Das beste Smartphone

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Smartphone Test: Testsieger iPhone X

Das beste Smartphone für die meisten ist für uns nach wie vor das Apple iPhone X. Denn der Preisaufschlag zum neuen iPhone Xs Max ist enorm und für uns nicht gerechtfertigt. Das beste Android-Smartphone ist das Samsung Galaxy S9+, das kompaktere Galaxy S9 ist nicht ganz so üppig ausgestattet und hat mit deutlich mehr Konkurrenz zu kämpfen. Generell gilt: Wer nicht unbedingt das neueste und beste braucht, fährt mit älteren Modellen nicht viel schlechter – und spart eine Menge Geld.

Update 8. Oktober 2018

Gleichzeitig mit dem neuen iPhone Xs Max haben wir das Samsung Galaxy Note 9 sowie das kompakte Galaxy S9 mit in den Test aufgenommen.

Gerade hat Google zudem das Pixel 3 vorgestellt und das iPhone Xr wird ab Ende Oktober verfügbar sein. Wir werden beide Modelle so schnell wie möglich testen.

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13. September 2018

Apple hat neue iPhones vorgestellt. Neben dem neuen iPhone Xs und der größeren Variante Xs Max gibt es eine neue etwas günstigere Linie namens Xr. Wir werden die neuen Geräte so schnell wie möglich testen.

16. Juli 2018

Wir haben das Sony Xperia XZ2 getestet, das in manchen Punkten eigene Wege geht.

6. Juli 2018

Neben dem Samsung Galaxy S9+ haben wir nun auch die Flaggschiffe der anderen Hersteller getestet; das LG G7, das Huawei P20 Pro, das HTC U12+ sowie das Nokia 8 Sirocco. Auch das Oneplus 6 und das Blackberry KEY2 sind frisch eingetroffen.

12. Juni 2018

Die neuen Flaggschiffe bekommen wir nach und nach herein, den Anfang machten das Samsung Galaxy S9+ und das Huawei P20, weitere werden in Kürze folgen.

15. Dezember 2017

Wir haben vier neue Smartphones getestet. Das LG V30 ist unser neuer Android-Testsieger und auch das Huawei Mate 10 Pro ist eine neue Empfehlungen.

Ein eindeutig »bestes Smartphone« zu küren, ist aus unserer Sicht immer weniger sinnvoll, denn sowohl hinsichtlich der Verarbeitungsqualität als auch der technischen Leistung rücken die Flaggschiffe der verschiedenen Hersteller immer näher zusammen.

Das zeigt sich auch bei den Kameras: Alle Top-Smartphones schießen sehr gute Fotos. Unterschiede offenbaren sich nur in Details, der mehr oder weniger komfortablen Einbindung in das jeweilige Ökosystem – aber vor allem beim Preis.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Das beste iPhone

Apple iPhone X

Zwar hat Apple das iPhone X direkt mit der Markteinführung des neuen Trios vom Markt genommen, es ist aber bei anderen Händlern nach wie vor noch verfügbar und für alle, die auf ein großes Display bei kleinen Geräteabmessungen samt Face-ID nicht verzichten wollen, derzeit noch die beste Wahl. Das kann sich aber ändern, wenn demnächst das iPhone Xr auf den Markt kommt, das die gleichen Eigenschaften hat und noch ein wenig günstiger sein wird.

Markantestes Merkmal des neuen iPhone-Designs ist das riesige Display, das quasi randlos die komplette Frontseite bedeckt. Nur eine kleine Insel – die sogenannte »Notch« – ragt noch von oben ins Display hinein, hier steckt der Lautsprecher und die Frontkamera, aber auch diese dunkle Fläche auf dem sonst durchgängigen Display hat man im Alltagsgebrauch erstaunlich schnell ausgeblendet.

Dem großen Display ist der Home-Button zum Opfer gefallen und damit auch der Fingerabdrucksensor. Entsperrt wird das Smartphone jetzt per Face-ID, also einer automatischen Gesichtserkennung. Das ist einerseits eine echte Innovation, andererseits klappt das Entsperren nicht in allen Situationen so gut wie mit dem extrem zuverlässigen Fingerabdrucksensor.

In der Android-Welt hat das Samsung Galaxy S9+ für uns nach wie vor die Nase vorn. Es hat ein etwas größeres Display als das Galaxy ohne Plus. Dennoch haben die Koreaner trotz großer Frontabdeckung auf die sogenannte »notch«, also die von oben hereinragende Ecke für Kamera und Lautsprecher, verzichtet. Doch das ist nur ein Weg, den Samsungs Flaggschiff alternativ zu Apple beschreitet.

Das erkennt man auch schon an der prall gefüllten Box, denn neben dem Headset, welches dem Smartphone standardmäßig beiliegt, gibt es noch diverse Adapter, welche helfen, die Kommunikation der modernen USB Typ-C-Schnittstelle mit älterer Peripherie zu erleichtern. Das Headset ist nicht nur mit einem klassischen Klinkenkabel versehen, es kommt zudem aus dem Hause AKG, einem Audiospezialisten, der neuerdings zu Samsung gehört.

Das S9+ gibt es in einer Version mit 64 GB oder 256 GB internem Speicher. Beiden ist gemein, dass sie über einen Hybrid-Slot verfügen, also entweder eine zweite SIM-Karte fassen oder den Speicher erweitern können.

Wenn Geld egal ist

Apple iPhone Xs Max

Pünktlich zum Herbst hat Apple mit dem iPhone Xs Max die neue Saison eingeläutet. Das Xs Max ist allerdings nur eines, wenn auch das größte, der neuen Apple-Smartphones. Ganz im Sinne des iPhone X setzt man auf die neuen Design-Akzente: das jetzt noch größere, fast randlose Display mit Face-ID und ohne Home-Button.

Im Xs Max und seinen Geschwistern hat mit dem A12 Bionic zudem eine völlig neue Prozessorgeneration Einzug gehalten. Das Xs Max ist nun intelligenter, lernt vom Nutzer und soll sich seinen Gewohnheiten noch besser anpassen können, sei es beim Fotografieren, bei Face-ID, Siri oder anderen Anwendungen. Für uns sind diese kleinen Verbesserungen den satten Aufpreis nicht wert. Wer nicht aufs Geld schauen muss und auf jeden Fall technisch das Nonplusultra haben will, der kriegt mit dem iPhone Xs Max aber zweifellos das beste Smartphone der Apple-Welt.

Auch gut

LG G7

Mit dem G7 hat LG wieder den Anschluss an die Smartphone-Elite geschafft. Die Steigbügel hierzu hat das V30 gehalten, im Unterschied dazu hat das neue Flaggschiff aus der G-Reihe ein nochmals vergrößert Display-Rahmenverhältnis und bricht mit einigen für LG typischen Konventionen.

So liegt zwar der Fingerprint-Sensor nach wie vor auf der Rückseite, um vorne Platz fürs Display zu schaffen, der Einschalt-Button ist nun allerdings auf die Seite gewandert, ganz wie bei der Konkurrenz. Neu hinzugekommen und auf der gegenüberliegenden Seite platziert ist der unvermeidliche Button für den Google Assistant, direkt unter den beiden Lautstärketasten.

Da jetzt vorne mehr Platz ist, geht das aktive Display fast bis an die Unterkante, die drei Android-Schaltflächen können bei Bedarf ebenfalls ausgeblendet werden und oben ragt lediglich die »Notch« genannte Ecke ins Display, das übrigens mit der bislang größten Pixeldichte überzeugen kann.

Vernünftiger

Apple iPhone 8 Plus

Das iPhone 8 Plus ist nach wie vor für alle interessant, die sich nicht mit dem neuen Design des iPhone X anfreunden können – oder dessen exorbitanten Preis, zumal sich gerade das iPhone 8 Plus technisch nur wenig vom iPhone X unterscheidet.

Die Unterschiede zwischen dem 8 und dem 8 Plus betreffen neben dem größeren Display und dem größeren Akku vor allem die Kamera. Beide verfügen zwar über einen optischen Bildstabilisator, der wirkungsvoll hilft, Wackler besonders im Telebereich zu vermeiden, das Plus hat aber im Gegensatz zum kleinen iPhone 8 zwei Objektive, eines für Weitwinkel und eines für Teleaufnahmen.

Das Design des iPhone 8 wurde fast vollständig von den Vorgängern übernommen, neu ist lediglich eine Rückseite aus Glas. Das kann man je nach Sichtweise entweder klassisch oder altbewährt nennen oder aber auch etwas angestaubt. Das Display löst zwar hoch auf, bleibt jedoch buchstäblich im Rahmen, denn erst beim der iPhone X-Reihe beherrscht der Bildschirm die gesamte Frontseite.

Speed-King

OnePlus 6

Test Smartphone: OnePlus 6
Glaubt man den einschlägigen Benchmarks, ist das OnePlus 6 aktuell das schnellste Smartphone am Markt – und das merkt man auch.

Beim OnePlus 6 gibt es im Vergleich zum Vorgänger keine Preiserhöhung, dafür fährt OnePlus nun eine neue Vertriebsstrategie, denn die Smartphones sind nun auch regulär über Amazon zu bekommen. Auch hier frönt man dem ultimativen Display-Rahmenverhältnis, denn auch das OnePlus hat eine Notch, die von oben ins Display ragt es es zumindest in der Diagonalen vergrößert. Auch die Navigationsleiste unten lässt sich bei Bedarf ausblenden, sodass das aktive Display beinah die gesamte Vorderseite füllt.

Die Bedienelemente haben noch weitere Änderungen erfahren: Der Schieberegler für den Alarm ist jetzt auf die andere Seite gewandert und sitzt über dem Ein-/Aus-Schalter. Die Kameras auf der Rückseite sind in die Mitte gewandert und liegen nun senkrecht übereinander. Ansonsten weicht man bei der Gestaltung der Rückseite vom Mainstream ab – sie ist matt anstatt hochglänzend und daher weniger Anfällig für Fingerabdrücke.

Eine Überraschung förderte die Leistungsmessung zu Tage: Die Antutu-Benchmark reicht schon verdammt nah an die 300.000er Marke heran und kann sich damit deutlich von der aktuellen Konkurrenz absetzen.

