Das beste Reisebett

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Kinder-Reisebetten Test: Testsieger Hauck Dream 'n Play.

Das beste Reisebett ist für uns das Hauck Dream’n Play Plus. Es gehört zu den leichteren Reisebetten, lässt sich schnell und leicht aufbauen und ist obendrein noch preisgünstig. Trotzdem überzeugt es mit sehr guter Verarbeitungsqualität und es hat einen großen Ein- und Ausstieg – so können Kinder im Laufalter ganz alleine ins Bett und wieder heraus. Nur ein Babyeinsatz ist leider nicht dabei. Wer einen braucht, wird bei unseren Alternativen fündig.

Wenn man mit dem Nachwuchs auf Reisen ist, soll der sich auch wohl fühlen – und Eltern sollen keine Angst haben müssen, dass die Kleinen irgendwo heraus- oder herunterfallen. Aber nicht nur für unterwegs sind Reisebetten eine gute Idee, man kann sie auch prima als Übergangsbett im Elternschlafzimmer benutzen, wenn das Beistellbett schon zu klein, der Umzug ins eigene Bett im Kinderzimmer aber noch zu früh ist.

Gut zu wissen: Die meisten Reisebetten sind nur bis zu einem Gewicht von 15 Kilo nutzbar. Sind die Kinder schwerer, muss eine andere Lösung gefunden werden. Die meisten Kinder erreichen dieses Gewicht mit 3 bis 4 Jahren.

Wir haben für unseren Reisebetten-Test zehn Modelle mit Preisen zwischen 30 und 170 Euro unter die Lupe genommen. Neben den Klassikern, die weitgehend auf dasselbe Konstruktionsprinzip setzen, gibt es zunehmend auch eher experimentelle Modelle: Vom Pop-Up-Zelt bis hin zum Schlafsack haben wir uns durch die verschiedensten Varianten probiert – und natürlich hatten auch die Kinder ein Wörtchen mitzureden. Schließlich sind sie es, die in den Bettchen schlafen sollen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Hauck Dream 'n Play Plus

Test Reisebett für Kinder: Hauck Dream'n Play Plus
Unser Testsieger ist unschlagbar günstig und überzeugt trotzdem mit guter Qualität.

Das Reisebett Dream’n Play Plus von Hauck ist so, wie man sich ein Reisebett vorstellt: Ein rechteckiges Gestellt mit durchsichtigem Fliegengitter, damit das Kind im Schlaf nicht aus dem Bett purzelt. Der Aufbau geht einfach und schnell und mit einem Gewicht von 7,3 Kilo gehört es zu den leichteren Modellen. Überzeugt hat uns vor allem die gute Verarbeitungsqualtität – und das bei einem wirklich günstigen Preis.

Wenn Geld egal ist

BabyBjörn Reisebett

Wer ein sehr leichtes Bett sucht, das man schnell auf- und abbauen kann, ist mit dem Reisebett von BabyBjörn gut beraten. Es ist mit 6 Kilogramm eines der leichtesten Modelle im Test und innerhalb von 30 Sekunden auf- und abgebaut. Auch von Ökotest bekam es die Note »sehr gut«. Allerdings ist es mit rund 170 Euro sehr teuer. Für ein Bett, dass laut Hersteller nur bis zum Alter von 3 Jahren verwendet werden kann, ist das schon eine Ansage.

Mit Babyeinsatz

Infantastic Reisebett

Test Reisebett für Kinder: Infantastic Reisebett
Das Reisebett mit dem auch die Kleinsten glücklich werden, denn mit dabei ist auch eine Wickelauflage.

Das Reisebett von Infantastic ist vor allem aufgrund seiner Extras interessant. Anders als beim Testsieger gibt es bei diesem Reisebett noch eine zweite Ebene für Babys bis acht Kilogramm, sowie eine Wickelauflage und einen Spielebogen. Diese Annehmlichkeiten erleichtern Eltern die erste Zeit mit Kind auf Reisen enorm, vor allem, dass man sich nicht jedes Mal bis zum Boden bücken muss, um das Baby aus dem Bett zu holen, dankt einem der Rücken. Mit einem Preis von 60 Euro ist es außerdem sehr günstig. Das merkt man leider auch an der Verarbeitungsqualität. Mit 11,6 Kilo ist es zudem deutlich schwerer als unser Favorit.

