Unsere Tests sind unabhängig. Wir finanzieren uns über Affiliate-Links. Kaufen Sie ein Produkt über Links, die mit markiert sind, erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr dazu.

Das beste Tablet

last updateZuletzt aktualisiert:
Tablet Test: Ipad
Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.

Wir haben 28 Tablets getestet. Das beste Tablet für die meisten ist das iPad Air (2020). Apple hat seinem Allrounder ein umfassendes Facelift spendiert, das viele Kritikpunkte der Vorgänger ausmerzt. Mit einem tollen Design, hoher Systemleistung und Unterstützung für Zubehör, das bislang dem teureren Pro-Modellen vorbehalten war, hat das neue iPad Air sogar das Zeug zum Laptop-Ersatz.

Update 5. November 2020

Wir haben das neue Apple iPad Air (2020) getestet. Wie zu erwarten, landete es erneut auf der Spitze des Siegertreppchens!

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
8. Oktober 2020

Apple hat das iPad Air der vierten Generation und das iPad der achten Generation vorgestellt. Während wir noch auf das neue Air warten, hatten wir das iPad (2020) bereits im Test. Dank seines schnelleren Chipsatzes und dem damit verbundenen Leistungsschub ist es eine sehr gute Alternative für alle, die nicht ganz tief in die Tasche greifen möchten.

18. September 2020

Wir haben das Samsung Galaxy Tab S7 und das Samsung Galaxy Tab S7+ getestet. Beide Androiden schneiden sehr ordentlich ab, die kleinere Version ist unsere neue Alternative für Android-Nutzer.

Apple hat ein neues iPad und ein neues iPad Air vorgestellt. Wir werden die neuen Geräte so schnell wie möglich testen.

23. Juni 2020

Wir haben vier neue Tablets getestet, darunter das überarbeitete iPad Pro (2020), das Samsung Galaxy Tab S6 Lite und zwei Surface-Tablets von Microsoft. Unsere Empfehlung bleibt, bei den Alternativen hat sich aber etwas getan.

19. März 2020

Gleich zwei spannende Tablet-Neuheiten: Huawei hat die 5G-Variante des MatePad Pro vorgestellt und angekündigt, dass das High-End-Tablet auch in Europa erscheinen wird. Und auch für Apple-Fans gibt es etwas, worauf man sich freuen kann. Apple hat zwei neue Versionen seines Premium-Tablets iPad Pro angekündigt. Mit einem Trackpad-Support und überarbeitetem Prozessor möchte Apple seine Tablets als Laptop-Alternative positionieren.

Wir werden unseren Test aktualisieren, sobald wir Testgeräte haben.

23. Oktober 2019

Wir hatten die siebte Ausgabe des Standard-iPads im Test. Apple betreibt behutsame Produktpflege und liefert eine günstige Alternative zum iPad Air. Wir hätten uns aber ein wenig mehr Leistung gewünscht und wundern uns über die hohen Kosten für das Zubehör.

13. September 2019

Mit dem Samsung Galaxy Tab S6 gibt es endlich wieder ein Premium-Tablet für Android-Fans. Wer keine Lust auf Apple hat, darf hier zugreifen – allerdings gibt es dennoch ein paar Bedenken.

Unterdessen hat Apple ein neues iPad vorgestellt, das Ende September auf den Markt kommt. Wir werden es so schnell wie möglich testen.

16. Mai 2019

Wir hatten die neuesten iPads sowie das Samsung Galaxy Tab S5e im Test. Das iPad Air der dritten Generation konnte im Test so sehr überzeugen, dass es unsere neue Top-Empfehlung ist.

Im Vergleich zu Smartphones ist der Markt für Tablets vergleichsweise überschaubar. Neben dem Apple mit dem iPad buhlen Firmen wie Huawei, Samsung und Amazon um die Gunst der Käufer. Die Unterschiede zwischen den Modellen sind nicht nur technischer Art, sie schlagen sich auch im Preis nieder.

Ob Android oder iPadOS – Fürs Surfen, Lesen und Videos gucken reicht die Leistung selbst von älteren Tablets allemal aus. Wenn dies der Fokus ist, gibt es aus unserer Sicht kaum Gründe, viel Geld für ein Profi-Tablet auszugeben. Aber: Vor allem der Apple-Kosmos  bietet zunehmend Apps auf Desktop-Niveau, etwa die iPad-Version von Adobe Photoshop oder auch die vollwertige Office-Suite aus dem Hause Microsoft. Anders ausgedrückt: Je nach Arbeitsszenario kann ein iPad gegebenenfalls einen Laptop ersetzen – hier lohnen sich dann auch die Mehrausgaben für mehr Leistung und Flexibilität.

Wenn Sie ein möglichst günstiges Tablet suchen, gibt es reichlich Alternativen. Unsere Empfehlung ist dann das Samsung Galaxy Tab A. In der 2019er-Version liefert Samsung eine erstaunlich runde Tablet-Erfahrung für den schmaleren Geldbeutel. Für günstige Tablets haben wir einen eigenen Testbericht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Apple iPad Air (2020)

Das Apple iPad Air (2020) kombiniert erstklassiges Design mit pfeilschneller Performance, einem sehr gutem Display und hochwertigem Zubehör. Gegenüber dem bereits sehr guten Vorgänger hat Apple bei der Neuauflage an den richtigen Stellschrauben gedreht, sodass die Empfehlung als »bestes Tablet für die meisten« trotz des gestiegenen Preises leicht fällt.

Wenn Geld egal ist

Apple iPad Pro (2020)

Test Tablet: Apple iPad Pro 2020
Enorme Rechenleistung und ein tolles Display machen das Pro zum iPad-König. Der Preis ist aber saftig.

Das iPad Pro (2020) ist im Vergleich zum neuen Air nicht mehr ganz so einzigartig, bietet aber dennoch einige Vorteile. Das fast rahmenlose Display liefert hervorragende Farbtreue, der Apple A12Z Bionic-Prozessor ist trotz höheren Alters noch einen Tick schneller als der A14 im Air und FaceID sowie das 120-Hertz-Display bieten zusätzlichen Luxus. Durch die 12,9-Zoll-Version ist es außerdem für Freunde größerer Tablets interessant.

Gut & günstig

Apple iPad (2020)

Einen vergleichsweise günstigen Einstieg in die Apple-Welt liefert das iPad (2020). In der neuesten Version verbaut Apple endlich einen schnelleren Prozessor, der die Arbeit mit iPadOS angenehmer gestaltet und auch mit anspruchsvollen Apps und Spielen zurecht kommt. Hinzu kommt die Unterstützung für den Apple Pencil der ersten Generation sowie das immer noch sehr gute Smart Keyboard Cover. Für viele Tablet-Käufer liefert das Einsteiger-iPad damit den einen sehr guten Kompromiss aus Preis und Leistung.

Premium-Android

Samsung Galaxy Tab S7

Wer Android als Betriebssystem bevorzugt, wird bei Samsung fündig. Das Galaxy Tab S7 ist eine konsequente Weiterführung des Vorgängers und kommt wie dieser mit dem Eingabestift S-Pen. Anwendungen laufen butterweich über den 120-Hertz-Bildschirm. Wer noch mehr möchte, bekommt mit dem Galaxy Tab S7+ auch eine etwas besser ausgestattete Premium-Variante, allerdings nur gegen einen stattlichen Aufpreis.

