WLAN-Mesh-System Test: Mesh System
test
Letztes Update: 27.4.2021

Das beste WLAN-Mesh-System

Wir haben 17 Mesh-Systeme für besseren WLAN-Empfang getestet. Das Beste ist das Orbi RBK20, das mit einer guten Übertragungsleistung, tollem Webfilter, einem Access-Point-Modus und Fernzugriff über die Orbi-App überzeugt. Auch, dass die Steuerung ohne Cloud-Zwang möglich ist, hat uns gefallen. Aber es gibt auch interessante Alternativen.

Michael Seemann
interessiert sich für alle Geräte, die man in seinem Heimnetz sinnvoll einsetzen kann. Geweckt wurde sein spezielles Interesse für die Heimvernetzung schon 2004, als er die erste Fritzbox mit integrierter Internettelefonie zu Gesicht bekam. Michael schreibt und testet unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PCgo und Connect.
Letztes Update: 27. April 2021

Wir haben zwei weitere Mesh-Systeme getestet. Eine neue Empfehlung ist das Asus ZenWiFi AX XT8 2er.

9. April 2021

Wir haben vier weitere Mesh-Systeme getestet. Das Asus ZenWifi Mini, das Tenda Nova MW6 und das Telekom Speed Home WiFi sind neue Empfehlungen. Das Google Nest Wifi und das Mesh-3er-Pack eero werden deshalb nun unter „Außerdem getestet“ aufgeführt.

13. März 2020

Wir haben zwei neue Mesh-Systeme getestet. Beide bekommen eine Empfehlung: das Google Nest Wifi und das Mesh-3er-Pack eero.

20. Februar 2019

Die WLAN-Mesh-Systeme wurden um die Geräte von Netgear Orbi RBK20 und Linksys/Belkin Velop Dualband erweitert. Hier gibt es einen neuen Testsieger.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Wer bei sich zu Hause überall guten WLAN-Empfang hat, darf sich glücklich schätzen, denn in vielen Haushalten reicht das WLAN des Routers meist nicht in alle Räume oder Bereiche, in denen man die drahtlose Online-Anbindung gerne nutzen möchte. Ein (zu) schwaches Funksignal wird dann zum Problem, wenn das Webradio in der Küche immer wieder aussetzt oder der Online-Live-Stream ständig in die schlechtere Auflösung wechselt. Nervig!

Während WLAN-Repeater oder WLAN-Powerline-Sets das Funknetz eines bereits vorhandenen WLAN-Routers erweitern, bauen Mesh-Systeme ihr eigenes WLAN-Netz auf und besitzen in der Regel eine eigene Router-Komponente, die dann per LAN-Kabel mit dem Modem (oder Modem-Router) des Netzbetreibers verbunden wird. Mit einem Mesh-System lässt sich das WLAN im Haus ohne zusätzliche Kabelverbindung verteilen und komfortabel per Smartphone-App verwalten – auch wenn Sie gerade nicht zu Hause sind.

Mesh-Systeme setzen sich aus zwei oder mehr Mesh-Stationen zusammen, die per WLAN miteinander verbunden sind. Alle Mesh-Stationen dienen gleichzeitig als Zugangspunkte für alle WLAN-fähigen Geräte im Haushalt – und besitzen in der Regel auch LAN-Ports für den Anschluss von Clients per Ethernetkabel. Die Mesh-Stationen lassen sich relativ frei im Haushalt verteilen, man muss nur darauf achten, dass die WLAN-Verbindung der Mesh-Geräte untereinander nicht abreißt, beziehungsweise ausreichend stark ist.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Netgear Orbi RBK20

Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Netgear Orbi RBK20
Die Stärke des kleinen Orbi liegt darin, dass es in keiner Testdisziplin eine echte Schwäche zeigt, was es zu unserem Testsieger macht.

Unser Testsieger, das Orbi RBK20 von Netgear, kommt bereits ab Werk mit dem sehr guten Circle-Webfilter und ist mit einem 2×2-Wifi-5-Triband-WLAN ausgestattet, wobei eines der beiden 5-GHz-Bänder ausschließlich für die Verbindung zwischen den Mesh-Stationen reserviert ist. Und so erzielt das kleine Mesh-System selbst bei unseren Messungen vom entfernten WLAN-Client gute Übertragungsleistungen und überzeigt mit seinem komfortablen, relaybasierten Fernzugang.

High-Speed Mesh

Netgear Orbi RBK50

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK50
Mit seiner 4x4-MIMO-Brücke verlegt das große Orbi-Triband-System ein "drahtloses Kabel" zwischen seinen Mesh-Stationen.

Ebenso wie unser Testsiegers handelt es sich auch bei Netgears Orbi RBK50 um ein Triband-System mit zwei Mesh-Stationen (Router und Satellite), wobei die drahtlose Verbindung zwischen den Stationen über ein separates 4×4-MIMO-Funkmodul mit Linkraten bis zu 1.733 Mbit/s realisiert wird. Mit dieser leistungsstarken Wifi-5-WLAN-WLAN-Verbindung eignet sich das Orbi RBK50 für großflächige Haushalte und Power User, die eine größere Anzahl von WLAN- und LAN-Clients ohne Kabel ins Heimnetz einbinden möchten und dabei auch nicht auf Webfilter (Circle-Kindersicherung) oder komfortablen Fernzugang verzichten möchten.

Schnelles Wifi-6-Mesh

Asus ZenWiFi AX Mini (XD4) 2er

Test  WLAN-Mesh-System: Asus ZenWiFi AX Mini 2er
Wer auf einen komfortablen (Relay-) Fernzugang verzichten kann, findet hier ein leistungsfähiges, sehr gut ausgestattetes Wifi-6-Dualband-Mesh-System mit integrierter Netzwerksicherheit.

Das Asus ZenWiFi AX Mini XD4 ist ein modernes Wifi-6-Dualband-Mesh-System, das über seine 2×2-WLAN-Module sehr flotte Übertragungsraten erzielt. Hervorzuheben ist außerdem die umfassende Funktionalität dieses Mesh-Systems mit einigen Besonderheiten wie der VPN-Client-Funktion oder dem integrierten Netzwerkschutz von Trendmicro ohne zusätzliche Abokosten. Allerdings wird der Fernzugang auf das System ohne Relay-Dienst nicht an jedem Standort funktionieren.

Ultraschnelles Wifi-6-Mesh

Asus ZenWiFi AX XT8 2er

Test  WLAN-Mesh-System: Asus ZenWiFi AX XT8 2er
Das große Asus ZenWiFi AX XT8 punktet mit deutlich höheren Transferraten und einer noch besseren Ausstattung als das kleinere, jedoch deutlich günstigere ZenWifi-Mini-System von Asus.

Das Asus ZenWiFi AX XT8 stockt die Funktionalität des kleineren Asus ZenWiFi AX Mini noch um einen Content-Filter (»Kindersicherung«), Dual-WAN sowie USB3- und zusätzliche LAN-Ports (inklusive 1×2,5GbE) auf. Auch bei den Übertragungsraten erweist sich das mit Triband-Wifi-6 ausgestattete WLAN des XT8 mit seiner separaten 4×4-Backhaul-Verbindung noch einmal deutlich schneller als das eines Wifi-6-Dualband-Meshs. Dafür kostet das ZenWiFi AX XT8 auch doppelt so viel wie das kleinere ZenWiFi XD4 – und verbraucht etwas mehr Strom.

Gut günstig

Tenda Nova MW6 2er

Test  WLAN-Mesh-System: Tenda Nova MW6 2er
Sehr günstiges und erstaunlich gut ausgestattetes Mesh-WLAN-System mit kleinen Schwächen.

Für unter 100 Euro ist das Tenda Nova MW6 ein extrem günstiges Wifi-5-Dualband-Mesh, das mit seiner erstaunlich guten Ausstattung und Funktionalität manchen deutlich teureren Mesh-Lösungen Paroli bieten kann. Auch wenn es bei den WLAN-WLAN-Datenraten mit unseren Triband-, 4×4- oder Wifi-6-Lösungen nicht ganz mithalten kann und im 5-GHz-Band nur die unteren vier Kanäle nutzt, ist das Tenda Nova MW6 ein Geheimtipp für den besonders sparsamen Mesh-Einsteiger.

Mesh ohne Router

Telekom Speed Home Wifi (2er-Pack)

Test  WLAN-Mesh-System: Telekom Speed Home Wifi (2 Geräte)
Mit dem Speed Home Wifi im 2er-Pack lässt sich das schwache WLAN eines vorhandenen Routers durch ein leistungsfähiges 4x4-Wifi-5-Mesh ersetzen.

