smarte Heizungs­steuerung Test: Heizungssteuerung
test
Letzte Aktualisierung: 15.2.2022

Das beste smarte Thermostat

Wir haben 21 smarte Thermostate getestet. Das beste ist für uns das System von Tado. Der Spezialist für Wohnkomfort hat ein unaufdringliches Thermostat mit einem »unsichtbaren« Display entwickelt. Heizen nach Zeitplan, nach An- oder Abwesenheit oder nach dem Wetter – Tado sorgt für optimale Temperaturen in den eigenen vier Wänden. Das ist nicht nur bequem, sondern spart auch Geld. Ist eine Integration ins Heiz- oder Klimasystem gewünscht, ist mit Tado auch das möglich.

Riccardo Düring
Riccardo Düring
ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.
Letztes Update: 15. Februar 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

15. Oktober 2021

Wir haben elf weitere smarte Heizungssteuerungen getestet. An den Platzhirschen hat sich nicht viel geändert, jedoch bietet Homematic IP mit dem Homematic IP Evo jetzt ein optisch ansprechendes Modell und kann als smarte Heizungssteuerung nun auf ganzer Linie überzeugen. Es ersetzt in unseren Empfehlungen das Starter Set aus eigenem Hause.

22. Januar 2021

Wir haben fünf weitere smarte Heizungssteuerungen in den Test aufgenommen. Empfehlen können wir die Thermostate von AVM und von Homematic IP. Das Set von Wiser rutscht damit aus unseren Empfehlungen.

17. Januar 2019

Wir haben das Wiser Starter-Kit von Eberle getestet. Nach einigen Startschwierigkeiten erfreute es uns durch eine Verbesserung des Wohnkomforts, hochwertige Thermostate und eine sehr gute App.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Heizungsoptimierung ist im Smart-Home-Bereich ein interessantes Thema, denn wenig scheint so attraktiv wie die Möglichkeit, durch optimierte Heizungssteuerung bares Geld zu sparen. »Sparen Sie durchschnittlich 30 Prozent Energie beim Heizen Ihres Hauses« – so oder ähnlich tönt das Marketing, wenn es um smarte Thermostate geht.

Völlig neu ist das nicht: Bereits vor zehn Jahren kamen bei Freunden des Energiesparens batteriebetriebene Thermostate in Mode. Nach Zeitplan konnten hier Wunsch- und Absenktemperatur eingetragen werden. Ein kleiner Motor dreht den Stößel auf und zu und stimmt die Wärmeabgabe mit der Raumtemperatur ab.

Wirklich durchgesetzt haben sich solche autonomen Zeitsteuerungsthermostate aber nicht. Was war der Grund? Womöglich lag es am nervigen, manuellen Einstellen jedes einzelnen Gerätes, den Ausfallzeiten durch schwache Batterien, fehlenden Auswertungen und natürlich dem fehlenden Feedback an die Heizungsanlage: Wenn der Heizkessel bereits eine Nachtabsenkung einstellt, wozu sollte man das abermals am Thermostat regeln?

Wir wollten herausfinden, was wirklich dran ist an smarten Heizungsthermostaten, und haben 21 Modelle getestet, die Sie in Ihr bestehendes Smart-Home-Netzwerk einbinden oder auch einzeln betreiben können.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Tado Heizkörper-Thermostat

smarte Heizungssteuerung Test: Tado° Smartes Heizkörper Thermostat
Tado kommt mit einer angenehmen App, ist klein und unaufdringlich und kann Wetter- und standortbezogen heizen.

Unsere Nummer Eins in Sachen smartes Heizen ist Tado. Der Spezialist arbeitet mit allen gängigen Sprachassistenten zusammen, kann aber auch ohne Sprachsteuerung per App oder Web-Anwendung genutzt werden.

Die handlichen, weißen Thermostate waren die kleinsten im Test und sind durch ein in den Kunststoff integriertes Touch-Display angenehm unaufdringlich. Sowohl die App als auch die Web-Anwendung Tado-Start haben uns sehr gut gefallen.

Billig ist Tado aber nicht. 70 Euro werden für ein einzelnes Thermostat fällig, also das doppelte eines Eurotronic Comet DECT. Das Mehr an Komfort und Design und die Möglichkeit einer professionellen Anbindung der Heizungsanlage (mittels Extension Kit bzw. durch Tado-Raumthermostate) wird dem Preis aber gerecht.

Mehr als nur Heizung

Homematic IP Evo

Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Homematic IP Evo
Wer mehr als nur eine smarte Heizung möchte, kommt an Homematic IP nicht vorbei. Kein anderes System ist so flexibel und ausbaufähig.

Nur eine smartes Thermostat oder ist noch mehr geplant? Wer alles aus einer Hand haben möchte, sollte zum System von Homematic IP greifen. Mit dem neuen Evo-Modell wurde nun auch die Optik angepasst und es sieht deutlich moderner aus.

Das Herzstück der Thermostate von Homematic IP ist aber das Gateway. Dieses ist nicht nur für die Thermostate zuständig, sondern verbindet sich auch mit allen anderen Smart-Home-Komponenten von Homematic IP. Und davon gibt es enorm viel.

Für die FRITZBox

AVM FRITZ!DECT 301

Test  smarte Heizungs­steuerung: AVM FRITZ!DECT 301
Mit dem FRITZ!DECT 301 bietet AVM das beste Display im Test, das sogar das Heizprogramm anzeigt und in alle Richtungen gedreht werden kann.

In vielen Haushalten ist eine FRITZ!Box zu finden. Was liegt also näher, als diese auch zur Heizungssteuerung zu nutzen? Zusätzlich benötigt wird nur das Thermostatventil FRITZ!DECT 301. Die Zentrale ist bereits in der FRITZ!Box integriert und lässt sich per App oder am PC bedienen.

Am Heizkörper sieht das Thermostat von AVM nicht nur schick aus, es hat auch das beste Display, welches sich in alle vier Richtungen drehen lässt und stets ein glasklares Bild liefert.

Apple-Empfehlung

Elgato Eve Thermo (2017)

Elgato Eve Thermo (2017)
Elgato funktioniert nur mit Apple, dort klappt es aber gut.

Unsere Empfehlung für Apple-Anhänger ist Elgatos Eve Thermo. Das Heizkörperthermostat mit Apple HomeKit-Support ist ebenfalls nicht billig – es kostet fast so viel wie unser Testsieger.

Im Gegensatz dazu kommt Eve ohne Basis aus, arbeitet aber nur mit Apple-Geräten zusammen. Mindestens ein iPod Touch ist erforderlich, um Eve benutzen zu können – oder ein iPad oder iPhone. Denn nur über iOS-Geräte bekommt man HomeKit und die Siri-Sprachsteuerung.

Elgato bietet eine angenehm intuitive App mit tollen Auswertungsgrafiken. Uns gefällt auch das minimalistische Design ohne Display. Ganz so kompakt wie der Testsieger ist Eve Thermo aber nicht. Außerdem empfinden wir die Tado-App als ausgefeilter und dennoch nicht komplizierter.

Gut & günstig

Eurotronic Comet DECT 700018

Test Smart Home Thermostat: Eurotronic Eurotronic Comet DECT
Eurotronic ist ausfallsicher, bietet aber nicht die hochwertigsten Thermostate. Dafür wird die Steuerung der FRITZ!Box genutzt, die auf einen sehr guten Stand ist.

Eurotronic Comet DECT ist unser Preis-Leistungssieger und damit die Empfehlung für den kleinen Geldbeutel. Die Thermostate wirken nicht ganz so hochwertig, kosten aber auch nur halb so viel wie die des Testsiegers Tado.

Im Prinzip handelt es sich bei Comet DECT um elektronische Thermostate aus der Prä-Smart-Home-Ära, die jetzt mit der FritzBox sprechen und dadurch komfortabler bedient werden können.

Weil keine Daten über das Internet zu irgendwelchen Servern geschickt werden, ist Comet DECT ziemlich ausfallsicher. Auch bei Internet-Störungen kann man die Thermostate steuern. Wenn man nicht viel Geld ausgeben will, ist Eurotronic Comet eine gute Alternative zum FRITZ!DECT 301.

