Das beste Smartphone

Smartphone Test: Die neuen Überflieger: Google Pixel 2 XL, iPhone X und Google Pixel 2.

Das beste iPhone, das man zur Zeit kaufen kann, ist wenig überraschend Apples iPhone X. Es ist allerdings so teuer, dass für viele das technisch fast gleichwertige iPhone 8 Plus zumindest die vernünftigere Wahl ist. Das beste Android-Smartphone ist für uns zur Zeit klar das neue Google Pixel 2 XL, das aber ebenfalls sehr teuer ist. Wer nicht unbedingt das neueste und beste braucht, fährt mit älteren Modellen nicht viel schlechter – und spart eine Menge Geld.

Update 11. November 2017

Wir haben das iPhone X getestet, das sich bei den iPhones natürlich an die Spitze setzt.

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23. Oktober 2017

Apple hat das iPhone 7 mit 256 GB Speicher aus dem Store genommen, wer nun ein iPhone mit so viel Speicher haben möchte, muss jetzt das iPhone 8 kaufen, oder auf das iPhone X warten.

19. Oktober 2017

Wir haben das iPhone 8 Plus und die beiden neuen Google Smartphones Pixel 2 und Pixel 2 XL getestet. iPhone 8 Plus und Pixel 2 XL sind unsere neuen Top-Empfehlungen.

13. September 2017

Der Herbst bringt eine Menge neuer Flaggschiff-Smartphones: Samsung hat das Galaxy Note 8 auf den Markt gebracht und Apple hat neue iPhones vorgestellt. Das iPhone 8 und 8 Plus kommen noch im September in den Handel, das iPhone X erst im November. Wir werden beide testen, sobald sie verfügbar sind.

Anfang Oktober wird Google außerdem ebenfalls ein neues Smartphone vorstellen. Dann wird auch das LG V30 in den Handel kommen, das wir bereits angefordert haben.

Wir haben unser aktuelles Testfeld um das iPhone 8 Plus sowie das neue iPhone X und die beiden neuen Pixel 2 Smartphones erweitert und damit die aktuellen Top-Smartphones von Apple und Google gegeneinander antreten lassen.

Auf das Galaxy Note 8 und das jüngst in den Verkauf gegangene LG V30 müssen wir indes noch warten. Wir testen für Sie natürlich alle Neuerscheinungen, sobald wir Testgeräte erhalten und werden unsere Empfehlungen entsprechend aktualisieren.

Ein eindeutiges »bestes Smartphone« zu küren, ist aus unserer Sicht allerdings immer weniger sinnvoll, denn sowohl von der Verarbeitungsqualität her als auch hinsichtlich der technischen Leistung rücken die Flaggschiffe der verschiedenen Hersteller immer näher zusammen. Das zeigt sich insbesondere auch bei der Kamera: Alle Top-Smartphones schießen sehr gute Fotos. Unterschiede offenbaren sich höchstens in Details, der mehr oder weniger komfortablen Einbindung in das jeweilige Ökosystem – und beim Preis.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Das beste iPhone: Apple iPhone X

Test Smartphone: Apple iPhone X
Das iPhone X sprengt alle Grenzen – nicht nur technisch, auch beim Preis.

Mit dem komplett neu designten iPhone X hat Apple es wieder geschafft, den etwas eingeschlafenen Hype ums iPhone und die Marke Appe wieder anzufachen. Das wurde auch höchste Zeit, denn das über Jahre unveränderte Design des iPhones wirkte gerade im Vergleich zur Android-Konkurrenz langsam etwas altbacken.

Markantestes Merkmal des neuen iPhones ist das riesige Display, das nun quasi randlos die komplette Frontseite bedeckt. Nur eine kleine Insel ragt noch von oben ins Display hinein, hier steckt der Lautsprecher und die Frontkamera, aber auch diese dunkle Fläche auf dem sonst durchgängigen Display hat man im Alltagsgebrauch erstaunlich schnell ausgeblendet.

Dem großen Display ist der Home-Button zum Opfer gefallen und damit auch der Fingerabdrucksensor. Entsperrt wird das Smartphone jetzt per Face-ID, also einer automatischen Gesichtserkennung. Das ist einerseits eine echte Innovation, andererseits klappt das Entsperren nicht in allen Situationen so gut wie mit dem extrem zuverlässigen Fingerabdrucksensor.

Das beste Android: Google Pixel 2 XL

Google hat in der zweiten Generation kräftig nachgelegt.

Das Google Pixel 2 XL ist für uns zur Zeit das beste Android-Smartphone. Die zweite Generation von Googles eigenem Smartphone hat durchaus das Zeug, Samsungs Android-Platzhirsch Galaxy S8 in Bedrängnis zu bringen.

Denn das neue Pixel hat viel dazugelernt: die immer wichtigere Foto-Abteilung ist mit großem Sensor und sehr guter Optik bestückt, und verfügt jetzt sogar über einen optischen Bildstabilisator, der eigentliche Clou steckt aber in der Software.

Im großen Display kommt modernste Technik zum Einsatz. POLED heißt die Variante der OLED-Technik, die sich dank Verwendung von speziellen Kunststoffen geschmeidiger biegen lässt und somit perfekt abgerundet in den Alu-Body eingepasst werden kann.

Natürlich läuft auf dem Pixel das brandaktuelle Android Oreo mit einigen Anpassungen, die nur auf dem Pixel zu finden sind.

Vernünftiger: Apple iPhone 8 Plus

Test Smartphone: Apple iPhone 8 Plus
Hat das alte Design und ist größer, kann aber fast alles, was das iPhone X kann – bis auf Face ID.

Das ebenfalls neue iPhone 8 Plus ist nach wie vor für alle interessant, die sich nicht mit dem neuen Design des iPhone X anfreunden können – oder mit dessen exorbitanten Preis, zumal sich gerade das iPhone 8 Plus technisch nur wenig vom iPhone X unterscheidet.

Die Unterschiede zwischen dem 8 und dem 8 Plus betreffen neben dem größeren Display und dem größeren Akku vor allem die Kamera. Beide verfügen zwar über einen optischen Bildstabilisator, der wirkungsvoll hilft, Wackler besonders im Tele-Bereich zu vermeiden, das Plus hat aber im Gegensatz zum kleinen iPhone 8 zwei Objektive, eines für Weitwinkel und eines für Tele-Aufnahmen und hat damit klar die Nase vorn.

Das Design des iPhone 8 wurde fast vollständig von den Vorgängern übernommen, neu ist lediglich eine Rückseite aus Glas. Das Design kann man je nach Sichtweise klassisch oder altbewährt nennen, oder aber auch etwas angestaubt. Das Display löst zwar hoch auf, bleibt jedoch buchstäblich im Rahmen, denn erst beim iPhone X beherrscht der Bildschirm die gesamte Frontseite.

Fast genauso gut: Google Pixel 2

Das kleinere Pixel 2 verfügt bis auf Display und Akkukapazität über die gleichen Eckdaten wie das XL.

Eine Nummer und ein Zoll kleiner ist das Pixel 2 ohne XL-Zusatz. Display und Akku sind hier kleiner, die entscheidende Hardware ist jedoch die gleiche wie beim großen Bruder. Beim Display handelt es sich um die AMOLED-Variante, mit kontrastreicher Darstellung und nur moderat abgerundeten Kanten.

Im Gegensatz zum iPhone 8 ist das Kameramodul beim kleinen und großen Pixel 2 das gleiche, auch hier sorgt ein optischer Bildstabilisator für wackelfreie Fotos und der zuschaltbare Portrait-Modus macht ebenfalls ein schönes Bokeh bei Portrait-Aufnahmen. Auch der Online-Reiseführer Google Lense ist ebenso verfügbar wie der Google Assistent, der hier ebenfalls per Active Edge gestartet werden kann. Die drucksensitiven Kanten hat Google vom HTC U11 übernommen, dort heißen sie Edge Sense.

Bei beiden Pixel Smartphones kann das Display »always on« betrieben werden, so dass Uhrzeit und Datum ständig ablesbar sind.

Preis-Leistungs-Tipp: Samsung Galaxy S8

Test Smartphone: Samsung S8
Das aktuelle Galaxy S8 bringt einige Innovationen mit, hat aber auch seinen Preis.

