Smart Lock Test: Smart Lock
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Das beste Smart Lock

Wir haben 13 Smart Locks getestet. Das beste ist für uns das Nuki Smart Lock 3.0. Das smarte Türschloss ist fix in Betrieb genommen und kann per Auto-Unlock entsperrt werden. Zusammen mit dem sinnvollen Zubehör bietet Nuki das beste Gesamtpaket an. Doch Smart Locks haben insgesamt ihre Tücken. Welche das sind, verraten wir im Test.

Stefan Schmid
Stefan Schmid
hat eine Vorliebe für smarte Technik, die den Alltag erleichtert. Er testet überwiegend Produkte aus den Bereichen IT-Technik, Computerzubehör und Smart Home.
Ibrahim Altiparmak
Ibrahim Altiparmak
ist Autor, Technik-Enthusiast und Gamer. Mit seinem ersten PC entdeckte er nicht nur seine Leidenschaft für die Welt der Elektronik, sondern auch fürs Schreiben. Seine ersten Erfahrungen als Technik-Redakteur konnte er beim Computermagazin CHIP sammeln. Bei AllesBeste kümmert er sich überwiegend um PCs, Smartphones, Tablets und smarte Gadgets.
Letztes Update: 20. Oktober 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

11. August 2022

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer Sicherheitslücke im smarten Türschloss ABUS HomeTec Pro CFA3000, durch die Unbefugte das Schloss aus der Nähe auf- und zuschließen können. Mangels Update-Möglichkeit ist es nicht möglich, diese Lücke zu schließen.

Zwar handelt es sich beim betroffenen Schloss um ein Auslaufmodell, das inzwischen einen Nachfolger bekommen hat, bei dem das Problem offenbar nicht besteht, die beiden Produktversionen sehen sich aber zum Verwechseln ähnlich. Wenn Sie das Schloss in Betrieb haben, sollten Sie dringend überprüfen, ob es sich um die alte oder die neue Variante handelt und gegebenenfalls, auch bei Unklarheit, auf die weitere Nutzung verzichten.

Die offizielle Meldung des BSI mit weiteren Details finden Sie hier.

14. Juni 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

11. Februar 2022

Wir haben das LOQED Smart Lock getestet und sprechen eine Empfehlung dafür aus. Die bisherige Empfehlung, das Evva AirKey, ist nun unter „Außerdem getestet“ gelistet.

4. Februar 2022

Wir haben ein neues Smart Lock getestet. Das Nuki 3.0 ist unser neuer Testsieger. Der Vorgänger Nuki 2.0 ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

27. August 2021

Wir haben drei weitere Smart Locks getestet. Eine neue Empfehlung ist das Linus Smart Lock von Yale.

25. September 2020

Die Stiftung Warentest hat smarte Türschlösser getestet, unser Testsieger schneidet auch hier „gut“ ab. Wir haben den Artikel entsprechend aktualisiert.

24. Juli 2020

Wir haben unseren Smart-Lock-Test um ein Testgerät erweitert. Der Newcomer Tedee konnte gleich eine Empfehlung abstauben.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Technik macht bequem: Wir steuern unsere Smartphones mit Sprachbefehlen und dimmen das Licht zuhause mit Apps. Und mit smarten Türschlössern kann man sogar seine Haustür mit dem Handy öffnen. Was auf den ersten Blick wenig Sinn zu ergeben scheint – schließlich macht es keinen großen Unterschied, ob man zum Aufsperren einen Schlüssel oder sein Smartphone aus der Tasche zieht – hat tatsächlich einige Vorteile.

So muss man, zumindest bei einigen Modellen, das Smartphone gar nicht in die Hand nehmen, um die Tür aufzusperren. »Auto-Unlock« heißt die Zauberfunktion, mit deren Hilfe das intelligente Schloss automatisch erkennt, wenn man vor der Tür steht und das Schloss wie von Geisterhand öffnet.

Aber auch sonst haben smarte Schlösser ein paar Tricks auf Lager: Man kann schnell und unproblematisch beliebig vielen Personen übers Smartphone Zugangsberechtigungen erteilen ohne erst beim Schlüsseldienst neue Schlüssel ordern zu müssen. Digitale Schlüssel können außerdem nicht verloren gehen. Wird das Smartphone geklaut, deaktiviert man einfach den entsprechenden digitalen Schlüssel. Und wenn man sich aussperrt, kann man die Haustür einfach aus der Ferne von den Familienmitgliedern oder über eine Web-App öffnen lassen – Schlüsseldienst-Abzocke gehört damit der Vergangenheit an.

So weit zumindest die Theorie. Wir haben 13 smarte Türschlösser über mehrere Wochen hinweg getestet und dabei festgestellt, dass in der Praxis doch nicht immer alles so klappt, wie es die Hersteller versprechen. Die meisten smarten Türschlösser haben uns letztlich nicht überzeugt, sie sind entweder nicht wirklich smart, im Alltag unkomfortabel oder aus Sicherheitsgründen bedenklich. Einige smarte Schlösser können wir aber guten Gewissens empfehlen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Nuki Smart Lock 3.0

Test Smart Lock: Nuki 3.0
Das Smart Lock ist komfortabel zu bedienen und funktioniert mit bestehenden Zylindern. Das Zubehör lässt keine Wünsche offen.

Mit dem Nuki 3.0 verweist der Smart-Lock-Primus aus Österreich die Konkurrenz einmal mehr auf die hinteren Plätze. Der Nachfolger des Nuki Smart Lock 2.0 hat an viele Stellen kleinere Verbesserungen erfahren und macht einen sehr ausgefeilten Eindruck, was unter anderem am zuverlässig funktionierenden Auto-Unlock liegt. Erst mit solchen Funktionen lohnt sich in unseren Augen die Anschaffung eines Smart Locks. Erfreulich ist auch, dass die Motoreinheit im Vergleich zum Vorgänger noch einmal merklich leiser geworden ist.

Hochwertig

Tedee Smart Lock Set

Smart Lock Test: Tedee Smart Lock
Ein Smart Lock, das den Namen verdient. Das Schloss kann mit seiner Bedienung und dem kompakten Gehäuse überzeugen.

Mit dem Tedee Lock sorgt der Nuki-Herausforderer aus Polen für eine Überraschung. Auf Anhieb gelingt es dem Hersteller ein wirklich smartes Gerät auf den Markt zu bringen und damit sofort zu überzeugen. Von der Installation bis zur Bedienung ist alles einwandfrei und besonders anwenderfreundlich. Selbst Technik-Laien sollten mit diesem smarten Türschloss zurechtkommen.

Gut & günstig

Danalock V3

Test Smart-Lock: Danalock V3
Danalock bietet ein gutes Smart Lock für Einsteiger an auf Wunsch gleich mit passendem Zylinder.

Das Danalock V3 ist eine gute Wahl, wenn Sie auf manche Features verzichten können. Ohne jegliches Zubehör bietet es eine zufriedenstellende Lösung für alle an, die keinen Fernzugriff benötigen und einfach nur mit dem Smartphone die Tür öffnen möchten. Der geringe Anschaffungspreis wird wieder etwas abgeschwächt, da ein separater Zylinder erworben werden muss.

Flüsterleise

Yale Linus Smart Lock

Test  Smart Lock: Yale Linus Smart Lock
Sperrt sehr leise auf und zu und kommt mit einer Fülle an nützlichen Zusatzfunktionen.

Das Yale Linus ist eines der leisesten Smart Locks im ganzen Testfeld. Außerdem überzeugt es mit einem hochwertigen Metallgehäuse, einer durchdachten App und seinem enormen Funktionsumfang. Sein ganzes Können zeigt es allerdings nur, wenn man auch die zugehörige Connect-Bridge besitzt. Damit arbeitet das Smart Lock zwar schneller, ist aber auch deutlich teurer in der Anschaffung.

Clevere Extras

LOQED Smart Lock

Test Smart Lock: LOQED Smart Lock
Das LOQED bietet mit seinem Touch-Sensor eine clevere Idee, wie man die Tür auch aufsperren kann.

Das LOQED Smart Lock verdrängt das Schlüsselloch endgültig. Ersetzt wird es durch eine berührungsempfindliche Plastikplakette, auf der sich auch ein Code eingeben lässt, falls man einmal das Smartphone vergessen hat oder der Akku leer ist. Als Smart-Lock-Besitzer hat man damit eine Sorge weniger. Zudem kann das Smart Lock mit jeder Menge zuverlässiger Funktionen aufwarten, die uns im Test gut gefallen haben.

Vergleichstabelle

TestsiegerNuki Smart Lock 3.0
HochwertigTedee Smart Lock Set
FlüsterleiseYale Linus Smart Lock
Gut & günstigDanalock V3
Clevere ExtrasLOQED Smart Lock
Evva AirKey
Homematic IP 154952A0
Burg Wächter secuEntry Easy Plus 5652 Fingerprint
Yale ENTR
DOM Tapkey Pro V2
WeLock PCB41
Test Smart Lock: Nuki 3.0
  • Motorisiert
  • Einfache Montage
  • Auto Unlock sehr zuverlässig
  • Große Auswahl an Zubehör
  • Leiser Motor
  • Transparente Datenschutz­politik
  • Plastikgehäuse
Smart Lock Test: Tedee Smart Lock
  • Motorisiert
  • Schick
  • Sehr gute Material­qualität
  • Integrierter Akku
  • Auto Unlock sehr zuverlässig
  • Zubehör noch nicht verfügbar
  • Keine Wear-OS-Unterstützung
Test  Smart Lock: Yale Linus Smart Lock
  • Motorisiert
  • Leise
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Funktioniert in den meisten Fällen mit dem bestehenden Zylinder
  • Auto-Unlock funktioniert nicht immer
Test Smart-Lock: Danalock V3
  • Motorisiert
  • Gute Materialqualität
  • Normale Schlüssel können weiterhin verwendet werden
  • Auch ohne Zubehör nützlich
  • Große Geofence unter Android
  • Auto Unlock nicht so zuverlässig unter iOS
  • Zylinder muss ausgetauscht werden
Test Smart Lock: LOQED Smart Lock
  • Umfangreicher Lieferumfang
  • Touch-Öffnungs-Funktion
  • Motorisiert
  • Mit Außenmodul
  • App muss nicht geöffnet werden
  • Vergleichsweise hoher Montageaufwand
  • Teuer
Test Smart-Lock: Evva Airkey
  • Umfangreiche Verwaltungsmöglichkeiten
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung via Cloud
  • Reagiert schnell
  • Nicht motorisiert
  • Kein Notfallschlüssel
  • Bei der Montage muss mehr sehr genau sein
Test  Smart Lock: Homematic IP 154952A0
  • Motorisiert
  • Einfache Installation und Montage
  • Funktioniert zuverlässig
  • Plastikgehäuse
  • Durchwachsenen App
  • wenig Zusatzfunktionen
Test Smart-Lock: Burg Wächter secuEntry easy 5601
  • Öffnet zuverlässig
  • Notfallschlüssel vorhanden
  • Fingerprint-Reader funktioniert gut
  • Montage etwas fummelig
  • Keine wirklichen Smart-Funktionen
  • App sieht extrem altbacken aus
  • PC-Software kostet extra
Test Smart-Lock: Yale ENTR
  • Motorisiert
  • Gut verarbeitet
  • Tür kann mit Schlüssel noch geöffnet werden
  • Kein Auto Unlock
  • Touch-Bedienung
  • Fingerprint-Reader unzuverlässig
Smart-Lock Test: Dom Tapkey Pro
  • Gute Materialqualität
  • App mit moderner Oberfläche
  • Öffnet nicht immer zuverlässig
  • Montage nicht gut gelöst
  • Ungewöhnliche Batterielösung
  • Upgrade-Option
Smart-Lock Test: 61yxnneldhl. Ac Sl1000
  • Öffnet zuverlässig
  • Super-Passwort auf den Zylinder aufgedruckt
  • Keine Infos über Verschlüsselung
  • App nicht übersetzt, teilweise auf Mandarin
  • Keine wirklichen Smart-Funktionen
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Smart Locks: Öffnen mit Köpfchen

Smarte Türschlösser gibt es in den verschiedensten Varianten und Preisklassen und wie so oft gilt, je mehr man bereit ist zu investieren, desto mehr Funktionen und Features bekommt man. Die Grundfunktion ist selbstverständlich überall die gleiche: Eine Tür auf- und zusperren. Für diese recht simpel klingende Aufgabe haben sich die Hersteller verschiedene Lösungen ausgedacht.