Vergleichstabelle

TestsiegerTado Heizkörper-Thermostat
Mehr als nur HeizungHomematic IP Evo
Für die FRITZBoxAVM FRITZ!DECT 301
Apple-EmpfehlungElgato Eve Thermo (2017)
Gut & günstigEurotronic Comet DECT 700018
Homematic IP Starter Set Raumklima
Hama 00176592
Netatmo NAV-DE
Wiser Starter-Kit
Eqiva Bluetooth Smart Heizkörperthermostat
Bosch Smart Home Heizkörper-Thermostat
HomeMatic IP 105155
Magenta SmartHome Heizkörperthermostat
Honeywell Evohome
Gigaset Elements S30851-H2538-R101
Eurotronic Spirit ZigBee
Essentials Thermostat Zigbee
Eurotronic Genius LCD 100
Eurotronic Comet Wifi
AWOW Zigbee Heizkörperthermostat
Meross MTS100HN
smarte Heizungssteuerung Test: Tado° Smartes Heizkörper Thermostat
  • Tolle App
  • Durchdachtes Design
  • Wetter- und standortbezogenes Heizen
  • Report-Tools
  • Professionelle Anbindung der Heizungsanlage möglich
  • Teuer
  • Einstellungsring nach Installation nicht mehr rund
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Homematic IP Evo
  • Übersichtliche App
  • Mehrere Wochenprogramme
  • Umfangreiche Zubehörmöglichkeiten
  • Anonyme Datenspeicherung
  • Etwas teuer
Test  smarte Heizungs­steuerung: AVM FRITZ!DECT 301
  • Sehr gut ablesbares Display
  • Umfangreiche Programmiermöglichkeiten
  • Sehr einfaches Anlernen
  • Nur zwei Temperaturstufen
  • Kein offizieller Alexa-Skill
Elgato Eve Thermo (2017)
  • Schöne App
  • Unaufdringliches Design
  • Standortbezogenes Heizen
  • Report-Tools
  • Braucht keine Basis
  • Nur mit iOS-Geräten nutzbar
  • Teuer
Test Smart Home Thermostat: Eurotronic Eurotronic Comet DECT
  • Keine Basis nötig
  • FritzBox-App für Steuerung von unterwegs
  • Übersichtlich
  • Funktioniert ohne Internet
  • 8 Schaltzeiten pro Tag
  • Kleines Display
  • Nur für AVM FritzBox
  • Nur Basiseinstellungen
Test  smarte Heizungssteuerung: Homematic IP Starter Set Raumklima
  • Sehr einfache Installation
  • Gut verständliche App
  • Endlos viele Schaltzeiten mit unterschiedlichen Temperaturen
  • Umfangreiche Zubehörmöglichkeiten
  • Keine Registrierung - anonyme Datenspeicherung
  • Sehr großes Thermostat
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Hama 00176592
  • Sehr übersichtliche App
  • Viele Regeln und Automatisierungen möglich
  • Direkt in SmartLife integrierbar
  • Sprachsteuerung
  • Werbung und Datennutzung aktiviert
smarte Heizungssteuerung Test: 51gfzkoh0hl. Ac Sl1000
  • Tolles Design
  • Viele Adapter
  • Thermostat zeigt Soll- und Isttemperatur
  • Komfortable Programmerstellung
  • Schwer verständliche Programmanpassung
  • Keine freie Temperaturwahl im Programm
Test  smarte Heizungssteuerung: Wiser Starter-Kit
  • Komfortable App
  • Unaufdringliches Design
  • Wetterbezogenes Heizen
  • Report-Tools
  • Kompetente Support-Hotline
  • Teuer
  • Ersteinrichtung mit einigen Fallstricken
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Eqiva Bluetooth Smart Heizkörperthermostat
  • Einfache Installation
  • Übersichtliche App
  • Schnelle Datenübertragung
  • Nicht wirklich "smart"
  • Keine Sprachsteuerung möglich
Test Smart Home Thermostat: Bosch Bosch Smart Home Heizkörper-Thermostat
  • Beliebig viele Heizphasen
  • Lokale Datenspeicherung und -Verschlüsselung
  • Laute Klick-Tasten
  • Keine Web-Anwendung
  • Wenig intuitive App
  • Kein ortsgebundenes Heizen
  • App nicht spezialisiert auf Heizen
Test Smart Home Thermostat: HomeMatic Funk-Heizkörperthermostat
  • Gut erkennbares Display mit Beleuchtung
  • Autonom ohne Magenta SmartHome nutzbar
  • 13 Schaltzeiten pro Tag
  • Klobiges Design
  • Viele Verbindungsprobleme der Magenta-Basis
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Magenta
  • Übersichtliche App
  • Startseite kann selbst gestaltet werden
  • Sprachsteuerung
  • Viele App-Funktionen
  • Übertriebene Datenabfrage
  • Unübersichtliche Programmerstellung
  • Langsame Datenübertragung
  • Altmodisches Design
Test  smarte Heizungs­steuerung: Honeywell Evohome
  • Beleuchtetes Display
  • Lernt selbstständig Aufheizzeiten
  • Evohome zeigt dauerhaft Temperaturen
  • Viele Schaltpunkte mit unterschiedlichen Temperaturen
  • Sehr großes Ventil
  • Umständliche Einrichtung
  • Wenig Funktionen
  • Display nur mit Standfunktion
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Gigaset Thermostat
  • Zentrale für umfangreiches Smart Home
  • Unübersichtliche App
  • Mehr auf Alarm als Heizung ausgelegt
  • Begrenzte Auswahl an Regeln
  • Mäßiges Display
  • Sprachsteuerung funktioniert nicht
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Eurotronic Spirit ZigBee
  • Einfache Installation
  • Kann Alexa-Routinen auslösen
  • Mäßiges Display
  • Funktionen nur über Sprachsteuerung (Alexa)
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Essentials Thermostat Zigbee
  • Interessantes Design
  • Alternative Zigbee-Anmeldung möglich
  • Datensammlung und Werbung aktiviert
  • Fehlerhafte App
  • App teilweise deutsch, englisch und chinesisch
  • Spartanische App ohne Räume
Test  smarte Heizungs­steuerung: Eurotronic Genius LCD 100
  • Sensor-Tasten
  • Programmierung am Thermostat möglich
  • Primitive Möglichkeiten
  • Datenübertragung funktioniert nicht
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Eurotronic Comet Wifi
  • Interessantes Design
  • Alternative Zigbee-Anmeldung möglich
  • Datensammlung und Werbung aktiviert
  • Fehlerhafte App
  • App teilweise deutsch, englisch und chinesisch
  • Spartanische App ohne Räume
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: AWOW Zigbee Heizkörperthermostat
  • Sehr groß und klobig
  • Mäßige Qualität
  • Anleitung oft nicht verständlich
Test  smarte Heizungs­steuerung: Meross Smart Thermostat Valve Starter Kit
  • Beleuchtetes Display
  • Aufwändige Installation
  • Unübersichtliche Programmierung
  • Viele Fehlfunktionen
Produktdetails einblenden

Das sollten Sie wissen vor dem Kauf wissen

Wenn Sie sich für ein smartes Heizkörperthermostat entscheiden, sollten Sie sich vorab gut informieren. So einfach, wie man denkt, geht es nämlich leider nicht. Wir sagen Ihnen, auf was Sie achten müssen.

Smart wird ein Thermostat durch eine zentrale Steuerung über eine Smartphone-App und durch die Verknüpfung mit anderen Geräten oder externen Daten. Das wäre beispielsweise ein Tür- oder Fensterkontakt, der ein offen stehendes Fenster meldet. Die Heizung kann dann abgedreht werden. Oder aber es werden Standortinformationen des Bewohners genutzt. Verlässt er seine Wohnung, kann die Heizung in den Spar-Modus wechseln.

smarte Heizungssteuerung Test: Testsieger ist tado°.
Bosch Smart Home App: Geräte wählen.

Früher liefen Sie in der Wohnung herum und haben Heizkörper aufgedreht. Heute gibt es meist einen zentralen Thermostat, mit dem man zum Beispiel eine Nachtabsenkung einstellt oder die Temperatur reduziert, wenn man in den Urlaub fährt. Aber damit steuert man immer die Temperatur im ganzen Haus und hat bestenfalls eine feste Zeitsteuerung. Je nachdem, wie das Haus oder die Wohnung genutzt wird, wird unter Umständen aber immer noch relativ viel sinnlos geheizt.

Intelligente Thermostate erkennen dagegen, wann jemand im Haus ist und regeln entsprechend die Temperatur. Die Regelung nach einem bestimmten Zeitplan ist aber natürlich weiterhin möglich, hinzu kommt die Möglichkeit von wetterabhängigen Einstellungen.

Wie tausche ich ein Thermostat?

Im besten Fall muss nur die Überwurfmutter, die das Thermostat sichert, mit einer Rohrzange gelöst werden. Wenn die Mutter locker ist, kann mit der Hand weitergeschraubt werden. Keine Angst: Wasser tritt dabei nicht aus.

Die Überwurfmutter des programmierbaren Thermostats muss nur aufgeschraubt und dann noch ein klein wenig mit der Rohrzange festgezogen werden. Allerdings ist der Austausch nur dann so simpel, wenn die Gewinde zueinander passen. Das ist in vielen Fällen leider nicht so, weshalb die Hersteller grundsätzlich Adapter aus Kunststoff beilegen – meistens für Danfoss-Ventile, deren Varianten gebräuchlich sind.

Gegebenenfalls müssen Sie zusätzliche Adapter nachkaufen. Bei sehr alten Heizköpern lässt sich eine fest sitzende Überwurfmutter nicht ausschließen, hier können Rostlöser und ein gezielter Hammerschlag helfen.

Heizkosten mit smarten Thermostaten

Wer ohnehin schon wenig fürs Heizen bezahlt, wird durch eine intelligente Heizungssteuerung auch nur wenig sparen, denn in modernen, gut gedämmten Häusern sinken die Temperaturen nur langsam ab. Hier genügen klassische Drehregler, die wenig kosten und vor allen Dingen weitaus robuster sind als ihre programmierbaren Kollegen.

Smartes Heizen kann in Smart-Home-Systeme integriert werden

Trotzdem kann man mit intelligenter Technik Heizkosten sparen. Die Stiftung Warentest spricht von fünf bis acht Prozent Ersparnis und zwar im Schnitt, egal ob bei einer gut oder schlecht gedämmten Wohnung.

Die Firma Tado stellt auf ihrer Homepage einen übersichtlichen Heizkostenrechner zur Verfügung. Der verschafft einen Überblick, ist aber mit Vorsicht zu genießen – schließlich will der Anbieter seine Lösung verkaufen und da kann man mit eher optimistischen Zahlen rechnen, selbst wenn Tado mit einer »Energiespargarantie« wirbt. Dank der kann man seine Tado-Hardware bei voller Erstattung bis zu zwölf Monate lang zurückgeben, wenn man nicht zufrieden ist.

Die Bauphysik gibt es vor: Je geringer der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen, um so langsamer entweicht die wertvolle Wärme durch die Hauswand. Senkt man die Temperatur also, wenn man nicht im Haus ist, kann man wertvolle Heizenergie sparen. Das gilt für gut und schlecht gedämmte Wohnungen gleichermaßen, wobei bei guter Dämmung ein Absenken nur bei Abwesenheiten von drei oder mehr Stunden sinnvoll ist.