Doppelt nutzbar

Kinderkraft Uno

Test Reisebett für Kinder: Kinderkraft Uno
Das Anstellbett unter den Reisebetten – für die Kleinsten ein Zuhause, fern von Zuhause.

Das Uno 2in1 von Kinderkraft ist eigentlich ein Beistellbett, das man aber auch als Reisebett verwenden kann. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn man mit dem Nachwuchs schon früh auf Reisen gehen möchte. Es kommt mit einer Reisetasche, ist mit 6 Kilo angenehm leicht und lässt sich an Betten mit einer Höhe von 46 bis 60 Zentimetern anbauen. Allerdings ist das Uno 2in1 wie jedes Beistellbett nur für die ersten Monate geeignet.

Vergleichstabelle

TestsiegerWenn Geld egal istMit BabyeinsatzDoppelt nutzbar
Modell Hauck Dream 'n Play Plus BabyBjörn Reisebett Infantastic Reisebett Kinderkraft Uno TecTake Reisebett Fillikid Reisebett Deryan Travelcot Froggy Reisebett Relags LittleLife Reisebett Babymoov Babyni
Test Reisebett für Kinder: Hauck Dream'n Play PlusTest Reisebett für Kinder: BabyBjörn ReisebettTest Reisebett für Kinder: Infantastic ReisebettTest Reisebett für Kinder: Kinderkraft UnoTest Reisebett für Kinder: Tectake ReisebettTest Reisebett für Kinder: Fillikid ReisebettTest Reisebett für Kinder: Deryan TravelcotTest Reisebett für Kinder: Froggy ReisebettTest Reisebett für Kinder: Relags ReisebettTest Reisebett für Kinder: Babymoov Babyni
Pro
  • Niedriger Preis
  • Großer Ein- und Ausstieg
  • Gute Qualität
  • Einfacher Auf- und Abbau
  • Perfekt zum Reisen
  • Von Ökotest sehr gut getestet
  • Wickelauflage
  • Babyeinsatz
  • Zwei Rollen
  • Spielbogen
  • Als Beistellbett nutzbar
  • Sehr variabel
  • Angenehme Höhe
  • Sehr große Liegefläche
  • Sehr großer Ein- und Ausstieg
  • Relativ kompakt
  • Zwei Rollen
  • Zusätzliche Matratze möglich
  • Sehr leicht
  • Mücken- und Sonnenschutz
  • Luftig
  • Wickelauflage
  • Babyeinsatz
  • Spielbogen
  • Sehr klein und leicht
  • Sehr kindgerecht
  • Gut für den Sommer
  • Mit UV-und Mückenschutz
  • Einfacher Aufbau
  • Mit Spielzeug
Contra
  • Kein Babyeinsatz
  • Kind liegt sehr tief
  • Kind kann nicht selbstständig herausklettern
  • Kein Babyeinsatz
  • Hoher Preis
  • Nicht sehr hochwertig
  • Ziemlich schwer
  • Nur kurz nutzbar
  • Nimmt viel Platz weg
  • Abbau sehr kompliziert
  • Kein Babyeinsatz
  • Schlechte Verarbeitung
  • Aufdruck behindert Blick aufs Kind
  • Kein Babyeinsatz
  • Beengtes Raumgefühl
  • Schlafmatte wirkt kühl
  • Preiswertes Material
  • Sehr schwer
  • Angaben des Herstellers irritierend
  • Mehr Schlafsack als Bett
  • Kind liegt auf dem Boden
  • Erst ab 18 Monaten
  • Nur kurz nutzbar
  • Kann sehr warm werden
  • Nur bis 9 kg nutzbar
Bester Preis
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So haben wir getestet

Nach ausführlicher Recherche haben wir aus dem großen Angebot von Kinder-Reisebetten zehn Modelle ausgewählt. Das günstigste ist für rund 30 Euro zu haben, das teuerste kostet fast das sechsfache. Wir wollten eine möglichst breite Auswahl an Reisebetten testen, so dass es in unseren Test auch Modelle geschafft haben, die auf den ersten Blick gar nicht so sehr an Reisebetten erinnern.

