Das beste Smart-Home-System für Sicherheit

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Das beste Smart Home System für den Bereich Sicherheit ist für uns das Gigaset Elements Alarm Kit. Die Sensoren sind solide gebaut, sauber zu befestigen und die Batterien sind leicht wechselbar. So haben Sie ruckzuck ihre individuelle Alarmanlange auf die Beine gestellt. Die einfach gestrickte App verzichtet auf Schnickschnack. So gut und so schnell wie Gigaset Elements Alarm ließ sich keine andere Sicherheitslösung in unseren Alltag integrieren.

Sicherheit in den eigenen vier Wänden ist für viele ein Thema. Die Einbruchzahlen steigen in einigen Gegenden deutlich an und die Polizei kann natürlich nicht vor jeder Haustür patroulieren. Warum nicht eine heimische Alarmanlage mit Sirene, Bewegungsmelder und Kamera installieren?

Früher waren Alarmanlagen eine sündhaft teure Sache, die – vom Elektriker oder Spezialisten installiert – schnell einige tausend Euro kostete. Mit einer Smart-Home-Lösung ist man heute lediglich noch mit einigen hundert Euro dabei, je nach System kommen noch monatliche Kosten von 5 bis 15 Euro dazu.

Wir haben uns neun Smart Home Sicherheitssysteme genauer angesehen und ausführlich getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Gigaset Elements Alarm Kit

Test Smart Home Bewegungsmelder: Gigaset Elements Alarm Kit
Ruckzuck ist mit unserem Favoriten eine Alarmanlage aufgesetzt.

Das Gigaset Elements Alarm Kit hat uns unterm Strich am besten gefallen. Es funktioniert als Sicherheitssystem einwandfrei, bietet vielfältige Möglichkeiten zum Aufbau, ist aber trotzdem im Handumdrehen installiert und auch die App ist vorbildlich einfach und übersichtlich gestaltet. All das bekommt man für einen relativ geringen Paketpreis von 230 Euro und günstige Abo-Gebühren von 10 bis 20 Euro pro Jahr.

Im Gegensatz zu anderen Smart-Home-Systemen ist es allerdings eine Insel-Lösung, das heißt, es kann nicht mit Sensoren und Aktoren ergänzt werden, die sich um Lichtsteuerung (Ambiente) oder Wärme (Thermostate, Jalousien, etc.) kümmern. Wenn Sie Ihre Sicherheitslösung um solche Anwendungen erweitern wollen, sind unsere Alternativen besser geeignet.

Ausbaufähig

Telekom SmartHome Starter Paket 24M

Test Smart Home Bewegungsmelder: Telekom SmartHome Starter Paket 24M
Ausbau-Meister mit unendlichen Optionen aber auch höherer Komplexität.

Das Magenta Smart Home der Telekom kann um zahlreiche Sensoren und Aktoren erweitert werden, auch solche von Fremdanbietern. Die Auswahl ist deshalb so groß, weil neben dem Funkprotokoll ZigBee auch die Standards Bluetooth Low Energy, DECT ULE, HomeMatic und HomeMatic IP integriert sind.

Unsere Magenta Alarmanlage mit Sirene, Bewegungsmelder, Kamera, Wassermelder und Türkontakt konnten wir in der App über die Alarm-Funktion ruck zuck in Betrieb nehmen. Für das Einsteiger-Paket mit Basis und zwei Türkontakten sind 140 Euro fällig, hinzu kommen allerdings noch monatliche Kosten von 4,95 Euro.

Auch gut

tapHOME GSM Starterkit A1

Test Smart-Home-System für Sicherheit: TapHome GSM Starterkit A1
Spezialist für Boot, Caravan oder Bungalow. Hohe Ausfallsicherheit - keine Internet-Anbindung nötig.

Sehr gut gefallen hat uns auch tapHOME. Dieses Alarm-Kit mit mächtiger Outdoor-Sirene kann im 12-Volt-Betrieb unabhängig vom Stromnetz und von der heimischen Internetanbindung betrieben werden. Dadurch ist tapHOME ideal für Wohnmobile, Boote oder Bungalows ohne Internet Router. Nachteil: Eine Kamera kann nicht eingebunden werden.

Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Bedienung mittels SMS, doch ein Grund sich tapHOME deshalb nicht zu kaufen, ist das nicht.

Gut & günstig

Smartfrog Cam

Eine günstige Mini-Lösung ist Smartfrog. Für kleines Geld und ein monatliches Abo ab 6 Euro stellen Sie sich eine einzige Kamera in die Wohnung. Die erkennt Bewegungen und Geräusche, kann bei Nacht sehen und hat Mikrofon und Lautsprecher integriert.

Die Smartfrog-Kamera zeichnet bei Bewegung Videos auf und sendet Push-Nachrichten auf ihr Telefon. Das können andere Sicherheitskameras auch: Bei Smartfrog hat uns die simple Fokussierung auf diesen einen Zweck und die zeitsparende Steuerung in der App und im Browser gefallen. Den Preis ab sechs Euro im Monat für die Aufbewahrung länger als 24 Stunden fist allerdings deutlich teurer als bei unserem Favoriten.

