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Das beste Smart-Home-System zur Lichtsteuerung

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Philips Hue Wireless Dimming Schalter
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Das beste Smart-Home-System für Lichtsteuerung ist Philips Hue. Der Pionier des smarten Lichts funktioniert unterm Strich am komfortabelsten und hat ein sehr großes Angebot an weißen und farbigen Leuchtmitteln in den Sockeln E14, E17 und GU10. Die Hue-Produktpalette ist vielseitig, wird durch kompatible Drittanbieter-Apps und Leuchtmittel ständig erweitert und erfordert wenig Einrichtungsaufwand.

Update 26. Juni 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte aktualisiert.

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15. Januar 2019

Wir ergänzen das Modell F von Luke Roberts. Die Premium-Deckenleuchte schlägt alles, was wir bisher über smarte Lampen wussten. Stimmungslicht, direkt oder indirekt, Szenarien, Spot-Beleuchtung, Szenenwechsel über den Lichtschalter und Paint your Light mit dem Finger. Das alles gibt es verpackt in einer hochwertigen, stabilen Leuchte, die fest an der Decke montiert wird. In Sachen Technik und Komfort kann Philips Hue einpacken. Doch eine Lampe für 700 Euro ist sicherlich nur für die wenigsten erschwinglich.

10. Januar 2019

Wir haben sieben weitere Beleuchtungsprodukte ausprobiert, davon hat uns das Tint Smart Light Starter Set am besten gefallen. Ohne App können die farbigen Leuchten gesteuert und eingerichtet werden, ganz allein mit der Fernbedienung.

Die Leuchtmittel von Maxcio, Ausein, Bawoo, Koaanw und Teckin spielen alle in derselben Liga: Sie arbeiten alle mit der Smart Life App und können untereinander getauscht werden. Die App hat allerdings Schwächen und die Farbdarstellung ist durchweg schlecht. Eufy kommt mit seiner eigenen App, kann aber nicht farbig leuchten.

10. September 2018

Wir haben den Testspiegel aktualisiert.

Kaltes Licht zum Aufstehen, warme Beleuchtung beim Abendessen oder wellenförmiges Dimmen bei der Party – clevere Beleuchtungssysteme können weitaus mehr, als nur Licht ein- und auszuschalten.

Per Sprachbefehl können über die digitalen Assistenten wie Apples HomeKit, Googles Home oder Amazons Alexa alle Lampen und Leuchten gesteuert werden. Im Vorbeigehen wird das Licht gedimmt, die Gartenbeleuchtung schaltet sich ein und das Nachtlicht der Kinder wird für zwei Stunden aktiviert.

Beleuchtungssysteme wie Philips Hue, Osram Lightify, Wiz, Innr Lighting, Luminea, Elgato Avea, tint oder Ikea Tradfri wollen die Wohnungen erobern. Wir haben inzwischen 13 Systeme ausführlich getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Philips Hue

Test Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Philips Hue
Einfach zu installieren, offen für fremde Leuchtmittel und ein vielfältiges Produktangebot.

von 69 Lesern gekauft

Unser Favorit für die smarte Lichtsteuerung ist – nach wie vor – Philips Hue. Der Hersteller hat zusammen mit Osram das reichhaltigste Angebot an Leuchtmitteln. Im Vergleich zu Osram ist der Spielraum bei Philips aber größer: Drittanbieter-Apps und kompatible Geräte wie die Kameras von Nest können in die Hue-Szenarien eingebunden werden. Ältere Living Colors-Leuchten (Friends of Hue) haben nicht ausgedient, sondern können ebenfalls integriert werden.

Die Hue-Leuchtmittel benötigen wenig Energie und sind kompakt genug, um in den Standard-Lampensockeln E14, E27 und GU10 eine Glühbirne oder einen anderen Leuchtstoff zu ersetzen. Die Installation erfolgt reibungslos und in der App sind viele Details einstellbar. Die Verbindung zu Amazon Alexa (Echo Dot) und dem Google Assistant (Google Home) klappt reibungslos. Auch Apple HomeKit arbeitet perfekt mit Hue zusammen.

Philips Hue ist nicht gerade günstig, doch mit kompatiblen Produkten können Sie bares Geld sparen. Osram-, Innr- oder auch tint-Leuchtmittel arbeiten ebenfalls an einer Hue-Bridge. Das ist prima, denn speziell Innr-LED-Leuchten sind meistens deutlich günstiger zu haben.

Auch gut

Osram Lightify

Test Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Osram Lightify
Osram ist günstiger als Philips Hue und offen für Innr-Leuchtmittel. Es gibt ebenfalls ein vielfältiges Produktangebot mit Pro-Produkten für Installateure.

Keine Preise gefunden.

Osram Lightify ist fast genauso gut, wir vermissen aber die Offenheit für Hue-Leuchtmittel. Sie bekommen also keine Philips Living Colors und kein Hue White & Color Ambiance E27 an die Osram-Bridge. Ganz so zugeknöpft ist Osram dann aber doch nicht: Innr-Leuchtmittel werden unterstützt.

Das Angebot an farbigen, dimmbaren Leuchten und Leuchtstreifen, sogenannten RGBW-LEDs (RedGreenBlueWhite), ist ähnlich vielfältig wie bei Philips. Auch hier werden in erster Linie E14, E27 und GU10 abgedeckt. Die Installation und Verknüpfung mit Alexa oder dem Google Assistant funktioniert genauso reibungslos wie bei Philips.

Die höherwertigen Leuchten, beispielsweise die LED-Gartenleuchte Lightify, sind unterm Strich günstiger als bei Philips. Auch die Standard E27 (matt, dimmbar, warmweiß) kostet bei Osram 26, bei Philips 32 Euro.

Gut & günstig

Innr Lighting

Test Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Innr Lighting
Günstiger als Philips Hue und Osram, läuft an der Hue-Bridge - prima als Ergänzungs-Leuchtmittel.

Innr-Leuchtmittel sind günstig und kompatibel. Statt eines teuren Hue- oder Lightify-Leuchtmittels können Sie sich auch das günstigere Pendant von Innr kaufen – es arbeitet mit denselben Funktionen ebenfalls an der Hue- bzw. Lightify-Bridge. Innr hat aber nur ein überschaubares Angebot für E17, E14 und GU10. Tisch- und Deckenleuchten sowie Bewegungssensoren und Schalter hat der Hersteller nicht im Angebot.

Ohne App

Tint Smart Light Starter Set

Test Smart-Home-System zur Lichtsteuerung: Tint Smart Light Starter Set
Kein Account, keine App, kein Stress: Mit der Fernbedienung kann man Farben, Helligkeit und Szenarien steuern – einzeln oder gruppenweise.

Tint verfolgt den App-freien Ansatz: Sie dürfen Ihr Smartphone einmal aus der Hand legen, einfach die E27 Leuchtmittel einschrauben und direkt mit der Fernbedienung loslegen. Via Zigbee-Funk steuert die weiße Fernbedienung Farbe, Helligkeit, Farbwärme (kalt-warm) und diverse voreingestellte Szenen, etwa fürs Lesen oder für die Party.

Tint ist zwar deutlich teurer, dafür müssen Sie aber nirgendwo ein Konto anlegen. Sie können weitere Leuchtmittel vom Hersteller dazukaufen, auch sie werden über die Fernbedienung angelernt. Für die Steuerung über die Sprache brauchen sie allerdings Echo Plus oder ein anderes Licht-System, das ebenfalls mit Zigbee funkt (Phillips, Osram).

Nicht empfohlen, dennoch brauchbar

Wir haben viele weitere Leuchtmittel getestet, die grundsätzlich ihren Dienst erfüllen und per Sprache gesteuert werden. Jedoch haben die Leuchtmittel von LumineaEufy, Maxcio, Ausein, Bawoo und Koaanw dort Schwachstellen, wo sie durch Regeln und Automatisierung smart werden sollten.

Alle sieben Leuchtmittel aus dem Update 12/2018
Alle sieben Leuchtmittel aus dem Update 12/2018.

