Der beste 4K-Monitor

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4K-Monitor Test: 4k Monitore Update
Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.

Der beste Allround-4K-Monitor ist der Samsung U32H850. Er verbindet ein ein sehr gutes, toll ausgeleuchtetes Bild mit einer super Ausstattung und einer tadellosen Bedienung. Damit eignet er sich hervorragend für Office-Tätigkeiten und Bildbearbeitung und selbst ein wenig Gaming ist drin. Allerdings hat er keinen USB-C-Anschluss.

Update 5. April 2019

Wir haben 7 weitere Modelle getestet und unser gesamtes Empfehlungsfeld aufgefrischt: Unser neuer Favorit ist der Samsung U32H850. Wer es lieber kleiner mag, findet im LG 27UK650 eine hervorragende Alternative. Grafikdesigner freuen sich über die Farbechtheit des Acer ProDesigner PE270K und schmale Geldbeutel über den verhältnismäßig günstigen BenQ EL2870U.

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9. Januar 2019

Wir haben die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

4K-Monitore setzen sich am Desktop und als Erweiterung fürs Notebook immer mehr durch. Kein Wunder: Die hochauflösenden Displays stellen Texte, Bilder und Filme wesentlich schärfer dar, als klassische FullHD-Displays. Zudem sind 4K-Monitore erschwinglicher geworden und mittlerweile kommen auch immer mehr PCs und Macs mit der Darstellung von ultrahochauflösenden Inhalten zurecht – Tendenz steigend. Grund genug für uns, einen Vergleichstest aktueller 4K-Monitore durchzuführen.

Wir haben uns in diesem Test auf günstige und Mittelklasse-4K-Monitore mit Preisen von rund 300 bis 650 Euro konzentriert. Außerdem beschränken wir uns auf Monitore mit Bilddiagonalen zwischen 27 und 32 Zoll. Zwar gibt es auch kleinere Bildschirme mit 4K-Auflösung, aber bei denen sieht man kaum einen Unterschied zu WQHD-Auflösung, außerdem werden Schriften damit selbst mit Skalierung schlecht lesbar.

Wenn Sie nach einem kleineren Office-Monitor suchen, lesen Sie unseren Test zum besten PC-Monitor. Dort finden Sie 24- und 25-Zoller mit WQHD-Auflösung.

Wenn Sie für einen ultrahochauflösenden Bildschirm nicht viel Geld ausgeben wollen, bieten sich Monitore mit TN-Panels an. Hier gibt es eine große Auswahl an 4K-Monitoren für unter 400 Euro. Unser Preistipp kostet sogar nicht einmal 300 Euro.

Generell lohnt sich der Mehrpreis für ein 4K mit IPS-Technologie aber in der Regel, denn TN-Panels haben einen entscheidenden Nachteil: Verändert man den Blickwinkel auf den Monitor, verändern sich die Farben – Stichwort »Blickwinkelstabilität«. Für die Bildbearbeitung sind TN-Panels daher grundsätzlich nicht geeignet. Bei der Bildqualität schnitten daher auch in unserem Test Monitore mit IPS-Panel deutlich besser ab.

Für den Einsatz als Office-Monitor reichen Monitore mit TN-Panel dagegen aus. Und für Gamer haben sie sogar Vorteile, denn ihre Pixel sind wesentlich reaktionsschneller als die von IPS-Panels.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Samsung U32H850

Der Samsung U32H850 punktet mit toller Bildqualität, super Verarbeitung und durchdachter Ergonomie. Trotz des vergleichsweise großen Displays überzeugt die Ausleuchtung im Test. Durch die insgesamt sehr gute Farbraumabdeckung taugt der Monitor nicht nur für Office-Tätigkeiten, sondern auch zur Bildbearbeitung. 32 Zoll Bildschirmdiagonale sind aber vielleicht nicht jedermanns Sache.

Kleinere Alternative

LG 27UK650

Test 4K-Monitor: LG 27UK650
Mit schickem Design und tollen Bildeigenschaften liefert LG eine sehr gute Alternative – vor allem, wenn der Platz auf dem Schreibtisch knapp ist.

Wem der Samsung zu groß ist, für den ist der LG 27UK650 eine sehr gute Alternative. Er gefällt nicht nur durch ein schickes Design und einem ähnlich guten Bedienkonzept, sondern besticht ebenfalls mit sehr guter Bildqualität. Selbst ohne Kalibrierung liefert er satte und realistische Farben und ein gut ausgeleuchtetes Panel.

Für Grafiker

Acer ProDesigner PE270K

Test 4K-Monitor: Acer ProDesigner PE270K
Acer richtet sich an Bildbearbeiter und macht das auch richtig gut. Lediglich die Ausleuchtung könnte noch besser sein.

Wenn vor allem die farbechte Bildbearbeitung im Fokus steht, ist der Acer ProDesigner PE270K die beste Wahl. Er überzeugt mit sehr guten Bildeigenschaften und einem praktischen Blendschutz, der den Lichteinfall auf den Bildschirm reduziert. Die nicht ganz perfekte Ausleuchtung und der hohe Preis verwehren ihm allerdings den Testsieg.

Gut und günstig

BenQ EL2870U

Test 4K-Monitor: BenQ EL2870U
Trotz TN-Panel ein gutes Bild und ein günstiger Einstieg in die 4K-Welt. Der HDR-Modus enttäuscht allerdings.