Vergleichstabelle

TestsiegerAusbaufähigAuch gutGut & günstig
Modell Gigaset Elements Alarm Kit Telekom SmartHome Starter Paket 24M tapHOME GSM Starterkit A1 Smartfrog Cam devolo HomeControl Starter Paket Somfy Tahoma D-Link Home Starter Kit Medion Smart Home Starter Set Bosch Smart Home Starter Set
Test Smart Home Bewegungsmelder: Gigaset Elements Alarm KitTest Smart Home Bewegungsmelder: Telekom SmartHome Starter Paket 24MTest Smart-Home-System für Sicherheit: TapHome GSM Starterkit A1Test Smart Home Bewegungsmelder: Smartfrog CamTest Smart-Home-System für Sicherheit: devolo HomeControlTest Smart-Home-System für Sicherheit: Somfy TahomaTest Smart-Home-System für Sicherheit: D Link HomeTest Smart-Home-System für Sicherheit: Medion Smart HomeTest Smart-Home-System für Sicherheit: Bosch Smart Home Set
Pro
  • Schnell Einsatzbereit
  • Einfacher Batteriewechsel
  • Solide Verarbeitung
  • Einfache App
  • Monats- oder Jahresabo
  • Erweiterbar auf Wärme und Licht
  • Fremdhersteller/Funkprotokolle integrierbar
  • eQ-3 Sensoren in Profi-Qualität (Outdoor)
  • Alarmsystem in App vorbereitet
  • Funktioniert ohne Router/Internet
  • Ohne Cloud-Speicher und ohne Abo
  • Flexibel durch 12-Volt-Betrieb (Option)
  • Schnell einsatzbereit
  • Timeline und Zeitraffer
  • Abo monatlich kündbar
  • Freies Baukastenprinzip
  • Starter-Kit relativ günstig
  • Umfangreiches Sortiment
  • Kein Abo nötig
  • Sehr günstig
  • Viele Komponenten zu angemessenem Preis
  • Relativ flexibel einsetzbar
  • Einige Fremdgeräte sind kompatibel
  • Viel Angebot
Contra
  • Nicht erweiterbar auf Wärme
  • Keine anderen Lösungen integrierbar
  • Im Ausbau hohe Komplexität
  • Längerfristige Abos
  • Keine Kamera möglich
  • Nicht erweiterbar auf Wärme und Licht
  • Keine anderen Lösungen integrierbar
  • Weiterer Mobilfunk-Vertrag nötig
  • Nicht erweiterbar auf Wärme und Licht
  • Keine anderen Lösungen integrierbar
  • Zusammenstellen ist komplex
  • Fehlalarme waren häufig
  • Mangelndes Feedback
  • Sehr teuer
  • Komplexe App
  • Nur Netzbetrieb möglich
  • App ist nicht sehr umfangreich
  • Qualitativ nicht so gut wie der Testsieger
  • Insgesamt nicht gut durchdachtes System
  • Relativ teuer
  • App funktioniert nicht zuverlässig
Bester Preis
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So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns neun Smart-Home-Systeme verschiedener Anbieter beschafft und ausführlich getestet.

Die Systeme von Devolo und D-Link sind schon seit Oktober 2015 im Einsatz, Devolo in Carport und Garage, D-Link im Haus. Im Wohnhaus inmitten des familiären Trubels mit zwei Kindern tummelten sich dann im Sommer 2017 wechselnd jeweils für mehrere Wochen die anderen von uns getesteten Smart-Home-Systeme. Mit dabei waren insgesamt neun Systeme von D-Link, Devolo, Somfy Tahoma, Medion, Magenta SmartHome, tapHOME, Smartfrog, Bosch SmartHome und Gigaset.

Alle Smart Home-Sets im Test (tapHOME, Smartfrog fehlen).
Smart Home-Sets im Test (tapHOME und Smartfrog sind nicht auf dem Bild).

Der Umfang an Sensoren/Aktoren war je nach Set sehr unterschiedlich groß: Während Medion in seinem Smart Home Starter Set für Fortgeschrittene gleich mal 12 Komponenten plus Zentrale schickte, war bei Somfy gerade mal ein Bewegungsmelder und ein Türkontakt dabei. Die Telekom schickte uns sieben Geräte plus Zentrale, darunter ein Wassermelder.

Bei TapHome war die Zentrale, eine große Sirene für draußen, ein Bewegungs- und Rauchmelder, das Keypad für die Haustür und ein Schlüsselanhänger dabei. Bosch schickte nur einen Türkontakt, der leider defekt war, einen Zwischenstecker und ein Thermostat, was für sinnvolle Tests nicht ausreichte.

Smart Home: Was ist das?

Wenn in einem Haushalt Haushalts- und Multimediageräte interagieren und zentral ferngesteuert werden können, nennt man das Smart Home. Alltagsvorgänge können damit automatisiert werden und auch Geräte-Einstellungen, wie Heizung und Licht können per Smartphone oder PC den individuellen Bedürfnissen angepasst werden.

Einsetzen können Sie Smart Home, um Ihren Alltag komfortabler zu machen, indem Steuer- und Überwachungstätigkeiten abgegeben werden und Sie somit mehr Freiheiten haben.

Smart Home kann in alle Lebensbereiche integriert werden

Anwenden können Sie die Systeme in verschiedenen Bereichen: Haushaltsgeräte, Beleuchtung, Wärme, Sicherheit und Multimedia – wenn Sie wollen, funktioniert das alles bald voll automatisch.

