geringer. Nicht zuletzt Devolo dürfte es zu verdanken sein, dass die Konkurrenz inzwischen dazugelernt hat und ihre Geräte auf ein erfreulich hohes Niveau angehoben haben. Das ist gut für den Anwender.

Testsieger

Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit
Devolos WLAN-Powerline-Set bietet die beste Ausstattung und überzeugt mit seiner Performance und relativ geringem Stromverbrauch.

Dass das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit für uns auch weiterhin das beste WLAN-Powerline-Set ist, liegt daran, dass es sich in keiner unsere Testdisziplinen einen Patzer erlaubte.

Setup und Steuerung

Bereits beim Einstecken der Adapter von Devolos 1200er Starter Kit wird so mancher erleichtert feststellen, dass er sich für das richtige WLAN-Powerline-Set entschieden hat. Denn Adapter und Extender sind mit einer Durchschleifsteckdose ausgestattet. Da freie Wandsteckdosen in nahezu allen Haushalten Mangelware sind – ganz besonders an den Stellen, an denen sowieso schon mehrere Geräte am Strom ziehen, wird die Installation schnell zum Problem. Vor allem, weil man meist gerade an diesen Stellen auch noch den Powerline-Adapter anstecken möchte. Denn steckt man den Adapter gemeinsam mit anderen Verbrauchern in eine Verteilerdose, setzt das die Übertragungsrate der Powerline-Verbindung erheblich herab.

Dank Durchschleifsteck-dose kann man auch noch andere Geräte an derselben Steckdose betreiben

Die verschlüsselte Kopplung der beiden Adapter im Stromnetz läuft per Knopfdruck am Gehäuse oder über das komfortable Cockpit-Tool an Notebook oder PC. Dieses zeigt auch die aktuelle Verbindungsgeschwindigkeit (Linkrate) zwischen den Adaptern im Stromnetz an. Außerdem lassen sich mit dem Cockpit auch aktuelle Firmware-Updates komfortabel per Knopfdruck auf die Adapter aufspielen. Der gesamte Vorgang – sprich, Update-Check, Download und Aufspielen der Firmware auf den jeweiligen Adapter – läuft vollautomatisch ab.

Sehr gelungen ist auch die Bedienung des Devolo-Sets über die »my devolo«-App am Smartphone. Diese zeigt übrigens auch verbundene Powerline-Adapter anderer Hersteller an, oft sogar mit passendem Produktfoto. Ebenfalls über die App kann auch die Weboberfläche des Extenders aufgerufen werden. Da das Webmenü im responsive Design vorliegt, lässt es sich im Browser des Smartphones ebenso gut bedienen wie im Browser des PCs.

Übertragungsleistung und Stromverbrauch

Über alle unsere Teststrecken innerhalb eines Haushalts erzielten wir mit Devolos dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit sehr gute (Netto-) Datenraten. Selbst ungünstige Strecken in unserem Test überbrückt Devolos Adapterpaar noch mit knapp 150 Mbit/s. In unserem Videostream-Test konnten wir Videos in hoher Auflösung (in 2K- und sogar 4K-Qualität) ohne Unterbrechungen oder Aussetzer auf einen am Extender angeschlossenen (LAN- oder WLAN-) Client übertragen.

Der Stromverbrauch des mit dem Router verbundenen Adapters liegt zwischen 2,2 Watt (kein Datentransfer) und etwa 3,7 Watt (mit Datentransfer). Der WLAN-Extender zieht gut 5 Watt – wenn man WLAN über die integrierte Zeitplanung abschaltet nur noch knappe 4 Watt. Damit ist Devolos Starter Kit das energieeffizienteste Set in unserem Testfeld. Es gibt im Handel zwar auch sparsamere WLAN-Powerline-Sets, doch ist deren Extender dann nur mit Singleband-WLAN (2,4 Gigahertz) ausgestattet oder die Adapter übertragen mit einer langsameren Powerline-Variante (500er oder gar 200er).

Funktionalität und Ausstattung

Wie bereits erwähnt, besitzt Devolos WLAN-Powerline-Set eigentlich alle Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, die man sich von einem Produkt dieser Geräteklasse wünschen kann. Das WLAN des Extenders ist bereits verschlüsselt, kann aber per WiFi-Clone-Funktion die WLAN-Einstellungen des Heimnetzrouters übernehmen. Der WLAN-Knopf am Gehäuse des Extenders dient zum manuellen Ein- und Ausschalten des Extender-WLANs, kann aber auch zum Einbinden neuer Clients per WPS-Funktion genutzt werden.

