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Das beste Smartphone

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Smartphone Test: Smartphone Titel
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Wir haben 30 Smartphones getestet. Das beste iPhone ist zur Zeit ganz klar das Apple iPhone 11 Pro, aber es ist auch sehr teuer. Für alle, die nicht unbedingt das Beste vom Besten brauchen, ist das Apple iPhone 11 daher die bessere Wahl. Bei dem muss man zwar ein paar Abstriche seitens der Display-Qualität und der Kamera-Ausstattung machen, es ist aber immer noch ein tolles Smartphone. Das beste Android-Smartphone ist für uns zur Zeit das Galaxy Note 10 Plus von Samsung. Aber auch da gilt: Wer nicht unbedingt das neueste und beste braucht, fährt mit älteren Modellen nicht viel schlechter – und spart eine Menge Geld.

Update 25. Oktober 2019

Wir haben das neue iPhone 11 und iPhone 11 Pro getestet. Letzteres ist unser neuer Testsieger und auch das 11er ohne Pro konnte eine Empfehlung einfahren.

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27. September 2019

Mit dem Samsung Galaxy Note 10 und dem Galaxy Note 10 Plus haben die aktuellsten Flaggschiffe von Samsung jetzt Einzug gehalten.

12. September 2019

Apple hat das neue iPhone 11 vorgestellt – wir werden es so schnell wie möglich testen!

8. August 2019

Wir werden demnächst das neue Galaxy Note 10 von Samsung in den Test mit aufnehmen.

7. Juni 2019

Mit dem neuen ZenFone 6 ist es Asus jetzt gelungen, ein Premium-Smartphone herauszubringen. Außerdem haben wir uns das neue OnePlus 7 Pro angeschaut.

28. März 2019

Mit dem Samsung Galaxy S10 und dem günstigeren S10e haben wir zwei der aktuellen Flaggschiffe von Samsung in den Test aufgenommen. Beide konnten mit innovativer Technik überzeugen und jeweils eine Empfehlung kassieren.

7. März 2019

Endlich konnten wir das neue LG V40 ThinQ ausführlich testen, es löst das G7 in unseren Empfehlungen ab.

21. Februar 2019

Nachdem darüber schon einige Informationen kursierten, hat Samsung nun offiziell das Galaxy S10 vorgestellt. Das neue Flaggschiff-Smartphone wird in drei Varianten erhältlich sein: Als Galaxy S10, größeres Galaxy S10+ und kleineres Galaxy S10e. Alle setzen auf auf ein sAMOLED-Display im 19:9-Seitenverhältnis und Infinity-o-Design, sind staub- und wasserdicht nach IP68-Standard und werden zunächst mit Android 9.0 Pie ausgeliefert. Außerdem nutzen alle Geräte den Samsung Exynos 9820 Octa-Core-Prozessor und können als kabellose Powerbanks genutzt werden.

 

Unterschiede zwischen den drei Modellen finden sich unter anderem bei Preis, Speicher, Akkukapazität, Bildschirmauflösung und vor allem der Größe, die bei 5,8 Zoll (S10e), 6,1 Zoll (S10) und 6,4 Zoll (S10+) liegt. Darüber hinaus unterscheidet sich die Kamerabestückung und der Fingerabdruckscanner, der nur bei den beiden größeren Modellen ins Display integriert ist.

 

Wir werden die neuen Smartphones so schnell wie möglich testen und ausführliche Informationen darüber geben.

8. November 2018

Wir haben das Pixel 3 von Google, das OnePlus 6T und das iPhone XR mit aufgenommen. Letzteres wurde unsere neue iPhone-Empfehlung.

8. Oktober 2018

Gleichzeitig mit dem neuen iPhone Xs Max haben wir das Samsung Galaxy Note 9 sowie das kompakte Galaxy S9 mit in den Test aufgenommen.

13. September 2018

Apple hat neue iPhones vorgestellt. Neben dem neuen iPhone Xs und der größeren Variante Xs Max gibt es eine neue etwas günstigere Linie namens Xr. Wir werden die neuen Geräte so schnell wie möglich testen.

16. Juli 2018

Wir haben das Sony Xperia XZ2 getestet, das in manchen Punkten eigene Wege geht.

6. Juli 2018

Neben dem Samsung Galaxy S9+ haben wir nun auch die Flaggschiffe der anderen Hersteller getestet; das LG G7, das Huawei P20 Pro, das HTC U12+ sowie das Nokia 8 Sirocco. Auch das Oneplus 6 und das Blackberry KEY2 sind frisch eingetroffen.

12. Juni 2018

Die neuen Flaggschiffe bekommen wir nach und nach herein, den Anfang machten das Samsung Galaxy S9+ und das Huawei P20, weitere werden in Kürze folgen.

15. Dezember 2017

Wir haben vier neue Smartphones getestet. Das LG V30 ist unser neuer Android-Testsieger und auch das Huawei Mate 10 Pro ist eine neue Empfehlungen.

Ein eindeutig »bestes Smartphone« zu küren ist aus unserer Sicht immer weniger sinnvoll, denn sowohl hinsichtlich der Verarbeitungsqualität als auch der technischen Leistung rücken die Flaggschiffe der verschiedenen Hersteller immer näher zusammen.

Das zeigt sich auch bei den Kameras: Alle Top-Smartphones schießen sehr gute Fotos. Unterschiede offenbaren sich nur in Details, der mehr oder weniger komfortablen Einbindung in das jeweilige Ökosystem – aber vor allem beim Preis.

Die Wahl zwischen einem Android-Smartphone oder einem iPhone entscheiden vor allem die eigenen Vorlieben und die Frage, in welcher Systemwelt man bereits investiert ist. Daher küren wir hier unsere Favoriten aus beiden Welten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Das beste iPhone

Apple iPhone 11 Pro

Mit dem iPhone 11 Pro hat Apple wieder einen großen Sprung nach vorn gemacht. Es ist in drei Speichervarianten verfügbar, neben unserem Testmuster mit 64 Gigabyte gibt es noch 256 beziehungsweise 512 Gigabyte vorinstalliert. Eine Speichererweiterung ist wie immer beim iPhone nicht möglich, man muss sich also schon beim Kauf entscheiden. Allen gemeinsam ist dagegen der neue A13 Bionic Chip, der für enormen Leistungsschub sorgt – und das Kamera-Triple, welches insgesamt drei Brennweiten zur Verfügung stellt und von einer weiter verbesserten Bildverarbeitung profitiert.

Das beste Android

Samsung Galaxy Note 10 plus

Test Smartphone: Samsung Galaxy Note 10 plus
Das Note 10+ hat viel mehr zu bieten, außer einem größeren Display als das Note 10.

Das Samsung Galaxy Note 10 Plus ist mit seinen 6,7 Zoll nicht nur eines der größten Android-Smartphones, es ist zudem hervorragend ausgestattet, verfügt über einen aktuellen Chipsatz und kann dank der drei Hauptkameras auch mit fotografischen Qualitäten überzeugen. Im Vergleich zur S10-Reihe hat Samsung seitens der Hardware noch mal eine Schippe draufgelegt, das betrifft insbesondere die Performance, aber auch die Akkulaufzeit. Der Preis des größten Galaxy Note liegt dann allerdings auch schon über 1.000 Euro, wenn auch nur wenig. Erfahrungsgemäß ändert sich das jedoch schnell wieder.

