Tablet Test: Apple Ipad Pro 12.9 2021
test
Letztes Update: 8.10.2021

Das beste Tablet

Wir haben 33 Tablets getestet. Das beste für die meisten ist das iPad Air (2020). Apple hat seinem Allrounder ein umfassendes Facelift spendiert, das viele Kritikpunkte der Vorgänger ausmerzt. Mit einem tollen Design, hoher Systemleistung und Unterstützung für Zubehör, das bislang dem teureren Pro-Modellen vorbehalten war, hat das neue iPad Air sogar das Zeug zum Laptop-Ersatz.

Boris Hofferbert
beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.
Letztes Update: 8. Oktober 2021

Wir hatten vier neue Tablets im Test. Apple liefert mit dem komplett neu gestalteten iPad Mini (2021)  eine kompakte Alternative zum iPad Air, während das Standard-iPad der neunten Generation mit sanfter Produktpflege zum neuen Preistipp wird.

Auch im Android-Lager gibt es Neuzugänge. Während das sehr ordentliche Xiaomi Mi Pad 5 knapp an der Top-Empfehlung vorbeischrammt, ist das Samsung Galaxy Tab S7 FE 5G für unseren Geschmack etwas zu unausgegoren. Das iPad Air (2020) bleibt weiterhin unsere Top-Empfehlung für die meisten Menschen. Das Apple iPad (2020) und das Microsoft Surface Go 2 sind nun nicht mehr unter den Empfehlungen zu finden.

18. Juni 2021

Wir haben das iPad Pro 12.9 (2021) getestet und sehen es als neue Top-Alternative zum Testsieger, wenn Geld keine Rolle spielt. Es überzeugt mit unerreichter Rechenleistung und einem branchenführenden Display, dem allerdings ein hoher Preis und – zumindest aktuell – fehlende Software, die die Leistung auch wirklich ausnützen könnte, gegenüber stehen. Das Apple iPad Pro (2020) ist jetzt unter „Außerdem getestet“ zu finden.

5. November 2020

Wir haben das neue Apple iPad Air (2020) getestet. Wie zu erwarten, landete es erneut auf der Spitze des Siegertreppchens!

8. Oktober 2020

Apple hat das iPad Air der vierten Generation und das iPad der achten Generation vorgestellt. Während wir noch auf das neue Air warten, hatten wir das iPad (2020) bereits im Test. Dank seines schnelleren Chipsatzes und dem damit verbundenen Leistungsschub ist es eine sehr gute Alternative für alle, die nicht ganz tief in die Tasche greifen möchten.

18. September 2020

Wir haben das Samsung Galaxy Tab S7 und das Samsung Galaxy Tab S7+ getestet. Beide Androiden schneiden sehr ordentlich ab, die kleinere Version ist unsere neue Alternative für Android-Nutzer.

Apple hat ein neues iPad und ein neues iPad Air vorgestellt. Wir werden die neuen Geräte so schnell wie möglich testen.

23. Juni 2020

Wir haben vier neue Tablets getestet, darunter das überarbeitete iPad Pro (2020), das Samsung Galaxy Tab S6 Lite und zwei Surface-Tablets von Microsoft. Unsere Empfehlung bleibt, bei den Alternativen hat sich aber etwas getan.

19. März 2020

Gleich zwei spannende Tablet-Neuheiten: Huawei hat die 5G-Variante des MatePad Pro vorgestellt und angekündigt, dass das High-End-Tablet auch in Europa erscheinen wird. Und auch für Apple-Fans gibt es etwas, worauf man sich freuen kann. Apple hat zwei neue Versionen seines Premium-Tablets iPad Pro angekündigt. Mit einem Trackpad-Support und überarbeitetem Prozessor möchte Apple seine Tablets als Laptop-Alternative positionieren.

Wir werden unseren Test aktualisieren, sobald wir Testgeräte haben.

23. Oktober 2019

Wir hatten die siebte Ausgabe des Standard-iPads im Test. Apple betreibt behutsame Produktpflege und liefert eine günstige Alternative zum iPad Air. Wir hätten uns aber ein wenig mehr Leistung gewünscht und wundern uns über die hohen Kosten für das Zubehör.

13. September 2019

Mit dem Samsung Galaxy Tab S6 gibt es endlich wieder ein Premium-Tablet für Android-Fans. Wer keine Lust auf Apple hat, darf hier zugreifen – allerdings gibt es dennoch ein paar Bedenken.

Unterdessen hat Apple ein neues iPad vorgestellt, das Ende September auf den Markt kommt. Wir werden es so schnell wie möglich testen.

16. Mai 2019

Wir hatten die neuesten iPads sowie das Samsung Galaxy Tab S5e im Test. Das iPad Air der dritten Generation konnte im Test so sehr überzeugen, dass es unsere neue Top-Empfehlung ist.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Im Tablet-Premiumsegment wird die Luft für Android-Geräte immer dünner: Während Apple sein iPad-Ökosystem sukzessive ausbaut und mit eigenen Chips mit starker Leistung und langfristigen Softwaresupport überzeugt, verlieren Android-Tablets zunehmend den Anschluss. Daher dominieren Apples iPads in diesem Test auch ganz klar unsere Empfehlungen.

Anders sieht es bei günstigen Tablets aus: Hier haben die Androiden nach wie vor die Nase vorn, denn Apple bietet in dieser Preisklasse schlicht nichts an. Liegt der persönliche Fokus vor allem auf der Möglichkeit, für möglichst wenig Geld zu surfen, E-Mails zu lesen oder Filme zu streamen, muss es nicht zwangsläufig ein iPad sein. Unsere Empfehlungen für günstige Tablets mit Preisen um die 200 Euro lesen Sie in einem eigenen Testbericht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Apple iPad Air (2020)

Tablet Test: Ipad Air 2020
Das iPad Air 2020 überzeugt mit hoher Leistung, schönem Design und einem tollen Display. Selbst bei Sonnenlicht konnte man davon noch gut ablesen.

Das Apple iPad Air (2020) kombiniert erstklassiges Design mit pfeilschneller Performance, einem sehr gutem Display und hochwertigem Zubehör. Gegenüber dem bereits sehr guten Vorgänger hat Apple bei der Neuauflage an den richtigen Stellschrauben gedreht, sodass die Empfehlung als »bestes Tablet für die meisten« trotz des gestiegenen Preises leicht fällt.

Premium-Android

Samsung Galaxy Tab S7

Test  Tablet: Samsung  Galaxy Tab S7
Mit Top-Hardware und praktischen Funktionen das beste Tablet aus dem Android-Lager. Nur die Software macht gelegentlich einen etwas überladenen Eindruck.

Wer Android als Betriebssystem bevorzugt, wird bei Samsung fündig. Das Galaxy Tab S7 ist eine konsequente Weiterführung des Vorgängers und kommt wie dieser mit dem Eingabestift S-Pen. Anwendungen laufen butterweich über den 120-Hertz-Bildschirm. Wer noch mehr möchte, bekommt mit dem Galaxy Tab S7+ auch eine etwas besser ausgestattete Premium-Variante, allerdings nur gegen einen stattlichen Aufpreis.

Kompaktes Kraftpaket

Apple iPad Mini 6

Test Tablet: Apple iPad Mini 6
Klein aber oho: Das iPad Mini der sechsten Generation liefert an fast allen Fronten ab.

In der sechsten Generation hat Apple das iPad Mini runderneuert und damit zur perfekten Alternative für alle gemacht, die ein kompaktes Tablet mit großartiger Leistung suchen. Das iPad Mini (2021) kann auf kleinerer Fläche fast alles, was seine größeren Verwandten ebenfalls beherrschen, passt dabei aber auch in größere Jackentaschen. Vor allem als kompaktes Lesetablet oder digitales Notizbuch in Kombination mit dem Apple Pencil 2 ist das iPad Mini unschlagbar.

Wenn Geld egal ist

Apple iPad Pro 12.9 (2021)

Test  Tablet: Apple iPad Pro 12.9 (2021)
Ein grandioses Display und brachiale Leistung sorgen beim iPad Pro 12.9 für Begeisterung.

Das iPad Pro 12.9 (2021) bietet den mit Abstand schnellsten Tablet-Prozessor und das derzeit wohl beste Display auf dem Mobil-Markt. Auch sonst überzeugt der Tablet-Riese mit ausgereifter Verarbeitung, pfeilschneller Alltagsleistung und tollen Extras wie der Center-Stage-Kamera und der butterweichen 120-Hertz-Darstellung. Die Mehrleistung kann derzeit allerdings von kaum einer App abgerufen werden, außerdem ist die Größe nicht für jeden geeignet. Der hohe Preis tut sein Übriges, um das iPad Pro 12.9 zum Luxus-Tablet aufzuwerten.

Günstiger Allrounder

Apple iPad (2021)

Test Tablet: Apple iPad (2021)
Auch das Einsteiger-iPad bietet genug Leistung für praktisch alle Tablet-Aufgaben.

