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Der beste 4K-Monitor

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4K-Monitor Test: 4k Monitor
Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.

Wir haben 20 4K-Monitore getestet. Der beste für die meisten ist für uns der Dell U2720Q. Die Kombination aus hochwertigem Display, tadelloser Verarbeitung und hervorragender Ergonomie machen den Dell zum perfekten Office-Allrounder. Aber es gibt auch spannende Alternativen.

Update 10. September 2020

Wir hatten eine Reihe neuer 4K-Monitore im Test und mit dem Dell U2720Q einen neuen Favoriten. Der Philips Brilliance 329P9 ist eine nicht günstige, aber sehr gut ausgestattete Alternative.

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19. August 2019

Wir hatten den AOC U2790PQU im Test. Der 27-Zöller hinterlässt vor allem durch sein sehr gutes Bild und die guten ergonomischen Eigenschaften einen ordentlichen Eindruck. Die etwas altbackene Anschluss-Situation verhindert zwar höheres, als Office-Monitor ist der AOC aber geeignet.

17. Juni 2019

Wir hatten den BenQ EW3270U im Nachtest. Er punktet mit guten Bildeigenschaften und ordentlicher Ausstattung, verpasst aber ob seiner durchwachsenen Ergonomie knapp die Alternativen. Wenn diese nicht so wichtig ist, spricht wenig gegen den Kauf.

5. April 2019

Wir haben 7 weitere Modelle getestet und unser gesamtes Empfehlungsfeld aufgefrischt: Unser neuer Favorit ist der Samsung U32H850. Wer es lieber kleiner mag, findet im LG 27UK650 eine hervorragende Alternative. Grafikdesigner freuen sich über die Farbechtheit des Acer ProDesigner PE270K und schmale Geldbeutel über den verhältnismäßig günstigen BenQ EL2870U.

4K-Monitore setzen sich am Desktop und als Erweiterung fürs Notebook immer mehr durch. Kein Wunder: Die hochauflösenden Displays stellen Texte, Bilder und Filme wesentlich schärfer dar, als klassische FullHD-Displays. Zudem sind 4K-Monitore erschwinglicher geworden und mittlerweile kommen auch immer mehr PCs und Macs mit der Darstellung von ultrahochauflösenden Inhalten zurecht – Tendenz steigend. Grund genug für uns, einen Vergleichstest aktueller 4K-Monitore durchzuführen.

Unser Testfeld deckt UHD-4K-Monitore in den Preisklassen von unter 300 bis rund 800 Euro ab. Wir konzentrieren uns im Test auf Monitore mit Bilddiagonalen zwischen 27 und 32 Zoll. Zwar gibt es auch kleinere Bildschirme mit 4K-Auflösung, aber bei denen sieht man kaum einen Unterschied zu WQHD-Auflösung, außerdem werden Schriften damit selbst mit Skalierung schlecht lesbar.

Wenn Sie nach einem Office-Monitor suchen, lesen Sie unseren Test zum besten PC-Monitor. Dort finden Sie 24- und 25-Zoller mit WQHD-Auflösung.

Wenn Sie für einen ultrahochauflösenden Bildschirm nicht viel Geld ausgeben wollen, bieten sich Monitore mit TN-Panels an. Hier gibt es eine große Auswahl an 4K-Monitoren für unter 400 Euro. Unser Preistipp kostet sogar nicht einmal 300 Euro. Generell lohnt sich der Mehrpreis für ein 4K mit IPS-Technologie aber in der Regel, denn TN-Panels haben einen entscheidenden Nachteil: Verändert man den Blickwinkel auf den Monitor, verändern sich die Farben – Stichwort »Blickwinkelstabilität«. Für die Bildbearbeitung sind TN-Panels daher grundsätzlich nicht geeignet. Bei der Bildqualität schnitten daher auch in unserem Test Monitore mit IPS-Panel deutlich besser ab. Für den Einsatz als Office-Monitor reichen Monitore mit TN-Panel dagegen aus. Und für Gamer haben sie sogar Vorteile, denn ihre Pixel sind wesentlich reaktionsschneller als die von IPS-Panels.

Wir haben in mehreren Testrunden ingesamt 20 4K-Monitore für Sie getestet, 18 sind aktuell noch erhältlich.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Dell U2720Q

Test 4K-Monitor: Dell U2720Q
Tolle Bildtechnik, ausgezeichnete Ergonomie und geradliniges Design machen den Dell zur Empfehlung.

Der Dell U2720Q ist unsere neue Top-Empfehlung unter den aktuellen 4K-Monitoren. Er kombiniert ein sehr gutes Bild mit vielseitigen Anschlussmöglichkeiten, intuitiver Bedienung und einer tollen Ergonomie. Trotz seines vergleichsweise hohen Preises ist das Gesamtpaket für uns das derzeit beste.

Auch gut

Samsung U32H850

Test 4K-Monitor: Samsung U32H850
Groß, sehr gutes Bild, top verarbeitet und durchdachte Bedienung: Samsung verdient sich den Testsieg.

Der Samsung U32H850 bietet eine sehr gute Bildqualität, ist klasse verarbeitet und verfügt über eine gute Ergonomie. Trotz des vergleichsweise großen Displays überzeugt die Ausleuchtung im Test. Durch die insgesamt sehr gute Farbraumabdeckung taugt der Monitor nicht nur für Office-Tätigkeiten, sondern auch zur Bildbearbeitung.

Wenn Geld egal ist

Philips Brilliance 329P9

Test 4K-Monitor: Philips Brilliance 329P9
Ein gutes Bild und sinnvolle Extras machen den Philips-Monitor zum interessanten Upgrade.

Der Philips Brilliance 329P9 ist nicht nur größer als unsere Top-Empfehlung, er bietet auch eine Reihe hochinteressanter Extrafunktionen. So verfügt er über eine optional ausfahrbare Webcam mit Windows-Hello-Unterstützung und hilft mit cleveren Sensoren dabei, im Office-Alltag Energie einzusparen. Dafür muss man allerdings auch tiefer in die Tasche greifen.

Gut und günstig

BenQ EL2870U

Test 4K-Monitor: BenQ EL2870U
Trotz TN-Panel ein gutes Bild und ein günstiger Einstieg in die 4K-Welt. Der HDR-Modus enttäuscht allerdings.