 

Die genannten Modelle sind mit ihren Schwachstellen eine homogene Gruppe, wir konnten keines für eine einzelne Low-Cost-Empfehlung herauspicken. Der Preis von 15 bis 20 Euro für ein farbiges Leuchtmittel ist äußerst interessant, Philips und Osram kosten wenigstens das Doppelte. Von den genannten Modellen sind Ausein und Bawoo – im Rahmen der genannten Einschränkungen – noch die brauchbarsten.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutOhne AppGut & günstig
Modell Philips Hue Osram Lightify Tint Smart Light Starter Set Innr Lighting Luke Roberts Model F Wiz Smartes LED-Leuchtmittel Luminea WLAN Licht Eufy Lumos Weiß Ausein Smart Lampe 810LM Bawoo Wi-Fi Smart Bulb Maxcio Smart Led Lampe 1 Pack Koaanw Wifi Smart Lampe
Test Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Philips HueTest Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Osram LightifyTest Smart-Home-System zur Lichtsteuerung: Tint Smart Light Starter SetTest Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Innr LightingTest Smart-Home-System zur Lichtsteuerung: Luke Roberts Model FTest Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Wiz Smartes LED-LeuchtmittelTest Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Luminea WLAN LichtEufy Lumos: Die Leuchtmittel nicht ganz so kompakt. Achten Sie auf die Abmessungen!Ausein Smart Lampe: günstig und mit FarbeBawoo Wi-Fi Smart BulbMaxcio Smart Led Lampe: Günstig und mit FarbeTest Smart-Home-System zur Lichtsteuerung: Koaanw Wifi Smart Lampe
Pro
  • Einfaches Setup
  • Vielfältiges Leuchtmittelangebot
  • Alexa-, Google Assistant- und HomeKit-Support
  • Lightify-, Innr-, IKEA TRÅDFRI- und andere Lampen sind nutzbar
  • Sparsamer ZigBee-Funk
  • Kompakte E27/E14-Leuchtmittel
  • Einfaches Setup
  • Vielfältiges Leuchtmittelangebot
  • Alexa, Google Assistant, HomeKit Support (nur Smart +)
  • Innr-Lampen sind nutzbar
  • Sparsamer ZigBee-Funk
  • Kompakte E27/E14 Leuchtmittel
  • Pro-Produkte für Unterputz/Installation
  • Ohne App nutz- & erweiterbar
  • Keine Bridge nötig dank Zigbee-Funk
  • Vergleichsweise gute Farbdarstellung
  • Kein Account nötig
  • Kompatibel mit Philips Hue, Osram Lightify und anderen Zigbee 3.0-Systemen
  • Einfaches Setup
  • Läuft an Hue- und Lightify-Bridge
  • Kleines Leuchtmittelangebot
  • Alexa, Google Assistant Support
  • Sparsamer ZigBee-Funk
  • Günstiger als Philips und Osram
  • Direktes und indirektes Licht
  • Hohe Flexibilität bei der Raumbeleuchtung
  • Einfach bedienbare App
  • Farbe und Spot-Richtung für Jedes LED-Segment unabhängig
  • Kein Account-Zwang
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Alexa- & Google Home-Support
  • Günstiger als Philips und Osram
  • Auch als Lichtprojektoren und Tischleuchten verfügbar
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Alexa-Support
  • Günstiger als Philips und Osram
  • Automation mit Farbmodi, Helligkeit
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Automation mit Helligkeit
  • Abwesend-Modus in der App
  • Gelbes Warmweiß in jeder Helligkeitsstufe
  • Smart Life-Gruppe
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Sehr günstig
  • Automation mit Farbmodi, Helligkeit
  • Alexa- & Google Home-Support
  • Smart Life-Gruppe
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Sehr günstig
  • Automation mit Farbmodi, Helligkeit
  • Alexa- & Google Home-Support
  • Smart Life-Gruppe
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Sehr günstig
  • Alexa- & Google Home-Support
  • Smart Life-Gruppe
  • Keine Bridge nötig da WLAN-Funk
  • Sehr günstig
  • Schnell eingerichtet
  • Alexa- & Google Home-Support
Contra
  • Vergleichsweise teuer
  • Keine Produkte für Unterputz/Installation
  • Hue Leuchten nicht integrierbar
  • Farben mit Fernbedienung nicht zielgenau einstellbar
  • Nicht kompatibel zu Apple Home Kit
  • Knappes Angebot an Leuchtmitteln
  • Statisches Licht, keine Animation
  • Sehr teuer
  • Nicht kompatibel zu Hue- und Lightify-Bridge oder Apple Home Kit
  • Höhere Standby-Energieaufnahme
  • E27-Leuchten nicht so kompakt wie Philips und Osram
  • Nicht kompatibel zu Hue- und Lightify-Bridge und Apple Home Kit
  • Höhere Standby-Energieaufnahme
  • App weniger komfortabel
  • Lange E27-Leuchten: 128 mm
  • Kleines Leuchtmittelangebot
  • Nur Weiß
  • Kein Lichtwecker/Einschlaflicht
  • Schlechte Farbdarstellung
  • Smart Life App mit Schwächen: Kein Lichtwecker/Einschlaflicht
  • Anleitung nur nur in Englisch
  • Schlechte Farbdarstellung
  • Smart Life App mit Schwächen: Kein Lichtwecker/Einschlaflicht
  • Schlecht übersetzte Anleitung
  • Schlechte Farbdarstellung
  • Smart Life App mit Schwächen: Kein Lichtwecker/Einschlaflicht
  • Schlecht übersetzte Anleitung
  • Schlechte Automation, nur On/Off
  • Schlechte Farbdarstellung
  • Smart Life App mit Schwächen: Kein Lichtwecker/Einschlaflicht
  • Schlecht übersetzte Anleitung
  • Schlechte Automation, nur On/Off
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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  Technische Daten anzeigen

So haben wir getestet

Für den Test haben wir Leuchtmittel von Osram Lightify, Philips Hue, Innr, WizLuminea (Pearl), tint (Müller Licht), Luke Roberts, Eufy, Maxcio, Ausein, Bawoo und Koaanw installiert und über mehrere Wochen getestet.

Mit Apples HomeKit und Magenta Smart Home haben wir zusätzlich ausprobiert, wie gut sich die Lampen von Philips und Osram in ein komplexes Smart-Home-System einbinden lassen.

Smarte Lichtsteuerung: Das müssen Sie wissen

Unterputzdimmschalter waren gestern. Heute sorgen Apps und sprachgesteuerte Leuchtmittel für mehr Komfort bei Helligkeit, Ambiente und Automatisierung.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen smarter Lichtsteuerung: Leuchtmittel mit eigener Bridge bzw. Basisstation funken mit einem energiesparenden Standard (z.B. ZigBee) zu ihren Leuchten. Die Basisstation ist per Funk (Osram) oder per Kabel (Philips) mit dem heimischen Router verbunden und damit mit der Außenwelt und Ihrem Smartphone.

Die Philips Hue Bridge, das ist die Talstation aller hue-Leuchten.
Die Philips Hue Bridge ist die Talstation aller Hue-Leuchten.

Leuchtmittel ohne Bridge, sogenannte WLAN-Leuchten, sprechen dagegen direkt mit dem Router und sind nur in Ihrem WiFi-Netzwerk sichtbar. Nachteil: WiFi-Funk benötigt deutlich mehr Energie, speziell im Standby.

Das Prinzip bei hue und Lightify: Das Gateway spricht mit dem Router und mit dem Gateway
Das Prinzip bei Hue und Lightify: Das Gateway spricht mit dem Router und mit der Cloud.

Welche Fassungen gibt es?

Am meisten verbreitet sind Lampenfassungen nach den Standards E14, E27 und GU10. Die Zahl gibt den Durchmesser des Sockels in Millimeter an. E27 ist die Standard-Glühbirnenfassung, E14 die kleinere Fassung meist kerzenförmiger Glühlampen und GU10 ist eine Standardfassung für Halogenstrahler.

Um eine GU10-Leuchte in eine E27-Fassung zu bekommen, können Adapter verwendet werden. Aufgrund der geringen Stromstärke stellt das kein Problem dar, allerdings stehen die Leuchtmittel dann weiter aus dem Lampenschirm heraus.

Als die ersten Leuchtstoff-Energiesparlampen für die heimischen Fassungen auf den Markt kamen, waren sie oft wuchtiger, länger, und hatten nur eine Lichtfarbe, die viele auch als zu kalt empfanden.

Achten Sie beim Kauf auf die Abmessungen des Leuchtmittels, damit es auch in die Lampe passt und nicht unschön herausragt.

Heute haben LED-Leuchtmittel sowohl die klassische Glühbirne als auch die Leuchtstoff-Energiesparlampe fast vollständig ersetzt. Sie sind meist etwas größer als Glühbirnen, in schmalen Lampenschirmen kann es daher schon mal knapp werden.

Aufpassen: Nicht jedes Smarte Licht passt! Hier muss Luminea klein bei geben.
Nicht jedes smarte Leuchtmittel passt in jede Lampe: Hier muss Luminea klein beigeben.

Sollte die App auf dem Smartphone mal streiken, brauchen Sie keine Angst haben, dass Sie im Dunkeln sitzen müssen. Alle Leuchtmittel sind grundsätzlich auch mit dem Lichtschalter schaltbar. Im Störfall müssten Sie nur einmal aus- und einschalten.