Technisch funktioniert Smart Home durch die Verbindung von elektrischen Geräten (Aktoren) mit Sensoren und Schaltern in einem Netzwerk. Die Sensoren und Aktoren können miteinander kommunizieren und Sie als Nutzer können bestimmte Verhaltensregeln aufstellen.

Licht an und Thermostat auf 20 Grad, wenn jemand die Wohnungstür betritt, wäre da ein Beispiel. Oder aber: Sirene auf Alarm und Push-Nachricht ans Telefon, wenn Fensterkontakt auf Offen und Zeit zwischen 18:00 und 9:00 Uhr.

Gigaset Smart Home, Fokus Sicherheit
Gigaset Smart Home mit Fokus auf Sicherheit.

Das Herzstück des Ganzen ist die jeweilige Smart Home App, in der solche mehr oder minder komplexen Szenarien eingerichtet werden. Daher war es uns wichtig, dass die App gut bedienbar ist und stabil arbeitet.

Die Qual der Wahl: Das passende System

Kein Smart Home System funktioniert ohne die passende Zentrale. Wenn Sie sich etwa ein kleines Alarmsystem bestehend aus Sirene, Bewegungsmelder und Tür/Fenster-Kontakt installieren möchten, dann müssen Sie diese Komponenten von einem Hersteller kaufen – nebst passender Zentrale.

Es existieren unterschiedliche Funk-Standards unter den Anbietern, daher ist ein bunter Austausch verschiedener Geräte unter einer Zentrale nicht die Regel. Eine Ausnahme ist das Magenta Home der Telekom oder Bosch Smart Home. Bei ihnen können auch bestimmte Aktoren der Konkurrenz eingesetzt werden, etwa Philips Hue, Osram Lightify oder D-Link.

Vor dem Kauf gut informieren

Es bietet sich daher für den Start an, zuerst nach dem besten System zu schauen, denn die Zentrale, für die Sie sich am Anfang entscheiden, legt fest, welche Sensoren und Aktoren Sie in Zukunft kaufen und einsetzen können.

Frust vermeiden

Sie sollten trotz technischer Euphorie bedenken: Je mehr Sensoren/Aktoren und ineinander verwobene Verhaltensregeln Sie aufsetzen, umso höher werden die Chancen für Störungen und Fehler. Da kann schnell Frust entstehen.

Aus zweijähriger Erfahrung wissen wir: Die Realität ist viel komplexer als das, was man mit übersichtlichen Regeln für Bewegungsmelder, Türkontakt, Kamera und Sirene einstellen kann.

devolo Web: viele Geräte, komplexe Regeln
Devolo Web: viele Geräte, komplexe Regeln

Tun Sie sich also einen Gefallen und gehen Sie das Thema Smart Home mit wenigen Geräten und Regeln an. Bauen Sie sich eine Minimal-Alarmanlage, die nur eine einfache Überwachung ausübt. Wenn es gut läuft und die Familie sich daran gewöhnt hat, dann können Sie immer noch erweitern.

Smart Home im Test

Testsieger: Gigaset Elements

Das beste Smart Home System für Sicherheit fürs eigene Zuhause ist für uns das Gigaset Elements Alarm Kit. Das liegt vor allem daran, dass das Set leicht zu installieren und einfach zu bedienen ist und darüber hinaus zuverlässig funktioniert.

Testsieger

Gigaset Elements Alarm Kit

Test Smart Home Bewegungsmelder: Gigaset Elements Alarm Kit
Ruckzuck ist mit unserem Favoriten eine Alarmanlage aufgesetzt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Smart-Home-Lösungen verzichtet Gigaset darauf, eine Allround-Lösung für alles und jeden Einsatzzweck sein zu wollen. Heizungs-, Licht- und Entertainment-Steuerung gibt es hier nicht. Das hat den Vorteil, dass das System weniger komplex bei Installation und Bedienung ist, aber den Nachteil, dass man es eben nicht erweitern kann. Auch andere Testkandidaten, namentlich tapHOME und Smartfrog, bieten solche Insel-Lösungen an, aber nicht so ausgereift wie unser Favorit.

Durch die Spezialisierung auf den Bereich Sicherheit ist Gigaset Elements sehr einfach und komfortabel zu installieren und zu bedienen. Das reicht von der App-Oberfläche bis hin zur Installation der Komponenten. Kein anderes Smart Home konnten wir so schnell installieren und es im Alltag benutzen. Während andere Lösungen noch durch Fehlalarme nervten oder durch Bedienfehler nicht einsatzfähig waren, machte Gigaset Elements einfach zuverlässig seinen Job. Auch die Familie hatte nach zwei Tagen verstanden, wie der Alarm aktiviert und deaktiviert wird.

Gigaset punktet mit einer Insel-Lösung

Gigaset Elements kann innerhalb des Themas Sicherheit vielseitig eingesetzt werden. Smart-Home-Sensoren (Bewegung, Rauch, etc.) und Aktoren (Sirene, Taster, etc.) sind beliebig kombinierbar, wodurch eine individuelle Sicherheitslösung für das kleine Budget entsteht.

Zweiter Unterschied ist der DECT-Funkstandard, bekannt durch schnurlose Telefone: Gigaset ist der einzige Anbieter, der sein Smart Home über DECT-ULE (Ultra Low Energy) funken lässt. Der Nachteil: Fremdgeräte sind nicht integrierbar.