Es soll 4K sein, aber bitte nicht zu teuer? Dann empfehlen wir den BenQ EL2870U. Der Monitor beweist, dass auch TN-Panels gute Bildeigenschaften haben können. Klassentypisch ist die Farbbrillanz und die Blickwinkelstabilität nicht ganz so gut wie bei den teureren IPS-Panels, aber dafür ist er auch unschlagbar günstig.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAuch gutWenn Geld egal istGut und günstig
ModellDell U2720QSamsung U32H850Philips Brilliance 329P9BenQ EL2870UAcer ProDesigner PE270KLG 27UL850AOC U2790PQUAsus PB27UQAOC U3277PWQUBenQ EW3270USamsung U32J590Philips 276E8VJSBLG 27UK650HP Envy 27sAsus PB287QSamsung U28E590DSamsung U28E850Rliyama GB2888UHSU
Test 4K-Monitor: Dell U2720QTest 4K-Monitor: Samsung U32H850Test 4K-Monitor: Philips Brilliance 329P9Test 4K-Monitor: BenQ EL2870UTest 4K-Monitor: Acer ProDesigner PE270KTest 4K-Monitor: LG 27UL850Test 4K-Monitor: AOC U2790PQUTest PC-Monitor: ASUS PB27UQTest 4K-Monitor: AOC U3277PWQUTest 4K-Monitor: BenQ EW3270UTest 4K-Monitor: Samsung U32J5904K-Monitor Test: Philips 276e8vjsbTest 4K-Monitor: LG 27UK650Test günstige 4K-Monitor: HP Envy 27sTest 4K-Monitor: Asus PB287QTest 4K-Monitore: Samsung U28E590DTest 4K-Monitor: Samsung U28E850RTest 4K-Monitor: liyama GB2888UHSU
Pro
  • Sehr gutes Bild mit hoher Farbraumabdeckung
  • Vielseitige Anschlussmöglichkeiten
  • USB-C-Port
  • Hervorragende Ergonomie
  • Sehr gutes Bild
  • Gute Verarbeitung
  • Top Ergonomie
  • Durchdachte Bedienung
  • Sehr gutes Bild
  • Tolle Extras wie Webcam und Power-Sensor
  • USB-C-Port
  • Gutes Bild
  • Sehr fairer Preis
  • Spieletauglich
  • Tolles Bild
  • Lichtschutzblende inklusive
  • Sehr gute Ergonomie
  • Sehr gutes Bild
  • HDR10
  • Durchdachte Bedienung
  • FreeSync
  • Sehr gutes Bild
  • Gute Ergonomie
  • USB-Hub
  • Sehr gutes Bild
  • Top Verarbeitung
  • Sehr gute Ergonomie
  • Gutes Bild
  • Gute Farbraumabdeckung
  • Ordentliche Ergonomie
  • Gutes Bild
  • VA-Panel
  • USB-C-Anschluss
  • Gute Farbdarstellung
  • Durchdachte Bedienung
  • Ordentliches Bild
  • Sehr fairer Preis
  • Gutes Bild
  • Elegantes Design
  • Gute Ergonomie
  • Sehr gutes Bild
  • Elegantes Design
  • Gutes Bild
  • Pivot-Funktion
  • Gute Farbdarstellung
  • Günstiger Preis
  • Gutes Bild
  • Fairer Preis
  • Viele Anschlüsse
  • Alle Kabel dabei
  • Pivot-Funktion
  • VGA-Anschluss
Contra
  • Wenig Gaming-tauglich
  • Keine Lautsprecher
  • Blickwinkelstabilität
  • Kein USB-C
  • Hoher Preis
  • Umständliche Menüführung
  • Nicht ganz blickwinkelstabil
  • Etwas blasse Farben
  • Schwache Ergonomie
  • HDR-Modus ohne Mehrwert
  • Helligkeit nicht ganz ausgewogen
  • Kein echtes 10-bit-Panel
  • Probleme mit dem USB-C-Anschluss
  • Ausleuchtung nicht optimal
  • Kein USB-C
  • Veralteter HDMI-Port
  • Kein USB-Hub
  • Steuerung etwas hakelig
  • Starke Lichthöfe beim Testgerät
  • Bedienung etwas umständlich
  • Schwache Ergonomie
  • Schwache Ergonomie
  • Ausleuchtung nicht ganz perfekt
  • Schwache Ergonomie
  • Ausleuchtung nicht ganz perfekt
  • Kein USB-Hub
  • HDR-Modus ohne Mehrwert
  • Kein USB-Hub
  • Miese Ergonomie
  • Kein USB-Hub
  • Kein USB-Hub
  • Schlechte Ergonomie
  • Geringe Blickwinkelstabilität wegen TN-Panel
  • Kein USB-Hub
  • Nur eingeschränkt für Bildbearbeitung geeignet
  • Keine Pivot-Funktion
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Wozu ein 4K-Monitor?

4K bringt viermal so viele Pixel auf den Bildschirm wie es bei FullHD-Auflösung der Fall ist. Dadurch hat man deutlich mehr Platz für Programme und Fenster auf dem Bildschirm. Dadurch kann man produktiver arbeiten. Stellt man die Darstellung am Computer um, bekommt alternativ ein erheblich schärferes Bild bei gleicher Größe.

Wo bei FullHD oder auch dem Zwischenschritt WQHD (2.560 x 1.440 Pixel) deutlich sichtbare Treppenabstufungen bei Texten und Bildern zu erkennen sind, erstrahlen die gleichen Inhalte in 4K glatter. Die zusätzliche Schärfe lässt Texte wie gedruckt wirken, Bilder und natürlich 4K-Videos erscheinen ebenfalls deutlich schöner als bei FullHD. Kurzum: Wer einmal mit einem 4K-Monitor gearbeitet hat, will so schnell nicht mehr zu geringeren Auflösungen zurück.

Mehr Schärfe und mehr Platz auf dem Bildschirm

4K bietet mehr Schärfe und mehr Platz auf dem Bildschirm. Aktuelle Betriebssysteme wie Windows 10, macOS und die meisten Linux-Desktops bieten mittlerweile ausgereifte Funktionen, um Texte, Symbole und GUI-Elemente auf die hochauflösenden Bildschirme zu skalieren. Ganz perfekt funktioniert das aber noch nicht. Vor allem ältere Programme, die lange kein Update mehr erhalten haben, können unter der 4K-UHD-Auflösung zu kleine Schaltflächen aufweisen. Einige Tools, etwas das Screenshot-Programm Greenshot, bieten aber immerhin die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche über die Optionen zu vergrößern.

