Das beste schnurlose Telefon

Test: schnurlose Telefon – Testsieger AVM FRITZ!Fon C5

Das beste schnurlose Telefon ist das FritzFon C5 von AVM – wenn man eine FritzBox mit DECT-Funktion besitzt. Ist das nicht der Fall, wird es schwierig. Denn so richtig ist die Festnetztelefonie noch immer nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

Update 7. September 2016

Auf der IFA gab es im Bereich DECT-Telefone keine großen Neuigkeiten. Das FritzFon C5 ist weiterhin unsere Empfehlung.

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11. März 2016

Das neue FritzFon C5 ist unser neuer Favorit. Es ersetzt das FritzFon C4, das eine fast ebenso gute, günstigere Alternative bleibt.

1. September 2015

AVM hat heute das FritzFon C5 vorgestellt. Die Neuerungen betreffen vor allem Unterstützung von Smart Home Geräten. So kann man nun auch die Musikwiedergabe steuern und die Bilder einer Türsprechanlage anzeigen lassen. Das C5 soll Anfang 2016 auf den Markt kommen. Sobald es verfügbar ist, werden wir es uns ansehen.

Was bieten schnurlose Festnetztelefone – wegen des Funkstandards auch DECT-Telefone genannt – inzwischen nicht an vielfältigen Funktionen: Man kann sie als Babyfon oder zum E-Mail-Schreiben benutzen, sie empfangen Webradio und rufen RSS-Feeds ab und mit manchen kann man sogar seine Termine verwalten.

Aber mal ganz ehrlich: wenn Sie ein Baby haben, benutzen Sie im Zweifel lieber ein richtiges Babyfon, fürs Musikhören haben Sie sicherlich bessere Geräte – und warum um alles in der Welt würden Sie mit einem schnurlosen Telefon Emails schreiben wollen?

Auch auf die Gefahr hin, eine Selbstverständlichkeit festzustellen: Die Funktion, die ein Festnetztelefon am besten beherrschen sollte, ist das Telefonieren.

Zum einen gehört dazu eine gute Sprachqualität. Hier haben moderne DECT-Telefone inzwischen keine Probleme mehr, was auch die Stiftung Warentest in ihrem Test bestätigt. Im schlimmsten Fall ist die Sprachqualität durchschnittlich, wirklich schlecht schneidet hier kein Modell ab. So weit so gut.

Kontaktverwaltung: Eine Tortur

Um telefonieren zu können, braucht man aber noch etwas anderes: nämlich Telefonnummern. Und die möchte man heute komfortabel speichern, verwalten und aktuell halten. Das kennen wir vom Smartphone und das soll bitte auch beim Festnetz so funktionieren: Einfach die Kontakte vom Computer importieren oder am besten gleich mit dem Adressbuch in der Cloud synchronisieren. Schließlich will man eine neue Telefonnummer nur einmal eintragen und nicht x-mal hintereinander auf verschiedenen Geräten.

Doch was mit dem Smartphone schon lange bestens funktioniert, klappt selbst mit den neuesten Festnetztelefonen noch lange nicht. Gerade bei einfachen Modellen muss man die Telefonnummern nach wie vor wie anno 1985 einzeln und manuell über die fummelige Tastatur des Telefons eingeben. Wer schon einmal mehrere Dutzend Kontakte per Hand eingetragen hat, wird schnell die Lust am Festnetztelefon verlieren.

Dass das bei Telefonen für 30 Euro so ist, geht ja noch in Ordnung, haben wir uns gedacht, bei den teuren Spitzenmodellen funktioniert das sicher komfortabler. Falsch gedacht. Auch hier ist die Kontaktverwaltung noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

Top-Kombination: FritzFon C5 mit FritzBox

Am besten funktioniert die Kontaktverwaltung mit dem FritzFon von AVM, sei es mit dem älteren FritzFon C4 – unserem bisherigen Favoriten – oder dem neuen FritzFon C5. Das gilt aber nur in Verbindung mit einer FritzBox mit DECT-Funktion. Der Router dient dann als Basisstation zum schnurlosen Telefonieren.

Zwar kann das FritzFon weil es ein DECT-Telefon ist auch mit jeder beliebigen DECT-Station betrieben werden, aber dann geht der ganze Komfort der Adressbuch-Verwaltung flöten. Der eigentliche Könner ist hier nämlich nicht das schnurlose Telefon, sondern die DECT-fähige FritzBox mit ihren Software-Funktionen.

Zur Kontaktverwaltung bieten die FritzBoxen zwei Möglichkeiten an: zum einen kann man eine Adressbuchdatei in das Telefonbuch der FritzBox hochladen. Von dort können dann beliebig viele Mobilteile darauf zugreifen.