Einen vergleichsweise günstigen Einstieg in die Apple-Welt liefert das iPad (2021). In der neuesten Version verbaut Apple den schnelleren A13-Bionic-Prozessor und rüstet endlich auch beim Speicherplatz auf. Die Arbeit mit iPadOS wird dadurch spürbar angenehmer  und auch anspruchsvolle Apps und Spielen laufen problemlos auf dem vermeintlichen Einsteigergerät. Hinzu kommt die Unterstützung für den Apple Pencil der ersten Generation sowie das immer noch sehr gute Smart Keyboard Cover. Für viele Tablet-Käufer liefert das Einsteiger-iPad damit den einen sehr guten Kompromiss aus Preis und Leistung.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritPremium-AndroidWenn Geld egal istKompaktes KraftpaketGünstiger Allrounder
Apple iPad Air (2020) Samsung Galaxy Tab S7 Apple iPad Pro 12.9 (2021) Apple iPad Mini 6 Apple iPad (2021) Apple iPad Pro (2020) Xiaomi Mi Pad 5 Samsung Galaxy Tab S7+ Samsung Galaxy Tab S7 FE 5G Apple iPad (2020) Samsung Galaxy Tab S6 Lite Microsoft Surface Go 2 Apple iPad Mini (2019) Microsoft Surface Pro X
Tablet Test: Ipad Air 2020Test  Tablet: Samsung  Galaxy Tab S7Test  Tablet: Apple iPad Pro 12.9 (2021)Test Tablet: Apple iPad Mini 6Test Tablet: Apple iPad (2021)Test  Tablet: Apple iPad Pro 2020Test Tablet: Xiaomi  Mi Pad 5Test  Tablet: Samsung  Galaxy Tab S7+Test Tablet: Samsung Galaxy Tab S7 FE 5GTest  Tablet: Apple iPad (2020)Test  Tablet: Samsung  Galaxy Tab S6 LiteTest  Tablet: Microsoft Surface Go 2Test  Tablet: Apple iPad MiniTest  Tablet: Microsoft Surface Pro X
Pro
  • Elegantes Design
  • Sehr gutes Display
  • Hohe Leistung
  • Top Verarbeitung
  • Gutes Zubehör
  • Schnell
  • Gutes Display mit 120 Hertz
  • Top verarbeitet
  • Tolle S-Pen-Funktionen
  • Praktischer Desktop-Modus
  • Hervorragendes Display
  • Gigantische Rechen­leistung
  • Optional mit 5G-Funk
  • Perfekte Verarbeitung
  • Kompakt und leicht
  • Sehr gute Leistung
  • Lange Laufzeit
  • Unterstütz Apple Pencil 2
  • Optional mit 5G-Funk
  • Hohe Alltagsleistung
  • Gutes Display
  • Lange Laufzeit
  • Hohe Rechenleistung
  • Tolle Verarbeitung
  • Top Display
  • Praktisches Zubehör
  • USB-C-Anschluss
  • Gutes 120-Hz-Display
  • Gute Alltagsleistung
  • Tolle Verarbeitung
  • Guter Klang
  • Schnell
  • Sehr gutes AMOLED-Display mit 120 Hertz
  • Top verarbeitet
  • Tolle S-Pen-Funktionen
  • Praktischer Desktop-Modus
  • Großes, ordentliches Display
  • Tolle Verarbeitung
  • Lange Laufzeit
  • S-Pen im Lieferumfang
  • Hohe Systemleistung
  • Gutes Display
  • Unterstützung für Pencil 1 und Smart Keyboard
  • Gutes Display
  • Sehr gute Verarbeitung
  • S-Pen inklusive
  • Fairer Preis
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Tolles Display
  • Flott genug für Windows-10-Apps
  • Lange Akkulaufzeit
  • Hervorragendes Display
  • Hohe Leistung
  • Ausgereiftes System
  • Unterstützung für Apple Pen
  • Flott mit ARM-Apps
  • Windows 10 Pro
  • Sehr gutes Display
  • Sehr gute Verarbeitung
Contra
  • Keine 128-GB-Version
  • Kein Kopfhörer­ausgang
  • Überfrachtete Software
  • Hoher Preis
  • Akkulaufzeit im 120-Hz-Modus
  • Sehr hoher Preis
  • Kaum Apps, die die Leistung nutzen
  • Probleme mit "Jelly Scrolling" im Hochkant-Modus
  • Recht teuer
  • Biederes Design
  • Kein USB-C
  • Teures Speicher-Upgrade
  • Hoher Preis
  • Kaum Neuerungen gegenüber dem Vorgänger
  • Kein SD-Kartenslot
  • Keine Mobilfunk­option
  • Kein Fingerabdruck­sensor
  • Überfrachtete Software
  • Akkulaufzeit im 120-Hz-Modus
  • Sehr teuer
  • Unterdurch­schnittliche Leistung
  • Unzuverlässige Gesichts­erkennung und kein Fingerabdruck­sensor
  • Teures Zubehör
  • Wenig Speicher im günstigen Modell
  • Altbackenes Design
  • Keine Unterstützung für Pencil 2
  • Kein USB-C
  • Performance-Aussetzer
  • Kein Dex-Modus
  • Kein Fingerabdruck-Sensor
  • Im Windows-S-Mode eingeschränkte App-Auswahl
  • Ohne Type-Cover kaum nutzbar
  • Wenig Leistungs­reserven für die normale Windows-Nutzung
  • Altbackenes Design
  • Kein USB-C
  • Keine Speicher­erweiterung möglich
  • Teuer
  • Keine 64-bit-Software
  • Akkulaufzeit eher durchschnittlich
  • Performance bei x86-Apps durchwachsen
Bester Preis
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Speicher64 / 256 GB128 GB128 / 256 / 512 / 1024 / 2048 GB64 / 256 GB (nicht erweiterbar)64 / 256 GB (nicht erweiterbar)64 / 256 / 512 / 1024 GB128 GB256 GB64 / 128 GB32 / 128 GB64 / 128 GB64/128/256 GB64 / 256 GB128 / 256 / 512 GB (austauschbar, M.2-SSD)
Displaygröße10,9 Zoll11 Zoll12,9 Zoll8,3 Zoll10,2 Zoll11 / 12,9 Zoll11 Zoll12,4 Zoll12,4 Zoll10,2 Zoll10,4 Zoll10,5 Zoll7,9 Zoll13 Zoll
Auflösung2360 x 1640 Pixel2560 x 16002388 x 1668 Pixel2266 x 1488 Pixel2160 x 1620 Pixel2388 x 1668 Pixel2560 x 1600 Pixel2800 x 17522560 x 1600 Pixel2160 x 1620 Pixel2.000 x 1.200 Pixel1.920 x 1.280 Pixel2048x15362.880 x 1.920 Pixel
ProzessorApple A14 Bionic (6 Kerne)Qualcomm Snapdragon 865+Apple M1Apple A15 Bionic ChipApple Apple A13 Bionic ChipApple A12Z (Bionic), 4 x 2.49 GHz + 4 x 1,59 GHzQualcomm Snapdragon 860Qualcomm Snapdragon 865+Qualcomm Snapdragon 778GApple A12 Bionic; 2x 2.49GHz + 4 x 1.59 GHzSamsung Exynos 9611, 4 x 2,30 GHz + 4 x 1,70 GHzIntel Pentium Gold 4425Y / Intel Core i3 8100A12 BionicMicrosoft SQ1, 4 x 3.00 GHz + 4x 1.80 GHz
Akkulaufzeitca. 10 Stundenca. 8 Stundenca. 10 Stundenca. 12 Stundenca. 10 Stundenca. 10 Stundenca. 11 Stundenca. 8 Stundenca. 12 Stundenca. 10 Stundenca. 11 Stundenca. 9 Stundenca. 12 Stundenca. 7 Stunden
Abmessungen24,8 x 17,8 x 0,61 cm25,4 x 16,5 x 0,63 cm28 x 21,4 x0,64 cm19,5 x 13,5 x 0,63 cm25,1 x 17,4 x 0,75 cm24,8 x17,8 x 0,59 cm25,5 x 16,6 x 6,8 cm28,5 x 18,5 x 0,57 cm28,4 x 18,5 x 0,6 cm25,1 x 17,4 x 0,75 cm24,5 x 15,4 x 0,7 cm24,5 x 17,5 x 0,83cm20,3 x 13,5 x 0,6 cm28,7 x 20,8 x 0,73 cm
Gewicht460 Gramm495 Gramm684 Gramm293 Gramm487 Gramm473 Gramm511 Gramm590 Gramm608 Gramm490 Gramm465 Gramm544 Gramm300 Gramm774 Gramm
SonstigesFingerabdruck-Scanner, optional mit LTES-Pen im LieferumfangFaceID, optional mit 5G-ModulFingerabdrucksensor, Siri, Apple-Pencil-2-UnterstützungFingerabdrucksensor, Siri, Apple-Pencil-1-UnterstützungFaceID, optional mit LTEOptionaler StylsS-Pen im LieferumfangS-Pen im LieferumfangFingerabdruck-Scanner, optional mit LTES-Pen inklusive, optional mit LTEWindows 10 S-Mode kann deaktiviert werden, optional mit LTE erhältlich, integrierter KickstandFingerabdruck-Scannerintegriertes LTE-Modem, integrierter Kickstand

Das sollten Sie beim Tablet-Kauf wissen

Der Markt für Tablets wird immer stärker von Apple dominiert, viele Hersteller von Android-Tablets haben sich zurückgezogen oder versuchen mit besonders günstigen Modellen zu punkten. Doch Apple macht ihnen mit dem iPad (2021) für rund 350 Euro das Leben schwer – ähnlich leistungsstarke Tablets mit Android-Betriebssystem sind deutlich teurer. So gräbt Apple den anderen Tablet-Herstellern immer mehr das Wasser ab.

Die Android-Tablet-Misere liegt weniger an den Tablet-Herstellern Samsung, Xiaomi und Co., sondern in erster Linie an Google. Denn die Android-Macher haben den Fokus des Betriebssystems schon vor Jahren auf Smartphones gelegt. Größere Bildschirme bedient Google indes mit der hauseigenen Android-Alternative ChromeOS, die seit einigen Jahren auch Android-Apps ausführen kann. Auf »klassischen« Android-Tablets sieht man Android-Apps nicht selten an, dass sie lediglich auf die größere Bildfläche gestreckt, nicht aber dafür optimiert wurden.

Der Apple-Kosmos bietet hingegen zunehmend Tablet-optimierte Apps auf Desktop-Niveau, etwa die iPad-Version von Adobe Photoshop oder auch die vollwertige Office-Suite aus dem Hause Microsoft. Anders ausgedrückt: Je nach Arbeitsszenario kann ein iPad gegebenenfalls einen Laptop ersetzen – hier lohnen sich dann auch die Mehrausgaben für mehr Leistung und Flexibilität. Entsprechend einseitig zugunsten der diversen iPad-Modelle fallen in diesem Jahr auch unsere Tablet-Empfehlungen aus. Ganz abschreiben darf man aber den Premium-Android-Markt dennoch nicht, was vor allem an Geräten wie dem Samsung Galaxy Tab S7 und dem Xiaomi Mi Pad 5 liegt.

Gleichzeitig bietet Apple eine teure Pro-Linie an, die noch mehr Leistung bietet und sich mit Tastatur-Cover und Eingabestift an eine Profi-Klientel richtet. Spätestens mit der Einführung des Apple Magic Keyboards und der Einführung einer Maussteuerung in iPadOS hat das Tablet zunehmend Potenzial zum Laptop-Ersatz – dafür müssen Apple-Fans aber tief in die Tasche greifen. Vor allem das 2021-Modell mit seinem 12,9-Zoll-MiniLED-Display überragt derzeit mit Leistung, Display aber auch Preisen die komplette Konkurrenz.

Waren diese Features zunächst Pro-exklusiv, änderte sich dies mit dem runderneuerten iPad Air (2020). Die Zwischenstufe zwischen der teuren Pro- und der günstigen Standardserie kostet zwar mehr, als ihr direkter Vorgänger, bietet aber eine ganze Reihe von Vorteilen. Das neue Air schlägt die Brücke zwischen leistungsfähigem Produktiv-Tablet und bezahlbaren Surf- und E-Mail-Gerät.

