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Das beste Smartphone

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Smartphone Test: Smartphone Titel
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Wir haben 37 aktuelle Premium-Smartphones getestet. Das beste Smartphone für Apple-Fans ist zur Zeit ganz klar das Apple iPhone 11 Pro, aber es ist auch sehr teuer. Für alle, die nicht unbedingt das Beste vom Besten brauchen, ist das Apple iPhone 11 daher die bessere Wahl, denn es kostet deutlich weniger. Das beste Android-Smartphone ist für uns zur Zeit das Galaxy S20+ von Samsung. Aber auch da gilt: Wer nicht unbedingt das neueste und beste braucht, fährt mit älteren Modellen nicht viel schlechter – und spart eine Menge Geld.

Update 24. April 2020

Insgesamt sieben neue Flaggschiff-Modelle haben wir getestet: Von OnePlus mit dem 7T Pro und dem neuen 8 Pro gleich zwei Kandidaten. Das gleiche gilt für Samsung, hier hatten wir neben dem Galaxy S20+ auch das Galaxy Z Flip mit dem Klapp-Display. Von LG ist das G8X mit Zusatz-Display hinzugekommen, Sony schickte das Xperia 5 ins Rennen und mit dem Oppo Find X2 Pro meldet sich der Hersteller mit einem Paukenschlag auf dem deutschen Markt zurück.

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25. Oktober 2019

Wir haben das neue iPhone 11 und iPhone 11 Pro getestet. Letzteres ist unser neuer Testsieger und auch das 11er ohne Pro konnte eine Empfehlung einfahren.

27. September 2019

Mit dem Samsung Galaxy Note 10 und dem Galaxy Note 10 Plus haben die aktuellsten Flaggschiffe von Samsung jetzt Einzug gehalten.

7. Juni 2019

Mit dem neuen ZenFone 6 ist es Asus jetzt gelungen, ein Premium-Smartphone herauszubringen. Außerdem haben wir uns das neue OnePlus 7 Pro angeschaut.

28. März 2019

Mit dem Samsung Galaxy S10 und dem günstigeren S10e haben wir zwei der aktuellen Flaggschiffe von Samsung in den Test aufgenommen. Beide konnten mit innovativer Technik überzeugen und jeweils eine Empfehlung kassieren.

7. März 2019

Endlich konnten wir das neue LG V40 ThinQ ausführlich testen, es löst das G7 in unseren Empfehlungen ab.

8. November 2018

Wir haben das Pixel 3 von Google, das OnePlus 6T und das iPhone XR mit aufgenommen. Letzteres wurde unsere neue iPhone-Empfehlung.

8. Oktober 2018

Gleichzeitig mit dem neuen iPhone Xs Max haben wir das Samsung Galaxy Note 9 sowie das kompakte Galaxy S9 mit in den Test aufgenommen.

16. Juli 2018

Wir haben das Sony Xperia XZ2 getestet, das in manchen Punkten eigene Wege geht.

6. Juli 2018

Neben dem Samsung Galaxy S9+ haben wir nun auch die Flaggschiffe der anderen Hersteller getestet; das LG G7, das Huawei P20 Pro, das HTC U12+ sowie das Nokia 8 Sirocco. Auch das Oneplus 6 und das Blackberry KEY2 sind frisch eingetroffen.

12. Juni 2018

Die neuen Flaggschiffe bekommen wir nach und nach herein, den Anfang machten das Samsung Galaxy S9+ und das Huawei P20, weitere werden in Kürze folgen.

15. Dezember 2017

Wir haben vier neue Smartphones getestet. Das LG V30 ist unser neuer Android-Testsieger und auch das Huawei Mate 10 Pro ist eine neue Empfehlungen.

Ein eindeutig »bestes Smartphone« zu küren ist aus unserer Sicht immer weniger sinnvoll, denn sowohl hinsichtlich der Verarbeitungsqualität als auch der technischen Leistung rücken die Flaggschiffe der verschiedenen Hersteller immer näher zusammen.

Das zeigt sich auch bei den Kameras: Alle Top-Smartphones schießen sehr gute Fotos. Unterschiede offenbaren sich nur in Details, der mehr oder weniger komfortablen Einbindung in das jeweilige Ökosystem – aber vor allem beim Preis.

Die Wahl zwischen einem Android-Smartphone oder einem iPhone entscheiden vor allem die eigenen Vorlieben und die Frage, in welcher Systemwelt man bereits investiert hat. Daher küren wir hier unsere Favoriten aus beiden Welten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Das beste iPhone

Apple iPhone 11 Pro

Test Smartphone: Apple iPhone 11 Pro
Das iPhone 11 Pro ist aktuell das leistungsstärkste iPhone, endlich liegt ein Ladegerät zum Schnellladen bei.

Mit dem iPhone 11 Pro hat Apple wieder einen großen Sprung nach vorn gemacht. Es ist in drei Speichervarianten verfügbar, neben unserem Testmuster mit 64 Gigabyte gibt es noch 256 beziehungsweise 512 Gigabyte vorinstalliert. Eine Speichererweiterung ist wie immer beim iPhone nicht möglich, man muss sich also schon beim Kauf entscheiden. Allen gemeinsam ist dagegen der neue A13 Bionic Chip, der für enormen Leistungsschub sorgt – und das Kamera-Triple, welches insgesamt drei Brennweiten zur Verfügung stellt und von einer weiter verbesserten Bildverarbeitung profitiert.

Das beste Android

Samsung Galaxy S20+

Test Smartphone: Samsung Galaxy S20+
Ebenso leistungsfähig wie das iPhone, größer, besser ausgestattet – und mit Android Betriebssytem.

Beim Galaxy S20+ hat Samsung kluge Modellpflege betrieben. Die Qualität des Displays ist wie immer hervorragend, die Fotoleistungen sind auf dem gleichen Niveau wie beim Erzrivalen von Apple und man muss sich nicht schon vor dem Kauf auf die Speicherkapazität festlegen, denn das Galaxy S20+ lässt sich per microSD-Karte aufstocken. Damit ist es, gemessen an der Ausstattung, auch noch günstiger als das iPhone.

Das schnellste Smartphone

Oppo Find X2 Pro

Smartphone Test: Oppo Find X2 Pro53
Das erste Flaggschiff von Oppo, dass es ab Mai 2020 in Deutschland gibt, ist nicht nur das schnellste, sondern mutmaßlich auch eines der teueresten Android-Smartphones.

Das Oppo Find X2 Pro ist das erste Flaggschiff, welches der Hersteller in Europa verkauft. Dass man es mit der Abkehr vom Underdog-Image ernst meint, zeigt nicht nur die flotte Arbeitsgeschwindigkeit des aktuellsten Chip-Satzes am Markt, sondern auch die aktuelle Preis-Ansage. Das Find X2 Pro wird ab Mai verfügbar sein und soll dann mit etwa 1200 Euro dem iPhone und Samsung Marktanteile streitig machen. Unser Testgerät ist auf jeden Fall schon viel versprechend.

Beste Foto- und Video-Abteilung

Sony Xperia 5

Test Smartphone: Sony Xperia 5
Das Xperia macht nicht nur hervorragende Fotos, es hat auch eine professionelle Video-App an Bord.

Keine Preise gefunden.

Sony hat es endlich geschafft, nachdem man andere Hersteller mit Kernkompetenz und Kameras versorgt hat, nutzt das Xperia 5 jetzt eben diese Kernkompetenz und liefert nicht nur außergewöhnlich gute Fotos, sondern kann dank der geschickten Kombination von Hard- und Software auch hervorragende Videos produzieren. Auch wenn die meisten übrigen Parameter beim Xperia 5 auf Premium-Niveau liegen, liegt die Kernkompetenz eindeutig beim Fotografieren.

iPhone für Alle

Apple iPhone 11

Test Smartphone: Apple iPhone 11
Das iPhone 11 hat ebenso viel Leistung wir das Pro, ist aber sparsamer ausgestattet - und deutlich günstiger.