Vergleichstabelle

Das beste iPhoneDas beste AndroidWenn Geld egal istAuch gutVernünftigerSpeed-King
Modell Apple iPhone X Samsung Galaxy S9+ Apple iPhone Xs Max LG G7 Apple iPhone 8 Plus OnePlus 6 Samsung Galaxy Note 9 Samsung Galaxy S9 HTC U12+ Sony Xperia XZ2 Huawei P20 Pro Nokia 8 Sirocco Blackberry KEY2 LG V30 Google Pixel 2 XL Huawei Mate 10 Pro Huawei P20 Google Pixel 2 Samsung Galaxy S8 OnePlus 5T Blackberry KEYone
Test Smartphone: Apple iPhone XTest Smartphone: Samsung Galaxy S9 plusTest Smartphone: Apple iPhone Xs MaxTest Smartphone: LG G7Test Smartphone: Apple iPhone 8 PlusTest Smartphone: OnePlus 6Test Smartphone: Samsung Galaxy Note9Test Smartphone: Samsung Galaxy S9Test Smartphone: HTC U12+Test Smartphone: Sony XZ2Test Smartphone: Huawei P20 ProTest Mittelklasse-Smartphone: Nokia 8Test Smartphone: Blackberry KEY2Test Smartphone: LG V30Test Smartphone: Huawei P20Test Smartphone: Samsung S8Test Smartphone: OnePlus 5TTest Smartphone: Blackberry KEYone
Pro
  • Design komplett überarbeitet
  • Mehr RAM als iPhone 8
  • Kamera nochmals verbessert
  • Großes Display bei kleinen Abmessungen
  • Face ID statt Fingerprint
  • Hervorragendes Display
  • Sehr gute Lowlight-Kamerafunktion
  • Optischer Bildstabilisator
  • Hardware nochmal beschleunigt
  • Größtes Display eines iPhones
  • DualSIM (Nano‑SIM und eSIM)
  • Hervorragendes Display
  • Speicher erweiterbar
  • Erlaubt induktives Laden
  • Gute Lowlight-Aufnahmen
  • Hervorragende Abstimmung von Hard- und Software
  • Sehr gute Kamera mit optischem Bildstabilisator
  • Hard- und Software optimal ausgereizt
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Kürzeste Ladezeit
  • Hervorragendes Display
  • Erweiterte Bedienung mit dem S Pen
  • Hervorragende Kamera
  • Diverse USB-C-Adapter im Lieferumfang
  • Schön kompakt, mit großem Display
  • Sehr gute Kamera
  • Gutes Headset im Lieferumfang
  • Zwei Frontkameras für künstlerische Selfies
  • Aktuelle, leistungsfähige Hardware
  • Sehr gutes Display
  • Induktives Laden möglich
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Künstlerisch ambitionierte Fotoausrüstung
  • Eigenständiges Design
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr gutes Display
  • Einzigartige Hardkey-Tastatur
  • Sicheres Android
  • Solides und leichtes Aluminiumgehäuse
  • Kopfhöreranschluss
  • Fingerprint-Sensor mit Home-Taste auf der Rückseite
  • Hervorragender Audio-DAC integriert
  • Speichererweiterung
  • Sehr gute Kamerafunktion mit optischem Bildstabilisator
  • Mit Google Lens und Google Assistent perfekte Einbindung ins Google-Ökosystem
  • Edles Design
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Großer Lieferumfang
  • Innovatives Display
  • Hohe Akkulaufzeit
  • Headset mit USB Typ-C-Anschluss
  • Diverse Adapter im Lieferumfang
  • Nahezu gleiche Hardware und Kamera wie das größere XL
  • Mit Google Lens und Google Assistent perfekte Einbindung ins Google-Ökosystem
  • Hervorragendes Display
  • Speichererweiterung möglich
  • Großer Lieferumfang
  • Enorm leistungsstark
  • Toll angepasstes Betriebssystem
  • Preisgünstig
  • Von Blackberry modifiziertes Android
  • BBM an Bord
  • Einfach skalierbare Sicherheitsfunktionen
Contra
  • Face-ID statt Fingerprint
  • Kamera trägt auf
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Sehr hoher Preis
  • Proprietäre Bixby-Sprachsteuerung
  • Face-ID statt Fingerprint
  • Kamera trägt auf
  • Sehr hoher Preis
  • Akkulaufzeit nur mittelmäßig
  • Kamera trägt auf
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Lange Ladezeit
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Headset nur optional
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Recht groß und schwer
  • Nur eine Hauptkamera
  • Schwache Akkulaufzeit
  • Keine induktive Lademöglichkeit
  • Relativ dick und schwer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Lange Ladezeit
  • Nicht die aktuellste Prozessor-Hardware
  • Nicht die aktuellste Hardware
  • Schlecht definierter Druckpunkt der Bedientasten
  • Veraltete Hardware
  • Schwache Fotoleistung bei Lowlight
  • Kein Dual-SIM
  • (Noch) kein Android 8
  • Kein Portraitmodus
  • Google sammelt sehr viele persönliche Daten
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Keine induktive Ladung möglich
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Google sammelt sehr viele persönliche Daten
  • Kein Kopfhöreranschluss
  • Hoher Preis
  • Proprietäre Sprachsteuerung
  • Reichlich Bloatware
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Kein Headset im Lieferumfang
  • Hardware schon etwas älter
  • Kleines Display
Bester Preis
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Immer mehr Gemeinsamkeiten

Die Zeit der großen qualitativen Unterschiede bei Smartphones ist weitgehend vorbei, auch und gerade bei den Top-Modellen der Hersteller, den sogenannten Flaggschiffen. Ausreichend Rechenleistung für sämtliche alltäglichen Aufgaben bieten sie alle. Neben 3D-Games können lediglich Virtual- oder Augmented-Reality-Anwendungen die geballte Rechenpower der Top-Smartphones voll ausschöpfen, aber ob die tatsächlich the next big things werden, wie die Hersteller orakeln, ist längst noch nicht ausgemacht.

Auch bei der Akkulaufzeit gibt es keine großen Unterschiede. Ironischerweise halten Mittelklasse-Smartphones meist länger durch als die Flaggschiffe, bei denen es offenbar wichtiger ist, sie möglichst dünn zu bauen, als sie mit einem starken Akku auszustatten. Wechselbare Akkus findet man im oberen Segment schon lange nicht mehr und aus demselben Grund stirbt hier auch langsam, aber sicher der klassische Kopfhörerstecker aus.

Die Kamera wird immer wichtiger

Die größten Unterschiede zwischen teuren Modellen und günstigeren Mittelklassemodellen gibt es nach wie vor bei der Qualität der Kameras. Die neueste Errungenschaft ist der sogenannte Bokeh-Effekt, der beim Fotografieren mit einer große Blendenöffnung den Hintergrund unscharf werden lässt und so das Motiv im Vordergrund betont. Das klappt bislang mal mehr, mal weniger gut, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis man kaum mehr einen Unterschied zwischen einem Smartphone-Portrait und einem mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommenen Foto erkennt.

Umgekehrt bedeutet das: Wenn Fotos für Sie nicht wichtig sind, gibt es eigentlich keinen Grund, viel Geld für ein teures Flaggschiff-Smartphone auszugeben. Eigentlich. Denn natürlich geht es bei den Top-Modellen der Hersteller auch um Prestige. Deshalb muss nicht nur die Verarbeitung erstklassig sein, sondern auch das Design einen gewissen Wow-Faktor haben. Und für den marktwirtschaftlichen Erfolg hilft selbst der nicht, wenn nicht auch die Marke eine gewisse Strahlkraft hat, wie viele Hersteller schicker Android-Smartphones mit neidischem Blick aufs iPhone immer wieder erleben müssen.

So haben wir getestet

Apple hat gleich mit drei neuen iPhones nachgelegt, wir hatten das iPhone Xs Max als größten Vertreter der neuen Familie im Test. Außerdem konnten wir die Samsung Smartphone-Familie mit dem Galaxy S9 und dem Galaxy Note 9 komplettieren.

Mit dem Samsung Galaxy S9+ wurde die aktuelle Generation der Android-Flaggschiffe offiziell eröffnet; außer dem Platzhirschen von Samsung hatten wir das LG G7, sowie mit dem Huawei P20 Pro den große Bruder des P20 und das HTC U12+ sowie das Nokia 8 Sirocco, und schließlich das Oneplus 6 im Test. Das Blackberry KEY2 verfügt über das Alleinstellungsmerkmal der Blackberry-Tastatur unter dem Display. Das ist dadurch natürlich kleiner, es lässt sich damit aber ergonomischer tippen. Die Technik im Gehäuse ist eher bewährt, um es vorsichtig auszudrücken.

Davor waren das LG V30, das Huawei Mate 10 Pro, das OnePlus 5T und das eher exotische KEYone aus der Alcatel-Schmiede mit Blackberry-Branding im gemeinsamen Test. Und davor hatten wir neben dem iPhone 8 Plus und dem iPhone X das neue Pixel 2 und das Pixel 2 XL von Google im Direktvergleich.

Wir haben alle Geräte mehrere Tage im Alltag benutzt, die Akkulaufzeit beim Abspielen eines Videos in Dauerschleife mit einer Displayhelligkeit von 50 Prozent gemessen, die Ladezeit bestimmt und alle wichtigen Benchmarks ermittelt.

Um die Kameras beurteilen zu können, haben wir Vergleichsfotos desselben Motivs im Tageslicht, bei guter Innenbeleuchtung und bei wenig Licht gemacht, außerdem haben wir Videos und Tonaufzeichnungen der Smartphones miteinander verglichen.

Testsieger: Apple iPhone X

Die besten Smartphones sind für uns zur Zeit das iPhone X und das Samsung Galaxy S9+. Die Frage, welches von beiden besser ist, ist ein wenig müßig, denn einerseits liegen beide auf sehr hohem technischen Niveau mit nur geringen qualitativen Unterschieden in verschiedenen Details. Andererseits haben sich die meisten ohnehin längst entweder für Android oder iOS entschieden. Einen Grund, das Betriebssystemlager zu wechseln, bieten beide Telefone nicht.

Bevor wir auf Samsungs aktuelles Vorzeigegerät eingehen, widmen wir uns zunächst dem edlen Telefon mit dem charakteristischen Apfel im Logo.

Das beste iPhone

Apple iPhone X

Preislich hat gerade das designierte Jubiläumsmodell iPhone X nochmal ordentlich draufgelegt: Mit knapp 1.150 Euro für das »kleine« 64 Gigabyte-Modell und 1.320 Euro für die 256 Gigabyte-Variante lag das iPhone X zum Start deutlich oberhalb der 1.000-Euro-Schwelle. Seit dem Marktstart der neuen Xs-Reihe ist es für rund 1.00o Euro zu haben – aber auch das ist immer noch ganz schön saftig.

In Sachen Arbeitsspeicher überwindet das iPhone 8 Plus schon im Antutu-Benchmark-Test die 200.000er-Marke locker und das iPhone X kann nochmal etwas drauflegen – laut Messprotokoll sind dafür hauptsächlich der Prozessor und der Datendurchsatz der internen Schnittstellen verantwortlich. Das iPhone X hat zudem drei Gigabyte RAM statt zwei wie das iPhone 8. Bei der Prozessorleistung vertritt Apple derweil nach wie vor die Philosophie, dass weniger mehr sein kann, zumindest im Vergleich zur Android-Konkurrenz. Weniger RAM und weniger Prozessorkerne werden genutzt, um dennoch gefühlt und messtechnisch die gleiche Leistung auf die Räder zu übertragen.