Günstiges iPhone

Apple iPhone 11

Test Smartphone: Apple iPhone 11
Das iPhone 11 hat ebenso viel Leistung wir das Pro, ist aber sonst weniger umfangreich ausgestattet - und deutlich günstiger.

Das Apple iPhone 11 liegt in jeder Ausbaustufe unter 1.000 Euro und gehört damit bei Apple eher zur Einstiegsklasse. Zwar ist das Display etwas größer als beim 11 Pro, allerdings sieht man schnell, wo der Rotstift angesetzt wurde: Das iPhone 11 ist noch mit dem älteren IPS-Display bestückt, währen die Pro-Reihe über das bessere OLED verfügt. Außerdem muss es mit zwei Hauptkameras auskommen, die Tele-Brennweite wurde hier ebenfalls eingespart. Dafür ist die Auswahl bei den Gehäusefarben deutlich vielfältiger ausgefallen und im Innern sorgt der gleiche Chip für flüssiges Arbeitstempo und eine hervorragende Bildverarbeitung.

Das schnellste Android

OnePlus 7 Pro

Test Smartphone: OnePlus 7 Pro
OnePlus punktet mit dem aktuell schnellsten Chipsatz und der besten Display-Frame-Ratio.

Das neue OnePlus 7 Pro kommt gleich mit einer echten Innovation: Die Frontkamera ist nicht mehr ins Display integriert, so spart man sich jegliche Art von Notch oder anderen Designtricks, um eine möglichst günstige Display-to-Frame-Ratio zu erhalten. Die Frontkamera wurde ins Gehäuse integriert und wird bei Bedarf einfach ausgefahren. Außerdem kommt der aktuellste Chipsatz zum Einsatz, sodass das OnePlus aktuell das schnellste Smartphone auf dem Markt ist.

Android-Preistipp

Asus ZenFone 6

Test Smartphone: Asus ZenFone 6
Das ZenFone 6 kommt mit pfiffigem Kamera-Konzept und weiteren High-End-Merkmalen – zum moderaten Preis.

Mit dem ZenFone 6 hat Asus den Sprung in die Premium-Klasse geschafft. Auch hier gibt es ein besonders günstiges Verhältnis zwischen Bildschirm und Rahmen, weil Asus schlicht die Rückkamera auch als Frontkamera nutzt: Hier wird die Kamera einfach umgeklappt. Damit steht für die Selfies eine bessere Kamera zur Verfügung als bei den meisten anderen Smartphones. Neben dieser offensichtlichen Eigenschaft verfügt das ZenFone zudem über einige Talente, die zunächst verborgen bleiben. Dazu gehört neben der enormen Akkulaufzeit auch eine sehr gute Audio-Abteilung.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Das beste iPhoneDas beste AndroidGünstiges iPhoneDas schnellste AndroidAndroid-Preistipp
Modell Apple iPhone 11 Pro Samsung Galaxy Note 10 plus Apple iPhone 11 OnePlus 7 Pro Asus ZenFone 6 Apple iPhone XR Apple iPhone Xs Max Samsung Galaxy Note 10 Samsung Galaxy S10 Samsung Galaxy S10e LG V40 ThinQ OnePlus 6T Samsung Galaxy S9+ Apple iPhone X Apple iPhone 8 Plus Samsung Galaxy Note 9 LG G7 Samsung Galaxy S9 OnePlus 6 HTC U12+ Sony Xperia XZ2 Huawei P20 Pro Google Pixel 3 Nokia 8 Sirocco Blackberry KEY2 LG V30 Google Pixel 2 XL Huawei P20 Google Pixel 2 Samsung Galaxy S8
Test Smartphone: Apple iPhone 11 ProTest Smartphone: Samsung Galaxy Note 10 plusTest Smartphone: Apple iPhone 11Test Smartphone: OnePlus 7 ProTest Smartphone: Asus ZenFone 6Test Smartphone: Apple iPhone XRTest Smartphone: Apple iPhone Xs MaxTest Smartphone: Samsung Galaxy Note 10Test Smartphone: Samsung Galaxy S10Test Smartphone: Samsung Galaxy S10eTest Smartphone: LG V40 ThinQTest Smartphone: OnePlus 6TTest Smartphone: Samsung Galaxy S9+Test Smartphone: Apple iPhone XTest Smartphone: Apple iPhone 8 PlusTest Smartphone: Samsung Galaxy Note 9Test Smartphone: LG G7Test Smartphone: Samsung Galaxy S9Test Smartphone: OnePlus 6Test Smartphone: HTC U12+Test Smartphone: Sony Xperia XZ2Test Smartphone: Huawei P20 ProTest Smartphone: Google Pixel 3Test Mittelklasse-Smartphone: Nokia 8Test Smartphone: Blackberry KEY2Test Smartphone: LG V30Test Smartphone: Google Pixel 2 XLTest Smartphone: Huawei P20Test Smartphone: Google Pixel 2Test Smartphone: Samsung Galaxy S8
Pro
  • Sehr gutes Display
  • Hervorragende Fotoausstattung
  • Enorm Leistungsstark
  • QuickCharge Netzteil im Lieferumfang
  • Hervorragende Foto-Leistung
  • Hervorragendes Display
  • Speichererweiterung und Dual-SIM-Funktion möglich
  • Bedienstift S-Pen ist sicher integriert
  • Hervorragende Fotoausstattung
  • Enorm Leistungsstark
  • Lange Akkulaufzeit
  • FullSize-Display ohne Notch
  • Aktuell schnellster Chipsatz
  • FullSize-Display ohne Notch
  • Aktuell schnellster Chipsatz
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Erweiterbarer Speicher
  • Sehr gutes Display
  • Sehr gute Lowlight-Kamerafunktion
  • Lange Akkulaufzeit
  • In diversen Farben verfügbar
  • Hardware nochmal beschleunigt
  • Größtes Display eines iPhones
  • DualSIM (Nano‑SIM und eSIM)
  • Hervorragende Foto-Leistung
  • Hervorragendes Display
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Bedienstift ist im Gerät befestigt
  • Hervorragendes Display
  • Zwei Kameras mit OIS
  • Speichererweiterung möglich
  • Großer Lieferumfang
  • Hervorragendes Display
  • Speichererweiterung möglich
  • Großer Lieferumfang
  • Hervorragendes Display
  • Drei Hauptkameras mit unterschiedlichen Brennweiten
  • Speicher aufrüstbar und Dual-SIM dank Hybrid-Slot
  • Kabelloses Laden möglich
  • Innovativer Fingerprint-Sensor im Display
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Innovatives Betriebssystem
  • Hervorragendes Display
  • Sehr gute Lowlight-Kamerafunktion
  • Optischer Bildstabilisator
  • Design komplett überarbeitet
  • Mehr RAM als iPhone 8
  • Kamera nochmals verbessert
  • Großes Display bei kleinen Abmessungen
  • Face ID statt Fingerprint
  • Hervorragende Abstimmung von Hard- und Software
  • Sehr gute Kamera mit optischem Bildstabilisator
  • Hervorragendes Display
  • Erweiterte Bedienung mit dem S-Pen
  • Hervorragende Kamera
  • Diverse USB-C-Adapter im Lieferumfang
  • Hervorragendes Display
  • Speicher erweiterbar
  • Erlaubt induktives Laden
  • Gute Lowlight-Aufnahmen
  • Schön kompakt
  • Großes Display
  • Sehr gute Kamera
  • Gutes Headset im Lieferumfang
  • Hard- und Software optimal ausgereizt
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Kürzeste Ladezeit
  • Zwei Frontkameras für künstlerische Selfies
  • Aktuelle, leistungsfähige Hardware
  • Sehr gutes Display
  • Induktives Laden möglich
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Künstlerisch ambitionierte Fotoausrüstung
  • Sehr gute Foto-Performance
  • Headset und USB-Adapter
  • Speicher knapp bemessen und nicht erweiterbar
  • Eigenständiges Design
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr gutes Display
  • Einzigartige Hardkey-Tastatur
  • Sicheres Android
  • Solides und leichtes Aluminiumgehäuse
  • Kopfhöreranschluss
  • Fingerprint-Sensor mit Home-Taste auf der Rückseite
  • Hervorragender Audio-DAC integriert
  • Speichererweiterung
  • Sehr gute Kamerafunktion mit optischem Bildstabilisator
  • Mit Google Lens und Google Assistent perfekte Einbindung ins Google-Ökosystem
  • Innovatives Display
  • Hohe Akkulaufzeit
  • Headset mit USB Typ-C-Anschluss
  • Diverse Adapter im Lieferumfang
  • Nahezu gleiche Hardware und Kamera wie das größere XL
  • Mit Google Lens und Google Assistent perfekte Einbindung ins Google-Ökosystem
  • Hervorragendes Display
  • Speichererweiterung möglich
  • Großer Lieferumfang
Contra
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Recht hoher Preis
  • Noch recht hoher Preis
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Lange Ladezeit
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Kein induktives Laden
  • Gehäuse ist recht dick
  • Kein induktives Laden
  • Kamera steht weit vor
  • Schlappes Ladegerät im Lieferumfang
  • Face-ID statt Fingerprint
  • Kamera trägt auf
  • Sehr hoher Preis
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Keine Benachrichtigungs-LED
  • Keine Benachrichtigungs-LED
  • Schwächen bei komplexen Lowlight-Aufnahmen
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Wird ohne Headset ausgeliefert
  • Proprietäre Bixby-Sprachsteuerung
  • Face-ID statt Fingerprint
  • Kamera trägt auf
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Sehr hoher Preis
  • Kamera trägt auf
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Lange Ladezeit
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Recht groß und schwer
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Nur eine Hauptkamera
  • Headset nur optional
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Schwache Akkulaufzeit
  • Keine induktive Lademöglichkeit
  • Relativ dick und schwer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Lange Ladezeit
  • Nicht die aktuellste Prozessor-Hardware
  • Schwache Akkulaufzeit
  • Altbackenes Design
  • Nicht die aktuellste Hardware
  • Schlecht definierter Druckpunkt der Bedientasten
  • Veraltete Hardware
  • Schwache Fotoleistung bei Lowlight
  • Kein Dual-SIM
  • (Noch) kein Android 8
  • Kein Portraitmodus
  • Google sammelt sehr viele persönliche Daten
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Google sammelt sehr viele persönliche Daten
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Proprietäre Sprachsteuerung
  • Reichlich Bloatware
Bester Preis
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Immer mehr Gemeinsamkeiten