Zur Kommunikation dient meist Bluetooth, denn diesen Standard unterstützen inzwischen alle Smartphones. Wenn Sie aus der Ferne auf Ihr smartes Türschloss zugreifen möchten, ist zusätzlich zwingend eine Internetverbindung nötig. Out-of-the-box hat keine der getesteten Geräte eine WLAN-Funktion an Bord, weshalb Sie nochmal Geld in die Hand nehmen müssen, um Zubehör zu kaufen. Dann können Sie auf alle Funktionen eines Smart Locks zugreifen und es mit anderen Smart-Home-Funktionen verknüpfen. Den Postboten kurz reinlassen oder Besuch in die Wohnung lassen, obwohl man nicht daheim ist, ist dann dank Fernzugriff möglich.

Smart Lock Test: Nuki Press 5
Viele Smart Locks können neben dem Smartphone auch mit Bluetooth-Fernbedienungen oder NFC-Tags geöffnet werden.

Sie möchten, dass die Lichter beim Betreten der Wohnung automatisch eingeschaltet werden oder Ihr Schloss per Sprachbefehle steuern? Kein Problem. Wie bei den meisten smarten Geräten können auch viele smarte Türschlösser in Smart-Home-Systeme wie Apple HomeKit, Amazon Alexa, Zigbee oder IFTTT eingebunden und gesteuert werden. Oft bieten die smarten Schlösser außerdem eine Protokollfunktion. So können Sie überprüfen, ob die Kleinen sicher und pünktlich daheim angekommen sind, wenn Sie nicht zu Hause sind.

Klingt alles kinderleicht und komfortabel. Ist es manchmal auch, aber leider nicht immer.

Schon die Installation des smarten Türschlosses klappt in der Praxis nicht immer so problemlos, wie die Hersteller das in ihren Werbefilmen versprechen. Mal muss der Schließzylinder ausgetauscht werden oder der Schlüssel ist zu klein oder zu groß. Man sollte sich also auf Überraschungen gefasst machen und sich am besten vorher gut informieren, ob alle Komponenten auch wirklich zusammenpassen.

Ein herkömmliches Schloss an der Außenseite erspart böse Über­ra­schungen

Auch wenn das Smart Lock dann endlich an der Tür ist, klappt die Technik nicht immer reibungslos. Wenn die Verbindung mal streikt oder die Batterie leer ist, kommen Sie bei manchen smarten Türschlössern gar nicht in die Wohnung und stehen vor dem bekannten Problem, das die smarten Schlösser ja eigentlich lösen wollen: Schlüssel vergessen und man ist ausgesperrt. Damit dieses Szenario nicht eintritt, gibt es Smart Locks, die nur auf der Innenseite der Tür montiert werden, draußen bleibt das gute alte Schloss. Das erspart böse Überraschungen, denn so kann man die Tür notfalls noch mit einem ganz normalen Schlüssel aufsperren. Das empfinden wir nach unserem Test als die beste Lösung – denn bei uns kam es immer mal wieder vor, dass die smarten Schlösser komplett ihren Dienst versagten.

Vor allem die Auto-Unlock-Funktion, die einige Hersteller anbieten, hat uns enttäuscht, denn sie funktioniert nicht immer so, wie sie soll. Das liegt meist daran, dass das Smartphone zum Energiesparen die Bluetooth-Funktion einschränkt. Eine konstante Abfrage über Bluetooth würde Ihnen schnell den Saft aus Smartphone und Smart Lock saugen, andererseits ist es ärgerlich, wenn die Abfrage nicht oft genug geschieht und die Tür nicht öffnet, obwohl sie soll. Dann muss man nämlich doch das Smartphone aus der Tasche holen.

Funktionsweise

Die Hersteller setzen bei smarten Türschlössern auf unterschiedliche Techniken. Die verschiedenen Funktionsweisen haben alle ihre Vor- und Nachteile.

Entscheidet man sich für ein reines Bluetooth-Gerät, gewinnt man an Sicherheit. Zwischen Ihrem Smartphone und Ihren Smart Lock findet ein direkter Austausch statt, somit können Ihre persönlichen Daten wie Standort oder Protokoll nicht übermittelt werden und stehen niemanden zur Einsicht offen. Außerdem kann Ihr smartes Schloss weder aus dem Netz angegriffen werden, noch müssen Sie sich Sorgen machen, dass nach Ablauf der Herstellerunterstützung, eine kritische Lücke in der Software gefunden wird. Sie verzichten dadurch aber auf viele Funktionen, die ein smartes Türschloss erst richtig smart werden lassen. Für eine Anbindung ins Smart Home und den Zugriff aus der Ferne muss das Schloss über eine sogenannte Bridge auch per WLAN ans Internet angeschlossen werden. Die Bridge verbindet sich mit dem Smart Lock und leitet die Befehle an das Schloss weiter, sie ist im Grunde genommen ein Repeater und Zugangspunkt für das Schloss.

Öffnen per Bluetooth oder NFC

Neben dem Smartphone gibt es verschiedene andere Möglichkeiten, ein smartes Schloss zu entriegeln. Nuki etwa bietet eine Bluetooth-Fernbedienung namens Fob an. Die meisten Hersteller setzen dagegen auf NFC als Schlüssel. So können die Schlösser mit NFC-fähigen Smartphones ebenso wie mit sogenannten NFC-Tags geöffnet werden. NFC steht für »Near Field Communication« und ermöglicht eine Datenübertragung über sehr kleine Entfernungen. Der Clou ist, dass der Austausch zwischen Sender und Empfänger elektromagnetisch geschieht, der Transponder benötigt keine eigene Energieversorgung. Es gibt aber auch andere Schlüssellösungen, wie die Code-Eingabe über ein Keypad oder die Identifikation über einen Fingerabdrucksensor.

Smart Lock Test: Smart Lock Burg Wächter 1
Für die meisten Smart Locks gibt es optional Keypads zu kaufen, teilweise auch mit Fingerabdrucksensor wie dieses von Burg Wächter.

Für die Auto-Unlock-Funktion nutzen alle Hersteller eine Kombination aus Standortermittlung per GPS, Internetverbindung und Bluetooth. Mit Bluetooth kann wie bereits erwähnt nicht ständig nach dem Smart Lock gesucht werden, denn das würde den Akku des Smartphones schnell erschöpfen. Daher wird die Suche nach dem Smart Lock per Bluetooth erst aktiviert, wenn man einen sogenannte Geofence betritt. Die Geofence ist nichts anderes als ein Radius um den Standort, den Sie für das Smart Lock festlegen.

Auto-Unlock hat seine Tücken

Die Idee an sich ist gut, hat aber ihre Tücken. Denn der Radius, den man hier einstellen kann, ist mit mindestens 50 Meter bei Nuki und 400 Meter bei Danalock ziemlich groß. Geht man nur Mal kurz vor die Tür, verlässt man die Geofence nicht. Auto-Unlock wird aber erst aktiviert, wenn man den Geofence verlässt und wieder betritt. Denn sonst wäre die Funktion ja ständig aktiviert, während man zuhause ist. Entfernt man sich also nicht weit genug von zuhause, muss man das Smartphone oder den Schlüssel aus der Hosentasche kramen.

Smart Lock Test: Smart Lock Tapkey
Einige Smart Locks setzen auf NFC-Tags als Schlüssel.

Ein weiterer Nachteil: Die Smartphone-App überwacht ständig den GPS-Standort des Besitzers. Das verbraucht zwar nicht viel Akku, ist aus Datenschutzgründen aber bedenklich, weil das Smartphone dadurch ständig Standortdaten erfasst und das allein dafür, dass man keinen Schlüssel aus der Tasche holen muss, wenn man nach Hause kommt. Da wird technologisch kräftig mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Bevor man diese Funktion aktiviert, sollte man sich auf jeden Fall die Datenschutzerklärung des Herstellers genau durchlesen, schließlich gibt es genug Apps, die sich irgendwo im Kleingedruckten die Weitergabe von Standortdaten erlauben lassen – und diese Daten dann meistbietend an zwielichtige Werbenetzwerke verhökern. Auch wenn diese Daten vorgeblich anonymisiert gespeichert werden, eine eindeutige Identifikation von Personen ist anhand von Standortdaten ein Kinderspiel – denn wie viele Menschen pendeln schon täglich von Ihrem Haus zu Ihrer Arbeitsstelle? Vermutlich nur Sie.

Leider gibt es bis jetzt keine wirklich besseren Lösungen, um ein zuverlässiges Auto-Unlock zu bewerkstelligen. Man könnte zwar das heimisch WLAN oder sogenannte iBeacons zur Standortbestimmung nutzen. Sobald man in Reichweite des eigenen WLANs oder des iBeacons kommt, könnte sich Bluetooth scharf stellen und das Smart Lock öffnen. Das bringt aber ein großes Problem mit sich, das noch kein Hersteller zufriedenstellend lösen konnte. Das Schloss würde sich öffnen, sobald Sie Ihr WLAN aus und wieder einschalten oder einfach nur Ihr Smartphone neu starten. Ein Reset am Router oder ein schwaches Signal am Smartphone und schon steht die Tür offen. Dasselbe gilt für die Kombination aus iBeacon und Bluetooth, die Danalock eine zeitlang angeboten hat. Inzwischen hat der Hersteller diese Lösung wieder eingestellt.

Bauarten

Smart Locks ersetzen entweder den eingebauten Zylinder oder werden am bestehenden Zylinder mitsamt eines Schlüssels angebracht. Der Vorteil von Letzterem: Von außen ist das Smart Lock unsichtbar und im Notfall kann man dank die Tür mit einem normalen Schlüssel aufsperren – sofern der Zylinder beidseitig sperrbar ist. In so einen Zylinder sollten Sie unbedingt investieren, wenn Sie sich für eine einseitige Lösung entscheiden. Die Zylinder erkennen Sie an der sogenannten »Notfall- und Gefahrenfunktion«. Schlösser dieser Art erlauben Ihnen Ihre Tür auch dann noch öffnen zu können, wenn Sie sich ausgesperrt haben und innen noch ein Schlüssel im Schloss hängt – oder eben ein Smart Lock.

Smarte Türschlösser, die mit den bestehenden Zylinder funktionieren, sind in der Regel motorisiert und können das Schloss damit auch wirklich selbständig öffnen. Andere smarte Türschlösser hingegen ersetzen den Schließzylinder durch einen integrierten Zylinder mit einem oder zwei Knäufen. Diese Schlösser öffnen die Tür nicht selbst, sondern geben den Zylinder per Funk zum Entriegeln frei. Sie sind also Schloss und Schlüssel zugleich, der Nutzer dreht nach erfolgreicher Freigabe am Knauf und öffnet die Tür. Dreht jemand ohne Autorisierung am Knauf, dreht sich der Knauf einfach nur im Kreis.

Egal für welches Produkt man sich entscheidet, sie haben auch Gemeinsamkeiten. So ist stets eine Elektronikeinheit und ein Akku integriert. Wenn man eine motorisierte Lösung verwendet, bringt das einen weiteren Vorteil mit sich: Die Elektronik befindet sich dann an der Innenseite und ist von Witterungseinflüssen geschützt. Zudem kann niemand das Gerät von der Tür entfernen oder physisch Zugang zur Elektronik erhalten.