Außerdem handelt es sich bei Gigaset um ein cloudbasiertes System, die Logfiles und vor allem die Aufzeichnungen der Kamera werden auf dem Gigaset-Server abgelegt. Das kann man mögen oder nicht. Wer Videos oder Fotos bei einem Alarm, einer Bewegung oder beim Nachhausekommen aufzeichnen will, der muss für jährlich 10 bis 20 Euro ein Abo dazu buchen.

Mit diesem Abo erhöht sich auch die Speicherzeit auf dem Server. Ohne Abo liegt die bei nur zwei Tagen und eine Aufzeichnung bei einem Alarm ist gar nicht möglich. Wer Gigaset Elements effizient betreiben will, der kommt um das Abo nicht herum.

Komponenten

Alle Komponenten des Gigaset Elements-Sets sind kompakt gebaut und durch den Batteriebetrieb (außer Webcam und Sirene) flexibel in Haus oder Wohnung einsetzbar. Die Bauteile sind allerdings nicht wetterfest, sie dürfen also nur im Inneren des Hauses eingesetzt werden.

Das Set besteht aus sechs Komponenten: Einmal die netzbetriebene Alarmzentrale, die am heimischen Router angebunden ist. Per DECT-Funk spricht sie mit den anderen Geräten und dient als Schnittstelle für die App.

Der Gigaset Elements Motion Bewegungssensor ist batteriebetrieben und sehr kompakt. Den Elements Door Türsensor klebt oder schraubt man an die Haustür. Er ist einteilig und ebenfalls batteriebetrieben. Die Funksteckdose dient als Zwischenstecker und schaltet an ihr angeschlossene Geräte oder Lichter an oder aus. Ähnlich wie der Türsensor funktioniert auch der Fenstersensor. Er erkennt, wenn das Fenster geöffnet oder gekippt ist. Der Elements Smoke Rauchmelder meldet sowohl Rauch als auch bei einem Ausfall der Zentrale durch einen schrillen Alarmton. Als letztes Modul ist noch eine Kamera im Paket.

Bedienung

Die Gigaset App zeigt das, worauf es beim Thema Sicherheit ankommt: »All is good», steht dort, nachdem wir Bewegungs-, Fenster- und Türsensor sowie Schalter, Sirene und Kamera installiert hatten.

Die einfach aufgebaute App verzichtet auf Komplexität, spielt dafür aber ihre Stärken beim Thema Sicherheit voll aus. So gut und so schnell wie Gigaset Elements ließ sich kein anderes Smart-Home-System in unseren Alltag integrieren.

Die Kamera zeigt ein Bild von unserem Flur und schießt auf Wunsch ein Foto der Hereinkommenden. Wenn jemand kommt, meldet das der Türsensor und der Bewegungsmelder. Die App erstellt ein Zeitprotokoll über Bewegungen im Flur und über das Öffnen der Tür.

Auf Wunsch vibriert das Smartphone auch jedes Mal – so weiß Papa, jetzt ist Töchterchen wieder daheim. So soll Smart Home gehen.

Gigaset Elements Sirene für die Steckdose.
Gigaset Elements Sirene für die Steckdose.

Mit Gigaset Elements haben wir in kürzester Zeit unser eigenes Alarm- und Kontrollzentrum installiert. Das Smartphone vibriert, wenn jemand das Haus betritt und über die App sehen wir, ob wir das Wohnzimmerfenster auch wirklich geschlossen haben oder ob es noch gekippt ist.

Das alles macht aber erst wirklich Sinn, wenn auch noch eine Sirene und ein Schalter zum Scharfschalten und Deaktivieren des Alarms vorhanden sind. Aus diesem Grund hatten wir ein komplettes Set installiert.

Einfache Installation und komfortable App-Bedienung

Praktisch sah das so aus: Beim Verlassen des Hauses drücken wir den Schalter, der auch versteckt angebracht werden kann, zweimal kurz. Damit ist der Alarm aktiv. Beim Betreten des Flures haben wir dann fünf Sekunden Zeit, um mit einem langen Tastendruck, den Alarm wieder abzustellen. Das hatten alle schnell raus – bis auf den Nachbarn, der die Katze füttern sollte und nicht bescheid wusste. Dem haben wir einen tüchtigen Schrecken eingejagt.

Bewegungs-Sensor

Der Elements-Bewegungssensor ist mit 10,5 Zentimetern Durchmesser an der Frontseite einer der größten im Testfeld. Devolo und Medion haben, ebenfalls batteriebetrieben, kleinere Sensoren im Angebot. Wirklich unauffälliger sind sie jedoch auch nicht.

Durch einen Sockel kann der Motion-Sensor an der Decke oder in einer Ecke angebracht werden, wo er den kompletten Raum erfasst.

Zum Wechsel der Batterie muss der Sensor nicht abgenommen werden. Sie steckt hinter einer Blende an der Frontseite, die mit Druck auf zwei Haltenasen einfach herausgenommen wird.

Das einfache Wechseln der Batterie ist keine Selbstverständlichkeit, bei den kleinen Bewegungsmeldern von Devolo müssen wir sehr vorsichtig Haltenasen drücken, damit nichts abbricht.