Die Zeit der großen qualitativen Unterschiede bei Smartphones ist weitgehend vorbei, auch und gerade bei den Top-Modellen der Hersteller, den sogenannten Flaggschiffen. Ausreichend Rechenleistung für sämtliche alltäglichen Aufgaben bieten sie alle. Neben 3D-Games können lediglich Virtual- oder Augmented-Reality-Anwendungen die geballte Rechenpower der Top-Smartphones voll ausschöpfen, aber ob die tatsächlich the next big things werden, wie die Hersteller orakeln, ist längst noch nicht ausgemacht.

Auch bei der Akkulaufzeit gibt es keine großen Unterschiede. Ironischerweise halten Mittelklasse-Smartphones meist länger durch als die Flaggschiffe, bei denen es offenbar wichtiger ist, sie möglichst dünn zu bauen, als sie mit einem starken Akku auszustatten. Wechselbare Akkus findet man im oberen Segment schon lange nicht mehr und aus demselben Grund stirbt hier auch langsam, aber sicher der klassische Kopfhörerstecker aus.

Die Kamera wird immer wichtiger

Die größten Unterschiede zwischen teuren Modellen und günstigeren Mittelklassemodellen gibt es nach wie vor bei der Qualität der Kameras. Den sogenannten Bokeh-Effekt, der beim Fotografieren mit einer große Blendenöffnung den Hintergrund unscharf werden lässt und so das Motiv im Vordergrund betont, beherrschen mittlerweile fast alle Smartphones, mehr oder wenige gut. Der Trend geht aktuell eher in Richtung Mehrfach-Kamera: so werden bis zu vier Kameras eingesetzt, von der jede ein Spezialgebiet bedient

Umgekehrt bedeutet das: Wenn Fotos für Sie nicht wichtig sind, gibt es eigentlich keinen Grund, viel Geld für ein teures Flaggschiff-Smartphone auszugeben. Eigentlich. Denn natürlich geht es bei den Top-Modellen der Hersteller auch um Prestige. Deshalb muss nicht nur die Verarbeitung erstklassig sein, sondern auch das Design einen gewissen Wow-Faktor haben. Und für den marktwirtschaftlichen Erfolg hilft selbst der nicht, wenn nicht auch die Marke eine gewisse Strahlkraft hat, wie viele Hersteller schicker Android-Smartphones mit neidischem Blick aufs iPhone immer wieder erleben müssen.

So haben wir getestet

Das Apple iPhone 11 und das iPhone 11 Pro sind ganz neu auf dem Markt, und ebenso in unserem Test. Darüberhinaus finden Sie mit dem Samsung Galaxy Note 10 und dem Galaxy Note 10 Plus die aktuellsten Flaggschiffe von Samsung.

Asus hat mit dem ZenFone 6 sein erstes Premium-Smartphone gelauncht, das neue OnePlus 7 Pro verfügt über eine enorme interne Speicherkapazität sowie über ein innovatives Display. Beiden Neulingen ist gemeinsam, dass keine Frontkamera ins Display integriert wurde.

Vorher hatte Samsung insgesamt drei Smartphones im Premium-Segment gelauncht: Das Galaxy S10 und das günstigere Galaxy S10e hatten wir im Test, das Galaxy S10+ ist nochmal größer als das Galaxy S10, verfügt ansonsten jedoch über ähnliche Spezifikationen, und das faltbare Galaxy Fold hatten wir bislang noch nicht im Test.

Wir haben alle Geräte mehrere Tage im Alltag benutzt, die Akkulaufzeit beim Abspielen eines Videos in Dauerschleife mit einer Displayhelligkeit von 50 Prozent gemessen, die Ladezeit bestimmt und alle wichtigen Benchmarks ermittelt.

Um die Kameras beurteilen zu können, haben wir Vergleichsfotos desselben Motivs im Tageslicht, bei guter Innenbeleuchtung und bei wenig Licht gemacht, außerdem haben wir draußen jeweils eine Aufnahme mit starkem Gegenlicht sowie eine bei Dunkelheit, ebenfalls in komplexer Lichtsituation gemacht.