Eine gute Empfehlung ist auch weiterhin Samsungs Galaxy S8. Es liegt in der Leistungsbilanz immer noch weit vorne und sein innovatives Design lässt selbst die beiden Neuzugänge Pixel 2 und iPhone 8 alt aussehen: Beinah rahmenlos schmiegt sich das Display um die abgerundeten Kanten, aus denen bei Bedarf die App-Anzeige mit den wichtigsten Shortcuts geschoben werden kann.

Das scheint angesichts der immer noch reichlich vorhandenen Bloatware auch notwendig, sorgt dieses Feature doch für ein aufgeräumtes Display bei gleichzeitig schneller Erreichbarkeit der wichtigsten Apps. Auf jeden Fall liegt das Galaxy S8 mit seinen Rundungen extrem gut in der Hand und lässt sich trotz des großen Displays beinah komplett einhändig bedienen.

Vor allem aber ist es dank kräftig gefallener Preise inzwischen ein echtes Schnäppchen, das damit in der Preis-Leistungsbilanz sogar unseren vormaligen Favoriten OnePlus 5 den Rang abläuft.

Günstiger Vorgänger: Apple iPhone 7

Test Smartphone: Apple iPhone 7 Plus
Das iPhone 7 ist zwar schon etwas älter, für alle, die auch sonst Geräte von Apple verwenden aber nach wie vor eine gute Wahl.

Das iPhone 7 und das größere iPhone 7 Plus sind nach wie vor erhältlich – nach Vorstellung des iPhone 8 aber günstiger: Das iPhone 7 kostet in der kleinsten Version 170 Euro weniger als das iPhone 8, das iPhone 7 Plus ist für 140 Euro weniger zu haben. Allerdings bekommt man dafür nur 32 Gigabyte Speicher, während man beim 8er bereits mit 64 startet. Eine 64-Gigabyte-Version gibt es beim iPhone 7 nicht mehr, hier muss man gleich den Sprung auf 128 Gigabyte machen.

Auch das iPhone 7 hat im Gegensatz zum iPhone 7 Plus nur eine Kamera, das Plus nimmt mit der Doppelkamera schon die Technik des iPhone 8 vorweg. Allerdings ist die Bildqualität, die selbst das iPhone 7 mit der Rückkamera erreicht, nach wie vor wegweisend und gilt völlig zu Recht als Referenz.

Das iPhone 7, insbesondere das iPhone 7 Plus, bleiben damit nach wie vor eine Empfehlung für alle Apple-Fans, die ihren Geldbeutel schonen aber auf eine sehr gute Kamera nicht verzichten wollen.

Noch günstiger geht es bei Apple mit dem ebenfalls weiter erhältlichen iPhone 6s (ab ca. 500 Euro) und dem kleinen iPhone SE (ab ca. 400 Euro), bei denen man allerdings Abstriche bei der Kamera und der Leistungsfähigkeit des Prozessors machen muss.

Vergleichstabelle

Das beste iPhoneDas beste AndroidVernünftigerFast genauso gutPreis-Leistungs-TippGünstiger Vorgänger
Modell Apple iPhone X Google Pixel 2 XL Apple iPhone 8 Plus Google Pixel 2 Samsung Galaxy S8 Apple iPhone 7 OnePlus 5 HTC U11 LG G6 Huawei P10 Google Pixel
Test Smartphone: Apple iPhone XTest Smartphone: Apple iPhone 8 PlusTest Smartphone: Samsung S8Test Smartphone: Apple iPhone 7 PlusTest: Smartphone – Testsieger OnePlus 5Test Smartphone: HTC U11Test Smartphone: LG G6Test Smartphone: Huawei P10Test: Smartphone – Testsieger Google Pixel
Pro
  • Design komplett überarbeitet
  • Mehr RAM als iPhone 8
  • Kamera nochmals verbessert
  • Großes Display bei kleinen Abmessungen
  • Face ID statt Fingerprint
  • Sehr gute Kamerafunktion mit optischem Bildstabiliator
  • Mit Google Lens und Google Assistent perfekte Einbindung im Google Öko-System
  • Hervorragende Abstimmung von Hard- und Software
  • Sehr gute Kamera mit optischem Bildstabilisator
  • Nahezu gleiche Hardware und Kamera wie das größere XL
  • Mit Google Lens und Google Assistent perfekte Einbindung im Google Öko-System
  • Hervorragendes Display
  • Speichererweiterung möglich
  • Großer Lieferumfang
  • Hervorragende Abstimmung von Hard- und Software
  • Verhältnismäßig guter Preis
  • Enorm leistungsstark
  • Toll angepasstes Betriebssystem
  • Sehr gute Dual-Kamera-Lösung
  • Dual-SIM
  • Sehr performantes Gerät Innovative Edge Sense Bedienung, Hervorragende Fotos
  • Sehr hoch auflösendes Display
  • Ergonomisch günstige Anordung des Fingerprint-Sensors
  • Flüssiges User-Interface
  • Gute Speicherausstattung inklusive Nachrüstmöglichkeit
  • Sehr schlankes Gehäuse
  • Üppige Speicherausstattung
  • Eigenwilliges Design
  • Garantiert immer das aktuellste Android
Contra
  • Face ID statt Fingerprint
  • Kamera trägt auf
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Sehr hoher Preis
  • Google sammelt sehr viele persönliche Daten
  • Kein Kopfhörer-Anschluss
  • Hoher Preis
  • Kamera trägt auf
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Lange Ladezeit
  • Kein Kopfhörer-Anschluss
  • Hoher Preis
  • Google sammelt sehr viele persönliche Daten
  • Kein Kopfhörer-Anschluss
  • Hoher Preis
  • Proprietäre Sprachsteuerung Reichlich Bloatware
  • Keine Schnellladefunktion
  • Kein Kopfhörer-Anschluss
  • Kein NFC
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Kein Headset im Lieferumfang
  • Sehr geringe Akkulaufzeit
  • Prozessorausstattung nicht mehr zeitgemäß
  • Akkulauf- und Ladezeit könnte besser sein
  • Prozessorleistung nur mittelmäßig Geringe Akkulaufzeit
  • Prozessorleistung nicht mehr ganz zeitgemäß
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Geringe Akkulaufzeit
Bester Preis
Technische Daten  

Immer mehr Gemeinsamkeiten

Die Zeit der großen qualitativen Unterschiede bei Smartphones ist weitgehend vorbei, auch und gerade bei den Top-Modellen der Hersteller, den sogenannten Flaggschiffen. Ausreichend Rechenleistung für sämtliche alltäglichen Aufgaben bieten sie alle. Neben 3D-Games können lediglich Virtual- oder Augmented-Reality-Anwendungen die geballte Rechenpower der Top-Smartphones voll ausschöpfen, aber ob die tatsächlich the next big thing werden, wie die Hersteller orakeln, ist längst noch nicht ausgemacht.

Auch bei der Akkulaufzeit gibt es keine großen Unterschiede. Ironischerweise halten Mittelklasse-Smartphones meist sogar länger durch als die Flaggschiffe, bei denen es offenbar wichtiger ist, sie möglichst dünn zu bauen, als sie mit einem starken Akku auszustatten. Wechselbare Akkus findet man im Top-Segment deshalb schon lange nicht mehr und aus dem selben Grund stirbt hier auch langsam aber sicher der klassische Kopfhörer-Stecker aus.

Die Kamera wird immer wichtiger

Die größten Unterschiede zwischen teuren Top-Modellen und günstigeren Mittelklassemodellen gibt es nach wie vor bei der Qualität der Kameras. Die neueste Errungenschaft ist der sogenannte Bokeh-Effekt, der beim Fotografieren mit einer große Blendenöffnung den Hintergrund unscharf werden lässt und so das Motiv im Vordergrund betont. Das klappt bislang mal mehr, mal weniger gut, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis man kaum mehr einen Unterschied zwischen einem Smartphone-Portrait und dem mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommenen erkennt.