Für Windows-Fans

Microsoft Surface Go 2

Das Surface Go 2 ist das Einsteiger-Tablet in Microsofts Surface-Reihe und wurde im Vergleich zum Vorgänger nochmal an den richtigen Stellen verbessert. Das Display ist auf 10,5 Zoll gewachsen und besonders die teurere Go-Variante hat einen deutlichen Leistungszuwachs spendiert bekommen. Damit ist ein leichtes und lüfterloses Tablet, das als Desktop-Ergänzung eine gute Figur macht und sich eher an Windows-User richtet.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerPremium-AndroidWenn Geld egal istGut & günstigFür Windows-Fans
ModellApple iPad Air (2020)Samsung Galaxy Tab S7Apple iPad Pro (2020)Apple iPad (2020)Microsoft Surface Go 2Apple iPad AirApple iPad (2019)Samsung Galaxy Tab S7+Samsung Galaxy Tab S6Samsung Galaxy Tab S6 LiteMicrosoft Surface Pro XSamsung Galaxy Tab S5eApple iPad MiniApple iPad Pro (2018)Apple iPad (2018)Huawei MediaPad M5
Tablet Test: Ipad Air 2020Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S7Test Tablet: Apple iPad Pro 2020Test Tablet: Apple iPad (2020)Test Tablet: Microsoft Surface Go 2Test Tablet: Apple iPad AirTest Tablet: Apple iPad (2019)Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S7+Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S6Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S6 LiteTest Tablet: Microsoft Surface Pro XTest Tablet: Samsung Galaxy Tab S5eTest Tablet: Apple iPad MiniTest Tablet: Apple iPad Pro (2018)Test Tablet: Apple iPad (2018)Test Tablet: Huawei MediaPad M5
Pro
  • Elegantes Design
  • Sehr gutes Display
  • Hohe Leistung
  • Top Verarbeitung
  • Gutes Zubehör
  • Schnell
  • Gutes Display mit 120 Hertz
  • Top verarbeitet
  • Tolle S-Pen-Funktionen
  • Praktischer Desktop-Modus
  • Hohe Rechenleistung
  • Tolle Verarbeitung
  • Top Display
  • Praktisches Zubehör
  • USB-C-Anschluss
  • Hohe Systemeistung
  • Gutes Display
  • Unterstützung für Pencil 1 und Smart Keyboard
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Tolles Display
  • Flott genug für Windows-10-Apps
  • Lange Akkulaufzeit
  • Hervorragendes Display
  • Hohe Leistung
  • Ausgereiftes System
  • Unterstützung für Apple Pen und Smart Keyboard
  • Immer noch flott
  • Gutes Display
  • Unterstützung für Pencil 1 und Smart Keyboard
  • Schnell
  • Sehr gutes AMOLED-Display mit 120 Hertz
  • Top verarbeitet
  • Tolle S-Pen-Funktionen
  • Praktischer Desktop-Modus
  • Sehr gute Leistung
  • Großartiges AMOLED-Display
  • Sinnvolle Extras
  • Top Verarbeitung
  • Gutes Display
  • Sehr gute Verarbeitung
  • S-Pen inklusive
  • Fairer Preis
  • Flott mit ARM-Apps
  • Windows 10 Pro
  • Sehr gutes Display
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Tolles AMOLED-Display
  • Sinnvolle Software-Funktionen
  • Erweiterbarer Speicher
  • Hervorragendes Display
  • Hohe Leistung
  • Ausgereiftes System
  • Unterstützung für Apple Pen
  • Riesige Leistungsreserven
  • Sehr gutes Display
  • FaceID
  • USB-C
  • Schnell
  • Guter Akku
  • Pencil-Unterstützung
  • Gutes Display
  • Tolle Verarbeitung
  • Fairer Preis
Contra
  • Keine 128-GB-Version
  • Kein Kopfhörerausgang
  • Überfrachtete Software
  • Hoher Preis
  • Akkulaufzeit im 120-Hz-Modus
  • Hoher Preis
  • Kaum Neuerungen gegenüber dem Vorgänger
  • Teures Zubehör
  • Wenig Speicher im günstigen Modell
  • Altbackenes Design
  • Keine Unterstützung für Pencil 2
  • Kein USB-C
  • Im Windows-S-Mode eingeschränkte App-Auswahl
  • Ohne Type-Cover kaum nutzbar
  • Wenig Leistungsreserven für die normale Windows-Nutzung
  • Stereo-Lautsprecher sind ungünstig positioniert
  • Kein USB-C
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Recht alter Chipsatz
  • Teures Zubehör
  • Altbackenes Design
  • Keine Unterstützung für Pencil 2
  • Kein USB-C
  • Überfrachtete Software
  • Akkulaufzeit im 120-Hz-Modus
  • Sehr teuer
  • Softwareseitig nicht ganz ausgereift
  • Unklare Update-Situation
  • Hoher Preis
  • Performance-Aussetzer
  • Kein Dex-Modus
  • Kein Fingerabdruck-Sensor
  • Teuer
  • Keine 64-bit-Software
  • Akkulaufzeit eher durchschnittlich
  • Performance bei x86-Apps durchwachsen
  • DEX-Modus nicht ganz ausgereift
  • Vergleichsweise lahmer Prozessor
  • Altbackenes Design
  • Zu klein für produktive Arbeiten
  • Kein USB-C
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Hoher Preis
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Stärker spiegelndes Display
  • Keine Speichererweiterung möglich
  • Altbackenes Design
  • Kein USB-C
  • Überfachtete Software
  • Kein Kopfhörerausgang
  • Nicht ganz so flott wie das iPad
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

  Technische Daten anzeigen

Apple dominiert

Der Markt für Tablets wird immer stärker von Apple dominiert, viele Hersteller von Android-Tablets haben sich zurückgezogen oder versuchen mit besonders günstigen Modellen zu punkten. Doch Apple macht ihnen mit dem iPad (2020) für rund 350 Euro das Leben schwer – ähnlich leistungsstarke Tablets mit Android-Betriebssystem sind deutlich teurer. So gräbt Apple den anderen Tablet-Herstellern immer mehr das Wasser ab.

Gleichzeitig hat Apple eine teure Pro-Linie eingeführt, die noch mehr Leistung bietet und sich mit Tastatur-Cover und Eingabestift an eine Profi-Klientel richtet. Spätestens mit der Einführung des Apple Magic Keyboards und der Einführung einer Maussteuerung in iPadOS hat das Tablet zunehmend Potenzial zum Laptop-Ersatz – dafür müssen Apple-Fans aber tief in die Tasche greifen.

Waren diese Features bislang Pro-exklusiv, ändert sich dies mit dem runderneuerten iPad Air (2020)). Die Zwischenstufe zwischen der teuren Pro- und der günstigen Standardserie kostet zwar mehr, als ihr direkter Vorgänger, bietet aber eine ganze Reihe von Vorteilen. Das neue Air schlägt die Brücke zwischen leistungsfähigem Produktiv-Tablet und bezahlbaren Surf- und E-Mail-Gerät.

So haben wir getestet

Wir testen regelmäßig alle interessanten Tablets, die neu auf den Markt kommen. Im Test kommt es uns nicht in erster Linie auf technische Benchmarks wie Rechenleistung oder Pixeldichte an, sondern vor allem auf das Bedienerlebnis und die Qualität der Verarbeitung. Wir testen alle Tablets unter realen, alltagsnahen Bedingungen.

Tablet Test: Apple Ipad Air 2020

Testsieger: Apple iPad Air (2020)

Das beste Tablet für die meisten ist für uns ganz klar das iPad Air (2020). Apple hat das Tablet umfangreich überarbeitet und mit vielen Funktionen ausgestattet, die bislang der teureren Pro-Serie vorbehalten waren.

Sowohl äußerlich als auch im Innenleben hat sich bei der Neuauflage des iPad Air eine Menge getan. Neben einem neuen Äußeren, das an die iPad-Pro-Modelle erinnert, bietet das 2020er Air mit dem Apple A14 einen neuen Chipsatz, der deutlich mehr Rechenleistung als der A12 des Vorgängers bietet. Auch bei der Zubehör-Unterstützung gibt es zwei entscheidende Upgrades, namentlich die Unterstützung für den Apple Pencil 2 sowie das Apple Magic Keyboard – beide Komponenten waren bislang iPad-Pro-exklusiv.

Testsieger

Apple iPad Air (2020)

Die Kombination aus toller Verarbeitung, starker Leistung und sinnvollen Extras macht das iPad Air damit sogar als Laptop-Ersatz interessant. Im Zusammenspiel mit dem gigantischen App-Ökosystem und der ausgereiften Benutzerführung von iPadOS fällt die Empfehlung für das iPad Air (2020) trotz des gestiegenen Preises leicht: Mit einer UVP von rund 630 Euro setzt das neue Air gut 100 Euro über dem Vorgänger an.

Design und Verarbeitung

Das Design des iPad Air 2020 orientiert sich stark am teureren iPad Pro. Das aus vollständig recycelten Aluminium gefertigte Gehäuse ist hervorragend verarbeitet und fühlt sich rundherum wertig an. Trotz des im Vergleich zum Vorgänger deutlich kantigeren Gehäuse liegt das Air sehr angenehm in der Hand und lässt sich mit einem Gewicht von rund 460 Gramm längere Zeit komfortabel tragen. Ein kleiner Malus ist die herausstehende Kamera, die ohne Hülle dafür sorgt, dass das iPad Air (2020) nicht ganz plan auf dem Tisch liegt. Immerhin produziert sie für Tablet-Verhältnisse durchaus ordentliche Bilder, die auf dem Niveau des aktuellen iPhone SE liegen.