Apples macOS stellt einen angeschlossenen 4K-Monitor standardmäßig so ein, dass die angezeigten Inhalte der Größe der FullHD-Auflösung entsprechen. Das bedeutet zwar ein perfekt scharfes Bild, aber auch sehr große Schriften und Symbole. In der Praxis ist es sinnvoller, in den Systemeinstellungen unter »Monitore« die Einstellung »skaliert« zu aktivieren. Hier bietet das System dann die Möglichkeit, die Auflösung schrittweise zu erhöhen. Bei den von uns getesteten 27- und 28-Zoll-Monitoren empfanden wir die ersten beiden Zoom-Stufen als angenehmen Kompromiss zwischen gut lesbaren Texten und zusätzlichem Platz auf dem Bildschirm. Das Apple-System macht bei der Skalierung einen hervorragenden Job und passt die installierten Programme wesentlich besser an die hohe Auflösung an als Windows.

4K am PC und Mac: Hardware-Voraussetzungen

Damit Sie die Vorteile eines 4K-Monitors voll ausnutzen können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Das fängt schon bei Ihrem PC oder Laptop an: Ältere Computer ohne HDMI 1.4- oder DisplayPort-Anschluss können die hohe Auflösung oft gar nicht ansteuern. Sollten Sie einen älteren PC verwenden, müssen Sie auf jeden Fall prüfen, um welchen Anschluss es sich handelt. Dabei hilft vor allem ein Blick auf die Grafikkarte. AMD-Grafikkarten sind seit 2010 in der Lage, den Desktop in 4K-Auflösung auszugeben.

Die meisten Grafikkarten unterstützen 4K

Nutzer von Nvidia-Grafikkarten haben seit 2012 die Option, 4K-Auflösung anzusteuern – eine Liste der 4K-fähigen Grafikkarten finden Sie hier. Etwas komplizierter ist der Sachverhalt bei Laptops, die mit einer Grafiklösung von Intel bestückt sind – das gilt beispielsweise auch für ältere Modelle aus Apples MacBook-Reihe. Hier spielt vor allem der verbaute Prozessor eine Rolle. Eine Hilfestellung liefern die 4K-Infoseiten von Intel und Apple.

Beachten Sie außerdem, dass beim Anschluss eines 4K-Monitors mit einem HDMI-Kabel ein aktueller HDMI-2.0-Anschluss nötig ist. Nur darüber können Sie die Ausgabe von 4K-Inhalten mit einer Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde erreichen.

Ältere Grafikkarten mit einem HDMI-1.4-Anschluss liefern hingegen nur die halbe Bildrate. Viele Nutzer empfinden diese Bildrate als unangenehm, weil Bewegungen – etwa die des Mauszeigers – weniger flüssig über den Bildschirm gleiten

Alle 4K-Monitore in unserem Vergleich verfügen über mindestens einen HDMI-2.0-Anschluss. Schließen Sie den Monitor direkt über ein DisplayPort-Kabel an eine 4K-fähige Grafikkarte an, sind die flüssigen 60 Hertz in der Regel garantiert.

Fein raus sind Besitzer von Notebooks mit USB-C-Schnittstelle mit integriertem Display-Port. Darüber lässt sich nicht nur das 4K-UHD-Bild auf den Monitor übertragen, sondern in der Regel auch der Notebook-Akku aufladen und USB-Hubfunktionen nutzen. Mittlerweile sind entsprechende Anschlüsse bei 4K-UHD-Monitoren praktisch Standard.

Gaming in 4K: Schön, aber teuer

Wer in 4K-Auflösung zocken will, muss eine entsprechend starke Grafikkarte einsetzen. Aktuelle Games sind in 4K erst auf Top-Hardware flüssig spielbar. Im Nvidia-Bereich sollte es mindestens eine Geforce RTX 2070 sein, AMD-Gamer erreichen mit einer Vega 64 spielbare Frame-Raten in 4K. Top-Grafikkarten wie die Nvidia Geforce RTX 2080 TI schaffen in vielen, aber noch längst nicht in allen Games flüssige 60 Bilder pro Sekunde. Ab der RTX-30-Generation dürfte dieser Malus endgültig vorbei sein. Eine gute Übersicht über den aktuellen Stand der Spiele-Grafikkarten liefert etwa der kontinuierlich aktualisierte Ratgeber von Computerbase.

Immerhin: Ältere Games und Indie-Titel ohne Grafikbombast funktionieren auch auf leistungsschwächeren Karten in 4K. Die bereits leicht betagte Nvidia Geforce GTX 1070 in unserem Windows-Testsystem lieferte bei Spielen wie Trine, Child of Light oder Rocket League eine absolut spielbare Grundlage in 4K.

FullHD als Alternative

Auch auf leistungsschwächeren Grafikkarten bietet die 4K-Auflösung bietet für Gamer zudem einen akzeptablen Plan B: zocken in FullHD. Durch die 1-zu-1-Skalierung sehen Spiele in 1.920 x 1.080 Pixeln auf einem 4K-Monitor exakt so aus wie auf einem echten FullHD-Display und verlangen entsprechend weniger Rechenpower. Alle 4K-Monitore im Test stellen FullHD-Inhalte sauber dar und bieten damit eine ressourcen- und kontoschonende Alternative zum 4K-Gaming.

Unsere 4K-Testkandidaten eignen sich grundsätzlich trotz ihres Office- und Bildbearbeitungsfokus auch für das Gaming – einen entsprechend leistungsstarken PC vorausgesetzt. Langsamere Spiele, etwa aus dem Strategie- oder Rollenspiel-Genre, kommen auch mit niedrigen Bildraten in 4K schön zur Geltung. Geht es hingegen bei schnellen Shootern oder im E-Sport um Millisekunden, raten wir ohnehin zu dedizierten Gaming-Monitoren.