Umgekehrt bedeutet das: Wenn Fotos für Sie nicht wichtig sind, gibt es eigentlich keinen Grund, viel Geld für ein teures Flaggschiff-Smartphone auszugeben. Eigentlich. Denn natürlich geht es bei den Top-Modellen der Hersteller auch um Prestige. Deshalb muss nicht nur die Verarbeitung erstklassig sein, sondern auch das Design einen gewissen Wow-Faktor haben. Doch selbst der hilft nicht, wenn nicht auch die Marke eine gewisse Strahlkraft hat, wie viele Hersteller schicker Android-Smartphones mit neidischem Blick aufs iPhone immer wieder erleben müssen.

Die neuen Überflieger: Google 2 XL, iPhone X und Google 2.

So haben wir getestet

Neu im Test hatten wir neben dem iPhone 8 Plus und dem iPhone X das neue Pixel 2 und das Pixel 2 XL von Google. Bereits im Frühjahr haben wir Samsungs Galaxy S8, das OnePlus 5, das G6 von LG, das P10 von Huawei, iPhone 7 und das Google Pixel der ersten Generation getestet, wenig später kam das HTC U11 dazu.

Die Testteilnehmer im Überblick: Google Pixel, Huawei P10, LG G6, OnePlus 5, Samsung Galaxy S8.
Die ersten Testteilnehmer im Überblick: Google Pixel, Huawei P10, LG G6, OnePlus 5, Samsung Galaxy S8. (Das iPhone 7 stand uns nur kurz zur Verfügung und ist daher nicht auf dem Foto.)

Wir haben alle Geräte mehrere Tage im Alltag benutzt. Die Akkulaufzeit beim Abspielen eines Videos in Dauerschleife wurde gemessen, die Ladezeit bestimmt und alle wichtigen Benchmarks ermittelt. Um die Kameras beurteilen zu können, haben wir Vergleichsfotos desselben Motivs im Tageslicht, bei guter Innenbeleuchtung und bei wenig Licht gemacht, außerdem haben wir Videos und Tonaufzeichnungen der sechs Top-Smartphones miteinander verglichen.

Testsieger: iPhone X und Google Pixel 2 XL

Die besten Smartphones sind für uns zur Zeit das iPhone X und das Google Pixel 2 XL. Die Frage, welches von beiden besser ist, ist ein wenig müßig, denn einerseits liegen beide auf sehr hohem technischen Niveau mit nur geringen qualitativen Unterschieden in Details. Andererseits haben sich die meisten ohnehin längst entweder für Android oder iOS entschieden. Und einen Grund das Betriebssystem-Lager zu wechseln, bieten beide Top-Smartphones nicht.

Das beste iPhone: Apple iPhone X

Test Smartphone: Apple iPhone X
Das iPhone X sprengt alle Grenzen – nicht nur technisch, auch beim Preis.

Preislich hat gerade das designierte Jubiläumsmodell iPhone X nochmal ordentlich draufgelegt: mit knapp 1.150 Euro für das »kleine« 64 Gigabyte Modell und 1.320 Euro für die 256 Gigabyte-Variante liegt das iPhone X deutlich oberhalb der 1.000-Euro-Schwelle und dürfte damit aktuell das teuerste Serien-Smartphone sein.

Je nach Speicherkapazität und Displaygröße liegt dagegen das Pixel 2 knapp unter 1.000 Euro oder knapp darüber und ist damit fast ebenso teuer. Auch beim Pixel 2 ist vor Erscheinen des Nachfolgers nicht mit einem Preisverfall zu rechnen, zumindest hat Google beim ersten Pixel wie Apple die Preise bis zuletzt eisern gehalten.

Das beste Android: Google Pixel 2 XL

Google hat in der zweiten Generation kräftig nachgelegt.

Auch eine weitere Strategie hat sich Google mit dem Pixel von Apple abgeschaut, nämlich die Idee, Hard- und Software aus einer Hand zu entwickeln. War das erste Pixel nur ein Testballon, hat Google inzwischen die Sparte von HTC, die das Pixel entwickelt hat, aufgekauft und kann von nun an wie Apple Hard- und Software im eigenen Haus entwickeln. Das wird den anderen Herstellern von Android-Smartphones nicht schmecken, aber die haben inzwischen keine Wahl mehr als gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

Rein äußerlich sind iPhone 8 und Pixel 2 stark an ihre Vorgänger angelehnt, bis auf die wiederentdeckte Glasrückseite beim iPhone. Das iPhone X wurde dagegen gerade auch äußerlich komplett überarbeitet, markant ist das (fast) frontfüllende Display. Das neben dem neuen Design zudem einige Veränderungen seitens der Bedienung erforderlich macht.

Innen kommt bei beiden Konkurrenten neueste Prozessor-Technik zum Einsatz, wenngleich Apple nach wie vor die Philosophie vertritt, dass weniger mehr sein kann, zumindest im Vergleich zur Android-Konkurrenz. Weniger RAM und weniger Prozessor-Kerne werden genutzt, um dennoch gefühlt und messtechnisch die gleiche Leistung auf die Räder zu übertragen.

Überwindet das iPhone 8 Plus beim Antutu-Benchmark schon die 200.000er Marke locker, so kann das iPhone X nochmal etwas drauflegen – laut Parameter sind dafür hauptsächlich der Prozessor und der Datendurchsatz der internen Schnittstellen verantwortlich, das iPhone X hat zudem drei Gigabyte RAM statt zwei wie das iPhone 8. Der schnellste von uns gemessene Androide liegt mit knapp 190.000 deutlich darunter, allerdings nur messtechnisch. In der Realität neigte das iPhone in der 3D-Performance sogar zu leichten Rucklern, während das Pixel 2 diese Hürden völlig flüssig nahm.

Randloses Display ohne Home-Button

Der ultimative Unterschied zur Konkurrenz, auch zur hausinternen, ist das randlose Display. Im Vergleich zu beiden Pixel 2 Smartphones fällt auf, dass das iPhone X zwar seitens der Gehäusemaße dem kleineren Pixel 2 entspricht, sich aber seitens der Display-Größe mit dem Pixel 2 XL messen kann. Das ist natürlich schon mal eine Ansage. Allerdings sind bereits erste Apple-User gesichtet worden, die schmerzlich den gewohnten Home-Button vermissen. Dafür gibt es jetzt eine Schiebe-Jalousie; oben mittig aus dem Rahmen herunter gewischt schaltet das Display ab, von unten nach oben gewischt wird es wieder aktiv. Das erinnert erstmal ein wenig an Android, aber noch viel mehr an die Windows Gesten für Touchscreens.

Außerdem muss man tatsächlich von der Mitte nach unten wischen, sonst werden nur die wichtigsten Einstellungen eingeblendet, diesmal wirklich wie bei Android. Wischt man übrigens von der unteren rechten Rahmenecke aus, zeigt das iPhone alle kürzlich geöffneten Fenster.

Mit dem Home-Button ist auch der integrierte Fingerprint-Sensor weggefallen. Schadet nicht, könnte man meinen, dafür gibt es jetzt FaceID, was auch gut funktioniert, erstaunlicherweise auch im Dunkeln. Aber sollten Sie sich unterstehen, das iPhone X beispielsweise im Auto per FaceID zu entsperren, kann das teuer und obendrein gefährlich werden, schließlich dürfen Sie das Handy beim Fahren nicht in die Hand nehmen. Und anders lässt es sich kaum entsperren.

Mit dem Fingerabdruck-Sensor kann man die bisherigen iPhones dagegen auch ohne Sichtkontakt entsperren. Viele Szenarien sind denkbar, in denen ich mein Smartphone zum Entsperren nicht erst anschauen möchte oder kann. Wie sehr das im Alltag tatsächlich ein Problem ist, wird sich erst noch zeigen müssen. Gut möglich, dass man sich an das neue Handling erst gewöhnen muss, ebenso gut möglich ist es aber, dass sich FaceID als Flop erweist und im nächsten iPhone wieder ein Fingerabdrucksensor verbaut wird – vielleicht auf der Rückseite wie beim Pixel 2.

Akku: Ausdauernd und schnell vs. schlank und kabellos

Bei der Energieversorgung scheiden sich ebenfalls die Geister – zugunsten eines möglichst schlanken Designs geht das iPhone sparsam mit der Kapazität um – gut 2.700 mAh sind eingesetzt, selbst im kleinen Pixel 2 ist der Akku stärker. Beim vergleichbaren Pixel 2 XL reicht die Kapazität sogar bis 3.500 mAh. Die Laufzeit in unserem Video-Dauertest beträgt beim iPhone X dann nach überraschenden 14 Stunden, wogegen das Pixel 2 XL erst nach über 16 Stunden an die Steckdose muss.