Wer seinen Router behalten und nur möglichst unkompliziert durch ein leistungsstarkes WLAN-Mesh ersetzen möchte, sollte sich das Telekom Speed Home WiFi im Zweier-Pack näher ansehen. Das Wifi-5-System mit 4×4-5-GHz-Modul ersetzt per Knopfdruck-Setup das schwache WLAN eines beliebigen vorhandenen Routers und überzeugt zudem mit einer vorbildlichen, informativen Weboberfläche. Dafür verzichtet man ohne den passenden (Telekom-)Router auf den Zugriff per App und muss das Firmware-Update etwas umständlich »von Hand« durchführen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritHigh-Speed MeshSchnelles Wifi-6-MeshUltraschnelles Wifi-6-MeshGut günstigMesh ohne Router
Netgear Orbi RBK20 Netgear Orbi RBK50 Asus ZenWiFi AX Mini (XD4) 2er Asus ZenWiFi AX XT8 2er Tenda Nova MW6 2er Telekom Speed Home Wifi (2er-Pack) Netgear Orbi RBK852 Netgear MK62 Google Nest Wifi Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HD Linksys Velop WHW01 Netgear Orbi RBK30 Amazon eero Amazon eero Pro Zyxel Multy X + Multy Mini Google WiFi
Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Netgear Orbi RBK20Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK50Test  WLAN-Mesh-System: Asus ZenWiFi AX Mini 2erTest  WLAN-Mesh-System: Asus ZenWiFi AX XT8 2erTest  WLAN-Mesh-System: Tenda Nova MW6 2erTest  WLAN-Mesh-System: Telekom Speed Home Wifi (2 Geräte)Test  WLAN-Mesh-System: Netgear Orbi RBK852Test  WLAN-Mesh-System: Netgear MK62Test WLAN-Mesh-System: Google Nest Wifi (Router und Zugangspunkt)Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HDTest  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Linksys (Belkin) Velop Dual-Band (WHW01)Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK30Test WLAN-Mesh-System: eero (Amazon) eeroTest WLAN-Mesh-System: eero (Amazon) eero ProWLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Zyxel Multy X+miniTest  WLAN-Router: Google Wifi
Pro
  • Gute Übertragungs­leistung zwischen den Mesh-Stationen
  • Guter Circle-Webfilter
  • Access-Point-Modus
  • Komfortabler Fernzugriff
  • Sehr hohe Datenraten durch separates 4x4-Wifi-5-Modul
  • Komfortabler Fernzugriff
  • 4 Gigabit-Ports am Satellite
  • Guter Circle-Webfilter
  • Überzeugende 2x2-Wifi-6-Datenraten
  • Große Funktionalität
  • AiProtection (Netzwerkschutz) ohne Abo-Gebühr
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • Sehr schnelles Triband-Wifi-6
  • Sehr große Funktionalität
  • AiProtection+ inklusive Web-Filter ohne Abogebühr
  • 2,5GbE-WAN, USB3-Port für Media/Print(/NAS)
  • 3 Jahre Herstellergarantie
  • Sehr günstiges Mesh-System
  • Sehr einfaches Setup
  • App-Steuerung mit komfortablem Fernzugriff
  • Für 2x2-Wifi-5-Mesh annehmbare Datenraten
  • Einfaches Knopfdruck-Setup
  • Gelungenes Webmenü mit guter Online-Hilfe
  • Hohe Wifi-5-Transferraten dank 4x4-MIMO (5 GHz)
  • Als WLAN-Ersatz eines vorhandenen Routers geeignet
  • Hochleistungs-Wifi-6-Triband-Meshsystem
  • Sinnvolle Bandbreitenverteilung der WLAN-Module (3 mal 4x4)
  • Relay-Fernzugang
  • 2,5GbE-WAN
  • Überzeugende 2x2-Wifi-6-Datenraten
  • Große Funktionalität
  • Einfaches Setup
  • App mit komfortablem Fernzugriff und 2-Fach-Verifizierung
  • Zugangspunkt mit Sprachsteuerung und Soundausgabe
  • Ausgefeilte Funktionalität
  • Safe-Search-Webfilter
  • Priorisierung
  • WLAN mit Thread-Unterstützung
  • Ausgewogene Übertragungs­leistung
  • Drei Mesh-Stationen
  • Informativer Touchscreen am Mesh-Router
  • Access Point Modus
  • Relay-Fernzugriff
  • Sehr gute, übersichtliche App
  • Priorisierung von Clients möglich
  • Relay-Fernzugriff
  • Bridge-Modus
  • 3 Jahre Garantie
  • Gute Übertragungs­leistung zwischen den Mesh-Stationen
  • Guter Webfilter
  • Access-Point-Modus
  • Relay-Fernzugriff
  • Drei Meshstationen
  • Einfaches Setup
  • Komfortable, übersichtliche Bedienung
  • HomeKit-Firewall
  • Energieeffizient
  • Drei Meshstationen
  • Einfaches Setup
  • Komfortable, übersichtliche Bedienung
  • WLAN mit Thread-Unterstützung
  • HomeKit-Firewall
  • Sehr flotte Übertragungsraten bei LAN-WLAN-Verbindung
  • Bridge-Modus
  • Multy Mini mit USB-Quickcharge-Port
  • Ausgezeichnete, sehr übersichtliche App
  • Tolle Bedienung mit ausgefeilten Funktionen
  • Günstig
  • 2 LAN-Ports je Mesh-Station
  • Funktionierender Fernzugriff (Google-Konto)
Contra
  • Handbuch englischsprachig
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Handbuch englischsprachig
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Fernzugang ohne Relay-Dienst
  • Online-Hilfe derzeit nur im englischen Webmenü
  • Nur einfacher Webfilter
  • Teuer
  • Kein Relay-Fernzugang
  • Höhere Leistungsaufnahme
  • USB-NAS mit SMBv1-Lücke
  • 5-GHz-Band auf Kanal 36-48 beschränkt
  • WPA-TKIP nicht deaktivierbar
  • Kein Webfilter, kein clientbezogenes QoS
  • WLAN-Upstream erreicht nur etwa 50% der Downstream-Rate
  • Keine Router-Funktionen
  • Steuerung per Magenta-App erfordert Telekom-Router
  • Keine Herstellergarantie (nur gesetzl. Gewährleistung)
  • Extrem teuer
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Armor-Sicherheit nur gegen Aufpreis
  • Nutzt nur Kanäle 36-48 zur Anbindung von 5GHz-Clients
  • Nur "Spar-QoS" (WMM) und wenig praktikables Dual-WAN
  • Webmenüzugriff im LAN nicht sicher
  • Armor-Security nur gegen Aufpreis (69 USD/Jahr), kein Circle-Filter
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Kein LAN-Port am Wifi-Zugangspunkt
  • Steuerung ausschließlich über Cloud
  • Volle Funktionalität erfordert zwei Google Apps
  • Nicht unerheblicher Eingriff in die Privatspähre
  • Kein Webfilter
  • Handbuch englischsprachig
  • Keine LAN-Ports an 2 Mesh-Stationen
  • Nur Kanal 36-48 im 5-GHz-Band
  • Kein Webfilter
  • Deutlich schwächere Datenrate bei WLAN-Clients am entfernten Node
  • Handbuch englischsprachig
  • Kein LAN-Port an der zweiten Mesh-Station
  • Aktuelles Firmware-Update umständlich
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Webfilter und zusätzliche Schutzfunktionen nur mit SafeSearch-Abo
  • Steuerung ausschließlich über Cloud
  • Nur 1 Jahr Herstellergarantie
  • Webfilter und zusätzliche Schutzfunktionen nur mit SafeSearch-Abo
  • Steuerung ausschließlich über Cloud
  • Triband-Transfer nicht überzeugend
  • Ziemlich teuer
  • Hakeliges Setup
  • Zu wenig Infos und Einstellungmögl. in App
  • Ungünstige Kombination von Triband- und Dualband-Station
  • Sicherheitsfunktion und Kindersicherung nur über Zusatzabo
  • Dokumentation komplett in Englisch
  • Mäßige Datenrate zwischen den Mesh-Stationen
  • Kein Access-Point-Modus
Bester Preis
  Produktdetails einblenden
Gehäusetyp2 x Standgehäuse2 x Standgehäuse2 x Standgehäuse (1xRouter, 1xNode)2 x Standgehäuse2 x Standgehäuse (Option zur Wandbefestigung)2 x Standgehäuse (Option zur Wandbefestigung)2 x Standgehäuse2 x Standgehäuse (1xRouter, 1xSatellite)2 x Standgehäuse1 x Standgehäuse, 2 x Steckergehäuse2 x Standgehäuse1 x Standgehäuse, 1 x Steckergehäuse3 x Standgehäuse3 x Standgehäuse2 x Standgehäuse2 x Standgehäuse
WLAN-FunkbänderTriband (2,4 GHz / 5 GHz / 5GHz)Triband (2,4 GHz / 5 GHz / 5GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Triband (2,4 GHz / 5 GHz / 5GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Triband (2,4 GHz / 5 GHz / 5GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Triband (2,4 GHz / 5 GHz / 5GHz)Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)Triband (2,4 GHz / 5 GHz / 5GHz)Triband (2,4 GHz / 2x5 GHz)
Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)
Dualband (2,4 GHz / 5 GHz)
MIMO je Funkband2x2 / 2x2 / 2x22x2 / 2x2 / 4x42x2 / 2x22x2 / 2x2 / 4x4_160MHz2x2 / 2x22x2 / 4x44x4 / 4x4 / 4x42x2 / 2x2Wifi Router: 2x2 / 4x4
Zugangspunkt: 2x2 / 2x2
3x3 / 3x32x2 / 2x22x2 / 2x2 / 2x22x2 / 2x22x2 / 2x2 / 2x2Multy X: 2x2 / 2x2 / 4x4
Multy Mini: 3x3 / 3x3
2x2 / 2x2
Linkrate je Funkbd.400 / 867 / 867 Mbit/s400 / 867 / 1733 Mbit/s574 / 1201 Mbit/s574 / 1201 / 4804 Mbit/s300 / 867 Mbit/s300 / 1733 Mbit/s1201 / 2402 / 2402574 / 1201 Mbit/sWifi Router: 300(?) / 1733 Mbit/s
Zugangspt.: 300(?) / 867 Mbit/s
450 / 1300 Mbit/s400 / 867 Mbit/s400 / 867 / 867 Mbit/s400 / 867 Mbit/s400 / 867 / 867 Mbit/sMulty X: 400 / 867 / 1700 Mbit/s
Multy Mini: 450 / 1300 Mbit/s
300 / 867 Mbit/s
WLAN-StandardWifi 4/5 (Wave 2)Wifi 4/5 (Wave 2)Wifi 6Wifi 6Wifi 4/5 (Wave 2)Wifi 4/5 (Wave 2)Wifi 6Wifi 6Wifi 4/5 (Wave 2)Wifi 4/5Wifi 4/5 (Wave 2)Wifi 4/5 (Wave 2)Wifi 4/5 (Wave 2)WiFi 4/5 (Wave 2)Multy X: 802.11ac (Wave 2)
Multy Mini: 802.11ac
802.11ac (Wave 2)
Weg1: LAN / WLAN330 / 260 Mbit/s (iperf2)630 / 430 Mbit/s770 / 360 Mbit/s900 / 780440 / 220 Mbit/s870 / 330 Mbit/s760 / 400 Mbit/s(kein LAN-Port) / 160 Mbit/s(kein LAN-Port) / 130 Mbit/s305 / 105 Mbit/s (neu)(kein LAN-Port) / 250 Mbit/s280 / 150 Mbit/s280 / 190 Mbit/s420 / 190 Mbit/s (neu)220 / 135 Mbit/s
Weg2: LAN / WLAN360 / 260 Mbit/s (iperf2)550 / 450 Mbit/s640 / 320 Mbit/s850 / 700350 / 200 Mbit/s850 / 310 Mbit/s640 / 300 Mbit/s(kein LAN-Port) / 180 Mbit/s(kein LAN-Port) / 80 Mbit/s330 / 100 Mbit/s (neu)(kein LAN-Port) / 130 Mbit/s230 / 140 Mbit/s270 / 180 Mbit/s380 / 185 Mbit/s (neu)60 / 50 Mbit/s
Videostream HDStreamt 2K-Videos ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt 4K-Videos ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt 4K-Videos ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt 2K-Video ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt 4K-Video ruckelfrei an einen Client (Weg2)Streamt 4K- und 2K-Video gleichzeitig ruckelfrei über Weg2Streamt 4k-Video ruckelfrei an einen Client (Weg 2)Streamt FullHD-Videos ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt FullHD-Videos ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt FullHD-Videos ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt 2k- und 4k-Videos ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt 2k- und 4k-Videos ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt FullHD-Videos ruckelfrei an zwei Clients (Weg2)Streamt FullHD-Video ruckelfrei an einen Client (Weg 2)
LeistungsaufnahmeRouter: 5,1 Watt
Satellit: 4,9 Watt
Router: 6,2 Watt
Satellit: 5,8 Watt
Router: 3,7 Watt
Node: 3,5 Watt
Base: 3,5 Watt
Satellit: 3,3 Watt
Basis: 5,7 Watt
Repeater: 5,1 Watt
Router: 4,3 Watt
Satellit: 3,9 Watt
Wifi Router: 3,8 Watt
Zugangspunkt: 3,8 Watt
Router: 5,5 Watt
MeshPoints: je 3,6 Watt
Router-Node: 4,6 Watt
Node: 4,2 Watt
Router: 6,2 Watt
Satellite: 5,2 Watt
Mesh-Gateway: 3,6 Watt
Mesh-Station: 3,4 Watt
Mesh-Gateway: 5,6 Watt
Mesh-Station: 5,4 Watt
Multy X: 6,2 Watt
Multy Mini: 4,2 Watt
Router-Zugangspunkt: 3,3 Watt
Zugangspunkt: 3,1 Watt

Was Sie über Mesh-Systeme wissen sollten

Alle Mesh-Stationen senden denselben WLAN-Namen mit derselben Zugangskennung aus, sodass alle Heimnetz-Clients immer mit denselben Zugangsdaten im Mesh eingebunden sind. Mit welcher Station man gerade verbunden ist oder wann ein (mobiler) Client auf eine andere, nähere Mesh-Station geschaltet wird, bekommt man als Nutzer in der Regel gar nicht mit.

Mehr Reichweite und verbesserte Übertragungs­raten

Diese intelligente WLAN-Erweiterung mit mehreren Zugangspunkten unter einem WLAN-Konto, ist nicht nur komfortabel und jederzeit erweiterbar, sondern erleichtert in der Regel auch die Einrichtung eines solchen Mesh-Systems. Man muss nur darauf achten, dass die Stationen nicht zu weit voneinander entfernt sind.

Bei einem WLAN-Mesh-System übernimmt eine der installierten Mesh-Stationen die Funktion eines Routers und stellt die Verbindung ins Internet her. Dieses Gerät wird deshalb auch als Mesh-Router, Mesh-Basis oder Mesh-Gateway bezeichnet.

Man benötigt also entweder ein externes Modem (DSL, Kabel, Glasfaser-ONT) oder den Modem-Router seines Netzbetreibers, um das Mesh-System zu Hause anschließen zu können. Verbindet man allerdings das Mesh-System per LAN-Kabel mit seinem vorhandenen Router, sollte man auch alle seine Clients mit dem neuen Mesh-System verbinden und das WLAN im Modem-Router abschalten.

WLAN-Mesh-System Test: Mesh System
Zum Zugangspunkt gehört auch immer ein Router. Bei Mesh-Systemen können alle Geräte untereinander kommunizieren.

Alternativ lassen sich einige Mesh-Systeme auch im Bridge- oder Access-Point-Modus betreiben und nutzen dann den bereits vorhandenen Modem-Router als Netzwerkzentrale und Internet-Gateway. Allerdings sind dann einige nützliche Funktionen des Mesh-Systems nicht mehr verwendbar. Das gilt beispielsweise für Webfilter (Kindersicherung), Zeitkontingentierungen, spezielle Zugriffsregelungen, Informationen zur Bandbreitennutzung, oder zur Priorisierung einzelner Clients mittels Bandbreitensteuerungen. Letzteres wird im Fachjargon auch als »Quality-of-Service« (QoS) oder »Priorisierung« bezeichnet.

Doch inzwischen gibt es auch Hersteller wie zum Beispiel AVM, die ihre Fritzbox-Modem-Router bereits mit Mesh-Funktionen erweitert haben, sodass sich eine Fritzbox als »Mesh-Master« (-Gateway, -Router) für andere Mesh-Stationen von AVM, wie zum Beispiel aktuelle FritzWLAN-Repeater, einsetzen lässt. Die Grenzen verschwimmen also zusehends und irgendwann wird Mesh wohl auch standardmäßig in den meisten Heimnetz-Routern enthalten sein.

Ob sich eine bestimmte Verbindungstrecken bei Ihnen zu Hause dann auch tatsächlich per WLAN-Mesh überbrücken lässt, können wir vorab leider nicht beantworten, da jedes Haus und jede Wohnung unterschiedliche Anforderungen an die Geräte stellen. Sie müssen es, ebenso wie bei Repeatern oder Powerline-Geräten, grundsätzlich selbst ausprobieren und die Geräte notfalls wieder zurückschicken. Glücklicherweise ist die Installation von Mesh-Systemen keine große Sache mehr und per Smarphone-App recht flott und komfortabel zu bewerkstelligen. Unsere Messergebnisse in der Vergleichstabelle bezüglich der Mesh-Transferraten geben Ihnen einen Anhaltspunkt zur Geschwindigkeit der Datenübertragung.

Und bedenken Sie außerdem, dass es bei Mesh-Systemen in erster Linie darum geht, eine vorhandene Internetanbindung zu verteilen – mit Downstream-Bandbreiten von etwa 50 bis 200 Mbit/s. Wer einen ultraschnellen FTTH-Anschluss mit 600 Mbit/s oder gar 1 Gbit/s in jedem Zimmer verfügbar haben möchte, wird Netzwerkkabel verlegen müssen.

