Das beste Tablet

last updateZuletzt aktualisiert:
Tablet Test – Testsieger: iPad 2018

Das beste Tablet für die meisten ist das Apple iPad 2018. In der aktuellen Auflage hat Apple seinem Klassiker nicht nur einen schnelleren Prozessor, sondern auch die Unterstützung für den tollen Apple Pencil mitgegeben. Zusammen mit dem fairen Preis und der guten Gesamtleistung fällt die Entscheidung eindeutig aus. Die Android-Konkurrenz ist bei gleicher Qualität deutlich teurer.

Update 27. September 2018

Wir hatten das Samsung Galaxy Tab A 10.5 im Test. Für Samsung- und Android-Fans stellt es eine ordentliche Alternative in der Mittelklasse dar.

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
18. September 2018

Wir hatten das neue Galaxy Tab S4 im Test, es ist unsere neue Top-Empfehlung, wenn es ein Android-Gerät sein soll.

28. Juni 2018

Wir hatten das neue Apple iPad 2018 im Test und kommen zu dem Schluss: Das beste Tablet kommt weiterhin von Apple. Doch mit dem Huawei MediaPad M5 haben auch Android-Fans eine neue und gute Alternative. Wir haben unseren Test zum besten Android Tablet mit diesem Test zusammengelegt.

28. März 2018

Apple hat ein neues iPad mit schnellerem Prozessor und Pencil-Unterstützung vorgestellt – zum selben Preis unseres bisherigen Testsiegers. Wir werden uns das neue iPad so schnell wie möglich ansehen, aber es sieht so aus, als würde es unsere neue Empfehlung.

26. Februar 2018

Huawei bringt Ende März zwei neue Tablets auf den Markt. Das MediaPad M5 gibt es in zwei Größen und ist optional auch mit LTE erhältlich. Außerdem gibt es mit dem MediaPad M5 Pro ein Tablet mit M-Pen. Der Preis für die Pro-Version soll bei 549 Euro liegen, das normale Pad liegt bei 350 Euro, mit LTE sind 400 Euro fällig. Sobald uns ein Testgerät vorliegt, werden wir das MediaPad M5 natürlich hier für Sie testen.

13. Juni 2017

Das neue iPad Pro ist noch ein gutes Stückchen mehr „pro“ als der Vorgänger und damit für alle, die professionell mit dem iPad arbeiten wollen, ganz klar die erste Wahl. Für alle anderen ist das iPad Pro aber überdimensioniert und zu teuer. Unsere Empfehlung für die meisten bleibt daher das iPad (2017).

11. April 2017

Das iPad (2017) ist unsere neue Empfehlung. Mehr Tablet braucht fast niemand. Dass der Bildschirm nicht mehr ganz so gut ist wie beim Vorgänger und es etwas dicker ist, geht für den günstigen Preis absolut in Ordnung.

21. März 2017

Apple hat den Nachfolger unseres Favoriten vorgestellt und das „Air“ im Namen gestrichen, es heißt jetzt einfach nur noch „iPad“. Viel geändert hat sich offenbar nicht, es gibt einen schnelleren Prozessor, sonst bleibt alles gleich – bis auf den Preis. Der sinkt auf 399 Euro. Damit wäre es klar die bessere Wahl. Wir werden uns das neue iPad so schnell wie möglich ansehen und unsere Empfehlungen aktualisieren.

Der Markt für Tablets ist überschaubar geworden – und fest in Apples Hand. Neben dem »Altmeister« iPad gibt es aber trotzdem noch eine Reihe interessanter Alternativen, beispielsweise von Huawei, Samsung oder auch Amazon.

Wir haben die aktuellen Tablets unter die Lupe genommen und miteinander verglichen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Apple iPad (2018)

Das beste Tablet für die meisten kommt nach wie vor von Apple. Mit dem 2018er-Update ist das iPad der Konkurrenz endgültig enteilt. Dank seines flotten Prozessors, der Unterstützung für den hervorragenden Apple Pencil und einem ausgereiften Betriebssystem mit Update-Garantie, fällt die Empfehlung für das iPad (2018) leicht – vor allem angesichts seines überaus fairen Preises.

Für Profis

Apple iPad Pro (2017)

Das iPad Pro (2017) ist vor allem für Enthusiasten ein gutes, aber auch kostspieliges Upgrade. Es bietet ein besseres Display, einen noch schnelleren Prozessor und mehr RAM. In Kombination mit dem separat erhältlichen Tastatur-Cover kann das iPad Pro für so manchen sogar als Laptop-Ersatz herhalten. Dafür muss man aber auch sehr tief in die Tasche greifen.

Android-König

Samsung Galaxy Tab S4

Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S4
Gute Verarbeitung, grandioses Display und viele Extras: Android-Fans liegen bei Samsung richtig.

Wer partout nichts mit Apple und dem iPad anfangen kann und trotzdem top Leistung will, für den ist das Galaxy Tab S4 von Samsung die beste Wahl. Neben einer sehr guten Verarbeitung und einem tollen Display liefert es interessante Extras wie einen Desktop-Modus und den sehr guten S-Pen. Allerdings kostet es mehr als doppelt so viel wie unser Testsieger von Apple.

Gehobene Mittelklasse

Huawei MediaPad M5

Deutlich günstiger kommt das Huawei MediaPad M5. Das Tablet ist hervorragend verarbeitet, ausreichend flott und überzeugt im Multimediaeinsatz. Dem gegenüber steht die etwas überfrachtete Software und die unsichere Update-Situation. Trotzdem: Im Android-Lager bietet das Huawei-Tablet derzeit das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Gut & günstig

Samsung Galaxy Tab A

Test Tablet: Samsung Galaxy Tab A
Nicht ganz flott, aber ausdauernd: Mit langer Akkulaufzeit und für unterwegs ist auch ein LTE-Modul verfügbar.

Wenn das Budget schmal ist, ist das Samsung Galaxy Tab A die beste Option. Unser Favorit in Sachen günstiges Tablet kann auch beim Gesamt-Ranking der aktuellen Tablets mithalten. Das gilt vor allem dann, wenn es primär für Videos und E-Books genutzt werden soll. In Sachen Leistung hinkt der günstige Samsung-Vertreter den Konkurrenten aber hinterher.