Allerdings haben andere Tester Ergebnisse mit anderen Vorzeichen ermittelt: Im Online-Dauertest von CHIP etwa lief das Pixel 2 XL nur 10:12 Stunden, während das iPhone 8 Plus 11:36 Stunden und das iPhone X sogar nur 9:35 Stunden durchhielt. Das zeigt die Grenzen derartiger Test-Szenarios. In der Praxis kommt man mit beiden Smartphones bei normalem Gebrauch gut über den Tag, mehr aber auch nicht.

Beim Laden ist das Pixel XL dann binnen gut 1,5 Stunden wieder voll aufgeladen, das iPhone X verfügt dagegen zwar über eine Schnelllade-Funktion, muss aber an dem mitgelieferten unterdimensionierten Netzteil trotzdem drei Stunden geladen werden. Apple verspricht aber, dass es nach 30 Minuten wieder 50 Prozent Kapazität hat.

Im Gegensatz zum Pixel kann das iPhone X auch induktiv, also kabellos aufgeladen werden. Passende Ladegerät mit Qi-Standard gibt es bereits, auch Ikea baut bereits Nachttische zum kabellosen Laden und auch in manchen neuen PKW ist die Technik schon verbaut. Die Induktions-Ladung war wohl der maßgebliche Grund dafür, dass Apple beim iPhone die Glas-Rückseite wieder eingeführt hat – der Alu-Unibody schirmt zu sehr ab.

Das schlanke Stecker-Netzteil des iPhones wird übrigens während des Ladens recht warm. Von einem aufgequollenen Akku beim iPhone, wie im Netz kolportiert, war bei uns allerdings nichts zu vernehmen.

Kamera: Doppelt fotografiert besser?

Die Kameras der Top-Smartphones fotografieren allesamt auf sehr hohem Niveau, wie unser Kameravergleich zeigt. Das iPhone 7 muss jetzt allerdings das neue iPhone 8 und die beiden Pixel 2 Smartphones an sich vorüberziehen lassen. Das iPhone X profitiert außerdem von einer Blende mit 2.4 (Tele-Objektiv) gegenüber der 2.8-er Blende im iPhone 8, außerdem hat Apple wohl seitens der Firmware nachgebessert, so dass der Portrait-Modus noch zuverlässiger funktioniert, und solche misslungenen Versuche wie der meinige mit dem iPhone 8 seltener bis gar nicht mehr auftreten sollten. Galaxy S8, HTC U11 und Google Pixel haben gegenüber den Neulingen ebenfalls das Nachsehen, wenn auch nur knapp. OnePlus 5, LG G6 und das Huawei P10 lassen bei schwierigen Lichtverhältnissen hingegen deutlicher Federn.

Alle Kameras schießen Fotos auf sehr hohem Niveau

Das iPhone X setzt ebenfalls auf zwei Kameras, respektive zwei Objektive, eines für den Weitwinkel und eines für Tele-Aufnahmen. Beide tragen reichlich auf, teils aufgrund der aufwändigen Optik, teils aufgrund des generell sehr schlanken Bodys des iPhone. Im Gegensatz zum iPhone 8 Plus, verfügt das Tele-Objektiv des X-Modells nun über eine Blende von 2.4 statt 2.8, mit marginalen Auswirkungen auf entsprechende Aufnahmen bei wenig Licht.

Außerdem ist das Kamera-Array nicht mehr waagerecht, wie noch beim iPhone 8 Plus, sondern senkrecht aufgebaut, schließlich soll man auch auf der Rückseite erkennen, dass es sich um ein iPhone X handelt;-)

»Wir brauchen nur eine Kamera« war dagegen lapidar die Aussage von Google bei der ersten Präsentation der Pixel 2 Smartphones. Die Qualität der geschossenen Fotos gibt der Aussage Recht, wenn auch nur teilweise, denn der digitale Zoom kostet im extremen Telebereich Auflösung.

Das Huawei P10 arbeitet zwar ebenfalls mit einer doppelten Rück-Kamera, eine der beiden mit Leica-Optiken bestückten Kameras kann aber nur monochrom, also Schwarzweiß, aufzeichnen und bringt keinen Gewinn seitens der Brennweite oder der Lowlight-Qualität. Beim Huawei kann allenfalls der optische Bildstabilisator punkten, da werden die Bilder wenigstens nicht verwackelt und es kostet keine Pixel, wie bei den elektronischen Bildstabilisatoren.

Bei den Outdoor-Aufnahmen konnten wir das optimale Wetter nutzen, der strahlende Sonnenschein sorgte für helle und kontrastreiche Motive. Beim Test des iPhone X herrschte dagegen Regenwetter, mangels Vergleichbarkeit haben wir daher von ihm kein Testbild aufgenommen.

Alle Testgeräte mussten im Automatik-Modus ihre Sichtweise der Welt unter Beweis stellen. Sie können alle Testfotos in voller Auflösung betrachten, indem Sie auf ein Bild klicken und es anschließend in der Lightbox per Rechtsklick in einem neuen Tab öffnen.

Wie erwartet schlugen sich alle Smartphones beachtlich, kleine Ausreißer gab es lediglich bei der sichtbaren Nachschärfung beim Huawei, die besonders an geraden Kanten für leichte Überschwinger sorgt. Weitere Auffälligkeiten betreffen die Brennweite, so kann das LG G6 mit einem enormen Weitwinkel punkten, der dann allerdings auch einen leichten Fisheye-Effekt mit sich bringt.

Das iPhone 8 Plus und die beiden neuen Pixel-Smartphones profitieren zwar auch vom strahlenden Sonnenschein, allerdings ist das schon die Herbst-Sonne, und von daher nicht ohne weiteres mit den anderen Aufnahmen zu vergleichen. Es fällt allerdings auf, dass das iPhone die Farbakzente etwas anders setzt als das Pixel 2 XL: während es das Rot der Hütte sehr genau reproduziert, nimmt es das Pixel bei den Grüntönen des Rasens etwas genauer.

Das Foto mit dem iPhone X entstand entstand nochmal später, als das des iPhone 8, außerdem gab es, wehen der früheren Tageszeit, durch die grauen Wolken reichlich Gegenlicht von der Sonne, was die Kamera gut meistert. Die Durchzeichnung gelingt auch unter diesen Bedingungen gut, es lässt sich selbst noch ein Flecken blauer Himmel ausmachen.

Im gut ausgeleuchteten Test-Setting sind dann schon deutlichere Unterschiede auszumachen. Erstaunlich ist, dass hier das vergleichsweise alte iPhone 7 noch eine ausgesprochen gute Figur macht, wenn auch der Weißabgleich einen Hauch ins wärmere tendiert, was aber durchaus Geschmacksache ist.

Beim iPhone 8 Plus sieht es dann schon etwas anders aus, das erscheint im Vergleich zu den beiden Pixel 2 Smartphones etwas kühler abgestimmt zu sein. Allerdings können solche nuancierten Unterschiede auch von der Interpretationsfähigkeit des automatischen Weißabgleichs abhängig sein. Dasselbe gilt für das iPhone X, es gibt keine sichtbaren Unterschiede zum iPhone 8 Plus.

Vor allem lässt sich bei diesem Test jedoch feststellen, wie weit die Bildnachbearbeitung dem Schärfeeindruck auf die Sprünge hilft. Das kann man zum Beispiel beim S8 zumindest an einigen Kanten erkennen. Ansonsten fallen hier die leicht überbelichteten Aufnahmen beim LG, Huawei und Pixel auf, die besonders bei letzterem zu Lasten des Kontrastes gehen. Beim Neuen Pixel 2 ist das allerdings kein Problem mehr.

Bei Lowlight-Aufnahmen trennt sich für gewöhnlich die Spreu vom Weizen: Bei einer Ausleuchtung von 30 Lux geraten Objektiv, Bildsensor und Bildverarbeitung gleichermaßen an ihre Grenzen. Das schlägt sich zumeist im Kompromiss nieder, wie weit die Detailauflösung bei der Verminderung des Bildrauschens auf der Strecke bleibt.