Es soll 4K sein, aber bitte nicht zu teuer? Dann empfehlen wir den BenQ EL2870U. Der Monitor beweist, dass auch TN-Panels gute Bildeigenschaften haben können. Klassentypisch ist die Farbbrillanz und die Blickwinkelstabilität nicht ganz so gut wie bei den teureren IPS-Panels, aber dafür ist er auch unschlagbar günstig.

Vergleichstabelle

TestsiegerKleinere AlternativeFür GrafikerGut und günstig
Modell Samsung U32H850 LG 27UK650 Acer ProDesigner PE270K BenQ EL2870U Asus PB27UQ AOC U3277PWQU Samsung U32J590 Philips 276E8VJSB LG 27UD88-W HP Envy 27s LG 27UD68 Asus PB287Q Samsung U28E590D Samsung U28E850R liyama GB2888UHSU
Test 4K-Monitor: Samsung U32H850Test 4K-Monitor: LG 27UK650Test 4K-Monitor: Acer ProDesigner PE270KTest 4K-Monitor: BenQ EL2870UTest PC-Monitor: ASUS PB27UQTest 4K-Monitor: AOC U3277PWQUTest 4K-Monitor: Samsung U32J5904K-Monitor Test: Philips 276e8vjsbTest günstige 4K-Monitor: LG 27UD88-WTest günstige 4K-Monitor: HP Envy 27sTest günstige 4K-Monitor: LG 27UD68Test 4K-Monitor: Asus PB287QTest 4K-Monitore: Samsung U28E590DTest 4K-Monitor: Samsung U28E850RTest 4K-Monitor: liyama GB2888UHSU
Pro
  • Sehr gutes Bild
  • Gute Verarbeitung
  • Top Ergonomie
  • Durchdachte Bedienung
  • Gutes Bild
  • Elegantes Design
  • Gute Ergonomie
  • Tolles Bild
  • Lichtschutzblende inklusive
  • Sehr gute Ergonomie
  • Gutes Bild
  • Sehr fairer Preis
  • Spieletauglich
  • Sehr gutes Bild
  • Top Verarbeitung
  • Sehr gute Ergonomie
  • Gutes Bild
  • Gute Farbraumabdeckung
  • Ordentliche Ergonomie
  • Gute Farbdarstellung
  • Durchdachte Bedienung
  • Ordentliches Bild
  • Sehr fairer Preis
  • Gutes Bild
  • USB-C-Anschluss
  • Ordentliche Ergonomie
  • Sehr gutes Bild
  • Elegantes Design
  • Viele Anschlüsse
  • Gutes Bild
  • Gutes Bild
  • Pivot-Funktion
  • Gute Farbdarstellung
  • Günstiger Preis
  • Gutes Bild
  • Fairer Preis
  • Viele Anschlüsse
  • Alle Kabel dabei
  • Pivot-Funktion
  • VGA-Anschluss
Contra
  • Blickwinkelstabilität
  • Kein USB-C
  • HDR-Modus ohne Mehrwert
  • Kein USB-Hub
  • HDR-Modus ohne Mehrwert
  • Helligkeit nicht ganz ausgewogen
  • Kein echtes 10-bit-Panel
  • Nicht ganz blickwinkelstabil
  • Etwas blasse Farben
  • Schwache Ergonomie
  • Kein USB-Hub
  • Steuerung etwas hakelig
  • Starke Lichthöfe beim Testgerät
  • Bedienung etwas umständlich
  • Schwache Ergonomie
  • Ausleuchtung nicht ganz perfekt
  • Schwache Ergonomie
  • Ausleuchtung nicht ganz perfekt
  • Kein USB-Hub
  • Verarbeitung nicht optimal
  • Farben insgesamt etwas blass
  • Miese Ergonomie
  • Kein USB-Hub
  • Keine Pivot-Funktion
  • Wackelige Verarbeitung
  • Kein USB-Hub
  • Kein USB-Hub
  • Schlechte Ergonomie
  • Geringe Blickwinkelstabilität wegen TN-Panel
  • Kein USB-Hub
  • Nur eingeschränkt für Bildbearbeitung geeignet
  • Keine Pivot-Funktion
Bester Preis
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Wozu ein 4K-Monitor?

4K bringt viermal so viele Pixel auf den Bildschirm wie es bei FullHD-Auflösung der Fall ist. Dadurch hat man deutlich mehr Platz für Programme und Fenster auf dem Bildschirm. Dadurch kann man produktiver arbeiten. Stellt man die Darstellung am Computer um, bekommt alternativ ein erheblich schärferes Bild bei gleicher Größe.

Wo bei FullHD oder auch dem Zwischenschritt WQHD (2.560 x 1.440 Pixel) deutlich sichtbare Treppenabstufungen bei Texten und Bildern zu erkennen sind, erstrahlen die gleichen Inhalte in 4K glatter. Die zusätzliche Schärfe lässt Texte wie gedruckt wirken, Bilder und natürlich 4K-Videos erscheinen ebenfalls deutlich schöner als bei FullHD. Kurzum: Wer einmal mit einem 4K-Monitor gearbeitet hat, will so schnell nicht mehr zu geringeren Auflösungen zurück.