Dämpfer für die WLAN-Verbindung

Was ist der Grund für die eingeschränkte Reichweite beim WLAN – und warum ist das in jedem Haushalt anders? Die Hauptursache liegt in der Dämpfung des WLAN-Signals. Befinden sich keine Hindernisse zwischen WLAN-Router und Client, sprich Notebook, Smartphone, Tablet oder Webradio, lassen sich damit Strecken von über 100 Metern und mehr überbrücken. Denn das WLAN-Signal wird durch Luftmoleküle nur relativ schwach gedämpft. Aber wer hat schon von überall im Haus eine freie Sichtverbindung zum Router?

Das WLAN-Signal wird durch Wände und Möbel gedämpft

Im häuslichen Bereich wird die Reichweite des WLANs vor allem durch bauliche Hindernisse in der Übertragungsstrecke beeinträchtigt. Das sind in erster Linie Mauern und Wände, Böden und Decken, aber auch Schränke, Regale, Heizkörper und andere (meist massive) Einrichtungsgegenstände.

All diese Hindernisse führen in der Summe dazu, dass das Signal des Routers an bestimmten Standorten in der Wohnung einfach zu schwach ist. Eine stabile Verbindung zum WLAN-Router ist dort nicht mehr möglich – oder die Übertragungsrate ist für bestimmte Anwendungen, wie etwa die Videoübertragungen, zu gering. Denn mit zunehmender Dämpfung des WLAN-Signals nimmt auch die physikalisch mögliche Übertragungsrate – die Übertragungsgeschwindigkeit – zwischen Router und Empfangsgerät ab.

Möglichkeiten zur WLAN-Verbesserung

Für einen guten WLAN-Empfang kommt es nicht nur auf die baulichen Gegebenheiten an, sondern auch ganz entscheidend auf den Standort des Routers. Ist er irgendwo am Boden in einem Schrank zwischen vielen Kabeln versteckt, wird das Signal nicht so weit reichen, wie wenn er frei auf einem Schrank steht. Daher sollten Sie als allererstes mit Ihrem bisherigen Router experimentieren, ob Sie ihn nicht an einer besseren Stelle installieren können.

Denn die beste Lösung, WLAN-Empfangsprobleme zu beheben, ist es, den Router so aufzustellen, dass sein Funknetz die ganze Wohnung oder das ganze Haus abdeckt. Wenn das bei Ihnen irgendwie möglich ist, tun Sie das! Selbst wenn Sie dazu ein wenig umbauen oder ein Netzwerkkabel verlegen müssen: Am Ende werden Sie mit dieser Lösung die wenigsten Probleme haben. Denn mehr Geräte bedeuten auch immer mehr Fehlerquellen.

Die zweitbeste, wenn auch meist wenig praktikable Lösung, ist es, Netzwerkkabel durchs Haus zu ziehen und schlecht versorgte Bereiche des Haushalts mit einer direkten Kabelverbindung zum Router zu verbinden. Hier kann man dann entweder Clients direkt per Kabel anschließen (etwa Fernseher oder PC) oder eine WLAN-Basisstation (Access Point) anschließen, die ein eigenes WLAN-Netz aufspannt.

Doch eine nachträgliche Installation von Netzwerkkabeln und -anschlüssen erfordert ein gewisses handwerkliches Geschick und ist auch nicht immer möglich – zumal in Mietverhältnissen der Haus- oder Wohnungseigentümer zustimmen muss, wenn größere Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich sind.

Eine einfachere Lösung für WLAN-Schwäche versprechen Geräte, mit denen man den WLAN-Empfang im Haushalt auch ohne Bohren, Schlitzen und Kabelziehen verbessern kann. Es gibt dafür drei unterschiedliche Techniken, entsprechend unterscheidet man folgende Geräteklassen:

  • WLAN-Repeater
  • WLAN-Powerline-Sets
  • WLAN-Mesh-Systeme

Ein WLAN-Repeater wird etwa auf halber Strecke zwischen Heimnetz-Router und entfernten WLAN-Clients angebracht – dort wo noch guter Empfang herrscht – und verstärkt das WLAN-Signal des Routers.

Ein WLAN-Powerline-Set besteht aus zwei Powerline-Adaptern, die eine Datenverbindung zwischen Router und entferntem Client über die im Haushalt verlegten Stromkabel herstellen (daher der Name Powerline). Der entfernte Powerline-Adapter hat eine WLAN-Basisstation (Access Point) integriert, der ein WLAN-Netz aussendet.

Ein WLAN-Mesh-System besteht aus mindestens zwei, bei Bedarf aber auch mehreren Mesh-Stationen, die über WLAN-Funk miteinander verbunden sind. Jede Mesh-Station dient gleichzeitig als Zugangspunkt (Access Point) für alle WLAN-fähigen Geräte in dessen Funkreichweite. Eine der Mesh-Stationen wird als Router eingerichtet und stellt die Verbindung ins Internet her. Das WLAN-Mesh-System besitzt in der Regel also auch spezielle Zusatzfunktionen eines Routers, die WLAN-Repeater oder WLAN-Powerline-Sets nicht bieten. Dazu zählen beispielsweise Webseitenfilter (Kindersicherung), Firewall, Bandbreitenmanagement (Quality of Service oder QoS), Smart-Home-Funktionen oder ein komfortabler Fernzugriff.

Eine Pauschallösung gibt es nicht

Welche Lösung sich am besten für Ihren Haushalt eignet, hängt immer von den individuellen, baulichen Gegebenheiten vor Ort ab und von den eigenen Anforderungen, die man an die Geräte stellt. Wir können daher keine pauschale Empfehlung abgeben, welche von den drei Geräteklassen die beste Lösung für Sie zu Hause ist.

Alle drei Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Grundsätzlich gilt: Wenn es in einer Wohnung nur darum geht, den WLAN-Empfang in ein oder zwei weiteren Räumen zu verbessern, ist oft ein einfacher WLAN-Repeater die einfachste Lösung. Es kann aber durchaus sein, dass eine unserer Empfehlungen in der Kategorie WLAN-Repeater in Ihrem Haushalt nicht zum gewünschten Erfolg führt. Dann müssen Sie auf eine unserer Empfehlungen aus den etwas teureren Geräteklassen der WLAN-Powerline-Sets oder WLAN-Mesh-Systeme ausweichen.

Testsieger: Netgear Orbi RBK20

Netgears neues Mesh-Einstiegsset, das Orbi RBK20, ist ein kleines und dennoch leistungsfähiges WLAN-Mesh-System, bei dem jede Mesh-Station mit insgesamt drei 2×2-MIMO-Funkmodulen (Triband-WLAN) ausgestattet ist. Die drahtlose Verbindung zwischen den Mesh-Stationen wird dabei über eine separate 5-GHz-Verbindung bei einer Linkrate von bis zu 867 Mbit/s hergestellt.

Unser Favorit

Netgear Orbi RBK20

Test  besten WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme: Netgear Orbi RBK20
Die Stärke des kleinen Orbi liegt darin, dass es in keiner Testdisziplin eine echte Schwäche zeigt, was es zu unserem Testsieger macht.

Orbi-Router und -Satellit des zweiteiligen Sets sind Standgeräte und sind mit jeweils zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüssen ausgestattet. Beim Satellit lassen sich beide Anschlüsse für LAN-Clients nutzen, beim Router dient einer der beiden Ports für den Internetzugang (WAN-Anschluss). Am Orbi-RBK20-Router kann also zunächst einmal nur ein Kabel-Client (PC, NAS etc.) angeschlossen werden.

Übertragungsleistung

Für die Einbindung der WLAN-Clients sorgt an jeder Orbi-Station ein separates Dualband-WLAN. Durch diese strikte Trennung der Funkfrequenzen für Client-zu-Orbi und Orbi-zu-Orbi-Verbindung, verschafft sich das Orbi-System einen übertragungstechnischen Vorteil gegenüber anderen Mesh-Systemen, die ihre Funkmodule immer auf beide Verbindungen aufteilen müssen.

Dies hat sich auch in unseren Übertragungstests bestätigt. Über verschiedene Übertragungsstrecken haben wir zunächst die Datenrate zwischen einem am LAN-Port des Satellits angeschlossenen Clients und dem Orbi-Router gemessen. Dabei kommen wir auf Übertragungsraten zwischen 330 und 360 Mbit/s.

Danach haben wir auf denselben Messstrecken von einem am Satellite angeschlossenen WLAN-Client gemessen. Hier erreichen wir mit dem Orbi trotzdem noch sehr gute Datenraten von rund 260 Mbit/s, obwohl die Verbindung hier zunächst per WLAN vom Client zum Satellit und dann per WLAN vom Satellit zum Router läuft.

Getrennte Funk­frequenzen sorgen für schnelle Übertragungs­raten

Zum Vergleich: Über dieselben Strecken erreichen wir mit dem Dualband-Mesh von Linksys Velop (ebenfalls 2×2-MIMO) bei einem LAN-Client an der entfernten Velop-Mesh-Station zwar auch bis zu 330 Mbit/s, doch bei der Messung von einem WLAN-Client am entfernten Velop bricht die Datenrate auf 100 Mbit/s ein. Das Problem: Velop verwendet sein Dualband-WLAN für die Anbindung der WLAN-Clients und gleichzeitig für die Verbindung der Velop-Mesh-Stationen untereinander. Hier ist das Orbi-System mit seinem dritten Funkband zur separaten Verbindung der Orbi-Stationen klar im Vorteil.

Setup und Einrichtung

Das Setup des Orbi RBK20 lässt sich über die Netgear Orbi-App am Smartphone vornehmen. Doch wir empfehlen für die Ersteinrichtung ein per Kabel am Orbi-Router angeschlossenes Notebook. Das ist vor allem dann die bessere Wahl, wenn man die voreingestellten WLAN-Zugangsdaten von Orbi ändern möchte. Öffnet man im Browser mit https://orbilogin.net das Webmenü des Orbi-Routers, startet der Setup-Assistent automatisch.

Beim Setup wird der Orbi-Router mit dem bereits vorhandenen Heimnetz-Router oder Modem verbunden. Außerdem wird die Verbindung zwischen Orbi-Router und -Satellit hergestellt. Da man hierbei auf die oberseitig angebrachten LED-Ringe der beiden Orbi-Stationen achten muss (Farbe, Blinken), empfiehlt es sich, beide Geräte in der näheren Umgebung aufzustellen – wenigstens für die Dauer des Setups.

Sind Router und Satellit miteinander synchronisiert und fertig eingerichtet, lassen sich über die Orbi-App die wichtigsten Einstellungen im Orbi-Mesh tätigen. Dort kann man beispielsweise in der Geräteliste jedes mit dem Orbi verbundene WLAN- oder LAN-Gerät bei Bedarf blockieren.

1 von 5
WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Orbi Rbk20 Kindersicherung Akt
WLAN-Repeater, Mesh-Syseme und WLAN-Powerline-Sets im Test: Testsieger sind der Fritz WLAN-Repeater 1750E von AVM, das Devolo dLAN 1200+ WiFi ac Starter Kit und das Netgear Orbi RBK30.
WLAN-Repeater, Powerline-Sets und Mesh-Systeme Test: Orbi Rbk20 Rückseite

Apps und Funktionalität

Um den Zugriff auf Orbi auch von unterwegs am Smartphone nutzen zu können, sollte man sich auf jeden Fall ein kostenloses Netgear-Benutzerkonto anlegen. Die Steuerung der Orbi-Mesh-Systeme läuft inzwischen nur noch über die »Orbi«-App und nicht mehr über die inzwischen veratete Netgear-App »Genie«. Gut: Der Fernzugriff funktioniert auch bei Kabel- oder DSL-Anschlüssen, die von außen nur noch über das IPv6-Protokoll erreichbar sind (sogenannte »DS-Lite«-Anschlüsse) oder hinter einem Doppel-NAT.

Tolle App-Anweisungen nach etwas langwieriger Anmeldung

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Netgears Orbi-Mesh ist die Kindersicherung »Circle with Disney«, die selbst in der kostenlosen Variante mit einem ausgezeichneten Inhaltsfilter für Webseiten überzeugen kann. Doch um »Circle with Disney« auf dem Orbi-System zu aktivieren, muss man sich noch eine weitere App auf das Smartphone laden und sich bei Circle registrieren. Danach allerdings wird Circle in der Orbi-App integriert und lässt sich dann auch darüber aufrufen. Die Anweisungen der Circle-App sind klar verständlich und helfen bei der schnellen Einrichtung dieser sehr effektiven Filterlösung.

Im erweiterten Webmenü von Orbi stehen dem versierteren Anwender dann zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Hier lassen sich beispielsweise Portweiterleitungen anlegen, port- und zeitbasierte Zugriffsregeln erstellen, oder beispielsweise auch der Access-Point-Modus des Orbi-Systems aktivieren. In den erweiterten WLAN-Einstellungen lässt sich auch die Qualität des Orbi-WLANs verbessern, indem man die MU-MIMO und Beamforming aktiviert. Diese Funktionen hatte Netgear in den Werkseinstellungen unseres Testgeräts deaktiviert.

Nachteile?

Was man eventuell als Nachteil sehen könnte, ist die Tatsache, dass man wenigstens zwei Apps benötigt, um Orbi samt Kindersicherung vom Smartphone aus steuern zu können. Manche Feineinstellungen lassen sich nur über die Browser-Oberfläche im Webmenü des Orbi-Routers vornehmen.