Das iPhone X setzt wie das iPhone 8 Plus nochmal Maßstäbe, indem es das Rauschen nochmal reduziert und die Detailauflösung und Farbsättigung auf ein hohes Niveau hebt. Die Kameras der beiden Pixel 2 Smartphones schaffen es dennoch, ein bißchen an den iPhones vorbeizuziehen; der Weißabgleich arbeitet stimmiger und das Rauschen ist noch einen Hauch unauffälliger.

Was nicht auf den Fotos zu sehen ist: Beide Pixel kommen meist mit einem Schuss zum scharfen Bild, sofern man nicht freihändig fotografiert, dem gut funktionierenden optischen Bildstabilisator sei Dank. Doch hier hat Apple offenbar nachgebessert; brauchte das iPhone 8 Plus schon mal mehrere Versuche, um Verwackler zu vermeiden, sitzt das jetzt beim iPhone X ebenfalls beim ersten Schuss, dank eines Updates, von dem auch das iPhone 8 Plus profitiert.

Das iPhone macht auf Wunsch eine Reihenaufnahme, um das beste Foto zu errechnen, da heißt es dann erst recht: im Dunkeln nicht freihändig fotografieren, aus einer verwackelten Reihenaufnahme kann selbst der schnellste Prozessor kein Foto errechnen, das frei von Artefakten ist.

Dem iPhone 7 auffällig ähnlich agiert das Galaxy S8, hier ist das Rauschen weiter dezimiert, die Farbdetails sind ähnlich zurückhaltend wie dort. Auch das HTC U11 macht bei Lowlight wie auch bei den anderen Aufnahmen eine ausgesprochen gute Figur.

Beim LG und noch mehr beim Huawei wird das Bildrauschen dagegen gnadenlos glattgerechnet, mit dem zweifelhaften Erfolg, dass auch einige der Details ausgebügelt werden.

Portait-Modus

Auf den Portrait-Modus sind beide Hersteller besonders stolz, weil man in diesem Modus zumindest bei Portrait-Aufnahmen auch ohne große Spiegelreflex-Kamera ein schönes Bokeh erzeugen kann, das heißt, das Gesicht ist scharf und der Hintergrund verschwimmt sanft in Unschärfe.

Beide Smartphones verwenden hierzu unterschiedliche Techniken. Das iPhone nutzt beide Kameras, um Tiefeninformationen zu gewinnen und kann so das Motiv im Vordergrund vom Hintergrund isolieren. Negativer Nebeneffekt: der Zoom des iPhones ist im Portrait-Modus deshalb nicht aktiv, da muss sich der Fotograf dann schon in die gewünschte Position bewegen.

(Hier sind unsere Testbilder des iPhone 8 Plus im Vergleich mit dem Pixel 2 XL. Einen direkten Vergleich zwischen iPhone X und Pixel 2 XL liefern wir nach.)

Bei den Pixel Smartphones funktioniert der Zoom auch im Portrait-Modus, was die Sache erheblich vereinfacht. Google nutzt einen Algorithmus zur Gesichtserkennung, um eine Person zu erkennen und vom Hintergrund zu isolieren. Erstaunlicherweise klappte das in unserem Test besser als beim iPhone, bei dem der Hintergrund nicht immer zuverlässig erkannt wurde, was ebenfalls seit dem letzten Update behoben ist.

Im Gegensatz zum Pixel bietet das iPhone vier Kreativ-Modi, mit denen auch nachträglich verschiedene Lichtstimmungen für die Portraits festgelegt werden können. Auch hierfür nutzt Apple nach eigenen Angaben die Tiefeninformationen der beiden Kameras. Tatsächlich liefern zumindest die Modi Studiolicht und Konturenlicht gute Ergebnisse.

Bei den Modi Bühnenlicht und Bühnenlicht mono wird der Hintergrund entfernt. Das funktioniert nicht immer gut, in unserem Beispiel verschwindet auch die rechte Schulter des Models im Schwarz. Allerdings befindet sich die Funktion auch noch im Beta-Stadium, gut möglich, dass Apple mit einem Software-Update hier noch nachbessert.

Das ist überhaupt der Vorteil bei beiden Kameras: sämtliche Bildveränderungen finden im Nachhinein per Software statt. Sowohl Googles Pixel als auch Apples iPhone werden hier mit der Zeit sicherlich noch kräftig dazulernen und langsam aber sicher die Spiegelreflexkamera obsolet machen – zumindest für Hobbyfotografen.

Videoaufnahmen

Bei der Qualität der aufgezeichneten Videos nehmen sich alle Testkandidaten nicht viel. Bei Tageslicht produzieren sie alle sehr gute Videos, schwindet das Licht, schwindet bei allen auch die Videoqualität.

Alle Testgeräte, bis auf das LG G6, können Videos in 4K-Auflösung aufnehmen, unsere beiden Favoriten dank optischem Bildstabilisator sogar recht ruhige. Allerdings braucht ein 4K-Video rund 400 Megabyte Speicherplatz – pro Minute. Da ist der Speicher auf dem Handy schnell voll.

Immerhin kann man Fotos und Videos sowohl bei Apple wie auch bei Google in der Cloud speichern und auf dem Smartphone speicheroptimierte Versionen behalten. Bei Google ist das kostenlos, bei Apple sind nur 5 Gigabyte kostenlos, 50 Gigabyte kosten einen Euro im Monat, 200 Gigabyte drei Euro und 1 Terabyte zehn Euro.

Während das iPhone 4K mit 24, 30 oder 60 Bildern pro Sekunden aufzeichnen kann, beschränkt sich das Google Pixel 2 XL auf 30 Bilder. Auch Zeitlupen kann das Pixel 2 nur mit 120 Bildern pro Sekunde in FullHD aufnehmen, das iPhone bietet auch die Option von Super-Zeitlupen mit 240 Bildern pro Sekunde, aber auch das nur in FullHD.

Der gute Ton

Wer das Smartphone als hochwertige Audioquelle nutzen möchte, ist mit unseren Favoriten ebenfalls gut bedient, beide funken via Bluetooth, wobei Apple lieber auf AirPlay setzt, wo das iPhone auch verlustfreie Formate übertragen kann. Die meisten HiFi-Geräte beherrschen AirPlay, auch wenn die Übertragung leicht zeitverzögert ist. Das fällt aber nur bei Video-Inhalten mit Ton auf, der Ton wird dann nicht lippensynchron übertragen. Bei Kopfhörern setzten beide entweder auf die mitgelieferten Adapter, die auch hochauflösendes Audio an den Kopfhörer bringen oder eben auf Bluetooth.

Seitens der hochkarätigen Bluetooth-Übertragung von Audiodaten haben die Pixel 2 Smartphones eindeutig die Nase vorn; sie unterstützen nicht nur den aptX und den aptX HD Codec zur Übertragung in mindestens CD-Qualität, im neuen Android Oreo ist zudem der hochwertige LDAC Codec implementiert. Ursprünglich eine Entwicklung von Sony, haben die ihr Versprechen wahr gemacht und den Codec für Android 8 zur Verfügung gestellt.

Damit ist das Pixel 2 und mit ihm jedes andere Smartphone mit Android Oreo oder 8 in der Lage, Hires-Audio auch via Bluetooth zu übertragen. Voraussetzung ist, dass auch die Gegenseite den Codec versteht und übersetzen kann, was bislang fast nur bei Sony-Geräten der Fall ist. Ansonsten bleibt immer noch der aptX-Codec, der immerhin CD-Qualität liefert und sehr weit verbreitet ist.

Bleibt für alle anderen Fälle nur noch AirPlay oder WiFi (bei Android) um gut und vor allem komfortabel hochauflösende Kost von Tidal, Quobuz und anderen Streaming-Diensten auf der hochwertigen HiFi-Anlage zu Gehör zu bringen.

Siri versus Google Assistant

Mit der neuen Pixel-Generation hat Google gleichzeitig eine verbesserte Sprachsteuerung, nämlich den Google Assistant eingeführt. Der arbeitet nun so ausgefeilt, dass er sogar die Stimme seines »Meisters« erlernen kann und auf seinen Kalender zugreift.