Am meisten kann also der Heizkosten sparen, der eine schlechte gedämmte Wohnung hat und einen typischen Acht-Stunden-Arbeitstag. Weil die Räume schnell abkühlen, ist das Absenken der Raumtemperatur bei Abwesenheit sinnvoll und effizient.

Ganz abstellen sollte man die Heizung jedoch nie, denn stark ausgekühlte Räume können Stunden zum Aufheizen benötigen. Ein Raum ist schließlich erst dann aufgeheizt, wenn auch alle Gegenstände die Wohlfühltemperatur erreicht haben. Wer nach der Arbeit ein angenehm temperiertes Heim betreten möchte, muss die Heizung folglich schon einige Zeit vorher hochfahren lassen. Ob dafür eine halbe Stunde reicht oder ob es zwei Stunden dauert, muss jeder individuell ausprobieren.

Nicht jeder spart sinnvoll Kosten ein

Sie haben eine gut isolierte Wohnung oder ein Haus und möchten aufgrund der eher geringen zu erwartenden Ersparnis nicht mehrere hundert Euro investieren? Dann kommen semi-smarte Thermostate in Betracht, die einzeln programmierbar sind oder per Bluetooth mit dem Smartphone kommunizieren.

Den Komfort unseres Testsiegers kann man dabei aber natürlich nicht erwarten. Bei einer Bluetooth-Lösung wie Eqiva Bluetooth Smart kann man aber immerhin mehrere Heizkörper zentral aus einer App heraus bedienen und muss nicht von Heizkörper zu Heizkörper laufen. Unsere Preis-Leistungsempfehlung ist bis auf die Nutzung des DECT-Standards statt Bluetooth ähnlich aufgebaut.

smarte Heizungssteuerung Test: Testsieger ist tado°.
Tado Web: Anlagentyp wählen.

Wer in einer Wohnung lebt, hat in der Regel keinen Zugriff auf den Heizkessel, nur auf die Thermostate am Heizkörper und eventuell noch auf Raumthermostate. Genau das ist die Käuferschicht, die hauptsächlich von elektronischen Thermostaten angesprochen wird.

Hausbesitzer hingegen haben Zugriff auf ihre zentrale Heizungssteuerung und können damit nicht nur Thermostate smart machen, sondern auch den Kessel. Unser Testsieger Tado hat ein erweitertes Angebot, das auch die Integration des Heizkessels, des Klimas und des Warmwassers erlaubt. Mit dem Rundumpaket kann möglichst umfassend an allen Kosten-Stellschrauben der Wärmeerzeugung gedreht werden.

Auch wenn eine Fußbodenheizung verbaut ist, können Sie smarte Thermostate nutzen und zwar durch Raumthermostate. Sie messen die Temperatur fern der Heizkörper und man kann an ihnen seine Wunschtemperatur einstellen und, wenn gewünscht, Heizzeiten programmieren.

Wenn Sie Nieder­temperatur-Systeme smart machen wollen, benötigen Sie Fachwissen oder einen Heizungsbauer, da das Raumthermostat am Kabelstrang ausgetauscht werden muss.

Das Raumthermostat gibt ein Signal an Stellmotoren im Heizkreisverteiler und fordert damit wärmeres Wasser an bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. So werden in erster Linie Fußbodenheizungen aber auch Wand- und Deckenflächenheizungen gesteuert. Denn anders als Konvektionsheizkörper haben die kein manuelles Thermostat.

Die meisten Thermostate haben eine Fenster-Offen-Erkennung. Hier sollten Sie unbedingt die Wirksamkeit beobachten, denn der Sensor macht bei einer schnell abfallenden Temperatur einfach das Ventil zu. Falls das nicht wie gewünscht klappt, sollten Sie die Fenster-Offen-Erkennung sensibler einstellen.

Kunststoff versus Metall

So luxuriös das Verwöhnangebot durch smarte Thermostate auch klingen mag, im Alltag sind es manchmal ganz andere Präferenzen, die über Gedeih oder Verderb bestimmen: Die Thermostate und deren Verschraubungen bestehen allesamt aus Kunststoff.

Smarte Heizungssteuerung Test: Testsieger tado°.
Das Thermostat von Tado ist clever: Sie können es abnehmen, ohne den Stößel zu lösen.

Tobende Kinder, ein unvorsichtiger Möbeltransport oder einfach nur ein Augenblick der Unachtsamkeit und schon bricht das Thermostat ab – schon sind 30 bis 70 Euro im Eimer.

Heben Sie die alten Thermostate auf! Wenn Sie ausziehen oder das elektronische Thermostat einen Defekt hat, können Sie das alte wieder anschrauben.

Hier bieten schnell abnehmbare, gesteckte Thermostate wenigstens einen kleinen Vorteil – das ist beispielsweise bei Tado der Fall. Durch das angesteckte Gewinde kann das Gerät flugs mal abgenommen werden, wenn die Möbelpacker kommen. Am besten heben Sie die alten Thermostate daher einfach auf – man kann ja nie wissen.

Kein WLAN mehr?

Seit dem Update 10/2021 fällt auf, dass immer mehr auf die Verbindung mittels WLAN verzichten und lieber auf ZigBee, DECT Ule oder 868 MHz gesetzt wird. Das setzt in den meisten Fällen ein entsprechendes Gateway voraus.

Wer ein Echo Plus oder eine Hue Bridge mit ZigBee besitzt, der kann einige ZigBee-Thermostate auch direkt einbinden und auf das dazugehörige Gateway verzichten. Allerdings können die Heizungseinstellungen dann auch nur mit den Boardmitteln der Sprachsteuerung umgesetzt werden, was mitunter etwas aufwändiger ist.

Dafür ermöglicht diese Variante, dass direkt in Alexa eingebundene Thermostate häufig auch Routinen auslösen können. So kann Alexa beispielsweise bei zu hoher Raumtemperatur die Rollläden schließen, um vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Aber Vorsicht – nicht jedes ZigBee-Thermostat kann mit jedem ZigBee-Gateway kommunizieren.

 smarte Heizungssteuerung Test: Tado° Smartes Heizkörper Thermostat

Testsieger: Tado

Das Heizkörper-Thermostat von Tado macht für uns fast alles richtig: es ist kaum größer als ein klassischer Thermostat, sieht schick aus und lässt sich mühelos bedienen. So durchdacht hätten wir uns das auch von anderen smarten Thermostaten gewünscht.

Testsieger
Tado Heizkörper-Thermostat
smarte Heizungssteuerung Test: Tado° Smartes Heizkörper Thermostat
Tado kommt mit einer angenehmen App, ist klein und unaufdringlich und kann Wetter- und standortbezogen heizen.

Installation

Bei der Installation wird man Schritt für Schritt begleitet, im Falle von komplexeren Installationen kann gleich ein Installateur mitgebucht werden, zum Beispiel wenn man zusätzlich eine Warmwasser- oder Klimakontrolle einbauen möchte. Das ist durch Extension Kits möglich.

Los geht es ganz einfach: Auspacken, Bridge an den Router stecken, Stromkabel rein und die Tado-Website starten. Dort legen wir uns einen Account an und können sogleich Thermostate und Bridge erkennen lassen. Das klappt ebenso reibungslos wie der erste Start der App mit denselben Login-Daten.

Selbstverständlich ist eine derart schnelle und einfache Installation nicht, das stellten Bosch und Magenta SmartHome schon in unseren anderen Smart Home Tests unter Beweis. Hier war es jedoch nicht die Aktivierung eines einzelnen Thermostats, das nicht auf Anhieb klappte. Es waren vielmehr Setup-Probleme der eigentlichen Basisstation nebst App, die unseren Frust vergrößerten und unsere Geduld immer wieder strapazierten.

Daher wollte mit Bosch und Magenta zu keiner Zeit Spaß aufkommen, was unterm Strich nicht dafür spricht, diese Smart-Home-Systeme für die Heizungssteuerung zu nutzen. Nach unserem Test sind wir der Ansicht: Die Spezialisten mit Fokus auf Heizung sind anwendungsfreundlicher, effizienter und besser integrierbar als die Allrounder.

smarte Heizungssteuerung Test: Testsieger ist tado°.
Tado Web: Heizpläne in Abhängigkeit von der Anwesenheit.

Keine Probleme hatten wir dabei mit Tado: Laut Hersteller lassen sich mehrere Stockwerke überbrücken, was insbesondere wegen der verwendeten Mesh-Technologie – alle Geräte kommunizieren untereinander – auch realistisch erscheint. Selbst große Häuser oder Altbauwohnungen sollten damit kein Problem sein.

Die App

Tado bietet uns zwei Zugänge zur smarten Heizungssteuerung: Per Website und per App. Letztere ist übersichtlich aufgebaut und lässt erstmal Auswertungs-Tools aus dem Sichtfeld. Eine solche Konzentration auf das Wesentliche fanden wir sehr erfrischend.

Das Setup klappt zwar auch über die App, in der Web-Oberfläche geht es aber komfortabler: Zeitblöcke hin und her schieben, Wunschtemperatur einstellen, Wochentage wählen – hier kann man sich nach Herzenslust einen Heizungsfahrplan fürs warme Heim zusammenstellen.

Das Wetter wird für die Heizphasen ebenso herangezogen wie die Sonne. Tado speist dafür Wetterdaten für den Standort in die App, vor Ort hat das Thermostat einen Helligkeitssensor. So kann die Heizung im Winter gedrosselt werden, wenn die Sonne auf die gläserne Fassade strahlt.

1 von 4
tSmart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Tao° App: Home-Screen Wohnzimmer.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Tado App: Manuelle Steuerung mit Timer.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Tado App: Early Start.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Tado App: Energiesparbericht.