TouchID im Power-Button

Wie beim iPad Pro verzichtet Apple beim neuen iPad Air auf den klassischen Home-Button. Da das Tablet die biometrische Gesichtserkennung TouchID aber nicht unterstützt, erfolgt das Entsperren über einen in den Einschalt-Knopf am Gehäuserand integrierten Fingerabdrucksensor. Nach der ersten Einrichtung lässt sich das iPad Air sowohl im Hoch- als auch im Querformat schnell und zuverlässig über den TouchID-Sensor öffnen, ganz so komfortabel wie FaceID ist das aber natürlich nicht. Die Navigation durch iPadOS erfolgt wie beim iPad Pro oder auch beim verwandten iPhone via Wischgesten.

Das Touch-Display des iPad Air (2020)ist um 0,4 Zoll auf 10,9 Zoll (27,69 Zentimeter) gewachsen und damit nur noch unwesentlich kleiner als das kleinere iPad-Pro-Modell mit elf Zoll. Das größere Display und der Wegfall des Home-Buttons sorgen im Vergleich zum klassischen iPad-Design für deutlich kleinere Gehäuseränder, was ein optisches und haptisches Upgrade darstellt. Es ist iPad-typisch scharf, farbecht und angenehm hell, wenn auch das Pro noch ein wenig heller leuchtet. Auch beim Außeneinsatz an einem sonnigen Tag lässt sich das Display gut ablesen. Im Gegensatz zum günstigeren Standard-iPad unterstützt das iPad Air 2020 den erweiterten Farbraum DCI-P3 sowie die Farbanpassung TrueTone.

Sehr gutes 10,9-Zoll-Display

Es ist damit gut für die Film- und Videobearbeitung geeignet, wovon Apps wie Photoshop oder iMovie profitieren. Auch Videos kommen gut auf dem Display zur Geltung, die integrierten Stereo-Lautsprecher setzten Filme und Serien zudem gut in Szene. Ganz so rund und wuchtig wie das Vier-Boxen-Setup des Pro-Modells ist der Klang nicht, für ein Tablet tönt das iPad Air (2020) aber durchaus eindrucksvoll.

Performance und Alltagsnutzung

Die Einführung des neuen Apple-Chipsatzes A14 im iPad Air war ein kleiner Paukenschlag. Erstmals feierte ein Apple-Prozessor nicht im iPhone, sondern im iPad seine Weltpremiere. Fast schon erwartungsgemäß bietet der A14 im Vergleich zum iPad-Vorgänger A12 eine nochmals deutlich höhere Rechenleistung und liegt in einigen Testszenarien sogar vor dem speziell für die iPad-Pro-Modelle gefertigten A12Z. Wichtiger als Benchmarks ist die Praxis und hier schlägt sich das iPad Air 2020 famos: Ob aufwändige 3D-Spiele, die Verarbeitung von 4K-Videomaterial oder auch die Bearbeitung großer Photoshop-Projekte in der Adobe-App, das iPad Pro erledigt alle Aufgaben verzögerungsfrei und flott.

Apples A14-Chip macht Dampf

Das vorinstallierte iPadOS 14 läuft erwartungsgemäß butterweich auf dem iPad Air (2020), auch exzessives Multitasking bremst das Tablet nicht aus. Wie schon vorherige Generationen der Apple-Chips dürfte auch der A14 damit noch mehr als genug Reserven haben, um über viele Jahre mit aktuellen Versionen von iPadOS zurecht zu kommen.

Neben dem Innenleben ist auch der neue USB-C-Anschluss eine große Veränderung zum Vorgänger. Wie beim iPad Pro erlaubt der neue Port nicht nur ein flotteres Aufladen des Tablets, sondern erleichtert auch den Anschluss von USB-Zubehör. In unserem Test mit einem passiven USB-C-Hub von Satechi zeigt sich, wie viel das iPad durch den Wechsel auf die den neuen Anschluss gewinnt. Ob externe SSDs, USB-Sticks, Funkmäuse, ein USB-Headset oder gar einen Ethernet-Anschluss: Die USB-C-Schnittstelle macht das iPad Air 2020 um einiges vielseitiger als ihr Lightning-Äquivalent.

Ein weiteres Upgrade hat die Zubehörunterstützung erfahren. Das iPad Air 2020 unterstützt den Apple Pencil 2 sowie das Apple Magic Keyboard – bislang war das Air auf die Vorgängergenerationen beschränkt. Wie schon beim iPad Pro (siehe unten) liefern beide Eingabegeräte eine hochinteressante Erweiterungsmöglichkeit für das Tablet.

Apple Pencil 2 und Magic Keyboard

Der Apple Pencil 2 liegt besser in der Hand als sein Vorgänger und erlaubt sehr feine Zeichnungen und handschriftliche Notizen. Wie beim Pro dockt er magnetisch an das iPad Air (2020) an und wird darüber auch geladen. Die Bedienung von iPadOS per Stift klappt hervorragend und auch beim Zeichnen oder Schreiben merken wir keinen funktionalen Unterschied zum iPad Pro. Die Funktion »Scribble« bzw. »Kritzeln«, die handschriftliche Eingaben in Textfelder erlaubt, war zum Testzeitpunkt noch nicht in Deutschland freigeschaltet.

Das bislang nur für das iPad Pro ausgelegte Magic Keyboard macht aus dem iPad Air ein Convertible. Die Tastaturhülle liefert ein hervorragendes Schreibgefühl und punktet außerdem mit beleuchteten Tasten sowie einem Trackpad, das eine sehr gute Bedienung von iPadOS erlaubt. Nach wie vor bereitet uns der Preis von über 300 Euro Bauchschmerzen. Wer bereit ist, soviel Geld auszugeben, erhält ein ausgezeichnetes Gesamtpaket, dass das iPad Air nochmals deutlich aufwertet. Freilich gibt es dafür auf dem freien Zubehörmarkt auch günstigere Alternativen, die aber nicht an die optimale Abstimmung der Apple-Komponenten heranreichen.

Auch bei der Konnektivität hat sich etwas getan. Das iPad Air (2020)unterstützt den aktuellen WLAN-Standard WiFi 6 und funkt damit mit entsprechenden Routern deutlich schneller. Auf 5G-Unterstützung wie beim aktuellen iPhone 12 hat Apple allerdings verzichtet, stattdessen gibt es das iPad Air wie gewohnt optional mit LTE-Funk.

Nachteile?

Bei allem Lob, das iPad Air ist natürlich nicht perfekt. Die technischen Unterschiede zum teureren iPad Pro wie das Fehlen eines 120-Hertz-Displays oder FaceID darf man durchaus als Nachteil erwähnen, fairerweise ist diese Modellpolitik aber nachvollziehbar, um das Pro-Modell nicht zu entwerten.

Unsere größte Kritik am iPad Air (2020) ist die fehlende Version mit 128 Gigabyte Speicher. Das Einsteigermodell mit 64 Gigabyte dürfte für Fans von Spielen, Offline-Videos und anderen speicherintensiven Apps zu klein sein, der Aufpreis auf 256 Gigabyte ist vergleichsweise happig. Hier ist gegebenenfalls das kleinste Pro-Modell mit 128 Gigabyte Speicher die bessere Wahl.

128-Gigabyte-Version fehlt

Immerhin lässt sich der Speicher dank USB-C-Anschluss leichter erweitern als beim Vorgänger. Davon abgesehen leistet Apple sich nur wenige Schnitzer bei seinem Allrounder. Der bereits erwähnte Kamera-Hubbel wird bei Nutzung einer Schutzhülle entschärft, die leicht verkürzte Akkulaufzeit bei der Nutzung des Magic Keyboards ist verschmerzbar.

Fans von Kabel-Kopfhörern dürften zudem den Wegfall des Klinkensteckers bedauern. Wer ohne Bluetooth Musik auf den Kopfhörer bringen will, muss auf USB-C-Kopfhörer oder einen entsprechenden Adapter zurückgreifen.

iPad Air im Testspiegel

Das iPad Air (2020) bekommt auch bei vielen Kollegen ein nahezu durchweg positives Testecho.