So haben wir getestet

Wir haben die 4K-Monitore in unserem Vergleichstest sowohl an einem PC mit Windows 10 als auch an einem MacBook Pro mit macOS getestet. Der Testschwerpunkt lag dabei auf die praktische Alltagsnutzung. Neben dem klassischen Office-Alltag mussten sich die Monitore auch beim PC-Gaming sowie der Film- und Fotowiedergabe beweisen. Außerdem haben wir mit diversen Testbildern gearbeitet, um die Blickwinkelstabilität und die Farbtreue zu prüfen.

Vor allem Einsteiger-Monitore neigen auf den Werkseinstellungen dazu, Farben falsch wiederzugeben. Das merkt man spätestens, wenn ein bearbeitetes Foto nach dem Ausdruck (oder auch auf einem anderen Monitor) plötzlich völlig anders aussieht. Um zu prüfen, wie gut die getesteten 4K-Monitore ab Werk eingestellt sind, haben wir sie mit dem Datacolor Spyder Pro 5 gemessen und kalibriert.

Praktisch durch die Bank stellten wir dabei fest, dass die Displays bei Werkseinstellungen einen zumindest leichten Farbstich ins Blaue oder Rote aufweisen. Nach der Kalibrierung weisen alle Testkandidaten ein ausgewogeneres Bild auf, was vor allem für die farbechte Bearbeitung von Fotos oder Videos von entscheidender Bedeutung ist.

Um den eigenen Monitor zu kalibrieren ist es nicht unbedingt nötig, auf teure Hardware zurückzugreifen. Mithilfe von Testbildern und diverser Einstellungen können Farbe, Helligkeit und Kontrast gut an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Eine gute Anleitung zum Thema Monitorkalibrierung findet sich beispielsweise bei den Kollegen vom PC Magazin. Eine Anleitung für die Bildschirmkalibrierung am Mac gibt es beispielsweise hier.

Neben den Bildeigenschaften gehört auch die Ergonomie zu den wichtigen Bewertungskriterien. Die Möglichkeit, die Displays durch Einstellung von Höhe, Drehung und Neigung an die persönliche Arbeitsweise anzupassen, ist vor allem im Office-Einsatz wichtig. Auch die Bedienung sowie die verfügbaren Anschlüsse spielen bei der Bewertung eine wichtige Rolle.

 4K-Monitor Test: U2720q Monitor Responsive Module

Testsieger: Dell U2720Q

Der Dell U2720Q ist für uns der derzeit beste 4K-Monitor. Er kombiniert hervorragende Bildeigenschaften mit einem hohen Grad an Ergonomie. Hinzu kommen umfangreiche Anschlussmöglichkeiten inklusive USB-C, das unaufgeregte Design und die ordentliche Bedienbarkeit. Mit seiner hohen Abdeckung der sRGB und DCI-P3-Farbräume eignet er sich zudem für die semiprofessionelle Bild- und Videobearbeitung.

Unser Favorit

Dell U2720Q

Test 4K-Monitor: Dell U2720Q
Tolle Bildtechnik, ausgezeichnete Ergonomie und geradliniges Design machen den Dell zur Empfehlung.

Optik, Ergonomie und Anschlüsse

Mit seiner Bilddiagonalen von 27 Zoll (68,6 Zentimeter) und seinem eleganten Gehäuse fügt sich der Dell U2720Q angenehm dezent in jede Schreibtischumgebung ein. Dank des dünnen Displayrahmens ist der Monitor zudem gut für das Zusammenstellen mehrerer Geräte nebeneinander geeignet. Dell hat das Netzteil erfreulicherweise in den Korpus integriert, sodass es nicht störend unter dem Schreibtisch verstaut werden muss.

Der Standfuß im typischen Dell-Design ist stabil und liefert einen runden Ausschnitt für das Kabelmanagement. Die rechteckige Stellfläche fällt etwas kleiner aus als beim Vorgänger. Wie es sich für diese Klasse gehört, bietet der Monitor eine 100×100-Vesa-Halterung für die Wandmontage.

Ergonomisch anpassbar

Die Möglichkeiten, den Monitor ergonomisch an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, lassen keine Wünsche offen. Ob Höhe, Drehwinkel oder Neigung – der Dell lässt sich mühelos in alle Richtungen verstellen. Sogar der Pivot-Modus funktioniert in beide Richtungen, sodass der Wechsel in die Hochkant-Nutzung für Dokumente und andere Arbeiten leicht vonstatten geht. Kurzum: Dell macht bei der Ergonomie einmal mehr so ziemlich alles richtig.

Der Dell U2720Q zeigt sich anschlussfreudig. Die Rückseite beherbergt einen HDMI-2.0- sowie einen DisplayPort-1.4-Eingang. Kompatible Laptops können zudem über eine USB-C-Schnittstelle mit integriertem DisplayPort verbunden werden. Der Anschluss erlaubt nicht nur die Bildausgabe, sondern lädt die Laptop-Akkus auch mit einer Ladeleistung von 90 Watt auf. Das parallele Aufladen und die Videoausgabe über den USB-C-Anschluss haben in unseren Tests mit einem MacBook Pro 13 (2019) und einem Dell XPS 13 aus dem Jahr 2018 problemlos funktioniert.

Gutes Anschlussfeld mit kleinem Haken

Der USB-C-Anschluss dient gleichzeitig als Basis für die USB-Hub-Funktionen des Dell U2720Q. Der Monitor verfügt über zwei USB-A-Anschlüsse an der Rückseite sowie je einen weiteren USB-A- und USB-C-Anschluss an der Seite des Monitors. Letzterer kann nicht als Videoeingang verwendet werden, lädt angeschlossene Geräte aber immerhin mit 45 Watt auf.

Ein kleiner Wermutstropfen: Die USB-Ports sind standardmäßig auf USB-2.0-Bandbreite begrenzt. Sie eignen sich damit vornehmlich zum Anschluss von Geräten wie Tastaturen und Mäusen, limitieren aber die Datenübertragung von von schnellen USB-Sticks oder Festplatten. Das Aktivieren von USB-3.0-Bandbreite ist zwar möglich, halbiert aber die Bildrate über USB-C von 60 auf 30 Hertz, was zu ruckelnden Bewegungen führt – ein Zugeständnis an die Bandbreite des Anschlusses. Wird die volle Speicherbandbreite der USB-Buchsen benötigt, kann das Bild aber auch über ein separates Displayport- oder HDMI-Kabel ausgegeben werden. Dann fungiert der USB-C-Anschluss als reiner USB-Hub mit Ladefunktion.