Nachteile

Jede Smart-Home-Lösung hat auch ihre Schwächen. Gigaset hat sie dort, wo der Wunsch nach weiteren Sensoren und Funktionen besteht. Glasbruch/Erschütterung, Thermostat, Wetter/Klima, Licht – Fehlanzeige. Ein Lichtblick ist aber in Sicht: In Kürze sollen immerhin die Leuchtmittel von Philips Hue integrierbar sein.

Bastler und fortgeschrittene Nutzer werden den fehlenden Expertenmodus in der App bemängeln, sie werden feinere Abstimmungen suchen aber nicht finden. Hier geht es beispielsweise darum, die Feiertage eines Landes in die Regeln einzubeziehen.

Das Abo ist nötig – aber preiswert

Fortgeschrittene Nutzer werden es auch sein, die in verschiedenen Gebäuden oder Wohnungen mehrere Zentralen einrichten wollen. Dieser Multibase-Support funktioniert aber nicht, eine App empfängt immer nur Nachrichten einer Zentrale. Hier müsste sich der Nutzer ständig ein- und ausloggen, das ist unpraktisch.

Gigaset: Batterie Lebensdauer je Sensor unterschiedlich
Gigaset: Batterie Lebensdauer je Sensor unterschiedlich

Wer Gigaset Elements als Alarmanlage betreiben will, der kommt um ein Abo nicht herum, nur damit werden Videos bei Alarm aufgezeichnet. Die Preise sind mit jährlich 9,99 bis 19,99 Euro jedoch moderat und alles andere als unüblich für die Branche.

Der Batteriebetrieb ist ein systembedingter Nachteil, der – bis auf D-Link WiFi – für alle Smart-Home-Lösungen gilt. Netzbetrieben sind immer nur die Sirenen, die Zentralen, die Zwischenstecker und die Kameras.

Gigaset Elements im Testspiegel

Gigaset Elements gibt es jetzt schon seit 2014, entsprechend gibt es schon einige Tests zu dem System.

Im jüngsten Vergleichstest des Computermagazins c’tloben die Tester die einfache Installation und die »schön gestaltete App«. Kritisiert wird dagegen, dass es nur wenige Sensoren gibt – und diese mit relativ teuren 3-Volt-Batterien bestückt werden müssen (03/2017) .

Michael Link von der Computer Bild sah in seinem Test neben Vorteilen auch Nachteile (11/2013):

»Mit Gigaset Elements Safety erfassen Sie einfach Aktivitäten in Ihrer Wohnung, ohne gleich eine richtige Alarmanlage zu installieren. […] Gigaset Elements Safety informiert sicher über Aktivitäten daheim. Vor Einbruch schützt das System jedoch nicht perfekt: Es reicht ein Stromausfall, und die Basis bleibt stumm.«

Frank-Oliver Grün von Digitalzimmer ist wie wir von der Einfachheit begeistert (04/2015):

»Wer schnell und einfach seine Wohnung überwachen will, ist bei Gigaset Elements trotzdem an der richtigen Adresse. […] Mit Gigaset Elements kommt […] jeder klar, der ein Smartphone bedienen und einen Sensor an Fenster oder Tür kleben kann. Fehlalarme kamen im Test kein einziges Mal vor – richtige Profileinstellung vorausgesetzt.«

Toms Hardware hat Smart-Home-Systeme unter dem Sicherheitsaspekt getestet und stellt fest, dass sich die meisten von ihnen hacken lassen. Allerdings ist der Test nun schon über drei Jahre alt (06/2014).

Dennoch schnitt Gigaset Elements in diesem Test sehr gut ab, es ließ sich bis auf eine Lücke bei der Verbindung zum Update-Server nicht hacken. Doch auch diese Lücke wurde schon damals geschlossen.

Alternativen

Auch wenn das Insel-System von Gigaset für uns das beste Smart Home Alarmsystem ist, gibt es für einige Anwendungen gute Alternativen.

Ausbaufähig

Telekom SmartHome Starter Paket 24M

Test Smart Home Bewegungsmelder: Telekom SmartHome Starter Paket 24M
Ausbau-Meister mit unendlichen Optionen aber auch höherer Komplexität.

Bei der Telekom erwirbt man ein Smarthome Paket: Dafür sind 4,95 Euro monatlich und für das Einsteiger-Paket mit Basis und zwei Türkontakten einmalig 140 Euro fällig.

Die Zentrale kann mit zahlreichen Sensoren und Aktoren erweitert werden, auch solchen von Fremdanbietern. Wir hatten eine kompatible IP-Sicherheitskamera von D-Link im Einsatz (DCS-2132L). Die Auswahl an Komponenten ist beträchtlich, weil neben dem Funkprotokoll ZigBee auch die Standards Bluetooth Low Energy, DECT ULE, HomeMatic und HomeMatic IP unterstützt werden.

Magenta Smarthome: Sensoren und Aktoren im Test.

Dadurch ist die Auswahl an Herstellern groß: Telekom-Partner wie Qivicon bzw. eQ-3 HomeMatic stehen natürlich an erster Stelle, dann folgen Philips Hue, Osram Lightify, Bosch oder D-Link. Die App zeigt dazu einen großen Katalog von Fremdgeräten aber auch einen Shop mit den eigenen Modellen.