Sicherheit

Bei smarten Türschlössern stellt sich natürlich sofort die Frage, wie sicher sie sind. Prinzipiell kann man sagen, dass Smart Locks ähnlich sicher sind wie herkömmliche Schlösser, natürlich nur solange man die Software der Geräte und des eigenen Smartphones aktuell hält. Das in den USA beliebte und hierzulande ebenfalls erhältliche Schloss KeyWe ist ein Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn man ein Gerät nicht aktualisiert: Mit dem kostenlosen Analyse-Tool »Wireshark« und einem Bluetooth-Sniffer kann dieses Schloss problemlos geknackt werden. Was in diesem Fall noch gravierender ist: Das KeyWe kann man nicht aktualisieren, diese Schlösser sind also, bis der Hersteller etwas dagegen unternimmt, dauerhaft unsicher.

Smart Locks sind ähnlich sicher wie herkömmliche Schlösser

Ein anderer aktueller Fall ist der Türöffner Nello. Der kann zwar immerhin aktualisiert werden, doch bis das Update durch ist, sind die Türöffner nicht einsetzbar. Dass die Software gepflegt wird und die Nutzer die Geräte aktuell halten, ist also essenziell für die Sicherheit. Geht der Hersteller pleite, guckt man in die Röhre.

Doch selbst wenn die Software von Smartphone und Smart Lock aktuell ist, ist man nicht automatisch auf der sicheren Seite. Oft sind bei Elektronikgeräten nicht die Geräte selbst ein Problem – sondern der Anwender. So kann es etwa ein Problem sein, wenn die Smart-Home-Anbindung nicht ordentlich konfiguriert wurde. Wird das Smart-Home-System gehackt, weil der Besitzer das System nicht ausreichend geschützt hat, sind alle verbundenen Geräte angreifbar, inklusive das ans Smart Home eingebundene Smart Lock.

Smart Lock Test: Einbrecher
Mit dem Stemmeisen geht’s einfacher und schneller.

Die Aussage, dass Smart Locks allgemein sicher sind, stimmt dennoch. Denn wenn Ihr Smart-Home-System gehackt wurde oder der Hersteller das Schloss nicht richtig vor Angriffen geschützt hat, müssen immer noch zwei Dinge eintreten: Erstens muss der Hacker wissen, welches Gerät Sie besitzen. Bei smarten Schlössern, die von innen angebracht werden, ist das von außen nicht sichtbar. Vor allem aber muss der Angreifer, um einen Schaden anzurichten, physisch vor Ort sein. Dem Hacker aus Russland nutzt es selbst relativ wenig, wenn er aus Nowosibirsk Ihre Haustür öffnet.

Falls jemand wirklich bei Ihnen einbrechen möchte, geht das mit einem simplen Stemmeisen oder einem Elektropick deutlich schneller und einfacher. Zumindest zurzeit ist für das Knacken von smarten Türschlössern eine hohe IT-Expertise notwendig. Das könnte sich in Zukunft ändern, wenn Smart Locks weiter verbreitet sind und Kriminelle sich fertige Sets wie einen »digitalen Dietrich« für Smart Locks auf dem Schwarzmarkt beschaffen können. Momentan ist das aber nicht der Fall.

Einen Einbruch aufgrund eines gehackten Geräts halten wir aktuell daher für ein sehr unwahrscheinliches Szenario, besonders wenn Sie Ihre Geräte richtig aufsetzen und Produkte verwenden, die regelmäßig von den Herstellern mit Updates versorgt werden. Wer sich vor einem Einbruch schützen möchte, sollte sich eher um stabile Türen und Türbeschläge Sorgen machen.

Smart Lock Test: Nuki Smart Lock 3.0

Testsieger: Nuki Smart Lock 3.0

Wer sich mit dem Thema Smart Lock beschäftigt, kommt am Hersteller Nuki nicht vorbei. Warum das so ist, zeigen die Österreicher einmal mehr mit dem Nuki Smart Lock 3.0. Der Nachfolger unseres ehemaligen Testsiegers ist spielend einfach zu montieren, kann auch von Leuten zuverlässig bedient werden, die mit Technik sonst nicht viel am Hut haben – und erfüllt sämtliche Sicherheitskriterien, die man derzeit an ein Smart Lock anlegen kann. Ein Smart Lock, so wie es sein sollte!

Testsieger
Nuki Smart Lock 3.0
Test Smart Lock: Nuki 3.0
Das Smart Lock ist komfortabel zu bedienen und funktioniert mit bestehenden Zylindern. Das Zubehör lässt keine Wünsche offen.

Beim Design ist man sich bei Nuki weitestgehend treu geblieben, einzige Neuerung ist, dass die dritte Generation nun in Weiß erhältlich ist und das schwarze Gehäuse ausschließlich der Pro-Version vorbehalten bleibt. Grund für die ungewohnte Farbenvielfalt ist, dass sich die Sonderedition des Nuki 2.0 in eben jener weißer Farbe großer Beliebtheit erfreute, was wiederum daran liegt, dass Weiß an vielen Türen deutlich unauffälliger daherkommt.

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Smart Lock Test: Nuki Smart Lock 3.0
In Weiß wirkt das Nuki deutlich dezenter.
Smart Lock Test: Nuki Smart Lock 3.0
Der Türsensor gibt Auskunft darüber, ob die Tür offen steht.
Smart Lock Test: Nuki Smart Lock 3.0
Auch die Bridge kommt jetzt in Weiß daher und hebt sich dadurch kaum mehr von der Wand ab.
Smart Lock Test: Nuki Smart Lock 3.0
Das Powerpack soll für deutlich mehr Laufzeit sorgen. Bestätigen können wir dieses Mehr an Laufzeit allerdings nicht.

Neben der Farbe gibt es auch beim verbauten Motor eine Neuerung, der deutlich leiser als beim Vorgängermodell arbeitet. Während das Nuki in der Version 2.0 mit gemessenen 65 Dezibel (aus einem Meter Entfernung) durchaus dazu in der Lage war, Menschen mit leichten Schlaf zuverlässig aus ihren Träumen zu katapultieren, ist das Nuki 3.0 mit gemessenen 62 Dezibel merklich leiser. Von der Kategorie »flüsterleise« ist man aber auch hier noch ein gutes Stück entfernt.

Der Motor arbeitet leise

Das Nuki 3.0 gibt es auch als Pro-Version. Die kommt, im Gegensatz zur hier getesteten »normalen« Version, mit integriertem WLAN-Modul sowie Power Pack daher, was einen Preisaufschlag von 100 Euro nach sich zieht. Wer keine Pro-Version besitzt, aber ein Batterie Pack erwerben möchte, muss mit rund 50 Euro Anschaffungskosten rechnen, das WLAN-Modul kann durch die 100 Euro teure Nuki Bridge substituiert werden. Ob die interne WLAN-Lösung des Pro-Version in der Praxis tatsächlich besser ist, wird die Akkulaufzeit der Pro-Version letztlich klären. Ganz allgemein ist der Stromhunger eines integrierten WLAN-Moduls beträchtlich und der Akku des Smart Locks wird entsprechend stärker in Mitleidenschaft gezogen.

Ein dritter und letzter Unterschied zwischen den beiden Ausstattungsvarianten ist der Drehring. Der ist bei der hier getesteten Version nämlich aus Plastik, das deutlich edlere Aluminium bleibt der »Premiumklasse« vorbehalten.

Montage

Die Montage des Nuki Smart Lock 3.0 ist, wie man es von dem österreichischen Hersteller kennt, einfach. Wobei einfach in diesem Fall wirklich einfach bedeutet. Kein anderes smartes Türschloss in unserem Test war so schnell montiert wie das Nuki. Wie das geht? So: Klebeplatte auf dem Türschloss befestigen, Schlüssel ins Schloss stecken, Einheit mit dem Stellmotor auf die besagt Platte clipsen – fertig.

Wessen Schloss mit einem leicht hervorstehenden Zylinder versehen ist, kann auch von der zweiten, ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen Montageplatte Gebrauch machen. In diesem Fall wird dann nicht geklebt, sondern geschraubt. Den dafür nötige Inbusschlüssel liefert Nuki ebenfalls gleich mit.

Alles in allem dauert die Montage selbst für handwerklich Unbegabte keine fünf Minuten und lässt wenig Möglichkeiten zu, etwas falsch zu machen. Einfacher bekommt man eine Tür nun wirklich nicht smart. Aber wie smart ist das Nuki eigentlich?

Die Montage ist ein Kinderspiel

Unterm Strich haben wir es hier mit einem der cleversten Schlösser im ganzen Testfeld zu tun, der Funktionsumfang des Nuki ist enorm. Vom Auto-Unlock bis zur Benutzer- und Geräte-Verwaltung ist mit diesem Smart Lock alles möglich. Lediglich exotische Funktionen wie sie Abus beispielsweise mit der sich selbst öffnenden Tür bietet, fehlen dem Nuki. Für den Alltag ist das Smart Lock aber völlig ausreichend ausgestattet und auch im Praxistest macht es eine gute Figur, wie wir später noch feststellen werden.

Zubehör

Wir haben das Smart Lock gemeinsam mit der separat erhältlichen Nuki Bridge getestet. Die muss in eine Steckdose, die sich im direkten Umfeld des smarten Pförtners befindet, und stellt dann eine Schnittstelle zwischen dem Smart Lock und dem Internet her. Die Pro-Version des Nuki Smartlocks hat die Bridge bereits ab Werk integriert, hier muss man also keine zusätzliche Bridge kaufen. Um das Zubehör in Betrieb nehmen zu können, muss es via App gekoppelt werden. Auch das klappt spielend einfach.

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Neben der Bridge hatten wir auch den Türsensor im Test. Der besteht aus zwei Teilen, die jeweils am Rahmen und an der Tür selbst befestigt werden müssen und dann in der App Auskunft darüber geben, ob die Tür gerade offen oder geschlossen ist. Wer auf dem Weg in die Arbeit regelmäßig von der Frage aufschreckt, ob man zugesperrt hat, wird sich über diese Funktion freuen.

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Ob die Tür offen steht, kann man mithilfe des Türsensors auch von unterwegs aus checken.

Laut eigener Aussage hat es der Hersteller Nuki deshalb bei einer externen Lösung belassen, weil eine interne, also ins Smart Lock integrierte Lösung, nicht immer zuverlässig funktioniert – und in puncto Zuverlässigkeit will man bei seinem Haustürschloss schließlich nichts anbrennen lassen. Im Test hat sich der Türsensor als sehr zuverlässig entpuppt, eine Falschinformation gab es hier nie.

Ganz anders verhält es sich mit dem optional erhältlichen Powerpack, das im Grunde aus vier AA-Akkus inklusive Steck-System besteht und für das der Hersteller sportliche 50 Euro aufruft, lediglich in der Pro-Variante des Nuki ist es im Lieferumfang enthalten. Die vielgepriesene Steigerung der Akkulaufzeit des Smart Locks konnten wir in unserem ersten Langzeittest (allerdings mit dem Nuki 2.0) nicht bestätigen, vollgeladen reichte der Strom gerade einmal für etwa zwei bis drei Monate.

Die Nuki-App

Unverändert gelungen präsentiert sich die App der Österreicher. Die ist nicht nur enorm übersichtlich und strukturiert, sondern schafft zugleich auch den Spagat zwischen »Lass mich zu den Einstellungen, ich bin Profi« und »Oh Gott, eigentlich wollte ich nur ein Türschloss in Betrieb nehmen«. Anfänger werden hier an die Hand genommen, während erfahrene Nutzer sich in den tiefen des Einstell-Menüs verlieren dürfen.

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Unverändert praktisch ist auch die Nuki-Software. Zugriffsberechtigungen an Freunde und Verwandte lassen sich spielend leicht erstellen und auch etwas kompliziertere Zugangsberechtigungen, beispielsweise für die Raumpflegerin, die nur zu bestimmten Uhrzeiten das Haus betreten darf, lassen sich auch für technisch wenig versierte Menschen intuitiv umsetzen.