Schade ist allerdings, dass Orbi inzwischen keine besondere Priorisierung einzelner Clients mehr anbietet. Mit dieser – auch als QoS für »Quality of Service« bezeichneten – Funktion kann man beispielsweise ein Gerät im Heimnetz benennen, dessen Datenverbindung mit dem Internet bevorzugt behandelt werden soll. Aktuell gibt es zwar im Webmenü von Orbi die Einstellung »QoS«, doch hier lässt sich nur die aktuelle Up- und Downstream-Geschwindigkeit zwischen Orbi-Router und dem Internet ermitteln.

Netgear Orbi RBK20 im Testspiegel

Auch andere Testmagazine und -Blogs bewerten das Orbi RBK20 überwiegend positiv. In einem Testbericht von SATVISION (07/2018) erhält das Orbi RBK20 mit einem Testresultat von 92,6 Prozent die Note »sehr gut«. Im Fazit heißt es:

»Das dezent-elegante Tri-Band-WLAN-System für ac-WLAN bis 2,2 GBit/s bringt breitbandiges Internet in beinahe jeden Winkel des Hauses oder der Wohnung und sorgt mit hohen Geschwindigkeiten für stabiles Surfen, (U)HD-Streaming oder Gaming. Damit ist es flexibel einsetzbar und hebt sich dank Tri-Band-Funktionalität von herkömmlichen WLAN-Repeatern ab.«

Die Kollegen von HardwareLuxx loben das Orbi RBK20 in ihrem Test vom Juli 2018 als kompaktes Mesh-System, das »überall platziert werden kann, ohne besonders augenfällig zu sein«. Als weitere positive Aspekte gelten beispielsweise die einfache Installation und Inbetriebnahme, die gute Software, die gute Reichweite, die einfache Erweiterbarkeit und die beiden Ethernetschnittstellen am Orbi-Satelliten. Als einzigen negativen Aspekt nennen die Tester den »nicht ganz günstigen« Preis des kleinen Orbi-Systems.

Alternativen

Ein direkter Vergleich von Mesh-Systemen fällt nicht immer leicht, zumal die Hersteller oft unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Die folgenden Mesh-Systeme stellen interessante Alternativen zu unserem Testsieger dar, wenn man beispielsweise besonderen Wert auf eine komfortable Bedienung, smarte Sprachsteuerung oder eine möglichst hohe Übertragungsrate im Mesh legt.

Wenns schnell gehen muss: Orbi RBK50

Beim größeren und etwas teureren Orbi RBK50 von Netgear sind im Router drei und im Satelliten vier Gigabit-Ports für LAN-Verbindungen integriert – und das ist auch absolut sinnvoll, denn der wichtigste Unterschied zum Orbi RBK20 besteht in der separaten WLAN-Verbindung zwischen Router und Satellit. Beim RBK50 werkelt nämlich anstelle eines 2×2-MIMO-Moduls in jeder Mesh-Station ein erheblich leistungsfähigeres 4×4-MIMO-Modul, das (Brutto-) Linkraten von bis 1.733 Mbit/s erzeugen kann.

High-Speed Mesh

Netgear Orbi RBK50

Test WLAN-Repeater, WLAN-Powerline und WLAN-Mesh-Router: Netgear Orbi RBK50
Mit seiner 4x4-MIMO-Brücke verlegt das große Orbi-Triband-System ein "drahtloses Kabel" zwischen seinen Mesh-Stationen.

Damit erreichen wir zwischen Orbi-Router und einem Client am Orbi-Satelliten hervorragende Nettodatenraten von bis zu 630 Mbit/s (LAN-Client) beziehungsweise 450 Mbit/s (WLAN-Client).

Somit eignet sich der Orbi RBK50 vor allem für etwas gößere Haushalte oder anspruchsvolle Anwender, die häufig große Datenmengen in ihrem Heimnetz hin- und herschieben müssen aber keine Möglichkeit haben, das Haus oder die Wohnung entsprechend zu verkabeln. Auch die kabellose Anbindung eines Nebengebäudes wäre mit Orbi RBK50 durchaus realisierbar. Die vier LAN-Ports am Satelliten ermöglichen auch die Anbindung von LAN-Clients wie NAS-Geräten mit ausreichend hohen Übertragungsraten. Mittlerweile lässt sich übrigens auch der verweiste USB-2.0-Anschluss als Druckerserver nutzen, sofern man noch einen USB-Drucker ohne Netzwerkanschluss herumstehen hat.

Ansonsten sind der sich kleine und der große Orbi sehr ähnlich. Sie besitzen dasselbe Webmenü mit denselben Funktionen, lassen sich über dieselbe Orbi-App (fern-)steuern und besitzen natürlich denselben Circle-Kinderschutz.

Wifi-6-Power: Asus ZenWiFi AX Mini XD4 (2er)

Ebenso wie Netgears Orbi-Systeme, besteht auch das Asus ZenWiFi AX Mini XD4 aus einer Router-Basis und einer – auf den ersten Blick – baugleichen Erweiterungseinheit, die Asus als »Netzknoten« oder »Node« bezeichnet. Doch während der XD4-Router über zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüsse (einen WAN- und einen LAN-Port) verfügt, besitzt der XD4-Node nur einen einzigen Gigabit-Port zur Anbindung von LAN-Clients. Bitte beachten Sie, dass Asus seine ZenWifi-Meshkits in einer weißen und einer schwarzen Gehäusevariante anbietet, die manchmal im Straßenpreis etwas voneinander abweichen können, jedoch funktional identisch sind.

Schnelles Wifi-6-Mesh

Asus ZenWiFi AX Mini (XD4) 2er

Test  WLAN-Mesh-System: Asus ZenWiFi AX Mini 2er
Wer auf einen komfortablen (Relay-) Fernzugang verzichten kann, findet hier ein leistungsfähiges, sehr gut ausgestattetes Wifi-6-Dualband-Mesh-System mit integrierter Netzwerksicherheit.

Wer das Setup des ZenWiFi AX Mini Systems über die Asus-Router-App vornehmen möchte, muss sich dazu mit dem im Ausgangszustand noch ungesicherten WLAN des ZenWiFi-Routers verbinden, da die App den ZenWifi-Mesh-Router sonst nicht finden kann. Dies sollte im Setup-Assistent der App für den weniger erfahrenen Anwender noch etwas klarer formuliert werden. UPDATE: In einem zweiten Versuch und nach einem Reset des Mesh-Systems auf Werkseinstellungen hat das Setup per Smartphone inklusive automatischer WLAN-Kopplung problemlos funktioniert. Insofern ist die Einrichtung des Asus ZenWiFi AX Mini via Smartphone absolut empfehlenswert. Im deutschsprachigen PDF-Handbuch, das im Supportbereich der Herstellerwebsite bereitsteht, wird alternativ die Einrichtung vom PC aus sehr ausführlich beschrieben.

1 von 5
WLAN-Mesh-System Test: 1 Asus Zenwifi Ax Mini Webmenü Aimesh Topologie
WLAN-Mesh-System Test: 2 Asus Zenwifi Ax Mini Webmenü Aiprotection
WLAN-Mesh-System Test: 3 Asus Zenwifi Ax Mini Webmenü Vpn Client
WLAN-Mesh-System Test: 4 Asus Zenwifi Ax Mini Webmenü Hilfe De
WLAN-Mesh-System Test: 5 Asus Zenwifi Ax Mini Webmenü Hilfe Eng

Einige Feineinstellungen des XD4 sind allerding nur über das Webmenü erreichbar. Hier werden zudem ein Großteil der Einstellungsoptionen über Ballon-Hinweise erklärt, die sich per Klick auf ein kleines Fragezeichen öffnen. Das Fragezeichen erscheint, wenn man mit dem Mauszeiger auf die entsprechende Einstellung im Webmenü fährt. Leider tauchen die Erklärungen nur in der englischen Weboberfläche auf. Schaltet man rechts oben im Webmenü auf eine deutsche Oberfläche um, wird zwar das Menü eingedeutscht, doch erscheinen dann keine Erklärungen per Klick auf die Fragezeichen mehr. Wer eine Erklärung benötigt, muss folglich wieder zurück auf die englische Weboberfläche schalten.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Mesh-Systemen wie Netgear, Tenda, Eero, Google oder Linksys, stellt Asus für den Fernzugriff auf seinen XD4-Router keinen Relay-Dienst bereit, sondern beschränkt sich mit DDNS und einem geöffneten Https-Port, sodass sich der Remote-Zugriff in manchen Anwendungsfällen (doppeltes NAS) nicht mehr so einfach einrichten lässt. Auch der Zugriff am IPv6-Anschluss (DS-Lite) wird erschwert, da der DDNS-Dienst von ASUS nur IPv4 unterstützt. Solange man sich mit seinem Smartphone hingegen im ZenWiFi-WLAN befindet, funktioniert die Steuerung des Mesh über die schicke Asus-Router-App sehr gut.

Bezüglich der Übertragungsleistung ist das Dualband-WLAN des Asus ZenWiFi Mini dem eines vergleichbaren Wifi-5-Dualband-Mesh klar überlegen. Wir erzielten über WLAN-WLAN- und WLAN-LAN-Verbindungen etwa 50 bis 80 Prozent flottere Datenraten als beispielsweise mit einem Tenda Nova MW6 (2×2-Wifi-5). Wir konnten mit zwei WLAN-Clients, die beide am entfernten Mesh-Node (Weg2) verbunden waren, mäßig komprimierte 4K-Videos mit durchschnittlich 90 bis 100 Mbit/s Bandbreite pro Videostream ohne Ruckler übertragen.

Zudem bietet Asus drei Jahre Garantie auf sein System und hat mit diversen Spezialfunktionen, wie zum Beispiel einem integrierten OpenVPN-Client, auch dem fortgeschrittenen Netzwerker viele interessante Optionen zu bieten.

Der Netzwerk- und Website-Schutz AiProtection ist ohne versteckte Abogebühren im Kaufpreis enthalten und per Kindersicherung kann der Netzwerkzugang von Clients (oder Client-Gruppen) auch über einen Zeitplan eingeschränkt werden. Einen altersbezogenen Content-Filter, wie er mit Circle in den Orbi-Modellen von Netgear angeboten wird, steht in der AiProtection-Variante des Asus ZenWifi Mini (X4D) allerdings nicht zur Verfügung.

Wer darauf und auf einen DS-Lite-tauglichen Fernzugriff verzichten kann, erhält mit dem Asus ZenWifi Mini ein leistungsstarkes, mit vielen Spezialfunktionen ausgestattetes Wifi-6-Dualband-Mesh-System, das auch als Bridge betrieben und bei vorhandener Verkabelung auch das LAN-Kabel als schnelle Verbindung zwischen den Mesh-Stationen nutzen kann (»Ethernet-Backhaul«). Allerdings

Wifi-6-Ultra-Power: Asus ZenWiFi AX XT8

Das Asus ZenWiFi AX XT8 kommt mit noch mehr Funktionen und Ausstattungsmerkmalen als das kleinere Asus ZENWifi AX Mini XD4 und bietet aufgrund seines noch stärkeren Triband-Wifi-6-WLANs auch noch einmal höhere Übertragungsraten. Dafür ist das XT8 allerdings auch rund doppelt so teuer wie sein kleinerer Bruder.

Ultraschnelles Wifi-6-Mesh

Asus ZenWiFi AX XT8 2er

Test  WLAN-Mesh-System: Asus ZenWiFi AX XT8 2er
Das große Asus ZenWiFi AX XT8 punktet mit deutlich höheren Transferraten und einer noch besseren Ausstattung als das kleinere, jedoch deutlich günstigere ZenWifi-Mini-System von Asus.

Im Gegensatz zum ZenWifi Mini XD4 sind die beiden deutlich größeren Mesh-Stationen des XT8 baugleich, sodass man beim Setup bestimmt, welche Station als Mesh-Router und welche als Mesh-Node (Extender, Satellite…) arbeitet. Jede XT8-Station ist mit drei 1GbE-LAN-Ports, einem 2,5GbE-WAN-Port und einem USB-3(Gen1)-Port ausgestattet. Das XT8-System funkt über Triband-Wifi-6 mit einem 2,4-GHz- und zwei 5-GHz-Modulen, wobei die Sendebereiche der beiden 5-GHz-Module wie bei Triband-Systemen üblich strikt voneinander getrennt sind: Das 5-GHz-1-Modul nutzt die Kanäle 36 bis 64 und dient zur Anbindung der WLAN-Clients im Mesh, während das 5-GHz-2-Modul erst ab Kanal 100 funkt und nur für die Verbindung zwischen den XT8-Stationen reserviert ist.

Diese separate WLAN-Verbindung, die nur von Triband-Systemen bereitgestellt werden kann, wird auch als »Backhaul« (zu deutsch Rückkanal) bezeichnet. Das Backhaul des XT8 erzielt mit 4×4-MIMO-Streams und 160 MHz Bandbreite eine beindruckende Linkrate von bis zu 4800 Mbit/s (brutto), die in der Praxis jedoch technisch bedingt nicht voll umsetzbar ist.