Das ändert sich auch nicht mit dem Einzug der neuen A12-Prozessorplattform ins Xs Max und dessen aktuelle Geschwister, denn auch der neue Prozessor kommt mit lediglich sechs Kernen aus, zudem hat man dort den Arbeitsspeicher nun auch auf 4 GB RAM aufgestockt. Der Performance-Gewinn beträgt im Vergleich zum iPhone X satte 50 % (laut Antutu Benchmark), schmilzt allerdings angesichts des aktuell schnellsten Androiden auf nurmehr 20 % zusammen, hier bestand also ohnehin Handlungsbedarf.

Es sind bereits erste Apple-User gesichtet worden, die schmerzlich den gewohnten Home-Button vermissen. Dafür gibt es jetzt eine Schiebejalousie; oben mittig aus dem Rahmen herunter gewischt schaltet das Display ab, von unten nach oben gewischt wird es wieder aktiv. Das erinnert erstmal ein wenig an Android, aber noch viel mehr an die von Windows gewohnten Gesten für Touchscreens. Außerdem muss man tatsächlich von der Mitte nach unten wischen, sonst werden nur die wichtigsten Einstellungen eingeblendet – diesmal wirklich wie bei Android. Wischt man übrigens von der unteren rechten Rahmenecke aus, zeigt das iPhone alle kürzlich geöffneten Fenster.

Face-ID funktioniert – aber nicht in allen Situationen

Mit dem Home-Button ist auch der integrierte Fingerprint-Sensor weggefallen. Schadet nicht, könnte man meinen, dafür gibt es jetzt Face-ID, was gut funktioniert – erstaunlicherweise auch im Dunkeln. Aber Sie sollten es unterlassen, das iPhone X beispielsweise im Auto per Face-ID zu entsperren, kann das teuer und obendrein gefährlich werden, schließlich dürfen Sie das Handy beim Fahren nicht in die Hand nehmen. Anders lässt es sich aber nicht entsperren.

Mit dem Fingerabdrucksensor kann man die bisherigen iPhones dagegen auch ohne Sichtkontakt entsperren. Viele Szenarien sind denkbar, in denen man sein Smartphone zum Entsperren nicht erst anschauen möchte oder kann. Wie sehr das im Alltag tatsächlich ein Problem ist, wird sich erst noch zeigen müssen. Gut möglich, dass man sich an das neue Handling erst gewöhnen muss, ebenso gut möglich ist es aber, dass sich Face-ID als Flop erweist und im nächsten iPhone wieder ein Fingerabdrucksensor verbaut wird.

Display: Die Sache mit der »Notch«

Der ultimative Unterschied zur Konkurrenz – auch zur hausinternen – ist das randlose Display. Naja, quasi randlos, wenn man das kontrovers diskutierte Design-Element »Notch« außer acht lässt, denn effektiv lässt sich das Display dort nicht wirklich nutzen. Allerdings hat Apple aufgrund seiner Kontrolle über die App-Entwicklung einen gravierenden Vorteil. Man kann die Programmierer in die Pflicht nehmen, gewisse Rücksicht auf das besondere Display-Design zu nehmen.

Bei allen anderen habe Sie als Anwender die Wahl, entweder mit Notch oder mit heruntergezogenem Rahmen, der dann nur noch die Benachrichtigungs- und Statussymbole abbildet, aber sonst keinen Bildschirminhalt.

Bei der Energieversorgung geht das iPhone X zugunsten eines möglichst schlanken Designs sparsam mit der Kapazität um – gut 2.700 mAh sind eingesetzt. Die Laufzeit in unserem Video-Dauertest beträgt überraschende 14 Stunden. Zum Aufladen gibt es zwar über eine Schnellladefunktion, das Gerät muss aber trotzdem drei Stunden an das mitgelieferte, unterdimensionierte Netzteil. Apple verspricht aber, dass es nach 30 Minuten wieder 50 Prozent Kapazität haben soll. Das schlanke Steckernetzteil des iPhones wird übrigens während des Ladens recht warm. Von einem aufgequollenen Akku beim iPhone, wie im Netz kolportiert, war bei uns allerdings nichts zu erkennen.

Wie viele Smartphones dieser Preisklasse verfügt auch das iPhone X außerdem über die Möglichkeit, den Akku kabellos mithilfe von Induktion aufzuladen. Passende Ladegeräte mit Qi-Standard gibt es bereits, auch Ikea baut Nachttische zum kabellosen Laden und selbst in manchen neuen PKWs ist die Technik schon verbaut. Die Induktionsladung war wohl der maßgebliche Grund dafür, dass Apple beim iPhone die Glasrückseite wieder eingeführt hat, denn der Alu-Unibody schirmt zu sehr ab.

An der Hardware des iPhone X gibt es nur wenig auszusetzen. Bemängeln kann man die schwache Akkulaufzeit und die lange Ladezeit, das war es dann aber auch schon – wobei wir ja gesehen haben, dass es hier zu starken Schwankungen kommen kann, je nach Anwendungsprofil.

Bei Audio setzt Apple auf AirPlay

Wer das Smartphone als hochwertige Audioquelle nutzen möchte, funkt via Bluetooth, wobei Apple hierbei auf AirPlay setzt, mit dem das iPhone auch verlustfreie Formate übertragen kann. Die meisten HiFi-Geräte beherrschen AirPlay, auch wenn die Übertragung leicht zeitverzögert ist. Das fällt aber nur bei Videoinhalten mit Ton auf, denn der Ton wird nicht lippensynchron übertragen.

Apples Sprachassistent Siri muss bei Fragen manchmal schon etwas länger grübeln. Nichtsdestotrotz funktioniert die Steuerung des Smart Home oder das Streaming der gewünschten Playlist dank der umfangreichen Lizensierung durch Drittanbieter reibungslos. Außerdem lernt Siri beinah stündlich hinzu, sodass beispielsweise sinnlose Fragen oder Witze schnell als solche erkannt und teilweise mit Ironie beantwortet werden. Darüber hinaus kann Siri dank der Marktmacht und der geschickten Lizensierungspolitik viel besser mit Hardware anderer Hersteller zusammenarbeiten, was fürs Media-Streaming und die Hausautomation von Vorteil ist.

Die Unterschiede zu günstigeren Top-Smartphones sind nicht sehr groß

Der größte Nachteil des iPhones ist der hohe Preis. Denn so gut das iPhone X auch ist, die Unterschiede zu günstigeren Top-Smartphones sind nicht sehr groß. Erwartungsgemäß werden sowohl das S9+ als auch das Huawei P20 in absehbarer Zeit im Preis nachgeben, was bei Apple nicht in dem Ausmaß stattfinden wird.

Das Argument der Preisexplosion gilt für das iPhone X noch mehr, zumal die technischen Errungenschaften, die man sich damit erkauft, nicht unbedingt nach jedem Geschmack sind. Als größter Nachteil des iPhone X kann sich, wie gesagt, der Wegfall des Fingerprint-Sensors erweisen, zumindest bei einigen Szenarien.

iPhone X im Testspiegel

CHIP (11/2017) testete das iPhone X ebenfalls und vergab eine Gesamtbewertung von 93,5 Prozent. Im Fazit heißt es:

»Die Performance ist herausragend, die Verarbeitung top und die Kamera von gewohnter Qualität. Auch das neue Display mit OLED-Technik weiß zu überzeugen, zeigt allerdings auch ein paar bisher von Apple unbekannte Schwächen. Negativ fällt allerdings der Akku auf – das iPhone 8 Plus läuft rund zwei Stunden länger.«

Für Matthias Kremp von Spiegel Online (11/2017) ist das iPhone X zur Zeit das beste Handy der Welt. Er lobt die Gesichtserkennung, die reibungslos funktioniert, und hat viel Spaß mit den Animojis. Er kritisiert aber den schwachen Akku und das langsame Aufladen. Im Fazit heißt es:

»Vieles am Jubiläums-iPhone ist Apple gelungen. Der Bildschirm und die Kameras sind hervorragend, die neue Gesichtserkennung funktioniert meist problemlos. Leistung haben die neuen iPhones, auch die 8er-Modelle, sowieso im Überfluss. Sie sind zudem gegen Wasser geschützt und lassen sich kabellos aufladen. Die Schnellladefunktion aber ist nur mit teurem Zubehör nutzbar. Das ist ärgerlich. Bei Preisen zwischen 1149 und 1319 Euro sollte ein Schnellladegerät mitgeliefert werden.«

Computer Bild bewertet das iPhone X mit der Note 1,9. Das Fazit ist ähnlich wie bei uns und anderen Tests:

»Der neue kontraststarke XXL-Bildschirm bedeckt fast die gesamte Front und ist DAS Highlight des X. Die innovative Gesichtserkennung funktioniert nach einiger Gewöhnung gut und schneller als der Iris-Scan der Konkurrenz. Allerdings ist die Handhabung nicht ganz so intuitiv wie beim Fingerabdrucksensor in früheren iPhone-Modellen. Der Prozessor ist genauso turboschnell wie beim iPhone 8, der Telezoom der zweiten Kameralinse kaum spürbar verbessert. Die größte Enttäuschung: Der Akku schafft bei intensiver Nutzung nicht einmal zehn Stunden, das machen das iPhone 8, das 8 Plus und die Konkurrenz besser!«

Golem lobt am iPhone X das neue Design, den tollen Bildschirm und das gut funktionierende Face-ID:

»Mit dem iPhone X zeigt Apple, wie ein modernes iPhone ausschaut. Verglichen mit dem Design des iPhone 8 und iPhone 8 Plus ist Apple mit seinem jüngsten Gerät im Jahr 2017 angekommen. […] Dazu kommt, dass das iPhone X ein extrem leistungsfähiges und gut verarbeitetes Smartphone ist – ein klares Top-Gerät.«

Alternativen

Für alle, die es sich leisten können und wollen, ist das iPhone X eine sehr gute Wahl. Aber nicht jeder mag sich mit Apple anfreunden. Und nicht jeder will so viel Geld ausgeben. Muss man auch nicht, denn es gibt viele Alternativen, die mit unserem Top-Favoriten auf Augenhöhe liegen.

Wer Android gegenüber iOS bevorzugt und trotzdem ein hochwertiges Smartphone sein Eigen nennen möchte, bekommt schon ab 700 Euro das Samsung Galaxy S9+ und fährt damit deutlich günstiger als mit dem Konkurrenten von Apple. Zu haben ist es ebenfalls in zwei Varianten mit 64 Gigabyte und 256 Gigabyte, außerdem kann man bei beiden den Speicher preisgünstig mit einer microSD-Karte aufrüsten – eine Option, die gerade in den höheren Preisregionen eine echte Rarität geworden ist.

Wer mit dem integrierten Speicher auskommt, was gerade bei der 256-Gigabyte-Variante eine lange Zeit der Fall sein dürfte, kann den Hybrid-Slot auch für eine zweite SIM-Karte nutzen, um beispielsweise die private von der geschäftlichen Nutzung zu trennen.