Dauerhafte Energieverbraucher

Stromsparer aufgepasst! Mit einer smarten Lichtsteuerung holen Sie sich viele kleine Standby-Stromverbraucher ins Haus. Das kann sich summieren, denn die einzelnen Leuchtmittel im Haus sind stets im Standby.

ZigBee-Leuchten verbrauchen im Standby bei 0,32 bis 0,37 Watt (Innr und Philips respektive tint). Zum Vergleich: Im Betrieb benötigt eine Glühbirne mit 800 Lumen bei 100 Prozent Helligkeit 9 Watt. Wir sprechen also von ungefähr 3 Prozent der Betriebsauslastung, die selbst dann verbraucht werden, wenn die Lampe nicht an ist. Über ein Jahr verbraucht eine einzige ZigBee-Leuchte im Standby demnach 3 Kilowattstunden. Bei einem durchschnittlichen Strompreis pro Kilowattstunde von 29 Cent sind das 87 Cent.

Bei einer einzelnen Lampe ist das vernachlässigbar. Statten Sie aber das ganze Haus mit smarten Lampen aus, kommen aber schnell 20 oder mehr Leuchtmittel zusammen. Dann zahlen Sie allen für den Standby-Betrieb fast 20 Euro im Jahr.

Standby-Stromverbrauch beachten

Noch deutlich schlechter sieht es bei WiFi-Lampen aus: Unsere 10-Watt-Luminea benötigt in Bereitschaft 0,6 bis 0,7 Watt. Über ein Jahr verbraucht diese WLAN-Leuchte im Standby 5,7 Kilowattstunden – immerhin 1,65 Euro. Haben Sie 20 davon, kostet Sie das im Jahr über 30 Euro.

Die sechs WLAN-Leuchten im Update 12/1018 bestätigten die hohe Energieaufnahme in der Bereitschaft. 0,6 bis 0,85 Watt haben wir gemessen, wobei Maxcio und Bawoo mit 0,4 Watt positiv herausfallen – sie benötigen genauso wenig wie die ZigBee-Leuchtmittel (Innr, Philips und tint). Geradezu verschwenderisch geht Eufy mit Energie um: Hier messen wir die 0,85 Watt im Standby. Das sind gut zwei Euro pro Jahr.

WiFi-LED-Lampen verbrauchen im Standby also deutlich mehr. Allerdings kommt bei Philips Hue und Osram Lightify noch die Energieaufnahme der Bridge hinzu. Die liegt bei 1,3 Watt für Osram und 1,7 Watt bei Philips. Pro Jahr kommen also noch 11 bzw. 15 Watt für die Basisstation hinzu. Das entspricht, je nach Anbieter, zwischen 3,19 und 4,35 Euro.

Wenn also nur zwei oder drei Lampen smart gemacht werden sollen, fährt man hinsichtlich der Stromkosten mit einer WLAN-Leuchte besser. Sind es mehr, ist ein System mit Bridge günstiger.

Werbung versus Realität

In der Werbung sieht alles so einfach aus: Papa kommt mit Frau und Kindern nach Hause und automatisch geht in Flur und Küche das Licht an. Per Sprachbefehl leuchtet im Esszimmer eine Lichtleiste nebst Deckenleuchte auf. Später sind die Kinder im Bett, natürlich mit einem Nachtlicht, das sich über 30 Minuten von 100 auf 5 Prozent dimmt. Die Eltern machen es sich im Wohnzimmer bequem, setzen die Lichtfarbe der Leiste auf Rot und 5 Prozent und genießen ihren Feierabend.

Einschlaf-Licht im Schlafzimmer - hier mit Lichtprojektor Quest von WiZ
Einschlaflicht im Schlafzimmer – hier mit Lichtprojektor Quest von Wiz.

In der Praxis war die Steuerung der Lampen bei uns nicht ganz so rosig. Technisch gesehen funktioniert zwar alles wie es soll: Die Hue- bzw. Osram-Bridge spricht ohne Zwischenfälle mit eigenen oder kompatiblen Leuchten und Alexa oder der Google Assistant haben die passenden Lightify oder Hue-Skills, um die Leuchten per Sprachbefehl zu steuern.

Der Sprachassistent ist die größte Hürde

Im echten Leben scheiterte die Kontrolle über die Leuchten allerdings trotzdem regelmäßig. Entweder hatten wir den korrekten Namen des Leuchtmittels vergessen oder der Sprachassistent kam mit bestimmten Redewendungen nicht zurecht. Sagen wir »Licht Aufgang« bekommen wir als Antwort regelmäßig zu hören: »Ich kann das Gerät Licht Gang nicht finden.«

Zugegeben: Das ist eher ein Problem der verwendeten Sprachsteuerung als der Leuchtmittel. Aber so richtig sinnvoll ist die smarte Steuerung nunmal vor allem dann, wenn man dazu nicht das Smartphone aus der Tasche ziehen und umständlich eine App aufrufen muss, nur um mal eben das Licht einzuschalten.

Alle Leuchtmittel in der Alexa-App versammelt
Alle Leuchtmittel in der Alexa-App versammelt.

Die Problematik lässt sich natürlich mindern, wenn man eindeutige, leicht verständliche Namen vergibt – und sie sich mit der Zeit auch gut einprägt. Die verschiedenen Systeme zur Sprachsteuerung entwickeln sich derzeit auch rasant weiter. Derzeit ist das gesamte Thema Smart Home aber immer noch eher etwas für Enthusiasten, die Spaß an der Technik haben und auch die eine oder andere Fehlfunktion verzeihen.

Sprachsteuerung: Die Möglichkeiten

Ein- und ausschalten oder Lichtfarbe und Helligkeit ändern sind nur der erste Schritt bei einem Smart-Home-Lichtsystem. Richtig spannend wird es, wenn Szenarien eingestellt werden, wenn also zum Beispiel auf den Befehl »Alexa, Guten Abend«, die Garden Poles mit 50 Prozent aufleuchten, das LED-Band auf Rot und 5 Prozent Helligkeit geschaltet und die Wohnzimmerdeckenleuchte auf 10 Prozent gedimmt wird. So könnten Sie ihr Heim begrüßen, wenn Sie von der Arbeit heimkommen und alles ist mit nur einem Sprachbefehl genau so, wie Sie es haben wollen.

Smart Home Leuchtmittel Test: Testsieger Philips Hue.
Osram LED-Gartenleuchte Lightify Gardenpole mit fünf Spots.

»Alexa, gute Nacht«, löscht später alle Leuchtmittel, bis auf das Licht im Treppenhaus, das für den nächtlichen Gang zur Toilette auf 5 Prozent gedimmt wird.

Auch wenn Sie keine Sprachsteuerung verwenden, können Sie sich smarte Leuchtmittel zulegen. Jedes Leuchtmittelfabrikat kommt nämlich mit einer eigenen App daher. Über die kann das Arsenal an LED-Leuchten ebenfalls nach Zeitplan oder manuell, im Detail (Lichtfarbe) und in komplexen Szenarien gesteuert werden.

Smart Life – eine App, verschiedene Lampen

Die Leuchten von Maxcio, Ausein, Bawoo und Koaanw haben eines gemeinsam: Sie sind alle in ein und derselben App vereint, in Smart Life. Das ist grundsätzlich erst einmal positiv, denn so können Leuchtmittel aus dieser Gruppe wild untereinander kombiniert werden. Aus einer App heraus wird das ganze Licht-Setting kontrolliert und Alexa greift auf Smart Life zu, um alle darin enthaltenen Leuchtmittel zu steuern. Das funktionierte im Test sehr gut.

Smart Life gibt sich vielseitig: Sie können Gruppen und Räume anlegen, den Zugriff auf bestimmte Leuchtmittel mit der Familie teilen oder Szenen anlegen. Es gibt sogar Automation, die mithilfe von externen Wetterdaten gesteuert wird. Ihre Lampen leuchten dann auf, wenn die Sonne untergeht oder wenn eine bestimmte Wetterlage vorherrscht, zum Beispiel Regen. Die App greift dabei auf Wetterdaten ihres Standortes zu.

In der App können Farbe und Helligkeit des Leuchtmittels sehr exakt ausgewählt werden. Über den Sprachassistenten, etwa Alexa, kann die Farbe dann nur noch in groben Schritten gewählt werden.