Testsieger: Apple iPhone 11 Pro

Die besten Smartphones sind für uns zur Zeit das iPhone 11 Pro und das Samsung Galaxy Note 10 Plus. Die Frage, welches von beiden besser ist, ist ein wenig müßig, denn einerseits liegen beide auf sehr hohem technischen Niveau mit nur geringen qualitativen Unterschieden in den Details. Andererseits haben sich die meisten ohnehin längst entweder für Android oder iOS entschieden. Einen Grund, das Betriebssystemlager zu wechseln, bieten beide Telefone nicht.

Bevor wir auf Samsungs aktuelles Vorzeigegerät eingehen, widmen wir uns zunächst dem edlen Telefon mit dem charakteristischen Apfel im Logo.

Das beste iPhone

Apple iPhone 11 Pro

Das Apple iPhone 11 Pro gibt es in drei Ausbaustufen, sie unterscheiden sich nur seitens der Speicherausstattung. Neben unserem Testmodell mit fast schon dürftigen 64 Gigabyte eingebautem Speicher (um 1.150 Euro) kann man sich noch für die 256- oder die 512-Gigabyte-Variante entscheiden, mit entsprechendem Aufpreis (um 1.320 und 1.550 Euro). Diese Entscheidung muss man allerdings vor dem Kauf treffen, da es wie üblich keinerlei Nachrüstungsmöglichkeit für den internen Speicher gibt.

Außer den Speichervarianten gibt es das iPhone 11 Pro noch in den Farben Space Grau, Silber, Nachtgrün und Gold, allesamt recht gedeckte Farben. Die Rückseite hat ebenfalls eine Änderung erfahren: Sie ist jetzt mattiert, im Gegensatz zu den hochglänzenden Kollegen, das ist pflegeleicht und sieht zudem edel aus.

Das iPhone 11 Pro ist mit seinem 5,8-Zoll Display das kleinste der neuen iPhones. Mit 6,5 Zoll liegt das iPhone 11 Pro Max deutlich darüber, verfügt aber außer dem größeren Display und dem größeren Akku sowie einer daraus resultierenden längeren Laufzeit über keinen signifikanten Mehrwert. Für das Max werden jeweils 100 Euro mehr fällig. Von der Größe genau dazwischen liegt das iPhone 11, über das wir etwas weiter unten genauer berichten.

Innen werkelt der A13 Bionic Chipsatz, der nicht nur für rekordverdächtige Leistung sorgt, sondern auch maßgeblich an der Performance der Face-ID sowie der Fotoabteilung beteiligt ist. Folgerichtig liegt das iPhone 11 Pro im direkten Benchmark-Vergleich gegenüber der Android-Konkurrenz wieder deutlich vorn.

Der Home-Button ist endgültig Geschichte, ebenso wie der darin integrierte Fingerprint-Sensor. An der Bedienung, wie wir sie schon vom letzten Update kennen, hat sich dann auch nur wenig geändert: Die Schiebejalousie schaltet zwischen Home- und Sperrbildschirm um. Das erinnert erstmal ein wenig an Android, aber noch viel mehr an die von Windows gewohnten Gesten für Touchscreens. Außerdem muss man tatsächlich von der Mitte nach unten wischen, sonst werden nur die wichtigsten Einstellungen eingeblendet – diesmal wirklich wie bei Android. Wischt man übrigens von der unteren rechten Rahmenecke aus, zeigt das iPhone alle kürzlich geöffneten Fenster als Cover-Flow.

Face-ID funktioniert zuverlässig, der Fingerprint-Sensor wurde eingespart

Der Fingerprint-Sensor wird von Face-ID ersetzt, was gut funktioniert – erstaunlicherweise auch im Dunkeln. Aber Sie sollten es unterlassen, das iPhone beispielsweise im Auto per Face-ID zu entsperren. Das kann teuer und obendrein gefährlich werden, schließlich dürfen Sie das Handy beim Fahren nicht in die Hand nehmen. Anders lässt es sich aber nur schwer entsperren.

Einige vorher auf dem iPhone unbekannte Apps sind seit iOS 13, welches auf dem iPhone 11 Pro installiert ist, neu hinzugekommen, wie die AppleTV App oder einige Kurzbefehle. Direkt nachdem die beiden iPhones bei uns eingetroffen waren, gab es fast täglich neue Updates und Bugfixes, sodass schon nach wenigen Tagen aus der Version 13.0 die Version 13.1.3 geworden ist. Apple musste offenbar schnell auf teilweise gravierende Mängel reagieren, so gab es Probleme mit der Akkulaufzeit bzw. der entsprechenden Anzeige. Wir haben beide Geräte mit der Version 3.1.3 getestet und konnten erstmal keine Probleme mehr erkennen.

Display: Die Sache mit der Notch

Mittlerweile hat das Display mit der hereinragenden Ecke sich auch bei der Konkurrenz aus der Android-Welt durchgesetzt. Sogar bis in die Mittelklasse hinein ist das also kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Im Gegenteil: Beim Samsung Galaxy Note 10 Plus gibt es nurmehr eine kleine Insel rund um die Kamera, ansonsten deckt das Display die gesamte Front ab und verfügt lediglich oben und unten über jeweils einen hauchdünnen Rand. Rechts und Links schmiegt sich das Display sogar um die Kanten und ist auch dort noch aktiv bedienbar.

Hier sieht das iPhone 11 Pro mittlerweile fast schon altbacken aus, schließlich zieht sich die Notch großzügig fast über die gesamte Breite des Displays. Das Display selbst arbeitet jetzt mit OLED-Technik – mit dem Resultat, dass das iPhone 11 Pro nahezu aus jedem Blickwinkel brillante Farben und einen sehr guten Schwarzwert zeigt. Besonders gut ist das im Vergleich zum iPhone 11 zu erkennen, dort verrichtet noch ein älteres IPS-Display seinen Dienst.

Beim OnePlus 7 Pro und beim Asus ZenFone 6 hat man die Kameras sogar komplett aus dem Display ausgelagert und klappbar gemacht. Das sind die ersten echten Fullsize-Displays – umso beachtlicher, dass diesmal nicht die Branchenriesen die ersten waren.

Wir werden sehen, ob es in absehbarer Zeit gelingt, die Kamera, mithin der Grund für die Ecke, unsichtbar ins Display zu integrieren, oder aber so schmal zu machen, dass sie locker ganz an den Rand passt. Samsung hat sein Infinity-Display weiter ausgebaut und bringt mit der neuen Generation das Infinity-O-Display ins Spiel. Hier ist die Kamera oben an die Seite verlagert und fristet dort, außerhalb des Hauptblickfeldes, ein Inseldasein.

Seitens der Energieversorgung hat das iPhone 11 Pro gegenüber den Vorgängern nochmal leicht zugelegt. Die Akkukapazität liegt jetzt bei 3.000 Milliamperestunden. Die Laufzeit in unserem Video-Dauertest beträgt satte 25 Stunden. Zum Aufladen gibt es eine Schnellladefunktion, die jetzt vom üppig dimensionierten Lade-Netzteil, das dem 11 Pro beiliegt, unterstützt wird. Das iPhone 11 Pro ist dann auch binnen eineinhalb Stunden wieder voll aufgeladen. Es geschehen also auch bei Apple noch Zeichen und Wunder.

Wie viele Smartphones dieser Preisklasse verfügt das iPhone 11 Pro außerdem über die Möglichkeit, den Akku kabellos mithilfe von Induktion aufzuladen. Passende Ladegeräte mit Qi-Standard gibt es bereits, auch Ikea baut Nachttische zum kabellosen Laden und selbst in manchen neuen PKWs ist die Technik schon verbaut.