Das Apple iPhone 11 liegt in jeder Ausbaustufe unter 1.000 Euro und gehört damit bei Apple eher zur Einstiegsklasse. Zwar ist das Display etwas größer als beim 11 Pro, allerdings sieht man schnell, wo der Rotstift angesetzt wurde: Das iPhone 11 ist noch mit dem älteren IPS-Display bestückt, währen die Pro-Reihe über das bessere OLED verfügt. Außerdem muss es mit zwei Hauptkameras auskommen, die Tele-Brennweite wurde hier ebenfalls eingespart. Dafür ist die Auswahl bei den Gehäusefarben deutlich vielfältiger ausgefallen und im Innern sorgt der gleiche Chip für flüssiges Arbeitstempo und eine hervorragende Bildverarbeitung.

Anstatt eines der üblichen Können-wir-auch-Produkte auf den Markt zu werfen, hat man bei LG das Thema Klapp-, Knick oder Roll-Display von der praktischen Warte aus betrachtet. So hat man dem LG G8X schlicht ein zweites Display von der Größe des eigentlichen Displays spendiert. Da dieser Zusatzbildschirm fester Bestandteil eines klappbare Cases ist, lässt er sich ziemlich flexibel integrieren. Das G8X funktioniert natürlich auch ohne – und das sehr gut, dabei bleibt der Preis sehr geschmeidig, sogar mit Doppel-Display.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Das beste iPhoneDas beste AndroidDas schnellste SmartphoneBeste Foto- und Video-AbteilungiPhone für AlleDoppeltes Display
ModellApple iPhone 11 ProSamsung Galaxy S20+Oppo Find X2 ProSony Xperia 5Apple iPhone 11LG G8XOnePlus 8 ProOnePlus 7T ProSamsung Galaxy Z FlipSamsung Galaxy Note 10 PlusOnePlus 7 ProAsus ZenFone 6Apple iPhone XRApple iPhone Xs MaxSamsung Galaxy Note 10Samsung Galaxy S10Samsung Galaxy S10eLG V40 ThinQOnePlus 6TSamsung Galaxy S9+Apple iPhone XApple iPhone 8 PlusSamsung Galaxy Note 9LG G7Samsung Galaxy S9OnePlus 6Sony Xperia XZ2HTC U12+Huawei P20 ProGoogle Pixel 3Nokia 8 SiroccoBlackberry KEY2LG V30Google Pixel 2 XLHuawei P20Google Pixel 2Samsung Galaxy S8
Test Smartphone: Apple iPhone 11 ProTest Smartphone: Samsung Galaxy S20+Smartphone Test: Oppo Find X2 Pro53Test Smartphone: Sony Xperia 5Test Smartphone: Apple iPhone 11Test Smartphone: LG G8XTest Smartphone: OnePlus 8 ProTest Smartphone: OnePlus 7T ProTest Smartphone: Samsung Galaxy Z FlipTest Smartphone: Samsung Galaxy Note 10 plusTest Smartphone: OnePlus 7 ProTest Smartphone: Asus ZenFone 6Test Smartphone: Apple iPhone XRTest Smartphone: Apple iPhone Xs MaxTest Smartphone: Samsung Galaxy Note 10Test Smartphone: Samsung Galaxy S10Test Smartphone: Samsung Galaxy S10eTest Smartphone: LG V40 ThinQTest Smartphone: OnePlus 6TTest Smartphone: Samsung Galaxy S9+Test Smartphone: Apple iPhone XTest Smartphone: Apple iPhone 8 PlusTest Smartphone: Samsung Galaxy Note 9Test Smartphone: LG G7Test Smartphone: Samsung Galaxy S9Test Smartphone: OnePlus 6Test Smartphone: Sony Xperia XZ2Test Smartphone: HTC U12+Test Smartphone: Huawei P20 ProTest Smartphone: Google Pixel 3Test Mittelklasse-Smartphone: Nokia 8Test Smartphone: Blackberry KEY2Test Smartphone: LG V30Test Smartphone: Google Pixel 2 XLTest Smartphone: Huawei P20Test Smartphone: Google Pixel 2Test Smartphone: Samsung Galaxy S8
Pro
  • Sehr gutes Display
  • Hervorragende Fotoausstattung
  • Enorm Leistungsstark
  • QuickCharge Netzteil im Lieferumfang
  • Hervorragendes Display
  • Hervorragende Fotoqualität
  • Speichererweiterung möglich
  • Sehr kurze Ladezeit
  • Hervorragendes Display
  • Schnellster Prozessor
  • Hohe Bildwiederholrate für sehr flüssige Wiedergabe möglich
  • Sehr gutes Display
  • Hervorragende Foto- und Video-Aufnahmen
  • Speicher erweiterbar
  • Hervorragende Fotoausstattung
  • Enorm Leistungsstark
  • Lange Akkulaufzeit
  • Zweit-Display als Case
  • Umfangreiches Display-Management
  • Gute Fotoleistung
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Sehr gute Fotos
  • Hervorragendes Display
  • Sehr schneller Prozessor
  • Wireless Fast Charging möglich
  • FullSize-Display dank Popup-Kamera
  • Ohne induktives Laden
  • Innovatives Klapp-Display
  • Sehr kompakt zusammenfaltbar
  • Sehr gute Fotos
  • Hervorragende Foto-Leistung
  • Hervorragendes Display
  • Speichererweiterung und Dual-SIM-Funktion möglich
  • Bedienstift S-Pen ist sicher integriert
  • FullSize-Display ohne Notch
  • Schneller Chipsatz
  • FullSize-Display ohne Notch
  • Aktuell schnellster Chipsatz
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Erweiterbarer Speicher
  • Sehr gutes Display
  • Sehr gute Lowlight-Kamerafunktion
  • Lange Akkulaufzeit
  • In diversen Farben verfügbar
  • Hardware nochmal beschleunigt
  • Größtes Display eines iPhones
  • DualSIM (Nano‑SIM und eSIM)
  • Hervorragende Foto-Leistung
  • Hervorragendes Display
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Bedienstift ist im Gerät befestigt
  • Hervorragendes Display
  • Zwei Kameras mit OIS
  • Speichererweiterung möglich
  • Großer Lieferumfang
  • Hervorragendes Display
  • Speichererweiterung möglich
  • Großer Lieferumfang
  • Hervorragendes Display
  • Drei Hauptkameras mit unterschiedlichen Brennweiten
  • Speicher aufrüstbar und Dual-SIM dank Hybrid-Slot
  • Kabelloses Laden möglich
  • Innovativer Fingerprint-Sensor im Display
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Innovatives Betriebssystem
  • Hervorragendes Display
  • Sehr gute Lowlight-Kamerafunktion
  • Optischer Bildstabilisator
  • Design komplett überarbeitet
  • Mehr RAM als iPhone 8
  • Kamera nochmals verbessert
  • Großes Display bei kleinen Abmessungen
  • Face ID statt Fingerprint
  • Hervorragende Abstimmung von Hard- und Software
  • Sehr gute Kamera mit optischem Bildstabilisator
  • Hervorragendes Display
  • Erweiterte Bedienung mit dem S-Pen
  • Hervorragende Kamera
  • Diverse USB-C-Adapter im Lieferumfang
  • Hervorragendes Display
  • Speicher erweiterbar
  • Erlaubt induktives Laden
  • Gute Lowlight-Aufnahmen
  • Schön kompakt
  • Großes Display
  • Sehr gute Kamera
  • Gutes Headset im Lieferumfang
  • Hard- und Software optimal ausgereizt
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Kürzeste Ladezeit
  • Sehr gutes Display
  • Induktives Laden möglich
  • Zwei Frontkameras für künstlerische Selfies
  • Aktuelle, leistungsfähige Hardware
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Künstlerisch ambitionierte Fotoausrüstung
  • Sehr gute Foto-Performance
  • Headset und USB-Adapter
  • Speicher knapp bemessen und nicht erweiterbar
  • Eigenständiges Design
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr gutes Display
  • Einzigartige Hardkey-Tastatur
  • Sicheres Android
  • Solides und leichtes Aluminiumgehäuse
  • Kopfhöreranschluss
  • Fingerprint-Sensor mit Home-Taste auf der Rückseite
  • Hervorragender Audio-DAC integriert
  • Speichererweiterung
  • Sehr gute Kamerafunktion mit optischem Bildstabilisator
  • Mit Google Lens und Google Assistent perfekte Einbindung ins Google-Ökosystem
  • Innovatives Display
  • Hohe Akkulaufzeit
  • Headset mit USB Typ-C-Anschluss
  • Diverse Adapter im Lieferumfang
  • Nahezu gleiche Hardware und Kamera wie das größere XL
  • Mit Google Lens und Google Assistent perfekte Einbindung ins Google-Ökosystem
  • Hervorragendes Display
  • Speichererweiterung möglich
  • Großer Lieferumfang
Contra
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Recht hoher Preis
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Recht teuer
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Lange Ladezeit
  • Mit Zweit-Display recht schwer und klobig
  • Recht teuer
  • Lowlight-Fotos nur mittelmäßig
  • Es gibt noch keine Langzeit-Erfahrungen zum Klappdisplay
  • Noch recht hoher Preis
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Kein induktives Laden
  • Gehäuse ist recht dick
  • Kein induktives Laden
  • Kamera steht weit vor
  • Schlappes Ladegerät im Lieferumfang
  • Face-ID statt Fingerprint
  • Kamera trägt auf
  • Sehr hoher Preis
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Keine Benachrichtigungs-LED
  • Keine Benachrichtigungs-LED
  • Schwächen bei komplexen Lowlight-Aufnahmen
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Wird ohne Headset ausgeliefert
  • Proprietäre Bixby-Sprachsteuerung
  • Face-ID statt Fingerprint
  • Kamera trägt auf
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Sehr hoher Preis
  • Kamera trägt auf
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Lange Ladezeit
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Recht groß und schwer
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Nur eine Hauptkamera
  • Headset nur optional
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Relativ dick und schwer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Lange Ladezeit
  • Schwache Akkulaufzeit
  • Keine induktive Lademöglichkeit
  • Nicht die aktuellste Prozessor-Hardware
  • Schwache Akkulaufzeit
  • Altbackenes Design
  • Nicht die aktuellste Hardware
  • Schlecht definierter Druckpunkt der Bedientasten
  • Veraltete Hardware
  • Schwache Fotoleistung bei Lowlight
  • Kein Dual-SIM
  • (Noch) kein Android 8
  • Kein Portraitmodus
  • Google sammelt sehr viele persönliche Daten
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Google sammelt sehr viele persönliche Daten
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Proprietäre Sprachsteuerung
  • Reichlich Bloatware
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