Begrenzte Möglichkeiten

Die Smart Life App hat allerdings einen Haken und damit meinen wir nicht die teils grausige Übersetzung, die noch zu verkraften wäre. Wir haben beispielsweise die Szene Nachtlicht angelegt, um bei Dunkelheit und zu bestimmten Zeiten ein gedämpftes Licht zu erzeugen. Leider konnten wir dabei die Farbe nur bei Ausein und Bawoo auswählen und das auch nur innerhalb von sieben vordefinierten Farbmodi. Die Wunschhelligkeit konnten wir bei Maxcio und Koaanw gar nicht einstellen, die beiden kennen nur On/Off.

Die Möglichkeiten sind also begrenzt. An ein Einschlaf- oder Aufwachlicht, das langsam dunkler bzw. heller wird (natürlich in Wunschfarbe) brauchen Sie bei dieser App gar nicht zu denken. Das ist für Philips mit seinen »Go to Sleep-Zeiten« gar kein Problem.

Es gibt zwar Unterschiede zwischen den Leuchten, doch unterm Strich kann Smart Life uns trotz des guten »One-for-All«-Ansatzes unterm Strich nicht überzeugen.

Hinzu kam noch ein Fehler: Wir kamen in einmal angelegte Szenen bzw. Automation nicht mehr herein, um sie zu modifizieren. Wir konnten die Szene nur noch löschen und wieder neu anlegen. Wirklich ausgereift und erwachsen ist die App somit nicht.

Lampen als Sicherheitsrisiko?

Ende 2016 erregten Angriffe auf IP-Kameras und das beliebte Philips Hue einiges Aufsehen. In einem Versuch war es Forschern des israelischen Weizmann Institute of Science und der kanadischen Dalhousie University in Halifax gelungten, mit einer Drohne aus 70 Metern Entfernung ein Philips Hue-System komplett zu übernehmen. Ursache war eine Lücke im Funkstandard ZigBee, die inzwischen aber beseitigt ist.

Unsicherheiten bleiben immer

Dabei ist nicht das An- und Ausschalten von Licht durch Fremde das Problem: Vielmehr wird den Leuchtmitteln eine Schadsoftware aufgespielt, die dann als Botnetz in der Lage sind, DDoS-Attacken (Distributed-Denial-of-Service) auszuführen. Solche Attacken können große Internetdienste wie zuletzt DHL, Hermes und Anfang 2017 ebay ausfallen lassen. Es kommt auch immer häufiger vor, dass Erpresser mit DDoS-Angriffen drohen.

Welche Rolle spielen Ihre Lampen dabei? Jede einzelne kann Teil des Bot-Netzes werden. Strafbar sind Sie als Besitzer nicht, jedoch kann es nicht im Sinne von Philips, Osram und den anderen Herstellern sein, dass ihre Leuchtmittel feindlich übernommen werden.

Wenn Sie ein älteres Smartphone haben, sollten Sie vorher prüfen, ob Ihr Gerät Bluetooth LE unterstützt.

Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Leuchtmittel am Internet hängen, sind tint oder Elgato Avea spannende Alternativen: Bei Elgato wird nicht über eine zentrale Bridge kommuniziert, sondern jede einzelne Leuchte spricht über Bluetooth LE mit dem Smartphone. Mit der Avea-App können die Leuchten gesteuert werden, allerdings nicht mit Sprache und maximal zehn Stück.

Bei tint können Sie die Leuchten komplett ohne WiFi betreiben. Eine Fernbedienung kommuniziert via ZigBee-Funk mit den Leuchtmitteln, eine App braucht man nicht.

Test Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Philips Hue

Testsieger: Philips Hue

Das beste Smart-Home-System für Licht und Ambiente ist zur Zeit das Philips Hue. Schon bei der Installation macht der Testsieger alles richtig: Auspacken, Bridge an den Router anschließen, Stromkabel rein und Leuchtmittel in die Fassung drehen, schon können mit der Fernbedienung alle drei Leuchtmittel aus dem Starter Kit geschaltet und gedimmt werden – ein guter Anfang.

Testsieger

Philips Hue

Test Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Philips Hue
Einfach zu installieren, offen für fremde Leuchtmittel und ein vielfältiges Produktangebot.

von 69 Lesern gekauft

Um die Sprachsteuerung via Alexa zu nutzen, muss man die Hue-App aufs Smartphone herunterladen. Anders als bei Lightify ist die Hue-App ohne Login nutzbar. Die Account-Erstellung ist für Alexa und auch für den Remote-Zugriff notwendig.

Reibungslos klappte das auch bei Osram, in der App mussten wir uns aber sofort einen Account anlegen. Die Innr-Leuchten ließen sich ruckzuck in die Hue-App integrieren und wurden schnell von Alexa gefunden.

Hier kam es dann aber zu einem Fehler: Die Innr wurde doppelt gefunden und stand mit zwei identischen Namen in der Alexa-App. Da nützte auch eine Namensänderung nichts mehr, Alexa konnte die eine Innr-Leuchte nicht bedienen. Zur Lösung des Problems mussten wir die Innr-LEDs in der Hue-App löschen und neu anlernen.

Wer mit Hue beginnen möchten, dem empfehlen wir ein Starter-Set. Das enthält einige Leuchtmittel und die Bridge. Zur Verfügung stehen drei Sets, die unterschiedlich viel Ausstattung mitbringen: Das Philips Hue White Starter Set, das Ambiance Starter Set und das White and Color Ambiance Starter Set.

Der Funktionsumfang von »White« erfüllt nur einige Basisfunktionen. Leuchten mit der Bezeichnung »White and Color Ambiance« haben mehr als doppelt so viele Funktionen, die in erster Linie über die Hue-App genutzt werden können. Sprachassistenten wie Alexa können meistens nur dimmen und die Farben grob wechseln.

Bessere Farben ab der dritten Generation

Hue-Leuchten der dritten Generation können blaue und grüne Farbtöne deutlich besser und intensiver wiedergeben als ihre Vorgänger. Grüne Leuchten der zweiten Generation leuchteten nämlich eher gelblich. Die dritte und vierte Generation erstrahlt dagegen in sattem Grün.

Smart Home Lichtsystem Test: Testsieger Philips Hue.
Philips Hue: Altes versus neues Grün. (Quelle: techtest.org)

Doch woran erkennt man die Generation? Die ersten beiden Generationen haben einen silbernen Sockel, auf dem in grauer Schrift »Philips Hue white and color« steht. Die dritte Generation hat einen weißen Sockel mit goldener Aufschrift und das neueste Modell ist weiß mit grauer Aufschrift. Bei einem Neukauf wird Ihnen wahrscheinlich sowieso nur die vierte Generation angeboten. Nur bei einem gebrauchten Modell sollten Sie darauf achten, wenn Blau und Grün für Sie relevant sind.

Bei der Konkurrenz ist die Farbdarstellung im Durchschnitt schlechter als bei den aktuellen Philips-Leuchten. Das betrifft speziell Maxcio, Ausein, Bawoo, Koaanw und Teckin. Diese Leuchtmittel weichen von ihrem Farb-Soll stark ab: Grün wird oft blass und gelblich dargestellt, Gelb sieht nach Zitrone aus und auch Rot hat einen Gelbstich. Allerdings sind die Farbqualitäten nicht homogen, wie das folgende Bild zeigt, für das alle Lampen Karmesinrot darstellen sollten.

alle Leuchtmittel aus dem Update 12/2018 - Achtung, die Farben sind nicht originalgetreu, die Kamera kann das nicht abbilden.
Alle Leuchtmittel aus dem Update 12/2018: Maxcio, Bawoo, Ausein, Koaanw, Eufy, Teckin, tint (Müller Licht) – Achtung: die Farben sind nicht originalgetreu, die Kamera kann das nicht abbilden.

Features in der App

Die Hue-App bietet für Gruppen oder einzelne Leuchten-Timer an. Sie können »Go to Sleep-Zeiten« festlegen oder Details, wie langsames Dunklerwerden beim Ausschalten, einstellen.

Hue Leuchten können damit auch als Wake-Up-Light eingesetzt werden, hier kann ein langsames Erhellen von bis zu einer Stunde festgelegt werden.

»Home & Away« erlauben das Simulieren von Anwesenheit durch eine zufällige Taktung von Einschaltzyklen. Das System erkennt, ob man das Haus verlässt oder heimkommt. Dies wird von den Standortinformation des Smartphones abgelesen. Die Bridge gibt dann das entsprechende Signal zum Ein- oder Ausschalten.

Mit einem Account ist die Fernwartung von außerhalb möglich. Überall, wo eine Internetverbindung vorhanden ist, kann auf die Features des Hue-Systems zugegriffen werden.

Zudem ist Philips mit der Automatisierungs-App IFTTT kompatibel. Es lassen sich also Routinen in Verbindung mit anderen Anwendungen bzw. von Drittanbietern oder dem Mobiltelefon anlegen. So können bestimmte Lichter kurz flackern, wenn eine WhatsApp-Nachricht oder ein Anruf eingeht.