Mit den Details der einzelnen Funkstandards müssen Sie sich als Nutzer Gottseidank nicht beschäftigen. Die Smarthome App schlägt einfach kompatible Geräte vor, die auch gleich via App bestellt werden können.

Unsere selbstgebaute Magenta Alarmanlage mit Sirene, Bewegungsmelder, Kamera, Wassermelder und Türkontakt konnten wir in der App über die Alarm-Funktion ruckzuck in Betrieb nehmen. Daneben können, wie in jeder SmartHome App, zeitgesteuerte Regeln aufgesetzt werden – etwa »Schalte Zwischenstecker an, wenn zwischen 20:00 und 6:00 Uhr Bewegung im Hausflur.« Die App sorgt im Falle eines Alarms für eine markante Benachrichtigung mit Alarm-Sound, Hinweis am Bildschirm und Vibration.

Der Vorteil von Magenta Smart Home gegenüber TapHome, Gigaset und Smartfrog: Magenta kann auf Wunsch mit Komponenten für die Licht- oder Heizungssteuerung erweitert werden.

Mit einem versteckten Funktaster oder alternativ der Fernbedienung könnten zum Beispiel die Kinder die Alarmanlage beim Heimkommen deaktivieren. Der Kombinierbarkeit von Aktoren und Sensoren sind keine Grenzen gesetzt.

Für eine schnelle Setup-and-Forget Sicherheitslösung eignet sich Magenta Smarthome aber nur bedingt. Von Seiten der App hat sich die Telekom viel Mühe gegeben, um die Komplexität zu reduzieren und sowohl übersichtliche wie verzahnte Regeln und Szenarien aufzubauen. Das Aufsetzen eines Alarm-Systems ist zum Beispiel automatisiert. Für alles andere muss man sich aber durch Regeln und Szenarien klicken, was mit steigender Komplexität schnell überfordert.

Das Starter-Set besteht aus der Homebase und Zwei Tür- bzw. Fenterkontakten. Zusätzlich kann man einen batteriebetriebenen Rauchmelder, eine Innensirene, einen Bewegungsmelder, einen Wassermelder, der auch Outdoor betrieben werden kann und eine Kamera integrieren.

Auch gut

tapHOME GSM Starterkit A1

Test Smart-Home-System für Sicherheit: TapHome GSM Starterkit A1
Spezialist für Boot, Caravan oder Bungalow. Hohe Ausfallsicherheit - keine Internet-Anbindung nötig.

Was tun, wenn der Strom ausfällt und die Internetverbindung gekappt wird? Wie schütze ich Wohnmobil, Hausboot oder Bungalow? Hier kommt tapHOME ins Spiel, allerdings ohne Kamera-Baustein.

Das Alarm-Kit mit der mächtigen Outdoor-Sirene kann mit 12-Volt unabhängig vom Stromnetz und von der heimischen Internetanbindung betrieben werden. Das macht tapHOME ideal für Wohnmobile, Boote oder Bungalows. Eine Internetverbindung wird nicht benötigt, nur ein GSM-Signal (Mobilfunk).

TapHome: SMS Info
tapHOME: SMS Info.

Die Basis funktioniert wie ein Mobiltelefon mit der SIM-Karte eines Anbieters. Sie schickt im Falle eines Alarms SMS an hinterlegte Nummern. Diese Mobilfunk-Kosten sind dann die einzigen laufenden Kosten der Anlage.

tapHOME schickt Ihnen SMS, Sie schicken tapHOME SMS mit bestimmten Codes für das Setup oder für das Ab- oder Scharfschalten der Anlage. Keine Angst, Sie müssen nicht vor der Haustür stehend erstmal eine SMS an die Anlage schicken.

Dafür gibt es zwei Fernbedienungen für den Schlüsselbund und auch einen Zahlenblock, der neben die Tür geklebt wird. Damit schalten Sie die Anlage bei Ihrer Heimkehr aus.

Die Fernbedienungen haben zudem einen Panik-Button, damit können sich daheimgebliebene Familienmitglieder, beispielsweise die Kinder, bemerkbar machen.

Nun kann der Nutzer nicht ständig irgendwelche Konfigurationscodes in SMS tippen – das übernimmt die tapHOME-App. Insgesamt ist die Bedienung über die SMS-Schnittstelle gewöhnungsbedürftig. Die hohe Mobilität, Ausfall- und Störungssicherheit sind es aber vielleicht wert, sich an diesen etwas geringeren Komfort zu gewöhnen.

Das tapHOME-System besteht aus einer Zentrale, die für die SMS an Ihr Smartphone zuständig ist. Außerdem gibt es die Easyplug Funksteckdose, diese funkt per Z-Wave mit der Zentrale. Der batteriebetriebene Rauchmelder macht sich durch eine eingebaute Sirene bemerkbar. Ziffernblock, Fensterkontakt, Fernbedienung und die große Außensirene gehören ebenfalls zum Portfolio von tapHOME.

Gut & günstig

Smartfrog Cam

Smartfrog ist eine simple Lösung, die aus nur einer Kamera besteht: Sie ist Überwachungskamera [Tag/Nacht], Babyphone und Cloud-Videospeicher in Einem. Für 150 Euro plus monatliche Abogebühren ab 6 Euro holen Sie sich damit eine einfach installierbare Mini-Lösung ins Haus. Es ist aber auch möglich, für jeden Raum eine eigene Kamera installieren.