Vergleichstabelle

Unser FavoritFür ProfisAndroid-KönigGehobene MittelklasseGut & günstig
Modell Apple iPad (2018) Apple iPad Pro (2017) Samsung Galaxy Tab S4 Huawei MediaPad M5 Samsung Galaxy Tab A Amazon Kindle Fire HD 10 Samsung Galaxy Tab S3 Apple iPad mini 4 Samsung Galaxy Tab S2 Asus ZenPad 3S 10 Lenovo Tab4 10 Plus Samsung Galaxy Tab A 10.5 Huawei MediaPad M2 10 Premium Edition Lenovo Yoga Tab 3 Plus Huawei MediaPad M3 8.4
Test Tablet: Apple iPad (2018)iPad Pro (2017) 12 ZollTest Tablet: Samsung Galaxy Tab S4Test Tablet: Huawei MediaPad M5Test Tablet: Samsung Galaxy Tab ATest Tablet: Amazon Kindle Fire HD 10Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S3Test: Tablet: Apple iPad mini 4Test: Android-Tablet – Testsieger Samsung Galaxy Tab S2 8.0Test Tablet: Asus ZenPad 3S 10Test Android-Tablet: Lenovo Tab 4 10 PlusTest günstige Tablet: Samsung Galaxy Tab A 10.5Test Tablet: Huawei MediaPad M2 10 Premium EditionTest Tablet: Lenovo Yoga Tab 3 PlusTest Android-Tablet: Huawei MediaPad M3 8.4
Pro
  • Schnell
  • Guter Akku
  • Pencil-Unterstützung
  • Guter Laptop-Ersatz für professionelles Arbeiten
  • Sehr gutes AMOLED-Display
  • Gute Verarbeitung
  • Flott
  • S-Pen
  • Gutes Display
  • Tolle Verarbeitung
  • Fairer Preis
  • Günstig
  • Ausreichend für den Alltagsgebrauch
  • Ordentliche Leistung
  • Fairer Preis
  • Gute Amazon-Integration
  • Gute Android-Alternative zum iPad Pro
  • Ordentliches Display
  • Kompaktes Format
  • Immer noch ordentliche Leistung
  • Solide Verarbeitung
  • Hochwertiges Musikstreaming möglich
  • Gute Auflösung
  • Aktuelles Android
  • Gute Akkulaufzeit
  • Viel Zubehör
  • Gutes Display
  • Tolle Akkulaufzeit
  • Sehr gute Lautsprecher
  • Günstig
  • Gut ausgestattet
  • Toller Akku
  • Integrierter Standfuß
  • Gute Ausstattung
  • Fairer Preis
  • Helles und scharfes Display
Contra
  • Stärker spiegelndes Display
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Vergleichsweise teuer
  • Performancevorteile nur selten vonnöten
  • Hoher Preis
  • Dex-Modus
  • Software nicht ganz ausgereift
  • Überfachtete Software
  • Kein Kopfhörerausgang
  • Micht ganz so flott wie das iPad
  • Gehäuse aus Kunststoff statt aus Aluminium
  • Kein Play Store
  • Keine Google-Dienste
  • Software nicht aktuell
  • Relativ teuer
  • A8-Chipsatz nicht mehr ganz zeitgemäß
  • Für Android-Verhältnisse schon recht veraltet
  • Eher kurze Akkulaufzeit
  • Display nicht so hell
  • Teils lahme Spieleleistung
  • Schwacher Prozessor
  • Überladene Software
  • Nachfolgemodell angekündigt, daher eventuell nicht mehr lange verfügbar
  • Hohes Gewicht aufgrund des Standfußes
  • Nur als Variante mit 8,4-Zoll-Display erhältlich
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Das iPad wird immer konkurrenzloser

Apple hat das Tablet nicht erfunden, ihm wie bei vielen anderen Produktkategorien aber zum Durchbruch und zu großer Popularität verholfen. Die Konkurrenz von Android ließ nicht lange auf sich warten, vor allem Samsung entwickelte großen Ehrgeiz, technisch mit dem iPad gleichzuziehen.

Die Prophezeiung, dass Tablets die Laptops überflüssig machen werden, hat sich allerdings nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Tablet-Verkäufe sind in den letzten Jahren kräftig eingebrochen. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass ein Tablet vergleichsweise lange seinen Dienst erfüllt. Vor allem Apples iPads werden lange mit Software-Updates versorgt: Das 2013 veröffentlichte iPad Air 1 erhält beispielsweise Ende 2018 noch ein Update auf iOS 12.

Ein anderer Grund ist aber, dass sich Tablets für die meisten eben doch nicht wirklich zum produktiven Arbeiten eignen. Apple hat auf die Entwicklung reagiert und eine teure Pro-Linie eingeführt, die noch mehr Leistung zur Verfügung stellt und sich mit Tastatur-Cover und Eingabestift zumindest an eine bestimmte Profi-Klientel richtet. Dafür wurde der Preis des »normalen« iPads kräftig gesenkt. Die Strategie ging auf: In den letzten Quartalen von 2017 und im ersten Quartal 2018 konnte Apple erstmals seit Jahren wieder steigende iPad-Verkäufe vermelden.

Da können die meisten Android-Tablets nicht mehr mithalten. Lediglich im ganz günstigen Segment für unter 300 Euro gibt es noch reichlich Anbieter von Tablets mit Android-Betriebssystem, in der Preisklasse des iPads überlassen die meisten Hersteller dagegen inzwischen Apple kampflos das Feld – mit der Ausnahme von Huawei und Samsung.

Apple beherrscht den Tablet-Markt fast voll­ständig

Auch auf große Innovationen wartet man im Tablet-Markt seit geraumer Zeit vergeblich. Mit ihren jüngsten, sehr rechenstarken Tablets versuchen Apple und Samsung weiter, das Tablet als Laptop-Alternative fürs produktive Arbeiten zu etablieren. Für das Verfassen von Texten oder das Bearbeiten von Fotos mit Apps wie Affinity Photo eignet sich ein iPad Pro dabei tatsächlich sehr gut – vorausgesetzt, das separat erhältliche Tastaturcover und der Apple Pencil liegen mit im Warenkorb, was den ohnehin schon saftigen Preis allerdings weiter in die Höhe treibt. Anspruchsvollere Arbeiten, die mehrere Programme und einen einfachen Datenaustausch benötigen, lassen sich aber nach wie vor besser auf dem Laptop erledigen.

Fürs Surfen, Lesen und Videos gucken reicht die Leistung auch von zwei Jahre alten Tablets dagegen locker aus. Es gibt daher aus unserer Sicht für die meisten Menschen nur wenig Gründe, viel Geld für ein Top-Modell auszugeben.

So haben wir getestet

Wir testen regelmäßig alle interessanten neuen Tablets, die auf den Markt kommen. Davon sind aktuell 14 Modelle verfügbar, die wir in der Vergleichstabelle aufgeführt haben.

Im Test kommt es uns nicht in erster Linie auf technische Benchmarks wie Rechenleistung oder Pixeldichte an, sondern vor allem auf das Bedienerlebnis und die Qualität der Verarbeitung. Wir testen alle Tablets unter realen, alltagsnahen Bedingungen.

Tablets im Test – Testsieger iPad (2018)

Unser Favorit: Apple iPad (2018)

Das iPad der sechsten Generation ist für uns das derzeit beste Tablet für die meisten Menschen. Das liegt nicht nur an der guten Leistung und der gewohnt hervorragenden Verarbeitung, sondern auch an spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Vorjahresmodell. Und dann ist da noch der Preis: Bereits ab 349 Euro ist das aktuelle iPad zu haben – das ist nicht nur für Apple-Verhältnisse, sondern sogar im Vergleich zur Konkurrenz ein echtes Schnäppchen.