Neben der WLAN-Zeitsteuerung gibt es auch einen WLAN-Gastzugang, eine Kindersicherung zur zeitlichen Zugangsbegrenzung bestimmter Clients und einen WLAN-Filter, wenn man den Zugriff bestimmter Clients grundsätzlich sperren möchte. Dann allerdings muss die WPS-Funktion abgeschaltet werden.

Natürlich muss man diese Funktionen nicht alle nutzen. Die meisten Anwender werden einmal das WLAN des Extenders im Webmenü anpassen und anschließend nur noch über die komfortable »my devolo«-App auf ihr WLAN-Powerline-Adapter-Set zugreifen.

Praktisch ist übrigens auch, dass der Extender mit einem zweiten Gigabit-LAN-Port ausgestattet ist, was die Einbindung eines zusätzlichen LAN-Clients ermöglicht.

Nachteile?

Das Webmenü des Devolo-Extenders ist zwar sehr übersichtlich gestaltet, enthält jedoch keine richtige Online-Hilfe, die für manche Einstellungsmöglichkeiten durchaus hilfreich wäre. Im Zweifelsfall muss man somit das ausgezeichnete PDF-Handbuch des Herstellers zu Rate ziehen. Das war allerdings der einzige Nachteil, den wir gefunden haben.

Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit im Testspiegel

Den großen Leserdauertest des PC Magazins (7/2017) schließt das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit mit der Bestbewertung 1,0 ab. Demnach würden alle Lesertester das Produkt ohne Einschränkung weiterempfehlen.

»Dieses Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Mit dem Traumergebnis von 1,00 beendet das Devolo dLAN-Kit seinen Dauertest. Die Geschwindigkeit wird im Detail noch einen Hauch besser bewertet als die Zuverlässigkeit. Die Weiterempfehlungsquote beträgt glatte 100 Prozent.«

Ebenfalls eine sehr gute Bewertung, nämlich 88 von 100 Punkten, gibt es von PCgo (9/2016).

»Devolo holt sich mit flotten Übertragungsraten, guter Ausstattung und komfortabler (App-)Bedienung den Testsieg.«

Umso erstaunlicher finden wir, dass die Kollegen der Computer Bild (02/2018) in ihrem Vergleichstest nur ein »befriedigend« für Devolos Starter Kit vergeben. Der Grund liegt wohl darin, dass die Tester damit auf den krassen Unterschied zwischen der auf der Verpackung angegebenen Linkrate (1200 Mbit/s) und den in der Praxis tatsächlich erreichbaren Datenraten (meist unter 200 Mbit/s) hinweisen wollten. Und da ist etwas Wahres dran: Denn das Protzen mit unrealistischen Linkraten betrifft eigentlich alle Hersteller von Powerline- und WLAN-Produkten. Die falschen Geschwindigkeitsangaben führen zu völlig unrealistischen Erwartungen beim Käufer, der sich dann im Nachhinein gelinde gesagt »auf den Arm genommen« fühlt. Im Test selbst bekam unser Testsieger aber auch von Computer Bild ein wohlwollendes Urteil:

»Der Devolo-Adapter ist der einzige Testkandidat, der im n-Standard auf 2,4 sowie auf 5 Gigahertz funkt und außerdem noch ein ac-WLAN aufbauen kann, wenn auch mit etwas gebremstem Tempo. Spitze: der dLAN 1200 ac+ übertrug Daten auf der Stromleitung mit bis zu 447 Mbps – ein bis zu diesem Test nicht erreichter Spitzenwert.«

Die Stiftung Warentest (8/2018) gibt dem System ebenfalls nur eine 3,3 (»befriedigend«) und attestiert eine durchgehend durchschnittliche Leistung ohne besondere Höhe- oder Tiefpunkte.

Die Tester von Chip (05/2015) sprechen dem Devolo Starter Kit nur gute Noten aus, einziger Kritikpunkt ist die etwas magere Ausstattung.

»Beide Powerline-Adapter des Devolo dLAN 1200+ Starter Kits überzeugen im Test mit hohen und konstanten Datenraten. Während sich die integrierten Steckdosen als praktisch erweisen, missfällt die magere Ausstattung: Pro Adapter steht Ihnen nur ein LAN-Port zur Verfügung.«

Alternativen

Vom Preis her liegen unsere alternativen Empfehlungen relativ nahe beim Testsieger. Allerdings kann es durchaus Sinn machen, sich dennoch für eine der folgenden Produkte zu entscheiden.

Auch gut

AVM FritzPowerline 1260E Set

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: AVM FritzPowerline 1260E Set
Fast genauso gut wie der Testsieger ist das AVM-Set. Besonders empfehlenswert ist es für Fritzbox-Nutzer, da es AVMs neue Mesh-Funktion unterstützt.