4K bietet mehr Schärfe und mehr Platz auf dem Bildschirm

Allerdings: Windows-Nutzer sollten bedenken, dass vor allem das ältere Windows 7 nicht immer optimal mit 4K-Displays zusammenspielt. Das aktuelle Windows 10 hingegen bietet eine insgesamt gut funktionierende Möglichkeit, Texte, Symbole und GUI-Elemente auf die hochauflösenden Bildschirme zu skalieren. Perfekt funktioniert das aber nicht: Im Test stießen wir immer wieder auf Programme, deren Schaltflächen und Texte in 4K-Auflösung trotz Skalierung winzig erscheinen, etwa der Messenger Telegram oder das Screenshot-Tool Greenshot. Immerhin bieten die genannten Programme in den Optionen die Möglichkeit, die Bedienelemente zu vergrößern. Gibt es solche Optionen nicht, bedarf es wohl oder übel eines Updates durch die Entwickler.

Apples macOS stellt einen angeschlossenen 4K-Monitor standardmäßig so ein, dass die angezeigten Inhalte der Größe der FullHD-Auflösung entsprechen. Das bedeutet zwar ein perfekt scharfes Bild, aber auch sehr große Schriften und Symbole. In der Praxis ist es sinnvoller, in den Systemeinstellungen unter »Monitore« die Einstellung »skaliert« zu aktivieren. Hier bietet das System dann die Möglichkeit, die Auflösung schrittweise zu erhöhen. Bei den von uns getesteten 27- und 28-Zoll-Monitoren empfanden wir die ersten beiden Zoom-Stufen als angenehmen Kompromiss zwischen gut lesbaren Texten und zusätzlichem Platz auf dem Bildschirm. Das Apple-System macht bei der Skalierung einen hervorragenden Job und passt die installierten Programme wesentlich besser an die hohe Auflösung an als Windows.

Hardware-Voraussetzungen

Damit Sie die Vorteile eines 4K-Monitors voll ausnutzen können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Das fängt schon bei Ihrem PC oder Laptop an: Ältere Computer ohne HDMI 1.4- oder DisplayPort-Anschluss können die hohe Auflösung oft gar nicht ansteuern. Sollten Sie einen älteren PC verwenden, müssen Sie auf jeden Fall prüfen, um welchen Anschluss es sich handelt. Dabei hilft vor allem ein Blick auf die Grafikkarte. AMD-Grafikkarten sind seit 2010 in der Lage, den Desktop in 4K-Auflösung auszugeben.

Informieren Sie sich, ob Ihr aktueller PC mit einem 4K-Monitor arbeiten kann

Nutzer von Nvidia-Grafikkarten haben seit 2012 die Option, 4K-Auflösung anzusteuern; eine Liste der 4K-fähigen Grafikkarten finden Sie hier. Etwas komplizierter ist der Sachverhalt bei Laptops, die mit einer Grafiklösung von Intel bestückt sind – das gilt beispielsweise auch für viele Modelle aus Apples MacBook-Reihe. Hier spielt vor allem der verbaute Prozessor eine Rolle. Eine Hilfestellung liefern die 4K-Infoseiten von Intel und Apple.

Beachten Sie außerdem, dass beim Anschluss eines 4K-Monitors mit einem HDMI-Kabel ein aktueller HDMI-2.0-Anschluss nötig ist. Nur darüber können Sie die Ausgabe von 4K-Inhalten mit einer Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde erreichen.

Ältere Grafikkarten mit einem HDMI-1.4-Anschluss liefern hingegen nur die halbe Bildrate. Viele Nutzer empfinden diese Bildrate als unangenehm, weil Bewegungen – etwa die des Mauszeigers – weniger flüssig über den Bildschirm gleiten. Selbst aktuelle Hardware wie das 12-Zoll-MacBook von Apple kann zuweilen nur mit einer Bildrate von 30 Hertz in 4K arbeiten.

Alle 4K-Monitore in unserem Vergleich verfügen über mindestens einen HDMI-2.0-Anschluss. Schließen Sie den Monitor direkt über ein DisplayPort-Kabel an eine 4K-fähige Grafikkarte an, sind die flüssigen 60 Hertz in der Regel garantiert.

Gaming in 4K: Schön, aber teuer

Wer in 4K-Auflösung zocken will, muss eine entsprechend starke Grafikkarte einsetzen. Aktuelle Games sind in 4K erst auf Top-Hardware flüssig spielbar. Im Nvidia-Bereich sollte es mindestens eine Geforce RTX 2070 sein, AMD-Gamer erreichen mit einer Vega 64 spielbare Frameraten in 4K. Top-Grafikkarten wie die Nvidia Geforce RTX 2080 TI schaffen in vielen, aber noch längst nicht in allen Games flüssige 60 Bilder pro Sekunde. Eine gute Übersicht über den aktuellen Stand der Spiele-Grafikkarten liefert etwa der kontinuierlich aktualisierte Ratgeber von Computerbase.

Immerhin: Ältere Games und Indie-Titel ohne Grafikbombast funktionieren auch auf leistungsschwächeren Karten in 4K. Die bereits leicht betagte Nvidia Geforce GTX 980 in unserem Windows-Testsystem lieferte bei Spielen wie Trine, Child of Light oder Rocket League eine absolut spielbare Grundlage in 4K.

Freesync wird immer häufiger

Eine gute Nachricht gibt es für AMD-Gamer: Die meisten 4K-Monitore der Mittelklasse unterstützen die FreeSync-Technologie. In Kombination mit einer Radeon- oder Vega-Grafikkarte synchronisieren diese die Bildwiederholfrequenz des Monitors mit der Framerate des Spiels. In der Praxis bedeutet das, dass Spiele deutlich flüssiger über den Schirm laufen. Mehr dazu erfahren Sie direkt bei AMD. Die Kehrseite: FreeSync bringt erst dann Vorteile, wenn in Spielen mindestens stabile 40 Bilder pro Sekunde erreicht werden. Eine Überraschung gab es zur CES 2019 von Nvidia: Nach jahrelanger Blockadehaltung und Bevorzugung der hauseigenen G-Sync-Technologie gab der Grafikkartenhersteller bekannt, nach und nach Monitore mit Adaptive Sync (und damit FreeSync) zu unterstützen. Wie das funktioniert zeigt ein Bericht von Golem.