Wohl am weitesten entfernt von der klassischen Variante ist der LittleLife von Relags: Eigentlich ist es eine Art Schlafsack, gemacht für Kinder ab 18 Monaten. Auch nicht gerade klassisch sind das Travelcot von Deryan und das Babyni von Babymoov. Bei beiden handelt es sich um Pop-Up-Zelte, die sich innerhalb weniger Sekunden von selbst entfalten. Beim Zusammenbau und vor allem auch beim Abbau braucht man bei ihnen starke Nerven und viel Fingerspitzengefühl.

Kinder-Reisebetten Test: Testsieger Hauck Dream 'n Play.
Alle Kinder-Reisebetten aus unserem Test (nicht auf dem Bild ist das Bett von Baby Björn).

Die Reisebetten von Fillikid, Froggy, TecTake, Infantastic und Hauck sind im Aufbau alle sehr ähnlich und erfordern durch die Bank beim Abbau einiges an Geduld. Unser Tipp: Fangen Sie frühzeitig damit an. Niemand sollte sich vor der Abfahrt aus dem Urlaub mit dem richtigen Zusammenfalten eines Reisebettes herumärgern, sonst ist die Erholung schnell dahin. Das Reisebett von BabyBjörn lässt sich dagegen sehr einfach auf- und abbauen. Dafür war es aber auch das teuerste Modell im Test.

Aber wir haben nicht nur den Auf- und Abbau getestet, schließlich geht es auch darum, wie gut man darin schlafen kann. Deshalb haben wir Testkinder im Alter von vier Monaten, anderthalb Jahren und vier Jahren alle Reisebetten ausprobieren lassen. Das war vor allem deshalb nötig, weil einige Modelle nur für Babys bis sechs Monate zugelassen sind, andererseits passen Vierjährige von der Größe her nicht mehr in alle Betten.

Was Sie über Reisebetten wissen müssen

Wer mit Kind verreist, kommt um ein Reisebett meist nicht herum. Denn zum einen sind viele Hotels nicht mit Betten für Kinder ausgestattet und wenn man Kleinkinder im normalen Bett schlafen lässt, riskiert man, dass sie herausfallen. Zum anderen fühlen sich kleine Kinder in einer vertrauten Umgebung wohler und da ist es gut, wenn in einem fremden Zimmer in einem womöglich fremden Land ein vertrautes Bett vorhanden ist.

Doch nicht nur für Urlaubsreisen sind Reisebetten eine gute Wahl. Sie können auch gut als Zweitbett bei Oma und Opa dienen und sind selbst als Übergangsbetten zuhause eine gute Idee: Denn Beistellbett und Babywiege werden oft schon nach acht Monaten zu klein, für das eigene Bett im Kinderzimmer ist es dann aber oft noch zu früh. Ein Reisebett kann in dieser Übergangsphase gut im Elternschlafzimmer aufgestellt werden.

Der wichtigste Hinweis in Bezug auf Reisebetten für Kinder lautet: Lassen Sie die Betten gut auslüften! Denn leider wird in einem Großteil von ihnen Plastik verwendet und das sollte besser mehrere Stunden vor der ersten Verwendung gut durchgelüftet werden.

Schon vor dem ersten Urlaub Auf- und Abbau üben

Der zweite wichtige Punkt: Machen Sie sich im Vorfeld mit dem Aufbau vertraut. Am besten bauen Sie das Bett schon zu Hause ein- bis zweimal auf und wieder ab. Denn nichts ist schlimmer als am Urlaubsort mit einem müden, quengeligen Kleinkind lange Minuten darüber nachzudenken, wie das Bett denn nun korrekt aufgebaut wird – oder gar festzustellen, dass Sie irgendetwas zuhause vergessen haben.