Auch AVMs FritzPowerline 1260E WLAN Set überträgt im Stromkabel mit 1.200 Mbit/s (brutto) und ist mit einem 2×2-Dualband-Access-Point ausgestattet. Bei unseren Testmessungen über verschiedene Stromstrecken eines Haushalts schneidet das AVM-Set etwas schlechter als Devolo ab. Trotzdem gibt es auch hier keine Probleme beim Streamen hochauflösender Videos. Selbst ein 4K-Video, dessen Datenrate zeitweise bis auf 90 Mbit/s ansteigen kann, streamt das 1260E flüssig vom Router über das Stromnetz zum abspielenden Client.

Auch an der Funktionalität des AVM-Sets gibt es nichts zu meckern. Der Extender lässt sich übrigens auch als reiner WLAN-Repeater betreiben, was jedoch eher ein Gimmick ist, denn dann könnte man sich auch gleich den deutlich günstigeren FritzWLAN Repeater 1160 kaufen.

Die übersichtliche und selbstverständlich ebenfalls Smartphone-taugliche Weboberfläche des 1260E-Extenders besitzt sogar eine Online-Hilfe – so wie man das von AVM gewohnt ist. Ungewohnt ist hingegen, dass AVM für sein WLAN-Powerline-Set »nur« 2 Jahre Garantie gibt. Das ist zwar Meckern auf hohem Niveau, aber trotzdem ein bisschen schade und auch nicht verständlich, weshalb AVM dann auf seine WLAN-Repeater fünf Jahre gibt.

Gut, dass der mit dem Router verbundene Powerline-Adapter des AVM-Sets eine Durchschleifsteckdose besitzt, denn in der Nähe des Routers gibt es eigentlich nie freie Wandsteckdosen. Dass der Extender keine besitzt, ist da nicht ganz so problematisch.

Ebenfalls gut: Der Powerline-Adapter des Sets hat einen zweiten Gigabit-Port. So stellt er den LAN-Port, den er durch seine Verbindung mit dem Router blockiert, gleich wieder für einen andere LAN-Client zur Verfügung.

Trotz minimaler Einschränkungen können wir AVMs FritzPowerline 1260E WLAN Set trotzdem allen Haushalten empfehlen, in denen eine halbwegs aktuelle Fritzbox mit Mesh-Untertützung als Heimnetzrouter werkelt. Denn AVMs WLAN-Powerline-Set versteht ebenfalls Mesh und synchronisiert sich zudem auch sehr schön mit einigen anderen Fritzbox-Funktionen wie zum Beispiel Gastnetz, WLAN-Zeitschaltung oder der Fritzbox-Kindersicherung.

Schnellstes HomePlug-AV-Set
Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: TP-Link TL-WPA9610 Kit
Wem Geschwindigkeit über alles geht, der wird mit TP-Links 2000er Kit glücklich. Derzeit leider noch ohne Durchschleifsteckdose.

Das TL-WPA9610 Kit von TP-Link ist das schnellste WLAN-Powerline-Set unter den Homeplug-Geräten in unserem Test, denn es hat einen neuen und schnelleren Powerline-Chip integriert, der mit Linkraten von bis zu 2.000 Mbit/s klotzt. Eine erhebliche Steigerung der Datenrate, wie man aus dem Linkraten-Verhältnis 2.000 Mbit/s zu 1.200 Mbit/s schließen könnte, messen wir in unseren Tests aber definitv nicht.

Trotzdem reicht es für Rang 2 in der Geschwindigkeitsdisziplin: Das TP-Link-Set erreicht an allen praxisrelevanten Teststrecken die jeweils schnellsten Datenraten und knackt bei zwei der drei Teststrecken erstmals die 200 Mbit/s-Marke. Dafür verbrauchen die beiden Adapter des TL-WPA9610 auch am meisten Strom im Test.

Interessant: Trotz der hohen Datenraten gelang uns das ruckelfreie Streamen von 4K-Videos zunächst nicht. Der Trick: In TP-Links Powerline-Tool »tpPLC« lässt sich in den erweiterten Einstellungen unter »QoS« für jeden Adapter die Priorität für den Datenverkehr einstellen. Setzt man diese Auswahl jeweils auf den Typ »Audio oder Video« klappt es anschließend auch mit der ruckelfreien Übertragung.

Auch die Powerline-App zur Bedienung des Sets am Smartphone ist TP-Link gut gelungen. Bei Einrichtung und Funktionalität spielt das Set in derselben Liga wie Devolo und AVM. Doch im Gegensatz zu diesen beiden, lässt sich am TP-Link-Extender – ebenso wie an den TP-Link-Repeatern – kein WLAN-Client per WPS-Knopfdruck einbinden.