Schneller und Pencil-tauglich

Mit dem iPad (2018) hat Apple auf einer Keynote Ende März 2018 die mittlerweile sechste Generation seines Tablets angekündigt. Wie schon beim 2017er Refresh des iPads hat sich optisch dabei faktisch nichts getan. Im Inneren gibt es dagegen zwei entscheidende Neuerungen: Das iPad 2018 ist dank des A10-Fusion-Prozessors je nach Benchmarkszenario zwischen 10 und 50 Prozent flotter unterwegs als sein bereits ordentlicher Vorgänger.

Tablet Test – Testsieger: iPad 2018
Den Pencil kann man nun auch beim »kleinen« iPad verwenden – man muss ihn aber extra kaufen.

Das bedeutet: Das iPad ist schnell genug für wirklich jede App aus Apples prall gefülltem App Store – inklusive aufwändiger 3D-Spiele. In unserem Test flutscht ein komplett ausgebautes Springfield im Mobilspiel der «Simpsons” genauso flüssig über den Schirm wie Grafikkracher oder auch Augmented-Reality-Games.

Der Pencil ist ein echter Mehr­wert – nicht nur für Grafiker

Noch interessanter ist aber die Unterstützung für den Apple Pencil: Der rund 99 Euro teure Eingabestift war bislang den teureren iPad Pro-Modellen vorbehalten. Jetzt funktioniert er aber auch mit dem günstigen Standardmodell. Für Menschen, die gerne handschriftliche Notizen machen oder zeichnen, ist das eine grandiose Neuerung. Der Apple Pencil gehört zu den besten Eingabestiften auf dem Markt, war aber bislang eben nur Pro-exklusiv.

Das iPad 2018 kommt mit iOS 11, das mittlerweile per Update auf Version 11.4 aktualisiert wurde. In unseren Tests lief das iPad dabei gewohnt stabil. Das Ende des Jahres erscheinende Update auf iOS 12 ist garantiert, doch Apple-typisch dürfte das iPad (2018) noch viele Jahre mit neuer Software versorgt werden – ein echter Pluspunkt gegenüber der Android-Konkurrenz.

Retina-Display und Ausstattung

In Sachen Retina-Display hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel getan. Es überzeugt nach wie vor mit einer scharfen Darstellung und realistischen Farben, spiegelt aber mehr als das iPad Pro. Etwas schade ist, dass Apple bei einer Größe von 9,7 Zoll (24,6 Zentimeter) geblieben ist. Im direkten Vergleich machen die zusätzlichen rund zwei Zentimeter des iPad Pro tatsächlich einen spürbaren Unterschied beim Surfen und Arbeiten aus. Nichtsdestotrotz kann sich das gestochen scharfe iPad-Display auch in der sechsten Generation immer noch absolut sehen lassen und lässt einen Großteil der Alternativen hinter sich.

Der Touchscreen reagiert auch beim 2018er Modell wieder hervorragend, auch jenseits der Stifteingabe. Der Home Button kommt nach wie vor mit Fingerabdrucksensor. Eine Gesichtsentsperrung wie beim aktuellen iPhone X gibt es nicht, aber das gilt auch für das iPad Pro.

Der Speicher des neuen iPad ist, wie bei allen iPads, nach wie vor nicht erweiterbar, doch das ist auch keine Überraschung bei Apple. Die Basisversion kommt mit 32 Gigabyte Speicher, eine Variante mit 128 Gigabyte gibt es für faire 90 Euro mehr. Die Investition lohnt sich unserer Meinung nach spätestens dann, wenn viele Spiele oder auch Offline-Videos von Amazon, Netflix und Co. auf dem iPad weilen sollen.

Display und Ausstattung wie gewohnt hervor­ragend

Neben dem internen Speicher haben Sie auch die Wahl, wenn es um LTE geht. Erhältlich ist das neue iPad als »Wi-Fi« und als »Wi-Fi + Cellular« mit LTE, das kostet rund 130 Euro Aufpreis – immerhin 30 Euro weniger als beim Vorgänger.

Im WLAN unterstützt das iPad den schnellsten Standard ac, aber das konnten die Vorgänger ebenfalls schon. Von 150 auf 300 mbit/s gesteigert hat sich hingegen die maximale LTE-Geschwindigkeit. Bei den Kameras gibt es nichts Neues, sie knipsen immer noch auf dem passablen, aber nicht mehr ganz zeitgemäßen Niveau des iPhone 5s. Wer aus welchem Grund auch immer mit einem Tablet schöne Fotos schießen will, muss ins iPad Pro samt iPhone-7-Kameratechnik investieren.

Bei der Akkulaufzeit gibt Apple nach wie vor die iPad-typischen zehn Stunden an. Im Dauertest ging das iPad 2018 zwar durch den leistungsfähigeren A10-Fusion-Chipsatz ein paar Minuten früher aus als das 2017er-Modell, im WLAN und mit leicht gedimmten Display sind Laufzeiten von mehr als zehn Stunden aber trotzdem drin.

iPad (2018) im Testspiegel

Das aktuelle iPad leistet sich praktisch keine Schwächen, liefert dafür aber freilich auch abseits des Pencil-Upgrades kaum nennenswerte Neuerungen. Das spiegelt sich auch in den Testergebnissen der Kollegen wider.

Bei Computer Bild (04/2018) fährt das neue iPad 2018 die Gesamtnote «gut” (2,2) ein. Neben der verbesserten Leistung ist dafür hauptsächlich der Apple Pencil verantwortlich:

»Das Highlight sitzt sowieso unter dem Bildschirm. Dank neuem Sensor versteht sich das iPad, wie das mehr als doppelt so teure Pro, mit dem Apple Pencil. Im Vergleich waren bei der Schrifterkennung, Druckstärke oder Präzision keinerlei Unterschiede messbar – die Technik ist identisch.«

Die Relativierung folgt freilich auf dem Fuß:

»Klingt alles super, hat aber einen Haken. Der Stift ist nicht im Lieferumfang enthalten, sondern nur optional für satte 99 Euro erhältlich. Immerhin gibt es für die Hälfte einen an Wachsmalstifte erinnernde Alternative von Logitech. Der »Cranyon« ist hierzulande aber (noch) nicht erhältlich.«

Auch uns stört es, dass Apple den Pencil nicht einfach zum Standard beim iPad macht. Trotzdem kommt Computer Bild im Test des iPad 2018 zu einem eindeutigen Urteil:

»Ein iPad für unter 350 Euro – das ist eine Ansage. Die 2018er-Version ist eine kleine, aber konsequente Weiterentwicklung mit etwas mehr Power und Stift-Unterstützung. Mehr braucht der Otto Normalo im Tablet-Alltag nicht.«

Tester Sebastian Schack von Mac Life (04/2018) sieht im iPad 2018 eine «günstige Alternative zum iPad Pro”. Entsprechend positiv heißt es im Einstieg:

»Das neue iPad ist das beste Tablet für eine gemischte Nutzung aus Medienkonsum, Videospielen, E-Mails, Social Media und der allgemeinen Web-Nutzung.«