Bei Audio setzt Apple auf AirPlay

Wer das Smartphone als hochwertige Audioquelle nutzen möchte, funkt via Bluetooth, wobei Apple hierbei auf AirPlay setzt, mit dem das iPhone auch verlustfreie Formate übertragen kann. Die meisten HiFi-Geräte beherrschen AirPlay, auch wenn die Übertragung leicht zeitverzögert ist. Das fällt aber nur bei Videoinhalten mit Ton auf, denn der Ton wird nicht lippensynchron übertragen.

Apples Sprachassistent Siri muss bei Fragen manchmal schon etwas länger grübeln. Nichtsdestotrotz funktioniert die Steuerung des Smart Home oder das Streaming der gewünschten Playlist dank der umfangreichen Lizenzierung durch Drittanbieter reibungslos. Außerdem lernt Siri beinah stündlich hinzu, sodass beispielsweise sinnlose Fragen oder Witze schnell als solche erkannt und teilweise mit Ironie beantwortet werden. Darüber hinaus kann Siri dank der Marktmacht und der geschickten Lizenzierungspolitik viel besser mit Hardware anderer Hersteller zusammenarbeiten, was fürs Media-Streaming und die Hausautomation von Vorteil ist.

Nachteile

Der größte Nachteil des iPhone 11 Pro ist der hohe Preis. Gerade angesichts des knappen Speichers unseres Testmodells dürfte der Preis selbst eines solchen Prestigeobjektes zumindest knapp unter 1.000 Euro liegen. Allerdings naht Rettung, sogar direkt aus Cupertino, denn direkt mit Erscheinen der 11-er iPhones haben die Vorgänger einen deutlichen Preisnachlass erfahren.

iPhone 11 Pro im Testspiegel

Das iPhone 11 Pro ist zwar noch frisch, dennoch gibt es schon einige Tests von Kollegen:

CHIP (10/2019) hat das iPhone 11 Pro schon getestet – mit einem sehr guten (1,2) Testergebnis. Im Fazit heißt es:

»Apples iPhone 11 Pro erweist sich im Test als ein Spitzen-Handy, das kaum Wünsche offen lässt. Optisch hat sich gegenüber dem Vorgänger zwar nicht viel geändert, dafür überzeugen die inneren Werte vollends: Die Performance setzt wieder neue Maßstäbe, hervorragend sind auch Display, Kamera sowie endlich die Akkulaufzeit. Das lässt sich Apple fürstlich bezahlen.«

Inside Digital hat das iPhone 11 Pro ebenfalls schon im Oktober 2019 getestet und verleiht ihm direkt fünf Sterne:

»Ein tolles Display, rasante Bedienung, feine Softwarelösungen und eine starke Kamera sind die augenscheinlichen Stärken des iPhone 11 Pro im Test. Dazu kommen die tolle Haptik der Rückseite, die matte Glasoberfläche, eine verlässliche Update-Politik und eine tolle Verzahnung des iPhone 11 Pro mit dem restlichen Ökosystem Apples. Die negativen Punkte sind wie die positiven »typisch Apple«. Der Preis ist sehr hoch, der Lightning-Anschluss ist langsam wirklich unnötig geworden und es gibt keine Speichererweiterung sowie 5G. In der Regel stören sich Apple-Kunden genau an diesen Kritikpunkten nicht. Wer jedoch von einem Androiden umsteigen will, wird diese Punkte negativ sehen. Eine uneingeschränkte Empfehlung zum Kauf gibt es für niemanden. Gerade Menschen, die ihr Handy lange nutzen wollen sind beim iPhone 11 Pro nur mit den größeren Speichervarianten gut aufgehoben. Die Einschränkung ist hier aber das fehlende 5G.«

Computer Bild verleiht dem iPhone 11 Pro in seinem Videotest die Note 1,8.

Alternativen

Für alle, die es sich leisten können und wollen, ist das iPhone 11 eine sehr gute Wahl. Aber nicht jeder mag sich mit Apple anfreunden. Und nicht jeder will so viel Geld ausgeben. Das muss man auch nicht, denn es gibt viele Alternativen, die mit unserem Top-Favoriten mindestens auf Augenhöhe liegen.

Das beste Android

Samsung Galaxy Note 10 plus

Test Smartphone: Samsung Galaxy Note 10 plus
Das Note 10+ hat viel mehr zu bieten, außer einem größeren Display als das Note 10.

Wer sich nicht zum Apfel-Logo hingezogen fühlt, greift bei den hochwertigen Smartphones dann zum Erzrivalen Samsung, der mit dem Galaxy Note 10 Plus dem vorher an dieser Stelle platzierten S10 noch mal ein signifikantes Upgrade spendiert hat.

Es beginnt schon beim verwendeten Prozessor, hier steht mit dem Exynos 9825 nun die neueste Generation aus eigener Entwicklung zur Verfügung, unterstützt wird er von satten zwölf Gigabyte RAM, wohingegen das kleinere Galaxy Note 10 (ohne Plus) mit 8 Gigabyte auskommen muss, was sich allerdings erst auswirkt, wenn mehr als eine Handvoll Apps parallel aktiv sind. Ohnehin reicht das Prozessor-Upgrade höchstens aus, um den Performance-Vorsprung des OnePlus 7 Pro zu verringern, welches diesbezüglich allerdings immer noch die Nase vorn hat. Samsung hat hier offenbar andere Präferenzen, wie die Bildverarbeitung, das Energiemanagement und eventuell den Empfang zu verbessern.

Anders sieht es bezüglich der Speicherausstattung aus: Unser Testmodell hat mit 256 Gigabyte internem Speicher schon eine gute Grundlage, lässt sich dank Hybrid-Slot aber um ein Terabyte erweitern – vorausgesetzt, man verzichtet auf die zweite SIM-Karte. Auch hier muss man beim Note 10 Abstriche machen, es ist zwar ebenfalls mit 256 Gigabyte hervorragend bestückt, bietet aber keine Erweiterungsmöglichkeit und es ist keine andere Speichervariante verfügbar. Beim Note 10 Plus wird dagegen noch eine Variante mit 512 Gigabyte sowie eine 256er mit Unterstützung des neuen 5G Mobilfunkstandards angeboten, für beide wird ein Aufpreis von knapp 100 Euro verlangt.

Auch beim Note 10 Plus ist der Fingerprint-Sensor unsichtbar ins Display integriert. Er funktioniert äußerst zuverlässig mit bewährter Ultraschall-Technik, was Samsung den Konkurrenten voraus hat, die den Sensor ebenfalls im Display unterbringen.

Fingerprint-Sensor unsichtbar im Display

Im Vergleich zum Galaxy S10 ist das Display grundsätzlich gleich geblieben, mit dem gleichen Verhältnis von Display zum Rand und den ebenfalls umgebogenen Kanten. War die Kamera-Insel im S10 noch dezent an die Seite gerückt, so prangt diese bei beiden Notes jetzt wieder mittig oben. Statt Benachrichtigungs-LED kommt das Allways-On-Display zum Zuge, welches bei Bedarf neben Datum, Uhrzeit und Akkustand auch über eingehende Nachrichten etc. informiert.