Keine Preise gefunden.

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Immer mehr Gemeinsamkeiten

Die Zeit der großen qualitativen Unterschiede bei Smartphones ist weitgehend vorbei, auch und gerade bei den Top-Modellen der Hersteller, den sogenannten Flaggschiffen. Ausreichend Rechenleistung für sämtliche alltäglichen Aufgaben bieten sie alle. Neben 3D-Games können lediglich Virtual- oder Augmented-Reality-Anwendungen die geballte Rechenpower der Top-Smartphones voll ausschöpfen, aber ob die tatsächlich the next big things werden, wie die Hersteller orakeln, ist längst noch nicht ausgemacht.

Auch bei der Akkulaufzeit gibt es keine großen Unterschiede. Ironischerweise halten Mittelklasse-Smartphones meist länger durch als die Flaggschiffe, bei denen es offenbar wichtiger ist, sie möglichst dünn zu bauen, als sie mit einem starken Akku auszustatten. Wechselbare Akkus findet man im oberen Segment schon lange nicht mehr und aus demselben Grund stirbt hier auch langsam, aber sicher der klassische Kopfhörerstecker aus.

Die Kamera wird immer wichtiger

Die größten Unterschiede zwischen teuren Modellen und günstigeren Mittelklassemodellen gibt es nach wie vor bei der Qualität der Kameras. Den sogenannten Bokeh-Effekt, der beim Fotografieren mit einer große Blendenöffnung den Hintergrund unscharf werden lässt und so das Motiv im Vordergrund betont, beherrschen mittlerweile fast alle Smartphones, mehr oder wenige gut. Der Trend geht aktuell eher in Richtung Mehrfach-Kamera: so werden bis zu vier Kameras eingesetzt, von der jede ein Spezialgebiet bedient

Umgekehrt bedeutet das: Wenn Fotos für Sie nicht wichtig sind, gibt es eigentlich keinen Grund, viel Geld für ein teures Flaggschiff-Smartphone auszugeben. Eigentlich. Denn natürlich geht es bei den Top-Modellen der Hersteller auch um Prestige. Deshalb muss nicht nur die Verarbeitung erstklassig sein, sondern auch das Design einen gewissen Wow-Faktor haben. Und für den marktwirtschaftlichen Erfolg hilft selbst der nicht, wenn nicht auch die Marke eine gewisse Strahlkraft hat, wie viele Hersteller schicker Android-Smartphones mit neidischem Blick aufs iPhone immer wieder erleben müssen.

So haben wir getestet

Wir haben alle Geräte mehrere Tage im Alltag benutzt, die Akkulaufzeit beim Abspielen eines Videos in Dauerschleife mit einer Displayhelligkeit von 50 Prozent gemessen, die Ladezeit bestimmt und alle wichtigen Benchmarks ermittelt.

Um die Kameras beurteilen zu können, haben wir Vergleichsfotos desselben Motivs im Tageslicht, bei guter Innenbeleuchtung und bei wenig Licht gemacht, außerdem haben wir draußen jeweils eine Aufnahme mit starkem Gegenlicht sowie eine bei Dunkelheit, ebenfalls in komplexer Lichtsituation gemacht.

Testsieger: Apple iPhone 11 Pro

Die besten Smartphones sind für uns zur Zeit das iPhone 11 Pro und das Samsung Galaxy Note 10 Plus. Die Frage, welches von beiden besser ist, ist ein wenig müßig, denn einerseits liegen beide auf sehr hohem technischen Niveau mit nur geringen qualitativen Unterschieden in den Details. Andererseits haben sich die meisten ohnehin längst entweder für Android oder iOS entschieden. Einen Grund, das Betriebssystemlager zu wechseln, bieten beide Telefone nicht.

Bevor wir auf Samsungs aktuelles Vorzeigegerät eingehen, widmen wir uns zunächst dem edlen Telefon mit dem charakteristischen Apfel im Logo.

Das beste iPhone

Apple iPhone 11 Pro

Test Smartphone: Apple iPhone 11 Pro
Das iPhone 11 Pro ist aktuell das leistungsstärkste iPhone, endlich liegt ein Ladegerät zum Schnellladen bei.

Das Apple iPhone 11 Pro gibt es in drei Ausbaustufen, sie unterscheiden sich nur seitens der Speicherausstattung. Neben unserem Testmodell mit fast schon dürftigen 64 Gigabyte eingebautem Speicher (um 1.150 Euro) kann man sich noch für die 256- oder die 512-Gigabyte-Variante entscheiden, mit entsprechendem Aufpreis (um 1.320 und 1.550 Euro). Diese Entscheidung muss man allerdings vor dem Kauf treffen, da es wie üblich keinerlei Nachrüstungsmöglichkeit für den internen Speicher gibt.