Via Google Home oder Alexa kann die Beleuchtung per Spracheingabe an- und ausgeschaltet werden. »OK Alexa, Lichtleiste auf Rot und 5 Prozent« erzeugte bei uns eine romantische Atmosphäre mit wenig Licht.

Optionen und Möglichkeiten

Hue bietet mit Abstand am meisten Möglichkeiten, zum einen, weil Philips sich für ausgewählte Hersteller öffnet, die ebenfalls ZigBee nutzen (Osram, Innr) und zum anderen durch die vielen verschiedenen Leuchtmitteltypen auf dem Markt. Philips hat E14-, E17- und GU10-Leuchten, aber auch die LivingColors-Produktreihe im Angebot. Es gibt Mikro-Spots, Tischlichter, tragbare LED-Leuchten, Ambiente-LEDs, Kerzen-und Pendelleuchten, Leuchtstreifen und vieles mehr.

Smart Home Lichtsysteme Test: Testsieger Philips Hue.
Philips Hue Wireless Dimming-Schalter.

Philips hat außerdem einen Bewegungssensor und einen Wireless Dimming-Schalter im Programm. Spannend ist auch der Philips Hue Tap-Schalter, denn er benötigt keine Batterie: Die Energie bezieht er aus der Reibung beim Tastendruck. Die Tasten können mit bestimmten Lichtszenarien belegt werden.

Wenn Ihr Fernseher kompatibel mit Ambilight ist, kann das Gerät indirekt beleuchtet werden, um das Fernseherlebnis zu optimieren. Sie benötigen dazu Philips Hue Light-Strips. Nach einer Einrichtung kann das TV-Gerät sie ansteuern.

Osram kann dieser Flut von Produkten und Möglichkeiten ebenfalls einiges entgegensetzen – Innr, tint, Eufy, Wiz etc. hingegen fast gar nichts.

Die Leuchtmittel von Hue können auch zusammen mit anderen Produkten verwendet werden. Zum Beispiel werden Hue-Lampen vom Qivicon Smarthome erkannt und die Nest Cam kann direkt von der Hue-Bridge oder der Hue-App angesprochen werden.

Folgende Produkte können mit Hue kombiniert werden:

  • Licht: IKEA TRADFRI, OSRAM Lightify, Cree Connected etc.
  • Smart Home: Qivicon, Innogy SmartHome, eQ-3 HomeMatic IP, Bosch Smart Home, Samsung SmartThings, Logitech Harmony Hub, Homee, Wink Hub 2 etc.
  • Fernsteuerungen: Logitech Pop Button, Logitech Harmony, Senic Nuimo, SPIN Remote, Single Cue Generation 2, etc.
  • Überwachung: Nest Cam, SpotCam Sense, Netatmo Welcome, Withings Home etc.
  • Thermostate: Nest Learning Thermostat, Foobot Raumklimaüberwachung, etc.

Der Preis

Der Preis spielte für uns deshalb eine Rolle, weil bei Leuchtmitteln der Erweiterungsgedanke wichtig ist. Beginnen Sie jetzt mit Philips, dann werden auch die zukünftigen Leuchtmittel tendenziell von Philips Hue sein.

Osram ist unterm Strich etwas günstiger als Philips. Das mag noch nicht für die Erstanschaffung von einigen Leuchtmitteln und der Bridge gelten. Hier verkauft Philips seine Hue White E27 LED Lampe 17 für 17 Euro sogar günstiger als Osram die E14 bis GU10-Leuchten.

Hat der Kunde aber erst einmal Blut geleckt, kann Philips teuer werden: Eine einzelne Philips Hue White and Color Ambiance E14-LED-Kerze kostet 50 Euro! Die Lösung bietet Philips selbst: Hue kann nämlich mit Osram und Innr-LEDs bestückt werden. Dadurch verliert Philips zwar etwas Geld, gewinnt aber Kunden, die gerne vielfältige Quellen haben möchten.

Kein guter Smart-Home-Allrounder

Magenta Smarthome unterstützt einen breiten Katalog von Osram- und Philips-Leuchten. Dazu muss noch nicht einmal der Qivicon ZigBee-Funkstick eingesteckt werden. Einfach ein neues Gerät anlegen und Leuchtmittel aus dem Katalog wählen – das funktionierte so gut, dass wir den Quivicon-Bewegungsmelder problemlos die Hue-Leuchte aktivieren lassen konnten.

Magenta Smarthome (Telekom): Philips und Osram werden unterstützt.
Magenta Smarthome (Telekom): Philips und Osram werden unterstützt.

Richtig Spaß machte die Lichtsteuerung in der Magenta-App aber nicht. So gelang es uns nicht, dem Wandtaster der Telekom eine Hue-Funktion zuweisen zu können.

Aber nachdem wir die Lichtsteuerung mit Alexa bzw. mit der Hue- und Lightify-App ausprobiert hatten, wollten wir ohnehin nicht zurück: Eine Smarthome-App wie Magenta ist eben nicht primär auf die Steuerung von Licht zugeschnitten und kann auch nicht dasselbe leisten.

Spezielle Apps sind besser als Allround-Systeme

Sofern Support besteht, können Sie theoretisch mit Bosch Smarthome, Magenta, Gigaset oder anderen Anbietern Ihre Hue-Lampen steuern. Ob das im Alltag Spaß macht, steht auf einem anderen Blatt und muss von jedem selbst getestet werden.

In unseren Augen macht es keinen Sinn, auf die Smart-Home-Allrounder zu setzen, wenn Sie eine umfangreiche Lichtsteuerung zum Ziel haben. Selbst für weniger aufwändige Lichtsteuerungen sollten Sie sowohl Produkte als auch die Apps der echten Lichtanbieter vorziehen.

Die Nachteile

Der einzige Nachteil von Philips ist der hohe Preis für die Leuchtmittel. Wer ein ganzes Haus bestückt, sprengt schnell die Tausendermarke. Dem Nachteil kann sich der schlaue Käufer aber durch den Zukauf von kompatiblen Leuchten entziehen.

Außerdem sperrt Philips Lampen anderer Hersteller vom Apple HomeKit aus: Lightify-LEDs an einer Hue-Bridge erscheinen nicht in HomeKit. Erst die mit Smart+ gekennzeichneten Leuchten von Osram können das. Die Leuchtmittel werden an der Hue-Bridge vorbei direkt beim HomeKit registriert, denn sie funken nicht mit ZigBee, sondern mit Bluetooth. Somit können sie direkt mit dem iPhone sprechen.

Philips Hue im Testspiegel

Computer Bild (12/2016) hatte sich schon vor längerer Zeit in einem Lesertest mit Philips Hue beschäftigt. Das Resümee ist positiv:

»Als Komplett-Konzept ergeben die einzelnen Bestandteile der Hue-Reihe ein einheitliches und gut durchdachtes Bild, welches sich sehr leicht erweitern lässt.«

Techstage.de (08/2017) hat sich mit einem Starter-Set beschäftigt und lobt die Öffnung für andere Smart Home-Produkte.

»Toll ist die Unterstützung diverser Drittanbieter wie IFTTT oder Amazon Echo.«

Homeandsmart.de (09/2017) zeigt sich im ausführlichen Test sehr angetan von Hue und lobt vor allem die Drittanbieterintegration.

»In Bezug auf die Vielseitigkeit der Produktpalette und die vielen kompatiblen Apps der Drittanbieter sind die Möglichkeiten der Beleuchtung mit Philips Hue zudem bedeutend vielseitiger. Das Philips Hue-System überzeugt vor allem durch zwei Faktoren: Einerseits die enorme Farbintensität und Strahlkraft der LED-Birnen und andererseits die besonderes hohe Kompatibilität zu Geräten und Systemen anderer Hersteller.«

Die Kollegen von connect (05/2018) sind vom Testsieger ebenfalls begeistert. Einziger Kritikpunkt ist der etwas hohe Preis:

»Leuchtmittel für das Hue-System sind in der Regel teurer als vergleichbare Modelle der Konkurrenz. Das gilt besonders für die farbfähigen Versionen. Dafür bekommt der Kunde neben bester Lichtqualität aber auch ein hoch entwickeltes Öko-System. Außer per App und Fernbedienung lässt sich die Beleuchtung mit Amazon Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit kontrollieren.«

Alternativen

Wenn einem die Hue-Produktlinie zu teuer ist, hat man auch die Möglichkeit, andere Hersteller zu wählen. Wir haben vier Empfehlungen für Sie, die Ihren Geldbeutel schonen. Dafür kommen sie allerdings auch mit einigen Nachteilen.