Die drei Android-Buttons werden bei Bedarf eingeblendet, das aktive Seitendisplay zum Einschieben häufig benötigter Apps hat man beibehalten. Allerdings reagiert das nicht mehr ganz so sensibel wie beim S10, oder wir haben uns schlicht an diese Bedien-Mimik gewöhnt. Das Einschubdisplay ist übrigens immer noch frei konfigurierbar: Es können bis zu zehn Apps oder Ordner eingesetzt werden.

Dem installierten Android 9.0 wurde die Oberfläche OneUI 1.5 aufgesetzt, die wahrscheinlich, anders als die Version 1.1 des S10, für die Bedienung des Note 10 Plus mit Stift optimiert wurde. Der Stift wird wie beim Note üblich von unten ins Gehäuse eingeschoben und dort zuverlässig gehalten. Beim herausziehen erscheint eine Kurzanleitung sowie der Hinweis, mit dem S-Pen Notizen aufs Display zu schreiben, selbst wenn es dunkel ist.

In weniger als zwei Stunden ist der Akku voll

Der Akku des Note 10 Plus hält mit unserem Testprozedere satte 23 Stunden durch und ist anschießend wieder binnen zwei Stunden voll aufgeladen – und zwar mit dem mitgelieferten Netzteil – also anders als bei der Apfel-Konkurrenz. Auch der Akku des Note 10 Plus kann jetzt als Powerbank herhalten, um beispielsweise eine kompatible Smart-Watch mit Energie zu versorgen. Das klappt natürlich vorzugsweise induktiv, also kabellos, allerdings sollte man dabei bedenken, dass selbst die Potenz eines 4.300 Milliamperestunden starken Akkus dann früher zur Neige geht.

Im Online-Dauertest von Chip etwa lief das Galaxy Note 10 Plus nur knapp über 10 Stunden. Damit liegt es zwar immer noch über den neuneinhalb Stunden des Konkurrenten mit dem großen X, zeigt aber auch die Grenzen derartiger Testszenarios: In der Praxis kommt man mit allen getesteten Smartphones bei normalem Gebrauch gut über den Tag und dürfte auch ohne nächtliche Lademöglichkeit zumindest den Folgetag noch halb bewältigen können.

An einem weiteren Feature hält man bei Samsung eisern fest: Wie schon die Vorgänger sind auch das Galaxy Note 10 Plus und das Note 10 mit dem ANT+-Protokoll kompatibel und lassen sich daher von Gesundheitsbewussten mit einer ganzen Reihe Wellness- und Health-Produkte verbinden. So gibt es neben einfachen Pulsmessern auch Waagen, die außer dem reinen Körpergewicht auch den BMI anzeigen. Klinisch genaue Blutdruckmessgeräte verstehen sich zumeist ebenfalls auf das spezielle Bluetooth-Protokoll. Wer also auf eine solche Infrastruktur angewiesen ist, ist mit dem Galaxy auf jeden Fall gut bedient.

Zusätzlicher Entfernungs-Sensor für Virtuelle Reality

Beim Blick auf die Rückseite des Note 10 Plus fällt der zusätzliche Sensor unterhalb der Blitz-LED auf, die fehlt dem Note 10, es handelt sich um einen Entferungsmesser, der vor allem bei VR-Anwendungen zum Einsatz kommt und bei Portrait-Aufnahmen mit Bokeh hilfreich zur Seite stehen kann. Nach unseren Erfahrungen bringt er hier in den meisten Situationen aber nicht mehr als das Note 10, das ohne auskommt.

Seitens der hochkarätigen Bluetooth-Übertragung von Audiodaten hat das Note 10 Plus eindeutig die Nase vorn: Es unterstützt neben dem aptX- auch den aptX HD-Codec zur Übertragung in mindestens CD-Qualität. Auch im installierten Android 9 Pie ist zudem der hochwertige LDAC-Codec implementiert. Ursprünglich eine Entwicklung von Sony, haben die ihr Versprechen wahrgemacht und den Codec ab Android 8 zur Verfügung gestellt.

Für alle anderen Fälle bleibt nur noch WiFi, um gut und vor allem komfortabel hochauflösende Kost von Tidal, Quobuz und anderen Streaming-Diensten auf der hochwertigen HiFi-Anlage zu Gehör zu bringen. Außerdem liegt auch dem Note 10 Plus wieder ein sehr gutes Headset von AKG bei, das verfügt hier nun auch über einen USB Typ-C-Stecker, weil das Note keinen Headset-Anschluss mehr hat.

Auch wenn der Google Assistant sogar die Stimme seines »Meisters« erlernen kann und auf seinen Kalender zugreift, setzt Samsung auch beim Note 10 Plus auf den hauseigenen Assistenten Bixby. Allerdings lässt sich die entsprechende Taste mit nur wenigen Klicks auf den Google Assistant umbelegen und aus einem eher dezent operierenden Sekretär wird ein renitenter Begleiter.

Günstiges iPhone

Apple iPhone 11

Test Smartphone: Apple iPhone 11
Das iPhone 11 hat ebenso viel Leistung wir das Pro, ist aber sonst weniger umfangreich ausgestattet - und deutlich günstiger.

Beim Apple iPhone 11 handelt es sich um eine Sparversion des iPhone 11 Pro, damit konnte man den Preis deutlich bis knapp unter der magischen 1.000-Euro Schwelle halten. Je nach Speicherausstattung liegt der Preis des iPhone 11 bei 799 Euro (64 Gigabyte), 849 Euro (128 Gigabyte) und 969 Euro (265 Gigabyte).

Dafür stehen hier insgesamt sechs Farbvarianten zur Auswahl, neben Weiß, Schwarz, Grün, Gelb und Violett gibt es noch die Variante RED, von deren Erlös ein Teil direkt an den Global Fund to fight AIDS geht. Die Rückseiten sind, anders als beim 11 Pro, hochglänzend.

Bleiben wir auf der Rückseite: Dort stellen wir den nächsten Unterschied zu den teureren iPhones fest. Das iPhone 11 hat nur zwei Kameras, nämlich eine mit Normal-Brennweite und eine mit Weitwinkel. Auch wenn die Kamera mit dem Tele-Objektiv eingespart wurde, kann auch das iPhone 11 in den meisten Situationen mit den fotografischen Fähigkeiten des 11 Pro mithalten, nur Tierfilmern oder -fotografen wird die Tele-Optik fehlen.

Das Display des iPhone 11 funktioniert noch mit IPS-Technik, das geht zwar in Ordnung, im Vergleich mit moderner OLED-Technik ist es aber weniger blickwinkelstabil und schwarze Inhalte erscheinen eher grau. Ein weiteres Überbleibsel aus alten Tagen schleppt das iPhone 11 ebenfalls mit sich herum: Trotz Schnellladefähigkeit und Induktionsladung hat man dem günstigeren iPhone wieder das winzige Ladegerät beigelegt, damit braucht das iPhone 11 über drei Stunden um von 0 auf 100 Prozent geladen zu werden. Allerdings braucht es anschließend nach unserem Testprozedere schon satte 23 Stunden, bis das iPhone wieder leer ist.

Wer unbedingt ein neues iPhone haben möchte und großzügig über besagte Mängel hinwegsehen kann, ist mit dem iPhone 11 dennoch gut bedient, denn seitens der Kernkompetenzen, wie Arbeitsgeschwindigkeit und Ausdauer sowie Fotografie muss man keine Abstriche hinnehmen.

Das schnellste Android

OnePlus 7 Pro

Test Smartphone: OnePlus 7 Pro
OnePlus punktet mit dem aktuell schnellsten Chipsatz und der besten Display-Frame-Ratio.