Beim Arbeitsspeicher hat Samsung mit dem Galaxy S9+ deutlich nachgelegt und übertrifft die vom iPhone vorgelegte Marke nochmal deutlich, erreicht mit Antutu locker 220.000 Punkte und einmalig sogar weit über 240.000 Punkte. Samsung nutzt den neuen Exynos 9810-Prozessor aus eigener Entwicklung und es ist anzunehmen, dass sowohl der Flash-Speicher als auch die RAM-Bausteine aus den eigenen Fabriken und Entwicklungslabors stammen.

Auch Samsung setzt auf ein möglichst günstiges Display-zu-Rand-Verhältnis, geht dabei allerdings nicht so weit, dass man den oberen Rand bis zur Kante ausnutzt, um dann mit der »notch« genannten Aussparung für Kamera und Lautsprecher einen vermeintlichen Design-Akzent zu setzen, bzw. zu kaschieren, dass der entsprechende Display-Streifen bis auf ein paar Anzeigen zu nichts nutze ist. Beim Galaxy S9+ hat man sich mehr auf den unteren Rand und die Seiten konzentriert: Seitlich führt das aktive Display um die Kante herum; unten geht man fast bis an den Rand.

Fingerprint-Sensor wieder auf der Rückseite

Die drei Android-Buttons werden bei Bedarf eingeblendet, der Fingerprint-Sensor wurde kurzerhand auf die Rückseite verlegt. Gerade die umgebogenen, sensitiven Seiten des Displays sind jedoch gewöhnungsbedürftig, da sich anfangs die Lasche mit den Icons für den Schnellzugriff öfter mal ungewollt einblendet. Die ist übrigens immer noch frei konfigurierbar, was äußerst simpel funktioniert.

Beim Display hat es Android generell ungleich schwerer – zu viele Hardware-Köche sind hier am Werk, zu viele Varianten am Markt, und noch mehr Programmierer, die vordergründig zwar für einen vollen PlayStore sorgen, aber auch für reichlich Frust über Inkompatibilitäten.

Samsung macht da mit dem neuen Galaxy S9+ keine Ausnahme, auch hier weicht allein schon das Seitenverhältnis des aktiven Displays vom Mainstream ab und nicht selten werden bei den Apps die abgerundeten Display-Kanten einfach schwarz und inaktiv gehalten. Auf der Habenseite ist dagegen eindeutig die Samsung eigene Oberfläche »Experience« in der aktuellen Version 9.0 zu verbuchen: Alles was direkt mit der Samsung-Hardware harmonieren soll, tut es auch.

Hier weicht das Galaxy Note 9 freilich vom Galaxy S9 und S9+ ab, für die Bedienung mit dem S Pen musste die Benutzeroberfläche entsprechend angepasst werden, die heißt hier dann Experience 9.5.

Schließlich verzichtet Samsung nicht auf den Fingerprint-Sensor und auch der Home-Button wird bei Bedarf gemeinsam mit seinen beiden Kollegen im Bildschirm eingeblendet. Der reagiert jetzt auf Klopfzeichen, um das Smartphone aus dem Standby zu erwecken. Der Fingerabdrucksensor liegt jetzt günstiger als beim Vorgänger unterhalb der ebenfalls vertikal angeordneten Kameras, sodass man sie nicht mehr versehentlich verdeckt. Auf einen unsichtbar im Display integrierten Fingerabdrucksensor verzichtet Samsung bislang.

An einem weiteren Feature hält man bei Samsung eisern fest; wie schon die Vorgänger, ist auch das S9+ mit dem ANT+-Protokoll kompatibel, und lässt sich daher von Gesundheitsbewussten mit einer ganzen Reihe Wellness- und Health-Produkte verbinden. So gibt es neben einfachen Pulsmessern auch Waagen, die außer dem reinen Körpergewicht den BMI anzeigen. Klinisch genaue Blutdruckmessgeräte verstehen sich zumeist ebenfalls auf das spezielle Bluetooth-Protokoll, wer also auf eine solche Infrastruktur angewiesen ist, ist mit dem Galaxy auf jeden fall gut bedient.

In knapp zwei Stunden ist der Akku voll

Beim Akku punktet das Galaxy S9+ mit 3.500 mAh, auch im kleineren S9 sind immerhin 3.000 mAh verbaut. Dank der beachtlichen Kapazität betrug die Laufzeit in unserem Video-Dauertest beim S9+ satte 18 Stunden, bis es an die Steckdose musste – oder auf die kabellose Ladestation, denn wie auch schon das S8 beherrscht das S9 ebenfalls das induktive Laden. Am Kabel brauchte das Gerät knapp zwei Stunden, bis die Akku-Anzeige wieder 100 Prozent vermeldete.

Allerdings haben andere Tester Ergebnisse mit anderen Vorzeichen ermittelt: Im Online-Dauertest von CHIP etwa lief das Galaxy S9+ keine 10 Stunden. Damit liegt es zwar immer noch über den neuneinhalb Stunden des Konkurrenten mit dem großen X, zeigt aber auch die Grenzen derartiger Testszenarios: In der Praxis kommt man mit allen getesteten Smartphones bei normalem Gebrauch gut über den Tag – mehr aber auch nicht.

Bei Audio hat das S9+ die Nase vorn

Seitens der hochkarätigen Bluetooth-Übertragung von Audiodaten hat das Galaxy S9+ eindeutig die Nase vorn; es unterstützt neben dem aptX auch den aptX HD Codec zur Übertragung in mindestens CD-Qualität. Im neuen Android Oreo ist zudem der hochwertige LDAC-Codec implementiert. Ursprünglich eine Entwicklung von Sony, haben die ihr Versprechen wahr gemacht und den Codec für Android 8 zur Verfügung gestellt.

Damit wäre das S9+ und mit ihm jedes andere Smartphone mit Android Oreo oder 8 in der Lage, HiRes-Audio auch via Bluetooth zu übertragen. Voraussetzung ist, dass auch die Gegenseite den Codec versteht und übersetzen kann, was bislang fast nur bei Sony-Geräten der Fall ist. Ansonsten bleibt immer noch der aptX-Codec, der immerhin CD-Qualität liefert und sehr weit verbreitet ist.

Für alle anderen Fälle bleibt nur noch WiFi, um gut und vor allem komfortabel hochauflösende Kost von Tidal, Quobuz und anderen Streaming-Diensten auf der hochwertigen HiFi-Anlage zu Gehör zu bringen. Außerdem liegt dem Galaxy S9+ ein sehr gutes Headset von AKG bei – zwar klassisch mit Kabel, allerdings hat auch Samsung die Tendenz zum hochwertigen, mobilen Audiostreaming erkannt, und einen Audio-DAC integriert, der auch HiRes-Audio decodieren kann und dann ganz ohne Funkumwege direkt per Kabel auf die Kopfhörer bringt.

Mit der neuen Pixel-Generation hat Google gleichzeitig eine verbesserte Sprachsteuerung für Android-Smartphones eingeführt, nämlich den Google Assistant. Der arbeitet nun so ausgefeilt, dass er sogar die Stimme seines »Meisters« erlernen kann und auf seinen Kalender zugreift. Die neue Anwendung Google Lens bleibt aber vorerst den Pixel-Smartphones vorbehalten und obwohl Samsung auch beim Galaxy S9+ auf den hauseigenen Assistenten Bixby setzt, so lässt sich die entsprechende Taste mit nur wenigen Klicks auf den Google Assistant umbelegen und aus einem eher dezent operierenden Sekretär wird ein renitenter Begleiter.

Wenn Geld egal ist

Apple iPhone Xs Max

Mit dem iPhone Xs Max hat Apple den Preis wieder ein ganzes Stück nach oben getrieben, für die kleinsten Speicherausstattung mit 64 Gigabyte muss man bereits saftige 1.250 Euro berappen. Unser Test-Modell mit 256 Gigabyte greift mit 1.400 Euro und das 512-er Modell schließlich gar mit 1.650 Euro noch tiefer in den Geldbeutel. Mit dem kleineren Formfaktor des letztjährigen iPhone X liegt das neue iPhone Xs nur jeweils 100 Euro darunter. Bei diesen Preisen bleibt einem in der Tat die Spucke weg. Besonders ärgerlich: Apple hat die 128-Gigabyte-Größe gestrichen, die für die meisten wohl die interessanteste wäre.

Das Xs Max hat eine Display-Diagonale von 6,5 Zoll. Die Notch ist jetzt fester Bestandteil der neuen iPhones, ausgenommen die beiden 8er, die weiterhin verfügbar bleiben.

Beim Xs Max und dem etwas kleineren Xs bricht Apple mit einigen Traditionen, andere hingegen werden festgeklopft: Einerseits gibt es jetzt eine Art Dual-SIM-Fähigkeit, allerdings mit der Einschränkung, dass es sich bei der zweiten SIM-Karte um eine eSIM handelt, die fest verbaut und hierzulande auch vorerst noch nicht nutzbar ist. Auf der anderen Seite gibt es keine Rückkehr zur Headset-Buchse, immerhin aber ein beigepacktes Headset mit Lightning-Anschluss.

Bei der Akkulaufzeit hat das Xs Max nachgelegt, schließlich ließ sich jetzt problemlos ein größerer Akku mit über 3.000 mAh Kapazität einsetzen. Dennoch muss auch das teuerste iPhone mit dem winzigen Netzteil auskommen, das bislang jedem iPhone beigelegt war. Die Ladezeit beträgt damit über drei Stunden, was in so einer Preisregion eigentlich inakzeptabel ist, zumal Apple die vor einem Jahr angekündigte induktive Ladestation immer noch nicht auf den Markt gebracht hat.

Pünktlich nach dem Marktstart der neuen iPhones kommt Apple mit dem brandneuen iOS 12 um die Ecke und bietet das Update bis hinunter zum iPhone 5s an. Die meisten Apps und Bedienschritte laufen nun flüssiger ab, es können feste Bildschirmzeiten für den Nachwuchs programmiert werden, Augmented Reality wurde weiter ausgebaut, und auch die Suchfunktion per Siri funktioniert zuverlässiger. Auch die Algorithmen der Fotosoftware wurden überarbeitet. So liefern die Hauptkameras bei Lowlight-Aufnahmen jetzt noch bessere Ergebnisse, die sogar dem iPhone X und dem iPhone 8 Plus zugute kommen, da sie die gleichen Kameras haben.

Insgesamt stellt sich also tatsächlich die Frage, ob man wirklich für das Xs Max soviel Geld ausgeben muss, wenn das günstigere iPhone X durch ein einfaches Software-Update fast die gleichen Ergebnisse liefert – zumindest solange man es noch kaufen kann.