Eine Meinung, die sich mit der unseren deckt. Trotz kleinerer Kritikpunkte wie dem mit zwei Gigabyte eher knapp bemessenen Arbeitsspeicher und den Abstrichen beim Display gegenüber dem iPad Pro, erreicht das iPad 2018 im Test eine Topnote von 1,2. Das Fazit ist entsprechend überschwänglich:

»Das 2018er iPad-Modell ist mit weitem Abstand das beste Tablet, das man für unter 500 Euro kaufen kann und für die meisten Menschen die bessere Wahl. Selbst wer die erwähnten 380 Euro übrig hat, ist vermutlich glücklicher wenn er sie in mehr Speicherplatz, eine Tastaturhülle und den Apple Pencil denn in ein Upgrade auf das iPad Pro investiert.«

Im gewohnt umfangreichen Test auf Notebookcheck (03/2018) kommt das iPad 2018 ebenfalls sehr gut weg. Neben der Top-Verarbeitung und der sauberen Unterstützung für den Apple Pencil steht vor allem die Verarbeitung hoch im Kurs. Die Tester den leicht veralteten Chipsatz, der aber immer noch gute Leistungen liefert:

»Ein Apple A10 Fusion soll es sein, seines Zeichens Quadcore-SoC ,der sein Debut im iPhone 7 und 7 Plus feierte. Moment, das ist ja auch schon wieder beinahe zwei Jahre her. Insofern behält das iPad seine Rolle als Restpostenverwerter. Nun, ganz so schlimm ist es natürlich nicht, wie etwa auch unsere folgenden Benchmarks zeigen. Mit der Apple A10 CPU erreicht das Apple iPad durchwegs gute Ergebnisse.«

Auch die Akkulaufzeit hat in den Notebookcheck-Tests etwas gelitten, allerdings auf einem hohen Niveau:

»Die Akkulaufzeit ist im ersten Test mit unserem Surf-Skript über WLAN bei 150 cd/m2 Helligkeit etwas schwächer als beim Vorgänger. Mit knapp unter 12 Stunden Laufzeit schlägt es sich aber durchaus wacker. Hier vergleichen wir jedoch das alte iPad zum Launch mit dem älteren IOS 10. Bei maximaler Helligkeit messen wir immer noch ordentliche 5 Stunden und 16 Minuten. Apple gibt auf der Webseite übrigens 10 Stunden beim Surfen im Web mit WLAN bzw. Video- oder Musikwiedergabe an.«

Mit einer Bewertung von sehr ordentlichen 90 Prozent liegt das iPad 2018 im Test auf einem erwartungsgemäß hohem Niveau. Das Fazit lautet dementsprechend:

»Das iPad aus 2018 (6. Generation) ist das unaufgeregte Update, das die Spezifikationen versprechen. Schnellerer, aber immer noch veralteter SoC und Apple Pen Unterstützung sind die wichtigsten Neuerungen. Die Akkulaufzeit und der Stromverbrauch haben durch die beiden Updates zwar etwas gelitten, bleiben aber immer noch in guten Regionen.«

Alternativen

Die interessantesten Alternativen zum iPad (2018) liefert Apple selbst in Form der iPad-Pro-Reihe. Googles Android hat zwar bei den Smartphones die absolute Marktmacht, den Tablet-Markt haben die Android-Macher aber offenbar weitgehend aufgegeben und setzen stattdessen auf die Alternative ChromeOS.

Trotzdem: Wer aufgrund seiner App-Gewohnheiten nicht mit zwei Systemen hantieren möchte, findet auch weiterhin interessante Android-Alternativen.

Für Profis

Apple iPad Pro (2017)

Bei der 2017 vorgestellten zweiten Generation des iPad Pro hat Apple kräftig nachgelegt. Das kleinere iPad Pro ist etwas größer geworden, es hat jetzt eine Bildschirmdiagonale von 10,5 Zoll. Neben der genannten Variante gibt es das iPad Pro auch weiterhin im XL-Format mit 12,9-Zoll Bildschirm.

Wer mit einem Tablet arbeiten und es als Laptop-Ersatz nutzen möchte, ist mit dem iPad Pro am besten bedient. Das Upgrade-iPad überzeugt mit starker Technik und professionellen Funktionen. Mit dem nochmals schnelleren A10X Fusion Chip mit 64-Bit-Architektur und sechs Kernen kann man sogar 4K-Videos bearbeiten und 3D-Modelle rendern – mehr Pro geht nicht.

In der aktuellen Version hat das iPad Pro einen noch besseren Bildschirm bekommen. Dabei war schon der Bildschirm des ersten iPad Pro laut Display Mate das beste Mobil-Display überhaupt. Die 2017er-Editionen des iPad Pro können die Bildwiederholrate dynamisch anpassen und von 60 auf bis zu 120 Bildern pro Sekunde erhöhen. Das merkt man schon beim Scrollen durch Webseiten, vor allem aber beim Zeichnen mit dem Apple Pencil ist die hohe Bildwiederholrate ein spürbares Plus gegenüber dem 2018er-iPad.

Die hohe Bild­wiederhol­rate ein spür­bares Plus

Im direkten Vergleich von iPad und iPad Pro fällt auf, dass das TrueTone-Display und der erweiterte Farbraum im Pro-Modell zudem insgesamt ausgewogenere Farben liefern.

Sein größtes Alleinstellungsmerkmal, namentlich die Unterstützung für den separat erhältlichen Apple Pencil, hat das iPad Pro mittlerweile verloren. Dennoch bietet es auch abseits des besseren Displays einige Vorzüge.

So ist der verbaute A10X-Chipsatz nochmals flotter als der Standard-A10 im iPad, lediglich der A11 im iPhone X und iPhone 8 liefert noch mehr Rohleistung. In den Benchmarks zieht der A10X nicht nur der ARM-Konkurrenz von Qualcomm davon, sondern liegt in Teildisziplinen sogar vor PC-Prozessoren wie dem Intel Core i5. Vor allem die seit iOS 11 unterstützten Augmented-Reality-Apps laufen butterweich über die Retina-Displays der iPad-Pro-Modelle.

Auch beim Multitasking unter iOS 11 sticht das iPad Pro seine günstigen Verwandten aus: Der Arbeitsspeicher ist mit 4 Gigabyte doppelt so groß wie im Standard-iPad. Das macht sich vor allem beim Wechsel zwischen mehreren Apps bemerkbar, die deutlich länger verfügbar sind.

Aus dem Tablet wird ein richtiges kleines Note­book

Mit den als Zubehör erhältlichen Tastaturcovern wird aus dem Tablet dann ein richtiges kleines Notebook. Gerade dafür ist die etwas größere Bildschirmbreite des kleineren iPad Pro ein echter Segen, denn so bringt Apple eine komplette Tastatur auf dem Cover unter – so kann man tatsächlich auch gut längere Texte tippen. Wer wirklich produktiv arbeiten will, greift am besten zum großen iPad Pro mit 12,9-Zoll Bildschirm: vom Format her entspricht es einem MacBook Air oder einem kleinen 13-Zoll-MacBook Pro.