Aber AVM erlaubt auch die Synchronisation von Adressbüchern in der Cloud. Synchronisiert man seine Kontakte mit seinem Konto bei Google, GMX, Web.de oder 1&1, kann man mit der FritzBox direkt auf die Kontaktdaten zugreifen – so wie es auch das Smartphone macht. Fügt man eine neue Telefonnummer hinzu oder ändert man einen Eintrag, stehen die neuen und geänderten Einträge sofort und automatisch in der FritzBox und allen angeschlossenen Mobilteilen zur Verfügung. Es handelt sich also um eine echte Hintergrund-Synchronisation.

Wer nicht sämtliche Kontakte im Adressbuch des FritzFons haben will, legt einfach eine Gruppe an und synchronisiert nur die. So soll das funktionieren.

Leider nicht ganz perfekt

Bedauerlicherweise gibt es auch bei der Kombination aus FritzBox und FritzFon ein paar Wermutstropfen. Zum einen bietet das Telefonbuch der FritzBox nicht gerade viele Optionen. So wird standardmäßig nach der Kombination »Vorname Nachname« sortiert, wer seine Kontakte lieber nach Nachnamen sortieren möchte, guckt in die Röhre.

Auch Apples iCloud wird von der FritzBox nicht unterstützt. Das lässt sich lösen, indem man seine iCloud-Kontakte einfach zusätzlich zum Beispiel mit einem Google-Konto synchronisiert und dieses dann mit der FritzBox abgleicht. Das funktioniert klaglos und letztlich muss man es nur einmal einrichten, ist aber unnötig umständlich.

Allerdings haben derzeit auch viele Nutzer mit der Synchronisation von Google-Kontakten über die FritzBox Probleme, denn AVM hat offenbar verschlafen, dass Google den Zugriff über die entsprechende Programmierschnittstellen geändert hat. Resultat: die FritzBox kann nicht mehr auf das Google-Konto zugreifen und im Adressbuch des FritzFons herrscht gähnende Leere.

Mit einem Firmware-Update hat AVM das Problem relativ schnell behoben, was vielen Nutzern aber nicht hilft, weil die meisten ihre FritzBox von ihrem Internet-Provider gestellt bekommen – und die unterbinden die Installation neuer Firmwares. In diesem Fall hilft nur eins: geduldig abwarten, bis die Telefongesellschaft das Update von AVM übernimmt und eines frohen Tages auch auf die eigene FritzBox aufspielt.

Eine andere alternative für Apple-Benutzer ist das hervorragende, kleine Dienstprogramm Dial!List. Der Anrufmanager übernimmt nicht nur die Synchronisation mit dem Adressbuch auf dem Mac, hier kann man auch einstellen, ob man die Kontakte nach Vor- oder Nachnamen sortieren möchte. Außerdem werden auf Wunsch Anrufe auf dem Bildschirm des Macs angezeigt.

Unter dem Strich bietet die Kombination aus FritzFon und FritzBox damit immer noch die komfortabelste Kontaktverwaltung, die man zur Zeit haben kann.

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Kommentare

16 Kommentare zu "Das beste schnurlose Telefon"

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Habe ich & bin zufrieden ☺️

(Y)

Ich habs auch und ist super!

find es ok!

ist ggfls wenn überhaupt das neue c5!

Äh Bernd , von wieviel Metern Reichweite schreibst Du ?

Okay ! Aber Du weißt schon das das auch mit der Lage der Fritzbox zu tun hat ?
Da gibt’s einen Reichweiteverstärker
Hat früher auch das alte Gigaset von der Telekom bzw. SIEMENS
Das ging schon heftig weit nur sind diese Frequenzbereiche mittlerweile nicht mehr vergeben und somit nicht mehr erlaubt !
Ich hab mich dazu mal befragt und die Neuen taugen gerade mal um die Ecke 😢

Frage zu FritzFon C5 und FritzBox Ich habe noch eine analoge Nebenstellenanlage an der FritzBox geschaltet für Türsprechstellen zu betreiben die analog laufen.Kann ich diese weiterhin an den FritzFon Geräten annehmen?

Redaktion

Das können wir Ihnen leider nicht mit Gewissheit sagen – technisch spricht aber nichts dagegen.

Christian
Christian

das neue Telefon ist ja SOOOOOO toll! Aber lächerlich das es nicht mal Bluetooth für ein Headset hat. Da ist man mit Kabel noch im 20. Jahrhundert!

Sieht ein bisschen wie ein iPhone aus

wenn dann wie ein ei-phone!

AFERİN

Nick Lu Touch ID oben am Telefon. 😀

Am besten gar kein Festnetz, für was hat man beim Handy alle Flats und billiger als Festnetz

@bernd. Stimmt. Tolles Gerät, aber zum telefonieren nicht zu gebrauchen. Altes gigaset immer noch besser

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