Auch gut

LG G7

Das G7 ist das neue Flaggschiff von LG und markiert in vielen Bereichen einen Wendepunkt. Der Fingerprint-Sensor ist zwar nach wie vor auf der Rückseite, damit lässt sich das Smartphone aber nicht mehr ein- und ausschalten, wie das beim G6 und selbst beim V30 noch der Fall war.

Der entsprechende Schalter ist nun auf die Seite gewandert, wie bei den meisten anderen Androiden auch. Neu hinzugekommen und auf der gegenüberliegenden Seite platziert ist die Taste für den Google Assistant, der sich bei Betätigung auch prompt zu Wort meldet.

Da vorne nach wie vor lediglich die Kamera und der winzige Lautsprecher sitzen, hat man beim LG G7 die aktive Displayfläche nochmal deutlich vergrößern können. Das klappt durch eine wahlweise ein- und ausblendbarer Notch, sowie einer ebenso einblendbaren Navigationsleiste, wodurch der Rahmen des Displays auch nach unten schön schmal gehalten werden kann.

Die nächste, nicht ganz so offensichtliche Neuerung ist die Kompatibilität mit Qi, also dem induktiven Ladestandard, sodass das das G7 nun auf entsprechenden Flächen kabellos aufgeladen werden kann. Die Akkulaufzeit ist im Vergleich allerdings eher mittelmäßig, wenngleich das G7 in unserem Test für über 15 Stunden Dauerbetrieb zu haben und binnen eindreiviertel Stunden wieder voll geladen war – allerdings herkömmlich mit Kabel.

Erstaunt waren wir, dass das G7 bei unseren Benchmark-Tests so gut abschneiden konnte: Der Prozessor-Chip ist zwar der jüngste Snapdragon, muss allerdings mit vergleichsweise knappen 4 GB RAM auskommen. Der interne Speicher ist zwar mit 64 GB auch nicht besonders üppig geraten, bietet aber die Möglichkeit, mit einer microSD-Karte nachzurüsten.

Das ist gut so, denn die Kameras liefern gute Ergebnisse, sodass zusätzlicher Speicher für die 16 Megapixel großen Fotodateien sicher vorteilhaft ist. Lediglich die manchmal etwas verfälschte Farbwiedergabe bei Aufnahmen im Normalwinkel kann den Fotospaß da noch trüben, zumal die künstliche Nachschärfung mitunter unschön sichtbar hervortritt. Lobenswert ist aber die Qualität bei Lowlight hervorzuheben: Trotz fast vollständig fehlendem Bildrauschen blieben die Aufnahmen beeindruckend detailreich.

Vernünftiger

Apple iPhone 8 Plus

Das iPhone 8 Plus ist eines der letzten Apple-Smartphones mit dem alten Design samt Home-Button mit Fingerprint-Sensor. Face-ID gibt es hier nicht.

Aber auch das iPhone 8 Plus hat eine Doppelkamera, die, bis auf die Blende der Telelinse, mit der des iPhone X identisch ist. Das lässt sich übrigens auch gut anhand unserer Testfotos im Kameravergleich (siehe unten) nachvollziehen: Beide Telefone knipsen Fotos mit hervorragender Detail- und Farbtreue.

Auch die gläserne Rückseite unterscheidet das iPhone 8 und 8 Plus von seinen Vorgängern. Sie ist notwendig, um das induktive Laden zu ermöglichen.

Zwischen Display und Rückseite sind sich die beiden neuen Modelle wiederum sehr ähnlich. Beide verfügen über den neuen A11 Bionic-Chip, der beim iPhone 8 Plus mit 2 Gigabyte RAM statt mit 3 Gigabyte auskommen muss. Und das tut er auch, schließlich liegen die Benchmarks beider Geräte auf ähnlich hohem Niveau.

Das iPhone 8 Plus ist damit die klassische Alternative zum iPhone X-Design mit gleicher Leistungsfähigkeit wie das teurere Schwestermodell.

Speed-King

OnePlus 6

Test Smartphone: OnePlus 6
Glaubt man den einschlägigen Benchmarks, ist das OnePlus 6 aktuell das schnellste Smartphone am Markt – und das merkt man auch.

Das OnePlus 6 kann seitens der Hardware locker mit der etablierten Konkurrenz mithalten, bei einigen Leistungsmessungen kann es sie sogar deutlich überflügeln – noch, denn zumeist ist ein solcher Vorsprung zeitlich begrenzt. Spätestens, wenn neue Hardware in Form von Prozessoren und Chipsätzen verfügbar sind, werden die Karten neu gemischt. Allerdings hat OnePlus aufgrund der hohen Fertigungstiefe dann sicher auch wieder die Nase ganz weit vorn, sodass man eigentlich vom Image des Underdog abweicht.

Das wird auch durch den recht jungen Deal mit Amazon deutlich, womit die OnePlus-Smartphones nunmehr auch außerhalb des eigenen Vermarktungskosmos zu gleichen Konditionen erworben werden können. Aufgrund des nach wie vor stabilen Preisgefüges – selbst nach Einführung des OnePlus 6 hält sich der Preis des Vorgängers OnePlus 5 auf gutem Niveau – kann man OnePlus ohnehin schon zum Etablissement zählen und damit auf eine Stufe mit Apple und Google ansiedeln.

Das ist durchaus nicht abwertend gemeint, ganz im Gegenteil: Zu den gleichermaßen stabilen wie moderaten Preisen hat auch das OnePlus 6 wieder einiges an technischen Leckerbissen zu bieten, die einem Smartphone aus der Premiumklasse absolut gerecht werden.

Das Antutu-Benchmark zeigt herausragende 288.000 Punkte an und mit CF-Bench liegt das Smartphone ebenfalls im oberen Bereich. Neben der exorbitanten Leistung gibt es weder an der Verarbeitung noch am Handling etwas zu bemängeln. Auch wenn viele Kollegen das OnePlus 6 zumindest äußerlich als iPhone-Imitat bezeichnen, überwiegen bei näherer Betrachtung die Unterschiede zum vermeintlichen Vorbild.

So setzt man bei OnePlus nach wie vor auf eine herkömmliche Buchse für das Headset, obwohl sich keines im Lieferumfang befindet, und auch der praktische Schieberegler wird nach wie vor eingesetzt, wenngleich er auch die Seiten gewechselt hat. Mit den drei Positionen lässt sich der Benachrichtigungsmodus des Smartphones schnell und ohne Wischen durch das Menü auf die jeweilige Situation anpassen: Entweder gibt das Smartphone immer Signal, oder es vibriert nur und die Medien bleiben auf Wunsch aktiv, oder es lässt sich komplett stumm schalten – auf Wunsch bis auf den Wecker.

Auch an der Lademimik hält man fest. Dank Dash-Schnellladung ist das OnePlus 6 binnen eineinhalb Stunden wieder voll aufgeladen – das ist Rekord! In Unserem Ausdauertest, dem Dauervideo bei mittlerer Displayhelligkeit, landete es mit 16,5 Stunden immerhin im oberen Drittel. Auch seitens der WLAN-Reichweite lässt sich das OnePlus nicht lumpen und setzt sich zusammen mit dem P20 Pro von Huawei deutlich von der Konkurrenz ab.

Die Kamera löst mit 16 Megapixeln auf – und das gilt nicht nur für die beiden Hauptkameras, sondern auch für die Frontkamera. Geht man danach, ist das OnePlus 6 allen anderen Geräten im Testfeld einen Schritt voraus. Abgesehen von den nur selten auftretenden Effekten der automatischen Schärfefilter sind die Bilder auch tatsächlich einwandfrei. Bei Lowlight-Aufnahmen gibt sich der ansonsten sehr gute Rauschfilter aber manchmal etwas zu übereifrig und entfernt feinste Bilddetails gleich mit. Allerdings ist das trotz allem Meckerei auf sehr hohem Niveau.

Mindestens ein Wermutstropfen trübt dann allerdings die gute Vorstellung des OnePlus 6: Zwar bescheinigt OnePlus dem 6er-Modell eine gewisse Resistenz gegen eindringendes Wasser, auf das Zertifikat einer eindeutigen Schutzklasse wird aber verzichtet. Außerdem gibt es kein Headset im Lieferumfang – ein Faux pas, der sich ohne großen Kostenaufwand sicher umgehen lässt.

Kameravergleich: Doppelt fotografiert besser?

Die Kameras der Top-Smartphones fotografieren allesamt auf sehr hohem Niveau, wie unser Kameravergleich zeigt. Das iPhone X profitiert von einer Blende mit 2.4 (Teleobjektiv) gegenüber der 2.8er-Blende im iPhone 8. Außerdem hat Apple wohl seitens der Firmware nachgebessert, sodass der Portraitmodus noch zuverlässiger funktioniert und solche misslungenen Versuche wie der meinige mit dem iPhone 8 seltener bis gar nicht mehr auftreten sollten.

Auch unser neuer Favorit, das Galaxy S9+, nutzt zwei Kameras, die sich in der Brennweite und der Blendenöffnung unterscheiden. Eine arbeitet mit einer innovativen Blende mit zwei Öffnungen, f1.5 und f2.4. Die andere verfügt über die Öffnung f2.4. Die Kamera schaltet bei Lowlight-Aufnahmen automatisch die größere Blendenöffnung (f1.5) ein und kann so mehr Licht einfangen, während bei starker Beleuchtung oder Gegenlicht die kleinere (f2.4) dafür sorgt, dass das Foto nicht überbelichtet wird.

Beide Kameras verfügen über optische Bildstabilisatoren, die beim Filmen und Fotografieren das gefürchtete Verwackeln verhindern helfen. Bei Lowlight-Aufnahmen kann somit sogar die Belichtungszeit verlängert werden, ohne dass die Aufnahme verwackelt ist.

Das Hauptaugenmerk liegt hier allerdings auf der Lichtstärke. So verfügt das normale Objektiv über eine Blende von 1.6, was sich in den Lowlight-Aufnahmen auch bemerkbar macht. Das Huawei Mate 10 Pro arbeitet mit einem Schwarzweiß- und einem Farbsensor; hier gibt es dann wieder eine Art Portraitmodus. Es lässt sich eine Einstellung »große Blende« aktivieren, die dann mit einer Schärfeebene arbeitet, die sogar unabhängig vom Motiv funktioniert – und das nicht nur bei Portraitaufnahmen.

Beim OnePlus 5T arbeitet man nun mit zweimal der gleichen Brennweite. Einer der Sensoren hat besonders große Pixel, um auch hier die Lowlight-Qualität zu verbessern. Das Blackberry KEYone schließlich muss mit einer Kamera auskommen und zieht in Spezialdisziplinen wie Tiefenschärfe oder Lowlight eindeutig den Kürzeren.