Bildqualität und Bedienung

Ausstattung und Design können also überzeugen. Doch wie sieht es bei der wichtigsten Disziplin, also der Bildqualität aus? Um es kurz zu machen: Ausgezeichnet. Schon unkalibriert deckt der Dell U2720Q den sRGB-Farbraum zu 100 Prozent ab und liefert damit ein farbechtes und ausgewogenes Bild.

Doch damit nicht genug: Der Dell-Monitor deckt auch den erweiterten DCI-P3-Farbraum zu über 95 Prozent ab. Damit ist der 4K-Monitor trotz seines Office-Fokus auch für die farbechte Bild- und Videobearbeitung mehr als gut gerüstet. Das unterstreicht auch die 10-bit-Farbtiefe, die die Darstellung von 1,07 Milliarden Farben ermöglicht.

Auch bei der Helligkeit gibt es nichts zu meckern. Schon mit einem Helligkeitsregler auf rund 35 Prozent empfanden wir das Bild des Dell U2720Q in unserem Test als angenehm hell für eine typische Büroausleuchtung. Dell hat den Monitor nach dem Vesa-Standard DisplayHDR 400 spezifiziert, er ermöglicht also ein Mindestmaß an HDR-Tauglichkeit. Tatsächlich wirken HDR-Inhalte, etwa von kompatiblen Spielen unter Windows 10, auf dem Dell U2720Q kräftiger als SDR-Content. Natürlich kann das Ergebnis nicht mit einem High-End-Spielemonitor oder gar einem 4K-UHD-TV mithalten, in der Praxis ist es aber nicht zu verachten.

Fast auf ganzer Linie überzeugend

Im Zusammenspiel mit seiner sehr guten Kontrastdarstellung, einer hohen Blickwinkelstabilität, der guten Entspiegelung und einer bei unserem Testgerät makellosen Ausleuchtung und Farbkonformität kann uns die Darstellung des Dell U2720Q insgesamt fast auf ganzer Linie überzeugen.

Erfreulicherweise setzt sich der sehr gute Eindruck auch bei der Bedienung fort. Die am unteren Gehäuserahmen platzierten Tasten ermöglichen nach einer kurzen Eingewöhnungszeit eine einfache Anpassung der Bildeigenschaften und anderen Einstellungen. Mit dem praktischen Joystick aktueller LG-Monitore kann das Bedienkonzept zwar nicht mithalten, die aufgeräumte Menüstruktur des Dell U2720Q überzeugt aber dennoch im Großen und Ganzen.

Nachteile?

Der Dell U2720Q macht vieles richtig, hat aber auch Nachteile. Das gilt beispielsweise für den Verzicht auf interne Lautsprecher. Zwar überzeugen integrierte Boxen in Monitoren selten mit einem tollen Klang, wer sich aber ab und an ein Video anschauen möchte, muss zu einer externen Lösung greifen.

Auch Gamer werden bei anderen 4K-Monitoren eher glücklich. Dell verzichtet komplett auf die Unterstützung von variablen Bildwiederholraten wie AMDs FreeSync-Technologie. Wenn die Grafikkarte also nicht die vollen 60 Bilder pro Sekunde erreicht, geraten Spiele ins Ruckeln.

Subjektiv könnte man noch das kompakte Format des Monitors aufzählen, da 27 Zoll für einige Benutzer bei der 4K-Darstellung zu klein ist. Das ist allerdings Geschmacksache und lässt sich mit den passenden Einstellungen beheben.

Dell U2720Q im Testspiegel

Zu unserem Testzeitpunkt gibt es noch nicht allzu viele deutschsprachige Tests des Dell U2720Q im Internet. Dennoch haben wir ein paar gefunden:

Spiegel Online hat verschiedene Monitore für das Home Office verglichen. Der Dell U2720Q schnitt dabei gut ab. Matthias Kremp lobt unter anderem die üppigen Anschlussmöglichkeiten und die üppigen Anschlussmöglichkeiten, die durchdachten Ergonomiefunktionen und natürlich das sehr gute Bild:

»Sein IPS-Panel erzeugt ein schön dunkles Schwarz und brillante Farben. Auf seinem 27-Zoll-Display macht sich noch deutlicher als beim Samsung die Detailschärfe der 4K-Auflösung bemerkbar. Wie es sich für ein Profigerät gehört, ist auch hier die Bildschirmoberfläche reflexionsarm mattiert.«

Als Contra führt Spiegel Online vor allem den vergleichsweise hohen Preis für den Monitor auf.

Die britische Ausgabe des PCMag hat den Dell U2720Q ebenfalls unter die Lupe genommen. Tester Tony Hoffman lobt dabei die bereits werksseitig sehr gute Kalibrierung und die sehr guten ergonomischen Eigenschaften des Dell U2720Q. Selbst professionelle, farbkritische Arbeiten seien demnach kein Problem für den Dell-Allrounder. Das Fazit fällt entsprechend positiv aus:

»Der U2720Q liegt irgendwo zwischen Standard-Office- und Profi-Grafikermonitoren. Er bietet eine gute Leistung und hohe Farbgenauigkeit zu einem Premium-Preis, ist aber dennoch erschwinglicher als ein vollwertiger professioneller Monitor.«

Einen weiteren englischsprachigen Test des Dell U2720Q liefert Storage Review. Neben den guten Bildeigenschaften wird hier vor allem die Home-Office-Tauglichkeit, die der praktische und zuverlässige USB-C-Hub bietet, gelobt. Kritik gibt es für die Entspiegelung, die die Redaktion je nach Lichteinfall als nicht ganz optimal empfindet – unserer Meinung nach liegt der Dell in diesem Bereich aber absolut im Rahmen. Das Fazit von Storage Review zum U2720Q schlägt in eine ähnliche Kerbe wie die anderen Tests:

»Insgesamt ist der Dell U2720Q ein feines Stück Technologie. Er fügte sich nahtlos in meinen Arbeitsablauf ein, und ich musste wirklich tief graben, um etwas herauszufinden, was mir an diesem Monitor nicht gefiel – das ist ein Problem, das man gerne hat. Er ist keine Budget-Option und für den allgemeinen Office-Alltag vielleicht sogar ein wenig zu gut ausgestattet. Für diejenigen, die die Farbtechnologien nutzen können, stellt der Dell-Monitor aber eine sehr gute Option in der gehobenen Mittelklasse dar.«

Alternativen

Der Markt für 4K-Monitore ist breit, entsprechend viele hochwertige Alternativen gibt es. Wir stellen unsere Empfehlungen im Folgenden vor.