In der App legt man Räume an, ordnet ihnen Thermostate zu und erstellt Szenarien. »Zuhause« steht dann etwa für eine Soll-Temperatur von 20 Grad in Wohnzimmer und Küche. Wenn-Dann-Regeln aktivieren oder deaktivieren die Szenarien. Auslöser kann die Uhrzeit sein (»Heizen ab 6:00 Uhr morgens«) oder aber die Heimkehr eines Bewohners, die über die Standortinformation seines Telefons registriert wird. Die Funktion kann natürlich auch für mehrere Smartphones – sprich Familienmitglieder – aktiviert werden.

Die Zeitpläne sind individuell für jeden Tag einstellbar. Uns gefällt die Einfachheit und die Übersichtlichkeit, mit der die Settings bei Tado umgesetzt werden. Besonderheiten sind die Einbeziehung des Wetters und die Early-Start Funktion. Bei letzterer wird der Heizkörper bereits vor der Ankunft des Nutzers hochgefahren, damit beim Betreten des Hauses bereits die Wohlfühltemperatur herrscht.

Verarbeitung

Sowohl Aufsteck- als auch Raumthermostat sind erstklassig verarbeitet. Das Thermostat für den Heizkörper hat eine Überwurfmutter aus Metall. Wie bei jedem Gerät werden drei Adapter für Danfoss RA, Danfoss RAV und Danfoss RAVL mitgeliefert. Dennoch kann es passieren, dass Sie sich einen passenden Adapter im Baumarkt beschaffen müssen.

smarte Heizungssteuerung Test: Testsieger ist tado°.
Tado Thermostat: Unter der Platte befinden sich zwei Batterien.

Das Tado-Thermostat hat als einziges einen Gewindesockel, auf den der Korpus des Gerätes aufgesteckt wird. Das hat den Vorteil einer einfacheren Montage, denn es gibt keinen Batteriefachdeckel und das Gerät kann ad hoc demontiert werden, ohne sich mit der Verschraubung beschäftigen zu müssen. Speziell an schlecht zugänglichen Stellen ist das ein echter Bonus.

Die Temperatur des Raumes wird direkt im Thermostat gemessen. Ideal ist das nicht, denn im Raum muss noch lange nicht dieselbe Temperatur herrschen wie am Heizkörper – erst recht nicht bei Installationen, bei denen das Thermostat auf Fußbodenhöhe angeschraubt ist. Im Fall größerer Abweichungen lassen sich in der Tado-App aber auch Korrekturwerte eingeben, was einer Eichung gleichkommt. Wenn die Schwankung aber jahreszeitlich unterschiedlich ist, muss der Nutzer immer wieder ran – das kann nerven.

In der Tado-App oder dem Web-Interface können Heizpläne für jeden Raum konfiguriert werden: Pro Zimmer kann der Bewohner genau festlegen, an welchen Tagen und in welchen Zeitfenstern es wie warm sein soll. Hat ein Raum mehrere mit Tado ausgestattete Heizkörper, werden sie gemeinsam geregelt.

Tado erkennt automatisch, wenn der Nutzer mit seinem Smartphone und der Tado-App die Wohnung verlässt (»Away«-Modus). Je weiter man sich entfernt, umso stärker wird die Heizung heruntergefahren. Gehe ich nur kurz ums Eck zum Bäcker, passiert fast gar nichts. Fahre ich aber 20 Kilometer zur Arbeit, geht die Heizung auf Spartemperatur. Da klappt bei allen Familienmitgliedern mit verbundenem Smartphone.

Doch damit nicht genug: Tado misst, wie lange es dauert, bis die Wohnung bei Eintreffen des Bewohners wieder aufgeheizt ist. Kombiniert mit aktuellen Wetterdaten sorgt ein Algorithmus dafür, dass die Ventile zur richtigen Zeit vorher aufgedreht werden.

Im praktischen Einsatz schlägt sich Tado gut

Bei gut isolierten Gebäuden mit richtig dimensionierten Heizungen klappt das sehr gut und es ist warm, wenn wir die Wohnung bzw. das Haus betreten. Die App hat dann erkannt, dass ich mich auf dem Nachhauseweg befinde und lässt vorheizen.

Wer sich vom »Stalker-Modus« zu sehr überwacht fühlt, kann die Standortverfolgung auch abschalten. Ansonsten wird Ihr Standort und das Verlassen der Wohnung stets auf Tado-Server in Irland übermittelt.

Hat man das Telefon einmal zu Hause vergessen, hat man später nicht Pech gehabt und muss frieren: Am Thermostat kann per Drehrad auch manuell die Temperatur eingestellt werden. Bis dahin bleibt es aber kühl.

Alternativ kann man auch ein zusätzliches Tado-Raumthermostat installieren, das per Touch-Oberfläche bedient wird. Damit können auch mehrere Heizkörper gleichzeitig gesteuert werden.

Optionen

Die Heizkörper zu regulieren ist eine Variante, doch was macht man bei einem Niedertemperatursystem mit Heizkreisverteilern auf jeder Etage? Hier ist Tado mit dem professionellen Raumthermostat sehr gut aufgestellt, denn das ersetzt das bisheriges Raumthermostat.

Damit auch der Heizkessel gesteuert wird, kann das Tado Extension Kit installiert werden. Mit Tado Smart AC Control gibt es außerdem eine Steuerungsmöglichkeit für Klimaanlagen.

Auch wenn Sie die Heizung per Sprachbefehl steuern möchten, ist Tado die erste Wahl: Das smarte Heizungssystem unterstützt Amazon Alexa, Apple HomeKit und Google Assistant. So können innerhalb der Alexa-App Heiz- und Lichtaktivitäten in Szenen verbunden werden, etwa, wenn Sie schlafen gehen: Beispielsweise gehen mit dem Befehl »Alexa, Gute Nacht« alle Lichter im Haus aus und die Heizung in allen Räumen wird heruntergefahren.

Mit der aktuellen Firmware soll die Batterielaufzeit der Heizkörperthermostate bis zu zwei Jahre betragen, sagt der Hersteller. Wir können das mangels Testzeit nicht prüfen.

Auch mit Sprachsteuerung bedienbar

Das Tado-Thermostat bleibt sowohl bei einem Ausfall der Internetverbindung als auch bei leerem Smartphone-Akku bedienbar. Das ist aber bei allen Thermostaten der Fall. Sie müssen also nicht befürchten, im Kalten zu sitzen, wenn die Internetverbindung einmal ausfällt. Ist das Smartphone defekt, verloren oder nicht aufgeladen, können Sie alle smarten Thermostate auch manuell bedienen.

Nachteile?

Der hohe Preis schreckt ab, denn bei zehn Thermostaten für ein ganzes Haus werden mit Tado happige 700 Euro fällig. Einzelnen Nutzern lassen sich außerdem leider keine Räume zuordnen, was vor allem in WGs oder bei Familien aber durchaus sinnvoll wäre. So würde anstatt der ganzen Wohnung nur das Kinderzimmer geheizt, wenn der Sohnemann nach der Schule nach Hause kommt – aber das wäre auch ein bisschen gemein.

In der App ist stets erkennbar, ob sich Familienmitglieder oder Mitbewohner in der Wohnung befinden oder wie weit sie sich von ihr entfernt haben. Da mag sich mancher überwacht fühlen. Außerdem wird Ihr Standort und damit die Nicht-Zuhause-Information übers Internet an einen Server in Irland übertragen. Das birgt ein gewisses Sicherheitsrisiko, denn so könnten Einbrecher herausfinden, wann Sie nicht zuhause sind.

Für andere Smart-Home-Funktionen ist ein zusätzliches System nötig

Tado ist beim Heizen sehr gut, für andere Zwecke hat es aber keine Sensoren oder Aktoren im Angebot. Wer sein Smart-Home-Netzwerk auch für Sicherheit oder Licht ausbauen will, braucht also zwangsläufig ein zweites System.

Tado-Thermostate sollen nach Herstellervorgabe mit normalen Batterien betrieben werden und nicht mit Akkus. Golem hat jedoch im Test nachgewiesen, dass eine Heizperiode problemlos mit LSD-Akkus (geringe Selbstentladung) zu schaffen ist. Allerdings hat das Thermostat Schwierigkeiten mit der Vorhersage der Restkapazität des Akkus.

Ungewöhnliche Ereignisse, wie dauerhaft hohe oder niedrige Temperatur, oder auch Batteriewarnungen sollten durch eine Push-Nachricht der App angezeigt werden. Das passiert bei Tado aber nicht oder nur per E-Mail, wenn der Batteriestand kritisch ist. So läuft im Zweifel die Heizung mehrere Tage bei Abwesenheit auf Hochtouren oder kühlt aus.

Auch die Temperaturmessung direkt am Heizkörper ist nicht ideal. Speziell in schlecht isolierten Altbauwohnungen gibt es häufig Luftzirkulationen, die je nach Außentemperatur schwanken. Das kann in der App zwar nachjustiert werden, ist auf Dauer aber nervig. Das Problem haben allerdings alle Thermostate und kann nur durch ein gut positioniertes Raumthermostat oder durch einen externen Temperaturmesser behoben werden. Einen solchen hat Tado leider nicht im Programm – da ist Elgato besser aufgestellt.

Tado im Testspiegel

Martib Schlobach von Haustechnik verstehen (01/2021) lobt die vielen Funktionen, kritisiert aber die Abo-Gebühren.

»Das smarte Heizkörperthermostat V3+ von tado° ist eine richtig gute und zukunftsweisende intelligente Heizungssteuerung, welche durch den Einsatz von Geofencing ein absolutes Alleinstellungsmerkmal besitzt und sich somit von der Masse alternativer Systeme absetzt. …… Was mich jedoch stört und das System unattraktiv macht ist das Abo für die Auto Assist Funktion. Ohne das Abo ist tado° nicht wirklich besonders und verspielt sehr viele Punkte.«

Timo Schurwanz und Max Wiesmüller von Computerbild (5/2021) unterzogen Tado einem Langzeittest.