Tablet Test: Apple Ipad Air 2020

Unser Favorit: Apple iPad Air (2020)

Das beste Tablet für die meisten ist für uns ganz klar das iPad Air (2020). Apple hat das Tablet umfangreich überarbeitet und mit vielen Funktionen ausgestattet, die bislang der teureren Pro-Serie vorbehalten waren.

Sowohl äußerlich als auch im Innenleben hat sich bei der Neuauflage des iPad Air eine Menge getan. Neben einem neuen Äußeren, das an die iPad-Pro-Modelle erinnert, bietet das 2020er Air mit dem Apple A14 einen neuen Chipsatz, der deutlich mehr Rechenleistung als der A12 des Vorgängers bietet. Auch bei der Zubehör-Unterstützung gibt es zwei entscheidende Upgrades, namentlich die Unterstützung für den Apple Pencil 2 sowie das Apple Magic Keyboard – beide Komponenten waren bislang iPad-Pro-exklusiv.

Unser Favorit

Apple iPad Air (2020)

Tablet Test: Ipad Air 2020
Das iPad Air 2020 überzeugt mit hoher Leistung, schönem Design und einem tollen Display. Selbst bei Sonnenlicht konnte man davon noch gut ablesen.

Die Kombination aus toller Verarbeitung, starker Leistung und sinnvollen Extras macht das iPad Air damit sogar als Laptop-Ersatz interessant. Im Zusammenspiel mit dem gigantischen App-Ökosystem und der ausgereiften Benutzerführung von iPadOS fällt die Empfehlung für das iPad Air (2020) trotz des gestiegenen Preises leicht: Mit einer UVP von rund 630 Euro setzt das neue Air gut 100 Euro über dem Vorgänger an.

Design und Verarbeitung

Das Design des iPad Air 2020 orientiert sich stark am teureren iPad Pro. Das aus vollständig recycelten Aluminium gefertigte Gehäuse ist hervorragend verarbeitet und fühlt sich rundherum wertig an. Trotz des im Vergleich zum Vorgänger deutlich kantigeren Gehäuse liegt das Air sehr angenehm in der Hand und lässt sich mit einem Gewicht von rund 460 Gramm längere Zeit komfortabel tragen. Ein kleiner Malus ist die herausstehende Kamera, die ohne Hülle dafür sorgt, dass das iPad Air (2020) nicht ganz plan auf dem Tisch liegt. Immerhin produziert sie für Tablet-Verhältnisse durchaus ordentliche Bilder, die auf dem Niveau des aktuellen iPhone SE liegen.

TouchID im Power-Button

Wie beim iPad Pro verzichtet Apple beim neuen iPad Air auf den klassischen Home-Button. Da das Tablet die biometrische Gesichtserkennung TouchID aber nicht unterstützt, erfolgt das Entsperren über einen in den Einschalt-Knopf am Gehäuserand integrierten Fingerabdrucksensor. Nach der ersten Einrichtung lässt sich das iPad Air sowohl im Hoch- als auch im Querformat schnell und zuverlässig über den TouchID-Sensor öffnen, ganz so komfortabel wie FaceID ist das aber natürlich nicht. Die Navigation durch iPadOS erfolgt wie beim iPad Pro oder auch beim verwandten iPhone via Wischgesten.

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Tablet Test: Ipad Air Pencil
Das iPad Air 2020 übernimmt das Design des iPad Pro. Das gilt auch für den Apple Pencil 2, der magnetisch am Tablet geladen wird.
Tablet Test: Ipad Air Back
Die Rückseite des iPad Air, hier in Grün.
Tablet Test: Ipad Air Kamera
Die Kamera schießt scharfe Fotos, ragt allerdings aus dem Gehäuse heraus.
Tablet Test: Ipad Air Smart Case
Das iPad Air im offiziellen Smart-Folio-Case.
Tablet Test: Ipad Vergleich
Das iPad Air (oben) im Vergleich mit dem iPad Mini und dem iPad (2020).

Das Touch-Display des iPad Air (2020)ist um 0,4 Zoll auf 10,9 Zoll (27,69 Zentimeter) gewachsen und damit nur noch unwesentlich kleiner als das kleinere iPad-Pro-Modell mit elf Zoll. Das größere Display und der Wegfall des Home-Buttons sorgen im Vergleich zum klassischen iPad-Design für deutlich kleinere Gehäuseränder, was ein optisches und haptisches Upgrade darstellt. Es ist iPad-typisch scharf, farbecht und angenehm hell, wenn auch das Pro noch ein wenig heller leuchtet. Auch beim Außeneinsatz an einem sonnigen Tag lässt sich das Display gut ablesen. Im Gegensatz zum günstigeren Standard-iPad unterstützt das iPad Air 2020 den erweiterten Farbraum DCI-P3 sowie die Farbanpassung TrueTone.

Sehr gutes 10,9-Zoll-Display

Es ist damit gut für die Film- und Videobearbeitung geeignet, wovon Apps wie Photoshop oder iMovie profitieren. Auch Videos kommen gut auf dem Display zur Geltung, die integrierten Stereo-Lautsprecher setzten Filme und Serien zudem gut in Szene. Ganz so rund und wuchtig wie das Vier-Boxen-Setup des Pro-Modells ist der Klang nicht, für ein Tablet tönt das iPad Air (2020) aber durchaus eindrucksvoll.

Performance und Alltagsnutzung

Die Einführung des neuen Apple-Chipsatzes A14 im iPad Air war ein kleiner Paukenschlag. Erstmals feierte ein Apple-Prozessor nicht im iPhone, sondern im iPad seine Weltpremiere. Fast schon erwartungsgemäß bietet der A14 im Vergleich zum iPad-Vorgänger A12 eine nochmals deutlich höhere Rechenleistung und liegt in einigen Testszenarien sogar vor dem speziell für die iPad-Pro-Modelle gefertigten A12Z. Wichtiger als Benchmarks ist die Praxis und hier schlägt sich das iPad Air 2020 famos: Ob aufwändige 3D-Spiele, die Verarbeitung von 4K-Videomaterial oder auch die Bearbeitung großer Photoshop-Projekte in der Adobe-App, das iPad Pro erledigt alle Aufgaben verzögerungsfrei und flott.

Apples A14-Chip macht Dampf

Das per Update erhältliche iPadOS 15 läuft erwartungsgemäß butterweich auf dem iPad Air (2020), auch exzessives Multitasking bremst das Tablet nicht aus. Wie schon vorherige Generationen der Apple-Chips dürfte auch der A14 damit noch mehr als genug Reserven haben, um über viele Jahre mit aktuellen Versionen von iPadOS zurecht zu kommen.

Neben dem Innenleben ist auch der neue USB-C-Anschluss eine große Veränderung zum Vorgänger. Wie beim iPad Pro erlaubt der neue Port nicht nur ein flotteres Aufladen des Tablets, sondern erleichtert auch den Anschluss von USB-Zubehör. In unserem Test mit einem passiven USB-C-Hub von Satechi zeigt sich, wie viel das iPad durch den Wechsel auf die den neuen Anschluss gewinnt. Ob externe SSDs, USB-Sticks, Funkmäuse, ein USB-Headset oder gar einen Ethernet-Anschluss: Die USB-C-Schnittstelle macht das iPad Air 2020 um einiges vielseitiger als ihr Lightning-Äquivalent.

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Tablet Test: Ipad Air Usb C
Der USB-C-Ladeport macht das iPad Air vielseitiger als zuvor. Er erlaubt unter anderem den Anschluss von USB-Festplatten und anderem Zubehör.
Tablet Test: Ipad Air Usb C Home Button Navigation
Wie beim iPad Pro und dem iPhone gibt es keinen Home-Button. Stattdessen führt eine Wischgeste zurück zum Homescreen.
Tablet Test: Ipad Air Smart Connector
Der Smart Connector für das Apple Magic Keyboard. Man darf gespannt sein, ob auch Drittanbieter passendes Zubehör anbieten werden.

Ein weiteres Upgrade hat die Zubehörunterstützung erfahren. Das iPad Air 2020 unterstützt den Apple Pencil 2 sowie das Apple Magic Keyboard – bislang war das Air auf die Vorgängergenerationen beschränkt. Wie schon beim iPad Pro (siehe unten) liefern beide Eingabegeräte eine hochinteressante Erweiterungsmöglichkeit für das Tablet.

Apple Pencil 2 und Magic Keyboard

Der Apple Pencil 2 liegt besser in der Hand als sein Vorgänger und erlaubt sehr feine Zeichnungen und handschriftliche Notizen. Wie beim Pro dockt er magnetisch an das iPad Air (2020) an und wird darüber auch geladen. Die Bedienung von iPadOS per Stift klappt hervorragend und auch beim Zeichnen oder Schreiben merken wir keinen funktionalen Unterschied zum iPad Pro. Die Funktion »Scribble« bzw. »Kritzeln«, die handschriftliche Eingaben in Textfelder erlaubt, ist seit iPadOS 14.5 auch in Deutschland verfügbar und funktioniert in der Praxis tadellos. Anfang Juli 2021 hat Apple zudem die Möglichkeit eingeführt, die Notizen wie digitalen Text zu markieren, kopieren und einzufügen, was selbst mit der eher krakeligen Handschrift des Autors erstaunlich gut funktioniert. Das Durchsuchen der Pencil-Notizen bleibt allerdings vorerst englisch- und chinesischsprachigen Nutzern vorbehalten.

Das bislang nur für das iPad Pro ausgelegte Magic Keyboard macht aus dem iPad Air ein Convertible. Die Tastaturhülle liefert ein hervorragendes Schreibgefühl und punktet außerdem mit beleuchteten Tasten sowie einem Trackpad, das eine sehr gute Bedienung von iPadOS erlaubt. Nach wie vor bereitet uns der Preis von über 300 Euro Bauchschmerzen. Wer bereit ist, soviel Geld auszugeben, erhält ein ausgezeichnetes Gesamtpaket, dass das iPad Air nochmals deutlich aufwertet. Freilich gibt es dafür auf dem freien Zubehörmarkt auch günstigere Alternativen, die aber nicht an die optimale Abstimmung der Apple-Komponenten heranreichen.

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Tablet Test: Apple Ipad Air 2020
Auf dem Magic Keyboard lässt sich hervorragend tippen.
Tablet Test: Ipad Air Magic Keyboard Seite
Mit dem magnetischen Magic Keyboard erinnert das iPad Air an ein Convertible - der Preis dafür ist aber hoch.
Tablet Test: Ipad Air Notizen
Der Apple Pencil der zweiten Generation erlaubt nun auch auf dem iPad Air das Erstellen von Zeichnungen und Notizen, etwa zur Annotation von Bildschirmfotos.
Tablet Test: Ipad Air Photoshop
Grafik-Apps wie Adobe Photoshop laufen auf dem iPad Air flott und lassen sich per Pencil gut bedienen.