In der Computer Bild lobt Tester Marco Engelien unter anderem das tolle Display, die hohe Performance und die Top-Verarbeitung des Apple-Tablets. Das Fazit fällt entsprechend positiv aus:

»Das iPad Air wird vor allem dann richtig interessant, wenn man mit dem Gerät nicht nur daddeln, sondern auch arbeiten möchten. Allerdings muss man wissen, worauf man sich einlässt. Mit 935 Euro ist die hier getestete Variante mit 256 Gigabyte Speicher und LTE nämlich kein Schnäppchen. Ob es trotzdem in Ihrem Einkaufswagen landet, kommt darauf an, ob Sie ohne das 120-Hertz-Display, Face ID und den LiDAR-Sensor leben können. Meiner Meinung nach ist das Fehlen der Komponenten durchaus verschmerzbar. Das spiegelt sich auch in der Note wider. Apple gelingt ein schickes, leistungsstarkes, kurz: ein rundum gutes Tablet.«

Die Gesamtnote war zum Testzeitpunkt allerdings noch nicht online.

Auch Netzwelt teilt unsere Meinung, dass das iPad Air das beste Tablet für die meisten sei. Die fehlenden Funktionen im Vergleich zum iPad Pro werden durch den günstigeren Preis sowie die sehr gute Leistung und Verarbeitung kompensiert. Mit einer Gesamtnot von 8,8 von 10 fällt das Fazit dementsprechend positiv aus:

»Das iPad Air 2020 ist fast ein Pro. Design, Leistung und Mobilität überzeugen und gegenüber dem iPad Pro gibt es relativ wenige Abstriche. Kreative sind mit dem Pro durch die zusätzliche Leistung zwar besser bedient. Wer einfach ein leistungsstarkes Tablet mit tollem, randlosen Display sucht, ist beim iPad Air an der richtigen Adresse.«

Für t3n ist das iPad Air 2020 ein Grund dafür, dass die Luft für das Pro-Modell dünner wird. Neben dem vergleichbar guten Design sind vor allem Performance und Vielseitigkeit des Airs dafür verantwortlich. Zwar gibt es keine Gesamtnote, eine Empfehlung ist das iPad Air im Test von t3n aber dennoch:

»Das neue iPad Air 4 ist ein wirklich interessantes Gerät – besonders dann, wenn einem die Pro-Modelle von Apple zu teuer sind, oder man deren Pro-Features nicht benötigt. Für den Einstiegspreis von rund 630 Euro wird viel geboten, wenn auch der Speicher von 64 Gigabyte für die meisten Nutzer zu knapp bemessen sein dürfte. Die nächste – und in diesem Fall einzige andere – Speicheroption sind nicht wie zu erwarten 128 GB, sondern 256 GB. Damit kostet das Air dann allerdings bereits rund 800 Euro.Für den Preis erhält man nicht nur den neuen und überaus schnellen A14-Prozessor, Support für Apple Pencil der zweiten Generation und Magic Keyboard wie bei einem iPad Pro, sondern unter anderem auch USB-C und ein überzeugendes Display – wenn auch ohne 120 Hertz.«

The Verge macht es wie wir und bezeichnet das iPad Air im Test als «das beste Tablet für die meisten Menschen”. Im Testfazit erklärt Dieter Bohn, warum er das iPad Air vielen anderen Lösungen bevorzugt:

»Für mich ist einer der wichtigsten Gründe, ein iPad anstelle eines anderen Computers zu verwenden, dass es einfach eine schönere Erfahrung ist. Man kann es leicht im Haus mitnehmen, eine Tastatur anbringen oder abnehmen und muss sich fast nie wirklich Sorgen machen, dass es abstürzt oder langsamer wird. Apple hat iPadOS in den letzten Jahren etwas komplizierter werden lassen, aber es ist immer noch eine entspanntere Computerumgebung als Mac, Windows 10 oder Chrome OS. Das iPad Air ist mit seinem neuen Design der Inbegriff dieser Freundlichkeit. Die Chancen stehen gut, dass Sie ein iPad viele Jahre lang behalten werden. Wenn Sie sich ein iPad kaufen, und so werden sich die Ausgaben für ein schöneres Produkt langfristig mehr auszahlen als beispielsweise für ein Smartphone, das vielleicht nur zwei oder drei Jahre hält.«

Als größten Kritikpunkt nennt auch The Verge die Preisgestaltung und Speicher-Optionen. Als Gesamtnote erhält das iPad Air 8 von 10 Punkten.

Alternativen

Die interessantesten Alternativen zum iPad Air (2020) liefert Apple selbst in Form der iPad-Pro-Reihe. Googles Android hat zwar bei den Smartphones die absolute Marktmacht, den Tablet-Markt haben die Android-Macher aber offenbar weitgehend aufgegeben und setzen stattdessen auf die Alternative ChromeOS. Wer aufgrund seiner Smartphone-App-Gewohnheiten nicht mit zwei Systemen hantieren möchte, findet aber vor allem dank Samsung weiterhin interessante Android-Alternativen. Microsoft liefert mit dem Surface Go 2 zudem eine spannende Lösung für Windows-Fans.

Premium-Android

Samsung Galaxy Tab S7

Die siebte Generation von Samsungs Galaxy-Tab-S-Reihe erscheint in zwei Größen: Das Samsung Galaxy Tab S7 verfügt über ein 11-Zoll-IPS-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln, während die größere Plus-Version ein 12,4-Zoll-Super-AMOLED-Display bei einer Auflösung 2.800 x 1.752 bietet.

Beide Tablets gehören zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Die kleinere Variante ist für uns aufgrund des faireren Preises und der kompakteren Größe das derzeit beste Android-Tablet, die Plus-Variante (mehr dazu weiter unten) ist beim Display und einigen anderen Punkten ein Upgrade.

Gegenüber dem Vorgängermodell ist das Galaxy Tab S7 eine konsequente Weiterentwicklung. Das Display ist auch in der IPS-Variante sehr gut. Wie das iPad Pro bietet es zudem eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz, wodurch Animationen wie das Scrollen durch Webseiten butterweich über den Bildschirm laufen. Durch die vier kräftigen Lautsprecher ist das Tab S7 ein absolut brauchbares Medien-Tablet.

Großartige Verarbeitung trifft auf ordentliche Leistung

Schon die Verarbeitung des Galaxy Tab S7 unterstreicht den Premium-Anspruch der Koreaner. Das Tablet bietet ein stabiles Aluminiumgehäuse mit dünnen Rahmen, das trotz eines Gewichts von unter 500 Gramm überaus stabil ausfällt.

Angetrieben wird das Samsung-Tablet von einem Snapdragon 865+, dem sechs Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Zwar ist der Chip aktuellen Apple-Chipsätzen in der Rohleistung teils deutlich unterlegen, im Android-Alltag merkt man davon auf dem Galaxy Tab S7 praktisch nichts. Sämtliche Apps starten rasend schnell und laufen absolut ruckelfrei über das Display.

Auch der erfreulicherweise mitgelieferte Eingabestift S-Pen profitiert von der höheren Bildrate des Monitors. Samsung hat die Eingabelatenz deutlich reduziert, was vor allem handschriftliche Notizen noch näher ans Schreiben auf Papier heranrückt. Auch das Zeichnen – etwa in der vorinstallierten App PENUP – klappt noch ein wenig besser als beim schon sehr guten Vorgänger.

Wie beim iPad Pro haftet der Eingabestift magnetisch am Gehäuse des Tablets und lädt dabei den integrierten Akku auf. Dieser wird ausschließlich für die Gestenbedienung des Galaxy Tab S7 über den Stift benötigt, da die Verbindung hier via Bluetooth erfolgt. So lassen sich beispielsweise Präsentationen steuern, wenn das Tablet an einem Fernseher angeschlossen ist, was durchaus praktisch ist.

Produktiv dank S-Pen und Desktop-Modus

Gleiches gilt für den mittlerweile erstaunlich ausgereiften DeX-Modus. In Kombination mit Maus und Tastatur – etwa vom teuren, aber auch sehr guten Samsung-Book-Cover – schaltet das Galaxy Tab S7 in eine Desktop-Ansicht um, die Android-Apps ins Fenster hievt. Das Multitasking wirkt hier deutlich flexibler als in Apples iPadOS. Vor allem die Samsung-eigenen Apps oder auch die Office-Apps von Microsoft funktionieren gut in der Desktop-Ansicht. Bei Apps aus dem Google Play Store ist es aber immer noch Glückssache, ob Funktionen wie die unterschiedlich großen Fenster unterstützt werden. Dennoch: Mit DeX zeigt Samsung, welches Potenzial in Android als Desktop-System steckt – schade, dass Google diesen Ansatz nie ernsthaft verfolgt hat.