Preislich liegt die Version mit 12,9 Zoll mit einem Einstiegspreis von 900 Euro allerdings noch ein Stück über dem kleinen iPad Pro, wer die 128 Gigabyte-Variante haben möchte, muss sogar im vierstelligen Bereich investieren. Für den Preis bekommt man auch einen guten Laptop.

Wer sein Tablet nur zum Surfen, E-Mail schreiben und Filme gucken benutzt, braucht so viel Rechenpower bei weitem nicht. Dafür reicht das »normale« iPad locker aus. Wer aber richtig mit einem Tablet arbeiten will, für den entwickelt sich das iPad Pro mit dem jüngsten Leistungsschub langsam zur echten Alternative zum Laptop.

Sicher: die meisten werden zum Arbeiten weiterhin lieber zum Laptop greifen. Aber mit dem neuen iPad Pro wird die Zielgruppe für Leute, die ganz aufs Laptop verzichten möchten, ein gutes Stück größer. Das gilt vor allem aufgrund der «Always-on”-Eigenschaften eines iPads und selbst im Vergleich zu macOS geringem Systempflegebedarf – ein iPad ist in der Praxis in einer Sekunde arbeitsbereit.

Android-König

Samsung Galaxy Tab S4

Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S4
Gute Verarbeitung, grandioses Display und viele Extras: Android-Fans liegen bei Samsung richtig.

Mit dem Samsung Galaxy Tab S4 schicken die Koreaner die vierte Generation ihrer Spitzenklasse-Tablets auf Android-Basis ins Rennen. Der Preis von rund 700 Euro macht deutlich, dass Samsung das Tablet in der Oberklasse sieht.

Rein äußerlich wird das Tab S4 seinem Premium-Ansprüchen gerecht. Es steckt in einem eleganten und top-verarbeiteten Gehäuse mit Glasrückseite. Die zieht zwar Fingerabdrücke an, bietet aber trotzdem eine angenehme Haptik. Wie das iPad Pro bietet das Samsung Galaxy Tab S4 am unteren Gehäuserand einen Anschluss, über den ein optional erhältliches – mit rund 150 Euro aber nicht eben günstiges – Tastaturcover angeschlossen werden kann.

Einen Home-Button sucht man beim Galaxy Tab S4 vergeblich. Stattdessen wischen wir uns mit Gesten durch das System, was gut funktioniert. Etwas enttäuscht sind wir von der biometrischen Entsperrung per Gesichts- und Iris-Scan. Bei gutem Licht und im Hochkantmodus kommen wir fast immer ins System. Wird es hingegen dunkler oder halten wir das Tablet quer, zwingt uns das Tab S4 hingegen regelmäßig zur PIN-Eingabe – der Fingerabdrucksensor der Vorgänger war da zuverlässiger.

Davon abgesehen zeigt sich das Tablet erstaunlich altbacken. Als Prozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon 835 zum Einsatz, der inzwischen nicht mehr zur Top-Klasse gehört. Auch 4 Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte interner Speicher sind zwar in Ordnung, aber auch nicht überragend.

Der Speicher ist in Ordnung, aber auch nicht über­ragend

Im Praxisalltag schlägt sich das Tab S4 dennoch mehr als wacker: Trotz verhältnismäßig altem Chipsatz laufen Apps und Spiele meistens rund. Lediglich beim Multitasking im Dex-Modus, dazu gleich mehr, stoßen wir gelegentlich auf kleine Stotterer.

Vor allem Videofans werden Ihren Spaß am Samsung Galaxy Tab S4 haben. Der farbechte und hochauflösende AMOLED-Screen wird aufwändig produzierten Filmen und Serien gerecht und selbst die Lautsprecher klingen für ein leichtes Tablet sehr gut. Netflix-Nutzer kommen auf dem Samsung Galaxy Tab S4 in den Genuss von HD- und HDR-Wiedergabe – nach wie vor eher eine Ausnahme als die Regel.

Leider ist die Software-Erfahrung bei weitem nicht so ausgereift, wie man es von einem 700-Euro-Tablet erwarten darf. Samsung-typisch kommt das Galaxy Tab S4 mit dutzenden zusätzlichen Apps und Features, die sich zum Teil mit dem Android-Basissystem überlappen, beispielsweise der zweite App-Store oder der zusätzliche Browser. Aber Samsung bietet auch sinnvolle Erweiterungen.

Die interessanteste Ergänzung ist der so genannte Dex-Modus. Auf Knopfdruck wechselt das Tab S4 damit in eine Desktop-Ansicht, die funktional vor allem an Linux-Distributionen erinnert. Statt im Vollbild oder im Split-Screen arrangiert das Galaxy Tab S4 geöffnete Apps in Fenstern und erlaubt damit ein flexibleres Multitasking.

Der Dex-Modus sorgt für Laptop-Flair

In Kombination mit dem Tastatur-Cover oder einer Bluetooth-Tastatur und einer drahtlos verbundenen Maus sorgt der Dex-Modus für Laptop-Flair: Wir positionieren mehrere Browserfenster nebeneinander, lassen einen YouTube-Musikclip im Hintergrund laufen und bearbeiten parallel in Word für Android ein Dokument. Im Test waren wir positiv davon überrascht, wie viele Android-Apps die Ausführung im Fenster unterstützen. Praktisch: Via USB-C-auf-HDMI-Kabel oder einem passenden Dock lässt sich der Dex-Modus sogar auch auf einem Monitor nutzen.

Trotzdem wird nach einigen Stunden klar, dass Android nicht für den Laptop-Betrieb ausgelegt ist. Beispielsweise funktioniert Drag & Drop von Texten oder Bildern zwischen den Apps nicht konsistent. Auch die Mausbedienung der Android-Apps ist nicht aus einem Guss: Mal öffnet ein Rechtsklick ein Kontextmenü, mal übernimmt die rechte Maustaste die Zurück-Taste von Android und dann wiederum passiert einfach gar nichts. Fairerweise sei gesagt, dass das wohl eher an Google als an Samsung liegt: In Mountain View sieht man die Android-Zukunft auf Tablets eher bei den hauseigenen Chromebooks, die in Europa aber praktisch keine Rolle spielt. Das ändert allerdings nichts daran, dass sich der Dex-Modus aus Nutzersicht unausgegoren anfühlt.

Trotz aller Probleme schafft es der Dex-Modus mehr als alle anderen Androiden und auch das iPad Pro, eine Laptop-nahe Benutzererfahrung zu erschaffen. Mails, Texte und einfache Fotobearbeitung machen auch unter Android mit Maus und Tastatur einfach mehr Spaß, zumal Samsung das Fenster-Multitasking insgesamt gut in die Android-Welt portiert. Trotzdem: Ein günstiges Windows-Convertible wie das Surface Go booten den Dex-Modus des Tab S4 in Sachen Flexibilität nach wie vor locker aus.