Außer den Speichervarianten gibt es das iPhone 11 Pro noch in den Farben Space Grau, Silber, Nachtgrün und Gold, allesamt recht gedeckte Farben. Die Rückseite hat ebenfalls eine Änderung erfahren: Sie ist jetzt mattiert, im Gegensatz zu den hochglänzenden Kollegen, das ist pflegeleicht und sieht zudem edel aus.

Das iPhone 11 Pro ist mit seinem 5,8-Zoll Display das kleinste der neuen iPhones. Mit 6,5 Zoll liegt das iPhone 11 Pro Max deutlich darüber, verfügt aber außer dem größeren Display und dem größeren Akku sowie einer daraus resultierenden längeren Laufzeit über keinen signifikanten Mehrwert. Für das Max werden jeweils 100 Euro mehr fällig. Von der Größe genau dazwischen liegt das iPhone 11, über das wir etwas weiter unten genauer berichten.

Innen werkelt der A13 Bionic Chipsatz, der nicht nur für rekordverdächtige Leistung sorgt, sondern auch maßgeblich an der Performance der Face-ID sowie der Fotoabteilung beteiligt ist. Folgerichtig liegt das iPhone 11 Pro im direkten Benchmark-Vergleich gegenüber der Android-Konkurrenz wieder deutlich vorn.

Der Home-Button ist endgültig Geschichte, ebenso wie der darin integrierte Fingerprint-Sensor. An der Bedienung, wie wir sie schon vom letzten Update kennen, hat sich dann auch nur wenig geändert: Die Schiebejalousie schaltet zwischen Home- und Sperrbildschirm um. Das erinnert erstmal ein wenig an Android, aber noch viel mehr an die von Windows gewohnten Gesten für Touchscreens. Außerdem muss man tatsächlich von der Mitte nach unten wischen, sonst werden nur die wichtigsten Einstellungen eingeblendet – diesmal wirklich wie bei Android. Wischt man übrigens von der unteren rechten Rahmenecke aus, zeigt das iPhone alle kürzlich geöffneten Fenster als Cover-Flow.

Face-ID funktioniert zuverlässig, der Fingerprint-Sensor wurde eingespart

Der Fingerprint-Sensor wird von Face-ID ersetzt, was gut funktioniert – erstaunlicherweise auch im Dunkeln. Aber Sie sollten es unterlassen, das iPhone beispielsweise im Auto per Face-ID zu entsperren. Das kann teuer und obendrein gefährlich werden, schließlich dürfen Sie das Handy beim Fahren nicht in die Hand nehmen. Anders lässt es sich aber nur schwer entsperren.

Einige vorher auf dem iPhone unbekannte Apps sind seit iOS 13, welches auf dem iPhone 11 Pro installiert ist, neu hinzugekommen, wie die AppleTV App oder einige Kurzbefehle. Direkt nachdem die beiden iPhones bei uns eingetroffen waren, gab es fast täglich neue Updates und Bugfixes, sodass schon nach wenigen Tagen aus der Version 13.0 die Version 13.1.3 geworden ist. Apple musste offenbar schnell auf teilweise gravierende Mängel reagieren, so gab es Probleme mit der Akkulaufzeit bzw. der entsprechenden Anzeige. Wir haben beide Geräte mit der Version 3.1.3 getestet und konnten erstmal keine Probleme mehr erkennen.

Display: Die Sache mit der Notch

Mittlerweile hat das Display mit der hereinragenden Ecke sich auch bei der Konkurrenz aus der Android-Welt durchgesetzt. Sogar bis in die Mittelklasse hinein ist das also kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Im Gegenteil: Seit dem Samsung Galaxy Note 10 Plus gibt es nurmehr eine kleine Insel rund um die Kamera, ansonsten deckt das Display die gesamte Front ab und verfügt lediglich oben und unten über jeweils einen hauchdünnen Rand. Rechts und Links schmiegt sich das Display sogar um die Kanten und ist auch dort noch aktiv bedienbar. Weil dies wohl nicht nur bei mir zu manch unbeabsichtigter Aktion führte, verzichtet Samsung ab dem Galaxy S20 wieder auf eine derart hyperaktive Display-Kante, und biegt es nur noch moderat um.

Hier sieht das iPhone 11 Pro mittlerweile fast schon altbacken aus, schließlich zieht sich die Notch großzügig fast über die gesamte Breite des Displays. Das Display selbst arbeitet jetzt mit OLED-Technik – mit dem Resultat, dass das iPhone 11 Pro nahezu aus jedem Blickwinkel brillante Farben und einen sehr guten Schwarzwert zeigt. Besonders gut ist das im Vergleich zum iPhone 11 zu erkennen, dort verrichtet noch ein älteres IPS-Display seinen Dienst.

Beim OnePlus 7 Pro, dem OnePlus 7T Pro und dem Asus ZenFone 6 hat man die Kameras sogar komplett aus dem Display ausgelagert und klappt, bzw. fährt sie bei Bedarf hoch. Das sind die ersten echten Fullsize-Displays – umso beachtlicher, dass diesmal nicht die Branchenriesen die ersten waren.

Wir werden sehen, ob es in absehbarer Zeit gelingt, die Kamera, mithin der Grund für die Ecke, unsichtbar ins Display zu integrieren, oder aber so schmal zu machen, dass sie locker ganz an den Rand passt. Samsung hat sein Infinity-Display weiter ausgebaut und bringt mit der neuen Generation das Infinity-O-Display ins Spiel. Hier ist die Kamera oben an die Seite verlagert und fristet dort, außerhalb des Hauptblickfeldes, ein Inseldasein.

Versorgung und mehr

Seitens der Energieversorgung hat das iPhone 11 Pro gegenüber den Vorgängern nochmal leicht zugelegt. Die Akkukapazität liegt jetzt bei 3.000 Milliamperestunden. Die Laufzeit in unserem Video-Dauertest beträgt satte 25 Stunden. Zum Aufladen gibt es eine Schnellladefunktion, die jetzt vom üppig dimensionierten Lade-Netzteil, das dem 11 Pro beiliegt, unterstützt wird. Das iPhone 11 Pro ist dann auch binnen eineinhalb Stunden wieder voll aufgeladen. Es geschehen also auch bei Apple noch Zeichen und Wunder.

Wie viele Smartphones dieser Preisklasse verfügt das iPhone 11 Pro außerdem über die Möglichkeit, den Akku kabellos mithilfe von Induktion aufzuladen. Passende Ladegeräte mit Qi-Standard gibt es bereits, auch Ikea baut Nachttische zum kabellosen Laden und selbst in manchen neuen PKWs ist die Technik schon verbaut.

Bei Audio setzt Apple auf AirPlay

Wer das Smartphone als hochwertige Audioquelle nutzen möchte, funkt via Bluetooth, wobei Apple hierbei auf AirPlay setzt, mit dem das iPhone auch verlustfreie Formate übertragen kann. Die meisten HiFi-Geräte beherrschen AirPlay, auch wenn die Übertragung leicht zeitverzögert ist. Das fällt aber nur bei Videoinhalten mit Ton auf, denn der Ton wird nicht lippensynchron übertragen.