1 von 5
WLAN-Mesh-System Test: 1 Asus Zenwifi Ax Xt8 Webmenü Phy Rate2
Im Webmenü wird die aktuelle Linkrate ("Phy-Rate") zwischen den beiden Mesh-Stationen angezeigt.
WLAN-Mesh-System Test: 2 Asus Zenwifi Ax Xt8 Webmenü Aiprotection+ Mit Webfilter
Im Gegensatz zum Asus ZenWifi XD4 kommt die Kindersicherung des XT8 mit einem Contentfilter von TrendMicro ("Web und App Filter").
WLAN-Mesh-System Test: 3 Asus Zenwifi Ax Xt8 Webmenü Dual Wan
Das XT8-Sytem bietet flexible Dual-WLAN-Einstellungen zum Ausfallschutz oder für den Lastenausgleich.
WLAN-Mesh-System Test: 4 Asus Zenwifi Ax Xt8 Webmenü Smbv1 Aktiviert
Da die SMB-Freigabe bei Asus aktuell noch über das unsichere SMBv1 (Sicherheitslücken!) erfolgt, sollte...
WLAN-Mesh-System Test: 5 Asus Zenwifi Ax Xt8 Webmenü Smbv1 Deaktivien
...man diese besser deaktivieren. Die (Multimedia-) Inhalte auf dem USB-Speicher können auch über den UPnP-Medienserver freigegeben werden.

Denn zum einen erfolgt die Anbindung von WLAN-Clients an die XT8-Stationen nur mit 2×2-MIMO und maximal 80 MHz Bandbreite, so dass hier bei 5 GHz maximal 1200 Mbit/s (brutto) und bei 2,4 GHz (und 40 MHz) maximal 574 Mbit/s erzielt werden können. Trotzdem ist die Nettoübertragungsleistung des Systems absolut beeindruckend: Mit einem per WLAN am entfernten XT8 verbundenen 2×2-Wifi-6-Client messen wir ausgezeichnete 700 bis 780 Mbit/s netto.

Der 2,5-GbE-Port am XT8-Router bleibt immer WAN-Port und steht somit nur an der zweiten XT8-Station (Node) zur Nutzung bereit. Um die Übertragungsrate zwischen den beiden Hochgeschwindigkeits-LAN-Ports ausreizen zu können, wäre also ein Internet-Anschluss mit mehr als 1 Gigabit Bandbreite erforderlich (was wir hier leider nicht testen konnten). Als maximale Nettodatenrate zwischen zwei LAN-Clients, von denen einer am XT8-Router und der zweite am Node angeschlossen war, erzielten wir immerhin noch 900 Mbit/s. Trotz dieser im Vergleich zu anderen Mesh-Sets hervorragenden Netto-Übertragungsraten, lässt sich die maximal mögliche Übertragungsrate des XT8-Backhauls in der Praxis also nur bedingt ausreizen. Sehr wahrscheinlich wäre der XT8 auch mit »nur« 80-MHz-Bandbreite im Backhaul immer noch schnell genug, um die Clients am zweiten XT8 ohne Geschwindigkeitsverlust anbinden zu können.

Sehr gut: Über Dual-WAN kann der XT8-Router neben dem WAN-Port auch einen seiner drei LAN-Ports oder ein angeschlossenes USB-Modem als zweiten WAN-Anschluss (für Load Balancing oder Backup) nutzen. Was uns an den USB-Ports weniger gefallen hat: Als Dateiserver setzt Asus hier noch das unsichere SMBv1 ein, das über zahlreiche Schwachstellen verfügt, und was spätestens seit dem WannaCry-Desaster anno 2017 nicht mehr im lokalen Netzwerk aktiviert werden sollte. Wer möchte kann aber trotzdem Inhalte eines angeschlossenen USB-Laufwerke über den UPnP-Medienserver des XT8 im LAN bereitstellen und den SMB-Zugriff einfach deaktivieren. Darüber hinaus dient der USB-Port auch zum Anschluss von älteren USB-Druckern oder für den Betrieb eines USB-Mobilfunk-Modems (»LTE-Sticks«) am XT8-Router.

Der XT8 lässt sich auch als Solo-Router betreiben und wird von Asus deshalb auch als Einzelgerät verkauft. Dann lässt sich das leistungsstarke 4×4-WLAN-Modul zur Anbindung von Clients verwenden. Wir haben das ausprobiert, doch mit unserem 160-MHz-fähigen 2×2-Wifi-6-Client konnten wir dann nur eine 80-MHz-Verbindung (mit 1200 statt 2400 Mbit/s Linkrate) zwischen Client und Router herstellen. Die 160-MHz-Verbindung scheint folglich nur zwischen den beiden Asus-Stationen zu funktionieren.

Als Triband-Router mit vier LAN- und einem USB-Port liegt die Leistungsaufnahme einer XT8-Station bei etwa acht Watt im Leerlauf. Von dem Fernzugang ohne Relay-Dienst abgesehen bietet das XT8-System eine sehr leistungsstarke Verbindung zwischen zwei Mesh-Stationen. Durch die umfangreiche Funktionalität kommt auch der fortgeschrittene Anwender auf seine Kosten (VPN-Client, Dual-WAN, …), zumal auch die im Kaufpreis enthaltenen Sicherheitsfunktionen (AiProtection+) und eine großzügige 3-Jahres-Herstellergarantie gefallen. Sofern man bereit ist, gut 400 Euro für das Asus ZenWifi AX XT8 auszugeben.

Preisbrecher: Tenda Nova MW6 (2er)

Für gerade einmal 70 Euro bietet der Hersteller Tenda mit seinem Tenda Nova MW6 ein Wifi-5-Mesh-System mit zwei identischen Zugangspunkten an, von denen jeder mit zwei Gigabit-LAN-Ports ausgestattet ist. Der Zugangspunkt, mit dessen Einrichtung man im erfrischend unkomplizierten Setup beginnt, wird automatisch zum Basis-Router konfiguriert. Diesen sollten Sie sich auf jeden Fall markieren, falls Sie Ihr System hin und wieder an verschiedenen Standorten nutzen möchten.

Gut günstig

Tenda Nova MW6 2er

Test  WLAN-Mesh-System: Tenda Nova MW6 2er
Sehr günstiges und erstaunlich gut ausgestattetes Mesh-WLAN-System mit kleinen Schwächen.

Das Setup und die Steuerung des Systems laufen dann ausschließlich über die Tenda-Wifi-App, denn ähnlich wie bei Linksys, Google oder Eero kommt das Tenda Nova MW6 ohne Webmenü. Sobald der erste Tenda-Würfel als Basis-Station mit neuen WLAN-Zugangsdaten eingerichtet ist, richtet sich auch der zweite Mesh-Point nach dem Anschluss ans Stromnetz automatisch ein, da die Geräte bereits ab Werk miteinander gekoppelt sind. Das Tenda-System lässt sich bei Bedarf auch komfortabel vom Internet aus steuern, wenn man dazu ein Tenda-Konto erstellt oder eine Verknüpfung über ein Google-, ein Facebook-, oder ein Twitter-Konto anlegt.

Die Tenda-Mesh-Points senden über Dualband-WLAN mit je 2×2-(MU-)MIMO-Streams, die im 5-GHz-Band mit maximal 867 Mbit/s und im 2,4-GHz-Band mit maximal 300 Mbit/s übertragen. Dabei müssen die Funkmodule sowohl für die Verbindung zwischen den Mesh-Stationen als auch für die Anbindung der Clients an die einzelnen Mesh-Stationen herhalten, was insbesondere auf WLAN-WLAN-Übertragungsstrecken zu schlechteren Downstream-Raten führt als beispielsweise bei Triband-Systemen, Geräten mit 4×4-Modulen oder den moderneren Wifi-6-Systemen. Auch messen wir in Upload-Richtung vom entfernten WLAN-Client ins Internet nur die Hälfte der über dieselbe Strecke gemessene Downloadrate (vom Internet zum entfernten Client). Trotzdem sind die (Downstream-) Datentraten noch ausreichend hoch, um unser 4K-Testvideo als Stream mit bis zu 90 Mbit/s maximaler Bandbreite ruckelfrei auf den entfernten Client zu streamen.

1 von 6
WLAN-Mesh-System Test: 1 Tenda Nova Mw6 Mesh Übersicht
WLAN-Mesh-System Test: 2 Tenda Nova Mw6 Client Liste Am Mesh Point X
WLAN-Mesh-System Test: 3 Tenda Nova Mw6 Details Basis Meshpoint1
WLAN-Mesh-System Test: 4 Tenda Nova Mw6 Firmware Update
WLAN-Mesh-System Test: 5 Tenda Nova Mw6 Wartungszeitplan
WLAN-Mesh-System Test: 6 Tenda Nova Mw6 Bridge Mode

Auch unterstützt das Tenda Nova MW6 im 5-GHz-Band kein DFS, sodass die Mesh-Stationen hier nur die DFS-freien Kanäle 36 bis 48 nutzen können. In direkter Nachbarschaft zu anderen 5-GHz-Access-Points können die Tenda Novas somit nicht auf die höheren 5-GHz-Kanäle 52 bis 64 oder 100 bis 128 (bzw. 136) ausweichen. Zudem hat das Tenda-MWR6-System neben dem sicheren WPA2-Standard auch immer den etwas schwächeren WPA-TKIP-Standard aktiviert, der sich leider nicht abschalten lässt.

Und da Tenda auch keine Zugriffs-/Sperrliste (MAC-Filter) bereithält, würden wir uns in der ansonsten sehr gelungenen Tenda-Wifi-App noch eine Hinweisfunktion wünschen, die uns auf neu angemeldete Geräte im Heimnetz aufmerksam macht.

Lobenswert hingegen ist der auch vom Tenda-System unterstützte Bridge-Modus, falls man einen bereits vorhandenen Router als Netzwerkzentrale einsetzen möchte. Und die Tenda-Mesh-Points können alternativ zur WLAN-Verbindung auch über ein in der Wohnung verlegtes LAN-Kabel miteinander verbunden werden, was dann natürlich zu deutlich höheren Nettoübertragungsraten führt, da die Bandbreite des Mesh-Point-WLANs dann ausschließlich zur Anbindung der Clients genutzt werden kann.

Routerloses Mesh: Telekom Speed Home WiFi (2er)

Ein einzelner Telekom Speed Home WiFi kann als Mesh-Repeater an einem Mesh-fähigen Telekom-Router eingesetzt werden und mit gewissen Einschränkungen auch als WLAN-Repeater in Verbindung mit einem beliebigen anderen Router (siehe hier). Wer sich jedoch zwei Speed Home Wifis zulegt, kann diese als so genannte Bridge ohne Router-Funktionen nutzen und per Knopfdruck als WLAN-Mesh einrichten, bei dem ein bereits vorhandener Router mit deaktiviertem WLAN weiter verwendet werden kann. Das ist beispielsweise dann interessant, wenn man auf bestimmte Funktionen des vorhandenen Routers nicht verzichten möchte oder kann (bspw. wegen des integrierten Modems/ONTs, speziellen Telefonfunktionen etc.), die eigenen vier Wände aber dennoch über ein drahtlos verbundenes Mesh-WLAN erweitern möchte.

Mesh ohne Router

Telekom Speed Home Wifi (2er-Pack)

Test  WLAN-Mesh-System: Telekom Speed Home Wifi (2 Geräte)
Mit dem Speed Home Wifi im 2er-Pack lässt sich das schwache WLAN eines vorhandenen Routers durch ein leistungsfähiges 4x4-Wifi-5-Mesh ersetzen.

Die Installation ist gut im ausgedruckten, ausführlichen Handout des Herstellers beschrieben. Dabei koppelt man zunächst einen der beiden Speed Home Wifis drahtlos über Knopfdruck–WPS mit dem WLAN des vorhandenen Routers. Im Anschluss verbindet man denselben Speed Home Wifi per LAN-Kabel mit dem Router (das Ethernet-Kabel liegt der Packung bei). Der so verbundene Speed Home Wifi konfiguriert sich nun automatisch als neue Mesh-Basis und das WLAN des Routers kann deaktiviert werden. Im Anschluss wird der zweite Speed Home Wifi per WPS-Taste mit der Mesh-Basis verbunden und kann danach an der gewünschten Stelle im Haushalt positioniert werden.

Alternativ kann auch die Magenta-App zur Einrichtung des Mesh verwendet werden, die jedoch nur dann richtig zu funktionieren scheint, wenn auch der bereits vorhandene Router von der Telekom stammt. Wir haben die App weder für das Setup eines Speed Home Wifis an einer Fritzbox, noch in Verbindung mit anderen Routern verwenden können. Das Gleiche gilt für die Steuerung der fertig eingerichteten Speed Wifi Home Geräte. Wer keinen Telekom-Router im Heimnetz hat, steuert die Mesh-Basis über ihre jeweilige Weboberfläche an. Hierzu ruft man im Browser eines verbundenen Clients die Webadresse http://speedhomewifi auf und meldet sich dann über das rückseitig abgedruckte Gerätepasswort an. Die Weboberfläche des Mesh-Systems ist sehr übersichtlich inklusive einer sehr schönen Visualisierung des Mesh und versorgt uns mit allen nützlichen Informationen.