»Echt smart: Dank Tado-System müssen sich Nutzer nicht mehr ständig ums Heizen kümmern – so zuverlässig arbeitet es (Testurteil: gut).«

Alternativen

Neben Tado gibt es auch noch andere, ähnlich komfortable und hochwertige smarte Thermostate. Wir stellen im Folgenden unsere weiteren Empfehlungen vor.

Komplex: Homematic IP Evo

Wer Smart-Home, smarte Heizungssteuerung und Sprachassistent zusammen in einer Frage erwähnt, der wird eine Antwort erhalten – Homematic IP. Und das ist auch berechtigt, denn es gibt kaum ein anderes System, welches sich so umfangreich nutzen lässt. Es gibt auch kein anderes System, das so viele verschiedene Sensoren und Aktoren bietet, die alle in einer Zentrale zusammen laufen.

Mehr als nur Heizung
Homematic IP Evo
Test [Duplicated]  smarte Heizungssteuerung: Homematic IP Evo
Wer mehr als nur eine smarte Heizung möchte, kommt an Homematic IP nicht vorbei. Kein anderes System ist so flexibel und ausbaufähig.

Das Aussehen der bisherigen Homematic IP Heizkörperthermostate ist sicher Geschmackssache. Sie sind mächtig groß, wirken nicht besonders hochwertig und in ihrem Cremeweiß sehen sie neu schon vergilbt aus. Das trifft auch auf das Gateway zu, welches man nicht unbedingt sichtbar an eine weiße Wand montieren sollte.

Mit dem neusten Update von Homematic IP und dem neuen Evo-Thermostat, muss die Aussage überdacht werden. Optisch gibt es sicherlich einige ansprechendere Modelle, aber es wirkt keinesfalls mehr klobig oder altmodisch. Sagen wir eher – es ist dezent. Wie auch die leuchtende Temperaturanzeige, die auf Wunsch sogar gedimmt werden kann.

Zentrale für Smart-Home, Alarm und Heizungs­steuerung

Die Installation der Zentrale und auch weiterer Komponenten ist recht einfach. Nach der Installation der App wird der QR-Code auf der Rückseite gescannt, der Kopplungsversuch per Tastendruck am Gateway bestätigt. Das war es schon. Weiteres Zubehör braucht nur eingeschaltet werden und wird automatisch erkannt. Zur Bestätigung noch die letzten vier Ziffern der Gerätenummer eingeben und schon ist auch das Zubehör verknüpft. Einfacher geht es kaum.

1 von 3
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematicip Evo 01
Die zentrale und das Zubehör sind gleich geblieben.
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematicip Evo 02
Neu ist das Thermostatventil und wirkt jetzt deutlich moderner.
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematicip Evo 03
Die Anzeige lässt sich drehen und auch dimmen.

Soll die App auf weiteren Geräten laufen, wird ebenfalls mit der Zentrale begonnen und alles weitere automatisch übernommen. Damit hierbei nicht irgendwer unsere Smart-Home-Anlage bedient, erhält der erste Nutzer eine Info darüber. Wie bei der Datenspeicherung, die anonym erfolgt, steht hier die Sicherheit im Vordergrund. Schließlich kann dieselbe Zentrale auch als Alarmanlage genutzt werden.

Die App von Homematic IP wirkt trotz der vielen Möglichkeiten sehr aufgeräumt und lässt sich gut bedienen. Interessant ist vor allem, dass neue Sensoren und Aktoren gleich den Bereichen Raumklima und Sicherheit zugeordnet werden können. Das schafft Ordnung und erleichtert es, diesem Zubehör Aufgaben zuzuordnen.

Bei der Programmierung der Heizzyklen muss man keine Kompromisse eingehen. Es gibt eine Boost-Funktion, offene Fenstererkennung, den Urlaubsmodus und auch die benötigte Vorlaufzeit, bis ein Raum die gewünschte Temperatur erreicht hat, wird berechnet. Die gewünschten Temperaturen lassen sich frei wählen und sind nicht nur auf eine Comfort- und Absenktemperatur begrenzt. Das ist vor allem im Badezimmer von Vorteil, wenn tagsüber eine angenehme Raumtemperatur eingestellt werden soll, die abends zum Duschen angehoben wird und anschließend in den Nachtmodus übergeht.

Schichtarbeiter können sich über die Möglichkeit von drei verschiedenen Heizprogrammen freuen. Sie lassen sich leicht wechseln und können den unterschiedlichen Wach-, Schlaf- und Arbeitsrhythmen angepasst werden.

1 von 3
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematicip Evo 04
Die Homematic IP App zeigt sich sehr übersichtlich und bietet dennoch detailreiche Einstellungsmöglichkeiten.
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematicip Evo 05
Es lassen sich drei Heizprogramme anlegen, die kaum Einschränkungen der Schaltzyklen oder Temperaturen haben.
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematicip Evo 06
Die Optimum-Start/Stopp-Funktion schaltet die Heizung rechtzeitig ein, damit zur gewünschten Zeit die eingestellte Temperatur erreicht ist.

Wer meint, dass dies an Funktionen reicht, der irrt sich. Es können Bedingungen in Anhängigkeit von anderen Aktoren angelegt und sogar mehrere Wohnungen verwaltet werden. Funktioniert davon etwas nicht, informiert die App per Push-Nachricht oder Email.

Auch die Verbindung mit Alexa klappt super, wozu wieder kein (persönliches) Online-Konto angelegt werden muss. Alle Daten werden anonym im Cloud-Speicher abgelegt und per PIN an Alexa gekoppelt. Sämtliche Thermostate werden von Alexa erkannt und können direkt angesprochen werden. Sie sind jedoch reine Reaktoren und die gemessene Temperatur kann nicht als Auslöser einer Routine genutzt werden.

Mit dem Homematic IP Heizkörperthermostat Evo gefällt nun auch die Optik. Dennoch, hier geht es um Funktionalität und die ist mehr als ausreichend vorhanden. Das merkt man spätestens dann, wenn es nicht nur bei einer smarten Heizungssteuerung bleiben soll. Homematic IP unterstützt ebenso weitere Smart-Home-Funktionen und kann gleichfalls als Alarmanlage dienen.

Für Fritzbox-Nutzer: AVM Fritz!DECT 301

Welches smarte Heizkörperthermostat lässt sich am schnellsten anlernen? Das ist ganz klar das FRITZ!DECT 301 von AVM. Im Menü des Thermostatventils »Anmeldung« auswählen und am Router für sechs Sekunden die DECT-Taste drücken. Das war es bereits und im Display des Dect 301 wird auch gleich noch das Tagesprogramm angezeigt. Schneller und einfacher geht es wohl kaum.

Für die FRITZBox
AVM FRITZ!DECT 301
Test  smarte Heizungs­steuerung: AVM FRITZ!DECT 301
Mit dem FRITZ!DECT 301 bietet AVM das beste Display im Test, das sogar das Heizprogramm anzeigt und in alle Richtungen gedreht werden kann.

Und wenn man einmal im Menü des Thermostatventils ist, kann man sich da auch gleich ein wenig umsehen. Die Temperatur kann verstellt und das Display in vier Richtungen gedreht werden. Die Fenster-auf Funktion lässt sich manuell starten und sogar eine Boost-Funktion aktivieren. Diese öffnet dann für die eingegebene Zeit das Ventil komplett. Gleichfalls gibt es eine Tastensperre und das Zurücksetzen auf die Werkseinstellung ist möglich.

Damit ist das FRITZ!DECT 301 das wohl komfortabelste Thermostatventil und besitzt gleichzeitig auch das beste Display. Im ersten Moment dachte man tatsächlich, da klebt eine bedruckte Schutzfolie drauf. Aber nein, das Display ist tatsächlich so klar und kontrastreich. Nur durch die gute Auflösung des Displays ist auch eine richtige Menüführung möglich.

1 von 10
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz

Der große Nachteil des FRITZ!DECT 301 ist natürlich die zwingend benötigte FRITZ!Box. Und das sollte auch schon eine relativ neue mit FRITZ!OS 6.83 oder höher sein. Wer allerdings bereits ein neues Modell besitzt, für den gibt es kaum etwas einfacheres und die Kosten halten sich so auch in Grenzen.

Bedienen und einrichten lässt sich das Thermostatventil am PC im Browser oder am Tablet/Smartphone mit der FRITZ!Fon App. Das heißt, eine echte App zur Steuerung der Smart-Home-Komponenten gibt es nicht, was die Sache etwas verkompliziert. Nutzt man aber den PC, entschädigt natürlich der große Bildschirm und dadurch eine wirklich sehr gute Menüführung. Das bietet in der Form wiederum kein anderes System.

Funktionen gibt es reichlich: Fenster auf, Sommerpause, Urlaubszeit, Temperaturkorrektur, Push- und Mail-Benachrichtigung, Batteriewarnungen etc. Und wem das noch nicht reicht, der kann sich hinterher noch den Temperaturverlauf in einer übersichtlichen Grafik anzeigen lassen. Was will man mehr? Vielleicht mehr Temperaturen? Ja, das wäre schön, denn es lassen sich die normalen und die abgesenkte Temperaturen einstellen. Weitere Abstufungen gibt es leider nicht.

1 von 6
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz Screenshot
Nach dem Hinzufügen werden alle Geräte übersichtlich in der App angezeigt.
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz Screenshot
Mit dem Anlegen von Gruppen, ist das Steuern mehrerer Thermostate möglich.
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz Screenshot
Die Programmierung der Schaltzeiten ist einfach und sehr übersichtlich.
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz Screenshot
Ob alles funktioniert hat, lässt sich im "Temperaturverlauf" ansehen.
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz Screenshot
Die Temperatur kann am Thermostat aber beispielsweise auch mit dem FRITZ!DECT Repeater gemessen werden.
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Fritz Screenshot
Mit Vorlagen lassen sich Schnellauswahlen zur Temperatureinstellung festlegen.