Die meisten getesteten Reisebetten werden allerdings so gepackt, dass man eigentlich nichts vergessen kann – es gibt nur wenige lose Teile. Überprüfen Sie aber nach jeder Verwendung, ob die Knickgelenke noch reibungslos funktionieren und ob die Bettumspannung ohne Risse ist. Dann steht dem nächsten Urlaub nichts mehr im Weg.

Darauf sollten Sie achten

Natürlich spielt der Preis beim Kauf eines Reisebettes eine wichtige Rolle. Allerdings sollten Sie sich genau überlegen, wie oft und wofür Sie das Bett nutzen wollen. Denn verreisen Sie gern mit Bahn oder Flugzeug, lohnt sich die Investition in ein höherpreisiges Modell wie das von BabyBjörn, denn es ist leicht, lässt sich gut zusammenklappen und kann dank Transporttasche wie ein normales Gepäckstück behandelt werden.

Wenn Sie per Bahn oder Flugzeug verreisen, sollten Sie aufs Gewicht achten

Die meisten Modelle im Test wiegen zwischen 8 und 14 Kilo. Das schleppt kein Elternteil mal soeben zur Bahn oder zum Flugzeug. Verreisen Sie hauptsächlich mit dem Auto, tut es auch ein preiswerteres Modell.

Wenn Sie das Reisebett aufstellen, sollten Sie den Platz an der Heizung meiden: Während dem Schlafen könnten die Kinder sonst überhitzen; aus ihrem Bett kommen sie ja nicht heraus. Ebenfalls lohnenswert ist ein Blick nach oben. Steht das Reisebett unter einem Regal oder könnten sich irgendwelche sonstigen Gegenstände lösen und auf das Bett fallen? Lieber vorher kurz schauen, bevor im Nachhinein der Urlaub dahin ist.

Kinder-Reisebetten Test: Testsieger Hauck Dream 'n Play.

Testsieger: Hauck Dream’n Play Plus

Unser Testsieger, das Dream’n Play Plus von Hauck hat uns vor allem wegen seines tollen Preis-Leistungsverhältnisses überzeugt. Es gab im Test kein preiswerteres Modell, das dennoch so gut verarbeitet war. Das Reisebett lässt sich schnell auf- und abbauen, ist kompakt und wiegt weniger als andere Reisebetten dieser Bauart.

Testsieger

Hauck Dream 'n Play Plus

Test Reisebett für Kinder: Hauck Dream'n Play Plus
Unser Testsieger ist unschlagbar günstig und überzeugt trotzdem mit guter Qualität.

Mit etwas über 7 Kilogramm gehört das Dream’n Play Plus zu den leichteren Reisebetten, nur das Babybett von BabyBjörn ist mit 6 Kilo noch etwas leichter. Andere Konstruktionen wie das Travelcot von Deryan, das Babyni von Babymoov und das LittleLife von Relags sind mit unter 2 Kilo zwar noch viel leichter, aber die sind eben auch keine »richtigen« Reisebetten. Mehr dazu unter »Alternativen«.

Der Auf- und Abbau geht leicht vonstatten, wenn man das Prinzip einmal verstanden hat: Zunächst zieht man die als Bettpfosten dienenden Stangen auseinander und biegt die abgeknickten Haltestangen nach oben, bis sie einrasten. Erst dann drückt man die Liegefläche nach unten und spannt das Bett so gewissermaßen auf.

Zum Abbau zieht man an der Schlaufe in der Mitte der Liegefläche und löst die Arretierung in der Mitte der Haltestangen. So ist das Bett im Nu zusammengeklappt. Anschließend wird die Matratze um das Bettgestell geklappt. Das erfordert ein wenig Übung, ist aber auch kein Hexenwerk. Am besten probieren Sie Auf- und Abbau drei-, viermal vor dem Urlaub aus, dann haben Sie den Bogen raus.