Mit dem 7 Pro hat OnePlus die versammelte Premium-Konkurrenz düpiert – der ehemalige Underdog ist gleich mehrfach an der etablierten Konkurrenz vorbeigezogen.

Nach eineinhalb Zwischenschritten – erst mit Notch, dann mit kleinerer Tropfen-Notch – hat man hier kurzerhand die Kamera komplett von der Displayfront genommen und quasi als Periskop im Gehäuse untergebracht. Da man nunmehr ein wenig verlegen um den Platz für Benachrichtigungs-LEDs war, hat man diese kurzerhand an die umgebogenen Seiten des großen Displays ausgelagert – eine pfiffige Lösung, die sind nämlich auch zu erkennen, wenn das Smartphone auf dem Display liegt.

Bei Bedarf fährt die Kamera aus

Bei Bedarf fährt die Kamera einfach aus, wie das Periskop eines U-Bootes, um nach Gebrauch wieder fast nahtlos im Gehäuse zu verschwinden. Klar ist, dass das OnePlus 7 Pro damit nicht zu den schlankesten Smartphones gehören kann, dennoch ist es nur einen halben Millimeter dicker als das iPhone XR – so what? Den so gewonnenen Platz konnte man zudem gut mit einem potenten Akku ausfüllen.

4000 Milliampere sind eben auch kein Pappenstiel, die daraus resultierenden 20 Stunden Laufzeit – nach unserem Testprozedere gemessen – sicher auch nicht. Wir wollen aber auch nicht verschweigen, dass häufiges Auf- und Abfahren des Kameramoduls den Akku zusätzlich belastet, so kosten Selfies mit dem 7 Pro also mehr Strom als bei den meisten anderen Smartphones.

Aber auch hier haben die Entwickler weitergedacht: So kräftig und leise das kleine Motörchen das Kamera-Modul auch hochfährt, sie muss zu ihrem eigenen Schutz auf jeden Fall wieder eingefahren werden, und sei es, wenn die Sensoren einen Sturz des Smartphones wahrzunehmen meinen. Deshalb muss man beispielsweise auf ein Selfie verzichten, wenn die Akkuladung des 7 Pro die 5-Prozent-Marke unterschreitet. Wer sich übrigens am Rauf- und Runterfahren der Kamera nicht satt sehen kann, bekommt alsbald eine Warnung aufs Display eingeblendet, dass bei zu häufigem Gebrauch die Mechanik Schaden nehmen könnte.

Drei Kameras für schöne Bilder

Das passiert bei den drei Hauptkameras nicht so schnell, hier hat man jeder Kamera einen Brennweitenbereich zugeordnet: Eine deckt mit 48 Megapixeln und optischem Bildstabilisator die Normalbrennweite ab, die zweite mit 8 Megapixeln den Tele-Bereich, ebenfalls mit optischem Bildstabilisator. Die dritte Kamera ist schließlich mit 16 Megapixeln für den Weitwinkel zuständig, die benötigt auch keinen optischen Stabilisator. Die Fotoleistungen sprechen in jedem Fall für sich, denn auch hier hat OnePlus zu den ganz großen aufgeschlossen.

Im Innern hat man die Konkurrenz von Samsung und Apple gar überholt: Mit dem Snapdragon 855 sorgt der neuste Chipsatz zusammen mit den 12 Gigabyte RAM für die aktuell schnellste Benchmark. Zwar hat die Konkurrenz in den nächsten Monaten sicher wieder aufgeholt, dennoch ist es beeindruckend anzusehen, dass sich das 7 Pro so gar nicht aus dem Tritt bzw. zum Rucken bringen lässt, egal welche Benchmarks man abspult, welche Spiele auch gespielt werden.

Damit hat das OnePlus 7 Pro eindeutig die Premium-Klasse erreicht und eine Empfehlung verdient. Lediglich solche Feinheiten wie die fehlende Unterstützung des induktiven Ladens oder des Speicher-Upgrades stellen ein Manko dar, demgegenüber steht allerdings der enorme interne Speicher, sowie der insgesamt noch moderate Preis.

Android-Preistipp

Asus ZenFone 6

Test Smartphone: Asus ZenFone 6
Das ZenFone 6 kommt mit pfiffigem Kamera-Konzept und weiteren High-End-Merkmalen – zum moderaten Preis.

Mit dem Zenfone 6 Zs630kl schafft Asus den Sprung in die Premium-Klasse. Das Asus ZenFone 6 beginnt bei 499 Euro für die 64-Gigabyte-Variante mit 6 Gigabyte RAM. Die 128-Gigabyte-Variante mit 6 Gigabyte RAM – unser Testmuster – kostet 559 Euro und 599 Euro schließlich die größte Ausbaustufe mit 256 Gigabyte und 8 Gigabyte RAM.

Sämtliche Speichervarianten lassen sich problemlos per microSD-Karte aufrüsten, dank des Triple-Slots sogar zusätzlich zu zwei SIM-Karten.

Auch das ZenFone 6 verfügt über ein fast randloses Display und zwar rundum, da auch hier keine Kamera in den Bildschirm integriert wurde. Will man ein Selfie machen und stellt die Kamera-App in den entsprechenden Modus, klappt die Rückkamera um, die als Doppelkamera ausgelegt ist.

Gruppen-Selfies dank Weitwinkel-Optik

Nun stehen entweder eine Kamera mit 48 Megapixel und Weitwinkel-Optik oder die 13 Megapixel starke Ultraweitwinkelkamera zur Verfügung. Mit letzterer dürften auch kleine Gruppen komplett mit aufs Selfie passen.

Der Klappmechanismus arbeitet zuverlässig, schnell und leise – aber er ist was er ist: ein Mechanismus, der letztlich anfällig ist und nicht eben per Update korrigiert oder gar repariert werden kann. Andererseits leistet solche Filigran-Mechanik in vielen Kompaktkameras und Objektiven seit Jahren treue Dienste, bei nicht allzu ruppiger Behandlung sollte das Klapp-Objektiv des ZenFone 6 also auch recht lange funktionieren.

Bei unseren Probeaufnahmen schlug sich das ZenFone 6 sehr gut, kam besonders mit schwierigen Mischlicht-Situationen zurecht und erlaubte sich eigentlich nur bei der Lowlight-Aufnahme unter Laborbedingungen leichte Schwächen.

Dem dadurch potentiell höheren Strombedarf trägt man mit einem Akku Rechnung, der mit 5000 Milliamperesunden Kapazität in unserem Testablauf locker 25 Stunden durchhält, da ist also durchaus noch Reserve drin.

Jede Menge Leistung

Auch Asus setzt mit dem Snapdragon 855 den aktuellsten Chipsatz ein und liegt leistungsmäßig dicht hinter dem OnePlus 7 Pro und weit vor der Konkurrenz von Samsung.

Ganz weit vorne liegt die Audio-Verarbeitung des ZenFone 6, hier setzt man auf hochwertige Wandlung und eine recht potente Ausgangsstufe, schließlich ist hier noch eine herkömmliche Audio-Buchse verbaut, ein passendes Headset gehört zum Lieferumfang.

Das Asus ZenFone 6 hat also angesichts des Preises einiges zu bieten. Nicht nur die Klappkamera macht das Smartphone zu einem Hingucker, der mehr als nur einen Hauch Individualismus verbreitet.