Auch auf leistungsschwächeren Grafikkarten bietet die 4K-Auflösung bietet für Gamer zudem einen akzeptablen Plan B: zocken in FullHD. Durch die 1-zu-1-Skalierung sehen Spiele in 1.920 x 1.080 Pixeln auf einem 4K-Monitor exakt so aus wie auf einem echten FullHD-Display und verlangen entsprechend weniger Rechenpower. Alle 4K-Monitore im Test stellen FullHD-Inhalte sauber dar und bieten damit eine ressourcen- und kontoschonende Alternative zum 4K-Gaming.

Unsere 4K-Testkandidaten eignen sich grundsätzlich trotz ihres Office- und Bildbearbeitungsfokus auch für das Gaming – einen entsprechend leistungsstarken PC vorausgesetzt. Wer eine AMD-Grafikkarte im Rechner betreibt, profitiert tatsächlich bei allen sieben Neuzugängen von der Unterstützung von AMD FreeSync. Dadurch wirken Bewegungen schon ab 40 Bildern pro Sekunde deutlich flüssiger. Langsamere Spiele, etwa aus dem Strategie- oder Rollenspiel-Genre, kommen auch mit niedrigen Bildraten in 4K schön zur Geltung. Geht es hingegen bei schnellen Shootern oder im E-Sport um Millisekunden, raten wir zu dedizierten Gaming-Monitoren. Diese bieten oft höhere Bildraten von 144 Hertz und mehr (im Vergleich zu den Office-typsichen 60 Hertz der 4K-Kandidaten), sie reduzieren auch die Eingabeverzögerung oder unterstützen das von Nvidia bevorzugte G-Sync.

So haben wir getestet

Wir haben alle Monitore sowohl an einem PC mit Windows als auch an einem MacBook Pro 2015 mit macOS getestet. Der Fokus lag dabei auf die praktische Alltagsnutzung. Neben dem klassischen Office-Alltag mussten sich die Monitore dabei auch beim PC-Gaming sowie der Film- und Fotowiedergabe beweisen. Außerdem haben wir mit diversen Testbildern gearbeitet, unter anderem von Lagom und dem EIZO Monitor Test.

Vor allem Einstiegsmodelle neigen auf den Werkseinstellungen dazu, Farben falsch wiederzugeben. Das merkt man spätestens, wenn ein bearbeitetes Foto nach dem Ausdruck (oder auch auf einem anderen Monitor) plötzlich völlig anders aussieht. Um zu prüfen, wie gut die getesteten 4K-Monitore ab Werk eingestellt sind, haben wir sie mit dem Datacolor Spyder Pro 5 gemessen und kalibriert. Neben der mitgelieferten Software kam dabei auch das Open-Source-Tool DisplayCAL zum Einsatz, das erweiterte Testmethoden bietet. Praktisch durch die Bank stellten wir dabei fest, dass die Displays bei Werkseinstellungen einen zumindest leichten Farbstich ins Blaue oder Rote aufweisen. Nach der Kalibrierung weisen alle Testkandidaten ein ausgewogeneres Bild auf, was vor allem für die farbechte Bearbeitung von Fotos oder Videos von entscheidender Bedeutung ist.

Um den eigenen Monitor zu kalibrieren, ist es nicht unbedingt nötig, auf teure Hardware zurückzugreifen. Mithilfe von Testbildern und diverser Einstellungen können Farbe, Helligkeit und Kontrast gut an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Eine gute Anleitung zum Thema Monitorkalibrierung findet sich beispielsweise bei den Kollegen vom PC Magazin.

Neben den Bildeigenschaften gehört auch die Ergonomie zu den wichtigen Bewertungskriterien. Die Möglichkeit, die Displays durch Einstellung von Höhe, Drehung und Neigung an die persönliche Arbeitsweise anzupassen, ist vor allem im Office-Einsatz wichtig.

 4K-Monitor Test: Samsung U32h850

Testsieger: Samsung U32H850

Den Testsieg in Sachen 4K-Allrounder konnte sich der Samsung U32H850 sichern. Das 31,5-Zoll-UHD-Display überzeugt im Test mit guten Bildeigenschaften und hervorragender Ergonomie. Da auch Ausstattung und Bedienung stimmen, fiel uns die Empfehlung trotz starker Konkurrenz leicht.

Testsieger

Samsung U32H850

Mit der Bilddiagonale von 31,5-Zoll (80 Zentimeter) fällt der Samsung U32H850 auf dem Schreibtisch natürlich eher groß aus. Trotzdem wirkt er durch sein dezentes Design nicht wie ein Fremdkörper im Büro. Der Y-förmige Standfuß und die Ränder sind in Mattschwarz gehalten, nur der untere Displayrahmen setzt sich mit einer silbergrauen Metalloptik ab. Für die Rückseite hat sich Samsung für eine geriffelte Oberfläche entschieden, die komplett schwarz gehalten ist. Das gesamte Gehäuse wirkt trotz Kunststoffmaterial stabil verarbeitet und wird dem Business-Anspruch des Monitors gerecht.