Alle Kameras schießen Fotos auf sehr hohem Niveau

Das iPhone X setzt ebenfalls auf zwei Kameras, respektive zwei Objektive, eines für den Weitwinkel und eines für Tele-Aufnahmen. Beide tragen reichlich auf, teils aufgrund der aufwändigen Optik, teils aufgrund des generell sehr schlanken Bodys des iPhone. Im Gegensatz zum iPhone 8 Plus verfügt das Teleobjektiv des X-Modells nun über eine Blende von 2.4 statt 2.8 mit marginalen Auswirkungen auf entsprechende Aufnahmen bei wenig Licht.

Außerdem ist das Kamera-Array nicht mehr waagerecht wie noch beim iPhone 8 Plus, sondern senkrecht aufgebaut. Schließlich soll man auch auf der Rückseite erkennen, dass es sich um ein iPhone X handelt.

»Wir brauchen nur eine Kamera« war dagegen die lapidare Aussage von Google bei der ersten Präsentation der Pixel 2-Smartphones. Die Qualität der geschossenen Fotos gibt der Aussage Recht, wenn auch nur teilweise, denn der digitale Zoom kostet im extremen Telebereich Auflösung.

Bei den Outdoor-Aufnahmen konnten wir anfangs noch das optimale Wetter nutzen, der strahlende Sonnenschein sorgte für helle und kontrastreiche Motive. Beim Test des iPhone X herrschte hingegen Regenwetter, sodass für den direkten Vergleich die Aufnahmen im Testaufbau genügen müssen. Die vier neuen Smartphones mussten das gleiche Motiv nun bei trübem Winterwetter ablichten, allerdings alle vier unter den gleichen Bedingungen, sodass sie zumindest wieder direkt miteinander verglichen werden können.

Alle Testgeräte mussten im Automatikmodus ihre Sichtweise der Welt unter Beweis stellen. Sie können alle Testfotos in voller Auflösung betrachten, indem Sie auf ein Bild klicken und es anschließend in der Lightbox per Rechtsklick in einem neuen Tab öffnen.

Das iPhone 8 Plus und die beiden neuen Pixel-Smartphones profitieren zwar auch vom strahlenden Sonnenschein, allerdings ist das schon die Herbstsonne und von daher nicht ohne weiteres mit den anderen Aufnahmen zu vergleichen. Es fällt allerdings auf, dass das iPhone die Farbakzente etwas anders setzt als das Pixel 2 XL: Während es das Rot der Hütte sehr genau reproduziert, nimmt es das Pixel bei den Grüntönen des Rasens etwas genauer.

Das Foto mit dem iPhone X entstand nochmal später als das des iPhone 8, außerdem gab es wegen der früheren Tageszeit und den grauen Wolken reichlich Gegenlicht von der Sonne, was die Kamera gut meisterte. Die Durchzeichnung gelang auch unter diesen Bedingungen gut – es lässt sich selbst noch ein Flecken blauer Himmel ausmachen.

Im direkten Vergleich des iPhone X mit dem Galaxy S9+ grenzt der Unterschied beinah schon an Pixelzählerei; die Farbabstimmung ist recht ähnlich. In punkto künstlicher Kantenschärfe konnte das S9 nochmal eine Pixelbreite vorlegen und im Vergleich mit dem Galaxy S8 auf das iPhone aufschließen. Dasselbe gilt für das iPhone 8 Plus, es gibt keine sichtbaren Unterschiede zum iPhone X.

Vor allem lässt sich bei dem Test jedoch feststellen, wie weit die Bildnachbearbeitung dem Schärfeeindruck auf die Sprünge hilft. Das kann man zum Beispiel beim S8 zumindest an einigen Kanten erkennen.

Bei Lowlight-Aufnahmen trennt sich für gewöhnlich die Spreu vom Weizen: Bei einer Ausleuchtung von 30 Lux geraten Objektiv, Bildsensor und Bildverarbeitung gleichermaßen an ihre Grenzen. Das schlägt sich zumeist im Kompromiss nieder, wie weit die Detailauflösung bei der Verminderung des Bildrauschens auf der Strecke bleibt.

Das iPhone X setzt wie das iPhone 8 Plus Maßstäbe, indem es das Rauschen nochmal reduziert und die Detailauflösung und Farbsättigung auf ein recht hohes Niveau hebt. Unser neuer Favorit aus dem Android-Lager liefert ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis ab, allenfalls die Farbsättigung (gerade von Blau) dürfte noch etwas höher liegen. Den Knaller bringt aber nach wie vor das LG V30: Es liefert ein extrem rauscharmes Foto, dem es kaum an Detailtreue und Farbsättigung fehlt – Chapeau! Eine so gute Aufnahme bei wenig Licht haben wir bislang bei keinem anderen Smartphone gesehen.

Was nicht auf den Fotos zu sehen ist: Beide Pixel kommen meist mit einem Schuss zum scharfen Bild, sofern man nicht freihändig fotografiert – dem gut funktionierenden optischen Bildstabilisator sei Dank. Doch hier hat Apple offenbar nachgebessert: Brauchte das iPhone 8 Plus schon mal mehrere Versuche, um Verwackler zu vermeiden, sitzt das jetzt beim iPhone X ebenfalls beim ersten Schuss, dank eines Updates, von dem auch das iPhone 8 Plus profitiert.

Das iPhone macht auf Wunsch eine Reihenaufnahme, um das beste Foto zu errechnen, da heißt es dann erst recht: im Dunkeln nicht freihändig fotografieren! Aus einer verwackelten Reihenaufnahme kann selbst der schnellste Prozessor kein Foto errechnen, das frei von Artefakten ist.

Portraitmodus

Auf den Portraitmodus sind beide Hersteller besonders stolz, weil man so zumindest bei Portraitaufnahmen auch ohne große Spiegelreflexkamera ein schönes Bokeh erzeugen kann. Das heißt, das Gesicht ist scharf und der Hintergrund verschwimmt sanft in Unschärfe.

Da sowohl Apple als auch Google besonders viel Gehirnschmalz in die Entwicklung gesteckt haben, um den Portraitmodus zu perfektionieren, haben wir einen direkten Vergleich zwischen den beiden gemacht.

Die Smartphones verwenden hierzu unterschiedliche Techniken. Das iPhone nutzt beide Kameras, um Tiefeninformationen zu gewinnen und kann so das Motiv im Vordergrund vom Hintergrund isolieren. Negativer Nebeneffekt: Der Zoom des iPhones ist im Portraitmodus deshalb nicht aktiv. Dann muss sich der Fotograf in die gewünschte Position bewegen.

Bei den Pixel-Smartphones funktioniert der Zoom auch im Portraitmodus, was die Sache erheblich vereinfacht. Google nutzt einen Algorithmus zur Gesichtserkennung, um eine Person zu erkennen und vom Hintergrund zu isolieren. Erstaunlicherweise klappte das in unserem Test besser als beim iPhone, bei dem der Hintergrund nicht immer zuverlässig erkannt wurde, was ebenfalls seit dem letzten Update behoben ist.

Wir haben eine Reihe Testfotos im Portraitmodus mit dem iPhone X und dem Pixel 2 XL aufgenommen. Zum Vergleich haben wir das Motiv zusätzlich mit einer klassischen Spiegelreflexkamera, der Canon 70D, aufgenommen. Wenn Sie auf die Bilder klicken, können Sie die Fotos anschließend in einem neuen Fenster in Originalgröße öffnen.

Bei den Innenaufnahmen sieht erstmal alles gut aus; der Hintergrund versinkt bei allen Kameras wie gewünscht schön in der Unschärfe. Vergrößert man jedoch die Aufnahmen, werden beim iPhone unschöne Artefakte gerade auf der Haut sichtbar – das Pixel 2 XL ist da deutlich besser. Druckt man die Bilder aus, wird der Unterschied noch deutlicher. Dafür stellt das Pixel 2 XL das Gesicht nicht überall sauber frei, links neben dem linken Auge ist ein Stück des Hintergrunds noch scharf.

Bei den Outdoor-Aufnahmen waren wir diesmal darauf erpicht, keinen eindeutigen Hintergrund und schon gar nicht eine einzige Ebene zu haben. Das Ergebnis: Keines der Smartphones ist in der Lage, eine optische Schärfeebene in Höhe des Motivs zu simulieren. Die Schrift auf dem Schild ist gut zu lesen und selbst die Gebäude ganz hinten im Hintergrund sind noch recht scharf abgebildet. Lediglich die Canon schafft es ohne viel Aufhebens, das Motiv vom Hintergrund abzuheben.

Im Gegensatz zum Pixel bietet das iPhone vier Kreativmodi, mit denen auch nachträglich verschiedene Lichtstimmungen für die Portraits festgelegt werden können. Auch hierfür nutzt Apple nach eigenen Angaben die Tiefeninformationen der beiden Kameras. Tatsächlich liefern zumindest die Modi Studiolicht und Konturenlicht gute Ergebnisse.

In den Modi Bühnenlicht und Bühnenlicht mono wird der Hintergrund entfernt. Das funktioniert nicht immer gut, in unserem Beispiel verschwindet auch die rechte Schulter des Models im Schwarz. Allerdings befindet sich die Funktion auch noch im Beta-Stadium – gut möglich, dass Apple hier noch mit einem Software-Update nachbessert.

Das ist überhaupt der Vorteil bei beiden Kameras: Sämtliche Bildveränderungen finden im Nachhinein per Software statt. Sowohl Googles Pixel als auch Apples iPhone werden hier mit der Zeit sicherlich noch kräftig dazulernen und langsam aber sicher die Spiegelreflexkamera obsolet machen – zumindest für Hobbyfotografen.

Videoaufnahmen

Bei der Qualität der aufgezeichneten Videos nehmen sich alle Testkandidaten nicht viel: Bei Tageslicht produzieren sie alle sehr gute Videos, schwindet das Licht, schwindet bei allen auch die Videoqualität.

Alle Testgeräte können Videos in 4K-Auflösung aufnehmen, iPhone X und Galaxy S9+ dank optischem Bildstabilisator sogar recht ruhige. Allerdings braucht ein 4K-Video rund 400 Megabyte Speicherplatz pro Minute. Da ist der Speicher auf dem Handy schnell voll.

Immerhin kann man Fotos und Videos sowohl bei Apple als auch bei Google in der Cloud speichern und auf dem Smartphone speicheroptimierte Versionen behalten. Bei Google ist das kostenlos, bei Apple sind nur 5 Gigabyte kostenlos, 50 Gigabyte kosten einen Euro im Monat, 200 Gigabyte drei Euro und 1 Terabyte zehn Euro.

Unser neuer Favorit ist auch hier deutlich im Vorteil: Beim Galaxy S9+ lässt sich der interne Speicher mit einer microSD-Karte locker vervielfachen und zum Speichern einer großen Videodatei wird kein schneller Internetzugang benötigt, wie es bei den angesprochenen Cloud-Speichern der Fall ist.