Auto-Unlock

Auto Unlock ist das, was sich die meisten Menschen unter einem smarten Türschloss vorstellen: Man nähert sich der eignen Haustür und die sperrt sich wie von Geisterhand auf, sodass man lediglich noch die Klinke herunterdrücken und durch die Tür spazieren muss. Das Problem: Aktuell klappt das mit dem automatischen Aufsperren bei vielen Smart Locks nicht immer zuverlässig.

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In der Regel zückt man deshalb oft das Handy, öffnet die App und wählt die Aufsperr-Funktion. Das ist unpraktisch und kein echter Vorteil zum Schlüssel, zumindest was die Praktikabilität angeht. Eine zuverlässige Auto-Unlock-Funktion braucht also das Land – und Nuki liefert.

Auto-Unlock funktioniert zuverlässig

Im Test hat der Auto-Unlock des Nuki Smart Lock 3.0 meist zuverlässig funktioniert. Einzige Ausnahme: Wer den Geofence nur kurz verlässt, um ihn dann einige Meter später wieder zu betreten, wird trotz Auto-Unlock vor verschlossener Tür stehen. Lässt man den Geofence hingegen deutlich hinter sich, weil man beispielsweise in die Arbeit fährt (und das dürfte das deutliche realistischere Szenario sein), haben wir es hier mit einem gut funktionierenden Auto-Unlock zu tun.

Smart Lock Test: Nuki Screenshot
Um alle Funktionen des Nuki zu nutzen, müssen die Standortdaten regelmäßig im Hintergrund aktualisiert werden.

Im Netz gibt es für Nukis Auto-Unlock im Zusammenspiel mit iPhones jedoch Kritik. Hier sind aber nicht die Österreicher, sondern Apple, genauer gesagt iOS 15 Schuld. Ab dieser Version unterbindet das iPhone-Betriebssystem nämlich das Abfragen der Standortdaten von Apps mit der Folge, dass Auto-Unlock nicht mehr funktioniert. Apple hat aber bereits angekündigt, hier nachzubessern, da es im Falle des Smart Locks deutlich zu Lasten des Komforts geht und Nuki in Sachen Datenschutz wirklich nichts auf die leichte Schulter nimmt, wie man hier nachlesen kann.

Wie schon das Vorgängermodell, ist auch das Nuki 3.0 mit Apple HomeKit kompatibel. In Verbindung mit einer Nuki-Bridge lässt sich Selbiges auch über das Zusammenspiel mit dem Google Assistant und Alexa sagen.

Nachteile?

Die Liste an Nachteilen ist beim Nuki schnell abgearbeitet. Während wir beim Vorgänger die mäßige Akkulaufzeit anprangerten, können wir an dieser Stelle beim Nuki 3.0 noch keine Auskunft darüber geben wie lange es mit einer Batterieladung durchkommt. Wo wir aber gerade beim Thema sind: Das optional erhältlich Battery Pack ist seit einigen Monaten bei uns in der Redaktion im Einsatz. Das ernüchternde Fazit: Auch das Battery Pack mit seinen 2.500 mAh hat nicht genug Saft für ein ganzes Jahr Auf- und Zusperren, schone nach zwei bis drei bis Monaten moderater Benutzung muss es wieder aufgeladen werden.

Ein wenig schade finden wir zudem, dass der Drehring beim Standard-Nuki nun aus Plastik gefertigt ist. Das lässt das Smart Lock weniger hochwertig erscheinen. Logisch erscheint der Schritt, die edlen Materialien der deutlich teureren Ausstattungsvariante vorzuhalten, aber allemal.

Unterm Strich bekommt man beim Smart-Lock-Platzhirschen aus Österreich mit dem Nuki 3.0 viel Smart Lock für vergleichsweise wenig Geld. Die vom Hersteller aufgerufenen 149 Euro sind, vergleichen mit der Konkurrenz, recht günstig. Und an der Verarbeitung und der Sicherheit des Smart Locks gibt es nichts auszusetzen.

Nuki 3.0 im Testspiegel

Aktuell gibt es vom Nuki Smart Lock 3.0 noch keine Testberichte. Die Pro-Version wurde allerdings schon getestet und durchwegs gut bewertet.

Den Technik-Redakteuren von Computerbild.de (12/2021) gefallen die Neuerungen, die mit der Neuauflage des Nuki daherkommen:

»Nuki liefert auch 2021 ein solides und smartes Türschloss ab, das für jede Wohnsituation eine Lösung parat hat. Mit Version 3 und einem angehängten »Pro« kommt kein neues, schlankeres Design, aber ein paar sinnvolle Neuerungen. Eingebautes WLAN, zwei Farben zur Auswahl und weniger Lärm beim Schließen sind gut für Neueinsteiger, die erstmals mit einem Smart Lock liebäugeln, aber kein Kaufargument für bestehende Nuki-Besitzer.«

Auch die Kollegen von HomeandSmart.de sind vom Nuki Smart Lock 3.0 überzeugt:

»Wir sprechen Nuki 3.0 und Nuki 3.0 Pro eine Kaufempfehlung aus. Nuki 3.0 ist die richtige Wahl für einen günstigen Einstieg. Nuki 3.0 biete von Haus aus mehr Funktionen, da durch das integrierte WLAN-Modul keine separate Nuki Bridge nötig ist.«

Alternativen

Auch wenn für uns das Gesamtpaket vom Nuki Smart Lock 3.0 am meisten überzeugt hat, gibt es nennenswerte Alternativen. Hinsichtlich Konzept, Bedienung und Komfort gibt es aber Unterschiede zwischen unseren Empfehlungen, die es zu beachten gilt.

Gute Alternative: Tedee Smart Lock

Der Newcomer aus Polen, das Tedee Smart Lock, ist aus einem Joint Venture zwischen dem auf Sicherheitstechnik spezialisierten Unternehmen Gerda und der IoT-Softwareschmiede Predica entstanden. Das Ergebnis der Zusammenarbeit kann sich sehen lassen, denn das Tedee Lock verdient als eines von wenigen Schlösser wirklich die Bezeichnung »Smart Lock«.

Hochwertig
Tedee Smart Lock Set
Smart Lock Test: Tedee Smart Lock
Ein Smart Lock, das den Namen verdient. Das Schloss kann mit seiner Bedienung und dem kompakten Gehäuse überzeugen.

Die Installation und die Bedienung sind clever gelöst, zudem gelingt dem Tedee-Schloss ein kleines Kunststück: Es ist gleichzeitig schön klein und äußerst leise, ohne dabei an Leistung einzubüßen. Das Gehäuse sieht nicht nur elegant aus, es fühlt sich dank des verwendeten Aluminiums auch gut an.

Clevere Strom­versorgung dank Magnetadapter

Im kompakten Gehäuse befindet sich nicht nur die Motoreinheit, sondern auch gleich ein 3.000 mAh starker Akku, der das Schloss mit einer Ladung mehrere Monate lang mit Strom versorgen sollte. Geladen wird er per Micro-USB. Das mitgelieferte, ganze zwei Meter lange Kabel hat einen magnetischen Adapter, der sich ganz einfach lösen lässt. Dass klingt erstmal wie ein Gimmick, hat aber einen praktischen Nutzen: Sie können das Schloss laden lassen – wenn keine Steckdose in der Nähe ist, notfalls auch per Powerbank – und die Wohnung verlassen. Öffnet jemand nun die Tür sperrangelweit, reißt weder das USB-Kabel, noch nimmt der Micro-USB-Port Schaden.

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Smart Lock Test: Smartlock Tedee
Das vielleicht kleinste Smart Lock der Welt.
Smart Lock Test: Smartlock Tedee
Das Gehäuse ist mit einem LED-Licht ausgestattet, sowie mit einem Micro-USB-Port und einer unauffälligen Taste.
Smart Lock Test: Smartlock Tedee
Bei der Tedee Bridge hat der Hersteller denselben Stil beibehalten: klein, schlicht und schick.
Smart Lock Test: Smartlock Tedee
Dank dem Micro-USB-Port kann die Bridge optimal positioniert werden. Auf Wunsch können Sie die Bridge sogar mit gewöhnlichem Tesafilm an die Wand kleben.

Auf den ersten Blick setzt der Hersteller auf ein ähnliches Prinzip wie Nuki. Das smarte Türschloss funktioniert von Innen, von Außen ist also nichts sichtbar – das Schloss lässt sich auch hier wie gewohnt mit einem Schlüssel öffnen. Bei der Montage kann man entweder den speziellen GERDA-Zylinder verwenden, der mit Verschlusssicherheitsklasse 6 jedoch nicht besonders sicher ist, oder auf einen Drittanbieter mit Tedee-Zylinderwelle setzen. Mithilfe eines speziellen Adapters ist zudem die Nutzung des bereits vorhandenen Zylinders und Schlüssels möglich.

Die Montage klappt recht schnell, obwohl es sich hier um kein Nachrüst-Lock handelt. So schnell wie beim Nuki-Schloss geht es natürlich nicht, denn erst muss der längenverstellbare Zylinder angepasst werden. Die gewünschte Länge erhält man, indem man Adapterstücke zusammensetzt und mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel verschraubt.

Damit das nicht allzu lange dauert, bietet der Hersteller zwei verschiedene Zylindervarianten an: In der ersten Variante passt man lediglich die Türinnenseite an, die Außenseitenlänge ragt fix 30 Millimeter aus dem Schlüsselloch. Zum zweiten Zylinder sollten Sie greifen, wenn Sie mehr als 30 Millimeter Abstand an der Außentür brauchen. Diese Zylindervariante lässt sich nämlich beidseitig einstellen.

Nun kann der alte Zylinder entfernt werden. Das erledigt man mit dem zum Schloss gehörigen Schlüssel und einem Schraubendreher, anschließend setzt man den modularen Zylinder ein. Dann setzt man nur noch das Tedee-Schloss darauf. Damit alles schön fest sitzt, werden das Schloss nochmals mit einem Inbusschlüssel festgezogen. Die Hardware ist nun bereit – eine Montage, die wirklich jeder hinbekommt.

 Smart Lock Test: Smartlock Tedee
Alles, was man zur Installation benötigt, ist im Lieferumfang enthalten.

Wenn Sie noch überprüfen möchten, ob das smarte Schloss bereit ist, können Sie den Knopf am Tedee zwei Sekunden lang drücken. Wenn eine Lichtsignalfolge in Rot-Blau-Grün-Weiß zu sehen ist, funktioniert alles, wie es soll. Die LED-Anzeige gibt außerdem immer Information über den Status des Schlosses. Die jeweiligen Bedeutungen findet man ebenfalls in der Betriebsanleitung. Der Knopf auf dem Schloss dient aber nicht nur zur Diagnosezwecken, er lässt sich außerdem konfigurieren, etwa um aufzusperren oder um ein Lock-and-Go auszulösen.

Die Montage ist intuitiv, die Anleitung ausführlich

Falls man aber doch mal Hilfe braucht, liefert die Bedienungsanleitung sinnvolle Hinweise. Sie ist in drei Sprachen gedruckt (Englisch, Deutsch und Polnisch) und hat passende Bilder zu jedem Installationsschritt. Der deutsche Distributor von Tedee hat zudem ein Installationsvideo, in der alles schön ausführlich erklärt wird. Wir haben die Hilfe nicht gebraucht, denn die Montage ist genauso intuitiv gestaltet wie beim Nuki und ging wirklich schnell von der Hand.

Unkompliziert geht es auch mit der Softwareeinrichtung weiter. Dazu muss natürlich die App runtergeladen – die es übrigens auch für watchOS, aber nicht für Wear OS gibt – und installiert werden. Starten Sie nun die App, müssen Sie sich als Eigentümer registrieren und der Kopplungsvorgang kann beginnen. Auch dieser Schritt ist im Nu erledigt und clever gestaltet, denn sowohl auf dem Schloss selber als auch auf der Anleitung finden Sie einen QR-Code, der nur noch eingescannt werden muss.