Das FRITZ!DECT 301 ist mit Sicherheit das komfortabelste Herzkörperthermostat im Test, das auch das beste Display mitbringt. Es lohnt sich allerdings nur für denjenigen, der auch eine aktuelle FRITZ!Box nutzt.

Nachtrag: Seit Juli 2020 gibt es die App »FRITZ!App Smart Home« was die Einrichtung und Bedienung der smarten FRITZ!-Thermostate vereinfacht.

Für Apple-Fans: Elgato Eve Thermo

Das Elgato Eve Thermo ist ein Heizkörperthermostat, das ausschließlich mit Apple HomeKit funktioniert. Es kostet fast so viel wie unser Testsieger, benötigt aber dank Bluetooth LE keine Basis. Der Vorteil gegenüber Tado ist die Verfügbarkeit vieler unterschiedlicher Sensoren.

Apple-Empfehlung
Elgato Eve Thermo (2017)
Elgato Eve Thermo (2017)
Elgato funktioniert nur mit Apple, dort klappt es aber gut.

Die Einbeziehung des Wetters und der Sonne ist bei Elgato Eve auch möglich, allerdings benötigt man dazu weitere hochpreisige Sensoren wie Raumklima (Eve Room oder Eve Degree) oder Wetter (Eve Weather). Hinzu kommen Elgato-Sensoren für Bewegung, Fenster- bzw. Türöffnung, Schalter oder eine Schaltsteckdose.

1 von 4
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Test: Das beste smarte Thermostat – Elgato eve 2 1
Elgato Eve Thermostat: "Wohnzimmer auf 22 Grad einstellen"
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.

Für die Nutzung des Timers benötigt man außerdem ein Apple TV als Steuereinheit, da die Zeitsteuerung zentral erfolgt. Das würde mit dem Smartphone nur so lange funktionieren, wie man zuhause ist.

Das minimalistische Design mit durchscheinendem Display ganz ohne Tasten gefällt uns. So kompakt wie Tado ist Eve Thermo nicht, das Thermostat fällt hier etwas bulliger und eckiger aus. Die Bedienung der intuitiven App bereitet Freude, auch die Auswertungs-Tools erscheinen sinnvoll.

Standortbezogen heizen ist auch bei Elgato möglich, dank Anwesenheitserkennung. Tag- und Nacht-Zeitpläne sind mit weniger Feintuning und ohne Einbeziehung des Wetters einstellbar.

1 von 9
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.

Außerdem hat Elgato eine Wetterstation und einen Raumklimasensor im Programm, wodurch die Einbeziehung des Wetters möglich ist. So könnte bei Sonnenschein im Winter die Temperaturen in den südlichen Räumen mit thermischer Aufheizung um zwei Grad gesenkt werden.

Elgato Eve Thermo ist ähnlich teuer in der Anschaffung wie Tado, bietet aber den Vorteil eines reichhaltigen Zusatzangebots an Sensoren. Es taugt eher für den Mieter in einer Wohnung, denn die Integration des Heizkessels, der Warmwassererzeugung und der Klimaanlage, ist mit Elgato im Gegensatz zu Tado nicht möglich.

Preistipp: Eurotronic Comet DECT

Wem der Funktionsumfang des FRITZ!Dect 301 gefällt aber weniger investieren möchte, der kann durchaus auch zum Eurotronic Comet DECT greifen. Das Thermostatventil ist zwar bei weitem nicht so hochwertig und auch das Display kann nicht so glänzen, aber die Steuerung und Programmierung per App ist identisch.

Um Comet DECT nutzen zu können müssen Sie allerdings eine FRITZ!Box mit FritzOS ab 6.35 besitzen.

Gut & günstig
Eurotronic Comet DECT 700018
Test Smart Home Thermostat: Eurotronic Eurotronic Comet DECT
Eurotronic ist ausfallsicher, bietet aber nicht die hochwertigsten Thermostate. Dafür wird die Steuerung der FRITZ!Box genutzt, die auf einen sehr guten Stand ist.

Eurotronic deckt mit seinen Thermostaten jegliche Verbindungsarten der smarten Heizungssteuerung ab. Achtet dabei aber größtenteils auf gute Preise. Daher gibt es in den meisten Fällen keine eigene App und wenn, dann fällt diese sehr spartanisch aus.

So ist das auch beim Comet DECT der Fall. Hier kommt Eurotronic aber zu gute, dass die FRITZ!Box als Basis dient und inzwischen wirklich sehr gute Funktionen im Smart-Home-Bereich mitbringt.

Das Thermostat fällt hingegen eher »günstig« aus. Das Display bietet zwar in etwa dieselbe Anzeige, ist optisch aber bei weitem nicht so gut. Es lässt sich nicht drehen und ist auch nicht beleuchtet. Irgendwo muss sich der günstigere Preis schließlich bemerkbar machen.

1 von 3
smarte Heizungssteuerung Test: Img
Das Eurotronic Connect Dect fällt optisch nicht besonders auf.
smarte Heizungssteuerung Test: Img
Das Display bietet zwar eine ähnliche Ansicht wie das FRITZ!Dect 301, ist aber bei weitem nicht so hochwertig.
smarte Heizungssteuerung Test: Img
Auch an den Adaptern fällt der Qualitätsunterschied auf.

Dafür nutzt das Comet Dect uneingeschränkt die Software der FRITZ!Box und damit auch den umfangreichen Bedienkomfort. Da gibt es die »Fenster offen« Erkennung, eine mögliche Temperaturanpassung, den Urlaubsmodus, einen Kalk- und Frostschutz und sogar eine programmierbare Sommerpause.

Interessant dürfte für so manchen der gespeicherte Temperaturverlauf sein. Zur besseren Verdeutlichung wird im Screenshot dazu der Temperaturverlauf meines FRITZ!Dect Repeaters in der Werkstatt ausgewertet. Zu diesem liegen Messwerte über einen längeren Zeitraum vor und deutlich ist zu erkennen, dass ich die Werkstatt etwas nach 0:00 Uhr verlassen und die Heizung abgestellt habe. Innerhalb einer Stunde fiel die Temperatur deutlich, hielt sich dann, ehe sich die ziemlich kalte Nacht in der Werkstatt bemerkbar machte und die Temperatur weiter gedrückt hat.

Etwas schade ist bei den ganzen Möglichkeiten allerdings, dass die Wochenprogrammierung nur eine Komfort- und eine Absenktemperatur bietet. Diesen können zwar selber festgelegt werden, das Wochenprogramm bietet aber keine Möglichkeit für einen Zwischenwert.

Dafür kann jedoch die Sprachsteuerung wie Alexa genutzt werden. Mittels einer Routine kann die Temperatur zu jeder gewünschten Zeit und für einen festgelegten Zeitraum angepasst werden.

1 von 2
smarte Heizungssteuerung Test: Screenshot1
Einfacher als mit DECT lassen sich neue Geräte kaum anlernen.
smarte Heizungssteuerung Test: Screenshot2
Die Software der FRITZ!Box bietet viele Möglichkeiten und auch eine Auswertung des temperaturverlaufs.

Das Eurotronic Comet DECT arbeitet mit der FRITZ!Box und bietet daher einen tollen Funktionsumfang. Die Hardware fällt dagegen günstiger aus und Abstriche muss man vor allem beim Display machen, das nicht so klar wie beim FRITZ!Dect 301 und auch nicht beleuchtet ist.

Außerdem getestet

Homematic IP Starter Set Raumklima

Homematic IP stellt mit dem Evo bereits eine Auszeichnung bekommen und verdrängt damit das etwas ältere Thermostat Homematic IP HMIP-eTRV-2. Die App und die Bedienmöglichkeiten sind daher identisch, nur optisch kann das ältere Modell nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten. Wen das nicht nicht stört, der kann allerdings durchaus noch zur älteren Variante greifen.

1 von 22
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Homematic Screenshot

Hama 00176592

Auf den ersten Blick wirkt das Hama 00176592 recht einfach und das Drehrad auch etwas labil. Nicht besonders toll aber dafür mit dem verstecktem Display auch sehr dezent.

Zum Thermostat gehört eine wirklich sehr kleine Zentrale. Die ist nötig, da Hama das ZigBee-Übertragungsprotokoll nutzt. Die Zentrale selbst wird jedoch per WiFi mit dem Router verbunden.

1 von 8
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Hama 00176592 01
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Hama 00176592 02
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Hama 00176592 04
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Hama 00176592 03
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Hama 00176592 05
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Hama 00176592 06
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Hama 00176592 07
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Hama 00176592 08

Die dazugehörige App ist ok. Einerseits sehr übersichtlich, andererseits aber auch nicht sonderlich umfangreich. Es gibst beispielsweise nur vier Schaltzeiten pro Tag und die Einrichtung kann nicht auf weitere Tage übertragen werden. Für eine Detaillierte Einrichtung nutzt man lieber die Automation und findet sich optisch auf einmal in SmartLife mit seinen umfangreichen Möglichkeiten wieder. Offenbar kommt nur das Rahmenprogramm zur Einbindung der Zentrale von Hama.

Auf das Rahmenprogramm kann man allerdings gern verzichten und die Zentrale auch gleich in SmartLife einfügen. Wer Smart-Home-Geräte nutzt, verwendet die App eh und erspart sich somit nicht nur die weitere App, sondern in Alexa auch den weiteren Skill.

Netatmo NAV-DE

Beim Auspacken der Netatmo NAV-DE kann man schon sagen, dass Netatmo mächtig protzt. In Acryl eingefasste Thermostate, farbige Ringe zur optischen Gestaltung, eine Gewindelehre zum Bestimmen des Adapters und eine ebenso stylische Zentrale. Dazu gibt es bis auf ein paar scharfen Kanten am Acryl auch nichts an der Qualität auszusetzen.