Apples Sprachassistent Siri muss bei Fragen manchmal schon etwas länger grübeln. Nichtsdestotrotz funktioniert die Steuerung des Smart Home oder das Streaming der gewünschten Playlist dank der umfangreichen Lizenzierung durch Drittanbieter reibungslos. Außerdem lernt Siri beinah stündlich hinzu, sodass beispielsweise sinnlose Fragen oder Witze schnell als solche erkannt und teilweise mit Ironie beantwortet werden. Darüber hinaus kann Siri dank der Marktmacht und der geschickten Lizenzierungspolitik viel besser mit Hardware anderer Hersteller zusammenarbeiten, was fürs Media-Streaming und die Hausautomation von Vorteil ist.

Nachteile

Der größte Nachteil des iPhone 11 Pro ist der hohe Preis. Gerade angesichts des knappen Speichers unseres Testmodells dürfte der Preis selbst eines solchen Prestigeobjektes zumindest knapp unter 1.000 Euro liegen. Allerdings naht Rettung, sogar direkt aus Cupertino, denn direkt mit Erscheinen der 11-er iPhones haben die Vorgänger einen deutlichen Preisnachlass erfahren.

iPhone 11 Pro im Testspiegel

Das iPhone 11 Pro ist zwar noch frisch, dennoch gibt es schon einige Tests von Kollegen:

CHIP (10/2019) hat das iPhone 11 Pro schon getestet – mit einem sehr guten (1,2) Testergebnis. Im Fazit heißt es:

»Apples iPhone 11 Pro erweist sich im Test als ein Spitzen-Handy, das kaum Wünsche offen lässt. Optisch hat sich gegenüber dem Vorgänger zwar nicht viel geändert, dafür überzeugen die inneren Werte vollends: Die Performance setzt wieder neue Maßstäbe, hervorragend sind auch Display, Kamera sowie endlich die Akkulaufzeit. Das lässt sich Apple fürstlich bezahlen.«

Inside Digital hat das iPhone 11 Pro ebenfalls schon im Oktober 2019 getestet und verleiht ihm direkt fünf Sterne:

»Ein tolles Display, rasante Bedienung, feine Softwarelösungen und eine starke Kamera sind die augenscheinlichen Stärken des iPhone 11 Pro im Test. Dazu kommen die tolle Haptik der Rückseite, die matte Glasoberfläche, eine verlässliche Update-Politik und eine tolle Verzahnung des iPhone 11 Pro mit dem restlichen Ökosystem Apples. Die negativen Punkte sind wie die positiven »typisch Apple«. Der Preis ist sehr hoch, der Lightning-Anschluss ist langsam wirklich unnötig geworden und es gibt keine Speichererweiterung sowie 5G. In der Regel stören sich Apple-Kunden genau an diesen Kritikpunkten nicht. Wer jedoch von einem Androiden umsteigen will, wird diese Punkte negativ sehen. Eine uneingeschränkte Empfehlung zum Kauf gibt es für niemanden. Gerade Menschen, die ihr Handy lange nutzen wollen sind beim iPhone 11 Pro nur mit den größeren Speichervarianten gut aufgehoben. Die Einschränkung ist hier aber das fehlende 5G.«

Computer Bild verleiht dem iPhone 11 Pro in seinem Videotest die Note 1,8.

Alternativen

Für alle, die es sich leisten können und wollen, ist das iPhone 11 eine sehr gute Wahl. Aber nicht jeder mag sich mit Apple anfreunden. Und nicht jeder will so viel Geld ausgeben. Das muss man auch nicht, denn es gibt viele Alternativen, die mit unserem Top-Favoriten mindestens auf Augenhöhe liegen.

Das beste Android

Samsung Galaxy S20+

Test Smartphone: Samsung Galaxy S20+
Ebenso leistungsfähig wie das iPhone, größer, besser ausgestattet – und mit Android Betriebssytem.

Wer sich nicht zum Apfel-Logo hingezogen fühlt, greift bei den hochwertigen Smartphones dann zum Erzrivalen Samsung, der mit dem Galaxy S20+ sorgsame Modellpflege betrieben hat und damit das Galaxy Note 10 aus der Android-Favoriten-Rolle verdrängt.

Das Galaxy S20+ ist, wie der Name schon verrät, eines aus einer größeren Produktfamilie. Dabei ist es noch nicht einmal das eigentlich Flaggschiff, das hört nämlich auf den Namen Galaxy S20 Ultra, unterhalb des Galaxy S20+ liegt dann noch das günstigere Galaxy S20. Alle drei haben unterschielich große Displays, wobei das S20+ unseres Erachtens das praktischste Modell ist, weil das Display nicht zu klein ist und das Smartphone trotzdem noch gut in der Hand liegt.

Das Galaxy S20+ ist in drei Farben erhältlich: Cosmic Gray, Cosmic Black, und Cloud Blue. Die Preise starten je nach Speicher- oder Netz-Ausstattung bei knapp 1.000 Euro (4G, 128 Gigabyte) und gehen bis 1.250 Euro (5G, 512 Gigabyte). Die Speicherkapazität ist wegen der Möglichkeit, das Galaxy entsprechend nachzurüsten, nur von geringer Bedeutung, so könnte man auch das 5G-Modell mit 128 Gigabyte auswählen, was für knapp 1.100 Euro über den Ladentisch geht.

Die Speichervarianten 128 Gigabyte oder 512 Gigabyte sind tatsächlich nur für das 5G-Modell verfügbar, auf eine 256 Gigabyte-Variante verzichtet man bei Samsung komplett. Das macht die Modellpolitik zwar nicht durchsichtiger, soll uns aber auch nicht weiter stören, denn wie bereits erwähnt lässt sich das Galaxy S20+ leicht per microSD-Karte nachrüsten. Dann fällt allerdings die zweite SIM-Karte weg, weil der Kartenslot als Hybrid ausgelegt ist.

Der Fingerprint-Sensor ist auch beim Galaxy S20+ ins Display integriert und funktioniert tadellos. Das tut die Gesichtserkennung zwar auch, allerdings ist sie bei weitem nicht so aufwändig konstruiert wie beim iPhone, wo man sich ja fast komplett darauf verlassen muss.

Neues Display – verbesserte Bedienung

Das Display wurde komplett überarbeitet – was auf Anhieb fehlt, sind die weit herumgezogenen Kanten, die zudem bei den Vorgängern sogar aktiv waren. Das heißt, uns fehlen diese hyperaktiven Display-Kanten keinesfalls, zu sensibel reagierten sie auf jede Berührung, selbst wenn man das Smartphone einfach nur vom Tisch nehmen oder dort ablegen wollte.

Geblieben ist das Einschub-Display, von Samsung mittlerweile Paneele genannt. Konnte man bislang eines dieser Paneele mit beliebigen Apps als Shortcut nutzen, hat Samsung jetzt zwei weitere Paneele hinzugefügt. Einmal das Paneel Smart Select, eine erweiterte Screenshot-Funktion und die Tools, aus denen Sie Kompass, Wasserwaage, Schrittzähler, Blitzlicht oder Lineal auswählen können.

Installiert ist das aktuelle Android 10, zusätzlich die hauseigene Oberfläche One UI 2.1, die unter anderem für die Seiten-Paneele (interessanter Begriff) zuständig ist. Nach wie vor hat Samsung aber auich eine ganze Reihe weiterer Apps im Galaxy Store, man ist aber nicht mehr gezwungen, diese auch zu nutzen. Schon bei der Einrichtung werden wir höflich gefragt, ob wir denn die Samsung-Apps nutzen möchten und können das auch komplett ablehnen. Damit zieht eines der Hauptargumente gegen ein Samsung-Smartphone nicht mehr – es gibt so gut wie keine Bloatware mehr und das Betriebssystem ist ziemlich schlank.