Während das iPhone 4K mit 24, 30 oder 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen kann, beschränkt sich das LG V30 auf 30 Bilder. Auch Zeitlupen kann das V30 nur mit 120 Bildern pro Sekunde in FullHD aufnehmen. Nach der Aufnahme lässt sich selbige variabel in einen Zeitlupen- und einen Bereich in Normaltempo aufteilen. Das iPhone bietet auch die Option von Superzeitlupen mit 240 Bildern pro Sekunde, aber auch das nur in FullHD.

Außerdem getestet

Samsung Galaxy Note 9

Test Smartphone: Samsung Galaxy Note9
Mit dem Galaxy Note 9 kommt ein größeres Display und die innovative Bedienung per Stift in die Galaxy Spitzenklasse.

Mit dem Samsung Galaxy Note 9 tritt nach jahrelangem Dasein als Experimentierfeld ein höchst eigenständiges Smartphone hervor. Dabei steht nicht die schiere Größe des Displays im Fokus, sondern die Bedienung per Stift, die den Note-Smartphones eigen ist. Der mitgelieferte Stift verschwindet, wenn man ihn gerade nicht braucht, in einem Einschub im Gehäuse. Außer zur Eingabe und Steuerung des Displays kann er auch als Fernbedienung genutzt werden. So können Sie mit Hilfe des Stifts die Kamera auslösen und Selfies ganz ohne langen Arm und zudem gleich zusammen mit mehreren Personen machen – oder mit mehr Hintergrund.

Mit dem 6,4 Zoll Display spielt das Note 9 in der selben Liga wie das iPhone Xs Max, verfügt aber über eine weit höhere Pixeldichte und dank des S-Pens über mehr Möglichkeiten, mit dem Display etwas anzufangen. Wie üblich ist auch das Note 9 weitaus üppiger ausgestattet als die Konkurrenz von Apple: Ein sehr gutes Headset gehören ebenso zum Lieferumfang wie zwei Adapter, die die Kommunikation über die fortschrittliche USB Typ-C-Schnittstelle mit anderen Geräten erleichtern.

Die Akkulaufzeit ist mit knapp 20 Stunden genauso lang wie die des iPhone Xs Max, nur dass Samsung dafür einen Akku mit 4.000 mAh benötigt. Dafür ist er aber in knapp der Hälfte der Zeit das iPhones wieder voll aufgeladen.

Durch die besonderen Bedienmöglichkeiten per S-Pen stellt das Note 9 keine direkte Konkurrenz zum Galaxy S9 Plus dar. Wer unbedingt mit dem Stift bedienen will, findet nichts besseres. Wer einfach nur einen leistungsfähigen Androiden mit großem Bildschirm sucht, greift aber besser zum S9+.

Das Samsung Galaxy S9 ist gleich in mehrfacher Hinsicht eine abgespeckte Variante des Galaxy S9+: Zwangsläufig werden zusammen mit dem Gehäuse auch das Display und der eingebaute Akku kleiner. Bei der Displaygröße lassen sich die Unterschiede noch am besten verschmerzen: Die Auflösung und vor allem Blickwinkelstabilität ist auch beim Galaxy S9 über jeden Zweifel erhaben. Bei der Akkulaufzeit muss man einen Verlust von zwei Stunden (nach unserer Messmethode) hinnehmen. Das Galaxy S9 läuft damit aber immer noch mit über 16 Stunden so manchem Konkurrenten davon.

Anders sieht es bei der Kameraausstattung aus: Das Galaxy S9 muss auf der Rückseite mit einer statt mit zwei Kameras auskommen, genau wie die beiden größeren Brüder. Allerdings wurde die Kamera mit der variablen Blendenöffnung belassen, sodass wir bei Lowlight-Aufnahmen die erwartete Qualität bekommen. Lediglich bei extremem Gegenlicht kommt die Kamera des kleineren Galaxy S9 ins Schleudern.

Wem unser Favorit mit Android-Betriebssystem zu groß ist, der findet im schlanken smarten Galaxy S9 eine schöne, kompakte, aber gleichermaßen leistungsstarke Alternative mit kleinen Abstrichen seitens der Fotografie.

Beim HTC U12 gibt man offenbar nicht viel auf den aktuellen Trend, das Verhältnis von aktivem Display zum Rahmen soweit wie möglich zugunsten des Displays zu optimieren. Zwar befindet sich der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite, sodass vorne mehr Platz für das Display bleibt, dennoch ist der untere Rand des Rahmens kaum schmaler als beim Galaxy S9+, und dort ist sogar noch der Sensor.

Eine Notch am oberen Rand ergibt keinen keinen Sinn, weil die zwei Frontkameras nicht mittig, sondern seitlich untergebracht sind. Allerdings hat die Konstruktion den Vorteil, dass keine der Kameras aufträgt. Beim HTC ist es dank der beiden Kameras an der Frontseite möglich, Selfies mit Bokeh zu fotografieren.

Die hauseigene Edge-Bedienung wurde weiter perfektioniert und reagiert dank der optimierten Hardware sehr flüssig. Die Akkulaufzeit von knapp 13 Stunden ist allerdings nicht mehr zeitgemäß.

Mit dem Xperia XZ2 spielt Sony Mobile ebenfalls ein Rolle im Premium-Segment. Allerdings fällt sogleich auf, dass man hier wenig für eine geringe Screen-to-Body-Ratio übrig hat. Dabei könnte das aktive Display ohne weiteres auf eine 6-Zoll-Diagonale erweitert werden, ohne dass das Gehäuse größer sein müsste. Dafür ist das Display allerdings auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar, jedenfalls besser als die meisten anderen.

Dem Trend, die herkömmliche Headset-Buchse wegzulassen, frönt man bei Sony ebenfalls. Allerdings liefert man neben einem Headset auch gleich einen passenden USB-Klinkenadapter mit. Die Ohrstöpsel aus dem Lieferumfang verfügen zudem über drei Paar Silikon-Passstücke, und können sich durchaus hören lassen. Über die Sound-Qualität der eingebauten Lautsprecher – die nicht nur bei Sony immer wieder besonders hervorgehoben wird – möchte ich mich hier lieber nicht äußern. Generell reicht die Qualität zum Telefonieren und Abhören von Sprachnachrichten vollkommen aus, mehr müssen sie auch gar nicht können.

Die »echte« Auslösetaste zum Fotografieren findet sich nach wie vor an bekannter Stelle am Gehäuse. Die Fotos sind gut, solange genügend Licht vorhanden ist, bei unseren Lowlight-Probeaufnahmen liegt die Qualität nur im Mittelfeld.

Man kann dem Xperia XZ2 zugute halten, dass es schon ein gutes halbes Jahr am Markt ist und der Preis entsprechend nachgegeben hat. Auch die Prozessorleistung kann sich sehen lassen und liegt im Vergleich sogar im oberen Bereich.

Nach dem normalen P20 erreichte uns nun auch das Huawei P20 Pro. Auffälligstes Merkmal sind die drei Kameras auf der Rückseite. Zwei sorgen mit unterschiedlichen Blendenöffnungen für Tiefenschärfeneffekte wie Bokeh bei Portraitaufnahmen, die dritte macht, wie schon beim P10, künstlerische Schwarzweißfotos.

Vorne gibt es dagegen nur eine Kamera, notch-günstig in der Mitte angebracht, und damit auch der untere Rahmen schön schmal sein darf, ist der Fingerprint-Sensor wie bei unserem Favoriten nicht rund, sondern oval und quer angebracht.

Hinter dem Display arbeitet mit dem hauseigenen Kirin 970 fast schon ein alter Bekannter, der auch schon im Mate 10 Pro zuverlässig rechnet. Die Benchmarks fallen entsprechend moderat aus und liegen aktuell eher im unteren Drittel. Ganz oben liegt dagegen die Akkulaufzeit: Die beträgt in unserem Testprozedere fast 20 Stunden Dauerbetrieb.

HMD, der finnische Inhaber der ebenfalls finnischen Traditionsmarke Nokia, hat mit dem Nokia 8 Sirocco nunmehr den Sprung in die Premiumklasse gewagt – und schlägt sich hier wacker. Mit dem Snapdragon 835 kommt zwar nicht der aktuellste Prozessor zum Einsatz, dennoch handelt es sich um bewährte Technik, die nach wie vor auch seitens der Leistung begeistern kann und zumindest mit dem Huawei P20 Pro gleichauf liegt. Designtechnisch spricht das Sirocco eine deutliche, eigenständige Sprache: Display und Rückseite sind seitlich so gebogen, dass dort nur noch ein schmaler Rand für den Metallrahmen bleibt.

Dennoch ist das Nokia nach IP67 gegen das Eindringen von Wasser selbst bei zeitweiligem Untertauchen gefeit. Die satten 128 GB interner Speicher lassen sich mit einer zusätzlichen microSD-Karte erweitern und auch die Akkulaufzeit beträgt nach unserem Testprozedere mehr als 17 Stunden – das ist für ein so kompaktes Gerät schon beachtlich.

Wie schon das KEYone kommt auch dessen Nachfolger, das Blackberry KEY2, aus dem Hause TCL und wird von Blackberry mit einem modifizierten Android versehen. Die Hardkey-Tastatur, die ebenfalls nach alten Blackberry-Patenten produziert wird, ist eine Reminiszenz an Zeiten, als die Smartphones noch komplett von den Kanadiern produziert wurden.

Damals hat man sich allerdings auch beim Rest der Technik aus den oberen Regalen bedient: Der Prozessor, das Herzstück des KEY2, war deutlich vor Jahresfrist in Topsmartphones anzutreffen, wenn auch nicht in allzu vielen. Entsprechend stark fallen die Leistungstests gegenüber der Konkurrenz ab.

Das Display ist aufgrund der Tastatur natürlich etwas kleiner und trotz des soliden Aluminiumrahmens ist das Gerät erstaunlich leicht. Die Fotos können sich sehen lassen, solange es hell genug ist, deshalb ist das KEY2 nur etwas für Liebhaber der »originalen« Blackberry-Tastatur.

Das LG V30 war für uns lange Zeit das Android-Smartphone mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Trotz 6-Zoll-Display ist es erstaunlich kompakt und liegt gut in der Hand, was auch hier dem nahezu randlosen Display geschuldet ist. Zum Glück muss man nicht wie beim iPhone X auf gewohnte Bedienelemente verzichten; die Kombination aus Einschalttaste und Fingerprint-Sensor liegt hier noch auf der Rückseite.

Beim Klang hat man sich Unterstützung von Bang&Olufsen aus Dänemark geholt, was auch auf das hochwertig Headset zutrifft. Das V30 wird ausschließlich mit 64 Gigabyte internem Speicher ausgeliefert, ganz entgegen der gängigen Praxis lässt es sich aber mit einer microSD-Karte aufrüsten – wenn es sein muss, sogar bis zu einem Terabyte. Ein Update auf Android 8.0 Oreo ist seit Anfang des Jahres ebenfalls verfügbar, der Preis ist mittlerweile deutlich unter 500 Euro gesunken.