Ebenso ordentlich zeigt sich auch die App und besonders komfortabel ist die Programmerstellung. Hier fragt der Assistent, wann man gewöhnlich aufsteht, ob man zu Hause arbeitet oder wann man auf Arbeit ist. Dabei werden die Arbeitstage auch vom Wochenende unterschieden. Daraus wird dann automatisch das Wochenprogramm erstellt. Und es sind noch weitere möglich.

1 von 10
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 01
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 04
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 02
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 06
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 05
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 10
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 12
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 14
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 11
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Netatmo Nav 13

Kompliziert beziehungsweise verwirrend wird es dann allerdings, wenn ein Tag manuell angepasst werden soll. Dann wird einem zum ausgewählten Sonntag auf einmal ein Schaltzyklus von Sonntag 9:00 Uhr bis Montag 22:00 Uhr angezeigt, was einen kompletten Absenkbetrieb überspringt.

Etwas schade ist ebenso, dass die App sich rein auf die Heizung beschränkt. Weitere Sensoren können nicht eingebunden und auch keine Regeln erstellt werden. Hier ist »smart« auf jeden Fall noch viel Luft nach oben.

Wiser Starter-Kit

Wiser ist die smarte Heizungssteuerung von Eberle, das wiederum zu Schneider Electric gehört. Das Produkt ordnet sich in die hochpreisige Riege zwischen Tado und Elgato ein. Für die Basiseinheit und zwei Thermostate sind derzeit 230 Euro fällig. Dafür gibt es allerdings keine Folgekosten – Sie investieren nur in die Hardware, das ist alles.

1 von 5
Wiser Starter-Kit: manuelles Nachjustieren ist natürlich möglich - sie legen selbst fest, wie lange das manuelle Eingreifen gültig ist (0,5-3 Stunden)
Wiser Starter-Kit: 2 Thermostate, Heat Hub
Wiser Starter-Kit: die Batterien können auch ohne Demontage leicht ersetzt werden
Wiser Starter-Kit: Der Heat Hub spricht einerseits mit den Thermostaten, andererseits über das Internet mit der Wiser App
Wiser Starter-Kit: das Thermostat wirkt solide und robust

Sowohl die Thermostate als auch der sogenannte Heat Hub sind sehr kompakt und hochwertig gebaut. Die Thermostate sind mit zwei AA-Batterien bestückt und haben Abmessungen kaum größer als ein handelsübliches Thermostat. Es gibt kein Display, lediglich dreifarbige LEDs geben Feedback auf Aktionen. Die Regler funken sparsam mit bidirektionalem ZigBee, die Batterien dürften also viele Monate durchhalten. Eberle spricht von zwei Jahren.

1 von 7
Wiser-App: unser Beispiel, zwei Thermostate in zwei unterschiedlichen Räumen
Wiser-App: in der App können Sie das Büro-Thermostat steuern und die Zeitspanne für manuelles Eingreifen definieren.
Wiser-App: in der App können Sie das Büro-Thermostat steuern und die Zeitspanne für manuelles Eingreifen definieren.
Wiser-App: übersichtlich -hier sehen Sie die Einstellungen
Wiser-App: Heat Report
Wiser-App: Der Comfort-Mode fährt die Heizung schon vor der Schaltzeit langsam hoch. Somit haben Sie zur Wunsch-Zeit wirklich ihre Temperatur.
Wiser Heat Report: Soll, Ist und Außentemperatur

Richtig clever wird das System aber erst durch den Eco-Mode: Der zieht lokale Wetterdaten heran und lernt die thermische Charakteristik Ihrer Räume kennen. Wenn Sie etwa über und unter sich Wohnungen haben, sinken die Temperaturen nicht so schnell wie bei einer kalten Tiefgarage unter dem Fußboden.

Ob der Modus tatsächlich bares Geld spart, konnten wir innerhalb der kurzen Testphase nicht herausfinden. Auf jeden Fall ergibt es Sinn, wenn die Thermostate bei strahlendem Sonnenschein selbstständig drosseln.

Wir empfehlen Wiser allen, die beim Thema Support lieber auf Nummer sicher gehen wollen. Sie müssten aber auch jemand sein, der bei einem Problem nicht gleich die Flinte ins Korn wirft. Preislich gesehen ist Wiser teuer, ein Danfoss Link Starterkit mit einem zusätzlichen Thermostat kostet genauso viel. Das einzelne Wiser-Thermostat schlägt mit etwa 50 bis 60 Euro zu Bucheie Bestückung eines ganzen Hauses geht also richtig ins Geld.

Eqiva Bluetooth Smart Heizkörperthermostat

Bluetooth ist toll, wenn es um einfache schnelle Verbindungen geht. Allerdings ist Bluetooth in der Reichweite beschränkt und die Steuerung »von unterwegs« ist ohne besondere technische Hilfsmittel nicht möglich.

1 von 4
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Eqiva Bluetooth 01
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Eqiva Bluetooth 03
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Eqiva Bluetooth 04
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Eqiva Bluetooth 06

Dennoch ist das Eqiva Bluetooth Thermostat durchaus eine Empfehlung wert. Sofern es sich nur um wenige Heizkörper handelt und man auf smarte Funktionen verzichten kann. Denn zum einen gibt es keine anderen Sensoren die eingebunden werden können und zum anderen ist auch keine Sprachsteuerung möglich.

Bosch Smart Home Heizkörper-Thermostat

Bosch bietet ebenso ein umfassendes Smart-Home-System wie Innogy und Magenta. Im Gegensatz dazu hat uns hier das Einstellen der Heizzeiten besser gefallen. So ausgefeilt wie bei Tado oder Elgato ist es aber ebenfalls nicht. Das Bosch Heizkörper-Thermostat ist solide gefertigt und hat ein kleines aber beleuchtetes Display. Leider ersetzen sehr laute Taster ein Drehrad zur Temperatureinstellung. Ein eingebauter Temperaturfühler erkennt, wenn gelüftet wird und fährt die Heizung herunter. Der Fühler berücksichtigt dabei, ob das Fenster nur kurz geöffnet wird und schont die Batterie, indem das Ventil nicht sofort schließt.

1 von 3
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.

Die Einrichtung geht schnell über einen QR-Code auf dem Thermostat. Allerdings hatten wir über andere Tests hinweg oft Einrichtungsprobleme mit Bosch Smart Home. Das fing beim erstmaligen Aktivieren der Basisstation an und hörte beim vergeblichen Verknüpfungsversuch mit dem Bosch Twinguard und dem Tür-/Fensterkontakt noch lange nicht auf.

1 von 10
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.

Zukünftig könnte Bosch jedoch interessanter werden, wenn nämlich Haushaltsgeräte – nicht nur von Bosch und Siemens – via Bosch Home Connect in das Smart Home integriert werden. Heute ist das bereits für einige Buderus-, Junkers- und Bosch-Heizsysteme der Fall. Wenn das Themen für Sie sind, die interessant erscheinen, ist das System von Bosch sicherlich sinnvoller als ein reiner Heizungsspezialist wie Tado.

HomeMatic IP 105155

Magenta SmartHome ist ebenfalls eine offene Allround-Lösung, in die fast beliebig viele Sensoren und Aktoren jedes Herstellers integriert werden können. Wie bei Innogy und Bosch stellen wir aber fest: Der Allround-Ansatz der Generalisten-App ist weniger komfortabel und erfordert mehr Eigenleistung beim Erstellen von Regeln und Szenen rund ums Heizen. Standortbezogenes Heizen und Vorheizen ist ebenso unmöglich wie eine simple Einbeziehung des Wetters, dafür braucht man eine separate Wetterstation.

Den vernetzten Stellantrieb von HomeMatic gibt es bereits für unter 40 Euro. Er kann allein mit Display und Tasten aber auch mit der Magenta SmartHome-App der Telekom gesteuert werden. Dafür braucht man aber nicht nur eine zentrale Steuereinheit des Herstellers, sondern auch noch eine entsprechende Erweiterung seines Telekom-Vertrags.

1 von 3
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.
Smart Home Thermostate Test: Testsieger ist tado°.

Magenta SmartHome unterstützt eine große Vielfalt von Unterputzlösungen, nicht nur für das Thema Heizen. Hier ist von Rollladen-Motoren bis hin zu Unterputz-Schaltern oder Wetterstationen alles dabei, darunter auch ein zentral installiertes HomeMatic-Funk-Wandthermostat, das an alle Stellantriebe den Temperaturwunsch weitergibt.

Wer also an eine echte Integration von Heizen, Licht, Energie, Sicherheit und Beleuchtung in die heimische Elektroinstallation denkt, sollte einen Generalisten wie Magenta wählen. Wer nur das Heizen integrieren möchte, dem empfehlen wir den Testsieger Tado.

Magenta SmartHome Heizkörperthermostat

Das Magenta SmartHome Paket ist groß. Groß sind daher auch die Erwartungen an das Magenta SmartHome Thermostat, die nur noch von der Datenabfrage übertroffen werden. Sicher muss man sich registrieren, um seine smarten Thermostate auch mobil bedienen zu können. Aber warum werden dazu neben der Mailadresse auch noch Anschrift, Geburtsdatum und Telefonnummer benötigt?

1 von 10
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 01
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 02
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 04
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 05
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 06
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 07
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 08
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 13
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 09
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Magenta Thermostat 10

Und wer denkt, da gebe ich einfach etwas anderes ein, der wird in der App darauf hingewiesen, dass die angegebene Straße nicht zur Postleitzahl und dem Wohnort passt. Auch bei einer falschen Telefonnummer wird man anschließend per Mail gedrängt, dass man doch die richtige eingeben soll, damit der Auftrag weiter bearbeitet werden kann. Es gibt allerdings gar keinen Auftrag.