In knapp über einer Stunde ist der Akku voll

Der Akku des Galaxy S20+ hält mit unserem Testprozedere über 21 Stunden durch und ist anschießend in etwas über einer Stunde wieder voll aufgeladen – und zwar mit dem mitgelieferten Netzteil – also anders als bei der Apfel-Konkurrenz. Die Bildwiederholrate des neuen Displays lässt sich von 60 auf 120 Hertz (60 bzw. 120 Bilder pro Sekunde) umstellen, auf 120 Hertz läuft insbesondere das Scrollen deutlich flüssiger und augenschonender ab. Die Akkulaufzeit haben wir bei einer Bildwiederholrate von 60 Hertz gemessen, die höhere Bildwiederholrate kostet aber etwa zwei Stunden Akkulaufzeit, womit wir immer noch bei sehr guten 19 Stunden wären.

Im Online-Dauertest von Chip etwa lief das Galaxy S20+ nur knapp unter zwölf Stunden. Damit liegt es zwar immer noch über den neuneinhalb Stunden des Konkurrenten von Apple mit dem großen X, zeigt aber auch die Grenzen derartiger Testszenarios: In der Praxis kommt man mit allen getesteten Smartphones bei normalem Gebrauch gut über den Tag und dürfte auch ohne nächtliche Lademöglichkeit zumindest den Folgetag noch halb bewältigen können.

An einem weiteren Feature hält man bei Samsung eisern fest: Wellness steht auch bei Galaxy S20+ hoch im Kurs, weswegen nach wie vor das ANT+-Protokoll unterstützt wird. Und an dieser Stelle machen Samsung-Apps, wie Health oder Wearable erst richtig Sinn. So gibt es neben einfachen Pulsmessern auch Waagen, die außer dem reinen Körpergewicht auch den BMI anzeigen. Klinisch genaue Blutdruckmessgeräte verstehen sich zumeist ebenfalls auf das spezielle Bluetooth-Protokoll. Wer also auf eine solche Infrastruktur angewiesen ist, ist mit dem Galaxy auf jeden Fall gut bedient.

Drei Kameras und ein Entfernungs-Sensor für Virtuelle Reality

Beim Blick auf die Rückseite des Galaxy S20+ fallen insgesamt vier Kameras auf, von denen eine wie schon beim Note als Tiefensensor beispielsweise bei VR-Anwendungen und bei Portrait-Aufnahmen mit Bokeh hilfreich zur Seite stehen kann. Darüber hinaus gibt es die Hauptkamera mit Weitwinkel-Optik, sowie eine mit Ultra-Weitwinkel und eine mit Tele-Optik. Damit ist für alle Eventualitäten gesorgt und bei unserem Foto-Test schneidet das S20+ entsprechend gut ab.

Besonders schwierige Mischlicht-Situationen mit sehr dunklen und sehr hellen Bildanteilen meistert das Galaxy S20+ ohne Voreinstellungen mit Bravour. Bei Lowlight-Aufnahmen ist sogar deutlich weniger Rauschen zu sehen als beim iPhone, nur die Farbsättigung ist etwas hoch, damit nachts nicht alle Katzen grau erscheinen.

Samsung setzt auf Android-Seite wieder Maßstäbe, selbst wenn das Galaxy S20+ noch einen teureren und mutmaßlich besseren Bruder hat, ist es doch eine hervorragende Wahl.

Das schnellste Smartphone

Oppo Find X2 Pro

Smartphone Test: Oppo Find X2 Pro53
Das erste Flaggschiff von Oppo, dass es ab Mai 2020 in Deutschland gibt, ist nicht nur das schnellste, sondern mutmaßlich auch eines der teueresten Android-Smartphones.

Normalerweise sind wir ja vorsichtig mit Vorschusslorbeeren, beim Oppo Find X2 Pro machen wir aber eine Ausnahme, weil wir schon ein Testmuster hatten und weil das Gerät ab Anfang Mai erhältlich sein wird. Außerdem gibt es auch von diversen Kollegen schon Testberichte.

Bislang tummelte sicher Hersteller Oppo eher im mittleren Preissegment, konnte allerdings auch dort schon mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Entsprechend selbstbewusst will man jetzt das Find X2 Pro in der Premium-Klasse positionieren, allerdings auch zum Premium-Preis. Wer bei den großen Jungs im Sandkasten mitspielen will, muss eine entsprechend große Schaufel mitbringen, daran hat sich auch auf dem Smartphone-Markt nichts geändert. So waren wir gespannt, was das Find X2 Pro zu bieten hat.

Ein riesiges Display mit dünnem Rand und einer O-Kamera in der oberen linken Ecke sind schon mal ganz gut, gehören aber auch eine Klasse drunter schon zum Standard. Besser ist da schon die Möglichkeit, die Bildwiederholrate vom 60 Hertz Standard auf 120 Hertz hochzusetzen. Nun werden statt 60 Bilder pro Sekunde doppelt so viele erzeugt, was gerade beim Wischen und Scrollen einen deutlich flüssigeren Eindruck macht und nebenbei auf Dauer angenehmer für die Augen ist. Oppo geht sogar so weit, eine automatische Auswahl anzubieten. Dann wird die Bildfrequenz je nach Anwendung auf 60 beziehungsweise 120 Hertz gestellt. Das spart unter Umständen Akku gegenüber der festen 120-Hertz-Einstellung.

Gerade hier hat das Find X2 Pro noch einen gewissen Nachholbedarf, denn in unserem Test lief es gerade einmal 15 Stunden und liefert hier gerade einmal Mittelmaß. Andererseits gehört ein fettes 65W-Ladegerät zum Lieferumfang, sodass das Smartphone in weniger als einer Stunde wieder voll aufgeladen ist.

Der hohe Energiebedarf hat unseres Erachtens aber auch einen bestimmten Grund. Beim Leistungstest, für den wir mittlerweile drei unterschiedliche Benchmark-Apps nutzen, konnte das Oppo gleich die komplette Konkurrenz auf die Plätze verweisen. Das ist umso verwunderlicher, als das OnePlus 8 Pro mit dem Snapdragon 865 den gleichen Chipsatz nutzt, sich aber dennoch mit dem zweiten Platz hinter dem Oppo zufriedengeben muss. Es könnte also durchaus sein, dass der Akku des Find X2 Pro bescheidener konsumiert, wenn der Motor, sprich der Prozessor, nicht ständig am Limit arbeiten muss.

Die Kamera-Bestückung ist mit drei Hauptkameras auf der Rückseite beinah schon klassisch zu nennen. Kaum gibt es noch ein Premium-Smartphone, das nicht mindestens drei Brennweiten mit entsprechenden Kameras abdeckt. Das gilt auch fürs Find X2 Pro – die Hauptkamera auf der Rückseite bedient mit 48 Megapixeln den Weitwinkel-Bereich. Eine zweite mit gleicher Auflösung ist mit einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv ausgestattet, die dritte im Bunde versorgt eine Tele-Optik mit 13 Megapixeln.

Grundsätzlich werden alle Motive zu hell belichtet, dadurch wirken die Fotos eigentlich etwas kontrastarm. Beim Oppo gleicht man das mit hoher Farbsättigung aus, dadurch wirken die Fotos mitunter etwas zu bunt. Mischlichtsituationen hat das Find X2 Pro aber im Griff. Unser Lowlight-Szenario wurde zwar im ersten Durchgang wie üblich etwas zu hell und damit kontrastarm abgelichtet, im zweiten Durchgang schalteten wir den HDR-Modus ein und erhielten prompt Fotos mit tollem Kontrast und optimaler Belichtung.

Das Find X2 Pro hinterlässt aktuell noch einen etwas zwiespältigen Eindruck, preislich und seitens der Prozessorleistung bewegt es sich zurecht auf Augenhöhe mit der direkten Konkurrenz. Die Akkuleistung und die Foto-Abteilung erfüllen nicht ganz die Erwartungen, allerdings ist ja noch etwas Zeit für Feintuning per Firmware-Update und/oder Preisgestaltung.