Auch bei der Konnektivität hat sich etwas getan. Das iPad Air (2020)unterstützt den aktuellen WLAN-Standard WiFi 6 und funkt damit mit entsprechenden Routern deutlich schneller. Auf 5G-Unterstützung wie beim aktuellen iPhone 12 hat Apple allerdings verzichtet, stattdessen gibt es das iPad Air wie gewohnt optional mit LTE-Funk.

Nachteile?

Bei allem Lob, das iPad Air ist natürlich nicht perfekt. Die technischen Unterschiede zum teureren iPad Pro wie das Fehlen eines 120-Hertz-Displays oder FaceID darf man durchaus als Nachteil erwähnen, fairerweise ist diese Modellpolitik aber nachvollziehbar, um das Pro-Modell nicht zu entwerten.

Unsere größte Kritik am iPad Air (2020) ist die fehlende Version mit 128 Gigabyte Speicher. Das Einsteigermodell mit 64 Gigabyte dürfte für Fans von Spielen, Offline-Videos und anderen speicherintensiven Apps zu klein sein, der Aufpreis auf 256 Gigabyte ist vergleichsweise happig. Hier ist gegebenenfalls das kleinste Pro-Modell mit 128 Gigabyte Speicher die bessere Wahl.

128-Gigabyte-Version fehlt

Immerhin lässt sich der Speicher dank USB-C-Anschluss leichter erweitern als beim Vorgänger. Davon abgesehen leistet Apple sich nur wenige Schnitzer bei seinem Allrounder. Der bereits erwähnte Kamera-Hubbel wird bei Nutzung einer Schutzhülle entschärft, die leicht verkürzte Akkulaufzeit bei der Nutzung des Magic Keyboards ist verschmerzbar.

Fans von Kabel-Kopfhörern dürften zudem den Wegfall des Klinkensteckers bedauern. Wer ohne Bluetooth Musik auf den Kopfhörer bringen will, muss auf USB-C-Kopfhörer oder einen entsprechenden Adapter zurückgreifen. Nach der Veröffentlichung der 2021er-Versionen von iPad Mini und dem Standard-iPad ist das Air nun zudem das einzige Modell, dessen Frontkamera auf Apples Center-Stage-Funktion verzichtet. Wer häufig an Videochats teilnimmt, könnte dies als Nachteil empfinden.

iPad Air im Testspiegel

Das iPad Air (2020) bekommt auch bei vielen Kollegen ein nahezu durchweg positives Testecho.

In der Computer Bild lobt Tester Marco Engelien unter anderem das tolle Display, die hohe Performance und die Top-Verarbeitung des Apple-Tablets. Das Fazit fällt entsprechend positiv aus:

»Das iPad Air wird vor allem dann richtig interessant, wenn man mit dem Gerät nicht nur daddeln, sondern auch arbeiten möchten. Allerdings muss man wissen, worauf man sich einlässt. Mit 935 Euro ist die hier getestete Variante mit 256 Gigabyte Speicher und LTE nämlich kein Schnäppchen. Ob es trotzdem in Ihrem Einkaufswagen landet, kommt darauf an, ob Sie ohne das 120-Hertz-Display, Face ID und den LiDAR-Sensor leben können. Meiner Meinung nach ist das Fehlen der Komponenten durchaus verschmerzbar. Das spiegelt sich auch in der Note wider. Apple gelingt ein schickes, leistungsstarkes, kurz: ein rundum gutes Tablet.«

Die Gesamtnote war zum Testzeitpunkt allerdings noch nicht online.

Auch Netzwelt teilt unsere Meinung, dass das iPad Air das beste Tablet für die meisten sei. Die fehlenden Funktionen im Vergleich zum iPad Pro werden durch den günstigeren Preis sowie die sehr gute Leistung und Verarbeitung kompensiert. Mit einer Gesamtnot von 8,8 von 10 fällt das Fazit dementsprechend positiv aus:

»Das iPad Air 2020 ist fast ein Pro. Design, Leistung und Mobilität überzeugen und gegenüber dem iPad Pro gibt es relativ wenige Abstriche. Kreative sind mit dem Pro durch die zusätzliche Leistung zwar besser bedient. Wer einfach ein leistungsstarkes Tablet mit tollem, randlosen Display sucht, ist beim iPad Air an der richtigen Adresse.«

Für t3n ist das iPad Air 2020 ein Grund dafür, dass die Luft für das Pro-Modell dünner wird. Neben dem vergleichbar guten Design sind vor allem Performance und Vielseitigkeit des Airs dafür verantwortlich. Zwar gibt es keine Gesamtnote, eine Empfehlung ist das iPad Air im Test von t3n aber dennoch:

»Das neue iPad Air 4 ist ein wirklich interessantes Gerät – besonders dann, wenn einem die Pro-Modelle von Apple zu teuer sind, oder man deren Pro-Features nicht benötigt. Für den Einstiegspreis von rund 630 Euro wird viel geboten, wenn auch der Speicher von 64 Gigabyte für die meisten Nutzer zu knapp bemessen sein dürfte. Die nächste – und in diesem Fall einzige andere – Speicheroption sind nicht wie zu erwarten 128 GB, sondern 256 GB. Damit kostet das Air dann allerdings bereits rund 800 Euro.Für den Preis erhält man nicht nur den neuen und überaus schnellen A14-Prozessor, Support für Apple Pencil der zweiten Generation und Magic Keyboard wie bei einem iPad Pro, sondern unter anderem auch USB-C und ein überzeugendes Display – wenn auch ohne 120 Hertz.«

The Verge macht es wie wir und bezeichnet das iPad Air im Test als »das beste Tablet für die meisten Menschen”. Im Testfazit erklärt Dieter Bohn, warum er das iPad Air vielen anderen Lösungen bevorzugt:

»Für mich ist einer der wichtigsten Gründe, ein iPad anstelle eines anderen Computers zu verwenden, dass es einfach eine schönere Erfahrung ist. Man kann es leicht im Haus mitnehmen, eine Tastatur anbringen oder abnehmen und muss sich fast nie wirklich Sorgen machen, dass es abstürzt oder langsamer wird. Apple hat iPadOS in den letzten Jahren etwas komplizierter werden lassen, aber es ist immer noch eine entspanntere Computerumgebung als Mac, Windows 10 oder Chrome OS. Das iPad Air ist mit seinem neuen Design der Inbegriff dieser Freundlichkeit. Die Chancen stehen gut, dass Sie ein iPad viele Jahre lang behalten werden. Wenn Sie sich ein iPad kaufen, und so werden sich die Ausgaben für ein schöneres Produkt langfristig mehr auszahlen als beispielsweise für ein Smartphone, das vielleicht nur zwei oder drei Jahre hält.«

Als größten Kritikpunkt nennt auch The Verge die Preisgestaltung und Speicher-Optionen. Als Gesamtnote erhält das iPad Air 8 von 10 Punkten.

Alternativen

Die interessantesten Alternativen zum iPad Air (2020) liefert Apple selbst in Form der iPad-Pro-Reihe. Googles Android hat zwar bei den Smartphones die absolute Marktmacht, den Tablet-Markt haben die Android-Macher aber offenbar weitgehend aufgegeben und setzen stattdessen auf die Alternative ChromeOS. Wer aufgrund seiner Smartphone-App-Gewohnheiten nicht mit zwei Systemen hantieren möchte, findet aber vor allem dank Samsung weiterhin interessante Android-Alternativen.

Premium-Android: Samsung Galaxy Tab S7

Die siebte Generation von Samsungs Galaxy-Tab-S-Reihe erscheint in zwei Größen: Das Samsung Galaxy Tab S7 verfügt über ein 11-Zoll-IPS-Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln, während die größere Plus-Version ein 12,4-Zoll-Super-AMOLED-Display bei einer Auflösung 2.800 x 1.752 bietet.

Premium-Android

Samsung Galaxy Tab S7

Test  Tablet: Samsung  Galaxy Tab S7
Mit Top-Hardware und praktischen Funktionen das beste Tablet aus dem Android-Lager. Nur die Software macht gelegentlich einen etwas überladenen Eindruck.

Beide Tablets gehören zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Die kleinere Variante ist für uns aufgrund des faireren Preises und der kompakteren Größe das derzeit beste Android-Tablet, die Plus-Variante (mehr dazu weiter unten) ist beim Display und einigen anderen Punkten ein Upgrade.

Gegenüber dem Vorgängermodell ist das Galaxy Tab S7 eine konsequente Weiterentwicklung. Das Display ist auch in der IPS-Variante sehr gut. Wie das iPad Pro bietet es zudem eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz, wodurch Animationen wie das Scrollen durch Webseiten butterweich über den Bildschirm laufen. Durch die vier kräftigen Lautsprecher ist das Tab S7 ein absolut brauchbares Medien-Tablet.

Großartige Verarbeitung trifft auf ordentliche Leistung

Schon die Verarbeitung des Galaxy Tab S7 unterstreicht den Premium-Anspruch der Koreaner. Das Tablet bietet ein stabiles Aluminiumgehäuse mit dünnen Rahmen, das trotz eines Gewichts von unter 500 Gramm überaus stabil ausfällt.

Angetrieben wird das Samsung-Tablet von einem Snapdragon 865+, dem sechs Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Zwar ist der Chip aktuellen Apple-Chipsätzen in der Rohleistung teils deutlich unterlegen, im Android-Alltag merkt man davon auf dem Galaxy Tab S7 praktisch nichts. Sämtliche Apps starten rasend schnell und laufen absolut ruckelfrei über das Display.

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Tablet Test: Samsung Galaxy Tab S7
Das Galaxy Tab S7 kommt mit Eingabestift.
Tablet Test: Samsung Galaxy Tab S7
Der Pen wird hinten magnetisch befestigt.
Tablet Test: Samsung Galaxy Tab S7
Das Keyboard muss extra dazugekauft werden und verwandelt das Tablet in ein Convertible-Notebook.
Tablet Test: Samsung Galaxy Tab S7
Der Größenvergleich mit der Variante S7+.

Auch der erfreulicherweise mitgelieferte Eingabestift S-Pen profitiert von der höheren Bildrate des Monitors. Samsung hat die Eingabelatenz deutlich reduziert, was vor allem handschriftliche Notizen noch näher ans Schreiben auf Papier heranrückt. Auch das Zeichnen – etwa in der vorinstallierten App PENUP – klappt noch ein wenig besser als beim schon sehr guten Vorgänger.