Lernfähige, ausgefeilte Sprachsteuerung

Die neue Anwendung Google Lens ist, wie der Name schon andeutet, mit der Kamera verbunden. Sie beinhaltet ein mächtiges Werkzeug zur Barcode-, Schrift-, Bild- und sogar Personenerkennung und greift auf die enorme Datenbank von Google zu. Da ist die Erkennung von Mail- und Webadressen von Visitenkarten und anderen Dokumenten noch relativ harmlos, aber nicht weniger effizient.

Musste man bislang noch beispielsweise den von der Fritzbox generierten QR-Code abfotografieren, von einer App übersetzen lassen, um die Zugangsdaten »komfortabel« in die Einstellungen zu übertragen, soll mit Google Lens zukünftig das Abfotografieren der entsprechenden Daten direkt vom Router ohne Umschweife zum Login führen.

Die Kombination aus Google Lens und dem Assistant bietet Informationen zu allen möglichen und unmöglichen Lebenslagen feil, ob nun gefragt oder ungefragt. Beim Erstellen der Testfotos stellte der Assistant anhand meiner Standort-Daten beispielsweise Informationen zum Weltkultur-Erbe Zeche Zollverein zur Verfügung, weil ich unweit vom Zechengelände wohne. Erfasst Google Lens nun den markanten Förderturm oder das einzigartige Sanaa-Gebäude, dauert es nicht lange und der Assistant bietet sämtliche bei Google zur Verfügung stehenden Informationen – falls man Hungergefühle äußert gibt es obendrein noch diverse Gastronomie-Empfehlungen in der Umgebung. Wie nützlich diese Funktionen im Alltag sein werden, wird sich erst noch zeigen müssen.

Apples Siri hat nicht den Background einer derart umfassenden Datenbank und muss bei Fragen schon etwas länger grübeln. Nichtsdestotrotz funktioniert die Steuerung des Smart Home oder das Streaming der gewünschten Playlist dank der umfangreichen Lizensierung mit Dritt-Anbietern hier ebenso reibungslos. Und: auch Siri lernt beinah stündlich hinzu, so dass beispielsweise sinnlose Fragen oder Witze schnell als solche erkannt und teilweise mit Ironie beantwortet werden.

Auch wenn der Google Assistant hauptsächlich wegen Googles Sammelleidenschaft als Informationsquelle noch deutlich die Nase vorn hat, so kann Siri dank der Marktmacht und der geschickten Lizensierungs-Politik viel besser mit Hardware anderer Hersteller zusammenarbeiten, was fürs Media-Streaming und die Haus-Automation von Vorteil ist.

Die Ausrichtung beider Sprachsteuerungen unterscheidet sich zwar grundsätzlich, beide Systeme sind jedoch beinah schon erschreckend lernfähig. Doch während Apple hoch und heilig verspricht, die dabei zwangsläufig erhobenen Daten zu jedem einzelnen Smartphone-Nutzer nicht für andere Zwecke zu verwenden, verdient Google bekanntlich sein Geld damit, uns maßgeschneiderte Werbung zu zeigen. Etwas unwohl wird mir da schon bei dem Gedanken, dass Googles freundlicher Assistent mit vielen kleinen nützlichen Angeboten immer tiefer in mein Leben eindringt.

Gibt es Nachteile?

An der Hardware von iPhone X und Google Pixel 2 XL gibt es nur wenig auszusetzen. Bemängeln kann man die schwache Akkulaufzeit und lange Ladezeit des iPhones, das war es dann aber auch schon. Wobei wir ja gesehen haben, dass es hier zu starken Schwankungen kommen kann, je nach Anwendungsprofil.

Dass man das Pixel 2 nicht kabellos aufladen kann, könnte manchem ein Dorn im Augen sein und dass Google dem Pixel 2 bei dem aufgerufenen Preis nicht wenigstens ein einfaches Headset beilegt, ist völlig unverständlich. Apple schafft das beim iPhone auch, obwohl das sogar weniger kostet.

Der größte Nachteil bei beiden ist aber ihr hoher Preis. Denn so gut die beiden Flaggschiffe auch sind, die Unterschiede zu günstigeren Top-Smartphones sind nicht sehr groß. Zumal nicht alle Innovationen des Pixel 2 nur ihm vorbehalten sind: Der Google Assistant ist optional auch fürs Galaxy S8 und andere Android-Smartphones verfügbar, Google Lens wird ebenfalls weiter ausgebaut.

Das Argument der Preis-Explosion gilt für das iPhone X noch mehr, zumal die technischen Errungenschaften, die man sich damit erkauft nicht unbedingt nach jedem Geschmack sind. Als größter Nachteil des iPhone X kann sich, wie gesagt, der Wegfall des Fingerprint-Sensors erweisen, zumindest bei einigen Szenarien.

Und fast alles, was uns am iPhone 8 Plus gefällt, gilt mit nur geringen Abstrichen auch fürs iPhone 7 Plus und – abgesehen von der Doppelkamera – auch für die anderen iPhone-Modelle. Womit wir bei den Alternativen wären.

iPhone X und Google Pixel 2 XL im Testspiegel

Auch bei anderen Testern schneidet das iPhone X sehr gut ab, das Pixel 2 XL muss dagegen teilweise auch Kritik einstecken.

CHIP kommt beim Pixel 2 XL zu einer Gesamtbewertung von 93,4 Prozent und urteilt:

»Die Performance der neuen Android-8-Referenzhandys ist hervorragend, überzeugt sind wir auch von der tollen Fotoqualität und den nahezu ruckelfreien Videos. Die Akkulaufzeit ist gut, aber nicht herausragend.«

Für das iPhone X gibt CHIP eine Gesamtbewertung von 93,5 Prozent. Im Fazit heißt es:

»Die Performance ist herausragend, die Verarbeitung top und die Kamera von gewohnter Qualität. Auch das neue Display mit OLED-Technik weiß zu überzeugen, zeigt allerdings auch ein paar bisher von Apple unbekannte Schwächen. Negativ fällt allerdings der Akku auf – das iPhone 8 Plus läuft rund zwei Stunden länger.«

 

Für Matthias Kremp von Spiegel Online (11/2017) ist das iPhone X zur Zeit das beste Handy der Welt. Er lobt die Gesichtserkennung, die reibungslos funktioniert und hat viel Spaß mit den Animojis. Er kritisiert aber den schwachen Akku und das langsame Aufladen. Im Fazit heißt es:

»Vieles am Jubiläums-iPhone ist Apple gelungen. Der Bildschirm und die Kameras sind hervorragend, die neue Gesichtserkennung funktioniert meist problemlos. Leistung haben die neuen iPhones, auch die 8er-Modelle, sowieso im Überfluss. Sie sind zudem gegen Wasser geschützt und lassen sich kabellos aufladen. Die Schnellladefunktion aber ist nur mit teurem Zubehör nutzbar. Das ist ärgerlich. Bei Preisen zwischen 1149 und 1319 Euro sollte ein Schnellladegerät mitgeliefert werden. »

Beim Pixel 2 XL lobt Spiegel Online (10/2017) die Kamera, kritisiert aber den hohen Preis:

»Wer beim Smartphone Wert auf eine sehr gute Kamera legt, der kommt am Pixel 2 nicht vorbei. Googles Software holt aus der einen Rückseiten-Knipse mehr heraus als viele Konkurrenten aus zwei Kameras.«

Computer Bild bewertet das iPhone X mit der Note 1,9. Das Fazit ist ähnlich wie bei uns und anderen Tests:

»Der neue kontraststarke XXL-Bildschirm bedeckt fast die gesamte Front und ist DAS Highlight des X. Die innovative Gesichtserkennung funktioniert nach einiger Gewöhnung gut und schneller als der Iris-Scan der Konkurrenz. Allerdings ist die Handhabung nicht ganz so intuitiv wie beim Fingerabdrucksensor in früheren iPhone-Modellen. Der Prozessor ist genauso turboschnell wie beim iPhone 8, der Telezoom der zweiten Kameralinse kaum spürbar verbessert. Die größte Enttäuschung: Der Akku schafft bei intensiver Nutzung nicht einmal zehn Stunden, das machen das iPhone 8, das 8 Plus und die Konkurrenz besser!«