Beste Foto- und Video-Abteilung

Sony Xperia 5

Test Smartphone: Sony Xperia 5
Das Xperia macht nicht nur hervorragende Fotos, es hat auch eine professionelle Video-App an Bord.

Keine Preise gefunden.

Fast aus der zweiten Reihe bahnt sich das Sony Xperia 5 den Weg in die Premium-Klasse. Dabei muss es kein Nachteil sein, dass Sony sich nicht unbedingt an der Konkurrenz orientiert, zumindest nicht, was das Design anbelangt. Lange Zeit konnten wir insbesondere der Fotoabteilung nur mittelprächtige Ergebnisse bescheinigen – und das, wo doch die meisten Wettbewerber sich gerade hier auf die Hardware von Sony verlassen. Mit dem Xperia 5 scheinen nun andere Zeiten anzubrechen, denn bei Sony hat man sich einer der Kernkompetenzen erinnert.

Das Sony Xperia 5 ist in Rot, Blau, Grau und Schwarz erhältlich, es liegt erstaunlich gut in der Hand, obwohl das 6,1-Zoll Display nicht gerade klein ist. Grund dafür ist das 21:9-Seitenformat des Displays, dadurch bleibt das Smartphone trotz des großen Bildschirms noch schön handlich. Das 21:9-Seitenverhältnis hat Sony sich beim Kino abgeschaut – das kommt nicht von ungefähr, denn zusammen mit der OLED-Technik macht nämlich gerade der Film auf dem Display des Sony besonders Spaß.

Anders als die Konkurrenz verzichtet Sony nicht auf den oberen Rand, denn dort befindet sich neben der Kamera auch der Lautsprecher. Dem hat man bei den ganzen Notch-Displays einen extrem schmalen Spalt als Schallöffnung gegeben und diesen darüber hinaus noch weitestmöglich an die Oberkante des Gehäuses verlegt.

Sony verzichtet auf diesen Wettkampf der Display-to-Frame-Ratio, die Gründe dafür sind unklar. Fakt ist, dass das Sony beim Telefonieren eindeutig die Nase vorn hat, oder eher das Ohr, denn die Sprachverständlichkeit ist auf unserer Seite schon mal sehr gut.

Auch der Fingerprint-Sensor ist nicht ins Display integriert, sondern befindet sich rank und schlank an der Seite, zwischen Ein/Aus-Schalter und Lautstärkewippe. Außerdem gibt es hier auch die obligatorische Auslösetaste zum Fotografieren. Hier genügt ein längerer Druck auf die Taste und die Foto-App startet, auch wenn das Display aus und sogar verriegelt ist. Beim zweiten Druck auf die Taste löst es dann auch schon aus – da entgeht fast kein Schnappschuss mehr.

Die Freude am guten Foto vergeht selbst dann nicht, wenn der Schnappschuss mal unter schwierigen Lichtbedingungen erfolgen soll. Das Xperia 5 findet sowohl bei extremem Gegenlicht eine optimale Belichtung, als auch bei Mischlicht, mit vielen Dunklen und einigen sehr hellen Bildanteilen. Erscheint das Foto hier anfangs vielleicht etwas zu hell und kontrastarm, hilft der Szene-Modus und schon zeigt das Foto perfekten Kontrast und fast dreidimensionale Tiefe.

Auch zum Filmen von Videos in 4K-Auflösung eignet sich das Xperia 5 hervorragend, hier kommt die Video-App Cinema Pro zum Zuge. Die bietet neben diversen Kontrollen und Einstellmöglichkeiten fürs Bild auch eine Aussteuerungsanzeige für die Tonaufnahme. Da fehlt für eine semiprofessionelle Video-Produktion eigentlich nur noch ein passendes Gimbal, also ein Handstativ extra fürs Smartphone. Am besten besorgt man sich dann auch ein Akkupack, denn die Laufzeit, die wir mit knapp 17 Stunden gemessen haben, könnte beim Filmen nochmal deutlich kürzer sein.

Das Sony Xperia 5 vereint zwei wichtige Funktionen eines Smartphones, die bei manch anderen Herstellern etwas stiefmütterlich behandelt werden. Fotos machen die anderen zwar auch, nur beim Sony waren mit Sicherheit Fotografen an der Entwicklung beteiligt. Auch das einfache Telefonieren mit sehr guter Sprachverständlichkeit geht so manchem Konkurrenten mittlerweile ab.

iPhone für Alle

Apple iPhone 11

Test Smartphone: Apple iPhone 11
Das iPhone 11 hat ebenso viel Leistung wir das Pro, ist aber sparsamer ausgestattet - und deutlich günstiger.

Beim Apple iPhone 11 handelt es sich um eine Sparversion des iPhone 11 Pro, damit konnte man den Preis deutlich bis knapp unter der magischen 1.000-Euro-Schwelle halten. Je nach Speicherausstattung liegt der Preis des iPhone 11 bei 799 Euro (64 Gigabyte), 849 Euro (128 Gigabyte) und 969 Euro (265 Gigabyte).

Dafür stehen hier insgesamt sechs Farbvarianten zur Auswahl, neben Weiß, Schwarz, Grün, Gelb und Violett gibt es noch die Variante RED, von deren Erlös ein Teil direkt an den Global Fund to fight AIDS geht. Die Rückseiten sind, anders als beim 11 Pro, hochglänzend.

Bleiben wir auf der Rückseite: Dort stellen wir den nächsten Unterschied zu den teureren iPhones fest. Das iPhone 11 hat nur zwei Kameras, nämlich eine mit Normal-Brennweite und eine mit Weitwinkel. Auch wenn die Kamera mit dem Tele-Objektiv eingespart wurde, kann auch das iPhone 11 in den meisten Situationen mit den fotografischen Fähigkeiten des 11 Pro mithalten, nur Tierfilmern oder -fotografen wird die Tele-Optik fehlen.

Das Display des iPhone 11 funktioniert noch mit IPS-Technik, das geht zwar in Ordnung, im Vergleich mit moderner OLED-Technik ist es aber weniger blickwinkelstabil und schwarze Inhalte erscheinen eher grau. Ein weiteres Überbleibsel aus alten Tagen schleppt das iPhone 11 ebenfalls mit sich herum: Trotz Schnellladefähigkeit und Induktionsladung hat man dem günstigeren iPhone wieder das winzige Ladegerät beigelegt, damit braucht das iPhone 11 über drei Stunden um von 0 auf 100 Prozent geladen zu werden. Allerdings braucht es anschließend nach unserem Testprozedere schon satte 23 Stunden, bis das iPhone wieder leer ist.

Wer unbedingt ein neues iPhone haben möchte und großzügig über besagte Mängel hinwegsehen kann, ist mit dem iPhone 11 dennoch gut bedient, denn seitens der Kernkompetenzen, wie Arbeitsgeschwindigkeit und Ausdauer sowie Fotografie muss man keine Abstriche hinnehmen.

Mit dem G8X zielt LG eindeutig auf das Galaxy Fold von Samsung. Wie so oft zaubert LG, angesichts der Schwierigkeiten mit denen sich letzteres am Markt behauptet, auf eine eher pragmatische Lösung das Klapp-Displays: Sie wollen ein hochwertiges Smartphone mit variabler Display-Größe? Bitteschön: Das LG G8X bietet genau das, wenn auch bei weitem nicht so innovativ und elegant wie bei der Konkurrenz.