Großartig sind die ergonomischen Eigenschaften des 4K-Allrounders. Der Monitor lässt sich nicht nur neigen und drehen, sondern auch um 13,5 Zentimeter in der Höhe verstellen. Zudem bietet er einen Pivot-Modus, der bei der Bearbeitung von Fotos und Dokumenten im Hochformat hilfreich ist – keine Selbstverständlichkeit in dieser Größenklasse.

Auch die Bedienung des Samsung-Monitors überzeugt uns. Anstelle von einzelnen Knöpfen lässt sich das gut strukturierte Bildschirmmenü mithilfe eines Joysticks steuern, der auf der rechten Geräterückseite untergebracht ist. Das funktioniert nach kurzer Eingewöhnung sehr gut und erlaubt eine schnelle Anpassung von Bildmodi, Helligkeit oder auch Bildschirmeingängen.

Ausstattung, Bedienung und Bildqualität

In Sachen Anschlüssen zeigt sich der Samsung U32H850 großzügig: Neben zwei HDMI-Eingängen (leider nur einer mit Unterstützung von HDMI 2.0) bietet er je einen DisplayPort- und Mini-DisplayPort-Eingang. Dank Bild-in-Bild-Funktionen stellt er auf Wunsch auch zwei Geräte nebeneinander bzw. in einem kleinen Fenster dar, was im Test gut funktioniert. Der Monitor bietet zudem vier USB-3.0-Anschlüsse. Zwei davon sind an der linken Gehäuseseite untergebracht und bieten die Möglichkeit, Smartphones oder andere Geräte per Schnellladefunktion mit Strom zu versorgen. Einen USB-C-Anschluss bietet der Samsung U32H850 leider nicht und auch auf integrierte Boxen muss verzichtet werden.

Immerhin bietet der U32H850 einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für externe Boxen oder Kopfhörer. Deren Lautstärke kann über den Joystick komfortabel reguliert werden. Schön: Der Standfuß des 4K-Monitors bietet eine Kabelführung hinter einer Klappe, außerdem lassen sich die rückseitigen Anschlüsse hinter einer Abdeckung verstecken. Das sorgt vor allem bei vielen angeschlossenen Geräten für Ordnung.

Ausgewogenes Bild mit guter Ausleuchtung

Das Drumherum überzeugt also – doch wie sieht es mit dem Bild aus? Um es kurz zu machen: Sehr gut! Bereits mit den Werkseinstellungen zeigt der Samsung U32H850 ein durchaus gutes Bildergebnis. Er liefert ein ausgewogenes Bild mit realistischen, nicht-überzeichneten Farben. Den klassentypischen leichten Blaustich bekommen wir via Kalibrierung in den Griff, sodass die Farbdarstellung des U32H850 überzeugend ausfällt. Die Ausleuchtung ist trotz des großen Bildschirms zwar nicht perfekt, aber auf einem sehr guten Niveau, Helligkeit und Kontrast überzeugen nach etwas Feintuning in den Bildschirmeinstellungen ebenfalls.

Die Messergebnisse unterstützen den guten Eindruck des Samsung-Monitors. Der sRGB-Farbraum wird laut Messung mit DisplayCal zu 100 Prozent abgebildet, den AdobeRGB-Farbraum deckt er zu 91 Prozent ab. Zudem erlaubt der Monitor dank seines 10-Bit-Panels eine echte Unterstützung zur Darstellung von 1,07 Milliarden Farben. Viele Monitore dieser Preisklasse erreichen die erweiterte Farbunterstützung durch Kombination eines 8-Bit-Panels mit FRC (Frame Rate Control). Im Vergleich zu echten 10-Bit-Panels wirken Farbverläufe auf solchen Displays weniger sauber. Der Samsung U32H850 eignet sich damit durchaus zur (semi-)professionellen Bildbearbeitung.

Auch Gaming klappt gut

Auch abseits der Testbilder schlägt sich der Samsung U32H850 mehr als wacker. Fotos und Videos kommen sehr gut zur Geltung und auch beim Gaming kann uns der Samsung überzeugen. Natürlich kann er als Allrounder nicht mit vollwertigen Gaming-Monitoren mithalten, dennoch kommen grafisch aufwändige Spiele wie Far Cry 5 oder Assassin’s Creed Odyssey beeindruckend zur Geltung. Auch bei schnellen Szenen gibt es keine Schlierenbildung, sodass – entsprechende Hardware vorausgesetzt – wenig gegen eine Gaming-Session mit dem U32H850 spricht. AMD-Gamer dürfen sich über die Unterstützung von FreeSync freuen.

Die maximale Helligkeit von 250 cd/m² erscheint auf dem Papier im Vergleich zur Konkurrenz gering. In der Praxis merkt man davon nichts: Selbst bei direktem Lichteinfall liefert das matte Display des Samsung U32H850 genug Leuchtkraft, um alle Inhalte gut zu erkennen.

Nachteile?

Die wohl größte Schwäche des Samsung U32H850 ist die für ein PVA-Panel eher enttäuschende Blickwinkelstabilität. Blicken wir von der Seite auf das Display, saufen Farben vergleichsweise früh ab. Bei der normalen Schreibtischnutzung fällt dies praktisch nicht auf auf. Sitzen allerdings mehrere Betrachter vor dem Monitor, etwa bei Filmen oder Multiplayer-Spielen, kann der Effekt störend sein.

Davon abgesehen hätten wir uns einen USB-C-Anschluss für moderne Laptops gewünscht und uns nicht über integrierte Lautsprecher beschwert – das ist allerdings Geschmacksache. Einige Online-Rezensionen bescheinigen dem Samsung U32H850 ein leichtes Fiepen bei niedrigen Helligkeitseinstellungen. Unser Testgerät war von diesem Phänomen allerdings nicht betroffen.