Smartfrog erkennt Bewegungen und Geräusche, kann bei Nacht sehen und hat Mikrofon und Lautsprecher integriert. Sie zeichnet bei Bewegung Videos auf und sendet Push-Nachrichten auf Ihr Telefon. Das können andere Sicherheitskameras auch, beispielsweise unser Testsieger bei den Outdoor-Überwachungskameras, Netgear Arlo oder die neue Logitech Circle 2.

An Smartfrog hat uns die simple Fokussierung auf diesen einen Zweck und die zeitsparende Steuerung in der App und im Browser gefallen. Sie können Zeitraffer-Videos von den Mitschnitten erstellen und auf Ihren PC herunterladen. Zudem können Sie für die Bewegungserkennung einen Bereich im Blickfeld der Kamera festlegen.

Smartfrog ist nur für den Inneneinsatz gedacht, die Kamera kann an die Wand geschraubt und flexibel in alle Richtungen ausgerichtet werden. Oder Sie stellen sie einfach mit dem schweren Standfuß auf den Wohnzimmerschrank.

Den Preis ab sechs Euro im Monat für die Aufbewahrung der Videos länger als 24 Stunden ist zwar noch vergleichweise moderat, unser Testsieger Gigaset Elements kommt mit Jahresabo aber deutlich günstiger.

Außerdem getestet

devolo HomeControl Starter Paket

Devolos HomeControl verbrachte die längste Zeit beim Tester, ganze zwei Jahre. Gute Erfahrungen mit dem System konnten wir dabei nicht machen, was weniger an den einzelnen Sensoren/Aktoren lag, sondern vielmehr an der Komplexität des Systems.

Devolo verkauft ein offenes Baukasten-Prinzip, aber auch Kits für bestimmte Anwendungszwecke. Dahingehend sind App und Web-Oberfläche konzipiert: Von Null startend kann sich der Anwender Regeln erstellen und diese zu Szenarien zusammenfassen.

Wer sich auf dieser Basis mit Bewegungsmeldern, Sirenen, Türkontakten und Schlüsselanhänger-Fernbedienung eine Alarmanlage zusammenstellen will, der wird mit etwas Trial-And-Error-Erfahrung und Durchhaltevermögen auch zum Ziel kommen.

In unserem Fall stand leider der Frust-Faktor an erster Stelle. Zuerst klappte das Anlernen diverser Sensoren nicht. Später häuften sich Fehlalarme von Bewegungs- oder auch Wasser-Sensor. Der im Haus angebrachte Taster hatte eine zu geringe Reichweite (Z-Wave), das Signal schaffte es nicht bis zur Garage.

Der Rauchmelder funktionierte als solcher zuverlässig, setze aber auch beim Sägen von Holz die Sirene in Gang, als wir ihre Existenz schon gar nicht mehr auf dem Plan hatten.

Weiterhin mangelte es uns an Feedback: Ein Druck auf das oberste Knöpfchen der Schlüsselbund-Fernbedienung schaltet die Alarm-Regel scharf. Schön und gut, aber kein fröhliches Piepen der Sirene meldet diese Statusänderung an den Nutzer. Ist sie nun an oder nicht? Wenn wir deshalb ständig auf die Weboberfläche schauen müssen, um uns zu vergewissern, dann ist der Frust mit dem System vorprogrammiert.

Unter der Marke Tahoma steht eine extrem umfangreiche Smart Home Lösung zur Verfügung, die von der Fensterläden-Steuerung, über Licht, Sicherheit, Komfort und Heizung alles Erdenkliche abdecken kann. Das birgt viel Potenzial für umfassende Installationen, die nicht nur den Bereich Sicherheit abdecken.

Tahoma ist allerdings sehr teuer. Wir empfehlen es allen, denen Geld egal ist und die ihr Haus in Großprojekt-Manier auf Smart Home umrüsten wollen.

Somfy Tahoma Web: schnell geht der Überblick verloren
Somfy Tahoma Web: schnell geht der Überblick verloren.

Aktuell ist der Hersteller auf dem Weg, Produkte für den Do-it-Yourself-Markt auf den Weg zu bringen. Dann kann die Steuerung der Jalousien locker mit einem Alarm-System als Sirene, Türkontakt, Bewegungsmelder und Kamera verknüpft werden.

Allerdings bringt das einen Grad an Komplexität, der in App und Web-Oberfläche sichtbar wird. 1-2-3 Klicks und Go? Mitnichten, wir wussten nicht so richtig, was wir mit der komplexen App anfangen sollen.

D-Link fährt mit IP-Sensoren einen simplen Ansatz: Nutzer brauchen weder eine spezielle Zentrale noch ein Bezahl-Abo für die Cloud-Speicherung der Alarm-Videos. Deshalb ist D-Link fast schon ein Spar-Tipp: Den Home Wi-Fi Motion Sensor DCH-S150 beispielsweise gibt es schon ab 29 Euro (Variante S150/E). Sie brauchen nur noch ihren heimischen Router und ihr Smartphone.

Der D-Link Bewegungsmelder kommt einfach in die Steckdose und braucht keine Batterien, das lästige regelmäßige Wechseln entfällt. In Kombination mit der ebenfalls Steckdosen betriebenen Sirene und der Kamera hätten sie sich günstig ein einfaches Alarm-System installiert, oder nicht?