Das Pixel 2 XL bekommt von Computer Bild dagegen nur die Note 2,3. Gut schneiden die Kamera-Qualitäten ab, sonst gefällt das Pixel 2 den Testern wenig:

»Die Pixel-Kamera erklimmt den Foto-Thron. Doch trotz neuem Design, schneller Hardware und reinem Android verpasst Google den Anschluss an Samsung, Apple und Huawei. Das kontraststarke Display enttäuscht beim Blickwinkel, der Speicher ist fest verbaut, die Akkulaufzeit nicht ausdauernd genug und der hohe Preis einfach nicht gerechtfertigt.«

Golem lobt am iPhone X das neue Design, den tollen Bildschirm und das gut funktionierende FaceID:

»Mit dem iPhone X zeigt Apple, wie ein modernes iPhone ausschaut. Verglichen mit dem Design des iPhone 8 und iPhone 8 Plus ist Apple mit seinem jüngsten Gerät im Jahr 2017 angekommen. […] Dazu kommt, dass das iPhone X ein extrem leistungsfähiges und gut verarbeitetes Smartphone ist – ein klares Top-Gerät.«

Das Pixel 2 XL wird bei Golem ebenfalls für sein Design gelobt, aber vor allem die Kamera gefällt:

»Googles neues Pixel 2 und Pixel 2 XL sind Oberklasse-Smartphones, die vor allem durch ihre gute Verarbeitung und die Kameras brillieren. […] Der Porträtmodus funktioniert tadellos, auch bei den Frontkameras. Google Lens bietet zudem die Möglichkeit, Informationen aus den aufgenommenen Fotos zu gewinnen.«

Alternativen

Wer nicht unbedingt das allerbeste und neuste Smartphone braucht, kann eine Menge Geld sparen. Die Abstriche, die man dabei machen muss, kann man eigentlich leicht verschmerzen.

Fast genauso gut: Google Pixel 2

Das kleinere Pixel 2 verfügt bis auf Display und Akkukapazität über die gleichen Eckdaten wie das XL.

Bei Google war von vornherein klar: Wenn das Premium-Smartphone auch als kompakte Variante erhältlich sein soll, dann wird die Größe der einzige Unterschied sein – im Gegensatz zur Konkurrenz von Apple, wo die Doppelkamera des Plus-Modells deutlich mehr kann als die Einzelkamera des kleinen Modells.

Beim Pixel 2 sind Display und Akku zwangsläufig kleiner dimensioniert als beim XL-Modell, die entscheidende Hardware ist jedoch die gleiche. Nur das Display setzt ebenfalls auf eine andere Technologie und kommt nicht ganz an die Qualität des Pixel 2 XL heran, doch ansonsten ist das Pixel 2 genauso gut wie das Pixel 2 XL.

Mit dem Pixel 2 gelingt eine Video-Dauershow von über 17 Stunden, das ist sogar eine Stunde länger als beim großen Bruder und zeugt von einem effizienten Energie-Management. Die QuickCharge-Funktion sorgt übrigens auch hier für eine komplette Aufladung binnen gut 1,5 Stunden.

Allerdings nuckelt auch dieses Pixel bei aktivem Display selbst im Standby ständig am Akku, weil permanent Uhrzeit und Datum angezeigt werden. Bei unseren Tests sank der Akkustand des Pixel 2 im Standby immerhin um 16 bis 20 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Allerdings lässt sich das Display der Pixel Smartphones auch komplett abschalten.

Günstiger Vorgänger: Apple iPhone 7

Test Smartphone: Apple iPhone 7 Plus
Das iPhone 7 ist zwar schon etwas älter, für alle, die auch sonst Geräte von Apple verwenden aber nach wie vor eine gute Wahl.

Das iPhone 7 bzw. das größere iPhone 7 Plus ist für Apple-Fans die günstigere Alternative zum iPhone 8. Verzichten muss man dabei auf das kabellose Laden und eine Reihe von Detail-Verbesserungen.

Zwar hat das iPhone 8 auch einen neuen Prozessor, doch auch der des iPhone 7 ist alles andere als eine lahme Krücke. Das Display ist bei beiden Modellen weitgehend dasselbe, das iPhone 8 verfügt aber über die TrueTone-Technologie, die die Farbtemperatur des Bildschirms an die des Umgebungslichts anpasst. Das ist nett, aber nicht wirklich ein Grund, das iPhone 7 nicht zu kaufen.

Auch bei der Kamera gibt es nur kleinere Unterschiede. 4K-Aufnahmen kann das iPhone 7 Plus nur mit 30 Bildern pro Sekunde, das iPhone 8 Plus kann auch 24 und 60. Zeitlupen kann das iPhone 7 nur in HD aufnehmen und nicht in 4K wie der Nachfolger. Auch wer 256 Gigabyte Speicher braucht, muss zum iPhone 8 greifen, das iPhone 7 kommt mit höchstens 128 Gigabyte.

Wer all das nicht braucht, spart mit dem iPhone 7 im Vergleich zum iPhone 8 160 Euro, beim Plus ist der Preisunterschied mit 130 Euro etwas geringer.

Preis-Leistungs-Tipp: Samsung Galaxy S8

Test Smartphone: Samsung S8
Das aktuelle Galaxy S8 bringt einige Innovationen mit, hat aber auch seinen Preis.

Das Galaxy S8 besticht immer noch mit einem tollen Design und dem beinahe rahmenlosen, hervorragenden Display. Dagegen sehen iPhone 8 und Pixel 2 alt aus.

Auch bei der Prozessorleistung muss es sich nicht verstecken. Zwar kommt der Exynos 8895 Prozessor mit Android 7 mit aufgesetztem UI Samsung Experience 8.1 nicht an die Benchmark-Werte von Pixel 2 oder iPhone 8 heran, doch im Alltag ist davon so gut wie nichts zu spüren. Problematisch wird es erst, wenn mehrere leistungsintensive Anwendungen gleichzeitig am Prozessor zerren.

Bestechend ist, wie gut das Energiemanagement funktioniert: Das S8 reicht für satte 18 Stunden NonStop-Testvideo. Aufgeladen werden kann das S8 wie das iPhone 8 kabellos über Qi.

Glücklicherweise hat Samsung davon Abstand genommen, außer dem größeren S8+ keine weiteren Varianten, beispielsweise mit unterschiedlicher Speicherausstattung, zu vermarkten. Der interne Speicher von 64 Gigabyte kann kurzerhand per microSD-Karte aufgestockt werden. So günstig kommt man bei unseren Favoriten nicht an mehr Speicherplatz.

Auch sonst ist das Galaxy S8 im Vergleich zu iPhone 8 und Pixel 2 inzwischen ein echtes Schnäppchen, es kostet fast nur noch die Hälfte des Pixel 2 XL und ist damit unser Preis-Leistungs-Tipp.

Außerdem getestet

OnePlus 5

Das OnePlus 5 war bislang unser Favorit, der Underdog aus Fernost kann nach wie vor mit feinsten technischen Zutaten punkten, verfügt er doch über den gleichen Antrieb wie die Pixel 2 Modelle, dem Snapdragon 835, der hier sogar von satten sechs bzw. acht Gigabyte RAM unterstützt wird. Die Leistungsdaten der Benchmarks sind dann in der Tat auf gleichem Niveau.

Es braucht sich also technisch und seitens der Leistungsdaten nicht hinter den großen Marken zu verstecken. Der Akku glänzt gar mit der längsten Laufzeit, die wir bislang ermitteln konntne, auch die Ladetechnik arbeitet zuverlässig und schneller als die Konkurrenz.

Das OnePlus 5 bot beim Start ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Da sein Preis allerdings stabil blieb, während Galaxy S8 und das HTC U11 immer günstiger zu haben waren, ist das OnePlus 5 inzwischen keine Empfehlung mehr für uns. Vor allem mit dem Galaxy S8 bekommt man inzwischen für einen nur noch kleinen Aufpreis doch einiges mehr. Vor allem bei der Kamera lässt das OnePlus 5 Federn.

Eine interessante Alternative ist das OnePlus 5 aber nach wie vor für alle, denen es vor Samsungs Bloatware graut. Denn das OxygenOS des OnePlus 5 im Auslieferungszustand ausgesprochen schlank und reagiert sehr schnell, ohne dass man das Gefühl hätte, dass irgendetwas fehlt.