Schade nur, dass keiner der beiden Adapter des Sets über eine Durchschleifsteckdose verfügt. Wer jedoch keinen Mangel an freien Wandsteckdosen hat, erhält mit dem TL-WPA9610 Kit das schnellste WLAN Powerline-Set in diesem Testfeld.

Schnellstes Powerline-Set

Devolo Magic 2 WiFi Starter Kit

Test besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Devolo Magic 2 WiFi Starter Kit
Devolo Magic 2 WiFi erreicht mit seinem neuen Powerline-Standard G.hn die schnellsten Übertragungsraten – doch der Preis für das Set ist aktuell noch relativ hoch.

Wer noch keine HomePlug-AV2-Powerline-Adapter zu Hause hat und die schnellstmögliche Übertragungsrate aus seiner Stromverkabelung heraus holen möchte, kann sich Devolos neues Magic 2 Starter Kit ansehen. Im Vergleich zu unserem ebenfalls von Devolo stammenden Testsieger trumpft das Magic vor allem dann auf, wenn mehrere Heimnetzgeräte gleichzeitig Daten übers Stromnetz übertragen. Auch das Setup ist noch einfacher geworden: Nach dem Einstecken synchronisieren und verschlüsseln sich die Magic-2-Adapter automatisch.

Während das Devolo-Cockpit-Tool am PC auch mit den Magic-Adaptern problemlos funktioniert, gibt es fürs Smartphone nun eine neue App namens Devolo Home Network, deren Bedienung uns jedoch aktuell noch etwas fummelig erscheint. Wer nachträglich Einstellungen vornehmen möchte, sollte dies via Cockpit oder über die Weboberfläche der Adapter am PC-Browser tun. Und damit das nicht jeder Nutzer im Heimnetz kann, sollten Sie auch sofort, ähnlich wie bei der Weboberfläche Ihres Routers, ein entsprechendes Zugangspasswort vergeben.

Die von uns gemessenen Nettoübertragungsraten des Magic-2-Adapterpaares liegen unter Idealbedingungen deutlich über denen der HomePlug-AV-Paare. Über schlechtere Verbindungsstrecken sind die Magic-Adapter den HomePlug-AV2-Geräten vor allem dann überlegen, wenn wir mehrere parallele Datenübertragungen simulieren, wie sie ja inzwischen in Familienhaushalten gang und gäbe sind. Auch beim Energiesparen sind die G.hn-Adapter von Devolo nun noch etwas intelligenter geworden und das WLAN im Extender ist mit Roaming und Band-Steering noch etwas smarter geworden. Doch dafür sind die neuen Magic-Adapter auch ein gutes Stück teuerer als ihre HomePlug-AV2-Vorgänger.

Wer bereits zwei oder mehrere HomePlug-AV2-Adapter besitzt, kann diese zwar parallel zu den Magic-Adaptern betreiben, doch eine direkte Verbindung zwischen G.hn und HomePlug AV(2) funktioniert nicht, denn die beiden Powerline-Standards sind nicht miteinander kompatibel.

Außerdem getestet

Netgear PLW1000-100PES Set

Das Netgear PLW1000 ist das mit Abstand günstigste WLAN-Powerline-Set in unserem Test. Allerdings muss man dafür auch einige Kompromisse eingehen. Zunächst das Erfreuliche: Trotz der etwas geringeren Linkrate (1.000 Mbit/s) kann der PLW1000 bei unseren Datenraten-Tests überraschend gut mit den beiden 1200er-Kits mithalten. Auch dass der Extender des Netgear-Sets nur mit einem 1×1-Dualband-Access-Point ausgestattet ist, wirkt sich nicht dramatisch auf die maximal mögliche Datenrate eines angeschlossenen WLAN-Clients aus. Nur bei unserem Videostreaming-Test zeigte das Netgear-Set Schwächen: 4K-Videos in hoher Qualität konnten wir über unsere Teststrecke 2 nicht flüssig auf einen (LAN- oder WLAN-) Client am Extender streamen.

Viel problematischer ist hingegen, dass Netgear für seinen Powerline-Adapter weder ein PC-Tool noch eine App bereitstellt, mit der man beispielsweise die Powerline-Linkrate zwischen den Adaptern prüfen kann oder mit dem man Zugriff auf die Weboberfläche des Extenders erhält. Gut für Netgear, dass es entsprechende Powerline-Tools bei der Konkurrenz gibt: AVMs »FritzPowerline« oder TP-Links »tpPLC Utility« zeigen glücklicherweise die Linkraten aller HomePlug-fähigen Powerline-Adapter an — auch die des Netgear-Sets.

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