Auf der Kehrseite wirkt das Samsung-Tablet gelegentlich überfrachtet. Jede Menge vorinstallierte Apps, wenig ausgereifte Funktionen wie ein Kinder-Modus oder der Bixby-Sprachassistent, zwei App Stores, verschachtelte Menüs – weniger wäre hier teils mehr gewesen. Generell hat Samsung sehr viel am Android-Basissystem verändert, was allerdings zugegebenermaßen auch an den erweiterten Funktionen wie den S-Pen-Extras liegt. In der Praxis wirkt iPadOS nach wie vor deutlich stringenter als das Samsung-Gegenstück.

Akkulaufzeit nicht optimal

Nicht ganz top ist die Akkulaufzeit im 120-Hertz-Modus: Nach rund sieben bis acht Stunden ist hier Schluss. Durch das Umschalten auf ein klassisches 60-Hertz-Display hält das Tablet einige Stunden länger durch, verliert aber einen seiner Vorzüge.

Auch wenn wir uns ein wenig mehr Software-Geradlinigkeit gewünscht hätten, ist das Samsung Galaxy Tab S7 ein beeindruckend gutes Tablet. Die Kombination aus hervorragender Verarbeitung, dem guten Display und Extras wie dem tollen S-Pen und dem hilfreichen DeX-Modus machen es zur Top-Alternative zum iPad Pro in der Android-Welt. Wenn Samsung sein Versprechen wahr macht, die aktuellen Tablets länger mit Android-Updates zu versorgen, kann man durchaus seine Freude an dem Gerät haben.

Wenn Geld egal ist

Apple iPad Pro (2020)

Test Tablet: Apple iPad Pro 2020
Enorme Rechenleistung und ein tolles Display machen das Pro zum iPad-König. Der Preis ist aber saftig.

Apple hat sein iPad Pro im Frühjahr 2020 überarbeitet. Ein neues Design oder den erwarteten Wechsel bei der Display-Technologie brachte die mittlerweile vierte Version nicht mit, stattdessen gab es sanfte Modellpflege. Das ohnehin schon pfeilschnelle Tablet arbeitet dank des verbesserten A12Z-Prozessors noch ein wenig flotter, mit konstant 6 Gigabyte RAM und einer Basisausstattung von 128 Gigabyte internen Speicher bietet das iPad Pro 2020 zudem mehr Leistungsreserven für künftige Versionen von iPadOS.

Apple bietet das iPad Pro mit Displaydiagonalen von 11 und 12,9 Zoll an. Ist erstere kaum vom neuen Air zu unterscheiden, macht die größere Ausgabe als Laptop-Ersatz oder großes Zeichentablet eine tolle Figur. Beide bieten Animationen mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz, was im Vergleich zum restlichen iPad-Fuhrpark für deutlich weichere Animationen sorgt. Die verbesserte Kamera des neuen iPad Pro knipst auf höherem Niveau, außerdem bietet sie einen LiDAR-Sensor für Augmented-Reality-Apps – von denen gibt es aber derzeit noch nicht allzu viele im App Store. Wie aktuelle iPhones bietet das iPad Pro zudem die Gesichtserkennung FaceID, die sehr zuverlässig funktioniert.

Gegenüber dem A14 im neuen iPad Air bietet der A12Z-Prozessor im iPad Pro 2020 immer noch eine sehr gute Leistung und ist vor allem bei grafikintensiven Anwendungen flotter – das merkt man allerdings nur bei Profi-Apps, etwa der Videobearbeitung. Das schicke Design sowie den vielseitigen USB-C-Anschluss teilen sich die Tablet-Serien mittlerweile, lediglich das Standard-iPad weicht mit seinem Lightning-Anschluss ab.

Unterstützung für Magic Keyboard und Apple Pencil 2

Seine größten Stärken teilt das iPad Pro mittlerweile mit dem iPad Air (2020). Der Apple Pencil 2 arbeitet präziser als der Erstling und lädt außerdem komfortabel durch magnetisches Andocken ans Gehäuse auf. Auf dem 120-Hertz-Display ist er noch ein wenig flotter, was sich allerdings wirklich nur im direkten Vergleich bemerkbar macht.

Das im April 2020 vorgestellte Magic Keyboard ist die wohl interessanteste Ergänzung für das Pro. Wird das iPad magnetisch in das Tastatur-Case eingehängt, steht eine hervorragende Tastatur samt Trackpad zur Verfügung – gleiches gilt aber auch hier für das iPad Air. Die mit iPadOS 13.4 eingeführte Maussteuerung funktioniert auf dem überaus präzisen Trackpad des Magic Keyboard nahezu perfekt. Im Zusammenspiel mit dem sehr angenehmen Tippgefühl der beleuchteten Tasten kommt das iPad Pro der lange gehegten Idee des Laptop-Ersatzes so nahe wie nie zuvor.

Das Magic Keyboard des iPad Pro hat das Zeug dazu, der viel zitierte »Game Changer« für die produktive Nutzung des Apple-Tablets zu sein. Apple ist es beim ersten Versuch gelungen, die Bedienung von iPadOS via Mausgesten praktisch perfekt in das System zu integrieren, was besonders beim Bearbeiten von Texten und Bildern ein Segen ist. Letztere profitieren vor allem von Apple Pencil 2, der gegenüber der ersten Ausgabe präziser funktioniert.

Der Preis von über 300 Euro für das Keyboard ist aber selbst für Apple-Verhältnisse gesalzen. Hinzu kommt, dass das Magic Keyboard sowohl von der Dicke als auch vom Gewicht ordentlich aufträgt – über ein Kilo bringt das iPad Pro 11 in der Tastatur-Hülle auf die Waage. Erwähnenswert ist zudem, dass die Akkulaufzeit des iPad Pro von den Apple-typischen zehn Stunden beim Dauereinsatz des Keyboards leidet und im Schnitt ca. eine Stunde kürzer ausfällt. Übrigens: Das Magic Keyboard funktioniert auch mit dem optisch baugleichen iPad Pro von 2018, außerdem dürfen natürlich auch Bluetooth-Tastaturen, Mäuse oder Trackpads eingesetzt werden.

Kurz: Ob mit oder ohne Magic Keyboard, das iPad Pro ist das technisch beste Tablet, das man derzeit kaufen kann – allerdings hat Apple selbst den Vorsprung der Pro- auf die Air-Reihe deutlich schmelzen lassen. Vor allem die 11-Zoll-Version kann sich primär durch das 120-Hertz-Display, FaceID sowie die den größeren Arbeitsspeicher (6 statt 4 Gigabyte) vom vermeintlich kleineren Bruder absetzen. Ob diese Funktionen den Aufpreis rechtfertigen, lässt sich nicht pauschal sagen. Die größere Ausgabe mit 12,9 Zoll ist hingegen nach wie vor eine Überlegung wert. Bis zur nächsten Generation des iPad Pro dürfte das iPad Air für den Großteil der Apple-Fans die bessere Wahl sein.

Gut & günstig

Apple iPad (2020)

Das Apple iPad (2020) ohne Namenszusatz (also nicht »Air« oder »Pro«) ist eine gute, günstigree Alternative zum iPad Air. In seiner mittlerweile achten Generation hat das günstigste iPad in Apples Portfolio einen ordentlichen Leistungsschub erhalten. Arbeitete im 2019er-Modell noch der etwas in die Jahre gekommene Apple-A10-Chipsatz, wird das iPad 2020 vom deutlich flotteren Apple A12 Bionic angetrieben. Der kann zwar ebenfalls nicht mehr ganz mit der absoluten Oberklasse mithalten, sorgt aber für ein spürbar flüssigeres Arbeiten im vorinstallierten iPadOS 14. Leistet sich das 2019er iPad zumindest gelegentlich kleinere Ruckler, arbeitet die neueste Ausgabe praktisch durchgehend auf einem Niveau, das für alle aktuellen Apps und Spiele mehr als ausreicht.