Das Hauck-Bett ist uns bei diversen Reisen immer wieder in Hotelzimmern begegnet, was für Qualität und Langlebigkeit spricht. Wie bei allen Reisebetten ist die Liegeauflage nur mit einer dünnen, relativ festen Matratze ausgestattet, die einem auf den ersten Blick zu hart erscheint. Doch Kleinkinder sollen eher hart liegen. Die Testkinder empfanden die mitgelieferte Matratze auch als angenehm. Sie könnten auch eine andere Matratze nutzen, dürfen dann aber die mitgelieferte nicht noch zusätzlich hineinpacken. Zwei Matratzen würden ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Das Dream’n Play Plus verfügt über einen großen Ein- und Ausstieg, der es Kindern ermöglicht, selbstständig in ihr Bett zu gehen. Im Babyalter mag das für Eltern noch unwichtig sein, aber wenn der Nachwuchs erst selber laufen kann, dann werden Erwachsene dankbar sein für dieses Feature. Denn damit wird den Kindern immerhin ein kleines Stück Selbstständigkeit ermöglicht und die Eltern haben eine Aufgabe weniger, um die sie sich kümmern müssen.

Unser Favorit ist mit 1,12 Metern Liegefläche zwar nicht das längste Bett im Test, allerdings sind die meisten Babybetten ohnehin nur bis zu einem Gewicht von 15 Kilo nutzbar. Praktisch alle Kinder erreichen eher die Gewichtsgrenze, bevor sie vorne oder hinten anstoßen.

Günstiger Preis und trotzdem qualitativ hochwertig verarbeitet

Die Seiten des Dream ’n Play Plus sind anders als bei der Konkurrenz nicht mit einem bunten Aufdruck versehen. So können Eltern schnell einen unverstellten Blick auf ihre Kinder im Schlaf erhaschen. Stört eine Giraffe, ein Babybär oder ein anderer Aufdruck die Sicht, dauert es schon mal ein bisschen, bis man im Dunkeln das eigene Kind im Bett ausmacht.

Nachteile?

Das Reisebett von Hauck wird standardmäßig ohne weiteres Zubehör geliefert. Ein Babyeinsatz, mit dessen Hilfe man die Liegefläche erhöhen kann, ist beim Dream’n Play Plus nicht dabei. Für Babys unter 6 Monaten ist eine zweite Ebene aber empfehlenswert, denn die Kinder liegen in den Reisebetten doch ziemlich tief. Das bedeutet für Eltern, dass sie sich tief beugen müssen, um ihr Kind hineinzulegen und herauszuholen. Rückenschonend ist das nicht gerade.

Von Hauck gibt es andere Modelle mit Babyeinhang, wie zum Beispiel das Sleep’n Play Center II. Auch unsere alternative Empfehlung, das Reisebett von Infantastic, hat eine erhöhte Schlafposition für Babys.

Hauck Dream’n Play Plus im Testspiegel

Das Dream’n Play Plus ist bislang noch von keinem anderen seriösen Testportal getestet worden. Stiftung Warentest hatte Reisebetten noch gar nicht im Test. Es gibt allerdings von Ökotest (017/2014) einen Test des etwas einfacheren Hauck Dream’n Play, das bis auf den fehlenden seitlichen Einstieg identisch zur »Plus«-Variante zu sein scheint.

Das Reisebett von Hauck wurde von der Funktionalität als »gut« bewertet. Hinsichtlich der Inhaltsstoffe im Klettverschluss und den Textilien wurde es mit »ausreichend« bewertet. Allerdings schnitten bei den Schadstoffen fast alle Reisebetten schlecht ab. Das liegt vor allem daran, dass Ökotest auch die Textilien der Betten nach den Vorgaben von Spielzeug bewertet, was aus unserer Sicht nicht wirklich sinnvoll ist.