Das Google Pixel 2 XL war eine Zeit lang unser bestes Android-Smartphone. Die zweite Generation von Googles eigenem Smartphone hatte zwar das Zeug Samsungs Galaxy S8 in Bedrängnis zu bringen, das LG V30 machte aber alles noch ein Quäntchen besser.

Aber auch das neue Pixel hat viel dazugelernt. Die immer wichtigere Fotoabteilung ist mit großem Sensor und sehr guter Optik bestückt und verfügt jetzt sogar über einen optischen Bildstabilisator, der eigentliche Clou steckt aber in der Software.

Im 6 Zoll großen Display kommt modernste Technik zum Einsatz. POLED heißt die Variante der OLED-Technik, die sich dank Verwendung von speziellen Kunststoffen geschmeidiger biegen lässt und somit perfekt abgerundet in den Alu-Body eingepasst werden kann.

Natürlich läuft auf dem Pixel das aktuelle Android Oreo mit einigen Anpassungen, die nur auf dem Pixel zu finden sind.

Das Huawei Mate 10 Pro liegt ebenfalls mit unserem Favoriten gleichauf, zumindest fast. Die Hard- und Software-Ausstattung kommt hier aus dem obersten Regal, mit Oreo ist sogar schon die neuste Android-Version installiert. Dennoch hat man es bei Huawei geschafft, selbst das Betriebssystem noch mit der eigenen Note zu versehen. Das ganze Mate 10 Pro kommt wie aus einem Guss daher, so gut passt die edle Android-Oberfläche zum ebenfalls edlen Gesamtbild.

Dabei hat Huawei jüngst gezeigt, wie sich das tolle Design sogar noch toppen lässt, indem man eine Porsche-Design-Edition des Mate 10 Pro aufgelegt hat. Vom Preis her liegt diese sogar höher als das teuerste iPhone.

Hinter den Design-Kulissen arbeitet allerdings die gleiche Hardware; der Prozessor kommt aus eigener Entwicklung und liegt auf dem gleichen Niveau wie bei der Konkurrenz. Bei der Doppelkamera kommt Technik von Leica zum Einsatz; anders als die meisten anderen setzt man hier auf eine Farbkamera und eine komplett auf Schwarzweiß-Fotos abgestimmte Fotoeinheit.

Das Huawei P20 ist ein Update des P10, und das sieht man auch auf Anhieb. Sah das P10 mit seinem hochgezogenen Rahmen ums Display und der rauen Oberfläche des Unibody-Gehäuses noch etwas – nennen wir es mal »robust« – aus, so hat das P20 nunmehr ein 2,5D-Display mit leicht abgerundeten Kanten und die Rückseite ist ebenfalls aus Glas gefertigt. Das hat beim Huawei allerdings rein kosmetische Gründe, denn während andere Smartphones die gläserne Rückseite für die kabellose Ladung per Induktion aus technischen Gründen benötigen, verzichtet Huawei hier noch auf das kabellose Laden. Das gilt allerdings nicht für das Schnellladen, denn der Akku ist nach knapp 18 Stunden unermüdlicher Wiedergabe unseres Testvideos binnen weniger als zwei Stunden wieder voll einsatzbereit.

Der Lieferumfang ist, wie so oft bei Huawei, üppig. Zwar wird auf die Kopfhörerbuchse verzichtet, aber ein Headset mit USB Typ-C-Anschluss liegt bei, ebenso wie ein Adapter für ein ganz normales Kabel-Headset.

Zwar sind Prozessor und Speicherausstattung nicht mehr ganz up-to-date, der Leistungsfähigkeit tut das aber keinen Abbruch, und auch der Preis sinkt sukzessive in tiefere Regionen.

Eine gute Empfehlung ist auch weiterhin Samsungs Galaxy S8. Es liegt in der Leistungsbilanz immer noch weit vorne und sein innovatives Design lässt selbst die beiden Neuzugänge Pixel 2 und iPhone 8 alt aussehen: Beinah rahmenlos schmiegt sich das Display um die abgerundeten Kanten, aus denen bei Bedarf die App-Anzeige mit den wichtigsten Shortcuts geschoben werden kann.

Das scheint angesichts der immer noch reichlich vorhandenen Bloatware auch notwendig, sorgt dieses Feature doch für ein aufgeräumtes Display bei gleichzeitig schneller Erreichbarkeit der wichtigsten Apps. Auf jeden Fall liegt das Galaxy S8 mit seinen Rundungen extrem gut in der Hand und lässt sich trotz des großen Displays beinah komplett einhändig bedienen.

Eine Nummer und ein Zoll kleiner ist das Pixel 2 ohne XL-Zusatz. Display und Akku sind hier kleiner, die entscheidende Hardware ist jedoch die gleiche wie beim großen Bruder. Beim Display handelt es sich um die AMOLED-Variante mit kontrastreicher Darstellung und nur moderat abgerundeten Kanten.

Im Gegensatz zum iPhone 8 ist das Kameramodul beim kleinen und großen Pixel 2 das gleiche. Auch hier sorgt ein optischer Bildstabilisator für wackelfreie Fotos und der zuschaltbare Portraitmodus macht ebenfalls ein schönes Bokeh bei Portraitaufnahmen. Auch der Online-Reiseführer Google Lense ist ebenso verfügbar wie der Google Assistent, der hier ebenfalls per Active Edge gestartet werden kann.

Bei beiden Pixel Smartphones kann das Display »always on« betrieben werden, sodass Uhrzeit und Datum ständig ablesbar sind.

Mit dem OnePlus 5T hat der Hersteller jüngst ein Update des seit Sommer am Markt befindlichen 5er-Modells nachgeschoben, ähnlich den Vorgängermodellen OnePlus 3 und 3T. Das neue T-Modell kommt nunmehr, auch dank schmalem Rahmen, mit einem größeren Display in etwa gleichbleibendem Gehäuse.

Die Pixeldichte ist dank der ebenfalls moderat erhöhten Auflösung nahezu die gleiche und der enorm langen Akkulaufzeit hat das etwas größere Display ebenfalls nicht geschadet. Lediglich mit der Doppelkamera auf der Rückseite war man wohl nicht so ganz zufrieden, was wir mit unseren Testfotos durchaus nachvollziehen konnten. Statt zweier unterschiedlicher Brennweiten kommt nun zweimal die gleiche zum Einsatz, geändert hat sich die Größe der einzelnen Pixel eines der beiden Sensoren, um die Lowlight-Fähigkeiten zu verbessern. Bei unseren Testfotos war das Rauschen dann auch geringer, was allerdings erst nach Vergrößerung des Bildausschnites sichtbar wird.

Mittlerweile gibt es mit dem OnePlus 5T Lava Red sogar noch ein Sondermodell. Neues steckt nicht drin, lediglich die Farbe ist, wie der Name schon verrät, beim Lava Red rot und die Sonderedition gibt es ausschließlich mit 128 GB und in limitierter Auflage. Der Rest ist gleich geblieben.

Das Blackberry KEYone ist wie gesagt schon einige Zeit am Markt. Das Android-Betriebssystem wurde von Blackberry modifiziert und hat einige Apps erhalten, die es vorher nur für Blackberrys gab. So gibt es den BB-Messenger, der über die Datensicherheit von WhatsApp nur müde lächeln kann.

Die installierte DTEK-App checkt das Smartphone nach Sicherheitslücken ab und gibt nach dem eingängigen Ampelprinzip solange Tipps zur Verbesserung, bis der Zeiger im grünen Bereich liegt. Das Gehäuse ist solide, die Rückseite ist mit einer feinen rutschfesten Softtouch-Oberfläche überzogen.

Das Blackberry KEYone ist nach wie vor für die Infrastruktur vieler Firmen die sicherste Lösung, darüber hinaus findet sich bislang an keinem Smartphone eine Hardkey-Tastatur, die auch nur annähernd so ergonomisch wie die Blackberry Tastatur ist, was für viele schon allein ein Kaufargument ist.

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Kommentare

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Sven Fassbender
Sven Fassbender

Ich finde eure Bewertung nicht realistisch! Irgendwie komisch das Huawei bei euch keine Rolle spielt

Genelec
Genelec

das beste ist das iphone x .so what…!?

Reinhold Schneider
Reinhold Schneider

Keines dieser Geräte hier ist wirklich schlecht Das LG V30 ist auf jeden fall oben mit dabei. Es kommt auch auf die optimierung an finde die von HTC und Oneplus Klasse auch die vom Nokia 8 nicht schlecht sehr gut eine dezente oberfläche bzw Stock Android anzubieten

Mathias Bach
Mathias Bach

Wenn man bedenkt, das ein LG V30 bis knapp 900€ kostet mit 64GB Speicher, ist technisch zwar bestimmt gut, aber dann kann man für ein 64GB iPhone X, 250€ mehr hinlegen und hat das beste Handy z.Z.!
Die Kamera das Display und die Performance sind insgesamt vom iPhone X konkurrenzlos!
Verkaufen Sie nach 2 Jahren ein iPhone X und ein LG V30, da fragt jeder was ist ein LG V30?! Der Wiederverkaufswert gleich null!

Franz Hofer
Franz Hofer

Irgendwie hässlich

On Line
On Line

Schwätzer das beste ist das Huawei mate 10 pro ihr lappen

Genelec
Genelec

Ja dann gehen wir mal ins tonstudio und schliessen das gerät mal an…dann hörst du den schrott.dann schliessen wir mal ein huawei an einen profimonitor an..was willst damit mehr zoommöglichkeit ..bei schlechterer qualität – was nützen da leica linsen …dann arbeiten wir mal richtig ..nachher wirst du das freiwillig entsorgen ..und ich denke nicht das du hier mit lappen schreibst .samsung ist auch nicht besser ..man muss so geräte auch mal in qualitativer umgebung testen , dann sieht man , hört man und merkt man – was iphone bedeutet und wie ärgerlich es ist – geld zu verbrennen !

Christian Pahlke
Christian Pahlke

Das Note 8 ist der Hammer in allen Belangen

Alexander Kuzmenko
Alexander Kuzmenko

Samsung Galaxy Note 8?- das beste Smartphone!

Andrew Andy Millward
Andrew Andy Millward

Wie man nicht war nehmen kann das das iPhone X einfach spitze ist.

Zu Ra
Zu Ra

LG V30 the best

Christian Ghetta
Christian Ghetta

Welches nun?

Ronny Althaus
Ronny Althaus

Das neue Huawei, ein einfach klasse Smartphon und kann locker mit iPhone und Co mithalten.

Alon Loni
Alon Loni

iPhone x der beste

Roman Hörmann
Roman Hörmann

IPhone 8 hat wenigstens noch einen Homebutton und nicht das Face ID

Peppan Duellmann
Peppan Duellmann

Ein richtig gutes Handy ist das Xperia XZ Premium Es steht dem IPhone X stolz gegenüber mit bester Qualität und Leistung.