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Im letzten Schritt wird das Schloss noch kalibriert, dem Gerät wird also beigebracht, wie weit es sich drehen soll, um auf- oder abzusperren. Im Prinzip kann man das Schloss nun vollständig benutzen.

Falls Sie nicht in einem Single-Haushalt leben, werden Sie sicher gleich weitere Benutzer hinzufügen wollen. Dazu klicken Sie im Hauptmenü auf das Benutzer-Symbol und auf die Plus-Taste, um dann ein Einladungslink per E-Mail zu verschicken.

Die eingeladene Person registriert sich dann nur noch mit derselben E-Mail-Adresse und kann sofort loslegen. Eingeladene Personen werden in zwei weitere Zugriffsstufen eingeteilt: In Administratoren, also jene Personen, die auch Einstellungen am Schloss vornehmen können und in Gäste, die lediglich das Schloss benutzen, aber nicht verwalten können.

Berechtigungen lassen sich dauerhaft oder zeitlich begrenzt festlegen

Die Zugriffsart kann ebenfalls bestimmt werden und ist für ein smartes Türschloss sinnvoll. So können dauerhafte, zeitlich begrenzte oder wiederkehrende Berechtigungen vergeben werden. Der Benutzer kann dann etwa an einem Wochentag zu einer bestimmten Uhrzeit das Schloss öffnen – ansonsten nicht. Toll finden wir außerdem, dass auf künstliche Beschränkungen bzw. Abo-Modelle verzichtet wurde: Wir können so viele Benutzer hinzufügen, wie wir möchten.

Fast schon ein Must-Have für smarte Schlösser: In Kombination mit der Tedee Bridge ist ein Fernzugriff auf das Gerät möglich. Mit der Bridge können außerdem Siri-Shortcuts und Alexa Skills verwendet werden oder das Schloss per Web-API in Smart-Home-Systeme eingebunden werden. Mit Apples HomeKit versteht sich das Tedee nicht, das soll aber in Zukunft möglich sein. Außerdem bemüht sich der Hersteller um IFTTT-Integration sowie Z-Wave-Kompatibilität. Die angekündigte Unterstützung von Google Assistant ist überdies mittlerweile Realität: Seit Februar kann das Tedee auf Wunsch per Google Home gesteuert werden. Seit September 2021 ist zudem eine Integration in Apples Home Kit möglich. Wer bereits ein Tedee-Smart-Lock besitzt, findet die Funktion in der neu hinzugekommenen Schaltfläche »HomeKit«.

Eine Auto-Lock-Funktion darf natürlich auch nicht fehlen, diese ist sehr ähnlich zu der der Konkurrenz. Die Hersteller scheinen sich einig zu sein, dass die Kombination aus GPS, Geofence und Bluetooth am besten funktioniert. Da das Tedee ein neueres Produkt ist, hat man gleich auf Bluetooth 5 LE gesetzt. Vielleicht war das der Grund, warum das Auto-Unlock so gut klappte – wir waren jedenfalls überrascht, wie zuverlässig das Schloss uns die Tür aufsperrte, wann immer wir vor der Tür standen. Einzig die Geschwindigkeit könnte noch verbessert werden, denn oft mussten wir ein bis zwei Sekunden warten, bis sich die Tür geöffnet hat.

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Ein Grund mehr, warum sich die Bridge lohnt, ist der integrierte iBeacon für iOS-Geräte. Dieser sorgt für weniger Stromverbrauch bei der Kommunikation und, viel wichtiger, für ein zuverlässigeres Orten. Aber keine Sorge: Die Geofence alleine reicht für das automatische Aufsperren völlig aus.

Geofencing funktioniert erst ab 100 Metern

Die Einstellungsoptionen für die Geofence sind in Ordnung. Wir können sowohl festlegen, wie weit der Radius beträgt – ein Wert zwischen 100 und 900 Metern – als auch wie weit wir uns von diesem Bereich entfernen dürfen, damit der Auto-Unlock funktioniert. Ein wirklich kleiner Radius von 50 Metern, wie beim Nuki, ist hier leider nicht verfügbar. Neben diesen zwei Einstellungen können wir zusätzlich frei eine Zeitüberschreitung für das Entsperren festlegen.

In der Tedee-App finden wir nicht so viele Feineinstellungen, trotzdem ist wirklich alles dabei, was man als Heimanwender braucht. Die nicht zu zahlreichen Optionen haben zudem den Vorteil, dass wir uns schnell in der App zurechtfinden. Was für die Hardware gilt, gilt auch für die Software: Schlicht, aber schick und intuitiv bedienbar.

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Einen großen Pluspunkt gibt es für die App-Sicherheit und die Datenschutzerklärung von Tedee. Alle geforderten Smartphone-Berechtigungen kommen mit kurzen Erklärungen, wofür genau sie verwendet werden. Die App verweigert außerdem nicht komplett den Dienst, wenn Sie optionale Berechtigungen verweigern, wie etwa für den Kamerazugriff. Dann heißt es eben: keinen QR-Code einscannen, sondern händisch eintippen.

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Die Protokolle sollten vom durchschnittlichen Anwender am besten nicht aktiviert werden.

Ein Debug-Modus ist in die Tedee-App integriert, bei Aktivierung werden wir aber ausdrücklich vor der leichtfertigen Nutzung gewarnt, da das Übertragen von Logs eine potenzielle Angriffsfläche bietet. Ebenfalls positiv: Dieser Modus schaltet sich nach 15 Minuten selbstständig aus und wir müssen uns nicht um das Deaktivieren kümmern. Lobenswert ist auch die recht ausführliche Datenschutzerklärung auf der Webseite des Herstellers. Die ist nicht so übersichtlich und detailliert wie die von Nuki, aber ausreichend genau. Daten werden nur DSGVO-konform verarbeitet und gespeichert.

Vorbildliche Verschlüsselung

Tedee ist nicht nur mit dem verwendeten Bluetooth aktuell, auch die sonstige Kommunikation ist angenehm modern und sicher. Die Kommunikation mit dem Schloss geschieht per AES256-Verschlüsselung und mit dem Internet sogar über das TLS-1.3-Protokoll. Das Schloss schätzen wir anhand der Daten mindestens so sicher wie das Nuki ein.

Insgesamt handelt es sich also ein äußerst empfehlenswertes Produkt. Tedee erfindet das Rad nicht neu, verbessert aber alle Aspekte, die ein gutes Smart Lock ausmachen. Wir finden das Gesamtkonzept stimmig und haben kaum Kritikpunkte. Dem Nuki kann es momentan nicht ganz das Wasser reichen, denn das Tedee ist keine Nachrüstlösung, was manche Käufer abschrecken dürfte.

Das Alleinstellungsmerkmal des Nukis bleibt damit erhalten. Zudem bietet Tedee aktuell keine Lösung für Mehrfamilienhäusern an und kann nicht mit Gegensprechanlagen verbunden werden. Momentan gibt es außer der Bridge noch eine zusätzliche Tastatur für das Schloss, wodurch eine Entriegelung ganz ohne Smartphone und Schlüssel mittels PIN-Eingabe ermöglicht wird. Tedee soll darüber hinaus auch bereits an weiterem Zubehör arbeiten. Die spannendste Weiterentwicklung dürfte die geplante Unterstützung für weitere Zylinder sein. Damit wäre man nicht mehr an den Modularzylinder von Gerda gebunden und eines der größten Argumente für das Nuki wäre damit obsolet.

Wir freuen uns über die Konkurrenz und können bereits die aktuelle Variante des Tedee Smart Locks empfehlen. Wenn der Hersteller seine Versprechen in die Tat umsetzt, können wir uns vorstellen, dass das Tedee Lock in Zukunft unser Favorit werden kann.

Flüsterleise: Yale Linus Smart Lock

Das Linus Smart Lock von Yale kann mit cleveren Extras, einem soliden Metallgehäuse und einem enorm leisen Motor aufwarten. Damit ist es besonders gut für Nachtschwärmer geeignet, die spät Abends nicht die halbe Nachbarschaft aufwecken wollen, wenn das Smart Lock seinen Dienst verrichtet.

Flüsterleise
Yale Linus Smart Lock
Test  Smart Lock: Yale Linus Smart Lock
Sperrt sehr leise auf und zu und kommt mit einer Fülle an nützlichen Zusatzfunktionen.

Um das Yale-Smartlock zu montieren, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder baut man seinen alten Zylinder aus dem Türschloss aus und ersetzt ihn durch den neuen von Yale, der mit einem Sammelsurium an Aufsätzen und Aufsteckmöglichkeiten kommt, oder aber man lässt ihn drin. Dann wird die Montageplatte des Smart Locks aber nicht mit dem Zylinder verschraubt, sondern geklebt. Im Lieferumfang ist ein 3M-Pad eben dafür enthalten.

Nun muss lediglich noch ein gabelförmiger Stab, der sozusagen als Schlüsselprothese dient, beziehungsweise der Schlüssel selbst, falls man den Zyliner nicht ausgetauscht hat, aufgesteckt werden. Er stellt die Verbindung zwischen Stellmotor und Zylinder her. Um den Motor zu montieren, reicht es, die komplette Einheit auf die Montageplatte zu setzen und die beiden seitlich angebrachten Flügelelemente nach unten zu drücken – schon ist das Türschloss fertig montiert.

Einfache Installation

Hat man das Schloss erfolgreich mit dem cleveren Antriebssystem ausgestattet, ist es Zeit für die App. Dort muss man sich zunächst einmal ein Konto bei Yale zulegen, das man schließlich auf zwei Wegen authentifizieren muss: Yale schickt zwei unterschiedliche Codes, einmal per Mail und einmal per SMS, die man nacheinander eingeben muss.

Die App selbst ist schön gemacht und größtenteils intuitiv bedienbar. Yale hat sich hier sichtlich Mühe gegeben, die Software möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Das beweisen auch die zahlreichen bebilderten Hilfestellungen. Man kann dort auch sehr einfach Zugangsberechtigungen verteilen und den hinzugefügten Nutzern gewisse Rechte einräumen, die sich sogar auf bestimmte Uhrzeiten beschränken lassen. Das kennt man bereits von anderen Smart-Lock-Herstellern. Allerdings muss sich jeder Nutzer erst mit einem eigenen Account anmelden – umständlich.

Gut gefallen hat uns die Möglichkeit, das Smart Lock quasi millimetergenau einzustellen. Das ist dank der guten Anleitungen der App kein Problem und hat den Vorteil, dass der Stellmotor den Schlüssel nicht unnötig lange im Schloss herumdreht. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ist das Yale Smartlock flüsterleise – aus einem Meter Entfernung haben wir lediglich 57 Dezibel gemessen. Zum Vergleich: Das Nuki-Smart-Lock kommt hier auf 67 Dezibel und bewegt sich damit im durchschnittlichen Lautstärkebereich eines Smart Locks.

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Ein nettes Extra ist die Doorsense-Funktion. Mithilfe eines seitlich am Türrahmen montierten Magneten kann die Tür feststellen, ob sie gerade offen, geschlossen oder angelehnt ist. Optisch muss man aber zur hart gesottenen Sorte zählen, denn ein wirkliches Design-Upgrade ist die spiegelnde Magnetoberfläche nur bei den wenigsten Türstöcken.

Das Smart Lock kann zwar eigenständig arbeiten, im Test hatten wir aber auch die Connect-WiFi-Bridge des Herstellers. Die sorgt dafür, dass man bei der Verbindung zwischen smartem Schloss und smartem Phone nicht mehr nur auf Bluetooth beschränkt ist, sondern auch auf WLAN zurückgreifen kann. Im Vergleich zur reinen Bluetooth-Variante ist das deutlich komfortabler und eröffnet die Möglichkeit auch von unterwegs aus auf das Schloss zugreifen zu können. Zudem klappt die Verbindung damit merklich schneller.