Wie beim iPad Pro haftet der Eingabestift magnetisch am Gehäuse des Tablets und lädt dabei den integrierten Akku auf. Dieser wird ausschließlich für die Gestenbedienung des Galaxy Tab S7 über den Stift benötigt, da die Verbindung hier via Bluetooth erfolgt. So lassen sich beispielsweise Präsentationen steuern, wenn das Tablet an einem Fernseher angeschlossen ist, was durchaus praktisch ist.

Produktiv dank S-Pen und Desktop-Modus

Gleiches gilt für den mittlerweile erstaunlich ausgereiften DeX-Modus. In Kombination mit Maus und Tastatur – etwa vom teuren, aber auch sehr guten Samsung-Book-Cover – schaltet das Galaxy Tab S7 in eine Desktop-Ansicht um, die Android-Apps ins Fenster hievt. Das Multitasking wirkt hier deutlich flexibler als in Apples iPadOS. Vor allem die Samsung-eigenen Apps oder auch die Office-Apps von Microsoft funktionieren gut in der Desktop-Ansicht. Bei Apps aus dem Google Play Store ist es aber immer noch Glückssache, ob Funktionen wie die unterschiedlich großen Fenster unterstützt werden. Dennoch: Mit DeX zeigt Samsung, welches Potenzial in Android als Desktop-System steckt – schade, dass Google diesen Ansatz nie ernsthaft verfolgt hat.

Auf der Kehrseite wirkt das Samsung-Tablet gelegentlich überfrachtet. Jede Menge vorinstallierte Apps, wenig ausgereifte Funktionen wie ein Kinder-Modus oder der Bixby-Sprachassistent, zwei App Stores, verschachtelte Menüs – weniger wäre hier teils mehr gewesen. Generell hat Samsung sehr viel am Android-Basissystem verändert, was allerdings zugegebenermaßen auch an den erweiterten Funktionen wie den S-Pen-Extras liegt. In der Praxis wirkt iPadOS nach wie vor deutlich stringenter als das Samsung-Gegenstück.

Akkulaufzeit nicht optimal

Nicht ganz top ist die Akkulaufzeit im 120-Hertz-Modus: Nach rund sieben bis acht Stunden ist hier Schluss. Durch das Umschalten auf ein klassisches 60-Hertz-Display hält das Tablet einige Stunden länger durch, verliert aber einen seiner Vorzüge.

Auch wenn wir uns ein wenig mehr Software-Geradlinigkeit gewünscht hätten, ist das Samsung Galaxy Tab S7 ein beeindruckend gutes Tablet. Die Kombination aus hervorragender Verarbeitung, dem guten Display und Extras wie dem tollen S-Pen und dem hilfreichen DeX-Modus machen es zur Top-Alternative zum iPad Pro in der Android-Welt. Wenn Samsung sein Versprechen wahr macht, die aktuellen Tablets länger mit Android-Updates zu versorgen, kann man durchaus seine Freude an dem Gerät haben.

Wenn Geld egal ist: Apple iPad Pro 12.9 (2021)

Das iPad Pro 12.9 der fünften Generation ist technisch das absolute Nonplusultra, was derzeit im Tablet-Bereich zu haben ist. Nicht nur hat Apple im 2021er-Modell den pfeilschnellen Apple-M1-Chip verbaut, der auch in aktuellen Macs zum Einsatz kommt, auch das riesige Display ist von Referenzklasse.

Das 12,9-Zoll-Display basiert auf der Mini-LED-Technologie, die deutlich höhere Spitzenhelligkeiten und tausende von Dimming-Zonen bietet. In der Praxis kann das im Apple-Marketing als »Liquid Retina XDR” bezeichnete Touchdisplay tatsächlich beeindrucken. Farb- und Kontrastdarstellung des großen iPads liegen beinahe auf dem Niveau hochwertiger OLED-Fernseher.

Wenn Geld egal ist

Apple iPad Pro 12.9 (2021)

Test  Tablet: Apple iPad Pro 12.9 (2021)
Ein grandioses Display und brachiale Leistung sorgen beim iPad Pro 12.9 für Begeisterung.

Vor allem beim Abspielen von HDR-Videos aus Streamingdiensten wie Netflix oder Apple TV+, aber auch bei der Video- und Bildbearbeitung ist das große iPad Pro gegenüber den bereits sehr guten Vorgängern ein Schritt nach vorne. Beim ansonsten technisch identischen iPad Pro 11 hat Apple hingegen weiterhin die klassische LCD-Technologie verbaut – wer das beste Display will, muss also zum teuren Riesen-iPad greifen.

Beide Pro-Modelle bieten Bildwiederholraten von bis zu 120 Hertz. Das sorgt dafür, dass Animationen oder auch das Zeichnen mit dem Apple Pencil 2 ein gutes Stück weicher wirken als beim 60-Hertz-Display des iPad Air 2020. Fairerweise fällt dieser Effekt vor allem beim direkten Vergleich auf. Generell bietet das iPad Pro 12.9 (2021) vor allem dann einen Mehrwert, wenn Bilddetails eine Rolle spielen. Das riesige Display bietet beispielsweise beim Zeichnen mehr Arbeitsfläche als seine kleinen Verwandten. Im iPadOS-Alltag, etwa im Browser oder den meisten Apps, bietet der zusätzliche Bildschirmplatz hingegen kaum Vorteile.

Grandioses Display und riesige Leistung

Leistungstechnisch stellt das neue iPad Pro dank M1-Chip alle anderen Tablets bei weitem in den Schatten. In Benchmarks zieht das Premium-iPad Kreise um die Mitbewerber und auch Dinge wie Dateitransfers von externen Medien laufen dank der nunmehr verbauten Thunderbolt-3-Schnittstelle rasend schnell ab. Apps starten nicht verzögerungs- und ruckelfrei, sie bleiben dank des mindestens acht Gigabyte großen Arbeitsspeichers (zum Vergleich: Das ebenfalls sehr flotte iPad Air bietet »nur« vier Gigabyte) praktisch ewig im Speicher. Verzögerungen oder neu laden von Apps oder auch Webseiten treten in unserem Test des iPad Pro 12.9 praktisch gar nicht mehr auf.

Es wirkt fast verschwenderisch, dass iPadOS auch auf dem M1-iPad lediglich zwei Apps nebeneinander anzeigt, obwohl das Gerät so viel mehr an Reserven bereithält. Als eines der ersten Tablets bietet es optional ein 5G-Funkmodul, das bei entsprechendem Netzausbau besonders flottes mobiles Surfen erlaubt.

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Tablet Test: Ipad Pro 12.9 Hand
Das iPad Pro 12.9 liegt trotz seiner Größe gut in der Hand. Für lange Lesesessions eignen sich kleinere Tablets aber besser.
Tablet Test: Ipad Air Vs Ipad Pro 12.9
Das iPad Pro 12.9 im Größenvergleich zum Air. Leider bietet der größere Bildschirm nicht die Möglichkeit, beispielsweise mehr Apps und Widgets auf dem Homescreen zu platzieren.
Tablet Test: Ipad Pro 12.9 Magic Keyboard
In Kombination mit dem Magic Keyboard lässt sich auf dem iPad Pro 12.9 hervorragend tippen.
Tablet Test: Ipad Air Vs Ipad Pro 12.9
Im Vergleich zum kleineren iPad Air ist das Keyboard beim iPad Pro 12.9 näher am klassischen Laptop-Layout. Das gestaltet das Schreiben angenehmer.
Tablet Test: Apple Ipad Pro 12.9 2021
Die Kameras des iPad Pro 12.9 schießen gute Fotos und bieten einen LiDAR-Sensor für Augmented-Reality-Apps.
Tablet Test: Apple Ipad Pro 12.9 2021
Apple-typisch überzeugt auch das große iPad mit einer hervorragenden Verarbeitung.

Auch bei den Kameras des iPad Pros hat Apple nachgebessert. Die rückseitige Kamera schießt Fotos auf dem guten Niveau des iPhone 11 und bietet außerdem einen Lidar-Sensor, der dreidimensionale Aufnahmen in entsprechenden Apps erlaubt.

Dem Trend zur Videotelefonie zollt Apple mit einer neuen Funktion namens Center Stage Tribut. In Videokonferenzen kann die Frontkamera die Benutzer durch leichte Schwenks im Bild behalten, wenn sie sich bewegen. Auch mehrere Sprecher werden automatisch fokussiert. Bei unserem Test funktionierte die Neuerung in Apples Face Time sehr gut. Andere Apps wie Zoom oder Teams unterstützten Center Stage noch nicht, Apple hat die Funktion aber für Drittanbieter geöffnet.

Der M1-Chip wird derzeit noch unterfordert

Bei allem Lob für die herausragende Performance und den grandiosen Bildschirm des iPad Pro 12.9 stellt sich dennoch die Frage, ob diese Aspekte den saftigen Aufpreis wert sind. Derzeit gibt es praktisch keine Programme im App Store, die die Leistung des M1-Chips auch nur ansatzweise ausreizen. Selbst Apples hauseigene Profi-Apps wie die Programmierumgebung Xcode oder das Schnittprogramm Final Cut Pro bleiben nach wie vor den Macs vorbehalten.

Lediglich bestimmte, aufwändige Foto- oder Videoworkflows lassen sich auf einem iPad Pro wirklich effizienter umsetzen, als beispielsweise auf einem MacBook Air mit M1-Prozessor. Paradoxerweise ist das iPad Pro 12.9 in Kombination mit dem optionalen Magic Keyboard sogar schwerer als der Apple-Laptop, ohne dessen Vielseitigkeit zu toppen.

Auch innerhalb der iPad-Reihe fehlt es derzeit an Möglichkeiten, die Leistung des iPad Pros wirklich auszunutzen. Das Betriebssystem iPadOS entspricht exakt dem der günstigeren Modelle, Extrafunktionen für die Pro-Serie gibt es bislang nicht. Auch das zum Testzeitpunkt im frühen Betastadium befindliche iPadOS 15 dürfte daran nichts ändern.

Nüchtern betrachtet lassen sich praktisch alle Aufgaben auf dem iPad Air oder gar auf dem Einsteiger-iPad fast genauso gut erledigen, wie auf dem deutlich teureren Pro-Modell, nur eben etwas langsamer. Auf der anderen Seite bieten die M1-iPads deutlich mehr Reserven für künftige Updates von iPadOS. So gesehen ist das iPad Pro also auch eine spekulative Investition in die Zukunft des iPad-Systems. Wer bereit ist, diese zu tätigen, erhält mit dem iPad Pro 12.9 das derzeit wohl technisch beste Tablet der Welt.