Mehr Leistung dank Apple A12 Bionic

Über den neuen Chipsatz hinaus hat sich beim iPad der achten Generation wenig getan. Das Gehäuse ist unverändert geblieben und wirkt mit seinen breiten Rändern und dem klassischen Home-Button mit integriertem Touch-ID-Fingerabdruckleser mittlerweile ein wenig altbacken. Auch das 10,2-Zoll große Retina-Display ist zwar angenehm hell, scharf und farbecht, verzichtet aber auf den erweiterten P3-Farbraum oder die Anpassung der Farben über TrueTone. Das ist allerdings Meckern auf hohem Niveau, kann das iPad-Display doch nach wie vor mit den besten Tablets mithalten. Geladen wird das iPad nach wie vor über einen Lightning-Port, USB-C ist den teureren Modellen vorbehalten.

Wie der direkte Vorgänger unterstützt auch das iPad 2020 das praktische Smart Keyboard Cover sowie den Apple Pencil der ersten Generation. Beide Eingabegeräte bieten zwar nicht den gleichen Komfort wie ihre neueren Pendants, machen das iPad aber dennoch zum vergleichsweise günstigen Produktivitäts-Allrounder. Der Apple Pencil arbeitet unter iPadOS 14 sogar ein Stück effizienter, was allerdings auch für die anderen iPad-Modelle gilt. Ob Zeichnungen, handschriftliche Notizen oder schlicht die Bedienung des Systems selbst, der Apple Pencil macht nach wie vor eine gute Figur. Die angekündigte verbesserte Handschriftenerkennung Scribble (in der deutschen Version »kritzeln«) war zum Testzeitpunkt in Deutschland allerdings noch nicht verfügbar. Im Vergleich zur neueren Version des Pencils fehlt uns aber die Möglichkeit, ihn magnetisch am Gehäuse unterzubringen und aufzuladen.

Mit dem Wechsel auf den A12-Chipsatz merzt Apple beim iPad der achten Generation den größten Kritikpunkt der Vorgängermodelle aus. Tatsächlich macht es das Prozessor-Upgrade deutlich leichter, das Einsteiger-iPad als günstige Alternative zu den teureren Air- und Pro-Modellen zu empfehlen. Das iPad (2020) wirkt im Vergleich zum iPad Air der vierten Generation und dem iPad Pro zwar weniger edel, als Surf-, Gaming- und Medientablet ist es aber nach wie vor absolut empfehlenswert. Die Mehrleistung durch den neueren Chipsatz macht es in Kombination mit dem Zubehör zudem als Arbeitsgerät interessanter, gehen Aufgaben wie die Bildbearbeitung doch deutlich flotter von der Hand als bei früheren Modellen.

Tatsächlich gibt es derzeit faktisch keine Apps oder Spiele im App Store, die das Einsteiger-iPad an seine Leistungsgrenzen bringen – ein beeindruckender Beweis für die Leistung von Apples Prozessoren. Das 2020er iPad dürfte zudem durchaus noch Leistungsreserven für einige Jahre und künftige iPadOS-Versionen bieten – die sind bei Apple ja bekanntlich garantiert. Bei allem verdienten Lob: Es ist schwach, dass ein Tablet in dieser Preisklasse immer noch bei 32 Gigabyte Speicherplatz startet. Wer das iPad nicht nur zum Surfen und Streamen nutzen will, kommt kaum um die 100 Euro Aufpreis für das 128-Gigabyte-Modell nicht herum.

Für Windows-Fans

Microsoft Surface Go 2

Mit dem Surface Go 2 hat Microsoft eine neue Version seines Einsteiger-Tablets auf den Markt gebracht. Neben einem von 10,1 auf 10,5 Zoll gewachsenen Display bietet es vor allem in den teureren Varianten einen spürbaren Leistungszuwachs.

Wie beim Erstling ist Windows 10 Home im so genannten S-Modus installiert. Diese Spezialinstallation erlaubt ausschließlich die Nutzung Apps aus dem Microsoft Store – und hier liegt die große Krux des Surface Go 2. Im Store finden sich zwar mittlerweile einige große Namen (etwa Apple iTunes, Netflix oder Spotify), das gigantische Softwareangebot von Windows kommt aber nicht zur Geltung. Auch Alternativen zum Microsoft-Browser Edge sind im S-Modus nicht drin. Die gute Nachricht: Auf Wunsch kann einmalig aus dem S-Mode zum »echten« Windows 10 gewechselt werden – dann wird aus dem Surface Go 2 ein vollwertiges Windows-Convertible.

Zum besseren Vergleich mit der Konkurrenz haben wir das Surface Go 2 aber im S-Mode belassen. In der von uns getesteten Version mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, 128 GB großer SSD und dem Pentium Gold Prozessor 4425Y laufen die typischen Windows-10-Apps sowie die vorinstallierte Microsoft-Office-Suite (die ein Microsoft-365-Abo voraussetzt) insgesamt flüssig auf dem Microsoft-Tablet. Mit dem hohen Arbeitstempo des iPads kann das Microsoft-Tablet aber nicht mithalten. Möglicherweise ist die teurere Variante mit Intel-M3-CPU die bessere Wahl, die mit über 800 Euro (ohne Tastatur-Cover) aber preislich schon auf iPad-Pro-Niveau liegt.

Die Akkulaufzeit von acht bis zehn Stunden und die Verarbeitung des kleinen Microsoft-Tablets befinden sich auf einem sehr guten Niveau. Das Gehäuse aus stabilen Aluminium wiegt knapp über 500 Gramm und liegt und liegt hervorragend in der Hand. Der Surface-typische Kickstand erlaubt die komfortable Aufstellung ohne Hülle.

Softwareseitig bleibt Windows 10 auf dem Tablet auch im S-Modus ein zweischneidiges Schwert. Die nativen Win-10-Apps lassen sich über den Touchscreen gut bedienen, die Navigation durch den Windows-Explorer funktioniert hingegen erst mit der Maus wirklich gut.

Das Type Cover ist empfehlenswert

Generell kann man Käufern des Surface Go 2 nur empfehlen, das separate Microsoft Type Cover zu kaufen. Die rund 100 Euro teure Tastatur verbindet sich magnetisch mit dem Go 2 und schützt das sehr gute Display des Windows-Tablets. Aufgeklappt lässt es sich auf dem Type-Cover insgesamt angenehm schreiben, wenn es auch nicht mit dem Magic Keyboard aus dem Hause Apple mithalten kann – das kostet aber auch mehr als das Dreifache. Auch der Eingabestift Surface Pen funktioniert mit dem Surface Go, muss aber ebenfalls separat erstanden werden.

Trotz des vergleichsweise hohen Preises ist das Surface Go 2 eine Empfehlung wert. Das gilt vor allem für Windows-Fans auf der Suche nach einer portablen, leichten und lüfterlosen Ergänzung zum heimischen Desktop. Wer keine Lust auf die Einarbeitung in ein zweites System hat und sich mit dem App-Angebot im Windows Store arrangieren kann, macht mit dem Surface Go 2 wenig falsch. Vor allem die Option, durch den Wechsel aus dem S- zum Standard-Modus eine vollwertige Windows-Umgebung zu erhalten, machen das Microsoft Surface Go 2 attraktiv.

Außerdem getestet

Wie bereits erwähnt, dominiert Apple den Tablet-Markt und Alternativen gibt es nur wenige. Trotzdem haben wir hier noch einige Tablets, die möglicherweise interessant für Sie sind.

Das iPad Air (2019) unterscheidet sich von seinem Nachfolger sowohl optisch als auch vom Zubehör. War es zu seiner Zeit noch eine Top-Empfehlung, gilt dies mittlerweile nur noch mit Einschränkung. Wer beispielsweise den Apple Pencil und das Keyboard-Case der ersten Generation nutzen will, kann auch zum günstigeren Standard-iPad greifen, das mittlerweile mit dem gleichen Chipsatz arbeitet. Von diesem unterscheidet sich das ältere Air vor allem mit einem besseren Display mit DCI-P3-Farbraum und Apple TrueTone sowie besseren Lautsprechern. Nach wie vor bietet es zudem mehr als genug Leistungsreserven für kommende Versionen des Betriebssystem iPadOS. Wer das iPad Air (2019) zu einem guten Preis ergattern kann und auf die neuen Features des 2020er-Modells verzichten kann, darf immer noch zugreifen.