1 von 5
WLAN-Mesh-System Test: 1 Telekom Speedhomewifi Mesh Verbundene Geräte Grafik Mit Details
WLAN-Mesh-System Test: 2 Telekom Speedhomewifi Mesh Verbundene Geräte Details1
WLAN-Mesh-System Test: 3 Telekom Speedhomewifi Mesh Verbundene Geräte Details2
WLAN-Mesh-System Test: 4 Telekom Speedhomewifi Mesh Fwupdate
WLAN-Mesh-System Test: 5 Telekom Speedhomewifi Mesh Fwupdate Fehler

Doch ebenso wie schon bei unserem Repeater-Test, klappt das automatisierte Firmware-Update leider nicht mit einem Klick auf den Update-Button in der Weboberfläche, sondern wir müssen die Firmware umständlich (»zu Fuss«) von der Telekom-Home-Homepage herunterladen und dann manuell installieren. Dabei wird das Update zunächst auf dem entfernten Gerät installiert, was etwa 10 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Anschließend muss derselbe Vorgang noch einmal ausgeführt werden, damit auch die Mesh-Basis das Update erhält, was dann noch einmal rund 10 Minuten dauert. Hier wäre es durchaus wünschenswert, wenn sich der Update-Vorgang ein wenig verkürzen ließe – und zwar unabhängig von einem vorhandenen Telekom-Router.

Obwohl oder gerade weil es keine Router-Funktionen besitzt, ist das Telekom Speed Wifi für einige Anwendungsfälle durchaus interessant, da man hier für rund 140 Euro eine ziemlich leistungsfähige 4×4-Mesh-Bridge erhält – und dabei seinen vorhandenen Router weiter als Netzwerkzentrale nutzen kann.

Außerdem getestet

Netgear Orbi RBK852

Mit einem sehr hohen Preis von satten 760 Euro zählt das Netgear Orbi RBK852 zum bisher teuersten Mesh-WLAN-System unserer Testreihe. Ebenso wie das ältere Orbi RBK50 (bzw. RBK52) funkt auch das Orbi RBK852 mit Triband-WLAN, wobei durch dessen Wifi-6-Unterstützung und den 4×4-MIMO-Streams in allen drei Funkbändern (2,4GHz, 5GHz-1 und 5GHz-2) noch einmal deutlich höhere Übertragungsraten zu erwarten sind.

Das Setup des neuen Mesh-Systems über die Orbi-App setzt die Registrierung mit einem kostenlosen Netgear-Konto voraus. Wer Orbi später auch von außen (außerhalb des Heimnetzes) via Smartphone steuern möchte, benötigt dieses Konto aber sowieso. Nach Vergabe der Zugangsdaten (WLAN, Webzugriff) und einem automatisierten Firmware-Update ist das System auch schon einsatzbereit, ohne dass wir die auf der Gehäuserückseite angebrachten Sync-Buttons betätigen müssen. Dabei aktiviert Netgear auch gleich das Sicherheitssystem Armor und den Fernzugriff. Möchte man Armor auch noch nach der 30-tägigen Testphase nutzen, werden noch einmal 69 US-Dollar zusätzliche Kosten für ein Jahresabo fällig. Immerhin sind darin auch Bitdefender-Client-Lizenzen enthalten.

Die App liefert alle wichtigen Informationen zum Mesh-System und bietet einige Steuerungsmöglichkeiten (WLAN, Gast-WLAN, Sperren von Geräten). Für erweiterte Einstellungsmöglichkeiten (DNS, WLAN-/LAN-Anpassungen, VPN etc.) wechselt man via Browser ins Webmenü des Orbi-Systems. Hier mussten wir leider feststellen, dass Netgear seine Circle-Kindersicherung nicht mehr integriert hat. Und diese Einschränkung gilt scheinbar für alle neuen Wifi-6-Router-Modelle von Netgear, beispielsweise auch für das kürzlich von uns getestete MK62.

1 von 4
WLAN-Mesh-System Test: 1 Netgear Orbi Rbk852 Webmenü Übersicht Ohne Circle
WLAN-Mesh-System Test: 2 Netgear Orbi Rbk852 Webmenü Nicht Ganz Eingedeutscht
WLAN-Mesh-System Test: 3 Netgear Orbi Rbk852 Webmenü Nur Kanal 36 48
WLAN-Mesh-System Test: 4 Netgear Orbi Rbk852 Inssiderx4 Wifi 6

Trotz reichhaltiger Einstellungsmöglichkeiten im Webmenü kann das Orbi RBK852 mit dem Funktionsumfang eines ZenWifi-Mesh-Systems von Asus nicht mithalten. Auch bietet das Wifi-6-Orbi keinen USB-Anschluss oder gar ein komfortables QoS zur Priorisierung von Anwendungen oder Beschränkung einzelner Clients. Und die Möglichkeit zur Erweiterung der 2,5-GbE-WAN-Verbindung des Orbis in eine 2,5GbE + 1GbE-WAN-Aggregation dürfte in Heimnetzwerken wohl kaum zur Debatte stehen. Im großen Asus ZenWiFi AX XT8 sind die Dual-WAN-Optionen mit Lastenausgleich und Ausfallfallschutz deutlich flexibler konfigurierbar und auch im Hinblick auf eine Büro-/Heimnetznutzung deutlich sinnvoller umzusetzen.

Auch bei seinem Wifi-6-Triband-Orbi nutzt Netgear weiterhin nur die Kanäle 36 bis 48, um 5GHz-WLAN-Clients in das Mesh-System einzubinden. Asus kann in seinem für die Clients vorgesehenen 5GHz-Modul zusätzlich auf die Kanäle 52 bis 64 ausweichen. Doch dafür bietet Netgears Orbi RBK852 zur Client-Anbindung jeweils 4×4-Steams, während das Asus XT8 nur je 2×2-Streams bereitstellt.

Und darin liegt dann auch die große Stärke des Orbi-852-Tribands, da es seine auf der Packung angegebene Übertragungsbandbreite von 6000 Mbit/s effizienter auf die einzelnen WLAN-Module verteilt, als es beispielsweise das Asus-Gerät mit seinen – auf den ersten Blick stärkeren – 6600 Mbit/s macht. Denn beim Orbi funken alle drei WLAN-Module (auch das 2,4-Ghz-Modul) mit jeweils vier MIMO-Streams (4×4). Damit besitzt das Orbi bei zunehmender Anzahl von WLAN-Clients Vorteile gegenüber dem Asus-Mesh. Obwohl die 4×4-Backhaul-Verbindung des Orbi RBK80 mit »nur« 80 MHz Bandbreite funkt, ist die daraus resultierende Linkrate von 2400 Mbit/s noch mehr als ausreichend, um Gigabit-Übertragungen (Netto) zwischen den Mesh-Stationen zu erzielen.

Das hat auch unser Praxis-Test gezeigt: Mit 945 Mbit/s netto für LAN-WLAN- und bis zu 820 Mbit/s netto für WLAN-WLAN-Verbindungen reizt das Orbi die maximal mögliche Übertragungsrate eines an der entfernten Mesh-Station (Satelite) angeschlossenen Gigabit-Clients und eines 2×2-Wifi-6-Clients (80 MHz) problemlos aus. Dafür ist das Orbi jedoch kein Energiesparer: Mit gemittelt knapp zehn Watt Leistungsaufnahme je Mesh-Station (Leerlauf) liegt das Gerät noch einmal zwei Watt (bzw. vier Watt bei zwei Geräten) höher als das große Asus ZenWifi.

Im Gegensatz zum Netgear MK62 bietet das Orbi RBK852, ebenso wie alle anderen Orbis, eine SSL-verschlüsselte Anmeldungsmöglichkeit am Webmenü über https – so wie wir uns das eigentlich bei allen Geräten mit Webmenü und im besonderen bei den sicherheitsrelevanten Routern wünschen. Zwar sieht der Bitdefender Home- (und ebenso der Armor-) Scanner eine Sicherheitslücke bei der http-Anmeldung am Orbi RBK852, doch halten wir diese für weniger kritisch als beim Netgear MK62, denn beim Orbi kann der sicherheitsbewusste Anwender immerhin auf https ausweichen, was beim MK62 hingegen nicht möglich ist. Ein zusätzlicher Scan mit dem Greenbone Security Manager (ehemals OpenVAS) bestätigt unsere Einschätzung.

Dass es das neue Orbi nicht in unsere Empfehlungen geschafft hat, liegt trotz der hervorragenden WLAN-WLAN- und LAN-WLAN-Übertragungsleistungen, die aktuell die besten in unserem Testfeld sind, nicht zuletzt an dem für unseren Geschmack viel zu hohen Preis für dieses Mesh-System. Zumal für den Netzwerksicherheitsdienst Armor dann noch zusätzliche Abokosten anfallen und die Circle-Kindersicherung, die in den Wifi-5-Orbis noch enthalten war, leider herausgekürzt wurde. Auch die nur einjährige Herstellergarantie ist für ein Produkt in dieser Preislage definitiv kein Aushängeschild.

Netgear MK62

Für nicht einmal 200 Euro bietet das Netgear MK62 als 2×2-Dualband-Mesh-System bereits modernes, leistungsfähiges Wifi 6-WLAN. Ähnlich wie beim Asus ZenWifi AX Mini XD4 ist auch beim Netgear-System bereits durch die Anschlüsse auf der Gehäuserückseite vorgegeben, welches Gerät als Router (2 Gigabit-Ports) und welches als Mesh-Satellit (1 Gigabit-Port) arbeitet.

Wir empfehlen das Setup des Systems über die komfortable Nighthawk-App am Smartphone durchzuführen und ein kostenloses Netgear-Benutzerkonto anzulegen. Zumal sich auch der komfortable Remote-Zugriff auf das MK62-System ausschließlich mit Hilfe der Nighthawk-App aktivieren und aufrufen lässt. Die in den erweiterten Einstellungen im Webmenü des MK62 angebotene »Fernsteuerung« hat mit dem Remote-Zugriff via App übrigens nichts zu tun.

1 von 4
WLAN-Mesh-System Test: 1 Netgear Mk62 App Übersicht
WLAN-Mesh-System Test: 2 Netgear Mk62 App Netzwerk Übersicht
WLAN-Mesh-System Test: 3 Netgear Mk62 App Armor1
WLAN-Mesh-System Test: 4 Netgear Mk62 App Armor2

Gut: Die übersichtliche Nighthawk-App bietet Zugriff auf die Basisfunktionen des Mesh (WLAN, Gast-WLAN, Geräte-Infos…), während das Webmenü über den browser-basierten Zugang noch diverse Einstellungen für fortgeschrittene Anwender bereithält. Allerdings gestaltet sich die Navigation durch die verschiedenen Einstellungen im Webmenü nicht immer vorteilhaft, da man selbst in 1080p-Auflösung fast immer mit zwei Navigationsbalken hantieren muss. Dafür erhält man eine von unten im Webmenü einblendbare Online-Hilfe zu den verschiedenen Einstellungsoptionen.

Die von uns ermittelten Netto-Übertragungsraten des Netgear-Kits sind ausgezeichnet und beinahe identisch zu denen des Asus ZenWiFi AX Mini, was insofern auch wenig verwunderlich ist, da beide Systeme mit 2×2-Wifi-6-Dualband-Modulen funken.

Wer Clients per QoS priorisieren möchte oder für bestimmte IP-Adressen diverse Dienste (Ports) und Webseiten sperren möchte (auch per Zeitplan), kann das ebenfalls über das Webmenü des MK62 tun. Doch abgesehen vom einfachen Domain-/Stichwortfilter kommt das MK62 leider nicht mit dem ausgefeilten Web-Content-Filter »Circle«, der in vielen anderen Netgear-Nighthawk- und praktisch allen Wifi-5-Orbi-Routern integriert ist.

Absolut unverständlich ist zudem, dass das MK62-System für den (Browser-) Zugriff auf das Webmenü des Routers keine https-Verschlüsselung unterstützt. Das Tool »Bitdefender Home Scanner«, mit dem wir einen Sicherheitsscan von einem Windows-Client im Mesh-WLAN durchgeführt haben, zeigt uns diesen Makel als Hochrisiko-Sicherheitslücke an. Für uns ist es an dieser Stelle nicht nachvollziehbar, dass Netgear selbst seine aktuellen Nighthawk-Wifi-6-Repeater und ebenso seine Orbi-Router mit https-Webzugang ausstattet, jedoch beim Nighthawk MK62 darauf verzichtet. Auch als wir Netgears kostenpflichtiges Sicherheitspaket »Armor« aktivieren, das wir vor dem Abschluss eines Jahres-Abos für 69 US-Dollar immerhin für 30 Tage kostenlos nutzen können, wird uns diese Sicherheitslücke angezeigt (die Armor-Software stammt übrigens ebenfalls von Bitdefender). Auch Armor weist uns auf das dringend benötigte Firmware-Update des Geräteherstellers hin, was uns dann schon ein wenig grotesk vorkommt. Wie ein Sicherheitssystem im Auto, das beim Starten des Motors auf einen defekten Sicherheitsgurt hinweist, der aber vom Hersteller scheinbar nicht repariert wird. Hier muss Netgear umgehend nachbessern.

1 von 4
WLAN-Mesh-System Test: 1 Netgear Mk62 Webmenü Einstellungen
WLAN-Mesh-System Test: 2 Netgear Mk62 Webmenü Online Hilfe Verschachtelt
WLAN-Mesh-System Test: 3 Netgear Mk62 Webmenü Accesspoint Mode
WLAN-Mesh-System Test: 4 Netgear Mk62 Schwachstelle Bitdefhomescanner

Beim Remote-Zugriff via App über das kostenlose Netgear-Konto überzeugt der Hersteller hingegen wieder durch eine vorbildliche 2-Faktor-Verifizierung. Aktiviert man den Access-Point-Modus des MK62-Routers, lässt sich das System auch als einfache WLAN-Mesh-Bridge an einem bereits vorhandenen Router nutzen. Und ebenso wie Tenda, Orbi, Eero, oder Asus bietet auch der Netgear MK62 die Option, seine beiden Mesh-Stationen per Netzwerkkabel zu koppeln, falls man bereits Netzwerkkabel in der Wohnung verlegt hat.