Kompaktes Kraftpaket: Apple iPad Mini (2021)

Das iPad Mini (2021) ist das perfekte Tablet für alle, die ein möglichst kompaktes Gerät wollen, ohne dabei Einschränkungen bei der Leistung hinnehmen zu müssen.

Kompaktes Kraftpaket

Apple iPad Mini 6

Test Tablet: Apple iPad Mini 6
Klein aber oho: Das iPad Mini der sechsten Generation liefert an fast allen Fronten ab.

In der sechsten Generation hat Apple das kompakte iPad Mini erstmals vollständig runderneuert. Das seit der Einführung im Jahr 2013 unveränderte Gehäuse ist einem komplett neuem Äußeren gewichen, das optisch sehr stark an ein verkleinertes iPad Air (2020) angelehnt ist. Wie beim größeren Verwandten setzt Apple hier auf ein eher kantiges Design, das vor allem aufgrund des kleineren Formfaktors exzellent in der Hand liegt und sich äußerst wertig anfühlt. Ebenfalls mit dem Air teilt sich das iPad Mini (2021) den neuen USB-C-Ladeanschluss sowie den im Power-Button integrierten Fingerabdrucksensor, der im Test sehr zuverlässig funktionierte. Auch die Frontkamera erhielt ein Upgrade und unterstützt nun wie das iPad Pro und das iPad der neunten Generation Apples Center-Stage-Funktion, die Personen softwarebasiert im Bild behält.

Viel Leistung im Kleinformat

Setzte Apple beim 2019er-Vorgängermodell noch auf den ersten Apple Pencil, arbeitet das iPad Mini 2021 nun mit dem moderneren Apple Pencil 2 zusammen. Wie bei den größeren Air- und Pro-Modellen des iPads haftet der Eingabestift magnetisch an der Seite des iPad Mini 2021 und erlaubt sehr präzise Zeichnungen und Notizen. Im Verbund mit dem geringen Gewicht eignet sich das iPad Mini damit hervorragend als digitaler Notizblock.

Der Touch-Bildschirm des iPad Mini 6 ist im Vergleich zum Vorgänger um 0,4 Zoll auf 8,3 Zoll (21,08 cm) gewachsen. Der zusätzliche Platz macht sich im direkten Vergleich mit älteren iPad-Mini-Versionen tatsächlich positiv bemerkbar, da viele Apps – etwa der Safari-Browser – mehr Inhalte anzeigen. Zum Testzeitpunkt kurz nach Erschienen des Tablets waren zwar noch nicht alle Apps für die neue Bildratio optimiert, erfahrungsgemäß dürften die Entwickler aber schnell die nötigen Anpassungen vornehmen. Davon abgesehen ist der Bildschirm des iPad Mini 6 sehr gut. Zwar verzichtet Apple auf die Mini-LED-Technologie oder eine 120-Hertz-Bildrate, davon abgesehen überzeugt das iPad Mini 2021 aber mit einer sehr guten Farbdarstellung und hoher Helligkeit.

Toll ist auch die Performance des kleinen iPads. Als Prozessor dient der auch im iPhone 13 verbaute Apple A15, der vor allem bei der Grafikleistung sogar noch vor dem A14 im iPad Air landet. Im Alltag ist das iPad Mini (2021) in jeder Situation pfeilschnell unterwegs, vor allem im direkten Vergleich mit dem immer noch ordentlichen Apple A12 im Vorgängermodell fällt das Leistungsplus deutlich aus.

Bei allem hochverdienten Lob gibt es aber auch Kritikpunkte am iPad Mini (2021). Der wohl deutlichste ist das schnell als »Jelly Scrolling« bekanntgewordene Phänomen, das bei der Verwendung des iPad Mini 6 im Hochkantmodus auftritt. Wird hier schnell durch Texte oder Webseiten gescrollt, werden die beiden Bildschirmhälften leicht versetzt zueinander aktualisiert, was zu einem wabernden Bildeffekt führt.

Das Jelly Scrolling kann im Hochkant­modus stören

Wir haben das Tablet im Blindtest mehreren Personen in die Hand gegeben, die den Effekt tatsächlich recht schnell bemerkt haben. Ob man das Jelly Scrolling als störend empfindet, liegt im persönlichen Ermessen. Apple selbst spricht von einem normalen Verhalten, obwohl andere iPad-Modelle bislang nicht davon betroffen waren.

Nichts zu beschönigen gibt es am deutlichen Preisanstieg des neuen iPad Mini. Mit 549 Euro für die kleinste Variante ist es stolze 100 Euro teurer als sein Vorgänger bei Markteinführung. Wer mehr Speicher oder flotten 5G-Funk will, zahlt deftige Aufschläge. Dafür gibt es aber ein Tablet, was in seiner Größenklasse absolut konkurrenzlos ist und dabei Leistungs- und Update-Reserven für sehr viele Jahre bietet.

Gut & günstig: Apple iPad (2021)

Bekam das iPad Mini in diesem Jahr sein bislang umfangreichstes Update, ist beim Standard-iPad vieles beim Alten geblieben. Da das aber erfreulicherweise nicht nur für das seit nunmehr drei Jahren unveränderte Äußere, sondern auch für den nicht nur für Apple-Verhältnisse mehr als fairen Preis gilt, bleibt das iPad (2021) auch in der neunten Generation unser Budget-Tipp.

Mehr Leistung, mehr Speicher und Center-Stage-Front­kamera

Gegenüber dem 2020er-Modell hat Apple vor allem an drei wichtigen Stellschrauben gedreht, nämlich dem Speicher, dem Prozessor und der Frontkamera. Der interne Speicher des günstigsten Modells ist auf 64 Gigabyte gewachsen und als Prozessor kommt nun Apples A13 anstelle des A12 zum Einsatz und die Frontkamera unterstützt Apples Center Stage für Videochats. Vor allem der zusätzliche Systemspeicher macht es deutlich einfacher, das Einstiegs-iPad zu empfehlen, waren die bisher üblichen 32 Gigabyte doch arg knapp bemessen.

Günstiger Allrounder

Apple iPad (2021)

Test Tablet: Apple iPad (2021)
Auch das Einsteiger-iPad bietet genug Leistung für praktisch alle Tablet-Aufgaben.

Wer mehr Speicher braucht, muss allerdings stolze 170 Euro investieren. Dafür gibt es üppige 256 anstelle der bisher üblichen 128 Gigabyte Speicherplatz. Die Systemleistung des Apple iPad (2021) liegt zudem rund 20 Prozent über der des Vorgängers. Auch wenn Air und Mini in Benchmarks nochmal eine Schippe drauflegen fanden wir in unserem Test des iPad (2021) keine App, die das Tablet auch nur ansatzweise in die Knie zwang – beim Chipdesign setzt Apple weiterhin Maßstäbe. Nutzer von Face Time und Co. freuen sich zudem über die verbesserte Weitwinkel-Frontkamera inklusive Unterstützung für Apples Center-Stage-Funktion.

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Tablet Test: Ipad
Mit dem Apple Pencil lassen sich handschriftliche Notizen komfortabel erstellen, etwa in der vorinstallierten Notizen-App von iPadOS.
Tablet Test: Ipad
Ganz so angenehm wie beim Apple Pencil 2 ist das Schreibgefühl mit dem Stylus der ersten Generation nicht.
Tablet Test: Apple Ipad (2020)
Mit der zugehörigen Tastatur wird ein Convertible-Laptop aus dem Gerät. Ein Trackpad wie beim teureren Magic Keyboard fehlt allerdings.
Tablet Test: Apple Ipad (2020)
Die Tastatur ist schön griffig.
Tablet Test: Apple Ipad (2020)
Sie hat eine raue Oberfläche und löst zuverlässig aus.
Tablet Test: Apple Ipad (2020)
Der obligatorische Lightning-Anschluss befindet sich gewohnt unterhalb.
Tablet Test: Apple Ipad (2020)
An der Seite findet man den Smart Connector.

Von den Verbesserungen abgesehen hat Apple sein günstigstes Tablet unverändert gelassen. Als einziges iPad im aktuellen Portfolio arbeitet das iPad (2021) noch mit dem Smart Keyboard Cover sowie dem Apple Pencil der ersten Generation. Beide Eingabegeräte bieten zwar nicht den gleichen Komfort wie ihre neueren Pendants, machen das iPad aber dennoch zum vergleichsweise günstigen Produktivitäts-Allrounder.

Der Stift wird über den Lightning-Anschluss anstelle magnetischer Induktion geladen, erweist sich im Alltag aber dennoch als zuverlässiger Helfer für Notizen und Zeichnungen aller Art. Ebenfalls noch an Bord ist der Lightning-Ladenanschluss, den Apple bei allen anderen Modellen durch die flexiblere USB-C-Buchse ersetzt hat. 5G-Funk steht ebenfalls nicht zur Auswahl, das optionale iPad-Cellular-Modell arbeitet nach wie vor mit LTE-Technologie.

Vieles bleibt beim Alten

Davon abgesehen setzt das iPad (2021) auf bewährte Tugenden. Das 10,2-Zoll-Display überzeugt nach wie vor mit ausgezeichneter Helligkeit und einer sehr akkuraten Farbwiedergabe. Gegenüber seinen teureren Pendants fällt es allerdings unter anderem durch die fehlende Laminierung auf, die den Unterschied zwischen Rändern und Bildinhalt deutlich sichtbar macht. Auch der erweiterte Farbraum von iPad Mini und Co. fehlen, was allerdings nur in der professionellen Bild- und Videobearbeitung wirklich auffällt. Der klassische Home-Button beherbergt den Fingerabdrucksensor, der gewohnt gut funktioniert.

Trotz seines mittlerweile etwas antiquierten Designs ist das Apple iPad der neunten Generation ein hervorragendes Tablet. Leistungstechnisch liegt es nur wenig hinter den teureren Modellen, die Akkulaufzeit ist top und der Preis vor allem für die 64-GB-Version absolut gerechtfertigt. Wer iPadOS mag und mit den genannten Einschränkungen gegenüber dem iPad Air und anderen Modellen leben kann, erhält ein sehr gutes Gesamtpaket mit langer Update-Garantie.

Außerdem getestet

Apple iPad Pro (2020)

Das iPad Pro (2020) bietet zwar weniger Leistung als sein 2021er Nachfolger, doch davon ist im aktuellen iPadOS- und App-Alltag noch nicht viel zu spüren. Tatsächlich sind die 2020er-Pro-Modelle durchaus eine Überlegung wert, sind sie doch im Abverkauf deutlich günstiger zu haben als die neue Generation. Das gilt vor allem für das größere 12,9-Zoll-Modell, bei dem allerdings auch »nur« ein sehr guter LCD- anstelle eines hochmodernen MiniLED-Bildschirms zum Einsatz kommt.