Das iPad (2019) ist ebenfalls noch bei einigen Händlern erhältlich und dabei nochmals günstiger als die überarbeitete Version von 2020. Gegenüber seinem Nachfolger kommt hier aber mit dem Apple A10 aus dem Jahr 2016 ein deutlich älterer Chipsatz zum Einsatz. Die Basisfunktionen von iPadOS 14 bewältigt der schwächere Prozessor nach wie vor ohne Probleme, bei anspruchsvollen Apps (etwa für die Bild- oder gar Videobearbeitung) sowie neueren 3D-Spielen kommt er aber leicht ins Schwitzen. Soll das iPad vor allem fürs Surfen, den Medienkonsum und einfache Office-Aufgaben verwendet werden, ist aber auch die 2019er-Version mehr als ausreichend – vor allem, weil Verarbeitung und Zubehörkompatibilität mit dem neueren Modell identisch sind. Wer das iPad (2019) zu einem guten Preis findet und nicht die höchsten Ansprüche an die Performance hat, darf durchaus zugreifen.

Samsung Galaxy Tab S7+

Das Samsung Galaxy Tab S7+ ist das Upgrade-Modell zum Tab S7. Gegenüber diesem punktet es vor allem mit dem 12,4-Zoll großen Display mit Super-AMOLED-Technologie. Vor allem bei der Filmwiedergabe überragt es das bereits sehr gute Tab S7 dank perfektem Schwarz und kann hier sogar dem iPad Pro den Rang ablaufen.

Gegenüber seinem kleineren Verwandten bietet das teuerere Tab S7+ zudem einen doppelt so großen internen Speicher (256 Gigabyte) sowie acht statt sechs Gigabyte Arbeitsspeicher. Davon abgesehen teilt es sich praktisch alle Eigenarten seines kleineren Verwandten, darunter den tollen S-Pen und die Top-Verarbeitung. Wer sich nicht vom äußerst hohen Preis für ein Android-Tablet nicht abschreckt, erhält hier eine Menge Leistung und gute Funktionen. Optional ist es sogar mit 5G-Konnektivität verbunden – der Aufpreis dafür ist aber gesalzen.

Das Samsung Galaxy Tab S6 ist immer noch bei vielen Shops erhältlich und noch immer ein ordentliches Tablet. Mit dem Erscheinen der Galaxy-Tab-S7-Reihe dürfte der Preis für die Vorgängergeneration recht schnell fallen. Das Galaxy Tab S6 kommt mit einem etwas kleineren Display und verzichtet auf die flüssige Darstellung mit 120 Hertz. Auch die Leistung kann nicht mit der neueren Generation mithalten, reicht aber für die meisten Android-Anwendungen noch vollkommen aus.

Der S-Pen ist auch hier im Paket und ein praktischer Helfer für Notizen und Zeichnungen, wenn er auch beim Tab S7 noch besser funktioniert. Auch der DeX-Modus ist beim Tab S6 schon an Bord. Die Akkulaufzeit ist sogar besser als beim direkten Nachfolger, dessen 120-Hertz-Display die Laufzeit mindert. Kurzum: Das Upgrade vom Galaxy Tab S6 zum Galaxy Tab S7 kann sich lohnen, doch zu einem guten Kurs ist der Vorgänger für Android-Fans noch immer interessant.

Samsung Galaxy Tab S6 Lite

Das Samsung Galaxy Tab S6 Lite ist im Vergleich zu den Top-Geräten der Koreaner zwar abgespeckt, dafür aber vergleichsweise günstig zu haben. Rein haptisch merkt man von der Budget-Ausrichtung nichts, liegt das schlanke Metallgehäuse doch wunderbar in der Hand. Beim Display verzichtet Samsung zwar auf AMOLED-Technologie, dennoch hinterlässt der Bildschirm des Tab S6 Lite dank scharfer Auflösung und satten Farben einen guten Eindruck.

Bei der Alltagsnutzung wird aber schnell deutlich, wo Samsung den Rotstift angesetzt hat. So gibt es keinen Fingerabdrucksensor, die alternative Entsperrung per Gesichtserkennung klappt – anders als etwa beim iPad Pro – nur bei gutem Licht zuverlässig. Schwer wiegt die nicht ausgewogene Performance: Bei der Navigation durch Android und die zugehörigen Apps fallen immer wieder kleine Verzögerungen und Ruckler auf – nicht massiv, aber durchaus störend.

Auch auf Software-Extras wie den DEX-Modus muss hier verzichtet werden. Im Gegenzug legt Samsung dem Tablet den S-Pen-Eingabestift bei, der sehr gut funktioniert. Insgesamt ist das Samsung Galaxy Tab S6 Lite ein ebenso grundsolides wie unspektakuläres Tablet für Android-Fans. Wer das Tablet nicht unbedingt als Arbeitsgerät nutzen möchte oder schlicht keine Lust auf Apple hat, macht hier wenig falsch.

Microsoft Surface Pro X

Mit dem Surface Pro X hat Microsoft ein zumindest in der Theorie revolutionäres Windows-10-Tablet auf den Markt gebracht: Anstelle der typischen Intel-Prozessoren wird es von einer CPU auf ARM-Basis angetrieben, wie sie auch im Android- und iOS-Bereich Standard ist. Die Hoffnung, dass der Microsoft-SQ1-Prozessor der Intel-Konkurrenz davonläuft, erfüllt sich zwar nicht, dennoch ist das Surface Pro X im Alltag flott – zumindest mit ARM-kompatiblen Programmen.

Das Problem: Klassische, für die x86-Architektur entwickelte Programme laufen nur per Emulation auf dem Surface Pro X – und das bremst spürbar aus. Noch verheerender ist, dass 64-bit-Versionen erst gar nicht auf dem ARM-Surface starten; die Emulation unterstützt lediglich 32-bit-Programme. Ein prominentes Negativbeispiel für die Software-Kompatibilität des Surface Pro X liefert die Adobe-CC-Suite. Photoshop, Lightroom und Co. liegen nur noch als 64-bit-Versionen vor und bleiben dem Pro X zumindest derzeit vorenthalten. Adobe hatte eine native ARM-Version versprochen, geliefert haben sie aber noch nicht. Gerüchten zufolge arbeitet an Microsoft zwar an einer Emulation von 64-bit-Programmen, aber bis das erscheint, könnte es wahrscheinlich schon einen Nachfolger des Surface Pro X geben.

Auch die Akkulaufzeit des Surface Pro X ist mit einer durchschnittlichen Zeit von fünf bis sieben Stunden nicht auf dem Niveau, das man sich von einem Wechsel der Prozessorarchitektur erhoffen durfte. Die Software ist einfach nicht optimiert genug, die Emulation frisst viel Leistung. Insgesamt ist das Surface Pro X angesichts seines hohen Preises damit keine Tablet-Empfehlung – was angesichts der hervorragenden Verarbeitung, des tollen Displays und der LTE-Integration schade ist.

Samsung Galaxy Tab S5e

Neben dem teuren Samsung Galaxy Tab S6 und dem Tab S6 Lite gibt es mit dem Samsung Tab S5e eine weitere interessante Android-Alternative zum iPad. Tatsächlich bietet das günstigere Samsung-Modell viele Vorteile des teureren Verwandten, etwa den Dex-Modus oder das sehr gute AMOLED-Display. Zusammen mit den guten AKG-Boxen ist es vor allem für Videofans eines der interessantesten Tablets auf dem Markt. Abstriche müssen vor allem bei der Performance hingenommen werden: Wo das Tab S6 praktisch rundherum flüssig läuft, gönnt sich das Tab S5e mit weniger Arbeitsspeicher und langsameren Prozessor schon einmal eine kurze Denkpause. Auch der praktische S-Pen fehlt beim günstigeren Samsung-Modell.

Kurzum: Das Galaxy Tab S5e ist die Budget-Version aus Samsungs letzten Tablet-Stall. Als Alltagsgerät macht es dennoch eine gute Figur, wenn es auch den allerhöchsten Ansprüchen nicht ganz gerecht wird.

Neben dem iPad Air hat Apple im Frühjahr 2019 auch das iPad Mini neu aufgelegt. Dabei wurde vor allem das Innenleben überarbeitet, denn optisch setzt Apple auf das praktisch identische Design der Vorgänger. Bedeutet: Das iPad Mini ist mit 300 Gramm angenehm leicht und mit einer Display-Diagonalen von 7,9 Zoll deutlich kompakter als die größeren iPads. Leider sind aber auch die großen Ränder um den Touchscreen geblieben, die nicht mehr ganz zeitgemäß wirken.