Auch gut

Osram Lightify

Test Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Osram Lightify
Osram ist günstiger als Philips Hue und offen für Innr-Leuchtmittel. Es gibt ebenfalls ein vielfältiges Produktangebot mit Pro-Produkten für Installateure.

Keine Preise gefunden.

Osram Lightify hat uns fast ebenso gut gefallen wie Philips Hue. Der Hersteller hat die Kompatibilitätsnachteile der vergangenen zwei Jahre überwunden und kann nun mit fast allen Assistenten (Alexa, Google Assistant, Apple HomeKit) zusammenarbeiten.

Osram Lightify Bridge
Die Osram Lightify Bridge.

Wir vermissen aber die Offenheit für andere Leuchtmittel. Philips Hue-Lampen bekommt man nicht an die Osram-Bridge, wohl aber Innr-Leuchten. Für HomeKit eignen sich ausschließlich die mit Smart+ gekennzeichneten Leuchten, die funken nämlich mit Bluetooth direkt zum iPhone anstatt statt per ZigBee zu einer Bridge. Letztere braucht man dann folglich nicht mehr, wohl aber einen HomeKit-Hub (Apple TV, stationäres iPad), wenn man die Leuchtmittel von außerhalb des Hauses steuern will.

Das Angebot von Osram erscheint etwas kleiner als das von Philips Hue und das ist es auch. Auf Seiten der hochpreisigen Tisch- und Standleuchten hat Osram ein deutlich kleineres Angebot.

Osram Lightify PRO PBC 20x1 90
Für den Osram Lightify PRO PBC 20×1 90 muss die Verkabelung geändert werden.

Allerdings kommen von Osram-Lösungen hinzu, an die bei Phillips nicht zu denken wäre. Wer als Installateur oder versierter Laie in die hauseigene Verkabelung eingreifen möchte, findet bei Osram spannende Unterputzkomponenten, wie den Osram Lightify PRO PBC 20×1, der bis zu vier analoge Steckdosen zu Lightify-Schaltern macht.

Die Verknüpfung mit Alexa oder dem Google Assistant funktioniert genauso reibungslos wie bei Philips.

Der Vorteil von Osram ist der günstigere Preis. Der liegt bei Standard-Leuchtmitteln bei gerade einmal 5 Euro, bei farbigen Ambient-LEDs, Leuchtstreifen oder Deko-Tischleuchten können es aber auch schon mal 20 bis 30 Euro sein.

Gut & günstig

Innr Lighting

Test Smart-Home-System für Licht & Ambiente: Innr Lighting
Günstiger als Philips Hue und Osram, läuft an der Hue-Bridge - prima als Ergänzungs-Leuchtmittel.

Innr-Lampen sind mit Philips Hue und Osram Lightify kompatibel, können also mit der Hue- oder Lightify-Bridge verwendet werden. Innr ist allerdings nicht kompatibel mit dem Apple HomeKit, aber trotzdem in Hue integrierbar. Die Leuchtmittel sind für HomeKit einfach nicht sichtbar.

Der Vorteil von Innr liegt im Preis: Für 35 Euro gibt es eine dimmbare RGBW-Leuchte – die kostet bei Philips fast das doppelte.

Innr hat jedoch nur ein kleines Angebot für E17, E14 und GU10 Leuchtmittel, das durch Spots, Lichtleisten (10 x 25 Zentimeter) und Lichtstreifen (4 Meter) ergänzt wird. Tisch- oder Deckenleuchten oder gar einen Bewegungssensor wie bei Osram und Philips hat der Hersteller nicht im Angebot. Es gibt inzwischen aber auch Strahler.

Smart Home Lichtsystem Test: Testsieger Philips Hue.
Innr E27 Smart-LED-Lampe.

Wer Geld sparen will, kann als Basis die Philips-Hue-Bridge und einfache Hue White E27 LED-Lampen nehmen. Die farbigen Leuchten können dann günstig von Innr ergänzt werden. Spezielle Lösungen wie eine Deckenleuchte kommen dann wieder von Philips. Nachteil: Die Leuchtmittel von Innr Lighting sind nicht kompatibel zum Apples HomeKit, wohl aber zu Amazons Alexa.

Ohne App

Tint Smart Light Starter Set

Test Smart-Home-System zur Lichtsteuerung: Tint Smart Light Starter Set
Kein Account, keine App, kein Stress: Mit der Fernbedienung kann man Farben, Helligkeit und Szenarien steuern – einzeln oder gruppenweise.

Sie wollen mehr Farbe und Lichtkomfort in Ihre Wohnung bringen, ohne dabei auf die nächste Smartphone-App angewiesen zu sein? Müller Licht hat mit tint das passende Produkt, denn die Leuchtmittel brauchen weder eine App zur Einrichtung noch einen WiFi-Router. Sie könnten die Lampen also auch dort installieren, wo es gar keinen WLAN-Empfang gibt!

Der Trick: tint kombiniert seine Leuchtmittel mit einer hauseigenen Fernbedienung und die spricht via Zigbee 3.0 mit einer oder dutzenden von Lampen. Dieser Funkstandard benötigt deutlich weniger Stand-by-Energie als WiFi-Leuchtmittel, die ohne eigenen Router auskommen.

Die Fernbedienung ist das A und das O bei der Bedienung der tint-Lampen, denn für die Sprachsteuerung brauchen Sie wenigstens einen Amazon Echo oder einen anderen ZigBee-3.0-Hub (Philips Hue, Osram Lightify).

Sie sollten also ein Freund von Fernbedienungen sein. Die Verpflichtung fällt aber leicht, denn die Fernbedienung ist gut durchdacht und hat nur wenige, übersichtliche Tasten.

Tint Smart Light: über den ringförmigen Taster lässt sich die gewünschte Farbe leider nicht immer punktgenau einstellen, hier muss etwas herumprobiert werden
Tint Smart Light: Über den ringförmigen Taster lässt sich die gewünschte Farbe leider nicht immer punktgenau einstellen, hier muss etwas herumprobiert werden.

Mit der Fernbedienung können Sie Leuchtmittel einzeln oder gruppenweise steuern. Dabei geht es einmal um die Lichtfarbe, was mit dem kreisrunden Taster erledigt wird. Leider können die gewünschten Farben nicht so zielgenau ausgewählt werden wie in einer App. Hier muss mitunter etwas herumprobiert werden, bis die Farbe passt.

Neben der Helligkeit kann auch die Lichtfarbe gesteuert werden, also kalt oder warm. Daneben hat tint noch sechs Szenarien definiert, etwa fürs Lesen, das morgendliche Aufstehen oder die erotische Zweisamkeit.

Das Anlernen von weiteren tint-Leuchtmitteln erfolgt ebenfalls über die Fernbedienung. Dazu müssen Sie selbige einfach fünf Zentimeter neben die Leuchte halten und die Gruppentaste drücken.
Sofern Sie bereits smarte Philips- oder Osram-Leuchtmittel besitzen, können Sie tint in diese Umgebung einbinden. Anschließend können Sie die tint-Leuchtmittel auch über die jeweiligen Apps bzw. Sprachassistenten steuern (Alexa, Google Assistant).

Ganz nebenbei erfreute uns tint mit einer relativ ausgewogenen Farbdarstellung: Es kann Farben exakter wiedergeben als Maxcio, Ausein, Bawoo, Koaanw oder Teckin. Gelb ist bei tint auch wirklich Gelb und Rot hat nur einen ganz marginalen Gelbstich. Die günstigen Leuchtmittel weichen teils krass vom Soll ab.

Was tint – zumindest in erster Instanz – mangels App nicht kann, sind Automation, Szenen, Räume, und Teilen. Sie können allein mit der Fernbedienung weder einen Timer noch Automatismen einstellen, also etwa bei Bewegung im Zimmer ein Leuchtmittel einschalten.

Genau das ist es aber auch, was uns an tint gefällt – die Wahlfreiheit: Entweder Sie betreiben tint offline solo mit der Fernbedienung oder binden es in Ihre Philips Hue- respektive Osram Lightify-Welt ein. Dort können Sie dann per Sprachbefehl bzw. Licht-App steuern. Sie haben die Wahl und Sie werden nicht zum Anlegen eines Accounts und zur Weitergabe von Kontaktdaten gezwungen.