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Bestes Tablet Test: Ipad Pro Hand
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 4
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 5
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 6
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 3
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 7
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 9
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 8
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 13
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 14
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 15
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 12
Bestes Tablet Test: Apple Ipad Pro 2020 1

Das 11-Zoll-Modell unterscheidet sich optisch praktisch gar nicht von seinem Nachfolger. Fairerweise könnte sich das Mehr an Arbeitsspeicher sowie die höhere Leistung des M1-Prozessors gegenüber dem hier noch verbauten A12Z-Chipsatz auf lange Sicht als großes Plus der 2021er-Pros herausstellen, kurz und mittelfristig sind die Vorgänger aber immer noch jeden Cent wert.

Xiaomi Mi Pad 5

Mit dem Xiaomi Mi Pad 5 bringt der chinesische Hersteller ein durchaus interessantes neues Android-Tablet nach Europa. Das 11-Zoll-Gerät überzeugt schon beim ersten Kontakt mit einer sehr guten Verarbeitung angenehmer Haptik und einem tollen Display. Letzteres löst mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten scharf aus, bietet sehr realistische Farben und punktet zudem mit einer Bildrate von 120 Hertz – in dieser Preisklasse ein Alleinstellungsmerkmal. Da auch die vier verbauten Lautsprecher einen guten Klang liefern, ist es das Mi Pad 5 ein sehr ordentliches Multimedia-Tablet.

Ebenfalls nichts zu meckern gibt es an der Performance. Anders als das ebenfalls neu getestete Samsung Galaxy Tab S7 FE 5G arbeitet das Xiaomi Mi Pad 5 im Test in nahezu jeder Situation flott und ruckelfrei. Der interne Speicher ist mit 128 Gigabyte angemessen groß und bietet schnelle Ladezeiten, leider hat Xiaomi aber auf die Android-typische Erweiterungsmöglichkeit via SD-Karte verzichtet. Nichts zu meckern gibt es an der Akkulaufzeit, die in etwa auf dem Niveau des iPad Airs liegt.

Software-seitig kombiniert Xiaomi Android 11 mit der hauseigenen MIUI-Oberfläche, die auf dem Tablet in vielen Aspekten an Apples iOS erinnert. Ähnlich wie bei Samsung bietet das Mi Pad 5 dabei gegenüber der Android-Grundfunktion einige nette Extras für Tablet-Nutzer, etwa ein optimiertes Multitasking-System für zwei nebeneinander platzierte Apps. Ein Äquivalent zur vielseitigen Desktop-Umgebung Samsung DeX vermissen wir hingegen ebenso, wie einen beigelegten Stylus – den liefert Xiaomi separat.

Insgesamt bietet das Xiaomi Mi Pad 5 eine für Android-Verhältnisse mehr als ordentliche Tablet-Erfahrung zu einem fairen Preis. Zwar bietet Samsung dank S-Pen, DeX und SD-Kartenslot noch ein wenig mehr, derzeit ist das Mi Pad 5 unserer Meinung nach aber im Android-Bereich dennoch durchaus empfehlenswert.

Samsung Galaxy Tab S7+

Das Samsung Galaxy Tab S7+ ist das Upgrade-Modell zum Tab S7. Gegenüber diesem punktet es vor allem mit dem 12,4-Zoll großen Display mit Super-AMOLED-Technologie. Vor allem bei der Filmwiedergabe überragt es das bereits sehr gute Tab S7 dank perfektem Schwarz und kann hier sogar dem iPad Pro den Rang ablaufen.

Gegenüber seinem kleineren Verwandten bietet das teuerere Tab S7+ zudem einen doppelt so großen internen Speicher (256 Gigabyte) sowie acht statt sechs Gigabyte Arbeitsspeicher. Davon abgesehen teilt es sich praktisch alle Eigenarten seines kleineren Verwandten, darunter den tollen S-Pen und die Top-Verarbeitung. Wer sich nicht vom äußerst hohen Preis für ein Android-Tablet nicht abschreckt, erhält hier eine Menge Leistung und gute Funktionen. Optional ist es sogar mit 5G-Konnektivität verbunden – der Aufpreis dafür ist aber gesalzen.

Samsung Galaxy Tab S7 FE 5G

Das Samsung Galaxy Tab S7 FE 5G sitzt ein wenig zwischen allen Stühlen – und das nicht nur aufgrund der merkwürdigen Namensgebung. Auf der einen Seite überzeugt es mit einer ausgezeichneten Verarbeitung, sehr langer Akkulaufzeit und einem 12,4 Zoll großen Display, dem gegenüber stehen aber in der Preisklasse unangemessene Einschränkungen bei der Performance und der Ausstattung.

So bietet das vorinstallierte Android 11 mit Samsungs OneUI zwar einen ähnlichen Funktionsumfang wie das Galaxy Tab S7, leider sorgen der mit vier Gigabyte etwas knapp bemessene Arbeitsspeicher und der verbaute Snapdragon-765-Prozessor im Arbeitsalltag aber immer wieder für kleinere und größere Aussetzer. Auch der fehlende Fingerabdrucksensor und die unzuverlässige Gesichtserkennung sind in der Preisklasse unangemessen. Diese Punkte verhagelt schnell die Freude an einem eigentlich ordentlichen Tablet, das mit seinem Unibody-Metallgehäuse und Extras wie dem beigelegten S-Pen-Eingabestift eigentlich vieles richtig macht. Gleiches gilt auch für die 5G-Konnektivität, die in Verbindung mit einem entsprechenden Mobilfunktarif vor allem auf Reisen ein echter Mehrwert ist.

Insgesamt können wir das Galaxy Tab S7 FE 5G höchstens bei einem guten Preisrabatt empfehlen. Das Samsung Galaxy Tab S7 ist unserer Meinung nach das deutlich bessere Tablet, wenn es nicht unbedingt das große Display sein muss. In diesem Fall würden wir dann aber eher das große Galaxy Tab S7+ in Betracht ziehen, das seinen Aufpreis mit einem deutlich besseren OLED-Display und signifikant besserer Leistung rechtfertigt.

Das iPad Air (2019) unterscheidet sich von seinem Nachfolger sowohl optisch als auch vom Zubehör. War es zu seiner Zeit noch eine Top-Empfehlung, gilt dies mittlerweile nur noch mit Einschränkung. Wer beispielsweise den Apple Pencil und das Keyboard-Case der ersten Generation nutzen will, kann auch zum günstigeren Standard-iPad greifen, das mittlerweile dank A13-CPU sogar schneller arbeitet. Von diesem unterscheidet sich das ältere Air vor allem mit einem besseren Display mit DCI-P3-Farbraum und Apple TrueTone sowie besseren Lautsprechern.

Nach wie vor bietet es zudem mehr als genug Leistungsreserven für kommende Versionen des Betriebssystem iPadOS. Wer das iPad Air (2019) zu einem sehr günstigen Preis ergattern kann und auf die neuen Features des 2020er-Modells verzichten kann, darf immer noch zugreifen.

Apple iPad (2020)

Das iPad (2020) ist ebenfalls noch bei einigen Händlern erhältlich und dabei nochmals günstiger als die überarbeitete Version von 2021. Gegenüber seinem Nachfolger kommt hier aber der etwas schwächere Apple-A12-Prozessor zum Einsatz, außerdem ist der Speicher sowohl beim Basismodell (32 GB) als auch bei der Upgrade-Variante (128 GB) nur halb so groß wie im 2021er-Modell. Wer damit zurecht kommt und das iPad der achten Generation für einen kleinen Preis bekommt, darf unserer Meinung nach dennoch zugreifen – vor allem, weil Verarbeitung und Zubehörkompatibilität mit dem neueren Modell identisch sind. Die Leistung des 2020er-iPads dürfte noch einige Jahre lang ausreichen, um als Surf-, Office- und Medientablet zu agieren.

Microsoft Surface Go 2

Das Surface Go 2 von Microsoft ist als günstiges Windows-10-Tablet immer noch erhältlich, obwohl bereits ein Nachfolger mit dem neuen Windows 11 in den Startlöchern steht. Auf dem Surface Go 2 ist hingegen Windows 10 Home im so genannten S-Modus installiert. Diese Spezialinstallation erlaubt ausschließlich die Nutzung Apps aus dem Microsoft Store – und hier liegt die große Krux des Surface Go 2. Im Store finden sich zwar mittlerweile einige große Namen (etwa Apple iTunes, Netflix oder Spotify), das gigantische Softwareangebot von Windows kommt aber nicht zur Geltung. Die gute Nachricht: Auf Wunsch kann einmalig aus dem S-Mode zum »echten« Windows 10 gewechselt werden – dann wird aus dem Surface Go 2 ein vollwertiges Windows-Convertible.

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Bestes Tablet Test: Surface Go 2 Hand
Windows 10 auf dem Tablet ist ohne Tastatur nicht so komfortabel wie Android und iOS.
Bestes Tablet Test: Microsoft Surface Go
Das Display des Surface Go 2 ist hell und scharf.
Bestes Tablet Test: Microsoft Surface Go
Mit dem Type Cover wird das Surface Go 2 zur vielseitigen mobilen Schreibmaschine.
Bestes Tablet Test: Microsoft Surface Go
Das Surface Go 2 von der Seite.
Bestes Tablet Test: Microsoft Surface Go
Der Surface-typische Kickstand ist auch beim kleinen Go 2 dabei.
Bestes Tablet Test: Microsoft Surface Go
Das Surface Go 2 im zugeklappten Zustand.
Bestes Tablet Test: Microsoft Surface Go
Geladen wird das Surface Go 2 über den USB-C-Anschluss.
Bestes Tablet Test: Microsoft Surface Go
Auch ein Kopfhöreranschluss und ein SD-Karten-Einschub sind vorhanden.

Zum besseren Vergleich mit der Konkurrenz haben wir das Surface Go 2 aber im S-Mode belassen. In der von uns getesteten Version mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, 128 GB großer SSD und dem Pentium Gold Prozessor 4425Y laufen die typischen Windows-10-Apps sowie die vorinstallierte Microsoft-Office-Suite (die ein Microsoft-365-Abo voraussetzt) insgesamt flüssig auf dem Microsoft-Tablet. Mit dem hohen Arbeitstempo des iPads kann das Microsoft-Tablet aber nicht mithalten. Möglicherweise ist die teurere Variante mit Intel-M3-CPU die bessere Wahl, die mit über 800 Euro (ohne Tastatur-Cover) aber preislich schon auf iPad-Pro-Niveau liegt.