Unabhängig davon ist das Mini erstaunlich nahe dran am iPad Air. Das Display ist ähnlich hochwertig, der verbaute Apple-A12-Prozessor identisch schnell und auch den Apple Pencil 1 darf man nun auf dem iPad Mini nutzen. Lediglich der Anschluss für das Smart-Keyboard fehlt, wobei eine derart kompakte Tastatur vermutlich eh keinen Spaß machen dürfte. Ansonsten teilt sich das iPad Mini natürlich auch einige Schwächen mit seinem großen Verwandten, etwa das fehlende FaceID. Trotzdem: Wer ein kompaktes Tablet mit tendenziell langfristiger Software-Unterstützung sucht, findet nichts besseres als das iPad Mini 2019.

Das iPad Pro 2018 ist zwar nur noch im Abverkauf erhältlich, dafür aber oft günstiger als die 2020er-Variante. Es bietet zwar etwas weniger Leistung als Apples Topmodell, stellt die anderen Tablets im Test aber immer noch in den Schatten. Die Verarbeitung liegt auf dem gleichen hohen Niveau, das Display ist eines der besten im Vergleich und die Kombination mit dem Apple Pencil 2 und dem Magic Keyboard hieven das Tablet auf Laptop-Niveau.

Zwar bietet die günstigste Variante des 2018er Pro mit 64 Gigabyte internen Speicher weniger Platz für Apps als die neuere Version, davon abgesehen spricht aber wenig dagegen, das günstigere Upgrade zum iPad Air zu kaufen.

Huawei MediaPad M5

Test Tablet: Huawei MediaPad M5

Keine Preise gefunden.

Neben Samsung setzt vor allem Huawei im Android-Sektor noch auf Tablets. Das 2018 erschienene Huawei MediaPad M5 zeigt sich im Test vergleichbar vielseitig wie das Samsung Galaxy Tab S6. Es ist flott genug für aktuelle Android-Apps, bietet eine halbwegs aktuelle Software und gute Hardware.

Huawei orientiert sich mit seiner eigenen Oberfläche stark an iOS. Das zeigt sich etwa auf dem Home-Screen, der wie iOS alle installierten Apps beherbergt, statt weniger benutzte in einem separaten Menü zu verstecken. Gleichzeitig lassen sich aber auch viele Aspekte bis ins kleinste Detail anpassen, etwa die Belegung des Home-Buttons. Der dient übrigens auch als Fingerabdrucksensor, der ähnlich gut funktioniert wie auf dem iPad.

Das Display kann nicht ganz mit Samsung oder den iPads mithalten, ist aber dennoch hell und scharf genug für die meisten Ansprüche. Außerdem lässt sich der Speicher per MicroSD-Karte erweitern. Für Android-Fans ist das Huawei MediaPad M5 damit gewissermaßen die 1-B-Empfehlung.

31
Kommentare

avatar
Big Wlassak
Big Wlassak

Ich besitze beides. Ein Samsung Tab und das iPad Pro 2018. Beides mit LTE. Was kaum einer weiß – und was dann sehr ernüchternd ist: So toll ein iPad ist, aber ein eigenständiges WhatsApp gibt es für iPads nicht. Dieses wird zwar immer wieder in Aussicht gestellt, ob und wann es überhaupt jemals verfügbar sein wird, steht in den Sternen. Ein Senden und Empfangen von SMS geht laut Apple-Support auch vom iPad aus nicht möglich. Mein Fazit: Beim iPad funktioniert alles sehr geschmeidig, dafür sind die Apps teurer – oft nur Abos mit monatlichen Zahlungen. Bei einem Android Tablet sind… Mehr... »

Henri
Henri

Wo bleibt das Microsoft Surface Go? Wird mit keinem Wort berücksichtigt und wird in anderen Testberichten hochgelobt.

Redaktion
Redaktion

Wir haben bereits ein Testgerät angefordert!

KaufdocheinTablet
KaufdocheinTablet

Wie wärs mit Kaufen?

Radner Günther
Radner Günther

Tablet werden immer unbeliebter seh es bei mir wenn ma Smartphon.und Smart TV hat is es unnötig.

Claudia Hartwig
Claudia Hartwig

Kann mir hier jemand einen Tipp geben, ob ich meinem Mann ein smartphone oder ipad oder Tablet schenken soll ? er arbeitet viel im Internet und sein jetziges Phone ist ihm ein wenig zu klein. Ist denn ein Tablet oder I Pad da die richtige Wahl?

Wolfgang Patscheider
Wolfgang Patscheider

Im ersten Augenblick ich hab ich mich geärgert dass ich noch die „alte“ Variante des pro gekauft habe, dann muss ich lesen dass das neue erstens wieder schwerer geworden ist (eignet sich das alte kaum für längeren Gebrauch ohne dass einem die Hand herunterfällt), so ist jetzt auch das Display noch schlechter, ich fasse es nicht!

Ein schritt in die absolut falsche Richtung! Auch das alte ist im Freien bei Sonnenschein praktisch unbrauchbar, und das neue jetzt noch schlechter?

Ich bin jetzt richtig froh noch das alte gekauft zu haben!

Helmut Schmidt
Helmut Schmidt

Ich bleibe auch beim Pro 1
Ist super gegenüber dem Air 2 und ich finde bei normaler Nutzung im Freien ganz passabel

Dirk Bockstegers
Dirk Bockstegers

Ihr verwechselt das iPad (2017) das vor etwa 2 Monaten erschienen ist mit dem neuen iPad Pro 10,5″ und 12,9″ (2017)…

Dennis Mathias Imm
Dennis Mathias Imm

Das iPad Pro 10,5″ 2017 ist dass was der Beitrag hier oben beschreibt. Das Display kann Doppelt so viel Herz anzeigen , ist heller und hat ein größeres display . Es ist minimal leichter geworden. Habe es mir geholt und ich habe nie ein besseres Tablet gehabt !!

Ronny Scholz
Ronny Scholz

Schon bestellt!

Erik Dorn
Erik Dorn

Für viele sind es die Yoga tablets.

Andy Stevens
Andy Stevens

Das iPad Pro ist schon das beste Tablet was man bekommen kann. Zugegeben der Preis ist sehr hoch wenn man es in der größten Stufe betrachtet (256GB). Jedoch ersetzt es meiner Meinung nach keinen „richtigen“ MAC solange es unter iOS läuft. Auf der großen Variante wäre ein MAC OS schon besser. Ich habe mir erst das iPad 2017 geholt und bin zufrieden.

Thomas Kühnlein
Thomas Kühnlein

bald kommt iOS 11 mit einem „Finder“, bin gespannt.

Zusammen mit einem Keyboard (z.B. Razer) und guter Software, z.B.:
https://affinity.serif.com/de/photo/ipad/
kann man doch schon sehr viel machen. Für Coding & Office gibt es ja bereits ganz gute software.

Tipp: Quadro & Astropad (dazu braucht man einen Mac, ja) und Parallels Access

Rocco Ludwig
Rocco Ludwig

Dann lieber das iPad Air 2, das ist von der Hardware um einiges besser!

Walti Kossel
Walti Kossel

Genau

Will Berghoff
Will Berghoff

Nie wieder Apple! Selbstzerstörende Billigware!

Udo Scholz
Udo Scholz

Ziemlich inhaltsloser Kommentar. Und somit sinnfrei dazu.

Pascal Parvex
Pascal Parvex

Apropos leistungsfähigstes Tablet: Wo bleibt das Microsoft Surface? Ausgeschlossen, weil es kein beschnittenes Betriebssystem bietet?

AllesBeste.de
AllesBeste.de

Das Microsoft Surface 3 haben wir hier gestestet: http://www.allesbeste.de/test/das-beste-windows-tablet/

Manfred Pacak
Manfred Pacak

Air 1 tuts auch noch ^^

Jörg Weber
Jörg Weber

Ich möchte das iPad Pro nicht mehr missen. Etwa zum Lesen von Tageszeitungen und Magazinen ist es Spitze.

Stefan Schmidt
Stefan Schmidt

air 2 ist top

Daniel Thomanetz
Daniel Thomanetz

Philipp Jank??!

Philipp Jank
Philipp Jank

Vielleicht wirkliche die bessere Wahl?! Hmm ?

Daniel Thomanetz
Daniel Thomanetz

Philipp Jank naja laut dem testbericht scheint es für die normale Verwendung absolut top zu sein?

Philipp Jank
Philipp Jank

Und echt um einiges billiger