Auch gut

Samsung U32H850

Test 4K-Monitor: Samsung U32H850
Groß, sehr gutes Bild, top verarbeitet und durchdachte Bedienung: Samsung verdient sich den Testsieg.

Unser bisheriger Favorit unter den 4K-UHD-Monitoren ist nach wie vor eine Empfehlung wert. Der Samsung U32H850 bietet auf seinem 31,5-Zoll-UHD-Display ausgewogene Bildeigenschaften und eine hervorragender Ergonomie.

Bereits mit den Werkseinstellungen zeigt der Samsung U32H850 ein durchaus gutes Bildergebnis. Das 4K-Bild überzeugt mit realistischen, nicht überzeichneten Farben. Den leichten Blaustich bekommen wir via Kalibrierung in den Griff, sodass die Farbdarstellung des U32H850 überzeugend ausfällt. Die Ausleuchtung ist trotz des großen Bildschirms zwar nicht perfekt, aber auf einem sehr guten Niveau, Helligkeit und Kontrast überzeugen nach etwas Feintuning in den Bildschirmeinstellungen ebenfalls.

Enorme Farbraumabdeckung

Die Messergebnisse unterstützen den guten Eindruck des Samsung-Monitors. Den sRGB-Farbraum bildet er zu 100 Prozent ab, den AdobeRGB-Farbraum deckt er zu 91 Prozent ab. Zudem erlaubt der Monitor dank seines 10-Bit-Panels die Darstellung von 1,07 Milliarden Farben. Wie unser Dell-Favorit ist auch der Samsung-Monitor gut gerüstet für Bild- und Videobearbeitung.

Der größte Nachteil des Samsung U32H850 ist der fehlende USB-C-Anschluss. Wer schnell ein modernes Notebook mit dem Monitor verkabeln will, fährt mit den Alternativen von Dell oder Philips besser. Davon abgesehen sind die Anschlussmöglichkeiten inklusive USB-3.0-Hub völlig in Ordnung. Im Vergleich zu den Modellen von Dell und Philips fällt der Samsung-Monitor auch bei der Blickwinkelstabilität ein wenig zurück. Das wird aber nur zum Problem, wenn mehrere Nutzer vor dem Bildschirm sitzen.

Im Gegenzug kann der Samsung-Monitor mit der Unterstützung von AMD FreeSync punkten, wovon Gamer mit AMD-Grafikkarten profitieren können. Insgesamt liefert Samsung mit dem U32H850 eine gute Performance ab.

Wenn Geld egal ist

Philips Brilliance 329P9

Test 4K-Monitor: Philips Brilliance 329P9
Ein gutes Bild und sinnvolle Extras machen den Philips-Monitor zum interessanten Upgrade.

Der Philips Brilliance 329P9 bietet nicht nur ein gutes Bild, sondern auch eine Reihe cleverer Funktionen. Ein Beispiel dafür ist die integrierte Webcam, die auf Knopfdruck aus dem Gehäuse des Monitors ausfährt. Sie liefert ein akzeptables Bild und ist kompatibel mit der biometrischen Entsperrfunktion Windows Hello. Unter Windows 10 kann der Monitor also die Eingabe eines Passworts ersparen.

Wie der Dell U2720Q bietet er außerdem die Konnektivität via USB-C, erweitert diese aber sogar um einen Ethernet-Anschluss. Damit lassen sich Laptops unkompliziert ins Büro-Netzwerk bringen. Wie bei Dell ist der Anschluss bei der gleichzeitigen Bildübertragung aber entweder auf USB-2.0-Leistung oder 30 Hertz Bildwiederholrate beschränkt.

Tolle Sensorik

Toll sind die eingebauten Sensoren. Auf Wunsch passt der Philips-Monitor die Helligkeit an die Lichtumgebung an, was im Test gut funktioniert. Noch beeindruckender ist der so genannte Power Sensor. Ist dieser aktiviert, erkennt der Monitor via Infrarot, ob der Benutzer vor dem Gerät sitzt. Verlässt man den Arbeitsplatz, regelt der 32P9 die Helligkeit stark runter, um Energie zu sparen. Beide Sensoren funktionieren in unseren Tests zuverlässig, können aber natürlich auch deaktiviert werden.

Die Bildeigenschaften des Monitors können insgesamt ebenfalls überzeugen, fallen aber ein wenig hinter unseren Favoriten zurück. Die Farbraumabdeckung ist nicht ganz so breit wie beim Dell, außerdem weist das Bild einen leichten Blaustich auf, was sich per Kalibrierung leicht beheben lässt. Als etwas störend empfinden wir die bei unserem Testgerät nicht ganz gleichmäßige Ausleuchtung, was vor allem bei schwarzen Bildinhalten auffällt. Dennoch empfinden wir das Bild des 31,5 Zoll großen Displays in der Praxis als angenehm.

Abstriche bei der Bedienung

Die Ergonomiefunktionen können mit dem Dell U2720Q mithalten und machen den Philips Brilliance 329P9 vollends arbeitsplatztauglich. Deutliche Abstriche gibt es hingegen bei der Bedienung. Die Menüs sind verschachtelt, außerdem ist die Navigation durch die rückseitig am Gehäuse untergebrachten Tasten für unseren Geschmack zu umständlich gelöst.

Alles in allem ist der Philips Brilliance 329P9 für uns die Top-Alternative zum Dell 2720Q. Vor allem die clevere Ausstattung mit Webcam, der Hub samt Ethernet und durchdachter Sensorik und der größere Bildschirm können im Test des 4K-UHD-Monitors überzeugen. Der Preis ist allerdings gesalzen.

Gut und günstig

BenQ EL2870U

Test 4K-Monitor: BenQ EL2870U
Trotz TN-Panel ein gutes Bild und ein günstiger Einstieg in die 4K-Welt. Der HDR-Modus enttäuscht allerdings.