Gut gelungen ist die Integration des Eingabestifts S-Pen, der mit dem Tab S4 geliefert wird. Er ermöglicht handschriftliche Notizen ebenso wie Zeichnungen, was sowohl in diversen vorinstallierten Apps als auch in Programmen aus dem Play Store gut funktioniert. Die Stifterkennung funktioniert ähnlich genau wie beim Apple Pencil, selbst filigrane Zeichnungen lassen sich realisieren. Über einen Knopf am Stift lassen sich jederzeit Sonderfunktionen auslösen, etwa Screenshot-Notizen.

Die Integration des S-Pen ist gut gelungen

Doch leider stören auch beim S-Pen diverse Kleinigkeiten die optimale Benutzererfahrung. Ein Beispiel dafür: Normalerweise erlaubt der Stift, durch Antippen des Bildschirms auch im gesperrten Zustand eine schnelle Notiz zu erstellen. Arbeitete das Tablet aber vorher im Dex-Modus, ist die praktische Funktion außer Kraft gesetzt. Außerdem verzichtet Samsung im Gegensatz zur Note-Serie auf eine Möglichkeit, den Stift direkt am oder im Tablet zu lagern – ein Punkt, der uns auch beim iPad stört. Immerhin bietet das separate Keyboard-Cover eine Halterung für den S-Pen.

Inkonsistenzen wie diese sind es, die aus einem hervorragenden Android-Tablet lediglich ein sehr gutes machen. Es bleibt zu hoffen, dass Samsung hier mit künftigen Updates nachbessert.

Die Kombination aus guter Hardware, überladener, aber oft auch sinnvoller Software und interessanten Extras wie dem S-Pen genügen uns, um das Samsung Galaxy Tab S4 zum neuen Android-König zu krönen.

Am iPad und seiner nahezu perfekten Benutzererfahrung kommt Samsung trotz aller Qualitäten nicht vorbei. Und wer auf die Dex-Features verzichten und bei der Display-Qualität leichte Abstriche machen kann, liegt beim deutlich günstigeren Huawei MediaPad M5 unserer Meinung nach eher richtig, denn das kostet deutlich weniger.

Gehobene Mittelklasse

Huawei MediaPad M5

Neben Samsung liefert derzeit zumindest in Europa lediglich Huawei interessante Android-Tablets. Das gilt vor allem für die aktuellen MediaPad-M5-Modelle.

Wir haben die große Version des Huawei MediaPad M5 mit 10,8 Zoll-Display getestet. Die Chinesen bieten das MediaPad auch als kompaktere 8,4-Zoll-Version an. Beide Versionen kommen mit einem flotten Kirin 960-Octa-Core-CPU, 64 Gigabyte internen Speicher und vier Gigabyte RAM. Das sorgt für eine insgesamt sehr flotte Performance, die aber nicht ganz mit der Leistung des iPad oder gar des iPad Pro mithalten kann.

Voll und ganz auf iPad-Niveau ist aber die Verarbeitung: Das MediaPad M5 steckt in einem stabilen Alu-Gehäuse, das Display ist mit seiner Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten sogar schärfer als das des iPad. Da es zudem ordentlich hell ist und die vier Lautsprecher (vergleichbar mit dem iPad Pro) einen für Tablet-Verhältnisse ordentlichen Sound liefern, ist das MediaPad M5 für Videofans eine echte iPad-Alternative.

Schön: Huawei installiert das aktuelle Android 8.1 auf dem MediaPad M5, das immerhin auf dem Sicherheitsstand von Mai ist. Der auf unserem Google Pixel 2 bereits vorhandene Juni-Patch fehlte im Testzeitraum. Wie es mit künftigen Updates für das Huawei MediaPad M5 aussieht, lässt sich nicht sagen – die ewige Krux bei Android-Geräten, die nicht direkt von Google unterstützt werden.

Generell hinterlässt die Software es Huawei MediaPad M5 einen zwiespältigen Eindruck. Huawei orientiert sich mit seiner eigenen Oberfläche stark an iOS. Das zeigt sich etwa auf dem Home-Screen, der wie iOS alle installierten Apps beherbergt, statt weniger benutzte in einem separaten Menü zu verstecken. Gleichzeitig lassen sich aber auch viele Aspekte bis ins kleinste Detail anpassen, etwa die Belegung des Home-Buttons. Der dient übrigens auch als Fingerabdrucksensor, der ähnlich gut funktioniert wie auf dem iPad. Für Stirnrunzeln sorgt hingegen das völlig unerklärliche Fehlen eines Kopfhöreranschlusses sowie die etwas ungünstige Platzierung der Lautsprechertasten.

Etwas unverständlich ist auch, dass Huawei für viele Dienste eigene Lösungen integriert, statt sich auf die Basisfeatures von Android zu verlassen. So gibt es beispielsweise ein separates Backup-Tools für Apps und Daten, obwohl sie mittlerweile genauso gut auf den Google-Servern gelagert werden können.

Wie schwer es die Tabletmacher mit Android haben, zeigt sinnbildlich der optional zuschaltbare Desktop-Modus des Huawei MediaPad M5. Hier wechselt das Tablet auf eine Oberfläche, die an Windows oder Linux erinnert und Apps im beweglichen Fenster laufen lässt. Leider funktioniert aber eben das nur mit bestimmten Apps. Der Standard-Browser Chrome läuft immer im Vollbild und macht den Multitasking-Ansatz zunichte.

Fällt das eher unter die Kategorie «nettes Gimmick”, ist das Huawei MediaPad M5 trotz allem eine interessante Lösung für Android-Fans. Das System ist zumindest derzeit noch aktuell, Performance und Akkulaufzeit sehr ordentlich, Verarbeitung und Display sogar ganz hervorragend. Hinzu kommt die Möglichkeit, den internen Speicher per microSD-Karte zu erweitern sowie der günstige Preis: Selbst mit LTE-Modul kostet das MediaPad M5 nur rund 430 Euro und damit weniger als das iPad.

Zwar sehen wir das iPad durch die bessere Tablet-Software deutlich vor dem Huawei MediaPad M5, für Android-Fans liefert Huawei aber gute Tablet-Hardware zu einem durchaus attraktiven Preis.

Gut & günstig

Samsung Galaxy Tab A

Test Tablet: Samsung Galaxy Tab A
Nicht ganz flott, aber ausdauernd: Mit langer Akkulaufzeit und für unterwegs ist auch ein LTE-Modul verfügbar.

Nochmals deutlich günstiger als Apple und Huawei sorgt das Samsung Galaxy Tab A für eine vergleichsweise ordentliche Tablet-Erfahrung. Unsere Empfehlung als derzeit bestes günstiges Tablet kann zwar nicht bei Leistung und Verarbeitung, dafür allerdings mit seiner grandiosen Akkulaufzeit locker mit Apple mithalten.

Bei der Performance und auch beim Bildschirm kommt das Galaxy Tab A freilich nicht an die Konkurrenz von Apple heran – irgendwo muss man bei dem Preis eben Abstriche machen. Vor allem die diversen 3D-Spiele aus dem Google Play Store bringen das günstige Samsung-Tablet schnell ins Schwitzen. Zum Surfen oder den gelegentlichen Konsum von YouTube- und Netflix-Videos reicht das Tablet aber vor allem angesichts des Preises allemal aus.