Kameravergleich: Mit mehr Kameras fotografiert man besser?

Die Kameras der Top-Smartphones fotografieren allesamt auf sehr hohem Niveau, wie unser Kameravergleich zeigt. Das iPhone 11 Pro profitiert von insgesamt drei Hauptkameras, denen interessanterweise allesamt ein 12 Megapixel Sensor zugrunde liegt. Das ist zwar komplett gegen den Trend der Konkurrenz, die mit Auflösungen jenseits von 20 oder sogar 40 Millionen hauptsächlich die Werbe-Abteilung zufriedenstellt, macht aber aus technischer Sicht Sinn. Dass Bild wird nämlich im Wesentlichen vom Objektiv bestimmt und von der Bildverarbeitung. Beim Smartphone ist die Software sogar um einiges wichtiger, als sie viel mehr kompensieren muss als bei einer ausgewachsenen Kamera.

Die drei Kameras im iPhone 11 Pro bedienen jeweils eine andere Brennweite; es gibt ein Normal-Objektiv (mit optischem Bildstabilisator), ein Weitwinkel- und ein Tele-Objektiv (ebenfalls mit optischem Bildstabilisator). Im günstigeren iPhone 11 wird auf die Kamera mit dem Tele-Objektiv verzichtet, hier muss man sich dann auf den digitalen Zoom beschränken, der dann allerdings etwas Auflösung kostet. Besonders bei schwierigen Lichtsituationen und bei wenig Licht lassen sich mit beiden iPhones Spitzenfotos realisieren.

Unser neuer Android-Favorit, das Note 10 Plus, nutzt ebenfalls drei Kameras, die sich in Brennweite, Blendenöffnung und Bildstabilisierung unterscheiden. Eine arbeitet mit quasi Normalbrennweite und einer Blende mit zwei Öffnungen, f1.5 und f2.4 sowie einem optischen Bildstabilisator. Eine weitere ist für den Ultra-Weitwinkel mit einem Blickwinkel von über 120 Grad zuständig, sie arbeitet mit einer Blende von F2.2. Die dritte im Bunde ist eher für den Tele-Bereich ausgelegt, auch hier macht der optische Bildstabilisator absolut Sinn, der kann beim Filmen und Fotografieren das gefürchtete Verwackeln verhindern helfen. Bei Lowlight-Aufnahmen kann somit sogar die Belichtungszeit verlängert werden, ohne dass die Aufnahme verwackelt ist.

Im Kamera-Menü kann man folgerichtig aus drei Symbolen den gewünschten Bildwinkel auswählen, also nah. fern oder normal. Vorn begnügt man sich mit einer einzigen Kamera mit 10 Megapixeln Auflösung und immerhin einer Blendenöffnung von F 1.9, die auch in Innenräumen passable Selfies ohne Blitz machen kann.

Das Huawei Mate 10 Pro arbeitet mit einem Schwarzweiß- und einem Farbsensor. Hier gibt es dann wieder eine Art Portraitmodus. Es lässt sich eine Einstellung »große Blende« aktivieren, die dann mit einer Schärfeebene arbeitet, die sogar unabhängig vom Motiv funktioniert – und das nicht nur bei Portraitaufnahmen.

Beim OnePlus 5T arbeitet man nun mit zweimal der gleichen Brennweite. Einer der Sensoren hat besonders große Pixel, um auch hier die Lowlight-Qualität zu verbessern. Das Blackberry Key2 schließlich muss mit einer Kamera auskommen und zieht in Spezialdisziplinen wie Tiefenschärfe oder Lowlight eindeutig den Kürzeren.

Alle Kameras schießen Fotos auf sehr hohem Niveau

Das iPhone X setzt ebenfalls auf zwei Kameras, respektive zwei Objektive, eines für den Weitwinkel und eines für Tele-Aufnahmen. Beide tragen reichlich auf, teils aufgrund der aufwändigen Optik, teils aufgrund des generell sehr schlanken Bodys des iPhone. Im Gegensatz zum iPhone 8 Plus verfügt das Teleobjektiv des X-Modells nun über eine Blende von 2.4 statt 2.8 mit marginalen Auswirkungen auf entsprechende Aufnahmen bei wenig Licht.

»Wir brauchen nur eine Kamera« war dagegen die lapidare Aussage von Google bei der ersten Präsentation der Pixel 2-Smartphones. Die Qualität der geschossenen Fotos gibt der Aussage Recht, wenn auch nur teilweise, denn der digitale Zoom kostet im extremen Telebereich Auflösung.

Bei den Outdoor-Aufnahmen legen wir trotz des zwischenzeitlich gewechselten Motivs besonderen Wert auf eine extreme Gegenlicht-Situation, die jede Kamera an ihre Grenzen bringt. Da nicht einmal an einem Tag genau dieselbe Lichtsituation herrscht, können diese Testfotos nur zeigen, wie die Smartphone-Kameras bzw. deren Software generell mit solchen Extremen fertig werden.

Alle Testgeräte mussten im Automatikmodus ihre Sichtweise der Welt unter Beweis stellen. Sie können alle Testfotos in voller Auflösung betrachten, indem Sie auf ein Bild klicken und es anschließend in der Lightbox per Rechtsklick in einem neuen Tab öffnen.

Das iPhone 11 Pro meistert die Gegenlichtsituation bravourös – und das in allen drei Brennweiten. Das Objektiv mit dem extremen Weitwinkel verursacht zudem nur sehr geringe Verzerrungen. Auch das iPhone 11 macht seitens der Abbildungsqualität keinen Unterschied, hier gibt es lediglich kein Tele-Objektiv.

Auch das Galaxy Note 10 lässt sich hier nicht lumpen und liefert ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis des Gegenlicht-Motivs ab.

Im direkten Vergleich des iPhone 11 Pro mit dem Galaxy Note 10 grenzt der Unterschied beinah schon an Pixelzählerei, nur die Farbabstimmung ist beim iPhone etwas wärmer geraten. Das Ergebnis des iPhone 11 liegt farblich sogar noch näher am Note 10. Außer diesen Unterschieden im Weißabgleich gibt es keine weiteren zwischen iPhone 11 Pro und dem iPhone 11.

Vor allem lässt sich bei dem Test jedoch feststellen, wie weit die Bildnachbearbeitung dem Schärfeeindruck auf die Sprünge hilft. Das kann man zum Beispiel beim S8 zumindest an einigen Kanten erkennen.

Bei Lowlight-Aufnahmen trennt sich für gewöhnlich die Spreu vom Weizen: Bei einer Ausleuchtung von 30 Lux geraten Objektiv, Bildsensor und Bildverarbeitung gleichermaßen an ihre Grenzen. Das schlägt sich zumeist im Kompromiss nieder, wie weit die Detailauflösung bei der Verminderung des Bildrauschens auf der Strecke bleibt.

Um die fotografischen Qualitäten der Smartphones noch weiter auszureizen, sind wir dazu übergegangen, Lowlight-Aufnahmen in natura zu machen. Der Erfolg bzw. die teilweise frappierenden Unterschiede zwischen den Smartphones-Kameras geben uns Recht: Sie schlagen sich doch recht unterschiedlich bei Dunkelheit am Ruhrmuseum auf Zeche Zollverein. Auch hier sind es wieder Dynamik-Sprünge (zwischen tiefstem Dunkel und einigen sehr hellen Bildanteilen), welche die Kameras nebst Software bewältigen müssen.