Außerdem getestet

Luke Roberts Model F

Das Model F von Luke Roberts ist im positiven Sinne ein Außenseiter: Die Deckenleuchte erzeugt direktes oder indirektes Licht in jeder erdenklichen Farbe und sie kann Bereiche des Raumes in unterschiedlichen Farben beleuchten. Mit Paint your Light können Sie mit einfachen Mal-Gesten Farben definieren und so Ihre eigenen Licht-Szenarien erschaffen. Der Funktionsumfang und der Komfort stellt Philips Hue und Osram Lightify in den Schatten. Dennoch dürfte der hohe Preis von 700 Euro eine schier unüberwindbare Hürde für die Meisten sein, weshalb wir hier von einer Empfehlung absehen. Wenn Geld keine Rolle spielt, dann wäre aber Luke Roberts unser Favorit.

Luke Roberts Model F: oberes und unteres Segment des Schirmes können unabhängig voneinander in unterschiedlichen Farben, Helligkeit leuchten
Luke Roberts Model F: oberes und unteres Segment des Schirmes können unabhängig voneinander in unterschiedlichen Farben, Helligkeiten leuchten.

Der ganze Raum mit einer Lichtquelle. Dieser kurze Satz beschreibt die Deckenleuchte von Luke Roberts am besten. Bei jeder anderen Leuchte in diesem Test benötigen Sie bereits für ein mittelmäßig komplexes Licht-Szenario, zum Beispiel im Wohnzimmer, mehrere Leuchtmittel, mehrere Fassungen bzw. Lampenschirme und eine App in der Sie diese smarten Lampen zusammenbringen.

Das funktioniert auch und ist im Falle von Phillips Hue sogar relativ komfortabel. Dennoch ist es ein relativ hoher Aufwand: Sie müssen sich hier für Spots entscheiden, dort indirekte Lampenschirme installieren und am Ende die angelegten Szenen farblich abstimmen. Das kann, selbst bei einem Licht-Enthusiasten, viele Stunden dauern.

Sie haben keine Lust auf Bastelei und Herumprobieren? Sie wollen lieber mehr Geld investieren und dafür sofort ein perfektes Ergebnis haben? Mit dem Model F hat Luke Roberts das passende Angebot.

Luke Roberts Model F: die mit Abstand größte Funktionsvielfalt bei zeitgleich simpler Einrichtung und Bedienung
Luke Roberts Model F: die mit Abstand größte Funktionsvielfalt bei zeitgleich simpler Einrichtung und Bedienung.
Luke Roberts App: mit Mal-Gesten Farbe wählen
Luke Roberts App: mit Mal-Gesten Farbe wählen

Die Deckenleuchte strahlt mit über 300 LEDs nach unten und nach oben ab. Sie kann also getrennt oder gleichzeitig für direkte oder indirekte Beleuchtung sorgen. Die LEDs oben und unten am Schirm können Farbe darstellen. In der App ist es möglich, für jedes LED-Segment die Farbe und die Helligkeit einzelnen festzulegen. Das ist weniger kompliziert als es klingt, denn die farbliche Steuerung erfolgt über Mal-Gesten wie in einem einfachen Zeichenprogramm am Tablet. So können Sie von der Couch aus Ihr individuelles Licht-Setting erstellen.

Die Luke Roberts bietet aber auch schon Dutzende von vordefinierten Licht-Szenen an, die auf Wunsch verändert werden können. Zeitpläne sind natürlich ebenso selbstverständlich wie das Einrichten von Standard-Lichtszenen, die beim Einschalten aktiv sind. Die Lampe kann aber auch per KI-Funktion nach Tageszeit und Nutzungshäufigkeit selbst entscheiden und Ihnen eine möglicherweise passende Lichtszene vorschlagen.

Wenn mal das Smartphone nicht zur Hand ist – und auch nicht Alexa – dann kann durch einfaches Aus- und Einschalten des herkömmlichen Lichtschalters zwischen den gespeicherten Lichtstimmungen gewechselt werden (Click Detection).

Luke Roberts benötigt kein WiFi-Netzwerk, das Smartphone spricht via Bluetooth LE mit dem Leuchtmittel. Sie benötigen auch keinen Account, dieser ist lediglich optional aber zwingend, wenn Sie die Lampe mit Alexa verbinden möchten.

Licht in jede Richtung lenken

Luke Roberts Model F kann einen Teil des Raumes beleuchten, einen anderen wiederum nicht. Dies ist möglich, weil die LED-Segmente separat voneinander angesprochen werden. Dadurch kommt eine gewisse Spot-Wirkung zustande.

Sie sollten aber keine exakt abgegrenzten Licht-Spots, wie von einer echten Spot-Leuchte erwarten. Die LED-Segmente haben nun mal keinen eigenen Reflektor-Schirm hinter sich, der das Licht exakt lenken würde. Sehen Sie es eher als grobe Ausleuchtungsbereiche und nicht wie einen Spot aus dem Rampenlicht einer Bühne. Die bewerbenden Fotos von Luke Roberts sind in dieser Hinsicht etwas positiv übertrieben.

Luke Roberts kann keine Animationen darstellen, also animierte Farbverläufe zum Beispiel von blau nach rot. Der Hersteller kündigt jedoch ein Software-Update an, nach dem die Leuchte auch dies beherrschen wird.

Luke Roberts Model F: profimäßige Installation
Luke Roberts Model F: profimäßige Installation.

Die Verarbeitung des Lampenschirms als auch des Befestigungsmaterials ist solide und kann als Profi-Qualität bezeichnet werden. Die Deckenleuchte wird mit dem Kabel-Auslass an Ihrer Decke befestigt und benötigt dann noch zwei bis drei Bohrungen. Die sollten auf jeden Fall gut sitzen, denn die Lampe wiegt 3,2 kg.

Ein kreisrunder Sockel, der ebenfalls aus hochwertigem Kunststoff besteht, deckt Trafo und Elektronik ab. Die schwere Leuchte hängt an ihrem eigenen, dicken Kabel, das ca. 120 cm lang ist und bei der Installation passend gekürzt werden muss. Die Lampe kann nur dann an einem Haken hängen, wenn Sie die Elektronik im Sockel etwas seitlich der Leuchte montieren.

Die Luke Roberts ist für große Räume bis 30 m² geeignet. Das Leuchtmittel benötigt maximal 75 Watt und ersetzt eine 300-Watt-Glühbirne. Lampenschirme hat einen Durchmesser von 30 Zentimetern, der Sockel hat einen von 16,5 Zentimetern. Die Lichtleistung liegt bei 4.000 Lumen.

Beim nach unten gerichtetem weißem Licht sind Farbtemperaturen zwischen 2.700 und 4.000 Kelvin möglich. Luke Roberts lobt sich selbst mit einer der besten LED-Lichtqualitäten am Markt (CRI>95) und durch die eigens entwickelte Ansteuerung sollen die über 300 verbauten LEDs absolut flimmerfrei sein.

Technisch soll bei Luke Roberts noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein, denn das Model F verfügt zusätzlich über eine Reihe von Sensoren für Umgebungslicht und Raumpräsenz. Das soll in Zukunft eine Vielzahl weiterer Funktionen ermöglichen.

Wenn Sie mit wenig Aufwand einen großen Raum stimmungsvoll beleuchten wollen und dabei Geld keine Rolle spielt, dann sind Sie bei Luke Roberts richtig.

Die folgenden Leuchtmittel erfüllen grundsätzlich ihren Dienst. Sie sind schnell eingerichtet, können meistens Farben darstellen (wenn auch nicht immer gut) und via Alexa bzw. Google Assistant gesteuert werden. Ihre Schwächen offenbaren sich in den teils nur rudimentär smarten Funktionen der App.

Das reicht für ein simples, zeitgesteuertes Ein- und Ausschalten. Wenn Sie aber an ein langsam heller werdendes Aufwachlicht denken (Lichtwecker), sollten Sie solche Modelle hier nicht weiter beachten.

Die Leuchtmittel setzen durchweg auf WiFi-Funk und kommen ohne Bridge aus. Im Standby verbrauchen sie mit 0,6 bis 0,8 Watt in der Regel mehr Energie als die sparsamen ZigBee-Funker, die sich mit 0,3 Watt begnügen.

Der große Pluspunkt ist der geringe Preis von 15 bis 20 Euro für ein farbiges Leuchtmittel. Philips und Osram kosten mindestens das Doppelte.

Eufy Lumos sticht aus zwei Gründen aus der Masse heraus: Zum Einen verzichtet es auf Farben und Sie müssen mit einem gelben Warmweiß vorliebnehmen, das aber immerhin angenehm ist. Zum Anderen kommt es mit einer eigenen Eufy-App daher, die mit der Kopplung mit anderen Eufy-Geräten lockt, zum Beispiel Roboter-Staubsaugern oder Steckdosen. Interessant ist der Abwesend-Modus, in dem das Leuchtmittel per Zufall hin und wieder ein- und ausgeschalten wird, was Anwesenheit simuliert.