Der Samsung U32H850 im Testspiegel

Der Samsung U32H850 schneidet in diversen Tests überwiegend sehr gut ab. So punktet er laut Allround-PC mit einer guten Bildqualität und einer guten Ergonomie. Vor allem die Bildtechnologie überzeugt Tester Niklas Ludwig:

»Samsung setzt beim U32H850 auf ein VA-Panel. In Kombination mit der Quantom Dot-Technologie zaubert das Display ein farbenkräftiges Bild auf den Monitor. Gut gefällt uns auch die Wiedergabe von Schwarz, das der Monitor für ein LC-Display sehr gut darstellt.«

Punkten kann der Samsung U32H850 zudem durch seine Multimedia- und Spieletauglichkeit:

»Mit einer angegebenen Reaktionszeit von vier Millisekunden eignet sich der Samsung U32H850 auch für entspannte Gaming-Sessions nach dem Feierabend. Im OSD kann die Reaktionszeit in drei Stufen geregelt werden. Im UFO Ghosting Test zeigte sich die Stufe »Standard« als die Einstellung mit der geringsten Schlierenbildung. Spiele meistert der Monitor ebenfalls problemlos und unterstützt in Kombination mit einer AMD Radeon-Grafikkarte FreeSync. Mit Picture-by-Picture können praktischerweise zwei Quellen an den Monitor angeschlossen werden. Picture-in-Picture erlaubt dann die Anzeige beider Inhalte. Beispielsweise wird das Spiel in voller Größe angezeigt und das Fernsehbild eines angeschlossenen Receivers wird in der unteren Ecke eingeblendet.«

Abzüge gibt es für die nicht optimale Blickwinkelstabilität und das im Test festgestellte Fiepen.

Die Eindrücke decken sich größtenteils mit dem Test des Samsung U32H850 bei CHIP. Auch hier werden Ergonomie und Bildqualität gelobt, die Blickwinkelstabilität hingegen kritisiert. Trotzdem reicht es mit einer Gesamtwertung von 87,9 Prozent zur Gesamtnote »Gut«. Im Testfazit heißt es entsprechend:

»Insgesamt kann der Samsung U32H850 im Test durchaus überzeugen und sichert sich einen guten Platz in unserer Bestenliste der Office-Monitore. Während unserer Labortests können wir einige Highlights ausmachen: in den Kategorien Ergonomie und Bildqualität kommen überdurchschnittliche Ergebnisse zustande und auch sonst offenbart das Gerät keine gravierenden Schwächen.«

Alternativen

Der Markt für 4K-Monitore ist breit, entsprechend viele hochwertige Alternativen gibt es. Vor allem, wenn es etwas kleiner sein darf, ist die Auswahl groß.

Kleinere Alternative

LG 27UK650

Test 4K-Monitor: LG 27UK650
Mit schickem Design und tollen Bildeigenschaften liefert LG eine sehr gute Alternative – vor allem, wenn der Platz auf dem Schreibtisch knapp ist.

Unsere Top-Alternative für alle, denen die knapp 32 Zoll unseres Testsiegers zu groß sind, kommt von LG. Der LG 27UK650 sieht nicht nur schick aus, er liefert auf seinem 27-Zoll-Bildschirm auch ein sehr schönes und ausgewogenes Bild. Vor allem die Farbdarstellung kann uns im Test voll und ganz überzeugen: Der LG 27UK650 stellt Farben schon vor der Kalibrierung realistisch dar. Nach der Hardware-Kalibrierung liegt das Niveau praktisch gleichauf mit dem unseres Testsiegers. Den sRGB-Farbraum deckt der Monitor dabei zu 99,7 Prozent ab, im AdobeRGB-System reicht es immerhin zu guten 81 Prozent. Auch die Ausleuchtung ist gleichmäßig, sodass wir den 27UK650 durchaus empfehlen können.

Das liegt auch an der guten Bedienbarkeit. Wie Samsung setzt LG auf einen Joystick zur Steuerung des On-Screen-Menüs. Dieser ist mittig am unteren Bildschirmrand untergebracht und ermöglicht eine einfache und präzise Navigation durch die Einstellungen. Ergonomisch punktet der 27UK650 mit der Möglichkeit zur Höhenverstellung sowie einem Pivot-Modus für Hochkant-Arbeiten, außerdem lässt sich der Monitor neigen. Nur auf eine Drehfunktion müssen Käufer verzichten.

Der HDR-Modus enttäuscht etwas

Auf der Verpackung des Monitors prangt außerdem ein HDR10-Logo. Wer nun erwartet, in ähnliche Farbsphären wie aktuelle 4K-Fernseher vorzudringen, wird allerdings enttäuscht. Unter Windows 10 sowie mit einer testweise angeschlossenen PlayStation 4 Pro sorgt der HDR-Modus zwar für etwas sattere Farben und Kontraste, groß ist der Unterschied aber nicht. So ist der HDR-Modus eine nette Dreingabe, aber kein echtes Kaufargument für den LG 27UK650 – am guten Gesamtergebnis ändert das aber nichts.

Für Grafiker

Acer ProDesigner PE270K

Test 4K-Monitor: Acer ProDesigner PE270K
Acer richtet sich an Bildbearbeiter und macht das auch richtig gut. Lediglich die Ausleuchtung könnte noch besser sein.