Empfehlenswert finden wir D-Links IP-Geräte nicht: Durch die Abhängigkeit von der Steckdose ist die Flexibilität stark eingegrenzt. Schwerwiegender war für uns aber: Die App hat für ein Alarm-System wenig auf dem Kasten, eine brauchbare Timeline der Aufzeichnungen gibt es nicht, ganz zu schweigen von Zeitraffer-Funktionen.

Weiterer Nachteil: D-Links IP-Ansatz ohne Zentrale ist nicht auf Wärme und Licht erweiterbar. Schon wenn Sie den D-Link Rauchmelder haben möchten, dann müssen sie den Z-Wave basierten D-Link Hub kaufen.

Medion Smart Home Starter Set

Medion schickte uns das Starter Set P85755 (MD 90755): Für 350 Euro gibt es 11 Bauteile, vom Bewegungs- und Rauchmelder über einen Erschütterungssensor bis hin zu vier Tür- und Fensterkontakten.

In Relation zur Menge der Komponenten ist der Preis gar nicht mehr so gewaltig, bei Gigaset bezahlen wir auch 250 Euro für sechs Komponenten plus Zentrale. Letztere ist die kleinste im Test. Bis auf Kamera und Leuchte werden alle Sensoren/Aktoren mit Batterien betrieben und sind somit flexibel einsetzbar.

Die Medion-Sensoren sind nicht so hochwertig gebaut wie die von Gigaset. Die Komponenten des Sets für Fortgeschrittene funktionieren bis auf die Tür-Fensterkontakte problemlos.

Letztere fallen durch ihre flexible aber wackelige Klettband-Befestigung aus der Rolle. Zudem ließen sich zwei der Sensoren nicht korrekt einrichten – für sie war das Fenster offen, obwohl es geschlossen war.

Im Gesamtblick über alle Komponenten wirkt das Medion-Set lieblos zusammengestellt und nicht bis ins Detail durchdacht.

Bosch Smart Home Starter Set

Bosch schickte uns seinen Smart Home Controller, eine Zentrale nebst Funksteckdose und einen Schließ-/Öffnungssensor. Ein Bewegungsmelder war gar nicht dabei, wohl hat der Anbieter aber einen solchen im Angebot. Der soll mit Algorithmus zur Bewegungserkennung sogar zwischen Kleintieren, Hausbewohnern und Einbrechern unterscheiden können. Das soll Fehlalarme vermeiden. Schade, das hätten wir uns gerne angesehen.

Bosch App: Aktualisierung notwendig - Es ist kein Update verfügbar
Bosch App: Aktualisierung notwendig – Es ist kein Update verfügbar.

Bosch setzt auf Funkbus (2,4 GHz) und schließt Fremdgeräte nicht komplett aus. Phillips Hue ist beispielsweise ansteuerbar. Der Hersteller selbst hat jede Menge Sensoren im Angebot, etwa Außenkamera, Zwischenstecker, Rauchmelder oder Heizkörperthermostate. Preislich ist Bosch erhöht angesiedelt. Der Bewegungsmelder allein kostet 72 Euro.

Mit der Bosch App vermochten wir uns nicht anzufreunden, wir konnten sie schlichtweg nicht starten. Es ist ein Update notwendig stand dort, gleich um im nächsten Schritt zu bemerken, es stünden keine Updates zur Verfügung.

Hinzu kann ein Schließ-/Öffnungssensor, der sich einfach nicht an der Zentrale anlernen ließ. Kein gutes Look & Feel für Bosch, da können wir weder eine fundierte Empfehlung noch eine Warnung aussprechen.

Ausblick: Sprachsteuerung mit Alexa & Co.

Spätestens seit der IFA 2017 in Berlin kommt die Smart-Home-Welt nicht mehr an der Sprachsteuerung vorbei: Amazons Alexa, Apples HomePod, Google Home, Microsoft Invoke: Alle Sprachassistenten können smarte Thermostate aufdrehen, das Licht dimmen, die Alarmanlage deaktivieren oder den Zwischenstecker einschalten.

Das Zauberwort für die Hersteller heißt »Skills«. Für jeden Aktor oder Sensor müssen die Sprachbefehle in den wichtigsten Sprachen bei den Sprachassistenten definiert werden. Das ist ein formaler Prozess, an dessen Ende ein Bewegungsmelder oder eine Kamera ein Label bekommt »Works with Amazon Alexa«.

Smart Home 2.0 hat begonnen

Auf diesen Zug werden in naher Zukunft die meisten Hersteller vom Smart-Home-Komponenten aufspringen, denn Alexa, Google Home & Co. ziehen das Thema Smart Home in die Masse der Bevölkerung. Wer dann nicht mit Alexa sprechen kann, der wird zum Ladenhüter.

Wir sind dabei, die Integration mit Amazons Alexa, Googles Home und sobald verfügbar auch Apples Homepod zu testen und werden so schnell wie möglich über unsere Erfahrungen berichten.

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Kommentare

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Michael Mehnert
Michael Mehnert

wenig objektiver Test, eine Bewertung der Datensicherheit, sowie ein aktueller Stand der angebotenen Produkte wären wohl Mindestanforderung an einen solchen Vergleich.