Wem die teils problematischen Inhaltsstoffe dennoch ein Dorn im Auge sind, dem bleibt nur das Reisebett von BabyBjörn: es wurde als einziges im Test von Ökotest positiv bewertet.

Bei Ökotest wurden in den Jahren 2012, 2013 und 2014 Tests zu Reisebetten durchgeführt. Hier wurde vor allem die Verwendung von Schadstoffen geprüft, die leider in fast allen Reisebetten stecken.

Alternativen

Auch wenn das Hauck Dream’n Play Plus für uns das beste Reisebett ist, gibt es einige interessante Alternativen.

Wenn Geld egal ist

BabyBjörn Reisebett

Das Reisebett von BabyBjörn ist unsere Empfehlung für alle Eltern, die oft mit Bahn und Flugzeug verreisen, denn da kommt es auf jedes Kilo an. Mit sechs Kilogramm wiegt es ein gutes Kilo weniger als unser Favorit. Verpackt wie ein kleiner Koffer ist es außerdem angenehm zu tragen.

Auch der leichte Auf- und Abbau hat uns überzeugt, kein anderes Modell im Test ließ sich so schnell wieder zusammenpacken. Einfach die vier Streben aus der Verankerung lösen, die Matratze zusammengeklappt in die Hülle packen und das nun zusammengefaltete Bett dazwischenschieben. Das klappte bei uns in unter einer Minute.

Die Liegefläche ist allerdings etwas kürzer als beim Hauck und vom Hersteller wird auch nur eine Nutzung bis zum Alter von 3 Jahren empfohlen. Einen Einstieg für die Kinder gibt es beim BabyBjörn ebenfalls nicht. Doch das größte Manko des BabyBjörn dürfte für die meisten der sehr hohe Preis sein: es kostet nämlich fünf mal mehr als unser Favorit von Hauck.

Dafür wurde der Mesh-Bezug von Ökotest lobend erwähnt, es ließen sich keine schädlichen Chemikalien darin finden. Trotzdem sollten sie die Matratze mit einem Laken schützen, das muss aber separat erworben werden. Im Test zeigte sich: Die Babylaken von Ikea tun es auch.

Das Reisebett von BabyBjörn ist eine Empfehlung für alle Eltern, die weniger mit dem Auto als vielmehr mit Flugzeug und Bahn unterwegs sind und auf ein leichtes Bett angewiesen sind. Der hohe Preis und die vergleichsweise kurze Nutzungsdauer trüben aber den ansonsten positiven Gesamteindruck.

Mit Babyeinsatz

Infantastic Reisebett

Test Reisebett für Kinder: Infantastic Reisebett
Das Reisebett mit dem auch die Kleinsten glücklich werden, denn mit dabei ist auch eine Wickelauflage.

Das Reisebett von Infantastic überzeugte uns vor allem mit seiner mitgelieferten zweiten Ebene. Für die ersten Monate, bis es maximal acht Kilogramm wiegt, kann das Baby auf einer höheren Position schlafen – für die Eltern eine wohltuend rückenschonende Angelegenheit. Die zusätzliche Ebene wird per Reißverschluss befestigt und mit einem Gestänge stabilisiert. Darauf kommt die gleiche Faltmatratze. Alternativ können Sie auch eine andere, selbstgekaufte Matratze einlegen. Beachten Sie aber bitte die seitliche Markierung, höher darf die Matratze nicht sein um die Sicherheit Ihres Kindes nicht zu gefährden.

Weitere Inklusivleistungen sind beim Infantastic eine Wickelauflage und ein Spielbogen. Dieses All-in-One-Paket kann vielen Eltern die Anfangszeit mit Kind auf Reisen enorm vereinfachen. Denn die abwaschbare Wickelauflage erspart das Suchen nach einem geeigneten Wickelplatz im Hotel und sorgt gleichzeitig für eine vertraute Umgebung. Und die zwei Rollen am Bett sorgen für etwas mehr Mobilität, sollten Sie das Bett verrücken müssen. Vergessen Sie aber bitte nie, die Bremsen festzustellen.