Das ist schon alles etwas zu viel des Guten und man fühlt sich regelrecht überwacht. Dafür bietet die Magenta App dann aber auch einiges, was sich jedoch nur lohnt, wenn auch vieles davon genutzt wird. Es gibt Regeln gegen Schimmel, Warnungen vor verbrauchter und trockener Luft oder bei einer Schranköffnung… Eine eigene Boost oder Fenster-Offen-Funktion im Thermostat jedoch nicht. Daher wird die umfangreiche App erst dann interessant, wenn sämtliche SmartHome-Geräte die Aufschrift Magenta besitzen. Ansonsten ist aufgrund der enormen Datenabfrage eher abzuraten.

Meross MTS100HN

Das Meross MTS100HN sieht auf den ersten Blick richtig gut aus. Es bringt drei Adapter und ein ziemlich kleines Gateway mit, was gut gefällt. Auch das Thermostatventil ist vergleichsweise klein und besitzt ein angenehm blau hinterleuchtetes Display. Nicht ganz so vorteilhaft ist die Position des Displays, das bei ungünstiger Montage seitlich zum Heizkörper kaum noch zu sehen ist. Aber ok, das Thermostatventil lässt sich ja smart per App bedienen.

1 von 5
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross Screenshots
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross Screenshots

Die Verbindung funktioniert auch sofort, selbst wenn sie aufgrund der WLAN-Anbindung etwas umständlicher ist. Schade ist allerdings, dass eine Registrierung notwendig ist, die das komplette Paket an privaten Daten abfragt.

Nachdem alles eingegeben und der Raum zugeteilt wurde, kann ein Wochenprogramm erstellt werden, sofern man sich zurecht findet. Auf dem Bildschirm herrscht Chaos und es ist tatsächlich möglich, »Temperaturlöcher« zu programmieren. Wie man an den Bildern sieht, wurde die Temperatur zwischen 7:30 und 18:00 Uhr gleichzeitig auf 10° C und 22° C eingestellt. Die Einstellungsmöglichkeiten sind schon sehr verwirrend.

1 von 5
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross Screenshots
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross Screenshots
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross Screenshots
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross Screenshots
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Meross Screenshots

Hinzu kamen weitere Fehler, wie neue aber leere Batterien und ein WLAN-Empfang von 78 % direkt neben der WLAN-Antenne. Ein kurze Trennung vom Stromnetz hatte zur Folge, dass das Thermostatventil nicht mehr zu erreichen war. Dafür startete das Update und anschließend wurden Batterien und WLAN korrekt angezeigt. Nur eine Programmierung war überhaupt nicht mehr möglich und das Thermostatventil blieb verschollen.

So lange das Thermostatventil erreichbar war, funktionierte aber zumindest die Anbindung an Alexa, die Temperatur konnte per Sprachbefehl eingestellt und auch in Routinen eingebunden werden. Die App selbst hat jedoch gänzlich versagt. Im Netz ist auch viel davon zu lesen, dass die Thermostatventile ein Eigenleben haben und gar nicht oder nur willkürlich reagieren.

Honeywell Evohome

Das Honeywell Home evohome Wi-Fi Starter Paket ist ein Auf und Ab der Technik und hielt dadurch leider nicht, was der erste Eindruck versprach. Die Thermostate wirken bereits auf dem ersten Blick mächtig groß. Noch deutlich größer werden sie jedoch, wenn man das Display zur besseren Sichtbarkeit neigen möchte. Dann muss ein »Keil« untergebaut werden, der das Display anhebt und das Ventil noch mal größer macht. Dafür gibt es am Display nichts auszusetzen. Es ist groß genug, dezent beleuchtet und zeigt sogar den Namen des Raumes an.

Eine richtiges Smart-Home-System braucht ein farbiges Display an der Wand, auf dem alle Temperaturen angezeigt werden und eingestellt werden können. Genau den Eindruck erweckt Honeywell. Nur ist das nicht so einfach umzusetzen, da das Display mit einem Akku betrieben wird, der nicht lange hält. Zum Laden muss das Bedienteil wieder auf den Fuß gesteckt werden und sollte dort auch dauerhaft verbleiben. Also keine Wandmontage, wie die Werbung verspricht.

1 von 11
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell

Auch die Bedienung ist sehr differenziert zu betrachten. Es gibt für fast alles einen Assistenten und folgt man diesem, kann eigentlich nichts schief gehen. Nutzt man ihn jedoch nicht und möchte vereinzelte Einstellungen gezielt vornehmen, wird es etwas kompliziert und unübersichtlich.

Dafür bietet die Lernfähigkeit der Heizungssteuerung ihre Vorteile. So braucht man der Heizung nur sagen, zu wann man sich die Komforttemperatur wünscht und sie lernt selbst, wann die Thermostate geöffnet werden müssen, damit der gesamte Raum zur gewünschten Zeit die eingestellte Temperatur erreicht hat.

Bis auf eine Fenster-offen Erkennung und die Möglichkeit, verschiedene Temperaturen am Tag einrichten zu können, hat man allerdings nur wenige Funktionen. Es gibt keine smarten Regeln oder Routinen und das Laden des Wetters funktioniert in der App erst gar nicht.

1 von 4
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell Screenshots
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell Screenshots
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell Screenshots
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Honeywell Screenshots

Das gesamte Honeywell Home Evohome Wi-Fi Starter Paket wirkt sehr interessant und auch sinnvoll, hinkt mit der Technik aber doch der Zeit etwas hinterher. Das Display und auch die Thermostatventile wirken altmodisch und haben wenig mit modernen Smart-Home-Steuerungen gemein. Die Ventile sind sehr groß, das Display ist klein, lässt jeden einzelne Pixel erkennen und hat einen extrem kleinen Betrachtungswinkel.

Ein Update der gesamten Technik wäre toll, denn die Zusammenstellung mit einem externen Display ist auf jeden Fall ein Verkaufsargument. Und auch wenn die Funktionen recht eingegrenzt sind, dürften sie vielen doch reichen.

Gigaset Elements S30851-H2538-R101

Das Gigaset Smart-Home-Thermostat zeigt sich schlicht und erinnert an einige andere günstige Anbieter. Tatsächlich ist es nur durch den Gigaset-Aufdruck zu unterscheiden. Die mäßige Qualität des Displays ist identisch.

1 von 6
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Gigaset Einsteiger 01
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Gigaset Einsteiger 04
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Gigaset Einsteiger 03
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Gigaset Einsteiger 05
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Gigaset Einsteiger 07
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Gigaset Einsteiger 08

Die App »Gigaset elements« zeigt sich aufgeräumt und das Hinzufügen der Thermostate geht schnell und einfach. Übersichtlich ist sie jedoch nur, weil sie zur Heizungssteuerung einfach zu wenig bietet. Vieles ist auf Alarmfunktionen ausgelegt und die Heizung kommt einfach zu kurz.

Richtig holprig wird es beim Versuch die Sprachsteuerung Alexa zu nutzen. Die Anmeldung funktioniert zwar aber dennoch kann Gigaset nicht auf den Account zugreifen. Dadurch werden keine Geräte gefunden und die Sprachsteuerung ist nicht nutzbar. Viele Rezensionen bestätigen das Problem leider.

Eurotronic Spirit ZigBee

Viel gibt es zum Eurotronic Spirit ZigBee nicht zu sagen, da es keine eigene App und damit auch keine eigenen Funktionen mitbringt. Es wird direkt in einem Amazon Echo mit ZigBee-Hub angemeldet und ist auch nur über die internen Funktionen nutzbar.

1 von 4
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Eurotronic Zigbee 01
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Eurotronic Zigbee 02
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Eurotronic Zigbee 04
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Eurotronic Zigbee 05

Der Wochenplan muss also über Routinen angelegt werden und auch die Lüftungserkennung oder der Urlaubsmodus lassen sich nur mit Routinen umsetzen. Das ist zwar ziemlich umständlich, dafür ist man aber auch extrem flexibel.

Einen besonderen Vorteil hat die direkte Einbindung allerdings doch. Werden Sensoren direkt in Alexa eingebunden, können sie auch Routinen auslösen, wie bei zu warmer Luft zum Lüften auffordern oder die Rollläden schließen.

Essentials Thermostat Zigbee

Alles könnte so schön sein, denn schön ist das Essentials ZigBee Thermostat tatsächlich und das Display sogar richtig chic. Leider trügt der erste Schein und das tolle Display ist im schrägen Blickwinkel kaum zu lesen.

1 von 8
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Essentials Zigbee 01
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Essentials Zigbee 02
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Essentials Zigbee 03
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Essentials Zigbee 04
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Essentials Zigbee 05
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Essentials Zigbee 06
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Essentials Zigbee 07
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Essentials Zigbee 08

Unschöner wird es jedoch in der App, die mitunter extrem langsam reagiert, einen leeren statt vollen Akku anzeigt und tatsächlich in einer App drei verschiedene Sprachen verwendet. Räume oder Zonen gibt es nicht und wird die Zentrale einmal vom Netz getrennt, gibt es selbst diese nicht mehr. Einziger Pluspunkt – beim Anlegen von Routinen kommt wieder SmartLife zum Vorschein.

Daher lieber auf die Essentials-App verzichten und die Zentrale gleich mit SmartLife verbinden. Dann gibt es wenigstens anlegbare Räume und die Routinen sind eh identisch. Alternativ ist auch eine Integration direkt in einem Alexa Echo mit ZigBee-Hub möglich, allerdings kann das Thermostat auch dann keine Routinen auslösen.

Eurotronic Genius LCD 100

Das Thermostatventil Genius LCD 100 von Eurotronic ist mit Abstand das günstigste im Test, und für den Preis kann man im Grunde auch absolut zufrieden sein. Es ist klein, bringt eine einfache, aber drehbare Anzeige mit und auch die einfach gehaltene App ist eigentlich ausreichend. Es gibt einen Urlaubsmodus, eine Fenster-offen-Erkennung und eine wirklich einfache Programmierung.

1 von 5
smarte Heizungssteuerung Test: Test Smarthome Heizung Genius