Maxcio Smart Led Lampe 1 Pack

Maxcio liefert ein günstiges Leuchtmittel, das aufgrund der schwachen Farbdarstellung und der unausgereiften Smart Life App nicht zu den Vorzeigeprodukten gehört. Das Leuchtmittel erfüllt aber seinen Dienst und sofern Sie es ohnehin nur über Alexa steuern, können Sie auch daran ihre Freude haben.

Ausein Smart Lampe 810LM

Ausein Smart Lampe: günstig und mit Farbe

Keine Preise gefunden.

Bei Ausein sieht es nicht viel anders aus: Das Leuchtmittel arbeitet ebenfalls mit Smart Life. Allerdings können Sie in der Automation via App sieben Farbmodi sowie die Helligkeit einstellen, zum Beispiel für Nachtlicht. Die Anleitung gibt es nur in Englisch, immerhin ist das aber besser als die sonst üblichen, schlechten, deutschen Übersetzungen. Farben werden auch hier unsauber dargestellt, Weiß ist aber gelungen. Ein kleines Problem hat die E14-Fassung: Sie ist etwas kurz geraten, sodass sie nicht in jeder Lampenfassung einen Kontakt herstellt. Wir mussten mehrere Fassungen ausprobieren.

Bawoo Wi-Fi Smart Bulb

Bawoo gehört auch in die Liga der Smart Life-Leuchtmittel und die Farbdarstellung ist ebenfalls schlecht. Weiß sieht gut aus, Rot hat leider einen Gelbstich und Gelb sieht nach Zitrone aus. Die Anleitung ist teils grausig übersetzt, das ist aber leider Standard. Auch hier können Sie ein Nachtlicht via App automatisieren. Farbmodi und Helligkeit stehen zur Verfügung.

Koaanw Wifi Smart Lampe

Koaanw ist günstig und unterstützt sowohl Alexa als auch Google Assistant. Das war’s aber auch schon mit den wesentlichen Vorteilen, denn die Farbdarstellung taugt nichts und in der Smart Life App besteht die Automation nur aus On/Off.

Luminea ist auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich: Die RGBW-Leuchte gibt es für knapp 10 Euro, das Pendant in warmen Weiß ist mit 15 Euro kaum teurer – dafür gibt es bei Philips oder Osram gerade mal einfache weiße Leuchtmittel. Lichtbänder sind ebenfalls deutlich günstiger, der WLAN-LED-Streifen in RGB mit 5 Metern Länge kostet nur 37 Euro.

Käufer sollten sich aber bewusst sein, dass Luminea-Leuchten eine Insellösung sind, die lediglich mit Alexa sprachgesteuert werden kann. Mit herstellerfremden Lampen und deren Apps kann Luminea nicht sprechen und die Leuchten können auch nicht in Hue oder Lightify integriert werden. Vernetzbar ist man hier also nicht, so wie das beim Testsieger der Fall ist.

Luminea WLAN Licht - App für rudimentäre Settings
Luminea WLAN Licht: App für rudimentäre Settings.

Ein weiterer Nachteil ist die größere Bauform, die die Leuchte für bestimmte Lampenschirme und Abdeckungen untauglich macht. Der Fokus liegt auf E27- und GU10-Leuchtmitteln, wobei die Auswahl deutlich geringer als bei Philips oder Osram ist.

Auch die schlechtere Farbabstimmung des Leuchtmittels und der eher rudimentäre Funktionsumfang zur Steuerung von Farbe und Helligkeit in der App haben uns nicht so gut gefallen. Bessere Farben und eine komfortable App mit vielen Presets für Farben und Stimmungen gibt es bei Wiz.

Wenn Sie nur eine kleine Lichtinstallation mit zwei bis drei Einheiten möchten, ist Luminea aber die mit Abstand preiswerteste Option.

Wiz Smartes LED-Leuchtmittel

Wiz ist wie Luminea ebenfalls ein WiFi-Produkt, allerdings ist die Bauform etwas kompakter. Technisch bestehen ebenfalls Gemeinsamkeiten: Es gibt keine Bridge und der Standby-Verbrauch ist ebenfalls höher als bei ZigBee (Osram, Philips, Innr). Die Verbindung zu Alexa klappt aber auch hier. Wiz unterstützt zudem Google Home.

Wiz benötigt keinen Account, Sie müssen sich also kein Passwort merken – auch nicht, wenn sie Alexa verbinden.

Wiz kupfert bei Philips ab und bietet ebenfalls hübsche Tisch- oder Standleuchten an. Es gibt auch eine Fernbedienung und Lichtstreifen. Die Leuchtmittelpreise sind unterm Strich deutlich günstiger als beim Testsieger, aber nicht so günstig wie bei Innr oder Luminea.

Das teuerste Leuchtmittel von Wiz kostet stolze 60 Euro. Dafür bekommt man aber auch eine E27-Leuchte (weiß + farbig), die einer 75 Watt-Glühbirne entspricht. So ein helles LED-Lämpchen suchen Sie bei den Konkurrenten vergeblich.

Einfache Weißlicht-LEDs gibt es ab 23 Euro, solche mit zusätzlich 16 Million Farben sind für 40 Euro erhältlich. Wiz begrenzt sich nicht auf Leuchtmittel, sondern hat auch Tisch- oder Glastischleuchten im Angebot.

Wir waren beeindruckt vom Farbspektrum der LED-Lichtprojektoren Quest sowie dem E27 Color-Leuchmittel. Hier kann Luminea nicht mithalten. Hinzu kommt eine komfortable App, die in Sachen Lichtstimmungen (Presets) sogar die Hue toppen kann.

Nützlich ist die Wizmote, eine universelle Infrarot-Fernbedienung. Sie bedient jedes Wiz-Leuchmittel, auf das Sie gerichtet wird. Durch Infrarot gibt es keine Verwechselungen.

Ein Nachteil ist die Begrenzung auf das 2,4-GHz-WLAN, das oft überlastet ist. Allerdings dürfte die Datenmenge von und zum Leuchtmittel so gering ausfallen, dass das in der Praxis nicht zu Verzögerungen führt.

Mangels ZigBee ist Wiz nicht mit Hue oder Lightify kompatibel. Mit Hilfe eines Sprachassistenten können die unterschiedlichen Systeme dennoch bedient werden.

Weitere Smart Light-Anbieter

IKEA TRÅDFRI, günstig und kompatibel mit hue Bridge
IKEA TRÅDFRI: Günstig und kompatibel mit Hue Bridge.

IKEA TRÅDFRI heißt das Angebot rund ums smarte Licht vom schwedischen Möbelhaus. Die TRÅDFRI-LED-Birnen und Paneele können über die Philips Hue-Bridge angesprochen werden – allerdings erst mit dem August-2017-Update. Ein solches wird nur aufgespielt, wenn die Leuchtmittel an der TRÅDFRI-Bridge betrieben werden. Nach diesem Update können Sie die IKEA-Bridge weglassen (Firmware-Version 1.2.217).

Die IKEA-Leuchtmittel sind deutlich günstiger als die von Phillips, funken aber ebenfalls sparsam mit ZigBee, weshalb die Integration in Hue möglich ist. Unter der TRÅDFRI-Marke gibt es Fernbedienungen, Bewegungsmelder und Dimmer.

Elgato Avea Bulb
Elgato Avea Bulb.

Elgato Avea versucht einen anderen Weg: Man verzichtet auf eine Bridge ebenso wie auf WLAN. Stattdessen spricht die App über Bluetooth LE mit dem Smartphone.

Elgato hat auch Thermostate, Steckdosen und Raumklimasensoren im Programm. Bekannt wurden aber die für HomeKit beliebten Avea Bulb-, Flare- und Sphere-Leuchten.

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Kommentare

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Jane
Jane

Könnte man hier das System von Awox/EGLO Leuchten ergänzen und auf interkompatibilität eingehen?
Welche App ist die vielseitigste/ kompfortabelste/ zuverlässigste?

Walter P.
Walter P.

Da fehlen meiner Meinung nach aber ein paar interessante Produkte. Was ist mit Ikea, Lifx, TP-Link, Ledvance etc. ?

Peter Meier
Peter Meier

Ikea sollte man wirklich noch berücksichtigen, vor allem nach der Meldung sich im Bereich smartHome noch stärker aufzustellen.

Christian Wind
Christian Wind

Das beste smart home system für licht???? Wer einige leuchten über a app bedienen kann hat no lang kein smart home. Beschattung temperaturregelung alarmanlage beschallung und das alles für den einzelnen user optimiert, dann kann man von einem smart home sprechen.

Patrick Schlögl
Patrick Schlögl

Tja oder man nimmt Dali oder dmx. Das ist erprobt und kostet nicht so viel 🙂