Nochmals ein Upgrade in Sachen Bildqualität liefert der Acer ProDesign PE270K. Der Name lässt es schon erahnen: Acer richtet sich an ambitioniertere Bildbearbeiter und Designer und liegt auch preislich über dem restlichen Testfeld.

Als einziger Monitor in unserem Vergleich findet sich beim Acer PE270K ein dreiteiliger Blendschutz im Paket. Die Klappen reduzieren den Lichteinfall auf den Bildschirm und sorgen so für farbechteres Arbeiten in schwierigen Lichtsituationen. Schön: Die Oberseite des Blendschutzes beherbergt eine Klappe, über die bei Bedarf ein Kalibriergerät wie das von uns verwendete Spyder 5 angehängt werden kann. Das lohnt sich: Zwar liefert der ProDesginer PE270K schon ab Werk eine recht hohe Farbgenauigkeit, unsere Testbilder kommen aber nach der Kalibrierung nochmals besser zur Geltung.

Das Bild des PE270K ist grandios – wäre da nicht die nicht ganz optimale Helligkeitsverteilung. Beim Test mit weißen Testbildern stellen wir fest, dass die Ränder etwas dunkler sind als die Mitte. Das fällt zwar im Alltag kaum auf, kann bei farbechten Arbeiten aber ein Problem sein.

Fast schon selbstverständlich angesichts der angesprochenen Zielgruppe ist die hervorragende Ergonomie des Acer-Monitors. Er lässt sich drehen, neigen, in der Höhe verstellen und bietet einen Pivot-Modus – dem komfortablen Arbeiten steht also nichts im Weg. Schön ist auch der integrierte USB-Hub sowie der USB-C-Anschluss für moderne Laptops. Kurz und knapp: Acer macht beim ProDesgin PE270K vieles richtig und liefert damit einen hochinteressanten 4K-Monitor.

Gut und günstig

BenQ EL2870U

Test 4K-Monitor: BenQ EL2870U
Trotz TN-Panel ein gutes Bild und ein günstiger Einstieg in die 4K-Welt. Der HDR-Modus enttäuscht allerdings.

Ein 4K-Monitor soll es sein, aber das Budget ist eher klein? Dann kann sich ein Blick auf günstigere TN-Panels lohnen. Der BenQ EL2870U hat uns im Test positiv überrascht und gezeigt, dass auch abseits der teureren IPS-Panels eine gute Bildqualität erreicht werden kann.

Schnelle Schaltzeiten und gute Farbwiedergabe

BenQ sieht eindeutig Spieler als Zielgruppe des EL2870U. Die kommen mit schnellen Schaltzeiten und einer selbst im unkalibrierten Zustand sehr guten Farbwiedergabe tatsächlich auf ihre Kosten. Ähnlich wie beim LG-Kontrahenten bringt der werbewirksame HDR-Modus allerdings auch hier wenig. Im Test mit einer PS4 Pro gefällt uns beispielsweise Horizon: Zero Dawn ohne HDR besser als mit – hier macht die fehlende Maximalhelligkeit einen Strich durch die Rechnung.

Davon abgesehen überzeugen uns die Bildeigenschaften des BenQ EL2870U im Test. Lediglich die TN-Panel-typisch schwache Blickwinkelstabilität fällt hier noch mehr auf als bei unserem Samsung-Favoriten.

Negativ fallen zudem Ergonomie und Bedienung auf: Eine Höhenverstellung ist ebensowenig möglich wie eine Drehung in den Pivot-Modus, lediglich die Neigung lässt sich anpassen. Auch erfordert die Bedienung über die fünf Tasten auf der Unterseite des Monitors einige Einarbeitungszeit. Trotzdem: Für unter 300 Euro liefert der BenQ EL2870U ein gutes Gesamtpaket.

Außerdem getestet

Unser bisheriger Testsieger, der Asus PG27UG, ist trotz seines fortschreitenden Alters immer noch ein sehr guter 4K-Monitor. Er punktet mit einer guten Ausstattung und tollen Bildeigenschaften. Abzüge gibt es hingegen für den fehlenden USB-Hub und die im Vergleich zu Samsung und LG eher umständliche Bedienung. Trotzdem ist der ASUS PG27UG immer noch eine Empfehlung wert, auch wenn der Preis nach wie vor recht hoch ausfällt.

AOC liefert mit dem U3277 einen prinzipiell hochinteressanten 4K-Monitor. Das 31,5-Zoll-Display punktet mit einer guten Farbraumabdeckung (100 Prozent sRGB, 91 Prozent AdobeRGB) und hellen, kräftigen Farben. Auch die Bedienung und die internen Lautsprecher, die zumindest für gesprochene Filmdialoge ausreichen, bewegen sich auf einem guten Niveau. Leider zeigt zumindest unser Testgerät in dunklen Testszenen deutliche Lichthöfe an den Rändern – fairerweise sei gesagt, dass dies auch aufgrund der Serienstreuung zustande gekommen sein kann. Abgesehen davon ist der AOC U3277 nämlich ein durchaus empfehlenswerter Monitor zu einem fairen Preis.