Doch solange die Sicherheitslücke für den lokalen Webzugriff nicht behoben ist, können wir das MK62 leider nicht in unsere Empfehlungen aufnehmen, auch wenn es bezüglich Setup, Ausstattung, Bedienung und Übertragungsleistung durchaus überzeugt.

Google Nest Wifi

Google Nest Wifi besteht aus zwei unterschiedlichen Mesh-Komponenten: dem Nest Wifi-Router, der auch eigenständig genutzt werden kann, und dem Nest Wifi-Zugangspunkt, der nur in Verbindung mit einem Google-Router funktioniert. Die Einrichtung des Google-Mesh läuft dabei ähnlich komfortabel wie beim eero-System über das Smartphone ab, wofür man die App »Google Home« und (natürlich) ein Google-Konto benötigt. Der Zugriff auf das Mesh funktioniert ebenfalls ausschließlich über die Cloud. Eine Direktverbindung zum Mesh-Router bei unterbrochener Online-Verbindung funktioniert nicht, selbst wenn das Smartphone über WLAN mit dem Google-Wifi-Mesh verbunden ist. Das Gleiche gilt übrigens auch bei eero und eero Pro.

Bei der Einrichtung des Wifi-Routers sollte man beim Punkt »Übermittlung von Nutzungsdaten« unbedingt die Nest-Wifi-Cloud-Dienste aktivieren, da sonst später in der Geräteansicht der Google-Home- (oder Google-Wifi-) App keine angemeldeten Client-Geräte angezeigt werden. Die Einrichtung des Wifi-Zugangspunktes ist etwas umfassender als bei anderen Mesh-Systemen, denn dieser besitzt nicht nur Mesh-Funktionalität, sondern hat auch einen (erstaunlich guten) Lautsprecher, mehrere Fernfeld-Mikrofone (abschaltbar) und die Sprachsteuerung Google Assistant integriert, so dass man dem Zugangspunkt direkt Fragen stellen oder Anweisungen geben kann, zum Beispiel, dass er Musik vom zuvor verknüpften Spotify-Konto abspielen soll.

Telefonate über Googles Duo-App lassen sich damit ebenfalls führen und wer den Wifi-Zugangspunkt in der Google Home App mit Google Duo verknüpft hat, kann den smarten Lautsprecher aus der Duo-App im Smartphone von überall aus anrufen. Der Anruf kann dann direkt am klingelnden Zugangspunkt entgegengenommen werden, indem man diesen leicht an der Oberseite antippt. Dort befindet sich ein kapazitives Touch-Feld, damit lässt sich auch die Musiklautstärke des Zugangspunkts regeln – oder abgespielte Musik pausieren.

Mit seiner integrierten Sprachsteuerungs- und Lautsprecherfunktion setzt sich Google Nest Wifi funktional also deutlich von den anderen Mesh Systemen ab. Und wie schon in seinem älterem Mesh-System Google Wifi, das laut Google übrigens zum neuen Nest-Wifi-System kompatibel ist, bietet auch Nest Wifi die äußerst komfortable Möglichkeit, bestimmte Clients im Hauptnetz für das Gäste-WLAN freizugeben. Als Kindersicherung kann Googles durchaus effektiver Webfilter »Safe Search« für Gäste und Familiengruppen aktiviert werden.

Aktuell steht die volle Funktionalität des Google-Mesh-Systems noch nicht in der Home App zur Verfügung, weshalb man für bestimmte Einstellungen oder Status-Infos nach wie vor auch die Google-Wifi-App benötigt. Ähnliche Probleme gab es aber auch schon zuvor bei anderen Mesh-Systemen, wie zum Beispiel bei Netgears Orbi-Produkten.

Der WLAN-Durchsatz des Dualband-fähigen Google Nest Wifi mit einem 4×4-5Ghz-Modul im Router ist zwar etwas besser als das seines Vorgängers, reisst uns aber immer noch nicht vom Hocker, denn im Zugangspunkt arbeitet nach wie vor nur ein 2×2-5Ghz-Modul und LAN-Ports haben im smarten Wifi-Lautsprecher auch keinen Platz gefunden. Das macht sich dann auch in den von uns ermittelten Nettotransferraten bemerkbar. Ein zweiter WLAN-Client am Zugangspunkt gerät mit einem gestreamten, hochauflösenden Videostream bereits ab und an ins Stocken.

Ebenso wie das deutlich teurere eero Pro unterstützt auch Google Nest Wifi das neue IoT-Protokoll »Thread« – doch auch hier waren zum Testzeitpunkt noch keine Smart-Home-Geräte verfügbar, die sich damit koppeln ließen. Die Thread-Unterstützung ist also vorerst eine Investition in die Zukunft.

Trotz der beeindruckenden Möglichkeiten von Google Nest Wifi sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Privatsphäre in den eigenen vier Wänden durch den Einsatz eines solchen Geräts mit seinen ständig aktiven Mikrofonen doch ganz erheblich beschnitten wird. Das Gleiche gilt natürlich auch für alle anderen smarten Mikrofon-Lautsprecher mit Onlineanbindung à la Alexa & Co. Die Sprachsteuerung ist zwar bequem und auch durchaus unterhaltsam (im wahrsten Sinne des Wortes), doch sind die Mikrofone rein technisch bedingt eben immer auf Empfang. Sie wissen nie, wer da gerade alles live mithört, welche Inhalte ihres Rund-um-die-Uhr-Live-Streams von Zuhause da gerade aufgezeichnet werden (im Zweifelsfall wohl alles) oder wie diese Inhalte weiterverwertet werden. Google Nest Wifi adressiert also vor allem die Anwender, die bereit sind, ein weiteres ziemlich großes Stück ihrer Privatsphäre vertrauensvoll mit Google zu teilen.

Amazon eero

Amazons Mesh-System eero besteht aus drei identischen Mesh-Stationen mit je zwei Gigabit-LAN-Ports. Setup und Steuerung von eero laufen komplett über eine komfortable Smartphone-App und über die Cloud, einen webbasierten Zugang über den PC-Browser gibt es nicht. Die Registrierung in der eero-Cloud erfolgt per Aktivierungscode, dabei müssen die Mobiltelefonnummer und E-Mail angegeben werden. Beim Setup des ersten eero-Geräts, das die Gateway-Funktion im Mesh übernimmt, vergibt man dann noch die gewünschten WLAN-Zugangsdaten. Die Anbindung der beiden anderen eeros läuft dann noch etwas schneller.

Sind alle Eeros im Mesh verbunden, bietet uns die App noch ein automatisiertes Update auf die aktuelle Firmware-Version der Geräte an. Die erfreulich übersichtlich gehaltene App liefert uns alle wichtigen Statusinformationen des Mesh, darunter auch welcher Client mit welcher Verbindung (2,4-Ghz-/5-GHz-WLAN, Kabel) an welcher eero-Mesh-Station hängt. Allerdings sind auch die erweiterten Einstellungen nur auf das Allernötigste beschränkt. Die Priorisierung eines bestimmten Geräts ist beispielsweise nicht möglich. Dafür kann man sich von der App benachrichtigen lassen, falls sich ein neues Gerät mit dem eero-Mesh verbindet und dieses bei Bedarf direkt sperren.

Über die Option »Familienprofile« können für einzelne Geräte im eero-Netzwerk je ein Profil mit einem oder mehreren Zeitfenstern (»Pläne«) erstellt werden, innerhalb der diese Geräte dann keinen Zugang ins Internet erhalten. Das funktioniert gut, doch die in der App verwendeten Bezeichnungen sind etwas missverständlich gewählt. So lassen sich innerhalb eines Profils einzelne Zeitfenster mit Internetpausen »aktivieren« (Pause aktiv, Internet gesperrt). Eine aktuell aktive Zeitsperre, die den Internetzugang eines bestimmten Gerätes blockiert, wird dann allerdings als »deaktiviert« bezeichnet. Eine Bezeichnung wie »Internet gesperrt« wäre hier weniger missverständlich.

Alternativ lässt sich das eero-System über die erweiterten Netzwerkeinstellungen auch im so genannten Brückenmodus betreiben. Dabei werden alle Routing-Funktionen inklusive der IP-Adressvergabe per DHCP von einem bereits vorhandenen Router (zum Beispiel Fritzbox etc.) übernommen. Dann allerdings funktionieren auch die Gateway-Funktionen wie Familienprofile oder die direkte Sperrung einzelner Geräte für den Internetzugang nicht mehr.

Der zusätzliche Online-Schutzdienst »eero Secure« samt Content-Filter (Kinderfilter) stand zum Testzeitpunkt Februar/März 2020 nur für Kunden in den USA und Kanada zur Verfügung und ist zudem nur im Rahmen eines kostenpflichtigen Zusatz-Abos ab 2,99 USD/Monat erhältlich.

Jede Eero-Mesh-Station ist mit zwei Gigabit-LAN-Ports ausgestattet und bietet mit ihrem 2×2-Dualband-Funk (je ein 2,4- und 5-GHz-Modul mit WiFi 5/802.11ac mit MU-MIMO) die technische Mindestausstattung für ein aktuelles Mesh-WLAN-System. Im 5-GHz-Band nutzt eero ausschließlich das UNII-1-Band (Kanäle 36 bis 48). Das kann ein Vorteil sein, wenn sich im Heimnetz WLAN-Clients befinden, die ebenfalls nur eingeschränkte 5-GHz-Unterstützung bieten, wie zum Beispiel Amazons Fire-TV-Clients. Funken in der näheren Umgebung bereits andere Access Points auf UNII-1, ist die eingeschränkte Nutzung des 5-GHz-Bandes jedoch ein Nachteil.

Die WLAN-Übertragungsraten des eero-Systems sind nicht überragend, doch konnten wir über unsere Teststrecken ruckelfrei zwei hochauflösende Videostreams vom Gateway zu einem entfernten eero streamen. Der Stromverbrauch einer eero-Station ist mit rund 3,5 Watt erfreulich gering. Die Online verfügbaren FAQs sind ausführlich, aber liegen manchmal nur in der englischen Version vor. Schade auch, dass Amazon nur eine 1-jährige Herstellergarantie bietet.

Amazon eero Pro

eero Pro ist der größere Bruder des Mesh-Systems eero und besitzt ein etwas flacheres Gehäuse mit einer etwas größeren Standfläche. Das Setup, die Konfiguration und die komfortable Steuerung über die eero-App (inklusive HomeKit-Unterstützung) laufen bei der eero Pro genauso ab wie beim kleineren Bruder. Wo also liegt der Unterschied, der den deutlich höheren Preis für ein eero-Pro-3er-Pack rechtfertigt?

Die Mesh-Stationen der eero Pro sind mit Triband-WLAN ausgestattet und besitzen damit ein zusätzliches, zweites 5-GHz-WLAN-Modul, das auch im oberen 5-GHz-Band (UNII-2 extended, ab Kanal 100) überträgt, was für mehr Bandbreite im Mesh sorgen soll. Anders als bei Netgears Orbi wird allerdings keines der beiden 5-GHz-Module als fester Backbone (oder »Backhaul«) für die Verbindungen zwischen den Mesh-Stationen eingesetzt, sondern der eero Pro setzt seine Funkmodule dynamisch ein, um eine bessere Übertragung zu erzielen.

Das zeigte sich zum Teil auch in unserem Test, bei dem ein entfernter Client einmal per UNII-1, ein anderes Mal über UNII-2 mit der nächsten eero-Pro-Station verbunden war. Trotzdem konnte uns die Übertragungsleistung des deutlich teureren eero-Pro-Meshs nicht so richtig überzeugen. Zwar lagen die Transferraten eines entfernten WLAN-Clients erwartungsgemäß etwas höher als bei dem günstigeren (Dualband-) eero, doch im Vergleich zu beispielsweise einem Orbi-System schneidet das eero Pro in unserem Test schlechter ab. Ganz besonders deutlich wird dieser Unterschied im Vergleich mit einem Orbi RBK50, das mit einer fest zugewiesenen, starken 4×4-WLAN-Verbindung als Rückkanal zwischen den Mesh-Stationen arbeitet. Bei eero Pro übertragen hingegen alle WLAN-Module mit maximal 2×2-Streams.

Interessant: In den teilweise englischsprachigen Infos der eero-Homepage stößt man hin und wieder auf Angaben zum 5,8-GHz-Wifi des eero Pro. Der Grund: Die US-Version des eero Pro nutzt das UNII-3-Band bei 5,8 GHz (ab Kanal 149). Dieses Frequenzband ist in Europa (aktuell) nicht zur WLAN-Nutzung zugelassen, weshalb das europäische eero Pro im UNII-2-Band funkt.

Die zweite Besonderheit von eero Pro ist die derzeit noch in der Beta-Phase befindliche Unterstützung des offenen IoT-Standards Thread, der übrigens auch von Google Nest Wifi unterstützt wird, zu dem es aktuell jedoch noch keine kompatiblen IoT-Geräte gibt.