Ein 4K-Monitor soll es sein, aber das Budget ist eher klein? Dann kann sich ein Blick auf günstigere TN-Panels lohnen. Der BenQ EL2870U hat uns im Test positiv überrascht und gezeigt, dass auch abseits der teureren IPS-Panels eine gute Bildqualität erreicht werden kann.

BenQ sieht eindeutig Spieler als Zielgruppe des EL2870U. Die kommen mit schnellen Schaltzeiten und einer selbst im unkalibrierten Zustand sehr guten Farbwiedergabe tatsächlich auf ihre Kosten. Ähnlich wie beim LG-Kontrahenten bringt der werbewirksame HDR-Modus allerdings auch hier wenig. Im Test mit einer PS4 Pro gefällt uns beispielsweise Horizon: Zero Dawn ohne HDR besser als mit – hier macht die fehlende Maximalhelligkeit einen Strich durch die Rechnung.

Davon abgesehen überzeugen uns die Bildeigenschaften des BenQ EL2870U im Test. Lediglich die TN-Panel-typisch schwache Blickwinkelstabilität fällt hier noch mehr auf als bei unserem Samsung-Favoriten.

Negativ fallen zudem Ergonomie und Bedienung auf: Eine Höhenverstellung ist ebensowenig möglich wie eine Drehung in den Pivot-Modus, lediglich die Neigung lässt sich anpassen. Auch erfordert die Bedienung über die fünf Tasten auf der Unterseite des Monitors einige Einarbeitungszeit. Trotzdem: Für deutlich unter 300 Euro liefert der BenQ EL2870U ein erstaunlich gutes 4K-Gesamtpaket.

Außerdem getestet

Acer ProDesigner PE270K

Der Acer ProDesign PE270K richtet sich an ambitioniertere Bildbearbeiter und Designer. Das gelingt: Neben einer sehr guten Farbdarstellung überzeugt der Monitor auch mit einem mitgelieferten Blendschutz, der störende Lichteinfälle bei der Bildbearbeitung minimiert. Die Farbabdeckung liegt nach einer manuellen Kalibrierung auf einem ähnlich hohen Niveau wie beim Testsieger von Dell, die Ausleuchtung ist allerdings nicht ganz so gelungen.

Fast schon selbstverständlich angesichts der angesprochenen Zielgruppe ist die hervorragende Ergonomie des Acer-Monitors. Er lässt sich drehen, neigen, in der Höhe verstellen und bietet einen Pivot-Modus – dem komfortablen Arbeiten steht also nichts im Weg. Schön ist auch der integrierte USB-Hub sowie der USB-C-Anschluss für moderne Laptops. Kurz und knapp: Acer macht beim ProDesgin PE270K vieles richtig und liefert damit einen hochinteressanten 4K-Monitor, der nur knapp am Empfehlungstreppchen vorbeischrammt.

Auch LG hat mit dem 27UL850 einen prinzipiell sehr guten 4K-Monitor mit 27 Zoll Bilddiagonale im Portfolio. Der sieht nicht nur schick aus, er liefert auch ein sehr gutes Bild – auch wenn die sRGB-Abdeckung »nur« bei 95 Prozent liegt. Grandios ist das mittlerweile LG-typische Bedienkonzept mit seinen aufgeräumten Menüs und der einfachen Navigation über einen mittig im Gehäuserahmen angebrachten Joystick.

Alles in allem liefert der LG 27UL850 im Test auch eine grundsolide Leistung ab. Allerdings hatten wir beim Anschluss unserer beiden Windows- und Mac-Notebooks über den USB-C-Port immer mal wieder das Problem, dass der Monitor nicht korrekt erkannt wurde; beim Dell oder auch dem Philips-Monitor trat dieser Fehler im mehrwöchigen Test nicht auf. Dieser Fauxpas verhindert leider höhere Empfehlungssphären, die der 4K-Monitor von LG ansonsten durchaus hätte erreichen können.

Der AOC U2790PQU ist beinahe der Prototyp eines grundsoliden Office-Monitors. Sein 4K-IPS-Panel liefert ein ausgewogenes, helles Bild mit sauberen Farben. Sein Gehäuse ist dezent gestaltet und trotz Verzicht auf Metallkomponenten ordentlich verarbeitet. Zudem lässt sich der 27 Zoll große Monitor drehen, neigen und in der Höhe verstellen – die Ergonomie stimmt also auch. Die integrierten 2-Watt-Stereoboxen klingen recht blechern, genügen aber für den gelegentlichen Videokonsum.

Leider hat AOC aber in Sachen Anschlüssen ein wenig auf die Bremse gedrückt. So finden wir es wenig zeitgemäß, dass einer der beiden HDMI-Eingänge noch auf HDMI 1.4 setzt und damit 4K lediglich mit ruckeligen 30 Bildern pro Sekunde erlaubt. Zudem freuen wir uns zwar über den USB-Hub, einen USB-C-Anschluss für die schnelle Verkabelung moderner Laptops fehlt allerdings. Wer mit diesen Einbußen leben kann, erhält zum fairen Preis einen Office-Monitor mit sehr guten Bildeigenschaften.

Unser bisheriger Testsieger, der Asus PG27UG, ist trotz seines fortschreitenden Alters immer noch ein sehr guter 4K-Monitor. Er punktet mit einer guten Ausstattung und tollen Bildeigenschaften. Abzüge gibt es hingegen für den fehlenden USB-Hub und die im Vergleich zu Samsung und LG eher umständliche Bedienung. Trotzdem ist der ASUS PG27UG immer noch eine Empfehlung wert, auch wenn der Preis nach wie vor recht hoch ausfällt.

AOC liefert mit dem U3277 einen prinzipiell hochinteressanten 4K-Monitor. Das 31,5-Zoll-Display punktet mit einer guten Farbraumabdeckung (100 Prozent sRGB, 91 Prozent AdobeRGB) und hellen, kräftigen Farben. Auch die Bedienung und die internen Lautsprecher, die zumindest für gesprochene Filmdialoge ausreichen, bewegen sich auf einem guten Niveau. Leider zeigt zumindest unser Testgerät in dunklen Testszenen deutliche Lichthöfe an den Rändern – fairerweise sei gesagt, dass dies auch aufgrund der Serienstreuung zustande gekommen sein kann. Abgesehen davon ist der AOC U3277 nämlich ein durchaus empfehlenswerter Monitor zu einem fairen Preis.