Doch all die Zusatzausstattung fällt buchstäblich ins Gewicht: knapp 12 Kilogramm sorgen nicht gerade dafür, dass es sich bei diesem Reisebett um leichtes Mobiliar handelt.

Doppelt nutzbar

Kinderkraft Uno

Test Reisebett für Kinder: Kinderkraft Uno
Das Anstellbett unter den Reisebetten – für die Kleinsten ein Zuhause, fern von Zuhause.

Das Uno von Kinderkraft ist eigentlich ein Beistellbett, kann aber auch auf Reisen mitgenommen werden. Da sich das Beistellbett von einer Höhe von 46 bis 60 cm anpassen lässt, sollten Sie mit den allermeisten Hotelbetten keine Probleme haben. Klappt das wider Erwarten nicht, können Sie die eigentlich offene Seite des Beistellbettes auch hochziehen und haben dann ein abgeschlossenes Babybett.

Auf- und Abbau geht sehr schnell, man muss lediglich die Beine Aufklappen und den Stabilisierungsrahmen unter dem Bett einstecken – fertig. Auch die Höhenverstellung klappt durch einfaches Drehen an den großen Stellschrauben einfach und bequem. Die Matratze ist zudem angenehm weich und aus einem Stück, während die meisten anderen Reisebetten über Faltmatratzen verfügen.

Das Bett ist mit 8,1 Kilogramm noch im gut tragbaren Bereich. Verpackt ist es allerdings das größte Modell im Test. Fürs Auto ist das kein Problem, bei Flugreisen fällt es aber eher in die Kategorie Sperrgepäck.

Das Uno ist vor allem eine Empfehlung für alle Eltern, die für Zuhause an die Anschaffung eines Beistellbetts wie etwa des Babybays denken. Es kostet in etwa dasselbe, sieht aber schicker aus – und kann Sie eben auch in den Urlaub begleiten.

Allerdings kann man das Uno wie jedes Beistellbett nur relativ kurz nutzen, nämlich so lange, bis das Kind selbstständig sitzen kann. Das ist meist mit rund sechs Monaten der Fall.

Außerdem getestet

Unsere Testkinder waren nicht nur von unseren Empfehlungen begeistert, auch einige Betten, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen, kamen bei den kleinen Testern gut an. Zur Empfehlung hat es aber aus verschiedensten Gründen nicht gereicht.

Das Reisebett von TecTake war im Test das größte. Aufgebaut ist es ein großes Quadrat, das sehr viel Platz wegnimmt. Für Krabbelbabys ist das super, weil das Bett dann auch als Laufstall dient. Allerdings ist die Größe auch ein Nachteil: Die wenigsten Hotels und Unterkünfte werden so viel Platz bieten, dass es dort bequem hineinpasst. Sollten Sie einen leicht abwaschbaren Laufstall für Ihr Zuhause suchen und den nötigen Platz haben, kann das TecTake aber Sinn machen. Eine Seite lässt sich öffnen, so dass Kinder, die bereits laufen können, selbstständig hinein- und hinausklettern können.

Das Kinderreisebett von Filikid ist minimal größer als der Testsieger von Hauck, die Liegefläche beträgt 1,18 Meter. Da aber auch dieses Reisebett nur für Kinder bis 15 Kilogramm zugelassen ist, fällt die größere Länge nicht weiter ins Gewicht.

Mit einem Gewicht von acht Kilogramm liegt dieses Reisebett im Mittelfeld. Die Qualität ist ordentlich, der Giraffen-Aufdruck beim Testmodell störte den Blick aufs Kind zwar etwas, gefällt den Kleinen aber meist besser als ein Bett ohne Aufdruck. Es kostet aber deutlich mehr als unser Testsieger und es besteht ebenfalls nicht die Möglichkeit, eine zweite Ebene einzuziehen, daher reicht es auch nicht für eine Empfehlung. Für diesen Preis gibt es bessere Betten.