HTC U11

Wem es vor allem auf beste Fotoqualität ankommt, der sollte sich das HTC U11 ansehen. Sein Design ist sehr eigenständig, das Smartphone wird aktuell in fünf verschiedenen Farbvarianten angeboten. Die Rückseite ist ungewohnt verspiegelt, besteht allerdings nicht aus Glas, sondern aus strapazierfähigem Kunststoff.

Das HTC verwöhnt mit enormer Performance und liegt leistungsmäßig noch über unserem Favoriten, bei gleichem verwendeten Chipsatz. Das installierte Android ist mit der HTC-eigenen Oberfläche Sense veredelt, die mit Edge Sense nochmal um ein interessantes Feature erweitert wurde.

Das HTC U11 ist interessant für alle, die Wert auf individuelles Design abseits vom Mainstream legen. Um die Leistungsfähigkeit braucht man sich keine Gedanken machen, eher schon um die Fingerabdrücke auf der Rückseite – aber dafür wird ein feines Tuch mitgeliefert.

LG G6

Wer noch weniger ausgeben will, sollte sich das LG G6 ansehen. Es ist vor allem deshalb günstiger, weil es schon etwas länger auf dem Markt ist. Trotzdem kann das LG G6 mit interessanten Details punkten. So hat das Display fast die selbe Auflösung wie das Galaxy S8. Allerdings hat es keine Krümmung und ist nicht ganz so blickwinkelstabil.

LG hält auch beim G6 an der eigenwilligen Positionierung der Bedienelemente fest, der Ein/Aus-Taster ist mit integriertem Fingerprint-Sensor mitten auf der Rückseite untergebracht, direkt unterhalb der beiden Kamera-Objektive. Das ist ergonomisch günstig und stellt nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal mit Wiedererkennungseffekt dar, führt aber auch zu Fingerabdrücken auf den Objektiven.

Huawei P10

Auch Huawei schickt mit dem P10 ein Smartphone ins Rennen, das sich nicht nur aufgrund des aufgerufenen Preises im Premium-Segment platziert. Hier prangen ebenfalls zwei Objektive auf der Rückseite, noch dazu vom Objektiv-Spezialisten Leica. Allerdings gibt es keine zwei Brennweiten, wie beim OnePlus und LG G6.

Eine der Kameras ist für normale Farbfotos, die andere für Schwarzweißfotos zuständig. Das P10 steckt im schlanken Unibody-Gehäuse, das es in den Ausführungen Graphite Black, Mystic Silver, Dazzling Blue und Prestige Gold gibt. In dem schlanken Gehäuse stehen satte 64 Gigabyte Speicher zur Verfügung, die per microSD-Karte zusätzlich um weitere 256 Gigabyte aufgestockt werden können.

Der Akku verfügt zwar über eine hohe Kapazität, reicht aber nur für knapp 13 Stunden, andere halten deutlich länger durch. Das Huawei P10 kann allerdings Punkten, wenn der Preis nochmal spürbar sinkt.

Google Pixel

Das Google Pixel und sein größerer Bruder, das Pixel XL, sind aktuell nicht über den Google PlayStore verfügbar, und werden es dort wohl auch nicht mehr sein. Der verwendete Snapdragon-821-Prozessor war im letzten Jahr tatsächlich noch State of the Art, wirkt nun allerdings etwas altbacken. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich diese Leistungsunterschiede im täglichen Gebrauch kaum bemerkbar machen.

Anstelle eines komplett puren Androids läuft auf dem Pixel eine leicht angepasste Version. Als Herzstück fungiert dabei der Pixel-exklusive Google Assistant, einer verbesserten Version von Google Now. Das Pixel gehörte noch vor einem halben Jahr zum Besten, was das Android-Lager zu bieten hat.

Doch den aufgerufenen Preis von über 500 Euro empfinden wir immer noch als zu hoch – zumal ja mit unserem Testsieger und dem Pixel 2 die Nachfolger auf dem Markt sind.

Kommentare

85 Kommentare zu "Das beste Smartphone"

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Und denen es nie runterfällt

Es gibt kein bestes alles hat seine vor und Nachteile ….. gähhhhhhn der 1000 beste Test

Das s8 kostet 535 idealo, ist quasi fast 1 Drittel des X Preises. Darum geht es aber garnicht. Man sollte schon in der Lage sein bei seiner Entwicklung zu beachten das solche Dinge nicht passieren, xiaomi oder andere günstigere Anbieter, wie wiko usw. haben solche Probleme nicht. Komisch, das die teuren Dinge einfacher zerstört werden. Allein das Display des X kostet soviel wie fast 2 s8..

Dieses ewige schlechtgemache nervt mich dermaßen…. ich hab das IPhoneX und ja, sogar mit 256 gb… es ist der Wahnsinn. Es sollte doch jedem selbst überlassen sein was er bezahlen möchte bzw wofür er sein Geld ausgibt.

Danke, danke dass es endlich jemand sagt. Ich hasse diesen ständigen krieg. Autos werden mittlerweile auch nur noch nach den Fehlern aufgezählt und trotzdem kauft man sich verschiedene Marken

Und wenn ich eine mille hätte würd ich mir kein Prolo Eiertelefon kaufen

Welcher Test???? Bei Chip ist das Ding Grad mal auf Platz 7!

Für ein Smartphone was nach ausführlichen Tests schon bei 15 cm fallhöhe zerbricht und es jetzt schon extrem viele Reklamation wegen des displays wegen der Pixel Fehler gibt würde ich keine 1300 Euro zahlen.. Ihr empfehlt Schrott von vor Jahren und kassiert dafür wahrscheinlich viele euros..

Es ist in der Tat so, dass das iPhone X in Falltests nicht gut abschneidet. Ob man dafür so viel Geld ausgeben will, bleibt natürlich jeden selbst überlassen. Von „Schrott vor Jahren“ kann man beim iPhone X aber sicher nicht sprechen. Es hat den mit Abstand schnellsten Prozessor, der je in einem Smartphone verbaut wurde und seine Kamera ist sogar laut Stiftung Warentest die beste überhaupt – was wir übrigens anders sehen. Und zur Klarstellung: Wir bekommen selbstverständlich von keinem Hersteller Geld sondern bilden uns unser Urteil absolut frei und unabhängig. Das iPhone X haben wir noch nicht einmal als… Mehr... »

Ach und was ist mit dem Samsung s8 ? Alle tun so als ob nur das X runter fällt und kaputt ist. Als das Samsung s8 raus kam , beklagten sich Kunden über einen farbstich oder das wenn es aus geringer Höhe fällt, der Display kaputt ist . Aber darüber redet keiner mehr . Und ob ein 700 Euro kostet oder 1200 Euro ist egal .

Irgendwie sagen da aber auch alle was anderes, auf einigen Seiten wahr zu lesen, dass es nur die zweitbeste is 🤣🤔

Falltest? Schneidet doch nicht anders ab als die Mafia aus Südkorea… Habe des Weiteren einen Falltest aus einer Maschine gesehen: 100x gefallen, kein Kratzer. Prozessor steht ausser Frage, da kommt momentan kein anderer mit. Technologisch hat Apple definitiv aufgeholt.

Aber das s8 ist wenigstens ein tolles Smartphone und kein Eiertelefon🤣🤣

Samsung / angebissenen Apfel,,, sag ich nur schönes Display und dazu das seiten Verhältnis
Lachhaft wie man so in die Kiste greifen kann,,,, schöne schwarze Ränder

Könntet ihr bitte mal das neue Razorphone testen??

Der einzige Grund warum es so viel kostest ist damit es so viel kostest!

Gehts noch????

Und die es nicht fallen lassen….

Wow, Glas bricht bei Aufprall. Ist ja was ganz neues

Xiaomi Mi Mix 2

Mate 10 Pro ist Referenz

Jetzt Mal was anderes….hab mir zum testen Mal das Nokia 5 ds gekauft und muss sagen das mich das Teil voll zufrieden stellt….und das für 169€!!!! Hatte schon das s8+ und das iPhone 8 Zuhause . Klar die Displays waren hochauflösender aber das war’s auch schon….das Nokia bietet auch einen octra Cote CPU usw an…mit Android 7.1.2

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