Zyxel Multy X + Multy Mini

Die Mesh-Variante Zyxel Multy x + Multy Mini ist uns in dieser Konstellation keine besondere Empfehlung wert. Bis man das Mesh-System, das aus einem Triband-fähigen Multy-X-Router und einer Dualband-fähigen WLAN-Erweiterung namens Multy Mini besteht, eingerichtet hat, waren mehrere Anläufe erforderlich. Wer sich das System kauft, sollte zunächst eine separate Einrichtung des Multy X inklusive Firmware-Update durchführen und erst anschließend das Multy Mini einbinden – und zwar in der Nähe des Multy X (und nicht wie in der App beschrieben an seinem zukünftigen Einsatzort). Hier sollte Zyxel in seiner Multy-Smartphone-App nachbessern. Schade auch, dass die App nicht anzeigt, mit welcher der beiden Mesh-Station ein WLAN-Client gerade verbunden ist. Dafür bietet die App eine recht komfortable Messung der aktuellen Übertragungsrate zwischen den Mesh-Stationen sowie einzelner Stationen und dem Inernet.

Die Übertragungsraten zwischen Multy x und Multy Mini mit am Gigabit-Port des Mini angeschlossenen Clients sind ausgezeichnet, sinken aber spürbar, wenn ein der Client über WLAN am Mini angeschlossen ist. Denn der Mini muss sein Dualband-WLAN für die WLAN-Client-Anbindung und für die Verbindung zum Multy X aufteilen, da er kein drittes separates WLAN-Modul besitzt. Obwohl beide Multy-Geräte offiziell Wifi 5 unterstützen, beherrscht nur der Multy X die MU-MIMO-Technik nach 802.11ac Wave 2 zur gleichzeitigen Versorgung mehrerer WLAN-Clients, nicht aber der Multy Mini, dessen älterer WLAN-Adapter aus der ersten 802.11ac-Generation stammt. Schade.

Der Fernzugriff auf das Mesh-System klappt nach kostenloser Registrierung in der Zyxel-Cloud. Mit diesen Zugangsdaten lässt sich das System dann auch von anderen Smartphones aus mit installierter Multy-App verwalten. Für umfassende Sicherheitsfunktionen im Heimnetz samt Content-basiertem Webfilter (Kindersicheung) wird ein Zusatzabo für Zyxel AiShield ab 50 USD/Jahr fällig.

Ubiquiti AmpliFi Home WiFi System AFi-HD

Ubiquiti AmpliFi ist definitiv nicht so schnell wie unser Testsieger Orbi RBK20. Unsere gemessenen Übertragungsraten bewegen sich zwischen 130 Mbit/s (Weg 1) und 80 Mbit/s (Weg 2). Das ist wenig, zumal die Mesh-Stationen des AmpliFis alle mit einem 3×3-MIMO-Dualband-WLAN ausgestattet sind und eigentlich mehr Übertragungsleistung bringen müssten. Trotzdem funktioniert unser Videostreaming-Test über Wegstrecke 2 problemlos.

Wir haben den Eindruck, dass Ubiqiti in seinem WLAN-Mesh-System andere Prioritäten setzt. Der Hersteller zielt eher darauf ab, den Internetzugang vom AmpliFi-Router möglichst ausgewogen auf die Mesh-Points und die daran angeschlossenen Clients im Haushalt zu verteilen. Zwar scheint die Rechnung aufzugehen, jedoch auf Kosten höherer Übertragungsraten zwischen den Clients im Heimnetz.

Der auf den ersten Blick recht hohe Preis für das Amplifi-Set relativiert sich wieder, denn schließlich bekommt man gleich drei statt nur zwei Mesh-Stationen – nämlich den Amplifi-Router und zwei Amplifi-MeshPoints. Interessant: Jeder dieser MeshPoints besteht aus einer Antenne und einem Steckernetzteil, die über ein raffiniertes, magnetisches Drehgelenk stabil miteinander verbunden sind. So lässt sich die Antenne eines eingesteckten MeshPoints bei Bedarf noch etwas ausrichten.

Der schicke Router in Form eines Würfels besitzt eine dimmbare LED-Bodenbeleuchtung und zeigt auf seinem Touch-Display den aktuellen Traffic im Netzwerk (Downstream/Upstream) und weitere Router- oder Netzwerkinfos an. Doch allein schon die Traffic-Anzeige macht das Display des Amplifi-Router zu einem echten Mehrwert.

Cool: Drückt man etwas länger auf den Touchscreen, wird die WPS-Funktion des Amplifi-Routers aktiviert. Ansonsten wird Amplifi komplett über eine sehr gelungene Smartphone-App gesteuert, mit der man das Mesh-System auch komfortabel einrichtet. Auch die abrufbaren Infos zu den einzelnen Mesh-Stationen und die Infos zur Bandbreitennutzung der eingebundenen Clients gefällt. Als Kindersicherung bietet Amplifi nur eine zeitliche Clientsperre an, einen Webfilter gibt es nicht.

Wer keinen besonderen Wert auf hohe Datenraten zwischen seinen Heimnetz-Clients legt und keine oder bereits erwachsene Kinder hat, erhält mit Amplifi ein schickes, raffiniertes Mesh-System, das die Internetanbindung ausgewogen im Haushalt verteilt. Zudem darf man sich auf die ein oder andere angenehme Überraschung freuen.

Google WiFi

Google WiFi wäre unsere Empfehlung für die beste Mesh-Smartphone-App. Denn mit der Google-WiFi-App richtet man Googles Mesh-Stationen nicht nur komfortabel ein, sondern prüft auch deren Verbindung untereinander, die Online-Verbindung am Mesh-Router oder die Verbindung des Smartphone-Clients von seinem aktuellen Standort aus. Der Online-Zugriff von Kindern lässt sich zeitlich begrenzen und über Google SafeSearch filtern. Klasse: Im Gastnetz, das grundsätzlich vom Heimnetz getrennt ist, kann man Gästen auf Wunsch den Zugriff auf bestimmte Geräte oder Clients im Heimnetz erlauben – ohne gleich den kompletten Zugriff auf das Heimnetz erteilen zu müssen.

Der große Haken an Google Wifi ist jedoch seine schwache Verbindungsleistung. Über unsere zweite Teststrecke schafft das Set mit 50 Mbit/s gerade noch einen Videostream weitgehend ruckelfrei. Alle anderen Mesh-Systeme waren hier erheblich besser oder effizienter. Da hilft einem auch der verhältnismäßig günstige Preis für das Zweier-Set nicht weiter. Oder man investiert von Haus aus in das 3er-Pack von Google Wifi und rückt die Stationen näher zusammen.

Netgear Orbi RBK30

Von der WLAN-Ausstattung her ist das Orbi RBK30 nahezu identisch bestückt wie unser Testsieger. Dass die Messung der Übertragungsraten in unserer Tabelle dennoch etwas abweicht, liegt an den beiden neuen WLAN-Messstrecken, mit denen wir die Update-Tests ab jetzt durchführen und die sich von den Messstrecken unseres ursprünglichen Tests vor einem Jahr geringfügig unterscheiden.

Die wichtigsten Unterschiede liegen beim Orbi RBK30 zum einen an der Router-Mesh-Station, die neben einem WAN-Port für die Verbindung ins Internet noch drei zusätzliche Gigabit-Ethernet-Ports besitzt, um Geräte wie PC, NAS oder andere LAN-Clients direkt per Kabel an das Mesh-System anschließen zu können.

Der Satellit des Orbi RBK30 besteht aus einem großen, etwas unhandlichen Steckergehäuse ohne LAN-Ports, das man ohne zusätzliches Netzteil einfach in die gewünschte Steckdose steckt. Wer auch zusätzlich LAN-Geräte am entfernten Mesh-Punkt einbinden möchte oder sich zumindest die Option offenhalten möchte, sollte eher zum Testsieger (oder zum Orbi RBK50) greifen.

Linksys Velop WHW01

Beim Linksys Velop WHW01 nutzt jede Mesh-Station – die Linksys übrigens als »Node« bezeichnet – einen Dualband-Access-Point. Dieser wird sowohl für die Verbindung zwischen den einzelnen Nodes als auch für die Anbindung von WLAN-Clients an die Nodes verwendet. In unserem Test messen wir zunächst die Übertragungsrate von einem Client, der am entfernten Linksys-Node per LAN-Kabel angeschlossen ist. Unsere drahtlose Teststrecke bis hin zum ersten, als Router konfigurierten Node, wird dabei mit guten 305 bis 330 Mbit/s überbrückt.

Wenn wir jedoch am entfernten Node keinen LAN-, sondern einen WLAN-Client anschließen, sinkt die Verbindung zwischen den beiden Nodes auf etwa 100 Mbit/s ab. Der Grund: Der WLAN-Access-Point am entfernten Node muss sowohl die Verbindung zum WLAN-Client als auch die Verbindung zum ersten Node bedienen. Trotzdem konnten wir bei unserem Praxistest gleichzeitig zwei FullHD-Videostreams über das Mesh-System streamen, ohne dass es zu Rucklern in der Übertragung kam.

Wer möchte, kann über die Linksys-App im Velop-System auch einzelne Geräte für Übertragungen im Heimnetz priorisieren. Alternativ zur App bietet Linksys nun auch wieder den Browser-Zugriff vom PC aus an. Allerdings dürfte diese Option nur im Ausnahmefall benötigt werden, da die Funktionalität der App in der Regel keine Wünsche offen lässt.

So haben wir getestet

Die wichtigste Eigenschaft eines WLAN-Verteilers besteht darin, bisher gar nicht oder nur schlecht versorgte Wohnräume möglichst unkompliziert mit einem stabilen und leistungsfähigen Funknetz auszustatten. Deshalb haben wir alle WLAN-Verteiler über verschiedene Verbindungsstrecken innerhalb eines Haushalts getestet. Die Mesh-WLAN-Sets überbrücken die Distanz zum entfernten WLAN-Client über die Funkverbindung.

Für die Messung der Übertragungsraten verwendeten wir anfangs das Tool »Jperf 2.0.2«, das wir inzwischen durch das leistungsfähigere »iperf 3« ersetzt haben. Damit lässt sich die effektive Datenrate (Nettodatenrate) ermitteln, die unsere Testgeräte über eine bestimmte Verbindungsstrecke erzielen können.

Von Linkraten und Datenraten

Wer wissen möchte, wieviel (Nutz-) Daten pro Sekunde von einem Testgerät übertragen werden, muss die (Netto-) Datenrate ermitteln. Nutzdaten sind all die Daten eines Datenpakets, die keine Steuer- oder Protokollinformationen der Netzwerkübertragung selbst enthalten, also beispielsweise Ton, Schrift, Text und Bilder.

Die beeindruckenden Übertragungsgeschwindigkeiten, die auf der Packung von WLAN-Geräten abgedruckt sind, geben dagegen die Brutto-Geschwindigkeit des Geräts an, die auch als Linkrate bezeichnet wird. In die Linkrate fließen auch sämtliche Protokollinformationen ein, die erforderlich sind, um Nutzdaten (z. B. ein Worddokument) überhaupt von A nach B übertragen zu können. Und dieser Anteil ist bei WLAN-Verbindungen extrem hoch.

Neben den Messungen der Datenraten haben wir außerdem praxisnah geprüft, ob die Geräte über eine bestimmte Teststrecke hinweg hochauflösende Videostreams ohne Ruckler übertragen können.

Wichtig war uns zudem, dass sich alle Geräte möglichst unkompliziert einrichten und bedienen lassen. Auch ein Firmware-Update sollte problemlos ablaufen und die Einstellungen in Weboberfläche oder der Smartphone-App sollten verständlich und möglichst in deutscher Sprache dokumentiert sein.

Die wichtigsten Fragen

Lassen sich Mesh-Stationen verschiedener Hersteller miteinander koppeln?

Nein, leider nicht. Hier kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen, insbesondere was die Steuerung und Verbindung der einzelnen Mesh-Stationen untereinander anbelangt. Sie müssen sich also für das System eines Herstellers entscheiden.

Wozu benötigt man den Bridge- oder Access-Point-Modus eines Mesh-Router-Systems?

Wer das Mesh-System nicht einfach als nachgeschaltetes Netzwerk hinter den bereits vorhandenen Router des Netzbetreibers hängen möchte, kann mit Hilfe des Access-Point- oder Bridge-Modus die Router-Funktion im Mesh-System abschalten. Dann allerdings sind auch einige Funktionen des Mesh-Systems (Kindersicherungen, QoS, Sperrung von Clients…) nicht mehr nutzbar. Bitte beachten Sie, dass auch im Bridge-Modus immer eine der Mesh-Stationen als Basis eingerichtet wird, welche direkt per Netzwerkkabel mit dem vorhandenen Netzwerk (Router) verbunden ist.

Was ist der Vorteil eines Relay-basierten Fern-/Remote-Zugriffs?

Mesh-WLAN-Systeme werden oft hinter einem bereits vorhandenen Router oder an einem IPv6-Internetanschluss (DS-Lite) eingesetzt, was den Fernzugriff auf das System für wenig erfahrene Anwender schwierig bis unmöglich macht. Aus diesem Grund koppeln viele Hersteller ihre Systeme über ein Benutzerkonto an einen Relay-Server in der Cloud, so dass Sie Ihr System bei Bedarf jederzeit von überall ansteuern können. Ein solcher relay-basierter Zugriff wird auch häufig als cloud-basierter Zugriff bezeichnet.

Newsletter abonnieren und gewinnen!

Mit unserem Newsletter sind Sie nicht nur immer auf dem neuesten Stand, Sie haben auch jede Woche die Chance, aktuelle Testgeräte zu gewinnen. Jetzt anmelden!

Kommentare

11 Comments