Die WiFi-Version des Samsung Galaxy Tab A ist zum Testzeitpunkt schon für unter 200 Euro zu haben. Wer zusätzlich mobil surfen möchte, kommt mit einem überschaubaren Aufpreis für die LTE-Option immer noch günstig weg.

Das Innenleben und das Gehäuse sind mittlerweile ein wenig altbacken, aber immerhin hat Samsung sein Einsteiger-Tablet Anfang 2018 in einer überarbeiteten Version auf den Markt gebracht. Die hat 32 statt 16 Gigabyte internen Speicher, der natürlich per microSD-Karte erweitert werden darf. Software-seitig kommt das Samsung-Tablet mit Android 7.0 und ist damit ziemlich veraltet. Angeblich erhält das Tablet noch ein Update auf Android 8 – wann das kommt, ist aber völlig offen. Alles in allem liefert das Samsung Galaxy Tab A das, was man erwartet: Ein solides Tablet mit durchschnittlicher Leistung zu einem durchaus fairen Preis.

Außerdem getestet

Wie bereits erwähnt, dominiert Apple den Tablet-Markt und Alternativen gibt es kaum. Trotzdem haben wir hier noch einige Tablets, die möglicherweise interessant für Sie sind.

Amazon Kindle Fire HD 10

Das Amazon Kindle Fire HD 10 ist ähnlich günstig wie das Samsung Galaxy Tab A. Statt eines »echten« Android-Systems bekommt man hier aber ein Tablet, das von vorne bis hinten auf die Mediendienste von Amazon abgestimmt ist. Wer Filme und Serien primär über Amazon Video schaut, E-Books im Kindle Store sucht und generell oft bei Amazon bestellt, wird hier glücklich. Der Google Play Store und andere Google-Dienste sind hingegen nur über Umwege auf dem Kindle-Tablet verfügbar – wer darauf wert legt, muss sich woanders umsehen.

Samsung Galaxy Tab S3

Das Samsung Galaxy Tab S3 ist flott, edel und die vielleicht interessanteste Android-Alternative neben dem Huawei MediaPad M5. Samsung bietet eine für Android-Verhältnisse ähnlich runde Benutzererfahrung wie Huawei. Performance, Display und Ausstattung liegen auf einem vergleichbar hohen Niveau, nur bei der Akkulaufzeit gibt es Abstriche. Unsicher ist, wie lange Samsung noch Updates für das bereits im Frühjahr 2017 erschienene Tablet bringen wird. Aktuell erhält das Samsung-Tablet ein Update auf Android 8.0 (nicht 8.1) mit Sicherheitspatch-Stand April 2018.

Samsung Galaxy Tab A 10.5

Neben dem Galaxy Tab S4 hat Samsung im Sommer 2018 mit dem Samsung Galaxy Tab A 10.5 auch seine günstigere Tablet-Reihe renoviert. Das Samsung Galaxy Tab A 10.5 liefert im Test eine passable Leistung ab: Das LCD-Display kann nicht mit der AMOLED-Version des S4 mithalten, überzeugt aber trotzdem mit guter Darstellung und einer größeren Fläche als das iPad 2018. Da auch die verbauten Lautsprecher gut klingen, ist es eine gute Alternative für Multimediafans. Softwareseitig wirkt es ähnlich überladen wie das Tab S4, verzichtet aber auf Extras wie den Dex-Modus oder die Stiftkompatibilität.

Als treibende Kraft dient der Qualcomm Snapdragon-450-SoC. Leider erscheint er uns in der Praxis als etwas zu schwach: Bei der Bedienung des Tab A 10.5 stoßen wir immer wieder auf kleine Verzögerungen, die die Freude am Mittelklasse-Tablet schmälern. Im Gegenzug punktet Samsung mit einer großartigen Akkulaufzeit: Bildschirmzeiten von über 12 Stunden sind in der Praxis kaum ein Problem.

Wir sehen das Samsung Galaxy Tab A 10.5 vor allem als Mittelklasse-Alternative zum Huawei MediaPad M5, dessen Nutzererfahrung insgesamt etwas runder wirkt. Sollte der Preis des neuen Samsung-Tablets in den kommenden Monaten spürbar sinken, könnte es für Android-Freunde deutlich attraktiver werden.

Das iPad Mini 4 hat schon ein paar Jahre auf den Buckel. Schlecht ist es deswegen aber noch lange nicht! Mit einer Display-Diagonalen von 7,9 Zoll ist es deutlich kompakter als die größeren iPads, liefert dabei aber eine beinahe identische Benutzererfahrung. Das aktuelle iOS 12 und die darauf zugeschnittenen Apps laufen auf dem iPad Mini 4 nach wie vor rund und sogar flotter als zuvoros.

Trotzdem: Der verbaute A8-Chipsatz hängt den neueren Modellen doch spürbar hinterher. Auch beim Multitasking gibt es Abstriche, weil das kleine Display die Nebeneinander-Darstellung nicht unterstützt. Man darf gespannt sein, ob Apple noch ein neues iPad Mini auf den Markt bringen wird – das kompakte Format hat durchaus seine Fans.

Samsung Galaxy Tab S2

Schon länger auf dem Markt ist das Samsung Galaxy Tab S2. Vor allem die 2016 erschienene zweite Auflage des Samsung-Tablets kommt immer noch recht gut mit aktuellen Android-Apps zurecht. Hinzu kommt, dass der einst recht hohe Preis mittlerweile vor allem bei Angeboten deutlich gesunken ist. Wir listen es deshalb immer noch auf, können vom Kauf aber insgesamt nur abraten: Die Wahrscheinlichkeit, dass das Tab S2 noch lange mit aktuellen Sicherheitsupdates versorgt wird, ist gering. Wer Samsung-Hardware bevorzugt, ist beim direkten Nachfolger langfristig besser aufgehoben.

Wer sein Tablet hauptsächlich zum Streamen von Musik verwenden will oder sich öfter mal Videos darüber ansehen möchte, der ist mit dem Asus Zenpad 3S 10 gut beraten. Audiodaten werden in Hi-Res-Qualität abgegeben und das Display gibt Farben sehr schön wieder. Qualitativ ist es ähnlich hochwertig gefertigt wie das S3, der Akku lässt allerdings mit nur sieben Stunden Laufzeit etwas zu wünschen übrig.

In relativ schlichtem Design präsentiert sich das Lenovo Tab4 10 Plus. Doch das trifft wirklich nur auf die Optik zu – das Innenleben kann sich sehen lassen. Es arbeitet schnell und bietet reichlich Speicherplatz. Lediglich das Display könnte etwas besser sein, außerdem kann es bei grafisch anspruchsvolleren Spielen auch mal zu Rucklern kommen. Trotzdem, und vor allem preislich ist es für manche sicher interessant.