Mit Connect-WiFi-Bridge auch WLAN-tauglich

Weil die Tür sowohl mit Bluetooth als auch mit WLAN arbeitet, ist man beim Funktionsumfang recht breit aufgestellt. Dazu gehören die »Auto-Lock«- sowie die »Auto-Unlock«-Funktion. Der »Auto-Lock« ist ein simpler Zeitschalter, der die Tür nach einer bestimmten Zeit automatisch verriegelt. Das Zeitfenster kann man über einen Schieberegler gut einstellen.

Bei der Auto-Unlock-Funktion hat man die Möglichkeit, einen Geofence mit 200 Meter Radius rund um das eigene Zuhause zu ziehen. Registriert die App, dass man den Bereich verlassen hat, wechselt der Betriebsmodus von »zuhause« in »unterwegs«. Damit ist die automatische Entriegelung, die dafür sorgt, dass sich die Tür von selbst aufsperrt, sobald man sich ihr auf wenige Meter genähert hat, aktiv. Im Test haben wir eine entsprechende Push-Nachricht erhalten, als wir uns ca. 300 Meter entfernt hatten.

Mit dem optional erhältlich Keypad gibt es zudem die Möglichkeit, die Tür mit einem Code zu verschlüsseln. Wie bei den anderen beiden Produkten von Yale hält sich auch beim Keypad der Installationsaufwand in Grenzen.

Unterm Strich hat Yale hier ein gelungenes Smart Lock auf den Markt gebracht, das hervorragend verarbeitet ist und einen guten Job macht. Kleinigkeit, wie beispielsweise das Automatische Zusperren, wenn man das Haus verlassen hat, fehlen allerdings leider. Für den Alltag ist das Linus Smartlock aber gut geeignet, nicht zuletzt deshalb, weil nicht die halbe Nachbarschaft aufwacht, wenn der Stellmotor spät abends seinen Dienst verrichtet.

Preis-Tipp: Danalock V3

Ebenfalls einen guten Eindruck machte im Test das Danalock V3 vom gleichnamigen dänischen Hersteller, das es inzwischen in der dritten Generation gibt. Das smarte Türschloss wirkt dank des verwendeten Aluminiumgehäuses nicht nur schick, sondern auch extrem robust und wertig.

Gut & günstig
Danalock V3
Test Smart-Lock: Danalock V3
Danalock bietet ein gutes Smart Lock für Einsteiger an auf Wunsch gleich mit passendem Zylinder.

Das Danalock hat vieles mit dem Tedee Lock gemeinsam, und das nicht nur äußerlich: Auch dieses smarte Türschloss wird an der Innenseite der Tür angebracht, sodass sich das Schloss notfalls auch noch mit einem Schlüssel öffnen lässt. Und die größte Gemeinsamkeit: Das Danalock ist ebenfalls keine Nachrüstlösung und funktioniert nicht mit bestehenden Zylindern. Das bedeutet, dass man sich ein speziell für das Danalock angepassten Zylinder anschaffen muss, der ist nämlich nicht im Lieferumfang enthalten.

Interessanterweise stammt dieser Zylinder auch aus dem Hause Gerda, ein Plus an Sicherheit geht damit allerdings nicht einher, denn wie der Test der Stiftung Warentest gezeigt hat, lies sich der Zylinder aufbohren. So ist, trotz smartem Türschloss, ein konventioneller Einbruch beim Danalock V3 möglich.

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Das Danalock ist keine Nachrüstlösung, funktioniert aber auf die gleiche Weise.

Es gibt noch etwas, worauf man achten sollte: Das Danalock V3 gibt es in verschiedenen Ausführungen: als reines Bluetooth-Gerät und als Smart-Home-Varianten. Unterstützt werden HomeKit, Zigbee und Z-Wave. Je nachdem, welche Smart-Home-Lösung Sie verwenden, benötigen Sie das passende Modell.

Die Installation klappte nicht so flott wie beim Nuki oder beim Tedee, obwohl der polnische Hersteller auf ein sehr ähnliches Prinzip setzt. Das lag hauptsächlich daran, dass der Gerda-Zylinder beim Danalock, noch weiter angepasst werden muss. Wir benötigten zwar nicht wirklich lange für die Installation, aber so richtig schnell ging es auch nicht. Da das Danalock nicht mit bestehenden Zylindern funktioniert, sind weitere Installationsschritte nötig, die wir schon vom Tedee kennen: Den alten Zylinder entfernen, den Gerda-Zylinder anpassen und ihn einsetzen.

Der Einbau ist nicht schwer, aber etwas fummelig

Danalock setzt auf ein One-Size-Fits-All-Prinzip, sodass man einen Zylinder bekommt, der mit den gängigsten Türen kompatibel ist – das bedeutet aber auch, dass hier mehr geschraubt und angepasst werden muss als beim Tedee-Schloss. Außerdem kommt noch ein weiterer Schritt hinzu, den wir vom Tedee nicht kennen: Das Danalock wird auf einen Mitnehmer gesetzt, deshalb muss dieser noch gekürzt werden – eine etwas fummelige Angelegenheit. Ist das erledigt, setzt man Zylinder und zusätzlich eine Montageplatte ein, verschraubt alles, und zu guter Letzt wird noch das Danalock mit dem Zylinder verbunden.

Selbst handwerklich unbegabte Menschen sollten die Installation des Danalocks hinbekommen. Einfach geht trotzdem anders, wie etwa Nuki, aber auch Tedee demonstrieren.

Nach der Montage ist der Rest dann deutlich schneller und unkomplizierter gelöst: Das Smartphone mit dem Danalock koppeln, sich als Administrator anmelden und das Schloss justieren. Dazu bringt man dem smarten Schloss lediglich bei, wie weit es sich drehen soll, um auf- bzw. zuzusperren. Nun ist das Danalock betriebsbereit.

Optional kann man Benutzer anlegen und sie zur Benutzung einladen. Die hervorragende Zeitprofil-Einstellungen finden wir ebenso. So kann man Benutzer mit dauerhaftem oder zeitlich beschränktem Zugang anlegen. Außerdem ist es möglich, wie beim Tedee-Schloss »wiederkehrend« Berechtigungen zu erteilen.

Auto-Unlock mit GPS, Geofence und Bluetooth

Ebenfalls vorhanden ist ein Fernzugriff, falls Sie sich die Danabridge zulegen. Auch hier gibt es eine Auto-Lock-Funktion, die jener der Konkurrenz stark ähnelt und ebenfalls auf eine Kombination aus GPS, Geofence und Bluetooth setzt. Leider hatten wir beim Auto-Unlock ebenso Probleme: Bei unserem Testhandys mit iOS war die Funktion nicht so zuverlässig, während es mit unseren Android-Smartphones recht gut und zuverlässig funktionierte.

Negativ hervorheben müssen wir hier wiederum den Radius des Geofence bei Android-Handys. Der niedrigste Radius, den wir einstellen konnten, betrug satte 400 Meter. Standardmäßig sind sogar 800 Meter eingestellt. Beim iPhone war ein deutlich kleinerer Radius möglich – woran das liegt, können wir uns nicht erklären.

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Unter Android ist der Radius des Geofence riesig.

Die Danalock Deutschland App ist ordentlich, besonders die Oberfläche finden wir gelungen. Aufsperren und Abschließen funktioniert schnell und einfach. Ansonsten ist die App etwas rudimentär, so viele Einstellungsmöglichkeiten wie beim Nuki gibt es hier nicht. Zudem hat sich die App ein paarmal aufgehängt. Dann half nur, die App zu beenden und neu zu starten. Reproduzieren konnten wir den Fehler nicht.

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In der Android-Version hat sich die App ein paarmal aufgehängt.

Die App gibt es auch für watchOS und Wear OS, ein Entsperren mit der Smartwatch ist also ebenfalls möglich. Die dritte Schlüsselalternative ist das Danapad, ein Keypad mit dem man per Zahlencode die Tür öffnen kann. Eine Fernbedienung gibt es für das Danalock leider nicht.

Hinsichtlich Datenschutz und App-Sicherheit bleibt das Danalock hinter dem Nuki zurück, denn etwa Angaben zu gespeicherten Daten und deren Nutzung durch Dritte sind nicht genau oder ausführlich geklärt. Danalock gibt an, dass ausschließlich Informationen abgerufen werden, die zum Betrieb der Smart Locks erforderlich sind. Etwas bedenklich ist aber, dass es einen Debug-Modus gibt, der umfangreiche Logs erstellt und auf dem Smartphone abspeichert. Das könnte unter Umständen Angriffsfläche bieten. Ansonsten ist die Kommunikation beim Danalock ebenfalls verschlüsselt – und zwar mit AES256-Verschlüsselung, also auf dem gleichen hohen Niveau wie bei Nuki.

Das Danalock V3 ist aktuell für rund 130 Euro zu haben, dazu kommen noch ca. 50 Euro für den speziellen Zylinder. Mit unter 200 Euro ist das Danalock damit eine etwas günstigere Alternative zum Tedee Lock und Nuki, aber nur, wenn Sie bereits sind, Kompromisse einzugehen und Sie die etwas kompliziertere Installation nicht abschreckt. Außerdem gibt es auch hier keine Lösung für eine Gegensprechanlage, somit ist das Schloss für Mehrfamilienhäuser und Apartments nicht geeignet.

Mit Touch-Sensor: LOQED Smart Lock

Das LOQED Smart Lock lässt das Türschloss gänzlich verschwinden und ersetzt es durch eine ovale Plastikplakette mit Display. Die berührungsempfindliche Plakette sorgt dafür, dass man die Tür auch mit Finger, Ellenbogen und Co. entriegeln kann – sofern das Smartphone in der Nähe ist.

Besonders praktisch: Ist der Smartphone-Akku einmal leer, kann man auch einfach einen Code eingeben. Wirklich alltagstauglich ist die fummelige Code-Eingabe zwar nicht, schließlich möchte man sein Aufsperr-Dasein nicht in einer leicht gebückten Haltung fristen, bei der sich jedem Chiropraktiker die Zehennägel aufrollen würden, aber das ist zugegeben ein Sonderfall. Wer ein funktionierendes Smartphone sein Eigen nennt kann von den smarten Eigenschaften des Schlosses profitieren. Die Funktion ist also mehr als eine Art Versicherung zu verstehen, die sagt: »Sieh her, du kommst auch mit leerem Akku noch in deine Wohnung«.

Clevere Extras
LOQED Smart Lock
Test Smart Lock: LOQED Smart Lock
Das LOQED bietet mit seinem Touch-Sensor eine clevere Idee, wie man die Tür auch aufsperren kann.

Die Montage des LOQED ist aufwändiger als bei den anderen Smart Locks. Man muss nämlich den vorhandenen Zylinder am Schloss ausbauen und durch einen deutlich kürzeren SKG-Dreisternezylinder ersetzen. Grund für die gedrungene Form des Neuankömmlings im Schlüsselloch ist, dass auf der äußeren Seite des Türschlosses Platz für den berührungsempfindlichen Außensensor bleiben muss. Weil der wiederum eine Stromversorgung braucht, muss man ein Kabel durch die Aussparung am Zylinder, die sich an der Unterseite befindet, friemeln. Klingt schlimmer als es ist und die größte Montage-Hürde hat man damit geschafft.

Pluspunkte gibt es für die ausführlich bebilderte Anleitung, die man auf der Website des Herstellers findet. Damit wird man ein Stück weit an die Hand genommen und gut durch die Installation geführt. Sprachlich ist hier allerdings noch viel Luft nach oben, im Zweifel helfen einem aber die teils animierten Bilder weiter, sodass man stets den Überblick behält und weiß, was als Nächstes zu tun ist.

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Smart Lock Test: Loqed Smart Lock
Das LOQED Smart Lock ist alles andere als klein.
Smart Lock Test: Loqed Smart Lock
Die Vorderseite ist angenehm dezent und sieht zudem recht futuristisch aus.