Der Samsung U32J590 ist ein abgespeckter Verwandter unseres Testsiegers. Er teilt sich viele der positiven Eigenschaften mit dem Samsung U32H850. So ist das Bild insgesamt sehr gut, Farben und Kontraste überzeugen, die Bedienung per Joystick geht leicht von der Hand. Im Vergleich zur hausinternen und der Test-Konkurrenz fällt aber die inhomogene Ausleuchtung negativ auf. Auch die fehlenden Ergonomiefunktionen sind uns ein Dorn im Auge – vor allem angesichts der Größe fehlt eine Höhenverstellung doch sehr. Hinzu kam, dass wir den Standfuß an unserem Testgerät nur zu zweit mit einiger Mühe und sanfter Gewalt wieder abbauen konnten. Zwar dürften die meisten ohnehin kaum eine Notwendigkeit dafür sehen und der Umstand ist auch nicht in unser Urteil eingeflossen, erwähnt haben wollen wir es aber trotzdem, zumal der Monitor von Haus aus auch Bohrungen für eine Wandmontage mitbringt.

Insgesamt fällt es uns trotz des günstigen Preises schwer, eine Empfehlung für den Samsung U32J590 auszusprechen.

Der Philips 276E8VJSB ist ein günstiger Allround-Monitor ohne größere Schwächen, aber leider auch ohne besondere Stärken. So gefällt das Bild im Office-Einsatz, die Ausleuchtung ist aber für Filme oder die Bildbearbeitung nicht optimal. Das Design des Office-Monitors ist gelungen, im Gegenzug fehlt es aber an Anpassungsmöglichkeiten in Sachen Ergonomie. Auch die Bedienung ist eher durchwachsen gelöst. Insgesamt macht man mit dem Philips-Modell nicht viel falsch, die Konkurrenz bietet aber zum Teil mehr fürs Geld.

Der LG UD2788-W ist schon länger auf dem Markt, aber immer noch durchaus gut. Der stylische 4K-Monitor punktet mit einer ordentlichen Ausstattung, wie etwa der Bildübertragung per USB-C-Anschluss samt Ladefunktion für Laptops. Leider macht ausgerechnet die USB-C-Funktion bei vielen Nutzern Probleme, der USB-Hub ist nicht so schnell wie er sein könnte und auch das Bild ist nicht so gut wie beim Testsieger.

Auch der HP Envy 27s überzeugte im Test mit einem sehr guten Bild. Leider haben die Ingenieure von HP beim Design aber ein wenig zu sehr auf Eleganz gesetzt und dabei die Ergonomie vergessen. Trotz sehr guter Bildeigenschaften können wir den schön anzusehenden HP-Monitor daher nur Menschen empfehlen, die ihn optimal in ihren Arbeitsplatz integrieren können. Hinzu kommt, dass HP die Version mit USB-C-Anschluss hierzulande offenbar nicht verkauft.

Der LG 27UD68-W ist eine leicht abgespeckte des UD2788W. Dem gegenüber hat LG vor allem bei der Ausstattung gespart. So fehlt der günstigen Variante ein verstellbarer Standfuß und die Möglichkeit, ihn im Pivot-Modus zu betreiben. Auch einen USB-C-Anschluss oder einen Hub suchen wir hier vergeblich. Erfreulicherweise gibt es beim Bild weniger zu bemängeln: Zwar ist das Panel mit einer maximalen Helligkeit von 300 cd/m² nicht ganz so strahlend wie das des 27UD88-W, in der Praxis reicht die Helligkeit aber für jede Arbeitsumgebung aus.

Der Asus PB287Q bietet ein sehr gutes Bild und satte Farben, obwohl er nur mit einem TN-Panel ausgestattet ist. Auch bei diesem Modell gibt es leider keinen USB-Hub und der Lieferumfang enthält kein Kabel für den Mini-DisplayPort. Der Monitor ist zwar etwas besser verarbeitet als beispielsweise der Samsung U28E590D, aber das allein ist den Aufpreis aus unserer Sicht nicht wert.

Der Samsung UE28U590D ist weiterer günstiger 4K-Monitor mit TN-Panel. Das macht sich vor allem bei seitlicher Betrachtung bemerkbar: Hier gehen die Farben und Kontraste recht schnell unter. Immerhin: Bei frontaler Betrachtung macht der Samsung-Monitor tatsächlich eine gute Figur. Im voreingestellten Standardmodus wirken Schriften angenehm scharf, auch Helligkeit und Kontrast bewegen sich auf einem akzeptablen Niveau. Bei Bewegtbildern macht der Samsung-Monitor ebenfalls einen guten Job – weder bei Filmen noch beim Gaming sehen wir eine störende Schlierenbildung. Kurzum: Sieht man von den bauartbedingten Nachteilen des TN-Panels ab, liefert der Samsung UE28U590D eine ansprechende Leistung.

Der Samsung U28E850R ist kommt zwar mit USB-3.0-Hub und MiniDisplayPort, hat aber wieder nur ein TN-Panel. Dafür finden wir ihn mit einem Preis von knapp 330 Euro zu teuer. Nicht nur hausintern gibt es bessere Alternativen, zumal mittlerweile auch schon IPS-Panels in dieser Preisklasse zu haben sind.

Der 4K-Monitor Iiyama GB2888UHSU bietet, genau wie der AOC U3277PWQU, ein Alleinstellungsmerkmal: Er verfügt über einen VGA-Anschluss. Damit lassen sich ältere Geräte direkt anschließen, ohne dass ein Adapter oder ähnliches notwendig ist.

Allerdings lassen sich darüber lediglich 2.048 × 1.536 Bildpunkte darstellen – und auch die Qualität ist nicht die Beste. Ein großer Vorteil ist der Anschluss daher nicht. Preislich ist der Iiyama-Monitor mit knapp 400 Euro für uns zu teuer – zumal ihm auch eine Pivot-Funktion fehlt.

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