Huawei MediaPad M2 10 Premium Edition

Das Huawei MediaPad M2 10 Premium ist ebenfalls ein gutes Tablet. Für einen fairen Preis bietet es eine gute Akkulaufzeit, einen großen internen Speicher und eine insgesamt ordentliche Performance. Huawei liefert die Premium-Ausgabe seines Tablets zudem mit einem Stylus. Der funktioniert zwar nicht ganz so gut wie beim iPad, für ein Mittelklasse-Tablet ist die Erkennung aber ordentlich. Dass es nicht zu einer Empfehlung reicht, liegt vor allem an der Software: Das mit Huaweis Android-Oberfläche EMUI überzogene Android 5.1 ist schlichtweg veraltet und sollte seit Ende 2017 auf keinem Tablet mehr laufen.

Lenovo Yoga Tab 3 Plus

Das Lenovo Yoga Tab 3 Plus ist ein richtiges Akku-Monster. Der integrierte Akku im Standfuß liefert Saft für bis zu 18 Stunden. Leider ist es damit dann auch das schwerste Tablet in unserem Test. Der Preis ist mit unter 300 Euro sehr fair und die integrierten Boxen unterstützen sogar Dolby Atmos. Anders als beim Nachfolgermodell läuft hier aber noch eine recht stark veränderte Fassung vom nicht mehr aktuellen Android 6.0. Wer damit leben kann, bekommt ein gutes Tablet zum fairen Preis.

Huawei MediaPad M3 8.4

Deutlich besser macht es Huawei beim MediaPad M3 8.4. Hier ist via Update immerhin Android 7 zu haben, womit das Tablet auf einem zumindest einigermaßen aktuellen Stand ist. Auch technisch bewegt sich das MediaPad M3 auf einem hohen Niveau. Der von Huawei entwickelte Kirin-950-Chipsatz sorgt im Zusammenspiel mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher für ein hohes Arbeitstempo, außerdem ist das Display mit seiner Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln gestochen scharf. Für knapp 100 Euro mehr bekommt man allerdings schon das neue MediaPad M5.

27
Kommentare

avatar
Radner Günther
Radner Günther

Tablet werden immer unbeliebter seh es bei mir wenn ma Smartphon.und Smart TV hat is es unnötig.

Claudia Hartwig
Claudia Hartwig

Kann mir hier jemand einen Tipp geben, ob ich meinem Mann ein smartphone oder ipad oder Tablet schenken soll ? er arbeitet viel im Internet und sein jetziges Phone ist ihm ein wenig zu klein. Ist denn ein Tablet oder I Pad da die richtige Wahl?

Wolfgang Patscheider
Wolfgang Patscheider

Im ersten Augenblick ich hab ich mich geärgert dass ich noch die „alte“ Variante des pro gekauft habe, dann muss ich lesen dass das neue erstens wieder schwerer geworden ist (eignet sich das alte kaum für längeren Gebrauch ohne dass einem die Hand herunterfällt), so ist jetzt auch das Display noch schlechter, ich fasse es nicht!

Ein schritt in die absolut falsche Richtung! Auch das alte ist im Freien bei Sonnenschein praktisch unbrauchbar, und das neue jetzt noch schlechter?

Ich bin jetzt richtig froh noch das alte gekauft zu haben!

Helmut Schmidt
Helmut Schmidt

Ich bleibe auch beim Pro 1
Ist super gegenüber dem Air 2 und ich finde bei normaler Nutzung im Freien ganz passabel

Dirk Bockstegers
Dirk Bockstegers

Ihr verwechselt das iPad (2017) das vor etwa 2 Monaten erschienen ist mit dem neuen iPad Pro 10,5″ und 12,9″ (2017)…

Dennis Mathias Imm
Dennis Mathias Imm

Das iPad Pro 10,5″ 2017 ist dass was der Beitrag hier oben beschreibt. Das Display kann Doppelt so viel Herz anzeigen , ist heller und hat ein größeres display . Es ist minimal leichter geworden. Habe es mir geholt und ich habe nie ein besseres Tablet gehabt !!

Ronny Scholz
Ronny Scholz

Schon bestellt!

Erik Dorn
Erik Dorn

Für viele sind es die Yoga tablets.

Andy Stevens
Andy Stevens

Das iPad Pro ist schon das beste Tablet was man bekommen kann. Zugegeben der Preis ist sehr hoch wenn man es in der größten Stufe betrachtet (256GB). Jedoch ersetzt es meiner Meinung nach keinen „richtigen“ MAC solange es unter iOS läuft. Auf der großen Variante wäre ein MAC OS schon besser. Ich habe mir erst das iPad 2017 geholt und bin zufrieden.

Thomas Kühnlein
Thomas Kühnlein

bald kommt iOS 11 mit einem „Finder“, bin gespannt.

Zusammen mit einem Keyboard (z.B. Razer) und guter Software, z.B.:
https://affinity.serif.com/de/photo/ipad/
kann man doch schon sehr viel machen. Für Coding & Office gibt es ja bereits ganz gute software.

Tipp: Quadro & Astropad (dazu braucht man einen Mac, ja) und Parallels Access

Rocco Ludwig
Rocco Ludwig

Dann lieber das iPad Air 2, das ist von der Hardware um einiges besser!

Walti Kossel
Walti Kossel

Genau

Will Berghoff
Will Berghoff

Nie wieder Apple! Selbstzerstörende Billigware!

Udo Scholz
Udo Scholz

Ziemlich inhaltsloser Kommentar. Und somit sinnfrei dazu.

Pascal Parvex
Pascal Parvex

Apropos leistungsfähigstes Tablet: Wo bleibt das Microsoft Surface? Ausgeschlossen, weil es kein beschnittenes Betriebssystem bietet?

AllesBeste.de
AllesBeste.de

Das Microsoft Surface 3 haben wir hier gestestet: http://www.allesbeste.de/test/das-beste-windows-tablet/

Manfred Pacak
Manfred Pacak

Air 1 tuts auch noch ^^

Jörg Weber
Jörg Weber

Ich möchte das iPad Pro nicht mehr missen. Etwa zum Lesen von Tageszeitungen und Magazinen ist es Spitze.

Stefan Schmidt
Stefan Schmidt

air 2 ist top

Daniel Thomanetz
Daniel Thomanetz

Philipp Jank??!

Philipp Jank
Philipp Jank

Vielleicht wirkliche die bessere Wahl?! Hmm ?

Daniel Thomanetz
Daniel Thomanetz

Philipp Jank naja laut dem testbericht scheint es für die normale Verwendung absolut top zu sein?

Philipp Jank
Philipp Jank

Und echt um einiges billiger

Migo Euphoric
Migo Euphoric

Hab mir erst das Air 2 geholt um mein 3er in Rente schicken zu können, für meine Anwendungen wäre das Pro 9,7″ einfach zu overpowerd.

Danny Schwab
Danny Schwab

Das ist leider so mit dem Preis aber sie halten auch viel aus , mein 2 war schön baden und läut immer noch ! Von daher wird es mal Zeit für was neues