Was uns bei der Montage jedoch auch aufgefallen ist, sind die vielen kleinen Kratzer, die sich im Inneren des Smart Locks befinden. Klar, die sieht man später nicht, trotzdem hätten wir uns an dieser Stelle ein wenig mehr Sorgfalt bei der Produktion gewünscht. Generell versprüht das Smart Lock mit den offenliegenden Kabeln und Steckverbindungen, die man selbst entsprechend verbinden muss, einen gewissen Bastler-Charme. Aber auch hier gilt analog zu den kleinen Kratzern: das alles sieht man später nicht mehr.

Was man im Zusammenhang mit der Installation auch wissen sollte: So manche Tür muss, um das Smart Lock installieren zu können, mit der ein oder anderen Extrabohrung versehen werden. Nur so kann das gigantische Smart Lock mit seinen 28,1 x 6 Zentimetern daran befestigt werden – die acht Batterien brauchen schließlich Platz.

Um das LOQED vollumfänglich verwenden zu können, muss man ein Benutzerkonto anlegen. Erst danach kann man beispielsweise den Touch-to-open-Radius und andere smarte Extras benutzen. Viele Menüpunkte sind aktuell noch mit »BETA« oder »experimentell« überschrieben, funktionieren aber nichtsdestotrotz sehr zuverlässig. Bestes Beispiel hierfür ist der Auto-Unlock, der im Test erfreulich zuverlässig funktionierte.

Allerdings gilt auch im Menü der App dasselbe, was wir schon bei der Montageanleitung kritisierten: Die deutsche Übersetzung ist unterdurchschnittlich. Warum der Hersteller an einer halbwegs soliden deutschen Übersetzung gespart hat, bleibt zwar sein Geheimnis, allerdings will man sich hier schnellstmöglich um eine bessere Übersetzung bemühen. Zurecht, denn wir finden, dass es Stilblüten wie »Willkommen’s Nachricht« oder »Entriegelt die Tür sobald Sie dieser nähern« nicht braucht. Auf Verbesserung hoffen wir auch bei der Kalibrier-Funktion, denn aktuell kann man das Schloss beispielsweise nicht so einstellen, dass es nur einmal zusperrt.

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Davon abgesehen gibt es beim Funktionsumfang keine großen Überraschungen: Bis zu 250 Schlüssel kann man vergeben, womit der Freundeskreis der meisten Menschen abgedeckt sein dürfte, Zugriffsberechtigungen können im Streitfall natürlich wieder entzogen werden und auch das profilabhängige Aufsperren, sodass der Hundesitter beispielsweise nur zwischen 14:00 und 15:00 Uhr die Haustür öffnen kann, ist problemlos möglich.

Dreh und Angelpunkt des LOQED Smart Locks ist zweifelsohne die Touch-to-Open-Funktion. Nähert man sich der Tür, genügt es, das Panel der Kunststoff-Plakette zu berühren und die Tür sperrt auf. Erfreulicherweise hat das im Test sehr zuverlässig funktioniert. Der Grund, warum wir diese Funktion besonders smart finden ist übrigens, dass man so nicht Gefahr läuft, seine Haustür aus versehen zu entsperren, wenn man beispielsweise vorbeiradelt. Wer hier keine allzu große Gefahr sieht, der kann natürlich auch auf die klassische Auto-Unlock-Funktion zurückgreifen. Auch die hat im Test zuverlässig funktioniert.

Man kann also festhalten: Die Idee per Fingertipp aufzusperren und damit ein Plus an Sicherheit zu generieren, finden wir genial. Auch die SKG-Zertifizierung und die sichere Verschlüsselungstechnologie haben und gut gefallen und so kann man über die kleineren Kinderkrankheiten, wie beispielsweise die holprige Übersetzung, hinwegsehen. Damit hat sich das LOQED Smart Lock jedenfalls eine Empfehlung verdient.

Außerdem getestet

Evva AirKey

Evva AirKey ist das zweite Smart Lock aus Österreich im Test. Es unterscheidet sich stark von unseren anderen drei Empfehlungen, es ist nämlich nicht motorisiert. Aus diesem Grund empfehlen wir Evva AirKey nur für den Einsatz im Inneren von Gebäuden oder Wohnungen.

Das smarte Türschloss ist ohnehin klar für den Business-Einsatz ausgelegt, also für alle, die eine große Anzahl von Personen Zutrittsberechtigungen erteilen und verwalten wollen.

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Keine Nachrüstlösung: Der Airkey von Evva ersetzt den Zylinder.

Evva setzt auf eine Administration per Browser und Cloud. Das ist wahrscheinlich ein K.O.-Kriterium für alle, die sehr auf ihre Datensicherheit achten. Zwei weitere wichtige Bemerkungen: Sie sollten ein NFC-fähiges Smartphone besitzen, wenn Sie vorhaben NFC-Tags zu verwenden. Ansonsten ist eine Kodierstation nötig, die Ihren Geldbeutel nochmal mit ca. 100 Euro belastet.

Und wenn Sie vorhaben, wirklich viele Personen und Geräte zu verwalten, sollten Sie sich auf weitere Kosten gefasst machen. Sogenannte KeyCredits werden benötigt, um Zugangsberechtigungen vergeben zu können. Pro Buchung wird ein Credit fällig, dabei spielt es keine Rolle, ob eine oder mehrere Berechtigungen geändert werden. Das bedeutet im Klartext: Sie sollten Ihre Buchungen gut planen.

Beim Auspacken des Smart Locks merkt man gleich, dass das Schloss von einem klassischen Sicherheitstechnikunternehmen stammt, denn alles ist sehr gut verarbeitet und wirkt hochwertig. Die Design-Entscheidungen haben jedoch ihren Preis, und damit meinen wir nicht nur den Kaufpreis – die Installation ist nämlich nicht gerade intuitiv. Ohne die Anleitung zu lesen, klappt hier nichts.

Wichtig ist, dass als Erstes der Außenknauf vorbereitet wird, der auch den Großteil der Elektronik beherbergt. Dazu wird der Knauf aufgeschraubt, die Batterien eingesetzt und wieder zugeschraubt. Während der Montage ist es äußerst wichtig, die Pins an der Platine beim Verschließen und Zusammenschrauben richtig einzusetzen. Der AirKey ist ausgesprochen empfindlich.

Nun können wir den Zylinder des AirKeys und den Außenknauf verbinden. Hier kommt das mitgelieferte Montagewerkzeug zum Einsatz. Wie eine Zange umschließt das Werkzeug den Außenknauf und drückt die Pins des AirKey-Knaufs ein. Das erlaubt uns, den Knauf mit dem Zylinder zu verschrauben. Hier kann man erfahrungsgemäß mehrere Anläufe benötigen, der Anleitung muss sehr genau gefolgt werden.

Während man zum Verschrauben ansetzt, sollte das Logo am Knauf bei ca. 4 Uhr stehen. Genau fünfmal wird dann im Uhrzeigersinn geschraubt. Nach der fünften Umdrehung sollte das Logo auf ca. 8 Uhr stehen. Drehen wir es dann wieder gegen den Uhrzeigersinn, macht es auf 6 Uhr einen deutlichen Klick. Damit ist die Installation abgeschlossen – zumindest hardwareseitig. Die Software muss natürlich ebenfalls eingerichtet werden.

Die Softwarekonfiguration geschieht auf der Evva-Website airkey.evva.com, hier findet man die Steuerzentrale des Smart Locks. Zutrittsberechtigungen für Smartphones oder NFC-Tags können von dort aus, und nur von dort aus, vergeben werden. Außerdem können Sie von dort aus das Protokoll einsehen, auf Wunsch geht das auch vom Smartphone.

Auf der Webseite erstellen wir erstmal einen Account und loggen uns ein. Um unser Smartphone zu registrieren, senden wir dem Gerät unter »Medien & Personen > Send a Key > Neu anlegen« einen Aktivierungslink per SMS zu. Weiter geht es dann mit den Anweisungen in der AirKey-App. Ist das erledigt, koppeln wir noch das Smartphone mit dem Türschloss. Dazu rufen wir in der Evva-Webseite die Einstellungen unter »Home > Smartphone > Details« auf und setzen das smarte Türschloss mit einem Häkchen in den Wartungsmodus. Nun kann das Smartphone in der Evva-App per NFC oder Bluetooth gekoppelt werden.

Um die kompakten Batterien zu schonen, ist eine Standby-Funktion verbaut. Bei Bluetooth-LE-Verbindungen, die auch bei Evva mit dem AES-Standard verschlüsselt sind, muss der AirKey durch ein Tippen erst aufgeweckt werden, ansonsten werden Ihnen keine Schließkomponenten in der App angezeigt. Ist der Hands-free-Modus aktiviert, muss das Smartphone nicht aus der Hosentasche gezückt werden – das Tippen allein genügt.

Die NFC-Verbindung finden wir da etwas komfortabler, denn die Kommunikation weckt das Gerät von alleine auf. Ob Bluetooth oder NFC, das Entsperren funktioniert zuverlässig und schnell. Im Prinzip ist das Smart Lock jetzt einsatzbereit. Wenn Sie weitere Geräte koppeln und Begrenzungen festlegen möchten, erledigen Sie das wieder im Browser oder mit dem Smartphone. NFC-Tags und -Karten können, wie am Anfang bemerkt, nur mit einer Codierstation oder einem NFC-fähigen Smartphone hinzugefügt werden.

Schön und für Business-Anwender interessant: Man kann Schlüssel nicht nur für Schlösser, sondern für Bereiche festlegen. So können etwa Unternehmer, die mehrere Standorte besitzen, genau festlegen, welche Mitarbeiter welche Schlösser an welchem Standort öffnen können. Mit der Zeitbegrenzung kann auch sichergestellt werden, dass die Türen während der Betriebszeit geöffnet werden können.

Insgesamt also eine etwas komplexere, aber auch detailliertere Verwaltung als bei den anderen Testgeräten. Die Verschlüsselung und die dauerhafte Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Auch die erhobenen Daten werden stets verschlüsselt. Das alles bringt jedoch den Nachteil, dass wir ständig Daten mit der Cloud austauschen müssen. Die Datenschutzerklärung können wir nicht bemängeln. Das Gerät empfehlen wir aus diesen Gründen nur für einen Business-Einsatz und nicht für den Heimgebrauch. Ein solches Business-Szenario könnte sein, wenn Sie etwa Büroräume oder Zimmer in einer Wohnanlage vermieten oder verwalten.

Yale ENTR

Yale gehört zur großen Assa-Abloy-­Gruppe, eine auf Schließtechnik spezialisierte Firma mit Sitz in Schweden. Wir hatten also große Erwartungen an den Yale ENTR und waren am Ende etwas enttäuscht, denn so wirklich smart ist das ganze leider nicht.

Das Entr wirkt wie ein motorisiertes Nachrüstgerät für bestehende Zylinder, ist aber, genau wie das Danalock, eine Zwischenlösung und benötigt einen speziellen Zylinder – kein allzu großes Manko, da die meisten Käufer keinen Doppelzylinder besitzen. Den Zylinder kann man gleich im Paket oder separat erwerben. Die Installation ist auch mit wenig handwerklichem Geschick schnell erledigt.

Die Bedienung des smarten Türschlosses erfolgt durch das Smartphone und eine Fernbedienung. Die fühlt sich übrigens deutlich besser an als das von Nuki und kostet auch ein paar Euro weniger. Zubehör gibt es in Form einer kabellosen Powerbank, deren Sinn uns nicht ganz erschließt, eines Fingerprint-Scanners und eines Keypads, die wiederum nicht so toll verarbeitet sind. Die Geräte werden mit einer Touch-Tastatur bedient, ohne Druckpunkt und wirkliches haptisches Feedback. Zudem ist der Fingerabdruck-Scanner unzuverlässig. Auch das Koppeln des ENTR geschieht über die Touch-Tastatur und macht bei dieser Art der Bedienung keinen Spaß.