Das Pop-Up-Zelt von Deryan ist für Kinder bis zwei Jahre geeignet. Die Testkinder hatten allerdings ziemliche Angst in dem Reisezelt, daher sollten Sie dieses Reisebett unbedingt im Vorfeld mit dem Kind auszuprobieren, bevor sie damit in den Urlaub fahren.

Die Matratze ist abwasch- und aufblasbar, den Kindern war sie unangenehm kühl. Beim Liegen auf der Matratze wurde sie auch durch die Körperwärme der Kinder nicht warm. Schade, denn frieren sollte das Kind während des Schlafens nun wirklich nicht. Positiv sind der integrierte Mückenschutz und das geringe Gewicht des Reisebettes.

Der Aufbau geht sensationell schnell, der Abbau zog sich allerdings in die Länge. Denn der Nachteil an Pop-Up-Zelten ist, dass man sie irgendwie so zusammenzufalten muss, dass sie einem nicht ständig ins Gesicht schnalzen. Mit etwas Übung klappt das aber.

Das Reisebett von Froggy konnte leider nicht überzeugen. Es ist mit 10 Kilogramm recht schwer und die Verarbeitung enttäuscht. Vor allem die Tasche und der Klettverschluss, der Bettgestell und Matratze für die Reise zusammenhalten soll, wirken nicht wie für die Ewigkeit gemacht. Unsere Empfehlung, das Infantastic Reisebett, ist zwar weitgehend baugleich mit dem Froggy, aber besser verarbeitet. Das fiel uns vor allem beim Babyeinsatz auf: Während die erhöhte Liegefläche beim Infantastic per Reißverschluss befestigt wird, geschieht das hier mit kleinen Haken.

Im Test konnte diese Lösung nicht überzeugen. In der Gebrauchsanweisung wird angegeben, dass die zweite Ebene Kinder bis 15 Kilogramm trägt. Wir vermuten hier einen Fehler, da das gesamte Reisebett nur für Kinder bis 15 Kilogramm ausgeschrieben ist. Die zweite Ebene empfehlen wir nur für Babys.

Relags LittleLife Reisebett

Auf den ersten Blick konnte der Schlafsack von Relags zumindest die Testkinder sehr begeistern. Auch uns gefiel der niedliche Schlafsack in Pinguin-Form zunächst.

Doch die beigelegte Luftpumpe ist ziemlich windig und man muss ein wenig Kondition mitbringen – bis das Bett aufgepumpt ist, dauert es eine Weile. Auch in der Praxis bereitet das Bett Probleme. Zum einen ist die Öffnung des Schlafsacks sehr klein, zum anderen fragen wir uns, ob man wirklich sein Kind auf dem Boden eines Hotelzimmers schlafen lassen will.

Wenn Sie allerdings mal eine Nacht bei den Großeltern oder bei Freunden ohne Gästebett schlafen, kann der Relags eine lustige Alternative sein, auch wenn wir ihn dafür etwas zu teuer finden.

Das Babyni von Babymoov ist ein Pop-Up-Zelt für die Kleinsten, das wir uns sehr gut im Garten aber weniger auf Reisen vorstellen können. Es ließ sich relativ schnell aufbauen und überzeugt mit einem Bodendurchmesser von 90 Zentimetern. Auf eine Aufbauanleitung wurde verzichtet, lediglich ein einzelner Zettel am Zelt erklärt den Aufbau.

Das Babyni ist für Kinder bis maximal neun Kilogramm geeignet, darf aber nicht mehr benutzt werden, sobald die Babys eigenständig sitzen, sich drehen oder auf Hände und Knie stützen können. Auf uns wirkte das Pop-Up-Zelt für Babys eher wie ein Sommerzelt mit extra Spielzeug, dass bei warmen Temperaturen etwas Schatten spendet.

Ein Reisebett ist es für uns eher nicht. Das liegt auch an der dünnen Matratze, die nicht besonders bequem ist.

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