Der BenQ EW3270U ist ein durchaus interessanter Vertreter der etwas größeren Displays (31,5 Zoll bzw. 80 Zentimeter). Er punktet mit einer guten Ausleuchtung, einer sehr guten Farbwiedergabe und nicht perfekter, aber ordentlicher Ausleuchtung. Ebenfalls praktisch ist der integrierte USB-C-Anschluss für moderne Laptops. Zu einem fairen Preis kann der BenQ-Monitor daher durchaus als Alternative zu unserem Testsieger betrachtet werden. Leider hat BenQ aber wie schon beim EL2870U an der Ergonomie gespart. Das große Display lässt sich lediglich nach vorne und hinten neigen, eine Drehung oder Höhenverstellbarkeit ist nicht gegeben. Der Monitor sollte angesichts seiner Größe also schon optimal in die aktuelle Arbeitsumgebung passen.

Der Samsung U32J590 ist ein abgespeckter und günstigerer Verwandter des Samsung U32H850 und teilt sich einige der positiven Eigenschaften diesem. So ist das Bild insgesamt sehr gut, Farben und Kontraste überzeugen, die Bedienung per Joystick geht leicht von der Hand. Im Vergleich zur hausinternen und der Test-Konkurrenz fällt aber die inhomogene Ausleuchtung negativ auf. Auch die fehlenden Ergonomiefunktionen sind uns ein Dorn im Auge – vor allem angesichts der Größe fehlt eine Höhenverstellung doch sehr. Hinzu kam, dass wir den Standfuß an unserem Testgerät nur zu zweit mit einiger Mühe und sanfter Gewalt wieder abbauen konnten. Zwar dürften die meisten ohnehin kaum eine Notwendigkeit dafür sehen und der Umstand ist auch nicht in unser Urteil eingeflossen. Erwähnt haben wollen wir es aber trotzdem, zumal der Monitor von Haus aus auch Bohrungen für eine Wandmontage mitbringt.

Insgesamt fällt es uns trotz des günstigen Preises schwer, eine Empfehlung für den Samsung U32J590 auszusprechen.

Der Philips 276E8VJSB ist ein günstiger Allround-Monitor ohne größere Schwächen, aber leider auch ohne besondere Stärken. So gefällt das Bild im Office-Einsatz, die Ausleuchtung ist aber für Filme oder die Bildbearbeitung nicht optimal. Das Design des Office-Monitors ist gelungen, im Gegenzug fehlt es aber an Anpassungsmöglichkeiten in Sachen Ergonomie. Auch die Bedienung ist eher durchwachsen gelöst. Insgesamt macht man mit dem Philips-Modell nicht viel falsch, die Konkurrenz bietet aber zum Teil mehr fürs Geld.

Der LG 27UK650 ist nach wie vor ordentlicher Monitor, aber mittlerweile nur noch sporadisch erhältlich. Wenn der Kurs stimmt, erhält man hier eine Kombination aus elegantem Design, toller Bedienung und natürlich einem sehr guten Bild. Selbst ohne Kalibrierung liefert er satte und realistische Farben und ein gut ausgeleuchtetes Panel.

HP Envy 27s

Test günstige 4K-Monitor: HP Envy 27s

Keine Preise gefunden.

Auch der HP Envy 27s überzeugte im Test mit einem sehr guten Bild. Leider haben die Ingenieure von HP beim Design aber ein wenig zu sehr auf Eleganz gesetzt und dabei die Ergonomie vergessen. Trotz sehr guter Bildeigenschaften können wir den schön anzusehenden HP-Monitor daher nur Menschen empfehlen, die ihn optimal in ihren Arbeitsplatz integrieren können. Hinzu kommt, dass HP die Version mit USB-C-Anschluss hierzulande offenbar nicht verkauft.

Der Asus PB287Q bietet ein sehr gutes Bild und satte Farben, obwohl er nur mit einem TN-Panel ausgestattet ist. Auch bei diesem Modell gibt es leider keinen USB-Hub und der Lieferumfang enthält kein Kabel für den Mini-DisplayPort. Der Monitor ist zwar etwas besser verarbeitet als beispielsweise der Samsung U28E590D, aber das allein ist den Aufpreis aus unserer Sicht nicht wert.

Der Samsung UE28U590D ist weiterer günstiger 4K-Monitor mit TN-Panel. Das macht sich vor allem bei seitlicher Betrachtung bemerkbar: Hier gehen die Farben und Kontraste recht schnell unter. Immerhin: Bei frontaler Betrachtung macht der Samsung-Monitor tatsächlich eine gute Figur. Im voreingestellten Standardmodus wirken Schriften angenehm scharf, auch Helligkeit und Kontrast bewegen sich auf einem akzeptablen Niveau. Bei Bewegtbildern macht der Samsung-Monitor ebenfalls einen guten Job – weder bei Filmen noch beim Gaming sehen wir eine störende Schlierenbildung. Kurzum: Sieht man von den bauartbedingten Nachteilen des TN-Panels ab, liefert der Samsung UE28U590D eine ansprechende Leistung.

Der Samsung U28E850R ist kommt zwar mit USB-3.0-Hub und MiniDisplayPort, hat aber wieder nur ein TN-Panel. Dafür finden wir ihn mit einem Preis von knapp 330 Euro zu teuer. Nicht nur hausintern gibt es bessere Alternativen, zumal mittlerweile auch schon IPS-Panels in dieser Preisklasse zu haben sind.

Der 4K-Monitor Iiyama GB2888UHSU bietet, genau wie der AOC U3277PWQU, ein Alleinstellungsmerkmal: Er verfügt über einen VGA-Anschluss. Damit lassen sich ältere Geräte direkt anschließen, ohne dass ein Adapter oder ähnliches notwendig ist.Allerdings lassen sich darüber lediglich 2.048 × 1.536 Bildpunkte darstellen – und auch die Qualität ist nicht die Beste. Ein großer Vorteil ist der Anschluss daher nicht. Preislich ist der Iiyama-Monitor mit knapp 400 Euro für uns zu teuer – zumal ihm auch eine Pivot-Funktion fehlt.s

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