Das ENTR funkt ebenfalls über Bluetooth Low Energy. Laut Hersteller ist die Kommunikation verschlüsselt, welche Verschlüsselung genau zum Einsatz kommen, können wir Ihnen aber nicht genau sagen. Gut gefällt uns der integrierte, austauschbare Akku, dem zudem ein Ladegerät beigelegt wurde. Was uns ganz und gar nicht gefällt, ist der überholte Micro-USB-Stecker und dass das Ladegerät 12 Volt Spannung benötigt. Das ist also kein gewöhnliches Micro-USB-Netzteil und sollte keinesfalls mit anderen Geräten verwendet werden.

Die App bietet keine besonderen Funktionen und kann im Prinzip nur die Tür öffnen bzw. verschließen und neue Nutzer mit verschiedenen Berechtigungsstufen hinzufügen. Eine Auto-Unlock-Funktion gibt es nicht, lediglich eine Auto-Lock-Funktion. In der Android-App konnten wir teilweise die Texte nicht vollständig lesen und die Oberfläche ist in sowohl in iOS als auch in Android nicht gerade ansehnlich. Hinsichtlich der Software hat Yale klar Nachholbedarf.

Homematic IP 154952A0

Vom vergleichsweisen moderaten Preis, der für den Homematic IP Türschlossantrieb aufgerufen wird, darf man sich nicht täuschen lassen, denn um das Smart Lock benutzen zu können, braucht man auch die dazu passende zentrale Steuereinheit in Form des Homematic IP Access Points. Der schlägt noch einmal mit etwa 50 Euro zu Buche. Schon befindet man sich preislich wieder auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Mit dem Access Point hat man zugleich aber auch einen Vorteil, gegenüber vielen anderen Sicherheitssystemen, denn man kann das Homematic IP nämlich auch von unterwegs aus steuern – der Internetverbindung sei Dank. Laut Hersteller muss man sich trotz der Tatsache, dass das Smartlock (zumindest indirekt) mit dem Internet verbunden ist, um potentielle Hackerangriffe keine Sorgen machen.

Die Installation ist trotz des zusätzlichen Access Points überraschend einfach, er muss lediglich per LAN-Kabel mit dem Router verbunden und der auf der Rückseite angebrachte QR-Code mithilfe der Homematic-App abfotografiert werden und schon ist der Access Point einsatzbereit. Ähnlich einfach verhält es sich bei der Montage des Türschlossantriebs. Weil man den bereits bestehenden Zylinder verwenden kann, reicht es, den Türschlossantrieb mithilfe zweier Inbus-Schrauben am Zylinder fest zu machen. Damit das so einfach klappt, sollte der Zylinder zwischen 8 und 16 Millimeter aus der Tür herausragen.

Deutlich weniger gut gefallen hat uns die App. Die ist nämlich nicht besonders übersichtlich gestaltet und es fällt anfangs schwer, sich damit zurechtzufinden. Hat man den Bogen erstmal raus, kommt man mit der App jedoch vernünftig zurecht, ansprechend gestaltet ist sie dennoch nicht. Dafür gibt es in der Software die Möglichkeit, bestimmte Schließzeitpunkte zu definieren. So braucht man sich abends im Bett keine Gedanken mehr zu machen, ob man die Haustür denn wirklich abgeschlossen hat.

Was das Auf- und Zusperren betrifft, funktioniert das Smart Lock sehr solide, Möglichkeiten der Feineinstellung, wie beispielsweise die genaue Rotation des Schlüssels, vermisst man hier allerdings genauso, wie die an oder andere smarte Funktion, wie beispielsweise den Geofence oder das automatische Aufsperren, wenn man sich dem Smart Lock nähert.

Burg Wächter secuEntry Easy Plus 5652 Fingerprint

Das Smart Lock von Burg-Wächter mit dem langen Namen secuEntry Easy Plus 5652 Fingerprint konnte uns aufgrund der Software nicht überzeugen. Außerdem ist es nicht motorisiert und hat den Nachteil, dass es Außen an die Tür angebracht wird. Der Hersteller hat aber mitgedacht und es gibt einen Schlüssel für den Notfall, dass das smarte Schloss außer Betrieb ist.

Smart Lock Test: Smartlocks Screenshots Burgwächter00001
Modern sieht anders aus: Die Smartphone-App von Burg-Wächter.

Der Zylinder lässt sich anpassen und ist für den Einsatz in den meisten Türen geeignet. Die Installation ist ziemlich fummelig. Benutzer lassen sich am Keypad, per App oder per PC-Programm hinzufügen. Die PC-Software kostet extra und ist mit mindestens 80 Euro auch nicht günstig. Alle Varianten der Benutzerverwaltung sind für unseren Geschmack zu kompliziert gelöst. Das Entsperren hingegen hat uns sehr gut gefallen. Egal ob Smartphone, Transponder oder Fingerabdruck; das Entriegeln klappt sehr zuverlässig. Wie genau die Verschlüsselung bei der Funk-Kommunikation stattfindet, wissen wir nicht. Der Hersteller gibt lediglich an, für die Bluetooth-Verbindung auf eine AES-Verschlüsselung zu setzen.

Den größten Kritikpunkt haben wir bei der App. Die Oberfläche sieht nämlich so aus, als würde es aus der Ära der ersten Smartphone-Apps stammen und passt optisch zu einem iPhone der ersten Generation oder dem HTC Dream. Außerdem haben wir ein Auto-Unlock-Feature vermisst. Ins Smart-Home-System kann man es auch nicht integrieren. Insgesamt ist uns das Schloss nicht smart genug. Nur wenn Sie sich gar keine Smart-Features wünschen und einfach die Tür mit einem Transponder oder per Fingerabdruck entsperren wollen, könnte der secuEntry eine interessante Option sein.

DOM Tapkey Pro V2

Dom Tapkey Pro V2 ist ein weiteres Smart Lock, das nicht motorisiert ist und auf Bluetooth (AES-128-Bit-Verschlüsselung) sowie NFC setzt. Manuelles Öffnen ist also angesagt. Das Smart Lock gibt es in verschiedenen Versionen, die sich mit der Software unterscheiden. In unserer Version ist Tapkey der Lieferant für die Software. Das smarte Türschloss kann ohne Aufpreis gerade mal fünf Benutzer registrieren.

Der Installationsablauf ist recht einfach: Zylinder in die Tür einbauen, Tapkey-App runterladen, Account aktivieren und Smartphone mit dem Zylinder koppeln. Accounts können mit einem Google-Konto oder einer regulären E-Mail-Adresse angelegt werden. Die Smartphone-App an sich reagiert schnell und die Oberfläche ist modern gestaltet. Neue Benutzer kann man schnell per App hinzufügen und Zutrittsberechtigungen können individuell festgelegt werden.

Die Qualität und die Verarbeitung kann man ebenfalls nicht beanstanden. Die Montage klappt schnell, macht auf uns aber beim Außenknauf keinen allzu sicheren Eindruck. Keine gute Design-Entscheidung – Wind und Wetter sollte man den Knauf wohl nicht zumuten. Auch gefällt uns nicht, dass wir während der Installation mit der Elektronik in Berührung kommen konnten. Eine Gefahr für den Anwender besteht zwar nicht, für die Elektronik aber durchaus. Eine kleine elektrische Entladungen vom Finger und die Elektronikeinheit könnte sich vom Dienst verabschieden.

 Test: Smart Lock Tapkey
Während der Installation kommt man mit der Elektronik in Berührung. Keine gute Design-Entscheidung.

Die verwendeten Batterien besitzen ein etwas ungewöhnliches Format: Zwei Lithium-Batterien (CR2, 3V), die mit einem Kabel verbunden sind und die es wahrscheinlich nicht überall zu kaufen gibt. Bei Amazon wird man manchmal fündig, direkt vom Hersteller kosten die Doppelbatterien 15,00 Euro.

Mit der Grundfunktionalität selber hatten wir auch Probleme: Das Entsperren lief bei uns nicht immer problemlos, gerade die App-Entsperrung war uns zu unzuverlässig. Per NFC-Tag klappte es besser. Manchmal ließ sich das Smart Lock gar nicht mehr erreichen. Wir vermuteten eine leere Batterie, doch auch mit getauschter Batterie kam das vor. Da half nur noch das Neustarten des Schlosses. Da es keine Notfall-Mechanismen existieren, wie etwa einem Entsperren mit einem normalen Schlüssel oder einer externen Stromzufuhr, stehen wir dann vor einer verschlossenen Tür.

WeLock PCB41

Am WeLock PCB41 ist eigentlich nicht viel smart, auch wenn es als solches beworben wird. Die Verarbeitung wirkt billig, die Montage klappt einigermaßen. Die Software ist grauenhaft: Die Oberfläche ist schlecht gestaltet und vieles nur teilweise oder gar nicht übersetzt. Die Aktivierung der App ist mit Angabe von E-Mail und Telefonnummer umständlich. Entsperren per RFID-Tag und PIN funktioniert recht zuverlässig, das muss man dem chinesischen Schloss lassen.

Nervig ist die PIN-Eingabe, denn ist man nicht schnell genug, schaltet es sich wieder in den Standby-Modus und man darf von vorne beginnen. Wie sicher das Schloss wirklich ist, können wir nicht sagen, da wir keine Informationen über die Verschlüsselung gefunden haben. Was für ein Sicherheitskonzept das WeLock hat, kann man wohl daran erkennen, dass ein Super-Passwort zum Zurücksetzen des Geräts auf den Zylinder aufgedruckt ist.

Vom Eindruck her zu urteilen, würden wir damit nichts wertvolles schützen wollen und unsere Wohnungstür dem WeLock anvertrauen erst recht nicht. Vielleicht ist das Gerät nützlich, wenn Sie es für einen Bruchteil des verlangten Preises erwerben können und die Tür einer Abstellkammer mit dem WeLock ausstatten.

So haben wir getestet

Wir haben 13 Smart Locks verschiedener Hersteller getestet. Dafür haben wir alle Schlösser an Türen in unserer Redaktion montiert. So konnten wir schnell feststellen, wie einfach (oder eben nicht) der Einbau gelingt.

Die Smart-Funktionen haben wir über Wochen alltäglich in Gebrauch, damit wir überprüfen können, wie zuverlässig die Geräte im Alltag wirklich funktionieren. Der Tag begann und endete also für uns mit einem Praxistest, denn auch an der Außentür hatten wir ein smartes Schloss im Einsatz.

 Smart Lock Test: Smart Lock Alle
Die getesteten Smart Locks aus dem Update vom 08/2021.

Der Umfang der getesteten Funktionen war unterschiedlich, nicht jeder Hersteller bietet etwa eine Bridge an und nicht alle haben zum Beispiel einen Fingerprint-Reader als Zubehör. Von Nuki haben wir ein Combo-Set erhalten, inklusive Bridge. Auch Yale und Burg-Wächter schickten uns Sets mit zahlreich enthaltenem Zubehör.

Der Umfang des Zubehörs war uns aber nicht wichtig, uns interessierte bei allen Geräten hauptsächlich, ob man sich wirklich Zeit mit einem Smart Lock spart, wie zuverlässig das Auf- und Absperren funktioniert und wie komfortabel die jeweiligen Apps sind.

Die wichtigsten Fragen

Sind Smart Locks sicher?

Ganz allgemein sind Smart Locks ähnlich sicher wie gewöhnliche Türschlösser. Der Gefahr durch Hacker wird von den Herstellern sorgfältig vorgebeugt, das Risiko ist deswegen sehr gering.

Was ist ein Smart Lock

Ein Smart Lock ist ein Adapter fürs Türschloss, der mit einer Kabellosen Schnittstelle und einem Motor ausgestattet ist. Dadurch kann man mit dem Smartphone eine Tür auf- oder zusperren – ganz ohne Schlüssel.

Kann man Smart Locks auch mit einem normalen Schlüssel aufsperren?

Ja, die Hersteller von Smart Locks legen in der Regel großen Wert darauf, dass man ihre Schlösser im Notfall auch manuell aufsperren kann.

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 Test: Artboard

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