Die Akkulaufzeit von acht bis zehn Stunden und die Verarbeitung des kleinen Microsoft-Tablets befinden sich auf einem sehr guten Niveau. Das Gehäuse aus stabilen Aluminium wiegt knapp über 500 Gramm und liegt und liegt hervorragend in der Hand. Der Surface-typische Kickstand erlaubt die komfortable Aufstellung ohne Hülle.

Softwareseitig bleibt Windows 10 auf dem Tablet auch im S-Modus ein zweischneidiges Schwert. Die nativen Win-10-Apps lassen sich über den Touchscreen gut bedienen, die Navigation durch den Windows-Explorer funktioniert hingegen erst mit der Maus wirklich gut.

Generell kann man Käufern des Surface Go 2 nur empfehlen, das separate Microsoft Type Cover zu kaufen. Die rund 100 Euro teure Tastatur verbindet sich magnetisch mit dem Go 2 und schützt das sehr gute Display des Windows-Tablets. Aufgeklappt lässt es sich auf dem Type-Cover insgesamt angenehm schreiben, wenn es auch nicht mit dem Magic Keyboard aus dem Hause Apple mithalten kann – das kostet aber auch mehr als das Dreifache. Auch der Eingabestift Surface Pen funktioniert mit dem Surface Go, muss aber ebenfalls separat erstanden werden.

Zum mittlerweile gefallenen Preis ist das Surface Go 2 mit Abstrichen immer noch empfehlenswert. Das gilt vor allem für Windows-Fans, die ein portable Ergänzung zum heimischen Desktop suchen. Wer keine Lust auf die Einarbeitung in ein zweites System hat und sich mit dem App-Angebot im Windows Store arrangieren kann, macht mit dem Surface Go 2 wenig falsch – vor allem durch den möglichen Wechsel auf ein echtes Windows 10.

Microsoft Surface Pro X

Mit dem Surface Pro X hat Microsoft ein zumindest in der Theorie revolutionäres Windows-10-Tablet auf den Markt gebracht: Anstelle der typischen Intel-Prozessoren wird es von einer CPU auf ARM-Basis angetrieben, wie sie auch im Android- und iOS-Bereich Standard ist. Die Hoffnung, dass der Microsoft-SQ1-Prozessor der Intel-Konkurrenz davonläuft, erfüllt sich zwar nicht, dennoch ist das Surface Pro X im Alltag flott – zumindest mit ARM-kompatiblen Programmen.

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Das Problem: Klassische, für die x86-Architektur entwickelte Programme laufen nur per Emulation auf dem Surface Pro X – und das bremst spürbar aus. Noch verheerender ist, dass 64-bit-Versionen erst gar nicht auf dem ARM-Surface starten; die Emulation unterstützt lediglich 32-bit-Programme. Ein prominentes Negativbeispiel für die Software-Kompatibilität des Surface Pro X liefert die Adobe-CC-Suite. Photoshop, Lightroom und Co. liegen nur noch als 64-bit-Versionen vor und bleiben dem Pro X zumindest derzeit vorenthalten. Adobe hatte eine native ARM-Version versprochen, geliefert haben sie aber noch nicht. Gerüchten zufolge arbeitet an Microsoft zwar an einer Emulation von 64-bit-Programmen, aber bis das erscheint, könnte es wahrscheinlich schon einen Nachfolger des Surface Pro X geben.

Auch die Akkulaufzeit des Surface Pro X ist mit einer durchschnittlichen Zeit von fünf bis sieben Stunden nicht auf dem Niveau, das man sich von einem Wechsel der Prozessorarchitektur erhoffen durfte. Die Software ist einfach nicht optimiert genug, die Emulation frisst viel Leistung. Insgesamt ist das Surface Pro X angesichts seines hohen Preises damit keine Tablet-Empfehlung – was angesichts der hervorragenden Verarbeitung, des tollen Displays und der LTE-Integration schade ist.

Samsung Galaxy Tab S6 Lite

Das Samsung Galaxy Tab S6 Lite ist im Vergleich zu den Top-Geräten der Koreaner zwar abgespeckt, dafür aber vergleichsweise günstig zu haben. Rein haptisch merkt man von der Budget-Ausrichtung nichts, liegt das schlanke Metallgehäuse doch wunderbar in der Hand. Beim Display verzichtet Samsung zwar auf AMOLED-Technologie, dennoch hinterlässt der Bildschirm des Tab S6 Lite dank scharfer Auflösung und satten Farben einen guten Eindruck.

Bei der Alltagsnutzung wird aber schnell deutlich, wo Samsung den Rotstift angesetzt hat. So gibt es keinen Fingerabdrucksensor, die alternative Entsperrung per Gesichtserkennung klappt – anders als etwa beim iPad Pro – nur bei gutem Licht zuverlässig. Schwer wiegt die nicht ausgewogene Performance: Bei der Navigation durch Android und die zugehörigen Apps fallen immer wieder kleine Verzögerungen und Ruckler auf – nicht massiv, aber durchaus störend.

Auch auf Software-Extras wie den DEX-Modus muss hier verzichtet werden. Im Gegenzug legt Samsung dem Tablet den S-Pen-Eingabestift bei, der sehr gut funktioniert. Insgesamt ist das Samsung Galaxy Tab S6 Lite ein ebenso grundsolides wie unspektakuläres Tablet für Android-Fans. Wer das Tablet nicht unbedingt als Arbeitsgerät nutzen möchte oder schlicht keine Lust auf Apple hat, macht hier wenig falsch.

Apple iPad Mini (2019)

Das iPad Mini der fünften Generation ist noch bei vielen Händlern erhältlich und deutlich günstiger zu haben als das iPad Mini (2021). Trotz des etwas veralteten Designs im Stile des Standard-iPads hat das iPad Mini (2019) durchaus noch einige Vorteile zu bieten. Es ist mit 300 Gramm angenehm leicht und mit einer Display-Diagonalen von 7,9 Zoll deutlich kompakter als die größeren iPads. Anders als im neuesten Modell wirken die hier noch recht großen Ränder um den Touchscreen aber nicht mehr ganz zeitgemäß.

Unabhängig kann das iPad Mini (2019) immer noch gut mithalten . Das Display ist hochwertig, der verbaute Apple-A12-Prozessor trotz seines Alters schneller als viele Android-Alternativen und auch den Apple Pencil 1 darf man nun auf dem iPad Mini nutzen. Lediglich der Anschluss für das Smart-Keyboard fehlt, wobei eine derart kompakte Tastatur vermutlich eh keinen Spaß machen dürfte. Ansonsten teilt sich das iPad Mini natürlich auch einige Schwächen mit seinem großen Verwandten, etwa das fehlende FaceID. Trotzdem: Wer ein kompaktes Tablet mit tendenziell langfristiger Software-Unterstützung sucht, findet nichts besseres als das iPad Mini (2019).

So haben wir getestet

Wir testen regelmäßig alle interessanten Tablets, die neu auf den Markt kommen. Im Test kommt es uns nicht in erster Linie auf technische Benchmarks wie Rechenleistung oder Pixeldichte an, sondern vor allem auf das Bedienerlebnis und die Qualität der Verarbeitung. Wir testen alle Tablets unter realen, alltagsnahen Bedingungen. Immer mehr spielt dabei auch die Überlegung die Rolle, ob ein Tablet einen klassischen Laptop ersetzen kann. Daher beziehen wir auch Zubehör wie externe Tastaturen oder Eingabestifte in die Bewertung ein.

Die wichtigsten Fragen

Kann ein Tablet meinen Laptop ersetzen?

Das hängt in erster Linie davon ab, was mit dem Laptop gemacht wird. Als Surf-, Office- und E-Mail-Maschinen sind aktuelle Tablets zumindest in Kombination mit einem Keyboard-Case und eventuell einer Maus einem klassischen Laptop oft tatsächlich überlegen, punkten sie doch mit verzögerungsfreier Verfügbarkeit, langer Akkulaufzeit und lüfterlosem Betrieb. Beim Multitasking oder Spezialaufgaben sind Laptops mit Deskotp-Systemen wie Windows 10 oder macOS hingegen nach wie vor im Vorteil, erfordern Tablets hier doch fast immer eine Umgewöhnung bei der Arbeit.

Harmonieren iPads gut mit Windows-PCs?

Tablets sind oft typische Zweitgeräte, die zusätzlich zum PC oder Laptop zum Einsatz kommen. Als solche ist das tief im Apple-Kosmos verwurzelte iPad-Betriebssystem iPadOS natürlich vor allem für das Zusammenspiel mit seinem Desktop-Cousin macOS ausgelegt. Dennoch müssen sich Windows-Nutzer keine Sorgen machen: Der Austausch von Medien und Daten zwischen iPadOS und Windows ist kein größeres Problem, stellt Apple doch mit der Windows-Version von iTunes sowie iCloud Drive und iCloud Photos die wichtigsten Services für Windows 10 bereit. Auf ein paar Funktionen müssen iPad-Käufer mit Windows-System aber dennoch verzichten, etwa die reibungslose Synchronisation von Apple-Apps wie Notizen oder den Einmalkauf von Apps, die dann auf dem iPad und aktuellen Macs funktionieren.

Lohnt sich ein Tablet mit integriertem Mobilfunk-Modul?

Viele Tablets bieten die Option, gegen Aufpreis ein LTE- oder sogar 5G-Funkmodul zu verwenden. Mit einem entsprechenden Datentarif können sie dann unterwegs auch ohne WLAN-Verbindung online gehen, was die Flexibilität beim mobilen Surfen und Arbeiten erhöht. Das erfordert aber in der Regel einen zusätzlichen Vertrag bei einem Mobilfunkanbieter, der dann eine SIM-Karte oder auch eine eSIM zur Verfügung stellt. Je nach verwendeten Smartphone-Tarif ist es eventuell auch möglich, gegen Aufpreis eine weitere SIM-Karte (Multi-SIM) hinzuzubuchen, um den bereits verwendeten Tarif mit dem Tablet zu teilen. Wer häufig unterwegs arbeitet, kann von einem Tablet mit Mobilfunkmodul durchaus profitieren, zumal reine Datentarife oft günstiger sind als solche mit Telefonfunktionen. Auf der anderen Seite lassen sich Tablets genau wie Laptops auch einfach über das sogenannte Smartphone-Tethering online bringen. Das Handy dient dann als WLAN-Hotspot, mit dem sich die Tablets verbinden und das Datenvolumen mit nutzen können. Wenn der Smartphone-Vertrag genug Datenvolumen hergibt, ist diese Option langfristig oft günstiger.

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