Gegen ein elegantes Auftreten des LG G8X spricht schon allein der fast zwei Zentimeter dicke Barren, den man in der Hand hält, sofern man das Smartphone zusammengeklappt hat. Dabei geht es selbst beim G8X auch anders, schließlich handelt es sich um ein normales Smartphone mit einem einzigen 6,4-Zoll-Display, das in ein Case eingesetzt werden kann, in dem ein weitere Bildschirm integriert ist. Ohne Zweit-Display und Cover ist es ebenso schlank wie andere Smartphones auch, anders als dort stehen zudem die Rückkameras nicht ab, sodass auch die Rückseite eine durchgehende Fläche bildet.

Eingesetzt wird das Smartphone in einen entsprechenden USB-C-Sockel, der sich im Display-Cover befindet, interessanterweise steht dann kein USB-C-Anschluss mehr zur Verfügung, sondern nur eine proprietärer Kontaktleiste. Ein Adapter auf USB-C gehört aber glücklicherweise zum Lieferumfang.

Zugeklappt ist das Gerät nun gut 15 Millimeter dick, mit einem Spiegel sowie einem Minidisplay für Datum, Uhrzeit und Benachrichtigungs-Anzeige. Aufgeklappt haben wir dann zwei Bildschirme zur Verfügung, die wir mit den entsprechenden Einstellungen individuell konfigurieren können. Die beiden Displays lassen sich nämlich sowohl zu einem großen zusammenfassen, oder jeweils mit alternativen Inhalten füllen. Besonders praktisch ist es beispielsweise, das Mailprogramm auf dem Klappbildschirm zu positionieren und die Tastatur auf dem anderen, so hat man fast den Komfort eines Notebooks.

Das Zweite Display braucht natürlich Energie, die bringt das LG G8X allerdings auch reichlich mit: Satte 35 Stunden lief unser Testvideo, allerdings nur auf dem Hauptdisplay. Aber selbst wenn sich die Akkulaufzeit bei Nutzung beider Displays halbieren sollte, ist das immer noch ein akzeptabler Energieverbrauch für den Komfort, den zwei Displays bieten. Sinkt die Akku-Kapazität unter 15 Prozent, schaltet sich ohnehin das Zusatzdisplay ab. Kleine Kuriosität am Rande: Auch auf dem Zweitdisplay erscheint eine schwarze Notch, obwohl dort gar keine Kamera installiert ist.

Beim Fotografieren erlaubt sich das LG G8X ebenfalls kaum Schwächen, zwar meint man es mit der Schärfe etwas zu gut, die Kanten zeigen oft die entsprechenden Artefakte, die Belichtung gelingt aber in den meisten Fällen gut. Unsere Testaufnahme nach Sonnenuntergang mit vielen unterschiedlichen künstlichen Lichtquellen meistert das LG G8X zumindest im zugeschalteten HDR-Modus gut.

Das LG G8X ist eine pragmatische Alternative zu den Falt- und Knick-Displays anderer Hersteller. Es ist zwar bei weitem nicht so elegant, aber deutlich praktischer und vor allem billiger, außerdem dürfte es robuster sein.

Kameravergleich: Mit mehr Kameras fotografiert man besser?

Die Kameras der Top-Smartphones fotografieren allesamt auf sehr hohem Niveau, wie unser Kameravergleich zeigt. Das iPhone 11 Pro profitiert von insgesamt drei Hauptkameras, denen interessanterweise allesamt ein 12 Megapixel Sensor zugrunde liegt. Das ist zwar komplett gegen den Trend der Konkurrenz, die mit Auflösungen jenseits von 20 oder sogar 40 Millionen hauptsächlich die Werbe-Abteilung zufriedenstellt, macht aber aus technischer Sicht Sinn. Dass Bild wird nämlich im Wesentlichen vom Objektiv bestimmt und von der Bildverarbeitung. Beim Smartphone ist die Software sogar um einiges wichtiger, als sie viel mehr kompensieren muss als bei einer ausgewachsenen Kamera.

Die drei Kameras im iPhone 11 Pro bedienen jeweils eine andere Brennweite; es gibt ein Normal-Objektiv (mit optischem Bildstabilisator), ein Weitwinkel- und ein Tele-Objektiv (ebenfalls mit optischem Bildstabilisator). Im günstigeren iPhone 11 wird auf die Kamera mit dem Tele-Objektiv verzichtet, hier muss man sich dann auf den digitalen Zoom beschränken, der dann allerdings etwas Auflösung kostet. Besonders bei schwierigen Lichtsituationen und bei wenig Licht lassen sich mit beiden iPhones Spitzenfotos realisieren.

Beim Android-Favoriten Samsung Galaxy S20+ finden sich sogar insgesamt vier Kameras auf der Rückseite. Während die Selfie-Kamera auf ihrer kleinen Insel im Display mit 10 Megapixeln und einer Blendenöffnung von F2.2 auskommt, sind die vier Kameras auf der Rückseite üppiger ausgestattet.  Dabei deckt jede Kamera einen Brennweitenbereich ab: die Hauptkamera ist mit 12 Megepixel und einer Blendenöffnung von F1.8 für den Weitwinkel zuständig. Die Ultra-Weitwinkel Kamera verfügt über die selbe Auflösung, hat eine Blendenöffnung von F2.2. Das Tele-Zoom Objektiv beschickt einen Sensor mit satten 64 Megapixeln und der Blende von F2.0. Die vierte Kamera ist eigentlich ein Tiefensensor, der bei Virtual Reality-Anwendungen und unter Umständen bei Portrait-Aufnahmen aktiv wird. DVGA (1.0) TiefensensorTiefensensor beispielsweise bei VR-Anwendungen und bei Portrait-Aufnahmen, der kommt allerdings mit VGA-Auflösung aus.

Alle Kameras schießen Fotos auf sehr hohem Niveau

Das iPhone X setzt dagegen auf zwei Kameras, respektive zwei Objektive, eines für den Weitwinkel und eines für Tele-Aufnahmen. Beide tragen reichlich auf, teils aufgrund der aufwändigen Optik, teils aufgrund des generell sehr schlanken Bodys des iPhone. Im Gegensatz zum iPhone 8 Plus verfügt das Teleobjektiv des X-Modells nun über eine Blende von 2.4 statt 2.8 mit marginalen Auswirkungen auf entsprechende Aufnahmen bei wenig Licht.

Bei den Outdoor-Aufnahmen legen wir trotz des zwischenzeitlich gewechselten Motivs besonderen Wert auf eine extreme Gegenlicht-Situation, die jede Kamera an ihre Grenzen bringt. Da nicht einmal an einem Tag genau dieselbe Lichtsituation herrscht, können diese Testfotos nur zeigen, wie die Smartphone-Kameras bzw. deren Software generell mit solchen Extremen fertig werden.

Alle Testgeräte mussten im Automatikmodus ihre Sichtweise der Welt unter Beweis stellen. Sie können alle Testfotos in voller Auflösung betrachten, indem Sie auf ein Bild klicken und es anschließend in der Lightbox per Rechtsklick in einem neuen Tab öffnen.

Das iPhone 11 Pro meistert die Gegenlichtsituation bravourös – und das in allen drei Brennweiten. Das Objektiv mit dem extremen Weitwinkel verursacht zudem nur sehr geringe Verzerrungen. Auch das iPhone 11 macht seitens der Abbildungsqualität keinen Unterschied, hier gibt es lediglich kein Tele-Objektiv.

Das Galaxy S20+ lässt sich hier nicht lumpen und liefert ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis des Gegenlicht-Motivs ab. Besser, oder authentischer schafft das dagegen unser neuer Foto-Spezialist von Sony, das Xperia 5 zeigt eine gut abgegrenzte Sonnenscheibe und bringt trotzdem noch genug Zeichnung in den dunkleren Vordergrund. Darüberhinaus wird hier sehr gut die Stimmung des späten Frühlings-Nachmittags getroffen.